Feintool System Parts Ohrdruf GmbH
Ringstraße 13, 99885 Ohrdruf, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Luana Kinner seit 19.9.2024 | Geschäftsführer |
Thomas Erne seit 19.9.2024 | Geschäftsführer |
Rahmi Sarigöl seit 22.9.2023 | Prokura |
Nick Ortmann seit 22.9.2023 | Prokura |
Armin Kühn seit 3.5.2016 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
Feintool International Holding AG | 60.00% |
Feintool International Holding AG | 40.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Feintool System Parts Ohrdruf GmbH (vormals: SCHROTH Antriebselemente GmbH)OhrdrufJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014Bilanz zum 31. Dezember 2014Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014
Anhang für das Geschäftsjahr 2014Allgemeine AngabenDie Firma der SCHROTH Antriebselemente GmbH wurde in Feintool System Parts Ohrdruf GmbH geändert. Die Eintragung in das Handelsregister erfolgte am 1. April 2014. Der Jahresabschluss wurde nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§ 267 Abs. 2 HGB) geltenden Regelungen des Handelsgesetzbuchs erstellt. Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Von der Darstellungsstetigkeit wurde nicht abgewichen. Ergänzend zu den handelsrechtlichen Vorschriften fanden die Regelungen des GmbH-Gesetzes Beachtung. Die Gesellschaft (Organgesellschaft) hat am 19. September 2014 mit der Konzernobergesellschaft Feintool International Holding AG, Lyss, Schweiz (Organträger), einen Beherrschungsvertrag abgeschlossen. Danach unterstellt die Organgesellschaft die Leitung ihrer Gesellschaft dem Organträger. Der Organträger ist verpflichtet, jeden während der Vertragsdauer sonst entstehenden Jahresfehlbetrag der Organgesellschaft auszugleichen. A. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDer Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) erstellt. Die Bewertung erfolgte nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung unter Beachtung der gesetzlichen Bewertungsvorschriften. Es wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen. Die immateriellen Vermögensgegenstände sowie Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Berücksichtigung von Abschreibungen bewertet. Planmäßige Abschreibungen für Anlagevermögen nahmen wir linear vor, die in der Regel mit den in den amtlichen AfA-Tabellen des Bundesministers der Finanzen vorgegebenen steuerlichen Nutzungsdauern korrespondieren. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 150,00 (bis zum 31. Dezember 2007 EUR 410,00) werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 150,00 bis EUR 1.000,00 (geringwertige Wirtschaftsgüter), die nach dem 31. Dezember 2007 angeschafft worden sind, wurde der jährlich für steuerliche Zwecke gebildete Sammelposten aus Vereinfachungsgründen in die Handelsbilanz übernommen. Von den jährlichen Sammelposten, deren Höhe insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist, werden pauschal jeweils 20 % im Jahr, in dem er gebildet wurde, und den vier darauf folgenden Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Der aktivierte Firmenwert wird planmäßig über 15 Jahre abgeschrieben. Die Nutzungsdauer entspricht damit der durchschnittlichen Laufzeit der Kundenaufträge, die die Grundlage des Firmenwerts bilden. Vorräte werden zu durchschnittlichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Herstellungskosten enthalten Einzelkosten und einen angemessenen Anteil an den Gemeinkosten sowie den Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Fremdkapitalzinsen werden nicht einbezogen. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden alle erkennbaren Risiken durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Fremdwährungsforderungen werden mit dem Kurs am Tag ihrer Entstehung gebucht. Forderungen in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr sind zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Forderungen in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden zum jeweils niedrigeren Stichtags- oder Anschaffungskurs umgerechnet. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Aus handels- und steuerrechtlich voneinander abweichenden Wertansätzen bestehen zum 31. Dezember 2014 ausschließlich aktive latente Steuern (im Wesentlichen aus temporären Unterschieden der sonstigen Rückstellungen und aus steuerlichen Verlustvorträgen). In Ausübung des Wahlrechts gem. § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird auf einen Ansatz von aktiven latenten Steuern in der Handelsbilanz verzichtet. Für die Bewertung der latenten Steuern wird ein durchschnittlicher Steuersatz in Höhe von 30,0 % zu Grunde gelegt. Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgte nach der Projected Unit Credit-Methode auf Grundlage der Richttafeln 2005 G nach Heubeck und unter Verwendung eines durchschnittlichen Marktzinssatzes zum 31. Dezember 2014 von 4,54 % sowie eines Gehalts- und Rententrends von 2 % p.a. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Bei der Rückstellungsbewertung werden zukünftige Preis- und Kostensteigerungen mit einbezogen. Ferner werden Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit einem der Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht wird, abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind zu Erfüllungsbeträgen erfasst. Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr sind zum Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet. Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem jeweils höheren Stichtags- oder Anschaffungskurs umgerechnet. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Passivseite Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. B. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und VerlustrechnungDie Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt und als Anlage zum Anhang beigefügt. Im Gesamtbetrag der Forderungen sind wie im Vorjahr keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind solche aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 592 (Vj. TEUR 1.340) enthalten. Das Zinsänderungsrisiko aus einem variabel verzinslichen Darlehen über TEUR 682 (Vj. TEUR 852) wird durch einen Zinsswap abgesichert. Der Zinsswap wird dabei als Bewertungseinheit mit dem Darlehen zusammengefasst. Die Höhe des abgesicherten Risikos entspricht dem negativen Marktwert des Zinsswaps von TEUR 60 (Vj. TEUR 73) zum Bilanzstichtag. Durch die Übereinstimmung der variablen Verzinsung des Darlehens und des Zinsswaps gleichen sich die Wertänderungen bzw. Zahlungsströme aus. Die Sicherung besteht für die gesamte Restlaufzeit des Darlehens. Die durch Vermögensgegenstände gesicherten Pensionsansprüche von TEUR 411 wurden mit dem Zeitwert, der den fortgeführten Anschaffungskosten entspricht, der verpfändeten Rückdeckungsversicherungen von TEUR 216 saldiert. In diesem Zusammenhang wurden Erträge in Höhe von TEUR 16 mit Aufwendungen saldiert. Die wesentlichen Posten in den sonstigen Rückstellungen betreffen Personalabbaumaßnahmen (TEUR 69), Prämienansprüche (TEUR 71) und Arbeitszeitguthaben (TEUR 50). Die im Vorjahr ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestanden gegenüber einem Gesellschafter. Die Aufgliederung des Gesamtbetrags der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem und mehr als fünf Jahren wird im beigefügten Verbindlichkeitenspiegel dargestellt. Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2014
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Währungskursgewinne in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 1). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Währungskursverluste in Höhe von TEUR 5 (Vj. TEUR 1). Die sonstigen betrieblichen Erträge und sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten keine wesentlichen periodenfremden Erträge bzw. Aufwendungen. In den Zinsaufwendungen sind TEUR 45 (Vj. TEUR 29) aus der Aufzinsung von Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen enthalten. C. Sonstige AngabenDie Mitglieder der Geschäftsführung sind Herr Dr. Thomas Bögli, CFO, und Herr Knut Zimmer, Geschäftsführer. Die Geschäftsführer erhalten von der Gesellschaft keine Vergütungen. Haftungsverhältnisse gegenüber anderen Gesellschaften bestehen nicht. Aus bestehenden Leasingverträgen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen von TEUR 319 (Vj. TEUR 446). Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Maschinenbestellungen bestehen keine (Vj. TEUR 763). Die Gesellschaft hatte durchschnittlich 113 (Vj. 112) Mitarbeiter beschäftigt. Zusätzlich wurden durchschnittlich 7 (Vj. 6) Auszubildende betreut. Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar des Abschlussprüfers beträgt für Abschlussprüfungsleistungen TEUR 15 (Vj. TEUR 14). Die Feintool International Holding AG, Lyss, Schweiz, stellt als oberstes Mutterunternehmen einen Konzernabschluss auf (größter Kreis), in den die Feintool System Parts Ohrdruf GmbH einbezogen wird. Die Gesellschaft wird weiterhin in den von der unmittelbaren Muttergesellschaft, der Feintool Holding GmbH, Amberg, aufgestellten Konzernabschluss (kleinster Kreis) einbezogen, der im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt wird.
Ohrdruf, 31. März 2015 Dr. Thomas Bögli, Geschäftsführer Knut Zimmer, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2014
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014Grundlagen des UnternehmensGeschäftsmodell Die Feintool System Parts Ohrdruf GmbH ist ein 60% Beteiligungsunternehmen der Feintool Holding GmbH, Amberg, und ein 40% Beteiligungsunternehmen der Feintool International Holding AG, Lyss, Schweiz. Die Feintool System Parts Ohrdruf GmbH ist spezialisiert auf die Herstellung von anspruchsvollen Umformkomponenten im Antriebsstrang von Fahrzeugen. Den Schwerpunkt bildet die Produktion von hochvolumigen Getriebekomponenten sowie von Poly-V-Riemenscheiben für Schwingungsdämpfer an Motoren mit Stopp-Start-Funktionen in umweltschonenden Antriebskonzepten. Dabei werden vor allem Serienteile, Muster und Prototypen produziert. Hauptabnehmer ist die Automobil- und die Automobilzulieferindustrie. Forschung und Entwicklung Die Gesellschaft betreibt keine eigene Forschung und Entwicklung. In Zusammenarbeit mit den Kunden und dem Schwesterunternehmen Feintool System Parts Obertshausen GmbH werden anwendungsspezifische Lösungen zur kostengünstigen Serienfertigung erarbeitet. WirtschaftsberichtBranchenbezogene Rahmenbedingungen In Deutschland wurden insgesamt 5,6 Mio. Fahrzeuge produziert 1. Das war eine Steigerung um 3,0% zum Vorjahr. Damit entwickelte sich Deutschland gegenüber Frankreich und Italien besser, ist aber im Weltmaßstab weiterhin noch schwach. Die Zulassungszahlen für Neufahrzeuge in Deutschland erhöhten sich im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr um 2,9%. Die Automobilhersteller trieben die Entwicklungen für CO 2-reduzierende Antriebe im Berichtsjahr weiter voran und vergaben Entwicklungsaufträge an Zulieferer, wovon auch Feintool System Parts Ohrdruf GmbH mit neuen Aufträgen partizipiert hat. Der Preis- und Wettbewerbsdruck auf die Zulieferer hat weiter zugenommen. Die Automobilhersteller entscheiden sich immer wieder für Eigenfertigungen und investieren in Kapazitäten - auch für Umformkomponenten. Feintool System Parts Ohrdruf GmbH ist jedoch aufgrund des technologisch breit aufgestellten Angebotes zur Herstellung von Umformkomponenten sehr gut positioniert. Hier sieht sich die Gesellschaft weiterhin mit Alleinstellungsmerkmalen im Markt. Die Gesellschaft konnte im Geschäftsjahr 2014 erfreulicherweise eine Belebung der Nachfrage gegenüber dem Vorjahr verzeichnen. Die Serienabnahmen der Kunden erhöhten sich in diesem Zeitraum deutlich um 16,2%. Geschäftsverlauf Die für die Gesellschaft bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren Umsatz, Auftragsbestand und Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit haben sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum positiv und besser als erwartet entwickelt. Sowohl die konjunkturelle Verbesserung und die damit verbundenen deutlich gestiegenen Umsatzerlöse als auch die Ergebnisse der eingeleiteten Verbesserungsmaßnahmen haben zu dieser positiven Entwicklung beigetragen. Im Berichtszeitraum wurde ein Umsatz in Höhe von 31,8 Mio. EUR erzielt. Gegenüber dem vergleichbaren 12-Monatsvorjahreszeitraum erhöhte sich der Umsatz um 22,7%. Erfreulich ist, dass sich der Auftragsbestand zur Auslieferung von Komponenten zum Jahresende wieder deutlich erholt hat und 44,4% über Vorjahresniveau liegt. Die im Vorjahr akquirierten Aufträge zeigen nun bereits zusätzliche Umsätze für die kommenden Jahre. Insgesamt ist die Geschäftsführung mit der Entwicklung im Geschäftsjahr zufrieden. Umsatzsteigerungen und die umgesetzten Verbesserungsmaßnahmen haben dazu beigetragen. Ertragslage Im Geschäftsjahr 2014 wurde ein Jahresüberschuss in Höhe von 1.802 TEUR erwirtschaftet. Die Umsatzerlöse sind gegenüber dem 12-Monatszeitraum des Vorjahres im Geschäftsjahr um 5.887 TEUR gestiegen. Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand bezogen auf die Umsatzerlöse zuzüglich der Bestandsveränderung und der anderen aktivierten Eigenleistungen) konnte nochmals um 2,9%-Punkte verbessert werden. Die Personalkosten stiegen aufgrund von Lohnkostensteigerungen und höherer Beschäftigung um 8,3% gegenüber dem Vorjahr, wobei die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Wesentlichen wegen höherer Reparatur- und Instandhaltungsaufwendungen im Geschäftsjahr nur leicht um TEUR 99 oder 2,2% gestiegen sind. Durch die gestiegenen Umsätze und die erreichten Verbesserungen der betrieblichen Abläufe und Herstellverfahren wurde ein positives Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 1.921 TEUR erwirtschaftet. Finanzlage Die Feintool System Parts Ohrdruf GmbH ist in den Cashpool der Feintool International Holding AG, Lyss/Schweiz, eingebunden. Dadurch kann die Gesellschaft an der Finanzierung über den Kreditvertrag der Feintool International Holding AG, Lyss/Schweiz, mit einem Bankenkonsortium unter der Bezeichnung "Senior Revolving Working Capital and Guarantee Instruments Facility Agreement" über CHF 90.000.000,00 teilnehmen. Die Kreditlinie steht als Bar- und Avallinie den im Kreditvertrag beschriebenen Gruppengesellschaften gemeinsam zur Verfügung. Die durchgeführten Rationalisierungs- und Erweiterungsinvestitionen konnten durch vorhandene Finanzierungen und neue Kreditverträge sichergestellt werden. Die Gesellschaft verfügte im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit über ausreichende Liquidität. Für die Zukunft sieht die Geschäftsführung keine Anzeichen von Liquiditätsengpässen für das geplante Geschäftsvolumen. Vermögenslage Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr um 2,1 Mio. EUR auf 10,8 Mio. EUR gesunken. Dabei hat sich das Anlagevermögen im Wesentlichen bedingt durch planmäßige Abschreibungen um 0,5 Mio. EUR auf nun 6,2 Mio. EUR reduziert. Darin enthalten sind Sachanlagen in Höhe von 5,8 Mio. EUR. Der Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen beträgt 57,2 %. Die Reduzierung der Bilanzsumme auf der Aktivseite resultiert im Wesentlichen aus gesunkenen Forderungen gegen verbundene Unternehmen (-0,7 Mio. EUR), geringeren Sachanlagen (-0,4 Mio. EUR) sowie niedrigeren Vorratsbeständen (-0,7 Mio. EUR). Der Rückgang der Vorräte resultiert im Wesentlichen aus den zum Bilanzstichtag ausgewiesenen erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen von 0,9 Mio. EUR. Auf der Passivseite ist die Reduzierung der Bilanzsumme bei einer Erhöhung des Eigenkapitals durch den Jahresüberschuss (+1,8 Mio. EUR) im Wesentlichen auf den Rückgang der Verbindlichkeiten und des Rechnungsabgrenzungspostens zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten reduzierten sich um 0,4 Mio. EUR, die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen nahmen auf Grund der Rückführung eines kurzfristigen Gesellschafterdarlehens um 2,0 Mio. EUR ab. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten des Vorjahres von 1,3 Mio. EUR wurde im Berichtsjahr erfolgswirksam vereinnahmt. Gesamtaussage Unter Einbeziehung des Gewinns, der weiteren Verbesserung der Ertragslage, des gestiegenen Auftragsbestandes und der umgesetzten Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz beurteilt die Geschäftsführung die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage insgesamt als gut. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ergeben. Personal Der Personalbestand erhöhte sich per 31. Dezember 2014 gering um 5 Mitarbeiter auf jetzt 123 Mitarbeiter (Vorjahr 118 Mitarbeiter). Weiterhin wird auf die Erstausbildung großer Wert gelegt. Die Gesellschaft bildet aktuell 8 Mitarbeiter aus, was einer Ausbildungsquote (Anteil der Auszubildenden an Gesamtbelegschaft) von 6,5% entspricht. Einschätzung durch die Unternehmensleitung Die Einschätzungen der Unternehmensleitung sind in der Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bereits beschrieben. Durch das positive Ergebnis im abgelaufenen Geschäftsjahr sowie durch die rege Projektarbeit und die eingeleiteten Maßnahmen zur Effizienzsteigerung kann von einer positiven und stabilen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ausgegangen werden. Chancen- und Risikobericht Als Kfz-Zulieferer sieht sich die Gesellschaft einer Reihe von Risiken ausgesetzt. Die Beschaffungspreise für Rohmaterial (Stahl) sind nachhaltig volatil. Die Weitergabe der Preisschwankungen ist bei Preiserhöhungen nur durch Preisverhandlungen mit den Kunden möglich. Die hohen Qualitätsanforderungen an die gelieferten Bauteile, verbunden mit immer kürzer werdenden Entwicklungszeiten, stellen ebenfalls ein Risiko dar. Durch die konsequente Anwendung des installierten Qualitätsmanagementsystems kann diesem Risiko begegnet werden. Der Preis- und Wettbewerbsdruck begleitet die Gesellschaft traditionell. Mit kontinuierlicher Verbesserung der Prozesse und Wachstum ist es möglich, den Kundenanforderungen gerecht zu werden. Mit den wichtigsten Kunden bestehen langjährige, partnerschaftliche Geschäftsbeziehungen. Durch offene Kommunikation können mögliche Risiken frühzeitig erkannt werden. Im Bereich Komponenten besteht bei der Herstellung der Teile eine technologische und qualitative Führungsposition im Markt. Auf der Beschaffungsseite bestehen mit den Lieferanten ebenfalls langfristige Lieferverträge. Die Abhängigkeit von der Automobilindustrie ist ein Risiko, dem durch eine breite Basis an Kunden begegnet wird. Die Liquiditätssteuerung und -sicherung erfolgt über die Konzernmutter Feintool International Holding, Lyss/Schweiz, im Rahmen eines konzernweiten Cash-Management-Systems und durch Intercompany-Kreditvergaben. Durch das umfangreiche Reportingsystem an die Konzernmutter, welches Budgetierung, Forecast und Soll-Ist-Abweichungen beinhaltet, werden Abweichungen frühzeitig erkannt und entsprechende Gegenmaßnahmen ergriffen. Chancen sieht die Geschäftsführung in der Weiterentwicklung moderner Antriebsstränge von Kraftfahrzeugen. Hier kann die Gesellschaft durch ausgezeichnetes Know-how Neugeschäft bei ihren Kunden und neue Kunden gewinnen. Prognosebericht Die Geschäftsführung erwartet auf Basis der gestiegenen Umsätze in 2014 für das kommende Geschäftsjahr ein weiteres leichtes Umsatzwachstum. Den umkämpften Margen und der Belastung durch weiter steigende Personalkosten wird durch Maßnahmen zur Effizienzsteigerung begegnet. Investitionen werden allerdings erst zeitverzögert zur Schöpfung von Effizienzpotenzialen führen und verbunden mit Umsatzausweitungen einen Anstieg der Rentabilität bewirken. Als Hersteller präziser Umformkomponenten für die umweltschonenden Antriebskonzepte Stopp-Start und Doppelkupplungen werden wir weiterhin an der starken Nachfrage vor allem im Pkw-Premiumsegment partizipieren. Insbesondere die von führenden Marktforschungsinstituten prognostizierten Steigerungsraten bei den Automatikgetrieben unterstreichen diese Erwartung. Entscheidend wird sein, den Auftragsbestand produktiv abzuarbeiten und auf einem schwierigen Beschaffungsmarkt für Rohmaterial termingerecht einzukaufen. Insgesamt geht die Geschäftsführung für das kommende Geschäftsjahr von einem leichten Anstieg der Umsatzerlöse und einem positiven, auf dem Niveau des Vorjahres liegenden Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit aus. Durch zusätzliche Umsätze aus dem Anlauf von erhaltenen Neuaufträgen wird sich die Ertragslage auch in den kommenden Jahren weiter positiv entwickeln.
Ohrdruf, 31. März 2015 Die Geschäftsführung Knut Zimmer Dr. Thomas Bögli Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Feintool System Parts Ohrdruf GmbH, Ohrdruf, (bis 1. April 2014: SCHROTH Antriebselemente GmbH), für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Feintool System Parts Ohrdruf GmbH. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Frankfurt am Main, den 31. März 2015 KPMG
AG
Steckhan, Wirtschaftsprüfer Kulpok, Wirtschaftsprüfer sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 19.05.2015 festgestellt. |
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