Linz u. Co., Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Peter Werner seit 2.10.2025 | Geschäftsführer |
Werner Barz seit 19.11.2024 | Geschäftsführer |
Udo Dr. Wegmeth seit 19.11.2024 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 73.00% | |
| 27.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
SIBA GmbHLünenJahresabschluss zum 30. September 2023LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022/2023SIBA GmbH, LünenA. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsfeld der SIBA GmbH Die SIBA in Lünen ist seit 1946 Sicherungshersteller im Bereich der Groß- und Elektroindustrie. Die Produktpalette ist vielfältig und umfasst Standardprodukte bis hin zu Sonderlösungen für spezielle Kundenanforderungen. Die SIBA-Sicherungen werden u.a. in der Bahntechnik, in Kraftwerken, Umspannanlagen, Anschlusskästen, Haushaltsgeräten, MRT-Geräten, Batteriespeichersystemen und in Photovoltaik- und Windkraftanlagen eingesetzt. Der Produktionsstandort des familiengeführten Unternehmens ist seit der Gründung in Lünen, wo Produktentwicklung, Fertigungstechnologie, Fertigung und Distribution aus einer Hand stattfindet. Die SIBA hat sich in den vergangenen Jahren durch die Anmietung von Büroräumlichkeiten und einer Produktionshalle in Lünen erweitert. SIBA vertreibt elektrische Schmelzsicherungseinsätze weltweit. 43,9 % des Umsatzes wird in Deutschland erzielt, 27,9 % im EU-Ausland und 28,1 % mit Drittländern. Hierbei sind als wichtigste Umsatzregionen Westeuropa, Asien und Amerika zu nennen. 2. Produktion und Beschaffung Die Produktion findet ausschließlich in Deutschland statt. Sie umfasst vier zentrale und eine ergänzende Produktgruppe:
Die Beschaffung stellt sicher, dass die Produktion mit Material in benötigter Menge und Qualität jederzeit versorgt ist. Hierbei wird Wert auf die Zuverlässigkeit von Lieferanten gelegt und Qualitätsanforderungen sowie preisliche Gestaltung bei der Vergabe von Aufträgen berücksichtigt. Lieferanten, die SIBA beliefern, werden regelmäßig bewertet und mit potentiellen Lieferanten verglichen. 3. Personal- und Sozialbereich Die Mitarbeiter werden nach den Tarifen der Metall- und Elektroindustrie bezahlt. Die Eingruppierungen und Leistungsbeurteilungen innerhalb des Entgeltrahmenabkommens (ERA) sind vorgenommen worden. Personalentwicklung ist der SIBA sehr wichtig. Daher finden regelmäßig und strukturiert Weiterbildungsmaßnahmen in verschiedenen Abteilungen statt. 4. Umweltschutz und Qualitätsmanagement Die SIBA setzt auf ein hohes Qualitäts- und Umweltbewusstsein. Die Prozesse im Unternehmen hat die Geschäftsführung im Blick und als produzierendes Unternehmen ist sich die SIBA ihrer Verantwortung gegenüber der Qualität und Umwelt bewusst. Das im Unternehmen tätige Nachhaltigkeitsteam und das integrierte Managementsystem soll optimale Abläufe sichern und dafür sorgen, dass sich die SIBA kontinuierlich weiter verbessert. In regelmäßigen Abständen werden Zertifizierungen nach DIN EN ISO 9001 und 14001 sowie Audits durch Kunden durchgeführt. 5. Forschungs- und Entwicklungsbericht Die Forschungs- und Entwicklungsabteilung ist eng mit dem Vertrieb und der Produktion verzahnt. So gelingt es der SIBA, regelmäßig neue Produkte zu entwickeln, um auch in Zukunft den Kundenanforderungen gerecht zu werden. Es werden in allen Produktgruppen Entwicklungstätigkeiten vorgenommen und gemeinsam mit den Kunden an neuen Lösungen gearbeitet. B. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt sank im relevanten Zeitraum 4. Q. 2022 bis 3. Q. 2023 um 0,15 %. Die staatlichen Konsumausgaben in diesem Zeitraum fielen im Vergleich zum Vorjahr um 1,8 %. 2. Entwicklung der Branche und Auswirkungen auf die SIBA GmbH Bezogen auf den Umsatz hat sich die Branche Elektrotechnik im Zeitraum 1. Q. bis 4. Q. 2023 mit 6,6 % im Vergleich zum Vorjahr solide entwickelt. Die Produktion stieg 2023 nach den Mitteilungen des Zentralverbandes Elektrotechnik und Elektroindustrie e.V., ZVEI, um 0,4 %. Die von SIBA angepeilte Umsatzentwicklung in Form eines moderat-steigenden Niveaus im Vergleich zur Vorperiode konnte übertroffen werden, der Marktanteil wurde gehalten. Die Einkaufs- und Verkaufspreise sind im Geschäftsjahr 2022/2023 angestiegen. Die Verhältnisse sind in etwa konstant geblieben. Es besteht jedoch nach wie vor starker Preisdruck in einzelnen Segmenten und Regionen. 3. Geschäftsverlauf Die Umsatzerwartungen wurden mit erzieltem Umsatz von 88 Mio. € übertroffen. Entsprechend der positiven Umsatzentwicklung ist der Rohertrag von 47,7 Mio. € auf 57,8 Mio. € angewachsen. Gleichzeitig ist das Jahresergebnis um 151% auf 8.936 T€ gestiegen. Dies ist im Wesentlichen durch die erhöhten Umsatzerlöse beeinflusst. Damit hat sich die SIBA GmbH in einem wirtschaftlich schwierigen Umfeld sehr gut entwickelt. 4. Vermögenslage Die Bilanzsumme ist von 36.513 T€ auf 46.944 T€ gegenüber dem Vorjahr deutlich angestiegen. Die wesentlichen Betriebsgrundlagen, wie Gebäude und Maschinen, hat die SIBA langfristig angemietet. Die Finanzanlagen haben sich durch Darlehensgewährungen an nahestehende Unternehmen im Geschäftsjahr um 2.210 T€ auf 6.654 T€ erhöht. Der Vorratsbestand hat sich um insgesamt 2.558 T€ auf 17.850 T€ erhöht. Die erhöhten Vorräte sind mengen- und preisbasiert und stehen in Zusammenhang mit den gestiegenen Umsatzerlösen im Geschäftsjahr 2022/2023. Die Vorratsintensität ist dabei aufgrund der deutlich gestiegenen Bilanzsumme von 42,1 % im Vorjahr auf 38,0 % im aktuellen Geschäftsjahr gesunken. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Geschäftsjahr 2022/2023 ebenfalls angestiegen. Der Anstieg der Forderungen liegt mit 14,4 % unter dem Anstieg der Umsatzerlöse (+19 %). Die Liquiden Mittel haben sich mit 8.222 T€ zum 30.09.2023 im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt. Die Eigenkapitalquote hat sich durch den hohen Jahresüberschuss von 28,1 % im Vorjahr auf 41,1 % deutlich erhöht. Die Rückstellungen sind um 610 T€ auf 23.078 T€ angestiegen. Die erhöhten Rückstellungen sind primär durch die Altersvorsorge begründet. Der Verschuldungsgrad hat sich von 255,8 % im Vorjahr auf 143,2 % deutlich verbessert. 5. Ertragslage Im Geschäftsjahr 2022/2023 ist der Umsatz von 74.067 T€ um 19,20 % auf 88.286 T€ gestiegen. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf die Absicherung der Lieferketten durch unsere Kunden zurückzuführen. Die Entwicklung erstreckt sich über alle Produktgruppen und alle Vertriebsregionen weltweit. Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:
Der Jahresüberschuss ist im Vergleich zum Vorjahr um ca. 151 % gestiegen. Diese Entwicklung ist auf die erhöhten Umsatzerlöse zurückzuführen. Die Materialeinsatzquote blieb mit 36,5 % gegenüber dem Vorjahr konstant. Die Personaleinsatzquote sank von 41,2 % auf 35,7 %. Absolut steigerte sich der Personalaufwand von 30.932 T€ auf 32.457 T€. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind mit rd. 22 % umsatzproportional gestiegen. Die Wertpapiere haben sich im Vergleich zum Vorjahr positiv entwickelt, sodass ein deutlich positives Ergebnis aus Wertpapierzuschreibungen und Verkäufen erzielt wurde. 6. Finanzlage Die Finanzlage ist solide. Verbindlichkeiten werden innerhalb der Zahlungsfrist beglichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele vereinnahmt. Überschüssige liquide Mittel werden in Wertpapieren angelegt. Hierbei wird auf ausreichende Diversifikation geachtet. Der Auftragseingang zum Ende des abgeschlossenen Geschäftsjahres zeigt sich rückläufig auf hohem Niveau. Der Cashflow im engeren Sinne ist im Geschäftsjahr positiv und beträgt 9.626 T€ (im Vorjahr: 6.950 T€).
7. Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Die in der Ertragslage erläuterten Umsatzerlöse sowie das Jahresergebnis stellen wichtige finanzielle Leistungsindikatoren dar. Die Qualität der Endprodukte, die Kundenzufriedenheit sowie die eigene Mitarbeiterentwicklung stellen wichtige nicht-finanzielle Leistungsindikatoren dar. C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Die voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft Für das Geschäftsjahr 2023/2024 wird Umsatz und Ergebnis auf einem im Vergleich zum abgelaufenen Geschäftsjahr geringerem Niveau erwartet, was primär auf volle Lagerbestände, die Wirtschaftskrise (Kriege) und die damit verbundenen Unsicherheiten zurückzuführen ist. Für das Geschäftsjahr 2023/2024 wird ein leicht sinkender Umsatz und ein leicht sinkendes Ergebnis erwartet. Langfristig sieht sich SIBA nach wie vor auf einem Wachstumspfad. 2. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Da die Gesellschaft ausschließlich in EURO fakturiert, besteht kein direktes Währungsrisiko bei Kundenforderungen. Die Konzentrationsbestrebungen von Lieferanten, Wettbewerbern und Kunden in diversen Branchen, werden europaweit weiter anhalten. Zudem ist bei den Energieversorgungsunternehmen europaweit die Tendenz zu erkennen, die Investitionen zurückzufahren. Umstrukturierungen nach dem Atomausstieg hin zur Nutzung regenerativer Energien bedeuten für SIBA sowohl Chancen als auch Risiken in Bezug auf das langfristig prognostizierte Umsatz- und Ergebniswachstum. Die Lieferungen von Sicherungen für die Photovoltaikbranche und den dazugehörigen Batteriespeichersystemen sowie für die Ladeinfrastrukturen in der Elektromobilität (allgemein Green Energy) haben in den vergangenen Jahren teilweise einen spürbaren Anteil am Umsatz ausgemacht. Eventuell müssen zukünftig auch wegen sich ändernder Standards/Normen Abschreibungen auf Fertigwaren und/oder Vormaterial vorgenommen werden. Haftungs- und Vertragsrisiken nehmen zu. Kunden verlangen zunehmend "hauseigene", von den ZVEI-Bedingungen abweichende Verträge zu Ungunsten von Lieferanten. Zudem werden SIBA-Produkte zunehmend in neuen Branchen eingesetzt, aus denen bisher unbekannte Risiken entstehen können. Durch kontinuierliche Vertriebsarbeit geht SIBA davon aus, auch weiterhin Wachstumspotentiale erschließen zu können. Durch die Marktöffnung Fernost ergibt sich ein starker Wettbewerb, aber auch Chancen aus dieser Region. Wie sich die aktuelle geopolitische Lage auswirkt, bleibt abzuwarten, so dass eine abschließende Beurteilung derzeit nicht möglich ist. Aufgrund wettbewerbsseitiger Verlegung von Produktionsstätten in sogenannte Billiglohnländer und des Zusammenschlusses von Wettbewerbern kann vor allen Dingen beim Standardprodukt verstärkter Preisdruck entstehen. Ergänzend wird ein abnehmendes Qualitätsbewusstsein vieler Kunden wahrgenommen. Ein Risiko sieht die SIBA darin, dass sich die Metallpreise wieder erhöhen könnten. Dies würde zu höheren Kosten auf der Beschaffungsseite führen. Die gestiegenen Kosten werden zwar zum sehr großen Teil an die Endkunden weiterberechnet, ein Teil der Kosten würde jedoch voraussichtlich das Ergebnis belasten. Ein neues Betätigungsfeld bietet die politisch geförderte Elektromobilität und der feste Wille zum Ausbau der "Green Energy". Hierzu stellt sich die SIBA auf die spezielle elektrische Absicherung der Speichermedien ein. Dieser Effekt wird noch von der aktuellen Kriegslage zwischen der Russischen Föderation und der Ukraine verstärkt, wodurch sich die Abkehr von fossilen Brennstoffen hin zu regenerativen Energieformen beschleunigt. Der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine hat zur Einstellung der Aktivitäten der russischen Verkaufsvertretung geführt, die wirtschaftlichen Auswirkungen halten sich in einem sehr engen Rahmen. In der Ukraine bestehen keine direkten Vertriebsbeziehungen. Ein potenzielles Risiko stellt die russische Gasversorgung von Lieferanten dar. Sollte es zu einem 100 % Lieferstopp bestimmter Lieferanten kommen, würde sich dies zeitversetzt auf die Lieferfähigkeit der SIBA auswirken. Diesem Risiko wird durch die Qualifizierung weiterer Lieferanten entgegengewirkt. Insgesamt handelt es sich ausschließlich um entwicklungshemmende Risiken, auf die sich SIBA eingestellt hat. Aufgrund des Produktportfolios sowie des Knowhows geht die SIBA derzeit davon aus, die dargestellten Chancen teilweise realisieren zu können. 3. Finanzinstrumente Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Wertpapiere und Pensionsrückstellungen. Die Gesellschaft nutzt im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten Bewertungsmaßnahmen für eine vorsichtige Bilanzpolitik. Die Wertpapiere werden zur Liquiditätssteuerung gehalten. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen resultieren im Wesentlichen aus Geschäftsbeziehungen mit langjährigen und zuverlässigen Geschäftspartnern. Insofern ist das Risiko eines größeren Forderungsausfalls insgesamt als gering einzustufen. Ferner verfügt die Gesellschaft über ein effizientes Mahnwesen, Forderungsausfälle waren bisher die Ausnahme. Verbindlichkeiten werden innerhalb vereinbarter Zahlungsfristen bezahlt. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. 4. Tochterunternehmen und bestehende Zweigniederlassungen der Gesellschaft Liefertreue, Verlässlichkeit, Beratungskompetenz, Kundenorientierung, Flexibilität - auf die klassischen Servicetugenden mittelständischer Unternehmen - legt die Gesellschaft größten Wert. Weil die SIBA Kundennähe ernst nimmt, ist sie weltweit vertreten. Auslands-Tochtergesellschaften und Vertriebspartner in allen Kontinenten halten Kontakt zu Kunden. Die Gesellschaft besitzt zu diesem Zweck folgende Tochterunternehmen:
Seit 1990 besteht eine Zweigniederlassung für den Vertrieb im ostdeutschen Raum, die sich seit 2007 in Freiberg befindet. Weiterhin bestehen Verkaufsvertretungen in China.
Lünen, 25. März 2024 Michael Schröer, Geschäftsführer BILANZ ZUM 30. SEPTEMBER 2023SIBA GmbH, LünenAKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022/2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022/2023SIBA GmbH, LünenI. ALLGEMEINE ERLÄUTERUNGEN Der Jahresabschluss zum 30. September 2023 wurde nach den Vorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches und den Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die SIBA GmbH hat ihren Sitz in Lünen und ist beim Amtsgericht Dortmund unter der Nummer HRB 23306 im Handelsregister eingetragen. Die SIBA GmbH ist zum Abschlussstichtag eine große Kapitalgesellschaft i. S. v. § 267 Abs. 3 HGB. Die Bilanzierung erfolgte nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren in der Gliederung gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die Bilanz wurde aus Gründen der Klarheit um den Posten "Anlagen im Bau" unter den Vorräten erweitert. Unter diesem Posten werden unfertige Maschinen zur Herstellung von Sicherungen zum Zwecke der Veräußerung ausgewiesen. Erstmalig wurden die "erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen" offen von den Vorräten abgesetzt. Die geleisteten Anzahlungen wurden den Vorräten zugeordnet. Der Vorjahresausweis wurde entsprechend angepasst. Im Geschäftsjahr 2022/2023 wurde eine Umgliederung der Aufwendungen für Leiharbeit aus dem Personalaufwand in die Aufwendungen für bezogene Leistungen vorgenommen. Das Vorjahr wurde ebenfalls angepasst. II. ANGABEN ZU BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN 1. Anlagevermögen Die Finanzanlagen wurden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. 2. Vorräte Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und die Waren wurden mit den Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungskostenminderungen, höchstens jedoch zu Marktpreisen am Abschlussstichtag, bewertet. Die unfertigen und die fertigen Erzeugnisse sowie die eigenen Leistungen für Anlagen im Bau wurden mit den Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen die Material- und Fertigungseinzelkosten, die Sonderkosten der Fertigung sowie die Material- und Fertigungsgemeinkosten. Wenn der durch retrograde Bewertung ermittelte, am Abschlussstichtag beizulegende Wert niedriger als die Herstellungskosten war, wurde der am Abschlussstichtag beizulegende Wert angesetzt. Beim gesamten Vorratsvermögen wurden Ungängigkeit und eingeschränkte Verwertbarkeit durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Die geleisteten Anzahlungen und die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen wurden mit dem Nominalwert angesetzt. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert angesetzt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine prozentuale pauschale Wertberichtigung Rechnung getragen. Für das spezielle Ausfallrisiko werden ausreichende Einzelwertberichtigungen gebildet. 4. Wertpapiere des Umlaufvermögens Die Wertpapiere des Umlaufvermögens wurden mit den Anschaffungskosten bewertet. Wenn der am Abschlussstichtag beizulegende Kurswert niedriger als die Anschaffungskosten war, wurde der am Abschlussstichtag beizulegende Kurswert angesetzt. 5. Liquide Mittel, Rechnungsabgrenzungsposten und Posten des Eigenkapitals Liquide Mittel, Rechnungsabgrenzungsposten und Posten des Eigenkapitals sind zum Nominalwert bilanziert. 6. Rückstellungen Das bei der Bewertung der Rückstellungen für Pensionen angewandte versicherungsmathematische Berechnungsverfahren ist das modifizierte Teilwertverfahren. Bei den Rückstellungen für die laufenden Renten wurden erwartete Rentensteigerungen in Höhe von 2,8 % p. a. einbezogen. Die Rückstellungen für die Anwartschaften wurden unter der Annahme erwarteter Lohn- und Gehaltssteigerungen in Höhe von 2,4 % p. a. ermittelt. Der Ansatz der Rückstellung erfolgte nach den Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck auf der Grundlage eines Rechnungszinssatzes von 1,81 %, der dem durchschnittlichen Marktzinssatz bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren entspricht. Als Abzinsungsfaktor wurde der von der Deutschen Bundesbank für diese Restlaufzeit ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre verwendet. Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Sie wurden so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung tragen. Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. 7. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. 8. Währungsumrechnung Beträge in fremder Währung wurden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. III. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ 1. Anlagevermögen Die Gesellschaft besitzt am 30. September 2023 folgende Kapitalanteile an anderen Unternehmen, die bestimmt sind, dem eigenen Geschäftsbetrieb durch Herstellung einer dauernden Verbindung zu dienen:
Die Entwicklung der Finanzanlagen gem. § 284 Abs. 3 HGB stellt sich wie folgt dar:
2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 366 T€. 3. Eigenkapital In dem Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von 9.868 T€ enthalten. 4. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre von 1,66 % ein Unterschiedsbetrag von 450 T€. Der abzinsungsbedingte Unterschiedsbetrag ist gem. § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB für die Ausschüttung gesperrt. Die Pensionsrückstellungen in Höhe von 18.204 T€ wurden mit dem verrechneten Deckungsvermögen in Höhe von 1.904 T€ zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet (beizulegender Zeitwert). Die ursprünglichen Anschaffungskosten betrugen 1.988 T€. Als Deckungsvermögen besteht ein verpfändeter Fonds. Der beizulegende Zeitwert ermittelt sich aus den Wertpapierkursen zum 30. September 2023. Aufwendungen aus der Abzinsung der Pensionsrückstellung i. H. v. 330 T€ sind mit Erträgen aus Zuschreibungen der Wertpapiere des Deckungsvermögens i. H. v. 105 T€ saldiert und unter dem Posten Zinsen und sonstige Aufwendungen ausgewiesen. 5. sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen den Personalbereich (3.203 T€), Rückstellungen für Gewährleistung (800 T€), interne und externe Jahresabschluss- und Prüfungskosten (133 T€), Rückstellung für Betriebsprüfung (92 T€) sowie übrige Rückstellungen (496 T€). 6. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 630 T€ (Vorjahr: 630 T€) enthalten. 7. Latente Steuern Aus den Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen der Rückstellungen für Pensionen ergibt sich insgesamt eine Steuerentlastung in späteren Geschäftsjahren. Gemäß dem Wahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB werden in der Bilanz keine aktiven latenten Steuern angesetzt. 8. Haftungsverhältnisse Zum 30. September 2022 bestanden Haftungsverhältnisse gem. § 251 HGB aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten, der Linz u. Co., Gesellschaft mit beschränkter Haftung, in Höhe von 232 T€, welche mit der Verpfändung des Wertpapierdepots besichert waren. Die der Verpfändung zugrundeliegende Schuld wurde zum 30. September 2023 zurückgezahlt. Die Verpfändung wurde damit aufgehoben. Darüber hinaus hat die SIBA GmbH eine Bürgschaft in Höhe von 18 T€ mit dem Begünstigten ENEL Distribuzione S.p.A. bei der Commerzbank hinterlegt. 9. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum 30. September 2023 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus der Anmietung von Maschinen in Höhe von rd. 2.407 T€ für das nächste Jahr und für Grundstücke in Höhe von rd. 1.466 T€ p. a. für die nächsten 3 Jahre. IV. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:
2. sonstige betriebliche Aufwendungen Da die sonstigen Steuern ausschließlich die in ihrer Höhe unwesentliche Kfz.-Steuer betreffen, wird die Kfz.-Steuer unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen, so dass der Ausweis der sonstigen Steuern entfällt. V. SONSTIGE ANGABEN 1. Arbeitnehmer Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich 119 Angestellte (Vorjahr: 105) und 335 gewerbliche Arbeitnehmer (Vorjahr: 290). 2. Geschäftsführung Die Geschäfte der Gesellschaft wurden im Geschäftsjahr 2022/2023 durch die einzelvertretungsberechtigten Geschäftsführer Herrn Bernd Schwegmann jun., Kaufmann, Lünen, und Herrn Michael Schröer, Kaufmann, Selm, geführt. Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. 3. Aufsichtsrat Der Aufsichtsrat der Gesellschaft setzt sich wie folgt zusammen:
Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben im Geschäftsjahr 2022/2023 Bezüge in Höhe von 48 T€ erhalten. 4. Honorare des Abschlussprüfers Das für das Geschäftsjahr erfasste Gesamthonorar des Abschlussprüfers für die Abschlussprüfung beträgt voraussichtlich 65 T€. 5. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ergeben.
Lünen, 25. März 2024 Bernd Schwegmann jun., Geschäftsführer Michael Schröer, Geschäftsführer Feststellung des Jahresabschlusses: Der Jahresabschluss wurde am 24. April 2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die SIBA GmbH, Lünen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der SIBA GmbH, Lünen, - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SIBA GmbH, Lünen, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/hgb-ja-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.
Dortmund, 25. März 2024 Treuhand
GmbH
Martin Brandt, Wirtschaftsprüfer Carolin Krulick, Wirtschaftsprüferin |
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