TERRITORY CTR GmbHLiquidiert

33332 Gütersloh, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Gütersloh HRB 2424
Vorher
Medienfabrik Gütersloh GmbH
Eingetragen
29.11.1988
Branche
Public-Relations-BeratungTätigkeiten von WerbeagenturenVerlegen von Zeitschriften
Gegenstand
1. die konzeptionelle, redaktionelle, graphische und produktionstechnische Erstellung von Publikationen und Präsentationen, 2. die Konzeption und Durchführung von Aktivitäten im Bereich Public Relations und Werbung, 3. die Beratung und Ablauforganisation für interne und externe Kommunikations- systeme, 4. verlegerische Tätigkeiten, 5. Employer branding, Personalmarketing und Recruiting, 6. die Durchführung aller damit zusammenhängenden Geschäfte.

Historie

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Management

NameRolle
Jasper Henrik Stahl
seit 4.3.2019
Prokura
Soheil Dastyari
seit 25.1.2018
Geschäftsführer
Prokura
Gero Hesse
seit 1.9.2014
Geschäftsführer
Wilfried Velte
seit 12.1.2010
Prokura
Stefan Postler
seit 5.11.2003
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

Bertelsmann SE & Co. KGaA

Gütersloh

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017

Finanzinformationen

Zusammengefasster Lagebericht

Das Geschäftsjahr 2017 im Überblick

Bertelsmann verzeichnete im Jahr 2017 einen positiven Geschäftsverlauf mit Umsatzwachstum sowie Zuwächsen bei Operating EBITDA und Konzernergebnis. Diese Entwicklung ging einher mit weiteren strategischen Fortschritten bei der Transformation zu einem wachstumsstärkeren, digitaleren, internationaleren und diversifizierteren Konzern. Der Konzernumsatz erhöhte sich um 1,4 Prozent auf 17,2 Mrd. € (Vj.: 17,0 Mrd. €), gestützt durch ein organisches Wachstum von 1,7 Prozent. Hierzu trugen vor allem die TV-, Musik-, Dienstleistungs- und Bildungsgeschäfte bei. Der Umsatzanteil der strategischen Wachstumsgeschäfte erhöhte sich auf 32 Prozent (Vj.: 30 Prozent). Das Operating EBITDA lag mit 2.636 Mio. € über dem hohen Vorjahreswert von 2.568 Mio. €, trotz Anlaufverlusten für Digital- und Neugeschäfte allein bei der RTL Group und der Bertelsmann Education Group in Höhe von -69 Mio. € (Vj.: -71 Mio. €). Für die Ergebnisverbesserungen zeichneten in erster Linie die RTL Group, BMG und die Bertelsmann Education Group verantwortlich. Die EBITDA-Marge erhöhte sich von 15,2 Prozent im Vorjahr auf 15,3 Prozent. Das Konzernergebnis stieg von 1.137 Mio. € auf 1.198 Mio. €. Die wirtschaftlichen Investitionen erhöhten sich insbesondere durch die Anteilsaufstockung an Penguin Random House im Berichtszeitraum auf 1,8 Mrd. € (Vj.: 1,3 Mrd. €). Bertelsmann rechnet auch für das Jahr 2018 mit einem guten Geschäftsverlauf sowie weiteren Fortschritten bei der Strategieumsetzung.

Umsatz in Mrd. €

Umsatzwachstum von 1,4 Prozent, verbessertes organisches Wachstum von 1,7 Prozent

Umsatzplus bei RTL Group, BMG, Arvato und Bertelsmann Education Group

Gestiegener Umsatzanteil der Wachstumsgeschäfte

Operating EBITDA in Mio. €

Erhöhung des Operating EBITDA um 2,7 Prozent

Anstieg der EBITDA-Marge von 15,2 Prozent auf 15,3 Prozent

Ergebnisverbesserungen bei RTL Group, Gruner + Jahr, BMG und Bertelsmann Education Group

Konzernergebnis in Mio. €

Anstieg des Konzernergebnisses um 5,4 Prozent trotz höherer Steuerbelastung

Operative Ergebnisverbesserung

Hoher Ergebnisbeitrag der Fondsgeschäfte

Grundlagen des Konzerns

Im vorliegenden Lagebericht wird das Wahlrecht genutzt, den Konzernlagebericht und den Lagebericht der Bertelsmann SE & Co. KGaA zusammenzufassen. In diesem zusammengefassten Lagebericht wird über den Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Bertelsmann-Konzerns sowie der Bertelsmann SE & Co. KGaA berichtet. Die Angaben gemäß HGB zur Bertelsmann SE & Co. KGaA werden in einem eigenen Abschnitt erläutert. Der zusammengefasste Lagebericht wird anstelle des Konzernlageberichts im Bertelsmann Geschäftsbericht veröffentlicht.

Unternehmensprofil

Bertelsmann ist in den Kerngeschäftsfeldern Medien, Dienstleistungen und Bildung in rund 50 Ländern der Welt aktiv. Die geografischen Kernmärkte umfassen Westeuropa - vor allem Deutschland, Frankreich sowie Großbritannien - und die USA. Darüber hinaus verstärkt Bertelsmann sein Engagement in Wachstumsregionen wie China, Indien und Brasilien. Zu den Bertelsmann-Unternehmensbereichen zählen die RTL Group (Fernsehen), Penguin Random House (Buch), Gruner + Jahr (Zeitschriften), BMG (Musik), Arvato (Dienstleistungen), die Bertelsmann Printing Group (Druck), die Bertelsmann Education Group (Bildung) und Bertelsmann Investments (Fonds).

Die Bertelsmann SE & Co. KGaA ist eine kapitalmarktorientierte, nicht börsennotierte Kommanditgesellschaft auf Aktien. Als Konzernholding übt sie zentrale Konzernfunktionen wie die Festlegung und Weiterentwicklung der Konzernstrategie, die Kapitalallokation, die Finanzierung und die Managemententwicklung aus. Die interne Unternehmenssteuerung und -berichterstattung folgen der Unternehmensorganisation, die sich aus den operativen Segmenten und dem Bereich Corporate zusammensetzt.

Die RTL Group ist nach Umsatz eines der führenden Unternehmen im Sender-, Inhalte- und Digitalgeschäft mit Beteiligungen an 56 Fernsehsendern und 31 Radiostationen sowie Produktionsgesellschaften weltweit. Zu den Fernsehgeschäften der RTL Group zählen RTL Television in Deutschland, M6 in Frankreich und die RTL-Sender in den Niederlanden, Belgien, Luxemburg, Kroatien und Ungarn sowie eine Beteiligung an Atresmedia in Spanien. Fremantle Media ist einer der größten internationalen Entwickler, Produzenten und Vertriebe vielfältiger Formate außerhalb der USA. Mit den Catch-up-Services der Senderfamilien, den Multichannel-Netzwerken BroadbandTV, StyleHaul und Divimove sowie den mehr als 280 YouTube-Kanälen von Fremantle Media ist die RTL Group das nach Onlinevideo-Abrufen führende europäische Medienunternehmen. Außerdem besitzt die RTL Group mit SpotX eine Technologieplattform zur Vermarktung von Onlinevideo-Werbung. Die RTL Group S.A. ist börsennotiert und im deutschen Aktienindex MDAX gelistet.

Penguin Random House ist mit mehr als 250 Buchverlagen auf sechs Kontinenten die nach Umsatz größte Publikumsverlagsgruppe der Welt. Zu den bekanntesten Verlagsmarken zählen traditionsreiche Namen wie Doubleday, Viking und Alfred A. Knopf (USA), Ebury, Hamish Hamilton und Jonathan Cape (Großbritannien), Plaza & Janés und Alfaguara (Spanien), Sudamericana (Argentinien) sowie der international tätige Buchverlag Dorling Kindersley. Die deutschsprachige Verlagsgruppe Random House mit traditionsreichen Verlagen wie Goldmann und Heyne gehört rechtlich nicht zu Penguin Random House, steht jedoch unter gleicher unternehmerischer Leitung und ist Teil des Unternehmensbereichs Penguin Random House. Jedes Jahr veröffentlicht Penguin Random House über 15.000 Neuerscheinungen und verkauft mehr als 600 Millionen gedruckte Bücher, E-Books und Hörbücher.

Gruner + Jahr ist einer der führenden Premium-Magazinverlage Europas. Zu ihm gehören etablierte Marken wie "Stern", "Brigitte" und "Geo" - und junge Marken wie "Barbara", "Beef" und "Chefkoch". Hinzu kommen Produkte und Lizenzen, etwa die "Schöner Wohnen"-Möbelkollektion sowie digitale Angebote in allen publizistischen Segmenten, von News über People bis Living. In der digitalen Vermarktung betreibt G+J international tätige Plattformen (Ligatus, AppLike). Mit Territory zählt eine der größten deutschen Kommunikationsagenturen für Markeninhalte zu G+J. In Frankreich betreibt G+J mit Prisma Media den nach Gesamtreichweite größten bimedialen Magazinverlag des Landes. G+J hält Mehrheitsbeteiligungen an der Motor Presse Stuttgart sowie an der DDV Mediengruppe in Sachsen und ist an der Spiegel-Gruppe beteiligt.

BMG ist ein international tätiges Unternehmen, das Musikverlagsrechte verwaltet und Aufnahmerechte managt. BMG vertritt mit 14 eigenen Niederlassungen auf zwölf Musikmärkten mittlerweile über 2,5 Millionen Titel und Aufnahmen, darunter jene der Kataloge von Alberts Music, Broken Bow Music Group, Bug, Cherry Lane, Chrysalis, Mute, Primary Wave, Sanctuary und Trojan.

Arvato entwickelt und realisiert für Geschäftskunden diverser Branchen in mehr als 40 Ländern innovative Lösungen für unterschiedlichste Geschäftsprozesse. Diese umfassen Customer Relationship Management (CRM), Supply Chain Management (SCM), Financial Solutions und IT-Dienstleistungen.

In der Bertelsmann Printing Group sind alle Offset- und Tiefdruckaktivitäten von Bertelsmann gebündelt. Dazu zählen die deutschen Offsetdruckereien Mohn Media, GGP Media und Vogel Druck, die Tiefdruckaktivitäten von Prinovis in Deutschland und Großbritannien sowie die Offset- und Digitaldruckereien Berryville Graphics, Coral Graphics und OPM in den USA. Darüber hinaus bieten Campaign, die DeutschlandCard und das Dialog-Geschäft diverse Digital Marketing Services an und spezialisieren sich auf data-driven Multichannel-Marketing, Kampagnenmanagement sowie Kundenbindung. Zur Bertelsmann Printing Group gehören zudem die RTV Media Group und der Kreativdienstleister MBS sowie der Speichermedienproduzent Sonopress.

Die Bertelsmann Education Group umfasst die Bildungsaktivitäten von Bertelsmann. Die digitalen Bildungs- und Dienstleistungsangebote haben ihre Schwerpunkte in den Sektoren Gesundheit und Technologie. Zu den Bildungsaktivitäten zählen unter anderem die E-Learning-Anbieter Relias und Udacity.

Bertelsmann Investments bündelt die globalen Start-up-Beteiligungen von Bertelsmann. Schwerpunkt der Aktivitäten sind die strategischen Wachstumsregionen Brasilien, China, Indien und die USA. Beteiligungen erfolgen über die Fonds Bertelsmann Brazil Investments (BBI), Bertelsmann Asia Investments (BAI), Bertelsmann India Investments (BII) und Bertelsmann Digital Media Investments (BDMI).

Regulatorische Rahmenbedingungen

Bertelsmann betreibt in mehreren europäischen Ländern Fernseh- und Radioaktivitäten, die regulatorischen Bestimmungen unterworfen sind, in Deutschland beispielsweise durch die medienrechtliche Aufsicht der Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich. Unternehmen des Bertelsmann-Konzerns nehmen in vielen Geschäftsfeldern führende Marktpositionen ein, sodass akquisitorisches Wachstum aus wettbewerbsrechtlichen Gründen begrenzt sein kann. Darüber hinaus unterliegen einige Bildungsaktivitäten regulatorischen Bestimmungen staatlicher Behörden und Akkreditierungsstellen.

Aufgrund der Börsenzulassung der begebenen Genussscheine und Anleihen unterliegt Bertelsmann als kapitalmarktorientiertes Unternehmen in vollem Umfang den entsprechenden kapitalmarktrechtlichen Bestimmungen.

Aktionärsstruktur

Die Bertelsmann SE & Co. KGaA ist eine nicht börsennotierte Kommanditgesellschaft auf Aktien. Die Kapitalanteile der Bertelsmann SE & Co. KGaA werden zu 80,9 Prozent von Stiftungen (Bertelsmann Stiftung, Reinhard Mohn Stiftung, BVG-Stiftung) und zu 19,1 Prozent von der Familie Mohn mittelbar gehalten. Alle Stimmrechte in der Hauptversammlung der Bertelsmann SE & Co. KGaA und der Bertelsmann Management SE (persönlich haftende Gesellschafterin) werden von der Bertelsmann Verwaltungsgesellschaft (BVG) kontrolliert.

Strategie

Das übergeordnete Ziel von Bertelsmann ist die kontinuierliche Steigerung des Unternehmenswertes über eine nachhaltige Verbesserung der Ertragskraft bei einem gleichzeitig effizienten Kapitaleinsatz (siehe Abschnitt "Wertorientiertes Steuerungssystem").

Bertelsmann strebt ein wachstumsstärkeres, digitaleres, internationaleres und diversifizierteres Konzernportfolio an. Geschäfte, in die Bertelsmann investiert, sollen ein langfristig stabiles Wachstum, globale Reichweite, stabile und verteidigbare Geschäftsmodelle, hohe Markteintrittsbarrieren und Skalierbarkeit aufweisen. Das Bildungsgeschäft wird schrittweise zur dritten Ertragssäule neben den Medien- und Dienstleistungsgeschäften aufgebaut. Die Konzernstrategie umfasst vier strategische Stoßrichtungen: Stärkung der Kerngeschäfte, digitale Transformation, Ausbau von Wachstumsplattformen sowie Expansion in Wachstumsregionen. Entlang dieser strategischen Stoßrichtungen erzielte Bertelsmann auch im Geschäftsjahr 2017 weitere Fortschritte.

Zur Stärkung der Kerngeschäfte trug unter anderem die Zusammenführung von RTL Radio France mit Groupe M6 bei. Zudem übernahm Bertelsmann weitere 22 Prozent der Anteile an Penguin Random House vom Mitgesellschafter Pearson und hält nun eine strategische Dreiviertelmehrheit an der nach Umsatz weltweit größten Publikumsverlagsgruppe. Penguin Random House stärkte mit der Akquisition der Verlagsgruppe Ediciones B seine Marktpositionen in Spanien und Lateinamerika. Gruner + Jahr trieb die Fokussierung auf die Kernmärkte Deutschland und Frankreich durch die Abgabe der Geschäfte in den Niederlanden und China sowie den Ausstieg aus weiteren internationalen Geschäften der Motorpresse Stuttgart weiter voran. Arvato Systems erwarb den auf Energiewirtschaft spezialisierten Softwareanbieter Next Level Integration sowie Vidispine, Spezialist im Bereich Media Asset Management. Das 2017 beschlossene Zukunftspaket für das deutsche Tiefdruckgeschäft soll zu Kosteneinsparungen und zur mittelfristigen Sicherung der Standorte führen.

Zudem wurde die digitale Transformation der Geschäfte weiter vorangetrieben. Die RTL Group baute ihr Werbetechnologiegeschäft durch den Erwerb der restlichen Anteile am Onlinevideo-Werbevermarkter SpotX und die stärkere Integration einzelner Geschäfte zu einer übergreifenden Werbetechnologieplattform aus. Penguin Random House erweiterte sein Angebot zur Direktansprache von Lesern und verzeichnete Wachstum mit Audio-Downloads. Gruner + Jahr verzeichnete Wachstum im deutschen Digitalgeschäft.

Die Wachstumsplattform Fremantle Media baute unter anderem den Bereich Drama durch neue Produktionen wie "American Gods" aus und ging weitere Beteiligungen sowie Talent Deals ein. BMG erwarb die Country-Label-Gruppe BBR Music Group, tätigte weitere Investitionen und nahm zahlreiche neue Künstler unter Vertrag. Arvato SCM Solutions vergrößerte sein Logistiknetzwerk in Deutschland, den Niederlanden, Polen und den USA und wuchs vor allem mit Kunden in den Bereichen E-Commerce, Hightech, Entertainment und Healthcare. Arvato Financial Solutions beteiligte sich am Fintech-Start-up Solaris Bank. Im Bildungsbereich verzeichnete Relias starkes organisches Wachstum und erwarb WhiteCloud Analytics, einen Anbieter für Analysen und Performance-Management im Krankenhausbereich. Udacity verzeichnete starkes Wachstum mit bestehenden und neu eingeführten Nanodegrees.

In den Wachstumsregionen baute Bertelsmann sein globales Netzwerk aus Start-up-Beteiligungen weiter aus und tätigte im Berichtszeitraum über die im Unternehmensbereich Bertelsmann Investments gebündelten Fonds mehr als 40 Neuinvestitionen weltweit. In China tätigte der Fonds Bertelsmann Asia Investments diverse Neu- und Folgeinvestitionen, erzielte erneut deutliche Wertzuwächse und leistete insbesondere mit Gewinnen aus Beteiligungsverkäufen einen relevanten Beitrag zum Konzernergebnis. In Indien beteiligte sich der Fonds Bertelsmann India Investments am Bildungsanbieter Eruditus. Arvato CRM Solutions erwarb das IT- und Analytics-Unternehmen Ramyam. In Brasilien setzte der Fonds Bertelsmann Brazil Investments mit seinem Partner Bozano Investimentos den Aufbau eines Universitätsverbunds mit Schwerpunkt auf Bildung im Gesundheitswesen fort. Arvato Financial Solutions stockte seine Beteiligung am Finanzdienstleister Intervalor auf.

Bertelsmann wird seine laufende Transformation auch 2018 entlang der vier strategischen Stoßrichtungen gestalten. Die Einhaltung und die Erreichung der strategischen Entwicklungsprioritäten werden fortlaufend durch den Vorstand und auf Ebene der Unternehmensbereiche im Rahmen regelmäßiger Sitzungen der Strategy and Business Committees überprüft, ebenso im Rahmen des jährlichen Strategischen Planungsdialogs zwischen Vorstand und Aufsichtsrat. Darüber hinaus werden kontinuierlich relevante Märkte und das Wettbewerbsumfeld analysiert, um hieraus Schlüsse für die Weiterentwicklung der Konzernstrategie zu ziehen. Zu Fragen der Konzernstrategie und Konzernentwicklung wird der Vorstand durch das Group Management Committee unterstützt, das mit Führungskräften besetzt ist, die wesentliche Geschäfte, Länder, Regionen und ausgewählte konzernübergreifende Funktionen repräsentieren.

Für die Strategieumsetzung wird weiterhin die inhaltliche und unternehmerische Kreativität der Angebote von besonderer Bedeutung sein. Bertelsmann wird deshalb auch zukünftig erheblich in die kreative Substanz der Geschäfte investieren. Zudem sind qualifizierte Mitarbeiter auf allen Ebenen Voraussetzung für den strategischen und wirtschaftlichen Erfolg von Bertelsmann. Auch die Innovationskompetenz ist für Bertelsmann von hoher Bedeutung und ein wichtiger strategischer Bestandteil (siehe Abschnitt "Innovationen").

Wertorientiertes Steuerungssystem

Das übergeordnete Ziel von Bertelsmann ist die kontinuierliche Steigerung des Unternehmenswertes über eine nachhaltige Verbesserung der Ertragskraft. Zur Steuerung des Konzerns bedient sich Bertelsmann seit vielen Jahren eines wertorientierten Steuerungssystems, in dessen Mittelpunkt Umsatz, operatives Ergebnis und optimaler Kapitaleinsatz stehen. Aus formalen Gründen unterscheidet Bertelsmann Steuerungskennzahlen im engeren Sinne von solchen im weiteren Sinne.

Steuerungskennzahlen im engeren Sinne - hierzu zählen Umsatz, Operating EBITDA sowie der Bertelsmann Value Added (BVA) - dienen der unmittelbaren Beurteilung der laufenden Geschäftsentwicklung und finden dementsprechend Eingang in den Prognosebericht. Hiervon abgegrenzt werden Steuerungskennzahlen im weiteren Sinne verwendet, die sich zum Teil aus den vorgenannten Kennzahlen ableiten oder durch diese stark beeinflusst werden. Hierzu zählen die EBITDA-Marge sowie die Cash Conversion Rate. Bestandteil des wertorientierten Steuerungssystems im weiteren Sinne ist darüber hinaus das finanzielle Steuerungssystem mit den definierten internen Finanzierungszielen. Angaben zur erwarteten Entwicklung von Steuerungskennzahlen im weiteren Sinne erfolgen allenfalls ergänzend und sind kein Bestandteil des Prognoseberichts.

Zur Erläuterung des Geschäftsverlaufs und zur Steuerung des Konzerns verwendet Bertelsmann auch sogenannte Alternative Leistungskennzahlen, die nicht nach IFRS definiert sind (detaillierte Erläuterung hierzu im Abschnitt "Alternative Leistungskennzahlen").

Steuerungskennzahlen im engeren Sinne

Zur Steuerung des Konzerns verwendet Bertelsmann den Umsatz, das Operating EBITDA sowie den BVA als Steuerungsgrößen. Der Umsatz wird als Wachstumsindikator der Geschäfte herangezogen. Im Geschäftsjahr 2017 erhöhte sich der Konzernumsatz um 1,4 Prozent auf 17,2 Mrd. € (Vj.: 17,0 Mrd. €). Das organische Wachstum lag bei 1,7 Prozent.

Eine wesentliche Steuerungskennzahl zur Messung der Profitabilität des Bertelsmann-Konzerns und der Unternehmensbereiche ist das Operating EBITDA. Im Berichtszeitraum erhöhte sich das Operating EBITDA auf 2.636 Mio. € (Vj.: 2.568 Mio. €).

Zur Beurteilung der Ertragskraft des operativen Geschäfts und der Rentabilität des investierten Kapitals verwendet Bertelsmann den BVA. Der BVA misst den über die angemessene Verzinsung des investierten Kapitals hinaus erwirtschafteten Gewinn. Im Geschäftsjahr 2017 belief sich der BVA auf 121 Mio. € nach 147 Mio. € im Vorjahr. Der Einfluss des höheren durchschnittlich investierten Kapitals konnte nur teilweise durch das gegenüber dem Vorjahr verbesserte operative Ergebnis kompensiert werden. Ab dem Geschäftsjahr 2018 wird der BVA ohne den Unternehmensbereich Bertelsmann Investments ermittelt. Auf Grundlage dieser Methodik beträgt der BVA für das Geschäftsjahr 2017 163 Mio. € (Vj.: 180 Mio. €).

Steuerungskennzahlen im weiteren Sinne

Zur Beurteilung der Geschäftsentwicklung werden weitere Steuerungskennzahlen verwendet, die sich teilweise aus Umsatz und Operating EBITDA ableiten bzw. von diesen Größen stark beeinflusst werden.

Als Maßstab für die Finanzmittelfreisetzung aus den Geschäften dient die Cash Conversion Rate, die im langjährigen Mittel zwischen 90 und 100 Prozent liegen soll. Im Geschäftsjahr 2017 betrug die Cash Conversion Rate 92 Prozent (Vj.: 93 Prozent).

Als ergänzendes Kriterium zur Beurteilung der operativen Geschäftsentwicklung wird die EBITDA-Marge herangezogen. Im Geschäftsjahr 2017 lag die EBITDA-Marge mit 15,3 Prozent über dem Vorjahresniveau von 15,2 Prozent.

Das finanzielle Steuerungssystem von Bertelsmann ist definiert durch die internen Finanzierungsziele, die im Abschnitt "Finanz- und Vermögenslage" dargestellt werden. Diese Grundsätze zur Finanzierung werden bei der Steuerung des Konzerns verfolgt und fallen unter das wertorientierte Steuerungssystem im weiteren Sinne.

Zum wertorientierten Steuerungssystem im weiteren Sinne zählen nicht die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren (Mitarbeiter, Corporate Responsibility und ähnliche Themenfelder). Aufgrund einer nur eingeschränkten Messbarkeit können keine unmittelbar quantifizierbaren Aussagen zu Wirkungszusammenhängen und Wertsteigerungen getroffen werden. Die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren werden daher nicht zur Steuerung des Konzerns verwendet.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Der folgende Abschnitt beschreibt die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren bei Bertelsmann. Bezüglich weitergehender Informationen zu Organisation, Management und wesentlichen Themenfeldern der Corporate Responsibility wird auf den Abschnitt "Zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung" auf Seite 40 ff. verwiesen.

Mitarbeiter

Zum Ende des Geschäftsjahres 2017 beschäftigte der Konzern weltweit 119.089 Mitarbeiter. Im Jahr 2017 absolvierten 1.225 Personen eine Berufsausbildung in den inländischen Bertelsmann-Unternehmen.

Die Personalstrategie ist darauf ausgerichtet, die Umsetzung der Konzernstrategie zu unterstützen. Im Mittelpunkt standen auch 2017 die Weiterentwicklung und Weiterbildung der Mitarbeiter. Dies beinhaltete eine umfangreiche Anpassung der zentralen Talent-Management-Prozesse und -Instrumente, einschließlich des Ausbaus von Talent Pools, sowie das digitale Lernen.

Die kontinuierliche Weiterbildung der Mitarbeiter ist die Basis für die Zukunftsfähigkeit eines Unternehmens. Daher wurde das Weiterbildungsangebot der Bertelsmann University weiter digitalisiert und ausgebaut, u. a. durch ein konzernweites Stipendienprogramm im Bereich Data Science. Zudem verfügten Ende 2017 mehr als 90.000 Mitarbeiter in 46 Ländern über einen Zugang zu Weiterbildungsangeboten der konzernweiten digitalen HR-IT-Plattform "peoplenet".

Partnerschaft bedeutet bei Bertelsmann vor allem, gemeinsam mit den Mitarbeitern das Unternehmen zu gestalten. Um dies zu gewährleisten, ist die Mitarbeiterbefragung bei Bertelsmann seit vielen Jahren ein wichtiges Instrument. Aufbauend auf den Rückmeldungen der Mitarbeiterbefragung aus dem Vorjahr wurden Maßnahmen entwickelt und pilotiert.

Auch der Dialog der Interessenvertreter untereinander sowie der Dialog mit dem Bertelsmann-Management sind für die partnerschaftliche Unternehmenskultur von hoher Bedeutung. Auf der Konzerndialogkonferenz im Dezember 2017 wurden zukünftige Entwicklungen der Arbeit diskutiert und neue Konzepte erarbeitet. Zudem wurden Empfehlungen der Bertelsmann Diversity-Konferenz 2016 zu den Bereichen Training und Karriereentwicklung realisiert.

Die Weiterentwicklung der Unternehmenskultur ist eine weitere Priorität der Personalstrategie. 2017 wurde mit der Überarbeitung der Bertelsmann Essentials (Unternehmenswerte) in Anlehnung an den 2016 formulierten Sense of Purpose begonnen.

Bertelsmann gehört seit 1970 zu den Vorreitern der betrieblichen Gewinn- und Erfolgsbeteiligung. So wurden 2017 aus dem Ergebnis des Geschäftsjahres 2016 konzernweit insgesamt 105 Mio. € (Vj.: 95 Mio. €) an die Mitarbeiter ausgezahlt.

Corporate Responsibility

Ziel der unternehmerischen Verantwortung (Corporate Responsibility bzw. CR) bei Bertelsmann ist es, im Dialog mit allen relevanten Anspruchsgruppen die ökonomischen mit den sozialen und ökologischen Anliegen des Konzerns in Einklang zu bringen.

In diesem Sinne setzte das Bertelsmann CR Council 2017 seinen bereichsübergreifenden Austausch und die strategische Weiterentwicklung konzernweit bedeutsamer CR-Themenfelder fort. Im Fokus standen besonders relevante Themen zu den Aspekten Arbeitnehmerbelange, Sozialbelange, Achtung der Menschenrechte, Bekämpfung von Korruption und Bestechung und Umweltbelange. Darüber hinaus engagierte sich Bertelsmann mit Spenden und Förderinitiativen in den Bereichen Bildung, Kultur, Wissenschaft und Kreativität.

Innovationen

Unternehmen investieren in die Forschung und Entwicklung neuer Produkte, um nachhaltig ihre Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Die Medienbranche ist gleichermaßen darauf angewiesen, innovative Medieninhalte sowie mediennahe Produkte und Dienstleistungen in einem sich schnell entwickelnden Umfeld zu schaffen. Anstelle herkömmlicher Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sind daher für Bertelsmann vor allem die eigene Innovationskraft und die Unternehmensentwicklung von wesentlicher Bedeutung. Insbesondere Produktinnovationen, Investitionen in Zukunftsmärkte sowie die Integration neuer Technologien sind ausschlaggebend für einen langfristigen Unternehmenserfolg. Darüber hinaus ist die Innovationskompetenz von hoher Bedeutung für die Umsetzung der Strategie.

Bertelsmann setzt auf Innovationen und Wachstum in Kerngeschäften und neuen Geschäftsfeldern. Das kontinuierliche Verfolgen bereichsübergreifender Trends und das Beobachten neuer Märkte zählen zu den wesentlichen Erfolgsfaktoren des Innovationsmanagements. Auf Konzernebene identifiziert Bertelsmann gemeinsam mit den Unternehmensbereichen kontinuierlich innovative Geschäftsansätze und setzt sie um. Zusätzlich zu den marktnahen Aktivitäten werden konzernweite Initiativen vorangetrieben, die den Wissensaustausch und die Zusammenarbeit aktiv fördern. Auf regelmäßig stattfindenden Innovationsforen diskutieren Führungskräfte mit internen und externen Experten über Erfolgsfaktoren für Innovation und Kreativität.

Die Innovationen der RTL Group konzentrieren sich auf drei Kernthemen: die stetige Entwicklung und den Erwerb neuer hochwertiger TV-Inhalte und -Formate, die Nutzung aller digitalen Verbreitungswege sowie den Ausbau vielfältiger Vermarktungs- und Monetarisierungsformen. Zu den neuen innovativen TV-Formaten zählen unter anderem die Show "Lost In Time", eine interaktive Produktion von Fremantle Media Norge, in der Spezialeffekte und Realität in Echtzeit miteinander kombiniert werden. Zudem investierte die RTL Group erstmals in Virtual Reality und führte die jüngste Investitionsrunde des israelischen Start-ups Inception VR an. Darüber hinaus verfolgt die RTL Group einen ambitionierten Wachstumsplan für das Werbetechnologiegeschäft. Das Hauptziel ist es, eine weltweite, unabhängige Monetarisierungsplattform für Sender, Video-on-Demand-Dienste und Inhalteanbieter zu schaffen.

So sollen SpotX und Smartclip bis Ende 2018 zu einem integrierten Werbetechnologieunternehmen zusammengeführt werden. Hierbei liegt der Fokus vor allem auf Adressable TV, womit TV-Haushalte über lineares Fernsehen gezielt nach Kriterien wie Einkommen, Alter usw. angesprochen werden können. Der Austausch von Informationen und Wissen innerhalb der RTL Group erfolgt in Synergy Committees.

Die Innovationen bei Penguin Random House finden insbesondere in den Bereichen Inhalte und Vertrieb statt. Die Nutzung von Plattformen zur Vermarktung der Bücher und Autoren sind für den Aufbau von direkten Beziehungen mit Millionen von Lesern von zentraler Bedeutung. Beispielsweise erhalten Abonnenten weltweit regelmäßige E-Mail-Updates von den Verlagen bezogen auf vorzeitige Titel-Neuveröffentlichungen, Vorabauszüge, Gewinnspiele, Autorenlesungen etc. Mit dem Buch "Wunder" profitiert das Unternehmen von dem Kinostart des gleichnamigen Films, indem mit groß angelegtem Merchandising über neue Einzelhandelskanäle und Werbepartnerschaften mit Filmproduktionsgesellschaften experimentiert wird, um Fans des Films zum Kauf des Buches zu bewegen. Ein Beispiel für eine innovative Partnerschaft im Bereich der neuen und aufstrebenden Technologien ist die Zusammenarbeit von Penguin Young Readers mit Google und Amazon, um die App Mad Libs auf deren jeweiligen Sprachassistenten nutzbar zu machen.

Die Innovationen bei Gruner + Jahr galten der digitalen Vermarktung und dem Ausbau des Markengeschäfts ebenso wie dem angestammten Magazinbereich. Das starke Wachstum des Digitalgeschäfts entsprang vor allem den deutlich gestiegenen Werbeerlösen bei den Markenwebsites und der sprunghaft gewachsenen App-Empfehlungsplattform AppLike, aber auch Deutschlands Food-Community Chefkoch legte weiter zu. Mit den Möbeln der "Schöner Wohnen"-Kollektion erweiterte G+J die Aktivitäten rund um seine Marken. Zudem entstanden auch 2017 neue innovative Magazine, etwa das Interior-Design-Magazin "Ideat". Das von G+J und dem Landwirtschaftsverlag gegründete Verlagshaus Deutsche Medien-Manufaktur brachte "Hygge" erfolgreich an den Markt.

Die Innovationen bei BMG basieren auf einem für Künstler und Songwriter maßgeschneiderten Angebot, das sich auf Verträge und Verwaltung, Marketing und Finanzen erstreckt und in dem sich die zentralen Werte Fairness, Transparenz und Service widerspiegeln. Ein Beispiel hierfür war die Einführung einer mobilen App im Jahr 2017, mit der Songwriter rund um die Uhr mit mobilen Endgeräten Zugriff auf ihre Lizenzinformationen haben. Eine auf die Bedürfnisse von Musikkünstlern zugeschnittene Version wird 2018 veröffentlicht. Die Entscheidung des TV-Inhalte-Streamingdienstes Netflix, die Verwaltung seiner Musikverlagsrechte an BMG zu übertragen, war eine weitere Bestätigung der innovativen Technologie von BMG.

Die Innovationen bei Arvato fanden in allen vier Solution Groups statt und betreffen vor allem die Nutzung innovativer Technologien, die Entwicklung und Implementierung neuer Dienstleistungsangebote sowie die Beteiligung an innovativen Unternehmen. Im Bereich CRM Solutions nutzte Arvato beispielsweise gezielt neue Technologien wie Analytics, Machine Learning und Chatbots, um das Serviceerlebnis zu optimieren. Im Geschäftsfeld SCM Solutions kommen vermehrt Datenbrillen oder führerlose Transportsysteme zum Einsatz. Arvato Financial Solutions beschäftigte sich mit innovativen Cloud-Lösungen zur Betrugsbekämpfung in den Branchen Gesundheit und E-Commerce. Zudem investierte Arvato im Geschäftsjahr 2017 erneut in innovative Unternehmen aus den Geschäftsfeldern Fintech und Analytics.

Die Innovationen der Bertelsmann Printing Group lagen auch 2017 vor allem im Bereich der Verbesserung von Technologien und Prozessen sowie im Bereich der Entwicklung und Vermarktung neuer Produkte und Dienstleistungen. Mit der Fertigung des innovativen Datenträgers Ultra HD Blu-ray hat Sonopress als einer der Vorreiter einen Wachstumsmarkt erschlossen. Dafür wurde das Unternehmen Anfang des Jahres vom US-amerikanischen Industrieverband Digital Entertainment Group mit dem Digital Product Innovation Award ausgezeichnet. Weitere Innovationsprojekte beschäftigen sich mit den Themen 3-D-Scanning und der Einbindung von Augmented-Reality-Markern in Büchern, Magazinen und Katalogen.

Die Innovationen bei der Bertelsmann Education Group liegen vor allem in der weiteren Entwicklung digitaler und personalisierter Bildungsangebote sowie in der Erweiterung bestehender Geschäftsfelder. So baute Relias die Kompetenzen in den Bereichen Analytics und Performance-Management weiter aus, um Kunden aus der Gesundheitsbranche noch stärker datenbasiert dabei zu unterstützen, Leistungsverbesserungen im Unternehmen herbeizuführen. Parallel hierzu entwickelte Relias eine Vielzahl neuer Onlinekurse in den USA und erweiterte die Kursangebote in Großbritannien, Deutschland und China. Udacity konnte mit der Entwicklung neuer Nanodegree-Programme, unter anderem für Deep Learning, Digital Marketing und Softwareentwicklung für Robotik weitere Maßstäbe in der Qualifizierung von Studenten für Technologiejobs der Zukunft setzen.

Wirtschaftsbericht

Unternehmensumfeld

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die Expansion der Weltwirtschaft hat sich im Jahr 2017 spürbar beschleunigt. Das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg um 3,8 Prozent nach 3,1 Prozent im Jahr 2016. Das weltwirtschaftliche Wachstum vollzog sich auf einer breiteren Basis und der Welthandel zog wieder deutlich an.

Der Konjunkturaufschwung im Euroraum ist weiterhin solide. Das reale BIP stieg im Jahr 2017 um 2,5 Prozent nach 1,7 Prozent im Vorjahr. Gestützt wurde das Wachstum durch die Zunahme der privaten Konsumausgaben und der Investitionen sowie durch die Exporte, die vom wachsenden Welthandel profitierten.

Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einem kräftigen Aufschwung. Das reale BIP erhöhte sich um 2,2 Prozent nach 1,9 Prozent im Vorjahr. Auch in Frankreich verbesserte sich die konjunkturelle Lage zunehmend. Das reale BIP-Wachstum im Jahr 2017 betrug 1,9 Prozent nach 1,1 Prozent im Jahr 2016. Das Wirtschaftswachstum in Großbritannien verlangsamte sich aufgrund der Folgen des geplanten EU-Austritts mit einem Anstieg des realen BIP um 1,7 Prozent nach 1,9 Prozent im Vorjahr.

Die US-Konjunktur erwies sich als robust, getragen von einer soliden Binnennachfrage. Das reale BIP stieg im Jahr 2017 um 2,3 Prozent nach 1,9 Prozent im Jahr 2016.

Entwicklung relevanter Märkte

Die nachfolgende Analyse fokussiert Märkte und Regionen, die eine hinreichende Größe aufweisen und aus Konzernsicht über eine strategische Bedeutung verfügen.

Die europäischen TV-Werbemärkte entwickelten sich im Jahr 2017 stabil bis rückläufig. Während die TV-Werbemärkte in Deutschland, Frankreich und Spanien eine überwiegend stabile Entwicklung verzeichneten, gingen die TV-Werbemärkte in den Niederlanden, Belgien, Ungarn und Kroatien moderat bis deutlich zurück.

Die Märkte für gedruckte Bücher entwickelten sich im Jahr 2017 insgesamt leicht positiv. Der Absatz gedruckter Bücher in den USA wie auch der Umsatz in den spanischsprachigen Märkten verzeichneten ein leichtes Wachstum, während sich die Umsätze mit gedruckten Büchern in Großbritannien stabil und in Deutschland leicht rückläufig entwickelten. Die Verlagsumsätze mit E-Books in den USA und Großbritannien verzeichneten erneute Rückgänge, die Umsätze mit Audio-Downloads wuchsen hingegen stark.

Die Zeitschriftenmärkte in Deutschland und Frankreich waren 2017 durch stark rückläufige Printanzeigenmärkte und deutlich rückläufige Vertriebsmärkte geprägt, während die relevanten Digitalmärkte ein starkes Wachstum verzeichneten.

Die weltweiten Musikmärkte wiesen 2017 in dem Marktsegment Verlagsrechte ein moderates Wachstum auf. Das Marktsegment Recordingrechte wuchs deutlich.

Die für Arvato wesentlichen Dienstleistungsmärkte für Customer Relationship Management, Supply Chain Management, Financial Solutions und IT waren von einem moderaten bis deutlichen Wachstum geprägt.

Die europäischen Offsetdruckmärkte verzeichneten 2017 eine stabile Entwicklung, während sich die europäischen Tiefdruckmärkte deutlich rückläufig entwickelten. Der Buchdruckmarkt in Nordamerika war im gleichen Zeitraum stabil.

Die US-amerikanischen Bildungsmärkte sind 2017 in den für Bertelsmann relevanten Marktsegmenten E-Learning in den Bereichen Gesundheitswesen und Technologie, Hochschulbildung und Bildungsdienstleistungen insgesamt weiter stark gewachsen.

Wichtige Ereignisse des Geschäftsjahres

Ende Januar 2017 übernahm BMG die BBR Music Group, zu der bekannte Country-Music-Labels wie Broken Bow Records, Stoney Creek Records, Wheelhouse Records sowie der Musikverlag Magic Mustang Music gehören. Die Übernahme umfasst zudem die Rechte zahlreicher namhafter Country-Künstler.

Im Juli 2017 übernahm Penguin Random House das Verlagsgeschäft der spanischen Mediengruppe Grupo Zeta, Ediciones B, das als Teil der spanischsprachigen Penguin Random House Grupo Editorial die Verlagsgeschäfte in Spanien und Lateinamerika verstärkt.

Fernando Carro schied zum 13. Juli 2017 aus dem Vorstand der Bertelsmann Management SE aus. Die Position des im Bertelsmann-Vorstand vertretenen Arvato-CEO wurde nicht neu besetzt. Der Vorstandsvorsitzende Thomas Rabe und der Finanzvorstand Bernd Hirsch bilden seither die Geschäftsleitung des Unternehmensbereichs Arvato.

Im Oktober 2017 übernahm die RTL Group die verbleibenden Anteile an SpotX Inc. durch Ausübung einer Kaufoption. Die RTL Group baute hierdurch ihr Werbetechnologiegeschäft weiter aus. Die Komplettübernahme von SpotX ermöglicht eine stärkere Integration mit dem europäischen Onlinevideo-Werbevermarkter Smartclip und die Schaffung eines ganzheitlichen Werbetechnologie-Hubs, der die Vermarktungslösungen der RTL-Geschäfte unterstützt.

Im Oktober 2017 stockte Bertelsmann seinen Anteil an Penguin Random House durch die Übernahme weiterer 22 Prozent von dem britischen Medien- und Bildungsunternehmen Pearson auf eine strategische Dreiviertelmehrheit auf. Durch die Übernahme sicherte sich Bertelsmann mehr Governance-Rechte bei Penguin Random House und stellt künftig unter anderem den Chairman des Board of Directors. Pearson bleibt mit nunmehr 25 Prozent weiterhin Mitgesellschafter von Penguin Random House.

Im Dezember 2017 veräußerte die RTL Group drei zusammenhängende bisher durch RTL Radio France genutzte Gebäude in Paris. Der Verkaufserlös beläuft sich auf 114 Mio. €, der Veräußerungsgewinn beträgt 94 Mio. €.

Ertragslage

Die nachfolgende Analyse der Ertragsentwicklung bezieht sich auf die zum 31. Dezember 2017 fortgeführten Aktivitäten. Eine weitergehende Beschreibung der Ertragslage befindet sich im Abschnitt "Geschäftsverlauf der Bereiche des Konzerns".

Umsatzentwicklung

Der Konzernumsatz stieg im Geschäftsjahr 2017 um 1,4 Prozent auf 17,2 Mrd. € (Vj.: 17,0 Mrd. €). Umsatzzuwächse verzeichneten insbesondere die RTL Group, BMG, Arvato und die Bertelsmann Education Group. Bereinigt um Wechselkurs- und Portfolioeffekte belief sich das organische Wachstum des Konzerns auf 1,7 Prozent. Die Wechselkurseffekte betrugen -1,0 Prozent und die Portfolioeffekte 0,7 Prozent.

Umsatz der Unternehmensbereiche

in Mio. € 2017 2016 (angepasst)
Deutschland International Gesamt Deutschland International Gesamt
RTL Group 2.266 4.107 6.373 2.205 4.032 6.237
Penguin Random House 250 3.109 3.359 266 3.095 3.361
Gruner + Jahr 964 549 1.513 959 621 1.580
BMG 33 474 507 31 385 416
Arvato 1.521 2.302 3.823 1.568 2.195 3.763
Bertelsmann Printing Group 957 724 1.681 971 738 1.709
Bertelsmann Education Group 1 188 189 - 142 142
Bertelsmann Investments - - - - - -
Summe Umsatz der Unternehmensbereiche 5.992 11.453 17.445 6.000 11.208 17.208
Corporate/Konsolidierung -152 -103 -255 -142 -116 -258
Fortgeführte Aktivitäten 5.840 11.350 17.190 5.858 11.092 16.950

Der Umsatz der RTL Group erhöhte sich um 2,2 Prozent auf 6.373 Mio. € (Vj.: 6.237 Mio. €). Das organische Wachstum lag bei 1,8 Prozent. Die positive Entwicklung wurde größtenteils getragen von den deutschen und französischen TV-Geschäften und dem weiteren Ausbau der Digitalaktivitäten. Penguin Random House verzeichnete mit 3.359 Mio. € (Vj.: 3.361 Mio. €) einen stabilen Umsatz. Negative Währungseinflüsse konnten durch Portfolioeffekte weitestgehend ausgeglichen werden. Der Umsatz bei Gruner + Jahr lag mit 1.513 Mio. € um 4,2 Prozent unter dem Vorjahreswert (Vj.: 1.580 Mio. €). Das organische Wachstum lag bei -1,6 Prozent. Der Umsatzrückgang ist größtenteils auf Portfolioeffekte aus Veräußerungen zurückzuführen. Der Umsatz bei BMG erhöhte sich infolge des weiteren akquisitorischen und organischen Geschäftsausbaus um 21,8 Prozent auf 507 Mio. € (Vj.: 416 Mio. €). Das organische Wachstum lag bei 18,5 Prozent. Der Umsatz bei Arvato erhöhte sich um 1,6 Prozent auf 3.823 Mio. € (Vj.: 3.763 Mio. €). Das organische Wachstum lag bei 2,9 Prozent. Ausschlaggebend hierfür waren insbesondere das Neu- und Bestandskundenwachstum bei SCM Solutions. Der Umsatz der Bertelsmann Printing Group reduzierte sich markt- und wechselkursbedingt um 1,6 Prozent auf 1.681 Mio. € (Vj.: 1.709 Mio. €). Das organische Wachstum lag bei -1,0 Prozent. Die Bertelsmann Education Group steigerte den Umsatz um 32,6 Prozent auf 189 Mio. € (Vj.: 142 Mio. €). Das organische Wachstum lag bei 12,5 Prozent. Der Umsatzanstieg ergab sich im Wesentlichen durch den organischen und akquisitorischen Ausbau von Relias. Keine der Beteiligungen des Unternehmensbereichs Bertelsmann Investments wird vollkonsolidiert.

Bei der geografischen Umsatzverteilung ergaben sich im Vorjahresvergleich nur geringfügige Änderungen. Der Anteil des in Deutschland erzielten Umsatzes belief sich auf 34,0 Prozent gegenüber 34,6 Prozent im Vorjahr. Auf die Geschäfte in Frankreich entfiel ein Umsatzanteil von 13,4 Prozent (Vj.: 13,2 Prozent). In Großbritannien belief sich der Umsatzanteil auf 6,8 Prozent (Vj.: 6,4 Prozent). Die übrigen europäischen Länder erwirtschafteten 18,7 Prozent des Gesamtumsatzes nach 18,3 Prozent im Vorjahr. Der Umsatzanteil der USA lag bei 20,5 Prozent (Vj.: 20,8 Prozent) und die sonstigen Länder erreichten einen Umsatzanteil von 6,6 Prozent (Vj.: 6,7 Prozent). Der Anteil des Auslandsgeschäfts am Gesamtumsatz lag somit bei 66,0 Prozent (Vj.: 65,4 Prozent). Das Verhältnis der vier Erlösquellen (Produkte und Waren, Werbung und Anzeigen, Dienstleistungen, Rechte und Lizenzen) zum Gesamtumsatz hat sich gegenüber dem Vorjahr leicht verändert.

Umsatzanalyse

Der Umsatzanteil der Wachstumsgeschäfte erhöhte sich durch organisches Wachstum und Akquisitionen auf insgesamt 32 Prozent (Vj.: 30 Prozent), während der Umsatzanteil strukturell rückläufiger Geschäfte mit 4 Prozent (Vj.: 4 Prozent) stabil blieb. Die Wachstumsgeschäfte umfassen jene Aktivitäten, die aufgrund nachhaltig positiver Marktfaktoren kontinuierliche Umsatzsteigerungen verzeichnen und im Rahmen der Konzernstrategie als Wachstumsprioritäten identifiziert wurden. Insbesondere zählen hierzu die Digitalgeschäfte der RTL Group und von Gruner + Jahr, das TV-Produktionsgeschäft, das Musikgeschäft, die Dienstleistungsgeschäfte in den Arvato-Bereichen SCM Solutions, Financial Solutions und Systems sowie das Bildungsgeschäft und die Fondsaktivitäten. Die strukturell rückläufigen Geschäfte umfassen jene Aktivitäten, die aufgrund marktseitiger Faktoren nachhaltige Umsatzrückgänge verzeichnen. Insbesondere zählen hierzu die Tiefdruckaktivitäten und das Speichermedienreplikationsgeschäft.

Konzernumsatz nach Regionen in Prozent

Umsatz nach Erlösquellen in Prozent

Ergebnisanalyse

in Mio. € 2017 2016 (angepasst)
Operating EBITDA der Unternehmensbereiche    
RTL Group 1.478 1.405
Penguin Random House 521 537
Gruner + Jahr 145 137
BMG 104 95
Arvato 320 356
Bertelsmann Printing Group 118 121
Bertelsmann Education Group 3 -17
Bertelsmann Investments -3 -
Summe Operating EBITDA der Unternehmensbereiche 2.686 2.634
Corporate/Konsolidierung -50 -66
Operating EBITDA aus fortgeführten Aktivitäten 2.636 2.568
Nicht in den Sondereinflüssen enthaltene Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen -657 -630
Sondereinflüsse -83 -139
EBIT (Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern) 1.896 1.799
Finanzergebnis -219 -244
Ergebnis vor Steuern aus fortgeführten Aktivitäten 1.677 1.555
Ertragsteueraufwand -472 -419
Ergebnis nach Steuern aus fortgeführten Aktivitäten 1.205 1.136
Ergebnis nach Steuern aus nicht fortgeführten Aktivitäten -7 1
Konzernergebnis 1.198 1.137
davon: Ergebnis Bertelsmann-Aktionäre 776 686
davon: Ergebnis nicht beherrschender Anteilseigner 422 451

Operating EBITDA

Im Geschäftsjahr 2017 erzielte Bertelsmann einen Anstieg des Operating EBITDA um 2,7 Prozent auf 2.636 Mio. € (Vj.: 2.568 Mio. €). Eine gute Ergebnisentwicklung verzeichneten insbesondere die RTL Group, BMG und die Bertelsmann Education Group. Im Operating EBITDA sind Anlaufverluste für Digital- und Neugeschäfte enthalten, die sich allein bei der Bertelsmann Education Group und der RTL Group auf insgesamt -69 Mio. € (Vj.: -71 Mio. €) beliefen. Die EBITDA-Marge erhöhte sich auf 15,3 Prozent (Vj.: 15,2 Prozent).

Das Operating EBITDA der RTL Group erhöhte sich um 5,2 Prozent auf 1.478 Mio. € (Vj.: 1.405 Mio. €). Insbesondere die Mediengruppe RTL Deutschland und Fremantle Media verzeichneten Ergebnisanstiege. Zudem enthält das Ergebnis der RTL Group einen Gewinn aus dem Verkauf bislang von RTL Radio France genutzter Gebäude in Paris. Bei Penguin Random House reduzierte sich das Operating EBITDA insbesondere infolge negativer Wechselkurseffekte um 2,9 Prozent auf 521 Mio. € (Vj.: 537 Mio. €). Das Operating EBITDA von Gruner + Jahr erhöhte sich um 6,2 Prozent auf 145 Mio. € (Vj.: 137 Mio. €). Einem starken Ergebnisanstieg bei G+J Deutschland, unter anderem bedingt durch die Entwicklung der Digitalgeschäfte, und positiven Portfolioeffekten aus Veräußerungen standen dabei geringere Ergebnisbeiträge in Frankreich gegenüber. Das Operating EBITDA von BMG stieg um 9,5 Prozent auf 104 Mio. € (Vj.: 95 Mio. €) infolge des fortgesetzten Geschäftsausbaus. Bei Arvato verringerte sich das Operating EBITDA um 10,0 Prozent auf 320 Mio. € (Vj.: 356 Mio. €). Die Ergebnisminderung resultierte im Wesentlichen aus einem Rückgang des Geschäftsvolumens innerhalb der Telekommunikationsbranche im Bereich CRM sowie aus höheren Anlaufverlusten für Neugeschäfte. Das Operating EBITDA der Bertelsmann Printing Group ging infolge des unverändert rückläufigen Druckmarktes und aufgrund negativer Wechselkurseffekte um 2,3 Prozent auf 118 Mio. € (Vj.: 121 Mio. €) zurück. Das Operating EBITDA der Bertelsmann Education Group verbesserte sich auf 3 Mio. € (Vj.: -17 Mio. €). Der Anstieg resultierte überwiegend aus dem organischen Wachstum von Relias. Anteilig beinhaltet sind Anlaufverluste aus nicht vollkonsolidierten Beteiligungen der Gruppe. Keine der Beteiligungen des Unternehmensbereichs Bertelsmann Investments wird vollkonsolidiert, sodass überwiegend kein operativer Ergebnisausweis für diesen Bereich erfolgt.

Sondereinflüsse

Insgesamt beliefen sich die Sondereinflüsse im Geschäftsjahr 2017 auf -83 Mio. € nach -139 Mio. € im Vorjahr. Sie setzen sich aus Wertaufholungen und Wertminderungen in einer Gesamthöhe von -100 Mio. € (Vj.: -26 Mio. €), Anpassungen der Buchwerte der zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte von -4 Mio. € (Vj.: -14 Mio. €), Neubewertungen von Beteiligungen zum beizulegenden Zeitwert von 15 Mio. € (Vj.: 12 Mio. €), einem Ergebnis aus Beteiligungsverkäufen von 182 Mio. € (Vj.: 41 Mio. €), Restrukturierungsaufwendungen sowie weiteren Bereinigungen in Höhe von insgesamt -176 Mio. € (Vj.: -152 Mio. €) zusammen (vgl. hierzu auch die Überleitungsrechnung vom EBIT zum Operating EBITDA im Konzernanhang). Das Ergebnis aus Beteiligungsverkäufen war geprägt von Veräußerungsgewinnen bei Bertelsmann Investments.

EBIT

Ausgehend vom Operating EBITDA ergab sich nach Berücksichtigung der Sondereinflüsse in Höhe von -83 Mio. € (Vj.: -139 Mio. €) sowie der nicht in den Bereinigungen enthaltenen Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen in Höhe von -657 Mio. € (Vj.: -630 Mio. €) im Geschäftsjahr 2017 ein EBIT von 1.896 Mio. € (Vj.: 1.799 Mio. €).

Konzernergebnis

Das Finanzergebnis verbesserte sich auf -219 Mio. € nach -244 Mio. € im Vorjahr. Der Ertragsteueraufwand erhöhte sich insbesondere infolge des verbesserten Ergebnisses vor Steuern aus fortgeführten Aktivitäten sowie infolge von Belastungen im Zusammenhang mit der US-Steuerreform auf -472 Mio. € nach -419 Mio. € im Vorjahr. Das Ergebnis nach Steuern aus fortgeführten Aktivitäten beträgt somit 1.205 Mio. € (Vj.: 1.136 Mio. €). Unter Berücksichtigung des Ergebnisses nach Steuern aus nicht fortgeführten Aktivitäten von -7 Mio. € (Vj.: 1 Mio. €) ergab sich ein Konzernergebnis von 1.198 Mio. € (Vj.: 1.137 Mio. €). Der Anteil der nicht beherrschenden Anteilseigner am Konzernergebnis betrug 422 Mio. € (Vj.: 451 Mio. €). Der Anteil der Bertelsmann-Aktionäre am Konzernergebnis erhöhte sich auf 776 Mio. € (Vj.: 686 Mio. €), insbesondere durch die Anteilsaufstockung an Penguin Random House. Für das Geschäftsjahr 2017 ist vorgesehen, der Hauptversammlung der Bertelsmann SE & Co. KGaA die Ausschüttung einer gegenüber Vorjahr unveränderten Dividende in Höhe von 180 Mio. € (Vj.: 180 Mio. €) vorzuschlagen.

Finanz- und Vermögenslage

Finanzierungsgrundsätze

Das übergeordnete finanzpolitische Ziel von Bertelsmann ist die Gewährleistung eines ausgewogenen Verhältnisses zwischen Finanzierungssicherheit, Eigenkapitalrentabilität und Wachstum. Dazu richtet der Konzern seine Finanzierung an den Anforderungen eines Credit Rating der Bonitätsstufe "Baa1/BBB+" und den damit verbundenen qualitativen und quantitativen Kriterien aus. Rating und Transparenz gegenüber dem Kapitalmarkt leisten einen bedeutenden Beitrag zur finanziellen Sicherheit und Unabhängigkeit des Unternehmens.

Entsprechend der Konzernstruktur erfolgt die Kapitalallokation zentral über die Bertelsmann SE & Co. KGaA, die die Konzerngesellschaften mit Liquidität versorgt und die Vergabe von Garantien und Patronatserklärungen für Konzerngesellschaften steuert. Der Konzern bildet weitgehend eine finanzielle Einheit und optimiert damit die Kapitalbeschaffungs- und Anlagemöglichkeiten.

Die finanzielle Steuerung bei Bertelsmann erfolgt nach quantifizierten Finanzierungszielen, die sich an der wirtschaftlichen Verschuldung und mit abgeschwächter Bedeutung an der Kapitalstruktur orientieren. Zu den Finanzierungszielen gehört ein dynamischer Verschuldungsgrad (Leverage Factor), der den definierten Wert von 2,5 nicht überschreiten sollte. Am 31. Dezember 2017 lag der Leverage Factor mit 2,5 (31. Dezember 2016: 2,5) auf dem Niveau des Vorjahres (Erläuterungen zum Verschuldungsgrad im Abschnitt "Alternative Leistungskennzahlen").

Die Wirtschaftlichen Schulden erhöhten sich zum 31. Dezember 2017 auf 6.213 Mio. € nach 5.913 Mio. € im Vorjahr aufgrund gestiegener Nettofinanzschulden. Diese erhöhten sich überwiegend durch die Finanzierung der Anteilsaufstockung an Penguin Random House auf 3.479 Mio. € (31. Dezember 2016: 2.625 Mio. €). Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen zum 31. Dezember 2017 reduzierten sich durch einen höheren Rechnungszinsfuß auf 1.685 Mio. € (31. Dezember 2016: 1.999 Mio. €).

Ein weiteres Finanzierungsziel ist die Coverage Ratio (Zinsdeckungsgrad). Sie berechnet sich aus dem Verhältnis des für den Leverage Factor verwendeten Operating EBITDA zum Finanzergebnis und soll über einem Wert von 4 liegen. Im Berichtszeitraum lag die Coverage Ratio bei 11,2 (Vj.: 9,7). Die Eigenkapitalquote im Konzern lag mit 38,5 Prozent (31. Dezember 2016: 41,6 Prozent) weiterhin deutlich über der selbstgesetzten Mindestanforderung von 25 Prozent. Der Rückgang erklärt sich aus den Kaufpreiszahlungen für Anteilsaufstockungen an den bereits vollkonsolidierten Unternehmen Penguin Random House und SpotX sowie aus Dividendenausschüttungen an nicht beherrschende Anteilseigner, die auch die im Rahmen der Anteilsaufstockung an Penguin Random House an den Mitgesellschafter gezahlte Sonderdividende beinhaltet.

Finanzierungsziele

Ziel 2017 2016
Leverage Factor: Wirtschaftliche Schulden/Operating EBITDA 1) ≤ 2,5 2,5 2,5
Coverage Ratio: Operating EBITDA/Finanzergebnis 1) > 4,0 11,2 9,7
Eigenkapitalquote: Eigenkapital zu Konzernbilanzsumme (in Prozent) ≥ 25,0 38,5 41,6

1) Nach Modifikationen.

Finanzierungsaktivitäten

Bertelsmann platzierte im Mai 2017 eine Anleihe mit vierjähriger Laufzeit und einem Emissionsvolumen von 500 Mio. €. Die in Luxemburg gelistete Anleihe ist mit einem festen Kupon von 0,25 Prozent ausgestattet. Darüber hinaus hat Bertelsmann im Rahmen von Privatplatzierungen im Juli 2017 eine Anleihe über 50 Mio. € mit siebenjähriger Laufzeit und im August 2017 ein Schuldscheindarlehen über 150 Mio. € mit eineinhalbjähriger Laufzeit begeben. Die Erlöse aus den Platzierungen wurden im Wesentlichen für die Finanzierung der Anteilsaufstockung an Penguin Random House genutzt.

Rating

Bertelsmann verfügt seit dem Jahr 2002 über Emittenten-Ratings der Ratingagenturen Moody's und Standard & Poor's (S&P). Die Emittenten-Ratings erleichtern den Zugang zu den internationalen Kapitalmärkten und stellen daher ein wichtiges Element der Finanzierungssicherheit von Bertelsmann dar. Bertelsmann wird von Moody's mit "Baa1" (Ausblick: stabil) und von S&P mit "BBB+" (Ausblick: stabil) bewertet. Beide Bonitätsbeurteilungen liegen im Investment-Grade-Bereich und entsprechen dem Zielrating von Bertelsmann. Die Einschätzung zur kurzfristigen Kreditqualität von Bertelsmann wird von Moody's mit "P-2" und von S&P mit "A-2" beurteilt.

Kreditlinien

Der Bertelsmann-Konzern verfügt zusätzlich zur vorhandenen Liquidität u.a. über eine syndizierte Kreditvereinbarung mit international tätigen Großbanken. Diese bildet das Rückgrat der strategischen Kreditreserve und kann von Bertelsmann bis zum Jahr 2021 durch Ziehung in Euro, US-Dollar und Britischen Pfund bis zu einem Betrag von 1,2 Mrd. € revolvierend in Anspruch genommen werden.

Kapitalflussrechnung

Im Berichtszeitraum wurde ein Cashflow aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit in Höhe von 1.642 Mio. € generiert (Vj.: 1.954 Mio. €). Der nachhaltige, um Einmaleffekte bereinigte Operating Free Cash Flow betrug 1.822 Mio. € (Vj.: 1.799 Mio. €), die Cash Conversion Rate lag bei 92 Prozent (Vj.: 93 Prozent); vgl. hierzu auch Abschnitt "Steuerungskennzahlen im weiteren Sinne". Der Cashflow aus Investitionstätigkeit lag bei -797 Mio. € (Vj.: -1.081 Mio. €). Auf Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sach- und Finanzanlagen entfallen davon -890 Mio. € (Vj.: -962 Mio. €). Die Kaufpreiszahlungen für konsolidierte Beteiligungen (abzüglich erworbener liquider Mittel) betrugen -213 Mio. € (Vj.: -278 Mio. €). Die Einzahlungen aus dem Verkauf von Tochterunternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten

Laufzeitenprofil - Finanzschulden in Mio. €

Konzern-Kapitalflussrechnung (Kurzfassung)

in Mio. € 2017 2016
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 1.642 1.954
Cashflow aus Investitionstätigkeit -797 -1.081
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -755 -793
Zahlungswirksame Veränderung der liquiden Mittel 90 80
Wechselkursbedingte und sonstige Veränderungen der liquiden Mittel -24 -14
Liquide Mittel am 1.1. 1.376 1.310
Liquide Mittel am 31.12. 1.442 1.376
Abzüglich liquider Mittel der Veräußerungsgruppen -2 -3
Liquide Mittel am 31.12. (laut Konzernbilanz) 1.440 1.373

sowie von sonstigem Anlagevermögen lagen bei 343 Mio. € (Vj.: 192 Mio. €). Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug -755 Mio. € (Vj.: -793 Mio. €). Dividenden an die Aktionäre der Bertelsmann SE & Co. KGaA beliefen sich unverändert auf -180 Mio. € (Vj.: -180 Mio. €). Dividenden an nicht beherrschende Anteilseigner und weitere Auszahlungen an Gesellschafter wurden in Höhe von -743 Mio. € (Vj.: -388 Mio. €) ausgezahlt. Hierin enthalten ist die im Rahmen der Anteilsaufstockung an Penguin Random House an den Mitgesellschafter gezahlte Sonderdividende in Höhe von 373 Mio. €. Zum 31. Dezember 2017 verfügte Bertelsmann über liquide Mittel in Höhe von 1,4 Mrd. € (Vj.: 1,4 Mrd. €).

Außerbilanzielle Verpflichtungen

Unter die außerbilanziellen Verpflichtungen fallen Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nahezu ausnahmslos aus der operativen Tätigkeit der Unternehmensbereiche resultieren. Die außerbilanziellen Verpflichtungen verminderten sich gegenüber dem Vorjahr. Die zum 31. Dezember 2017 vorhandenen außerbilanziellen Verpflichtungen hatten für das abgelaufene wie auch für das künftige Geschäftsjahr keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage des Konzerns.

Investitionen nach Bereichen

in Mio. € 2017 2016
RTL Group 308 353
Penguin Random House 80 36
Gruner + Jahr 38 112
BMG 157 183
Arvato 285 167
Bertelsmann Printing Group 40 49
Bertelsmann Education Group 78 175
Bertelsmann Investments 114 147
Summe Investitionen der Bereiche 1.100 1.222
Corporate/Konsolidierung 3 18
Gesamtinvestitionen 1.103 1.240

Investitionen

Die Gesamtinvestitionen einschließlich übernommener Finanzschulden in Höhe von 14 Mio. € (Vj.: 6 Mio. €) lagen im Geschäftsjahr 2017 bei 1.117 Mio. € (Vj.: 1.244 Mio. €). Die Investitionen gemäß Kapitalflussrechnung betrugen 1.103 Mio. € (Vj.: 1.240 Mio. €). Von den Sachanlageinvestitionen in Höhe von 360 Mio. € (Vj.: 326 Mio. €) entfiel wie in den Vorjahren der größte Teil auf Arvato. In immaterielle Vermögenswerte wurden 319 Mio. € (Vj.: 388 Mio. €) investiert, die insbesondere auf die RTL Group für Investitionen in Filmrechte sowie auf BMG für den Erwerb von Musikkatalogen entfielen. Für Investitionen in Finanzanlagen wurden 211 Mio. € (Vj.: 248 Mio. €) aufgewandt. Hierzu zählen insbesondere die Investitionen der Bertelsmann Investments. Kaufpreiszahlungen für konsolidierte Beteiligungen (abzüglich erworbener liquider Mittel) lagen im Berichtszeitraum bei 213 Mio. € (Vj.: 278 Mio. €) und entfielen unter anderem auf den Erwerb der BBR Music Group durch BMG.

Unter Berücksichtigung von Kaufpreiszahlungen für Anteilsaufstockungen an bereits vollkonsolidierten Unternehmen, insbesondere für die Anteilsaufstockung an Penguin Random House, sowie die Übernahme von SpotX erhöhten sich die wirtschaftlichen Investitionen im Geschäftsjahr 2017 auf insgesamt 1.776 Mio. € (Vj.: 1.262 Mio. €). Diese Auszahlungen für Anteilsaufstockungen werden gemäß den IFRS als Veränderung des Eigenkapitals klassifiziert und dem Cashflow aus Finanzierungstätigkeit zugeordnet. Aus Unternehmenssicht sind diese Auszahlungen wirtschaftlich vergleichbar mit Kaufpreiszahlungen für konsolidierte Beteiligungen und haben somit Investitionscharakter.

Bilanz

Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2017 lag bei 23,7 Mrd. € (Vj.: 23,8 Mrd. €). Die liquiden Mittel betrugen 1,4 Mrd. € (Vj.: 1,4 Mrd. €). Das Eigenkapital reduzierte sich auf 9,1 Mrd. € nach 9,9 Mrd. € im Vorjahr. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus der Veränderung des Eigenkapitals angesichts der Anteilsaufstockung an Penguin Random House sowie der Auszahlung einer Sonderdividende an den Mitgesellschafter. Daraus ergab sich eine im Vorjahresvergleich geringere Eigenkapitalquote von 38,5 Prozent (Vj.: 41,6 Prozent). Das auf die Aktionäre der Bertelsmann SE & Co. KGaA entfallende Eigenkapital lag bei 7,8 Mrd. € (Vj.: 7,9 Mrd. €). Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen verringerten sich aufgrund eines höheren Rechnungszinsfußes auf 1.685 Mio. € (Vj.: 1.999 Mio. €). Durch die im Abschnitt "Finanzierungsaktivitäten" beschriebene Aufnahme von Finanzschulden erhöhten sich die Bruttofinanzschulden auf 4.919 Mio. € nach 3.998 Mio. € zum 31. Dezember 2016. Darüber hinaus blieb die Bilanzstruktur im Vorjahresvergleich weitgehend unverändert.

Genusskapital

Zum 31. Dezember 2017 betrug der Nennwert des Genusskapitals unverändert zum Vorjahr 301 Mio. €. Unter Anwendung der Effektivzinsmethode belief sich der Buchwert des Genusskapitals zum 31. Dezember 2017 auf 413 Mio. € (Vj.: 413 Mio. €). 94 Prozent des nominalen Genusskapitals entfallen auf den Genussschein 2001 (ISIN DE0005229942) und 6 Prozent auf den Genussschein 1992 (ISIN DE0005229900).

Die Genussscheine 2001 sind an der Frankfurter Wertpapierbörse zum Handel im Regulierten Markt zugelassen. Die Notierung erfolgt in Prozent des Nominalwerts. Im Januar erreichte der Schlusskurs des Genussscheins 2001 mit 316,00 Prozent seinen niedrigsten Stand, im November mit 339,40 Prozent seinen höchsten Stand im Geschäftsjahr 2017.

Nach den Genussscheinbedingungen für den Genussschein 2001 beträgt die Ausschüttung für jedes volle Geschäftsjahr 15 Prozent auf den Grundbetrag, vorausgesetzt, es stehen ein ausreichendes Konzernergebnis und ein ausreichender Jahresüberschuss der Bertelsmann SE & Co. KGaA zur Verfügung. Diese Voraussetzungen wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr erfüllt. Daher wird für die Genussscheine 2001 auch für das Geschäftsjahr 2017 eine Ausschüttung von 15 Prozent auf den Grundbetrag erfolgen.

Aufgrund des geringen Volumens weisen die zum Regulierten Markt an der Frankfurter Wertpapierbörse zugelassenen Genussscheine 1992 einen nur noch bedingt liquiden Börsenhandel auf. Für die Genussscheine 1992 richtet sich die Ausschüttung nach der Gesamtkapitalrendite des Konzerns. Da im Geschäftsjahr 2017 eine Gesamtkapitalrendite von 7,73 Prozent (Vj.: 7,09 Prozent) erzielt wurde, wird sich die Ausschüttung auf die Genussscheine 1992 für das Geschäftsjahr 2017 auf 8,73 Prozent (Vj.: 8,09 Prozent) des Grundbetrags belaufen.

Die Ausschüttung auf beide Genussscheine wird voraussichtlich am 15. Mai 2018 erfolgen. Laut den Genussscheinbedingungen kontrolliert der Abschlussprüfer der Bertelsmann SE & Co. KGaA, ob die Gewinnausschüttung zutreffend ermittelt wurde. Hierüber legt der Abschlussprüfer für beide Genussscheine eine Bescheinigung vor.

Bilanzstruktur

Aktiva

Passiva

Geschäftsverlauf der Bereiche des Konzerns

RTL Group

Die RTL Group verzeichnete 2017 erneut eine sehr erfreuliche Geschäftsentwicklung. Treiber waren die Mediengruppe RTL Deutschland und die französische Groupe M6, die in jeweils stabilen TV-Werbemärkten ihre Werbeeinnahmen steigern konnten. Auch schnell wachsende Digitalgeschäfte trugen zum positiven Geschäftsverlauf bei. Das Werbetechnologiegeschäft der RTL Group wurde durch die vollständige Übernahme des Onlinevideo-Werbevermarkters SpotX ausgebaut. Darüber hinaus wurde ein Prozess zur Zusammenführung von SpotX und Smartclip zu einem integrierten Ad-Tech-Powerhouse gestartet. Die RTL Group baute im Rahmen ihrer "Total Video"-Strategie die Präsenz auf zahlreichen Onlineplattformen aus und verzeichnete ein starkes Wachstum der Onlinevideo-Abrufe.

Der Umsatz der RTL Group stieg vor diesem Hintergrund um 2,2 Prozent auf den Rekordwert von 6,4 Mrd. € (Vj.: 6,2 Mrd. €). Das Operating EBITDA erreichte ebenfalls einen neuen Bestwert und erhöhte sich um 5,2 Prozent auf 1,5 Mrd. € (Vj.: 1,4 Mrd. €). Dazu trugen ein Veräußerungsgewinn aus dem Verkauf einer Geschäftsimmobilie in Frankreich sowie höhere Ergebnisbeiträge der Mediengruppe RTL Deutschland und der RTL-Group-Produktionstochter Fremantle Media bei. Die EBITDA-Marge erhöhte sich auf 23,2 Prozent nach 22,5 Prozent im Vorjahr.

Die Mediengruppe RTL Deutschland schloss das Geschäftsjahr erneut mit Rekordwerten bei Umsatz und Ergebnis ab. Dahinter stehen höhere Werbeeinnahmen aus dem TV- und Digitalgeschäft sowie gestiegene Plattformerlöse. Der kombinierte Zuschauermarktanteil der Senderfamilie stieg in der Hauptzielgruppe auf 28,9 Prozent (Vj.: 28,7 Prozent); zugleich weitete sich der Vorsprung gegenüber dem größten kommerziellen Wettbewerber deutlich auf 4,5 Prozentpunkte aus (Vj.: 3,4 Prozentpunkte).

In Frankreich steigerte die Groupe M6 ihren Umsatz durch höhere TV-Werbeeinnahmen und die erstmalige Konsolidierung des französischen Cashback-Marktführers iGraal. Das Ergebnis war leicht rückläufig, nachdem im Vorjahresergebnis ein positiver Sondereffekt aus dem schrittweisen Auslaufen einer Mobilfunkvereinbarung enthalten war. Das Hörfunkgeschäft RTL Radio France wurde von der RTL Group im Oktober mit der Groupe M6 zusammengeführt, was eine Stärkung des kommerziellen Angebots sowie Programmund Kostensynergien ermöglichte. Die Groupe M6 erreichte einen kombinierten Zuschauermarktanteil in der Hauptzielgruppe von 22,3 Prozent (Vj.: 22,2 Prozent). RTL Nederland verzeichnete im Berichtszeitraum geringere Werbeeinnahmen und einen hierdurch bedingten Umsatz- und Ergebnisrückgang.

Fremantle Media weist für 2017 aufgrund negativer Wechselkurseffekte einen leicht rückläufigen Umsatz aus, steigerte sein operatives Ergebnis aber im Zuge höherer Ergebnisbeiträge aus Nordamerika und Europa. Zu den größten kreativen Erfolgen zählten die von Fremantle Media North America für den US-Kabelsender Starz produzierte Fantasyserie "American Gods", die seit Mai 2017 über Amazon Prime Video in über 200 Ländern abrufbar ist, sowie die in Deutschland von UFA Fiction für Das Erste realisierte History-Serie "Charité".

Die RTL Group investierte weiter in ihre drei strategischen Säulen Sender-, Inhalte- und Digitalgeschäft und erwarb neben der vollständigen Übernahme von SpotX beispielsweise einen Minderheitsanteil an dem israelischen Virtual-Reality-Unternehmen Inception. Die Mediengruppe RTL Deutschland sicherte sich wichtige Sportrechte an der Rennsportserie Formel 1 sowie an Spielen der UEFA Europa League.

Umsatz nach Regionen in Prozent (ohne Innenumsätze)

Umsatz nach Erlösquellen in Prozent

Umsatzanalyse

Penguin Random House

Für Penguin Random House war das Geschäftsjahr 2017 geprägt durch Veränderungen in der Eigentümerstruktur, eine starke Bestsellerperformance und einen Ausbau der Geschäfte im spanischsprachigen Raum. Bertelsmann stockte seinen Anteil an Penguin Random House im Oktober durch die Übernahme weiterer 22 Prozent vom Mitgesellschafter Pearson auf eine strategische Dreiviertelmehrheit auf und stärkte im Zuge dessen seine Governance-Rechte. Das operative Geschäft profitierte von Hunderten internationaler und nationaler Bestseller. R. J. Palacios "Wonder", der meistverkaufte Titel 2017 in den USA, erhielt zusätzlichen Schub durch eine Verfilmung und wurde in den englischsprachigen Ländern fast fünf Millionen Mal als gedrucktes Buch und E-Book verkauft. Während der Umsatz mit gedruckten Büchern insgesamt stabil blieb und E-Books nur leicht rückläufig waren, verzeichnete Penguin Random House erneut starke Zuwächse bei digitalen Hörbüchern. Die Verlagsgruppe baute 2017 ihre Reichweite bei der Direktvermarktung weiter aus und erwarb zudem die weltweiten Rechte an zwei Büchern des ehemaligen US-Präsidentenpaares Barack und Michelle Obama.

Unter Berücksichtigung der vollständig von Bertelsmann gehaltenen deutschen Verlagsgruppe Random House erzielte der Unternehmensbereich 2017 einen stabilen Umsatz von 3,4 Mrd. € (Vj.: 3,4 Mrd. €, -0,1 Prozent). Negative Währungseinflüsse konnten durch Portfolioeffekte weitestgehend ausgeglichen werden. Das Operating EBITDA der Buchgruppe verringerte sich wechselkursbedingt um 2,9 Prozent auf 521 Mio. € (Vj.: 537 Mio. €). Die EBITDA-Marge erreichte mit 15,5 Prozent erneut ein hohes Niveau (Vj.: 16,0 Prozent).

In den USA platzierten die Verlage von Penguin Random House im vergangenen Jahr 461 Titel auf den Bestsellerlisten der "New York Times", davon 61 auf Platz eins. Neben "Wonder" von R. J. Palacio waren insbesondere "Origin" von Dan Brown, "Camino Island" und "The Rooster Bar" von John Grisham sowie "Into the Water" von Paula Hawkins erfolgreich. Fast zehn Millionen Mal verkauften sich Kinderbuchklassiker von Dr. Seuss.

In Großbritannien verzeichneten die Verlage von Penguin Random House UK Umsatzwachstum im Vergleich zum Vorjahr. Sie stellten 43 Prozent aller Top-10-Titel auf den wöchentlichen Bestsellerlisten der "Sunday Times". Zu den meistverkauften Büchern gehörten "5 Ingredients" von Jamie Oliver, "Origin" von Dan Brown und "Diary of a Wimpy Kid: The Getaway" von Jeff Kinney.

Auch die Penguin Random House Grupo Editorial steigerte ihren Umsatz getrieben von starken Frontlist- und Backlist-Verkäufen, mit denen die teils rückläufige wirtschaftliche Entwicklung in mehreren lateinamerikanischen Ländern überkompensiert werden konnte. Der Erwerb von Ediciones B im Juli stärkte die Position von Penguin Random House Grupo Editorial als größter Publikumsverlag in Lateinamerika und vergrößerte außerdem ihren Marktanteil in Spanien. Die meistverkauften Titel 2017 waren "Una Columna de Fuego" von Ken Follett und "Más allá del invierno" von Isabel Allende.

In Deutschland behauptete die Verlagsgruppe Random House ihre marktführende Stellung trotz branchenweiter Auswirkungen der sinkenden Kundenfrequenz im Buchhandel. Die Verlagsgruppe platzierte 401 Titel auf den "Spiegel"-Bestsellerlisten, 22 davon auf Platz eins. "Die Geschichte der Bienen" von Maja Lunde wurde das meistverkaufte Buch in Deutschland 2017.

Autoren von Penguin Random House wurden mit einer Vielzahl von großen Literaturpreisen geehrt. Kazuo Ishiguro, der bei Penguin Random House verlegt wird, erhielt den Nobelpreis für Literatur. Autoren der Verlagsgruppe wurden außerdem mit vier Pulitzer-Preisen, zwei Man Booker Awards und einem U.S. National Book Award ausgezeichnet.

Umsatz nach Regionen in Prozent (ohne Innenumsätze)

Umsatz nach Erlösquellen in Prozent

Umsatzanalyse

Gruner + Jahr

Gruner + Jahr erzielte ein deutlich gestiegenes operatives Ergebnis, für das vor allem das wachsende Deutschland-Geschäft verantwortlich war. Der Umsatz ging aufgrund von Portfoliomaßnahmen um 4,2 Prozent auf 1,5 Mrd. € (Vj.: 1,6 Mrd. €) zurück. Bemerkbar machten sich hier die Verkäufe der Verlagsaktivitäten in Spanien und Österreich. Die wachsenden Digitalerlöse und das Neugeschäft, darunter auch neue Magazine, wirkten sich hingegen positiv auf das Ergebnis aus. Das Operating EBITDA verbesserte sich um 6,2 Prozent auf 145 Mio. € (Vj.: 137 Mio. €). Damit stieg auch die EBITDA-Marge auf 9,6 Prozent (Vj.: 8,7 Prozent).

In Deutschland wuchs G+J sowohl im Umsatz als auch im Ergebnis. Die im Marktvergleich geringen Rückgänge im Printanzeigengeschäft konnten durch stark wachsende Digitalerlöse ausgeglichen werden. Das deutsche Vertriebsgeschäft legte in Summe ebenfalls zu.

Das stark wachsende Digitalgeschäft trug maßgeblich zum guten Geschäftsverlauf in Deutschland bei. Der digitale Anteil am Gesamtumsatz im deutschen Kernmarkt kletterte damit auf mehr als ein Viertel. Ein hohes Wachstum verzeichnete die im Jahr 2016 gegründete Vermarktungsplattform AppLike. Die erfolgreichsten G+J-Onlineangebote, wie die der Community "Chefkoch" sowie der journalistischen Flaggschiffe "Stern", "Gala" und "Brigitte", erzielten jeweils Rekordreichweiten und -umsätze im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017.

Wie in den vergangenen Jahren gab es auch im Jahr 2017 verschiedene Magazinneugründungen, beispielsweise die Launches von "Ideat", "Hygge" und "Cord". Ebenfalls positiv wirkten sich die Aktivitäten der von der RTL-Tochter IP Deutschland und der G+J eMS gemeinsam gebildeten Ad Alliance aus. Unter dem gemeinsam gebildeten Dach entstehen gattungsübergreifende Werbekonzepte. Hier kam im vergangenen Jahr der "Spiegel" hinzu. Die Content-Communication-Agentur Territory verzeichnete einen positiven Geschäftsverlauf und die DDV Mediengruppe ein stabiles Geschäftsjahr in Umsatz und Ergebnis.

Das Geschäft von G+J Frankreich war von moderaten Rückgängen im Umsatz gekennzeichnet. Das Ergebnis ging stark zurück. Insbesondere das Printanzeigengeschäft sowie einzelne digitale Geschäfte standen unter Druck, darunter etwa der digitale Videovermarkter Advideum. Die journalistischen Digitalangebote der klassischen Magazinmarken wie "Voici", "Gala" und "Femme actuelle" legten in Reichweite und Umsatz deutlich zu, was vor allem auf wachsende Erlöse im Mobile- und Videosegment zurückgeht. In Summe lagen die Digitalerlöse damit über dem Vorjahresniveau.

Umsatz nach Regionen in Prozent (ohne Innenumsätze)

Umsatz nach Erlösquellen in Prozent

Umsatzanalyse

BMG

Die Bertelsmann-Musiktochter BMG verzeichnete 2017 deutliches Wachstum im Verlags- und Tonträgergeschäft, weitete ihre Geschäftstätigkeit auf audiovisuelle Inhalte aus und setzte zugleich ihre internationale Expansion fort. BMG profitierte vom Erwerb der Country-Label-Gruppe BBR Music Group, von prominenten Künstler-Signings und Charterfolgen sowie einem fortgesetzten Aufschwung in der Tonträgerindustrie, der von Streaming und neuen, aufstrebenden Märkten getrieben wird.

Der Umsatz von BMG legte um 21,8 Prozent auf 507 Mio. € (Vj.: 416 Mio. €) zu. Dahinter stehen höhere Erlöse in allen Marktsegmenten und Regionen durch organisches Wachstum und Zukäufe, insbesondere im Tonträgergeschäft sowie im britischen, US-amerikanischen und australischen Verlagsgeschäft. Auch das Operating EBITDA erhöhte sich durch organisches und akquisitorisches Wachstum; es stieg um 9,5 Prozent auf 104 Mio. € (Vj.: 95 Mio. €). Die Entwicklung war getragen durch das Tonträgergeschäft in den USA sowie durch das Verlagsgeschäft in Großbritannien und in den USA. Die EBITDA-Marge lag bei 20,5 Prozent (Vj.: 22,8 Prozent).

BMG erweiterte sein Portfolio durch eine Reihe von Akquisitionen und Katalogzukäufen. Im Januar erwarb das Unternehmen die BBR Music Group, zu der die Country-Music-Labels Broken Bow Records, Stoney Creek Records und Wheelhouse Records sowie der Musikverlag Magic Mustang Music gehören. Der Abschluss sichert BMG eine relevante Position in der Country-Metropole Nashville und damit im lukrativen Country-Music-Markt. Im September vertraute Chrissie Hynde, Gründerin und Stimme der britischen Rockband The Pretenders, ihren Songkatalog BMG an. Auf der Tonträgerseite kamen u. a. Nickelback, Morrissey, Avril Lavigne, Fergie, Kylie Minogue und der Rapper Kontra K neu zu BMG. Der weitere Ausbau des Tonträgergeschäfts ging mit einer starken Präsenz im Publishing-Bereich einher; so zeichneten BMG-Songwriter im Sommer 2017 13 Wochen in Folge für die jeweiligen Top 3 der Billboard Hot 100 verantwortlich.

Das Unternehmen stärkte seine internationale Präsenz mit der Erweiterung seines Geschäftszweigs in Kanada und einem Ausbau der Aktivitäten in China. BMG ging dort eine innovative Partnerschaft mit dem mobilen Social Network Momo ein, um chinesische Talente mithilfe von BMG-Songwritern weiterzuentwickeln.

Das Verwertungsangebot für Künstler wurde zum Jahresende mit einem Einstieg in das Film- und Fernsehgeschäft ausgeweitet. Als erste größere Produktion wurde eine Dokumentation über Joan Jett zur Premiere beim Sundance Film Festival ausgewählt. Außerdem wurden die Production-Music-Geschäfte vom BMG in einer neuen internationalen Unternehmenseinheit gebündelt. Sie kommissioniert und vermarktet die Rechte an Musikstücken speziell für Film, Radio, Internet, Videospiele und Werbung.

BMG ging im Berichtsjahr Verwertungspartnerschaften mit mehreren großen Entertainmentanbietern ein. So verwaltet das Unternehmen künftig die Musikverlagsrechte der zur RTL Group gehörenden Produktionsgruppe Fremantle Media, des Streaming-Anbieters Netflix sowie der von Hollywood-Legende Steven Spielberg gegründeten Produktionsfirma Amblin Partners.

BMG entwickelte darüber hinaus die mobile Applikation myBMG, die Künstlern und Songwritern überall und fortlaufend einen Überblick über den Stand ihrer Honorareinkünfte gibt.

Umsatz nach Regionen in Prozent (ohne Innenumsätze)

Umsatz nach Erlösquellen in Prozent

Umsatzanalyse

Arvato

Arvato verzeichnete im Berichtsjahr 2017 eine stabile Umsatzentwicklung und einen Rückgang beim operativen Ergebnis. Der Umsatz von Arvato stieg um 1,6 Prozent auf 3,8 Mrd. € (Vj.: 3,8 Mrd. €). Insbesondere aufgrund von Herausforderungen in einzelnen Märkten und Branchen sowie hoher Anlaufkosten für Neugeschäfte sank das Operating EBITDA im Berichtszeitraum um 10,0 Prozent auf 320 Mio. € (Vj.: 356 Mio. €). Die EBITDA-Marge erreichte 8,4 Prozent nach 9,5 Prozent im Vorjahr.

Im Juli 2017 haben der Bertelsmann-Vorstandsvorsitzende Thomas Rabe und Bertelsmann-Finanzvorstand Bernd Hirsch die Bereichsleitung von Arvato übernommen.

Der Umsatz der Solution Group Arvato CRM Solutions wuchs im Geschäftsjahr leicht, das Ergebnis entwickelte sich allerdings rückläufig. Wesentliche Gründe waren der Rückgang des Geschäftsvolumens innerhalb der Telekommunikationsbranche, Anlaufkosten für Neukunden und der Ausbau des Geschäfts mit international tätigen Unternehmen aus der IT/Hightech-Branche. Das internationale Netzwerk wurde durch die Eröffnung neuer Standorte, unter anderem auf den Philippinen und im Senegal, erweitert.

Arvato SCM Solutions baute sein weltweites Logistiknetzwerk im abgelaufenen Geschäftsjahr massiv aus und trug damit der guten Auftragslage Rechnung. In Deutschland, den USA, Frankreich, Österreich und Polen wurden neue Distributionszentren in Betrieb genommen und zudem einige bestehende Standorte, unter anderem in den Niederlanden und Deutschland, erweitert. Darüber hinaus baute die Solution Group ihre Dienstleistungsgeschäfte vor allem in den Kernbranchen E-Commerce Fashion & Beauty und Healthcare aus und stärkte durch die Übernahme der USA-Auslieferung eines Hightech-Großkunden das Nordamerika-Geschäft signifikant. Die Anlaufkosten für diese neuen Geschäftsaktivitäten belasteten die Ergebnisentwicklung.

Die Finanzdienstleistungsgeschäfte von Arvato Financial Solutions entwickelten sich sowohl in Bezug auf den Umsatz als auch in Bezug auf das Ergebnis positiv. Der erneut sehr gute Geschäftsverlauf wurde vor allem durch das weiterhin stabil wachsende Geschäft im Kernmarkt Deutschland getragen. Um das Dienstleistungsportfolio im innovativen Fintech-Bereich auszubauen, startete Arvato Financial Solutions eine Zusammenarbeit mit der Solaris Bank. Zudem wurden die Anteile an dem brasilianischen Finanzdienstleistungsunternehmen Intervalor von 41,5 Prozent auf 81,5 Prozent aufgestockt.

Die Nachfrage nach IT-Dienstleistungen von Arvato Systems war auch 2017 konstant hoch. Um diese Nachfrage nachhaltig befriedigen zu können, wurde unter anderem ein Nearshore-Standort in Riga eröffnet. Zudem wurden der Ausbau der Geschäftsaktivitäten im Bereich Healthcare-IT erfolgreich vorangetrieben und weitere Investitionen in Zukunftsfelder wie z.B. Lösungen für den Smart-Energy-Markt und Cloud-Dienstleistungen getätigt. Insbesondere die Projektkosten für den Ausbau der Cloud-Fähigkeiten wirkten sich belastend auf die Ergebnisentwicklung aus.

Umsatz nach Regionen in Prozent (ohne Innenumsätze)

Umsatz nach Erlösquellen in Prozent

Umsatzanalyse

Bertelsmann Printing Group

Die Bertelsmann Printing Group verzeichnete im Geschäftsjahr 2017 einen leichten Rückgang im Umsatz auf 1,7 Mrd. € (Vj.: 1,7 Mrd. €, -1,6 Prozent) sowie beim Operating EBITDA, das leicht um 2,3 Prozent auf 118 Mio. € (Vj.: 121 Mio. €) zurückging. Grund für diese Veränderungen ist der unverändert rückläufige Druckmarkt. Die EBITDA-Marge der Gruppe ist mit 7,0 Prozent auf dem Niveau des Vorjahres von 7,1 Prozent.

Die Offsetdruckgeschäfte der Bertelsmann Printing Group sind im Geschäftsjahr 2017 auf gutem Ergebnisniveau leicht gewachsen. Mohn Media verlängerte im Jahresverlauf wichtige Kundenverträge unter anderem im Handelssegment. Das auf Printlösungen für Buchverlage ausgerichtete Unternehmen GGP Media behauptete sich in einem kompetitiven Marktumfeld ebenso wie die auf Zeitschriften und Kataloge im kleinen bis mittleren Auflagenbereich spezialisierte BPG-Tochter Vogel Druck.

Die in der Prinovis-Gruppe gebündelten Tiefdruckaktivitäten entwickelten sich aufgrund schwieriger Marktbedingungen insgesamt leicht rückläufig. In Großbritannien konnte das Geschäft mit den 2016 gewonnenen großen Kunden weiter ausgebaut werden. Die deutschen Prinovis-Standorte litten unter anhaltenden Mengenrückgängen, insbesondere im Zeitschriftensegment. Dieser rückläufigen Entwicklung wurde mit einem umfassenden Effizienz- und Kostensenkungsprogramm, das im Jahresverlauf an den drei deutschen Standorten abgeschlossen wurde, entgegengewirkt.

Die US-amerikanischen Druckereien der Bertelsmann Printing Group standen im Geschäftssegment Buchdruck in intensivem Wettbewerb. Deutliche Rückgänge in der Taschenbuchproduktion wurden durch eine Ausweitung des Geschäfts außerhalb des Verlagswesens zumindest teilweise ausgeglichen. Beim operativen Ergebnis lagen die US-Druckereien unter Vorjahresniveau.

Die Umsätze von Sonopress stiegen trotz schwieriger Marktbedingungen in Mexiko leicht an. Am Stammsitz in Gütersloh konnten Produktionsmengen, Umsatz und Ergebnis gegen den allgemeinen Markttrend erneut gesteigert werden. Diese Entwicklung ist unter anderem auf Vertriebserfolge, auch infolge einer weiteren Wettbewerbskonsolidierung in Europa, zurückzuführen. Zudem baute Sonopress im Berichtsjahr die Produktion von UHD-Blu-Ray-Discs weiter aus.

Mit den der Bertelsmann Printing Group seit Januar 2017 zugeordneten drucknahen Marketingdienstleistungsgeschäften werden kanalübergreifende Kommunikationsleistungen, insbesondere für das Handelssegment, angeboten. Diese Geschäfte entwickelten sich insgesamt stabil; unter anderem durch den Ausbau digitaler Direktmarketing-Lösungen sowie durch die Verlängerung wichtiger Kundenverträge.

Umsatz nach Regionen in Prozent (ohne Innenumsätze)

Umsatz nach Erlösquellen in Prozent

Umsatzanalyse

Bertelsmann Education Group

Die in der Bertelsmann Education Group gebündelten Bildungsaktivitäten mit ihrem Fokus auf die Sektoren E-Learning (Gesundheit und Technologie) sowie Bildungsdienstleistungen verzeichneten im Berichtszeitraum in Summe sowohl Umsatz- als auch Ergebniswachstum. Der Umsatz der von Bertelsmann vollkonsolidierten Geschäfte erhöhte sich im vergangenen Geschäftsjahr signifikant um 32,6 Prozent auf 189 Mio. € (Vj.: 142 Mio. €). Das Operating EBITDA verbesserte sich insbesondere aufgrund der erfolgreichen Geschäftsentwicklung beim Online-Bildungsanbieter Relias sowie verringerter Anlaufverluste und Transformationskosten in anderen Geschäften auf 3 Mio. € (Vj.: -17 Mio. €). Die EBITDA-Marge betrug 1,8 Prozent (Vj.: -11,6 Prozent).

Relias, das derzeit umsatz- und ertragsstärkste Unternehmen der Bertelsmann Education Group, setzte im Berichtszeitraum seinen Expansionskurs fort und wuchs sowohl organisch als auch akquisitorisch. Das Unternehmen vergrößerte seine Kundenbasis auf mehr als 6.500 Institutionen, deren Mitarbeiter 2017 rund 32,8 Mio. Onlinekurse absolvierten. Durch die Akquisition des US-Unternehmen Whitecloud baute die Bertelsmann-Tochter ihre Kompetenzen in den Bereichen Analytics sowie Performance-Management weiter aus und erweiterte so die bestehenden Geschäftsfelder.

Die Weiterbildungsplattform Udacity entwickelte gemeinsam mit renommierten Partnerunternehmen ihr Lehrangebot weiter und führte mehrere neue Nanodegree-Programme ein, darunter zu Themen wie Deep Learning, Digital Marketing und Softwareentwicklung für Robotik. Die internationalen Aktivitäten wurden weiter ausgebaut; die Zahl der Lernenden in kostenpflichtigen Udacity-Programmen erhöhte sich auf rund 50.000. Bertelsmann ist einer der größten Anteilseigner an Udacity.

Umsatz nach Regionen in Prozent (ohne Innenumsätze)

Umsatz nach Erlösquellen in Prozent

Umsatzanalyse

Bertelsmann Investments

Die vier im Unternehmensbereich Bertelsmann Investments gebündelten Fonds des Konzerns bauten im Geschäftsjahr 2017 ihr globales Netzwerk aus Start-up-Beteiligungen weiter aus. Bertelsmann Asia Investments (BAI), Bertelsmann Brazil Investments (BBI), Bertelsmann India Investments (BII) und Bertelsmann Digital Media Investments (BDMI) tätigten insgesamt mehr als 40 Neuinvestitionen sowie parallel mehrere Exits, sodass Bertelsmann über seine Corporate-Fonds zum Jahresende über 160 Beteiligungen hielt. Im Fokus standen dabei fondsübergreifend Investitionen in Geschäftsfelder mit hoher Relevanz für den Konzern - beispielsweise digitale Medienangebote, Dienstleistungen im E-Commerce-Bereich, Fintech sowie Bildung.

Die Geschäftsentwicklung von Bertelsmann Investments wird im Wesentlichen auf Basis des EBIT dargestellt, das mit 141 Mio. € deutlich den Vorjahreswert von 35 Mio. € übertraf. Gewinne aus Beteiligungsverkäufen leisteten im abgelaufenen Geschäftsjahr erneut einen positiven Beitrag zum Konzernergebnis.

In China tätigte BAI im Berichtszeitraum 29 neue Investments sowie sieben Folgeinvestitionen, darunter die Bike-Sharing-App Mobike und der E-Commerce-Dienstleister SEE. Erstmals gingen innerhalb eines Jahres gleich vier BAI-Beteiligungen an die Börse: die Premium-Lifestyle-Plattform Secoo, das Fintech-Unternehmen Lexin und die Digital-Marketing-Plattform iClick debütierten 2017 an der New Yorker Technologiebörse Nasdaq, die Automobil-Handelsplattform Yixin Group an der Börse von Hongkong.

In Indien stärkte BII seine Aktivitäten im Bildungsmarkt durch eine Beteiligung am Weiterbildungsunternehmen Eruditus Executive Education, das gemeinsam mit globalen Ivy-League-Universitäten Kurse entwickelt. Darüber hinaus tätigte der Fonds sechs Folgeinvestments, unter anderem in das Unternehmen Treebo, einen Marktplatz für Budget-Hotels, sowie das Fintech-Start-up Lendingkart, das in über 900 Städten Onlinekredite an kleine und mittelgroße Unternehmen vermittelt.

Gemeinsam mit dem Partner Bozano Investimentos setzte BBI in Brasilien den Aufbau eines Universitätsverbunds mit Schwerpunkt auf Bildung im Gesundheitswesen fort und erhöhte seinen Anteil an Medcel, einem Anbieter von Vorbereitungskursen für Medizinstudenten.

BDMI tätigte im Berichtszeitraum elf neue Beteiligungen, darunter in das Videounternehmen Wibbitz und die Charity-Plattform Omaze. Parallel tätigte der Fonds mehrere Folgeinvestitionen, unter anderem in den Next-Generation-Publisher Clique Media.

Alle Fonds trugen durch ihre Arbeit dazu bei, innovative und digitale Trends für den Konzern aufzuspüren sowie die Position von Bertelsmann als attraktivem Geschäftspartner weiter zu festigen. Seit 2012 investierten die vier Investmentfonds insgesamt über 600 Mio. € in zukunftsorientierte Unternehmen.

Gesamtaussage der Unternehmensleitung zur wirtschaftlichen Lage

Die Geschäfte von Bertelsmann verzeichneten im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017 insgesamt eine positive Entwicklung. Der Konzern verbesserte sich bei Umsatz, Operating EBITDA und Konzernergebnis gegenüber dem Vorjahr und übertraf teilweise die zu Jahresbeginn getroffenen Erwartungen. Auch bei der strategischen Transformation hin zu einem wachstumsstärkeren, digitaleren, internationaleren und diversifizierten Konzern erzielte Bertelsmann wesentliche Fortschritte.

Im Berichtszeitraum erhöhte sich der Konzernumsatz leicht um 1,4 Prozent auf 17,2 Mrd. € nach 17,0 Mrd. € im Vorjahr und entsprach damit den getroffenen Einschätzungen (Prognose im Geschäftsbericht 2016: leicht steigender Umsatz). Das organische Umsatzwachstum lag bei 1,7 Prozent. Eine positive Prognoseabweichung ergab sich für das Operating EBITDA, das u. a. aufgrund des Veräußerungsgewinns von Gebäuden in Paris in Höhe von 94 Mio. € mit 2.636 Mio. € (Vj.: 2.568 Mio. €) über dem Vorjahresniveau lag (Prognose im Geschäftsbericht 2016: stabile Entwicklung). Der zur Konzernsteuerung verwendete BVA lag mit 121 Mio. € stark unter dem Vorjahreswert von 147 Mio. € (Prognose im Geschäftsbericht 2016: stark abnehmender BVA). Die erwartete Entwicklung spiegelt den primär investitionsbedingten starken Anstieg des durchschnittlich investierten Kapitals wider, der den positiven Effekt aus einem verbesserten operativen Ergebnis überkompensierte.

Im Geschäftsjahr 2017 lag der Fokus des Vorstands unverändert auf den vier strategischen Stoßrichtungen - Stärkung der Kerngeschäfte, digitale Transformation, Ausbau von Wachstumsplattformen sowie Expansion in Wachstumsregionen. So wurden die Kerngeschäfte insbesondere durch die Zusammenführung von RTL Radio France und Groupe M6, die Anteilsaufstockung an Penguin Random House auf 75 Prozent sowie die weitere Fokussierung von Gruner + Jahr auf die Kernmärkte Deutschland und Frankreich gestärkt. Die digitale Transformation wurde unter anderem durch die vollständige Übernahme von SpotX und starkes Wachstum im Bereich Onlinevideo bei der RTL Group vorangetrieben. Der Ausbau der Wachstumsplattform BMG umfasste den Erwerb des Unternehmens BBR Music Group sowie weitere Investitionen und Vertragsnahmen von Künstlern. Im Bildungsbereich baute Relias sein Geschäft organisch und durch die Akquisition von WhiteCloud Analytics weiter aus. In den Wachstumsregionen wurden weitere Neu- und Folgeinvestitionen getätigt.

Die Finanz- und Vermögenslage ist trotz der erhöhten Verschuldung nach wie vor solide. Trotz der Finanzierung der Anteilsaufstockung an Penguin Random House lag der Leverage Factor im Berichtszeitraum mit 2,5 auf dem Niveau des Vorjahres. Die ausgewiesenen liquiden Mittel zum 31. Dezember 2017 in Höhe von 1,4 Mrd. € (31. Dezember 2016: 1,4 Mrd. €) stellen eine ausreichende Liquidität dar. Die Ratingagenturen Moody's und S&P stuften die Kreditwürdigkeit von Bertelsmann unverändert mit Baa1 bzw. BBB+ und einem stabilen Ausblick ein. Insgesamt hat Bertelsmann das Geschäftsjahr 2017 erfolgreich beendet und ist finanziell solide aufgestellt.

Alternative Leistungskennzahlen (Alternative Performance Measures)

Zur Erläuterung der Ertragslage bzw. der Finanz- und Vermögenslage werden im vorliegenden zusammengefassten Lagebericht ergänzend die folgenden Alternativen Leistungskennzahlen verwendet, die nicht nach IFRS definiert sind. Diese sollten nicht isoliert, sondern als vervollständigende Information zur Beurteilung der Geschäftslage von Bertelsmann betrachtet werden und unterscheiden sich wie das wertorientierte Steuerungssystem u. a. in Steuerungskennzahlen im engeren von jenen im weiteren Sinne.

Das organische Wachstum ergibt sich, indem das ausgewiesene Umsatzwachstum um den Einfluss von Wechselkurseffekten sowie Unternehmenserwerben und -veräußerungen bereinigt wird. Bei den Wechselkurseffekten wird die im jeweiligen Land gültige funktionale Währung zur Berechnung herangezogen. Zu den sonstigen Effekten zählen bspw. Methodenänderungen.

Organisches Umsatzwachstum

in Prozent 2017 2016
Organisches Umsatzwachstum 1,7 0,9
Wechselkurseffekte -1,0 -1,3
Portfolio- und sonstige Effekte 0,7 -0,7
Ausgewiesenes Umsatzwachstum 1,4 -1,1

Operating EBITDA

in Mio. € 2017 2016
EBIT (Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern) 1.896 1.799
Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 691 632
Korrektur um in Sondereinflüssen enthaltene Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen -34 -2
Sondereinflüsse 83 139
davon: RTL Group 10 -7
davon: Penguin Random House 39 38
davon: Gruner + Jahr 48 30
davon: BMG 10 8
davon: Arvato 28 51
davon: Bertelsmann Printing Group 5 7
davon: Bertelsmann Education Group 50 17
davon: Bertelsmann Investments -144 -35
davon: Corporate/Konsolidierung 37 30
Operating EBITDA 2.636 2.568

Operating EBITDA

Das Operating EBITDA ist als das Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern sowie planmäßigen und außerplanmäßigen Abschreibungen festgelegt und um Sondereinflüsse bereinigt. Die Bereinigungen um Sondereinflüsse dienen der Ermittlung eines nachhaltigen unter normalen wirtschaftlichen Gegebenheiten wiederholbaren operativen Ergebnisses, das nicht durch Sondersachverhalte oder strukturelle Verwerfungen beeinflusst wird. Zu den Sondereinflüssen zählen im Wesentlichen Wertminderungen und Wertaufholungen, Neubewertungen, Restrukturierungsaufwendungen und/oder das Ergebnis aus Beteiligungsverkäufen. Hiermit eignet sich das Operating EBITDA als aussagekräftige Steuerungsgröße. Veräußerungseffekte aus strategischen Immobilientransaktionen zählen nicht zu den Sondereinflüssen.

BVA

Der BVA misst den über die angemessene Verzinsung des investierten Kapitals hinaus erwirtschafteten Gewinn. Diese Form der Wertorientierung findet sowohl in der strategischen Investitions- und Portfolioplanung als auch in der operativen Geschäftssteuerung ihren Ausdruck und bildet zusammen mit qualitativen Kriterien die Grundlage für die Bemessung des variablen Anteils der Managementvergütung. Der BVA berechnet sich aus der Differenz von Net Operating Profit After Tax (NOPAT) und Kapitalkosten. Ausgangsbasis zur Berechnung des NOPAT ist das Operating EBITDA. Unter Abzug von Abschreibungen, soweit diese nicht in den Sondereinflüssen enthalten sind, sowie pauschalisierter Steuern von 33 Prozent ergibt sich das für die BVA-Berechnung zugrunde gelegte NOPAT. Die Kapitalkosten entsprechen dem Produkt aus

BVA

in Mio. € 2017 2016 (angepasst)
Operating EBITDA 2.636 2.568
Nicht in den Sondereinflüssen enthaltene Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen -657 -630
Operating EBIT 1.979 1.938
Pauschalisierte Steuern (33 Prozent) -653 -640
NOPAT (Net Operating Profit After Tax) 1.326 1.298
Durchschnittlich investiertes Kapital 15.062 14.383
Kapitalkosten (8 Prozent) 1.205 1.151
BVA 121 147
Korrektur BVA Bertelsmann Investments 42 33
BVA (ab 2018 gültige Methodik) 163 180

Cash Conversion Rate

in Mio. € 2017 2016
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 1.642 1.954
Gezahlte Ertragsteuer 434 234
Veränderung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 84 55
Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen (abzgl. Erlöse aus dem Verkauf von langfristigen Vermögensgegenständen) -489 -610
Weitere Bereinigungen 151 166
Operating Free Cash Flow 1.822 1.799
Operating EBITDA 2.636 2.568
Nicht in den Sondereinflüssen enthaltene Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 657 630
Operating EBIT 1.979 1.938
Cash Conversion Rate (in Prozent) Operating Free Cash Flow / Operating EBIT 92 93

Kapitalkostensatz und durchschnittlich investiertem Kapital. Der Kapitalkostensatz beträgt einheitlich 8 Prozent nach Steuern. Das durchschnittlich investierte Kapital ergibt sich quartalsweise aus den Vermögenspositionen der Bilanz, die dem operativen Betriebszweck dienen, abzüglich solcher Verbindlichkeiten, die dem Unternehmen unverzinslich zur Verfügung stehen. Zusätzlich werden 66 Prozent des Nettobarwerts der Operating Leases zuzüglich der sonstigen Verpflichtungen aus technischen Übertragungseinrichtungen bei der Ermittlung des investierten Kapitals berücksichtigt. Die Ermittlung des BVA wird ab dem Geschäftsjahr 2018 ohne Berücksichtigung des Unternehmensbereichs Bertelsmann Investments erfolgen. Die Geschäftsentwicklung von Bertelsmann Investments wird im Wesentlichen auf Basis des EBIT dargestellt, sodass sich methodisch kein NOPAT-Beitrag dieses Unternehmensbereiches ergibt. Aus Konsistenzgründen wird das auf den Unternehmensbereich Bertelsmann Investments entfallende investierte Kapital daher korrigiert, seine Kapitalkosten werden mithin neutralisiert.

Cash Conversion Rate

Als Maßstab für die Finanzmittelfreisetzung aus den Geschäften dient die Cash Conversion Rate, die aus dem Verhältnis von Operating Free Cash Flow zu Operating EBIT ermittelt wird. Die Ermittlung des Operating Free Cash Flow setzt auf dem Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit gemäß Konzern-Kapitalflussrechnung auf, wobei die Effekte aus gezahlten Ertragsteuern und der Veränderung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen auf den Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit neutralisiert werden. Der Operating Free Cash Flow ist des Weiteren um Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen vermindert, ggfs. erhöht um Erlöse aus dem Verkauf langfristiger Vermögensgegenstände. Weitere Bereinigungen erfolgen, um einer periodengerechten Zuordnung der Kapitalflüsse gerecht zu werden und um den Einfluss von aus Sondereinflüssen resultierenden Zahlungsströmen auf den Operating Free Cashflow methodisch konsistent zum Operating EBITDA zu neutralisieren. Die weiteren Bereinigungen im Geschäftsjahr 2017 umfassten überwiegend Zahlungseffekte aus Restrukturierungsmaßnahmen. Ausgehend vom Operating EBITDA ergibt sich das Operating EBIT durch den Abzug von Abschreibungen, soweit diese nicht in den Sondereinflüssen enthalten sind. Angestrebt wird im langjährigen Mittel eine Cash Conversion Rate zwischen 90 und 100 Prozent.

Wirtschaftliche Schulden

in Mio. € 2017 2016
Bruttofinanzschulden 4.919 3.998
Abzgl. liquider Mittel -1.440 -1.373
Nettofinanzschulden 3.479 2.625
Abzgl. 50 Prozent Nominalkapital Hybridanleihen -625 -625
Pensionsrückstellungen 1.685 1.999
Genusskapital 413 413
Nettobarwert der Operating Leases 1.261 1.501
Wirtschaftliche Schulden 6.213 5.913

Leverage Factor

in Mio. € 2017 2016
Wirtschaftliche Schulden 6.213 5.913
Modifikationen 125 199
Wirtschaftliche Schulden LF 6.338 6.112
Operating EBITDA 2.636 2.568
Modifikationen -99 -101
Operating EBITDA LF 2.537 2.467
Leverage Factor: Wirtschaftliche Schulden LF / Operating EBITDA LF 2,5 2,5

Wirtschaftliche Schulden

Ausgehend von den Bruttofinanzschulden, die sich aus den Bilanzpositionen kurzfristige und langfristige Finanzschulden zusammensetzen, und gemindert um die liquiden Mittel, ergeben sich die Nettofinanzschulden. Die Wirtschaftlichen Schulden sind definiert als Nettofinanzschulden abzüglich des 50-prozentigen Anteils des Nominalkapitals der Hybridanleihen, zuzüglich Pensionsrückstellungen, Genusskapital und Nettobarwert der Operating Leases. Bei der Berechnung der Wirtschaftlichen Schulden werden die Hybridanleihen nur zur Hälfte berücksichtigt, da beide Anleihen von den Ratingagenturen ebenfalls zur Hälfte als Eigenkapital eingestuft werden. Für Berechnungszwecke des Leverage Factor werden die Wirtschaftlichen Schulden modifiziert.

Leverage Factor

Zu den Finanzierungszielen gehört ein dynamischer Verschuldungsgrad (Leverage Factor), der sich aus dem Verhältnis von Wirtschaftlichen Schulden zum Operating EBITDA ergibt und den definierten Wert von 2,5 nicht überschreiten sollte. Bei der Ermittlung des Verschuldungsgrads werden die Wirtschaftlichen Schulden und das Operating EBITDA modifiziert, um eine der Struktur des Konzerns und seiner verkraftbaren Verschuldung entsprechende finanzielle Steuerung zu ermöglichen. Die Modifikationen betreffen bei den Wirtschaftlichen Schulden überwiegend liquide Mittel, die im Konzern gebunden sind, während die Modifikationen beim Operating EBITDA die Struktur des Konzerns mit seinen Mitgesellschafteranteilen adressieren. Der ermittelte Leverage Factor ist somit stets konservativer, als er sich bei Verwendung der rein bilanziellen Positionen ergeben würde.

Nachtragsbericht

Am 16. Januar 2018 wurde Thomas Buberl mit sofortiger Wirkung neu in den Aufsichtsrat der Bertelsmann SE & Co. KGaA berufen.

Ende Januar 2018 gab Bertelsmann bekannt, verschiedene Optionen für die Weiterentwicklung des Bereichs Arvato CRM Solutions zu prüfen. Die Optionen schließen Partnerschaften sowie den kompletten oder auch teilweisen Verkauf der CRM-Geschäfte ein. Ausgenommen von dem Prozess ist das Arvato-CRM-Geschäft im französischsprachigen Raum, das auch in Zukunft von Bertelsmann geführt wird. Der Prozess wird mehrere Monate in Anspruch nehmen.

Risiko- und Chancenbericht

Risikomanagementsystem

Das Risikomanagementsystem (RMS) von Bertelsmann dient der Früherkennung, Beurteilung und Steuerung interner und externer Risiken. Das Interne Kontrollsystem (IKS) als integraler Bestandteil des RMS überwacht die Wirksamkeit der implementierten Gegenmaßnahmen. Ziel des RMS ist es, materielle Risiken für den Konzern rechtzeitig zu identifizieren, um Gegenmaßnahmen ergreifen und Kontrollen durchführen zu können. Risiken sind mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für Bertelsmann negativen Prognose- bzw. Zielabweichung führen können. Darüber hinaus können sich Risiken negativ auf die Erreichung der strategischen, operativen sowie berichterstattungs- und Compliance-relevanten Ziele des Konzerns sowie auf dessen Reputation auswirken.

Der Prozess des Risikomanagements erfolgt in Anlehnung an die international anerkannten Rahmenwerke des Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission (COSO Enterprise Risk Management - Integrated Framework bzw. Internal Control - Integrated Framework) und ist in die Teilschritte Identifikation, Bewertung, Steuerung, Kontrolle, Kommunikation und Überwachung gegliedert. Schwerpunkt der Risikoidentifizierung ist die Risikoinventur, die jährlich die wesentlichen Risiken der Unternehmenstätigkeit vom Profit Center aufwärts ermittelt. Diese werden stufenweise auf Unternehmensbereichs- und Konzernebene zusammengefasst. So ist sichergestellt, dass Risiken am Ort ihrer Wirksamkeit erfasst werden. Zusätzlich erfolgen halbjährlich eine konzernweite Nacherhebung der wesentlichen Risiken sowie quartalsweise eine Berichterstattung mit Negativmeldungen. Durch die Ad-hoc-Berichterstattungspflicht werden unterjährig wesentliche Veränderungen in der Risikoeinschätzung dem Vorstand zur Kenntnis gebracht. Den Risiken werden Steuerungsmaßnahmen und Kontrollaktivitäten gegenübergestellt. Auf diese Weise wird das sogenannte Nettorisiko ermittelt. Der Zeithorizont für die Einschätzung von Risiken beträgt sowohl ein Jahr als auch drei Jahre, um Steuerungsmaßnahmen frühzeitig einleiten zu können. Ausgangspunkt für die Ermittlung der wesentlichen Konzernrisiken ist analog der mittelfristigen Unternehmensplanung der Dreijahreszeitraum. Dabei ergibt sich die Bewertung eines Risikos als Produkt aus geschätzter negativer Auswirkung auf den Free Cashflow des Konzerns bei Eintritt des Risikos und geschätzter Eintrittswahrscheinlichkeit. Die Risikoüberwachung durch das Management erfolgt fortlaufend. Das RMS sowie das IKS als Teil des RMS werden kontinuierlich weiterentwickelt und sind in die laufende Berichterstattung an Vorstand und Aufsichtsrat von Bertelsmann eingebunden. Um die Erfüllung gesetzlicher und interner Anforderungen sicherzustellen, finden in regelmäßigen Abständen Sitzungen der Corporate und Divisional Risk Management Committees statt.

Der Konzernabschlussprüfer prüft das Risikofrüherkennungssystem gemäß § 91 Abs. 2 AktG auf seine Eignung, Entwicklungen, die den Fortbestand der Bertelsmann SE & Co. KGaA gefährden könnten, frühzeitig zu erkennen, und berichtet die Ergebnisse an den Aufsichtsrat der Bertelsmann SE & Co. KGaA. Die Konzernrevision führt fortlaufend Prüfungen der Angemessenheit und der Funktionsfähigkeit des RMS in allen Unternehmensbereichen außer der RTL Group durch. Das RMS der RTL Group wird durch die eigene interne Revision sowie den externen Abschlussprüfer beurteilt. Aufgedeckte Mängel werden zeitnah durch geeignete Maßnahmen beseitigt. Der Bertelsmann-Vorstand hat Umfang und Ausrichtung des RMS anhand der unternehmensspezifischen Gegebenheiten ausgestaltet. Dennoch kann selbst ein angemessen eingerichtetes und funktionsfähiges RMS keine absolute Sicherheit für die Identifikation und Steuerung von Risiken gewährleisten.

Rechnungslegungsbezogenes Risikomanagementsystem und Internes Kontrollsystem

Die Ziele des rechnungslegungsbezogenen RMS und des IKS sind zum einen die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der externen und internen Rechnungslegung gemäß der geltenden Gesetzeslage sowie eine zeitnahe Bereitstellung von Informationen. Zum anderen soll die Berichterstattung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Bertelsmann vermitteln. Die nachstehenden Aussagen gelten für den Konzernabschluss (einschließlich Konzernanhang und zusammengefassten Lageberichts) inklusive der Zwischenberichterstattungen wie auch für das interne Management Reporting.

Das IKS für den Rechnungslegungsprozess besteht aus folgenden Teilbereichen: Die konzerninternen Regeln zur Abschlusserstellung und Bilanzierung (z. B. IFRS-Handbuch, Richtlinien, Rundschreiben) werden allen eingebundenen Mitarbeitern zeitnah zur Verfügung gestellt. Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt in einem konzernweit einheitlichen Berichterstattungssystem. Durch umfangreiche automatische Systemkontrollen wird die Datenkonsistenz der Abschlüsse sichergestellt. Die kontinuierliche Weiterentwicklung des Systems erfolgt durch einen dokumentierten Änderungsprozess. Systemseitige Abstimmprozesse von konzerninternen Geschäftsvorfällen dienen zur Vorbereitung der entsprechenden Konsolidierungsschritte. Sachverhalte, die zu wesentlichen Fehlaussagen im Konzernabschluss führen können, werden jeweils zentral von Mitarbeitern der Bertelsmann SE & Co. KGaA sowie der RTL Group (für den vorkonsolidierten Teilkonzern) überwacht sowie gegebenenfalls unter Hinzunahme externer Experten verifiziert. Zentrale Ansprechpartner der Bertelsmann SE & Co. KGaA sowie der Unternehmensbereiche stehen zudem in kontinuierlichem Kontakt mit den Tochterfirmen vor Ort, um die IFRS-konforme Bilanzierung sowie die Einhaltung von Berichtsfristen und -pflichten sicherzustellen. Abgerundet werden diese präventiven Maßnahmen durch Kontrollen in Form von Analysen durch das Konzernrechnungswesen der Bertelsmann SE & Co. KGaA sowie der RTL Group (für den vorkonsolidierten Teilkonzern). Diese Analysen dienen der Aufdeckung verbliebener Inkonsistenzen. In das interne Management Reporting sind zudem die Controlling-Abteilungen der Unternehmensbereiche und des Konzerns eingebunden. Im Rahmen der quartalsweisen Segmentabstimmung erfolgt eine Abstimmung des internen und externen Berichtswesens. Durch die Einführung eines weltweit verbindlichen Kontrollrahmens für die dezentralen Rechnungslegungsprozesse soll zudem ein standardisierter Aufbau des IKS auf Ebene der lokalen Buchhaltungen aller vollkonsolidierten Konzerngesellschaften erreicht werden. Feststellungen der externen Prüfer sowie der Konzernrevision und der internen Revision der RTL Group in Bezug auf die Bilanzierung werden zeitnah mit den betroffenen Unternehmen besprochen und Lösungswege werden erarbeitet. Im Rahmen einer Selbsteinschätzung erfolgt jährlich eine Bestandsaufnahme der Qualität des IKS in den wesentlichen vollkonsolidierten Konzerngesellschaften. Die Ergebnisse werden auf Ebene der Unternehmensbereiche diskutiert. Gleichwohl gilt grundsätzlich auch für jedes IKS, analog zum RMS, dass es keine absolute Sicherheit liefern kann, wesentliche Fehlaussagen in der Rechnungslegung zu vermeiden oder aufzudecken.

Die Konzernrevision sowie die interne Revision der RTL Group beurteilen die rechnungslegungsrelevanten Prozesse im Rahmen ihrer Prüfungstätigkeit. Darüber hinaus berichtet der Konzernabschlussprüfer im Rahmen seiner Abschlussprüfung dem Prüfungs- und Finanzausschuss des Aufsichtsrats der Bertelsmann SE & Co. KGaA über im Rahmen der Prüfung gegebenenfalls erkannte wesentliche Schwächen des rechnungslegungsbezogenen IKS und die Feststellungen zum Risikofrüherkennungssystem.

Wesentliche Konzernrisiken

Bertelsmann ist einer Reihe von Risiken ausgesetzt. Die für Bertelsmann wesentlichen Risiken, die im Rahmen der Risikoberichterstattung identifiziert wurden, sind in der nachfolgenden Tabelle ihrem Rang nach aufgelistet. Entsprechend der Höhe des möglichen Mittelabflusses werden die Risiken im Sinne der Risikotragfähigkeit als gering, moderat, signifikant, erheblich oder bestandsgefährdend klassifiziert. Im Rahmen der abgelaufenen Risikoinventur wurden keine Risiken, die als erheblich oder bestandsgefährdend einzustufen wären, identifiziert.

Übersicht wesentlicher Konzernrisiken

Risikoklassifizierung
Rang Risikoart Gering Moderat Signifikant Erheblich Bestandsgefährdend
1 Preis- und Margenrisiken        
2 Änderungen im Marktumfeld        
3 Kundenrisiken        
4 Zuschauer- und Marktanteil        
5 Lieferantenrisiken        
6 Konjunkturelle Entwicklungen        
7 Mitarbeiterbezogene Risiken        
8 Rechtliche und regulatorische Risiken        
9 Finanzmarktrisiken        
10 Technologischer Wandel        

Risikoklassifizierung (möglicher Mittelabfluss im Dreijahreszeitraum): gering: < 50 Mio. €, moderat: < 100 Mio. €, signifikant: < 250 Mio. €, erheblich: < 500 Mio. €, bestandsgefährdend: > 500 Mio. €

Vorhandene Risiken

Aufgrund der Heterogenität der Konzerngeschäfte und der damit verbundenen unterschiedlichen Risiken, denen die einzelnen Unternehmensbereiche ausgesetzt sind, werden im Folgenden die identifizierten wesentlichen strategischen und operativen Konzernrisiken konkretisiert. Als übergeordnete Risiken wurden Risiken aus Akquisitionen sowie Risiken der Informationssicherheit identifiziert und separat beschrieben. Im Anschluss erfolgt eine Erläuterung der rechtlichen und regulatorischen Risiken sowie der Finanzmarktrisiken. Diese Risiken werden über die Konzernfunktionen im Wesentlichen zentral gesteuert.

Strategische und operative Risiken

Das Wachstum der Weltwirtschaft hat sich im Jahr 2017 spürbar beschleunigt. Auch für das Jahr 2018 wird damit gerechnet, dass sich das Wachstumsniveau fortsetzt. Dennoch bleibt die Geschäftsentwicklung von Bertelsmann mit Risiken behaftet. Insbesondere die unklaren Bedingungen des Austritts von Großbritannien aus der EU und die damit verbundene Unsicherheit könnten sich negativ auf das makroökonomische Umfeld von Bertelsmann auswirken und so das Risiko aus konjunkturellen Entwicklungen erhöhen. Bertelsmann beobachtet seit der Brexit-Entscheidung kontinuierlich den Austrittsprozess, um etwaige Risiken frühzeitig zu erkennen. Es wurde u. a. eine konzernweite "Brexit Taskforce" gegründet, die die Informationen koordiniert und Maßnahmenpläne entwickelt. Darüber hinaus stellen Preis- und Margenrisiken, Änderungen im Marktumfeld, Kundenrisiken, der Verlust an Zuschauer- und Marktanteilen, Risiken aus Lieferantenbeziehungen sowie Risiken aus der konjunkturellen Entwicklung kurz- und mittelfristig signifikante Konzernrisiken dar. Deren Entwicklung kann wesentlich beeinflusst werden durch ein verändertes Kundenverhalten infolge der fortschreitenden Digitalisierung, durch die Entwicklung und Einführung von Produkten und Dienstleistungen durch neue oder bestehende Wettbewerber, durch Forderungsausfälle sowie Ausfälle und Beeinträchtigungen entlang der Produktionsstufen der einzelnen Unternehmensbereiche, z. B. im Bereich IT Mitarbeiterbezogene sowie rechtliche und regulatorische Risiken stellen für Bertelsmann moderate Risiken dar, während Finanzmarktrisiken und Risiken aus dem zukünftigen technologischen Wandel im betrachteten Dreijahreszeitraum als gering klassifiziert werden.

Zunehmender Wettbewerb und stetiger Wandel, insbesondere im digitalen Umfeld, führen zu einer stärkeren Fragmentierung der Märkte der RTL Group, da die Zuschauer immer mehr Auswahl haben (u. a. durch Onlineplattformen) und gleichzeitig die Markteintrittsbarrieren sinken. Mögliche Risiken für die RTL Group sind rückläufige Zuschauer- und Werbemarktanteile ihrer werbefinanzierten Sender und damit letztlich sinkende Umsatzerlöse. Um diesen Risiken zu begegnen, erfolgt eine kontinuierliche Überarbeitung und Weiterentwicklung der Sender- und Programmstrategie, unter anderem durch den Aufbau aufeinander abgestimmter Senderfamilien sowie eine kontinuierliche Anpassung an internationale Programmtrends. Mit Hilfe verschiedener Investitionen in den rasch wachsenden Onlinevideo-Markt und in Werbetechnologie wirkt die RTL Group den Risiken aus der Digitalisierung entgegen und gestaltet diesen Trend aktiv mit. Ein zunehmender Wettbewerb im Bereich der Programmakquisition und TV-Produktion sowie die zunehmende Abhängigkeit von einzelnen Produktionsfirmen, verbunden mit dem Risiko potenzieller Kostensteigerungen, könnten die Ertragskraft der RTL Group ebenfalls beeinträchtigen. Durch die Ausweitung der Eigenproduktionen am Programmanteil - insbesondere lokale Inhalte - sowie den Abschluss langfristiger Verträge mit wichtigen Inhaltelieferanten wird dieses Risiko gemindert. Ferner hat die konjunkturelle Entwicklung einen unmittelbaren Einfluss auf die TV-Werbemärkte und damit auf die Erlöse der RTL Group. Diesem Risiko wird mit der Erschließung werbeunabhängiger Einnahmequellen, z. B. durch Distributionsumsätze von Plattformbetreibern, begegnet. Zur Verringerung des Risikos von Kundenverlusten wird ein aktives Kundenmanagement betrieben.

Ein Risiko für Penguin Random House stellen sinkende E-Book-Umsätze dar, insbesondere ausgelöst durch sinkende Verkaufspreise und Änderungen der Verkaufskonditionen für E-Books. Ein weiteres Risiko sind rückläufige Umsätze mit physischen Büchern, bedingt durch sinkende Verkaufszahlen und steigenden Margendruck im stationären Buchhandel. Penguin Random House begegnet diesen Risiken mit einer differenzierten Preisgestaltung, der Steigerung der Onlineumsätze mit physischen Büchern sowie der fortlaufenden Prüfung alternativer Vermarktungsmöglichkeiten. Ein Forderungsausfallrisiko wird durch ein Debitorenmanagement und teilweise durch Kreditversicherungen begrenzt. Darüber hinaus sieht sich Penguin Random House dem Risiko von Kostensteigerungen ausgesetzt. Weiterhin bestehen Risiken aus einer allgemeinen konjunkturellen Unsicherheit, die zu geringeren Verkäufen führen könnte. Das Management begegnet diesen Risiken durch ein aktives Lieferantenmanagement sowie flexible Kostenstrukturen, die eine schnelle Reaktion auf konjunkturelle Schwächephasen ermöglichen.

Für Gruner + Jahr stellen, neben der Gefahr einer Eintrübung des gesamtwirtschaftlichen Umfelds und infolgedessen sinkender Anzeigen- und Vertriebserlöse, lieferantenbezogene Risiken wesentliche Herausforderungen dar. Ein sich änderndes Marktumfeld mit Preisdruck und Umsatzverlusten als Folge einer weiteren Konzentration im Agenturmarkt und aggressiverer Anzeigenkonditionen kann zu sinkenden Margen führen. Weiterhin besteht die Gefahr des Verlustes von Schlüsselkunden, da z. B. Anzeigenkunden verstärkt auf andere, vor allem digitale Medien ausweichen könnten. In Frankreich könnten die laufenden Sanierungsbemühungen für den Vertriebsdienstleister Presstalis zu höheren Kosten für die Verlage führen. Derzeit verhandeln die großen Verlage mit Regierungsvertretern den Umfang ihres Anteils an der Restrukturierung von Presstalis. Begegnet wird den Risiken durch ein aktives Kosten- und Kundenmanagement, die Entwicklung neuer, insbesondere digitaler Angebotsformen sowie Produkt-, Preis- und Qualitätsverbesserungen. Mit Verbandsarbeit wird auf die auf EU-Ebene diskutierten Werbeeinschränkungen (z. B. für Automobilwerbung), die zu sinkenden Anzeigenerlösen führen können, reagiert.

BMG betreffende Risiken umfassen primär die Geschäftsstruktur (u. a. Künstler/Autoren und Vertriebspartner), das Unternehmenswachstum (u. a. Akquisitionen, Integrationen) und die Skalierbarkeit des Unternehmens (u. a. technische Plattform und Organisation). Marktseitige Risiken werden durch hohe Umsatzdiversifikation (Klienten/Kataloge, Geschäftssegmente, Regionen) und vertragliche Schutzklauseln (Absicherung der Einspielung von Vorauszahlungen) adressiert.

Arvato sieht sich insbesondere Risiken aus Kunden- und Lieferantenbeziehungen ausgesetzt. Dem Verlust von Großkunden wird durch Vertragsgestaltungen mit umfangreichen Leistungsbündeln bei gleichzeitig flexiblen Kostenstrukturen entgegengetreten. Lieferantenseitig bestehen Risiken in der Qualität und Verfügbarkeit von Gütern und Dienstleistungen. Gleiches gilt für Beschaffungs- und Lohnkosten, sofern diese nicht an den Kunden weitergegeben werden können. Gegenmaßnahmen sind ein aktiver Austausch mit bestehenden Lieferanten, der Abschluss von Langzeitrahmenverträgen sowie die Beobachtung des Lieferantenmarktes. Technologische Trends, die sich aus der Digitalisierung und der fortschreitenden Automatisierung ergeben, können bei einzelnen Kundensegmenten das Geschäftsmodell und die Wettbewerbsfähigkeit in Teilen beeinträchtigen. Der Markteintritt neuer Wettbewerber könnte den Wettbewerbsdruck erhöhen und zu geringeren Margen führen. Eine Fortentwicklung des Leistungsportfolios soll die Wettbewerbsposition verbessern und die Kundenbindung durch integrierte Lösungen erhöhen. Eine Verschlechterung des wirtschaftlichen Umfelds könnte zu sinkenden Umsatzerlösen und damit zu geringeren Deckungsbeiträgen führen, was Kostensenkungsmaßnahmen und Kapazitätsanpassungen erfordern würde. Risikomindernd wirkt die breite Diversifikation über Regionen und Branchen hinweg.

Für die Bertelsmann Printing Group stellen Kundenrisiken das bedeutendste Risiko dar. Preis- und Margendruck resultieren zudem aus einem Marktumfeld, das von Überkapazitäten sowie bestehenden Konsolidierungstendenzen gekennzeichnet ist. Steigende Rohstoffpreise - insbesondere für Papier -sowie die Qualität der bezogenen Rohstoffe stellen neben der Abhängigkeit von wenigen Lieferanten weitere Risiken auf Lieferantenseite dar. Ferner kann auch die Verschlechterung des konjunkturellen Umfelds zu Auflagenrückgängen führen. Eine zunehmende Verbreitung digitaler Medien forciert ebenfalls den Auflagenrückgang, insbesondere im Zeitschriftensegment. Risikominimierungsstrategien beruhen insbesondere auf dem Ausbau innovativer Druckdienstleistungen, auf einer ständigen Optimierung der Kostenstrukturen sowie einer permanenten Marktbeobachtung.

Für die Bertelsmann Education Group kann der wachsende Wettbewerb mit anderen Onlineanbietern, insbesondere im US-Gesundheitswesen, zu einem steigenden Preis- und Margendruck führen und sich auf die geplanten Wachstumsziele auswirken. Diesen Risiken wird insbesondere durch strategische Partnerschaften sowie Marketingmaßnahmen entgegengetreten.

Die wesentlichen Risiken bei Bertelsmann Investments bestehen in fallenden Portfoliobewertungen oder ausbleibenden Exit-Opportunitäten. Durch einen standardisierten Investitionsprozess und eine fortlaufende Überwachung der Investitionen wird diesen Risiken Rechnung getragen.

Eine zunehmend schnellere Veränderung der Märkte und damit auch in den Geschäftsbereichen von Bertelsmann verlangt Mitarbeitern in Zukunft mehr Anpassungsbereitschaft und -fähigkeit ab. Weiterhin bestehen demografische Risiken, die durch Verschiebungen in der Altersstruktur Auswirkungen auf Gewinnung, Entwicklung und Bindung von Talenten haben. Als Gegenmaßnahmen werden Mitarbeitern individuelle Weiterbildungsmöglichkeiten, umfangreiche Gesundheitsprogramme, eine wettbewerbsfähige Vergütung und flexible Arbeitszeitmodelle angeboten. Zudem verstärkt Bertelsmann die Rekrutierungsmaßnahmen und erleichtert interne Wechsel durch die Harmonisierung von Prozessen und Strukturen.

Risiken aus Akquisitionen

Die Konzernstrategie beinhaltet neben organischem Wachstum Akquisitionen von Geschäften. Das Risiko möglicher Fehlentscheidungen bei der Auswahl von Investitionsobjekten und der Allokation von Investitionsmitteln wird durch strikte Investitionskriterien und -prozesse begrenzt. Die Akquisitionen bergen sowohl Chancen als auch Risiken. So erfordert die Integration in den Konzern Einmalaufwendungen, denen in der Regel langfristig Vorteile durch Synergieeffekte gegenüberstehen. Risiken bestehen darin, dass die Integrationskosten höher als erwartet ausfallen oder die Synergien nicht in dem Maße eintreten wie prognostiziert. Die Integrationsprozesse werden daher durch das Management permanent überwacht.

Risiken der Informationssicherheit

Für ein globales Medienunternehmen wie Bertelsmann ist die Zuverlässigkeit und Sicherheit der Informationstechnologie von zentraler Bedeutung und stellt oft einen wettbewerbsdifferenzierenden Faktor dar. Die Fähigkeit, Informationen zeitgerecht, vollständig, fehlerfrei und vertraulich zur Verfügung zu stellen und störungsfrei zu verarbeiten, ist für Bertelsmann erfolgskritisch. Herausforderungen ergeben sich einerseits aus vielfach noch nicht standardisierten internen Prozessen und vergleichsweise fragmentierten IT-Systemlandschaften und andererseits aus externen Gefährdungspotenzialen wie Cyberangriffen, die im Markt- und Wettbewerbsumfeld weiterhin stark zunehmen. Bertelsmann begegnet den verschärften Rahmenbedingungen auf Management-Ebene mit dem 2014 konzernweit eingeführten Information Security Management System (ISMS, basierend auf dem Industriestandard ISO 27001), welches eine regelmäßige und strukturierte Erhebung der Einhaltung der Konzernvorgaben sowie eine systematische Erfassung von Risiken der Informationssicherheit und die Ableitung zugehöriger Mitigationsmaßnahmen beinhaltet. Zudem begegnet Bertelsmann den verschärften Rahmenbedingungen mit konkreten Maßnahmen, welche einen unmittelbaren Effekt auf die IT-Sicherheit haben. Beispielhaft sind die Umsetzung von Maßnahmen zur Erhöhung der E-Mail-Sicherheit des Konzerns oder zur Sensibilisierung von Mitarbeitern vor manipulierten E-Mails (sogenanntes E-Mail-Phishing) zu nennen. Ferner sind der Aufbau eines Ökosystems externer Partner, unter anderem, um Zugang zu modernsten Technologien im Bereich Cyber Security zu erlangen, und die Mitgliedschaft in der deutschen Cybersicherheitsorganisation (DCSO) zur Förderung des fachlichen Austausches mit anderen großen deutschen Unternehmen zu nennen. Darüber hinaus wurde eine konzernweite Plattform zur Messung und Vergleichbarmachung des Sicherheitsniveaus aller mit dem Internet verbundenen Systeme weltweit und zur Identifizierung von Sicherheitsvorfällen auf diesen Systemen eingeführt.

Rechtliche und regulatorische Risiken

Bertelsmann ist als weltweit tätiger Konzern einer Vielzahl rechtlicher und regulatorischer Risiken ausgesetzt, die beispielsweise Rechtsstreitigkeiten oder unterschiedliche Auslegungen steuerlicher Sachverhalte betreffen können. Bertelsmann betreibt in mehreren europäischen Ländern Fernseh- und Radioaktivitäten, die regulatorischen Bestimmungen unterworfen sind, in Deutschland beispielsweise durch die medienrechtliche Aufsicht der Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich. Unternehmen des Bertelsmann-Konzerns nehmen in vielen Geschäftsfeldern führende Marktpositionen ein, sodass akquisitorisches Wachstum aus wettbewerbsrechtlichen Gründen begrenzt sein kann. Darüber hinaus unterliegen die Bildungsaktivitäten regulatorischen Bestimmungen von staatlichen Behörden und Akkreditierungsstellen. Weitere Risiken umfassen Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit Unternehmenskäufen und -verkäufen, die sich im Wesentlichen auf unterschiedliche Auslegungen von Vertragsbestandteilen beziehen. Diese Risiken werden durch die entsprechenden Fachbereiche des Konzerns laufend überwacht.

Mehrere Tochtergesellschaften der Gruppe werden von dem Sender RTL 2 Fernsehen GmbH & Co KG und seinem Werbezeitenvermarkter El Cartel Media GmbH & Co KG vor dem Landgericht Düsseldorf auf Offenlegung von Informationen zur Begründung eines möglichen Schadensersatzanspruchs verklagt. Die Klage wurde eingereicht, nachdem das Bundeskartellamt im Jahre 2007 eine Geldbuße gegen IP Deutschland GmbH und Seven One Media GmbH verhängt hatte, die den Missbrauch der marktbeherrschenden Stellung bei der Gewährung von Rabatten ("Share Deals") an Mediaagenturen sanktionierte. Das Bundeskartellamt argumentierte, dass diese Rabatte den Werbemarkt für kleine Sender abschotten würden. Im Jahr 2014 entschied das Landgericht Düsseldorf, ein Sachverständigengutachten anzuordnen. Der Sachverständige kam im Februar 2018 zu dem Ergebnis, dass eine positive Schadenswahrscheinlichkeit nicht mit Sicherheit festgestellt werden könne. Es wird davon ausgegangen, dass das Gericht sein Urteil in der zweiten Jahreshälfte 2018 verkünden wird. Gegen dieses Urteil kann Berufung eingelegt werden. Ähnliche Klagen anderer, kleinerer Fernsehsender bei verschiedenen Gerichten waren erfolglos oder wurden zurückgezogen.

Im Juni 2016 wurde Fun Radio von seinen Hauptwettbewerbern vorgeworfen, eine Befragung zur Ermittlung der Zuhörermarktanteile durch das hierfür zuständige Institut "Médiamétrie" zu seinen Gunsten beeinflusst zu haben. Ein Moderator der Morning Show soll die Zuhörer dazu aufgerufen haben, in dieser Befragung für Fun Radio abzustimmen. Als Reaktion auf diese Anschuldigungen hat Mediametrie entschieden, die für Fun Radio ermittelten Ergebnisse nicht zu veröffentlichen. Aufgrund einer von Fun Radio hiergegen eingereichten Klage wurde Mediametrie dazu verpflichtet, die Ergebnisse für Fun Radio ab September 2016 wieder zu veröffentlichen. Allerdings hat Mediametrie entschieden, das für Fun Radio tatsächlich ermittelte Ergebnis mit einem Abschlag zu belegen, um eine mögliche Verzerrung der Ergebnisse zu berücksichtigen ("Halo-Effekt"). Nach einem von Fun Radio eingeleiteten Verfahren wurde im Dezember 2017 ein Gerichtssachverständiger bestellt, der die Einschätzung von Mediametrie zum angeblichen "Halo-Effekt" prüfen sollte. Seit September 2017 veröffentlicht Mediametrie wieder die vollständigen Zuhörermarktanteile von Fun Radio. Parallel zu dem oben genannten Verfahren haben die Hauptwettbewerber von Fun Radio im Dezember 2016 auch eine Schadenersatzklage wegen unlauteren Wettbewerbs eingereicht. In der Zwischenzeit haben zwei der Kläger ihre Klagen zurückgenommen. Die restlichen Verfahren laufen noch.

Ausländische Direktinvestitionen in der Volksrepublik China sind Gegenstand einiger regulatorischer Beschränkungen. Um den lokalen Anforderungen zu genügen, werden einige der Bertelsmann-Aktivitäten in China durch Treuhänder gehalten. Mit diesen Treuhändern bestehen Vereinbarungen zur Sicherung der Rechte von Bertelsmann. Derartige Gestaltungen (sog. "VIE-Strukturen") sind für Investitionen in China marktüblich. Diese Strukturen sind jedoch nur selten Gegenstand gerichtlicher Auseinandersetzungen in China, sodass ein gewisses Risiko besteht, dass VIE-Strukturen gerichtlich nicht durchgesetzt werden können; insbesondere dann, wenn die Volksrepublik China ihre Politik gegenüber Investitionen von Ausländern (vor allem gegenüber VIE-Strukturen) ändert oder Gerichte oder Behörden ihre Rechtsprechung bzw. Verwaltungspraxis ändern. 2015 wurde das "PRC Foreign Investment Law" vom chinesischen Wirtschaftsministerium überarbeitet und befindet sich in der politischen Abstimmung. Der aktuelle Entwurf sieht vor, Auslandsinvestitionen in China über eine "Negativ-Liste" zu regeln, die die eingeschränkt möglichen und verbotenen Investitionen in bestimmte Industrien aufzählt sowie ein Verbot von VIE-Strukturen enthält. Ein derart hartes Vorgehen ist bislang allerdings nur in seltenen Ausnahmefällen bekannt geworden. Beobachter rechnen dagegen mit Lösungen, die nur geringfügige Auswirkungen auf die chinesische Wirtschaft haben. Dies betrifft Gesellschaften von Fremantle Media, BMG, Arvato und der Bertelsmann Education Group sowie Investitionen von Bertelsmann Asia Investments (BAI).

Abgesehen von den oben genannten Sachverhalten sind gegenwärtig keine weiteren für den Konzern wesentlichen rechtlichen und regulatorischen Risiken ersichtlich.

Finanzmarktrisiken

Als international tätiger Konzern ist Bertelsmann einer Reihe von Finanzmarktrisiken ausgesetzt. Hierzu zählen insbesondere Zins- und Währungsrisiken. Diese Risiken werden im Wesentlichen durch die Zentrale Finanzabteilung auf Basis einer durch den Bertelsmann-Vorstand festgelegten Richtlinie gesteuert. Derivative Finanzinstrumente werden dabei ausschließlich zu Sicherungszwecken eingesetzt. Bertelsmann setzt vornehmlich Währungsderivate zur Absicherung gegen bestehende Wechselkursrisiken aus konzerninternen Finanzierungen und operativen Verpflichtungen ein. Bei einigen festen Abnahmeverpflichtungen in Fremdwährung erfolgt bei Vertragsabschluss eine Teilsicherung, die fortlaufend angepasst wird. Eine Reihe von Tochtergesellschaften ist außerhalb des Euro-Währungsraums angesiedelt. Die Steuerung der sich hieraus ergebenden Translationsrisiken auf den Leverage Factor erfolgt auf Basis des Verhältnisses von Wirtschaftlichen Schulden zu Operating EBITDA (Leverage Factor). Hierbei orientiert sich Bertelsmann langfristig an der für den Konzern definierten Höchstgrenze für den Leverage Factor. Translationsrisiken aus Nettoinvestitionen in ausländische Gesellschaften werden nicht abgesichert. Im Rahmen des Zinsmanagements wird das Cashflow-Risiko aus Zinsänderungen zentral überwacht und gesteuert. Dabei wird ein ausgewogenes Verhältnis verschiedener Zinsbindungen durch die Wahl entsprechender Fristigkeiten bei den originären liquiditätswirksamen Finanzaktiva/-passiva und fortlaufend durch den Einsatz von Zinsderivaten erzielt. Das Liquiditätsrisiko wird regelmäßig auf Basis der Planungsrechnung überwacht. Die syndizierte Kreditlinie und eine angemessene Liquiditätsvorsorge bilden einen ausreichenden Risikopuffer für ungeplante Auszahlungen. Kontrahentenrisiken bestehen im Konzern bei angelegten liquiden Mitteln sowie in Höhe der positiven Marktwerte aus bestehenden Derivaten und werden grundsätzlich nur mit einem fest definierten Kreis von Banken mit einwandfreier Bonität abgeschlossen. Im Rahmen der Richtlinien wurde für Finanzanlagen und Derivate für jeden Kontrahenten ein vom Bertelsmann-Vorstand vorgegebenes Risikolimit vergeben. Die Einhaltung der Limits wird regelmäßig von der Zentralen Finanzabteilung überwacht. Die Richtlinien zur Anlage liquider Mittel werden kontinuierlich überprüft und bei Bedarf erweitert. Geldanlagen erfolgen kurzfristig, um das Anlagevolumen im Falle einer veränderten Bonitätseinschätzung reduzieren zu können. Insgesamt werden die Finanzmarktrisiken als gering eingeschätzt.

Gesamtaussage zur Risikolage

Die im Geschäftsjahr 2017 identifizierten Risiken haben keinen bestandsgefährdenden Charakter. Ebenso sind keine Risiken ersichtlich, die den Fortbestand des Konzerns zukünftig gefährden könnten.

Die Gesamtrisikoposition befindet sich leicht über Vorjahresniveau. Die größten Konzernrisiken sind im Vergleich zum Vorjahr ihrer Art nach unverändert. Insbesondere Preis- und Margenrisiken, ein sich änderndes Marktumfeld sowie Risiken im Zusammenhang mit Kunden- und Lieferantenbeziehungen und eine volatile konjunkturelle Entwicklung stellen nach wie vor die wesentlichen Herausforderungen dar. Allerdings bestehen aufgrund der Diversifikation des Konzerns weder auf der Beschaffungs- noch auf der Absatzseite Klumpenrisiken aus der Abhängigkeit von einzelnen Geschäftspartnern oder Produkten. Die finanzielle Ausstattung des Konzerns ist solide, der Bedarf an liquiden Mitteln ist durch vorhandene Liquidität und freie Kreditlinien gedeckt.

Chancenmanagementsystem

Ein effizientes Chancenmanagementsystem ermöglicht Bertelsmann, den unternehmerischen Erfolg langfristig zu sichern und Potenziale optimal auszuschöpfen. Chancen sind mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für Bertelsmann positiven Prognose- bzw. Zielabweichung führen können. Das Chancenmanagementsystem ist, wie auch das Risikomanagementsystem, ein integraler Bestandteil der Geschäftsprozesse und Unternehmensentscheidungen. Im Strategie- und Planungsprozess werden die wesentlichen Chancen jährlich vom Profit Center aufwärts ermittelt und anschließend stufenweise auf Divisions- und Konzernebene zusammengefasst. Durch die systematische Erhebung auf mehreren Berichtsebenen können entstehende Chancen frühzeitig erkannt und genutzt werden. Darüber hinaus wird eine bereichsübergreifende Übersicht über die aktuellen Chancen von Bertelsmann geschaffen. Eine halbjährliche Nacherfassung maßgeblicher Änderungen der Chancen erfolgt auf Ebene der Unternehmensbereiche. Zudem wird das vorwiegend dezentrale Chancenmanagement durch zentrale Stellen im Konzern koordiniert, um Synergien durch zielgerichtete Kooperationen der einzelnen Bereiche zu heben. Der bereichsübergreifende Erfahrungsaustausch wird in regelmäßigen Treffen des GMC weiter gestärkt.

Chancen

Einerseits können den beschriebenen Risiken bei einer positiven Entwicklung entsprechende Chancen gegenüberstehen, und andererseits werden gewisse Risiken eingegangen, um Chancenpotenziale zu nutzen. Aus dieser Verknüpfung mit den wesentlichen Konzernrisiken ergeben sich für Bertelsmann strategische und operative, rechtliche und regulatorische sowie finanzwirtschaftliche Chancen.

Strategische Chancen können vorrangig aus den vier strategischen Stoßrichtungen des Konzerns abgeleitet werden. Die Stärkung der Kerngeschäfte, die digitale Transformation, der Aufbau von Wachstumsplattformen sowie die Expansion in Wachstumsregionen umfassen die wichtigsten langfristigen Wachstumschancen für Bertelsmann (siehe Abschnitt "Strategie"). Insbesondere durch die strategischen Portfolioerweiterungen entstehen teilweise Chancen zur Nutzung von Synergien. Neben der Möglichkeit einer günstigeren gesamtwirtschaftlichen Entwicklung bestehen in den einzelnen Unternehmensbereichen individuelle operative Chancen.

Wesentliche Chancen für die RTL Group sind eine bessere Entwicklung der TV-Werbemärkte als erwartet sowie höhere Zuschauer- und Werbemarktanteile. Darüber hinaus schaffen die zunehmende Digitalisierung und Fragmentierung der Medienlandschaft neue Möglichkeiten. Professionell produzierte Inhalte können auf unterschiedlichen Plattformen national sowie international verbreitet werden. Durch die Verwertung bestehender TV-Inhalte auf unterschiedlichen Plattformen sowie die Entwicklung eigener digitaler Inhalte könnten neue Ertragsströme generiert werden. Ebenso könnte die RTL Group mit einer verstärkten Präsenz im digitalen Bereich den Absatz von Onlinevideo-Werbung auf allen Geräten und TV-Plattformen steigern und Bezahlmodelle im On-Demand-Geschäft aufbauen. Auf diese Weise könnten durch das Angebot neuer interaktiver oder gezielt einsetzbarer Werbeformen (HbbTV, IPTV oder mobiles Fernsehen) neue Werbeumsätze erschlossen werden. Als etablierter Inhalteproduzent mit globaler Präsenz könnte die RTL Group ihre digitale Verbreitung durch Multichannel-Netzwerke und digitale Streamingplattformen weiter ausbauen.

Penguin Random House ist die weltweit größte Publikumsverlagsgruppe. Dank dieser Position kann die Verlagsgruppe weiter neue Autoren und Buchprojekte gewinnen, um ihren Marktanteil zu steigern, und gleichzeitig in neu entstehende und mehrsprachige Märkte investieren, in denen die Verlagsgruppe sich die steigende Nachfrage nach Büchern zunutze machen und ihre Produkte einer möglichst großen Leserschaft anbieten kann. Generell bietet die digitale Transformation der Buchmärkte Chancen für die Entwicklung neuer Produkte und den Aufbau effizienterer Vermarktungswege. Die Erweiterung vorhandener Produktangebote könnten Bücher für ein breiteres Publikum interessanter machen und Lesern neue Erfahrungen ermöglichen, während Autoren durch die Entwicklung von neuen Marketinginstrumenten und -werkzeugen dabei unterstützt werden, einen besseren Kontakt zu ihren Lesern zu gewinnen.

Für Gruner + Jahr bestehen wesentliche Chancen in einer besseren Entwicklung der Anzeigen- und Vertriebsmärkte. Darüber hinaus ergeben sich Chancen aus der Transformation durch die Entwicklung neuer Geschäfte rund um die publizistischen Marken. Wachstumschancen entstehen vor allem im Auf- und Ausbau von Digitalaktivitäten sowie in Kooperationen mit anderen Verlagen und Vermarktern. Ebenso bestehen Chancen, Zusatzgeschäfte wie Commerce und Paid Services zu entwickeln. In der Vermarktung könnte G+J durch neue Werbeformen in den Medienkanälen Online, Mobile und Video neue Kunden gewinnen.

Für BMG ergeben sich Chancen des Geschäftswachstums aus weiteren Übernahmen von Musikrechtekatalogen und zusätzlichen Abschlüssen von Künstlerverträgen, die auf der vorhandenen Plattform zu Grenzkosten verwaltet werden können. Die beschleunigte Marktdurchdringung von Streamingangeboten beinhaltet darüber hinaus die Chance der Markterweiterung der Tonträger- und Musikverlagsmärkte auf internationaler Ebene.

Bei Arvato können sich durch bereichsübergreifende Kooperationen und Großprojekte zusätzliche Chancen der Neukundengewinnung ergeben. Der weltweite E-Commerce-Markt wird in den kommenden Jahren dynamisch weiterwachsen. Arvato könnte an diesem Wachstum durch neue Dienstleistungen insbesondere der Solution Groups SCM und Financial Solutions überdurchschnittlich partizipieren. Weitere Wachstumschancen aus der fortschreitenden Digitalisierung liegen in der Entwicklung innovativer IP-basierter Lösungen und Cloud-basierter IT-Services.

Die Geschäfte der Bertelsmann Printing Group könnten durch zusätzliche Volumina von Bestands- und Neukunden weniger stark zurückgehen. Darüber hinaus ergeben sich Chancen aus der gezielten Bedienung weiterhin wachsender Marktsegmente. Ferner könnte es zu einer weiteren Konsolidierung der Wettbewerber kommen, die eine zusätzliche Stärkung der eigenen Marktposition bewirken könnte.

Neben Medien und Dienstleistungen wird das Bildungsgeschäft derzeit zur dritten Ertragssäule von Bertelsmann ausgebaut. Weitere Wachstumschancen für das Bildungsgeschäft könnten sich dabei durch eine weiter zunehmende Verlagerung weg vom klassischen Präsenzunterricht hin zu online- und kompetenzbasierten Schulungen ergeben. Durch den wachsenden Markt für Onlinebildung ergeben sich organische Wachstumschancen für die Unternehmen der Bertelsmann Education Group. Relias hat das Potenzial, durch den Ausbau der Produkte zur Mitarbeiterbeurteilung und Datenanalyse sowie durch Internationalisierung weiter zu wachsen. Udacity besitzt Möglichkeiten, sich durch den Fachkräftemangel und den kontinuierlichen Bedarf an Weiterbildung im Technologiesektor zu einer Premiummarke auf dem Gebiet der IT- und Technologieschulungen zu entwickeln.

Für die Fondsaktivitäten von Bertelsmann Investments ergibt sich die Chance, aufgrund gestiegener Portfoliobewertungen oder durch den Verkauf von Beteiligungen höhere Gewinne als erwartet zu realisieren.

Zusätzliche Chancenpotenziale für die einzelnen Unternehmensbereiche bieten die vorhandenen Innovationsbemühungen, die im Abschnitt "Innovationen" dargestellt sind.

Weitere Chancen können durch Änderungen der rechtlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen entstehen.

Die finanzwirtschaftlichen Chancen beziehen sich weitgehend auf eine für Bertelsmann vorteilhafte Entwicklung der Zinsen und Wechselkurse.

Prognosebericht

Erwartete gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Für das Jahr 2018 geht Bertelsmann von der folgenden Entwicklung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen aus. Das solide Weltwirtschaftswachstum setzt sich weiter fort. Gemäß der Prognose des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) wird die Weltproduktion im Jahr 2018 um 3,9 Prozent nach 3,8 Prozent im Jahr 2017 zunehmen. Die Wachstumszuwächse sollten sich dabei gleichermaßen auf Industrie- und Schwellenländer verteilen. Risiken für die Weltkonjunktur ergeben sich insbesondere aus dem finanziellen Umfeld und aus Verunsicherungen angesichts einer möglichen Normalisierung der Geldpolitik.

Der Konjunkturaufschwung im Euroraum soll sich fortsetzen. So wird erwartet, dass die Zunahme des realen BIP im Jahr 2018 mit 2,3 Prozent ähnlich hoch ausfällt wie im abgelaufenen Jahr. Der wirtschaftliche Aufschwung in Deutschland soll auch im kommenden Jahr anhalten. Gestützt wird dieser positive Ausblick von einem unverändert guten Konsumklima und der zunehmenden Investitionstätigkeit. Das IfW rechnet mit einem realen Wachstum des BIP von 2,5 Prozent. Die reale Wachstumsrate für Frankreich wird bei 2,0 Prozent erwartet. In Großbritannien dürfte das Wachstum des realen BIP mit nur 1,4 Prozent relativ gedämpft bleiben. Die verhaltenen Wachstumserwartungen sind Ausdruck der hohen Unsicherheit über das Ergebnis der Brexit-Verhandlungen und die zukünftigen wirtschaftlichen Beziehungen. Zudem belastet die Abwertung der lokalen Währung nach dem Referendum über die EU-Mitgliedschaft zunehmend das Konsumklima. Für die USA wird mit einem realen Wirtschaftswachstum von 2,5 Prozent gerechnet.

Erwartete Entwicklung relevanter Märkte

Die globale Medienindustrie wird maßgeblich von der Entwicklung der Weltwirtschaft und der daraus resultierenden Wachstumsdynamik beeinflusst. Aus dem fortgesetzten Trend zur Digitalisierung von Inhalten und Vertriebskanälen, einer sich ändernden Mediennutzung sowie dem zunehmenden Einfluss der Schwellenländer werden sich auch in den kommenden Jahren Chancen und Risiken ergeben. Durch die angestrebte Transformation des Konzernportfolios entlang der vier strategischen Stoßrichtungen erwartet Bertelsmann, in zunehmendem Maße von den sich daraus ergebenden Chancen zu profitieren. Bertelsmann ist mit seinen Geschäften in einer Vielzahl unterschiedlicher Märkte und Regionen vertreten, deren Entwicklungen einer Reihe von Einflüssen unterliegen und gesamtwirtschaftlichen Tendenzen nicht linear folgen. Im Folgenden wird nur auf Märkte und Regionen abgestellt, die für Prognosezwecke eine hinreichende Größe aufweisen und deren voraussichtliche Entwicklung angemessen aggregiert und beurteilt werden kann bzw. die aus Konzernsicht über eine strategische Bedeutung verfügen.

Für das Jahr 2018 werden stabile bis moderat wachsende europäische TV-Werbemärkte erwartet - mit Ausnahme eines moderaten Rückgangs in den Niederlanden. Bei den Buchmärkten wird mit einer insgesamt stabilen Entwicklung gerechnet. Im Zeitschriftengeschäft werden für 2018 anhaltend starke Rückgänge der Printanzeigenmärkte und deutliche Rückgänge der Vertriebsmärkte in Deutschland und Frankreich erwartet, während im Digitalbereich mit einem fortgesetzt starken Wachstum gerechnet wird. Für das Jahr 2018 wird ein anhaltend moderates Wachstum des weltweiten Musikmarkts in dem Segment Verlagsrechte erwartet. Für das Segment Recordingrechte wird mit einem deutlichen Wachstum gerechnet. Für die Dienstleistungsmärkte wird 2018 mit einem ähnlichen Wachstum wie im Vorjahr gerechnet. Der Tiefdruckmarkt in Europa entwickelt sich 2018 voraussichtlich weiterhin deutlich rückläufig. Für den Offsetmarkt in Europa und den Buchdruckmarkt in Nordamerika wird eine fortgesetzt stabile Entwicklung erwartet. Für die relevanten US-amerikanischen Bildungsmärkte wird insgesamt mit einem anhaltend starken Wachstum gerechnet.

Erwartete Geschäftsentwicklung

Die Weltwirtschaft befindet sich auf einem moderaten Wachstumspfad. Für die Aussichten des wirtschaftlichen Umfelds bestehen unverändert gewisse Risiken. Die nachfolgenden Erwartungen basieren daher auf der Annahme einer anhaltenden Erholung der gesamtwirtschaftlichen Lage und unterstellen ein weitgehendes Eintreten der prognostizierten Marktentwicklungen und der von den Forschungsinstituten geäußerten konjunkturellen Erwartungen.

Bertelsmann erwartet für das Geschäftsjahr 2018, dass die Geschäftsentwicklung von den stabilen bis leicht positiven Markterwartungen für die europäischen TV-Werbemärkte, von stabilen Buchmärkten und von kontinuierlich wachsenden Dienstleistungs- und Musikmärkten getragen wird. Die durch die strategischen Portfolioerweiterungen eingeleiteten Wachstumsimpulse werden das Wachstumsprofil von Bertelsmann weiterhin positiv beeinflussen.

Neben den unterstellten Marktentwicklungen bilden die erwarteten konjunkturellen Entwicklungen in den geografischen Kernmärkten Westeuropa und USA den Ausgangspunkt für die zu erwartende Geschäftsentwicklung. Bei einem zu erwartenden Umsatz- und Ergebnisanteil von derzeit rund zwei Drittel innerhalb des Euroraums richtet sich die Bandbreite des Wachstums vor allem nach der prognostizierten realen und nominalen wirtschaftlichen Entwicklung in diesem Wirtschaftsraum. So prognostiziert das IfW für den Euroraum einen Anstieg des realen BIP um 2,3 Prozent und der Internationale Währungsfonds einen Anstieg um 2,2 Prozent für das Jahr 2018. In Anbetracht dieser konjunkturellen Erwartungen geht Bertelsmann insgesamt von einem moderat steigenden Umsatz für das Geschäftsjahr 2018 aus. Für das Operating EBITDA wird im Geschäftsjahr 2018 - ohne die im Geschäftsjahr 2017 erzielten Veräußerungsgewinne aus strategischen Immobilientransaktionen - mit einer stabilen Entwicklung gerechnet. Einschließlich dieser wird für das Geschäftsjahr 2018 hingegen ein moderat rückläufiges Operating EBITDA erwartet. Das durchschnittlich investierte Kapital wird infolge der Effekte getätigter Akquisitionen und des organischen Ausbaus von Wachstumsgeschäften im Geschäftsjahr 2018 weiter ansteigen. Kompensierende Effekte aus Ergebnisbeiträgen werden teilweise erst zeitversetzt erwartet. Vor diesem Hintergrund wird weiterhin mit einem stark abnehmenden BVA für den Konzern gerechnet. Dies gilt gleichermaßen für den BVA in der ab dem Geschäftsjahr 2018 angewendeten Methodik. Die vorstehenden Erwartungen basieren auf der operativen Planung und der mittelfristigen Vorschau für die Unternehmensbereiche unter der Annahme konstanter Wechselkurse.

Gegenwärtig wird nicht erwartet, dass die voraussichtliche Entwicklung eines für den Bertelsmann-Konzern wesentlichen Bereichs deutlich von jener des Konzerns abweicht.

Abhängig von der weiteren konjunkturellen Entwicklung geht Bertelsmann davon aus, dass sich aufgrund der mittel- bis langfristigen Finanzierung zunächst keine wesentlichen Auswirkungen auf die durchschnittlichen Finanzierungskosten aus Zinsänderungen ergeben. Die Liquiditätssituation wird für den Prognosezeitraum als ausreichend erwartet.

Den Prognosen liegt die Geschäftsausrichtung des Bertelsmann-Konzerns zugrunde, die im Kapitel "Unternehmensprofil" dargelegt ist. Generell spiegeln die Prognosen eine Risiko- und Chancenabwägung wider. Alle Aussagen hinsichtlich der möglichen zukünftigen konjunkturellen und geschäftlichen Entwicklung stellen Einschätzungen dar, die auf Basis der derzeit zur Verfügung stehenden Informationen getroffen wurden. Sollten die zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen und/ oder weitere Risiken eintreten, können die tatsächlichen Ergebnisse von den erwarteten Ergebnissen abweichen. Eine Gewähr für die Angaben kann daher nicht übernommen werden.

Erläuterungen zum Jahresabschluss der Bertelsmann SE & Co. KGaA (gemäß HGB)

Ergänzend zur Konzernberichterstattung wird im Folgenden die Geschäftsentwicklung der Bertelsmann SE & Co. KGaA erläutert. Die Bertelsmann SE & Co. KGaA ist Muttergesellschaft und Management-Holding des Bertelsmann-Konzerns. Ihr obliegen Leitungsfunktionen für den Bertelsmann-Konzern sowie Aufgaben der Beteiligungsverwaltung und Finanzierung. Hinzu kommen Dienstleistungsfunktionen einiger Bereiche des Corporate Centers. Ferner ist sie die steuerliche Organträgerin für die meisten inländischen Tochtergesellschaften. Die Lage der Bertelsmann SE & Co. KGaA wird im Wesentlichen vom geschäftlichen Erfolg des Bertelsmann-Konzerns bestimmt.

Der Jahresabschluss der Bertelsmann SE & Co. KGaA wird im Gegensatz zum Konzernabschluss nicht nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), sondern nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) sowie den ergänzenden Regelungen des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt.

Ertragslage der Bertelsmann SE & Co. KGaA

Die Entwicklung der Ertragslage der Bertelsmann SE & Co. KGaA wird aufgrund ihrer Funktion als Muttergesellschaft des Bertelsmann-Konzerns maßgeblich durch die Höhe des Beteiligungsergebnisses geprägt. Der Rückgang des Jahresüberschusses auf 363 Mio. € (Vj.: 450 Mio. €) resultiert im Wesentlichen aus der Verminderung des Beteiligungsergebnisses und dem Anstieg der Steueraufwendungen. Diese Entwicklungen wurden zum Teil durch gestiegene sonstige betriebliche Erträge kompensiert.

Die Zunahme der sonstigen betrieblichen Erträge sind in Höhe von jeweils 67 Mio. € auf gestiegene Zuschreibungen auf die Anteile an der Bertelsmann, Inc., Wilmington, und Währungsgewinne zurückzuführen.

Die Entwicklung des Beteiligungsergebnisses von 857 Mio. € im Vorjahr auf 687 Mio. € ist insbesondere auf die Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen zurückzuführen. Diese Entwicklung resultiert zum einen aus dem Wegfall positiver Sondereffekte des Geschäftsjahres 2016 im Zusammenhang mit der Wirksamkeit des Gesetzes zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften. Zum anderen ist das Ergebnis von Tochterunternehmen des Geschäftsjahres 2017 durch Abschreibungen auf Finanzanlagen belastet.

Die höheren Steueraufwendungen von -198 Mio. € (Vj.: -131 Mio. €) sind neben einem gestiegenen zu versteuernden Einkommen auf den vollständigen Verbrauch des körperschaftsteuerlichen Verlustvortrages im Vorjahr zurückzuführen.

Gewinn- und Verlustrechnung nach HGB

der Bertelsmann SE & Co. KGaA

in Mio. € 2017 2016
Umsatzerlöse 105 104
Sonstige betriebliche Erträge 311 180
Materialaufwand -28 -26
Personalaufwand -143 -134
Abschreibungen -17 -16
Sonstige betriebliche Aufwendungen -194 -188
Beteiligungsergebnis 687 857
Zinsergebnis -80 -131
Abschreibungen auf Finanzanlagen -79 -59
Steuern vom Einkommen und Ertrag -198 -131
Ergebnis nach Steuern 364 456
Sonstige Steuern -1 -6
Jahresüberschuss 363 450
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 462 402
Einstellung in Gewinnrücklagen aus dem Jahresüberschuss -160 -210
Bilanzgewinn 665 642

Bilanz nach HGB (Kurzfassung)

der Bertelsmann SE & Co. KGaA

Aktiva

in Mio. € 31.12.2017 31.12.2016
Anlagevermögen    
Immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagen 377 358
Finanzanlagen 16.702 14.714
  17.079 15.072
Umlaufvermögen    
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.562 4.067
Wertpapiere, Flüssige Mittel 520 326
  4.082 4.393
Rechnungsabgrenzungsposten 21 17
  21.182 19.482

Passiva

   
Eigenkapital 9.505 9.322
Rückstellungen 498 484
Verbindlichkeiten 11.177 9.673
Rechnungsabgrenzungsposten 2 3
  21.182 19.482

Finanz- und Vermögenslage der Bertelsmann SE & Co. KGaA

Die Bilanzsumme der Bertelsmann SE & Co. KGaA hat sich von 19.482 Mio. € im Vorjahr auf 21.182 Mio. € erhöht. Die Finanz- und Vermögenslage ist weiterhin durch einen hohen Anteil des Eigenkapitals (45 Prozent) und der Finanzanlagen (79 Prozent) an der Bilanzsumme geprägt.

Die Zunahme der Finanzanlagen betrifft die Gewährung von mittel- bis langfristigen Darlehen in Höhe von 1.267 Mio. € an die Bertelsmann, Inc., Wilmington, die als Ausleihungen an verbundene Unternehmen ausgewiesen werden. Die gewährten Darlehen resultieren zu einem wesentlichen Teil aus der Umwandlung kurzfristiger Forderungen gegen die Bertelsmann, Inc., Wilmington. Insoweit sind die Forderungen gegen verbundene Unternehmen gegenüber dem Vorjahr gesunken. Darüber hinaus ist der Buchwert der Anteile an verbundenen Unternehmen vor allem im Zusammenhang mit Einlagen in Tochterunternehmen um 588 Mio. € gestiegen. Die Einlagen des Geschäftsjahres 2017 betreffen im Wesentlichen die Bertelsmann Capital Holding GmbH, Gütersloh, und die Gruner + Jahr GmbH & Co KG, Hamburg.

Das Eigenkapital erhöhte sich um den Jahresüberschuss des Berichtsjahres in Höhe von 363 Mio. € und verminderte sich um Ausschüttungen an die Anteilseigner in Höhe von 180 Mio. €. Die Zunahme der Verbindlichkeiten auf 11.177 Mio. € (Vj.: 9.673 Mio. €) umfasst mit 650 Mio. € die Anleihen und Schuldscheindarlehen aus der Ausgabe einer neuen Anleihe und eines neuen Schuldscheindarlehens. Zudem sind die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 633 Mio. € gestiegen. Die Höhe der von Tochtergesellschaften an die Bertelsmann SE & Co. KGaA gewährten Darlehen ist durch die Entwicklung der Finanzlage dieser Tochterunternehmen geprägt.

Risiken und Chancen der Bertelsmann SE & Co. KGaA

Da die Bertelsmann SE & Co. KGaA unter anderem durch Finanzierungs- und Garantiezusagen sowie durch mittel- und unmittelbare Investitionen in die Tochtergesellschaften weitgehend mit den Unternehmen des Bertelsmann-Konzerns verbunden ist, ist die Risiko- und Chancensituation der Bertelsmann SE & Co. KGaA wesentlich von der Risiko- und Chancensituation des Bertelsmann-Konzerns abhängig. Insoweit gelten die Aussagen zur Gesamtbewertung der Risiko- und Chancensituation durch die Unternehmensleitung auch als Zusammenfassung der Risiko- und Chancensituation der Bertelsmann SE & Co. KGaA (siehe Abschnitt "Risiko- und Chancenbericht").

Ausblick der Bertelsmann SE & Co. KGaA

Als Muttergesellschaft des Bertelsmann-Konzerns erhält die Bertelsmann SE & Co. KGaA Gewinnausschüttungen von ihren Tochtergesellschaften sowie Erlöse aus Leistungen an diese. Infolgedessen wird die Entwicklung der Bertelsmann SE & Co. KGaA im Wesentlichen durch die Geschäftsentwicklung des Bertelsmann-Konzerns bestimmt (siehe Abschnitt "Prognosebericht").

Abhängigkeitsbericht (Erklärung gemäß § 312 AktG)

Der Vorstand der Bertelsmann Management SE als persönlich haftende Gesellschafterin der Bertelsmann SE & Co. KGaA hat dem Aufsichtsrat der Bertelsmann SE & Co. KGaA in analoger Anwendung der §§ 278 Abs. 3, 312 Abs. 1 Aktiengesetz einen freiwilligen Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen für das Geschäftsjahr 2017 vorgelegt. Der Vorstand erklärt, dass die Bertelsmann SE & Co. KGaA nach den Umständen, die bei der Vornahme der Rechtsgeschäfte bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat.

Zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung

Die nachfolgenden Angaben beziehen sich auf die Bertelsmann SE & Co. KGaA und den Bertelsmann-Konzern ("Bertelsmann") mit seinen einbezogenen vollkonsolidierten Tochtergesellschaften ("Tochtergesellschaften").

Bertelsmann ist in den Kerngeschäftsfeldern Medien, Dienstleistungen und Bildung in rund 50 Ländern aktiv (vgl. Abschnitt "Unternehmensprofil"). Verantwortungsvolles Handeln - im wirtschaftlichen Umfeld, gegenüber Mitarbeitern, in der Gesellschaft und im Umgang mit der Umwelt - ist fest in der Unternehmenskultur von Bertelsmann verankert. Mit seinem Corporate-Responsibility-Management verfolgt Bertelsmann das Ziel, seine ökonomischen Interessen mit den sozialen und ökologischen Anliegen innerhalb und außerhalb des Unternehmens in Einklang zu bringen.

Um relevante Themen zu identifizieren und Konzepte zu beschreiben, wurden für die Erstellung der nichtfinanziellen Konzernerklärung die GRI Standards 2016 der Global Reporting Initiative genutzt (nach GRI Standards 2016 102 und 103). Zusätzlich wird jeweils zur Jahresmitte ein freiwilliger CR-Bericht nach den GRI Standards (2016; Option "core") veröffentlicht.

Unternehmensgrundsätze und Leitlinien

Voraussetzung für eine Unternehmenskultur, in der Mitarbeiter, Unternehmensführung und Gesellschafter erfolgreich, respekt- und vertrauensvoll zusammenarbeiten, sind gemeinsame Ziele und Grundwerte. Festgeschrieben sind diese in der Unternehmensverfassung sowie in den vier Bertelsmann Essentials: Partnerschaft, Unternehmergeist, Kreativität und Gesellschaftliche Verantwortung. Des Weiteren definiert der Bertelsmann Code of Conduct als verbindliche Leitlinie Standards für gesetzeskonformes und ethisch verantwortungsvolles Handeln innerhalb des Unternehmens sowie gegenüber Geschäftspartnern und der Öffentlichkeit. Der im Dreiklang "To Empower. To Create. To Inspire." stehende Unternehmenssinn schafft darüber hinaus Orientierung für die Mitarbeiter und Partner des Unternehmens.

Auch externe Leitlinien sind für Bertelsmann handlungsleitend. Das Unternehmen folgt weitgehend den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex für gute und verantwortungsvolle Unternehmensführung sowie den OECD-Leitlinien für multinationale Unternehmen. Bertelsmann bekennt sich zu den Grundsätzen der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, den Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte der Vereinten Nationen und den Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation. Seit 2008 unterstützt Bertelsmann als aktiver Teilnehmer ebenso die zehn Prinzipien des Global Compact der Vereinten Nationen.

Corporate-Responsibility-Management

Organisation

Das Beratungsgremium für die strategische Weiterentwicklung von Corporate Responsibility bei Bertelsmann ist das CR-Council. Das CR-Council setzt sich zusammen aus dem Personalvorstand und Vertretern der Unternehmensbereiche und befasst sich mit konzernweiten, die Unternehmensstrategie flankierenden CR-Zielsetzungen sowie der bereichsübergreifenden Koordination der CR-Aktivitäten im Konzern.

Auf Konzernebene koordiniert und unterstützt die Abteilung Corporate Responsibility & Diversity Management in enger Zusammenarbeit mit den weiteren Konzernfunktionen die Arbeit des CR-Council. Im Sinne der dezentralen Bertelsmann-Unternehmensstruktur liegt die Verantwortung für die Umsetzung von Corporate Responsibility durch konkrete CR-Maßnahmen und -Projekte bei den lokalen Geschäftsführungen. Die Unternehmensbereiche und Firmen haben -entsprechend den lokalen Erfordernissen - dafür eigene Strukturen und Prozesse implementiert.

Themenfelder

Zur Identifikation thematischer CR-Schwerpunkte führt Bertelsmann regelmäßig "CR-Relevanzanalysen" durch. Im Jahr 2017 wurden interne und externe Stakeholder befragt. Dabei schätzten die externen Stakeholder die Auswirkungen der Geschäftstätigkeit von Bertelsmann auf die Themen ein, während die internen Stakeholder deren Geschäftsrelevanz bewerteten. Auf diese Weise wurden für Bertelsmann besonders relevante Themen zu den Aspekten Arbeitnehmerbelange, Sozialbelange, Achtung der Menschenrechte, Bekämpfung von Korruption und Bestechung und Umweltbelange identifiziert. Die Betrachtung der Themen erfolgt innerhalb der Grenzen des Unternehmens, soweit nicht anders angegeben.

Corporate-Responsibility-Themen einschließlich nichtfinanzieller Leistungsindikatoren zählen nicht zum wertorientierten Steuerungssystem von Bertelsmann. Aufgrund einer nur eingeschränkten Messbarkeit können keine unmittelbar quantifizierbaren Aussagen zu Wirkungszusammenhängen und Wertsteigerungen mit Relevanz für den Konzern getroffen werden. Die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren werden daher nicht zur Steuerung des Konzerns verwendet (vgl. Abschnitt "Wertorientiertes Steuerungssystem").

Risiken

Mit den für Bertelsmann relevanten CR-Themen sind eine Reihe von Risiken verbunden. Diese Risiken können sich aus der eigenen Geschäftstätigkeit oder aus Geschäftsbeziehungen sowohl für das Unternehmen selbst wie auch für das Unternehmensumfeld und seine Stakeholder ergeben.

Für die im deutschen CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz definierten nichtfinanziellen Aspekte Arbeitnehmer- und Sozialbelange, Bekämpfung von Korruption und Bestechung, Achtung der Menschenrechte sowie Umweltbelange wurden im Rahmen der Berichterstattung 2017 keine wesentlichen Risiken gemeldet.

Eine Betrachtung der für Bertelsmann relevanten Risiken finden Sie im Abschnitt "Risiko- und Chancenbericht".

Arbeitnehmerbelange

Motivierte Mitarbeiter sichern nachhaltig Qualität, Innovation und Wachstum. Grundlage der Personalarbeit bei Bertelsmann ist daher das partnerschaftliche Selbstverständnis, wie es in der Unternehmensverfassung und in den Unternehmensgrundsätzen niedergelegt ist. Ergänzende Regelungen werden durch Vorstandsrichtlinien zur Personalarbeit getroffen. Hauptverantwortlich für Arbeitnehmerbelange im Konzern ist der Personalvorstand. Er arbeitet eng mit den Personalverantwortlichen aus den Unternehmensbereichen zusammen, die über ein Dotted-Line-Konzept an ihn berichten. Weitere Gremien wie das HR Committee, bestehend aus dem Personalvorstand sowie Personalverantwortlichen aus den Unternehmensbereichen, und die HR Country Coordination Meetings (mit den Personalleitern der größten bzw. mitarbeiterstärksten Tochtergesellschaften der jeweiligen Region) unterstützen diese Zusammenarbeit. In den Nomination & Compensation Committees der Unternehmensbereiche wird über die Umsetzung der Vergütungs- und Besetzungspolitik in den jeweiligen Zuständigkeitsbereichen entschieden. Im Jahr 2017 wurden Maßnahmen in den nachfolgenden Themen umgesetzt.

Mitsprache

Den kontinuierlichen Dialog zwischen Mitarbeitern und Unternehmensführung sieht Bertelsmann als grundsätzliche Voraussetzung für den Unternehmenserfolg. Bertelsmann ist als Medienunternehmen tendenzgeschützt und unterliegt insofern nicht der gesetzlichen Mitbestimmung im Aufsichtsrat. Gleichwohl stellen auf freiwilliger Basis die Mitarbeiter im Aufsichtsrat der Bertelsmann SE & Co. KGaA fünf Mitglieder: Davon sind vier Betriebsratsmitglieder und eines ist Mitglied der Bertelsmann Führungskräftevertretung. Zudem verfügen Führungskräfte, Belegschaft, Mitarbeiter mit Behinderung und Auszubildende über verschiedene Plattformen, um sich auszutauschen, gemeinsame Themen voranzutreiben und ihre Anliegen einzubringen. Die Bertelsmann Konzerndialog-Konferenz dient dem Austausch zwischen Vorstandsvorsitzendem, Personalvorstand und Konzernbetriebsratsmitgliedern aus den Unternehmensbereichen. Weiterhin sind die Mitarbeiter über standardisierte Personalgespräche (Leistungs- und Entwicklungsdialog, Zielvereinbarung, Teamgespräch) sowie durch Mitarbeiterbefragungen in die Ausgestaltung ihrer Arbeitsbedingungen eingebunden. Im Jahr 2017 wurden Maßnahmen aus der Mitarbeiterbefragung des Vorjahres auf Firmen-, Bereichs- und Konzernebene abgeleitet.

Lernen

Große Herausforderungen wie die fortschreitende Internationalisierung des Konzerns, die digitale Transformation der Medien- und Servicelandschaft und der demografische Wandel lassen sich nur mit gut ausgebildeten Mitarbeitern bewältigen. Durch Angebote für lebenslanges Lernen trägt Bertelsmann zum dauerhaften Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit der Mitarbeiter bei. Mit vier verschiedenen Campus-Bereichen - Strategy, Leadership, Function, Individual - ist die Bertelsmann University die zentrale Learning-Organisation im Unternehmen. Zu den wichtigsten Maßnahmen und deren Umsetzung im Jahr 2017 zählten u. a. die Weiterentwicklung internationaler Programme in den Feldern Leadership, Strategie und Kreativität sowie die Durchführung strategischer Summits für die konzernweite Finance-, HR- und IT-Community. Im Jahr 2017 startete eine weltweite Data-Science-Initiative und darüber hinaus wurde die Integration digitaler Lerninhalte in die unterschiedlichen Ausbildungs- und Studiengänge, die Bertelsmann in Deutschland anbietet, fortgesetzt.

Vielfalt

Für Bertelsmann ist die Vielfalt seiner Mitarbeiterschaft eine Voraussetzung für Kreativität, Innovation und nachhaltigen Unternehmenserfolg. Die Diversity-Strategie fokussiert sich auf die Dimensionen "Geschlecht", "Generationen" und "Nationalität". Der Frauenanteil in den Talentpools von Bertelsmann (Top-Management-Pool, Senior-Management-Pool, Career-Development-Pool) soll erhöht werden. Dies wurde bei der Nominierung der Pool-Kohorten 2017 berücksichtigt. Die Diversity-Strategie wird durch die Abteilung Corporate Responsibility & Diversity Management mit Unterstützung einer konzernübergreifenden Diversity Working Group umgesetzt. 2017 wurden schwerpunktmäßig Empfehlungen der Bertelsmann Diversity-Konferenz 2016 realisiert, darunter die Pilotierung von Diversity Trainings, Führungskräftequalifizierungen der Bertelsmann University sowie die Berücksichtigung der Diversity-Dimensionen im Corporate Talent Management.

Gesundheit

Zur Gestaltung eines gesundheitsförderlichen Arbeitsumfelds und zur Vorbeugung arbeitsbedingter Krankheitsrisiken erfolgt der Ausbau eines systematischen Gesundheitsmanagements von Bertelsmann an den deutschen Standorten. Damit betraut ist das Bertelsmann Gesundheitsmanagement, das gemeinsam mit einem funktionsübergreifenden Strategiekreis die deutschlandweite Gesundheitsstrategie verantwortet und entsprechende Aktivitäten koordiniert. Einen wichtigen Beitrag dazu leistet die bereichsübergreifende "Health Community", die sich aus Gesundheitsexperten, Konzernbetriebsratsvorsitzenden, Aufsichtsratsmitgliedern, Personalverantwortlichen und Schwerbehindertenvertretern zusammensetzt. Durch gezielte Vernetzung dient sie auch der Verbreitung einheitlicher Standards, die das Bertelsmann Gesundheitsmanagement für alle deutschen Standorte anstrebt. Mittelfristig soll die Internationalisierung des Bertelsmann Gesundheitsmanagements vorangetrieben werden.

Faire Arbeitsbedingungen

Vergütungsfragen sind bei Bertelsmann essenzieller Bestandteil der Thematik "faire Arbeitsbedingungen". Grundsatz ist es, konsistente und transparente Vergütungsstrukturen im Konzern zu etablieren. Dabei soll das Vergütungssystem eine markt-, funktions- und leistungsgerechte Entlohnung unter Berücksichtigung geschäftsspezifischer Eigenheiten gewährleisten. Die in Deutschland etablierte Gewinnbeteiligung orientiert sich an denselben Kriterien wie die Bemessung variabler Vergütungsbestandteile von Vorständen und Führungskräften. Darin einbezogen sind Bertelsmann und alle Tochtergesellschaften mit Sitz in Deutschland, mit Ausnahme der RTL Group und Gruner + Jahr. Diese sowie eine Vielzahl ausländischer Tochtergesellschaften haben ähnliche, nach lokalen Anforderungen individuell ausgestaltete Erfolgs- und Gewinnbeteiligungsmodelle. Im Jahr 2017 wurden aus dem Ergebnis des Geschäftsjahres 2016 konzernweit insgesamt 105 Mio. € an Gewinn- und Erfolgsbeteiligungen ausgezahlt.

Sozialbelange

Gesellschaftliche Verantwortung ist Bestandteil der Bertelsmann Essentials und damit fest in der Unternehmenskultur verankert. Bertelsmann ist bestrebt, als guter "Corporate Citizen" einen Leistungsbeitrag für die Gesellschaft zu erbringen, und hat 2017 in den folgenden Themenbereichen Maßnahmen umgesetzt.

Pressefreiheit

Bertelsmann steht für Pressefreiheit und damit für eine Vielfalt an Meinungen und Positionen. Der Bertelsmann Code of Conduct schreibt Rede- und Meinungsfreiheit sowie kreative Unabhängigkeit als Grundprinzipien für die Geschäftsaktivitäten des Unternehmens fest. Bertelsmann versteht diese Unabhängigkeit in zwei Richtungen: Im Innenverhältnis gilt, dass die Geschäftsführungen nicht versuchen, die Entscheidungen von Künstlern, Redakteuren und Programmverantwortlichen zu beeinflussen oder diese in ihrer künstlerischen oder redaktionellen Freiheit einzuschränken. Gemäß dem Bertelsmann "Chefredakteursprinzip" obliegen redaktionelle Entscheidungen allein den Programmverantwortlichen. Nach außen gilt es für das Unternehmen, in seiner journalistischen Berichterstattung politischer oder wirtschaftlicher Einflussnahme nicht nachzugeben sowie bestehende Regeln zur Trennung von Werbung und redaktionellen Inhalten einzuhalten. Über den Bertelsmann Code of Conduct hinaus setzten 2017 zahlreiche Tochtergesellschaften bzw. deren Redaktionen die Implementierung eigener Statuten zur Sicherung der journalistischen Unabhängigkeit im Tagesgeschäft fort und entwickelten diese bei Bedarf weiter. Hier geht es vor allem um journalistische und redaktionelle Sorgfaltspflichten, Persönlichkeitsrechte sowie um den Umgang mit Gewaltdarstellungen und Jugendschutz.

Inhalteverantwortung

Bertelsmann bedenkt die Wirkung produzierter und verbreiteter Inhalte, um die Rechte und Interessen der Mediennutzer und Kunden bestmöglich zu schützen. Übergeordnete medienethische Prinzipien und Grundsätze sind durch Presse-, Rundfunk- und Multimediagesetze auf nationaler und internationaler Ebene, durch freiwillige Bekenntnisse zu externen Leitlinien, wie z. B. zu Ethikcodes nationaler Presseräte, sowie unternehmensintern durch den Bertelsmann Code of Conduct und Redaktionsstatuten festgelegt. Demzufolge verpflichten sich die Redaktionen bei Bertelsmann u. a. "zur Achtung der Privatsphäre sowie zum korrekten Umgang mit Informationen, Meinungen und Bildern". Gemäß dem "Chefredakteursprinzip" obliegt die Verantwortung für Medieninhalte allein den Programmverantwortlichen in den lokalen Redaktionen.

Im Bereich Jugendmedienschutz werden, in Übereinstimmung mit nach Medium und Region unterschiedlichen Auflagen, Inhalte bei Bertelsmann daraufhin überprüft, ob sie die Entwicklung von Kindern oder Jugendlichen beeinträchtigen könnten. In diesem Fall treten verschiedene Beschränkungen in Kraft, z. B. Sendezeitbeschränkungen oder Inhalte- bzw. Produktkennzeichnungen. Durch freiwillige Kennzeichensysteme geht Bertelsmann dabei teilweise über Regulierungen hinaus, die auf europäischer und nationaler Ebene insbesondere im Bereich der Rundfunkindustrie bestehen. Weitere spezifische Vorgaben zum Thema Inhalteverantwortung werden durch ergänzende Statuten auf Unternehmensbereichs-, Firmen- und Redaktionsebene getroffen.

Kundendatenschutz

Bertelsmann misst dem Schutz von Kundendaten eine große Bedeutung bei. Dazu zählen der Schutz personenbezogener Daten zu einzelnen Kunden sowie solcher Daten, die Bertelsmann von seinen Geschäftspartnern über deren Kunden zur Verfügung gestellt werden. Anliegen des Kundendatenschutzes ist die Wahrung des Rechts Einzelner, selbst zu bestimmen, wer wann welche Kenntnis über ihre Person erlangt. Dazu gehört, dass mit personenbezogenen bzw. personenbeziehbaren Informationen nur entsprechend gesetzlichen Vorgaben umgegangen wird und dass diese Informationen vor unbefugtem Zugriff angemessen geschützt werden. Zusätzlich zum Bertelsmann Code of Conduct wird der Kundendatenschutz im Unternehmen u. a. durch Vorstandsrichtlinien zu den Themen Informationssicherheit und IT-Risikomanagement geregelt.

Die Vorstandsrichtlinie zum Thema Datenschutz adressiert die bei Bertelsmann geltenden datenschutzrechtlichen Rahmenbedingungen auf Basis der in Europa ab 25. Mai 2018 geltenden Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) und zielt auf eine konzernweite Harmonisierung des Datenschutzmanagements bei Bertelsmann ab. Unterstützend wurde im 3. Quartal 2017 konzernweit ein Datenschutzmanagement-IT-System ausgerollt, das insbesondere die Umsetzung der Dokumentations- und Rechenschaftspflichten nach DSGVO sowie Anforderungen hinsichtlich der Governance-Pflichten adressiert.

Die Verantwortung für den Bereich Kundendatenschutz liegt dezentral bei den Geschäftsführungen der Tochtergesellschaften. Für die Umsetzung lokaler rechtlicher Vorgaben verfügen die Tochtergesellschaften in Deutschland über eine Datenschutzorganisation, die aus zentralen Datenschutzbeauftragten und lokalen Datenschutzkoordinatoren besteht. Letztere berichten sowohl an die lokale Geschäftsführung als auch jährlich oder anlassbezogen an die zentralen Datenschutzbeauftragten, die wiederum dem Bertelsmann-Vorstand Bericht erstatten. Bei Tochtergesellschaften außerhalb Deutschlands existiert eine ähnliche Organisation. Ein Information Security Management System (ISMS) basierend auf dem Industriestandard ISO 27001 schafft die technischen Rahmenbedingungen für eine vertrauliche Datenverarbeitung. Das ISMS beinhaltet eine regelmäßige und strukturierte Erhebung zur Einhaltung gesetzlicher Vorgaben zur Informationssicherheit, eine systematische Erfassung von Risiken sowie die Ableitung zugehöriger Mitigationsmaßnahmen.

Schutz geistigen Eigentums

Die Geschäfte von Bertelsmann beinhalten die Entwicklung, Erstellung, Übertragung, Lizenzierung und den Verkauf von Produkten und Dienstleistungen, die als geistiges Eigentum geschützt sind. Für Bertelsmann ist die Wahrung geistigen Eigentums Grundlage des Unternehmenserfolgs. Daher setzt sich das Unternehmen für ein weltweit hohes Schutzniveau - auch in der digitalen Welt - im Urheberrecht ein. Die konzernweite Taskforce Copyright mit Vertretern der relevanten Unternehmensbereiche begleitet die aktuellen Entwicklungen zum Urheberrecht und bündelt ihre Positionen in Form gemeinsamer Papiere.

Achtung der Menschenrechte

Durch seine Unternehmensgrundsätze und die Selbstverpflichtung zu externen Leitlinien bekennt sich Bertelsmann zur Achtung und zum Schutz der Menschenrechte im Unternehmen und in seinen Geschäftsbeziehungen. Der Bertelsmann-Vorstand hat daher ein Integrity-&-Compliance-Programm etabliert und ein Corporate Compliance Committee (CCC) berufen. Das CCC erstattet dem Bertelsmann-Vorstand sowie dem Prüfungs- und Finanzausschuss des Aufsichtsrates jährlich einen Compliance-Bericht. Für die laufende Tagesarbeit wurde die Abteilung Integrity & Compliance (I&C) geschaffen, die organisatorisch dem CCC unterstellt ist. I&C unterstützt das CCC bei der Erfüllung seiner Aufgaben und bringt Vorschläge zu erforderlichen Verbesserungen des Integrity-&-Compliance-Programms ein. I&C stellt weltweit sicher, dass die Mitarbeiter über die wesentlichen gesetzlichen Bestimmungen und unternehmensinternen Richtlinien, einschließlich solcher zur Achtung der Menschenrechte, informiert sind, und führte auch 2017 die hierfür notwendigen Trainings- und Kommunikationsmaßnahmen durch.

Die Einhaltung der Menschenrechte, insbesondere von Mitarbeitern und in der Lieferkette, ist durch den Bertelsmann Code of Conduct und den Supplier Code of Conduct ausdrücklich festgeschrieben. Dazu gehören das Verbot von Kinder- und Zwangsarbeit, das Verbot von Diskriminierung und Einschüchterung und die Bekräftigung des Rechts auf Vereinigungsfreiheit und Kollektivverhandlungen. Zusätzlich haben sowohl einzelne Tochtergesellschaften als auch Bertelsmann selbst im Jahr 2017 Statements gemäß dem "UK Modern Slavery Act" veröffentlicht, die alle Formen moderner Sklaverei, von Zwangs- und Kinderarbeit sowie von Ausbeutung und Diskriminierung verurteilen und Maßnahmen zur Vermeidung dieser Menschenrechtsverletzungen darstellen. Diese Statements werden (bei Bedarf) jährlich überarbeitet. Verstöße gegen die hier genannten Prinzipien können bei Bertelsmann durch Mitarbeiter und durch Dritte über die Meldewege des bestehenden Compliance-Management-Systems geltend gemacht werden. Im Hinblick auf Antidiskriminierung sind außerdem an allen deutschen Standorten Ansprechpartner für das "Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz" (AGG) ernannt worden, an die sich Mitarbeiter bei vermuteten Verstößen wenden können. Die Mitarbeiter werden über vielfältige Kommunikationskanäle zu ihren Rechten nach dem AGG informiert und geschult. Konzernweit wurde das Thema Antidiskriminierung in einem E-Learning angesprochen, um alle Mitarbeiter zu sensibilisieren und auf ihre Rechte hinzuweisen.

Bekämpfung von Korruption und Bestechung

Sowohl der Bertelsmann Code of Conduct als auch die Bertelsmann-Vorstandsrichtlinie Antikorruption und Integrität verbieten ausdrücklich jegliche Form von Korruption und Bestechung. Dieses Verbot gilt auch für alle Dritten, die für, gemeinsam mit oder im Namen von Bertelsmann tätig werden, wie im Supplier Code of Conduct festgeschrieben. Neben Anweisungen für den Umgang mit Amtsträgern und Leitlinien für das Gewähren oder Annehmen von Zuwendungen im Rahmen von Geschäftsbeziehungen legt die Richtlinie Antikorruption und Integrität angemessene Due-Diligence-Prozesse für den Umgang mit Dritten fest. Eine angemessene Due-Diligence-Prüfung erfolgt je nach individuellem Risikoprofil durch eine entsprechende Risikoklassifizierung. Außerdem beschreibt diese Vorstandsrichtlinie Meldewege für vermutete Verstöße oder das Ersuchen um Beratung sowie weitere Maßnahmen zur Prävention und Kontrolle. Die "Richtlinie zum Umgang mit Hinweisen auf Compliance-Verstöße" verankert eine Meldepflicht von vermuteten Verstößen gegen das Korruptionsverbot an das Bertelsmann Corporate Center. Das Thema Korruptionsprävention wird global durch die Abteilung I&C gesteuert und weiterentwickelt. Zu den wichtigsten Maßnahmen zählten im Jahr 2017 u. a. die Beratung und Schulung von Führungskräften und Mitarbeitern zu Antikorruption sowie die Konzeption und der Beginn des konzernweiten Roll-outs eines neuen E-Learnings zu diesem Thema.

Fairer Wettbewerb und Kartellrecht

Bertelsmann bekennt sich zum Wettbewerbsprinzip und verurteilt Kartellrechtsverstöße sowie wettbewerbswidriges Verhalten. Das Unternehmen geht gegen jeden Verstoß vor und sucht in kartell- und wettbewerbsrechtlichen Fragen Beratung bei internen oder externen Experten. Der Bertelsmann-Vorstand hat eine "Konzernrichtlinie zur Einhaltung kartellrechtlicher Vorschriften" erlassen. Es besteht eine Meldepflicht für Kartellverstöße. Die Konzernrechtsabteilung bietet den Unternehmensbereichen, deren Geschäftsführung und Mitarbeitern Programme zum Kartellrecht an. Ein auch 2017 durchgeführtes, umfangreiches verpflichtendes Schulungsprogramm für Mitarbeiter, die in kartellrechtsrelevanten Bereichen tätig sind, dient der Früherkennung kartellrechtlicher Risiken und der Vermeidung von Kartellrechtsverstößen.

Umweltbelange

Für den konzernweit verantwortungsvollen Einsatz natürlicher Ressourcen sowie für eine umweltbewusste Energie- und Materialbeschaffung setzen die Bertelsmann-Umweltpolitik und die Bertelsmann-Paper-Policy den Rahmen. Das Umweltengagement erstreckt sich dabei über die eigenen Standorte hinaus auch auf die Lieferkette, insbesondere durch Einflussnahme auf Papierlieferanten und Energieunternehmen. Die operative Verantwortung für das Energie- und Umweltmanagement und für die Umsetzung der 2017 ergriffenen Maßnahmen liegt dezentral bei den Geschäftsleitungen der Firmen. Eine international besetzte "be green"-Arbeitsgruppe mit Vertretern aus den Bertelsmann-Unternehmensbereichen wurde auch 2017 als Plattform für den bereichsübergreifenden Austausch zu Umweltthemen genutzt. Schwerpunkte der Zusammenarbeit liegen mittelfristig in der Ausweitung des Einsatzes von Papier zertifizierten oder recycelten Ursprungs und in der Verringerung der Treibhausgasemissionen aus dem Verbrauch von Strom, Wärme und Treibstoffen. Die Experten der "be green"-Arbeitsgruppe koordinieren außerdem die jährliche Erhebung von Umweltkennzahlen, die nicht nur Transparenz über die Umwelt- und Klimaauswirkungen sowie die ökologische Leistung von Bertelsmann schaffen, sondern auch das Ableiten von Maßnahmen ermöglichen. Die konzernweiten Umweltkennzahlen werden auf der Bertelsmann-Unternehmenswebsite veröffentlicht.

Konzernabschluss

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

in Mio. € Anhang 2017 2016 (angepasst)
Umsatzerlöse 1 17.190 16.950
Sonstige betriebliche Erträge 2 568 613
Materialaufwand 14 -5.487 -5.487
Honorar- und Lizenzaufwand   -1.547 -1.462
Personalaufwand 3 -5.541 -5.375
Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 4 -691 -632
Sonstige betriebliche Aufwendungen 5 -2.781 -2.866
Ergebnis aus at-equity bilanzierten Beteiligungen 12 63 29
Wertminderungen und Wertaufholungen auf at-equity bilanzierte Beteiligungen 12 -50 -4
Ergebnis aus Finanzanlagen 6 -10 -8
Ergebnis aus Beteiligungsverkäufen 13 182 41
EBIT (Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern)   1.896 1.799
Zinserträge 7 14 13
Zinsaufwendungen 7 -134 -146
Übrige finanzielle Erträge 8 26 14
Übrige finanzielle Aufwendungen 8 -125 -125
Finanzergebnis   -219 -244
Ergebnis vor Steuern aus fortgeführten Aktivitäten   1.677 1.555
Ertragsteueraufwand 9 -472 -419
Ergebnis nach Steuern aus fortgeführten Aktivitäten   1.205 1.136
Ergebnis nach Steuern aus nicht fortgeführten Aktivitäten   -7 1
Konzernergebnis   1.198 1.137
davon:      
Anteil Bertelsmann-Aktionäre      
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten   783 685
Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten   -7 1
Ergebnis Bertelsmann-Aktionäre   776 686
Nicht beherrschende Anteilseigner      
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten   422 451
Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten   - -
Ergebnis nicht beherrschender Anteilseigner   422 451

Die Vorjahreswerte wurden angepasst. Weitere Erläuterungen finden sich im Abschnitt "Vorjahresinformationen".

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

in Mio. € Anhang 2017 2016
Konzernergebnis   1.198 1.137
Posten, die anschließend nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden      
Neubewertungskomponente leistungsorientierter Versorgungspläne   176 -242
Anteil am sonstigen Ergebnis, der auf at-equity bilanzierte Beteiligungen entfällt   - -
Posten, die anschließend in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden, sofern bestimmte Bedingungen erfüllt sind      
Währungskursveränderungen      
- im Eigenkapital erfasste Veränderung   -445 32
- Reklassifizierung in die Gewinn- und Verlustrechnung   13 -4
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte      
- im Eigenkapital erfasste Veränderung aus der Marktbewertung   17 73
- Reklassifizierung in die Gewinn- und Verlustrechnung   -35 -
Cash Flow Hedges      
- im Eigenkapital erfasste Veränderung aus der Marktbewertung   -53 26
- Reklassifizierung in die Gewinn- und Verlustrechnung   -27 -22
Anteil am sonstigen Ergebnis, der auf at-equity bilanzierte Beteiligungen entfällt   -8 11
Sonstiges Ergebnis nach Steuern 18 -362 -126
Konzern-Gesamtergebnis   836 1.011
davon:      
Anteil Bertelsmann-Aktionäre   502 554
Nicht beherrschende Anteilseigner   334 457

Konzernbilanz

Aktiva

in Mio. € Anhang 31.12.2017 31.12.2016
Langfristige Vermögenswerte      
Geschäfts- oder Firmenwerte 10 8.084 8.174
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 10 2.478 2.544
Sachanlagen 11 1.658 1.564
Anteile an at-equity bilanzierten Beteiligungen 12 952 1.041
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 13 644 542
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 15 87 76
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte 16 710 704
Aktive latente Steuern 9 920 1.007
    15.533 15.652
Kurzfristige Vermögenswerte      
Vorräte 14 1.664 1.685
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 15 4.010 3.853
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 13 67 112
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte 16 868 953
Ertragsteuerforderungen   120 66
Liquide Mittel 17 1.440 1.373
    8.169 8.042
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte   3 100
    23.705 23.794

Passiva

     
in Mio. € Anhang 31.12.2017 31.12.2016
Eigenkapital 18    
Gezeichnetes Kapital   1.000 1.000
Kapitalrücklage   2.345 2.345
Gewinnrücklagen   4.491 4.527
Eigenkapital Bertelsmann-Aktionäre   7.836 7.872
Nicht beherrschende Anteile   1.283 2.023
    9.119 9.895
Langfristige Schulden      
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 19 1.685 1.999
Übrige Rückstellungen 20 126 136
Passive latente Steuern 9 124 146
Genusskapital 21 413 413
Finanzschulden 22 4.251 3.763
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 23 366 392
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 23 391 362
    7.356 7.211
Kurzfristige Schulden      
Übrige Rückstellungen 20 323 315
Finanzschulden 22 668 235
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 23 4.313 4.307
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 23 1.709 1.657
Ertragsteuerverbindlichkeiten   214 166
    7.227 6.680
Schulden im Zusammenhang mit den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten   3 8
    23.705 23.794

Konzern-Kapitalflussrechnung

in Mio. € 2017 2016
Gesamtkonzernergebnis vor Finanzergebnis und Steuern 1.889 1.800
Gezahlte Ertragsteuern -434 -234
Ab-/Zuschreibungen langfristiger Vermögenswerte 766 672
Ergebnis aus Beteiligungsverkäufen -176 -42
Gewinne/Verluste aus Anlagenabgängen -119 -50
Veränderung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen -84 -55
Veränderung der übrigen Rückstellungen 7 -20
Veränderung des Nettoumlaufvermögens -225 -175
Neubewertungen von Beteiligungen zum beizulegenden Zeitwert -15 -12
Sonstige Effekte 33 70
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 1.642 1.954
- davon aus nicht fortgeführten Aktivitäten - -
Investitionen in:    
- Immaterielle Vermögenswerte -319 -388
- Sachanlagen -360 -326
- Finanzanlagen -211 -248
- Kaufpreiszahlungen für konsolidierte Beteiligungen (abzüglich liquider Mittel) -213 -278
Verkäufe von Tochterunternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten 4 -28
Verkäufe von sonstigem Anlagevermögen 339 220
Einzahlungen in/Entnahmen aus leistungsorientierten Versorgungsplänen -37 -33
Cashflow aus Investitionstätigkeit -797 -1.081
- davon aus nicht fortgeführten Aktivitäten - -
Emission von Anleihen/Schuldscheindarlehen 697 694
Auszahlungen für Tilgung von Anleihen/Schuldscheindarlehen - -786
Aufnahme/Tilgung übrige Finanzschulden 282 59
Gezahlte Zinsen -166 -190
Erhaltene Zinsen 12 16
Dividenden an Bertelsmann-Aktionäre -180 -180
Dividenden an nicht beherrschende Anteilseigner und Auszahlungen an Gesellschafter (IAS 32.18(b)) -743 -388
Veränderung des Eigenkapitals -657 -18
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -755 -793
- davon aus nicht fortgeführten Aktivitäten - -
Zahlungswirksame Veränderung der liquiden Mittel 90 80
Wechselkursbedingte und sonstige Veränderungen der liquiden Mittel -24 -14
Liquide Mittel am 1.1. 1.376 1.310
Liquide Mittel am 31.12. 1.442 1.376
Abzüglich liquider Mittel der Veräußerungsgruppen -2 -3
Liquide Mittel am 31.12. (laut Konzernbilanz) 1.440 1.373

Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung finden sich unter Textziffer 26 "Kapitalflussrechnung".

Veränderung der Nettofinanzschulden

in Mio. € 2017 2016
Nettofinanzschulden am 1.1. -2.625 -2.765
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 1.642 1.954
Cashflow aus Investitionstätigkeit -797 -1.081
Zinsen, Dividenden und Eigenkapitalveränderungen, weitere Zahlungen (IAS 32.18(b)) -1.734 -760
Wechselkursbedingte und sonstige Veränderungen der Nettofinanzschulden 35 27
Nettofinanzschulden am 31.12. -3.479 -2.625

Nettofinanzschulden entsprechen dem Saldo aus den Bilanzposten "Liquide Mittel" und "Finanzschulden".

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage 1)
in Mio. €
Stand 1.1.2016 1.000 2.345
Konzernergebnis - -
Sonstiges Ergebnis - -
Konzern-Gesamtergebnis - -
Dividendenausschüttungen - -
Anteilsänderungen an Tochterunternehmen ohne Verlust der Beherrschung - -
Eigenkapitaltransaktionen mit Anteilseignern - -
Übrige Veränderungen - -
Stand 31.12.2016 1.000 2.345
Stand 1.1.2017 1.000 2.345
Konzernergebnis - -
Sonstiges Ergebnis - -
Konzern-Gesamtergebnis - -
Dividendenausschüttungen 3) - -
Anteilsänderungen an Tochterunternehmen ohne Verlust der Beherrschung - -
Eigenkapitaltransaktionen mit Anteilseignern - -
Übrige Veränderungen - -
Stand 31.12.2017 1.000 2.345
Gewinnrücklagen
Übrige Gewinnrücklagen Kumuliertes übriges Eigenkapital 2)
in Mio. € Währungskursveränderungen Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte Cash Flow Hedges
Stand 1.1.2016 3.993 96 13 29
Konzernergebnis 686 - - -
Sonstiges Ergebnis -230 17 72 3
Konzern-Gesamtergebnis 456 17 72 3
Dividendenausschüttungen -180 - - -
Anteilsänderungen an Tochterunternehmen ohne Verlust der Beherrschung 16 - - -
Eigenkapitaltransaktionen mit Anteilseignern -164 - - -
Übrige Veränderungen -9 - - -
Stand 31.12.2016 4.276 113 85 32
Stand 1.1.2017 4.276 113 85 32
Konzernergebnis 776 - - -
Sonstiges Ergebnis 170 -361 -16 -60
Konzern-Gesamtergebnis 946 -361 -16 -60
Dividendenausschüttungen 3) -180 - - -
Anteilsänderungen an Tochterunternehmen ohne Verlust der Beherrschung -400 52 - -
Eigenkapitaltransaktionen mit Anteilseignern -580 52 - -
Übrige Veränderungen -11 - - -
Stand 31.12.2017 4.631 -196 69 -28
Gewinnrücklagen Eigenkapital Bertelsmann-Aktionäre Nicht beherrschende Anteile Gesamt
Kumuliertes übriges Eigenkapital 2)
in Mio. € Anteil am sonstigen Ergebnis, der auf at-equity bilanzierte Beteiligungen entfällt
Stand 1.1.2016 15 7.491 1.943 9.434
Konzernergebnis - 686 451 1.137
Sonstiges Ergebnis 6 -132 6 -126
Konzern-Gesamtergebnis 6 554 457 1.011
Dividendenausschüttungen - -180 -376 -556
Anteilsänderungen an Tochterunternehmen ohne Verlust der Beherrschung - 16 9 25
Eigenkapitaltransaktionen mit Anteilseignern - -164 -367 -531
Übrige Veränderungen - -9 -10 -19
Stand 31.12.2016 21 7.872 2.023 9.895
Stand 1.1.2017 21 7.872 2.023 9.895
Konzernergebnis - 776 422 1.198
Sonstiges Ergebnis -7 -274 -88 -362
Konzern-Gesamtergebnis -7 502 334 836
Dividendenausschüttungen 3) - -180 -789 -969
Anteilsänderungen an Tochterunternehmen ohne Verlust der Beherrschung 1 -347 -282 -629
Eigenkapitaltransaktionen mit Anteilseignern 1 -527 -1.071 -1.598
Übrige Veränderungen - -11 -3 -14
Stand 31.12.2017 15 7.836 1.283 9.119

1) Die Kapitalrücklage enthält im Wesentlichen die bei Ausgabe von Stammaktien über den Nennbetrag hinaus erzielten Beträge.
2) Davon entfallen zum 31. Dezember 2017 keine nennenswerten Beträge auf Vermögenswerte, die als zur Veräußerung gehalten nach IFRS 5 klassifiziert werden (31. Dezember 2016: 3 Mio. €).
3) Die gegenüber dem Vorjahr erhöhten Dividendenausschüttungen an nicht beherrschende Anteilseigner enthalten eine Sonderdividendenausschüttung an den Mitgesellschafter von Penguin Random House in Höhe von 430 Mio. €. Weitere Erläuterungen finden sich unter Textziffer 12 "Anteile an anderen Unternehmen".

Konzernanhang

Segmentinformationen (fortgeführte Aktivitäten)

RTL Group Penguin Random House Gruner + Jahr
in Mio. € 2017 2016 2017 2016 2017 2016
Außenumsatz 6.358 6.228 3.359 3.360 1.493 1.554
Innenumsatz 15 9 - 1 20 26
Umsatz der Bereiche 6.373 6.237 3.359 3.361 1.513 1.580
Operating EBITDA 1.478 1.405 521 537 145 137
EBITDA-Marge 1) 23,2 % 22,5 % 15,5 % 16,0 % 9,6 % 8,7 %
Wertminderungen (-)/Wertaufholungen (+) auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen -3 -3 - - -32 -
Ergebnis aus at-equity bilanzierten Beteiligungen 69 67 - - 8 4
Investiertes Kapital 6.564 6.649 2.309 2.431 690 724
BMG Arvato Bertelsmann Printing Group
in Mio. € 2017 2016 2017 2016 (angepasst) 2017 2016 (angepasst)
Außenumsatz 504 413 3.754 3.693 1.498 1.510
Innenumsatz 3 3 69 70 183 199
Umsatz der Bereiche 507 416 3.823 3.763 1.681 1.709
Operating EBITDA 104 95 320 356 118 121
EBITDA-Marge 1) 20,5 % 22,8 % 8,4 % 9,5 % 7,0 % 7,1 %
Wertminderungen (-)/Wertaufholungen (+) auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen - - -2 -9 - -1
Ergebnis aus at-equity bilanzierten Beteiligungen - - 9 9 - -
Investiertes Kapital 1.816 1.864 1.673 1.442 172 211
Bertelsmann Education Group Bertelsmann Investments 2) Summe der Bereiche
in Mio. € 2017 2016 2017 2016 2017 2016 (angepasst)
Außenumsatz 189 142 - - 17.155 16.900
Innenumsatz - - - - 290 308
Umsatz der Bereiche 189 142 - - 17.445 17.208
Operating EBITDA 3 -17 -3 - 2.686 2.634
EBITDA-Marge 1) 1,8 % - 11,6 % n/a n/a 15,4 % 15,3 %
Wertminderungen (-)/Wertaufholungen (+) auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen - - - - -37 -13
Ergebnis aus at-equity bilanzierten Beteiligungen -16 -32 -6 -18 64 30
Investiertes Kapital 904 1.053 576 466 14.704 14.840
Corporate Konsolidierung Fortgeführte Aktivitäten
in Mio. € 2017 2016 2017 2016 (angepasst) 2017 2016
Außenumsatz 35 50 - - 17.190 16.950
Innenumsatz 39 31 -329 -339 - -
Umsatz der Bereiche 74 81 -329 -339 17.190 16.950
Operating EBITDA -53 -62 3 -4 2.636 2.568
EBITDA-Marge 1) n/a n/a n/a n/a 15,3 % 15,2 %
Wertminderungen (-)/Wertaufholungen (+) auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen - - - - -37 -13
Ergebnis aus at-equity bilanzierten Beteiligungen - - -1 -1 63 29
Investiertes Kapital 99 115 -36 -19 14.767 14.936

Die Vorjahreswerte wurden angepasst. Weitere Erläuterungen zur Anpassung zuvor veröffentlichter Informationen finden sich unter Textziffer 27 "Segmentberichterstattung".

1) Operating EBITDA in Prozent vom Umsatz.
2) Die Geschäftsentwicklung von Bertelsmann Investments wird im Wesentlichen auf Basis des EBIT ermittelt. Das EBIT betrug 141 Mio. € (Vj.: 35 Mio. €).

Überleitung zum Operating EBITDA (fortgeführte Aktivitäten)

in Mio. € 2017 2016
EBIT aus fortgeführten Aktivitäten 1.896 1.799
Sondereinflüsse    
- Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer sowie Gewinne aus Unternehmenserwerben 30 -
- Anpassung der Buchwerte der zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte 4 14
- Wertminderungen auf sonstige Finanzanlagen 20 22
- Wertminderungen und Wertaufholungen auf at-equity bilanzierte Beteiligungen 50 4
- Ergebnis aus Beteiligungsverkäufen -182 -41
- Neubewertungen von Beteiligungen zum beizulegenden Zeitwert -15 -12
- Restrukturierungsaufwendungen und weitere Sondereinflüsse 176 152
Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 691 632
Korrektur um in Sondereinflüssen enthaltene Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen -34 -2
Operating EBITDA aus fortgeführten Aktivitäten 2.636 2.568

Informationen nach geografischen Regionen (fortgeführte Aktivitäten)

Deutschland Frankreich Großbritannien
in Mio. € 2017 2016 2017 2016 2017 2016
Außenumsatz 5.840 5.858 2.306 2.242 1.169 1.078
Langfristige Vermögenswerte 1) 3.231 3.175 1.180 1.204 1.324 1.343
Übriges Europa USA Sonstige Länder
in Mio. € 2017 2016 2017 2016 2017 2016
Außenumsatz 3.212 3.102 3.526 3.532 1.137 1.138
Langfristige Vermögenswerte 1) 3.291 3.159 2.947 3.177 247 224
Fortgeführte Aktivitäten
in Mio. € 2017 2016
Außenumsatz 17.190 16.950
Langfristige Vermögenswerte 1) 12.220 12.282

1) Langfristige Vermögenswerte umfassen Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (einschließlich Geschäfts- oder Firmenwerten). Erläuterungen zur Segmentberichterstattung finden sich unter Textziffer 27 "Segmentberichterstattung".

Informationen zu Erlösquellen (fortgeführte Aktivitäten)

Produkte und Waren Werbung und Anzeigen Dienstleistungen
in Mio. € 2017 2016 2017 2016 2017 2016
Außenumsatz 4.335 4.602 4.406 4.384 6.073 5.767
Rechte und Lizenzen Fortgeführte Aktivitäten
in Mio. € 2017 2016 2017 2016
Außenumsatz 2.376 2.197 17.190 16.950

Allgemeine Grundsätze

Der Konzernabschluss der Bertelsmann SE & Co. KGaA zum 31. Dezember 2017 wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) sowie diesbezüglichen Interpretationen (lFRlC) des IFRS Interpretations Committee (IFRS IC) erstellt, wie sie in der EU anzuwenden sind (EU-IFRS). Ergänzend wurden die nach § 315e HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften beachtet. Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, erfolgen alle Angaben in Millionen Euro (Mio. €). Um die Übersichtlichkeit der Darstellung zu verbessern, sind einzelne Posten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung sowie der Konzernbilanz zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang detaillierter ausgewiesen und erläutert.

Die Bertelsmann SE & Co. KGaA ist eine in Gütersloh, Deutschland, ansässige Kommanditgesellschaft auf Aktien.

Die Anschrift des eingetragenen Firmensitzes ist: Carl-Bertelsmann-Straße 270, 33311 Gütersloh.

Bertelsmann ist ein Medien-, Dienstleistungs- und Bildungsunternehmen, das in rund 50 Ländern der Welt aktiv ist. Die geografischen Kernmärkte umfassen Westeuropa - vor allem Deutschland, Frankreich sowie Großbritannien - und die USA. Darüber hinaus verstärkt Bertelsmann sein Engagement in Wachstumsregionen wie China, Indien und Brasilien. Zu den Bertelsmann-Unternehmensbereichen gehören die RTL Group (Fernsehen), Penguin Random House (Bücher), Gruner + Jahr (Zeitschriften), BMG (Musik), Arvato (Dienstleistungen), die Bertelsmann Printing Group (Druck), die Bertelsmann Education Group (Bildung) und Bertelsmann Investments (Fonds). Weitere Erläuterungen zu den Hauptaktivitäten der Bertelsmann SE & Co. KGaA und ihrer Tochterunternehmen sind ausführlich im zusammengefassten Lagebericht dargestellt.

Auswirkungen von neuen Rechnungslegungsstandards

Die Effekte aus der Erstanwendung neuer Rechnungslegungsvorschriften und Interpretationen waren für den Bertelsmann-Konzern unwesentlich.

Auswirkungen von zukünftig verpflichtend anzuwendenden Rechnungslegungsstandards

Der Bertelsmann-Konzern hat keine vom IASB oder IFRS IC veröffentlichten, aber noch nicht verpflichtend anzuwendenden Standards, Interpretationen oder Änderungen vorzeitig angewendet. Für Bertelsmann wesentliche zukünftig verpflichtend anzuwendende Rechnungslegungsstandards sind IFRS 9 "Finanzinstrumente", IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" und IFRS 16 "Leasingverhältnisse".

IFRS 9 "Finanzinstrumente" beinhaltet überarbeitete Vorgaben zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten, neue Vorschriften zur Wertminderung von Finanzinstrumenten und neue Vorschriften zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen. Der IFRS 9 ist für den Bertelsmann-Konzern erstmals auf das Geschäftsjahr 2018 anzuwenden. Die im Jahr 2016 gestarteten Analysen zu den Auswirkungen des IFRS 9 auf den Konzernabschluss wurden 2017 abgeschlossen. Die Analyse der Schuldinstrumente hat ergeben, dass diese überwiegend gehalten werden, um die vertraglichen Zahlungsströme zu vereinnahmen, die ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen darstellen, sodass ein Großteil der Schuldinstrumente weiterhin zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet wird. Darüber hinaus hält der Bertelsmann-Konzern sogenannte Fund in Fund Investments, die der Unternehmensbereich Bertelsmann Investments erwirbt. Diese stellen nach IFRS 9 im Wesentlichen Schuldinstrumente dar. Die Rückflüsse aus diesen Fund in Fund Investments stellen nicht ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen dar und erfüllen somit nicht die Zahlungsstrombedingungen, sodass diese Schuldinstrumente nach IFRS 9 erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden. Da diese Fund in Fund Investments bereits jetzt grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, ergeben sich zum 1. Januar 2018 daraus keine finanziellen Auswirkungen aus der Bewertung dieser Finanzinstrumente. Die aus Schwankungen des beizulegenden Zeitwerts resultierenden Gewinne und Verluste unter Berücksichtigung latenter Steuern wurden im Berichtsjahr im sonstigen Ergebnis erfasst, während künftig eine Erfassung in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgen wird. Insgesamt werden zum 31. Dezember 2017 finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 509 Mio. € als zur Veräußerung verfügbar klassifiziert und erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Diese finanziellen Vermögenswerte werden auch künftig zum beizulegenden Zeitwert bewertet, jedoch werden für die Mehrheit Schwankungen des beizulegenden Zeitwerts grundsätzlich erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die für diese finanziellen Vermögenswerte im kumulierten Eigenkapital erfassten Beträge in Höhe von 69 Mio. € werden zum 1. Januar 2018 in die übrigen Gewinnrücklagen umgegliedert und nachfolgend nicht mehr in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Eigenkapitalinstrumente, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden, sind einzeln und in Summe unwesentlich für den Bertelsmann-Konzern und betreffen überwiegend aus Wesentlichkeitsgründen nicht in den Konzernabschluss einbezogene Beteiligungen an Tochterunternehmen. Soweit Wertänderungen erfolgsneutral Berücksichtigung finden, werden sie beim Verkauf dieser Instrumente zukünftig nicht mehr in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. Die Analysen zu den Auswirkungen auf die Bewertung von Finanzinstrumenten, insbesondere im Hinblick auf die Wertminderung von Finanzinstrumenten, sind ebenso abgeschlossen. Zukünftig werden Wertberichtigungsmatrizen zur Ermittlung von Wertminderungen bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf Basis historischer Forderungsausfälle, Laufzeitbänder und erwarteter Kreditausfälle verwendet. Die Bildung der Wertberichtigungsmatrizen erfolgt unternehmensbereichs- bzw. Business-Unit-spezifisch für Forderungsgruppen, die jeweils ähnliche Ausfallmuster aufweisen. Darüber hinaus werden separate Risikobeurteilungen vorgenommen. Aufgrund der geänderten Berechnungen der Wertminderungen ergibt sich eine unwesentliche Erhöhung der Wertminderung, die zum 1. Januar 2018 erfolgsneutral in den Gewinnrücklagen erfasst wurde. Darüber hinaus ergibt sich kein wesentlicher Effekt im Hinblick auf die Bewertung von Finanzinstrumenten. Aus den neuen Vorschriften zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen werden zum 31. Dezember 2017 keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss erwartet. Grundsätzlich sieht IFRS 9 eine retrospektive Anwendung vor, jedoch sind auch verschiedene Ausnahmen insbesondere im Bereich der Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen vorgesehen. Die Vorjahreswerte werden aufgrund der bestehenden praktischen Erleichterungen nach IFRS 9 nicht angepasst.

IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" enthält umfassende branchen- und transaktionsunabhängige Neuregelungen zur Erlöserfassung. Der neue Standard ersetzt den bisherigen Chancen- und Risikoansatz durch ein fünfstufiges vertragsbasiertes Modell. Neben deutlich umfangreicheren Anwendungsleitlinien zur bilanziellen Abbildung von Erlösen aus Kundenverträgen sind detaillierte Angabevorschriften im Anhang zu erfüllen. Der Standard ist verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Die Erstanwendung erfolgt bei Bertelsmann mittels der modifiziert retrospektiven Methode, nach der der IFRS 15 konzernweit prospektiv ab dem 1. Januar 2018 unter Angabe des in den Gewinnrücklagen erfassten kumulierten Erstanwendungseffekts angewandt wird. Bertelsmann wendet im Rahmen der Erstanwendung die im Standard vorgesehenen Erleichterungen für die modifiziert retrospektive Methode an.

Im Rahmen der Implementierung hat Bertelsmann ein konzernweites auf die Bedürfnisse des jeweiligen Unternehmensbereichs zugeschnittenes Projekt aufgesetzt und erfolgreich durchgeführt. Auf Grundlage von definierten und analysierten Kerngeschäftsmodellen in den Unternehmensbereichen erfolgte der Rollout auf bestehende Kundenverträge sowie die dezentrale Überprüfung der Vertriebsprozesse zur Identifizierung von Anpassungsbedarfen, um darauf aufbauend die Erfüllung der prozessualen Anforderungen des IFRS 15 sicherzustellen. Im Rahmen des Projekts wurden Anpassungen des Berichterstattungssystems, des Kontenplans sowie der Anhangformulare vorgenommen. Per Ende 2017 hat Bertelsmann konzernweit die aus der Implementierung von IFRS 15 erwarteten Auswirkungen auf Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang je Business Unit auf Basis der 2017 erzielten Umsatzerlöse bzw. Bilanzwerte zum 31. Dezember 2017 erhoben.

In Bezug auf die einzelnen Unternehmensbereiche sind die folgenden Auswirkungen identifiziert worden:

RTL Group: Bei Geschäftsmodellen, die zur Erzielung von Lizenzerlösen führen, hängt der Zeitpunkt der Umsatzrealisierung zukünftig davon ab, ob ein Recht auf Zugriff auf das geistige Eigentum über den gesamten Lizenzierungszeitraum oder ein Recht auf Nutzung des geistigen Eigentums mit Stand zum Zeitpunkt der Lizenzerteilung eingeräumt wird. Bei der Mehrheit der seitens der RTL Group gewährten Lizenzen steht die Nutzung des geistigen Eigentums mit Stand zum Zeitpunkt der Lizenzerteilung im Vordergrund, was zu einer vollständigen Erlösrealisierung zum Zeitpunkt der Übertragung der Nutzungsrechte führt. Im Vergleich zur bisherigen Bilanzierung kommt es in einigen Fällen zu einer zeitlichen Vorverlagerung der Umsatzrealisierung, wobei der Umstellungseffekt zum Erstanwendungszeitpunkt unwesentlich ist.

Penguin Random House: In Bezug auf bestimmte den E-Book-Verkäufen zugrunde liegende Verträge ergibt sich aufgrund des neuen Standards eine Änderung im Ausweis der Umsatzerlöse und Aufwendungen. Basierend auf einem konkretisierten Kundenbegriff bzw. auf einer konkretisierten Kundendefinition, auf dem IFRS 15 zugrunde liegenden Kontrollkonzept sowie auf der Anwendung des geänderten Prinzipal-Agent-Ansatzes werden zukünftig Umsatzerlöse in Höhe des mit dem Endkunden erzielten Betrags erfasst. Anfallende Provisionen für den Online-Retailer werden als Aufwendungen erfasst. In Bezug auf das Geschäftsmodell Physische Bücher werden die erwarteten Remissionen nicht mehr mit den Forderungen saldiert, sondern als Remissionsverbindlichkeit ausgewiesen. Daneben erfolgt die bilanzielle Erfassung der Herausgabeansprüche für Retouren nicht mehr im Vorratsvermögen, sondern innerhalb der sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerte.

Gruner + Jahr: Im Geschäftsmodell Abonnementverkäufe erfüllt die den Kunden gewährte Prämie das Kriterium einer separaten Leistungsverpflichtung, während an Vermittler von Abonnementverkäufen gewährte Prämien zukünftig als Vertragsanbahnungskosten aktiviert und über die erwartete Laufzeit des Abonnements amortisiert werden. Weiterhin werden an Kunden gezahlte Werbekostenzuschüsse zukünftig nicht mehr im Aufwand gezeigt, sondern führen zu einer Minderung der Umsatzerlöse. Die aus den genannten Effekten resultierenden Auswirkungen auf die Darstellung im Bertelsmann-Konzernabschluss sind einzeln und zusammen betrachtet unwesentlich. In Bezug auf das Geschäftsmodell Zeitschriften werden die erwarteten Remissionen nicht mehr mit den Forderungen saldiert, sondern als Remissionsverbindlichkeit ausgewiesen.

BMG: Bei BMG ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung.

Arvato: Bei Arvato ergeben sich aufgrund des Dienstleistungscharakters der Geschäftstätigkeit keine wesentlichen Auswirkungen auf Zeitpunkt und Höhe der Umsatzrealisierung. Aufgrund der konkreteren Kunden- und Umsatzdefinition des IFRS 15 werden teilweise Erlöse, die bislang als sonstiger betrieblicher Ertrag gezeigt wurden, zukünftig als Umsatzerlöse ausgewiesen. Daneben sind die grundlegenden Prinzipal-Agent-Analysen im Arvato-Bereich mit dem Ergebnis abgeschlossen worden, dass sich auf Basis der analysierten Geschäftsmodelle keine wesentlichen Änderungen in der Beurteilung zwischen Brutto- und Nettoausweis ergeben.

Bertelsmann Printing Group: Aufgrund des zunehmenden Dienstleistungscharakters der Geschäftstätigkeit ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf Zeitpunkt und Höhe der Umsatzrealisierung.

Bertelsmann Education Group: Im Education-Geschäft ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung.

Durch die oben ausgeführten Änderungen wird sich zum Umstellungszeitpunkt am 1. Januar 2018 ein in den Gewinnrücklagen zu erfassender kumulierter Erstanwendungseffekt im niedrigen einstelligen Millionenbereich ergeben. Daneben wird zum 1. Januar 2018 aufgrund der genannten Darstellungsänderungen innerhalb der Bilanz eine Bilanzverlängerung in Höhe von rund 370 Mio. € erwartet, was einem Anteil an der Konzernbilanzsumme von 1,5 Prozent entspricht. In Bezug auf die Gewinn- und Verlustrechnung führen die genannten Ausweisänderungen zu einer Verminderung der EBITDA-Marge um etwa 0,25 Prozentpunkte.

Der Konzern hat entschieden, ab dem 1. Januar 2018 folgende Erleichterungen anzuwenden:

Kosten der Auftragserlangung werden nicht aktiviert, sofern der zugrunde liegende Vermögenswert innerhalb von nicht mehr als zwölf Monaten amortisiert wird.

Der Wert der Gegenleistung wird nicht um eine wesentliche Finanzierungskomponente angepasst, sofern sich die Finanzierungskomponente auf einen Zeitraum von nicht mehr als zwölf Monaten bezieht.

Der im Januar 2016 veröffentlichte IFRS 16 regelt den Ansatz, die Bewertung, den Ausweis sowie die Angabepflichten bezüglich Leasingverhältnissen. IFRS 16 ersetzt die bisherigen Standards und Interpretationen IAS 17 "Leasingverhältnisse", IFRIC 4 "Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält", SIC 15 "Operating-Leasingverhältnisse - Anreize" und SIC 27 "Beurteilung des wirtschaftlichen Gehalts von Transaktionen in der rechtlichen Form von Leasingverhältnissen". Die Änderungen betreffen im Wesentlichen den Leasingnehmer und führen dazu, dass grundsätzlich alle Leasingverhältnisse und die damit verbundenen vertraglichen Rechte und Verpflichtungen in der Bilanz des Leasingnehmers zu erfassen sind. Der Standard ersetzt die lineare Erfassung von Aufwendungen aus Operating Lease gemäß IAS 17 durch die Erfassung eines Abschreibungsaufwands für das Nutzungsrecht am Leasinggegenstand und die Erfassung von Zinsaufwendungen aus den Leasingverbindlichkeiten (innerhalb des Finanzergebnisses). Darüber hinaus enthält IFRS 16 erweiterte Anhangangaben für Leasingnehmer. Die Regelungen des IFRS 16 für Leasinggeber sind weitgehend unverändert zu den aktuellen Bilanzierungsregeln nach IAS 17. Der Standard ist verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Bei der erstmaligen Anwendung des IFRS 16 besteht ein Wahlrecht zwischen einem vollständig retrospektiven Ansatz und einem modifiziert retrospektiven Ansatz. Die Einführung des IFRS 16 erfolgt im Bertelsmann-Konzern im Rahmen eines konzernweiten Umstellungsprojekts. Dabei wurden zunächst wesentliche Mietverträge des Bertelsmann-Konzerns analysiert, um unter anderem die Methode der erstmaligen Anwendung des IFRS 16 festzulegen. Die Analyse der wesentlichen Mietverhältnisse ist noch nicht abgeschlossen. Im Rahmen der weiteren Analyse aller Mietverträge werden die Auswirkungen auf den Konzernabschluss quantifiziert. Zum 31. Dezember 2017 beträgt der Barwert der Verpflichtungen aus unkündbaren Mietverhältnissen, die gemäß IAS 17 als Operating Leases qualifiziert wurden und voraussichtlich zu einer Aktivierung von Nutzungsrechten nach IFRS 16 führen werden, 1.261 Mio. €. Der Bertelsmann-Konzern wird künftig ein entsprechendes Nutzungsrecht am Leasinggegenstand und eine Leasingverbindlichkeit bilanzieren, sofern im Einzelfall nicht die Ausnahmeregelungen für kurzfristige Leasingverhältnisse oder Leasingverhältnisse über geringwertige Vermögenswerte in Anspruch genommen werden. Die Entscheidung über die Ausübung der Bilanzierungswahlrechte für kurzfristige Leasingverhältnisse mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr und für Leasingverhältnisse über geringwertige Vermögenswerte sowie über die Methode zur Erstanwendung des IFRS 16 ist im Bertelsmann-Konzern noch nicht getroffen worden.

Es ist davon auszugehen, dass die Erstanwendung des IFRS 16 aufgrund des Ansatzes der Nutzungsrechte an den zugrunde liegenden Leasinggegenständen sowie des Ansatzes einer Leasingverbindlichkeit einen wesentlichen Effekt auf die Konzernbilanz des Bertelsmann-Konzerns haben wird. Im Hinblick auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung werden anstelle der bisherigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen für Operating Leases unter IFRS 16 künftig die Abschreibungen der Nutzungsrechte und die Zinsaufwendungen für die Leasingverbindlichkeiten ausgewiesen. Entsprechend wird sich mit Einführung des IFRS 16 eine Verbesserung des EBITDA ergeben. In der Konzern-Kapitalflussrechnung wird sich aus der Anwendung von IFRS 16 eine Verbesserung des operativen Cashflows ergeben, während der Tilgungsanteil der Leasingzahlungen den Cashflow aus Finanzierungstätigkeit reduzieren wird. Eine verlässliche Schätzung zur Höhe des finanziellen Effekts kann erst nach Abschluss der konzernweiten Überprüfung der Mietverträge abgegeben werden.

Der Bertelsmann-Konzern verzichtet auf eine vorzeitige Anwendung der Standards IFRS 9, IFRS 15 und IFRS 16.

Konsolidierung

Konsolidierungsgrundsätze

Der Bertelsmann-Konzernabschluss beinhaltet den Abschluss des Mutterunternehmens sowie von dessen Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen.

Tochterunternehmen sind Unternehmen, die von der Bertelsmann SE & Co. KGaA gemäß IFRS 10 beherrscht werden. Die Einbeziehung in den Konzernabschluss beginnt zu dem Zeitpunkt, ab dem die Möglichkeit der Beherrschung besteht, und endet, wenn Bertelsmann die Möglichkeit der Beherrschung verliert. Der Gewinn oder Verlust und jede Komponente des Gesamtergebnisses werden den Anteilseignern des Mutterunternehmens und den nicht beherrschenden Anteilen zugeordnet, auch wenn dadurch die nicht beherrschenden Anteile einen Negativsaldo aufweisen.

Unternehmenszusammenschlüsse werden entsprechend IFRS 3 nach der Erwerbsmethode bilanziert. Anteile nicht beherrschender Anteilseigner werden mit den anteiligen beizulegenden Zeitwerten der Vermögenswerte und Schulden bewertet. Wenn die übertragene Gegenleistung des Unternehmenszusammenschlusses oder die den identifizierbaren Vermögenswerten und übernommenen Schulden des erworbenen Unternehmens zuzuweisenden beizulegenden Zeitwerte zum Zeitpunkt der erstmaligen Bilanzierung nur provisorisch bestimmt werden können, wird der Unternehmenszusammenschluss mittels dieser provisorischen Werte bilanziert. Die Fertigstellung der erstmaligen Bilanzierung erfolgt in Übereinstimmung mit IFRS 3.45 unter Berücksichtigung des Bewertungszeitraums von einem Jahr. Vergleichsinformationen für Berichtsperioden vor Fertigstellung der erstmaligen Bilanzierung werden so dargestellt, als wären sie bereits zum Erwerbszeitpunkt vollzogen.

Änderungen der Beteiligungsquote des Mutterunternehmens an einem Tochterunternehmen, die nicht zu einem Verlust der Beherrschung führen, werden als Eigenkapitaltransaktionen bilanziert. Nach dem Verlust der Beherrschung eines Tochterunternehmens erfolgt dessen Endkonsolidierung entsprechend den Vorschriften des IFRS 10. Alle an dem ehemaligen Tochterunternehmen weiterhin gehaltenen Anteile sowie alle von dem ehemaligen oder an das ehemalige Tochterunternehmen geschuldeten Beträge werden ab dem Zeitpunkt des Beherrschungsverlustes gemäß der anzuwendenden IFRS bilanziert.

Gemeinschaftsunternehmen gemäß IFRS 11 und assoziierte Unternehmen werden nach der Equity-Methode gemäß IAS 28 in den Konzernabschluss einbezogen. Assoziierte Unternehmen sind Unternehmen, auf die Bertelsmann maßgeblichen Einfluss ausübt. Dies ist regelmäßig bei Stimmrechtsanteilen zwischen 20 und 50 Prozent der Fall. Bei geringerem Anteilsbesitz wird die Bilanzierung nach der Equity-Methode durch das Vorliegen eines maßgeblichen Einflusses nach IAS 28.6 begründet.

Bei einem Übergang von der Bilanzierung als Finanzinvestition hin zu der Equity-Methode werden die Vorschriften des IFRS 3 analog angewendet, sodass der beizulegende Zeitwert der Altanteile im Übergangszeitpunkt in die Anschaffungskosten der at-equity bilanzierten Beteiligung einfließt. Die Differenz zwischen Zeit- und Buchwert der Altanteile wird ergebniswirksam erfasst. Bei der Anwendung der Equity-Methode auf ein assoziiertes Unternehmen oder ein Gemeinschaftsunternehmen, das eine Investmentgesellschaft ist, behält Bertelsmann, das selbst keine Investmentgesellschaft ist, in der Regel die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert bei, die das Beteiligungsunternehmen auf seine Beteiligungen an Tochterunternehmen anwendet.

Unwesentliche Beteiligungen werden im Bertelsmann-Konzern unter Berücksichtigung von IAS 39 dargestellt.

Konsolidierungskreis

Bertelsmann ist an der RTL Group mit 75,1 Prozent und an Penguin Random House mit 75 Prozent (Vj.: 53 Prozent) als Mehrheitsgesellschafter beteiligt. Gruner + Jahr, BMG, Arvato, die Bertelsmann Printing Group und die Bertelsmann Education Group sowie Bertelsmann Investments gehören jeweils zu 100 Prozent zu Bertelsmann.

Zusammensetzung Konsolidierungskreis

Tochterunternehmen Gemeinschaftsunternehmen Assoziierte Unternehmen
31.12.2017 31.12.2016 31.12.2017 31.12.2016 31.12.2017 31.12.2016
RTL Group 291 272 15 12 37 28
Penguin Random House 93 90 - - 1 1
Gruner + Jahr 118 133 7 8 1 2
BMG 69 72 1 1 - -
Arvato 188 192 4 5 1 1
Bertelsmann Printing Group 39 32 1 - - -
Bertelsmann Education Group 25 23 - - 5 5
Bertelsmann Investments 8 9 - - 18 15
Corporate 1) 48 51 - - - -
Gesamt 879 874 28 26 63 52
Gesamt
31.12.2017 31.12.2016
RTL Group 343 312
Penguin Random House 94 91
Gruner + Jahr 126 143
BMG 70 73
Arvato 193 198
Bertelsmann Printing Group 40 32
Bertelsmann Education Group 30 28
Bertelsmann Investments 26 24
Corporate 1) 48 51
Gesamt 970 952

1) Einschließlich der Bertelsmann SE & Co. KGaA.

Entwicklung Konsolidierungskreis

Deutschland Frankreich Großbritannien Übriges Europa USA Sonstige Länder
Einbezogen zum 31.12.2016 296 115 132 186 87 136
Zugänge 11 6 7 12 10 42
Abgänge 19 5 14 11 6 15
Einbezogen zum 31.12.2017 288 116 125 187 91 163
Gesamt
Einbezogen zum 31.12.2016 952
Zugänge 88
Abgänge 70
Einbezogen zum 31.12.2017 970

Nicht im Konsolidierungskreis enthalten sind 213 (Vj.: 227) Unternehmen ohne nennenswerten Geschäftsbetrieb und mit einer insgesamt untergeordneten Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Bertelsmann-Konzerns.

Die vollständige Liste des Anteilsbesitzes des Bertelsmann-Konzerns gemäß § 313 Abs. 2 HGB wird als Anlage zum vorliegenden Konzernabschluss im Bundesanzeiger veröffentlicht und auf der Hauptversammlung ausgelegt.

Akquisitionen und Desinvestitionen

Im Geschäftsjahr 2017 betrug der Cashflow aus Akquisitionstätigkeit insgesamt -213 Mio. € (Vj.: -278 Mio. €), davon entfielen auf die Neuerwerbe des Berichtsjahres nach Abzug erworbener liquider Mittel -178 Mio. € (Vj.: -250 Mio. €). Die übertragene Gegenleistung im Sinne von IFRS 3 belief sich auf insgesamt 273 Mio. € (Vj.: 354 Mio. €) unter Berücksichtigung von bedingten Bestandteilen in Höhe von 19 Mio. € (Vj.: 21 Mio. €). Des Weiteren wurden im Zusammenhang mit den Unternehmenserwerben Put-Optionen in Höhe von 12 Mio. € (Vj.: 18 Mio. €) bilanziert.

Im Januar 2017 erwarb BMG 100 Prozent der amerikanischen Unternehmensgruppe BBR Music Group (BBRMG), die die Country-Music-Labels Broken Bow Records, Stoney Creek Records, Wheelhouse Records und den Musikverlag Magic Mustang Music umfasst. Der Abschluss sichert BMG eine bedeutende Position in der "Country-Hauptstadt" Nashville im US-Bundesstaat Tennessee - und verspricht Künstlern und Songwritern, die bei BBRMG und BMG unter Vertrag stehen, zahlreiche Vorteile. Die Kunden von BBRMG profitieren von einer deutlich größeren internationalen Reichweite, indem sie Teil der globalen Plattform von BMG werden; zudem stehen den Musikern bei BMG umfangreiche Marketingressourcen zur Verfügung. Die übertragene Gegenleistung beträgt 95 Mio. € und wird vollständig durch Zahlungsmittel erbracht. Die Kaufpreisvereinbarung enthält eine variable Gegenleistung in Abhängigkeit von zukünftigen Verkaufszahlen von bei BBRMG unter Vertrag stehenden Künstlern.

Die maximale variable Gegenleistung beträgt 25 Mio. US-$. Zum 31. Dezember 2017 erwartet Bertelsmann keine Auszahlung aus dieser variablen Gegenleistung. Aus der Kaufpreisallokation ergab sich ein steuerlich abzugsfähiger Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 6 Mio. €, der hauptsächlich aus potenziell zu realisierenden Synergieeffekten und aus zukünftigen zusätzlichen Absatzpotenzialen aus der Zusammenführung von BBRMG und BMG resultiert. Aus steuerlicher Sicht wird der Erwerb aufgrund einer Wahlrechtsausübung in den USA als Asset Deal behandelt. Auf Einzelebene ist die gesamte übertragene Gegenleistung daher über 15 Jahre steuerlich abzugsfähig. Die mit der Transaktion verbundenen Aufwendungen betrugen im Geschäftsjahr 2017 1 Mio. € und wurden ergebniswirksam erfasst.

Im Juli 2017 übernahm Penguin Random House 100 Prozent der Anteile an der Verlagsgruppe Ediciones B von der spanischen Mediengruppe Grupo Zeta. Penguin Random House sieht die Übernahme als Stärkung der Marktposition und der kulturellen Bedeutung von Penguin Random House Grupo Editorial in Spanien, Lateinamerika und der gesamten spanischsprachigen Welt. Die übertragene Gegenleistung betrug 37 Mio. € und wurde vollständig durch Zahlungsmittel erbracht. Aus der Kaufpreisallokation ergab sich ein steuerlich nicht abzugsfähiger Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 28 Mio. €, der im Wesentlichen Synergiepotenziale repräsentiert, die aus Effizienzoptimierungen in Bezug auf direkte und strukturelle Aufwendungen realisiert werden sollen. Im Geschäftsjahr 2017 betrugen die mit der Transaktion verbundenen Aufwendungen 2 Mio. € und wurden ergebniswirksam erfasst.

Außerdem tätigte der Bertelsmann-Konzern im Geschäftsjahr 2017 mehrere Akquisitionen, die für sich genommen nicht wesentlich waren. Nach Abzug erworbener liquider Mittel erfolgten für diese Akquisitionen Zahlungen in Höhe von -93 Mio. €, die übertragene Gegenleistung im Sinne von IFRS 3 belief sich für diese Akquisitionen auf 141 Mio. € unter Berücksichtigung von bedingten Bestandteilen in Höhe von 19 Mio. €. Aus den sonstigen Akquisitionen entstanden Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 133 Mio. €, die Synergiepotenziale widerspiegeln und in Höhe von 7 Mio. € steuerlich abzugsfähig sind. Im Geschäftsjahr 2017 betrugen die mit den Transaktionen verbundenen Aufwendungen 2 Mio. € und wurden ergebniswirksam erfasst.

Die Kaufpreisallokationen berücksichtigen sämtliche bis zur Aufstellung dieses Abschlusses verfügbaren Informationen über Fakten und Umstände, die zum jeweiligen Erwerbszeitpunkt bestanden. Soweit innerhalb des zwölfmonatigen Bewertungszeitraums nach IFRS 3 weitere solche Fakten und Umstände bekannt werden, erfolgt eine entsprechende Anpassung der Kaufpreisallokation.

Die beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte und Schulden der Akquisitionen zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung auf Basis der derzeit zum Teil vorläufigen Kaufpreisallokationen können der folgenden Tabelle entnommen werden:

Auswirkungen der Akquisitionen

in Mio. € BBR Music Group Ediciones B Sonstige Summe
Langfristige Vermögenswerte        
Geschäfts- oder Firmenwerte 6 28 133 167
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 87 8 56 151
Sachanlagen 1 - 5 6
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen - - 6 6
Sonstige langfristige Vermögenswerte 1 2 7 10
Kurzfristige Vermögenswerte        
Vorräte - 7 6 13
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen - 5 24 29
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 1 2 3 6
Liquide Mittel 8 1 11 20
Schulden        
Finanzschulden - - 14 14
Sonstige finanzielle und nicht finanzielle Verbindlichkeiten 9 16 53 78
Beizulegender Zeitwert der zuvor gehaltenen Anteile - - 41 41
Nicht beherrschende Anteile - - 2 2

Sämtliche im Geschäftsjahr 2017 getätigten Neuerwerbe im Rahmen des IFRS 3 trugen seit der Erstkonsolidierung 115 Mio. € zum Umsatz und -13 Mio. € zum Konzernergebnis bei. Bei Einbeziehung dieser Neuerwerbe ab dem 1. Januar 2017 hätten diese 156 Mio. € zum Umsatz und -17 Mio. € zum Konzernergebnis beigetragen. Der beizulegende Zeitwert der erworbenen Forderungen beläuft sich zum Erwerbszeitpunkt auf 35 Mio. €. Davon entfallen 33 Mio. € auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie 2 Mio. € auf sonstige Forderungen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind mit 6 Mio. € wertberichtigt, sodass der Bruttobetrag der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 39 Mio. € beträgt. Die sonstigen Forderungsposten sind nur in geringem Umfang wertberichtigt, sodass der beizulegende Zeitwert dem Bruttobetrag entspricht.

Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden erfolgt bei der Anwendung des IFRS 3 vorrangig nach dem marktpreisorientierten Verfahren. Danach werden Vermögenswerte und Schulden mit ihren an einem aktiven Markt feststellbaren Preisen bewertet. Ist eine Bewertung nach dem marktpreisorientierten Verfahren nicht möglich, wird das kapitalwertorientierte Verfahren herangezogen. Danach ergibt sich der beizulegende Zeitwert eines Vermögenswerts bzw. einer Schuld als Barwert der zukünftig zufließenden bzw. abfließenden Zahlungen (Cashflows).

Im Rahmen der Desinvestitionen erzielte der Bertelsmann-Konzern nach Berücksichtigung abgehender liquider Mittel Zahlungsströme in Höhe von 4 Mio. € (Vj.: -28 Mio. €). Die Desinvestitionen haben zu einem Verlust aus Endkonsolidierung von -10 Mio. € (Vj.: -33 Mio. €) geführt, der in der Position "Ergebnis aus Beteiligungsverkäufen" ausgewiesen wird. Ihre Auswirkungen auf die Vermögenswerte und Schulden des Bertelsmann-Konzerns zum Zeitpunkt der Endkonsolidierung zeigt die nachfolgende Tabelle:

Auswirkungen der Desinvestitionen

in Mio. € Summe
Langfristige Vermögenswerte  
Geschäfts- oder Firmenwerte 3
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 4
Sachanlagen 3
Sonstige langfristige Vermögenswerte 1
Kurzfristige Vermögenswerte  
Vorräte 16
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 28
Liquide Mittel 10
Schulden  
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen -
Finanzschulden -
Sonstige finanzielle und nicht finanzielle Verbindlichkeiten 30

Nicht fortgeführte Aktivitäten

Das Ergebnis nach Steuern aus nicht fortgeführten Aktivitäten von -7 Mio. € (Vj.: 1 Mio. €) umfasst Nachlaufeffekte im Zusammenhang mit dem Verkauf von Gesellschaften des ehemaligen Unternehmensbereichs Direct Group.

Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Schulden im Zusammenhang mit den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten

Die Buchwerte der als zur Veräußerung gehaltenen klassifizierten Vermögenswerte und zugehörigen Schulden sind der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen:

Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und zugehörige Schulden

in Mio. € 31.12.2017 31.12.2016
Aktiva    
Langfristige Vermögenswerte    
Geschäfts- oder Firmenwerte - 2
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 1 3
Sachanlagen - 87
Anteile an at-equity bilanzierten Beteiligungen - 2
Sonstige langfristige Vermögenswerte - 1
Kurzfristige Vermögenswerte    
Vorräte - 6
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 1 9
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte - 1
Liquide Mittel 2 3
Wertminderungen auf zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte -1 -14
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 3 100
Passiva    
Langfristige Schulden    
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 1 -
Kurzfristige Schulden    
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 1 5
Sonstige kurzfristige Schulden 1 3
Schulden im Zusammenhang mit den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten 3 8

Die RTL Group hatte im Oktober 2016 eine Vereinbarung zum Verkauf der Media Properties Sarl abgeschlossen. Die Media Properties Sarl hält die neuen Gebäude der RTL Group in Luxemburg ("RTL City"). Der Verkauf sollte im zweiten Quartal 2017 abgeschlossen werden. Zum Jahresabschluss 2016 wurden die Gebäude daher als zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte ausgewiesen. Im Mai 2017 beschlossen die Vertragsparteien im gegenseitigen Einvernehmen, auf die Transaktion zu verzichten. Das Management der RTL Group hat sich entschlossen, den Verkaufsprozess im kommenden Jahr nicht weiter zu verfolgen. Dementsprechend wurden die Gebäude in Höhe von 83 Mio. € von den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten in die Sachanlagen reklassifiziert. Ein darauf entfallender unwesentlicher Abschreibungsaufwand wurde rückwirkend im zweiten Quartal erfasst.

Bei Veräußerungsgruppen, die zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet wurden, wurden im Vorjahr Wertminderungsaufwendungen in Höhe von -14 Mio. € erfasst, die im Wesentlichen auf eine im Unternehmensbereich Arvato geplante Veräußerung entfielen. Im Geschäftsjahr 2017 wurde der Verkauf abgeschlossen. Die beizulegenden Zeitwerte sind der Stufe 3 der Hierarchie der nicht wiederkehrenden beizulegenden Zeitwerte zuzuordnen. Die Bewertungen der Stufe 3 basieren auf den Informationen der Vertragsverhandlungen. Die ergebniswirksam erfassten Wertminderungsaufwendungen sind unter den "Sonstigen betrieblichen Aufwendungen" erfasst.

Fremdwährungsbewertung

Transaktionen, die auf eine von der funktionalen Währung eines Tochterunternehmens abweichende Währung lauten, werden in der funktionalen Währung mit dem Umrechnungskurs am Tag ihrer erstmaligen Bilanzierung erfasst. Zum Bilanzstichtag werden auf Fremdwährung lautende monetäre Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in der funktionalen Währung mit dem dann gültigen Stichtagskurs bewertet. Gewinne und Verluste aus diesen Fremdwährungsbewertungen werden erfolgswirksam erfasst. Nicht monetäre Bilanzposten in Fremdwährung werden zu historischen Wechselkursen fortgeführt.

Fremdwährungsumrechnung

Jahresabschlüsse von Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen, die in Fremdwährung aufgestellt wurden, werden gemäß IAS 21 nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet, bevor sie in den Konzernabschluss einbezogen werden. Die Umrechnung der Vermögenswerte und Schulden in die Berichtswährung erfolgt zum Stichtagskurs am Bilanzstichtag, während die Gewinn- und Verlustrechnung mit dem Durchschnittskurs des Geschäftsjahres umgerechnet wird. Unterschiede aus der Währungsumrechnung werden im sonstigen Ergebnis erfasst. Solche Differenzen entstehen bei der Umrechnung von Bilanzposten zu einem Stichtagskurs, der vom vorherigen Stichtagskurs abweicht, sowie durch den Unterschied zwischen Durchschnitts- und Stichtagskurs bei der Umrechnung des Konzernergebnisses. Zum Zeitpunkt der Endkonsolidierung von Konzerngesellschaften werden die jeweiligen kumulierten Umrechnungsdifferenzen, die bis zu diesem Zeitpunkt im sonstigen Ergebnis erfasst und in einem separaten Bestandteil des Eigenkapitals kumuliert wurden, vom Eigenkapital in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. Für die aus der Sicht des Bertelsmann-Konzerns wichtigsten Fremdwährungen wurden für Zwecke der Währungsumrechnung folgende Euro-Wechselkurse zugrunde gelegt:

Euro-Wechselkurse der wichtigsten Fremdwährungen

Durchschnittskurse Stichtagskurse
Fremdwährung für 1 € 2017 2016 31.12.2017 31.12.2016
Australischer Dollar AUD 1,4733 1,4881 1,5346 1,4596
Kanadischer Dollar CAD 1,4645 1,4660 1,5039 1,4188
Chinesischer Renminbi CNY 7,6278 7,3510 7,8044 7,3202
Britisches Pfund GBP 0,8766 0,8196 0,8872 0,8562
US-Dollar USD 1,1295 1,1072 1,1993 1,0541

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Ertrags- und Aufwandsrealisierung

Umsatzerlöse werden gemäß IAS 18 erfasst. Sie werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen oder zu beanspruchenden Gegenleistung bewertet und um erwartete Preisnachlässe, Rabatte und ähnliche andere Abzüge gekürzt.

Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Gütern gelten als realisiert, wenn der Bertelsmann-Konzern die maßgeblichen Risiken und Chancen aus dem Eigentum der Güter auf den Käufer übertragen hat und die Höhe der Umsatzerlöse verlässlich bestimmt werden kann. Umsatzerlöse aus Werbung und Anzeigen werden erfasst, wenn die entsprechende Werbung oder Anzeige im jeweiligen Medium erscheint. Erträge aus Nutzungsentgelten (Lizenzen) werden periodengerecht entsprechend den Bestimmungen des zugrunde liegenden Vertrages erfasst. Umsatzerlöse aus Dienstleistungsgeschäften werden entsprechend ihrem Wertschöpfungsanteil erfasst.

Zinserträge und -aufwendungen werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode in Übereinstimmung mit IAS 39 periodengerecht erfasst. Dividenden werden erst im Zeitpunkt der Entstehung des Rechtsanspruchs des Anteilseigners auf Zahlung ergebniswirksam vereinnahmt. Übrige Erträge werden erfasst, wenn der wirtschaftliche Nutzen wahrscheinlich und der Betrag verlässlich bestimmbar ist. Aufwendungen werden nach sachlichen oder zeitlichen Kriterien abgegrenzt.

Geschäfts- oder Firmenwerte

Der aus einem Unternehmenszusammenschluss gemäß IFRS 3 resultierende Geschäfts- oder Firmenwert wird bei dem erstmaligen Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet, in den Folgeperioden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungsaufwendungen. Geschäfts- oder Firmenwerte werden mindestens einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest (Impairment-Test) gemäß IAS 36 unterzogen. Im Bertelsmann-Konzern werden Werthaltigkeitstests auf Geschäfts- oder Firmenwerte wie im Abschnitt "Wertminderungen" erläutert durchgeführt.

Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens werden mit ihren aktivierungspflichtigen Herstellungskosten gemäß IAS 38 bilanziert, wenn dafür die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind. Nicht im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden ebenfalls gemäß IAS 38 mit ihren Anschaffungskosten, vermindert um kumulierte planmäßige Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen, bilanziert. Der erstmalige Ansatz von immateriellen Vermögenswerten, die im Zuge eines Unternehmenszusammenschlusses übernommen wurden, erfolgt gemäß IFRS 3 zum beizulegenden Zeitwert im Erwerbszeitpunkt.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen bei immateriellen Vermögenswerten mit begrenzter Nutzungsdauer grundsätzlich linear über deren Nutzungsdauer. Wertminderungen und Wertaufholungen werden gemäß den Vorschriften des Impairment-Tests gemäß IAS 36 vorgenommen. Die planmäßige Nutzungsdauer beträgt für aktivierte Software in der Regel drei bis fünf Jahre, für Belieferungsrechte und Abonnentenstämme zwei bis 15 Jahre, für Warenzeichen, Musik- und Verlagsrechte drei bis 25 Jahre. Lizenzen werden linear entsprechend der Vertragslaufzeit oder leistungsabhängig (im Verhältnis der in der Berichtsperiode erzielten Nutzungserlöse zu den gesamten geschätzten Nutzungserlösen für die gesamte Nutzungsdauer) abgeschrieben. Immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer unterliegen keiner planmäßigen Abschreibung. Stattdessen werden sie mindestens einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest (Impairment-Test) gemäß IAS 36 unterzogen und gegebenenfalls auf den erzielbaren Betrag abgeschrieben.

Sachanlagen

Sachanlagen werden gemäß IAS 16 bilanziert und zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um kumulierte planmäßige Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen, bewertet. Die Abschreibung erfolgt nach der linearen Methode über die wirtschaftliche Nutzungsdauer des Vermögenswerts. Im Geschäftsjahr 2017 lagen den planmäßigen Abschreibungen in der Regel folgende Nutzungsdauern zugrunde:

Gebäude zehn bis 50 Jahre

technische Anlagen und Maschinen vier bis 15 Jahre

andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen drei bis 15 Jahre

Grundstücke werden nicht planmäßig abgeschrieben.

Wertminderungen

Geschäfts- oder Firmenwerte und immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer werden zum 31. Dezember eines jeden Jahres sowie anlassbezogen auf Wertminderung gemäß IAS 36 überprüft. Immaterielle Vermögenswerte mit einer begrenzten Nutzungsdauer und Sachanlagen werden zum Bilanzstichtag gemäß IAS 36 nur dann einem Werthaltigkeitstest unterzogen, wenn Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen.

Eine Wertminderung gemäß IAS 36 liegt vor, wenn der Buchwert eines Vermögenswerts bzw. einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit seinen erzielbaren Betrag überschreitet. Der erzielbare Betrag wird dabei als der jeweils höhere Betrag aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert ermittelt. Der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und der Nutzungswert werden in der Regel unter Anwendung der Discounted-Cashflow-Methode ermittelt, die auf im Rahmen von Unternehmensplanungen ermittelten zukünftigen Cashflow-Prognosen basiert. Bei zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten wird ausschließlich der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten als Vergleichsmaßstab herangezogen.

Bei der Bestimmung des Nutzungswerts bleiben geschätzte künftige Mittelzuflüsse bzw. Mittelabflüsse, die aus künftigen Restrukturierungen oder aus der Verbesserung bzw. Erhöhung der Ertragskraft der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten resultieren, unberücksichtigt, es sei denn, die zahlungsmittelgenerierende Einheit hat sich am Bilanzstichtag zu einer Restrukturierung verpflichtet und eine entsprechende Rückstellung gebildet. Zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts ist, sofern ein aktiver Markt besteht, der Marktpreis oder gegebenenfalls der Preis der jüngsten vergleichbaren Transaktion heranzuziehen. Liegt kein aktiver Markt vor, wird der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten in der Regel unter Anwendung eines Discounted-Cashflow-Verfahrens ermittelt. Sofern den Vermögenswerten keine eigenen Cashflows zugeordnet werden können, werden die Wertminderungen anhand der Cashflows der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ermittelt, zu denen die Vermögenswerte gehören. Die prognostizierten Cashflows werden den unternehmensinternen Planungen, die drei Detailperioden umfassen, entnommen und in der Regel um zwei weitere Detailplanungsperioden ergänzt. Die über die Detailplanung hinausgehenden Perioden werden durch eine ewige Rente unter Berücksichtigung individueller geschäftsspezifischer Wachstumsraten abgebildet. Die Abzinsung erfolgt grundsätzlich mit den gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten nach Steuern (Weighted Average Cost of Capital, WACC). Für zahlungsmittelgenerierende Einheiten mit unterschiedlichen Risikoprofilen werden spezifische WACC abgeleitet. Der Bertelsmann-Konzern führt für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Sensitivitätsanalysen durch, insbesondere für diejenigen, bei denen die Spanne zwischen erzielbarem Betrag und dem Buchwert gering ist.

Sind die Gründe für einen Wertminderungsaufwand, der in früheren Perioden erfasst worden ist, entfallen, werden Zuschreibungen bis zu dem Betrag vorgenommen, der sich ergeben hätte, wenn kein Wertminderungsaufwand erfasst worden wäre. Letztere Regelung gilt nicht für Geschäfts- oder Firmenwerte. Sowohl der Wertminderungsaufwand als auch eine Zuschreibung werden unmittelbar ergebniswirksam erfasst.

Leasing

Ein Leasingverhältnis gemäß IAS 17 wird zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses als Finanzierungs- oder als Operating-Leasingverhältnis eingestuft. Ein Leasingverhältnis wird als Finanzierungsleasing eingestuft, wenn im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, auf den Bertelsmann-Konzern übertragen werden.

Ein Operating-Leasingverhältnis ist ein Leasingverhältnis, bei dem es sich nicht um ein Finanzierungsleasingverhältnis handelt. Leasingzahlungen für Operating-Leasingverhältnisse werden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses in der Position "Sonstige betriebliche Aufwendungen" ergebniswirksam erfasst.

Finanzielle Vermögenswerte

Der erstmalige Ansatz der finanziellen Vermögenswerte erfolgt zum beizulegenden Zeitwert unter Berücksichtigung von Transaktionskosten, die direkt dem Erwerb des finanziellen Vermögenswerts zuzurechnen sind. Transaktionskosten werden bei den finanziellen Vermögenswerten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, unmittelbar in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Reguläre Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden zum Handelstag angesetzt, dem Tag, an dem sich der Bertelsmann-Konzern zum Kauf bzw. Verkauf des Vermögenswerts verpflichtet.

Für die Folgebewertung werden finanzielle Vermögenswerte in die folgenden Kategorien bzw. Unterkategorien unterteilt:

zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (Available-for-Sale)

erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte

zu Handelszwecken gehaltene originäre und derivative finanzielle Vermögenswerte (Held for Trading)

bei erstmaligem Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert klassifizierte Vermögenswerte (Initial Recognition at Fair Value Through Profit or Loss)

Kredite und Forderungen (Loans and Receivables)

ausgereichte Darlehen sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Der Bertelsmann-Konzern nutzt die Kategorie "Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinstrumente" nicht.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte:

In diese Kategorie fallen im Wesentlichen Beteiligungen des Anlagevermögens, sofern sie nicht als Kredite und Forderungen oder als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert klassifiziert wurden. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte werden gemäß IAS 39 mit ihrem jeweiligen beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag bewertet, sofern dieser verlässlich zu ermitteln ist. Anderenfalls werden sie zu Anschaffungskosten bewertet. Aus Schwankungen des beizulegenden Zeitwerts resultierende Gewinne und Verluste werden unter Berücksichtigung latenter Steuern im sonstigen Ergebnis erfasst. Wenn ein objektiver Hinweis auf die Wertminderung vorliegt, erfolgt jedoch eine ergebniswirksame Abwertung. Ein signifikanter oder länger anhaltender Rückgang des beizulegenden Zeitwerts eines gehaltenen Eigenkapitalinstruments unter dessen Anschaffungskosten ist ebenfalls als ein objektiver Hinweis auf eine Wertminderung anzusehen. Bei Veräußerung dieser Vermögenswerte werden die zuvor im sonstigen Ergebnis erfassten kumulierten Gewinne und Verluste vom Eigenkapital in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert.

Zu Handelszwecken gehaltene originäre und derivative finanzielle Vermögenswerte:

Unter diese Kategorie fallen Derivate, die die formalen Anforderungen des IAS 39 für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen nicht erfüllen. Sie werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Gewinne oder Verluste aus der Änderung der beizulegenden Zeitwerte werden erfolgswirksam erfasst. Alle Derivate, die die formalen Anforderungen des IAS 39 zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen erfüllen, werden gesondert als derivative Finanzinstrumente mit Hedge-Beziehung erfasst und zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Weitere Erläuterungen finden sich im Abschnitt "Derivative Finanzinstrumente".

Bei erstmaligem Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert klassifizierte finanzielle Vermögenswerte:

In die Kategorie "Initial Recognition at Fair Value Through Profit or Loss" fallen die finanziellen Vermögenswerte, die bei erstmaligem Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert klassifiziert wurden. Die Änderungen des Marktwerts werden erfolgswirksam im übrigen finanziellen Ergebnis erfasst.

Ausgereichte Darlehen sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen:

Ausleihungen und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit fixen bzw. bestimmbaren Zahlungen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind. Sie werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bilanziert. Eine Abzinsung erfolgt bei unverzinslichen oder niedrig verzinslichen langfristigen Darlehen und Forderungen. Gibt es einen objektiven Hinweis darauf, dass eine Wertminderung eingetreten ist, so wird der Buchwert unter Verwendung eines Wertberichtigungskontos reduziert und der Verlustbetrag ergebniswirksam erfasst.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente:

Liquide Mittel umfassen Bankguthaben und Kassenbestände, Zahlungsmitteläquivalente umfassen kurzfristige hochliquide Wertpapiere, deren Restlaufzeit beim Erwerb maximal drei Monate beträgt.

Wertminderungen und Wertaufholungen:

Zu jedem Bilanzstichtag werden die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, daraufhin untersucht, ob objektive Hinweise auf eine Wertminderung hindeuten. Derartige Hinweise liegen in folgenden Fällen vor: Hinweise auf finanzielle Schwierigkeiten eines Kunden oder einer Gruppe von Kunden, der Ausfall oder Verzug von Zins- oder Tilgungszahlungen, die Wahrscheinlichkeit, Insolvenz zu erklären oder einer anderen finanziellen Restrukturierung zu unterliegen, und erkennbare Tatsachen, die auf eine messbare Verringerung der geschätzten zukünftigen Kapitalflüsse hindeuten, wie beispielsweise ungünstige Veränderungen der Zahlungslage des Kreditnehmers oder der Wirtschaftslage, die mit dem Leistungsverzug übereinstimmen. Bei zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten entspricht der Verlustbetrag im Falle einer Wertminderung der Differenz zwischen dem Buchwert und dem Barwert der erwarteten künftigen Cashflows -abgezinst mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz des finanziellen Vermögenswerts. Sofern sich zu späteren Bewertungszeitpunkten ergibt, dass der beizulegende Zeitwert gestiegen ist, erfolgt eine ergebniswirksame Wertaufholung bis maximal zu den fortgeführten Anschaffungskosten. Eine Wertaufholung erfolgt nicht, sofern es sich um nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente handelt, die als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte zu Anschaffungskosten bewertet wurden. Im Falle einer Wertminderung der zu Anschaffungskosten bewerteten zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte ergibt sich der Betrag der Wertberichtigung aus der Differenz zwischen dem Buchwert des finanziellen Vermögenswerts und dem Barwert der geschätzten künftigen Cashflows, diskontiert mit dem risikoadjustierten Zinssatz.

Bewertung zum beizulegenden Zeitwert

Bei finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, hängt das angewendete Bewertungsverfahren davon ab, welche Inputfaktoren jeweils vorliegen. Wenn notierte Preise auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte ermittelt werden können, werden diese zur Bewertung herangezogen (Stufe 1). Wenn dies nicht möglich ist, werden die beizulegenden Zeitwerte vergleichbarer Markttransaktionen herangezogen sowie finanzwirtschaftliche Methoden, basierend auf beobachtbaren Marktdaten, verwendet (Stufe 2). Sofern die beizulegenden Zeitwerte nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren, werden sie mithilfe anerkannter finanzmathematischer Methoden oder auf Basis von beobachtbaren erzielbaren Preisen im Rahmen von zuletzt durchgeführten qualifizierten Finanzierungsrunden unter Berücksichtigung des Lebens- und Entwicklungszyklus des jeweiligen Unternehmens ermittelt (Stufe 3).

Vorräte

Vorräte, darunter Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, fertige und unfertige Erzeugnisse sowie Handelswaren, werden gemäß IAS 2 bilanziert und am Bilanzstichtag grundsätzlich mit dem niedrigeren Wert aus historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert angesetzt. Gleichartige Vorräte werden zu Durchschnittskosten oder nach dem FIFO-Verfahren (first in, first out) bewertet.

Darüber hinaus werden im Vorratsvermögen alle kurzfristigen Film-, Fernseh- und ähnlichen Rechte ausgewiesen, die zur Ausstrahlung oder zum Verkauf im normalen operativen Geschäftszyklus bestimmt sind. Dazu gehören insbesondere sich in der Produktion befindende Film- und Fernsehformate, Koproduktionen sowie erworbene Senderechte. Der Ansatz zum Bilanzstichtag erfolgt auch hier mit dem niedrigeren Wert aus historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten und dem Nettoveräußerungswert. Der Verbrauch von Film- und Fernsehrechten erfolgt mit Beginn der ersten Ausstrahlung und ist entweder von der Anzahl der geplanten Ausstrahlungen oder von den erwarteten Umsatzerlösen abhängig. Der ausstrahlungsbedingte Verbrauch bei den Film- und Fernsehrechten ist wie folgt:

themenbezogene Free-TV-Kanäle: linearer Verbrauch über maximal sechs Ausstrahlungen

sonstige Free-TV-Kanäle:

Unterhaltungsprogramme wie Soapoperas, Dokumentationen, Sport-, Quiz- und Musiksendungen werden in voller Höhe gleich bei der ersten Ausstrahlung verbraucht.

Bei den Kindersendungen und Zeichentrickfilmen teilt sich der Verbrauch zu jeweils 50 Prozent auf zwei Ausstrahlungen auf.

Der Verbrauch von Kinoproduktionen, TV-Spielfilmen und -Serien erstreckt sich ebenfalls auf maximal zwei Ausstrahlungen: 67 Prozent des Werts werden bei der ersten, die restlichen 33 Prozent bei der zweiten Ausstrahlung verbraucht.

Pay-TV-Kanäle: linearer Verbrauch über die Lizenzdauer Der Verbrauch von Vorräten und von Film- und Fernsehrechten wird in der Gewinn- und Verlustrechnung als Materialaufwand bzw. als Bestandsveränderung erfasst.

Kundenspezifische Fertigungsaufträge

Im Geschäftsjahr 2017 wurden keine wesentlichen Umsätze aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen realisiert.

Ertragsteuern

In Übereinstimmung mit IAS 12 werden laufende Ertragsteuern auf Basis des jeweiligen gesellschaftsspezifischen steuerlichen Einkommens des Geschäftsjahres ermittelt. Bei der Berechnung laufender und latenter Steuern werden die anwendbaren steuerlichen Gesetze und steuerlichen Rechtsprechungen der jeweiligen Länder berücksichtigt, in denen die konsolidierten Konzerngesellschaften ihren Sitz haben. Laufende und latente Steuern werden im Falle von bestehenden steuerlichen Organschaften und von steuertransparenten Gesellschaften in Übereinstimmung mit den jeweils anzuwendenden steuerlichen Anforderungen und der formell gültigen gesellschaftsrechtlichen Sichtweise bilanziert. Danach erfolgt der Ausweis laufender und latenter Steuern im Konzernabschluss auf Ebene der Gesellschaft, die die jeweilige Steuerschuld besitzt.

Aktive und passive latente Steuern werden nach Maßgabe von IAS 12 für temporäre Differenzen zwischen den steuerlichen Wertansätzen und den Wertansätzen der IFRS-Konzernbilanz sowie für noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge und Steuergutschriften angesetzt. Aktive latente Steuern werden nur in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuerndes Ergebnis verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähige temporäre Differenz verwendet werden kann. Für aktive latente Steuern, deren Realisierung in einem überschaubaren Zeitraum nicht zu erwarten ist, werden Wertberichtigungen vorgenommen. Passive latente Steuern werden grundsätzlich für sämtliche zu versteuernden temporären Differenzen gebildet. Aktive und passive latente Steuern auf temporäre Differenzen, die aus Unternehmenserwerben entstehen, werden angesetzt, mit der Ausnahme von temporären Differenzen auf Firmenwerte, sofern diese steuerlich nicht berücksichtigt werden. Bei der Berechnung werden diejenigen Steuersätze angewendet, deren Gültigkeit zum Zeitpunkt der Umkehrung temporärer Differenzen bzw. Nutzung der Verlustvorträge erwartet wird. Latente Steuern werden grundsätzlich ergebniswirksam erfasst, es sei denn, sie beziehen sich auf Sachverhalte, die im sonstigen Ergebnis erfasst wurden. In diesem Fall werden latente Steuern im sonstigen Ergebnis erfasst.

Kumuliertes übriges Eigenkapital

Im kumulierten übrigen Eigenkapital werden neben den Unterschieden aus den Umrechnungsdifferenzen auch unrealisierte Gewinne bzw. Verluste aus der Marktbewertung von als zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten (Available-for-Sale) und von Finanzderivaten, die zur Sicherung eines künftigen Zahlungsstroms (Cash Flow Hedge) eingesetzt werden, gemäß IAS 39 erfolgsneutral bilanziert. Darüber hinaus werden gemäß IAS 28.10 Veränderungen im sonstigen Ergebnis bei nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen erfasst. Effekte aus der Neubewertung leistungsorientierter Pensionspläne (versicherungsmathematische Gewinne und Verluste auf die leistungsorientierte Verpflichtung, Unterschiedsbeträge zwischen den tatsächlichen und den durch den Nettozinsaufwand implizierten Erträgen auf das Planvermögen sowie Effekte aus der Begrenzung eines Nettovermögenswerts) werden im Zuge der Verteilung des Gesamtergebnisses der Periode in der Eigenkapitalveränderungsrechnung in den Gewinnrücklagen im Jahr des Anfalls dieser Gewinne und Verluste erfasst. Der Ausweis von latenten Steuern auf die oben genannten Sachverhalte erfolgt dementsprechend ebenfalls erfolgsneutral im Eigenkapital.

Rückstellungen

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden gemäß IAS 19 nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) ermittelt. Der im Pensionsaufwand enthaltene Nettozinsaufwand wird im Finanzergebnis ausgewiesen. Effekte aus der Neubewertung leistungsorientierter Pensionspläne (versicherungsmathematische Gewinne und Verluste auf die leistungsorientierte Verpflichtung, Unterschiedsbeträge zwischen den tatsächlichen und den durch den Nettozinsaufwand implizierten Erträgen auf das Planvermögen sowie Effekte aus der Begrenzung eines Nettovermögenswerts) werden sofort erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst und in einer nachfolgenden Periode auch nicht mehr ergebniswirksam umgegliedert (recycled).

Mit Ausnahme der nach IAS 19 berechneten übrigen personalbezogenen Rückstellungen werden alle anderen Rückstellungen auf Basis von IAS 37 gebildet. Der Ansatz erfolgt in Höhe des wahrscheinlichsten Verpflichtungsumfangs. Langfristige Rückstellungen werden abgezinst. Die Abzinsungssätze berücksichtigen aktuelle Markterwartungen und gegebenenfalls für die Schuld spezifische Risiken. Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen werden grundsätzlich in dem Posten der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt, in dem zuvor die Zuführung erfasst wurde.

Verbindlichkeiten

Bei erstmaligem Ansatz werden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten inklusive des Genusskapitals zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Transaktionskosten erfasst. Die Folgebewertung erfolgt gemäß der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten (Financial Liabilities at Amortized Cost), es sei denn die finanzielle Verbindlichkeit wird beim erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert klassifiziert. Die ebenfalls unter den Finanzverbindlichkeiten ausgewiesenen Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverhältnissen sind gemäß IAS 17 mit ihrem Nettobarwert erfasst.

Zukünftige Zahlungen im Zusammenhang mit den vom Bertelsmann-Konzern ausgegebenen Put-Optionen auf Eigenkapitalanteile von Tochtergesellschaften werden als finanzielle Verbindlichkeit ausgewiesen. Der erstmalige Ansatz der Verbindlichkeit erfolgt zum Barwert des Rückzahlungsbetrags mit einer entsprechenden Reduzierung des Eigenkapitals. Im Falle eines Unternehmenszusammenschlusses mit dem Übergang der Risiken und Chancen aus den der Put-Option zugrunde liegenden Eigenkapitalanteilen von den nicht beherrschenden Anteilen auf den Bertelsmann-Konzern wird beim erstmaligen Ansatz der Geschäfts- oder Firmenwert entsprechend erhöht. Die Folgebewertung der Verbindlichkeiten aus Put-Optionen erfolgt ergebniswirksam.

Derivative Finanzinstrumente

Nach IAS 39 werden alle derivativen Finanzinstrumente in der Bilanz zum beizulegenden Zeitwert erfasst. Der Ansatz der derivativen Finanzinstrumente erfolgt zum Abschlusstag des Geschäfts. Bei Vertragsabschluss eines Derivates wird festgelegt, ob dieses zur Absicherung eines Bilanzpostens (Fair Value Hedge) oder zur Absicherung künftiger Zahlungsströme (Cash Flow Hedge) dient. Einzelne Derivate erfüllen nicht die Voraussetzungen von IAS 39 für eine Bilanzierung als Sicherungsgeschäft, obwohl sie bei wirtschaftlicher Betrachtung eine Sicherung darstellen (Stand-alone Hedge).

Die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Derivaten werden wie folgt erfasst:

1. Fair Value Hedge: Marktwertänderungen dieser Derivate, die zur Absicherung von Vermögenswerten bzw. Schulden dienen, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst; der entsprechende Gewinn oder Verlust aus der Bewertung des gesicherten Bilanzpostens wird ebenfalls sofort im Ergebnis ausgewiesen.

2. Cash Flow Hedge: Der effektive Teil der Änderungen des beizulegenden Zeitwerts der Derivate, die zur Absicherung künftiger Cashflows dienen, wird im sonstigen Ergebnis erfasst. Die hier eingestellten Werte werden bei Zugang eines zugrunde liegenden, nicht finanziellen Vermögenswerts bzw. einer nicht finanziellen Verbindlichkeit in die Erstbewertung einbezogen (Basis Adjustment). In den anderen Fällen erfolgt die Umgliederung der zuvor erfassten Gewinne und Verluste aus dem Eigenkapital in den Gewinn oder Verlust, wenn das abgesicherte Grundgeschäft erfolgswirksam wird. Der ineffektive Teil der Wertänderung des Sicherungsinstruments wird erfolgswirksam erfasst.

3. Stand-alone Hedge: Marktwertänderungen von Derivaten, die nicht die Voraussetzungen für die Bilanzierung als Sicherungsgeschäft erfüllen, werden entsprechend der Kategorie "Held for Trading" in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst und sind somit erfolgswirksam mit dem beizulegenden Zeitwert zu bilanzieren.

Im Geschäftsjahr 2017 wurden keine Sicherungsgeschäfte mit Fair Value Hedge erfasst. Ebenso lag keine Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb vor.

Anteilsbasierte Vergütung

Anteilsbasierte Vergütungen für Mitarbeiter des Bertelsmann-Konzerns umfassen Vergütungspläne, deren Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente erfolgt, sowie Vergütungspläne mit Barausgleich. Anteilsbasierte Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente werden ausgewählten Geschäftsführern und leitenden Angestellten in Form von Aktienoptionen gewährt. Diese Optionen werden zu dem am Tag der Ausgabe geltenden Marktpreis gewährt und sind zu diesem Preis ausübbar. Für Aktienoptionen erfolgt die Erfassung des beizulegenden Zeitwerts der Optionen als Personalaufwand mit einer entsprechenden Erhöhung des Eigenkapitals. Der beizulegende Zeitwert wird am Tag der Gewährung ermittelt und verteilt sich über den Zeitraum, für den die Mitarbeiter vorbehaltlos Anspruch auf die Optionen haben. Der beizulegende Zeitwert der gewährten Optionen wird mithilfe eines Binomialmodells zur Bestimmung von Optionspreisen bemessen, wobei die Bedingungen, zu denen die Optionen gewährt wurden, berücksichtigt werden. Der als Aufwand erfasste Betrag wird angepasst, um die tatsächliche Anzahl an ausübbaren Aktienoptionen wiederzugeben. Aktienoptionen, deren Verfall nur auf ein Nichterreichen des für die Ausübung vorgeschriebenen Aktienkurses zurückzuführen ist, sind hiervon ausgenommen.

Die finanzielle Verbindlichkeit, die aufgrund einer anteilsbasierten Vergütung mit Barausgleich entsteht, wird unter Anwendung eines Optionspreismodells mit dem beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt der Gewährung bewertet. Bis zur Begleichung der Verpflichtung ist deren beizulegender Zeitwert zu jedem Bilanzstichtag und am Erfüllungstag neu zu bestimmen und alle Wertänderungen sind ergebniswirksam als Personalaufwand der Periode zu erfassen.

Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und zugehörige Schulden

Langfristige Vermögenswerte oder Veräußerungsgruppen werden als zur Veräußerung gehalten eingestuft, wenn der zugehörige Buchwert überwiegend durch ein Veräußerungsgeschäft und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert wird. Solche langfristigen Vermögenswerte und die zugehörigen Schulden werden gemäß IFRS 5 in separaten Bilanzposten dargestellt. Die Bewertung erfolgt zum jeweils niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten. Planmäßige Abschreibungen werden nicht erfasst, solange ein langfristiger Vermögenswert als zur Veräußerung gehalten klassifiziert wird oder zu einer als zur Veräußerung gehalten eingestuften Veräußerungsgruppe gehört. Unternehmensbestandteile, die die Anforderungen des IFRS 5.32 erfüllen, werden als nicht fortgeführte Aktivitäten klassifiziert und in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie in der Kapitalflussrechnung entsprechend gesondert dargestellt. Alle in der Berichtsperiode vorgenommenen Änderungen von Beträgen, die in direktem Zusammenhang mit der Veräußerung einer nicht fortgeführten Aktivität in einer der vorangehenden Perioden stehen, werden ebenfalls in dieser gesonderten Kategorie angegeben. Wird ein Unternehmensbestandteil nicht mehr als zur Veräußerung gehalten klassifiziert, so wird das Ergebnis dieses Unternehmensbestandteils, das zuvor unter nicht fortgeführten Aktivitäten ausgewiesen wurde, für alle dargestellten Berichtsperioden in die fortgeführten Aktivitäten umgegliedert.

Wesentliche Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen

Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfordert Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen, die sich auf den Wertansatz der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden sowie auf die Höhe der Aufwendungen und Erträge auswirken können. Die tatsächlich realisierten Beträge können von den Schätzwerten abweichen. Nachstehend werden Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen dargestellt, die im Bertelsmann-Konzernabschluss wesentlich für das Verständnis der mit der Finanzberichterstattung verbundenen Unsicherheiten sind.

Ertrags- und Aufwandsrealisierung: Bei Vorliegen von Remissionsrechten, im Wesentlichen für Printprodukte, müssen Schätzungen in Bezug auf das erwartete Remissionsvolumen vorgenommen werden, da die Umsatzrealisierung unter Beachtung der erwarteten Remissionen erfolgt. Zur Ermittlung der erwarteten Remissionen werden statistisch ermittelte Rückgabequoten herangezogen.

Beherrschung von Unternehmen, an denen der Bertelsmann-Konzern nicht die Mehrheit der Stimmrechte hält: Das Management ist der Auffassung, dass der Bertelsmann-Konzern die zur RTL Group gehörende Groupe M6 trotz der Stimmrechtsbeteiligung von weniger als 50 Prozent de facto beherrscht. Die RTL Group ist der Großaktionär von Groupe M6, während sich die übrigen Anteile im Streubesitz befinden und die übrigen Anteilseigner ihre Anteile nicht derart organisiert haben, dass sie ihre Stimmrechte abweichend vom Bertelsmann-Konzern ausüben. Zudem verfügt der Bertelsmann-Konzern über eine Mehrheit in relevanten Entscheidungsgremien und sich daraus ergebende Entscheidungsbefugnisse über die maßgeblichen Aktivitäten der Groupe M6.

Maßgeblicher Einfluss, obwohl der Bertelsmann-Konzern weniger als 20 Prozent an den Stimmrechte eines anderen Unternehmen hält: Obwohl der Bertelsmann-Konzern weniger als 20 Prozent der Anteile an Atresmedia hält, ist das Management der Auffassung, dass der Bertelsmann-Konzern aufgrund der Präsenz der RTL Group im Board of Directors und in anderen Entscheidungsgremien von Atresmedia weiterhin maßgeblichen Einfluss auf Atresmedia ausübt.

Finanzinvestitionen in Eigenkapitalinstrumente: Zur Bewertung verschiedener zum beizulegenden Zeitwert bilanzierter Finanzinvestitionen in Eigenkapitalinstrumente, denen keine auf aktiven Märkten notierten Preise zugrunde liegen, werden beobachtbare erzielbare Preise im Rahmen von zuletzt durchgeführten qualifizierten Finanzierungsrunden unter Berücksichtigung des Lebens- und Entwicklungszyklus des jeweiligen Unternehmens verwendet bzw. Wertansätze, die im Rahmen anerkannter finanzmathematischer Methoden unter Verwendung von risikoadjustierten Diskontierungssätzen ermittelt wurden.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen: Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen werden aufgrund von Risikofaktoren wie etwa finanziellen Schwierigkeiten eines Kunden oder ungünstigen Veränderungen in der Wirtschaftslage bei Beachtung der Fälligkeitsstruktur der Forderungen gebildet. Beim Entrichten von Vorauszahlungen an Autoren zur Sicherung der Verwertungsrechte an deren Veröffentlichungen werden des Weiteren Schätzungen und Annahmen bezüglich der zukünftigen Verkaufserfolge vorgenommen. Zudem werden bei Sport- und Filmrechten Schätzungen hinsichtlich der erwarteten Umsatzerlöse vorgenommen.

Wertminderungen: Die den Werthaltigkeitstests zugrunde liegenden Cashflow-Prognosen des Managements basieren unter anderem auf Annahmen hinsichtlich der konjunkturellen Entwicklung und der damit verbundenen Risiken, der regulatorischen Rahmenbedingungen, des Wettbewerbsumfelds, der Marktanteile, der Investitionen, der EBITDA-Margen sowie der Wachstumsraten. Um die Annahmen über die Entwicklung von verschiedenen relevanten Märkten, in denen der Bertelsmann-Konzern tätig ist, begründen zu können, wird eine Kombination von langfristigen Trends, industriespezifischen Ausblicken sowie von internem Wissen unter besonderer Berücksichtigung aktueller Erkenntnisse eingesetzt. Die relevanten Märkte sind in hohem Maße der allgemeinen wirtschaftlichen Lage ausgesetzt. Der Zustand der relevanten Märkte ist nur einer der wesentlichen operativen Faktoren, die vom Bertelsmann-Konzern herangezogen werden, um individuelle Geschäftsmodelle zu bewerten. Die wichtigsten Annahmen beinhalten auch geschätzte Wachstumsraten, gewichtete durchschnittliche Kapitalkosten und Steuersätze. Diese verschiedenen Elemente sind insgesamt variabel, voneinander abhängig und es ist schwer, sie als Hauptfaktoren für verschiedene Geschäftsmodelle und entsprechende Bewertungen zu isolieren. Änderungen dieser Schätzungen infolge neuerer Informationen können einen erheblichen Einfluss auf die Höhe der möglichen Wertminderung herbeiführen. Die angesetzten Wachstumsraten orientieren sich am langfristigen realen Wachstum der relevanten Volkswirtschaften, an den Wachstumserwartungen der einschlägigen Branchen und an den langfristigen Inflationserwartungen in jenen Ländern, in denen die jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ihre Geschäftstätigkeit ausüben. Die den wesentlichen Annahmen zugewiesenen Werte stimmen dabei grundsätzlich mit externen Informationsquellen überein. Die unter Berücksichtigung entsprechender Diskontierungssätze ermittelten Werte spiegeln den erzielbaren Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wider. Aus den wesentlichen Veränderungen im Markt- und Wettbewerbsumfeld können sich nachteilige Auswirkungen auf die Werthaltigkeit der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ergeben. Erläuterungen hinsichtlich des Werthaltigkeitstests immaterieller Vermögenswerte (einschließlich der Geschäfts- oder Firmenwerte) im Bertelsmann-Konzern finden sich unter Textziffer 10 "Immaterielle Vermögenswerte".

Pensionsverpflichtungen: Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgt auf Basis des sogenannten Anwartschaftsbarwertverfahrens. Dabei werden neben den biometrischen Rechnungsgrundlagen und dem aktuellen langfristigen Kapitalmarktzins insbesondere auch Annahmen über zukünftige Gehalts- und Rentensteigerungen berücksichtigt. Der Anstieg des Abzinsungssatzes für die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen führte zur Erfassung versicherungsmathematischer Gewinne in Höhe von 136 Mio. € vor Berücksichtigung der damit verbundenen steuerlichen Auswirkungen im Posten "Neubewertungskomponente leistungsorientierter Versorgungspläne". Erläuterungen hinsichtlich der bei der Pensionsbilanzierung getroffenen Annahmen finden sich unter Textziffer 19 "Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen".

Rückstellungen für Drohverlustrisiken und Gewährleistungen beruhen hinsichtlich ihrer Höhe und Eintrittswahrscheinlichkeit ebenfalls in erheblichem Maße auf Einschätzungen des Managements. Der Beurteilung, ob eine gegenwärtige Verpflichtung vorliegt, ein Ressourcenabfluss wahrscheinlich und die Höhe der Verpflichtung verlässlich ermittelbar ist, liegen in der Regel Expertisen interner oder externer Sachverständiger zugrunde. Durch neuere Informationen können sich die Einschätzungen ändern und somit die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns beeinflusst werden. Das rechtliche und regulatorische Umfeld, in dem sich Bertelsmann bewegt, birgt keine bedeutenden Prozessrisiken. Zur Risikovorsorge für den potenziellen Eintritt von Verlusten aus Rechtsstreitigkeiten bildet Bertelsmann Rückstellungen, wenn die Risiken eines Verlustes als wahrscheinlich eingestuft werden und wenn es möglich ist, eine verlässliche Schätzung der erwarteten finanziellen Auswirkungen zu bestimmen. Für wesentliche Eventualverbindlichkeiten, bei denen die Möglichkeit eines zukünftigen Verlusts größer als unwahrscheinlich, aber kleiner als wahrscheinlich ist, schätzt der Bertelsmann-Konzern den möglichen Verlust, wenn er der Auffassung ist, dass eine Schätzung vorgenommen werden kann. Zum Bilanzstichtag lagen Eventualverbindlichkeiten aus Rechtsstreitigkeiten vor, die aus Konzernsicht von untergeordneter Bedeutung sind. Das Management überprüft regelmäßig den Ansatz, die Bewertung und die Inanspruchnahme der Rückstellungen sowie die Angabepflicht von Eventualverbindlichkeiten.

Darüber hinaus werden bei Kaufpreisallokationen Annahmen hinsichtlich der Bewertung von im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbenen Vermögenswerten und übernommenen Schulden getroffen. Dies gilt insbesondere in Bezug auf die erworbenen immateriellen Vermögenswerte, da als Bewertungsmaßstab der beizulegende Zeitwert dient, der in der Regel als Barwert der zukünftigen Cashflows nach Berücksichtigung des Barwerts des abschreibungsbedingten Steuervorteils (Tax Amortization Benefit) ermittelt wird. Ferner basiert die Festlegung konzerneinheitlicher Nutzungsdauern auf Einschätzungen des Managements. Allgemeine Ausführungen zu Nutzungsdauern finden sich in den Abschnitten "Sonstige immaterielle Vermögenswerte" und "Sachanlagen".

Annahmen und Schätzungen liegen auch den Beurteilungen hinsichtlich der Realisierbarkeit unsicherer Steuerpositionen und zukünftiger Steuerentlastungen zugrunde. Die Bilanzierung eines Vermögenswerts oder einer Schuld aus einer Steuerrisikoposition erfolgt in Übereinstimmung mit IAS 12, wenn eine Zahlung oder eine Erstattung für das Steuerrisiko wahrscheinlich ist. Die Bewertung der unsicheren Steuerpositionen erfolgt mit ihrem wahrscheinlichen Wert. Aktive latente Steuern werden in der Höhe angesetzt, in der sie später wahrscheinlich genutzt werden können. Zur Beurteilung der Wahrscheinlichkeit der zukünftigen Nutzbarkeit aktiver latenter Steuern werden verschiedene Faktoren herangezogen, darunter die vergangene Ertragslage, die Unternehmensplanung und Steuerplanungsstrategien sowie Verlustvortragsperioden. Erläuterungen zur Beurteilung der Realisierbarkeit steuerlicher Entlastungen werden unter Textziffer 9 "Ertragsteuern" dargelegt.

Annahmen werden zudem bei der Ermittlung von beizulegenden Zeitwerten finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten getroffen. Hierbei verwendet Bertelsmann verschiedene finanzmathematische Methoden, die den zu den jeweiligen Bilanzstichtagen herrschenden Marktbedingungen und Risiken Rechnung tragen. Die in die Modelle eingehenden Inputfaktoren stützen sich soweit möglich auf beobachtbare Marktdaten. Liegen solche nicht vor, basiert die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte auf Annahmen des Managements. Diese Annahmen betreffen Inputfaktoren wie Liquiditätsrisiko und Ausfallrisiken.

Des Weiteren beziehen sich die Annahmen und Schätzungen auf die anteilsbasierte Vergütung. Die Bedingungen der anteilsbasierten Vergütung mit Barausgleich und der Aktienoptionspläne werden im Abschnitt "Anteilsbasierte Vergütungen" unter Textziffer 18 "Eigenkapital" näher erläutert.

Die Schätzungen und die zugrunde liegenden Annahmen werden fortlaufend überprüft. Anpassungen der Schätzungen werden grundsätzlich in der Periode der Änderung und in den zukünftigen Perioden berücksichtigt.

Vorjahresinformationen

Die Positionen "Bestandsveränderungen" und "Andere aktivierte Eigenleistungen" werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nicht mehr separat, sondern unter der Position "Materialaufwand" ausgewiesen. Mit den Umgliederungen erhöhen sich Klarheit, Lesbarkeit und Vergleichbarkeit mit den internationalen Unternehmen, die ihre Konzernabschlüsse unter Anwendung des Umsatzkostenverfahrens aufstellen. Für die bessere Vergleichbarkeit wurden die Zahlen der Vorjahresperiode angepasst. Da diese Positionen nur innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert wurden, bleiben die Höhe des EBIT und das Konzernergebnis unverändert. Weitere Erläuterungen finden sich in der Textziffer 14 "Vorräte".

Erläuterungen zu den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung und der Bilanz

1 Umsatzerlöse

in Mio. € 2017 2016
Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Gütern und Handelswaren 4.335 4.602
Umsatzerlöse aus der Erbringung von Dienstleistungen 6.073 5.767
Umsatzerlöse aus Werbung und Anzeigen 4.406 4.384
Umsatzerlöse aus der Nutzungsüberlassung von Vermögenswerten 2.376 2.197
  17.190 16.950

Der Posten "Umsatzerlöse aus Werbung und Anzeigen" umfasst unter anderem Erlöse aus Tauschgeschäften in Höhe von 56 Mio. € (Vj.: 58 Mio. €), die vor allem bei der RTL Group und bei Gruner + Jahr angefallen sind.

2 Sonstige betriebliche Erträge

in Mio. € 2017 2016
Erträge aus Erstattungen 179 231
Zusatz- und Nebenerträge 92 175
Erträge aus Anlagenabgängen 125 55
Neubewertungen von Beteiligungen zum beizulegenden Zeitwert 15 12
Währungsgewinne   10
Übrige betriebliche Erträge 157 130
  568 613

Der Posten "Erträge aus Anlagenabgängen" enthält im Wesentlichen einen Veräußerungsgewinn in Höhe von 94 Mio. € aus dem Verkauf dreier zusammenhängender Gebäude in Paris durch die RTL Group. In dem Posten "Übrige betriebliche Erträge" ist unter anderem ein Ertrag in Höhe von 26 Mio. € aus der Ausübung der Kaufoption auf einen nicht finanziellen Vermögenswert und aus seinem unmittelbaren Weiterverkauf enthalten.

3 Personalaufwand

in Mio. € 2017 2016
Löhne und Gehälter 4.368 4.230
Staatliche Sozialabgaben 714 689
Aufwendungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 138 149
Gewinnbeteiligung 105 105
Sonstige Personalaufwendungen 216 202
  5.541 5.375

Die im Geschäftsjahr 2017 gezahlten Arbeitgeberbeiträge an staatliche Rentenversicherungsträger belaufen sich auf 369 Mio. € (Vj.: 342 Mio. €).

4 Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

in Mio. € 2017 2016
Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen auf    
- Immaterielle Vermögenswerte 423 371
- Sachanlagen 268 261
  691 632

5 Sonstige betriebliche Aufwendungen

in Mio. € 2017 2016
Verwaltungskosten 1.318 1.307
Vertriebskosten und Übertragungskosten 479 523
Werbekosten 427 424
Wertberichtigungen auf Forderungen und nicht finanzielle Vermögenswerte 192 206
Beratungs- und Prüfungskosten 177 171
Betriebliche Steuern 85 120
Anpassung der Buchwerte der zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte 4 14
Verluste aus Anlagenabgängen 6 5
Währungsverluste 16 -
Übrige betriebliche Aufwendungen 77 96
  2.781 2.866

Der Posten "Verwaltungskosten" umfasst unter anderem als Aufwand erfasste Zahlungen aus Operating Leases in Höhe von 270 Mio. € (Vj.: 267 Mio. €) und dazugehörige Dienstleistungen und Nebenkosten in Höhe von 29 Mio. € (Vj.: 23 Mio. €) sowie bedingte Mietzahlungen in Höhe von 7 Mio. € (Vj.: 7 Mio. €).

Darüber hinaus umfasst dieser Posten Reparatur- und Wartungskosten in Höhe von 195 Mio. € (Vj.: 188 Mio. €) und Kosten für IT-Dienstleistungen in Höhe von 156 Mio. € (Vj.: 162 Mio. €).

6 Ergebnis aus Finanzanlagen

in Mio. € 2017 2016
Erträge aus Beteiligungen 10 14
Wertminderungen auf sonstige Finanzanlagen -20 -22
Ergebnis aus Finanzanlagen -10 -8

7 Zinserträge und Zinsaufwendungen

in Mio. € 2017 2016
Zinserträge    
Zinserträge aus liquiden Mitteln 3 3
Zinserträge aus Zinsderivaten 1 -
Sonstige Zinserträge 10 10
  14 13
Zinsaufwendungen    
Zinsaufwendungen aus Finanzschulden -97 -119
Zinsaufwendungen aus Zinsderivaten -10 -3
Sonstige Zinsaufwendungen -27 -24
  -134 -146

8 Übrige finanzielle Erträge und Aufwendungen

in Mio. € 2017 2016
Übrige finanzielle Erträge    
Finanzielle Erträge aus Put-Optionen - 5
Nicht operative Währungskursgewinne 11 5
Minderheitsanteile von Personengesellschaften 2 1
Sonstige 13 3
  26 14
Übrige finanzielle Aufwendungen    
Gewinnanspruch Genusskapital -44 -44
Nettozinsen aus leistungsorientierten Versorgungsplänen -34 -40
Minderheitsanteile von Personengesellschaften -11 -12
Finanzielle Aufwendungen aus Put-Optionen -11 -
Sonstige -25 -29
  -125 -125

Um den wirtschaftlichen Gehalt besser widerzuspiegeln, werden Erträge und Aufwendungen aus nicht operativen Fremdwährungssicherungsgeschäften mit den Ergebnissen aus der Bewertung der wirtschaftlich abgesicherten Fremdwährungsgeschäfte saldiert und als nicht operative Währungskursgewinne bzw. -verluste ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2017 standen den Verlusten aus diesen nicht operativen Fremdwährungsgeschäften in Höhe von -194 Mio. € (Vj.: -116 Mio. €) Erträge aus Fremdwährungssicherungsgeschäften in Höhe von 256 Mio. € (Vj.: 190 Mio. €) gegenüber. Den Gewinnen aus den Fremdwährungsgeschäften in Höhe von 63 Mio. € (Vj.: 84 Mio. €) standen Aufwendungen aus Fremdwährungssicherungsgeschäften in Höhe von -114 Mio. € (Vj.: -153 Mio. €) gegenüber.

9 Ertragsteuern

Die Ertragsteuern setzen sich aus den folgenden laufenden und latenten Steuern zusammen:

Ertragsteuern

in Mio. € 2017 2016
Ergebnis vor Ertragsteuern (gesamt) 1.670 1.556
Laufende Ertragsteuern aus fortgeführten Aktivitäten -462 -388
Latente Ertragsteuern aus fortgeführten Aktivitäten -10 -31
Ertragsteuern aus fortgeführten Aktivitäten -472 -419
Laufende Ertragsteuern aus nicht fortgeführten Aktivitäten - -
Latente Ertragsteuern aus nicht fortgeführten Aktivitäten - -
Ertragsteuern aus nicht fortgeführten Aktivitäten - -
Summe Ertragsteuern -472 -419
Ergebnis nach Ertragsteuern (gesamt) 1.198 1.137

Das Ergebnis nach Ertragsteuern wurde im Geschäftsjahr 2017 einmalig durch die US-Steuerreform (Tax Cuts and Jobs Act) im Bereich der Bewertung aktiver und passiver latenter Steuern der US-Konzerngesellschaften mit 33 Mio. € belastet. Die Neubewertung der latenten Steuern der US-Konzerngesellschaften erfolgte dabei mit dem reduzierten US-Körperschaftsteuersatz von 21 Prozent (bisher 35 Prozent). Auswirkungen aus der zum 1. Januar 2018 eingeführten Base Erosion and Anti-Abuse Tax (BEAT) sind in Übereinstimmung mit den bisher veröffentlichten Verlautbarungen nicht bei der Bewertung latenter Steuern zum 31. Dezember 2017 berücksichtigt worden. Sie werden zukünftig jeweils im Jahr der Entstehung bilanziert. Die Reduzierung des US-Körperschaftsteuersatzes von bislang 35 Prozent auf 21 Prozent wird zukünftig zu einer geringeren Steuerbelastung in den USA führen. Weitere Auswirkungen aus der US-Steuerreform auf den Konzernabschluss können sich in Bezug auf den zukünftigen Zinsabzug in den USA, die Mindestbesteuerung und die deutsche Hinzurechnungsbesteuerung ergeben. Sie werden in einer tiefergehenden weiteren Analyse ermittelt.

Darüber hinaus wurden im Geschäftsjahr 2017 Steuersatzänderungen für die Berechnung der langfristigen temporären Differenzen in Frankreich und Großbritannien angewendet, die zu einer Entlastung im Steuerergebnis in Höhe von 13 Mio. € geführt haben.

Nach der Anteilsaufstockung bei Penguin Random House wurden die US-Gesellschaften des Unternehmensbereichs erstmals in die steuerliche Organschaft der Bertelsmann Inc. einbezogen.

Im Geschäftsjahr 2017 wurden steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 389 Mio. € (Vj.: 433 Mio. €) in Anspruch genommen, was zu einer Verminderung des laufenden Steueraufwands um 106 Mio. € (Vj.: 102 Mio. €) führte. Von den genutzten steuerlichen Verlustvorträgen entfallen 31 Mio. € (Vj.: 132 Mio. €) auf inländische Körperschaftsteuer, 29 Mio. € (Vj.: 41 Mio. €) auf inländische Gewerbesteuer und 329 Mio. € (Vj.: 260 Mio. €) auf ausländische Ertragsteuern. In diesen Beträgen sind 78 Mio. € (Vj.: 40 Mio. €) Verlustvorträge enthalten, für die in der Vergangenheit keine aktiven latenten Steuern angesetzt wurden. Sie betreffen in Höhe von 2 Mio. € (Vj.: 1 Mio. €) inländische Körperschaftsteuer, in Höhe von 2 Mio. € (Vj.: 1 Mio. €) inländische Gewerbesteuer und in Höhe von 74 Mio. € (Vj.: 38 Mio. €) ausländische Ertragsteuern. Diese Nutzung führt zu einer Verminderung des laufenden Steueraufwands in Höhe von 20 Mio. € (Vj.: 11 Mio. €).

Aktive und passive latente Steuern wurden im Zusammenhang mit folgenden Posten und Sachverhalten gebildet:

Latente Steuern

31.12.2017 31.12.2016
in Mio. € Aktiva Passiva davon im Geschäftsjahr ergebniswirksam erfasst Aktiva Passiva davon im Geschäftsjahr ergebniswirksam erfasst
Immaterielle Vermögenswerte 283 436 118 276 570 -4
Sachanlagen 46 39 -14 63 39 10
Finanzanlagen 15 27 1 14 26 7
Vorräte 55 6 -16 75 4 -7
Forderungen 119 22 15 111 24 -11
Anzahlungen und sonstige Aktiva 160 161 17 113 153 17
Rückstellungen 779 206 -11 826 182 -5
Finanzschulden 13 55 -19 19 42 -13
Verbindlichkeiten 16 6 -14 29 4 9
Anzahlungen und sonstige Passiva 55 26 7 55 31 5
Verlustvorträge/Steueranrechnungen 239   -94 355   -39
Gesamt 1.780 984 -10 1.936 1.075 -31
Saldierung -860 -860   -929 -929  
Bilanzansatz 920 124   1.007 146  

Der Rückgang der passiven latenten Steuern auf immaterielle Vermögenswerte und der aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge resultiert im Wesentlichen aus der Berücksichtigung der Auswirkungen der Steuerreform in den USA bei der Bewertung dieser Posten.

Für temporäre Differenzen in Höhe von 443 Mio. € (Vj.: 781 Mio. €) im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen wurden keine latenten Steuerschulden angesetzt, da Bertelsmann deren Umkehrung steuern kann und es wahrscheinlich ist, dass sich diese temporären Differenzen in absehbarer Zeit nicht umkehren werden. Laufende sowie aktive und passive latente Steuern werden insoweit saldiert, als sie gegenüber der gleichen Steuerbehörde bestehen und verrechnet werden können. Die Laufzeit der latenten Steuern auf temporäre Differenzen ist im Wesentlichen langfristig geprägt.

Erläuterungen zu den mit dem sonstigen Ergebnis in Zusammenhang stehenden Ertragsteuerbeträgen finden sich unter Textziffer 18 "Eigenkapital".

Wertberichtigungen von aktiven latenten Steuern auf temporäre Differenzen, Verlustvorträge und Steueranrechnungen wurden in denjenigen Fällen vorgenommen, in denen es nicht wahrscheinlich ist, dass sie in absehbarer Zukunft genutzt werden können. Bei der Beurteilung der Werthaltigkeit werden im Wesentlichen existierende passive temporäre Differenzen sowie zu erwartendes zu versteuerndes Einkommen innerhalb eines Planungszeitraums zugrunde gelegt.

Temporäre Differenzen, steuerliche Verlustvorträge und Steueranrechnungen, für die kein latenter Steueranspruch angesetzt wurde, sind wie folgt zeitlich vortragsfähig:

Zeitliche Begrenzung

in Mio. € 31.12.2017 31.12.2016
Steuerliche Verlustvorträge    
Mehr als 5 Jahre vortragsfähig 6.381 6.488
Höchstens 5 Jahre vortragsfähig 128 126
Temporäre Differenzen 154 91
Steueranrechnungen    
Mehr als 5 Jahre vortragsfähig 52 50
Höchstens 5 Jahre vortragsfähig - 1

Eine Überleitung des erwarteten Steuerergebnisses auf das tatsächliche Steuerergebnis zeigt die folgende Tabelle:

Überleitung zum tatsächlichen Steueraufwand

in Mio. € 2017 2016
Ergebnis vor Ertragsteuern aus fortgeführten Aktivitäten 1.677 1.555
Ertragsteuersatz der Bertelsmann SE &Co. KGaA 30,80 % 30,80 %
Erwarteter Steueraufwand aus fortgeführten Aktivitäten -517 -479
Steuerliche Auswirkungen folgender Effekte führten zu einer Abweichung des tatsächlichen vom erwarteten Steueraufwand:    
Anpassung an abweichenden nationalen Steuersatz -6 -8
Auswirkung von Steuersatz- und Steuerrechtsänderungen -17 -4
Steuerlich nicht abzugsfähige Geschäfts- oder Firmenwertwertminderung -10 -
Steuereffekte in Bezug auf Ergebnisse aus Beteiligungsverkäufen 37 5
Laufende Ertragsteuern für Vorjahre 10 11
Latente Ertragsteuern für Vorjahre -10 13
Effekte aus Bewertung aktiver latenter Steuern 23 48
Permanente Differenzen 25 13
Sonstige Anpassungen -7 -18
Summe der Anpassungen 45 60
Tatsächlicher Steueraufwand aus fortgeführten Aktivitäten -472 -419

Der Ertragsteuersatz der Bertelsmann SE &Co. KGaA enthält die Körperschaftsteuer, den Solidaritätszuschlag und die Gewerbesteuer.

Effektiver Steuersatz

2017 2016
Körperschaftsteuer inklusive Solidaritätszuschlag 15,83 % 15,83 %
Gewerbesteuer 14,97 % 14,97 %
Effektiver Ertragsteuersatz 30,80 % 30,80 %

10 Immaterielle Vermögenswerte

Sonstige immaterielle Vermögenswerte
in Mio. € Geschäfts- oder Firmenwerte Musik- und Filmrechte Sonstige Rechte und Lizenzen Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte Geleistete Anzahlungen Summe
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten            
Stand 1.1.2016 8.193 2.701 1.989 962 11 5.663
Währungskursveränderungen 28 -54 -10 21 - -43
Zugänge durch Unternehmenszusammenschlüsse 255 27 77 5 - 109
Sonstige Zugänge - 179 104 76 9 368
Abgänge aus Unternehmensverkäufen -8 - -18 - - -18
Sonstige Abgänge - -72 -57 -11 - -140
Umgliederungen gemäß IFRS 5 -2 - -5 - - -5
Umbuchungen und sonstige Veränderungen -1 50 5 -51 -7 -3
Stand 31.12.2016 8.465 2.831 2.085 1.002 13 5.931
Währungskursveränderungen -229 -144 -102 -53 - -299
Zugänge durch Unternehmenszusammenschlüsse 167 104 46 1 - 151
Sonstige Zugänge - 165 139 32 23 359
Abgänge aus Unternehmensverkäufen -2 - -1 - - -1
Sonstige Abgänge - -82 -55 -19 - -156
Umgliederungen gemäß IFRS 5 - - -3 - - -3
Umbuchungen und sonstige Veränderungen 2 28 -44 19 -22 -19
Stand 31.12.2017 8.403 2.902 2.065 982 14 5.963
Kumulierte Abschreibungen            
Stand 1.1.2016 298 1.269 971 897 4 3.141
Währungskursveränderungen -1 2 -6 21 - 17
Planmäßige Abschreibungen - 183 157 25 - 365
Wertminderungen - - 5 2 - 7
Wertaufholungen - - -1 - - -1
Abgänge aus Unternehmensverkäufen -6 - -11 - - -11
Sonstige Abgänge - -63 -53 -11 - -127
Umgliederungen gemäß IFRS 5 - - -2 - - -2
Umbuchungen und sonstige Veränderungen - 1 6 -9 - -2
Stand 31.12.2016 291 1.392 1.066 925 4 3.387
Währungskursveränderungen -2 -38 -40 -52 - -130
Planmäßige Abschreibungen - 175 170 44 - 389
Wertminderungen 30 1 3 1 - 5
Wertaufholungen - - -1 - - -1
Abgänge aus Unternehmensverkäufen - - -1 - - -1
Sonstige Abgänge - -82 -45 -16 - -143
Umgliederungen gemäß IFRS 5 - - -2 - - -2
Umbuchungen und sonstige Veränderungen - 4 -25 6 -4 -19
Stand 31.12.2017 319 1.452 1.125 908 - 3.485
Buchwert zum 31.12.2017 8.084 1.450 940 74 14 2.478
Buchwert zum 31.12.2016 8.174 1.439 1.019 77 9 2.544
in Mio. € Gesamt
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten  
Stand 1.1.2016 13.856
Währungskursveränderungen -15
Zugänge durch Unternehmenszusammenschlüsse 364
Sonstige Zugänge 368
Abgänge aus Unternehmensverkäufen -26
Sonstige Abgänge -140
Umgliederungen gemäß IFRS 5 -7
Umbuchungen und sonstige Veränderungen -4
Stand 31.12.2016 14.396
Währungskursveränderungen -528
Zugänge durch Unternehmenszusammenschlüsse 318
Sonstige Zugänge 359
Abgänge aus Unternehmensverkäufen -3
Sonstige Abgänge -156
Umgliederungen gemäß IFRS 5 -3
Umbuchungen und sonstige Veränderungen -17
Stand 31.12.2017 14.366
Kumulierte Abschreibungen  
Stand 1.1.2016 3.439
Währungskursveränderungen 16
Planmäßige Abschreibungen 365
Wertminderungen 7
Wertaufholungen -1
Abgänge aus Unternehmensverkäufen -17
Sonstige Abgänge -127
Umgliederungen gemäß IFRS 5 -2
Umbuchungen und sonstige Veränderungen -2
Stand 31.12.2016 3.678
Währungskursveränderungen -132
Planmäßige Abschreibungen 389
Wertminderungen 35
Wertaufholungen -1
Abgänge aus Unternehmensverkäufen -1
Sonstige Abgänge -143
Umgliederungen gemäß IFRS 5 -2
Umbuchungen und sonstige Veränderungen -19
Stand 31.12.2017 3.804
Buchwert zum 31.12.2017 10.562
Buchwert zum 31.12.2016 10.718

In den sonstigen Rechten und Lizenzen sind Markenrechte, Belieferungsrechte, Verlagsrechte sowie erworbene Software und sonstige Lizenzen enthalten. Im Geschäftsjahr erwarb BMG Musikkataloge für 102 Mio. €, davon entfielen 53 Mio. € auf diverse Musikkataloge in Großbritannien und 43 Mio. € auf diverse Musikkataloge in den USA. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte umfassen hauptsächlich eigene Film- und TV-Produktionen sowie selbst erstellte Software. Wie im Vorjahr wurden keine immateriellen Vermögenswerte als Sicherheit für Verbindlichkeiten gestellt.

Die Geschäfts- oder Firmenwerte und die sonstigen immateriellen Vermögenswerte lassen sich folgenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zuordnen:

Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer nach zahlungsmittelgenerierenden Einheiten

Geschäfts- oder Firmenwerte Sonstige immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer
in Mio. € 31.12.2017 31.12.2016 31.12.2017 31.12.2016
RTL Group 5.158 5.160 121 121
RTL Group, Konzernebene 2.123 2.123 - -
Fremantle Media 1.047 1.055 - -
Television Germany 955 953 - -
Groupe M6 525 459 120 120
RTL Nederland 160 152 - -
SpotX 112 126 - -
StyleHaul 104 117 - -
Sonstige 132 175 1 1
Penguin Random House 925 979 - -
Penguin Random House Ventures 881 934 - -
Random House Deutschland 44 45 - -
Gruner + Jahr 524 547 - -
Zeitschriften- und Digitalgeschäft Deutschland &MPS 334 327 - -
Zeitschriften- und Digitalgeschäft International 174 204 - -
Zeitungen 16 16 - -
BMG 355 343 - -
Arvato 529 508 - -
Financial Solutions 412 410 - -
Sonstige 117 98 - -
Bertelsmann Printing Group 39 39 - -
Print USA 22 25 - -
Sonstige 17 14 - -
Bertelsmann Education Group 554 598 - -
Online Learning 548 592 - -
Sonstige 6 6 - -
  8.084 8.174 121 121

Die immateriellen Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer betreffen im Wesentlichen die Markenrechte der Groupe M6 in Frankreich (120 Mio. €, Vj.: 120 Mio. €). Bei der Bestimmung, dass die M6-Markenrechte eine unbegrenzte Nutzungsdauer haben, hat das Management unterschiedliche Faktoren berücksichtigt, wie die vergangene und erwartete Dauerhaftigkeit der Marke, den Einfluss möglicher Veränderungen von Übertragungstechnologien, den Einfluss möglicher Entwicklungen des regulatorischen Umfelds innerhalb der französischen Fernsehindustrie, die aktuellen und erwarteten Zuschaueranteile der M6-Sender und die Strategie des Managements zum Erhalt und zur Stärkung der Handelsmarke "M6". Basierend auf einer Analyse dieser Faktoren bestehen zum 31. Dezember 2017 keine Begrenzungen in Bezug auf den Zeitraum, für den erwartet wird, dass die Marke M6 Cashflows generiert.

Geschäfts- oder Firmenwerte aus Unternehmenszusammenschlüssen werden im Rahmen der Werthaltigkeitstests nach IAS 36 auf die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten verteilt, die voraussichtlich von den Synergien des Zusammenschlusses profitieren.

Der erzielbare Betrag für den Werthaltigkeitstest des auf Konzernebene erfassten Geschäfts- oder Firmenwerts der RTL Group wurde anhand des Marktpreises ermittelt, der Stufe 1 der Hierarchie der beizulegenden Zeitwerte zuzuordnen ist. Am 31. Dezember 2017 betrug der Marktpreis für Aktien der RTL Group S.A. an der Frankfurter Börse 67,07 € (31. Dezember 2016: 69,73 €). Eine Wertminderung des bilanzierten Geschäfts- oder Firmenwerts wurde nicht identifiziert. Ebenfalls wurde der erzielbare Betrag für den Werthaltigkeitstest des Geschäfts- oder Firmenwerts der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Groupe M6 anhand des Marktpreises ermittelt, der Stufe 1 der Hierarchie der beizulegenden Zeitwerte zuzuordnen ist. Am 31. Dezember 2017 betrug der Marktpreis für Groupe-M6-Aktien an der Pariser Börse 21,54 € (31. Dezember 2016: 17,67 €).

Für die übrigen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten entspricht der erzielbare Betrag dem beizulegenden Zeitwert, der aus diskontierten Zahlungsmittelreihen abzüglich Kosten der Veräußerung abgeleitet wird und der Stufe 3 der Hierarchie der beizulegenden Zeitwerte zuzuordnen ist. Die prognostizierten Cashflows wurden den unternehmensinternen Planungen, die drei Detailperioden umfassen, entnommen und wurden grundsätzlich um zwei weitere Detailplanungsperioden ergänzt. Die über die Detailplanung hinausgehenden Perioden wurden durch eine ewige Rente unter Berücksichtigung individueller geschäftsspezifischer Wachstumsraten abgebildet.

Die den Werthaltigkeitstests der einzelnen, wesentliche Geschäfts- oder Firmenwerte tragenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugrunde liegenden Cashflow-Prognosen basieren auf den folgenden Annahmen bezüglich der Marktentwicklung für den Beginn des Detailplanungszeitraums:

Für das Jahr 2018 werden stabile bis moderat wachsende europäische TV-Werbemärkte erwartet mit Ausnahme eines moderaten Rückgangs in den Niederlanden.

Für die Buchmärkte wird mit einer insgesamt stabilen Entwicklung gerechnet.

Im Zeitschriftengeschäft werden für 2018 anhaltend starke Rückgänge der Printanzeigenmärkte und deutliche Rückgänge der Vertriebsmärkte in Deutschland und Frankreich erwartet, während im Digitalbereich mit einem fortgesetzt starken Wachstum gerechnet wird.

Für das Jahr 2018 wird ein anhaltend moderates Wachstum des weltweiten Musikmarkts in dem Marktsegment Verlagsrechte erwartet, während für das Marktsegment Recordingrechte mit einem deutlichen Wachstum gerechnet wird.

Für die Dienstleistungsmärkte wird 2018 mit einem ähnlichen Wachstum wie im Vorjahr gerechnet.

Der Tiefdruckmarkt in Europa entwickelt sich 2018 voraussichtlich weiterhin deutlich rückläufig, während für den Offsetmarkt in Europa und den Buchdruckmarkt in Nordamerika eine fortgesetzt stabile Entwicklung erwartet wird.

Für die relevanten US-amerikanischen Bildungsmärkte wird insgesamt mit einem anhaltend starken Wachstum gerechnet.

Der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts auf Basis der diskontierten Zahlungsmittelreihen wurden darüber hinaus für die über die Detailplanung hinausgehenden Perioden folgende individuelle geschäftsspezifische Wachstumsraten sowie Diskontierungssätze zugrunde gelegt:

Übersicht der Wachstumsraten und Abzinsungssätze

Wachstumsrate in % pro Jahr Abzinsungssatz in % pro Jahr
31.12.2017 31.12.2016 31.12.2017 31.12.2016
RTL Group          
  Fremantle Media 1,8 2,5 7,1 7,1
  Television Germany 1,5 2,0 6,8 6,9
  RTL Nederland 1,5 2,0 6,8 6,9
  SpotX 2,0 2,0 9,8 12,0
  StyleHaul 2,0 2,0 11,1 13,9
  Sonstige 0,0 - 2,0 -1,0 - 2,0 7,2 - 10,8 7,2 - 13,9
Penguin Random House          
  Penguin Random House Ventures 0,5 0,5 8,7 8,5
  Random House Deutschland 0,5 0,5 6,9 6,5
Gruner + Jahr          
  Zeitschriften- und Digitalgeschäft Deutschland & MPS 0,0 -0,8 6,1 6,0
  Zeitschriften- und Digitalgeschäft International 0,0 -0,5 6,5 6,4
  Zeitungen 0,0 -1,0 7,1 7,0
BMG   2,0 2,0 6,9 6,5
Arvato          
  Financial Solutions 1,0 1,0 6,8 6,3
  Sonstige 1,0 1,0 6,0 - 8,2 6,1 - 8,1
Bertelsmann Printing Group          
  Print USA 0,0 -1,0 9,4 9,0
  Sonstige 0,0 -0,8 - 0,0 6,0 - 7,9 6,0 - 7,6
Bertelsmann Education Group          
  Online Learning 2,5 2,5 9,1 8,9
  Sonstige 2,0 2,5 13,8 11,5

Im Geschäftsjahr 2017 betrug der Wertminderungsaufwand auf Geschäfts- oder Firmenwerte 30 Mio. €. Dieser entfällt vollständig auf die zahlungsmittelgenerierende Einheit Gruner + Jahr Zeitschriften- und Digitalgeschäft International. Aufgrund des schwierigen Marktumfelds und sinkender Anzeigen- und Vertriebserlöse im Printbereich lag der erzielbare Betrag unterhalb des Buchwerts. Der Bemessung des Wertminderungsaufwands lagen folgende Annahmen zugrunde: Der Abzinsungssatz betrug 6,5 Prozent und die langfristige Wachstumsrate 0,0 Prozent. Im Vorjahr wurden keine Wertminderungsaufwendungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte erfasst. Der Ausweis der Wertminderungsaufwendungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und auf sonstige immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer erfolgt in der Gewinn- und Verlustrechnung in dem Posten "Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen".

Fremantle Media hat sich neben organischen Initiativen mit dem Ziel, neue Formate und geistiges Eigentum zu entwickeln, weiterhin auf den Erwerb und die Integration neuer Geschäfte konzentriert, um die Anzahl neuer Shows zu erhöhen, Präsenz in neuen Märkten zu gewinnen und die Position im Geschäft mit Drama-Produktionen weiter auszubauen. Darüber hinaus konzentriert sich das Management weiterhin auf Effizienzmaßnahmen, um die Marge weiter zu verbessern. Die Kernmarken von Fremantle Media haben sich gut entwickelt und dies wird auch für die kommenden Jahre erwartet. Durch den Ausbau von Kompetenzen entlang der Wertschöpfungskette und die Entwicklung spezifischer neuer Inhalte arbeitet Fremantle Media weiterhin an der Bildung eines skalierbaren digitalen Geschäfts. Die zunehmende Vielfalt des Portfolios von Fremantle Media hat zu einer Anpassung der unternehmensinternen Planung geführt mit einem erwarteten leichten Anstieg und Nachhaltigkeit der EBITA-Marge verglichen mit dem letzten erreichten Niveau. Zur Bestimmung des erzielbaren Betrages wurde der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten anhand eines Discounted-Cashflow-Verfahrens ermittelt, basierend auf einer langfristigen Wachstumsrate von 1,8 Prozent (Vj.: 2,5 Prozent) und einem Zinssatz von 7,1 Prozent (Vj.: 7,1 Prozent). Zum 31. Dezember 2017 übersteigt der erzielbare Betrag den Buchwert um 202 Mio. € (Vj.: 237 Mio. €). Bei einer Erhöhung des Abzinsungssatzes um 0,8 Prozentpunkte, bei einer Verminderung des jährlichen Umsatzes um 0,9 Prozent oder bei einer Verminderung der EBITDA-Marge um 1,1 Prozentpunkte unterschreitet der erzielbare Betrag den Buchwert.

Auch wenn kurzfristig kein ausgeglichenes Ergebnis erwartet wird, zeigt StyleHaul weiterhin erhebliches Wachstum bei den Videoaufrufen und im Umsatz, vor allem in seinem Branded-Entertainment-Geschäft. Das Management sieht erhebliches Potenzial in Bezug auf eine Verbesserung der Marge, wenngleich StyleHaul sich in einer frühen Stufe seines Lebenszyklus mit Unsicherheiten in Bezug auf die künftige Entwicklung befindet. Zur Bestimmung des erzielbaren Betrages wurde der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten anhand eines Discounted-Cashflow-Verfahrens ermittelt, basierend auf einer langfristigen Wachstumsrate von 2,0 Prozent (Vj.: 2,0 Prozent) und einem Zinssatz von 11,1 Prozent (Vj.: 13,9 Prozent). Zum 31. Dezember 2017 übersteigt der erzielbare Betrag den Buchwert um 4 Mio. € (Vj.: 23 Mio. €). Bei einer Erhöhung des Abzinsungssatzes um 0,3 Prozentpunkte, bei einer Verminderung des jährlichen Umsatzes um 0,3 Prozent oder bei einer Verminderung der EBITDA-Marge um 0,4 Prozentpunkte unterschreitet der erzielbare Betrag den Buchwert.

Die Werthaltigkeit der weiteren wesentlichen ausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwerte war auch bei einer Variation jeweils eines der beiden bedeutendsten Einflussfaktoren Abzinsungssatz (Erhöhung um 1,0 Prozentpunkte) und langfristige Wachstumsrate (Verminderung um 1,0 Prozentpunkte) gegeben.

11 Sachanlagen

in Mio. € Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Gesamt
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten          
Stand 1.1.2016 1.769 2.572 1.355 98 5.794
Währungskursveränderungen -13 -23 -3 - -39
Zugänge durch Unternehmenszusammenschlüsse - - 2 - 2
Sonstige Zugänge 75 50 121 104 350
Abgänge aus Unternehmensverkäufen - -1 -28 - -29
Sonstige Abgänge -14 -145 -100 - -259
Umgliederungen gemäß IFRS 5 -84 -3 -9 - -96
Umbuchungen und sonstige Veränderungen 93 3 30 -135 -9
Stand 31.12.2016 1.826 2.453 1.368 67 5.714
Währungskursveränderungen -19 -46 -43 -2 -110
Zugänge durch Unternehmenszusammenschlüsse - 3 3 - 6
Sonstige Zugänge 52 70 136 68 326
Abgänge aus Unternehmensverkäufen - - - - -
Sonstige Abgänge -51 -69 -106 -1 -227
Umgliederungen gemäß IFRS 5 81 1 -2 - 80
Umbuchungen und sonstige Veränderungen 21 41 16 -77 1
Stand 31.12.2017 1.910 2.453 1.372 55 5.790
Kumulierte Abschreibungen          
Stand 1.1.2016 986 2.244 959 - 4.189
Währungskursveränderungen -9 -21 - - -30
Planmäßige Abschreibungen 50 79 125 - 254
Wertminderungen - 5 3 - 8
Wertaufholungen -1 - - - -1
Abgänge aus Unternehmensverkäufen - - -21 - -21
Sonstige Abgänge -3 -144 -93 - -240
Umgliederungen gemäß IFRS 5 -2 -1 -6 - -9
Umbuchungen und sonstige Veränderungen -8 -9 17 - -
Stand 31.12.2016 1.013 2.153 984 - 4.150
Währungskursveränderungen -12 -40 -32 - -84
Planmäßige Abschreibungen 55 81 129 - 265
Wertminderungen - 1 3 - 4
Wertaufholungen - - -1 - -1
Abgänge aus Unternehmensverkäufen - - - - -
Sonstige Abgänge -32 -67 -103 - -202
Umgliederungen gemäß IFRS 5 - -1 -1 - -2
Umbuchungen und sonstige Veränderungen 4 -3 1 - 2
Stand 31.12.2017 1.028 2.124 980 - 4.132
Buchwert zum 31.12.2017 882 329 392 55 1.658
Buchwert zum 31.12.2016 813 300 384 67 1.564

Zum Bilanzstichtag wurden Sachanlagen in Höhe von 13 Mio. € (Vj.: 8 Mio. €) als Sicherheit für Verbindlichkeiten verpfändet. Insgesamt wurden für Sachanlagen Wertminderungsaufwendungen in Höhe von -4 Mio. € (Vj.: -8 Mio. €) erfasst.

12 Anteile an anderen Unternehmen

Tochterunternehmen mit wesentlichen nicht beherrschenden Anteilen

Aus Sicht des Bertelsmann-Konzerns entfallen wesentliche nicht beherrschende Anteile auf die Firmengruppe RTL Group sowie die Verlagsgruppe Penguin Random House. Die Beteiligungsquote nicht beherrschender Anteilseigner an der RTL Group mit Sitz in Luxemburg, Luxemburg, beträgt nach Berücksichtigung eigener Anteile 24,3 Prozent (Vj.: 24,3 Prozent). Bei der RTL Group selbst entfallen wesentliche nicht beherrschende Anteile auf das Tochterunternehmen Groupe M6 mit Sitz in Paris, Frankreich. Der Bertelsmann-Konzern ist mit einem Anteil von 48,3 Prozent (Vj.: 48,4 Prozent) an Groupe M6 beteiligt. Von den nicht beherrschenden Anteilen der RTL Group entfallen auf Groupe M6 437 Mio. € (Vj.: 428 Mio. €). Die durch den Zusammenschluss von Random House und Penguin zum 1. Juli 2013 entstandene Verlagsgruppe Penguin Random House besteht aus den beiden rechtlichen Gruppen Penguin Random House LLC mit Sitz in Wilmington, Delaware, USA, die sämtliche Verlagseinheiten in den USA bündelt, sowie Penguin Random House Limited mit Sitz in London, Großbritannien, die alle weiteren Verlagseinheiten umfasst. Um den wirtschaftlichen Gehalt der Beteiligung des Bertelsmann-Konzerns an den beiden Gruppen besser widerzuspiegeln, werden beide Gruppen als eine Einheit betrachtet. Die Beteiligungsquote nicht beherrschender Anteilseigner an der Verlagsgruppe Penguin Random House beträgt 25,0 Prozent (Vj.: 47,0 Prozent).

Am 5. Oktober 2017 übernahm Bertelsmann zusätzlich zu den bisherigen 53 Prozent an Penguin Random House weitere 22 Prozent an der größten Buchverlagsgruppe der Welt von dem britischen Medien- und Bildungsunternehmen Pearson. Die übrigen 25 Prozent der Anteile an dem zum 1. Juli 2013 durch den Zusammenschluss der Buchverlagsgeschäfte Random House und Penguin Group entstandenen Unternehmen verbleiben bei Pearson. Mit der strategischen Dreiviertelmehrheit sichert sich Bertelsmann mehr Governance-Rechte bei Penguin Random House und stellt somit künftig unter anderem den Chairman des Board of Directors der Buchverlagsgruppe. Die Kaufpreiszahlung für den 22-Prozent-Anteil betrug 505 Mio. €. Darüber hinaus fielen Transaktionsnebenkosten in Höhe von 4 Mio. € an, die direkt im Eigenkapital erfasst wurden. Die Transaktion wurde in Übereinstimmung mit IFRS 10 als Eigenkapitaltransaktion bilanziert. Die Differenz zwischen Kaufpreis inklusive der Transaktionsnebenkosten in Höhe von 509 Mio. € und dem Buchwert der erworbenen nicht beherrschenden Anteile wurde im Eigenkapital erfasst. Die Transaktion bewirkte eine Verringerung des auf die Bertelsmann-Aktionäre entfallenden Eigenkapitals in Höhe von 275 Mio. € und des auf die nicht beherrschenden Anteilseigner entfallenden Eigenkapitals in Höhe von 233 Mio. €.

Neben der Anteilsaufstockung wurden Vereinbarungen zu Dividendenausschüttungen an die Gesellschafter von Penguin Random House getroffen. Auf Pearson entfällt dabei eine Sonderdividendenausschüttung in Höhe von 430 Mio. €, davon wurden 373 Mio. € im Geschäftsjahr 2017 gezahlt und weitere 57 Mio. € sind im Geschäftsjahr 2018 zahlbar.

Veränderung des Eigenkapitals der Bertelsmann-Aktionäre

in Mio. € Veränderung des Eigenkapitals der Bertelsmann-Aktionäre
Buchwert der erworbenen Anteile 233
Kaufpreis für nicht beherrschende Anteile -505
Mit der Transaktion verbundene Aufwendungen -4
Sonstige Effekte 1
Rückgang des Eigenkapitals der Bertelsmann-Aktionäre -275
- davon Verminderung der Gewinnrücklagen -327
- davon Erhöhung der Währungsumrechnungsreserve 51
- davon Erhöhung des Anteils am sonstigen Ergebnis, der auf at-equity bilanzierte Beteiligungen entfällt 1

Mit Wirkung zum 1. Oktober 2017 erwarb RTL Group die verbleibenden 36,4 Prozent (auf vollständig verwässerter Basis) der nicht beherrschenden Anteile an SpotX Inc. ("SpotX") durch Ausübung einer Kaufoption für 128 Mio. €, hiervon 7 Mio. € als Bareinlage in SpotX. Der Kaufpreis ist Gegenstand einer leistungsbasierten Anpassung von bis zu 8 Mio. US-$, falls SpotX im Geschäftsjahr 2017 einen festgelegten Grenzwert in Bezug auf Nettoumsatz und EBITDA erreicht. Die bedingte Kaufpreisverbindlichkeit beträgt null zum 31. Dezember 2017. Der Erwerb der Anteile an SpotX führte zu einem Rückgang des Eigenkapitals der Bertelsmann-Aktionäre in Höhe von 83 Mio. €.

Die folgende Tabelle zeigt zusammenfassende Finanzinformationen für die RTL Group sowie Penguin Random House inklusive der Beteiligungen an deren Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen. Die aufgeführten Informationen beziehen sich auf die Beträge vor konzerninternen Eliminierungen.

Finanzinformationen für Tochterunternehmen mit wesentlichen nicht beherrschenden Anteilen

RTL Group Penguin Random House
in Mio. € 31.12.2017 31.12.2016 31.12.2017 31.12.2016
Langfristige Vermögenswerte 6.672 6.672 1.759 1.910
Kurzfristige Vermögenswerte 3.330 3.734 1.853 1.787
Langfristige Schulden 1.315 1.210 860 239
Kurzfristige Schulden 3.155 3.533 1.704 1.198
Eigenkapital Bertelsmann-Aktionäre 4.436 4.527 892 1.407
Nicht beherrschende Anteile 1.096 1.136 156 853
in Mio. € 2017 2016 2017 2016
Umsatzerlöse 6.373 6.237 3.075 3.059
Ergebnis 836 814 365 374
- davon nicht beherrschende Anteilseigner 277 270 143 176
Gesamtergebnis 683 845 214 339
- davon nicht beherrschende Anteilseigner 238 277 94 166
Dividenden an nicht beherrschende Anteilseigner 222 224 506 149
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 1.019 1.107 322 435
Cashflow aus Investitionstätigkeit -134 -295 -89 -26
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -1.041 -827 -132 -353
Zunahme/Abnahme von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten -156 -15 101 56

Anteile an at-equity bilanzierten Beteiligungen

Die Anteile an at-equity bilanzierten Beteiligungen entfallen in Höhe von 46 Mio. € (Vj.: 44 Mio. €) auf Gemeinschaftsunternehmen und in Höhe von 906 Mio. € (Vj.: 997 Mio. €) auf assoziierte Unternehmen.

Anteile an Gemeinschaftsunternehmen

Zum 31. Dezember 2017 wurden Anteile an 28 (Vj.: 26) einzeln betrachtet unwesentlichen Gemeinschaftsunternehmen im Konzernabschluss bilanziert. Die nachfolgende Tabelle zeigt zusammenfassende Finanzinformationen zu diesen Gemeinschaftsunternehmen, wobei die Angaben jeweils den Anteil des Bertelsmann-Konzerns darstellen.

Finanzinformationen einzeln betrachtet unwesentlicher Gemeinschaftsunternehmen

in Mio. € 31.12.2017 31.12.2016
Langfristige Vermögenswerte 61 60
Kurzfristige Vermögenswerte 57 57
Langfristige Schulden 8 9
Kurzfristige Schulden 58 59
in Mio. € 2017 2016
Ergebnis nach Steuern aus fortgeführten Aktivitäten 30 27
Ergebnis nach Steuern aus nicht fortgeführten Aktivitäten - -
Sonstiges Ergebnis - -2
Gesamtergebnis 30 25

Anteile an assoziierten Unternehmen

Zum 31. Dezember 2017 wurden Anteile an 63 (Vj.: 52) assoziierten Unternehmen im Konzernabschluss bilanziert. Die Beteiligung der RTL Group an Atresmedia mit Sitz in San Sebastian de los Reyes, Spanien, ist wie im Vorjahr einzeln betrachtet wesentlich für den Konzern. Zum 31. Dezember 2017 beträgt die Quote unter Berücksichtigung eigener Anteile 18,7 Prozent (Vj.: 18,7 Prozent). Am 31. Dezember 2017 betrug der Börsenwert von Atresmedia, die an der Madrider Börse gelistet ist, 1.964 Mio. € (Vj.: 2.345 Mio. €). Der anteilige beizulegende Zeitwert der Beteiligung des Bertelsmann-Konzerns an Atresmedia betrug am 31. Dezember 2017 366 Mio. € (Vj.: 437 Mio. €).

Die folgende Tabelle zeigt zusammenfassende Finanzinformationen zu Atresmedia. Bei den dargestellten Informationen handelt es sich um die in dem Abschluss von Atresmedia dargestellten Beträge, zuzüglich der im Rahmen der Durchführung der Equity-Methode vorgenommenen Anpassungen, und nicht um den Anteil des Bertelsmann-Konzerns.

Finanzinformationen einzeln betrachtet wesentlicher assoziierter Unternehmen

Atresmedia
in Mio. € 31.12.2017 31.12.2016
Langfristige Vermögenswerte 631 621
Kurzfristige Vermögenswerte 718 689
Langfristige Schulden 226 141
Kurzfristige Schulden 677 652
Eigenkapital 446 517
in Mio. € 2017 2016
Umsatzerlöse 1.052 1.021
Ergebnis nach Steuern aus fortgeführten Aktivitäten 142 129
Ergebnis nach Steuern aus nicht fortgeführten Aktivitäten - -
Sonstiges Ergebnis -4 2
Gesamtergebnis 138 131
Vom assoziierten Unternehmen erhaltene Dividende 39 17

Die Überleitung von den dargestellten zusammenfassenden Finanzinformationen zum Buchwert der Beteiligung an Atresmedia im Konzernabschluss zeigt folgende Tabelle:

Überleitung zum Buchwert

in Mio. € 31.12.2017 31.12.2016
Eigenkapital 446 517
Anteiliges Eigenkapital 83 97
Geschäfts- oder Firmenwerte 166 166
Buchwert 249 263

Die nachfolgende Tabelle zeigt zusammenfassende Finanzinformationen zu den einzeln betrachtet unwesentlichen assoziierten Unternehmen, wobei die Angaben jeweils den Anteil des Bertelsmann-Konzerns darstellen.

Finanzinformationen einzeln betrachtet unwesentlicher assoziierter Unternehmen

in Mio. € 31.12.2017 31.12.2016
Langfristige Vermögenswerte 687 663
Kurzfristige Vermögenswerte 339 309
Langfristige Schulden 67 52
Kurzfristige Schulden 229 177
in Mio. € 2017 2016
Ergebnis nach Steuern aus fortgeführten Aktivitäten 7 -22
Ergebnis nach Steuern aus nicht fortgeführten Aktivitäten - -
Sonstiges Ergebnis -8 -
Gesamtergebnis -1 -22

Die Summe der Buchwerte der Anteile der einzeln betrachtet unwesentlichen assoziierten Unternehmen beträgt zum 31. Dezember 2017 657 Mio. € (Vj.: 734 Mio. €). Davon entfallen auf die Beteiligung an dem Online-Bildungsdienstleister HotChalk 126 Mio. € (Vj.: 192 Mio. €) und auf die Beteiligung an dem E-Learning-Anbieter Udacity 111 Mio. € (Vj.: 134 Mio. €). Obwohl der Anteil an Udacity mit 18,6 Prozent (Vj.: 18,6 Prozent) weniger als 20 Prozent beträgt, übt der Bertelsmann-Konzern aufgrund der Präsenz im Board of Directors maßgeblichen Einfluss auf Udacity aus. Im Geschäftsjahr 2017 entfiel auf HotChalk ein anteiliges Ergebnis in Höhe von -16 Mio. € und auf Udacity in Höhe von -8 Mio. €. Für beide Beteiligungen wurde zum 31. Dezember 2017 ein Werthaltigkeitstest durchgeführt. Unter Berücksichtigung der aktuell angestrebten Wachstumsziele war für Udacity keine Wertminderung zu erfassen. Eine Anpassung der Wachstumsziele im Zusammenhang mit einer Neufokussierung des Geschäftsmodells für das zur Bertelsmann Education Group gehörende assoziierte Unternehmen HotChalk führte zu einem Wertminderungsaufwand in Höhe von 29 Mio. €.

Zur Bestimmung des erzielbaren Betrages wurde der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten anhand eines Discounted-Cashflow-Verfahrens ermittelt, basierend auf einer langfristigen Wachstumsrate von 1,0 Prozent und einem Zinssatz von 11,8 Prozent. Die Erreichung der Wachstumsziele wird fortlaufend überwacht und eingeschätzt. Aufgrund der anhaltend schwierigen ökonomischen Situation in Brasilien ergab sich darüber hinaus ein Wertminderungsaufwand in Höhe von 10 Mio. € für das zu Penguin Random House gehörende assoziierte Unternehmen Editora Schwarcz S.A. Zur Bestimmung des erzielbaren Betrages wurde der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten anhand eines Discounted-Cashflow-Verfahrens ermittelt, basierend auf einer langfristigen Wachstumsrate von 6,0 Prozent und einem Zinssatz von 13,8 Prozent aufgrund der Geschäftstätigkeit im brasilianischen Markt.

Weitere 84 Mio. € (Vj.: 68 Mio. €) der Summe der Buchwerte der Anteile der einzeln betrachtet unwesentlichen assoziierten Unternehmen entfallen auf die drei University Ventures Funds, die Investitionen in wachstumsstarke Unternehmen im Bildungssektor tätigen. An diesen Fonds hält Bertelsmann zwischen 47,3 Prozent und 100 Prozent der Kapitalanteile. Da das operative Management und insbesondere die Investitionsentscheidungen bei den jeweiligen Fondsmanagern liegen, liegt trotz einer Beteiligungsquote von teilweise mehr als 50 Prozent keine Kontrolle im Sinne des IFRS 10 vor, sondern nur jeweils ein maßgeblicher Einfluss.

Ergebnis aus at-equity bilanzierten Beteiligungen

in Mio. € 2017 2016
Erträge aus at-equity bilanzierten Beteiligungen 119 90
- Gemeinschaftsunternehmen 33 30
- Assoziierte Unternehmen 86 60
Verluste aus at-equity bilanzierten Beteiligungen -56 -61
- Gemeinschaftsunternehmen -2 -3
- Assoziierte Unternehmen -54 -58
Ergebnis aus at-equity bilanzierten Beteiligungen 63 29
- Gemeinschaftsunternehmen 31 27
- Assoziierte Unternehmen 32 2

13 Sonstige finanzielle Vermögenswerte

in Mio. € 31.12.2017 31.12.2016
Langfristig    
Ausleihungen 39 42
Beteiligungen an verbundenen Unternehmen 18 15
Sonstige Beteiligungen 516 420
Wertpapiere und Finanzanlagen 18 16
Derivative Finanzinstrumente 53 49
  644 542
Kurzfristig    
Ausleihungen 24 29
Wertpapiere und Finanzanlagen 5 1
Derivative Finanzinstrumente 38 82
  67 112

Beteiligungen an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten gemäß IAS 39.46 (c) bewertet, sofern sie über keine Preisnotierung auf einem aktiven Markt verfügen und eine verlässliche Schätzung des beizulegenden Zeitwerts nicht möglich ist.

Die Bewertung der sonstigen Beteiligungen im Unternehmensbereich Bertelsmann Investments erfolgt gemäß IAS 39.43 ff. in Verbindung mit IAS 39.55 ff. grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert.

Das Ergebnis aus Beteiligungsverkäufen umfasst neben dem Verlust aus Endkonsolidierung im Wesentlichen die Ergebnisse aus mehreren im Unternehmensbereich Bertelsmann Investments getätigten Transaktionen, darunter die Ergebnisse aus dem Verkauf der Beteiligungen an Ucloud und Uxin und aus Börsengängen von BAI-Beteiligungen.

Zum Bilanzstichtag wurden in Höhe von 13 Mio. € finanzielle Vermögenswerte als Sicherheit für Verbindlichkeiten gestellt. Im Vorjahr wurden keine finanziellen Vermögenswerte als Sicherheit für Verbindlichkeiten gestellt. Finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 4 Mio. € (Vj.: 9 Mio. €) wurden mit Verfügungsbeschränkung verpfändet. Für Eventualverbindlichkeiten gegenüber Dritten wurden weder im Geschäftsjahr 2017 noch 2016 finanzielle Vermögenswerte als Sicherheiten gestellt.

14 Vorräte

in Mio. € 31.12.2017 31.12.2016
Programmrechte 1.020 1.005
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 102 105
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 125 124
Fertige Erzeugnisse und Waren 279 294
Geleistete Anzahlungen 138 157
  1.664 1.685

Im Geschäftsjahr 2017 wurden Abwertungen auf Vorräte in Höhe von -161 Mio. € (Vj.: -129 Mio. €) vorgenommen. Außerdem ergaben sich Zuschreibungen auf Vorräte in Höhe von 101 Mio. € (Vj.: 119 Mio. €). Diese sind sowohl auf ausstrahlungsbedingte Faktoren bei Programmrechten als auch auf gestiegene Preise auf einigen Märkten zurückzuführen. Als Sicherheit für Verbindlichkeiten wurden wie im Vorjahr keine Vorräte verpfändet.

Der Materialaufwand in Höhe von 5.487 Mio. € (Vj.: 5.487 Mio. €) enthält unter anderem Bestandsveränderungen aus unfertigen und fertigen Erzeugnissen in Höhe von 77 Mio. € (Vj.: -123 Mio. €), Materialaufwand für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe in Höhe von 961 Mio. € (Vj.: 986 Mio. €) und Materialaufwand für Waren in Höhe von 205 Mio. € (Vj.: 228 Mio. €). Darüber hinaus sind hierin andere aktivierte Eigenleistungen in Höhe von 42 Mio. € (Vj.: 34 Mio.€) enthalten.

15 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen

in Mio. € 31.12.2017 31.12.2016
Langfristig    
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 27 1
Sonstige Forderungen 60 75
Kurzfristig    
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.290 3.149
Sonstige Forderungen 720 704

In dem Posten "Sonstige Forderungen" werden unter anderem Forderungen in Höhe von 103 Mio. € (Vj.: 114 Mio. €) ausgewiesen, die im Wesentlichen im Zusammenhang mit verkauften Forderungen stehen, die Arvato Financial Solutions im Rahmen des Serviceangebotes zur Durchführung von Dienstleistungen im Debitorenmanagement von Dritten erworben und weiterveräußert hat, und Forderungen gegenüber Beteiligungsunternehmen in Höhe von 25 Mio. € (Vj.: 27 Mio. €) erfasst.

16 Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte

in Mio. € 31.12.2017 31.12.2016
Langfristig    
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte 710 704
Kurzfristig    
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte 868 953
- Geleistete Anzahlungen 447 487
- Sonstige Steuerforderungen 82 96
- Rechnungsabgrenzungsposten 191 186
- Sonstige übrige nicht finanzielle Vermögenswerte 148 184

Die langfristigen sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerte betreffen mit 659 Mio. € (Vj.: 664 Mio. €) geleistete Anzahlungen auf Honorare und Lizenzen. Grundsätzlich werden geleistete Anzahlungen auf Honorare und Lizenzen wertberichtigt, wenn keine Verrechnungsmöglichkeiten mehr erwartet werden. Die Höhe dieser Wertberichtigungen basiert auf Einschätzungen der Geschäftsleitungen hinsichtlich zukünftiger Absatzmengen und Preisentwicklungen unter Berücksichtigung historischer Erfahrungen.

17 Liquide Mittel

in Mio. € 31.12.2017 31.12.2016
Flüssige Mittel 1.384 1.192
Sonstige Wertpapiere <3 Monate 56 181
  1.440 1.373

Als Sicherheit für Verbindlichkeiten dienten liquide Mittel in Höhe von 1 Mio. € (Vj.: 27 Mio. €). Zum Bilanzstichtag bestanden wie im Vorjahr keine liquiden Mittel mit Verfügungsbeschränkung.

18 Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital

Anzahl an Aktien 31.12.2017 31.12.2016
Stammaktien 83.760 83.760
Summe der Aktien 83.760 83.760

Das im Vergleich zum Vorjahr unveränderte gezeichnete Kapital der Bertelsmann SE & Co. KGaA von 1.000 Mio. € ist in 83.760 nennwertlose Namensaktien (Stammaktien) eingeteilt. Zum 31. Dezember 2017 wurden die Kapitalanteile der Bertelsmann SE & Co. KGaA zu 80,9 Prozent von Stiftungen (Bertelsmann Stiftung, Reinhard Mohn Stiftung, BVG-Stiftung) und zu 19,1 Prozent von der Familie Mohn mittelbar gehalten. Die Stimmrechte in der Hauptversammlung der Bertelsmann SE & Co. KGaA und der persönlich haftenden Gesellschafterin Bertelsmann Management SE werden von der Bertelsmann Verwaltungsgesellschaft mbH (BVG) kontrolliert.

In den Geschäftsjahren 2017 und 2016 wurde jeweils eine Dividende in Höhe von 180 Mio. € (Dividende je Stammaktie jeweils 2.149 €) an die Aktionäre ausgezahlt.

Die Veränderung des sonstigen Ergebnisses nach Steuern leitet sich wie folgt ab:

Veränderungen der Bestandteile des sonstigen Ergebnisses nach Steuern

in Mio. € 2017
Vorsteuerbetrag Steuern Nachsteuerbetrag davon Anteil Bertelsmann-Aktionäre davon nicht beherrschende Anteilseigner
Posten, die anschließend nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden          
Neubewertungskomponente leistungsorientierter Versorgungspläne 235 -59 176 170 6
Anteil am sonstigen Ergebnis, der auf at-equity bilanzierte Beteiligungen entfällt - - - - -
Posten, die anschließend in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden, sofern bestimmte Bedingungen erfüllt sind          
Währungskursveränderungen -432 - -432 -361 -71
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte -16 -2 -18 -16 -2
Cash Flow Hedges -103 23 -80 -60 -20
Anteil am sonstigen Ergebnis, der auf at-equity bilanzierte Beteiligungen entfällt -8 - -8 -7 -1
Sonstiges Ergebnis nach Steuern -324 -38 -362 -274 -88
in Mio. € 2016
Vorsteuerbetrag Steuern Nachsteuerbetrag davon Anteil Bertelsmann-Aktionäre davon nicht beherrschende Anteilseigner
Posten, die anschließend nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden          
Neubewertungskomponente leistungsorientierter Versorgungspläne -347 105 -242 -230 -12
Anteil am sonstigen Ergebnis, der auf at-equity bilanzierte Beteiligungen entfällt - - - - -
Posten, die anschließend in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden, sofern bestimmte Bedingungen erfüllt sind          
Währungskursveränderungen 28 - 28 17 11
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 75 -2 73 72 1
Cash Flow Hedges 6 -2 4 3 1
Anteil am sonstigen Ergebnis, der auf at-equity bilanzierte Beteiligungen entfällt 11 - 11 6 5
Sonstiges Ergebnis nach Steuern -227 101 -126 -132 6

Im Posten "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" sind im Wesentlichen Effekte aus der Bewertung der Beteiligungen zum beizulegenden Zeitwert im Unternehmensbereich Bertelsmann Investments enthalten. Weitere Erläuterungen finden sich in der Textziffer 13 "Sonstige finanzielle Vermögenswerte".

Anteilsbasierte Vergütungen

Im Bertelsmann-Konzern bestehen anteilsbasierte Vergütungen, die durch Barausgleich oder durch Eigenkapitalinstrumente abgegolten werden.

Bei der zur RTL Group gehörenden Groupe M6 existieren verschiedene Aktienoptionspläne. Metropole Television hat für Geschäftsführer und bestimmte Mitarbeiter innerhalb der Groupe M6 einen Aktienoptionsplan eingeführt. Die Anzahl der den Teilnehmern gewährten Optionen wird vom Aufsichtsrat von Metropole Television SA mit Zustimmung der Hauptversammlung festgelegt.

Die Gewährungsbedingungen sind wie folgt, wobei alle Optionen durch physische Wertpapierübertragung ausgeübt werden:

Gewährungs- und Ausübungsbedingungen (Groupe M6)

Gratisaktien-Programme Maximale Anzahl gewährter Gratisaktien (in Tausend) 1) Verbleibende Anzahl der Optionen (in Tausend) Ausübungsbedingungen
Mai 2015 32,50 0,00 2 Dienstjahre
Juli 2015 480,40 0,00 2 Dienstjahre + Leistungsbedingungen
Juli 2016 440,60 424,90 2 Dienstjahre + Leistungsbedingungen
Juli 2016 361,00 361,00 2 Dienstjahre + Leistungsbedingungen
Juli 2017 307,20 307,20 2 Dienstjahre + Leistungsbedingungen
Juli 2017 217,66 217,66 3 Dienstjahre + Leistungsbedingungen
Oktober 2017 8,92 8,92 3 Dienstjahre + Leistungsbedingungen
Summe 1.848,28 1.319,68  

1) Die maximale Anzahl der Gratisaktien wird bei deutlichem Übertreffen der Leistungsbedingungen gewährt. Diese Anzahl kann auf null reduziert werden, falls die Ziele nicht erreicht werden.

Die Gratisaktien-Programme unterliegen Leistungsbedingungen. Die im Juli 2015, im Juli 2016 und im Juli 2017 gewährten Programme unterliegen Wachstumszielen, bezogen auf das Konzernergebnis von Groupe M6 in den Geschäftsjahren 2015, 2016 und 2017. Das zweite im Juli 2016 gewährte Programm und die im Juli 2017 und Oktober 2017 gewährten Programme unterliegen einer kumulierten Leistungsanforderung über drei Jahre. Das im Mai 2015 gewährte Programm ist ausschließlich an die Beschäftigung in der Groupe M6 gebunden.

1.319.684 Gratisaktien sind zum Jahresende ausübbar. Zu Beginn des Jahres waren es 1.284.000. Im Jahresverlauf wurden 533.784 Gratisaktien gewährt. 475.500 Gratisaktien wurden ausgeübt, 22.600 verfielen.

Die noch ausstehenden Aktienoptionen am Ende des Jahres unterliegen den folgenden Bedingungen:

Bedingungen der Aktienoptionen (Groupe M6)

Ablaufdatum Anzahl der Aktien (in Tausend) 2017 Anzahl der Aktien (in Tausend) 2016
Gratisaktien-Programme    
2017 - 486
2018 786 798
2019 534 -
  1.320 1.284

Am 31. Dezember 2017 betrug der Marktpreis für Groupe-M6-Aktien an der Pariser Börse 21,54 € (31. Dezember 2016: 17,67 €).

Der beizulegende Zeitwert der im Gegenzug für gewährte Aktienoptionen erhaltenen Leistungen wird unter Bezug auf den beizulegenden Zeitwert der gewährten Aktienoptionen bemessen. Die Schätzung des beizulegenden Zeitwerts der erhaltenen Leistungen wird auf Grundlage des Binomialmodells ermittelt. Gratisaktien werden mit dem Aktienkurs des Ausgabetags, abzüglich der diskontierten Dividenden, die die Mitarbeiter während der Dauer der Ausübungsperiode nicht erhalten können, bewertet.

Marktwerte der Aktienoptionen (Groupe M6)

Personalaufwand
in Mio. €
Tag der Gewährung Aktienkurs Risikofreier Zins Erwarteter Ertrag Optionsdauer 2017 2016
Gratisaktien-Programme            
14.4.2014 16,05 € 0,53 % 5,60 % 2 Jahre - 0,3
13.10.2014 12,03 € 0,23 % 7,60 % 2 Jahre - 1,5
11.5.2015 18,62 € 0,16 % 4,80 % 2 Jahre 0,1 0,2
28.7.2015 18,38 € 0,22 % 4,90 % 2 Jahre 1,9 3,0
28.7.2016 16,24 € -0,10 % 5,50 % 2 Jahre 5,2 2,2
27.7.2017 20,59 € -0,17 % 4,31 % 2 Jahre 1,7 -
2.10.2017 20,59 € -0,17 % 4,31 % 2 Jahre - -
Summe         8,9 7,2

Darüber hinaus gibt es innerhalb des Bertelsmann-Konzerns weitere anteilsbasierte Vergütungen, die für sich genommen nicht wesentlich sind.

19 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

in Mio. € 31.12.2017 31.12.2016
Leistungsorientierte Verpflichtungen 1.606 1.902
Pensionsähnliche Verpflichtungen 79 97
  1.685 1.999

Für die derzeitigen und früheren Mitarbeiter des Bertelsmann-Konzerns sowie für deren Hinterbliebene bestehen je nach den rechtlichen, steuerlichen und wirtschaftlichen Gegebenheiten des jeweiligen Landes unterschiedliche Formen der Altersversorgung. Die betriebliche Altersversorgung erfolgt sowohl beitrags- als auch leistungsorientiert.

Bei den beitragsorientierten Altersversorgungsplänen (Defined Contribution Plans) leistet das Unternehmen auf gesetzlicher, vertraglicher oder freiwilliger Basis Zahlungen an einen externen Fonds oder eine andere Versorgungseinrichtung. Mit Zahlung der Beträge bestehen für das Unternehmen keine weiteren Leistungsverpflichtungen, sodass keine Rückstellungen gebildet werden. Der Aufwand für beitragsorientierte Pläne betrug im Geschäftsjahr 2017 46 Mio. € (Vj.: 50 Mio. €).

Alle übrigen Altersversorgungspläne sind leistungsorientiert (Defined Benefit Plans). Die Verpflichtungen der US-Gesellschaften für die Krankheitskosten der Mitarbeiter nach deren Eintritt in den Ruhestand (Pläne für medizinische Versorgung) stellen ebenfalls leistungsorientierte Zusagen dar und sind in den bilanzierten Rückstellungen enthalten. Bei allen Altersversorgungsplänen ist zu unterscheiden, ob die Finanzierung über eine externe Anlage erfolgt oder nicht.

Bilanzierte Nettoschuld für leistungsorientierte Pläne

in Mio. € 31.12.2017 31.12.2016
Anwartschaftsbarwert rückstellungsfinanzierter Versorgungszusagen 826 876
Anwartschaftsbarwert extern finanzierter Versorgungszusagen 3.347 3.493
Summe der Anwartschaftsbarwerte der Versorgungszusagen 4.173 4.369
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens -2.591 -2.479
Auswirkungen der Vermögenswertbegrenzung 1 -
Bilanzierte Nettoschuld 1.583 1.890
- davon Pensionsrückstellungen 1.606 1.902
- davon sonstige Vermögenswerte 23 12

Für diese leistungsorientierten Versorgungspläne werden Rückstellungen gebildet. Im Wesentlichen bestehen Festgehaltszusagen sowie Endgehaltspläne.

Leistungsorientierte Versorgungspläne

in Mio. € 31.12.2017 31.12.2016
Festgehaltspläne/Rentenbausteinsysteme 2.254 2.317
Endgehaltspläne 1.265 1.316
Karrieredurchschnittspläne 416 428
Sonstige Zusagen 181 245
Pläne für medizinische Versorgung 58 63
Anwartschaftsbarwert 4.174 4.369
- davon Kapitalzusagen 246 231

Die Verpflichtungen und das vorhandene Planvermögen der bestehenden Pensionspläne sind zum Teil demografischen, ökonomischen und rechtlichen Risiken ausgesetzt. Bei den demografischen Risiken handelt es sich insbesondere um das Langlebigkeitsrisiko der Rentenempfänger. Ökonomische Risiken beinhalten in diesem Sinne hauptsächlich unvorhersehbare Entwicklungen an den Kapitalmärkten und die damit verbundenen Wechselwirkungen auf das Planvermögen und die Pensionsverpflichtungen. Rechtliche Risiken können z. B. aus Beschränkungen bei der Vermögensanlage und Mindestdotierungsvorschriften resultieren. Um diese Risiken deutlich zu minimieren, ist 2004 eine konzernweite Pensionsleitlinie eingeführt worden. Demnach sind neue Pensionspläne grundsätzlich nur als beitragsorientierte Pläne zu konzipieren, sodass die Belastungen aus Versorgungszusagen jederzeit tragbar, kalkulierbar und transparent sind und für das Unternehmen keine unbeeinflussbaren Risiken entstehen. Zudem ist der Bertelsmann-Konzern bestrebt, insbesondere bestehende endgehaltsabhängige Pensionsverträge in trendunabhängige Bausteinsysteme und Kapitalzusagen zu überführen. Aufgrund dieser Maßnahmen entfallen die Verpflichtungen nahezu vollständig auf geschlossene Pläne.

Für den Bertelsmann-Konzern liegen Mindestdotierungsverpflichtungen bei den Plänen in den USA und Großbritannien vor. Der Pensionsplan in den USA unterliegt den Mindestfinanzierungsvereinbarungen gemäß dem "Employee Retirement Income Security Act of 1974" (ERISA). Hierbei wird generell ein ausfinanzierter Pensionsplan angestrebt, sodass sich die jährlichen Beiträge zum Planvermögen - wie bei einem beitragsorientierten Plan - lediglich auf die in dem Jahr erdienten Pensionsansprüche der versicherten Arbeitnehmer beschränken. Liegt keine vollständige Deckung der Pensionsverpflichtungen durch Planvermögen vor, ist über diesen Beitrag hinaus ein weiterer Betrag dem Planvermögen zuzuführen, dessen Höhe eine Ausfinanzierung in einem Zeitraum von sieben Jahren gewährleistet. Die Pläne in Großbritannien unterliegen dem "Pensions Act 2004", der bei jährlicher Überwachung vorsieht, in einem Dreijahresturnus die Ausfinanzierung des Pensionsplanes versicherungsmathematisch zu überprüfen und gegebenenfalls aufgetretene Defizite durch weiteres Zuführen von Planvermögen zu eliminieren. Über die in den USA und Großbritannien beschriebenen Mindestdotierungsvorschriften hinaus bestehen keine weiteren wesentlichen regulatorischen Bestimmungen.

Darüber hinaus war ein Konzernunternehmen bis zum 31. Dezember 2014 an einem Pensionsplan beteiligt, der gemeinschaftlich mit nicht verbundenen Unternehmen unterhalten wird (Multi-Employer Plan). Da die für eine Bilanzierung als leistungsorientierter Plan erforderlichen Informationen weder zeitgerecht noch in ausreichendem Umfang zur Verfügung stehen, wurde dieser Versorgungsplan im Konzernabschluss entsprechend den Vorschriften für beitragsorientierte Pläne berücksichtigt. Im Geschäftsjahr 2015 ist der rückwirkende Austritt aus diesem gemeinschaftlichen Plan zum 1. Januar 2015 erklärt worden. Dabei soll die Verpflichtung durch eine Einmalzahlung abgelöst werden, für die bereits 2014 eine Rückstellung in Höhe von 16 Mio. € gebildet wurde. Die im ersten Halbjahr 2017 begonnenen Verhandlungen zur Einigung der Austrittsmodalitäten dauern weiterhin an. Seit April 2017 leistet die Gesellschaft monatliche Beitragszahlungen, die sich im Geschäftsjahr 2018 voraussichtlich auf 1 Mio. € belaufen werden. Die Rückstellung wird fortgeführt und beträgt zum 31. Dezember 2017 weiterhin 16 Mio. €.

Die zu bildenden Rückstellungen werden nach IAS 19 ermittelt, ihre Bewertung erfolgt auf Basis von versicherungsmathematischen Gutachten. Die Höhe der Rückstellungen hängt von der Dienstzeit im Unternehmen sowie von den versorgungsrelevanten Bezügen ab. Die Berechnung der Rückstellungen erfolgt auf Basis des sogenannten Anwartschaftsbarwertverfahrens, das jedem Dienstjahr den entsprechenden erdienten Leistungsanspruch zuordnet und dadurch im Vergleich zum Teilwertverfahren steigenden Dienstzeitaufwand unterstellt. Für die Ermittlung des Barwerts der Pensionsverpflichtung ist dabei der zugrunde gelegte Rechnungszins von wesentlicher Bedeutung. Dieser basiert im Bertelsmann-Konzern auf dem "Mercer Yield Curve Approach". Hierbei wird jeweils für die Eurozone, Großbritannien und die USA eine "Spot Rate Yield Curve" auf Basis von hochwertigen Unternehmensanleihen erstellt. Um den Zeitwert des Geldes gemäß IAS 19.84 angemessen darzustellen, bleiben dabei in der Basis sowohl statistische Ausreißer, die in ihrer Risikoeinstufung deutlich höher oder niedriger liegen, als auch Anleihen, die zinsverzerrende Optionen besitzen, unberücksichtigt. Für die biometrischen Grundlagen werden in Deutschland wie im Vorjahr die Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt.

Weitere signifikante versicherungsmathematische Annahmen werden wie folgt unterstellt:

Versicherungsmathematische Annahmen

31.12.2017 31.12.2016
Deutschland Ausland Deutschland Ausland
Abzinsungssatz 2,06 % 2,58 % 1,72 % 2,80 %
Gehaltstrend 2,25 % 3,03 % 2,25 % 3,08 %
Rententrend 1,56 % 3,00 % 1,56 % 3,20 %

Eine Erhöhung oder Verminderung der oben genannten Annahmen im Vergleich zu den tatsächlich verwendeten Annahmen hätte folgende Auswirkungen auf den Anwartschaftsbarwert zum 31.12.2017 gehabt:

Auswirkungen der versicherungsmathematischen Annahmen

in Mio. € Erhöhung Verminderung
Effekt der Veränderung des Abzinsungssatzes um 0,5 Prozentpunkte -318 363
Effekt der Veränderung des Gehaltstrends um 0,5 Prozentpunkte 41 -37
Effekt der Veränderung des Rententrends um 0,5 Prozentpunkte 155 -139
Effekt der Veränderung der durchschnittlichen Lebenserwartung um 1 Jahr 155 -153

Um die Sensitivität der Langlebigkeit zu bestimmen, wurden die Sterblichkeitsraten für alle Begünstigten gleichmäßig so reduziert bzw. erhöht, dass sich die Lebenserwartung einer Person in einem landestypischen Rentenzugangsalter um ein Jahr erhöht oder vermindert.

Der Anwartschaftsbarwert und das Planvermögen haben sich wie folgt entwickelt:

Entwicklung der leistungsorientierten Pläne

Leistungsorientierte Verpflichtungen Beizulegender Zeitwert des Planvermögens Nettobilanzansatz aus leistungsorientierten Plänen
(I) (II) (I)-(II)
in Mio. € 2017 2016 2017 2016 2017 2016
Stand 1.1. 4.369 3.960 2.479 2.365 1.890 1.595
Laufender Dienstzeitaufwand 71 64 - - 71 64
Zinsaufwand 86 107 - - 86 107
Zinsertrag - - 52 67 -52 -67
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand -7 2 - - -7 2
In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Aufwendungen und Erträge für leistungsorientierte Pläne 150 173 52 67 98 106
Ertrag/Aufwand aus Planvermögen ohne bereits in den Nettozinsaufwendungen erfasste Beträge - - 80 115 -80 -115
Versicherungsmathematische Gewinne (-) und Verluste (+)            
- aus der Änderung finanzieller Annahmen -136 510 - - -136 510
- aus der Änderung demografischer Annahmen -11 -17 - - -11 -17
- erfahrungsbedingte Berichtigungen 5 -30 12 - -7 -30
Auswirkungen der Vermögenswertbegrenzung - - - - 1 -
In der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfasste Neubewertungen von leistungsorientierten Plänen -142 463 92 115 -233 348
Beiträge des Arbeitgebers zum Planvermögen - - 37 33 -37 -33
Beiträge der Arbeitnehmer zum Planvermögen 3 4 3 4 - -
Pensionszahlungen -159 -141 -30 -27 -129 -114
Zahlungswirksame Effekte aus Abgeltungen -1 - -1 - - -
Veränderung Konsolidierungskreis - -13 - - - -13
Währungseffekte -51 -66 -41 -69 -10 3
Sonstige Veränderungen 4 -11 - -9 4 -2
Sonstige Überleitungspositionen -204 -227 -32 -68 -172 -159
Stand 31.12. 4.173 4.369 2.591 2.479 1.583 1.890
davon            
Deutschland 3.221 3.407 1.830 1.765 1.391 1.642
Großbritannien 531 543 551 526 -20 17
USA 199 211 144 137 55 74
Übriges Europa 191 179 53 39 139 140
Sonstige Länder 31 29 13 12 18 17

Von den Beiträgen zum Planvermögen entfallen 3 Mio. € (Vj.: 3 Mio. €) auf Deutschland. Im nächsten Geschäftsjahr werden sich die Arbeitgeberbeiträge zum Planvermögen voraussichtlich auf 20 Mio. € belaufen.

Im Inland bestehen Erstattungsansprüche für leistungsorientierte Verpflichtungen in Höhe von 18 Mio. € (Vj.: 22 Mio. €), die im Wesentlichen Rückdeckungsversicherungen betreffen, die nicht an die Versorgungsberechtigten verpfändet sind. Erstattungsansprüche werden in der Bilanzposition "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen" ausgewiesen.

Der Aufwand aus leistungsorientierten Plänen setzt sich folgendermaßen zusammen:

Aufwand aus leistungsorientierten Plänen

in Mio. € 2017 2016
Laufender Dienstzeitaufwand 71 64
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand und Auswirkungen von Abgeltungen -7 2
Nettozinsaufwand 34 40
Nettopensionsaufwand 98 106

Die Portfoliostruktur des Planvermögens stellt sich wie folgt dar:

Portfoliostruktur des Planvermögens

in Mio. € 31.12.2017 31.12.2016
Eigenkapitalinstrumente 1) 659 675
Schuldinstrumente 1) 1.658 1.582
Sonstige Wertpapierfonds 78 68
Qualifizierte Versicherungspolicen 140 129
Liquide Mittel 43 12
Immobilien 8 5
Derivative 4 7
Sonstiges 1 1
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens 2.591 2.479

1) Für nahezu alle Eigenkapital- und Schuldinstrumente besteht eine Marktpreisnotierung am aktiven Markt.

Das Planvermögen im Bertelsmann-Konzern dient ausschließlich der Erfüllung der Leistungsverpflichtungen. Um eine Risikokonzentration zu vermeiden, wird das Planvermögen in verschiedene Anlageklassen investiert. Das größte Planvermögen wird durch den Bertelsmann Pension Trust e. V. treuhänderisch im Rahmen eines Contractual Trust Arrangement (CTA) für Pensionszusagen der Bertelsmann SE & Co. KGaA und einige der deutschen Tochterunternehmen verwaltet. Für das CTA besteht keine Dotierungsverpflichtung. In der Berichtsperiode erfolgte keine Einzahlung in das Planvermögen. Die Anlage des Treuhandvermögens erfolgt entsprechend der Anlagerichtlinie des Treugebers als langfristig orientierter Total-Return-Ansatz. Diesem liegt die Zielsetzung zugrunde, mittels strategischer Asset-Allokation einen langfristig angemessenen Ertrag unabhängig von kurzfristigen Marktschwankungen und/oder Krisen zu erwirtschaften. Verantwortet wird die Kapitalanlage durch den Vorstand des Pension Trust, der den Treugeber regelmäßig über den Status und die Entwicklung des Pensionsvermögens unterrichtet.

Die gewichtete durchschnittliche Duration der Pensionsverpflichtungen beläuft sich zum 31. Dezember 2017 auf 17 Jahre (Vj.: 17 Jahre). Das Fälligkeitsprofil der erwarteten undiskontierten Pensionszahlungen ist der folgenden Tabelle zu entnehmen:

Fälligkeitsprofil der Pensionszahlungen

in Mio. € Erwartete Pensionszahlungen
2018 149
2019 150
2020 155
2021 161
2022 169
2023-2027 884

Die pensionsähnlichen Verpflichtungen betreffen Rückstellungen für Dienstjubiläen, noch nicht abgeführte Beträge zu beitragsorientierten Plänen und Abfertigungen. Abfertigungen werden beim Ausscheiden des Mitarbeiters aus dem Unternehmen gezahlt und beruhen auf gesetzlichen Verpflichtungen, vorwiegend in Italien und Österreich. Rückstellungen für Jubiläumszahlungen und Abfertigungen werden analog zu den Verpflichtungen aus leistungsorientierten Plänen ermittelt, allerdings werden versicherungsmathematische Gewinne und Verluste ergebniswirksam erfasst. Arbeitnehmer in Deutschland, die das 55. Lebensjahr vollendet haben und in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis stehen, können ihr Arbeitsverhältnis in ein Altersteilzeitarbeitsverhältnis umwandeln. Das Altersteilzeitarbeitsverhältnis dauert zwischen zwei und fünf Jahren.

Die Aufteilungen der pensionsähnlichen Verpflichtungen können der folgenden Tabelle entnommen werden:

Aufteilungen der pensionsähnlichen Verpflichtungen

in Mio. € 31.12.2017 31.12.2016
Rückstellungen für Altersteilzeit 10 30
Rückstellungen für Abfertigungen 36 34
Jubiläumsrückstellungen 28 28
Sonstige 5 5
Pensionsähnliche Verpflichtungen 79 97

20 Übrige Rückstellungen

31.12.2016
in Mio. € davon >1 Jahr Zuführung Auflösung Verbrauch Sonstige Effekte
Restrukturierung 52 3 52 -6 -27 -
Drohverlustrisiken 160 37 104 -10 -91 -4
Rechtsstreitigkeiten 103 59 22 -12 -8 -1
Garantien und Gewährleistungen 14 1 3 -2 -6 -
Verkauf und Vertrieb 11 - 2 -3 -3 -1
Sonstige Personalleistungen 31 1 3 -3 -3 -3
Sonstige 80 35 32 -15 -23 -4
  451 136 218 -51 -161 -13
31.12.2017
in Mio. € Veränderung Konsolidierungskreis Aufzinsung davon >1 Jahr
Restrukturierung - - 71 4
Drohverlustrisiken - 1 160 49
Rechtsstreitigkeiten 2 - 106 42
Garantien und Gewährleistungen - - 9 -
Verkauf und Vertrieb 1 - 7 -
Sonstige Personalleistungen - - 25 -
Sonstige 1 - 71 31
  4 1 449 126

Die Restrukturierungsrückstellungen umfassen gemäß IAS 37 die Kosten für Personalabbau und sonstige Kosten, die mit der Beendigung von Unternehmensaktivitäten im Zusammenhang stehen. Für verschiedene Restrukturierungsprogramme innerhalb des Bertelsmann-Konzerns bestehen Rückstellungen in Höhe von 71 Mio. € (Vj.: 52 Mio. €). Die Zuführungen betreffen in Höhe von 18 Mio. € einen im September 2017 geschlossenen Restrukturierungsplan bei der zur RTL Group gehörenden RTL Belgium.

Die Rückstellungen für Drohverlustrisiken betreffen in Höhe von 107 Mio. € (Vj.: 107 Mio. €) die RTL Group und wurden im Wesentlichen für Programmrechte erfasst. Davon entfallen auf die Mediengruppe RTL Deutschland 74 Mio. € (Vj.: 64 Mio. €) und weitere 33 Mio. € (Vj.: 42 Mio. €) auf Groupe M6.

Zuführungen betreffen in Höhe von 62 Mio. € Drohverlustrisiken für Filme und Serien und in Höhe von 19 Mio. € Drohverlustrisiken für Sportsendungen. Die Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten entfallen mit 94 Mio. € (Vj.: 90 Mio. €) im Wesentlichen auf Unternehmen der RTL Group. Sie decken erwartete Belastungen aus zum Teil mehrjährigen gerichtlichen Verfahren und außergerichtlichen Auseinandersetzungen ab. Hinsichtlich einer kartellrechtlichen Rechtsstreitigkeit wird auf den Risikobericht im zusammengefassten Lagebericht verwiesen. Die übrigen sonstigen Rückstellungen enthalten unter anderem eine Rückstellung in Höhe von 24 Mio. € (Vj.: 26 Mio. €) für Ausgleichsverpflichtungen aus Pensionsansprüchen von Mitarbeitern des Prinovis-Standortes Ahrensburg gegenüber der Axel Springer SE.

21 Genusskapital

in Mio. € 31.12.2017 31.12.2016
Genussscheine 1992 23 23
Genussscheine 2001 390 390
  413 413

Der Marktwert der Genussscheine 2001 betrug 950 Mio. € bei einem Schlusskurs von 334,00 Prozent am letzten Handelstag des abgelaufenen Geschäftsjahres an der Frankfurter Wertpapierbörse (Vj.: 907 Mio. € bei einem Kurs von 319,00 Prozent) und entsprechend 34 Mio. € bei den Genussscheinen 1992 bei einem Kurs von 199,00 Prozent (Vj.: 32 Mio. € bei einem Kurs von 190,00 Prozent). Die Marktwerte sind der Stufe 1 der Hierarchie der beizulegenden Zeitwerte zuzuordnen.

Weitere Erläuterungen zum Genusskapital sind ausführlich im zusammengefassten Lagebericht dargestellt.

22 Finanzschulden

Unter den Finanzschulden werden alle zum Bilanzstichtag bestehenden verzinslichen Verpflichtungen gegenüber dem Kredit- und Kapitalmarkt ausgewiesen. Die Buchwerte setzen sich wie folgt zusammen:

Kurzfristige und langfristige Finanzschulden

Kurzfristig Langfristig
davon Restlaufzeit in Jahren
in Mio. € 31.12.2017 31.12.2016 1 bis 5 Jahre >5 Jahre 31.12.2017 31.12.2016
Anleihen - - 1.342 2.383 3.725 3.175
Schuldscheindarlehen 200 - 309 150 459 509
Verbindlichkeiten gegenüber Finanzinstituten 314 91 10 - 10 12
Leasingverbindlichkeiten 10 8 37 - 37 43
Sonstige Finanzschulden 144 136 16 4 20 24
  668 235 1.714 2.537 4.251 3.763

Dem Bertelsmann-Konzern stehen über verschiedene vertragliche Vereinbarungen variabel verzinsliche und festverzinsliche Mittel zur Verfügung. Die Finanzschulden sind in der Regel unbesichert.

Im Mai 2017 platzierte Bertelsmann eine öffentlich notierte Anleihe über 500 Mio. € mit einer Laufzeit von vier Jahren. Darüber hinaus hat Bertelsmann im Rahmen von Privatplatzierungen im Juli 2017 eine Anleihe über 50 Mio. € mit einer siebenjährigen Laufzeit und im August 2017 ein Schuldscheindarlehen über 150 Mio. € mit eineinhalbjähriger Laufzeit begeben. Zum Bilanzstichtag standen öffentlich notierte Anleihen, Privatplatzierungen und Schuldscheindarlehen mit einem Nominalvolumen von 4.410 Mio. € (Vj.: 3.710 Mio. €) aus. Zur Finanzierung eines kurzfristigen Finanzmittelbedarfs wurde im Jahr 2017 mit einer international tätigen Großbank ein Kredit in Höhe von 250 Mio. US-$ abgeschlossen. Dieser führte im Wesentlichen zum Anstieg der kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Finanzinstituten.

Die Abweichungen der in der nachstehenden Tabelle aufgeführten Buchwerte von den Nominalwerten ergeben sich aus Transaktionskosten, Agien und Disagien.

Anleihen, Schuldscheindarlehen

in Mio. €
Buchwert Marktwert
Zinssatz; Emission; Fälligkeit; Zinsbindung Nominalwert 31.12.2017 31.12.2016 31.12.2017 31.12.2016
0,090 %; 2016; 2018; festverzinsliches Schuldscheindarlehen 200 200 200 200 200
0,110 %; 2017; 2019; festverzinsliches Schuldscheindarlehen 150 150 - 150 -
4,207 %; 2012; 2019; festverzinsliches Schuldscheindarlehen 60 60 60 63 66
3-Mon.-EURIBOR + 40 Bp.; 2014; 2019; Floating Rate Note 100 100 100 100 100
0,774 %; 2015; 2020; festverzinsliches Schuldscheindarlehen 100 100 100 102 102
0,250 %; 2017; 2021; festverzinsliche Anleihe 1) 500 497 - 502 -
2,625 %; 2012; 2022; festverzinsliche Anleihe 1) 750 745 744 829 845
1,500 %; 2017; 2024; festverzinsliche Anleihe 50 50 - 52 -
1,750 %; 2014; 2024; festverzinsliche Anleihe 1) 500 497 497 536 541
1,787 %; 2015; 2025; festverzinsliches Schuldscheindarlehen 150 149 149 157 160
1,125 %; 2016; 2026; festverzinsliche Anleihe 1) 500 494 494 509 507
3,700 %; 2012; 2032; festverzinsliche Anleihe 100 99 98 125 128
3,000 %; 2015; 2075; festverzinsliche Hybridanleihe 1) 650 647 646 687 654
3,500 %; 2015; 2075; festverzinsliche Hybridanleihe 1) 600 596 596 632 574
    4.384 3.684 4.644 3.877

1) Börsennotiert.

Die Dokumentation der Anleihen der Bertelsmann SE & Co. KGaA aus 2012, 2014 und 2017 erfolgt auf der Grundlage von Rahmendokumentationen in Form von Debt-Issuance-Programmen. Die Hybridanleihen und Schuldscheindarlehen sowie die nicht börsennotierte Anleihe aus dem Jahr 2017 wurden auf Grundlage separater Dokumentationen begeben. Die Anleihen sind überwiegend mit einem Rating von "Baa1" (Moody's) bzw. "BBB + "(Standard & Poor's) versehen. Das Debt-Issuance-Programm wurde im April 2017 aufdatiert. Die Rahmendokumentation ermöglicht der Bertelsmann SE & Co. KGaA, Anleihen mit einem Volumen von insgesamt bis zu 4 Mrd. € am Kapitalmarkt zu platzieren. Die Transaktionskosten und vereinbarten Disagien oder Agien werden über die Laufzeit im Zinsergebnis berücksichtigt und verändern den Buchwert der Anleihen und Schuldscheindarlehen. Diese führen zum Jahresende zu einer Abweichung vom Nominalvolumen in Höhe von 26 Mio. € (Vj.: 26 Mio. €).

Für die Bestimmung des Marktwerts der begebenen Anleihen werden grundsätzlich die Börsenkurse zu den Stichtagen herangezogen. Zum 31. Dezember 2017 betrug der kumulierte Marktwert der börsennotierten Anleihen 3.695 Mio. € (Vj.: 3.121 Mio. €) bei einem Nominalvolumen von 3.500 Mio. € (Vj.: 3.000 Mio. €) und einem Buchwert von 3.476 Mio. € (Vj.: 2.977 Mio. €). Die Börsenkurse sind der Stufe 1 der Hierarchie der beizulegenden Zeitwerte zuzuordnen.

Bei Privatplatzierungen und Schuldscheindarlehen erfolgt die Ermittlung des Marktwerts anhand finanzmathematischer Verfahren auf Basis von Zinskurven, die um die Kreditmarge des Konzerns angepasst werden. Die dabei berücksichtigte Kreditmarge resultiert aus der am jeweiligen Stichtag gültigen Marktquotierung für Credit Default Swaps. Der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte liegen Diskontierungssätze von -0,30 Prozent bis 1,88 Prozent zugrunde. Die beizulegenden Zeitwerte der Privatplatzierungen und der Schuldscheindarlehen sind der Stufe 2 der Hierarchie der beizulegenden Zeitwerte zuzuordnen.

Kreditlinien

Der Bertelsmann-Konzern verfügt über eine syndizierte Kreditvereinbarung mit international tätigen Großbanken in Höhe von 1.200 Mio. € (Vj.: 1.200 Mio. €). Diese Kreditlinie kann von der Bertelsmann SE & Co. KGaA durch variabel verzinsliche Kredite in Euro, US-Dollar und Britischem Pfund auf Basis von EURIBOR bzw. LIBOR revolvierend ausgenutzt werden. Darüber hinaus verfügt Bertelsmann über weitere syndizierte und bilaterale Kreditlinien in Höhe von 470 Mio. €, die ebenfalls durch variabel verzinsliche Kredite auf Basis von EURIBOR revolvierend ausgenutzt werden können. Zum 31. Dezember 2017 wurden die Kreditlinien in Höhe von 10 Mio. € in Anspruch genommen.

Leasingverbindlichkeiten

Finanzierungsleasingverhältnisse bestehen für folgende Vermögenswerte:

Geleaste Vermögenswerte

31.12.2017 31.12.2016
in Mio. € Anschaffungskosten Nettobuchwert Anschaffungskosten Nettobuchwert
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 89 36 89 39
Technische Anlagen und Maschinen 5 1 6 2
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12 4 13 3
  106 41 108 44

Die Finanzierungsleasinggeschäfte des Konzerns resultieren insbesondere aus langfristigen Verträgen für Büroimmobilien. Am Ende der Vertragslaufzeit besteht in der Regel die Möglichkeit, diese zu erwerben. Die Finance-Lease-Verträge, die Gebäude betreffen, haben in der Regel eine unkündbare Grundmietzeit von circa 20 Jahren.

Die Mindestleasingzahlungen aus den Finanzierungsleasingverhältnissen sind folgender Tabelle zu entnehmen:

Mindestleasingzahlungen Finance Leases

31.12.2017 31.12.2016
in Mio. € Nominalwert der Leasingzahlungen Abzinsungsbeträge Barwert Nominalwert der Leasingzahlungen Abzinsungsbeträge Barwert
Bis 1 Jahr 10 - 10 8 - 8
1 bis 5 Jahre 41 4 37 48 6 42
Über 5 Jahre - - - 1 - 1
  51 4 47 57 6 51

Zum Bilanzstichtag bestanden wie im Vorjahr keine Untermietverhältnisse im Rahmen der Finanzierungsleasingverträge.

23 Verbindlichkeiten

in Mio. € 31.12.2017 31.12.2016
Langfristig    
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 143 207
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 223 185
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 391 362
Kurzfristig    
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.453 3.557
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 860 750
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 1.709 1.657
- Steuerverbindlichkeiten 204 174
- Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 102 104
- Personalverbindlichkeiten 633 689
- Erhaltene Anzahlungen 220 125
- Rechnungsabgrenzungsposten 233 318
- Sonstige übrige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 317 247

Die langfristigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten enthalten Andienungsrechte der nicht beherrschenden Anteilseigner von 67 Mio. € (Vj.: 79 Mio. €), Minderheitsanteile an Personengesellschaften in Höhe von 41 Mio. € (Vj.: 46 Mio. €), Verbindlichkeiten aus dem Erwerb von Vermögenswerten in Höhe von 48 Mio. € (Vj.: 19 Mio. €) sowie derivative Finanzinstrumente in Höhe von 14 Mio. € (Vj.: 10 Mio. €). Unter den kurzfristigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten werden unter anderem Verbindlichkeiten in Höhe von 86 Mio. € (Vj.: 96 Mio. €) ausgewiesen, die im Wesentlichen im Zusammenhang mit verkauften Forderungen stehen, die Arvato Financial Solutions im Rahmen des Serviceangebotes zur Durchführung von Dienstleistungen im Debitorenmanagement von Dritten erworben und weiterveräußert hat, und es werden Verbindlichkeiten aus dem Erwerb von Vermögenswerten in Höhe von 134 Mio. € (Vj.: 121 Mio. €), Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen in Höhe von 28 Mio. € (Vj.: 14 Mio. €) sowie derivative Finanzinstrumente in Höhe von 33 Mio. € (Vj.: 56 Mio. €) erfasst.

24 Außerbilanzielle Verpflichtungen

Haftungsverhältnisse und sonstige Verpflichtungen

in Mio. € 31.12.2017 31.12.2016
Bürgschaften 28 30
Miet- und Leasingverpflichtungen für bereits genutzte Immobilien und Mobilien 1.475 1.740
Verpflichtungen aus in der Erstellung befindlichen Vermögenswerten 185 -
Sonstige Verpflichtungen 3.522 3.981
  5.210 5.751

Die Verpflichtungen aus in der Erstellung befindlichen Vermögenswerten resultieren aus Mietverträgen über Vermögenswerte, die zum Bilanzstichtag noch nicht fertiggestellt waren. Das vereinbarte Nutzungsrecht beginnt daher erst in zukünftigen Perioden. Sämtliche Verpflichtungen aus in der Erstellung befindlichen Vermögenswerten betreffen Verträge, die im Berichtsjahr abgeschlossen wurden. Die Verpflichtungen entfallen mit 36 Mio. € auf Zeiträume zwischen ein und fünf Jahren und mit 148 Mio. € auf Zeiträume über fünf Jahren. Im Vorjahr bestanden keine solchen Verpflichtungen. Von den sonstigen Verpflichtungen entfallen 2.481 Mio. € (Vj.: 2.932 Mio. €) auf die RTL Group.

Diese resultieren aus Lieferverträgen über (Koproduktionen, Verträgen über Fernsehlizenzen und Übertragungsrechte sowie sonstigen Rechten und Leistungen. Weitere 786 Mio. € (Vj.: 782 Mio. €) der sonstigen Verpflichtungen entfallen auf Penguin Random House. Diese repräsentieren denjenigen Teil der gegenüber den Autoren zu erbringenden Verpflichtungen, für die noch keine Zahlungen geleistet worden sind und deren künftige Zahlungen von weiteren Ereignissen abhängen (beispielsweise Lieferung und Annahme des Manuskripts). Sonstige Verpflichtungen in Höhe von 18 Mio. € (Vj.: 22 Mio. €) bestehen für den Erwerb von Sachanlagen.

Für alle langfristigen Mietverpflichtungen, die als Operating Leases qualifiziert wurden, ergeben sich künftig folgende Mindestleasingzahlungen:

Mindestleasingzahlungen Operating Leases

in Mio. € 31.12.2017 31.12.2016
Nominalwert    
Bis 1 Jahr 276 285
1 bis 5 Jahre 653 765
Über 5 Jahre 546 691
  1.475 1.741
Barwert 1.261 1.501

Diese Verpflichtungen betreffen im Wesentlichen Immobilienmietverträge. Den Verpflichtungen stehen erwartete Mindestleasingzahlungen aus Untermietverhältnissen mit einem Nominalwert von 14 Mio. € (Vj.: 60 Mio. €) gegenüber.

Die unter Berücksichtigung landesspezifischer Zinssätze ermittelten Nettobarwerte zeigen die zur Begleichung der Verpflichtung aktuell notwendigen Nettoauszahlungen.

25 Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumenten Fälligkeitsanalyse ausgewählter finanzieller Vermögenswerte

Zum Stichtag nicht einzelwertberichtigt, aber fällig seit:
in Mio. € Zum Stichtag weder wertberichtigt noch fällig < 1 Monat 1 bis 3 Monaten 3 bis 6 Monaten 6 bis 12 Monaten >12 Monaten
Ausleihungen 62 - - - - -
Wertpapiere und Finanzanlagen 23 - - - - -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.549 472 150 61 29 33
Forderungen gegenüber Beteiligungsunternehmen 24 - - 1 - -
Sonstige ausgewählte Forderungen 653 27 15 13 16 44
Stand 31.12.2017 3.311 499 165 75 45 77
Ausleihungen 71 - - - - -
Wertpapiere und Finanzanlagen 17 - - - - -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.508 412 142 52 27 22
Forderungen gegenüber Beteiligungsunternehmen 24 1 - - - 1
Sonstige ausgewählte Forderungen 722 16 13 1 2 3
Stand 31.12.2016 3.342 429 155 53 29 26
Bruttowert
in Mio. € der einzelwertberichtigten Forderungen
Ausleihungen 47
Wertpapiere und Finanzanlagen -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 173
Forderungen gegenüber Beteiligungsunternehmen -
Sonstige ausgewählte Forderungen 20
Stand 31.12.2017 240
Ausleihungen 48
Wertpapiere und Finanzanlagen 4
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 184
Forderungen gegenüber Beteiligungsunternehmen 4
Sonstige ausgewählte Forderungen 37
Stand 31.12.2016 277

Die offenen noch nicht fälligen Forderungen wurden nicht wertberichtigt, da zum Bilanzstichtag keine Anzeichen für Forderungsausfälle vorlagen.

Wertberichtigungsspiegel gemäß IFRS 7

in Mio. € Stand 1.1. Zuführung Verbrauch Auflösung Veränderung Konsolidierungskreis Wechselkurseffekt
Ausleihungen -48 -15 5 11 - 1
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -197 -46 23 66 -5 9
Forderungen gegenüber Beteiligungsunternehmen -3 - 3 - - -
Übrige sonstige finanzielle Forderungen -42 -12 14 6 - 1
Summe 2017 -290 -73 45 83 -5 11
Ausleihungen -46 -6 - 2 2 -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -242 -62 12 88 4 3
Forderungen gegenüber Beteiligungsunternehmen -3 - - - - -
Übrige sonstige finanzielle Forderungen -28 -17 1 2 - -
Summe 2016 -319 -85 13 92 6 3
in Mio. € Stand 31.12.
Ausleihungen -46
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -150
Forderungen gegenüber Beteiligungsunternehmen -
Übrige sonstige finanzielle Forderungen -33
Summe 2017 -229
Ausleihungen -48
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -197
Forderungen gegenüber Beteiligungsunternehmen -3
Übrige sonstige finanzielle Forderungen -42
Summe 2016 -290

Der Buchwert aller Forderungen, Ausleihungen und Wertpapiere stellt das maximale Ausfallrisiko des Bertelsmann-Konzerns dar. Die folgende Tabelle zeigt die vertraglich fixierten undiskontierten Mittelabflüsse der finanziellen Verbindlichkeiten für Tilgungen. Die Daten beruhen auf undiskontierten Cashflows, basierend auf dem frühesten Tag, an dem der Bertelsmann-Konzern zur Zahlung verpflichtet werden kann.

Vertragliche Restlaufzeitenanalyse der finanziellen Verbindlichkeiten

Undiskontierte Mittelabflüsse
in Mio. € Buchwert Bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre Über 5 Jahre Summe
Genusskapital 413 - 413 - 413
Festverzinsliche Anleihen und Schuldscheindarlehen 4.284 200 1.560 2.550 4.310
Variabel verzinsliche Anleihen und Schuldscheindarlehen 100 - 100 - 100
Verbindlichkeiten gegenüber Finanzinstituten 324 314 10 - 324
Leasingverbindlichkeiten 47 10 41 - 51
Sonstige Finanzschulden 164 144 16 4 164
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.596 3.453 127 16 3.596
Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen 28 28 - - 28
Derivative Finanzinstrumente 47 36 13 1 50
Übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 1.008 799 161 48 1.008
Stand 31.12.2017 10.011 4.984 2.441 2.619 10.044
Genusskapital 413 - - 413 413
Festverzinsliche Anleihen und Schuldscheindarlehen 3.584 - 360 3.250 3.610
Variabel verzinsliche Anleihen und Schuldscheindarlehen 100 - 100 - 100
Verbindlichkeiten gegenüber Finanzinstituten 103 91 12 - 103
Leasingverbindlichkeiten 51 9 48 - 57
Sonstige Finanzschulden 160 136 19 5 160
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.764 3.557 184 23 3.764
Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen 14 14 - - 14
Derivative Finanzinstrumente 66 56 10 - 66
Übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 855 680 122 53 855
Stand 31.12.2016 9.110 4.543 855 3.744 9.142

Den kurzfristigen Zahlungsabflüssen aus finanziellen Verbindlichkeiten stehen geplante Zahlungszuflüsse aus Forderungen und sonstigen finanziellen Vermögenswerten gegenüber. Darüber hinaus verfügt die Bertelsmann SE & Co. KGaA zur Deckung kurzfristiger Mittelabflüsse über eine ausreichende Finanzierungsreserve in Höhe der zum Bilanzstichtag bestehenden liquiden Mittel und der freien Kreditlinien.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Restlaufzeiten der vertraglich festgelegten, im Rahmen eines derivativen Finanzinstruments zu tauschenden Beträge, für die Zahlungen auf Bruttobasis getauscht werden:

Verbindlichkeiten aus Derivativen mit Bruttoausgleich

Restlaufzeit der Verbindlichkeiten
in Mio. € Bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre Über 5 Jahre
Zahlungsabflüsse -1.810 -406 -32
Zahlungszuflüsse 1.776 393 31
Stand 31.12.2017 -34 -13 -1
Zahlungsabflüsse -2.256 -127 -
Zahlungszuflüsse 2.195 118 -
Stand 31.12.2016 -61 -9 -

Auf Grundlage der vertraglich vereinbarten Restlaufzeiten für die zum Stichtag bestehenden finanziellen Verbindlichkeiten ergeben sich für den Bertelsmann-Konzern zukünftig folgende Zinszahlungen:

Zukünftige Zinszahlungen

Undiskontierte Zinszahlungen
in Mio. € Bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre Über 5 Jahre Summe
Genusskapital 45 181 - 226
Anleihen und Schuldscheindarlehen 86 333 210 629
Verbindlichkeiten gegenüber Finanzinstituten 8 1 - 9
Leasingverbindlichkeiten 2 3 - 5
Sonstige Finanzschulden 3 1 1 5
Stand 31.12.2017 144 519 211 874
Genusskapital 45 181 45 271
Anleihen und Schuldscheindarlehen 85 332 290 707
Verbindlichkeiten gegenüber Finanzinstituten 3 1 - 4
Leasingverbindlichkeiten 2 5 - 7
Sonstige Finanzschulden 3 3 1 7
Stand 31.12.2016 138 522 336 996

Buchwerte und Wertansätze nach Bewertungskategorien

Aktiva

in Mio. € Bewertungskategorie gemäß IAS 39
Loans and Receivables Available-for-Sale Financial Assets Initially Recognized at Fair Value through Profit or Loss Financial Assets Held for Trading Derivate mit Hedge-Beziehung
Wertansatz Zu fortgeführten Anschaffungskosten Zu Anschaffungskosten Erfolgsneutral zu beizulegenden Zeitwerten Erfolgswirksam zu beizulegenden Zeitwerten Erfolgswirksam zu beizulegenden Zeitwerten
Ausleihungen 63 - - - - -
Beteiligungen an verbundenen Unternehmen - 3 15 - - -
Sonstige Beteiligungen - 25 491 - - -
Wertpapiere und Finanzanlagen - 1 3 19 - -
Derivative Finanzinstrumente - - - - 87 4
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.317 - - - - -
Forderungen gegenüber Beteiligungsunternehmen 25 - - - - -
Übrige sonstige finanzielle Forderungen 755 - - - - -
Flüssige Mittel 1.384 - - - - -
Sonstige Wertpapiere <3 Monate 56 - - - - -
  5.600 29 509 19 87 4
in Mio. € Summe 31.12.2017 Bewertungskategorie gemäß IAS 39
Loans and Receivables Available-for-Sale
Wertansatz Zu fortgeführten Anschaffungskosten Zu Anschaffungskosten
Ausleihungen 63 71 -
Beteiligungen an verbundenen Unternehmen 18 - 3
Sonstige Beteiligungen 516 - 54
Wertpapiere und Finanzanlagen 23 - 1
Derivative Finanzinstrumente 91 - -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.317 3.150 -
Forderungen gegenüber Beteiligungsunternehmen 25 27 -
Übrige sonstige finanzielle Forderungen 755 752 -
Flüssige Mittel 1.384 1.192 -
Sonstige Wertpapiere <3 Monate 56 181 -
  6.248 5.373 58
in Mio. € Bewertungskategorie gemäß IAS 39
Available-for-Sale Financial Assets Initially Recognized at Fair Value through Profit or Loss Financial Assets Held for Trading
Wertansatz Erfolgsneutral zu beizulegenden Zeitwerten Erfolgswirksam zu beizulegenden Zeitwerten Erfolgswirksam zu beizulegenden Zeitwerten
Ausleihungen - - -
Beteiligungen an verbundenen Unternehmen 12 - -
Sonstige Beteiligungen 366 - -
Wertpapiere und Finanzanlagen 3 13 -
Derivative Finanzinstrumente - - 68
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - - -
Forderungen gegenüber Beteiligungsunternehmen - - -
Übrige sonstige finanzielle Forderungen - - -
Flüssige Mittel - - -
Sonstige Wertpapiere <3 Monate - -  
  381 13 68
in Mio. € Summe 31.12.2016
Derivate mit Hedge-Beziehung
Wertansatz
Ausleihungen - 71
Beteiligungen an verbundenen Unternehmen - 15
Sonstige Beteiligungen - 420
Wertpapiere und Finanzanlagen - 17
Derivative Finanzinstrumente 63 131
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - 3.150
Forderungen gegenüber Beteiligungsunternehmen - 27
Übrige sonstige finanzielle Forderungen - 752
Flüssige Mittel - 1.192
Sonstige Wertpapiere <3 Monate - 181
  63 5.956

Innerhalb der sonstigen Beteiligungen erfolgt im Wesentlichen der Ausweis der Minderheitsbeteiligungen an anderen Unternehmen und sogenannten Fund in Fund Investments, die der Unternehmensbereich Bertelsmann Investments erwirbt. Die Bewertung dieser finanziellen Instrumente erfolgt grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert, wobei die aus Schwankungen des beizulegenden Zeitwerts resultierenden Gewinne und Verluste unter Berücksichtigung latenter Steuern im sonstigen Ergebnis erfasst werden. Der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts für Fund in Fund Investments liegen Bewertungen des externen Managements gemäß regelmäßiger Berichterstattungen unter Berücksichtigung eines Fungibilitätsabschlags zugrunde. Für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts für Minderheitsbeteiligungen an anderen Unternehmen wird dabei wenn möglich auf beobachtbare erzielbare Preise der zuletzt durchgeführten qualifizierten Finanzierungsrunden, die Mindestanforderungen in Bezug auf Volumen und Teilnehmerkreis erfüllen, unter Berücksichtigung des Lebens- und Entwicklungszyklus des Unternehmens zurückgegriffen.

Innerhalb der finanziellen Vermögenswerte werden bestimmte Beteiligungen an verbundenen Unternehmen und sonstige Beteiligungen, die als zur Veräußerung verfügbar klassifiziert sind, zu Anschaffungskosten bewertet, da diese über keine Preisnotierung auf einem aktiven Markt verfügen und eine verlässliche Schätzung des beizulegenden Zeitwerts nicht möglich ist. Es ist nicht geplant, von den zur Veräußerung verfügbaren "Sonstigen Beteiligungen" wesentliche Anteile in naher Zukunft zu veräußern. Für alle übrigen finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Schulden stellt deren Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert dar.

Passiva

in Mio. € Bewertungskategorie gemäß IAS 39 Summe 31.12.2017
Financial Liabilities Financial Liabilities lnitially Recognized at Fair Value through Profit or Loss Financial Liabilities Held for Trading Derivate mit Hedge-Beziehung Nicht von IAS 39 erfasste Verbindlichkeiten
Wertansatz Zu fortgeführten Anschaffungskosten Erfolgswirksam zu beizulegenden Zeitwerten Erfolgswirksam zu beizulegenden Zeitwerten
Genusskapital 413 - - - - 413
Anleihen und Schuldscheindarlehen 4.384 - - - - 4.384
Verbindlichkeiten gegenüber Finanzinstituten 324 - - - - 324
Leasingverbindlichkeiten - - - - 47 47
Sonstige Finanzschulden 164 - - - - 164
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.596 - - - - 3.596
Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen 28 - - - - 28
Derivative Finanzinstrumente - - 24 23 - 47
Übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 964 44 - - - 1.008
  9.873 44 24 23 47 10.011
in Mio. € Bewertungskategorie gemäß IAS 39 Summe 31.12.2016
Financial Liabilities Financial Liabilities lnitially Recognized at Fair Value through Profit or Loss Financial Liabilities Held for Trading Derivate mit Hedge-Beziehung Nicht von IAS 39 erfasste Verbindlichkeiten
Wertansatz Zu fortgeführten Anschaffungskosten Erfolgswirksam zu beizulegenden Zeitwerten Erfolgswirksam zu beizulegenden Zeitwerten
Genusskapital 413 - - - - 413
Anleihen und Schuldscheindarlehen 3.684 - - - - 3.684
Verbindlichkeiten gegenüber Finanzinstituten 103 - - - - 103
Leasingverbindlichkeiten - - - - 51 51
Sonstige Finanzschulden 160 - - - - 160
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.764 - - - - 3.764
Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen 14 - - - - 14
Derivative Finanzinstrumente - - 63 3 - 66
Übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 807 48 - - - 855
  8.945 48 63 3 51 9.110

Beizulegende Zeitwerte der finanziellen Vermögenswerte nach Bewertungskategorien

in Mio. € Stufe 1: notierte Preise von aktiven Märkten Stufe 2: beobachtbare Marktdaten Stufe 3: nicht beobachtbare Marktdaten Summe 31.12.2017
Beim erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert klassifizierte finanzielle Vermögenswerte 4 15 - 19
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 134 1 374 509
Zu Handelszwecken gehaltene originäre und derivative finanzielle Vermögenswerte - 87 - 87
Derivate mit Hedge-Beziehung - 4 - 4
  138 107 374 619
in Mio. € Stufe 1: notierte Preise von aktiven Märkten Stufe 2: beobachtbare Marktdaten Stufe 3: nicht beobachtbare Marktdaten Summe 31.12.2016
Beim erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert klassifizierte finanzielle Vermögenswerte - 13 - 13
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 9 1 371 381
Zu Handelszwecken gehaltene originäre und derivative finanzielle Vermögenswerte - 65 3 68
Derivate mit Hedge-Beziehung - 63 - 63
  9 142 374 525

Eine Zuordnung der in der Bilanz zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente zu den drei Stufen der Fair-Value-Hierarchie nach Klassen ist aus den Tabellen "Buchwerte und Wertansätze nach Bewertungskategorien" ableitbar.

Die Erhöhung der in Stufe 1 ausgewiesenen Finanzinstrumente resultiert aus den im Berichtsjahr erfolgten Börsengängen von zu Bertelsmann Investments gehörenden BAI-Beteiligungen.

Finanzielle Vermögenswerte der Bewertungsstufe 3

in Mio. € Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte Zu Handelszwecken gehaltene originäre und derivative finanzielle Vermögenswerte Summe
Stand 1.1.2017 371 3 374
Gesamter Gewinn (+) bzw. Verlust (-) -30 - -30
- in Gewinn- und Verlustrechnung -9 - -9
- im sonstigen Ergebnis -21 - -21
Erwerbe 94 - 94
Veräußerung/Tilgung -76 -3 -79
Umgliederungen aus/in Stufe 3 (inklusive erstmaliger Klassifizierung als Stufe 3) 15 - 15
Stand 31.12.2017 374 - 374
Gewinn (+) bzw. Verlust (-) aus den zum Stichtag noch im Bestand befindlichen Vermögenswerten -9 - -9
in Mio. € Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte Zu Handelszwecken gehaltene originäre und derivative finanzielle Vermögenswerte Summe
Stand 1.1.2016 30 6 36
Gesamter Gewinn (+) bzw. Verlust (-) - -3 -3
- in Gewinn- und Verlustrechnung - -3 -3
- im sonstigen Ergebnis - - -
Erwerbe 2 - 2
Umgliederungen aus/in Stufe 3 (inklusive erstmaliger Klassifizierung als Stufe 3) 339 - 339
Stand 31.12.2016 371 3 374
Gewinn (+) bzw. Verlust (-) aus den zum Stichtag noch im Bestand befindlichen Vermögenswerten - -3 -3

Die zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte der Bewertungsstufe 3 entfallen im Wesentlichen auf vom Unternehmensbereich Bertelsmann Investments gehaltene Beteiligungen, die zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden.

Beizulegende Zeitwerte der finanziellen Verbindlichkeiten nach Bewertungskategorien

in Mio. € Stufe 1: notierte Preise von aktiven Märkten Stufe 2: beobachtbare Marktdaten Stufe 3: nicht beobachtbare Marktdaten Summe 31.12.2017
Beim erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert klassifizierte finanzielle Verbindlichkeiten - - 44 44
Zu Handelszwecken gehaltene originäre und derivative finanzielle Verbindlichkeiten - 24 - 24
Derivate mit Hedge-Beziehung - 23 - 23
  - 47 44 91
in Mio. € Stufe 1: notierte Preise von aktiven Märkten Stufe 2: beobachtbare Marktdaten Stufe 3: nicht beobachtbare Marktdaten Summe 31.12.2016
Beim erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert klassifizierte finanzielle Verbindlichkeiten - - 48 48
Zu Handelszwecken gehaltene originäre und derivative finanzielle Verbindlichkeiten - 63 - 63
Derivate mit Hedge-Beziehung - 3 - 3
  - 66 48 114

Finanzielle Verbindlichkeiten der Bewertungsstufe 3

in Mio. € Beim erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert klassifizierte finanzielle Verbindlichkeiten Summe
Stand 1.1.2017 48 48
Gesamter Gewinn (-) bzw. Verlust (+) 3 3
- in Gewinn- und Verlustrechnung 5 5
- im sonstigen Ergebnis -2 -2
Erwerbe 23 23
Tilgungen -30 -30
Umgliederungen aus/in Stufe 3 - -
Stand 31.12.2017 44 44
Gewinn (-) bzw. Verlust (+) aus den zum Stichtag noch im Bestand befindlichen Verbindlichkeiten - -
in Mio. € Beim erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert klassifizierte finanzielle Verbindlichkeiten Summe
Stand 1.1.2016 45 45
Gesamter Gewinn (-) bzw. Verlust (+) -12 -12
- in Gewinn- und Verlustrechnung -12 -12
- im sonstigen Ergebnis - -
Erwerbe 22 22
Tilgungen -7 -7
Umgliederungen aus/in Stufe 3 - -
Stand 31.12.2016 48 48
Gewinn (-) bzw. Verlust (+) aus den zum Stichtag noch im Bestand befindlichen Verbindlichkeiten -5 -5

Stufe 1:

Der beizulegende Zeitwert von börsennotierten Finanzinstrumenten - inklusive jener im Bereich Bertelsmann Investments - wird auf Basis von Börsennotierungen zum Bilanzstichtag bestimmt. Dies gilt unabhängig davon, ob für die von Bertelsmann gehaltenen Finanzinstrumente zum Bilanzstichtag vertragliche Handelsbeschränkungen (Lock-ups) bestehen.

Stufe 2:

Für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts von nicht börsennotierten Derivaten verwendet Bertelsmann verschiedene finanzwirtschaftliche Methoden, die den zu den jeweiligen Bilanzstichtagen herrschenden Marktbedingungen und Risiken Rechnung tragen. Unabhängig von der Art des Finanzinstruments werden zukünftige Zahlungsströme auf Basis der am Bilanzstichtag geltenden Marktzinsen und Zinsstrukturkurven auf den Bilanzstichtag diskontiert. Der beizulegende Zeitwert von Devisentermingeschäften wird auf Basis der zum Bilanzstichtag geltenden Kassamittelkurse unter Berücksichtigung der Terminabschläge und -aufschläge für die jeweilige Restlaufzeit der Geschäfte ermittelt. Der beizulegende Zeitwert von Zinsderivaten wird auf Basis der am Bilanzstichtag geltenden Marktzinsen und Zinsstrukturkurven ermittelt. Der beizulegende Zeitwert von Warentermingeschäften wird von zum Bilanzstichtag veröffentlichten Börsennotierungen abgeleitet. Eventuell bestehende Inkongruenzen zu den standardisierten Börsenkontrakten werden durch Interpolation bzw. Hinzurechnungen berücksichtigt.

Stufe 3:

Sofern keine beobachtbaren Marktdaten vorliegen, erfolgt die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte überwiegend auf Basis von Cashflow-basierten Bewertungsverfahren. Für erworbene Minderheitsbeteiligungen im Unternehmensbereich Bertelsmann Investments wird grundsätzlich auf sogenannte qualifizierte Finanzierungsrunden zurückgegriffen.

Die Bewertung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten nach Stufe 2 und Stufe 3 erfordert bestimmte Annahmen des Managements bezüglich der Inputfaktoren des Modells einschließlich Cashflows, Abzinsungssatz und Ausfallrisiko sowie Lebens-/Entwicklungszyklus der Start-up-Beteiligungen.

Ergebniseffekt aus Finanzinstrumenten

in Mio. € Kredite und Forderungen Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte Beim erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert klassifizierte finanzielle Vermögenswerte
Aus Dividenden - 10 -
Aus Zinsen 7 - -
Aus Wertberichtigungen 12 -23 -
Aus Bewertung zum beizulegenden Zeitwert - - -
Aus Währungskursveränderung - - -
Aus Veräußerung/Ausbuchung -25 178 -
Ergebnis 2017 -6 165 -
Aus Dividenden - 14 -
Aus Zinsen 9 - -
Aus Wertberichtigungen 5 -18 -
Aus Bewertung zum beizulegenden Zeitwert - - -
Aus Währungskursveränderung - - -
Aus Veräußerung/Ausbuchung -29 72 -
Ergebnis 2016 -15 68 -
in Mio. € Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten Beim erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert klassifizierte finanzielle Verbindlichkeiten Derivate mit Hedge-Beziehung
Aus Dividenden - - -
Aus Zinsen -110 - -1
Aus Wertberichtigungen - - -
Aus Bewertung zum beizulegenden Zeitwert - - -
Aus Währungskursveränderung - - -
Aus Veräußerung/Ausbuchung 12 - -
Ergebnis 2017 -98 -5 -1
Aus Dividenden - - -
Aus Zinsen -117 - -
Aus Wertberichtigungen - - -
Aus Bewertung zum beizulegenden Zeitwert - - -
Aus Währungskursveränderung - - -
Aus Veräußerung/Ausbuchung 23 - -
Ergebnis 2016 -94 12 4
in Mio. € Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente Sonstige Währungskursveränderungen
Aus Dividenden - -
Aus Zinsen -23 -
Aus Wertberichtigungen - -
Aus Bewertung zum beizulegenden Zeitwert - -
Aus Währungskursveränderung 135 -141
Aus Veräußerung/Ausbuchung - -
Ergebnis 2017 118 -141
Aus Dividenden - -
Aus Zinsen -3 -
Aus Wertberichtigungen - -
Aus Bewertung zum beizulegenden Zeitwert - -
Aus Währungskursveränderung 39 -29
Aus Veräußerung/Ausbuchung - -
Ergebnis 2016 33 -29

Unter den sonstigen Währungskursveränderungen werden die Währungskurseffekte der Kategorien "Kredite und Forderungen" und "Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten" zusammengefasst.

Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden in der Bilanz saldiert, sofern Globalverrechnungsvereinbarungen oder ähnliche Vereinbarungen dem Bertelsmann-Konzern und der Gegenpartei einen Ausgleich auf Nettobasis erlauben. Ein Ausgleich auf Nettobasis ist dabei sowohl im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit als auch beim Eintritt des Zahlungsausfalls einer Partei rechtlich wirksam. Darüber hinaus schließt Bertelsmann Finanzderivate ab, die die Kriterien für eine Saldierung in der Bilanz nicht erfüllen, da das Recht zur Saldierung von zukünftigen Ereignissen abhängig ist. Die Voraussetzungen für eine Saldierung der bilanzierten Finanzinstrumente werden in der Regel nicht erfüllt, sodass zum 31. Dezember 2017 wie auch im Vorjahr keine wesentlichen Saldierungen vorgenommen wurden.

Finanzderivate

Bertelsmann verwendet als Finanzderivate marktübliche, überwiegend außerhalb der Börse gehandelte (sogenannte OTC-)Instrumente. Dies sind vor allem Terminkontrakte, Währungsswaps, Währungsoptionen, Zinsswaps und vereinzelt Warentermingeschäfte. Die Geschäfte werden ausschließlich mit Banken hoher Bonität getätigt. Abschlüsse der Zentralen Finanzabteilung erfolgen grundsätzlich nur mit einem durch den Vorstand genehmigten Bankenkreis. Das Nominalvolumen ist die Summe aller den Geschäften zugrunde liegenden Kauf- bzw. Verkaufsbeträge.

Der überwiegende Teil der zum Stichtag bestehenden Finanzderivate (Nominalvolumen 4.540 Mio. €) dient zur Absicherung gegen Währungskursrisiken aus konzerninternen Finanzierungen. Auf diese Finanzderivate entfallen zum Bilanzstichtag insgesamt 2.613 Mio. € (58 Prozent). Auf Finanzderivate, die zur Absicherung gegen Währungskursrisiken aus dem operativen Geschäft abgeschlossen wurden, entfallen zum Bilanzstichtag insgesamt 1.677 Mio. € (37 Prozent).

Des Weiteren werden Finanzderivate zur Absicherung gegen Zinsrisiken aus verzinslichen Forderungen und Verbindlichkeiten eingesetzt. Zu spekulativen Zwecken wurden keine Finanzderivate abgeschlossen.

Die Beziehungen zwischen Sicherungsinstrumenten und gesicherten Positionen sowie die Risikomanagementziele und -strategien im Zusammenhang mit den unterschiedlichen Sicherungsgeschäften werden dokumentiert. Dieses Verfahren beinhaltet die Verknüpfung aller als Sicherungsinstrumente bestimmten Derivate mit den jeweiligen Vermögenswerten, Schulden, festen Verpflichtungen oder vorhergesehenen Transaktionen. Des Weiteren beurteilt und dokumentiert das Unternehmen sowohl bei Eingehen des Sicherungsgeschäfts als auch auf fortlaufender Basis, ob die als Sicherungsinstrument verwendeten Derivate hinsichtlich des Ausgleichs von Änderungen der Marktwerte oder Cashflows der gesicherten Positionen hochwirksam sind.

Nominalvolumen und beizulegende Zeitwerte der Finanzderivate

31.12.2017
Nominalvolumen
in Mio. € < 1 Jahr 1 bis 5 Jahre >5 Jahre Summe Beizulegende Zeitwerte
Währungsgeschäfte          
Termingeschäfte und Währungsswaps 2.652 1.435 203 4.290 44
Zinsgeschäfte          
Zinsswaps - 250 - 250 -
Übrige derivative Finanzinstrumente - - - - -
  2.652 1.685 203 4.540 44
31.12.2016
Nominalvolumen
in Mio. € < 1 Jahr 1 bis 5 Jahre >5 Jahre Summe Beizulegende Zeitwerte
Währungsgeschäfte          
Termingeschäfte und Währungsswaps 2.942 699 41 3.682 62
Zinsgeschäfte          
Zinsswaps - - - - -
Übrige derivative Finanzinstrumente - - - - 3
  2.942 699 41 3.682 65

Bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts von Finanzderivaten wird das Wahlrecht nach IFRS 13.48 (Nettorisikobetrachtung) genutzt. Für die Ermittlung des Kreditrisikos aus Finanzderivaten wird die jeweilige Nettoposition der beizulegenden Zeitwerte mit den Vertragspartnern zugrunde gelegt, da diese hinsichtlich ihrer Markt- oder Kreditausfallrisiken auf Basis einer Nettoposition gesteuert werden.

Die Absicherung gegen das Fremdwährungsrisiko aus dem Kauf und Verkauf von Programmrechten und Output-Deals für das Fernsehgeschäft erfolgt über den Abschluss von Devisentermingeschäften. Bertelsmann sichert dabei zwischen 80 und 100 Prozent der kurzfristigen (innerhalb eines Jahres) zukünftigen Cashflows, und zwischen 10 und 80 Prozent der längerfristigen (zwischen zwei und fünf Jahren) zukünftigen Cashflows ab. Die eingesetzten Derivate werden im Rahmen von Cash Flow Hedges bilanziert. Der effektive Teil der Marktwertänderungen im Rahmen eines Cash Flow Hedge wird so lange im übrigen kumulierten Eigenkapital belassen, bis die erfolgswirksamen Auswirkungen der gesicherten Positionen eintreten oder ein Basis Adjustment vorliegt. Aus dem kumulierten übrigen Eigenkapital wurden in Bezug auf Cash Flow Hedges -39 Mio. € (Vj.: -33 Mio. €) in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. Es handelt sich um Beträge vor Steuern. Der zum 31. Dezember 2017 im übrigen kumulierten Eigenkapital verbleibende Teil wird demnach die Gewinn- und Verlustrechnung in den nächsten Jahren im Wesentlichen beeinflussen. Ein ineffektiver Teil aus den Cash Flow Hedges lag im Geschäftsjahr 2017 nicht vor. Im Vorjahr wurde ein ineffektiver Teil in Höhe von 5 Mio. € in den Positionen "Übrige finanzielle Aufwendungen" und "Übrige finanzielle Erträge" erfasst. Die Effekte aus nicht designierten Komponenten einer Cashflow-Sicherungsbeziehung (bspw. die Terminkomponente eines Fremdwährungsderivates bei einer Designation auf Spotbasis) werden in Höhe von 13 Mio. € unmittelbar erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

In der nachfolgenden Tabelle wird eine Übersicht über die Buchwerte der derivativen Finanzinstrumente gegeben, die den beizulegenden Zeitwerten entsprechen. Dabei wird unterschieden, ob sie in eine wirksame Sicherungsbeziehung nach IAS 39 eingebunden sind oder nicht.

Derivative Finanzinstrumente

in Mio. € Buchwert zum 31.12.2017 Buchwert zum 31.12.2016
Aktiva    
Termingeschäfte und Währungsswaps    
- Ohne Hedge-Beziehung 87 65
- In Verbindung mit Cash Flow Hedges 4 63
Zinsswaps    
- Ohne Hedge-Beziehung - -
- In Verbindung mit Cash Flow Hedges - -
Übrige derivative Finanzinstrumente ohne Hedge-Beziehung - 3
Passiva    
Termingeschäfte und Währungsswaps    
- Ohne Hedge-Beziehung 24 63
- In Verbindung mit Cash Flow Hedges 23 3
Zinsswaps    
- Ohne Hedge-Beziehung - -
- In Verbindung mit Cash Flow Hedges - -
Übrige derivative Finanzinstrumente ohne Hedge-Beziehung - -

Finanzinstrumente Finanzrisikomanagement

Aufgrund seiner internationalen Aktivitäten ist der Bertelsmann-Konzern einer Reihe von Finanzrisiken ausgesetzt. Hierzu zählen insbesondere die Auswirkungen von Änderungen der Wechselkurse und der Zinssätze. Das Risikomanagement von Bertelsmann ist darauf ausgerichtet, Risiken zu reduzieren. Der Vorstand legt die allgemeinen Richtlinien für das Risikomanagement fest und bestimmt so das generelle Vorgehen bei der Absicherung von Währungskurs- und Zinsänderungsrisiken sowie den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten. Die Zentrale Finanzabteilung berät die Tochterunternehmen bezüglich operativer Risiken und führt gegebenenfalls Sicherungen mittels derivativer Finanzgeschäfte durch. Bei operativen Risiken wird den Tochterunternehmen jedoch nicht vorgeschrieben, den Service der Zentralen Finanzabteilung in Anspruch zu nehmen. Einige Tochterunternehmen, so insbesondere die RTL Group, verfügen über eine eigene Finanzabteilung. Sie melden ihre Sicherungsgeschäfte quartalsweise der Zentralen Finanzabteilung. Weitere Informationen zu den Finanzmarktrisiken und zum Finanzrisikomanagement sind im zusammengefassten Lagebericht dargestellt.

Währungsrisiko

Der Bertelsmann-Konzern ist einem Kursänderungsrisiko bezüglich verschiedener Fremdwährungen ausgesetzt. Es wird den Tochterunternehmen empfohlen, jedoch nicht vorgeschrieben, sich gegen Fremdwährungsrisiken in der lokalen Berichtswährung durch den Abschluss von Termingeschäften mit Banken hoher Bonität abzusichern. Darlehen innerhalb des Konzerns, die einem Währungsrisiko unterliegen, werden durch derivative Finanzinstrumente gesichert.

Eine Reihe von Tochterunternehmen ist außerhalb des Euro-Währungsraumes angesiedelt. Die Steuerung der sich hieraus ergebenden Translationsrisiken erfolgt über das Verhältnis aus den wirtschaftlichen Finanzschulden und dem Operating EBITDA für die wesentlichen Währungsräume. Langfristig wird für jeden Währungsraum ein angemessenes Verhältnis der Finanzschulden zur operativen Ertragskraft angestrebt. Hierbei orientiert sich Bertelsmann an der für den Bertelsmann-Konzern definierten Höchstgrenze für den Leverage Factor.

Zinsänderungsrisiko

Zinsänderungsrisiken liegen bei verzinslichen Vermögenswerten und Finanzschulden vor. Das Zinsänderungsrisiko des Bertelsmann-Konzerns wird zentral analysiert und in Abhängigkeit von den geplanten Nettofinanzschulden gesteuert. Maßgabe bei der Steuerung sind das Zinsergebnis des Konzerns im Zeitablauf und die Sensitivität für Zinsänderungen.

Dabei wird ein ausgewogenes Verhältnis von variablen zu langfristig fest vereinbarten Zinsbindungen in Abhängigkeit von der absoluten Höhe, der geplanten Entwicklung der verzinslichen Verbindlichkeit und dem Zinsniveau angestrebt und über originäre sowie derivative Finanzinstrumente in der Steuerung umgesetzt.

Liquiditätsrisiko

Liquiditätsrisiken können durch die fehlende Möglichkeit einer Anschlussfinanzierung (Liquiditätsrisiko im engeren Sinne) sowie durch die Verzögerung geplanter Zahlungseingänge und durch ungeplante Auszahlungen (Planrisiko) auftreten. Das Planrisiko bemisst sich aus einer Gegenüberstellung von Plan-Ist-Abweichungen einerseits und der Höhe der Reserven andererseits. Das Liquiditätsrisiko im engeren Sinne ist abhängig vom Volumen der Fälligkeiten in einer Periode.

Das Liquiditätsrisiko wird laufend auf Basis des erstellten Budgets für das Budgetjahr und die Folgejahre überwacht. Dabei werden neue und ungeplante Geschäftsvorfälle (z. B. Akquisitionen) kontinuierlich einbezogen. Zusätzlich erfolgt eine regelmäßige Abstimmung der Fälligkeitsprofile von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten. Die Steuerung von Planrisiken erfolgt durch ein effektives Cash Management sowie eine ständige Überwachung der prognostizierten und tatsächlichen Cashflows. Zudem werden Laufzeiten für Finanzierungen so gewählt, dass Fälligkeiten über den Zeitablauf diversifiziert sind und sich somit ein Anstieg der Refinanzierungskosten nur langfristig auswirken würde. Kreditlinien bei Banken schaffen darüber hinaus Vorsorge für ungeplante Auszahlungen.

Kontrahentenrisiko

Im Bertelsmann-Konzern bestehen Ausfallrisiken in Höhe der angelegten liquiden Mittel sowie der positiven Marktwerte der abgeschlossenen Derivate. Geldgeschäfte und Finanzinstrumente werden grundsätzlich nur mit einem fest definierten Kreis von Banken ("Kernbanken") hoher Bonität abgeschlossen. Die Bonität der Kernbanken wird anhand quantitativer und qualitativer Faktoren (Rating, CDS-Spreads, Börsenkursentwicklung etc.) fortlaufend beobachtet und klassifiziert. Die aus dieser Bonitätsbeurteilung abgeleiteten Kontrahentenlimite beziehen sich auf die liquiden Mittel und positiven Marktwerte. Die Ausnutzung wird regelmäßig überwacht. Um auf veränderte Bonitätseinschätzungen reagieren zu können, ist die Anlage zum Teil sehr kurzfristig ausgerichtet.

Des Weiteren werden zur Reduzierung der Ausfallrisiken mit Banken teilweise Tri-Party-Geschäfte abgeschlossen. Bei den Tri-Party-Geschäften handelt es sich um besicherte Geldanlagen, als Sicherheit werden von den Banken zuvor definierte Wertpapiere bereitgestellt. Zum Bilanzstichtag waren keine Tri-Party-Geschäfte ausstehend, es wurden wie im Vorjahr keine Sicherheiten gewährt. Die Geschäftsabwicklung sowie die Sicherheitenverwaltung und -bewertung werden von einer Clearingstelle übernommen. Ausfallrisiken bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden durch den teilweisen Abschluss von Kreditversicherungen gemindert. Der Bertelsmann-Konzern verfügt für diese Forderungen über Kreditbesicherungen in Höhe von 665 Mio. € (Vj.: 610 Mio. €).

Kapitalmanagement

Die finanzpolitischen Zielsetzungen des Bertelsmann-Konzerns sollen ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Finanzierungssicherheit, Eigenkapitalrentabilität und Wachstum gewährleisten. Die Verschuldung des Konzerns soll sich hierbei insbesondere an den Anforderungen eines Credit Rating der Bonitätsstufe "Baa1/BBB+" orientieren. Die finanzielle Steuerung bei Bertelsmann erfolgt nach quantifizierten Finanzierungszielen, die einen zentralen Beitrag zur Unabhängigkeit und Handlungsfähigkeit des Konzerns leisten. Als Bestandteil des Planungsprozesses und einer laufenden Beobachtung sind sie Teil der Steuerungskennzahlen im weiteren Sinne. Die finanzielle Steuerungsgröße für die Begrenzung der Verschuldung im Bertelsmann-Konzern stellt der Leverage Factor von maximal 2,5 dar. Am 31. Dezember 2017 lag der Leverage Factor bei 2,5 (Vj.: 2,5). Daneben soll die Coverage Ratio (Zinsdeckungsgrad) über einem Wert von 4 liegen. Die Coverage Ratio betrug zum 31. Dezember 2017 11,2 (Vj.: 9,7). Die Eigenkapitalquote soll mindestens 25 Prozent der Konzernbilanzsumme betragen. Die Steuerung der Eigenkapitalquote orientiert sich hierbei an der Definition des Eigenkapitals nach IFRS. Nicht beherrschende Anteilseigner an Personengesellschaften werden, obwohl sie bei wirtschaftlicher Betrachtung Eigenkapital darstellen, als Fremdkapital bilanziert. Die Eigenkapitalquote betrug im Geschäftsjahr 2017 38,5 Prozent (Vj.: 41,6 Prozent) und erfüllte damit die interne finanzielle Zielsetzung.

Zins- und Währungssensitivität

Für die Analyse des Zinsrisikos ist zwischen Cashflow- und Barwert-Risiken zu unterscheiden. Bei Finanzschulden, liquiden Mitteln und Zinsderivaten mit einer variablen Zinsbindung überwiegt das Cashflow-Risiko, da Veränderungen der Marktzinssätze sich - nahezu ohne Zeitverzug - im Zinsergebnis des Konzerns auswirken. Im Gegensatz hierzu entstehen Barwert-Risiken aus mittel- bis langfristig vereinbarten Zinsbindungen. Die bilanzielle Abbildung von Barwert-Risiken ist vom jeweiligen Finanzinstrument oder von einem im Zusammenhang mit Derivaten dokumentierten Sicherungszusammenhang (Microhedge) abhängig.

Originäre Finanzschulden werden in der Bilanz bei erstmaligem Ansatz zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Transaktionskosten erfasst. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Veränderungen des Marktwerts beschränken sich auf Opportunitätseffekte, da sich Zinsänderungen weder in der Bilanz noch in der Gewinn- und Verlustrechnung niederschlagen. Eine hiervon abweichende Bilanzierung der originären Finanzschulden zum Marktwert ist auf Vorgänge beschränkt, für die im Zusammenhang mit dem Abschluss einer Zins- und Währungssicherung über Derivate nach IAS 39 ein Microhedge dokumentiert ist. In diesen Fällen wird die Marktwertänderung der Finanzschulden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, um gegensätzliche Effekte aus der Marktbewertung der zugehörigen Derivate zu einem wesentlichen Teil zu kompensieren.

Für derivative Finanzinstrumente werden die Wirkungen aus Zinsänderungen grundsätzlich über die Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Bei dokumentierten Sicherungszusammenhängen (Cash Flow Hedges) erfolgt die Abbildung im Eigenkapital.

Die Analyse der zu den Stichtagen bestehenden Cashflow- bzw. Barwert-Risiken erfolgt über eine Sensitivitätsberechnung als Nachsteuerbetrachtung. Hierbei wird eine Parallelverschiebung der Zinskurve um jeweils +/-1 Prozent für alle wesentlichen Währungen unterstellt. Die Analyse erfolgt auf Grundlage der Finanzschulden, der liquiden Mittel sowie der zu den Stichtagen bestehenden Derivate. Die Ergebnisse sind in der nachstehenden Tabelle dargestellt:

Sensitivitätsanalyse der Cashflow-Risiken und Barwert-Risiken

31.12.2017 31.12.2016
in Mio. € Veränderung um +1
%
Veränderung um -1
%
Veränderung um +1
%
Veränderung um -1
%
Cashflow-Risiken über Gewinn- und Verlustrechnung 10 -10 8 -8
Barwert-Risiken über Gewinn- und Verlustrechnung 16 -16 4 -4
Barwert-Risiken über Eigenkapital - - - -

In die Ermittlung der Fremdwährungssensitivität werden die zu den Stichtagen bestehenden Finanzschulden und operativen Geschäftsvorfälle sowie die vereinbarten Sicherungsgeschäfte (Termingeschäfte und Optionen) einbezogen. Die Berechnung wird für die ungesicherte Nettoposition auf Basis einer angenommenen 10-prozentigen Aufwertung des Euro gegenüber allen Fremdwährungen vorgenommen und als Nachsteuerbetrachtung dargestellt. Eine einheitliche Abwertung der Fremdwährungen hätte zu einer ergebniswirksamen Veränderung des Buchwerts von -9 Mio. € (Vj.: -11 Mio. €) geführt. Hiervon entfallen -5 Mio. € (Vj.: -6 Mio. €) auf eine Veränderung des US-Dollar bei einer Netto-Exposure von 86 Mio. US-$ (Vj.: 95 Mio. US-$). Das Eigenkapital wäre durch Schwankungen der Marktwerte aus dokumentierten Cash Flow Hedges um 46 Mio. € (Vj.: 50 Mio. €) verändert worden. Hiervon entfallen 46 Mio. € (Vj.: 50 Mio. €) auf eine Veränderung des US-Dollar bei einem Volumen dokumentierter Cash Flow Hedges von 805 Mio. US-$ (Vj.: 766 Mio. US-$). Bei einer einheitlichen Aufwertung der Fremdwährungen hätte dies für den Bertelsmann-Konzern zu gegenläufigen Veränderungen der genannten Beträge geführt.

Dienstleistungen im Zusammenhang mit verkauften Forderungen

Bertelsmann verkauft in speziellen Einzelfällen von Dritten angekaufte Forderungen an Finanzintermediäre. Bei den verkauften Forderungen handelt es sich im Wesentlichen um kurzfristige, zum Teil kreditversicherte Forderungen, die Arvato Financial Solutions im Rahmen des Serviceangebotes zur Durchführung von Dienstleistungen im Debitorenmanagement von Dritten erwirbt und teilweise an Finanzintermediäre fortlaufend weiterveräußert. Dieses Geschäft kann jederzeit unterjährig angepasst werden. Im Rahmen der vertraglichen Vereinbarungen zu den Forderungsverkäufen wurden im Wesentlichen weder alle Chancen noch alle Risiken, die mit den Forderungen in Verbindung stehen, übertragen oder zurückbehalten. Diese betreffen insbesondere mögliche Ausfälle und späte Bezahlung der verkauften Forderungen, sodass eine Forderung in Höhe des anhaltenden Engagements (Continuing Involvement) von 49 Mio. € (Vj.: 45 Mio. €) bilanziert wurde. Der Buchwert der damit verbundenen Verbindlichkeit beträgt 56 Mio. € (Vj.: 52 Mio. €). Dem liegt ein Volumen der verkauften Forderungen in Höhe von 346 Mio. € (Vj.: 321 Mio. €) zum Bilanzstichtag zugrunde.

26 Kapitalflussrechnung

Mit der auf IAS 7 basierenden Kapitalflussrechnung des Bertelsmann-Konzerns wird die Fähigkeit des Konzerns beurteilt, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu erwirtschaften. Die Zahlungsströme werden aufgeteilt in den Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit, den Cashflow aus Investitionstätigkeit und den Cashflow aus Finanzierungstätigkeit. Die Darstellung der Zahlungsströme aus betrieblicher Tätigkeit erfolgt mittels der indirekten Methode, wobei das EBIT um Auswirkungen nicht zahlungswirksamer Geschäftsvorfälle oder Abgrenzungen von vergangenen oder künftigen betrieblichen Ein- oder Auszahlungen (einschließlich Rückstellungen) sowie um Ertrags- oder Aufwandsposten, die den Cashflows aus der Investitionstätigkeit zuzurechnen sind, bereinigt wird. Darüber hinaus werden Zahlungsströme aus Ertragsteuern ebenso als Zahlungsströme aus betrieblicher Tätigkeit klassifiziert wie auch andere Zahlungsströme, die weder der Investitions- noch der Finanzierungstätigkeit zuzurechnen sind.

Die operative Geschäftssteuerung des Bertelsmann-Konzerns erfolgt unter anderem auf Basis des Operating EBITDA und somit vor Finanzergebnis und Steuern, planmäßigen und außerplanmäßigen Abschreibungen sowie Sondereinflüssen. Der operative Erfolg und der sich hieraus ergebende Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit sollen daher in einem konsistenten, vergleichbaren Verhältnis zueinander stehen. Aus diesem Grund werden im Geschäftsjahr gezahlte bzw. erhaltene Zinsen im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ausgewiesen.

Die Einzahlungen in Pensionspläne stellen einen Abfluss von liquiden Mitteln dar, der als Sonderposten im Cashflow aus Investitionstätigkeit gezeigt wird. Die Veränderung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ist der Saldo aus dem Personalaufwand für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen und den betrieblichen Auszahlungen für diese Verpflichtungen (weitere Erläuterungen finden sich unter Textziffer 19 "Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen"). Bei den "Sonstigen Effekten" handelt es sich um die Anpassungen von Ergebnissen at-equity bilanzierter Beteiligungen und um Bereinigungen im Zusammenhang mit zahlungsunwirksamen Erträgen und Aufwendungen.

Bei der Aufstellung der Kapitalflussrechnung werden Effekte aus Fremdwährungskursänderungen und Veränderungen des Konsolidierungskreises berücksichtigt. Die Posten der Kapitalflussrechnung können daher nicht mit den entsprechenden Veränderungen auf Grundlage der veröffentlichten Bilanz abgestimmt werden. Die Investitionstätigkeit umfasst neben Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen auch Kaufpreiszahlungen für Akquisitionen sowie Erlöse aus dem Abgang von Anlagevermögen und Beteiligungen. Hinsichtlich der im Geschäftsjahr erfolgten Erwerbe von Beteiligungen wird auf den Abschnitt "Akquisitionen und Desinvestitionen" verwiesen. Die Veräußerungen innerhalb des Geschäftsjahres sind dort ebenfalls gesondert dargestellt. In der Berichtsperiode wurden Finanzschulden in Höhe von 14 Mio. € (Vj.: 6 Mio. €) übernommen.

Im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit werden neben den zahlungswirksamen Veränderungen des Eigenkapitals, der Finanzschulden und Dividendenausschüttungen auch gezahlte und erhaltene Zinsen gezeigt. Der Posten "Aufnahme/Tilgung übrige Finanzschulden" umfasst Einzahlungen in Höhe von 476 Mio. € (Vj.: 263 Mio. €) und Auszahlungen in Höhe von -194 Mio. € (Vj.: -204 Mio. €). In den Einzahlungen sind Zuflüsse aus einem Bankdarlehen zur Finanzierung eines kurzfristigen Finanzmittelbedarfs in Höhe von 228 Mio. € enthalten. Die übrigen Ein- und Auszahlungen betrafen im Wesentlichen kurzfristige Darlehen mit kurzen Laufzeiten und entsprechend großer Umschlagshäufigkeit. Darüber hinaus sind in diesem Posten weitere zahlungswirksame Veränderungen in Höhe von 46 Mio. € in Zusammenhang mit Sicherungsgeschäften enthalten. Der Posten "Veränderung des Eigenkapitals" beträgt 657 Mio. € und entfällt mit 505 Mio. € im Wesentlichen auf Kaufpreiszahlungen im Rahmen der Anteilsaufstockung bei Penguin Random House und mit 128 Mio. € auf Kaufpreiszahlungen inklusive einer Bareinlage bei SpotX. Die Erhöhung des Postens "Dividenden an nicht beherrschende Anteilseigner und Auszahlungen an Gesellschafter (IAS 32.18(b))" resultiert im Wesentlichen aus der Sonderdividendenausschüttung in Höhe von 373 Mio. € an Mitgesellschafter der Verlagsgruppe Penguin Random House.

Die zahlungswirksamen und die zahlungsunwirksamen Veränderungen der Finanzschulden zeigt folgende Tabelle:

Veränderungen der Finanzschulden

Zahlungswirksame Veränderungen Nicht-zahlungswirksame Veränderungen
in Mio. € 31.12.2016 Zugänge durch Unternehmenszusammenschlüsse
Anleihen 3.175 547 -
Schuldscheindarlehen 509 150 -
Verbindlichkeiten gegenüber Finanzinstituten 103 241 7
Leasingverbindlichkeiten 51 -6 1
Sonstige Finanzschulden 160 1 6
Gesamte Finanzschulden 3.998 933 14
Nicht-zahlungswirksame Veränderungen
in Mio. € Wechselkursbedingte Veränderungen Sonstige Veränderungen 31.12.2017
Anleihen - 3 3.725
Schuldscheindarlehen - - 659
Verbindlichkeiten gegenüber Finanzinstituten -26 -1 324
Leasingverbindlichkeiten -1 2 47
Sonstige Finanzschulden -4 1 164
Gesamte Finanzschulden -31 5 4.919

27 Segmentberichterstattung

IFRS 8 "Geschäftssegmente" fordert die Orientierung der externen Segmentberichterstattung an der internen Organisations- und Managementstruktur sowie an intern verwendeten Steuerungs- und Berichtsgrößen. Der Bertelsmann-Konzern umfasst acht, nach der Art der angebotenen Produkte und Dienstleistungen differenzierte, operative berichtspflichtige Segmente (RTL Group, Penguin Random House, Gruner + Jahr, BMG, Arvato, Bertelsmann Printing Group, Bertelsmann Education Group und Bertelsmann Investments).

Anfang Februar wurden rückwirkend zum 1. Januar 2017 Teile der Digitalmarketing-Geschäfte von Arvato in die Bertelsmann Printing Group integriert. Hierzu gehörten im Einzelnen die Aktivitäten von AZ Direct in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie die DeutschlandCard. Die Werte für das Geschäftsjahr 2016 wurden entsprechend angepasst.

Jedem der acht Segmente steht ein ergebnisverantwortlicher Segmentmanager vor, der an den Vorstand der Bertelsmann Management SE in seiner Funktion als Hauptentscheidungsträger im Sinne des IFRS 8 berichtet. Der Bereich Corporate umfasst im Wesentlichen Aufgaben in den Bereichen Rechnungswesen und Berichterstattung, Steuern, Recht, Personal, Informationstechnologie, interne Revision, Unternehmenskommunikation sowie die Führung, die Steuerung und strategische Weiterentwicklung des Konzerns, die Sicherung der erforderlichen Finanzierungsmittel, die Risikosteuerung und die laufende Optimierung des Beteiligungsportfolios.

Die Eliminierungen segmentübergreifender Verflechtungen werden in der Spalte "Konsolidierung" ausgewiesen.

Die Definition der einzelnen Segmentangaben entspricht, wie auch in der Vergangenheit, der für die Konzernsteuerung zugrunde gelegten Definition. Die Bilanzierung und Bewertung erfolgt in der Segmentberichterstattung grundsätzlich nach denselben IFRS-Vorschriften wie im Konzernabschluss. Das investierte Kapital ergibt sich aus den Vermögenspositionen der Bilanz, die dem operativen Betriebszweck dienen, abzüglich solcher Verbindlichkeiten, die dem Unternehmen unverzinslich zur Verfügung stehen. Zusätzlich werden 66 Prozent des Nettobarwerts der Operating Leases bei der Ermittlung des investierten Kapitals berücksichtigt. Die Umsätze innerhalb des Konzerns werden grundsätzlich nur zu marktüblichen Konditionen, wie sie auch bei Geschäften mit Konzernfremden verwendet werden, abgewickelt.

Als Steuerungsgröße zur nachhaltigen Ermittlung des operativen Ergebnisses wird das Operating EBITDA genutzt. Auch die Beurteilung der Leistung der operativen Segmente erfolgt anhand dieser Steuerungsgröße. Das Operating EBITDA repräsentiert das durch das jeweilige Segmentmanagement erwirtschaftete operative Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern sowie planmäßigen und außerplanmäßigen Abschreibungen und ist um Sondereinflüsse bereinigt. Die Bereinigung um Sondereinflüsse ermöglicht die Ermittlung einer normalisierten Ergebnisgröße und erleichtert dadurch die Prognosefähigkeit und Vergleichbarkeit. Die planmäßigen Abschreibungen je Segment umfassen Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen und auf immaterielle Vermögenswerte, wie sie unter den Textziffern 10 "Immaterielle Vermögenswerte" und 11 "Sachanlagen" ausgewiesen werden. Die Geschäftsentwicklung von Bertelsmann Investments wird im Wesentlichen auf Basis des EBIT ermittelt.

Für jedes Segment sind die Ergebnisse von und die Anteile an at-equity bilanzierten Beteiligungen angegeben, sofern diese Unternehmen dem Segment eindeutig zugeordnet werden können. Das Ergebnis aus at-equity bilanzierten Beteiligungen wird vor Wertminderungen gezeigt. Zusätzlich zur Segmentaufteilung werden die Umsätze entsprechend dem Standort des Kunden und nach Erlösquellen aufgeteilt. Langfristige Vermögenswerte werden zusätzlich nach dem Standort des jeweiligen Unternehmens angegeben.

Die tabellarischen Segmentinformationen finden sich auf Seite 50 ff.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Überleitung der Segmentinformationen zum Konzernabschluss:

Überleitung der Segmentinformationen zum Konzernabschluss

in Mio. € 2017 2016
Operating EBITDA aus fortgeführten Aktivitäten 2.636 2.568
Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 691 632
Korrektur um in Sondereinflüssen enthaltene Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen -34 -2
Sondereinflüsse 83 139
EBIT aus fortgeführten Aktivitäten 1.896 1.799
Finanzergebnis -219 -244
Ergebnis vor Steuern aus fortgeführten Aktivitäten 1.677 1.555
Ertragsteueraufwand -472 -419
Ergebnis nach Steuern aus fortgeführten Aktivitäten 1.205 1.136
Ergebnis nach Steuern aus nicht fortgeführten Aktivitäten -7 1
Konzernergebnis 1.198 1.137

28 Angaben zu Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Als nahestehende Personen und Unternehmen gemäß IAS 24 gelten für den Bertelsmann-Konzern die Personen und Unternehmen, die den Bertelsmann-Konzern beherrschen bzw. einen maßgeblichen Einfluss auf diesen ausüben oder durch den Bertelsmann-Konzern beherrscht, gemeinschaftlich geführt bzw. maßgeblich beeinflusst werden. Dementsprechend werden bestimmte Mitglieder der Familie Mohn, die Mitglieder des Vorstands der Bertelsmann Management SE als persönlich haftender Gesellschafterin und des Aufsichtsrats der Bertelsmann SE & Co. KGaA sowie deren nahe Familienangehörige, inklusive der von ihnen jeweils beherrschten oder gemeinschaftlich geführten Unternehmen, und die Gemeinschaftsunternehmen bzw. assoziierten Unternehmen des Bertelsmann-Konzerns sowie deren Tochterunternehmen als nahestehende Personen und Unternehmen definiert.

Die Kontrolle über den Bertelsmann-Konzern übt die Bertelsmann Verwaltungsgesellschaft mbH (BVG), Gütersloh, eine nicht operativ tätige Besitzgesellschaft, aus. Die Johannes Mohn GmbH hat der Bertelsmann SE & Co. KGaA mitgeteilt, dass ihr im Zuge der Verschmelzung der Bertelsmann Beteiligungs GmbH auf die Johannes Mohn GmbH seit dem 12. Dezember 2017 unmittelbar mehr als 50 Prozent der Aktien der Bertelsmann Management SE sowie der Bertelsmann SE & Co. KGaA gehören. Der Reinhard Mohn Verwaltungsgesellschaft mbH und der Mohn Beteiligungs GmbH gehören weiterhin jeweils mehr als 25 Prozent der Aktien der Bertelsmann Management SE sowie der Bertelsmann SE & Co. KGaA, wobei bei der Ermittlung der Anteile jeweils mittelbare und unmittelbare Anteile berücksichtigt werden.

In der Rechtsform der KGaA werden die Geschäfte von einer persönlich haftenden Gesellschafterin geführt. Im Fall der Bertelsmann SE & Co. KGaA nimmt die Bertelsmann Management SE, vertreten durch ihren Vorstand, die Geschäftsführung wahr. Die gesetzlich vorgeschriebenen Gremien umfassen Aufsichtsrat und Hauptversammlung auf Ebene der Bertelsmann SE & Co. KGaA sowie Vorstand, Aufsichtsrat und Hauptversammlung auf Ebene der Bertelsmann Management SE. Der Aufsichtsrat der KGaA wird von den Kommanditaktionären in der Hauptversammlung gewählt. Die Mitglieder des Aufsichtsrats der Bertelsmann Management SE werden durch die Hauptversammlung der Bertelsmann Management SE bestimmt. Die Stimmrechte in der Hauptversammlung der Bertelsmann SE & Co. KGaA sowie der Bertelsmann Management SE werden von der BVG kontrolliert.

Die Vergütungen für Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen umfassen:

Vergütungen des Managements in Schlüsselpositionen

in Mio. € 2017 2016
Kurzfristig fällige Leistungen und Abfindungen 30 23
Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses   7
Andere langfristig fällige Leistungen 8 8

Die ausgewiesenen Vergütungen enthalten auch die Bezüge für die Tätigkeiten der Aufsichtsratsmitglieder der Bertelsmann SE & Co. KGaA im Aufsichtsrat der Bertelsmann Management SE. Geschäftsvorfälle mit in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen wurden eliminiert und werden nicht weiter erläutert. Neben den Geschäftsbeziehungen zu konsolidierten Tochterunternehmen bestanden in der Berichtsperiode die folgenden Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen:

Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen

in Mio. € Mutterunternehmen sowie Unternehmen, die maßgeblichen Einfluss haben Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen Gemeinschaftsunternehmen Assoziierte Unternehmen Sonstige nahestehende Personen
2017          
Erbrachte Lieferungen und Leistungen an - - 66 33 -
Erhaltene Lieferungen und Leistungen von - -2 -38 -14 -1
Forderungen an - - 26 39 -
Verpflichtungen gegenüber - 52 69 22 29
2016          
Erbrachte Lieferungen und Leistungen an - - 64 32 -
Erhaltene Lieferungen und Leistungen von - -2 -33 -9 -1
Forderungen an - - 26 38 -
Verpflichtungen gegenüber - 55 68 13 27

In Verpflichtungen gegenüber Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen sind Pensionsverpflichtungen und variable Vergütungsbestandteile sowie langfristige Incentivierung enthalten. Unter "Sonstige nahestehende Personen" werden primär Transaktionen mit der persönlich haftenden Gesellschafterin Bertelsmann Management SE gezeigt. Die Verpflichtungen zum Stichtag resultieren aus weiterbelasteten Aufwendungen.

Gegenüber assoziierten Unternehmen sind weder im Berichtsjahr noch im Vorjahr Bürgschaften eingegangen worden. An den Eventualverbindlichkeiten der assoziierten Unternehmen hatte Bertelsmann wie im Vorjahr keinen Anteil. Gegenüber einem brasilianischen Fonds, der sich auf Bildungsunternehmen, insbesondere im Bereich Gesundheitswesen, fokussiert und von Bertelsmann gemeinsam mit weiteren Partnern und der Investmentgesellschaft Bozano Investimentos aufgelegt wurde, besteht eine Einzahlungsverpflichtung in Höhe von 63 Mio. € (Vj.: 61 Mio. €). Weitere Einzahlungsverpflichtungen bestehen gegenüber den University Ventures Funds in Höhe von 19 Mio. € (Vj.: 44 Mio. €). Im Geschäftsjahr 2017 wurden wie im Vorjahr keine signifikanten Aufwendungen für uneinbringliche oder zweifelhafte Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen erfasst. Im Geschäftsjahr 2017 wurden Darlehen in Höhe von 15 Mio. € an assoziierte Unternehmen ausgegeben (Vj.: 18 Mio. €). Wie im Vorjahr wurden keine Darlehen gegenüber assoziierten Unternehmen aufgenommen.

Gemeinschaftsunternehmen weisen gegenüber dem Bertelsmann-Konzern Verpflichtungen aus Operating-Lease-Verträgen in Höhe von 8 Mio. € (Vj.: 12 Mio. €) und Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 27 Mio. € (Vj.: 17 Mio. €) aus. Zum Bilanzstichtag bestehen Verpflichtungen in Bezug auf Gemeinschaftsunternehmen der RTL Group in Höhe von 21 Mio. € (Vj.: 38 Mio. €). Im Geschäftsjahr 2017 wurden wie auch im Vorjahr keine Aufwendungen für uneinbringliche oder zweifelhafte Forderungen gegenüber Gemeinschaftsunternehmen erfasst. Im Geschäftsjahr 2017 wurden Darlehen in Höhe von 1 Mio. € (Vj.: 1 Mio. €) an Gemeinschaftsunternehmen ausgegeben. Aufgenommen wurden im Berichtsjahr Darlehen in Höhe von 8 Mio. € gegenüber Gemeinschaftsunternehmen (Vj.: 34 Mio. €).

29 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse von besonderer Bedeutung eingetreten, von denen ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Bertelsmann-Konzerns zu erwarten ist.

30 Befreiung Tochterunternehmen von Aufstellung, Prüfung und Offenlegung

Für folgende Tochterunternehmen wurden für das zum 31. Dezember 2017 endende Geschäftsjahr die Befreiungsvorschriften des § 264 Abs. 3 HGB über die ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften zur Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht sowie über die Prüfung und Offenlegung von Kapitalgesellschaften in Anspruch genommen:

Name der Gesellschaft Sitz
"I 2 I" Musikproduktions- und Musikverlagsgesellschaft mbH Köln
Ad Alliance GmbH Köln
adality GmbH München
arvato analytics GmbH Gütersloh
arvato CRM Energy GmbH Leipzig
arvato CRM Healthcare GmbH Berlin
arvato CRM Nordhorn GmbH Nordhorn
Arvato CRM Solutions GmbH Gütersloh
arvato direct services Brandenburg GmbH Brandenburg
arvato direct services Cottbus GmbH Cottbus
arvato direct services Dortmund GmbH Dortmund
arvato direct services eiweiler GmbH Heusweiler-Eiweiler
arvato direct services GmbH Gütersloh
arvato direct services Münster GmbH Münster
arvato direct services Neubrandenburg GmbH Neubrandenburg
arvato direct services Potsdam GmbH Potsdam
arvato direct services Rostock GmbH Rostock
arvato direct services Schwerin GmbH Schwerin
arvato direct services Stralsund GmbH Stralsund
arvato direct services Wilhelmshaven GmbH Schortens
arvato distribution GmbH Harsewinkel
arvato eCommerce Beteiligungsgesellschaft mbH Gütersloh
arvato eCommerce Verwaltungsgesellschaft mbH Gütersloh
arvato health analytics GmbH München
arvato infoscore GmbH Baden-Baden
arvato IT support GmbH Gütersloh
arvato Logistics, Corporate Real Estate & Transport GmbH Gütersloh
arvato media GmbH Gütersloh
Arvato Payment Solutions GmbH Verl
arvato SCM Consumer Products GmbH Gütersloh
arvato services Chemnitz GmbH Chemnitz
arvato services Cottbus GmbH Cottbus
arvato services Dresden GmbH Dresden
arvato services Duisburg GmbH Duisburg
arvato services Erfurt GmbH Erfurt
arvato services Essen GmbH Essen
arvato services Gera GmbH Gera
arvato services Halle GmbH Halle (Saale)
arvato services Leipzig GmbH Leipzig
arvato services Magdeburg GmbH Magdeburg
arvato services Rostock GmbH Rostock
arvato services solutions GmbH Gütersloh
arvato services Suhl GmbH Suhl
arvato systems GmbH Gütersloh
arvato Systems perdata GmbH Leipzig
arvato Systems S4M GmbH Köln
arvato telco services Erfurt GmbH Erfurt
AVE Gesellschaft für Hörfunkbeteiligungen mbH Berlin
AZ Direct Beteiligungs GmbH Gütersloh
AZ Direct GmbH Gütersloh
BAG Business Information Beteiligungs GmbH Gütersloh
BAI GmbH Gütersloh
BDMI GmbH Gütersloh
BePeople GmbH Gütersloh
Bertelsmann Accounting Services GmbH Gütersloh
Bertelsmann Accounting Services Schwerin GmbH Schwerin
Bertelsmann Aviation GmbH Gütersloh
Bertelsmann Capital Holding GmbH Gütersloh
Bertelsmann China Holding GmbH Gütersloh
Bertelsmann Music Group GmbH Gütersloh
Bertelsmann Transfer GmbH Gütersloh
Bertelsmann Treuhand- und Anlagegesellschaft mit beschränkter Haftung Gütersloh
BFS finance GmbH Verl
BFS finance Münster GmbH Münster
BFS health finance GmbH Dortmund
BMG RIGHTS MANAGEMENT (Europe) GmbH Berlin
BMG RIGHTS MANAGEMENT GmbH Berlin
Campaign Services Neckarsulm GmbH Neckarsulm
Campaign Services Offenbach GmbH Frankfurt am Main
Carcert GmbH Wiesbaden
CBC Cologne Broadcasting Center GmbH Köln
COUNTDOWN MEDIA GmbH Hamburg
DeutschlandCard GmbH München
Digital Media Hub GmbH Köln
direct services Gütersloh GmbH Gütersloh
Erste TD Gütersloh GmbH Gütersloh
Erste WV Gütersloh GmbH Gütersloh
European SCM Services GmbH Gütersloh
FremantleMedia International Germany GmbH Potsdam
GGP Media GmbH Pößneck
Global Assekuranz Vermittlungsgesellschaft mit beschränkter Haftung Gütersloh
Gruner + Jahr Management GmbH Hamburg
infoNetwork GmbH Köln
informa HIS GmbH Wiesbaden
informa Solutions GmbH Baden-Baden
infoscore Business Support GmbH Baden-Baden
infoscore Consumer Data GmbH Baden-Baden
infoscore Finance GmbH Baden-Baden
infoscore Forderungsmanagement GmbH Verl
infoscore Portfolio Management International GmbH Gütersloh
infoscore Profile Tracking GmbH Gütersloh
infoscore Tracking Solutions GmbH Gütersloh
infoscore Tracking Technology GmbH Gütersloh
inmediaONE] GmbH Gütersloh
IP Deutschland GmbH Köln
KWS Kontowechsel Service GmbH Schortens
mbs Nürnberg GmbH Nürnberg
MEDIASCORE Gesellschaft für Medien- und Kommunikationsforschung mbH Köln
Mediengruppe RTL Deutschland GmbH Köln
Mohn Media Energy GmbH Gütersloh
Mohn Media Mohndruck GmbH Gütersloh
NETLETIX GmbH München
NORDDEICH TV Produktionsgesellschaft mbH Hürth
Prinovis Ahrensburg Weiterverarbeitung und Logistik GmbH Hamburg
Prinovis GmbH Gütersloh
Prinovis Klebebindung GmbH Nürnberg
PRINOVIS Service GmbH Hamburg
Print Service Gütersloh GmbH Gütersloh
Probind Mohn media Binding GmbH Gütersloh
PSC Print Service Center GmbH Oppurg
Random House Audio GmbH Köln
Reinhard Mohn GmbH Gütersloh
Relias Learning GmbH Berlin
rewards arvato services GmbH München
RM Buch und Medien Vertrieb GmbH Gütersloh
RTL Group Central & Eastern Europe GmbH Köln
RTL Group Deutschland GmbH Köln
RTL Group Deutschland Markenverwaltungs GmbH Köln
RTL Group Financial Services GmbH Potsdam
RTL Group Licensing Asia GmbH Köln
RTL Hessen GmbH Frankfurt am Main
RTL interactive GmbH Köln
RTL Journalistenschule GmbH Köln
RTL Nord GmbH Hamburg
RTL Radio Berlin GmbH Berlin
RTL Radio Center Berlin GmbH Berlin
RTL Radio Deutschland GmbH Berlin
RTL Radio Luxemburg GmbH Köln
RTL Radiovermarktung GmbH Berlin
RTL West GmbH Köln
rtv media group GmbH Nürnberg
Smart Shopping and Saving GmbH Berlin
Sonopress GmbH Gütersloh
Sparwelt GmbH Berlin
SpotX Deutschland GmbH Köln
SSB Software Service und Beratung GmbH München
TERRITORY CTR GmbH Gütersloh
TERRITORY MEDIA GmbH München
UFA Distribution GmbH Potsdam
UFA Fiction GmbH Potsdam
UFA Film und Fernseh GmbH Köln
UFA GmbH Potsdam
Ufa Radio-Programmgesellschaft in Bayern mbH Ismaning
UFA Serial Drama GmbH Potsdam
Universum Film GmbH München
Verlag RM GmbH Gütersloh
Verlagsgruppe Random House GmbH Gütersloh
Verlegerdienst München GmbH Gilching
VIVENO Group GmbH Gütersloh
Vogel Druck und Medienservice GmbH Höchberg
VOX Holding GmbH Köln
webmiles GmbH München

Weiterhin wurden für das zum 31. Dezember 2017 endende Geschäftsjahr die Befreiungsvorschriften des § 264b HGB für folgende Gesellschaften in Anspruch genommen:

Name der Gesellschaft Sitz
"Alwa" Gesellschaft für Vermögensverwaltung mbH & Co. Grundstücksvermietung KG Schönefeld
11 Freunde Verlag GmbH & Co. KG Berlin
AVE II Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG Köln
AZ fundraising services GmbH & Co. KG Gütersloh
Berliner Presse Vertrieb GmbH & Co. KG Berlin
DDV Mediengruppe GmbH & Co. KG Dresden
Deutsche Medien-Manufaktur GmbH & Co. KG Münster
G+J / Klambt Style-Verlag GmbH & Co. KG Hamburg
G+J Food & Living GmbH & Co. KG Hamburg
G+J Immobilien GmbH & Co. KG Hamburg
Gruner + Jahr GmbH & Co KG Hamburg
infoscore Portfolio Management GmbH & Co. KG Verl
infoscore Portfolio Management II GmbH & Co. KG Baden-Baden
LV-Publikumsmedien GmbH & Co. KG Münster
Motor Presse Stuttgart GmbH & Co. KG Stuttgart
Prinovis GmbH & Co. KG Hamburg
Sellwell GmbH & Co. KG Hamburg

Das konsolidierte Tochterunternehmen Arvato SCM Ireland Limited in Balbriggan, Irland, macht von der Freistellung von der Publikationspflicht seines Jahresabschlusses, geregelt in Section 357 des Republic of Ireland Companies Act 2014, Gebrauch.

31 Zusätzliche Angaben nach § 315a HGB

Die Vergütung des Aufsichtsrats der Bertelsmann SE & Co. KGaA für das Geschäftsjahr 2017 beträgt 1.875.167 € zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer. Die Mitglieder des Vorstands erhielten in der Berichtsperiode Bezüge in Höhe von insgesamt 28.926.652 €, davon von der Bertelsmann Management SE 16.966.406 €. Ehemalige Mitglieder des Vorstands der Bertelsmann Management SE und der Bertelsmann AG und ihre Hinterbliebenen erhielten Bezüge in Höhe von 11.511.599 €, davon von der Bertelsmann SE & Co. KGaA 11.125.937 €. Die Rückstellung für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands der Bertelsmann AG und der Bertelsmann Management SE beträgt bei der Bertelsmann SE & Co. KGaA und der Bertelsmann Management SE insgesamt 78.419.242 €. Die Mitglieder der Aufsichtsräte und des Vorstandes sind auf den Seiten 144 ff. angegeben.

Die Honorare für die Tätigkeit des Konzernabschlussprüfers PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft betrugen im Geschäftsjahr 7 Mio. €, davon entfallen 6 Mio. € auf Honorare für die Abschlussprüfung. Für sonstige Bestätigungsleistungen, Steuerberatungsleistungen und sonstige darüber hinausgehende Leistungen wurde von der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft 1 Mio. € berechnet. Die Abschlussprüfungsleistungen beinhalten vor allem die Honorare für die prüferische Durchsicht des Konzernzwischenabschlusses, die Konzernabschlussprüfung sowie die Prüfung der Einzelabschlüsse der Bertelsmann SE & Co. KGaA und ihrer Tochterunternehmen. Die Honorare für sonstige Bestätigungsleistungen umfassen im Wesentlichen gesetzliche vorgeschriebene oder freiwillig beauftragte Bestätigungsleistungen durch den Abschlussprüfer. Die Honorare für sonstige Leistungen umfassen hauptsächlich Honorare für projektbezogene Beratungsleistungen.

Die Anzahl der Mitarbeiter zum 31. Dezember 2017 und im Jahresdurchschnitt zeigt die folgende Tabelle:

Mitarbeiteranzahl

Mitarbeiteranzahl (Bilanzstichtag) Mitarbeiteranzahl (Durchschnitt)
RTL Group 12.376 12.433
Penguin Random House 10.615 10.646
Gruner + Jahr 10.551 10.820
BMG 733 692
Arvato 72.931 71.613
Bertelsmann Printing Group 8.261 8.366
Bertelsmann Education Group 1.639 1.633
Bertelsmann Investments 29 29
Corporate 1.954 2.562
Summe 119.089 118.794

32 Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns

Die persönlich haftende Gesellschafterin Bertelsmann Management SE und der Aufsichtsrat der Bertelsmann SE & Co. KGaA schlagen der Hauptversammlung vor, den Bilanzgewinn der Bertelsmann SE & Co. KGaA von 665 Mio. € wie folgt zu verwenden:

Bilanzgewinn der Bertelsmann SE & Co. KGaA

in Mio. €
Bilanzgewinn 665
Dividende an die Aktionäre -180
Vortrag auf neue Rechnung 485

Die Dividende je Stammaktie beträgt somit 2.149 €.

Die persönlich haftende Gesellschafterin Bertelsmann Management SE hat den Konzernabschluss am 9. März 2018 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat der Bertelsmann SE & Co. KGaA freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt.

 

Gütersloh, den 9. März 2018

Bertelsmann SE & Co. KGaA
vertreten durch Bertelsmann Management SE
die persönlich haftende Gesellschafterin

Der Vorstand

Dr. Thomas Rabe

Markus Dohle

Dr. Immanuel Hermreck

Bernd Hirsch

Anke Schäferkordt

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Bertelsmann-Konzerns sowie der Bertelsmann SE & Co. KGaA so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Bertelsmann-Konzerns bzw. der Bertelsmann SE & Co. KGaA beschrieben sind.

 

Gütersloh, den 9. März 2018

Bertelsmann SE & Co. KGaA
vertreten durch Bertelsmann Management SE
die persönlich haftende Gesellschafterin

Der Vorstand

Dr. Thomas Rabe

Markus Dohle

Dr. Immanuel Hermreck

Bernd Hirsch

Anke Schäferkordt

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Bertelsmann SE & Co. KGaA, Gütersloh

Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Bertelsmann SE & Co. KGaA, Gütersloh, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2017, der Gewinn- und Verlustrechnung, der Gesamtergebnisrechnung, der Kapitalflussrechnung und der Eigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017 sowie dem Anhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Bertelsmann SE & Co. KGaA, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, einschließlich der nichtfinanziellen Erklärung nach § 289b Abs. 1 HGB und § 315b Abs. 1 HGB für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2017 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Konzernabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Aus unserer Sicht waren folgende Sachverhalte am bedeutsamsten in unserer Prüfung:

(1) Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte

(2) Werthaltigkeit der Anteile an assoziierten Unternehmen

(3) Pensionsrückstellungen

(4) Vollkonsolidierung Groupe M6

(5) Anteilsaufstockung an Penguin Random House

Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir jeweils wie folgt strukturiert:

[1] Sachverhalt und Problemstellung

[2] Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

[3] Verweis auf weitergehende Informationen

Nachfolgend stellen wir die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:

(1) Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte

[1] Sachverhalt und Problemstellung

In dem Konzernabschluss der Gesellschaft werden Geschäfts- oder Firmenwerte mit einem Betrag von insgesamt € 8,1 Mrd. (34,1% der Konzernbilanzsumme bzw. 88,7% des Konzerneigenkapitals) ausgewiesen. Geschäfts- oder Firmenwerte werden einmal jährlich zum 31. Dezember des jeweiligen Geschäftsjahres oder anlassbezogen von der Gesellschaft einem Werthaltigkeitstest unterzogen, um einen möglichen Abschreibungsbedarf zu ermitteln. Der Werthaltigkeitstest erfolgt auf Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen der jeweilige Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist. Im Rahmen des Werthaltigkeitstests wird der Buchwert des jeweiligen Geschäfts- oder Firmenwerts dem entsprechenden erzielbaren Betrag gegenübergestellt. Die Ermittlung des erzielbaren Betrags erfolgt zunächst auf Basis des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Kosten der Veräußerung. Übersteigt dieser bereits den Buchwert, so wird auf die Berechnung eines Nutzungswertes verzichtet. Da in der Regel keine Preise aus aktiven Märkten (Ausnahme: Börsenkurs der RTL Group und Groupe M6) oder vergleichbaren Transaktionen aus der jüngeren Vergangenheit für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten vorliegen, wird der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten im Allgemeinen wie der Nutzungswert mittels Discounted-Cash-Flow Modellen (DCF) ermittelt.

Dabei bildet die verabschiedete Planung des Konzerns den Ausgangspunkt für grundsätzlich fünf Detailplanungsperioden, die mit Annahmen über langfristige Wachstumsraten fortgeschrieben werden. Hierbei werden auch Erwartungen über die zukünftige Marktentwicklung und Annahmen über die Entwicklung makroökonomischer Einflussfaktoren berücksichtigt.

Die Diskontierung erfolgt mittels der gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten ("Weighted Average Cost of Capital", "WACC") der jeweiligen Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, die auf geschäftsspezifischen Gruppen vergleichbarer Unternehmen basieren und unter Berücksichtigung von Länderrisikozuschlägen ermittelt werden.

Als Ergebnis des Werthaltigkeitstests kam es auch nach Berücksichtigung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Kosten der Veräußerung lediglich bei der Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten "Gruner + Jahr International" zu Wertminderungen von insgesamt € 30,2 Mio.

Das Ergebnis dieser Bewertung ist in hohem Maße von der Einschätzung der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich der künftigen Zahlungsmittelzuflüsse der jeweiligen Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, des verwendeten Diskontierungssatzes, der Wachstumsrate sowie weiteren Annahmen abhängig und dadurch mit einer erheblichen Unsicherheit behaftet. Vor diesem Hintergrund und aufgrund der Komplexität der Bewertung war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.

[2] Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter anderem das methodische Vorgehen zur Durchführung des Werthaltigkeitstests nachvollzogen. Nach Abgleich der bei der Berechnung verwendeten künftigen Zahlungsmittelzuflüsse mit der vom Vorstand verabschiedeten und vom Aufsichtsrat genehmigten Planung des Konzerns haben wir die Angemessenheit der Berechnung insbesondere durch Abstimmung mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen beurteilt. Zudem haben wir auch die sachgerechte Berücksichtigung der Kosten von Konzernfunktionen beurteilt. Mit der Kenntnis, dass bereits relativ kleine Veränderungen des verwendeten Diskontierungszinssatzes wesentliche Auswirkungen auf die Höhe des auf diese Weise ermittelten Unternehmenswerts haben können, haben wir uns intensiv mit den bei der Bestimmung des verwendeten Diskontierungszinssatzes herangezogenen Parametern beschäftigt, die ermittelten spezifischen durchschnittlichen Kapitalkosten gewürdigt und das Berechnungsschema nachvollzogen.

Um den bestehenden Prognoseunsicherheiten Rechnung zu tragen haben wir die von der Gesellschaft erstellten Sensitivitätsanalysen nachvollzogen und eigene Sensitivitätsanalysen für die Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten mit geringer Überdeckung (Buchwert im Vergleich zum erzielbaren Betrag) durchgeführt.

Für Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, bei denen eine für möglich gehaltene Änderung einer Annahme zu einem erzielbaren Betrag unterhalb des Buchwerts der jeweiligen Geschäfts- oder Firmenwerte führen würde, haben wir uns davon vergewissert, dass die erforderlichen Anhangangaben gemacht wurden.

Die Werthaltigkeit der Geschäfts- und Firmenwerte der RTL Group und der Groupe M6 haben wir anhand der Börsenbewertung zum Bilanzstichtag beurteilt.

Die von den gesetzlichen Vertretern angewandten Bewertungsparameter und -annahmen stimmen insgesamt mit unseren Erwartungen überein und liegen innerhalb vertretbarer Bandbreiten.

[3] Verweis auf weitergehende Informationen

Die Angaben der Gesellschaft zu den bilanzierten Geschäfts- und Firmenwerten sind in Abschnitt 10 des Anhangs zum Konzernabschluss enthalten.

(2) Werthaltigkeit der Anteile an assoziierten Unternehmen

[1] Sachverhalt und Problemstellung

In den im Konzernabschluss der Gesellschaft ausgewiesenen Anteilen an at-equity bilanzierten Beteiligungen sind € 0,9 Mrd. Anteile an assoziierten Unternehmen enthalten.

Für Anteile an assoziierten Unternehmen wird in einem ersten Schritt der Anteil des Investors am Wertminderungsaufwand für die Vermögenswerte des assoziierten Unternehmens angepasst um die Effekte aus der Fair Value-Bewertung aus der Erstbilanzierung erfasst. Darüber hinaus werden die Anteile an assoziierten Unternehmen anlassbezogen von der Gesellschaft einem Werthaltigkeitstest unterzogen, um einen möglichen zusätzlichen Abschreibungsbedarf zu ermitteln. Dazu wird im Rahmen des Werthaltigkeitstests der Buchwert des jeweiligen Anteils am assoziierten Unternehmen dem entsprechenden erzielbaren Betrag gegenübergestellt. Die Ermittlung des erzielbaren Betrags erfolgt auf Basis des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Kosten der Veräußerung. Da mit Ausnahme von Atresmedia keine Preise aus aktiven Märkten oder vergleichbaren Transaktionen aus der jüngeren Vergangenheit für die Anteile an assoziierten Unternehmen vorliegen, wird der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten im Allgemeinen wie der Nutzungswert mittels Discounted-Cash-Flow Modellen (DCF) ermittelt.

Dabei bildet die Planung des assoziierten Unternehmens den Ausgangspunkt. Je nach Unternehmen liegen Detailplanungszeiträume zwischen 5 und 10 Jahren vor. In den Planungen des assoziierten Unternehmens sind auch Erwartungen über die zukünftige Marktentwicklung und Annahmen über die Entwicklung makroökonomischer Einflussfaktoren berücksichtigt. Die Diskontierung erfolgt mittels der gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten.

Für den aus Konzernsicht wesentlichen Anteil an Atresmedia wird der beizulegende Zeitwert aus der Börsennotierung abgeleitet.

Als Ergebnis des Werthaltigkeitstests kam es auch nach Berücksichtigung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Kosten der Veräußerung bei den assoziierten Unternehmen HotChalk, Editora Schwarcz, Affero Lab und Squawka zu Wertminderungen von insgesamt € 50,5 Mio.

Das Ergebnis dieser Bewertung ist in hohem Maße von der Einschätzung der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich der künftigen Zahlungsmittelzuflüsse der jeweiligen assoziierten Unternehmen, des verwendeten Diskontierungssatzes, der Wachstumsrate sowie weiteren Annahmen abhängig und dadurch mit einer erheblichen Unsicherheit behaftet. Vor diesem Hintergrund und aufgrund der Komplexität der Bewertung war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.

[2] Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter anderem das methodische Vorgehen zur Durchführung des Werthaltigkeitstests nachvollzogen. Nach Abgleich der bei der Berechnung verwendeten künftigen Zahlungsmittelzuflüsse mit der Planung für das assoziierten Unternehmen haben wir die Angemessenheit der Berechnung insbesondere durch Abstimmung mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen beurteilt. Mit der Kenntnis, dass bereits relativ kleine Veränderungen des verwendeten Diskontierungszinssatzes wesentliche Auswirkungen auf die Höhe des auf diese Weise ermittelten erzielbaren Ertrags haben können, haben wir uns intensiv mit den bei der Bestimmung des verwendeten Diskontierungszinssatzes herangezogenen Parametern beschäftigt und das Berechnungsschema nachvollzogen.

Um den bestehenden Prognoseunsicherheiten Rechnung zu tragen haben wir die von der Gesellschaft erstellten Sensitivitätsanalysen nachvollzogen und eigene Sensitivitätsanalysen für die Anteile an assoziierten Unternehmen mit geringer Überdeckung (Buchwert im Vergleich zum erzielbaren Betrag) durchgeführt. Dabei haben wir festgestellt, dass die jeweiligen Buchwerte der Beteiligungen unter Berücksichtigung der verfügbaren Informationen ausreichend durch die diskontierten künftigen Zahlungsmittelüberschüsse gedeckt sind.

Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der Anteile an Atresmedia haben wir anhand der Börsennotierung zum Bilanzstichtag nachvollzogen und festgestellt, dass der Buchwert der Beteiligung ausreichend gedeckt ist.

Die von den gesetzlichen Vertretern angewandten Bewertungsparameter und -annahmen stimmen insgesamt mit unseren Erwartungen überein und liegen innerhalb vertretbarer Bandbreiten.

[3] Verweis auf weitergehende Informationen

Die Angaben der Gesellschaft zu den bilanzierten Anteilen an assoziierten Unternehmen sind in Abschnitt 12 des Anhangs zum Konzernabschluss enthalten.

(3) Pensionsrückstellungen

[1] Sachverhalt und Problemstellung

In dem Konzernabschluss der Gesellschaft werden unter dem Bilanzposten "Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen" insgesamt € 1,7 Mrd. ausgewiesen. Die Pensionsrückstellungen setzen sich aus den Verpflichtungen aus leistungsorientierten Versorgungsplänen in Höhe von € 4,2 Mrd., dem Planvermögen in Höhe von € 2,6 Mrd. sowie weiteren pensionsähnlichen Verpflichtungen von € 0,1 Mrd. zusammen. Der überwiegende Anteil entfällt mit € 3,2 Mrd. auf Altersversorgungszusagen aus Deutschland. Die übrigen Verpflichtungen entfallen im Wesentlichen auf Großbritannien und die USA, wobei in den USA in geringem Maße Verpflichtungen aus Plänen zur medizinischen Versorgung bestehen. Die Bewertung der Verpflichtungen aus leistungsorientierten Versorgungsplänen erfolgt nach der Methode der laufenden Einmalprämien (Projected Unit Credit Method). Dabei sind insbesondere Annahmen über die zukünftigen Gehalts- und Rentensteigerungen, die durchschnittliche Lebenserwartung (Biometrie) und die Fluktuation zu treffen. Ferner ist zu jedem Bilanzstichtag der Abzinsungssatz aus der Rendite hochwertiger, währungskongruenter Unternehmensanleihen mit Laufzeiten, die mit den voraussichtlichen Fristigkeiten der Verpflichtungen übereinstimmen, abzuleiten. Die Bewertung des Planvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, der wiederum mit Schätzungsunsicherheiten behaftet sein kann. Ein hoher Anteil des Planvermögens wird durch den Bertelsmann Pension Trust e.V. treuhänderisch im Rahmen eines Contractual Trust Arrangement ("CTA") für Pensionszusagen der Bertelsmann SE & Co. KGaA und einige deutsche Tochterunternehmen verwaltet.

Aus unserer Sicht waren diese Sachverhalte im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung, da der Ansatz und die Bewertung dieses betragsmäßig bedeutsamen Postens in einem wesentlichen Maß auf Einschätzungen und Annahmen der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft basieren.

[2] Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter anderem die eingeholten versicherungsmathematischen Gutachten und die fachliche Qualifikation der externen Gutachter gewürdigt. Ferner haben wir uns unter anderem mit den spezifischen Besonderheiten der versicherungsmathematischen Berechnungen befasst und das Mengengerüst, die versicherungsmathematischen Parameter, sowie das den Bewertungen zugrundeliegende Bewertungsverfahren auf Standardkonformität und Angemessenheit überprüft. Zudem wurden auf Basis der versicherungsmathematischen Gutachten die Verpflichtungsentwicklung sowie die Kostenkomponenten vor dem Hintergrund der eingetretenen Änderungen in den Bewertungsparametern sowie den Veränderungen im Mengengerüst analysiert und plausibilisiert. Für die Prüfung des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens haben wir für die im Planvermögen enthaltenen Fondsanteile entsprechende Bankbestätigungen eingeholt. Des Weiteren haben wir die beizulegenden Zeitwerte der im Planvermögen enthaltenen Vermögenswerte in angemessenen Stichproben mit den jeweiligen Marktpreisen verglichen.

Auf Basis unserer Prüfungshandlungen konnten wir uns davon überzeugen, dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen hinreichend dokumentiert und begründet sind, um den Ansatz und die Bewertung der betragsmäßig bedeutsamen Pensionsrückstellungen zu rechtfertigen.

[3] Verweis auf weitergehende Informationen

Die Angaben der Gesellschaft zu den Pensionsrückstellungen sind in Abschnitt 19 des Anhangs zum Konzernabschluss enthalten.

(4) Vollkonsolidierung Groupe M6

[1] Sachverhalt und Problemstellung

Der Konzern hält über sein Tochterunternehmen der RTL Group weniger als 50 % der Stimmrechte an der Groupe M6. Die Groupe M6 wird im Konzernabschluss konsolidiert und trägt sowohl hinsichtlich der Umsatzerlöse als auch der Vermögenswerte einen nicht unwesentlichen Teil zum Konzernabschluss der Bertelsmann SE & Co. KGaA bei. Die gesetzlichen Vertreter berücksichtigen bei der Einschätzung, ob ein Kontrollverhältnis besteht unter anderem, dass andere Anteilsscheine der Groupe M6 weit gestreut sind und die anderen nicht beherrschenden Anteilseigner ihre Interessen in keiner Weise so organisiert haben, dass eine vom Konzern abweichende Stimmrechtsausübung beabsichtigt ist.

Daher sind die gesetzlichen Vertreter der Bertelsmann SE & Co. KGaA der Auffassung, dass eine de facto Kontrolle über die Groupe M6 besteht und die Groupe M6 im Wege der Konsolidierung in den Konzernabschluss einzubeziehen ist. Da diese Einschätzung in einem hohen Maße mit Ermessen verbunden ist, war dieser Sachverhalt von besonderer Bedeutung für unsere Prüfung.

[2] Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

Im Rahmen unserer Prüfung haben wir uns unter anderem mit den Führungsstrukturen der Groupe M6 befasst. Dabei haben wir vor allem die Vorschriften zur Bestellung und Abberufung der Mitglieder des "Conseil de surveillance" der Groupe M6 sowie die Entscheidungsbefugnisse beurteilt, welche die RTL Group als Konzernunternehmen der Bertelsmann SE & Co. KGaA über die Groupe M6 durch die Präsenz im "Conseil de surveillance" ausüben kann.

Der Umfang der von der RTL Group ausübbaren Stimmrechte in Relation zu den Stimmrechten der anderen Anteilseigner sowie das Abstimmungsverhalten vergangener Hauptversammlungen waren ebenfalls Gegenstand unserer Beurteilungen. Darüber hinaus haben wir untersucht, ob weitere Rechte aus vertraglichen Vereinbarungen bestehen.

Aus unserer Sicht ist die Einschätzung der gesetzlichen Vertreter hinreichend begründet und dokumentiert.

[3] Verweis auf weitergehende Informationen

Die Angaben des Konzerns zur Einschätzung der Kontrolle über die Groupe M6 sind im Konzernanhang des Konzernabschlusses im Bereich "Wesentliche Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen" enthalten.

(5) Anteilsaufstockung an Penguin Random House

[1] Sachverhalt und Problemstellung

Im Geschäftsjahr hat die Gesellschaft ihre Anteile an der Buchverlagsgruppe Penguin Random House um 22% auf 75% erhöht. Die Transaktion umfasst in einem ersten Schritt vor dem Erwerb der Anteile die Gewährung eines Darlehens durch Bertelsmann an Penguin Random House, welche für Dividendenzahlungen an die beiden Gesellschafter verwendet wurde. In einem zweiten Schritt erfolgte der Erwerb von 22% der Anteile an Penguin Random House vom Minderheitsgesellschafter Pearson plc, London. Insgesamt führen die Dividendenzahlungen und die Kaufpreiszahlung an Pearson plc, London aus Sicht des Konzerns zu einem Zahlungsmittelabfluss von € 0,9 Mrd. im Geschäftsjahr 2017. Die Differenz aus den bis zum Erwerbszeitpunkt im Konzerneigenkapital erfassten Anteile der nichtbeherrschenden Gesellschafter (22%) i.H.v. € 233 Mio. und der übertragenen Gegenleistung inkl. Transaktionsnebenkosten i.H.v. € 509 Mio. wurde in Übereinstimmung mit IFRS 10 im Eigenkapital erfasst (Eigenkapitaltransaktion). Insgesamt verminderte sich die Höhe des auf die Bertelsmann-Aktionäre entfallenden Konzerneigenkapitals einschließlich der Umgliederung von OCI-Posten um € 275 Mio.

Im Zusammenhang mit der Aufstockung der Anteile auf 75% werden die US-amerikanischen Einheiten der Buchverlagsgruppe Penguin Random House in die US-amerikanische Tax Group von Bertelsmann einbezogen.

Aus unserer Sicht war dieser Sachverhalt aufgrund der Größenordnung der Transaktion und der wesentlichen Auswirkungen auf die Liquidität, die Eigenkapitalposten und die Steuerposition des Konzerns von besonderer Bedeutung für unsere Prüfung.

[2] Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

Im Hinblick auf die Abbildung des Erwerbs der Anteile nichtbeherrschender Gesellschafter an Penguin Random House haben wir uns im Rahmen unserer Prüfung zunächst ein Verständnis von den vertraglichen Grundlagen verschafft und die bilanzielle Würdigung sowie steuerlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter beurteilt. Dabei haben wir auch die von der Gesellschaft eingeholten steuerlichen Gutachten Dritter gewürdigt.

Wir haben zudem die Ermittlung des Zahlungsmittelabflusses aus Sicht des Konzerns anhand der zugrunde liegenden Unterlagen nachvollzogen und seine Auswirkungen auf die Kapitalflussrechnung gewürdigt. Außerdem haben wir den Betrag der auszubuchenden Anteile der nicht-beherrschenden Gesellschafter und der übertragenen Gegenleistung sowie die Darstellung im Eigenkapitalspiegel beurteilt.

Im Rahmen unserer Prüfung haben wir beurteilt, ob die Voraussetzungen des erstmaligen Einbezugs in die US-amerikanische Tax Group von Bertelsmann vorlagen und haben die Auswirkungen der laufenden und latenten Steuereffekte nachvollzogen. Weiterhin haben wir die Werthaltigkeit der aktiven latenten Steuern auf die abzugsfähigen temporären Differenzen auf Basis unternehmensinterner Prognosen über die zukünftige Ertragssituation beurteilt und die Angemessenheit der zugrunde liegenden Einschätzungen und Annahmen gewürdigt.

Auf Basis unserer Prüfungshandlungen konnten wir uns davon überzeugen, dass der Erwerb von Anteilen der nichtbeherrschenden Gesellschafter der Penguin Random House sachgerecht abgebildet wurde.

[3] Verweis auf weitergehende Informationen

Die Angaben der Gesellschaft zum Erwerb der Anteile der nicht-beherrschenden Gesellschafter und deren Auswirkungen auf die Konzerneigenkapitalposten sind in Abschnitt 12 "Anteile an anderen Unternehmen" des Anhangs zum Konzernabschluss enthalten.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen den Geschäftsbericht - ohne weitergehende Querverweise auf externe Informationen - mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses, des geprüften Konzernlageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zum Konzernlagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 12. Mai 2017 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 30. August 2017 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2011 als Konzernabschlussprüfer der Bertelsmann SE & Co. KGaA, Gütersloh, tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Christian Landau.

 

Bielefeld, den 12. März 2018

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Werner Ballhaus, Wirtschaftsprüfer

Christian Landau, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionäre,

die Expansion der Weltwirtschaft hat sich im Berichtsjahr 2017 spürbar beschleunigt. Die für die Bertelsmann-Geschäfte relevanten Märkte entwickelten sich hingegen uneinheitlich. So verzeichneten die TV-Werbemärkte eine überwiegend stabile Entwicklung in Deutschland, Frankreich und Spanien, jedoch deutliche Rückgänge in den Niederlanden und Belgien. Die relevanten Märkte für gedruckte Bücher entwickelten sich im englisch- und spanischsprachigen Raum stabil bis leicht wachsend und verzeichneten im deutschsprachigen Raum einen leichten Rückgang. In den USA und Großbritannien gingen die Verlagsumsätze mit E-Books zurück, während die Märkte für Audio-Downloads stark wuchsen. Die Zeitschriftenmärkte in Deutschland und Frankreich waren durch deutlich bis stark rückläufige Anzeigen- und Vertriebsmärkte gekennzeichnet, die relevanten Digitalmärkte verzeichneten hingegen starkes Wachstum. Anhaltend positiv entwickelten sich sowohl die Musikmärkte für Verlags- und Recordingrechte als auch die relevanten Dienstleistungsmärkte, die jeweils moderates bis deutliches Wachstum verzeichneten. Die europäischen Offsetdruckmärkte blieben insgesamt stabil, während die Tiefdruckmärkte erneut von deutlichen Rückgängen geprägt waren. Die für Bertelsmann relevanten Bildungsmärkte in den Bereichen E-Learning, Bildungsdienstleistungen und Hochschulbildung wuchsen insgesamt erneut stark. In diesem heterogenen Marktumfeld erzielte der Bertelsmann-Konzern bei einem weiter verbesserten organischen Umsatzwachstum einen erneuten Anstieg des operativen Ergebnisses. Der Anteil der Wachstumsgeschäfte am Konzernumsatz nahm im Geschäftsjahr 2017 weiter zu.

Der Aufsichtsrat der Bertelsmann SE & Co. KGaA hat auch im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung übertragenen Aufgaben mit großer Sorgfalt wahrgenommen. Er hat die persönlich haftende Gesellschafterin, die Bertelsmann Management SE, die durch ihren Vorstand vertreten wird, bei der ihr obliegenden Leitung und Führung der Geschäfte des Unternehmens beraten und überwacht. Gegenstand dieses Berichts ist die Tätigkeit des Aufsichtsrats der Bertelsmann SE & Co. KGaA. Die Tätigkeit des Aufsichtsrats der Bertelsmann Management SE, des Aufsichtsrats der persönlich haftenden Gesellschafterin der Bertelsmann SE & Co. KGaA, ist nicht Gegenstand der Berichterstattung.

Beratung und Überwachung des Vorstands der Bertelsmann Management SE

Im Rahmen seiner Beratungs- und Überwachungstätigkeit war der Aufsichtsrat der Bertelsmann SE & Co. KGaA in die für das Unternehmen bedeutsamen Entscheidungen und Geschäftsvorgänge unmittelbar und frühzeitig eingebunden und hat diese auf Basis der Berichte des Vorstands ausführlich erörtert und eingehend geprüft.

Der Aufsichtsrat wurde von der persönlich haftenden Gesellschafterin, vertreten durch den Vorstand der Bertelsmann Management SE, regelmäßig sowohl in schriftlicher als auch in mündlicher Form zeitnah und umfassend über alle für die Bertelsmann SE & Co. KGaA bedeutsamen Fragen der Strategie, der Planung, des Geschäftsverlaufs, der beabsichtigten Geschäftspolitik und andere grundsätzliche Fragen der Geschäftsführung informiert. In den Sitzungen des Aufsichtsrats standen zahlreiche Sachthemen und Vorhaben zur Diskussion an. Die Berichterstattung des Vorstands umfasste unter anderem die Lage und Entwicklung des Unternehmens, vor allem die aktuelle Geschäfts- und Finanzlage, sowie wesentliche Geschäftsvorfälle, insbesondere größere Investitions- und Desinvestitionsvorhaben. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den festgelegten Plänen und Zielen wurden dem Aufsichtsrat im Einzelnen erläutert und vom Aufsichtsrat anhand der vorgelegten Unterlagen geprüft. Der Aufsichtsrat hat sich regelmäßig über die Entwicklung der Finanzschulden informieren lassen. Weiteres Augenmerk des Aufsichtsrats galt der Risikolage sowie dem Risikomanagement. Das interne Kontrollsystem, das Risikomanagementsystem und das interne Revisionssystem waren Gegenstand regelmäßiger Berichterstattungen und Erörterungen. Entsprechendes gilt für die Entwicklung der Corporate Governance und der Compliance bei Bertelsmann. Über die Corporate Governance und die Compliance bei Bertelsmann berichten Vorstand und Aufsichtsrat gemeinsam auf den Seiten 136-138.

Aufsichtsratsplenum

Gegenstand regelmäßiger Beratungen im Plenum des Aufsichtsrats der Bertelsmann SE & Co. KGaA waren die Berichte des Vorstands zur aktuellen Geschäfts- und Finanzlage des Konzerns und der einzelnen Unternehmensbereiche sowie die Berichterstattung über die Konzernplanung und wesentliche Geschäftsvorfälle, insbesondere größere Investitions- bzw. Desinvestitionsvorhaben. Der Aufsichtsratsvorsitzende, der zugleich auch Vorsitzender des Aufsichtsrats der Bertelsmann Management SE ist, berichtete im Aufsichtsratsplenum regelmäßig und ausführlich über die Themen und den Verlauf der Erörterungen im Aufsichtsrat der Bertelsmann Management SE. Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand in seinen Sitzungen regelmäßig über den Stand der Umsetzung der Konzernstrategie auf dem Laufenden gehalten. In einer ganztägigen Klausur hat der Aufsichtsrat der Bertelsmann SE & Co. KGaA gemeinsam mit dem Vorstand der Bertelsmann Management SE grundsätzliche Fragen der strategischen Konzernentwicklung erörtert. Soweit in Gesetz, Satzung oder Geschäftsordnung vorgesehen, fasste das Plenum die notwendigen Beschlüsse. Im Geschäftsjahr 2017 kam der Aufsichtsrat zu vier Sitzungen und zu einer gemeinsam mit dem Vorstand durchgeführten Strategieklausur zusammen.

In der ersten Sitzung des Aufsichtsrats am 26. Januar 2017 stand neben dem Bericht über die aktuelle Geschäfts- und Finanzlage die Erörterung und Beschlussfassung über das Konzernbudget 2017 im Mittelpunkt. Daneben befasste sich der Aufsichtsrat mit den Ergebnissen der 2016 durchgeführten Evaluation seiner Arbeit. Damit sind die Anforderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex und seiner Geschäftsordnung nach einer regelmäßig durchzuführenden Evaluation erfüllt. Die Ergebnisse der Evaluation, mit denen sich der Aufsichtsrat in der Sitzung befasste, lassen auf eine sehr gute und konstruktiv-kritische Zusammenarbeit und Dialogkultur schließen. Ein grundsätzlicher Handlungs- und Veränderungsbedarf kam nicht zutage. Einzelne Anregungen werden umgesetzt.

In der darauffolgenden Sitzung am 22. März 2017 berichtete der Vorstand insbesondere über die aktuelle Geschäftslage und den Stand der Umsetzung der Konzernstrategie. Weiterer Tagesordnungspunkt war der Jahres- und Konzernabschluss 2016. Auf Empfehlung des Prüfungsausschusses und nach Erörterung mit dem Abschlussprüfer PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (PwC) billigte der Aufsichtsrat den Jahres- und Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2016 sowie den zusammengefassten Lagebericht der Bertelsmann SE & Co. KGaA. Auch der Gewinnverwendungsvorschlag der persönlich haftenden Gesellschafterin wurde gebilligt. Darüber hinaus ist der Aufsichtsrat der Wahlempfehlung des Prüfungs- und Finanzausschusses für den Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2017 und den Prüfer des Halbjahresfinanzberichts gefolgt und hat über seinen entsprechenden Vorschlag an die Hauptversammlung beschlossen. Im Rahmen eines Schwerpunktberichts befasste sich der Aufsichtsrat in dieser Sitzung auch mit den Ergebnissen der 2016 im Konzern weltweit durchgeführten Mitarbeiterbefragung.

Im Rahmen der zweitägigen Sommersitzung des Aufsichtsrats am 12. und 13. Juli 2017 fand wie üblich der jährliche gemeinsame Strategiedialog zwischen Vorstand und Aufsichtsrat statt. Der Aufsichtsrat konnte sich zunächst ein aktuelles Bild vom Stand der Strategieumsetzung und den seit dem letzten Strategiedialog erzielten Fortschritten bei der Transformation des Konzernportfolios machen, mit dem Ziel, den Konzern wachstumsstärker, digitaler, internationaler und diversifizierter aufzustellen. Zudem befasste sich der Aufsichtsrat schwerpunktmäßig mit datenbasierten Geschäftspotenzialen, innovativen Konzerngeschäften sowie mit dem Thema Automatisierung und künstliche Intelligenz. Der Aufsichtsrat diskutierte ferner die weiterentwickelte Strategie zur Transformation des Konzerns und - darin eingebettet - die Personalstrategie. Die inhaltlichen Schwerpunkte der vier strategischen Stoßrichtungen bleiben klar definiert: Stärkung der Kerngeschäfte, digitale Transformation, Ausbau der Wachstumsplattformen und der Geschäfte in den Wachstumsregionen. Bertelsmann steht auf drei Säulen: Medien, Dienstleistungen und Bildung. Die gegenwärtige Konzernstruktur mit acht Unternehmensbereichen ist Ausdruck der Strategie, das Konzernportfolio zu diversifizieren, und trägt dem Ziel Rechnung, die Kontinuität des Unternehmens nachhaltig zu sichern. Der Konzern generiert wieder ein verbessertes organisches Wachstum mit einem weiter zunehmenden Umsatzanteil der Wachstumsgeschäfte und einem Rückgang des Anteils der strukturell rückläufigen Geschäfte. Der Aufsichtsrat sieht den Konzern mit seiner breiten Aufstellung und seiner geringeren Konjunkturabhängigkeit in robuster Position und für die Herausforderungen der Zukunft gut aufgestellt.

In der letzten Aufsichtsratssitzung im Geschäftsjahr am 19. Oktober 2017 befasste sich der Aufsichtsrat noch einmal mit der Geschäfts- und Finanzlage des Konzerns und erhielt vom Vorstand einen Ausblick auf das Gesamtgeschäftsjahr. Ferner wurden die Themen Integritätsmanagement und künstliche Intelligenz behandelt. Schwerpunktmäßig befasste sich der Aufsichtsrat in der Sitzung mit der Video-on-Demand-Strategie der RTL Group.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats stand auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen in laufendem Kontakt mit dem Vorstand, insbesondere mit dem Vorstandsvorsitzenden, und hat sich über die aktuelle Geschäftslage und die wesentlichen Geschäftsvorfälle informiert. Es haben alle Aufsichtsratsmitglieder an mindestens der Hälfte der Aufsichtsratssitzungen teilgenommen. Potenzielle Interessenkonflikte im Aufsichtsrat sind nicht entstanden. Der Aufsichtsrat hat sich mit den Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex und deren Befolgung durch Bertelsmann befasst. Ein gemeinsamer Bericht von Aufsichtsrat und Vorstand der Bertelsmann Management SE zur Corporate Governance im Unternehmen ist auf den Seiten 136-138 dieses Geschäftsberichts zu finden. Als nicht börsennotiertes Unternehmen gibt Bertelsmann keine formelle Entsprechenserklärung nach § 161 des Aktiengesetzes ab.

Jahres- und Konzernabschlussprüfung für das Geschäftsjahr 2017

Die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt, hat den vom Vorstand der Bertelsmann Management SE aufgestellten Jahresabschluss und den Konzernabschluss sowie den Konzernlagebericht der Bertelsmann SE & Co. KGaA, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Jahresabschluss ist nach den Regeln des HGB aufgestellt worden; der Konzernabschluss der Bertelsmann SE & Co. KGaA wurde gemäß § 315a HGB auf der Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt. Der Prüfungs- und Finanzausschuss des Aufsichtsrats hatte entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung den Prüfungsauftrag an den Abschlussprüfer für die Jahresabschlussprüfung und die Konzernabschlussprüfung vergeben. Der Abschlussprüfer hat die Prüfung unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung vorgenommen. Aufgrund einer Erweiterung des Prüfungsauftrags ist vom Abschlussprüfer auch das Risikofrüherkennungssystem der Bertelsmann SE & Co. KGaA beurteilt und für im Sinne des § 91 Absatz 2 AktG geeignet befunden worden. Die vorläufigen Ergebnisse der Key Audit Matters wurden mit dem Abschlussprüfer in einer Videokonferenz am 8. März 2018 erörtert. Die Abschlussunterlagen sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers und die weiteren Abschlussunterlagen wurden allen Mitgliedern des Aufsichtsrats fristgemäß vor der Bilanzsitzung zugesandt. Der Abschlussprüfer hat am 20. März 2018 im Prüfungs- und Finanzausschuss sowie im Plenum des Aufsichtsrats jeweils an der Bilanzsitzung teilgenommen. Hierbei hat er umfangreich Bericht erstattet und stand für ergänzende Fragen und Auskünfte zur Verfügung. Er konnte bestätigen, dass im Rahmen der Abschlussprüfung keine wesentlichen Schwächen des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems festgestellt wurden. Der Prüfungs- und Finanzausschuss hat die Abschlussunterlagen und die Prüfungsberichte intensiv diskutiert. Das Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer wurde sorgfältig bei der eigenen Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses herangezogen. Der Prüfungs- und Finanzausschuss befasste sich auch eingehend mit der Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit und Zweckmäßigkeit der erstmals erstellten nichtfinanziellen Berichterstattung des Vorstands durch eine zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung als gesonderter Teil des Lageberichts. Der Prüfungs- und Finanzausschuss hat dem Plenum über die Prüfung des Jahresabschlusses bzw. Konzernabschlusses, der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung sowie der Prüfungsberichte in dessen Sitzung ausführlich berichtet.

Das Plenum des Aufsichtsrats hat am 20. März 2018 unter Berücksichtigung der Empfehlung des Prüfungs- und Finanzausschusses und des Prüfungsberichts des Abschlussprüfers sowie nach weiterer Diskussion mit dem Abschlussprüfer den Jahresabschluss und den Konzernabschluss sowie den zusammengefassten Lagebericht intensiv geprüft und eingehend erörtert. Der Aufsichtsrat stimmte dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu. Der Aufsichtsrat folgte damit der entsprechenden Empfehlung des Prüfungs- und Finanzausschusses und erhob nach dem abschließenden Ergebnis der eigenen Prüfung des Jahresabschlusses bzw. Konzernabschlusses sowie des zusammengefassten Lageberichts keine Einwendungen. Die vom Vorstand der Bertelsmann Management SE aufgestellten Abschlüsse wurden gebilligt. Der Aufsichtsrat hat sich ferner selbst mit der Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit und Zweckmäßigkeit der erstmals erstellten nichtfinanziellen Berichterstattung des Vorstands durch eine zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung als gesonderter Teil des Lageberichts befasst und entsprechend der Empfehlung des Prüfungs- und Finanzausschusses hiergegen keine Einwendungen erhoben. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat den Bericht des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung sowie den Corporate Governance Bericht wie auch seine Beschlussvorschläge zu den Tagesordnungspunkten der ordentlichen Hauptversammlung am 14. Mai 2018 verabschiedet. Der Aufsichtsrat hat ferner den Vorschlag des Vorstands der Bertelsmann Management SE zur Höhe der Verwendung des Bilanzgewinns an die Aktionäre geprüft und sich diesem angeschlossen. Die vom Vorstand der Bertelsmann Management SE vorgeschlagene Gewinnausschüttung ist nach Ansicht des Aufsichtsrats angesichts der Höhe des Konzerngewinns und unter Berücksichtigung des konjunkturellen Umfelds, der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens sowie der Interessen der Aktionäre angemessen.

Prüfungs- und Finanzausschuss des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat der Bertelsmann SE & Co. KGaA hat zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben im Rahmen seines Verantwortungsbereichs einen Prüfungs- und Finanzausschuss eingerichtet. Der Prüfungs- und Finanzausschuss hat vier Mitglieder, wobei der Aufsichtsratsvorsitzende nicht den Vorsitz dieses Ausschusses innehat. Vorsitzender des Prüfungs- und Finanzausschusses ist Bodo Uebber.

Entsprechend der Vorgabe des Deutschen Corporate Governance Kodex ist der Vorsitzende des Prüfungs- und Finanzausschusses unabhängig im Sinne der Kodex-Anforderungen und verfügt über besondere Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren. Die Mitglieder des Prüfungs- und Finanzausschusses sind in ihrer Gesamtheit mit dem Sektor, in dem die Bertelsmann SE & Co. KGaA tätig ist, vertraut.

Der Prüfungs- und Finanzausschuss erörterte im Rahmen der ihm zugewiesenen Aufgaben im Berichtsjahr insbesondere Fragen der Unternehmensfinanzierung, der Finanzplanung und der Steuerpolitik sowie einzelne negative Planabweichungen des Geschäftsverlaufs von Konzerngeschäften. Ferner befasste sich der Ausschuss eingehend mit der Rechnungslegung und dem Rechnungslegungsprozess und er überwachte die Wirksamkeit und Funktionsfähigkeit des Risikoüberwachungs- und Risikomanagementsystems, des internen Kontrollsystems sowie des internen Revisionssystems. Er hat sich hierzu auch vom Leiter der Konzernrevision regelmäßig Bericht erstatten lassen. Der Ausschuss befasste sich ferner mit Fragen der Compliance, insbesondere mit der Wirksamkeit und Funktionsfähigkeit des Compliance-Management-Systems. Des Weiteren widmete sich der Prüfungs- und Finanzausschuss eingehend der Umsetzung des Abschlussprüfungsreformgesetzes, dem Thema Cyber Security sowie der EU-Datenschutzgrundverordnung bei Bertelsmann.

Im Fokus stand im Geschäftsjahr im Rahmen der Behandlung struktureller Themen unter anderem der Prozess der Abschlussprüfung. Dabei befasste sich der Prüfungs- und Finanzausschuss mit den Prüfungshandlungen und Prüfungstools des Abschlussprüfers, erörterte die voraussichtlichen Key Audit Matters und legte die Prüfungsschwerpunkte der Abschlussprüfung fest. Des Weiteren befasste sich der Ausschuss mit der künftigen nichtfinanziellen Berichterstattung und er wurde über die Umsetzung neuer IFRS-Standards bei Bertelsmann informiert. Der Prüfungs- und Finanzausschuss ließ sich auch über potenzielle Folgen eines Brexit für den Konzern berichten.

Einen weiteren Schwerpunkt bildete die Prüfung des Jahresabschlusses sowie des Konzernabschlusses (siehe oben Abschnitt "Jahres- und Konzernabschlussprüfung"). Die vorläufigen Ergebnisse der Konzern- und Jahresabschlussprüfung des Geschäftsjahres wurden vom Vorsitzenden des Prüfungs- und Finanzausschuss fortlaufend vor der Bilanzsitzung, die am 22. März 2017 stattfand, mit dem Abschlussprüfer eingehend diskutiert. Der Ausschuss befasste sich in diesem Zusammenhang auch mit der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers und den vom Abschlussprüfer zusätzlich erbrachten Leistungen. Es gab dabei keine Anhaltspunkte für Befangenheitsgründe oder eine Gefährdung der Unabhängigkeit. Der Halbjahresfinanzbericht 2017 wurde vor seiner Veröffentlichung am 30. August 2017 im Ausschuss ausführlich erörtert.

Der Prüfungs- und Finanzausschuss der Bertelsmann SE & Co. KGaA kam im Berichtsjahr 2017 zu vier Sitzungen zusammen. Der Vorsitzende des Prüfungs- und Finanzausschusses oder sein Vertreter informierte im Rahmen einer regelmäßigen Berichterstattung das Aufsichtsratsplenum kontinuierlich über die Arbeit des Ausschusses. Zu einzelnen Tagesordnungspunkten waren die Leiter von Fachabteilungen, wie beispielsweise der Bereiche Konzernrechnungswesen und Konzernsteuerwesen sowie der Konzernrechtsabteilung, vertreten. Zusätzlich führte der Vorsitzende des Prüfungsausschusses regelmäßig Einzelgespräche mit den verantwortlichen Abschlussprüfern durch.

Veränderungen im Vorstand der Bertelsmann Management SE und im Aufsichtsrat, Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats

Die Geschäfte der Bertelsmann SE & Co. KGaA werden von ihrer persönlich haftenden Gesellschafterin, der Bertelsmann Management SE, vertreten durch ihren Vorstand, geführt. Im Vorstand der Bertelsmann Management SE gab es im abgelaufenen Geschäftsjahr folgende Veränderung: Die Bestellung von Fernando Carro de Prada zum Mitglied des Vorstands der Bertelsmann Management SE wurde im besten gegenseitigen Einvernehmen mit Fernando Carro de Prada zum Ablauf des 13. Juli 2017 beendet. Der Aufsichtsrat bedankt sich bei Fernando Carro de Prada für die langjährige, gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Im Laufe des Geschäftsjahres bzw. des Berichtszeitraums ergaben sich folgende Veränderungen im Aufsichtsrat: Am 27. Januar 2017 wurde in einer außerordentlichen Hauptversammlung der Bertelsmann SE & Co. KGaA Bernd Leukert, Mitglied des Vorstands der SAP SE, Walldorf, zum weiteren Aufsichtsratsmitglied gewählt. Mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung der Bertelsmann SE & Co. KGaA am 12. Mai 2017 endete die Amtszeit der Aufsichtsratsmitglieder Prof. Dr.-Ing. Joachim Milberg, Dr. Brigitte Mohn, Elisabeth (Liz) Mohn, Hans Dieter Pötsch, Kasper Rorsted und Bodo Uebber. Dr. Brigitte Mohn, Elisabeth (Liz) Mohn, Hans Dieter Pötsch, Kasper Rorsted und Bodo Uebber wurden von der Hauptversammlung im Mai 2017 wieder zu Mitgliedern des Aufsichtsrats gewählt. Der Aufsichtsrat bedankt sich bei Prof. Dr.-Ing. Joachim Milberg für die langjährige, sehr gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Am 27. August 2017 verstarb unerwartet das langjährige Aufsichtsratsmitglied Dr. Wulf Bernotat. Der Aufsichtsrat wird ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Am 16. Januar 2018 erfolgte die Wahl von Dr. Thomas Buberl, CEO der AXA S.A., zum Mitglied des Aufsichtsrats. Derzeit sind alle zehn Mitglieder des Aufsichtsrats der Bertelsmann Management SE auch Mitglieder des zurzeit 15-köpfigen Aufsichtsrats der Bertelsmann SE & Co. KGaA.

Für den Aufsichtsrat der Bertelsmann SE & Co. KGaA, die kein börsennotiertes Unternehmen ist, findet das "Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern in Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst" keine Anwendung. Dennoch unterstützt der Aufsichtsrat die Zielsetzung des Gesetzes. Strategisch verfolgt der Aufsichtsrat das Ziel, auch durch die Vielfalt seiner Mitglieder seiner Überwachungs- und Beratungsfunktion gerecht zu werden. Der Aufsichtsrat wird aber bis auf Weiteres keine Zielquote für Frauen im Aufsichtsrat festlegen. Er ist davon überzeugt, dass im Unternehmen in den Bereichen der Nachfolgeplanung, der Managemententwicklung und der Auswahlprozesse geeignete Maßnahmen getroffen wurden, um die gleichberechtigte Teilhabe von Männern und Frauen nachhaltig zu implementieren. Im Aufsichtsrat soll der derzeit bestehende Frauenanteil im Fall von Neubesetzungen nicht zurückgehen. Idealerweise haben die Biografien von Neumitgliedern Bezüge zu den Wachstumsregionen und -märkten von Bertelsmann. (Siehe dazu auch den Abschnitt "Vielfalt als gelebte Praxis" im Corporate Governance Bericht ab Seite 137.) Neben den drei Vertretern der Familie Mohn und den fünf Vertretern der Mitarbeiter besteht der Aufsichtsrat der Bertelsmann SE & Co. KGaA ausschließlich aus unabhängigen Aufsichtsratsmitgliedern. Der Aufsichtsrat erkennt die Intention der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex bei ihrer Forderung nach einer Festsetzung von Zielen für eine Altersgrenze und einer Regelgrenze für die Dauer der Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat an. Vor dem Hintergrund der besonderen Gesellschafterstruktur von Bertelsmann und der bereits in der Satzung der Gesellschaft enthaltenen Altersgrenzenregelung erscheint es dem Aufsichtsrat aber nicht angebracht, bei Bertelsmann weitere bzw. weitergehende Zielvorgaben zu Altersgrenze und Zugehörigkeitsdauer zu formulieren.

Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand für seinen großen Einsatz und seine gute unternehmerische Leistung im Geschäftsjahr 2017 seine Anerkennung aus. Der Aufsichtsrat dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Bertelsmann Konzerns und der Unternehmensleitung für ihr Engagement und ihren Beitrag zum erfolgreichen Geschäftsjahr 2017.

 

Gütersloh, den 20. März 2018

Christoph Mohn, Aufsichtsratsvorsitzender

Anteilsbesitz gem. § 285 und § 313 HGB für die Bertelsmann SE & Co. KGaA und den Bertelsmann Konzern zum 31. Dezember 2017 List of shareholdings according to § 285 and § 313 HGB for Bertelsmann SE & Co. KgaA and the Bertelsmann Group as per December 31, 2017

Nachfolgende Tabellen zeigen den Anteilsbesitz der Bertelsmann SE & Co. KGaA gem. § 285 Nr. 11 HGB und des Bertelsmann Konzerns gem. § 313 Abs. 2 HGB. Bei den Angaben zu den Werten von Eigenkapital und Ergebnis handelt es sich grundsätzlich um IFRS Werte. Fußnoten zu nachfolgenden Tabellen sind am Ende zusammengefasst. / The tables below show the shareholdings of the Bertelsmann SE & Co. KGaA according to Section 285 No. 11 of the German Commercial Code (HGB) and Bertelsmann Group according to section 313 (2) HGB. Information about equity and net result of the companies complies with International Financial Reporting Standards. Footnotes on the tables below are presented at the end.

I. Mutterunternehmen / Parent Company

Name und Sitz der Gesellschaft - Name and place of the company Eigenkapital - Equity
(T€)
Ergebnis - Result
(T€)
Direkte Beteiligung durch Konzerngesellschaft(en) - Direct share by group company / companies Konzernanteil - Group share
Bertelsmann SE & Co. KGaA, Gütersloh        

II. Im Konzernabschluss vollkonsolidierte Unternehmen sowie nach der Equity-Methode einbezogene Beteiligungen / Fully consolidated companies and investments accounted for using the equity method included in the consolidated financial statements

Name und Sitz der Gesellschaft - Name and place of the company Eigenkapital - Equity
(T€)
Ergebnis - Result
(T€)
Direkte Beteiligung durch Konzerngesellschaft(en) - Direct share by group company / companies Konzernanteil - Group share
II.A. Vollkonsolidierte Tochterunternehmen / Fully Consolidated Subsidiaries          
Argentinien / Argentina          
Ediciones B Argentina S.A., Buenos Aires 104 -780 100.00 % 75.00 %  
Fremantle Productions Argentina S.A., Buenos Aires -139 -103 100.00 % 75.73 %  
Market Self S.A., Buenos Aires 737 35 85.00 % 63.99 %  
Motorpress Argentina S.A., Buenos Aires 14 -279 100.00 % 59.90 %  
Penguin Random House Grupo Editorial S.A., Buenos Aires 7,795 587 100.00 % 75.47 %  
Australien / Australia          
BMG AM International Pty Ltd, Surry Hills -391 6 100.00 % 100.00 %  
BMG AM Pty Ltd, Surry Hills 4,696 434 100.00 % 100.00 %  
BMG Rights Management (Australia) Pty Ltd, Surry Hills -537 -1,395 100.00 % 100.00 %  
Doctor Doctor Holdings Pty Ltd, St. Leonards - - 100.00 % 56.79 % 1
Doctor Doctor Production Pty Ltd, St. Leonards - - 100.00 % 56.79 % 1
DRDR2 Holdings Pty Ltd, St. Leonards - - 100.00 % 56.79 % 1
DRDR2 Series Pty Ltd, St. Leonards 0 0 100.00 % 56.79 %  
Easy Tiger Holdings Pty Ltd, St. Leonards 5,808 0 75.00 % 56.79 %  
Easy Tiger Productions Pty Ltd, Sydney -157 -196 100.00 % 56.79 %  
EME Productions No 2 Pty Ltd, St. Leonards - - 100.00 % 56.79 % 1
Forum 5 Pty Ltd, Melbourne 0 0 100.00 % 75.73 %  
FremantleMedia Australia Holdings Pty Ltd, St. Leonards 502 0 100.00 % 75.73 %  
FremantleMedia Australia Pty Ltd, St. Leonards 25,039 9,519 100.00 % 75.73 %  
Grundy Organization Pty Ltd, St. Leonards 325 0 100.00 % 75.73 %  
Jack Irish Dead Point Holdings Pty Ltd, St. Leonards - - 100.00 % 56.79 % 1
Jack Irish Series 2 Holdings Pty Ltd, St. Leonards - - 100.00 % 56.79 % 1
Jack Irish Series 2 Pty Ltd, St. Leonards 0 0 100.00 % 56.79 %  
Jack Irish Series Holdings Pty Ltd, St. Leonards - - 100.00 % 56.79 % 1
Jack Irish Series Pty Ltd, St. Leonards - - 100.00 % 56.79 % 1
Orient Pacific Music Pty Ltd, Surry Hills 264 -8 100.00 % 100.00 %  
Origin Network Pty Ltd, Surry Hills -14 0 100.00 % 100.00 %  
Penguin Australia Pty Ltd, Docklands 0 0 100.00 % 75.00 %  
Penguin Random House Australia Pty Ltd, Docklands 39,978 17,576 100.00 % 75.00 %  
Rake 3 Holdings Pty Ltd, St. Leonards - - 100.00 % 56.79 % 1
Rake 4 Holdings Pty Ltd, St. Leonards - - 100.00 % 56.79 % 1
Rake 4 Pty Ltd, St. Leonards - - 100.00 % 56.79 % 1
Rake 5 Holdings Pty Ltd, St. Leonards - - 100.00 % 56.79 % 1
Rake 5 Pty Ltd, St. Leonards 0 0 100.00 % 56.79 %  
RHA Holdings Pty Ltd, Melbourne -1,423 0 100.00 % 75.00 %  
SpotXchange Australia Pty Ltd, Sydney 480 51 100.00 % 75.73 %  
Sunshine Series Holdings Pty Ltd, St. Leonards - - 100.00 % 56.79 % 1
Sunshine Series Pty Ltd, St. Leonards - - 100.00 % 56.79 % 1
The Broken Shore Holdings Pty Ltd, St. Leonards - - 100.00 % 56.79 % 1
The Broken Shore Pty Ltd, St. Leonards - - 100.00 % 56.79 % 1
The Principal Series Holdings Pty Ltd, St. Leonards - - 100.00 % 56.79 % 1
The Principal Series Pty Ltd, St. Leonards - - 100.00 % 56.79 % 1
Belgien / Belgium          
Best of TV Benelux S.P.R.L., Brüssel 1,466 215 100.00 % 18.64 %  
Cobelfra S.A., Brüssel 11,149 7,614 100.00 % 33.39 %  
E2C BVBA, Temse -3,943 1,436 100.00 % 100.00 %  
FremantleMedia Belgium NV, Brüssel 3,049 107 100.00 % 75.73 %  
Home Shopping Service Belgique S.A., Brüssel 696 508 100.00 % 43.18 %  
Inadi S.A., Brüssel 2,342 944 100.00 % 33.39 %  
IP Belgium S.A., Brüssel 104,902 4,036 100.00 % 49.82 %  
Optilens SPRL, Jette 461 34 100.00 % 34.93 %  
Radio Belgium Holding S.A., Brüssel 107,139 5,888 50.20 % 33.39 %  
RTL Belgium S.A., Brüssel 8,399 10,697 65.99 % 49.82 %  
RTL Group Services Belgium S.A., Ans 3,515 3,826 100.00 % 75.73 %  
Societe Europeenne de Televente Belgique SCRL, Brüssel - - 100.00 % 36.49 % 1
Unite 15 Belgique S.A., Brüssel - - 100.00 % 36.49 % 1
Brasilien / Brazil          
Arvato Participacoes Ltda., Sao Paulo 18,831 -541 100.00 % 100.00 %  
Arvato Servicos, Comercio e Industria Grafica Ltda., Sao Paulo 3,241 -2,634 100.00 % 100.00 %  
Bertelsmann Brasil Participacoes Ltda., Sao Paulo 785 221 100.00 % 100.00 %  
Erste BBI Participacoes Ltda., Sao Paulo 22,689 -28 100.00 % 100.00 %  
FremantleMedia Brazil Producao de Televisao Ltda., Sao Paulo -428 -2,329 100.00 % 75.73 %  
Intervalor Cobranca Gestao de Credito e Call Center Ltda., Sao Paulo 2,078 -541 100.00 % 81.51 %  
Intervalor Holding S.A., Sao Paulo 557 -436 81.51 % 81.51 %  
Intervalor Promocao de Vendas Ltda., Osasco 747 478 100.00 % 81.51 %  
Motorpress Brasil Editora Ltda., Sao Paulo -2,182 -1,224 100.00 % 57.80 %  
Stylehaul Brasil Agenciamento de Midia Ltda, Sao Paulo 35 -23 100.00 % 75.73 %  
Valorati Servicos de Cobranca Ltda., Sao Paulo 28 -4 100.00 % 81.51 %  
Britische Jungferninseln / British Virgin Islands          
Gruner + Jahr New York Network Media Advertising Corporation -80 161 100.00 % 100.00 %  
Chile          
Market Self Chile SpA, Santiago de Chile 13 -160 100.00 % 63.99 %  
Penguin Random House Grupo Editorial, S.A., Santiago de Chile 10,775 370 100.00 % 75.00 %  
China          
Arvato Digital Services (Hangzhou) Co. Ltd., Hangzhou 217 -45 100.00 % 100.00 %  
Arvato Digital Services (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai 9,668 643 100.00 % 100.00 %  
Arvato Digital Services (Xiamen) Co. Ltd., Xiamen 540 13 100.00 % 100.00 %  
Arvato Digital Services Limited, Hong Kong 2,010 -559 100.00 % 100.00 %  
Arvato Digital Technology (Shenzhen) Co. Ltd., Shenzhen -314 -13 100.00 % 100.00 %  
Arvato Logistics (Shenzhen) Co. Ltd., Shenzhen 369 5 100.00 % 100.00 %  
Arvato Services (Nanchang) Co. Ltd., Nanchang 817 -410 100.00 % 100.00 %  
Arvato Services Hong Kong Limited, Tuen Mun 4,312 1,740 100.00 % 100.00 %  
Arvato Supply Chain Management (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai 334 -83 100.00 % 100.00 %  
Beijing Beining Consulting Co. Ltd., Peking -304 -51 100.00 % 100.00 %  
Bertelsmann Equity Investment Fund Management (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai 2,099 208 100.00 % 100.00 %  
Bertelsmann Management (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai 15,287 8,113 100.00 % 100.00 %  
Bertelsmann-Arvato Commercial Services (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai 872 -418 100.00 % 100.00 %  
BMG (Beijing) Music & Culture Co. Ltd., Peking 1,758 -75 100.00 % 100.00 %  
BMG RIGHTS MANAGEMENT (Hong Kong) Limited, Hong Kong -87 -31 100.00 % 100.00 %  
Boman (Beijing) Cultural Development Co. Ltd., Peking -498 -177 100.00 % 100.00 %  
Fremantle (Shanghai) Culture Media Co. Ltd., Shanghai -573 -757 100.00 % 75.73 %  
Fremantle Productions Asia Ltd., Hong Kong 717 10 100.00 % 75.73 %  
Penguin (Beijing) Culture Development Co. Ltd., Peking 2,308 1,090 100.00 % 75.00 %  
Penguin Group (Hong Kong) Limited, Hong Kong 626 -34 100.00 % 75.00 %  
Shanghai Bertelsmann Commercial Services Co. Ltd., Shanghai 10,189 2,553 100.00 % 100.00 %  
Shanghai Bertelsmann-arvato Information Services Co. Ltd., Shanghai 6,411 302 100.00 % 100.00 %  
Shanghai Kaichang information technology Co. Ltd., Shanghai -5,872 541 100.00 % 100.00 %  
Cote d'Ivoire          
Phone Group Cote D'Ivoire S.A.R.L., Abidjan 1,552 839 100.00 % 60.00 %  
Dänemark / Denmark          
Arvato Finance A/S, Kopenhagen 2,624 77 100.00 % 100.00 %  
Blu A/S, Valby 4,142 1,001 100.00 % 75.73 %  
Gothia A/S, Kopenhagen 354 2 100.00 % 100.00 %  
Miso Estate ApS, Kopenhagen -131 -25 100.00 % 38.62 %  
Miso Film ApS, Kopenhagen 2,380 2,299 100.00 % 38.62 %  
Miso Holding ApS, Kopenhagen 1,589 1,588 51.00 % 38.62 %  
Deutschland / Germany          
"Alwa" Gesellschaft für Vermögensverwaltung mbH & Co. Grundstücksvermietung 7e,358 7,649 100.00 % 93.98 %  
"I 2 I" Musikproduktions- und Musikverlagsgesellschaft mbH, Köln 27 0 100.00 % 75.48 % 2
11 Freunde Verlag GmbH & Co. KG, Berlin 195 449 51.00 % 51.00 %  
Ad Alliance GmbH, Köln 43 0 100.00 % 75.48 % 2
adality GmbH, München 25 0 100.00 % 100.00 % 2
Antenne Niedersachsen GmbH & Co. KG, Hannover 5,581 1,495 63.00 % 39.12 %  
AppAdvisors GmbH, München -88 -126 100.00 % 100.00 %  
Applike GmbH, Hamburg 35 0 100.00 % 100.00 % 2
arvato analytics GmbH, Gütersloh 305 13 100.00 % 100.00 %  
arvato CRM Energy GmbH, Leipzig 447 0 100.00 % 100.00 % 2
arvato CRM Healthcare GmbH, Berlin 958 0 100.00 % 100.00 % 2
arvato CRM Nordhorn GmbH, Nordhorn 26 0 100.00 % 100.00 % 2
Arvato CRM Solutions GmbH, Gütersloh -1,487 0 100.00 % 100.00 % 2
arvato direct services Brandenburg GmbH, Brandenburg 43 0 100.00 % 100.00 % 2
arvato direct services Cottbus GmbH, Cottbus -135 0 100.00 % 100.00 % 2
arvato direct services Dortmund GmbH, Dortmund -53 0 100.00 % 100.00 % 2
arvato direct services eiweiler GmbH, Heusweiler-Eiweiler 89 0 100.00 % 100.00 % 2
arvato direct services GmbH, Gütersloh -2,026 0 100.00 % 100.00 % 2
arvato direct services Münster GmbH, Münster 30 0 100.00 % 100.00 % 2
arvato direct services Neubrandenburg GmbH, Neubrandenburg -629 0 100.00 % 100.00 % 2
arvato direct services Potsdam GmbH, Potsdam 107 0 100.00 % 100.00 % 2
arvato direct services Rostock GmbH, Rostock 27 0 100.00 % 100.00 % 2
arvato direct services Schwerin GmbH, Schwerin -39 0 100.00 % 100.00 % 2
arvato direct services Stralsund GmbH, Stralsund -103 0 100.00 % 100.00 % 2
arvato direct services Wilhelmshaven GmbH, Schortens 232 0 100.00 % 100.00 % 2
arvato distribution GmbH, Harsewinkel 912 0 100.00 % 100.00 % 2
arvato eCommerce Beteiligungsgesellschaft mbH, Gütersloh 2,043 0 100.00 % 100.00 % 2
arvato eCommerce Verwaltungsgesellschaft mbH, Gütersloh 394 0 100.00 % 100.00 % 2
arvato health analytics GmbH, München 3,812 0 100.00 % 100.00 % 2
arvato infoscore GmbH, Baden-Baden 60,949 0 100.00 % 100.00 % 2
arvato IT support GmbH, Gütersloh 1 0 100.00 % 100.00 % 2
arvato Logistics, Corporate Real Estate & Transport GmbH, Gütersloh 1,472 0 100.00 % 100.00 % 2
arvato media GmbH, Gütersloh 5,716 0 100.00 % 100.00 % 2
Arvato Payment Solutions GmbH, Verl 2,214 0 100.00 % 100.00 % 2
arvato print service Russland GmbH, Gütersloh 39,387 2,385 100.00 % 100.00 %  
arvato SCM Consumer Products GmbH, Gütersloh 521 0 100.00 % 100.00 % 2
arvato services Chemnitz GmbH, Chemnitz -355 0 100.00 % 100.00 % 2
arvato services Cottbus GmbH, Cottbus 47 0 100.00 % 100.00 % 2
arvato services Dresden GmbH, Dresden 37 0 100.00 % 100.00 % 2
arvato services Duisburg GmbH, Duisburg 26 0 100.00 % 100.00 % 2
arvato services Erfurt GmbH, Erfurt -8 0 100.00 % 100.00 % 2
arvato services Essen GmbH, Essen -179 0 100.00 % 100.00 % 2
arvato services Gera GmbH, Gera 26 0 100.00 % 100.00 % 2
arvato services Halle GmbH, Halle (Saale) 36 0 100.00 % 100.00 % 2
arvato services Leipzig GmbH, Leipzig 25 0 100.00 % 100.00 % 2
arvato services Magdeburg GmbH, Magdeburg 50 0 100.00 % 100.00 % 2
arvato services Rostock GmbH, Rostock -329 0 100.00 % 100.00 % 2
arvato services solutions GmbH, Gütersloh -757 0 100.00 % 100.00 % 2
arvato services Suhl GmbH, Suhl 31 0 100.00 % 100.00 % 2
arvato systems GmbH, Gütersloh -3,423 0 100.00 % 100.00 % 2
arvato Systems perdata GmbH, Leipzig 4,262 0 100.00 % 100.00 % 2
arvato Systems S4M GmbH, Köln 2,752 0 100.00 % 100.00 % 2
arvato telco services Erfurt GmbH, Erfurt -172 0 100.00 % 100.00 % 2
AVE Gesellschaft für Hörfunkbeteiligungen mbH, Berlin 10,812 0 100.00 % 75.48 % 2
AVE II Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG, Köln 4,243 -768 100.00 % 75.48 %  
AZ Direct Beteiligungs GmbH, Gütersloh 401 0 100.00 % 100.00 % 2
AZ Direct GmbH, Gütersloh -761 0 100.00 % 100.00 % 2
AZ fundraising services GmbH & Co. KG, Gütersloh -181 929 100.00 % 100.00 %  
BAG Business Information Beteiligungs GmbH, Gütersloh 297 0 100.00 % 100.00 % 2
BAI GmbH, Gütersloh 41,979 0 100.00 % 100.00 % 2
BDMI GmbH, Gütersloh 4,408 0 100.00 % 100.00 % 2
BePeople GmbH, Gütersloh -636 0 100.00 % 100.00 % 2
Berliner Presse Vertrieb GmbH & Co. KG, Berlin -995 1,476 85.50 % 85.50 %  
Bertelsmann Accounting Services GmbH, Gütersloh -1,981 0 100.00 % 100.00 % 2
Bertelsmann Accounting Services Schwerin GmbH, Schwerin 42 0 100.00 % 100.00 % 2
Bertelsmann Aviation GmbH, Gütersloh 777 0 100.00 % 100.00 % 2
Bertelsmann Capital Holding GmbH, Gütersloh 8,184,500 0 100.00 % 100.00 % 2
Bertelsmann China Holding GmbH, Gütersloh -132,067 0 100.00 % 100.00 % 2
Bertelsmann Music Group GmbH, Gütersloh 255,223 0 100.00 % 100.00 % 2
Bertelsmann Transfer GmbH, Gütersloh -986 0 100.00 % 100.00 % 2
Bertelsmann Treuhand- und Anlagegesellschaft mit beschränkter Haftung, Gütersloh 26 0 100.00 % 100.00 % 2
BFS finance GmbH, Verl 11,265 0 100.00 % 100.00 % 2
BFS finance Münster GmbH, Münster 86 0 100.00 % 100.00 % 2
BFS health finance GmbH, Dortmund 4,512 0 100.00 % 100.00 % 2
BMG RIGHTS MANAGEMENT (Europe) GmbH, Berlin 49 0 100.00 % 100.00 % 2
BMG RIGHTS MANAGEMENT GmbH, Berlin 559,454 0 100.00 % 100.00 % 2
Campaign Services Neckarsulm GmbH, Neckarsulm 752 0 100.00 % 100.00 % 2
Campaign Services Offenbach GmbH, Frankfurt am Main 58 0 100.00 % 100.00 % 2
Carcert GmbH, Wiesbaden 25 0 100.00 % 100.00 % 2
CBC Cologne Broadcasting Center GmbH, Köln 9,329 0 100.00 % 75.48 % 2
Chefkoch GmbH, Bonn 1,527 0 100.00 % 100.00 % 2
Chrysalis Music Holdings GmbH, Berlin 11,576 -72 100.00 % 100.00 %  
COUNTDOWN MEDIA GmbH, Hamburg 723 0 100.00 % 100.00 % 2
DDV Druck GmbH, Dresden 224 0 100.00 % 60.00 % 2
DDV Immobilien GmbH, Dresden 11,767 341 60.00 % 60.00 %  
DDV Mediengruppe GmbH & Co. KG, Dresden 12,688 13,015 60.00 % 60.00 %  
Delinero GmbH, Hamburg -889 0 100.00 % 100.00 % 2
Deutsche Medien-Manufaktur GmbH & Co. KG, Münster 5,973 8,829 50.00 % 50.00 %  
Deutsche Medien-Manufaktur Verwaltungs-GmbH, Münster 26 -1 50.00 % 50.00 %  
DeutschlandCard GmbH, München 241 0 100.00 % 100.00 % 2
Die Mehrwertmacher GmbH, Dresden 429 81 100.00 % 60.00 %  
Digital Media Hub GmbH, Köln -116 0 100.00 % 75.48 % 2
direct services Gütersloh GmbH, Gütersloh -1,572 0 100.00 % 100.00 % 2
DIVIMOVE GmbH, Berlin -237 0 75.50 % 56.99 % 2
Dorling Kindersley Verlag GmbH, München 8,862 -888 100.00 % 75.00 %  
DPV Deutscher Pressevertrieb GmbH, Hamburg -4,380 0 100.00 % 100.00 % 2
DPV Vertriebsservice GmbH, Hamburg 488 54 100.00 % 100.00 %  
DPV Worldwide GmbH, Hamburg -1,058 0 100.00 % 100.00 % 2
Dresden Information GmbH, Dresden 219 125 50.00 % 30.00 %  
Dresdner Chauffeur Service 8x8 GmbH, Dresden -348 0 100.00 % 60.00 % 2
Dresdner Verlagshaus kaufmännische Dienste GmbH, Dresden 26 0 100.00 % 60.00 % 2
Dresdner Verlagshaus Technik GmbH, Dresden 54 0 100.00 % 60.00 % 2
eat-the-world GmbH, Berlin 987 375 100.00 % 100.00 %  
Erste TD Gütersloh GmbH, Gütersloh 10,111 0 100.00 % 100.00 % 2
Erste WV Gütersloh GmbH, Gütersloh 1,794 0 100.00 % 100.00 % 2
European SCM Services GmbH, Gütersloh -45 0 100.00 % 100.00 % 2
FENUS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH, Stuttgart 2,588 26 100.00 % 59.90 %  
Fernwärme Gütersloh GmbH, Gütersloh 2,660 217 51.00 % 51.00 %  
FlexStorm GmbH, Gütersloh 1,809 403 100.00 % 100.00 %  
FremantleMedia International Germany GmbH, Potsdam 30 0 100.00 % 75.48 % 2
Funkhaus Halle GmbH & Co. KG, Halle (Saale) -5,029 -562 61.38 % 43.93 %  
G+J / Klambt Style-Verlag GmbH & Co. KG, Hamburg 1,089 -958 50.10 % 50.10 %  
G+J CRM Entwicklungsgesellschaft mbH, Hamburg 326 144 100.00 % 100.00 %  
G+J Digital Products GmbH, Hamburg 284 0 100.00 % 100.00 % 2
G+J Digital Ventures GmbH, Berlin 1,100 0 100.00 % 100.00 % 2
G+J Electronic Media Sales GmbH, Hamburg 482 0 100.00 % 100.00 % 2
G+J Enterprise GmbH, Hamburg 25 0 100.00 % 100.00 % 2
G+J Food & Living GmbH & Co. KG, Hamburg 2,236 3,420 100.00 % 50.00 %  
G+J Immobilien GmbH & Co. KG, Hamburg 13,448 507 100.00 % 100.00 %  
G+J Innovation GmbH, Hamburg 78 0 100.00 % 100.00 % 2
G+J International Magazines GmbH, Hamburg 26 0 100.00 % 100.00 % 2
G+J Lifestyle GmbH, Hamburg 16 0 100.00 % 100.00 % 2
G+J LIVING Digital GmbH, Hamburg 26 0 100.00 % 100.00 % 2
G+J Medien GmbH, Hamburg 90 0 100.00 % 100.00 % 2
G+J Parenting Media GmbH, Hamburg 1,676 -415 100.00 % 100.00 %  
G+J Shop GmbH, München 4,274 0 78.43 % 78.43 % 2
G+J Vermietungsgesellschaft Sächsischer Verlag mbH, Dresden 3,867 0 100.00 % 100.00 % 2
G+J Wirtschaftsmedien Verwaltungs GmbH, Hamburg 37 0 100.00 % 100.00 % 2
G+J Zweite Grundstücksbeteiligungsgesellschaft München mbH, München 21,552 0 93.98 % 93.98 % 2
GGP Media GmbH, Pößneck 23,734 0 100.00 % 100.00 % 2
Global Assekuranz Vermittlungsgesellschaft mit beschränkter Haftung, Gütersloh 26 0 100.00 % 100.00 % 2
Grundstücksgesellschaft Vorsetzen 2 mbH, Hamburg 100 0 100.00 % 100.00 % 2
Gruner + Jahr Communication GmbH, Hamburg 26 0 100.00 % 100.00 % 2
Gruner + Jahr GmbH & Co KG, Hamburg 146,864 33,977 100.00 % 100.00 %  
Gruner + Jahr Management GmbH, Hamburg 30,081 0 100.00 % 100.00 % 2
Henri-Nannen-Schule Hamburger Journalistenschule Gruner + Jahr - DIE ZEIT GmbH, Hamburg 26 0 95.00 % 95.00 % 2
HITRADIO RTL Sachsen GmbH, Dresden 1,030 0 86.53 % 65.31 % 2
infoNetwork GmbH, Köln 615 0 100.00 % 75.48 % 2
informa HIS GmbH, Wiesbaden 600 0 100.00 % 100.00 % 2
informa Solutions GmbH, Baden-Baden 66,354 0 100.00 % 100.00 % 2
infoscore Business Support GmbH, Baden-Baden 179 0 100.00 % 100.00 % 2
infoscore Consumer Data GmbH, Baden-Baden 6,459 0 100.00 % 100.00 % 2
infoscore Finance GmbH, Baden-Baden 2,519 0 100.00 % 100.00 % 2
infoscore Forderungsmanagement GmbH, Verl 13,237 0 100.00 % 100.00 % 2
infoscore Portfolio Management GmbH & Co. KG, Verl 25 0 100.00 % 100.00 %  
infoscore Portfolio Management II GmbH & Co. KG, Baden-Baden 27 1 100.00 % 100.00 %  
infoscore Portfolio Management International GmbH, Gütersloh 27 0 100.00 % 100.00 % 2
infoscore Profile Tracking GmbH, Gütersloh 348 0 100.00 % 100.00 % 2
infoscore Tracking Solutions GmbH, Gütersloh -1,950 0 100.00 % 100.00 % 2
infoscore Tracking Technology GmbH, Gütersloh 46 0 100.00 % 100.00 % 2
inmediaONE] GmbH, Gütersloh 4,116 0 100.00 % 100.00 % 2
Innominata Achte Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, Stuttgart 4,302 651 100.00 % 59.90 %  
interabo GmbH, Hamburg 75 0 100.00 % 100.00 % 2
IP Deutschland GmbH, Köln 3,207 0 100.00 % 75.48 % 2
IP Internationale Presse direct GmbH, Mörfelden-Walldorf 162 0 100.00 % 100.00 % 2
KURIER Direktservice Dresden GmbH, Dresden 110 0 100.00 % 60.00 % 2
KWS Kontowechsel Service GmbH, Schortens 99 0 100.00 % 100.00 % 2
Ligatus GmbH, Köln 6,615 0 100.00 % 100.00 % 2
LiquidM Technology GmbH, Berlin 3,543 259 100.00 % 100.00 %  
LV-Publikumsmedien GmbH & Co. KG, Münster 4,819 4,676 100.00 % 50.00 %  
Madsack Hörfunk GmbH, Hannover 2,611 210 24.90 % 18.80 %  
mbs Nürnberg GmbH, Nürnberg -195 0 100.00 % 100.00 % 2
Media Logistik GmbH, Dresden 5,714 2,580 51.00 % 30.60 %  
MEDIASCORE Gesellschaft für Medien- und Kommunikationsforschung mbH, Köln 447 0 100.00 % 75.48 % 2
Mediengruppe RTL Deutschland GmbH, Köln 291,043 0 100.00 % 75.48 % 2
Mohn Media Energy GmbH, Gütersloh 1,056 0 100.00 % 100.00 % 2
Mohn Media Mohndruck GmbH, Gütersloh 1,325 0 100.00 % 100.00 % 2
Morgenpost Sachsen GmbH, Dresden 26 0 100.00 % 60.00 % 2
Motor Presse Stuttgart GmbH & Co. KG, Stuttgart -645 -513 59.90 % 59.90 %  
Motor Presse TV GmbH, Stuttgart 877 -4 51.00 % 30.55 %  
Motor-Presse International Verlagsgesellschaft Holding mbH, Stuttgart 19,420 0 100.00 % 59.90 % 2
MSP Medien-Service und Promotion GmbH, Hamburg 26 0 100.00 % 100.00 % 2
MVD Medien Vertrieb Dresden GmbH, Dresden -16 0 100.00 % 60.00 % 2
NETLETIX GmbH, München 170 0 100.00 % 75.48 % 2
Neue Spreeradio Hörfunkgesellschaft mbH, Berlin -6,273 -147 100.00 % 75.48 %  
Next Level Integration GmbH, Köln 3,237 590 100.00 % 100.00 %  
NORDDEICH TV Produktionsgesellschaft mbH, Hürth 41 0 100.00 % 75.48 % 2
n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH, Köln 2,033 0 100.00 % 75.48 % 2
OBERÜBER KARGER Kommunikationsagentur GmbH, Dresden 249 228 51.00 % 30.60 %  
ORTEC Messe und Kongress GmbH, Dresden 249 1,179 51.00 % 30.60 %  
Penguin Books Deutschland GmbH, München 293 191 100.00 % 75.00 %  
PRINOVIS Ahrensburg Weiterverarbeitung und Logistik GmbH, Hamburg -685 0 100.00 % 100.00 % 2
PRINOVIS GmbH & Co. KG, Hamburg -262,735 -17,757 100.00 % 100.00 %  
Prinovis GmbH, Gütersloh 53,733 0 100.00 % 100.00 % 2
Prinovis Klebebindung GmbH, Nürnberg 3,738 0 100.00 % 100.00 % 2
PRINOVIS Service GmbH, Hamburg -1,154 0 100.00 % 100.00 % 2
Print Service Gütersloh GmbH, Gütersloh 4 0 100.00 % 100.00 % 2
Probind Mohn media Binding GmbH, Gütersloh -7,651 0 100.00 % 100.00 % 2
PSC Print Service Center GmbH, Oppurg 186 0 100.00 % 100.00 % 2
publimind GmbH, Stuttgart 382 72 100.00 % 59.90 %  
Random House Audio GmbH, Köln 17 0 100.00 % 100.00 % 2
Redaktions- und Verlagsgesellschaft Bautzen/Kamenz mbH, Bautzen 108 59 55.00 % 33.00 %  
Redaktions- und Verlagsgesellschaft Döbeln mbH, Döbeln 94 69 55.00 % 33.00 %  
Redaktions- und Verlagsgesellschaft Elbland mbH, Meißen 135 110 52.00 % 31.20 %  
Redaktions- und Verlagsgesellschaft Freital/Pirna mbH, Freital 251 200 52.00 % 31.20 %  
Redaktions- und Verlagsgesellschaft Neiße mbH, Görlitz 125 101 52.00 % 31.20 %  
Reinhard Mohn GmbH, Gütersloh 876,204 0 100.00 % 100.00 % 2
Relias Learning GmbH, Berlin 124 0 100.00 % 100.00 % 2
rewards arvato services GmbH, München 35,474 6,163 100.00 % 100.00 %  
RM Buch und Medien Vertrieb GmbH, Gütersloh -8,127 0 100.00 % 100.00 % 2
RTL Group Central & Eastern Europe GmbH, Köln 207,000 0 100.00 % 75.48 % 2
RTL Group Deutschland GmbH, Köln 2,804,750 0 100.00 % 75.48 % 2
RTL Group Deutschland Markenverwaltungs GmbH, Köln 1,139,887 0 100.00 % 75.48 % 2
RTL Group Financial Services GmbH, Potsdam 25 0 100.00 % 75.48 % 2
RTL Group Licensing Asia GmbH, Köln 28 0 100.00 % 75.48 % 2
RTL Group Services GmbH, Köln 11,691 -61 100.00 % 75.48 %  
RTL Group Vermögensverwaltung GmbH, Köln 3,023,965 246,836 100.00 % 75.73 %  
RTL Hessen GmbH, Frankfurt am Main 31 0 100.00 % 75.48 % 2
RTL Hessen Programmfenster GmbH, Bad Vilbel 372 25 60.00 % 45.29 %  
RTL interactive GmbH, Köln 9,997 0 100.00 % 75.48 % 2
RTL International GmbH, Köln 367 -628 100.00 % 75.48 %  
RTL Journalistenschule GmbH, Köln 14 0 90.00 % 67.94 % 2
RTL Nord GmbH, Hamburg 53 0 100.00 % 75.48 % 2
RTL Radio Berlin GmbH, Berlin 2,111 0 100.00 % 75.48 % 2
RTL Radio Center Berlin GmbH, Berlin 5,720 0 100.00 % 75.48 % 2
RTL Radio Deutschland GmbH, Berlin 10,707 0 100.00 % 75.48 % 2
RTL Radio Luxemburg GmbH, Köln 25 0 100.00 % 75.48 % 2
RTL Radiovermarktung GmbH, Berlin 39 0 100.00 % 75.48 % 2
RTL Television GmbH, Köln 509,138 0 100.00 % 75.48 % 2
RTL WEST GmbH, Köln 72 0 75.00 % 56.61 % 2
rtv media group GmbH, Nürnberg 635 0 100.00 % 100.00 % 2
Sächsische Zeitung GmbH, Dresden 54 0 100.00 % 60.00 % 2
Saxo-Phon GmbH, Dresden 46 0 100.00 % 60.00 % 2
Sellwell GmbH & Co. KG, Hamburg -270 50 70.00 % 70.00 %  
Smart Shopping and Saving GmbH, Berlin 649 0 100.00 % 75.48 % 2
smartclip GmbH, Düsseldorf 633 0 100.00 % 75.60 % 2
smartclip Holding AG, Düsseldorf 36,438 0 100.00 % 75.73 % 2
Sonopress GmbH, Gütersloh 1,619 0 100.00 % 100.00 % 2
SPARWELT GmbH, Berlin 317 0 100.00 % 75.48 % 2
SpotX Deutschland GmbH, Köln 238 0 100.00 % 75.60 % 2
SSB Software Service und Beratung GmbH, München -42 0 100.00 % 100.00 % 2
stern Medien GmbH, Hamburg 36 0 100.00 % 100.00 % 2
stern.de GmbH, Hamburg 32 0 100.00 % 100.00 % 2
SZ-Reisen GmbH, Dresden 114 0 100.00 % 60.00 % 2
TERRITORY Content to Results GmbH, Hamburg 781 0 100.00 % 100.00 % 2
TERRITORY CTR GmbH, Gütersloh 346 0 100.00 % 100.00 % 2
TERRITORY EMBRACE GmbH, Bochum 805 0 100.00 % 100.00 % 2
TERRITORY MEDIA GmbH, München 34 0 100.00 % 100.00 % 2
trnd DACH GmbH, München 907 0 100.00 % 100.00 % 2
trnd International GmbH, München 1,875 0 100.00 % 100.00 % 2
trndnxt GmbH, München 101 0 100.00 % 100.00 % 2
trndsphere blue GmbH, Düsseldorf 56 0 100.00 % 100.00 % 2
UFA Distribution GmbH, Potsdam 25 0 100.00 % 75.48 % 2
UFA Fiction GmbH, Potsdam 4,331 0 100.00 % 75.48 % 2
UFA Film und Fernseh GmbH, Köln 4,419,583 0 100.00 % 75.48 % 2
UFA GmbH, Potsdam -84 0 100.00 % 75.48 % 2
Ufa Radio-Programmgesellschaft in Bayern mbH, Ismaning 10,478 0 100.00 % 75.48 % 2
UFA Serial Drama GmbH, Potsdam 313 0 100.00 % 75.48 % 2
UFA Show & Factual GmbH, Köln 4,863 4,237 100.00 % 75.73 %  
Universum Film GmbH, München 18,722 0 100.00 % 75.48 % 2
Verlag RM GmbH, Gütersloh -7,038 0 100.00 % 100.00 % 2
Verlagsgruppe Random House GmbH, Gütersloh 58,888 0 100.00 % 100.00 % 2
Verlegerdienst München GmbH, Gilching 4,688 0 100.00 % 100.00 % 2
VIVENO Group GmbH, Gütersloh 11,702 0 100.00 % 100.00 % 2
Vogel Druck und Medienservice GmbH, Höchberg 6,053 0 100.00 % 100.00 % 2
VOX Holding GmbH, Köln 339,382 0 100.00 % 75.48 % 2
VOX Television GmbH, Köln 38,127 0 99.70 % 75.26 % 2
VSG Schwerin - Verlagsservicegesellschaft mbH, Schwerin 26 0 100.00 % 100.00 % 2
webauto.de GmbH, Karlsruhe -521 -11 100.00 % 59.90 %  
Webguerillas Berlin GmbH, Berlin 323 21 100.00 % 100.00 %  
webguerillas GmbH, München 2,889 -641 100.00 % 100.00 %  
Webguerillas Hamburg GmbH, Hamburg 381 22 100.00 % 100.00 %  
Webguerillas Köln GmbH, Köln -237 -438 100.00 % 100.00 %  
webmiles GmbH, München -295 0 100.00 % 100.00 % 2
Estland / Estonia          
Arvato Services Estonia OÜ, Tallinn 1,390 386 100.00 % 100.00 %  
Finnland / Finland          
Fremantlemedia Finland Oy, Helsinki 5,396 1,008 100.00 % 75.73 %  
Gothia Oy, Helsinki 23,017 6,405 100.00 % 100.00 %  
Frankreich / France          
1.2.3. Productions SAS, Paris 310 -7 100.00 % 75.73 %  
33 FM SAS, Cenon -3,369 -16 95.00 % 34.72 %  
3media SARL, Pont-Sainte-Marie 2,688 1,252 100.00 % 100.00 %  
ABDSF - Arvato Business Developpement Services France SARL, Paris 5,240 6,662 100.00 % 100.00 %  
AdVideum SAS, Gennevilliers 4,349 -205 100.00 % 100.00 %  
ALSF - Arvato Logistique Services France SARL, Atton 2,583 601 100.00 % 100.00 %  
Anteles SARL, L'Isle-D'Espagnac 447 119 100.00 % 100.00 %  
AQUITEL SAS, Chasseneuil du Poitou 1,875 998 100.00 % 100.00 %  
Arvalife SAS, Vendin-le-Vieil -7,533 -440 85.71 % 85.71 %  
Arvato Services Healthcare France SAS, Chanteloup en Brie 5,627 3,734 100.00 % 100.00 %  
Arvato Services Healthcare Holding SAS, Chanteloup en Brie 1,113 199 100.00 % 100.00 %  
ASE - Arvato Strategie & Expertises SARL, Paris 1,174 327 100.00 % 100.00 %  
ASF - Arvato Services France SARL, Vendin-Le-Vieil 9,567 -1,102 100.00 % 100.00 %  
AX'S MUSIC SAS, Paris -42 102 100.00 % 100.00 %  
BCE France SAS, Paris 58 -19 100.00 % 75.48 %  
Best of TV SAS, Boissy l'Aillerie 17,595 3,286 50.99 % 18.64 %  
BMG RIGHTS MANAGEMENT (France) SARL, Paris 13,646 -1,139 100.00 % 100.00 %  
Call Insurance SARL, Vendin-le-Vieil 183 -67 60.00 % 60.00 %  
Camaris SARL, Longuenesse 2,038 960 100.00 % 100.00 %  
Cap2Call SARL, Chaumont -184 -332 100.00 % 100.00 %  
Capdune SARL, Coudekerque-Branche 249 94 100.00 % 100.00 %  
Capital Productions SA, Neuilly-sur-Seine 942 448 100.00 % 36.55 %  
Ceacom SARL, Le Havre 810 513 100.00 % 100.00 %  
Cerise Media SAS, Tourcoing 4,235 996 100.00 % 100.00 %  
COMETZ SARL, Metz 3,069 645 100.00 % 100.00 %  
Data Mailing SAS, Chanteloup en Brie -9,700 -25 100.00 % 100.00 %  
Document Channel SAS, Paris -6,419 -596 100.00 % 85.71 %  
Duacom SARL, Douai 1,148 19 100.00 % 100.00 %  
Ediradio SA, Paris -14,475 -734 99.94 % 36.55 %  
Edit TV/ W9 SNC, Neuilly-sur-Seine -13,137 -8,159 100.00 % 36.55 %  
Euracom SARL, Lingolsheim 47 -117 100.00 % 100.00 %  
Euroroutage data marketing et logistique services SAS, Chanteloup en Brie 24,785 -464 100.00 % 100.00 %  
Fidelite Films SAS, Neuilly-sur-Seine -2,242 56 100.00 % 36.55 %  
Fontaram SAS, Paris -801 -250 51.00 % 38.62 %  
Football Club des Girondins de Bordeaux SA, Bordeaux 1,641 -5,916 100.00 % 36.48 %  
Francis Dreyfus Music SARL, Paris 7,825 337 100.00 % 100.00 %  
FremantleMedia France SAS, Issy-les-Moulineaux 23,219 -177 100.00 % 75.73 %  
Gazoline SAS, Paris 1,685 28 100.00 % 100.00 %  
Girondins Expressions SAS, Le Haillan -839 -402 100.00 % 36.55 %  
Girondins Horizons SAS, Bordeaux 115 19 100.00 % 36.55 %  
GM6 SAS, Nanterre -7,174 -5,076 100.00 % 36.55 %  
Home Shopping Service SA, Rungis 33,003 3,031 99.96 % 36.49 %  
ID (Information et Diffusion) SARL, Paris 199 164 100.00 % 36.55 %  
iGraal SAS, Boulogne-Billancourt 2,669 1,957 50.99 % 18.64 %  
Immobiliere 46D SAS, Neuilly-sur-Seine 20,998 -181 100.00 % 36.55 %  
Immobiliere M6 SAS, Neuilly-sur-Seine 25,582 2,887 100.00 % 36.50 %  
infoscore SARL, Vendin-Le-Vieil 46 -18 100.00 % 100.00 %  
IP France SA, Paris 4,305 3,189 99.98 % 36.55 %  
IP Regions SA, Paris 339 51 100.00 % 36.55 %  
Kiosk SAS, Tourcoing 271 -84 100.00 % 100.00 %  
Kwai SAS, Paris 3,294 1,616 51.00 % 38.62 %  
Les Films de la Suane SARL, Neuilly-sur-Seine -1,440 -11 100.00 % 36.55 %  
Luxview SAS, Paris -1,477 3 95.56 % 34.93 %  
M6 Bordeaux SAS, Neuilly-sur-Seine 106 11 100.00 % 36.55 %  
M6 Communication SAS, Neuilly-sur-Seine 1,222 974 100.00 % 36.55 %  
M6 Creations SAS, Neuilly-sur-Seine 4,574 110 100.00 % 36.55 %  
M6 Developpement SAS, Neuilly-sur-Seine -7 -12 100.00 % 36.55 %  
M6 Diffusions SA, Neuilly-sur-Seine 149 124 100.00 % 36.55 %  
M6 Divertissement SAS, Neuilly-sur-Seine 0 -31 100.00 % 36.55 %  
M6 Editions SA, Neuilly-sur-Seine 7,434 -437 100.00 % 36.55 %  
M6 Evenements SA, Neuilly-sur-Seine 164 357 100.00 % 36.55 %  
M6 Films SA, Neuilly-sur-Seine 729 -27 100.00 % 36.55 %  
M6 Foot SAS, Neuilly-sur-Seine 11,356 -14,045 100.00 % 36.55 %  
M6 Generation SAS, Neuilly-sur-Seine -18,736 9,176 100.00 % 36.55 %  
M6 Interactions SAS, Neuilly-sur-Seine 129,333 44,827 100.00 % 36.55 %  
M6 Publicite SAS, Neuilly-sur-Seine 36,746 25,162 100.00 % 36.55 %  
M6 Shop SAS, Neuilly-sur-Seine - - 100.00 % 36.49 % 1
M6 Studio SAS, Neuilly-sur-Seine -5,836 1,206 100.00 % 36.55 %  
M6 Talents SAS, Neuilly-sur-Seine 20 -8 100.00 % 36.55 %  
M6 Thematique SAS, Neuilly-sur-Seine 73,933 7,938 100.00 % 36.55 %  
M6 Web SAS, Neuilly-sur-Seine 59,784 20,217 100.00 % 36.55 %  
Mandarin Cinema SAS, Neuilly-sur-Seine 5,053 652 100.00 % 36.55 %  
Media Communication SAS, Vendin-Le-Vieil 237,690 28,414 100.00 % 100.00 %  
Metropole Television SA, Neuilly-sur-Seine 522,636 131,099 48.42 % 36.55 %  
Mirabelle SAS, Tourcoing 506 341 100.00 % 100.00 %  
Mobvalue SAS, Gennevilliers 272 -501 100.00 % 100.00 %  
Mohn Media France SARL, Villepinte 25 -117 100.00 % 100.00 %  
MonAlbumPhoto SAS, Rungis 6,488 1,905 100.00 % 36.55 %  
MSCS - Moissy Supply Chain Services SARL, Moissy Cramayel 415 308 100.00 % 100.00 %  
NG France SNC, Gennevilliers 0 0 100.00 % 100.00 %  
Nordcall SARL, Marcq-en-Baroeul 1,575 946 100.00 % 100.00 %  
Paris Premiere SAS, Neuilly-sur-Seine 15,704 2,853 100.00 % 36.55 %  
Pitcheo SARL, Tourcoing 10 3 100.00 % 100.00 %  
Printic SAS, Rungis -2,283 -3 100.00 % 36.55 %  
Prisma Media SNC, Gennevilliers 630 10,436 100.00 % 100.00 %  
Recatch SAS, Nanterre 1,661 647 80.01 % 80.01 %  
RTL AdConnect SA, Paris 1,952 266 100.00 % 75.48 %  
RTL France Radio SAS, Neuilly-sur-Seine 58,190 2,568 100.00 % 36.55 %  
RTL Net SAS, Paris 66 251 100.00 % 36.55 %  
RTL SPECIAL MARKETING SARL, Paris 984 962 100.00 % 36.55 %  
SCI du 107, Neuilly-sur-Seine 3,530 156 100.00 % 36.55 %  
SCP SARL, Paris 793 329 100.00 % 36.55 %  
SEDI TV - Teva SAS, Neuilly-sur-Seine 14,241 7,335 100.00 % 36.55 %  
SMED SAS, Bussy Saint-Georges 6,086 -291 100.00 % 100.00 %  
SNDA SAS, Neuilly-sur-Seine 13,578 -2,089 100.00 % 36.55 %  
Socam SARL, Laxou 1,440 -1,259 100.00 % 100.00 %  
Societe de Marketing direct et Logistique SARL, Saulcy-sur-Meurthe 284 89 100.00 % 100.00 %  
Societe d'Exploitation Radio Chic SA, Paris 8,946 2,343 100.00 % 36.55 %  
Societe Immobiliere Bayard d'Antin SA, Paris 515,250 162,620 100.00 % 75.48 %  
Societe Nouvelle De Cinematographie SA, Neuilly-sur-Seine 4,312 -1,400 99.99 % 36.55 %  
Societe Nouvelle de Distribution SA, Neuilly-sur-Seine 58,508 3,617 100.00 % 36.55 %  
Sodera SA, Paris 10,972 6,809 100.00 % 36.55 %  
SpotXchange France SAS, Paris 18 8 100.00 % 75.73 %  
Studio 89 Productions SAS, Neuilly-sur-Seine 2,599 727 100.00 % 36.55 %  
Tellis Telephone Limousin Services SARL, Favars 1,999 763 100.00 % 100.00 %  
trnd SARL, Paris -1,352 -977 100.00 % 100.00 %  
TV Presse Productions SAS, Issy-les-Moulineaux -1,611 -485 100.00 % 75.73 %  
Upload Producions SAS, Gennevilliers 97 -3 100.00 % 100.00 %  
VIVIA SNC, Gennevilliers 8 0 100.00 % 100.00 %  
VSD SNC, Gennevilliers 1 -6,829 100.00 % 100.00 %  
Georgien / Georgia          
LLC arvato CRM Georgia, Tiflis 797 639 100.00 % 100.00 %  
Griechenland / Greece          
Fremantle Productions SA, Athen 1 0 100.00 % 75.73 %  
Großbritannien / Great Britain          
AIR Records Limited, London 0 0 100.00 % 100.00 %  
Arbie Productions Ltd., London 216 40 100.00 % 75.73 %  
Arrow Books Limited, London - - 100.00 % 75.00 % 1
Arvato CRM Limited, London 545 552 100.00 % 100.00 %  
Arvato Government Services (ERYC) Limited, London 0 -36 100.00 % 100.00 %  
Arvato Government Services Limited, Beverley -2,892 -36 80.10 % 80.10 %  
Arvato Limited, London 13,585 1,424 100.00 % 100.00 %  
Arvato Public Sector Services Limited, Beverley -1,770 -1,959 100.00 % 80.10 %  
Arvato Regulatory Services Limited, Glasgow 977 -2,994 100.00 % 100.00 %  
Arvato Systems UK & Ireland Limited, Cardiff 158 58 100.00 % 100.00 %  
Barrie & Jenkins Limited, London - - 98.00 % 73.50 % 1
Bartlett Bliss Productions Limited, London - - 100.00 % 75.00 % 1
Bellew & Higton Publishers Limited, London - - 100.00 % 75.00 % 1
Bertelsmann UK Limited, London 1,212,289 225,834 100.00 % 100.00 %  
BMG Production Music (UK) Limited, London -50 -491 100.00 % 100.00 %  
BMG RIGHTS MANAGEMENT (UK) Limited, London 120,853 11,368 100.00 % 100.00 %  
BMG VM Music Limited, London 36,025 -116 100.00 % 100.00 %  
Business Books Limited, London - - 100.00 % 75.00 % 1
Cavalcade Records Limited, London 0 0 100.00 % 100.00 %  
Century Benham Limited, London - - 100.00 % 75.00 % 1
Century Hutchinson Limited, London - - 100.00 % 75.00 % 1
Century Hutchinson Publishing Limited, London - - 100.00 % 75.00 % 1
Century Publishing Co. Limited, London - - 100.00 % 75.00 % 1
Chatto and Windus Limited, London - - 100.00 % 75.00 % 1
Cherry Westfield Ltd, London 13,929 853 100.00 % 100.00 %  
Children's Character Books Limited, London 1,455 -134 75.00 % 56.25 %  
Chrysalis Copyrights Limited, London 1,189 384 100.00 % 100.00 %  
Chrysalis Group Limited, London 0 0 100.00 % 100.00 %  
Chrysalis Holdings Limited, London 0 0 100.00 % 100.00 %  
Chrysalis Music Limited, London 24,891 2,364 100.00 % 100.00 %  
CLT-UFA UK Radio Limited, London 0 0 100.00 % 75.48 %  
Creole Records Limited, London 41 0 100.00 % 100.00 %  
Dorling Kindersley Limited, London 1,664 -10,614 100.00 % 75.00 %  
Frederick Warne & Co Limited, London 5,528 4,017 100.00 % 75.00 %  
Fremantle (UK) Productions Limited, London 3,312 21 100.00 % 75.73 %  
FremantleMedia Group Limited, London 223,862 8,202 100.00 % 75.73 %  
FremantleMedia Limited, London 196,341 11,714 100.00 % 75.73 %  
FremantleMedia Overseas Limited, London 54,259 138 100.00 % 75.73 %  
FremantleMedia Services Limited, London 0 0 100.00 % 75.73 %  
G.W. Mills Limited, London 0 0 100.00 % 100.00 %  
Grantham Book Services Limited, London - - 100.00 % 75.00 % 1
Gruner + Jahr Limited, London 346 43 100.00 % 100.00 %  
Hammond, Hammond and Company, Limited, London - - 100.00 % 75.00 % 1
Herbert Jenkins Limited, London - - 100.00 % 75.00 % 1
Hewrate Limited, London 20,738 -613 100.00 % 100.00 %  
Hornall Brothers Music Limited, London 1,584 184 100.00 % 100.00 %  
Hurst & Blackett Limited, London - - 100.00 % 75.00 % 1
Hutchinson & Co. (Publishers) Limited, London - - 100.00 % 75.00 % 1
Hutchinson Books Limited, London - - 100.00 % 75.00 % 1
Hutchinson Childrens Books Limited, London - - 100.00 % 75.00 % 1
Infectious Music Limited, London -183 -608 100.00 % 100.00 %  
Jackdaw Publications Limited, London - - 100.00 % 75.00 % 1
Jonathan Cape Limited, London - - 100.00 % 75.00 % 1
Ladybird Books Limited, London 3,077 -166 100.00 % 75.00 %  
Loaded Records Limited, London -417 354 100.00 % 100.00 %  
Mainstream Publishing Company (Edinburgh) Limited, Edinburgh 259 -155 100.00 % 75.00 %  
Martin Secker and Warburg Limited, London - - 100.00 % 75.00 % 1
Men From The North Limited, London 9 0 100.00 % 100.00 %  
Minder Music Limited, London 0 7,895 100.00 % 100.00 %  
Mute Records Limited, London 8,107 705 100.00 % 100.00 %  
Oxford Street Studios Limited, London 0 0 100.00 % 100.00 %  
Penguin Books Limited, London 140,107 14,480 100.00 % 75.00 %  
Penguin Random House Limited, London 512,974 24,723 75.00 % 75.00 %  
Plane Tree Publishers Limited, London - - 100.00 % 75.00 % 1
Prestel Publishing Limited, London 1,007 134 100.00 % 100.00 %  
Prinovis UK Limited, London -11,262 11,638 100.00 % 100.00 %  
Ram Records Limited, London -566 -12 100.00 % 100.00 %  
Random House Properties Limited, London - - 100.00 % 75.00 % 1
Random House Publishing Group Limited, London - - 100.00 % 75.00 % 1
Random House UK Ventures Limited, London - - 100.00 % 75.00 % 1
Relias Learning Ltd, London -2,944 -1,504 100.00 % 98.60 %  
Rock Music Company Limited, London 0 1,289 100.00 % 100.00 %  
RTL Group Support Services Limited, London 1,734 57 100.00 % 75.73 %  
Salspot Limited, London 328 -11 100.00 % 75.00 %  
Sanctuary Copyrights Limited, London 0 0 100.00 % 100.00 %  
Sanctuary Records Group Limited, London 35,230 398 100.00 % 100.00 %  
SelecTV Limited, London 0 0 100.00 % 75.73 %  
Sinclair - Stevenson Limited, London - - 100.00 % 75.00 % 1
Skint Records Limited, London 0 0 100.00 % 100.00 %  
Snowdog Enterprises Limited, London -17 -24 100.00 % 75.00 %  
Snowman Enterprises Limited, London 530 346 100.00 % 75.00 %  
SpotXchange Limited, London 700 286 100.00 % 75.73 %  
Stage Three Music (Catalogues) Limited, London 85,349 9,333 100.00 % 100.00 %  
Stage Three Music Publishing Limited, London 86,597 -61 100.00 % 100.00 %  
Stanley Paul & Co Limited, London - - 100.00 % 75.00 % 1
STOK UK Limited, London 1,792 286 100.00 % 100.00 %  
StyleHaul UK Ltd., London -1,149 72 100.00 % 75.73 %  
T. Werner Laurie, Limited, London - - 100.00 % 75.00 % 1
Talkback Productions Limited, London 0 0 100.00 % 75.73 %  
TalkbackThames UK Limited, London 0 0 100.00 % 75.73 %  
Thames Television Holdings Limited, London -3 3,833 100.00 % 75.73 %  
Thames Television Limited, London 0 0 100.00 % 75.73 %  
The Bodley Head Limited, London - - 100.00 % 75.00 % 1
The Book Service Limited, London - - 100.00 % 75.00 % 1
The Cresset Press Limited, London - - 100.00 % 75.00 % 1
The Echo Label Limited, London 927 19 100.00 % 100.00 %  
The Harvill Press Limited, London - - 100.00 % 75.00 % 1
The Hogarth Press Limited, London - - 100.00 % 75.00 % 1
The Random House Group Limited, London 199,552 55,295 100.00 % 75.00 %  
Tom Jones (Enterprises) Limited, London 0 0 99.00 % 99.00 %  
Transworld Publishers Limited, London - - 100.00 % 75.00 % 1
trnd Ltd., London -760 -346 100.00 % 100.00 %  
Trojan Recordings Limited, London 11 0 100.00 % 100.00 %  
UFA Fiction Limited, London 322 85 100.00 % 75.48 %  
Union Square Music Limited, London 2,773 1,260 100.00 % 100.00 %  
Union Square Music Publishing Limited, London 968 830 100.00 % 100.00 %  
Union Square Music Songs Limited, London 1,376 1,186 100.00 % 100.00 %  
USM Copyrights Limited, London -48 215 100.00 % 100.00 %  
USM Copyrights Nazareth Limited, London 0 0 100.00 % 100.00 %  
Ventura Publishing Limited, London 568 269 100.00 % 75.00 %  
Villeston Limited, London 10,909 332 100.00 % 100.00 %  
Virgin Books Limited, London 4,685 374 100.00 % 75.00 %  
Windswept Music (London) Limited, London 35,272 3,140 100.00 % 100.00 %  
Woodlands Books Limited, London 8,083 749 85.00 % 63.75 %  
Indien / India          
Bertelsmann Corporate Services India Private Limited, Neu-Delhi 916 203 100.00 % 100.00 %  
Bertelsmann Marketing Services India Private Limited, Neu-Delhi 10,937 902 100.00 % 100.00 %  
Dorling Kindersley Publishing Private Limited, Neu-Delhi 4,190 760 100.00 % 75.00 %  
Fremantle India TV Productions Pvt Ltd, Mumbai 4,778 214 100.00 % 75.73 %  
Penguin Random House India Private Limited, Neu-Delhi 8,230 3,519 100.00 % 75.00 %  
Ramyam Intelligence Lab Private Limited, Bangalore -4,484 -4,493 100.00 % 100.00 %  
YoBoHo New Media Private Limited, Mumbai 7,228 2,118 87.59 % 38.00 %  
Indonesien / Indonesia          
PT Dunia Visitama IDN/PMA, Jakarta -125 -522 100.00 % 75.73 %  
Irland / Ireland          
Arvato Finance Services Limited, Fairview 21,346 11,464 100.00 % 100.00 %  
Arvato Financial Solutions (Ireland) Limited, Dublin 509 -229 100.00 % 100.00 %  
Arvato SCM Ireland Limited, Balbriggan 9,107 4,285 100.00 % 100.00 %  
IFA Finance Designated Activity Company, Dublin -183 -283 100.00 % 100.00 %  
Penguin Random House Ireland Limited, Dublin 304 93 100.00 % 75.00 %  
Israel          
Abot Hameiri Communications Ltd., Tel Aviv -674 -221 51.00 % 38.62 %  
Italien / Italy          
Arvato Services Italia S.r.l., Grassobbio 868 658 100.00 % 100.00 %  
Best Sound Records S.r.l., Mailand 1,131 -101 100.00 % 100.00 %  
BMG RIGHTS MANAGEMENT (ITALY) S.r.l., Mailand 7,834 1,720 100.00 % 100.00 %  
Boats S.r.l., Rom 9 -2 100.00 % 47.33 %  
FremantleMedia Italia S.p.A., Rom 10,794 1,666 100.00 % 75.73 %  
Istituto Italiano d'Arti Grafiche S.p.A., Bergamo 2,740 -6,223 100.00 % 100.00 %  
Offside S.r.l., Rom 247 -83 100.00 % 47.33 %  
Quarto Piano S.r.l., Rom 17,582 -5,694 100.00 % 75.73 %  
Ricordi & C. S.r.l., Mailand 734 -732 100.00 % 100.00 %  
smartclip Italia S.r.l., Mailand 106 76 100.00 % 75.73 %  
Societa Holding Industriale di Grafica S.p.A., Bergamo 1,161 -696 100.00 % 100.00 %  
trnd S.r.l., Bozen -800 -896 100.00 % 100.00 %  
Wildside S.r.l., Rom 7,006 1,900 62.50 % 47.33 %  
Japan          
Alliant Kyoiku Support Services GK -66 -151 100.00 % 80.10 %  
Arvato Digital Services Japan Co., Ltd., Tokyo -183 173 100.00 % 100.00 %  
Kaimaninseln / Cayman Islands          
Gruner + Jahr China Fashion Advertising Limited, George Town -136 153 100.00 % 100.00 %  
Kanada / Canada          
AIS Assessment and Intelligence Systems, Inc., Montreal 1,369 794 100.00 % 100.00 %  
Arvato Digital Services Canada, Inc., Saint John 1,894 -854 100.00 % 100.00 %  
BMG Rights Management (Canada), Inc., Saint John 617 209 100.00 % 100.00 %  
BroadbandTV Corporation, Vancouver -17,611 -8,843 57.48 % 43.39 %  
Comprehensive Neuroscience of Canada, Inc. 220 -212 100.00 % 98.60 %  
FremantleMedia Canada Holdings Inc., Montreal 34,314 5 100.00 % 75.73 %  
Ludia Inc., Montreal 24,338 1,353 100.00 % 75.73 %  
Miso Film Canada Inc., Vancouver 17 0 100.00 % 38.62 %  
Penguin Random House Canada Limited, Toronto 19,428 8,056 100.00 % 75.00 %  
RTL Canada Ltd., Montreal 51,933 1,120 100.00 % 75.48 %  
Kolumbien / Colombia          
Arvato Colombia S.A.S., Floridablanca 1,877 342 100.00 % 100.00 %  
Arvato Services S.A.S., Bogota 348 -212 100.00 % 100.00 %  
Distribuidora Penguin Random House S.A.S., Bogota 2,220 10 100.00 % 75.01 %  
Penguin Random House Grupo Editorial S.A.S., Bogota 4,829 808 100.00 % 75.02 %  
Kroatien / Croatia          
FremantleMedia Hrvatska d.o.o., Zagreb 1,289 -1,329 100.00 % 75.73 %  
RTL Hrvatska d.o.o., Zagreb 2,256 602 100.00 % 75.48 %  
Lettland / Latvia          
SIA Arvato Systems Latvia, Riga 14 -586 100.00 % 100.00 %  
Luxemburg / Luxembourg          
B&CE S.A., Luxemburg 47,828 1,045 100.00 % 75.48 %  
Bertelsmann Business Support S.a r.l., Luxemburg 1,068,271 29,997 100.00 % 97.57 %  
Bertelsmann Digital Media Investments S.a r.l., Luxemburg 2,243 -874 100.00 % 100.00 %  
Bertelsmann Luxembourg S.a r.l., Luxemburg 1,118,961 -124 100.00 % 100.00 %  
Broadcasting Center Europe S.A., Luxemburg 11,818 -543 100.00 % 75.48 %  
CLT-UFA S.A., Luxemburg 3,151,701 477,918 99.73 % 75.48 %  
Data Center Europe S.a r.L., Luxemburg 295 31 100.00 % 75.48 %  
Duchy Digital S.A., Luxemburg 76 -2 100.00 % 75.48 %  
European News Exchange S.A., Luxemburg 1,031 63 100.00 % 57.89 %  
IP Luxembourg S.a r.l., Luxemburg 2,400 1,677 100.00 % 75.48 %  
Luxradio S.a r.L., Luxemburg 1,886 708 75.00 % 56.61 %  
Media Properties S.a r.l., Luxemburg 98,775 -241 100.00 % 75.48 %  
Media Real Estate S.A., Luxemburg 1,168 -824 100.00 % 75.48 %  
RTL AdConnect International S.A., Luxemburg 5,562 282 100.00 % 75.48 %  
RTL Belux S.A. & Cie SECS, Luxemburg 1,985 1,798 66.20 % 49.82 %  
RTL Belux S.A., Luxemburg 99 5 66.00 % 49.82 %  
RTL Group Germany S.A., Luxemburg 3,052,204 -646 100.00 % 75.48 %  
RTL Group S.A., Luxemburg 5,816,102 642,521 75.88 % 75.73 %  
Malaysia          
AGT Productions Sdn Bhd, Johor Bahru 16 -81 100.00 % 75.73 %  
Arvato Systems Malaysia Sdn. Bhd., Kuala Lumpur -152 401 100.00 % 100.00 %  
Marokko / Morocco          
Phone Academy SARL, Casablanca 44 16 100.00 % 60.00 %  
Phone Active SARL, Casablanca 10,888 10,762 100.00 % 60.00 %  
Phone Assistance S.A., Casablanca 1,851 1,152 60.01 % 60.00 %  
Phone Group S.A., Casablanca 8,931 8,084 60.00 % 60.00 %  
Phone Serviplus S.A., Casablanca 6,067 2,014 60.01 % 60.00 %  
Mexiko / Mexico          
Alliant International University-Campus Mexico, S.C. -2,821 -314 100.00 % 81.10 %  
Arist Servicios Educativos, S. de R.L. de C.V., Mexiko-Stadt -520 30 100.00 % 100.00 %  
Arvato de Mexico, S.A. de C.V., Mexiko-Stadt 19,382 4,810 100.00 % 100.00 %  
Ediciones B Mexico, S.A. de C.V. -2,398 -251 100.00 % 75.00 %  
FremantleMedia Mexico, S.A. de C.V., Mexiko-Stadt 1,876 431 100.00 % 75.73 %  
Grupo SL School of Medicine, S.A. de C.V. 931 -35 83.89 % 68.03 %  
Penguin Random House Grupo Editorial, S.A. de C.V., Mexiko-Stadt 17,785 4,626 100.00 % 75.00 %  
Saint Luke School of Medicine, S.C. -1,003 -1,238 99.90 % 67.96 %  
Neuseeland / New Zealand          
Penguin Random House New Zealand Limited, Rosedale 9,858 1,490 100.00 % 75.00 %  
Niederländische Antillen / Netherlands Antilles          
Grundy International Operations Ltd, St. Johns 69 0 100.00 % 75.73 %  
Niederlande / Netherlands          
8ball Music B.V., Laren 783 281 51.00 % 51.00 %  
Adfactor B.V., Den Haag 1,145 489 60.00 % 45.29 %  
Arvato Benelux B.V., Abcoude 14,691 3,765 100.00 % 100.00 %  
Arvato Finance B.V., Heerenveen 4,603 4,307 100.00 % 100.00 %  
Arvato Finance International B.V., Heerenveen -202 -24 100.00 % 100.00 %  
Arvato Financial Solutions Benelux Holding B.V., Heerenveen 3,260 2,893 100.00 % 100.00 %  
Bertelsmann Nederland B.V., Amsterdam 59,263 -375 100.00 % 100.00 %  
BMG Production Music (Benelux) B.V., Hilversum 2,341 863 100.00 % 100.00 %  
BMG RIGHTS MANAGEMENT (Benelux) B.V., Amsterdam 9,500 2,969 100.00 % 100.00 %  
Fiction Valley B.V., Hilversum 1,027 221 100.00 % 75.73 %  
FremantleMedia Netherlands B.V., Hilversum 96,156 24,562 100.00 % 75.73 %  
FremantleMedia Overseas Holdings B.V., Hilversum -574 -1,019 100.00 % 75.73 %  
Grundy International Holdings (I) B.V., Hilversum 36 0 100.00 % 75.73 %  
Infoscore Nederland B.V., Heerenveen -4,805 203 100.00 % 100.00 %  
Livis B.V., Rotterdam 9 37 100.00 % 75.48 %  
No Pictures Please Productions B.V., Amsterdam -14 -234 75.00 % 56.79 %  
Penguin Books Benelux B.V., Amsterdam 280 217 100.00 % 75.00 %  
RTL Group Beheer B.V., Hilversum 1,138,180 260,890 100.00 % 75.73 %  
RTL Live Entertainment B.V., Hilversum 3,064 -5 100.00 % 75.48 %  
RTL Nederland B.V., Hilversum 114,281 46,815 100.00 % 75.48 %  
RTL Nederland Film Venture B.V., Hilversum 2,709 386 100.00 % 75.48 %  
RTL Nederland Holding B.V., Hilversum 586,106 39,302 100.00 % 75.48 %  
RTL Nederland Interactief B.V., Hilversum 36,107 5,413 100.00 % 75.48 %  
RTL Nederland Productions B.V., Hilversum 3,273 18 100.00 % 75.48 %  
RTL Nederland Ventures B.V., Hilversum 18,039 -71 100.00 % 75.48 %  
smartclip Benelux B.V., Amsterdam -4,292 -804 100.00 % 75.73 %  
SpotXchange Benelux B.V., Amsterdam 1,411 238 100.00 % 75.60 %  
The Entertainment Group B.V., Katwijk -2,408 1,952 100.00 % 75.48 %  
Themakanalen B.V., Hilversum 1,115 1,076 75.00 % 56.61 %  
trnd B.V., Amsterdam -2,674 -1,359 100.00 % 100.00 %  
UC Investment B.V., Druten 3,111 1,202 100.00 % 100.00 %  
Norwegen / Norway          
Arvato Finance AS, Oslo 5,912 22 100.00 % 100.00 %  
FremantleMedia Norge AS, Oslo -227 245 100.00 % 75.73 %  
Gothia AS, Oslo 4,173 3,312 100.00 % 100.00 %  
Gothia Holding AS, Oslo 48,625 42,002 100.00 % 100.00 %  
Miso Film Norge AS, Oslo 641 632 100.00 % 38.62 %  
Österreich / Austria          
1000PS Internet GmbH, Wien 254 141 76.00 % 45.52 %  
Arvato Logistics Services GmbH, Wien 893 295 100.00 % 100.00 %  
AZ Direct Österreich GmbH, Wien 2,078 347 100.00 % 100.00 %  
Bertelsmann Österreich GmbH, Wien 55,427 -5,080 100.00 % 100.00 %  
Credify Informationsdienstleistungen GmbH, Wien 163 -107 60.00 % 60.00 %  
G+J Holding GmbH, Wien 4,413 -1,002 100.00 % 100.00 %  
infoscore austria gmbh, Wien 3,967 2,761 100.00 % 100.00 %  
IP Österreich GmbH, Wien 4,866 4,212 50.00 % 37.74 %  
RTL Group Austria GmbH, Wien 151 -94 100.00 % 75.48 %  
Verlagsservice für Bildungssysteme und Kunstobjekte Gesellschaft m.b.H. & Co. KG 309 -102 100.00 % 100.00 %  
Verlagsservice für Bildungssysteme und Kunstobjekte Gesellschaft m.b.H., Wien 40 2 100.00 % 100.00 %  
Peru          
Arvato Services S.A.C., Lima 3 -1 100.00 % 100.00 %  
Penguin Random House Grupo Editorial S.A., Miraflores, Lima 1,037 848 100.00 % 75.00 %  
Philippinen / Philippines          
Arvato Corp., Quezon City 6,295 2,645 100.00 % 100.00 %  
Polen / Poland          
Administration Personnel Services Sp. z o.o., Warschau 666 653 100.00 % 100.00 %  
Arvato Polska Sp. z o.o., Warschau 8,381 2,533 100.00 % 100.00 %  
FremantleMedia Polska Sp. z o.o., Warschau 4,758 454 100.00 % 75.73 %  
Portugal          
Arvato Services Portugal, Unipessoal, Lda., Lissabon 2,212 1,353 100.00 % 100.00 %  
Bertelsmann Portuguesa, SGPS, Lda., Lissabon 1,687 329 100.00 % 100.00 %  
FremantleMedia Portugal SA, Amadora 2,908 1,050 100.00 % 75.73 %  
Motor-Press Lisboa S.A., Cruz Quebrada -5,943 -4,392 75.00 % 44.93 %  
Penguin Random House Grupo Editorial, Unipessoal, Lda., Lissabon -823 -392 100.00 % 75.00 %  
Rumänien / Romania          
Arvato Services SRL, Brasov 1,202 465 100.00 % 100.00 %  
Cable Channels SA, Bukarest 40 -43 100.00 % 75.48 %  
Russland / Russia          
Arvato Rus LLC, Jaroslawl 6,104 3,145 100.00 % 100.00 %  
OOO Jaroslawskij Poligraphitscheskij Kombinat, Jaroslawl 2,821 1,023 100.00 % 100.00 %  
OOO Sonopress, Jaroslawl 2,206 796 100.00 % 100.00 %  
Schweden / Sweden          
Arvato Finance AB, Varberg 25,875 18,197 100.00 % 100.00 %  
Arvato Holding AB, Varberg 51,305 17,682 100.00 % 100.00 %  
BMG Rights Management (Scandinavia) AB, Stockholm 15,994 -459 100.00 % 100.00 %  
FremantleMedia Sverige AB, Stockholm 922 -51 100.00 % 75.73 %  
Miso Film Sverige AB, Stockholm 1,024 974 100.00 % 38.62 %  
SHOC Media Agency AB, Stockholm 15 11 100.00 % 75.73 %  
smartclip Nordics AB, Stockholm 2,304 1,640 100.00 % 75.73 %  
Vidispine AB, Kista 532 -103 100.00 % 100.00 %  
Schweiz / Switzerland          
Arcadia Verlag AG, Zug 16,374 7 100.00 % 100.00 %  
Arvato Systems Schweiz AG, Zug -401 107 100.00 % 100.00 %  
AZ Direct AG, Cham 1,112 220 100.00 % 100.00 %  
Bertelsmann Asia Investments AG, Zug 181,645 53,210 100.00 % 100.00 %  
Infoscore Inkasso AG, Schlieren 2,658 1,650 100.00 % 100.00 %  
Media Select AG, Ittigen 553 1 100.00 % 100.00 %  
Motor-Presse (Schweiz) AG, Volketswil 684 53 100.00 % 59.90 %  
Verlagsservice Süd AG, Zug 264 1,150 100.00 % 100.00 %  
Senegal          
Phone Group Senegal S.A.R.L., Dakar 2,284 1,039 100.00 % 60.00 %  
Singapur / Singapore          
Arvato Digital Services Pte. Ltd., Singapur 3,853 1,925 100.00 % 100.00 %  
Fremantle Productions Asia Pte. Ltd., Singapur -2,143 -364 100.00 % 75.73 %  
RTL Group Asia Pte. Ltd., Singapur -20,552 -19,439 100.00 % 75.73 %  
SpotX Singapore Pte. Ltd., Singapur 156 95 100.00 % 75.73 %  
Spanien / Spain          
Arvato Iberia, S.L.U., Madrid 505 283 100.00 % 100.00 %  
Arvato Services Iberia, S.A.U., Barcelona -45,901 -621 100.00 % 100.00 %  
Arvato Services Spain, S.A.U., Madrid 3,862 -451 100.00 % 100.00 %  
Arvato Technical Information, S.L., Martorell 646 420 100.00 % 100.00 %  
Bertelsmann Espana, S.L., Barcelona 72,123 19,005 100.00 % 100.00 %  
BMG Rights Management and Administration (Spain), S.L., Madrid 343 78 100.00 % 100.00 %  
Centro de Imposicion Palleja, S.L., Barcelona 2,627 -474 100.00 % 100.00 %  
Direct Group Grandes Obras, S.L., Barcelona 624 358 100.00 % 75.00 %  
Fremantle de Espana, S.L., Madrid - - 99.60 % 75.42 % 1
FremantleMedia Espana, S.A., Madrid -7,848 -64 100.00 % 75.73 %  
Grupo Editorial Bertelsmann, S.L., Barcelona 7,774 -4,164 100.00 % 100.00 %  
Motorpress Iberica, S.A., Madrid 497 151 100.00 % 59.90 %  
Penguin Books, S.A., Madrid 829 662 100.00 % 75.00 %  
Penguin Random House Grupo Editorial, S.A.U., Barcelona 134,225 6,270 100.00 % 75.00 %  
Printer Industria Grafica Newco, S.L.U., Barcelona 1,976 -702 100.00 % 100.00 %  
Qualytel Andalucia, S.A.U., Sevilla 1,321 1,105 100.00 % 100.00 %  
Qualytel Teleservices, S.A.U., Madrid -2,013 -2,520 100.00 % 100.00 %  
Team 4 Collection and Consulting, S.L.U., Madrid 1,622 171 100.00 % 100.00 %  
THE REAL NETWORK DIALOGUE, S.L., Barcelona 175 -6 100.00 % 100.00 %  
Tria Global Services, S.L.U., Madrid -26 -64 100.00 % 100.00 %  
Südafrika / South Africa          
Penguin Random House South Africa (Pty) Ltd., Johannesburg 7,242 1,787 100.00 % 75.00 %  
Random House Struik Proprietary Limited, Kapstadt 0 0 100.00 % 75.00 %  
Verlag Automobil Wirtschaft (Pty) Ltd., Uitenhage 1,146 239 100.00 % 100.00 %  
Südkorea / South Korea          
Penguin Random House Korea LLC, Seoul 16 -109 100.00 % 75.00 %  
Thailand          
Arvato Services (Thailand) Ltd., Bangkok -450 -167 100.00 % 74.40 %  
arvato systems (Thailand) Ltd., Bangkok 91 -58 100.00 % 100.00 %  
Thai B E Holding Ltd., Bangkok -37 -10 49.80 % 49.80 %  
Tschechische Republik / Czech Republic          
Arvato Services Management Czech Republic s.r.o., Prag -29 -3 100.00 % 100.00 %  
Arvato Services k.s., Prag 3,828 -21 100.00 % 100.00 %  
Türkei / Turkey          
Arvato Lojistik Dis Ticaret ve E Ticaret Hismetleri Anonim Sirketi, Istanbul 2,831 1,304 100.00 % 100.00 %  
Arvato Telekomünikasyon Hizmetleri Anonim Sirketi, Istanbul 5,246 933 100.00 % 100.00 %  
Ligatus Iletisim Hizmetleri Anonim Sirketi, Istanbul 550 0 100.00 % 100.00 %  
Teleservice International Telefon Onarim ve Ticaret Limited Sirketi, Istanbul 2,559 67 100.00 % 100.00 %  
Ukraine          
Limited Liability Company "UC Real Estate", Charkiw 274 423 100.00 % 100.00 %  
Ungarn / Hungary          
Home Shopping Service Hongrie SA, Budapest - - 100.00 % 36.49 % 1
Magyar RTL Televizio Zrt., Budapest 54,466 1,303 100.00 % 75.48 %  
R-Time Kft., Budapest 1,399 110 100.00 % 75.48 %  
RTL Holding Kft., Budapest 16,013 -75 100.00 % 75.48 %  
RTL Services Kft., Budapest 445 164 100.00 % 75.48 %  
trnd Central Eastern Europe Kft., Budapest 12 -191 100.00 % 100.00 %  
UFA Magyarorszag Kft., Budapest 3,073 1,426 100.00 % 75.48 %  
Uruguay          
Ediciones B Uruguay S.A. 726 13 100.00 % 75.00 %  
Editorial Sudamericana Uruguaya S.A., Montevideo 1,873 613 100.00 % 75.04 %  
USA          
495 Productions Holdings LLC, Burbank -5,347 242 75.00 % 56.79 %  
ACI Communications, Inc., Burbank 844 -535 100.00 % 75.73 %  
Advanced Practice Strategies, Inc., Wilmington 4,292 1,818 100.00 % 98.60 %  
AHC Media LLC, Norcross 19,879 -715 100.00 % 98.60 %  
Alliant International University, Inc., Sacramento -7,603 -15,800 80.10 % 80.10 %  
Amygdala Records, Inc., Burbank 1,069 -9,957 100.00 % 75.73 %  
Arist Education System Fund LP, Wilmington 28,760 -22 100.00 % 100.00 %  
Arist Education System LLC, Wilmington 67,896 1,032 100.00 % 100.00 %  
Arvato Digital Services LLC, Wilmington 250,832 -3,618 100.00 % 100.00 %  
arvato Entertainment LLC, Wilmington -1,926 4,367 100.00 % 100.00 %  
Arvato Systems North America, Inc., Wilmington -2,448 238 100.00 % 100.00 %  
Audigram Songs, Inc., Nashville 623 7 100.00 % 100.00 %  
Berryville Graphics, Inc., Wilmington 59,915 2,559 100.00 % 100.00 %  
Bertelsmann Accounting Services, Inc., Wilmington -569 -606 100.00 % 100.00 %  
Bertelsmann Digital Media Investments, Inc., Wilmington 10,937 -1,952 100.00 % 100.00 %  
Bertelsmann Education Services LLC, Wilmington 25,134 972 100.00 % 100.00 %  
Bertelsmann Health & Human Science Education LLC, Wilmington 2,474 -22 100.00 % 100.00 %  
Bertelsmann Learning LLC, Wilmington 425,356 -980 98.60 % 98.60 %  
Bertelsmann PRH Finance, Inc., Wilmington 878,360 7,452 100.00 % 100.00 %  
Bertelsmann Publishing Group, Inc., Wilmington 1,092,371 754,962 85.71 % 85.71 %  
Bertelsmann Ventures, Inc., Wilmington 29,977 731 100.00 % 100.00 %  
Bertelsmann, Inc., Wilmington 1,219,202 136,218 100.00 % 100.00 %  
Big Balls LLC, Burbank -8,445 -1,749 95.00 % 71.94 %  
BMG Audiovisual Productions LLC, Wilmington -23 -25 100.00 % 100.00 %  
BMG Production Music, Inc., New York 2,559 216 100.00 % 100.00 %  
BMG Rights Management (US) LLC, Wilmington 53,047 13,515 100.00 % 100.00 %  
BroadbandTV (USA), Inc., New York 0 0 100.00 % 43.39 %  
Care Management Technologies, Inc., Wilmington 692 -243 100.00 % 98.60 %  
Cathedral Technologies LLC, Burbank 535 88 100.00 % 56.79 %  
Coral Graphic Services, Inc., New York 47,469 13,482 100.00 % 100.00 %  
FCB Productions, Inc., Burbank 49,928 -1,274 100.00 % 75.73 %  
Frederick Warne & Co. LLC, Wilmington - - 100.00 % 75.00 % 1
Fremantle International, Inc., New York -126 0 100.00 % 75.73 %  
Fremantle Productions North America, Inc., Dover 258,048 49,332 100.00 % 75.73 %  
Fremantle Productions, Inc., Burbank 99 0 100.00 % 75.73 %  
FremantleMedia Latin America, Inc., Miami -547 -93 100.00 % 75.73 %  
FremantleMedia Licensing, Inc., New York 19 0 100.00 % 75.73 %  
FremantleMedia North America, Inc., New York 134,255 22,794 100.00 % 75.73 %  
Golden Treasures LLC, Wilmington -1,565 -3 100.00 % 75.00 %  
Good Games Live, Inc., Burbank 8,031 1,472 100.00 % 75.73 %  
Haskell Studio Rentals, Inc., New York -129 -240 100.00 % 75.73 %  
LiquidM, Inc., Wilmington 4,555 42 100.00 % 100.00 %  
Max Post, Inc., Burbank 2,229 -20,555 100.00 % 75.73 %  
Music Box Library, Inc., Burbank -5,134 -18 100.00 % 75.73 %  
Offset Paperback Mfrs., Inc., Wilmington 15,975 -2,090 100.00 % 100.00 %  
Online HealthNow, Inc., Tallahassee 14,020 -226 100.00 % 98.60 %  
OP Services LLC, Burbank 0 0 100.00 % 75.73 %  
Original Productions LLC, Burbank 5,227 38,686 100.00 % 75.73 %  
Pajama Pants Productions LLC, Burbank -19 11 100.00 % 56.79 %  
Penguin Random House Grupo Editorial (USA) LLC, Wilmington -977 371 100.00 % 75.00 %  
Penguin Random House LLC, Wilmington -41,036 319,999 100.00 % 75.00 %  
Prestel Publishing LLC, Wilmington -3,017 -1,897 100.00 % 100.00 %  
PRH Holdings, Inc., Wilmington 959,689 594,825 83.66 % 71.70 %  
PRH Publications, Inc., Wilmington 1,078,801 64,520 100.00 % 78.71 %  
R & B Music LLC, Los Angeles 99 1 50.00 % 50.00 %  
Random House Children's Entertainment LLC, Wilmington -4,634 -14 100.00 % 75.00 %  
Red Brown Venture LLC, Wilmington -4,400 1,465 100.00 % 100.00 %  
RediLearning Corp., Wilmington 3,793 2,829 100.00 % 98.60 %  
Relias Learning LLC, Sacramento 107,789 11,460 100.00 % 98.60 %  
Rise Records, Inc., Salem 7,229 -1,667 100.00 % 100.00 %  
RTL US Holding, Inc., Wilmington 151,765 -3,153 100.00 % 75.73 %  
Sasquatch Books LLC, Wilmington 750 61 100.00 % 75.00 %  
SFLS, Inc., Wilmington 5,564 205 100.00 % 80.10 %  
Smashing Ideas LLC, Wilmington 148 -1,417 100.00 % 75.00 %  
SND Films LLC, New York 213 0 100.00 % 36.55 %  
SND USA, Inc., Wilmington 935 -443 100.00 % 36.55 %  
SpotX, Inc., Wilmington 54,068 5,259 100.00 % 75.73 %  
Sputnik 84 LLC, New York -5 81 100.00 % 75.00 %  
Stern Magazine Corp., New York 4,095 91 100.00 % 100.00 %  
Straightaway Health Careers, Inc., Wilmington -1,471 -1,562 100.00 % 100.00 %  
Studio Production Services, Inc., Burbank 12,546 2,615 100.00 % 75.73 %  
StyleHaul Productions, Los Angeles 9 0 100.00 % 75.73 %  
StyleHaul, Inc., Los Angeles -9,300 -18,257 100.00 % 75.73 %  
TCF Productions, Inc., Burbank 85 0 100.00 % 75.73 %  
This is Hit, Inc., Nashville 28,074 -9,271 100.00 % 100.00 %  
Tiny Riot LLC, Dover -3,862 -81 100.00 % 75.73 %  
WhiteCloud Analytics, Inc., Wilmington -404 -1,537 100.00 % 98.60 %  
YoBoHo New Media, Inc., New York 39 23 100.00 % 38.00 %  
II.B. Nach der Equity-Methode einbezogene Gemeinschaftsunternehmen / Joint ventures accounted for using the equity method          
Belgien / Belgium          
New Contact S.A., Brüssel 155 46 50.00 % 37.74 %  
Deutschland / Germany          
ABIS GmbH, Frankfurt am Main 34 0 100.00 % 49.00 % 2
bedirect GmbH & Co. KG, Gütersloh -304 797 50.00 % 50.00 %  
Delta Advertising GmbH, München 34 0 100.00 % 33.97 % 2
Deutsche Post Adress Geschäftsführungs GmbH, Bonn 61 -9 49.00 % 49.00 %  
Deutsche Post Adress GmbH & Co. KG, Bonn 20,626 18,759 49.00 % 49.00 %  
Euro Transport Media Verlags- und Veranstaltungsgesellschaft mbH, Stuttgart 1,040 379 40.00 % 23.96 %  
G+J NG Media GmbH & Co. KG, Hamburg 3,225 1,436 50.00 % 50.00 %  
Honey GmbH, Hamburg 869 -104 50.00 % 50.00 %  
MAIRDUMONT NETLETIX GmbH & Co. KG, Ostfildern 1,135 0 45.00 % 33.97 % 2
MAIRDUMONT NETLETIX Verwaltungs GmbH, Stuttgart 25 0 45.00 % 33.97 %  
Q division GmbH, Frankfurt am Main 87 -392 30.01 % 22.65 %  
RISER ID Services GmbH, Berlin 2,257 2,033 100.00 % 49.00 %  
Rodale-Motor-Presse GmbH & Co. KG Verlagsgesellschaft, Stuttgart 617 514 50.00 % 29.95 %  
RTL DISNEY Fernsehen Geschäftsführungs GmbH, Köln 94 0 100.00 % 37.74 %  
RTL DISNEY Fernsehen GmbH & Co. KG, Köln 27,116 0 50.00 % 37.74 % 2
Vogel Motor-Presse Procurement GmbH, Würzburg 113 4 50.00 % 29.95 %  
Frankreich / France          
Panora Services SAS, Paris 752 -19 50.00 % 18.27 %  
Serie Club SA, Neuilly-sur-Seine 4,035 2,131 49.99 % 18.27 %  
Mexiko / Mexico          
Editorial Motorpress Televisa, S.A. de C.V., Mexiko-Stadt 594 -478 50.00 % 29.95 %  
Niederlande / Netherlands          
Benelux Film Investments B.V., Schelluinen 3,798 891 50.00 % 37.74 %  
Future Whiz Media B.V., Amsterdam -2,038 -241 29.82 % 22.51 %  
Grundy Endemol Productions VOF, Hilversum 318 6,572 50.00 % 37.86 %  
NLZiet Coöperatief U.A., Hilversum -8,089 -1,544 33.33 % 25.16 %  
Solvo B.V., Amsterdam 800 -557 43.85 % 33.10 %  
Spanien / Spain          
Motorpress Rodale, S.L., Madrid 207 -690 50.00 % 29.95 %  
USA          
Think Music LLC, Wilmington 1,087 2 50.00 % 50.00 %  
Vice Food LLC, Wilmington 782 784 30.00 % 22.72 %  
II.C. Nach der Equity-Methode einbezogene assoziierte Unternehmen / Associates accounted for using the equity method          
Australien / Australia          
Jack Irish Dead Point Pty Ltd, St. Leonards - - 11.00 % 6.25 % 1
Rake 3 Pty Ltd, St. Leonards - - 11.00 % 6.25 % 1
Brasilien / Brazil          
Affero Lab Participacoes S.A., Rio de Janeiro 11,275 -6,931 41.93 % 41.93 %  
Bozano Educacional II FIP, Rio de Janeiro 60,432 26,633 40.00 % 40.00 %  
Editora Schwarcz S.A., Sao Paulo 23,527 1,205 45.00 % 33.75 %  
China          
Beijing 352 Environmental Protection Technology Co., Ltd., Peking 20,089 -2,268 9.03 % 9.03 %  
Beijing Yi Jiu Pi E-commerce Co., Ltd., Peking 115,481 -2,850 10.74 % 10.74 %  
Beijing Yiheng Chuangyuan Technology Co., Ltd., Peking 7,639 -5,787 10.79 % 10.79 %  
Cote d'Ivoire          
Life TV SA 7,077 0 33.33 % 12.18 %  
Deutschland / Germany          
BCS Broadcast Sachsen GmbH & Co. KG, Dresden 1,739 1,329 55.00 % 35.92 %  
Mediengesellschaft Mittelstand Niedersachsen GmbH, Braunschweig 390 156 23.12 % 4.35 %  
NiedersachsenRock 21 GmbH & Co. KG, Garbsen 2,350 1,538 29.83 % 15.25 %  
Radio Hamburg GmbH & Co. KG, Hamburg 8,385 7,281 29.17 % 22.02 %  
RTL 2 Fernsehen Geschäftsführungs GmbH, Grünwald 886 489 35.90 % 27.10 %  
RTL 2 Fernsehen GmbH & Co. KG, Grünwald 65,602 54,423 36.54 % 27.10 %  
SPIEGEL-Verlag Rudolf Augstein GmbH & Co. KG, Hamburg 81,000 29,860 25.25 % 25.25 %  
Frankreich / France          
6&7 SAS, Paris 34 -981 49.00 % 17.91 %  
Elephorm SAS, Lyon 1,288 -244 34.00 % 12.43 %  
Quicksign SAS, Paris 883 -301 24.90 % 9.10 %  
Stephane Plaza Franchise SAS, Levallois Perret 6,234 2,309 49.00 % 17.91 %  
Großbritannien / Great Britain          
Bend IT TV Limited, London -293 -245 25.00 % 18.93 %  
Corona Television Limited, London -1,292 -560 25.00 % 18.93 %  
Dancing Ledge Productions Limited, London 120 -228 24.98 % 18.93 %  
Dr Pluto Films Limited, London -168 -494 25.00 % 18.93 %  
Duck Soup Films Limited, Leeds -6 -497 25.00 % 18.93 %  
Full Fat Television Limited, Cheltenham -332 -446 24.81 % 18.93 %  
Label1 Television Limited, London 334 -5 25.00 % 18.93 %  
Man Alive Entertainment Limited, London -1,130 -675 25.00 % 18.93 %  
Naked Entertainment Limited, Cheltenham -1,520 -659 24.98 % 18.92 %  
Squawka Ltd, London -174 -1,581 34.77 % 26.33 %  
Wild Blue Media Limited, London -198 -520 25.00 % 18.93 %  
Indien / India          
BigFoot Retail Solutions Private Limited, Neu-Delhi 3,535 -3,652 33.83 % 33.83 %  
India Property Online Private Limited, Chennai -216 -2,957 37.65 % 37.65 %  
i-Nurture Education Solutions Private Limited, Bangalore 4,650 -9,427 34.77 % 34.77 %  
Lendingkart Technologies Private Limited, Ahmedabad 19,228 -8,500 17.34 % 17.34 %  
Ruptub Solutions Private Limited, Bangalore 23,846 -15,383 13.45 % 13.45 %  
Kaimaninseln / Cayman Islands          
Bigo Inc., Grand Cayman 101,575 5,383 9.09 % 9.09 %  
Know Box Limited, Grand Cayman 0 0 6.70 % 6.70 %  
moKredit Inc., Grand Cayman 12,961 10,041 17.09 % 17.09 %  
See Mobile Technology, Grand Cayman 10,348 -2,712 12.23 % 12.23 %  
TrendSutra Cayman Holdings Limited, Grand Cayman 23,616 -19,706 22.18 % 22.18 %  
TuanChe Limited, Grand Cayman 14,128 504 13.60 % 13.60 %  
Zaozuo Zaohua ZWORKS Ltd., Grand Cayman 9,683 -4,398 13.40 % 13.40 %  
Kanada / Canada          
UMI Mobile, Inc., Montreal 1,248 -291 35.30 % 23.78 %  
Niederlande / Netherlands          
HelloSparkle B.V., Den Haag 31 -9 25.00 % 18.87 %  
Flinders B.V., Zaandam 4,236 -298 20.00 % 15.10 %  
Schweiz / Switzerland          
Goldbach Audience (Switzerland) AG, Küsnacht 2,602 635 24.95 % 18.83 %  
Goldbach Media (Switzerland) AG, Küsnacht 25,780 26,162 22.96 % 17.33 %  
MF Group Factoring AG, St. Gallen 1,418 275 49.00 % 49.00 %  
Swiss Radioworld AG, Zürich 2,713 2,280 23.08 % 17.42 %  
Singapur / Singapore          
Eruditus Learning Solutions Pte. Ltd., Singapur -2,648 -3,093 17.37 % 17.37 %  
Spanien / Spain          
Atresmedia Corporacion de Medios de Comunicacion, S.A., San Sebastian de los Reyes 446,403 137,972 18.72 % 14.13 %  
USA          
@Radical.Media LLC, New York -1,247 -586 34.50 % 26.13 %  
CLYPD, Inc., Somerville -4,451 -7,799 19.49 % 14.76 %  
Eureka Productions LLC, Camden -3,141 -1,877 25.00 % 18.93 %  
HotChalk, Inc., Wilmington -29,937 -29,569 46.96 % 46.96 %  
Inception VR, Inc., Wilmington 7,227 -2,218 17.74 % 13.39 %  
The Pet Collective LLC, Los Angeles -17 229 35.00 % 26.50 %  
Udacity, Inc., Wilmington 50,284 -33,502 18.61 % 18.61 %  
University Ventures Fund I BeCo-Investment, L.P., New York 10,704 1,161 100.00 % 100.00 %  
University Ventures Fund I, L.P., New York 46,754 965 47.27 % 47.27 %  
University Ventures Fund II, L.P., Delaware 92,791 11,098 55.10 % 55.10 %  
VideoAmp, Inc., New York 543 -15,081 26.43 % 19.95 %  

III. Wegen untergeordneter Bedeutung nicht in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen / Companies excluded from consolidation due to negligible importance

Konzernbilanz

Aktiva

in Mio. € Anhang 31.12.2017 31.12.2016
Langfristige Vermögenswerte      
Geschäfts- oder Firmenwerte 10 8.084 8.174
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 10 2.478 2.544
Sachanlagen 11 1.658 1.564
Anteile an at-equity bilanzierten Beteiligungen 12 952 1.041
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 13 644 542
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 15 87 76
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte 16 710 704
Aktive latente Steuern 9 920 1.007
    15.533 15.652
Kurzfristige Vermögenswerte      
Vorräte 14 1.664 1.685
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 15 4.010 3.853
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 13 67 112
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte 16 868 953
Ertragsteuerforderungen   120 66
Liquide Mittel 17 1.440 1.373
    8.169 8.042
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte   3 100
    23.705 23.794

Passiva

     
in Mio. € Anhang 31.12.2017 31.12.2016
Eigenkapital 18    
Gezeichnetes Kapital   1.000 1.000
Kapitalrücklage   2.345 2.345
Gewinnrücklagen   4.491 4.527
Eigenkapital Bertelsmann-Aktionäre   7.836 7.872
Nicht beherrschende Anteile   1.283 2.023
    9.119 9.895
Langfristige Schulden      
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 19 1.685 1.999
Übrige Rückstellungen 20 126 136
Passive latente Steuern 9 124 146
Genusskapital 21 413 413
Finanzschulden 22 4.251 3.763
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 23 366 392
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 23 391 362
    7.356 7.211
Kurzfristige Schulden      
Übrige Rückstellungen 20 323 315
Finanzschulden 22 668 235
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 23 4.313 4.307
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 23 1.709 1.657
Ertragsteuerverbindlichkeiten   214 166
    7.227 6.680
Schulden im Zusammenhang mit den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten   3 8
    23.705 23.794

Konzern-Kapitalflussrechnung

in Mio. € 2017 2016
Gesamtkonzernergebnis vor Finanzergebnis und Steuern 1.889 1.800
Gezahlte Ertragsteuern -434 -234
Ab-/Zuschreibungen langfristiger Vermögenswerte 766 672
Ergebnis aus Beteiligungsverkäufen -176 -42
Gewinne/Verluste aus Anlagenabgängen -119 -50
Veränderung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen -84 -55
Veränderung der übrigen Rückstellungen 7 -20
Veränderung des Nettoumlaufvermögens -225 -175
Neubewertungen von Beteiligungen zum beizulegenden Zeitwert -15 -12
Sonstige Effekte 33 70
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 1.642 1.954
- davon aus nicht fortgeführten Aktivitäten - -
Investitionen in:    
- Immaterielle Vermögenswerte -319 -388
- Sachanlagen -360 -326
- Finanzanlagen -211 -248
- Kaufpreiszahlungen für konsolidierte Beteiligungen (abzüglich liquider Mittel) -213 -278
Verkäufe von Tochterunternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten 4 -28
Verkäufe von sonstigem Anlagevermögen 339 220
Einzahlungen in/Entnahmen aus leistungsorientierten Versorgungsplänen -37 -33
Cashflow aus Investitionstätigkeit -797 -1.081
- davon aus nicht fortgeführten Aktivitäten - -
Emission von Anleihen/Schuldscheindarlehen 697 694
Auszahlungen für Tilgung von Anleihen/Schuldscheindarlehen - -786
Aufnahme/Tilgung übrige Finanzschulden 282 59
Gezahlte Zinsen -166 -190
Erhaltene Zinsen 12 16
Dividenden an Bertelsmann-Aktionäre -180 -180
Dividenden an nicht beherrschende Anteilseigner und Auszahlungen an Gesellschafter (IAS 32.18(b)) -743 -388
Veränderung des Eigenkapitals -657 -18
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -755 -793
- davon aus nicht fortgeführten Aktivitäten - -
Zahlungswirksame Veränderung der liquiden Mittel 90 80
Wechselkursbedingte und sonstige Veränderungen der liquiden Mittel -24 -14
Liquide Mittel am 1.1. 1.376 1.310
Liquide Mittel am 31.12. 1.442 1.376
Abzüglich liquider Mittel der Veräußerungsgruppen -2 -3
Liquide Mittel am 31.12. (laut Konzernbilanz) 1.440 1.373

Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung finden sich unter Textziffer 26 "Kapitalflussrechnung".

Veränderung der Nettofinanzschulden

in Mio. € 2017 2016
Nettofinanzschulden am 1.1. -2.625 -2.765
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 1.642 1.954
Cashflow aus Investitionstätigkeit -797 -1.081
Zinsen, Dividenden und Eigenkapitalveränderungen, weitere Zahlungen (IAS 32.18(b)) -1.734 -760
Wechselkursbedingte und sonstige Veränderungen der Nettofinanzschulden 35 27
Nettofinanzschulden am 31.12. -3.479 -2.625

Nettofinanzschulden entsprechen dem Saldo aus den Bilanzposten "Liquide Mittel" und "Finanzschulden".

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage 1) Gewinnrücklagen
Übrige Gewinnrücklagen
in Mio. €
Stand 1.1.2016 1.000 2.345 3.993
Konzernergebnis - - 686
Sonstiges Ergebnis - - -230
Konzern-Gesamtergebnis - - 456
Dividendenausschüttungen - - -180
Anteilsänderungen an Tochterunternehmen ohne Verlust der Beherrschung - - 16
Eigenkapitaltransaktionen mit Anteilseignern - - -164
Übrige Veränderungen - - -9
Stand 31.12.2016 1.000 2.345 4.276
Stand 1.1.2017 1.000 2.345 4.276
Konzernergebnis - - 776
Sonstiges Ergebnis - - 170
Konzern-Gesamtergebnis - - 946
Dividendenausschüttungen 3) - - -180
Anteilsänderungen an Tochterunternehmen ohne Verlust der Beherrschung - - -400
Eigenkapitaltransaktionen mit Anteilseignern - - -580
Übrige Veränderungen - - -11
Stand 31.12.2017 1.000 2.345 4.631
Gewinnrücklagen
Kumuliertes übriges Eigenkapital 2)
in Mio. € Währungskursveränderungen Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte Cash Flow Hedges
Stand 1.1.2016 96 13 29
Konzernergebnis - - -
Sonstiges Ergebnis 17 72 3
Konzern-Gesamtergebnis 17 72 3
Dividendenausschüttungen - - -
Anteilsänderungen an Tochterunternehmen ohne Verlust der Beherrschung - - -
Eigenkapitaltransaktionen mit Anteilseignern - - -
Übrige Veränderungen - - -
Stand 31.12.2016 113 85 32
Stand 1.1.2017 113 85 32
Konzernergebnis - - -
Sonstiges Ergebnis -361 -16 -60
Konzern-Gesamtergebnis -361 -16 -60
Dividendenausschüttungen 3) - - -
Anteilsänderungen an Tochterunternehmen ohne Verlust der Beherrschung 52 - -
Eigenkapitaltransaktionen mit Anteilseignern 52 - -
Übrige Veränderungen - - -
Stand 31.12.2017 -196 69 -28
Gewinnrücklagen Eigenkapital Bertelsmann-Aktionäre Nicht beherrschende Anteile Gesamt
Kumuliertes übriges Eigenkapital 2)
in Mio. € Anteil am sonstigen Ergebnis, der auf at-equity bilanzierte Beteiligungen entfällt
Stand 1.1.2016 15 7.491 1.943 9.434
Konzernergebnis - 686 451 1.137
Sonstiges Ergebnis 6 -132 6 -126
Konzern-Gesamtergebnis 6 554 457 1.011
Dividendenausschüttungen - -180 -376 -556
Anteilsänderungen an Tochterunternehmen ohne Verlust der Beherrschung - 16 9 25
Eigenkapitaltransaktionen mit Anteilseignern - -164 -367 -531
Übrige Veränderungen - -9 -10 -19
Stand 31.12.2016 21 7.872 2.023 9.895
Stand 1.1.2017 21 7.872 2.023 9.895
Konzernergebnis - 776 422 1.198
Sonstiges Ergebnis -7 -274 -88 -362
Konzern-Gesamtergebnis -7 502 334 836
Dividendenausschüttungen 3) - -180 -789 -969
Anteilsänderungen an Tochterunternehmen ohne Verlust der Beherrschung 1 -347 -282 -629
Eigenkapitaltransaktionen mit Anteilseignern 1 -527 -1.071 -1.598
Übrige Veränderungen - -11 -3 -14
Stand 31.12.2017 15 7.836 1.283 9.119

1) Die Kapitalrücklage enthält im Wesentlichen die bei Ausgabe von Stammaktien über den Nennbetrag hinaus erzielten Beträge.
2) Davon entfallen zum 31. Dezember 2017 keine nennenswerten Beträge auf Vermögenswerte, die als zur Veräußerung gehalten nach IFRS 5 klassifiziert werden (31. Dezember 2016: 3 Mio. €).
3) Die gegenüber dem Vorjahr erhöhten Dividendenausschüttungen an nicht beherrschende Anteilseigner enthalten eine Sonderdividendenausschüttung an den Mitgesellschafter von Penguin Random House in Höhe von 430 Mio. €. Weitere Erläuterungen finden sich unter Textziffer 12 "Anteile an anderen Unternehmen".

Konzernanhang

Segmentinformationen (fortgeführte Aktivitäten)

RTL Group Penguin Random House Gruner + Jahr
in Mio. € 2017 2016 2017 2016 2017 2016
Außenumsatz 6.358 6.228 3.359 3.360 1.493 1.554
Innenumsatz 15 9 - 1 20 26
Umsatz der Bereiche 6.373 6.237 3.359 3.361 1.513 1.580
Operating EBITDA 1.478 1.405 521 537 145 137
EBITDA-Marge 1) 23,2 % 22,5 % 15,5 % 16,0 % 9,6 % 8,7 %
Wertminderungen (-)/Wertaufholungen (+) auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen -3 -3 - - -32 -
Ergebnis aus at-equity bilanzierten Beteiligungen 69 67 - - 8 4
Investiertes Kapital 6.564 6.649 2.309 2.431 690 724
BMG Arvato Bertelsmann Printing Group
in Mio. € 2017 2016 2017 2016 (angepasst) 2017 2016 (angepasst)
Außenumsatz 504 413 3.754 3.693 1.498 1.510
Innenumsatz 3 3 69 70 183 199
Umsatz der Bereiche 507 416 3.823 3.763 1.681 1.709
Operating EBITDA 104 95 320 356 118 121
EBITDA-Marge 1) 20,5 % 22,8 % 8,4 % 9,5 % 7,0 % 7,1 %
Wertminderungen (-)/Wertaufholungen (+) auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen - - -2 -9 - -1
Ergebnis aus at-equity bilanzierten Beteiligungen - - 9 9 - -
Investiertes Kapital 1.816 1.864 1.673 1.442 172 211
Bertelsmann Education Group Bertelsmann Investments 2) Summe der Bereiche
in Mio. € 2017 2016 2017 2016 2017 2016 (angepasst)
Außenumsatz 189 142 - - 17.155 16.900
Innenumsatz - - - - 290 308
Umsatz der Bereiche 189 142 - - 17.445 17.208
Operating EBITDA 3 -17 -3 - 2.686 2.634
EBITDA-Marge 1) 1,8 % - 11,6 % n/a n/a 15,4 % 15,3 %
Wertminderungen (-)/Wertaufholungen (+) auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen - - - - -37 -13
Ergebnis aus at-equity bilanzierten Beteiligungen -16 -32 -6 -18 64 30
Investiertes Kapital 904 1.053 576 466 14.704 14.840
Corporate Konsolidierung Fortgeführte Aktivitäten
in Mio. € 2017 2016 2017 2016 (angepasst) 2017 2016
Außenumsatz 35 50 - - 17.190 16.950
Innenumsatz 39 31 -329 -339 - -
Umsatz der Bereiche 74 81 -329 -339 17.190 16.950
Operating EBITDA -53 -62 3 -4 2.636 2.568
EBITDA-Marge 1) n/a n/a n/a n/a 15,3 % 15,2 %
Wertminderungen (-)/Wertaufholungen (+) auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen - - - - -37 -13
Ergebnis aus at-equity bilanzierten Beteiligungen - - -1 -1 63 29
Investiertes Kapital 99 115 -36 -19 14.767 14.936

Die Vorjahreswerte wurden angepasst. Weitere Erläuterungen zur Anpassung zuvor veröffentlichter Informationen finden sich unter Textziffer 27 "Segmentberichterstattung".

1) Operating EBITDA in Prozent vom Umsatz.
2) Die Geschäftsentwicklung von Bertelsmann Investments wird im Wesentlichen auf Basis des EBIT ermittelt. Das EBIT betrug 141 Mio. € (Vj.: 35 Mio. €).

Überleitung zum Operating EBITDA (fortgeführte Aktivitäten)

in Mio. € 2017 2016
EBIT aus fortgeführten Aktivitäten 1.896 1.799
Sondereinflüsse    
- Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer sowie Gewinne aus Unternehmenserwerben 30 -
- Anpassung der Buchwerte der zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte 4 14
- Wertminderungen auf sonstige Finanzanlagen 20 22
- Wertminderungen und Wertaufholungen auf at-equity bilanzierte Beteiligungen 50 4
- Ergebnis aus Beteiligungsverkäufen -182 -41
- Neubewertungen von Beteiligungen zum beizulegenden Zeitwert -15 -12
- Restrukturierungsaufwendungen und weitere Sondereinflüsse 176 152
Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 691 632
Korrektur um in Sondereinflüssen enthaltene Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen -34 -2
Operating EBITDA aus fortgeführten Aktivitäten 2.636 2.568

Informationen nach geografischen Regionen (fortgeführte Aktivitäten)

Deutschland Frankreich Großbritannien
in Mio. € 2017 2016 2017 2016 2017 2016
Außenumsatz 5.840 5.858 2.306 2.242 1.169 1.078
Langfristige Vermögenswerte 1) 3.231 3.175 1.180 1.204 1.324 1.343
Übriges Europa USA Sonstige Länder
in Mio. € 2017 2016 2017 2016 2017 2016
Außenumsatz 3.212 3.102 3.526 3.532 1.137 1.138
Langfristige Vermögenswerte 1) 3.291 3.159 2.947 3.177 247 224
Fortgeführte Aktivitäten
in Mio. € 2017 2016
Außenumsatz 17.190 16.950
Langfristige Vermögenswerte 1) 12.220 12.282

1) Langfristige Vermögenswerte umfassen Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (einschließlich Geschäfts- oder Firmenwerten). Erläuterungen zur Segmentberichterstattung finden sich unter Textziffer 27 "Segmentberichterstattung".

Informationen zu Erlösquellen (fortgeführte Aktivitäten)

Produkte und Waren Werbung und Anzeigen Dienstleistungen
in Mio. € 2017 2016 2017 2016 2017 2016
Außenumsatz 4.335 4.602 4.406 4.384 6.073 5.767
Rechte und Lizenzen Fortgeführte Aktivitäten
in Mio. € 2017 2016 2017 2016
Außenumsatz 2.376 2.197 17.190 16.950

Allgemeine Grundsätze

Der Konzernabschluss der Bertelsmann SE & Co. KGaA zum 31. Dezember 2017 wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) sowie diesbezüglichen Interpretationen (lFRlC) des IFRS Interpretations Committee (IFRS IC) erstellt, wie sie in der EU anzuwenden sind (EU-IFRS). Ergänzend wurden die nach § 315e HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften beachtet. Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, erfolgen alle Angaben in Millionen Euro (Mio. €). Um die Übersichtlichkeit der Darstellung zu verbessern, sind einzelne Posten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung sowie der Konzernbilanz zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang detaillierter ausgewiesen und erläutert.

Die Bertelsmann SE & Co. KGaA ist eine in Gütersloh, Deutschland, ansässige Kommanditgesellschaft auf Aktien.

Die Anschrift des eingetragenen Firmensitzes ist: Carl-Bertelsmann-Straße 270, 33311 Gütersloh.

Bertelsmann ist ein Medien-, Dienstleistungs- und Bildungsunternehmen, das in rund 50 Ländern der Welt aktiv ist. Die geografischen Kernmärkte umfassen Westeuropa - vor allem Deutschland, Frankreich sowie Großbritannien - und die USA. Darüber hinaus verstärkt Bertelsmann sein Engagement in Wachstumsregionen wie China, Indien und Brasilien. Zu den Bertelsmann-Unternehmensbereichen gehören die RTL Group (Fernsehen), Penguin Random House (Bücher), Gruner + Jahr (Zeitschriften), BMG (Musik), Arvato (Dienstleistungen), die Bertelsmann Printing Group (Druck), die Bertelsmann Education Group (Bildung) und Bertelsmann Investments (Fonds). Weitere Erläuterungen zu den Hauptaktivitäten der Bertelsmann SE & Co. KGaA und ihrer Tochterunternehmen sind ausführlich im zusammengefassten Lagebericht dargestellt.

Auswirkungen von neuen Rechnungslegungsstandards

Die Effekte aus der Erstanwendung neuer Rechnungslegungsvorschriften und Interpretationen waren für den Bertelsmann-Konzern unwesentlich.

Auswirkungen von zukünftig verpflichtend anzuwendenden Rechnungslegungsstandards

Der Bertelsmann-Konzern hat keine vom IASB oder IFRS IC veröffentlichten, aber noch nicht verpflichtend anzuwendenden Standards, Interpretationen oder Änderungen vorzeitig angewendet. Für Bertelsmann wesentliche zukünftig verpflichtend anzuwendende Rechnungslegungsstandards sind IFRS 9 "Finanzinstrumente", IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" und IFRS 16 "Leasingverhältnisse".

IFRS 9 "Finanzinstrumente" beinhaltet überarbeitete Vorgaben zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten, neue Vorschriften zur Wertminderung von Finanzinstrumenten und neue Vorschriften zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen. Der IFRS 9 ist für den Bertelsmann-Konzern erstmals auf das Geschäftsjahr 2018 anzuwenden. Die im Jahr 2016 gestarteten Analysen zu den Auswirkungen des IFRS 9 auf den Konzernabschluss wurden 2017 abgeschlossen. Die Analyse der Schuldinstrumente hat ergeben, dass diese überwiegend gehalten werden, um die vertraglichen Zahlungsströme zu vereinnahmen, die ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen darstellen, sodass ein Großteil der Schuldinstrumente weiterhin zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet wird. Darüber hinaus hält der Bertelsmann-Konzern sogenannte Fund in Fund Investments, die der Unternehmensbereich Bertelsmann Investments erwirbt. Diese stellen nach IFRS 9 im Wesentlichen Schuldinstrumente dar. Die Rückflüsse aus diesen Fund in Fund Investments stellen nicht ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen dar und erfüllen somit nicht die Zahlungsstrombedingungen, sodass diese Schuldinstrumente nach IFRS 9 erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden. Da diese Fund in Fund Investments bereits jetzt grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, ergeben sich zum 1. Januar 2018 daraus keine finanziellen Auswirkungen aus der Bewertung dieser Finanzinstrumente. Die aus Schwankungen des beizulegenden Zeitwerts resultierenden Gewinne und Verluste unter Berücksichtigung latenter Steuern wurden im Berichtsjahr im sonstigen Ergebnis erfasst, während künftig eine Erfassung in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgen wird. Insgesamt werden zum 31. Dezember 2017 finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 509 Mio. € als zur Veräußerung verfügbar klassifiziert und erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Diese finanziellen Vermögenswerte werden auch künftig zum beizulegenden Zeitwert bewertet, jedoch werden für die Mehrheit Schwankungen des beizulegenden Zeitwerts grundsätzlich erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die für diese finanziellen Vermögenswerte im kumulierten Eigenkapital erfassten Beträge in Höhe von 69 Mio. € werden zum 1. Januar 2018 in die übrigen Gewinnrücklagen umgegliedert und nachfolgend nicht mehr in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Eigenkapitalinstrumente, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden, sind einzeln und in Summe unwesentlich für den Bertelsmann-Konzern und betreffen überwiegend aus Wesentlichkeitsgründen nicht in den Konzernabschluss einbezogene Beteiligungen an Tochterunternehmen. Soweit Wertänderungen erfolgsneutral Berücksichtigung finden, werden sie beim Verkauf dieser Instrumente zukünftig nicht mehr in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. Die Analysen zu den Auswirkungen auf die Bewertung von Finanzinstrumenten, insbesondere im Hinblick auf die Wertminderung von Finanzinstrumenten, sind ebenso abgeschlossen. Zukünftig werden Wertberichtigungsmatrizen zur Ermittlung von Wertminderungen bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf Basis historischer Forderungsausfälle, Laufzeitbänder und erwarteter Kreditausfälle verwendet. Die Bildung der Wertberichtigungsmatrizen erfolgt unternehmensbereichs- bzw. Business-Unit-spezifisch für Forderungsgruppen, die jeweils ähnliche Ausfallmuster aufweisen. Darüber hinaus werden separate Risikobeurteilungen vorgenommen. Aufgrund der geänderten Berechnungen der Wertminderungen ergibt sich eine unwesentliche Erhöhung der Wertminderung, die zum 1. Januar 2018 erfolgsneutral in den Gewinnrücklagen erfasst wurde. Darüber hinaus ergibt sich kein wesentlicher Effekt im Hinblick auf die Bewertung von Finanzinstrumenten. Aus den neuen Vorschriften zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen werden zum 31. Dezember 2017 keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss erwartet. Grundsätzlich sieht IFRS 9 eine retrospektive Anwendung vor, jedoch sind auch verschiedene Ausnahmen insbesondere im Bereich der Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen vorgesehen. Die Vorjahreswerte werden aufgrund der bestehenden praktischen Erleichterungen nach IFRS 9 nicht angepasst.

IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" enthält umfassende branchen- und transaktionsunabhängige Neuregelungen zur Erlöserfassung. Der neue Standard ersetzt den bisherigen Chancen- und Risikoansatz durch ein fünfstufiges vertragsbasiertes Modell. Neben deutlich umfangreicheren Anwendungsleitlinien zur bilanziellen Abbildung von Erlösen aus Kundenverträgen sind detaillierte Angabevorschriften im Anhang zu erfüllen. Der Standard ist verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Die Erstanwendung erfolgt bei Bertelsmann mittels der modifiziert retrospektiven Methode, nach der der IFRS 15 konzernweit prospektiv ab dem 1. Januar 2018 unter Angabe des in den Gewinnrücklagen erfassten kumulierten Erstanwendungseffekts angewandt wird. Bertelsmann wendet im Rahmen der Erstanwendung die im Standard vorgesehenen Erleichterungen für die modifiziert retrospektive Methode an.

Im Rahmen der Implementierung hat Bertelsmann ein konzernweites auf die Bedürfnisse des jeweiligen Unternehmensbereichs zugeschnittenes Projekt aufgesetzt und erfolgreich durchgeführt. Auf Grundlage von definierten und analysierten Kerngeschäftsmodellen in den Unternehmensbereichen erfolgte der Rollout auf bestehende Kundenverträge sowie die dezentrale Überprüfung der Vertriebsprozesse zur Identifizierung von Anpassungsbedarfen, um darauf aufbauend die Erfüllung der prozessualen Anforderungen des IFRS 15 sicherzustellen. Im Rahmen des Projekts wurden Anpassungen des Berichterstattungssystems, des Kontenplans sowie der Anhangformulare vorgenommen. Per Ende 2017 hat Bertelsmann konzernweit die aus der Implementierung von IFRS 15 erwarteten Auswirkungen auf Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang je Business Unit auf Basis der 2017 erzielten Umsatzerlöse bzw. Bilanzwerte zum 31. Dezember 2017 erhoben.

In Bezug auf die einzelnen Unternehmensbereiche sind die folgenden Auswirkungen identifiziert worden:

RTL Group: Bei Geschäftsmodellen, die zur Erzielung von Lizenzerlösen führen, hängt der Zeitpunkt der Umsatzrealisierung zukünftig davon ab, ob ein Recht auf Zugriff auf das geistige Eigentum über den gesamten Lizenzierungszeitraum oder ein Recht auf Nutzung des geistigen Eigentums mit Stand zum Zeitpunkt der Lizenzerteilung eingeräumt wird. Bei der Mehrheit der seitens der RTL Group gewährten Lizenzen steht die Nutzung des geistigen Eigentums mit Stand zum Zeitpunkt der Lizenzerteilung im Vordergrund, was zu einer vollständigen Erlösrealisierung zum Zeitpunkt der Übertragung der Nutzungsrechte führt. Im Vergleich zur bisherigen Bilanzierung kommt es in einigen Fällen zu einer zeitlichen Vorverlagerung der Umsatzrealisierung, wobei der Umstellungseffekt zum Erstanwendungszeitpunkt unwesentlich ist.

Penguin Random House: In Bezug auf bestimmte den E-Book-Verkäufen zugrunde liegende Verträge ergibt sich aufgrund des neuen Standards eine Änderung im Ausweis der Umsatzerlöse und Aufwendungen. Basierend auf einem konkretisierten Kundenbegriff bzw. auf einer konkretisierten Kundendefinition, auf dem IFRS 15 zugrunde liegenden Kontrollkonzept sowie auf der Anwendung des geänderten Prinzipal-Agent-Ansatzes werden zukünftig Umsatzerlöse in Höhe des mit dem Endkunden erzielten Betrags erfasst. Anfallende Provisionen für den Online-Retailer werden als Aufwendungen erfasst. In Bezug auf das Geschäftsmodell Physische Bücher werden die erwarteten Remissionen nicht mehr mit den Forderungen saldiert, sondern als Remissionsverbindlichkeit ausgewiesen. Daneben erfolgt die bilanzielle Erfassung der Herausgabeansprüche für Retouren nicht mehr im Vorratsvermögen, sondern innerhalb der sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerte.

Gruner + Jahr: Im Geschäftsmodell Abonnementverkäufe erfüllt die den Kunden gewährte Prämie das Kriterium einer separaten Leistungsverpflichtung, während an Vermittler von Abonnementverkäufen gewährte Prämien zukünftig als Vertragsanbahnungskosten aktiviert und über die erwartete Laufzeit des Abonnements amortisiert werden. Weiterhin werden an Kunden gezahlte Werbekostenzuschüsse zukünftig nicht mehr im Aufwand gezeigt, sondern führen zu einer Minderung der Umsatzerlöse. Die aus den genannten Effekten resultierenden Auswirkungen auf die Darstellung im Bertelsmann-Konzernabschluss sind einzeln und zusammen betrachtet unwesentlich. In Bezug auf das Geschäftsmodell Zeitschriften werden die erwarteten Remissionen nicht mehr mit den Forderungen saldiert, sondern als Remissionsverbindlichkeit ausgewiesen.

BMG: Bei BMG ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung.

Arvato: Bei Arvato ergeben sich aufgrund des Dienstleistungscharakters der Geschäftstätigkeit keine wesentlichen Auswirkungen auf Zeitpunkt und Höhe der Umsatzrealisierung. Aufgrund der konkreteren Kunden- und Umsatzdefinition des IFRS 15 werden teilweise Erlöse, die bislang als sonstiger betrieblicher Ertrag gezeigt wurden, zukünftig als Umsatzerlöse ausgewiesen. Daneben sind die grundlegenden Prinzipal-Agent-Analysen im Arvato-Bereich mit dem Ergebnis abgeschlossen worden, dass sich auf Basis der analysierten Geschäftsmodelle keine wesentlichen Änderungen in der Beurteilung zwischen Brutto- und Nettoausweis ergeben.

Bertelsmann Printing Group: Aufgrund des zunehmenden Dienstleistungscharakters der Geschäftstätigkeit ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf Zeitpunkt und Höhe der Umsatzrealisierung.

Bertelsmann Education Group: Im Education-Geschäft ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung.

Durch die oben ausgeführten Änderungen wird sich zum Umstellungszeitpunkt am 1. Januar 2018 ein in den Gewinnrücklagen zu erfassender kumulierter Erstanwendungseffekt im niedrigen einstelligen Millionenbereich ergeben. Daneben wird zum 1. Januar 2018 aufgrund der genannten Darstellungsänderungen innerhalb der Bilanz eine Bilanzverlängerung in Höhe von rund 370 Mio. € erwartet, was einem Anteil an der Konzernbilanzsumme von 1,5 Prozent entspricht. In Bezug auf die Gewinn- und Verlustrechnung führen die genannten Ausweisänderungen zu einer Verminderung der EBITDA-Marge um etwa 0,25 Prozentpunkte.

Der Konzern hat entschieden, ab dem 1. Januar 2018 folgende Erleichterungen anzuwenden:

Kosten der Auftragserlangung werden nicht aktiviert, sofern der zugrunde liegende Vermögenswert innerhalb von nicht mehr als zwölf Monaten amortisiert wird.

Der Wert der Gegenleistung wird nicht um eine wesentliche Finanzierungskomponente angepasst, sofern sich die Finanzierungskomponente auf einen Zeitraum von nicht mehr als zwölf Monaten bezieht.

Der im Januar 2016 veröffentlichte IFRS 16 regelt den Ansatz, die Bewertung, den Ausweis sowie die Angabepflichten bezüglich Leasingverhältnissen. IFRS 16 ersetzt die bisherigen Standards und Interpretationen IAS 17 "Leasingverhältnisse", IFRIC 4 "Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält", SIC 15 "Operating-Leasingverhältnisse - Anreize" und SIC 27 "Beurteilung des wirtschaftlichen Gehalts von Transaktionen in der rechtlichen Form von Leasingverhältnissen". Die Änderungen betreffen im Wesentlichen den Leasingnehmer und führen dazu, dass grundsätzlich alle Leasingverhältnisse und die damit verbundenen vertraglichen Rechte und Verpflichtungen in der Bilanz des Leasingnehmers zu erfassen sind. Der Standard ersetzt die lineare Erfassung von Aufwendungen aus Operating Lease gemäß IAS 17 durch die Erfassung eines Abschreibungsaufwands für das Nutzungsrecht am Leasinggegenstand und die Erfassung von Zinsaufwendungen aus den Leasingverbindlichkeiten (innerhalb des Finanzergebnisses). Darüber hinaus enthält IFRS 16 erweiterte Anhangangaben für Leasingnehmer. Die Regelungen des IFRS 16 für Leasinggeber sind weitgehend unverändert zu den aktuellen Bilanzierungsregeln nach IAS 17. Der Standard ist verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Bei der erstmaligen Anwendung des IFRS 16 besteht ein Wahlrecht zwischen einem vollständig retrospektiven Ansatz und einem modifiziert retrospektiven Ansatz. Die Einführung des IFRS 16 erfolgt im Bertelsmann-Konzern im Rahmen eines konzernweiten Umstellungsprojekts. Dabei wurden zunächst wesentliche Mietverträge des Bertelsmann-Konzerns analysiert, um unter anderem die Methode der erstmaligen Anwendung des IFRS 16 festzulegen. Die Analyse der wesentlichen Mietverhältnisse ist noch nicht abgeschlossen. Im Rahmen der weiteren Analyse aller Mietverträge werden die Auswirkungen auf den Konzernabschluss quantifiziert. Zum 31. Dezember 2017 beträgt der Barwert der Verpflichtungen aus unkündbaren Mietverhältnissen, die gemäß IAS 17 als Operating Leases qualifiziert wurden und voraussichtlich zu einer Aktivierung von Nutzungsrechten nach IFRS 16 führen werden, 1.261 Mio. €. Der Bertelsmann-Konzern wird künftig ein entsprechendes Nutzungsrecht am Leasinggegenstand und eine Leasingverbindlichkeit bilanzieren, sofern im Einzelfall nicht die Ausnahmeregelungen für kurzfristige Leasingverhältnisse oder Leasingverhältnisse über geringwertige Vermögenswerte in Anspruch genommen werden. Die Entscheidung über die Ausübung der Bilanzierungswahlrechte für kurzfristige Leasingverhältnisse mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr und für Leasingverhältnisse über geringwertige Vermögenswerte sowie über die Methode zur Erstanwendung des IFRS 16 ist im Bertelsmann-Konzern noch nicht getroffen worden.

Es ist davon auszugehen, dass die Erstanwendung des IFRS 16 aufgrund des Ansatzes der Nutzungsrechte an den zugrunde liegenden Leasinggegenständen sowie des Ansatzes einer Leasingverbindlichkeit einen wesentlichen Effekt auf die Konzernbilanz des Bertelsmann-Konzerns haben wird. Im Hinblick auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung werden anstelle der bisherigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen für Operating Leases unter IFRS 16 künftig die Abschreibungen der Nutzungsrechte und die Zinsaufwendungen für die Leasingverbindlichkeiten ausgewiesen. Entsprechend wird sich mit Einführung des IFRS 16 eine Verbesserung des EBITDA ergeben. In der Konzern-Kapitalflussrechnung wird sich aus der Anwendung von IFRS 16 eine Verbesserung des operativen Cashflows ergeben, während der Tilgungsanteil der Leasingzahlungen den Cashflow aus Finanzierungstätigkeit reduzieren wird. Eine verlässliche Schätzung zur Höhe des finanziellen Effekts kann erst nach Abschluss der konzernweiten Überprüfung der Mietverträge abgegeben werden.

Der Bertelsmann-Konzern verzichtet auf eine vorzeitige Anwendung der Standards IFRS 9, IFRS 15 und IFRS 16.

Konsolidierung

Konsolidierungsgrundsätze

Der Bertelsmann-Konzernabschluss beinhaltet den Abschluss des Mutterunternehmens sowie von dessen Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen.

Tochterunternehmen sind Unternehmen, die von der Bertelsmann SE & Co. KGaA gemäß IFRS 10 beherrscht werden. Die Einbeziehung in den Konzernabschluss beginnt zu dem Zeitpunkt, ab dem die Möglichkeit der Beherrschung besteht, und endet, wenn Bertelsmann die Möglichkeit der Beherrschung verliert. Der Gewinn oder Verlust und jede Komponente des Gesamtergebnisses werden den Anteilseignern des Mutterunternehmens und den nicht beherrschenden Anteilen zugeordnet, auch wenn dadurch die nicht beherrschenden Anteile einen Negativsaldo aufweisen.

Unternehmenszusammenschlüsse werden entsprechend IFRS 3 nach der Erwerbsmethode bilanziert. Anteile nicht beherrschender Anteilseigner werden mit den anteiligen beizulegenden Zeitwerten der Vermögenswerte und Schulden bewertet. Wenn die übertragene Gegenleistung des Unternehmenszusammenschlusses oder die den identifizierbaren Vermögenswerten und übernommenen Schulden des erworbenen Unternehmens zuzuweisenden beizulegenden Zeitwerte zum Zeitpunkt der erstmaligen Bilanzierung nur provisorisch bestimmt werden können, wird der Unternehmenszusammenschluss mittels dieser provisorischen Werte bilanziert. Die Fertigstellung der erstmaligen Bilanzierung erfolgt in Übereinstimmung mit IFRS 3.45 unter Berücksichtigung des Bewertungszeitraums von einem Jahr. Vergleichsinformationen für Berichtsperioden vor Fertigstellung der erstmaligen Bilanzierung werden so dargestellt, als wären sie bereits zum Erwerbszeitpunkt vollzogen.

Änderungen der Beteiligungsquote des Mutterunternehmens an einem Tochterunternehmen, die nicht zu einem Verlust der Beherrschung führen, werden als Eigenkapitaltransaktionen bilanziert. Nach dem Verlust der Beherrschung eines Tochterunternehmens erfolgt dessen Endkonsolidierung entsprechend den Vorschriften des IFRS 10. Alle an dem ehemaligen Tochterunternehmen weiterhin gehaltenen Anteile sowie alle von dem ehemaligen oder an das ehemalige Tochterunternehmen geschuldeten Beträge werden ab dem Zeitpunkt des Beherrschungsverlustes gemäß der anzuwendenden IFRS bilanziert.

Gemeinschaftsunternehmen gemäß IFRS 11 und assoziierte Unternehmen werden nach der Equity-Methode gemäß IAS 28 in den Konzernabschluss einbezogen. Assoziierte Unternehmen sind Unternehmen, auf die Bertelsmann maßgeblichen Einfluss ausübt. Dies ist regelmäßig bei Stimmrechtsanteilen zwischen 20 und 50 Prozent der Fall. Bei geringerem Anteilsbesitz wird die Bilanzierung nach der Equity-Methode durch das Vorliegen eines maßgeblichen Einflusses nach IAS 28.6 begründet.

Bei einem Übergang von der Bilanzierung als Finanzinvestition hin zu der Equity-Methode werden die Vorschriften des IFRS 3 analog angewendet, sodass der beizulegende Zeitwert der Altanteile im Übergangszeitpunkt in die Anschaffungskosten der at-equity bilanzierten Beteiligung einfließt. Die Differenz zwischen Zeit- und Buchwert der Altanteile wird ergebniswirksam erfasst. Bei der Anwendung der Equity-Methode auf ein assoziiertes Unternehmen oder ein Gemeinschaftsunternehmen, das eine Investmentgesellschaft ist, behält Bertelsmann, das selbst keine Investmentgesellschaft ist, in der Regel die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert bei, die das Beteiligungsunternehmen auf seine Beteiligungen an Tochterunternehmen anwendet.

Unwesentliche Beteiligungen werden im Bertelsmann-Konzern unter Berücksichtigung von IAS 39 dargestellt.

Konsolidierungskreis

Bertelsmann ist an der RTL Group mit 75,1 Prozent und an Penguin Random House mit 75 Prozent (Vj.: 53 Prozent) als Mehrheitsgesellschafter beteiligt. Gruner + Jahr, BMG, Arvato, die Bertelsmann Printing Group und die Bertelsmann Education Group sowie Bertelsmann Investments gehören jeweils zu 100 Prozent zu Bertelsmann.

Zusammensetzung Konsolidierungskreis

Tochterunternehmen Gemeinschaftsunternehmen Assoziierte Unternehmen
31.12.2017 31.12.2016 31.12.2017 31.12.2016 31.12.2017 31.12.2016
RTL Group 291 272 15 12 37 28
Penguin Random House 93 90 - - 1 1
Gruner + Jahr 118 133 7 8 1 2
BMG 69 72 1 1 - -
Arvato 188 192 4 5 1 1
Bertelsmann Printing Group 39 32 1 - - -
Bertelsmann Education Group 25 23 - - 5 5
Bertelsmann Investments 8 9 - - 18 15
Corporate 1) 48 51 - - - -
Gesamt 879 874 28 26 63 52
Gesamt
31.12.2017 31.12.2016
RTL Group 343 312
Penguin Random House 94 91
Gruner + Jahr 126 143
BMG 70 73
Arvato 193 198
Bertelsmann Printing Group 40 32
Bertelsmann Education Group 30 28
Bertelsmann Investments 26 24
Corporate 1) 48 51
Gesamt 970 952

1) Einschließlich der Bertelsmann SE & Co. KGaA.

Entwicklung Konsolidierungskreis

Deutschland Frankreich Großbritannien Übriges Europa USA Sonstige Länder
Einbezogen zum 31.12.2016 296 115 132 186 87 136
Zugänge 11 6 7 12 10 42
Abgänge 19 5 14 11 6 15
Einbezogen zum 31.12.2017 288 116 125 187 91 163
Gesamt
Einbezogen zum 31.12.2016 952
Zugänge 88
Abgänge 70
Einbezogen zum 31.12.2017 970

Nicht im Konsolidierungskreis enthalten sind 213 (Vj.: 227) Unternehmen ohne nennenswerten Geschäftsbetrieb und mit einer insgesamt untergeordneten Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Bertelsmann-Konzerns.

Die vollständige Liste des Anteilsbesitzes des Bertelsmann-Konzerns gemäß § 313 Abs. 2 HGB wird als Anlage zum vorliegenden Konzernabschluss im Bundesanzeiger veröffentlicht und auf der Hauptversammlung ausgelegt.

Akquisitionen und Desinvestitionen

Im Geschäftsjahr 2017 betrug der Cashflow aus Akquisitionstätigkeit insgesamt -213 Mio. € (Vj.: -278 Mio. €), davon entfielen auf die Neuerwerbe des Berichtsjahres nach Abzug erworbener liquider Mittel -178 Mio. € (Vj.: -250 Mio. €). Die übertragene Gegenleistung im Sinne von IFRS 3 belief sich auf insgesamt 273 Mio. € (Vj.: 354 Mio. €) unter Berücksichtigung von bedingten Bestandteilen in Höhe von 19 Mio. € (Vj.: 21 Mio. €). Des Weiteren wurden im Zusammenhang mit den Unternehmenserwerben Put-Optionen in Höhe von 12 Mio. € (Vj.: 18 Mio. €) bilanziert.

Im Januar 2017 erwarb BMG 100 Prozent der amerikanischen Unternehmensgruppe BBR Music Group (BBRMG), die die Country-Music-Labels Broken Bow Records, Stoney Creek Records, Wheelhouse Records und den Musikverlag Magic Mustang Music umfasst. Der Abschluss sichert BMG eine bedeutende Position in der "Country-Hauptstadt" Nashville im US-Bundesstaat Tennessee - und verspricht Künstlern und Songwritern, die bei BBRMG und BMG unter Vertrag stehen, zahlreiche Vorteile. Die Kunden von BBRMG profitieren von einer deutlich größeren internationalen Reichweite, indem sie Teil der globalen Plattform von BMG werden; zudem stehen den Musikern bei BMG umfangreiche Marketingressourcen zur Verfügung. Die übertragene Gegenleistung beträgt 95 Mio. € und wird vollständig durch Zahlungsmittel erbracht. Die Kaufpreisvereinbarung enthält eine variable Gegenleistung in Abhängigkeit von zukünftigen Verkaufszahlen von bei BBRMG unter Vertrag stehenden Künstlern.

Die maximale variable Gegenleistung beträgt 25 Mio. US-$. Zum 31. Dezember 2017 erwartet Bertelsmann keine Auszahlung aus dieser variablen Gegenleistung. Aus der Kaufpreisallokation ergab sich ein steuerlich abzugsfähiger Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 6 Mio. €, der hauptsächlich aus potenziell zu realisierenden Synergieeffekten und aus zukünftigen zusätzlichen Absatzpotenzialen aus der Zusammenführung von BBRMG und BMG resultiert. Aus steuerlicher Sicht wird der Erwerb aufgrund einer Wahlrechtsausübung in den USA als Asset Deal behandelt. Auf Einzelebene ist die gesamte übertragene Gegenleistung daher über 15 Jahre steuerlich abzugsfähig. Die mit der Transaktion verbundenen Aufwendungen betrugen im Geschäftsjahr 2017 1 Mio. € und wurden ergebniswirksam erfasst.

Im Juli 2017 übernahm Penguin Random House 100 Prozent der Anteile an der Verlagsgruppe Ediciones B von der spanischen Mediengruppe Grupo Zeta. Penguin Random House sieht die Übernahme als Stärkung der Marktposition und der kulturellen Bedeutung von Penguin Random House Grupo Editorial in Spanien, Lateinamerika und der gesamten spanischsprachigen Welt. Die übertragene Gegenleistung betrug 37 Mio. € und wurde vollständig durch Zahlungsmittel erbracht. Aus der Kaufpreisallokation ergab sich ein steuerlich nicht abzugsfähiger Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 28 Mio. €, der im Wesentlichen Synergiepotenziale repräsentiert, die aus Effizienzoptimierungen in Bezug auf direkte und strukturelle Aufwendungen realisiert werden sollen. Im Geschäftsjahr 2017 betrugen die mit der Transaktion verbundenen Aufwendungen 2 Mio. € und wurden ergebniswirksam erfasst.

Außerdem tätigte der Bertelsmann-Konzern im Geschäftsjahr 2017 mehrere Akquisitionen, die für sich genommen nicht wesentlich waren. Nach Abzug erworbener liquider Mittel erfolgten für diese Akquisitionen Zahlungen in Höhe von -93 Mio. €, die übertragene Gegenleistung im Sinne von IFRS 3 belief sich für diese Akquisitionen auf 141 Mio. € unter Berücksichtigung von bedingten Bestandteilen in Höhe von 19 Mio. €. Aus den sonstigen Akquisitionen entstanden Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 133 Mio. €, die Synergiepotenziale widerspiegeln und in Höhe von 7 Mio. € steuerlich abzugsfähig sind. Im Geschäftsjahr 2017 betrugen die mit den Transaktionen verbundenen Aufwendungen 2 Mio. € und wurden ergebniswirksam erfasst.

Die Kaufpreisallokationen berücksichtigen sämtliche bis zur Aufstellung dieses Abschlusses verfügbaren Informationen über Fakten und Umstände, die zum jeweiligen Erwerbszeitpunkt bestanden. Soweit innerhalb des zwölfmonatigen Bewertungszeitraums nach IFRS 3 weitere solche Fakten und Umstände bekannt werden, erfolgt eine entsprechende Anpassung der Kaufpreisallokation.

Die beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte und Schulden der Akquisitionen zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung auf Basis der derzeit zum Teil vorläufigen Kaufpreisallokationen können der folgenden Tabelle entnommen werden:

Auswirkungen der Akquisitionen

in Mio. € BBR Music Group Ediciones B Sonstige Summe
Langfristige Vermögenswerte        
Geschäfts- oder Firmenwerte 6 28 133 167
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 87 8 56 151
Sachanlagen 1 - 5 6
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen - - 6 6
Sonstige langfristige Vermögenswerte 1 2 7 10
Kurzfristige Vermögenswerte        
Vorräte - 7 6 13
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen - 5 24 29
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 1 2 3 6
Liquide Mittel 8 1 11 20
Schulden        
Finanzschulden - - 14 14
Sonstige finanzielle und nicht finanzielle Verbindlichkeiten 9 16 53 78
Beizulegender Zeitwert der zuvor gehaltenen Anteile - - 41 41
Nicht beherrschende Anteile - - 2 2

Sämtliche im Geschäftsjahr 2017 getätigten Neuerwerbe im Rahmen des IFRS 3 trugen seit der Erstkonsolidierung 115 Mio. € zum Umsatz und -13 Mio. € zum Konzernergebnis bei. Bei Einbeziehung dieser Neuerwerbe ab dem 1. Januar 2017 hätten diese 156 Mio. € zum Umsatz und -17 Mio. € zum Konzernergebnis beigetragen. Der beizulegende Zeitwert der erworbenen Forderungen beläuft sich zum Erwerbszeitpunkt auf 35 Mio. €. Davon entfallen 33 Mio. € auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie 2 Mio. € auf sonstige Forderungen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind mit 6 Mio. € wertberichtigt, sodass der Bruttobetrag der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 39 Mio. € beträgt. Die sonstigen Forderungsposten sind nur in geringem Umfang wertberichtigt, sodass der beizulegende Zeitwert dem Bruttobetrag entspricht.

Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden erfolgt bei der Anwendung des IFRS 3 vorrangig nach dem marktpreisorientierten Verfahren. Danach werden Vermögenswerte und Schulden mit ihren an einem aktiven Markt feststellbaren Preisen bewertet. Ist eine Bewertung nach dem marktpreisorientierten Verfahren nicht möglich, wird das kapitalwertorientierte Verfahren herangezogen. Danach ergibt sich der beizulegende Zeitwert eines Vermögenswerts bzw. einer Schuld als Barwert der zukünftig zufließenden bzw. abfließenden Zahlungen (Cashflows).

Im Rahmen der Desinvestitionen erzielte der Bertelsmann-Konzern nach Berücksichtigung abgehender liquider Mittel Zahlungsströme in Höhe von 4 Mio. € (Vj.: -28 Mio. €). Die Desinvestitionen haben zu einem Verlust aus Endkonsolidierung von -10 Mio. € (Vj.: -33 Mio. €) geführt, der in der Position "Ergebnis aus Beteiligungsverkäufen" ausgewiesen wird. Ihre Auswirkungen auf die Vermögenswerte und Schulden des Bertelsmann-Konzerns zum Zeitpunkt der Endkonsolidierung zeigt die nachfolgende Tabelle:

Auswirkungen der Desinvestitionen

in Mio. € Summe
Langfristige Vermögenswerte  
Geschäfts- oder Firmenwerte 3
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 4
Sachanlagen 3
Sonstige langfristige Vermögenswerte 1
Kurzfristige Vermögenswerte  
Vorräte 16
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 28
Liquide Mittel 10
Schulden  
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen -
Finanzschulden -
Sonstige finanzielle und nicht finanzielle Verbindlichkeiten 30

Nicht fortgeführte Aktivitäten

Das Ergebnis nach Steuern aus nicht fortgeführten Aktivitäten von -7 Mio. € (Vj.: 1 Mio. €) umfasst Nachlaufeffekte im Zusammenhang mit dem Verkauf von Gesellschaften des ehemaligen Unternehmensbereichs Direct Group.

Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Schulden im Zusammenhang mit den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten

Die Buchwerte der als zur Veräußerung gehaltenen klassifizierten Vermögenswerte und zugehörigen Schulden sind der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen:

Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und zugehörige Schulden

in Mio. € 31.12.2017 31.12.2016
Aktiva    
Langfristige Vermögenswerte    
Geschäfts- oder Firmenwerte - 2
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 1 3
Sachanlagen - 87
Anteile an at-equity bilanzierten Beteiligungen - 2
Sonstige langfristige Vermögenswerte - 1
Kurzfristige Vermögenswerte    
Vorräte - 6
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 1 9
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte - 1
Liquide Mittel 2 3
Wertminderungen auf zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte -1 -14
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 3 100
Passiva    
Langfristige Schulden    
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 1 -
Kurzfristige Schulden    
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 1 5
Sonstige kurzfristige Schulden 1 3
Schulden im Zusammenhang mit den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten 3 8

Die RTL Group hatte im Oktober 2016 eine Vereinbarung zum Verkauf der Media Properties Sarl abgeschlossen. Die Media Properties Sarl hält die neuen Gebäude der RTL Group in Luxemburg ("RTL City"). Der Verkauf sollte im zweiten Quartal 2017 abgeschlossen werden. Zum Jahresabschluss 2016 wurden die Gebäude daher als zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte ausgewiesen. Im Mai 2017 beschlossen die Vertragsparteien im gegenseitigen Einvernehmen, auf die Transaktion zu verzichten. Das Management der RTL Group hat sich entschlossen, den Verkaufsprozess im kommenden Jahr nicht weiter zu verfolgen. Dementsprechend wurden die Gebäude in Höhe von 83 Mio. € von den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten in die Sachanlagen reklassifiziert. Ein darauf entfallender unwesentlicher Abschreibungsaufwand wurde rückwirkend im zweiten Quartal erfasst.

Bei Veräußerungsgruppen, die zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet wurden, wurden im Vorjahr Wertminderungsaufwendungen in Höhe von -14 Mio. € erfasst, die im Wesentlichen auf eine im Unternehmensbereich Arvato geplante Veräußerung entfielen. Im Geschäftsjahr 2017 wurde der Verkauf abgeschlossen. Die beizulegenden Zeitwerte sind der Stufe 3 der Hierarchie der nicht wiederkehrenden beizulegenden Zeitwerte zuzuordnen. Die Bewertungen der Stufe 3 basieren auf den Informationen der Vertragsverhandlungen. Die ergebniswirksam erfassten Wertminderungsaufwendungen sind unter den "Sonstigen betrieblichen Aufwendungen" erfasst.

Fremdwährungsbewertung

Transaktionen, die auf eine von der funktionalen Währung eines Tochterunternehmens abweichende Währung lauten, werden in der funktionalen Währung mit dem Umrechnungskurs am Tag ihrer erstmaligen Bilanzierung erfasst. Zum Bilanzstichtag werden auf Fremdwährung lautende monetäre Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in der funktionalen Währung mit dem dann gültigen Stichtagskurs bewertet. Gewinne und Verluste aus diesen Fremdwährungsbewertungen werden erfolgswirksam erfasst. Nicht monetäre Bilanzposten in Fremdwährung werden zu historischen Wechselkursen fortgeführt.

Fremdwährungsumrechnung

Jahresabschlüsse von Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen, die in Fremdwährung aufgestellt wurden, werden gemäß IAS 21 nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet, bevor sie in den Konzernabschluss einbezogen werden. Die Umrechnung der Vermögenswerte und Schulden in die Berichtswährung erfolgt zum Stichtagskurs am Bilanzstichtag, während die Gewinn- und Verlustrechnung mit dem Durchschnittskurs des Geschäftsjahres umgerechnet wird. Unterschiede aus der Währungsumrechnung werden im sonstigen Ergebnis erfasst. Solche Differenzen entstehen bei der Umrechnung von Bilanzposten zu einem Stichtagskurs, der vom vorherigen Stichtagskurs abweicht, sowie durch den Unterschied zwischen Durchschnitts- und Stichtagskurs bei der Umrechnung des Konzernergebnisses. Zum Zeitpunkt der Endkonsolidierung von Konzerngesellschaften werden die jeweiligen kumulierten Umrechnungsdifferenzen, die bis zu diesem Zeitpunkt im sonstigen Ergebnis erfasst und in einem separaten Bestandteil des Eigenkapitals kumuliert wurden, vom Eigenkapital in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. Für die aus der Sicht des Bertelsmann-Konzerns wichtigsten Fremdwährungen wurden für Zwecke der Währungsumrechnung folgende Euro-Wechselkurse zugrunde gelegt:

Euro-Wechselkurse der wichtigsten Fremdwährungen

Durchschnittskurse Stichtagskurse
Fremdwährung für 1 € 2017 2016 31.12.2017 31.12.2016
Australischer Dollar AUD 1,4733 1,4881 1,5346 1,4596
Kanadischer Dollar CAD 1,4645 1,4660 1,5039 1,4188
Chinesischer Renminbi CNY 7,6278 7,3510 7,8044 7,3202
Britisches Pfund GBP 0,8766 0,8196 0,8872 0,8562
US-Dollar USD 1,1295 1,1072 1,1993 1,0541

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Ertrags- und Aufwandsrealisierung

Umsatzerlöse werden gemäß IAS 18 erfasst. Sie werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen oder zu beanspruchenden Gegenleistung bewertet und um erwartete Preisnachlässe, Rabatte und ähnliche andere Abzüge gekürzt.

Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Gütern gelten als realisiert, wenn der Bertelsmann-Konzern die maßgeblichen Risiken und Chancen aus dem Eigentum der Güter auf den Käufer übertragen hat und die Höhe der Umsatzerlöse verlässlich bestimmt werden kann. Umsatzerlöse aus Werbung und Anzeigen werden erfasst, wenn die entsprechende Werbung oder Anzeige im jeweiligen Medium erscheint. Erträge aus Nutzungsentgelten (Lizenzen) werden periodengerecht entsprechend den Bestimmungen des zugrunde liegenden Vertrages erfasst. Umsatzerlöse aus Dienstleistungsgeschäften werden entsprechend ihrem Wertschöpfungsanteil erfasst.

Zinserträge und -aufwendungen werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode in Übereinstimmung mit IAS 39 periodengerecht erfasst. Dividenden werden erst im Zeitpunkt der Entstehung des Rechtsanspruchs des Anteilseigners auf Zahlung ergebniswirksam vereinnahmt. Übrige Erträge werden erfasst, wenn der wirtschaftliche Nutzen wahrscheinlich und der Betrag verlässlich bestimmbar ist. Aufwendungen werden nach sachlichen oder zeitlichen Kriterien abgegrenzt.

Geschäfts- oder Firmenwerte

Der aus einem Unternehmenszusammenschluss gemäß IFRS 3 resultierende Geschäfts- oder Firmenwert wird bei dem erstmaligen Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet, in den Folgeperioden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungsaufwendungen. Geschäfts- oder Firmenwerte werden mindestens einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest (Impairment-Test) gemäß IAS 36 unterzogen. Im Bertelsmann-Konzern werden Werthaltigkeitstests auf Geschäfts- oder Firmenwerte wie im Abschnitt "Wertminderungen" erläutert durchgeführt.

Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens werden mit ihren aktivierungspflichtigen Herstellungskosten gemäß IAS 38 bilanziert, wenn dafür die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind. Nicht im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden ebenfalls gemäß IAS 38 mit ihren Anschaffungskosten, vermindert um kumulierte planmäßige Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen, bilanziert. Der erstmalige Ansatz von immateriellen Vermögenswerten, die im Zuge eines Unternehmenszusammenschlusses übernommen wurden, erfolgt gemäß IFRS 3 zum beizulegenden Zeitwert im Erwerbszeitpunkt.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen bei immateriellen Vermögenswerten mit begrenzter Nutzungsdauer grundsätzlich linear über deren Nutzungsdauer. Wertminderungen und Wertaufholungen werden gemäß den Vorschriften des Impairment-Tests gemäß IAS 36 vorgenommen. Die planmäßige Nutzungsdauer beträgt für aktivierte Software in der Regel drei bis fünf Jahre, für Belieferungsrechte und Abonnentenstämme zwei bis 15 Jahre, für Warenzeichen, Musik- und Verlagsrechte drei bis 25 Jahre. Lizenzen werden linear entsprechend der Vertragslaufzeit oder leistungsabhängig (im Verhältnis der in der Berichtsperiode erzielten Nutzungserlöse zu den gesamten geschätzten Nutzungserlösen für die gesamte Nutzungsdauer) abgeschrieben. Immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer unterliegen keiner planmäßigen Abschreibung. Stattdessen werden sie mindestens einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest (Impairment-Test) gemäß IAS 36 unterzogen und gegebenenfalls auf den erzielbaren Betrag abgeschrieben.

Sachanlagen

Sachanlagen werden gemäß IAS 16 bilanziert und zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um kumulierte planmäßige Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen, bewertet. Die Abschreibung erfolgt nach der linearen Methode über die wirtschaftliche Nutzungsdauer des Vermögenswerts. Im Geschäftsjahr 2017 lagen den planmäßigen Abschreibungen in der Regel folgende Nutzungsdauern zugrunde:

Gebäude zehn bis 50 Jahre

technische Anlagen und Maschinen vier bis 15 Jahre

andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen drei bis 15 Jahre

Grundstücke werden nicht planmäßig abgeschrieben.

Wertminderungen

Geschäfts- oder Firmenwerte und immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer werden zum 31. Dezember eines jeden Jahres sowie anlassbezogen auf Wertminderung gemäß IAS 36 überprüft. Immaterielle Vermögenswerte mit einer begrenzten Nutzungsdauer und Sachanlagen werden zum Bilanzstichtag gemäß IAS 36 nur dann einem Werthaltigkeitstest unterzogen, wenn Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen.

Eine Wertminderung gemäß IAS 36 liegt vor, wenn der Buchwert eines Vermögenswerts bzw. einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit seinen erzielbaren Betrag überschreitet. Der erzielbare Betrag wird dabei als der jeweils höhere Betrag aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert ermittelt. Der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und der Nutzungswert werden in der Regel unter Anwendung der Discounted-Cashflow-Methode ermittelt, die auf im Rahmen von Unternehmensplanungen ermittelten zukünftigen Cashflow-Prognosen basiert. Bei zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten wird ausschließlich der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten als Vergleichsmaßstab herangezogen.

Bei der Bestimmung des Nutzungswerts bleiben geschätzte künftige Mittelzuflüsse bzw. Mittelabflüsse, die aus künftigen Restrukturierungen oder aus der Verbesserung bzw. Erhöhung der Ertragskraft der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten resultieren, unberücksichtigt, es sei denn, die zahlungsmittelgenerierende Einheit hat sich am Bilanzstichtag zu einer Restrukturierung verpflichtet und eine entsprechende Rückstellung gebildet. Zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts ist, sofern ein aktiver Markt besteht, der Marktpreis oder gegebenenfalls der Preis der jüngsten vergleichbaren Transaktion heranzuziehen. Liegt kein aktiver Markt vor, wird der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten in der Regel unter Anwendung eines Discounted-Cashflow-Verfahrens ermittelt. Sofern den Vermögenswerten keine eigenen Cashflows zugeordnet werden können, werden die Wertminderungen anhand der Cashflows der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ermittelt, zu denen die Vermögenswerte gehören. Die prognostizierten Cashflows werden den unternehmensinternen Planungen, die drei Detailperioden umfassen, entnommen und in der Regel um zwei weitere Detailplanungsperioden ergänzt. Die über die Detailplanung hinausgehenden Perioden werden durch eine ewige Rente unter Berücksichtigung individueller geschäftsspezifischer Wachstumsraten abgebildet. Die Abzinsung erfolgt grundsätzlich mit den gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten nach Steuern (Weighted Average Cost of Capital, WACC). Für zahlungsmittelgenerierende Einheiten mit unterschiedlichen Risikoprofilen werden spezifische WACC abgeleitet. Der Bertelsmann-Konzern führt für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Sensitivitätsanalysen durch, insbesondere für diejenigen, bei denen die Spanne zwischen erzielbarem Betrag und dem Buchwert gering ist.

Sind die Gründe für einen Wertminderungsaufwand, der in früheren Perioden erfasst worden ist, entfallen, werden Zuschreibungen bis zu dem Betrag vorgenommen, der sich ergeben hätte, wenn kein Wertminderungsaufwand erfasst worden wäre. Letztere Regelung gilt nicht für Geschäfts- oder Firmenwerte. Sowohl der Wertminderungsaufwand als auch eine Zuschreibung werden unmittelbar ergebniswirksam erfasst.

Leasing

Ein Leasingverhältnis gemäß IAS 17 wird zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses als Finanzierungs- oder als Operating-Leasingverhältnis eingestuft. Ein Leasingverhältnis wird als Finanzierungsleasing eingestuft, wenn im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, auf den Bertelsmann-Konzern übertragen werden.

Ein Operating-Leasingverhältnis ist ein Leasingverhältnis, bei dem es sich nicht um ein Finanzierungsleasingverhältnis handelt. Leasingzahlungen für Operating-Leasingverhältnisse werden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses in der Position "Sonstige betriebliche Aufwendungen" ergebniswirksam erfasst.

Finanzielle Vermögenswerte

Der erstmalige Ansatz der finanziellen Vermögenswerte erfolgt zum beizulegenden Zeitwert unter Berücksichtigung von Transaktionskosten, die direkt dem Erwerb des finanziellen Vermögenswerts zuzurechnen sind. Transaktionskosten werden bei den finanziellen Vermögenswerten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, unmittelbar in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Reguläre Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden zum Handelstag angesetzt, dem Tag, an dem sich der Bertelsmann-Konzern zum Kauf bzw. Verkauf des Vermögenswerts verpflichtet.

Für die Folgebewertung werden finanzielle Vermögenswerte in die folgenden Kategorien bzw. Unterkategorien unterteilt:

zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (Available-for-Sale)

erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte

zu Handelszwecken gehaltene originäre und derivative finanzielle Vermögenswerte (Held for Trading)

bei erstmaligem Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert klassifizierte Vermögenswerte (Initial Recognition at Fair Value Through Profit or Loss)

Kredite und Forderungen (Loans and Receivables)

ausgereichte Darlehen sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Der Bertelsmann-Konzern nutzt die Kategorie "Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinstrumente" nicht.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte:

In diese Kategorie fallen im Wesentlichen Beteiligungen des Anlagevermögens, sofern sie nicht als Kredite und Forderungen oder als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert klassifiziert wurden. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte werden gemäß IAS 39 mit ihrem jeweiligen beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag bewertet, sofern dieser verlässlich zu ermitteln ist. Anderenfalls werden sie zu Anschaffungskosten bewertet. Aus Schwankungen des beizulegenden Zeitwerts resultierende Gewinne und Verluste werden unter Berücksichtigung latenter Steuern im sonstigen Ergebnis erfasst. Wenn ein objektiver Hinweis auf die Wertminderung vorliegt, erfolgt jedoch eine ergebniswirksame Abwertung. Ein signifikanter oder länger anhaltender Rückgang des beizulegenden Zeitwerts eines gehaltenen Eigenkapitalinstruments unter dessen Anschaffungskosten ist ebenfalls als ein objektiver Hinweis auf eine Wertminderung anzusehen. Bei Veräußerung dieser Vermögenswerte werden die zuvor im sonstigen Ergebnis erfassten kumulierten Gewinne und Verluste vom Eigenkapital in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert.

Zu Handelszwecken gehaltene originäre und derivative finanzielle Vermögenswerte:

Unter diese Kategorie fallen Derivate, die die formalen Anforderungen des IAS 39 für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen nicht erfüllen. Sie werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Gewinne oder Verluste aus der Änderung der beizulegenden Zeitwerte werden erfolgswirksam erfasst. Alle Derivate, die die formalen Anforderungen des IAS 39 zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen erfüllen, werden gesondert als derivative Finanzinstrumente mit Hedge-Beziehung erfasst und zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Weitere Erläuterungen finden sich im Abschnitt "Derivative Finanzinstrumente".

Bei erstmaligem Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert klassifizierte finanzielle Vermögenswerte:

In die Kategorie "Initial Recognition at Fair Value Through Profit or Loss" fallen die finanziellen Vermögenswerte, die bei erstmaligem Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert klassifiziert wurden. Die Änderungen des Marktwerts werden erfolgswirksam im übrigen finanziellen Ergebnis erfasst.

Ausgereichte Darlehen sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen:

Ausleihungen und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit fixen bzw. bestimmbaren Zahlungen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind. Sie werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bilanziert. Eine Abzinsung erfolgt bei unverzinslichen oder niedrig verzinslichen langfristigen Darlehen und Forderungen. Gibt es einen objektiven Hinweis darauf, dass eine Wertminderung eingetreten ist, so wird der Buchwert unter Verwendung eines Wertberichtigungskontos reduziert und der Verlustbetrag ergebniswirksam erfasst.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente:

Liquide Mittel umfassen Bankguthaben und Kassenbestände, Zahlungsmitteläquivalente umfassen kurzfristige hochliquide Wertpapiere, deren Restlaufzeit beim Erwerb maximal drei Monate beträgt.

Wertminderungen und Wertaufholungen:

Zu jedem Bilanzstichtag werden die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, daraufhin untersucht, ob objektive Hinweise auf eine Wertminderung hindeuten. Derartige Hinweise liegen in folgenden Fällen vor: Hinweise auf finanzielle Schwierigkeiten eines Kunden oder einer Gruppe von Kunden, der Ausfall oder Verzug von Zins- oder Tilgungszahlungen, die Wahrscheinlichkeit, Insolvenz zu erklären oder einer anderen finanziellen Restrukturierung zu unterliegen, und erkennbare Tatsachen, die auf eine messbare Verringerung der geschätzten zukünftigen Kapitalflüsse hindeuten, wie beispielsweise ungünstige Veränderungen der Zahlungslage des Kreditnehmers oder der Wirtschaftslage, die mit dem Leistungsverzug übereinstimmen. Bei zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten entspricht der Verlustbetrag im Falle einer Wertminderung der Differenz zwischen dem Buchwert und dem Barwert der erwarteten künftigen Cashflows -abgezinst mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz des finanziellen Vermögenswerts. Sofern sich zu späteren Bewertungszeitpunkten ergibt, dass der beizulegende Zeitwert gestiegen ist, erfolgt eine ergebniswirksame Wertaufholung bis maximal zu den fortgeführten Anschaffungskosten. Eine Wertaufholung erfolgt nicht, sofern es sich um nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente handelt, die als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte zu Anschaffungskosten bewertet wurden. Im Falle einer Wertminderung der zu Anschaffungskosten bewerteten zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte ergibt sich der Betrag der Wertberichtigung aus der Differenz zwischen dem Buchwert des finanziellen Vermögenswerts und dem Barwert der geschätzten künftigen Cashflows, diskontiert mit dem risikoadjustierten Zinssatz.

Bewertung zum beizulegenden Zeitwert

Bei finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, hängt das angewendete Bewertungsverfahren davon ab, welche Inputfaktoren jeweils vorliegen. Wenn notierte Preise auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte ermittelt werden können, werden diese zur Bewertung herangezogen (Stufe 1). Wenn dies nicht möglich ist, werden die beizulegenden Zeitwerte vergleichbarer Markttransaktionen herangezogen sowie finanzwirtschaftliche Methoden, basierend auf beobachtbaren Marktdaten, verwendet (Stufe 2). Sofern die beizulegenden Zeitwerte nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren, werden sie mithilfe anerkannter finanzmathematischer Methoden oder auf Basis von beobachtbaren erzielbaren Preisen im Rahmen von zuletzt durchgeführten qualifizierten Finanzierungsrunden unter Berücksichtigung des Lebens- und Entwicklungszyklus des jeweiligen Unternehmens ermittelt (Stufe 3).

Vorräte

Vorräte, darunter Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, fertige und unfertige Erzeugnisse sowie Handelswaren, werden gemäß IAS 2 bilanziert und am Bilanzstichtag grundsätzlich mit dem niedrigeren Wert aus historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert angesetzt. Gleichartige Vorräte werden zu Durchschnittskosten oder nach dem FIFO-Verfahren (first in, first out) bewertet.

Darüber hinaus werden im Vorratsvermögen alle kurzfristigen Film-, Fernseh- und ähnlichen Rechte ausgewiesen, die zur Ausstrahlung oder zum Verkauf im normalen operativen Geschäftszyklus bestimmt sind. Dazu gehören insbesondere sich in der Produktion befindende Film- und Fernsehformate, Koproduktionen sowie erworbene Senderechte. Der Ansatz zum Bilanzstichtag erfolgt auch hier mit dem niedrigeren Wert aus historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten und dem Nettoveräußerungswert. Der Verbrauch von Film- und Fernsehrechten erfolgt mit Beginn der ersten Ausstrahlung und ist entweder von der Anzahl der geplanten Ausstrahlungen oder von den erwarteten Umsatzerlösen abhängig. Der ausstrahlungsbedingte Verbrauch bei den Film- und Fernsehrechten ist wie folgt:

themenbezogene Free-TV-Kanäle: linearer Verbrauch über maximal sechs Ausstrahlungen

sonstige Free-TV-Kanäle:

Unterhaltungsprogramme wie Soapoperas, Dokumentationen, Sport-, Quiz- und Musiksendungen werden in voller Höhe gleich bei der ersten Ausstrahlung verbraucht.

Bei den Kindersendungen und Zeichentrickfilmen teilt sich der Verbrauch zu jeweils 50 Prozent auf zwei Ausstrahlungen auf.

Der Verbrauch von Kinoproduktionen, TV-Spielfilmen und -Serien erstreckt sich ebenfalls auf maximal zwei Ausstrahlungen: 67 Prozent des Werts werden bei der ersten, die restlichen 33 Prozent bei der zweiten Ausstrahlung verbraucht.

Pay-TV-Kanäle: linearer Verbrauch über die Lizenzdauer Der Verbrauch von Vorräten und von Film- und Fernsehrechten wird in der Gewinn- und Verlustrechnung als Materialaufwand bzw. als Bestandsveränderung erfasst.

Kundenspezifische Fertigungsaufträge

Im Geschäftsjahr 2017 wurden keine wesentlichen Umsätze aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen realisiert.

Ertragsteuern

In Übereinstimmung mit IAS 12 werden laufende Ertragsteuern auf Basis des jeweiligen gesellschaftsspezifischen steuerlichen Einkommens des Geschäftsjahres ermittelt. Bei der Berechnung laufender und latenter Steuern werden die anwendbaren steuerlichen Gesetze und steuerlichen Rechtsprechungen der jeweiligen Länder berücksichtigt, in denen die konsolidierten Konzerngesellschaften ihren Sitz haben. Laufende und latente Steuern werden im Falle von bestehenden steuerlichen Organschaften und von steuertransparenten Gesellschaften in Übereinstimmung mit den jeweils anzuwendenden steuerlichen Anforderungen und der formell gültigen gesellschaftsrechtlichen Sichtweise bilanziert. Danach erfolgt der Ausweis laufender und latenter Steuern im Konzernabschluss auf Ebene der Gesellschaft, die die jeweilige Steuerschuld besitzt.

Aktive und passive latente Steuern werden nach Maßgabe von IAS 12 für temporäre Differenzen zwischen den steuerlichen Wertansätzen und den Wertansätzen der IFRS-Konzernbilanz sowie für noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge und Steuergutschriften angesetzt. Aktive latente Steuern werden nur in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuerndes Ergebnis verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähige temporäre Differenz verwendet werden kann. Für aktive latente Steuern, deren Realisierung in einem überschaubaren Zeitraum nicht zu erwarten ist, werden Wertberichtigungen vorgenommen. Passive latente Steuern werden grundsätzlich für sämtliche zu versteuernden temporären Differenzen gebildet. Aktive und passive latente Steuern auf temporäre Differenzen, die aus Unternehmenserwerben entstehen, werden angesetzt, mit der Ausnahme von temporären Differenzen auf Firmenwerte, sofern diese steuerlich nicht berücksichtigt werden. Bei der Berechnung werden diejenigen Steuersätze angewendet, deren Gültigkeit zum Zeitpunkt der Umkehrung temporärer Differenzen bzw. Nutzung der Verlustvorträge erwartet wird. Latente Steuern werden grundsätzlich ergebniswirksam erfasst, es sei denn, sie beziehen sich auf Sachverhalte, die im sonstigen Ergebnis erfasst wurden. In diesem Fall werden latente Steuern im sonstigen Ergebnis erfasst.

Kumuliertes übriges Eigenkapital

Im kumulierten übrigen Eigenkapital werden neben den Unterschieden aus den Umrechnungsdifferenzen auch unrealisierte Gewinne bzw. Verluste aus der Marktbewertung von als zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten (Available-for-Sale) und von Finanzderivaten, die zur Sicherung eines künftigen Zahlungsstroms (Cash Flow Hedge) eingesetzt werden, gemäß IAS 39 erfolgsneutral bilanziert. Darüber hinaus werden gemäß IAS 28.10 Veränderungen im sonstigen Ergebnis bei nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen erfasst. Effekte aus der Neubewertung leistungsorientierter Pensionspläne (versicherungsmathematische Gewinne und Verluste auf die leistungsorientierte Verpflichtung, Unterschiedsbeträge zwischen den tatsächlichen und den durch den Nettozinsaufwand implizierten Erträgen auf das Planvermögen sowie Effekte aus der Begrenzung eines Nettovermögenswerts) werden im Zuge der Verteilung des Gesamtergebnisses der Periode in der Eigenkapitalveränderungsrechnung in den Gewinnrücklagen im Jahr des Anfalls dieser Gewinne und Verluste erfasst. Der Ausweis von latenten Steuern auf die oben genannten Sachverhalte erfolgt dementsprechend ebenfalls erfolgsneutral im Eigenkapital.

Rückstellungen

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden gemäß IAS 19 nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) ermittelt. Der im Pensionsaufwand enthaltene Nettozinsaufwand wird im Finanzergebnis ausgewiesen. Effekte aus der Neubewertung leistungsorientierter Pensionspläne (versicherungsmathematische Gewinne und Verluste auf die leistungsorientierte Verpflichtung, Unterschiedsbeträge zwischen den tatsächlichen und den durch den Nettozinsaufwand implizierten Erträgen auf das Planvermögen sowie Effekte aus der Begrenzung eines Nettovermögenswerts) werden sofort erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst und in einer nachfolgenden Periode auch nicht mehr ergebniswirksam umgegliedert (recycled).

Mit Ausnahme der nach IAS 19 berechneten übrigen personalbezogenen Rückstellungen werden alle anderen Rückstellungen auf Basis von IAS 37 gebildet. Der Ansatz erfolgt in Höhe des wahrscheinlichsten Verpflichtungsumfangs. Langfristige Rückstellungen werden abgezinst. Die Abzinsungssätze berücksichtigen aktuelle Markterwartungen und gegebenenfalls für die Schuld spezifische Risiken. Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen werden grundsätzlich in dem Posten der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt, in dem zuvor die Zuführung erfasst wurde.

Verbindlichkeiten

Bei erstmaligem Ansatz werden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten inklusive des Genusskapitals zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Transaktionskosten erfasst. Die Folgebewertung erfolgt gemäß der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten (Financial Liabilities at Amortized Cost), es sei denn die finanzielle Verbindlichkeit wird beim erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert klassifiziert. Die ebenfalls unter den Finanzverbindlichkeiten ausgewiesenen Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverhältnissen sind gemäß IAS 17 mit ihrem Nettobarwert erfasst.

Zukünftige Zahlungen im Zusammenhang mit den vom Bertelsmann-Konzern ausgegebenen Put-Optionen auf Eigenkapitalanteile von Tochtergesellschaften werden als finanzielle Verbindlichkeit ausgewiesen. Der erstmalige Ansatz der Verbindlichkeit erfolgt zum Barwert des Rückzahlungsbetrags mit einer entsprechenden Reduzierung des Eigenkapitals. Im Falle eines Unternehmenszusammenschlusses mit dem Übergang der Risiken und Chancen aus den der Put-Option zugrunde liegenden Eigenkapitalanteilen von den nicht beherrschenden Anteilen auf den Bertelsmann-Konzern wird beim erstmaligen Ansatz der Geschäfts- oder Firmenwert entsprechend erhöht. Die Folgebewertung der Verbindlichkeiten aus Put-Optionen erfolgt ergebniswirksam.

Derivative Finanzinstrumente

Nach IAS 39 werden alle derivativen Finanzinstrumente in der Bilanz zum beizulegenden Zeitwert erfasst. Der Ansatz der derivativen Finanzinstrumente erfolgt zum Abschlusstag des Geschäfts. Bei Vertragsabschluss eines Derivates wird festgelegt, ob dieses zur Absicherung eines Bilanzpostens (Fair Value Hedge) oder zur Absicherung künftiger Zahlungsströme (Cash Flow Hedge) dient. Einzelne Derivate erfüllen nicht die Voraussetzungen von IAS 39 für eine Bilanzierung als Sicherungsgeschäft, obwohl sie bei wirtschaftlicher Betrachtung eine Sicherung darstellen (Stand-alone Hedge).

Die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Derivaten werden wie folgt erfasst:

1. Fair Value Hedge: Marktwertänderungen dieser Derivate, die zur Absicherung von Vermögenswerten bzw. Schulden dienen, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst; der entsprechende Gewinn oder Verlust aus der Bewertung des gesicherten Bilanzpostens wird ebenfalls sofort im Ergebnis ausgewiesen.

2. Cash Flow Hedge: Der effektive Teil der Änderungen des beizulegenden Zeitwerts der Derivate, die zur Absicherung künftiger Cashflows dienen, wird im sonstigen Ergebnis erfasst. Die hier eingestellten Werte werden bei Zugang eines zugrunde liegenden, nicht finanziellen Vermögenswerts bzw. einer nicht finanziellen Verbindlichkeit in die Erstbewertung einbezogen (Basis Adjustment). In den anderen Fällen erfolgt die Umgliederung der zuvor erfassten Gewinne und Verluste aus dem Eigenkapital in den Gewinn oder Verlust, wenn das abgesicherte Grundgeschäft erfolgswirksam wird. Der ineffektive Teil der Wertänderung des Sicherungsinstruments wird erfolgswirksam erfasst.

3. Stand-alone Hedge: Marktwertänderungen von Derivaten, die nicht die Voraussetzungen für die Bilanzierung als Sicherungsgeschäft erfüllen, werden entsprechend der Kategorie "Held for Trading" in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst und sind somit erfolgswirksam mit dem beizulegenden Zeitwert zu bilanzieren.

Im Geschäftsjahr 2017 wurden keine Sicherungsgeschäfte mit Fair Value Hedge erfasst. Ebenso lag keine Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb vor.

Anteilsbasierte Vergütung

Anteilsbasierte Vergütungen für Mitarbeiter des Bertelsmann-Konzerns umfassen Vergütungspläne, deren Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente erfolgt, sowie Vergütungspläne mit Barausgleich. Anteilsbasierte Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente werden ausgewählten Geschäftsführern und leitenden Angestellten in Form von Aktienoptionen gewährt. Diese Optionen werden zu dem am Tag der Ausgabe geltenden Marktpreis gewährt und sind zu diesem Preis ausübbar. Für Aktienoptionen erfolgt die Erfassung des beizulegenden Zeitwerts der Optionen als Personalaufwand mit einer entsprechenden Erhöhung des Eigenkapitals. Der beizulegende Zeitwert wird am Tag der Gewährung ermittelt und verteilt sich über den Zeitraum, für den die Mitarbeiter vorbehaltlos Anspruch auf die Optionen haben. Der beizulegende Zeitwert der gewährten Optionen wird mithilfe eines Binomialmodells zur Bestimmung von Optionspreisen bemessen, wobei die Bedingungen, zu denen die Optionen gewährt wurden, berücksichtigt werden. Der als Aufwand erfasste Betrag wird angepasst, um die tatsächliche Anzahl an ausübbaren Aktienoptionen wiederzugeben. Aktienoptionen, deren Verfall nur auf ein Nichterreichen des für die Ausübung vorgeschriebenen Aktienkurses zurückzuführen ist, sind hiervon ausgenommen.

Die finanzielle Verbindlichkeit, die aufgrund einer anteilsbasierten Vergütung mit Barausgleich entsteht, wird unter Anwendung eines Optionspreismodells mit dem beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt der Gewährung bewertet. Bis zur Begleichung der Verpflichtung ist deren beizulegender Zeitwert zu jedem Bilanzstichtag und am Erfüllungstag neu zu bestimmen und alle Wertänderungen sind ergebniswirksam als Personalaufwand der Periode zu erfassen.

Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und zugehörige Schulden

Langfristige Vermögenswerte oder Veräußerungsgruppen werden als zur Veräußerung gehalten eingestuft, wenn der zugehörige Buchwert überwiegend durch ein Veräußerungsgeschäft und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert wird. Solche langfristigen Vermögenswerte und die zugehörigen Schulden werden gemäß IFRS 5 in separaten Bilanzposten dargestellt. Die Bewertung erfolgt zum jeweils niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten. Planmäßige Abschreibungen werden nicht erfasst, solange ein langfristiger Vermögenswert als zur Veräußerung gehalten klassifiziert wird oder zu einer als zur Veräußerung gehalten eingestuften Veräußerungsgruppe gehört. Unternehmensbestandteile, die die Anforderungen des IFRS 5.32 erfüllen, werden als nicht fortgeführte Aktivitäten klassifiziert und in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie in der Kapitalflussrechnung entsprechend gesondert dargestellt. Alle in der Berichtsperiode vorgenommenen Änderungen von Beträgen, die in direktem Zusammenhang mit der Veräußerung einer nicht fortgeführten Aktivität in einer der vorangehenden Perioden stehen, werden ebenfalls in dieser gesonderten Kategorie angegeben. Wird ein Unternehmensbestandteil nicht mehr als zur Veräußerung gehalten klassifiziert, so wird das Ergebnis dieses Unternehmensbestandteils, das zuvor unter nicht fortgeführten Aktivitäten ausgewiesen wurde, für alle dargestellten Berichtsperioden in die fortgeführten Aktivitäten umgegliedert.

Wesentliche Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen

Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfordert Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen, die sich auf den Wertansatz der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden sowie auf die Höhe der Aufwendungen und Erträge auswirken können. Die tatsächlich realisierten Beträge können von den Schätzwerten abweichen. Nachstehend werden Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen dargestellt, die im Bertelsmann-Konzernabschluss wesentlich für das Verständnis der mit der Finanzberichterstattung verbundenen Unsicherheiten sind.

Ertrags- und Aufwandsrealisierung: Bei Vorliegen von Remissionsrechten, im Wesentlichen für Printprodukte, müssen Schätzungen in Bezug auf das erwartete Remissionsvolumen vorgenommen werden, da die Umsatzrealisierung unter Beachtung der erwarteten Remissionen erfolgt. Zur Ermittlung der erwarteten Remissionen werden statistisch ermittelte Rückgabequoten herangezogen.

Beherrschung von Unternehmen, an denen der Bertelsmann-Konzern nicht die Mehrheit der Stimmrechte hält: Das Management ist der Auffassung, dass der Bertelsmann-Konzern die zur RTL Group gehörende Groupe M6 trotz der Stimmrechtsbeteiligung von weniger als 50 Prozent de facto beherrscht. Die RTL Group ist der Großaktionär von Groupe M6, während sich die übrigen Anteile im Streubesitz befinden und die übrigen Anteilseigner ihre Anteile nicht derart organisiert haben, dass sie ihre Stimmrechte abweichend vom Bertelsmann-Konzern ausüben. Zudem verfügt der Bertelsmann-Konzern über eine Mehrheit in relevanten Entscheidungsgremien und sich daraus ergebende Entscheidungsbefugnisse über die maßgeblichen Aktivitäten der Groupe M6.

Maßgeblicher Einfluss, obwohl der Bertelsmann-Konzern weniger als 20 Prozent an den Stimmrechte eines anderen Unternehmen hält: Obwohl der Bertelsmann-Konzern weniger als 20 Prozent der Anteile an Atresmedia hält, ist das Management der Auffassung, dass der Bertelsmann-Konzern aufgrund der Präsenz der RTL Group im Board of Directors und in anderen Entscheidungsgremien von Atresmedia weiterhin maßgeblichen Einfluss auf Atresmedia ausübt.

Finanzinvestitionen in Eigenkapitalinstrumente: Zur Bewertung verschiedener zum beizulegenden Zeitwert bilanzierter Finanzinvestitionen in Eigenkapitalinstrumente, denen keine auf aktiven Märkten notierten Preise zugrunde liegen, werden beobachtbare erzielbare Preise im Rahmen von zuletzt durchgeführten qualifizierten Finanzierungsrunden unter Berücksichtigung des Lebens- und Entwicklungszyklus des jeweiligen Unternehmens verwendet bzw. Wertansätze, die im Rahmen anerkannter finanzmathematischer Methoden unter Verwendung von risikoadjustierten Diskontierungssätzen ermittelt wurden.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen: Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen werden aufgrund von Risikofaktoren wie etwa finanziellen Schwierigkeiten eines Kunden oder ungünstigen Veränderungen in der Wirtschaftslage bei Beachtung der Fälligkeitsstruktur der Forderungen gebildet. Beim Entrichten von Vorauszahlungen an Autoren zur Sicherung der Verwertungsrechte an deren Veröffentlichungen werden des Weiteren Schätzungen und Annahmen bezüglich der zukünftigen Verkaufserfolge vorgenommen. Zudem werden bei Sport- und Filmrechten Schätzungen hinsichtlich der erwarteten Umsatzerlöse vorgenommen.

Wertminderungen: Die den Werthaltigkeitstests zugrunde liegenden Cashflow-Prognosen des Managements basieren unter anderem auf Annahmen hinsichtlich der konjunkturellen Entwicklung und der damit verbundenen Risiken, der regulatorischen Rahmenbedingungen, des Wettbewerbsumfelds, der Marktanteile, der Investitionen, der EBITDA-Margen sowie der Wachstumsraten. Um die Annahmen über die Entwicklung von verschiedenen relevanten Märkten, in denen der Bertelsmann-Konzern tätig ist, begründen zu können, wird eine Kombination von langfristigen Trends, industriespezifischen Ausblicken sowie von internem Wissen unter besonderer Berücksichtigung aktueller Erkenntnisse eingesetzt. Die relevanten Märkte sind in hohem Maße der allgemeinen wirtschaftlichen Lage ausgesetzt. Der Zustand der relevanten Märkte ist nur einer der wesentlichen operativen Faktoren, die vom Bertelsmann-Konzern herangezogen werden, um individuelle Geschäftsmodelle zu bewerten. Die wichtigsten Annahmen beinhalten auch geschätzte Wachstumsraten, gewichtete durchschnittliche Kapitalkosten und Steuersätze. Diese verschiedenen Elemente sind insgesamt variabel, voneinander abhängig und es ist schwer, sie als Hauptfaktoren für verschiedene Geschäftsmodelle und entsprechende Bewertungen zu isolieren. Änderungen dieser Schätzungen infolge neuerer Informationen können einen erheblichen Einfluss auf die Höhe der möglichen Wertminderung herbeiführen. Die angesetzten Wachstumsraten orientieren sich am langfristigen realen Wachstum der relevanten Volkswirtschaften, an den Wachstumserwartungen der einschlägigen Branchen und an den langfristigen Inflationserwartungen in jenen Ländern, in denen die jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ihre Geschäftstätigkeit ausüben. Die den wesentlichen Annahmen zugewiesenen Werte stimmen dabei grundsätzlich mit externen Informationsquellen überein. Die unter Berücksichtigung entsprechender Diskontierungssätze ermittelten Werte spiegeln den erzielbaren Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wider. Aus den wesentlichen Veränderungen im Markt- und Wettbewerbsumfeld können sich nachteilige Auswirkungen auf die Werthaltigkeit der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ergeben. Erläuterungen hinsichtlich des Werthaltigkeitstests immaterieller Vermögenswerte (einschließlich der Geschäfts- oder Firmenwerte) im Bertelsmann-Konzern finden sich unter Textziffer 10 "Immaterielle Vermögenswerte".

Pensionsverpflichtungen: Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgt auf Basis des sogenannten Anwartschaftsbarwertverfahrens. Dabei werden neben den biometrischen Rechnungsgrundlagen und dem aktuellen langfristigen Kapitalmarktzins insbesondere auch Annahmen über zukünftige Gehalts- und Rentensteigerungen berücksichtigt. Der Anstieg des Abzinsungssatzes für die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen führte zur Erfassung versicherungsmathematischer Gewinne in Höhe von 136 Mio. € vor Berücksichtigung der damit verbundenen steuerlichen Auswirkungen im Posten "Neubewertungskomponente leistungsorientierter Versorgungspläne". Erläuterungen hinsichtlich der bei der Pensionsbilanzierung getroffenen Annahmen finden sich unter Textziffer 19 "Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen".

Rückstellungen für Drohverlustrisiken und Gewährleistungen beruhen hinsichtlich ihrer Höhe und Eintrittswahrscheinlichkeit ebenfalls in erheblichem Maße auf Einschätzungen des Managements. Der Beurteilung, ob eine gegenwärtige Verpflichtung vorliegt, ein Ressourcenabfluss wahrscheinlich und die Höhe der Verpflichtung verlässlich ermittelbar ist, liegen in der Regel Expertisen interner oder externer Sachverständiger zugrunde. Durch neuere Informationen können sich die Einschätzungen ändern und somit die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns beeinflusst werden. Das rechtliche und regulatorische Umfeld, in dem sich Bertelsmann bewegt, birgt keine bedeutenden Prozessrisiken. Zur Risikovorsorge für den potenziellen Eintritt von Verlusten aus Rechtsstreitigkeiten bildet Bertelsmann Rückstellungen, wenn die Risiken eines Verlustes als wahrscheinlich eingestuft werden und wenn es möglich ist, eine verlässliche Schätzung der erwarteten finanziellen Auswirkungen zu bestimmen. Für wesentliche Eventualverbindlichkeiten, bei denen die Möglichkeit eines zukünftigen Verlusts größer als unwahrscheinlich, aber kleiner als wahrscheinlich ist, schätzt der Bertelsmann-Konzern den möglichen Verlust, wenn er der Auffassung ist, dass eine Schätzung vorgenommen werden kann. Zum Bilanzstichtag lagen Eventualverbindlichkeiten aus Rechtsstreitigkeiten vor, die aus Konzernsicht von untergeordneter Bedeutung sind. Das Management überprüft regelmäßig den Ansatz, die Bewertung und die Inanspruchnahme der Rückstellungen sowie die Angabepflicht von Eventualverbindlichkeiten.

Darüber hinaus werden bei Kaufpreisallokationen Annahmen hinsichtlich der Bewertung von im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbenen Vermögenswerten und übernommenen Schulden getroffen. Dies gilt insbesondere in Bezug auf die erworbenen immateriellen Vermögenswerte, da als Bewertungsmaßstab der beizulegende Zeitwert dient, der in der Regel als Barwert der zukünftigen Cashflows nach Berücksichtigung des Barwerts des abschreibungsbedingten Steuervorteils (Tax Amortization Benefit) ermittelt wird. Ferner basiert die Festlegung konzerneinheitlicher Nutzungsdauern auf Einschätzungen des Managements. Allgemeine Ausführungen zu Nutzungsdauern finden sich in den Abschnitten "Sonstige immaterielle Vermögenswerte" und "Sachanlagen".

Annahmen und Schätzungen liegen auch den Beurteilungen hinsichtlich der Realisierbarkeit unsicherer Steuerpositionen und zukünftiger Steuerentlastungen zugrunde. Die Bilanzierung eines Vermögenswerts oder einer Schuld aus einer Steuerrisikoposition erfolgt in Übereinstimmung mit IAS 12, wenn eine Zahlung oder eine Erstattung für das Steuerrisiko wahrscheinlich ist. Die Bewertung der unsicheren Steuerpositionen erfolgt mit ihrem wahrscheinlichen Wert. Aktive latente Steuern werden in der Höhe angesetzt, in der sie später wahrscheinlich genutzt werden können. Zur Beurteilung der Wahrscheinlichkeit der zukünftigen Nutzbarkeit aktiver latenter Steuern werden verschiedene Faktoren herangezogen, darunter die vergangene Ertragslage, die Unternehmensplanung und Steuerplanungsstrategien sowie Verlustvortragsperioden. Erläuterungen zur Beurteilung der Realisierbarkeit steuerlicher Entlastungen werden unter Textziffer 9 "Ertragsteuern" dargelegt.

Annahmen werden zudem bei der Ermittlung von beizulegenden Zeitwerten finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten getroffen. Hierbei verwendet Bertelsmann verschiedene finanzmathematische Methoden, die den zu den jeweiligen Bilanzstichtagen herrschenden Marktbedingungen und Risiken Rechnung tragen. Die in die Modelle eingehenden Inputfaktoren stützen sich soweit möglich auf beobachtbare Marktdaten. Liegen solche nicht vor, basiert die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte auf Annahmen des Managements. Diese Annahmen betreffen Inputfaktoren wie Liquiditätsrisiko und Ausfallrisiken.

Des Weiteren beziehen sich die Annahmen und Schätzungen auf die anteilsbasierte Vergütung. Die Bedingungen der anteilsbasierten Vergütung mit Barausgleich und der Aktienoptionspläne werden im Abschnitt "Anteilsbasierte Vergütungen" unter Textziffer 18 "Eigenkapital" näher erläutert.

Die Schätzungen und die zugrunde liegenden Annahmen werden fortlaufend überprüft. Anpassungen der Schätzungen werden grundsätzlich in der Periode der Änderung und in den zukünftigen Perioden berücksichtigt.

Vorjahresinformationen

Die Positionen "Bestandsveränderungen" und "Andere aktivierte Eigenleistungen" werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nicht mehr separat, sondern unter der Position "Materialaufwand" ausgewiesen. Mit den Umgliederungen erhöhen sich Klarheit, Lesbarkeit und Vergleichbarkeit mit den internationalen Unternehmen, die ihre Konzernabschlüsse unter Anwendung des Umsatzkostenverfahrens aufstellen. Für die bessere Vergleichbarkeit wurden die Zahlen der Vorjahresperiode angepasst. Da diese Positionen nur innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert wurden, bleiben die Höhe des EBIT und das Konzernergebnis unverändert. Weitere Erläuterungen finden sich in der Textziffer 14 "Vorräte".

Erläuterungen zu den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung und der Bilanz

1 Umsatzerlöse

in Mio. € 2017 2016
Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Gütern und Handelswaren 4.335 4.602
Umsatzerlöse aus der Erbringung von Dienstleistungen 6.073 5.767
Umsatzerlöse aus Werbung und Anzeigen 4.406 4.384
Umsatzerlöse aus der Nutzungsüberlassung von Vermögenswerten 2.376 2.197
  17.190 16.950

Der Posten "Umsatzerlöse aus Werbung und Anzeigen" umfasst unter anderem Erlöse aus Tauschgeschäften in Höhe von 56 Mio. € (Vj.: 58 Mio. €), die vor allem bei der RTL Group und bei Gruner + Jahr angefallen sind.

2 Sonstige betriebliche Erträge

in Mio. € 2017 2016
Erträge aus Erstattungen 179 231
Zusatz- und Nebenerträge 92 175
Erträge aus Anlagenabgängen 125 55
Neubewertungen von Beteiligungen zum beizulegenden Zeitwert 15 12
Währungsgewinne   10
Übrige betriebliche Erträge 157 130
  568 613

Der Posten "Erträge aus Anlagenabgängen" enthält im Wesentlichen einen Veräußerungsgewinn in Höhe von 94 Mio. € aus dem Verkauf dreier zusammenhängender Gebäude in Paris durch die RTL Group. In dem Posten "Übrige betriebliche Erträge" ist unter anderem ein Ertrag in Höhe von 26 Mio. € aus der Ausübung der Kaufoption auf einen nicht finanziellen Vermögenswert und aus seinem unmittelbaren Weiterverkauf enthalten.

3 Personalaufwand

in Mio. € 2017 2016
Löhne und Gehälter 4.368 4.230
Staatliche Sozialabgaben 714 689
Aufwendungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 138 149
Gewinnbeteiligung 105 105
Sonstige Personalaufwendungen 216 202
  5.541 5.375

Die im Geschäftsjahr 2017 gezahlten Arbeitgeberbeiträge an staatliche Rentenversicherungsträger belaufen sich auf 369 Mio. € (Vj.: 342 Mio. €).

4 Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

in Mio. € 2017 2016
Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen auf    
- Immaterielle Vermögenswerte 423 371
- Sachanlagen 268 261
  691 632

5 Sonstige betriebliche Aufwendungen

in Mio. € 2017 2016
Verwaltungskosten 1.318 1.307
Vertriebskosten und Übertragungskosten 479 523
Werbekosten 427 424
Wertberichtigungen auf Forderungen und nicht finanzielle Vermögenswerte 192 206
Beratungs- und Prüfungskosten 177 171
Betriebliche Steuern 85 120
Anpassung der Buchwerte der zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte 4 14
Verluste aus Anlagenabgängen 6 5
Währungsverluste 16 -
Übrige betriebliche Aufwendungen 77 96
  2.781 2.866

Der Posten "Verwaltungskosten" umfasst unter anderem als Aufwand erfasste Zahlungen aus Operating Leases in Höhe von 270 Mio. € (Vj.: 267 Mio. €) und dazugehörige Dienstleistungen und Nebenkosten in Höhe von 29 Mio. € (Vj.: 23 Mio. €) sowie bedingte Mietzahlungen in Höhe von 7 Mio. € (Vj.: 7 Mio. €).

Darüber hinaus umfasst dieser Posten Reparatur- und Wartungskosten in Höhe von 195 Mio. € (Vj.: 188 Mio. €) und Kosten für IT-Dienstleistungen in Höhe von 156 Mio. € (Vj.: 162 Mio. €).

6 Ergebnis aus Finanzanlagen

in Mio. € 2017 2016
Erträge aus Beteiligungen 10 14
Wertminderungen auf sonstige Finanzanlagen -20 -22
Ergebnis aus Finanzanlagen -10 -8

7 Zinserträge und Zinsaufwendungen

in Mio. € 2017 2016
Zinserträge    
Zinserträge aus liquiden Mitteln 3 3
Zinserträge aus Zinsderivaten 1 -
Sonstige Zinserträge 10 10
  14 13
Zinsaufwendungen    
Zinsaufwendungen aus Finanzschulden -97 -119
Zinsaufwendungen aus Zinsderivaten -10 -3
Sonstige Zinsaufwendungen -27 -24
  -134 -146

8 Übrige finanzielle Erträge und Aufwendungen

in Mio. € 2017 2016
Übrige finanzielle Erträge    
Finanzielle Erträge aus Put-Optionen - 5
Nicht operative Währungskursgewinne 11 5
Minderheitsanteile von Personengesellschaften 2 1
Sonstige 13 3
  26 14
Übrige finanzielle Aufwendungen    
Gewinnanspruch Genusskapital -44 -44
Nettozinsen aus leistungsorientierten Versorgungsplänen -34 -40
Minderheitsanteile von Personengesellschaften -11 -12
Finanzielle Aufwendungen aus Put-Optionen -11 -
Sonstige -25 -29
  -125 -125

Um den wirtschaftlichen Gehalt besser widerzuspiegeln, werden Erträge und Aufwendungen aus nicht operativen Fremdwährungssicherungsgeschäften mit den Ergebnissen aus der Bewertung der wirtschaftlich abgesicherten Fremdwährungsgeschäfte saldiert und als nicht operative Währungskursgewinne bzw. -verluste ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2017 standen den Verlusten aus diesen nicht operativen Fremdwährungsgeschäften in Höhe von -194 Mio. € (Vj.: -116 Mio. €) Erträge aus Fremdwährungssicherungsgeschäften in Höhe von 256 Mio. € (Vj.: 190 Mio. €) gegenüber. Den Gewinnen aus den Fremdwährungsgeschäften in Höhe von 63 Mio. € (Vj.: 84 Mio. €) standen Aufwendungen aus Fremdwährungssicherungsgeschäften in Höhe von -114 Mio. € (Vj.: -153 Mio. €) gegenüber.

9 Ertragsteuern

Die Ertragsteuern setzen sich aus den folgenden laufenden und latenten Steuern zusammen:

Ertragsteuern

in Mio. € 2017 2016
Ergebnis vor Ertragsteuern (gesamt) 1.670 1.556
Laufende Ertragsteuern aus fortgeführten Aktivitäten -462 -388
Latente Ertragsteuern aus fortgeführten Aktivitäten -10 -31
Ertragsteuern aus fortgeführten Aktivitäten -472 -419
Laufende Ertragsteuern aus nicht fortgeführten Aktivitäten - -
Latente Ertragsteuern aus nicht fortgeführten Aktivitäten - -
Ertragsteuern aus nicht fortgeführten Aktivitäten - -
Summe Ertragsteuern -472 -419
Ergebnis nach Ertragsteuern (gesamt) 1.198 1.137

Das Ergebnis nach Ertragsteuern wurde im Geschäftsjahr 2017 einmalig durch die US-Steuerreform (Tax Cuts and Jobs Act) im Bereich der Bewertung aktiver und passiver latenter Steuern der US-Konzerngesellschaften mit 33 Mio. € belastet. Die Neubewertung der latenten Steuern der US-Konzerngesellschaften erfolgte dabei mit dem reduzierten US-Körperschaftsteuersatz von 21 Prozent (bisher 35 Prozent). Auswirkungen aus der zum 1. Januar 2018 eingeführten Base Erosion and Anti-Abuse Tax (BEAT) sind in Übereinstimmung mit den bisher veröffentlichten Verlautbarungen nicht bei der Bewertung latenter Steuern zum 31. Dezember 2017 berücksichtigt worden. Sie werden zukünftig jeweils im Jahr der Entstehung bilanziert. Die Reduzierung des US-Körperschaftsteuersatzes von bislang 35 Prozent auf 21 Prozent wird zukünftig zu einer geringeren Steuerbelastung in den USA führen. Weitere Auswirkungen aus der US-Steuerreform auf den Konzernabschluss können sich in Bezug auf den zukünftigen Zinsabzug in den USA, die Mindestbesteuerung und die deutsche Hinzurechnungsbesteuerung ergeben. Sie werden in einer tiefergehenden weiteren Analyse ermittelt.

Darüber hinaus wurden im Geschäftsjahr 2017 Steuersatzänderungen für die Berechnung der langfristigen temporären Differenzen in Frankreich und Großbritannien angewendet, die zu einer Entlastung im Steuerergebnis in Höhe von 13 Mio. € geführt haben.

Nach der Anteilsaufstockung bei Penguin Random House wurden die US-Gesellschaften des Unternehmensbereichs erstmals in die steuerliche Organschaft der Bertelsmann Inc. einbezogen.

Im Geschäftsjahr 2017 wurden steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 389 Mio. € (Vj.: 433 Mio. €) in Anspruch genommen, was zu einer Verminderung des laufenden Steueraufwands um 106 Mio. € (Vj.: 102 Mio. €) führte. Von den genutzten steuerlichen Verlustvorträgen entfallen 31 Mio. € (Vj.: 132 Mio. €) auf inländische Körperschaftsteuer, 29 Mio. € (Vj.: 41 Mio. €) auf inländische Gewerbesteuer und 329 Mio. € (Vj.: 260 Mio. €) auf ausländische Ertragsteuern. In diesen Beträgen sind 78 Mio. € (Vj.: 40 Mio. €) Verlustvorträge enthalten, für die in der Vergangenheit keine aktiven latenten Steuern angesetzt wurden. Sie betreffen in Höhe von 2 Mio. € (Vj.: 1 Mio. €) inländische Körperschaftsteuer, in Höhe von 2 Mio. € (Vj.: 1 Mio. €) inländische Gewerbesteuer und in Höhe von 74 Mio. € (Vj.: 38 Mio. €) ausländische Ertragsteuern. Diese Nutzung führt zu einer Verminderung des laufenden Steueraufwands in Höhe von 20 Mio. € (Vj.: 11 Mio. €).

Aktive und passive latente Steuern wurden im Zusammenhang mit folgenden Posten und Sachverhalten gebildet:

Latente Steuern

31.12.2017 31.12.2016
in Mio. € Aktiva Passiva davon im Geschäftsjahr ergebniswirksam erfasst Aktiva Passiva davon im Geschäftsjahr ergebniswirksam erfasst
Immaterielle Vermögenswerte 283 436 118 276 570 -4
Sachanlagen 46 39 -14 63 39 10
Finanzanlagen 15 27 1 14 26 7
Vorräte 55 6 -16 75 4 -7
Forderungen 119 22 15 111 24 -11
Anzahlungen und sonstige Aktiva 160 161 17 113 153 17
Rückstellungen 779 206 -11 826 182 -5
Finanzschulden 13 55 -19 19 42 -13
Verbindlichkeiten 16 6 -14 29 4 9
Anzahlungen und sonstige Passiva 55 26 7 55 31 5
Verlustvorträge/Steueranrechnungen 239   -94 355   -39
Gesamt 1.780 984 -10 1.936 1.075 -31
Saldierung -860 -860   -929 -929  
Bilanzansatz 920 124   1.007 146  

Der Rückgang der passiven latenten Steuern auf immaterielle Vermögenswerte und der aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge resultiert im Wesentlichen aus der Berücksichtigung der Auswirkungen der Steuerreform in den USA bei der Bewertung dieser Posten.

Für temporäre Differenzen in Höhe von 443 Mio. € (Vj.: 781 Mio. €) im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen wurden keine latenten Steuerschulden angesetzt, da Bertelsmann deren Umkehrung steuern kann und es wahrscheinlich ist, dass sich diese temporären Differenzen in absehbarer Zeit nicht umkehren werden. Laufende sowie aktive und passive latente Steuern werden insoweit saldiert, als sie gegenüber der gleichen Steuerbehörde bestehen und verrechnet werden können. Die Laufzeit der latenten Steuern auf temporäre Differenzen ist im Wesentlichen langfristig geprägt.

Erläuterungen zu den mit dem sonstigen Ergebnis in Zusammenhang stehenden Ertragsteuerbeträgen finden sich unter Textziffer 18 "Eigenkapital".

Wertberichtigungen von aktiven latenten Steuern auf temporäre Differenzen, Verlustvorträge und Steueranrechnungen wurden in denjenigen Fällen vorgenommen, in denen es nicht wahrscheinlich ist, dass sie in absehbarer Zukunft genutzt werden können. Bei der Beurteilung der Werthaltigkeit werden im Wesentlichen existierende passive temporäre Differenzen sowie zu erwartendes zu versteuerndes Einkommen innerhalb eines Planungszeitraums zugrunde gelegt.

Temporäre Differenzen, steuerliche Verlustvorträge und Steueranrechnungen, für die kein latenter Steueranspruch angesetzt wurde, sind wie folgt zeitlich vortragsfähig:

Zeitliche Begrenzung

in Mio. € 31.12.2017 31.12.2016
Steuerliche Verlustvorträge    
Mehr als 5 Jahre vortragsfähig 6.381 6.488
Höchstens 5 Jahre vortragsfähig 128 126
Temporäre Differenzen 154 91
Steueranrechnungen    
Mehr als 5 Jahre vortragsfähig 52 50
Höchstens 5 Jahre vortragsfähig - 1

Eine Überleitung des erwarteten Steuerergebnisses auf das tatsächliche Steuerergebnis zeigt die folgende Tabelle:

Überleitung zum tatsächlichen Steueraufwand

in Mio. € 2017 2016
Ergebnis vor Ertragsteuern aus fortgeführten Aktivitäten 1.677 1.555
Ertragsteuersatz der Bertelsmann SE &Co. KGaA 30,80 % 30,80 %
Erwarteter Steueraufwand aus fortgeführten Aktivitäten -517 -479
Steuerliche Auswirkungen folgender Effekte führten zu einer Abweichung des tatsächlichen vom erwarteten Steueraufwand:    
Anpassung an abweichenden nationalen Steuersatz -6 -8
Auswirkung von Steuersatz- und Steuerrechtsänderungen -17 -4
Steuerlich nicht abzugsfähige Geschäfts- oder Firmenwertwertminderung -10 -
Steuereffekte in Bezug auf Ergebnisse aus Beteiligungsverkäufen 37 5
Laufende Ertragsteuern für Vorjahre 10 11
Latente Ertragsteuern für Vorjahre -10 13
Effekte aus Bewertung aktiver latenter Steuern 23 48
Permanente Differenzen 25 13
Sonstige Anpassungen -7 -18
Summe der Anpassungen 45 60
Tatsächlicher Steueraufwand aus fortgeführten Aktivitäten -472 -419

Der Ertragsteuersatz der Bertelsmann SE &Co. KGaA enthält die Körperschaftsteuer, den Solidaritätszuschlag und die Gewerbesteuer.

Effektiver Steuersatz

2017 2016
Körperschaftsteuer inklusive Solidaritätszuschlag 15,83 % 15,83 %
Gewerbesteuer 14,97 % 14,97 %
Effektiver Ertragsteuersatz 30,80 % 30,80 %

10 Immaterielle Vermögenswerte

Sonstige immaterielle Vermögenswerte
in Mio. € Geschäfts- oder Firmenwerte Musik- und Filmrechte Sonstige Rechte und Lizenzen Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte Geleistete Anzahlungen Summe
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten            
Stand 1.1.2016 8.193 2.701 1.989 962 11 5.663
Währungskursveränderungen 28 -54 -10 21 - -43
Zugänge durch Unternehmenszusammenschlüsse 255 27 77 5 - 109
Sonstige Zugänge - 179 104 76 9 368
Abgänge aus Unternehmensverkäufen -8 - -18 - - -18
Sonstige Abgänge - -72 -57 -11 - -140
Umgliederungen gemäß IFRS 5 -2 - -5 - - -5
Umbuchungen und sonstige Veränderungen -1 50 5 -51 -7 -3
Stand 31.12.2016 8.465 2.831 2.085 1.002 13 5.931
Währungskursveränderungen -229 -144 -102 -53 - -299
Zugänge durch Unternehmenszusammenschlüsse 167 104 46 1 - 151
Sonstige Zugänge - 165 139 32 23 359
Abgänge aus Unternehmensverkäufen -2 - -1 - - -1
Sonstige Abgänge - -82 -55 -19 - -156
Umgliederungen gemäß IFRS 5 - - -3 - - -3
Umbuchungen und sonstige Veränderungen 2 28 -44 19 -22 -19
Stand 31.12.2017 8.403 2.902 2.065 982 14 5.963
Kumulierte Abschreibungen            
Stand 1.1.2016 298 1.269 971 897 4 3.141
Währungskursveränderungen -1 2 -6 21 - 17
Planmäßige Abschreibungen - 183 157 25 - 365
Wertminderungen - - 5 2 - 7
Wertaufholungen - - -1 - - -1
Abgänge aus Unternehmensverkäufen -6 - -11 - - -11
Sonstige Abgänge - -63 -53 -11 - -127
Umgliederungen gemäß IFRS 5 - - -2 - - -2
Umbuchungen und sonstige Veränderungen - 1 6 -9 - -2
Stand 31.12.2016 291 1.392 1.066 925 4 3.387
Währungskursveränderungen -2 -38 -40 -52 - -130
Planmäßige Abschreibungen - 175 170 44 - 389
Wertminderungen 30 1 3 1 - 5
Wertaufholungen - - -1 - - -1
Abgänge aus Unternehmensverkäufen - - -1 - - -1
Sonstige Abgänge - -82 -45 -16 - -143
Umgliederungen gemäß IFRS 5 - - -2 - - -2
Umbuchungen und sonstige Veränderungen - 4 -25 6 -4 -19
Stand 31.12.2017 319 1.452 1.125 908 - 3.485
Buchwert zum 31.12.2017 8.084 1.450 940 74 14 2.478
Buchwert zum 31.12.2016 8.174 1.439 1.019 77 9 2.544
in Mio. € Gesamt
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten  
Stand 1.1.2016 13.856
Währungskursveränderungen -15
Zugänge durch Unternehmenszusammenschlüsse 364
Sonstige Zugänge 368
Abgänge aus Unternehmensverkäufen -26
Sonstige Abgänge -140
Umgliederungen gemäß IFRS 5 -7
Umbuchungen und sonstige Veränderungen -4
Stand 31.12.2016 14.396
Währungskursveränderungen -528
Zugänge durch Unternehmenszusammenschlüsse 318
Sonstige Zugänge 359
Abgänge aus Unternehmensverkäufen -3
Sonstige Abgänge -156
Umgliederungen gemäß IFRS 5 -3
Umbuchungen und sonstige Veränderungen -17
Stand 31.12.2017 14.366
Kumulierte Abschreibungen  
Stand 1.1.2016 3.439
Währungskursveränderungen 16
Planmäßige Abschreibungen 365
Wertminderungen 7
Wertaufholungen -1
Abgänge aus Unternehmensverkäufen -17
Sonstige Abgänge -127
Umgliederungen gemäß IFRS 5 -2
Umbuchungen und sonstige Veränderungen -2
Stand 31.12.2016 3.678
Währungskursveränderungen -132
Planmäßige Abschreibungen 389
Wertminderungen 35
Wertaufholungen -1
Abgänge aus Unternehmensverkäufen -1
Sonstige Abgänge -143
Umgliederungen gemäß IFRS 5 -2
Umbuchungen und sonstige Veränderungen -19
Stand 31.12.2017 3.804
Buchwert zum 31.12.2017 10.562
Buchwert zum 31.12.2016 10.718

In den sonstigen Rechten und Lizenzen sind Markenrechte, Belieferungsrechte, Verlagsrechte sowie erworbene Software und sonstige Lizenzen enthalten. Im Geschäftsjahr erwarb BMG Musikkataloge für 102 Mio. €, davon entfielen 53 Mio. € auf diverse Musikkataloge in Großbritannien und 43 Mio. € auf diverse Musikkataloge in den USA. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte umfassen hauptsächlich eigene Film- und TV-Produktionen sowie selbst erstellte Software. Wie im Vorjahr wurden keine immateriellen Vermögenswerte als Sicherheit für Verbindlichkeiten gestellt.

Die Geschäfts- oder Firmenwerte und die sonstigen immateriellen Vermögenswerte lassen sich folgenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zuordnen:

Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer nach zahlungsmittelgenerierenden Einheiten

Geschäfts- oder Firmenwerte Sonstige immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer
in Mio. € 31.12.2017 31.12.2016 31.12.2017 31.12.2016
RTL Group 5.158 5.160 121 121
RTL Group, Konzernebene 2.123 2.123 - -
Fremantle Media 1.047 1.055 - -
Television Germany 955 953 - -
Groupe M6 525 459 120 120
RTL Nederland 160 152 - -
SpotX 112 126 - -
StyleHaul 104 117 - -
Sonstige 132 175 1 1
Penguin Random House 925 979 - -
Penguin Random House Ventures 881 934 - -
Random House Deutschland 44 45 - -
Gruner + Jahr 524 547 - -
Zeitschriften- und Digitalgeschäft Deutschland &MPS 334 327 - -
Zeitschriften- und Digitalgeschäft International 174 204 - -
Zeitungen 16 16 - -
BMG 355 343 - -
Arvato 529 508 - -
Financial Solutions 412 410 - -
Sonstige 117 98 - -
Bertelsmann Printing Group 39 39 - -
Print USA 22 25 - -
Sonstige 17 14 - -
Bertelsmann Education Group 554 598 - -
Online Learning 548 592 - -
Sonstige 6 6 - -
  8.084 8.174 121 121

Die immateriellen Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer betreffen im Wesentlichen die Markenrechte der Groupe M6 in Frankreich (120 Mio. €, Vj.: 120 Mio. €). Bei der Bestimmung, dass die M6-Markenrechte eine unbegrenzte Nutzungsdauer haben, hat das Management unterschiedliche Faktoren berücksichtigt, wie die vergangene und erwartete Dauerhaftigkeit der Marke, den Einfluss möglicher Veränderungen von Übertragungstechnologien, den Einfluss möglicher Entwicklungen des regulatorischen Umfelds innerhalb der französischen Fernsehindustrie, die aktuellen und erwarteten Zuschaueranteile der M6-Sender und die Strategie des Managements zum Erhalt und zur Stärkung der Handelsmarke "M6". Basierend auf einer Analyse dieser Faktoren bestehen zum 31. Dezember 2017 keine Begrenzungen in Bezug auf den Zeitraum, für den erwartet wird, dass die Marke M6 Cashflows generiert.

Geschäfts- oder Firmenwerte aus Unternehmenszusammenschlüssen werden im Rahmen der Werthaltigkeitstests nach IAS 36 auf die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten verteilt, die voraussichtlich von den Synergien des Zusammenschlusses profitieren.

Der erzielbare Betrag für den Werthaltigkeitstest des auf Konzernebene erfassten Geschäfts- oder Firmenwerts der RTL Group wurde anhand des Marktpreises ermittelt, der Stufe 1 der Hierarchie der beizulegenden Zeitwerte zuzuordnen ist. Am 31. Dezember 2017 betrug der Marktpreis für Aktien der RTL Group S.A. an der Frankfurter Börse 67,07 € (31. Dezember 2016: 69,73 €). Eine Wertminderung des bilanzierten Geschäfts- oder Firmenwerts wurde nicht identifiziert. Ebenfalls wurde der erzielbare Betrag für den Werthaltigkeitstest des Geschäfts- oder Firmenwerts der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Groupe M6 anhand des Marktpreises ermittelt, der Stufe 1 der Hierarchie der beizulegenden Zeitwerte zuzuordnen ist. Am 31. Dezember 2017 betrug der Marktpreis für Groupe-M6-Aktien an der Pariser Börse 21,54 € (31. Dezember 2016: 17,67 €).

Für die übrigen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten entspricht der erzielbare Betrag dem beizulegenden Zeitwert, der aus diskontierten Zahlungsmittelreihen abzüglich Kosten der Veräußerung abgeleitet wird und der Stufe 3 der Hierarchie der beizulegenden Zeitwerte zuzuordnen ist. Die prognostizierten Cashflows wurden den unternehmensinternen Planungen, die drei Detailperioden umfassen, entnommen und wurden grundsätzlich um zwei weitere Detailplanungsperioden ergänzt. Die über die Detailplanung hinausgehenden Perioden wurden durch eine ewige Rente unter Berücksichtigung individueller geschäftsspezifischer Wachstumsraten abgebildet.

Die den Werthaltigkeitstests der einzelnen, wesentliche Geschäfts- oder Firmenwerte tragenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugrunde liegenden Cashflow-Prognosen basieren auf den folgenden Annahmen bezüglich der Marktentwicklung für den Beginn des Detailplanungszeitraums:

Für das Jahr 2018 werden stabile bis moderat wachsende europäische TV-Werbemärkte erwartet mit Ausnahme eines moderaten Rückgangs in den Niederlanden.

Für die Buchmärkte wird mit einer insgesamt stabilen Entwicklung gerechnet.

Im Zeitschriftengeschäft werden für 2018 anhaltend starke Rückgänge der Printanzeigenmärkte und deutliche Rückgänge der Vertriebsmärkte in Deutschland und Frankreich erwartet, während im Digitalbereich mit einem fortgesetzt starken Wachstum gerechnet wird.

Für das Jahr 2018 wird ein anhaltend moderates Wachstum des weltweiten Musikmarkts in dem Marktsegment Verlagsrechte erwartet, während für das Marktsegment Recordingrechte mit einem deutlichen Wachstum gerechnet wird.

Für die Dienstleistungsmärkte wird 2018 mit einem ähnlichen Wachstum wie im Vorjahr gerechnet.

Der Tiefdruckmarkt in Europa entwickelt sich 2018 voraussichtlich weiterhin deutlich rückläufig, während für den Offsetmarkt in Europa und den Buchdruckmarkt in Nordamerika eine fortgesetzt stabile Entwicklung erwartet wird.

Für die relevanten US-amerikanischen Bildungsmärkte wird insgesamt mit einem anhaltend starken Wachstum gerechnet.

Der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts auf Basis der diskontierten Zahlungsmittelreihen wurden darüber hinaus für die über die Detailplanung hinausgehenden Perioden folgende individuelle geschäftsspezifische Wachstumsraten sowie Diskontierungssätze zugrunde gelegt:

Übersicht der Wachstumsraten und Abzinsungssätze

Wachstumsrate in % pro Jahr Abzinsungssatz in % pro Jahr
31.12.2017 31.12.2016 31.12.2017 31.12.2016
RTL Group          
  Fremantle Media 1,8 2,5 7,1 7,1
  Television Germany 1,5 2,0 6,8 6,9
  RTL Nederland 1,5 2,0 6,8 6,9
  SpotX 2,0 2,0 9,8 12,0
  StyleHaul 2,0 2,0 11,1 13,9
  Sonstige 0,0 - 2,0 -1,0 - 2,0 7,2 - 10,8 7,2 - 13,9
Penguin Random House          
  Penguin Random House Ventures 0,5 0,5 8,7 8,5
  Random House Deutschland 0,5 0,5 6,9 6,5
Gruner + Jahr          
  Zeitschriften- und Digitalgeschäft Deutschland & MPS 0,0 -0,8 6,1 6,0
  Zeitschriften- und Digitalgeschäft International 0,0 -0,5 6,5 6,4
  Zeitungen 0,0 -1,0 7,1 7,0
BMG   2,0 2,0 6,9 6,5
Arvato          
  Financial Solutions 1,0 1,0 6,8 6,3
  Sonstige 1,0 1,0 6,0 - 8,2 6,1 - 8,1
Bertelsmann Printing Group          
  Print USA 0,0 -1,0 9,4 9,0
  Sonstige 0,0 -0,8 - 0,0 6,0 - 7,9 6,0 - 7,6
Bertelsmann Education Group          
  Online Learning 2,5 2,5 9,1 8,9
  Sonstige 2,0 2,5 13,8 11,5

Im Geschäftsjahr 2017 betrug der Wertminderungsaufwand auf Geschäfts- oder Firmenwerte 30 Mio. €. Dieser entfällt vollständig auf die zahlungsmittelgenerierende Einheit Gruner + Jahr Zeitschriften- und Digitalgeschäft International. Aufgrund des schwierigen Marktumfelds und sinkender Anzeigen- und Vertriebserlöse im Printbereich lag der erzielbare Betrag unterhalb des Buchwerts. Der Bemessung des Wertminderungsaufwands lagen folgende Annahmen zugrunde: Der Abzinsungssatz betrug 6,5 Prozent und die langfristige Wachstumsrate 0,0 Prozent. Im Vorjahr wurden keine Wertminderungsaufwendungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte erfasst. Der Ausweis der Wertminderungsaufwendungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und auf sonstige immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer erfolgt in der Gewinn- und Verlustrechnung in dem Posten "Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen".

Fremantle Media hat sich neben organischen Initiativen mit dem Ziel, neue Formate und geistiges Eigentum zu entwickeln, weiterhin auf den Erwerb und die Integration neuer Geschäfte konzentriert, um die Anzahl neuer Shows zu erhöhen, Präsenz in neuen Märkten zu gewinnen und die Position im Geschäft mit Drama-Produktionen weiter auszubauen. Darüber hinaus konzentriert sich das Management weiterhin auf Effizienzmaßnahmen, um die Marge weiter zu verbessern. Die Kernmarken von Fremantle Media haben sich gut entwickelt und dies wird auch für die kommenden Jahre erwartet. Durch den Ausbau von Kompetenzen entlang der Wertschöpfungskette und die Entwicklung spezifischer neuer Inhalte arbeitet Fremantle Media weiterhin an der Bildung eines skalierbaren digitalen Geschäfts. Die zunehmende Vielfalt des Portfolios von Fremantle Media hat zu einer Anpassung der unternehmensinternen Planung geführt mit einem erwarteten leichten Anstieg und Nachhaltigkeit der EBITA-Marge verglichen mit dem letzten erreichten Niveau. Zur Bestimmung des erzielbaren Betrages wurde der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten anhand eines Discounted-Cashflow-Verfahrens ermittelt, basierend auf einer langfristigen Wachstumsrate von 1,8 Prozent (Vj.: 2,5 Prozent) und einem Zinssatz von 7,1 Prozent (Vj.: 7,1 Prozent). Zum 31. Dezember 2017 übersteigt der erzielbare Betrag den Buchwert um 202 Mio. € (Vj.: 237 Mio. €). Bei einer Erhöhung des Abzinsungssatzes um 0,8 Prozentpunkte, bei einer Verminderung des jährlichen Umsatzes um 0,9 Prozent oder bei einer Verminderung der EBITDA-Marge um 1,1 Prozentpunkte unterschreitet der erzielbare Betrag den Buchwert.

Auch wenn kurzfristig kein ausgeglichenes Ergebnis erwartet wird, zeigt StyleHaul weiterhin erhebliches Wachstum bei den Videoaufrufen und im Umsatz, vor allem in seinem Branded-Entertainment-Geschäft. Das Management sieht erhebliches Potenzial in Bezug auf eine Verbesserung der Marge, wenngleich StyleHaul sich in einer frühen Stufe seines Lebenszyklus mit Unsicherheiten in Bezug auf die künftige Entwicklung befindet. Zur Bestimmung des erzielbaren Betrages wurde der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten anhand eines Discounted-Cashflow-Verfahrens ermittelt, basierend auf einer langfristigen Wachstumsrate von 2,0 Prozent (Vj.: 2,0 Prozent) und einem Zinssatz von 11,1 Prozent (Vj.: 13,9 Prozent). Zum 31. Dezember 2017 übersteigt der erzielbare Betrag den Buchwert um 4 Mio. € (Vj.: 23 Mio. €). Bei einer Erhöhung des Abzinsungssatzes um 0,3 Prozentpunkte, bei einer Verminderung des jährlichen Umsatzes um 0,3 Prozent oder bei einer Verminderung der EBITDA-Marge um 0,4 Prozentpunkte unterschreitet der erzielbare Betrag den Buchwert.

Die Werthaltigkeit der weiteren wesentlichen ausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwerte war auch bei einer Variation jeweils eines der beiden bedeutendsten Einflussfaktoren Abzinsungssatz (Erhöhung um 1,0 Prozentpunkte) und langfristige Wachstumsrate (Verminderung um 1,0 Prozentpunkte) gegeben.

11 Sachanlagen

in Mio. € Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Gesamt
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten          
Stand 1.1.2016 1.769 2.572 1.355 98 5.794
Währungskursveränderungen -13 -23 -3 - -39
Zugänge durch Unternehmenszusammenschlüsse - - 2 - 2
Sonstige Zugänge 75 50 121 104 350
Abgänge aus Unternehmensverkäufen - -1 -28 - -29
Sonstige Abgänge -14 -145 -100 - -259
Umgliederungen gemäß IFRS 5 -84 -3 -9 - -96
Umbuchungen und sonstige Veränderungen 93 3 30 -135 -9
Stand 31.12.2016 1.826 2.453 1.368 67 5.714
Währungskursveränderungen -19 -46 -43 -2 -110
Zugänge durch Unternehmenszusammenschlüsse - 3 3 - 6
Sonstige Zugänge 52 70 136 68 326
Abgänge aus Unternehmensverkäufen - - - - -
Sonstige Abgänge -51 -69 -106 -1 -227
Umgliederungen gemäß IFRS 5 81 1 -2 - 80
Umbuchungen und sonstige Veränderungen 21 41 16 -77 1
Stand 31.12.2017 1.910 2.453 1.372 55 5.790
Kumulierte Abschreibungen          
Stand 1.1.2016 986 2.244 959 - 4.189
Währungskursveränderungen -9 -21 - - -30
Planmäßige Abschreibungen 50 79 125 - 254
Wertminderungen - 5 3 - 8
Wertaufholungen -1 - - - -1
Abgänge aus Unternehmensverkäufen - - -21 - -21
Sonstige Abgänge -3 -144 -93 - -240
Umgliederungen gemäß IFRS 5 -2 -1 -6 - -9
Umbuchungen und sonstige Veränderungen -8 -9 17 - -
Stand 31.12.2016 1.013 2.153 984 - 4.150
Währungskursveränderungen -12 -40 -32 - -84
Planmäßige Abschreibungen 55 81 129 - 265
Wertminderungen - 1 3 - 4
Wertaufholungen - - -1 - -1
Abgänge aus Unternehmensverkäufen - - - - -
Sonstige Abgänge -32 -67 -103 - -202
Umgliederungen gemäß IFRS 5 - -1 -1 - -2
Umbuchungen und sonstige Veränderungen 4 -3 1 - 2
Stand 31.12.2017 1.028 2.124 980 - 4.132
Buchwert zum 31.12.2017 882 329 392 55 1.658
Buchwert zum 31.12.2016 813 300 384 67 1.564

Zum Bilanzstichtag wurden Sachanlagen in Höhe von 13 Mio. € (Vj.: 8 Mio. €) als Sicherheit für Verbindlichkeiten verpfändet. Insgesamt wurden für Sachanlagen Wertminderungsaufwendungen in Höhe von -4 Mio. € (Vj.: -8 Mio. €) erfasst.

12 Anteile an anderen Unternehmen

Tochterunternehmen mit wesentlichen nicht beherrschenden Anteilen

Aus Sicht des Bertelsmann-Konzerns entfallen wesentliche nicht beherrschende Anteile auf die Firmengruppe RTL Group sowie die Verlagsgruppe Penguin Random House. Die Beteiligungsquote nicht beherrschender Anteilseigner an der RTL Group mit Sitz in Luxemburg, Luxemburg, beträgt nach Berücksichtigung eigener Anteile 24,3 Prozent (Vj.: 24,3 Prozent). Bei der RTL Group selbst entfallen wesentliche nicht beherrschende Anteile auf das Tochterunternehmen Groupe M6 mit Sitz in Paris, Frankreich. Der Bertelsmann-Konzern ist mit einem Anteil von 48,3 Prozent (Vj.: 48,4 Prozent) an Groupe M6 beteiligt. Von den nicht beherrschenden Anteilen der RTL Group entfallen auf Groupe M6 437 Mio. € (Vj.: 428 Mio. €). Die durch den Zusammenschluss von Random House und Penguin zum 1. Juli 2013 entstandene Verlagsgruppe Penguin Random House besteht aus den beiden rechtlichen Gruppen Penguin Random House LLC mit Sitz in Wilmington, Delaware, USA, die sämtliche Verlagseinheiten in den USA bündelt, sowie Penguin Random House Limited mit Sitz in London, Großbritannien, die alle weiteren Verlagseinheiten umfasst. Um den wirtschaftlichen Gehalt der Beteiligung des Bertelsmann-Konzerns an den beiden Gruppen besser widerzuspiegeln, werden beide Gruppen als eine Einheit betrachtet. Die Beteiligungsquote nicht beherrschender Anteilseigner an der Verlagsgruppe Penguin Random House beträgt 25,0 Prozent (Vj.: 47,0 Prozent).

Am 5. Oktober 2017 übernahm Bertelsmann zusätzlich zu den bisherigen 53 Prozent an Penguin Random House weitere 22 Prozent an der größten Buchverlagsgruppe der Welt von dem britischen Medien- und Bildungsunternehmen Pearson. Die übrigen 25 Prozent der Anteile an dem zum 1. Juli 2013 durch den Zusammenschluss der Buchverlagsgeschäfte Random House und Penguin Group entstandenen Unternehmen verbleiben bei Pearson. Mit der strategischen Dreiviertelmehrheit sichert sich Bertelsmann mehr Governance-Rechte bei Penguin Random House und stellt somit künftig unter anderem den Chairman des Board of Directors der Buchverlagsgruppe. Die Kaufpreiszahlung für den 22-Prozent-Anteil betrug 505 Mio. €. Darüber hinaus fielen Transaktionsnebenkosten in Höhe von 4 Mio. € an, die direkt im Eigenkapital erfasst wurden. Die Transaktion wurde in Übereinstimmung mit IFRS 10 als Eigenkapitaltransaktion bilanziert. Die Differenz zwischen Kaufpreis inklusive der Transaktionsnebenkosten in Höhe von 509 Mio. € und dem Buchwert der erworbenen nicht beherrschenden Anteile wurde im Eigenkapital erfasst. Die Transaktion bewirkte eine Verringerung des auf die Bertelsmann-Aktionäre entfallenden Eigenkapitals in Höhe von 275 Mio. € und des auf die nicht beherrschenden Anteilseigner entfallenden Eigenkapitals in Höhe von 233 Mio. €.

Neben der Anteilsaufstockung wurden Vereinbarungen zu Dividendenausschüttungen an die Gesellschafter von Penguin Random House getroffen. Auf Pearson entfällt dabei eine Sonderdividendenausschüttung in Höhe von 430 Mio. €, davon wurden 373 Mio. € im Geschäftsjahr 2017 gezahlt und weitere 57 Mio. € sind im Geschäftsjahr 2018 zahlbar.

Veränderung des Eigenkapitals der Bertelsmann-Aktionäre

in Mio. € Veränderung des Eigenkapitals der Bertelsmann-Aktionäre
Buchwert der erworbenen Anteile 233
Kaufpreis für nicht beherrschende Anteile -505
Mit der Transaktion verbundene Aufwendungen -4
Sonstige Effekte 1
Rückgang des Eigenkapitals der Bertelsmann-Aktionäre -275
- davon Verminderung der Gewinnrücklagen -327
- davon Erhöhung der Währungsumrechnungsreserve 51
- davon Erhöhung des Anteils am sonstigen Ergebnis, der auf at-equity bilanzierte Beteiligungen entfällt 1

Mit Wirkung zum 1. Oktober 2017 erwarb RTL Group die verbleibenden 36,4 Prozent (auf vollständig verwässerter Basis) der nicht beherrschenden Anteile an SpotX Inc. ("SpotX") durch Ausübung einer Kaufoption für 128 Mio. €, hiervon 7 Mio. € als Bareinlage in SpotX. Der Kaufpreis ist Gegenstand einer leistungsbasierten Anpassung von bis zu 8 Mio. US-$, falls SpotX im Geschäftsjahr 2017 einen festgelegten Grenzwert in Bezug auf Nettoumsatz und EBITDA erreicht. Die bedingte Kaufpreisverbindlichkeit beträgt null zum 31. Dezember 2017. Der Erwerb der Anteile an SpotX führte zu einem Rückgang des Eigenkapitals der Bertelsmann-Aktionäre in Höhe von 83 Mio. €.

Die folgende Tabelle zeigt zusammenfassende Finanzinformationen für die RTL Group sowie Penguin Random House inklusive der Beteiligungen an deren Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen. Die aufgeführten Informationen beziehen sich auf die Beträge vor konzerninternen Eliminierungen.

Finanzinformationen für Tochterunternehmen mit wesentlichen nicht beherrschenden Anteilen

RTL Group Penguin Random House
in Mio. € 31.12.2017 31.12.2016 31.12.2017 31.12.2016
Langfristige Vermögenswerte 6.672 6.672 1.759 1.910
Kurzfristige Vermögenswerte 3.330 3.734 1.853 1.787
Langfristige Schulden 1.315 1.210 860 239
Kurzfristige Schulden 3.155 3.533 1.704 1.198
Eigenkapital Bertelsmann-Aktionäre 4.436 4.527 892 1.407
Nicht beherrschende Anteile 1.096 1.136 156 853
in Mio. € 2017 2016 2017 2016
Umsatzerlöse 6.373 6.237 3.075 3.059
Ergebnis 836 814 365 374
- davon nicht beherrschende Anteilseigner 277 270 143 176
Gesamtergebnis 683 845 214 339
- davon nicht beherrschende Anteilseigner 238 277 94 166
Dividenden an nicht beherrschende Anteilseigner 222 224 506 149
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 1.019 1.107 322 435
Cashflow aus Investitionstätigkeit -134 -295 -89 -26
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -1.041 -827 -132 -353
Zunahme/Abnahme von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten -156 -15 101 56

Anteile an at-equity bilanzierten Beteiligungen

Die Anteile an at-equity bilanzierten Beteiligungen entfallen in Höhe von 46 Mio. € (Vj.: 44 Mio. €) auf Gemeinschaftsunternehmen und in Höhe von 906 Mio. € (Vj.: 997 Mio. €) auf assoziierte Unternehmen.

Anteile an Gemeinschaftsunternehmen

Zum 31. Dezember 2017 wurden Anteile an 28 (Vj.: 26) einzeln betrachtet unwesentlichen Gemeinschaftsunternehmen im Konzernabschluss bilanziert. Die nachfolgende Tabelle zeigt zusammenfassende Finanzinformationen zu diesen Gemeinschaftsunternehmen, wobei die Angaben jeweils den Anteil des Bertelsmann-Konzerns darstellen.

Finanzinformationen einzeln betrachtet unwesentlicher Gemeinschaftsunternehmen

in Mio. € 31.12.2017 31.12.2016
Langfristige Vermögenswerte 61 60
Kurzfristige Vermögenswerte 57 57
Langfristige Schulden 8 9
Kurzfristige Schulden 58 59
in Mio. € 2017 2016
Ergebnis nach Steuern aus fortgeführten Aktivitäten 30 27
Ergebnis nach Steuern aus nicht fortgeführten Aktivitäten - -
Sonstiges Ergebnis - -2
Gesamtergebnis 30 25

Anteile an assoziierten Unternehmen

Zum 31. Dezember 2017 wurden Anteile an 63 (Vj.: 52) assoziierten Unternehmen im Konzernabschluss bilanziert. Die Beteiligung der RTL Group an Atresmedia mit Sitz in San Sebastian de los Reyes, Spanien, ist wie im Vorjahr einzeln betrachtet wesentlich für den Konzern. Zum 31. Dezember 2017 beträgt die Quote unter Berücksichtigung eigener Anteile 18,7 Prozent (Vj.: 18,7 Prozent). Am 31. Dezember 2017 betrug der Börsenwert von Atresmedia, die an der Madrider Börse gelistet ist, 1.964 Mio. € (Vj.: 2.345 Mio. €). Der anteilige beizulegende Zeitwert der Beteiligung des Bertelsmann-Konzerns an Atresmedia betrug am 31. Dezember 2017 366 Mio. € (Vj.: 437 Mio. €).

Die folgende Tabelle zeigt zusammenfassende Finanzinformationen zu Atresmedia. Bei den dargestellten Informationen handelt es sich um die in dem Abschluss von Atresmedia dargestellten Beträge, zuzüglich der im Rahmen der Durchführung der Equity-Methode vorgenommenen Anpassungen, und nicht um den Anteil des Bertelsmann-Konzerns.

Finanzinformationen einzeln betrachtet wesentlicher assoziierter Unternehmen

Atresmedia
in Mio. € 31.12.2017 31.12.2016
Langfristige Vermögenswerte 631 621
Kurzfristige Vermögenswerte 718 689
Langfristige Schulden 226 141
Kurzfristige Schulden 677 652
Eigenkapital 446 517
in Mio. € 2017 2016
Umsatzerlöse 1.052 1.021
Ergebnis nach Steuern aus fortgeführten Aktivitäten 142 129
Ergebnis nach Steuern aus nicht fortgeführten Aktivitäten - -
Sonstiges Ergebnis -4 2
Gesamtergebnis 138 131
Vom assoziierten Unternehmen erhaltene Dividende 39 17

Die Überleitung von den dargestellten zusammenfassenden Finanzinformationen zum Buchwert der Beteiligung an Atresmedia im Konzernabschluss zeigt folgende Tabelle:

Überleitung zum Buchwert

in Mio. € 31.12.2017 31.12.2016
Eigenkapital 446 517
Anteiliges Eigenkapital 83 97
Geschäfts- oder Firmenwerte 166 166
Buchwert 249 263

Die nachfolgende Tabelle zeigt zusammenfassende Finanzinformationen zu den einzeln betrachtet unwesentlichen assoziierten Unternehmen, wobei die Angaben jeweils den Anteil des Bertelsmann-Konzerns darstellen.

Finanzinformationen einzeln betrachtet unwesentlicher assoziierter Unternehmen

in Mio. € 31.12.2017 31.12.2016
Langfristige Vermögenswerte 687 663
Kurzfristige Vermögenswerte 339 309
Langfristige Schulden 67 52
Kurzfristige Schulden 229 177
in Mio. € 2017 2016
Ergebnis nach Steuern aus fortgeführten Aktivitäten 7 -22
Ergebnis nach Steuern aus nicht fortgeführten Aktivitäten - -
Sonstiges Ergebnis -8 -
Gesamtergebnis -1 -22

Die Summe der Buchwerte der Anteile der einzeln betrachtet unwesentlichen assoziierten Unternehmen beträgt zum 31. Dezember 2017 657 Mio. € (Vj.: 734 Mio. €). Davon entfallen auf die Beteiligung an dem Online-Bildungsdienstleister HotChalk 126 Mio. € (Vj.: 192 Mio. €) und auf die Beteiligung an dem E-Learning-Anbieter Udacity 111 Mio. € (Vj.: 134 Mio. €). Obwohl der Anteil an Udacity mit 18,6 Prozent (Vj.: 18,6 Prozent) weniger als 20 Prozent beträgt, übt der Bertelsmann-Konzern aufgrund der Präsenz im Board of Directors maßgeblichen Einfluss auf Udacity aus. Im Geschäftsjahr 2017 entfiel auf HotChalk ein anteiliges Ergebnis in Höhe von -16 Mio. € und auf Udacity in Höhe von -8 Mio. €. Für beide Beteiligungen wurde zum 31. Dezember 2017 ein Werthaltigkeitstest durchgeführt. Unter Berücksichtigung der aktuell angestrebten Wachstumsziele war für Udacity keine Wertminderung zu erfassen. Eine Anpassung der Wachstumsziele im Zusammenhang mit einer Neufokussierung des Geschäftsmodells für das zur Bertelsmann Education Group gehörende assoziierte Unternehmen HotChalk führte zu einem Wertminderungsaufwand in Höhe von 29 Mio. €.

Zur Bestimmung des erzielbaren Betrages wurde der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten anhand eines Discounted-Cashflow-Verfahrens ermittelt, basierend auf einer langfristigen Wachstumsrate von 1,0 Prozent und einem Zinssatz von 11,8 Prozent. Die Erreichung der Wachstumsziele wird fortlaufend überwacht und eingeschätzt. Aufgrund der anhaltend schwierigen ökonomischen Situation in Brasilien ergab sich darüber hinaus ein Wertminderungsaufwand in Höhe von 10 Mio. € für das zu Penguin Random House gehörende assoziierte Unternehmen Editora Schwarcz S.A. Zur Bestimmung des erzielbaren Betrages wurde der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten anhand eines Discounted-Cashflow-Verfahrens ermittelt, basierend auf einer langfristigen Wachstumsrate von 6,0 Prozent und einem Zinssatz von 13,8 Prozent aufgrund der Geschäftstätigkeit im brasilianischen Markt.

Weitere 84 Mio. € (Vj.: 68 Mio. €) der Summe der Buchwerte der Anteile der einzeln betrachtet unwesentlichen assoziierten Unternehmen entfallen auf die drei University Ventures Funds, die Investitionen in wachstumsstarke Unternehmen im Bildungssektor tätigen. An diesen Fonds hält Bertelsmann zwischen 47,3 Prozent und 100 Prozent der Kapitalanteile. Da das operative Management und insbesondere die Investitionsentscheidungen bei den jeweiligen Fondsmanagern liegen, liegt trotz einer Beteiligungsquote von teilweise mehr als 50 Prozent keine Kontrolle im Sinne des IFRS 10 vor, sondern nur jeweils ein maßgeblicher Einfluss.

Ergebnis aus at-equity bilanzierten Beteiligungen

in Mio. € 2017 2016
Erträge aus at-equity bilanzierten Beteiligungen 119 90
- Gemeinschaftsunternehmen 33 30
- Assoziierte Unternehmen 86 60
Verluste aus at-equity bilanzierten Beteiligungen -56 -61
- Gemeinschaftsunternehmen -2 -3
- Assoziierte Unternehmen -54 -58
Ergebnis aus at-equity bilanzierten Beteiligungen 63 29
- Gemeinschaftsunternehmen 31 27
- Assoziierte Unternehmen 32 2

13 Sonstige finanzielle Vermögenswerte

in Mio. € 31.12.2017 31.12.2016
Langfristig    
Ausleihungen 39 42
Beteiligungen an verbundenen Unternehmen 18 15
Sonstige Beteiligungen 516 420
Wertpapiere und Finanzanlagen 18 16
Derivative Finanzinstrumente 53 49
  644 542
Kurzfristig    
Ausleihungen 24 29
Wertpapiere und Finanzanlagen 5 1
Derivative Finanzinstrumente 38 82
  67 112

Beteiligungen an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten gemäß IAS 39.46 (c) bewertet, sofern sie über keine Preisnotierung auf einem aktiven Markt verfügen und eine verlässliche Schätzung des beizulegenden Zeitwerts nicht möglich ist.

Die Bewertung der sonstigen Beteiligungen im Unternehmensbereich Bertelsmann Investments erfolgt gemäß IAS 39.43 ff. in Verbindung mit IAS 39.55 ff. grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert.

Das Ergebnis aus Beteiligungsverkäufen umfasst neben dem Verlust aus Endkonsolidierung im Wesentlichen die Ergebnisse aus mehreren im Unternehmensbereich Bertelsmann Investments getätigten Transaktionen, darunter die Ergebnisse aus dem Verkauf der Beteiligungen an Ucloud und Uxin und aus Börsengängen von BAI-Beteiligungen.

Zum Bilanzstichtag wurden in Höhe von 13 Mio. € finanzielle Vermögenswerte als Sicherheit für Verbindlichkeiten gestellt. Im Vorjahr wurden keine finanziellen Vermögenswerte als Sicherheit für Verbindlichkeiten gestellt. Finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 4 Mio. € (Vj.: 9 Mio. €) wurden mit Verfügungsbeschränkung verpfändet. Für Eventualverbindlichkeiten gegenüber Dritten wurden weder im Geschäftsjahr 2017 noch 2016 finanzielle Vermögenswerte als Sicherheiten gestellt.

14 Vorräte

in Mio. € 31.12.2017 31.12.2016
Programmrechte 1.020 1.005
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 102 105
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 125 124
Fertige Erzeugnisse und Waren 279 294
Geleistete Anzahlungen 138 157
  1.664 1.685

Im Geschäftsjahr 2017 wurden Abwertungen auf Vorräte in Höhe von -161 Mio. € (Vj.: -129 Mio. €) vorgenommen. Außerdem ergaben sich Zuschreibungen auf Vorräte in Höhe von 101 Mio. € (Vj.: 119 Mio. €). Diese sind sowohl auf ausstrahlungsbedingte Faktoren bei Programmrechten als auch auf gestiegene Preise auf einigen Märkten zurückzuführen. Als Sicherheit für Verbindlichkeiten wurden wie im Vorjahr keine Vorräte verpfändet.

Der Materialaufwand in Höhe von 5.487 Mio. € (Vj.: 5.487 Mio. €) enthält unter anderem Bestandsveränderungen aus unfertigen und fertigen Erzeugnissen in Höhe von 77 Mio. € (Vj.: -123 Mio. €), Materialaufwand für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe in Höhe von 961 Mio. € (Vj.: 986 Mio. €) und Materialaufwand für Waren in Höhe von 205 Mio. € (Vj.: 228 Mio. €). Darüber hinaus sind hierin andere aktivierte Eigenleistungen in Höhe von 42 Mio. € (Vj.: 34 Mio.€) enthalten.

15 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen

in Mio. € 31.12.2017 31.12.2016
Langfristig    
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 27 1
Sonstige Forderungen 60 75
Kurzfristig    
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.290 3.149
Sonstige Forderungen 720 704

In dem Posten "Sonstige Forderungen" werden unter anderem Forderungen in Höhe von 103 Mio. € (Vj.: 114 Mio. €) ausgewiesen, die im Wesentlichen im Zusammenhang mit verkauften Forderungen stehen, die Arvato Financial Solutions im Rahmen des Serviceangebotes zur Durchführung von Dienstleistungen im Debitorenmanagement von Dritten erworben und weiterveräußert hat, und Forderungen gegenüber Beteiligungsunternehmen in Höhe von 25 Mio. € (Vj.: 27 Mio. €) erfasst.

16 Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte

in Mio. € 31.12.2017 31.12.2016
Langfristig    
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte 710 704
Kurzfristig    
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte 868 953
- Geleistete Anzahlungen 447 487
- Sonstige Steuerforderungen 82 96
- Rechnungsabgrenzungsposten 191 186
- Sonstige übrige nicht finanzielle Vermögenswerte 148 184

Die langfristigen sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerte betreffen mit 659 Mio. € (Vj.: 664 Mio. €) geleistete Anzahlungen auf Honorare und Lizenzen. Grundsätzlich werden geleistete Anzahlungen auf Honorare und Lizenzen wertberichtigt, wenn keine Verrechnungsmöglichkeiten mehr erwartet werden. Die Höhe dieser Wertberichtigungen basiert auf Einschätzungen der Geschäftsleitungen hinsichtlich zukünftiger Absatzmengen und Preisentwicklungen unter Berücksichtigung historischer Erfahrungen.

17 Liquide Mittel

in Mio. € 31.12.2017 31.12.2016
Flüssige Mittel 1.384 1.192
Sonstige Wertpapiere <3 Monate 56 181
  1.440 1.373

Als Sicherheit für Verbindlichkeiten dienten liquide Mittel in Höhe von 1 Mio. € (Vj.: 27 Mio. €). Zum Bilanzstichtag bestanden wie im Vorjahr keine liquiden Mittel mit Verfügungsbeschränkung.

18 Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital

Anzahl an Aktien 31.12.2017 31.12.2016
Stammaktien 83.760 83.760
Summe der Aktien 83.760 83.760

Das im Vergleich zum Vorjahr unveränderte gezeichnete Kapital der Bertelsmann SE & Co. KGaA von 1.000 Mio. € ist in 83.760 nennwertlose Namensaktien (Stammaktien) eingeteilt. Zum 31. Dezember 2017 wurden die Kapitalanteile der Bertelsmann SE & Co. KGaA zu 80,9 Prozent von Stiftungen (Bertelsmann Stiftung, Reinhard Mohn Stiftung, BVG-Stiftung) und zu 19,1 Prozent von der Familie Mohn mittelbar gehalten. Die Stimmrechte in der Hauptversammlung der Bertelsmann SE & Co. KGaA und der persönlich haftenden Gesellschafterin Bertelsmann Management SE werden von der Bertelsmann Verwaltungsgesellschaft mbH (BVG) kontrolliert.

In den Geschäftsjahren 2017 und 2016 wurde jeweils eine Dividende in Höhe von 180 Mio. € (Dividende je Stammaktie jeweils 2.149 €) an die Aktionäre ausgezahlt.

Die Veränderung des sonstigen Ergebnisses nach Steuern leitet sich wie folgt ab:

Veränderungen der Bestandteile des sonstigen Ergebnisses nach Steuern

in Mio. € 2017
Vorsteuerbetrag Steuern Nachsteuerbetrag davon Anteil Bertelsmann-Aktionäre davon nicht beherrschende Anteilseigner
Posten, die anschließend nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden          
Neubewertungskomponente leistungsorientierter Versorgungspläne 235 -59 176 170 6
Anteil am sonstigen Ergebnis, der auf at-equity bilanzierte Beteiligungen entfällt - - - - -
Posten, die anschließend in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden, sofern bestimmte Bedingungen erfüllt sind          
Währungskursveränderungen -432 - -432 -361 -71
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte -16 -2 -18 -16 -2
Cash Flow Hedges -103 23 -80 -60 -20
Anteil am sonstigen Ergebnis, der auf at-equity bilanzierte Beteiligungen entfällt -8 - -8 -7 -1
Sonstiges Ergebnis nach Steuern -324 -38 -362 -274 -88
in Mio. € 2016
Vorsteuerbetrag Steuern Nachsteuerbetrag davon Anteil Bertelsmann-Aktionäre davon nicht beherrschende Anteilseigner
Posten, die anschließend nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden          
Neubewertungskomponente leistungsorientierter Versorgungspläne -347 105 -242 -230 -12
Anteil am sonstigen Ergebnis, der auf at-equity bilanzierte Beteiligungen entfällt - - - - -
Posten, die anschließend in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden, sofern bestimmte Bedingungen erfüllt sind          
Währungskursveränderungen 28 - 28 17 11
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 75 -2 73 72 1
Cash Flow Hedges 6 -2 4 3 1
Anteil am sonstigen Ergebnis, der auf at-equity bilanzierte Beteiligungen entfällt 11 - 11 6 5
Sonstiges Ergebnis nach Steuern -227 101 -126 -132 6

Im Posten "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" sind im Wesentlichen Effekte aus der Bewertung der Beteiligungen zum beizulegenden Zeitwert im Unternehmensbereich Bertelsmann Investments enthalten. Weitere Erläuterungen finden sich in der Textziffer 13 "Sonstige finanzielle Vermögenswerte".

Anteilsbasierte Vergütungen

Im Bertelsmann-Konzern bestehen anteilsbasierte Vergütungen, die durch Barausgleich oder durch Eigenkapitalinstrumente abgegolten werden.

Bei der zur RTL Group gehörenden Groupe M6 existieren verschiedene Aktienoptionspläne. Metropole Television hat für Geschäftsführer und bestimmte Mitarbeiter innerhalb der Groupe M6 einen Aktienoptionsplan eingeführt. Die Anzahl der den Teilnehmern gewährten Optionen wird vom Aufsichtsrat von Metropole Television SA mit Zustimmung der Hauptversammlung festgelegt.

Die Gewährungsbedingungen sind wie folgt, wobei alle Optionen durch physische Wertpapierübertragung ausgeübt werden:

Gewährungs- und Ausübungsbedingungen (Groupe M6)

Gratisaktien-Programme Maximale Anzahl gewährter Gratisaktien (in Tausend) 1) Verbleibende Anzahl der Optionen (in Tausend) Ausübungsbedingungen
Mai 2015 32,50 0,00 2 Dienstjahre
Juli 2015 480,40 0,00 2 Dienstjahre + Leistungsbedingungen
Juli 2016 440,60 424,90 2 Dienstjahre + Leistungsbedingungen
Juli 2016 361,00 361,00 2 Dienstjahre + Leistungsbedingungen
Juli 2017 307,20 307,20 2 Dienstjahre + Leistungsbedingungen
Juli 2017 217,66 217,66 3 Dienstjahre + Leistungsbedingungen
Oktober 2017 8,92 8,92 3 Dienstjahre + Leistungsbedingungen
Summe 1.848,28 1.319,68  

1) Die maximale Anzahl der Gratisaktien wird bei deutlichem Übertreffen der Leistungsbedingungen gewährt. Diese Anzahl kann auf null reduziert werden, falls die Ziele nicht erreicht werden.

Die Gratisaktien-Programme unterliegen Leistungsbedingungen. Die im Juli 2015, im Juli 2016 und im Juli 2017 gewährten Programme unterliegen Wachstumszielen, bezogen auf das Konzernergebnis von Groupe M6 in den Geschäftsjahren 2015, 2016 und 2017. Das zweite im Juli 2016 gewährte Programm und die im Juli 2017 und Oktober 2017 gewährten Programme unterliegen einer kumulierten Leistungsanforderung über drei Jahre. Das im Mai 2015 gewährte Programm ist ausschließlich an die Beschäftigung in der Groupe M6 gebunden.

1.319.684 Gratisaktien sind zum Jahresende ausübbar. Zu Beginn des Jahres waren es 1.284.000. Im Jahresverlauf wurden 533.784 Gratisaktien gewährt. 475.500 Gratisaktien wurden ausgeübt, 22.600 verfielen.

Die noch ausstehenden Aktienoptionen am Ende des Jahres unterliegen den folgenden Bedingungen:

Bedingungen der Aktienoptionen (Groupe M6)

Ablaufdatum Anzahl der Aktien (in Tausend) 2017 Anzahl der Aktien (in Tausend) 2016
Gratisaktien-Programme    
2017 - 486
2018 786 798
2019 534 -
  1.320 1.284

Am 31. Dezember 2017 betrug der Marktpreis für Groupe-M6-Aktien an der Pariser Börse 21,54 € (31. Dezember 2016: 17,67 €).

Der beizulegende Zeitwert der im Gegenzug für gewährte Aktienoptionen erhaltenen Leistungen wird unter Bezug auf den beizulegenden Zeitwert der gewährten Aktienoptionen bemessen. Die Schätzung des beizulegenden Zeitwerts der erhaltenen Leistungen wird auf Grundlage des Binomialmodells ermittelt. Gratisaktien werden mit dem Aktienkurs des Ausgabetags, abzüglich der diskontierten Dividenden, die die Mitarbeiter während der Dauer der Ausübungsperiode nicht erhalten können, bewertet.

Marktwerte der Aktienoptionen (Groupe M6)

Personalaufwand
in Mio. €
Tag der Gewährung Aktienkurs Risikofreier Zins Erwarteter Ertrag Optionsdauer 2017 2016
Gratisaktien-Programme            
14.4.2014 16,05 € 0,53 % 5,60 % 2 Jahre - 0,3
13.10.2014 12,03 € 0,23 % 7,60 % 2 Jahre - 1,5
11.5.2015 18,62 € 0,16 % 4,80 % 2 Jahre 0,1 0,2
28.7.2015 18,38 € 0,22 % 4,90 % 2 Jahre 1,9 3,0
28.7.2016 16,24 € -0,10 % 5,50 % 2 Jahre 5,2 2,2
27.7.2017 20,59 € -0,17 % 4,31 % 2 Jahre 1,7 -
2.10.2017 20,59 € -0,17 % 4,31 % 2 Jahre - -
Summe         8,9 7,2

Darüber hinaus gibt es innerhalb des Bertelsmann-Konzerns weitere anteilsbasierte Vergütungen, die für sich genommen nicht wesentlich sind.

19 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

in Mio. € 31.12.2017 31.12.2016
Leistungsorientierte Verpflichtungen 1.606 1.902
Pensionsähnliche Verpflichtungen 79 97
  1.685 1.999

Für die derzeitigen und früheren Mitarbeiter des Bertelsmann-Konzerns sowie für deren Hinterbliebene bestehen je nach den rechtlichen, steuerlichen und wirtschaftlichen Gegebenheiten des jeweiligen Landes unterschiedliche Formen der Altersversorgung. Die betriebliche Altersversorgung erfolgt sowohl beitrags- als auch leistungsorientiert.

Bei den beitragsorientierten Altersversorgungsplänen (Defined Contribution Plans) leistet das Unternehmen auf gesetzlicher, vertraglicher oder freiwilliger Basis Zahlungen an einen externen Fonds oder eine andere Versorgungseinrichtung. Mit Zahlung der Beträge bestehen für das Unternehmen keine weiteren Leistungsverpflichtungen, sodass keine Rückstellungen gebildet werden. Der Aufwand für beitragsorientierte Pläne betrug im Geschäftsjahr 2017 46 Mio. € (Vj.: 50 Mio. €).

Alle übrigen Altersversorgungspläne sind leistungsorientiert (Defined Benefit Plans). Die Verpflichtungen der US-Gesellschaften für die Krankheitskosten der Mitarbeiter nach deren Eintritt in den Ruhestand (Pläne für medizinische Versorgung) stellen ebenfalls leistungsorientierte Zusagen dar und sind in den bilanzierten Rückstellungen enthalten. Bei allen Altersversorgungsplänen ist zu unterscheiden, ob die Finanzierung über eine externe Anlage erfolgt oder nicht.

Bilanzierte Nettoschuld für leistungsorientierte Pläne

in Mio. € 31.12.2017 31.12.2016
Anwartschaftsbarwert rückstellungsfinanzierter Versorgungszusagen 826 876
Anwartschaftsbarwert extern finanzierter Versorgungszusagen 3.347 3.493
Summe der Anwartschaftsbarwerte der Versorgungszusagen 4.173 4.369
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens -2.591 -2.479
Auswirkungen der Vermögenswertbegrenzung 1 -
Bilanzierte Nettoschuld 1.583 1.890
- davon Pensionsrückstellungen 1.606 1.902
- davon sonstige Vermögenswerte 23 12

Für diese leistungsorientierten Versorgungspläne werden Rückstellungen gebildet. Im Wesentlichen bestehen Festgehaltszusagen sowie Endgehaltspläne.

Leistungsorientierte Versorgungspläne

in Mio. € 31.12.2017 31.12.2016
Festgehaltspläne/Rentenbausteinsysteme 2.254 2.317
Endgehaltspläne 1.265 1.316
Karrieredurchschnittspläne 416 428
Sonstige Zusagen 181 245
Pläne für medizinische Versorgung 58 63
Anwartschaftsbarwert 4.174 4.369
- davon Kapitalzusagen 246 231

Die Verpflichtungen und das vorhandene Planvermögen der bestehenden Pensionspläne sind zum Teil demografischen, ökonomischen und rechtlichen Risiken ausgesetzt. Bei den demografischen Risiken handelt es sich insbesondere um das Langlebigkeitsrisiko der Rentenempfänger. Ökonomische Risiken beinhalten in diesem Sinne hauptsächlich unvorhersehbare Entwicklungen an den Kapitalmärkten und die damit verbundenen Wechselwirkungen auf das Planvermögen und die Pensionsverpflichtungen. Rechtliche Risiken können z. B. aus Beschränkungen bei der Vermögensanlage und Mindestdotierungsvorschriften resultieren. Um diese Risiken deutlich zu minimieren, ist 2004 eine konzernweite Pensionsleitlinie eingeführt worden. Demnach sind neue Pensionspläne grundsätzlich nur als beitragsorientierte Pläne zu konzipieren, sodass die Belastungen aus Versorgungszusagen jederzeit tragbar, kalkulierbar und transparent sind und für das Unternehmen keine unbeeinflussbaren Risiken entstehen. Zudem ist der Bertelsmann-Konzern bestrebt, insbesondere bestehende endgehaltsabhängige Pensionsverträge in trendunabhängige Bausteinsysteme und Kapitalzusagen zu überführen. Aufgrund dieser Maßnahmen entfallen die Verpflichtungen nahezu vollständig auf geschlossene Pläne.

Für den Bertelsmann-Konzern liegen Mindestdotierungsverpflichtungen bei den Plänen in den USA und Großbritannien vor. Der Pensionsplan in den USA unterliegt den Mindestfinanzierungsvereinbarungen gemäß dem "Employee Retirement Income Security Act of 1974" (ERISA). Hierbei wird generell ein ausfinanzierter Pensionsplan angestrebt, sodass sich die jährlichen Beiträge zum Planvermögen - wie bei einem beitragsorientierten Plan - lediglich auf die in dem Jahr erdienten Pensionsansprüche der versicherten Arbeitnehmer beschränken. Liegt keine vollständige Deckung der Pensionsverpflichtungen durch Planvermögen vor, ist über diesen Beitrag hinaus ein weiterer Betrag dem Planvermögen zuzuführen, dessen Höhe eine Ausfinanzierung in einem Zeitraum von sieben Jahren gewährleistet. Die Pläne in Großbritannien unterliegen dem "Pensions Act 2004", der bei jährlicher Überwachung vorsieht, in einem Dreijahresturnus die Ausfinanzierung des Pensionsplanes versicherungsmathematisch zu überprüfen und gegebenenfalls aufgetretene Defizite durch weiteres Zuführen von Planvermögen zu eliminieren. Über die in den USA und Großbritannien beschriebenen Mindestdotierungsvorschriften hinaus bestehen keine weiteren wesentlichen regulatorischen Bestimmungen.

Darüber hinaus war ein Konzernunternehmen bis zum 31. Dezember 2014 an einem Pensionsplan beteiligt, der gemeinschaftlich mit nicht verbundenen Unternehmen unterhalten wird (Multi-Employer Plan). Da die für eine Bilanzierung als leistungsorientierter Plan erforderlichen Informationen weder zeitgerecht noch in ausreichendem Umfang zur Verfügung stehen, wurde dieser Versorgungsplan im Konzernabschluss entsprechend den Vorschriften für beitragsorientierte Pläne berücksichtigt. Im Geschäftsjahr 2015 ist der rückwirkende Austritt aus diesem gemeinschaftlichen Plan zum 1. Januar 2015 erklärt worden. Dabei soll die Verpflichtung durch eine Einmalzahlung abgelöst werden, für die bereits 2014 eine Rückstellung in Höhe von 16 Mio. € gebildet wurde. Die im ersten Halbjahr 2017 begonnenen Verhandlungen zur Einigung der Austrittsmodalitäten dauern weiterhin an. Seit April 2017 leistet die Gesellschaft monatliche Beitragszahlungen, die sich im Geschäftsjahr 2018 voraussichtlich auf 1 Mio. € belaufen werden. Die Rückstellung wird fortgeführt und beträgt zum 31. Dezember 2017 weiterhin 16 Mio. €.

Die zu bildenden Rückstellungen werden nach IAS 19 ermittelt, ihre Bewertung erfolgt auf Basis von versicherungsmathematischen Gutachten. Die Höhe der Rückstellungen hängt von der Dienstzeit im Unternehmen sowie von den versorgungsrelevanten Bezügen ab. Die Berechnung der Rückstellungen erfolgt auf Basis des sogenannten Anwartschaftsbarwertverfahrens, das jedem Dienstjahr den entsprechenden erdienten Leistungsanspruch zuordnet und dadurch im Vergleich zum Teilwertverfahren steigenden Dienstzeitaufwand unterstellt. Für die Ermittlung des Barwerts der Pensionsverpflichtung ist dabei der zugrunde gelegte Rechnungszins von wesentlicher Bedeutung. Dieser basiert im Bertelsmann-Konzern auf dem "Mercer Yield Curve Approach". Hierbei wird jeweils für die Eurozone, Großbritannien und die USA eine "Spot Rate Yield Curve" auf Basis von hochwertigen Unternehmensanleihen erstellt. Um den Zeitwert des Geldes gemäß IAS 19.84 angemessen darzustellen, bleiben dabei in der Basis sowohl statistische Ausreißer, die in ihrer Risikoeinstufung deutlich höher oder niedriger liegen, als auch Anleihen, die zinsverzerrende Optionen besitzen, unberücksichtigt. Für die biometrischen Grundlagen werden in Deutschland wie im Vorjahr die Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt.

Weitere signifikante versicherungsmathematische Annahmen werden wie folgt unterstellt:

Versicherungsmathematische Annahmen

31.12.2017 31.12.2016
Deutschland Ausland Deutschland Ausland
Abzinsungssatz 2,06 % 2,58 % 1,72 % 2,80 %
Gehaltstrend 2,25 % 3,03 % 2,25 % 3,08 %
Rententrend 1,56 % 3,00 % 1,56 % 3,20 %

Eine Erhöhung oder Verminderung der oben genannten Annahmen im Vergleich zu den tatsächlich verwendeten Annahmen hätte folgende Auswirkungen auf den Anwartschaftsbarwert zum 31.12.2017 gehabt:

Auswirkungen der versicherungsmathematischen Annahmen

in Mio. € Erhöhung Verminderung
Effekt der Veränderung des Abzinsungssatzes um 0,5 Prozentpunkte -318 363
Effekt der Veränderung des Gehaltstrends um 0,5 Prozentpunkte 41 -37
Effekt der Veränderung des Rententrends um 0,5 Prozentpunkte 155 -139
Effekt der Veränderung der durchschnittlichen Lebenserwartung um 1 Jahr 155 -153

Um die Sensitivität der Langlebigkeit zu bestimmen, wurden die Sterblichkeitsraten für alle Begünstigten gleichmäßig so reduziert bzw. erhöht, dass sich die Lebenserwartung einer Person in einem landestypischen Rentenzugangsalter um ein Jahr erhöht oder vermindert.

Der Anwartschaftsbarwert und das Planvermögen haben sich wie folgt entwickelt:

Entwicklung der leistungsorientierten Pläne

Leistungsorientierte Verpflichtungen Beizulegender Zeitwert des Planvermögens Nettobilanzansatz aus leistungsorientierten Plänen
(I) (II) (I)-(II)
in Mio. € 2017 2016 2017 2016 2017 2016
Stand 1.1. 4.369 3.960 2.479 2.365 1.890 1.595
Laufender Dienstzeitaufwand 71 64 - - 71 64
Zinsaufwand 86 107 - - 86 107
Zinsertrag - - 52 67 -52 -67
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand -7 2 - - -7 2
In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Aufwendungen und Erträge für leistungsorientierte Pläne 150 173 52 67 98 106
Ertrag/Aufwand aus Planvermögen ohne bereits in den Nettozinsaufwendungen erfasste Beträge - - 80 115 -80 -115
Versicherungsmathematische Gewinne (-) und Verluste (+)            
- aus der Änderung finanzieller Annahmen -136 510 - - -136 510
- aus der Änderung demografischer Annahmen -11 -17 - - -11 -17
- erfahrungsbedingte Berichtigungen 5 -30 12 - -7 -30
Auswirkungen der Vermögenswertbegrenzung - - - - 1 -
In der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfasste Neubewertungen von leistungsorientierten Plänen -142 463 92 115 -233 348
Beiträge des Arbeitgebers zum Planvermögen - - 37 33 -37 -33
Beiträge der Arbeitnehmer zum Planvermögen 3 4 3 4 - -
Pensionszahlungen -159 -141 -30 -27 -129 -114
Zahlungswirksame Effekte aus Abgeltungen -1 - -1 - - -
Veränderung Konsolidierungskreis - -13 - - - -13
Währungseffekte -51 -66 -41 -69 -10 3
Sonstige Veränderungen 4 -11 - -9 4 -2
Sonstige Überleitungspositionen -204 -227 -32 -68 -172 -159
Stand 31.12. 4.173 4.369 2.591 2.479 1.583 1.890
davon            
Deutschland 3.221 3.407 1.830 1.765 1.391 1.642
Großbritannien 531 543 551 526 -20 17
USA 199 211 144 137 55 74
Übriges Europa 191 179 53 39 139 140
Sonstige Länder 31 29 13 12 18 17

Von den Beiträgen zum Planvermögen entfallen 3 Mio. € (Vj.: 3 Mio. €) auf Deutschland. Im nächsten Geschäftsjahr werden sich die Arbeitgeberbeiträge zum Planvermögen voraussichtlich auf 20 Mio. € belaufen.

Im Inland bestehen Erstattungsansprüche für leistungsorientierte Verpflichtungen in Höhe von 18 Mio. € (Vj.: 22 Mio. €), die im Wesentlichen Rückdeckungsversicherungen betreffen, die nicht an die Versorgungsberechtigten verpfändet sind. Erstattungsansprüche werden in der Bilanzposition "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen" ausgewiesen.

Der Aufwand aus leistungsorientierten Plänen setzt sich folgendermaßen zusammen:

Aufwand aus leistungsorientierten Plänen

in Mio. € 2017 2016
Laufender Dienstzeitaufwand 71 64
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand und Auswirkungen von Abgeltungen -7 2
Nettozinsaufwand 34 40
Nettopensionsaufwand 98 106

Die Portfoliostruktur des Planvermögens stellt sich wie folgt dar:

Portfoliostruktur des Planvermögens

in Mio. € 31.12.2017 31.12.2016
Eigenkapitalinstrumente 1) 659 675
Schuldinstrumente 1) 1.658 1.582
Sonstige Wertpapierfonds 78 68
Qualifizierte Versicherungspolicen 140 129
Liquide Mittel 43 12
Immobilien 8 5
Derivative 4 7
Sonstiges 1 1
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens 2.591 2.479

1) Für nahezu alle Eigenkapital- und Schuldinstrumente besteht eine Marktpreisnotierung am aktiven Markt.

Das Planvermögen im Bertelsmann-Konzern dient ausschließlich der Erfüllung der Leistungsverpflichtungen. Um eine Risikokonzentration zu vermeiden, wird das Planvermögen in verschiedene Anlageklassen investiert. Das größte Planvermögen wird durch den Bertelsmann Pension Trust e. V. treuhänderisch im Rahmen eines Contractual Trust Arrangement (CTA) für Pensionszusagen der Bertelsmann SE & Co. KGaA und einige der deutschen Tochterunternehmen verwaltet. Für das CTA besteht keine Dotierungsverpflichtung. In der Berichtsperiode erfolgte keine Einzahlung in das Planvermögen. Die Anlage des Treuhandvermögens erfolgt entsprechend der Anlagerichtlinie des Treugebers als langfristig orientierter Total-Return-Ansatz. Diesem liegt die Zielsetzung zugrunde, mittels strategischer Asset-Allokation einen langfristig angemessenen Ertrag unabhängig von kurzfristigen Marktschwankungen und/oder Krisen zu erwirtschaften. Verantwortet wird die Kapitalanlage durch den Vorstand des Pension Trust, der den Treugeber regelmäßig über den Status und die Entwicklung des Pensionsvermögens unterrichtet.

Die gewichtete durchschnittliche Duration der Pensionsverpflichtungen beläuft sich zum 31. Dezember 2017 auf 17 Jahre (Vj.: 17 Jahre). Das Fälligkeitsprofil der erwarteten undiskontierten Pensionszahlungen ist der folgenden Tabelle zu entnehmen:

Fälligkeitsprofil der Pensionszahlungen

in Mio. € Erwartete Pensionszahlungen
2018 149
2019 150
2020 155
2021 161
2022 169
2023-2027 884

Die pensionsähnlichen Verpflichtungen betreffen Rückstellungen für Dienstjubiläen, noch nicht abgeführte Beträge zu beitragsorientierten Plänen und Abfertigungen. Abfertigungen werden beim Ausscheiden des Mitarbeiters aus dem Unternehmen gezahlt und beruhen auf gesetzlichen Verpflichtungen, vorwiegend in Italien und Österreich. Rückstellungen für Jubiläumszahlungen und Abfertigungen werden analog zu den Verpflichtungen aus leistungsorientierten Plänen ermittelt, allerdings werden versicherungsmathematische Gewinne und Verluste ergebniswirksam erfasst. Arbeitnehmer in Deutschland, die das 55. Lebensjahr vollendet haben und in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis stehen, können ihr Arbeitsverhältnis in ein Altersteilzeitarbeitsverhältnis umwandeln. Das Altersteilzeitarbeitsverhältnis dauert zwischen zwei und fünf Jahren.

Die Aufteilungen der pensionsähnlichen Verpflichtungen können der folgenden Tabelle entnommen werden:

Aufteilungen der pensionsähnlichen Verpflichtungen

in Mio. € 31.12.2017 31.12.2016
Rückstellungen für Altersteilzeit 10 30
Rückstellungen für Abfertigungen 36 34
Jubiläumsrückstellungen 28 28
Sonstige 5 5
Pensionsähnliche Verpflichtungen 79 97

20 Übrige Rückstellungen

31.12.2016
in Mio. € davon >1 Jahr Zuführung Auflösung Verbrauch Sonstige Effekte
Restrukturierung 52 3 52 -6 -27 -
Drohverlustrisiken 160 37 104 -10 -91 -4
Rechtsstreitigkeiten 103 59 22 -12 -8 -1
Garantien und Gewährleistungen 14 1 3 -2 -6 -
Verkauf und Vertrieb 11 - 2 -3 -3 -1
Sonstige Personalleistungen 31 1 3 -3 -3 -3
Sonstige 80 35 32 -15 -23 -4
  451 136 218 -51 -161 -13
31.12.2017
in Mio. € Veränderung Konsolidierungskreis Aufzinsung davon >1 Jahr
Restrukturierung - - 71 4
Drohverlustrisiken - 1 160 49
Rechtsstreitigkeiten 2 - 106 42
Garantien und Gewährleistungen - - 9 -
Verkauf und Vertrieb 1 - 7 -
Sonstige Personalleistungen - - 25 -
Sonstige 1 - 71 31
  4 1 449 126

Die Restrukturierungsrückstellungen umfassen gemäß IAS 37 die Kosten für Personalabbau und sonstige Kosten, die mit der Beendigung von Unternehmensaktivitäten im Zusammenhang stehen. Für verschiedene Restrukturierungsprogramme innerhalb des Bertelsmann-Konzerns bestehen Rückstellungen in Höhe von 71 Mio. € (Vj.: 52 Mio. €). Die Zuführungen betreffen in Höhe von 18 Mio. € einen im September 2017 geschlossenen Restrukturierungsplan bei der zur RTL Group gehörenden RTL Belgium.

Die Rückstellungen für Drohverlustrisiken betreffen in Höhe von 107 Mio. € (Vj.: 107 Mio. €) die RTL Group und wurden im Wesentlichen für Programmrechte erfasst. Davon entfallen auf die Mediengruppe RTL Deutschland 74 Mio. € (Vj.: 64 Mio. €) und weitere 33 Mio. € (Vj.: 42 Mio. €) auf Groupe M6.

Zuführungen betreffen in Höhe von 62 Mio. € Drohverlustrisiken für Filme und Serien und in Höhe von 19 Mio. € Drohverlustrisiken für Sportsendungen. Die Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten entfallen mit 94 Mio. € (Vj.: 90 Mio. €) im Wesentlichen auf Unternehmen der RTL Group. Sie decken erwartete Belastungen aus zum Teil mehrjährigen gerichtlichen Verfahren und außergerichtlichen Auseinandersetzungen ab. Hinsichtlich einer kartellrechtlichen Rechtsstreitigkeit wird auf den Risikobericht im zusammengefassten Lagebericht verwiesen. Die übrigen sonstigen Rückstellungen enthalten unter anderem eine Rückstellung in Höhe von 24 Mio. € (Vj.: 26 Mio. €) für Ausgleichsverpflichtungen aus Pensionsansprüchen von Mitarbeitern des Prinovis-Standortes Ahrensburg gegenüber der Axel Springer SE.

21 Genusskapital

in Mio. € 31.12.2017 31.12.2016
Genussscheine 1992 23 23
Genussscheine 2001 390 390
  413 413

Der Marktwert der Genussscheine 2001 betrug 950 Mio. € bei einem Schlusskurs von 334,00 Prozent am letzten Handelstag des abgelaufenen Geschäftsjahres an der Frankfurter Wertpapierbörse (Vj.: 907 Mio. € bei einem Kurs von 319,00 Prozent) und entsprechend 34 Mio. € bei den Genussscheinen 1992 bei einem Kurs von 199,00 Prozent (Vj.: 32 Mio. € bei einem Kurs von 190,00 Prozent). Die Marktwerte sind der Stufe 1 der Hierarchie der beizulegenden Zeitwerte zuzuordnen.

Weitere Erläuterungen zum Genusskapital sind ausführlich im zusammengefassten Lagebericht dargestellt.

22 Finanzschulden

Unter den Finanzschulden werden alle zum Bilanzstichtag bestehenden verzinslichen Verpflichtungen gegenüber dem Kredit- und Kapitalmarkt ausgewiesen. Die Buchwerte setzen sich wie folgt zusammen:

Kurzfristige und langfristige Finanzschulden

Kurzfristig Langfristig
davon Restlaufzeit in Jahren
in Mio. € 31.12.2017 31.12.2016 1 bis 5 Jahre >5 Jahre 31.12.2017 31.12.2016
Anleihen - - 1.342 2.383 3.725 3.175
Schuldscheindarlehen 200 - 309 150 459 509
Verbindlichkeiten gegenüber Finanzinstituten 314 91 10 - 10 12
Leasingverbindlichkeiten 10 8 37 - 37 43
Sonstige Finanzschulden 144 136 16 4 20 24
  668 235 1.714 2.537 4.251 3.763

Dem Bertelsmann-Konzern stehen über verschiedene vertragliche Vereinbarungen variabel verzinsliche und festverzinsliche Mittel zur Verfügung. Die Finanzschulden sind in der Regel unbesichert.

Im Mai 2017 platzierte Bertelsmann eine öffentlich notierte Anleihe über 500 Mio. € mit einer Laufzeit von vier Jahren. Darüber hinaus hat Bertelsmann im Rahmen von Privatplatzierungen im Juli 2017 eine Anleihe über 50 Mio. € mit einer siebenjährigen Laufzeit und im August 2017 ein Schuldscheindarlehen über 150 Mio. € mit eineinhalbjähriger Laufzeit begeben. Zum Bilanzstichtag standen öffentlich notierte Anleihen, Privatplatzierungen und Schuldscheindarlehen mit einem Nominalvolumen von 4.410 Mio. € (Vj.: 3.710 Mio. €) aus. Zur Finanzierung eines kurzfristigen Finanzmittelbedarfs wurde im Jahr 2017 mit einer international tätigen Großbank ein Kredit in Höhe von 250 Mio. US-$ abgeschlossen. Dieser führte im Wesentlichen zum Anstieg der kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Finanzinstituten.

Die Abweichungen der in der nachstehenden Tabelle aufgeführten Buchwerte von den Nominalwerten ergeben sich aus Transaktionskosten, Agien und Disagien.

Anleihen, Schuldscheindarlehen

in Mio. €
Buchwert Marktwert
Zinssatz; Emission; Fälligkeit; Zinsbindung Nominalwert 31.12.2017 31.12.2016 31.12.2017 31.12.2016
0,090 %; 2016; 2018; festverzinsliches Schuldscheindarlehen 200 200 200 200 200
0,110 %; 2017; 2019; festverzinsliches Schuldscheindarlehen 150 150 - 150 -
4,207 %; 2012; 2019; festverzinsliches Schuldscheindarlehen 60 60 60 63 66
3-Mon.-EURIBOR + 40 Bp.; 2014; 2019; Floating Rate Note 100 100 100 100 100
0,774 %; 2015; 2020; festverzinsliches Schuldscheindarlehen 100 100 100 102 102
0,250 %; 2017; 2021; festverzinsliche Anleihe 1) 500 497 - 502 -
2,625 %; 2012; 2022; festverzinsliche Anleihe 1) 750 745 744 829 845
1,500 %; 2017; 2024; festverzinsliche Anleihe 50 50 - 52 -
1,750 %; 2014; 2024; festverzinsliche Anleihe 1) 500 497 497 536 541
1,787 %; 2015; 2025; festverzinsliches Schuldscheindarlehen 150 149 149 157 160
1,125 %; 2016; 2026; festverzinsliche Anleihe 1) 500 494 494 509 507
3,700 %; 2012; 2032; festverzinsliche Anleihe 100 99 98 125 128
3,000 %; 2015; 2075; festverzinsliche Hybridanleihe 1) 650 647 646 687 654
3,500 %; 2015; 2075; festverzinsliche Hybridanleihe 1) 600 596 596 632 574
    4.384 3.684 4.644 3.877

1) Börsennotiert.

Die Dokumentation der Anleihen der Bertelsmann SE & Co. KGaA aus 2012, 2014 und 2017 erfolgt auf der Grundlage von Rahmendokumentationen in Form von Debt-Issuance-Programmen. Die Hybridanleihen und Schuldscheindarlehen sowie die nicht börsennotierte Anleihe aus dem Jahr 2017 wurden auf Grundlage separater Dokumentationen begeben. Die Anleihen sind überwiegend mit einem Rating von "Baa1" (Moody's) bzw. "BBB + "(Standard & Poor's) versehen. Das Debt-Issuance-Programm wurde im April 2017 aufdatiert. Die Rahmendokumentation ermöglicht der Bertelsmann SE & Co. KGaA, Anleihen mit einem Volumen von insgesamt bis zu 4 Mrd. € am Kapitalmarkt zu platzieren. Die Transaktionskosten und vereinbarten Disagien oder Agien werden über die Laufzeit im Zinsergebnis berücksichtigt und verändern den Buchwert der Anleihen und Schuldscheindarlehen. Diese führen zum Jahresende zu einer Abweichung vom Nominalvolumen in Höhe von 26 Mio. € (Vj.: 26 Mio. €).

Für die Bestimmung des Marktwerts der begebenen Anleihen werden grundsätzlich die Börsenkurse zu den Stichtagen herangezogen. Zum 31. Dezember 2017 betrug der kumulierte Marktwert der börsennotierten Anleihen 3.695 Mio. € (Vj.: 3.121 Mio. €) bei einem Nominalvolumen von 3.500 Mio. € (Vj.: 3.000 Mio. €) und einem Buchwert von 3.476 Mio. € (Vj.: 2.977 Mio. €). Die Börsenkurse sind der Stufe 1 der Hierarchie der beizulegenden Zeitwerte zuzuordnen.

Bei Privatplatzierungen und Schuldscheindarlehen erfolgt die Ermittlung des Marktwerts anhand finanzmathematischer Verfahren auf Basis von Zinskurven, die um die Kreditmarge des Konzerns angepasst werden. Die dabei berücksichtigte Kreditmarge resultiert aus der am jeweiligen Stichtag gültigen Marktquotierung für Credit Default Swaps. Der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte liegen Diskontierungssätze von -0,30 Prozent bis 1,88 Prozent zugrunde. Die beizulegenden Zeitwerte der Privatplatzierungen und der Schuldscheindarlehen sind der Stufe 2 der Hierarchie der beizulegenden Zeitwerte zuzuordnen.

Kreditlinien

Der Bertelsmann-Konzern verfügt über eine syndizierte Kreditvereinbarung mit international tätigen Großbanken in Höhe von 1.200 Mio. € (Vj.: 1.200 Mio. €). Diese Kreditlinie kann von der Bertelsmann SE & Co. KGaA durch variabel verzinsliche Kredite in Euro, US-Dollar und Britischem Pfund auf Basis von EURIBOR bzw. LIBOR revolvierend ausgenutzt werden. Darüber hinaus verfügt Bertelsmann über weitere syndizierte und bilaterale Kreditlinien in Höhe von 470 Mio. €, die ebenfalls durch variabel verzinsliche Kredite auf Basis von EURIBOR revolvierend ausgenutzt werden können. Zum 31. Dezember 2017 wurden die Kreditlinien in Höhe von 10 Mio. € in Anspruch genommen.

Leasingverbindlichkeiten

Finanzierungsleasingverhältnisse bestehen für folgende Vermögenswerte:

Geleaste Vermögenswerte

31.12.2017 31.12.2016
in Mio. € Anschaffungskosten Nettobuchwert Anschaffungskosten Nettobuchwert
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 89 36 89 39
Technische Anlagen und Maschinen 5 1 6 2
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12 4 13 3
  106 41 108 44

Die Finanzierungsleasinggeschäfte des Konzerns resultieren insbesondere aus langfristigen Verträgen für Büroimmobilien. Am Ende der Vertragslaufzeit besteht in der Regel die Möglichkeit, diese zu erwerben. Die Finance-Lease-Verträge, die Gebäude betreffen, haben in der Regel eine unkündbare Grundmietzeit von circa 20 Jahren.

Die Mindestleasingzahlungen aus den Finanzierungsleasingverhältnissen sind folgender Tabelle zu entnehmen:

Mindestleasingzahlungen Finance Leases

31.12.2017 31.12.2016
in Mio. € Nominalwert der Leasingzahlungen Abzinsungsbeträge Barwert Nominalwert der Leasingzahlungen Abzinsungsbeträge Barwert
Bis 1 Jahr 10 - 10 8 - 8
1 bis 5 Jahre 41 4 37 48 6 42
Über 5 Jahre - - - 1 - 1
  51 4 47 57 6 51

Zum Bilanzstichtag bestanden wie im Vorjahr keine Untermietverhältnisse im Rahmen der Finanzierungsleasingverträge.

23 Verbindlichkeiten

in Mio. € 31.12.2017 31.12.2016
Langfristig    
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 143 207
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 223 185
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 391 362
Kurzfristig    
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.453 3.557
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 860 750
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 1.709 1.657
- Steuerverbindlichkeiten 204 174
- Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 102 104
- Personalverbindlichkeiten 633 689
- Erhaltene Anzahlungen 220 125
- Rechnungsabgrenzungsposten 233 318
- Sonstige übrige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 317 247

Die langfristigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten enthalten Andienungsrechte der nicht beherrschenden Anteilseigner von 67 Mio. € (Vj.: 79 Mio. €), Minderheitsanteile an Personengesellschaften in Höhe von 41 Mio. € (Vj.: 46 Mio. €), Verbindlichkeiten aus dem Erwerb von Vermögenswerten in Höhe von 48 Mio. € (Vj.: 19 Mio. €) sowie derivative Finanzinstrumente in Höhe von 14 Mio. € (Vj.: 10 Mio. €). Unter den kurzfristigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten werden unter anderem Verbindlichkeiten in Höhe von 86 Mio. € (Vj.: 96 Mio. €) ausgewiesen, die im Wesentlichen im Zusammenhang mit verkauften Forderungen stehen, die Arvato Financial Solutions im Rahmen des Serviceangebotes zur Durchführung von Dienstleistungen im Debitorenmanagement von Dritten erworben und weiterveräußert hat, und es werden Verbindlichkeiten aus dem Erwerb von Vermögenswerten in Höhe von 134 Mio. € (Vj.: 121 Mio. €), Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen in Höhe von 28 Mio. € (Vj.: 14 Mio. €) sowie derivative Finanzinstrumente in Höhe von 33 Mio. € (Vj.: 56 Mio. €) erfasst.

24 Außerbilanzielle Verpflichtungen

Haftungsverhältnisse und sonstige Verpflichtungen

in Mio. € 31.12.2017 31.12.2016
Bürgschaften 28 30
Miet- und Leasingverpflichtungen für bereits genutzte Immobilien und Mobilien 1.475 1.740
Verpflichtungen aus in der Erstellung befindlichen Vermögenswerten 185 -
Sonstige Verpflichtungen 3.522 3.981
  5.210 5.751

Die Verpflichtungen aus in der Erstellung befindlichen Vermögenswerten resultieren aus Mietverträgen über Vermögenswerte, die zum Bilanzstichtag noch nicht fertiggestellt waren. Das vereinbarte Nutzungsrecht beginnt daher erst in zukünftigen Perioden. Sämtliche Verpflichtungen aus in der Erstellung befindlichen Vermögenswerten betreffen Verträge, die im Berichtsjahr abgeschlossen wurden. Die Verpflichtungen entfallen mit 36 Mio. € auf Zeiträume zwischen ein und fünf Jahren und mit 148 Mio. € auf Zeiträume über fünf Jahren. Im Vorjahr bestanden keine solchen Verpflichtungen. Von den sonstigen Verpflichtungen entfallen 2.481 Mio. € (Vj.: 2.932 Mio. €) auf die RTL Group.

Diese resultieren aus Lieferverträgen über (Koproduktionen, Verträgen über Fernsehlizenzen und Übertragungsrechte sowie sonstigen Rechten und Leistungen. Weitere 786 Mio. € (Vj.: 782 Mio. €) der sonstigen Verpflichtungen entfallen auf Penguin Random House. Diese repräsentieren denjenigen Teil der gegenüber den Autoren zu erbringenden Verpflichtungen, für die noch keine Zahlungen geleistet worden sind und deren künftige Zahlungen von weiteren Ereignissen abhängen (beispielsweise Lieferung und Annahme des Manuskripts). Sonstige Verpflichtungen in Höhe von 18 Mio. € (Vj.: 22 Mio. €) bestehen für den Erwerb von Sachanlagen.

Für alle langfristigen Mietverpflichtungen, die als Operating Leases qualifiziert wurden, ergeben sich künftig folgende Mindestleasingzahlungen:

Mindestleasingzahlungen Operating Leases

in Mio. € 31.12.2017 31.12.2016
Nominalwert    
Bis 1 Jahr 276 285
1 bis 5 Jahre 653 765
Über 5 Jahre 546 691
  1.475 1.741
Barwert 1.261 1.501

Diese Verpflichtungen betreffen im Wesentlichen Immobilienmietverträge. Den Verpflichtungen stehen erwartete Mindestleasingzahlungen aus Untermietverhältnissen mit einem Nominalwert von 14 Mio. € (Vj.: 60 Mio. €) gegenüber.

Die unter Berücksichtigung landesspezifischer Zinssätze ermittelten Nettobarwerte zeigen die zur Begleichung der Verpflichtung aktuell notwendigen Nettoauszahlungen.

25 Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumenten Fälligkeitsanalyse ausgewählter finanzieller Vermögenswerte

Zum Stichtag nicht einzelwertberichtigt, aber fällig seit:
in Mio. € Zum Stichtag weder wertberichtigt noch fällig < 1 Monat 1 bis 3 Monaten 3 bis 6 Monaten 6 bis 12 Monaten >12 Monaten
Ausleihungen 62 - - - - -
Wertpapiere und Finanzanlagen 23 - - - - -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.549 472 150 61 29 33
Forderungen gegenüber Beteiligungsunternehmen 24 - - 1 - -
Sonstige ausgewählte Forderungen 653 27 15 13 16 44
Stand 31.12.2017 3.311 499 165 75 45 77
Ausleihungen 71 - - - - -
Wertpapiere und Finanzanlagen 17 - - - - -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.508 412 142 52 27 22
Forderungen gegenüber Beteiligungsunternehmen 24 1 - - - 1
Sonstige ausgewählte Forderungen 722 16 13 1 2 3
Stand 31.12.2016 3.342 429 155 53 29 26
Bruttowert
in Mio. € der einzelwertberichtigten Forderungen
Ausleihungen 47
Wertpapiere und Finanzanlagen -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 173
Forderungen gegenüber Beteiligungsunternehmen -
Sonstige ausgewählte Forderungen 20
Stand 31.12.2017 240
Ausleihungen 48
Wertpapiere und Finanzanlagen 4
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 184
Forderungen gegenüber Beteiligungsunternehmen 4
Sonstige ausgewählte Forderungen 37
Stand 31.12.2016 277

Die offenen noch nicht fälligen Forderungen wurden nicht wertberichtigt, da zum Bilanzstichtag keine Anzeichen für Forderungsausfälle vorlagen.

Wertberichtigungsspiegel gemäß IFRS 7

in Mio. € Stand 1.1. Zuführung Verbrauch Auflösung Veränderung Konsolidierungskreis Wechselkurseffekt
Ausleihungen -48 -15 5 11 - 1
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -197 -46 23 66 -5 9
Forderungen gegenüber Beteiligungsunternehmen -3 - 3 - - -
Übrige sonstige finanzielle Forderungen -42 -12 14 6 - 1
Summe 2017 -290 -73 45 83 -5 11
Ausleihungen -46 -6 - 2 2 -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -242 -62 12 88 4 3
Forderungen gegenüber Beteiligungsunternehmen -3 - - - - -
Übrige sonstige finanzielle Forderungen -28 -17 1 2 - -
Summe 2016 -319 -85 13 92 6 3
in Mio. € Stand 31.12.
Ausleihungen -46
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -150
Forderungen gegenüber Beteiligungsunternehmen -
Übrige sonstige finanzielle Forderungen -33
Summe 2017 -229
Ausleihungen -48
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -197
Forderungen gegenüber Beteiligungsunternehmen -3
Übrige sonstige finanzielle Forderungen -42
Summe 2016 -290

Der Buchwert aller Forderungen, Ausleihungen und Wertpapiere stellt das maximale Ausfallrisiko des Bertelsmann-Konzerns dar. Die folgende Tabelle zeigt die vertraglich fixierten undiskontierten Mittelabflüsse der finanziellen Verbindlichkeiten für Tilgungen. Die Daten beruhen auf undiskontierten Cashflows, basierend auf dem frühesten Tag, an dem der Bertelsmann-Konzern zur Zahlung verpflichtet werden kann.

Vertragliche Restlaufzeitenanalyse der finanziellen Verbindlichkeiten

Undiskontierte Mittelabflüsse
in Mio. € Buchwert Bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre Über 5 Jahre Summe
Genusskapital 413 - 413 - 413
Festverzinsliche Anleihen und Schuldscheindarlehen 4.284 200 1.560 2.550 4.310
Variabel verzinsliche Anleihen und Schuldscheindarlehen 100 - 100 - 100
Verbindlichkeiten gegenüber Finanzinstituten 324 314 10 - 324
Leasingverbindlichkeiten 47 10 41 - 51
Sonstige Finanzschulden 164 144 16 4 164
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.596 3.453 127 16 3.596
Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen 28 28 - - 28
Derivative Finanzinstrumente 47 36 13 1 50
Übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 1.008 799 161 48 1.008
Stand 31.12.2017 10.011 4.984 2.441 2.619 10.044
Genusskapital 413 - - 413 413
Festverzinsliche Anleihen und Schuldscheindarlehen 3.584 - 360 3.250 3.610
Variabel verzinsliche Anleihen und Schuldscheindarlehen 100 - 100 - 100
Verbindlichkeiten gegenüber Finanzinstituten 103 91 12 - 103
Leasingverbindlichkeiten 51 9 48 - 57
Sonstige Finanzschulden 160 136 19 5 160
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.764 3.557 184 23 3.764
Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen 14 14 - - 14
Derivative Finanzinstrumente 66 56 10 - 66
Übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 855 680 122 53 855
Stand 31.12.2016 9.110 4.543 855 3.744 9.142

Den kurzfristigen Zahlungsabflüssen aus finanziellen Verbindlichkeiten stehen geplante Zahlungszuflüsse aus Forderungen und sonstigen finanziellen Vermögenswerten gegenüber. Darüber hinaus verfügt die Bertelsmann SE & Co. KGaA zur Deckung kurzfristiger Mittelabflüsse über eine ausreichende Finanzierungsreserve in Höhe der zum Bilanzstichtag bestehenden liquiden Mittel und der freien Kreditlinien.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Restlaufzeiten der vertraglich festgelegten, im Rahmen eines derivativen Finanzinstruments zu tauschenden Beträge, für die Zahlungen auf Bruttobasis getauscht werden:

Verbindlichkeiten aus Derivativen mit Bruttoausgleich

Restlaufzeit der Verbindlichkeiten
in Mio. € Bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre Über 5 Jahre
Zahlungsabflüsse -1.810 -406 -32
Zahlungszuflüsse 1.776 393 31
Stand 31.12.2017 -34 -13 -1
Zahlungsabflüsse -2.256 -127 -
Zahlungszuflüsse 2.195 118 -
Stand 31.12.2016 -61 -9 -

Auf Grundlage der vertraglich vereinbarten Restlaufzeiten für die zum Stichtag bestehenden finanziellen Verbindlichkeiten ergeben sich für den Bertelsmann-Konzern zukünftig folgende Zinszahlungen:

Zukünftige Zinszahlungen

Undiskontierte Zinszahlungen
in Mio. € Bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre Über 5 Jahre Summe
Genusskapital 45 181 - 226
Anleihen und Schuldscheindarlehen 86 333 210 629
Verbindlichkeiten gegenüber Finanzinstituten 8 1 - 9
Leasingverbindlichkeiten 2 3 - 5
Sonstige Finanzschulden 3 1 1 5
Stand 31.12.2017 144 519 211 874
Genusskapital 45 181 45 271
Anleihen und Schuldscheindarlehen 85 332 290 707
Verbindlichkeiten gegenüber Finanzinstituten 3 1 - 4
Leasingverbindlichkeiten 2 5 - 7
Sonstige Finanzschulden 3 3 1 7
Stand 31.12.2016 138 522 336 996

Buchwerte und Wertansätze nach Bewertungskategorien

Aktiva

in Mio. € Bewertungskategorie gemäß IAS 39
Loans and Receivables Available-for-Sale
Wertansatz Zu fortgeführten Anschaffungskosten Zu Anschaffungskosten Erfolgsneutral zu beizulegenden Zeitwerten
Ausleihungen 63 - -
Beteiligungen an verbundenen Unternehmen - 3 15
Sonstige Beteiligungen - 25 491
Wertpapiere und Finanzanlagen - 1 3
Derivative Finanzinstrumente - - -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.317 - -
Forderungen gegenüber Beteiligungsunternehmen 25 - -
Übrige sonstige finanzielle Forderungen 755 - -
Flüssige Mittel 1.384 - -
Sonstige Wertpapiere <3 Monate 56 - -
  5.600 29 509
in Mio. € Bewertungskategorie gemäß IAS 39
Financial Assets Initially Recognized at Fair Value through Profit or Loss Financial Assets Held for Trading Derivate mit Hedge-Beziehung
Wertansatz Erfolgswirksam zu beizulegenden Zeitwerten Erfolgswirksam zu beizulegenden Zeitwerten
Ausleihungen - - -
Beteiligungen an verbundenen Unternehmen - - -
Sonstige Beteiligungen - - -
Wertpapiere und Finanzanlagen 19 - -
Derivative Finanzinstrumente - 87 4
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - - -
Forderungen gegenüber Beteiligungsunternehmen - - -
Übrige sonstige finanzielle Forderungen - - -
Flüssige Mittel - - -
Sonstige Wertpapiere <3 Monate - - -
  19 87 4
in Mio. € Summe 31.12.2017 Bewertungskategorie gemäß IAS 39
Loans and Receivables Available-for-Sale
Wertansatz Zu fortgeführten Anschaffungskosten Zu Anschaffungskosten
Ausleihungen 63 71 -
Beteiligungen an verbundenen Unternehmen 18 - 3
Sonstige Beteiligungen 516 - 54
Wertpapiere und Finanzanlagen 23 - 1
Derivative Finanzinstrumente 91 - -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.317 3.150 -
Forderungen gegenüber Beteiligungsunternehmen 25 27 -
Übrige sonstige finanzielle Forderungen 755 752 -
Flüssige Mittel 1.384 1.192 -
Sonstige Wertpapiere <3 Monate 56 181 -
  6.248 5.373 58
in Mio. € Bewertungskategorie gemäß IAS 39
Available-for-Sale Financial Assets Initially Recognized at Fair Value through Profit or Loss Financial Assets Held for Trading
Wertansatz Erfolgsneutral zu beizulegenden Zeitwerten Erfolgswirksam zu beizulegenden Zeitwerten Erfolgswirksam zu beizulegenden Zeitwerten
Ausleihungen - - -
Beteiligungen an verbundenen Unternehmen 12 - -
Sonstige Beteiligungen 366 - -
Wertpapiere und Finanzanlagen 3 13 -
Derivative Finanzinstrumente - - 68
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - - -
Forderungen gegenüber Beteiligungsunternehmen - - -
Übrige sonstige finanzielle Forderungen - - -
Flüssige Mittel - - -
Sonstige Wertpapiere <3 Monate - -  
  381 13 68
in Mio. € Summe 31.12.2016
Derivate mit Hedge-Beziehung
Wertansatz
Ausleihungen - 71
Beteiligungen an verbundenen Unternehmen - 15
Sonstige Beteiligungen - 420
Wertpapiere und Finanzanlagen - 17
Derivative Finanzinstrumente 63 131
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - 3.150
Forderungen gegenüber Beteiligungsunternehmen - 27
Übrige sonstige finanzielle Forderungen - 752
Flüssige Mittel - 1.192
Sonstige Wertpapiere <3 Monate - 181
  63 5.956

Innerhalb der sonstigen Beteiligungen erfolgt im Wesentlichen der Ausweis der Minderheitsbeteiligungen an anderen Unternehmen und sogenannten Fund in Fund Investments, die der Unternehmensbereich Bertelsmann Investments erwirbt. Die Bewertung dieser finanziellen Instrumente erfolgt grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert, wobei die aus Schwankungen des beizulegenden Zeitwerts resultierenden Gewinne und Verluste unter Berücksichtigung latenter Steuern im sonstigen Ergebnis erfasst werden. Der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts für Fund in Fund Investments liegen Bewertungen des externen Managements gemäß regelmäßiger Berichterstattungen unter Berücksichtigung eines Fungibilitätsabschlags zugrunde. Für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts für Minderheitsbeteiligungen an anderen Unternehmen wird dabei wenn möglich auf beobachtbare erzielbare Preise der zuletzt durchgeführten qualifizierten Finanzierungsrunden, die Mindestanforderungen in Bezug auf Volumen und Teilnehmerkreis erfüllen, unter Berücksichtigung des Lebens- und Entwicklungszyklus des Unternehmens zurückgegriffen.

Innerhalb der finanziellen Vermögenswerte werden bestimmte Beteiligungen an verbundenen Unternehmen und sonstige Beteiligungen, die als zur Veräußerung verfügbar klassifiziert sind, zu Anschaffungskosten bewertet, da diese über keine Preisnotierung auf einem aktiven Markt verfügen und eine verlässliche Schätzung des beizulegenden Zeitwerts nicht möglich ist. Es ist nicht geplant, von den zur Veräußerung verfügbaren "Sonstigen Beteiligungen" wesentliche Anteile in naher Zukunft zu veräußern. Für alle übrigen finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Schulden stellt deren Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert dar.

Passiva

in Mio. € Bewertungskategorie gemäß IAS 39 Summe 31.12.2017
Financial Liabilities Financial Liabilities lnitially Recognized at Fair Value through Profit or Loss Financial Liabilities Held for Trading Derivate mit Hedge-Beziehung Nicht von IAS 39 erfasste Verbindlichkeiten
Wertansatz Zu fortgeführten Anschaffungskosten Erfolgswirksam zu beizulegenden Zeitwerten Erfolgswirksam zu beizulegenden Zeitwerten
Genusskapital 413 - - - - 413
Anleihen und Schuldscheindarlehen 4.384 - - - - 4.384
Verbindlichkeiten gegenüber Finanzinstituten 324 - - - - 324
Leasingverbindlichkeiten - - - - 47 47
Sonstige Finanzschulden 164 - - - - 164
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.596 - - - - 3.596
Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen 28 - - - - 28
Derivative Finanzinstrumente - - 24 23 - 47
Übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 964 44 - - - 1.008
  9.873 44 24 23 47 10.011
in Mio. € Bewertungskategorie gemäß IAS 39 Summe 31.12.2016
Financial Liabilities Financial Liabilities lnitially Recognized at Fair Value through Profit or Loss Financial Liabilities Held for Trading Derivate mit Hedge-Beziehung Nicht von IAS 39 erfasste Verbindlichkeiten
Wertansatz Zu fortgeführten Anschaffungskosten Erfolgswirksam zu beizulegenden Zeitwerten Erfolgswirksam zu beizulegenden Zeitwerten
Genusskapital 413 - - - - 413
Anleihen und Schuldscheindarlehen 3.684 - - - - 3.684
Verbindlichkeiten gegenüber Finanzinstituten 103 - - - - 103
Leasingverbindlichkeiten - - - - 51 51
Sonstige Finanzschulden 160 - - - - 160
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.764 - - - - 3.764
Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen 14 - - - - 14
Derivative Finanzinstrumente - - 63 3 - 66
Übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 807 48 - - - 855
  8.945 48 63 3 51 9.110

Beizulegende Zeitwerte der finanziellen Vermögenswerte nach Bewertungskategorien

in Mio. € Stufe 1: notierte Preise von aktiven Märkten Stufe 2: beobachtbare Marktdaten Stufe 3: nicht beobachtbare Marktdaten Summe 31.12.2017
Beim erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert klassifizierte finanzielle Vermögenswerte 4 15 - 19
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 134 1 374 509
Zu Handelszwecken gehaltene originäre und derivative finanzielle Vermögenswerte - 87 - 87
Derivate mit Hedge-Beziehung - 4 - 4
  138 107 374 619
in Mio. € Stufe 1: notierte Preise von aktiven Märkten Stufe 2: beobachtbare Marktdaten Stufe 3: nicht beobachtbare Marktdaten Summe 31.12.2016
Beim erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert klassifizierte finanzielle Vermögenswerte - 13 - 13
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 9 1 371 381
Zu Handelszwecken gehaltene originäre und derivative finanzielle Vermögenswerte - 65 3 68
Derivate mit Hedge-Beziehung - 63 - 63
  9 142 374 525

Eine Zuordnung der in der Bilanz zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente zu den drei Stufen der Fair-Value-Hierarchie nach Klassen ist aus den Tabellen "Buchwerte und Wertansätze nach Bewertungskategorien" ableitbar.

Die Erhöhung der in Stufe 1 ausgewiesenen Finanzinstrumente resultiert aus den im Berichtsjahr erfolgten Börsengängen von zu Bertelsmann Investments gehörenden BAI-Beteiligungen.

Finanzielle Vermögenswerte der Bewertungsstufe 3

in Mio. € Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte Zu Handelszwecken gehaltene originäre und derivative finanzielle Vermögenswerte Summe
Stand 1.1.2017 371 3 374
Gesamter Gewinn (+) bzw. Verlust (-) -30 - -30
- in Gewinn- und Verlustrechnung -9 - -9
- im sonstigen Ergebnis -21 - -21
Erwerbe 94 - 94
Veräußerung/Tilgung -76 -3 -79
Umgliederungen aus/in Stufe 3 (inklusive erstmaliger Klassifizierung als Stufe 3) 15 - 15
Stand 31.12.2017 374 - 374
Gewinn (+) bzw. Verlust (-) aus den zum Stichtag noch im Bestand befindlichen Vermögenswerten -9 - -9
in Mio. € Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte Zu Handelszwecken gehaltene originäre und derivative finanzielle Vermögenswerte Summe
Stand 1.1.2016 30 6 36
Gesamter Gewinn (+) bzw. Verlust (-) - -3 -3
- in Gewinn- und Verlustrechnung - -3 -3
- im sonstigen Ergebnis - - -
Erwerbe 2 - 2
Umgliederungen aus/in Stufe 3 (inklusive erstmaliger Klassifizierung als Stufe 3) 339 - 339
Stand 31.12.2016 371 3 374
Gewinn (+) bzw. Verlust (-) aus den zum Stichtag noch im Bestand befindlichen Vermögenswerten - -3 -3

Die zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte der Bewertungsstufe 3 entfallen im Wesentlichen auf vom Unternehmensbereich Bertelsmann Investments gehaltene Beteiligungen, die zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden.

Beizulegende Zeitwerte der finanziellen Verbindlichkeiten nach Bewertungskategorien

in Mio. € Stufe 1: notierte Preise von aktiven Märkten Stufe 2: beobachtbare Marktdaten Stufe 3: nicht beobachtbare Marktdaten Summe 31.12.2017
Beim erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert klassifizierte finanzielle Verbindlichkeiten - - 44 44
Zu Handelszwecken gehaltene originäre und derivative finanzielle Verbindlichkeiten - 24 - 24
Derivate mit Hedge-Beziehung - 23 - 23
  - 47 44 91
in Mio. € Stufe 1: notierte Preise von aktiven Märkten Stufe 2: beobachtbare Marktdaten Stufe 3: nicht beobachtbare Marktdaten Summe 31.12.2016
Beim erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert klassifizierte finanzielle Verbindlichkeiten - - 48 48
Zu Handelszwecken gehaltene originäre und derivative finanzielle Verbindlichkeiten - 63 - 63
Derivate mit Hedge-Beziehung - 3 - 3
  - 66 48 114

Finanzielle Verbindlichkeiten der Bewertungsstufe 3

in Mio. € Beim erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert klassifizierte finanzielle Verbindlichkeiten Summe
Stand 1.1.2017 48 48
Gesamter Gewinn (-) bzw. Verlust (+) 3 3
- in Gewinn- und Verlustrechnung 5 5
- im sonstigen Ergebnis -2 -2
Erwerbe 23 23
Tilgungen -30 -30
Umgliederungen aus/in Stufe 3 - -
Stand 31.12.2017 44 44
Gewinn (-) bzw. Verlust (+) aus den zum Stichtag noch im Bestand befindlichen Verbindlichkeiten - -
in Mio. € Beim erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert klassifizierte finanzielle Verbindlichkeiten Summe
Stand 1.1.2016 45 45
Gesamter Gewinn (-) bzw. Verlust (+) -12 -12
- in Gewinn- und Verlustrechnung -12 -12
- im sonstigen Ergebnis - -
Erwerbe 22 22
Tilgungen -7 -7
Umgliederungen aus/in Stufe 3 - -
Stand 31.12.2016 48 48
Gewinn (-) bzw. Verlust (+) aus den zum Stichtag noch im Bestand befindlichen Verbindlichkeiten -5 -5

Stufe 1:

Der beizulegende Zeitwert von börsennotierten Finanzinstrumenten - inklusive jener im Bereich Bertelsmann Investments - wird auf Basis von Börsennotierungen zum Bilanzstichtag bestimmt. Dies gilt unabhängig davon, ob für die von Bertelsmann gehaltenen Finanzinstrumente zum Bilanzstichtag vertragliche Handelsbeschränkungen (Lock-ups) bestehen.

Stufe 2:

Für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts von nicht börsennotierten Derivaten verwendet Bertelsmann verschiedene finanzwirtschaftliche Methoden, die den zu den jeweiligen Bilanzstichtagen herrschenden Marktbedingungen und Risiken Rechnung tragen. Unabhängig von der Art des Finanzinstruments werden zukünftige Zahlungsströme auf Basis der am Bilanzstichtag geltenden Marktzinsen und Zinsstrukturkurven auf den Bilanzstichtag diskontiert. Der beizulegende Zeitwert von Devisentermingeschäften wird auf Basis der zum Bilanzstichtag geltenden Kassamittelkurse unter Berücksichtigung der Terminabschläge und -aufschläge für die jeweilige Restlaufzeit der Geschäfte ermittelt. Der beizulegende Zeitwert von Zinsderivaten wird auf Basis der am Bilanzstichtag geltenden Marktzinsen und Zinsstrukturkurven ermittelt. Der beizulegende Zeitwert von Warentermingeschäften wird von zum Bilanzstichtag veröffentlichten Börsennotierungen abgeleitet. Eventuell bestehende Inkongruenzen zu den standardisierten Börsenkontrakten werden durch Interpolation bzw. Hinzurechnungen berücksichtigt.

Stufe 3:

Sofern keine beobachtbaren Marktdaten vorliegen, erfolgt die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte überwiegend auf Basis von Cashflow-basierten Bewertungsverfahren. Für erworbene Minderheitsbeteiligungen im Unternehmensbereich Bertelsmann Investments wird grundsätzlich auf sogenannte qualifizierte Finanzierungsrunden zurückgegriffen.

Die Bewertung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten nach Stufe 2 und Stufe 3 erfordert bestimmte Annahmen des Managements bezüglich der Inputfaktoren des Modells einschließlich Cashflows, Abzinsungssatz und Ausfallrisiko sowie Lebens-/Entwicklungszyklus der Start-up-Beteiligungen.

Ergebniseffekt aus Finanzinstrumenten

in Mio. € Kredite und Forderungen Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte Beim erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert klassifizierte finanzielle Vermögenswerte
Aus Dividenden - 10 -
Aus Zinsen 7 - -
Aus Wertberichtigungen 12 -23 -
Aus Bewertung zum beizulegenden Zeitwert - - -
Aus Währungskursveränderung - - -
Aus Veräußerung/Ausbuchung -25 178 -
Ergebnis 2017 -6 165 -
Aus Dividenden - 14 -
Aus Zinsen 9 - -
Aus Wertberichtigungen 5 -18 -
Aus Bewertung zum beizulegenden Zeitwert - - -
Aus Währungskursveränderung - - -
Aus Veräußerung/Ausbuchung -29 72 -
Ergebnis 2016 -15 68 -
in Mio. € Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten Beim erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert klassifizierte finanzielle Verbindlichkeiten Derivate mit Hedge-Beziehung
Aus Dividenden - - -
Aus Zinsen -110 - -1
Aus Wertberichtigungen - - -
Aus Bewertung zum beizulegenden Zeitwert - - -
Aus Währungskursveränderung - - -
Aus Veräußerung/Ausbuchung 12 - -
Ergebnis 2017 -98 -5 -1
Aus Dividenden - - -
Aus Zinsen -117 - -
Aus Wertberichtigungen - - -
Aus Bewertung zum beizulegenden Zeitwert - - -
Aus Währungskursveränderung - - -
Aus Veräußerung/Ausbuchung 23 - -
Ergebnis 2016 -94 12 4
in Mio. € Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente Sonstige Währungskursveränderungen
Aus Dividenden - -
Aus Zinsen -23 -
Aus Wertberichtigungen - -
Aus Bewertung zum beizulegenden Zeitwert - -
Aus Währungskursveränderung 135 -141
Aus Veräußerung/Ausbuchung - -
Ergebnis 2017 118 -141
Aus Dividenden - -
Aus Zinsen -3 -
Aus Wertberichtigungen - -
Aus Bewertung zum beizulegenden Zeitwert - -
Aus Währungskursveränderung 39 -29
Aus Veräußerung/Ausbuchung - -
Ergebnis 2016 33 -29

Unter den sonstigen Währungskursveränderungen werden die Währungskurseffekte der Kategorien "Kredite und Forderungen" und "Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten" zusammengefasst.

Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden in der Bilanz saldiert, sofern Globalverrechnungsvereinbarungen oder ähnliche Vereinbarungen dem Bertelsmann-Konzern und der Gegenpartei einen Ausgleich auf Nettobasis erlauben. Ein Ausgleich auf Nettobasis ist dabei sowohl im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit als auch beim Eintritt des Zahlungsausfalls einer Partei rechtlich wirksam. Darüber hinaus schließt Bertelsmann Finanzderivate ab, die die Kriterien für eine Saldierung in der Bilanz nicht erfüllen, da das Recht zur Saldierung von zukünftigen Ereignissen abhängig ist. Die Voraussetzungen für eine Saldierung der bilanzierten Finanzinstrumente werden in der Regel nicht erfüllt, sodass zum 31. Dezember 2017 wie auch im Vorjahr keine wesentlichen Saldierungen vorgenommen wurden.

Finanzderivate

Bertelsmann verwendet als Finanzderivate marktübliche, überwiegend außerhalb der Börse gehandelte (sogenannte OTC-)Instrumente. Dies sind vor allem Terminkontrakte, Währungsswaps, Währungsoptionen, Zinsswaps und vereinzelt Warentermingeschäfte. Die Geschäfte werden ausschließlich mit Banken hoher Bonität getätigt. Abschlüsse der Zentralen Finanzabteilung erfolgen grundsätzlich nur mit einem durch den Vorstand genehmigten Bankenkreis. Das Nominalvolumen ist die Summe aller den Geschäften zugrunde liegenden Kauf- bzw. Verkaufsbeträge.

Der überwiegende Teil der zum Stichtag bestehenden Finanzderivate (Nominalvolumen 4.540 Mio. €) dient zur Absicherung gegen Währungskursrisiken aus konzerninternen Finanzierungen. Auf diese Finanzderivate entfallen zum Bilanzstichtag insgesamt 2.613 Mio. € (58 Prozent). Auf Finanzderivate, die zur Absicherung gegen Währungskursrisiken aus dem operativen Geschäft abgeschlossen wurden, entfallen zum Bilanzstichtag insgesamt 1.677 Mio. € (37 Prozent).

Des Weiteren werden Finanzderivate zur Absicherung gegen Zinsrisiken aus verzinslichen Forderungen und Verbindlichkeiten eingesetzt. Zu spekulativen Zwecken wurden keine Finanzderivate abgeschlossen.

Die Beziehungen zwischen Sicherungsinstrumenten und gesicherten Positionen sowie die Risikomanagementziele und -strategien im Zusammenhang mit den unterschiedlichen Sicherungsgeschäften werden dokumentiert. Dieses Verfahren beinhaltet die Verknüpfung aller als Sicherungsinstrumente bestimmten Derivate mit den jeweiligen Vermögenswerten, Schulden, festen Verpflichtungen oder vorhergesehenen Transaktionen. Des Weiteren beurteilt und dokumentiert das Unternehmen sowohl bei Eingehen des Sicherungsgeschäfts als auch auf fortlaufender Basis, ob die als Sicherungsinstrument verwendeten Derivate hinsichtlich des Ausgleichs von Änderungen der Marktwerte oder Cashflows der gesicherten Positionen hochwirksam sind.

Nominalvolumen und beizulegende Zeitwerte der Finanzderivate

31.12.2017
Nominalvolumen
in Mio. € < 1 Jahr 1 bis 5 Jahre >5 Jahre Summe Beizulegende Zeitwerte
Währungsgeschäfte          
Termingeschäfte und Währungsswaps 2.652 1.435 203 4.290 44
Zinsgeschäfte          
Zinsswaps - 250 - 250 -
Übrige derivative Finanzinstrumente - - - - -
  2.652 1.685 203 4.540 44
31.12.2016
Nominalvolumen
in Mio. € < 1 Jahr 1 bis 5 Jahre >5 Jahre Summe Beizulegende Zeitwerte
Währungsgeschäfte          
Termingeschäfte und Währungsswaps 2.942 699 41 3.682 62
Zinsgeschäfte          
Zinsswaps - - - - -
Übrige derivative Finanzinstrumente - - - - 3
  2.942 699 41 3.682 65

Bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts von Finanzderivaten wird das Wahlrecht nach IFRS 13.48 (Nettorisikobetrachtung) genutzt. Für die Ermittlung des Kreditrisikos aus Finanzderivaten wird die jeweilige Nettoposition der beizulegenden Zeitwerte mit den Vertragspartnern zugrunde gelegt, da diese hinsichtlich ihrer Markt- oder Kreditausfallrisiken auf Basis einer Nettoposition gesteuert werden.

Die Absicherung gegen das Fremdwährungsrisiko aus dem Kauf und Verkauf von Programmrechten und Output-Deals für das Fernsehgeschäft erfolgt über den Abschluss von Devisentermingeschäften. Bertelsmann sichert dabei zwischen 80 und 100 Prozent der kurzfristigen (innerhalb eines Jahres) zukünftigen Cashflows, und zwischen 10 und 80 Prozent der längerfristigen (zwischen zwei und fünf Jahren) zukünftigen Cashflows ab. Die eingesetzten Derivate werden im Rahmen von Cash Flow Hedges bilanziert. Der effektive Teil der Marktwertänderungen im Rahmen eines Cash Flow Hedge wird so lange im übrigen kumulierten Eigenkapital belassen, bis die erfolgswirksamen Auswirkungen der gesicherten Positionen eintreten oder ein Basis Adjustment vorliegt. Aus dem kumulierten übrigen Eigenkapital wurden in Bezug auf Cash Flow Hedges -39 Mio. € (Vj.: -33 Mio. €) in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. Es handelt sich um Beträge vor Steuern. Der zum 31. Dezember 2017 im übrigen kumulierten Eigenkapital verbleibende Teil wird demnach die Gewinn- und Verlustrechnung in den nächsten Jahren im Wesentlichen beeinflussen. Ein ineffektiver Teil aus den Cash Flow Hedges lag im Geschäftsjahr 2017 nicht vor. Im Vorjahr wurde ein ineffektiver Teil in Höhe von 5 Mio. € in den Positionen "Übrige finanzielle Aufwendungen" und "Übrige finanzielle Erträge" erfasst. Die Effekte aus nicht designierten Komponenten einer Cashflow-Sicherungsbeziehung (bspw. die Terminkomponente eines Fremdwährungsderivates bei einer Designation auf Spotbasis) werden in Höhe von 13 Mio. € unmittelbar erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

In der nachfolgenden Tabelle wird eine Übersicht über die Buchwerte der derivativen Finanzinstrumente gegeben, die den beizulegenden Zeitwerten entsprechen. Dabei wird unterschieden, ob sie in eine wirksame Sicherungsbeziehung nach IAS 39 eingebunden sind oder nicht.

Derivative Finanzinstrumente

in Mio. € Buchwert zum 31.12.2017 Buchwert zum 31.12.2016
Aktiva    
Termingeschäfte und Währungsswaps    
- Ohne Hedge-Beziehung 87 65
- In Verbindung mit Cash Flow Hedges 4 63
Zinsswaps    
- Ohne Hedge-Beziehung - -
- In Verbindung mit Cash Flow Hedges - -
Übrige derivative Finanzinstrumente ohne Hedge-Beziehung - 3
Passiva    
Termingeschäfte und Währungsswaps    
- Ohne Hedge-Beziehung 24 63
- In Verbindung mit Cash Flow Hedges 23 3
Zinsswaps    
- Ohne Hedge-Beziehung - -
- In Verbindung mit Cash Flow Hedges - -
Übrige derivative Finanzinstrumente ohne Hedge-Beziehung - -

Finanzinstrumente Finanzrisikomanagement

Aufgrund seiner internationalen Aktivitäten ist der Bertelsmann-Konzern einer Reihe von Finanzrisiken ausgesetzt. Hierzu zählen insbesondere die Auswirkungen von Änderungen der Wechselkurse und der Zinssätze. Das Risikomanagement von Bertelsmann ist darauf ausgerichtet, Risiken zu reduzieren. Der Vorstand legt die allgemeinen Richtlinien für das Risikomanagement fest und bestimmt so das generelle Vorgehen bei der Absicherung von Währungskurs- und Zinsänderungsrisiken sowie den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten. Die Zentrale Finanzabteilung berät die Tochterunternehmen bezüglich operativer Risiken und führt gegebenenfalls Sicherungen mittels derivativer Finanzgeschäfte durch. Bei operativen Risiken wird den Tochterunternehmen jedoch nicht vorgeschrieben, den Service der Zentralen Finanzabteilung in Anspruch zu nehmen. Einige Tochterunternehmen, so insbesondere die RTL Group, verfügen über eine eigene Finanzabteilung. Sie melden ihre Sicherungsgeschäfte quartalsweise der Zentralen Finanzabteilung. Weitere Informationen zu den Finanzmarktrisiken und zum Finanzrisikomanagement sind im zusammengefassten Lagebericht dargestellt.

Währungsrisiko

Der Bertelsmann-Konzern ist einem Kursänderungsrisiko bezüglich verschiedener Fremdwährungen ausgesetzt. Es wird den Tochterunternehmen empfohlen, jedoch nicht vorgeschrieben, sich gegen Fremdwährungsrisiken in der lokalen Berichtswährung durch den Abschluss von Termingeschäften mit Banken hoher Bonität abzusichern. Darlehen innerhalb des Konzerns, die einem Währungsrisiko unterliegen, werden durch derivative Finanzinstrumente gesichert.

Eine Reihe von Tochterunternehmen ist außerhalb des Euro-Währungsraumes angesiedelt. Die Steuerung der sich hieraus ergebenden Translationsrisiken erfolgt über das Verhältnis aus den wirtschaftlichen Finanzschulden und dem Operating EBITDA für die wesentlichen Währungsräume. Langfristig wird für jeden Währungsraum ein angemessenes Verhältnis der Finanzschulden zur operativen Ertragskraft angestrebt. Hierbei orientiert sich Bertelsmann an der für den Bertelsmann-Konzern definierten Höchstgrenze für den Leverage Factor.

Zinsänderungsrisiko

Zinsänderungsrisiken liegen bei verzinslichen Vermögenswerten und Finanzschulden vor. Das Zinsänderungsrisiko des Bertelsmann-Konzerns wird zentral analysiert und in Abhängigkeit von den geplanten Nettofinanzschulden gesteuert. Maßgabe bei der Steuerung sind das Zinsergebnis des Konzerns im Zeitablauf und die Sensitivität für Zinsänderungen.

Dabei wird ein ausgewogenes Verhältnis von variablen zu langfristig fest vereinbarten Zinsbindungen in Abhängigkeit von der absoluten Höhe, der geplanten Entwicklung der verzinslichen Verbindlichkeit und dem Zinsniveau angestrebt und über originäre sowie derivative Finanzinstrumente in der Steuerung umgesetzt.

Liquiditätsrisiko

Liquiditätsrisiken können durch die fehlende Möglichkeit einer Anschlussfinanzierung (Liquiditätsrisiko im engeren Sinne) sowie durch die Verzögerung geplanter Zahlungseingänge und durch ungeplante Auszahlungen (Planrisiko) auftreten. Das Planrisiko bemisst sich aus einer Gegenüberstellung von Plan-Ist-Abweichungen einerseits und der Höhe der Reserven andererseits. Das Liquiditätsrisiko im engeren Sinne ist abhängig vom Volumen der Fälligkeiten in einer Periode.

Das Liquiditätsrisiko wird laufend auf Basis des erstellten Budgets für das Budgetjahr und die Folgejahre überwacht. Dabei werden neue und ungeplante Geschäftsvorfälle (z. B. Akquisitionen) kontinuierlich einbezogen. Zusätzlich erfolgt eine regelmäßige Abstimmung der Fälligkeitsprofile von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten. Die Steuerung von Planrisiken erfolgt durch ein effektives Cash Management sowie eine ständige Überwachung der prognostizierten und tatsächlichen Cashflows. Zudem werden Laufzeiten für Finanzierungen so gewählt, dass Fälligkeiten über den Zeitablauf diversifiziert sind und sich somit ein Anstieg der Refinanzierungskosten nur langfristig auswirken würde. Kreditlinien bei Banken schaffen darüber hinaus Vorsorge für ungeplante Auszahlungen.

Kontrahentenrisiko

Im Bertelsmann-Konzern bestehen Ausfallrisiken in Höhe der angelegten liquiden Mittel sowie der positiven Marktwerte der abgeschlossenen Derivate. Geldgeschäfte und Finanzinstrumente werden grundsätzlich nur mit einem fest definierten Kreis von Banken ("Kernbanken") hoher Bonität abgeschlossen. Die Bonität der Kernbanken wird anhand quantitativer und qualitativer Faktoren (Rating, CDS-Spreads, Börsenkursentwicklung etc.) fortlaufend beobachtet und klassifiziert. Die aus dieser Bonitätsbeurteilung abgeleiteten Kontrahentenlimite beziehen sich auf die liquiden Mittel und positiven Marktwerte. Die Ausnutzung wird regelmäßig überwacht. Um auf veränderte Bonitätseinschätzungen reagieren zu können, ist die Anlage zum Teil sehr kurzfristig ausgerichtet.

Des Weiteren werden zur Reduzierung der Ausfallrisiken mit Banken teilweise Tri-Party-Geschäfte abgeschlossen. Bei den Tri-Party-Geschäften handelt es sich um besicherte Geldanlagen, als Sicherheit werden von den Banken zuvor definierte Wertpapiere bereitgestellt. Zum Bilanzstichtag waren keine Tri-Party-Geschäfte ausstehend, es wurden wie im Vorjahr keine Sicherheiten gewährt. Die Geschäftsabwicklung sowie die Sicherheitenverwaltung und -bewertung werden von einer Clearingstelle übernommen. Ausfallrisiken bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden durch den teilweisen Abschluss von Kreditversicherungen gemindert. Der Bertelsmann-Konzern verfügt für diese Forderungen über Kreditbesicherungen in Höhe von 665 Mio. € (Vj.: 610 Mio. €).

Kapitalmanagement

Die finanzpolitischen Zielsetzungen des Bertelsmann-Konzerns sollen ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Finanzierungssicherheit, Eigenkapitalrentabilität und Wachstum gewährleisten. Die Verschuldung des Konzerns soll sich hierbei insbesondere an den Anforderungen eines Credit Rating der Bonitätsstufe "Baa1/BBB+" orientieren. Die finanzielle Steuerung bei Bertelsmann erfolgt nach quantifizierten Finanzierungszielen, die einen zentralen Beitrag zur Unabhängigkeit und Handlungsfähigkeit des Konzerns leisten. Als Bestandteil des Planungsprozesses und einer laufenden Beobachtung sind sie Teil der Steuerungskennzahlen im weiteren Sinne. Die finanzielle Steuerungsgröße für die Begrenzung der Verschuldung im Bertelsmann-Konzern stellt der Leverage Factor von maximal 2,5 dar. Am 31. Dezember 2017 lag der Leverage Factor bei 2,5 (Vj.: 2,5). Daneben soll die Coverage Ratio (Zinsdeckungsgrad) über einem Wert von 4 liegen. Die Coverage Ratio betrug zum 31. Dezember 2017 11,2 (Vj.: 9,7). Die Eigenkapitalquote soll mindestens 25 Prozent der Konzernbilanzsumme betragen. Die Steuerung der Eigenkapitalquote orientiert sich hierbei an der Definition des Eigenkapitals nach IFRS. Nicht beherrschende Anteilseigner an Personengesellschaften werden, obwohl sie bei wirtschaftlicher Betrachtung Eigenkapital darstellen, als Fremdkapital bilanziert. Die Eigenkapitalquote betrug im Geschäftsjahr 2017 38,5 Prozent (Vj.: 41,6 Prozent) und erfüllte damit die interne finanzielle Zielsetzung.

Zins- und Währungssensitivität

Für die Analyse des Zinsrisikos ist zwischen Cashflow- und Barwert-Risiken zu unterscheiden. Bei Finanzschulden, liquiden Mitteln und Zinsderivaten mit einer variablen Zinsbindung überwiegt das Cashflow-Risiko, da Veränderungen der Marktzinssätze sich - nahezu ohne Zeitverzug - im Zinsergebnis des Konzerns auswirken. Im Gegensatz hierzu entstehen Barwert-Risiken aus mittel- bis langfristig vereinbarten Zinsbindungen. Die bilanzielle Abbildung von Barwert-Risiken ist vom jeweiligen Finanzinstrument oder von einem im Zusammenhang mit Derivaten dokumentierten Sicherungszusammenhang (Microhedge) abhängig.

Originäre Finanzschulden werden in der Bilanz bei erstmaligem Ansatz zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Transaktionskosten erfasst. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Veränderungen des Marktwerts beschränken sich auf Opportunitätseffekte, da sich Zinsänderungen weder in der Bilanz noch in der Gewinn- und Verlustrechnung niederschlagen. Eine hiervon abweichende Bilanzierung der originären Finanzschulden zum Marktwert ist auf Vorgänge beschränkt, für die im Zusammenhang mit dem Abschluss einer Zins- und Währungssicherung über Derivate nach IAS 39 ein Microhedge dokumentiert ist. In diesen Fällen wird die Marktwertänderung der Finanzschulden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, um gegensätzliche Effekte aus der Marktbewertung der zugehörigen Derivate zu einem wesentlichen Teil zu kompensieren.

Für derivative Finanzinstrumente werden die Wirkungen aus Zinsänderungen grundsätzlich über die Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Bei dokumentierten Sicherungszusammenhängen (Cash Flow Hedges) erfolgt die Abbildung im Eigenkapital.

Die Analyse der zu den Stichtagen bestehenden Cashflow- bzw. Barwert-Risiken erfolgt über eine Sensitivitätsberechnung als Nachsteuerbetrachtung. Hierbei wird eine Parallelverschiebung der Zinskurve um jeweils +/-1 Prozent für alle wesentlichen Währungen unterstellt. Die Analyse erfolgt auf Grundlage der Finanzschulden, der liquiden Mittel sowie der zu den Stichtagen bestehenden Derivate. Die Ergebnisse sind in der nachstehenden Tabelle dargestellt:

Sensitivitätsanalyse der Cashflow-Risiken und Barwert-Risiken

31.12.2017 31.12.2016
in Mio. € Veränderung um +1
%
Veränderung um -1
%
Veränderung um +1
%
Veränderung um -1
%
Cashflow-Risiken über Gewinn- und Verlustrechnung 10 -10 8 -8
Barwert-Risiken über Gewinn- und Verlustrechnung 16 -16 4 -4
Barwert-Risiken über Eigenkapital - - - -

In die Ermittlung der Fremdwährungssensitivität werden die zu den Stichtagen bestehenden Finanzschulden und operativen Geschäftsvorfälle sowie die vereinbarten Sicherungsgeschäfte (Termingeschäfte und Optionen) einbezogen. Die Berechnung wird für die ungesicherte Nettoposition auf Basis einer angenommenen 10-prozentigen Aufwertung des Euro gegenüber allen Fremdwährungen vorgenommen und als Nachsteuerbetrachtung dargestellt. Eine einheitliche Abwertung der Fremdwährungen hätte zu einer ergebniswirksamen Veränderung des Buchwerts von -9 Mio. € (Vj.: -11 Mio. €) geführt. Hiervon entfallen -5 Mio. € (Vj.: -6 Mio. €) auf eine Veränderung des US-Dollar bei einer Netto-Exposure von 86 Mio. US-$ (Vj.: 95 Mio. US-$). Das Eigenkapital wäre durch Schwankungen der Marktwerte aus dokumentierten Cash Flow Hedges um 46 Mio. € (Vj.: 50 Mio. €) verändert worden. Hiervon entfallen 46 Mio. € (Vj.: 50 Mio. €) auf eine Veränderung des US-Dollar bei einem Volumen dokumentierter Cash Flow Hedges von 805 Mio. US-$ (Vj.: 766 Mio. US-$). Bei einer einheitlichen Aufwertung der Fremdwährungen hätte dies für den Bertelsmann-Konzern zu gegenläufigen Veränderungen der genannten Beträge geführt.

Dienstleistungen im Zusammenhang mit verkauften Forderungen

Bertelsmann verkauft in speziellen Einzelfällen von Dritten angekaufte Forderungen an Finanzintermediäre. Bei den verkauften Forderungen handelt es sich im Wesentlichen um kurzfristige, zum Teil kreditversicherte Forderungen, die Arvato Financial Solutions im Rahmen des Serviceangebotes zur Durchführung von Dienstleistungen im Debitorenmanagement von Dritten erwirbt und teilweise an Finanzintermediäre fortlaufend weiterveräußert. Dieses Geschäft kann jederzeit unterjährig angepasst werden. Im Rahmen der vertraglichen Vereinbarungen zu den Forderungsverkäufen wurden im Wesentlichen weder alle Chancen noch alle Risiken, die mit den Forderungen in Verbindung stehen, übertragen oder zurückbehalten. Diese betreffen insbesondere mögliche Ausfälle und späte Bezahlung der verkauften Forderungen, sodass eine Forderung in Höhe des anhaltenden Engagements (Continuing Involvement) von 49 Mio. € (Vj.: 45 Mio. €) bilanziert wurde. Der Buchwert der damit verbundenen Verbindlichkeit beträgt 56 Mio. € (Vj.: 52 Mio. €). Dem liegt ein Volumen der verkauften Forderungen in Höhe von 346 Mio. € (Vj.: 321 Mio. €) zum Bilanzstichtag zugrunde.

26 Kapitalflussrechnung

Mit der auf IAS 7 basierenden Kapitalflussrechnung des Bertelsmann-Konzerns wird die Fähigkeit des Konzerns beurteilt, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu erwirtschaften. Die Zahlungsströme werden aufgeteilt in den Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit, den Cashflow aus Investitionstätigkeit und den Cashflow aus Finanzierungstätigkeit. Die Darstellung der Zahlungsströme aus betrieblicher Tätigkeit erfolgt mittels der indirekten Methode, wobei das EBIT um Auswirkungen nicht zahlungswirksamer Geschäftsvorfälle oder Abgrenzungen von vergangenen oder künftigen betrieblichen Ein- oder Auszahlungen (einschließlich Rückstellungen) sowie um Ertrags- oder Aufwandsposten, die den Cashflows aus der Investitionstätigkeit zuzurechnen sind, bereinigt wird. Darüber hinaus werden Zahlungsströme aus Ertragsteuern ebenso als Zahlungsströme aus betrieblicher Tätigkeit klassifiziert wie auch andere Zahlungsströme, die weder der Investitions- noch der Finanzierungstätigkeit zuzurechnen sind.

Die operative Geschäftssteuerung des Bertelsmann-Konzerns erfolgt unter anderem auf Basis des Operating EBITDA und somit vor Finanzergebnis und Steuern, planmäßigen und außerplanmäßigen Abschreibungen sowie Sondereinflüssen. Der operative Erfolg und der sich hieraus ergebende Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit sollen daher in einem konsistenten, vergleichbaren Verhältnis zueinander stehen. Aus diesem Grund werden im Geschäftsjahr gezahlte bzw. erhaltene Zinsen im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ausgewiesen.

Die Einzahlungen in Pensionspläne stellen einen Abfluss von liquiden Mitteln dar, der als Sonderposten im Cashflow aus Investitionstätigkeit gezeigt wird. Die Veränderung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ist der Saldo aus dem Personalaufwand für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen und den betrieblichen Auszahlungen für diese Verpflichtungen (weitere Erläuterungen finden sich unter Textziffer 19 "Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen"). Bei den "Sonstigen Effekten" handelt es sich um die Anpassungen von Ergebnissen at-equity bilanzierter Beteiligungen und um Bereinigungen im Zusammenhang mit zahlungsunwirksamen Erträgen und Aufwendungen.

Bei der Aufstellung der Kapitalflussrechnung werden Effekte aus Fremdwährungskursänderungen und Veränderungen des Konsolidierungskreises berücksichtigt. Die Posten der Kapitalflussrechnung können daher nicht mit den entsprechenden Veränderungen auf Grundlage der veröffentlichten Bilanz abgestimmt werden. Die Investitionstätigkeit umfasst neben Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen auch Kaufpreiszahlungen für Akquisitionen sowie Erlöse aus dem Abgang von Anlagevermögen und Beteiligungen. Hinsichtlich der im Geschäftsjahr erfolgten Erwerbe von Beteiligungen wird auf den Abschnitt "Akquisitionen und Desinvestitionen" verwiesen. Die Veräußerungen innerhalb des Geschäftsjahres sind dort ebenfalls gesondert dargestellt. In der Berichtsperiode wurden Finanzschulden in Höhe von 14 Mio. € (Vj.: 6 Mio. €) übernommen.

Im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit werden neben den zahlungswirksamen Veränderungen des Eigenkapitals, der Finanzschulden und Dividendenausschüttungen auch gezahlte und erhaltene Zinsen gezeigt. Der Posten "Aufnahme/Tilgung übrige Finanzschulden" umfasst Einzahlungen in Höhe von 476 Mio. € (Vj.: 263 Mio. €) und Auszahlungen in Höhe von -194 Mio. € (Vj.: -204 Mio. €). In den Einzahlungen sind Zuflüsse aus einem Bankdarlehen zur Finanzierung eines kurzfristigen Finanzmittelbedarfs in Höhe von 228 Mio. € enthalten. Die übrigen Ein- und Auszahlungen betrafen im Wesentlichen kurzfristige Darlehen mit kurzen Laufzeiten und entsprechend großer Umschlagshäufigkeit. Darüber hinaus sind in diesem Posten weitere zahlungswirksame Veränderungen in Höhe von 46 Mio. € in Zusammenhang mit Sicherungsgeschäften enthalten. Der Posten "Veränderung des Eigenkapitals" beträgt 657 Mio. € und entfällt mit 505 Mio. € im Wesentlichen auf Kaufpreiszahlungen im Rahmen der Anteilsaufstockung bei Penguin Random House und mit 128 Mio. € auf Kaufpreiszahlungen inklusive einer Bareinlage bei SpotX. Die Erhöhung des Postens "Dividenden an nicht beherrschende Anteilseigner und Auszahlungen an Gesellschafter (IAS 32.18(b))" resultiert im Wesentlichen aus der Sonderdividendenausschüttung in Höhe von 373 Mio. € an Mitgesellschafter der Verlagsgruppe Penguin Random House.

Die zahlungswirksamen und die zahlungsunwirksamen Veränderungen der Finanzschulden zeigt folgende Tabelle:

Veränderungen der Finanzschulden

Zahlungswirksame Veränderungen Nicht-zahlungswirksame Veränderungen
in Mio. € 31.12.2016 Zugänge durch Unternehmenszusammenschlüsse
Anleihen 3.175 547 -
Schuldscheindarlehen 509 150 -
Verbindlichkeiten gegenüber Finanzinstituten 103 241 7
Leasingverbindlichkeiten 51 -6 1
Sonstige Finanzschulden 160 1 6
Gesamte Finanzschulden 3.998 933 14
Nicht-zahlungswirksame Veränderungen
in Mio. € Wechselkursbedingte Veränderungen Sonstige Veränderungen 31.12.2017
Anleihen - 3 3.725
Schuldscheindarlehen - - 659
Verbindlichkeiten gegenüber Finanzinstituten -26 -1 324
Leasingverbindlichkeiten -1 2 47
Sonstige Finanzschulden -4 1 164
Gesamte Finanzschulden -31 5 4.919

27 Segmentberichterstattung

IFRS 8 "Geschäftssegmente" fordert die Orientierung der externen Segmentberichterstattung an der internen Organisations- und Managementstruktur sowie an intern verwendeten Steuerungs- und Berichtsgrößen. Der Bertelsmann-Konzern umfasst acht, nach der Art der angebotenen Produkte und Dienstleistungen differenzierte, operative berichtspflichtige Segmente (RTL Group, Penguin Random House, Gruner + Jahr, BMG, Arvato, Bertelsmann Printing Group, Bertelsmann Education Group und Bertelsmann Investments).

Anfang Februar wurden rückwirkend zum 1. Januar 2017 Teile der Digitalmarketing-Geschäfte von Arvato in die Bertelsmann Printing Group integriert. Hierzu gehörten im Einzelnen die Aktivitäten von AZ Direct in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie die DeutschlandCard. Die Werte für das Geschäftsjahr 2016 wurden entsprechend angepasst.

Jedem der acht Segmente steht ein ergebnisverantwortlicher Segmentmanager vor, der an den Vorstand der Bertelsmann Management SE in seiner Funktion als Hauptentscheidungsträger im Sinne des IFRS 8 berichtet. Der Bereich Corporate umfasst im Wesentlichen Aufgaben in den Bereichen Rechnungswesen und Berichterstattung, Steuern, Recht, Personal, Informationstechnologie, interne Revision, Unternehmenskommunikation sowie die Führung, die Steuerung und strategische Weiterentwicklung des Konzerns, die Sicherung der erforderlichen Finanzierungsmittel, die Risikosteuerung und die laufende Optimierung des Beteiligungsportfolios.

Die Eliminierungen segmentübergreifender Verflechtungen werden in der Spalte "Konsolidierung" ausgewiesen.

Die Definition der einzelnen Segmentangaben entspricht, wie auch in der Vergangenheit, der für die Konzernsteuerung zugrunde gelegten Definition. Die Bilanzierung und Bewertung erfolgt in der Segmentberichterstattung grundsätzlich nach denselben IFRS-Vorschriften wie im Konzernabschluss. Das investierte Kapital ergibt sich aus den Vermögenspositionen der Bilanz, die dem operativen Betriebszweck dienen, abzüglich solcher Verbindlichkeiten, die dem Unternehmen unverzinslich zur Verfügung stehen. Zusätzlich werden 66 Prozent des Nettobarwerts der Operating Leases bei der Ermittlung des investierten Kapitals berücksichtigt. Die Umsätze innerhalb des Konzerns werden grundsätzlich nur zu marktüblichen Konditionen, wie sie auch bei Geschäften mit Konzernfremden verwendet werden, abgewickelt.

Als Steuerungsgröße zur nachhaltigen Ermittlung des operativen Ergebnisses wird das Operating EBITDA genutzt. Auch die Beurteilung der Leistung der operativen Segmente erfolgt anhand dieser Steuerungsgröße. Das Operating EBITDA repräsentiert das durch das jeweilige Segmentmanagement erwirtschaftete operative Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern sowie planmäßigen und außerplanmäßigen Abschreibungen und ist um Sondereinflüsse bereinigt. Die Bereinigung um Sondereinflüsse ermöglicht die Ermittlung einer normalisierten Ergebnisgröße und erleichtert dadurch die Prognosefähigkeit und Vergleichbarkeit. Die planmäßigen Abschreibungen je Segment umfassen Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen und auf immaterielle Vermögenswerte, wie sie unter den Textziffern 10 "Immaterielle Vermögenswerte" und 11 "Sachanlagen" ausgewiesen werden. Die Geschäftsentwicklung von Bertelsmann Investments wird im Wesentlichen auf Basis des EBIT ermittelt.

Für jedes Segment sind die Ergebnisse von und die Anteile an at-equity bilanzierten Beteiligungen angegeben, sofern diese Unternehmen dem Segment eindeutig zugeordnet werden können. Das Ergebnis aus at-equity bilanzierten Beteiligungen wird vor Wertminderungen gezeigt. Zusätzlich zur Segmentaufteilung werden die Umsätze entsprechend dem Standort des Kunden und nach Erlösquellen aufgeteilt. Langfristige Vermögenswerte werden zusätzlich nach dem Standort des jeweiligen Unternehmens angegeben.

Die tabellarischen Segmentinformationen finden sich auf Seite 50 ff.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Überleitung der Segmentinformationen zum Konzernabschluss:

Überleitung der Segmentinformationen zum Konzernabschluss

in Mio. € 2017 2016
Operating EBITDA aus fortgeführten Aktivitäten 2.636 2.568
Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 691 632
Korrektur um in Sondereinflüssen enthaltene Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen -34 -2
Sondereinflüsse 83 139
EBIT aus fortgeführten Aktivitäten 1.896 1.799
Finanzergebnis -219 -244
Ergebnis vor Steuern aus fortgeführten Aktivitäten 1.677 1.555
Ertragsteueraufwand -472 -419
Ergebnis nach Steuern aus fortgeführten Aktivitäten 1.205 1.136
Ergebnis nach Steuern aus nicht fortgeführten Aktivitäten -7 1
Konzernergebnis 1.198 1.137

28 Angaben zu Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Als nahestehende Personen und Unternehmen gemäß IAS 24 gelten für den Bertelsmann-Konzern die Personen und Unternehmen, die den Bertelsmann-Konzern beherrschen bzw. einen maßgeblichen Einfluss auf diesen ausüben oder durch den Bertelsmann-Konzern beherrscht, gemeinschaftlich geführt bzw. maßgeblich beeinflusst werden. Dementsprechend werden bestimmte Mitglieder der Familie Mohn, die Mitglieder des Vorstands der Bertelsmann Management SE als persönlich haftender Gesellschafterin und des Aufsichtsrats der Bertelsmann SE & Co. KGaA sowie deren nahe Familienangehörige, inklusive der von ihnen jeweils beherrschten oder gemeinschaftlich geführten Unternehmen, und die Gemeinschaftsunternehmen bzw. assoziierten Unternehmen des Bertelsmann-Konzerns sowie deren Tochterunternehmen als nahestehende Personen und Unternehmen definiert.

Die Kontrolle über den Bertelsmann-Konzern übt die Bertelsmann Verwaltungsgesellschaft mbH (BVG), Gütersloh, eine nicht operativ tätige Besitzgesellschaft, aus. Die Johannes Mohn GmbH hat der Bertelsmann SE & Co. KGaA mitgeteilt, dass ihr im Zuge der Verschmelzung der Bertelsmann Beteiligungs GmbH auf die Johannes Mohn GmbH seit dem 12. Dezember 2017 unmittelbar mehr als 50 Prozent der Aktien der Bertelsmann Management SE sowie der Bertelsmann SE & Co. KGaA gehören. Der Reinhard Mohn Verwaltungsgesellschaft mbH und der Mohn Beteiligungs GmbH gehören weiterhin jeweils mehr als 25 Prozent der Aktien der Bertelsmann Management SE sowie der Bertelsmann SE & Co. KGaA, wobei bei der Ermittlung der Anteile jeweils mittelbare und unmittelbare Anteile berücksichtigt werden.

In der Rechtsform der KGaA werden die Geschäfte von einer persönlich haftenden Gesellschafterin geführt. Im Fall der Bertelsmann SE & Co. KGaA nimmt die Bertelsmann Management SE, vertreten durch ihren Vorstand, die Geschäftsführung wahr. Die gesetzlich vorgeschriebenen Gremien umfassen Aufsichtsrat und Hauptversammlung auf Ebene der Bertelsmann SE & Co. KGaA sowie Vorstand, Aufsichtsrat und Hauptversammlung auf Ebene der Bertelsmann Management SE. Der Aufsichtsrat der KGaA wird von den Kommanditaktionären in der Hauptversammlung gewählt. Die Mitglieder des Aufsichtsrats der Bertelsmann Management SE werden durch die Hauptversammlung der Bertelsmann Management SE bestimmt. Die Stimmrechte in der Hauptversammlung der Bertelsmann SE & Co. KGaA sowie der Bertelsmann Management SE werden von der BVG kontrolliert.

Die Vergütungen für Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen umfassen:

Vergütungen des Managements in Schlüsselpositionen

in Mio. € 2017 2016
Kurzfristig fällige Leistungen und Abfindungen 30 23
Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses   7
Andere langfristig fällige Leistungen 8 8

Die ausgewiesenen Vergütungen enthalten auch die Bezüge für die Tätigkeiten der Aufsichtsratsmitglieder der Bertelsmann SE & Co. KGaA im Aufsichtsrat der Bertelsmann Management SE. Geschäftsvorfälle mit in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen wurden eliminiert und werden nicht weiter erläutert. Neben den Geschäftsbeziehungen zu konsolidierten Tochterunternehmen bestanden in der Berichtsperiode die folgenden Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen:

Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen

in Mio. € Mutterunternehmen sowie Unternehmen, die maßgeblichen Einfluss haben Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen Gemeinschaftsunternehmen Assoziierte Unternehmen Sonstige nahestehende Personen
2017          
Erbrachte Lieferungen und Leistungen an - - 66 33 -
Erhaltene Lieferungen und Leistungen von - -2 -38 -14 -1
Forderungen an - - 26 39 -
Verpflichtungen gegenüber - 52 69 22 29
2016          
Erbrachte Lieferungen und Leistungen an - - 64 32 -
Erhaltene Lieferungen und Leistungen von - -2 -33 -9 -1
Forderungen an - - 26 38 -
Verpflichtungen gegenüber - 55 68 13 27

In Verpflichtungen gegenüber Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen sind Pensionsverpflichtungen und variable Vergütungsbestandteile sowie langfristige Incentivierung enthalten. Unter "Sonstige nahestehende Personen" werden primär Transaktionen mit der persönlich haftenden Gesellschafterin Bertelsmann Management SE gezeigt. Die Verpflichtungen zum Stichtag resultieren aus weiterbelasteten Aufwendungen.

Gegenüber assoziierten Unternehmen sind weder im Berichtsjahr noch im Vorjahr Bürgschaften eingegangen worden. An den Eventualverbindlichkeiten der assoziierten Unternehmen hatte Bertelsmann wie im Vorjahr keinen Anteil. Gegenüber einem brasilianischen Fonds, der sich auf Bildungsunternehmen, insbesondere im Bereich Gesundheitswesen, fokussiert und von Bertelsmann gemeinsam mit weiteren Partnern und der Investmentgesellschaft Bozano Investimentos aufgelegt wurde, besteht eine Einzahlungsverpflichtung in Höhe von 63 Mio. € (Vj.: 61 Mio. €). Weitere Einzahlungsverpflichtungen bestehen gegenüber den University Ventures Funds in Höhe von 19 Mio. € (Vj.: 44 Mio. €). Im Geschäftsjahr 2017 wurden wie im Vorjahr keine signifikanten Aufwendungen für uneinbringliche oder zweifelhafte Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen erfasst. Im Geschäftsjahr 2017 wurden Darlehen in Höhe von 15 Mio. € an assoziierte Unternehmen ausgegeben (Vj.: 18 Mio. €). Wie im Vorjahr wurden keine Darlehen gegenüber assoziierten Unternehmen aufgenommen.

Gemeinschaftsunternehmen weisen gegenüber dem Bertelsmann-Konzern Verpflichtungen aus Operating-Lease-Verträgen in Höhe von 8 Mio. € (Vj.: 12 Mio. €) und Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 27 Mio. € (Vj.: 17 Mio. €) aus. Zum Bilanzstichtag bestehen Verpflichtungen in Bezug auf Gemeinschaftsunternehmen der RTL Group in Höhe von 21 Mio. € (Vj.: 38 Mio. €). Im Geschäftsjahr 2017 wurden wie auch im Vorjahr keine Aufwendungen für uneinbringliche oder zweifelhafte Forderungen gegenüber Gemeinschaftsunternehmen erfasst. Im Geschäftsjahr 2017 wurden Darlehen in Höhe von 1 Mio. € (Vj.: 1 Mio. €) an Gemeinschaftsunternehmen ausgegeben. Aufgenommen wurden im Berichtsjahr Darlehen in Höhe von 8 Mio. € gegenüber Gemeinschaftsunternehmen (Vj.: 34 Mio. €).

29 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse von besonderer Bedeutung eingetreten, von denen ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Bertelsmann-Konzerns zu erwarten ist.

30 Befreiung Tochterunternehmen von Aufstellung, Prüfung und Offenlegung

Für folgende Tochterunternehmen wurden für das zum 31. Dezember 2017 endende Geschäftsjahr die Befreiungsvorschriften des § 264 Abs. 3 HGB über die ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften zur Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht sowie über die Prüfung und Offenlegung von Kapitalgesellschaften in Anspruch genommen:

Name der Gesellschaft Sitz
"I 2 I" Musikproduktions- und Musikverlagsgesellschaft mbH Köln
Ad Alliance GmbH Köln
adality GmbH München
arvato analytics GmbH Gütersloh
arvato CRM Energy GmbH Leipzig
arvato CRM Healthcare GmbH Berlin
arvato CRM Nordhorn GmbH Nordhorn
Arvato CRM Solutions GmbH Gütersloh
arvato direct services Brandenburg GmbH Brandenburg
arvato direct services Cottbus GmbH Cottbus
arvato direct services Dortmund GmbH Dortmund
arvato direct services eiweiler GmbH Heusweiler-Eiweiler
arvato direct services GmbH Gütersloh
arvato direct services Münster GmbH Münster
arvato direct services Neubrandenburg GmbH Neubrandenburg
arvato direct services Potsdam GmbH Potsdam
arvato direct services Rostock GmbH Rostock
arvato direct services Schwerin GmbH Schwerin
arvato direct services Stralsund GmbH Stralsund
arvato direct services Wilhelmshaven GmbH Schortens
arvato distribution GmbH Harsewinkel
arvato eCommerce Beteiligungsgesellschaft mbH Gütersloh
arvato eCommerce Verwaltungsgesellschaft mbH Gütersloh
arvato health analytics GmbH München
arvato infoscore GmbH Baden-Baden
arvato IT support GmbH Gütersloh
arvato Logistics, Corporate Real Estate & Transport GmbH Gütersloh
arvato media GmbH Gütersloh
Arvato Payment Solutions GmbH Verl
arvato SCM Consumer Products GmbH Gütersloh
arvato services Chemnitz GmbH Chemnitz
arvato services Cottbus GmbH Cottbus
arvato services Dresden GmbH Dresden
arvato services Duisburg GmbH Duisburg
arvato services Erfurt GmbH Erfurt
arvato services Essen GmbH Essen
arvato services Gera GmbH Gera
arvato services Halle GmbH Halle (Saale)
arvato services Leipzig GmbH Leipzig
arvato services Magdeburg GmbH Magdeburg
arvato services Rostock GmbH Rostock
arvato services solutions GmbH Gütersloh
arvato services Suhl GmbH Suhl
arvato systems GmbH Gütersloh
arvato Systems perdata GmbH Leipzig
arvato Systems S4M GmbH Köln
arvato telco services Erfurt GmbH Erfurt
AVE Gesellschaft für Hörfunkbeteiligungen mbH Berlin
AZ Direct Beteiligungs GmbH Gütersloh
AZ Direct GmbH Gütersloh
BAG Business Information Beteiligungs GmbH Gütersloh
BAI GmbH Gütersloh
BDMI GmbH Gütersloh
BePeople GmbH Gütersloh
Bertelsmann Accounting Services GmbH Gütersloh
Bertelsmann Accounting Services Schwerin GmbH Schwerin
Bertelsmann Aviation GmbH Gütersloh
Bertelsmann Capital Holding GmbH Gütersloh
Bertelsmann China Holding GmbH Gütersloh
Bertelsmann Music Group GmbH Gütersloh
Bertelsmann Transfer GmbH Gütersloh
Bertelsmann Treuhand- und Anlagegesellschaft mit beschränkter Haftung Gütersloh
BFS finance GmbH Verl
BFS finance Münster GmbH Münster
BFS health finance GmbH Dortmund
BMG RIGHTS MANAGEMENT (Europe) GmbH Berlin
BMG RIGHTS MANAGEMENT GmbH Berlin
Campaign Services Neckarsulm GmbH Neckarsulm
Campaign Services Offenbach GmbH Frankfurt am Main
Carcert GmbH Wiesbaden
CBC Cologne Broadcasting Center GmbH Köln
COUNTDOWN MEDIA GmbH Hamburg
DeutschlandCard GmbH München
Digital Media Hub GmbH Köln
direct services Gütersloh GmbH Gütersloh
Erste TD Gütersloh GmbH Gütersloh
Erste WV Gütersloh GmbH Gütersloh
European SCM Services GmbH Gütersloh
FremantleMedia International Germany GmbH Potsdam
GGP Media GmbH Pößneck
Global Assekuranz Vermittlungsgesellschaft mit beschränkter Haftung Gütersloh
Gruner + Jahr Management GmbH Hamburg
infoNetwork GmbH Köln
informa HIS GmbH Wiesbaden
informa Solutions GmbH Baden-Baden
infoscore Business Support GmbH Baden-Baden
infoscore Consumer Data GmbH Baden-Baden
infoscore Finance GmbH Baden-Baden
infoscore Forderungsmanagement GmbH Verl
infoscore Portfolio Management International GmbH Gütersloh
infoscore Profile Tracking GmbH Gütersloh
infoscore Tracking Solutions GmbH Gütersloh
infoscore Tracking Technology GmbH Gütersloh
inmediaONE] GmbH Gütersloh
IP Deutschland GmbH Köln
KWS Kontowechsel Service GmbH Schortens
mbs Nürnberg GmbH Nürnberg
MEDIASCORE Gesellschaft für Medien- und Kommunikationsforschung mbH Köln
Mediengruppe RTL Deutschland GmbH Köln
Mohn Media Energy GmbH Gütersloh
Mohn Media Mohndruck GmbH Gütersloh
NETLETIX GmbH München
NORDDEICH TV Produktionsgesellschaft mbH Hürth
Prinovis Ahrensburg Weiterverarbeitung und Logistik GmbH Hamburg
Prinovis GmbH Gütersloh
Prinovis Klebebindung GmbH Nürnberg
PRINOVIS Service GmbH Hamburg
Print Service Gütersloh GmbH Gütersloh
Probind Mohn media Binding GmbH Gütersloh
PSC Print Service Center GmbH Oppurg
Random House Audio GmbH Köln
Reinhard Mohn GmbH Gütersloh
Relias Learning GmbH Berlin
rewards arvato services GmbH München
RM Buch und Medien Vertrieb GmbH Gütersloh
RTL Group Central & Eastern Europe GmbH Köln
RTL Group Deutschland GmbH Köln
RTL Group Deutschland Markenverwaltungs GmbH Köln
RTL Group Financial Services GmbH Potsdam
RTL Group Licensing Asia GmbH Köln
RTL Hessen GmbH Frankfurt am Main
RTL interactive GmbH Köln
RTL Journalistenschule GmbH Köln
RTL Nord GmbH Hamburg
RTL Radio Berlin GmbH Berlin
RTL Radio Center Berlin GmbH Berlin
RTL Radio Deutschland GmbH Berlin
RTL Radio Luxemburg GmbH Köln
RTL Radiovermarktung GmbH Berlin
RTL West GmbH Köln
rtv media group GmbH Nürnberg
Smart Shopping and Saving GmbH Berlin
Sonopress GmbH Gütersloh
Sparwelt GmbH Berlin
SpotX Deutschland GmbH Köln
SSB Software Service und Beratung GmbH München
TERRITORY CTR GmbH Gütersloh
TERRITORY MEDIA GmbH München
UFA Distribution GmbH Potsdam
UFA Fiction GmbH Potsdam
UFA Film und Fernseh GmbH Köln
UFA GmbH Potsdam
Ufa Radio-Programmgesellschaft in Bayern mbH Ismaning
UFA Serial Drama GmbH Potsdam
Universum Film GmbH München
Verlag RM GmbH Gütersloh
Verlagsgruppe Random House GmbH Gütersloh
Verlegerdienst München GmbH Gilching
VIVENO Group GmbH Gütersloh
Vogel Druck und Medienservice GmbH Höchberg
VOX Holding GmbH Köln
webmiles GmbH München

Weiterhin wurden für das zum 31. Dezember 2017 endende Geschäftsjahr die Befreiungsvorschriften des § 264b HGB für folgende Gesellschaften in Anspruch genommen:

Name der Gesellschaft Sitz
"Alwa" Gesellschaft für Vermögensverwaltung mbH & Co. Grundstücksvermietung KG Schönefeld
11 Freunde Verlag GmbH & Co. KG Berlin
AVE II Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG Köln
AZ fundraising services GmbH & Co. KG Gütersloh
Berliner Presse Vertrieb GmbH & Co. KG Berlin
DDV Mediengruppe GmbH & Co. KG Dresden
Deutsche Medien-Manufaktur GmbH & Co. KG Münster
G+J / Klambt Style-Verlag GmbH & Co. KG Hamburg
G+J Food & Living GmbH & Co. KG Hamburg
G+J Immobilien GmbH & Co. KG Hamburg
Gruner + Jahr GmbH & Co KG Hamburg
infoscore Portfolio Management GmbH & Co. KG Verl
infoscore Portfolio Management II GmbH & Co. KG Baden-Baden
LV-Publikumsmedien GmbH & Co. KG Münster
Motor Presse Stuttgart GmbH & Co. KG Stuttgart
Prinovis GmbH & Co. KG Hamburg
Sellwell GmbH & Co. KG Hamburg

Das konsolidierte Tochterunternehmen Arvato SCM Ireland Limited in Balbriggan, Irland, macht von der Freistellung von der Publikationspflicht seines Jahresabschlusses, geregelt in Section 357 des Republic of Ireland Companies Act 2014, Gebrauch.

31 Zusätzliche Angaben nach § 315a HGB

Die Vergütung des Aufsichtsrats der Bertelsmann SE & Co. KGaA für das Geschäftsjahr 2017 beträgt 1.875.167 € zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer. Die Mitglieder des Vorstands erhielten in der Berichtsperiode Bezüge in Höhe von insgesamt 28.926.652 €, davon von der Bertelsmann Management SE 16.966.406 €. Ehemalige Mitglieder des Vorstands der Bertelsmann Management SE und der Bertelsmann AG und ihre Hinterbliebenen erhielten Bezüge in Höhe von 11.511.599 €, davon von der Bertelsmann SE & Co. KGaA 11.125.937 €. Die Rückstellung für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands der Bertelsmann AG und der Bertelsmann Management SE beträgt bei der Bertelsmann SE & Co. KGaA und der Bertelsmann Management SE insgesamt 78.419.242 €. Die Mitglieder der Aufsichtsräte und des Vorstandes sind auf den Seiten 144 ff. angegeben.

Die Honorare für die Tätigkeit des Konzernabschlussprüfers PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft betrugen im Geschäftsjahr 7 Mio. €, davon entfallen 6 Mio. € auf Honorare für die Abschlussprüfung. Für sonstige Bestätigungsleistungen, Steuerberatungsleistungen und sonstige darüber hinausgehende Leistungen wurde von der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft 1 Mio. € berechnet. Die Abschlussprüfungsleistungen beinhalten vor allem die Honorare für die prüferische Durchsicht des Konzernzwischenabschlusses, die Konzernabschlussprüfung sowie die Prüfung der Einzelabschlüsse der Bertelsmann SE & Co. KGaA und ihrer Tochterunternehmen. Die Honorare für sonstige Bestätigungsleistungen umfassen im Wesentlichen gesetzliche vorgeschriebene oder freiwillig beauftragte Bestätigungsleistungen durch den Abschlussprüfer. Die Honorare für sonstige Leistungen umfassen hauptsächlich Honorare für projektbezogene Beratungsleistungen.

Die Anzahl der Mitarbeiter zum 31. Dezember 2017 und im Jahresdurchschnitt zeigt die folgende Tabelle:

Mitarbeiteranzahl

Mitarbeiteranzahl (Bilanzstichtag) Mitarbeiteranzahl (Durchschnitt)
RTL Group 12.376 12.433
Penguin Random House 10.615 10.646
Gruner + Jahr 10.551 10.820
BMG 733 692
Arvato 72.931 71.613
Bertelsmann Printing Group 8.261 8.366
Bertelsmann Education Group 1.639 1.633
Bertelsmann Investments 29 29
Corporate 1.954 2.562
Summe 119.089 118.794

32 Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns

Die persönlich haftende Gesellschafterin Bertelsmann Management SE und der Aufsichtsrat der Bertelsmann SE & Co. KGaA schlagen der Hauptversammlung vor, den Bilanzgewinn der Bertelsmann SE & Co. KGaA von 665 Mio. € wie folgt zu verwenden:

Bilanzgewinn der Bertelsmann SE & Co. KGaA

in Mio. €
Bilanzgewinn 665
Dividende an die Aktionäre -180
Vortrag auf neue Rechnung 485

Die Dividende je Stammaktie beträgt somit 2.149 €.

Die persönlich haftende Gesellschafterin Bertelsmann Management SE hat den Konzernabschluss am 9. März 2018 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat der Bertelsmann SE & Co. KGaA freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt.

 

Gütersloh, den 9. März 2018

Bertelsmann SE & Co. KGaA
vertreten durch Bertelsmann Management SE
die persönlich haftende Gesellschafterin

Der Vorstand

Dr. Thomas Rabe

Markus Dohle

Dr. Immanuel Hermreck

Bernd Hirsch

Anke Schäferkordt

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Bertelsmann-Konzerns sowie der Bertelsmann SE & Co. KGaA so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Bertelsmann-Konzerns bzw. der Bertelsmann SE & Co. KGaA beschrieben sind.

 

Gütersloh, den 9. März 2018

Bertelsmann SE & Co. KGaA
vertreten durch Bertelsmann Management SE
die persönlich haftende Gesellschafterin

Der Vorstand

Dr. Thomas Rabe

Markus Dohle

Dr. Immanuel Hermreck

Bernd Hirsch

Anke Schäferkordt

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Bertelsmann SE & Co. KGaA, Gütersloh

Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Bertelsmann SE & Co. KGaA, Gütersloh, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2017, der Gewinn- und Verlustrechnung, der Gesamtergebnisrechnung, der Kapitalflussrechnung und der Eigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017 sowie dem Anhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Bertelsmann SE & Co. KGaA, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, einschließlich der nichtfinanziellen Erklärung nach § 289b Abs. 1 HGB und § 315b Abs. 1 HGB für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2017 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Konzernabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Aus unserer Sicht waren folgende Sachverhalte am bedeutsamsten in unserer Prüfung:

(1) Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte

(2) Werthaltigkeit der Anteile an assoziierten Unternehmen

(3) Pensionsrückstellungen

(4) Vollkonsolidierung Groupe M6

(5) Anteilsaufstockung an Penguin Random House

Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir jeweils wie folgt strukturiert:

[1] Sachverhalt und Problemstellung

[2] Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

[3] Verweis auf weitergehende Informationen

Nachfolgend stellen wir die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:

(1) Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte

[1] Sachverhalt und Problemstellung

In dem Konzernabschluss der Gesellschaft werden Geschäfts- oder Firmenwerte mit einem Betrag von insgesamt € 8,1 Mrd. (34,1% der Konzernbilanzsumme bzw. 88,7% des Konzerneigenkapitals) ausgewiesen. Geschäfts- oder Firmenwerte werden einmal jährlich zum 31. Dezember des jeweiligen Geschäftsjahres oder anlassbezogen von der Gesellschaft einem Werthaltigkeitstest unterzogen, um einen möglichen Abschreibungsbedarf zu ermitteln. Der Werthaltigkeitstest erfolgt auf Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen der jeweilige Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist. Im Rahmen des Werthaltigkeitstests wird der Buchwert des jeweiligen Geschäfts- oder Firmenwerts dem entsprechenden erzielbaren Betrag gegenübergestellt. Die Ermittlung des erzielbaren Betrags erfolgt zunächst auf Basis des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Kosten der Veräußerung. Übersteigt dieser bereits den Buchwert, so wird auf die Berechnung eines Nutzungswertes verzichtet. Da in der Regel keine Preise aus aktiven Märkten (Ausnahme: Börsenkurs der RTL Group und Groupe M6) oder vergleichbaren Transaktionen aus der jüngeren Vergangenheit für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten vorliegen, wird der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten im Allgemeinen wie der Nutzungswert mittels Discounted-Cash-Flow Modellen (DCF) ermittelt.

Dabei bildet die verabschiedete Planung des Konzerns den Ausgangspunkt für grundsätzlich fünf Detailplanungsperioden, die mit Annahmen über langfristige Wachstumsraten fortgeschrieben werden. Hierbei werden auch Erwartungen über die zukünftige Marktentwicklung und Annahmen über die Entwicklung makroökonomischer Einflussfaktoren berücksichtigt.

Die Diskontierung erfolgt mittels der gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten ("Weighted Average Cost of Capital", "WACC") der jeweiligen Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, die auf geschäftsspezifischen Gruppen vergleichbarer Unternehmen basieren und unter Berücksichtigung von Länderrisikozuschlägen ermittelt werden.

Als Ergebnis des Werthaltigkeitstests kam es auch nach Berücksichtigung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Kosten der Veräußerung lediglich bei der Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten "Gruner + Jahr International" zu Wertminderungen von insgesamt € 30,2 Mio.

Das Ergebnis dieser Bewertung ist in hohem Maße von der Einschätzung der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich der künftigen Zahlungsmittelzuflüsse der jeweiligen Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, des verwendeten Diskontierungssatzes, der Wachstumsrate sowie weiteren Annahmen abhängig und dadurch mit einer erheblichen Unsicherheit behaftet. Vor diesem Hintergrund und aufgrund der Komplexität der Bewertung war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.

[2] Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter anderem das methodische Vorgehen zur Durchführung des Werthaltigkeitstests nachvollzogen. Nach Abgleich der bei der Berechnung verwendeten künftigen Zahlungsmittelzuflüsse mit der vom Vorstand verabschiedeten und vom Aufsichtsrat genehmigten Planung des Konzerns haben wir die Angemessenheit der Berechnung insbesondere durch Abstimmung mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen beurteilt. Zudem haben wir auch die sachgerechte Berücksichtigung der Kosten von Konzernfunktionen beurteilt. Mit der Kenntnis, dass bereits relativ kleine Veränderungen des verwendeten Diskontierungszinssatzes wesentliche Auswirkungen auf die Höhe des auf diese Weise ermittelten Unternehmenswerts haben können, haben wir uns intensiv mit den bei der Bestimmung des verwendeten Diskontierungszinssatzes herangezogenen Parametern beschäftigt, die ermittelten spezifischen durchschnittlichen Kapitalkosten gewürdigt und das Berechnungsschema nachvollzogen.

Um den bestehenden Prognoseunsicherheiten Rechnung zu tragen haben wir die von der Gesellschaft erstellten Sensitivitätsanalysen nachvollzogen und eigene Sensitivitätsanalysen für die Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten mit geringer Überdeckung (Buchwert im Vergleich zum erzielbaren Betrag) durchgeführt.

Für Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, bei denen eine für möglich gehaltene Änderung einer Annahme zu einem erzielbaren Betrag unterhalb des Buchwerts der jeweiligen Geschäfts- oder Firmenwerte führen würde, haben wir uns davon vergewissert, dass die erforderlichen Anhangangaben gemacht wurden.

Die Werthaltigkeit der Geschäfts- und Firmenwerte der RTL Group und der Groupe M6 haben wir anhand der Börsenbewertung zum Bilanzstichtag beurteilt.

Die von den gesetzlichen Vertretern angewandten Bewertungsparameter und -annahmen stimmen insgesamt mit unseren Erwartungen überein und liegen innerhalb vertretbarer Bandbreiten.

[3] Verweis auf weitergehende Informationen

Die Angaben der Gesellschaft zu den bilanzierten Geschäfts- und Firmenwerten sind in Abschnitt 10 des Anhangs zum Konzernabschluss enthalten.

(2) Werthaltigkeit der Anteile an assoziierten Unternehmen

[1] Sachverhalt und Problemstellung

In den im Konzernabschluss der Gesellschaft ausgewiesenen Anteilen an at-equity bilanzierten Beteiligungen sind € 0,9 Mrd. Anteile an assoziierten Unternehmen enthalten.

Für Anteile an assoziierten Unternehmen wird in einem ersten Schritt der Anteil des Investors am Wertminderungsaufwand für die Vermögenswerte des assoziierten Unternehmens angepasst um die Effekte aus der Fair Value-Bewertung aus der Erstbilanzierung erfasst. Darüber hinaus werden die Anteile an assoziierten Unternehmen anlassbezogen von der Gesellschaft einem Werthaltigkeitstest unterzogen, um einen möglichen zusätzlichen Abschreibungsbedarf zu ermitteln. Dazu wird im Rahmen des Werthaltigkeitstests der Buchwert des jeweiligen Anteils am assoziierten Unternehmen dem entsprechenden erzielbaren Betrag gegenübergestellt. Die Ermittlung des erzielbaren Betrags erfolgt auf Basis des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Kosten der Veräußerung. Da mit Ausnahme von Atresmedia keine Preise aus aktiven Märkten oder vergleichbaren Transaktionen aus der jüngeren Vergangenheit für die Anteile an assoziierten Unternehmen vorliegen, wird der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten im Allgemeinen wie der Nutzungswert mittels Discounted-Cash-Flow Modellen (DCF) ermittelt.

Dabei bildet die Planung des assoziierten Unternehmens den Ausgangspunkt. Je nach Unternehmen liegen Detailplanungszeiträume zwischen 5 und 10 Jahren vor. In den Planungen des assoziierten Unternehmens sind auch Erwartungen über die zukünftige Marktentwicklung und Annahmen über die Entwicklung makroökonomischer Einflussfaktoren berücksichtigt. Die Diskontierung erfolgt mittels der gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten.

Für den aus Konzernsicht wesentlichen Anteil an Atresmedia wird der beizulegende Zeitwert aus der Börsennotierung abgeleitet.

Als Ergebnis des Werthaltigkeitstests kam es auch nach Berücksichtigung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Kosten der Veräußerung bei den assoziierten Unternehmen HotChalk, Editora Schwarcz, Affero Lab und Squawka zu Wertminderungen von insgesamt € 50,5 Mio.

Das Ergebnis dieser Bewertung ist in hohem Maße von der Einschätzung der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich der künftigen Zahlungsmittelzuflüsse der jeweiligen assoziierten Unternehmen, des verwendeten Diskontierungssatzes, der Wachstumsrate sowie weiteren Annahmen abhängig und dadurch mit einer erheblichen Unsicherheit behaftet. Vor diesem Hintergrund und aufgrund der Komplexität der Bewertung war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.

[2] Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter anderem das methodische Vorgehen zur Durchführung des Werthaltigkeitstests nachvollzogen. Nach Abgleich der bei der Berechnung verwendeten künftigen Zahlungsmittelzuflüsse mit der Planung für das assoziierten Unternehmen haben wir die Angemessenheit der Berechnung insbesondere durch Abstimmung mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen beurteilt. Mit der Kenntnis, dass bereits relativ kleine Veränderungen des verwendeten Diskontierungszinssatzes wesentliche Auswirkungen auf die Höhe des auf diese Weise ermittelten erzielbaren Ertrags haben können, haben wir uns intensiv mit den bei der Bestimmung des verwendeten Diskontierungszinssatzes herangezogenen Parametern beschäftigt und das Berechnungsschema nachvollzogen.

Um den bestehenden Prognoseunsicherheiten Rechnung zu tragen haben wir die von der Gesellschaft erstellten Sensitivitätsanalysen nachvollzogen und eigene Sensitivitätsanalysen für die Anteile an assoziierten Unternehmen mit geringer Überdeckung (Buchwert im Vergleich zum erzielbaren Betrag) durchgeführt. Dabei haben wir festgestellt, dass die jeweiligen Buchwerte der Beteiligungen unter Berücksichtigung der verfügbaren Informationen ausreichend durch die diskontierten künftigen Zahlungsmittelüberschüsse gedeckt sind.

Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der Anteile an Atresmedia haben wir anhand der Börsennotierung zum Bilanzstichtag nachvollzogen und festgestellt, dass der Buchwert der Beteiligung ausreichend gedeckt ist.

Die von den gesetzlichen Vertretern angewandten Bewertungsparameter und -annahmen stimmen insgesamt mit unseren Erwartungen überein und liegen innerhalb vertretbarer Bandbreiten.

[3] Verweis auf weitergehende Informationen

Die Angaben der Gesellschaft zu den bilanzierten Anteilen an assoziierten Unternehmen sind in Abschnitt 12 des Anhangs zum Konzernabschluss enthalten.

(3) Pensionsrückstellungen

[1] Sachverhalt und Problemstellung

In dem Konzernabschluss der Gesellschaft werden unter dem Bilanzposten "Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen" insgesamt € 1,7 Mrd. ausgewiesen. Die Pensionsrückstellungen setzen sich aus den Verpflichtungen aus leistungsorientierten Versorgungsplänen in Höhe von € 4,2 Mrd., dem Planvermögen in Höhe von € 2,6 Mrd. sowie weiteren pensionsähnlichen Verpflichtungen von € 0,1 Mrd. zusammen. Der überwiegende Anteil entfällt mit € 3,2 Mrd. auf Altersversorgungszusagen aus Deutschland. Die übrigen Verpflichtungen entfallen im Wesentlichen auf Großbritannien und die USA, wobei in den USA in geringem Maße Verpflichtungen aus Plänen zur medizinischen Versorgung bestehen. Die Bewertung der Verpflichtungen aus leistungsorientierten Versorgungsplänen erfolgt nach der Methode der laufenden Einmalprämien (Projected Unit Credit Method). Dabei sind insbesondere Annahmen über die zukünftigen Gehalts- und Rentensteigerungen, die durchschnittliche Lebenserwartung (Biometrie) und die Fluktuation zu treffen. Ferner ist zu jedem Bilanzstichtag der Abzinsungssatz aus der Rendite hochwertiger, währungskongruenter Unternehmensanleihen mit Laufzeiten, die mit den voraussichtlichen Fristigkeiten der Verpflichtungen übereinstimmen, abzuleiten. Die Bewertung des Planvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, der wiederum mit Schätzungsunsicherheiten behaftet sein kann. Ein hoher Anteil des Planvermögens wird durch den Bertelsmann Pension Trust e.V. treuhänderisch im Rahmen eines Contractual Trust Arrangement ("CTA") für Pensionszusagen der Bertelsmann SE & Co. KGaA und einige deutsche Tochterunternehmen verwaltet.

Aus unserer Sicht waren diese Sachverhalte im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung, da der Ansatz und die Bewertung dieses betragsmäßig bedeutsamen Postens in einem wesentlichen Maß auf Einschätzungen und Annahmen der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft basieren.

[2] Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter anderem die eingeholten versicherungsmathematischen Gutachten und die fachliche Qualifikation der externen Gutachter gewürdigt. Ferner haben wir uns unter anderem mit den spezifischen Besonderheiten der versicherungsmathematischen Berechnungen befasst und das Mengengerüst, die versicherungsmathematischen Parameter, sowie das den Bewertungen zugrundeliegende Bewertungsverfahren auf Standardkonformität und Angemessenheit überprüft. Zudem wurden auf Basis der versicherungsmathematischen Gutachten die Verpflichtungsentwicklung sowie die Kostenkomponenten vor dem Hintergrund der eingetretenen Änderungen in den Bewertungsparametern sowie den Veränderungen im Mengengerüst analysiert und plausibilisiert. Für die Prüfung des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens haben wir für die im Planvermögen enthaltenen Fondsanteile entsprechende Bankbestätigungen eingeholt. Des Weiteren haben wir die beizulegenden Zeitwerte der im Planvermögen enthaltenen Vermögenswerte in angemessenen Stichproben mit den jeweiligen Marktpreisen verglichen.

Auf Basis unserer Prüfungshandlungen konnten wir uns davon überzeugen, dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen hinreichend dokumentiert und begründet sind, um den Ansatz und die Bewertung der betragsmäßig bedeutsamen Pensionsrückstellungen zu rechtfertigen.

[3] Verweis auf weitergehende Informationen

Die Angaben der Gesellschaft zu den Pensionsrückstellungen sind in Abschnitt 19 des Anhangs zum Konzernabschluss enthalten.

(4) Vollkonsolidierung Groupe M6

[1] Sachverhalt und Problemstellung

Der Konzern hält über sein Tochterunternehmen der RTL Group weniger als 50 % der Stimmrechte an der Groupe M6. Die Groupe M6 wird im Konzernabschluss konsolidiert und trägt sowohl hinsichtlich der Umsatzerlöse als auch der Vermögenswerte einen nicht unwesentlichen Teil zum Konzernabschluss der Bertelsmann SE & Co. KGaA bei. Die gesetzlichen Vertreter berücksichtigen bei der Einschätzung, ob ein Kontrollverhältnis besteht unter anderem, dass andere Anteilsscheine der Groupe M6 weit gestreut sind und die anderen nicht beherrschenden Anteilseigner ihre Interessen in keiner Weise so organisiert haben, dass eine vom Konzern abweichende Stimmrechtsausübung beabsichtigt ist.

Daher sind die gesetzlichen Vertreter der Bertelsmann SE & Co. KGaA der Auffassung, dass eine de facto Kontrolle über die Groupe M6 besteht und die Groupe M6 im Wege der Konsolidierung in den Konzernabschluss einzubeziehen ist. Da diese Einschätzung in einem hohen Maße mit Ermessen verbunden ist, war dieser Sachverhalt von besonderer Bedeutung für unsere Prüfung.

[2] Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

Im Rahmen unserer Prüfung haben wir uns unter anderem mit den Führungsstrukturen der Groupe M6 befasst. Dabei haben wir vor allem die Vorschriften zur Bestellung und Abberufung der Mitglieder des "Conseil de surveillance" der Groupe M6 sowie die Entscheidungsbefugnisse beurteilt, welche die RTL Group als Konzernunternehmen der Bertelsmann SE & Co. KGaA über die Groupe M6 durch die Präsenz im "Conseil de surveillance" ausüben kann.

Der Umfang der von der RTL Group ausübbaren Stimmrechte in Relation zu den Stimmrechten der anderen Anteilseigner sowie das Abstimmungsverhalten vergangener Hauptversammlungen waren ebenfalls Gegenstand unserer Beurteilungen. Darüber hinaus haben wir untersucht, ob weitere Rechte aus vertraglichen Vereinbarungen bestehen.

Aus unserer Sicht ist die Einschätzung der gesetzlichen Vertreter hinreichend begründet und dokumentiert.

[3] Verweis auf weitergehende Informationen

Die Angaben des Konzerns zur Einschätzung der Kontrolle über die Groupe M6 sind im Konzernanhang des Konzernabschlusses im Bereich "Wesentliche Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen" enthalten.

(5) Anteilsaufstockung an Penguin Random House

[1] Sachverhalt und Problemstellung

Im Geschäftsjahr hat die Gesellschaft ihre Anteile an der Buchverlagsgruppe Penguin Random House um 22% auf 75% erhöht. Die Transaktion umfasst in einem ersten Schritt vor dem Erwerb der Anteile die Gewährung eines Darlehens durch Bertelsmann an Penguin Random House, welche für Dividendenzahlungen an die beiden Gesellschafter verwendet wurde. In einem zweiten Schritt erfolgte der Erwerb von 22% der Anteile an Penguin Random House vom Minderheitsgesellschafter Pearson plc, London. Insgesamt führen die Dividendenzahlungen und die Kaufpreiszahlung an Pearson plc, London aus Sicht des Konzerns zu einem Zahlungsmittelabfluss von € 0,9 Mrd. im Geschäftsjahr 2017. Die Differenz aus den bis zum Erwerbszeitpunkt im Konzerneigenkapital erfassten Anteile der nichtbeherrschenden Gesellschafter (22%) i.H.v. € 233 Mio. und der übertragenen Gegenleistung inkl. Transaktionsnebenkosten i.H.v. € 509 Mio. wurde in Übereinstimmung mit IFRS 10 im Eigenkapital erfasst (Eigenkapitaltransaktion). Insgesamt verminderte sich die Höhe des auf die Bertelsmann-Aktionäre entfallenden Konzerneigenkapitals einschließlich der Umgliederung von OCI-Posten um € 275 Mio.

Im Zusammenhang mit der Aufstockung der Anteile auf 75% werden die US-amerikanischen Einheiten der Buchverlagsgruppe Penguin Random House in die US-amerikanische Tax Group von Bertelsmann einbezogen.

Aus unserer Sicht war dieser Sachverhalt aufgrund der Größenordnung der Transaktion und der wesentlichen Auswirkungen auf die Liquidität, die Eigenkapitalposten und die Steuerposition des Konzerns von besonderer Bedeutung für unsere Prüfung.

[2] Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

Im Hinblick auf die Abbildung des Erwerbs der Anteile nichtbeherrschender Gesellschafter an Penguin Random House haben wir uns im Rahmen unserer Prüfung zunächst ein Verständnis von den vertraglichen Grundlagen verschafft und die bilanzielle Würdigung sowie steuerlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter beurteilt. Dabei haben wir auch die von der Gesellschaft eingeholten steuerlichen Gutachten Dritter gewürdigt.

Wir haben zudem die Ermittlung des Zahlungsmittelabflusses aus Sicht des Konzerns anhand der zugrunde liegenden Unterlagen nachvollzogen und seine Auswirkungen auf die Kapitalflussrechnung gewürdigt. Außerdem haben wir den Betrag der auszubuchenden Anteile der nicht-beherrschenden Gesellschafter und der übertragenen Gegenleistung sowie die Darstellung im Eigenkapitalspiegel beurteilt.

Im Rahmen unserer Prüfung haben wir beurteilt, ob die Voraussetzungen des erstmaligen Einbezugs in die US-amerikanische Tax Group von Bertelsmann vorlagen und haben die Auswirkungen der laufenden und latenten Steuereffekte nachvollzogen. Weiterhin haben wir die Werthaltigkeit der aktiven latenten Steuern auf die abzugsfähigen temporären Differenzen auf Basis unternehmensinterner Prognosen über die zukünftige Ertragssituation beurteilt und die Angemessenheit der zugrunde liegenden Einschätzungen und Annahmen gewürdigt.

Auf Basis unserer Prüfungshandlungen konnten wir uns davon überzeugen, dass der Erwerb von Anteilen der nichtbeherrschenden Gesellschafter der Penguin Random House sachgerecht abgebildet wurde.

[3] Verweis auf weitergehende Informationen

Die Angaben der Gesellschaft zum Erwerb der Anteile der nicht-beherrschenden Gesellschafter und deren Auswirkungen auf die Konzerneigenkapitalposten sind in Abschnitt 12 "Anteile an anderen Unternehmen" des Anhangs zum Konzernabschluss enthalten.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen den Geschäftsbericht - ohne weitergehende Querverweise auf externe Informationen - mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses, des geprüften Konzernlageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zum Konzernlagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 12. Mai 2017 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 30. August 2017 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2011 als Konzernabschlussprüfer der Bertelsmann SE & Co. KGaA, Gütersloh, tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Christian Landau.

 

Bielefeld, den 12. März 2018

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Werner Ballhaus, Wirtschaftsprüfer

Christian Landau, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionäre,

die Expansion der Weltwirtschaft hat sich im Berichtsjahr 2017 spürbar beschleunigt. Die für die Bertelsmann-Geschäfte relevanten Märkte entwickelten sich hingegen uneinheitlich. So verzeichneten die TV-Werbemärkte eine überwiegend stabile Entwicklung in Deutschland, Frankreich und Spanien, jedoch deutliche Rückgänge in den Niederlanden und Belgien. Die relevanten Märkte für gedruckte Bücher entwickelten sich im englisch- und spanischsprachigen Raum stabil bis leicht wachsend und verzeichneten im deutschsprachigen Raum einen leichten Rückgang. In den USA und Großbritannien gingen die Verlagsumsätze mit E-Books zurück, während die Märkte für Audio-Downloads stark wuchsen. Die Zeitschriftenmärkte in Deutschland und Frankreich waren durch deutlich bis stark rückläufige Anzeigen- und Vertriebsmärkte gekennzeichnet, die relevanten Digitalmärkte verzeichneten hingegen starkes Wachstum. Anhaltend positiv entwickelten sich sowohl die Musikmärkte für Verlags- und Recordingrechte als auch die relevanten Dienstleistungsmärkte, die jeweils moderates bis deutliches Wachstum verzeichneten. Die europäischen Offsetdruckmärkte blieben insgesamt stabil, während die Tiefdruckmärkte erneut von deutlichen Rückgängen geprägt waren. Die für Bertelsmann relevanten Bildungsmärkte in den Bereichen E-Learning, Bildungsdienstleistungen und Hochschulbildung wuchsen insgesamt erneut stark. In diesem heterogenen Marktumfeld erzielte der Bertelsmann-Konzern bei einem weiter verbesserten organischen Umsatzwachstum einen erneuten Anstieg des operativen Ergebnisses. Der Anteil der Wachstumsgeschäfte am Konzernumsatz nahm im Geschäftsjahr 2017 weiter zu.

Der Aufsichtsrat der Bertelsmann SE & Co. KGaA hat auch im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung übertragenen Aufgaben mit großer Sorgfalt wahrgenommen. Er hat die persönlich haftende Gesellschafterin, die Bertelsmann Management SE, die durch ihren Vorstand vertreten wird, bei der ihr obliegenden Leitung und Führung der Geschäfte des Unternehmens beraten und überwacht. Gegenstand dieses Berichts ist die Tätigkeit des Aufsichtsrats der Bertelsmann SE & Co. KGaA. Die Tätigkeit des Aufsichtsrats der Bertelsmann Management SE, des Aufsichtsrats der persönlich haftenden Gesellschafterin der Bertelsmann SE & Co. KGaA, ist nicht Gegenstand der Berichterstattung.

Beratung und Überwachung des Vorstands der Bertelsmann Management SE

Im Rahmen seiner Beratungs- und Überwachungstätigkeit war der Aufsichtsrat der Bertelsmann SE & Co. KGaA in die für das Unternehmen bedeutsamen Entscheidungen und Geschäftsvorgänge unmittelbar und frühzeitig eingebunden und hat diese auf Basis der Berichte des Vorstands ausführlich erörtert und eingehend geprüft.

Der Aufsichtsrat wurde von der persönlich haftenden Gesellschafterin, vertreten durch den Vorstand der Bertelsmann Management SE, regelmäßig sowohl in schriftlicher als auch in mündlicher Form zeitnah und umfassend über alle für die Bertelsmann SE & Co. KGaA bedeutsamen Fragen der Strategie, der Planung, des Geschäftsverlaufs, der beabsichtigten Geschäftspolitik und andere grundsätzliche Fragen der Geschäftsführung informiert. In den Sitzungen des Aufsichtsrats standen zahlreiche Sachthemen und Vorhaben zur Diskussion an. Die Berichterstattung des Vorstands umfasste unter anderem die Lage und Entwicklung des Unternehmens, vor allem die aktuelle Geschäfts- und Finanzlage, sowie wesentliche Geschäftsvorfälle, insbesondere größere Investitions- und Desinvestitionsvorhaben. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den festgelegten Plänen und Zielen wurden dem Aufsichtsrat im Einzelnen erläutert und vom Aufsichtsrat anhand der vorgelegten Unterlagen geprüft. Der Aufsichtsrat hat sich regelmäßig über die Entwicklung der Finanzschulden informieren lassen. Weiteres Augenmerk des Aufsichtsrats galt der Risikolage sowie dem Risikomanagement. Das interne Kontrollsystem, das Risikomanagementsystem und das interne Revisionssystem waren Gegenstand regelmäßiger Berichterstattungen und Erörterungen. Entsprechendes gilt für die Entwicklung der Corporate Governance und der Compliance bei Bertelsmann. Über die Corporate Governance und die Compliance bei Bertelsmann berichten Vorstand und Aufsichtsrat gemeinsam auf den Seiten 136-138.

Aufsichtsratsplenum

Gegenstand regelmäßiger Beratungen im Plenum des Aufsichtsrats der Bertelsmann SE & Co. KGaA waren die Berichte des Vorstands zur aktuellen Geschäfts- und Finanzlage des Konzerns und der einzelnen Unternehmensbereiche sowie die Berichterstattung über die Konzernplanung und wesentliche Geschäftsvorfälle, insbesondere größere Investitions- bzw. Desinvestitionsvorhaben. Der Aufsichtsratsvorsitzende, der zugleich auch Vorsitzender des Aufsichtsrats der Bertelsmann Management SE ist, berichtete im Aufsichtsratsplenum regelmäßig und ausführlich über die Themen und den Verlauf der Erörterungen im Aufsichtsrat der Bertelsmann Management SE. Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand in seinen Sitzungen regelmäßig über den Stand der Umsetzung der Konzernstrategie auf dem Laufenden gehalten. In einer ganztägigen Klausur hat der Aufsichtsrat der Bertelsmann SE & Co. KGaA gemeinsam mit dem Vorstand der Bertelsmann Management SE grundsätzliche Fragen der strategischen Konzernentwicklung erörtert. Soweit in Gesetz, Satzung oder Geschäftsordnung vorgesehen, fasste das Plenum die notwendigen Beschlüsse. Im Geschäftsjahr 2017 kam der Aufsichtsrat zu vier Sitzungen und zu einer gemeinsam mit dem Vorstand durchgeführten Strategieklausur zusammen.

In der ersten Sitzung des Aufsichtsrats am 26. Januar 2017 stand neben dem Bericht über die aktuelle Geschäfts- und Finanzlage die Erörterung und Beschlussfassung über das Konzernbudget 2017 im Mittelpunkt. Daneben befasste sich der Aufsichtsrat mit den Ergebnissen der 2016 durchgeführten Evaluation seiner Arbeit. Damit sind die Anforderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex und seiner Geschäftsordnung nach einer regelmäßig durchzuführenden Evaluation erfüllt. Die Ergebnisse der Evaluation, mit denen sich der Aufsichtsrat in der Sitzung befasste, lassen auf eine sehr gute und konstruktiv-kritische Zusammenarbeit und Dialogkultur schließen. Ein grundsätzlicher Handlungs- und Veränderungsbedarf kam nicht zutage. Einzelne Anregungen werden umgesetzt.

In der darauffolgenden Sitzung am 22. März 2017 berichtete der Vorstand insbesondere über die aktuelle Geschäftslage und den Stand der Umsetzung der Konzernstrategie. Weiterer Tagesordnungspunkt war der Jahres- und Konzernabschluss 2016. Auf Empfehlung des Prüfungsausschusses und nach Erörterung mit dem Abschlussprüfer PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (PwC) billigte der Aufsichtsrat den Jahres- und Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2016 sowie den zusammengefassten Lagebericht der Bertelsmann SE & Co. KGaA. Auch der Gewinnverwendungsvorschlag der persönlich haftenden Gesellschafterin wurde gebilligt. Darüber hinaus ist der Aufsichtsrat der Wahlempfehlung des Prüfungs- und Finanzausschusses für den Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2017 und den Prüfer des Halbjahresfinanzberichts gefolgt und hat über seinen entsprechenden Vorschlag an die Hauptversammlung beschlossen. Im Rahmen eines Schwerpunktberichts befasste sich der Aufsichtsrat in dieser Sitzung auch mit den Ergebnissen der 2016 im Konzern weltweit durchgeführten Mitarbeiterbefragung.

Im Rahmen der zweitägigen Sommersitzung des Aufsichtsrats am 12. und 13. Juli 2017 fand wie üblich der jährliche gemeinsame Strategiedialog zwischen Vorstand und Aufsichtsrat statt. Der Aufsichtsrat konnte sich zunächst ein aktuelles Bild vom Stand der Strategieumsetzung und den seit dem letzten Strategiedialog erzielten Fortschritten bei der Transformation des Konzernportfolios machen, mit dem Ziel, den Konzern wachstumsstärker, digitaler, internationaler und diversifizierter aufzustellen. Zudem befasste sich der Aufsichtsrat schwerpunktmäßig mit datenbasierten Geschäftspotenzialen, innovativen Konzerngeschäften sowie mit dem Thema Automatisierung und künstliche Intelligenz. Der Aufsichtsrat diskutierte ferner die weiterentwickelte Strategie zur Transformation des Konzerns und - darin eingebettet - die Personalstrategie. Die inhaltlichen Schwerpunkte der vier strategischen Stoßrichtungen bleiben klar definiert: Stärkung der Kerngeschäfte, digitale Transformation, Ausbau der Wachstumsplattformen und der Geschäfte in den Wachstumsregionen. Bertelsmann steht auf drei Säulen: Medien, Dienstleistungen und Bildung. Die gegenwärtige Konzernstruktur mit acht Unternehmensbereichen ist Ausdruck der Strategie, das Konzernportfolio zu diversifizieren, und trägt dem Ziel Rechnung, die Kontinuität des Unternehmens nachhaltig zu sichern. Der Konzern generiert wieder ein verbessertes organisches Wachstum mit einem weiter zunehmenden Umsatzanteil der Wachstumsgeschäfte und einem Rückgang des Anteils der strukturell rückläufigen Geschäfte. Der Aufsichtsrat sieht den Konzern mit seiner breiten Aufstellung und seiner geringeren Konjunkturabhängigkeit in robuster Position und für die Herausforderungen der Zukunft gut aufgestellt.

In der letzten Aufsichtsratssitzung im Geschäftsjahr am 19. Oktober 2017 befasste sich der Aufsichtsrat noch einmal mit der Geschäfts- und Finanzlage des Konzerns und erhielt vom Vorstand einen Ausblick auf das Gesamtgeschäftsjahr. Ferner wurden die Themen Integritätsmanagement und künstliche Intelligenz behandelt. Schwerpunktmäßig befasste sich der Aufsichtsrat in der Sitzung mit der Video-on-Demand-Strategie der RTL Group.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats stand auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen in laufendem Kontakt mit dem Vorstand, insbesondere mit dem Vorstandsvorsitzenden, und hat sich über die aktuelle Geschäftslage und die wesentlichen Geschäftsvorfälle informiert. Es haben alle Aufsichtsratsmitglieder an mindestens der Hälfte der Aufsichtsratssitzungen teilgenommen. Potenzielle Interessenkonflikte im Aufsichtsrat sind nicht entstanden. Der Aufsichtsrat hat sich mit den Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex und deren Befolgung durch Bertelsmann befasst. Ein gemeinsamer Bericht von Aufsichtsrat und Vorstand der Bertelsmann Management SE zur Corporate Governance im Unternehmen ist auf den Seiten 136-138 dieses Geschäftsberichts zu finden. Als nicht börsennotiertes Unternehmen gibt Bertelsmann keine formelle Entsprechenserklärung nach § 161 des Aktiengesetzes ab.

Jahres- und Konzernabschlussprüfung für das Geschäftsjahr 2017

Die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt, hat den vom Vorstand der Bertelsmann Management SE aufgestellten Jahresabschluss und den Konzernabschluss sowie den Konzernlagebericht der Bertelsmann SE & Co. KGaA, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Jahresabschluss ist nach den Regeln des HGB aufgestellt worden; der Konzernabschluss der Bertelsmann SE & Co. KGaA wurde gemäß § 315a HGB auf der Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt. Der Prüfungs- und Finanzausschuss des Aufsichtsrats hatte entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung den Prüfungsauftrag an den Abschlussprüfer für die Jahresabschlussprüfung und die Konzernabschlussprüfung vergeben. Der Abschlussprüfer hat die Prüfung unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung vorgenommen. Aufgrund einer Erweiterung des Prüfungsauftrags ist vom Abschlussprüfer auch das Risikofrüherkennungssystem der Bertelsmann SE & Co. KGaA beurteilt und für im Sinne des § 91 Absatz 2 AktG geeignet befunden worden. Die vorläufigen Ergebnisse der Key Audit Matters wurden mit dem Abschlussprüfer in einer Videokonferenz am 8. März 2018 erörtert. Die Abschlussunterlagen sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers und die weiteren Abschlussunterlagen wurden allen Mitgliedern des Aufsichtsrats fristgemäß vor der Bilanzsitzung zugesandt. Der Abschlussprüfer hat am 20. März 2018 im Prüfungs- und Finanzausschuss sowie im Plenum des Aufsichtsrats jeweils an der Bilanzsitzung teilgenommen. Hierbei hat er umfangreich Bericht erstattet und stand für ergänzende Fragen und Auskünfte zur Verfügung. Er konnte bestätigen, dass im Rahmen der Abschlussprüfung keine wesentlichen Schwächen des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems festgestellt wurden. Der Prüfungs- und Finanzausschuss hat die Abschlussunterlagen und die Prüfungsberichte intensiv diskutiert. Das Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer wurde sorgfältig bei der eigenen Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses herangezogen. Der Prüfungs- und Finanzausschuss befasste sich auch eingehend mit der Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit und Zweckmäßigkeit der erstmals erstellten nichtfinanziellen Berichterstattung des Vorstands durch eine zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung als gesonderter Teil des Lageberichts. Der Prüfungs- und Finanzausschuss hat dem Plenum über die Prüfung des Jahresabschlusses bzw. Konzernabschlusses, der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung sowie der Prüfungsberichte in dessen Sitzung ausführlich berichtet.

Das Plenum des Aufsichtsrats hat am 20. März 2018 unter Berücksichtigung der Empfehlung des Prüfungs- und Finanzausschusses und des Prüfungsberichts des Abschlussprüfers sowie nach weiterer Diskussion mit dem Abschlussprüfer den Jahresabschluss und den Konzernabschluss sowie den zusammengefassten Lagebericht intensiv geprüft und eingehend erörtert. Der Aufsichtsrat stimmte dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu. Der Aufsichtsrat folgte damit der entsprechenden Empfehlung des Prüfungs- und Finanzausschusses und erhob nach dem abschließenden Ergebnis der eigenen Prüfung des Jahresabschlusses bzw. Konzernabschlusses sowie des zusammengefassten Lageberichts keine Einwendungen. Die vom Vorstand der Bertelsmann Management SE aufgestellten Abschlüsse wurden gebilligt. Der Aufsichtsrat hat sich ferner selbst mit der Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit und Zweckmäßigkeit der erstmals erstellten nichtfinanziellen Berichterstattung des Vorstands durch eine zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung als gesonderter Teil des Lageberichts befasst und entsprechend der Empfehlung des Prüfungs- und Finanzausschusses hiergegen keine Einwendungen erhoben. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat den Bericht des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung sowie den Corporate Governance Bericht wie auch seine Beschlussvorschläge zu den Tagesordnungspunkten der ordentlichen Hauptversammlung am 14. Mai 2018 verabschiedet. Der Aufsichtsrat hat ferner den Vorschlag des Vorstands der Bertelsmann Management SE zur Höhe der Verwendung des Bilanzgewinns an die Aktionäre geprüft und sich diesem angeschlossen. Die vom Vorstand der Bertelsmann Management SE vorgeschlagene Gewinnausschüttung ist nach Ansicht des Aufsichtsrats angesichts der Höhe des Konzerngewinns und unter Berücksichtigung des konjunkturellen Umfelds, der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens sowie der Interessen der Aktionäre angemessen.

Prüfungs- und Finanzausschuss des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat der Bertelsmann SE & Co. KGaA hat zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben im Rahmen seines Verantwortungsbereichs einen Prüfungs- und Finanzausschuss eingerichtet. Der Prüfungs- und Finanzausschuss hat vier Mitglieder, wobei der Aufsichtsratsvorsitzende nicht den Vorsitz dieses Ausschusses innehat. Vorsitzender des Prüfungs- und Finanzausschusses ist Bodo Uebber.

Entsprechend der Vorgabe des Deutschen Corporate Governance Kodex ist der Vorsitzende des Prüfungs- und Finanzausschusses unabhängig im Sinne der Kodex-Anforderungen und verfügt über besondere Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren. Die Mitglieder des Prüfungs- und Finanzausschusses sind in ihrer Gesamtheit mit dem Sektor, in dem die Bertelsmann SE & Co. KGaA tätig ist, vertraut.

Der Prüfungs- und Finanzausschuss erörterte im Rahmen der ihm zugewiesenen Aufgaben im Berichtsjahr insbesondere Fragen der Unternehmensfinanzierung, der Finanzplanung und der Steuerpolitik sowie einzelne negative Planabweichungen des Geschäftsverlaufs von Konzerngeschäften. Ferner befasste sich der Ausschuss eingehend mit der Rechnungslegung und dem Rechnungslegungsprozess und er überwachte die Wirksamkeit und Funktionsfähigkeit des Risikoüberwachungs- und Risikomanagementsystems, des internen Kontrollsystems sowie des internen Revisionssystems. Er hat sich hierzu auch vom Leiter der Konzernrevision regelmäßig Bericht erstatten lassen. Der Ausschuss befasste sich ferner mit Fragen der Compliance, insbesondere mit der Wirksamkeit und Funktionsfähigkeit des Compliance-Management-Systems. Des Weiteren widmete sich der Prüfungs- und Finanzausschuss eingehend der Umsetzung des Abschlussprüfungsreformgesetzes, dem Thema Cyber Security sowie der EU-Datenschutzgrundverordnung bei Bertelsmann.

Im Fokus stand im Geschäftsjahr im Rahmen der Behandlung struktureller Themen unter anderem der Prozess der Abschlussprüfung. Dabei befasste sich der Prüfungs- und Finanzausschuss mit den Prüfungshandlungen und Prüfungstools des Abschlussprüfers, erörterte die voraussichtlichen Key Audit Matters und legte die Prüfungsschwerpunkte der Abschlussprüfung fest. Des Weiteren befasste sich der Ausschuss mit der künftigen nichtfinanziellen Berichterstattung und er wurde über die Umsetzung neuer IFRS-Standards bei Bertelsmann informiert. Der Prüfungs- und Finanzausschuss ließ sich auch über potenzielle Folgen eines Brexit für den Konzern berichten.

Einen weiteren Schwerpunkt bildete die Prüfung des Jahresabschlusses sowie des Konzernabschlusses (siehe oben Abschnitt "Jahres- und Konzernabschlussprüfung"). Die vorläufigen Ergebnisse der Konzern- und Jahresabschlussprüfung des Geschäftsjahres wurden vom Vorsitzenden des Prüfungs- und Finanzausschuss fortlaufend vor der Bilanzsitzung, die am 22. März 2017 stattfand, mit dem Abschlussprüfer eingehend diskutiert. Der Ausschuss befasste sich in diesem Zusammenhang auch mit der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers und den vom Abschlussprüfer zusätzlich erbrachten Leistungen. Es gab dabei keine Anhaltspunkte für Befangenheitsgründe oder eine Gefährdung der Unabhängigkeit. Der Halbjahresfinanzbericht 2017 wurde vor seiner Veröffentlichung am 30. August 2017 im Ausschuss ausführlich erörtert.

Der Prüfungs- und Finanzausschuss der Bertelsmann SE & Co. KGaA kam im Berichtsjahr 2017 zu vier Sitzungen zusammen. Der Vorsitzende des Prüfungs- und Finanzausschusses oder sein Vertreter informierte im Rahmen einer regelmäßigen Berichterstattung das Aufsichtsratsplenum kontinuierlich über die Arbeit des Ausschusses. Zu einzelnen Tagesordnungspunkten waren die Leiter von Fachabteilungen, wie beispielsweise der Bereiche Konzernrechnungswesen und Konzernsteuerwesen sowie der Konzernrechtsabteilung, vertreten. Zusätzlich führte der Vorsitzende des Prüfungsausschusses regelmäßig Einzelgespräche mit den verantwortlichen Abschlussprüfern durch.

Veränderungen im Vorstand der Bertelsmann Management SE und im Aufsichtsrat, Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats

Die Geschäfte der Bertelsmann SE & Co. KGaA werden von ihrer persönlich haftenden Gesellschafterin, der Bertelsmann Management SE, vertreten durch ihren Vorstand, geführt. Im Vorstand der Bertelsmann Management SE gab es im abgelaufenen Geschäftsjahr folgende Veränderung: Die Bestellung von Fernando Carro de Prada zum Mitglied des Vorstands der Bertelsmann Management SE wurde im besten gegenseitigen Einvernehmen mit Fernando Carro de Prada zum Ablauf des 13. Juli 2017 beendet. Der Aufsichtsrat bedankt sich bei Fernando Carro de Prada für die langjährige, gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Im Laufe des Geschäftsjahres bzw. des Berichtszeitraums ergaben sich folgende Veränderungen im Aufsichtsrat: Am 27. Januar 2017 wurde in einer außerordentlichen Hauptversammlung der Bertelsmann SE & Co. KGaA Bernd Leukert, Mitglied des Vorstands der SAP SE, Walldorf, zum weiteren Aufsichtsratsmitglied gewählt. Mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung der Bertelsmann SE & Co. KGaA am 12. Mai 2017 endete die Amtszeit der Aufsichtsratsmitglieder Prof. Dr.-Ing. Joachim Milberg, Dr. Brigitte Mohn, Elisabeth (Liz) Mohn, Hans Dieter Pötsch, Kasper Rorsted und Bodo Uebber. Dr. Brigitte Mohn, Elisabeth (Liz) Mohn, Hans Dieter Pötsch, Kasper Rorsted und Bodo Uebber wurden von der Hauptversammlung im Mai 2017 wieder zu Mitgliedern des Aufsichtsrats gewählt. Der Aufsichtsrat bedankt sich bei Prof. Dr.-Ing. Joachim Milberg für die langjährige, sehr gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Am 27. August 2017 verstarb unerwartet das langjährige Aufsichtsratsmitglied Dr. Wulf Bernotat. Der Aufsichtsrat wird ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Am 16. Januar 2018 erfolgte die Wahl von Dr. Thomas Buberl, CEO der AXA S.A., zum Mitglied des Aufsichtsrats. Derzeit sind alle zehn Mitglieder des Aufsichtsrats der Bertelsmann Management SE auch Mitglieder des zurzeit 15-köpfigen Aufsichtsrats der Bertelsmann SE & Co. KGaA.

Für den Aufsichtsrat der Bertelsmann SE & Co. KGaA, die kein börsennotiertes Unternehmen ist, findet das "Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern in Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst" keine Anwendung. Dennoch unterstützt der Aufsichtsrat die Zielsetzung des Gesetzes. Strategisch verfolgt der Aufsichtsrat das Ziel, auch durch die Vielfalt seiner Mitglieder seiner Überwachungs- und Beratungsfunktion gerecht zu werden. Der Aufsichtsrat wird aber bis auf Weiteres keine Zielquote für Frauen im Aufsichtsrat festlegen. Er ist davon überzeugt, dass im Unternehmen in den Bereichen der Nachfolgeplanung, der Managemententwicklung und der Auswahlprozesse geeignete Maßnahmen getroffen wurden, um die gleichberechtigte Teilhabe von Männern und Frauen nachhaltig zu implementieren. Im Aufsichtsrat soll der derzeit bestehende Frauenanteil im Fall von Neubesetzungen nicht zurückgehen. Idealerweise haben die Biografien von Neumitgliedern Bezüge zu den Wachstumsregionen und -märkten von Bertelsmann. (Siehe dazu auch den Abschnitt "Vielfalt als gelebte Praxis" im Corporate Governance Bericht ab Seite 137.) Neben den drei Vertretern der Familie Mohn und den fünf Vertretern der Mitarbeiter besteht der Aufsichtsrat der Bertelsmann SE & Co. KGaA ausschließlich aus unabhängigen Aufsichtsratsmitgliedern. Der Aufsichtsrat erkennt die Intention der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex bei ihrer Forderung nach einer Festsetzung von Zielen für eine Altersgrenze und einer Regelgrenze für die Dauer der Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat an. Vor dem Hintergrund der besonderen Gesellschafterstruktur von Bertelsmann und der bereits in der Satzung der Gesellschaft enthaltenen Altersgrenzenregelung erscheint es dem Aufsichtsrat aber nicht angebracht, bei Bertelsmann weitere bzw. weitergehende Zielvorgaben zu Altersgrenze und Zugehörigkeitsdauer zu formulieren.

Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand für seinen großen Einsatz und seine gute unternehmerische Leistung im Geschäftsjahr 2017 seine Anerkennung aus. Der Aufsichtsrat dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Bertelsmann Konzerns und der Unternehmensleitung für ihr Engagement und ihren Beitrag zum erfolgreichen Geschäftsjahr 2017.

 

Gütersloh, den 20. März 2018

Christoph Mohn, Aufsichtsratsvorsitzender

Anteilsbesitz gem. § 285 und § 313 HGB für die Bertelsmann SE & Co. KGaA und den Bertelsmann Konzern zum 31. Dezember 2017 List of shareholdings according to § 285 and § 313 HGB for Bertelsmann SE & Co. KgaA and the Bertelsmann Group as per December 31, 2017

Nachfolgende Tabellen zeigen den Anteilsbesitz der Bertelsmann SE & Co. KGaA gem. § 285 Nr. 11 HGB und des Bertelsmann Konzerns gem. § 313 Abs. 2 HGB. Bei den Angaben zu den Werten von Eigenkapital und Ergebnis handelt es sich grundsätzlich um IFRS Werte. Fußnoten zu nachfolgenden Tabellen sind am Ende zusammengefasst. / The tables below show the shareholdings of the Bertelsmann SE & Co. KGaA according to Section 285 No. 11 of the German Commercial Code (HGB) and Bertelsmann Group according to section 313 (2) HGB. Information about equity and net result of the companies complies with International Financial Reporting Standards. Footnotes on the tables below are presented at the end.

I. Mutterunternehmen / Parent Company

Name und Sitz der Gesellschaft - Name and place of the company Eigenkapital - Equity
(T€)
Ergebnis - Result
(T€)
Direkte Beteiligung durch Konzerngesellschaft(en) - Direct share by group company / companies Konzernanteil - Group share
Bertelsmann SE & Co. KGaA, Gütersloh        

II. Im Konzernabschluss vollkonsolidierte Unternehmen sowie nach der Equity-Methode einbezogene Beteiligungen / Fully consolidated companies and investments accounted for using the equity method included in the consolidated financial statements

Name und Sitz der Gesellschaft - Name and place of the company Eigenkapital - Equity
(T€)
Ergebnis - Result
(T€)
Direkte Beteiligung durch Konzerngesellschaft(en) - Direct share by group company / companies Konzernanteil - Group share
II.A. Vollkonsolidierte Tochterunternehmen / Fully Consolidated Subsidiaries          
Argentinien / Argentina          
Ediciones B Argentina S.A., Buenos Aires 104 -780 100.00 % 75.00 %  
Fremantle Productions Argentina S.A., Buenos Aires -139 -103 100.00 % 75.73 %  
Market Self S.A., Buenos Aires 737 35 85.00 % 63.99 %  
Motorpress Argentina S.A., Buenos Aires 14 -279 100.00 % 59.90 %  
Penguin Random House Grupo Editorial S.A., Buenos Aires 7,795 587 100.00 % 75.47 %  
Australien / Australia          
BMG AM International Pty Ltd, Surry Hills -391 6 100.00 % 100.00 %  
BMG AM Pty Ltd, Surry Hills 4,696 434 100.00 % 100.00 %  
BMG Rights Management (Australia) Pty Ltd, Surry Hills -537 -1,395 100.00 % 100.00 %  
Doctor Doctor Holdings Pty Ltd, St. Leonards - - 100.00 % 56.79 % 1
Doctor Doctor Production Pty Ltd, St. Leonards - - 100.00 % 56.79 % 1
DRDR2 Holdings Pty Ltd, St. Leonards - - 100.00 % 56.79 % 1
DRDR2 Series Pty Ltd, St. Leonards 0 0 100.00 % 56.79 %  
Easy Tiger Holdings Pty Ltd, St. Leonards 5,808 0 75.00 % 56.79 %  
Easy Tiger Productions Pty Ltd, Sydney -157 -196 100.00 % 56.79 %  
EME Productions No 2 Pty Ltd, St. Leonards - - 100.00 % 56.79 % 1
Forum 5 Pty Ltd, Melbourne 0 0 100.00 % 75.73 %  
FremantleMedia Australia Holdings Pty Ltd, St. Leonards 502 0 100.00 % 75.73 %  
FremantleMedia Australia Pty Ltd, St. Leonards 25,039 9,519 100.00 % 75.73 %  
Grundy Organization Pty Ltd, St. Leonards 325 0 100.00 % 75.73 %  
Jack Irish Dead Point Holdings Pty Ltd, St. Leonards - - 100.00 % 56.79 % 1
Jack Irish Series 2 Holdings Pty Ltd, St. Leonards - - 100.00 % 56.79 % 1
Jack Irish Series 2 Pty Ltd, St. Leonards 0 0 100.00 % 56.79 %  
Jack Irish Series Holdings Pty Ltd, St. Leonards - - 100.00 % 56.79 % 1
Jack Irish Series Pty Ltd, St. Leonards - - 100.00 % 56.79 % 1
Orient Pacific Music Pty Ltd, Surry Hills 264 -8 100.00 % 100.00 %  
Origin Network Pty Ltd, Surry Hills -14 0 100.00 % 100.00 %  
Penguin Australia Pty Ltd, Docklands 0 0 100.00 % 75.00 %  
Penguin Random House Australia Pty Ltd, Docklands 39,978 17,576 100.00 % 75.00 %  
Rake 3 Holdings Pty Ltd, St. Leonards - - 100.00 % 56.79 % 1
Rake 4 Holdings Pty Ltd, St. Leonards - - 100.00 % 56.79 % 1
Rake 4 Pty Ltd, St. Leonards - - 100.00 % 56.79 % 1
Rake 5 Holdings Pty Ltd, St. Leonards - - 100.00 % 56.79 % 1
Rake 5 Pty Ltd, St. Leonards 0 0 100.00 % 56.79 %  
RHA Holdings Pty Ltd, Melbourne -1,423 0 100.00 % 75.00 %  
SpotXchange Australia Pty Ltd, Sydney 480 51 100.00 % 75.73 %  
Sunshine Series Holdings Pty Ltd, St. Leonards - - 100.00 % 56.79 % 1
Sunshine Series Pty Ltd, St. Leonards - - 100.00 % 56.79 % 1
The Broken Shore Holdings Pty Ltd, St. Leonards - - 100.00 % 56.79 % 1
The Broken Shore Pty Ltd, St. Leonards - - 100.00 % 56.79 % 1
The Principal Series Holdings Pty Ltd, St. Leonards - - 100.00 % 56.79 % 1
The Principal Series Pty Ltd, St. Leonards - - 100.00 % 56.79 % 1
Belgien / Belgium          
Best of TV Benelux S.P.R.L., Brüssel 1,466 215 100.00 % 18.64 %  
Cobelfra S.A., Brüssel 11,149 7,614 100.00 % 33.39 %  
E2C BVBA, Temse -3,943 1,436 100.00 % 100.00 %  
FremantleMedia Belgium NV, Brüssel 3,049 107 100.00 % 75.73 %  
Home Shopping Service Belgique S.A., Brüssel 696 508 100.00 % 43.18 %  
Inadi S.A., Brüssel 2,342 944 100.00 % 33.39 %  
IP Belgium S.A., Brüssel 104,902 4,036 100.00 % 49.82 %  
Optilens SPRL, Jette 461 34 100.00 % 34.93 %  
Radio Belgium Holding S.A., Brüssel 107,139 5,888 50.20 % 33.39 %  
RTL Belgium S.A., Brüssel 8,399 10,697 65.99 % 49.82 %  
RTL Group Services Belgium S.A., Ans 3,515 3,826 100.00 % 75.73 %  
Societe Europeenne de Televente Belgique SCRL, Brüssel - - 100.00 % 36.49 % 1
Unite 15 Belgique S.A., Brüssel - - 100.00 % 36.49 % 1
Brasilien / Brazil          
Arvato Participacoes Ltda., Sao Paulo 18,831 -541 100.00 % 100.00 %  
Arvato Servicos, Comercio e Industria Grafica Ltda., Sao Paulo 3,241 -2,634 100.00 % 100.00 %  
Bertelsmann Brasil Participacoes Ltda., Sao Paulo 785 221 100.00 % 100.00 %  
Erste BBI Participacoes Ltda., Sao Paulo 22,689 -28 100.00 % 100.00 %  
FremantleMedia Brazil Producao de Televisao Ltda., Sao Paulo -428 -2,329 100.00 % 75.73 %  
Intervalor Cobranca Gestao de Credito e Call Center Ltda., Sao Paulo 2,078 -541 100.00 % 81.51 %  
Intervalor Holding S.A., Sao Paulo 557 -436 81.51 % 81.51 %  
Intervalor Promocao de Vendas Ltda., Osasco 747 478 100.00 % 81.51 %  
Motorpress Brasil Editora Ltda., Sao Paulo -2,182 -1,224 100.00 % 57.80 %  
Stylehaul Brasil Agenciamento de Midia Ltda, Sao Paulo 35 -23 100.00 % 75.73 %  
Valorati Servicos de Cobranca Ltda., Sao Paulo 28 -4 100.00 % 81.51 %  
Britische Jungferninseln / British Virgin Islands          
Gruner + Jahr New York Network Media Advertising Corporation -80 161 100.00 % 100.00 %  
Chile          
Market Self Chile SpA, Santiago de Chile 13 -160 100.00 % 63.99 %  
Penguin Random House Grupo Editorial, S.A., Santiago de Chile 10,775 370 100.00 % 75.00 %  
China          
Arvato Digital Services (Hangzhou) Co. Ltd., Hangzhou 217 -45 100.00 % 100.00 %  
Arvato Digital Services (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai 9,668 643 100.00 % 100.00 %  
Arvato Digital Services (Xiamen) Co. Ltd., Xiamen 540 13 100.00 % 100.00 %  
Arvato Digital Services Limited, Hong Kong 2,010 -559 100.00 % 100.00 %  
Arvato Digital Technology (Shenzhen) Co. Ltd., Shenzhen -314 -13 100.00 % 100.00 %  
Arvato Logistics (Shenzhen) Co. Ltd., Shenzhen 369 5 100.00 % 100.00 %  
Arvato Services (Nanchang) Co. Ltd., Nanchang 817 -410 100.00 % 100.00 %  
Arvato Services Hong Kong Limited, Tuen Mun 4,312 1,740 100.00 % 100.00 %  
Arvato Supply Chain Management (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai 334 -83 100.00 % 100.00 %  
Beijing Beining Consulting Co. Ltd., Peking -304 -51 100.00 % 100.00 %  
Bertelsmann Equity Investment Fund Management (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai 2,099 208 100.00 % 100.00 %  
Bertelsmann Management (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai 15,287 8,113 100.00 % 100.00 %  
Bertelsmann-Arvato Commercial Services (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai 872 -418 100.00 % 100.00 %  
BMG (Beijing) Music & Culture Co. Ltd., Peking 1,758 -75 100.00 % 100.00 %  
BMG RIGHTS MANAGEMENT (Hong Kong) Limited, Hong Kong -87 -31 100.00 % 100.00 %  
Boman (Beijing) Cultural Development Co. Ltd., Peking -498 -177 100.00 % 100.00 %  
Fremantle (Shanghai) Culture Media Co. Ltd., Shanghai -573 -757 100.00 % 75.73 %  
Fremantle Productions Asia Ltd., Hong Kong 717 10 100.00 % 75.73 %  
Penguin (Beijing) Culture Development Co. Ltd., Peking 2,308 1,090 100.00 % 75.00 %  
Penguin Group (Hong Kong) Limited, Hong Kong 626 -34 100.00 % 75.00 %  
Shanghai Bertelsmann Commercial Services Co. Ltd., Shanghai 10,189 2,553 100.00 % 100.00 %  
Shanghai Bertelsmann-arvato Information Services Co. Ltd., Shanghai 6,411 302 100.00 % 100.00 %  
Shanghai Kaichang information technology Co. Ltd., Shanghai -5,872 541 100.00 % 100.00 %  
Cote d'Ivoire          
Phone Group Cote D'Ivoire S.A.R.L., Abidjan 1,552 839 100.00 % 60.00 %  
Dänemark / Denmark          
Arvato Finance A/S, Kopenhagen 2,624 77 100.00 % 100.00 %  
Blu A/S, Valby 4,142 1,001 100.00 % 75.73 %  
Gothia A/S, Kopenhagen 354 2 100.00 % 100.00 %  
Miso Estate ApS, Kopenhagen -131 -25 100.00 % 38.62 %  
Miso Film ApS, Kopenhagen 2,380 2,299 100.00 % 38.62 %  
Miso Holding ApS, Kopenhagen 1,589 1,588 51.00 % 38.62 %  
Deutschland / Germany          
"Alwa" Gesellschaft für Vermögensverwaltung mbH & Co. Grundstücksvermietung 7e,358 7,649 100.00 % 93.98 %  
"I 2 I" Musikproduktions- und Musikverlagsgesellschaft mbH, Köln 27 0 100.00 % 75.48 % 2
11 Freunde Verlag GmbH & Co. KG, Berlin 195 449 51.00 % 51.00 %  
Ad Alliance GmbH, Köln 43 0 100.00 % 75.48 % 2
adality GmbH, München 25 0 100.00 % 100.00 % 2
Antenne Niedersachsen GmbH & Co. KG, Hannover 5,581 1,495 63.00 % 39.12 %  
AppAdvisors GmbH, München -88 -126 100.00 % 100.00 %  
Applike GmbH, Hamburg 35 0 100.00 % 100.00 % 2
arvato analytics GmbH, Gütersloh 305 13 100.00 % 100.00 %  
arvato CRM Energy GmbH, Leipzig 447 0 100.00 % 100.00 % 2
arvato CRM Healthcare GmbH, Berlin 958 0 100.00 % 100.00 % 2
arvato CRM Nordhorn GmbH, Nordhorn 26 0 100.00 % 100.00 % 2
Arvato CRM Solutions GmbH, Gütersloh -1,487 0 100.00 % 100.00 % 2
arvato direct services Brandenburg GmbH, Brandenburg 43 0 100.00 % 100.00 % 2
arvato direct services Cottbus GmbH, Cottbus -135 0 100.00 % 100.00 % 2
arvato direct services Dortmund GmbH, Dortmund -53 0 100.00 % 100.00 % 2
arvato direct services eiweiler GmbH, Heusweiler-Eiweiler 89 0 100.00 % 100.00 % 2
arvato direct services GmbH, Gütersloh -2,026 0 100.00 % 100.00 % 2
arvato direct services Münster GmbH, Münster 30 0 100.00 % 100.00 % 2
arvato direct services Neubrandenburg GmbH, Neubrandenburg -629 0 100.00 % 100.00 % 2
arvato direct services Potsdam GmbH, Potsdam 107 0 100.00 % 100.00 % 2
arvato direct services Rostock GmbH, Rostock 27 0 100.00 % 100.00 % 2
arvato direct services Schwerin GmbH, Schwerin -39 0 100.00 % 100.00 % 2
arvato direct services Stralsund GmbH, Stralsund -103 0 100.00 % 100.00 % 2
arvato direct services Wilhelmshaven GmbH, Schortens 232 0 100.00 % 100.00 % 2
arvato distribution GmbH, Harsewinkel 912 0 100.00 % 100.00 % 2
arvato eCommerce Beteiligungsgesellschaft mbH, Gütersloh 2,043 0 100.00 % 100.00 % 2
arvato eCommerce Verwaltungsgesellschaft mbH, Gütersloh 394 0 100.00 % 100.00 % 2
arvato health analytics GmbH, München 3,812 0 100.00 % 100.00 % 2
arvato infoscore GmbH, Baden-Baden 60,949 0 100.00 % 100.00 % 2
arvato IT support GmbH, Gütersloh 1 0 100.00 % 100.00 % 2
arvato Logistics, Corporate Real Estate & Transport GmbH, Gütersloh 1,472 0 100.00 % 100.00 % 2
arvato media GmbH, Gütersloh 5,716 0 100.00 % 100.00 % 2
Arvato Payment Solutions GmbH, Verl 2,214 0 100.00 % 100.00 % 2
arvato print service Russland GmbH, Gütersloh 39,387 2,385 100.00 % 100.00 %  
arvato SCM Consumer Products GmbH, Gütersloh 521 0 100.00 % 100.00 % 2
arvato services Chemnitz GmbH, Chemnitz -355 0 100.00 % 100.00 % 2
arvato services Cottbus GmbH, Cottbus 47 0 100.00 % 100.00 % 2
arvato services Dresden GmbH, Dresden 37 0 100.00 % 100.00 % 2
arvato services Duisburg GmbH, Duisburg 26 0 100.00 % 100.00 % 2
arvato services Erfurt GmbH, Erfurt -8 0 100.00 % 100.00 % 2
arvato services Essen GmbH, Essen -179 0 100.00 % 100.00 % 2
arvato services Gera GmbH, Gera 26 0 100.00 % 100.00 % 2
arvato services Halle GmbH, Halle (Saale) 36 0 100.00 % 100.00 % 2
arvato services Leipzig GmbH, Leipzig 25 0 100.00 % 100.00 % 2
arvato services Magdeburg GmbH, Magdeburg 50 0 100.00 % 100.00 % 2
arvato services Rostock GmbH, Rostock -329 0 100.00 % 100.00 % 2
arvato services solutions GmbH, Gütersloh -757 0 100.00 % 100.00 % 2
arvato services Suhl GmbH, Suhl 31 0 100.00 % 100.00 % 2
arvato systems GmbH, Gütersloh -3,423 0 100.00 % 100.00 % 2
arvato Systems perdata GmbH, Leipzig 4,262 0 100.00 % 100.00 % 2
arvato Systems S4M GmbH, Köln 2,752 0 100.00 % 100.00 % 2
arvato telco services Erfurt GmbH, Erfurt -172 0 100.00 % 100.00 % 2
AVE Gesellschaft für Hörfunkbeteiligungen mbH, Berlin 10,812 0 100.00 % 75.48 % 2
AVE II Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG, Köln 4,243 -768 100.00 % 75.48 %  
AZ Direct Beteiligungs GmbH, Gütersloh 401 0 100.00 % 100.00 % 2
AZ Direct GmbH, Gütersloh -761 0 100.00 % 100.00 % 2
AZ fundraising services GmbH & Co. KG, Gütersloh -181 929 100.00 % 100.00 %  
BAG Business Information Beteiligungs GmbH, Gütersloh 297 0 100.00 % 100.00 % 2
BAI GmbH, Gütersloh 41,979 0 100.00 % 100.00 % 2
BDMI GmbH, Gütersloh 4,408 0 100.00 % 100.00 % 2
BePeople GmbH, Gütersloh -636 0 100.00 % 100.00 % 2
Berliner Presse Vertrieb GmbH & Co. KG, Berlin -995 1,476 85.50 % 85.50 %  
Bertelsmann Accounting Services GmbH, Gütersloh -1,981 0 100.00 % 100.00 % 2
Bertelsmann Accounting Services Schwerin GmbH, Schwerin 42 0 100.00 % 100.00 % 2
Bertelsmann Aviation GmbH, Gütersloh 777 0 100.00 % 100.00 % 2
Bertelsmann Capital Holding GmbH, Gütersloh 8,184,500 0 100.00 % 100.00 % 2
Bertelsmann China Holding GmbH, Gütersloh -132,067 0 100.00 % 100.00 % 2
Bertelsmann Music Group GmbH, Gütersloh 255,223 0 100.00 % 100.00 % 2
Bertelsmann Transfer GmbH, Gütersloh -986 0 100.00 % 100.00 % 2
Bertelsmann Treuhand- und Anlagegesellschaft mit beschränkter Haftung, Gütersloh 26 0 100.00 % 100.00 % 2
BFS finance GmbH, Verl 11,265 0 100.00 % 100.00 % 2
BFS finance Münster GmbH, Münster 86 0 100.00 % 100.00 % 2
BFS health finance GmbH, Dortmund 4,512 0 100.00 % 100.00 % 2
BMG RIGHTS MANAGEMENT (Europe) GmbH, Berlin 49 0 100.00 % 100.00 % 2
BMG RIGHTS MANAGEMENT GmbH, Berlin 559,454 0 100.00 % 100.00 % 2
Campaign Services Neckarsulm GmbH, Neckarsulm 752 0 100.00 % 100.00 % 2
Campaign Services Offenbach GmbH, Frankfurt am Main 58 0 100.00 % 100.00 % 2
Carcert GmbH, Wiesbaden 25 0 100.00 % 100.00 % 2
CBC Cologne Broadcasting Center GmbH, Köln 9,329 0 100.00 % 75.48 % 2
Chefkoch GmbH, Bonn 1,527 0 100.00 % 100.00 % 2
Chrysalis Music Holdings GmbH, Berlin 11,576 -72 100.00 % 100.00 %  
COUNTDOWN MEDIA GmbH, Hamburg 723 0 100.00 % 100.00 % 2
DDV Druck GmbH, Dresden 224 0 100.00 % 60.00 % 2
DDV Immobilien GmbH, Dresden 11,767 341 60.00 % 60.00 %  
DDV Mediengruppe GmbH & Co. KG, Dresden 12,688 13,015 60.00 % 60.00 %  
Delinero GmbH, Hamburg -889 0 100.00 % 100.00 % 2
Deutsche Medien-Manufaktur GmbH & Co. KG, Münster 5,973 8,829 50.00 % 50.00 %  
Deutsche Medien-Manufaktur Verwaltungs-GmbH, Münster 26 -1 50.00 % 50.00 %  
DeutschlandCard GmbH, München 241 0 100.00 % 100.00 % 2
Die Mehrwertmacher GmbH, Dresden 429 81 100.00 % 60.00 %  
Digital Media Hub GmbH, Köln -116 0 100.00 % 75.48 % 2
direct services Gütersloh GmbH, Gütersloh -1,572 0 100.00 % 100.00 % 2
DIVIMOVE GmbH, Berlin -237 0 75.50 % 56.99 % 2
Dorling Kindersley Verlag GmbH, München 8,862 -888 100.00 % 75.00 %  
DPV Deutscher Pressevertrieb GmbH, Hamburg -4,380 0 100.00 % 100.00 % 2
DPV Vertriebsservice GmbH, Hamburg 488 54 100.00 % 100.00 %  
DPV Worldwide GmbH, Hamburg -1,058 0 100.00 % 100.00 % 2
Dresden Information GmbH, Dresden 219 125 50.00 % 30.00 %  
Dresdner Chauffeur Service 8x8 GmbH, Dresden -348 0 100.00 % 60.00 % 2
Dresdner Verlagshaus kaufmännische Dienste GmbH, Dresden 26 0 100.00 % 60.00 % 2
Dresdner Verlagshaus Technik GmbH, Dresden 54 0 100.00 % 60.00 % 2
eat-the-world GmbH, Berlin 987 375 100.00 % 100.00 %  
Erste TD Gütersloh GmbH, Gütersloh 10,111 0 100.00 % 100.00 % 2
Erste WV Gütersloh GmbH, Gütersloh 1,794 0 100.00 % 100.00 % 2
European SCM Services GmbH, Gütersloh -45 0 100.00 % 100.00 % 2
FENUS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH, Stuttgart 2,588 26 100.00 % 59.90 %  
Fernwärme Gütersloh GmbH, Gütersloh 2,660 217 51.00 % 51.00 %  
FlexStorm GmbH, Gütersloh 1,809 403 100.00 % 100.00 %  
FremantleMedia International Germany GmbH, Potsdam 30 0 100.00 % 75.48 % 2
Funkhaus Halle GmbH & Co. KG, Halle (Saale) -5,029 -562 61.38 % 43.93 %  
G+J / Klambt Style-Verlag GmbH & Co. KG, Hamburg 1,089 -958 50.10 % 50.10 %  
G+J CRM Entwicklungsgesellschaft mbH, Hamburg 326 144 100.00 % 100.00 %  
G+J Digital Products GmbH, Hamburg 284 0 100.00 % 100.00 % 2
G+J Digital Ventures GmbH, Berlin 1,100 0 100.00 % 100.00 % 2
G+J Electronic Media Sales GmbH, Hamburg 482 0 100.00 % 100.00 % 2
G+J Enterprise GmbH, Hamburg 25 0 100.00 % 100.00 % 2
G+J Food & Living GmbH & Co. KG, Hamburg 2,236 3,420 100.00 % 50.00 %  
G+J Immobilien GmbH & Co. KG, Hamburg 13,448 507 100.00 % 100.00 %  
G+J Innovation GmbH, Hamburg 78 0 100.00 % 100.00 % 2
G+J International Magazines GmbH, Hamburg 26 0 100.00 % 100.00 % 2
G+J Lifestyle GmbH, Hamburg 16 0 100.00 % 100.00 % 2
G+J LIVING Digital GmbH, Hamburg 26 0 100.00 % 100.00 % 2
G+J Medien GmbH, Hamburg 90 0 100.00 % 100.00 % 2
G+J Parenting Media GmbH, Hamburg 1,676 -415 100.00 % 100.00 %  
G+J Shop GmbH, München 4,274 0 78.43 % 78.43 % 2
G+J Vermietungsgesellschaft Sächsischer Verlag mbH, Dresden 3,867 0 100.00 % 100.00 % 2
G+J Wirtschaftsmedien Verwaltungs GmbH, Hamburg 37 0 100.00 % 100.00 % 2
G+J Zweite Grundstücksbeteiligungsgesellschaft München mbH, München 21,552 0 93.98 % 93.98 % 2
GGP Media GmbH, Pößneck 23,734 0 100.00 % 100.00 % 2
Global Assekuranz Vermittlungsgesellschaft mit beschränkter Haftung, Gütersloh 26 0 100.00 % 100.00 % 2
Grundstücksgesellschaft Vorsetzen 2 mbH, Hamburg 100 0 100.00 % 100.00 % 2
Gruner + Jahr Communication GmbH, Hamburg 26 0 100.00 % 100.00 % 2
Gruner + Jahr GmbH & Co KG, Hamburg 146,864 33,977 100.00 % 100.00 %  
Gruner + Jahr Management GmbH, Hamburg 30,081 0 100.00 % 100.00 % 2
Henri-Nannen-Schule Hamburger Journalistenschule Gruner + Jahr - DIE ZEIT GmbH, Hamburg 26 0 95.00 % 95.00 % 2
HITRADIO RTL Sachsen GmbH, Dresden 1,030 0 86.53 % 65.31 % 2
infoNetwork GmbH, Köln 615 0 100.00 % 75.48 % 2
informa HIS GmbH, Wiesbaden 600 0 100.00 % 100.00 % 2
informa Solutions GmbH, Baden-Baden 66,354 0 100.00 % 100.00 % 2
infoscore Business Support GmbH, Baden-Baden 179 0 100.00 % 100.00 % 2
infoscore Consumer Data GmbH, Baden-Baden 6,459 0 100.00 % 100.00 % 2
infoscore Finance GmbH, Baden-Baden 2,519 0 100.00 % 100.00 % 2
infoscore Forderungsmanagement GmbH, Verl 13,237 0 100.00 % 100.00 % 2
infoscore Portfolio Management GmbH & Co. KG, Verl 25 0 100.00 % 100.00 %  
infoscore Portfolio Management II GmbH & Co. KG, Baden-Baden 27 1 100.00 % 100.00 %  
infoscore Portfolio Management International GmbH, Gütersloh 27 0 100.00 % 100.00 % 2
infoscore Profile Tracking GmbH, Gütersloh 348 0 100.00 % 100.00 % 2
infoscore Tracking Solutions GmbH, Gütersloh -1,950 0 100.00 % 100.00 % 2
infoscore Tracking Technology GmbH, Gütersloh 46 0 100.00 % 100.00 % 2
inmediaONE] GmbH, Gütersloh 4,116 0 100.00 % 100.00 % 2
Innominata Achte Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, Stuttgart 4,302 651 100.00 % 59.90 %  
interabo GmbH, Hamburg 75 0 100.00 % 100.00 % 2
IP Deutschland GmbH, Köln 3,207 0 100.00 % 75.48 % 2
IP Internationale Presse direct GmbH, Mörfelden-Walldorf 162 0 100.00 % 100.00 % 2
KURIER Direktservice Dresden GmbH, Dresden 110 0 100.00 % 60.00 % 2
KWS Kontowechsel Service GmbH, Schortens 99 0 100.00 % 100.00 % 2
Ligatus GmbH, Köln 6,615 0 100.00 % 100.00 % 2
LiquidM Technology GmbH, Berlin 3,543 259 100.00 % 100.00 %  
LV-Publikumsmedien GmbH & Co. KG, Münster 4,819 4,676 100.00 % 50.00 %  
Madsack Hörfunk GmbH, Hannover 2,611 210 24.90 % 18.80 %  
mbs Nürnberg GmbH, Nürnberg -195 0 100.00 % 100.00 % 2
Media Logistik GmbH, Dresden 5,714 2,580 51.00 % 30.60 %  
MEDIASCORE Gesellschaft für Medien- und Kommunikationsforschung mbH, Köln 447 0 100.00 % 75.48 % 2
Mediengruppe RTL Deutschland GmbH, Köln 291,043 0 100.00 % 75.48 % 2
Mohn Media Energy GmbH, Gütersloh 1,056 0 100.00 % 100.00 % 2
Mohn Media Mohndruck GmbH, Gütersloh 1,325 0 100.00 % 100.00 % 2
Morgenpost Sachsen GmbH, Dresden 26 0 100.00 % 60.00 % 2
Motor Presse Stuttgart GmbH & Co. KG, Stuttgart -645 -513 59.90 % 59.90 %  
Motor Presse TV GmbH, Stuttgart 877 -4 51.00 % 30.55 %  
Motor-Presse International Verlagsgesellschaft Holding mbH, Stuttgart 19,420 0 100.00 % 59.90 % 2
MSP Medien-Service und Promotion GmbH, Hamburg 26 0 100.00 % 100.00 % 2
MVD Medien Vertrieb Dresden GmbH, Dresden -16 0 100.00 % 60.00 % 2
NETLETIX GmbH, München 170 0 100.00 % 75.48 % 2
Neue Spreeradio Hörfunkgesellschaft mbH, Berlin -6,273 -147 100.00 % 75.48 %  
Next Level Integration GmbH, Köln 3,237 590 100.00 % 100.00 %  
NORDDEICH TV Produktionsgesellschaft mbH, Hürth 41 0 100.00 % 75.48 % 2
n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH, Köln 2,033 0 100.00 % 75.48 % 2
OBERÜBER KARGER Kommunikationsagentur GmbH, Dresden 249 228 51.00 % 30.60 %  
ORTEC Messe und Kongress GmbH, Dresden 249 1,179 51.00 % 30.60 %  
Penguin Books Deutschland GmbH, München 293 191 100.00 % 75.00 %  
PRINOVIS Ahrensburg Weiterverarbeitung und Logistik GmbH, Hamburg -685 0 100.00 % 100.00 % 2
PRINOVIS GmbH & Co. KG, Hamburg -262,735 -17,757 100.00 % 100.00 %  
Prinovis GmbH, Gütersloh 53,733 0 100.00 % 100.00 % 2
Prinovis Klebebindung GmbH, Nürnberg 3,738 0 100.00 % 100.00 % 2
PRINOVIS Service GmbH, Hamburg -1,154 0 100.00 % 100.00 % 2
Print Service Gütersloh GmbH, Gütersloh 4 0 100.00 % 100.00 % 2
Probind Mohn media Binding GmbH, Gütersloh -7,651 0 100.00 % 100.00 % 2
PSC Print Service Center GmbH, Oppurg 186 0 100.00 % 100.00 % 2
publimind GmbH, Stuttgart 382 72 100.00 % 59.90 %  
Random House Audio GmbH, Köln 17 0 100.00 % 100.00 % 2
Redaktions- und Verlagsgesellschaft Bautzen/Kamenz mbH, Bautzen 108 59 55.00 % 33.00 %  
Redaktions- und Verlagsgesellschaft Döbeln mbH, Döbeln 94 69 55.00 % 33.00 %  
Redaktions- und Verlagsgesellschaft Elbland mbH, Meißen 135 110 52.00 % 31.20 %  
Redaktions- und Verlagsgesellschaft Freital/Pirna mbH, Freital 251 200 52.00 % 31.20 %  
Redaktions- und Verlagsgesellschaft Neiße mbH, Görlitz 125 101 52.00 % 31.20 %  
Reinhard Mohn GmbH, Gütersloh 876,204 0 100.00 % 100.00 % 2
Relias Learning GmbH, Berlin 124 0 100.00 % 100.00 % 2
rewards arvato services GmbH, München 35,474 6,163 100.00 % 100.00 %  
RM Buch und Medien Vertrieb GmbH, Gütersloh -8,127 0 100.00 % 100.00 % 2
RTL Group Central & Eastern Europe GmbH, Köln 207,000 0 100.00 % 75.48 % 2
RTL Group Deutschland GmbH, Köln 2,804,750 0 100.00 % 75.48 % 2
RTL Group Deutschland Markenverwaltungs GmbH, Köln 1,139,887 0 100.00 % 75.48 % 2
RTL Group Financial Services GmbH, Potsdam 25 0 100.00 % 75.48 % 2
RTL Group Licensing Asia GmbH, Köln 28 0 100.00 % 75.48 % 2
RTL Group Services GmbH, Köln 11,691 -61 100.00 % 75.48 %  
RTL Group Vermögensverwaltung GmbH, Köln 3,023,965 246,836 100.00 % 75.73 %  
RTL Hessen GmbH, Frankfurt am Main 31 0 100.00 % 75.48 % 2
RTL Hessen Programmfenster GmbH, Bad Vilbel 372 25 60.00 % 45.29 %  
RTL interactive GmbH, Köln 9,997 0 100.00 % 75.48 % 2
RTL International GmbH, Köln 367 -628 100.00 % 75.48 %  
RTL Journalistenschule GmbH, Köln 14 0 90.00 % 67.94 % 2
RTL Nord GmbH, Hamburg 53 0 100.00 % 75.48 % 2
RTL Radio Berlin GmbH, Berlin 2,111 0 100.00 % 75.48 % 2
RTL Radio Center Berlin GmbH, Berlin 5,720 0 100.00 % 75.48 % 2
RTL Radio Deutschland GmbH, Berlin 10,707 0 100.00 % 75.48 % 2
RTL Radio Luxemburg GmbH, Köln 25 0 100.00 % 75.48 % 2
RTL Radiovermarktung GmbH, Berlin 39 0 100.00 % 75.48 % 2
RTL Television GmbH, Köln 509,138 0 100.00 % 75.48 % 2
RTL WEST GmbH, Köln 72 0 75.00 % 56.61 % 2
rtv media group GmbH, Nürnberg 635 0 100.00 % 100.00 % 2
Sächsische Zeitung GmbH, Dresden 54 0 100.00 % 60.00 % 2
Saxo-Phon GmbH, Dresden 46 0 100.00 % 60.00 % 2
Sellwell GmbH & Co. KG, Hamburg -270 50 70.00 % 70.00 %  
Smart Shopping and Saving GmbH, Berlin 649 0 100.00 % 75.48 % 2
smartclip GmbH, Düsseldorf 633 0 100.00 % 75.60 % 2
smartclip Holding AG, Düsseldorf 36,438 0 100.00 % 75.73 % 2
Sonopress GmbH, Gütersloh 1,619 0 100.00 % 100.00 % 2
SPARWELT GmbH, Berlin 317 0 100.00 % 75.48 % 2
SpotX Deutschland GmbH, Köln 238 0 100.00 % 75.60 % 2
SSB Software Service und Beratung GmbH, München -42 0 100.00 % 100.00 % 2
stern Medien GmbH, Hamburg 36 0 100.00 % 100.00 % 2
stern.de GmbH, Hamburg 32 0 100.00 % 100.00 % 2
SZ-Reisen GmbH, Dresden 114 0 100.00 % 60.00 % 2
TERRITORY Content to Results GmbH, Hamburg 781 0 100.00 % 100.00 % 2
TERRITORY CTR GmbH, Gütersloh 346 0 100.00 % 100.00 % 2
TERRITORY EMBRACE GmbH, Bochum 805 0 100.00 % 100.00 % 2
TERRITORY MEDIA GmbH, München 34 0 100.00 % 100.00 % 2
trnd DACH GmbH, München 907 0 100.00 % 100.00 % 2
trnd International GmbH, München 1,875 0 100.00 % 100.00 % 2
trndnxt GmbH, München 101 0 100.00 % 100.00 % 2
trndsphere blue GmbH, Düsseldorf 56 0 100.00 % 100.00 % 2
UFA Distribution GmbH, Potsdam 25 0 100.00 % 75.48 % 2
UFA Fiction GmbH, Potsdam 4,331 0 100.00 % 75.48 % 2
UFA Film und Fernseh GmbH, Köln 4,419,583 0 100.00 % 75.48 % 2
UFA GmbH, Potsdam -84 0 100.00 % 75.48 % 2
Ufa Radio-Programmgesellschaft in Bayern mbH, Ismaning 10,478 0 100.00 % 75.48 % 2
UFA Serial Drama GmbH, Potsdam 313 0 100.00 % 75.48 % 2
UFA Show & Factual GmbH, Köln 4,863 4,237 100.00 % 75.73 %  
Universum Film GmbH, München 18,722 0 100.00 % 75.48 % 2
Verlag RM GmbH, Gütersloh -7,038 0 100.00 % 100.00 % 2
Verlagsgruppe Random House GmbH, Gütersloh 58,888 0 100.00 % 100.00 % 2
Verlegerdienst München GmbH, Gilching 4,688 0 100.00 % 100.00 % 2
VIVENO Group GmbH, Gütersloh 11,702 0 100.00 % 100.00 % 2
Vogel Druck und Medienservice GmbH, Höchberg 6,053 0 100.00 % 100.00 % 2
VOX Holding GmbH, Köln 339,382 0 100.00 % 75.48 % 2
VOX Television GmbH, Köln 38,127 0 99.70 % 75.26 % 2
VSG Schwerin - Verlagsservicegesellschaft mbH, Schwerin 26 0 100.00 % 100.00 % 2
webauto.de GmbH, Karlsruhe -521 -11 100.00 % 59.90 %  
Webguerillas Berlin GmbH, Berlin 323 21 100.00 % 100.00 %  
webguerillas GmbH, München 2,889 -641 100.00 % 100.00 %  
Webguerillas Hamburg GmbH, Hamburg 381 22 100.00 % 100.00 %  
Webguerillas Köln GmbH, Köln -237 -438 100.00 % 100.00 %  
webmiles GmbH, München -295 0 100.00 % 100.00 % 2
Estland / Estonia          
Arvato Services Estonia OÜ, Tallinn 1,390 386 100.00 % 100.00 %  
Finnland / Finland          
Fremantlemedia Finland Oy, Helsinki 5,396 1,008 100.00 % 75.73 %  
Gothia Oy, Helsinki 23,017 6,405 100.00 % 100.00 %  
Frankreich / France          
1.2.3. Productions SAS, Paris 310 -7 100.00 % 75.73 %  
33 FM SAS, Cenon -3,369 -16 95.00 % 34.72 %  
3media SARL, Pont-Sainte-Marie 2,688 1,252 100.00 % 100.00 %  
ABDSF - Arvato Business Developpement Services France SARL, Paris 5,240 6,662 100.00 % 100.00 %  
AdVideum SAS, Gennevilliers 4,349 -205 100.00 % 100.00 %  
ALSF - Arvato Logistique Services France SARL, Atton 2,583 601 100.00 % 100.00 %  
Anteles SARL, L'Isle-D'Espagnac 447 119 100.00 % 100.00 %  
AQUITEL SAS, Chasseneuil du Poitou 1,875 998 100.00 % 100.00 %  
Arvalife SAS, Vendin-le-Vieil -7,533 -440 85.71 % 85.71 %  
Arvato Services Healthcare France SAS, Chanteloup en Brie 5,627 3,734 100.00 % 100.00 %  
Arvato Services Healthcare Holding SAS, Chanteloup en Brie 1,113 199 100.00 % 100.00 %  
ASE - Arvato Strategie & Expertises SARL, Paris 1,174 327 100.00 % 100.00 %  
ASF - Arvato Services France SARL, Vendin-Le-Vieil 9,567 -1,102 100.00 % 100.00 %  
AX'S MUSIC SAS, Paris -42 102 100.00 % 100.00 %  
BCE France SAS, Paris 58 -19 100.00 % 75.48 %  
Best of TV SAS, Boissy l'Aillerie 17,595 3,286 50.99 % 18.64 %  
BMG RIGHTS MANAGEMENT (France) SARL, Paris 13,646 -1,139 100.00 % 100.00 %  
Call Insurance SARL, Vendin-le-Vieil 183 -67 60.00 % 60.00 %  
Camaris SARL, Longuenesse 2,038 960 100.00 % 100.00 %  
Cap2Call SARL, Chaumont -184 -332 100.00 % 100.00 %  
Capdune SARL, Coudekerque-Branche 249 94 100.00 % 100.00 %  
Capital Productions SA, Neuilly-sur-Seine 942 448 100.00 % 36.55 %  
Ceacom SARL, Le Havre 810 513 100.00 % 100.00 %  
Cerise Media SAS, Tourcoing 4,235 996 100.00 % 100.00 %  
COMETZ SARL, Metz 3,069 645 100.00 % 100.00 %  
Data Mailing SAS, Chanteloup en Brie -9,700 -25 100.00 % 100.00 %  
Document Channel SAS, Paris -6,419 -596 100.00 % 85.71 %  
Duacom SARL, Douai 1,148 19 100.00 % 100.00 %  
Ediradio SA, Paris -14,475 -734 99.94 % 36.55 %  
Edit TV/ W9 SNC, Neuilly-sur-Seine -13,137 -8,159 100.00 % 36.55 %  
Euracom SARL, Lingolsheim 47 -117 100.00 % 100.00 %  
Euroroutage data marketing et logistique services SAS, Chanteloup en Brie 24,785 -464 100.00 % 100.00 %  
Fidelite Films SAS, Neuilly-sur-Seine -2,242 56 100.00 % 36.55 %  
Fontaram SAS, Paris -801 -250 51.00 % 38.62 %  
Football Club des Girondins de Bordeaux SA, Bordeaux 1,641 -5,916 100.00 % 36.48 %  
Francis Dreyfus Music SARL, Paris 7,825 337 100.00 % 100.00 %  
FremantleMedia France SAS, Issy-les-Moulineaux 23,219 -177 100.00 % 75.73 %  
Gazoline SAS, Paris 1,685 28 100.00 % 100.00 %  
Girondins Expressions SAS, Le Haillan -839 -402 100.00 % 36.55 %  
Girondins Horizons SAS, Bordeaux 115 19 100.00 % 36.55 %  
GM6 SAS, Nanterre -7,174 -5,076 100.00 % 36.55 %  
Home Shopping Service SA, Rungis 33,003 3,031 99.96 % 36.49 %  
ID (Information et Diffusion) SARL, Paris 199 164 100.00 % 36.55 %  
iGraal SAS, Boulogne-Billancourt 2,669 1,957 50.99 % 18.64 %  
Immobiliere 46D SAS, Neuilly-sur-Seine 20,998 -181 100.00 % 36.55 %  
Immobiliere M6 SAS, Neuilly-sur-Seine 25,582 2,887 100.00 % 36.50 %  
infoscore SARL, Vendin-Le-Vieil 46 -18 100.00 % 100.00 %  
IP France SA, Paris 4,305 3,189 99.98 % 36.55 %  
IP Regions SA, Paris 339 51 100.00 % 36.55 %  
Kiosk SAS, Tourcoing 271 -84 100.00 % 100.00 %  
Kwai SAS, Paris 3,294 1,616 51.00 % 38.62 %  
Les Films de la Suane SARL, Neuilly-sur-Seine -1,440 -11 100.00 % 36.55 %  
Luxview SAS, Paris -1,477 3 95.56 % 34.93 %  
M6 Bordeaux SAS, Neuilly-sur-Seine 106 11 100.00 % 36.55 %  
M6 Communication SAS, Neuilly-sur-Seine 1,222 974 100.00 % 36.55 %  
M6 Creations SAS, Neuilly-sur-Seine 4,574 110 100.00 % 36.55 %  
M6 Developpement SAS, Neuilly-sur-Seine -7 -12 100.00 % 36.55 %  
M6 Diffusions SA, Neuilly-sur-Seine 149 124 100.00 % 36.55 %  
M6 Divertissement SAS, Neuilly-sur-Seine 0 -31 100.00 % 36.55 %  
M6 Editions SA, Neuilly-sur-Seine 7,434 -437 100.00 % 36.55 %  
M6 Evenements SA, Neuilly-sur-Seine 164 357 100.00 % 36.55 %  
M6 Films SA, Neuilly-sur-Seine 729 -27 100.00 % 36.55 %  
M6 Foot SAS, Neuilly-sur-Seine 11,356 -14,045 100.00 % 36.55 %  
M6 Generation SAS, Neuilly-sur-Seine -18,736 9,176 100.00 % 36.55 %  
M6 Interactions SAS, Neuilly-sur-Seine 129,333 44,827 100.00 % 36.55 %  
M6 Publicite SAS, Neuilly-sur-Seine 36,746 25,162 100.00 % 36.55 %  
M6 Shop SAS, Neuilly-sur-Seine - - 100.00 % 36.49 % 1
M6 Studio SAS, Neuilly-sur-Seine -5,836 1,206 100.00 % 36.55 %  
M6 Talents SAS, Neuilly-sur-Seine 20 -8 100.00 % 36.55 %  
M6 Thematique SAS, Neuilly-sur-Seine 73,933 7,938 100.00 % 36.55 %  
M6 Web SAS, Neuilly-sur-Seine 59,784 20,217 100.00 % 36.55 %  
Mandarin Cinema SAS, Neuilly-sur-Seine 5,053 652 100.00 % 36.55 %  
Media Communication SAS, Vendin-Le-Vieil 237,690 28,414 100.00 % 100.00 %  
Metropole Television SA, Neuilly-sur-Seine 522,636 131,099 48.42 % 36.55 %  
Mirabelle SAS, Tourcoing 506 341 100.00 % 100.00 %  
Mobvalue SAS, Gennevilliers 272 -501 100.00 % 100.00 %  
Mohn Media France SARL, Villepinte 25 -117 100.00 % 100.00 %  
MonAlbumPhoto SAS, Rungis 6,488 1,905 100.00 % 36.55 %  
MSCS - Moissy Supply Chain Services SARL, Moissy Cramayel 415 308 100.00 % 100.00 %  
NG France SNC, Gennevilliers 0 0 100.00 % 100.00 %  
Nordcall SARL, Marcq-en-Baroeul 1,575 946 100.00 % 100.00 %  
Paris Premiere SAS, Neuilly-sur-Seine 15,704 2,853 100.00 % 36.55 %  
Pitcheo SARL, Tourcoing 10 3 100.00 % 100.00 %  
Printic SAS, Rungis -2,283 -3 100.00 % 36.55 %  
Prisma Media SNC, Gennevilliers 630 10,436 100.00 % 100.00 %  
Recatch SAS, Nanterre 1,661 647 80.01 % 80.01 %  
RTL AdConnect SA, Paris 1,952 266 100.00 % 75.48 %  
RTL France Radio SAS, Neuilly-sur-Seine 58,190 2,568 100.00 % 36.55 %  
RTL Net SAS, Paris 66 251 100.00 % 36.55 %  
RTL SPECIAL MARKETING SARL, Paris 984 962 100.00 % 36.55 %  
SCI du 107, Neuilly-sur-Seine 3,530 156 100.00 % 36.55 %  
SCP SARL, Paris 793 329 100.00 % 36.55 %  
SEDI TV - Teva SAS, Neuilly-sur-Seine 14,241 7,335 100.00 % 36.55 %  
SMED SAS, Bussy Saint-Georges 6,086 -291 100.00 % 100.00 %  
SNDA SAS, Neuilly-sur-Seine 13,578 -2,089 100.00 % 36.55 %  
Socam SARL, Laxou 1,440 -1,259 100.00 % 100.00 %  
Societe de Marketing direct et Logistique SARL, Saulcy-sur-Meurthe 284 89 100.00 % 100.00 %  
Societe d'Exploitation Radio Chic SA, Paris 8,946 2,343 100.00 % 36.55 %  
Societe Immobiliere Bayard d'Antin SA, Paris 515,250 162,620 100.00 % 75.48 %  
Societe Nouvelle De Cinematographie SA, Neuilly-sur-Seine 4,312 -1,400 99.99 % 36.55 %  
Societe Nouvelle de Distribution SA, Neuilly-sur-Seine 58,508 3,617 100.00 % 36.55 %  
Sodera SA, Paris 10,972 6,809 100.00 % 36.55 %  
SpotXchange France SAS, Paris 18 8 100.00 % 75.73 %  
Studio 89 Productions SAS, Neuilly-sur-Seine 2,599 727 100.00 % 36.55 %  
Tellis Telephone Limousin Services SARL, Favars 1,999 763 100.00 % 100.00 %  
trnd SARL, Paris -1,352 -977 100.00 % 100.00 %  
TV Presse Productions SAS, Issy-les-Moulineaux -1,611 -485 100.00 % 75.73 %  
Upload Producions SAS, Gennevilliers 97 -3 100.00 % 100.00 %  
VIVIA SNC, Gennevilliers 8 0 100.00 % 100.00 %  
VSD SNC, Gennevilliers 1 -6,829 100.00 % 100.00 %  
Georgien / Georgia          
LLC arvato CRM Georgia, Tiflis 797 639 100.00 % 100.00 %  
Griechenland / Greece          
Fremantle Productions SA, Athen 1 0 100.00 % 75.73 %  
Großbritannien / Great Britain          
AIR Records Limited, London 0 0 100.00 % 100.00 %  
Arbie Productions Ltd., London 216 40 100.00 % 75.73 %  
Arrow Books Limited, London - - 100.00 % 75.00 % 1
Arvato CRM Limited, London 545 552 100.00 % 100.00 %  
Arvato Government Services (ERYC) Limited, London 0 -36 100.00 % 100.00 %  
Arvato Government Services Limited, Beverley -2,892 -36 80.10 % 80.10 %  
Arvato Limited, London 13,585 1,424 100.00 % 100.00 %  
Arvato Public Sector Services Limited, Beverley -1,770 -1,959 100.00 % 80.10 %  
Arvato Regulatory Services Limited, Glasgow 977 -2,994 100.00 % 100.00 %  
Arvato Systems UK & Ireland Limited, Cardiff 158 58 100.00 % 100.00 %  
Barrie & Jenkins Limited, London - - 98.00 % 73.50 % 1
Bartlett Bliss Productions Limited, London - - 100.00 % 75.00 % 1
Bellew & Higton Publishers Limited, London - - 100.00 % 75.00 % 1
Bertelsmann UK Limited, London 1,212,289 225,834 100.00 % 100.00 %  
BMG Production Music (UK) Limited, London -50 -491 100.00 % 100.00 %  
BMG RIGHTS MANAGEMENT (UK) Limited, London 120,853 11,368 100.00 % 100.00 %  
BMG VM Music Limited, London 36,025 -116 100.00 % 100.00 %  
Business Books Limited, London - - 100.00 % 75.00 % 1
Cavalcade Records Limited, London 0 0 100.00 % 100.00 %  
Century Benham Limited, London - - 100.00 % 75.00 % 1
Century Hutchinson Limited, London - - 100.00 % 75.00 % 1
Century Hutchinson Publishing Limited, London - - 100.00 % 75.00 % 1
Century Publishing Co. Limited, London - - 100.00 % 75.00 % 1
Chatto and Windus Limited, London - - 100.00 % 75.00 % 1
Cherry Westfield Ltd, London 13,929 853 100.00 % 100.00 %  
Children's Character Books Limited, London 1,455 -134 75.00 % 56.25 %  
Chrysalis Copyrights Limited, London 1,189 384 100.00 % 100.00 %  
Chrysalis Group Limited, London 0 0 100.00 % 100.00 %  
Chrysalis Holdings Limited, London 0 0 100.00 % 100.00 %  
Chrysalis Music Limited, London 24,891 2,364 100.00 % 100.00 %  
CLT-UFA UK Radio Limited, London 0 0 100.00 % 75.48 %  
Creole Records Limited, London 41 0 100.00 % 100.00 %  
Dorling Kindersley Limited, London 1,664 -10,614 100.00 % 75.00 %  
Frederick Warne & Co Limited, London 5,528 4,017 100.00 % 75.00 %  
Fremantle (UK) Productions Limited, London 3,312 21 100.00 % 75.73 %  
FremantleMedia Group Limited, London 223,862 8,202 100.00 % 75.73 %  
FremantleMedia Limited, London 196,341 11,714 100.00 % 75.73 %  
FremantleMedia Overseas Limited, London 54,259 138 100.00 % 75.73 %  
FremantleMedia Services Limited, London 0 0 100.00 % 75.73 %  
G.W. Mills Limited, London 0 0 100.00 % 100.00 %  
Grantham Book Services Limited, London - - 100.00 % 75.00 % 1
Gruner + Jahr Limited, London 346 43 100.00 % 100.00 %  
Hammond, Hammond and Company, Limited, London - - 100.00 % 75.00 % 1
Herbert Jenkins Limited, London - - 100.00 % 75.00 % 1
Hewrate Limited, London 20,738 -613 100.00 % 100.00 %  
Hornall Brothers Music Limited, London 1,584 184 100.00 % 100.00 %  
Hurst & Blackett Limited, London - - 100.00 % 75.00 % 1
Hutchinson & Co. (Publishers) Limited, London - - 100.00 % 75.00 % 1
Hutchinson Books Limited, London - - 100.00 % 75.00 % 1
Hutchinson Childrens Books Limited, London - - 100.00 % 75.00 % 1
Infectious Music Limited, London -183 -608 100.00 % 100.00 %  
Jackdaw Publications Limited, London - - 100.00 % 75.00 % 1
Jonathan Cape Limited, London - - 100.00 % 75.00 % 1
Ladybird Books Limited, London 3,077 -166 100.00 % 75.00 %  
Loaded Records Limited, London -417 354 100.00 % 100.00 %  
Mainstream Publishing Company (Edinburgh) Limited, Edinburgh 259 -155 100.00 % 75.00 %  
Martin Secker and Warburg Limited, London - - 100.00 % 75.00 % 1
Men From The North Limited, London 9 0 100.00 % 100.00 %  
Minder Music Limited, London 0 7,895 100.00 % 100.00 %  
Mute Records Limited, London 8,107 705 100.00 % 100.00 %  
Oxford Street Studios Limited, London 0 0 100.00 % 100.00 %  
Penguin Books Limited, London 140,107 14,480 100.00 % 75.00 %  
Penguin Random House Limited, London 512,974 24,723 75.00 % 75.00 %  
Plane Tree Publishers Limited, London - - 100.00 % 75.00 % 1
Prestel Publishing Limited, London 1,007 134 100.00 % 100.00 %  
Prinovis UK Limited, London -11,262 11,638 100.00 % 100.00 %  
Ram Records Limited, London -566 -12 100.00 % 100.00 %  
Random House Properties Limited, London - - 100.00 % 75.00 % 1
Random House Publishing Group Limited, London - - 100.00 % 75.00 % 1
Random House UK Ventures Limited, London - - 100.00 % 75.00 % 1
Relias Learning Ltd, London -2,944 -1,504 100.00 % 98.60 %  
Rock Music Company Limited, London 0 1,289 100.00 % 100.00 %  
RTL Group Support Services Limited, London 1,734 57 100.00 % 75.73 %  
Salspot Limited, London 328 -11 100.00 % 75.00 %  
Sanctuary Copyrights Limited, London 0 0 100.00 % 100.00 %  
Sanctuary Records Group Limited, London 35,230 398 100.00 % 100.00 %  
SelecTV Limited, London 0 0 100.00 % 75.73 %  
Sinclair - Stevenson Limited, London - - 100.00 % 75.00 % 1
Skint Records Limited, London 0 0 100.00 % 100.00 %  
Snowdog Enterprises Limited, London -17 -24 100.00 % 75.00 %  
Snowman Enterprises Limited, London 530 346 100.00 % 75.00 %  
SpotXchange Limited, London 700 286 100.00 % 75.73 %  
Stage Three Music (Catalogues) Limited, London 85,349 9,333 100.00 % 100.00 %  
Stage Three Music Publishing Limited, London 86,597 -61 100.00 % 100.00 %  
Stanley Paul & Co Limited, London - - 100.00 % 75.00 % 1
STOK UK Limited, London 1,792 286 100.00 % 100.00 %  
StyleHaul UK Ltd., London -1,149 72 100.00 % 75.73 %  
T. Werner Laurie, Limited, London - - 100.00 % 75.00 % 1
Talkback Productions Limited, London 0 0 100.00 % 75.73 %  
TalkbackThames UK Limited, London 0 0 100.00 % 75.73 %  
Thames Television Holdings Limited, London -3 3,833 100.00 % 75.73 %  
Thames Television Limited, London 0 0 100.00 % 75.73 %  
The Bodley Head Limited, London - - 100.00 % 75.00 % 1
The Book Service Limited, London - - 100.00 % 75.00 % 1
The Cresset Press Limited, London - - 100.00 % 75.00 % 1
The Echo Label Limited, London 927 19 100.00 % 100.00 %  
The Harvill Press Limited, London - - 100.00 % 75.00 % 1
The Hogarth Press Limited, London - - 100.00 % 75.00 % 1
The Random House Group Limited, London 199,552 55,295 100.00 % 75.00 %  
Tom Jones (Enterprises) Limited, London 0 0 99.00 % 99.00 %  
Transworld Publishers Limited, London - - 100.00 % 75.00 % 1
trnd Ltd., London -760 -346 100.00 % 100.00 %  
Trojan Recordings Limited, London 11 0 100.00 % 100.00 %  
UFA Fiction Limited, London 322 85 100.00 % 75.48 %  
Union Square Music Limited, London 2,773 1,260 100.00 % 100.00 %  
Union Square Music Publishing Limited, London 968 830 100.00 % 100.00 %  
Union Square Music Songs Limited, London 1,376 1,186 100.00 % 100.00 %  
USM Copyrights Limited, London -48 215 100.00 % 100.00 %  
USM Copyrights Nazareth Limited, London 0 0 100.00 % 100.00 %  
Ventura Publishing Limited, London 568 269 100.00 % 75.00 %  
Villeston Limited, London 10,909 332 100.00 % 100.00 %  
Virgin Books Limited, London 4,685 374 100.00 % 75.00 %  
Windswept Music (London) Limited, London 35,272 3,140 100.00 % 100.00 %  
Woodlands Books Limited, London 8,083 749 85.00 % 63.75 %  
Indien / India          
Bertelsmann Corporate Services India Private Limited, Neu-Delhi 916 203 100.00 % 100.00 %  
Bertelsmann Marketing Services India Private Limited, Neu-Delhi 10,937 902 100.00 % 100.00 %  
Dorling Kindersley Publishing Private Limited, Neu-Delhi 4,190 760 100.00 % 75.00 %  
Fremantle India TV Productions Pvt Ltd, Mumbai 4,778 214 100.00 % 75.73 %  
Penguin Random House India Private Limited, Neu-Delhi 8,230 3,519 100.00 % 75.00 %  
Ramyam Intelligence Lab Private Limited, Bangalore -4,484 -4,493 100.00 % 100.00 %  
YoBoHo New Media Private Limited, Mumbai 7,228 2,118 87.59 % 38.00 %  
Indonesien / Indonesia          
PT Dunia Visitama IDN/PMA, Jakarta -125 -522 100.00 % 75.73 %  
Irland / Ireland          
Arvato Finance Services Limited, Fairview 21,346 11,464 100.00 % 100.00 %  
Arvato Financial Solutions (Ireland) Limited, Dublin 509 -229 100.00 % 100.00 %  
Arvato SCM Ireland Limited, Balbriggan 9,107 4,285 100.00 % 100.00 %  
IFA Finance Designated Activity Company, Dublin -183 -283 100.00 % 100.00 %  
Penguin Random House Ireland Limited, Dublin 304 93 100.00 % 75.00 %  
Israel          
Abot Hameiri Communications Ltd., Tel Aviv -674 -221 51.00 % 38.62 %  
Italien / Italy          
Arvato Services Italia S.r.l., Grassobbio 868 658 100.00 % 100.00 %  
Best Sound Records S.r.l., Mailand 1,131 -101 100.00 % 100.00 %  
BMG RIGHTS MANAGEMENT (ITALY) S.r.l., Mailand 7,834 1,720 100.00 % 100.00 %  
Boats S.r.l., Rom 9 -2 100.00 % 47.33 %  
FremantleMedia Italia S.p.A., Rom 10,794 1,666 100.00 % 75.73 %  
Istituto Italiano d'Arti Grafiche S.p.A., Bergamo 2,740 -6,223 100.00 % 100.00 %  
Offside S.r.l., Rom 247 -83 100.00 % 47.33 %  
Quarto Piano S.r.l., Rom 17,582 -5,694 100.00 % 75.73 %  
Ricordi & C. S.r.l., Mailand 734 -732 100.00 % 100.00 %  
smartclip Italia S.r.l., Mailand 106 76 100.00 % 75.73 %  
Societa Holding Industriale di Grafica S.p.A., Bergamo 1,161 -696 100.00 % 100.00 %  
trnd S.r.l., Bozen -800 -896 100.00 % 100.00 %  
Wildside S.r.l., Rom 7,006 1,900 62.50 % 47.33 %  
Japan          
Alliant Kyoiku Support Services GK -66 -151 100.00 % 80.10 %  
Arvato Digital Services Japan Co., Ltd., Tokyo -183 173 100.00 % 100.00 %  
Kaimaninseln / Cayman Islands          
Gruner + Jahr China Fashion Advertising Limited, George Town -136 153 100.00 % 100.00 %  
Kanada / Canada          
AIS Assessment and Intelligence Systems, Inc., Montreal 1,369 794 100.00 % 100.00 %  
Arvato Digital Services Canada, Inc., Saint John 1,894 -854 100.00 % 100.00 %  
BMG Rights Management (Canada), Inc., Saint John 617 209 100.00 % 100.00 %  
BroadbandTV Corporation, Vancouver -17,611 -8,843 57.48 % 43.39 %  
Comprehensive Neuroscience of Canada, Inc. 220 -212 100.00 % 98.60 %  
FremantleMedia Canada Holdings Inc., Montreal 34,314 5 100.00 % 75.73 %  
Ludia Inc., Montreal 24,338 1,353 100.00 % 75.73 %  
Miso Film Canada Inc., Vancouver 17 0 100.00 % 38.62 %  
Penguin Random House Canada Limited, Toronto 19,428 8,056 100.00 % 75.00 %  
RTL Canada Ltd., Montreal 51,933 1,120 100.00 % 75.48 %  
Kolumbien / Colombia          
Arvato Colombia S.A.S., Floridablanca 1,877 342 100.00 % 100.00 %  
Arvato Services S.A.S., Bogota 348 -212 100.00 % 100.00 %  
Distribuidora Penguin Random House S.A.S., Bogota 2,220 10 100.00 % 75.01 %  
Penguin Random House Grupo Editorial S.A.S., Bogota 4,829 808 100.00 % 75.02 %  
Kroatien / Croatia          
FremantleMedia Hrvatska d.o.o., Zagreb 1,289 -1,329 100.00 % 75.73 %  
RTL Hrvatska d.o.o., Zagreb 2,256 602 100.00 % 75.48 %  
Lettland / Latvia          
SIA Arvato Systems Latvia, Riga 14 -586 100.00 % 100.00 %  
Luxemburg / Luxembourg          
B&CE S.A., Luxemburg 47,828 1,045 100.00 % 75.48 %  
Bertelsmann Business Support S.a r.l., Luxemburg 1,068,271 29,997 100.00 % 97.57 %  
Bertelsmann Digital Media Investments S.a r.l., Luxemburg 2,243 -874 100.00 % 100.00 %  
Bertelsmann Luxembourg S.a r.l., Luxemburg 1,118,961 -124 100.00 % 100.00 %  
Broadcasting Center Europe S.A., Luxemburg 11,818 -543 100.00 % 75.48 %  
CLT-UFA S.A., Luxemburg 3,151,701 477,918 99.73 % 75.48 %  
Data Center Europe S.a r.L., Luxemburg 295 31 100.00 % 75.48 %  
Duchy Digital S.A., Luxemburg 76 -2 100.00 % 75.48 %  
European News Exchange S.A., Luxemburg 1,031 63 100.00 % 57.89 %  
IP Luxembourg S.a r.l., Luxemburg 2,400 1,677 100.00 % 75.48 %  
Luxradio S.a r.L., Luxemburg 1,886 708 75.00 % 56.61 %  
Media Properties S.a r.l., Luxemburg 98,775 -241 100.00 % 75.48 %  
Media Real Estate S.A., Luxemburg 1,168 -824 100.00 % 75.48 %  
RTL AdConnect International S.A., Luxemburg 5,562 282 100.00 % 75.48 %  
RTL Belux S.A. & Cie SECS, Luxemburg 1,985 1,798 66.20 % 49.82 %  
RTL Belux S.A., Luxemburg 99 5 66.00 % 49.82 %  
RTL Group Germany S.A., Luxemburg 3,052,204 -646 100.00 % 75.48 %  
RTL Group S.A., Luxemburg 5,816,102 642,521 75.88 % 75.73 %  
Malaysia          
AGT Productions Sdn Bhd, Johor Bahru 16 -81 100.00 % 75.73 %  
Arvato Systems Malaysia Sdn. Bhd., Kuala Lumpur -152 401 100.00 % 100.00 %  
Marokko / Morocco          
Phone Academy SARL, Casablanca 44 16 100.00 % 60.00 %  
Phone Active SARL, Casablanca 10,888 10,762 100.00 % 60.00 %  
Phone Assistance S.A., Casablanca 1,851 1,152 60.01 % 60.00 %  
Phone Group S.A., Casablanca 8,931 8,084 60.00 % 60.00 %  
Phone Serviplus S.A., Casablanca 6,067 2,014 60.01 % 60.00 %  
Mexiko / Mexico          
Alliant International University-Campus Mexico, S.C. -2,821 -314 100.00 % 81.10 %  
Arist Servicios Educativos, S. de R.L. de C.V., Mexiko-Stadt -520 30 100.00 % 100.00 %  
Arvato de Mexico, S.A. de C.V., Mexiko-Stadt 19,382 4,810 100.00 % 100.00 %  
Ediciones B Mexico, S.A. de C.V. -2,398 -251 100.00 % 75.00 %  
FremantleMedia Mexico, S.A. de C.V., Mexiko-Stadt 1,876 431 100.00 % 75.73 %  
Grupo SL School of Medicine, S.A. de C.V. 931 -35 83.89 % 68.03 %  
Penguin Random House Grupo Editorial, S.A. de C.V., Mexiko-Stadt 17,785 4,626 100.00 % 75.00 %  
Saint Luke School of Medicine, S.C. -1,003 -1,238 99.90 % 67.96 %  
Neuseeland / New Zealand          
Penguin Random House New Zealand Limited, Rosedale 9,858 1,490 100.00 % 75.00 %  
Niederländische Antillen / Netherlands Antilles          
Grundy International Operations Ltd, St. Johns 69 0 100.00 % 75.73 %  
Niederlande / Netherlands          
8ball Music B.V., Laren 783 281 51.00 % 51.00 %  
Adfactor B.V., Den Haag 1,145 489 60.00 % 45.29 %  
Arvato Benelux B.V., Abcoude 14,691 3,765 100.00 % 100.00 %  
Arvato Finance B.V., Heerenveen 4,603 4,307 100.00 % 100.00 %  
Arvato Finance International B.V., Heerenveen -202 -24 100.00 % 100.00 %  
Arvato Financial Solutions Benelux Holding B.V., Heerenveen 3,260 2,893 100.00 % 100.00 %  
Bertelsmann Nederland B.V., Amsterdam 59,263 -375 100.00 % 100.00 %  
BMG Production Music (Benelux) B.V., Hilversum 2,341 863 100.00 % 100.00 %  
BMG RIGHTS MANAGEMENT (Benelux) B.V., Amsterdam 9,500 2,969 100.00 % 100.00 %  
Fiction Valley B.V., Hilversum 1,027 221 100.00 % 75.73 %  
FremantleMedia Netherlands B.V., Hilversum 96,156 24,562 100.00 % 75.73 %  
FremantleMedia Overseas Holdings B.V., Hilversum -574 -1,019 100.00 % 75.73 %  
Grundy International Holdings (I) B.V., Hilversum 36 0 100.00 % 75.73 %  
Infoscore Nederland B.V., Heerenveen -4,805 203 100.00 % 100.00 %  
Livis B.V., Rotterdam 9 37 100.00 % 75.48 %  
No Pictures Please Productions B.V., Amsterdam -14 -234 75.00 % 56.79 %  
Penguin Books Benelux B.V., Amsterdam 280 217 100.00 % 75.00 %  
RTL Group Beheer B.V., Hilversum 1,138,180 260,890 100.00 % 75.73 %  
RTL Live Entertainment B.V., Hilversum 3,064 -5 100.00 % 75.48 %  
RTL Nederland B.V., Hilversum 114,281 46,815 100.00 % 75.48 %  
RTL Nederland Film Venture B.V., Hilversum 2,709 386 100.00 % 75.48 %  
RTL Nederland Holding B.V., Hilversum 586,106 39,302 100.00 % 75.48 %  
RTL Nederland Interactief B.V., Hilversum 36,107 5,413 100.00 % 75.48 %  
RTL Nederland Productions B.V., Hilversum 3,273 18 100.00 % 75.48 %  
RTL Nederland Ventures B.V., Hilversum 18,039 -71 100.00 % 75.48 %  
smartclip Benelux B.V., Amsterdam -4,292 -804 100.00 % 75.73 %  
SpotXchange Benelux B.V., Amsterdam 1,411 238 100.00 % 75.60 %  
The Entertainment Group B.V., Katwijk -2,408 1,952 100.00 % 75.48 %  
Themakanalen B.V., Hilversum 1,115 1,076 75.00 % 56.61 %  
trnd B.V., Amsterdam -2,674 -1,359 100.00 % 100.00 %  
UC Investment B.V., Druten 3,111 1,202 100.00 % 100.00 %  
Norwegen / Norway          
Arvato Finance AS, Oslo 5,912 22 100.00 % 100.00 %  
FremantleMedia Norge AS, Oslo -227 245 100.00 % 75.73 %  
Gothia AS, Oslo 4,173 3,312 100.00 % 100.00 %  
Gothia Holding AS, Oslo 48,625 42,002 100.00 % 100.00 %  
Miso Film Norge AS, Oslo 641 632 100.00 % 38.62 %  
Österreich / Austria          
1000PS Internet GmbH, Wien 254 141 76.00 % 45.52 %  
Arvato Logistics Services GmbH, Wien 893 295 100.00 % 100.00 %  
AZ Direct Österreich GmbH, Wien 2,078 347 100.00 % 100.00 %  
Bertelsmann Österreich GmbH, Wien 55,427 -5,080 100.00 % 100.00 %  
Credify Informationsdienstleistungen GmbH, Wien 163 -107 60.00 % 60.00 %  
G+J Holding GmbH, Wien 4,413 -1,002 100.00 % 100.00 %  
infoscore austria gmbh, Wien 3,967 2,761 100.00 % 100.00 %  
IP Österreich GmbH, Wien 4,866 4,212 50.00 % 37.74 %  
RTL Group Austria GmbH, Wien 151 -94 100.00 % 75.48 %  
Verlagsservice für Bildungssysteme und Kunstobjekte Gesellschaft m.b.H. & Co. KG 309 -102 100.00 % 100.00 %  
Verlagsservice für Bildungssysteme und Kunstobjekte Gesellschaft m.b.H., Wien 40 2 100.00 % 100.00 %  
Peru          
Arvato Services S.A.C., Lima 3 -1 100.00 % 100.00 %  
Penguin Random House Grupo Editorial S.A., Miraflores, Lima 1,037 848 100.00 % 75.00 %  
Philippinen / Philippines          
Arvato Corp., Quezon City 6,295 2,645 100.00 % 100.00 %  
Polen / Poland          
Administration Personnel Services Sp. z o.o., Warschau 666 653 100.00 % 100.00 %  
Arvato Polska Sp. z o.o., Warschau 8,381 2,533 100.00 % 100.00 %  
FremantleMedia Polska Sp. z o.o., Warschau 4,758 454 100.00 % 75.73 %  
Portugal          
Arvato Services Portugal, Unipessoal, Lda., Lissabon 2,212 1,353 100.00 % 100.00 %  
Bertelsmann Portuguesa, SGPS, Lda., Lissabon 1,687 329 100.00 % 100.00 %  
FremantleMedia Portugal SA, Amadora 2,908 1,050 100.00 % 75.73 %  
Motor-Press Lisboa S.A., Cruz Quebrada -5,943 -4,392 75.00 % 44.93 %  
Penguin Random House Grupo Editorial, Unipessoal, Lda., Lissabon -823 -392 100.00 % 75.00 %  
Rumänien / Romania          
Arvato Services SRL, Brasov 1,202 465 100.00 % 100.00 %  
Cable Channels SA, Bukarest 40 -43 100.00 % 75.48 %  
Russland / Russia          
Arvato Rus LLC, Jaroslawl 6,104 3,145 100.00 % 100.00 %  
OOO Jaroslawskij Poligraphitscheskij Kombinat, Jaroslawl 2,821 1,023 100.00 % 100.00 %  
OOO Sonopress, Jaroslawl 2,206 796 100.00 % 100.00 %  
Schweden / Sweden          
Arvato Finance AB, Varberg 25,875 18,197 100.00 % 100.00 %  
Arvato Holding AB, Varberg 51,305 17,682 100.00 % 100.00 %  
BMG Rights Management (Scandinavia) AB, Stockholm 15,994 -459 100.00 % 100.00 %  
FremantleMedia Sverige AB, Stockholm 922 -51 100.00 % 75.73 %  
Miso Film Sverige AB, Stockholm 1,024 974 100.00 % 38.62 %  
SHOC Media Agency AB, Stockholm 15 11 100.00 % 75.73 %  
smartclip Nordics AB, Stockholm 2,304 1,640 100.00 % 75.73 %  
Vidispine AB, Kista 532 -103 100.00 % 100.00 %  
Schweiz / Switzerland          
Arcadia Verlag AG, Zug 16,374 7 100.00 % 100.00 %  
Arvato Systems Schweiz AG, Zug -401 107 100.00 % 100.00 %  
AZ Direct AG, Cham 1,112 220 100.00 % 100.00 %  
Bertelsmann Asia Investments AG, Zug 181,645 53,210 100.00 % 100.00 %  
Infoscore Inkasso AG, Schlieren 2,658 1,650 100.00 % 100.00 %  
Media Select AG, Ittigen 553 1 100.00 % 100.00 %  
Motor-Presse (Schweiz) AG, Volketswil 684 53 100.00 % 59.90 %  
Verlagsservice Süd AG, Zug 264 1,150 100.00 % 100.00 %  
Senegal          
Phone Group Senegal S.A.R.L., Dakar 2,284 1,039 100.00 % 60.00 %  
Singapur / Singapore          
Arvato Digital Services Pte. Ltd., Singapur 3,853 1,925 100.00 % 100.00 %  
Fremantle Productions Asia Pte. Ltd., Singapur -2,143 -364 100.00 % 75.73 %  
RTL Group Asia Pte. Ltd., Singapur -20,552 -19,439 100.00 % 75.73 %  
SpotX Singapore Pte. Ltd., Singapur 156 95 100.00 % 75.73 %  
Spanien / Spain          
Arvato Iberia, S.L.U., Madrid 505 283 100.00 % 100.00 %  
Arvato Services Iberia, S.A.U., Barcelona -45,901 -621 100.00 % 100.00 %  
Arvato Services Spain, S.A.U., Madrid 3,862 -451 100.00 % 100.00 %  
Arvato Technical Information, S.L., Martorell 646 420 100.00 % 100.00 %  
Bertelsmann Espana, S.L., Barcelona 72,123 19,005 100.00 % 100.00 %  
BMG Rights Management and Administration (Spain), S.L., Madrid 343 78 100.00 % 100.00 %  
Centro de Imposicion Palleja, S.L., Barcelona 2,627 -474 100.00 % 100.00 %  
Direct Group Grandes Obras, S.L., Barcelona 624 358 100.00 % 75.00 %  
Fremantle de Espana, S.L., Madrid - - 99.60 % 75.42 % 1
FremantleMedia Espana, S.A., Madrid -7,848 -64 100.00 % 75.73 %  
Grupo Editorial Bertelsmann, S.L., Barcelona 7,774 -4,164 100.00 % 100.00 %  
Motorpress Iberica, S.A., Madrid 497 151 100.00 % 59.90 %  
Penguin Books, S.A., Madrid 829 662 100.00 % 75.00 %  
Penguin Random House Grupo Editorial, S.A.U., Barcelona 134,225 6,270 100.00 % 75.00 %  
Printer Industria Grafica Newco, S.L.U., Barcelona 1,976 -702 100.00 % 100.00 %  
Qualytel Andalucia, S.A.U., Sevilla 1,321 1,105 100.00 % 100.00 %  
Qualytel Teleservices, S.A.U., Madrid -2,013 -2,520 100.00 % 100.00 %  
Team 4 Collection and Consulting, S.L.U., Madrid 1,622 171 100.00 % 100.00 %  
THE REAL NETWORK DIALOGUE, S.L., Barcelona 175 -6 100.00 % 100.00 %  
Tria Global Services, S.L.U., Madrid -26 -64 100.00 % 100.00 %  
Südafrika / South Africa          
Penguin Random House South Africa (Pty) Ltd., Johannesburg 7,242 1,787 100.00 % 75.00 %  
Random House Struik Proprietary Limited, Kapstadt 0 0 100.00 % 75.00 %  
Verlag Automobil Wirtschaft (Pty) Ltd., Uitenhage 1,146 239 100.00 % 100.00 %  
Südkorea / South Korea          
Penguin Random House Korea LLC, Seoul 16 -109 100.00 % 75.00 %  
Thailand          
Arvato Services (Thailand) Ltd., Bangkok -450 -167 100.00 % 74.40 %  
arvato systems (Thailand) Ltd., Bangkok 91 -58 100.00 % 100.00 %  
Thai B E Holding Ltd., Bangkok -37 -10 49.80 % 49.80 %  
Tschechische Republik / Czech Republic          
Arvato Services Management Czech Republic s.r.o., Prag -29 -3 100.00 % 100.00 %  
Arvato Services k.s., Prag 3,828 -21 100.00 % 100.00 %  
Türkei / Turkey          
Arvato Lojistik Dis Ticaret ve E Ticaret Hismetleri Anonim Sirketi, Istanbul 2,831 1,304 100.00 % 100.00 %  
Arvato Telekomünikasyon Hizmetleri Anonim Sirketi, Istanbul 5,246 933 100.00 % 100.00 %  
Ligatus Iletisim Hizmetleri Anonim Sirketi, Istanbul 550 0 100.00 % 100.00 %  
Teleservice International Telefon Onarim ve Ticaret Limited Sirketi, Istanbul 2,559 67 100.00 % 100.00 %  
Ukraine          
Limited Liability Company "UC Real Estate", Charkiw 274 423 100.00 % 100.00 %  
Ungarn / Hungary          
Home Shopping Service Hongrie SA, Budapest - - 100.00 % 36.49 % 1
Magyar RTL Televizio Zrt., Budapest 54,466 1,303 100.00 % 75.48 %  
R-Time Kft., Budapest 1,399 110 100.00 % 75.48 %  
RTL Holding Kft., Budapest 16,013 -75 100.00 % 75.48 %  
RTL Services Kft., Budapest 445 164 100.00 % 75.48 %  
trnd Central Eastern Europe Kft., Budapest 12 -191 100.00 % 100.00 %  
UFA Magyarorszag Kft., Budapest 3,073 1,426 100.00 % 75.48 %  
Uruguay          
Ediciones B Uruguay S.A. 726 13 100.00 % 75.00 %  
Editorial Sudamericana Uruguaya S.A., Montevideo 1,873 613 100.00 % 75.04 %  
USA          
495 Productions Holdings LLC, Burbank -5,347 242 75.00 % 56.79 %  
ACI Communications, Inc., Burbank 844 -535 100.00 % 75.73 %  
Advanced Practice Strategies, Inc., Wilmington 4,292 1,818 100.00 % 98.60 %  
AHC Media LLC, Norcross 19,879 -715 100.00 % 98.60 %  
Alliant International University, Inc., Sacramento -7,603 -15,800 80.10 % 80.10 %  
Amygdala Records, Inc., Burbank 1,069 -9,957 100.00 % 75.73 %  
Arist Education System Fund LP, Wilmington 28,760 -22 100.00 % 100.00 %  
Arist Education System LLC, Wilmington 67,896 1,032 100.00 % 100.00 %  
Arvato Digital Services LLC, Wilmington 250,832 -3,618 100.00 % 100.00 %  
arvato Entertainment LLC, Wilmington -1,926 4,367 100.00 % 100.00 %  
Arvato Systems North America, Inc., Wilmington -2,448 238 100.00 % 100.00 %  
Audigram Songs, Inc., Nashville 623 7 100.00 % 100.00 %  
Berryville Graphics, Inc., Wilmington 59,915 2,559 100.00 % 100.00 %  
Bertelsmann Accounting Services, Inc., Wilmington -569 -606 100.00 % 100.00 %  
Bertelsmann Digital Media Investments, Inc., Wilmington 10,937 -1,952 100.00 % 100.00 %  
Bertelsmann Education Services LLC, Wilmington 25,134 972 100.00 % 100.00 %  
Bertelsmann Health & Human Science Education LLC, Wilmington 2,474 -22 100.00 % 100.00 %  
Bertelsmann Learning LLC, Wilmington 425,356 -980 98.60 % 98.60 %  
Bertelsmann PRH Finance, Inc., Wilmington 878,360 7,452 100.00 % 100.00 %  
Bertelsmann Publishing Group, Inc., Wilmington 1,092,371 754,962 85.71 % 85.71 %  
Bertelsmann Ventures, Inc., Wilmington 29,977 731 100.00 % 100.00 %  
Bertelsmann, Inc., Wilmington 1,219,202 136,218 100.00 % 100.00 %  
Big Balls LLC, Burbank -8,445 -1,749 95.00 % 71.94 %  
BMG Audiovisual Productions LLC, Wilmington -23 -25 100.00 % 100.00 %  
BMG Production Music, Inc., New York 2,559 216 100.00 % 100.00 %  
BMG Rights Management (US) LLC, Wilmington 53,047 13,515 100.00 % 100.00 %  
BroadbandTV (USA), Inc., New York 0 0 100.00 % 43.39 %  
Care Management Technologies, Inc., Wilmington 692 -243 100.00 % 98.60 %  
Cathedral Technologies LLC, Burbank 535 88 100.00 % 56.79 %  
Coral Graphic Services, Inc., New York 47,469 13,482 100.00 % 100.00 %  
FCB Productions, Inc., Burbank 49,928 -1,274 100.00 % 75.73 %  
Frederick Warne & Co. LLC, Wilmington - - 100.00 % 75.00 % 1
Fremantle International, Inc., New York -126 0 100.00 % 75.73 %  
Fremantle Productions North America, Inc., Dover 258,048 49,332 100.00 % 75.73 %  
Fremantle Productions, Inc., Burbank 99 0 100.00 % 75.73 %  
FremantleMedia Latin America, Inc., Miami -547 -93 100.00 % 75.73 %  
FremantleMedia Licensing, Inc., New York 19 0 100.00 % 75.73 %  
FremantleMedia North America, Inc., New York 134,255 22,794 100.00 % 75.73 %  
Golden Treasures LLC, Wilmington -1,565 -3 100.00 % 75.00 %  
Good Games Live, Inc., Burbank 8,031 1,472 100.00 % 75.73 %  
Haskell Studio Rentals, Inc., New York -129 -240 100.00 % 75.73 %  
LiquidM, Inc., Wilmington 4,555 42 100.00 % 100.00 %  
Max Post, Inc., Burbank 2,229 -20,555 100.00 % 75.73 %  
Music Box Library, Inc., Burbank -5,134 -18 100.00 % 75.73 %  
Offset Paperback Mfrs., Inc., Wilmington 15,975 -2,090 100.00 % 100.00 %  
Online HealthNow, Inc., Tallahassee 14,020 -226 100.00 % 98.60 %  
OP Services LLC, Burbank 0 0 100.00 % 75.73 %  
Original Productions LLC, Burbank 5,227 38,686 100.00 % 75.73 %  
Pajama Pants Productions LLC, Burbank -19 11 100.00 % 56.79 %  
Penguin Random House Grupo Editorial (USA) LLC, Wilmington -977 371 100.00 % 75.00 %  
Penguin Random House LLC, Wilmington -41,036 319,999 100.00 % 75.00 %  
Prestel Publishing LLC, Wilmington -3,017 -1,897 100.00 % 100.00 %  
PRH Holdings, Inc., Wilmington 959,689 594,825 83.66 % 71.70 %  
PRH Publications, Inc., Wilmington 1,078,801 64,520 100.00 % 78.71 %  
R & B Music LLC, Los Angeles 99 1 50.00 % 50.00 %  
Random House Children's Entertainment LLC, Wilmington -4,634 -14 100.00 % 75.00 %  
Red Brown Venture LLC, Wilmington -4,400 1,465 100.00 % 100.00 %  
RediLearning Corp., Wilmington 3,793 2,829 100.00 % 98.60 %  
Relias Learning LLC, Sacramento 107,789 11,460 100.00 % 98.60 %  
Rise Records, Inc., Salem 7,229 -1,667 100.00 % 100.00 %  
RTL US Holding, Inc., Wilmington 151,765 -3,153 100.00 % 75.73 %  
Sasquatch Books LLC, Wilmington 750 61 100.00 % 75.00 %  
SFLS, Inc., Wilmington 5,564 205 100.00 % 80.10 %  
Smashing Ideas LLC, Wilmington 148 -1,417 100.00 % 75.00 %  
SND Films LLC, New York 213 0 100.00 % 36.55 %  
SND USA, Inc., Wilmington 935 -443 100.00 % 36.55 %  
SpotX, Inc., Wilmington 54,068 5,259 100.00 % 75.73 %  
Sputnik 84 LLC, New York -5 81 100.00 % 75.00 %  
Stern Magazine Corp., New York 4,095 91 100.00 % 100.00 %  
Straightaway Health Careers, Inc., Wilmington -1,471 -1,562 100.00 % 100.00 %  
Studio Production Services, Inc., Burbank 12,546 2,615 100.00 % 75.73 %  
StyleHaul Productions, Los Angeles 9 0 100.00 % 75.73 %  
StyleHaul, Inc., Los Angeles -9,300 -18,257 100.00 % 75.73 %  
TCF Productions, Inc., Burbank 85 0 100.00 % 75.73 %  
This is Hit, Inc., Nashville 28,074 -9,271 100.00 % 100.00 %  
Tiny Riot LLC, Dover -3,862 -81 100.00 % 75.73 %  
WhiteCloud Analytics, Inc., Wilmington -404 -1,537 100.00 % 98.60 %  
YoBoHo New Media, Inc., New York 39 23 100.00 % 38.00 %  
II.B. Nach der Equity-Methode einbezogene Gemeinschaftsunternehmen / Joint ventures accounted for using the equity method          
Belgien / Belgium          
New Contact S.A., Brüssel 155 46 50.00 % 37.74 %  
Deutschland / Germany          
ABIS GmbH, Frankfurt am Main 34 0 100.00 % 49.00 % 2
bedirect GmbH & Co. KG, Gütersloh -304 797 50.00 % 50.00 %  
Delta Advertising GmbH, München 34 0 100.00 % 33.97 % 2
Deutsche Post Adress Geschäftsführungs GmbH, Bonn 61 -9 49.00 % 49.00 %  
Deutsche Post Adress GmbH & Co. KG, Bonn 20,626 18,759 49.00 % 49.00 %  
Euro Transport Media Verlags- und Veranstaltungsgesellschaft mbH, Stuttgart 1,040 379 40.00 % 23.96 %  
G+J NG Media GmbH & Co. KG, Hamburg 3,225 1,436 50.00 % 50.00 %  
Honey GmbH, Hamburg 869 -104 50.00 % 50.00 %  
MAIRDUMONT NETLETIX GmbH & Co. KG, Ostfildern 1,135 0 45.00 % 33.97 % 2
MAIRDUMONT NETLETIX Verwaltungs GmbH, Stuttgart 25 0 45.00 % 33.97 %  
Q division GmbH, Frankfurt am Main 87 -392 30.01 % 22.65 %  
RISER ID Services GmbH, Berlin 2,257 2,033 100.00 % 49.00 %  
Rodale-Motor-Presse GmbH & Co. KG Verlagsgesellschaft, Stuttgart 617 514 50.00 % 29.95 %  
RTL DISNEY Fernsehen Geschäftsführungs GmbH, Köln 94 0 100.00 % 37.74 %  
RTL DISNEY Fernsehen GmbH & Co. KG, Köln 27,116 0 50.00 % 37.74 % 2
Vogel Motor-Presse Procurement GmbH, Würzburg 113 4 50.00 % 29.95 %  
Frankreich / France          
Panora Services SAS, Paris 752 -19 50.00 % 18.27 %  
Serie Club SA, Neuilly-sur-Seine 4,035 2,131 49.99 % 18.27 %  
Mexiko / Mexico          
Editorial Motorpress Televisa, S.A. de C.V., Mexiko-Stadt 594 -478 50.00 % 29.95 %  
Niederlande / Netherlands          
Benelux Film Investments B.V., Schelluinen 3,798 891 50.00 % 37.74 %  
Future Whiz Media B.V., Amsterdam -2,038 -241 29.82 % 22.51 %  
Grundy Endemol Productions VOF, Hilversum 318 6,572 50.00 % 37.86 %  
NLZiet Coöperatief U.A., Hilversum -8,089 -1,544 33.33 % 25.16 %  
Solvo B.V., Amsterdam 800 -557 43.85 % 33.10 %  
Spanien / Spain          
Motorpress Rodale, S.L., Madrid 207 -690 50.00 % 29.95 %  
USA          
Think Music LLC, Wilmington 1,087 2 50.00 % 50.00 %  
Vice Food LLC, Wilmington 782 784 30.00 % 22.72 %  
II.C. Nach der Equity-Methode einbezogene assoziierte Unternehmen / Associates accounted for using the equity method          
Australien / Australia          
Jack Irish Dead Point Pty Ltd, St. Leonards - - 11.00 % 6.25 % 1
Rake 3 Pty Ltd, St. Leonards - - 11.00 % 6.25 % 1
Brasilien / Brazil          
Affero Lab Participacoes S.A., Rio de Janeiro 11,275 -6,931 41.93 % 41.93 %  
Bozano Educacional II FIP, Rio de Janeiro 60,432 26,633 40.00 % 40.00 %  
Editora Schwarcz S.A., Sao Paulo 23,527 1,205 45.00 % 33.75 %  
China          
Beijing 352 Environmental Protection Technology Co., Ltd., Peking 20,089 -2,268 9.03 % 9.03 %  
Beijing Yi Jiu Pi E-commerce Co., Ltd., Peking 115,481 -2,850 10.74 % 10.74 %  
Beijing Yiheng Chuangyuan Technology Co., Ltd., Peking 7,639 -5,787 10.79 % 10.79 %  
Cote d'Ivoire          
Life TV SA 7,077 0 33.33 % 12.18 %  
Deutschland / Germany          
BCS Broadcast Sachsen GmbH & Co. KG, Dresden 1,739 1,329 55.00 % 35.92 %  
Mediengesellschaft Mittelstand Niedersachsen GmbH, Braunschweig 390 156 23.12 % 4.35 %  
NiedersachsenRock 21 GmbH & Co. KG, Garbsen 2,350 1,538 29.83 % 15.25 %  
Radio Hamburg GmbH & Co. KG, Hamburg 8,385 7,281 29.17 % 22.02 %  
RTL 2 Fernsehen Geschäftsführungs GmbH, Grünwald 886 489 35.90 % 27.10 %  
RTL 2 Fernsehen GmbH & Co. KG, Grünwald 65,602 54,423 36.54 % 27.10 %  
SPIEGEL-Verlag Rudolf Augstein GmbH & Co. KG, Hamburg 81,000 29,860 25.25 % 25.25 %  
Frankreich / France          
6&7 SAS, Paris 34 -981 49.00 % 17.91 %  
Elephorm SAS, Lyon 1,288 -244 34.00 % 12.43 %  
Quicksign SAS, Paris 883 -301 24.90 % 9.10 %  
Stephane Plaza Franchise SAS, Levallois Perret 6,234 2,309 49.00 % 17.91 %  
Großbritannien / Great Britain          
Bend IT TV Limited, London -293 -245 25.00 % 18.93 %  
Corona Television Limited, London -1,292 -560 25.00 % 18.93 %  
Dancing Ledge Productions Limited, London 120 -228 24.98 % 18.93 %  
Dr Pluto Films Limited, London -168 -494 25.00 % 18.93 %  
Duck Soup Films Limited, Leeds -6 -497 25.00 % 18.93 %  
Full Fat Television Limited, Cheltenham -332 -446 24.81 % 18.93 %  
Label1 Television Limited, London 334 -5 25.00 % 18.93 %  
Man Alive Entertainment Limited, London -1,130 -675 25.00 % 18.93 %  
Naked Entertainment Limited, Cheltenham -1,520 -659 24.98 % 18.92 %  
Squawka Ltd, London -174 -1,581 34.77 % 26.33 %  
Wild Blue Media Limited, London -198 -520 25.00 % 18.93 %  
Indien / India          
BigFoot Retail Solutions Private Limited, Neu-Delhi 3,535 -3,652 33.83 % 33.83 %  
India Property Online Private Limited, Chennai -216 -2,957 37.65 % 37.65 %  
i-Nurture Education Solutions Private Limited, Bangalore 4,650 -9,427 34.77 % 34.77 %  
Lendingkart Technologies Private Limited, Ahmedabad 19,228 -8,500 17.34 % 17.34 %  
Ruptub Solutions Private Limited, Bangalore 23,846 -15,383 13.45 % 13.45 %  
Kaimaninseln / Cayman Islands          
Bigo Inc., Grand Cayman 101,575 5,383 9.09 % 9.09 %  
Know Box Limited, Grand Cayman 0 0 6.70 % 6.70 %  
moKredit Inc., Grand Cayman 12,961 10,041 17.09 % 17.09 %  
See Mobile Technology, Grand Cayman 10,348 -2,712 12.23 % 12.23 %  
TrendSutra Cayman Holdings Limited, Grand Cayman 23,616 -19,706 22.18 % 22.18 %  
TuanChe Limited, Grand Cayman 14,128 504 13.60 % 13.60 %  
Zaozuo Zaohua ZWORKS Ltd., Grand Cayman 9,683 -4,398 13.40 % 13.40 %  
Kanada / Canada          
UMI Mobile, Inc., Montreal 1,248 -291 35.30 % 23.78 %  
Niederlande / Netherlands          
HelloSparkle B.V., Den Haag 31 -9 25.00 % 18.87 %  
Flinders B.V., Zaandam 4,236 -298 20.00 % 15.10 %  
Schweiz / Switzerland          
Goldbach Audience (Switzerland) AG, Küsnacht 2,602 635 24.95 % 18.83 %  
Goldbach Media (Switzerland) AG, Küsnacht 25,780 26,162 22.96 % 17.33 %  
MF Group Factoring AG, St. Gallen 1,418 275 49.00 % 49.00 %  
Swiss Radioworld AG, Zürich 2,713 2,280 23.08 % 17.42 %  
Singapur / Singapore          
Eruditus Learning Solutions Pte. Ltd., Singapur -2,648 -3,093 17.37 % 17.37 %  
Spanien / Spain          
Atresmedia Corporacion de Medios de Comunicacion, S.A., San Sebastian de los Reyes 446,403 137,972 18.72 % 14.13 %  
USA          
@Radical.Media LLC, New York -1,247 -586 34.50 % 26.13 %  
CLYPD, Inc., Somerville -4,451 -7,799 19.49 % 14.76 %  
Eureka Productions LLC, Camden -3,141 -1,877 25.00 % 18.93 %  
HotChalk, Inc., Wilmington -29,937 -29,569 46.96 % 46.96 %  
Inception VR, Inc., Wilmington 7,227 -2,218 17.74 % 13.39 %  
The Pet Collective LLC, Los Angeles -17 229 35.00 % 26.50 %  
Udacity, Inc., Wilmington 50,284 -33,502 18.61 % 18.61 %  
University Ventures Fund I BeCo-Investment, L.P., New York 10,704 1,161 100.00 % 100.00 %  
University Ventures Fund I, L.P., New York 46,754 965 47.27 % 47.27 %  
University Ventures Fund II, L.P., Delaware 92,791 11,098 55.10 % 55.10 %  
VideoAmp, Inc., New York 543 -15,081 26.43 % 19.95 %  

III. Wegen untergeordneter Bedeutung nicht in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen / Companies excluded from consolidation due to negligible importance

Name und Sitz der Gesellschaft - Name and place of the company Eigenkapital - Equity
(T€)
Ergebnis - Result
(T€)
Direkte Beteiligung durch Konzerngesellschaft(en) - Direct share by group company / companies Konzernanteil - Group share
III.A. Nicht vollkonsolidierte Tochterunternehmen / Not fully consolidated subsidiaries          
Argentinien / Argentina          
Grundy Productions S.A., Buenos Aires n/a n/a 100.00 % 75.73 %  
Belgien / Belgium          
G+J International Media Sales, Gent 203 34 100.00 % 100.00 %  
Brasilien / Brazil          
BMG Rights Management Brasil Ltda., Sao Paulo 301 -222 100.00 % 100.00 %  
China          
G+J - CLIP (Beijing) Publishing Consulting Co. Ltd., Peking -5,330 -26 80.21 % 80.21 %  
Relias Learning (Beijing) Consulting Co. Ltd., Peking n/a n/a 100.00 % 100.00 %  
Shanghai Bertelsmann Culture Industry Co. Ltd., Shanghai -7,747 -304 100.00 % 100.00 %  
Deutschland / Germany          
11 Freunde Verlag Verwaltungsgesellschaft mbH, Berlin 31 2 100.00 % 51.00 %  
Antenne Niedersachsen Geschäftsführungs-GmbH, Hannover 46 1 100.00 % 39.12 %  
APD Antenne Niedersachsen GmbH & Co. Produktions- und Distributions-KG, Hannover 512 90 100.00 % 39.12 %  
Arvato SCM Kamen GmbH, Gütersloh n/a n/a 100.00 % 100.00 %  
BCS Broadcast Sachsen Verwaltungsgesellschaft mbH, Dresden 23 0 55.00 % 35.92 %  
Berliner Presse Vertrieb Verwaltungs GmbH, Hamburg 32 1 100.00 % 100.00 %  
DDV Beteiligungs GmbH, Dresden 39 1 100.00 % 60.00 %  
DIPLOMA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH, Schönefeld 70 28 94.80 % 89.10 %  
DirectSourcing Germany GmbH, München n/a n/a 100.00 % 100.00 % 2
Funkhaus Halle Komplementär-GmbH, Halle (Saale) 29 2 100.00 % 43.93 %  
G+J / Klambt Style-Verlag Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg 33 2 100.00 % 50.10 %  
G+J Immobilien-Verwaltungs GmbH, Hamburg 87 1 100.00 % 100.00 %  
GEO Verlags- und Vertriebsgesellschaft mbH, München 12 9 100.00 % 100.00 %  
Motor Presse Stuttgart Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung, Stuttgart 524 26 59.90 % 59.90 %  
Motor Presse Venture GmbH, Stuttgart 806 -19 100.00 % 59.90 %  
RTL AdConnect GmbH, Köln 1,575 498 100.00 % 75.48 %  
RTL Lux GmbH, Berlin 25 0 100.00 % 75.48 %  
Screenworks Köln GmbH, Köln 643 226 64.00 % 48.31 %  
Sellwell Verwaltungs GmbH, Hamburg 27   70.00 % 70.00 %  
TAG24 NEWS Deutschland GmbH, Dresden n/a n/a 100.00 % 60.00 % 2
The Wave Hörfunk GmbH, Berlin 94 0 100.00 % 75.48 %  
topac GmbH, Gütersloh 32 0 100.00 % 100.00 % 2
Frankreich / France          
A2B Communication SARL, Paris 81 0 99.89 % 36.51 %  
ASF 8 SARL, Vendin-le-Vieil -9 -2 100.00 % 100.00 %  
ASF 9 SARL, Vendin-le-Vieil -7 -2 100.00 % 100.00 %  
Canal Star SARL, Paris 2,409 -87 99.96 % 36.54 %  
FM Graffiti SARL, Paris 870 -44 99.80 % 36.48 %  
Gigasud SARL, Paris -7 -1 99.00 % 36.18 %  
Gruner + Jahr International Services Marketing et Media SARL, Paris -171 38 100.00 % 100.00 %  
Media Strategie SARL, Paris -224 -108 99.86 % 36.50 %  
Mediapanel SARL, Paris 269 77 99.80 % 36.48 %  
Music Nancy FM SARL, Nancy -7 -28 51.00 % 18.64 %  
Paris Television SARL, Paris 86 -1 100.00 % 75.37 %  
PARISONAIR SARL, Paris 490 195 99.00 % 36.18 %  
Porte Sud SARL, Mülhausen -3 -5 99.80 % 36.48 %  
Radio Golfe SARL, Paris 207 6 98.75 % 36.09 %  
SCM-A SARL, Noyelles sous Lens -9 -3 100.00 % 100.00 %  
Societe Operatrice de Multiplex R4 SAS, Neuilly-sur-Seine 63 0 50.25 % 18.37 %  
Societe Privee de Radiodiffusion Gibus Bourgogne SARL, Paris 43 -168 99.99 % 36.55 %  
T-Commerce SAS, Neuilly-sur-Seine -10 -3 100.00 % 36.55 %  
Großbritannien / Great Britain          
Allen Lane The Penguin Press Limited, London 152 0 100.00 % 75.00 %  
Alomo Productions Limited, London n/a n/a 100.00 % 75.73 %  
Arvato Financial Solutions Limited, Glasgow n/a n/a 100.00 % 100.00 %  
Bantam Books Limited, London   0 100.00 % 75.00 %  
Bertelsmann Corporate Services Limited, London 0 0 100.00 % 100.00 %  
Carousel Books Limited, London 0 0 100.00 % 75.00 %  
Corgi Books Limited, London 0 0 100.00 % 75.00 %  
Dorling Kindersley Vision Limited, London 0 0 100.00 % 75.00 %  
Euston Films Limited, London -10 0 100.00 % 75.73 %  
Flaname 0 Limited, London n/a n/a 100.00 % 75.00 %  
Flaname 1 Limited, London n/a n/a 100.00 % 75.00 %  
Flaname 2 Limited, London n/a n/a 100.00 % 75.00 %  
Flaname 3 Limited, London n/a n/a 100.00 % 75.00 %  
Flaname 4 Limited, London n/a n/a 100.00 % 75.00 %  
Flaname 5 Limited, London n/a n/a 100.00 % 75.00 %  
Flaname 6 Limited, London n/a n/a 100.00 % 75.00 %  
Flaname 7 Limited, London n/a n/a 100.00 % 75.00 %  
Flaname 8 Limited, London n/a n/a 100.00 % 75.00 %  
Fremantle Group Pension Trustee Limited, London n/a n/a 100.00 % 75.73 %  
FremantleMedia Animation Limited, London -1 0 100.00 % 75.73 %  
FremantleMedia Worldwide Limited, London n/a n/a 100.00 % 75.73 %  
Funfax Limited, London -1,616 0 100.00 % 75.00 %  
Grundy Productions Limited, London 3 0 100.00 % 75.73 %  
Hamish Hamilton Limited, London -1,287 0 100.00 % 75.00 %  
Hugo's Language Books Limited, London 459 0 100.00 % 75.00 %  
IP Network UK Limited, London 1,378 373 100.00 % 75.48 %  
Michael Joseph Limited, London -1,427 0 100.00 % 75.00 %  
Radio Luxembourg (London) Limited, London 0 0 100.00 % 75.48 %  
Regent Productions Limited, London 0 0 100.00 % 75.73 %  
Retort Productions Limited, London 1 1 100.00 % 75.73 %  
Screenpop Limited, London 96 0 100.00 % 75.73 %  
Somerford Brooke Productions Limited, London n/a n/a 100.00 % 75.73 %  
Talkback Limited, London 0 0 100.00 % 75.73 %  
Tamarind Limited, London 0 0 100.00 % 75.00 %  
Thames Television Animation Limited, London 0 0 100.00 % 75.73 %  
Union Square Music Holdings Limited, London n/a n/a 100.00 % 100.00 %  
United World Productions Limited, London 0 0 100.00 % 75.73 %  
United World Television Limited, London 0 0 100.00 % 75.73 %  
WH Allen General Books Limited, London 0 0 100.00 % 75.00 %  
Witzend Productions Limited, London n/a n/a 100.00 % 75.73 %  
Italien / Italy          
C.D.C. S.p.A., Rom n/a n/a 80.00 % 60.39 %  
G+J International Sales Italy S.r.l., Mailand 32 18 100.00 % 100.00 %  
Ligatus S.r.l., Mailand 83 30 100.00 % 100.00 %  
RTL AdConnect S.r.l., Mailand 839 335 100.00 % 75.48 %  
Kanada / Canada          
0971999 B.C. Ltd, Vancouver n/a n/a 100.00 % 43.39 %  
TGN Game Communities Inc., Vancouver n/a n/a 100.00 % 43.39 %  
VISO Online Video Productions Inc., Vancouver n/a n/a 100.00 % 43.39 %  
Kroatien / Croatia          
RTL Music Publishing DOO, Zagreb -177 -32 100.00 % 75.48 %  
Luxemburg / Luxembourg          
Broadcasting Center Europe International S.A., Luxemburg n/a n/a 100.00 % 75.48 %  
Media Assurances S.A., Luxemburg 1,125 988 100.00 % 75.48 %  
Malaysia          
FremantleMedia Malaysia Sdn Bhd, Petaling Jaya n/a n/a 100.00 % 75.73 %  
Mexiko / Mexico          
FremantleMedia Services, S. de R.L. de C.V., Mexiko-Stadt -34 -15 100.00 % 75.73 %  
Niederlande / Netherlands          
G+J Media Services B.V., Hilversum 123 35 100.00 % 100.00 %  
M Nederland Holding B.V., Hilversum 15 0 75.00 % 56.61 %  
Stichting Derdengelden infoscore Collection, Heerenveen * 251 0 0.00 % 0.00 %  
Österreich / Austria          
Gruner + Jahr Verlagsgesellschaft m.b.H., Wien 432 141 100.00 % 100.00 %  
Russland / Russia          
OOO Bertelsmann Kniga, Moskau 0 0 100.00 % 100.00 %  
Schweiz / Switzerland          
Gruner + Jahr (Schweiz) AG, Zürich 321 107 100.00 % 100.00 %  
Motor Presse TV Schweiz AG, Zürich 9 -11 100.00 % 30.55 %  
Spanien / Spain          
Ligatus, S.L., Madrid 105 25 100.00 % 100.00 %  
Penguin Random House Edicion y Distribucion, S.L., Madrid n/a n/a 100.00 % 75.00 %  
Südafrika / South Africa          
Dorling Kindersley Publishers (South Africa) Pty Ltd. 1 0 100.00 % 75.00 %  
USA          
3 Doors Productions, Inc., Reno n/a n/a 100.00 % 75.73 %  
495 Productions Services LLC, Delaware n/a n/a 100.00 % 56.79 %  
American Idols Productions, Inc., Burbank n/a n/a 100.00 % 75.73 %  
Big Break Productions, Inc., Burbank n/a n/a 100.00 % 75.73 %  
Blue Orbit Productions, Inc., Burbank n/a n/a 100.00 % 75.73 %  
Colony Productions, Inc., New Orleans n/a n/a 100.00 % 75.73 %  
Hungry Hearts, Inc., New York n/a n/a 100.00 % 47.33 %  
Kickoff Productions, Inc., Burbank n/a n/a 100.00 % 75.73 %  
Little Pond Television, Inc., Santa Monica n/a n/a 100.00 % 75.73 %  
Mad Sweeney Productions, Inc., Burbank n/a n/a 100.00 % 75.73 %  
Marathon Productions, Inc., Burbank n/a n/a 100.00 % 75.73 %  
P & P Productions, Inc., Delaware n/a n/a 100.00 % 75.73 %  
RTL NY, Inc., Wilmington 257 269 100.00 % 75.48 %  
Terrapin Productions, Inc., Burbank n/a n/a 100.00 % 75.73 %  
The Price Is Right Productions, Inc., Burbank n/a n/a 100.00 % 75.73 %  
The Young Pope, Inc., New York n/a n/a 100.00 % 47.33 %  
Tick Tock Productions, Inc., Burbank n/a n/a 100.00 % 75.73 %  
Triple Threat Productions, Inc., Burbank n/a n/a 100.00 % 75.73 %  
Tundra Books of Northern New York, Inc., Plattsburgh 0 0 100.00 % 75.00 %  
Wanderlust Productions, Inc., Wilmington n/a n/a 100.00 % 75.73 %  
Venezuela          
Ediciones B Venezuela, S.A., Caracas n/a n/a 100.00 % 75.00 %  
Vereinigte Arabische Emirate / United Arab Emirates          
Fremantlemedia Enterprises FZ - LLC, Dubai 11 0 100.00 % 75.73 %  
III.B. Nicht nach der Equity-Methode einbezogene Gemeinschaftsunternehmen / Joint ventures not accounted for using the equity method          
Belgien / Belgium          
Fun Radio Belgique S.A., Brüssel 728 240 50.00 % 18.57 %  
Deutschland / Germany          
bedirect Verwaltungs GmbH, Gütersloh 99 5 50.00 % 50.00 %  
Berliner Pool TV Produktionsgesellschaft mbH, Berlin 467 51 50.00 % 37.74 %  
G+J NG Media Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg 87 4 50.00 % 50.00 %  
MV Hoyerswerda-Weißwasser Zustellservice GmbH, Hoyerswerda 24 -1 50.00 % 30.00 %  
Nutzwerk GmbH, Dresden 104 79 50.00 % 30.00 %  
Rodale-Motor-Presse Verwaltungsgesellschaft mbH, Stuttgart 49 0 50.00 % 29.95 %  
scoyo GmbH, Hamburg 156 0 100.00 % 37.74 %  
Vorratsgesellschaft Picassoplatz GmbH, Köln 112 0 100.00 % 37.74 %  
Großbritannien / Great Britain          
CO92 The Film Limited, London -4 0 50.00 % 37.86 %  
Euston Music Limited, London 4 0 50.00 % 37.86 %  
Niederlande / Netherlands          
Dialogical B.V., Rotterdam 94 29 50.00 % 37.74 %  
Österreich / Austria          
Adria Media Holding GmbH, Wien 773 -48 50.00 % 50.00 %  
III.C. Nicht nach der Equity-Methode einbezogene assoziierte Unternehmen / Associates not accounted for using the equity method          
Belgien / Belgium          
maRadio.be, Brüssel 33 -1 26.67 % 8.90 %  
Brasilien / Brazil          
BR Education Ventures FIP 9,204 -514 31.40 % 31.40 %  
Britische Jungferninseln / British Virgin Islands          
Meixin Group Holdings Limited 0 0 17.11 % 17.11 %  
Deutschland / Germany          
AdAudience GmbH, München 2,534 467 33.33 % 29.25 %  
ADD Allgemeine Druckdienstleistungen GmbH, Gütersloh 1,187 212 48.00 % 48.00 %  
Akademie der Deutschen Medien GmbH, München 90 0 22.50 % 22.50 %  
ASA Informationsdienste GmbH, Schöneiche bei Berlin 409 -73 40.00 % 40.00 %  
Bidmanagement GmbH, Berlin 0 21 21.35 % 21.35 %  
Chemnitzverlag Sachsen GmbH, Monschau 610 158 25.00 % 15.00 %  
Deutscher Fernsehpreis GmbH, Köln 155 -125 25.00 % 18.87 %  
FF Performance One GmbH, Berlin 0 0 42.00 % 42.00 %  
Gesellschaft für integrierte Kommunikationsforschung mbH & Co. KG, München 2,124 666 20.00 % 20.00 %  
Hanseatische Print & Medien Inkasso GmbH, Seevetal 244 717 49.00 % 49.00 %  
Leipziger Wochenkurier Verlagsgesellschaft mbH & Co. Kommanditgesellschaft, Le 110 -83 37.45 % 22.47 %  
Leipziger Wochenkurier Verlagsgesellschaft mbH, Leipzig 29 1 37.45 % 22.47 %  
LOG Logistik GmbH, Nürnberg 271 50 46.08 % 46.08 %  
manager magazin Verlagsgesellschaft mit beschränkter Haftung, Hamburg 5,440 1,641 24.90 % 24.90 %  
Medienvertrieb Görlitz-Niesky GmbH, Görlitz 58 32 25.10 % 15.06 %  
Medienvertrieb Löbau-Zittau GmbH, Löbau 32 6 25.10 % 15.06 %  
Medienvertrieb Meißen GmbH, Meißen 85 52 25.10 % 15.06 %  
Medienvertrieb Riesa GmbH, Riesa 82 48 25.10 % 15.06 %  
MV Bautzen Zustellservice GmbH, Bautzen 57 32 25.10 % 15.06 %  
MV Dresden Zustellservice GmbH, Dresden n/a n/a 25.10 % 15.06 %  
MV Freital Zustellservice GmbH, Freital 99 74 25.10 % 15.06 %  
MV Kamenz Zustellservice GmbH, Kamenz 55 29 25.10 % 15.06 %  
MV Pirna Zustellservice GmbH, Pirna 50 24 25.10 % 15.06 %  
NG Buchverlag GmbH, München 1,725 283 49.00 % 24.50 %  
NiedersachsenRock 21 Beteiligungs GmbH, Garbsen 74 4 29.83 % 15.25 %  
Rudolf Augstein Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Hamburg 750 1,249 25.50 % 25.50 %  
Skoobe GmbH, München 618 -1,178 50.00 % 50.00 %  
SQL Service GmbH, Wuppertal n/a n/a 25.10 % 18.95 %  
tolino media GmbH & Co. KG, München 769 15 33.33 % 33.33 %  
tolino media Verwaltungs GmbH, München 61 1 33.33 % 33.33 %  
wibutler GmbH, Münster 3,900 -2,204 15.00 % 15.00 %  
Frankreich / France          
2 CED SAS, Haute-Goulaine n/a n/a 21.77 % 7.96 %  
Audience Square SAS, Paris n/a n/a 20.00 % 7.31 %  
Großbritannien / Great Britain          
Bounce! Sales & Marketing Limited, London 162 28 30.00 % 22.50 %  
Fintech Innovation Program Limited, London 329 -789 20.00 % 20.00 %  
Wide-Eyed Entertainment Limited, London n/a n/a 23.75 % 17.99 %  
Indien / India          
authorGEN Technologies Private Limited, Mohali -1,136 -1,611 28.36 % 28.36 %  
Relevant e-solutions Private Limited, Haryana 5,619 -3,969 7.61 % 7.61 %  
Kanada / Canada          
Vemba Corporation, Toronto 2,649 -2,968 12.84 % 15.25 %  
Kaimaninseln / Cayman Islands          
Gangwei Network Technology Inc., Grand Cayman n/a n/a 17.87 % 17.87 %  
Haizhi Holding Inc., Grand Cayman 17,773 -17,434 17.04 % 17.04 %  
HLJK Information & Technology Cayman Inc., Grand Cayman 638 -225 12.12 % 12.12 %  
Hooma Hooma Technology Limited, Grand Cayman 4,663 -706 21.70 % 21.70 %  
KangSeed Technology Ltd., Grand Cayman -30 -2,405 21.65 % 21.65 %  
Mioji Group Limited, Grand Cayman 3,179 -6,921 10.67 % 10.67 %  
OptAim Ltd., George Town 0 0 16.59 % 16.59 %  
Penguin Guide Inc., Grand Cayman 1,259 -775 16.34 % 16.34 %  
Qianye (Cayman) Ltd., Grand Cayman 518 -13,251 12.12 % 12.12 %  
Tantan Limited, Grand Cayman 39,037 -21,034 4.77 % 4.77 %  
Velocious Technologies Inc., Grand Cayman 2,582 -256 7.82 % 7.82 %  
Weplanter (Cayman) Limited, Grand Cayman 0 0 12.92 % 12.92 %  
Wish Wood Holdings Limited, Grand Cayman 981 -2,129 18.18 % 18.18 %  
Xianlife Limited 3,425 -3,497 11.31 % 11.31 %  
Yueranzhishang Holding Limited, Grand Cayman 0 0 14.34 % 14.34 %  
Kroatien / Croatia          
INEO d.o.o., Cakovec 116 23 25.50 % 19.25 %  
Luxemburg / Luxembourg          
RADIO LUX S.A., Differdingen -63 -176 25.00 % 18.87 %  
Mauritius          
Kaizen Private Equity, limited life public company limited by shares, Ebene 26,457 -71 19.43 % 19.43 %  
Niederlande / Netherlands          
Bedrock B.V., Amsterdam -13 -313 30.00 % 22.72 %  
Ushi Film Organization B.V., Amsterdam n/a n/a 33.33 % 25.16 %  
Österreich / Austria          
tele-Zeitschriftenverlagsgesellschaft m.b.H., Wien 120 5 24.90 % 24.90 %  
tele-Zeitschriftenverlagsgesellschaft m.b.H. & Co. KG, Wien 690 453 24.90 % 24.90 %  
Spanien / Spain          
Distribuidora Digital de Libros, S.A., Barcelona -255 -142 37.49 % 28.12 %  
Thailand          
FremantleMedia (Thailand) Co. Limited, Bangkok n/a n/a 49.00 % 37.10 %  
USA          
BV Capital Fund II-A, L.P., Dover 385 -24 99.00 % 99.00 %  
Dynamic Graphic Engraving, Inc., Horsham 62 -29 25.00 % 25.00 %  
Mojiva, Inc., New York n/a n/a 30.05 % 30.05 %  
Monashees Capital V, L.P., Wilmington 21,288 1,445 33.33 % 33.33 %  

1 = Vorkonsolidiert / preconsolidated
2 = Ergebnisabführungsvertrag / profit and loss transfer agreement
* = Beherrschung bei nicht vorliegender Kapitalbeteiligung nach IFRS 10 / control without equity investment according to IFRS 10

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