Stammdaten

Register
Amtsgericht Leipzig HRB 8270
Eingetragen
3.12.1993
Branche
Spezialisierte Bautätigkeiten im TiefbauRohrleitungstiefbau, Brunnenbau und KläranlagenbauErrichtung von Fertigteilbauten
Gegenstand
Durchführung von Arbeiten im Beton- und Stahlbetonbau, im Wegebau, Landschaftsbau, die maschinelle Bankettherstellung, die Erstellung von Erd-, Kanal- und Tiefbau. Leistungen, die eine Eintragung in die Handwerksrolle erfordern, werden ausschließlich durch Subunternehmer erbracht.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Katrin Weist
seit 10.11.2020
Geschäftsführer
Tilo Schröter
seit 10.11.2020
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
Helmut Jens KarnahlKafril Service GmbH
50.00%
Helmut Karl-Heinz FraatzKafril Service GmbH
50.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
26.100 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Kafril Bau GmbH

Hohburg OT Großzschepa

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Inhaltsverzeichnis

Bestätigungsvermerk

Rechnungslegung und Lagebericht

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Anhang für das Geschäftsjahr 2023.

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023.

Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Kafril Bau GmbH, Lossatal OT Großzschepa

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Kafril Bau GmbH, Lossatal OT Großzschepa, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie den Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Kafril Bau GmbH, Lossatal OT Großzschepa, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Dresden, den 14. Februar 2025

WPSL Treuhand & Revision GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Dr. Liebal, Wirtschaftsprüferin

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 7.012,00 11.505,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,50 0,50
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.426.559,73 3.026.702,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 777.343,00 681.909,50
4.203.903,23 3.708.612,00
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 662.739,38 873.337,72
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 761.869,03 747.443,15
3. Sonstige Ausleihungen 728.245,60 773.760,96
2.152.854,01 2.394.541,83
6.363.769,24 6.114.658,83
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Unfertige Leistungen 22.832.307,26 19.807.491,14
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -22.832.307,26 -19.807.491,14
0,00 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.369.296,86 3.465.994,53
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 500.000,00 505.000,00
3. Sonstige Vermögensgegenstände 188.340,78 170.031,34
2.057.637,64 4.141.025,87
III. Sonstige Wertpapiere 0,00 3.670.664,91
IV. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 6.135.415,19 3.306.408,35
8.193.052,83 11.118.099,13
C. Rechnungsabgrenzungsposten 67.537,43 53.824,85
14.624.359,50 17.286.582,81

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 26.100,00 26.100,00
II. Gewinnvortrag 423.465,06 423.465,06
449.565,06 449.565,06
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 236.025,00 240.029,00
2. Sonstige Rückstellungen 1.848.910,06 2.385.115,66
2.084.935,06 2.625.144,66
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 25.455,79
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 191.396,49 1.068.722,58
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.947.917,18 1.380.939,94
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 9.129.044,43 10.443.622,42
5. Sonstige Verbindlichkeiten 821.501,28 1.293.132,36
- davon aus Steuern EUR 44.356,60 (i. Vj. EUR 69.842,18)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 54.372,17 (i. Vj. EUR 112.626,71)
12.089.859,38 14.211.873,09
14.624.359,50 17.286.582,81

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 32.673.368,35 47.783.169,94
2. Erhöhung (i. Vj. Verminderung) des Bestands an unfertigen Leistungen 3.024.816,12 -6.896.240,99
3. Sonstige betriebliche Erträge 1.684.424,07 537.258,26
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe -7.838.911,80 -6.933.736,59
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -21.962.392,96 -22.220.735,83
-29.801.304,76 -29.154.472,42
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -2.639.643,66 -2.873.417.74
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.289.541,09 -1.328.481,14
-davon für Altersversorgung EUR -24.090,02 (i. Vj. EUR -45.413,48)
-3.929.184,75 -4.201.898,88
6. Abschreibungen auf immaterielle Verrmögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.293.145,11 -1.325.343,60
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.015.898,25 -2.156.336,60
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 21.367,98 13.082,66
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 3.739,26 (i. Vj. EUR 3.714,32)
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 79.322,39 74.581,84
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 5.000,00 (i. Vj. EUR 10.897,23)
10. Abschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00 -312.641,36
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -11.534,46 -17.588,18
- davon Aufwendungen aus der Abzinsung EUR -518,72 (i. Vj. EUR -354,59)
12. Ergebnis nach Steuern 432.231,58 4.343.570,67
13. Sonstige Steuern -6.690,00 -8.936,73
14. Auf Grund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne -425.541,58 -4.334.633,94
15. Jahresüberschuss 0,00 0,00

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

1 Allgemeine Erläuterungen

Die Kafril Bau GmbH hat ihren Sitz in Lossatal OT Großzschepa. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Leipzig unter Abteilung B, Nummer HRB 8270 eingetragen.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der Kafril Bau GmbH, Lossatal OT Großzschepa (im Folgenden "KAFRIL Bau" oder "Gesellschaft" genannt), ist nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches unter Beachtung des GmbH-Gesetzes aufgestellt worden. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Die größenabhängigen Erleichterungen gemäß § 288 Abs. 2 HGB werden in Anspruch genommen.

Die Gesellschaft ist ein Tochterunternehmen der Kafril Service GmbH, Lossatal OT Großzschepa.

2 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde entsprechend den allgemeinen Ansatzvorschriften gemäß §§ 246 bis 250 HGB und den allgemeinen Bewertungsvorschriften der §§ 252 bis 256 HGB sowie der ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften gemäß §§ 264 ff. HGB aufgestellt.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Vergleich zum Vorjahr beibehalten.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sowie die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten und vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen unter Zugrundelegung der wirtschaftlichen Nutzungsdauer bzw. der Restnutzungsdauer bewertet.

Geringwertige Vermögensgegenstände des Anlagevermögens im Einzelanschaffungspreis (netto) bis zu EUR 800,00 werden sofort abgeschrieben und als Abgang gezeigt.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem zum Stichtag beizulegenden niedrigeren Wert bewertet.

Die Bewertung der unfertigen Leistungen (in Ausführung befindliche Bauaufträge) erfolgt mit den auftragsbezogenen Einzelkosten unter Einbeziehung von notwendigen Gemeinkosten. Weiterhin werden angemessene Teile des durch die Leistungserstellung bedingten Werteverzehrs des Anlagevermögens berücksichtigt. Die Kosten der allgemeinen Verwaltung, Aufwendungen für soziale Einrichtungen und freiwillige soziale Leistungen werden nicht in die Bewertung einbezogen. Das Niederstwertprinzip wurde beachtet.

Die erhaltenen Anzahlungen werden bis zur Höhe der unfertigen Leistungen offen vom Vorratsvermögen abgesetzt. Der diese Bilanzposition übersteigende Betrag der erhaltenen Anzahlungen wird als "Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen" unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Die Forderungen, sonstigen Vermögensgegenstände und sonstigen Wertpapiere werden zu Nennwerten bilanziert.

Für zweifelhafte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden Einzelwertberichtigungen gebildet.

Bei den sonstigen Wertpapieren werden, soweit erforderlich, Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert oder Zuschreibungen, wenn der Grund für die Abschreibung am Bilanzstichtag nicht mehr besteht, vorgenommen.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bilanziert.

Bei dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten handelt es sich um Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen.

Das Eigenkapital ist zum Nennwert bilanziert.

Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Geschäftsführer wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck gebildet. Folgende Annahmen und Methoden waren maßgeblich:

PUC-Methode (Projected Unit Credit Method),

Deckungskapitalverfahren IDW RH FAB 1.021

keine Fluktuation,

Rechnungszins von 1,82 % (i. Vj. 1,78 %) auf Basis des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Jahre,

Rechnungszins von 1,74 % (i. Vj. 1,44 %) auf Basis des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Jahre für den Vergleichswert zur Ermittlung des Unterschiedsbetrages gemäß § 253 Abs. 6 HGB,

keine Dynamik der anrechenbaren Bezüge,

Anpassung der laufenden Renten mit unverändert 0,5 %.

Der Bewertung liegt das Deckungskapitalverfahren gemäß IDW RH FAB 1.021 zugrunde. Für die Bilanzierung wurde das sogenannte Passivprimat gewählt, d. h. die Bewertung der Rückdeckungsversicherungen erfolgte gemäß § 253 (3) HGB mit dem Erfüllungsbetrag, analog der Bewertung der Pensionsverpflichtungen.

Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB Passivprimat beläuft sich unter Berücksichtigung des IDW RH FAB 1.021 auf EUR 7.445,00; dieser Betrag ist für die Ausschüttung gesperrt.

Die Pensionsrückstellungen für Altersversorgungszusagen gegenüber Mitarbeitern wurden gemäß § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB in Höhe des beizulegenden Zeitwertes des Rückdeckungsversicherungsanspruches angesetzt, da es sich um leistungskongruente Rückdeckungsversicherungen handelt. Die Rückstellungen wurden mit den Forderungen aus der Rückdeckungsversicherung, die nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, verrechnet. Der beizulegende Zeitwert der Rückdeckungsversicherung beträgt TEUR 282 (i. Vj. TEUR 350).

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen die erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Betrages mit dem Erfüllungsbetrag bewertet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Laufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind zu Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Erstattungen von in Anspruch genommenem Urlaub gewerblicher Arbeitnehmer und Ausbildungsvergütungen durch die SOKA Bau - Zusatzversorgungskasse des Baugewerbes TEUR 524 (i. Vj. TEUR 485) werden in der Gewinn- und Verlustrechnung mit den betreffenden Personalaufwendungen saldiert.

3 Erläuterungen zur Bilanz

3.1 Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist als Anlage zum Anhang beigefügt.

Die Wertpapiere des Anlagevermögens sind, bis zu einer Höhe von 25 % der jeweiligen Inanspruchnahme, der bei der Deutschen Bank AG für KAFRIL Bau und verbundene Unternehmen bestehenden Avalkreditlinien verpfändet. Zum 31. Dezember 2023 war die Avalkreditlinie in Höhe von TEUR 919 (i. Vj. TEUR 1.055) in Anspruch genommen.

3.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Bis auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 3 (i. Vj. TEUR 3) haben sämtliche übrige Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen gegen Schwestergesellschaften (TEUR 500; i. Vj. TEUR 505); diese betreffen Darlehensforderungen. Dabei wurden Forderungen in Höhe von TEUR 1.836 (i. Vj. TEUR 1.093) mit Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.336 (i. Vj. TEUR 588) saldiert.

3.3 Guthaben bei Kreditinstituten

Tages-, Termin- und Festgelder sind in Höhe von TEUR 600 (i. Vj. TEUR 650) als Sicherheiten für Betriebsmittel- und sonstige Kredite gemäß Kreditrahmenvereinbarungen mit der Gesellschaft und gruppenangehörigen Unternehmen verpfändet.

3.4 Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt unverändert TEUR 26.

3.5 Rückstellungen

Pensionsrückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen für ehemalige Geschäftsführer in Höhe von TEUR 900 (i. Vj. TEUR 938) wurden mit den Forderungen aus Rückdeckungsversicherungen in Höhe von TEUR 664 (i. Vj. TEUR 698) saldiert ausgewiesen. Die Bewertung der Forderungen aus Rückdeckungsversicherungen erfolgte nach IDW RH FAB 1.021 unter Anwendung des sogenannten Passivprimaten mit dem Erfüllungsbetrag nach § 253 (3) HGB. Der Aufwand aus der Abzinsung in Höhe von TEUR 16 (i. Vj. TEUR 17) wurde mit den Erträgen aus der Rückdeckungsversicherung von TEUR 11 (i. Vj. TEUR 23) verrechnet.

Die Rückstellungen für Altersversorgungszusagen gegenüber Mitarbeitern wurden mit den Forderungen aus der Rückdeckungsversicherung verrechnet. Die verrechneten Erträge und Aufwendungen betrugen TEUR 14 (i. Vj. TEUR 25).

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Gewährleistungsverpflichtungen (TEUR 1.426; i. Vj. TEUR 1.905), ausstehende Rechnungen (TEUR 28; i. Vj. TEUR 89) und für Personalverpflichtungen (TEUR 275; i. Vj. TEUR 266). Die Gewährleistungsverpflichtungen beinhalten Einzelrückstellungen (TEUR 1.264; i.Vj. TEUR 1.754) und eine Pauschalrückstellung (TEUR 162; i. Vj. TEUR 151), die über einen %-Satz der Umsatzerlöse des Geschäftsjahres und der letzten vier Jahre ermittelt wird.

3.6 Verbindlichkeiten

Verbindlichkeitenspiegel

Geschäftsjahr 2023 davon Restlaufzeit bis zu einem Jahr davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr davon Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 0 0
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 191 191 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.948 1.755 193 10
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 9.129 9.129 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 822 600 222 0
12.090 11.675 415 10
Geschäftsjahr 2022 davon Restlaufzeit bis zu einem Jahr davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr davon Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 25 25 0 0
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.069 1.069 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.381 1.323 58 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 10.444 10.444 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 1.293 788 505 0
14.212 13.649 563 0

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von TEUR 5.311 (i. Vj. TEUR 8.252) gegenüber der Gesellschafterin. Diese resultieren in Höhe von TEUR 4.543 (i. Vj. TEUR 6.932) aus Ergebnisabführung, TEUR 1.829 (i. Vj. TEUR 888) aus Lieferungen und Leistungen und TEUR 186 (i. Vj. TEUR 647) aus sonstigen Verbindlichkeiten. Von den Verbindlichkeiten wurden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen TEUR 36 (i. Vj. TEUR 25) und sonstige Forderungen TEUR 1.211 (i. Vj. TEUR 190) saldiert.

Die weiteren Verbindlichkeiten TEUR 3.818 (i. Vj. TEUR 2.192) resultieren aus dem laufenden Liefer- und Leistungsverkehr, wobei Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 3.907 (i. Vj. TEUR 2.565) mit Forderungen in Höhe von TEUR 89 (i. Vj. TEUR 373) saldiert wurden.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten in Höhe von TEUR 505 (i. Vj. TEUR 941) jeweils Mietkaufverträge mit Erwerb unter Eigentumsvorbehalt. Für Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 159 (i. Vj. TEUR 392) bestehen selbstschuldnerische Bürgschaften der Gesellschafterin.

4 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 1.123 (i. Vj. TEUR 267) enthalten. Sie resultieren aus der Auflösung von Einzelrückstellungen für Gewährleistungsverpflichtungen in Höhe von TEUR 490, sowie aus Buchgewinnen aus Anlagenabgängen, Erträgen aus der Auflösung von Wertberichtigungen, Erträgen aus Wertpapierverkäufen sowie aus der Herabsetzung von Verbindlichkeiten.

Periodenfremde Aufwendungen ergaben sich in Höhe von TEUR 114 (i. Vj. TEUR 43); im Wesentlichen aus Forderungsverlusten, aus der Einstellung von Einzelwertberichtigungen, Buchverlusten aus Anlagenabgängen sowie Verlusten aus Wertpapierverkäufen.

5 Sonstige Angaben

Im Jahresdurchschnitt wurden 68 (i. Vj. 71) Mitarbeiter beschäftigt; dabei handelt es sich um gewerbliche Mitarbeiter. Darüber hinaus wurden durchschnittlich 19 (i. Vj. 20) Auszubildende beschäftigt.

Auf Grund der ertragsteuerlichen Organschaft mit der Gesellschafterin, der Kafril Service GmbH, Lossatal OT Großzschepa, werden latente Steuern nicht auf Ebene der Gesellschaft ausgewiesen.

Haftungsverhältnisse nach §§ 251, 268 Abs. 7 HGB bestehen zum 31. Dezember 2023 gegenüber verbundenen Unternehmen aus selbstschuldnerischen Mitbürgschaften für Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 574. Wir gehen nicht von einer Inanspruchnahme unserer Gesellschaft aus.

Aus Kreditrahmenvereinbarungen mit der Gesellschaft sowie anderen gruppenangehörigen Unternehmen bestehen folgende Sicherheiten:

Globalzession - Abtretung sämtlicher gegenwärtigen und künftigen Bauforderungen,

Verpfändung von Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 600,

Verpfändung von Wertpapieren des Anlagevermögens in Höhe von TEUR 230.

Die KAFRIL Bau ist an zwei Arbeitsgemeinschaften beteiligt und haftet als deren Gesellschafter gesamtschuldnerisch.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen zum 31. Dezember 2023 aus sonstigen Bestellungen in Höhe von TEUR 229.

Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2023:

Herr Tilo Schröter, Markkleeberg

Frau Katrin Weist, Lossatal OT Großzschepa

Die Geschäftsführer erhalten keine Bezüge von der Gesellschaft.

Für ehemalige Geschäftsführer bestehen Rückstellungen für Pensionen in Höhe von TEUR 900 (i. Vj. TEUR 938).

Angaben zum Abschlussprüferhonorar nach § 285 Nr. 17 HGB erfolgen gemäß § 288 Abs. 2 HGB nicht.

Die Geschäftsanteile an der KAFRIL Bau werden vollständig von der Kafril Service GmbH, Lossatal OT Großzschepa, gehalten. Zwischen KAFRIL Bau und Kafril Service GmbH besteht ein Gewinnabführungsvertrag. Auf dessen Grundlage ist der ansonsten auszuweisende Jahresüberschuss vollständig an die Kafril Service GmbH abzuführen.

Die KAFRIL Bau wird in den Konzernabschluss der Kafril Service GmbH einbezogen. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger offengelegt.

Von der Kafril Service GmbH hat die KAFRIL Bau im Geschäftsjahr 2023 Leistungen für kaufmännische Tätigkeiten, Bauleiterleistungen sowie Transport- und Werkstattleistungen in Höhe von rd. EUR 5,3 Mio. bezogen, deren Entgelte sich nach den entstandenen Kosten bemessen.

6 Nachtragsbericht

Die negative Entwicklung des Wirtschaftswachstums in Deutschland hält weiter an. Der Angriffskrieg auf die Ukraine sowie die Folgen der Corona-Pandemie aber auch die politische Ausrichtung der letzten Jahre in Deutschland haben Folgen hinterlassen, die die Wirtschaft in Deutschland nachhaltig beeinflussen. Um die nationalen und globalen Herausforderungen gut bewältigen zu können, bedarf es stabiler, verlässlicher politischer Rahmenbedingungen und Regelungen, die den Herausforderungen entgegenwirken. Beides ist aktuell in Deutschland nicht gegeben.

Dementsprechend fehlt es den Unternehmen an den Grundlagen für langfristige Planungen. Investition werden zurückgestellt, die Zahl der Baugenehmigungen ist weiter rückläufig, die Zahl der Unternehmensschließungen und Insolvenzen steigt. Die dringend erforderliche Neuausrichtung unserer Prioritäten zur Sicherung und Stärkung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ist noch immer nicht erkennbar. In der nächsten Zeit wird es in verschiedenen Branchen und Wirtschaftszweigen zu Konsolidierungen kommen. KAFRIL sieht sich dafür jedoch gut aufgestellt und kann sich hier auf seine Stärken und Kompetenzen konzentrieren, die sich in dieser Zeit als sehr vorteilhaft erweisen.

Von der Annahme der Going Concern Prämisse kann weiter ausgegangen werden.

 

Lossatal OT Großzschepa, den 14. Februar 2024

Kafril Bau GmbH

Katrin Weist, kaufmännische Geschäftsführerin

Tilo Schröter, technischer Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

(Erweiterte Bruttodarstellung)

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 107.083,41 0,00 8.365,37 98.718,04
107.083,41 0,00 8.365,37 98.718,04
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 21.184,71 0,00 0,00 21.184,71
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.197.918,71 1.423.737,10 456.078,81 8.165.577,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.093.096,63 368.799,24 259.728,81 2.202.167,06
9.312.200,05 1.792.536,34 715.807,62 10.388.928,77
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 873.337,72 0,00 210.598,34 662.739,38
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 747.443,15 14.425,88 0,00 761.869,03
3. Sonstige Ausleihungen 773.760,96 0,00 45.515,36 728.245,60
2.394.541,83 14.425,88 256.113,70 2.152.854,01
11.813.825,29 1.806.962,22 980.286,69 12.640.500,82
kumulierte Abschreibungen
1.1.2023 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 95.578,41 1.962,00 5.834,37 91.706,04
95.578,41 1.962,00 5.834,37 91.706,04
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 21.184,21 0,00 0,00 21.184,21
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.171.216,71 1.023.875,87 456.075,31 4.739.017,27
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.411.187,13 267.307,24 253.670,31 1.424.824,06
5.603.588,05 1.291.183,11 709.745,62 6.185.025,54
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
5.699.166,46 1.293.145,11 715.579,99 6.276.731,58
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 7.012,00 11.505,00
7.012,00 11.505,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,50 0,50
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.426.559,73 3.026.702,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 777.343,00 681.909,50
4.203.903,23 3.708.612,00
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 662.739,38 873.337,72
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 761.869,03 747.443,15
3. Sonstige Ausleihungen 728.245,60 773.760,96
2.152.854,01 2.394.541,83
6.363.769,24 6.114.658,83

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

1 Grundlagen der Gesellschaft

Gegenstand des Unternehmens sind die Bereiche Erdbau / Tiefbau, Kanalbau sowie die Erstellung von Außenanlagen.

Die Geschäftsräume der KAFRIL Bau GmbH befinden sich in der Röcknitzer Straße 1, in 04808 Lossatal OT Großzschepa.

Die Geschäftsanteile werden vollständig von der KAFRIL Service GmbH in Lossatal OT Großzschepa gehalten. Die KAFRIL Bau GmbH selbst hält keine Anteile an anderen Unternehmen. Sie ist ein verbundenes Unternehmen im Sinne des § 271 Abs. 2 HGB der KAFRIL Service GmbH.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Rahmenbedingungen

Im Jahr 2023 war die deutsche Wirtschaft von verschiedenen Herausforderungen geprägt. Die Nachwirkungen der COVID-19-Pandemie, steigende Energiekosten und geopolitische Spannungen, insbesondere aufgrund des Ukraine-Konflikts, beeinflussten die wirtschaftliche Stabilität. Die hohe Inflation beeinträchtigte das Kaufverhalten der Kunden. Steigende Preise und die vorherrschende Unsicherheit führten zu einem sehr zögerlichen Investitionsverhalten im Privatsektor, aber auch in den Unternehmen. Dies wurde noch verstärkt durch die aus der Geldpolitik der EZB resultierenden steigenden Zinssätze, die nicht nur Investitionen aufgrund steigender Finanzierungskosten zusätzlich verteuerten, sondern auch die Geldbeschaffung für größere Projekte erschwerten. Auch das Investitionsverhalten der Öffentlichen Hand blieb hinter den gesetzten Zielen zurück.

Ein weiteres Problem war der Fachkräftemangel. Viele Unternehmen hatten Schwierigkeiten, qualifiziertes Personal zu finden. Dies führte zu höheren Löhnen und weiteren Verzögerungen in der Projektumsetzung.

Insbesondere im Bausektor bildeten die deutlich gestiegenen Kosten sowie der hohe und oft sehr langwierige bürokratische Aufwand in den Planungs- und Genehmigungsverfahren hohe Hürden für Investoren. Trotz des weiterhin hohen Bedarfs an Wohnraum war ein Rückgang an Baugenehmigungen zu verzeichnen, sowohl im Wohnungsbausektor als auch im Gewerbe- und Industriebau.

Der Rückgang an Projekten am Baumarkt sorgte für eine spürbare Verschärfung des Wettbewerbes. Den steigenden Kosten standen rückläufige Umsätze gegenüber. Die Gewinnspannen sanken, gleichzeitig stieg die Notwendigkeit für Unternehmen, mehr Risiken einzugehen.

Die vorgenannten Herausforderungen brachten branchenübergreifend die Notwendigkeit hervor, alternative Lösungen zu suchen, effizienzsteigernde Maßnahmen zu forcieren, und ressourcenschonender zu agieren. Dies treibt Innovationen voran.

2.2 Geschäftsverlauf

2.2.1 Umsatz- und Auftragsentwicklung

Mit nur ca. TEUR 12.000 Auftragsvorlauf zeichnete sich bereits zu Beginn des Jahres 2023 ab, dass dieses Jahr wirtschaftlich einige Herausforderungen mit sich bringen würde. Es war schon länger absehbar, dass die Bauleistungen in unserem "Kerngebiet", der Region in und um Leipzig, rückläufig sein würden, weshalb die KAFRIL Bau GmbH bereits in den vergangenen Jahren ihre Bemühungen intensiviert hat, auch in anderen Regionen ihren Marktanteil zu verstetigen und zu erweitern. So wurden die Aktivitäten insbesondere erfolgreich auf die Region Mitteldeutschland konzentriert. KAFRIL führte beispielsweise die ersten Erdbauleistungen auf dem Baufeld der neu geplanten Intel-Fabrik in Magdeburg durch. Auch im Raum Dresden konnten das Unternehmen mehrere Auftragseingänge verzeichnen. Insgesamt ist es KAFRIL im Jahr 2023 einmal mehr gelungen, Resilienz und Anpassungsfähigkeit zu beweisen, insbesondere angesichts des eingebrochenen Wohnungsbaumarktes.

Entsprechend der allgemeinen Entwicklung der Branche musste auch KAFRIL einen deutlichen Rückgang des Auftragseinganges sowie des Umsatzes und der damit erbrachten Gesamtleistung verzeichnen. Die schnelle Anpassungsfähigkeit ermöglichte es dennoch, zum Jahresende ein positives Ergebnis auszuweisen.

Zum Ende des Jahres 2023 stand ein Auftragsvorlauf für das Folgejahr in Höhe von ca. TEUR 15.000 zu Buche, ein angesichts der wirtschaftlichen Gesamtsituation sehr solider Wert.

2.2.2 Investitionen

Im Jahr 2023 wurden Investitionen in Höhe von TEUR 1.807 vorgenommen. Die Investitionen in betriebsnotwendige Sachanlagen sind gegenüber dem Vorjahr (TEUR 1.397) mit TEUR 1.793 leicht gestiegen. Investiert wurde hauptsächlich in diverse Erdbaumaschinen (Raupe, Bagger, Lader, Dumper), aber auch in Vermessungstechnik, Rüttelplatten, Transporter und Kleintechnik.

2.2.3 Personalentwicklung

Die durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten lag bei 68 (VJ 71), davon 19 Auszubildende (VJ 20). Ausbildungen wurden für die Berufe Straßen- und Tiefbaufacharbeiter, Baugeräteführer, Land- und Baumaschinenmechatroniker, Vermessungstechniker, Industriekaufmann sowie in verschiedenen Studiengängen des Dualen Systems, z. B. Bauingenieurwesen und Baubetriebsmanagement, angeboten.

2.2.4 Liquidität

Die Liquidität war während des gesamten Geschäftsjahres sichergestellt. Zum Stichtag 31. Dezember 2023 waren liquide Mittel in Höhe von TEUR 6.135 vorhanden.

2.2.5 Zusammenfassung

Die Auswirkungen der schwierigen Rahmenbedingungen, der nationalen und globalen Herausforderungen aufgrund der Corona-Pandemie, der Lieferkettenstörungen, der Folgen des Angriffskrieges auf die Ukraine sowie die Unsicherheiten aufgrund politischer Entscheidungen und damit verbundenen Zurückhaltungen der Wirtschaft in Investitionen haben nun erwartungsgemäß auch KAFRIL getroffen. Dies geht einher mit einem sehr deutlichen Rückgang an Auftragseingängen, Umsatzzahlen und in der Folge auch dem Ergebnis. Dennoch ist es im Laufe des Jahres zunehmend gelungen, das Unternehmen auf die Veränderungen einzustellen und diese anzunehmen. Flexibilität und Resilienz, Mut und Entscheidungsfreude sicherten dabei eine schnelle Reaktion auf neue Gegebenheiten.

2.3 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

2.3.1 Ertragslage

Die Ertragslage stellt sich wie folgt dar:

2023 2022 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR
Betriebsleistung 35.698 100,0 40.887 100,0 -5.189
Aufwendungen für die Betriebsleistung -36.932 -103,5 -36.826 -90,1 104
Sonstige betriebliche Erträge 561 1,6 267 0,7 294
Betriebsergebnis -673 -1,9 4.328 10,6 -5.001
Finanz- und Beteiligungsergebnis 89 -243 332
Neutrales Ergebnis 1.009 250 759
Ergebnis nach Ertragsteuern = Ergebnis vor Gewinnabführung 425 4.335 -3.910

Im Geschäftsjahr 2023 wurden Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 32.673 erzielt. Diese lagen um TEUR 15.110 unter denen des Vorjahres (TEUR 46.783). Die Bestände an unfertigen Leistungen erhöhten sich um TEUR 3.025 (i. Vj. Bestandminderung von TEUR 6.896)

Die Betriebsleistung lag damit im Jahr 2023 mit TEUR 35.698 deutlich unter dem Vorjahr (TEUR 40.887). Dies entspricht einer Minderung um etwa 13 %.

Die Aufwendungen für die Betriebsleistung blieben hingegen mit TEUR 36.932 in Summe nahezu unverändert. Eine Ursache hierfür sind die weiteren Kostensteigerungen im Materialbezug. Doch auch in der Auftragsstruktur und dem zur Leistungserbringung notwendigen höheren Materialeinsatz liegt ein Grund dafür, dass der Materialaufwand (TEUR 29.801; Vorjahr TEUR 29.154) trotz rückläufiger Betriebsleistung insgesamt leicht zunahm. Dabei verminderten sich die Aufwendungen für bezogene Leistungen leicht (TEUR 21.962; Vorjahr TEUR 22.221), allerdings bei weitem nicht in der Relation zur Leistung. Aufgrund der geringeren Mitarbeiterzahl und der geringeren Arbeitsstunden verminderte sich der Personalaufwand (TEUR 3.929; Vorjahr TEUR 4.202); auch der sonstige betriebliche Aufwand (TEUR 1.902; Vorjahr TEUR 2.136) fiel im Vergleich zum Vorjahr geringer aus. Die Aufwendungen für Abschreibungen sanken um TEUR 32 auf TEUR 1.293.

Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen ist eine Verdopplung zu verzeichnen (TEUR 561; Vorjahr TEUR 270). Diese beruht im Wesentlichen auf Ergebnisanteilen an Arbeitsgemeinschaften.

Am Jahresende war im Betriebsergebnis ein Rückgang in Höhe von TEUR 5.001 auf TEUR - 673 zu verzeichnen. Dieser Verlust konnte durch positive Entwicklungen des Finanzergebnisses und des neutralen Ergebnisses wieder ausgeglichen werden. Im Finanzergebnis konnte ein Anstieg um TEUR 332 auf TEUR 89 ausgewiesen werden. Ursächlich hierfür war der Wegfall von Abschreibungen auf Wertpapiere. Ebenfalls stiegen die Zinserträge sowie die Buchwerte von Wertpapieren. Die Erhöhung des neutralen Ergebnisses von TEUR 250 im Jahr 2022 auf TEUR 1.009 im Berichtsjahr ist auf eine starke Zunahme der Erträge aus dem Abgang von Umlaufvermögen (TEUR 515; Vorjahr TEUR 70) zurückzuführen. Die Erlöse aus dem Abgang von Anlagevermögen waren leicht rückläufig (TEUR 93; Vorjahr 106).

Insgesamt lag das Ergebnis vor Gewinnabführung mit TEUR 425 deutlich unter dem des Vorjahres mit TEUR 4.335.

2.3.2 Finanzlage

Die Finanzlage der Gesellschaft entwickelte sich wie folgt:

2023 2022
TEUR TEUR
= Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 7.557 2.201
= Cash Flow aus der Investitionstätigkeit -1.441 -1.093
= Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit -3.237 -2.944
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes 2.879 -1.836
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 2.656 4.492
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 5.535 2.656

Der Finanzmittelfonds setzt sich wie folgt zusammen:

2023 2022 Veränderung
TEUR TEUR TEUR
Liquide Mittel 6.135 3.306 2.829
Davon verpfändet -600 -650 50
5.535 2.656 2.879

Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war im Geschäftsjahr jederzeit gegeben.

2.3.3 Vermögenslage

Die Vermögenslage der Gesellschaft stellt sich wie folgt dar:

31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR
Aktiva
Anlagevermögen 6.364 43,5 6.115 38,4 249
Unfertige Leistungen 22.832 156,1 19.807 114,6 3.025
Abzüglich erhaltener Anzahlungen -22.832 -156,1 -19.807 -114,6 -3.025
Sonstiges Umlaufvermögen, Wertpapiere sowie Rechnungsabgrenzungsposten 8.260 56,5 11.172 64,6 -2.912
14.624 100,0 17.287 100,0 -2.663
Passiva
Eigenkapital 450 3,1 450 2,6 0
Rückstellungen 2.084 14,2 2.625 15,2 -541
Sonstiges Fremdkapital 12.090 82,7 14.212 82,2 -2.122
14.624 100,0 17.287 100,0 -2.663

In der Bilanzsumme war ein Rückgang von TEUR 17.287 im Jahr 2022 auf TEUR 14.624 im Jahr 2023 zu verzeichnen. In den Aktiva hatte dieser seine Ursache in der Entwicklung des sonstigen Umlaufvermögens, der Wertpapiere sowie Rechnungsabgrenzungsposten. Während die Guthaben bei Kreditinstituten am Jahresende eine Erhöhung um TEUR 2.829 auf TEUR 6.135 auswiesen, sanken die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abrechnungsbedingt von TEUR 3.466 im Jahr 2022 auf TEUR 1.369 zum Stichtag in 2023. Aufgrund der Auflösung des Wertpapierdepots verringerte sich der Posten "Sonstige Wertpapiere" um TEUR 3.671 auf null. Aufgrund der offenen Saldierung der unfertigen Leistungen mit den erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen blieben die Vorräte im Umlaufvermögen ohne Einfluss auf die Bilanzsumme, obwohl sich der Bestand an unfertigen Leistungen um ca. 15 % auf TEUR 22.832 erhöhte.

In der Entwicklung des Anlagevermögens waren keinen großen Änderungen erkennbar. Die getätigten Investitionen führten zu einer leichten Erhöhung des Sachanlagevermögens auf TEUR 4.204 (Vorjahr TEUR 3.709). Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen und die sonstigen Ausleihungen lagen in Summe TEUR 196 unter dem Vorjahreswert von TEUR 1.621.

Das Eigenkapital blieb unverändert. Die Entwicklung der Bilanzsumme auf der Passivseite ist in Höhe von TEUR 540 auf Auflösungen von Rückstellungen zurückzuführen, das Fremdkapital fiel in Summe um TEUR 2.122 auf TEUR 12.090. Dabei erfuhren die Werte in den einzelnen Positionen sehr unterschiedliche Entwicklungen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen auf TEUR 1.948 (Vorjahr TEUR 1.381), die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden komplett getilgt (Vorjahr TEUR 25) und die sonstigen Verbindlichkeiten gingen um TEUR 472 auf TEUR 822 zurück. Letzteres ist hauptsächlich auf einen Rückgang der Darlehen zur Finanzierung von Anlagevermögen (hier im Wesentlichen Bagger und Baugeräte) zurückzuführen. Auch die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR 9.129; Vorjahr TEUR 10.444). sowie die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen (TEUR 191; Vorjahr TEUR 1.069) reduzierten sich deutlich.

3 Prognose, Chancen und Risiken

3.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Eine Entspannung hinsichtlich politischer und gesamtwirtschaftlicher Problemstellungen war auch im Jahr 2024 nicht erkennbar. Das Jahr war abermals geprägt vom Krieg in der Ukraine, sehr hohen Energiebezugskosten und überbordender Bürokratie. Statt an Lösungen zur Entlastung der Wirtschaft zu arbeiten, schien der Verwaltungs- und Berichtsaufwand für die Unternehmen immer weiter anzusteigen. Die unternehmerischen Handlungsspielräume werden weiter eingeschränkt. Der Fachkräftemangel zeigt sich bei der Suche nach qualifizierten und gut motivierten neuen Mitarbeitern als deutliche Erschwernis. Die aktuell in Deutschland sehr instabile und mittlerweile fast unberechenbare Finanz- und Wirtschaftspolitik führt zu starken Wettbewerbsnachteilen für exportierende Wirtschaftszweige und entzieht den Unternehmen die Grundlagen für fundierte strategische Entscheidungen. Die Zahl der Unternehmen in wirtschaftlichen Schwierigkeiten, mit Stellenstreichungen oder gar Insolvenzen nimmt zu. Investitionen werden oft hinausgezögert, auf ein notwendiges Mindestmaß beschränkt oder gar gänzlich in das Ausland verlagert. Der Aufwand für Bürokratie und Verwaltung hat einen unverhältnismäßig hohen Grad erreicht - sowohl in den Unternehmen als auch in der öffentlichen Hand.

Die Auflösung der Bundesregierung zum Jahresende 2024 hat die Unsicherheiten weiter verstärkt. Insbesondere angesichts des Ausgangs der Präsidentschaftswahl in den USA ist die ungewisse zukünftige Ausrichtung der deutschen Wirtschafts- und Außenpolitik ein zusätzlicher sehr großer Wachstumshemmer für die Wirtschaft. Mit Anspannung wird auf die neue außenpolitische Ausrichtung unseres wichtigen Handelspartners geschaut. Die Sorge bezüglich möglicher Einschränkungen des freien Handels ist groß. Stabilität, Klarheit, Planbarkeit und Verlässlichkeit dienen grundsätzlich als wichtige Voraussetzungen für eine positive wirtschaftliche Entwicklung. Doch diese sind aktuell weder innen- noch außenpolitisch gegeben.

Unterdessen steigt der Bedarf an (sozialem) Wohnraum weiter an. Die politischen Ziele zum sozialen Wohnungsbau wurden weit verfehlt. Dem entgegen stehen Sparmaßnahmen der öffentlichen Hand sowie hohe Kostensteigerungen beim Neubau und der Sanierung von Wohneigentum. Zusätzlich sorgen strengere Vorschriften für höhere Hürden und Kosten in der Planung und Realisierung von Projekten im Wohnungsbau.

Auch im Industriebau sind die zuvor beschriebenen Auswirkungen auf die Investitionstätigkeiten der Unternehmen erkennbar. Entscheidungen zum Bau neuer Produktions- und Logistikhallen laufen zögerlicher, werden teils zurückgestellt, teils in der Planungsphase eingestellt. Trotz der stark rückläufigen Bauanträge und -genehmigungen dauern die Genehmigungsprozesse viel zu lange.

Die Lieferengpässe sind in der Bauwirtschaft weiterhin besonders im Bereich der Anlagegüter deutlich spürbar. Extrem lange Lieferzeiten für neue Baugeräte, Fahrzeuge und Ersatzteile hemmen die Wirtschaft.

3.2 Geschäftsentwicklung

Mit ca. TEUR 15.000 Auftragsbestand startete die KAFRIL Bau GmbH in das Geschäftsjahr 2024. Gegenüber dem Vorjahr entsprach das einem Zuwachs von ca. 25 %. Dies und die in den Monaten zuvor erarbeitete Ausweitung der Geschäftstätigkeit im mitteldeutschen Raum, insbesondere in und um Magdeburg, brachten Zuversicht. Der geplante Bau der Intel-Fabrik in Magdeburg mit allen daraus entstehenden zusätzlichen Bedarfen an Bautätigkeiten in den Sektoren der Infrastruktur sowie des Wohnungs- und Gewerbebaus gaben Anlass zu der Annahme, dass es kurz- bis mittelfristig auf diesem regionalen Baumarkt eine Entspannung der Situation aufgrund einer wieder steigenden Nachfrage geben würde. Auf dem Baufeld der geplanten Fabrik war die KAFRIL Bau GmbH bereits mit Vorleistungen beauftragt.

Im Laufe des Jahres gingen die Auftragseingänge zurück, der Vorlauf an auszuführenden Bauleistungen ließ nach. Die Entscheidung von Intel, die Planungen zur Ansiedlung in Magdeburg vorerst auszusetzen, trug zusätzlich zu wachsender Sorge, die bis dahin stattgefundene Vollauslastung aller Kapazitäten weiterhin sicher und ohne Unterbrechung gewährleisten zu können, bei. Obwohl es mehrere für die KAFRIL Bau GmbH sehr interessante Projekte in der Ausschreibung als auch bereits in der Verhandlungsphase gab, verzögerten sich die Vergabeentscheidungen.

In den letzten Wochen des Jahres änderte sich die Situation. KAFRIL konnte wieder mehr Projekte für sich gewinnen, der Auftragsvorlauf erholte sich deutlich und lag zum Jahreswechsel wieder bei ca. TEUR 12.000. Für das Jahr 2024 wird eine Betriebsleistung erwartet, die leicht über der des Jahres 2023 liegen wird. Auch das Betriebsergebnis sollte etwas höher ausfallen als im Vorjahr.

In das Jahr 2025 blicken wir trotzt einer weiterhin sehr angespannten Wirtschaftslage verhalten optimistisch. Es sind einige interessante Projekte in der Planungs- und Ausschreibungsphase, auf die das Ausführungsprofil der KAFRIL Bau GmbH gut zugeschnitten ist. Insgesamt wird das Unternehmen in den nächsten Jahren jedoch noch einige Herausforderungen bewältigen müssen. Es fehlt an Planungssicherheit hinsichtlich strategischer Entscheidungen. Der steigende bürokratische - und damit unproduktive - Aufwand sowie die sehr geringen Spielräume in der unternehmerischen Handlungs- und Gestaltungsfreiheit wirken Wachstum und Entwicklung entgegen. Weitere Risiken liegen in der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und damit in der Stabilität und Zahlungsmoral einiger Auftraggeber.

Bisher ist es dem Unternehmen gelungen, auch in den aktuell sehr herausfordernden Zeiten ein weitgehend sicheres Niveau zu halten. Flache Hierarchien, kurze Entscheidungswege und die Bereitschaft, notwendige Änderungen anzunehmen und umzusetzen führten trotz angespannter Auftragslage zu schwankenden, aber dennoch akzeptablen Ergebnissen. Diese kurz- und mittelfristig wieder zu stabilisieren, wird als besondere Herausforderung gesehen.

3.3 Chancen und Risiken

Die KAFRIL Bau GmbH steht wie viele andere Marktteilnehmer auch vor großen Herausforderungen. Eine Entspannung in der Branche oder der deutschen Wirtschaft insgesamt sind nicht erkennbar. So gilt es, weiter zu konsolidieren, zu optimieren und den erreichten Stand zu sichern. Bei steigendem Kostendruck müssen Einsparpotenziale erkannt und Synergien genutzt werden. Die ergeben sich beispielsweise im Zusammenwirken mit den anderen KAFRIL-Unternehmen und der für mehrere Seiten vorteilhaften Aufbereitung und Wiederverwendung von Abbruch- und Erdaushubmaterialien und Baureststoffen.

Weiterhin gilt es, bei sich verschärfendem Fachkräftemangel und steigenden Personalkosten sowohl die Qualifizierung und Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter zu intensivieren, als auch weitere Maßnahmen zur Personalbindung, etwa durch Erweiterung oder Intensivierung der Mittel zur Schaffung einer gesunden und wertschätzenden Arbeitsumgebung, durchzuführen. Dabei liegt der Fokus nach wie vor auf aktiver, intensiver Kommunikation auf allen Ebenen und in allen Bereichen, sowie auf einem freundlichen, familiären Betriebsklima. Der Aufbau und Erhalt persönlicher Bindungen innerhalb des Kollegiums wird bewusst gefördert und gestärkt. Der gezielte Einsatz junger Menschen entsprechend ihren Fähigkeiten und Interessen sowie das breite Angebot an Weiterbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten trägt wesentlich dazu bei, dass auch zukünftig qualifiziertes Fachpersonal für die Auftragsabwicklung bei einem hohen Maß an Qualität auch bei komplizierten Ausführungen bereitstehen wird.

Die Arbeit unserer Mitarbeiter wird unterstützt durch moderne Technik und komfortabel ausgestattete Arbeitsgeräte und -plätze. Gute Leistung kann nur erreicht werden in einem Arbeitsumfeld, das die Gesundheit und Zufriedenheit der Mitarbeiter gewährleistet. Dabei gilt auch, das Wissen der Mitarbeiter zu nutzen und diese bewusst in Entscheidungsprozesse, die ihr jeweiliges Aufgabengebiet betreffen, einzubeziehen.

Organisatorisch ist das Unternehmen gut aufgestellt. Flache Hierarchien, kurze Entscheidungswege und viel Handlungs- und Entscheidungsspielraum für die Mitarbeiter ermöglichen ein hohes Maß an Flexibilität und fördern die Entscheidungsfreude der Mitarbeiter sowie die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Dies, sowie eine positive Grundeinstellung und der Wille zur Lösungsfindung machen die Zusammenarbeit für Auftraggeber attraktiv. Ein klarer Beleg dafür ist die große Anzahl an Partnern, die wir bereits seit vielen Jahren zu unserem festen Kundenstamm zählen dürfen. Das Motto: "Qualität schafft Vertrauen" gilt nicht beschränkt auf die auszuführenden Leistungen auf den Baustellen, es gilt auch für die Art der Kommunikation, für die Zusammenarbeit mit unseren Kunden, Lieferanten und Nachunternehmern und im internen Miteinander. Alle Mitarbeiter/innen werden regelmäßig unterwiesen und sind angehalten, diesen Grundsatz in ihrem Arbeitsalltag zu leben.

Der moderne Technik- und Maschinenbestand sorgt dafür, dass Ausfälle aufgrund von Defekten eher selten auftreten und verschafft Spielraum bei der Beschaffung von Ersatzinvestitionen. Die eigene Werkstatt reagiert bei technischen Problemen schnell und flexibel und mildert diese Problematik etwas ab.

Der zunehmend steigende Anteil an Bürokratie- und Verwaltungs- und Organisationsaufwand für unproduktive Aufgaben zieht die Bindung wichtiger personeller Ressourcen nach sich. Eine Chance, dies zu bewältigen, liegt in dem weiteren Ausbau der Digitalisierung und Automatisierung sowie der Nutzung künstlicher Intelligenz.

 

Lossatal OT Großzschepa, den 14. Februar 2025

Katrin Weist, Kaufmännische Geschäftsführerin

Tilo Schröter, Technischer Geschäftsführer

Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt

Wir, die WPSL Treuhand & Revision GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, haben unsere Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung im Auftrag der Gesellschaft vorgenommen. Neben der gesetzlichen Funktion der Offenlegung (§ 325 HGB) in den Fällen gesetzlicher Abschlussprüfungen richtet sich der Bestätigungsvermerk ausschließlich an die Gesellschaft und wurde zu deren interner Verwendung erteilt, ohne dass er weiteren Zwecken Dritter oder diesen als Entscheidungsgrundlage dienen soll. Das in dem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis von freiwilligen Abschlussprüfungen ist somit nicht dazu bestimmt, Grundlage von Entscheidungen Dritter zu sein, und nicht für andere als bestimmungsgemäße Zwecke zu verwenden.

Unserer Tätigkeit liegt unser Auftragsbestätigungsschreiben zur Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung einschließlich der "Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften" in der vom Institut der Wirtschaftsprüfer herausgegebenen Fassung vom 1. Januar 2017 zugrunde.

Klarstellend weisen wir darauf hin, dass wir Dritten gegenüber keine Verantwortung, Haftung oder anderweitige Pflichten übernehmen, es sei denn, dass wir mit dem Dritten eine anders lautende schriftliche Vereinbarung geschlossen hätten oder ein solcher Haftungsausschluss unwirksam wäre.

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir keine Aktualisierung des Bestätigungsvermerks hinsichtlich nach seiner Erteilung eintretender Ereignisse oder Umstände vornehmen, sofern hierzu keine rechtliche Verpflichtung besteht.

Wer auch immer das in vorstehendem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis unserer Tätigkeit zur Kenntnis nimmt, hat eigenverantwortlich zu entscheiden, ob und in welcher Form er dieses Ergebnis für seine Zwecke nützlich und tauglich erachtet und durch eigene Untersuchungshandlungen erweitert, verifiziert oder aktualisiert.

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