Stammdaten

Register
Amtsgericht Coburg HRB 570
Eingetragen
31.1.1979
Branche
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenHerstellung von Gipserzeugnissen für den BauBauträger für andere Gebäude und Bauwerke
Gegenstand
Gegenstand geändert, nun: Der Betrieb von Betonwerken und von Fertigteilwerken, die Herstellung von Transportbeton, der Betrieb eines Unternehmens für den Hoch- und Tiefbau, die Errichtung und der Vertrieb schlüsselfertiger Bauten aller Art auf fremden Grundstücken, die Übernahme und Durchführung von Baubetreuungen sowie der Immobilien An- und Verkauf, der Baustoffhandel sowie die Vermietung von Grundbesitz. Die Gesellschaft ist berechtigt, kaufmännische Dienstleistungen für sowohl verbundene als auch fremde Unternehmen zu erbringen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Julia Schultheiß
seit 9.3.2021
Prokura
Prokura
Stefan Schultheiss
seit 31.3.2004
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Angermüller Bau GmbH

Untersiemau

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I.

Grundlagen des Unternehmens

1.

Geschäftsmodell des Unternehmens

Das Unternehmen tätigte im Berichtszeitraum hauptsächlich Leistungen im gewerblichen und öffentlichen Hoch- und Tiefbau sowie aus der Produktion von Stahlbetonfertigteilen und Betonwaren. Hierfür griffen wir auf unser eigenes, umfassend qualifiziertes Personal zurück, sowie in besonderen Fällen auf ausgesuchte Nachunternehmer.

2.

Entwicklung

Gegenstand unserer Entwicklungstätigkeit ist die kontinuierliche Verbesserung von bestehenden Arbeitsabläufen und Fertigungsverfahren, insbesondere in Hinblick auf einen effizienteren Ressourceneinsatz bzw. -verbrauch entlang unserer gesamten Wertschöpfungskette, insbesondere den Hauptbereichen Baubetrieb und der Fertigteil-/ Betonwarenproduktion.

II.

Wirtschaftsbericht

1.

Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine im Februar 2022 begann die Trendwende in der bis dato florierenden deutschen Baukonjunktur. Den enormen Anstieg der Energiepreise, Sanktionen gegen Russland und Produktionsausfälle in der Ukraine hätte die deutsche Bauwirtschaft vielleicht - wie vorher die Coronakrise - meistern können; gleichzeitig sind jedoch die stabilen politischen Rahmenbedingungen weggefallen, die den Bauboom jahrelang gestützt haben:

Das sprunghafte Anziehen der Bauzinsen ab April 2022 von 1 % auf 4 %,

eine hohe Inflation und damit steigende Lebenshaltungskosten, die den Spielraum der Verbraucher und Bauherren deutlich einengen,

unaufhaltsam steigende Material- und Energiepreise, getriggert durch das politische Vorantreiben der Klimawende,

sich ständig ändernde Förderrichtlinien im Gebäudebereich, Stopps gerade erst neuaufgelegter Fördermittel und der fast vollständige Wegfall der Neubauförderung sowie

die Unsicherheiten bei der Budgetierung der Haushaltsmittel,

dies alles hat dem Hochbau, insbesondere dem Wohnungsbau, im wahrsten Sinne des Wortes den Boden unter den Füßen weggezogen. Denn unsichere oder sich ständig ändernde politische Rahmenbedingungen verhindern Bauprojekte, weil im Bau die Projekte über Jahre geplant und umgesetzt und über Jahrzehnte finanziert werden.

Die Bauwirtschaft startete mit einem Auftragsbestand von 68,3 Mrd. € in das Jahr 2023 (nominal +6 %, real -9 %). Wie von den Spitzenverbänden der Bauwirtschaft prognostiziert, hat die ungünstige Mischung bei den Rahmenbedingungen 2023 zu einem Nachfrageeinbruch nach Bauleistungen geführt: Der Umsatz ist real um 5,3 % gesunken. Verantwortlich für diesen Umsatzrückgang ist vor allem der Wohnungsbau, der 2023 real um 12 % eingebrochen ist. Der Wirtschaftsbau und der öffentliche Bau trugen jeweils "nur" mit real -1 % zu dieser krisenhaften Entwicklung bei.

Zwischen den Bundesländern und auch regional innerhalb der Länder sind ausgeprägte Unterschiede zu verzeichnen.

Der deutliche Nachfrageeinbruch im Wohnungsbau und die daraus resultierende Unterauslastung der Kapazitäten bleiben für die Beschäftigung nicht ohne Folgen: Nach einem Jahrzehnt des Beschäftigungsaufbaus von plus 220.000 Beschäftigten auf 926.700 (2022), konnten die Betriebe die Beschäftigtenzahl 2023 gerade einmal konstant halten (927.700); trotz der geringen Nachfrage bemühen sich die Unternehmen, ihr Personal zu halten.

Die Einkaufspreise für Baumaterial verharren weiterhin auf historisch hohem Niveau: Vergleicht man die Jahresmittelwerte der Erzeugerpreisindizes von 2020 mit den laufenden Mittelwerten von 2023, so liegen beispielsweise die Indizes bei Mineralölerzeugnissen per September 2023 um ca. 60 % über dem Jahresdurchschnitt von 2020 und bei Bitumen um fast 75 %. Dämmstoffe aus Styrol liegen um gut 45 % über der Basis von 2020, Betonstahl ebenfalls. Zement, ein energieintensiv hergestellter Baustoff, hat um über 60 % zugelegt. Auch die Indizes für Holzprodukte liegen um gut ein Drittel über dem Niveau von 2020. Diese Entwicklung hält auch die Preise für Bauleistungen auf hohem Niveau. Betroffen sind alle Bausparten.

Inzwischen hat die Preisdynamik für Bauleistungen allerdings erkennbar nachgelassen: Für 2023 lag die Preisentwicklung für Bauleistungen bei etwa +7 % (nach +16 % in 2022), der Umsatz betrug 162,5 Mrd. € (real -5,3 %; nominal +1,3 %).

In den einzelnen Sparten zeichnete sich folgende Entwicklung ab:

Im Wohnungsbau wurden 2023 für 260.000 Wohneinheiten Baugenehmigungen erteilt. Damit wurden etwa 100.000 WE weniger genehmigt als im Vorjahr (-27 %; Mehrfamilienhäuser etwa -48.000 WE, somit -25 %; Ein- und Zweifamilienhäuser -44.000 WE, somit -41 %). Die Auftragsbestände sind 2023 real um fast 20 % zurückgegangen; die Auftragspolster der Unternehmen sind damit weitgehend aufgebraucht.

Die Bauverbände gehen davon aus, dass 2023 etwa 271.000 WE fertiggestellt worden sind (Vorjahr: 295.300 WE). Der Umsatz im Wohnungsbau betrug ca. 58 Mrd. Euro (nominal -6 %, real -12 %).

Im Wirtschaftsbau ist die Entwicklung zweigeteilt: Im Wirtschaftshochbau schlägt sich die konjunkturelle Stagnation in Deutschland erkennbar nieder. Zinsen und Energiepreise bremsen die Investitionsneigung der Unternehmen. Für Baumaßnahmen in und an Wirtschaftsbauten fehlen Genehmigungen über insgesamt ca. 3 Mrd. Euro (nominal -10 % ggü. Vorjahr). Die Auftragseingänge lagen 2023 im Wirtschaftshochbau im Minus, die Auftragsbestände sind gegenüber dem Vorjahr geschmolzen.

Anders der Wirtschaftstiefbau: Hier hat es im gesamten Jahr 2023 deutliche Investitionsimpulse gegeben. Projekte der Mobilitätswende und auch der Energiewende sind an den Markt gegangen, Großprojekte im Öffentlichen Nahverkehr, aber auch für den Bau von Stromtrassen. Auch die Deutsche Bahn investiert weiter in ihr Schienennetz. Der Auftragseingang im Wirtschaftstiefbau legte 2023 nominal um 26 % zu.

Für 2023 lag der Umsatz im Wirtschaftshochbau bei 32,4 Mrd. Euro (real -6 %), im Wirtschaftstiefbau bei 27,6 Mrd. Euro (real +5 %). Der Wirtschaftsbau insgesamt erreicht 2023 somit einen Umsatz von 60 Mrd. Euro (nominal +5,5 %, real -1,3 %).

Auch der öffentliche Bau zeigte ein ambivalentes Bild: Insgesamt erreichte der Umsatz 2023 im öffentlichen Hochbau 9,4 Mrd. Euro (nominal +13 %, real fast +6 %). Im öffentlichen Tiefbau stiegen die Umsätze dagegen nur leicht auf 35 Mrd. Euro (nominal fast +4 %, real -3 %). Insgesamt hat der öffentliche Bau damit in 2023 gut 44 Mrd. Euro erreicht (nominal ca. +6 %, real ca. -1 %).

(Quelle: Lagebericht zum Jahresabschluss 2023 des LBB Mittelfranken-Oberfranken)

2.

Geschäftsverlauf der Angermüller Bau GmbH

Wir können auf ein äußerst zufriedenstellendes Geschäftsjahr 2023 zurückblicken, auch wenn das Jahresergebnis des Vorjahres nicht erreicht worden ist.

Die Angermüller Bau GmbH startete mit einer guten Auftragslage in das Jahre 2023. Zum Jahresbeginn belief sich der Auftragsbestand auf ca. 44,4 Mio. €.

Ein relativ milder Winter erlaubte uns in den ersten Monaten des Jahres 2023 vergleichsweise hohe "Winter"-Umsätze. Verzögerungen durch Frost bzw. sonstige wetterabhängige Umstände sind nur punktuell aufgetreten und störten unsere Bautätigkeit nur in geringem Umfang.

Lieferschwierigkeiten bzw. unzureichende Materialverfügbarkeit - wie in den Vorjahren noch zu beklagen war - gab es kaum noch. Die Materialpreise bewegten sich zwar auf hohem Niveau, schwankten aber nicht mehr so stark. Auf einem relativ stabilen Niveau bewegten sich die Energiepreise.

Der Auftragseingang in 2023 lag mit ca. 32,1 Mio. € unter dem des Vorjahres.

3.

Lage

Insgesamt sind wir mit der Entwicklung der Gesellschaft im Jahr 2023 zufrieden. Unsere wirtschaftliche Lage ist nach wie vor gut. Durch unsere Investitionen der letzten Jahre in Strukturen, Prozessmanagement und IT sowie aktuell die Fokussierung auf die Gestaltung von noch effizienteren Bauabläufen sehen wir uns bestens aufgestellt für ein absehbar herausforderndes Jahr 2024.

a) Ertragslage

Die Ertragslage ist gekennzeichnet durch einen hohen Anteil an bauvertraglichen Leistungen und dem damit verbundenen starken Einfluss der Veränderungen der teilfertigen Leistungen, die zu Herstellkosten bewertet worden sind.

Insgesamt führte die Geschäftstätigkeit 2023 zu Umsatzerlösen von 68,2 Mio. € bei einer Bestandsveränderung von in Ausführung befindlichen Bauaufträgen von insgesamt +9,8 Mio. €.

Das Betriebsergebnis beläuft sich auf 3.863 T€ vor Steuer (Vorjahr: 4.236 T€) und ist mit 5,0 % der Gesamtleistung zufriedenstellend - trotz weiterhin hohen Preisen für Strom, Treibstoffen und Baumaterial. Grundsätzlich können Kostensteigerungen, die nach dem Vertragsabschluss auftreten nur teilweise an den Kunden weitergegeben werden.

Die Materialaufwandsquote ist mit 72,5 % (Vorjahr: 71,7 %) bei einer Gesamtleistung von 78,0 Mio. € (Vorjahr: 78,0 Mio. €) um 0,8 %-Punkte gestiegen.

Der Rohertrag beträgt 22.870 T€ (Vorjahr: 23.721 T€) und liegt proportional zur Betriebsleistung niedriger bei 29,3 % (Vorjahr: 30,4 %).

Die Angermüller Bau GmbH beschäftigte 2023 durchschnittlich 76 kaufmännische und technische Angestellte sowie 148 gewerbliche Arbeitnehmer.

Die Personalaufwandsquote ist im Vergleich zum Vorjahr um 0,1 %-Punkte auf 17,2 %der Gesamtleistung (Vorjahr: 17,3 %) gesunken.

b) Finanzlage

Unsere Finanzlage ist als sehr stabil zu bezeichnen. Die Lieferantenzahlungen erfolgen zielgerecht unter Ausnutzung von Skonto, der Eingang der Kundenzahlungen erfolgt in der Regel fristgerecht - Forderungsausfälle in nennenswertem Umfang waren nicht zu verzeichnen und sind weiterhin nicht in größerem Umfang zu erwarten.

Zur Zwischenfinanzierung der laufenden Geschäftstätigkeit wurden ausschließlich Lieferantenkredite und Guthaben bei Kreditinstituten verwendet sowie eingeräumte Avallinien bei Banken und Kreditversicherern in Anspruch genommen. Die zur Verfügung stehenden Betriebsmittel sind ausreichend. Die Avallinien sind planmäßig in Anspruch genommen.

Im Berichtsjahr wurden Investitionen ins Anlagevermögen in Höhe von 966 T€getätigt.

Unsere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen zum Stichtag 8,4 % (Vorjahr: 8,1 %) der Bilanzsumme.

Langfristige Anlagen sind durch unser Eigenkapital gedeckt. Unser kurzfristig gebundenes Vermögen übersteigt das kurzfristige Fremdkapital.

c) Vermögenslage

Die Vermögenslage unserer Gesellschaft im Vergleich zum Vorjahr ist gekennzeichnet durch eine Erhöhung des Gesamtvermögens (2023: 31.001 T€; 2022: 24.910 T€; 2021: 19.198 T€; 2020: 15.783 T€; 2019: 18.100 T€) infolge der Erhöhung der liquiden Mittel (+ 2.484 T€) und der Erhöhung der Leistungsforderungen (+ 3.414 T€) bei gleichzeitiger Verringerung des Anlagevermögens (- 9 T€) sowie der Erhöhung der sonstigen Aktiva (+ 202 T€).

Unsere Kapitalstruktur ist ausgewogen. Das Anlagevermögen ist zu 355 % (Vorjahr: 293 %) mit mittel- und langfristigem Anlagekapital gedeckt.

Die Eigenkapitalquote beträgt 48,7 % (Vorjahr: 49,7 %) des Gesamtkapitals.

Das Umlaufvermögen (26.540 T€) übersteigt deutlich das Umlaufkapital (15.178 T€) - Working Capital: 11.362 T€ (Vorjahr: 8.623 T€).

Die Struktur unseres kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und unserer Verbindlichkeiten halten wir stabil.

Die Liquidität war im Berichtsjahr jederzeit gewährleistet.

Insgesamt ist die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft geordnet.

Zweifelhafte Forderungen wurden wertberichtigt. Die ausgewiesenen Forderungen werden als werthaltig angesehen.

Im Januar 2024 fand das turnusmäßige "Rezertifizierungsaudit" durch die DQS statt. Dabei wurde, wie in den vergangenen Jahren die hohe Qualität des Managementsystems bestätigt, so dass die Angermüller Bau GmbH inzwischen seit 2016 lückenlos nach DIN EN ISO 9001 zertifiziert ist.

Mit ihren breit gefächerten Geschäftsfeldern ist die Angermüller Bau GmbH gut aufgestellt und kann auf Marktentwicklungen flexibel reagieren:

Wohnungsneubau-Projekte fallen aktuell wegen überambitionierter energetischer Standards und gleichzeitig fehlender Fördermittel sowie dem aktuellen Zinsumfeld fast komplett weg. Dies gleichen wir durch mehr Angebote und Aufträge im öffentlichen Bausektor aus. Darüber hinaus versuchen wir, einen Teil der hohen Energie- und Baustoffkosten mit einem engmaschigen Nachtragsmanagement und effizienteren Bauabläufen durch die permanente Überwachung von mittlerweile zwei Oberbauleitern zu kompensieren.

4.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen EBITDA und Umsatzrendite heran.

Die Umsatzrendite berechnen wir mit dem EBIT (Betriebsergebnis vor Zinsergebnis und Ertragssteuern) im Verhältnis zum Umsatz, den EBITDA aus dem Jahresergebnis vor Zinsergebnis, Ertragsteuern und Abschreibungen.

Die Umsatzrendite beträgt im Geschäftsjahr 5,7 % (Vorjahr: 5,2 %). Das EBITDA beträgt 4.766 T€ (Vorjahr: 5.270 T€).

Unsere wirtschaftliche Lage kann insgesamt als gut bezeichnet werden.

III.

Prognosebericht

1.

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und Branchenaussichten 2024

Durch die nachlassende Dynamik bei den Einkaufspreisen und den anziehenden Wettbewerb um Aufträge lässt zwar der Druck auf die Baupreise allmählich nach. Andererseits bleiben aber die Einkaufspreise hoch, steigende Mautgebühren und CO2-Aufschläge verteuern das Bauen noch einmal; hinzu kommen die anstehenden Tarifverhandlungen. Alles in allem rechnen die Spitzenverbände der Bauwirtschaft 2024 dennoch mit einem Preisrückgang für Bauleistungen um 2 %.

Nach dem Nachfrageeinbruch im letzten Jahr erwarten die Bauverbände 2024 wegen der nach wie vor ungünstigen Rahmenbedingungen einen weiteren Rückgang des Umsatzes im Bauhauptgewerbe auf 154 Mrd. € (nominal -5 %; unter der Annahme sinkender Baupreise: real -3 %). Verantwortlich dafür ist vor allem der Wohnungsbau, der seinen Sinkflug fortsetzen wird und mit real -13 % zu der schlechten Entwicklung beiträgt.

Die Unterauslastung im Wohnungsbau lässt den jahrelangen Kapazitätsaufbau in Personal und Geräte ins Stocken geraten: Zum ersten Mal seit 2008 werden 2024 Beschäftigte abgebaut werden, voraussichtlich etwa 30.000 (= 900.000 Beschäftigte). Nur in den Ausbaubereichen und im Ingenieur- und Tiefbau werden weiterhin Fachkräfte gesucht.

Nachdem die deutsche Wirtschaft 2023 um real 0,3 % geschrumpft ist, erwartet die Bundesregierung für 2024 auch nur ein geringes Wachstum des BIP von 0,3 %.

In den einzelnen Bausparten sehen die Erwartungen folgendermaßen aus:

Für 2024 erwarten die Bauverbände bei weiterhin unveränderten Investitionsbedingungen die Fertigstellung von 235.000 WE. Das von der Bundesregierung gesteckte Ziel von 400.000 WE ist damit in weite Ferne gerückt. Die mit dem Wachstumschancengesetz gesetzten Impulse (eine degressive Afa von 6 % für den Mietwohnungsbau und eine bessere steuerliche Förderung energetischer Sanierungsmaßnahmen) können nicht wirken, das Gesetz steckt im Vermittlungsausschuss fest. Den Umsatz im Wohnungsbau erwarten die Bauverbände daher 2024 nur noch bei 49 Mrd. € (nominal -15 %, real -13 %).

Im Wirtschaftsbau rechnen wir 2024 mit einem Umsatz von gut 60 Mrd. Euro (nominal knapp +1 %, real knapp +3 %). Die positive Entwicklung wird vom Tiefbau getragen, der fast 29 Mrd. Euro erreicht (real +7 %). Im Wirtschaftshochbau werden gut 31 Mrd. Euro umgesetzt werden (real -1 %).

Unter der Voraussetzung, dass es bei der für 2024 geplanten Investitionslinie in Höhe von 10 Mrd. € für die Infrastruktur (Straße und Wasserstraße) bleibt, gehen die Bauverbände für 2024 im öffentlichen Tiefbau von einem Umsatz in gleicher Höhe aus wie 2023 (35 Mrd. €, real +2 %), im öffentlichen Hochbau dagegen von einem leichten Zuwachs auf 9,7 Mrd. € (real +5 %). Die anhaltend prekäre Finanzsituation vieler Kommunen lässt Mehrausgaben zum Abbau des Investitionsstaus nicht zu. Insgesamt rechnen die Bauverbände mit einem Umsatz von 44,9 Mrd. € im öffentlichen Bau (nominal +1 %, real +3 %).

(Quelle: Lagebericht zum Jahresabschluss 2023 des LBB Mittelfranken-Oberfranken)

2.

Aussichten der Angermüller Bau GmbH 2024

Als Unternehmen des Bauhaupt- und Baunebengewerbes wird der Geschäftsbetrieb der Gesellschaft stark von den jeweiligen Wetterverhältnissen beeinflusst.

Wettertechnisch kann der Winter als milde, wenn auch teilweise nass bezeichnet werden. Dies ermöglichte es uns nahezu durchgehend die eingeplanten Aufträge bzw. Arbeiten in dieser Zeit wie geplant zu realisieren bzw. abzuarbeiten.

Lieferschwierigkeiten - die noch im Vorjahr teilweise auftraten - gab es kaum mehr. Die Materialpreise bewegen sich zwar immer noch auf einem erhöhten Niveau, allerdings gibt es in einigen Materialsegmenten Tendenzen hin zu sinkenden Preisen. Die Energiepreise für Unternehmen und Verbraucher sind nach wie vor hoch, auch wenn sie auf dem Energiemarkt bereits wieder etwas gesunken sind.

Zum Ende des 1. Quartals 2024 liegt der Auftragsbestand mit 39,2 Mio. EUR über dem zum Ende des 1. Quartals 2023.

Wegen der unsicheren konjunkturellen Lage und den hohen Baukosten werden momentan nur wenige Projekte ausgeschrieben.

Für das Jahr 2024 werden wir eine gute Auslastungsquote auch aufgrund bestehender Großaufträge von Industriekunden aus der Region, welche teilweise bereits in den Vorjahren abgeschlossen worden sind, erreichen.

Im Wohnungsneubau scheinen momentan alle Planungen auf Eis zu liegen. Dies betrifft die Angermüller Bau GmbH glücklicherweise nur geringfügig, da dieser Sektor schon in den letzten Jahren nur einen sehr geringen Teil des Umsatzes ausgemacht hat. Die Prioritäten wurden frühzeitig Richtung Industrie- und Gewerbebau sowie öffentliche Bauten verschoben.

Seit Mitte 2023 treten nun vermehrt Unternehmen, die bisher traditionell stark im Wohnungsneubau agierten, auch als Wettbewerber in den anderen Bauhauptgewerbe-Segmenten auf. Diese Entwicklung wirkt sich aktuell negativ auf die Angebotssituation - insbesondere auf die zu erzielenden Margen für Neuaufträge resp. in der Preisgestaltung bzw. Angebotskalkulation während der Angebotsphase - aus.

Die Firma Angermüller Bau GmbH hat im laufenden Jahr 2023 das Transportbetongeschäft, welches durch die Realteilung 2021 eingestellt werden musste, wiederbelebt und wird dies 2024 weiter ausbauen.

Der Investitionsplan sieht für das Jahr 2024 vor allem Anschaffungen in die IT-Infrastruktur (insb. Server und Endgeräte) sowie für das Fertigteilwerk (z.B. Schalungsanlage) vor, ansonsten werden Ersatzbeschaffungen für den bestehenden Maschinenpark vorgenommen. Die Finanzierung erfolgt vorwiegend aus dem verfügbaren und auskömmlichen Zahlungsmittelbestand.

Die Gesellschaft ist personell, finanziell und technisch solide aufgestellt. Trotz aktuell höherem Wettbewerb am Markt und unsicheren Konjunkturaussichten veranlasst uns der aktuelle Auftragsbestand in Verbindung mit der positiven Perspektive und Projektentwicklung unserer langjährigen Stammkunden daher, weiterhin von einer zufriedenstellenden Entwicklung der Gesellschaft im Jahr 2024 und fortfolgend auszugehen.

Die Geschäftsleitung plant daher vorsichtig mit einer Gesamtleistung von 62,5 Mio €.

Der EBTIDA soll 3,2 Mio € betragen und die Eigenkapitalquote bei mindestens 45 % gehalten werden.

Wir werden auch zukünftig in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen.

Das Thema Nachhaltigkeit und Klimawandel geht ebenfalls nicht an der Angermüller Bau GmbH vorbei. Die ersten Banken haben darauf aufmerksam gemacht, dass diese Themen in Zukunft in das Bankenrating einfließen werden. Es gab im 2023 bereits das erste "Testrating". Generell soll das Thema E-Mobilität, erneuerbare Energien und energetisches Bauen noch weiter ausgebaut werden. Um die Wichtigkeit dieses Themenbereichs innerhalb der Angermüller Bau GmbH sowohl intern als auch extern zu unterstreichen ist die Verantwortlichkeit direkt bei der Geschäftsführung belassen worden.

IV.

Chancen- und Risikobericht

1.

Risikobericht

Die hier im Lagebericht dargestellten Risiken haben derzeit weder einzeln noch kumuliert bestandsgefährdenden Charakter.

1.

Branchenspezifische Risiken

Im Industrie- und Gewerbebau können sich abschwächende allgemeine konjunkturelle Rahmenbedingungen zu rückläufigen Bauinvestitionen führen.

Aufgrund des zu erwartenden konjunkturellen Abschwungs in sämtlichen Wirtschaftszweigen prüfen wir die Bonität der Auftraggeber vor Auftragsannahme und während der Bauzeit noch engmaschiger als vorher. Ab 2024 beginnen wir auch damit unsere vorgelagerten Geschäftspartner wie Lieferanten und Nachunternehmen in die Bonitätsprüfung bzw. -überwachung mit einzubeziehen.

Die Gesellschaft hält ihre Liquidität durch eine wöchentlich aktualisierte Liquiditätsliste und damit einhergehender Vorausplanung ständig im Blick.

Mit Hilfe von zeitnahen Projektabrechnungen sowie wöchentlichen Baubesprechungen, in denen auch der Zahlungsstand der Projekte systematisch überprüft wird, werden die Bauvorhaben gesteuert und kontrolliert.

Die Qualität von Lieferanten und Nachunternehmern unterliegt einer regelmäßigen Bewertung durch Bauleiter und Poliere. Ablauforganisatorische Regelungen, Richtlinien und Anweisungen (wie z.B. das "Vieraugenprinzip" bei der Prüfung der Kalkulation) sind systematisch im QM-Handbuch niedergelegt: Die wichtigsten Risiken, wie Kalkulationsfehler, Verzug bei der Fertigstellung, Kostenüberschreitungen, Mängel sowie ausbleibende Zahlungseingänge, sind auf diese Weise beherrschbar.

Nachdem wir unsere Preise 2022 und 2023 deutlich anheben mussten, um die gestiegenen Material- und Energiekosten zu decken, werden wir den Baustoffmarkt weiter genau beobachten. Wir gehen davon aus, dass die Preise in manchen Segmenten bereits ihre zwischenzeitlichen Höchststände sahen und moderat sinken werden .

Durch die Digitalisierung zahlreicher betrieblicher Prozesse haben wir andererseits deutliche Effizienzvorteile erzielt, die uns helfen, die Qualität zu verbessern, Abstimmungsdefizite zu vermeiden und gleichzeitig Zeit und Kosten zu sparen.

Die Fachkräftesicherung bleibt ein Risiko für die Geschäftsentwicklung. Nach den Bemühungen der letzten Jahre ist der Bedarf der Angermüller Bau GmbH an Fachkräften und Auszubildenden aktuell zufriedenstellend gedeckt. An der Aufgabe, die Gesellschaft nach außen und innen als einen attraktiven Arbeitgeber zu präsentieren, arbeiten wir aber kontinuierlich weiter - auch, um das vorhandene Personal, langjährige Leistungsträger, im Unternehmen zu halten. Zu diesem Zweck wurde bereits im Jahr 2022 ein Mitarbeiter in Vollzeit eingestellt, der sich um die gesamte Ausbildung der gewerblichen Azubis kümmert und diese sowohl praktisch als auch theoretisch bestmöglich fördert. Hier konnten bereits erfreuliche Effekte in Form von höherer Motivation / Einsatzbereitschaft und ein deutlich ausgeprägteres Zugehörigkeitsgefühl festgestellt werden.

Aufgrund der engen Zusammenarbeit mit einem Dienstleister für Datenschutz und Informationssicherheit, jährlichen Schulungen und dem Abschluss einer Cyber-Versicherung vor mehreren Jahren sehen wir die IT-Sicherheit bei der Angermüller Bau GmbH momentan als gewährleistet an.

Rechtsstreitigkeiten bestehen aktuell in geringem Umfang.

2.

Ertragsorientierte Risiken

Eine sich abschwächende Investitionsneigung in der Industrie und im Dienstleistungsbereich aufgrund abnehmender Auslastung der Kapazitäten sowie die erhöhte Belastung der öffentlichen Haushalte können zu einer Verstärkung des Wettbewerbsdrucks führen, dem wir mit verstärkter Marktbearbeitung und Optimierung der Organisation begegnen.

Durch die anhaltende Verschlechterung des Wohnungsbaus-Segments, insbesondere des Einfamilienhausbaues machte sich bereits Mitte 2023 bemerkbar, dass sowohl kleinere als auch größere Unternehmen, die vorher selten bzw. nur sporadisch im öffentlichen Bausektor, bzw. im privaten Industrie - und Gewerbebau vorstellig wurden nun mit niedrigen Angebotspreisen an Ausschreibungsverfahren teilnehmen. Ob sich diese Unternehmen in diesem Segment langfristig und erfolgreich etablieren können oder dies ein kurzzeitiges Phänomen ist, wird sich zeigen.

3.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar.

Die Liquiditätslage ist befriedigend; es sind keine Engpässe zu erwarten.

Insgesamt haben die festgestellten Risiken zurzeit weder einzeln noch kumuliert bestands-gefährdenden Charakter.

2.

Chancenbericht

Auf der Beschaffungsseite greifen wir auf solide, leistungsfähige Lieferanten und Nachunternehmer zurück, mit denen uns langfristige Geschäftsbeziehungen verbinden, so dass Beschaffungsrisiken von uns minimiert werden konnten. Durch die anhaltende "Konjunkturdelle" bekommen wir hier immer mehr Zulauf von Nachunternehmern.

Die Marktsituation ist vor dem Hintergrund einer angespannten allgemeinen Konjunkturlage durch intensiven Wettbewerb und anhaltend hohen Druck auf die Baupreise, insbesondere im öffentlichen Bereich gekennzeichnet.

Dieser Wettbewerbssituation begegnen wir mit einer verstärkten kundenorientierten Angebots- und Vertriebstätigkeit, innovativer Produktionspolitik, Qualität der angebotenen Sortimente und Verlässlichkeit in Ausführung und Service.

In unserer Niederlassung in Crock ist bisher die erwartete Erholung im Bereich Galabauartikel noch nicht eingetreten, für das Jahr 2024 erwarten wir aufgrund der unveränderten ungünstigen Rahmenbedingungen einen ähnlichen Verlauf wie 2023.

Die erwarteten positiven Effekte aus der Wiederaufnahme des Transportbetongeschäfts in Crock blieben, insbesondere wegen der bisher sehr gering ausgefallenen konjunkturellen Erholung im Bereich Galabau, hinter unseren Erwartungen zurück. Für das laufende Jahr 2024 erwarten wir auch hier ein ähnliches Niveau wie in 2023.

Unsere Positionierung im Markt bestätigt unsere Geschäftspolitik, die wir durch die kontinuierliche Weiterentwicklung unseres Qualitätsmanagementsystems absichern und weiter optimieren. Ein weiterer wichtiger Baustein ist hierbei die Digitalisierung. In 2023 wurde beispielsweise ein neues Kalkulations- und Abrechnungsprogramm eingeführt, welches uns eine schnellere und präzisere Kalkulation und direkt eine integrierte Abrechnung ermöglicht.

In 2023 konnten wir mit der Schramm Unternehmensgruppe zukunftsgerichtet Vereinbarungen abschließen, die uns langfristig sowohl dringend benötigte Deponie-Kontingente zusichern als auch unseren Bedarf an Sand und Kies über Jahre hinaus decken.

3.

Gesamtaussage

Mit dem bereits bestehenden Kundenstamm, an dessen Ausbau in Zukunft weiterhin gearbeitet wird, ist mit einem positiven Ergebnis auch für 2024 zu rechnen.

Aufgrund der aktuellen Auftragslage sind negative Auswirkungen aus der allgemeinen konjunkturellen Entwicklung im Geschäftsjahr 2024 nur in überschaubarem Umfang zu erwarten. Durch die allgemeine konjunkturelle Entwicklung, insbesondere in Folge der Inflation und der angespannten Zinslage, sowie des Einbruchs des Wohnungsbaus, rechnen wir mit einem erhöhten Wettbewerbsdruck, der verstärkte Absicherungs- und Gegensteuerungsmaßnahmen erforderlich macht.

V.

Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bzw. kurzfristige Geldmittelanlagen bei Kreditinstituten sowie Ausleihungen an oder von verbundenen Unternehmungen innerhalb der Angermüller Bau Gruppe.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen - unter Beachtung von Skontofristen - beglichen.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend über Eigenmittel.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Zudem besteht eine langjährige Geschäftsbeziehung mit einem Inkassounternehmen. Über dieses informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden.

 

Untersiemau, 02.05.2024

gez. Stefan Schultheiß

Bilanz

A K T I V A

31.12.2023 31.12.2022
A. ANLAGEVERMÖGEN

I. Immaterielle Vermögens-

gegenstände

1. entgeltlich erworbene

Konzessionen, gewerbliche

Schutzrechte und ähnliche

Rechte und Werte sowie

Lizenzen an solchen

Rechten und Werten

37.553,77 11.065,50
II. Sachanlagen

1. Grundstücke, grundstücks-

gleiche Rechte und Bauten

einschließlich der Bauten

auf fremden Grundstücken

419.594,00 434.102,00

2. Technische Anlagen und

Maschinen

891.369,34 766.684,46

3. Andere Anlagen, Betriebs- und

Geschäftsausstattung

3.006.622,43 3.246.118,51

4. Geleistete Anzahlungen und

Anlagen im Bau

105.517,50 12.070,00
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte

1. Roh-, Hilfs- und

Betriebsstoffe

2.040.936,77 2.471.333,74
2. Unfertige Leistungen 48.019.000,00 37.793.919,00
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 1.268.484,59 1.741.127,22
4. Geleistete Anzahlungen 8.046.406,72 0,00
5. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -59.374.828,08 -42.006.379,96

II. Forderungen und sonstige

Vermögensgegenstände

1. Forderungen aus Lieferungen

und Leistungen

7.977.416,45 4.563.736,74

2. Forderungen gegen verbundene

Unternehmen

825.000,00 566.175,66
3. Sonstige Vermögensgegenstände 683.044,33 732.176,15

III. Kassenbestand, Bundesbank-

guthaben, Guthaben bei

Kreditinstituten und Schecks

17.023.672,07 14.539.326,34
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 31.265,76 38.964,09
SUMME Aktiva 31.001.055,65 24.910.419,45

P A S S I V A

31.12.2023 31.12.2022
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 511.291,88 511.291,88
II. Gewinnvortrag 11.871.772,41 8.799.652,02
III. Jahresüberschuss 2.700.193,58 3.072.120,39
IV. buchmäßiges Eigenkapital 15.083.257,87 12.383.064,29
B. RÜCKSTELLUNGEN

1. Rückstellungen für Pensionen

und ähnliche Verpflichtungen

739.304,00 709.927,00
2. Steuerrückstellungen 660.383,99 214.555,00
3. Sonstige Rückstellungen 5.190.344,81 3.830.876,69
C. VERBINDLICHKEITEN

1. Verbindlichkeiten gegenüber

Kreditinstituten

449.554,36 363.018,98

2. Erhaltene Anzahlungen auf

Bestellungen

568.243,01 1.564.674,75

3. Verbindlichkeiten aus

Lieferungen und Leistungen

2.616.350,19 2.021.597,28

4. Verbindlichkeiten gegenüber

verbundenen Unternehmen

4.869.099,03 3.066.439,42
5. Sonstige Verbindlichkeiten 824.518,39 756.266,04
SUMME Passiva 31.001.055,65 24.910.419,45

Gewinn- und Verlustrechnung

31.12.2023 31.12.2022
1. Umsatzerlöse 68.215.619,86 81.395.209,06

2. Erhöhung oder Verminderung

des Bestands an fertigen und

unfertigen Erzeugnissen

9.768.524,03 -3.405.808,52

3. Andere aktivierte

Eigenleistungen

0,00 33.105,00
4. Sonstige betriebliche Erträge 1.429.715,45 1.641.616,62
5. Summe Erlöse 79.413.859,34 79.664.122,16
6. Materialaufwand

a. Aufwendungen für Roh-,

Hilfs- und Betriebsstoffe

und für bezogene Waren

-18.968.431,67 -19.687.063,15

b. Aufwendungen für bezogene

Leistungen

-37.575.450,50 -36.255.860,37
7. Rohergebnis 22.869.977,17 23.721.198,64
8. Personalaufwand
a. Löhne und Gehälter -10.063.398,17 -10.070.377,20

b. Soziale Abgaben und

Aufwendungen für

Altersversorgung und

Unterstützung

-3.381.847,32 -3.416.155,22
9. Abschreibungen

a. Auf immaterielle Vermögens-

gegenstände des Anlage-

vermögens und Sachanlagen

-941.312,09 -1.086.077,43

10. Sonstige betriebliche

Aufwendungen

a. Verschiedene betriebliche

Kosten

-4.620.058,33 -4.912.747,43
11. Zwischensumme 3.863.361,26 4.235.841,36

12. Sonstige Zinsen und ähnliche

Erträge

363.295,07 12.487,59

13. Zinsen und ähnliche

Aufwendungen

-48.071,84 -24.906,71

14. Steuern vom Einkommen

und vom Ertrag

-1.439.261,28 -1.098.985,88
15. Ergebnis nach Steuern 2.739.323,21 3.124.436,36
16. Sonstige Steuern -39.129,63 -52.315,97
17. Jahresüberschuss 2.700.193,58 3.072.120,39

Anhang

Allgemeine Erläuterungen

Der Jahresabschluss der Angermüller Bau GmbH, Untersiemau wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht:

Firmenname laut Registergericht: Angermüller Bau GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Untersiemau
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Coburg
Register-Nr.: HR B 570

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist das Unternehmen eine große Kapitalgesellschaft.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (§ 284 Abs. 2 HGB) sind im Rahmen der handelsrechtlichen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung, unter Beachtung ergänzender Vorschriften für große Kapitalgesellschaften, an steuerlichen Ansatz- und Bewertungsvorschriften orientiert:

Aktivseite

Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert.

Das abnutzbare Sachanlagevermögen ist mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen angesetzt.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 800,00 EUR netto wurden sofort als Betriebsausgabe abgezogen.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren erfolgt zu Anschaffungskosten.

Unfertige Bauten sind mit ihren Herstellungskosten angesetzt, die die direkt zurechenbaren Einzelkosten zuzüglich pauschaler Zuschläge für angemessene Teile der notwendigen Fertigungsgemeinkosten und Verwaltungsgemeinkosten umfassen.

Fertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Deren Ermittlung erfolgt retrograd aus ihren Verkaufspreisen, abzüglich Verwaltungs- und Vertriebskosten sowie des Gewinnaufschlags.

Bei den Vorräten sind für Über- und Altbestände und andere Werteinflüssee, für die Abschreibungen nach dem (strengen) Niederstwertprinzip und den Grundsätzen verlustfreier Bewertung gem. § 253 Abs. 2 HGB vorzunehmen sind, Abschläge vorgenommen worden. Fremdkapitalzinsen blieben bei der Ermittlung der Herstellungskosten unberücksichtigt.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen werden von den Vorräten netto ohne Umsatzsteuer offen aktivisch abgesetzt. Soweit die erhaltenen Anzahlungen den Wert der Vorräte übersteigen werden sie unter den Verbindlichkeiten passiviert.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Das strenge Niederstwertprinzip ist beachtet.

Kassenbestand, Bankguthaben und Schecks sind zum Nominalwert bilanziert.

Ein die Pensionsrückstellung übersteigender Zeitwert des Deckungsvermögens zur Pensionszusage an die Gesellschafter war im Berichtsjahr nicht zu verzeichnen.

Passivseite

Die Rückstellungen für Pensionen sind auf Basis eines Zinssatzes von 1,82 % durch versicherungsmathematische Berechnung nach der PUC-Methode gemäß § 253 Abs. 1 S. 2 HGB ermittelt - dabei wird jeweils das vertraglich vereinbarte Finanzierungsendalter zugrunde gelegt. Der Erfüllungsbetrag wird mit dem Deckungsvermögen verrechnet. Als biometrische Rechnungsrundlagen für die betriebliche Altersversorgung wurden die Heubeck "Richttafeln 2018 G" herangezogen und ein Rententrend in Höhe von 2,00 % berücksichtigt.

Der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellung beträgt 2.449.882,00 EUR, der Zeitwert des Deckungsvermögens 1.710.578,00 EUR.

Seit 2016 ist gem. § 253 Abs. 2 HGB der Erfüllungsbetrag auf der Grundlage des 10-Jahres-Durchschnittzinssatzes zu berechnen. Der sich hieraus ergebende Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 HGB beträgt 16.708,00 EUR.

Die sonstigen Rückstellungen sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe des voraussichtlich notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Erläuterungen zur Bilanz

Aktivseite

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im nachstehenden Anlagenspiegel dargestellt.



Das Deckungsvermögen zur Pensionszusage an die Geschäftsführer wurde mit den Pensionsrückstellungen verrechnet. Ein die Pensionsrückstellung übersteigender aktiver Verrechnungsposten war nicht zu verzeichnen.

Passivseite

Das gezeichnete Kapital ist noch nicht auf EUR umgestellt. Es beträgt 1.000.000,00 DM (511.291,88 EUR).

Pensionsrückstellungen wurden auf Basis der biometrischen Heubeck Richttafeln 2018 G gebildet. Der Bewertung wurde das jeweils vertraglich vereinbarte Finanzierungsendalter zugrunde gelegt.

Sonstige Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Verpflichtungen aus unberechneten Subunternehmerleistungen und gegenüber Personal sowie aus Gewährleistungen, Instandhaltung, Jahresabschluss- und Aufbewahrungskosten.


Die Fristigkeit der Verbindlichkeiten ergibt sich aus folgendem Verbindlichkeitenspiegel:

Art der Verbindlichkeiten Gesamtbetrag 31.12.2023 RLZ < 1 Jahr RLZ 1 - 5 Jahre RLZ > 5 Jahre (Gesamtbetrag)
  TEUR TEUR TEUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 450 100 344 6
(Vorjahr) (363) (73) (269) (21)
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 568 568 0 0
(Vorjahr) (1.565) (1.565) (0) (0)
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.616 2.616 0 0
(Vorjahr) (2.022) (2.022) (0) (0)
4. Verbindlichkeiten gegenüber verb. Untern. 4.869 4.869 0 0
(Vorjahr) (3.066) (3.066) (0) (0)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 825 825 0 0
(Vorjahr) (756) (756) (0) (0)
- davon aus Steuern 192 192 0 0
(Vorjahr) (201) (201) (0) (0)
- davon im Rahmen der soz. Sicherheit 134 134 0 0
(Vorjahr) (57) (57) (0) (0)
Gesamt 9.328 8.978 344 6
(Gesamt Vorjahr) (7.772) (7.482) (269) (21)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind im Wesentlichen durch die Sicherungsübereignung von Betriebsausstattung besichert.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Der Zinsaufwand aus der Pensionsverpflichtung betrug 61 TEUR und wurde mit den korrespondierenden Erträgen des Deckungsvermögens in Höhe von 43 TEUR verrechnet, sodass sich insgesamt ein Zinsaufwand von 18 TEUR ergibt.

Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen 913 TEUR (Vorjahr: 899 TEUR). Sie bestehen in Höhe von 873 TEUR (Vorjahr: 860 TEUR) gegenüber der Gesellschafterin.

Anzahl der Arbeitnehmer

Es waren durchschnittlich 76 Angestellte und 148 gewerbliche Arbeitnehmer beschäftigt.

Geschäftsführung

Im Geschäftsjahr gehörten der Geschäftsführung an:

Schultheiß, Stefan, Dipl.-Ing. (FH), Untersiemau

Konzernzugehörigkeit

Die Angermüller Bau GmbH wird in den Konzernabschluss der Schultheiß JMS Holding GmbH & Co. KG einbezogen und im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Angaben zum Mutterunternehmern, das einen Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt:

Name: Schultheiß JMS Holding GmbH & Co. KG

Sitz: Untersiemau


Honorar Abschlussprüfer

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt 39 TEUR und teilt sich wie folgt auf:

- Abschlussprüfung: 17 TEUR

- Steuerberatung: 6 TEUR

- sonstige Leistungen: 16 TEUR

Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft hat zum Bilanzstichtag Avalkredite in Höhe von 28.220 TEUR in Anspruch genommen.

Periodenfremde Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 150 TEUR enthalten. Diese resultieren im Wesentlichen aus Erlösschmälerungen für Vorjahre.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss 2023 von 2.700.193,58 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.

Unterzeichnung des Jahresabschlusses gem. § 245 HGB

 

Untersiemau, den 02.05.2024

gez. Stefan Schultheiß

Anlagespiegel

    Anschaffungs- und Herstellungskosten    
    01.01.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2023
I. Immaterielle Vermö-
gensgegenstände
       
1. Gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte und
Werte
1.143.515,82 44.923,77 0,00 0,00 1.188.439,59
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücks-
gleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten
auf fremden Grundstücken
443.232,00 0,00 0,00 0,00 443.232,00
2. Technische Anlagen und
Maschinen
14.690.861,21 306.354,38 0,00 0,00 14.997.215,59
3. Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäfts-
ausstattung
11.786.540,64 502.293,68 19.269,56 207.251,21 12.100.852,67
4. Anlagen im Bau 12.070,00 112.717,06 -19.269,56 0,00 105.517,50
    26.932.703,85 921.365,12 0,00 207.251,21 27.646.817,76
    28.076.219,67 966.288,89 0,00 207.251,21 28.835.257,35
  Abschreibungen       Buchwerte  
  01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023 31.12.2023 31.12.2022
Immaterielle Vermö-
gensgegenstände
Gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte und
Werte
1.132.450,32 18.435,50 0,00 1.150.885,82 37.553,77 11.065,50
Sachanlagen            
Grundstücke, grundstücks-
gleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten
auf fremden Grundstücken
9.130,00 14.508,00 0,00 23.638,00 419.594,00 434.102,00
Technische Anlagen und
Maschinen
13.924.176,75 181.669,50 0,00 14.105.846,25 891.369,34 766.684,46
Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäfts-
ausstattung
8.540.422,13 726.699,09 172.890,98 9.094.230,24 3.006.622,43 3.246.118,51
Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 105.517,50 12.070,00
  22.473.728,88 922.876,59 172.890,98 23.223.714,49 4.423.103,27 4.458.974,97
  23.606.179,20 941.312,09 172.890,98 24.374.600,31 4.460.657,04 4.470.040,47

Feststellung des Jahresabschlusses

Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 02.05.2024 .

Bestätigung- bzw. Versagungsvermerk

An die Angermüller Bau GmbH, Untersiemau

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der Angermüller Bau GmbH, Untersiemau - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Angermüller Bau GmbH, Untersiemau für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.


Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.


Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.


Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteile ich Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft;

führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Bayreuth, den 24.06.2024

Dipl.-Kfm. Claus Dreher

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