Digital Transformation Capital Partners GmbH

Am Sandtorpark 2, 20457 Hamburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 162778
Vorher
fentus 141. GmbH
Eingetragen
25.5.2020
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem AnteilsbesitzTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagen
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist (i) die Vermittlung von Geschäften über die Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumenten (Anlagevermittlung, § 1 Absatz 1a Satz 2 Nr. 1 KWG), (ii) die Abgabe von persönlichen Empfehlungen an Kunden oder deren Vertreter, die sich auf Geschäfte mit bestimmten Finanzinstrumenten beziehen, sofern die Empfehlung auf eine Prüfung der persönlichen Umstände des Anlegers gestützt oder als für ihn geeignet dargestellt wird und nicht ausschließlich über Informationsverbreitungskanäle oder für die Öffentlichkeit bekannt gegeben wird (Anlageberatung, § 1 Absatz 1a Satz 2 Nr. 1a KWG), sowie (iii) mit der Anlagevermittlung oder der Anlageberatung in Zusammenhang stehende und nicht genehmigungs- oder erlaubnispflichtige Tätigkeiten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Geschäftsführer
Martin Klima
seit 9.7.2020
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Digital Transformation Capital Partners Team GmbH & Co. KG
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Digital Transformation Capital Partners GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro
1. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 2.399.068,69 2.180.250,29
2. Forderungen an Kunden 2.415.590,80 443.786,85
3. Immaterielle Anlagewerte
a) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10.266,00 13.470,00
4. Sachanlagen 28.579,00 20.808,00
5. Sonstige Vermögensgegenstände 276.660,54 58.759,84
6. Rechnungsabgrenzungsposten 84.868,86 41.201,80
5.215.033,89 2.758.276,78

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) Andere Verbindlichkeiten
aa) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 241.709,91 145.148,24
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 241.709,91 145.148,24
2. Sonstige Verbindlichkeiten 170.992,76 59.530,17
3. Rückstellungen
a) Steuerrückstellungen 969.166,99 264.305,05
b) andere Rückstellungen 1.156.990,00 1.646.645,00
2.126.156,99 1.910.950,05
4. Eigenkapital
a) Eingefordertes Kapital
Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
b) Kapitalrücklage 75.000,00 75.000,00
c) Gewinnvortrag 542.648,32 527.019,38
d) Jahresüberschuss 2.033.525,91 15.628,94
Summe Eigenkapital 2.676.174,23 642.648,32
5.215.033,89 2.758.276,78

Gewinn- und Verlustrechnung

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 2.365,00 -3.182,76
2. Zinsaufwendungen 8,21 0,00
3. Provisionserträge 7.709.610,70 3.925.618,03
4. Provisionsaufwendungen 7.809,63 5.757,55
7.701.801,07 3.919.860,48
5. Sonstige betriebliche Erträge 868.332,02 12.764,56
6. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 3.422.103,06 1.014.880,83
ab) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 212.858,40 57.110,75
3.634.961,46 1.071.991,58
b) Andere Verwaltungsaufwendungen 1.878.218,61 2.817.001,91
7. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 21.698,86 11.103,36
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 22.561,25 820,98
9. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 3.015.049,70 28.524,45
10. Außerordentliche Aufwendungen 0,00 532,16
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 981.523,79 12.363,35
12. Jahresüberschuss 2.033.525,91 15.628,94

Anhang

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Digital Transformation Capital Partners GmbH, Hamburg, ist im Handelsregister beim Amtsgericht Hamburg unter der HRB 162778 eingetragen.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine kleine Kapitalgesellschaft.

Gegenstand des Unternehmens der Gesellschaft ist die Anlagenvermittlung im Sinne des § 2 Abs. 2 Nr. 3 des Gesetz zur Beaufsichtigung von Wertpapierinstituten (Wertpapierinstitutsgesetz, WpIG) und die Anlagenberatung im Sinne des § 2 Abs. 2 Nr. 4 WpIG. Da keine Ausnahmeregelung des § 3 WpIG greift, handelt es sich bei der Gesellschaft um ein Wertpapierinstitut im Sinne des § 2 WplG.

Nach § 340 Abs. 4a HGB gelten für die Gesellschaft als Wertpapierinstitut ergänzend die Vorschriften der §§ 340 bis 3400 HGB. Als Wertpapierinstitut hat die Gesellschaft nach § 340a HGB auf ihren Jahresabschluss die für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften der SS 264 bis 289f HGB anzuwenden, soweit in den Vorschriften der §§ 340 bis 3400 HGB nichts anderes bestimmt ist.

Der Jahresabschluss der Digital Transformation Capital Partners GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB), WpIG, der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute und Wertpapierinstitute (Kreditinstituts-Rechnungslegungsverordnung, RechKredV) sowie der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des Gesetzes die Gesellschaften mit beschränkter Haftung betreffend (GmbHG) und des Gesellschaftsvertrages zu beachten.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

2.1 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit ihrem Nennwert angesetzt und wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die Rechnungsabgrenzungsposten nach § 250 Abs. 1 und Abs. 2 HGB werden in Höhe der abzugrenzenden Ausgaben bzw. Einnahmen, soweit sie Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen, gebildet.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr sowie Vorjahre betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Soweit der Kurs am Tage des Geschäftsvorfalles bei Forderungen darunter bzw. bei Verbindlichkeiten darüber lag, ist dieser angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

2.2 Angaben zur Bilanz

2.2.1 Forderungen an Kunden

Der Posten "Forderungen an Kunden" in Höhe von EUR 2.415.590,80 (Vorjahr: EUR 443.786,85) setzt sich zusammen aus:

originäre Forderungen an Kunden EUR 2.415.398,63
darunter an verbundene Unternehmen EUR 2.203.390,90

Die Forderungen an Kunden in Höhe von EUR 2.415.590,80 haben eine Laufzeit von bis zu 3 Monaten.

2.2.2 Anlagevermögen

Zum 31.12.2023 beträgt der Buchwert der Betriebs- und Geschäftsausstattung EUR 28.579,00.

Anlagenspiegel

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen
Euro Euro Euro Euro
1. Immaterielle Anlagewerte
a) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 18.050,00 5.062,00
2. Sachanlagen 27.429,36 22.593,86 1.545,38
45.479,36 27.655,86 1.545,38
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023 kumulierte Abschreibung 01.01.2023 Abschreibung Geschäftsjahr Abgänge Umbuchungen
Euro Euro Euro Euro Euro
1. Immaterielle Anlagewerte
a) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 23.112,00 4.580,00 8.266,00
2. Sachanlagen 48.477,84 6.621,36 13.432,86 155,38
71.589,84 11.201,36 21.698,86 155,38
kumulierte Abschreibung 31.12.2023 Zuschreibung Geschäftsjahr Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023 Buchwert Vorjahr 31.12.2022
Euro Euro Euro Euro
1. Immaterielle Anlagewerte
a) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 12.846,00 10.266,00 13.470,00
2. Sachanlagen 19.898,84 28.579,00 20.808,00
32.744,84 38.845,00 34.278,00

2.2.3 Sonstige Vermögensgegenstände

Im Posten "Sonstige Vermögegensgegenstände" " in Höhe von EUR 276.660,54 (Vorjahr: EUR 58.759,84) sind die folgenden wichtigsten Einzelbeträge enthalten:

Darlehen an Arbeitnehmer EUR 152.365,00
Kautionen EUR 38.985,00
noch nicht fakturierte durchlaufende Posten EUR 51.386,42

2.2.4 Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Der Aktivposten "Rechnungsabgrenzungsposten" in Höhe von EUR 84.868,86 (Vorjahr: EUR 41.201,80) besteht ausschließlich aus vorausgezahlten Versicherungsbeiträgen, Werbeaufwand und Lizenzgebühren, die Aufwand für das Jahr 2024 darstellen.

2.2.5 Fremdwährungsaktiva

Die Vermögensgegenstände in USD 152.497,22 betragen in EUR 137.789,70.

2.2.6 Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden in Höhe von EUR 241.709,91 (Vorjahr: EUR 145.148,24) haben eine Laufzeit von bis zu 3 Monaten. Darin sind keine Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten.

2.2.7 Sonstige Verbindlichkeiten

Im Posten "Sonstige Verbindlichkeiten" in Höhe von EUR 170.992,76 (Vorjahr: EUR 59.530,17) sind die folgenden wichtigsten Einzelbeträge enthalten:

Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer EUR 82.234,57
Umsatzsteuer-Verbindlichkeiten EUR 72.558,93

2.2.8 Steuerrückstellungen

Der Posten "Steuerrückstellungen" in Höhe von EUR 969.166,99 (Vorjahr: EUR 264.305,05) setzt sich zusammen aus folgenden Anteilen des Berichtsjahres:

Gewerbesteuer EUR 493.962,95
Körperschaftsteuer EUR 450.431,00
Solidaritätszuschlag EUR 24.773,04

2.2.9 Andere Rückstellungen

Im Posten "Andere Rückstellungen" in Höhe von EUR 1.156.990,00 (Vorjahr: EUR 1.646.645,00) sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Beträge enthalten:

Sonstige Rückstellungen EUR 11.200,00
Rückstellungen für Personalkosten EUR 941.290,00
Urlaubsrückstellungen EUR 82.200,00
Rückstellungen für Abschluss und Prüfung EUR 84.800,00
Aufbewahrungsrückstellungen EUR 37.500,00

Den Rückstellungen für Personalkosten liegen die Ermessensboni der Mitarbeiter für das Jahr 2023 zugrunde.

Den Rückstellungen für Abschluss und Prüfung in Höhe von EUR 84.800,00 (Vorjahr: EUR 80.000,00) liegen die Verpflichtungen zur Erstellung des Berichts nach § 66 Abs. 2 WpIG für das vierte Kalendervierteljahr des Berichtsjahrs, Erstellung des Jahresabschlusses für das Berichtsjahr, Jahresabschlussprüfung für das Berichtsjahr und Erstellung der Steuererklärungen für das Berichtsjahr sowie sonstige Beratung das Berichtsjahr betreffend zugrunde.

2.2.10 Fremdwährungsschulden

Die Verbindlichkeiten in GBP 24.941,68 betragen in EUR 28.510,52 und die in USD 4.000,00 betragen in EUR 3.727,79.

2.3 Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

2.3.1 Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften

Die Zinserträge in Höhe von EUR 2.365,00 (Vorjahr: EUR 0,00) stammen ausschließlich aus dem Darlehen gegenüber Arbeitnehmern.

2.3.2 Provisionserträge

Die Provisionserträge in Höhe von EUR 7.709.610,70 (Vorjahr: EUR 3.925.618,03) wurden aufgrund des Sub Advisory Agreements mit der Digital Transformation Capital Partners Luxembourg SARL mit Sitz in Luxemburg (DTCP Luxemburg SARL, Main Advisor, ein verbundenes Unternehmen) und des Service Level Agreements mit der Digital Transformation Capital Partners Management GmbH mit Sitz in Deutschland (DTCP Management GmbH) erzielt.

2.3.3 Sonstige betriebliche Erträge

Im Posten "Sonstige betriebliche Erträge" in Höhe von EUR 868.332,02 (Vorjahr: EUR 12.764,56) sind die folgenden wichtigsten Einzelbeträge enthalten:

Auflösung von Rückstellungen EUR 860.495,94

Der wesentliche Anteil davon resultiert aus folgendem Sachverhalt:

In der Bilanz zum 31.12.2022 ist ein Betrag in Höhe von EUR 830.185,00 für eine eventuelle Verpflichtung der Gesellschaft auf Rückzahlung einer Vergütung für Beratungsleistungen als sonstige Rückstellung aufwandswirksam passiviert worden. Die Beratungsleistungen hatte die Gesellschaft in den Jahren 2020 und 2021 im Zusammenhang mit der Fondsverwaltung an die DTCP Luxembourg SARL erbracht.

Die eventuelle Rückzahlungsverpflichtung beruhte auf der vertraglich vereinbarten Bedingung, wonach die Beteiligungsquote eines bestimmten Investors bis zum Final Closing-Date des Digital Infrastructure Vehicle II SCSp Fonds (DIV II-Fonds) im Jahr 2023 oder 2024 durch Beitritt weiterer Investoren bzw. durch vertragliche Vereinbarungen auf einen bestimmten Wert (maximale Beteiligungsquote) gesenkt sein muss bzw. voraussichtlich gesenkt werden wird. Aufgrund der im Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses des Vorjahres vorherrschenden Marktlage hielt die Geschäftsführung der Gesellschaft die Rückzahlung der Vergütungen für überwiegend wahrscheinlich, weil in Frage stand, ob ausreichende Investoren gefunden werden.

Im Laufe des Berichtsjahres hat sich die Marktlage so weit gebessert, dass der Investor im Oktober des Berichtsjahres durch vertragliche Vereinbarung darauf verzichtet hat, dass die maximale Beteiligungsquote erreicht oder unterschritten wird. Damit ist der Grund für die Bildung der Rückstellung entfallen, weshalb sie ertragswirksam aufzulösen war.

2.3.4 Andere Verwaltungsaufwendungen

Der Posten "Andere Verwaltungsaufwendungen" in Höhe von EUR 1.878.218,61 (Vorjahr: EUR 2.817.001,91) enthält im Wesentlichen die nachfolgend genannten Aufwendungen:

Aufwand für Fremdleistungen der DTCP Management GmbH EUR 28.316,48
Miete für Büroräume EUR 95.227,27
Versicherungsbeiträge EUR 62.199,39
Werbungskosten EUR 175.050,33
Aufwendungen für Konzessionen EUR 74.875,93
Rechts- und Beratungskosten EUR 364.781,79
Buchführungs-, Abschluss- und Prüfungskosten EUR 226.251,98
sonstige betriebliche Aufwendungen EUR 158.382,35
Reisekosten der Arbeitnehmer EUR 431.749,43
Wartungskosten für Hard- und Software EUR 68.335,19

Die genannten Fremdleistungen resultieren aus dem Service Level Agreement zwischen der Gesellschaft und der DTCP Management GmbH und betreffen insbesondere die Unterstützung bei Beratungsaktivitäten sowie der allgemeinen Verwaltung und des Betriebs der Gesellschaft.

2.3.5 Sonstige betriebliche Aufwendungen

Im Posten "Sonstige betriebliche Aufwendungen" in Höhe von EUR 22.561,25 (Vorjahr: EUR 820,98) sind die folgenden wichtigsten Einzelbeträge enthalten:

Sonstiger betrieblicher Aufwand EUR 10.778,16
Aufwendungen für Währungsumrechnungen EUR 10.983,09

2.3.6 Erläuterung der Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung

Von außergewöhnlicher Größenordnung und außergewöhnlicher Bedeutung sind die Provisionserträge in Höhe von insgesamt EUR 7.056.929,05, die aus den Sub Advisory Agreements mit der DTCP Luxembourg SARL resultieren, sowie in Höhe von ingesamt EUR 652.681,65, die aus dem Service Level Agreement mit der DTCP Management GmbH resultieren.

Von außergewöhnlicher Größenordnung und außergewöhnlicher Bedeutung ist der Aufwand aus der Auflösung der im Vorjahr passivierten Rückstellung für die eventuelle Rückzahlungsverpflichtung in Höhe von EUR 830.185,00. Insoweit wird auf die unter Textziffer 2.3.3 dargestellten Einzelheiten verwiesen.

3. Sonstige Angaben

3.1 Angaben von wesentlichen gegenüber Dritten erbrachten Dienstleistungen für Verwaltung und Vermittlung

Aus den Sub Advisory Agreements mit der DTCP Luxembourg SARL resultiert im Berichtsjahr ein Provisionsertrag in Höhe von EUR 7.056.929,05.

Aus dem Service Level Agreement mit der DTCP Management GmbH resultieren im Berichtsjahr Provisionserträge in Höhe von EUR 652.681,65.

3.2 Angaben zu Organen

Geschäftsführer der Gesellschaft sind Herr Vicente Vento Bosch, Chief Executive Officer und Herr Martin Klima, Chief Financial Officer. Auf Grund der Anstellungsverträge jeweils vom 29.11.2022 haben die Geschäftsführer für ihre Tätigkeiten im Geschäftsjahr Bezüge in Höhe von insgesamt EUR 687.730,04 von der Gesellschaft erhalten.

Herr Vicente Vento Bosch gehört seit Juli 2021 dem Aufsichtsrat der Cellnex Netherlands B.V. an. Weiter ist Herr Vicente Vento Bosch seit August 2020 als Non-Executive Director Mitglied des Boards der Community Fibre Ltd. (CFL). Seit Mai 2022 gehört Herr Vicente Vento Bosch dem Board von Roots HoldCo B.V. und seit September 2022 dem Board von Maincubes Holding & Services GmbH an.

3.3 Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 12 (davon 1 Prokurist).

3.4 Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Von dem Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr entfällt auf die Jahresabschlussprüfung ein Betrag von EUR 22.000,00. Das Honorar für andere Bestätigungsleistungen beträgt EUR 11.000,00.

Unterschrift der Geschäftsleitung

 

Hamburg, 29.05.2024

gez. Vicente Vento Bosch

gez. Martin Klima

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Geschäftliche Tätigkeit

Digital Transformation Capital Partners GmbH (DTCP GmbH) ist eine deutsche Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit Sitz Am Sandtorpark 2, 20457 Hamburg, Deutschland, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter der Nummer HRB 162778. Die DTCP GmbH erbringt Anlageberatungsdienstleistungen in Bezug auf bestimmte Unternehmen sowie auf Investmentfonds, die von externen Managern verwaltet werden. Die DTCP GmbH ist eine Wertpapierfirma gemäß Artikel 4 (1) Nr.22 der EU-Verordnung 2019/2033 (IFR) mit einer Erlaubnis für die Anlagevermittlung gemäß § 2 (2) Nr. 3 WpIG sowie für die Anlageberatung gemäß § 2 (2) Nr. 4 WpIG. Die DTCP GmbH übt die vorgenannten Tätigkeiten grundsätzlich mit oder für Anleger aus, die geeignete Gegenparteien oder professionelle Investoren sind. Die Gesellschaft wurde am 20. Mai 2020 gegründet und hat am 01. Januar 2021 die erlaubnispflichtige Geschäftstätigkeit aufgenommen.

Die DTCP GmbH erbringt Beratungsleistungen als sogenannter Sub-Advisor für die Digital Transformation Capital Partners Luxembourg S.à r.l. ("Investment Advisor" bzw. "Anlageberater"), eine nach luxemburgischem Recht gegründete Kommanditgesellschaft mit Sitz in 35 Avenue J.F. Kennedy, L-1855 Luxemburg, Großherzogtum Luxemburg, die im Luxemburger Handelsregister RCS unter der Nummer B 247.140 eingetragen ist. In ihrer Eigenschaft als Unterberaterin gibt die DTCP GmbH dem Anlageberater Investitions- und Desinvestitionsempfehlungen im Bereich der digitalen Infrastruktur, insbesondere in den Teilsektoren Mobilfunk, Netzinfrastruktur und Rechenzentren. Die DTCP GmbH berät auch im Bereich Unternehmenssoftware, insbesondere in den Bereichen Infrastruktursoftware, Unternehmensautomatisierung und Cybersicherheit.

Der Anlageberater stützt sich auf die Beratungsdienste der DTCP GmbH, um Anlageund/oder Veräußerungsempfehlungen für Digital Infrastructure Vehicle II SCSp SICAV- RAIF (DIV II) und DTCP Growth Equity III SCSp SICAV-RAIF (DTCP GE III), zwei Investmentgesellschaften mit variablem Kapital - reservierter alternativer Investmentfonds (sociétés d'investissement à capital variable - fonds d'investissement alternatif réservé) in Form von Spezialkommanditgesellschaften (sociétés en commandite spéciale), abzugeben.

2. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

2.1 Allgemeine wirtschaftliche Entwicklung

Die Weltwirtschaft hat im Sommer 2023 nach einem starken Jahresauftakt etwas an Schwung verloren. Eine schwache Industrieproduktion in Europa und hohe Schulden im chinesischen Immobiliensektor beeinträchtigten das Wirtschaftswachstum. In vielen Regionen bremsten stark gestiegene Zinsen die Investitionen. 1

1 Gemeinschaftsdiagnose Herbst 2023: Kaufkraft kehrt zurück - Politische Unsicherheit hoch - Gemeinschaftsdiagnose

In Deutschland zeigt sich ein preisbereinigter Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 %. Die hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen und in allen Wirtschaftsbereichen waren dämpfend für die Konjunktur. Diese Dämpfungseffekte wurden durch ungünstige Finanzierungsbedingungen aufgrund steigender Zinsen und eine geringe Nachfrage sowohl im In- als auch im Ausland verstärkt. Aufgrund dieser Faktoren konnte die deutsche Wirtschaft ihre Erholung, die nach dem tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 begonnen hatte, nicht fortsetzen. Im Vergleich zum Jahr 2019, vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie, stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 jedoch um 0,7 %. 2

Die Wirtschaft der USA verzeichnete ein Wachstum von 3,1 % für das 4. Quartal 2023 im Vergleich zum Vorjahresquartal. 3 Sowohl der private Konsum als auch die Anlageinvestitionen zeigten spürbare Zuwächse, teilweise bedingt durch staatliche Subventionen für die Halbleiterindustrie und erneuerbare Energien. Trotz anhaltend rückläufiger Wohnungsbauinvestitionen deuteten Einzelhandelsumsätze und der Einkaufsmanagerindex auf eine stabile Zunahme des privaten Konsums hin. Für 2024 wird eine leichte Abschwächung auf 1,3 % erwartet, jedoch wird in den folgenden Jahren eine stärkere wirtschaftliche Expansion prognostiziert. Die Beschäftigung wird voraussichtlich leicht zunehmen und signifikante Arbeitslosenquoten werden nicht erwartet. Obwohl die Inflation im Vergleich zum Vorjahr merklich gesunken ist, bleibt sie im Jahresdurchschnitt 2023 deutlich über dem 2%-Ziel der Notenbank. Dennoch wird eine Annäherung an dieses Ziel in den Jahren 2024 und 2025 erwartet. 4

Für den gesamtwirtschaftlichen Euroraum lag die Inflation für 2023 bei 5,4 %. Die Prognosen für den gesamtwirtschaftlichen Euroraum sehen eine allmähliche Rückgangstendenz im Jahr 2024, die bei 2,7 % liegt. Der EZB-Rat bekräftigt die Entschlossenheit, die Inflation auf das mittelfristige Ziel von 2 % zurückzuführen. Im dritten Quartal 2023 verzeichnete der Euroraum eine leichte Schrumpfung der Wirtschaft, hauptsächlich aufgrund eines Rückgangs der Lagerbestände. Restriktivere Finanzierungsbedingungen und eine gedämpfte Auslandsnachfrage belasten die Wirtschaft, insbesondere in den Sektoren Bau und verarbeitendes Gewerbe. 5

2.2 Entwicklung des Telekommunikationsinfrastrukturmarktes (DIV II)

Ab 2024 wird erwartet, dass der Markt für digitale Infrastrukturen weiter floriert und ein etwas schwächeres makroökonomisches Umfeld ohne größere negative Auswirkungen übersteht. Die Nachfrage nach hochwertigen digitalen Infrastrukturen bleibt erwartungsgemäß ein wichtiger Aspekt des täglichen Lebens, angetrieben durch das anhaltende Wachstum des Datenverbrauchs und der Datenverarbeitung. Trotz erheblicher Investitionen von Unternehmen und Finanzinstituten in die digitale Infrastruktur in Europa stehen viele Länder der Region immer noch vor der Herausforderung, eine flächendeckende Glasfaser- und 5G-Abdeckung zu erreichen.

2 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html
3 USA - Wachstum des BIP nach Quartalen | Statista
4 IfW_Kiel_GD_2_2023_RZ_3_web.pdf (gemeinschaftsdiagnose.de)
5 EZB, Wirtschaftsbericht, Ausgabe 8 / 2023 (bundesbank.de)

Der Umsatz im Netzwerkinfrastruktur-Markt wird etwa 8,79 Mrd. EUR im Jahr 2024 betragen. Es wird erwartet, dass der Umsatz eine jährliche Wachstumsrate (CAGR 2024-2028) von 6,58% aufweist, was zu einem prognostizierten Marktvolumen von 11,34 Mrd. EUR im Jahr 2028 führt. 6

Die DTCP GmbH geht davon aus, dass die Investitionstätigkeit in den kommenden Jahren auf hohem Niveau bleiben wird, was die Notwendigkeit widerspiegelt, bestehende Lücken zu schließen und die europäische Netzinfrastruktur zukunftssicher zu machen. Durch die Fokussierung auf die Identifizierung attraktiver Investitionsobjekte und entsprechender Investitions- und Veräußerungsempfehlungen ist es der DTCP GmbH nach eigener Einschätzung gelungen, eine solide Investitionspipeline in ihren Zielbranchen aufzubauen. Das Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, einen signifikanten Beitrag zur digitalen Transformation zu leisten, indem es die sich entwickelnden Bedürfnisse des digitalen Infrastrukturmarktes adressiert.

2.3 Entwicklung des SaaS-Marktes (Software-as-a-Service) (DTCP GE III)

Der SaaS-Markt erfährt auch im Jahr 2023 ein robustes Wachstum. Software as a Service steht für ein cloudbasiertes Softwarebereitstellungsmodell, das Unternehmen auf Abonnementbasis Zugang zu Anwendungen über das Internet bietet. Bei diesem Modell kann ein unabhängiger Softwareanbieter (Independent Software Vendor, ISV) einen Vertrag mit einem dritten Cloud-Anbieter abschließen, um die Anwendung zu hosten, während im Falle größerer Unternehmen der Softwareanbieter auch der Cloud- Anbieter sein kann, wie Microsoft, Google oder Adobe. Im Grunde genommen ist ein SaaS-Unternehmen jedes Unternehmen, das seine Software in einer Cloud unterhält und sie den Kunden auf der Grundlage eines monatlichen oder jährlichen Abonnements (die beiden häufigsten Optionen) zur Verfügung stellt. 7

In den Vereinigten Staaten ist ein bemerkenswerter Trend der Anstieg von SaaS- Lösungen für Branchen wie das Gesundheits- und Finanzwesen. Die zunehmende Einführung elektronischer Gesundheitsakten und digitaler Finanzdienstleistungen macht robuste und konforme Saas-Plattformen erforderlich. Im Gegensatz dazu setzen die europäischen Märkte auf Saas-Lösungen, bei denen der Datenschutz und die Einhaltung von Vorschriften wie der General Data Protection Regulation (GDPR) im Vordergrund stehen. Dieser Trend trägt der Nachfrage nach sicheren und datenschutzfreundlichen SaaS-Diensten Rechnung. 8 Die Datensicherheit gilt als die bedeutendste Herausforderung für die Saas-Branche mit Sicht auf die Zukunft. 9

Der Markt für Software-as-a-Service (SaaS) ist in den letzten Jahren stetig gewachsen. Er wird Prognosen zu Folge von 248,76 Mrd. USD im Jahr 2023 auf 256,6 Mrd. USD im Jahr 2024 mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 3,2 % wachsen.

6 https://de.statista.com/outlook/tmo/rechenzentren/netzwerkinfrastruktur/deutschland
7 https://synder. com/blog/saas-industrytrends/#:~:text=In%202023%20the%20SaaS%20market,of%20AI%20and%20machine%20learning.
8 Software as a Service: market data & analysis | Statista
9 2024-SaaS-report-Apptension.pdf (hubspotusercontent-na1.net)

Das Wachstum im historischen Zeitraum ist auf die zunehmende Verbreitung des Internets, die technologische Entwicklung, die Senkung der IT-Infrastrukturkosten, staatliche Initiativen und die zunehmende Verbreitung des elektronischen Handels zurückzuführen. 10

Es wird erwartet, dass der Markt für Software as a Service (Saas) in den nächsten Jahren ein starkes Wachstum verzeichnen wird. Er wird laut Vorhersagen bis zum Jahr 2028 auf 325,84 Mrd. USD anwachsen, bei einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von 6,2 %. Dabei gehören zu den wichtigsten Trends im Prognosezeitraum die Implementierung von künstlicher Intelligenz (KI) zur Verbesserung von Personalisierung, Geschwindigkeit und Sicherheit, die Einführung von White-Label-SaaS und die Bereitstellung maßgeschneiderter Lösungen zur Kundengewinnung, die Implementierung zentraler Analysen zur Verbesserung und Beschleunigung des Prozesses sowie die Einführung mobiler Optimierung. 11

Auch das Portfolio von DTCP GE III hat weiterhin von dieser Entwicklung profitiert, und alle Portfoliounternehmen konnten bezogen auf Umsätze weiter wachsen.

Während 2022 noch von einem merklichen Rückgang der Bewertungen von Wachstumsunternehmen im Technologiebereich geprägt war, ist die Geschäftsleitung der Meinung, dass sich diese im Jahr 2023 stabilisiert und teilweise erholt haben.

3. Geschäftsverlauf und Lage

3.1 Allgemeine Geschäftsentwicklung

Auf der Grundlage von Sub-Advisory Agreements erhält die DTCP GmbH als Sub- Advisor des Luxemburger Anlageberaters Beratungsgebühren, die eine konstante und planbare Haupteinnahmequelle für die Gesellschaft darstellen.

Auch im Jahr 2023 gelang es sowohl DIV II als auch GE III, die fest zugesagten Gelder der Fonds zu erhöhen, was zu einer höheren Beratungsgebühr für das Unternehmen und die gesamte Gruppe führte.

Auch der Stab an Mitarbeitern konnte im Laufe des Jahres deutlich ausgebaut werden. Das Team wurde um sieben gut qualifizierte Voll- und Teilzeitkräfte erweitert.

Analog dem Vorjahr wird die Geschäftsentwicklung in Summe ebenfalls als positiv eingeschätzt.

3.2 Ertragslage

10 Software as a service (Saas) Market Size, Share, Trends, Growth Report 2024-2033 (thebusinessresearchcompany. com)
11 Software as a service (Saas) Market Size, Share, Trends, Growth Report 2024-2033 (thebusinessresearchcompany. com)

Das im Geschäftsjahr 2023 erwirtschaftete Jahresergebnis setzt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt zusammen:

Ergebnisquellen Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
T€ T€ T€ %
Betriebsergebnis 3013 32 2.981 9.316
Zinsergebnis 2 -3 5 -167
Steuerergebnis -982 -12 -970 8.083
Jahresergebnis 2.034 16 2.018 12.613

Das im Vergleich zum Vorjahr um T€ 2.018 gestiegene Jahresergebnis ist im Wesentlichen auf die um T€ 3.784 gestiegenen Provisionserträge zurückzuführen, sowie auf die Auflösung einer nicht benötigten Rückstellung für eine mögliche Rückzahlung eines Anteils der vom Investment Manager für die Beratung zu DIV II erhaltene Managementgebühren in Höhe von T€ 830 aus dem Jahr 2022.

Der Umsatzanstieg basiert im Wesentlichen aus der Erhöhung der Erträge basierend auf dem Sub-Advisory-Vertrag mit dem Investment Manager. Da vor allem der Aufbau des Teams zu höheren Personal- und damit verbunden Kosten geführt hat, wurden der Gesellschaft ein höherer Anteil an den Gesamterträgen der Gruppe, im Einklang mit der Kostenteilungsvereinbarung zugewiesen. Zusätzlich konnte bei beiden Fonds, die von den Investoren fest zugesagten Gelder erhöht werden, was sich positiv auf die Ertragslage auswirkte.

Die Einstellung von sieben Voll- und Teilzeitkräften durch die DTCP GmbH war der Hauptgrund für den Anstieg der Personal- und Verwaltungskosten.

3.3 Liquiditätslage

Die Finanzlage kann weiterhin als solide bezeichnet werden. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug im Berichtsjahr T€ 242 (Vorjahr: T€ 1.121). Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit kann zur Finanzierung der notwendigen Investitionen und der Leistungszahlungen an den Dienstleister verwendet werden. Die Verringerung des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit ist vor allem durch den Aufbau von Forderungen an Kunden begründet (31.12.2023: T€ 2.416, 31.12.2022: T€ 444), sowie die nicht cash-wirksame Auflösung der unter 2.2 Ertragslage erläuterten Rückstellung für Managementgebühren in Höhe von T€ 830.

Das Kontokorrentkonto der DTCP GmbH stellt die täglich sofort verfügbare Liquidität der Gesellschaft dar. Mit 46% zum Stichtag lag diese zwar wesentlich unter dem Vorjahresniveau von 79%, bleibt jedoch ein wesentlicher Bestandteil der Bilanzaktiva. Der Rückgang ist ebenfalls durch Aufbau hoher Forderungen an Kunden im Verhältnis zu den Bilanzaktiva zu erklären. Die Liquiditätslage ist geordnet.

3.4 Vermögens- und Finanzlage

Die Vermögens- und Finanzlage zum 31. Dezember 2023 stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

Wesentliche Bilanzposten Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
T€ T€ T€ %
Aktiva
Liquide Mittel 2.399 2.180 219 10
Forderungen gegenüber Kunden 2.416 444 1.972 444
Anlagevermögen 39 34 5 15
kurzfristige Vermögenswerte 362 100 262 262
5.215 2.758 2.457 89
Passiva
Langfristige Verbindlichkeiten 0 0 0 -
Kurzfristige Verbindlichkeiten 413 205 208 102
Rückstellungen 2.126 1.911 215 11
Eigenkapital 2.676 643 2.033 316
5.215 2.758 2457 89

Das Eigenkapital beträgt insgesamt T€ 2.676 (Vorjahr: T€ 643). Davon entfallen mit T€ 543 (Vorjahr: T€ 527) 20 % (Vorjahr: 82 %) auf den Gewinnvortrag aus dem Vorjahr, mit T€ 75 (Vorjahr: T€ 75) 3 % (Vorjahr: 12 %) auf Kapitalrücklagen und mit T€ 25 (Vorjahr: T€ 25) 1 % (Vorjahr: 4 %) auf gezeichnetes Kapital.

Die Veränderung der liquiden Mittel sowie der Forderungen gegenüber Kunden ist im Wesentlichen auf einen Anstieg der Sub-Advisory-Gebühren für DIV II und GE III zurückzuführen. Der Anstieg der kurzfristigen Vermögenswerte ist vor allem bedingt durch die Gewährung eines Mitarbeiterdarlehens (31.12.2023: T€ 150, 31.12.2022: T€ 0).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden und die sonstigen Verbindlichkeiten stiegen im Zuge des Anstiegs der geschäftlichen Tätigkeit und bestehen hauptsächlich aus Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (31.12.2023: T€ 242, 31.12.2022: T€ 145), aus Lohn -, Kirchensteuer- (31.12.2023: T€ 82, 31.12.2022: T€ 43), sowie Umsatzsteuerverbindlichkeiten (31.12.2023: T€ 73, 31.12.2022: T€ 1).

Der Anstieg der Rückstellungen resultiert aus erhöhten Steuerrückstellungen aufgrund des positiven Jahresergebnisses (31.12.2023: T€ 941, 31.12.2022: T€ 494) und erhöhten Rückstellungen für variable Vergütung (31.12.2023: T€ 969, 31.12.2022: T€ 264). Dem gegenüber steht die Auflösung der unter 2.2 Ertragslage erläuterten Rückstellung für Managementgebühren in Höhe von T€ 830.

3.5 Gesamtaussage

Die Geschäftsführung ist mit der Entwicklung der Gesellschaft zufrieden und geht von einer weiterhin positiven Geschäftsentwicklung aus.

4. Risikobericht

Das Unternehmen verfügt im Geschäftsjahr, analog dem Vorjahr, über ein Risikomanagementsystem, das Controlling und eine regelmäßige interne Berichterstattung umfasst. Es ist darauf ausgerichtet, die Zahlungsfähigkeit und eine angemessene Kapitalausstattung langfristig zu sichern. Zu diesem Zweck werden in verschiedenen Überwachungsbereichen Risikoindikatoren ermittelt und ausgewertet. Das Risikomanagementsystem wird regelmäßig von der Geschäftsleitung überprüft und aktualisiert.

Zu diesem Zweck hat die DTCP GmbH eine Reihe von Richtlinien und Verfahren eingeführt, um ihre geschäftlichen und betrieblichen Risiken zu mindern und eine angemessene Umsetzung der Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) sowie eine adäquate Risikosteuerung zu gewährleisten. Die Richtlinien und Verfahren sind im Unternehmenshandbuch und anderen Richtlinien der Gesellschaft festgelegt und müssen von allen Mitgliedern, Mitarbeitern, Beratern und Beauftragten des Unternehmens befolgt werden, sofern nicht ausdrücklich anders angegeben. Das Betriebshandbuch wird jährlich aktualisiert und von der Geschäftsleitung des Unternehmens genehmigt. Die Geschäftsleitung berät und unterstützt das Personal des Unternehmens bei der Einhaltung der Unternehmensrichtlinien und -verfahren. Darüber hinaus erfolgt eine vierteljährliche Risikoberichterstattung auf der Grundlage der gesetzlichen Vorschriften.

Das Gesamtrisikoprofil setzt aus folgenden, grundsätzlich als bedeutsam beurteilten Risiken zusammen:

Operationelles Risiko

IT-Risiko

Reputationsrisiko

Rechtsrisiko

Umsatz-/Rentabilitätsrisiko

Adressenausfallrisiko

Marktpreisrisiko

Liquiditätsrisiko

Die DTCP GmbH hat das operationelle Risiko als ein wesentliches Risiko identifiziert. Dieses ist definiert als die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder von externen Ereignissen eintreten. Die Gesellschaft überwacht das operationelle Risiko durch ein angemessenes internes Kontrollsystem, das die verbindliche Anwendung des Vier-Augen-Prinzips und regelmäßige Managementkontrollen der operationellen Prozesse umfasst.

Die DTCP GmbH ist der Ansicht, dass keine Notwendigkeit besteht, ihre Kapitalausstattung über die regulatorischen Erfordernisse hinaus zu erhöhen. Dies beruht auf der Tatsache, dass die Gesellschaft einen wesentlichen Kunden hat, nämlich den Investment Advisor. Da die luxemburgische Investmentgesellschaft, die ihrerseits die Beratungsleistungen des Unter- und Anlageberaters in Anspruch nimmt, feste Erträge von den betreuten Fonds DIV II und DTCP GE III erhält, die wiederum von einer Reihe von großen, renommierten Anlegern, insbesondere institutionellen Anlegern, finanziert werden, wird das Risiko als gering eingestuft, dass diese Anleger nicht über ausreichende Mittel verfügen, um die Verwaltungs- und Anlagegebühren bei Fälligkeit zu zahlen. Infolgedessen wird auch das Kontrahentenrisiko für die DTCP GmbH als gering eingestuft.

Die DTCP GmbH hat das Liquiditätsrisiko als bedeutsam eingeschätzt und entsprechende Verfahren zur Überwachung etabliert. Das Risiko, dass die DTCP GmbH fällige Forderungen nicht fristgerecht bedienen kann, wird aktuell als unwesentlich eingestuft. Sie hält liquide Mittel in Höhe von mindestens einem Drittel des gemäß Artikel 13 (1) IFR ermittelten Bedarfs an fixen Gemeinkosten vor.

Das Risiko aus möglichen Verlusten aufgrund von Marktpreisschwankungen wird ebenfalls als bedeutsam, aber unwesentlich eingestuft. Hinsichtlich der Zinsrisiken ist anzumerken, dass die DTCP GmbH derzeit keine wesentlichen verzinslichen Darlehen, Forderungen oder Verbindlichkeiten aufgenommen oder gewährt hat. Die DTCP GmbH hat auch keine Fremdwährungspositionen mit Ausnahme der quartalsweisen Einnahmen aus der Beratungsleistung für den DTCP GE III Fond in USD, welche nur einen kleinen Teil der Gesamteinnahmen darstellen.

Derzeit sind dem Unternehmen keine internen Streitigkeiten, minderwertige externe Dienstleistungen, negative Publicity, Verstöße gegen Vorschriften oder Risiken wie Marktmissbrauch oder Geldwäsche bekannt.

Die DTCP GmbH unterliegt als Wertpapierinstitut den aufsichtsrechtlichen Anforderungen an ihre Eigenmittelausstattung. Gemäß Artikel 11 IFR ist die DTCP GmbH verpflichtet jederzeit Eigenmittel in Höhe von mindestens dem Höchstbetrag der folgenden Beträge zu halten:

a)

Anforderung für fixe Gemeinkosten, berechnet gemäß Artikel 13 IFR;

b)

Permanente Mindestkapitalanforderung gemäß Artikel 14 IFR;

c)

Gemäß Artikel 57 Abs. 3 lit. a IFR ist es zulässig, die Eigenmittelanforderungen für einen Übergangszeitraum von fünf Jahren auf 100.000 EUR zu begrenzen

Die Gemeinkosten laut geprüftem Jahresabschluss für 2022 belaufen sich auf 3.412.715 EUR. Daraus ergibt sich ein (rechnerischer) Kapitalbedarf von 853.179 EUR. Demgegenüber beläuft sich das harte Kernkapital der DTCP GmbH zum Stichtag auf 632.382 EUR, d.h. ca. 74% der fixen Gemeinkosten. Das Unternehmen nimmt die Begrenzung der Eigenmittelanforderungen auf 100.000 EUR gemäß Artikel 57 Abs. 4 lit. a IFR in Anspruch.

Angesichts der Größe des Unternehmens ist das Risikocontrolling direkt bei der Geschäftsleitung angesiedelt. Das Risikoregister wird vom Compliance-Beauftragten des Unternehmens geführt, der auch für die prozessuale Überwachung und Kommunikation der wesentlichen Risiken in Bezug auf die Geschäftsprozesse und - tätigkeiten zuständig ist.

Das Risikocontrolling umfasst u. a. die folgenden zentralen Aufgaben:

Erstellung des Risikoprofils des Unternehmens

Entwicklung und Umsetzung der Risikostrategie

Kontinuierliche Weiterentwicklung der Risikomanagement- und - controllingprozesse

Laufende Überwachung der Risikosituation und der finanziellen Situation

Risikoberichterstattung

Die Sicherstellung der Risikotragfähigkeit wird im Wesentlichen im Rahmen der Erfüllung der Eigenmittelanforderungen überwacht.

Die DTCP verfügt über ein Risikomanagementsystem, das den MaRisk Rechnung trägt und zur Risikofrüherkennung geeignet ist. Die getroffenen Maßnahmen ermöglichen es, Risiken gemäß dem Gesamtrisikoprofil zu erkennen und angemessen zu steuern. Die Risikolage ist aus Sicht der Geschäftsleitung geordnet.

5. Chancenbericht

Anlog den vorangegangenen Geschäftsjahren, sieht die DTCP GmbH weiterhin große Chancen in den Bereichen digitale Infrastruktur und Unternehmenssoftware. Nach Auffassung der Geschäftsleitung erlebt der Sektor der digitalen Infrastruktur einen Investitionsschub, der innovative Eigentums- und Finanzierungsmodelle erfordert. Neue Eigentumsstrukturen und Betriebsmodelle wie kommerzielle Funkturmgesellschaften, offene Glasfasernetze und Joint Ventures entstehen und fördern ein dynamisches Marktumfeld. Der DIV II Fonds von DTCP, der sich auf digitale Infrastrukturen konzentriert, ist für eine positive Entwicklung gerüstet.

Im Bereich Unternehmenssoftware bieten sich weiterhin und analog der vorangegangenen Geschäftsjahre Gelegenheiten aufgrund der sich verändernden Marktbedingungen, die durch wirtschaftliche und regulatorische Veränderungen sowie den zunehmenden globalen Wettbewerb bedingt sind. Cloud-basierte Unternehmenssoftware, die als Service angeboten wird, gewinnt aufgrund ihrer Flexibilität und Kosteneffizienz an Attraktivität. Die Geschäftsleitung erwartet, dass der SaaS-Markt von der fortschreitenden Digitalisierung und Automatisierung von Unternehmen profitieren wird. Der DTCP GE III Fund, der sich vornehmlich auf SaaS- Unternehmen konzentriert, ist aufgrund der niedrigen Bewertungen und des Wachstumspotenzials des Sektors für eine positive Wertentwicklung positioniert.

6. Prognosebericht

Dieser Bericht enthält Aussagen über die zukünftige Entwicklung des Unternehmens. Diesen Aussagen liegen Annahmen zugrunde, die auf dem jeweils aktuell verfügbaren Kenntnisstand beruhen. Sollten diese Annahmen nicht eintreffen oder sich die Risiken erhöhen, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen.

Trotz negativer externer politischer und wirtschaftlicher Einflüsse entwickeln sich die Geschäftsaktivitäten weiterhin positiv. Die DTCP GmbH geht davon aus, im kommenden Jahr weitere Investoren für die beratenen Fonds zu gewinnen und arbeitet aktiv daran, geeignete Investitionsmöglichkeiten für die Fonds zu finden. Auch im Jahr 2024 werden die Anlageempfehlungen auf einem bewährten Analysesystem beruhen, um fachlich fundierte und nicht von Emotionen getriebene Anlageempfehlungen zu geben.

Das erwartete Ergebnis für das Geschäftsjahr 2024 wird stark von den Annahmen der Höhe des in 2024 zusätzlich eingeworbenen Kapitals für die genannten Fonds, insbesondere DIV II, bestimmt. Dies determiniert die Höhe der Beratungsgebühr, die das Unternehmen erhält, und ist mit Unsicherheit verbunden. Es wird jedoch erwartet, dass das Unternehmen analog der ursprünglichen Schätzung des Jahresergebnisses zum Beginn des Geschäftsjahres, sowie des tatsächlichen Jahresergebnisses des abgelaufenen Geschäftsjahres einen Jahresüberschuss im dreistelligen TEUR-Bereich erzielen wird.

 

Hamburg, 29. Mai 2024

Digital Transformation Capital Partners GmbH

Vicente Vento Bosch, CEO

Martin Klima, CFO

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Digital Transformation Capital Partners GmbH, Hamburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Digital Transformation Capital Partners GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Digital Transformation Capital Partners GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens -, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, 29. Mai 2024

RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Marc Lilienthal, Wirtschaftsprüfer

Jens-Oliver Steinkamp, Wirtschaftsprüfer

Ergebnisverwendungsbeschluss

In der Gesellschafterversammlung vom 30.05.2024 wurde beschlossen, das Jahresergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.

Feststellung

Der Jahresabschluss wurde am 30.05.2024 festgestellt.

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