Nord HT GmbH
Selbe AdresseErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Georg Braeker seit 17.4.2007 | Geschäftsführer |
Lothar Oleff seit 31.1.2006 | Geschäftsführer |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
JC OLHO GmbHAufgelöst | 48.00% |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
OLHO Sinsheim GmbHSinsheimJahresabschluss zum 31. Dezember 2006Inhaltsverzeichnis: 1. Bilanz 2. Gewinn- und Verlustrechnung 3. Anhang im Jahresabschluss 4. Lagebericht 5. Bestätigungsvermerk 1. BilanzOLHO Sinsheim GmbHAktiva
2. Gewinn- und VerlustrechnungOlho Sinsheim GmbH
3. AnhangOlho Sinsheim GmbH1. Allgemeine Angaben zum JahresabschlussDer Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes berücksichtigt. Soweit der Abschluss Posten enthält, denen Beträge zugrunde liegen, die auf fremde Währung lauten, wurden diese auf Grundlage des Briefkurses zum Stichtag oder unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips zum Einstandspreis in Euro umgerechnet. 2. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. den niedrigeren Teilwerten angesetzt. In den Herstellungskosten der unfertigen Leistungen wurden Zinsen für Fremdkapital nicht einbezogen. Unter der Position Vorräte sind geleistete Anzahlungen in Höhe von € 656.525,01 ausgewiesen. Davon entfallen € 217.200,00 auf geleistete Anzahlungen an verbundene Unternehmen. Soweit bei den Forderungen keine Einzelwertberichtigungen vorgenommen wurden, wurde das allgemeine Kreditrisiko durch einen pauschalen Abschlag auf den Forderungsbestand berücksichtigt. Die Rückstellungen wurden für alle ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden die erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Verbindlichkeiten wurden zum Rückzahlungsbetrag angesetzt. 3. Erläuterungen zu Bilanz- und Gewinn- und VerlustrechnungForderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr:
Periodenfremde Erträge und Aufwendungen
Disagio in aktiver Rechnungsabgrenzung:
Stammkapital
Gewinnvortrag
Verbindlichkeitenspiegel Geschäftsjahr
Verbindlichkeitenspiegel Vorjahr
Anteilsbesitz Es besteht kein Anteilsbesitz an einem Unternehmen. Konzernzugehörigkeit Muttergesellschaft: OLHO GmbH, In den Fichten 24, 32584 Löhne 4. Ergänzende AngabenGeschäftsführer im Geschäftsjahr waren: Herr Lothar Oleff, Diplomingenieur, 01.01.2006-31.12.2006 Herr Klaus Engel, Werkzeugmachermeister, 01.01.2006-31.12.2006 Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer wird nach § 286 (4) HGB verzichtet. Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern
Die Forderungen sind ausgewiesen unter der Bilanzposition Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen. Die Verbindlichkeiten sind ausgewiesen unter der Bilanzposition sonstige Verbindlichkeiten. Mitarbeiterzahl:
Die beschäftigten Auszubildenden sind in Analogie zu § 267 Abs. 5 HGB nicht berücksichtigt. Sonstige finanzielle Verpflichtungen:
Anlagenspiegel Der Anlagenspiegel ist auf den folgenden Seiten dargestellt. Die Unterzeichnung des Jahresabschlusses durch die Geschäftsführung erfolgte am 22.3.2007. Die Feststellung des Jahresabschlusses durch die Gesellschafter erfolgte am 22.03.2007. AnlagenspiegelOlho Sinsheim GmbH
4. Lagebericht für das Geschäftsjahr 2006OLHO Sinsheim GmbH1. Gesamtwirtschaftliche SituationErfreulicherweise hat sich das Wirtschaftswachstum im Jahr 2006 in der Eurozone auf 2,4 % (Vorjahr: 1,4 %), in der gesamten EU-25 sogar auf 2,7 % beschleunigt. Gleichzeitig ging die Arbeitslosenquote zurück. Für 2007 wird mittlerweile von einem Wirtschaftswachstum von 2,3 % und für 2008 von 2,2 % ausgegangen. Die Inflationsrate verharrte bei einem Anstieg von 2,2 %, wobei in 2007 von einer Abschwächung der Wachstumsrate auf 1,8 % ausgegangen wird. Als einer der Wachstumsmotoren erwies sich dabei Deutschland mit einem Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von 2,7 % (Vorjahr: 0,9 %). Trug in den vergangenen Jahren insbesondere der Export zu einem relativ schwachen Wirtschaftswachstum bei, so stieg im Jahr 2006 neben wiederum den Exporten endlich auch der private Konsum deutlich um 2,0 %. Für 2007 wird trotz der gestiegenen Mehrwertsteuer von einem Wirtschaftswachstum von 1,7 % ausgegangen, wobei der private Konsum mit 2,2 % ein wichtiger Wachstumstreiber sein soll. Die Inflationsrate ging leicht auf 1,8 % (Vorjahr: 1,9 %) zurück. Am deutlichsten spiegelte sich der Wirtschaftsaufschwung in der Arbeitslosenquote wieder, welche nach Erhebungen von Eurostat (andere Berechnungsmethode als in Deutschland) nur noch 8,4 % betrug. Für das Jahr 2007 wird von durchschnittlich 4 Mio. Arbeitslosen ausgegangen, was wiederum einer deutlichen Verbesserung entspricht. Hintergründe für die positive Entwicklung der deutschen Wirtschaftsdaten in 2006 können in vorgezogenen Käufen aufgrund der Mehrwertsteuererhöhung und in der erfolgreichen Fußballweltmeisterschaft als Einmaleffekte gesehen werden. Die Mehrwertsteuererhöhung zu Anfang 2007 führte zu einem Wachstum des BIP von 3,5 % im 4. Quartal 2006 verglichen mit dem vierten Quartal 2005. Als Langfristeffekt stellt sich jedoch insbesondere die Lohnzurückhaltung und damit die verbesserten Lohnstückkosten als Wettbewerbsvorteil heraus. Im Gegensatz zu anderen Ländern der Eurozone fielen lt. EZB die Lohnstückkosten in Deutschland zwischen 1999 und 2006 um ca. 10 %, während diese in den meisten anderen europäischen Ländern angestiegen sind. Gleichzeitig konnte die Produktivität der deutschen Unternehmen im Durchschnitt um 2 % gesteigert werden, was eine Folge der harten Sanierungskurse der Unternehmen in den vergangenen Jahren ist. Es bleibt zu hoffen, dass die hohen Lohnforderungen diese positiven Aussichten nicht ad absurdum führen. Die Vereinigten Staaten hingegen hatten einen leichten Wachstumsrückgang zu verzeichnen. Wuchs die Wirtschaft in 2005 noch um 3,5 %, so ging das Wachstum im Jahr 2006 auf 3,4 %, insbesondere wegen des geringeren privaten Konsums in Folge der höheren Zinsen, zurück. Größtes Problem der USA ist noch immer das hohe Außenhandelsdefizit. Für 2007 werden nur geringe Risiken für die amerikanische Konjunktur vorausgesagt und es wird mit einer sanfen Landung der Konjunktur von 2,5 % ausgegangen. Größte Wachstumstreiber der Weltwirtschaft sind nach wie vor die sogenannten BRIC-Länder (Brasilien, Russland, Indien und China). Zu diesem Wachstumsclub gesellt sich nun auch Vietnam hinzu. Auferstanden aus Ruinen entwickelt sich die vietnamesische Volkswirtschaft mit seinen 85 Mio. Einwohnern rasant. Das Wirtschaftswachstum betrug in 2006 rd. 7,6 % und soll auch in den Folgejahren bei ca. 7-8 % Wachstum p. a. verharren. Die Auslandsinvestitionen stiegen auf 2,8 Mrd. USD in 2006 und ein weiterer Anstieg ist zu erwarten. Größtes Problem in Vietnam sind die zumeist fehlenden Englischkenntnisse sowie eine schlechte Schulbildung. Als Wachstumsweltmeister stellte sich ein weiteres Mal China heraus. Das BIP wuchs in 2006 um 10,7 % (Vorjahr: + 10,2 %). Damit ist China nun die viertgrößte Wirtschaftsmacht. Die Auslandsinvestitionen in das Land erfahren einen ständigen Anstieg. In 2006 wurden 85 Mrd. USD von ausländischen Unternehmen in China investiert. Ein großes Problem für China stellt die Wirtschaftsspionage, eine zunehmende Vergreisung der Bevölkerung sowie die Umweltverschmutzung dar. Indien wuchs in 2006 mit 9,2 % nur unwesentlich langsamer als die chinesische Volkswirtschaft. Bei der Bevölkerungszahl wird davon ausgegangen, dass Indien in ca. 10 Jahren über die meisten Einwohner der Welt verfügen wird, obwohl momentan darüber diskutiert wird, dass in Zukunft max. 2 Kinder je Familie zugelassen werden. Die Auslandsinvestitionen betrugen in 2006 ca. 7 Mrd. USD mit stark wachsender Tendenz. Größte Probleme von Indien sind die schlechte Infrastruktur, ebenfalls die Umweltverschmutzung und die mit 6 % relativ hohe Inflationsrate. Russland hat identisch hohe Auslandsinvestitionen anziehen können wie Indien. Auch hier ist die Tendenz stark steigend. Das Wirtschaftswachstum betrug 6,9 % in 2006. Russland hat sich zu einem der wichtigsten Rohstoffexporteure entwickelt und verfügt daher über einen deutlichen Haushaltsüberschuss. Das größte Problem von Russland stellt die Korruption dar, die einige Unternehmen noch einen Bogen um das Land machen lässt. Als BRIC-Land mit dem geringsten Wirtschaftswachstum kann Brasilien mit einem BIP-Wachstum von 3,1 % in 2006 gesehen werden. Trotzdem ist Brasilien ein wichtiges Land, um den südamerikanischen Markt zu bedienen. Die Auslandsinvestitionen sind mit 16 Mrd. USD auch noch immer relativ hoch. Größtes Problem von Brasilien ist die hohe Inflationsrate, die auch die Währungsentwicklung unsicher erscheinen lässt. 2. AutomobilmärkteIn Deutschland stiegen die Neuzulassungen um insgesamt 3,8 % im Jahr 2006, wobei allein der Dezember einen Zuwachs von 17,7 % gegenüber dem Vorjahres-Dezember zu verzeichnen hatte, was sicherlich mit den vorgezogenen Käufen aufgrund der Mehrwertsteuererhöhung zusammenhängt.
An dieser Tabelle ist zu sehen, dass die deutschen Hersteller zum großen Teil beim Absatz auf dem Heimatmarkt deutlich zulegen konnten. VW weist mittlerweile einen Marktanteil von 19,9 % auf, die gesamte VW-Gruppe inkl. Audi, Skoda und Seat sogar einen Marktanteil von 32,6 %. In Westeuropa läuft die Automobilkonjunktur ebenfalls gut. Die Produktion stieg um 2,7 % auf mehr als 20 Mio. Einheiten. Die Gewinner auf dem europäischen Markt sind neben BMW, VW und Fiat, Hyundai und Toyota. Im Gegensatz zu dem deutschen und europäischen Automobilmarkt, stellt sich der amerikanische weiterhin als ein schwieriger Markt heraus. Die großen amerikanischen Hersteller GM, Ford und Chrysler verlieren weiterhin Marktanteile, während ausländische Hersteller wie insbesondere Toyota, VW, Audi und BMW deutlich zulegen. Noch immer ist der amerikanische Markt von Rabattschlachten und Überkapazitäten geprägt. Insgesamt ging der Automobilabsatz um 2,6 % zurück. Die Weltautomobilproduktion ist in 2006 um 2,9 % angestiegen. Erstmals hat sich Toyota an die Spitze des Marktanteils mit 14,5 % vor General Motorts gesetzt:
Wir haben von dieser Entwicklung insbesondere durch den hohen Absatz der Modelle Passat und Audi A6 profitiert. Während der Absatz des A6 um 10,7 % anstieg, erhöhte sich der Absatz des VW Passats sogar um 17,1 %, was mit dem Modellwechsel im Jahr 2005 zusammenhing. Wie sich die Automobilmärkte weiterentwickeln ist offen. Für 2007 wird ein Wachstum prognostiziert. Aufgrund der beschlossenen Reduktion des C02-Ausstoßes durch die europäische Kommission, ist in Zukunft davon auszugehen, dass vermehrt sparsamere Fahrzeuge das Straßenbild prägen werden. VW hat diesen Trend bereits erkannt und mit dem Polo Blue Motion ein Fahrzeug in 2006 auf den Markt gebracht, welches die in Zukunft vorgeschriebenen Grenzwerte deutlich unterschreitet. Im Sommer folgt mit dem Passat ein weiteres Blue Motion Modell. Auch Toyota ist mit dem Hybridfahrzeug Prius insbesondere in den USA sehr erfolgreich. Andere Hersteller werden mit großer Sicherheit folgen. 3. Branche der AutomobilzuliefererEine Studie von Mercer Management von Mai 2006 zeigt auf, dass es sich bei der Branche der Automobilzulieferer um eine klare Wachstumsbranche handelt. Betrug der Umsatz der Automobilzulieferer im Jahr 1995 noch 356 Mrd. €, so wuchs die Branche bis 2005 um 44,1 % auf 513 Mrd. € und soll bis zum Jahr 2015 um weitere 40 % auf einen Branchenumsatz von 720 Mrd. € anwachsen. Dabei haben die elektronischen Komponenten und Systeme einen immer höheren Anteil an dem Gesamtumsatz. In 1995 machten elektronische Komponenten noch 21,1 % des Branchenumsatzes aus. Dieser Anteil stieg in 2005 auf 24,2 % und soll in 2015 bei 31,9 % liegen. An diesen Wachstumsentwicklungen kann auch die Verlagerung von Fertigungskompetenzen von den OEM an die Zulieferer abgelesen werden. Damit einher geht die Verringerung der Wertschöpfungstiefe bei den Herstellern, die lt. einer Studie vom VDA, McKinsey und PTW im Fahrzeuginnenbereich von heute 17 % auf 12 % im Jahr 2015 abnehmen soll. Diese Chance müssen die Zulieferer nutzen, aber auch gleichzeitig vorsichtig sein, da ein hoher Koordinationsaufwand bei den Zulieferern entsteht. Diese müssen in Zukunft nicht nur sämtliche Tätigkeiten mit den OEMs und Systemlieferanten koordinieren, sondern Ihrerseits die Unterlieferanten so betreuen, dass qualitativ hochwertige Produkte zu marktfähigen Preisen hergestellt werden. Gleichzeitig wird davon ausgegangen, dass die Anzahl der Automobilzulieferer abnehmen und es zu umsatzstärkeren Zulieferern kommen wird. Dieser Ausleseprozess hat bereits bei einigen großen und kleinen Zulieferern begonnen. Insbesondere in den USA haben sich mit Delphi, Dura und Collins & Aikman einige der Großen bereits unter den Schutz des Chapter 11 begeben. In Deutschland hat mit der Sidler GmbH & Co. KG einer unserer direkten Wettbewerber im Dezember Insolvenz angemeldet. Andere Zulieferunternehmen, darunter auch große Unternehmen wie die ISE-Gruppe mit 2.900 Mitarbeitern sowie insbesondere Lackierer, wählten den gleichen Weg. Des Weiteren ist zu beobachten, dass einige der Zulieferer wie Kiekert oder Schefenacker ins Trudeln geraten sind. Hinter diesen Unternehmen stecken Kapitalgeber wie Private Equity Unternehmen. Daher wurden bereits Stimmen laut, welche behaupten, diese Kapitalgeber seien Schuld an der Misere, wovon wir jedoch nicht ausgehen. Grund für die Schieflagen der Unternehmen sind neben sicherlich Managementfehlern, deutlich höhere Anforderungen der OEMs hinsichtlich Qualität der Produkte sowie Kostensenkungsmaßnahmen durch niedrigere Einkaufspreise der OEMs, die die Zulieferer dazu zwingen, im Ausland in eigene Werke oder Kooperationen zu investieren, um zu niedrigeren Kosten produzieren zu können. Ferner haben die Zulieferer zumeist die gesamten Entwicklungs- und Werkzeugherstellungskosten vorzufinanzieren. Entweder läuft diese Vorfinanzierung bis zum Serienstart (SOP) oder die gesamten Kosten werden sogar erst über einen langen Zeitraum während der Laufzeit der Produktion von dem OEM oder Systemlieferanten zurückgezahlt. Hierzu werden intelligente Projektfinanzierungen benötigt. Angeschlagene Unternehmen haben es jedoch schwer, eine derartige Finanzierung zu strukturieren oder es sind aufgrund geringerer Bonität höhere Zinskosten zu zahlen. Neben der Vorfinanzierung kann es auch dazu kommen, dass der Zulieferer sog. Eintrittsgelder zahlen muss, um überhaupt einen Auftrag zu erhalten. Diese Eintrittsgelder können bei großen Projekten Größenordnungen von einigen Millionen EUR ausmachen. Auch diese Eintrittskosten müssen bei einer Projektfinanzierung berücksichtigt werden. Auch wir werden aufgrund größerer Projekte flexible Projektfinanzierungen benötigen, um am Markt bestehen zu können, wie die Aufträge und Anfragen deutlich zeigen. Bisher haben wir zum Glück noch keine Eintrittsgelder bei OLHO Sinsheim zahlen müssen, dies kann jedoch in Zukunft insbesondere beim VW-Konzern kommen. Auf die geforderten niedrigeren Einkaufspreise hat die OLHO Gruppe insbesondere mit der Eröffnung des Produktionswerkes in Tschechien im Jahr 2006 sowie des Entwicklungsstandortes in Indien im Jahr 2005 reagiert. Ferner verfügen wir über gute Kontakte zu günstigen Werkzeugbauern in der ganzen Welt, um den OEMs und Systemlieferanten einen wettbewerbsfähigen Preismix bieten zu können. Zusätzlich ist zu erkennen, dass aufgrund der geringeren Wertschöpfungstiefe der OEMs und Systemlieferanten, die Zulieferer nicht nur frühzeitig in den Entwicklungsprozess, sondern sogar in den kompletten Konzeptionierungsprozess eingebunden werden. Um Aufträge zu erhalten müssen die Zulieferer den Kunden z. B. Währungsabsicherungs- und Logistikkonzepte für die gesamte Laufzeit und für verschiedene Produktionsstandorte vorstellen. Ohne diese Konzepte besteht keine Chance, um in die nähere Auswahl zu kommen. Aber um solche Konzepte auszuarbeiten, bedarf es zahlreicher unterschiedlicher Kompetenzen, die nicht alle Zulieferer aufweisen können. Bei OLHO Sinsheim können wir uns aufgrund der gesamten OLHO Gruppe glücklich schätzen, über diese Kompetenzen gemeinsam mit unseren Bank- und Logistikpartnern zu verfügen. Zusammengefasst können die Stärken und Schwächen der Automobilzulieferer sowie der gesamten Automobilbranche aus einer Umfrage von Ernst & Young im Jahre 2006 mittels einer SWOT-Analyse (Strengths, Weakness, Opportunities, Threats) wie folgt dargestellt werden: Der Automobilstandort Deutschland - Stärken und Schwächen
Wir von OLHO Sinsheim und auch die gesamte OLHO Gruppe können diese SWOT-Analyse bestätigen. Wir versuchen die Schwächen durch Standorte in Niedriglohnländern auszugleichen und werden unsere Chancen auch durch die Verstärkung des Innovationsmanagements und durch die eigene Ausbildung in Kooperation mit der Berufsakademie Mosbach nutzen. 4. Allgemeine UnternehmensentwicklungMit der Unternehmensentwicklung können wir
insgesamt zufrieden sein. Im Gegensatz zum Jahr 2005 ging
die Gesamtleistung zwar von 56,9 Mio. € auf 55,8 Mio.
€ zurück, dieser Rückgang war jedoch
eingeplant, da wir einen Lieferantenwechsel vorgenommen
haben. Mit diesem Lieferantenwechsel ging einher, dass wir
nun die von uns gefertigten Spritzgussteile nicht mehr an
den Lieferanten zwecks Lackierung und Montage verkaufen,
sondern diese nun kostenlos beistellen. Daher kaufen wir
auch nur noch die Lackierung und die Montage für diese
Teile ein, womit gleichzeitig der Materialeinsatz geringer
geworden ist. An dem reinen Serienumsatz, d. h. der Umsatz
mit unseren Endkunden, ist abzulesen, dass wir einen
deutlichen Umsatzanstieg zu verzeichnen haben. Dieser stieg
von
Das Ergebnis vor Steuern war mit 944 T€ um 237 T€ höher als im Jahr 2005. Hieran kann gesehen werden, dass die Übernahme der insolventen Unternehmen aus der Utescheny Gruppe als erfolgreich abgeschlossen bezeichnet werden kann. Auch die Kunden haben nun endgültig Vertrauen in uns gefasst. War es im Jahr 2005 noch schwierig bis fast unmöglich aufgrund der vorangegangenen Insolvenzen Aufträge zu akquirieren, so können wir von einem erfolgreichen Akquisitionsjahr 2006 sprechen. Insbesondere sind wir sehr stolz auf den ersten großen Auftrag von Porsche über den Systemlieferanten Dräxlmaier in der OLHO Gruppe, welcher an unserem Standort in Sinsheim produziert wird. Wir werden ab 2009 für den neuen Porsche Panamera sämtliche Ausströmer produzieren. Das Umsatzvolumen beträgt ca. 4 Mio. € p. a.. Momentan sind wir gerade bei der Erstellung der Prototypenwerkzeuge. Hiernach folgen die Serienwerkzeuge. Des Weiteren konnten wir den ersten Ausströmer-Auftrag von DaimlerChrysler für den BR207 gewinnen, wobei es sich um das C-Klasse-Coupé handelt, welches 2008 auf den Markt kommt. Das jährliche Umsatzvolumen beträgt ca. 2 Mio. €. Darüber hinaus konnten wir einen Auftrag für Türzuziehgriffe von VW für den VW Scirocco gewinnen. Dieser Auftrag mit einem jährlichen Volumen von ca. 400 T€ ist zwar relativ klein, aber das Besondere ist die dahinter steckende Technik, da bei dem Oberteil die Lackierung durch eine TPU-Ummantelung eingespart wird. Diese Technik beherrschen nur wenige Unternehmen weltweit. Unsere Kunden und wir sehen hierin eine Zukunftstechnik, da die Kunden zukünftig die Lackierung aus Kostengründen einsparen möchten. Ferner haben wir durch diese Technik in Zukunft eine höhere Wertschöpfung in Sinsheim, da wir die TPU-Ummantelung selbst vornehmen, eine Lackierung jedoch stets hinzukaufen müssen. Zu den bereits aufgeführten Aufträgen, gesellen sich mit dem Oberteil des Türzuziehgriffs für den Porsche Panamera und dem Dachhaltegriff für den neuen 7er BMW zwei weitere Aufträge hinzu. Beim 7er BMW konnten wir mit dem Gewinn des Auftrags den langjährigen Hersteller der Dachhaltegriffe für die vorangegangenen 7er BMWs aus dem Felde schlagen. Intern haben wir im Laufe des Jahres 2006 und zu Beginn des Jahres 2007 einige Änderungen vorgenommen. Seit dem 01.08.2006 verstärkt Herr Georg Braeker die Geschäftsführung der OLHO Sinsheim GmbH. Herr Braeker ist verantwortlich für das operative Geschäft. Seine Bestellung zum Geschäftsführer erfolgt im April 2007. Des Weiteren wurden die Bereiche breiter aufgestellt. Als zusätzliche Bereiche haben wir nun die Materialwirtschaft mit den Abteilungen Einkauf, Logistik, Lager & Versand sowie die Prozessvorausplanung aus den bisherigen Bereichen separiert und aufgrund der Aufgabenvielfalt eigene Bereiche strukturiert, um in Zukunft besser auf die Kundenanforderungen reagieren und um die internen Prozesse optimieren zu können. Des Weiteren stand das Jahr 2006 im Zeichen der SAP-Einführung. Im Februar 2006 haben wir das SAP-Projekt begonnen und sind zum 01.01.2007 produktiv gegangen. Als Module haben wir mit FI, CO, PS auf der einen sowie MM, PP und SD auf der anderen Seite, sowohl die kaufmännischen und logistischen Prozesse abgedeckt. Das Modul für die Personalwirtschaft HR läuft bereits seit Anfang 2005. Mit der Einführung von SAP versprechen wir uns insbesondere einen besseren Überblick über sämtliche Prozesse sowie bessere Auswertungsmöglichkeiten als im Altsystem. 5. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage5.1 Ertrags- und Vermögenslage Wie bereits angeführt lag das Ergebnis vor Steuern mit 237 T€ über dem Vorjahresergebnis. Die Wareneinsatzquote war um 1,5 %-Punkte besser als im vorangegangenen Jahr. Dieses hing insbesondere mit dem bereits oben skizzierten Lieferantenwechsel zusammen. Wie schon im vorangegangenen Jahr war wiederum ein Anstieg der Rohstoffpreise zu verzeichnen. Insbesondere unsere Haupteinsatzmaterialien, die Granulate und Farbbatche, erfuhren einen deutlichen Anstieg. Durch den Produktionsstart von OLHO Tschechien haben wir Wertschöpfung von externen Lieferanten in die OLHO Gruppe zurückgeholt. Weiterhin ist es unser Bestreben mit externen Lieferanten zusammen zu arbeiten, um besser auf Produktionsschwankungen reagieren zu können. Die reinen Personalkosten sind durch das Umschichten der Vertriebsmitarbeiter in die OLHO GmbH deutlich von 8,1 Mio. € auf 7,4 Mio. € gefallen. Jedoch werden uns diese Kosten nun im Rahmen einer Umlage weiterbelastet und tauchen nun unter der Position Fremdpersonal auf. Die Gesamtpersonalkosten inkl. des Fremdpersonals sind von 9 Mio. € auf 9,3 Mio. € in Folge der Verstärkung der Bereiche Projektmanagement und PVP angestiegen. Auch in 2007 gehen wir hier von einem Anstieg aus, um die zahlreichen Projekte abarbeiten zu können. Durch das Anmieten sämtlicher Räumlichkeiten fallen verhältnismäßig hohe Raumkosten an. Des Weiteren wurden im Laufe des Jahres die Leasingkosten erhöht, was mit der Nutzung des Leasings als Finanzierungsinstrument einhergeht. Gleichzeitig sind die Abschreibungen mit 512 T€ für eine Betriebsgröße der OLHO Sinsheim sehr gering. Die Bilanzsumme beträgt 8,5 Mio. €. Dieser niedrige Wert ergibt sich zum einen aus dem Forderungsverkauf im Wege der revolvierenden Forderungsfinanzierung und der damit verbundenen geringen Forderungen sowie zum anderen weiterhin aus dem Effekt der günstigen Übernahme der Vermögensgegenständen aus den insolventen Unternehmen. Sämtliche Investitionen haben wir entweder aus eigener Kraft oder durch die Nutzung von Leasingfinanzierungen durchgeführt. Die Liquidität war zu jeder Zeit gesichert. Die Eigenkapitalquote ist mit 29,6 % für das zweite Geschäftsjahr sehr gut. Unter Hinzurechnung der Beteiligung der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Baden-Württemberg in Höhe von 500 T€, ergibt sich sogar ein Eigenkapitalquote von 35,4 %. Die Beteiligung ist als wirtschaftliches Eigenkapital anzusehen, wird bilanziell jedoch unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Gesamtkapitalrentabilität beträgt 10,1 % (Vorjahr: 7,1 %) und kann ebenfalls als ordentlich betrachtet werden. Die Kapitalkosten auf das eingesetzte Kapital wurden verdient. 5.2 Finanzlage Im Berichtsjahr konnte ein operativer Cash Flow von 3,6 Mio. € erwirtschaftet werden. Unter Berücksichtigung der getätigten Investitionen in Höhe von 774 T€ ergibt sich ein positiver Cash Flow von 2,1 Mio. €. Hinzuzurechnen ist noch ein nicht ausgenutzter Kreditrahmen in Höhe von 1 Mio. €.
6. InvestitionenWar das Jahr 2005 noch durch die hohen Übernahme- und Neuinvestitionen mit einem Gesamtvolumen von 7,6 Mio. € gekennzeichnet, so gingen die Investitionen deutlich auf 874 T€ zurück. Des Weiteren wurden zusätzlich 208 T€ investiert und durch zwei neue Leasingverträge finanziert. 7. PersonalIm Durchschnitt waren 200 Mitarbeiter ohne Auszubildende und ohne Leiharbeitskräfte bei der OLHO Sinsheim im Jahre 2006 beschäftigt. Hinzuzurechnen sind noch durchschnittlich 6 Auszubildende und durchschnittlich 23 Leiharbeitskräfte. Zum Jahresende waren 202 Mitarbeiter und 8 Auszubildende beschäftigt. Dieser Rückgang gegenüber 2005 ist insbesondere durch den Abbau der Aushilfskräfte erfolgt. Waren im Jahr 2005 noch 29 Aushilfskräfte beschäftigt, so betrug die Anzahl per Ende 2006 nur noch 18 mit weiter sinkender Tendenz. Des Weiteren sind zu den Mitarbeitern die Vertriebsmitarbeiter zu zählen, deren Arbeitsverträge seit 2006 auf die OLHO GmbH umgestellt wurden, uns jedoch im Rahmen von Umlagerechnungen von der OLHO GmbH weiterbelastet werden. Hierbei handelt es sich um 11 Mitarbeiter, die im Jahr 2005 noch bei uns beschäftigt waren. Die Fortbildungskosten betrugen 76 T€ und werden in den kommenden Jahren aufgrund des neuen Personalentwicklungsprogramms ansteigen. 8. Forschung und EntwicklungBei OLHO Sinsheim und in der gesamten OLHO Gruppe wird intensiv Forschung und Entwicklung betrieben. Wir haben derzeit 24 Schutzrechte angemeldet. Die Entwicklungsplanung umfasst momentan nachstehende Entwicklungen:
Die Technologie TPU bei welcher eine Hartkomponente mit einem weicheren Material umspritzt wird, läuft bei einem Projekt bei OLHO-Technik in Löhne bereits in Serie. Wir konnten zwei weitere Projekte gewinnen, bei denen diese Technologie eingesetzt wird. Um die Prozesse zu optimieren, haben wir ein eigenes Innovationsprojekt gestartet. In Deutschland beherrscht diesen Prozess außer der OLHO Gruppe nur wenige Wettbewerber. Auch bei der Technologie PUR wird eine Hartkomponente mit einem weicheren Material ummantelt. Im Gegensatz zu TPU handelt es sich bei PUR jedoch um eine Umschäumung. Diese Technologie kommt in der Serie bisher noch nicht zum Einsatz. Wir haben uns daher dazu entschieden, in zwei neue Maschinen zu investieren, um diese Technologie zur Serienreife zu bringen, da wir in dieser Technik ein hohes Marktpotenzial sehen. Eines der Hauptprobleme bei PUR ist noch die UV-Unbeständigkeit von hellen Farben. Hier sollen Kooperationen mit Lieferanten dazu führen, eine Lösung zu finden. In der Entwicklung beschäftigen wir 9 Mitarbeiter, wobei eine weitere Aufstockung auf 11 Mitarbeiter im Jahr 2007 geplant ist. Der Aufwand für die Forschung und Entwicklung inkl. der Anlagentechnik und der externen Dienstleister beträgt ca. 4,5 % vom Umsatz. 9. UmweltschutzAltlastenprobleme waren im Jahr 2006 nicht zu erkennen. Im Dezember 2005 wurde eine neue Kälteanlage angeschafft, die dafür gesorgt hat, dass der Stromverbrauch trotz einer höheren Ausbringungsmenge, konstant gehalten werden konnte. 10. Risiken und Chancen der künftigen EntwicklungGrundsätze, Methoden und Ziele des Risikomanagements Unsere Risikopolitik folgt dem Streben nach nachhaltigem Wachstum und der Steigerung des Unternehmenswertes. Dabei wird versucht, Risiken weitestgehend zu minimieren. Das Risikomanagement ist daher ein integraler Bestandteil der Planung und Umsetzung der Geschäftsstrategie. Aufgrund unserer geringen personellen Größe, ist die Geschäftsleitung in alle risikorelevanten Entscheidungen unmittelbar eingebunden. Die Geschäftsleitung wird laufend über den Gang der Geschäfte der jeweiligen Bereiche im Rahmen von wöchentlichen Management Meetings unterrichtet. Für jeden Bereich werden monatliche Schlüsselkennzahlen vorgelegt. Risiken werden identifiziert, indem Sachverhalte und Veränderungen betrachtet werden, die von den ursprünglichen Planungen bzw. von den revolvierenden Planungen abweichen. Konjunkturelle und volkswirtschaftliche Risiken Auch die planmäßige Auswertung von Konjunkturdaten, z. B. das Konsumklima oder die Entwicklung der Automobilumsätze, fließen in das Risikomanagement ein. Diesen Risiken begegnen wir mit dem Export und den verstärkten Auslandsaktivitäten durch die gesamte OLHO Gruppe. Markt- und Branchenrisiko Durch die angespannte Ergebnissituation in Folge der Überkapazitäten wird der Preisdruck auch in den kommenden Jahren weiter zunehmen. Es ist damit zu rechnen, dass auf der Ebene der Automobilzulieferer Marktteilnehmer ausscheiden werden. Im Gegenzug versuchen vermehrt außereuropäische Wettbewerber auf den angestammten Märkten Fuß zu fassen. Weitere Risiken ergeben sich insbesondere durch die Fokussierung als Zulieferer für die Automobilindustrie. Dadurch sind wir in hohem Maße von der Automobilkonjunktur abhängig. Ebenso wirken sich eventuelle Projektverschiebungen seitens der Automobilhersteller negativ auf den geplanten Umsatz und auf den geplanten Ertrag aus. Kostenrisiko Das Hauptrisiko sehen wir in möglichen weiteren Anstiegen der Rohstoffpreise und hier insbesondere des Erdölpreises sowie damit verbunden, in einem der Anstieg der Granulatpreise für die Kunststoffprodukte sowie zum anderen eine Abschwächung der Konjunktur. Währungsrisiko Für unseren Standort ist das Währungsrisiko als gering zu betrachten, da ca. 99 % aller Umsätze in Euro fakturiert werden. Trotzdem werden wir in Zukunft bei neuen Aufträgen mit Auslandsbezug, jede Risikoposition neu bewerten und bei Bedarf Währungsabsicherungen vornehmen. Finanzierungsrisiko Durch die Verlagerung der Finanzierung auf die Automobilzulieferer in Form von Entwicklungs- und Betriebsmittelamortisation über die Produktionslaufzeit sind die Zulieferer noch stärker als bisher vom Erfolg der von ihnen belieferten Modellreihen abhängig. Außerdem verlangen die Kunden weiterhin eine Verlängerung der Zahlungsziele. Damit verbunden wäre ein weiterer Anstieg des Umlaufvermögens und somit auch der Finanzierungskosten, wobei die Zinshöhe maßgeblich von den volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen bestimmt wird und daher für uns nicht vorhersehbar ist. Das Zinsumfeld wird genau überwacht, um auf Zinsänderungen angemessen durch Finanzierungsalternativen oder gegebenenfalls Absicherungen reagieren zu können. Finanzierungsalternativen werden laufend geprüft. Schadensrisiko Wir tragen das Risiko der ganzen oder teilweisen Zerstörung der Gebäude und Produktionsanlagen. Die unter Umständen fälligen Leistungen der Versicherungen könnten nicht ausreichen, um den kompletten Schaden zu ersetzen. Es ist denkbar, dass nicht für alle theoretisch möglichen Schäden hinreichender Versicherungsschutz besteht oder dass die Versicherer ihre Leistungen verweigern. In der Automobilindustrie ist ferner die Produkthaftpflichtversicherung ein immer wichtigerer Bestandteil im Rahmen der Absicherung von eventuellen Schäden. Diesem ist die OLHO Gruppe durch die Erhöhung der Produkthaftpflichtversicherung inkl. Ein- und Ausbaukosten entgegengetreten. In diesen Gruppenvertrag sind auch wir eingebunden. IT-Risiko Wir tragen auch das Risiko des Ausfalls des Informationssystems, da wir über eine eigene IT-Umgebung verfügen. Die Systeme werden durch unsere eigene IT-Abteilung gewartet und gepflegt. Es bestehen Virenschutzkonzepte und die permanente Überwachung des Datenverkehrs hinsichtlich versteckter und gefährlicher Inhalte von Angriffe von außen ist sichergestellt. Alle betriebsrelevanten Daten werden täglich gesichert. Sollte die Hard- oder Software auf den Systemen ausfallen, sind alle Daten kurzfristig reproduzierbar. Rechtliches Risiko Das Geschäftsmodell ist auf Basis der derzeitigen Gesetzeslage, Verwaltungsauffassung und Rechtsprechung konzipiert, die sich jedoch jederzeit ändern kann. Einschätzung der Gesamtrisikoposition Wir haben auf der Grundlage des beschriebenen Überwachungssystems geeignete Maßnahmen getroffen, um bestandsgefährdende Entwicklungen frühzeitig zu identifizieren und ihnen entgegenzuwirken. Der Geschäftsleitung sind keine Risiken bekannt, die den Fortbestand der OLHO Sinsheim gefährden können. 11. AusblickErfreulicherweise hat die Konjunktur im Jahr 2006 deutlich zugelegt und auch in den nächsten beiden Jahren wird von einem deutlichen Wirtschaftswachstum sowohl in Deutschland als auch in ganz Europa ausgegangen. Weltweit dürfte ebenfalls auch durch die BRIC-Länder wiederum ein starkes Wachstum verzeichnet werden. Die ersten beiden Monate des Jahres 2007 haben für uns bereits sehr vielversprechend begonnen. Aufgrund des Rückgangs der Rohölpreise, gehen wir erstmals auch von wieder sinkenden Rohstoffpreisen für die Granulate und Farbbatche zumindest für das Jahr 2007 aus. Genauso wie im Jahr 2006 ist es selbstverständlich unser Ziel in den nächsten Jahren, wieder profitable Aufträge zu gewinnen. Hiermit und mit optimierten Prozessabläufen insbesondere bei der Abarbeitung von Projekten und in der Produktion soll ein profitables Ergebniswachstum und damit die Steigerung des Unternehmenswertes erreicht werden. Dieses geht selbstverständlich nur mit einem kundenorientierten Arbeiten, welches motivierte und gut qualifizierte Mitarbeiter bedingt. Gleichzeitig müssen wir auf unseren Wettbewerb achten und diesem immer einen Schritt im Voraus sein. Insbesondere unserem wachsenden Wettbewerb aus Asien ist mit Innovationen sowohl bei neuen Produkten als auch bei automatisierten Verfahrensabläufen zu begegnen, um zukünftig weiterhin erfolgreich am Markt bestehen zu können. Hierfür benötigen wir aber auch einen guten Preismix von der Entwicklung bis zur Serienproduktion. Wir planen für das Jahr 2007, dass der Umsatz auf 52,1 Mio. € zurückgeht, da der Effekt der Umstellung auf den oben erwähnten Lieferanten und der damit verbundenen kostenlosen Beistellung, erst in diesem Jahr voll durchschlägt. Aufgrund der Produktumstellungen im Jahr 2008 gehen wir ebenfalls von einem leichten Umsatzrückgang aus. Für 2009 ist durch die neuen Produkte jedoch wieder von einem deutlichen Umsatzanstieg auszugehen, der auch in unseren Finanzplanungen berücksichtigt ist. Im Gegensatz zu dem zurückgehenden Umsatz in den Jahren 2007 und 2008 gehen wir jedoch von Ergebnisverbesserungen aus. Die Investitionstätigkeit wird gegenüber 2006 in den nächsten Jahren wieder stärker ansteigen, da in neue Produktionstechniken für die neuen Aufträge investiert werden muss. BestätigungsvermerkEs wird darauf hingewiesen, dass die Gesellschaft den Jahresabschluss in verkürzter Fassung offen legt. Dem vollständigen Jahresabschluss wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt: "Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der OLHO Sinsheim GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2006 bis 31. Dezember 2006 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."
Sinsheim, den 23.03.2007 SINSHEIMER
TREUHAND GMBH
Dr. Kai Uwe Schroeder, Wirtschaftsprüfer |
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