General-Anzeiger Bonn GmbH
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Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sylvia Binner seit 31.1.2022 | Geschäftsführer |
Susanne Rademacher seit 30.8.2019 | Prokura |
Volker Kaufels seit 30.8.2019 | Prokura |
Kersten Köhler seit 17.6.2019 | Geschäftsführer |
Helge Dr. Matthiesen seit 17.6.2019 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
C******* S********* | 6.14% |
E***** M*** | 6.14% |
| 6.14% |
| Name | Anteil |
|---|---|
General-Anzeiger Bonn GmbHEigenbeteiligung | 25.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Rheinische Post Mediengruppe GmbHDüsseldorfKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022KonzernbilanzAKTIVA
PASSIVA
Der Jahresabschluss wurde am 27.3.2023 festgestellt. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Konzerneigenkapitalspiegel
Systembedingte Rundungsdifferenzen wurden nicht bereinigt. Konzernkapitalflussrechnung
Handelsregistereintrag: Amtsgericht Düsseldorf HRB 31858I. Vorbemerkungen Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbHG aufgestellt. Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung sind in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen. Für die Gewinn- und Verlustrechnung haben wir das Gesamtkostenverfahren gewählt. Die Rheinische Post Mediengruppe GmbH (RPM) stellt zum 31. Dezember 2022 als Mutterunternehmen einen Konzernabschluss für den größten und den kleinsten Kreis der Unternehmen auf. Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 wird dem Bundesanzeiger übermittelt. II. Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss wurden neben der RPM 71 inländische und 5 ausländische Gesellschaften einbezogen. Bezüglich der Einzelheiten zum Konsolidierungskreis wird auf die beigefügte Anlage zum Anhang verwiesen. Alle wesentlichen Unternehmen, die von der RPM beherrscht sind, werden voll, Gemeinschaftsunternehmen grundsätzlich anteilsmäßig anhand der Stimmrechtsquote in den Konzernabschluss einbezogen. Wesentliche Beteiligungen werden nach der Equity-Methode bewertet, wenn ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt wird; dies ist grundsätzlich bei einem Stimmrechtsanteil zwischen 20% und 50% der Fall. Alle übrigen Unternehmen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Bei den 12 nicht einbezogenen Tochterunternehmen handelt es sich um Komplementär-Gesellschaften in der Rechtsform der GmbH und um inaktive Gesellschaften, deren Jahresergebnisse insgesamt unter 1% des Konzernjahresergebnisses liegen und somit von untergeordneter Bedeutung sind. Der Buchwert aller im Folgenden aufgelisteten, nicht wesentlichen assoziierten Unternehmen beträgt insgesamt weniger als 1% des Buchwertes der Anteile an assoziierten Unternehmen im Konzern:
Gesellschaften, deren Anteile im Laufe des Geschäftsjahres erworben wurden, sind ab dem Erwerbsdatum einbezogen. Bei Veräußerungen von Anteilen erfolgt die Entkonsolidierung zu dem Zeitpunkt, in dem der Konzern die Beherrschung oder den maßgeblichen Einfluss abgegeben hat.
Die Entwicklung der Anzahl der konsolidierten Gesellschaften im Berichtsjahr stellt sich wie folgt dar:
• Im Geschäftsjahr 2022 wurden alle Geschäftsanteile an der publish-industry Verlag GmbH in München sowie 49% der Anteile an der Digital-Agentur mindshape GmbH mit Sitz in Köln erworben. Beide Gesellschaften wurden erstmalig zum 1. Juli 2022 in den Konzernabschluss einbezogen. • Darüber hinaus erfolgte im Geschäftsjahr die Erstkonsolidierung der neu gegründeten Gesellschaften RP Druck GmbH und RP Beteiligung Nr. 1 GmbH. • Des Weiteren haben die beiden Verschmelzungen der Rheinische DruckMedien GmbH auf die Rheinisch-Bergische Druckerei GmbH (1. September 2022) sowie die des assoziierten Unternehmens Medienhaus Aachen GmbH auf die 100%ige Tochtergesellschaft Aachener Nachrichten Verlagsgesellschaft mbH (1. September 2022) stattgefunden. Letztere wurde anschließend in Medienhaus Aachen GmbH (neu) umfirmiert; nach dem Beitritt des Mehrheitsgesellschafters der untergegangenen Medienhaus Aachen GmbH (alt) in die Medienhaus Aachen GmbH (neu) werden die von der RPM gehaltenen Anteile an der Medienhaus Aachen GmbH (neu) nach der Equity-Methode (Beteiligungsquote 30%) konsolidiert. • Schließlich erfolgte zum 31. Dezember 2022 die Liquidation und Entkonsolidierung der Niederrhein Verlag und Medienservice GmbH. Zur Herstellung der Vergleichbarkeit in der Konzernbilanz sind in der nachfolgenden Tabelle die Beträge dargestellt, um die sich die Bilanzwerte zum 31. Dezember 2021 verändert hätten, wenn alle vorgenannten Akquisitionen und Desinvestitionen bereits zu diesem früheren Zeitpunkt stattgefunden hätten (Pro-Forma-Rechnung):
Zur Herstellung der Vergleichbarkeit in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung werden nachfolgend die Beträge dargestellt, die sich für das Geschäftsjahr 2021 ergeben hätten, wenn die Werte der akquirierten und der veräußerten Unternehmen über den gleichen Zeitraum und mit den gleichen Quoten wie im Jahr 2022 berücksichtigt worden wären (Pro-Forma-Rechnung). Die Vorjahreszahlen wurden um folgende Transaktionen bereinigt:
III. Konsolidierungsmethoden Die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden der einbezogenen Gesellschaften sowie die Vermögensgegenstände und Schulden bei den assoziierten Unternehmen werden einheitlich nach den unter V. beschriebenen, für das Mutterunternehmen geltenden Grundsätzen bilanziert und bewertet. Sofern die in den Jahresabschlüssen der einbezogenen Tochter- und Gemeinschaftsunternehmen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden von diesen Grundsätzen abweichen, werden bei den wesentlichen Abweichungen Anpassungen im Rahmen der Handelsbilanz II vorgenommen. Bei der Kapitalkonsolidierung werden die Anschaffungswerte der Beteiligungen, die vor dem 1.1.2010 erworben wurden, mit den auf sie entfallenden und auf der Basis der Buchwerte ermittelten Eigenkapitalanteile zum Zeitpunkt des Erwerbs oder der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss verrechnet (Buchwertmethode). Die verbleibenden aktiven Unterschiedsbeträge aus Erst- und Folgekonsolidierung werden als Firmenwert aus der Kapitalkonsolidierung aktiviert und über 15 Jahre linear abgeschrieben, da der eigene Aufbau einer entsprechenden Organisationsstruktur sich frühestens in diesem Zeitraum amortisiert hätte. Die Kapitalkonsolidierung bei den Erwerbsvorgängen ab dem 1.1.2010 wird nach der Neubewertungsmethode durchgeführt. Bei der Erstkonsolidierung dieser Erwerbe aufgedeckte Firmenwerte werden über einen Zeitraum von 5 bis 15 Jahren abgeschrieben. Die Bemessung der Nutzungsdauer der aufgedeckten Firmenwerte erfolgt auf Grundlage der voraussichtlichen Dauer der Beherrschung, der Bestandsdauer der erworbenen Unternehmen, der Stabilität der inneren Ertragskraft (Marktstärke und Wettbewerbssituation) sowie der Erwartung hinsichtlich der künftigen Entwicklung der Absatz- und Beschaffungsmärkte. Die assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode konsolidiert. Hieraus vor dem 1.1.2010 resultierende aktive Unterschiedsbeträge werden über 15 Jahre linear abgeschrieben. Nach dem 1.1.2010 entstehende aktive Unterschiedsbeträge werden über einen Zeitraum von 5 bis 15 Jahren abgeschrieben, da dieser Zeitraum der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer entspricht. Das Ergebnis der assoziierten Unternehmen wird nach Kürzung um Ertragsteuern ausgewiesen. Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Umsätze, Erträge und Aufwendungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften werden eliminiert. IV. Währungsumrechnung Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr werden am Abschlussstichtag zum Stichtagskurs umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs angesetzt, soweit die Entstehungskurse bei Vermögensgegenständen nicht niedriger waren (Niederstwertprinzip) oder bei Schuldposten höher lagen (Höchstwertprinzip). Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Geschäften in Fremdwährung werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten "sonstige betriebliche Erträge" bzw. "sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen. Die Aufwendungen und Erträge werden mit dem Durchschnittskurs der Periode und das Eigenkapital zum historischen Kurs umgerechnet. Die kumulierten Umrechnungsdifferenzen werden ergebnisneutral im Eigenkapital (Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung) ausgewiesen. Die Wechselkurse der wesentlichen Währungen veränderten sich wie folgt:
V. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Entgeltlich erworbene sowie selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungs- bzw. aktivierungspflichtigen Herstellungskosten bilanziert und entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Hierbei werden Nutzungsdauern von 3 bis 5 Jahren zugrunde gelegt. Entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte, deren voraussichtliche Nutzungsdauer nicht verlässlich geschätzt werden kann, werden über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben. Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden mit ihren jeweiligen Anschaffungskosten einschließlich direkt zuordenbarer Anschaffungsnebenkosten aktiviert. Seit dem Geschäftsjahr 2011 werden Zugänge zum Sachanlagevermögen ausschließlich unter Anwendung der linearen Methode abgeschrieben; im Jahr des Zugangs erfolgt die Abschreibung pro rata temporis. Bewegliche abnutzbare Vermögensgegenstände mit einem Einzelwert bis einschließlich EUR 800 werden im Zugangsjahr voll abgesetzt. Folgende konzerneinheitliche Nutzungsdauern werden dabei zugrunde gelegt:
Außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Gegenstände des Sachanlagevermögens werden bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung vorgenommen. Finanzanlagen werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten bewertet. Abschreibungen werden vorgenommen, wenn die Wertminderung als voraussichtlich dauerhaft eingestuft wird. Für Anteile und Ausleihungen an verbundene Unternehmen sowie Anteile und Ausleihungen an assoziierte Unternehmen wird von einer dauerhaften Wertminderung ausgegangen, wenn entsprechende Impairment-Tests basierend auf der Ertragsplanung dieser Gesellschaften die aktuellen Buchwerte unterschreiten. Die im Finanzanlagevermögen gehaltenen Anteile am RPM-Fonds (Wertpapiere des Anlagevermögens) gelten dann als dauerhaft in ihrem Wert gemindert, sofern im Rahmen der Bestandsanalyse des Fonds sachgerechte Indikatoren (Aufgreifkriterien) für eine dauernde Wertminderung gegeben sind. Derartige Indikatoren richten sich nach den im Fonds gehaltenen Vermögensgegenständen, berücksichtigen hierbei die Zusammensetzung und das Risikoprofil des Fonds und umfassen grundsätzlich die Dauer eines niedrigeren Börsenkurses (öffentlich gehandelte Aktien) bzw. Bonitätsveränderungen (verzinsliche Schuldtitel). Das Vorratsvermögen ist grundsätzlich mit Anschaffungs- oder aktivierungspflichtigen Herstellkosten bewertet. Das Niederstwertprinzip wurde beachtet. Wertpapiere des Umlaufvermögens sind mit den Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nennwert bilanziert. Langfristige unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind abgezinst. Die erkennbaren Risiken bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind durch Einzelwertberichtigungen abgedeckt. Zusätzlich wurde eine Pauschalwertberichtigung gebildet. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen. Die Auflösung der Posten erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf. Aktive und passive latente Steuern werden gemäß DRS 18 grundsätzlich für sämtliche temporären Differenzen zwischen den Wertansätzen von Aktiva und Passiva in Handels- und Steuerbilanz, auf ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge und auf steuerliche Verlustvorträge berechnet. Verlustvorträge sind in die Steuerabgrenzung nur insoweit einbezogen worden, als in den nächsten Jahren ein zu ihrer Nutzung ausreichendes steuerpflichtiges Einkommen zu erwarten ist. Aktive und passive latente Steuern werden unsaldiert jeweils nach dem Rechnungsabgrenzungsposten gesondert ausgewiesen. Für die Berechnung der latenten Steuern werden die Steuersätze zugrunde gelegt, die nach derzeitiger Rechtslage künftig gelten werden, wenn sich die temporären Differenzen wahrscheinlich wieder ausgleichen werden bzw. die steuerlichen Verlustvorträge genutzt werden können. Im Inland wurde ein Gesamt-Steuersatz zwischen 31% und 33% für die Berechnung der latenten Steuern zugrunde gelegt. Für latente Steuern in England kam ein Steuersatz von 20% und in den USA von 21% zur Anwendung. Latente Steuern bei dem erstmaligen Ansatz von Firmenwerten werden nicht gebildet. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen betreffen Pensionsverpflichtungen gegenüber Mitarbeitern, Geschäftsführern und Herausgebern (Anwartschaften und laufende Renten) sowie Versorgungszusagen der Unterstützungseinrichtung. Die Rückstellungen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Anwendung der Heubeck-Richttafeln 2018 G ermittelt. Für die Abzinsung wurde ein von der Deutschen Bundesbank vorgegebener pauschaler Zinssatz von 1,78% (Vorjahr: 1,9%), der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, zugrunde gelegt. Bei der Bewertung wird die Anpassung des § 253 Abs. 6 HGB berücksichtigt, wonach der Zeitraum für den Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben auf zehn Geschäftsjahre ausgedehnt wird. Der sich daraus ergebende Differenzbetrag in Höhe von TEUR 6.770 (Vorjahr: TEUR 9.173) ist ausschüttungsgesperrt. Es wurden erwartete Gehaltssteigerungen mit Raten zwischen 2% und 3% (Vorjahr: zwischen 2% und 3%) und erwartete Rentensteigerungen mit Raten zwischen 1% und 2% (Vorjahr: zwischen 1% und 2%) sowie erwartete Lebenshaltungskostensteigerungen mit 2% (Vorjahr: 1,3%) berücksichtigt. Aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen resultierende Zinsaufwendungen werden einschließlich der Effekte aus der Änderung des zugrundeliegenden Zinssatzes für die Abzinsung unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen ausgewiesen. In den Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sind alle im Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennbaren Einzelrisiken und ungewisse Verbindlichkeiten berücksichtigt. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von über einem Jahr wurden mit dem von der Bundesbank veröffentlichten laufzeitäquivalenten Zinssatz abgezinst. Die Bewertung der Altersteilzeitrückstellung erfolgte gemäß der Stellungnahme des Instituts der Wirtschaftsprüfer zur Rechnungslegung "Handelsrechtliche Bilanzierung von Verpflichtungen aus Altersteilzeitregelungen" (IDW RS HFA 3 n.F.). Den Berechnungen sind die Heubeck-Richttafeln 2018 G mit einem pauschalen Rechnungszins von 0,40% (Vorjahr: 0,34%) sowie einem Einkommenstrend von 2% zugrunde gelegt. Wertpapiere, die ausschließlich der Sicherung der aus Vereinbarungen zur Altersteilzeit entstandenen Wertguthaben gemäß § 8a Altersteilzeitgesetz dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger durch Verpfändung an die jeweiligen Mitarbeiter entzogen sind, wurden zum beizulegenden Zeitwert als Deckungsvermögen (TEUR 172; Vorjahr: TEUR 251) mit dem Erfüllungsbetrag der Rückstellung (TEUR 62; Vorjahr: TEUR 145) verrechnet. Als beizulegender Zeitwert wurden die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens zugrunde gelegt. Die Bilanzierung der Verbindlichkeiten erfolgt zum Erfüllungsbetrag. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen. Die Auflösung der Posten erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf. VI. Bilanzerläuterungen 1. Anlagevermögen Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Posten des Anlagevermögens und ihre Entwicklung im Jahre 2022 sind in der beigefügten Anlage zum Anhang ersichtlich. Im Geschäftsjahr sind, wie im Vorjahr, keine Forschungs- und Entwicklungskosten angefallen. Geschäfts- oder Firmenwerte Die aus der Kapitalkonsolidierung entstandenen Geschäfts- oder Firmenwerte haben sich im Berichtsjahr durch die erstmalige Einbeziehung eines erworbenen Tochterunternehmens um TEUR 2.293 erhöht. Alle neu entstandenen Firmenwerte werden linear über eine Nutzungsdauer von 5 bis 10 Jahren abgeschrieben. Anteile an assoziierten Unternehmen Der unter Anteilen an assoziierten Unternehmen ausgewiesene Wert von TEUR 35.550 enthält Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von TEUR 5.461. Wertpapiere Bei den ausgewiesenen Wertpapieren handelt es sich um Anteile an einem Spezialfonds.
Zweck der Anlage in dem Spezialfonds ist die Erzielung einer überdurchschnittlichen Performance, insbesondere mit Aktien und Rentenanlagen, bei gleichzeitiger Risikostreuung. Am Bilanzstichtag lag der Marktwert des RPM Fonds unterhalb der entsprechenden Anschaffungskosten. Unter Anwendung der für die Anteile an diesem Fonds zugrundeliegenden Bewertungsmethoden ergeben sich am Bilanzstichtag keine Hinweise auf eine dauerhafte Wertminderung; eine Abwertung auf den niedrigeren Marktpreis am Bilanzstichtag ist daher unterblieben. Sonstige Ausleihungen In den sonstigen Ausleihungen ist das einem Gesellschafter gewährte Darlehen mit einem Restbetrag von TEUR 722 (Vorjahr: TEUR 963) enthalten. 2. Vorräte
3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
4. Aktive latente Steuern Die Zusammensetzung und Entwicklung der aktiven latenten Steuern lassen sich wie folgt darstellen:
5. Konzerneigenkapital Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Posten des Konzerneigenkapitals und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr 2022 sind im Konzerneigenkapitalspiegel ersichtlich. Die Kapitalrücklage des Mutterunternehmens wurde nach den Vorschriften des § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB gebildet. Der Bilanzgewinn im Jahresabschluss des Mutterunternehmens in Höhe von TEUR 31.648 steht zur Ausschüttung zur Verfügung. 6. Rückstellungen
Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet. Der Zeitwert der Rückdeckungsversicherung wurde unter Anwendung des Passivprimats ermittelt. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für den Personalbereich. Unter Inanspruchnahme des Wahlrechts nach Art. 67 Abs.1 Satz 1 EGHGB wird der sich aus der Änderung der Rückstellungsbilanzierung nach §§ 249 Abs. 1 Satz 1, 253 Abs. 1 Satz 2 und Abs. 2 HGB durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) ergebende Differenzbetrag bis spätestens 31. Dezember 2024 in jedem Geschäftsjahr zu mindestens 1/15 der Rückstellungen zugeführt. Der noch zuzuführende Betrag beläuft sich zum 31. Dezember 2022 auf TEUR 61 (Vorjahr: TEUR 112). 7. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 7.644 durch Grundschuldeintragungen auf Grundstücke und Gebäude abgesichert. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind TEUR 5.573 (Vorjahr: TEUR 5.573) sonstige Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern enthalten. Zur Absicherung von Zinsänderungen aus variabel verzinsten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 2.000 wurde ein Zinsswap mit einem Nominalvolumen in gleicher Höhe abgeschlossen. Für bilanzielle Zwecke wurden entsprechende Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet. Dabei wurde die sogenannte Einfrierungsmethode zugrunde gelegt. Sowohl die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten als auch das Zinssicherungsgeschäft haben eine Laufzeit bis 2023. Als Methode der Ermittlung der Wirksamkeit gemäß § 314 Nr. 15 HGB kommt die Critical-Term-Match-Methode zur Anwendung. Es wurde eine vollständige Wirksamkeit festgestellt. Infolgedessen waren zum Bilanzstichtag keine Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften zu bilden. 8. Passive latente Steuern Die Zusammensetzung und Entwicklung der passiven latenten Steuern lassen sich wie folgt darstellen:
VII. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse
2. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 272 (Vorjahr: TEUR 6). In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind insgesamt periodenfremde/außergewöhnliche Erträge in Höhe von TEUR 18.982 (Vorjahr: TEUR 16.331) enthalten. Diese resultieren im Wesentlichen aus nachträglichen Kaufpreiszahlungen für die in 2013 erfolgte Veräußerung eines tschechischen Tochterunternehmens (TEUR 9.290) sowie für den Ende 2020 erfolgten Verkauf des im Bereich Sprache/Dokumentenmanagement tätigen Teilkonzerns Amplexor (TEUR 1.023). Darüber hinaus sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 7.076) enthalten. 3. Materialaufwand Der Materialaufwand enthält Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren in Höhe von TEUR 32.253 (Vorjahr: TEUR 19.649) sowie Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von TEUR 105.246 (Vorjahr: TEUR 92.193). 4. Personalaufwand Der Personalaufwand setzt sich zusammen aus Löhnen und Gehältern in Höhe von TEUR 198.084 (Vorjahr: TEUR 193.794) sowie sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung in Höhe von TEUR 55.254 (Vorjahr: TEUR 38.925). Davon entfallen auf Aufwendungen für Altersversorgung TEUR 18.978 (Vorjahr: TEUR 2.895). Im Personalaufwand sind periodenfremde/außergewöhnliche Aufwendungen aus Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von TEUR 1.953 (Vorjahr: TEUR 2.842) sowie zusätzliche Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 16.150 zur Abbildung der aktuell höheren Inflationsrate enthalten. 5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen Im Geschäftsjahr 2022 sind keine außerplanmäßigen Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen angefallen (Vorjahr: TEUR 6.592). 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 31 (Vorjahr: TEUR 71). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind wesentliche periodenfremde/außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 3.426 (Vorjahr: TEUR 4.416), Verluste aus Forderungsausfällen in Höhe von TEUR 598 und Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von TEUR 356 enthalten. Die periodenfremden/außergewöhnlichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Aufwendungen für Rechts- und Beratungskosten in Zusammenhang mit der Veräußerung von verbundenen Unternehmen in Vorjahren (TEUR 2.272). 7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge In den Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Erträge aus Abzinsungseffekten in Höhe von TEUR 38 (Vorjahr: TEUR 118) enthalten. 8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Aufzinsungseffekten in Höhe von TEUR 2.712 (Vorjahr: TEUR 4.395) enthalten. 9. Latente Steuern Der latente Steuerertrag (netto) von TEUR 5.964 (Vorjahr TEUR 2.434) ist komplett im Inland entstanden. VIII. Sonstige Angaben 1. Haftungsverhältnisse und sonstige Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag lagen, wie im Vorjahr, keine Haftungsverhältnisse aus Gewährleistungsverträgen vor. Des Weiteren bestanden keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus langfristigen Strom- und Gaskontrakten (Vorjahr: TEUR 1.876). Aus Miet-, Wartungs-, Lizenz- und Leasingverträgen ergaben sich finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 12.473 (Vorjahr: TEUR 24.255). Außerdem bestanden sonstige langfristige Verpflichtungen in Höhe von TEUR 2.042 (Vorjahr: TEUR 2.061). Zudem ergaben sich sonstige Verpflichtungen in Höhe von TEUR 5.287 (Vorjahr: TEUR 5.082) aus der Unterdeckung von Unterstützungskassen. Die finanziellen Auswirkungen bewegen sich im üblichen Rahmen und ergeben für den Konzern keine bestandsgefährdenden Risiken. 2. Anzahl der Arbeitnehmer Im Berichtsjahr wurden gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 4 HGB durchschnittlich 11.323 (Vorjahr: 11.923) Mitarbeiter beschäftigt. Davon entfallen auf Unternehmen, die gemäß § 310 HGB nur anteilsmäßig einbezogen wurden, 710 (Vorjahr: 775) Mitarbeiter. Aufgrund des erstmaligen Ausweises der Zusteller von Tageszeitungen und Anzeigenblättern unter der Anzahl der Mitarbeiter ergeben sich Abweichungen in entsprechender Höhe zu den im Vorjahr berichteten Zahlen. Die genauen Zahlen sind der nachstehenden Tabelle zu entnehmen. Auszubildende wurden in diesen Werten nicht berücksichtigt. Durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter nach Geschäftsfeldern, zuzüglich der Anzahl der Zusteller:
Von den Zustellern entfallen 627 (Vorjahr: 685) Mitarbeiter auf Unternehmen, die nur anteilmäßig einbezogen werden. Insgesamt verteilt sich die Zahl der Mitarbeiter (ohne Zusteller) auf 471 (Vorjahr: 559) gewerbliche Mitarbeiter und 2.519 (Vorjahr: 2.469) kaufmännische Mitarbeiter. 3. Gesellschaftsorgane Bezüglich der Angaben zu den Bezügen der Geschäftsführungsorgane und des Aufsichtsrats wurde die in § 314 Abs. 3 HGB i. V. m. § 286 Abs. 4 HGB genannte Schutzklausel angewendet. 4. Erläuterung zur Kapitalflussrechnung Die in der Kapitalflussrechnung ausgewiesene Liquidität (Finanzmittelfonds) umfasst Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten. Von der ausgewiesenen Liquidität entfallen TEUR 2.385 (Vorjahr: TEUR 3.583) auf Unternehmen, die anteilmäßig einbezogen werden. 5. Dienstleistungen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Das von dem Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar, aufgeschlüsselt nach Dienstleistungen, stellt sich wie folgt dar:
6. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung, die das im vorliegenden Abschluss vermittelte Bild von der Lage des Konzerns beeinflussen könnten, sind im Geschäftsjahr 2023 bisher nicht eingetreten. 7. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung des Mutterunternehmens schlägt vor, aus dem Bilanzgewinn der Rheinische Post Mediengruppe GmbH, neben der bereits im Januar 2023 erfolgten Vorabausschüttung von TEUR 5.573, eine weitere Dividende in Höhe von TEUR 8.184 an die Gesellschafter auszuschütten. 8. Anteilsbesitzliste Bezüglich der nach § 313 Abs. 2 HGB geforderten Angaben wird auf die beigefügte Anlage zum Anhang verwiesen. 9. Sonstiges Im Berichtsjahr erfolgten Pensionszahlungen an ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung und deren Hinterbliebene in Höhe von TEUR 809. Die für diesen Personenkreis gebildeten Pensionsrückstellungen betragen am Bilanzstichtag TEUR 20.154.
Düsseldorf, den 8. März 2023 Johannes Werle Hans Peter Bork ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS (*)
(*) Systembedingte Rundungsdifferenzen wurden
nicht bereinigt.
Übersicht Anteilsbesitzliste gemäß § 313 Abs. 2 HGB
Weitere Angaben:
(1) Die Gesellschaft hat die Befreiungen nach
§ 264 Abs. 3 HGB bzw. nach § 264 b HGB in
Anspruch genommen.
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 20221. Grundlagen des Konzerns Die Rheinische Post Mediengruppe (RPM) mit Sitz in Düsseldorf ist ein regionales Medienunternehmen mit nationaler und internationaler Aufstellung. Sie zählt zu den fünf auflagenstärksten regionalen Zeitungsverlagen in Deutschland (Quelle: Statistisches Bundesamt, Mitteilung vom 27.10.2022, Auflage der Regionalzeitungen in Deutschland im 2. Quartal 2022) und ist in insgesamt acht Geschäftsfeldern aktiv, die die Bereiche Tageszeitungen NRW, Anzeigenblattverlage NRW, Radio, Digital, Fachmedien, Immobilien, Services und Dienstleistungen sowie Saarbrücker Zeitungsgruppe umfassen. Mit ihrem Flaggschiff Rheinische Post gibt die Mediengruppe die auflagenstärkste Tageszeitung im Rheinland heraus und erreicht täglich mit rund 232.700 Exemplaren etwa 800.000 Leser (Quelle: IVW, Gesamtauflage Rheinische Post zum 4. Quartal 2022). Zudem verlegt sie in Nordrhein-Westfalen mit dem General-Anzeiger Bonn die auflagenstärkste Tageszeitung in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis mit einer täglichen Auflage von rund 55.000 Exemplaren. Dank des in Berlin etablierten Parlamentsbüros unterstreicht sie bundesweit ihren publizistischen Anspruch als Stimme des Westens. Darüber hinaus ist die RPM mehrheitlich an der Saarbrücker Zeitungsgruppe beteiligt, welche die Titel Saarbrücker Zeitung und Pfälzischer Merkur (Gesamtauflage: rund 97.700 Exemplare) sowie Trierischer Volksfreund (Auflage: rund 59.600 Exemplare) herausgibt. Neben ihrem historischen Kerngeschäft verfügt die Rheinische Post Mediengruppe über eines der reichweitenstärksten Online-Portale regionaler Mediengruppen, das monatlich rund 8,6 Millionen Unique User erreicht (Quelle: AGOF, df November 2022, Angebote Ranking Digital). Eine Beteiligung an der markt.gruppe Holding sichert eine starke Position im digitalen Rubrikengeschäft, insbesondere in den Bereichen Stellenmarkt und kostenlose Kleinanzeigen. Zudem ist der Konzern an 18 lokalen und regionalen Hörfunksendern sowie an sieben deutschen Anzeigenblattverlagen mit einer wöchentlichen Auflage von rund 2,3 Millionen Exemplaren beteiligt. Leistungsstarke Druckzentren in Düsseldorf und Saarbrücken bringen ihre Printprodukte auf dem neuesten Stand der Technik in den Markt. Im Fachmedienbereich verlegt die zum Konzern gehörende DVV Media Group mehr als 80 Zeitungen, Zeitschriften und Fachbücher rund um die Themenbereiche Logistik, Transport und Schifffahrt. Das Einkaufs-, Gastronomie- und Bürozentrum "Schadow Arkaden" und ein Gastronomie-Pavillon in der Düsseldorfer Innenstadt sowie ein Feriendomizil in Oberstdorf runden das breit gefächerte Geschäftsportfolio des Konzerns ab. Die Mediengruppe beschäftigte im Geschäftsjahr 2022 durchschnittlich mehr als 11.300 Mitarbeiter (davon 8.333 Zusteller) im In- und Ausland und erwirtschaftete einen Umsatz von mehr als EUR 490 Mio. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns war zusätzlich zu den allgemein verschärften wirtschaftlichen Rahmenbedingungen insbesondere von zwei Unternehmenszukäufen in den Bereichen Fachmedien und Digital sowie von nachträglichen Kaufpreiszahlungen aus in den Vorjahren getätigten Unternehmensverkäufen geprägt. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die deutsche Wirtschaft kühlte im Geschäftsjahr 2022 deutlich ab, konnte aber im letzten Quartal eine noch im Herbst prognostizierte Winter-Rezession abwenden. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts ist das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 1,9% gegenüber dem Vorjahr gewachsen; im Jahr 2021 betrug das Wachstum noch 2,6%. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung der größten Volkswirtschaft Europas war im Jahr 2022 besonders von den Folgen des Kriegs in der Ukraine, den extremen Preiserhöhungen für Energie und Nahrungsmittel, verschärften Material- und Lieferengpässen sowie den andauernden, wenn auch nachlassenden Effekten der Corona-Pandemie geprägt. Insgesamt stieg die Bruttowertschöpfung preisbereinigt um 1,8%. Dabei konnten vor allem einige Dienstleistungsbereiche, darunter die Kreativ- und Unterhaltungsbranche, mit einem Wachstum von 6,3% sowie die Wirtschaftsbereiche Verkehr und Gastgewerbe von den Nachholeffekten aus der Aufhebung nahezu aller Corona-Schutzmaßnahmen profitieren. Auch der Bereich Information und Kommunikation verzeichnete einen Zuwachs der Wirtschaftsleistung von 3,6%. Im Baugewerbe hingegen führten Material- und Fachkräftemangel, hohe Baukosten und schlechtere Finanzierungsbedingungen zu einem Rückgang der Bruttowertschöpfung von 2,3%. Ferner litt das Verarbeitende Gewerbe mit einer nur marginalen Zunahme um 0,2% unter den international gestörten Lieferketten sowie dem massiven Anstieg der Energiepreise infolge des Kriegs. (Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 020 vom 13.01.2023) Die Konsumausgaben des Staates erhöhten sich 2022 mit einem Zuwachs um 1,1% vergleichsweise moderat. Den gesunkenen Ausgaben zur Bekämpfung der Pandemie standen erhöhte Zuwendungen des Staates für den Schutz und die Unterbringung von Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine und anderen Staaten sowie umfangreiche Entlastungspakete, insbesondere zur Dämpfung gestiegener Energie- und Kraftstoffpreise, gegenüber (Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 020 vom 13.01.2023). Die Verbraucherpreise fielen mit einer durchschnittlichen Inflationsrate von 7,9% (in 2021 noch 3,1%) signifikant höher aus. Der Anstieg war v.a. auf krisen- und kriegsbedingte Sondereffekte, wie Lieferengpässe und Preiserhöhungen, insbesondere für Energie, Nahrungsmittel und Kraftstoff, zurückzuführen (Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 022 vom 17.01.2023). Dennoch legte der private Konsum (v.a. bei Reisen, Restaurantbesuchen, Kulturveranstaltungen, Festen und Messen) mit einer preisbereinigten Wachstumsrate von 4,6% merklich zu (Quelle: BMWK, Pressemitteilung vom 13.01.2023). Gestützt wurde die Konsumneigung von der anhaltend stabilen Beschäftigungslage; mit durchschnittlich 45,6 Mio. Erwerbstätigen lag die Anzahl um 1,3% über dem Vorjahr (Quelle: GfK, Pressemitteilung vom 21.12.2022; Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 020 vom 13.01.2023). Auch der deutsche Werbemarkt war im Jahr 2022 deutlich von der schwachen Konjunktur geprägt. Zwar stiegen die Netto-Werbeeinnahmen der deutschen Medien insgesamt auf EUR 26,4 Mrd. (1,9%) und damit erstmals wieder über das Vorkrisenniveau des Jahres 2019, allerdings war für den Zugewinn vor allem das überproportionale Wachstum der digitalen Werbung ausschlaggebend (Quelle: ZAW, Pressemitteilung vom 12.12.2022). Nach Angaben der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) sollen die Umsatzerlöse des Zeitungs- und Zeitschriftenmarkts um 0,1% zurückgegangen sein; im Vorjahr wurde noch ein Wachstum von 2,1% verzeichnet (Quelle: PwC, German Entertainment and Media Outlook 2022-2026). Umsatzsteigerungen konnten hingegen die Segmente Außenwerbung (12%), Onlinewerbung (12%), Musik, Radio und Podcast (24,9%), Augmented und Virtual Reality (36,2%) sowie Kino (103,3%) erzielen. Die sich nachhaltig verändernden Konsumgewohnheiten der Bevölkerung spiegeln sich besonders in der Nutzung der Printangebote wider. Rund 72% der 14- bis 69-Jährigen in Deutschland lesen gelegentlich eine Tageszeitung, 2019 waren es noch 77%. Bei Zeitschriften sind es rund 57% (2019: 63%). Ein weiterer wesentlicher Indikator ist auch die Zeit, die Kunden mit dem Konsum eines Mediums verbringen. In Deutschland blieb die Mediennutzung im Jahr 2022 mit einer täglichen Nutzungsdauer von rund 13 Stunden weiterhin stabil auf dem im Vorjahr erreichten Höchstniveau. Während TV mit 213 Minuten und Radio mit 91 Minuten im Vorjahresvergleich (238 bzw. 100 Minuten) einen rückläufigen Trend verzeichneten, profitierten Musikstreaming-Dienste von einem starken Konsumzuwachs von rund 28,3% auf täglich 59 Minuten. Unverändert blieben hingegen die Minuten, die auf Zeitungen und Zeitschriften entfallen (14 bzw. 5 Minuten). Dabei setzt sich der Reichweitenverlust von Zeitungen und Zeitschriften langsam, aber stetig fort, bei gleichzeitigem Ausbleiben eines durchschlagenden Erfolgs ihrer digitalen Formate. (Quelle: SevenOne Media, Media Activity Guide 2022) 2.2 Geschäftsentwicklung Trotz der durch die Pandemie ausgelösten und in 2022 mit dem Ausbrechen des Ukraine-Kriegs abermals forcierten außerordentlichen wirtschaftlichen Turbulenzen, konnte die Rheinische Post Mediengruppe den widrigen Umständen standhalten und das Geschäftsjahr 2022 wirtschaftlich erfolgreich abschließen. Dank der weitgehenden Überwindung der Corona-Auswirkungen und der Erholung der Märkte konnten nahezu alle Geschäftsfelder der Mediengruppe wieder positive Entwicklungen verzeichnen. Diese wurden allerdings zusätzlich zu den ohnehin bereits seit längerem bestehenden allgemeinen Herausforderungen für Printmedien (Print-Auflagenrückgänge, unbeständige Werbeerlöse sowie steigende Zustellkosten bei Tageszeitungen und Anzeigenblättern) von massiven Papier- und Energiepreiserhöhungen belastet. Die Rheinische Post Mediengruppe blickt dennoch auf ein journalistisch und publizistisch erfolgreiches Jahr zurück. Im Fokus der strategischen Aktivitäten des Konzerns lagen weiterhin das Vorantreiben der Digitalen Transformation sowie die Konsolidierung gesellschafts- und bereichsübergreifender Aktivitäten zur konzernweiten Ausschöpfung von Synergien und die Anwendung von best practices. Zu nennen sind darunter insbesondere die Einführung der neuen News-App sowie der Relaunch des Online-Portals "RP Online", beide unter dem einheitlichen Namen "Rheinische Post". Die Zusammenführung der digitalen Produkte unter einem gemeinsamen Titel untermauert die unverwechselbare RP-Identität und setzt ein Zeichen des digitalen Wachstums der Mediengruppe. Ein weiterer Meilenstein wurde zudem mit dem Überschreiten der Marke von gruppenweit 100.000 Digital-Abonnements erreicht und bestätigt die Rheinische Post einschließlich ihrer Angebote an den Standorten in Bonn, Saarbrücken und Trier als einen der führenden Titel unter den Regionalmedien in Deutschland. Zur Beurteilung des Konzernerfolgs wird neben dem Umsatz das bereinigte "EBIT der Geschäftsfelder" (operatives EBIT, bereinigt um definierte Sondereffekte) als wesentlicher finanzieller Leistungsindikator herangezogen. Dieser Indikator umfasst das Ergebnis vor Zinsen und Steuern, inklusive der operativen Ergebnisse aus assoziierten Unternehmen (ebenfalls ohne Zinsen und Sondereffekte), bereinigt um Abschreibungen auf stille Reserven, die im Rahmen von Unternehmenserwerben aufgedeckt wurden, einschließlich der Unterschiedsbeträge nach § 312 Abs. 1 HGB, sowie um Restrukturierungsaufwendungen und Ergebnisse aus wesentlichen Veräußerungsvorgängen (Gewinne und Verluste aus der Entkonsolidierung von einbezogenen Unternehmen sowie aus Abgängen von wesentlichen Gegenständen des Anlagevermögens). Der Konzernumsatz ist im Vorjahresvergleich mit EUR 492,1 Mio. um EUR 12,0 Mio. moderat gestiegen. Während die Print-Vertriebs- und Werbeerlöse einem leichten Rückgang unterlagen, konnten die Digitalumsätze, trotz der Schließung des Bereichs Digital Services der RP Digital, einen spürbar positiven Anstieg verzeichnen, der vor allem auf den erfolgreichen Vertrieb von ePaper-Abonnements zurückzuführen ist. Zusätzlich konnten im digitalen Geschäft insbesondere die Jobportale der markt.gruppe einen Anstieg des Umsatzvolumens im zweistelligen Prozentbereich erzielen, der sich jedoch aufgrund der Konsolidierung des markt.gruppe-Teilkonzerns nach der At-Equity-Methode ausschließlich im Finanzergebnis auswirkt. Ebenfalls positiv fielen die Werbeerlöse und die Umsätze der in England konzentrierten Aktivitäten im Event- und Messegeschäft sowie dem Flugsektor im Bereich Fachmedien aus. Erfreulich waren zudem die Umsatzsteigerungen bei den Mieteinnahmen und den Parkhauserlösen der Schadow Arkaden im Geschäftsfeld Immobilien. Hingegen entwickelten sich die Umsätze des Geschäftsfeldes Radio überwiegend leicht rückläufig. Ursächlich dafür waren neben dem bereits schwierigen Umfeld mit volatilen Werbemärkten (v.a. KFZ- und Möbelhandel) sowohl nachwirkende Effekte der Corona-Pandemie (u.a. Störungen der Lieferketten) als auch die weltwirtschaftlichen Auswirkungen des Ukraine-Krieges, welche hohe Inflationsraten, Konsumzurückhaltung und Marktunsicherheiten zur Folge hatten. Besonders herausfordernd waren die konzernweit signifikant gestiegenen Kosten für Papier und Energie sowie, aufgrund der sukzessiven Anhebung des gesetzlichen Mindestlohnes, der erhebliche Mehraufwand für die Zustellung von Tageszeitungen und Anzeigenblättern. Zusätzlich führten bei der Bewertung der Pensionsverpflichtungen die Anpassung des Rententrends und die hohen Inflationsraten zu einem deutlich höheren außerordentlichen Aufwand. Trotz wesentlicher Kosteneinsparungen (insbesondere Personal- und Instandhaltungskosten) konnten daher die negativen Kostenentwicklungen nicht vollständig kompensiert werden. Insgesamt lag das für interne Steuerungszwecke verwendete bereinigte EBIT der Geschäftsfelder mit EUR 53,4 Mio. deutlich unter dem Vorjahreswert, allerdings um EUR 21,3 Mio. über der im Vorjahr prognostizierten Ergebniserwartung. Wesentliche nicht im bereinigten EBIT enthaltene Beträge resultieren aus Abschreibungen auf Firmenwerte (EUR 19,0 Mio.), Abschreibungen auf neubewertete immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen (EUR 10,8 Mio.) sowie den Effekten aus der nachträglichen Kaufpreiszahlung für einen in Vorjahren veräußerten ausländischen Verlag (netto EUR 9,0 Mio.). Darüber hinaus wurde das EBIT der Geschäftsfelder um die aufgrund der Verbraucherpreisentwicklung einmalig entstandenen außerplanmäßigen Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR 16,2 Mio. bereinigt. Das Konzernergebnis nach Steuern lag mit EUR 6,7 Mio. um EUR 14,0 Mio. über dem von der Geschäftsführung prognostizierten Planergebnis. Die erwartete Steigerung der Umsatzerlöse um 4,3% konnte hingegen mit einer Rate von 2,5% nur teilweise erfüllt werden. Das geplante Konzernergebnis vor und nach Steuern wurde insgesamt übertroffen. 2.3 Lage 2.3.1 Ertragslage Die Umsatzerlöse des Konzerns erhöhten sich im Geschäftsjahr um EUR 12,0 Mio. Bereinigt um Effekte aus Akquisitionen und Desinvestitionen lag der Anstieg bei EUR 10,8 Mio. (+2,2%). Die Erlöse der einzelnen Geschäftsfelder entwickelten sich dabei sehr unterschiedlich. Bedingt durch Auflagenrückgänge insbesondere bei den Print-Abonnements lagen die Vertriebserlöse der Tageszeitungen an den Standorten Düsseldorf, Bonn, Saarbrücken und Trier - trotz einer weiteren Steigerung der Digitalerlöse - um insgesamt EUR 2,7 Mio. unter dem vergleichbaren Wert des Jahres 2021. Auch die Werbeerlöse der Tageszeitungen lagen um EUR 1,1 Mio. unter dem Vorjahr, während die Anzeigenblätter, insbesondere aufgrund deutlich gestiegener Umsätze im ersten Halbjahr, ihre Erlöse um EUR 1,8 Mio. steigern konnten. Das Geschäftsfeld Fachmedien profitierte vor allem von der nahezu vollständigen Aufhebung der einschränkenden Maßnahmen im Rahmen der Corona-Pandemie und steigerte seine Umsatzerlöse um nahezu EUR 8,0 Mio. Im Zuge der Normalisierung der Besucherfrequenzen im Einzelhandel, des Ausbleibens erneuter Mietausfälle bei Handelsmietern aufgrund von Lock- downs sowie angesichts des wieder auf Vor-Corona-Niveau liegenden Niveaus bei den Parkhauseinfahrten in die Schadow Arkaden konnte auch das Geschäftsfeld Immobilien einen Umsatzzuwachs von EUR 2,2 Mio. erzielen. Der Anstieg der Umsätze im Geschäftsfeld Services und Dienstleistungen war vor allem auf die Weiterbelastung zusätzlicher Kosten für Papier, Energie und Mindestlohn sowie eine erhöhte Erbringung von Leistungen im Bereich IT zurückzuführen. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge um EUR 2,5 Mio. war insbesondere bedingt durch nachträgliche Kaufpreiszahlungen aus der bereits vor längerer Zeit getätigten Veräußerung einer osteuropäischen Verlagsgruppe sowie aus dem Verkauf des im Bereich Sprache/Dokumentation tätigen Teilkonzerns Amplexor. Im Vorjahresbetrag waren hingegen Erträge aus der Veräußerung des Ticketing-Unternehmens DERTICKETSERVICE.DE sowie der früheren Druckerei- und Büroimmobilie in Wuppertal enthalten. Die Materialaufwendungen des Geschäftsjahres stiegen im Geschäftsjahr 2022 um EUR 25,7 Mio. und somit sehr deutlich an. Fast die Hälfte dieser Steigerung war auf einen überwiegend preisbedingten Anstieg der Papierkosten zurückzuführen. Auch die Energiekosten sowie die Aufwendungen für die von konzernfremden Unternehmen durchgeführten Zustellleistungen (erhöhter gesetzlicher Mindestlohn) nahmen deutlich zu. Zudem war mit den erhöhten Umsätzen im Bereich IT auch ein entsprechender Anstieg der bezogenen Leistungen von externen IT-Fachkräften verbunden. Die Personalaufwendungen stiegen akquisitionsbereinigt um EUR 19,5 Mio. Davon entfiel allein auf außerplanmäßige Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen aufgrund der vor allem inflationsbedingten Änderungen der versicherungsmathematischen Rechnungsgrundlagen ein Betrag von EUR 16,2 Mio. Weitere Steigerungen der Personalkosten waren durch die allgemeine Erhöhung des Gehaltsniveaus, einmalige Aufwendungen für die Gewährung von staatlich begünstigten Inflationsausgleichsprämien und den Wegfall der im Vorjahr noch genutzten Maßnahmen zur Kurzarbeit zu verzeichnen, während die Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen deutlich unter dem Niveau der beiden Vorjahre lagen. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen lagen um EUR 7,5 Mio. unter dem entsprechenden Vorjahreswert. Wesentliche Ursache für diesen Rückgang war die außerplanmäßige Abschreibung auf die technischen Anlagen und Maschinen nach Stilllegung der Druckerei in Trier im Juli 2021; die planmäßigen Abschreibungen waren im Geschäftsjahr 2022 erneut leicht rückläufig. Die Abschreibungen auf Firmenwerte haben sich durch die im Geschäftsjahr getätigten Akquisitionen leicht erhöht. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen akquisitionsbereinigt fast genau auf Vorjahresniveau. Die einzelnen Positionen des Finanz- und Beteiligungsergebnisses haben sich im Geschäftsjahr 2022 grundsätzlich unauffällig entwickelt. Lediglich bei den Zinsaufwendungen war ein deutlicher Rückgang um EUR 5,3 Mio. zu verzeichnen. Dieser Effekt war nahezu ausschließlich bedingt durch die nur noch leichte Reduzierung des gesetzlich vorgegebenen Diskontierungs- Zinssatzes bei den Pensionsrückstellungen, während in den Vorjahren hohe Aufwendungen aus Zinsänderungsverlusten zu verzeichnen gewesen waren. Das Ergebnis vor Steuern lag mit EUR 13,2 Mio. um EUR 20,0 Mio. unter dem Vorjahreswert. Die sehr deutlich gestiegenen Kosten des operativen Geschäftes sowie der Sondereffekt aus der Anpassung der Pensionsrückstellungen konnten nur zum Teil durch gestiegene Umsatzerlöse und Erträge aus nachträglichen Kaufpreiszahlungen für Desinvestitionen kompensiert werden. Bedingt durch die gesunkenen operativen Gewinne ging auch der Ertragsteueraufwand im Geschäftsjahr 2022 um EUR 6,9 Mio. zurück, so dass das Ergebnis nach Steuern im Saldo um EUR 13,1 Mio. niedriger als im Vorjahr ausfiel. 2.3.2 Vermögenslage Die Konzernbilanzsumme ist im Geschäftsjahr 2022 erneut um EUR 24,1 Mio. gesunken. Während auf der Aktivseite vor allem der Rückgang des Anlagevermögens (immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen) hierfür ursächlich war, gingen auf der Passivseite vor allem das Eigenkapital und die Verbindlichkeiten leicht zurück. Die immateriellen Vermögensgegenstände (einschließlich Firmenwerten) gingen um mehr als EUR 25 Mio. zurück. Bei lediglich geringen Ausgaben für den Neuerwerb von Tochterunternehmen und weiterhin zurückhaltenden Investitionen bei den bestehenden Geschäftsaktivitäten lagen die Zugänge sehr deutlich unter den planmäßigen Abschreibungen. Aus ähnlichen Gründen verzeichneten auch die Sachanlagen einen Rückgang um EUR 8,2 Mio. Die Finanzanlagen wiesen hingegen eine deutliche Steigerung um EUR 41,0 Mio. auf. Neben der Umschichtung von Geldanlagen aus dem Umlaufvermögen in das Anlagevermögen (Erhöhung der Anteile an einem Wertpapierspezialfonds um EUR 30,0 Mio.) war der Anstieg auch durch den Erwerb eines assoziierten Unternehmens (EUR 5,9 Mio.) sowie weitere Einzahlungen in diverse Venture Capital-Fonds bedingt. Die Forderungen und sonstigen Vermögegenstände verzeichneten einen Rückgang um insgesamt EUR 11,5 Mio. Bereinigt um Geldanlagen von EUR 8,5 Mio., die zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2021 in den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen und erst im Januar 2022 in die Wertpapiere des Umlaufvermögens umgebucht wurden, verblieb allerdings nur eine Veränderung von rund EUR 3,0 Mio. Die im Vorjahr ausgewiesenen Wertpapiere des Umlaufvermögens (EUR 20,0 Mio.) betrafen die kurzfristige Anlage überschüssiger Liquidität in Geldmarktfonds; die Wertpapiere wurden im Geschäftsjahr 2022 zurückgegeben und die Erlöse längerfristig in einem Wertpapierspezialfonds angelegt. Bezüglich der Veränderung der liquiden Mittel wird auf die Ausführungen zur Finanzlage verwiesen. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten verharrten weitgehend auf dem Vorjahresniveau, während sich die aktiven latenten Steuern vor allem aufgrund zusätzlich entstandener temporärer Differenzen bei den Pensions- und den sonstigen Rückstellungen um EUR 3,5 Mio. erhöhten. Das Konzerneigenkapital reduzierte sich im Jahresverlauf um EUR 12,0 Mio. Die Dividendenzahlungen (Minderung des Eigenkapitals um EUR 17,5 Mio.) überstiegen das Konzernergebnis 2022 (Erhöhung des Eigenkapitals um EUR 6,7 Mio.) deutlich, während alle übrigen Effekte sich nur geringfügig auf das Eigenkapital auswirkten. Die Pensionsrückstellungen erhöhten sich signifikant um mehr als EUR 16,0 Mio. Anders als in den Vorjahren war die Steigerung nur unwesentlich auf die nochmalige Reduzierung des von der Bundesbank vorgegebenen Diskontierungszinssatzes zurückzuführen. Hingegen wirkten sich die inflationsbedingten Änderungen der versicherungsmathematischen Rechnungsgrundlagen (Annahme einer hohen Inflation sowohl im Geschäftsjahr 2022 als auch im Folgejahr) und die damit verbundenen Einmaleffekte sehr deutlich aus. Die Steuerrückstellungen gingen hingegen durch Zahlungen für Vorjahre und ergebnisbedingt sinkende Steueraufwendungen für das Jahr 2022 um insgesamt EUR 4,9 Mio. zurück. Auch die sonstigen Rückstellungen gingen vor allem aufgrund der Inanspruchnahme und Auflösung von Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen um EUR 8,9 Mio. zurück. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch die planmäßige Tilgung diverser langfristiger Darlehen um insgesamt EUR 11,2 Mio. gesunken und betragen zum 31. Dezember 2022 nur noch EUR 7,6 Mio. Die Veränderung aller übrigen Verbindlichkeiten sowie der passiven Rechnungsabgrenzungsposten war weitgehend unauffällig. Die passiven latenten Steuern verringerten sich erneut durch den planmäßigen Rückgang der in Vorjahren bei den immateriellen Vermögensgegenständen aufgedeckten stillen Reserven aus Unternehmensakquisitionen. 2.3.3 Finanzlage Der Finanzmittelfonds der Rheinische Post Mediengruppe hat sich im Geschäftsjahr 2021 um EUR 16,6 Mio. vermindert. Bei Hinzurechnung der als Liquiditätsreserve gehaltenen und im Anlagevermögen ausgewiesenen Anteile an einem Wertpapier-Spezialfonds (EUR 110,0 Mio.; im Vorjahr EUR 80,0 Mio.) sowie der Wertpapiere des Umlaufvermögens (EUR 9,6 Mio.; Vorjahr EUR 28,5 Mio. inklusive Geldanlagen in den sonstigen Vermögensgegenständen) betrug der Rückgang der liquiden Mittel lediglich EUR 5,5 Mio. Zudem wurden - akquisitionsbereinigt - Bankverbindlichkeiten in Höhe von EUR 11,3 Mio. getilgt. Für die Entwicklung des Finanzmittelfonds waren vor allem folgende Faktoren ursächlich: Der unter Anwendung des Deutschen Rechnungslegungs Standard DRS 21 ermittelte Cash Flow aus operativer Tätigkeit lag mit EUR 22,1 Mio. sehr deutlich unter dem Wert des Vorjahres. Neben dem Rückgang des operativen Ergebnisses des Konzerns war hierfür auch der erhöhte Zahlungsabfluss zur Reduzierung der Steuer- und sonstigen Rückstellungen ursächlich. Der Cash Flow aus Investitionstätigkeit fiel um EUR 5,4 Mio. niedriger aus als im Vorjahr. Während die laufenden Investitionen deutlich unter Vorjahr lagen und erhebliche Zuflüsse aus nachträglichen Kaufpreiszahlungen aus der Veräußerung von verbundenen Unternehmen zu verzeichnen waren, führten Ausgaben für die Akquisitionen eines verbundenen und eines assoziierten Unternehmens (insgesamt EUR 9,2 Mio.) sowie Investitionen in Venture Capital-Fonds sowie die Umschichtung von liquiden Mitteln in Wertpapiere des Anlagevermögens zu Liquiditätsabflüssen. Der negative Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit lag - bereinigt um den Effekt aus dem Erwerb von eigenen Anteilen im Jahr 2021 - mit EUR 29,6 Mio. in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Die Nettofinanzposition der Rheinische Post Mediengruppe (Liquide Mittel sowie Wertpapiere des Anlage- und Umlaufvermögens abzüglich Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten) belief sich zum 31. Dezember 2022 auf EUR 168,5 Mio. (Vorjahr: EUR 162,7 Mio.). Die noch bestehenden Bankverbindlichkeiten sind im Geschäftsjahr 2023 fällig und können aus der vorhandenen Liquidität sowie den geplanten operativen Cash Flows gut bedient werden. Somit weist die Rheinische Post Mediengruppe, trotz der weiterhin bestehenden Herausforderungen sowohl auf der Markt- als auch auf der Kostenseite, angesichts der vorhandenen und frei verfügbaren liquiden Mittel, der Höhe von Eigenkapital und möglichen Kreditsicherheiten sowie der guten operativen Cash Flows weiterhin eine hohe Finanzkraft aus, die die notwendigen Freiräume für die Verfolgung der strategischen Ziele in den regionalen Mediengeschäften sowie auf den Feldern der Digitalisierung und Diversifizierung bietet. 3. Risiko-, Chancen-, und Prognosebericht 3.1 Risiko- und Chancenbericht Die innerhalb der Rheinische Post Mediengruppe laufend im Einsatz befindlichen Systeme zur Erfassung, Steuerung und Überwachung von strategischen und operativen Risiken werden, im Rahmen der Bestimmungen des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG), durch eine dezentrale Risikoinventur ergänzt, welche das Risikoprofil der wesentlichen Konzerngesellschaften aktualisiert. Demnach ergaben sich für die Mediengruppe im Geschäftsjahr 2022 keine bestandsgefährdenden Risiken. Die unterjährig durchgeführte Risikoinventur hat weder zu einer signifikant veränderten Gewichtung der bisher erkannten noch zu weiteren wesentlichen Kernrisiken geführt. Als zukünftig gezielt zu beobachtende, quantitativ messbare Risikofelder auf Unternehmensebene sind die zunehmende Konkurrenz durch Angebote im Internet und eine hierdurch bedingte Gefährdung der Print-Werbemärkte durch den weiteren Verlust von Anzeigen- und Beilagenerlösen aufzuführen. Neben dem fortwährenden Risiko der dem Branchentrend folgenden Auflagenrückgänge sind das wachsende Anspruchsdenken von Neu- und Bestandskunden sowie die sich wandelnde Mediennutzung primäre Risikofaktoren auf den Vertriebsmärkten. Darüber hinaus besteht aufgrund der letzten geopolitischen Entwicklungen das konjunkturelle Risiko weiterhin anhaltender Effekte der kriegerischen Auseinandersetzung in der Ukraine auf die Weltwirtschaft, insbesondere in Bezug auf Lieferengpässe und erhöhte Papier- und Energiepreise, weiter fort. Neben hohen und nachhaltigen Kostensteigerungen, könnten das Ausbleiben einer Besserung der geopolitischen Lage, eine rezessive Konjunktur sowie erhöhte Inflationsraten zu einer stärkeren Werbezurückhaltung der Kunden führen und sich signifikant auf die Ertragslage des Konzerns auswirken. Dem durch die Pandemie forcierten veränderten Einkaufsverhalten der Konsumenten mit den daraus resultierenden Konsequenzen für den Einzelhandel, welche zusätzlich zu dem potenziellen Wegfall von Werbeerlösen für die Mediengeschäfte der Gruppe vor allem nachhaltige Folgen auf die Umsatzentwicklung des Geschäftsfeldes Immobilien haben, begegnet die RPM bereits mit der sukzessiven Umsetzung umfangreicher Modernisierungskonzepte in den Handels- und Parkhausflächen der Schadow Arkaden. In die Risikobetrachtung werden weiterhin die im Konzern verwendeten Finanzinstrumente einbezogen. Zu diesen zählen im Wesentlichen die Forderungen und Verbindlichkeiten, die sich aus der laufenden Geschäftstätigkeit ergeben. Die Forderungen unterliegen einem Ausfallrisiko, welchem antizipativ über eine fallweise Beurteilung der Bonität der Kunden im Vorfeld des Eingehens einer Geschäftsbeziehung vorgesorgt und durch die laufende Überwachung entgegengewirkt wird. Daneben wird das Risiko bilanziell über Wertberichtigungen im Konzernabschluss berücksichtigt. Darüber hinaus ist der Konzern Liquiditätsrisiken und Zahlungsschwankungen ausgesetzt, denen über eine stetige Überwachung und ein entsprechendes Cash-Management begegnet wird. Auf den Einsatz derivativer Finanzinstrumente wird - mit Ausnahme eines Zinsswaps zur Absicherung eines Darlehens mit variablem Zinssatz - vollständig verzichtet. Als Kostenrisiken wurden vor allem das Fortbestehen der hohen Papier- und Energiepreise sowie der rapide Anstieg der Zustellkosten infolge der von der Bundesregierung beschlossenen Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohnes identifiziert. Darüber hinaus verbleibt das Risiko der zunehmend schwieriger werdenden Rekrutierung einer ausreichenden Anzahl geeigneter Zusteller. Auch die Knappheit an geeigneten Fach- und Führungskräften repräsentiert ein Risiko für das angestrebte Wachstum, gerade im Digitalbereich. Ein ständig zunehmendes Risiko wird zudem im Kontext der IT-Sicherheit gesehen. Hierzu gehören u.a. die Bereiche der Sicherheit von Produktions- und Logistiksystemen, der Gefahr des unzulässigen Zugriffs auf Informationen von Redaktionen, Kundendaten und -dokumenten, des Angriffs auf Online-Systeme bei Content- und Rubriken-Portalen, der Manipulation von Hard- und Software bei gruppeninternen IT-Dienstleistern sowie des unerlaubten Zugriffs auf Buchhaltungs- und Zahlungsverkehrssysteme. Diesen Risiken begegnet die RPM mit einem mehrstufigen Sicherheitskonzept. Neben der Umsetzung einer einheitlichen IT-Sicherheitsrichtlinie, unter Anwendung und Kommunikation entsprechender IT-Sicherheitsstandards, arbeitet die Mediengruppe daran, die Rechenzentren und deren Netzwerkinfrastruktur auf dem neuesten Stand der Technik zu halten, häufige Sicherheits-Updates durchzuführen und die gesamte Systemlandschaft regelmäßig einer externen Prüfung zu unterziehen. Darüber hinaus werden Notfallpläne für die produktionskritischen IT-Systeme, insbesondere die Systeme der redaktionellen Content-Produktion, entwickelt. Hinzu kommen ein regelmäßiger Dialog mit dem Versicherungspartner im Bereich der Cyberversicherung sowie umfangreiche Mitarbeiterschulungen. Zur Beobachtung und Dokumentation der zukünftigen Entwicklung der Risikofelder werden die im Einsatz befindlichen Beobachtungsinstrumente, Frühwarnindikatoren und Verfahren zur Messung der Risiken fortwährend weiterentwickelt und die Maßnahmenkataloge der Bereiche zur Reaktion auf entsprechende Entwicklungen laufend überprüft und gegebenenfalls ergänzt. Diesen Risiken stehen Entwicklungen gegenüber, die sich grundsätzlich positiv auf die Mediengruppe und deren Umfeld auswirken und aus denen sich zukünftige Chancen ergeben können. So profitieren der konzerninterne Workflow und die digitalen Produktangebote der Mediengruppe von dem zunehmenden konzernweiten Digitalisierungsprozess und der damit verbundenen Übertragung von best practices auf harmonisierte Strukturen. Neben der Effizienzsteigerung in den Prozessen der Arbeitsorganisationen wird damit die Chance auf eine in Zukunft weiterhin erfolgreiche Vermarktbarkeit digitaler Produkte bestärkt und die Umsetzung der Digitalisierungsstrategie vorangetrieben. Des Weiteren zeichnet sich die Mediengruppe vor allem durch ihren unabhängigen und seriösen Journalismus aus, der auf Leserseite die Grundlage für eine höhere Akzeptanz zahlungspflichtiger Inhalte bildet. Vertrauenswürdige Berichterstattung und verlässliche Nachrichtenquellen sind in der zur heutigen Zeit vorherrschenden Informationsüberflutung im Internet und den sozialen Netzwerken unerlässlich. Weitere Chancen ergeben sich aus der ausreichenden Liquiditätsausstattung der Mediengruppe. Neben der Absicherung der mittel- und langfristigen Wirtschaftlichkeit und der finanziellen Stabilität des Konzerns eröffnet eine hohe Liquidität Möglichkeiten für Investitionen in bereits bestehende und/oder den Aufbau neuer Geschäftsfelder und damit für interne und externe Wachstumsschritte. Dank der Größe der Unternehmensgruppe und des breit gefächerten Geschäftsportfolios verfügt die Mediengruppe darüber hinaus über vielfältige Expertise und Know-How in diversen Geschäftssegmenten. Vor allem der Ausbau des regionalen Mediengeschäfts wird durch Nutzung zentraler Kompetenzbereiche unterstützt und beschleunigt. Weiterhin bieten sich zukünftige Chancen aus der systematischen Nutzung von gruppeninternen Synergiepotenzialen, insbesondere durch die geschäftsfeldübergreifende Harmonisierung von Prozessen. Die zunehmende Marktkonsolidierung der Regionalzeitungen bietet zudem potenzielle Chancen für den zukünftigen Ausbau strategischer Allianzen und Kooperationen sowie Übernahmen. Mit dem Ziel einer nachhaltigen Ergebnisverbesserung werden laufend neue Chancen im Sinne weiterer Effizienzsteigerungspotenziale, Prozessoptimierungen und Verbesserung der Marktpositionierung identifiziert und analysiert. 3.2 Prognosebericht Die deutsche Wirtschaft konnte im Jahr 2022 der Energiekrise und den Lieferkettenproblemen trotzen und hat sich als widerstandsfähig erwiesen (Quelle: BMWK, Pressemitteilung vom 13.01.2023). Der Ausblick auf die Industriekonjunktur für das erste Quartal des Jahres 2023 bleibt allerdings angesichts der weiterhin bestehenden Belastungen aus den Folgen des Ukraine-Krieges, der schwachen weltwirtschaftlichen Entwicklung sowie der anhaltend hohen Energiepreise und Inflationsraten zunächst verhalten. Aktuellen Einschätzungen zufolge geht die Bundesregierung für 2023 von einem preisbereinigten BIP-Wachstum um 0,2% aus; in ihrer im Herbst 2022 veröffentlichten Prognose zeichnete sich hingegen noch eine rezessive Entwicklung ab (Quelle: BMWK, Jahreswirtschaftsbericht 2023). Im Jahresverlauf soll die deutsche Wirtschaft, auch dank der Impulse durch die fiskalischen Stabilisierungsmaßnahmen (Strom- und Gaspreisbremsen ab dem 1. März 2023), wieder an Fahrt gewinnen. Auf internationaler Ebene rechnet die EU-Kommission im Jahr 2023 mit einem ebenfalls nur schwachen Wachstum von 0,3% für den EU-Raum und für 2024 mit einer allmählichen Stabilisierung der Lage sowie einem Anstieg des BIP um 1,6% (Quelle: Europäische Kommission, Pressemitteilung vom 11.11.2022). Die wirtschaftlichen Aussichten bleiben allerdings mit Unsicherheiten, insbesondere hinsichtlich des russischen Angriffskriegs, der Entwicklung der Energiemärkte und einer möglichen länger anhaltenden Inflation, behaftet. Trotz rückläufiger Tendenzen rechnet die Bundesregierung mit weiterhin erhöhten Inflationsraten und einem zum Jahresende durchschnittlichen Anstieg der Verbraucherpreise um 6% (Quelle: BMWK, Jahreswirtschaftsbericht 2023). Die noch anhaltenden Preissteigerungen und die damit verbundenen Kaufkraftverluste könnten wiederum den privaten Konsum dämpfen (Quelle: BMWK, Pressemitteilung vom 13.01.2023). Nach Einschätzung des Münchener Wirtschaftsforschungsinstitutes ifo soll der Preisdruck erst im Jahr 2024 wieder nachgeben (Quelle: ifo, Konjunkturprognose Winter 2022). Weitere Ungewissheiten bestehen außerdem immer noch hinsichtlich der Effekte aus der Abkehr Chinas von der Zero-Covid-Politik, die zu erneuten pandemiebedingten Produktionsausfällen mit Engpässen bei bestimmten Lieferketten führen könnte. Für das Geschäftsjahr 2023 wird aufgrund der oben beschriebenen Konjunkturaussichten ein nur schwaches Wachstum der Netto-Werbeinvestitionen in Deutschland um 0,5% und ein Gesamtvolumen von rund EUR 22,7 Mrd. erwartet (Quelle: JOM Group, Werbemarktprognose 2023). Dabei soll der Zeitungs- und Zeitschriftenmarkt kontinuierlich schrumpfen und an Umsatz verlieren (Quelle: PwC, German Entertainment and Media Outlook 2022-2026; Dentsu Aegis Network, Global Ad Spend Forecasts 2022). Einzig der digitale Teilbereich wird positive Wachstumsraten verzeichnen, die allerdings aufgrund des geringen Marktanteils den Rückgang im Printbereich nicht kompensieren können. Mittelfristig wird sich damit die Verlagerung der Werbe- und Vertriebskanäle ins Digitale weiter fortsetzen. Für das Segment Radio hingegen werden geringe, aber stetige Wachstumsraten von 1,7% pro Jahr erwartet. Noch stärker wird der Onlinewerbemarkt mit einer jährlich erwarteten durchschnittlichen Veränderungsrate von 6,1% wachsen. Die Verlage werden, neben den Herausforderungen der Digitalisierung und dem zunehmend veränderten Konsumverhalten der Nutzer hin zu digitalen Alternativen, zusätzlich die Klimaziele des Bundes umsetzen und Nachhaltigkeitsstrategien entwickeln müssen. Ungeachtet der sich verschärfenden Entwicklungen wird die Geschäftsführung der Rheinische Post Mediengruppe auch im Geschäftsjahr 2023 ihre auf die Stärkung des regionalen Mediengeschäfts sowie auf die Felder der Digitalisierung und Diversifizierung fußende Strategie vorantreiben und ihre Rolle als starker, verlässlicher Partner in ihren Regionen ausbauen. Von zentraler Bedeutung werden dabei stets die Wahrung der Unabhängigkeit und der Qualität aller RPM-Tageszeitungen sowie die Identifizierung von und Ausrichtung nach Kundenbedürfnissen und technologischen Möglichkeiten sein. Wie im Vorjahr soll die digitale Transformation an allen Standorten des Konzerns im Fokus der Geschäftsaktivitäten stehen. Dabei werden die Ausrichtung an den digitalen Erfordernissen und das Zusammenspiel mit den Print-Produkten in den nächsten Jahren unverändert eine erhebliche Herausforderung darstellen. Das Ziel der konsequenten Umsetzung des "digital-first"-Prinzips ist es, die Leser-/Nutzeransprache zu verstärken und sowohl die Anzahl der Nutzer als auch die damit verbundenen Umsatzerlöse kontinuierlich zu steigern. Voraussetzungen dafür sind systematische Anpassungen von Strukturen und Prozessen (Konsolidierung), Investitionen in Technologie-Plattformen und Entwickler-Ressourcen sowie die gezielte Rekrutierung von zusätzlichem Personal für die ausgewählten Bereiche. Die anhaltende Werbezurückhaltung wird weiterhin die werbeintensiven Geschäftsfelder der Mediengruppe belasten. Insbesondere die Lokalradios hängen, aufgrund bereits schlanker und nur bedingt beeinflussbarer Kostenstrukturen, nahezu vollständig von der Entwicklung der Werbeerlöse ab und sind darüber hinaus dem sich verschärfenden Wettbewerb mit alternativen digitalen (Hörfunk-)Angeboten ausgesetzt. Im Bereich der Diversifizierung hingegen begegnet die Mediengruppe dem zunehmend kompetitiver werdenden Umfeld in den Schadow Arkaden mit weiteren Instandhaltungs- und Revitalisierungsmaßnahmen. Ohne eine Wiedereinführung der vollständig aufgehobenen Corona-Einschränkungen sollte auch das in England ansässige Event- und Veranstaltungsgeschäft im Geschäftsfeld Fachmedien wieder deutliche Umsatzzuwächse verzeichnen. Das Geschäftsjahr 2023 wird allerdings auch von erheblichen Kostensteigerungen geprägt sein, die vor allem auf die starke Inflation zurückzuführen sind und erneut zu erheblichen Herausforderungen auf Seiten der Beschaffung führen werden. Insbesondere die Papierpreise werden, wenn auch im Jahresverlauf mit abnehmender Tendenz, auf einem sehr hohen Niveau verbleiben. Zu erwarten sind darüber hinaus weiterhin spürbare Belastungen durch hohe Energiepreise, die nur zum Teil durch staatliche Programme (Strom- und Gaspreisbremse) kompensiert werden dürften, sowie aus der ganzjährigen Berücksichtigung des in 2022 stufenweise erfolgten Mindestlohnanstiegs. Zudem wirkt sich die Normalisierung der Corona-Lage auf die Rückkehr zahlreicher Kostenarten, wie Reise- und Bewirtungskosten, Honorare sowie Veranstaltungsaufwendungen, aus. Zu berücksichtigen sind außerdem projektbezogene Kosten, die insbesondere die zu erwartenden Investitionen in die digitale Transformation sowie das konzernweit aufgesetzte Nachhaltigkeitsprojekt betreffen werden. Insgesamt geht die Geschäftsführung in ihrem im Dezember 2022 von den Gremien verabschiedeten Budget von einem Anstieg der Umsatzerlöse im Jahr 2023 um rund 2,6% im Vergleich zum Vorjahr aus. Angesichts der zu erwartenden hohen Kostenpositionen, insbesondere der Mehraufwendungen in den Bereichen Material und Personal, soll jedoch das operative Ergebnis des Konzerns (EBIT der Geschäftsfelder) in 2023 deutlich niedriger als im Vorjahr ausfallen. Die weiterhin hohen Papier- und Energiepreise, der erhöhte gesetzliche Mindestlohn und der zusätzliche Personalaufbau im redaktionellen und digitalen Bereich, aber auch die Marktinvestitionen, insbesondere in die digitale Transformation, sowie projektbezogene Aufwendungen werden die Ergebnisentwicklung zumindest vorübergehend belasten. Folglich soll das Konzernergebnis vor und nach Steuern im Geschäftsjahr 2023 planmäßig leicht negativ ausfallen. Diese Prognose steht unter dem Vorbehalt, dass es zu keiner erneuten Verschärfung der pandemischen Situation und keiner weiteren Eskalation des Angriffskriegs Russlands auf die Ukraine kommt, die zu einer Verwerfung der Annahmen sowohl auf der Umsatz- als auch auf der Kostenseite führen könnten. Das Ziel der Mediengruppe ist es, auch in Zukunft publizistisch und wirtschaftlich erfolgreich zu sein, die Präsenz in der regionalen Medienlandschaft zu stärken und die notwendigen Voraussetzungen für die Erzielung von nachhaltigem Umsatz- und Ergebniswachstum zu schaffen.
Düsseldorf, den 8. März 2023 Johannes Werle Hans Peter Bork BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Rheinische Post Mediengruppe GmbH, Düsseldorf PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Konzernabschluss der Rheinische Post Mediengruppe GmbH, Düsseldorf, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Rheinische Post Mediengruppe GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES AUFSICHTSRATS FÜR DEN KONZERNABSCHLUSS UND DEN KONZERNLAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, 8. März 2023 BDO
AG
Schulz, Wirtschaftsprüfer Winkler, Wirtschaftsprüfer Aufsichtsratssitzung und Gesellschafterversammlung am 27. März 2023 zu Punkt 2 der Tagesordnung der Aufsichtsratssitzung zu Punkt 2 der Tagesordnung der Gesellschafterversammlung Bericht des Aufsichtsrates zum Jahresabschluss sowie zu Konzernabschluss und Konzernlagebericht der Rheinische Post Mediengruppe GmbH, jeweils zum 31. Dezember 2022Der Aufsichtsrat der Rheinische Post Mediengruppe GmbH (RPM) hat sich während des Geschäftsjahres 2022 in laufenden Gesprächen mit der Geschäftsführung und durch Einsichtnahme in Unterlagen der Gesellschaft über die Angelegenheiten der Gesellschaft sowie ihre rechtlichen und geschäftlichen Beziehungen zu verbundenen Unternehmen informiert. In den Aufsichtsratssitzungen wurden mit der Geschäftsführung eingehend die wesentlichen Geschäftsvorgänge, unter kritischer Erörterung der zustimmungspflichtigen Maßnahmen, behandelt. Die Geschäftsführung hat dem Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2022 den Jahresabschluss der RPM, den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns, den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht sowie ergänzend den Bericht zur wirtschaftlichen Entwicklung des Konzerns im Geschäftsjahr 2022 vorgelegt. Die Prüfung der Unterlagen durch den Aufsichtsrat erbrachte keine Einwendungen. Buchführung und Jahresabschluss sowie Konzernabschluss und Konzernlagebericht sind von der BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft. Uneingeschränkte Bestätigungsvermerke wurden sowohl für den Jahres- als auch für den Konzernabschluss erteilt. Der Aufsichtsrat hat die Berichte des Abschlussprüfers zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung sind Einwendungen gegen den von der Geschäftsführung aufgestellten Jahresabschluss der RPM sowie gegen den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht nicht zu erheben.
Düsseldorf, 27. März 2023 Der Aufsichtsrat Felix Droste |
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