Organisationen der Bildung, Wissenschaft und Forschung
ift Rosenheim GmbH
Theodor-Gietl-Straße 7, 83026 Rosenheim, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Markus Carl Leppin seit 4.10.2024 | Prokura |
David Hepp seit 4.10.2024 | Prokura |
Peter Johannes Mayer seit 4.10.2024 | Prokura |
Gregor Vollenberg seit 19.3.2024 | Prokura |
Michael Breckl-Stock seit 3.8.2021 | Geschäftsführer |
Stephan Alois Lechner seit 7.12.2017 | Prokura |
Thomas Josef Bichler seit 7.12.2017 | Prokura |
Jochen Dr. Peichl seit 10.5.2004 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ift Rosenheim GmbHRosenheimJahresabschluss zum 31. Dezember 2023IFT ROSENHEIM GMBH, ROSENHEIM LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023I. Grundsätzliches In der Unternehmensgruppe ift Rosenheim übernimmt die ift Rosenheim GmbH die Koordinierung und Ausführung des operativen Geschäfts; im Schwesterunternehmen ift gemeinnützige Forschungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH sind die Forschungs- und Entwicklungsaufgaben gebündelt; in der 100 %-igen Tochtergesellschaft ift MessTec GmbH sind alle Geschäftsaktivitäten zur Entwicklung, Herstellung und Montage von Prüf- und Messgeräten zusammengeführt. Das 2022 neu gegründete Schwesterunternehmen ift Rosenheim ConTec GmbH bietet insbesondere Fort-/Weiterbildungs- sowie Gutachtenleistungen an. Das Institut für Fenstertechnik e.V., jeweils alleiniger Gesellschafter der ift Rosenheim GmbH, der ift gemeinnützige Forschungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH und der ift Rosenheim ConTec GmbH, übernimmt die Funktion einer Verwaltungs- und Dachgesellschaft. Vor dem Hintergrund dieser (gesellschaftsrechtlichen) Aufgabenteilung konnte sich das Institut für Fenstertechnik e.V. vollumfänglich seinen satzungsmäßigen Aufgaben widmen. Der geschäftliche Verlauf 2023 wurde nach wie vor durch die Auswirkungen des Ukraine-Krieges sowie in weit höherem Maße durch die gestiegenen Zinsen beeinflusst. Insofern hat das Kerngeschäft rund um Prüfung, Inspektion und Zertifizierung (kurz "TIC-Geschäft") von Bauprodukten wie Fenstern und Fassaden, Türen und Toren, Gläsern und Beschlägen 2023 - produktabhängig - teils mehr, teils weniger gelitten. Nichtsdestotrotz ist festzustellen, dass sich das Geschäftsmodell der Unternehmensgruppe ift Rosenheim als TIC-Anbieter insgesamt als krisenfest erwiesen hat. II. Gesamtwirtschaftliches Umfeld Nachdem sich die Jahre 2020 und 2021 im Würgegriff des Corona-Virus befanden - binnen weniger Wochen wurde nahezu die gesamte Welt in Angst und Schrecken versetzt, einhergehend mit massiven sozialen und wirtschaftlichen Folgen für Staaten, Unternehmen und Menschen - bestand die Hoffnung, dass durch die umfängliche Immunisierung der Menschen mit Impfstoffen gegen das SARS-CoV-2-Virus nun wieder eine Rückkehr zu einigermaßen "normalen Umständen" - wie man diese aus "vor-Corona-Zeiten" kannte - möglich wird. Allerdings entpuppten sich diese Hoffnungen spätestens Ende Februar 2022 als Wunschtraum: Sprichwörtlich wurde die eine durch eine neue globale Krise abgelöst. Durch den Angriff Russlands auf die Ukraine sind wesentliche wirtschaftliche Parameter - ganz zu schweigen von den sozialen Folgen und menschlichen Schicksalen der ukrainischen Bevölkerung - aus der Balance geraten. In Deutschland war davon insbesondere die Energieversorgung betroffen, was sich in massiv steigenden Preisen für Gas und Elektrizität niederschlug. Vor allem energieintensive Branchen, wie bspw. die Glasindustrie, waren vor diesem Hintergrund mit explodierenden Herstellungskosten konfrontiert. Die daraus folgende Weitergabe von gestiegenen Kosten, nach wie vor global unrund laufende Lieferketten sowie ein verknapptes Angebot bei vielen Gütern waren folglich die wesentlichen Gründe für erhebliche Preissteigerungen auf breiter Front. Im Mittel lag in Deutschland die Inflationsrate, abgebildet über den "Verbraucherpreisindex für Deutschland" bei 5,9 % für 2023 (vgl. Statistisches Bundesamt) - und damit immer noch weit entfernt vom angestrebten Ziel für die Geldwertstabilität "nahe zwei Prozent" der Europäischen Zentralbank; spiegelbildlich stieg der Leitzins in mehreren Schritten auf 4,5 % und blieb bis Ende des Jahres 2023 auf diesem Niveau (vgl. Europäische Zentralbank). Für die Unternehmensgruppe ift Rosenheim war nach wie vor von Interesse - da insbesondere für Teile unserer Kunden von hoher Relevanz -, wie die konkreten Modalitäten des Ausstiegs Großbritanniens aus der EU ("Brexit") und die damit einhergehenden Folgen für die Inverkehrbringung von Bauprodukten von Europa nach Großbritannien (und umgekehrt) aussehen werden. Durch ein ständiges "Vor-und-Zurück" der britischen Regierung seit 2016 war das Jahr 2023 nicht wesentlich aufschlussreicher hinsichtlich der vielen Unklarheiten, die die Vorjahre geprägt hatten. In welch konkretem Ausmaß die geschilderten Rahmenbedingungen (Brexit, die Folgen des Ukraine-Kriegs sowie die auf breiter Front erfolgten Preissteigerungen - und damit einhergehend die Erhöhung der Kreditzinsen) die Unternehmensgruppe ift Rosenheim für das Jahr 2023 getroffen hatten und welche Auswirkungen sich daraus für künftige Perioden ableiten lassen, ist in den Abschnitten V. (Informationen zur wirtschaftlichen Lage), VI. (Risikobericht) und VII. (Ausblick) Gegenstand der Thematik. III. Entwicklungen im Branchenumfeld Nach wie vor positiv für die Unternehmensgruppe ift Rosenheim ist, dass die technologischen Anforderungen an die Bauteile Fenster und Fassaden, Türen und Tore, Glas und Baustoffe in den vergangenen Jahren erheblich gestiegen sind. So müssen zum einen gesetzliche Vorgaben erfüllt werden, wodurch die bauphysikalischen Eigenschaften (insbesondere deren Energieeffizienz) der von der Unternehmensgruppe ift Rosenheim betreuten Produktkategorien von Fenstern und Fassaden, Türen und Toren, Glas und Baustoffen betroffen sind. Zum anderen setzt sich auf Seiten von Bauherrschaft und Gebäudenutzer ungebrochen der Trend fort, ein erhöhtes Bedürfnis nach Sicherheit und Komfort anzustreben. Aufgrund der zunehmenden Elektronisierung und Vernetzung unterschiedlicher Bauteile entwickelt sich hier ein völlig neues Betätigungsfeld und Anforderungsprofil für die zum Einsatz kommenden Bauelemente; auch sind hierdurch weitere positive Effekte bzgl. der Steigerung der Energieeffizienz zu erzielen. Die Diskussion zum Klimawandel und zum effizienten Umgang mit Energie hat auch im Jahr 2023, nicht zuletzt durch diverse Unwetterkatastrophen im Verlauf des Jahres, an Bedeutung gewonnen - was definitiv zum einen auf die Verteuerung von Energieträgern zurückzuführen ist, zum anderen setzt die seit Dezember 2021 regierende "Ampelkoalition" in Berlin das Thema "Folgen des Klimawandels" ganz oben auf die politische Tagesordnung und erwirkt somit einen wesentlichen Einfluss auf die von der Unternehmensgruppe ift Rosenheim betreuten Produktkategorien. So werden bspw. bei Fenstern und Fassaden noch höhere Anforderungen an deren bauphysikalische Eigenschaften gestellt, Türen und Tore noch sicherer konstruiert (insbesondere den Einbruchschutz betreffend) und noch komfortabler zu bedienen sein sowie Glas und Baustoffe mit neuen Funktionen (bspw. Energieerzeugung) versehen sein. Es bestätigt sich, dass die Themen "Nachhaltigkeit", "Energieeffizienz", "Komfort" und "Nutzungssicherheit" wesentliche Impulse für die technische Ausrichtung der Branche setzen werden - an diesen grundlegenden Trends haben weder die Corona-Pandemie noch irgendwelche weltwirtschaftlichen Verwerfungen etwas geändert; das wachsende öffentliche Bewusstsein für Ressourcenschonung und Vermeidung von Energieverschwendung untermauert eindeutig diese Entwicklungen. Die daraus resultierenden spezifischen Anforderungen - aber auch jene, die sich aus dem zunehmenden Einfluss der Digitalisierung und dem vermehrten Einsatz künstlicher Intelligenz in vielen Lebensbereichen ergeben - werden von der Unternehmensgruppe ift Rosenheim im Rahmen ihrer Unternehmensplanung berücksichtigt. Die im Zuge der Corona-Pandemie teilweise rückläufigen Umsatzerlöse hatten ihre Ursache vor allem darin, dass die Hersteller von Bauprodukten die ihrigen Kapazitäten fast vollumfänglich auf die Bedienung und Abwicklung von laufenden Bauvorhaben konzentrierten und die Entwicklung und Zulassung von neuen Produkten tendenziell zurückgefahren haben. Dieser Trend hat sich zwar im Verlauf des Jahres 2023 verbessert, allerdings ist man von einer Normalität, wie sie bis 2019 bekannt war, doch noch ein Stück entfernt. Nicht nur die eigentliche Corona-Pandemie hatte sprichwörtlich "Sand ins Getriebe" der unsrigen Auftragsabwicklung gebracht, auch die in den Jahren 2021, 2022 und teilweise auch noch 2023 aufgetretenen Lieferkettenverwerfungen hatten daran ihren Anteil. Ebenso war die im Jahr 2022 eingeleitete und 2023 fortgeführte Zinswende einem prosperierenden wirtschaftlichen Umfeld nur bedingt zuträglich; in der seit mehr als einem Jahrzehnt erfolgsverwöhnten Bauwirtschaft ergaben sich erhebliche Verwerfungen: Mit den angestiegenen Zinssätzen sind die Finanzierungskosten für Bauvorhaben deutlich teurer geworden; so war durchaus zu beobachten, dass bereits konzipierte oder begonnene Projekte nicht umgesetzt und neu angedachte Bauvorhaben erst gar nicht begonnen wurden. Insgesamt ist somit die Nachfrage nach Bauleistungen sämtlicher Art wesentlich niedriger als aus den Vorjahren bekannt. Mit dieser Entwicklung waren durchaus auch die Kunden der Unternehmensgruppe ift Rosenheim konfrontiert. IV. Geschäftsverlauf Im Vergleich zu den Vorjahren war der Verlauf des Geschäftsjahres 2023 wesentlich geordneter, wenngleich "nach Corona" mit den zuvor beschriebenen Verwerfungen andere Herausforderungen zu meistern waren. Obwohl auch 2023 zur Jahresmitte die geschäftliche Entwicklung durchaus "zäh" wurde (bspw. rückläufige Auftragseingänge, insbesondere im Prüfgeschäft; gehäuftes Absagen von Prüfterminen), kamen 2023 jedoch keine "Kriseninstrumente" zum Einsatz: Weder die Jahresplanung und die damit in Verbindung stehenden Investitionsvorhaben wurden umgeworfen, noch war man gezwungen, anderweitige Maßnahmen einzuleiten. Der Geschäftsbetrieb war insofern stabil. Zu dieser Stabilisierung trug bei, dass die Nachfrage nach TIC-Leistungen im Kerngeschäft, trotz der beschriebenen Verwerfungen, über alle Leistungsbereiche aufrecht erhalten blieb. Das Geschäft des Prüfens und Zertifizierens aus dem Bereich Persönliche Schutzausrüstung (PSA), welches in den Corona-Jahren 2020 und 2021 ein hohes Volumen verzeichnete, hat sich auf einem niedrigeren, aber dennoch stabilen Niveau eingependelt. Die Geschäfte der Unternehmensgruppe ift Rosenheim waren während der Jahre 2020 bis 2022 unterschiedlich stark betroffen - und stellten sich, mit allen zuvor erläuterten Unwägbarkeiten der Vorjahre, wie folgt dar: Der Geschäftsbereich "Brandschutzprüfung" verlief 2023 im Vergleich zu 2022 einigermaßen stabil, wenngleich zu erkennen war, dass der Markt für diese Dienstleistungen schwieriger und härter umkämpft wird. Das Geschäft mit "Überwachungen und Inspektionen" hatte zwar in der Rückschau Corona-bedingt am stärksten unter den vielfältigen Reisebeschränkungen gelitten, aber durch den Einsatz sogenannter "Remote Audits" unter Beweis gestellt, mit digitaler Technik einen Großteil der vereinbarten Leistungen bei unseren Kunden erbringen zu können; 2023 hatte dennoch der klassische "vor-Ort-Besuch" wieder Vorrang. Die Nachfrage nach Zertifizierungsleistungen ist über die gesamte Bandbreite des Angebots gestiegen. Nach 2021 und 2022 war 2023 das dritte, vollständige Jahr mit operativem Geschäftsbetrieb im neuen Labor "Bauakustik+ Fassade", dessen Leistungen im Vergleich zum Vorjahr stärker nachgefragt wurden. Letzte Einschränkungen in der Nutzung durch die verzögerte Fertigstellung eines neuartig konzipierten Prüfstands zur Schallmessung konnten 2023 final beseitigt werden. Die Auslastung des neuen Fassadenlabors war das ganze Jahr über hoch, die Prüfmöglichkeiten wurden kontinuierlich erweitert. Die Geschäfte der "ift Akademie" wurden im Verlauf des Jahres 2023 schrittweise in das neue gegründete Schwesterunternehmen "ift Rosenheim ConTec GmbH" verlagert. Die Nachfrage nach Fort- und Weiterbildungsleistungen war auch im Jahr 2023 hoch, so dass der rückläufige Trend aus den Jahren 2020 und 2021 ein weiteres Mal in Folge umgekehrt werden konnte. Trotz aller widrigen Umstände wurde im technischen Bereich die in den Vorjahren eingeschlagene Strategie auch 2023 weiterverfolgt, die Unternehmensgruppe ift Rosenheim nicht nur national, sondern auch international zu positionieren - bspw. durch die Intensivierung bestehender Kooperationsabkommen mit Partnerinstituten bzw. Partnerunternehmen aus dem europäischen Raum zur gegenseitigen Anerkennung von Nachweisen und Dokumenten. Neben dem global tätigen Unternehmen UL (Underwriters Laboratories), welches 2018 ein neues Labor in Rosenheim errichtete und mit dem insbesondere der Geschäftsbereich "Brandschutzprüfung" eng zusammenarbeitet, wurde in 2022 eine Kooperation mit BSI (British Standards Institution) begründet und in 2023 gefestigt und ausgebaut, um Herstellern von Bauprodukten und Baustoffen, die aufgrund des "Brexit" Schwierigkeiten haben, ihre Produkte weiterhin in Großbritannien in Verkehr zu bringen, eine kundenorientierte und unbürokratische Lösung anbieten zu können. Durch diese konkreten Beispiele sind wir somit in der Lage, unseren international tätigen Kunden eine besondere Serviceleistung anzubieten, da sie aufgrund der bei der Unternehmensgruppe ift Rosenheim durchgeführten Prüfungen und Zertifizierungen auf weitergehende Prüf-/Zertifizierungsleistungen in den jeweils angestrebten Zielmärkten größtenteils verzichten können. Die seit Jahren gepflegten und stetig erweiterten internationalen Kontakte kommen uns nun eindeutig zugute, da nicht erst nach möglichen TIC-Partnern gesucht werden muss, sondern ohne große zeitliche Verzögerungen umgehend an Lösungen für die jeweilige Kundschaft gearbeitet werden kann. Dies ist ein klarer Wettbewerbsvorteil, um die Kunden an die Unternehmensgruppe ift Rosenheim zu binden. Ebenso wurde der Ausbau der in den Vorjahren neu geschaffenen technischen Dienstleistungsangebote (bspw. Zertifizierungsprogramme für das Umwelt- und Energiemanagement sowie im Bereich Nachhaltigkeit die Erstellung von sogenannten Umweltprodukt-Deklarationen) ob der gestiegenen Nachfrage weiter vorangetrieben. Andere Projekte zur Etablierung neuer Leistungen (bspw. elektronische Nachweisführung, Montageplaner, Bauproduktdatenbank) wurden im laufenden Geschäftsjahr - trotz niedrigeren Volumens - aufrechterhalten. Auch erfolgte - wie in den Vorjahren - eine Differenzierung des Leistungsangebots dahingehend, nicht nur im Besonderen die spezifischen Bedürfnisse von international tätigen (Groß-)Unternehmen zu bedienen, sondern auch jene zu berücksichtigen, die von typischen Vertretern des deutschen Handwerks an die Unternehmensgruppe ift Rosenheim gerichtet werden. Dass sich der Geschäftsbetrieb der Unternehmensgruppe ift Rosenheim als vergleichsweise krisenfest erwiesen hat, liegt sicherlich auch an der in den vergangenen Jahren erfolgten organisatorischen Weiterentwicklung. Die als Prokuristen bestellten Geschäftsbereichsleiter (allesamt Mitglieder der Geschäftsleitung der Unternehmensgruppe ift Rosenheim) waren durch ihre größeren Entscheidungsspielräume in der Lage, flexibel und pragmatisch im Tagesgeschäft auf die teilweise schwankende Nachfrage zu reagieren. Auch haben sich die in den Vorjahren vorgenommenen umfänglichen Investitionen in die IT-Ausstattung - Hardware wie Software - als lohnend erwiesen. Das Finanz- und Rechnungswesen war auch im Geschäftsjahr 2023 besonders gefordert. Neben der Dokumentation und dem Nachvollzug der jeweiligen Leistungsinanspruchnahmen zwischen den Gesellschaften der Unternehmensgruppe ift Rosenheim wurden mithin tagesaktuell erstellte Auswertungen benötigt, die deutlich über das Standard-Reporting hinausgingen, um so einen möglichst umfänglichen betriebswirtschaftlichen Überblick über die wirtschaftliche Situation zu haben. Durch das Controlling konnten 2023 - wie auch in der Vergangenheit - weitere Impulse hinsichtlich der vertrieblichen Steuerung gesetzt werden. Auf dem in den vergangenen Jahren im Bereich des Finanz- und Rechnungswesens eingeschlagenen Weg zur Einführung und zur Fort- und Weiterentwicklung unterschiedlicher Instrumente wurde weiter vorangeschritten. Das Anwenden von Standardinstrumenten (Auftragseingangsstatistik, Auftragsbestandsstatistik, Umsatzstatistik und Angebotsverfolgung) erfolgt routiniert; in Verbindung mit einer zentralen Auftragserfassung und -verfolgung über das interne ERP-System und den damit gewonnenen Daten bilden sie die Basis der konsolidierten Monatsabschlüsse. Die Fort- und Weiterentwicklung der Kostenarten-, Kostenstellen- und Kostenträgerrechnung (vgl. vorheriger Hinweis) ermöglicht eine effiziente und aussagefähige Überwachung von Plan- und Ist-Zahlen. Die Finanzplanung, in der alle Zahlungsströme (Ausgaben und Einnahmen) auf einzelne Perioden (Wochen und Monate) bezogen und gegenübergestellt werden, um so stets die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens sicherzustellen, wurde - wie in den Vorjahren auch - im Geschäftsjahr 2023 konsequent angewendet; diese Planungen werden wöchentlich fortgeschrieben und so den aktuellen Entwicklungen angepasst. Eine Deckungsbeitragsrechnung in allen Geschäftsbereichen ermöglicht es, eine noch effizientere Ressourcensteuerung/-auslastung abzubilden und anzusteuern. Auch hier der selbige Hinweis wie zuvor bei der IT-Ausstattung: Aufgrund der jahrelangen stetigen Verbesserungen bei den betriebswirtschaftlichen Systemen verfügten wir auch 2023 über eine uneingeschränkte und qualitativ hochwertige Datenbasis, die alle wesentlichen Kennzahlen für unternehmerische Entscheidungen schnell zur Verfügung stellen konnte. V. Informationen zur wirtschaftlichen Lage Bei der Betrachtung der Vermögenslage der ift Rosenheim GmbH fällt für das Gesamtvermögen des Unternehmens im Berichtsjahr 2023 auf, dass der bis in die Vorjahre eingeschlagene Weg der größeren Erweiterungsinvestitionen vorerst abgeschlossen ist. Bei Abschreibungen auf das Anlagevermögen in Höhe von TEUR 1.041 (Vorjahr: TEUR 962) sind in Anbetracht der vorgenommenen Investitionsmaßnahmen die Buchwerte des Anlagevermögens um TEUR 369 zurückgegangen. Die Anlagenintensität - also der Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen - liegt am Ende des Berichtsjahrs 2023 nahezu unverändert bei rund 78 % (Vorjahr: 79 %). Dabei ist zu berücksichtigen, dass das bilanzielle Gesamtvermögen des Unternehmens lediglich um TEUR 81 bzw. 0,4 % gesunken ist, nachdem der Gesamtbetrag des Umlaufvermögens um TEUR 241 gegenüber dem Vorjahreswert angewachsen ist; diese Zunahme im Umlaufvermögen ist insbesondere auf den Anstieg der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände zum Bilanzstichtag zurückzuführen. Bei der Betrachtung der Finanzlage der ift Rosenheim GmbH ist auf Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 10.279 (Vorjahr: TEUR 10.886; Werte enthalten nicht die von den Vorräten abgesetzten erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen) hinzuweisen, die somit, in der Fortsetzung der Entwicklung des Vorjahres, im Berichtsjahr um TEUR 607 zurückgeführt werden konnten. Von den gesamten Verbindlichkeiten entfallen TEUR 1.487 (Vorjahr: TEUR 1.762) auf die das Vorratsvermögen übersteigenden erhaltenen Anzahlungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, beruhend vor allem auf Nettodarlehensaufnahmen in den Vorjahren zur Finanzierung der beschriebenen Investitionen, konnten im Berichtsjahr mit weiteren TEUR 785 getilgt werden. Demgegenüber sind bei den Fremdmitteln die bilanziell ausgewiesenen Rückstellungen um insgesamt TEUR 228 angestiegen. Das Eigenkapital der Gesellschaft ist aufgrund des im Berichtsjahr erzielten Jahresüberschusses deutlich angestiegen. Unter Berücksichtigung der leichten Abnahme der Bilanzsumme um TEUR 81 ergibt sich zum 31. Dezember 2023 eine verbesserte Eigenkapitalquote von 36,3 % nach 34,6 % zum 31. Dezember 2022. Diese bilanzielle Eigenkapitalquote wird von der Gesellschaft als sehr solide eingestuft. Der Gesamtbestand an liquiden Mitteln, also der Wert von Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten, beträgt am Ende des Berichtsjahrs 2023 TEUR 2.178 (Vorjahr: TEUR 2.218). Für die Finanzlage als gut eingestuft wird ein rechnerisches Debitorenziel von nahezu unverändert 24 bzw. 25 Tagen; weitere innerhalb des Unternehmens erhobene stichtagsbezogene Liquiditätskennzahlen haben sich - nicht zuletzt vor dem Hintergrund der Tilgungen der Bankverbindlichkeiten - gegenüber dem Vorjahr verbessert. Die Zahlungsbereitschaft der Gesellschaft war auch im Berichtszeitraum jederzeit gewährleistet. Hinsichtlich der Ertragslage weist die ift Rosenheim GmbH für den Berichtszeitraum 2023 trotz der nicht immer positiven gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 296 aus. Das Jahresergebnis ist damit gegenüber dem Vorjahr um TEUR 15 gestiegen. Dabei haben die Umsatzerlöse um rund 1,5 % und die Gesamtleistung (also unter Berücksichtigung der Veränderungen des Bestands an unfertigen Leistungen sowie der anderen aktivierten Eigenleistungen) um 0,5 % gegenüber dem Jahr 2022 zugenommen. Auch die sonstigen betrieblichen Erträge konnten um TEUR 82 gesteigert werden. Andererseits haben die Materialaufwendungen im Vergleich zur betrieblichen Gesamtleistung mit 24,1 % überproportional zugenommen, sie liegen im Berichtsjahr bei TEUR 3.142 nach TEUR 2.533 im Vorjahr. In dieser überproportionalen Zunahme der Materialaufwendungen und der damit verbundenen Erhöhung der Materialintensität (Anteil der Materialaufwendungen an der Gesamtleistung von 15,2 % nach 12,4 % im Vorjahr) zeigt sich ein (bereits zu Beginn dieser Lageberichterstattung angesprochener) allgemeiner Kostenanstieg bei den Einkaufspreisen. Das Rohergebnis hat sich im Vorjahresvergleich dementsprechend um rund 2,3 % verschlechtert. Im Vergleich zum Anstieg der Gesamtleistung sind die Personalaufwendungen nur unterproportional gestiegen; diese Aufwendungen haben um TEUR 29 bzw. 0,2 % zugenommen. Ferner zugenommen haben (in Anbetracht der auch in den Vorjahren getätigten Investitionen) die Abschreibungen auf das Anlagevermögen (TEUR 1.041 nach TEUR 962 im Vorjahr); die sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten von TEUR 4.473 im Vorjahr auf TEUR 4.305 im Berichtsjahr gesenkt werden. In der operativen Gesamtbetrachtung ist das Betriebsergebnis der Gesellschaft aufgrund dieser Entwicklungen gesunken; es liegt bei TEUR 175 nach TEUR 535 im Vorjahr. Das Finanzergebnis der ift Rosenheim GmbH, bestehend aus einem erhöhten Ergebnis aus Ergebnisabführungsverträgen (TEUR 361 nach TEUR 81 im Vorjahr) und dem aufgrund der erfolgten Tilgungen leicht rückläufigen negativen Zinsergebnis (TEUR 130 nach TEUR 147 im Vorjahr), hat sich um TEUR 297 verbessert. Dieser Anstieg ist insbesondere auf die um TEUR 280 und damit deutlich höheren Erträge aus dem Ergebnisabführungsvertrag zurückzuführen. Vor sämtlichen Steuern errechnet sich ein Ergebnis von TEUR 406 (Vorjahr: TEUR 469). Dieses Ergebnis liegt um TEUR 63 unter dem Vorjahresvergleichswert. Nach Abzug der Ertragsteuern (TEUR 96) und den (im Vorjahresvergleich mit TEUR 14 nahezu unveränderten) sonstigen Steuern errechnet sich der Jahresüberschuss des Berichtsjahres von TEUR 296 (Vorjahr: TEUR 281). Die wirtschaftliche Lage der ift Rosenheim GmbH wird unter Berücksichtigung der dargestellten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie unter Einbeziehen der im aktuellen Jahr weiteren wirtschaftlichen Entwicklung als positiv beurteilt. Sie ermöglicht die konsequente Umsetzung der operativen und strategischen Ziele der Gesellschaft, wie z.B. die weitere organisatorische Fortentwicklung, den Ausbau der Geschäftstätigkeiten und die Intensivierung der Forschungsaktivitäten, ggf. auch im Verbund mit bekannten und neuen Partnern sowie die Investition in neue Angebotsleistungen. VI. Risiken und Chancen der Geschäftsentwicklung Die seit März 2020 gültige "andere Zeitrechnung" hat die Verläufe der vergangenen Geschäftsjahre geprägt. Im Zuge des Ergreifens verschiedener Maßnahmen - so z.B. das Ermöglichen von "mobilem Arbeiten" für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und somit verminderter Raumbedarf innerhalb des Unternehmens bzw. innerhalb der gesamten Unternehmensgruppe oder der Einsatz von Videotechnik zur Kommunikation anstelle von Dienstreisen - konnte während der Corona-Pandemie trotz allem ein geregelter Geschäftsbetrieb aufrechterhalten und das Risiko eines geschäftlichen Ausfalls minimiert werden. Durch die Weiterführung dieser Maßnahmen auch in 2023 konnten in Form eines verbesserten Ressourcen-Managements (bspw. eingesparte Büroflächen oder niedrigere Reisekosten) verschiedene Kostenpositionen optimiert werden. Insgesamt hat das "gesamte Unternehmen" - also egal, welcher Hierarchieebene der einzelne Mitarbeiter zugehörig war - einen unaufgeregten und souveränen Umgang mit Widrigkeiten gefunden. Diese Erfahrung war sicherlich auch dafür ausschlaggebend, den Geschäftsbetrieb 2023 in ruhigem und geordnetem Fahrwasser zu halten, wenn auch Ereignisse wie ein Krieg innerhalb Europas und damit einhergehende Verwerfungen (vgl. die Ausführungen der vorherigen Abschnitte) nicht die besten Vorzeichen einer prosperierenden Wirtschaftslage sind. Auf mögliche Energieknappheiten, insbesondere während der Wintermonate, waren wir vorbereitet - soweit das mit Augenmaß und ohne "Weltuntergangspathos" möglich und vertretbar war. Allerdings hätte ein massiver, längerer Stromausfall die unsrigen Geschäfte zweifellos mehrheitlich zum Erliegen gebracht - wie wahrscheinlich bei mehr als 99 % aller anderen Unternehmen auch. Ein seit mehreren Jahren vorgehaltenes und für den Winter 2022/2023 in Bereitschaft versetztes Notstromaggregat wäre insofern nicht mehr als der bekannte "Tropfen auf dem heißen Stein" gewesen. Wie auch schon im Vorjahr stellten wir 2023 wiederum fest, dass unsere Kunden vereinbarte Prüftermine absagen mussten, dies zu großem Teil damit begründet, die für den Bau von Probekörpern notwendigen Materialen aufgrund von Lieferschwierigkeiten nicht oder nicht ausreichend vorrätig zu haben oder geliefert zu bekommen. Auf die hierdurch teilweise verursachten Ausfälle - v.a. im Prüfgeschäft - muss man sich einstellen; dies verlangt unter anderem von unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine noch ausdifferenziertere und flexiblere Terminierung von Prüfleistungen, um so zum einen den Wünschen des Kunden nach größtmöglicher, zeitlicher Flexibilität und zum anderen den wirtschaftlichen Interessen des eigenen Unternehmens gerecht zu werden. Inwiefern sich die steigenden Zinsen auf die künftige Geschäftstätigkeit der Unternehmensgruppe ift Rosenheim auswirken werden, gilt es zu beobachten. Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass steigende Zinsen eine nachlassende Investitionstätigkeit nach sich ziehen, was insofern sicherlich auf die Bauwirtschaft zutreffen wird - unsere Kunden werden in einem solchen Fall höchstwahrscheinlich mit rückläufigen Absatzzahlen konfrontiert sein. Ob dies dann allerdings auch zu rückläufigen Geschäften mit der Unternehmensgruppe ift Rosenheim führen wird, ist fraglich - die Erfahrungen aus früheren, ähnlich gelagerten gesamtwirtschaftlichen Situationen haben eher das Gegenteil gezeigt. Seit vielen Jahren wird in der Unternehmensgruppe ift Rosenheim besonderer Wert auf eine adäquate Risikoberichterstattung gelegt. Risiken sowohl strategischer wie auch operativer Art sollen vermieden bzw. durch den Einsatz geeigneter Instrumente auf ein Minimum begrenzt werden. Ein wesentliches Risiko besteht nach wie vor darin, qualifiziertes Personal zu rekrutieren. Generell stellt eine kontinuierliche, gleichmäßig verteilte Auslastung der Prüfressourcen ein besonderes Risiko dar. Die vorzuhaltenden Kapazitäten - bspw. Stichwort "Labor Bauakustik und Fassade" - sind zweifellos fixkostenlastig; die Beauftragung durch unsere Kunden erfolgt im Regelfall allerdings zum Zeitpunkt ihrer eigenen technischen Notwendigkeiten, so dass es naturgemäß zu Zeiten mit Minder- und zu Zeiten mit besonders hoher Spitzenauslastung kommt. Eine Flexibilisierung der Ressourcenauslastung steht zur Risikominimierung dabei genauso im Fokus wie eine verfeinerte Steuerung der Zeitpunkte der Beauftragung durch unsere Kunden. Risiken werden durch monatliche Ergebnisberichterstattungen und Steuerungsgespräche erfasst und der Führungsebene mitgeteilt. Auf allen Ebenen des Managements der Unternehmensgruppe ift Rosenheim - Geschäftsführung, Geschäftsbereichsleiter, Abteilungsleiter - werden die zur Verfügung gestellten Informationen analysiert und ausgewertet. Zur Vermeidung von Vertrags- oder Prozessrisiken besteht nach wie vor eine Kooperation mit einer Anwaltskanzlei, die alle operativen Geschäfte und Vorgänge begleitet und somit über einen aktuellen Informationsstand verfügt und in Abstimmung mit der Geschäftsleitung entsprechend agieren kann. Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Soweit bei Forderungen Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Bezüglich der Chancen für die Geschäftsentwicklung der Unternehmensgruppe ift Rosenheim sind die wachsenden normativen Anforderungen an Bauteile und Baustoffe hinsichtlich Energieeffizienz, Gebrauchstauglichkeit und Nutzungssicherheit zu nennen. Je (qualitativ) höher ein jeweiliger (Bau-)Markt entwickelt ist, desto stärker sind die zuvor genannten Anforderungen an Bauteile und Baustoffe ausgeprägt. Insgesamt steigt die technische Bedeutung für Bauteile und Baustoffe, die speziell in der Gebäudehülle zum Einsatz kommen, aufgrund ihrer Funktion zwischen Innen- und Außenklima eines Gebäudes generell an. Die schwerpunktmäßige Ausrichtung unserer Zielgruppen auf Kunden, die in diesen Märkten tätig sind, trägt dieser Entwicklung Rechnung. Ebenso ergeben sich aus der "Digitalen Transformation" besondere Chancen der geschäftlichen Entwicklung von Unternehmen der TIC-Branche. Der gesamte Prozess einer Kundenbeziehung kann durch den Einsatz digitaler Medien auf jeder Stufe beschleunigt und exakter abgebildet werden, was insofern durchaus zu einer Intensivierung der Geschäfte führen kann; Entwicklungsprojekte hierzu wurden bereits 2021 aufgesetzt und auch 2023 weiterverfolgt, die sowohl den Fokus auf die interne Leistungserstellung als auch auf die Schnittstelle zum Kunden haben. Als besondere Chance sehen wir die durch die Bundesregierung forcierten Maßnahmen zum Klimaschutz und zum schonenden Umgang mit Ressourcen wie auch mit Energie. Ganz sicherlich werden zukünftig Bauprodukte oder Baustoffe ohne geforderte Nachhaltigkeitszertifizierungen kaum mehr verkäuflich sein; selbige Dienstleistungen haben wir in unserem Angebot und werden diese auch weiter ausbauen. In der Gesamtbetrachtung des Jahres 2023 sowie der vorherigen Geschäftsjahre unter "besonderen Vorzeichen", kann folgendes zusammengefasst werden: Vor dem Hintergrund der in den vergangenen Jahren guten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage besteht keine Existenzbedrohung; insbesondere die hohe verfügbare Liquidität eröffnet nach wie vor genügend Handlungsspielraum. Forderungsausfälle haben wir so gut wie keine verzeichnet. Zum anderen hat sich unser Geschäftsmodell als TIC-Anbieter als grundsätzlich krisenstabil erwiesen. Einige Corona-bedingte "Lerneffekte" wurden mittlerweile in den regulären Geschäftsbetrieb integriert: Das Arbeiten von zuhause aus ist für einen nicht unerheblichen Teil unserer Belegschaft zum Normalfall geworden; mit dem Betriebsrat wurde eine eigenständige Betriebsvereinbarung zum "Mobilen Arbeiten" geschlossen. VII. Ausblick für die Geschäftsjahre 2024 und 2025 Der Ukraine-Krieg, gestiegene Preise auf breiter Front, ein vergleichsweise hohes Zinsniveau und eine geringere Bautätigkeit: All das sind Parameter, die für eine verlässliche Einschätzung eines laufenden Geschäftsbetriebs und der Planung insbesondere künftiger Perioden abträglich sind. Mit den Herausforderungen der "Corona-Jahre" sind wir gut zurechtgekommen; was die genannten weiteren Krisenherde an "Überraschungen" bereithalten, werden wir sehen. Dort, wo wir schon jetzt sinnvoll reagieren können, haben wir das bereits getan und werden wir dies auch in Zukunft tun. Die Gesamtleistung der Unternehmensgruppe sowie auch der ift Rosenheim GmbH wird 2024 - darauf deuten sämtliche quantitativen Auswertungen wie qualitativen Einschätzungen hin - höher als 2023 ausfallen; bzgl. der Ertragslage erwarten wir ein positives Ergebnis auf Höhe der Durchschnittswerte der Vorjahre. Da das Geschäftsmodell der Unternehmensgruppe ift Rosenheim im Zuge der Corona-Pandemie nicht überflüssig geworden ist - Bauteile und Baustoffe werden auch zukünftig getestet, inspiziert und zertifiziert -, ist die Fortführungsprognose eindeutig positiv. Die in den Vorjahren eingeleitete Diversifizierung unserer geschäftlichen Aktivitäten hat sich als vorteilhaft erwiesen, ebenso der vorangetriebene Ausbau der internationalen Geschäftsbeziehungen - beide strategischen Stoßrichtungen waren und sind während "Corona" und "Brexit" eindeutig hilfreich. Die dadurch unserer Meinung nach erreichte gesunde Mischung aus unterschiedlichen Kundengruppen in nationalen und internationalen Märkten ist in Zeiten globaler, wirtschaftlicher Unsicherheiten ein Instrument zur Minimierung von Verkaufsrisiken. Wir sind überzeugt, dass auf Seiten unserer Kunden nach wie vor eine hohe Preissensibilität besteht, die sich, je nach Entwicklung der entsprechenden Marktlage - Stichwort "rückläufige Bauwirtschaft" - auch noch steigern kann. Wir können solchen Entwicklungen nur dann gerecht werden, wenn unsere Strukturen und Abläufe effizient gestaltet sind, um so Reaktionspotenzial entgegenzuhalten; die organisatorische Fortentwicklung der Unternehmensgruppe ift Rosenheim ist auch dieser Erkenntnis geschuldet. Insgesamt haben daher der Ausbau und die Fortentwicklung der Qualität des Unternehmens hohe Priorität, was mit entsprechenden Investitionen verbunden ist. Ein Beispiel dafür ist das Labor "Bauakustik und Fassade". Trotz der vielen offenkundigen Widrigkeiten - ob nun Ukraine, Energie, Inflation, Zinsentwicklung - werden wir den Weg fortsetzen, die Unternehmensgruppe ift Rosenheim als ein versiertes technisches Dienstleistungsunternehmen weiterzuentwickeln - eben mit angepassten Vorzeichen. Stand für das Jahr 2020 "das Fahren auf Sicht" im Mittelpunkt, so konnten in den Folgejahren unsere Geschäfte wieder mit größerer Weitsicht betrieben und prognostiziert werden. Auch für die Jahre 2024 und 2025 sind wir per se nicht pessimistisch eingestellt; auch die dann aufkommenden Herausforderungen werden wir mit Um- und Weitsicht meistern. Wie bisher, so gilt auch zukünftig, die gute wirtschaftliche Substanz des Unternehmens nicht zu beeinträchtigen sowie eine fundierte Basis für das Jahr 2024 und darüber hinaus auf dem Fundament der zugrunde zulegenden Geschäftsparameter zu erarbeiten und die ggf. dafür erforderlichen Anpassungsprozesse zu schaffen. Schon jetzt ist absehbar, dass der Einsatz digitaler Technik wie künstlicher Intelligenz die bisher "analog" angewendeten Prozesse ergänzen bzw. teilweise sogar ersetzen wird. Die hierfür in den vergangenen Jahren umfangreich getätigten Investitionen in IT-Technik sowie IT-Personal stellen ein tragfähiges Fundament dar. Auch wenn die weltwirtschaftlichen Parameter fordernder werden, gilt es, sich vorzubereiten, was in vielerlei Hinsicht gutes unternehmerisches Fingerspitzengefühl notwendig macht.
Rosenheim, 9. August 2024 Die Geschäftsführung BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023IFT ROSENHEIM GMBH, ROSENHEIMA K T I V A
P A S S I V A
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
IFT ROSENHEIM GMBH, ROSENHEIM ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023I. Allgemeine Angaben Die ift Rosenheim GmbH, Rosenheim, wird beim Handelsregister des Amtsgerichts Traunstein unter der Nummer HRB 14763 geführt. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der ift Rosenheim GmbH wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs unter Beachtung der generellen Ansatzvorschriften der §§ 246-251 HGB, der besonderen Ansatzvorschriften für Kapitalgesellschaften, §§ 268-274a, 276-277 HGB und unter Beachtung der generellen Bewertungsvorschriften der §§ 252-256a HGB sowie der Regelungen des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Die Bilanzgliederung entspricht den Vorschriften nach § 266 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Geschäftsjahr der Gesellschaft ist das Kalenderjahr. II. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert angewandt. Im Einzelnen erfolgte die Bewertung wie folgt: ANLAGEVERMÖGEN Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert. Die Abschreibungen werden linear vorgenommen. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung pro rata temporis. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert. Die Abschreibungen werden planmäßig linear nach betriebsgewöhnlicher Nutzungsdauer entsprechend den amtlichen AfA-Tabellen vorgenommen, wobei Zugänge während des Geschäftsjahres pro rata temporis abgeschrieben werden. Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten oder wegen nachhaltiger Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Soweit der Grund für eine in Vorjahren vorgenommene Wertberichtigung zum Abschlussstichtag nicht mehr vorliegt, erfolgt in der Handelsbilanz eine Zuschreibung bis maximal zu der Höhe der ursprünglichen Anschaffungskosten. UMLAUFVERMÖGEN Die unfertigen Leistungen sind entsprechend ihres Fertigstellungsgrades mit den anteiligen Herstellungskosten bewertet. In diese sind neben direkt zurechenbaren Einzelkosten auch angemessene Teile der Gemeinkosten einbezogen. Zinsen für Fremdkapital werden nicht einbezogen. In der Bilanz erfolgt eine offene Absetzung der auf die unfertigen Leistungen erhaltenen Anzahlungen vom Gesamtbetrag der Vorräte bis auf Null. Ein möglicher Überhang der erhaltenen Anzahlungen wird unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu ihren Anschaffungskosten bewertet. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind mit Ihrem Nominalwert angesetzt. Erkennbare und latente Risiken sind mit Einzelwertberichtigungen erfasst. Zur Berücksichtigung des allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, abzüglich der einzelwertberichtigten Forderungen, um eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1,5 % gekürzt worden. Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind mit ihrem Nominalwert angesetzt. Sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihren Nominalwerten angesetzt. Die Guthaben bei Kreditinstituten sowie Kassenbestände sind zum Nennwert angesetzt. AKTIVER RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN Aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind für Ausgaben, die vor dem Abschlussstichtag angefallen, jedoch einem Zeitraum nach dem Abschlussstichtag zuzurechnen sind, gebildet. EIGENKAPITAL Das Eigenkapital ist zum Nennwert angesetzt. RÜCKSTELLUNGEN Unter den Pensionsrückstellungen werden für die Altersvorsorge eines Geschäftsführers nach Vereinbarung mit dem Vorstand des Instituts für Fenstertechnik e.V. jährliche Rückstellungen gebildet. Diese betragen zum Stichtag TEUR 293. Diese sind mit dem Guthaben i. H. v. TEUR 292 zum 31. Dezember 2023 auf einem mit Sperrvermerk versehenen Konto bei der Volksbank Raiffeisenbank Rosenheim-Chiemsee eG, welches ausschließlich der Erfüllung dieser Schuld dient und dem Zugriff aller übriger Gläubiger entzogen ist, gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB, verrechnet worden. Die Steuerrückstellungen sowie die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags ermittelt. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. VERBINDLICHKEITEN Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag angesetzt. III. Erläuterungen zur Bilanz AKTIVA ANLAGEVERMÖGEN Die Entwicklung der Positionen des Anlagevermögens ist aus dem Anlagespiegel (§ 284 Abs. 3 HGB) zu ersehen. Unter den Finanzanlagen sind neben den Anteilen an verbundenen Unternehmen auch Darlehen gegenüber der ift MessTec GmbH von TEUR 145 ausgewiesen. UMLAUFVERMÖGEN Die unfertigen Leistungen beinhalten im Wesentlichen Kosten, die im Rahmen der Erbringung von Leistungen, für zum Bilanzstichtag noch nicht an den Kunden abgerechnete Projekte, entstanden sind. Laufzeit der Forderungen
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände des Vorjahres hatten in Höhe von TEUR 1.698 eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und in Höhe von TEUR 19 von über einem Jahr. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 425 sind wie im Vorjahr keine Forderungen gegen den Gesellschafter Institut für Fenstertechnik e.V. enthalten. Die Rechnungsabgrenzungsposten betreffen hauptsächlich Vorauszahlungen für Lizenzkosten, Akkreditierungskosten, Wartungs- und Mietkosten. PASSIVA EIGENKAPITAL Das gezeichnete Kapital beträgt TEUR 25. VERBINDLICHKEITEN Verbindlichkeitenspiegel
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundschulden und Sicherungsübereignungen vollständig besichert. Die Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen bestehen gegenüber dem Gesellschafter Institut für Fenstertechnik e.V. in Höhe von TEUR 121. Haftungsverhältnisse und sonstige wesentliche finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen nicht in der Bilanz erscheinenden oder unter den Haftungsverhältnissen anzugebenden wesentlichen finanziellen Verpflichtungen betreffen den Aufwand aus Leasing- und Mietverträgen gegenüber fremden Dritten und verbundenen Unternehmen, bei denen das wirtschaftliche Eigentum am Leasing- bzw. Mietgegenstand nicht der ift Rosenheim GmbH zuzurechnen ist und bei denen die ift Rosenheim GmbH diese Vermögensgegenstände daher nicht aktiviert. Des Weiteren sind Nutzungsentgelte gegenüber verbundenen Unternehmen berücksichtigt. Aus der nachfolgenden Übersicht ergeben sich die Fälligkeiten für Leasing- und Mietverträge:
IV. Sonstige Angaben Geschäftsführung Geschäftsführer der Gesellschaft sind: Herr Dr. Jochen Peichl, Dipl.-Kfm. (Univ.), Frankenhardt-Honhardt (kaufmännischer Geschäftsführer) Herr Michael Breckl-Stock, Frasdorf (technischer Geschäftsführer) Geschäftsführergehälter Auf die Angabe der Organbezüge wird mit Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Arbeitnehmer Der Beschäftigungsstand am 31. Dezember 2023 belief sich im Jahresdurchschnitt auf 175 (Vorjahr: 185) Angestellte und 37 (Vorjahr: 26) Arbeiter. Angaben über Anteilsbesitz an anderen Unternehmen mit mindestens 20 % Die Gesellschaft ist Alleingesellschafterin der ift MessTec GmbH, Rosenheim. Das Eigenkapital der ift MessTec GmbH beträgt nach Ergebnisabführung zum 31. Dezember 2023 TEUR 25. Ergebnisverwendungsvorschlag Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 296.402,23 mit dem übrigen Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Es ergaben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres. V. UNTERSCHRIFT GEMÄß § 245 HGB Ift Rosenheim GmbH, Rosenheim Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023
Rosenheim, 9. August 2024 Dr. Jochen Peichl (Geschäftsführung) Michael Breckl-Stock (Geschäftsführung)
Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers An die ift Rosenheim GmbH, Rosenheim Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der ift Rosenheim GmbH, Rosenheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ift Rosenheim GmbH, Rosenheim, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, 9. August 2024 DR. KLEEBERG & PARTNER GMBH WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT STEUERBERATUNGSGESELLSCHAFT ppa. Nagengast Wirtschaftsprüfer Wittmann Wirtschaftsprüfer Feststellung Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde in der Gesellschafterversammlung am 18. September 2024 festgestellt. Die am 18. September 2024 beschlossene Ergebnisverwendung entspricht dem Ergebnisverwendungsvorschlag. |
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