ENERGY 4 LESS GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Photovoltaikmodulen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Marcus Ehrentreich seit 19.1.2023 | Geschäftsführer |
Daniela Euler seit 4.4.2022 | Prokura |
Alexander Fitz seit 6.3.2020 | Prokura |
Stefan Orth seit 10.1.2014 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
NEVEON Austria GmbH | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
NEVEON Germany GmbHWiesbadenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023ANLAGEN ZUM PRÜFUNGSBERICHT Lagebericht, Jahresabschluss und Bestätigungsvermerk Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 Bilanz zum 31. Dezember 2023 Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 Bestätigungsvermerk Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023I. Grundlage der Gesellschaft 1. Geschäftsmodell Die NEVEON Germany GmbH, Wiesbaden (im Folgenden auch NEVEON oder Gesellschaft genannt), ist die deutsche Produktions- und Vertriebsgesellschaft im NEVEON Konzernverbund. Die NEVEON Gruppe ist ein führender Hersteller von Polyurethan-Weichschaum in Zentral- und Osteuropa mit 55 Standorten in 14 Ländern. Die zwei Geschäftsbereiche Living & Care (ehemals Comfort Foam CF) und Mobilities & Specialities (ehemals Technical Foam TF) beliefern nahezu alle Bereiche der Industrie. Die Gesellschaft produziert und verarbeitet Schaumstoffe im Geschäftsbereich "Living & Care", vor allem für die Matratzenhersteller und die Polstermöbelindustrie bzw. deren Zulieferer. Im Geschäftsbereich "Mobility and Specialities" (M&S) werden Halbzeuge und Schnittschaum vor allem für die Automobilindustrie hergestellt. Daneben werden Schaumstoffe zum Filtern, Dämmen und Dichten für andere industrielle Anwendungen produziert. Neben der Produktion und Verarbeitung von Schaumstoffen wir in geringerem Umfang auch Handel mit Schaumstoffen anderer Hersteller betrieben. An den Standorten Burkhardtsdorf Madame und Ebersbach (bis Juni 2023) befinden sich Schäumbetriebe zur Herstellung von Polyurethan-Weichschaum. Der Standort Burkhardtsdorf ist auf die Herstellung von Comfortschäumen und deren Verarbeitung für die Matratzenindustrie fokussiert. Der Standort Ebersbach produzierte Schäume für den technischen Bereich, der Schäumbetrieb wurde zum Juni 2023 eingestellt. Die Verarbeitung von Schaumstoffen für technische Anwendungen am Standort ist hiervon nicht betroffen. Ein weiterer Standort zur Verarbeitung von Schaumstoff befindet sich in Dörfles-Esbach. Hier werden Schäume aus den anderen Standorten bezogen und vorrangig für die Möbel- und Caravan-Industrie verarbeitet. 2. Steuerungssystem Die Steuerung erfolgt in der Gesellschaft auf Ebene der Geschäftsbereiche Living & Care und Mobility & Speciailies, sowie auf Ebene der einzelnen Standorte innerhalb der Gesellschaft. Die Steuerungsgrößen sind Umsatz und EBIT, sowie Absatz in Form verkaufter Schaumtonnage ("Tonnage Sold") und im Konzern auf IFRS-Basis definiert. Sie weichen somit in relevanten Größen vom HGB, als verpflichtende landesrechtliche Rechnungslegungsnorm, ab. Unter anderem bestehen zwischen IFRS und HGB im Ansatz und in der Bewertung teilweise Unterschiede, die die Ergebnisdarstellung in den Perioden unterschiedlich beeinflussen können. Dies betrifft vor allem die Verrechnung von IT-Dienstleistungen und Management Fees an verbundene Unternehmen, welche im Gegensatz zum HGB Abschluss in den sonstigen Aufwendungen saldiert und nicht als Umsatz ausgewiesen werden. Als weitere signifikante Unterschiede sind die unterschiedlichen Nutzungsdauern im Anlagevermögen und unterschiede der Pensionsbewertung zu nennen. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Entwicklung der deutschen Wirtschaft kam im Jahr
2023 ins Stocken - die nach wie vor hohen Preise auf allen
Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen
ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende
Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und
Ausland. Das Bruttoinlandsprodukt sank um 0,3%
1. Die Energiekrise und geopolitische Spannungen
verunsicherten Produzenten, Investoren sowie Konsumentinnen
und Konsumenten. Der Welthandel verlor an Dynamik, mit
negativen Folgen für die deutsche Exportwirtschaft.
Die Energiepreise, die 2022 infolge des russischen Angriffs
auf die Ukraine extrem gestiegen waren, stabilisierten sich
auf hohem Niveau und belasteten insbesondere die
Industrieproduktion. Steigende Zinsen verschlechterten die
jahrelang günstigen Finanzierungsbedingungen, was
besonders die Bauwirtschaft bremste. Insgesamt
dämpften die trotz der jüngsten
Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen
Wirtschaftsstufen die Konjunktur. Im Zuge dessen rutschte
die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 ins Minus.
2
1) DESTATIS Pressemitteilung Nr. 019 vom 15.
Januar 2024 Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0,3 %
gesunken - Statistisches Bundesamt (destatis.de)
[12.07.2024]
Neben den hohen Energiepreisen war auch die Materialknappheit weiter ein Problem für die Unternehmen im Verarbeitenden Gewerbe. Zwar nahm laut Umfragen des ifo Instituts im Laufe des Jahres 2023 die Materialknappheit ab, allerdings berichtete im Jahresdurchschnitt noch knapp ein Drittel der Unternehmen von Engpässen. Zudem erhöhten sich infolge der Tarifabschlüsse die Lohnkosten. Daher legten die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte ohne Energie, die 2022 bereits durchschnittlich um 14,0 % gestiegen waren, von Januar bis November 2023 nochmals um 3,9 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu. Dabei stiegen vor allem die Preise für Konsum- und Investitionsgüter. Da sich die Preissteigerungen auf der Erzeugerebene auch in den Verbraucherpreisen niederschlugen, kam zum verstärkten Kostendruck für die Unternehmen erschwerend eine spürbare Konsumzurückhaltung hinzu. 3 Die Automobilindustrie litt weiterhin unter den Auswirkungen der Corona-Pandemie und des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine sowie infolge der fortbestehenden Lieferengpässe bei bestimmten Vorprodukten und Rohstoffen waren der Pkw-Absatz und die Pkw-Produktion in 2021 und 2022 beeinträchtigt. Weltweit lag der Absatz in 2022 auf dem Niveau des Vorjahres. In 2022 konnte der größte Pkw-Markt China das Absatzvolumen um rund 10,0 % gegenüber dem Niveau des Jahres 2021 steigern, dahingegen ging der Pkw-Absatz in Europa um 11,0 % zurück. In den USA ging die Nachfrage auf dem Markt der leichten Nutzfahrzeuge (Pkw, Vans) um rund 8 Prozent zurück. 4 Im Jahr 2023 konnten 12,0 % mehr Umsatz erzielt werden gegenüber 2022 5 , es wurden rund 2,84 Millionen Fahrzeuge neu zugelassen, dies entspricht einem Anstieg von 74,0 % im Vergleich zum Vorjahr 6. Die deutsche Möbelindustrie hat im vergangenen Jahr laut amtlichen Zahlen rund 18 Mrd. Euro umgesetzt, 4,3 % weniger als im Vorjahr. Zu den stärksten Einbußen kam es im vergangenen Jahr im Segment der "Sonstigen Möbel", zu denen auch die Wohn-, Ess- und Schlafzimmermöbel gezählt werden. Der Umsatz dieser Sparte sank im Vorjahresvergleich um 12,6 % auf 5,6 Mrd. Euro. Rückgänge mussten auch die Hersteller von Matratzen (minus 11,2 % auf 524 Mio. Euro) und Polstermöbeln (minus 3,2 % auf rund 1 Mrd. Euro) hinnehmen. 7 Im Jahr 2023 betrug die Arbeitslosenquote durchschnittlich rund 5,7 %. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich die Arbeitslosenquote um 0,4 %. 8 2. Geschäftsverlauf und operative Entwicklung Der Geschäftsverlauf war im Jahr 2023, durch drei wesentliche Faktoren geprägt. Zum einen kam es zu einer Erholung der Preise auf dem Rohstoffmarkt für Polyole und Isocyanate. Zum anderen zeigte sich, gegenüber dem Vorjahr, eine fallende Nachfrage, welche an konjunkturbedingten Nachfrageschwächen der Industriekunden, aber der einem schwächeren Konsumverhalten begründet ist. Dies zeigte sich v.a. in deutlicher Volumenreduktion bei einem großen Matratzenkunden. Des Weiteren war der Geschäftsverlauf durch die Einstellung der Schaumproduktion am Standort Ebersbach und die Umstellung auf zugekaufte Schäume geprägt.
3 Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt 2023
für Deutschland" am 15. Januar 2024 in Berlin - Seite
6 Microsoft Word - Statement PK BIP 2023_final.docx
(destatis.de) [12.07.2024]
Im Geschäftsbereich Technische Schaumstoffe lagen die Erwartungswerte mit 50,9 Mio. EUR leicht unter dem Vorjahreswert, da mit preisbedingten Umsatzrückgängen aber auch dem Verlust einzelner Kunden aufgrund der Einstellung des Schäumbetriebs in Ebersbach gerechnet wurde. Mit 47,1 Mio. EUR konnten diese nicht erreicht werden. Die Ursache war hier vor allem die schwache Nachfrage, v.a. aus der Automobilindustrie in der 2. Jahreshälfte. Im Geschäftsbereich Living & Care, der in besonderem Maße vom Inlandsmarkt und vom Konsumverhalten der deutschen Verbraucher abhängig ist, konnten die ambitionierten Wachstumsziele, insbesondere im Segment der Fertigmatratzen, bzw. Online-Matratzenanbieter nicht erreicht werden. Nachdem die prognostizierten Volumen zum Jahresanfang deutlich nach unten korrigiert wurden, lagen die erwarteten Umsätze bei 55,7 Mio., im Vergleich zum Vorjahr deutlich niedriger. Mit einem Umsatz von 49,4 Mio. € konnten die gesteckten Ziele nicht erreicht werden. Die Abweichung war vor allem volumengetrieben. Insgesamt fiel die verkaufte Tonnage der Gesellschaft im Vergleich zum Vorjahr um 35,5 %. Im Rahmen der Ende 2022 beschlossenen Restrukturierungsprojekte wurde die Matratzenproduktion auf den Standort Burkhardtsdorf zentralisiert und am Standort Ebersbach der Schäumbetrieb zur Jahresmitte eingestellt mit einer Konzentration auf das Konfektionsgeschäft Technischer Schäume. 3. Vermögens- Finanz- und Ertragslage 3.1. Ertragslage Der Umsatz der NEVEON ist im Geschäftsjahr 2023 um 30,0 % von 138.272 TEUR auf 96.583 TEUR gesunken. Die Umsatzerlöse verteilen sich wie folgt auf die Geschäftsbereiche:
Der Materialaufwand betrug in 2023 59,7 % der Umsatzerlöse (Vorjahr 64,4 %). Das Preisniveau der Primärrohstoffe ist im Jahresverlauf kontinuierlich gesunken, stieg aber zum Jahresende wieder leicht an. Die Preissenkungen wurden, teilweise mit Versatz, über die gesunkenen Verkaufspreise an die Kunden weitergegeben. Der Personalaufwand ist 2023 um 1.220 TEUR auf 25.433 TEUR gesunken, was einem Anteil von 26,3 % der Umsatzerlöse entspricht (Vorjahr 19,3 %). Dies ist vor allem dem Personalabbau im Zuge der Reorganisationsmaßnahmen in Ebersbach und Burkhardtsdorf geschuldet, konnte aber den Rückgang der Umsatzerlöse nicht voll kompensieren. Die Kosten der Personalanpassung waren in vollem Umfang durch die 2022 gebildeten Rückstellungen gedeckt. Die Anpassung der Pensionsrückstellung hatte einen Effekt von 950 TEUR (Vorjahr 339 TEUR). Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter sank um 64 auf 388. Der sonstige betriebliche Aufwand ist 2023 um 10.463 TEUR auf 17.451 TEUR gesunken, was einem Anteil von 18,1 % der Umsatzerlöse entspricht (Vorjahr 20,2 %). Dies ist vor allem der Rückstellung für Reorganisation in Höhe von 4.441 TEUR aus dem Vorjahr geschuldet. Weitere Faktoren waren die, im Vergleich zum Vorjahr um 1.411 TEUR gesunkenen Konzernumlagen und Wertberichtigungen auf Forderungen von 112 TEUR (Vorjahr 877 TEUR). Des Weiteren sind die Aufwendungen für Leiharbeit um 1.551 TEUR, Energie um 660 TEUR und Gewährleistung um 358 TEUR gesunken. Dem standen um 216 TEUR gestiegene Kosten für Versicherungen entgegen. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Beteiligungserträgen hat sich im Geschäftsjahr um 3.852 TEUR auf -3.469 TEUR verbessert und beträgt -3,6 % der Umsatzerlöse (Vorjahr -5,3 %). 3.2. Vermögenslage Im Geschäftsjahr 2023 erfolgten Investitionen in Höhe von 1.392 TEUR. Hierbei handelt es sich vor allem um Kapazitätserweiterungen und neue Produktionstechniken an den Standorten Dörfles-Esbach und Burkhardtsdorf sowie in geringerem Umfang um Ersatzinvestitionen an den anderen Standorten. Investiert wurden 0,8 TEUR in Software, 43 TEUR in Gebäudeeinbauten, 920 TEUR in Technische Anlagen und Maschinen und 188 TEUR in Betriebs- und Geschäftsausstattung und sonstige Anlagen. Die geleisteten Anzahlungen in Höhe von 240 TEUR sind für neue Produktionsanlagen in Ebersbach. Insgesamt hat sich das Anlagevermögen um 1.678 TEUR verringert. Dies beinhaltet auch die Wertberichtigung auf die Anteile an der tschechischen Tochtergesellschaft. Die Vorräte haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 2.761 TEUR auf 6.959 TEUR verringert. Ihr Anteil beträgt 19,2 % der Aktiva (Vorjahr 23,4 %). Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben sich im Geschäftsjahr auf 15.065 TEUR verringert (Vorjahr 16.902 TEUR). Ihr Anteil beträgt 41,6 % der Aktiva (Vorjahr 40,7 %). Der Rückgang der Forderungen aus Lieferung und Leistung begründet sich den geringeren Umsatzerlösen. Die Verbindlichkeiten haben sich um 1.084 TEUR erhöht. Dies ergibt sich vor allem aus der Cash- Pooling Verbindlichkeit gegen den Gesellschafter in Höhe von 13.167 TEUR (Vorjahr Forderung 10.727 TEUR). Dem stehen um 823 TEUR gesunkene sonstige Verbindlichkeiten und um 479 TEUR geringere Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung entgegen. Die Eigenkapitalquote verringerte sich auf 11,1 % (Vorjahr 19,8 %). Das Eigenkapital hat sich, bedingt durch den Jahresfehlbetrag in Höhe von -4.173 TEUR, von 8.206 TEUR auf 4.033 TEUR reduziert. 3.3. Finanzlage Der Kapitalbedarf wurde durch den Cash-Flow der operativen Geschäftstätigkeit und mittels kurzfristiger Liquidität aus der Cash-Pooling-Vereinbarung mit der NEVEON Austria GmbH, Österreich, abgedeckt. Zum 31. Dezember 2023 beträgt die Cash-Poolverbindlichkeit gegenüber der NEVEON Austria GmbH 13.167 TEUR. Im Jahr 2023 erfolgte keine Gewinnausschüttung an die Gesellschafterin. Insgesamt hat sich die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft nicht den Erwartungen entsprechend entwickelt. Dies ist vor allem der Marktentwicklung in den Segmenten Fertigmatratzen und Automotive geschuldet. 4. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Qualität und Sicherheit Das Managementsystem der Gesellschaft dokumentiert die wesentlichen Regelungen zu Organisation und Führung unter den Aspekten des Qualitäts-, Energie- und Umweltmanagements. Die Gesellschaft ist nach ISO 9001, ISO 14001, ISO 50001 und IATF 16949 zertifiziert. Das Managementsystem beinhaltet zusätzlich konkretisierende Anforderungen in den Bereichen Arbeits- und Anlagensicherheit, Gesundheitsschutz und Notfallmanagement. Über das Intranet stehen diese Regelungen allen Mitarbeitern direkt zur Verfügung. Corona-Krisen Management Seit Anfang März 2020 ist im Zuge der Corona-Pandemie ein deutsches Corona-Krisen-Team etabliert worden, das sich der Infektionslage entsprechend über Microsoft Teams abstimmt. Dabei werden alle relevanten Ereignisse besprochen, entsprechende Entscheidungen getroffen und Maßnahmen ergriffen. Des Weiteren wurde ein Eskalationsprozess etabliert, über welchen Verdachtsfälle schnell an das Krisen-Team kommuniziert und entsprechende Test- und Quarantänemaßnahmen angestoßen werden. Innerhalb des Berichtszeitraums hatten wir einzelne Corona Fälle, welche aufgrund der getroffenen Maßnahmen und den entsprechenden Hygienekonzepten isoliert werden konnten. Mitarbeiter Die Gesellschaft ist in allen Funktionsbereichen des Unternehmens weiterhin personell stabil aufgestellt. Anpassungen der lokalen Organisation an eine sich verändernde globale Unternehmensstruktur werden aktiv mitgestaltet. Der kulturelle Wandel im Unternehmen wird mittels gezielter Schulungen zu diversen Werkzeugen auf allen Unternehmensebenen gefördert. Im Bereich betrieblicher Regelungen wurde ein System für alle Mitarbeiter/innen installiert, mit dem sich Führungskraft und Mitarbeiter regelmäßig individuell über vergangene und zukünftig erwartete Leistung austauschen. Als Präventionsmaßnahme gegen potenzielle gesundheitliche Risiken unserer Mitarbeitenden wurde ein betriebliches Gesundheitsmanagement etabliert, über welches Mitarbeiter unter anderem an einem Firmenfitnessprogramm teilnehmen können. III. Prognosebericht Für das Geschäftsjahr 2024 gehen wir davon aus, dass der anhaltende Ukrainekrieg und die hohe Inflation die Geschäftsentwicklung weiter negativ beeinflussen wird. Für die Entwicklung der Primärrohstoffpreise erwarten wir eine weitere Erholung des aktuellen Preisniveaus, ebenfalls gehen wir von einer Stabilisierung der Energie- und Transportkosten auf dem Niveau von 2023 aus. Der Schaumstoffabsatz wird sich aufgrund der schwachen Nachfrage weiter rückläufig gegenüber dem Vorjahr entwickeln. Für 2024 erwartet der Bereich Mobility & Specialties einen Rückgang des Absatzes aufgrund auslaufender Automobilprojekte sowie der schwachen Nachfragesituation. Auch die Weitergabe der erwarteten Preissenkungen am Rohstoffmarkt wird zu einem Umsatzrückgang führen. Auch im Geschäftsbereich Living & Care geht unsere Planung für 2024 von einem deutlichen Nachfragerückgang aus. Insbesondere nach der starken Nachfrage in den Vorjahren (v.a. 2020) gehen wir im Bereich der Matratzen- und Möbelindustrie vor dem Hintergrund von Inflationsängsten und weiterhin Energiekosten von einer weiteren Kaufzurückhaltung aus. Insgesamt rechnen wir im Geschäftsjahr 2024 mit einem weiteren Rückgang bei der abgesetzten Menge um 5 % bis 10 %. Durch die Weitergabe der fallenden Rohstoffpreise, vor allem aber durch den Margendruck im Markt wird sich dies umsatzseitig verstärken, so dass wir gegenüber dem Vorjahr 15 % bis 20 % geringere Umsatzerlöse erwarten. Die in 2023 umgesetzten Restrukturierungsmaßnahmen werden im Laufe des Jahres zu einer Verbesserung führen, allerdings wird die schwache Nachfragesituation dazu führen, dass wir beim Ergebnis vor Zinsen und Beteiligungserträgen ein Ergebnis leicht unter Vorjahresniveau erwarten. IV. Chancen- und Risikobericht Chancen und Risiken sind ein integraler Bestandteil jeder unternehmerischen Tätigkeit. Das Risikomanagement ist bei der NEVEON Germany GmbH ein integraler Bestandteil aller Entscheidungen und Geschäftsprozesse. Hierbei folgen wir dem Grundsatz, Risiken nur dann einzugehen, wenn durch das damit verbundene Geschäft ein angemessener Ertrag erwirtschaftet werden kann. Grundlage dafür ist insbesondere die Managementstruktur, das Planungssystem sowie die Berichts- und Informationssysteme. Auf deutscher Ebene sind das Berichtswesen des Managementsystems sowie monatliche Finanz- und Controlling Meetings wichtige Bestandteile des lokalen Risikomanagements. Daneben überwachen wir fortlaufend sowohl das gesamtwirtschaftliche Umfeld und die Entwicklungen der Schaumstoffindustrie als auch unsere internen Prozesse, um Risiken und Chancen so früh wie möglich zu identifizieren. 1. Umfeld und Branchenbezogene Chancen und Risiken Die NEVEON, als Teil der gut vernetzten Neveon-Unternehmensgruppe, hat gute Chancen bzw. Zukunftsaussichten. Aufgrund unseres weltweiten Netzwerkes an Schäumerei- und Verarbeitungsstandorten sind wir bevorzugter Partner international tätiger Unternehmen. Dies stellt einen nennenswerten Wettbewerbsvorteil dar, der durch die Bündelung der weiteren Gesellschaften der Greiner Schaumstoffsparte in der Neveon-Gruppe noch verstärkt wurde. Die Gesellschaft agiert in einem von intensivem Wettbewerb geprägten Markt. Ein harter Preiswettbewerb der am Markt agierenden oder neu in den Markt eintretenden Anbieter könnte einen negativen Einfluss auf das Umsatz- und Ertragsniveau der Gesellschaft ausüben. Aufgrund der aktuellen Marktgliederung und den für einen Markteintritt verbundenen Investitionen sehen wir dies als geringes Risiko. Der Hauptabsatzmarkt im Bereich Comfort ist die deutsche Polstermöbel- und Matratzenindustrie. Konjukturelle Einflüsse die die Nachfrage nach Matratzen und Polstermöbeln hier negativ beeinflussen, würden sich somit belastend auf die Umsatz- und Ertragsentwicklung der NEVEON auswirken. Die letzten Jahre haben gezeigt, dass die Gesellschaft flexibel auf die konjunkturellen Einflüsse reagieren kann, unter anderem mittels des aktuellen Restrukturierungsprojekts am Standort Burkhardtsdorf, so dass wir dieses Risiko als handhabbar einschätzen. Dagegen orientiert sich der Absatzmarkt für Technische Schäume hauptsächlich an der globalen Lieferantenstruktur der Automobilbranche. In diesem Unternehmensbereich ist die Gesellschaft in ihrer Umsatz- und Ertragsentwicklung von der Konjunktur im Automobilsektor abhängig. Da die Produkte der NEVEON vorrangig im Comfort-Bereich der Fahrzeuge, z. B. Sitzbezüge, Dachhimmel, Akustik eingesetzt werden, ergibt sich ein geringer Einfluss, durch den Technologiewechsel, vom Verbrennungsmotor hin zur eMobilität. Die Geschäftsbeziehung zu wesentlichen Kunden des Bereiches Technische Schaumstoffe basiert mittlerweile auf Mehrjahreskontrakten und ist oftmals an die Lebensdauer eines Fahrzeuges gekoppelt. Somit ist eine solide Absicherung der Kundenbeziehung über einen längeren Zeitraum gegeben. Somit stellen die Abhängigkeit von der konjunkturellen Lage des Automobilsektors und der Technologiewandel nur ein geringes Risiko dar. Chancen ergeben sich für die NEVEON Germany GmbH im Wesentlichen aus dem kontinuierlichen Streben nach Produkt- und Prozessinnovationen sowie aus der systematischen Suche nach neuen technologischen Anwendungsmöglichkeiten für Schaumstoff. Hierdurch sollen zukünftig neue Geschäftspotenziale erschlossen werden, welche sich positiv auf den Umsatz und das Ergebnis der Gesellschaft auswirken und somit zum Ausbau der Marktposition des Unternehmens beitragen können. Daneben bietet die Digitalisierung Chancen und Risiken zugleich. Das Fehlen oder Scheitern von digitalen Initiativen kann dazu führen, dass Geschäftsmöglichkeiten verpasst werden und ein langfristiger Wettbewerbsnachteil entsteht. 2. Coronabedingte Risiken Risiken durch eine massenhafte Verbreitung des Virus innerhalb eines Betriebs, die zu einer teilweisen oder vollständigen Schließung führen könnte, wird durch mannigfaltige Maßnahmen, vor allem in Arbeitsschutz und Hygiene, begegnet. Die Cashflow-Situation wird u. a. durch konsequentes Nutzen von Kurzarbeit im Falle von Unterauslastung der Mitarbeiter/innen aufgrund von Auftragsmangel gestützt. Somit schätzen wir die coronabedingten Risiken als gering ein. 3. Beschaffungsmarktrisiken Ein wesentliches Risiko für die Gesellschaft ergibt aus der Entwicklung des Beschaffungsmarkts für Polyole und Isocynate. Aus einer möglichen Verknappung und/oder Verteuerung von Rohstoffen könnten sich die damit einhergehenden Preisänderungen negativ auf die Margenentwicklung auswirken. Dies stellt ein mittleres Risiko für das Unternehmen dar. Diesem Risiko begegnen wir durch die Bündelung der Einkaufsaktivitäten für Rohstoffe auf Ebene der Neveon-Gruppe. Die NEVEON schließt keine eigenen Warensicherungsgeschäfte ab. Innerhalb der Gruppe gibt es ein zielgerichtetes Lieferantenmanagement. 4. Finanzwirtschaftliche Risiken Direkte Währungsrisiken bestehen nicht, da der Bezug und Verkauf von Waren in Euro getätigt werden. Das Forderungsausfallrisiko wird vorrangig durch Warenkreditversicherungen und darüber hinaus durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt. Kunden mit einem überdurchschnittlichen Anteil am Umsatz bzw. Forderungen existieren nicht. Insgesamt besteht ein geringes Risiko. Die Liquidität ist durch eigene Mittel und durch die Möglichkeiten im Rahmen des Cash-Pools der Neveon-Gruppe sichergestellt. 5. IT-Risiken Die lokale IT-Abteilung ist eng mit der Group IT auf Konzernebene verwoben. Die Betreuung der IT-Infrastruktur im Bereich Software-Lizenzen, Hardware, ERP-Funktionalitäten sowie Wartung und Neubeschaffungen von IT-Installationen erfolgen in enger Abstimmung und nach gemeinsamen Standards innerhalb der Neveon-Gruppe. Es werden interne Spezialisten sowie externe Dienstleister eingesetzt, um eine reibungslose und sichere Plattform zu garantieren. Im laufenden Geschäftsjahr wurden keine relevanten IT-Risiken für die Gruppe und dementsprechend auch nicht für die NEVEON identifiziert. Insofern schätzen wir dieses Risiko als gering ein. 6. Personalrisiken Durch die niedrige Fluktuation bilden Know-how-Verlust und lange unbesetzte Stellen nur ein geringes Risiko für die NEVEON. Die Flexibilität wird durch den konsequenten Einsatz von Leiharbeit im gewerblichen Sektor erhöht. Insofern schätzen wir die Personalrisiken als gering ein. 7. Operative Risiken Für Risiken im Produktions- und Logistikbereich (z. B. Betriebsunterbrechung, Sachschäden, Umweltschäden, Transportschäden) hat NEVEON Versicherungen abgeschlossen, wodurch die im Unternehmen verbleibenden Risiken begrenzt werden sollen, damit aus Schadensfällen keine existenzbedrohenden Auswirkungen auf die Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft resultieren können. Zusammenfassend schätzen wir die Risiken gering ein und wir sehen keine existenziellen Risiken für das Unternehmen. V. Dank an die Mitarbeiter Die Geschäftsleitung dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für das große Engagement und die außergewöhnlichen Anstrengungen bei der Durchführung der Aufgaben und Bewältigung der Herausforderungen im Geschäftsjahr 2023.
Wiesbaden, den 30. August 2024 Manfred Stahl Marcus Ehrentreich Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023Vorbemerkung Die NEVEON Germany GmbH (im Folgenden auch NEVEON oder Gesellschaft genannt), hat ihren Sitz in Wiesbaden und wird beim Amtsgericht Wiesbaden unter der Registernummer HRB 11317 geführt. Sie ist eine große Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurden hinsichtlich der Bilanzierung, der Bewertung und des Ausweises die Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) beachtet. Der Jahresabschluss wurde in Euro aufgestellt. Die betragsmäßigen Angaben im Anhang und im Lagebericht erfolgen grundsätzlich in Tausend Euro (TEUR). Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den § § 266 und 275 HGB, wobei für die Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren Anwendung findet. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr ergaben sich nicht. Bei der Bewertung der einzelnen Posten werden die folgenden Grundsätze angewendet: 1. Anlagevermögen Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bewertet. Die Nutzungsdauer variiert von drei bis fünf Jahren. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen werden unter Berücksichtigung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ermittelt. Diese beträgt drei bis 40 Jahre. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Die Abschreibungen erfolgen linear pro rata temporis. Geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) werden, je nach Höhe der Anschaffungskosten (AK), wie folgt gehandhabt:
Bei den Finanzanlagen sind die Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten oder bei dauernder Wertminderung dem niedrigeren beizulegenden Wert auf Grundlage eines Werthaltigkeitstests bewertet. Bei Wegfall der Gründe für den niedrigeren Wert werden Zuschreibungen vorgenommen. 2. Vorräte Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Handelswaren werden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten oder den jeweils niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Unfertige und fertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Herstellungskosten umfassen Material- und Fertigungseinzelkosten, angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten und die Abschreibung der in der Fertigung genutzten Anlagegüter. Für gleichartige unfertige und fertige Erzeugnisse wurden Gruppen gebildet und entsprechende durchschnittliche Herstellungskosten angesetzt. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer oder verminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in angemessenem Umfang vorgenommen. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert (Anschaffungskosten) bzw. mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringbarkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Für erkennbare Einzelrisiken wurde eine Einzelwertberichtigung in Höhe von TEUR 1.199 (Vorjahr: TEUR 1.263) gebildet. Darüber hinaus wurde zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos eine Pauschalwertberichtigung von 0,5 % auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen in Höhe von TEUR 52 (Vorjahr: TEUR 64) gebildet. 4. Flüssige Mittel Die flüssigen Mittel (Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten) sind zu ihrem Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. 5. Rechnungsabgrenzungsposten Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. 6. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung In dem Bilanzposten "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" wird die Verrechnung des Zeitwerts des Deckungsvermögens für rückstellungspflichtige Altersteilzeitverpflichtungen mit dem Erfüllungsrückstand gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB ausgewiesen. 7. Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital wird zum Nennbetrag bilanziert. 8. Rückstellungen für Pensionen Rückstellungen für Pensionen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank für den Monat Dezember 2023 prognostizierten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 1,82 % p.a. (Vorjahr: 1,78 % p.a.). Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,0 % (Vorjahr: 2,5 %) und Rentensteigerungen von jährlich 2,5 % (Vorjahr: 2,5 %) zugrunde gelegt. Die Fluktuationsrate variiert unverändert von 0 % für Mitarbeiter ab 50 Jahre bis hin zu 10 % für Mitarbeiter bis 24 Jahre. Die Verpflichtungen aus Pensionen werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienen und dem Zugriff fremder Dritter entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Die Bewertung des zweckgebundenen, verpfändeten und insolvenzgesicherten Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, mit den korrespondierenden Aufwendungen und Erträgen wird entsprechend verfahren. 9. Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag drohenden Verluste und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken. Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden nach Maßgabe des Blockmodells gebildet. Die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeit erfolgt unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 1,74 % p.a. (Vorjahr: 1,44 % p.a.) und auf der Grundlage der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden für zum Bilanzstichtag bereits abgeschlossene und zukünftige potenzielle Altersteilzeitvereinbarungen gebildet. Sie enthalten Aufstockungsbeträge und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsverpflichtungen der Gesellschaft. Bei der Ermittlung der Rückstellung für Altersteilzeit wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,0 % (Vorjahr: 2,5 %) zugrunde gelegt. Die Erfüllungsverpflichtungen werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungs- und ähnlichen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff fremder Dritter entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Die Bewertung des zweckgebundenen, verpfändeten und insolvenzgesicherten Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Die Bewertung von Verpflichtungen aus Jubiläumszusagen erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Bewertung notwendigen Erfüllungsbetrages (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB). Die Bewertung der Rückstellungen für Jubiläen erfolgt unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 1,74 % p.a. (Vorjahr: 1,44 % p.a.) und auf der Grundlage der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Das Wahlrecht gemäß Art. 67 Abs. 1 Satz 2 EGHGB wurde ausgeübt, da der aufzulösende Betrag bis spätestens zum 31. Dezember 2024 wieder zugeführt werden müsste. Die Fluktuationsrate variiert unverändert von 0 % für Mitarbeiter ab 50 Jahren bis hin zu 10 % für Mitarbeiter bis 24 Jahren. Für zukünftige Aufwendungen aus der Erfüllung gesetzlicher Aufbewahrungspflichten für Geschäftsunterlagen wurden entsprechende Rückstellungen in Höhe des jeweiligen Erfüllungsbetrags, d. h. unter Berücksichtigung der voraussichtlich im Erfüllungszeitpunkt geltenden Kostenverhältnisse, gebildet. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Archivierungskosten wurde eine durchschnittliche Restaufbewahrungsdauer von fünfeinhalb Jahren zugrunde gelegt. 10. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. 11. Latente Steuern Die latenten Steuern werden auf temporäre Differenzen in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Jahren abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Im Fall eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. Im Falle eines Passivüberhangs werden passive latente Steuern nach § 274 Abs. 1 Satz 1 HGB angesetzt. Für die Bewertung werden die Steuersätze zum Realisationszeitpunkt zugrunde gelegt, die auf Basis der aktuellen Rechtslage zum Bilanzstichtag gelten. Der kombinierte Ertragssteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Eine Abzinsung der ermittelten latenten Steuern erfolgt nicht. Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein kombinierter Steuersatz von 29,73 % zugrunde (15,83 % für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 13,90 % für die Gewerbesteuer). Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens im Berichtsjahr ist im Anlagespiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. 2. Finanzanlagen Die Finanzanlagen beinhalten u. a. eine 100 %ige Beteiligung am Stammkapital der EUROFOAM Bohemia s.r.o., Klasterec, Tschechien, i. H. v. CZK 200.000. Diese wurde in 2001 gegründet und nahm Ende Oktober 2002 ihre operative Tätigkeit auf. Das Eigenkapital beträgt zum 31. Dezember 2023 TCZK 48.189 (entspricht TEUR 1.948; Vorjahr TCZK 57.458). Das Jahresergebnis 2023 beträgt TCZK -8.751 (entspricht TEUR -354; Vorjahr: TCZK -5.258). Im Geschäftsjahr 2023 fand keine Ausschüttung statt (Vorjahr: TEUR 75). Der Beteiligungsbuchwert wurde zum Bilanzstichtag auf Grundlage einer Ertragswertberechnung des Unternehmenswerts der EUROFOAM Bohemia s.r.o.um TEUR 399 auf TEUR 3.281 außerplanmäßig abgeschrieben (Vorjahr TEUR 3.680). 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenständen haben wie im Vorjahr eine Fälligkeit von weniger als einem Jahr. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen von TEUR 1.516 (Vorjahr: TEUR 377) ergeben sich aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.516 (Vorjahr TEUR 380). Forderungen gegen die Gesellschafterin bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 919 (Vorjahr: TEUR 5). Diese resultieren aus Forderungen aus Lieferung und Leistung TEUR 1.348 (Vorjahr: TEUR 5), welche mit Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegen die Gesellschafterin in Höhe von TEUR 428 (Vorjahr TEUR 0) verrechnet wurden. In den sonstige Vermögensgegenständen sind verpfändete Forderungen im Zusammenhang mit Bankhinterlegungen als Sicherheit von Mietavalen in Höhe von TEUR 123 enthalten (Vorjahr: TEUR 121). 4. Latente Steuern Zum Bilanzstichtag ergibt sich nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern (Gesamtdifferenzenbetrachtung) und unter Verwendung des Steuersatzes von 29,73 % zum Bilanzstichtag ein Aktivüberhang in Höhe von TEUR 5.021 (Vorjahr: TEUR 1.962). Die Gesellschaft macht vom Aktivierungswahlrecht gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB keinen Gebrauch. Es ergibt sich somit kein Ansatz latenter Steuern in der Bilanz. Die latenten Steuern beruhen im Wesentlichen auf steuerlichen Verlustvorträgen und Bilanzdifferenzen bei dem Sachanlagevermögen, den Rückstellungen für Pensionen sowie sonstigen Rückstellungen. 5. Eigenkapital Das Stammkapital beträgt EUR 51.200,00. Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte wie im Vorjahr kein Beschluss über eine Gewinnausschüttung. 6. Rückstellungen für Pensionen Die Rückstellungen für Pensionen enthalten Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 7.601 (Vorjahr: TEUR 7.550). Der Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtungen beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 8.686 (Vorjahr: TEUR 8.565). Dieser wurde mit dem Zeitwert des Deckungsvermögens in Höhe von TEUR 1.085 (Vorjahr: TEUR 1.015) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Die Zinszuführungen (TEUR 149) und die Erträge aus dem Deckungsvermögen (TEUR 20) sind im Finanzergebnis unter dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" enthalten. Der beizulegende Zeitwert der saldierten Rückdeckungsversicherungsansprüche entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung) gemäß versicherungsmathematischem Gutachten bzw. den Mitteilungen der Versicherer. Die Pensionsverpflichtung mit siebenjährigem Durchschnittszins beträgt TEUR 8.773 (Vorjahr: TEUR 8.945), der sich daraus ergebende Unterschiedsbetrag TEUR 87 (Vorjahr: TEUR 381). 7. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Reorganisation in Höhe von TEUR 765 (Vorjahr: TEUR 4.442), Personalkosten in Höhe von TEUR 2.984 (Vorjahr: TEUR 1.125). Die Rückstellungen für Personalkosten enthalten den Aufstockungsbetrag aus Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von TEUR 327. Rückstellungspflichtige Altersteilzeitverpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 512. Der hierin enthaltene Erfüllungsrückstand in Höhe von TEUR 185 wurde mit dem Zeitwert des Deckungsvermögens (TEUR 306) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Der entstehende Aktivüberhang in Höhe von TEUR 121 wird in der Bilanzposition "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" ausgewiesen. Der beizulegende Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände wurde anhand von Marktpreisen auf einem aktiven Markt bestimmt. Die Rückstellungen für Personalkosten enthalten ebenfalls Jubiläumsrückstellungen in Höhe von TEUR 111. 8. Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von TEUR 489 (Vorjahr: TEUR 546) ergeben sich aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 536 (Vorjahr TEUR 580), welche mit Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen die jeweiligen Gesellschaften in Höhe von insgesamt TEUR 47 (Vorjahr TEUR 34) verrechnet wurden. Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 13.167 (Vorjahr: TEUR 10.727) und beziehen auf Cash-Pooling-Verbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der Gesellschafterin von TEUR 428 wurden mit Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen die Gesellschafterin in Höhe von TEUR 1.348 saldiert und unter Forderungen gegen die Gesellschafterin ausgewiesen. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Geographisch teilen sich die Umsatzerlöse wie folgt auf:
Nach Tätigkeitsbereichen teilen sich die Umsatzerlöse wie folgt auf:
2. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 817 (Vorjahr: TEUR 169) und dem Abgang von Anlagevermögen in Höhe von TEUR 290 (Vorjahr: TEUR 6) enthalten. Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen TEUR 67 (Vorjahr: TEUR 4). 3. Personalaufwand Der Personalaufwand beträgt TEUR 25.433 (Vorjahr: TEUR 26.653). Der Personalaufwand des laufenden Jahres wie im Vorjahr durch die Inanspruchnahme von Kurzarbeit, als Reaktion auf die Corona-Krise, beeinflusst. Zahlungen der Agentur für Arbeit wurden in Höhe von TEUR 135 (Vorjahr: TEUR 144) an die Mitarbeiter geleistet und erfolgsneutral erfasst. 4. Abschreibungen Die Abschreibungen beinhalten im laufenden Geschäftsjahr planmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 1.694 (Vorjahr: TEUR 1.840). 5. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen aus der Erfüllung der Produkthaftpflicht (Garantiefälle) in Höhe von TEUR 75 (Vorjahr: TEUR 25). 6. Steuern vom Einkommen und Ertrag In den Steuern vom Einkommen und Ertrag sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 9 enthalten (Vorjahr: periodenfremde Aufwendungen von TEUR 20). Sonstige Angaben 1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen setzt sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen und beinhaltet Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen sowie das Bestellobligo für Investitionen in das Anlage- und Umlaufvermögen:
Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen verteilt sich vertragsgemäß auf folgende Jahre:
Bei den Miet- und Leasingverträgen handelt es sich um sog. "Operating-Lease-Verträge", die zu keiner Bilanzierung der Objekte in der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wofür es derzeit keine Anzeichen gibt. Mit den Mietverträgen verbunden sind Liquiditätsvorteile durch den Verzicht auf eigene Immobilien sowie Standortrisiken. Die bestehenden Miet-bzw. Leasingverträge über Betriebs- und Geschäftsausstattung haben ebenfalls unterschiedliche Laufzeiten und verbinden den Vorteil der geringeren Kapitalbindung mit Flexibilität und den neuesten Technologien. 2. Haftungsverhältnisse und Besicherung Es bestehen verpfändete Forderungen im Zusammenhang mit Bankhinterlegungen als Sicherheit von Mietavalen in Höhe von TEUR 123, die unter den sonstigem Vermögensgegenständen ausgewiesen sind. Zum Bilanzstichtag bestehen darüber hinaus keine weiteren Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 i. V. m. § 268 Abs. 7 HGB. 3. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Im Geschäftsjahr 2023 beträgt das Gesamthonorar der Rödl & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Eschborn, TEUR 88, davon entfallend auf Abschlussprüfungsleistungen von TEUR 68 und für Steuerberatungsleistungen von TEUR 20, 4. Ausschüttungsgesperrte Beträge i. S. d. § 268 Abs. 8 HGB und § 253 Abs. 6 HGB Zum Bilanzstichtag besteht folgender ausschüttungsgesperrter Gesamtbetrag i. S. d. § 268 Abs. 8 HGB und § 253 Abs. 6 HGB:
5. Geschäftsführung Der Geschäftsführung gehörten im Geschäftsjahr an:
Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, wird die Gesellschaft durch diesen, sind mehrere Geschäftsführer bestellt, wird die Gesellschaft jeweils durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer und einen Prokuristen vertreten. Herr Manfred Stahl und Herr Marcus Ehrentreich sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. 6. Aufsichtsrat In 2010 wurde ein Statusverfahren gemäß § 97 Abs. 1 AktG durchgeführt. Die Gesellschaft hat keinen Aufsichtsrat mehr zu bilden. In der Gesellschafterversammlung vom 26. Oktober 2010 wurde der Gesellschaftsvertrag entsprechend geändert und der Aufsichtsrat als Organ der Gesellschaft gestrichen. Der geänderte Gesellschaftsvertrag wurde notariell beglaubigt dem Handelsregister übermittelt, die Eintragung ist bereits am 03. November 2010 erfolgt. 7. Gesamtbezüge der Geschäftsführung Hinsichtlich der Angabe der Höhe der Gesamtbezüge der Geschäftsführungsorgane wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. 8. GewinnverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen. 9. Konzernverhältnisse Mutterunternehmen der NEVEON ist die Greiner AG, Kremsmünster, Österreich, die für den größten und kleinsten Kreis der Unternehmen den Konzernabschluss mit befreiender Wirkung aufstellt und auf deren Webseite offenlegt. Der von diesem Mutterunternehmen aufgestellte Konzernabschluss ist am Sitz der Greiner AG verfügbar. 11. Arbeitnehmer im Jahresdurchschnitt Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 273 gewerbliche Mitarbeiter und 127 Angestellte (Vorjahr: 315 und 137) beschäftigt. 12. Ereignisse nach dem Stichtag Es sind folgende Vorgänge von besonderer Bedeutung zu vermerken, die nach dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten sind und finanzielle Auswirkungen im Geschäftsjahr 2024 haben:
Wiesbaden, den 30. August 2024 Manfred Stahl Marcus Ehrentreich Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 der NEVEON Germany GmbH wurde am 25.11.2024 BESTÄTIGUNGSVERMERK Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die NEVEON Germany GmbH: Wir haben den Jahresabschluss der NEVEON Germany GmbH, Wiesbaden - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der NEVEON Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben die gesetzlichen Vertreter die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die als notwendig erachtet wurden, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Eschborn, den 30. August 2024 Rödl
& Partner GmbH
Giebermann, Wirtschaftsprüfer Schöffel, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31. 12.2023 der NEVEON Germany GmbH wurde am 25.11.2024 festgestellt. |
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