General Logistics Systems Germany GmbH & Co. OHG
Selbe AdresseErbringung von Logistikdienstleistungen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jan Stefan Klaus seit 15.2.2024 | Geschäftsführer |
Mathias Richard Wilhelm Meyer seit 15.2.2024 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
GLS Beteiligungs GmbHNeuensteinKonzernabschluss zum 31. März 2022 und KonzernlageberichtKonzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021/2022GLS Beteiligungs GmbHNeuenstein1. Grundlagen des Konzerns 1.1. Geschäftsmodell Der Konzernabschluss (im Folgenden auch als "GLS Unternehmensgruppe" oder "Konzern" bezeichnet) umfasst zum Bilanzstichtag die GLS Beteiligungs GmbH sowie sieben in- und zwei ausländische Tochtergesellschaften. Dieses sind im Wesentlichen die General Logistics Systems Germany GmbH & Co. OHG, Neuenstein, die Unternehmen der DER KURIER-Gruppe, Neuenstein, die GLS IT Services GmbH, Neuenstein, die General Logistics Systems Austria GmbH, Ansfelden, Österreich, und die General Logistics Systems Hungary Kft., Alsónémedi, Ungarn. Die GLS Unternehmensgruppe ist Teil der GLS Gesamtkonzerngruppe, die national, in Europa und auch weltweit Paketdienstleistungen anbietet. Europa ist der definierte Kernmarkt, der zu einem Großteil mit eigenen Gesellschaften abgedeckt ist. Oberstes Mutterunternehmen ist die Royal Mail plc, London, Großbritannien. Gegenstand und Zweck der GLS Unternehmensgruppe ist die Organisation aller jeweils markttypischen Dienstleistungen von Kurier-, Express- und Paketdiensten ("KEP-Dienste"). Vier zentrale Umschlagsplätze und über 171 Depots gehören zu den Gesellschaften der GLS Unternehmensgruppe. Mit dem straßenbasierten Netz ist GLS einer der führenden Paketdienstleister in Europa. Knapp 8.700 Fahrzeuge der angeschlossenen Transportunternehmer sind regelmäßig im Einsatz für die GLS Unternehmensgruppe. Damit werden das nationale und das Exportgeschäft in Deutschland, Österreich und Ungarn abgewickelt. Der Konzern verwendet Leistungsindikatoren zur Steuerung des Unternehmens. Als bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren verwendet der Konzern dabei den Umsatz sowie das Ergebnis nach Steuern, deren Veränderung zum Vorjahr sowie zum Budget und Forecast regelmäßig analysiert wird. Weiterer Leistungsindikator ist die Paketmenge. 1.2. Forschung und Entwicklung Der Konzern führt keine Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten im engeren Sinne aus. Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten des Konzerns beziehen sich im Wesentlichen auf die Weiterentwicklung der IT-Plattformen und -Systeme, welche durch die GLS IT Services GmbH unter teilweiser Inanspruchnahme von Leistungen Dritter wahrgenommen werden. Notwendige Ressourcen wurden auch für neue Anwendungen verfügbar gemacht, um aktuellen Marktanforderungen, insbesondere im B2C-Segment, gerecht zu werden. Im Geschäftsjahr 2021/2022 wurde bewertungsmethodenstetig das Aktivierungswahlrecht nach § 248 Abs. 2 HGB angewandt und es wurden TEUR 4.296 für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände aktiviert, welche die Aufwendungen für die Entwicklung neuer Softwaresysteme für die GLS Gruppe beinhalten. Die im Berichtszeitraum vorgenommenen Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten belaufen sich auf TEUR 7.511. 1.3. Umweltschutz und Nachhaltigkeit Als in Europa und Nordamerika tätige, führende Unternehmensgruppe ist sich die GLS Group ihrer Verantwortung für Menschen, Umwelt und Gesellschaft bewusst. Nachhaltigkeit ist eines der vier Kernthemen unserer Unternehmensstrategie, welches durch jede und jeden unserer Mitarbeiter*innen täglich mit Leben gefüllt wird. Seit den frühen 2000-er Jahren hat GLS mit den Programmen "ThinkResponsible", "ThinkQuality", "ThinkGreen" und "ThinkSocial" nachhaltiges Wirtschaften vorangetrieben und stetig weiterentwickelt. Ziel war und ist es nach wie vor, den nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg in Verbindung mit dem Schutz der Umwelt und Gesellschaft für nachfolgende Generationen sicherzustellen. In diesem Zusammenhang wurde im Oktober 2019 das Programm "GLS Klima Protect" eingeführt. Dabei umfasst GLS Klima Protect sowohl die kontinuierliche Vermeidung und Reduktion als auch die vollständige Kompensation aller unvermeidbaren Treibhausgasemissionen, die entlang der gesamten Wertschöpfungskette entstehen. Das langfristige Ziel bis 2045 ist es, alle Treibhausgasemissionen vollständig zu reduzieren, sodass keine Emissionen mehr kompensiert werden müssen. GLS erfasst dabei gemäß den Standards für die Berechnung von Treibhausgasemissionen von Logistikdienstleistungen (DIN EN 16258) alle Treibhausgasemissionen, die durch die eigenen Klimaschutzmaßnahmen noch nicht reduziert werden können und kompensiert diese jährlich über ein zertifiziertes Kompensationspartnerunternehmen, aktuell "ClimatePartner". Die Klimaschutzprojekte von ClimatePartner sind gemäß branchenüblichem Standard (VCS/CCB/GS VER-Standard) zertifiziert und im Bereich des nachhaltigen Waldschutzes in Südamerika und dem Ausbau erneuerbarer Energien (Wind- und Solarenergie) in Indien angesiedelt. Mit dem europaweiten geprüften Qualitäts- und Umweltmanagement-System (DIN ISO 14001 & DIN ISO 9001) sichert, kontrolliert und verbessert GLS stetig die langfristige Qualität und Nachhaltigkeit der eigenen Dienstleistungen. Dabei wird GLS von der DEKRA zertifiziert, einem der größten internationalen Zertifizierungsunternehmen. Weiterhin wird das Nachhaltigkeitsengagement von GLS durch die anerkannte internationale Bewertungsplattform EcoVadis unabhängig überprüft. Die GLS B.V. erreichte hier im Jahr 2022 den Goldstatus für die Wahrnehmung ihrer unternehmerischen Verantwortung. GLS schafft mit dieser Analyse die Möglichkeit, die Nachhaltigkeitsmaßnahmen gezielt zu validieren und kontinuierlich zu verbessern und befindet sich mit diesem Ergebnis unter den besten 7% der von EcoVadis bewerteten Unternehmen in der Post-, Kurier- und Güterverkehrsbranche. Zusammen mit dem Mutterkonzern Royal Mail nimmt GLS zudem am Carbon Disclosure Project (CDP) teil, bei welchem die Aktivitäten zum Umwelt- und Klimaschutz offengelegt werden. Die GLS Unternehmensgruppe ist in dem Nachhaltigkeitsbericht der GLS B.V., Amsterdam (Niederlande) enthalten. Dieser ist auf der Internetseite https://gls-group.com/DE/de/ueber-uns/nachhaltigkeit.html öffentlich einsehbar und informiert über die Entwicklungen in diesem Bereich - mit Informationen zum Unternehmen, zu unseren Aktivitäten im Bereich Unternehmensverantwortung, bspw. in den Bereichen Qualität, Compliance, Datenschutz, Arbeits- und Gesundheitsschutz, IT-Security sowie Kennzahlen aus der Ökobilanz und Beispielen für gesellschaftliches Engagement aus den Landesgesellschaften in Europa und Nordamerika. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliches und branchenbezogenes Umfeld Die pandemische Lage hält an. Auch im Jahr 2021 wurde die wirtschaftliche Lage durch das Thema Corona maßgeblich beeinflusst. Treiber der konjunkturellen Entwicklung waren hierbei erneut das Infektionsgeschehen und die damit verbundenen Maßnahmen wie Lockdown und Schließungen im Einzelhandel. Die deutsche Wirtschaft erholte sich im Vergleich zum Hauptkrisenjahr 2020 mit einem BIP-Wachstum von ca. 2,7% in fast allen Wirtschaftsbereichen. Prognosen von Ökonomen ließen hier auf rund 4% schließen, die Bundesregierung rechnete etwas konservativer mit knapp 3,5%. https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2022/01/PD22_020_811.html https://www.tagesschau.de/wirtschaft/konjunktur/bip-deutschland-wachstum-konjunktur-101.html#:~:text=Die%20deutsche%20Wirtschaft%20hat%20sich,um%202%2C7%20Prozent%20gewachsen. Das tatsächliche Wachstum bleibt damit ca. 0,8% bis 1,3% hinter dem erwarteten Wachstum zurück, was laut Bundesverband der deutschen Industrie (BDI) in Zusammenhang mit Lieferengpässen im Bereich der Automobilindustrie, der Elektroindustrie und dem Maschinenbau steht. Das Fehlen von Mikrochips, Bauteilen und Rohstoffen beeinträchtigte die Produktion für längere Zeit. https://www.tagesschau.de/wirtschaft/konjunktur/bip-deutschland-wachstum-konjunktur-101.html#:~:text=Die%20deutsche%20Wirtschaft%20hat%20sich,um%202%2C7%20Prozent%20gewachsen Die vierte Coronawelle im Herbst/Winter zeichnete dafür verantwortlich, dass das BIP in diesem Quartal um 0,5% - 1,0% unter das des Vorquartals sank. Das Forschungsinstitut IfW berechnete einen Verlust an Wirtschaftsleistung von ca. 320 Milliarden Euro für die pandemischen Jahre 2020 bis 2022. Hier machen allein die Lieferengpässe rund 40 Milliarden an Wertschöpfungsverlusten aus. Trotz der BIP-Zuwächse hat die Wirtschaftsleistung in den meisten Bereichen das Vorkrisenniveau noch nicht wieder erreicht. https://www.tagesschau.de/wirtschaft/konjunktur/bip-deutschland-wachstum-konjunktur-101.html#:~:text=Die%20deutsche%20Wirtschaft%20hat%20sich,um%202%2C7%20Prozent%20gewachsen Die Wirtschaftsleistung wurde in 2021 im Schnitt von rund 44,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort Deutschland erbracht. Damit liegt die Zahl der Erwerbstätigen in etwa auf Vorjahresniveau. Allerdings arbeiteten viele nicht mehr in den gleichen Bereichen wie vor der Coronapandemie. Zuwächse erzielten hier die Bereiche Gesundheit, Erziehung und Öffentliche Dienstleister ebenso wie die Bereiche Information, Kommunikation und Baugewerbe. Im Handel, Verkehr und Gastgewerbe kam es hingegen zu Beschäftigungsverlusten. https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2022/01/PD22_020_811.html Der Kurier-, Express- und Paketmarkt wuchs auch im Jahr 2021 nochmals sprunghaft um knapp 460 Mio. Sendungen. Damit übersteigt der KEP-Markt den Wachstumstrend auch im zweiten Coronajahr deutlich. Gerade Anfang des Jahres 2021 beeinflussten Corona und die politischen Auswirkungen den KEP-Markt entscheidend und massiv, sodass die Schwankungen im weiteren Jahresverlauf kompensiert werden konnten. Alles in allem konnte erneut ein zweistelliges Wachstum verzeichnet werden. Mit 11,2% Wachstum im Vorjahresvergleich konnte das Sendungsvolumens des KEP-Marktes erstmalig die 4,5 Milliarden Marke übertreffen. Das Wachstum ist jedoch deutlich vom ersten Halbjahr 2021 beeinflusst. Mit einer Wachstumsrate von knapp 20% liegt es deutlich über dem 2. Halbjahr, in dem die Konjunktur im KEP-Markt doch recht verhalten mit nur noch 3,8% gewachsen ist. Der Aufwärtstrend blieb intakt. Für den Onlinehandel werden Umsatzzuwächse von 13% erwartet. Da diese Prognose allerdings vor der Ukraine-Krise erstellt wurde und sich inzwischen seit Beginn des Krieges eine deutliche Kaufzurückhaltung auch im Onlinehandel zeigt, wird dies zu deutlich reduzierten Wachstumsraten führen. Unter diesem Aspekt wurde die Wachstumsprognose halbiert, denn laut Konsumbarometer hat der Krieg in der Ukraine ähnlich einschneidende Effekte auf die Verbraucherstimmung wie die Coronakrise. KEP Studie Vorabversion, Pelle Faust, Rohfassung vom 09.05.2022 2.2. Geschäftsverlauf Im Lagebericht des Vorjahres wurde ein moderates Umsatz- und Paketmengenwachstum im Vergleich zum Vorjahr erwartet. Neben dem tatsächlich nur moderaten Paketmengenwachstumsowohl im nationalen Bereich als auch im Export ergaben sich deutlich positive Effekte aus den umgesetzten Preisanpassungen. Diese waren notwendig, um den weiter anhaltenden Anstieg der Kosten, besonders aufgrund der Mindestlohnanpassung und der Preissteigerungen in den Bereichen Treibstoff und Energie auszugleichen. Die Umsatzerlöse sind somit gegenüber dem Vorjahr um TEUR 159.154 gestiegen, was einem Plus von 8,7% entspricht. Zudem konnte ein leicht über der Prognose (ähnliches Niveau wie im abgelaufenen Geschäftsjahr (2020/2021)) liegendes Konzernergebnis nach Steuern erzielt werden. 2.3. Lage 2.3.1. Ertragslage Die Umsatzerlöse haben sich von TEUR 1.837.412 im Vorjahr um TEUR 159.154 bzw. 8,7 % auf TEUR 1.996.566 erhöht. Der Anstieg ist dabei einerseits auf die positive Paketmengenentwicklung im nationalen und internationalen Bereich sowie auf notwendige Preisanpassungen zurückzuführen. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge von TEUR 14.874 im Vorjahr auf TEUR 22.292 ist neben der allgemeinen Geschäftsentwicklung vor allem mit einem Sondereffekt aus der Auflösung einer Rückstellung für Steuerrisiken in Höhe von TEUR 1.021 zu begründen. Der Materialaufwand hat sich von TEUR 1.324.257 im Vorjahr um TEUR 104.475 bzw. 7,9 % auf TEUR 1.428.733 erhöht. Dieser Anstieg ist einerseits mengenbedingt, andererseits aber auch durch die allgemeine Faktorkostenentwicklung (Lohnanpassungen und Dieselpreissteigerungen) beeinflusst. Dieser Effekt konnte nur in Teilen durch Optimierungsmaßnahmen kompensiert werden. Die Steigerung der Materialaufwendungen liegt auf dem Niveau der Umsatzsteigerung. Der Personalaufwand ist um TEUR 27.657 bzw. 11,4 % auf TEUR 269.362 gestiegen. Dies ist mit den marktentsprechenden Lohnrunden sowie der Mindestlohnsteigerung zu begründen. Es war weiterhin nur schwer möglich, Mitarbeiter zu rekrutieren. Die Anzahl der Mitarbeiter stieg im Vergleich zum Vorjahr (9.257) um 424 auf 9.681. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich von TEUR 123.724 im Vorjahr auf TEUR 155.811 erhöht. Dies ist vor allem mit der allgemeinen Energiekostenentwicklung zu erklären. Zudem gab es deutliche Kostensteigerungen in den Bereichen Marketing und Objektschutz. Im Berichtsjahr wurde eine Sponsoring-Partnerschaft mit dem Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund eingegangen. Das Finanzergebnis hat sich im Geschäftsjahr verbessert und beläuft sich auf TEUR -414 (Vorjahr: TEUR -799). Die Veränderung ist unter anderem auf die Ablösung eines erhaltenen Darlehens von der Royal Mail Group im Geschäftsjahr 2020/21 zurückzuführen. Zudem ergab sich ein Zinseffekt aus Steuernachzahlungen im Geschäftsjahr 2020/21, der sich im Geschäftsjahr 2021/22 nicht wiederholt hat. Nach Berücksichtigung von Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von TEUR 25.199 (Vorjahr: TEUR 24.862) sowie sonstigen Steuern ergab sich für das Geschäftsjahr ein Konzernjahresüberschuss in Höhe von TEUR 94.845 (Vorjahr: TEUR 89.859). Die Eigenkapitalrentabilität 1 beträgt 25,4 % (Vorjahr 26,1 %). Die Umsatzrentabilität 2 beträgt 4,8 % (Vorjahr: 4,9 %). 1 Eigenkapitalrentabilität stellt das Verhältnis des Gewinns zum Eigenkapital am Geschäftsjahresende dar. 2 Umsatzrentabilität stellt das Verhältnis des Gewinns zum Umsatz dar. 2.3.2. Finanzlage 2.3.2.1. Kapitalstruktur Der Konzern weist zum 31. März 2022 ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 468.698 aus. Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 433.936) resultiert im Wesentlichen aus dem Konzernjahresüberschuss. Zudem ist eine Dividendenausschüttung in Höhe von TEUR 30.135 aus dem laufenden Ergebnis und TEUR 27.865 aus dem Bilanzgewinn des Vorjahres erfolgt. Die Eigenkapitalquote beträgt 63,6 % (Vorjahr 59,3 %). Die sonstigen Rückstellungen haben sich von TEUR 60.342 im Vorjahr auf TEUR 61.501 zum 31. März 2022 erhöht. Die Rückstellungen betreffen im Wesentlichen kurzfristige sonstige Rückstellungen. Der Anstieg begründet sich insbesondere durch höhere Effekte im Bereich der ausstehenden Rechnungen für Transport- und Personalkosten sowie für Paketschäden. Die Verbindlichkeiten des Konzerns belaufen sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 202.211. Dies sind 27,5 % des Gesamtkapitals. Zum Vorjahresstichtag betrugen die Konzernverbindlichkeiten TEUR 232.187 und damit 31,7 % des Gesamtkapitals. Die GLS Unternehmensgruppe hat, wie im Vorjahr, keine wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich stichtagsbezogen von TEUR 131.286 im Vorjahr auf TEUR 137.596 erhöht. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind zum Bilanzstichtag die Effekte aus den Internationalen Clearing-Abrechnungen enthalten. Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr ist vor allem mit der Beendigung des Cash Poolings begründet. 2.3.2.2. Investitionen Im Geschäftsjahr hat die GLS Unternehmensgruppe insgesamt TEUR 71.947 in das Anlagevermögen investiert. Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände beliefen sich auf TEUR 6.054 und betreffen im Wesentlichen selbsterstellte Software zur Weiterentwicklung der IT-Plattformen und -Systeme. Die Investitionen in das Sachanlagevermögen betrugen TEUR 65.893 und betreffen im Wesentlichen die Erweiterung bestehender Depots, die Modernisierung der technischen Anlagen sowie den Kauf neuer Wechselkoffer. 2.3.2.3. Liquidität Die flüssigen Mittel des Konzerns belaufen sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 103.835 (Vorjahr: TEUR 113.317). Während aus der laufenden Geschäftstätigkeit ein Mittelzufluss in Höhe von TEUR 121.377 generiert werden konnte, ist aus dem Bereich der Investitionstätigkeit ein Mittelabfluss in Höhe von TEUR 70.027 sowie aus der Finanzierungstätigkeit ein Mittelabfluss in Höhe von TEUR 58.749 zu verzeichnen. Aus wechselkursbedingten Änderungen des Finanzmittelfonds resultiert ein Effekt in Höhe von TEUR 2.083 Der Konzern war im Geschäftsjahr jederzeit in der Lage, seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Die Liquidität im Konzern ist gesichert. 2.3.3. Vermögenslage Die Bilanzsumme des Konzerns hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 4.740 bzw. 0,6 % auf TEUR 736.617 erhöht. Das Anlagevermögen, welches 54,3 % der Bilanzsumme beträgt, hat sich von TEUR 373.241im Vorjahr auf TEUR 399.819 zum 31. März 2022 erhöht. Es wird auf die Ausführungen zur Investitionsanalyse im Rahmen der Finanzlage verwiesen. Das Umlaufvermögen mit einem Anteil an der Bilanzsumme von 44,1 % hat sich im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 343.625 auf TEUR 324.494 zum 31. März 2022 verringert. Die Vorräte sind nur geringfügig auf TEUR 5.006 gestiegen. Im Bereich der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände ist ein Rückgang um TEUR 9.987 auf TEUR 215.653 und bei den liquiden Mitteln ein Rückgang um TEUR 9.482 zu verzeichnen. Der Rückgang der Forderungen ist mit dem im Vergleich zum Vorjahr schwachen Umsatz im Monat März zu begründen. Bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses hat sich an der zufriedenstellenden wirtschaftlichen Lage des Konzerns nichts Wesentliches verändert. 3. Prognosebericht Erste Prognosen des Sachverständigenrates für das neue Jahr waren optimistisch. Diese beliefen sich auf ein Wirtschaftsplus von 4,6%. Jüngsten Prognosen zufolge solle die Wirtschaftsleistung in Deutschland jedoch nur mit rund +1,8% wachsen, wobei die Auswirkungen des Ukraine-Krieges bereits berücksichtigt sind.
https://de.statista.com/infografik/22088/prognose-zur-entwicklung-der-konjunktur-in-deutschland/#:~:text=Konjunktur%2DPrognose&text=Der%20Sachverst%C3%A4ndigenrat%
Im ersten Quartal 2022 konnte das BIP im Vorjahresvergleich um 4,0% zulegen. Grund hierfür war jedoch, dass die zweite Coronawelle im Vorjahr die Wirtschaft massiv traf. Im Vergleich zum letzten Quartal 2021 stellt diese nur einen preis-, saison- und kalenderbereinigten Anstieg von 0,2% dar.
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2022/04/PD22_184_811.html
Die Absenkung des Wirtschaftswachstums und die deutlich schlechteren Aussichten liegen im Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine begründet. Experten zufolge belastet dieser am 24. Februar gestartete Akt Russlands und die anhaltende Spannung in diesem Gebiet die Aussichten der Weltwirtschaft enorm und bringt große politische Unsicherheit im politischen Umfeld mit sich. Die Folgen daraus ergeben sich in anhaltend hohen Preisen für Energie und Rohstoffe. Ebenso einflussnehmend zeigen sich der Ausfall von Nahrungs- und Düngemittelexporten aus der Ukraine und Russland sowie das geplante Öl-Embargo.
https://de.statista.com/infografik/22088/prognose-zur-entwicklung-der-konjunktur-in-deutschland/#:~:text=Konjunktur%2DPrognose&text=Der%20Sachverst%C3%A4ndigenrat%
https://www.ifo.de/node/68622 Aufgrund der anhaltenden Coronakrise sowie des Kriegs in der Ukraine sind Ergebnisse und Prognosen in Bezug auf die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen mit größeren Unsicherheiten als sonst üblich behaftet. War bis zum Vorjahreszeitpunkt der Erstellung dieses Berichtes noch Corona das vorherrschende Thema, so ist die Situation durch den Krieg zwischen Russland und der Ukraine weiter verschärft worden. GLS lässt die Risiken der Coronapandemie weiterhin nicht außer Acht. Es gelten Hygieneregelungen in allen Standorten und auch Homeoffice wird weiterhin ermöglicht, um Kontakte zu beschränken und die Mitarbeiter zu schützen. Die Coronalage kann derzeit aber als "unter Kontrolle" eingeschätzt werden. Verläufe von Erkrankungen sind nicht mehr so dramatisch wie noch zu Beginn der Pandemie. Dies liegt auch darin begründet, dass die Impfkampagnen Wirkung zeigen. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts sind mit 63,1 Mio. Personen 75,9% der Bevölkerung grundimmunisiert, 49,6 Mio. Personen (59,6%) haben bereits Auffrischungsimpfungen erhalten. Auch GLS hat mit einem eigens dafür ins Leben gerufenen Impfmobil den Kampf gegen das Coronavirus aufgenommen und impfte bei der Tour durch 34 Städte Mitarbeiter von GLS, Fahrer, Familienangehörige und alle Interessierten. https://impfdashboard.de/ Demgegenüber ist der Einfluss des Krieges in Europa in der KEP-Branche deutlich spürbarer. Im Transport- und Logistiksektor sind alle Mitspieler abhängig von fossilen Brennstoffen wie Benzin oder Diesel. Die Preise für einen Liter Diesel stiegen zu Beginn des Krieges von 165,5 ct je Liter auf über 210,0 ct je Liter. Dies bedeutet eine Steigerung von rund 26,9%. Diese Kostensteigerung stellt die Unternehmen der KEP-Branche und deren Transportpartner in einen noch härteren Wettbewerb.
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/224105/umfrage/durchschnittlicher-preis-fuer-diesel-kraftstoff/#:~:text=Durchschnittlicher%20Dieselpreis%20in%20Deutschland%20bis%20
Laut den Prognosen von Euler Hermes Deutschland werde die Anzahl der Insolvenzen in 2022 deutlich steigen, denn die bereits beschriebene Steigerung der Energiepreise sowie die generelle Verknappung von Rohstoffen und Lieferengpässe lassen die Inflationsrate merklich höher als erwartet steigen. https://www.allianz-trade.de/presse/pressemitteilungen/eh-studie-ukraine-konflikt-fuehrt-zu-steigenden-insolvenzen-in-europa.html Das zum Teil deutliche Wachstum der Paketmenge aus 2020 konnte in 2021 zwar fortgesetzt werden, es fiel jedoch zum Ende hin geringer aus. Öffnungen im Einzelhandel, der Impfstatus der Bevölkerung sowie das Lockern der meisten Coronabeschränkungen zum aktuellen Zeitpunkt werden vermutlich dazu führen, dass sich die Paketmengen der Kundensegmente B2B und B2C auf das Verhältnis vor der Coronapandemie einpendeln. Dies bedeutet einen Rückgang im B2C-Segment. Das Abflachen der beeindruckenden Wachstumsraten des ersten Halbjahres 2021 im Winterhalbjahr zeigt hierbei eine erste Marktregulation. Allerdings wird für den Onlinehandel weiterhin von hohen Zuwachsraten um die 10% ausgegangen. Durch die Ukrainekrise ist allerdings eine Kaufzurückhaltung spürbar, die die vermutete Entwicklung sehr wahrscheinlich einbremsen wird. KEP Studie Vorabversion, Pelle Faust, Rohfassung vom 09.05.2022 Das Jahr 2022 wird daher gerade im KEP-Markt sehr spannend, da die Ausgangslage mit den hohen Energiekostensteigerungen den Wettbewerb verschärfen wird. Um profitabel wirtschaften zu können, müssen die Teilnehmer des Marktes ihre Preise erhöhen. Dies wiederum werden nicht alle Kunden akzeptieren und sich neue Versandpartner suchen. Dies birgt zum einen das Risiko eines Umsatzverlustes, eröffnet aber auf der anderen Seite die Chance, neue Kunden zu gewinnen und evtl. neue Marktsegmente zu erschließen. Die Entwicklung der Treibstoff (Diesel)- und Energiekosten (Strom, Gas) werden vermutlich einige neue Ansätze und Lösungen im Bereich des Transportes und der Zustellung hervortreten lassen. Nachhaltiges Wirtschaften wird noch mehr an Bedeutung gewinnen und die grünen Konzepte, zum Beispiel Solarstromerzeugung für den Betrieb von e-Mobilität, werden zunehmen. Dies alles führt zu einem sensitiven Zusammenspiel zwischen Erlösen und Kosten in den einzelnen Prozessen. Diesem Zusammenspiel kann jedoch, wie auch in den vergangenen Jahren, mit einem gezielten Analysieren der täglichen Gegebenheiten und einem guten Management entgegengewirkt werden. Die GLS Unternehmensgruppe geht für das neue Geschäftsjahr von einer Paketmengenentwicklung auf Vorjahresniveau aus. Aufgrund der durchgeführten Preiserhöhungen erwartet der Konzern eine leichte Umsatzsteigerung. Da die hohen Kostensteigerungen durch die Preismaßnahmen nicht komplett kompensiert werden können, wird mit einem Ergebnis nach Steuern auf ähnlichem Niveau wie im Berichtsjahr gerechnet. Um das bestehende Auftragsvolumen weiterhin in qualitativ hochwertiger Form abwickeln zu können, sind substanzerhaltende Ersatzinvestitionen vorgesehen. Daneben müssen die Kapazitäten den Mengenentwicklungen der nächsten Jahre angeglichen werden. Dafür sind Investitionen für Depotneubauten und zahlreiche Erweiterungen vorgesehen. Hinzu kommen Investitionen in optimierende Technik sowie in punktuelle Weiterentwicklungen der IT-Systemlandschaft. Im Budget sind dafür Beträge eines höheren zweistelligen Millionenbetrages für den Konzern vorgesehen. Die Geschäftsführung möchte die Position der GLS im Bereich der B2B-Kunden durch anhaltend gute Qualität festigen und im B2C-Bereich Marktanteile hinzugewinnen. Dies soll durch Kooperationen mit bekannten Onlineportalen unterstützt werden. Dabei setzt GLS insbesondere auf die Fortsetzung der Partnerschaft mit dem Bundesligisten Borussia Dortmund. Da von einem positiven Ergebnis ausgegangen wird und Investitionen nur im Einklang und unter Beobachtung der Rahmenbedingungen und deren finanziellen Auswirkungen disponiert und getätigt werden, ist die Liquidität weiterhin gesichert. Dieser Lagebericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Ganz besonders im Hinblick auf die weitere Entwicklung des Krieges in Europa und seine Auswirkungen beruhen solche vorausschauenden Aussagen auf Annahmen und Erwartungen zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Lageberichts. Sie sind daher mit Risiken und Ungewissheiten verbunden, so dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den zukunftsgerichteten Aussagen abweichen können. 4. Chancen- und Risikobericht Für die GLS Unternehmensgruppe ergeben sich eine Vielzahl von Chancen. Im Rahmen unserer geschäftlichen Aktivitäten sind wir jedoch auch Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Unternehmerisches Handeln ist ohne das Eingehen von Risiken nicht denkbar. Der Konzern verfügt über interne Systeme der Risikoerkennung und -kontrolle. Ziele unseres Risikomanagements sind vor allem die Sicherung unserer Unternehmensziele sowie die Reduzierung von Risikokosten. Die Aufgaben des Risikomanagements bestehen darin, über die gesamte Wertschöpfungskette vorhandene und zu erwartende Risiken zu erkennen, zu analysieren, zu bewerten und zu überwachen sowie geeignete Maßnahmen abzuleiten. Dabei werden sowohl Risiken betrachtet, die von außen auf den Konzern einwirken, als auch Risiken, die intern entstehen. Als Teil des internen Kontroll- und Risikomanagements ist für die Gesellschaften des Konzerns nachhaltiges, verantwortungsvolles und rechtmäßiges Handeln ein Grundprinzip für erfolgreiches wirtschaftliches Agieren im Sinne einer nachhaltigen Unternehmensentwicklung. Zudem nehmen wir unsere Fürsorgepflicht gegenüber unseren Mitarbeitern sehr ernst. Es ist uns wichtig, dass entsprechender Arbeitsschutz gewährleistet ist und die Gesundheit der Mitarbeiter nicht gefährdet wird. Die folgende Darstellung betrifft Chancen und Risiken, die aus Sicht des Konzerns im Prognosezeitraum einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben könnten. Die Risiken werden dabei vor Risikobegrenzungsmaßnahmen dargestellt. Branchenspezifische Chancen und Risiken Die KEP-Branche wächst, insbesondere durch den e-Commerce. Das seit vielen Jahren anhaltende Wachstum bringt Chancen für Umsatzsteigerungen, prägt aber auch den Markt für die Produktionsfaktoren. KEP-Dienstleister müssen ihre Kapazitäten permanent anpassen, ohne dass die Leistungsfähigkeit der Netze darunter leidet. Aktuell scheint sich jedoch eine Abschwächung abzuzeichnen. Durch aktuelle geopolitische Krisen wie den Ukraine-Krieg, die anhaltenden Sanktionen und das geplante Öl-Embargo sind die Energiepreise extrem gestiegen. Inflationsraten befinden sich auf Rekordniveau (ifo April 2022: 7,4%) und sinkende Geschäftsklima- und Konsum-Indices demonstrieren ein verändertes Konsumverhalten mit direktem Einfluss auf die GLS-Paketmengen. Das Management sieht darin ein moderates Risiko für die weitere Geschäftsentwicklung. Die von der Bundesrepublik beschlossene Mindestlohnerhöhung auf 12 € (Start Oktober 2022) wird einen negativen Einfluss auf die Personal- und Produktionskosten haben. Die Erhöhung wird erwartungsgemäß auch einen Anstieg des allgemeinen Lohnniveaus für GLS nach sich ziehen. Die KEP-Branche, so auch der Konzern, ist einem allgemeinen Fachkräftemangel über alle Tätigkeitsprofile hinweg ausgesetzt, was in Teilen zu einer Verzögerung bis hin zu einem Ausfall von wichtigen Geschäftsprozessen führen kann. Der sich immer weiter zuspitzende Fahrermangel hat dabei einen erheblichen Einfluss auf die GLS-Kostenstruktur und riskiert, dass Serviceversprechen an Kunden nicht gehalten werden können. Die steigenden Regulierungen und Umweltanforderungen der Bundesregierung haben einen erheblichen Effekt auf GLS. Dazu gehören Dieselfahrverbote in Innenstädten, CO 2-Bepreisung oder Mauterhöhungen. Die KEP-Branche beklagt zudem eine nicht hinreichende politische Unterstützung für die gemeinsame Entwicklung von zukunftsweisenden City-Logistik-Konzepten. Somit ergibt sich insgesamt ein Anstieg der Komplexität und eine extreme Verteuerung der Produktionskosten. Diese als moderat einzuschätzende Risiken werden durch die erfolgreich umgesetzte Preisanpassung zum 01.01.2022 und auch die angekündigten weiteren Erhöhungen sowie durch striktes Kostenmanagement, intelligente Personalbeschaffungsmaßnahmen, Kontinuitätspläne und eine allgemeine Steigerung der Produktivität kompensiert. Im Zuge der Digitalisierung hat sich auch in der KEP-Branche eine breitere Wettbewerbslandschaft entwickelt. Neben den traditionellen Wettbewerbern etablieren sich neue Unternehmen verstärkt entlang einzelner und mehrerer Segmente der GLS-Wertschöpfungskette. Dazu gehören digitale Plattformdienstleister wie Seven Senders und rasant wachsende Start-ups mit erheblichen Risikokapitalfinanzierungen wie Instabox. Gleichzeitig steigen die Anforderungen der Kunden an die KEP-Branche hinsichtlich Lieferzeiten, Flexibilität, Transparenz, Nachhaltigkeit und individuellen Steuerungsmöglichkeiten.Dabei führt der Anspruch nach klimaneutralem Versand bei kürzesten Lieferzeiten zu diversen logistischen Herausforderungen. Dazu gehören vor allem eine ständige Weiterentwicklung des operativen Modells, des Marktangebots und der internen und externen IT-Systeme. Insbesondere gilt es, die Chancen und Möglichkeiten der Digitalisierung konsequent zu nutzen. Die COVID-19-Pandemie führt zu einer Verstärkung der entsprechenden Risiken. Die beiden letzten pandemischen Jahre haben gezeigt, dass die international verzahnten Lieferketten anfällig für Disruptionen sind und die Kunden von GLS mit erheblichen Ausfällen rechnen müssen. Durch zwischenzeitlich gestiegene Fallzahlen in Asien war der Seefrachtverkehr durch überfüllte Häfen extrem eingeschränkt. Mit Blick auf die Wintermonate und mögliche neue Virusmutationen ist unklar, wie sich die pandemische Lage in Deutschland und Europa auf die Stabilität der GLS-Geschäftsprozesse und das Auftragsvolumen auswirken wird. Die GLS-Geschäftsführung sieht sich aufgrund der bisherigen Erfahrungen und der Erarbeitung zahlreicher Maßnahmenpläne gut gerüstet, um diesem Risiko entgegenzuwirken. GLS reagiert flexibel auf die veränderten Gegebenheiten wie z.B. Sperrung von Gebieten und Standorten, Grenzkontrollen und Einfahrverbote. Dauernde Analysen der Warenströme ermöglichen bei Bedarf die ersatzweise Abwicklung über alternative Standorte. Gezielte Kontinuitätspläne helfen, die Leistungsfähigkeit des GLS-Paketnetzwerkes grundsätzlich sicherzustellen. Es bestehen Notfallpläne, um bei einem zeitweisen Ausfall von Depots aufgrund von COVID-19 weiterhin produktiv bleiben zu können. Weiterhin bildet im Rahmen der Transporte der Zustellprozess eine wesentliche Gefahrenquelle für Infektionen. Daher hat GLS bereits im Geschäftsjahr 2020/2021 entschieden, bis auf weiteres kontaktlos zuzustellen. So soll weiterhin eine reibungslose Ablieferung der Pakete mit deutlich geringerem Infektionsrisiko sichergestellt werden. Unterstützt wird dies über eine Funktionalität der GLS-Sendungsverfolgung, mit der eine paketbezogene Abstellerlaubnis online erteilt werden kann. Gesundheit und Sicherheit aller Beteiligten haben in der derzeitigen Situation in allen Bereichen höchste Priorität. Hygienemaßnahmen werden sorgfältig umgesetzt und durch entsprechende Informationsversorgung die notwendige Sensibilität erhalten. Während im abgelaufenen Geschäftsjahr Zusatzmengen aufgrund von Lockdownmaßnahmen verzeichnet werden konnten, sind in der Planung für 2022/23 diese Zusatzmengen aufgrund der erwarteten Lockerungen nicht berücksichtigt. Das prognostizierte Wachstum basiert auf den um diesen Effekt bereinigten Bestands- und Neukundenentwicklungen. Finanzwirtschaftliche Chancen und Risiken Das Risiko durch schwankende Treibstoffpreise wird durch Weitergabe an Kunden über den systemweit umgesetzten Treibstoffzuschlag minimiert. Es kann daher als gering eingeschätzt werden. Der Kapitalbedarf des Konzerns zur Finanzierung von notwendigen Investitionen ist einerseits durch die erwartete positive Ergebnisentwicklung und andererseits durch Möglichkeiten der Finanzierung innerhalb der Royal Mail Group abgedeckt. Die Liquidität der GLS-Unternehmensgruppe ist weiterhin solide und gesichert. Das primäre Ausfallrisiko der GLS-Gruppe entsteht dadurch, dass Kunden ihren Zahlungsverpflichtungen nicht oder nur teilweise nachkommen. Durch Bonitätsbeurteilungen und die Integration von Bonitätsauskünften in den Akquisitionsprozess wird das Risiko minimiert. Im Rahmen des monatlichen Bewertungsprozesses werden die Ausfallrisiken quantifiziert und auf Basis der Ergebnisse werden entsprechende Wertberichtigungen gebildet. Eine Verstärkung des Risikos entsteht durch die Änderung der wirtschaftlichen Lage aufgrund der weltweiten Covid-19-Pandemie und der Folgen des Ukraine Krieges. Die Corona-Pandemie birgt das Risiko, dass auch Kunden der GLS-Unternehmensgruppe von Zahlungsschwierigkeiten betroffen sein könnten. Daher liegt ein Schwerpunkt des Konzerns in der Intensivierung der oben genannten Maßnahmen im Bereich des Forderungsmanagements. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt wird das Risiko innerhalb der GLS-Unternehmensgruppe als moderat eingeschätzt. Aktuell gibt es keine konkreten Anzeichen für ein hohes Risiko. Risiken aufgrund rechtlicher Rahmenbedingungen Wertebasierte Compliance ist ein unverzichtbarer Teil unseres Geschäftsalltags. Dies bedeutet für uns, sich selbstverständlich an alle einschlägigen Gesetze und Vorschriften zu halten sowie die ethischen Standards unseres Verhaltenskodexes stets zu beachten. Unser Anspruch ist, dass alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Aufgaben stets im Einklang mit allen gültigen Gesetzen und Regeln erbringen und unseren Geschäftspartnern jederzeit mit Respekt und Integrität begegnen. Die Grundsätze unseres Verhaltenskodexes werden von uns im Rahmen der eingerichteten Compliance-Organisation und Aktivitäten gelebt, kontinuierlich geschult und nachhaltig weiterentwickelt. Gemäß Mindestlohngesetz haftet GLS als Auftraggeber gegenüber den Fahrern der Subunternehmer auf Zahlung des Netto-Mindestlohns. Alle Vertragspartner werden in diesem Zusammenhang vertraglich explizit zur Einhaltung des aktuell geltenden Mindestlohns sowie zur Freistellung der GLS von etwaigen Ansprüchen der Fahrer verpflichtet. Weiterhin haftet GLS gemäß Paketbotenschutzgesetz als Auftraggeber in der Paketbranche wie ein Bürge gegenüber den Sozialversicherungsträgern und Berufsgenossenschaften für nicht abgeführte Beiträge von Subunternehmern. GLS hat daher einen Prozess zur Risikominimierung etabliert, bei dem die Vorlage von Unbedenklichkeitsbescheinigungen der Sozialversicherungsträger und Berufsgenossenschaften durch unsere Vertragspartner regelmäßig nachgehalten werden. Zudem beteiligt sich GLS an einem deutschlandweit eingeführten Präqualifikationsverfahren durch die Zert Bau GmbH zur Sicherstellung entsprechender Präqualifikationen der von GLS eingesetzten Transportunternehmen. GLS Germany betreibt in einer Vielzahl von Depots Projekte zur emissionsfreien City-Logistik und erprobt dabei unterschiedliche operative Varianten und Umfänge. So wird in verschiedenen Städten beispielsweise per Lastenrad, per Elektro-Minivan oder per Elektrotransporter zugestellt. Daneben kommen verschiedene Varianten von Mikrodepots zum Einsatz oder es wird direkt aus bestehenden Depots zugestellt. Somit ist GLS Germany in der Lage, bei einer etwaigen Verschärfung von Diesel-Fahrverboten kurzfristig gezielt zu reagieren und die emissionsfreie Zustellung nach Bedarf zu skalieren. Der Austritt Großbritanniens aus der EU ist umgesetzt worden. Seitdem unterliegen sämtliche Verkehre von und nach dem Vereinigtem Königreich der zollamtlichen Überwachung. Die GLS hat ihre IT-Systeme zum Umstellungstermin entsprechend angepasst und die rechtlichen Anforderungen umgesetzt. Zur Unterstützung der Kunden wurde ein internetbasiertes Kundenportal mit API zeitgerecht eingeführt, welches den Kunden die Erfassung und das Hochladen von Zolldaten und -dokumenten erlaubt. Personal für die Import- und Exportzollabwicklung und die notwendigen Kontrollmechanismen wurde eingestellt und ausgebildet. Seit Umstellung der Verkehre wird kontinuierlich an der Verbesserung und an Effizienzsteigerungen der Prozesse gearbeitet. Den Herausforderungen der Coronapandemie wurde und wird durch Implementierung und sorgfältige Überwachung sämtlicher einschlägigen Gesundheitsschutzvorschriften an allen Betriebsstandorten der GLS begegnet. Chancen und Risiken aus Unternehmensstrategie GLS stellt den Kunden und die ständige Verbesserung des Kundennutzens ins Zentrum der täglichen Arbeit. Dabei sind "Kunden" sowohl Versenderkunden als auch Paketempfänger - wobei durch das starke eCommerce-Wachstum private Paketempfänger (B2C) stärker an Bedeutung gewinnen. Dazu ist GLS fokussiert auf die Verbesserung des Kundenerlebnisses sowie der Prozesse eines nachhaltigen Paketversandes, der operativen Produktivität und der Leistungsfähigkeit der IT-Systeme. Beispielsweise entwickelt GLS in Innenstädten das operative Modell der Zustellung im Rahmen von City-Logistik-Lösungen weiter und setzt dabei verstärkt auf emissionsfreie Fahrzeuge, Urban Logistic Hubs (sog. Micro-Depots) sowie emissionsreduzierte alternative Wege der Zustellung. Unterstützt wird die Zustellung durch digitale Routen- und Navigationssysteme. Auch die Kundenportale werden stetig weiterentwickelt, um unseren Kunden einen noch besseren, digitalen Service bieten zu können. Insgesamt wird somit die operative Leistungsfähigkeit gesteigert, das Marktangebot verbessert und der Kundennutzen und das Kundenerlebnis in allen Segmenten erhöht. Damit begegnen wir den aktuellen und zukünftigen Herausforderungen des Marktes. Chancen und Risiken aus internen Prozessen Die steigenden Anforderungen unserer Kunden und die wachsende Komplexität aufgrund zunehmender internationaler Vernetzung auf Absatz- als auch Zuliefermärkten erhöhen die Risiken hinsichtlich Zuverlässigkeit und Planbarkeit der gesamten Lieferkette. Um dieser komplexer werdenden Verzahnung interner Abläufe im Ein- bis zum Verkauf weiterhin gerecht zu werden, müssen hohe Qualitätsstandards gesetzt und die Abläufe stetig verbessert werden. Die Nichteinhaltung von Zeit- und Qualitätsversprechen in der Zustellung, Schwächen in der kompletten Prozesskette und Störungen im Ablauf könnten die Wettbewerbsfähigkeit der GLS stark beeinträchtigen. Moderne IT-Systeme sind nach wie vor unabdingbar für den Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit in allen Bereichen der Logistik. Neben den substanzerhaltenden Ersatzinvestitionen werden Investitionen für kapazitätserweiternde und -optimierende Technik in nahezu allen Bereichen und Regionen sowie die Neu- und Weiterentwicklung der IT-Systemlandschaft getätigt. Um dem steigenden Anteil des eCommerce Rechnung zu tragen und das Wachstum in diesem Bereich weiter ausbauen zu können, wurde von GLS eine Vielzahl von Projekten sowohl auf der Marktseite als auch innerhalb der IT initiiert und umgesetzt. Dabei werden Durchlaufzeiten durch den Einsatz agiler Methoden erheblich reduziert. Eine kontinuierliche Anpassung und schnelle Reaktion auf sich ändernde Anforderungen bildet dabei das Fundament. Chancen und Risiken aus IT-Systemen Der Betrieb von Kurier-, Express- und Paketdiensten ist ohne umfassende IT-Unterstützung entlang der gesamten Logistikkette heute nicht mehr denkbar. Die GLS Unternehmensgruppe hat dies frühzeitig erkannt und sich darauf umfassend ausgerichtet. Neben der Aufrechterhaltung des IT-Betriebs gilt es, marktgerecht neue Fähigkeiten und Services zu entwickeln und die bestehenden IT-Systeme kontinuierlich weiterzuentwickeln. Die unternehmensweit gültigen Informationssicherheitsrichtlinien definieren die Anforderungen an Verfügbarkeit, Integrität und Vertraulichkeit der informationsverarbeitenden Systeme sowie den Umgang mit klassifizierten Informationen. Um ganzheitliche Informationssicherheit zu gewährleisten, wird ein konzernweites Information Security Management Systems (ISMS) auf Basis ISO 27001 etabliert, das dafür sorgt, dass Risiken gemanagt und angemessene Maßnahmen ergriffen werden. Aufgrund der großen Bedeutung der IT für die Geschäftsprozesse ist dabei insbesondere die Sicherheit der Informationssysteme von besonderer Bedeutung. Die Verfügbarkeit von IT-Systemen wird umfassend kontrolliert, um Risiken zu minimieren. Um kurzfristige Ausfälle zu vermeiden und damit den durchgängigen Betrieb der IT-Systeme zu gewährleisten, sind kritische Systeme (geo-) redundant ausgelegt. Zur Vorbeugung von längeren Ausfällen werden wichtige Daten in Backups gesichert und bestehende Notfallkonzepte regelmäßig auf ihre Wirksamkeit getestet. Um die Vertraulichkeit der verarbeiteten Daten zu gewährleisten, werden die Systeme vor unberechtigtem Zugriff geschützt, z.B. durch Firewalls, regelmäßige Sicherheitsupdates und weitere Härtungsmaßnahmen, sowie Malware-Schutz der Endbenutzersysteme. Hierauf zahlt auch die Erneuerung überalterter Systeme durch Neuentwicklungen sowie die Einführung neuer technologischer Plattformen ein. Die Wirksamkeit der getroffenen Maßnahmen zur Informationssicherheit wird regelmäßig überprüft, z.B. durch Audits, Penetration Tests oder Schwachstellenscans. Dies wird flankiert durch verpflichtende Schulungen aller Mitarbeiter, um die Aufmerksamkeit für Informationssicherheitsvorfälle zu schärfen. Sowohl für die Entwicklung als auch für den Betrieb der IT-Systeme werden die beteiligten Mitarbeiter durch Kampagnen und individuelle Fortbildung geschult, um die Informationssicherheit der Systeme kontinuierlich zu verbessern und beim Entwurf neuer Lösungen von Anfang an zu berücksichtigen ("Security by Design"). Personalrisiken Die wesentlichen grundsätzlichen Risiken im Personalbereich liegen darin, dass offene Stellen nicht planmäßig besetzt werden können, gute Mitarbeiter das Unternehmen verlassen und die Qualifikation der Beschäftigten nicht ausreichend an technologische Entwicklungen angepasst wird. Weiterhin können mangelnde Loyalität und Motivation der Mitarbeiter, aber auch gesundheitsbedingte Einschränkungen dazu führen, dass die Leistungsfähigkeit nicht ausgeschöpft bzw. eingeschränkt wird. Bezüglich der Coronapandemie bleibt eine situative Anpassung bereits getroffener innerbetrieblicher Maßnahmen an das jeweilige Infektionsgeschehen bzw. an die Vorgaben von politischer und behördlicher Seite für die voraussehbare Zukunft notwendig. Die Erfahrung aus dem bisherigen Pandemieverlauf hat gezeigt, dass die Auswirkungen von Covid-19 durch die Umsetzung geeigneter Maßnahmen (z. B. Masken, Desinfektionsmittel, Plexiglaswände, Rückgriff auf Homeoffice) positiv beeinflusst und Betriebsabläufe aufrechterhalten werden können. Die GLS Unternehmensgruppe sieht zielgerichtete Personalarbeit als einen Schlüsselfaktor für den Erfolg des Unternehmens an. Im Fokus stehen hierbei sowohl quantitative als auch qualitative Aspekte. Die quantitativen Gesichtspunkte, d. h. die richtige Anzahl von Mitarbeitern zu betriebswirtschaftlich angemessenen und gleichzeitig marktgerechten Entgelten, werden durch GLS-interne Planungs- und Genehmigungsprozesse sichergestellt. Gesetzliche Vorgaben wie der gesetzliche Mindestlohn werden berücksichtigt. Aus den für das Kalenderjahr 2022 von politischer Seite vorgegebenen Steigerungen des Mindestlohns auf 10,45 € bzw. 12,00 € (zum 1. Juli sowie zum 1. Oktober) ergibt sich ein entsprechend hoher Kostendruck. Es besteht das Ziel, einen (großen) Teil dieses Kostenanstiegs durch Preissteigerungen an Kunden weiterzugeben sowie unternehmensintern geeignete Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und damit zur Kostensenkung zu realisieren. Bezüglich der quantitativen Gewinnung von Mitarbeitern bleibt die Situation auch dann angespannt, wenn das wirtschaftliche Wachstum in Deutschland z. B. aufgrund der Corona- und Ukrainekrise nachlässt. Hintergrund ist die Anzahl der zur Babyboomer-Generation gehörenden Arbeitnehmer. Diese werden in den nächsten Jahren verstärkt in die Rente eintreten. Von einem härter werdenden Kampf um Mitarbeiter ist daher auszugehen. Aufgrund der Arbeitsmarktentwicklung ist ergänzend ein zunehmender Kostendruck durch die Forderung höherer Entgelte zu erwarten, was auch Nicht-Mindestlohn-Fälle betrifft. Unter Bezugnahme auf die qualitativen Aspekte der Personalarbeit sind insbesondere die Berufsausbildung, das duale Studium sowie die verschiedenen Weiterbildungsangebote zu nennen. Die Gleichstellung der bei GLS beschäftigten Mitarbeiter (m/w/d) ist durch die Vorgaben des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes und darauf aufbauend durch die Umsetzung innerhalb der Arbeitsordnung geregelt. Durch die für alle Beschäftigten (m/w/d) und das Unternehmen bindende Vorgabe ist sichergestellt, dass Diskriminierungen u. a. aufgrund des Geschlechts ausgeschlossen sind. Aufgrund der Verankerung über Jahre hinweg kann die diesbezügliche Gleichbehandlung als Teil der Unternehmenskultur angesehen werden. Gefördert wird die Gleichstellung weiterhin durch die Gewährung von Zuschüssen beispielsweise zu Kinderbetreuungskosten. Ziel der Maßnahme ist es, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erleichtern. GLS ist nicht tarifvertragsgebunden und verzichtet auch einzelvertraglich auf die Einbeziehung tarifvertraglicher Regelungen. Ebenfalls verzichtet GLS auf eine Entgeltsystematik im Sinne starrer Entgeltklassen und damit auf die Eingruppierung der Mitarbeiter (m/w/d) in solche. Ziel der individuell verhandelten Entgelte ist, sowohl den Bedürfnissen von GLS als auch denen des einzelnen Mitarbeiters gerecht zu werden. Eine geschlechtsspezifische Diskriminierung im Rahmen der Entgeltfindung ist aufgrund der bereits zitierten Arbeitsordnung untersagt. Ergänzend werden Entgeltanpassungen in einem aufwendigen Prozess überprüft. Geschlechtsspezifische Unterschiede in der Entgeltfindung würden bei der standardmäßigen Analyse der Anpassungen auffallen. Dies wiederum würde weitere Maßnahmen nach sich ziehen. Die geschilderten Risiken, die nicht bereits in den jeweiligen Abschnitten klassifiziert wurden, sind im Wesentlichen gleichgewichtet (gering), bedürfen jedoch einer sorgfältigen Beachtung. Aufgrund der getroffenen Maßnahmen sehen wir uns hinsichtlich der Risikoabsicherung gut aufgestellt. Die größte Unsicherheit besteht jedoch in Bezug auf die Einschätzung der weiteren Entwicklung der Coronapandemie und Ukrainekrise und der jeweiligen Intensität der damit verbundenen Auswirkungen. Insgesamt sind aus Sicht der Geschäftsführung keine einzelnen oder aggregierten Risiken erkennbar, die zu einer Bestandsgefährdung des Konzerns im Geschäftsjahr 2022/2023 führen könnten. Die Geschäftsführung sieht auf Basis der Geschäftsaussichten keine wesentliche Veränderung des Gesamtrisikos.
Neuenstein, den 30. Juni 2022 GLS Beteiligungs GmbH, Neuenstein Martin Seidenberg Saadi Al-Soudani Eberhard Fritze Dr. Karl Pfaff Konzernbilanz zum 31. März 2022Aktiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. April 2021 bis 31. März 2022
Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2021/2022
Der Finanzmittelfonds setzt sich aus Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbeständen zusammen. Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2021/2022
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021/20221 Allgemeine Angaben Die GLS Beteiligungs GmbH hat ihren Sitz in Neuenstein und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Bad Hersfeld HRB 787. Der vorliegende Konzernabschluss wurde auf den Stichtag des Abschlusses des Mutterunternehmens nach den Vorschriften der §§ 290 ff. HGB und unter Beachtung der Deutschen Rechnungslegungsstandards (DRS) aufgestellt. Der Zeitraum des Geschäftsjahres erstreckt sich vom 1. April bis zum 31. März des Folgejahres. Gemäß § 297 Abs. 1 HGB besteht der Konzernabschluss aus der Konzernbilanz, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzernanhang, der Kapitalflussrechnung und dem Konzern-Eigenkapitalspiegel. Die Aufstellung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren. Der Konzernabschluss wurde gemäß § 298 Abs. 1 i. V. m. § 244 HGB in Euro aufgestellt. Gliederung und Bewertung sind nach den von der Muttergesellschaft festgelegten Bilanzierungs- und Bewertungsrichtlinien erfolgt. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Einzelabschlüsse der in- und ausländischen Tochterunternehmen sind nach konzerneinheitlichen, den Vorschriften des Handelsgesetzbuches entsprechenden Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften der Muttergesellschaft aufgestellt worden. Bei der Ausübung von Bewertungswahlrechten und der Einschätzung von Risiken wurde das Prinzip der Vorsicht angewandt. Ein Wechsel von Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. 2 Angaben zum Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss sind neben der GLS Beteiligungs GmbH 7 inländische und 2 ausländische Unternehmen einbezogen, bei denen ihr unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zusteht. Mit Gesellschaftsvertrag vom 20. Dezember 2021 wurde die GLS Mobility Solutions GmbH als 100%ige Tochtergesellschaft der GLS Germany GmbH & Co. OHG gegründet und am 15. Februar 2022 in das Handelsregister eingetragen. Sie wird erstmalig in den Konsolidierungskreis einbezogen. Die neue Gesellschaft wird zukünftig logistische und administrative Dienstleistungen für die GLS Germany GmbH & Co. OHG im Rahmen des Paketversands erbringen. Der operative Betrieb soll voraussichtlich im Laufe des Geschäftsjahrs 2022/23 aufgenommen werden. Angaben zu den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind der folgenden Aufstellung zu entnehmen:
* Befreiung nach § 264b HGB wird in Anspruch genommen. ** Befreiung nach § 264 Abs. 3 HGB wird in Anspruch genommen. Der Anteil am Kapital entspricht jeweils dem Anteil der Stimmrechte. 3 Konsolidierungsmethoden Die Kapitalkonsolidierung der vor 2010 erworbenen Tochterunternehmen erfolgte nach der Buchwertmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem Konzernanteil aus dem Eigenkapital der konsolidierten Tochterunternehmen zum Zeitpunkt des Erwerbs bzw. zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung. Sich ergebende aktive Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung sind vollständig planmäßig abgeschrieben. Forderungen und Verbindlichkeiten, konzerninterne Umsätze sowie Aufwendungen und Erträge zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden gegeneinander aufgerechnet. Materielle eliminierungspflichtige Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen ergaben sich nicht. 4 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten und selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Herstellungskosten angesetzt. Diese werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer pro rata temporis um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die immateriellen Vermögensgegenstände werden über eine Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren abgeschrieben. In die Herstellungskosten wurden neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch angemessene Teile der zurechenbaren Fertigungsgemeinkosten einbezogen. Bei der Aktivierung wird zwischen Forschungs- und Entwicklungskosten unterschieden. Aktiviert werden nur Entwicklungskosten, die die Anforderungen des § 248 Abs. 2 S. 1 i. V. m. § 255 Abs. 2a HGB erfüllen. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten wurden neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch angemessene Teile der zurechenbaren Fertigungsgemeinkosten einbezogen. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von Euro 800,00 werden grundsätzlich im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Der Konzern hat sich jedoch entschieden im Bereich der Handscanner die bisherige Grenze von Euro 410,00 beizubehalten. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Die Abschreibungsdauer beträgt 4 bis 33 Jahre. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände oder Sachanlagen ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Sofern die Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung nicht mehr bestehen, erfolgt eine Zuschreibung bis zu den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung mit ihren niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Bei Wegfall der Gründe für eine Wertminderung erfolgt eine Zuschreibung bis maximal zu den Anschaffungskosten. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Unfertige Leistungen sind zu Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch Gemeinkosten berücksichtigt werden. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt; das Niederstwertprinzip wurde beachtet. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert angesetzt. Die Rückstellungen für Pensionen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected Unit Credit Method") unter Berücksichtigung der "Heubeck Richttafeln 2018 G" bewertet. Die Abzinsung erfolgte unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 1,80 % p. a. (i. Vj. 2,19 % p. a.) bzw. 1,34 % p. a. (i. Vj. 1,51 % p. a.) gemäß dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn bzw. sieben Geschäftsjahre. Aufgrund der gesetzlichen Änderung der Bewertungsmethode in 2016 handelt es sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der Effekt durch die Bewertungsänderung beträgt TEUR 26. Der Unterschiedsbetrag ist gem. § 298 Abs. 1 i. V. m. § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB ausschüttungsgesperrt. Bei der Ermittlung der Pensionsrückstellungen wurde ein Rententrend von 1,7 % p.a. (i. Vj. 1,7 % p.a.) sowie eine Fluktuation von 0,0 % p.a. (i. Vj. 0,0 % p.a.) unterstellt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in der Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr werden abgezinst. Der Abzinsung liegen Marktzinssätze zugrunde. Der Erfüllungsbetrag erfasst auch die erwarteten Kostensteigerungen. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Dabei werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 301 bis 305 HGB beruhen, berücksichtigt. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr ergab sich nach Verrechnung insgesamt ein Überhang an passiven latenten Steuern. 5 Währungsumrechnung Die Aktiv- und Passivposten des in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlusses der ungarischen Tochtergesellschaft wurden, mit Ausnahme des Eigenkapitals (gezeichnetes Kapital und Rücklagen zu historischen Kursen), zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind zum Durchschnittskurs in Euro umgerechnet. Die sich ergebende Umrechnungsdifferenz ist innerhalb des Konzerneigenkapitals nach den Rücklagen unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen. 6 Erläuterungen zur Konzernbilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Konzernanlagenspiegel dargestellt, der als Anlage diesem Konzernanhang beigefügt ist. Insgesamt fielen im Geschäftsjahr Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 4.296 (i. VJ. TEUR 2.417) an, die als selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte bzw. als selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände im Entwicklungsstatus aktiviert wurden. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und gegen Gesellschafter betreffen wie im Vorjahr überwiegend Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Eigenkapital Der Betrag, der am Bilanzstichtag zur Ausschüttung an die Gesellschafter zur Verfügung steht, beläuft sich auf TEUR 3.945 (i. Vj. TEUR 27.865). Es besteht kein ausschüttungsgesperrter Betrag gemäß § 268 Abs. 8 HGB aufgrund der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens. In Höhe von TEUR 26 besteht eine gesetzliche Ausschüttungssperre aus dem Unterschiedsbetrag, der aufgrund der Bewertungsänderung der Pensionsverpflichtungen gemäß §§ 253 Abs. 6 S. 2 i. V. m. 298 Abs. 1 HGB entsteht. Unterjährig wurden aus dem Gewinnvortrag TEUR 27.865 und TEUR 30.135 aus dem laufenden Ergebnis, d.h. ein Betrag von insgesamt TEUR 58.000 an die Muttergesellschaft GLS B.V., Oude Meer, Niederlande ausgeschüttet. Rückstellungen In den Rückstellungen sind im Wesentlichen personalbezogene Rückstellungen und Rückstellungen für ausstehende Rechnungen für Transport- und Instandsetzungskosten sowie Exportkosten enthalten. Darüber hinaus enthalten ist eine Rückstellung für Gewährleistungsaufwendungen. Die Ermittlung der Rückstellung für Gewährleistungsaufwendungen erfolgt auf Basis von Erfahrungswerten der geschätzten Kosten zur Erfüllung der Gewährleistungsverpflichtung, inklusive der Kosten für Handling und Transport. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sind im Vorjahresvergleich aufgrund einer zusätzlichen Abrechnung im Rahmen eines Service Agreements und aufgrund der Abrechnung der Emissionszertifikate gestiegen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind im Rahmen der internationalen Abrechnung und des damit verbundenen geringeren Clearingvolumens im März 22 gegenüber März 21 gesunken. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und Gesellschaftern handelt es sich wie im Vorjahr um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Latente Steuern Der Berechnung von latenten Steuern wurde ein Steuersatz von 29,83 % zugrunde gelegt. Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus sonstigen Rückstellungen und haben sich um TEUR 273 auf TEUR 443 (i. VJ. TEUR 716) verringert. Diese wurden mit passiven latenten Steuern aus Bilanzdifferenzen saldiert, die im Wesentlichen aus der Aktivierung der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände nach § 248 Abs. 2 HGB resultieren. Diese haben sich um TEUR 1.771 auf TEUR 1.729 (i. VJ. TEUR 3.500) verringert. Der sich insgesamt ergebende Überhang an passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 1.286 (i. VJ. TEUR 2.785) wurde in der Bilanz als gesonderter Posten nach § 274 Abs. 1 Satz 1 HGB ausgewiesen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen setzt sich wie folgt zusammen:
7 Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Sämtliche Umsatzerlöse resultieren primär aus Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Abholung, dem Transport und der Zustellung von Paketen im Inland und im Ausland. Die Umsatzerlöse setzen sich nach geographisch bestimmten Märkten wie folgt zusammen:
Andere aktivierte Eigenleistungen Im Geschäftsjahr 2021/2022 wurden IT-Entwicklungskosten als selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 2.867 (Vj. TEUR 1.725) aktiviert. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 1.404 (Vj. TEUR 235) sowie Erträge aus Anlagenabgängen in Höhe von TEUR 801 (Vj. TEUR 285) enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind insbesondere Aufwendungen im Zusammenhang mit IT-Kosten, Mieten, Reparatur- und Instandsetzungsmaßnahmen, Service Agreements, Objektschutz, Sponsoring, Energie und Reinigung sowie Paketschäden enthalten. 8 Sonstige Angaben Gesamtbezüge der Geschäftsführung Die Gesamtbezüge für die Mitglieder der Geschäftsführung betrugen im Geschäftsjahr 2021/2022 TEUR 3.227 (Vj. TEUR 2.953). Honorar des Abschlussprüfers Das als Aufwand erfasste Honorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2021/2022 beträgt TEUR 411 (davon TEUR 321 für den Abschlussprüfer des Mutterunternehmens). Mitarbeiter Die durchschnittliche Zahl der in den konsolidierten Unternehmen beschäftigten Mitarbeiter stellt sich wie folgt dar:
Konzernzugehörigkeit Die Royal Mail plc mit Sitz in London stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf (§ 313 Abs. 2 Nr. 7 HGB). Dieser Konzernabschluss ist in Cardiff im Companies House hinterlegt. Die GLS Beteiligungs GmbH stellt als Mutterunternehmen zum 31. März 2022 einen Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf, in den sie einbezogen wird. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt. 9 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Es wird auf die Anlage zur Kapitalflussrechnung verwiesen. Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Finanzmittelfonds umfasst alle ausgewiesenen flüssigen Mittel, d.h. Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten, soweit sie innerhalb von drei Monaten verfügbar sind. 10 ErgebnisverwendungsvorschlagDas Geschäftsjahr 2021/22 der GLS Beteiligungs GmbH schließt mit einem Jahresüberschuss vermindert um Vorabgewinnausschüttungen in Höhe von TEUR 3.945 ab, welcher auf neue Rechnung vorgetragen wird. 11 Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ereignet.
Neuenstein, den 30. Juni 2022 GLS Beteiligungs GmbH, Neuenstein Martin Seidenberg Saadi Al-Soudani Eberhard Fritze Dr. Karl Pfaff Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2021/2022
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die GLS Beteiligungs GmbH, Neuenstein Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der GLS Beteiligungs GmbH, Neuenstein, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. März 2022, der Konzern-Gewinn und Verlustrechnung, der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2021 bis zum 31. März 2022 und dem Konzerneigenkapitalspiegel sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der GLS Beteiligungs GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2021 bis zum 31. März 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 30. Juni 2022 KPMG
AG
Brandenburg, Wirtschaftsprüfer Osterrieder, Wirtschaftsprüferin |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
5 nahegelegene Organisationen
Erbringung von Logistikdienstleistungen
Vermietung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräten und -einrichtungen
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Paket- und Expressdienste
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen