Herstellung von Spielwaren
ALPINA SPORTS GmbH
Hirschbergstraße 8, 85254 Sulzemoos, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Martin Godetz seit 27.12.2024 | Prokura |
Samir Bajric seit 19.9.2024 | Prokura |
Samir Bajric seit 19.9.2024 | Prokura |
Patrick Angeletti seit 6.2.2024 | Geschäftsführer |
Patrick Oliver Hebling seit 6.10.2023 | Geschäftsführer |
Heidi Klinder seit 28.6.2023 | Prokura |
Thomas Peter Konetznick seit 16.3.2023 | Prokura |
Arndt Steffen Müller seit 28.3.2022 | Prokura |
Martin Heidingsfelder seit 28.3.2022 | Prokura |
Martin Heidingsfelder seit 28.3.2022 | Prokura |
Arndt Steffen Müller seit 28.3.2022 | Prokura |
Frank Westphal seit 16.6.2014 | Prokura |
Gerhard Guttenberger seit 16.6.2014 | Prokura |
Georg Andreas Höfler seit 16.6.2014 | Prokura |
Gerhard Guttenberger seit 16.6.2014 | Prokura |
Frank Westphal seit 16.6.2014 | Prokura |
Uwe Saleske seit 16.6.2014 | Prokura |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
UVEX WINTER HOLDING GmbH & Co. KGFürthKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.08.2021 bis zum 31.07.2022LAGEBERICHT1. Grundlagen des Konzerns 1.1 Geschäftsmodell Die UVEX WINTER HOLDING GmbH & Co. KG ist die Dachgesellschaft der uvex group. Zu ihren wesentlichen Aufgaben zählt die strategische Ausrichtung des Konzerns im Rahmen einer an Werten orientierten Unternehmensführung. Die Unternehmensgruppe hat ihre Anspruchshaltung in folgender Vision zum Ausdruck gebracht: "In der uvex-Welt wollen wir Innovationsführer sein, damit weltweit wertorientiertes Wachstum schaffen und in allen unseren Aktivitätsbereichen und Märkten aufs Siegerpodest! Value follows innovation!" Die Vision hat unverändert Gültigkeit in der uvex-Welt und bildet die Grundlage unserer Konzernstrategie. Unsere Unternehmensmission "protecting people" gibt uns den Rahmen unserer Aktivitäten vor. Wir wollen den Menschen schützen, sowohl bei der Ausübung seines Berufs als auch im Rahmen seiner Sport- und Freizeitaktivitäten. Dafür entwickeln, produzieren und vertreiben wir Schutzprodukte und decken dabei unterschiedliche Produktbereiche ab. Der Kern unseres Sortiments umfasst den Augenschutz, den Kopfschutz inklusive Atemschutz, den Hand- und Fußschutz als auch textile Schutzbekleidung. Als Hersteller können wir uns mittels eigener Produkt- und Verfahrensinnovationen vom Wettbewerb differenzieren. Aus unserem Leitmotiv "protecting people" leitet sich auch unsere Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft ab. Um diesem Gedanken noch mehr Ausdruck zu verleihen haben wir uns ergänzend der Mission "protecting planet" verschrieben, um unser Geschäftsmodell auch unter ökologischen Gesichtspunkten zu transformieren. Mit unserem Produktportfolio ist die uvex group aktiv in den Geschäftsfeldern "Safety" und "Sport und Freizeit". Diese Kombination ermöglicht es der uvex group, zum Nutzen der Kunden und zum wechselseitigen Nutzen der Geschäftsbereiche, Synergien u.a. in den Bereichen Forschung und Entwicklung, Technologie, Design und Marketing zu heben. Der Bereich Safety beschäftigt sich mit der Entwicklung, Produktion und dem Vertrieb von Artikeln, die dem Schutz von Personen insbesondere an ihrem Arbeitsplatz dienen (PSA = persönliche Schutzausrüstung). Safety versteht sich als innovativer, nachhaltiger Markensystemanbieter mit internationaler Herstellerkompetenz. Zielsetzung ist es, den Kunden mit dem Produktsortiment und der Servicekompetenz größtmöglichen Mehrwert zu bieten. Der Schwerpunkt des Sortiments liegt bei Schutzbrillen, Schutzschuhen, Schutzhelmen, Gehörschutz, leichter Atemschutz, Schutzhandschuhen sowie Berufs- und Schutzbekleidung. Der Bereich Sport und Freizeit ist tätig in der Entwicklung, Produktion und im Vertrieb von Sportartikeln, die dem Schutz des Menschen bei der Ausübung seiner Sport- und Freizeitaktivitäten dienen. Unter dem Dach der uvex sports group betreiben wir mit den Marken uvex und Alpina eine Zweimarkenstrategie. Während uvex weltweit positioniert ist, ist Alpina weitestgehend europäisch ausgerichtet. Eine klare, differenzierte Markenpositionierung von uvex und Alpina dient der gezielten Ansprache unterschiedlicher Kundensegmente und sorgt für eine größtmögliche Marktabdeckung. Über den einschlägigen Fachhandel als auch über gängige Online-Plattformen werden Spitzenprodukte für den Rad-, Ski- und Reitsport vertrieben. Das Sortiment beinhaltet schwerpunktmäßig Ski- und Sportbrillen sowie Ski-, Rad- und Reithelme, Radschlösser sowie Reithandschuhe. Das Vertriebssegment "Großfläche" und "stark frequentierte Kleinfläche" wird durch den Bereich Filtral als reine Handelsorganisation bedient. Filtral stellt einen separaten Abschnitt innerhalb des Geschäftsfelds "Sport und Freizeit" dar und handelt vornehmlich mit Sonnenbrillen, Sportbrillen und Lesehilfen im mittleren bis unteren Preissegment. Das Sortiment wird hauptsächlich über den klassischen SB-Einzelhandel, insbesondere im Lebensmittel-, Drogerie- und Kaufhausbereich sowie im Mineralöl-Geschäft (Tankstellen) vertrieben. Neben diesen B2B-orientierten Geschäftseinheiten haben wir mit der UD2C GROUP GmbH und ihren Tochtergesellschaften Protecting People GmbH und Factor26 GmbH einen weiteren Bereich geschaffen, der sich direkt und ausschließlich dem digitalen "Direct to Consumer Business zuwendet. Wir entwickeln und betreiben im Rahmen unserer Strategie zur digitalen Transformation eigene digitale Vertriebsplattformen, um jedem Interessenten die Möglichkeit zu bieten, unsere Sortimente auch über diesen digitalen Weg zu beziehen. Ein wichtiger Baustein, um uns über einen Multichannel-Anbieter zu einem Omnichannel-Anbieter zu entwickeln. Gleichzeitig entwickeln wir u.a. auch zu diesem Zweck ein eigenes Logistikzentrum, um perspektivisch alle logistischen Dienstleistungen aus eigener Hand anbieten zu können. In unserem Geschäftsmodell spielen unsere Marken eine tragende Rolle. Wir sind weltweit bekannt unter unserer Marke uvex. Neben uvex und Alpina ergänzen unser Markenportfolio im Wesentlichen die Marken LaserVision, HexArmor, Hiplok, Heckel, Filtral und diverse Lizenzmarken innerhalb des Bereichs Filtral. Neben den Produktmarken investieren wir ebenfalls in den Ausbau unserer Arbeitgebermarke "uvex group", um uns als attraktiven Arbeitgeber zu präsentieren. "Protecting people" als sinnstiftender Auftrag wird uns dabei helfen, auch in Zukunft Nachwuchskräfte zu gewinnen sowie unsere hochqualifizierten Mitarbeiter ans Unternehmen zu binden. 1.2 Ziele und Strategien Die Geschäftsbereiche werden durch Zielvereinbarungen geführt und gemessen. Daneben stellen wir den Geschäftseinheiten zentrale Dienstleistungsfunktionen dort zur Verfügung, wo dies wirtschaftlich sinnvoll ist. Unsere Unternehmensgruppe ist auf allen Kontinenten mit eigenen Tochter- und Beteiligungsgesellschaften vertreten. Darüber hinaus ergänzen zahlreiche Distributionspartner unser internationales Vertriebsnetz. Ein dauerhaftes Ziel bleibt die weitere Internationalisierung unseres Geschäfts, um unsere Marktposition weiter zu stärken und auszubauen. Im Fokus stehen dabei definierte Märkte in Europa und Asien sowie die Märkte in Nordamerika. Ein weiteres wesentliches gruppenweites Ziel ist es, die digitale Transformation weiter voranzutreiben und damit unser Geschäftsmodell insgesamt zukunftsfähig zu halten. Hier investieren wir erheblich in den Aufbau eigener Digital-Kompetenzen und -Strukturen und sind mitten in der Umsetzung eines unternehmensweiten Maßnahmenprogramms, wo wir bereits große Fortschritte erzielt haben. Im Bereich Safety haben wir im Berichtsjahr unsere nationale Vertriebsorganisation noch schlagkräftiger ausgerichtet und im Sinne unserer Kunden optimiert und vereinfacht. Gleichzeitig konnten dadurch Komplexitäten im Geschäftsmodell abgebaut sowie Prozesse und Abwicklungen standardisiert werden. Im Bereich Filtral haben wir unsere führende Marktposition in Deutschland behauptet und wollen diese zukünftig weiter ausbauen. Filtral und Primetta entwickeln verstärkt kundenindividuelle Produkt- und Serviceangebote, um sich stärker vom Wettbewerb zu differenzieren. Darüber hinaus entwickelt sich Filtral zum nachhaltigsten Unternehmen seiner Branche, indem die gesamte Wertschöpfungskette und Produktpalette ökologischer ausgerichtet wird. Die strategischen Geschäftseinheiten, die durch Management by Objectives geführt werden, entwickeln auf Basis dieses strategischen Rahmens ihre eigenen Geschäftsbereichsstrategien. Als Familienunternehmen sind wir uns auch unserer Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft bewusst. Wir arbeiten aktiv daran, unser Geschäftsmodell auch unter dem Nachhaltigkeitsaspekt zu transformieren. Dabei konzentrieren wir uns auf 4 Fokusbereiche, die sich aus der durchgeführten Wesentlichkeitsanalyse ergeben haben. Diese lauten: Ökologische Transformation, Gesellschaftliche Verantwortung, Innovationstreiber Kreislaufwirtschaft sowie Ökologische und gesundheitliche Unbedenklichkeit. "Nachhaltigkeit" soll zudem zu einer weiteren Kernkompetenz entwickelt werden, weil wir hier auch Chancen sehen, uns vom Wettbewerb zu differenzieren. 1.3 Forschung und Entwicklung Die uvex group hat sich zum Ziel gesetzt, in allen Produktbereichen Innovationsführer zu sein. Deshalb legt uvex als Hightech-Unternehmen bei der Entwicklung und Produktion seiner Produkte größten Wert auf die Verwendung innovativer, nachhaltiger Technologien, Verfahren und Materialien. Um sich gegenüber dem Wettbewerb weiterhin zu differenzieren, entwickelt uvex in internen und externen Prüf- und Testlabors und produziert überwiegend in eigenen Werken. Das Netzwerk mit wissenschaftlichen Instituten wird stetig weiter ausgebaut. "Made in uvex" steht in diesem Zusammenhang für Qualität, Begeisterung und Vorsprung unserer Produktlösungen. Unsere Produktinnovationen sollen dem Kunden einen messbaren Mehrwert in Form von hoher Sicherheit und Funktionalität, ansprechendem Design und gesteigerter Trageakzeptanz bieten. Neben der klassischen Produktinnovation konzentrieren wir uns verstärkt auch auf die Entwicklung von digital veredelten Produkten sowie von digitalen Services, die unseren Kunden sowie den Konsumenten einen Zusatznutzen bringen sollen. In einem weiteren Entwicklungsschwerpunkt wird an nachhaltigen Produktkonzepten gearbeitet, die recyclebar sind oder die der Kreislaufwirtschaft zugeführt werden können. Hier werden in nächster Zeit vielversprechende Lösungen entstehen. Die Beschichtungstechnologien von uvex im Bereich von Brillen, Visieren und Schutzhandschuhen sind weiterhin führend im Markt. In dieser Einschätzung werden wir durch Rückmeldung von Spitzensportlern und Industriekunden, bei denen unzählige Tragetests durchgeführt werden, bestätigt. Entwicklerteams arbeiten permanent an neuen Beschichtungssystemen für die spezifischen Einsatzgebiete in Sport und Beruf. In allen Kernproduktgruppen sind Innovationsprogramme aufgelegt. Unsere Innovationskraft wird gestärkt durch ein aktives Ideen- und Innovationsmanagementsystem, neuen methodischen Ansätzen (z.B. Design Thinking) sowie durch die Förderung einer positiven Innovationskultur. Ebenso werden organisatorische Strukturen stetig verbessert, um einen interdisziplinären Austausch sicherzustellen. Ständige Entwicklungen der Produktionsverfahren schaffen darüber hinaus nachhaltige Effizienzverbesserungen und steigern unsere Wettbewerbsfähigkeit. Die externen Entwicklungskosten für die uvex group betrugen im Berichtsjahr 5,1 Mio. €, nach 5,6 Mio. € im Vorjahr. Im Berichtsjahr konnten 6 Patente im Bereich Safety neu angemeldet werden. 1.4 Nachhaltigkeitsbericht Die uvex group führt bereits seit mehreren Geschäftsjahren einen Nachhaltigkeitsbericht nach dem GRI 4 Berichtsstandard. Dieser Nachhaltigkeitsbericht wird zu jedem Geschäftsjahr aktualisiert. Für die uvex group ist das Thema Nachhaltigkeit in seiner ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Dimension als nichtfinanzieller Leistungsindikator seit jeher Programm. Als Familienunternehmen denken wir schon immer in langfristigen Zeiträumen und lassen uns nicht von Quartalsberichten treiben. Ein wichtiges Ziel ist es, die Überlebensfähigkeit des Unternehmens zu sichern bei Bewahrung der unternehmerischen Unabhängigkeit, insbesondere der Unabhängigkeit von den Banken. Der Unternehmenserfolg liegt in den Händen unserer Mitarbeiter. Das bedeutet auch, dass wir vertrauensvoll und fair mit unseren Mitarbeitern umgehen und ihnen als verlässlicher Arbeitgeber eine langfristige Perspektive im Unternehmen bieten wollen. Dabei sind u.a. ein Gesundheitsmanagement sowie umfangreiche Weiterbildungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten Säulen des strategischen Personalmanagements in der uvex group. Im Nachhaltigkeitsbericht wird dargelegt, dass es das Ziel der uvex group ist, so zu wirtschaften, dass auch nachfolgende Generationen eine lebenswerte Umwelt vorfinden. Die Umweltbelastung entlang der Wertschöpfungskette soll so gering wie möglich gehalten werden. Ein verantwortungsbewusster Umgang mit Wasser, der Einsatz nachhaltig produzierter Energie, der Klimaschutz sowie der nachhaltige Umgang mit Ressourcen sind für die uvex group die zentralen Herausforderungen im Umweltschutz. Diesen Herausforderungen stellen wir uns und installieren Lösungen, die in unseren Werken u.a. den Energieverbrauch senken, CO 2 -Emissionen reduzieren, den Schadstoffeinsatz beschränken sowie den Wasserverbrauch und Produktionsabfälle reduzieren. Im Berichtsjahr konnten wir weitere Produktwelten präsentieren, die sich durch nachhaltigen Materialeinsatz, umweltfreundliche Produktionsprozesse und recyclebare Verpackungen auszeichnen. Diese Produkte werden zudem mit dem Nachhaltigkeitslabel protecting planet gekennzeichnet, um unseren Weg zu einem ökologischeren Geschäftsmodell sichtbar zu machen. Zukünftig wird der Nachhaltigkeitsaspekt noch stärker in die Produktentwicklung sowie Produktverpackungen Eingang finden, um hier einen positiven Beitrag für die Umwelt zu erzielen. Ebenso wollen wir uns auch dem Ansatz der Kreislaufwirtschaft konzeptionell nähern. Einzelne Aktivitäten und Maßnahmen können dem nicht durch den Abschlussprüfer geprüften Nachhaltigkeitsbericht, der im Internet veröffentlicht ist, entnommen werden. Es entspricht der Geschäftspolitik in der uvex group, dass wir nur mit Partnern zusammenarbeiten, die unsere anspruchsvollen Standards akzeptieren und mittragen. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2.1.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Im Vorjahr war der Blick auf die gesamtwirtschaftliche Lage u.a. aufgrund von steigenden Verbraucherpreisen, sinkender Industrieproduktion und gestörter Lieferketten bereits sehr pessimistisch. Zu Beginn des Kalenderjahres 2022 ist der Glaube an eine kurzfristige wirtschaftliche Erholung weiter gesunken. Der Internationale Währungsfonds spricht in diesem Zusammenhang von einer düsteren und unsicheren Sicht auf die aktuelle wirtschaftliche Situation und die Wachstumsprognosen für die weltwirtschaftliche Entwicklung in den kommenden Jahren. In der Vergangenheit wurden von Wirtschaftsfachleuten Inflationsraten und Energiepreissteigerungen von über 3% als Wachstumsbremse bewertet. Im September waren in vielen europäischen und außereuropäischen Ländern Inflationsraten an die 10% und mehr auf Jahresbasis zu verzeichnen. Die Energiepreise steigen seit mehreren Monaten unaufhaltsam weiter an. Soweit die Energieversorger zum Jahresbeginn 2023 - wie in den Vorjahren - die Energiepreissteigerungen an die Verbraucher weitergeben, muss gesamtwirtschaftlich mit einem weiteren Anstieg der Inflation gerechnet werden. Inwieweit diese Kostensteigerungen ab 2023 von jedem Endabnehmer weiterhin gezahlt werden können, bleibt abzuwarten. Durch den Russland/Ukraine Konflikt ist die dauerhafte, lückenlose Energieversorgung mit Gas in Deutschland gefährdet. Nachdem Mitte 2022 das Risiko bestand, dass die russischen Gaslieferungen langfristig komplett ausfallen, scheint sich die Situation am deutschen Energiemarkt Ende 2022 wieder etwas beruhigt zu haben. Dennoch bleibt festzuhalten, dass ein Ausfall oder eine Einschränkung von Energielieferungen unabsehbare Folgen für die deutsche Wirtschaft haben kann. Zudem verharrt der Energiepreis aufgrund hoher Gebühren und Abgaben auf einem überdurchschnittlich hohen Niveau. Die Erhöhung des Leitzinses durch die Zentralbanken wird als wesentliches Instrument angesehen, die derzeit hohe Inflation wieder einzufangen. Insoweit verändern die Zentralbanken sukzessive, in kleinen Schritten, ihre Politik, weg von einer expansiven, hin zu einer restriktiven Geldpolitik. Derzeit scheint dieser Schwenk keine wahrnehmbare Wirkung zu entfalten. Die Inflationsraten, speziell in Europa, steigen weiter. Lediglich in den USA konnte die Fed durch eine schnelle Erhöhung des Leitzinses auf mehr als 3% die Inflationsrate auf immer noch hohe 8% drücken. Als Effekt der wirtschaftlichen Schwäche in Europa hat der Euro gegenüber dem Dollar im Berichtsjahr den niedrigsten Wert seit 20 Jahren erreicht. Welche Konsequenz sich aus dieser Kursentwicklung für das transatlantische Import- Export Verhältnis ergeben wird, bleibt ebenfalls abzuwarten. Der Arbeitsmarkt ist von den negativen Wachstumsaussichten in den meistens Ländern in Europa noch nicht voll getroffen. Auch in Deutschland ist der Arbeitsmarkt trotz steigender Preise und der Sorge vor Energieknappheit insgesamt weiter robust. Die Arbeitslosigkeit ist zu Beginn der Herbstbelebung wieder gesunken. Das Kurzarbeitergeld als Instrument zur Beschäftigungssicherung in Deutschland hat während der Corona- Pandemie seit 2020 bis zum aktuellen Zeitpunkt stabilisierend auf die gesamte Beschäftigungslage gewirkt. Dagegen ist die Staatsverschuldung in Deutschland im Jahr 2021 überdurchschnittlich um 6,8% angestiegen. Der Schuldenstand in Deutschland hat trotz hoher Steuereinnahmen zum Stichtag 31.12.2021 einen historischen Rekordstand erreicht und aufgrund einiger geschaffener "Sondervermögen" ist ein Rückgang der Verschuldung in den Jahren 2022 ff nicht zu erwarten. 2.1.2 Branchenbezogene Rahmenbedingungen Bereich Safety Das US- amerikanische Marktforschungsunternehmen Global Industry Analysts prognostiziert, dass der globale Markt für PSA bis 2023 auf rund 67 Milliarden US- Dollar wachsen wird. Das würde eine Verdreifachung des weltweiten Marktvolumens innerhalb weniger Jahre bedeuten, nachdem das Marktvolumen noch vor wenigen Jahren auf 19 bis 20 Mrd. USD taxiert wurde. Die weltweite pandemische Situation in den letzten 2,5 Jahren dürfte mit verantwortlich an dieser Entwicklung sein. Derzeit ist feststellbar, dass sich die während der Pandemie ergebende Zweiteilung des Marktes in Produkte, die der Pandemiebekämpfung dienen und in andere PSA- Produkte, langsam wieder zurück geht. Bereich Sport und Freizeit Die Wintersaison 2021/22 war auf einem niedrigen Niveau leicht besser als geplant. Im Gegensatz zum Vorjahr, als durch Lockdown-Maßnahmen im Zusammenhang mit der Corona- Pandemie das Wintersportgeschäft nahezu zum Erliegen gekommen war, wurde in der abgelaufenen Wintersaison auf diese drastischen Maßnahmen verzichtet. Dadurch ergaben sich leicht positive Wachstumseffekte für uvex. Der Druck auf die Branche ist dennoch unverändert hoch und weitere Marktkonsolidierungen sind möglich. Der Radsportmarkt hat im Berichtsjahr die im Vorjahr erlebte Nachfragesteigerung nicht halten können. Die schlechten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen führten ab April 2022 zu einer dramatischen Kaufzurückhaltung. Hiervon waren sowohl das Filialgeschäft als auch der Online-Handel betroffen. Aktuell ist der Radsportmarkt immer noch von einer Vielzahl von Anbietern besetzt, was den Wettbewerb zusätzlich anheizt. Auch im Reitsportmarkt ist die Kaufzurückhaltung deutlich spürbar, wodurch sich der Druck auf die Anbieter weiter erhöht. Bereich Filtral Die Nachfrage nach unseren Produkten ist seit der Corona-Pandemie stark rückläufig gewesen. Entweder waren die Verkaufsflächen, über die wir unsere Produkte vertreiben, während des allgemeinen Lockdowns geschlossen oder die Nachfrage ist bei nicht geschlossenen Verkaufsflächen ausgeblieben. Im Berichtsjahr haben wir eine gegenläufige Entwicklung erlebt und die Nachfrage ist wieder angestiegen. Zwar ist der Markt seit Jahren von einer oligopolistischen Wettbewerbsstruktur geprägt und die Marktmacht unserer Kunden entsprechend hoch, dennoch konnten wir unser Geschäft wieder ausbauen. Unser Produktsortiment genießt beim Handel und auch beim Endverbraucher nach wie vor hohe Aufmerksamkeit aufgrund der hohen Flächenproduktivität. Marktgröße und Marktpotenzial sind trotz der widrigen Umstände weiterhin attraktiv für uns. Wie sich das Konsumverhalten bei der derzeitigen inflationären Entwicklung in Bezug auf die für unser Geschäft wichtigen Spontankäufe entwickeln wird, ist derzeit nicht einschätzbar. Es ist jedoch von einer spürbaren Kaufzurückhaltung auszugehen. Letztendlich leidet unsere Branche wie auch große Teile der gesamten Wirtschaft seit Jahren unter der Unplanbarkeit der weiteren politischen Entscheidungen und des enormen Kostendrucks. 2.2 Geschäftsverlauf Die uvex group hat das Geschäftsjahr 2021/22 deutlich schlechter als in den Vorjahren abgeschlossen. Der Konzernumsatz gemessen zum Vorjahr stieg um 6,3 % (Vj. +14,8 %). Im Inland ist der Umsatz um 0,8 % gesunken (Vj. +12,9 %), im Ausland um 13,0 % (Vj. +16,7 %) gestiegen. Der Anteil des Auslandsumsatzes am Gesamtumsatz stieg daher auf 54,6 %, nach 51,4 % im Vorjahr. Insgesamt konnten wir unsere Position vor allem auf den internationalen Märkten ausbauen. Die finanzwirtschaftlichen Kennzahlen bewegen sich weiterhin auf gutem Niveau. Die wirtschaftliche Entwicklung unserer Gruppe im Berichtsjahr ist unter Beachtung der aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zufriedenstellend. Allerdings konnten wir das außerordentlich gute Ergebnis des Vorjahres im Berichtsjahr nicht erreichen. Das liegt vor allem an den historisch hohen Preissteigerungen, weiterhin unterbrochenen Lieferketten und einer noch nie dagewesenen allgemeinen Konsumzurückhaltung. Die Gruppe hat auf die aktuellen Herausforderungen schnell reagiert und Kosteneinsparprogramme im Bereich der Struktur- und Projektkosten initiiert. Vor dem Hintergrund der notwendigen Digitalisierungsmaßnahmen und dem damit zusammenhängenden Aufbau von Strukturkosten waren noch stärkeren Kostenreduzierungsmaßnahmen jedoch Grenzen gesetzt. Gemessen an der Umsatzentwicklung im Berichtsjahr konnten gestiegene Strukturkosten für den Aufbau zukünftige Geschäftsfelder nicht in gleichem Umfang an anderer Stelle gesenkt werden. Die Gesellschaftsform der Firma Performance Fabrics Inc. (Michigan, USA) wurde im Berichtsjahr in die HexArmor, Limited Partnership, umgewandelt. Im Rahmen der Vollkonsolidierung dieser Gesellschaft ergab sich im Berichtsjahr ein negativer Ergebniseffekt von 4,4 Mio. EUR (Vj. 10,9 Mio. EUR). Der Konzernjahresüberschuss der uvex group hat sich insgesamt von 18,4 Mio. EUR im Vorjahr auf 2,5 Mio. EUR im Berichtsjahr reduziert. Die Umsatzrendite sinkt stärker als geplant und ist nahezu halbiert im Vergleich zum Vorjahreswert. Der Kapitalumschlag zeigt sich ebenfalls unter Vorjahresniveau jedoch leicht über Planwert. Insgesamt haben wir unseren geplanten EVA-Geschäftswertbeitrag deutlich nicht erreicht. Per 31.07.2022 weist die uvex group ein negatives Nettobankguthaben in Höhe von 60,8 Mio. EUR aus, nach -9,0 Mio. EUR zum Vorjahresstichtag. Diese Entwicklung hat seine Ursache in den hohen Investitionen im Berichtsjahr und im Vorjahr. Neben Investitionen im Digitalisierungsbereich wurden für die Anpassung des Kaufpreises für den Anteilserwerb an der Firma HexArmor, Limited Partnership (Michigan, USA), im Berichtsjahr nochmals 5,2 Mio. EUR (Vj. 42,3 Mio. EUR) investiert. Für den Bau des neuen Logistikzentrums wurden bis zum Bilanzstichtag 25,4 Mio. EUR investiert. Die Investitionen der letzten beiden Geschäftsjahre, eine starke Zunahme der Vorratsbestände verbunden mit der schwächeren Ertragslage im Berichtsjahr hat zu einem negativen Nettobankguthaben geführt. Der vor fünf Jahren mit unseren Kernbanken abgeschlossene Konsortialkreditvertrag gibt der uvex group die Möglichkeit, die derzeit günstigen Finanzierungskonditionen zu sichern und gleichzeitig einen erhöhten Finanzierungsspielraum für weitere Investitionen bei Bedarf nutzen zu können. Die insgesamt bestehenden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich zum Bilanzstichtag von 46,2 Mio. EUR im Vorjahr um 55,8 Mio. EUR auf 102,0 Mio. EUR erhöht. Gleichzeitig hat sich das Bankguthaben von 37,2 Mio. EUR auf 41,2 Mio. EUR erhöht. Die Eigenkapitalquote ist im Berichtsjahr mit 35,9 % (Vj. 40,8 %) weiterhin robust. Das Eigenkapital der uvex group bildet ein solides Fundament für den Ausbau unserer internationalen Marktposition. Aufgrund der unsicheren Wirtschaftssituation wurden bereits in den Vorjahren einige Maßnahmen für Produktivitätsverbesserungen eingeleitet. Die Umsetzung dieser Maßnahmen dauert über den Berichtszeitraum an. Gleichzeitig wurde intensiv am bestehenden Portfolio als auch an neuen, innovativen und erfolgversprechenden Produkten und Konzepten weitergearbeitet. Bereich Safety Im Geschäftsjahr 2021/22 sank der inländische Umsatz um 0,6 % (Vj. +15,0 %) gegenüber dem Vorjahr ab. Die Auslandsumsätze stiegen um 13,0 % (Vj. + 19,4 %). Insgesamt stieg der Umsatz im Berichtsjahr um 5,3 % gegenüber dem Vorjahr (Vj. Anstieg um 17,4 %) an. Der Anteil der Auslandsumsätze am Gesamtumsatz liegt im Berichtsjahr bei 56,7 % nach 54,2 % im Vorjahr. Im Berichtsjahr sank der Umsatz für die Produktgruppen Augenschutz, Kopfschutz und Arbeitsmedizin unter den Budgetwert. In den übrigen Produktgruppen konnte der Budgetwert erreicht oder übertroffen werden. Insgesamt ist der Gesamtumsatz im Vergleich zum Vorjahr und zum Budget gestiegen. Die Deckungsbeiträge und die Deckungsbeitragsentwicklung sind vor dem Hintergrund der Umsatzentwicklung, gepaart mit der wirtschaftlichen Gesamtsituation zufriedenstellend und liegen nur leicht unter dem Budget. Die Deckungsbeitragsentwicklung im Vergleich zum Vorjahr ist dagegen verbessert. Der hohe Lagerumschlag des Vorjahres verschlechterte sich dagegen im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahrswert und der Planung. Die Bestände zum Geschäftsjahresende sind im Vergleich zum Vorjahr absolut um 33,7 Mio. EUR gestiegen (Vj. +8,7 Mio. EUR) und haben sich mit 27,5 Mio. EUR (Vj. +13,3 Mio. EUR) über Planung entwickelt. Höhere Sicherheitsbestände für eine bessere Verfügbarkeit waren Auslöser dieser Entwicklung. Das operative Ergebnis war schlechter als geplant und deutlich schlechter als im Vergleich zum Vorjahr. Bereich Sport und Freizeit Im Geschäftsjahr 2021/22 konnten wir den vorsichtig geplanten Wintersportumsatz moderat übertreffen. Auch die erzielten Deckungsbeiträge waren auf Planniveau. Dafür war die Umsatz- und Deckungsbeitragsentwicklung im Radsport und bei der Sportbrille unter Budget. Dies galt sowohl für das stationäre Geschäft als auch für die digitalen Verkaufskanäle. Im Gegensatz zum Vorjahr konnten die digitalen Verkaufskanäle die Umsatzrückgänge im Fachhandelssegment also nicht kompensieren. Insgesamt ist die Umsatzrendite deutlich unter Plan- und Vorjahresniveau. Dies gilt auch für den Bestandsumschlag wegen gleichzeitig gestiegener Bestände im Vergleich zum Plan- und zum Vorjahresniveau. Bereich Filtral Der Geschäftsverlauf im Geschäftsjahr 2021/22 war, wie im Vorjahr, besonders schwierig. Unsere Produktlinien Sonnenbrille als auch die Lesehilfe wurden im Sortimentsgeschäft mehr nachgefragt als geplant und im Vergleich zum Vorjahr. Im Aktionsgeschäft war die Nachfrage nach Lesehilfen über Planungs- und Vorjahresniveau. Der im Berichtsjahr erwirtschaftete Umsatz verteilt sich mit 85,9% (Vj. 85,7%) auf das Sortiments- und mit 14,1% (Vj. 14,3%) auf das Aktionsgeschäft. Die Ertragssituation ist durch die Umsatzsteigerung gegenüber Vorjahr deutlich besser. Die Umsatzsteigerung im Berichtsjahr ist über Planniveau. Bereich UD2C Der Geschäftsverlauf im Bereich UD2C ist durch Anlaufkosten gekennzeichnet und ein positiver Geschäftswertbeitrag für die Gruppe ist deshalb noch nicht zu erwarten und war auch nicht geplant. Dennoch haben sich die Umsätze deutlich, wenn auch auf niedrigem Niveau, von 0,6 Mio. EUR im Vorjahr auf 1,6 Mio. EUR im Berichtsjahr entwickelt. Das ambitionierte Budget in Höhe von 2,2 Mio. EUR wurde aber klar verfehlt. Neben der Protecting People GmbH wurde im Berichtszeitraum auch die Factor26 GmbH unter das Dach der UD2C umgehängt. 2.3 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 2.3.1 Ertragslage Der Konzernumsatz stieg gegenüber dem Vorjahr um 6,3 % (Vj. 14,8 %) an. Der Umsatz wurde zu rund 45,4% (Vj. 48,6 %) im Inland und zu 54,6 % (Vj. 51,4 %) im Ausland generiert. Die Umsatzentwicklung zeigt nachfolgende Tabelle:
Im Berichtsjahr 2021/22 wurde bei steigenden Umsatzerlösen ein Konzernergebnis in Höhe von 2,5 Mio. EUR (Vj. 18,4 Mio. EUR) erzielt. Davon sind Ergebnisanteile Fremdgesellschafter in Höhe von 1,5 Mio. EUR abzuziehen (Vj. 0,6 Mio. EUR hinzuzuziehen). Das Rohergebnis (inkl. sonstiger betrieblicher Erträge) liegt bei 352,9 Mio. EUR (Vj. 335,0 Mio. EUR). Das Ergebnis vor Steuern beträgt 12,7 Mio. EUR nach 32,4 Mio. EUR im Vorjahr. Im Berichtsjahr ist das Ergebnis durch personalbezogene Projektkosten im Rahmen der Digitalisierung der Geschäftsmodelle mit 7,3 Mio. EUR (Vj. 7,3 Mio. EUR) belastet. Zudem sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 19,6 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr angestiegen. Dieser Anstieg spiegelt im Wesentlichen den allgemeinen Kostenanstieg im Berichtsjahr wider. Das Ergebnis im Berichtsjahr wird zudem durch periodenfremde Ergebnisbestandteile beeinflusst. Die Ergebnisbeeinflussung im Berichtsjahr beträgt +0,9 Mio. EUR (Vj. +1,6 Mio. EUR). Die periodenfremden Erträge setzen sich aus Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen, Erträgen aus der Herabsetzung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen auf Forderungen sowie aus Erträgen aus dem Abgang von Anlagevermögen zusammen. Die damit saldierten periodenfremden Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen aus der Erhöhung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen auf Forderungen sowie Aufwendungen aus dem Abgang von Anlagevermögen. Im Berichtsjahr war im Finanzergebnis der über Zinsaufwand gebuchte Zinsanteil der Pensionsrückstellung in Höhe von 2,3 Mio. EUR (Vj. 3,0 Mio. EUR) enthalten. Es ergab sich für die Pensionsrückstellungen eine Rückstellungszuführung von 2,1 Mio. EUR (Vj.: 5,7 Mio. EUR). Die Ertragssituation stellt sich wie folgt dar:
2.3.2 Finanzlage Die Eigenkapitalquote der uvex group zum 31.07.2022 beträgt solide 35,9 % und ist damit trotz einer absoluten Erhöhung des Eigenkapitals um 8,9 Mio. EUR (Vj. +13,6 Mio. EUR) gegenüber dem Stand vom 31.07.21 aufgrund der gestiegenen Bilanzsumme im Berichtsjahr um 4,9 % gesunken. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind im Berichtsjahr um 55,8 Mio. EUR auf 102,0 Mio. EUR gestiegen. Es wurde in den Vorjahren ein mittelfristiger Konsortialkredit mit den Hausbanken abgeschlossen, um die günstige Finanzierungssituation auszunutzen und die Plattform für weitere Investitionen bereit zu stellen. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug -10,7 Mio. EUR (Vj.: +37,9 Mio. EUR), während der Cashflow aus der Investitionstätigkeit -41,2 Mio. EUR (Vj.: -74,8 Mio. EUR) und der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 39,3 Mio. EUR (Vj.: -19,0 Mio. EUR) betrugen. In der Folge sank der Finanzmittelbestand, unter Berücksichtigung von konsolidierungskreisbedingten sowie währungsbedingten Änderungen des Finanzmittelfonds, um 8,8 Mio. EUR auf 17,0 Mio. EUR (Vj.: 25,8 Mio. EUR). Die Eigenkapitalquote der uvex group soll sich in einem Korridor zwischen 35% und 45% bewegen. Mit einer Quote von 35,9 % zum 31.07.2022 haben wir dieses Ziel in diesem Berichtsjahr wieder erreicht, trotz der historisch schlechten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Es ergibt sich im Berichtsjahr eine negative Nettobankposition in Höhe von 60,8 Mio. EUR (Vj. -9,0 Mio. EUR). Die Finanzierung des künftigen geplanten Unternehmenswachstums ist unter Berücksichtigung des bestehenden Finanzmittelbestands und bestehender Kreditlinien gesichert.
Die Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Pensionsrückstellungen in Höhe von 38,1 Mio. EUR (Vj. 36,0 Mio. EUR) und sonstige Rückstellungen in Höhe von 57,8 Mio. EUR (Vj. 57,5 Mio. EUR). Wesentlicher Posten in den sonstigen Rückstellungen bilden die Personalrückstellungen in Höhe von 34,2 Mio. EUR (Vj. 35,2 Mio. EUR) und Rückstellungen für Verpflichtungen gegenüber Kunden in Höhe von 17,2 Mio. EUR (Vj. 14,9 Mio. EUR). Die sonstigen Verbindlichkeiten vermindern sich im Wesentlichen aufgrund der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern. 2.3.3 Vermögenslage Die Bilanzsumme der uvex group erhöhte sich im Geschäftsjahr 2021/22 um 20,1 % (Vj. 7,3 %) von 377,3 Mio. EUR auf 453,3 Mio. EUR. Die Vorratsbestände sind im Berichtsjahr von 104,3 Mio. EUR auf 135,2 Mio. EUR gestiegen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um 15,2 Mio. EUR (Vj. +9,9 Mio. EUR) im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Die Guthaben bei Kreditinstituten sind im Vergleich zum Vorjahr um 4,0 Mio. EUR gestiegen. Hinsichtlich der Entwicklung der Liquidität wird auf die Kapitalflussrechnung verwiesen. Die Investitionen in Sachanlagen betrugen im Berichtsjahr 34,1 Mio. EUR. Sie erfolgten im Bereich des unbeweglichen und beweglichen Anlagevermögens. Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände betrugen 10,8 Mio. EUR. Die Investitionen in Finanzanlagen betrugen im Berichtsjahr 0,9 Mio. Zudem ging eine Ausleihung in Höhe von 3,1 Mio. EUR im Berichtsjahr erfolgswirksam ab. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen betrugen 23,3 Mio. EUR (Vj. 24,3 Mio. EUR). Die Vermögensstruktur stellt sich folgendermaßen dar:
2.4 Plan - Ist - Vergleich und Gesamtaussage Der Umsatz hat sich im Berichtsjahr um 3,5 Mio. EUR über dem Planwert entwickelt. Die Umsatzrendite blieb unter Plan- und deutlich unter Vorjahresniveau. Der Bestandsumschlag ist auf Plan-, aber unter Vorjahresniveau. Die Ergebnissituation wurde im Berichtsjahr im Rahmen der Erstkonsolidierung durch die Abschreibung des Geschäfts- und Firmenwerts der PLUS 8 INDUSTRIES LIMITED um 0,4 Mio. EUR und durch die Abschreibungen der Mehrwerte und des Geschäfts- und Firmenwerts bei der HexArmor, Limited Partnership in Höhe von 4,8 Mio. EUR belastet. Die Erträge aus Währungsumrechnung lagen im Berichtsjahr bei 7,8 Mio. EUR (Vj. 2,5 Mio. EUR) und die entsprechenden Aufwendungen bei 3,5 Mio. EUR (Vj. 3,3 Mio. EUR). Aufgrund der Digitalisierungsprojekte in der Gruppe sind die Kosten im Berichtsjahr nahezu auf dem Niveau des Vorjahres geblieben (Vj. +0,4 Mio. EUR). 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1 Prognose Im Kalenderjahr 2021 hat der IWF ein Abflachen der weltweiten Inflation vorhergesagt. Das Gegenteil davon ist im Berichtsjahr eingetreten. Inzwischen stuft der IWF den aktuell schlechten Zustand der Weltkonjunktur als längerfristig ein. Dabei sind die größten Risiken laut IWF der bestehende Russland/Ukraine Krieg und als Ausfluss aus diesem Konflikt, die überdurchschnittlich angestiegenen Energiekosten, sowie die Bewegungseinschränkungen in China. Alle Risiken belasten den Ausblick auf die weltwirtschaftliche Entwicklung. Die Bewegungseinschränkungen in China schwächen die Wirtschaft des Landes und das wiederrum verschlimmert die weltweiten Lieferkettenprobleme zusätzlich. Selbst bei einer Verbesserung der dargestellten Risikosituation, sind die Folgen nicht kurzfristig zu beheben. Eine wirtschaftliche Erholung in Deutschland wird maßgeblich von der Energiefrage abhängig sein. Soweit die Energiepreise weiter steigen, wird sich die wirtschaftliche Situation in Deutschland weiter verschlechtern. Aus diesem Grund fällt Deutschland innerhalb Europas aber auch im Vergleich mit Ländern außerhalb Europas aufgrund der Energieversorgungsproblematik zurück. Die Unplanbarkeit wirtschaftspolitischer Maßnahmen steht einer kurzfristigen wirtschaftlichen Erholung ebenfalls entgegen. Die im Vorjahr expansive Geldpolitik der EZB in Europa ist im Berichtsjahr immer mehr hin zu einer restriktiven Geldpolitik korrigiert worden. Positive Effekte aus diesem Schwenk lassen weiter auf sich warten. Die Verschuldung der Volkswirtschaften nimmt dabei weiter kräftig zu, was zukünftige fiskalische Spielräume deutlich einengt. Letztendlich ist aktuell auch noch nicht die Frage beantwortet, wie und in welcher Geschwindigkeit die Verschuldung wieder zurückgefahren werden kann, um zukünftige Generationen zu entlasten. Bereich Safety Die Wachstumsperspektiven für den Bereich Safety bewerten wir positiv. Die Umsetzung der neuen Vertriebs- und Marktausrichtung in Deutschland fokussiert auf die Kundenbetreuung "aus einer Hand" und wird uns in 2022/23 und darüber hinaus Vorteile gegenüber den direkten Wettbewerbern verschaffen. Aufgrund unserer innovativen Produkte erwarten wir für das Geschäftsjahr 2022/23 zusätzliche positive Geschäftsentwicklungseffekte. Wir planen für das Geschäftsjahr 2022/23 einen Gesamtumsatz und ein operatives Ergebnis deutlich über Vorjahresniveau. Zu Beginn des Wirtschaftsjahres 2022/23 liegt der Nettoumsatz leicht über Budget und deutlich über Vorjahresniveau. Bereich Sport und Freizeit Die Wachstumsperspektiven für Bereich Sport und Freizeit bewerten wir positiv. Aufgrund der guten Produktkollektion gepaart mit einer flexiblen und schlagkräftigen Ablauforganisation werden wir uns gegenüber unseren Wettbewerbern weiterhin differenzieren können und dadurch unsere Position auf zahlreichen Märkten sichern und ausbauen. Unter der Voraussetzung eines sich normalisierenden Konsumverhaltens erwarten wir für das Geschäftsjahr 2022/23 deutlich steigende Umsatzerlöse und eine deutliche Verbesserung des operativen Ergebnisses. Zu Beginn des Wirtschaftsjahres 2022/23 liegt der Nettoumsatz deutlich unter Plan- jedoch auch deutlich über Vorjahresniveau. Bereich Filtral Die Wachstumsperspektiven für die Filtral Group bewerten wir insgesamt positiv. Aufgrund der guten Produktkollektion gepaart mit einer flexiblen und schlagkräftigen Ablauforganisation werden wir uns gegenüber unseren Wettbewerbern weiterhin differenzieren können und dadurch unsere Position auf zahlreichen Märkten sichern und ausbauen. Aufgrund eines wiederholten Verlusts eines Großkunden für das neue Geschäftsjahr und wegen der aktuellen wirtschaftlichen Situation erwarten wir für 2022/23 moderat sinkende Umsatzerlöse und eine deutliche Verschlechterung des operativen Ergebnisses. Zu Beginn des Wirtschaftsjahres 2022/23 liegt der Nettoumsatz auf Plan- und leicht über Vorjahresniveau. Bereich UD2C Der Bereich UD2C konzentriert sich im neuen Geschäftsjahr auf die Gewinnung neuer Kundengruppen als auch auf die Ausweitung des Geschäfts auf weitere Online-Marktplätze. Dadurch soll auch die Präsenz im Ausland weiter ausgebaut werden. Zu Beginn des Wirtschaftsjahres 2022/23 liegt der Nettoumsatz leicht unter Planniveau. Der Vergleich mit dem Vorjahr ist nicht aussagekräftig, aufgrund der vorgenommenen Umstrukturierung im Teilkonzern. uvex group Wir planen für das Geschäftsjahr 2022/23 einen deutlich steigenden Gesamtumsatz bei einem operativen Ergebnis deutlich über Vorjahresniveau. Trotz der weiterhin enormen Planungsunsicherheit aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Voraussetzungen sehen wir alle Teilkonzerne in der Gruppe in einer positiven Ausgangsposition. Wir planen trotz steigender Bestände einen wieder verbesserten Lagerumschlag und aufgrund der Investitionstätigkeit eine höhere Kapitalbindung als im Berichtsjahr. Zusammengefasst bewerten wir die Wachstumsperspektiven für die uvex group positiv. Aufgrund innovativer Produkte und einer reaktionsschnellen Organisation erwarten wir für das Geschäftsjahr 2022/23 eine weiterhin positive Geschäftsentwicklung und eine Differenzierung gegenüber unseren direkten Wettbewerbern. Insgesamt zielen wir darauf ab, unsere Position auf zahlreichen Märkten zu sichern und auszubauen und unser Geschäftsmodell in Zeiten der digitalen und ökologischen Transformation zukunftsfähig zu machen. Zu Beginn des Wirtschaftsjahres 2022/23 liegt der Nettoumsatz deutlich über Vorjahresniveau und leicht über dem Planwert. 3.2 Chancen Durch die konsequente Verfolgung unserer Strategien, insbesondere der weiteren Internationalisierung unseres Geschäftes, der Fokussierung auf wertorientierte Themen und Projekte (Ausbau Marktposition, Innovationen, Verbesserung der Produktivität) sehen wir die Chance auf eine weiterhin positive Geschäftsentwicklung. Im Inlandsgeschäft haben wir im Berichtsjahr die Voraussetzungen geschaffen, die Kunden von verschiedenen Tochtergesellschaften der Safety Group gemeinsam "aus einer Hand" zu betreuen. Damit verstärken wir die Kundenbindung und erleichtern unseren Kunden den Bezug über uvex. Wir erwarten durch diese Kundenbindung Wachstumsimpulse im Inland, die unsere Position gegenüber den Wettbewerbern deutlich verbessern. Im Teilkonzern Safety unterstützt uns unsere US-amerikanische Beteiligung HexArmor, Limited Partnership (HexArmor®) dabei, unsere Geschäftsentwicklung weiter auszubauen. Durch die Verbindung mit HexArmor® können wir unser innovatives Produktportfolio im größten Arbeitsschutzmarkt der Welt anbieten. Im Teilkonzern uvex sports group haben wir durch gezielten Beteiligungserwerb unser Produktportfolio erweitert und werden dadurch unsere Marktposition stärken und ausbauen. Die Chance in einem Markt, der durch Einschränkungen und Kaufzurückhaltung gekennzeichnet ist, durch die Produktqualität und -innovation Marktanteile hinzuzugewinnen, ist groß. Insoweit wollen wir den Innovationsgrad und die Wettbewerbsfähigkeit unserer Produktpalette in unseren Produktgruppen weiter verbessern. Wachstumsmöglichkeiten sehen wir in einer stetigen Optimierung interner Prozesse entlang der Wertschöpfungskette. Positiv stimmt uns die wieder anziehende Vororder im Wintersportgeschäft 2022/23. Das Thema Sicherheit im Sport mit Produkten "Made in uvex" ist ein weiterer Aspekt, der uns gegenüber den Mitbewerbern differenziert und für uns eine Chance darstellt. Wir können mit unserer Organisationsstruktur schnell und effizient auf neue Trends reagieren, bzw. als Trendsetter im Bereich Winter- und Radsport neue Trends initiieren. Durch Standardisierung, Harmonisierung und Erhöhung der Durchgängigkeit von IT-Systemen entlang der Wertschöpfungskette vereinfachen und beschleunigen wir Aufbau- und Ablaufprozesse innerhalb der uvex group und können somit schneller und effektiver auf interne und externe Anforderungen reagieren. Im Bereich UD2C arbeiten wir intensiv an der Digitalisierung unseres Geschäftsmodells und versprechen uns insbesondere durch unsere Tochtergesellschaften, die auf den D2C-Markt spezialisiert sind, mittelfristig einen positiven Geschäftswertbeitrag für die Gruppe zu generieren. Insbesondere die verstärkte Nutzung der Onlinevertriebskanäle eröffnet uns neue Wachstumsmöglichkeiten. 3.3 Risiken Als bedeutsamstes Risiko sehen wir weiterhin die aktuell dramatisch schlechte, gesamtwirtschaftliche Situation. Die inflationäre Preisentwicklung, insbesondere im Energiemarkt macht jede längerfristige Planung unmöglich und lässt sich auch nicht mehr voll auf die Verkaufspreise überwälzen. Als Risiko sehen wir die aktuelle Entwicklung in der Automobilbranche, die im Wesentlichen auch davon geprägt sein wird, wie sich der politisch vorgegebene Wechsel in der Antriebstechnologie auf die Branche und deren Wettbewerbsfähigkeit auswirkt. In Europa sind keine nennenswerten Wachstumseffekte auf dem Automobilmarkt zu erwarten. Dies hat naturgemäß auch Auswirkungen auf die Nachfrage nach Arbeitsschutzprodukten in dieser für uns bedeutsamen Branche. Ein weiteres Risiko sehen wir in der aktuellen Entwicklung in den USA. Aufgrund der nicht vorhersehbaren protektionistischen Maßnahmen in den USA gegen China, Europa und Deutschland, sind Wachstumseinbrüche wahrscheinlich. Ein weiteres Risiko sehen wir in der europäischen Wirtschaftspolitik. Europa ist wirtschaftspolitisch uneinig, verfolgt unterschiedliche Ziele und lässt den Willen zu einem gemeinsamen Handeln deutlich vermissen. Im Teilkonzern Sport- und Freizeit ist der Klimawandel und damit verbundene "grüne Winter" und verregnete Sommermonate, verbunden mit der Zunahme an Extremwetterereignissen, ein wesentliches immanentes Geschäftsrisiko. Damit verbundene, politisch motivierte, regulatorische Maßnahmen wie die Einführung und der Ausbau der CO 2 -Besteuerung, vermindern das klimabedingte Geschäftsrisiko kurz- bis mittelfristig eher nicht, binden jedoch Kapazitäten und erhöhen die Energiepreise überdurchschnittlich. Die Kaufzurückhaltung aufgrund der inflationären Preisentwicklung führt spürbar zu einem Nachfragerückgang. Derzeit ist unklar wie lange die Kaufzurückhaltung andauern wird und welche Effekte sich daraus auf den Sport- und Freizeitmarkt ergeben. Als zusätzliches Risiko sehen wir die zunehmende Konzentration in der Handelslandschaft, was zu einer steigenden Einkaufsmacht der verbleibenden Handelsorganisationen gegenüber den Lieferanten führt. Somit wird es teilweise schwieriger, notwendige Preiserhöhungen durchzusetzen. Ein zusätzliches Risiko sehen wir in den Nachfrageschwankungen aufgrund modischer Einflüsse. Wir begegnen diesem Risiko durch ein ausgewogenes Produktsortiment und die kurzfristige Reaktion auf Kundenwünsche. Ein weiteres, bedeutsames Risiko sehen wir im zunehmenden Verdrängungswettbewerb auf der Anbieterseite. Dieses Risiko kann zu Margenkürzungen führen. 4. Risikoberichterstattung Das Risiko der unternehmerischen Tätigkeit erhöht sich aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Situation und der Zunahme der weltweiten Unwägbarkeiten. Die Geschäftsleitung hat ein Risikomanagement-System implementiert, das der fortlaufenden Identifizierung und Bewertung des unternehmerischen Risikos dient. Daraus abgeleitete Maßnahmenpakete sollen zur Risikominimierung beitragen. Regelmäßige Risikoanalysen stellen laufend den Zielerreichungsgrad sowie Veränderungen im Risikoportfolio im Sinne eines Frühwarnsystems dar. Das Risikomanagement-System selbst wird ständig weiterentwickelt, wobei auch die ausländischen Tochtergesellschaften in die Analyse mit einbezogen werden. Im Bereich des Cash Managements wurden Systeme eingeführt, die eine umfassende Risikobewertung im Finanzbereich ermöglichen, insbesondere das Liquiditäts-, Zinsänderungs- und Währungsrisiko. Zur Reduzierung des Forderungsausfallrisikos arbeiten wir seit langer Zeit mit einer Warenkreditversicherungslösung. Um das Währungskursrisiko zu reduzieren, setzen wir insbesondere Devisentermingeschäfte ein. Dabei erfolgt im Berichtsjahr die Bildung von Bewertungseinheiten zwischen Grund- und Sicherungsgeschäften, wie im Vorjahr. Wesentliche Änderungen in der Beschaffungsstruktur sind nicht eingetreten. Es existieren keine Risiken, die den Bestand der Gesellschaft gefährden.
Fürth, den 18.01.2023 gez. die Geschäftsführung Bilanz
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.08.2021 bis 31.07.2022
AnhangI. Allgemeine Erläuterungen 1. Aufstellung Vorstehender Konzernabschluss wurde unter Anwendung der Vorschriften der §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Das Prinzip der Darstellungsstetigkeit wurde beachtet. Im Interesse der Übersichtlichkeit werden die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzugeben sind, in der Regel in der Bilanz bzw. der Gewinn- und Verlustrechnung aufgeführt. 2. Konsolidierungskreis Im vorliegenden Konzernabschluss sind neben der Muttergesellschaft 34 inländische und 32 ausländische Tochterunternehmen einbezogen. Bei diesen Gesellschaften hält die UVEX WINTER HOLDING GmbH & Co. KG direkt oder indirekt die Mehrheit der Stimmrechte. Im Geschäftsjahr 2021/22 wurden die Gesellschaften UD2C GROUP GmbH und die PLUS 8 INDUSTRIES LIMITED erstkonsolidiert. Weitere Veränderungen des Konsolidierungskreises haben sich im Geschäftsjahr nicht ergeben. Die Bilanzsumme nach Konsolidierung hat sich im Berichtsjahr um TEUR 76.056 erhöht. Aufgrund der Erstkonsolidierung der PLUS 8 INDUSTRIES LIMITED erhöhten sich als wesentliche Positionen die Vorräte um TEUR 1.827, die liquiden Mittel um TEUR 472 sowie die Rückstellungen um TEUR 288. In der Gewinn- und Verlustrechnung wurden neben den Umsatzerlösen in Höhe von TEUR 3.592 auch Materialaufwendungen in Höhe von TEUR 2.786 sowie sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 692 erfasst. Die Mitarbeiterzahl ist im Vergleich zum Vorjahr um 177 Beschäftigte gestiegen. Nicht einbezogen wurden insgesamt 11 ausländische Gesellschaften, da sie - auch zusammen - für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der uvex group von untergeordneter Bedeutung gem. §§ 296 Abs. 2, 311 Abs. 2 HGB sind (siehe Anteilsverzeichnis). Neben der Einbeziehung der Muttergesellschaft setzt sich der Konsolidierungskreis der uvex group per 31.07.2022 wie folgt zusammen:
3. Währungsumrechnung Die Handelsbilanzen II der ausländischen Tochterunternehmen werden nach der modifizierten Stichtagsmethode umgerechnet. Die Bilanzpositionen werden mit den Stichtagskursen per 31. Juli 2022, die Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung mit Durchschnittskursen umgerechnet. Währungsdifferenzen werden im Ausgleichsposten für Währungsdifferenzen ausgewiesen. 4. Kapitalkonsolidierung Die Kapitalkonsolidierung für Erwerbe bis 31. Juli 2010 wurde nach der Buchwertmethode vorgenommen. Die Verrechnung der Beteiligungsbuchwerte mit dem anteiligen Eigenkapital des Tochterunternehmens erfolgte durchgehend zum 31. Juli des Jahres der erstmaligen Einbeziehung. Die entstandenen aktivischen Unterschiedsbeträge wurden vollständig mit den Rücklagen verrechnet. Für Erstkonsolidierungen ab 01. August 2010 kommt die Neubewertungsmethode zur Anwendung. Die Verrechnung der Beteiligungsbuchwerte mit dem anteiligen Eigenkapital des Tochterunternehmens erfolgt zum jeweiligen Erwerbszeitpunkt mit dem Zeitwert der Vermögensgegenstände und Schulden des Tochterunternehmens. Im Berichtsjahr ergab sich ein aktivischer Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung in Höhe von TEUR 9.261. Hierbei handelt es sich um den Unterschiedsbetrag aus der Erstkonsolidierung der Gesellschaft PLUS 8 INDUSTRIES LIMITED mit TEUR 3.799, der bis zum Stichtag in Höhe von TEUR 422 abgeschrieben wurde. Die Abschreibungsdauer für diesen Geschäfts- und Firmenwert beträgt 9 Jahre. Weiterhin hat sich im Unterschiedsbetrag eine Erhöhung aus nachträglichen Anschaffungskosten für die Beteiligung an der HexArmor, Limited Partnership mit TEUR 5.178 ergeben. Zudem wurde die Abschreibung des Geschäfts- und Firmenwertes im Berichtsjahr auf 9 Jahre festgelegt, so dass die Abschreibung mit TEUR 2.592 erfolgte. Die Anpassung der Abschreibungsdauer war nach finaler Bewertung und den damit verbundenen Ertragsaussichten der Beteiligung veranlasst. Die UVEX SPORTS GmbH & Co. KG erwarb die restlichen 5%-Anteile an der B-S-A Gesellschaft für Kunststoffverarbeitung und -handel mbH, so dass die Beteiligungsquote nunmehr 100% beträgt. Der sich aus der Kapitalkonsolidierung ergebende Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 284 wurde erfolgsneutral mit den Rücklagen verrechnet. Die verbleibenden Geschäfts- und Firmenwerte aus vergangenen Geschäftsjahren wurden in Höhe von TEUR 62 abgeschrieben. Die Abschreibungsdauer dieser Geschäfts- und Firmenwerte beträgt einheitlich 4 Jahre. Die im Rahmen der Erstkonsolidierung 2021 der HexArmor, Limited Partnership identifizierten stillen Reserven in den immateriellen Vermögensgegenständen wurden im Berichtsjahr in Höhe von TEUR 2.193 abgeschrieben. Als Nutzungsdauer für die immateriellen Vermögensgegenstände wurden fünf bis neun Jahre angesetzt. Die Abschreibungsdauern wurden im Berichtsjahr nach finaler Bewertung der Beteiligung auf den neuen Planungshorizont angepasst. 5. Schuldenkonsolidierung Bei der Schuldenkonsolidierung wurden Forderungen, Verbindlichkeiten und Rückstellungen zwischen einbezogenen Unternehmen eliminiert. Wesentliche Aufrechnungsdifferenzen aus der Schuldenkonsolidierung waren nicht vorhanden. Konzerninterne Haftungsverhältnisse wurden weggelassen. 6. Zwischenergebniseliminierung Zwischenergebnisse bei Konzernbeständen aus konzerninternen Lieferungen wurden mittels des im Konzern unterstellten Verbrauchsfolgeverfahrens (Durchschnittswertverfahren) berechnet und erfolgswirksam eliminiert. 7. Aufwands- und Ertragskonsolidierung Umsatzerlöse sowie andere Erträge aus Lieferungen und Leistungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden mit den auf sie entfallenden Aufwendungen verrechnet, soweit sie nicht als Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen auszuweisen sind. 8. Assoziierte Unternehmen Die At Equity Konsolidierung wird nach der Buchwertmethode vorgenommen. Der anzusetzende Beteiligungswert wird in einer Nebenrechnung ermittelt. Bei den assoziierten Unternehmen wird auf eine Anpassung auf die konzerneinheitlichen Bewertungsmethoden verzichtet. Die Beteiligung an der Leffingwell Holdings, LLC ist im Berichtsjahr, analog zum Vorjahr, aufgrund untergeordneter Bedeutung mit den Anschaffungskosten bilanziert. 9. Latente Steuern Die Ermittlung wird nach der sog. Verbindlichkeitsmethode (liability method) vorgenommen. Es wurden latente Steuern aufgrund von Unterschieden zwischen Handels- und Steuerbilanz, im Wesentlichen in den Positionen Vorräte, sonstige Vermögensgegenstände, Pensionsrückstellungen und sonstige Rückstellungen sowie aus Ergänzungsbilanzen gebildet. Die Bandbreite der Steuersätze beträgt ca. 12 % bis ca. 31 %. Das Wahlrecht gem. § 298 Abs. 1 i.V.m. § 274 Abs. 1 S. 2 HGB wurde hierbei nicht ausgeübt. Auch die erfolgswirksamen Konsolidierungsbuchungen (timing differences) werden steuerlich abgegrenzt. Als Steuersatz (30%) wird ein Mischsatz aus Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer herangezogen. Die sich aus der Erstkonsolidierung der HexArmor, Limited Partnership ergebenden Unterschiede resultierend aus der Aufdeckung der stillen Reserven wurden mit einem Steuersatz in Höhe von 20 % latenziert. Insgesamt ergaben sich im Berichtsjahr eine aktive latente Steuerabgrenzung in Höhe von TEUR 2.650 sowie eine passive latente Steuerabgrenzung in Höhe von TEUR 3.436, die saldiert als passive latente Steuern mit TEUR 786 ausgewiesen wurden. Die latenten Steuern haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
II. Grundsätze zu Bilanzierung und Bewertung 1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Vorschriften für die Bilanzierung und Bewertung im Konzern sind in einer Konzernrichtlinie zusammengefasst. Es werden grundsätzlich die Bilanzierungs-und Bewertungsmethoden des Mutterunternehmens einheitlich angewendet. Ausnahmen erfolgen nur dort, wo dies auch im Einzelabschluss des Mutterunternehmens zulässig wäre oder wo der Grundsatz der Wesentlichkeit zutrifft. 1a) Bewertung des Anlagevermögens Das Anlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Herstellungskosten umfassen die Material- und Fertigungskosten sowie anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten. Soweit erforderlich werden außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt. Die abnutzbaren Vermögensgegenstände werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter werden im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben. Die Entwicklung der einzelnen Posten des Konzernanlagevermögens ist im Anlagespiegel (siehe Anhang S. 13 und 14) dargestellt. Die Aufstellung des Anteilsbesitzes erfolgt in einer gesonderten Anlage, die Bestandteil des Anhangs ist. 1b) Bewertung des Umlaufvermögens Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Notwendige Abwertungen für Bestandsrisiken auf niedrigere beizulegende Werte werden angemessen und ausreichend vorgenommen. Forderungen sind mit dem Nennwert abzüglich aller erforderlichen Wertberichtigungen angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen im Konzern in Höhe von TEUR 795 (Vj. TEUR 288). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 89 (Vj. TEUR 271). Forderungen gegen Gesellschafter bestehen, wie im Vorjahr, keine. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Steuerforderungen in Höhe von TEUR 13.533. Der Kassenbestand sowie das Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. 1c) Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden Bei den inländischen Tochterunternehmen wurde für die unmittelbaren Versorgungszusagen das Deckungsvermögen mit den Rückstellungen saldiert. Der beizulegende Zeitwert der Vermögensgegenstände beläuft sich auf TEUR 6.737, der Erfüllungsbetrag der Schulden beträgt TEUR 8.050, so dass der Unterschiedsbetrag als Pensionsrückstellung ausgewiesen wurde. Weiterhin wurden bei den inländischen Tochterunternehmen im Berichtsjahr Arbeitnehmeransprüche aus Lebensarbeitszeitkonten bilanziert. Der beizulegende Zeitwert der Vermögensgegenstände und der Erfüllungsbetrag der Schulden aus diesen Verträgen belaufen sich auf jeweils TEUR 6.591, die miteinander saldiert wurden. 1d) Bilanzierung des Eigenkapitals Die Position Kapitalanteile beim Eigenkapital beinhaltet die Pflichteinlagen der Gesellschafter. Die Pflichteinlagen betragen unverändert zum Vorjahr insgesamt TEUR 42.700. Auch die Kapitalrücklagen bestehen unverändert in Höhe von TEUR 19.927. Im Konzernbilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 12.482 enthalten. Das laufende Ergebnis des Mutterunternehmens ist im Konzernjahresüberschuss enthalten. 1e) Bewertung der Rückstellungen Die Pensionsrückstellungen enthalten Rückstellungen für laufende Leistungen sowie für Anwartschaften in Höhe von TEUR 38.119. Die Ermittlung erfolgte nach der Projected-Unit-Credit-Methode (PUC-Methode) unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 1,79%, einem Gehaltstrend von 0,00%, einer Anwartschaftsdynamik von 0,25% und einem Rententrend von 2,0% sowie der Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck. Als Abzinsungssatz wurde der Durchschnittszins für einen 10-Jahres-Zeitraum zugrunde gelegt. Bei Anwendung des Zinssatzes für einen 7-Jahres-Zeitraum hätte sich eine um TEUR 2.475 höhere Rückstellung ergeben. Aufgrund vorhandener Rücklagen unterliegt gem. § 253 Abs. 6 HGB ein Betrag in Höhe von TEUR 111 einer Ausschüttungssperre. Alle anderen Rückstellungen sind mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Abdeckung der erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen erforderlich ist, angesetzt. Im Wesentlichen wurden Personalrückstellungen mit TEUR 34.174, Rückstellungen für Verpflichtungen gegenüber Kunden in Höhe von TEUR 17.211 sowie Rückstellungen für Verpflichtungen gegenüber Lieferanten/Dritten mit TEUR 6.219 passiviert. 1f) Derivative Finanzinstrumente Zur Absicherung von Währungsrisiken zukünftiger Materialeinkäufe sowie von Fremdwährungsforderungen wurden, wie in den Vorjahren, im Geschäftsjahr 2021/22 Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Die Devisentermingeschäfte sind als Sicherungsgeschäfte klassifiziert und gemäß § 254 HGB mit dem korrespondierenden Grundgeschäft zu einer Bewertungseinheit zusammengefasst. Unter Anwendung der Einfrierungsmethode mit zukünftigen hochwahrscheinlichen Transaktionen werden mittels eines Portfolio-Hedge mehrere gleichartige Grundgeschäfte mit mehreren Sicherungsgeschäften zusammengefasst. Es bestehen Devisentermingeschäfte für den US-Dollar mit einem Volumen von TUSD 12.820, für den Euro mit einem Volumen von TEUR 46.212, für das britische Pfund mit einem Volumen von TGBP 300, für die schwedische Krone mit einem Volumen von TSEK 37.670, für die tschechische Krone mit einem Volumen von TCZK 64.393 sowie für den australischen Dollar mit einem Volumen von TAUD 577 zur Absicherung zukünftiger Materialeinkäufe. Die gesamten Devisentermingeschäfte haben im Saldo einen negativen Marktwert zum Stichtag in Höhe von TEUR 960. Darin enthalten sind positive Marktwerte von TEUR 994 und negative Marktwerte von TEUR 1.954. Diesen Devisentermingeschäften stehen entsprechende Grundgeschäfte in gleicher Höhe gegenüber. Die Transaktionen laufen längstens bis Juli 2025. Bei den zukünftigen Transaktionen handelt es sich um geplante Einkäufe entsprechend der internen Planung. Die Wirksamkeit der Bewertungseinheit wird sowohl retrospektiv als auch prospektiv mittels der Critical-Term-Match-Methode beurteilt. Die erwartete Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung liegt bei 100%. 1g) Bewertung der Verbindlichkeiten Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Die Gliederung nach Restlaufzeiten ist dem Verbindlichkeitenspiegel (siehe Anhang S. 15) zu entnehmen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 9 (Vj. TEUR 15). Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestehen in Höhe von TEUR 21.729 (Vj. TEUR 33.208), diese sind in den sonstigen Vermögensgegenständen enthalten. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 5.275 enthalten, die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen. Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Umsatz- und Ertragsteuern in Höhe von TEUR 11.269 und Verbindlichkeiten gegenüber den Anteilseignern in Höhe von TEUR 21.729. 2. Umrechnung von Währungspositionen Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet: Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Forderungen in ausländischer Währung sind mit dem am Bilanzstichtag gültigen Devisenkassamittelkurs bewertet. 3. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt (nach Konsolidierung):
4. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Kursgewinne mit TEUR 7.811, Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen mit TEUR 1.205 sowie übrige sonstige betriebliche Erträge mit TEUR 8.590. Im Konzernjahresüberschuss sind insgesamt periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 1.517 enthalten. Die periodenfremden Erträge setzen sich aus Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen, Erträgen aus der Herabsetzung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen auf Forderungen sowie aus Erträgen aus dem Abgang von Anlagevermögen zusammen. 5. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Vertriebskosten TEUR 37.856, Verwaltungskosten TEUR 22.535, Raumkosten TEUR 12.103, Kfz-Kosten TEUR 5.595, Kursverluste TEUR 3.503 sowie übrige sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 35.714. Die periodenfremden Aufwendungen summieren sich im Berichtsjahr auf TEUR 605 und beinhalten Aufwendungen aus der Erhöhung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen auf Forderungen sowie Aufwendungen aus dem Abgang von Anlagevermögen. III. Sonstige Angaben Haftungsverhältnisse sowie sonstige finanzielle Verpflichtungen sind in der Höhe der in Anspruch genommenen Beträge dargestellt bzw. entsprechen den Verpflichtungen zum Nominalwert.
Da die Verbindlichkeiten bisher immer beglichen wurden, wird hieraus nicht mit einer Inanspruchnahme gerechnet.
In den sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind keine Verpflichtungen gegenüber verbundenen konsolidierten Unternehmen enthalten.
Organe der Gesellschaft Die Gesellschaft wird durch die Komplementär GmbH, die UVEX WINTER HOLDING Management GmbH, Fürth, vertreten. Das gezeichnete Kapital beträgt EUR 25.000,00. Geschäftsführer der UVEX WINTER HOLDING Management GmbH sind bzw. waren:
Bzgl. der Angabe zu den im Berichtsjahr gewährten Gesamtbezügen der tätigen Geschäftsführer wird die Schutzklausel gem. § 314 Abs. 3 HGB in Bezug auf die Angaben gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6 Buchstabe a in entsprechender Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen. Die Gesamtbezüge der früheren Organmitglieder und ihrer Hinterbliebenen betragen im Geschäftsjahr TEUR 91. Für Pensionsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Geschäftsführern und ihren Hinterbliebenen wurden insgesamt TEUR 955 zurückgestellt. Das Gesamthonorar für den Konzernabschlussprüfer setzt sich wie folgt zusammen:
Der vorliegende Konzernabschluss hat gem. § 264 b) HGB befreiende Wirkung für die Offenlegung des Jahresabschlusses nachfolgend genannter Gesellschaften:
Des Weiteren hat der Konzernabschluss der uvex group gemäß § 264 Abs. 3 HGB befreiende Wirkung für die Offenlegung folgender Gesellschaften:
Angaben zur Konzernkapitalflussrechnung Der Finanzmittelfonds der Konzernkapitalflussrechnung entspricht dem Bilanzposten "Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten" abzüglich der kurzfristigen Kontokorrentverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 24.222 (Vj. TEUR 11.335) in der Konzernbilanz. Vorgänge von besonderer Bedeutung Zwischen dem Bilanzstichtag 31.07.2022 und dem Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses sind keine Sachverhalte eingetreten, die für die Beurteilung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzernabschlusses der UVEX WINTER HOLDING GmbH & Co. KG von Bedeutung sind.
Fürth, den 18. Januar 2023 UVEX WINTER HOLDING GmbH & Co. KG vertreten
durch
Michael Winter, Geschäftsführer Georg Höfler, Geschäftsführer Anlagespiegel auf den 31.07.2022 (Teil 1)
Anlagespiegel auf den 31.07.2022 (Teil 2)
Verbindlichkeitenspiegel per 31.07.2022
Kapitalflussrechnung
Eigenkapitalspiegel
Anteilsverzeichnis zum 31.07.2022 gemäß § 313 Abs. 2 HGB
Nicht in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen (aufgrund untergeordneter Bedeutung - auch zusammen - für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage gemäß §§ 296 Abs. 2, 311 Abs. 2 HGB)
Bestätigungsvermerk Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersAn die UVEX WINTER HOLDING GmbH & Co. KG, Fürth Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der UVEX WINTER HOLDING GmbH & Co. KG, Fürth, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Juli 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. August 2021 bis zum 31. Juli 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der UVEX WINTER HOLDING GmbH & Co. KG, Fürth, für das Geschäftsjahr vom 1. August 2021 bis zum 31. Juli 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Nürnberg, den 18. Januar 2023 Rödl
& Partner GmbH
Prof. Dr. Bömelburg, Wirtschaftsprüfer Wagner, Wirtschaftsprüfer |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Nachrichten & Medien
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Organisationen an dieser Adresse
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
6 nahegelegene Organisationen
Entwicklung und Programmierung von Anwendungssoftware
Betrieb von Kläranlagen
Aquadea GmbH
55mWärme- und Kältehandel
Beteiligungsgesellschaften
Verbriefungszweckgesellschaften a. n. g.
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen