Beyersdorf Verwaltung SE
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christoph Hinrichs seit 4.6.2026 | Prokura |
Simon Christian Dethleffsen seit 8.9.2023 | Geschäftsführer |
Bernd Niendorf seit 21.11.2019 | Prokura |
Marius Iven Dr. Dethleffsen seit 21.11.2019 | Prokura |
Andreas Nikolaus Dethleffsen seit 21.11.2019 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
HGDF Familienholding GmbH & Co. KG | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
HGDF Familienholding GmbH & Co. KGFlensburgKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022für Zwecke der Offenlegung gem. § 325 HGBKONZERNBILANZ zum 31.12.2022HGDF Familienholding GmbH & Co. KG, FlensburgAKTIVA
PASSIVA
KONZERNGEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.01.2022 bis 31.12.2022
KonzernanhangI. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss Die HGDF Familienholding GmbH & Co. KG hat ihren Sitz in Flensburg und ist unter der Nummer HRA 186 FL im Handelsregister des Amtsgerichts Flensburg eingetragen. Der Konzernabschluss zum 31.12.2022 ist nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Folgende zum Konsolidierungskreis gehörende Gesellschaften sind gemäß § 264b HGB von ihrer Verpflichtung befreit, einen Jahresabschluss und einen Lagebericht nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften aufzustellen, prüfen zu lassen und offenzulegen:
Die HGDF Fjord GmbH, Flensburg, die Specht GmbH, Neumünster, die TR Fjord GmbH, Flensburg, sowie die Troeger GmbH, Veitshöchheim, werden durch die Einbeziehung in den Konzernabschluss von den Befreiungen des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch machen. II. Abgrenzung des Konsolidierungskreises Die in den Konsolidierungskreis einbezogenen und nicht einbezogenen Unternehmen sind nachfolgend unter 1. und 2. aufgeführt. Das Gemeinschaftsunternehmen i. S. d. § 310 HGB sowie die assoziierten Unternehmen sind nachfolgend unter 3. und 4. aufgeführt. 1. Einbezogene verbundene Unternehmen Die nachstehend unter 1. bis 16. aufgeführten Unternehmen stehen unter der einheitlichen Leitung der HGDF Familienholding GmbH & Co. KG (§ 290 Abs. 1 HGB). Bei den Unternehmen zu 17. bis 24. steht der HGDF Familienholding GmbH & Co. KG die Mehrheit der Stimmrecht zu (§ 290 Abs. 2 HGB).
2. Nicht einbezogene verbundene Unternehmen Folgende Unternehmen werden als Anteile an verbundenen Unternehmen ausgewiesen:
Die Gesellschaften werden nicht in den Konsolidierungskreis einbezogen, sondern als Anteile an verbundenen Unternehmen ausgewiesen, da sie für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns - auch in ihrer Gesamtheit - von untergeordneter Bedeutung sind. Es handelt sich um zwei Komplementärgesellschaften ohne angestellte Geschäftsführer (Unternehmen zu 1. und 3.) sowie um fünf Gesellschaften mit sehr geringem Geschäftsumfang (Unternehmen zu 2., 4., 5. und 6.). 3. Als assoziiertes Unternehmen behandeltes Gemeinschaftsunternehmen Die Förde Reederei Seetouristik GmbH & Co. KG, Flensburg, (Beteiligungsquote 50 %) ist Gemeinschaftsunternehmen i. S. d. § 310 HGB. Eine Vollkonsolidierung ist nicht zulässig. Auf das Wahlrecht zur Anwendung der Quotenkonsolidierung wurde verzichtet. Die Gesellschaft wird als assoziiertes Unternehmen behandelt (§§ 311,312 HGB). 4. Assoziierte Unternehmen von untergeordneter Bedeutung Bei den unten aufgeführten Gesellschaften handelt es sich um Unternehmen von untergeordneter Bedeutung, bei denen die HGDF Familienholding GmbH & Co. KG über nicht mehr als die Hälfte der Stimmrechte verfügt. Die Gesellschaften werden in der Position Beteiligungen ausgewiesen.
III. Angewandte Konsolidierungsmethoden 1. Kapitalkonsolidierung Die Kapitalkonsolidierung ist für Altfälle gemäß den Regelungen des § 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB a. F. in Verbindung mit der Übergangsregelung in Artikel 66 Abs. 3 Satz 4 EGHGB nach der Buchwertmethode vorgenommen worden. Für die Erwerbsvorgänge nach dem 31.12.2009 erfolgt die Kapitalkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode. Die Erstkonsolidierung (Aufrechnung der Buchwerte der Beteiligungen mit dem auf diese Beteiligungen entfallenden Eigenkapital der Tochtergesellschaften) erfolgte grundsätzlich auf den Erwerbszeitpunkt. 2. Equity-Methode Die Bewertung der Beteiligung an assoziierten Unternehmen erfolgt nach der Equity-Methode i. S. d. §§ 311 und 312 HGB. Die Anteile sind mit dem anteiligen Eigenkapital des Unternehmens angesetzt (§ 312 Abs. 1 HGB). Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert der Beteiligung und dem anteiligen Eigenkapital wurde zum Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile ermittelt. IV. Angewandte Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden einschließlich Fremdwährungsumrechnung Der Konzernabschluss zum 31.12.2022 wurde nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Die in den Konzernabschluss übernommenen Aktiva und Passiva wurden einheitlich nach den Bewertungsmethoden der HGDF Familienholding GmbH & Co. KG bewertet. Die Bewertung der Immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, bei abnutzbaren Vermögensgegenständen abzüglich planmäßiger linearer oder degressiver Abschreibungen. Die zugrunde gelegte Nutzungsdauer richtet sich nach den steuerlichen Abschreibungstabellen. Außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 2 Satz 3 HGB sind, soweit erforderlich, vorgenommen worden. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis € 800,00 i. S. d. § 6 Abs. 2 EStG werden im Jahr des Zugangs abgeschrieben. Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert gemäß § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB. Anteile an assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode bewertet. Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten / Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren Marktpreis bewertet. Verwaltungsgemeinkosten wurden nicht aktiviert. Die Bewertung der Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände erfolgte grundsätzlich zum Nennwert. Soweit erforderlich, wurden Einzelwertberichtigungen gebucht. Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde durch Pauschalwertberichtigungen ausreichend Rechnung getragen. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. Rechnungsabgrenzungsposten sind zum Nennwert angesetzt. Die Pensionsrückstellungen wurden mit dem auf Basis eines versicherungsmathematischen Gutachtens ermittelten Barwert angesetzt. Weitere Angaben zum Bilanzposten sind in Abschnitt V. (Konzernbilanz) enthalten. Steuer- und sonstige Rückstellungen sind in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Gemäß §§ 274 und 306 HGB werden latente Steuern für die voraussichtlichen zukünftigen Steuerentlastungen aufgrund handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Bewertungsunterschiede gebildet. Laufende Geschäftsvorfälle, die auf Fremdwährungsbasis kontrahiert wurden, werden in den Büchern der Gesellschaft zu zeitnahen Monatsdurchschnittskursen erfasst. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten der deutschen Gesellschaften sind gemäß § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am 31.12.2022 umgerechnet worden. Die Umrechnung der auf russische Rubel, ukrainische Griwna, rumänische RON, türkische Lira, bulgarische Leva sowie auf polnische Zloty lautenden Abschlüsse erfolgt gemäß § 308a HGB nach der modifizierten Stichtagsmethode. Das Eigenkapital und die Anschaffungskosten für konsolidierte Unternehmen werden mit den historischen Kursen, die übrigen Bilanzpositionen mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag und die GuV-Positionen mit dem Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Es ergeben sich Umrechnungsdifferenzen, die erfolgsneutral in den Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" eingestellt werden. Das Eigenkapital ist dadurch um T€ 5.719 (Vorjahr: T€ 7.086) gemindert. V. Angaben zur Konzernbilanz 1. Entwicklung des Anlagevermögens Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im anliegenden Anlagenspiegel dargestellt. 2. Geschäfts- und Firmenwerte Es werden Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung mit folgender Entwicklung ausgewiesen:
Die Summe der Firmenwerte beträgt am 31.12.2022 T€ 47.397 (31.12.2021 T€ 46.582), die kumulierten Abschreibungen betragen am 31.12.2022 T€ 19.976 (31.12.2021 T€ 14.194). Die Abschreibung erfolgt linear über 4, 5 und 10 Jahre unter Berücksichtigung der voraussichtlichen Ertragslage in den betroffenen Geschäftsbereichen. In den Einzelabschlüssen der konsolidierten Unternehmen sind zwei Geschäfts- oder Firmenwerte bilanziert, die entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer über 10 Jahre bzw. 15 Jahre abgeschrieben werden. Im Berichtsjahr wurde eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von T€ 815 vorgenommen. 3. Aktive latente Steuern Gemäß §§ 274 und 306 HGB werden Steuerabgrenzungen in Höhe von T€ 2.492 (Vj. T€ 2.553) aktiviert. Es handelt sich dabei ausschließlich um voraussichtliche Steuerentlastungen. Sie beruhen im Wesentlichen auf temporären Differenzen im Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände, der Pensionsrückstellungen, der sonstigen Rückstellungen sowie der Zwischengewinneliminierung. Für die Bewertung wurden unternehmensindividuelle Steuersätze herangezogen. Für die deutschen Kapitalgesellschaften wird die Körperschaftsteuer inklusive Solidaritätszuschlag unverändert mit 15,825 % angesetzt. Für die Gewerbesteuer wird auf Basis eines einheitlichen Hebesatzes ein Steuersatz von 14,35 % (Vj. Steuersatz 14,35 %) berücksichtigt. Latente Steuern aus der Zwischengewinneliminierung werden mit dem im betreffenden Ausland geltenden Steuersatz (wie im Vorjahr zwischen 16 % und 20 %) bewertet. 4. Pensionsrückstellungen Die Pensionsrückstellungen wurden mit dem auf Basis eines versicherungsmathematischen Gutachtens ermittelten Barwert (Projected-Unit-Credit-Methode) unter Verwendung der Richttafeln "2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck und einem Kalkulationszinsfuß von 1,79 % angesetzt. Rentensteigerungen wurden mit 2,00 % p. a. berücksichtigt. Der Unterschiedsbetrag zwischen der Pensionsrückstellung abgezinst mit dem Durchschnittszinssatz der vergangenen 10 Jahre und abgezinst mit dem Durchschnittszinssatz der vergangenen 7 Jahre beträgt € 357.634,00. 5. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Pfandverpflichtungen, ausstehende Werbekostenzuschüsse und Verpflichtungen aus Arbeitsverhältnissen. 6. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von T€ 53.970 durch Grundschulden besichert. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen weiterhin die üblichen Eigentumsvorbehalte aus dem Erwerb von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie von Waren. 7. Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten Zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos aus der Änderung der variablen Verzinsung von bestehenden Krediten wurden Zinsswaps mit einem Nominal betrag von insgesamt T€ 1.594 abgeschlossen. Der nach der Mark-to-Market-Methode ermittelte Marktwert beträgt T€ 0. Den Zinsswaps liegen kongruente Kreditfinanzierungen für den Zeitraum bis zum 30.09.2023 zu Grunde, bei denen sich gegenläufige Wert- und Zahlungsstromänderungen vollumfänglich ausgleichen. Es liegen Bewertungseinheiten in Form von micro-hedges vor, so dass für die Zinsswaps keine Drohverlustrückstellungen zu bilden waren. Der Saldo aus erhaltenen und geleisteten Zahlungen im Rahmen der Zins swaps wird im Zinsaufwand erfasst. 8. Haftungsverhältnisse Die Eventualverbindlichkeiten betreffen einen Schuldbeitritt bei Pensionsverpflichtungen einer ehemaligen Tochtergesellschaft in Höhe von € 175.932,00 (Vorjahr € 173.017,00). Die Inanspruchnahmewahrscheinlichkeit der Verbindlichkeiten aus dem Schuldbeitritt bei Pensionsverpflichtungen schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens des Begünstigten als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor. VI. Ergänzende Angaben zur Kapitalflussrechnung Der Finanzmittelfonds ist definiert als Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten abzüglich kurzfristiger Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten. Er setzt sich wie folgt zusammen:
VII. Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:
Unter geographischen Gesichtspunkten teilen sich die Umsatzerlöse wie folgt auf:
2. Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Gewinne aus Währungsumrechnung in Höhe von T€ 6.195 (Vj. T€ 4.833), in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen Verluste aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 6.792 (Vj. T€ 4.561) enthalten. VIII. Sonstige Angaben 1. Vertretung und Geschäftsführung Die Vertretung und Geschäftsführung der Gesellschaft erfolgt durch die persönlich haftende Gesellschafterin, die Herm. G. Dethleffsen GmbH mit Sitz in Wien. Deren Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2022 und bei Konzernabschlussaufstellung 2023 die Herren
2. Unbeschränkt haftender Gesellschafter In den Konzernabschluss einbezogene Tochtergesellschaften sind persönlich haftende Gesellschafter folgender Kommanditgesellschaften:
3. Beirat Die Gesellschaft hat einen Beirat, Mitglieder waren im Geschäftsjahr 2022:
4. Bezüge Die Gesamtvergütung der Beiräte für das Geschäftsjahr 2022 betrug T€ 135. Für frühere Vorstandsmitglieder sind Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 1.423 bilanziert. 5. Abschlussprüferhonorare Das für den Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr zurückgestellte Honorar für die Prüfung des Konzernabschlusses und die Prüfung diverser Einzelabschlüsse zum 31.12.2022 beträgt T€ 118. 6. Anzahl der Arbeitnehmer Der Personalbestand zeigt im Jahresdurchschnitt folgendes Bild:
Flensburg, 18.07.2023 HGDF Familienholding GmbH & Co. KG, Flensburg vertreten durch Herm. G. Dethleffsen GmbH, Wien gez. Andreas Dethleffsen gez. Gert Bendixen Entwicklung des Anlagevermögens
KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG vom 01.01.2022 bis 31.12.2022
KONZERNEIGENKAPITALSPIEGEL
KonzernlageberichtGeschäftsverlauf und Lage des Konzerns Die HGDF Familienholding (HGDF) ist als konzernleitende Holding in den folgenden operativen Unternehmensbereichen (Segmenten) tätig:
Darüber hinaus hat HGDF ein Netzwerk in der Start-up-Szene aufgebaut, um interessante Opportunitäten zu finden und sich an vielversprechenden Firmengründungen zu beteiligen. Mittlerweile engagiert sich HGDF in zehn aufstrebenden Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen. Die Unternehmensleitung der HGDF erstreckt sich auf alle wesentlichen Tätigkeitsbereiche und Entscheidungen der Tochterunternehmen. Zusätzlich bietet die Gesellschaft diverse Service- und Beratungsdienstleistungen an. Die wirtschaftliche Lage des Konzerns ist maßgeblich durch die Entwicklung der operativen Tochtergesellschaften bestimmt. Das Jahr 2022 hat erneut eine Vielzahl von Herausforderungen mit sich gebracht. Nachdem die Corona-Pandemie vor allem zu Beginn des Jahres noch sehr präsent war, haben insbesondere die Folgen des russischen Angriffkrieges in der Ukraine die gesamtwirtschaftliche Lage bestimmt. Darüber hinaus haben Inflation, Lieferengpässe und Arbeitskräftemangel zu großen Herausforderungen für die Unternehmen geführt. Betrachtet man die Teilmärkte, in denen sich HGDF mit seinen Geschäftsfeldern bewegt, so gab es 2022 unterschiedliche gesamtwirtschaftliche Entwicklungen: Der Gesundheitsmarkt nach Nielsen (Lebensmitteleinzelhandel und Drogeriemärkte ohne Discounter) wächst 2022 mit 8,7 % auf 1.086,1 Mio. EUR und folgt damit weiter dem Trend der Vorjahre. Mit einem Umsatzanteil von 25,4 % bleibt das Segment "Vitamine und Mineralstoffe" die umsatzstärkste Produktgruppe des Marktes. Der Treiber für das hohe Wachstum findet sich in diesem Jahr jedoch im Erkältungssegment, denn durch die massive Zunahme der Grippe- und Erkältungskrankheiten infolge der aufgehobenen Kontaktbeschränkungen kann dieses Segment in diesem Jahr, nach einem vergleichsweise schwachen Vorjahr, um 36,3 % zulegen. Auch die Entwicklung im Vertriebskanal Apotheke ist von den hohen Zuwächsen im Erkältungssegment getrieben. Die Frequenz in den Apotheken hat sich in Abhängigkeit von den reduzierten Zutrittsbeschränkungen im Verlauf des Jahres ebenfalls deutlich entspannt. Der Markt wächst gemäß IQ-VIA/Datamed IQ um 8,8 % und kann sich somit weiter von den schwachen Pandemiejahren erholen. Die Marktlage in der Pflege hat sich auch 2022 nicht wesentlich verändert. Während der Fachkräftemangel durch die hohe Belastung infolge der Pandemie noch weiter verstärkt wurde, nimmt die Anzahl der pflegebedürftigen Menschen weiter zu. Die Nachfrage nach ambulanten Pflegeplätzen steigt indes überproportional an, da viele Menschen auch im hohen Alter langfristig in ihrem Zuhause wohnen bleiben möchten. Im Verlauf der letzten zehn Jahre hat sich der Anteil der ambulanten Pflege im Vergleich zur stationären Betreuung um rund 12 %-Punkte auf 82 % erhöht. Zur Entlastung der Pflegedienste haben Bund und Länder die Kosten für notwendige Schutzbekleidung aufgrund der erhöhten Hygienevorschriften weiterhin subventioniert. Der ITK-Markt überschreitet in 2022 laut Bitkom mit einem Umsatz von 180,7 Mrd. EUR das Vorjahr um 4,7 %. Das Wachstum ist vor allem durch die Bereiche IT Hard- (+6,7 %) und Software (+8,8 %) getrieben. Diese Entwicklung lässt sich durch die anhaltend hohe Nachfrage nach Home-Office-Zubehör und den Fortschritt der Digitalisierung begründen. Der Bereich IT-Services wächst im Vergleich etwas schwächer als der Markt (+3,7 %) und reiht sich damit in die Entwicklung der Telekommunikations-Segmente (Endgeräte, Infrastruktur und Dienste) ein (+1,5 %). Die Nachfrage nahm aufgrund der massiven Inflation und der damit einhergehenden Preiserhöhungen der Hersteller zum Jahresende deutlich ab. Der deutsche Biermarkt kann sich nach zwei verlustreichen Jahren in 2022 leicht erholen und wächst im Vorjahresvergleich um 4,0 % auf 8,8 Mrd. Liter. Aufgrund der Rückgänge in den Vorjahren liegt der Absatz jedoch weiterhin rund 5,0 % unter dem vor-Corona-Jahr 2019. Das Wiederaufleben des Veranstaltungs- und Gastronomiegeschäfts sorgte dafür, dass vor allem Brauereien mit hohem Fassbieranteil deutliche Zuwächse zu verzeichnen hatten. Dahingegen gingen die Absätze im Handel im Vergleich zum Vorjahr um rund 5,0 % zurück, was sich in den Absatzzahlen der Brauereien mit einem geringeren Fassbieranteil zeigt. Nahezu alle Marktteilnehmer sahen sich angesichts der massiven Preissteigerungen bei Energie und Rohstoffen im Jahresverlauf dazu gezwungen, ihre Preise zu erhöhen, was in Kombination mit der hohen Inflation schnell zu einem Konsumrückgang führte. Im Jahresverlauf wurden auch in der Reedereibranche alle Kapazitäts- und Reisebeschränkungen aufgehoben, sodass die Wiederaufnahme eines uneingeschränkten Verkehrs in allen Fahrgebieten ermöglicht wurde. Die allgemeine Verunsicherung der Bevölkerung durch steigende Kosten und die politischen Unruhen sorgte jedoch dafür, dass vor allem die Tourismus- und Ausflugsbranche nicht mit dem gewünschten Volumen zurückkehrte. Nach wie vor steht die gesamte Schifffahrtsbranche aufgrund des hohen CO 2 -Ausstoßes zudem im Mittelpunkt diverser Klimadiskussionen. Der Bereich Brand- und Wasserschadensanierung war auf Ganzjahressicht durch rückläufige Schadenzahlen und massive Preissteigerungen geprägt. Im letzten Quartal des Jahres stellte sich bei der Anzahl Schäden ein Aufholeffekt ein, sodass das Jahr diesbezüglich lediglich leicht unter Vorjahresniveau abgeschlossen wurde. Die durchschnittliche Schadenhöhe stieg durch vereinzelte Großprojekte leicht an, konnte den Rückgang der Fälle jedoch nicht vollständig kompensieren. Die Positionierung einzelner Anbieter im Markt und somit die Abgrenzung zum Wettbewerb erfolgt durch zuverlässige Abwicklung und der Sicherstellung der Qualität. Bereits zu Jahresbeginn war der Markt für Bodenbeschichtungen von Rohstoffengpässen und drastischen Preissteigerungen betroffen. Darüber hinaus nahm die Investitionsbereitschaft der Kunden immer weiter ab und es wurden vermehrt kleine Sanierungsprojekte beauftragt, während die Anzahl der Neubau- und Großprojekte deutlich abnahm. Der Wettbewerb zwischen den Marktteilnehmern wurde entsprechend verstärkt. Auch wenn der Markt aktuell unter diesen Bedingungen leidet, ist die Lage insgesamt trotzdem als stabil anzusehen, da der Bedarf an Hygiene und Haltbarkeit stetig zunimmt. Die Unternehmen des HGDF Konzerns haben sich in diesem Marktumfeld unterschiedlich behauptet. Mit inzwischen acht Tochtergesellschaften und zahlreichen Partnern in mehr als 60 Ländern haben sich Doppelherz-Produkte in der ganzen Welt etabliert. Queisser entwickelt, produziert und vermarktet hochwertige Gesundheitsprodukte für die ganze Familie. Durch die Kombination aus einem soliden Stammsortiment, Neueinführungen und dem gezielten Einsatz von Marketinginstrumenten können nachhaltige Umsatzsteigerungen erreicht werden. Es wird eine breite Produktauswahl an Nahrungsergänzungsmitteln, Medizinprodukten, Arzneimitteln und Kosmetika angeboten. In vielen Segmenten ist das Unternehmen erfolgreicher Marktführer. Der Markt für Gesundheit ist einem ständigen Wandel unterworfen. Seit dem Beginn der Corona-Pandemie in 2020 kommt dem individuellen und gesellschaftlichen Gesundheitsbewusstsein eine noch größere Rolle zuteil als bereits in den Vorjahren. Der Queisser-Teilkonzern erzielte in 2022 ein Bruttoumsatzwachstum in Höhe von 11,3 % auf 358,4 Mio. EUR. Hiervon entfielen rund 60,6 % auf das Inlandsgeschäft, das im Vergleich zum Exportgeschäft leicht überproportional wachsen konnte. Die Umsätze im Inland haben sich über alle Absatzkanäle hinweg positiv entwickelt. Vor allem die Drogeriemärkte und der Fachhandel konnten mit hohen Wachstumsraten zu der sehr positiven Entwicklung beitragen. Nachdem das Apothekengeschäft in den vergangen zwei Jahren massiv unter den Corona-bedingten Einschränkungen gelitten hatte, zeigt sich in diesem Jahr erstmals wieder eine deutliche Erholung, die von der Einführung der neuen Produktlinie "Doppelherz Pharma" (Arzneimittel) zusätzlich beflügelt wurde. Auch das Auslandsgeschäft entwickelt sich ein weiteres Jahr in Folge sehr positiv (+10,3 %). Zu diesem erfreulichen Ergebnis haben vor allem steigende Umsätze in China und der Tochtergesellschaft in Bulgarien beigetragen. Für Queisser bietet die Expansion in weitere Länder große Wachstumschancen, weshalb stetig an dem Aufbau einer Zusammenarbeit mit potenziellen Partnern aus neuen Regionen gearbeitet wird. Die Marke Doppelherz wächst laut Nielsen-Marktzahlen im Lebensmitteleinzelhandel und den Drogeriemärkten mit +14,0 % im Vergleich zum Vorjahr. Damit entwickelt sich die Marke 5,3 %-Punkte besser als der Gesamtmarkt und kann die Marktführerschaft im Flächengeschäft weiter ausbauen. In der Apotheke stellt sich Doppelherz laut den Zahlen von IQVIA/Datamed IQ mit +2,9 % deutlich schlechter als der Gesamtmarkt dar. Diese Entwicklung ist vor allem auf das überproportional starke Wachstum des Erkältungssegments im Gesamtmarkt zurückzuführen, in welchem die Marke Doppelherz nur einen vergleichsweise kleinen Teil der Produktpalette bedienen kann. Bei der Hanseatische Pflegedienste Nord GmbH (im Folgenden: HPN) handelt es sich um eine Holdinggesellschaft für den Geschäftsbereich ambulante Pflege. Die Unternehmensleitung erstreckt sich auf die drei Beteiligungen Optimal Mobile Hilfe GbR (Hamburg), GRIMM GmbH (Recklinghausen) sowie Therapiezentrum Optimal GbR (Hamburg). Die GRIMM GmbH hat im 3. Quartal 2022 ihren Geschäftsbetrieb eingestellt. Mit Wirkung zum 31.12.2022 ist die HPN aus der Therapiezentrum Optimal GbR ausgeschieden. Mitte des Jahres 2022 kam es bei der Optimal Mobile Pflege GbR zu unerwarteten Ereignissen, in deren Folge eine hohe Anzahl der Patienten ihren Vertrag kündigten. Das monatliche Umsatzvolumen reduzierte sich daraufhin im Laufe kürzester Zeit drastisch und eine Aufrechterhaltung des Betriebes war nur durch eine massive Unterstützung seitens der HGDF möglich. Die Umsätze der ComLine konnten ein weiteres Jahr in Folge entgegen den Erwartungen gesteigert werden. Grund hierfür war neben dem stabilen Tagesgeschäft vor allem der hohe Auftragsbestand aus dem Vorjahr, der erst im Jahresverlauf durch Warenlieferungen der Hersteller abgebaut werden konnte. Einige Produkte und Hersteller waren von Lieferschwierigkeiten betroffen, der Geschäftsbetrieb der ComLine wurde dadurch jedoch nicht übermäßig beeinträchtigt. Zum Ende des Jahres nahm die Nachfrage aufgrund steigender Inflationsraten und der Preiserhöhungen diverser Hersteller erstmals seit Beginn der Pandemie deutlich ab. Dennoch konnte die ComLine ein Nettoumsatzwachstum von 3,1 % auf 722 Mio. EUR erwirtschaften. Ein Anteil von 87,2 % entfällt dabei auf den Umsatz mit Apple-Produkten. Aber auch die übrigen Business Units "Audio/Video", "Smart Basics" und "Software" entwickeln sich gut und stellen margenseitig das deutlich lukrativere Geschäft dar. Um auch langfristig am Puls der Zeit zu bleiben, werden laufend neue Innovationen und Hersteller für das Sortiment gesucht. Als ITK-Distributor bedient die ComLine aktuell ca. 4.000 von insgesamt 10.000 inländischen Händlern und zusätzliche ca. 750 weitere im europäischen Ausland. Die Kombination aus hoher Nachfrage, einer guten Produktverfügbarkeit sowie den Value-Added Serviceleistungen macht die ComLine zu einem wichtigen Partner für Hersteller und Händler. Zwar konnte die Flensburger Brauerei ihren Absatz in 2022 leicht um 0,5 % steigern, blieb damit aber hinter der Entwicklung des Gesamtmarktes zurück. Mit einem Absatz von 601 THL im Inland wurde die Planung deutlich unterschritten. Vom Gesamtabsatz entfielen 94,3 % auf das Inlandsgeschäft. Einfluss auf die Entwicklung hatte in diesem Jahr, neben dem allgemeinen Marktgeschehen, vor allem der große Preisabstand von Flensburger zu den Wettbewerbern. Wie die übrigen Marktteilnehmer auch, wurde Flensburger darüber hinaus mit massiven Rohstoff- und Energiepreissteigerungen konfrontiert. Dadurch sah sich das Unternehmen dazu gezwungen, in 2023 eine weitere Preiserhöhung durchzuführen. Die im Konzernabschluss einbezogene Förde-Reederei GmbH ist eine reine Holdinggesellschaft und ohne operatives Geschäft. Sie ist zu 50 % an der Förde Reederei Seetouristik GmbH & Co. KG beteiligt, die über ihre Tochter- und Beteiligungsunternehmen im In- und Ausland das operative Geschäft betreibt. Die FRS-Gruppe (im Folgenden: FRS) ist ein national und international in der Personen-, Fahrzeug- und Frachtbeförderung tätiges Verkehrsunternehmen mit Schwerpunkt im Fähr- und Ausflugsverkehr zur See und damit verbundenen Geschäften. Die FRS baut ihre Position als innovativer Dienstleister, insbesondere auch im internationalen Umfeld, stetig aus. Ziel ist es dabei, durch höchste Qualität und mittels hoher Kundenzufriedenheit, national und international weiter profitabel zu wachsen. Im Rahmen der Aktivitäten der FRS werden auch Beratungsleistungen und Softwarelösungen im maritimen Bereich entwickelt und angeboten. Dies unterstützt die Geschäftsausweitung im Kernbereich und dient auch der weiteren Risikodiversifikation. Der FRS-Konzern wird über die FRS GmbH & Co. KG als Holdinggesellschaft organisiert, das operative Geschäft obliegt den verbundenen Unternehmen. Die FRS gehört mit derzeit 66 betriebenen Schiffen und weltweit mehr als 1.300 Beschäftigten zu den führenden Spezialisten im Bereich der Fährschifffahrt in Europa. Auf weltweiten Fährverbindungen befördert die FRS rund 6,1 Mio. Passagiere und 1,9 Mio. Fahrzeuge pro Jahr. Die Fähren und Katamarane werden in Europa, Nordafrika, dem Nahen Osten und Nordamerika betrieben. Außerdem ist die FRS noch in den Bereichen Offshore-Logistik, Hafenmanagement und Crewing aktiv. Auch wenn im Verlauf des Geschäftsjahres 2022 alle Corona-bedingten Kapazitäts- und Reisebeschränkungen aufgehoben wurden und damit ein uneingeschränkter Verkehr in allen Fahrgebieten ermöglicht wurde, blieb der Umsatz der FRS hinter den Erwartungen zurück. Die aus politischen Gründen bis April 2022 anhaltende Grenzschließung zwischen Marokko und Spanien sorgte dafür, dass ein regulärer Verkehr hier, trotz aufgehobener Corona-Beschränkungen, nicht möglich war und die allgemeine Verunsicherung der Bevölkerung führte dazu, dass die Auslastung in den touristischen Fahrgebieten nicht das erhoffte Niveau erreichen konnte. Obendrein wurde das Geschäft von gestiegenen Öl- und Dieselpreisen belastet, die in Form von Ticketzuschlägen an die Kunden weitergegeben wurden. Mit einem Umsatz von 212,5 Mio. EUR konnte die FRS das Vorjahr um 96,9 Mio. EUR übertreffen und nähert sich damit langsam wieder dem vor-Corona-Niveau. Das Geschäftsjahr 2022 war für die Specht GmbH durch ein anhaltend hohes Kostenniveau geprägt und erforderte ein straffes Kostenmanagement. Geringere Schadenzahlen im Vergleich zum Vorjahr konnten, trotz steigender Schadenvolumina, nicht voll kompensiert werden, sodass der Gesamtumsatz rund 0,9 % unter Vorjahresniveau liegt. Die Gesamtanzahl der Schäden beläuft sich Ende 2022 auf 4.094 (-3,3 % ggü. 2021). Der daraus resultierende Gesamtumsatz liegt bei 14,0 Mio. €. Der Geschäftsbetrieb von Troeger wurde das gesamte Jahr über von einem zurückhaltenden Investitionsverhalten der Kunden und anhaltenden hohen Materialpreisen begleitet. Einer uneingeschränkten Weitergabe der Kostensteigerungen an die Kunden stand dabei das ohnehin schon hohe Preisniveau in Verbindung mit dem verstärkten Wettbewerb im Weg. Trotzdem konnte es der Mannschaft gelingen, die Gesamtleistung um rund 10 % im Vergleich zu Vorjahr zu erhöhen. Ertragslage Der Umsatz im Konzern betrug insgesamt 1.120,2 Mio. € und lag damit um 53,3 Mio. € (+4,8 %) über dem des Vorjahres. Den größten Anteil an der Steigerung hatten dabei das Pharmasegment (53 %) und der ITK-Großhandel (44 %). Gleichzeitig ist der Bestand an fertigen und unfertigen Erzeugnissen um 13,3 Mio. € angestiegen. Die Position sonstige betriebliche Erträge hat sich neben Währungsgewinnen im Pharmabereich durch Versicherungsentschädigungen und Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen erhöht. Der Anstieg im Materialaufwand steht im direkten Zusammenhang mit dem Umsatzanstieg im ITK-Segment und Pharmasegment sowie Preissteigerungen gegenüber dem Vorjahr. Im Segment der Brand- und Wasserschadensanierung konnte dagegen eine deutliche Verbesserung der Materialeinsatzquote erreicht werden. Der gegenüber dem Vorjahr um insgesamt 7.601 T€ gestiegene Personalaufwand ist im Wesentlichen auf die höhere Anzahl an Beschäftigten - vor allem im Pharmasegment - und die jährlichen Lohn- und Gehaltsanpassungen zurückzuführen. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen enthalten eine außerordentliche Abschreibung betreffend den Bereich ambulante Pflege. Im Übrigen haben sich die Abschreibungen analog zur Investitionstätigkeit reduziert. Deutlich angestiegen sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gegenüber dem Vorjahr. Eine Vielzahl von Mehraufwendungen im Bereich der Vertriebs-, Betriebs- und Verwaltungsaufwendungen in allen Segmenten, vor allem aber im Pharma- und Brauereisegment, führten zu einer Erhöhung der Aufwendungen zum Vorjahr um 12.752 T€. Das Reedereigeschäft konnte sich nach Ende der Coronapandemie wieder deutlich erholen, was sich in dem Ergebnis aus assoziierten Unternehmen widerspiegelt, welches sich um 907 T€ verbessert hat. Das Finanzergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 4.436 verschlechtert. Grund dafür ist im Wesentlichen die Abschreibung auf die Beteiligungsansätze von zwei Start-ups, die aus Vorsichtsgründen vorgenommen wurde. Das Ergebnis der Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens und sonstige Zinsen und ähnlichen Erträgen ist durch das höhere Zinsniveau leicht gestiegen. Neben der Investitionstätigkeit in 2022 führten die gestiegenen Zinsen für die kurzfristige Finanzierung zu einem Anstieg der Zinsaufwendungen. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind bedingt durch das etwas verschlechterte operative Ergebnis um 421 T€ gegenüber dem Vorjahr gesunken. Insgesamt wurde ein Konzernjahresüberschuss in Höhe von 28.069 T€ erwirtschaftet (Vorjahr 33.222 T€). Die Verminderung um 5.153 T€ resultiert im Wesentlichen aus der Abschreibung von Finanzanlagen und des Rückgangs des operativen Ergebnisses. Das Konzernergebnis ist durch Abschreibungen und Zinsen auf Beteiligungserwerbe in Höhe von 6.298 T€ (Vorjahr 5.527 T€) belastet. Auf HGDF entfällt vom Gesamtjahresüberschuss nach Abzug der den anderen Gesellschaftern zustehenden Ergebnisanteile ein Betrag in Höhe von 25.892 T€ (Vorjahr 30.641 T€). Finanz- und Vermögenslage Der Konzern verfügte in 2022 jederzeit über ausreichende Kreditlinien zur Deckung des Finanzbedarfs der Konzernmuttergesellschaft und der Tochterfirmen. Aus der laufenden Geschäftstätigkeit ergab sich ein Cashflow in Höhe von 10.374 T€ (Vorjahr 35.230T€). Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug -29.506 T€ (Vorjahr -26.763 T€). Neben Investitionen in Kapazitätserweiterung, in den Ersatz von Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie in die laufende Modernisierung der Geschäftsbetriebe in den einzelnen Segmenten wurde vor allem in bestehende und neue Beteiligungen investiert. Den Investitionen stehen Abschreibungen in Höhe von 22.900 T€ (Vorjahr 22.456 T€) gegenüber. Unter Berücksichtigung eines Cashflows aus Finanzierungstätigkeit ergibt sich ein Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres in Höhe von 28.271 T€ (Vorjahr 54.142 T€). Die Veränderung des Cashflows gegenüber dem Vorjahr ist vor allem auf den Bestandsaufbau an Rohstoffen und Fertigerzeugnissen zurückzuführen, um damit möglichen Lieferengpässen vorzubeugen. Die langfristige Finanzierung des Anlagevermögens weist eine Überdeckung von 124.802 T€ aus und hat sich damit um 18.514 T€ gegenüber dem Vorjahr erhöht. Entsprechend hat sich die kurzfristige Finanzierung des Konzerns verringert. Das Konzerneigenkapital einschließlich der Anteile anderer Gesellschafter betrug in 2022 insgesamt 211,3 Mio. € und hatte damit eine Quote in Höhe von 46,7 % an der Bilanzsumme (Vorjahr 189,0 Mio. € bzw. 44,8 %). Mitarbeiter Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl im Jahr 2022 betrug 1.252 und erhöhte sich damit um 14 Beschäftigte. Durch Wachstum und gestiegene Anforderungen war in fast allen Segmenten mehr Personal erforderlich. Verantwortungsbewusste und engagierte Mitarbeiter sind ein wesentlicher Erfolgsfaktor der Unternehmensgruppe. Die Aus- und Weiterbildung nimmt einen hohen Stellenwert ein. So wurden im Berichtsjahr 44 Auszubildende im Konzern beschäftigt. Risikobericht Die Risikopolitik des Konzerns ist darauf ausgerichtet, Gefährdungen für den Unternehmenswert zu vermeiden und den Nutzen für die Gesellschafter zu erhalten. Angemessene, überschaubare und beherrschbare Risiken werden umso eher getragen, je näher sie im Zusammenhang mit den Kernkompetenzen des Konzerns stehen. Darüber hinaus gibt es im Konzern Verhaltensregeln, die in Richtlinien und sonstigen Vorgaben niedergelegt sind und regelmäßig überprüft werden. Durch den Abschluss geeigneter und wirtschaftlich sinnvoller Versicherungen erfolgt eine Risikoübertragung auf Dritte. Die Angemessenheit des Versicherungsschutzes wird regelmäßig extern überprüft. Finanzwirtschaftliche Risiken Zur Aufgabe der HGDF Familienholding GmbH & Co. KG für den Konzern zählt der Erhalt der finanziellen Unabhängigkeit. Die Sicherung der laufenden Liquidität innerhalb der Unternehmensgruppe wird regelmäßig überwacht und die Konzernfinanzierung optimiert, um die finanzwirtschaftlichen Risiken zu begrenzen. Trotz des Liquiditätsabflusses aufgrund von Investitionen aus Eigenmitteln ist die Liquiditätssituation des Konzerns unverändert gut, so dass weiterhin keine Liquiditätsrisiken erwartet werden. Für die einzelnen Konzernunternehmen bestehen jeweils ausreichende Kreditlinien, die im Geschäftsjahr 2022 nur teilweise in Anspruch genommen wurden. Durch einen kontinuierlichen Informationsaustausch mit den Kreditinstituten können Kreditfinanzierungen zeitgerecht und zu angemessenen Konditionen erfolgen. Dem Forderungsausfallrisiko wird mittels Debitorenmanagement und teilweise durch Warenkreditversicherung wirksam begegnet. Zur Weiterentwicklung des Auslandsgeschäfts, insbesondere im Bereich Selbstmedikation in Osteuropa, Nordafrika und Asien, wurden bewusst überschaubare Risiken eingegangen. Es hat sich gezeigt, dass die Investitionen in diese Märkte - gerade in wirtschaftlich schwierigeren Zeiten - sich nachhaltig positiv auf die Geschäftsentwicklung ausgewirkt haben. Das Auslandsgeschäft, besonders in den Geschäftsfeldern Selbstmedikation und Reederei, bringt Währungsrisiken mit sich. Finanz- und Wirtschaftskrisen sowie politische Instabilität können u. a. zu einer Abwertung von Währungen führen. Vor allem durch das hohe Engagement im osteuropäischen Raum kann dies Einfluss auf die Entwicklung des Konzerns haben. Informationssicherheit Der rasche Wandel der informationstechnologischen Anforderungen stellt erhebliche Herausforderungen an den Einsatz und die Anpassung zukunftstauglicher IT-Lösungen. Zur sicheren Abwicklung von IT-gestützten Geschäftsprozessen findet eine ständige Überprüfung und Anpassung der eingesetzten Technologien statt. Laufend werden dabei die schon bestehenden Maßnahmen zur Informationssicherheit weiterentwickelt, damit die mit dem Einsatz der IT-Systeme verbundenen Risiken beseitigt oder zumindest begrenzt werden. Pensionsverpflichtungen Bei Pensionsverpflichtungen bestehen Risiken aus höheren Lebenserwartungen von Versorgungsberechtigten. Personalrisiken Die Mitarbeiter des Konzerns sind mit ihrem Wissen und ihrer Erfahrung der wesentlichste Erfolgsfaktor unserer Unternehmensgruppe und können kurzfristig nur schwer ersetzt werden. Es ist eine dauerhafte Herausforderung, qualifiziertes und zur Unternehmenskultur passendes Personal für die HGDF Gruppe zu gewinnen und zu binden. In allen Segmenten und auf allen Ebenen des Konzerns sind daher eine wertschätzende Unternehmenskultur und eine nachhaltige Aus- und Weiterbildung ein wichtiger Teil der Personalpolitik. Marktrisiken Die Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen der Unternehmen der HGDF Gruppe wird durch die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen beeinflusst. Die gesamtwirtschaftliche Lage befindet sich weiterhin in einem angespannten Zustand. Vor allem zu Beginn des Jahres war infolge der anhaltend hohen Inflation eine deutliche Kaufzurückhaltung zu spüren. Der Konsumrückgang führte in Kombination mit den gestiegenen Preisen auch dazu, dass viele Unternehmen ihre geplanten Investitionen vorerst zurückstellten, um den Fokus auf die Liquiditätssicherung zu setzen. Während sich einige Branchen trotz der hohen Inflation gut entwickeln, bleiben andere von deutlichen Nachfragerückgängen betroffen. Seit dem Beginn des zweiten Quartals zeigt sich angesichts langsam nachlassender Energie- und Verbraucherpreissteigerungen eine leichte Erholung des Konsumklimas, die sich voraussichtlich auch im weiteren Jahresverlauf fortsetzen wird. In den Auslandsmärkten bewegt man sich zudem unverändert in einem wirtschaftlich und geopolitisch herausfordernden Umfeld. Die konjunkturellen Risiken treffen die Unternehmensbereiche in unterschiedlicher Weise. Während die Konsumzurückhaltung vor allem die Segmente Brauerei und ITK trifft, sind alle Bereiche von den Rohstoffengpässen und Preissteigerungen betroffen. Alle Märkte, in denen sich die HGDF Gruppe mit ihren Geschäftsfeldern befindet, sind von hoher Wettbewerbsintensität gekennzeichnet. Der systematische Ausbau unserer Marken, neue innovative Produkte und Techniken sowie hohe Flexibilität und kurze Entscheidungswege ermöglichen es uns, als mittelständischer Konzern in diesem Wettbewerbsumfeld zu bestehen. Besondere Wettbewerbsrisiken können durch Veränderungen im Konsumverhalten und die damit erforderliche Anpassung der Vertriebskonzepte entstehen. Insbesondere die zunehmende Digitalisierung birgt neben Chancen auch Risiken durch neue Wettbewerber und Margenverfall. Die einzelnen Konzernunternehmen sind bei der Versorgung mit Waren und Dienstleistungen auf Drittanbieter angewiesen. Durch eine breite Basis an Lieferanten sowie eigenes Einkaufs-Know-How in den einzelnen Unternehmen werden Unwägbarkeiten beim Bezug von Waren begegnet. Kurzfristige Lieferantenrisiken bestehen im Wesentlichen bei speziellen Warengruppen im Selbstmedikationsbereich, wo nur wenige Lieferanten den hohen Qualitätsstandard erfüllen, ferner beim Bezug von ernteabhängigen Produkten wie Hopfen und Malz, aber auch bei der Beschaffung von Spezialtechnologie im Reedereibereich. Gesetzliche und regulatorische Risiken Die Unternehmen des HGDF Konzerns sind unterschiedlichen rechtlichen Risiken ausgesetzt. Diese ergeben sich insbesondere in den Bereichen Kartell- und Wettbewerbsrecht, Außenwirtschafts- und Zollrecht sowie Steuerrecht. Daneben unterliegen einige Geschäftsfelder wie der Pharma- oder der Pflegebereich Risiken aus weiteren Rechtsbereichen (z. B Arzneimittelgesetz, Sozialgesetzbuch). Kein Bestandsrisiko für den Konzern Die Gesamtschau der Risiken ergibt, dass der Konzern im Wesentlichen von Marktrisiken betroffen sein kann. Trotz der genannten Unsicherheiten und Einzelrisiken sind insgesamt keine bestandsgefährdenden Tendenzen erkennbar. Der Konzern verfügt über ein Berichts- und Kontrollsystem, welches eine Früherkennung von Risiken und die Einleitung von entsprechenden Maßnahmen gewährleistet. Chancen- und Prognosebericht Die gesamtwirtschaftliche Lage befindet sich 2023 weiterhin in einem angespannten Zustand. Vor allem zu Beginn des Jahres war infolge der anhaltend hohen Inflationsrate eine deutliche Kaufzurückhaltung spürbar. Seit dem Beginn des zweiten Quartals zeigt sich angesichts langsam nachlassender Energie- und Verbraucherpreissteigerungen jedoch eine leichte Erholung des Konsumklimas, die sich voraussichtlich auch im zweiten Halbjahr fortsetzen wird. Demgegenüber ist zu erwarten, dass das Zinsniveau weiterhin hoch bleiben wird. Die Bundesregierung geht derzeit für 2023 von einem Rückgang des Bruttoinlandsproduktes in Höhe von 0,4 % aus. Dabei bleiben auch im zweiten Halbjahr die Auswirkungen des Ukraine-Krieges und die Inflationsentwicklung die größten Risikofaktoren. Der Bereich der Selbstmedikation folgt dem ungebremsten Wachstumstrend der letzten Jahre und wächst im zweistelligen Prozentbereich. Der Markt ist zwar ebenfalls von Preissteigerungen infolge der hohen Inflation betroffen, zeigt sich davon jedoch unberührt. Das ohnehin schon gewachsene Gesundheitsbewusstsein der letzten Jahre hat durch die Pandemie einen noch höheren Stellenwert erhalten und die Nachfrage nach gesundheitsfördernden Nahrungsergänzungsmitteln verstärkt. Diese Entwicklung bestätigt sich in allen bekannten Absatzkanälen. Auch wenn die Nachfrage unvergleichlich hoch ist, ist die Wettbewerbsintensität der Branche nicht zu unterschätzen. Viele neue Marken machen zunächst durch Online- und Influencer-Marketing auf sich aufmerksam und treten so mittelfristig in Konkurrenz mit den klassischen Marktteilnehmern. Durch die Entwicklung neuer Produkte und Darreichungsformen am Puls der Zeit können Unternehmen Wachstumspotentiale nutzen. Im Bereich der ambulanten Pflege musste bereits im frühen Verlauf des Jahres festgestellt werden, dass aufgrund der Ereignisse aus dem Vorjahr keine Möglichkeit für die Fortführung des Geschäftsbetriebes besteht. Um übergangsweise die Versorgung der Kunden dennoch sicherzustellen, haben wir die Pflege- und Verwaltungstätigkeit im ersten Halbjahr fortgesetzt. Zu Beginn des 2. Halbjahres wurde der Geschäftsbereich der ambulanten Pflege vollständig eingestellt. Auch wenn die Digitalisierung sowohl im privaten als auch im öffentlichen Bereich nach wie vor eine große Rolle spielt, wird der Konsum durch die hohe Inflation und die damit einhergehenden Preiserhöhungen deutlich gebremst. Vor allem die Anzahl der Großprojekte von Unternehmen und der öffentlichen Hand blieb in den ersten Monaten des Jahres deutlich hinter den Erwartungen zurück. Derzeit gehen jedoch sowohl die Hersteller als auch die Händler davon aus, dass die Nachfrage im zweiten Halbjahr, bedingt durch geplante Produktneueinführungen und die Entspannung des Konsumklimas, wieder steigen wird. Der Biermarkt wird weiterhin von einer gebremsten Konsumlust der Verbraucher infolge der hohen Inflation und der durch die Brauereien durchgeführten Preiserhöhungen begleitet. Neben den daraus resultierenden Absatzverlusten wird die Ertragskraft der Brauereien aufgrund ihres energieintensiven Produktionsprozesses besonders von den Kostensteigerungen in diesem Bereich belastet. Wie sich das Verbraucherverhalten im weiteren Jahresverlauf entwickeln wird, ist derzeit schwer zu prognostizieren. Fest steht jedoch, dass die Nachfrage nach den klassischen Sorten wie "Pils" immer weiter zurückgeht und das Interesse an "hellen", alkoholfreien und Biermixgetränken zunimmt. Für die Brauereien bieten die Entwicklung und Markteinführung von Getränken in diesen Segmenten Wachstumspotentiale für die Zukunft. Für die Schifffahrtsbranche hat dieses Jahr erstmals nach der Corona-Pandemie ohne Reise- und Kapazitätsbeschränkungen begonnen. Sowohl der Güter- als auch der Ausflugsverkehr kann ohne Einschränkungen stattfinden, wenngleich angesichts der Unsicherheit in der Bevölkerung mit einer gewissen Zurückhaltung im Tourismusbereich gerechnet wird. Die bereits im Vorjahr massiv gestiegenen Öl- und Dieselpreise sind weiterhin auf einem hohen Niveau. Der Markt der Brand- und Wasserschadensanierungen ist wiederholt von massiven Preissteigerungen betroffen, die im möglichen Rahmen zeitnah an die Kunden weitergegeben werden und ein kontinuierlich straffes Kostenmanagement erfordern. Das Marktvolumen ist aufgrund der rückläufigen Anzahl der Schadenmeldungen aktuell abnehmend, jedoch sind teilweise wieder steigende Schadenhöhen zu verzeichnen. Die Erhöhung der Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit ist auch in Zukunft ein entscheidender Faktor zur Steigerung des Gesamtumsatzes und der Produktivität und wird durch weitere Investitionen in neue Technologien und stetige Prozessoptimierungen gewährleistet. Die Marktlage im Bereich der Fußbodensanierung hat sich in diesem Jahr bislang kaum verändert. Das Investitionsverhalten der Kunden ist angesichts der hohen Inflation weiterhin sehr zurückhaltend und die wenigen Groß- und Neubauprojekte dementsprechend hart umkämpft. Durch den starken Wettbewerb sind die Preise darüber hinaus unverändert kompetitiv. Auf der anderen Seite wird der Bedarf an qualitativ hochwertigen und langlebigen Böden, insbesondere in Räumen mit besonderen hygienischen Anforderungen, zunehmen. Wachstumschancen für den Gesamtkonzern werden in der Aufnahme neuer Geschäftsfelder oder der Aufstockung bestehender Beteiligungen gesehen. Klima- und Umweltschutz gehören zu den größten Herausforderungen unserer Zeit. Auch die Wahrung der Menschenrechte in der gesamten Wertschöpfungskette spielen eine immer wichtigere Rolle. Nachhaltigkeit steht im Fokus des öffentlichen Interesses und regulatorische Vorgaben des Gesetzgebers gilt es zu beachten. Governance-, Umwelt- und Sozialaspekte sind bereits Bestandsteil der Unternehmensstrategie. Durch den Aufbau eines Nachhaltigkeitsmanagements als weiteren Teil der Unternehmensstrategie wird der Wichtigkeit dieser Themen besonders Rechnung getragen. Für das Geschäftsjahr 2023 ist der HGDF Konzern mit einem Eigenkapital von 211 Mio. EUR gut aufgestellt. Die hohe Inflation, politische Unruhen und das weiter steigende Zinsniveau sind Risiken, die die Geschäfte der Tochterunternehmen jahresübergreifend begleiten und beeinflussen werden. Insgesamt bleibt HGDF aber weiterhin optimistisch, dass der Konzern auch diesen Herausforderungen widerstandsfähig begegnen wird.
Flensburg, 04.08.2023 HGDF Familienholding GmbH & Co. KG, Flensburg vertreten durch Herm. G. Dethleffsen GmbH, Wien gez. Andreas Dethleffsen gez. Gert Bendixen BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die HGDF Familienholding GmbH & Co. KG: Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der HGDF Familienholding GmbH & Co. KG, Flensburg, und ihrer Tochtergesellschaften - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der HGDF Familienholding GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulation der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Kiel, 11.08.2023 ATN
Allgemeine Treuhand Nord
Werth, Wirtschaftsprüfer Hoffmann-Wülfing, Wirtschaftsprüfer |
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