Stammdaten

Register
Amtsgericht Flensburg HRB 13848 FL
Eingetragen
21.11.2019
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenBeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Die Beteiligung an anderen Gesellschaften, sowie die Übernahme von deren Geschäftsführung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christoph Hinrichs
seit 4.6.2026
Prokura
Geschäftsführer
Bernd Niendorf
seit 21.11.2019
Prokura
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
HGDF Familienholding GmbH & Co. KG
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

HGDF Familienholding GmbH & Co. KG

Flensburg

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

für Zwecke der Offenlegung gem. § 325 HGB

KONZERNBILANZ zum 31.12.2022

HGDF Familienholding GmbH & Co. KG, Flensburg

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.746.726,30 3.571.549,88
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 27.677.941,33 32.677.306,21
3. Geleistete Anzahlungen 290.495,37 512.726,41
31.715.163,00 36.761.582,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 39.612.114,75 37.289.285,08
2. Technische Anlagen und Maschinen 23.331.206,17 24.327.865,09
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 17.475.895,93 18.440.561,14
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 12.092.353,00 4.965.124,70
92.511.569,85 85.022.836,01
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 152.126,95 154.126,95
2. Beteiligungen 2.008.501,37 1.688.265,67
3. Sonstige Gesellschaftsanteile 9.960.610,40 9.017.718,37
4. Anteile an assoziierten Unternehmen 14.160.899,63 14.160.899,63
5. Ausleihungen an assoziierte Unternehmen 1.660.696,42 1.094.568,77
6. Genossenschaftsanteile 646,02 646,02
7. Sonstige Ausleihungen 4.525.654,42 3.873.401,34
32.469.135,21 29.989.626,75
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 32.452.258,72 19.901.709,66
2. Unfertige Erzeugnisse 3.289.421,34 2.885.189,07
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 75.379.774,69 74.083.946,62
4. Geleistete Anzahlungen 3.210.133,84 421.205,14
114.331.588,59 97.292.050,49
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 105.178.712,53 87.293.936,44
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 237.490,29 24.519,10
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 4.062.431,00 2.818.872,01
4. Sonstige Vermögensgegenstände 11.231.174,36 8.236.224,14
120.709.808,18 98.373.551,69
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 56.984.139,71 70.591.121,52
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.520.487,10 886.342,77
D. Aktive latente Steuern 2.491.715,65 2.553.363,81
452.733.607,29 421.470.475,54

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
A. Eigenkapital
I. Kapitalanteile der Komplementärin 0,00 0,00
II. Kapitalanteile der Kommanditisten
1. Kommanditanteile 14.726.000,00 14.726.000,00
2. Kapitalrücklage 3.018.789,96 3.018.789,96
3. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung - 5.718.607,14 - 7.085.700,92
4. Gewinnvortrag (nach Entnahmen im lfd. Jahr) 163.425.791,12 136.749.779,70
5. Jahresüberschuss (nach Gewinngutschrift für das lfd. Jahr) 20.093.835,97 26.676.011,42
III. Nicht beherrschende Anteile anderer Gesellschafter 15.763.850,46 14.896.333,54
211.309.660,37 188.981.213,70
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 10.005.950,00 10.482.182,00
2. Steuerrückstellungen 1.249.209,14 2.989.871,86
3. Sonstige Rückstellungen 41.487.339,96 36.435.768,34
52.742.499,10 49.907.822,20
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 88.894.953,99 75.047.516,72
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 274.688,76 1.165.320,32
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 32.789.937,71 40.713.050,17
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 48.867,12 40.432,52
5. Verbindlichkeiten gegenüber Kommanditisten / Gesellschaftern 52.322.373,45 50.496.848,08
6. Sonstige Verbindlichkeiten 14.339.405,11 15.110.793,69
- davon aus Steuern € 4.644.285,02 (€ 6.131.778,10)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 179.587,69 (€ 100.323,79)
188.670.226,14 182.573.961,50
D. Rechnungsabgrenzungsposten 11.221,68 7.478,14
452.733.607,29 421.470.475,54

KONZERNGEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.01.2022 bis 31.12.2022

Geschäftsjahr Vorjahr
1. Umsatzerlöse 1.120.202.235,37 1.066.905.770,31
2. Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 9.049.874,29 4.247.469,02
3. Sonstige betriebliche Erträge 11.447.826,83 8.596.574,91
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren - 839.947.843,22 - 790.526.067,76
b) Aufwendungen für bezogenen Waren - 2.979.742,51 - 2.907.658,35
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 77.386.525,41 70.757.839,35
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 12.584.416,61 11.612.568,63
davon für Altersversorgung T€ 770 (Vj. T€ 953)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegen stände des Anlagevermögens und Sachanlagen 22.900.132,24 - 22.456.004,06
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen - 136.177.366,56 - 121.723.049,89
8. Erträge aus Beteiligungen 477.650,35 128.251,40
9. Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 3.162.749,21 2.255.976,86
10. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 240.411,99 184.633,75
11. Aufwendungen aus Verlustübernahme - 109.452,71 0,00
12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 976.129,54 732.739,02
13. Abschreibungen auf Finanzanlagen - 3.523.076,50 - 175.255,99
14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 4.073.001,51 - 2.991.168,05
davon aus Aufzinsung T€ 168 (Vj. T€ 235)
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
a) Tatsächlicher Steueraufwand - 17.373.125,47 - 18.257.818,87
b) Ertrag für latente Ertragsteuern - 61.648,16 402.276,15
16. Ergebnis nach Steuern 28.440.546,68 33.551.322,43
17. Sonstige Steuern - 371.365,69 - 329.961,96
18. Konzern-Jahresüberschuss 28.069.180,99 33.221.360,47
19. Nicht beherrschende Anteile anderer Gesellschafter am Jahresüberschuss - 2.177.218,02 - 2.580.725,04
20. Konzern-Jahresüberschuss ohne Fremdanteile 25.891.962,97 30.640.635,43
21. Gutschrift auf den Konten der Kommanditisten für 2022 (Vj. für 2021) - 5.798.127,00 - 3.964.624,01
22. Jahresüberschuss lt. Konzernbilanz 20.093.835,97 26.676.011,42

Konzernanhang

I. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss

Die HGDF Familienholding GmbH & Co. KG hat ihren Sitz in Flensburg und ist unter der Nummer HRA 186 FL im Handelsregister des Amtsgerichts Flensburg eingetragen.

Der Konzernabschluss zum 31.12.2022 ist nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt.

Folgende zum Konsolidierungskreis gehörende Gesellschaften sind gemäß § 264b HGB von ihrer Verpflichtung befreit, einen Jahresabschluss und einen Lagebericht nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften aufzustellen, prüfen zu lassen und offenzulegen:

 

HGDF Familienholding GmbH & Co. KG, Flensburg

 

Queisser Pharma GmbH & Co. KG, Flensburg

 

Grünkreis Pharma GmbH & Co. KG, Flensburg

 

Flensburger Brauerei Emil Petersen GmbH & Co. KG, Flensburg

 

Troeger Immobilien GmbH & Co. KG, Veitshöchheim.

Die HGDF Fjord GmbH, Flensburg, die Specht GmbH, Neumünster, die TR Fjord GmbH, Flensburg, sowie die Troeger GmbH, Veitshöchheim, werden durch die Einbeziehung in den Konzernabschluss von den Befreiungen des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch machen.

II. Abgrenzung des Konsolidierungskreises

Die in den Konsolidierungskreis einbezogenen und nicht einbezogenen Unternehmen sind nachfolgend unter 1. und 2. aufgeführt.

Das Gemeinschaftsunternehmen i. S. d. § 310 HGB sowie die assoziierten Unternehmen sind nachfolgend unter 3. und 4. aufgeführt.

1. Einbezogene verbundene Unternehmen

Die nachstehend unter 1. bis 16. aufgeführten Unternehmen stehen unter der einheitlichen Leitung der HGDF Familienholding GmbH & Co. KG (§ 290 Abs. 1 HGB). Bei den Unternehmen zu 17. bis 24. steht der HGDF Familienholding GmbH & Co. KG die Mehrheit der Stimmrecht zu (§ 290 Abs. 2 HGB).

Beteiligungsquote v. H.
1. Herm. G. Dethleffsen GmbH, Wien / Österreich 100,00
2. HGDF Fjord GmbH, Flensburg 100,00
3. Queisser Verwaltungs GmbH, Flensburg 100,00
4. Queisser Pharma GmbH & Co. KG, Flensburg 100,00
5. Grünkreis Pharma GmbH & Co. KG, Flensburg 100,00
6. Doppelherz Pharma GmbH, Flensburg 100,00
7. Queisser Pharma GmbH, Moskau / Russland 100,00
8. Queisser Pharma Ukraine GmbH, Kiew / Ukraine 100,00
9. Queisser Pharma SRL, Bukarest / Rumänien 100,00
10. Queisser Farma Limited, Istanbul / Türkei 100,00
11. Queisser Pharma Bulgaria EOOD, Sofia / Bulgarien 100,00
12. Queisser Pharma Poland Sp. z o.o., Warschau / Polen 100,00
13. Queisser Pharma Austria GmbH, Wien / Österreich 100,00
14. Specht GmbH, Neumünster 100,00
15. TR Fjord GmbH, Flensburg 100,00
16. Troeger GmbH, Veitshöchheim 100,00
17. Troeger Immobilien GmbH & Co. KG, Veitshöchheim 100,00
18. ComLine GmbH Value Added Distribution, Flensburg 90,00
19. Hanseatische Pflegedienste Nord GmbH, Flensburg 100,00
20. Optimal Mobile Hilfe GbR, Hamburg (Betriebsteil der Hanseatische Pflegedienste Nord GmbH) 100,00
21. Pflegedienst GRIMM GmbH, Recklingshausen 100,00
22. Flensburger Brauerei-Verwaltungsgesellschaft mbH, Flensburg 100,00
23. Flensburger Brauerei Emil Petersen GmbH & Co. KG, Flensburg 74,86
24. Förde-Reederei GmbH, Flensburg 69,57

2. Nicht einbezogene verbundene Unternehmen

Folgende Unternehmen werden als Anteile an verbundenen Unternehmen ausgewiesen:

Beteiligungsquote v. H.
1. Grünkreis Pharma Verwaltungsgesellschaft mbH, Flensburg 100,00
2. Queisser Pharma Vertriebs GmbH, Zürich / Schweiz 100,00
3. Troeger Immobilien Verwaltungs GmbH, Veitshöchheim 100,00
4. DiTail Service GmbH, Flensburg 100,00
5. Bölkstoff Vertriebs GmbH, Flensburg 100,00
6. Flensburg-Ekensunder Dampfschiffs-GmbH, Flensburg 100,00

Die Gesellschaften werden nicht in den Konsolidierungskreis einbezogen, sondern als Anteile an verbundenen Unternehmen ausgewiesen, da sie für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns - auch in ihrer Gesamtheit - von untergeordneter Bedeutung sind. Es handelt sich um zwei Komplementärgesellschaften ohne angestellte Geschäftsführer (Unternehmen zu 1. und 3.) sowie um fünf Gesellschaften mit sehr geringem Geschäftsumfang (Unternehmen zu 2., 4., 5. und 6.).

3. Als assoziiertes Unternehmen behandeltes Gemeinschaftsunternehmen

Die Förde Reederei Seetouristik GmbH & Co. KG, Flensburg, (Beteiligungsquote 50 %) ist Gemeinschaftsunternehmen i. S. d. § 310 HGB.

Eine Vollkonsolidierung ist nicht zulässig. Auf das Wahlrecht zur Anwendung der Quotenkonsolidierung wurde verzichtet. Die Gesellschaft wird als assoziiertes Unternehmen behandelt (§§ 311,312 HGB).

4. Assoziierte Unternehmen von untergeordneter Bedeutung

Bei den unten aufgeführten Gesellschaften handelt es sich um Unternehmen von untergeordneter Bedeutung, bei denen die HGDF Familienholding GmbH & Co. KG über nicht mehr als die Hälfte der Stimmrechte verfügt. Die Gesellschaften werden in der Position Beteiligungen ausgewiesen.

Beteiligungsquote v. H.
Verwaltungsgesellschaft Förde Reederei Seetouristik GmbH, Flensburg 50,00
Förde Show Concept GmbH, Flensburg 47,45
bridges+links GmbH i.L., Flensburg 100,00

III. Angewandte Konsolidierungsmethoden

1. Kapitalkonsolidierung

Die Kapitalkonsolidierung ist für Altfälle gemäß den Regelungen des § 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB a. F. in Verbindung mit der Übergangsregelung in Artikel 66 Abs. 3 Satz 4 EGHGB nach der Buchwertmethode vorgenommen worden. Für die Erwerbsvorgänge nach dem 31.12.2009 erfolgt die Kapitalkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode.

Die Erstkonsolidierung (Aufrechnung der Buchwerte der Beteiligungen mit dem auf diese Beteiligungen entfallenden Eigenkapital der Tochtergesellschaften) erfolgte grundsätzlich auf den Erwerbszeitpunkt.

2. Equity-Methode

Die Bewertung der Beteiligung an assoziierten Unternehmen erfolgt nach der Equity-Methode i. S. d. §§ 311 und 312 HGB. Die Anteile sind mit dem anteiligen Eigenkapital des Unternehmens angesetzt (§ 312 Abs. 1 HGB). Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert der Beteiligung und dem anteiligen Eigenkapital wurde zum Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile ermittelt.

IV. Angewandte Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden einschließlich Fremdwährungsumrechnung

Der Konzernabschluss zum 31.12.2022 wurde nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Die in den Konzernabschluss übernommenen Aktiva und Passiva wurden einheitlich nach den Bewertungsmethoden der HGDF Familienholding GmbH & Co. KG bewertet.

Die Bewertung der Immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, bei abnutzbaren Vermögensgegenständen abzüglich planmäßiger linearer oder degressiver Abschreibungen. Die zugrunde gelegte Nutzungsdauer richtet sich nach den steuerlichen Abschreibungstabellen. Außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 2 Satz 3 HGB sind, soweit erforderlich, vorgenommen worden. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis € 800,00 i. S. d. § 6 Abs. 2 EStG werden im Jahr des Zugangs abgeschrieben.

Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert gemäß § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB. Anteile an assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode bewertet.

Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten / Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren Marktpreis bewertet. Verwaltungsgemeinkosten wurden nicht aktiviert.

Die Bewertung der Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände erfolgte grundsätzlich zum Nennwert. Soweit erforderlich, wurden Einzelwertberichtigungen gebucht. Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde durch Pauschalwertberichtigungen ausreichend Rechnung getragen.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten sind zum Nennwert angesetzt.

Die Pensionsrückstellungen wurden mit dem auf Basis eines versicherungsmathematischen Gutachtens ermittelten Barwert angesetzt. Weitere Angaben zum Bilanzposten sind in Abschnitt V. (Konzernbilanz) enthalten.

Steuer- und sonstige Rückstellungen sind in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Gemäß §§ 274 und 306 HGB werden latente Steuern für die voraussichtlichen zukünftigen Steuerentlastungen aufgrund handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Bewertungsunterschiede gebildet.

Laufende Geschäftsvorfälle, die auf Fremdwährungsbasis kontrahiert wurden, werden in den Büchern der Gesellschaft zu zeitnahen Monatsdurchschnittskursen erfasst. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten der deutschen Gesellschaften sind gemäß § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am 31.12.2022 umgerechnet worden.

Die Umrechnung der auf russische Rubel, ukrainische Griwna, rumänische RON, türkische Lira, bulgarische Leva sowie auf polnische Zloty lautenden Abschlüsse erfolgt gemäß § 308a HGB nach der modifizierten Stichtagsmethode. Das Eigenkapital und die Anschaffungskosten für konsolidierte Unternehmen werden mit den historischen Kursen, die übrigen Bilanzpositionen mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag und die GuV-Positionen mit dem Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Es ergeben sich Umrechnungsdifferenzen, die erfolgsneutral in den Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" eingestellt werden. Das Eigenkapital ist dadurch um T€ 5.719 (Vorjahr: T€ 7.086) gemindert.

V. Angaben zur Konzernbilanz

1. Entwicklung des Anlagevermögens

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im anliegenden Anlagenspiegel dargestellt.

2. Geschäfts- und Firmenwerte

Es werden Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung mit folgender Entwicklung ausgewiesen:

T€
Stand 01.01.2022 32.388
Zugänge 815
Abschreibungen 5.782
Stand 31.12.2022 27.421

Die Summe der Firmenwerte beträgt am 31.12.2022 T€ 47.397 (31.12.2021 T€ 46.582), die kumulierten Abschreibungen betragen am 31.12.2022 T€ 19.976 (31.12.2021 T€ 14.194). Die Abschreibung erfolgt linear über 4, 5 und 10 Jahre unter Berücksichtigung der voraussichtlichen Ertragslage in den betroffenen Geschäftsbereichen.

In den Einzelabschlüssen der konsolidierten Unternehmen sind zwei Geschäfts- oder Firmenwerte bilanziert, die entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer über 10 Jahre bzw. 15 Jahre abgeschrieben werden.

Im Berichtsjahr wurde eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von T€ 815 vorgenommen.

3. Aktive latente Steuern

Gemäß §§ 274 und 306 HGB werden Steuerabgrenzungen in Höhe von T€ 2.492 (Vj. T€ 2.553) aktiviert. Es handelt sich dabei ausschließlich um voraussichtliche Steuerentlastungen. Sie beruhen im Wesentlichen auf temporären Differenzen im Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände, der Pensionsrückstellungen, der sonstigen Rückstellungen sowie der Zwischengewinneliminierung.

Für die Bewertung wurden unternehmensindividuelle Steuersätze herangezogen. Für die deutschen Kapitalgesellschaften wird die Körperschaftsteuer inklusive Solidaritätszuschlag unverändert mit 15,825 % angesetzt. Für die Gewerbesteuer wird auf Basis eines einheitlichen Hebesatzes ein Steuersatz von 14,35 % (Vj. Steuersatz 14,35 %) berücksichtigt.

Latente Steuern aus der Zwischengewinneliminierung werden mit dem im betreffenden Ausland geltenden Steuersatz (wie im Vorjahr zwischen 16 % und 20 %) bewertet.

4. Pensionsrückstellungen

Die Pensionsrückstellungen wurden mit dem auf Basis eines versicherungsmathematischen Gutachtens ermittelten Barwert (Projected-Unit-Credit-Methode) unter Verwendung der Richttafeln "2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck und einem Kalkulationszinsfuß von 1,79 % angesetzt. Rentensteigerungen wurden mit 2,00 % p. a. berücksichtigt.

Der Unterschiedsbetrag zwischen der Pensionsrückstellung abgezinst mit dem Durchschnittszinssatz der vergangenen 10 Jahre und abgezinst mit dem Durchschnittszinssatz der vergangenen 7 Jahre beträgt € 357.634,00.

5. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Pfandverpflichtungen, ausstehende Werbekostenzuschüsse und Verpflichtungen aus Arbeitsverhältnissen.

6. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten:

Verbindlichkeiten Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit von
bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
T€ T€ T€ T€
gegenüber Kreditinstituten 88.895 39.648 34.179 15.068
erhaltene Anzahlungen 275 275 0 0
aus Lieferungen und Leistungen 32.790 32.790 0 0
gegenüber verbundenen Unternehmen 49 49 0 0
gegenüber Kommanditisten 52.322 52.322 0 0
sonstige Verbindlichkeiten 14.339 14.339 0 0
188.670 139.423 34.179 15.068

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von T€ 53.970 durch Grundschulden besichert.

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen weiterhin die üblichen Eigentumsvorbehalte aus dem Erwerb von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie von Waren.

7. Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten

Zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos aus der Änderung der variablen Verzinsung von bestehenden Krediten wurden Zinsswaps mit einem Nominal betrag von insgesamt T€ 1.594 abgeschlossen. Der nach der Mark-to-Market-Methode ermittelte Marktwert beträgt T€ 0.

Den Zinsswaps liegen kongruente Kreditfinanzierungen für den Zeitraum bis zum 30.09.2023 zu Grunde, bei denen sich gegenläufige Wert- und Zahlungsstromänderungen vollumfänglich ausgleichen. Es liegen Bewertungseinheiten in Form von micro-hedges vor, so dass für die Zinsswaps keine Drohverlustrückstellungen zu bilden waren. Der Saldo aus erhaltenen und geleisteten Zahlungen im Rahmen der Zins swaps wird im Zinsaufwand erfasst.

8. Haftungsverhältnisse

Die Eventualverbindlichkeiten betreffen einen Schuldbeitritt bei Pensionsverpflichtungen einer ehemaligen Tochtergesellschaft in Höhe von € 175.932,00 (Vorjahr € 173.017,00).

Die Inanspruchnahmewahrscheinlichkeit der Verbindlichkeiten aus dem Schuldbeitritt bei Pensionsverpflichtungen schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens des Begünstigten als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor.

VI. Ergänzende Angaben zur Kapitalflussrechnung

Der Finanzmittelfonds ist definiert als Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten abzüglich kurzfristiger Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten. Er setzt sich wie folgt zusammen:

31.12.2022 31.12.2021
T€ T€
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 56.984 70.591
Kurzfristige Verbindlichkeiten - 28.713 - 16.449
28.271 54.142

VII. Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:

T€
Selbstmedikation 301.901
Ambulante Pflege 3.256
ITK Großhandel 701.280
Brauerei 87.219
Wasser- und Brandschadensanierung 14.007
Industriebodenbau und -sanierung 12.162
Dienstleistungen 377
1.120.202

Unter geographischen Gesichtspunkten teilen sich die Umsatzerlöse wie folgt auf:

T€
Inland 923.140
Ausland 197.062
1.120.202

2. Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Gewinne aus Währungsumrechnung in Höhe von T€ 6.195 (Vj. T€ 4.833), in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen Verluste aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 6.792 (Vj. T€ 4.561) enthalten.

VIII. Sonstige Angaben

1. Vertretung und Geschäftsführung

Die Vertretung und Geschäftsführung der Gesellschaft erfolgt durch die persönlich haftende Gesellschafterin, die Herm. G. Dethleffsen GmbH mit Sitz in Wien. Deren Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2022 und bei Konzernabschlussaufstellung 2023 die Herren

Andreas Dethleffsen, Kaufmann

Gert Bendixen, Kaufmann.

2. Unbeschränkt haftender Gesellschafter

In den Konzernabschluss einbezogene Tochtergesellschaften sind persönlich haftende Gesellschafter folgender Kommanditgesellschaften:

HGDF Familienholding GmbH & Co. KG, Flensburg

Queisser Pharma GmbH & Co. KG, Flensburg

Flensburger Brauerei Emil Petersen GmbH & Co. KG, Flensburg.

3. Beirat

Die Gesellschaft hat einen Beirat, Mitglieder waren im Geschäftsjahr 2022:

Lutz Hübner, Kaufmann, Vorsitzender

Peter Cohrs, Kaufmann

Dr. Axel C. Heitmann, Kaufmann

Katharine Michaelis, Kauffrau (ohne Stimmberechtigung)

Simon Dethleffsen, Kaufmann (ohne Stimmberechtigung)

Carla Dethleffsen, Kauffrau (ohne Stimmberechtigung).

4. Bezüge

Die Gesamtvergütung der Beiräte für das Geschäftsjahr 2022 betrug T€ 135. Für frühere Vorstandsmitglieder sind Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 1.423 bilanziert.

5. Abschlussprüferhonorare

Das für den Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr zurückgestellte Honorar für die Prüfung des Konzernabschlusses und die Prüfung diverser Einzelabschlüsse zum 31.12.2022 beträgt T€ 118.

6. Anzahl der Arbeitnehmer

Der Personalbestand zeigt im Jahresdurchschnitt folgendes Bild:

2022 2021
Anzahl Anzahl
Kaufmännische und technische Angestellte
Männlich 417 402
Weiblich 441 448
858 850
Gewerbliche Arbeitnehmer
Männlich 289 268
Weiblich 61 72
350 340
Auszubildende
Männlich 23 27
Weiblich 21 21
44 48
1.252 1.238

 

Flensburg, 18.07.2023

HGDF Familienholding GmbH & Co. KG, Flensburg

vertreten durch

Herm. G. Dethleffsen GmbH, Wien

gez. Andreas Dethleffsen

gez. Gert Bendixen

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2022 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2022
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 26.041.797,93 1.065.795,47 97.399,01 443.565,97 27.453.760,36
2. Geschäfts- oder Firmenwert 47.557.523,63 815.003,56 648.110,00 0,00 47.724.417,19
3. geleistete Anzahlungen 512.726,41 221.334,93 0,00 -443.565,97 290.495,37
74.112.047,97 2.102.133,96 745.509,01 0,00 75.468.672,92
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 79.433.461,18 4.465.130,11 2.396.643,68 1.419.714,84 82.921.662,45
2. technische Anlagen und Maschinen 93.776.168,50 3.675.511,60 396.375,42 1.528.034,26 98.583.338,94
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 51.261.147,86 7.133.907,27 6.443.857,01 251.402,42 52.202.600,54
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.857.238,84 10.996.868,66 671.594,83 -3.199.151,52 11.983.361,15
229.328.016,38 26.271.417,64 9.908.470,94 0,00 245.690.963,08
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 154.126,95 0,00 2.000,00 0,00 152.126,95
2. Beteiligungen 1.864.789,29 326.316,72 2.025,00 0,00 2.189.081,01
3. Sonstige Gesellschaftsanteile 9.017.718,37 4.488.835,50 620.874,00 356.378,00 13.242.057,87
4. Anteile an assoziierten Unternehmen 24.893.226,89 0,00 0,00 0,00 24.893.226,89
5. Ausleihungen an assoziierte Unternehmen 1.094.568,77 566.127,65 0,00 0,00 1.660.696,42
6. Genossenschaftsanteile 646,02 0,00 0,00 0,00 646,02
7. sonstige Ausleihungen 8.903.232,01 2.253.285,08 1.298.567,11 -356.378,00 9.501.571,98
45.928.308,30 7.634.564,95 1.923.466,11 0,00 51.639.407,14
349.368.372,65 36.008.116,55 12.577.446,06 0,00 372.799.043,14
Abschreibungen
Stand 01.01.2022 Zugänge Abgänge
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 22.470.248,05 1.336.507,59 88.486,93
2. Geschäfts- oder Firmenwert 14.880.217,42 5.814.367,44 648.109,00
3. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00
37.350.465,47 7.150.875,03 736.595,93
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 42.144.176,10 1.410.397,21 240.700,30
2. technische Anlagen und Maschinen 69.448.303,41 6.187.527,10 383.697,74
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 32.820.586,72 8.151.332,89 6.248.685,42
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -107.885,86 0,00 0,00
144.305.180,37 15.749.257,20 6.873.083,46
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 176.523,62 4.056,02 0,00
3. Sonstige Gesellschaftsanteile 0,00 3.281.447,47 0,00
4. Anteile an assoziierten Unternehmen 10.732.327,26 0,00 0,00
5. Ausleihungen an assoziierte Unternehmen 0,00 0,00 0,00
6. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00
7. sonstige Ausleihungen 5.029.830,67 237.573,01 191.692,90
15.938.681,55 3.523.076,50 191.692,90
197.594.327,39 26.423.208,73 7.801.372,29
Abschreibungen
Zuschreibung Währungs-
differenzen
Stand 31.12.2022
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 -11.234,65 23.707.034,06
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 20.046.475,86
3. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00
0,00 -11.234,65 43.753.509,92
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 -4.325,31 43.309.547,70
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 0,00 75.252.132,77
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 3.470,43 34.726.704,62
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 -1.105,99 -108.991,85
0,00 -1.960,87 153.179.393,24
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 180.579,64
3. Sonstige Gesellschaftsanteile 0,00 0,00 3.281.447,47
4. Anteile an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00 10.732.327,26
5. Ausleihungen an assoziierte Unternehmen 0,00 0,00 0,00
6. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00
7. sonstige Ausleihungen 99.793,22 0,00 4.975.917,56
99.793,22 0,00 19.170.271,93
99.793,22 -13.195,52 216.103.175,09
Buchwerte
Stand 31.12.2022 Stand 01.01.2022
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.746.726,30 3.571.549,88
2. Geschäfts- oder Firmenwert 27.677.941,33 32.677.306,21
3. geleistete Anzahlungen 290.495,37 512.726,41
31.715.163,00 36.761.582,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 39.612.114,75 37.289.285,08
2. technische Anlagen und Maschinen 23.331.206,17 24.327.865,09
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 17.475.895,92 18.440.561,14
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 12.092.353,00 4.965.124,70
92.511.569,84 85.022.836,01
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 152.126,95 154.126,95
2. Beteiligungen 2.008.501,37 1.688.265,67
3. Sonstige Gesellschaftsanteile 9.960.610,40 9.017.718,37
4. Anteile an assoziierten Unternehmen 14.160.899,63 14.160.899,63
5. Ausleihungen an assoziierte Unternehmen 1.660.696,42 1.094.568,77
6. Genossenschaftsanteile 646,02 646,02
7. sonstige Ausleihungen 4.525.654,42 3.873.401,34
32.469.135,21 29.989.626,75
156.695.868,05 151.774.045,26

KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG vom 01.01.2022 bis 31.12.2022

2022 2021
T€ T€
Periodenergebnis 28.069 33.221
- Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens - 100 - 206
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 26.423 22.631
+/- Zunahme / Abnahme der langfristigen Rückstellungen - 476 125
= Cashflow (i. e. S.) 53.916 55.771
+/- Zunahme / Abnahme der kurzfristigen Rückstellungen + 5.052 - 389
+/- Abnahme / Zunahme der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind - 39.949 - 14.617
+/- Zunahme / Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind - 9.572 - 10.025
+/- Verlust / Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens
- Immaterielle Vermögensgegenstände 0 8
- Sachanlage 482 1.434
- Finanzanlagen - 192 - 355
+/- Zinsaufwendungen / Zinserträge 2.856 2.074
- Sonstige Beteiligungserträge - 478 - 128
+/- Ertragsteueraufwand / Ertragsteuerertrag 17.373 18.258
+/- Ertragsteuererstattungen / Ertragsteuerzahlungen - 19.114 - 16.801
= Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 10.374 35.230
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens
- immaterielle Vermögensgegenstände 9 6
- Sachanlagen 2.553 203
- Finanzanlagen 1.924 2.352
- Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen
- immaterielle Vermögensgegenstände - 1.287 - 1.171
- Sachanlagen - 26.271 - 19.471
- Finanzanlagen - 7.635 - 5.616
+ Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis - 494 - 4.111
+ Erhaltene Zinsen 1.217 917
+ Erhaltene Dividenden 478 128
= Cashflow aus der Investitionstätigkeit - 29.506 - 26.763
Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten 11.512 2.500
- Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten - 9.929 - 8.864
- Gezahlte Zinsen - 4.073 - 2.991
- Auszahlungen an Gesellschafter des Mutterunternehmens - 3.972 - 1.364
- Gezahlte Dividenden an andere Gesellschafter - 1.631 - 1.680
= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit - 8.093 - 12.399
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds (Summe der Cashflows) - 27.225 - 3.932
+/- Wechselkurs-, konsolidierungskreis- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds + 1.354 + 619
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode + 54.142 57.455
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 28.271 54.142

KONZERNEIGENKAPITALSPIEGEL

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Kapitalanteile der Kommanditisten Kapitalrücklage gemäß Gesellschaftsvertrag Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung
Stand am 31.12.2020 14.726.000,00 3.018.789,96 - 7.945.426,06
Umbuchung Jahresüberschuss des Vorjahres auf Gewinnvortrag 0,00 0,00 0,00
Gutschrift auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital 0,00 0,00 0,00
Auszahlung von Gewinnen für nicht beherrschende Anteile 0,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00 859.725,14
Änderung des Konsolidierungskreises 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss 0,00 0,00 0,00
Stand am 31.12.2021 14.726.000,00 3.018.789,96 - 7.085.700,92
Umbuchung Jahresüberschuss des Vorjahres auf Gewinnvortrag 0,00 0,00 0,00
Gutschrift auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital 0,00 0,00 0,00
Auszahlung von Gewinnen für nicht beherrschende Anteile 0,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00 1.367.093,78
Änderung des Konsolidierungskreises 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss 0,00 0,00 0,00
Stand am 31.12.2022 14.726.000,00 3.018.789,96 - 5.718.607,14
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gewinnvortrag Konzern-
jahresüberschuss,
der dem Mutter-
unternehmen
zuzurechnen ist
Summe
Stand am 31.12.2020 118.246.068,57 20.724.574,13 148.770.006,60
Umbuchung Jahresüberschuss des Vorjahres auf Gewinnvortrag 20.724.574,13 - 20.724.574,13 0,00
Gutschrift auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital - 2.220.863,00 - 3.964.624,01 - 6.185.487,01
Auszahlung von Gewinnen für nicht beherrschende Anteile 0,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00 859.725,14
Änderung des Konsolidierungskreises 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss 0,00 30.640.635,43 30.640.635,43
Stand am 31.12.2021 136.749.779,70 26.676.011,42 174.084.880,16
Umbuchung Jahresüberschuss des Vorjahres auf Gewinnvortrag 26.676.011,42 - 26.676.011,42 0,00
Gutschrift auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital 0,00 - 5.798.127,00 - 5.798.127,00
Auszahlung von Gewinnen für nicht beherrschende Anteile 0,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00 1.367.093,78
Änderung des Konsolidierungskreises 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss 0,00 25.891.962,97 25.891.962,97
Stand am 31.12.2022 163.425.791,12 20.093.835,97 195.545.809,91
Nicht beherrschende Anteile Konzerneigenkapital
Nicht beherrschende Anteile vor Jahresergebnis Auf nicht
beherrschende
Anteile
entfallende
Gewinne / Verluste
Summe Summe
Stand am 31.12.2020 14.436.538,41 402.481,18 14.839.019,59 163.609.026,19
Umbuchung Jahresüberschuss des Vorjahres auf Gewinnvortrag 402.481,18 - 402.481,18 0,00 0,00
Gutschrift auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital 0,00 0,00 0,00 - 6.185.487,01
Auszahlung von Gewinnen für nicht beherrschende Anteile - 1.679.682,62 0,00 - 1.679.682,62 - 1.679.682,62
Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00 859.725,14
Änderung des Konsolidierungskreises - 843.728,47 0,00 - 843.728,47 - 843.728,47
Konzernjahresüberschuss 0,00 2.580.725,04 2.580.725,04 33.221.360,47
Stand am 31.12.2021 12.315.608,50 2.580.725,04 14.896.333,54 188.981.213,70
Umbuchung Jahresüberschuss des Vorjahres auf Gewinnvortrag 2.580.725,04 - 2.580.725,04 0,00 0,00
Gutschrift auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital 0,00 0,00 0,00 - 5.798.127,00
Auszahlung von Gewinnen für nicht beherrschende Anteile - 1.630.717,54 0,00 - 1.630.717,54 - 1.630.717,54
Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00 1.367.093,78
Änderung des Konsolidierungskreises 321.016,44 0,00 321.016,44 321.016,44
Konzernjahresüberschuss 0,00 2.177.218,02 2.177.218,02 28.069.180,99
Stand am 31.12.2022 13.586.632,44 2.177.218,02 15.763.850,46 211.309.660,37

Konzernlagebericht

Geschäftsverlauf und Lage des Konzerns

Die HGDF Familienholding (HGDF) ist als konzernleitende Holding in den folgenden operativen Unternehmensbereichen (Segmenten) tätig:

Selbstmedikation

Ambulante Pflege

ITK-Distribution

Brauerei

Reederei

Brand- und Wasserschadensanierung

Industriebodenbau und -sanierung.

Darüber hinaus hat HGDF ein Netzwerk in der Start-up-Szene aufgebaut, um interessante Opportunitäten zu finden und sich an vielversprechenden Firmengründungen zu beteiligen. Mittlerweile engagiert sich HGDF in zehn aufstrebenden Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen.

Die Unternehmensleitung der HGDF erstreckt sich auf alle wesentlichen Tätigkeitsbereiche und Entscheidungen der Tochterunternehmen. Zusätzlich bietet die Gesellschaft diverse Service- und Beratungsdienstleistungen an.

Die wirtschaftliche Lage des Konzerns ist maßgeblich durch die Entwicklung der operativen Tochtergesellschaften bestimmt. Das Jahr 2022 hat erneut eine Vielzahl von Herausforderungen mit sich gebracht. Nachdem die Corona-Pandemie vor allem zu Beginn des Jahres noch sehr präsent war, haben insbesondere die Folgen des russischen Angriffkrieges in der Ukraine die gesamtwirtschaftliche Lage bestimmt. Darüber hinaus haben Inflation, Lieferengpässe und Arbeitskräftemangel zu großen Herausforderungen für die Unternehmen geführt.

Betrachtet man die Teilmärkte, in denen sich HGDF mit seinen Geschäftsfeldern bewegt, so gab es 2022 unterschiedliche gesamtwirtschaftliche Entwicklungen:

Der Gesundheitsmarkt nach Nielsen (Lebensmitteleinzelhandel und Drogeriemärkte ohne Discounter) wächst 2022 mit 8,7 % auf 1.086,1 Mio. EUR und folgt damit weiter dem Trend der Vorjahre. Mit einem Umsatzanteil von 25,4 % bleibt das Segment "Vitamine und Mineralstoffe" die umsatzstärkste Produktgruppe des Marktes. Der Treiber für das hohe Wachstum findet sich in diesem Jahr jedoch im Erkältungssegment, denn durch die massive Zunahme der Grippe- und Erkältungskrankheiten infolge der aufgehobenen Kontaktbeschränkungen kann dieses Segment in diesem Jahr, nach einem vergleichsweise schwachen Vorjahr, um 36,3 % zulegen.

Auch die Entwicklung im Vertriebskanal Apotheke ist von den hohen Zuwächsen im Erkältungssegment getrieben. Die Frequenz in den Apotheken hat sich in Abhängigkeit von den reduzierten Zutrittsbeschränkungen im Verlauf des Jahres ebenfalls deutlich entspannt. Der Markt wächst gemäß IQ-VIA/Datamed IQ um 8,8 % und kann sich somit weiter von den schwachen Pandemiejahren erholen.

Die Marktlage in der Pflege hat sich auch 2022 nicht wesentlich verändert. Während der Fachkräftemangel durch die hohe Belastung infolge der Pandemie noch weiter verstärkt wurde, nimmt die Anzahl der pflegebedürftigen Menschen weiter zu. Die Nachfrage nach ambulanten Pflegeplätzen steigt indes überproportional an, da viele Menschen auch im hohen Alter langfristig in ihrem Zuhause wohnen bleiben möchten. Im Verlauf der letzten zehn Jahre hat sich der Anteil der ambulanten Pflege im Vergleich zur stationären Betreuung um rund 12 %-Punkte auf 82 % erhöht. Zur Entlastung der Pflegedienste haben Bund und Länder die Kosten für notwendige Schutzbekleidung aufgrund der erhöhten Hygienevorschriften weiterhin subventioniert.

Der ITK-Markt überschreitet in 2022 laut Bitkom mit einem Umsatz von 180,7 Mrd. EUR das Vorjahr um 4,7 %. Das Wachstum ist vor allem durch die Bereiche IT Hard- (+6,7 %) und Software (+8,8 %) getrieben. Diese Entwicklung lässt sich durch die anhaltend hohe Nachfrage nach Home-Office-Zubehör und den Fortschritt der Digitalisierung begründen. Der Bereich IT-Services wächst im Vergleich etwas schwächer als der Markt (+3,7 %) und reiht sich damit in die Entwicklung der Telekommunikations-Segmente (Endgeräte, Infrastruktur und Dienste) ein (+1,5 %). Die Nachfrage nahm aufgrund der massiven Inflation und der damit einhergehenden Preiserhöhungen der Hersteller zum Jahresende deutlich ab.

Der deutsche Biermarkt kann sich nach zwei verlustreichen Jahren in 2022 leicht erholen und wächst im Vorjahresvergleich um 4,0 % auf 8,8 Mrd. Liter. Aufgrund der Rückgänge in den Vorjahren liegt der Absatz jedoch weiterhin rund 5,0 % unter dem vor-Corona-Jahr 2019. Das Wiederaufleben des Veranstaltungs- und Gastronomiegeschäfts sorgte dafür, dass vor allem Brauereien mit hohem Fassbieranteil deutliche Zuwächse zu verzeichnen hatten. Dahingegen gingen die Absätze im Handel im Vergleich zum Vorjahr um rund 5,0 % zurück, was sich in den Absatzzahlen der Brauereien mit einem geringeren Fassbieranteil zeigt. Nahezu alle Marktteilnehmer sahen sich angesichts der massiven Preissteigerungen bei Energie und Rohstoffen im Jahresverlauf dazu gezwungen, ihre Preise zu erhöhen, was in Kombination mit der hohen Inflation schnell zu einem Konsumrückgang führte.

Im Jahresverlauf wurden auch in der Reedereibranche alle Kapazitäts- und Reisebeschränkungen aufgehoben, sodass die Wiederaufnahme eines uneingeschränkten Verkehrs in allen Fahrgebieten ermöglicht wurde. Die allgemeine Verunsicherung der Bevölkerung durch steigende Kosten und die politischen Unruhen sorgte jedoch dafür, dass vor allem die Tourismus- und Ausflugsbranche nicht mit dem gewünschten Volumen zurückkehrte. Nach wie vor steht die gesamte Schifffahrtsbranche aufgrund des hohen CO 2 -Ausstoßes zudem im Mittelpunkt diverser Klimadiskussionen.

Der Bereich Brand- und Wasserschadensanierung war auf Ganzjahressicht durch rückläufige Schadenzahlen und massive Preissteigerungen geprägt. Im letzten Quartal des Jahres stellte sich bei der Anzahl Schäden ein Aufholeffekt ein, sodass das Jahr diesbezüglich lediglich leicht unter Vorjahresniveau abgeschlossen wurde. Die durchschnittliche Schadenhöhe stieg durch vereinzelte Großprojekte leicht an, konnte den Rückgang der Fälle jedoch nicht vollständig kompensieren. Die Positionierung einzelner Anbieter im Markt und somit die Abgrenzung zum Wettbewerb erfolgt durch zuverlässige Abwicklung und der Sicherstellung der Qualität.

Bereits zu Jahresbeginn war der Markt für Bodenbeschichtungen von Rohstoffengpässen und drastischen Preissteigerungen betroffen. Darüber hinaus nahm die Investitionsbereitschaft der Kunden immer weiter ab und es wurden vermehrt kleine Sanierungsprojekte beauftragt, während die Anzahl der Neubau- und Großprojekte deutlich abnahm. Der Wettbewerb zwischen den Marktteilnehmern wurde entsprechend verstärkt. Auch wenn der Markt aktuell unter diesen Bedingungen leidet, ist die Lage insgesamt trotzdem als stabil anzusehen, da der Bedarf an Hygiene und Haltbarkeit stetig zunimmt.

Die Unternehmen des HGDF Konzerns haben sich in diesem Marktumfeld unterschiedlich behauptet.

Mit inzwischen acht Tochtergesellschaften und zahlreichen Partnern in mehr als 60 Ländern haben sich Doppelherz-Produkte in der ganzen Welt etabliert. Queisser entwickelt, produziert und vermarktet hochwertige Gesundheitsprodukte für die ganze Familie. Durch die Kombination aus einem soliden Stammsortiment, Neueinführungen und dem gezielten Einsatz von Marketinginstrumenten können nachhaltige Umsatzsteigerungen erreicht werden. Es wird eine breite Produktauswahl an Nahrungsergänzungsmitteln, Medizinprodukten, Arzneimitteln und Kosmetika angeboten. In vielen Segmenten ist das Unternehmen erfolgreicher Marktführer. Der Markt für Gesundheit ist einem ständigen Wandel unterworfen. Seit dem Beginn der Corona-Pandemie in 2020 kommt dem individuellen und gesellschaftlichen Gesundheitsbewusstsein eine noch größere Rolle zuteil als bereits in den Vorjahren.

Der Queisser-Teilkonzern erzielte in 2022 ein Bruttoumsatzwachstum in Höhe von 11,3 % auf 358,4 Mio. EUR. Hiervon entfielen rund 60,6 % auf das Inlandsgeschäft, das im Vergleich zum Exportgeschäft leicht überproportional wachsen konnte. Die Umsätze im Inland haben sich über alle Absatzkanäle hinweg positiv entwickelt. Vor allem die Drogeriemärkte und der Fachhandel konnten mit hohen Wachstumsraten zu der sehr positiven Entwicklung beitragen. Nachdem das Apothekengeschäft in den vergangen zwei Jahren massiv unter den Corona-bedingten Einschränkungen gelitten hatte, zeigt sich in diesem Jahr erstmals wieder eine deutliche Erholung, die von der Einführung der neuen Produktlinie "Doppelherz Pharma" (Arzneimittel) zusätzlich beflügelt wurde. Auch das Auslandsgeschäft entwickelt sich ein weiteres Jahr in Folge sehr positiv (+10,3 %). Zu diesem erfreulichen Ergebnis haben vor allem steigende Umsätze in China und der Tochtergesellschaft in Bulgarien beigetragen. Für Queisser bietet die Expansion in weitere Länder große Wachstumschancen, weshalb stetig an dem Aufbau einer Zusammenarbeit mit potenziellen Partnern aus neuen Regionen gearbeitet wird.

Die Marke Doppelherz wächst laut Nielsen-Marktzahlen im Lebensmitteleinzelhandel und den Drogeriemärkten mit +14,0 % im Vergleich zum Vorjahr. Damit entwickelt sich die Marke 5,3 %-Punkte besser als der Gesamtmarkt und kann die Marktführerschaft im Flächengeschäft weiter ausbauen. In der Apotheke stellt sich Doppelherz laut den Zahlen von IQVIA/Datamed IQ mit +2,9 % deutlich schlechter als der Gesamtmarkt dar. Diese Entwicklung ist vor allem auf das überproportional starke Wachstum des Erkältungssegments im Gesamtmarkt zurückzuführen, in welchem die Marke Doppelherz nur einen vergleichsweise kleinen Teil der Produktpalette bedienen kann.

Bei der Hanseatische Pflegedienste Nord GmbH (im Folgenden: HPN) handelt es sich um eine Holdinggesellschaft für den Geschäftsbereich ambulante Pflege. Die Unternehmensleitung erstreckt sich auf die drei Beteiligungen Optimal Mobile Hilfe GbR (Hamburg), GRIMM GmbH (Recklinghausen) sowie Therapiezentrum Optimal GbR (Hamburg). Die GRIMM GmbH hat im 3. Quartal 2022 ihren Geschäftsbetrieb eingestellt. Mit Wirkung zum 31.12.2022 ist die HPN aus der Therapiezentrum Optimal GbR ausgeschieden.

Mitte des Jahres 2022 kam es bei der Optimal Mobile Pflege GbR zu unerwarteten Ereignissen, in deren Folge eine hohe Anzahl der Patienten ihren Vertrag kündigten. Das monatliche Umsatzvolumen reduzierte sich daraufhin im Laufe kürzester Zeit drastisch und eine Aufrechterhaltung des Betriebes war nur durch eine massive Unterstützung seitens der HGDF möglich.

Die Umsätze der ComLine konnten ein weiteres Jahr in Folge entgegen den Erwartungen gesteigert werden. Grund hierfür war neben dem stabilen Tagesgeschäft vor allem der hohe Auftragsbestand aus dem Vorjahr, der erst im Jahresverlauf durch Warenlieferungen der Hersteller abgebaut werden konnte. Einige Produkte und Hersteller waren von Lieferschwierigkeiten betroffen, der Geschäftsbetrieb der ComLine wurde dadurch jedoch nicht übermäßig beeinträchtigt. Zum Ende des Jahres nahm die Nachfrage aufgrund steigender Inflationsraten und der Preiserhöhungen diverser Hersteller erstmals seit Beginn der Pandemie deutlich ab. Dennoch konnte die ComLine ein Nettoumsatzwachstum von 3,1 % auf 722 Mio. EUR erwirtschaften. Ein Anteil von 87,2 % entfällt dabei auf den Umsatz mit Apple-Produkten. Aber auch die übrigen Business Units "Audio/Video", "Smart Basics" und "Software" entwickeln sich gut und stellen margenseitig das deutlich lukrativere Geschäft dar. Um auch langfristig am Puls der Zeit zu bleiben, werden laufend neue Innovationen und Hersteller für das Sortiment gesucht. Als ITK-Distributor bedient die ComLine aktuell ca. 4.000 von insgesamt 10.000 inländischen Händlern und zusätzliche ca. 750 weitere im europäischen Ausland. Die Kombination aus hoher Nachfrage, einer guten Produktverfügbarkeit sowie den Value-Added Serviceleistungen macht die ComLine zu einem wichtigen Partner für Hersteller und Händler.

Zwar konnte die Flensburger Brauerei ihren Absatz in 2022 leicht um 0,5 % steigern, blieb damit aber hinter der Entwicklung des Gesamtmarktes zurück. Mit einem Absatz von 601 THL im Inland wurde die Planung deutlich unterschritten. Vom Gesamtabsatz entfielen 94,3 % auf das Inlandsgeschäft. Einfluss auf die Entwicklung hatte in diesem Jahr, neben dem allgemeinen Marktgeschehen, vor allem der große Preisabstand von Flensburger zu den Wettbewerbern. Wie die übrigen Marktteilnehmer auch, wurde Flensburger darüber hinaus mit massiven Rohstoff- und Energiepreissteigerungen konfrontiert. Dadurch sah sich das Unternehmen dazu gezwungen, in 2023 eine weitere Preiserhöhung durchzuführen.

Die im Konzernabschluss einbezogene Förde-Reederei GmbH ist eine reine Holdinggesellschaft und ohne operatives Geschäft. Sie ist zu 50 % an der Förde Reederei Seetouristik GmbH & Co. KG beteiligt, die über ihre Tochter- und Beteiligungsunternehmen im In- und Ausland das operative Geschäft betreibt.

Die FRS-Gruppe (im Folgenden: FRS) ist ein national und international in der Personen-, Fahrzeug- und Frachtbeförderung tätiges Verkehrsunternehmen mit Schwerpunkt im Fähr- und Ausflugsverkehr zur See und damit verbundenen Geschäften. Die FRS baut ihre Position als innovativer Dienstleister, insbesondere auch im internationalen Umfeld, stetig aus. Ziel ist es dabei, durch höchste Qualität und mittels hoher Kundenzufriedenheit, national und international weiter profitabel zu wachsen. Im Rahmen der Aktivitäten der FRS werden auch Beratungsleistungen und Softwarelösungen im maritimen Bereich entwickelt und angeboten. Dies unterstützt die Geschäftsausweitung im Kernbereich und dient auch der weiteren Risikodiversifikation. Der FRS-Konzern wird über die FRS GmbH & Co. KG als Holdinggesellschaft organisiert, das operative Geschäft obliegt den verbundenen Unternehmen.

Die FRS gehört mit derzeit 66 betriebenen Schiffen und weltweit mehr als 1.300 Beschäftigten zu den führenden Spezialisten im Bereich der Fährschifffahrt in Europa. Auf weltweiten Fährverbindungen befördert die FRS rund 6,1 Mio. Passagiere und 1,9 Mio. Fahrzeuge pro Jahr. Die Fähren und Katamarane werden in Europa, Nordafrika, dem Nahen Osten und Nordamerika betrieben. Außerdem ist die FRS noch in den Bereichen Offshore-Logistik, Hafenmanagement und Crewing aktiv.

Auch wenn im Verlauf des Geschäftsjahres 2022 alle Corona-bedingten Kapazitäts- und Reisebeschränkungen aufgehoben wurden und damit ein uneingeschränkter Verkehr in allen Fahrgebieten ermöglicht wurde, blieb der Umsatz der FRS hinter den Erwartungen zurück. Die aus politischen Gründen bis April 2022 anhaltende Grenzschließung zwischen Marokko und Spanien sorgte dafür, dass ein regulärer Verkehr hier, trotz aufgehobener Corona-Beschränkungen, nicht möglich war und die allgemeine Verunsicherung der Bevölkerung führte dazu, dass die Auslastung in den touristischen Fahrgebieten nicht das erhoffte Niveau erreichen konnte. Obendrein wurde das Geschäft von gestiegenen Öl- und Dieselpreisen belastet, die in Form von Ticketzuschlägen an die Kunden weitergegeben wurden. Mit einem Umsatz von 212,5 Mio. EUR konnte die FRS das Vorjahr um 96,9 Mio. EUR übertreffen und nähert sich damit langsam wieder dem vor-Corona-Niveau.

Das Geschäftsjahr 2022 war für die Specht GmbH durch ein anhaltend hohes Kostenniveau geprägt und erforderte ein straffes Kostenmanagement. Geringere Schadenzahlen im Vergleich zum Vorjahr konnten, trotz steigender Schadenvolumina, nicht voll kompensiert werden, sodass der Gesamtumsatz rund 0,9 % unter Vorjahresniveau liegt. Die Gesamtanzahl der Schäden beläuft sich Ende 2022 auf 4.094 (-3,3 % ggü. 2021). Der daraus resultierende Gesamtumsatz liegt bei 14,0 Mio. €.

Der Geschäftsbetrieb von Troeger wurde das gesamte Jahr über von einem zurückhaltenden Investitionsverhalten der Kunden und anhaltenden hohen Materialpreisen begleitet. Einer uneingeschränkten Weitergabe der Kostensteigerungen an die Kunden stand dabei das ohnehin schon hohe Preisniveau in Verbindung mit dem verstärkten Wettbewerb im Weg. Trotzdem konnte es der Mannschaft gelingen, die Gesamtleistung um rund 10 % im Vergleich zu Vorjahr zu erhöhen.

Ertragslage

Der Umsatz im Konzern betrug insgesamt 1.120,2 Mio. € und lag damit um 53,3 Mio. € (+4,8 %) über dem des Vorjahres. Den größten Anteil an der Steigerung hatten dabei das Pharmasegment (53 %) und der ITK-Großhandel (44 %). Gleichzeitig ist der Bestand an fertigen und unfertigen Erzeugnissen um 13,3 Mio. € angestiegen.

Die Position sonstige betriebliche Erträge hat sich neben Währungsgewinnen im Pharmabereich durch Versicherungsentschädigungen und Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen erhöht.

Der Anstieg im Materialaufwand steht im direkten Zusammenhang mit dem Umsatzanstieg im ITK-Segment und Pharmasegment sowie Preissteigerungen gegenüber dem Vorjahr. Im Segment der Brand- und Wasserschadensanierung konnte dagegen eine deutliche Verbesserung der Materialeinsatzquote erreicht werden. Der gegenüber dem Vorjahr um insgesamt 7.601 T€ gestiegene Personalaufwand ist im Wesentlichen auf die höhere Anzahl an Beschäftigten - vor allem im Pharmasegment - und die jährlichen Lohn- und Gehaltsanpassungen zurückzuführen. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen enthalten eine außerordentliche Abschreibung betreffend den Bereich ambulante Pflege. Im Übrigen haben sich die Abschreibungen analog zur Investitionstätigkeit reduziert. Deutlich angestiegen sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gegenüber dem Vorjahr. Eine Vielzahl von Mehraufwendungen im Bereich der Vertriebs-, Betriebs- und Verwaltungsaufwendungen in allen Segmenten, vor allem aber im Pharma- und Brauereisegment, führten zu einer Erhöhung der Aufwendungen zum Vorjahr um 12.752 T€.

Das Reedereigeschäft konnte sich nach Ende der Coronapandemie wieder deutlich erholen, was sich in dem Ergebnis aus assoziierten Unternehmen widerspiegelt, welches sich um 907 T€ verbessert hat.

Das Finanzergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 4.436 verschlechtert. Grund dafür ist im Wesentlichen die Abschreibung auf die Beteiligungsansätze von zwei Start-ups, die aus Vorsichtsgründen vorgenommen wurde.

Das Ergebnis der Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens und sonstige Zinsen und ähnlichen Erträgen ist durch das höhere Zinsniveau leicht gestiegen. Neben der Investitionstätigkeit in 2022 führten die gestiegenen Zinsen für die kurzfristige Finanzierung zu einem Anstieg der Zinsaufwendungen.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind bedingt durch das etwas verschlechterte operative Ergebnis um 421 T€ gegenüber dem Vorjahr gesunken. Insgesamt wurde ein Konzernjahresüberschuss in Höhe von 28.069 T€ erwirtschaftet (Vorjahr 33.222 T€). Die Verminderung um 5.153 T€ resultiert im Wesentlichen aus der Abschreibung von Finanzanlagen und des Rückgangs des operativen Ergebnisses. Das Konzernergebnis ist durch Abschreibungen und Zinsen auf Beteiligungserwerbe in Höhe von 6.298 T€ (Vorjahr 5.527 T€) belastet. Auf HGDF entfällt vom Gesamtjahresüberschuss nach Abzug der den anderen Gesellschaftern zustehenden Ergebnisanteile ein Betrag in Höhe von 25.892 T€ (Vorjahr 30.641 T€).

Finanz- und Vermögenslage

Der Konzern verfügte in 2022 jederzeit über ausreichende Kreditlinien zur Deckung des Finanzbedarfs der Konzernmuttergesellschaft und der Tochterfirmen. Aus der laufenden Geschäftstätigkeit ergab sich ein Cashflow in Höhe von 10.374 T€ (Vorjahr 35.230T€).

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug -29.506 T€ (Vorjahr -26.763 T€). Neben Investitionen in Kapazitätserweiterung, in den Ersatz von Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie in die laufende Modernisierung der Geschäftsbetriebe in den einzelnen Segmenten wurde vor allem in bestehende und neue Beteiligungen investiert. Den Investitionen stehen Abschreibungen in Höhe von 22.900 T€ (Vorjahr 22.456 T€) gegenüber.

Unter Berücksichtigung eines Cashflows aus Finanzierungstätigkeit ergibt sich ein Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres in Höhe von 28.271 T€ (Vorjahr 54.142 T€). Die Veränderung des Cashflows gegenüber dem Vorjahr ist vor allem auf den Bestandsaufbau an Rohstoffen und Fertigerzeugnissen zurückzuführen, um damit möglichen Lieferengpässen vorzubeugen. Die langfristige Finanzierung des Anlagevermögens weist eine Überdeckung von 124.802 T€ aus und hat sich damit um 18.514 T€ gegenüber dem Vorjahr erhöht. Entsprechend hat sich die kurzfristige Finanzierung des Konzerns verringert.

Das Konzerneigenkapital einschließlich der Anteile anderer Gesellschafter betrug in 2022 insgesamt 211,3 Mio. € und hatte damit eine Quote in Höhe von 46,7 % an der Bilanzsumme (Vorjahr 189,0 Mio. € bzw. 44,8 %).

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl im Jahr 2022 betrug 1.252 und erhöhte sich damit um 14 Beschäftigte. Durch Wachstum und gestiegene Anforderungen war in fast allen Segmenten mehr Personal erforderlich. Verantwortungsbewusste und engagierte Mitarbeiter sind ein wesentlicher Erfolgsfaktor der Unternehmensgruppe. Die Aus- und Weiterbildung nimmt einen hohen Stellenwert ein. So wurden im Berichtsjahr 44 Auszubildende im Konzern beschäftigt.

Risikobericht

Die Risikopolitik des Konzerns ist darauf ausgerichtet, Gefährdungen für den Unternehmenswert zu vermeiden und den Nutzen für die Gesellschafter zu erhalten. Angemessene, überschaubare und beherrschbare Risiken werden umso eher getragen, je näher sie im Zusammenhang mit den Kernkompetenzen des Konzerns stehen. Darüber hinaus gibt es im Konzern Verhaltensregeln, die in Richtlinien und sonstigen Vorgaben niedergelegt sind und regelmäßig überprüft werden. Durch den Abschluss geeigneter und wirtschaftlich sinnvoller Versicherungen erfolgt eine Risikoübertragung auf Dritte. Die Angemessenheit des Versicherungsschutzes wird regelmäßig extern überprüft.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Zur Aufgabe der HGDF Familienholding GmbH & Co. KG für den Konzern zählt der Erhalt der finanziellen Unabhängigkeit. Die Sicherung der laufenden Liquidität innerhalb der Unternehmensgruppe wird regelmäßig überwacht und die Konzernfinanzierung optimiert, um die finanzwirtschaftlichen Risiken zu begrenzen.

Trotz des Liquiditätsabflusses aufgrund von Investitionen aus Eigenmitteln ist die Liquiditätssituation des Konzerns unverändert gut, so dass weiterhin keine Liquiditätsrisiken erwartet werden. Für die einzelnen Konzernunternehmen bestehen jeweils ausreichende Kreditlinien, die im Geschäftsjahr 2022 nur teilweise in Anspruch genommen wurden. Durch einen kontinuierlichen Informationsaustausch mit den Kreditinstituten können Kreditfinanzierungen zeitgerecht und zu angemessenen Konditionen erfolgen.

Dem Forderungsausfallrisiko wird mittels Debitorenmanagement und teilweise durch Warenkreditversicherung wirksam begegnet. Zur Weiterentwicklung des Auslandsgeschäfts, insbesondere im Bereich Selbstmedikation in Osteuropa, Nordafrika und Asien, wurden bewusst überschaubare Risiken eingegangen. Es hat sich gezeigt, dass die Investitionen in diese Märkte - gerade in wirtschaftlich schwierigeren Zeiten - sich nachhaltig positiv auf die Geschäftsentwicklung ausgewirkt haben.

Das Auslandsgeschäft, besonders in den Geschäftsfeldern Selbstmedikation und Reederei, bringt Währungsrisiken mit sich. Finanz- und Wirtschaftskrisen sowie politische Instabilität können u. a. zu einer Abwertung von Währungen führen. Vor allem durch das hohe Engagement im osteuropäischen Raum kann dies Einfluss auf die Entwicklung des Konzerns haben.

Informationssicherheit

Der rasche Wandel der informationstechnologischen Anforderungen stellt erhebliche Herausforderungen an den Einsatz und die Anpassung zukunftstauglicher IT-Lösungen. Zur sicheren Abwicklung von IT-gestützten Geschäftsprozessen findet eine ständige Überprüfung und Anpassung der eingesetzten Technologien statt. Laufend werden dabei die schon bestehenden Maßnahmen zur Informationssicherheit weiterentwickelt, damit die mit dem Einsatz der IT-Systeme verbundenen Risiken beseitigt oder zumindest begrenzt werden.

Pensionsverpflichtungen

Bei Pensionsverpflichtungen bestehen Risiken aus höheren Lebenserwartungen von Versorgungsberechtigten.

Personalrisiken

Die Mitarbeiter des Konzerns sind mit ihrem Wissen und ihrer Erfahrung der wesentlichste Erfolgsfaktor unserer Unternehmensgruppe und können kurzfristig nur schwer ersetzt werden. Es ist eine dauerhafte Herausforderung, qualifiziertes und zur Unternehmenskultur passendes Personal für die HGDF Gruppe zu gewinnen und zu binden. In allen Segmenten und auf allen Ebenen des Konzerns sind daher eine wertschätzende Unternehmenskultur und eine nachhaltige Aus- und Weiterbildung ein wichtiger Teil der Personalpolitik.

Marktrisiken

Die Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen der Unternehmen der HGDF Gruppe wird durch die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen beeinflusst.

Die gesamtwirtschaftliche Lage befindet sich weiterhin in einem angespannten Zustand. Vor allem zu Beginn des Jahres war infolge der anhaltend hohen Inflation eine deutliche Kaufzurückhaltung zu spüren. Der Konsumrückgang führte in Kombination mit den gestiegenen Preisen auch dazu, dass viele Unternehmen ihre geplanten Investitionen vorerst zurückstellten, um den Fokus auf die Liquiditätssicherung zu setzen. Während sich einige Branchen trotz der hohen Inflation gut entwickeln, bleiben andere von deutlichen Nachfragerückgängen betroffen. Seit dem Beginn des zweiten Quartals zeigt sich angesichts langsam nachlassender Energie- und Verbraucherpreissteigerungen eine leichte Erholung des Konsumklimas, die sich voraussichtlich auch im weiteren Jahresverlauf fortsetzen wird. In den Auslandsmärkten bewegt man sich zudem unverändert in einem wirtschaftlich und geopolitisch herausfordernden Umfeld. Die konjunkturellen Risiken treffen die Unternehmensbereiche in unterschiedlicher Weise. Während die Konsumzurückhaltung vor allem die Segmente Brauerei und ITK trifft, sind alle Bereiche von den Rohstoffengpässen und Preissteigerungen betroffen.

Alle Märkte, in denen sich die HGDF Gruppe mit ihren Geschäftsfeldern befindet, sind von hoher Wettbewerbsintensität gekennzeichnet. Der systematische Ausbau unserer Marken, neue innovative Produkte und Techniken sowie hohe Flexibilität und kurze Entscheidungswege ermöglichen es uns, als mittelständischer Konzern in diesem Wettbewerbsumfeld zu bestehen. Besondere Wettbewerbsrisiken können durch Veränderungen im Konsumverhalten und die damit erforderliche Anpassung der Vertriebskonzepte entstehen. Insbesondere die zunehmende Digitalisierung birgt neben Chancen auch Risiken durch neue Wettbewerber und Margenverfall.

Die einzelnen Konzernunternehmen sind bei der Versorgung mit Waren und Dienstleistungen auf Drittanbieter angewiesen. Durch eine breite Basis an Lieferanten sowie eigenes Einkaufs-Know-How in den einzelnen Unternehmen werden Unwägbarkeiten beim Bezug von Waren begegnet. Kurzfristige Lieferantenrisiken bestehen im Wesentlichen bei speziellen Warengruppen im Selbstmedikationsbereich, wo nur wenige Lieferanten den hohen Qualitätsstandard erfüllen, ferner beim Bezug von ernteabhängigen Produkten wie Hopfen und Malz, aber auch bei der Beschaffung von Spezialtechnologie im Reedereibereich.

Gesetzliche und regulatorische Risiken

Die Unternehmen des HGDF Konzerns sind unterschiedlichen rechtlichen Risiken ausgesetzt. Diese ergeben sich insbesondere in den Bereichen Kartell- und Wettbewerbsrecht, Außenwirtschafts- und Zollrecht sowie Steuerrecht. Daneben unterliegen einige Geschäftsfelder wie der Pharma- oder der Pflegebereich Risiken aus weiteren Rechtsbereichen (z. B Arzneimittelgesetz, Sozialgesetzbuch).

Kein Bestandsrisiko für den Konzern

Die Gesamtschau der Risiken ergibt, dass der Konzern im Wesentlichen von Marktrisiken betroffen sein kann. Trotz der genannten Unsicherheiten und Einzelrisiken sind insgesamt keine bestandsgefährdenden Tendenzen erkennbar. Der Konzern verfügt über ein Berichts- und Kontrollsystem, welches eine Früherkennung von Risiken und die Einleitung von entsprechenden Maßnahmen gewährleistet.

Chancen- und Prognosebericht

Die gesamtwirtschaftliche Lage befindet sich 2023 weiterhin in einem angespannten Zustand. Vor allem zu Beginn des Jahres war infolge der anhaltend hohen Inflationsrate eine deutliche Kaufzurückhaltung spürbar. Seit dem Beginn des zweiten Quartals zeigt sich angesichts langsam nachlassender Energie- und Verbraucherpreissteigerungen jedoch eine leichte Erholung des Konsumklimas, die sich voraussichtlich auch im zweiten Halbjahr fortsetzen wird. Demgegenüber ist zu erwarten, dass das Zinsniveau weiterhin hoch bleiben wird. Die Bundesregierung geht derzeit für 2023 von einem Rückgang des Bruttoinlandsproduktes in Höhe von 0,4 % aus. Dabei bleiben auch im zweiten Halbjahr die Auswirkungen des Ukraine-Krieges und die Inflationsentwicklung die größten Risikofaktoren.

Der Bereich der Selbstmedikation folgt dem ungebremsten Wachstumstrend der letzten Jahre und wächst im zweistelligen Prozentbereich. Der Markt ist zwar ebenfalls von Preissteigerungen infolge der hohen Inflation betroffen, zeigt sich davon jedoch unberührt. Das ohnehin schon gewachsene Gesundheitsbewusstsein der letzten Jahre hat durch die Pandemie einen noch höheren Stellenwert erhalten und die Nachfrage nach gesundheitsfördernden Nahrungsergänzungsmitteln verstärkt. Diese Entwicklung bestätigt sich in allen bekannten Absatzkanälen. Auch wenn die Nachfrage unvergleichlich hoch ist, ist die Wettbewerbsintensität der Branche nicht zu unterschätzen. Viele neue Marken machen zunächst durch Online- und Influencer-Marketing auf sich aufmerksam und treten so mittelfristig in Konkurrenz mit den klassischen Marktteilnehmern. Durch die Entwicklung neuer Produkte und Darreichungsformen am Puls der Zeit können Unternehmen Wachstumspotentiale nutzen.

Im Bereich der ambulanten Pflege musste bereits im frühen Verlauf des Jahres festgestellt werden, dass aufgrund der Ereignisse aus dem Vorjahr keine Möglichkeit für die Fortführung des Geschäftsbetriebes besteht. Um übergangsweise die Versorgung der Kunden dennoch sicherzustellen, haben wir die Pflege- und Verwaltungstätigkeit im ersten Halbjahr fortgesetzt. Zu Beginn des 2. Halbjahres wurde der Geschäftsbereich der ambulanten Pflege vollständig eingestellt.

Auch wenn die Digitalisierung sowohl im privaten als auch im öffentlichen Bereich nach wie vor eine große Rolle spielt, wird der Konsum durch die hohe Inflation und die damit einhergehenden Preiserhöhungen deutlich gebremst. Vor allem die Anzahl der Großprojekte von Unternehmen und der öffentlichen Hand blieb in den ersten Monaten des Jahres deutlich hinter den Erwartungen zurück. Derzeit gehen jedoch sowohl die Hersteller als auch die Händler davon aus, dass die Nachfrage im zweiten Halbjahr, bedingt durch geplante Produktneueinführungen und die Entspannung des Konsumklimas, wieder steigen wird.

Der Biermarkt wird weiterhin von einer gebremsten Konsumlust der Verbraucher infolge der hohen Inflation und der durch die Brauereien durchgeführten Preiserhöhungen begleitet. Neben den daraus resultierenden Absatzverlusten wird die Ertragskraft der Brauereien aufgrund ihres energieintensiven Produktionsprozesses besonders von den Kostensteigerungen in diesem Bereich belastet. Wie sich das Verbraucherverhalten im weiteren Jahresverlauf entwickeln wird, ist derzeit schwer zu prognostizieren. Fest steht jedoch, dass die Nachfrage nach den klassischen Sorten wie "Pils" immer weiter zurückgeht und das Interesse an "hellen", alkoholfreien und Biermixgetränken zunimmt. Für die Brauereien bieten die Entwicklung und Markteinführung von Getränken in diesen Segmenten Wachstumspotentiale für die Zukunft.

Für die Schifffahrtsbranche hat dieses Jahr erstmals nach der Corona-Pandemie ohne Reise- und Kapazitätsbeschränkungen begonnen. Sowohl der Güter- als auch der Ausflugsverkehr kann ohne Einschränkungen stattfinden, wenngleich angesichts der Unsicherheit in der Bevölkerung mit einer gewissen Zurückhaltung im Tourismusbereich gerechnet wird. Die bereits im Vorjahr massiv gestiegenen Öl- und Dieselpreise sind weiterhin auf einem hohen Niveau.

Der Markt der Brand- und Wasserschadensanierungen ist wiederholt von massiven Preissteigerungen betroffen, die im möglichen Rahmen zeitnah an die Kunden weitergegeben werden und ein kontinuierlich straffes Kostenmanagement erfordern. Das Marktvolumen ist aufgrund der rückläufigen Anzahl der Schadenmeldungen aktuell abnehmend, jedoch sind teilweise wieder steigende Schadenhöhen zu verzeichnen. Die Erhöhung der Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit ist auch in Zukunft ein entscheidender Faktor zur Steigerung des Gesamtumsatzes und der Produktivität und wird durch weitere Investitionen in neue Technologien und stetige Prozessoptimierungen gewährleistet.

Die Marktlage im Bereich der Fußbodensanierung hat sich in diesem Jahr bislang kaum verändert. Das Investitionsverhalten der Kunden ist angesichts der hohen Inflation weiterhin sehr zurückhaltend und die wenigen Groß- und Neubauprojekte dementsprechend hart umkämpft. Durch den starken Wettbewerb sind die Preise darüber hinaus unverändert kompetitiv. Auf der anderen Seite wird der Bedarf an qualitativ hochwertigen und langlebigen Böden, insbesondere in Räumen mit besonderen hygienischen Anforderungen, zunehmen.

Wachstumschancen für den Gesamtkonzern werden in der Aufnahme neuer Geschäftsfelder oder der Aufstockung bestehender Beteiligungen gesehen.

Klima- und Umweltschutz gehören zu den größten Herausforderungen unserer Zeit. Auch die Wahrung der Menschenrechte in der gesamten Wertschöpfungskette spielen eine immer wichtigere Rolle. Nachhaltigkeit steht im Fokus des öffentlichen Interesses und regulatorische Vorgaben des Gesetzgebers gilt es zu beachten. Governance-, Umwelt- und Sozialaspekte sind bereits Bestandsteil der Unternehmensstrategie. Durch den Aufbau eines Nachhaltigkeitsmanagements als weiteren Teil der Unternehmensstrategie wird der Wichtigkeit dieser Themen besonders Rechnung getragen.

Für das Geschäftsjahr 2023 ist der HGDF Konzern mit einem Eigenkapital von 211 Mio. EUR gut aufgestellt. Die hohe Inflation, politische Unruhen und das weiter steigende Zinsniveau sind Risiken, die die Geschäfte der Tochterunternehmen jahresübergreifend begleiten und beeinflussen werden. Insgesamt bleibt HGDF aber weiterhin optimistisch, dass der Konzern auch diesen Herausforderungen widerstandsfähig begegnen wird.

 

Flensburg, 04.08.2023

HGDF Familienholding GmbH & Co. KG, Flensburg

vertreten durch

Herm. G. Dethleffsen GmbH, Wien

gez. Andreas Dethleffsen

gez. Gert Bendixen

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die HGDF Familienholding GmbH & Co. KG:

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der HGDF Familienholding GmbH & Co. KG, Flensburg, und ihrer Tochtergesellschaften - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der HGDF Familienholding GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulation der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

iehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Kiel, 11.08.2023

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