SPIE HanseGas GmbH
Jägersteg 2, 18246 Bützow, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Daniel Körber seit 28.2.2025 | Geschäftsführer |
Marion Markgraf seit 30.10.2023 | Prokura |
Volker Höfs seit 22.7.2023 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
SPIE Operations SAS | 75.10% |
Firma HanseGas GmbH | 24.90% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
SPIE HanseGas GmbH (vormals: SPIE Energieservice GmbH)RatingenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Darstellung des Geschäftsverlaufes1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft und Branche 1.1 Ökonomische Rahmenbedingungen und weltwirtschaftliche Entwicklung Die Weltwirtschaft zeigte sich 2023, nach der COVID-19-Pandemie, einem anhaltenden Russland-Ukraine-Krieg und der weltweit hohen Inflation sehr widerstandsfähig. Das BIP-Wachstum fiel mit global 3,1% im Jahr 2023 stärker aus als erwartet. In den USA und einigen Schwellenländern wuchs die Wirtschaft im zweiten Quartal 2023, aufgrund höherer Löhne sowie steigender staatlicher und privater Ausgaben, nochmals stärker als prognostiziert. Durch die Anhebung der Leitzinsen durch die Zentralbanken erholte sich die weltweite Inflation ab dem vierten Quartal 2023 und sank auf prognostizierte 6,8% für das Gesamtjahr 2023. Wiederhergestellte Lieferketten erhöhten die wirtschaftliche Dynamik im zweiten Halbjahr zudem weiter. 1 Im vierten Quartal 2023 kehrte sich diese Entwicklung allerdings wieder um. In Folge des Nahost-Konflikts kam es zu Überfällen auf Containerschiffe im Roten Meer, was zu Lieferverzögerungen auf der Route zwischen Asien und Europa führte. 2 Die Wirtschaftsleistung in der EU hat im Jahr 2023 an Schwung verloren, das BIP-Wachstum schrumpfte auf 0,5%. 3 Hintergrund waren vor allem die hohe Inflation im Euro-Raum (5,4% 4 ), eine härtere Geldpolitik sowie der anhaltende Krieg Russlands gegen die Ukraine. 5 Die deutsche Wirtschaft verzeichnete für das Gesamtjahr 2023 einen Rückgang des BIP um -0,3%. Vorangegangene multiple Krisen, eine Inflation von +5,9% 6 , die straffe Geldpolitik, ein hoher Krankenstand der Erwerbstätigen sowie ein kräftiges Wachstum der Lohnstückkosten beeinflussten die deutsche Wirtschaft stark. Die schwache Auslandsnachfrage (-1,8%) stellte für Deutschland als Exportnation einen weiteren, zentralen Belastungsfaktor dar. 7 Lediglich der Außenhandel mit Ländern außerhalb Europas wies 2023 ein leichtes Plus von 0,8% auf. 8 Der Arbeitsmarkt zeigte sich im Jahresverlauf hingegen robust. Die Arbeitnehmerentgelte (+6,7%) sowie Unternehmens- und Vermögenseinkommen (+6,5%) legten im Verlauf des Jahres, insbesondere aufgrund von deutlichen Lohnerhöhungen und staatlicher Entlastungsmaßnahmen, deutlich zu. 9 1.2 Entwicklung der Branche Der relevante Markt der SPIE HanseGas GmbH (SPIE HanseGas) als Service- und Systemlieferant für Strom-, Gas-, Wasser-, Fernwärme- und Kommunikationsinfrastrukturen sowie für Anlagen rund um die Erzeugung, Bereitstellung und Anwendung von Energien und Medien beinhaltet mehrere Marktsegmente. Um die Entwicklungen in den einzelnen Marktsegmenten darzustellen, sind spezifische Erhebungen heranzuziehen. Das Jahr stellte die deutsche Energiewirtschaft auch weiterhin vor große Transformationsherausforderungen. Die wegen der Energiekrise von der Bundesregierung eingeführte Strom- und Gaspreisbremse lief zum 31.12.2023 aus. Die Marktpreise erholten sich wieder und lagen unter dem garantierten Preisniveau. 10 Nicht mehr finanziert werden konnte der geplante Zuschuss zur Stabilisierung der Netzentgelte aufgrund der Schließung des Wirtschaftsstabilisierungsfonds. Der Stromverbrauch in Deutschland fiel 2023 um 5,4% und die Gesamtstromerzeugung war ebenfalls um 9,1% geringer als im Vorjahr. Spürbar ist der Wandel im Energiemix. Der Anteil der erneuerbaren Energieträger in der Stromerzeugung stieg um 7,5%, sodass 56% des erzeugten Stroms durch Erneuerbare Energien ins Netz eingespeist wurden. Mit rund 27% leistete dabei die Windkraft (onshore) den größten Anteil, gefolgt von Photovoltaik mit 12%, Biomasse mit rund 9%, Windkraft (offshore) mit rund 5% und Wasserkraft mit rund 3%. 11 Insgesamt lag die erneuerbare Strommenge im Jahr 2023 bei rund 268 TWh. 12 Besonders deutlich wurde der Umbau der Energieversorgung im Gasmarkt. Die Gas-Importe aus Russland reduzierten sich im Jahr 2023 auf null. Insgesamt gingen die Erdgas-Netto-Importe um 16% und die inländische Erdgasförderung um rund 11% zurück (vs. 2022). Der für die Versorgungssicherheit im Winter wichtige Gasspeicherfüllstand übertraf im November mit 100% das für diesen Zeitpunkt avisierte Ziel von 95%. 13 Die neu gebauten Flüssiggas-Terminals sicherten rund ein Drittel der Gasimporte. Auch wurde das im Jahr 2022 beschlossene LNG-Gesetz noch einmal angepasst, um die künftige LNG-Gaseinspeisung abzusichern. Mit der Konkretisierung einer klimagerechten Nachnutzung wird sichergestellt, dass die im Aufbau befindliche LNG-Infrastruktur später als Wasserstoff-Infrastruktur genutzt werden kann. 14 Die Übertragungs- und Verteilnetzbetreiber setzten im Jahr 2023 weiterhin ihre mit rund Mrd. EUR 12 geplanten Investitionsprojekte in das Elektrizitätsnetz konsequent um (+ 17,8% vs. Vorjahr). 15 Ende des 3. Quartals 2023 befanden sich von den Ausbauprojekten, nach dem Bundesbedarfsplangesetz sowie dem Energieleitungsbaugesetz, ca. 9.827 km vor bzw. im Genehmigungsverfahren. Projekte mit 1.766 km Leitungslänge standen in der Umsetzung und Vorhaben über insgesamt 2.059 km waren bereits im Betrieb. 16 Mit einem Zubau des Gasrohrnetzes von ca. 2.500 km auf 619.200 km erreichten die Gasnetzbetreiber lediglich ein Zuwachs um 0,4% zum Vorjahresstand. 17 Am 15.11.2023 hat das Bundeskabinett den gesetzlichen Rahmen für einen integrierten Netzentwicklungsplan Wasserstoff und Gas sowie die Kernnetz-Finanzierung beschlossen. Parallel dazu haben die Fernleitungsnetzbetreiber, als künftige Wasserstoffnetzbetreiber, ihren Antragsentwurf zur Ausgestaltung dieses Kernnetzes veröffentlicht. Beschrieben wird das Grundgerüst der Wasserstoffinfrastruktur mit der deutschlandweit wesentliche Wasserstoff-Standorte, wie große Industriezentren, Speicher, Kraftwerke und Importkorridore angebunden werden sollen. 18 Mit der Energiekrise erhielt auch die avisierte Mobilitätswende einen deutlichen Schub. Die Einführung alternativer Antriebe sowie die Ertüchtigung der gesamten Verkehrsinfrastruktur wurden forciert. Der Bundesverkehrswegeplan 2030 stellt die Weichen für die Infrastrukturplanung und umfasst ein Investitionsvolumen von Mrd. EUR 269,6. 19 Das hohe Tempo zeigt sich besonders beim Ausbau der Ladeinfrastruktur. Am 01.09.2023 gab es bereits 105.579 öffentliche Ladepunkte, wobei im für die SPIE HanseGas interessanten Markt des Aufbaus von Schnelladepunkten, ein Anstieg von 62% gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen war. 20 Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) setzte sich mit der Gigabitförderung 2.0 auch im Jahr 2023 für eine flächendeckende Glasfaserversorgung in Deutschland ein und stellte Mrd. EUR 3,6 Fördergelder bereit. Damit konnten 638.000 zusätzliche Anschlüsse in rund 2.300 Kommunen an das leistungsfähige Glasfasernetz angebunden werden. Das Förderkonzept wurde 2023 von Grund auf überarbeitet, um den dynamisch voranschreitenden, eigenwirtschaftlichen Glasfaserausbau durch die Telekommunikationsunternehmen gezielt zu ergänzen. Laut Branchenankündigung stehen insgesamt rund Mrd. EUR 50 für den eigenwirtschaftlichen Glasfaserausbau bereit. 21 Im Jahr 2023 blieb der Glasfaserausbau weiter auf Kurs: Die Ausbauquote lag im Juni bei rund 36%. 22 Zusammenfassend stellen sich die von der SPIE HanseGas adressierten Märkte als attraktiv dar und weisen für die Zukunft ein großes Potenzial auf. 2. Darstellung der Gesellschaft 2.1 Aufstellung SPIE HanseGas GmbH Die SPIE HanseGas ist Partner für die energietechnische Infrastruktur von Versorgungs- und Industrieunternehmen und bietet herstellerunabhängige, branchenspezifische und integrierte Gesamtlösungen sowie Produkte und Systeme rund um Energien und Medien an. Durchschnittlich 72 Beschäftigte erwirtschafteten einen Umsatz von Mio. EUR 10,7. Durch ihr umfangreiches Leistungsspektrum und ihre Kompetenz hat die SPIE HanseGas im Markt für energietechnische Dienstleistungen im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern eine bedeutende Position erworben. Für die einzelnen Wertschöpfungsstufen im Bereich Energieinfrastruktur, von der Netz- und Anlagenplanung über Komplettleistungen im Netzbau und im Kraftwerks- und Industriebereich bis hin zum Energiedatenmanagement entwickelt die Gesellschaft im Zusammenspiel mit ihren Kunden Produkte und Lösungen, die auf die individuellen Anforderungen jedes einzelnen Bauvorhabens bzw. Projektes zugeschnitten sind. Gesellschafterinnen der SPIE HanseGas sind mit 75,1% der Geschäftsanteile die SPIE Versorgungstechnik GmbH (SPIE VST), Wiesmoor, sowie mit 24,9% der Geschäftsanteile die HanseGas GmbH, Quickborn/Kreis Pinneberg. Die Gesellschafterinnen beraten und überwachen die Geschäftsführung. Im Sinne einer langfristigen und werteorientierten Unternehmensführung werden die Leitlinien unternehmerischen Handelns festgelegt und verankert. Das Ziel ist die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes der SPIE HanseGas und die Sicherstellung der gesellschaftlichen Akzeptanz für ihr unternehmerisches Handeln. 2.2 Entwicklung der Gesellschaft a. Marktpositionierung Die SPIE HanseGas ist ein herstellerunabhängiger Service- und Systemlieferant für Planung, Bauausführung, Instandhaltung, Betrieb und Entstörung von Strom-, Telekommunikations-, Gas-, Wasser- und Fernwärmenetzen in Deutschland. Darüber hinaus finden diese Dienstleistungen auch in den Bereichen der Ladeinfrastruktur für Elektromobilität und Beleuchtungsanlagen Anwendung. Am Standort wird eine umfassende infrastrukturtechnische Kompetenz abgebildet. b. Geschäftsentwicklung Im Geschäftsjahr 2023 wurde der Teilbetrieb Servicebüro Bützow als Gesamtheit in die SPIE Energieservice GmbH, Ratingen, ausgegliedert. Hiernach wurden 24,9% der Gesellschaftsanteile an der SPIE Energieservice GmbH veräußert und die Firma in SPIE HanseGas GmbH (SPIE HanseGas), Ratingen, geändert. Die SPIE HanseGas baute im Jahr 2023 erfolgreich die Zusammenarbeit mit Bestandskunden aus. Exemplarisch hervorzuheben sind dabei folgende Projekte: Im Bereich Rohrleitungsbau der HanseGas GmbH wurde im August 2023 ein Projekt zur Verlegung einer DN 100 Stahlleitung PN 16 von Domsühl bis an die B321 Richtung Neuhof/Parchim begonnen. Von den insgesamt 3.400 Metern werden 2.500 Meter im Horizontalspühlbohrverfahren und 900 Meter in der offenen Bauweise realisiert. Das Bauvorhaben ist geprägt durch die naturgegebenen Herausforderungen wie z.B. Waldbrandgefahr im Sommer und hohem Wasserstand an der Trasse in den Wintermonaten. Die Baumaßnahme wird im Sommer 2024 abgeschlossen. Seit Mai 2023 realisiert die SPIE HanseGas GmbH ein Projekt im Bereich Breitbandausbau in der Innenstadt Barth. Dort werden über einer Strecke von 35 Kilometern die Rohrverbände verlegt und insgesamt 500 Hausanschlüsse realisiert. Der Auftraggeber ist die Telekom die von Glasfaser+ beauftragt wurde. Das Projekt wird Mitte 2024 abgeschlossen. SPIE HanseGas beteiligt sich an der Erstellung eines Betriebskonzeptes für den Großelektrolyseur der HH2E GmbH am Standort Lubmin. Ziel ist, gemeinsam mit der HanseGas, den Betrieb des Elektrolyseurs (256 MW im I.BA) ab dem Jahr 2026 vollumfänglich zu übernehmen. Da für das Land Mecklenburg-Vorpommern und im Besonderen für den Standort Lubmin zu erwarten ist, dass die Kapazitäten für die Erzeugung von Wasserstoff bis 2035 stark ausgebaut werden, wird hierin eine große Umsatzperspektive im Segment der hochqualifizierten Tätigkeiten gesehen. Wir planen dabei den Aufbau von Personal in Synergie zu den vorhandenen Kapazitäten. Das benötigte Leitungsspektrum konzentriert sich dabei auf den Qualifikationsbereich Elektrotechnik / Automatisierung und Instandhaltung von EX-geschützten Maschinen und Anlagen. Geplant ist die Betriebsführungsverträge in Q2/2024 abzuschließen. c. Vernetzung innerhalb des SPIE-Konzerns Als Unternehmen des SPIE-Konzerns kann die SPIE HanseGas auf die gruppenweit angebotenen technologischen Kompetenzen und Erfahrungen zurückgreifen. Dies ermöglicht ihr, das gesamte Leistungsspektrum der Gruppe aus einer Hand anzubieten und damit bestehende Kundenbeziehungen fortwährend erweitern zu können. 3. Entwicklung von Auftragseingang, Leistung und Umsatz Im Berichtsjahr belief sich der Auftragseingang auf Mio. EUR 11,7. Die Leistung einschließlich Bestandsveränderungen (ohne sonstige betriebliche Erträge) betrug im Geschäftsjahr 2023 Mio. EUR 10,7. Der Umsatz lag bei Mio. EUR 10,7. 4. Personalentwicklung Die Gesellschaft beschäftigte zum Stichtag 31. Dezember 2023 insgesamt 95 Mitarbeiter. 5. Struktur der Gesellschaft Die Gesellschaft verfügt mit dem Servicebüro Bützow über eine operative Einheit. II. WirtschaftsberichtFinanzielle Leistungsindikatoren Die kontinuierliche Unternehmenssteuerung basiert maßgeblich auf folgenden finanziellen Leistungsindikatoren: Auftragseingang, Leistung, Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT), Working Capital und Liquiditätsentwicklung. Im Folgenden werden diese wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren näher ausgeführt sowie weitere inhaltliche Erläuterungen zur Vermögenslage gegeben. Aufgrund der im Geschäftsjahr 2023 erfolgten Ausgliederung des Teilbetriebes Servicebüro Bützow unterbleibt der Vorjahresvergleich. Eine Prognose der finanziellen Leistungsindikatoren für das Berichtsjahr wurde nicht vorgenommen. 1. Auftragseingang Der Auftragseingang der SPIE HanseGas betrug im Geschäftsjahr 2023 insgesamt Mio. EUR 11,7. 2. Leistung Die Leistung, bestehend aus Umsatzerlösen und Bestandsveränderungen (ohne sonstige betriebliche Erträge), lag bei Mio. EUR 10,7. 3. Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern belief sich in 2023 auf TEUR 745. Der Materialaufwand betrug im Berichtsjahr Mio. EUR 3,1, die Materialintensität lag bei 28,7 %. Die Personalaufwendungen, inklusive der Sozialabgaben und Aufwendungen für Altersversorgung, lagen in 2023 bei Mio. EUR 5,0 Dies entsprach einer Personalintensität von 46,4 %. Im Berichtsjahr ergaben sich Abschreibungen auf Sachanlagen in Höhe von TEUR 228. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen Mio. EUR 1,8. 4. Vermögenslage Die Bilanzsumme in Höhe von Mio. EUR 3,5 setzte sich im Berichtsjahr mit TEUR 863 aus dem Anlagevermögen und mit Mio. EUR 2,6 aus dem Umlaufvermögen zusammen. Das Working Capital, ermittelt als Saldo von Umlaufvermögen (ohne Guthaben bei Kreditinstituten und Kasse), kurzfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten, betrug TEUR 109. Das bereinigte Working Capital belief sich auf TEUR -1.007. Zur Ermittlung des bereinigten Working Capital wurden die Forderung aus Zahlungsverrechnungen mit der SPIE VST von Mio. EUR 1,3 sowie die Verbindlichkeiten aus dem Cashpooling mit der SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH (SPIE DZE) von TEUR 147 mindernd berücksichtigt. Das Anlagevermögen wurde zu 107,6 % durch das Eigenkapital gedeckt. Die Eigenkapitalquote lag bei 26,7 %. Im Berichtsjahr betrugen die Rückstellungen TEUR 513 und die Verbindlichkeiten Mio. EUR 2,0. 5. Finanzlage Die Gesellschaft ist in das Cashpooling der SPIE DZE eingebunden. Damit ist die Liquidität jederzeit gesichert. Die Liquidität, bestehend aus dem Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten, der Finanzforderung aus Zahlungsverrechnungen mit der SPIE VST sowie der Verbindlichkeit aus dem Cash-Pooling betrug zum Bilanzstichtag 2023 Mio. EUR 1,1. 6. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Entwicklung Die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft wird als gut beurteilt. III. Prognose, Chancen- und Risikobericht1. Erwartetes wirtschaftliches Umfeld 1.1. Erwartete weltwirtschaftliche Entwicklung Das weltwirtschaftliche BIP-Wachstum wird sich 2024 auf 2,9% verstetigen und schrumpft im Vergleich zum Vorjahr leicht um 0,2%. 23 Die weltweit zurückgehende Inflation (Prognose für 2024: 5,8%) wird die Weltwirtschaft zwar positiv beeinflussen, doch wirken sich die weiter anhaltende restriktive Geldpolitik der Zentralbanken und das damit einhergehende geringere Investitions- und Produktivitätswachstum negativ auf das Wachstum aus. Auch werden die andauernden geopolitischen Konflikte den Welthandel weiterhin beeinträchtigen. 24 Nach einem schwachen Jahr 2023 (+0,5%) prognostiziert die OECD mit +0,6% ein kaum positiveres BIP-Wachstum für den Euroraum für das Jahr 2024. Zu Beginn des Jahres bleibt das Wachstum den Prognosen zufolge noch schwach. Da die Realeinkommen allerdings steigen, wird es sich im Laufe des Jahres stetig erholen. 25 In Deutschland ist im ersten Quartal aufgrund der anhaltenden geopolitischen Krisen sowie der hohen Inflation, erst einmal nicht mit einer Trendwende zu rechnen. 26 Für den weiteren Verlauf im Jahr 2024 wird ein Anstieg des BIP von 0,2% 27 erwartet. Gestiegene Reallöhne und ein robuster Arbeitsmarkt wirken belebend auf die sich erholende Inlandsnachfrage. Die Prognosen für den Außenhandel im Jahr 2024 bleiben eher verhalten (+0,6%), da auch hier die geopolitischen Krisen aber auch die geldpolitischen Maßnahmen der Handelspartner-Länder die Nachfrage dämpfen. 28 Abzuwarten sind die weiteren Verläufe des Russland-Ukraine-Kriegs und des Nahost-Konflikts, die sich beide auf die Energiepreise und somit nachteilig auf die in Deutschland ansässige, energieintensive Industrie auswirken können. Ein längeres Anhalten der Störung der Schifffahrtsroute durch das Rote Meer und in der Folge wieder eingesetzten Lieferverzögerungen könnte die deutsche Wirtschaft weiterhin schwächen. 1.2. Erwartete Entwicklung der Branche Die aktuelle geo- und klimapolitische Situation wird auch im Jahr 2024 die deutsche Energiewirtschaft prägen. Die Maßnahmen des Energiesicherheitspakets und eine insgesamt milde Witterung haben die Versorgungssicherheit für den Winter 2023/2024 sichergestellt. Die angestrebte Unabhängigkeit von russischen Energieimporten ist Realität und lässt die Versorger optimistisch auf den Fortgang der Transformation des Energiesystems blicken. Fallende Gaspreise an den Handelsbörsen zu Beginn des Jahres 2024 sind ein Ausdruck dessen. Die Bundesregierung hält auch im Jahr 2024 an einer Beschleunigung der Transformation zum klimafreundlichen und krisenfesten Energiesystem fest. Das 2023 in Kraft getretene neue EEG, welches den Ausbau Erneuerbarer Energien auf mindestens 80 % bis 2030 als Ziel hat, wird im Jahr 2024 die Ausschreibungsmengen für Photovoltaik und Wind-Projekte erhöhen, den Abbau bürokratischer und regulatorischer Hemmnisse ermöglichen sowie Planungs- und Genehmigungsverfahren beschleunigen. 29 Der dadurch erwartete Anstieg der Projekte am Markt wird auch das Geschäft von SPIE HanseGas positiv beeinflussen, insbesondere beim Anschluss solcher erneuerbaren Energien Projekte an das Elektrizitätsnetz. Im Fokus steht weiterhin der Netzausbau als das Rückgrat der Energiewende. Die erforderliche Integration der Erneuerbaren Energien in das Energiesystem bleibt der stärkste Treiber für Investitionen. Das Stromtransport- und -verteilnetz muss für die wachsende Transportaufgabe ausgebaut, optimiert, verstärkt und stabilisiert werden. Die geplanten Investitionen der deutschen Stromversorger in Fortleitungs- und Verteilanlagen werden sich weiter auf hohem Niveau bewegen und liegen im Jahr 2024 bei über Mrd. EUR 13. 30 Die Bundesnetzagentur hat zum Ende des Jahres 2023 rund 600 Kilometer neue Stromleitungen genehmigt, weitere 2.800 km sollen bis Ende 2024 folgen. 31 Den Verteilnetzen wird ein wesentlicher Beitrag beim Ausgleich dezentraler Energieerzeugung und der notwendigen Flexibilisierung der Nachfrage beigemessen. Insbesondere die erforderliche netzdienliche Integration von dezentralen Energiespeichern sowie Ladeleistungen von Elektrofahrzeugen machen Investitionen in die intelligente Netzsteuerung sowie digitalisierte Netzbetriebsmittel erforderlich. Dies ist ein wesentlicher Aspekt bei der Entwicklung der urbanen smarten Infrastrukturen. Verankert in der Nationalen Wasserstoffstrategie 32 setzt die Bundesregierung zur Erreichung der Klimaziele perspektivisch auf grünen Wasserstoff als Energieträger. Mit seinem Beschluss setzt die Bundesregierung im November 2023 den gesetzlichen Rahmen für einen integrierten Netzentwicklungsplan Wasserstoff und Gas sowie die Kernnetz-Finanzierung. Parallel dazu haben die Fernleitungsnetzbetreiber, als künftige Wasserstoffnetzbetreiber, einen Antragsentwurf zur Ausgestaltung der Kernnetz-Infrastruktur veröffentlicht. 33 Insgesamt soll bis 2032 ein Kernnetz von rund 9.700 km entstehen. Rund 40% dieser Infrastruktur wird hierfür neu gebaut. 34 Fördermittel sind für den Aufbau der Wasserstoffinfrastruktur unerlässlich. Im Februar 2024 genehmigte die EU 24 deutsche Projekte, die im Rahmen des "Hy2Infra" entlang der gesamten Wasserstoff-Wertschöpfungskette realisiert und mit rund Mrd. EUR 8 gefördert werden (davon Mrd. EUR 4,6 durch Bund und Länder sowie Mrd. EUR 3,4 durch Unternehmen). 35 SPIE HanseGas sieht im Wasserstoff einen Zukunftsmarkt und wird ihre Kompetenz entsprechend einsetzen. Die Elektromobilität in Deutschland wird durch die im Zuge der Haushaltskonsolidierungen für den Bundeshaushalt für 2024 erfolgten Kürzungen, unter anderem beim Klima- und Transformationsfond (KTF), in ihrem Hochlauf beeinflusst. 36 Die gestrichene Förderung für den Kauf von Elektrofahrzeugen wird zu einer gedämpften Nachfrage nach neuen Elektrofahrzeugen führen. Die geplanten Zuschüsse zur Errichtung der Ladeinfrastruktur aus dem KTF bleiben hingegen mit rund Mrd. EUR 2 unvermindert erhalten. 37 Gerade im Aufbau von Schnellladeinfrastruktur sieht SPIE HanseGas ihren Markt und verfügt bereits über breite Kompetenz bei der Errichtung sowie im Betrieb von Ladeinfrastruktur. Die BREKO Marktanalyse 2023 hat gezeigt, dass der eigenwirtschaftliche Glasfaserausbau trotz widriger geopolitischer Umstände und hoher Inflation weiter boomt. 38 Um das Ziel, bis Ende 2025 rund die Hälfte der deutschen Haushalte und Unternehmen mit Glasfaser zu versorgen, zu erreichen, investieren die Telekommunikationsanbieter auch 2024 viele Milliarden Euro in den Ausbau des Glasfasernetzes. 39 Diese starke Marktdynamik stütz die Bundesregierung mit der im April 2023 gestarteten Gigabitstrategie durch gezielte Maßnahmen, um den privatwirtschaftlichen Ausbau in Kommunen zu forcieren. 40 Die Investitionen in die Mobilnetzinfrastruktur werden 2024 laut Bitkom-Prognose ebenfalls um 6,2 % auf Mrd. EUR 1,2 steigen. 41 Die hohe Priorität der Transformation des Energiesystems, der fokussierte Aufbau der nachhaltigen Mobilität sowie des Ausbaus des Breitbandangebots indizieren Maßnahmen, die eine hohe Investitionstätigkeit der Verteilnetzbetreiber, Kommunikationsunternehmen und Betreiber von Verkehrs- und Ladeinfrastrukturen erfordern. Dies wird sich weiterhin positiv auf das Geschäft der SPIE HanseGas auswirken. Einzig ein langfristiges Andauern der geopolitischen Spannungen könnte sich negativ auf Konjunktur und Inflationen auswirken und mittelbaren Einfluss auf die Nachfrage entwickeln. 2. Finanzielle Leistungsindikatoren 2.1 Auftragseingang Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein Auftragseingang von Mio. EUR 11,7 erzielt. Für das Geschäftsjahr 2024 wird mit einem Auftragseingang gerechnet, der leicht über dem Vorjahresniveau liegt. 2.2 Leistung Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet die SPIE HanseGas einen moderaten Anstieg der Leistung gegenüber dem Vorjahr. Diese Annahme resultiert aus der Tatsache, dass in den signifikanten Rahmenverträgen Preiserhöhungen durch vereinbarte Preisgleitklauseln realisiert werden. 2.3 Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) Für das Geschäftsjahr 2024 wird ein EBIT auf Vorjahresniveau erwartet. 2.4 Working Capital Ausgehend von einem bereinigten Working Capital zum Jahresabschluss 2023 in Höhe von TEUR -1.007 wird ein leichter Anstieg gegenüber dem Berichtsjahr erwartet. 2.5 Liquiditätsentwicklung Zum Bilanzstichtag 2023 belief sich der Cash-Bestand inkl. Cash-Pool-Verbindlichkeit und Forderungen aus Zahlungsverrechnungen auf Mio. EUR 1,1. Die Planung der Cash-Entwicklung basiert auf einer weiteren Optimierung des Working Capital. Insgesamt wird eine leichte Erhöhung des Cash-Bestandes im Rahmen der erwarteten Ergebnisentwicklung erwartet. 3. Effiziente Organisation des Risikomanagements Die Risikopolitik der SPIE HanseGas ist eingebettet in die SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH Gruppe und darauf ausgerichtet, den Bestand des Unternehmens zu sichern und den Unternehmenswert kontinuierlich zu steigern. Für das Risikomanagement ist innerhalb der SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH die Abteilung Risikomanagement mit folgenden wesentlichen Aufgaben verantwortlich:
Wesentlich für die Erreichung dieses Ziels ist die Steuerung der identifizierten Auftrags- und Absatzrisiken durch unternehmensinterne Standards und Freigabeprozesse. Die vereinheitlichten Freigabeprozesse und -grenzen werden in Abstimmung mit der Konzernführung kontinuierlich überprüft und nach Bedarf angepasst. Diese Anpassungen werden von der Abteilung "Risikomanagement" durch Schulungen in allen Geschäftsbereichen und Tochtergesellschaften begleitet. Kunden- und Marktrisiken begegnen wir durch eine differenzierte Produkt- und Kundenstruktur sowie durch sorgfältige Kundenauswahl, kontinuierliche Überprüfungen der Bonität unserer Kunden und Lieferanten sowie durch effektives Debitoren- und Kreditorenmanagement einschließlich des Abschlusses einer Forderungsausfallversicherung für Risiken aus Insolvenz und Protected Default für ausgewählte Kunden. Die hohe Wettbewerbsintensität führt zu einem anhaltend hohen Margendruck, dem z.B. durch Realisierung von Synergieeffekten innerhalb des SPIE-Konzerns sowie eine konsequente Erweiterung der eigenen Wertschöpfungskette als Multitechnik-Anbieter begegnet wird. Risiken, die aus dem Krieg in der Ukraine entstehen, werden im Rahmen des Business Continuity Managements der SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH Gruppe berücksichtigt. Die sich aus dem Krieg für die Unternehmensgruppe ergebenden Risiken werden weiterhin fortlaufend analysiert, bewertet und angepasst. Mit dem sukzessiven Auslaufen der behördlichen Auflagen aus der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung hat die SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH Gruppe ebenfalls entsprechende Maßnahmen auslaufen lassen. Der in 2020 eingerichtete Corona-Krisenstab wurde eingestellt. Risiken aus der Pandemie und dem Ukraine-Krieg werden zum aktuellen Zeitpunkt nicht mehr gesehen. 4. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Chancen für die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft ergeben sich insbesondere aus der Ausweitung der Geschäftsbeziehungen mit Bestandskunden und dem hohen Investitionsbedarf in die Energieinfrastruktur. Risiken für die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft resultieren im Wesentlichen aus dem Abschluss nicht profitabler Aufträge sowie dem Verlust von Großaufträgen mit hohem Mitarbeitereinsatz. Ersterem begegnet die Gesellschaft mit einem mehrstufigen Review- und Freigabeprozess, der bereits vor Angebotsbearbeitung in Form eines "Bid go/no-go"-Prozesses etabliert ist. Dieser Review-Prozess setzt sich in der Start-Up-Phase bei neuen Projekten sowie einem kontinuierlichen Review- und Verbesserungsprozess über die gesamte Laufzeit der Projekte fort. Durch die in den letzten Jahren eingeleiteten Maßnahmen konnte die Anzahl nicht profitabler Aufträge signifikant reduziert werden. Dieser Ansatz wird weiterverfolgt. Einem möglichen Verlust wichtiger Aufträge wird durch eine intensive, koordinierte Betreuung wichtiger Bestandskunden begegnet. Diese umfasst auch die Durchführung von Workshops mit dem Kunden, um frühzeitig Optimierungspotentiale zu identifizieren und die Leistungserbringung an die Kundenerfordernisse anzupassen. Durch diese Maßnahmen erwarten wir eine weitere Steigerung der Kundenbindung und somit die Reduzierung des Auftragsverlustrisikos. Im Jahr 2022 richtete SPIE wegen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine einen Krisenstab ein, der sich mit möglichen negativen Auswirkungen des Konflikts auf das Geschäft von SPIE beschäftigte. Hierbei standen insbesondere Lieferverzögerungen und Engpässe sowie der Umgang mit Materialpreissteigerungen im Fokus. Diese Risiken konnten durch Preisfixierungen oder Preisanpassungen weitgehend reduziert werden. Da sich die Lieferketten inzwischen entspannt haben und die im Jahr 2022 erreichten Preislevel wieder gesunken sind, werden aktuell keine weiteren Risiken aus dem Konflikt gesehen. Der Krisenstab konnte in Laufe des Jahres 2023 aus den genannten Gründen aufgelöst werden. Bestandsgefährdende oder entwicklungsbeeinträchtigende Risiken werden für die SPIE HanseGas nicht gesehen.
Ratingen, den 29. Mai 2024 James Bob Kaufmann, Geschäftsführung Volker Höfs, Geschäftsführung
1 Vgl. IMF (2024): World Economic Outlook
Update, S. 1ff.
Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Allgemeine AngabenSitz der SPIE HanseGas GmbH (SPIE HanseGas) ist Ratingen, das zuständige Registergericht ist das Amtsgericht Düsseldorf. Die Handelsregisternummer lautet HRB 100067. Der Jahresabschluss der SPIE HanseGas ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für Kapitalgesellschaften und des GmbHG aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Gemäß Gesellschaftsvertrag vom 11. Mai 2023 hat die Aufstellung und Prüfung des Jahresabschlusses sowie des Lageberichtes jedoch nach den für die Rechnungslegung für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften zu erfolgen. Gesellschafterin sind mit 75,1% der Geschäftsanteile die SPIE Versorgungstechnik GmbH, Wiesmoor, sowie mit 24,9% der Geschäftsanteile die HanseGas GmbH, Quickborn/Kreis Pinneberg. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB in Staffelform aufgestellt. In der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzugebende "Davon"-Vermerke sind teilweise in den Anhang übernommen worden. Mit Ausgliederungs- und Übernahmevertrag vom 23. März 2023 wurde gemäß §§ 123 Abs. 3 Nr. 1, 131 Abs. 1 Nr. 1 UmwG die auf den 1. Januar 2023 wirtschaftlich rückwirkende Ausgliederung des Teilbetriebs Servicebüro Bützow als Gesamtheit aus der SPIE Versorgungstechnik GmbH (SPIE VST), Wiesmoor, auf die SPIE Energieservice GmbH, Ratingen, zu Buchwerten beschlossen. Alleinige Gesellschafterin der letztgenannten ist die SPIE VST. Im Folgenden wurden mit Geschäftsanteilskauf- und Abtretungsvertrag vom 11. Mai 2023 24,9% der Geschäftsanteile an die HanseGas GmbH, Quickborn/Kreis Pinneberg veräußert. Weiterhin wurde auf der Grundlage der Gesellschafterversammlung vom 11. Mai 2023 und mit Handelsregistereintragung vom 25. Mai 2023 die Änderung der Firma SPIE Energieservice GmbH in SPIE HanseGas GmbH vollzogen. Übernommene Vermögenswerte und Schulden aus dem Ausgliederungs- und Übernahmevertrag:
Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und BewertungsmethodenBei der Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt: Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungskosten unter Ansatz planmäßiger Abschreibungen über die jeweilige betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer beträgt für Technische Anlagen und Maschinen sowie für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung ein bis 18 Jahre. Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt in den Fällen, in denen dies zu einer höheren Abschreibung führt. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten von EUR 250 bis EUR 1.000 werden im Zugangsjahr in einem Sammelposten erfasst und über fünf Jahre abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden gegebenenfalls vorgenommen. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. zu einem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Das strenge Niederstwertprinzip wurde beachtet. Die Herstellungskosten der unfertigen Leistungen umfassen Material-, Konstruktions- und Montagekosten und einen Zuschlag für Material- und Fertigungsgemeinkosten. Finanzierungskosten, die auf den Zeitraum der Herstellung entfallen, werden nicht einbezogen. Erhaltene Anzahlungen werden gemäß § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB offen von den Vorräten abgesetzt. Bestandsrisiken wurde ausreichend Rechnung getragen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag angesetzt. Einzelwertberichtigungen auf Forderungen werden entsprechend der Wahrscheinlichkeit des Ausfalls gebildet. Pauschalwertberichtigungen werden auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit 1,5 % für das allgemeine Kreditrisiko auf den nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungsbestand gebildet. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Die Aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden für vorab geleistete Zahlungen gebildet und planmäßig aufgelöst. Das Eigenkapital ist zum Nennbetrag angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Langfristige Rückstellungen wurden abgezinst, wobei Effekte aus der Änderung des Diskontierungszinssatzes im Finanzergebnis ausgewiesen wurden. Die Abzinsung der langfristigen Rückstellungen erfolgt gemäß § 253 Abs. 2 HGB nach laufzeitadäquaten Abzinsungssätzen, die von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben worden sind. Die Bewertung der unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesenen Rückstellungen für Gewährleistungsverpflichtungen erfolgt als Pauschalrückstellung (0,5 %) auf den durchschnittlichen, gewährleistungsbehafteten Umsatz der vorangegangenen Geschäftsjahre. Der langfristige Anteil der Rückstellung wird abgezinst. Die langfristigen Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen sind auf Basis versicherungsmathematischer Berechnungen, basierend auf dem Diskontierungszinssatz von 1,76 %, passiviert. Der von der Bundesbank zum 31. Dezember 2023 veröffentlichte Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre, der sich bei einer angenommenen Laufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 S. 2 HGB) beträgt 1,74 %. Dies führt zu keiner wesentlichen Abweichung der Jubiläumsrückstellung. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Erläuterungen zur Bilanz(1) Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagespiegel gemäß § 284 Abs. 3 HGB) ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. (2) Vorräte Die Unfertigen Leistungen beinhalteten ausschließlich unverrechnete Lieferungen und Leistungen aus nutzerspezifischen Leistungen und Projekten. (3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultierten aus den Zahlungsverrechnungen mit der SPIE VST (TEUR 1.263) sowie aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 25). Insgesamt entfielen TEUR 1.273 auf Forderungen gegen die Gesellschafterin SPIE VST. (4) Latente Steuern Die Bewertung der temporären Differenzen erfolgte mit dem für das Geschäftsjahr geltenden Steuersatz für Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer von 30,0 %. Im Geschäftsjahr ergab sich insgesamt eine aktive latente Steuer in Höhe von TEUR 3, die ausschließlich aus Bewertungsunterschieden resultierte. Diese sich rechnerisch ergebende Steuerentlastung wurde in Ausübung des Wahlrechts gem. § 274 HGB im Berichtsjahr nicht aktiviert. (5) Eigenkapital Der Gesellschaftsvertrag vom 11. Mai 2023 legt fest, dass von dem im abgelaufenen Geschäftsjahr erwirtschafteten und ausschüttbaren Gewinn der HanseGas eine Garantiedividende bis zu einer Höhe von TEUR 35 zusteht. Vor diesem Hintergrund wurde die Bilanz unter teilweiser Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt. (6) Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthielten
(7) Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten waren innerhalb eines Jahres fällig. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestanden aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 410), aus dem Cash-Pooling (TEUR 147) sowie aus der Verzinsung des Cash-Pooling (TEUR 53). Insgesamt entfielen TEUR 410 auf Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin SPIE VST. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betrugen TEUR 78 und bestanden ausschließlich gegenüber der Gesellschafterin HanseGas. Sie ergaben sich aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 43) sowie aus der vorstehend bezeichneten Garantiedividende (TEUR 35). Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung(8) Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse wurden im Berichtsjahr ausschließlich im Inland erzielt. Die Aufteilung nach Kundengruppen stellte sich wie folgt dar:
(9) Sonstige betriebliche Erträge Im Geschäftsjahr ergaben sich Erträge aus Abgängen des Sachanlagevermögens von insgesamt TEUR 100. Darüber hinaus resultierten periodenfremde Erträge aus Versicherungsentschädigungen von TEUR 20 sowie aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 2. (10) Sonstige betriebliche Aufwendungen Wesentliche Positionen der sonstigen betrieblichen Aufwendungen waren Aufwendungen aus dem Betrieb der von der Gesellschaft eingesetzten Fahrzeugflotte von TEUR 680, Aufwendungen aus Personal- und Sachkostenumlagen in Höhe von TEUR 353 sowie Miet-, Pacht- und Leasingaufwendungen von TEUR 237. Sonstige Angaben(11) Mitarbeiter Im Geschäftsjahr 2023 zählte die Belegschaft durchschnittlich 70 Arbeitnehmer.
(12) Geschäftsführer
(13) Gesamtbezüge des Geschäftsführungsorgans Bezüglich der Bezüge der Geschäftsführung wird von § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. (14) Sonstige finanziellen Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen beliefen sich auf TEUR 540 aus Operating Leasingvereinbarungen für Fahrzeuge. (15) Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar betrug TEUR 23, welches ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen entfiel. (16) Weitere Angaben Die SPIE HanseGas wird in den Konzernabschluss der SPIE SA, Cergy/Frankreich, einbezogen. Das Mutterunternehmen der Gesellschaft, das für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen den Konzernabschluss aufstellt, ist die SPIE SA, Cergy/Frankreich. Der Konzernabschluss wird beim Unternehmensregister veröffentlicht.
Ratingen, den 29. Mai 2024 SPIE HanseGas GmbH, Ratingen James Bob Kaufmann, Geschäftsführung Volker Höfs, Geschäftsführung Entwicklung des Anlagevermögens 2023
Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 22.08.2024 festgestellt. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Nachrichten & Medien
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen