Stammdaten

Register
Amtsgericht Bielefeld HRB 32011
Eingetragen
16.12.1983
Branche
Wärme- und KältehandelHerstellung von kälte- und lufttechnischen Erzeugnissen, nicht für den HaushaltTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Installationsbedarf für Gas, Wasser, Heizung und Klimatechnik
Gegenstand
Vertrieb und Montage von Kälte- und Klimaanlagen und -geräten sowie der dafür notwendige Kundendienst und alle hiermit in Zusammenhang stehenden Geschäfte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Lorenz Hendrik Harig
seit 18.12.2025
Geschäftsführer
Steffen Harig
seit 30.5.2012
Geschäftsführer
Volker Achenbach
seit 15.2.2006
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

Identifizierte Personen (3)

NameAnteil
40.00%
40.00%

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Oerlinghausen
400.000 €
40.00%
Oerlinghausen
400.000 €
40.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Harig GmbH

Bielefeld

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell der Harig GmbH

Die Harig GmbH wurde 1983 unter dem Namen Harig & Tappe GmbH in Bielefeld gegründet. Unseren Kunden bieten wir ein breites Leistungsspektrum an Kälteanlagentechnik - von der Vision über die Erstellung bis hin zur Pflege und Wartung.

Als Spezialist für industrielle Kältetechnik liegen unsere Schwerpunkte bei den Anforderungen und Anwendungen der Lebensmittelindustrie, Lebensmittellogistik sowie bei industriellen Verfahrenstechniken. Dabei verwenden wir natürliche Kältemittel wie Ammoniak-, CO 2 - und Propan.

Der Einsatz von natürlichen Kältemitteln unterstützt hervorragend den ökologischen Gedanken, den wir bei der Entwicklung und Installation unserer Anlagentechnik stets verfolgen. Sie sind umweltverträglich, bestehen aus natürlichen Stoffen und stehen aufgrund ihrer guten Energieeffizienz für hohe Wirtschaftlichkeit.

2. Forschung und Entwicklung

Unsere F&E Aktivitäten sind darauf ausgerichtet, innovative und nachhaltige Lösungen für unsere Kunden zu entwickeln und dabei unsere Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und zu stärken. Wie bereits in den Vorjahren steht für uns dabei der Einsatz natürlicher Kältemittel aufgrund deren ökonomischen und ökologischen Vorteilen gegenüber synthetischen Kältemitteln im Fokus.

Weitere maßgebliche Änderungen gegenüber den vorherigen Geschäftsjahren sind nicht zu benennen.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Trotz zahlreicher Krisen erweist sich die Weltwirtschaft als überraschend widerstandsfähig. Laut dem World Economic Outlook Update (WEO Update) des Internationalen Währungsfonds (IWF) von Januar 2024 wuchs die Weltwirtschaft im Geschäftsjahr 2023 um 3,1 %. In Deutschland verringerte sich hingegen gemäß Statistischem Bundesamt das BIP kalenderbereinigt um 0,1 %.

Insgesamt bleibt die Wirtschaftsaktivität weiter hinter dem Niveau vor der Covid-19-Pandemie zurück. Wesentliche Hindernisse für eine höheres Wirtschaftswachstum sind die langfristigen Folgen der Pandemie, geopolitische Spannungen sowie Faktoren wie Inflation und eine straffere Geldpolitik. Der anhaltende Krieg in der Ukraine und der Konflikt im Nahen Osten belasten die wirtschaftliche Entwicklung, da sie die geoökonomische Zersplitterung beschleunigen und Warenströme behindern.

Die industrielle Kälteanlagenbranche stand im Jahr 2023 unter voller Auslastung, obwohl eine Abnahme der Anfragehäufigkeit u. a. aufgrund der hohen Refinanzierungskosten zu erkennen war. Bei ausreichend vorhandenen Fachkräften wäre ein höheres Wachstum möglich gewesen.

2. Geschäftsverlauf der Harig GmbH

Im Berichtsjahr 2023 lagen wir mit einer Gesamtleistung von T€ 27.289 trotz der allgemein wirtschaftlichen Rahmenbedingungen über den prognostizierten Planzahlen. Die für 2023 getroffenen Planungen erwiesen sich als belastbar und wurden sogar übertroffen.

Für 2023 trugen, wie bereits im Vorjahr, die gute Auftragslage und der Auftragseingang der Sparte Industriekälte bei. Die Lebensmittel Grossisten bauten ihre Logistik-Zentren weiterhin aus. Hier konnte die Sparte Industriekälte im Wettbewerb der Kälteanlagenbauer nachhaltig Um- und Neubauprojekte in Auftrag nehmen. Deren Abarbeitung hat zunehmend mehrjährigen Charakter und bestimmt somit oftmals aufeinanderfolgende Geschäftsjahre.

Der Geschäftsbereich Service prosperiert weiter wie in den Vorjahren. Die Servicesparte legte erneut in allen Bereichen zu. Erneut anzuführen sind hier längerfristige Serviceverträge, welche teilweise mit Vergabe von Großkälteprojekten vereinbart werden.

Das Ergebnis vor Steuern liegt mit T€ 549 unter den Erwartungen.

Für die Aufbauorganisation/Personalstruktur der HARIG GmbH ergab sich im Geschäftsjahr 2023 keine wesentlichen Änderungen. Fluktuationsbedingte Abgänge konnten größtenteils kompensiert werden.

Die Personalkosten sanken aufgrund einer etwas geringerer Mitarbeiterzahl sowie der geringeren Fremdarbeiterstunden.

Im Geschäftsjahr 2023 brauchten keine nennenswerten Investitionen getätigt werden. Lediglich Ersatzbeschaffungen für abgehende Maschinen/Werkzeuge wurden, soweit erforderlich, durchgeführt. Für die Sicherung unserer Marktposition sahen wir nicht die Notwendigkeit unsere Maschinenintensität zu erhöhen.

Erwähnenswert ist der Verkauf der "Ascheberghalle" an die Harig Grundstücksverwaltungs GmbH & Co. KG im Jahr 2023.

3. Darstellung der Lage

a) Vermögenslage

Die Bilanzsumme der HARIG GmbH ist im Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr von T€ 10.058 auf T€ 6.865 deutlich gesunken. Dies beruht insbesondere auf die Senkung des Umlaufvermögens.

Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme beträgt 4%.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen 43,8% der Bilanzsumme, die Vorräte entsprechen 43,1 % der Bilanzsumme.

Die Eigenkapitalquote beläuft sich zum 31.12.2023 auf über 50% der Bilanzsumme.

b) Ertragslage

Der Umsatz der HARIG GmbH stieg im betrachteten Geschäftsjahr 2023 auf T€ 27.503. Die Gesamtleistung hat sich, im Vergleich zum Vorjahr auf T€ 27.289 erhöht. Das Rohergebnis beläuft sich auf T€ 9.140.

Die Personalkosten sanken von T€ 6.234 € im Geschäftsjahr 2022 auf T€ 6.097 € im Geschäftsjahr 2023. Das Betriebsergebnis reduzierte sich von T€ 679 im Vorjahr auf T€ 589 im Geschäftsjahr 2023.

Das Jahresergebnis sank von T€ 423 in 2022 auf T€ 342 in 2023. Die Umsatzrentabilität (EBT/Umsatz) iegt bei 2,1 %. Sie entspricht damit nicht den Erwartungen.

c) Finanzlage

Die Finanzlage, insbesondere hinsichtlich der liquiden Mittel, kann als hinreichend betrachtet werden. Wie bereits in den Vorjahren führt die Tendenz der Kunden zu immer längeren Zahlungszielen, welche mit langfristigen Rechnungsprüfungszyklen begründet werden. Auch eine Bindung in Form von Zahlungsplänen, welche sich an Bauzeitenplänen orientiert ist nicht immer zu halten, da deren fristgerechte Einhaltung in den seltensten Fällen gegeben ist.

Die gemeinsame Zusammenarbeit mit den Hausbanken kann als nachhaltig und vorbildlich bezeichnet werden.

Der Jahres-Cash-Flow, senkte sich gegenüber dem Vorjahr, von T€ 625 in 2022 auf T€ 445 in 2023. Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit erhöhte sich von T€ -1.497 im Vorjahr auf T€ 995 in 2023. Nach Einbezug der Mittelabflüsse im Bereich der Investitions- und Finanzierungstätigkeit erhöhte sich der Finanzmittelbestand um T€ 970 auf T€ 319.

Das Unternehmen war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit in der Lage, seine finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Weiterhin trifft die HARIG GmbH die operativen und strategischen Managemententscheidungen auf Grundlage der verwendeten Leistungsindikatoren für Wachstum, Profitabilität, Liquidität, Kapitaleffizienz und Kapitalmanagement. Die Indikatoren hierfür Leistungsindikatoren sind:

- Umsatzentwicklung,

- Betriebsergebnis,

- Umsatzrendite,

- Jahres-Cash-Flow.

Auch in 2023 sind gegenüber dem Geschäftsjahr 2022 keine Änderungen zu berichten. Zusätzlich werden die Kennzahlen Umsatz pro Mitarbeiter, Branchenentwicklung betrachtet. Ebenso werden sämtliche vorbenannte betriebliche Kenngrößen ermittelt und mit dem Vorjahr und den zurückliegenden Monaten verglichen.

Mittelfristige Steuergrößen sind der Umsatz und die Bestandsveränderungen, der Umsatz pro Mitarbeiter/-in sowie die Umsatzrendite und der Cash-Flow.

5. Gesamtaussage

Unsere Vermögens-, und Finanzlage kann als zufriedenstellend bezeichnet werden. Die Ertragslage ist jedoch nicht zufriedenstellend. Der Grund in der geringen Ertragslage liegt im hohen Materialeinsatz. Verbindlichkeiten wurden stets innerhalb der Zahlungsfrist beglichen. Die Einbringung von Forderungen, innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele, gestaltet sich zunehmend aufwändiger.

Im industriellen Kälteanlagenbau ist Harig weiterhin ein bedeutsamer Marktbegleiter. Kältetechnische Projekte im Bereich Anlagenbau sind weiterhin ausgeschrieben und stehen zur Vergabe an. Anlagenbauten und Projekte orientierten sich im Geschäftsjahr 2023 überwiegend an den vereinbarten Bauzeitenplänen und konnten damit kontrolliert und auch erfolgreich abgeschlossen werden. Auch zukünftig ist mit einer Verlängerung der Bauzeiten aus externen Gründen sowie mit Lieferengpässen bei der Materialbereitstellung zu rechnen.

Die zur Verfügung gestellten Linien der Banken und Rückversicherer bestätigen erneut ein hohes Maß an Vertrauen in die Harig GmbH. Die Linien mussten auch in 2023 nicht annähernd ausgenutzt werden. Die gemeinsame Geschäftstätigkeit ist anhaltend von gegenseitigem Vertrauen geprägt.

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

a) Prognosebericht, zukünftige Entwicklung

Für das Jahr 2024 erwartet der Internationale Währungsfonds (IWF) in seinem World Economic Outlook Update (WEO Update) von Januar 2024 ein Wachstum der Weltwirtschaft um 3,1 %. Die Prognose eines Wachstums auf dem Niveau des Jahres 2023 spiegelt die Erwartung einer weiterhin sinkenden Inflation in einer insgesamt robusten Weltwirtschaft wider. Für Deutschland geht die Bundesregierung in der Jahresprojektion von einem Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,2 % aus.

Ein Einbruch des Auftragseingangs ist derzeit nicht zu erkennen, wenngleich eine Abnahme der Anfragehäufigkeit von Großprojekten zu erkennen ist. Insgesamt wird der industrielle Kälteanlagenbau erneut mit einer vollen Auslastung rechnen können. Aufgrund des erwartenden Wirtschaftswachstums, der geringer werden Inflation und der von der EZB prognostizierten Zinssenkungen im Jahr 2024 werden die Anfragen für Kälteanlagen insbesondere durch die geringer werden Refinanzierungskosten für die Kunden voraussichtlich wieder zunehmen.

Der Servicebereich für Wartungen und Reparaturen der Kälteanlagen wird voraussichtlich auch im Geschäftsjahr 2024 prosperieren. Die Stärke des Wachstums hängt dabei von der weiteren Personalakquise ab.

Berichtenswerte Investitionen deren Prüfung hinsichtlich Refinanzierung, Finanzierung aus Eigenkapital, Inanspruchnahme von Fremdkapital zu tätigen wären, sind auch für das Geschäftsjahr 2024 nicht geplant. Die zukünftige Zinsentwicklung wird dabei laufend beobachtet.

Für 2024 wird eine Betriebsleistung von ca. T€ 27.000 angestrebt. Wir nehmen derzeit ein Ergebnis leicht über dem Ergebnis von 2023 an, ausgehend davon, dass sich die in der Abwicklung befindlichen Projekte nicht durch Materialengpässe bzw. bauseitige Verzögerungen ins Stocken geraten.

Sondereinflüsse, Risiken, zukünftiger Entwicklungen sehen wir zum aktuellen Zeitpunkt nicht. Wechselkursrisiken oder inflationäre (Auslands-) Tatbestände sind auszuschließen, da bis auf einen geringen Anteil der Geschäftstätigkeit im Euroraum abgewickelt wird. Weiterhin ist mit einem schwierigen Wettbewerbsumfeld, mit steigenden Rohstoffbezugskosten und stagnierenden Preisniveau zu rechnen.

b) Finanzielle Risiken

Relevante finanzielle Risiken bestanden im Jahr 2023 nicht. Die Versorgung mit liquiden Mitteln war hinreichend gesichert. Aus diesem Grund kann prognostiziert werden, dass auch 2024 keine maßgeblichen Risiken in der Liquidität auftreten werden.

c) Chancenbericht

Dem Wettbewerb am Markt werden wir auch weiterhin durch Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit, Flexibilität und einem hohen Maß an Qualität begegnen. Die Zahl der Anbieter im Marktsegment Industriekälte ist begrenzt, sodass man hier von ähnlichen Kostenstrukturen ausgehen kann.

d) Systematische Risikoanalyse

Das Geschäftsfeld der Harig GmbH ist mittel- bis langfristig ausgerichtet. Chancen und Risiken für das Unternehmensergebnis könnten sich vor allem aus stark abweichenden Marktbedingungen ergeben, die zum aktuellen Zeitpunkt nicht absehbar sind und daher auch nicht betrachtet werden können.

Für das Erkennen zukünftiger möglicher Risiken entwickeln wir unser eingeführtes Management-Informations-System ständig weiter, damit alle Mitglieder der Geschäftsleitung sowie die leitenden Angestellten jederzeit ein standardisiertes Arbeitsmittel nutzen können, um schnell und zeitnah bei Veränderungen jedweder Art reagieren zu können.

Ein regelmäßiges Finanzmanagement sichert darüber hinaus die Unternehmensliquidität.

e) Gesamtaussage

Die Geschäftsleitung der Harig GmbH informiert sich regelmäßig über die Risiko- und Chancensituation des Unternehmens. Für die Beurteilung der gegenwärtigen Situation haben wir die Risiken und Chancen nicht nur isoliert betrachtet. Wir haben auch Interdependenzen analysiert und entsprechend ihrer Wahrscheinlichkeit und ihrer Auswirkung bewertet. Die Beurteilung hat ergeben, dass die Risiken insgesamt getragen werden können bzw. beherrschbar sind.

Wir sehen uns für die Zukunft gut gerüstet. Risiken, welche den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeitig nicht erkennbar.

Wir sind zuversichtlich, dass die Ertragskraft von Harig eine solide Basis für eine nachhaltige, positive Geschäftsentwicklung und die Nutzung vielfältiger Chancen bietet. Grundlegende Änderungen der Risiko- und Chancenlage erwartet die Geschäftsleitung derzeit nicht.

 

Bielefeld, 10. Juni 2024

gez. Steffen Harig, Geschäftsführer

gez. Marius Harig, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 275.118,30 383.801,52
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 54.098,16 65.238,57
II. Sachanlagen 220.920,14 318.462,95
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 91.830,30
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 220.920,14 226.632,65
III. Finanzanlagen 100,00 100,00
B. Umlaufvermögen 6.589.061,77 9.672.277,05
I. Vorräte 2.959.117,70 5.452.745,52
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.306.418,51 4.109.670,63
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 323.525,56 109.860,90
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.109,80 1.539,40
Bilanzsumme, Summe Aktiva 6.865.289,87 10.057.617,97

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 3.540.045,61 3.198.442,65
I. gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Bilanzgewinn 2.540.045,61 2.198.442,65
B. Rückstellungen 602.943,84 539.523,72
C. Verbindlichkeiten 2.722.300,42 6.298.266,60
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 34.579,67 805.230,69
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 21.385,00
Bilanzsumme, Summe Passiva 6.865.289,87 10.057.617,97

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 9.351.892,67 9.395.306,05
2. Personalaufwand 6.096.657,50 6.233.610,46
a) Löhne und Gehälter 5.227.726,13 5.282.538,33
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 868.931,37 951.072,13
3. Abschreibungen 108.325,79 107.589,95
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 108.325,79 107.589,95
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.549.499,11 2.364.064,14
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.316,66 5,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 44.087,26 42.332,83
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag 206.562,61 213.906,66
8. Ergebnis nach Steuern 351.077,06 433.807,01
9. sonstige Steuern 9.474,10 11.202,65
Jahresüberschuss 341.602,96 422.604,36

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Gesellschaft Harig GmbH hat ihren Sitz in Bielefeld. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Bielefeld unter HRB 32011 eingetragen.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Die Harig GmbH, Bielefeld, weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB auf.

Die Bilanz per 31. Dezember 2023 und die Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 wurden nach den Gliederungsschemata für große Kapitalgesellschaften aufgestellt.

III. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung.

2. Der vorliegende Jahresabschluss wurde grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. § 265 Abs. 5 HGB wurde beachtet.

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist.

Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus, die dazu bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen. Rückstellungen werden nur im Rahmen des § 249 HGB und Rechnungsabgrenzungsposten nach den Vorschriften des § 250 HGB gebildet.

3. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bilanziert. Die steuerlichen Regelungen zu geringwertigen Wirtschaftsgütern werden auch im handelsrechtlichen Jahresabschluss angewandt, da der Posten insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist.

Die planmäßigen Abschreibungen der immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände - Software sowie Lizenzen 5 Jahre, Gebäude 33 Jahre, Maschinen und Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 16 Jahre - linear vorgenommen.

4. Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren Wert am Abschlussstichtag.

5. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Die fertigen und unfertigen Leistungen wurden zu Herstellungskosten unter Einbeziehung von angemessenen Gemeinkostenzuschlägen bewertet. Die Wertansätze des Vorratsvermögens werden unter Beachtung des Niederstwertprinzips ermittelt. Zinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Die erhaltenen Anzahlungen, die mit teilfertigen Leistungen in Zusammmenhang stehen, werden gemäß § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB offen von den unfertigen Leistungen abgesetzt.

6. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und liquide Mittel sind grundsätzlich mit dem Nennwert bilanziert.

Den in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Risiken wurde - soweit erforderlich - durch Bildung von Einzelwertberichtigungen sowie einer Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

7. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen. Bilanziert werden diese mit dem Nominalwert und die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

8. Das Eigenkapital wurde mit dem Nennwert bilanziert.

9. Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen betrifft eine laufende, unverfallbare Rentenzahlungsverpflichtung. Die Berechnung der Pensionsrückstellungen zum Bilanzstichtag erfolgte nach der Anwartschaftsbarwertmethode (Projected Unit Credit Method).

10. Der Berechnung der Steuerrückstellungen wurden die maßgeblichen steuerlichen Vorschriften zugrunde gelegt.

11. Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 HGB).

12. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

13. Die erhaltenen Anzahlungen sind um die darin enthaltene Umsatzsteuer vermindert (Nettomethode).

IV. Erläuterungen zur Bilanz

1. Hinsichtlich des Anlagevermögens wurde der nachfolgende Anlagenspiegel erstellt.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
Zugänge
davon FK-Zinsen
Abgänge
Umbuchungen
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 133.815,90 5.657,26 0,00 0,00 0,00 139.473,16
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 133.815,90 5.657,26 0,00 0,00 0,00 139.473,16
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 160.293,29 0,00 0,00 160.293,29 0,00 0,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 920.289,33 80.940,66 0,00 1.127,00 0,00 1.000.102,99
Summe Sachanlagen 1.080.582,62 80.940,66 0,00 161.420,29 0,00 1.000.102,99
Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 100,00 0,00 0,00 0,00 0,00 100,00
Summe Finanzanlagen 100,00 0,00 0,00 0,00 0,00 100,00
Summe Anlagevermögen 1.214.498,52 86.597,92 0,00 161.420,29 0,00 1.139.676,15
kumulierte Abschreibungen 01.01.2023
Abschreibungen Geschäftsjahr
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 68.577,33 16.797,67 0,00 0,00 0,00 85.375,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 68.577,33 16.797,67 0,00 0,00 0,00 85.375,00
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 68.462,99 4.875,95 0,00 73.338,94 0,00 0,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 693.656,68 86.652,17 0,00 1.126,00 0,00 779.182,85
Summe Sachanlagen 762.119,67 91.528,12 0,00 74.464,94 0,00 779.182,85
Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 830.697,00 108.325,79 0,00 74.464,94 0,00 864.557,85
Zuschreibungen Geschäftsjahr
Buchwert 31.12.2023
Buchwert 31.12.2022
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 54.098,16 65.238,57
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 54.098,16 65.238,57
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 91.830,30
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 220.920,14 226.632,65
Summe Sachanlagen 0,00 220.920,14 318.462,95
Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 0,00 100,00 100,00
Summe Finanzanlagen 0,00 100,00 100,00
Summe Anlagevermögen 0,00 275.118,30 383.801,52

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind - mit Ausnahme einer Geldanlage bei einer Versicherungsgesellschaft mit 2-jähriger Restlaufzeit in Höhe von T€ 275 (Vorjahr T€ 275) - innerhalb eines Jahres fällig.

3. Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag in Höhe von € 2.198.442,65 (Vorjahr: € 1.775.838,29) enthalten.

4. Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurde durch ein versicherungsmathematisches Gutachten ermittelt. Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt:

• durchschnittlicher Marktzins für eine Laufzeit von 15 Jahren, der von der Deutschen Bundesbank bekanntgemacht wurde (1,83 % / Vorjahr 1,78 %);

• Rententrend von 0 % (keine Rentendynamik vereinbart);

• Sterbetafeln nach Dr. Klaus Heubeck "Richttafeln 2018 G".

Für die Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen wurde gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB der von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre angesetzt. Im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ergibt sich ein Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 2 (Vorjahr T€ 2). Dieser Betrag ist für eine Ausschüttung gesperrt.

5. Nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wurden zum 31. Dezember 2023 Pensionsverpflichtungen von T€ 229 mit dem entsprechenden zweckgebundenen Vermögen (Rückdeckungsansprüche aus Versicherungen) in Höhe von T€ 139 saldiert, so dass eine Netto-Verpflichtung von T€ 90 ausgewiesen wird. Die Bewertung des saldierungsfähigen Vermögens erfolgte gemäß einer Mitteilung der Lebensversicherung.

6. Verbindlichkeiten

Zu den Restlaufzeiten und zur Besicherung der Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2023 verweisen wir auf den nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel:

Bilanzposition zum 31.12.2023 Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
T€ bis zu 1 Jahr
T€
1 bis 5 Jahre
T€
über 5 Jahre
T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 35 35
Vorjahr 805 805
erhaltene Anzahlungen 0 0
Vorjahr 1.832 1.832
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.124 2.124
Vorjahr 3.224 3.224
sonstige Verbindlichkeiten 563 563
Vorjahr 437 437
- davon aus Steuern 251 251
Vorjahr 184 184
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 23 23
Vorjahr 21 21
Summe 2.722 2.722
Vorjahr 6.298 6.298

Hinsichtlich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die branchenüblichen Eigentumsvorbehalte.

V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt.

2. In den Personalaufwendungen für Löhne und Gehälter sind Aufwendungen für Leiharbeitskräfte in Höhe von T€ 1.012 (Vorjahr: T€ 1.083) enthalten.

3. In den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von T€ 31 (Vorjahr: T€ 131) enthalten.

4. Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung in Höhe von T€ 9 (Vorjahr: T€ 4).

VI. Sonstige Angaben

1. Zum 31. Dezember 2023 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen i. S. d. § 285 Nr. 3a HGB im Wesentlichen aus dem Mietvertrag für das Grundstück "Piderits Bleiche 1, 33689 Bielefeld" (T€ 212 jährlich) und aus sonstigen Verträgen in einer Höhe von insgesamt T€ 363 (ohne Abzinsung).

2. Im Geschäftsjahresdurchschnitt sind folgende Arbeitnehmer (ohne Geschäftsführung und ohne Auszubildende) beschäftigt worden (Die Berechnung erfolgte nach § 267 Abs. 5 HGB):

Anzahl 2023 Anzahl 2022
kaufmännische Angestellte 31 26
gewerbliche Arbeitnehmer 29 30
Teilzeitkräfte/Aushilfen 2 7
62 63

Daneben wurden durchschnittlich 10 Auszubildende (Vorjahr: 11) beschäftigt.

3. Die Geschäftsführung im Geschäftsjahr 2023 wurde durch die Geschäftsführer der Harig GmbH, Herrn Steffen Harig, Dipl.-Ing. (FH), Dipl.-Wirt.-Ing. (FH), sowie Herrn Marius Harig, Dipl.-Betriebswirt (FH), B.Sc.Wirt.-Ing., wahrgenommen.

4. Gemäß § 286 Abs. 4 HGB erfolgt keine Angabe der Bezüge der Geschäftsführung.

5. Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen.

6. Nachtragsbericht: Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.

 

Bielefeld, 10. Juni 2024

gez. Steffen Harig, Geschäftsführer

gez. Marius Harig, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 02.07.2024 festgestellt.

Dieser Bestätigungsvermerk

An die Harig GmbH, Bielefeld:

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der Harig GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Harig GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteile ich die Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle."

 

Bielefeld, 28. Juni 2024

gez. Thomas Pollmann, Wirtschaftsprüfer

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