PSD Nord Management- und ServiceHolding GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Bianca Lange seit 30.4.2025 | Prokura |
Dominik Schulte seit 11.6.2024 | Prokura |
Jörg Bercher seit 16.11.2023 | Vorstandsmitglied |
Oliver Pöpplau seit 26.7.2022 | Vorstandsmitglied |
Andrea Sieglinde Schendel seit 13.6.2019 | Prokura |
Anke Lilienthal seit 13.3.2017 | Prokura |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
PSD Bank Nord eGHamburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen der GeschäftstätigkeitDie PSD Bank Nord eG hat ihren Ursprung im 1872 gegründeten Post Spar- und Darlehensverein. Sie versteht sich als beratende Direktbank der gesellschaftlichen Mitte und legt ihre Leistungsschwerpunkte auf die Finanzierung von privatem Wohnraum und die Vermögensbildung. Rückwirkend zum 01.01.2023 wurde die PSD Bank Kiel eG auf die PSD Bank Nord eG verschmolzen. Die Eintragung der Verschmelzung im Genossenschaftsregister erfolgte am 16.11.2023. Als Omnikanalbank betreut die PSD Bank Nord rund 115.500 Kunden. Davon sind rund 68.700 als Mitglied an der Bank beteiligt (Stand 31.12.2023). Das Geschäftsgebiet ist vornehmlich in den urbanen Regionen Norddeutschlands verankert. Mit einem kundenzentrierten Produkt- und Serviceangebot in den Bedarfsfeldern Wohnen, Liquidität und Service, Sparen und Anlegen sowie Versichern und Vorsorgen ist die PSD Bank Nord eG für ihre Mitglieder und Kunden ein langfristiger und nachhaltiger Wegbegleiter. Dabei wird sie von Partnern aus der Genossenschaftlichen FinanzGruppe unterstützt, darunter die DZ Bank, die Bausparkasse Schwäbisch Hall, Union Investment, die Team Bank und die R+V Versicherung. Als eine von dreizehn selbständigen PSD Banken ist sie zudem Mitglied im Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken und somit der amtlich anerkannten BVR Institutssicherung GmbH und der zusätzlichen freiwilligen Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. angeschlossen. Organe der PSD Bank Nord eG sind die Generalversammlung, der Aufsichtsrat und der Vorstand. II. WirtschaftsberichtII.1 Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Kreditgenossenschaften Im Jahr 2023 beeinträchtigten die Folgen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine wie auch der Coronapandemie die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt sank gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,3 % nachdem es 2022 noch merklich zugelegt hatte (+1,8 %). Die bis ins Frühjahr bestehenden Hoffnungen auf eine konjunkturelle Erholung erfüllten sich nicht. Im weiteren Jahresverlauf belasteten dann verstärkt die von den westlichen Notenbanken in Reaktion auf die Inflation vorgenommenen kräftigen Leitzinsanhebungen die wirtschaftliche Situation in Deutschland und weltweit. Überlagert wurden diese Einflüsse auch von dem andauernden Arbeits- und Fachkräftemangel hierzulande und den hohen Unsicherheiten, beispielsweise über die Folgen des Ende 2023 eskalierenden Nahostkonflikts und den wirtschaftspolitischen Kurs in Deutschland. Die privaten Konsumausgaben gingen 2023 preisbereinigt um 0,8% zurück (Vorjahr +3,9%) - trotz der vielfach deutlichen Lohn- und Gehaltssteigerungen und der insgesamt robusten Arbeitsmarktlage. Hauptgrund für die Konsumzurückhaltung war der kräftige Anstieg der Verbraucherpreise. Auch die Investitionstätigkeit war 2023 mit -0,3% insgesamt rückläufig. Betroffen waren insbesondere die Bauinvestitionen, die im Vorjahr bereits um 1,8% gesunken waren. Sie gaben um weitere 2,1% nach, ausgebremst durch die rasant steigenden Leitzinsen. Neben dem zinsbedingten Nachfragerückgang, von dem vor allem der Wohnungsbau betroffen war, belastete die nur langsam nachlassende Baupreisdynamik das Investitionsgeschehen. Trotz der allgemeinen Konjunkturschwäche blieb der Arbeitsmarkt in einer soliden Grundverfassung. Zwar stieg die Zahl der Arbeitslosen von 2,4 Millionen im Vorjahr auf 2,6 Millionen, die Arbeitslosenquote befand sich mit 5,7% (Vorjahr 5,3%) aber nach wie vor auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau. Die Inflationsrate lag im Jahresdurchschnitt bei 5,9% (Vorjahr 6,9%), wobei die Monatswerte einen klar rückläufigen Trend zeigten. Generell haben sich die Triebkräfte der Inflation verschoben, weg von den Importpreisen hin zur Binnenteuerung. Verantwortlich für den Rückgang der Gesamtteuerung war in erster Linie der nachlassende Preisanstieg bei Energie. Bei Nahrungsmitteln hielt hingegen der hohe Preisauftrieb nahezu ungebremst an. Sie verteuerten sich um 12,4% nach einer Erhöhung um 13,4% im Vorjahr. Das langsame, noch andauernde Abklingen des Inflationsschocks des Jahres 2022 dominierte das Jahr 2023 an den Finanzmärkten. Die Notenbanken setzten ihre geldpolitischen Straffungen aus dem Vorjahr fort und erhöhten die Leitzinsen weiter. Sowohl die US-Notenbank Fed wie auch die Europäische Zentralbank (EZB) erreichten 2023 die höchsten Leitzinsniveaus seit der globalen Finanzkrise von 2008. Nachdem die EZB ihre Leitzinsen 2022 um 250 Basispunkte erhöht hatte, vollzog sie 2023 sechs weitere Zinserhöhungen um insgesamt 200 Basispunkte. Am 20. September 2023 erreichten die Leitzinsen ihren vorläufigen Höhepunkt mit 4% für die Einlagefazilität und 4,5% für die Hauptrefinanzierungsfazilität. Die EZB kündigte an, dieses Niveau so lange aufrechterhalten zu wollen, bis die Inflation das mittelfristige EZB-Ziel von 2% wieder erreiche. Die Finanzmärkte entwickelten sich trotz dieser Zinsentwicklung und vielfältigen Belastungen durch geopolitische Unsicherheiten eher positiv und bewerteten die rückläufigen Inflationsraten des Jahres 2023 als Zeichen für schneller als erwartet folgende Zinssenkungen im Jahr 2024. Die Anleihemärkte waren in diesem Umfeld von hoher Volatilität geprägt. Das Zinsniveau der zehnjährigen deutschen Staatsanleihe sank von 2,56% an Neujahr bis Februar 2023 auf 2,07% - um sich bis zum 02. März 2023 wieder auf 2,75% zu erhöhen. Im Zuge der US-Regionalbankenkrise und der Schieflage der Credit Suisse fiel diese Rendite jedoch bis zum 20. März auf 2,1% zurück. Dieses Auf und Ab setzte sich im weiteren Jahresverlauf fort. Die maximale Rendite erreichte die zehnjährige Bundesanleihe mit 2,97% am 28. September 2023. Zum Jahresende erwirtschaftete diese Anleihe mit 2,03% ein Fünftel weniger Rendite als zum Jahresanfang. Die Aktienmärkte zeigten ähnlich volatile Bewegungen. Der DAX stieg vom Jahresbeginn bis zum 09. März um 12,3% auf 15.633 Punkte. Anschließend löste die Krise der US-Regionalbanken einen Schock auf den Aktienmärkten aus, indem der DAX bis zum 17. März 5,5% seines Kurswertes verlor. Die Krise kulminierte mit der Fusion der Schweizer Großbanken Credit Suisse und UBS am 19. März. Diese Fusion konnte die Märkte beruhigen und ermöglichte eine Erholung bis auf ein DAX-Niveau von 16.446 Punkte Ende Juli. Die anschließende Korrektur erreichte ihren Tiefpunkt mit dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023. Der DAX verlor im Oktober 4,3% und fiel damit auf 14.716 Punkte zurück. Da der Konflikt bis zum Jahresende weitgehend auf den Gazastreifen begrenzt blieb, setzte im November bereits eine neuerliche, vorsichtige Erholung ein. Diese verstärkte sich zum Jahresende aufgrund sinkender Inflationszahlen, sodass der DAX das Jahr mit 16.751 Punkten abschloss, d .h. einem Jahresplus von 20,3%. Im globalen Vergleich entwickelte sich der deutsche Leitindex damit ähnlich zum EURO STOXX 50, der 19,2% zulegen konnte, aber schwächer als der S&P 500 (+24,2%) und der Nasdaq Composite (+43,4%). II.2 Leistungsindikatoren Definition unserer bedeutsamsten Leistungsindikatoren Über unsere strategische Eckwert- und Kapitalplanung planen und steuern wir die Entwicklung unseres Instituts auf Grundlage von Kennzahlen und Limiten. Dabei verwenden wir die folgenden bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren, die sich auch aus unserer Geschäfts- und Risikostrategie ableiten lassen und die wir mithilfe unseres internen Berichtswesens regelmäßig überwachen: Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit im Verhältnis zur durchschnittlichen Bilanzsumme Cost Income Ratio (CIR): Allgemeine Verwaltungsaufwendungen * 100 / (Zinsüberschuss + Provisionsüberschuss + Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen) Gesamtkapitalquote gem. CRR zur Mindestkapitalquote In den nächsten Abschnitten des Lageberichts wird auf deren Entwicklung bei der Analyse und Beurteilung des Geschäftsverlaufs und der Lage der Genossenschaft sowie im Rahmen des Prognoseberichts eingegangen. Entwicklung unserer bedeutsamsten Leistungsindikatoren im Geschäftsjahr 2023 Die Entwicklung der von uns definierten bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren im Geschäftsjahr 2023 stellt sich wie folgt dar (Vorjahresdaten beziehen sich auf die aggregierten Werte der PSD Bank Nord und der PSD Bank Kiel zum 31.12.2022): Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit im Verhältnis zur durchschnittlichen Bilanzsumme verbesserte sich von 0,19% auf 0,34%. Der Planwert von 0,31% wurde damit übertroffen. Die Cost Income Ratio verbesserte sich von 79,6% auf 77,5%. Sie lag damit aber unter dem Planwert von 76,2%. Die Gesamtkapitalquote gem. CRR blieb im Jahr der Fusion unverändert bei 20,5%. Da sich gleichzeitig die Mindestkapitalquote mit der Einführung des antizyklischen Kapitalpuffers und des sektoralen Systemrisikopuffers für die PSD Nord um 1,0%Punkte auf 13,1% erhöht hat, reduzierte sich der Abstand zur Mindestkapitalquote entsprechend von 8,4 %punkten auf 7,4%Punkte. Die geplanten Ziele konnten damit im Jahr der Fusion nicht vollständig erreicht werden. II.3 Geschäftsverlauf der PSD Bank Nord eG Aus Vergleichbarkeitsgründen wurden in diesem Lagebericht die Vorjahreswerte der übernehmenden und der übertragenden Genossenschaft zusammengefasst.
Die Bilanzsumme verringerte sich um 37,6 Mio. EUR oder 1,3 % auf 2.787,2 Mio. EUR. Maßgeblich hierfür war im Wesentlichen der Rückgang von Verbindlichkeiten bei Kreditinstiuten, da fällige Refinanzierungen nicht vollständig ersetzt wurden. Die außerbilanziellen Geschäfte setzen sich nahezu ausschließlich aus derivaten Geschäften in Höhe von nominell 480 Mio. EUR (Vorjahr 325 Mio. EUR) sowie unwiderruflichen Kreditzusagen in Höhe von 68 Mio. EUR (Vorjahr 88 Mio. EUR) zusammen. Die Bank hat im volatilen Zinsumfeld die Zinsabsicherung durch den Abschluss weiterer Zins-Swaps um 155 Mio. EUR fortgesetzt. Derweil ist der Bestand an unwiderruflichen Kreditzusagen bei rückläufigem Neugeschäft um 20 Mio. EUR abgeschmolzen.
Die Entwicklung des Aktivgeschäfts entsprach nicht den in der Vorperiode berichteten Prognosen. Die geplanten Ziele für Baufinanzierungen wurden nur zu rd. 60% erreicht und entsprechen damit der Entwicklung im Gesamtmarkt für Baufinanzierungen in Deutschland. Der Rückgang bei den Kundenforderungen wurde durch den Zuwachs im Wertpapierbestand überkompensiert. In der Struktur der Aktivseite sind im Berichtsjahr keine wesentlichen Veränderungen zu verzeichnen. Der Anteil der Kundenforderungen blieb fast stabil mit 74,6% (Vorjahr 74,9%). Der Anteil der Wertpapieranlagen an der Bilanzsumme ist zulasten der Forderungen an Kreditinstitute um 1,6% gestiegen. Die Wertpapieranlagen im Direktbestand wurden nach Ende der Niedrigzinsphase wieder aufgebaut.
Die Entwicklung des Passivgeschäfts entsprach nicht ganz den in der Vorperiode berichteten Prognosen. Während das geplante leichte Wachstum im Bereich der Kundeneinlagen (ohne Institutionelle) nicht erreicht wurde, es flossen 15,3 Mio. EUR (0,9%) ab, entsprach die Verschiebung von niedrigverzinslichen Spareinlagen zu den anderen Einlagen von Kunden unseren Erwartungen. Gleichzeitig wurden plangemäß fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten durch den Absatz von Pfandbriefen überwiegend an institutionelle Kunden - aber auch Banken - ersetzt. Die Einlagen institutioneller Kunden haben sich damit um 61,5 Mio. EUR erhöht. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten reduzierten sich durch diese Verschiebung bei der Refinanzierung über Namenspfandbriefe und das Auslaufen fälliger Refinanzierungen sowie durch den veränderten Ausweis der Collaterals in der Position "Sonstige Verbindlichkeiten".
Die Erträge aus dem Wertpapierdienstleistungsgeschäft konnten auch im sehr volatilen Finanzmarktumfeld und bei attraktiven Einlagezinsen leicht erhöht (+4,4%) werden. Dagegen waren die Erträge aus Zahlungsverkehr und Kontoführung leicht rückläufig (-0,9%). Das Vermittlungsgeschäft mit den Verbundpartnern hat sich unterschiedlich und in Summe rückläufig entwickelt. Während die Erträge im Bauspargeschäft nicht an den außerordentlichen Erfolg des Jahres 2022 anschließen konnten und die Vermittlung von Privatkrediten stagnierte, konnte das Provisionsergebnis im Geschäft mit der R+V Versicherung weiter gesteigert werden. Immobiliengeschäft Im Rahmen unseres Eigengeschäfts investieren wir zur Erzielung von Mieterträgen in Wohnimmobilien. Das Investment erfolgt über Spezialfonds und wird daher in der Position "Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere" ausgewiesen. Im Geschäftsjahr hat sich der Bestand dieser Immobilien durch die Übernahme eines 2020 zugesagten Neubauprojektes in Osnabrück sowie den Erwerb einzelner Wohnungen in Immobilien mit Drittbesitz um rd. 18 Mio. EUR auf 196 Mio. EUR erhöht. Beteiligungen In der Position "Beteiligungen" weist die Bank strategische Beteiligungen im Verbund aus. Im Geschäftsjahr erhöhte sich die Position geringfügig. Die Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen die 100-%-Beteiligung an der PSD Nord Management- und Service Holding GmbH. In dieser Beteiligung wird die mittelbare Tochtergesellschaft moinclusiv gehalten, in der die Aktivitäten der Versicherungsmaklerei gebündelt sind. Sonstige wichtige Vorgänge im Geschäftsjahr Die Verschmelzung der PSD Bank Kiel eG (übertragende Bank) und der PSD Bank Nord eG (übernehmende Bank) wurde mit der Eintragung im Genossenschaftsregister am 16.11.2023 ordnungsgemäß vollzogen. Nach der Verschmelzung firmiert die Bank unter PSD Bank Nord eG. Der Sitz der Bank ist Hamburg. II.4 Lage der PSD Bank Nord eG II.4.1 Ertragslage Die wesentlichen Erfolgskomponenten unserer Bank haben sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt entwickelt:
1) GuV-Posten 1 abzüglich GuV - Posten 2.
Die Entwicklung der Ertragslage hat unsere in der Vorperiode berichteten Prognosen trotz der fusionsbedingt erhöhten Aufwendungen übertroffen. Das Betriebsergebnis nach Bewertungen oder "Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit" liegt mit 9.534 TEUR oder 0,34% der durchschnittlichen Bilanzsumme um 0,03%Punkte über unserem Plan. Im Berichtsjahr war ein deutlicher Anstieg des Zinsüberschusses zu verzeichnen. Die Veränderung begründet sich ganz wesentlich durch die höheren Zinskonditionsbeiträge im Einlagengeschäft mit unseren Kunden. Die Zinskonditionenbeiträge im Kreditgeschäft waren dagegen bei leicht gesunkenen Forderungsbeständen und weiterhin hartem Wettbewerb um die Margen im Markt für private Immobilienfinanzierungen rückläufig. Die laufenden Erträge aus den Wertpapierfonds der Bank lagen 1.017 TEUR oder 19,2% unter dem Vorjahresniveau, da die Bank auf geplante Ausschüttungen zugunsten einer Wertaufholung der im Vorjahr abgeschriebenen Fonds verzichtet hat. Der Anstieg des Provisionsüberschusses um 5,2% ist im Wesentlichen zurückzuführen auf den geringeren Aufwand für die Vermittlung von Baufinanzierungen sowie einen leichten Anstieg der Wertpapierprovisionen. Das sonstige betriebliche Ergebnis verzeichnete eine deutliche Verbesserung um 548 TEUR auf 495 TEUR, dieses war im Wesentlichen bedingt durch die deutlich geringeren Zuführungen für die betriebliche Altersvorsorge nach der Zinswende des Jahres 2022. Die Verwaltungsaufwendungen liegen insgesamt um 1.242 TEUR bzw. 2,5% über dem Vorjahr und ebenfalls 1.000 TEUR über dem Prognosewert. Der Anstieg entfiel mit 1.192 TEUR ganz überwiegend auf den Personalaufwand. Ursächlich waren neben der inflationsbedingten Sonderzahlung und der Einführung des für unsere Mitarbeiter kostenfreien Deutschlandtickets vor allem die Vergütungen bzw. Rückstellungen für die im Rahmen der Fusion geleistete Mehrarbeit. Dagegen konnte der andere Verwaltungsaufwand trotz zusätzlicher Kosten für das Fusionsprojekt und gestiegene Raumkosten fast auf dem Vorjahresniveau und nur geringfügig (rd. 230 TEUR) über dem Plan gehalten werden. Entlastend wirkten vor allem geringere Umlagen und Beiträge für die fusionierte Bank, geringere Marketingaufwendungen sowie weniger Gutachterkosten aufgrund des Einbruchs im Markt für Baufinanzierungen. Das Bewertungsergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr leicht um 43 TEUR (-4,9%) reduziert da die Bank aus dem deutlich verbesserten operativen Ergebnis 812 TEUR in die Reserven gem. 340f einstellt, um eventuellen Risiken aus dem Kredit- und Wertpapiergeschäft im Zuge der möglichen rezessiven Entwicklungen in Deutschland vorzubeugen. Im Vorjahr wurden dagegen im Vorgängerinstitut PSD Bank Kiel Reserven gem. 340f ergebniserhöhend aufgelöst. Das Bewertungsergebnis aus dem Kreditgeschäft hat sich um 62 TEUR oder 10% verschlechtert. Im Wertpapierbereich verzeichneten wir nach den hohen Belastungen durch Abschreibungen im Jahr der Zinswende 2022 aufgrund von Wertaufholungen in den Wertpapierfonds ein positives Ergebnis. Die Aufwands-/Ertragsrelation (Cost Income Ratio - CIR), (vgl. Definition im Abschnitt II.2) hat sich aufgrund des Anstiegs der Erträge von 79,6 % auf 78,3 % verbessert. Dieser Wert ist 1,3%Punkte schlechter als der Planwert, der jedoch ohne den Fusionsaufwand geplant wurde. Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit hat sich im Vorjahresvergleich um 1.426 TEUR bzw. 17,6% deutlich erhöht. Ursachen hierfür sind im Wesentlichen die oben dargestellten Faktoren. Der Jahresüberschuss ist insgesamt auf 8.815 TEUR angestiegen. Der Vorstand schlägt vor, vom Bilanzgewinn in Höhe von 8.815 TEUR 8.000 TEUR den Rücklagen zuzuweisen. II.4.2 Finanz- und Liquiditätslage Die vorhandenen liquiden Mittel reichten im Geschäftsjahr aus, um die aufsichtsrechtlichen Anforderungen (Mindestreservebestimmungen und Bestimmungen der CRR) zu erfüllen. Den Zahlungsverpflichtungen nach Art, Höhe und Fristigkeit konnte im Berichtsjahr stets nachgekommen werden. Die monatlichen Meldungen der Liquidity Coverage Ratio (LCR) wiesen im Berichtszeitraum einen Wert von mindestens 126% aus (Mindestwert 100%). Zum Bilanzstichtag lag die Stresskennzahl bei 213%. Die quartalsweise zu meldende Net Stable Funding Ratio (NSFR) wies Werte zwischen 129% und 133% (Mindestwert 100%) aus. Zum Bilanzstichtag lag diese Kennzahl für die strukturelle Liquidität bei 133%. Die liquiden Mittel bei unserer genossenschaftlichen Zentralbank (DZ Bank AG) und der Deutschen Bundesbank haben sich insgesamt im Vergleich zum Vorjahr reduziert. Dies ist im Wesentlichen verursacht durch die wieder aufgenommenen Investments in verzinsliche Wertpapiere von hoher Qualität, den nur partiellen Ersatz auslaufender Bankenrefinanzierungen sowie den Rückgang des Collaterals für Zinsderivate mit postiven Barwerten. Neben den dargestellten liquiden Mitteln stehen uns kurzfristig verfügbare Kreditlinien bei unserer genossenschaftlichen Zentralbank (DZ BANK AG) zur Verfügung. Darüber hinaus kann die Bank langfristige Liquidität über die Emission von Pfandbriefen beschaffen. Im Geschäftsjahr wurden 82 Mio. EUR Namenspfandbriefe mit Laufzeiten zwischen 5 und 18 Jahren platziert. Das Emissionsvolumen der Pfandbriefe lag damit um 30 Mio. EUR über dem Vorjahr und entsprach weitgehend dem Plan. Bis zur Erstellung des Lageberichts liegen keine Anhaltspunkte für Umstände vor, die die Liquiditätslage der Bank nachteilig verändern könnten. II.4.3 Vermögenslage Die Entwicklung der Vermögenslage entsprach weitgehend unserer in der Vorperiode berichteten Prognose. Eigenkapital Das bilanzielle Eigenkapital stellt sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt dar:
Wesentliche Veränderungen beim Eigenkapital ergaben sich durch die Gewinnthesaurierung. Die Entwicklung der Geschäftsguthaben unserer Mitglieder verlief auch im Jahr der Fusion im Trend. Daneben besteht ein Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB in Höhe von 113 Mio. EUR (Vorjahr 113 Mio. EUR). Der Anteil der bilanziellen Eigenmittel an der Bilanzsumme hat sich von 10,1% auf 10,5% erhöht. Die harte Kernkapitalquote beläuft sich auf 20,03 % und blieb gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert. Die wesentlichen Ursachen hierfür sind die stabile Entwicklung der Risikoaktiva. Die aufsichtsrechtlich geforderte Mindestgröße wurde jederzeit erfüllt. Die Gesamtkapitalquote beläuft sich unverändert auf 20,5%. Die von 12,1% auf 13,1% gestiegene Mindest-Gesamtkapitalquote wurde jederzeit erfüllt. Die Kapitalrendite gemäß § 26a Abs. 1 Satz 4 KWG (Quotient aus Nettogewinn (Nettogewinn = Jahresüberschuss nach Steuern) und Bilanzsumme) beläuft sich auf 0,32%. Ergänzend zu den Ausführungen im Rahmen des Geschäftsverlaufs zum Aktiv- und Passivgeschäft und dem Dienstleistungsgeschäft sind neben der Entwicklung des bilanziellen Eigenkapitals folgende wesentlichen Aktiv-/Passivstrukturen im Rahmen der Vermögenslage zu erwähnen. Kundenforderungen Der Anteil der Kundenforderungen an der Bilanzsumme beträgt kaum verändert 74,6% (Vorjahr 74,7%). Die PSD BAnk Nord ist auf das Privatkundengeschäft ausgerichtet und betreibt kein Firmenkundengeschäft. Im Kundenkreditgeschäft bestehen keine besonderen strukturellen Risiken und Risikokonzentrationen. Das Kreditportfolio besteht zu 99% aus Baufinanzierungen. Die Größenstruktur ist granular. Akute Risiken im Kreditgeschäft sind in voller Höhe durch Einzelwertberichtigungen abgeschirmt. Die aufsichtsrechtlichen Kreditgrenzen sowie die festgelegten Kreditbeschränkungen nach § 49 GenG wurden im Berichtszeitraum stets eingehalten. Wertpapiere Die Wertpapieranlagen unserer Bank setzen sich wie folgt zusammen:
Die eigenen Wertpapieranlagen haben insgesamt einen Anteil von 19,4 % an der Bilanzsumme. Hiervon entfällt ein Anteil von 4,6 %-Punkten auf Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (Aktivposten 5) bzw. von 14,8 %- Punkten auf Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere (Aktivposten 6). Der Bestand verteilt sich auf Anlagevermögen und Liquiditätsreserve mit 16,9 %-Punkten bzw. 2,5 %-Punkten. Aufgrund der Bewertung von Wertpapieren des Anlagevermögens zum gemilderten Niederstwertprinzip bestehen stille Lasten. Das Anlagevermögen beinhaltet im Wesentlichen die Investitionen in Immobilien in Form von Fondsanteilen und Aktien sowie Wertpapierspezialfonds und Publikumsfonds. Die Erhöhung des Bestands in der Liquiditätsreserve im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich im Wesentlichen aus dem Aufbau eines Direktbestands mit kurz- bis mittelfristigen Laufzeiten. Strukturierte Finanzinstrumente haben wir nicht im Bestand. Kurswertrisiken werden im Kontext unserer risikoorientierten Anlagepolitik nur in begrenztem Umfang zugelassen. Sie werden im Rahmen der bankinternen Grundsätze überwacht. Derivategeschäfte Zur Steuerung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos (Aktiv-Passiv-Steuerung) wurden Zinsderivate in einem Umfang von 480 Mio. EUR eingesetzt. Diese Derivate werden in die verlustfreie Bewertung des Zinsbuches einbezogen. II.5 Zusammenfassende Beurteilung des Geschäftsverlaufs und der Lage Die Geschäftsentwicklung ist vor dem Hintergrund eines anhaltend anspruchsvollen Marktumfeldes, in dem wir das betreute Kundenvolumen halten konnten und das Ergebnis trotz der zusätzlichen Anforderungen im Rahmen der Fusion über das Planziel hinaus steigern konnten, insgesamt zufriedenstellend. Die Entwicklung im Neugeschäft mit Baufinanzierungen, dem für die Bank wichtigsten Geschäftsbereich, entsprach mit einer Zielerreichung von 60 % der Entwicklung im Gesamtmarkt, der unter einem Nachfrageeinbruch litt. Im Einlagengeschäft mit Retailkunden wurde das geplante Wachstum nicht erreicht, die Erträge haben unsere Prognosen jedoch übertroffen. Die Ertragslage der Bank ist ausreichend und liegt über dem Prognosewert. Des Weiteren wurden Wertaufholungen im Eigengeschäft zur Reduzierung der in der Zinswende aufgelaufenen stillen Lasten genutzt. Sondereinflüsse bestanden aufgrund der Fusion mit der PSD Bank Kiel insbesondere im Bereich des Verwaltungsaufwands. Für die Zukunft ist jedoch die Ertragskraft weiter zu steigern und die Bruttobedarfsspanne gilt es, durch gezieltes Kostenmanagement zu reduzieren, um die strategischen Ziele für das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit zu erreichen. Die Vermögenslage zeichnet sich unverändert durch eine gute Eigenkapitalausstattung aus, da die aufsichtsrechtlichen Anforderungen sowohl im Vorjahr als auch im Geschäftsjahr deutlich übererfüllt wurden und die Eigenmittel für das geplante Wachstum ausreichen. Für erkennbare und latente Risiken in den Kundenforderungen sind Wertberichtigungen gebildet. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch Abzug von Pauschalwertberichtigungen sowie durch Reserven gem. § 340f HGB Rechnung getragen. Finanzlage und Liquiditätsausstattung sind weiterhin gut. Die in der Vorperiode berichteten Prognosen wurden übertroffen. Daher beurteilen wir die wirtschaftliche Lage unseres Hauses im Vergleich zum Vorjahr und unter Berücksichtigung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung insgesamt als herausfordernd, aber nicht ungünstig. III. Risiken der künftigen Entwicklung (Risikobericht)III.1 Risikomanagementsystem Die Ausgestaltung unseres Risikomanagements ist bestimmt durch unsere Geschäfts- und Risikostrategien, die hieraus abgeleiteten operativen Zielgrößen sowie die Risikotragfähigkeit der Bank. Im Rahmen der jährlichen Risikoinventur identifizieren, quantifizieren, beurteilen und dokumentieren wir unsere Risiken. Wir legen die für uns wesentlichen Risiken fest und entwickeln entsprechende Risikostrategien. Unsere zur Risikotragfähigkeitssteuerung eingesetzten Methoden und Verfahren berücksichtigen das Ziel der Fortführung unseres Instituts (normative Perspektive) wie auch den Schutz unserer Gläubiger vor Verlusten aus ökonomischer Sicht (ökonomische Perspektive). Die Risikotragfähigkeit in der normativen Perspektive, die einen periodischen Steuerungskreis darstellt, zielt auf die Fortführung der operativen Geschäftstätigkeit. In der normativen Perspektive betrachten wir die Einhaltung regulatorischer Anforderungen. Diese umfassen insbesondere die Kapitalgrößen wie Kapitalanforderungen sowie Strukturanforderungen hinsichtlich des Kapitals wie beispielsweise die Höchstverschuldungsquote und die Großkreditgrenzen. Die Risikotragfähigkeit ist demnach gegeben, sofern der ermittelte Kapitalbedarf die Einhaltung der Kapitalquoten bewirkt und sämtliche Strukturanforderungen hinsichtlich des Kapitals erfüllt werden. Die Risikotragfähigkeit in der ökonomischen Perspektive zielt auf den Schutz der Gläubiger ab. In der ökonomischen Perspektive, die in unserem Institut barwertig ermittelt wird, werden das Risikodeckungspotenzial und die konsistent dazu ökonomisch ermittelten Risiken einander gegenübergestellt. Die ökonomische Risikotragfähigkeit ist demnach gegeben, wenn die barwertigen Risiken durch das Risikodeckungspotenzial laufend gedeckt sind. Die Bewertung des Risikodeckungspotenzials erfolgt unabhängig von Rechnungslegungskonventionen und aufsichtlichen Eigenmittelanforderungen. Auf Basis des ermittelten Risikodeckungspotenzials legen wir im Rahmen unseres Strategie- und Limitierungsprozesses einmal im Jahr unser Gesamtbankrisikolimit sowie Teillimite fest. Wir stellen dabei sicher, dass genügend freies Risikodeckungspotenzial zur Verfügung steht, um zukünftige Wertschwankungen aufzufangen. Im Rahmen einer regelmäßigen Risikoberichterstattung sowie bei Bedarf einer Ad-hoc-Berichterstattung werden Vorstand und Aufsichtsrat informiert. Die Funktionsfähigkeit und Angemessenheit aller Risikocontrolling- und Risikomanagement-Aktivitäten werden durch die Interne Revision geprüft. Nachfolgend stellen wir die Risikotragfähigkeit zum Bilanzstichtag dar:
Unser Stresstestkonzept umfasst die beiden Steuerungsperspektiven der Bank (ökonomische und normative Perspektive) und fokussiert hierbei jeweils die Adäquanz der Kapital- und Liquiditätsausstattung der Bank. Im Rahmen des Stresstestkonzeptes ermitteln wir regelmäßig und anlassbezogen die Auswirkungen von Stresstests, adversen Szenarien und Sensitivitätsanalysen. Die Reflexion und kritische Würdigung dieser Auswirkungent sind ein zentrales Element unseres Risikomanagements. Nachfolgend stellen wir die Risikomanagementprozesse dar. Die Risikomessungen erfolgen mit Ausnahme des strategischen und Geschäftsrisikos (vgl. III.6) für ein Konfidenzniveau von 99,9% und eine Haltedauer von 250 Tagen. Im Geschäftsjahr lagen sämtliche Risiken innerhalb der vom Vorstand vorgegebenen Limite. III.2 Marktpreisrisiken Zinsänderungsrisiken Zur Ermittlung der Auswirkungen von Zinsänderungen hat die Bank für die wesentlichen variablen Positionen Ablauffiktionen auf der Grundlage gleitender Durchschnitte ermittelt. Die Risiken werden in der barwertigen Risikosteuerung nach der Veränderung des Barwertes des Zinsbuches unter Verwendung der Software VR Control-Zinsmanagement mit dem Value-at-Risk-Ansatz gemessen. Neben der Risikoermittlung im Rahmen der Risikotragfähigkeit werden die Zinsrisiken auch im Kontext des Zinsrisikokoeffizienten sowie des barwertigen und periodischen Ausreißertests ermittelt. Aufgrund des von uns eingegangenen Zinsänderungsrisikos ist ein Rückgang des Zinsbuchbarwertes nur bei steigenden Zinssätzen zu erwarten. Die Bank setzt bei ihrer Zinsrisikosteuerung auf Gesamtbankebene verschiedene Zinssicherungsinstrumente ein. Im Rahmen der Aktiv / Passiv-Steuerung haben wir dazu Zins-Swaps abgeschlossen. Risiken für die Bank entstehen mittelfristig insbesondere bei einem starken Ad hoc-Anstieg der Zinsstrukturkurve. Optionsrisiko Während Optionsrisiken grundsätzlich in das Risiko der jeweiligen Assetklasse integriert sind, misst und steuert die Bank aufgrund der Bedeutung des Baufinanzierungsgeschäfts mit Laufzeiten bis zu 20 Jahren das Zins-Optionsrisiko aus Kreditgeschäften mit einer Laufzeit von über 10 Jahren (BGB-Optionsrecht) gesondert. Aufgrund noch fehlender technischer Unterstüztung wird dieses Risiko mittels eines vereinfachten Ansatzes, der auf Optionsprämien bei einer angenommenen marktzinsabhängigen Ausübungswahrscheinlichkeit basiert, berechnet. Aktien Die Messung des Risikos erfolgt auf Basis eines VaR-Verfahrens mit Monte-Carlo-Simulation unter Verwendung der unkorrelierten Risikokennziffer der Fondsgesellschaft für diese Risikoart. Immobilien Die Messung des Risikos erfolgt auf Basis des VaR-Verfahrens der parcIT (IRIS), das auf Schlüsselindikatoren nach Nutzungsart und Standort beruht. Die Risikokennziffern basieren auf dem ImmoRisk-Ansatz, bei dem das Immobilienrisiko in die Komponenten Bewertungs- und Mietertragsrisiko aufgeteilt wird. Spreads Die Spreadrisiken aus dem Eigengeschäft werden auf Basis eines CreditMetrics-Modells ermittelt, das es erlaubt, simulationsbasiert das Migrations- und Spreadrisiko adressrisikobehafteter Positionen zu messen. Sonstige Marktpreisrisiken In dieser Risikoklasse sind die ausschließlich in Fonds in einem limitierten Umfang vorkommenden Währungs- und Rohstoffrisiken enthalten. III.3 Adressenausfallrisiken Forderungen an Kunden Das Adressenausfallrisiko im Kundengeschäft messen wir mittels des Kreditportfoliomodells Kundengeschäft aus dem Software-Modul VR-Control KRM. Der Risikoausweis umfasst den unerwarteten Verlust, welcher als barwertig ermittelter Credit Value at Risk (CVaR) ermittelt wird. Die Überwachung und Steuerung des Kreditgeschäfts erfolgen auf der Basis von Limitierungen. Unsere Auswertungen geben Auskunft über die Verteilung des Kreditvolumens nach Größenklassen, Sicherheiten und Risikoklassen. Eigenanlagen Das Adressrisiko Eigengeschäft beinhaltet Migrations- und Ausfallrisiken. Die Spreadrisiken werden im Marktpreisrisiko abgebildet (s. o. III.2). Für die Identifizierung, Beurteilung und Überwachung der Risiken greifen wir auf die Ratingergebnisse von Ratingagenturen, eigene Analysen von Veröffentlichungen sowie Beobachtungen der Spreadentwicklungen der Emittenten zurück. Die Adressrisiken aus dem Eigengeschäft werden mit der Software ZIABRIS - KPM EG berechnet. Diese basiert auf dem Credit-Metrics-Modell, das es erlaubt simulationsbasiert das Migrations- und Spreadrisiko adressrisikobehafteter Positionen zu bemessen. Das Ausfallrisiko wird als Teil des Migrationsrisikos betrachtet. Für unsere Eigenalagen haben wir unter Berücksichtigung unserer Substanz- und Ertragskraft ein System risikobegrenzender Limite eingeführt. Dabei wird auch eine Volumensbegrenzung auf Geschäftspartnerebene durchgeführt. Beteiligungen Im Risiko für Beteiligungen weist die Bank die Risiken strategischer Verbundbeteiligungen, der verbundenen Unternehmen sowie des begrenzten Bestands an Private Equity Fonds aus. Zur Ermittlung der Beteiligungsrisiken setzt die Bank ein Rechenmodell auf Basis von Szenarioanalysen ein. Die Fondsrisiken werden auf Basis eines VaR-Verfahrens mit Monte-Carlo-Simulation berechnet. Es wird die Risikokennziffer der Fondsgesellschaft verwendet. Länderrisiken Länderrisiken bestehen ausschließlich im Eigengeschäft der Bank und sind insgesamt von untergeordneter Bedeutung. Sie werden durch Länderlimite begrenzt. III.4 Liquiditätsrisiken Da das Zahlungsunfähigkeitsrisiko aufgrund seiner Eigenart nicht sinnvoll mit Risikodeckungspotential begrenzt und somit nicht in die klassische Risikotragfähigkeit integriert werden kann, haben wir diesbezüglich einen weiteren Prozess (Liquiditätstragfähigkeit) in die Risikosteuerungs- und Controllingprozesse aufgenommen. Die Überwachung der Liquiditätstragfähigkeit bzw. die Steuerung des Zahlungsunfähigkeitsrisikos erfolgt mithilfee entsprechender Liquiditätsablaufbilanzen (LAB), in welchen wir die szenariospezifischen Zahlungsmittelabflüsse den szenariospezifischen Zahlungsmittelzuflüssen an den jeweiligen Zahlungsmittelzeitpunkten gegenüberstellen. Sofern sich hieraus im Zeitverlauf ein kumulierter Zahlungsmittelbedarf entwickelt, prüfen wir, ob dieser mit dem jeweilig definierten Liquiditätsdeckungspotential (LDP) für einen zuvor definierten Zeitraum (Liquiditätshorizont bzw. Überlebenshorizont) im jeweiligen betrachteten Szenario abgedeckt werden kann. Der Überlebenshorizont von vier Monaten wurde im Berichtszeitraum nicht unterschritten. Weiter werden zur frühzeitigen Erkennung eines Liquiditätsengpasses die LCR-Kennziffer sowie für den strukturellen Liquiditätsbedarf die NSFR-Kennziffer gemessen und gesteuert (vgl. Abschnitt II 4.2). Zur Überwachung haben wir für beide Kennziffern jeweils ein Ampelsystem mit einem Mindestwert von 110% implementiert. Im Zuge der Eckwertplanung erstellt die Bank einen Refinanzierungsplan für den jeweiligen Planungshorizont. Darüber hinaus wird die Liquidtät durch Fälligkeitslisten überwacht. Im Hinblick auf unsere Refinanzierungsquellen verweisen wir auf Abschnitt II.3.2 Finanz- und Liquiditätslage. Das Refinanzierungskostenrisiko wurde im Rahmen der Risikoinventur als wesentlich eingestuft. Zur Ermittlung des Risikos wird ein Anstieg der Liquiditätsspreads unterstellt. Der Anstieg ist aus der historischen Entwicklung abgeleitet. Eine Liquiditätsmanagementfunktion wurde mit dem Ziel der Liquiditätssteuerung eingerichtet, um in Phasen eines sich abzeichnenden Liquiditätsengpasses einschließlich eines Stressfalls die Zahlungsfähigkeit zu sichern und eine Unterschreitung der bankaufsichtlichen LCR-Mindestquote zu verhindern. Zudem wurde für den Fall eines Liquiditätsengpasses ein Notfallplan festgelegt. III.5 Operationelle Risiken Die operationellen Risiken ermitteln wir auf Basis eines operational Value at Risk (Monte-Carlo-Simulation), dem Expertenschätzungen zu Risikohöhe und Schadenshäufigkeiten bezogen auf die Verlustereigniskategorien aus Art. 324 CRR zugrunde liegen. Den operationellen Risiken begegnen wir mit unterschiedlichen Maßnahmen. Dazu zählen insbesondere Arbeitsanweisungen, die Einhaltung einer ausreichenden Funktionstrennung, die laufende Optimierung der Arbeitsabläufe, Mitarbeiterschulungen, der Einsatz von Sicherheits-, Compliance-, Datenschutz- und Geldwäschebeauftragten, Versicherungen für versicherbare Gefahrenpotenziale (z .B. Diebstahl- und Betrungsrisiken), laufende Investitionen in neue DV-Systeme über die von uns beauftragte Rechenzentrale, Backup-Einrichtungen und die Prüfung der Verfahren und Systeme durch die Interne Revision. Zusätzlich hat unser Haus eine Notfallplanung erstellt. Dem Rechtsrisiko begegnen wir durch die Verwendung der im Verbund entwickelten Formulare. Bei Rechtsstreitigkeiten nehmen wir juristische Hilfe in Anspruch. Im Geschäftsjahr sind keine operationellen Risiken mit spürbarer Ertragsauswirkung eingetreten. III.6 Weitere Risiken Die Bank bewertet das strategische und das Geschäftsrisiko, d. h. die Gefahr von unerwarteten Veränderungen der Markt- und Umfeldbedingungen mit nachteiligen Auswirkungen auf die Ergebnislage (insbes. auch Inflation) als wesentliches Risiko. Die Quantifizierung erfolgt im Rahmen eines vereinfachten Verfahrens auf Basis von Abschlägen. III.7 Gesamtbild der Risikolage Zusammenfassend ist die Risikolage insgesamt als geordnet einzustufen, da die Risikotragfähigkeit im Geschäftsjahr 2023 unter den definierten Risikoberechnungen stets gegeben war. Die aufsichtsrechtlichewn Eigenmittelaufnorderungen haben wir im Jahr 2023 jederzeit eingehalten. Die zu ihrer Deckung vorhandenen Eigenmittel belaufen sich zum Berichtsstichtag auf 289 Mio. EUR. Wir verweisen hierzu ergänzend auf unsere Ausführungen bei der Vermögenslage. Nach derzeitigem Planungsstand ist die Risikotragfähigkeit im Berichtszeitraum 2024 angesichts der laufenden Ertragskraft und der Vermögens-/Substanzsituation der Bank voraussichtlich gegeben. Bestandsgefährdende Risiken sind nicht erkennbar. IV. Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken (Prognosebericht)Die Prognosen, die sich auf die voraussichtliche Entwicklung der PSD Bank Nord eG für das nächste Geschäftsjahr 2024 beziehen, stellen Einschätzungen dar, die wir auf Basis der zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts zur Verfügung stehenden Informationen und Planungsrechnungen getroffen haben. Wir weisen darauf hin, dass sich die Prognosen durch die Veränderungen der zugrunde liegenden Annahmen als unzutreffend erweisen können. Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Kreditgenossenschaften Die Prognosen zur Konjunkturentwicklung gehen nach Einschätzungen der Deutschen Bundesbank (Monatsbericht 12.2023) sowie der Wirtschaftsforschungsinstitute ifo und Institut für Weltwirtschaft für das Geschäftsjahr 2024 von einem minimalen Wachstum aus. Die deutsche Wirtschaft dürfte danach erst langsam wieder auf einen Expansionspfad einschwenken und nach und nach Fahrt aufnehmen. Die privaten Investitionen in den Wohnungsbau dürften hingegen zunächst noch sinken, erst 2025 wird die Talsohle erwartet und und erst 2026 wieder moderate Zuwächse. Im gesamten Projektionszeitraum sollten energetische Renovierungen von Bestandsimmobilien nach den Erwartungen der Deutschen Bundesbank stützend wirken. Für 2025 und 2026 geht die Deutsche Bundesbank von einem Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts von 1,2% bzw. 1,3% aus. Die Inflation ermäßigt sich 2024 spürbar und 2025 weiter und wird 2026 bei 2,2% erwartet. Entsprechend der Zinsprognose der DZ Bank gehen wir für 2024 von einer Verflachung der Zinsstrukturkurve durch das Absenken der EZB-Leitzinsen und einen leichten Anstieg der langfristigen Zinsen aus. Ende 2025 sollte damit die Phase der Inversität beendet werden. Voraussichtlicher Geschäftsverlauf und voraussichtliche Lage Die Bank plant in diesem wirtschaftlichen Umfeld die Fortsetzung ihrer kundenorientierten Geschäftsstrategie. Über die systematische Erschließung weiterer Ertragsfelder mit Bestands- und Neukunden in unserem Kerngeschäftsfeld Wohnen gehen wir von einer Rückkehr des Neugeschäftsvolumens auf das Niveau von 2022 aus, sodass wir mit einem Wachstum von rd. 2% rechnen. Dabei kann das Margenniveau gehalten werden. Im Einlagengeschäft unserer Privatkunden erwarten wir ein Wachstum von rd. 2%, das jedoch in die höherverzinslichen Produkte fließt und insofern zu einem weiteren Absinken der aktuellen Kundenmarge führen wird. Im Eigengeschäft sind bei der anhaltenden Marktschwäche im Immobilienmarkt mit Ausnahme von Investitionen zur energetischen Ertüchtigung unserer Bestandsimmobilien keine neuen Investments in Wohnimmobilien geplant. Die Möglichkeiten in den Rentenmärkten werden wir entsprechend unserer Treasury-Strategie risiko-ertrags-orientiert weiter nutzen. Im Dienstleistungsgeschäft erwarten wir einen leichten Anstieg bei den Erträgen aus dem Zahlungsverkehr sowie Versicherungs- wie auch Bausparprodukten. Aufgrund des erwarteten Absinkens der kurzfristigen Zinsen wie auch der positiven Entwicklungen an den Finanzmärkten - gehen wir von einem stärkeren Absatz und höheren Beständen von Fondsprodukten aus. Insgesamt zeigen unsere Planrechnungen, dass sich die Erträge um ca. 4,5 Mio. EUR reduzieren werden, wobei der Zinsüberschuss um ca. 3 Mio. EUR sinken wird. Das Provisionsergebnis entwickelt sich rückläufig, da das Wachstum der Dienstleistungserträge durch den stärker steigenden Aufwand für Vermittler bei höherer Nachfrage nach Baufinanzierungen überkompensiert wird. Entsprechend ist geplant, die Verwaltungsaufwendungen um rd. 3 Mio. EUR (9 %) zu reduzieren. Sowohl bei Personal- als auch Sachaufwand entfallen die fusionsbedingten Sonderfaktoren. Wir gehen davon aus, dass Vakanzen aufgrund von Fluktuation nicht vollständig nachbesetzt werden. Gleichzeitig sollen die Sachkosten u. a. über die zukunftsorientierte Weiterentwicklung von Prozessen im Kundengeschäft wie auch in den Stabsbereichen und ein auf den laufend digitaler werdenden Vertrieb ausgerichtetes Standortkonzept reduziert werden. Das sonstige betriebliche Ergebnis wird auf Basis unserer Annahmen bei einer schwarzen "0" auslaufen. Beim Bewertungsergebnis rechnen wir mit einer leichten Verbesserung. Während wir im Kreditgeschäft von einem Anstieg der Risikovorsorge ausgehen müssen, erwarten wir aus der Bewertung unseres Wertpapierbestands weitere Zuschreibungen. Erwartete Auswirkungen auf unsere bedeutsamsten Leistungsindikatoren Vor dem Hintergrund der geschilderten Entwicklungen und Annahmen sind für das nächste Geschäftsjahr voraussichtlich die nachfolgend dargestellten Auswirkungen auf unsere bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren (vgl. Definition Abschnitt II.2) zu erwarten: Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit im Verhältnis zur durchschnittlichen Bilanzsumme wird sich aufgrund niedrigerer Erträge bei langsamer wirkender Kostenoptimierung von 0,34% auf 0,32% verschlechtern. Die Cost Income Ratio wird sich entsprechend von 77,5% auf 79,8% ebenfalls verschlechtern. Die Gesamtkapitalquote gem. CRR zur Mindestkapitalquote wird voraussichtlich auf dem aktuell zufriedenstellenden Niveau stabil bleiben. Gesamtaussage Insgesamt erwarten wir bei Berücksichtigung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und der Wettbewerbssituation im Retail-Markt, dass sich Geschäftsverlauf und Lage der PSD Bank Nord eG bei hohen Anstrengungen im Kundengeschäft und Kostenmanagement schwächer entwickeln werden als 2023, weil der Vorteil aus dem Zinsanstieg für das Einlagengeschäft schwächer wird und die Maßnahmen im Kundengeschäft wie auch in der Effizienzsteigerung erst mit Verzögerung greifen. Bei einer anhaltend inversflachen Zinsstrukturkurve bleiben auch Zusatzerträge aus Fristentransformation aus. Dennoch wird gem. unserer Planung die jederzeitige Einhaltung der Anforderungen an das Eigenkapital und die Liquidität gewährleistet sein. Risiken Wesentliche Risiken für die Ertragslage bestehen im kommenden Jahr bei einer deutlich schlechteren Konjunkturentwicklung oder einer Verschlechterung der Arbeitsmarktsituation, die zu einer rückläufigen Geschäftsentwicklung führen könnte sowie zu höheren Ausfällen im Kundenkreditgeschäft. Chancen Wesentliche Chancen für die Ertragslage und den voraussichtlichen Geschäftsverlauf bestehen im nächsten Geschäftsjahr insbesondere, wenn sich entgegen unseren Annahmen bei einem erkennbar besseren Konjunkturtrend in Deutschland die Immobilienmärkte von ihrer aktuellen Schwäche erholen und die Unsicherheiten bezüglich der Anforderungen und Förderbedingungen für energetische Sanierungen reduziert werden könnten, sodass die Nachfrage nach Dienstleistungen rund ums Wohnen kräftig anziehen würde. V. ZweigniederlassungenEs bestehen keine Zweigniederlassungen.
Hamburg, 12. März 2024 PSD Bank Nord eG Der Vorstand gez. Jörg Bercher gez. Oliver Pöpplau gez. André Thaller Bericht des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben erfüllt. Er nahm seine Überwachungsfunktion wahr und traf die in seinen Zuständigkeitsbereich fallenden Beschlüsse, dies beinhaltet auch die Befassung mit der Prüfung nach § 53 GenG. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers überwacht. Insbesondere beinhaltete die Überprüfung, dass keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen von Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, erbracht wurden. Bei zulässigen Nichtprüfungsleistungen lagen die erforderlichen Genehmigungen vor. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat und die Ausschüsse des Aufsichtsrats in regelmäßig stattfindenden Sitzungen über die Geschäftsentwicklung, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie über besondere Ereignisse. Der vorliegende Jahresabschluss 2023 mit Lagebericht wird vom Verband der PSD Banken e.V. geprüft. Über das Prüfungsergebnis wird in der Generalversammlung berichtet. Den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschussess hat der Aufsichtsrat geprüft und in Ordnung befunden. Der Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses entspricht den Vorschriften der Satzung. Der Aufsichtsrat empfiehlt der Generalversammlung, den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 31.12.2023 festzustellen und die vorgeschlagene Verwendung des Jahresüberschusses zu beschließen.
Hamburg, 25.04.2024 gez. Jürgen Sauer, Vorsitzender des Aufsichtsrats Jahresabschluss der Kreditinstitute in der Rechtsform der eingetragenen Genossenschaft Bestandteile Jahresabschluss 1. Jahresabschluss (Formblatt 1) 2. Gewinn- und Verlustrechnung (Formblatt 3 - Staffelform) 3. Anhang 1. Jahresbilanz zum 31.12.2023Aktivseite
1) Zusammengefasste Vorjahreswerte der
übernehmenden Bank und der durch Verschmelzung
übernommenen Bank
Passivseite
1) Zusammengefasste Vorjahreswerte der
übernehmenden Bank und der durch Verschmelzung
übernommenen Bank
2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01. bis 31.12.2023
1) Zusammengefasste Vorjahreswerte der
übernehmenden Bank und der durch Verschmelzung
übernommenen Bank
3. AnhangA. Allgemeine AngabenDie PSD Bank Nord eG, Hamburg, ist beim Amtsgericht Hamburg unter der Genossenschaftsregister-Nummer GnR1003 eingetragen. Der Jahresabschluss wurde nach den für Kreditinstitute geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) sowie nach dem Pfandbriefgesetz (PfandBG) aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung richtet sich nach den vorgeschriebenen Formblättern. Gleichzeitig erfüllt der Jahresabschluss die Anforderungen des Genossenschaftsgesetzes (GenG) und der Satzung der Bank. Die im Rahmen der Verschmelzung mit der PSD Bank Kiel eG (übertragender Rechtsträger) übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden wurden in Ausübung des Wahlrechts nach § 24 UmwG (Buchwertverknüpfung) mit den Buchwerten aus der Schlussbilanz fortgeführt. Die in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung angegebenen Vorjahresbeträge sind bei nachstehenden Posten aus folgenden Gründen nicht vergleichbar: Die unter Passiva 5 unter Sonstige Verbindlichkeiten angegebenen Vorjahresbeträge sind nicht vergleichbar, da im Jahresabschluss 2023 die erhaltenen Sicherheiten für Derivategeschäfte mit der DZ-Bank in Höhe von 29,7 Mio EUR erstmalig in dieser Position ausgewiesen wurden. In den Vorjahren wurden diese Werte unter Passiva 1 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen. Der Wert aus dem Vorjahr betrug 55,2 Mio EUR. Die in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung angegebenen Vorjahresbeträge wurden bei nachstehenden Posten dem Ausweis für das Geschäftsjahr 2023 angepasst: Zur Herstellung der Vergleichbarkeit der Vorjahreszahlen infolge der Zugänge durch die Verschmelzung mit der PSD Bank Kiel eG wurden neben den tatsächlichen Vorjahreszahlen und den aktuellen Zahlen auch die angepassten Vorjahreszahlen angegeben (sog. Drei-Spalten-Form). Unter Punkt E Sonstige Angaben - Pfandbriefgeschäft wurden die Vorjahreswerte incl. der Zahlen der PSD Bank Kiel eG angegeben. B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden entspricht den allgemeinen Bewertungsvorschriften der §§ 252 ff. HGB unter Berücksichtigung der für Kreditinstitute geltenden Sonderregelungen (§§ 340 ff. HGB). Bei der Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden im Einzelnen folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt; sofern von den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Vorjahres abgewichen wurde, wird dies bei den entsprechenden Posten sowie zusammengefasst nochmals am Ende des Abschnitts B. unter 'Abweichungen von den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden' dargestellt. Barreserve Die auf EUR lautende Barreserve wurde mit dem Nennwert angesetzt. Forderungen an Kreditinstitute und Kunden Forderungen an Kreditinstitute und Kunden wurden mit den Anschaffungskosten oder mit dem Nennwert ausgewiesen. Anteilige Zinsen, deren Fälligkeit nach dem Bilanzstichtag liegt, die aber am Bilanzstichtag bereits den Charakter von bankgeschäftlichen Forderungen oder Verbindlichkeiten haben, sind dem zugehörigem Aktiv- oder Passivposten der Bilanz zugeordnet. Die in den Forderungen an Kunden erkennbaren Bonitätsrisiken haben wir durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen und Einzelrückstellungen in ausreichender Höhe abgedeckt. Für vorhersehbare, noch nicht individuell konkretisierte Adressenausfallrisiken im Kreditgeschäft werden Pauschalwertberichtigungen gemäß IDW RS BFA 7 gebildet. Dies betrifft alle nicht akut ausfallgefährdeten Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden sowie die nach §§ 26, 27 RechkredV unter der Bilanz auszuweisenden Eventualverbindlichkeiten und anderen Verpflichtungen (einschließlich widerruflicher und unwiderruflicher Kreditzusagen). Die ermittelten Teilbeträge für die Pauschalwertberichtigung werden von den Aktivposten Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden abgesetzt. Die Teilbeträge für das außerbilanzielle Geschäft werden unter den anderen Rückstellungen passiviert und entsprechend von den Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften sowie den unwiderruflichen Kreditzusagen abgesetzt. Die Berechnung der Pauschalwertberichtigung erfolgt auf Grundlage des im Rahmen des internen Risikomanagements ermittelten erwarteten Verlusts über einen Betrachtungszeitraum von zwölf Monaten ohne Anrechnung von Bonitätsprämien (Bewertungsvereinfachungsverfahren). Der erwartete Verlust wird unter Berücksichtigung der Ausfallwahrscheinlichkeit, der Verlustquote bei Ausfall sowie der erwarteten Kredithöhe zum Ausfallzeitpunkt ermittelt. Zur Sicherung gegen die besonderen Risiken des Geschäftszweiges haben wir ferner Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB im Bestand. Wertpapiere Die wie Umlaufvermögen behandelten Wertpapiere (Liquiditätsreserve) wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip mit ihren Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren Börsen- oder Marktpreis oder dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert bewertet. Die wie Anlagevermögen behandelten Wertpapiere wurden nach dem gemilderten Niederstwertprinzip mit ihren Anschaffungskosten bzw. bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung mit dem niedrigeren Börsen- oder Marktpreis bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert zuzüglich Zeitwert bewertet. Im Geschäftsjahr erfolgten keine Umwidmungen von der Liquiditätsreserve in das Anlagevermögen. Die Umwidmung aus den Vorjahen hat eine ertragserhöhende Auswirkung. Bei den umgewidmeten festverzinslichen Wertpapieren des Vorjahres wurden im Geschäftsjahr Anschaffungskosten über pari durch anteilige Abschreibungen des Agio an den niedrigeren Einlösungskurs angepasst. Darüber hinaus haben wir von dem Wahlrecht nach § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB Gebrauch gemacht. Die Ausübung dieses Wahlrechts hat sich ertragsmindernd ausgewirkt. Für einen im Anlagevermögen gehaltenen Spezialfonds wurde der beizulegende Wert anhand einer Fondsdurchschau unter Berücksichtigung von erwarteten Ausgleichseffekten sowie Substanzminderungen ermittelt. Die erwarteten Ausgleichseffekte werden im Rahmen einer fondsspezifischen Prognoserechnung aus dem Wertaufholungspotenzial der im Fonds gehaltenen Vermögensgenstände sowie aus Gewinnthesaurierungen unter Berücksichtigung der geplanten Ausschüttungen und Kosten abgeleitet. Wertpapierleihegeschäfte Am Bilanzstichtag entliehene Wertpapiere wurden nicht in der Bankbilanz angesetzt, da das wirtschaftliche Eigentum nicht auf die Bank als Entleiher übergegangen ist, sondern beim Verleiher verblieben ist. Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften sowie Anteile an verbundenen Unternehmen Die Beteiligungen und die Geschäftsguthaben bei Genossenschaften wurden zu Anschaffungskosten abzüglich außerplanmäßiger Abschreibungen aus den Vorjahren bilanziert. Anteile an verbundenen Unternehmen wurden vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen aus den Vorjahren bilanziert. Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen Die Bewertung der immateriellen Anlagewerte und Sachanlagen erfolgte zu Anschaffungskosten- und Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode. Den planmäßigen Abschreibungen liegen die der geschätzten wirtschaftlichen Nutzungsdauer entsprechenden Abschreibungssätze zugrunde, die sich grundsätzlich an den von der Finanzverwaltung veröffentlichten Abschreibungstabellen orientieren. Außerplanmäßige Abschreibungen wurden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Netto-Einzelwert von 250 EUR wurden als andere Verwaltungsaufwendungen erfasst. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von 250 EUR und bis zu 1.000 EUR wurde eine Poolabschreibung nach steuerlichen Vorgaben vorgenommen. Im Rahmen der Fusion wurde für das übergebende Institut (PSD Bank Kiel eG) die Direktabschreibung der geringwertigen Wirtschaftsgüter bis zum Zeitpunkt der Fusion beibehalten. Sonstige Vermögensgegenstände Sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert oder zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Die Unterschiedsbeträge zwischen dem Erfüllungsbetrag und dem niedrigeren Ausgabebetrag von Verbindlichkeiten wurden in den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt. Die Unterschiedsbeträge wurden planmäßig auf die Laufzeit der Verbindlichkeit verteilt. Latente Steuern Zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen bestehen zeitliche oder quasi-permanente Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Die sich daraus ergebenden Steuerbelastungen (passive latente Steuern) und Steuerentlastungen (aktive latente Steuern) haben wir verrechnet. Passive Steuerlatenzen bestehen nur in geringem Umfang , denen aktive Steuerlatenzen, hauptsächlich aus dem Bereich Rückstellungen gegenüberstehen. Bei einer Gesamtdifferenzbetrachtung errechnet sich ein aktiver Überhang von latenten Steuern, der in Ausübung des Wahlrechts nach § 27.4 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt wurde. Verbindlichkeiten Die Passivierung der Verbindlichkeiten erfolgte zum jeweiligen Erfüllungsbetrag. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind im Wesentlichen Disagiobeträge enthalten, die bei Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden. Die Unterschiedsbeträge werden planmäßig auf die Laufzeit der Forderungen verteilt. Rückstellungen Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen bzw. drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem Rechnungszins der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) abgezinst. Den Pensionsrückstellungen liegen versicherungsmathematische Berechnungen auf Basis der "Richttafeln 2018 G" (Prof. Dr. Klaus Heubeck) zugrunde. Die Verpflichtungen aus Anwartschaften auf Pensionen werden mittels Anwartschaftsbarwertverfahren (PUCM) angesetzt. Laufende Rentenverpflichtungen und Altersversorgungsverpflichtungen gegenüber ausgeschiedenen Mitarbeitern sind mit dem Barwert bilanziert. Als Rententrend wurden 3,0 % für laufende Renten und 2,0 % für Rentenzusagen angenommen. Die Abzinsung der Pensionsrückstellungen erfolgte unter Annahme einer Restlaufzeit von 15 Jahren (Vereinfachungsregel) mit 1,83 % (durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre auf Basis des von der Deutschen Bundesbank per Dezember 2023 ermittelten Zinssatzes). Im Vergleich zu einer Abzinsung mit einem entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre (1,76 %) ergibt sich ein Unterschiedsbetrag von 115.226 EUR. Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Diskontierungssatzes im Zusammenhang mit den Pensionsrückstellungen werden analog zum Ab-/Aufzinsungseffekt im sonstigen betrieblichen Ergebnis ausgewiesen. Bei Altersversorgungsverpflichtungen und vergleichbaren langfristigen Verpflichtungen, die die Voraussetzungen des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB erfüllen, haben wir die Verpflichtungen mit den ihnen zuzurechnenden Vermögensgegenständen in Höhe von 1,2 Mio EUR verrechnet. Teile der Pensionsanwartschaften wurden auf Versicherungsgesellschaften übertragen. Bei der Bank verbleibt darüber hinaus die Subsidiärhaftung. Für nicht durch Deckungskapital gedeckte Leistungsverpflichtungen bestehen Rückstellungen in erforderlicher Höhe. Der Belastung aus Einlagen mit steigender Verzinsung und für Zuschläge sowie sonstige, über den Basiszins hinausgehende Vorteile für Einlagen wurde durch Rückstellungsbildung in angemessenem Umfang Rechnung getragen. Verlustfreie Bewertung der zinsbezogenen Geschäfte des Bankbuchs Die zinsbezogenen Finanzinstrumente des Bankbuchs einschließlich der zur Steuerung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos (Aktiv/Passiv-Steuerung) abgeschlossenen Zinsderivate werden im Rahmen einer Gesamtbetrachtung aller Geschäfte nach Maßgabe von IDW RS BFA 3 verlustfrei bewertet. Hierzu werden die zinsinduzierten Barwerte den Buchwerten gegenübergestellt. Der sich daraus ergebene positive Differenzbetrag wird anschließend um den Barwert der direkt aus den Zinsprodukten des Bankbuchs resultierenden Gebühren- und Provisionserträge erhöht und um den Risikokostenbarwert im Kundenkreditgeschäft sowie Eigengeschäft und den Bestandsverwaltungskostenbarwert vermindert. Bei den zurechenbaren Gebühren- und Provisionserträgen werden im Wesentlichen Kontoführungsgebühren, Postenentgelte, Kartenentgelte - sofern die jeweilige Karte Bestandteil des Kontomodells ist - angesetzt. Gemäß einer internen Erhebung bzw. Schätzung wird der Anteil der Verwaltungskosten für die Bestandsführung der zinsbezogenen Geschäfte an den gesamten Verwaltungsaufwendungen ermittelt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt. Bei der Bemessung der voraussichtlich noch anfallenden Verwaltungskosten für die Bestandsführung der zinsbezogenen Geschäfte werden Overheadkosten anteilig berücksichtigt. Individuelle Refinanzierungsmöglich keiten werden bei dieser barwertigen Betrachtung berücksichtigt Nach dem Ergebnis der Berechnungen zum 31. Dezember 2023 war keine Rückstellung zu bilden. Vermerke unter dem Bilanzstrich Im Rahmen der üblichen Geschäftstätigkeit übernehmen wir regelmäßig Bürgschaften. Dabei ist es für uns erforderlich, Zahlungen an den Begünstigten zu leisten, wenn ein anderer seinen Verpflichtungen nicht nachkommt oder Leistungen nicht vertragsgemäß erfüllt. Der Umfang der übernommenen Verpflichtungen ist aus den Angaben unter dem Bilanzstrich ersichtlich. Die dargestellten Beträge zeigen nicht die künftig aus diesen Verträgen zu erwartenden Zahlungsströme, da die Mehrzahl der Eventualverbindlichkeiten nach unserer Einschätzung ohne Inanspruchnahme endet. Von den unwiderruflichen Kreditzusagen zum 31. Dezember 2023 in Höhe von 67.861.233 EUR betreffen 67.361.233 EUR Zusagen von Buchkrediten an Nichtbanken. Wir gewähren unwiderrufliche Kreditzusagen, um den Finanzierungsbedürfnissen unserer Kunden zu entsprechen. Unwiderrufliche Kreditzusagen umfassen die nicht in Anspruch genommenen Anteile der gewährten Zusagen, welche nicht durch uns widerrufen werden können. Die Kreditzusagen werden mit dem Nominalbetrag gezeigt. Im Falle der Passivierung einer Rückstellung für noch nicht in Anspruch genommene unwiderrufliche Kreditzusagen oder Eventualverbindlichkeiten wird der jeweilige Posten unter dem Strich in Höhe des zurückgestellten Betrags gekürzt. Die widerruflichen und unwiderruflichen Kreditzusagen werden bei der Überwachung der Kreditrisiken berücksichtigt. Im Rahmen des Risikomanagementprozesses wird vor dem verbindlichen Eingehen sowie während der Laufzeit einer Verpflichtung das Risiko aus der Inanspruchnahme für Eventualverbindlichkeiten und andere Verpflichtungen eingeschätzt. Dabei ist im Wesentlichen die Bonität des Auftraggebers bzw. Kreditnehmers ausschlaggebend. Im Falle der Verschlechterung der Bonität, die den Ausgleich der Inanspruchnahme ganz oder teilweise nicht mehr erwarten lässt, werden Rückstellungen gebildet. Den latenten Risiken der Positionen unter dem Bilanzstrich wurde durch die Bildung von Pauschalrückstellungen gemäß IDW RS BFA 7 Rechnung getragen. Derivative Finanzinstrumente Derivative Finanzinstrumente dienen der Absicherung bilanzieller oder außerbilanzieller Posten gegen das allgemeine Zinsänderungsrisiko. Sie wurden in die Gesamtbetrachtung des Zinsbuches einbezogen und waren somit nicht gesondert zu bewerten. Zinserträge/Zinsaufwendungen Negative Zinsen aus Aktivgeschäften werden im Zinsertrag erfasst (Reduktion des Zinsertrags). Negative Zinsen aus Passivgeschäften werden im Zinsaufwand erfasst (Reduktion des Zinsaufwands). Im Falle von Zins-Swaps werden die Zahlungsströme je Swapvertrag verrechnet und der verbleibende Saldo vorzeichengerecht als Zinsertrag bzw. -aufwand ausgewiesen. C. Entwicklung des Anlagevermögens(volle EUR)
D. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und VerlustrechnungI. Bilanz In den Forderungen an Kreditinstitute sind 78.447.795 EUR Forderungen an die zuständige genossenschaftliche Zentralbank enthalten. Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen haben folgende Restlaufzeiten:
In den Forderungen an Kunden sind 14.283.402 EUR Forderungen mit unbestimmter Laufzeit enthalten. Die Zinsabgrenzung wurde aus Vereinfachungsgründen dem ersten Restlaufzeitenband zugeordnet. Von den in der Bilanz ausgewiesenen Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren werden im auf den Bilanzstichtag folgenden Geschäftsjahr 17.475.393 EUR fällig.
Wir halten Anteile an Sondervermögen und Anlageaktien an Investmentaktiengesellschaften mit veränderlichem Kapital sowie vergleichbarem EU-Investmentvermögen oder vergleichbarem ausländischem Investmentvermögen von mehr als 10 % (Bilanzposten A6).
Eine Abschreibung gemäß § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB ist unterblieben, da bei einem Fonds keine dauerhafte Wertminderung erwartet wird. Die Genossenschaft besitzt folgende Beteiligungen an anderen Unternehmen, mit denen ein Konzernverhältnis besteht:
Ein Konzernabschluss wurde nicht aufgestellt, weil aufgrund untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage (§ 290 Abs. 5 HGB i.V.m. § 296 Abs. 2 HGB) auf die Aufstellung verzichtet werden konnte. Daneben besitzt die Genossenschaft folgende Beteiligungen an anderen Unternehmen, die nicht von untergeordneter Bedeutung sind:
In folgenden Posten sind enthalten:
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere mit einem Buchwert von 56.579.174 EUR haben einen niedrigeren beizulegenden Zeitwert von 55.259.535 EUR. Außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB sind unterblieben, da für die in Aktivposten 5 enthaltenen festverzinslichen Werte im Anlagevermögen eine Durchhalteabsicht besteht und die Rückzahlung zum Nennwert erfolgt.
Im Posten Sonstige Vermögensgegenstände sind folgende wesentliche Einzelbeträge enthalten:
Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind 332.013 EUR Disagiobeträge aus aufgenommenen Verbindlichkeiten (Vorjahr: 288.210 EUR) enthalten. In folgenden Posten und Unterposten der Aktivseite sind Vermögensgegenstände, für die eine Nachrangklausel besteht, enthalten:
In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind 385.584.239 EUR Verbindlichkeiten gegenüber der zuständigen genossenschaftlichen Zentralbank enthalten. Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:
Die Zinsabgrenzung wurde aus Vereinfachungsgründen dem ersten Restlaufzeitenband zugeordnet. Im Posten Sonstige Verbindlichkeiten sind folgende wesentliche Einzelbeträge enthalten:
Angaben zum Posten Nachrangige Verbindlichkeiten: Im Geschäftsjahr fielen Aufwendungen in Höhe von 440.521 EUR an. Mittelaufnahmen, die 10 % des Gesamtbetrages der nachrangigen Verbindlichkeiten übersteigen, erfolgten zu folgenden Bedingungen:
Eine vorzeitige Rückzahlungsverpflichtung ist ausgeschlossen. Die Nachrangigkeit der Verbindlichkeit ist wie folgt geregelt: Die Bank hat im Geschäftsjahr nachrangige Verbindlichkeiten mit einem Nominalwert von 14.109.716,38 EUR im Bestand. Für die nachrangigen Verbindlichkeiten gelten die folgenden Bedingungen: Die Laufzeit beträgt 10 Jahre. Die Verzinsung beträgt zwischen 1,50 % und 2,05 %. Die aufgeführten Verbindlichkeiten sind im Falle der Insolvenz oder der Liquidation der Bank erst nach Befriedigung aller nicht nachrangigen Gläubiger zurückzuzahlen. Eine Umwandlung in andere Eigenkapitalformen ist nicht möglich. Die mit den Gläubigern der nachrangigen Verbindlichkeit getroffenen Nachrangabreden entsprechen den Vorschriften des Art. 63 CRR. Die Restlaufzeit der nachrangigen Verbindlichkeiten liegt zwischen 435 Tagen und 2.054 Tagen. In den nachstehenden Verbindlichkeiten sind folgende Beträge enthalten, die auch Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen oder Beteiligungsunternehmen sind:
Die unter dem Passivposten Gezeichnetes Kapital ausgewiesenen Geschäftsguthaben gliedern sich wie folgt:
Die Ergebnisrücklagen haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
Der Vorstand schlägt vor, den Jahresüberschuss wie folgt zu verwenden:
Der aus der Bewertung von Altersversorgungsverpflichtungen nach § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag liegt bei 115.226 EUR. Termingeschäfte und derivative Finanzinstrumente Nichthandelsbestand In der nachfolgenden Tabelle sind die am Bilanzstichtag noch nicht abgewickelten Derivategeschäfte (exklusive Stückzinsen), die nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanziert wurden (Nichthandelsbuchbestand), zusammengefasst (§ 36 RechKredV bzw. § 285 Nr. 19 HGB). Neben der Gliederung nach Produktgruppen wird die Fälligkeitsstruktur auf Basis der Nominalbeträge dargestellt.
Die in vorstehender Tabelle enthaltenen zinsbezogenen Geschäfte werden ausschließlich zur Steuerung des Zinsbuches im Rahmen der Aktiv -/ Passivsteuerung eingesetzt. II. Gewinn- und Verlustrechnung Im Zinsergebnis sind keine negativen Zinsen aus Krediten enthalten. Ebenso haben wir keine positiven Zinsen aus Kundeneinlagen generiert. Positive Zinsen für Refinanzierungen von Banken sind in Höhe von 19.445 EUR angefallen (darunter der DZ Bank in Höhe von 12.690 EUR). Die für das Geschäftsjahr ermittelten Auf- und Abzinsungseffekte für Zinsrückstellungen aus Zinsprodukten wurden unter den Zinserträgen und den Zinsaufwendungen erfasst. Dadurch hat sich der Zinsüberschuss per Saldo um -9.709 EUR (Vorjahr + 15.104 EUR) vermindert. Die Provisionsaufwendungen für von Dritten erbrachte Dienstleistungen, die für die Gesamttätigkeit von wesentlicher Bedeutung sind, resultieren insbesondere aus der Vermittlung von Baufinanzierungskrediten und erforderten einen Provisionsauwand in Höhe von 2.184.051 EUR. E. Sonstige AngabenPfandbriefe Die PSD Bank Nord eG ist seit 2020 Pfandbriefbank. Nachfolgend sind die Posten der Bilanz gemäß den Vorschriften für die Formblätter von Pfandbriefbanken aufgegliedert. Da die PSD Bank Nord eG das Pfandbriefgeschäft nicht schwerpunktmäßig betreibt, wurden die Untergliederungen aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit in den Anhang übernommen. Aus den gleichen Gründen stellen wir nur die nach der RechKredV vorgesehenen Posten der Bilanz dar, deren Inhalte das Pfandbriefgeschäft betreffen. Aktiva 3 - Forderungen an Kreditinstitute
Aktiva 4 - Forderungen an Kunden
Aktiva 14 - Rechnungsabgrenzungsposten
Passiva 1 - Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Passiva 2 - Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
Passiva 3 - Verbriefte Verbindlichkeiten
Passiva 6 - Rechnungsabgrenzungsposten
Angaben nach § 28 PfandBG zum Hypothekenpfandbriefumlauf Angaben zu Gesamtbetrag und Laufzeitstruktur (Angaben in Mio. EUR)
* Sowohl die Ermittlung des Risikobarwerts als auch des Währungsstresses erfolgt statisch. ** Die gesetzliche Überdeckungserfordernis setzt sich aus der barwertigen sichernden Überdeckung gemäß § 4 (1) PfandBG und der nennwertigen sichernden Überdeckung gemäß § 4 (2) PfandBG zusammen. *** Auswirkungen einer Fälligkeitsverschiebung auf die Laufzeitenstruktur der Pfandbriefe / Verschiebungsszenario: 12 Monate
Zusammensetzung der ordentlichen Deckungswerte (Angaben in Mio. EUR)
Zusammensetzung der weiteren Deckungswerte (Angaben in Mio. EUR)
Übersicht über rückständige Leistungen (Angaben in Mio. EUR)
ISIN-Liste der Inhaberpapiere
Anhang des Jahresabschlusses
Zusatzangaben nach § 35 RechKredV Die im Deckungsregister aufgeführten Realkredite in Höhe von 502,11 Mio. EUR werden in der Bilanz unter den Forderungen an Kunden ausgewiesen. Die zur Deckung dienenden Wertpapiere in Höhe von 12 Mio.EUR (Nominalvolumen) sind in der Bilanzposition Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere enthalten. Im Geschäftsjahr beliefen sich die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats auf 133.301 EUR und der früheren Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene auf 336.585 EUR. Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Für frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebene bestehen zum 31.12.2023 Pensionsrückstellungen in Höhe von 3.343.904 EUR. Am Bilanzstichtag betrugen die gewährten Vorschüsse und Kredite sowie die eingegangenen Haftungsverhältnisse für
Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz enthalten und nicht als Haftungsverhältnisse anzugeben, jedoch für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen in Form von Garantieverpflichtungen gegenüber der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e. V. (Garantieverbund) in Höhe von 5.550.584 EUR enthalten. Ferner besteht eine Beitragsgarantie gegenüber dem institutsbezogenen Sicherungssystem der BVR Institutssicherung GmbH. Diese betrifft Jahresbeiträge zum Erreichen der Zielausstattung bzw. Zahlungsverpflichtungen, Sonderbeiträge und Sonderzahlungen, falls die verfügbaren Finanzmittel nicht ausreichen, um die Einleger eines dem institutsbezogenen Sicherungssystem angehörigen CRR-Kreditinstituts im Entschädigungsfall zu entschädigen, sowie Auffüllungspflichten nach Deckungsmaßnahmen. Gemäß Teil 8 der CRR (Art. 435 bis 455) offenzulegende Inhalte sind zum Teil im Lagebericht enthalten. Wir beabsichtigen, die weiteren Angaben in einem separaten Offenlegungsbericht zu machen und im Bundesanzeiger / auf unserer Homepage zu veröffentlichen. Die Zahl der im Jahr 2023 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:
Außerdem wurden durchschnittlich 9,50 Auszubildende beschäftigt.
Die Vermehrung der Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder beinhaltet den Zugang der verbleibenden Mitglieder der PSD Bank Kiel eG - Stand 01.01.2023.8.037.378 EUR. Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes: Von den gesetzlichen Vertretern und anderen Mitarbeitern werden folgende Mandate in Aufsichtsgremien großer Kapitalgesellschaften wahrgenommen:
Hamburg, 12. März 2024 PSD Bank Nord eG Der Vorstand gez. Jörg Bercher gez. Oliver Pöpplau gez. André Thaller BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die PSD Bank Nord eG, Hamburg VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der PSD Bank Nord eG (im Folgenden "Genossenschaft") - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Genossenschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Genossenschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Genossenschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO i. V. m. §§ 55 Abs. 2, 38 Abs. 1a GenG, dass alle bei uns beschäftigten Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Nachfolgend stellen wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar: 1. Bewertung Kundenforderungen 2. Verändertes Marktzinsumfeld und Auswirkungen auf den Jahresabschluss Unsere Darstellung der besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir jeweils wie folgt strukturiert: a) Sachverhalt und Problemstellung b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse c) Verweis auf weitergehende Informationen 1. Bewertung Kundenforderungen a) Sachverhalt und Problemstellung Die Forderungen an Kunden, saldiert mit den gebildeten Risikovorsorgen, umfassen einen Betrag in Höhe von TEUR 2.080.315. Dies entspricht 74,6 % der Bilanzsumme. Zudem bestehen Eventualverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 92. Die Identifizierung von Wertminderungen und die Ermittlung von Einzelwertberichtigungen und Pauschalwertberichtigungen nach IDW RS BFA 7 sowie die Bemessung von Rückstellungen für Eventualverbindlichkeiten unterliegen wesentlichen Schätzungsunsicherheiten und Ermessensspielräumen. Das Risiko für den Jahresabschluss liegt darin, dass Wertberichtigungsbedarf nicht rechtzeitig identifiziert wird bzw. die Höhe der Wertberichtigung von der wirtschaftlichen Lage und Entwicklung der jeweiligen Kreditnehmer sowie von der Bewertung der Kreditsicherheiten abhängig ist. Daher ist die zutreffende Bewertung der Kundenforderungen von entscheidender Bedeutung für den Jahresabschluss und insbesondere für die Ertragslage und stellt nach unserer Einschätzung einen besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar. b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse Wir haben zunächst beurteilt, ob die Systeme bzw. Prozesse der Bank derart ausgestaltet sind, dass akute Risiken mit hinreichender Sicherheit rechtzeitig erkannt werden und gegebenenfalls eine Risikovorsorge in ausreichendem Umfang gebildet wird. Unsere Prüfungshandlungen umfassten die für die Bewertung der Kundenforderungen relevanten Bereiche und Prozesse. In Folge haben wir uns von der Funktionsfähigkeit der Regelungen bzw. Prozesse durch Prüfung in Stichproben überzeugt. Hierbei stellen wir auf die eingerichteten relevanten Kontrollen der Bank ab. Des Weiteren haben wir analytische Prüfungshandlungen durchgeführt. Dabei wurde der Datenbestand der Bank in Hinblick auf vordefinierte Prüfkriterien ausgewertet. In diesem Zuge wurden neben den Ratingeinstufungen insbesondere die Höhe der ungesicherten Kreditteile und die Gesamtzusage berücksichtigt. Hierauf aufbauend haben wir bewusst ausgewählte Kreditengagements hinsichtlich der Notwendigkeit und - soweit erforderlich - der Angemessenheit einer Risikovorsorge einer Einzelfallprüfung unterzogen. Im Hinblick auf die gebildete Pauschalwertberichtigung zur Berücksichtigung vorhersehbarer, aber noch nicht konkretisierter Ausfallrisiken im Kreditgeschäft haben wir uns unter anderem mit den bei der Bewertung zugrunde gelegten Annahmen und Parametern auseinandergesetzt. Dabei haben wir die zutreffende Ableitung der sachlichen und betraglichen Bemessungsgrundlagen nachvollzogen. Die Ermittlung der Pauschalwertberichtigung haben wir anhand der einfließenden wesentlichen Annahmen und Parameter nachvollzogen und plausibilisiert. c) Verweis auf weitergehende Informationen Weitere Angaben der Bank zur Bilanzierung und Bewertung von Forderungen im Kreditgeschäft sind im Anhang im Abschnitt Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden enthalten. Im Lagebericht sind Ausführungen zu den Kreditstrukturen im Abschnitt "II.4.3 Vermögenslage" und zu den Verfahren der Risikosteuerung im Abschnitt "III.3 Adressausfallrisiken - Forderungen an Kunden" - enthalten. 2. Verändertes Marktzinsumfeld und Auswirkungen auf den Jahresabschluss a) Sachverhalt und Problemstellung Das nach dem Zinsanstieg im Vorjahr nachhaltig veränderte Marktzinsumfeld hat nach wie vor Auswirkungen auf die künftige Zinsmarge der Genossenschaft sowie auf die Marktpreise der Wertpapiere. Mit den Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden, den Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren sowie den Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren auf der Aktivseite (insgesamt TEUR 2.699.125 bzw. 96,8 % der Bilanzsumme) und den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden, den verbrieften Verbindlichkeiten sowie nachrangigen Verbindlichkeiten auf der Passivseite (insgesamt TEUR 2.439.516 bzw. 87,5 % der Bilanzsumme) gehören wesentliche Teile der Bilanz sowie die zur Steuerung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos (Aktiv/Passiv-Steuerung) abgeschlossenen Zinsderivate mit einem Nominalwert von 480 Mio. EUR zu den Finanzinstrumenten des Zinsbuchs der Bank. Die Finanzinstrumente des Zinsbuchs sind im Rahmen einer Gesamtbetrachtung aller zinstragenden bilanziellen und außerbilanziellen Positionen des Bankbuchs nach Maßgabe von IDW RS BFA 3 n. F. von der Genossenschaft verlustfrei zu bewerten. Hierbei werden die zinsinduzierten Barwerte den Buchwerten gegenübergestellt und von dem positiven Überschuss die Risiko- und Bestandsverwaltungskosten abgezogen. Für einen danach eventuell verbleibenden Verlustüberhang ist eine Drohverlustrückstellung zu bilden, die unter den anderen Rückstellungen auszuweisen wäre. Nach dem Ergebnis der Berechnungen zum 31.12.2023 war keine Rückstellung zu bilden. Die Wertpapierbestände (Aktivposten 5 und 6) belaufen sich auf insgesamt TEUR 540.246. Dies entspricht 19,4 % der Bilanzsumme. Davon werden TEUR 470.415 (16,9 % der Bilanzsumme) im Jahresabschluss 2023 wie Anlagevermögen bewertet. Durch die Bewertung wie Anlagevermögen wurden außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich nicht dauernden Wertminderungen in Höhe von TEUR 5.309 vermieden. Sowohl dem Ansatz und der Folgebewertung von Rückstellungen als auch der Beurteilung einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung bei Wertpapieren des Anlagevermögens einschließlich der hierbei zugrundeliegenden Annahmen und Parameter liegen in einem hohem Ausmaß Einschätzungen, Annahmen und Ermessensspielräume der gesetzlichen Vertreter zugrunde. Das Risiko für den Jahresabschluss liegt darin, dass wesentliche Annahmen und Parameter nicht sachgerecht berücksichtigt werden bzw. Ermessenspielräume nicht sachgerecht genutzt werden. Daher waren diese Sachverhalte für den Jahresabschluss und insbesondere für die Ertragslage von entscheidender Bedeutung und waren aus unserer Sicht von besonderer Bedeutung für unsere Prüfung. b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse Im Rahmen unserer Prüfung der verlustfreien Bewertung des Bankbuchs haben wir uns unter anderem mit den bei der Bewertung zugrunde gelegten Annahmen und Parametern sowie der Abgrenzung des Bankbuchs auseinandergesetzt. Das Berechnungsschema der verlustfreien Bewertung des Bankbuchs haben wir anhand der einfließenden wesentlichen Annahmen und Parameter einschließlich der Diskontierung nachvollzogen und plausibilisiert. Dabei haben wir bestimmte von den gesetzlichen Vertretern angewandte Annahmen und Parameter einer Einzelfallprüfung unterzogen. Des Weiteren haben wir uns von der Kongruenz der verwendeten Methoden, Annahmen und Parametern zur internen Risikosteuerung überzeugt. Im Rahmen unserer Prüfung haben wir weiter die Bestände an Wertpapieren analysiert, deren Bewertungen mit erhöhter Ermessensentscheidung behaftet sind. Wir haben uns ein Verständnis darüber verschafft, wie die gesetzlichen Vertreter die für Schätzwerte relevanten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Annahmen und Datenquellen, identifiziert haben. Anhand ausgewählter Einzelfälle haben wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern getroffenen Ermessensentscheidungen und genutzten Bewertungswahlrechte risikoorientiert im Hinblick auf erhöhte Bewertungsunsicherheiten nachvollzogen. Bei Verzicht auf Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert bei Wertpapieren des Anlagevermögens haben wir beurteilt, ob die Wertansätze und die damit zusammenhängenden Angaben im Jahresabschluss im Rahmen der handelsrechtlichen Vorschriften vertretbar sind. c) Verweis auf weitergehende Informationen Weitere Angaben der Genossenschaft zur Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen und Wertpapieren sind im Anhang im Abschnitt "B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden" sowie im Abschnitt "D. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung" enthalten. Im Lagebericht sind Ausführungen im Abschnitt "II. 4.3 Vermögenslage" enthalten. Sonstige Informationen Sonstige Informationen lagen zum Zeitpunkt der Erteilung dieses Bestätigungsvermerks nicht vor. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter der Genossenschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Genossenschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Genossenschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt. beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Genossenschaft. führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit dem Aufsichtsrat unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber dem Aufsichtsrat eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihm alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit dem Aufsichtsrat erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO Wir sind als zuständiger Prüfungsverband gesetzlicher Abschlussprüfer der Genossenschaft. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit unserer Berichterstattung an den Aufsichtsrat nach Artikel 11 EU-APrVO i. V. m. § 58 Abs. 3 GenG (Prüfungsbericht) in Einklang stehen. Bei uns beschäftigte Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, haben folgende Leistungen, die nicht im Jahresabschluss oder im Lagebericht der geprüften Genossenschaft angegeben wurden, zusätzlich zur Abschlussprüfung für die geprüfte Genossenschaft bzw. für die von dieser beherrschten Unternehmen erbracht: Wertpapierdienstleistungsprüfung nach § 89 Abs. 1 Satz 1 WpHG Schulungsveranstaltungen für Aufsichtsräte und Bankmitarbeiter Erstellung eines Prüfungsgutachtens gemäß § 81 Abs. 1 UmwG Separate Bestätigungsleistungen an die Bankenaufsicht VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist David Peters.
Bonn, den 25.04.2024 Verband der PSD Banken e. V. gez. Peters, Wirtschaftsprüfer Dieser Jahresabschluss wurde gemäß § 48 GenG in der Generalversammlung am 20. Juni 2024 festgestellt und die Ergebnisverwendung wie vorgeschlagen beschlossen. BaFin - Instituts - Nummer: 101999 Anlage zum Jahresabschluss gemäß § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG zum 31. Dezember 2023("Länderspezifische Berichterstattung")Die PSD Bank Nord eG hat keine Niederlassungen im Ausland. Sämtliche nachfolgenden Angaben entstammen dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und beziehen sich ausschließlich auf ihre Geschäftstätigkeit als regional tätige Kreditgenossenschaft in der Bundesrepublik Deutschland. Die Tätigkeit der PSD Bank Nord eG besteht darin, Einlagen oder andere rückzahlbare Gelder von Privat- und Firmenkunden entgegenzunehmen und Kredite für eigene Rechnung zu gewähren. Die PSD Bank Nord eG definiert den Umsatz aus der Summe folgender Komponenten der Gewinn- und Verlustrechnung nach HGB: Zinserträge, Zinsaufwendungen, laufende Erträge aus Aktien etc., Erträge aus Gewinngemeinschaften etc., Provisionserträge, Provisionsaufwendungen und sonstige betriebliche Erträge. Der Umsatz beträgt für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2023 46.836 TEUR. Die Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger in Vollzeitäquivalenten zum Jahresende beträgt 223,7. Der Gewinn vor Steuern beträgt 9.534 TEUR. Die Steuern auf Gewinn betragen 730 TEUR und betreffen laufende Steuern. Die PSD Bank Nord eG hat im Geschäftsjahr keine öffentlichen Beihilfen erhalten. |
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