IV IR OPTICS GmbH
Am Goldberg 3, 99817 Eisenach, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Hanna Alter seit 12.5.2022 | Prokura |
Thomas Dr. Töpfer seit 9.6.2021 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (6)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 38.43% | |
| 31.44% | |
T***** T***** | 20.00% |
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
Hellma Materials GmbHEigenbeteiligung | 4.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Hellma Holding GmbHMüllheimKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Amtsgericht Freiburg HR B 300005 Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021Grundlagen des Konzerns Der Hellma Konzern untergliedert sich in die Bereiche Hellma Analytics, Hellma Optics und Hellma Materials. Die Bereiche werden unter der Muttergesellschaft Hellma Holding GmbH durch die operativ tätigen inländischen Führungsgesellschaften Hellma GmbH & Co. KG, Müllheim, Hellma Optik GmbH Jena, Jena und Hellma Materials GmbH, Jena, vertreten. Im Berichtsjahr hat sich der Konsolidierungskreis erweitert. Im Bereich des Teilkonzerns der Hellma Materials GmbH wurde die IV IR Optics GmbH, Eisenach gegründet und anschließend im September 2021 im Rahmen eines Asset Deals sämtliche Vermögensgegenstände und das operative Geschäft der zur Jenoptik AG gehörenden Photonic Sense GmbH, Eisenach übernommen. Am Standort Eisenach werden mit der vollständig übernommenen Belegschaft Germanium Kristalle gezüchtet und zu Halbzeugen für optische Komponenten verarbeitet. Mit diesem strategischen Zukauf konnte die Angebotspalette der Hellma Materials im Bereich der Spezialmaterialien erweitert werden. Die Konzernbereiche sind schwerpunktmäßig in folgenden Marktsegmenten tätig: Herstellung von optischen Bauteilen für Analyse-, Bio- und Labortechnik, Entwicklung und Vermarktung von kompletten Analyselösungen (Hellma Analytics), Herstellung von kundenspezifischen optischen Komponenten für die Lasertechnik (Hellma Optics) und Herstellung von Einkristallinen Materials im Bereich der Spezialmaterialien für optische Anwendungen im ultravioletten, sichtbaren und infraroten Spektralbereich bzw. für Anwendungen in der Strahlendetektion im sichtbaren und infraroten Spektralbereich (Hellma Materials). Wirtschaftsbericht Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft Nach einem vom Branchenverband SPECTARIS als schwach bewerteten Geschäftsjahr 2020, ist das Geschäftsjahr 2021, mit einem Zuwachs im Umsatz von +12,5% auf 10,9 Mrd. EUR für die Unternehmen der deutsche Analysen-, Bio- und Labortechnikindustrie, wieder deutlich positiver für die Verbandsmitglieder gelaufen. Auffällig ist hierbei die deutliche Zunahme im Auslandsgeschäft von +12,9% gegenüber von nur +8% prognostiziertem Wachstum im ersten Halbjahr 2021. Treiber hierfür sind die Märkte in Westeuropa und zu gleichen Teilen Asien und Nordamerika. Der Inlandsumsatz mit + 7,7 % entsprach dabei den Erwartungen von +7,1% aus dem ersten Halbjahr. Die Beschäftigtenzahl hat sich leicht auf rund 50.400 erhöht Für den Bereich deutsche Photonik Industrie, dem die Hellma Materials und Hellma Optics zuzuordnen sind, berichtete SPECTARIS, dass im Jahr 2021 die über 1.000 deutschen Unternehmen der optischen Industrie ihren Umsatz auf 47,3 Milliarden Euro steigern konnten. Der Erfolg dieser Industrie spiegelt sich auch bei den Beschäftigtenzahlen wider: die Zahl stieg um neun Prozent auf rund 176.300 Mitarbeitende. Getragen wurde das Ergebnis von einem starken Inlandsgeschäft, das um rund 15 Prozent zulegen konnte und einem noch stärkeren Auslandgeschäft mit einem Plus von 19 Prozent. Die große Bedeutung des internationalen Geschäfts zeigt sich in der Exportquote von 73 Prozent: 34,4 Mrd. Euro Umsatz wurden im Ausland erzielt. Die deutsche Photonik-Branche trägt wesentlich zur europäischen Photonik-Produktion bei. Somit sind im Jahr 2021 die sehr positiven Erwartungen sogar leicht übertroffen worden. Ein Großteil hiervon beruht in die Zulieferung auf das weltweit anziehende Geschäft mit Lasermaterialbearbeitungssystemen für die Bedarfe von Elektromobilität, Consumer und Professional Elektronics, Sicherheit, Telekommunikation sowie Ernährung und Landwirtschaft. Geschäftsverlauf Der Konzernumsatz konnte nach einem Jahr Pause seinen Wachstumspfad wieder aufnehmen und steigerte sich sogar über das Vorcoronaniveau um +9,2% auf 60,1 Mio. € (Vorjahr 55,1 Mio.€). Die produzierenden Konzerngesellschaften konnten im Umsatz vor Konsolidierung um 11,1%, die ausländischen Vertriebsgesellschaften um 3,7% gegenüber dem Vorjahr zulegen. Deutlichere Zuwächse konnten die Hellma Optik GmbH mit + 19% und die CVD Ceramics Inc. mit +24% verzeichnen. Ursache waren starke Nachholeffekte der Märkte nach dem Corona bedingt sehr schwachen Jahr 2020.Hinzu kommt in der zweiten Jahreshälfte die Aufnahme der IV IR Optics GmbH, Eisenach mit ihrem Germanium Zucht- und Veredelungsgeschäft in den Konsolidierungskreis. In der größten Sparte der Laborausrüstung der Hellma GmbH & Co.KG den Glasprodukten war das Geschäft mit den Standardprodukten leicht rückläufig, aber die Produkte für die Erstausrüstung für die hochspezialisierten, meist für die Blutanalyse eingesetzten Zytometer Küvetten haben wieder deutlich zugelegt. Auf der einen Seite ist seit Pandemie Beginn die Nachfrage nach Blutanalysegeräte weltweit deutlich gestiegen auf der anderen Seite hat die instabile Lieferkettenproblematik viele Kunden dazu veranlasst, mit etwas höheren Lagerbeständen zu agieren. Der für die Hellma Materials GmbH maßgebliche Markt der Halbleiterausrüstung verzeichnete eine starke Nachfragebelebung, pandemiebedingt konnte im Geschäftsjahr noch nicht ausreichend CaF Material produziert werden, um den Umsatz in diesem Bereich substanziell auszuweiten. Ertragslage Das Bruttoergebnis (EBDIT) konnte im Geschäftsjahr mit + 35,5% deutlich auf rund 13,7 Mio. EUR (Vorjahr 10,1 Mio. EUR), gesteigert und die Gesamtleistung in der Gruppe um +11,3% auf 64,2 Mio. EUR (Vorjahr 57,7 Mio. EUR) erhöht werden. Die Materialquote verschlechterte sich bezogen auf die Gesamtleistung etwas auf 26,0% (Vorjahr 23,7%), gleichzeitig konnte die Personalquote auf 37,8% (Vorjahr 39,5 %) gesenkt werden. Es wurde nur noch in einer Gesellschaft in geringem Umfang bis zur Jahresmitte Kurzarbeit in Anspruch genommen. In Summe über alle Konzerngesellschaften erhöhte sich das Rohergebnis auf 47,5 Mio. EUR (Vorjahr 44,0 Mio. EUR). Das Abschreibungsvolumen blieb mit rund 3,0 Mio. EUR stabil, Neuinvestition wurden weiterhin aufgrund der unsicheren Pandemielage nur moderat getätigt. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten um -14,3 % reduziert werden. Die Wechselkursentwicklungen im Berichtsjahr haben sich positiv auf das Ergebnis 2021 ausgewirkt. Das Ergebnis vor Steuern weitete sich um +54% auf 10,4 Mi. EUR (Vorjahr 6,7 Mio. EUR) aus. Der Jahresüberschuss legte sogar mit +89,6 % auf 7,3 Mio. EUR (Vorjahr 3,8 Mio. EUR) zu. Das Ergebnis übertraf die Erwartungen für das 2. Pandemiejahr deutlich. Die sich zum Jahresende hin abzeichnende Energiekrise und der im Februar von Russland begonnene Ukraine Krieg führte noch zu keinen Vorsorgemaßnahmen mit negativen Auswirkungen auf das Ergebnis. Die Bilanzsumme zum Ende des Geschäftsjahres hat sich um 12,4% auf 83,1 Mio. € (Vorjahr 73,9 Mio. EUR) erhöht. Der starke Anstieg stammt überwiegend aus der Erweiterung des Konsolidierungskreises, da in einem Asset Deal die Vermögensgegenstände und ausgewählte bestehende Vorratsbestände der Photonic Sense GmbH, Eisenach von der neu im Konsolidierungskreis aufgenommen IV IR Optics GmbH, Eisenach übernommen wurden. Das Vorratsvermögen stieg somit im Konzern um rund +5,1 Mio. EUR, zudem wuchsen die flüssigen Mittel mit +1,6 Mio. EUR. Auf der Passivseite der Bilanz stiegen die Gewinnrücklagen im Konzern um +3,7 Mio. EUR, wie auch die Rückstellungen um +1,4 Mio. EUR. Trotz Inanspruchnahme von weiteren Mitteln in Höhe von 1,8 Mio. EUR aus dem Sonderprogramm der KfW für Corona Hilfen von der Hellma GmbH & Co.KG haben sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zum Bilanzstichtag nur um +0,6 Mio. EUR erweitert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern haben sich um 0,2 Mio. EUR leicht erhöht. Die Eigenkapitalquote des Konzerns (Verhältnis von Eigenkapital zuzüglich passiver Unterschiedsbeträge und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern) hat sich bei 67,7% (Vorjahr 67,9 %) trotz der deutlich erhöhten Bilanzsumme nur unwesentlich vermindert. Das Anlagevermögen sowie die Vorräte werden vollständig durch das Eigenkapital abgedeckt. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden geringfügig auf 9,0 Mio. EUR ausgeweitet (Vorjahr 8,3 Mio. EUR). Liquiditätslage Dem Konzern standen zum Stichtag 14,8 Mio. EUR (Vorjahr 13,1 Mio. EUR) an flüssigen Mitteln und unverändert 0,11 Mio. EUR kurzfristig liquidierbaren Wertpapieren zur Verfügung. Dem gegenüber standen insgesamt 16,0 Mio. EUR (Vorjahr 14,30 Mio. EUR) Verbindlichkeiten gegen fremde Dritte (davon 9,0 Mio. EUR Bankverbindlichkeiten, 2,1 Mio. EUR erhaltene Anzahlungen, 3,6 Mio. EUR Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr 2,0 Mio. EUR) sowie 1,3 Mio. EUR übrige Verbindlichkeiten. Darüber hinaus bestanden saldierte Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 1,6 Mio. EUR (Vorjahr 1,4 Mio. EUR). Das Gros der Bankverbindlichkeiten hat eine Laufzeit von bis zu 7 Jahren. Der Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit im Konzern war mit 6,5 Mio. EUR (Vorjahr 6,1 Mio. EUR) leicht höher als im vorangegangenen Geschäftsjahr. Maßgeblich hierfür war der Anstieg des Konzernergebnisses auf 7,3 Mio. EUR (Vorjahr 3,9 Mio. EUR). Dagegen stehen eine deutliche Zunahme der Vorräte um 3,0 Mio. EUR und eine Ausweitung der Forderungen auf 3,5 Mio. EUR zum Stichtag bedingt durch einen starken Umsatz im letzten Quartal 2021 und der Einbeziehung des Geschäfts mit Germanium am Standort Eisenach. Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit hat sich mit 3,9 Mio. EUR zum Vorjahr 2,0 Mio. EUR fast verdoppelt. Das Gros hiervon ist ebenfalls der Geschäftsübernahme am Standort Eisenach zuzuschreiben. Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit erhöhte sich auf 1,0 Mio. EUR (Vorjahr 0,6 Mio. EUR). Bei den Bankverbindlichkeiten wurden im Saldo rd. 0,04 Mio. EUR mehr Mittel im Rahmen von Krediten aufgenommen, als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. In Summe stieg daher der Finanzmittelfond im Konzern am Ende der Periode um 1,6 Mio. EUR auf 14,8 Mio. EUR an. Die Zahlungsfähigkeit im Konzern war jederzeit uneingeschränkt gewährleistet. Investitionen Das Investitionsvolumen lag im Jahr 2021 mit 4,0 Mio. EUR deutlich über dem des vergangenen Jahres, (2,0 Mio. EUR). Mehr als die Hälfte hiervon wurde in die Übernahme der Assets (Anlagevermögen und Vorräte) des Geschäftsbetriebes der Photonicsense, Eisenach im September 2021 investiert. Weiter 0,5 Mio. EUR flossen in die technischen Anlagen wie Kühltürme und verbesserte Ölpumpen der Hellma Materials GmbH am Standort Jena. Bei der Hellma Analytics und Hellma Optics wurden im Berichtsjahr mit Rücksicht auf die weiterhin pandemie-bedingte unklare wirtschaftliche Entwicklung erneut auf größere Einzelinvestitionsprojekte verzichtet. Es wurde lediglich in notwendige kleinere Maßnahmen zur Erhaltung der Betriebsbereitschaft wie Spektrometer, Interferometer Erweiterung oder eine optische Messbrücke investiert. In Müllheim wurde der Einstieg in die Elektromobilität der Mitarbeitenden begonnen durch ein vom Land Baden-Württemberg gefördertes Projekt konnten drei E-Ladestationen auf dem Betriebsgelände in Betrieb genommen werden. Die Summe der Abschreibungen lag mit 3,0 Mio. EUR über dem Wert der Anlagen und Sachinvestitionen. Forschung und Entwicklung Im Bereich der Eigenmaterialentwicklung konnten für den Bereich der Laboranalytik große Fortschritte gemacht werden. Einerseits ist es gelungen durch die spezifischen Materialeigenschaften in Verbindung mit einer besonderen Verfahrensführung optische Bauteile in Gestalt und Funktionsfülle zu erzeugen, die mit konventionellen Bearbeitungsverfahren der Optik bestenfalls mit wesentlich höherem Aufwand zu erreichen wären. Neben Komponenten, die signifikante Qualitätsverbesserungen in Bestandsprodukten erzielen lassen, ist auf dieser technologischen Basis ein eigenständiges, gebrauchsfertiges Produkt entstanden, das vor der Markteinführung bei einem bedeutenden Anlagenhersteller im Life Science Bereich steht. In parallelen Entwicklungsschritten wurden durch chemische und verfahrenstechnische Modifikation weitere Materialvarianten mit deutlich veränderten Eigenschaften geschaffen, die zusätzliche Anwendungsfelder eröffnen. Es ist vorgesehen diesen Bereich am Standort Müllheim verstärkt voranzutreiben, um die Entstehung gleichermaßen innovativer und nachhaltiger Produkte zu fördern. Im Geschäftsbereich "Hellma Solutions" wurde die Entwicklung der Technologiebasis weiter vorangetrieben. Verschiedene Sensoren zur spektralphotometrischen Überwachung von Inhaltsstoffen in flüssigen und pulverförmigen Medien wurden fertiggestellt, so dass sie nun als Grundlage für die Umsetzung von Projekten bei Kunden zur Verfügung stehen. Ebenso konnte die Basis an Kundenprojekten, die sich in der Evaluation zur Realisierung von vollständigen spektrometrischen Lösungen befinden, deutlich vergrößert werden. Es wird erwartet, dass sich hieraus im kommenden Geschäftsjahr mehrere Kundenprojekte in der Praxis umsetzen werden, so dass die bisher aufgebaute Kompetenz und Technologie im Markt verprobt werden kann. Am Standort Jena wird in verschiedenen Projekten ebenfalls an der Erweiterung der eigenen Produktpalette im Bereich der Szintillationskristallen sowie den hochstabilen Einkristallen gearbeitet. Ergänzend werden neuer Mess- und Analyse-Methoden im Rahmen von Kristallzucht entwickelt, die es der Hellma Materials ermöglichen ihre einzigartige Stellung als unabhängiger Kompetenzführer im Markt der Spezialmaterialanbieter für Lithographische Materialien auszubauen. Prognose-, Chancen- und Risikobericht, Einschätzung der Entwicklung Der Auftragseingang liegt bei allen produzierenden Photonik Konzerngesellschaften kumuliert in Q3/22 deutlich über den Zuwachserwartungen des Branchenverbandes für das Geschäftsjahr 2022 in dem von einem jährlichen Wachstum von ca. 6% bis ins Jahr 2025 ausgegangen wird. Der anhaltende Chip Mangel hat die Auftragsbücher der Hellma Materials weit über die Fertigungskapazitätsgrenzen der kommenden zwei Jahre ausgebucht, es wird dauerhaft an der Kapazitätsgrenze gearbeitet. Anfang 2022 wurde mit dem Ausbau der Fertigungskapazitäten für CaF2 um 30-50% an einem neuen Standort in Schweden begonnen. Das Investitionsprojekt wird in seiner ersten Ausbaustufe ca. 21 Mio. EUR beanspruchen und ist somit das größte Einzelprojekt der Hellma Geschichte. Die bestehenden Unsicherheiten über die weitere Entwicklung der Energiekosten im Inland, die zusätzlich verschärft wurde durch den Ukraine Konflikt, verbunden mit der anhaltend hohen Nachfrage nach Kristallen, zeigt die strategische Bedeutung dieses Projektes für den Hellma Konzern und die Industrien, die an der Versorgung von CaF2 Material hängen. Gleichzeitig wurden im Jahr 2022 damit begonnen die Konzernstruktur neu zu strukturieren. Seit September. 2022 gliedert sich die Hellma Optik GmbH, die ebenfalls den Hauptumsatz mit Kunden der Photonik Branche erzielt, mehrheitlich in der Hellma Materials GmbH ein. Der Hellma Konzern teilt sich nun auch gesellschaftsrechtlich eindeutig in zwei Sparten auf, die zum einen auf die seit 100 Jahren Tradition zurückblickende sehr zuverlässig wachsende Labor- und Prozess Analytik Sparte und zum anderen in die noch eher junge, mit höherem Wachstumspotential, aber stark zyklisch entwickelnde Sparte der Photonik. Mit dieser Neustrukturierung sollen die Konzernmarken deutlicher an Profil in ihren Kernabsatzmärkten Der Auftragseingang liegt bei allen produzierenden Photonik Konzerngesellschaften kumuliert in Q3/22 deutlich über den Zuwachserwartungen des Branchenverbandes für das Geschäftsjahr 2022 in dem von einem jährlichen Wachstum von ca. 6% bis ins Jahr 2025 ausgegangen wird. Der anhaltende Chip Mangel hat die Auftragsbücher der Hellma Materials weit über die Fertigungskapazitätsgrenzen der kommenden zwei Jahre ausgebucht, es wird dauerhaft an der Kapazitätsgrenze gearbeitet. Anfang 2022 wurde mit dem Ausbau der Fertigungskapazitäten für CaF2 um 30-50% an einem neuen Standort in Schweden begonnen. Das Investitionsprojekt wird in seiner ersten Ausbaustufe ca. 21 Mio. EUR beanspruchen und ist somit das größte Einzelprojekt der Hellma Geschichte. Die bestehenden Unsicherheiten über die weitere Entwicklung der Energiekosten im Inland, die zusätzlich verschärft wurde durch den Ukraine Konflikt, verbunden mit der anhaltend hohen Nachfrage nach Kristallen, zeigt die strategische Bedeutung dieses Projektes für den Hellma Konzern und die Industrien, die an der Versorgung von CaF2 Material hängen. Gleichzeitig wurden im Jahr 2022 damit begonnen die Konzernstruktur neu zu strukturieren. Seit September. 2022 gliedert sich die Hellma Optik GmbH, die ebenfalls den Hauptumsatz mit Kunden der Photonik Branche erzielt, mehrheitlich in der Hellma Materials GmbH ein. Der Hellma Konzern teilt sich nun auch gesellschaftsrechtlich eindeutig in zwei Sparten auf, die zum einen auf die seit 100 Jahren Tradition zurückblickende sehr zuverlässig wachsende Labor- und Prozess Analytik Sparte und zum anderen in die noch eher junge, mit höherem Wachstumspotential, aber stark zyklisch entwickelnde Sparte der Photonik. Mit dieser Neustrukturierung sollen die Konzernmarken deutlicher an Profil in ihren Kernabsatzmärkten gewinnen. Darüber hinaus sollen hiermit kurzfristig organisatorische Synergieeffekte am Standort Jena zur Stabilisierung von Strukturkosten beitragen. In der Labor- und Prozessanalytik Sparte liegt die Hellma Gruppe mit einem Auftragseingangswachstum von + 12% und + 21% beim Umsatz zum Vorjahr zum Ende des Q3/22 über der Wachstumsprognosen des SPECTARIS Verbandes von + 5%. Für beide Konzernsparten wird trotz der stark gestiegenen Preise an den Rohstoff- und Energiemärkten, sowie den inflationsgetriebenen Preissteigerungen bei den benötigten Dienstleistungen, für 2022 noch mit einer Ergebnissteigerung im Vergleich zum Jahr 2021 gerechnet. Die anstehenden weiteren Erhöhungen der Energiekosten werden die Ertragslage des Konzerns zukünftig belasten. Die weitere wirtschaftliche Entwicklung der Firmengruppe wird davon abhängen, ob es gelingt, diese Belastungen durch den gestiegenen Materialaufwand, durch die erhöhten Energiekosten und durch die weiteren Belastungen in den übrigen Bereichen infolge des Ukraine-Konflikts und der anhaltend hohen Inflationsrate, bei den eigenen Produkten an den Markt weiterzugeben. Die anhaltende Lieferketten Problematik für eine Vielzahl von elektronischen Bauteilen bei den zahlreichen OEM Kunden der Labor- und Prozessanalysegeräteherstellern, könnte zu Verzögerungen im Abnahmeverhalten führen. Die Entwicklung des Konzerns wird trotzdem mittelfristig weiterhin positiv bewertet. Die Weichen für weiteres Wachstum bis ins Jahr 2025 sind durch getätigte Akquisitionen und gestartete Investitionsprojekte gestellt. Für das Jahr 2022 wird ein Rekord bei Konzernauftragseingang und -umsatz erwartet.
Müllheim, den 14. November 2022 Die Geschäftsführung Lutz Mayer Dr. Winfried Gaschina Holm Kändler Konzernbilanzen zum 31. Dezember 2021 und zum 31. Dezember 2020AKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnungen für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021 und 2020
Eigenkapitalspiegel
Anmerkung: Die passiven Unterschiedsbeträge werden auf der Passivseite nach dem Eigenkapital als gesonderter Posten (Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung) ausgewiesen. Kapitalflussrechnung
Konzernanhang zum 31. Dezember 2021Der Konzernabschluss der Hellma Holding GmbH, Müllheim, wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 290 bis 315 HGB) und unter Berücksichtigung der Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. I. Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss der Hellma Holding GmbH (Muttergesellschaft) sind gemäß § 294 Abs. 1 HGB folgende Gesellschaften einbezogen worden; soweit die Einbeziehung nicht auf der Mehrheit der Stimmrechte beruhte (Hellma GmbH & Co. KG), erfolgt sie aufgrund des beherrschenden Einflusses; die Gesellschafter der Hellma Holding GmbH sind gleichzeitig die alleinigen Kommanditisten der Hellma GmbH & Co. KG.
Konzernstichtag sämtlicher Gesellschaften ist der 31. Dezember. Der Konsolidierungskreis hat sich gegenüber dem Vorjahr verändert. Am 09.06.2021 wurde die Gesellschaft IV IR Optics GmbH mit Sitz in Eisenach neu gegründet. Die Hellma Materials GmbH hält 100% der Anteile. Im Zuge eines Asset Deals mit Vollzug am 31.08.2021 nahm die Gesellschaft ihr operatives Geschäft auf. Durch die neugegründete Gesellschaft und die erfolgte Übernahme des Geschäftsbereichs zur Kristallzüchtung, Entwicklung, Verarbeitung, Fertigung von optischen Komponenten aus Silicium und Germanium haben sich die Konzernzahlen zum 31.12.2021 wie folgt geändert:
Die Auswirkung auf die übrigen Bilanzposten war von untergeordneter Bedeutung. Rund 44% der Umsatzzuwächse im Konzern ist auf den neuen Geschäftsbereich zurückzuführen. Bei der Veränderung im Materialaufwand sind es rund 39%. II. Konsolidierungsgrundsätze, Konsolidierungsmethoden Die Gesellschaft hatte erstmalig für das Jahr 2002 einen Konzernabschluss aufgestellt. Als Zeitpunkt der Erstkonsolidierung wurde der 1. Januar 2002 gewählt. Die Kapitalkonsolidierung wurde bis zum 31. Dezember 2009 nach §301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 a.F. HGB (Buchwertmethode) durchgeführt. Die Verrechnung gemäß §301 Abs. 1 Satz 1 HGB wurde auf Grundlage der Wertansätze der erstmaligen Einbeziehung der Tochterunternehmen in den Konzernabschluss vorgenommen. Bei den aktiven Unterschiedsbeträgen zwischen Eigenkapital der Tochtergesellschaften und Buchwert der Beteiligungen bei der Muttergesellschaft handelt es sich mangels stiller Reserven bei den Tochtergesellschaften um Geschäftswerte. Die passiven Unterschiedsbeträge stellen Gewinnthesaurierungen zwischen Anteilserwerb und Erstkonsolidierung dar. Die aktiven Unterschiedsbeträge (TEUR 227, Vorjahr 227) wurden mit den Rücklagen verrechnet; die passiven Unterschiedsbeträge (TEUR 2.674, Vorjahr: 2.674) unter entsprechender Bezeichnung nach dem Eigenkapital jeweils gesondert ausgewiesen (§301 Abs. 3 HGB). Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind im Rahmen der Schuldenkonsolidierung gegeneinander verrechnet worden. Währungsdifferenzen aus der Umrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten werden erfolgswirksam behandelt. Zwischenergebnisse bei Vorratsbeständen, die aus Lieferungen und Leistungen zwischen in den Konzern einbezogenen Tochterunternehmen beruhen, wurden entsprechend §304 Abs. 1 HGB eliminiert. Zwischengewinne aus konzerninternen Veräußerungen von Anlagevermögen werden ebenfalls grundsätzlich eliminiert. Im Berichtsjahr wurde auf eine Eliminierung wegen geringfügigen Ausweitungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns verzichtet. Innenumsatzerlöse sowie konzerninterne Aufwendungen und Erträge wurden im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung eliminiert. Auf Zwischengewinne wurden Steuerabgrenzungen gemäß § 306 HGB vorgenommen. Für Anteile anderer Gesellschafter wird ein Ausgleichposten innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen. Anteile der Kommanditisten am Eigenkapital der Hellma GmbH & Co. KG werden aufgrund der Personen Identität mit den Gesellschaftern bei der Muttergesellschaft nicht als Anteile anderer Gesellschafter behandelt, sondern sind in den jeweiligen Eigenkapitalposten des Konzerns ausgewiesen. Folgende Punkte weichen in Beibehaltung der bisherigen Vorgehensweise von den nunmehr geltenden gesetzlichen Vorschriften bzw. von den durch den Deutschen Standardisierungsrat verabschiedeten und durch das Bundesministerium für Justiz bekanntgemachten Rechnungslegungsstandards ab:
III. Währungsumrechnung Die Umrechnung der Posten der auf fremde Währung lautenden Posten der Aktiva und Passiva erfolgte - mit Ausnahme der Posten des Eigenkapitals - zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag, die der Gewinn- und Verlustrechnung zu Durchschnittskursen. Das Eigenkapital wird zu historischen Kursen umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral behandelt und nach der Rücklage gesondert im Eigenkapital unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen. IV. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Vorjahres sind im Wesentlichen beibehalten worden. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer (in der Regel 3 bzw. 5 Jahre) nach der linearen Methode abgeschrieben. Der Geschäftswert für den in 2016 neu erworbenen Geschäftsbereich "Axiom" wird über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren linear abgeschrieben. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden nicht aktiviert. Die Abschreibungen auf das bewegliche Sachanlagevermögen erfolgen grundsätzlich planmäßig im Inland nach der degressiven bzw. linearen Methode, im Ausland ausschließlich nach der linearen Methode. In einem Konzernbereich wurden bei Zugängen im Berichtsjahr sowie im Vorjahr entsprechend dem eingeräumten steuerlichen Wahlrecht die degressive Methode, soweit zulässig, angewandt. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert bei dauernden Wertminderungen bewertet. Soweit die Gründe für eine Abschreibung weggefallen sind, werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren sind mit den Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen am Bilanzstichtag bewertet. Bei der neugegründeten IV IR Optics GmbH wurde bei den Rohstoffen die LIFO-Methode bei der Bewertung herangezogen. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind mit den Konzernherstellungskosten angesetzt. Diese enthalten die steuerlich aktivierungspflichtigen Kostenbestandteile. Soweit niedrigere Marktpreise gegeben sind oder andere wertmindernde Faktoren vorliegen, werden entsprechende Abschreibungen vorgenommen. Soweit Bestände bei Tochterunternehmen aus Lieferungen und Leistungen von Konzerngesellschaften stammen, werden diese unter Eliminierung von entstandenen Zwischengewinnen zu den Herstellungskosten der produzierenden Gesellschaft bewertet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert bzw. mit Anschaffungskosten angesetzt worden. Erkennbaren Risiken bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Forderungen in Fremdwährung sind zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Die sonstigen Wertpapiere werden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren Börsenkurs bewertet. Aktive latente Steuern nach § 274 HGB werden im Einzelabschluss nur bis zur Höhe passiver latenter Steuern angesetzt. Differenzen beruhen im Wesentlichen auf abweichenden Bewertungen bei den Pensions- und sonstigen Rückstellungen; Aktive latente Steuern nach § 274 HGB werden mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen angesetzt. Aus den Einzelabschlüssen wurden passive latente Steuern von TEUR 145 mit aktiven latenten Steuern verrechnet. Eine Steuerabgrenzung nach § 306 HGB auf die zu eliminierenden Zwischengewinne innerhalb des Vorratsvermögens wurde vorgenommen. Als Steuersatz wurde bei der Hellma GmbH & Co.KG 12,25% zugrunde gelegt, im Übrigen die jeweils individuell anzuwendenden Steuersätze. Die sich ergebenden aktiven Steuerlatenzen in Höhe von TEUR 41 werden in der Konzernbilanz ausgewiesen. Arbeitszeitguthaben von Mitarbeitern werden bei der Hellma GmbH & Co.KG seit dem Jahr 2011 durch ein Treuhandvermögen gesichert. Das Treuhandvermögen für Zeitguthaben für vorgezogenen Ruhestand wurde mit den entsprechenden Rückstellungen (abgezinster Erfüllungsbetrag 31.12.2021: TEUR 433) zum 31.12.2021 gem. § 246 Abs. 2 HGB verrechnet. Die Anschaffungskosten des Treuhandvermögens inklusive nachträglicher Aufstockungsbeträge und Auszahlungen für diesen Teil betrugen TEUR 325, der beizulegende Zeitwert des Wertguthabens zum 31.12.2021 lag um 108 TEUR (Vorjahr 99 TEUR) über den Anschaffungskosten. Im Berichtsjahr wurden Zinserträge (TEUR 0) und Erträge aus dem Treuhandvermögen (TEUR 15) mit Aufwendungen aus der Abzinsung (TEUR 4) saldiert mit TEUR 11 im Zinsertrag ausgewiesen. Differenzen aus Währungsumrechnungen werden gesondert nach den Rücklagen unter Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung ausgewiesen. Der passive Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung wird gem. § 301 Abs. 3 HGB, in einem Posten nach dem Eigenkapital gesondert ausgewiesen. Die Pensionsrückstellungen wurden mit Hilfe eines versicherungsmathematischen Gutachtens nach den Grundsätzen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes unter Zugrundelegung der Richttafeln 2018 G und eines Zinssatzes von 1,87% (Vorjahr 2,30%) p.a. bewertet. Die Bewertung erfolgte nach dem natürlich degressiven Anwartschaftsbarwertverfahren bzw. nach dem Barwertverfahren unter der Erwartung einer künftigen Steigerung der Versorgungsanwartschaften von 1,8% p.a. Die Pensionszusagen der noch aktiven Mitarbeiter sehen entweder einen fixen Steigerungsbetrag pro Dienstjahr vor und sind damit nicht gehaltsabhängig oder es wurde ein Gehaltstrend von 2,5% p.a. zugrunde gelegt. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe der entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt TEUR 326. Die Hellma GmbH & Co. KG ist Trägerunternehmen einer Unterstützungskasse. Das Deckungsvermögen der Versorgungseinrichtung beträgt für laufende Leistungen und Anwartschaften TEUR 151 (Vorjahr TEUR 174). Der Erfüllungsbetrag beträgt TEUR 224 (Vorjahr TEUR 236). Die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zu Ihrer Erfüllung notwendig ist. Langfristige Rückstellungen sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten in Fremdwährung sind zum Devisenkassamittelkurs am Bilanztag bewertet. Passive latente Steuern resultieren aus den konsolidierten Einzelabschlüssen; bei der Ermittlung wurden die unternehmensindividuellen Steuersätze zugrunde gelegt. Die Differenzen beruhen im Wesentlichen aus der Rückgängigmachung steuerlicher Abschreibungen beim Anlagevermögen und der Aufzinsung langfristiger Rückstellungen. Passive latente Steuern aus Einzelabschlüssen werden mit vorhandenen aktiven latenten Steueransprüchen aus Einzelabschlüssen verrechnet. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. V. Erläuterungen zur Konzernbilanz Anlagevermögen Das Anlagevermögen im Konzern entwickelte sich wie folgt:
Beteiligungen i. S. von § 313 Abs. 2 Nr. 4 HGB Der Konzern hat die 3,96% Anteile an der Damavan Imaging SAS, Roussieres pres Troyes (Frankreich) im Juni 2021 veräußert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR5 (Vorjahr: TEUR 11) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Forderungen gegen Gesellschafter bestehen in Höhe von TEUR 555 (Vorjahr: TEUR 610). Gesellschaftskapital Als Gesellschaftskapital des Konzerns wird das Gezeichnete Kapital der Hellma Holding GmbH (TEUR 63) zuzüglich der den Kommanditisten zuzurechnenden Anteile am Festkapital bei der Hellma GmbH & Co. KG (TEUR 1.344) ausgewiesen. Dieser Ausweis erfolgte aufgrund der Personenidentität der Kommanditisten mit den Gesellschaftern bei der Muttergesellschaft. Die Hellma Holding ist Komplementärin der Hellma GmbH & Co. KG, Müllheim. Bei eigenen Anteilen (TEUR 1) handelt es sich um eine Rückbeteiligung der Hellma GmbH & Co. KG an der Hellma Holding GmbH. Dies entspricht einem Anteil von 1,6% am Gezeichneten Kapital der Gesellschaft. Rücklagen
Im Berichtsjahr wurden TEUR 3.694 in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Im Konzernbilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag von TEUR 2.659 enthalten. Ausgleichsposten aus Umrechnungsdifferenzen Das Eigenkapital der Tochtergesellschaften in Fremdwährung wird zu historischen Kursen, die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung zu Durchschnittskursen umgerechnet. Die hieraus resultierenden Umrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral in diesem Posten innerhalb des Eigenkapitals nach den Rücklagen ausgewiesen. Sonderposten Im Sonderposten werden ausschließlich erhaltene Investitionszuschüsse (Hellma Optik GmbH Jena) ausgewiesen. Im Berichtsjahr wurden TEUR 10 (Vorjahr: TEUR 10) aufgelöst. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen überwiegend Verpflichtungen aus dem Personalbereich. Verbindlichkeiten
Von den Verbindlichkeiten sind TEUR 5.507 (Vorjahr: TEUR 6.218) durch Grundschulden und Sicherungsübereignungen gesichert. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 654 (Vorjahr: TEUR 417) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 103 (Vorjahr: TEUR 62). Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse Im Inland bestehen finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen und sonstigen Verträgen in Höhe von TEUR 3.767 (Vorjahr: TEUR 3.612). Bei den ausländischen Tochtergesellschaften handelt es sich mit einer Ausnahme, um kleinere Vertriebsgesellschaften, die ihre Tätigkeit in der Regel in gemieteten Räumen ausüben. Die Miet- und Leasingverpflichtungen bei diesen Gesellschaften sind für die Finanzlage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung. Zum 31.12.2021 bestand ein Bestellobligo in Höhe von TEUR 789 (Vorjahr: TEUR 73). Es bestehen Haftungsverhältnisse gegenüber Dritten in Form von Garantien in Höhe von TEUR 13 (Vorjahr: TEUR 6) sowie in Form einer Bürgschaft (TEUR 660) für Verpflichtungen aus einem Mietvertrag. Aufgrund der guten wirtschaftlichen Lage des Konzerns wir mit einer Inanspruchnahme nicht gerechnet. VI. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Vom Konzernumsatz betreffen TEUR 26.938 (Vorjahr: TEUR 22.656) Lieferungen und Leistungen im Inland. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Zuschüsse Dritter für Entwicklungskosten und Verbundprojekte in Höhe von TEUR 250 (Vorjahr TEUR 122) enthalten. Personalaufwand Der Aufwand für Altersversorgung beträgt TEUR 517 (Vorjahr: TEUR 463). Der Personalaufwand wurde durch Gewährung von Kurzarbeitergeld in Höhe von TEUR 491 entlastet. Abschreibungen Auf Sachanlagen wurden im Berichtsjahr außerplanmäßige Abschreibungen von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0) vorgenommen. Währungskursgewinne/ -verluste Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 823 (Vorjahr: TEUR 76), die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 47 (Vorjahr: TEUR 1.164). Zinserträge/ Zinsaufwendungen Die Aufzinsungserträge belaufen sich auf TEUR 60, die Aufwendungen aus Abzinsungen auf TEUR 71 (Vorjahr: TEUR 84). Auf andere Gesellschafter entfallendes Ergebnis Der auf andere Gesellschafter entfallende Gewinn beträgt TEUR 1.919 (Vorjahr: TEUR 1.115), der Verlust TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0). VII. Erläuterungen zu Konzernkapitalflussrechnung, Konzerneigenkapitalspiegel Kapitalflussrechnung Der Finanzmittelfonds enthält die frei verfügbaren Flüssigen Mittel. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sind dem Finanzierungsbereich zugeordnet worden. Aus Gewinnausschüttungen erhielten Minderheitsgesellschafter vom Konzernunternehmen im Berichtsjahr TEUR 381 (Vorjahr: TEUR 330). Konzerneigenkapitalspiegel Der an die Gesellschafter der Hellma Holding GmbH (Mutterunternehmen) zum 31.12.2021 ausschüttbare Betrag beträgt TEUR 8.765 (Vorjahr TEUR 9.131). Grundsätzlich ausschüttungsgesperrte Beträge bei Tochtergesellschaften in Höhe von TEUR 434 sind durch frei verfügbare Rücklagen gedeckt. VIII. Sonstige Angaben Angaben zur Identifikation des Mutterunternehmens Die Hellma Holding GmbH mit Sitz in Müllheim ist beim Amtsgericht Freiburg i.Br. unter der Nummer HRB 300005 im Handelsregister eingetragen. Geschäftsführung
Die Muttergesellschaft hat einem der Geschäftsführer mit Vertrag vom 18. Dezember 2012 ohne Sicherheiten ein Darlehen gewährt, das im Geschäftsjahr mit 3,12% p.a. verzinst wurde. Das Darlehen ist zum 31. Dezember 2021 zur Rückzahlung fällig. Das Darlehen wurde im Berichtsjahr vollständig getilgt. Gesamthonorare Die für 2021 berechneten Gesamthonorare des Konzernabschlussprüfers belaufen sich auf:
Mitarbeiter Der Konzern beschäftigte durchschnittlich 298 (Vorjahr: 285) Arbeiter und 141 (Vorjahr: 136) Angestellte (ohne Geschäftsführer). Sonstiges Die Hellma Holding GmbH ist als Komplementärin an der Hellma GmbH & Co. KG, Müllheim, beteiligt. Die Tochtergesellschaften Hellma Optik GmbH, Jena, Hellma Materials GmbH, Jena und IV IR Optics GmbH, Eisenach werden bezüglich der Offenlegung ihres Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2021 und des Lageberichtes von der Befreiung nach §264 Abs. 3 HGB Gebrauch machen. Ebenso wird die Gesellschaft Hellma GmbH & Co.KG von der Befreiung ihrer Offenlegungspflichten bezüglich des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2021 und des Lageberichtes nach §264 b HGB Gebrauch machen. Derivative Finanzinstrumente Der Konzern hat drei Edelmetalldarlehen über Platin abgeschlossen. Am Fälligkeitstag ist das Edelmetall in gleicher Art, Güte und Menge zurückzugewähren. Die am Bilanztag laufenden Darlehen werden mit 3,80% p.a. bzw. 3,3% p.a. verzinst. Die Darlehen sind am 31.03.2022 und am 31.05.2022 fällig. Der Kassakurs pro Feinunze belief sich bei Abschluss auf USD 972,00 und USD 974,00. Devisentermingeschäfte Der Konzern hat im November 2021 vier Devisentermingeschäfte über insgesamt 1.200 TEUR abgeschlossen. Die Devisentermingeschäfte haben unterschiedliche Laufzeiten und enden in den Monaten 02/2022- 05/2022. Aus den Bewertungen zum Stichtag ergeben sich keine größeren Gewinne oder Verluste. Für die schwebenden Geschäfte waren zum Bilanztag keine Rückstellungen für drohende Verluste zu bilden. ErgebnisverwendungsvorschlagDas Ergebnis des Mutterunternehmens soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. Nachtragsbericht
Müllheim, 11. Oktober 2022 Die Geschäftsführung Lutz Mayer Dr. Winfried Gaschina Holm Kändler BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Hellma Holding GmbH, Müllheim Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Hellma Holding GmbH und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Hellma Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und der für die Überwachung Verantwortlichen für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Die für die Überwachung Verantwortlichen sind verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/hgb-konzern-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.
Freiburg i. Br., den 25. November 2022 HECHT
und Partner GmbH
Mathias Hecht, Wirtschaftsprüfer Bernhard Tecklenborg, Wirtschaftsprüfer |
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