Norderstedter Bank eGLiquidiert

Stammdaten

Register
Amtsgericht Kiel GnR 105 NO
Eingetragen
23.8.2006
Branche
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenKreditinstitute des SparkassensektorsKreditinstitute des Genossenschaftssektors
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Durchführung von banküblichen und ergänzenden Geschäften sowie die Erbringung von Service- und Dienstleistungen und der Verkauf von Waren zur Erhöhung der Attraktivität der Bankstellen. Der Erwerb sowie gegebenenfalls die Erschließung, die Bebauung, die Belastung und die Veräußerung von Grundstücken und grundstücksgleichen Rechten. Die Vermittlung von Immobilien sowie die Vermittlung und Vermarktung von Bauland und - erschließung auch durch die Beteiligung an Projektgesellschaften für die Baulandentwicktung. Darüberhinaus kann die Genossenschaft Zweigniederlassungen errichten und sich an anderen Unternehmen beteiligen.

Historie

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Konzern- und Jahresabschlüsse

Norderstedter Bank eG

Norderstedt

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016

Norderstedter Bank eG, Norderstedt

I. Geschäftsverlauf

1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Kreditgenossenschaften

Kreditgenossenschaften 2016: Stabil wachsend

Die deutsche Wirtschaft blieb im Jahr 2016 auf Wachstumskurs. Angesichts der guten konjunkturellen Lage in Deutschland konnten die 972 Volksbanken und Raiffeisenbanken, PSD Banken, Sparda-Banken sowie die sonstigen Genossenschaftsbanken im zurückliegenden Geschäftsjahr weiter kräftig zulegen. Die positive Geschäftsentwicklung - in den letzten Jahren mit einem deutlich marktüberdurchschnittlichen Wachstum - zeigt einmal mehr, dass es den Kreditgenossenschaften gelungen ist, das Vertrauen der Kunden in ihr Geschäftsmodell weiter zu stärken und diese mit ihren Leistungen zu überzeugen. Die besonders starke Kundenorientierung und eine konservative Geschäftspolitik ließen die Kundenvolumina per Ende 2016 deutlich wachsen. So stiegen die bilanziellen Kundeneinlagen der Kreditgenossenschaften um 29 Milliarden Euro auf 637 Milliarden Euro (+4,8 Prozent). Auch die Kundenforderungen legten um 23 auf 528 Milliarden Euro (+4,5 Prozent) zu. Die addierte Bilanzsumme stieg um 33 auf 851 Milliarden Euro (+4,1 Prozent).

Kreditgeschäft weiter gestärkt - gerade im langfristigen Bereich

Angesichts der robusten Konjunktur in Deutschland vergaben die Volksbanken und Raiffeisenbanken im Jahr 2016 weiterhin mehr Kredite an den Nichtbankensektor. Dabei wurde das Wachstum der Buchkredite wie schon in den Vorjahren vor allem von Ausleihungen an private Haushalte getragen. Treiber hierfür war die nach wie vor rege Nachfrage nach langfristigen Wohnungsbaukrediten, die durch die extrem niedrigen Kreditzinsen, den moderaten Verschuldungsgrad sowie die guten Einkommenszuwächse der Haushalte und das hohe Maß an Arbeitsplatzsicherheit bedingt sein dürfte. Neben den Buchkrediten an private Haushalte weiteten die Banken überdies ihre Kreditvergabe an Unternehmen aus. Entscheidend hierfür dürften neben der noch einmal gesunkenen Verzinsung langfristiger Buchkredite vor allem die in der Grundtendenz positiven Konjunktur- und Geschäftserwartungen gewesen sein.

Der prozentuale Zuwachs im Kreditgeschäft der Kreditgenossenschaften lag bei 4,5 Prozent (ein Plus von 23 Milliarden Euro). Insgesamt haben die Kreditgenossenschaften per Ende 2016 Kredite in Höhe von 528 Milliarden Euro herausgegeben. Damit knüpften die Kreditgenossenschaften an die Rekordmarken der letzten Vorjahre an. Wachstumstreiber waren wiederum die langfristigen Forderungen. Ihr Volumen wuchs um 5,3 Prozent auf 466 Milliarden Euro. Aber auch die mittelfristigen Forderungen legten um 1,4 Prozent auf 31 Milliarden Euro zu. Das Kreditgeschäft der Volksbanken und Raiffeisenbanken - insbesondere im Firmenkundenbereich - wird im Fahrwasser der robusten deutschen Konjunktur auch weiterhin wachsen.

Robuste Refinanzierungsstruktur und Langfristpräferenz der Kunden

Die Zunahme bei den Kundenkrediten konnte durch eine deutliche Erhöhung der Kundeneinlagen mehr als vollständig refinanziert werden. Aufgrund der hohen Kundeneinlagen sind die Institute weitgehend unabhängig von der mittel- und langfristigen Refinanzierung am Geld- und Kapitalmarkt. Die Kundeneinlagen fließen im regionalen Geschäftsgebiet der Banken als Kredite zurück. Der Einlagenüberschuss über die Kundenforderungen lag bei über 100 Milliarden Euro.

Die Kreditvergabe der Volksbanken und Raiffeisenbanken zeichnet sich darüber hinaus durch eine konservative Ausgestaltung aus. 88 Prozent der vergebenen Kredite weisen eine anfängliche Zinsbindung von über fünf Jahren auf. Diese längere Zinsbindung schützt Kreditkunden besser vor Zinsänderungsrisiken und damit vor Unsicherheiten über die zukünftige Zins- und Tilgungsbelastung. Diese Langfristpräferenz - verbunden mit festen Konditionen - verschafft den Privat- und Firmenkunden der Volksbanken und Raiffeisenbanken weiterhin Sicherheit und Transparenz bei ihren Finanzierungen.

Liquide und sichere Einlagen besonders gefragt

Das Einlagengeschäft der Genossenschaftsbanken zeigt ebenfalls ein stabiles Wachstum. Im Umfeld der Niedrigzinsphase fällt die Entwicklung jedoch ausgesprochen heterogen aus. Während liquide, kurzlaufende Einlagen nachgefragt werden, sind länger laufende, weniger liquide Einlagen rückläufig: Angesichts der Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank nahmen die Sichtguthaben der Kunden weiter deutlich zu. Weniger liquide Bankprodukte wie Termineinlagen, Spareinlagen und Sparbriefe waren kaum gefragt. Dieser Trend dürfte sich im kommenden Jahr fortsetzen.

Die Kreditgenossenschaften steigerten ihre Kundeneinlagen in summa im letzten Jahr um 29 Milliarden Euro oder 4,8 Prozent auf 637 Milliarden Euro. Treiber dieses starken Zuwachses waren die täglich fälligen Verbindlichkeiten, die insgesamt um 35 Milliarden Euro (oder 9,6 Prozent) auf 395 Milliarden Euro stiegen. Mehr als sechs Zehntel der Kundeneinlagen der Kreditgenossenschaften sind kurzfristige Sichteinlagen. Der Termineinlagenbestand der Kreditgenossenschaften lag per Ende 2016 bei rund 47 Milliarden Euro und damit um 6,8 Prozent unter dem Vorjahreswert. Der Bestand an Sparbriefen sank ebenfalls deutlich auf 7 Milliarden Euro. Die Spareinlagen blieben mit 187 Milliarden Euro weitgehend konstant.

Erstmals weniger als 1.000 Institute

Der Konsolidierungsprozess unter den Volksbanken und Raiffeisenbanken setzte sich gegenüber den Vorjahren in einem leicht gesteigerten Umfang fort. Die Zahl der selbständigen Genossenschaftsbanken lag per Ende 2016 erstmals mit 972 Banken unter der Marke von 1.000 Instituten. Die Zahl der Kreditgenossenschaften sank fusionsbedingt um 49 Banken bzw. um -4,8 Prozent im Vorjahresvergleich.

Bilanzsumme weiter im Aufwind

Die aggregierte Bilanzsumme aller Genossenschaftsbanken hat sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4,1 Prozent auf 851 Milliarden Euro erhöht.

Dadurch erhöhte sich auch die durchschnittliche Bilanzsumme je Institut auf 876 Millionen Euro (im Vorjahr 801 Millionen Euro). Die Spannweite bei den Bilanzsummen reicht unter den Kreditgenossenschaften von 17 Millionen Euro für die kleinste bis zu knapp 39 Milliarden Euro für die größte Kreditgenossenschaft.

Deutlicher Ausbau des Eigenkapitals

Unverzichtbare Grundlage einer soliden Geschäftspolitik der Volksbanken und Raiffeisenbanken ist neben einer jederzeit ausreichenden Liquidität eine angemessene und robuste Eigenkapitalausstattung und -bildung. Den Kreditgenossenschaften ist es im Jahresverlauf 2016 gelungen, das bilanzielle Eigenkapital mit einem deutlichen Plus von 4,5 Prozent auf 48,4 Milliarden Euro zu steigern. Deutlich zulegen konnten die Rücklagen um 4,5 Prozent auf 36,7 Milliarden Euro, auch die Geschäftsguthaben (gezeichnetes Kapital) wuchsen um 4,3 Prozent auf 11,7 Milliarden Euro.

Mit der im Vergleich zum Vorjahr nochmals leicht gesteigerten Eigenkapitalquote - berechnet als bilanzielles Eigenkapital im Verhältnis zur Bilanzsumme - in Höhe von 5,7 Prozent verfügen die Kreditgenossenschaften über ausreichende Wachstumsspielräume, um den Kreditwünschen von Privat- und Firmenkunden gleichermaßen gerecht zu werden.

18,4 Millionen Mitglieder - 152.000 neue Mitglieder

Das stabile und solide Geschäftsmodell der Kreditgenossenschaften wird auch von neuen Kunden und Mitgliedern stark nachgefragt: Die Mitgliederzahlen der Volksbanken und Raiffeisenbanken boomen weiter, was darauf hindeutet, dass der Zuspruch zu Kreditgenossenschaften ungebrochen ist. Ende 2016 konnten die Volksbanken und Raiffeisenbanken 18,4 Millionen Personen und Unternehmen zu ihren Mitgliedern zählen. Das sind mehr als 152.000 Mitglieder und damit knapp 1 Prozent mehr als im Vorjahr. In den letzten zehn Jahren seit 2006 konnten die Kreditgenossenschaften einen Mitgliederzuwachs von mehr als 2,5 Millionen Mitgliedern verzeichnen.

2. Entwicklung der Norderstedter Bank eG

Das Thema Regulatorik beschäftigt uns Jahr um Jahr wieder mit zusätzlichen Anforderungen. Neben einer Vielzahl unterschiedlicher Regelungen ist eine zunehmende Komplexität festzustellen, der wir mit einer Ausweitung unserer personellen Kapazitäten im Betriebsbereich begegnen müssen. Zudem macht sich das Niedrigzinsumfeld deutlich bemerkbar. Gleichwohl entwickelten sich unsere Kundengeschäfte im Einlagen- und Kreditbereich im Geschäftsjahr 2016 sehr erfreulich.

Berichtsjahr 2015 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Bilanzsumme 355.463 369.292 -13.829 -3,7
Außerbilanzielle Geschäfte *) 26.297 31.623 -5.326 -16,8

*) Hierunter fallen die Posten unter dem Bilanzstrich 1 (Eventualverbindlichkeiten), 2 (Andere Verpflichtungen) und Derivatgeschäfte.

Nach einem überdurchschnittlichen Bilanzwachstum im Geschäftsjahr 2015 haben stichtagsbedingte Dispositionen einiger Großanleger zu einer rückläufigen Bilanzsumme in 2016 geführt. Die durchschnittliche Bilanzsumme ist im Geschäftsjahr 2016 um 11.481 TEUR auf 374.619 TEUR gestiegen.

Aktivgeschäft Berichtsjahr 2015 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Kundenforderungen 210.930 195.098 15.832 8,1
Wertpapieranlagen 64.913 52.717 12.196 23,1
Forderungen an Banken 63.673 108.832 -45.159 -41,5

Kundenforderungen

Die bilanziellen Kundenforderungen konnten mit einem deutlich über dem Durchschnitt der Kreditgenossenschaften liegenden Wachstum von 8,1 % gesteigert werden. Damit wurde unsere Marktposition weiter ausgebaut. Dabei haben sich unser Geschäftsmodell und das niedrige Zinsniveau positiv auf die Kreditnachfrage ausgewirkt. Kundenwünsche nach sehr langfristigen Zinsbindungen haben wir zur Begrenzung unseres eigenen Zinsänderungsrisikos zu einem wesentlichen Teil an unsere Verbundpartner vermittelt.

Die Struktur des Kreditportfolios ist in der Streuung nach Branchen und Größenklassen, im Hinblick auf die Absicherungsquote und die Bonitäten, ausgewogen.

Die Forderungen an unsere Kunden haben wir mit kaufmännischer Vorsicht bewertet. Für die erkennbaren akuten und latenten Kreditrisiken sind angemessene Einzel- und Pauschalwertberichtigungen sowie Vorsorgereserven vorhanden, die von den entsprechenden Aktivposten abgesetzt wurden.

Nach unseren derzeitigen Erkenntnissen sind in unserem Kreditportfolio keine wesentlichen Risiken vorhanden, die nicht bereits im Jahresabschluss 2016 abgeschirmt wurden.

Problembehaftete Kredite werden intensiv betreut; die Sanierung und Abwicklung von insolventen Kreditnehmern wird durch den Vorstand überwacht.

Die durch die Vertreterversammlung festgesetzten Kredithöchstgrenzen für einzelne Kreditnehmer und die aufsichtsrechtlichen Kreditvorschriften wurden eingehalten.

Wertpapieranlagen und Forderungen an Banken

Innerhalb der Eigenanlagen fand eine Verschiebung von Forderungen gegenüber Banken in Wertpapieranlagen statt. Zusätzlich spiegeln sich die stichtagsbedingten Dispositionen einiger Großanleger im Forderungsrückgang gegenüber Banken wider, da wir diese Einlagen aufgrund des hohen Dispositionsrisikos in der Regel fristenkongruent als Guthaben bei unserer Zentralbank unterhalten.

Unseren gesamten Wertpapierbestand haben wir nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet.

Die Wertpapieranlagen beinhalten ausschließlich Euro-Anleihen mit einem Investment-Grade-Rating.

Derivative Geschäfte

Zur Absicherung dreier festverzinslicher Wertpapiere des Eigenbestandes gegen Kurswertrisiken bei steigenden Zinsen wurden Festzinszahler-Swaps abgeschlossen. Dabei wurden für die Grund- und Sicherungsgeschäfte Bewertungseinheiten gebildet.

Passivgeschäft Berichtsjahr 2015 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Bankrefinanzierungen 17.248 17.504 -256 -1,5
Spareinlagen 70.865 65.119 5.746 8,8
andere Einlagen 231.853 252.945 -21.092 -8,3

Bankrefinanzierungen

Die Bankrefinanzierungen resultieren fast ausschließlich aus zweckgebundenen Refinanzierungen aus öffentlichen Kreditprogrammen. Damit konnten wir unseren Kunden unter Einbeziehung öffentlicher Förderkredite zinsgünstige Mittel im Rahmen einer Gesamtfinanzierung zur Verfügung stellen.

Spareinlagen und andere Einlagen (Kundeneinlagen)

Aufgrund des nach wie vor niedrigen Zinsniveaus hat sich der Trend zu kurzfristigen Anlagen weiter verstärkt.

Wie bereits ausgeführt, haben stichtagsbedingte Dispositionen einiger Großanleger zu rückläufigen Kontokorrenteinlagen zum Bilanzstichtag geführt.

Investitionen

Im Rahmen der beabsichtigten Modernisierung und Konzentration unseres Geschäftsstellennetzes haben wir mit dem angestrebten Bau einer neuen Zentrale und dem Kauf von Filialräumlichkeiten in Norderstedt-Mitte strategische Weichenstellungen für die Zukunft vorgenommen.

Als Alternativanlage in der bestehenden Niedrigzinsphase haben wir eine im Geschäftsgebiet gelegene Immobilie mit 15 Wohneinheiten erworben.

Wesentliche Investitionen an den Gebäuden oder der Betriebs- und Geschäftsausstattung wurden im Hinblick auf strategische Überlegungen für einen Hauptstellenneubau zurückgestellt.

Personal und Sozialbereich

Im Geschäftsjahr 2016 beschäftigten wir durchschnittlich 43 Vollzeitangestellte und 11 Teilzeitkräfte. Außerdem wurden durchschnittlich 5 Auszubildende beschäftigt; die Altersstruktur ist ausgewogen.

Die Aus- und Weiterbildung nimmt einen wichtigen Stellenwert ein. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nahmen an insgesamt 492 Tagen (Vj. 325 Tage) an Seminaren im genossenschaftlichen Verbund, an internen Schulungen, Personalentwicklungsmaßnahmen und an Grundlagenschulungen für das neue Bankenanwendungsverfahren "agree21" teil. Dabei lag der Schwerpunkt in den Grundlagenschulungen für das neue Bankenanwendungsverfahren mit 255 Tagen.

Unseren Dank und besondere Anerkennung sprechen wir allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus, die mit ihrer Leistung und ihrem Einsatz zum Erfolg des abgelaufenen Geschäftsjahres beigetragen haben.

Sonstige wichtige Vorgänge im Geschäftsjahr

Über die bereits genannten wesentlichen Ereignisse bzw. wichtigen Vorgänge für die geschäftliche Entwicklung in 2016 ist die Gründung einer Tochtergesellschaft, mit der wir uns direkt oder indirekt an Immobilienprojekten in der Region beteiligen wollen, zu nennen.

II. Darstellung der Lage sowie der Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Norderstedter Bank eG

1. Gesamtbanksteuerung, Risikomanagement

Die Unternehmenskonzeption der Bank ist klar an den Bedürfnissen der Mitglieder und Kunden ausgerichtet. Daraus wurde eine langfristige Unternehmensplanung entwickelt, die eine dauerhafte Begleitung der Mitglieder und Kunden in allen Fragen der Finanzierung und Vermögensanlage sicherstellt.

Die Entwicklung der Bank wird mit Hilfe von Kennzahlen und Limitsystemen geplant und gesteuert. Die Ausgestaltung der Limitsysteme ist an der Risikotragfähigkeit der Bank ausgerichtet. Durch Funktionstrennungen in den Arbeitsabläufen und die Tätigkeit der Internen Revision wird die Zuverlässigkeit der Steuerungsinformationen aus der ordnungsgemäßen Geschäftsabwicklung sichergestellt.

Das Risikomanagement zur Früherkennung von Risiken ist vor dem Hintergrund einer wachsenden Komplexität der Märkte im Bankgeschäft von erheblicher Bedeutung.

Die Gesamtbanksteuerung stellt ein Zusammenspiel vielfältiger Einzelsteuerungsmaßnahmen dar und ermöglicht es, zu jeder Zeit ein umfassendes Bild über die aktuelle und im Rahmen von Simulationsrechnungen über die künftige betriebswirtschaftliche Situation der Bank zu erhalten.

Gemäß den Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) i.V.m. § 25a Abs. 1 KWG haben die Kreditinstitute angemessene Strategien festzulegen und angemessene interne Kontrollverfahren einzurichten. Bestandteil der internen Kontrollverfahren ist neben der Internen Revision das interne Kontrollsystem, das wiederum Regelungen zur Aufbau- und Ablauforganisation und geeignete Risikosteuerungs- und Risikocontrollingprozesse umfasst.

Die Norderstedter Bank eG hat entsprechend ein Risikohandbuch erstellt, das einen in den MaRisk geforderten Überblick über das Gesamtrisikoprofil der Bank gibt. Es berücksichtigt die Art, den Umfang und die Komplexität der getätigten Geschäfte sowie die Größe, die Personalausstattung und die Organisation der Bank.

Risikomanagementziele und -methoden

Wie alle unternehmerischen Tätigkeiten ist auch das Bankgeschäft nicht frei von Risiken. Neben allgemeinen Risikofaktoren (z.B. Konjunkturschwankungen, neue Technologien und Wettbewerbssituationen, sonstige sich verändernde Rahmenbedingungen) bestehen spezifische Bankgeschäftsrisiken. Die Kontrolle und das Management dieser Risiken sind zentrale Aufgaben und an dem Grundsatz ausgerichtet, die mit der Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken zu identifizieren, zu bewerten, zu begrenzen und zu überwachen sowie negative Abweichungen von den Erfolgs-, Eigenmittel- und Liquiditätsplanungen zu vermeiden. Die Unternehmenssteuerung ist dem Vorstand direkt unterstellt und personell adäquat besetzt. Die Interne Revision überwacht durch regelmäßige Kontrollen die vorhandenen Abläufe.

Die Norderstedter Bank eG unterscheidet zwischen Adressenausfallrisiken im Kunden- und Eigenanlagengeschäft, Marktpreisrisiken (Zinsänderungs-, Kurs-, Währungs- und sonstigen Preisrisiken) und sonstigen Risiken (Liquiditäts- und operationelle Risiken).

Zur Bewertung der Risiken nutzt die Norderstedter Bank eG EDV-gestützte Systeme. Auf der Grundlage von Risikotragfähigkeitsberechnungen sind Verlustobergrenzen für unterschiedliche Risikoarten definiert, an denen die Bank unter anderem ihre geschäftspolitischen Maßnahmen ausrichtet.

Adressenausfallrisiken

Für das Kreditgeschäft hat die Norderstedter Bank eG unter Berücksichtigung der Risikotragfähigkeit sowie der Einschätzung der mit dem Kreditgeschäft verbundenen Risiken eine Strategie zur Ausrichtung des Kreditgeschäftes festgelegt. Die Kreditrisikostrategie steht dem statutarisch festgelegten Förderauftrag nicht entgegen. Generell begegnet die Norderstedter Bank eG den Kreditrisiken durch umsichtiges und verantwortungsvolles Handeln in allen Phasen der Kundenkreditbeziehung. Zudem ist ein umfassendes Instrumentarium zur Risikofrüherkennung, -identifizierung und -begrenzung vorhanden.

Der qualifizierten Ermittlung und Steuerung struktureller Adressenausfallrisiken kommt zur nachhaltigen Absicherung der Risikotragfähigkeit der Norderstedter Bank eG und zur Erfüllung gesetzlicher und aufsichtsrechtlicher Vorschriften eine besondere Bedeutung zu.

Die Ermittlung struktureller Adressenausfallrisiken basiert auf Einstufungen aller Kreditnehmer nach bankinternen Beurteilungskriterien in Risikogruppen. Das aggregierte Ergebnis wird nach Volumen und Blankoanteilen ausgewertet und in die Gesamtbanksteuerung einbezogen. Die Einstufungen werden regelmäßig überprüft. Die turnusmäßigen Auswertungen geben weiterhin Auskunft über die Verteilung nach Größenklassen und Branchen. Zur Überwachung und Steuerung des Kreditgeschäfts besteht ein umfassendes Limitsystem.

Den Adressenausfallrisiken in Wertpapieranlagen wird grundsätzlich dadurch begegnet, dass nur Papiere mit einem Mindestrating von A- oder vergleichbar erworben werden. Des Weiteren ist zur Überwachung ein umfangreiches Limitsystem eingerichtet. Bonitätsrisiken werden regelmäßig anhand von Spreadausweitungen, Ausfall- und Migrationswahrscheinlichkeiten gemessen.

Marktpreisrisiken

Zur Überwachung der Auswirkungen der allgemeinen Zins-, Kurs- und Währungsrisiken, soweit vorhanden, auf die von der Bank gehaltenen Wertpapiere wird ein Controlling- und Managementsystem eingesetzt, das den von der Bankenaufsicht vorgegebenen Anforderungen voll entspricht.

Zur Quantifizierung der Risiken bewertet die Bank ihre Wertpapierbestände vierteljährlich unter Zugrundelegung aktueller Zinssätze und Kurse. Darüber hinaus werden regelmäßig die potenziellen Verlustrisiken aus möglichen künftigen Zins- und Kursänderungen analysiert.

Die Bank ist insbesondere aufgrund von bestehenden Inkongruenzen zwischen ihren aktiven und passiven Festzinspositionen dem allgemeinen Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Zinsänderungsrisiken und -chancen werden mit Hilfe dynamischer Zinselastizitätsbilanzen gemessen. Ausgehend von Zinsprognosen werden die Auswirkungen hiervon abweichender Zinsentwicklungen auf das Jahresergebnis ermittelt. Nach abgestuften Entwicklungsszenarien werden die möglichen Ergebnisbeeinträchtigungen simuliert und auf die Risikolimite angerechnet.

Zur Absicherung von drei festverzinslichen Wertpapieren des Eigenanlagebestandes gegen Zinsänderungsrisiken (Kursrisiken) wurden Festzinszahler-Swaps abgeschlossen. Die Grund- und Sicherungsgeschäfte wurden zu einer Bewertungseinheit zusammengefasst.

Ungedeckte Währungsrisiken bestehen nur in Form von Währungsavalen, die im Kundenauftrag eingegangen wurden.

Liquiditätsrisiken / Risiken aus Zahlungsstromschwankungen

Grundlage für die Liquiditätssteuerung sind die Liquiditätsverordnung sowie die LCR-Kennziffer. Daneben ist die Finanzplanung der Bank streng darauf ausgerichtet, allen gegenwärtigen und künftigen Zahlungsverpflichtungen pünktlich nachkommen zu können. Die Bank trägt bei den Geldanlagen bei Korrespondenzbanken bzw. in Wertpapieren neben Ertrags- auch Liquiditätsaspekten Rechnung. Durch die Einbindung in den Genossenschaftlichen FinanzVerbund bestehen ausreichende Refinanzierungsmöglichkeiten, um jederzeit unerwartete Zahlungsstromschwankungen auffangen zu können.

Mithilfe des turnusmäßig durch die Unternehmenssteuerung erstellten Liquiditätsberichtes wird der Vorstand über die Liquiditätssituation, den Liquiditätsbedarf und über mögliche Liquiditätsrisiken der Bank informiert.

Operationelle Risiken

Neben den vorgenannten Risiken hat sich die Norderstedter Bank eG aber auch auf operationelle Risiken, wie z.B. Betriebsrisiken im EDV-Bereich oder fehlerhafte Bearbeitungsvorgänge, Rechtsrisiken, Betrugs- und Diebstahlrisiken oder allgemeine Geschäftsrisiken, einzustellen. Das innerbetriebliche Überwachungssystem trägt dazu bei, die operationellen Risiken zu erkennen und, so weit wie möglich, zu begrenzen. Den Betriebs- und Rechtsrisiken wird unter anderem auch durch die Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern, beispielsweise im EDV-Bereich, der Innenrevision oder im Bereich der Rechtsberatung, begegnet. Versicherbare Gefahrenpotenziale, z.B. Diebstahl- und Betrugsrisiken, sind durch Versicherungsverträge in banküblichem Umfang abgeschirmt.

2. Vermögenslage

Das bilanzielle Eigenkapital sowie die Eigenmittelausstattung und Kapitalquoten stellen sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt dar:

Berichtsjahr 2015 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Eigenkapital laut Bilanz 1) 32.582 30.879 1.703 5,5
Eigenmittel (Art. 72 CRR) 37.301 35.510 1.791 5,0
Harte Kernkapitalquote 13,1 % 13,6 %    
Kernkapitalquote 13,1 % 13,6 %    
Gesamtkapitalquote 15,9 % 16,7 %    

1) Hierzu rechnen die Passivposten 11 (Fonds für allgemeine Bankrisiken) und 12 (Eigenkapital).

Das offen ausgewiesene Eigenkapital konnte erneut ausgebaut werden, es beträgt zum Ende des Geschäftsjahres 32.582 TEUR und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr um 1.703 TEUR oder 5,5 % erhöht, so dass sich im Verhältnis zur Bilanzsumme eine Eigenkapitalquote von 9,2 % (Vorjahr 8,4 %) ergibt.

Bei der Bewertung des Eigenkapitals ist die Eigenkapitalstruktur von entscheidender Bedeutung. Das Eigenkapital laut Bilanz setzt sich lediglich zu 2,5 % aus Geschäftsguthaben unserer Mitglieder und 97,5 % aus erwirtschafteten eigenen Mitteln zusammen.

Damit entspricht die Eigenmittelausstattung den gesetzlichen Anforderungen und eine ausreichende Eigenmittelunterlegung für das zu erwartende Geschäftswachstum in den nächsten zwei Jahren ist sichergestellt.

Mitgliedschaft in der Sicherungseinrichtung des BVR

Zur Erfüllung von § 1 EinSiG i. V. m. § 1 Abs. 3d Satz 1 KWG gehört die Bank dem BVR ISG Sicherungssystem an. Das BVR ISG Sicherungssystem ist eine Einrichtung der BVR Institutssicherung GmbH, Berlin (BVR ISG), die als amtlich anerkanntes Einlagensicherungssystem gilt.

Daneben ist unsere Genossenschaft der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (BVR SE) angeschlossen, die aus dem Garantiefonds und dem Garantieverbund besteht. Die BVR SE ist als zusätzlicher, genossenschaftlicher Schutz parallel zum BVR ISG Sicherungssystem tätig.

3. Finanz- und Liquiditätslage

Die Zahlungsbereitschaft unserer Bank war im abgelaufenen Geschäftsjahr stets gegeben. Die Liquiditätskennzahl gemäß § 2 Abs. 1 LiqV sowie die Liquidity Coverage Ratio (LCR) haben wir stets eingehalten.

Aufgrund unserer Liquiditätslage und -steuerung, der Einbindung in den genossenschaftlichen Liquiditätsverbund und der unterhaltenen Bankguthaben, gehen wir davon aus, dass auch in den kommenden Jahren nicht mit einer Beeinträchtigung der Zahlungsbereitschaft zu rechnen ist.

4. Ertragslage

Die wesentlichen Erfolgskomponenten der Genossenschaft stellen sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

Erfolgskomponenten Berichtsjahr 2015 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Zinsüberschuss 1) 7.009 7.208 -199 -2,8
Provisionsüberschuss 2) 1.843 1.924 -81 -4,2
Verwaltungsaufwendungen 6.034 5.911 123 2,1
a) Personalaufwendungen 3.568 3.581 -13 -0,4
b) andere Verwaltungsaufwendungen 2.466 2.330 136 5,8
Betriebsergebnis vor Bewertung 3) 2.533 2.933 -400 -13,6
Bewertungsergebnis 4) -78 -209 131 -62,7
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 2.455 2.724 -269 -9,9
Steueraufwand 700 846 -146 -17,3
Einstellungen in den Fonds für allgemeine Bankrisiken 1.150 1.150 0 0,0
Jahresüberschuss 604 728 -124 -17,0

1) GuV-Posten 1abzüglich GuV-Posten 2 zuzüglich GuV-Posten 3

2) GuV-Posten 5 abzüglich GuV-Posten 6

3) Saldo aus den GuV-Posten 1 bis 12

4) Saldo aus den GuV-Posten 13 bis 14

Zinsüberschuss

Der Zinsüberschuss reduzierte sich trotz guter Wachstumsraten im Kreditgeschäft aufgrund der rückläufigen Kapitalmarktzinsen um 2,8 %. Ursächlich hierfür waren im Wesentlichen die verminderten Beiträge aus den Eigenanlagen.

Im Verhältnis zum durchschnittlichen Geschäftsvolumen hat sich die Zinsmarge von 1,98 % auf 1,87 % vermindert.

Provisionsüberschuss

Das Provisionsergebnis stellt die zweite wesentliche Ertragsquelle unserer Bank dar. Nach Abzug der Provisionsaufwendungen ist der Provisionsüberschuss gegenüber dem Vorjahr um 4,2 % rückläufig. Ursächlich sind verminderte Erträge im Wertpapier- und Depotgeschäft sowie im Vermittlungsgeschäft.

Personalaufwand und andere Verwaltungsaufwendungen

Der Personalaufwand hat sich planmäßig entwickelt. Die anderen Verwaltungsaufwendungen haben sich, bedingt durch migrationsbedingte Aufwendungen und die Kosten für die Bankkartenhauptausstattung um 5,8 % erhöht.

Bewertungsergebnis

Die erkennbaren Risiken im Kundenkreditgeschäft wurden durch Bildung von Einzelwertberichtigungen abgeschirmt und liegen deutlich unterhalb des in einem durchschnittlichen Jahr zu erwartenden Risikoergebnisses.

Den Wertpapierbestand haben wir nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet.

Jahresüberschuss

Aus dem Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit wurden vorab 1,15 Mio. Euro dem Fonds für allgemeine Bankrisiken zugeführt. Die Ertragslage wird als zufriedenstellend eingestuft.

Kapitalrendite

Die Kapitalrendite (Jahresüberschuss nach Steuern/Bilanzsumme) betrug im Geschäftsjahr 0,17 % (Vorjahr 0,20 %). Unter Berücksichtigung der Einstellungen in den Fonds für allgemeine Bankrisiken betrug die Rendite 0,49 % (Vorjahr 0,51 %).

5. Zusammenfassende Beurteilung der Lage

Die Vermögenslage unseres Hauses ist durch eine gute Eigenkapitalausstattung geprägt. Die gebildeten Wertberichtigungen für die erkennbaren und latenten Risiken in den Kundenforderungen sind angemessen. Für erhöht latente Risiken im Kreditgeschäft besteht ein ausreichendes Deckungspotenzial in Form versteuerter Wertberichtigungen.

Die Finanz- und Liquiditätslage entspricht den betrieblichen und aufsichtsrechtlichen Erfordernissen.

Die Ertragslage wird als zufriedenstellend eingestuft.

Aufgrund unserer risikobewussten Geschäftspolitik sowie der installierten Instrumentarien zur Risikosteuerung und -überwachung bewegen sich die derzeit erkennbaren Risiken der künftigen Entwicklung in einem überschaubaren und für unser Haus tragbaren Rahmen.

Wir erwarten ein gleichbleibend niedriges Zinsniveau über alle Laufzeiten und sehen Ertragschancen in einem weiteren Wachstum des Kundenkreditgeschäftes und im Aufbau von qualifizierten Beratungsangeboten.

Die Norderstedter Bank eG wird auch weiterhin ihren Mitgliedern und Kunden ein kompetenter Finanzdienstleister und Partner im Bankgeschäft sein.

III. Voraussichtliche Entwicklung (Prognosebericht)

Die Entscheidung des EZB-Rates, den Leitzins der EZB weiterhin für längere Zeit auf dem aktuellen oder niedrigerem Niveau zu belassen, wird den Druck auf die Zinsmargen weiter aufrecht erhalten.

Das am 8. Dezember 2016 beschlossene erweiterte Ankaufprogramm von Vermögenswerten soll in jedem Fall so lange aufrecht erhalten werden, bis eine nachhaltige Annäherung der Inflationsrate an ein Niveau von nahe 2 % auf mittlere Sicht sichergestellt ist.

Aufgrund der weiter anhaltenden Niedrigzinsphase halten wir die Zinsänderungsrisiken für die nächsten beiden Geschäftsjahre für begrenzt. Die nach wie vor gute wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland wird sich auch weiterhin bei unserer Kundschaft in der nördlichen Metropolregion Hamburg und am Arbeitsmarkt positiv bemerkbar gemachen. Wir gehen von einer guten Entwicklung insbesondere bei unseren Firmenkunden aus. Unter diesen Bedingungen erwartet die Norderstedter Bank für die kommenden zwei Geschäftsjahre ein weiteres Wachstum im Kreditgeschäft und ein stabiles Einlagengeschäft.

Die Norderstedter Bank eG sieht ihre Stärke als regional tätiges Kreditinstitut sowohl in gewachsenen als auch in neu zu schaffenden persönlichen Kundenbeziehungen. So stellt die Norderstedter Bank eG eine weitere Spezialisierung im Privat- wie auch Firmenkundengeschäft sowie die persönliche, individuelle und qualitativ anspruchsvolle Beratung und Betreuung in den Mittelpunkt ihrer Marktaktivitäten.

Ausgehend von einer guten Vermögenslage, erwarten wir auch für die Zukunft eine weitere Stärkung unserer Eigenkapitalbasis. Negative Auswirkungen aus Kredit- oder Marktpreisrisiken auf unsere Vermögenslage sind derzeit nicht zu erkennen.

Die Risiken des Niedrigzinsumfeldes und des sich weiter verschärfenden Wettbewerbes werden sich nach unserer Einschätzung weiter erhöhen. Gleichwohl erwarten wir für die nächsten beiden Geschäftsjahre eine geordnete Vermögens- und Finanzlage sowie eine im Vergleich zur Branche noch zufriedenstellende Ertragslage.

Abschließend weisen wir darauf hin, dass, soweit wir vorstehende Prognosen oder Erwartungen geäußert haben oder unsere Aussagen die Zukunft betreffen, die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen hiervon abweichen können.

IV. Zweigniederlassungen

Die Genossenschaft unterhält keine Zweigniederlassungen.

 

Norderstedt, 21. März 2017

Norderstedter Bank eG

Der Vorstand:

Weber

Schomacker

1. Jahresbilanz zum 31. Dezember 2016

Norderstedter Bank eG, Norderstedt Genossenschaftsregisternummer 105 NO beim Amtsgericht Kiel

Aktivseite

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Barreserve          
a) Kassenbestand     2.514.652,99   4.713
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken     0,00   0
darunter: bei der Deutschen Bundesbank 0,00       (0)
c) Guthaben bei Postgiroämtern     0,00 2.514.652,99 0
2. Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind          
a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen     0,00   0
darunter: bei der Deutschen Bundesbank refinanzierbar 0,00       (0)
b) Wechsel     0,00 0,00 0
3. Forderungen an Kreditinstitute          
a) täglich fällig     18.972.429,35   48.024
b) andere Forderungen     44.700.748,35 63.673.177,70 60.808
4. Forderungen an Kunden       210.930.093,41 195.098
darunter:          
durch Grundpfandrechte gesichert 28.500.948,40       (27.471)
Kommunalkredite 6.852.718,44       (7.228)
5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere          
a) Geldmarktpapiere          
aa) von öffentlichen Emittenten   0,00     0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00       (0)
ab) von anderen Emittenten   0,00 0,00   0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00       (0)
b) Anleihen und Schuldverschreibungen          
ba) von öffentlichen Emittenten   4.016.400,00     2.008
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 4.016.400,00       (2.008)
bb) von anderen Emittenten   60.628.164,16 64.644.564,16   50.441
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 51.312.627,96       (40.593)
c) eigene Schuldverschreibungen     0,00 64.644.564,16 0
Nennbetrag 0,00       (0)
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere       268.495,00 268
6a. Handelsbestand       0,00 0
7. Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften          
a) Beteiligungen     4.603.581,57   4.604
darunter:          
an Kreditinstituten 0,00       (0)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00       (0)
b) Geschäftsguthaben bei Genossenschaften     18.250,00 4.621.831,57 18
darunter:          
bei Kreditgenossenschaften 0,00       (0)
bei Finanzdienstleistungsinstituten 0,00       (0)
8. Anteile an verbundenen Unternehmen       25.000,00 0
darunter:          
an Kreditinstituten 0,00       (0)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00       (0)
9. Treuhandvermögen       150.000,00 0
darunter: Treuhandkredite 0,00       (0)
10. Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand einschließlich Schuldverschreibungen aus deren Umtausch       0,00 0
11. Immaterielle Anlagewerte          
a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte     0,00   0
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten     998,00   3
c) Geschäfts- oder Firmenwert     0,00   0
d) geleistete Anzahlungen     0,00 998,00 0
12. Sachanlagen       7.347.209,89 1.702
13. Sonstige Vermögensgegenstände       1.286.108,55 1.603
14. Rechnungsabgrenzungsposten       399,65 2
Summe der Aktiva       355.462.530,92 369.292

Passivseite

         
      Geschäftsjahr Vorjahr
  EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten          
a) täglich fällig     516.844,61   514
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist     16.731.512,32 17.248.356,93 16.990
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden          
a) Spareinlagen          
aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten   65.499.273,94     59.969
ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten   5.365.482,71 70.864.756,65   5.150
b) andere Verbindlichkeiten          
ba) täglich fällig   204.694.321,87     219.581
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist   27.158.221,04 231.852.542,91 302.717.299,56 33.364
3. Verbriefte Verbindlichkeiten          
a) begebene Schuldverschreibungen     0,00   0
b) andere verbriefte Verbindlichkeiten     0,00 0,00 0
darunter:          
Geldmarktpapiere 0,00       (0)
eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf 0,00       (0)
3a. Handelsbestand       0,00 0
4. Treuhandverbindlichkeiten       150.000,00 0
darunter: Treuhandkredite 0,00       (0)
5. Sonstige Verbindlichkeiten       311.314,83 243
6. Rechnungsabgrenzungsposten       17.866,78 25
6a. Passive latente Steuern       0,00 0
7. Rückstellungen          
a) Rückstellungen für Pensionen u. ähnliche Verpflichtungen     1.570.828,00   1.604
b) Steuerrückstellungen     0,00   0
c) andere Rückstellungen     864.794,32 2.435.622,32 973
8. [gestrichen]       0,00 0
9. Nachrangige Verbindlichkeiten       0,00 0
10. Genussrechtskapital       0,00 0
darunter: vor Ablauf von zwei Jahren fällig 0,00       (0)
11. Fonds für allgemeine Bankrisiken       11.500.000,00 10.350
darunter: Sonderposten nach § 340e Abs. 4 HGB 0,00       (0)
12. Eigenkapital          
a) Gezeichnetes Kapital     818.000,00   821
b) Kapitalrücklage     0,00   0
c) Ergebnisrücklagen          
ca) gesetzliche Rücklage   9.990.000,00     9.675
cb) andere Ergebnisrücklagen   9.990.000,00 19.980.000,00   9.675
d) Bilanzgewinn     284.070,50 21.082.070,50 358
Summe der Passiva       355.462.530,92 369.292
Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Eventualverbindlichkeiten          
a) Eventualverbindlichkeiten aus weitergegebenen abgerechneten Wechseln   0,00     0
b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen   7.140.853,58     7.847
c) Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten   0,00 7.140.853,58   0
2. Andere Verpflichtungen          
a) Rücknahmeverpflichtungen aus unechten Pensionsgeschäften   0,00     0
b) Platzierungs- u. Übernahmeverpflichtungen   0,00     0
c) Unwiderrufliche Kreditzusagen   14.155.669,15 14.155.669,15   18.776
darunter: Lieferverpflichtungen          
aus zinsbezogenen Termingeschäften 0,00       (0)

2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Zinserträge aus          
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften   6.976.549,47     7.122
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen   595.452,10 7.572.001,57   797
2. Zinsaufwendungen     681.220,28 6.890.781,29 816
3. Laufende Erträge aus          
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren     0,00   0
b) Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften     117.775,85   105
c) Anteilen an verbundenen Unternehmen     0,00 117.775,85 0
4. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen       0,00 0
5. Provisionserträge     2.156.571,69   2.227
6. Provisionsaufwendungen     313.486,89 1.843.084,80 304
7. Nettoertrag/-aufwand des Handelsbestands       0,00 0
8. Sonstige betriebliche Erträge       100.167,20 186
9. [gestrichen]       0,00 0
10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen          
a) Personalaufwand          
aa) Löhne und Gehälter   2.992.991,65     3.012
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung   575.126,53 3.568.118,18   569
darunter: für Altersversorgung 84.501,42       (94)
b) andere Verwaltungsaufwendungen     2.465.780,67 6.033.898,85 2.330
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen       210.430,39 222
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen       174.750,98 252
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft     78.216,10   209
14. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft     0,00 -78.216,10 0
15. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere     0,00   0
16. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren     0,00 0,00 0
17. Aufwendungen aus Verlustübernahme       0,00 0
18. [gestrichen]       0,00 0
19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit       2.454.512,82 2.724
20. Außerordentliche Erträge     0,00   0
21. Außerordentliche Aufwendungen     0,00   0
22. Außerordentliches Ergebnis       0,00 (0)
23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag     693.930,29   839
darunter: latente Steuern 0,00       (0)
24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen     6.512,03 700.442,32 6
24a. Aufwendungen aus der Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken       1.150.000,00 1.150
25. Jahresüberschuss       604.070,50 728
26. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr       0,00 0
        604.070,50 728
27. Entnahmen aus Ergebnisrücklagen          
a) aus der gesetzlichen Rücklage     0,00   0
b) aus anderen Ergebnisrücklagen     0,00 0,00 0
        604.070,50 728
28. Einstellungen in Ergebnisrücklagen          
a) in die gesetzliche Rücklage     160.000,00   185
b) in andere Ergebnisrücklagen     160.000,00 320.000,00 185
29. Bilanzgewinn       284.070,50 358

3. Anhang für das Geschäftsjahr 2016

Norderstedter Bank eG, Norderstedt

A. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt. Gleichzeitig erfüllt der Jahresabschluss die Anforderungen des Genossenschaftsgesetzes (GenG) und der Satzung der Bank.

In der Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung ergaben sich keine Veränderungen.

Im Anhang wurden die Beträge nach kaufmännischen Regeln auf volle EURO gerundet.

B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die auf EUR lautenden Barreserven wurden mit dem Nennwert angesetzt. Die Bewertung der Sorten erfolgte zum Kassakurs am Bilanzstichtag.

Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden wurden mit dem Nennwert angesetzt, wobei der Unterschiedsbetrag zwischen dem höheren Nennwert und dem Auszahlungsbetrag - sofern Zinscharakter vorliegt - in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt wurde. Dieser Unterschiedsbetrag wird grundsätzlich planmäßig, und zwar zeitanteilig aufgelöst.

Anteilige Zinsen, deren Fälligkeit nach dem Bilanzstichtag liegt, die aber am Bilanzstichtag bereits den Charakter von bankgeschäftlichen Forderungen oder Verbindlichkeiten haben, sind dem zugehörigen Aktiv- oder Passivposten der Bilanz zugeordnet.

Die bei den Forderungen an Kunden erkennbaren Bonitätsrisiken sind durch Bildung von Einzelwertberichtigungen und Einzelrückstellungen abgedeckt. Für die latenten Kreditrisiken wurde unter Berücksichtigung der steuerlichen Richtlinien eine Pauschalwertberichtigung gebildet. Zusätzlich bestehen zur Sicherung gegen die besonderen Risiken des Geschäftszweigs Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB und ein Sonderposten für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB.

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere des Umlauf- und des Anlagevermögens wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Es besteht eine Vorsorgereserve gemäß § 340f HGB.

Der Ansatz von Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren erfolgte nach dem strengen Niederstwertprinzip.

Dabei wurden die von den "Wertpapiermitteilungen" (WM-Datenservice) zur Verfügung gestellten Jahresschlusskurse herangezogen.

Dienen derivative Finanzinstrumente (Swap-, Termin-, Optionsgeschäfte) im Nichthandelsbestand der Absicherung von Vermögensgegenständen, Schulden, schwebenden Geschäften oder mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten Transaktionen, werden Bewertungseinheiten gebildet, sofern hierfür die erforderlichen Voraussetzungen vorliegen. Die Bewertung dieser derivativen Finanzinstrumente erfolgt nach den Vorschriften von § 254 HGB.

Die nachfolgende Tabelle weist für jede Art von Grundgeschäften das Volumen der in Bewertungseinheiten einbezogenen Grundgeschäfte aus:

Angaben zu Bewertungseinheiten gemäß § 285 Nr. 23a HGB

Grundgeschäfte Buchwerte/Volumina
(in EUR)
1. Vermögensgegenstände 4.963.540
2. Schulden 0
3. schwebende Geschäfte 0
4. mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Transaktionen 0
Summe 4.963.540

Bei den Grundgeschäften wurden Zinsrisiken mittels Zinsswap (Micro-Hedge) abgesichert.

Bei den gebildeten Bewertungseinheiten handelt es sich um perfekte Micro-Hedges. Grundgeschäfte und Sicherungsinstrumente stimmen jeweils in allen relevanten Ausstattungsmerkmalen überein ("Critical Term Match"). Daher haben sich die gegenläufigen Wertänderungen in Bezug auf das abgesicherte Risiko am Bilanzstichtag vollständig ausgeglichen. Der Gesamtbetrag der sich ausgleichenden Wertänderungen aus allen Bewertungseinheiten beläuft sich auf TEUR 485.

Aufgrund der übereinstimmenden relevanten Ausstattungsmerkmale erwarten wir auch künftig für die festgelegte Dauer der Sicherungsbeziehung einen vollständigen Ausgleich der gegenläufigen Wertänderungen in Bezug auf das abgesicherte Risiko.

Die Beteiligungen und die Geschäftsguthaben bei Genossenschaften sowie die Anteile an verbundenen Unternehmen wurden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.

Die Bewertung des Treuhandvermögens erfolgte zum Nennwert.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen wurden grundsätzlich zu den Anschaffungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen wurden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer, die sich grundsätzlich an den von der Finanzverwaltung veröffentlichten Abschreibungstabellen orientiert, bei Gebäuden linear und beim beweglichen Sachanlagevermögen linear bzw. degressiv mit dem Zweieinhalbfachen der linearen Abschreibung vorgenommen. Bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 150 wurden als andere Verwaltungsaufwendungen erfasst. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 150 und bis zu EUR 1.000 wurde eine Poolabschreibung nach steuerrechtlichen Vorgaben vorgenommen.

Sonstige Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich mit den Anschaffungskosten (Nennwert) angesetzt. Die Abzinsung der Körperschaftsteuerguthaben aus der Zeit des Anrechnungsverfahrens erfolgte unverändert mit 3,913 %, da eine ratenweise Auszahlung dieser unverzinslichen Forderung erfolgt.

Unterschiedsbeträge zwischen dem Erfüllungsbetrag einer Verbindlichkeit und dem niedrigeren Ausgabebetrag wurden in den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt. Der Unterschiedsbetrag wird planmäßig auf die Laufzeit der Verbindlichkeit verteilt.

Aktive latente Steuern wurden in Ausübung des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 S. 2 HGB nicht aktiviert.

Die Passivierung der Verbindlichkeiten erfolgte zu dem jeweiligen Erfüllungsbetrag. Der Belastung aus Einlagen mit steigender Verzinsung und aus Zuschlägen sowie sonstigen über den Basiszins hinausgehenden Vorteilen für Einlagen wurde durch Rückstellungsbildung in angemessenem Umfang Rechnung getragen.

Die Bewertung der Treuhandverbindlichkeiten erfolgte zum Erfüllungsbetrag, der mit dem Nennwert der Verpflichtung übereinstimmt.

Es bestanden keine passiven latenten Steuern zum Bilanzstichtag.

Den Pensionsrückstellungen liegen versicherungsmathematische Berechnungen auf Basis der "Richttafeln 2005 G" (Prof. Dr. Klaus Heubeck) zugrunde. Verpflichtungen aus Pensionsanwartschaften werden mittels Teilwertverfahren angesetzt. Laufende Rentenverpflichtungen sind mit dem Barwert bilanziert. Der bei der Abzinsung der Pensionsrückstellungen angewendete Zinssatz von 4,01 % (Vorjahr 3,89 %) wurde unter Inanspruchnahme der Vereinfachungsregel nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren festgelegt. Dieser beruht auf einem Rechnungszinsfuß gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV).

Die Altersteilzeitrückstellungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels Anwartschaftsbarwertverfahren mit einem Zinssatz von 3,24 % (Vorjahr 3,89 %) bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ermittelt. Als Rechnungsgrundlage werden die "Richttafeln Heubeck 2005G" zugrunde gelegt.

Die Pensionsrückstellungen wurden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre in Höhe von 4,01 % abgezinst. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt TEUR 140.

Es wurden erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen in Höhe von 1,75 % (Vorjahr 1,75 %) und eine Rentendynamik in Höhe von 1,75 % (Vorjahr 1,75 %) zugrunde gelegt.

Im Übrigen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten Rückstellungen in angemessener Höhe gebildet.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB abgezinst.

Die erstmalige Einbuchung der Rückstellung mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr erfolgte mit dem abgezinsten Betrag (Nettomethode).

Die zinsbezogenen Finanzinstrumente des Bankbuchs werden im Rahmen einer Gesamtbetrachtung aller Geschäfte nach Maßgabe von IDW RS BFA 3 verlustfrei bewertet. Hierbei werden die zinsinduzierten Barwerte den Buchwerten gegenübergestellt und von dem positiven Differenzbetrag die Risiko- und Bestandsverwaltungskosten abgezogen. Für einen danach eventuell verbleibenden Verlustüberhang wird eine Drohverlustrückstellung gebildet, die unter den anderen Rückstellungen ausgewiesen wird. Nach dem Ergebnis der Berechnungen zum Bilanzstichtag war keine Rückstellung zu bilden.

Eventualverbindlichkeiten wurden mit dem Nennwert bzw. in Höhe der zugrundeliegenden Verbindlichkeit angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden mit dem Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtages umgerechnet.

Als besonders gedeckt werden gegenläufige Fremdwährungspositionen angesehen, soweit sie sich betragsmäßig und hinsichtlich ihrer Fristigkeit entsprechen.

Der Jahresabschluss wurde nach teilweiser Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.

C. Entwicklung des Anlagevermögens 2016

Anschaffungs- / Herstellungskosten zu Beginn des Zugang (a) Zuschreibungen (b) Umbuchungen (a) Abgänge (b) Anschaffungs- / Herstellungskosten am Ende des
Geschäftsjahres Im Geschäftsjahr Geschäftsjahres
Immaterielle Anlagenwerte        
a) Selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 0,00 0,00 (a) 0,00 (b) 0,00 (a) 0,00 (b) 0,00
b) Software, sonstige entgeltlich erworbene Konzessionen und ähnliche Rechte 0,00 0,00 (a) 0,00 (b) 0,00 (a) 0,00 (b) 0,00
c) Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 (a) 0,00 (b) 0,00 (a) 0,00 (b) 0,00
d) geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 (a) 0,00 (b) 0,00 (a) 0,00 (b) 0,00
Sachanlagen        
a) Grundstücke und Gebäude 0,00 5.687.738,52 (a) 0,00 (b) 0,00 (a) 0,00 (b) 5.687.738,52
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 171.688,46 (a) 0,00 (b) 0,00 (a) 50.673,71 (b) 121.014,75
Summe a 0,00 5.859.426,98 (a) 0,00 (b) 0,00 (a) 50.673,71 (b) 5.808.753,27
Änderungen der gesamten Abschreibungen im Zusammenhang mit
Abschreibungen zu Beginn des Geschäftsjahres (gesamt) Abschreibungen Geschäftsjahr (a) Zuschreibungen Geschäftsjahr (b) Zugängen (a) Zuschreibungen (b) Umbuchungen (a) Abgänge (b) Abschreibungen am Ende des Geschäftsjahres (gesamt) Buchwerte Bilanzstichtag (Vorjahr)
Immaterielle Anlagenwerte            
a) Selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
    (a) 0,00 (a) 0,00 (a) 0,00   (0,00)
    (b) (b) (b)    
b) Software, sonstige entgeltlich erworbene Konzessionen und ähnliche Rechte 0,00 1.922,00 0,00 0,00 1.922,00 998,00
    (a) 0,00 (a) 0,00 (a) 0,00   (2.920,00)
    (b) (b) (b)    
c) Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
    (a) 0,00 (a) 0,00 (a) 0,00   (0,00)
    (b) (b) (b)    
d) geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
    (a) 0,00 (a) 0,00 (a) 0,00   (0,00)
    (b) (b) (b)    
Sachanlagen            
a) Grundstücke und Gebäude 0,00 58.212,87 0,00 0,00 58.212,87 6.886.120,89
    (a) 0,00 (a) 0,00 (a) 0,00   (1.256.595,24)
    (b) (b) (b)    
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 150.295,52 0,00 0,00 105.461,75 461.089,00
    (a) 0,00 (a) 0,00 (a) 44.833,77   (445.536,00)
    (b) (b) (b)    
Summe a 0,00 210.430,39 0,00 0,00 165.596,62 7.348.207,89
    (a) 0,00 (a) 0,00 (a) 44.833,77   (1.705.051,24)
    (b) (b) (b)    
Anschaffungskosten
EUR
Veränderungen (saldiert)
EUR
Buchwerte am Bilanzstichtag
EUR
Wertpapiere des Anlagevermögens 1.150.000,00 0,00 1.150.000,00
Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 4.621.831,57 0,00 4.621.831,57
Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 0,00 25.000,00
Summe b 5.796.831,57 0,00 5.796.831,57
Summe a und b 5.796.831,57   13.145.039,46

D. Erläuterungen zur Bilanz

In den Forderungen an Kreditinstitute sind EUR 43.043.692 Forderungen an die genossenschaftliche Zentralbank enthalten.

In den Forderungen an Kunden (A 4) sind EUR 20.100.987 Forderungen mit unbestimmter Laufzeit enthalten.

Von den in der Bilanz ausgewiesenen Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren (A 5) werden im auf den Bilanzstichtag folgenden Geschäftsjahr EUR 8.966.470 fällig.

In folgenden Posten sind enthalten:

börsenfähig davon:
EUR börsennotiert
EUR
nicht börsennotiert
EUR
nicht mit dem Niederstwert bewertete börsenfähige Wertpapiere
EUR
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) 64.644.564 63.744.564 900.000 0
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere (A 6) 268.495 0 268.495 0
Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften (A 7) 4.287.903 0 4.287.903  

Wir halten an folgenden Unternehmen Beteiligungen im Sinne des § 271 Abs. 1 HGB:

Anteil am Gesellschafts- Eigenkapital der Gesellschaft Ergebnis des letzten vorliegenden Jahresabschlusses
Name und Sitz kapital
%
Jahr TEUR Jahr TEUR
a) Norddeutsche Genossenschaftliche Beteiligungs-AG, Hannover 0,25 2016 1.282.706 2016 39.927

Auf die Angaben zu weiteren Beteiligungen wird gemäß § 286 Absatz 3 verzichtet.

Mit dem unter der Bilanzposition "Anteile an verbundenen Unternehmen" erfassten Unternehmen besteht ein Konzernverhältnis. Ein Konzernabschluss wurde nicht aufgestellt, weil aufgrund untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage (§ 296 Abs. 2 HGB) auf die Aufstellung verzichtet werden konnte.

Im Bilanzposten "Treuhandvermögen" sind ausschließlich Kredite ausgewiesen, die wir im eigenen Namen für fremde Rechnung halten.

Im Aktivposten "Sachanlagen" sind Grundstücke und Bauten, die wir im Rahmen eigener Tätigkeit nutzen, in Höhe von EUR 6.886.121 und Betriebs- und Geschäftsausstattungen in Höhe von EUR 461.089 enthalten.

Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Unterschiedsbeträge zwischen dem Ausgabebetrag und dem höheren Erfüllungsbetrag von Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 400 (Vorjahr EUR 674) enthalten.

In den folgenden Posten sind Vermögensgegenstände für die eine Nachrangklausel besteht, enthalten:

Posten/Unterposten Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
5 Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 900.000 900.000
6 Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 268.495 268.495

In den Vermögensgegenständen sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 2.005.619 enthalten.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen haben folgende Restlaufzeiten:

bis 3 Monate
EUR
mehr als 3 Monate bis ein Jahr
EUR
mehr als ein Jahr bis 5 Jahre
EUR
mehr als 5 Jahre
EUR
Andere Forderungen an Kreditinstitute (A 3b) (ohne Bausparguthaben) 0 12.000.000 30.000.000 2.000.000
Forderungen an Kunden (A 4) 7.463.555 18.923.787 52.264.996 112.148.875

Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:

bis 3 Monate
EUR
mehr als 3 Monate bis ein Jahr
EUR
mehr als ein Jahr bis 5 Jahre
EUR
mehr als 5 Jahre
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 1b) 284.576 841.609 4.211.334 11.302.044
Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten (P 2ab) 132.196 4.814.217 393.323 25.746
Andere Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 2bb) 22.333.685 2.971.241 1.849.149 0

Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert.

In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind EUR 14.637.635 Verbindlichkeiten gegenüber der genossenschaftlichen Zentralbank enthalten.

Im Bilanzposten "Treuhandverbindlichkeiten" sind ausschließlich Kredite ausgewiesen, die wir im eigenen Namen für fremde Rechnung halten.

Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Disagiobeträge, die bei der Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden, im Gesamtbetrag von EUR 17.867 (Vorjahr EUR 23.754) enthalten.

In den nachstehenden Verbindlichkeiten sind folgende Beträge enthalten, die auch Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen oder Beteiligungsunternehmen sind:

Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen Beteiligungsunternehmen
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (P 2) 24.147 0 0 0

In den Schulden sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 4.823.653 enthalten.

Die unter Passivposten 12a "Gezeichnetes Kapital" ausgewiesenen Geschäftsguthaben gliedern sich wie folgt:

EUR
Geschäftsguthaben  
a) der verbleibenden Mitglieder 781.850
b) der ausscheidenden Mitglieder 36.150

Die Ergebnisrücklagen (P 12c) haben sich wie folgt entwickelt:

Gesetzliche Rücklage
EUR
andere Ergebnisrücklagen
EUR
Stand 01.01.2016 9.675.000 9.675.000
Einstellungen    
aus Bilanzgewinn des Vorjahres 155.000 155.000
aus Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 160.000 160.000
Stand 31.12.2016 9.990.000 9.990.000

Der aus der Neuregelung zur Bewertung von Altersversorgungsverpflichtungen nach § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag beträgt EUR 140.454.Diesem stehen frei verfügbare Rücklagen in Höhe von EUR 10.120.000 gegenüber.

Die in den Posten 1b) und 2c) unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Verpflichtungen unterliegen den für alle Kreditverhältnisse geltenden Risikoidentifizierungs- und -steuerungsverfahren, die eine rechtzeitige Erkennung der Risiken gewährleisten.

Akute Risiken einer Inanspruchnahme aus den unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Haftungsverhältnissen sind nicht erkennbar. Die ausgewiesenen Verpflichtungen betreffen überwiegend breit gestreute Bürgschafts- und Gewährleistungsverträge für bzw. offene Kreditzusagen gegenüber Kunden.

Die Risiken wurden im Zuge einer Einzelbewertung der Bonität dieser Kunden beurteilt.

Die ausgewiesenen Beträge unter 1b) zeigen nicht die zukünftig aus diesen Verträgen zu erwartenden tatsächlichen Zahlungsströme, da die überwiegende Anzahl der Eventualverbindlichkeiten nach unserer Einschätzung ohne Inanspruchnahme auslaufen werden.

Zum Bilanzstichtag bestanden Zinsswaps im Nominalbetrag von 5.000 TEUR. Wir haben Bewertungseinheiten mit festverzinslichen Wertpapieren des Umlaufvermögens gebildet. Bei den Grundgeschäften wurden mittels der Zinsswaps Zinsrisiken abgesichert.

Von den Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten sind durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesichert:

Passivposten Gesamtbetrag der als Sicherheit übertragenen Vermögenswerte
in EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) 16.639.706

E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die für das Geschäftsjahr ermittelten Auf- und Abzinsungseffekte für Zinsrückstellungen aus Zinsprodukten wurden unter den Zinserträgen und den Zinsaufwendungen erfasst. Dadurch hat sich der Zinsüberschuss per Saldo um EUR 3.286 (Vorjahr EUR 2.746) vermindert.

Negative Zinsen aus Aktivgeschäften sind in den Zinserträgen in Höhe von EUR 28.574 (Reduktion des Zinsertrags) bzw. in den Zinsaufwendungen aus Passivgeschäften in Höhe von EUR 5.073 (Reduktion des Zinsaufwands) enthalten.

Die Provisionserträge aus für Dritte erbrachten Dienstleistungen für Verwaltung und Vermittlung, insbesondere für die Depotverwaltung und für die Vermittlung von Bausparverträgen, Versicherungen, Krediten und Wertpapieren nehmen in der Ertragsrechnung einen festen Bestandteil ein.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen mit EUR 51.914 (Vorjahr EUR 189.748) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen ausschließlich auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.

F. Sonstige Angaben

Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands sowie des Aufsichtsrats wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Die früheren Mitglieder des Vorstands bzw. deren Hinterbliebene erhielten EUR 109.952.

Für frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebene bestehen zum 31.12.2016 Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR 1.078.896.

Die Forderungen an und aus eingegangenen Haftungsverhältnissen betrugen für Mitglieder des Vorstands EUR 192.100 und für Mitglieder des Aufsichtsrats EUR 5.535.071.

Nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen in Form von Garantieverpflichtungen gegenüber der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (Garantieverbund) in Höhe von EUR 744.240.

Ferner besteht gemäß § 7 der Beitritts- und Verpflichtungserklärung zum institutsbezogenen Sicherungssystem der BVR Institutssicherung GmbH eine Beitragsgarantie gegenüber der BVR-ISG. Diese betrifft Jahresbeiträge zum Erreichen der Zielausstattung bzw. Zahlungsverpflichtungen, Sonderbeiträge und Sonderzahlungen falls die verfügbaren Finanzmittel nicht ausreichen, um die Einleger eines dem institutsbezogenen Sicherungssystem angehörigen CRR-Kreditinstituts im Entschädigungsfall zu entschädigen sowie Auffüllungspflichten nach Deckungsmaßnahmen.

Die Zahl der 2016 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:

Vollzeitbeschäftigte Teilzeitbeschäftigte
Prokuristen 4 0
Sonstige kaufmännische Mitarbeiter 38 11
Gewerbliche Mitarbeiter 1 0
  43 11

Außerdem wurden durchschnittlich 5 Auszubildende beschäftigt.

Mitgliederbewegung

Anzahl der Mitglieder Anzahl der Geschäftsanteile Haftsummen
EUR
Anfang 2016 4.079 16.072 803.600
Zugang 2016 141 325 16.250
Abgang 2016 127 760 38.000
Ende 2016 4.093 15.637 781.850
Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder haben sich im Geschäftsjahr vermindert um EUR 21.750
Die Haftsummen haben sich im Geschäftsjahr vermindert um EUR 21.750
Höhe des Geschäftsanteils EUR 50
Höhe der Haftsumme je Anteil EUR 50

In den gesetzlich zu bildenden Aufsichtsgremien der nachfolgenden großen Kapitalgesellschaften nehmen Vorstandsmitglieder oder Mitarbeiter unserer Bank Mandate wahr:

Name und Sitz Anzahl der Mandate
Ratiodata GmbH, Hahnstraße 48, 60528 Frankfurt am Main 1

Gemäß Teil 8 der CRR (Art. 435 bis 455) offenzulegende Inhalte sind zum Teil im Lagebericht enthalten, wir beabsichtigen die weiteren Angaben in einem separaten Offenlegungsbericht auf unserer Homepage zu veröffentlichen.

Das vom Prüfungsverband für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt, aufgeschlüsselt in das Honorar für

- die Abschlussprüfungsleistungen EUR 109.065
- andere Bestätigungsleistungen EUR 10.853
- Steuerberatungsleistungen EUR 4.160

Der Name und die Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes lauten:

Genossenschaftsverband e.V.

Hannoversche Straße 149

30627 Hannover

G. Vorschlag für die Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat vor, den Jahresüberschuss von EUR 604.070,50 - sowie nach den im Jahresabschluss mit EUR 320.000,00 ausgewiesenen Einstellungen in die Rücklagen (Bilanzgewinn von EUR 284.070,50) - wie folgt zu verwenden:

EUR
Ausschüttung einer Dividende von 3,00 % 24.070,50
Zuweisung zu den Ergebnisrücklagen  
a) Gesetzliche Rücklage 130.000,00
b) Andere Ergebnisrücklagen 130.000,00
  284.070,50

Mitglieder des Vorstands, ausgeübter Beruf

Weber, Martin, Geschäftsleiter

Schomacker, Reiner, Geschäftsleiter

Mitglieder des Aufsichtsrats, ausgeübter Beruf

Seyferth, Joachim, - Vorsitzender - , Verwaltungsangestellter der Stadt Norderstedt

Gerken, Klaus-Dieter, - stellvertretender Vorsitzender - , Vorstandsmitglied der akquinet AG

Plambeck, Jens, Selbständiger Fliesenlegermeister

Koch, Anja, Rechtsanwältin

Böckermann, Silke, Rechtsanwältin

Rebmann, Kay, Geschäftsführer der Artur Rebmann Betonsteinwerk GmbH

 

Norderstedt, 21. März 2017

Norderstedter Bank eG

Der Vorstand

Weber

Schomacker

Feststellung des Jahresabschlusses und Beschlussfassung über die Ergebnisverwendung

Die Vertreterversammlung vom 14.06.2017 hat den Jahresabschluss zum 31.12.2016 festgestellt und die Verwendung des Jahresüberschusses in Höhe von EUR 604.070,50 wie vom Vorstand vorgeschlagen beschlossen.

Bestätigungsvermerk des Prüfungsverbandes

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Norderstedter Bank eG, Norderstedt, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Genossenschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k und 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Genossenschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Rendsburg, 25. April 2017

Genossenschaftsverband e.V.

Möller-Boldt, Wirtschaftsprüfer

Maack, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates

Norderstedter Bank eG, Norderstedt

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr 2016 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben erfüllt. Er nahm seine Überwachungsfunktion wahr und fasste die in seinen Zuständigkeitsbereich fallenden Beschlüsse, dies beinhaltet auch die Befassung mit der Prüfung nach § 53 GenG.

Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat in regelmäßig stattfindenden Sitzungen über die Geschäftsentwicklung, die Vermögens- , Finanz- , Ertrags- und Liquiditätslage, die Steuerungs- und Risikoüberwachungssysteme sowie über besondere Ereignisse. Die Innenrevision und die Compliancestelle berichteten direkt an den Aufsichtsrat. Darüber hinaus stand der Aufsichtsratsvorsitzende in einem engen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstand.

Der vorliegende Jahresabschluss 2016 mit Lagebericht wurde vom Genossenschaftsverband e.V. geprüft. Über das Prüfungsergebnis wird in der Vertreterversammlung berichtet.

Den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses hat der Aufsichtsrat geprüft und in Ordnung befunden. Der Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses entspricht den Vorschriften der Satzung.

Der Aufsichtsrat empfiehlt der Vertreterversammlung, den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 31.12.2016 festzustellen und die vorgeschlagene Verwendung des Jahresüberschusses zu beschließen.

Durch Ablauf der Wahlzeit scheiden in diesem Jahr Frau Anja Koch und Herr Klaus-Dieter Gerken aus dem Aufsichtsrat aus. Eine Wiederwahl von Frau Koch und Herrn Gerken ist zulässig und wird vom Aufsichtsrat vorgeschlagen. An diese Vorschläge ist die Vertreterversammlung nicht gebunden.

Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und den Mitarbeitern seinen Dank für die im vergangenen Jahr erfolgreich geleistete Arbeit und Ihr Engagement aus.

 

Norderstedt, 3. März 2017

Der Aufsichtsrat

Vorsitzender Seyferth

Norderstedter Bank eG, Norderstedt Anlage zum Jahresabschluss gemäß § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG zum 31. Dezember 2016 ("Länderspezifische Berichterstattung")

Die Norderstedter Bank eG hat keine Niederlassungen im Ausland. Sämtliche nachfolgende Angaben entstammen dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 und beziehen sich ausschließlich auf ihre Geschäftstätigkeit als regional tätige Kreditgenossenschaft in der Bundesrepublik Deutschland. Die Tätigkeit der Norderstedter Bank eG besteht darin, Einlagen oder andere rückzahlbare Gelder von Privat- und Firmenkunden entgegenzunehmen und Kredite für eigene Rechnung zu gewähren.

Die Norderstedter Bank eG definiert den Umsatz aus der Summe folgender Komponenten der Gewinn- und Verlustrechnung nach HGB: Zinserträge, Zinsaufwendungen, laufende Erträge aus Aktien etc., Provisionserträge, Provisionsaufwendungen und sonstige betriebliche Erträge. Der Umsatz beträgt für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2016 TEUR 8.952.

Die Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger in Vollzeitäquivalenten zum Jahresende beträgt 50,3.

Der Gewinn vor Steuern beträgt TEUR 2.455.

Die Steuern auf Gewinn betragen TEUR 694 und betreffen laufende Steuern.

Die Norderstedter Bank eG hat im Geschäftsjahr keine öffentlichen Beihilfen erhalten.

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