Provinzial Versicherung
Aktiengesellschaft
Düsseldorf
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Geschäftsbericht
Tätigkeitsbereiche des
Vorstands
Dr. Wolfgang Breuer
Vorsitzender des Vorstands,
Ressort Vorstandsvorsitz, Kunden & Marken
Sabine Krummenerl
Mitglied des Vorstands, Ressort Komposit,
Maklervertrieb
Dr. Ulrich Scholten
Mitglied des Vorstands, Ressort Finanzen und
Kapitalanlagen
Patric Fedlmeier
Stellvertretender Vorsitzender des Vorstands, Ressort
Personal, Konzernservices,
Ausschließlichkeitsvertrieb, Sparkassenvertrieb
Guido Schaefers
Mitglied des Vorstands, Ressort Leben
Dr. Rainer Sommer
Mitglied des Vorstands seit 1. Juni 2023, Ressort
Vertragsservice & Schaden Komposit, Technologie,
Betriebsorganisation
Die Angaben im Kapitel Vorstand sind Bestandteil des
Anhangs.
Aufsichtsrat
Prof. Dr. Liane Buchholz
Präsidentin des Sparkassenverbands
Westfalen-Lippe, Vorsitzende
Ansgar Pöppelmann
Vorsitzender des Betriebsrats des
Gemeinschaftsbetriebs der Provinzial am Standort
Münster, Mitglied des Konzernbetriebsrats der
Provinzial Holding AG - freigestellt -
Stellvertretender Vorsitzender
Sören Börding
Stv. Vorsitzender des Betriebsrats des
Gemeinschaftsbetriebs der Provinzial am Standort
Düsseldorf, Mitglied des Konzernbetriebsrats der
Provinzial Holding AG - freigestellt -
Götz Bormann
Vorsitzender des Vorstands der Förde
Sparkasse
Dr. Martin Creutz
Bereichsleiter der Provinzial Versicherung AG
Eva Irrgang
Landrätin des Kreises Soest, Vorsitzende der
CDU-Fraktion in der Landschaftsversammlung des
Landschaftsverbands
Westfalen-Lippe
Rainer Jahnke
Vorsitzender des Vorstands der Stadtsparkasse
Wermelskirchen
Prof. Dr. Christoph Landscheidt
Bürgermeister der Stadt Kamp-Lintfort
Kristin Lange
Gewerkschaftssekretärin ver.di Bezirk
Düssel-Rhein-Wupper
Ulrike Lubek
Direktorin des Landschaftsverbands Rheinland
Dr. Georg Lunemann
Landesdirektor des Landschaftsverbands
Westfalen-Lippe
Mira Mende
2. stv. Vorsitzende des Betriebsrats der Provinzial
am Standort Düsseldorf, Mitglied des
Konzernbetriebsrats der Provinzial Holding AG -
freigestellt -
Friederike Michels-Funcke
Mitglied des Betriebsrats der Provinzial am Standort
Münster, Mitglied des Konzernbetriebsrats der
Provinzial Holding AG - freigestellt -
Anke Paletta
Vorsitzende des Betriebsrats des
Gemeinschaftsbetriebs der Provinzial am Standort
Düsseldorf, Vorsitzende des Konzernbetriebsrats der
Provinzial Holding AG - freigestellt -
Dr. Eckhard Ruthemeyer
Bürgermeister der Stadt Soest
Frank Schischefsky
Pressesprecher ver.di
Landesbezirk Nord
Manfred Schnur
Landrat der Kreisverwaltung
Cochem-Zell
Peter Scholten
(bis 31. Dezember 2023)
Vorsitzender des Vorstands der Sparkasse Rhein-Nahe
i. R.
Alexandra Skubella
Gewerkschaftssekretärin ver.di Landesbezirk
Rheinland-Pfalz-Saarland
Anne Wimmersberg
2. stv. Vorsitzende des Betriebsrats des
Gemeinschaftsbetriebs der Provinzial am Standort
Münster - freigestellt -
Die Angaben im Kapitel Aufsichtsrat sind Bestandteil
des Anhangs.
Lagebericht
Das Geschäftsjahr 2023 im
Überblick
Die Provinzial Versicherung AG blickt auf ein starkes
selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft im Jahr
2023 zurück. Bei einem über dem Marktdurchschnitt
liegenden Beitragswachstum sowie einer
rückläufigen Schadenbelastung wurde ein sehr
gutes versicherungstechnisches Bruttoergebnis erzielt. Hohe
Abgaben an die Rückversicherer sowie hohe,
substanzstärkende Zuführungen zu den
Schwankungsrückstellungen führten jedoch zu einem
negativen versicherungstechnischen Nettoergebnis. Das
Kapitalanlageergebnis lag leicht unter dem Vorjahresniveau.
Insgesamt wurde ein Jahresüberschuss nach Steuern in
Höhe von 31,0 (Vorjahr: 62,0) Mio. Euro erzielt.
Im Folgenden ein Überblick über die
wichtigsten Entwicklungen:
| ― |
Die gebuchten
Bruttobeitragseinnahmen des selbst abgeschlossenen
Geschäfts wuchsen um 8,9 % auf 3.192,1 (2.930,3)
Mio. Euro. Das deutlich über dem Marktniveau von
6,8 % liegende Wachstum war insbesondere auf
inflationsbedingte Indexanpassungen in der
Sachversicherung, aber auch auf Sanierungserfolge im
Großkundengeschäft
zurückzuführen.
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| ― |
Die bilanziellen
Bruttoschadenaufwendungen im selbst abgeschlossenen
Geschäft verringerten sich trotz
inflationsbedingt gestiegener Bau-, Material- und
Lohnkosten auf 2.023,4 (2.142,3) Mio. Euro. Dazu
trugen sowohl das deutlich verbesserte Ergebnis aus
der Abwicklung der Vorjahresschäden als auch die
verhältnismäßig geringe
Kumulschadenbelastung bei. Die bilanzielle
Bruttoschadenquote verbesserte sich deutlich auf 64,1
(73,6) %.
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| ― |
Die Bruttoaufwendungen für
den Versicherungsbetrieb im selbst abgeschlossenen
Geschäft erhöhten sich auch aufgrund der
infolge des guten Neugeschäfts gestiegenen
Provisionen um 9,7 % auf 775,0 (706,2) Mio. Euro. Die
Kostenquote im selbst abgeschlossenen Geschäft
lag mit 24,5 (24,3) % oberhalb des
Vorjahresniveaus.
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| ― |
Die Combined Ratio
(Schaden-Kosten-Quote) im selbst abgeschlossenen
Geschäft verbesserte sich auf 88,6 (97,8) %. Sie
lag damit deutlich unter dem Marktdurchschnitt von
voraussichtlich 99 %. Das selbst abgeschlossene
versicherungstechnische Geschäft schloss mit
einem Bruttoergebnis in Höhe von 308,6 (27,9)
Mio. Euro. Dies stellt eine erhebliche Verbesserung
gegenüber dem durch die Winterstürme und
das Unwetterereignis "Emmelinde" belasteten Vorjahr
dar.
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| ― |
Im Gegensatz zum Vorjahr, in dem
die Rückversicherer das Ergebnis mit 12,4 Mio.
Euro unterstützt hatten, profitierten sie im
Geschäftsjahr in Höhe von 170,9 Mio. Euro
vom guten Bruttoergebnis. Den
Schwankungsrückstellungen wurden per saldo 157,5
(38,2) Mio. Euro zugeführt. Damit konnte die
Substanz der Provinzial Versicherung AG deutlich
gestärkt werden. Insgesamt lag das
versicherungstechnische Nettoergebnis im selbst
abgeschlossenen Geschäft bei -19,8 (2,0) Mio.
Euro.
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| ― |
Das Beitragsvolumen im
übernommenen Geschäft wuchs auf 164,9
(144,7) Mio. Euro. Das versicherungstechnische
Nettoergebnis des in Rückdeckung
übernommenen Geschäfts belief sich auf
-26,8 (-2,5) Mio. Euro.
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| ― |
Im Gesamtgeschäft ergab
sich somit für die Provinzial Versicherung AG
ein versicherungstechnisches Nettoergebnis von -46,6
(-0,5) Mio. Euro.
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| ― |
Das Kapitalanlageergebnis
verringerte sich insbesondere aufgrund geringerer
Fondsausschüttungen auf 82,4 (104,4) Mio. Euro.
Die Nettoverzinsung der Kapitalanlagen lag mit 1,4
(1,8) % entsprechend unterhalb des Vorjahreswerts.
Aufgrund des leicht gesunkenen, aber weiterhin
relativ hohen Zinsniveaus und der positiven
Entwicklungen an den Aktienmärkten stiegen die
Bewertungsreserven auf 821,6 (535,1) Mio. Euro. Die
Reservequote erhöhte sich auf 13,6 (9,2) %.
|
| ― |
Insgesamt betrug das
Jahresergebnis vor Steuern der Provinzial
Versicherung AG 31,5 (63,7) Mio. Euro. Da die
Provinzial Holding AG als Trägerin der
ertragsteuerlichen Organschaft den
Ertragsteueraufwand für den Organkreis ausweist,
entspricht das Jahresergebnis nach Steuern in
Höhe von 31,0 (62,0) Mio. Euro im Wesentlichen
dem Jahresergebnis vor Steuern. Der
Jahresüberschuss wird im Rahmen des bestehenden
Gewinnabführungsvertrags vollständig an die
Provinzial Holding AG abgeführt.
|
Geschäftsmodell
Einbindung in den Provinzial
Konzern
Die Provinzial Versicherung AG ist Teil des
Provinzial Konzerns. Die dem Provinzial Konzern
zugehörigen Versicherungsunternehmen werden im Wege
der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss der
Provinzial Holding AG einbezogen. Unter dem Dach der
Provinzial Holding AG mit Sitz in Münster agieren
folgende Versicherungsunternehmen:
Schaden- und Unfallversicherer
| ― |
Provinzial Versicherung AG,
Düsseldorf,
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| ― |
Provinzial Nord Brandkasse AG,
Kiel,
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| ― |
Hamburger Feuerkasse
Versicherungs-AG, Hamburg,
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| ― |
Lippische
Landesbrandversicherung AG, Detmold,
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| ― |
ProTect Versicherung AG,
Düsseldorf,
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| ― |
Sparkassen DirektVersicherung
AG, Düsseldorf,
|
| ― |
andsafe AG, Münster.
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Lebensversicherer
| ― |
Provinzial NordWest
Lebensversicherung AG, Kiel,
|
| ― |
Provinzial Rheinland
Lebensversicherung AG, Düsseldorf.
|
Die Asset-Management-Aktivitäten sind in der
Provinzial Asset Management GmbH gebündelt. Die
Gesellschaft wird durch Mandatserteilung mit der Betreuung
der Vermögensanlagen beauftragt und platziert diese -
unter Abwägung von Chancen und Risiken -
bestmöglich am Markt. Die Funktionen des
Kapitalrisikomanagements bleiben Aufgabe der
Konzerngesellschaften.
Aktionäre der Provinzial Holding
AG
Der Aktionärskreis der Provinzial Holding AG
setzt sich aus der Provinzial Rheinland Holding AöR
(44,50 %), der Westfälisch-Lippischen
Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH (ca. 23,02 %),
dem Sparkassenverband Westfalen-Lippe (22,20 %) sowie dem
Sparkassen- und Giroverband für Schleswig-Holstein
(ca. 10,28 %) zusammen. Gewährträger der
Provinzial Rheinland Holding AöR sind der Rheinische
Sparkassen- und Giroverband mit 34 %, der Sparkassenverband
Rheinland-Pfalz mit 33 ⅓ % und der Landschaftsverband
Rheinland mit 32 ⅔ %.
Geschäftstätigkeit, Produkte
und Marktposition
Die Geschäftstätigkeit der Provinzial
Versicherung AG erstreckt sich auf das selbst
abgeschlossene sowie das in Rückdeckung
übernommene Schaden-und
Unfallversicherungsgeschäft. Sie gehört zur
Gruppe der öffentlichen Versicherer und ist Mitglied
der Sparkassen-Finanzgruppe. Die Schaden- und
Unfallversicherung umfasst die Haftpflicht-, Unfall-,
Kraftfahrt-, Sach- und Sonstigen Versicherungen. Das
ebenfalls betriebene aktive
Rückversicherungsgeschäft wird am nationalen
Markt gezeichnet. Es beschränkt sich neben der
Rückversicherung des Erstversicherungsgeschäfts
ebenfalls zum Provinzial Konzern gehörender
Gesellschaften im Wesentlichen auf Pool-Gemeinschaften der
deutschen Versicherungswirtschaft. Eine Übersicht
über das selbst betriebene und das in Rückdeckung
übernommene Versicherungsgeschäft gibt das
Kapitel Betriebene Versicherungszweige und
Versicherungsarten.
Die Provinzial Versicherung AG betreibt das Schaden-
und Unfallversicherungsgeschäft in Nordrhein-Westfalen
mit Ausnahme des ehemaligen Landes Lippe (in den Grenzen
von 1924) sowie in den in Rheinland-Pfalz gelegenen
ehemaligen Regierungsbezirken Koblenz und Trier. Mit einem
Gesamtbeitragsvolumen von rund 3,4 Mrd. Euro ist die
Provinzial Versicherung AG Marktführer in ihrem
Geschäftsgebiet mit einer Bevölkerung von nahezu
20 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern.
In der Lebensversicherung werden in Westfalen die
Produkte der Provinzial NordWest Lebensversicherung AG und
im übrigen Geschäftsgebiet die Produkte der
Provinzial Rheinland Lebensversicherung AG vermittelt. In
der privaten Krankenversicherung werden die Produkte der
Union Krankenversicherung AG (UKV) und in der
Rechtsschutzversicherung die Produkte der ÖRAG
Rechtsschutzversicherungs-AG angeboten. Hierbei handelt es
sich um Gemeinschaftsunternehmen der öffentlichen
Versicherer, die in ihren Geschäftsfeldern eine gute
Marktposition aufbauen konnten.
Unsere Vertriebspartnerinnen und
Vertriebspartner
Der Vertrieb der Produkte der Provinzial Versicherung
AG erfolgt über selbstständige
Geschäftsstellenleiterinnen und -leiter sowie
über die Sparkassen im Geschäftsgebiet. Im
Firmenkundengeschäft arbeiten wir darüber hinaus
mit ausgewählten Maklerinnen und Maklern zusammen.
Gemeinsam mit unseren Vertriebspartnerinnen und -partnern
legen wir besonders großen Wert auf eine
bedarfsgerechte Beratung und Betreuung der Kundinnen und
Kunden. Alle Vertriebspartnerinnen und -partner und alle in
der Versicherungsvermittlung tätigen Bereiche der
Regionalversicherer im Provinzial Konzern sind dem
Verhaltenskodex des Gesamtverbands der Deutschen
Versicherungswirtschaft (GDV) für den Vertrieb von
Versicherungsprodukten verpflichtet.
Agenturen
Bei den selbstständigen Agenturleiterinnen und
-leitern handelt es sich um Handelsvertreter
gemäß § 84 HGB, die ausschließlich
die Produkte der in der jeweiligen Region tätigen
Erstversicherer vermitteln. Mit insgesamt 1.048 Agenturen
(inkl. Zweigstellen) ist die Provinzial Versicherung AG
flächendeckend im Geschäftsgebiet präsent
und somit für die Kundinnen und Kunden gut erreichbar.
Das Neugeschäft konnte gegenüber dem Vorjahr
deutlich gesteigert werden. Insbesondere in der
Kraftfahrtversicherung waren die Agenturen sehr
erfolgreich.
Der persönliche Kundenkontakt hat auch in Zeiten
der Digitalisierung einen hohen Stellenwert. Aus diesem
Grund setzt die Provinzial auf die hybride Agentur, die die
Chancen der Digitalisierung mit den Vorteilen des
persönlichen Kontakts und des regionalen Know-hows
kombiniert. Der Bereich Vertriebsmanagement betreut die
Ausschließlichkeitsorganisation im gesamten
Konzerngebiet und strebt mit dem Fokus auf die
Besonderheiten der Agenturen die nachhaltige Stärkung
und Weiterentwicklung des Vertriebswegs an. Im Mittelpunkt
stehen dabei Vergütungssysteme, die Entwicklung der
Agenturen sowie Beraterinnen und Berater,
Marketingunterstützung sowie die Vertriebskonzeption.
Die operative Betreuung der Agenturen erfolgt über
regional aufgestellte und ausgerichtete Vertriebs- und
Gebietsdirektionen. Hier stehen das Erreichen der
Vertriebsziele sowie die Sicherstellung und kontinuierliche
Verbesserung der Betreuung im Mittelpunkt.
Am Ende des Berichtsjahres beschäftigten die
1.291 selbstständigen Versicherungskaufleute u. a.
1.048 Kundenbetreuerinnen und -betreuer in ihren Agenturen.
Zusätzlich wurden 538 Auszubildende in den Provinzial
Agenturen zu Kaufleuten für Versicherungen und
Finanzen ausgebildet.
Sparkassen
Ein weiterer wichtiger Baustein unserer
Vertriebsstrategie ist die enge Partnerschaft mit den
Sparkassen. Die hohen Marktanteile und die
Kundenbestände der 87 Sparkassen mit ihren
Geschäftsstellen im Geschäftsgebiet bilden ein
wertvolles Potenzial, das es gemeinsam weiter zu
erschließen gilt. Das Neugeschäft lag leicht
über dem Vorjahresniveau.
Der Versicherungsvertrieb durch die Sparkassen wird
von der Provinzial eng begleitet und unterstützt.
Dem Bereich Vertriebsmanagement Sparkassen obliegt
dabei die Steuerung und Planung, das Erarbeiten von
sparkassenbezogenen Vertriebskonzepten und die
Marketingunterstützung. Die Vertriebskonzepte richten
sich bewusst an der Prozess- und Verkaufswelt sowie der
Omnikanalstrategie der Sparkassen aus. Für die
operative Umsetzung der Unternehmens- und
Vertriebsstrategie, insbesondere für das Erreichen der
Vertriebsziele sowie die fachliche und vertriebliche
Betreuung der Sparkassen, sind die regionalen Vertriebs-
und Gebietsdirektionen zuständig.
Maklervertrieb
Der Vertriebsweg Makler ist vor allem für das
großvolumige Firmenkundengeschäft von
großer Bedeutung. Vor allem durch ein erfolgreiches
Neugeschäft in der Kraftfahrtversicherung konnte das
Vorjahresergebnis deutlich übertroffen werden.
Dank an die Vertriebspartnerinnen und
-partner
Wir bedanken uns ganz herzlich bei unseren
Vertriebspartnerinnen und -partnern, den Agenturleiterinnen
und -leitern, deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, den
Sparkassen im Geschäftsgebiet sowie den
Geschäftspartnerinnen und -partnern im Maklervertrieb
für die gute Zusammenarbeit im Geschäftsjahr
2023.
Wirtschaftsbericht
Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische
Rahmenbedingungen
Rückgang des
Bruttoinlandsprodukts
Die deutsche Wirtschaft konnte im Jahr 2023 den
Erholungskurs nach der Corona-Pandemie nicht fortsetzen.
Eine weiterhin hohe, wenn auch unter dem Vorjahresniveau
liegende Inflationsrate, die Auswirkungen der strafferen
Geldpolitik sowie die geringere Nachfrage aus dem In- und
Ausland belasteten die wirtschaftliche Entwicklung. Das
Bruttoinlandsprodukt sank preisbereinigt um 0,3 %.
Der Arbeitsmarkt verlor aufgrund der konjunkturellen
Schwäche an Dynamik, erwies sich jedoch als robust.
Die Zahl der Erwerbstätigen nahm weiter zu.
Höhere Tarifabschlüsse führten zu einem
Anstieg der nominell verfügbaren Einkommen. Dennoch
bedingten hohe Verbraucherpreise und die wirtschaftliche
Unsicherheit einen Rückgang des privaten Konsums.
Gleichzeitig war der staatliche Konsum deutlich
rückläufig, nachdem dieser aufgrund staatlich
finanzierter Corona-Maßnahmen in den vergangenen
Jahren massiv angestiegen war. Die Bauinvestitionen sanken
aufgrund hoher Kredit- und Baukosten. Insbesondere im
Wohnungsbau führte die Zinswende zu Stornierungen und
ausbleibenden Neuaufträgen. Auch die Industrie konnte
keine Wachstumsimpulse liefern, zumal sich die globale
Nachfrage nach Investitionsgütern reduzierte. Vor
allem energieintensive Wirtschaftszweige wie die Chemie-
oder Metallindustrie litten weiterhin unter den Folgen der
Energiekrise.
Veränderung des realen Bruttoinlandsprodukts in
Deutschland %
Zinsentwicklung an den
Finanzmärkten
Im Jahr 2023 setzten die Notenbanken ihren
geldpolitischen Straffungskurs aus dem Vorjahr
zunächst fort und erhöhten die Leitzinsen
mehrfach. Aufgrund des mittlerweile erreichten Zinsniveaus
sowie des Rückgangs der Inflation verzichteten sie
dann aber auf weitere Zinsschritte. So entschieden die
US-Notenbank im Sommer 2023 sowie die EZB im Oktober 2023,
die Leitzinsen unverändert zu lassen. Außerdem
reduzierte die EZB im Laufe des Jahres den Bestand der in
den Anleihekaufprogrammen erworbenen Vermögenstitel
langsam. Infolgedessen stiegen die Kapitalmarktzinsen bis
zum Herbst deutlich an, sanken dann aber unter das Niveau
zu Jahresbeginn. So belief sich die Rendite für
zehnjährige Bundesanleihen zum Ende des
Geschäftsjahres auf 2,02 (2,57) %.
Rendite für zehnjährige
Bundesanleihen %
Entwicklung der Aktienmärkte
Insgesamt entwickelten sich die Aktienmärkte
positiv. Zwar war im Herbst ein deutlicher Rückgang zu
beobachten, aber seit November haben die Aktienmärkte
diese Verluste wieder aufgeholt. Der DAX erreichte im
Dezember sogar mit 16.794 Punkten einen historischen
Höchststand und notierte zum Jahresende knapp darunter
bei 16.752 (13.924) Punkten. Der EURO STOXX 50 schloss bei
4.522 (3.794) Punkten.
DAX-und EURO STOXX 50-Entwicklung
Marktentwicklung in der Schaden- und
Unfallversicherung
Nach Hochrechnung des Gesamtverbands der Deutschen
Versicherungswirtschaft (GDV) verzeichnete die Schaden- und
Unfallversicherung im Geschäftsjahr 2023 ein
Beitragsplus von rund 6,8 % auf ca. 84,5 Mrd. Euro. In der
privaten Sachversicherung wuchsen die gebuchten
Beiträge aufgrund von inflationsbedingten Summen- und
Beitragsanpassungen um 13,5 %. In der Verbundenen
Wohngebäudeversicherung erhöhten sich die
Beiträge sogar um 16,5 %. Der Anstieg in der
nicht-privaten Sachversicherung betrug insgesamt 12,0 %.
Neben den inflationsbedingten Anpassungen der
Versicherungssummen wirkten sich die weiterhin steigende
Nachfrage nach Elementardeckungen sowie die Absicherung von
Projekten im Bereich der erneuerbaren Energien positiv aus.
In der Allgemeinen Haftpflichtversicherung nahmen die
Beiträge aufgrund steigender Lohn- und Umsatzsummen
sowie der Beitragsanpassungsmöglichkeit zum 1. Juli
2023 um 3,0 % zu. In der Kraftfahrtversicherung
erhöhten sich die gebuchten Beiträge um 4,8 %.
Die Beiträge in der Unfallversicherung stagnierten,
weil sich der Bestandsabrieb auch im Jahr 2023 fortsetzte.
Inflationsbedingt wuchs der Schadenaufwand im Jahr
2023 mit hoher Dynamik. In der privaten Sachversicherung,
insbesondere in der Verbundenen
Wohngebäudeversicherung, verbesserte sich die Combined
Ratio (Schaden-Kosten-Quote) dennoch gegenüber dem von
mehreren Sturmereignissen geprägten Vorjahr. In der
nicht-privaten Sachversicherung erhöhte sie sich
dagegen. In der Kraftfahrtversicherung führten der
starke Anstieg der Preise für Ersatzteile sowie
Engpässe in Werkstätten und bei Mietwagen zu
einem erheblichen versicherungstechnischen Verlust. Die
Allgemeine Haftpflicht- und insbesondere die Allgemeine
Unfallversicherung verzeichneten dagegen weiterhin eine
gute Ertragslage. Insgesamt verschlechterte sich die
branchenweite Combined Ratio auf 99 (94,6) %.
Ertragslage
Die Provinzial Versicherung AG betreibt das selbst
abgeschlossene Versicherungsgeschäft und in geringerem
Umfang auch das in Rückdeckung übernommene
Versicherungsgeschäft. Das aktive
Rückversicherungsgeschäft wird überwiegend
am nationalen Markt gezeichnet. Es beschränkt sich im
Wesentlichen auf Gesellschaften des Provinzial Konzerns und
auf Pool-Gemeinschaften der deutschen
Versicherungswirtschaft. Gemessen an den
Gesamtbeitragseinnahmen kommt dem in Rückdeckung
übernommenen Versicherungsgeschäft eine
untergeordnete Bedeutung zu.
Beitragseinnahmen
Die gebuchten Bruttobeitragseinnahmen der Provinzial
Versicherung AG im selbst abgeschlossenen
Versicherungsgeschäft wuchsen um 8,9 % auf 3.192,1
(2.930,3) Mio. Euro. Damit lag das Beitragswachstum
über dem vom GDV für das Geschäftsjahr 2023
hochgerechneten branchenweiten Beitragsanstieg von 6,8 %
und über der im letztjährigen Prognosebericht
erwarteten Steigerungsrate von 5,0 %.
Entwicklung der gebuchten
Bruttobeiträge des selbst abgeschlossenen
Geschäfts
* Rückwirkend zum 1. Januar 2021 wurde die
Westfälische Provinzial Versicherung AG auf die zur
Provinzial Versicherung AG umfirmierte Provinzial Rheinland
Versicherung AG verschmolzen.
Wachstumstreiber war insbesondere die Verbundene
Wohngebäudeversicherung, die mit 1.050,5 (901,4) Mio.
Euro das größte Beitragsvolumen aufwies.
Inflationsbedingte Indexanpassungen, aber auch ein
sanierungsbedingtes Wachstum im Geschäft mit
Wohnungsunternehmen führten zu einem Plus von 16,5 %.
Ebenso verzeichneten die Feuer-, Sturm-, Leitungswasser-
und die Extended Coverage (EC)-Versicherung ein
überdurchschnittliches Wachstum. In der Kraftfahrt-,
Haftpflicht- und Unfallversicherung stiegen die gebuchten
Beiträge moderat.
Im in Rückdeckung übernommenen
Versicherungsgeschäft spiegelte sich die Entwicklung
der anderen Versicherungsunternehmen im Konzern
insbesondere in der Versicherung der Feuerrisiken wider.
Daher ergab sich ein Anstieg der gebuchten
Beitragseinnahmen auf 164,9 (144,7) Mio. Euro. Insgesamt
erhöhten sich die Bruttobeitragseinnahmen des
Gesamtgeschäfts um 9,2 % auf 3.357,0 (3.075,1) Mio.
Euro.
Schadenaufwand
Die Bruttoaufwendungen für
Versicherungsfälle gingen gegenüber dem durch die
Wintersturmserie und das Unwetterereignis "Emmelinde"
belasteten Vorjahr zurück. Die
Geschäftsjahresschadenaufwendungen stiegen leicht an,
wobei sich die Entwicklung in den einzelnen
Versicherungszweigen unterschiedlich darstellte.
Spürbar gestiegene Reparatur- und Ersatzteilkosten
führten insbesondere in der Kraftfahrtversicherung zu
einem deutlichen Anstieg der
Geschäftsjahresschäden. In der Feuerversicherung
sanken sie trotz einer wiederum hohen
Großschadenbelastung leicht. Da die
Schadenaufwendungen trotz der Unwetterereignisse "Lambert"
und "Zoltan" sowie des Hochwassers im Dezember im Vergleich
zu den Kumulschäden des Vorjahres erheblich geringer
ausfielen, nahmen die Geschäftsjahresschäden in
der Verbundenen Wohngebäude- und in der
Sturmversicherung deutlich ab.
Zum Rückgang der Bruttoaufwendungen für
Versicherungsfälle trug das Ergebnis aus der
Abwicklung von Vorjahresschäden bei. Es normalisierte
sich, nachdem es im Vorjahr insbesondere aufgrund von
Nachreservierungen für das im Jahr 2021 eingetretene
Unwetterereignis "Bernd" deutlich niedriger ausgefallen
war.
Insgesamt verringerten sich die Bruttoaufwendungen
für Versicherungsfälle im selbst abgeschlossenen
Geschäft auf 2.023,4 (2.142,3) Mio. Euro. Die
bilanzielle Bruttoschadenquote im selbst abgeschlossenen
Geschäft verbesserte sich deutlich auf 64,1 (73,6) %.
Bruttoaufwendungen für
Versicherungsfälle des selbst abgeschlossenen
Geschäfts
* Rückwirkend zum 1. Januar 2021 wurde die
Westfälische Provinzial Versicherung AG auf die zur
Provinzial Versicherung AG umfirmierte Provinzial Rheinland
Versicherung AG verschmolzen.
Die Bruttoschadenaufwendungen für
Versicherungsfälle des übernommenen
Geschäfts erhöhten sich um 14,1 % auf 102,5
(89,8) Mio. Euro. Im Gesamtgeschäft betrugen die
Schadenaufwendungen 2.125,8 (2.232,2) Mio. Euro. Die
Bruttoschadenquote verbesserte sich auf 63,9 (73,0) %.
Aufwendungen für den
Versicherungsbetrieb
Die Bruttoaufwendungen für den
Versicherungsbetrieb im selbst abgeschlossenen
Geschäft, bestehend aus Provisionsaufwendungen und
Betriebskosten, stiegen im Berichtsjahr um 9,7 % auf 775,0
(706,2) Mio. Euro. Die Provisionsaufwendungen erhöhten
sich infolge der Beitragsentwicklung auf 423,9 (368,6) Mio.
Euro. Die Betriebskosten nahmen um 4,0 % auf 351,1 (337,6)
Mio. Euro zu. Entsprechend stieg die Bruttokostenquote im
selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft auf 24,5
(24,3) %.
Im übernommenen Geschäft stiegen die
Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb auf 58,0
(53,8) Mio. Euro. Im Gesamtgeschäft betrugen die
Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb 833,0
(760,0) Mio. Euro. Dies entsprach einer Bruttokostenquote
von 25,1 (24,9) %.
Versicherungstechnisches
Bruttoergebnis
Infolge dieser Einzelentwicklungen verbesserte sich
die Combined Ratio (Schaden-Kosten-Quote) im selbst
abgeschlossenen Versicherungsgeschäft auf 88,6 (97,8)
%. Sie lag damit deutlich unter der kritischen Marke von
100 % und unter dem Marktdurchschnitt von 99 %.
Die versicherungstechnische Ergebnissituation
verbesserte sich erheblich im Vergleich zum Vorjahr. Im
selbst abgeschlossenen Geschäft konnte ein
versicherungstechnisches Bruttoergebnis in Höhe von
308,6 (27,9) Mio. Euro erzielt werden. Einen positiven
Beitrag zum Bruttoergebnis lieferten insbesondere die
Verbundene Wohngebäude-, die Haftpflicht-, die
Verbundene Hausrat- und die Unfallversicherung. Die
Kraftfahrtversicherung wies dagegen ein negatives
versicherungstechnisches Bruttoergebnis aus, wozu auch die
Bildung einer Drohverlustrückstellung in Höhe von
10,6 Mio. Euro beitrug.
Das versicherungstechnische Bruttoergebnis im in
Rückdeckung übernommenen Geschäft
verbesserte sich auf 0,2 Mio. Euro nach einem Verlust in
Höhe von -3,3 Mio. Euro im Vorjahr. Im
Gesamtgeschäft belief sich das versicherungstechnische
Bruttoergebnis auf 308,9 (24,6) Mio. Euro.
Versicherungstechnisches
Nettoergebnis
Im Gegensatz zum Vorjahr, als die
Rückversicherer das Ergebnis im selbst abgeschlossenen
Geschäft mit insgesamt 12,4 Mio. Euro gestützt
hatten, nahmen sie im Geschäftsjahr mit 170,9 Mio.
Euro am positiven Bruttoergebnis teil. Insbesondere in der
Verbundenen Wohngebäudeversicherung fiel der
Rückversicherungssaldo aufgrund der moderaten
Schadenbelastung deutlich zugunsten der
Rückversicherer aus. Die Rückversicherung
erfolgte in dieser Sparte nahezu ausschließlich
konzernintern bei der Provinzial Holding AG.
Die gesetzlich gebotenen
Schwankungsrückstellungen, die in schadenarmen Jahren
als Ausgleich für schadenreiche Jahre gebildet werden,
erhöhten sich per saldo um 157,5 (38,2) Mio. Euro.
Zuführungen in Höhe von 165,6 Mio. Euro betrafen
die Versicherungszweige Verbundene Wohngebäude-,
Sturmund Extended Coverage (EC)-Versicherung. In diesen
Zweigen waren die Schwankungsrückstellungen durch
Entnahmen infolge des Unwetterereignisses "Bernd" im Jahr
2021 vollständig aufgelöst worden. Durch die
Zuführungen im Berichtsjahr wurde die Substanz der
Provinzial Versicherung AG wieder deutlich gestärkt.
Entnahmen aus den Schwankungsrückstellungen waren
dagegen vor allem in der Leitungswasserversicherung
geboten. Insgesamt schloss das selbst abgeschlossene
Geschäft im Berichtsjahr mit einem Nettoergebnis von
-19,8 (2,0) Mio. Euro.
Im übernommenen Geschäft partizipierten die
Rückversicherer nach einem ausgeglichenen Ergebnis im
Vorjahr mit 15,6 Mio. Euro am Ergebnis. Den
Schwankungsrückstellungen und den ähnlichen
Rückstellungen waren per saldo 11,4 Mio. Euro
zuzuführen nach einer Entnahme in Höhe von 0,7
Mio. Euro im Vorjahr. Somit schloss das
versicherungstechnische Nettoergebnis mit -26,8 (-2,5) Mio.
Euro.
Im Gesamtgeschäft betrug das
versicherungstechnische Nettoergebnis -46,6 (-0,5) Mio.
Euro.
Nähere Einzelheiten zur Entwicklung in den
Versicherungszweigen sind dem Kapitel Geschäftsverlauf
in den Versicherungszweigen zu entnehmen.
| Versicherungstechnisches
Ergebnis des selbst abgeschlossenen
Geschäfts |
2023 |
2022 |
|
Mio. EUR |
Mio. EUR |
| Versicherungstechnisches
Bruttoergebnis |
308,6 |
27,9 |
|
Rückversicherungsergebnis |
-170,9 |
12,4 |
| Versicherungstechnisches
Nettoergebnis vor Veränderung der
Schwankungsrückstellung |
137,7 |
40,2 |
| Veränderung der
Schwankungsrückstellung
* |
-157,5 |
-38,2 |
| Versicherungstechnisches
Nettoergebnis |
-19,8 |
2,0 |
* - = Zuführung zur
Schwankungsrückstellung.
Kapitalanlageergebnis
Das Kapitalanlageergebnis der Provinzial Versicherung
AG wurde mit 82,4 (104,4) Mio. Euro niedriger ausgesteuert
als im Vorjahr. Die Nettoverzinsung der Kapitalanlagen
verringerte sich entsprechend auf 1,4 (1,8) % und lag damit
unter der im letztjährigen Prognosebericht
geäußerten Erwartung von 2,1 %.
Die Gesamterträge aus Kapitalanlagen betrugen im
Berichtsjahr 130,5 (146,4) Mio. Euro. Die darin enthaltenen
laufenden Erträge aus Kapitalanlagen verringerten sich
auf 124,1 (133,6) Mio. Euro. Zugunsten des Substanzaufbaus
reduzierte Erträge aus Fondsausschüttungen wurden
nur teilweise durch höhere Erträge aus
Beteiligungen sowie höhere Zinsen auf Einlagen bei
Kreditinstituten kompensiert. Die außerordentlichen
Erträge gingen auf 6,4 (12,9) Mio. Euro zurück.
Wesentlicher Bestandteil waren Gewinne aus dem Abgang von
Kapitalanlagen in Höhe von 5,9 (12,6) Mio. Euro, die
fast ausschließlich aus dem Verkauf eines
Wertpapierfonds des Umlaufvermögens resultierten.
Erträge aus Zuschreibungen fielen in Höhe von 0,5
(0,2) Mio. Euro an.
Die gesamten Aufwendungen für Kapitalanlagen
stiegen um 14,4 % auf insgesamt 48,1 (42,1) Mio. Euro.
Hierin enthalten waren Verluste aus dem Abgang von
Kapitalanlagen in Höhe von 22,8 (12,4) Mio. Euro.
Diese resultierten fast ausschließlich aus dem
Verkauf von Inhaberpapieren, die zu einem späteren
Zeitpunkt zurückgekauft wurden. Die Abschreibungen auf
Kapitalanlagen reduzierten sich auf 11,2 (14,7) Mio. Euro.
Sie entfielen vor allem auf Anteile an verbundenen
Unternehmen sowie Investmentfonds. Die Aufwendungen
für die Verwaltung der Kapitalanlagen,
Zinsaufwendungen und sonstigen Aufwendungen betrugen 14,1
(14,9) Mio. Euro.
Nettoverzinsung und laufende
Durchschnittsverzinsung der Kapitalanlagen %
* Rückwirkend zum 1. Januar 2021 wurde die
Westfälische Provinzial Versicherung AG auf die zur
Provinzial Versicherung AG umfirmierte Provinzial Rheinland
Versicherung AG verschmolzen.
Sonstiges nichtversicherungstechnisches
Ergebnis
Das sonstige nichtversicherungstechnische Ergebnis
schloss mit -2,5 (-37,0) Mio. Euro. Sonstigen Erträgen
in Höhe von 344,5 (271,4) Mio. Euro standen dabei
sonstige Aufwendungen in Höhe von 347,0 (308,4) Mio.
Euro gegenüber.
Beide Positionen beinhalten zum Großteil
Erträge bzw. Aufwendungen aus Dienstleistungen.
Darunter fallen z. B. Dienstleistungen für verbundene
Unternehmen, die aus der gesellschaftsübergreifenden
Arbeitsorganisation im Provinzial Konzern resultieren. Auch
die Versicherungsvermittlung für die Provinzial
NordWest Lebensversicherung AG sowie die Vermittlung von
Rechtsschutzversicherungen für die ÖRAG sind Teil
des Dienstleistungssaldos. Zwar ist das Verrechnungsvolumen
insgesamt hoch, der Effekt daraus jedoch weitgehend
ergebnisneutral, da Dienstleistungs- und
Vermittlungserträgen entsprechende Aufwendungen
gegenüberstehen.
Eine weitere wichtige Position bilden die Zinsen auf
die personenbezogenen Rückstellungen, insbesondere auf
Pensionsrückstellungen für Versorgungsberechtigte
der ehemaligen Provinzial Rheinland Versicherung AG.
Infolge des seit Anfang des Jahres 2022 beobachteten
Zinsanstiegs stieg der als zehnjähriger Durchschnitt
ermittelte Rechnungszinssatz für die Pensions- und
ähnlichen Verpflichtungen erstmalig leicht an (von
1,78 % auf 1,82 %). Der Rechnungszinssatz für sonstige
langfristige personenbezogene Rückstellungen
erhöhte sich von 1,44 % auf 1,74 %. Somit entstanden
Zinsänderungserträge in Höhe von per saldo
6,7 Mio. Euro. Im Vorjahr fielen dagegen per saldo
Zinsänderungsaufwendungen in Höhe von 10,5 Mio.
Euro an. Insgesamt gingen die saldierten Zinsen auf
personenbezogene Rückstellungen unter
Berücksichtigung der zugehörigen
Rückdeckungsversicherungen auf 8,4 (26,1) Mio. Euro
zurück. Darüber hinaus fielen sonstige
Zinsaufwendungen und Aufwendungen für das Unternehmen
als Ganzes unter das sonstige nichtversicherungstechnische
Ergebnis.
Jahresergebnis vor und nach
Steuern
Insgesamt ergab sich ein Gesamtergebnis vor
Gewinnabführung und Steuern in Höhe von 31,5
(63,7) Mio. Euro. Die im letztjährigen Prognosebericht
geäußerte Erwartung eines Jahresergebnisses im
Bereich von 170 bis 180 Mio. Euro wurde insbesondere
aufgrund der im Vergleich zur Prognose mehr als doppelt so
hoch ausfallenden Zuführungen zu den
Schwankungsrückstellungen nicht erreicht.
Aufgrund der ertragsteuerlichen Organschaft
führt die Provinzial Holding AG als Organträgerin
die Ertragsteuern der Provinzial Versicherung AG ab. Somit
wird die Ergebnisrechnung nur durch ertragsunabhängige
Steuern in Höhe von 0,5 (1,7) Mio. Euro belastet. Das
Jahresergebnis nach Steuern in Höhe von 31,0 (62,0)
Mio. Euro wurde im Rahmen des
Ergebnisabführungsvertrags in voller Höhe an die
Provinzial Holding AG abgeführt.
| Entstehung und
Verwendung des Jahresüberschusses |
2023 |
2022 |
|
Mio. EUR |
Mio. EUR |
| Versicherungstechnisches
Nettoergebnis Gesamtgeschäft |
-46,6 |
-0,5 |
|
Nichtversicherungstechnisches Ergebnis |
78,1 |
64,1 |
| davon
Kapitalanlageergebnis |
82,4 |
104,4 |
| Gesamtergebnis vor
Steuern |
31,5 |
63,7 |
| Steuern |
-0,5 |
-1,7 |
| Gesamtergebnis nach
Steuern |
31,0 |
62,0 |
| Gewinnabführung an
die Provinzial Holding AG |
-31,0 |
-62,0 |
|
Jahresüberschuss |
- |
- |
Geschäftsverlauf in den
Versicherungszweigen
| Bruttobeitragseinnahmen
nach Versicherungszweigen |
2023 |
2022 |
Veränd. |
Anteil |
|
Mio. EUR |
Mio. EUR |
% |
% |
| Unfallversicherung |
177,3 |
174,6 |
1,5 |
5,3 |
|
Haftpflichtversicherung |
306,7 |
297,7 |
3,0 |
9,1 |
|
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung |
487,5 |
482,0 |
1,2 |
14,5 |
| Sonstige
Kraftfahrtversicherungen |
382,6 |
372,1 |
2,8 |
11,4 |
| davon
Fahrzeugvollversicherung |
332,6 |
322,4 |
3,2 |
9,9 |
| davon
Fahrzeugteilversicherung |
50,0 |
49,7 |
0,7 |
1,5 |
| Feuerversicherung |
183,3 |
158,6 |
15,6 |
5,5 |
| davon
Feuer-Industrie-Versicherung |
34,4 |
27,7 |
24,4 |
1,0 |
| davon
Landwirtschaftliche Feuerversicherung |
38,5 |
35,1 |
9,9 |
1,1 |
| davon Sonstige
Feuerversicherung |
110,4 |
95,8 |
15,2 |
3,3 |
| Verbundene
Hausratversicherung |
178,9 |
172,4 |
3,8 |
5,3 |
| Verbundene
Wohngebäudeversicherung |
1.050,5 |
901,4 |
16,5 |
31,3 |
| Sonstige
Sachversicherung |
361,7 |
314,5 |
15,0 |
10,8 |
| davon Einbruchdiebstahl-
und Raubversicherung |
45,8 |
42,5 |
7,6 |
1,4 |
| davon
Leitungswasserversicherung |
72,4 |
60,9 |
18,9 |
2,2 |
| davon
Glasversicherung |
39,8 |
35,8 |
11,2 |
1,2 |
| davon
Sturmversicherung |
82,2 |
70,1 |
17,3 |
2,4 |
| davon Technische
Versicherungen |
45,7 |
42,7 |
7,1 |
1,4 |
| davon Extended Coverage
(EC)-Versicherung |
73,3 |
60,2 |
21,8 |
2,2 |
| davon übrige
Sachversicherungen |
2,5 |
2,4 |
4,4 |
0,1 |
| Transport- und
Luftfahrtversicherung |
11,3 |
10,1 |
11,9 |
0,3 |
|
Beistandsleistungsversicherung |
11,5 |
10,9 |
5,1 |
0,3 |
| Sonstige
Versicherungen |
40,8 |
36,1 |
13,0 |
1,2 |
| davon
Betriebsunterbrechungsversicherung |
29,9 |
26,7 |
12,2 |
0,9 |
| davon übrige
Versicherungen |
10,8 |
9,4 |
15,3 |
0,3 |
| Selbst abgeschlossenes
Geschäft |
3.192,1 |
2.930,3 |
8,9 |
95,1 |
| In Rückdeckung
übernommenes Geschäft |
164,9 |
144,7 |
13,9 |
4,9 |
| Gesamte
Bruttobeitragseinnahmen |
3.357,0 |
3.075,1 |
9,2 |
100,0 |
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung
Die Bruttobeitragseinnahmen in der
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung wuchsen im
Geschäftsjahr leicht auf 487,5 (482,0) Mio. Euro. Die
Bruttoschadenaufwendungen erhöhten sich aufgrund
spürbar gestiegener Reparatur- und Ersatzteilkosten um
21,3 % auf 446,4 (368,0) Mio. Euro. Dazu trug auch das
verringerte Ergebnis aus der Abwicklung von
Vorjahresschäden bei. Insgesamt stieg die Combined
Ratio auf 109,9 (92,8) %. Sie lag damit über dem
Branchendurchschnitt von voraussichtlich 101 %. Folglich
verringerte sich das versicherungstechnische Bruttoergebnis
deutlich auf -51,0 (32,3) Mio. Euro. Die
Rückversicherer entlasteten das Ergebnis um 11,6 (1,3)
Mio. Euro. Dennoch war das Nettoergebnis mit -39,5 (33,6)
Mio. Euro negativ.
Bruttoschadenaufwendungen in der
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung
* Rückwirkend zum 1. Januar 2021 wurde die
Westfälische Provinzial Versicherung AG auf die zur
Provinzial Versicherung AG umfirmierte Provinzial Rheinland
Versicherung AG verschmolzen.
Sonstige Kraftfahrtversicherungen
Im Versicherungszweig Sonstige
Kraftfahrtversicherungen sind die Fahrzeugvoll- und die
Fahrzeugteilversicherung zusammengefasst.
In der Fahrzeugvollversicherung stiegen die gebuchten
Bruttobeiträge u. a. infolge von Tarifanpassungen im
Bestand und im Neugeschäft um 3,2 % auf 332,6 (322,4)
Mio. Euro. Die Bruttoschadenaufwendungen stiegen
inflationsbedingt um 11,7 % auf 330,9 (296,3) Mio. Euro.
Die Combined Ratio betrug 117,5 (110,5) % und lag damit
wiederum oberhalb der kritischen 100-Prozent-Grenze.
Folglich sank das Bruttoergebnis auf -69,4 (-34,8) Mio.
Euro. Trotz des negativen Bruttoergebnisses wurden 2,8
(4,0) Mio. Euro an die Rückversicherer abgeführt,
da es im Geschäftsjahr keine Unwetterereignisse
oberhalb des Eigenbehalts gab. Ein Ausgleich durch eine
Entnahme aus der Schwankungsrückstellung war nicht
möglich, da diese bereits im Jahr 2021
vollständig aufgelöst worden war. Insgesamt
verringerte sich das versicherungstechnische Nettoergebnis
auf -72,2 (-38,8) Mio. Euro.
Bruttoschadenaufwendungen in der
Fahrzeugvollversicherung
* Rückwirkend zum 1. Januar 2021 wurde die
Westfälische Provinzial Versicherung AG auf die zur
Provinzial Versicherung AG umfirmierte Provinzial Rheinland
Versicherung AG verschmolzen.
In der Fahrzeugteilversicherung lagen die gebuchten
Beiträge mit 50,0 (49,7) Mio. Euro geringfügig
über dem Vorjahresniveau. Die
Bruttoschadenaufwendungen verringerten sich vor allem
aufgrund der gesunkenen Schadenanzahl um 2,4 % auf 29,2
(29,9) Mio. Euro. Somit verbesserte sich das
versicherungstechnische Bruttoergebnis deutlich auf 2,5
(1,5) Mio. Euro. Das Nettoergebnis betrug 2,0 (0,7) Mio.
Euro.
Haftpflichtversicherung
Die Beitragseinnahmen in der Haftpflichtversicherung
nahmen um 3,0 % auf 306,7 (297,7) Mio. Euro zu.
Ursächlich sind einerseits die positive
Neugeschäftsentwicklung, andererseits eine
Beitragsanpassung zum 1. Juli 2023. Höhere
Geschäftsjahresschäden sowie ein geringeres
Ergebnis aus der Abwicklung von Vorjahresschäden
führten zu einem Anstieg der Bruttoschadenaufwendungen
auf 143,5 (124,5) Mio. Euro. Die Combined Ratio betrug 81,0
(74,3) %. Insgesamt verringerte sich das Bruttoergebnis auf
57,9 (77,0) Mio. Euro, wovon 3,6 (2,9) Mio. Euro an die
Rückversicherer abgeführt wurden. Es ergab sich
ein versicherungstechnisches Nettoergebnis in Höhe von
54,3 (74,1) Mio. Euro.
Unfallversicherung
Das Unfallversicherungsgeschäft umfasst die
Allgemeine Unfall- und die Kraftfahrt-Unfallversicherung
sowie die Unfallversicherung mit
Beitragsrückgewähr. Die Bruttobeiträge in
dieser Sparte nahmen um 1,5 % auf 177,3 (174,6) Mio. Euro
zu. Die Bruttoschadenaufwendungen sanken aufgrund
geringerer Geschäftsjahresschäden um 20,1 % auf
56,6 (70,8) Mio. Euro. Deshalb verbesserte sich die
Combined Ratio auf 60,5 (68,1) %. Insgesamt wurde ein
versicherungstechnisches Nettoergebnis in Höhe von
70,2 (58,0) Mio. Euro erzielt.
Verbundene
Wohngebäudeversicherung
Die gebuchten Beitragseinnahmen in der Verbundenen
Wohngebäudeversicherung konnten um 16,5 % auf 1.050,5
(901,4) Mio. Euro gesteigert werden. Hier wirkten sich
neben den inflationsbedingten Indexanpassungen auch
erfolgreiche Bestandssanierungen im
Großkundengeschäft aus. Die
Bruttoschadenaufwendungen sanken gegenüber dem von
mehreren Unwetterereignissen belasteten Vorjahr um 27,9 %
auf 631,0 (875,2) Mio. Euro. Dies ist zum einem auf
gesunkene Geschäftsjahresschäden
zurückzuführen, da die Unwetterereignisse
"Lambert" und "Zoltan" sowie das Hochwasser im Dezember zu
deutlich geringeren Kumulschadenaufwendungen als im Jahr
2022 führten. Zum anderen entstand im
Geschäftsjahr wieder ein Gewinn aus der Abwicklung der
Vorjahresschäden, zu dem auch die weitere Abwicklung
der Schäden des Unwetterereignisses "Bernd" beitrug.
Im Vorjahr hatten Nachreservierungen für noch offene
Schäden im Zusammenhang mit diesem Ereignis zu einem
Abwicklungsverlust geführt. Die Combined Ratio lag mit
82,5 (119,3) % deutlich unter der kritischen Grenze von 100
% und auch unter dem voraussichtlichen Marktdurchschnitt
von 102 %.
Bruttoschadenaufwendungen in der
Verbundenen Wohngebäudeversicherung
* Rückwirkend zum 1. Januar 2021 wurde die
Westfälische Provinzial Versicherung AG auf die zur
Provinzial Versicherung AG umfirmierte Provinzial Rheinland
Versicherung AG verschmolzen.
Insgesamt verbesserte sich das
versicherungstechnische Bruttoergebnis erheblich auf 153,7
(-194,3) Mio. Euro. Während die Rückversicherer
das Bruttoergebnis im Vorjahr um 43,7 Mio. Euro entlastet
hatten, nahmen sie im Berichtsjahr mit 104,8 Mio. Euro
daran teil. Trotz der Kumulschäden war im Vorjahr
keine Entlastung durch die Schwankungsrückstellung
möglich gewesen, da diese nach dem verheerenden
Unwetterereignis "Bernd" im Jahr 2021 durch eine Entnahme
in Höhe von 160,7 Mio. Euro vollständig
aufgelöst worden war. Im Berichtsjahr stärkte die
gebotene Zuführung zur Schwankungsrückstellung in
Höhe von 113,1 Mio. Euro die Substanz in erheblichem
Umfang. Unter Berücksichtigung dieser Effekte wurde
trotz des sehr guten Bruttoergebnisses ein
versicherungstechnischer Nettoverlust in Höhe von
-64,2 (-150,7) Mio. Euro ausgewiesen, allerdings verbunden
mit einer erheblichen Substanzstärkung.
Verbundene Hausratversicherung
Die gebuchten Bruttobeiträge in der Verbundenen
Hausratversicherung konnten um 3,8 % auf 178,9 (172,4) Mio.
Euro gesteigert werden. Die Bruttoschadenaufwendungen
stiegen aufgrund einer höheren Schadenbelastung durch
Einbruchdiebstahl nach dem Ende der Corona-Pandemie auf
60,4 (48,7) Mio. Euro. Folglich erhöhte sich die
Combined Ratio auf 64,5 (58,9) %, sodass das Bruttoergebnis
58,3 (66,4) Mio. Euro betrug. An die Rückversicherer
waren 20,1 (17,8) Mio. Euro abzuführen. Insgesamt sank
das versicherungstechnische Nettoergebnis auf 38,2 (48,6)
Mio. Euro.
Bruttoschadenaufwendungen in der
Verbundenen Hausratversicherung
* Rückwirkend zum 1. Januar 2021 wurde die
Westfälische Provinzial Versicherung AG auf die zur
Provinzial Versicherung AG umfirmierte Provinzial Rheinland
Versicherung AG verschmolzen.
Feuerversicherung
Die gebuchten Bruttobeiträge in der gesamten
Feuerversicherung wuchsen um 15,6 % auf 183,3 (158,6) Mio.
Euro. In der Sonstigen Feuerversicherung konnten die
Beiträge um 15,2 % auf 110,4 (95,8) Mio. Euro
gesteigert werden. Die Beitragseinnahmen in der
Landwirtschaftlichen Feuerversicherung erhöhten sich
um 9,9 % auf 38,5 (35,1) Mio. Euro. Auch die
Beitragsentwicklung in der Feuer-Industrie-Versicherung
verlief mit einer Steigerung um 24,4 % auf 34,4 (27,7) Mio.
Euro positiv. Die Bruttoschadenbelastung in der gesamten
Feuerversicherung sank um 12,8 % auf 101,8 (116,7) Mio.
Euro. Einerseits sanken die
Geschäftsjahresschäden trotz einer wiederum hohen
Großschadenbelastung leicht. Andererseits
erhöhte sich das Ergebnis aus der Abwicklung von
Vorjahresschäden. Insgesamt war das
versicherungstechnische Bruttoergebnis in der
Feuerversicherung mit 21,0 (-11,5) Mio. Euro positiv. Das
Rückversicherungsergebnis schloss mit 16,4 (1,7) Mio.
Euro zugunsten der Rückversicherer. Der
Schwankungsrückstellung waren 2,2 Mio. Euro
zuzuführen nach einer Entnahme in Höhe von 2,0
Mio. Euro im Vorjahr. Somit belief sich das
versicherungstechnische Nettoergebnis auf 2,4 (-11,1) Mio.
Euro.
Bruttobeitragseinnahmen in der
Feuerversicherung
* Rückwirkend zum 1. Januar 2021 wurde die
Westfälische Provinzial Versicherung AG auf die zur
Provinzial Versicherung AG umfirmierte Provinzial Rheinland
Versicherung AG verschmolzen.
Transport- und
Luftfahrtversicherung
In der Transport- und Luftfahrtversicherung wuchsen
die Beitragseinnahmen auf 11,3 (10,1) Mio. Euro. Die
Bruttoschadenaufwendungen stiegen auf 7,5 (6,8) Mio. Euro.
Unter Berücksichtigung der Rückversicherung und
der Veränderung der Schwankungsrückstellung lag
das versicherungstechnische Nettoergebnis mit -2,2 (-2,0)
Mio. Euro unterhalb des Vorjahresniveaus.
Beistandsleistungsversicherung
Die Beitragseinnahmen in der
Beistandsleistungsversicherung erhöhten sich auf 11,5
(10,9) Mio. Euro. Gleichzeitig stiegen die
Bruttoschadenaufwendungen auf 7,0 (5,3) Mio. Euro, sodass
das versicherungstechnische Nettoergebnis auf 1,2 (1,8)
Mio. Euro sank.
Sonstige Sachversicherung
In der Sonstigen Sachversicherung sind insbesondere
die Sturm-, Leitungswasser-, Glas-, Einbruchdiebstahl- und
Raubversicherung sowie die Technischen Versicherungen und
die Extended Coverage (EC)-Versicherung zusammengefasst.
Die Beitragseinnahmen stiegen um 15,0 % auf insgesamt 361,7
(314,5) Mio. Euro.
Größter Geschäftszweig innerhalb der
Sonstigen Sachversicherung ist die Sturmversicherung. Hier
konnte auch aufgrund von Tarifanpassungen ein
Beitragswachstum von 17,3 % auf 82,2 (70,1) Mio. Euro
erzielt werden. Gegenüber dem durch die
Wintersturmserie sowie das Unwetterereignis "Emmelinde"
geprägten Vorjahr gingen die Bruttoschadenaufwendungen
um 75,5 % auf 17,8 (72,7) Mio. Euro zurück. Das
Bruttoergebnis verbesserte sich daher auf 38,8 (-24,3) Mio.
Euro. Daran nahmen die Rückversicherer mit 24,3 Mio.
Euro teil, nachdem sie das Ergebnis im Vorjahr in Höhe
von 9,6 Mio. Euro entlastet hatten. Die
Schwankungsrückstellung konnte durch die gebotene
Zuführung in Höhe von 27,7 (-) Mio. Euro wieder
aufgebaut werden, nachdem sie im Jahr 2021 nach dem
Unwetterereignis "Bernd" durch eine Entnahme in Höhe
von 34,7 Mio. Euro vollständig aufgelöst worden
war. Insgesamt entstand daher im Berichtsjahr mit -13,2
(-14,7) Mio. Euro wieder ein versicherungstechnischer
Nettoverlust.
In den Technischen Versicherungen stiegen die
gebuchten Beiträge um 7,1 % auf 45,7 (42,7) Mio. Euro.
Die bilanziellen Bruttoschadenaufwendungen gingen leicht
auf 13,5 (14,0) Mio. Euro zurück. Unter
Berücksichtigung der Beteiligung der
Rückversicherer am Ergebnis in Höhe von 2,9 (3,2)
Mio. Euro erhöhte sich das versicherungstechnische
Nettoergebnis auf 14,2 (11,4) Mio. Euro.
In der Leitungswasserversicherung erhöhten sich
die Beitragseinnahmen auf 72,4 (60,9) Mio. Euro. Der
Bruttoschadenaufwand stieg auf 67,8 (52,0) Mio. Euro.
Insgesamt war das versicherungstechnische Nettoergebnis
unter Berücksichtigung der Rückversicherung und
der Veränderung der Schwankungsrückstellung mit
-9,2 (-7,3) Mio. Euro erneut negativ. Bei gestiegenen
Beitragseinnahmen in Höhe von 39,8 (35,8) Mio. Euro
und Bruttoschadenaufwendungen in Höhe von 12,6 (10,9)
Mio. Euro verbesserte sich das versicherungstechnische
Nettoergebnis in der Glasversicherung auf 10,8 (10,3) Mio.
Euro. In der Einbruchdiebstahl- und Raubversicherung
stiegen die Beitragseinnahmen auf 45,8 (42,5) Mio. Euro.
Die Bruttoschadenaufwendungen erhöhten sich infolge
häufigerer Schäden deutlich auf 19,3 (14,2) Mio.
Euro. Der Schwankungsrückstellung waren 1,4 Mio. Euro
zu entnehmen nach einer Zuführung in Höhe von 4,5
Mio. Euro im Vorjahr. Insgesamt stieg das
versicherungstechnische Nettoergebnis auf 12,2 (8,8) Mio.
Euro.
In der Extended Coverage (EC)-Versicherung konnte ein
Beitragswachstum auf 73,3 (60,2) Mio. Euro erzielt werden.
Die Bruttoschadenaufwendungen stiegen auf 30,0 (20,8) Mio.
Euro, sodass ein Bruttoergebnis in Höhe von 25,2
(20,1) Mio. Euro erzielt wurde. Das
Rückversicherungsergebnis schloss mit 17,6 (6,5) Mio.
Euro zugunsten der Rückversicherer. Durch eine
gebotene Zuführung zur Schwankungsrückstellung in
Höhe von 24,8 (31,8) Mio. Euro wurde weiter Substanz
aufgebaut. Insgesamt wurde ein negatives Nettoergebnis in
Höhe von -17,3 (-18,3) Mio. Euro erwirtschaftet.
Sonstige Versicherungen
Größter Geschäftszweig der Sonstigen
Versicherungen ist die Betriebsunterbrechungsversicherung,
deren Beitragseinnahmen um 12,2 % auf 29,9 (26,7) Mio. Euro
anstiegen. Die Bruttoschadenaufwendungen erhöhten sich
großschadenbedingt deutlich auf 42,9 (13,6) Mio.
Euro. Unter Berücksichtigung des zugunsten der
Provinzial Versicherung AG ausfallenden
Rückversicherungsergebnisses in Höhe von 15,7
(-5,9) Mio. Euro ergab sich mit -7,4 (-2,8) Mio. Euro
insgesamt erneut ein negatives Nettoergebnis.
In Rückdeckung übernommenes
Geschäft
Das von der Provinzial Versicherung AG in
Rückdeckung übernommene Geschäft wird
überwiegend am nationalen Markt gezeichnet und
betrifft vor allem die Verbundene Wohngebäude-,
Feuer-, Kranken (Restschuld)- und Haftpflichtversicherung.
Es beschränkt sich im Wesentlichen auf Gesellschaften
des Provinzial Konzerns. Dabei übernimmt die
Provinzial Versicherung AG konzernintern insbesondere
Feuerrisiken und sonstige Risiken, während die
Provinzial Holding AG die Sturm- und Elementarrisiken
zusammenführt. Weiterhin ist die Provinzial
Versicherung AG Mitglied in Pool-Gemeinschaften der
deutschen Versicherungswirtschaft. Die gebuchten
Beitragseinnahmen stiegen im Geschäftsjahr 2023 auf
164,9 (144,7) Mio. Euro. Die periodengerecht auf das
Geschäftsjahr abgegrenzten, verdienten
Bruttobeitragseinnahmen beliefen sich auf 166,8 (145,4)
Mio. Euro. Der Anstieg spiegelte im Wesentlichen die
Entwicklung der Erstversicherer wider.
Der größte Anteil der gebuchten
Bruttobeitragseinnahmen im in Rückdeckung
übernommenen Geschäft entfiel auf die Verbundene
Wohngebäudeversicherung. Bei einem Beitragsvolumen von
52,6 (44,1) Mio. Euro erhöhten sich die
Bruttoschadenaufwendungen auf 25,9 (22,9) Mio. Euro. Unter
Berücksichtigung der Rückversicherung und der
gebotenen Zuführung zur Schwankungsrückstellung
in Höhe von 0,8 (12,7) Mio. Euro belief sich das
versicherungstechnische Nettoergebnis auf insgesamt -1,5
(0,1) Mio. Euro.
Bruttobeitragseinnahmen in der Verbundenen
Wohngebäudeversicherung (übernommenes
Geschäft)
* Rückwirkend zum 1. Januar 2021 wurde die
Westfälische Provinzial Versicherung AG auf die zur
Provinzial Versicherung AG umfirmierte Provinzial Rheinland
Versicherung AG verschmolzen.
Die gebuchten Beiträge in der Feuerversicherung
erhöhten sich auf 34,2 (25,7) Mio. Euro. Auch die
Bruttoschadenaufwendungen stiegen auf 27,3 (23,3) Mio.
Euro. Unter Berücksichtigung der
versicherungstechnischen Ausgleichmechanismen betrug das
versicherungstechnische Nettoergebnis -4,2 (-0,2) Mio.
Euro.
In die Sparte Krankenversicherung
(Restschuldversicherung) fließt hauptsächlich
das in Rückdeckung übernommene
Restkreditversicherungsgeschäft der ProTect
Versicherung AG ein. Rückversichert wird in dieser
Sparte in erster Linie die Gefahr der
Arbeitsunfähigkeit durch Krankheit. Der Ausweis in der
externen Rechnungslegung erfolgt unter dem
Versicherungszweig Krankenversicherung (betrieben nach Art
der Schadenversicherung als
Arbeitsunfähigkeitsversicherung). Die gebuchten
Bruttobeiträge lagen mit 22,4 (21,8) Mio. Euro
über dem Vorjahresniveau. Die Schadenaufwendungen
erhöhten sich unter Berücksichtigung des Verlusts
aus der Abwicklung von Vorjahresschäden auf 15,4
(13,3) Mio.
Euro. Nach einer Entlastung durch die
Rückversicherer in Höhe von 1,7 (-3,8) Mio. Euro
betrug das versicherungstechnische Nettoergebnis 2,1 (-2,9)
Mio. Euro.
Das Beitragsvolumen in der Haftpflichtversicherung
erhöhte sich auf 15,4 (13,2) Mio. Euro. Die
Bruttoschadenaufwendungen stiegen auf 7,0 (4,6) Mio. Euro.
Das versicherungstechnische Nettoergebnis war unter
Berücksichtigung der Zuführung zu den
Schwankungs- und ähnlichen Rückstellungen in
Höhe von 8,2 (6,0) Mio. Euro mit -12,1 (-11,1) Mio.
Euro erneut negativ.
Finanzlage
Eigenkapital
Das Eigenkapital der Provinzial Versicherung AG am
31. Dezember 2023 betrug unverändert 1.002,8 (1.002,8)
Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote sank auf 39,7 (42,4) % der
gebuchten Nettobeitragseinnahmen. Bezogen auf die
Bilanzsumme belief sich die Eigenkapitalquote auf 15,6
(16,0) %.
Versicherungstechnische
Rückstellungen
Die versicherungstechnischen Rückstellungen
für eigene Rechnung betrugen im Geschäftsjahr
4.047,4 (3.852,6) Mio. Euro. Das entspricht 160,2 (163,0) %
der gebuchten Nettobeitragseinnahmen bzw. 63,1 (61,6) % der
Passiva.
Die nach Abzug der Rückversicherungsanteile
verbleibenden Nettoschadenrückstellungen beliefen sich
auf 3.180,3 (3.206,8) Mio. Euro, das sind 125,9 (135,7) %
der gebuchten Nettobeitragseinnahmen.
Die nach den Rechnungslegungsvorschriften zu
bildenden Schwankungsrückstellungen dienen dazu,
Schwankungen im Schadenverlauf über mehrere Jahre
auszugleichen. Sie erhöhten sich inkl. der
ähnlichen Rückstellungen auf insgesamt 356,2
(187,2) Mio. Euro. Aufgrund der moderaten Schadenbelastung
waren Zuführungen vor allem in der Verbundenen
Wohngebäude- und Sturmversicherung geboten. In diesen
Sparten bestand aufgrund der hohen Schadenbelastungen in
den beiden Vorjahren zu Geschäftsjahresbeginn keine
Schwankungsrückstellungen. Weitere Zuführungen
ergaben sich in der vom Unwetterereignis "Bernd" im Jahr
2021 ebenfalls erheblich betroffenen Extended Coverage
(EC)-Versicherung. Entnahmen aus den
Schwankungsrückstellungen fielen im Berichtsjahr
insbesondere in der Leitungswasserversicherung an.
Insgesamt stärkten die gebotenen Zuführungen zu
den Schwankungsrückstellungen die Substanz der
Provinzial Versicherung AG deutlich.
Andere Rückstellungen
Die Bilanzposition Andere Rückstellungen belief
sich auf 921,3 (936,5) Mio. Euro. Größter
Einzelposten unter dieser Bilanzposition sind die
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche
Verpflichtungen. Im Vergleich zu den von erheblichen
Zinsänderungsaufwendungen geprägten Vorjahren
führte der seit Anfang des Jahres 2022 beobachtete
Zinsanstieg im Jahr 2023 erstmalig zu
Zinsänderungserträgen aufgrund der Erhöhung
des Rechnungszinses und trug dadurch zu dem Rückgang
der Rückstellungen für Pensionen und
ähnliche Verpflichtungen auf 826,7 (844,4) Mio. Euro
bei.
Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten der Provinzial Versicherung AG
verringerten sich zum Bilanzstichtag auf insgesamt 439,7
(459,8) Mio. Euro; das sind 6,9 (7,4) % der Bilanzsumme.
Die darin enthaltenen Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen betrugen 212,1 (229,1) Mio. Euro.
Hierzu zählten - neben den Verbindlichkeiten aus dem
laufenden Abrechnungsverkehr und konzerninternen
Rückversicherungsbeziehungen - vor allem die
Verbindlichkeit aus der Gewinnabführung an die
Provinzial Holding AG.
Weitere Verbindlichkeiten in Höhe von 138,9
(149,9) Mio. Euro entfielen auf Versicherungsnehmer, 23,0
(19,8) Mio. Euro auf Versicherungsvermittler. Die
übrigen Verbindlichkeiten in Höhe von 65,7 (61,0)
Mio. Euro betrafen die noch abzuführende
Versicherungsteuer, Lohn- und Kirchensteuer,
Verbindlichkeiten aus externen
Rückversicherungsbeziehungen sowie Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen.
Zusammensetzung der
versicherungstechnischen
Rückstellungen für eigene
Rechnung |
2023 |
Anteil |
2022 |
Anteil |
|
Mio. EUR |
% |
Mio. EUR |
% |
| Rückstellung
für Beitragsüberträge |
430,4 |
10,6 |
383,0 |
9,9 |
|
Deckungsrückstellung |
43,1 |
1,1 |
43,7 |
1,1 |
| Rückstellung
für noch nicht abgewickelte
Versicherungsfälle |
3.180,3 |
78,6 |
3.206,8 |
83,2 |
Rückstellung
für erfolgsabhängige und
erfolgsunabhängige
Beitragsrückerstattung |
17,3 |
0,4 |
16,7 |
0,4 |
|
Schwankungsrückstellungen und ähnliche
Rückstellungen |
356,2 |
8,8 |
187,2 |
4,9 |
| Sonstige
versicherungstechnische Rückstellungen |
20,1 |
0,5 |
15,1 |
0,4 |
| Gesamt |
4.047,4 |
100,0 |
3.852,6 |
100,0 |
Liquidität
Ihre Zahlungsverpflichtungen konnte die Provinzial
Versicherung AG im Berichtsjahr uneingeschränkt
erfüllen. Auch sind aktuell keine
Liquiditätsengpässe erkennbar. Am Bilanzstichtag
betrugen die laufenden Guthaben bei Kreditinstituten,
Schecks und Kassenbestand 28,9 (27,5) Mio. Euro.
Darüber hinaus stehen Tages- und Termingelder bzw.
kurzfristig liquidierbare Mittel in einem
Wertpapierspezialfonds im Umlaufvermögen zur
Verfügung. Informationen zum
Liquiditätsmanagement sind im Risikobericht enthalten.
Vermögenslage
Die Aktiva der Provinzial Versicherung AG umfassten
am Bilanzstichtag 6.411,4 (6.251,7) Mio. Euro. Hiervon
entfielen 94,3 (93,0) % auf die Kapitalanlagen.
Kapitalanlagen
Um das vorhandene Risikokapital möglichst
effizient zu nutzen und das Verhältnis von Rendite und
Risiko zu optimieren, wird die Portfoliozusammensetzung
kontinuierlich angepasst. Vor dem Hintergrund der Zinswende
im Vorjahr wurde im Geschäftsjahr 2023 der Bestand an
Staats- und Unternehmensanleihen u. a. zulasten
risikoreicherer Assetklassen ausgebaut. Überdies wurde
der Bestand an illiquiden Assets im Portfolio
vergrößert.
Der Kapitalanlagenbestand zu Buchwerten erhöhte
sich im Vergleich zum Bilanzstichtag des Vorjahres um 4,0 %
auf 6.042,9 (5.812,6) Mio. Euro. Die Bruttoneuanlagen
hatten im Berichtsjahr 2023 ein Volumen von insgesamt 709,8
(390,7) Mio. Euro. Das leicht gesunkene, aber weiterhin
relative hohe Zinsniveau - die Rendite für
zehnjährige Bundesanleihen lag bei 2,02 (2,57) % - und
die positive Entwicklung an den Aktienmärkten
führten zu einem Anstieg der Reserven. Dazu trug auch
die Thesaurierung ordentlicher Erträge innerhalb der
Investmentfonds bei. Infolgedessen erhöhten sich die
Bewertungsreserven auf insgesamt 821,6 (535,1) Mio. Euro.
Die Reservequote betrug entsprechend 13,6 (9,2) %.
Die Bilanzposition Aktien, Anteile oder Aktien an
Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche
Wertpapiere bildete mit einem Buchwert von 4.463,0
(4.292,3) Mio. Euro weiterhin den größten Posten
der Aktiva. Der Anteil am gesamten Kapitalanlagenbestand
belief sich zum Jahresende auf 73,9 (73,8) %. Hierbei
handelte es sich vor allem um gemischte Investmentfonds,
die sowohl Aktien als auch Rentenpapiere beinhalten. Die
Aktienquote zu Marktwerten verringerte sich als Ergebnis
der strategischen Asset Allocation auf 16,5 (17,9) %. Der
Großteil der eingesetzten Aktienkonzepte weist durch
implementierte Sicherungsstrategien gegenüber reinen
Aktieninvestments in adversen Kapitalmarktphasen
defensivere Risikoprofile auf. Das marktwertige
Aktienexposure, das u. a. die Maßnahmen zur
Risikobegrenzung der Aktienbestände
berücksichtigt, betrug 17,2 (15,8) %.
Die Anteile an verbundenen Unternehmen erhöhten
sich gegenüber dem Bilanzstichtag des Vorjahres auf
557,6 (490,4) Mio. Euro. Der deutliche Anstieg war
insbesondere auf die Übernahme weiterer Anteile an der
S-Direkt-Verwaltungs-GmbH & Co. KG
zurückzuführen. Durch den Anteilserwerb hielt die
Provinzial Versicherung AG am Bilanzstichtag sämtliche
Kommanditanteile an der Gesellschaft. Der Bestand an
Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen ging
auf 30,2 (33,4) Mio. Euro zurück. Der Anteil der
Sonstigen Ausleihungen (Namenspapiere,
Schuldscheinforderungen, Darlehen und übrige
Ausleihungen) betrug 3,5 (3,9) %. Die Einlagen bei
Kreditinstituten hatten einen Anteil von 2,5 (1,1) % an den
Kapitalanlagen.
Einsatz derivativer
Finanzinstrumente
Derivative Finanzinstrumente werden zur Absicherung
von Währungsrisiken sowie im Rahmen der Aktienkonzepte
und spezieller Rentenfondskonzepte eingesetzt.
| Zusammensetzung des
Kapitalanlagenbestands |
31.12.2023 |
Anteil |
31.12.2022 |
Anteil |
|
Mio. EUR |
% |
Mio. EUR |
% |
| Grundstücke |
8,2 |
0,1 |
11,0 |
0,2 |
| Anteile an verbundenen
Unternehmen |
557,6 |
9,2 |
490,4 |
8,4 |
| Ausleihungen an
verbundene Unternehmen |
125,0 |
2,1 |
125,0 |
2,2 |
| Beteiligungen |
197,4 |
3,3 |
197,5 |
3,4 |
Ausleihungen an
Unternehmen, mit denen
ein Beteiligungsverhältnis besteht |
- |
- |
- |
- |
Aktien, Anteile oder
Aktien an Investmentvermögen
und andere nicht festverzinsliche
Wertpapiere |
4.463,0 |
73,9 |
4.292,3 |
73,8 |
Inhaberschuldverschreibungen und andere
festverzinsliche Wertpapiere |
293,6 |
4,9 |
370,9 |
6,4 |
| Hypotheken, Grund- und
Rentenschulden |
30,2 |
0,5 |
33,4 |
0,6 |
| Sonstige
Ausleihungen |
214,2 |
3,5 |
224,5 |
3,9 |
| Einlagen bei
Kreditinstituten |
151,5 |
2,5 |
65,4 |
1,1 |
| Andere
Kapitalanlagen |
1,9 |
0,0 |
1,9 |
0,0 |
Depotforderungen aus dem
in Rückdeckung
übernommenen Geschäft |
0,1 |
0,0 |
0,3 |
0,0 |
| Kapitalanlagen
gesamt |
6.042,9 |
100,0 |
5.812,6 |
100,0 |
Nichtfinanzielle
Leistungsindikatoren
Unsere Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter
Wesentliche nichtfinanzielle Erfolgsfaktoren sind die
hohe Mitarbeiterloyalität, die in einer hohen
Mitarbeiterzufriedenheit und einer niedrigen
Fluktuationsrate zum Ausdruck kommt, sowie die
Fachkompetenz und Lernbereitschaft der Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter.
Um den fusionierten Konzern zu gestalten, wurden auch
im Jahr 2023 die organisatorischen und prozessualen
Integrationsaktivitäten mit viel Engagement
erfolgreich weiter vorangetrieben. Drei Jahre nach dem
Zusammenschluss wurde der Fokus der Aktivitäten und
Initiativen zunehmend von "Fusion" in Richtung
"Transformation" weiterentwickelt. Hierzu gehört vor
allem auch der weitere Ausbau cross-funktionaler
Zusammenarbeit und die Nutzung agiler Arbeitsmethoden.
Die Gestaltung neuer und moderner Arbeitswelten geht
im Projekt "LevelUp" (Nachfolgeprojekt von "#OurNewWork")
weiter voran - auf diversen Pilot- und Testflächen
werden Erfahrungen gesammelt, ausgewertet und
weiterentwickelt. Die klare Digitalisierungsstrategie,
verbunden mit der Verfolgung nachhaltiger Ziele und
Schaffung attraktiver Arbeitsbedingungen wird dabei durch
die Auszeichnung vom Deutschen Innovationsinstitut für
Nachhaltigkeit und Digitalisierung als "Arbeitgeber der
Zukunft" belegt.
Der im Jahr 2022 gestartete Kulturprozess, in den
sich ein großer Anteil der Belegschaft engagiert
eingebracht hat, fördert die weitere Vernetzung
zwischen den Bereichen und Standorten und legt einen
wichtigen Grundstein für zukunftsorientierte
Zusammenarbeit mit einem modernen
Führungsverständnis, das in einem konzernweiten
Führungsleitbild konkretisiert wurde. Die gemeinsame
"Kultur der Nähe" wurde u. a. im Rahmen des
gemeinsamen Betriebsfests mit sehr hoher
Mitarbeiterbeteiligung deutlich.
Konzernweit einheitliche Maßnahmen der
Führungskräfte- und Personalentwicklung schaffen
zusätzliche Begegnungsmöglichkeiten und
Perspektiven. Der Auf- und Ausbau von Karrierewegen im
Konzern wurde im Jahr 2023 weiter vorangetrieben. Diese
reichen von Nachwuchs- bis hin zu Karriereprogrammen und
umfassen neben der Führungs- auch die Projektlaufbahn.
Damit tragen sie wesentlich zur Gewinnung und Bindung von
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei und sind in einem
sich steigernden Wettbewerb um Arbeitnehmerinnen und
-nehmer von hoher Bedeutung.
Top-Bewertungen und hohe Weiterempfehlungsraten auf
Arbeitgeberplattformen wie kununu sind Zeichen unserer
starken Arbeitgebermarke, die aus der Zufriedenheit unserer
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter resultiert. Die
Bereitschaft der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sich
innerhalb unseres Konzerns beruflich zu verändern,
zeigt das Vertrauen in den Konzern und die Motivation, sich
weiterzuentwickeln und bestmöglich einzubringen.
Personalbestand leicht gesunken
Im Geschäftsjahr 2023 waren bei der Provinzial
Versicherung AG durchschnittlich 3.651 (3.672)
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (ohne Auszubildende)
beschäftigt. Das Durchschnittsalter der
Beschäftigten betrug 46,3 Jahre, die durchschnittliche
Beschäftigungsdauer 18,4 Jahre. Der Anteil der
Mitarbeiterinnen belief sich auf 46,1 %. Der Anteil der
weiblichen Führungskräfte betrug auf der 1.
Führungsebene 18,2 % und auf der 2. Führungsebene
31,2 %.
Entwicklungen im Bereich der
Erstausbildung
Zum Ende des Geschäftsjahres wurden 791
Auszubildende von der Provinzial Versicherung AG und ihren
Vertriebspartnerinnen und -partnern betreut. Diese
verteilen sich wie folgt:
| ― |
538 Auszubildende in den
Provinzial Agenturen,
|
| ― |
27 Auszubildende in den
Sparkassenagenturen,
|
| ― |
226 Auszubildende in der
Direktion, davon 67 im dualen Studium.
|
Bereits zum Start der Ausbildung steht die intensive
Begleitung der Auszubildenden im Fokus. Zahlreiche
Ausbilderinnen und Ausbilder sowie weitere persönliche
Ansprechpartnerinnen und -partner im Innen-und
Außendienst fördern die
Persönlichkeitsentwicklung und vermitteln Fachwissen.
Die Auszubildenden nutzen intensiv den - persönlichen
und digitalen - standortübergreifenden Austausch und
die Chance, schon früh zum Zusammenwachsen im
Provinzial Konzern beizutragen.
Die Provinzial nutzt insbesondere ihr konzernweites
Instagram-Profil "provi.azubi", um sich als attraktiver
Arbeitgeber und Ausbildungsbetrieb vorzustellen. Weitere
Aktivitäten stärken den Konzern im Bewerbermarkt.
Dazu zählen das Angebot von vielfältigen
Ausbildungsgängen, Informationen zu Perspektiven
für junge Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die
Teilnahme an Berufsveranstaltungen und Messen und das
Angebot von Bewerbertrainings. Die Kooperation mit
ausgewählten Schulen sowie Praktika gewähren
Einblicke in das Versicherungsleben.
Dank an die Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter
Anspruchsvolle Markt- und Kundenanforderungen sowie
die weitere Umsetzung der Integration haben unsere
Organisation auch im Jahr 2023 gefordert. Die damit
verbundenen organisatorischen, prozessualen und kulturellen
Veränderungen haben unsere Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter bereitwillig angenommen und sich beim weiteren
Zusammenwachsen unseres Konzerns und der
zukunftsfähigen Aufstellung engagiert eingebracht. Wir
bedanken uns ausdrücklich bei unseren Mitarbeiterinnen
und Mitarbeitern für ihr Vertrauen, ihre
Loyalität sowie ihr Engagement und ihre herausragenden
Leistungen.
Etablierte Marke, hohe
Kundenzufriedenheit und Kundennähe als immaterielle
Assets
Zu den immateriellen Assets gehören neben der
hohen Mitarbeiterloyalität für die Provinzial
Versicherung AG vor allem der hohe Bekanntheitsgrad der
Marke Provinzial, die Kundenzufriedenheit und unsere
Vertriebskanäle.
Die Provinzial Versicherung AG ist in ihrem
Geschäftsgebiet traditionell gut etabliert. Die Marke
und das Unternehmen sind im Geschäftsgebiet eine
bekannte Größe. In gestützten Befragungen
zur Bekanntheit liegt sie auf Platz 2 aller hier
tätigen Versicherungsunternehmen. Beim Abschluss von
Versicherungsverträgen gilt die Provinzial im
Vergleich zu Wettbewerbern überdurchschnittlich
häufig als "erste Wahl" und gehört in der Region
zu den Top 3 aller hier tätigen Versicherungen. Diese
Ergebnisse zeigen, dass die Marke ein hohes Vertrauen bei
den Verbraucherinnen und Verbrauchern genießt. Auch
die Werbebotschaften mit dem Schutzengel und das
Markenversprechen "Immer da. Immer nah." sind gut im
Bewusstsein der Verbraucherinnen und Verbraucher etabliert.
Regelmäßige Kundenbefragungen durch
unabhängige Marktforschungsinstitute zeichnen immer
wieder die sehr gute Kundenbetreuung und Serviceleistungen
aus und belegen eine hohe Kundenzufriedenheit und eine
starke Kundenbindung.
Auch unsere Vertriebsorganisation stellt einen
wichtigen immateriellen Vermögenswert dar. Mit einem
sehr dichten Netz von Geschäftsstellen sowie den
Sparkassen sind wir für unsere Kundinnen und Kunden im
gesamten Geschäftsgebiet überall schnell und
persönlich zu erreichen. Hier bieten wir ihnen eine
qualifizierte Beratung und einen hervorragenden Service.
Hinweis zur nichtfinanziellen
Erklärung
Die Provinzial Versicherung AG gibt aufgrund der
Einbeziehung in den Konzernlagebericht der Provinzial
Holding AG keine eigenständige nichtfinanzielle
Erklärung ab.
Der Provinzial Konzern orientiert sich in seiner
nichtfinanziellen Erklärung im Rahmen des
Corporate-Social-Responsibility(CSR)-Richtlinie-Umsetzungsgesetzes
an dem Berichtsstandard auf Basis der Standards der Global
Reporting Initiative (GRI). Der CSR-Bericht wird gemeinsam
mit dem Konzernlagebericht im Bundesanzeiger offengelegt.
Zusätzlich wird der CSR-Bericht im Konzernportal der
Provinzial unter dem Link
https://www.provinzial-konzern.de/
nachhaltigkeit/nachhaltigkeit-uebersicht.html
veröffentlicht.
Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf
und zur Lage der Gesellschaft
Die Provinzial Versicherung AG blickt auf ein starkes
selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft im Jahr
2023 zurück. Bei einem über dem Marktdurchschnitt
liegenden Beitragswachstum sowie einer
rückläufigen Schadenbelastung wurde ein sehr
gutes versicherungstechnisches Bruttoergebnis erzielt. Hohe
Abgaben an die Rückversicherer sowie hohe
Zuführungen zu den Schwankungsrückstellungen, die
die Substanz stärkten, führten jedoch zu einem
negativen versicherungstechnischen Nettoergebnis.
Das Kapitalanlageergebnis lag leicht unter dem
Vorjahresniveau. Insgesamt wurde ein Jahresüberschuss
nach Steuern in Höhe von 31,0 (62,0) Mio. Euro
erzielt. Vor dem Hintergrund der herausfordernden
gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen
Rahmenbedingungen bewerten wir den Geschäftsverlauf im
Berichtsjahr insgesamt als zufriedenstellend. Das gute
versicherungstechnische Bruttoergebnis erlaubte eine
deutliche Stärkung der Substanz durch Zuführungen
zu den Schwankungsrückstellungen. Mit Blick auf die
Finanz- und Vermögenslage ist die Provinzial
Versicherung AG weiterhin gut aufgestellt.
Risikobericht
Das Risikomanagement der Provinzial Versicherung AG
ist in das Risikomanagementsystem des Provinzial Konzerns
integriert. Die Übernahme und Steuerung der Risiken
seiner Kundinnen und Kunden ist das Kerngeschäft des
Provinzial Konzerns. Die gegebenen Versprechen zur Vorsorge
und Risikoabsicherung müssen wir jederzeit
erfüllen können; daher sind die Festigung der
Finanzkraft und die Erhaltung der Sicherheitslage der
Unternehmen des Provinzial Konzerns von besonderer
Bedeutung. Unternehmerische Risiken, wie sie beispielsweise
vom Kapitalmarktumfeld ausgehen, werden durch die
zielgerichteten Risikomanagementaktivitäten
konzernweit gesteuert, die in einen umfangreichen
Risikomanagementprozess eingebettet sind. Dieser Prozess
wird nachfolgend detaillierter beschrieben.
Der Risikomanagementprozess
Die Risikostrategie stellt die Basis für die
Risikomanagementaktivitäten des Provinzial Konzerns
dar. Sie setzt den strategischen Rahmen für das
Management von Risiken und beschreibt die Auswirkungen der
Geschäftsstrategie auf die Risikosituation des
Konzerns, den Umgang mit den vorhandenen Risiken und die
Fähigkeit, neu hinzugekommene Risiken zu tragen.
Dezentrales und zentrales Risikomanagement Das darauf
aufbauende ganzheitliche und in einer eigenständigen
Leitlinie geregelte Risikomanagementsystem, das sich an den
aufsichtsrechtlichen Vorgaben von Solvency II orientiert,
besteht aus zentralen und dezentralen Komponenten. Zu den
wesentlichen Komponenten gehört die Durchführung
eines Own-Risk-and-Solvency-Assessment(ORSA)-Prozesses, der
einen mehrjährigen Betrachtungshorizont für die
Risikolage der einzelnen Konzernunternehmen beinhaltet.
Dezentral werden in den zuständigen Fach- und
Funktionsbereichen Einzelrisiken identifiziert, analysiert,
bewertet, kommuniziert sowie individuell innerhalb der
zulässigen Limite gesteuert. Durch diesen dezentralen
Risikomanagementansatz werden die langjährigen
Erfahrungen und Kenntnisse der Fachbereiche bezüglich
der Risiken ihres Geschäftsfelds und ihrer
Arbeitsprozesse in das Risikomanagementsystem integriert.
Ergänzt wird diese wichtige Komponente durch das
zentrale Risikomanagement, das die unabhängige
Risikocontrollingfunktion (uRCF) bei der
bereichsübergreifenden und konzernweiten
Überwachung der Risikosituation unterstützt.
Kernaufgaben sind neben der Koordination und Integration
der Risikomanagementaktivitäten insbesondere die
Pflege, Aktualisierung und Auswertung der aus den
Fachbereichen gemeldeten Risikoinformationen, die
Risikoaggregation, ein regelmäßiges
Maßnahmencontrolling sowie eine umfangreiche
Berichterstattung an den Vorstand. Dieser kombinierte
Ansatz ermöglicht es, Risiken frühzeitig zu
erkennen, einzuschätzen und vorausschauend zu steuern,
um dadurch eine bestandsgefährdende Situation zu
vermeiden. Darüber hinaus prüft die Interne
Revision die Funktionsfähigkeit der Systeme der
gesamten Geschäftsorganisation in einem
risikoorientierten Turnus, wobei auch Bestandteile des
Risikomanagements mitbetrachtet werden.
Das Risikomanagement stellt als integraler
Bestandteil der Unternehmensführung einen
kontinuierlichen Prozess dar. Es ist in die bestehende
Organisation und die vorhandenen Berichtswege integriert.
Auf diese Weise ist eine feste Verankerung mit allen
Unternehmensbereichen und Geschäftsprozessen
gewährleistet. Die Verknüpfung mit der operativen
Planung sorgt für eine frühzeitige Identifikation
und Erfassung von wesentlichen Risiken.
Der Risikomanagementprozess beginnt mit der
Identifizierung der Risiken in den dezentralen
Geschäftsbereichen. Im Anschluss daran erfolgt die
Risikoanalyse. Hier werden die identifizierten Risiken
bezüglich ihrer Auswirkung und
Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet. Bei der
Risikobewertung werden bereits ergriffene Maßnahmen
und vorhandene Steuerungsinstrumente berücksichtigt
und, sofern notwendig, weitere Maßnahmen geplant.
Ziel dieser Risikoinventur ist es, alle Risiken
entsprechend ihrem Gefährdungspotenzial in eine
Rangordnung zu bringen, um die Risikosteuerung effizient
auszurichten. Die Risikoinventur mündet in
regelmäßigen Berichten an die
Unternehmensleitung mit dem Ziel einer zeitnahen und
bedarfsgerechten Versorgung der Entscheidungsträger
mit Risikoinformationen, um Transparenz und
Entscheidungsgrundlagen zu schaffen.
Im Rahmen der Risikoüberwachung werden in den
dezentralen Einheiten regelmäßig die
entsprechenden Risikoeinflussfaktoren (auch
Risikoindikatoren genannt) beobachtet. Bei einer kritischen
Entwicklung der Einflussfaktoren werden das zentrale
Risikomanagement und die Unternehmensleitung informiert.
Das Risikomanagementsystem des Provinzial Konzerns
sieht zudem ein umfassendes Berichtswesen vor. Dabei gibt
es neben regelmäßigen Risikoberichten zur
gesamten Risikosituation im Bedarfsfall auch die
Sofortberichterstattung zur kurzfristigen Information
über negative Risikoentwicklungen oder neue Risiken.
Unterstützung des
Risikomanagementsystems durch eine Komiteestruktur
Weitere Bestandteile des Risikomanagementprozesses
sind verschiedene Komitees, die sich mit der
Würdigung, Koordination und Kommunikation
risikorelevanter Themen befassen.
Die Komiteestruktur besteht aus dem
Konzern-Risikokomitee, dem
Asset-Liability-Management(ALM)-Komitee, dem Komitee
Methoden, Instrumente und Modelle (MIM), dem
Investmentkomitee, dem Nachhaltigkeitsboard und dem
Sanierungskomitee.
Das Konzern-Risikokomitee dient der Abstimmung und
Steuerung der zentralen und dezentralen
Risikomanagementaktivitäten.
Daneben nimmt das Investmentkomitee die Aufgabe wahr,
ein hohes Maß an Transparenz über die
Kapitalanlagen zu schaffen und die Entscheidungsprozesse
bei der Risikonahme bereichs- und ressortübergreifend
zu verbessern. In dem Komitee werden alle wichtigen
Entscheidungen in der Kapitalanlage besprochen. Es dient
ferner dazu, zeitnahe und angemessene Reaktionen auf
besondere, sich ad hoc ergebende Risiken oder Chancen
sicherzustellen, insbesondere Maßnahmen im Rahmen der
Asset Allocation.
Die ALM-Komitees jeweils für die
Kompositversicherung und die Lebensversicherung
verknüpfen die Risikomanagementaktivitäten des
zentralen Risikomanagements mit der in den Fachbereichen
stattfindenden Risikosteuerung und dienen zudem der risiko-
und ertragsorientierten Abstimmung von Aktiva und Passiva.
Des Weiteren befassen sich die sog. MIM-Komitees
für die Kompositversicherung und die
Lebensversicherung mit der kontinuierlichen
Weiterentwicklung der im Provinzial Konzern verwendeten
Modelle, die zur Unternehmenssteuerung wie auch für
aufsichtsrechtliche Zwecke herangezogen werden.
Ferner ergänzt ein Sanierungskomitee auf
Konzernebene die Komiteestruktur. Das Sanierungskomitee
übernimmt eine koordinierende Rolle bei der
Einhaltung, Pflege und Umsetzung des allgemeinen
Sanierungsplans der Provinzial Gruppe.
Eine weitere, nicht institutionalisierte
Möglichkeit zur Besprechung risikoorientierter Themen
bilden Risikogespräche. Bei den Risikogesprächen
handelt es sich um anlassbezogene Zusammenkünfte von
Risikoverantwortlichen sowie Expertinnen und Experten zur
Erörterung von Risiken und risikobehafteten
Sachverhalten. Diese Gespräche sind je nach
Themenstellung unterschiedlich besetzt, stets jedoch unter
Beteiligung des zentralen Risikomanagements. Mit den
Risikogesprächen sollen die Transparenz und die
Risikokommunikation, die einen wesentlichen Beitrag zur
Risikofrüherkennung leisten, weiter gefördert
werden.
Unser Risikomanagementsystem
Versicherungstechnische Risiken
Für einen Schaden- und Unfallversicherer sind
zwei wesentliche Arten der versicherungstechnischen Risiken
von Bedeutung:
| ― |
Zeichnungsrisiken, d. h. die
Beiträge reichen nicht aus, um die
zukünftigen Schäden und Kosten des
Anfalljahres zu decken;
|
| ― |
Reserverisiken, d. h. Risiken
einer Abweichung zwischen dem endgültigen
Schadenaufwand und dem als Schadenrückstellung
in der Bilanz zurückgestellten
Schadenaufwand.
|
Im abgelaufenen Geschäftsjahr ist die
Inflationsrate in Deutschland zwar deutlich
zurückgegangen, befindet sich jedoch immer noch auf
einem hohen Niveau. Die Preissteigerungen führen zu
einer Erhöhung des realisierten und erwarteten
Schadenaufwands (Schadeninflation) in der Schaden- und
Unfallversicherung. Durch eine anhaltend hohe
Schadeninflation können sich sowohl das Prämien-
als auch das Reserverisiko erhöhen. Zur Reduktion des
Prämienrisikos stehen in der Versicherungstechnik aber
ausreichende Instrumente (beispielsweise Beitrags- und
Indexanpassungen) zur Verfügung. Das Reserverisiko
wird durch eine das Inflationsgeschehen adäquat
berücksichtigende Reservesetzung im Schadenmanagement
minimiert. Zusammenfassend wird eine deutliche Reduktion
der Risikotragfähigkeit aufgrund der erhöhten
Schadeninflation derzeit nicht erwartet.
Risiken aus Naturgefahren wie Sturm oder
Überschwemmung und sonstige Großrisiken stellen
für Schaden- und Unfallversicherungsunternehmen
wesentliche Treiber von Bruttozeichnungsrisiken dar; bei
der Provinzial Versicherung AG dominieren die Risiken aus
Naturgefahren und hier insbesondere die Sturm- und
Überschwemmungsrisiken. Diese Schadenfälle
können als Folge von Naturkatastrophen auch kumulativ
eintreten. Dies kann dazu führen, dass das
Schadenvolumen in einem Geschäftsjahr deutlich von den
für ein Normal- bzw. Durchschnittsjahr kalkulierten
Aufwendungen abweicht.
Genaue Beobachtung und Analyse des
Schadenverlaufs
Zur Beurteilung der aktuellen Schadensituation und
Abschätzung der künftigen Entwicklung wird der
Schadenverlauf in den verschiedenen Geschäftsfeldern
und Versicherungszweigen monatlich genau beobachtet und von
einer interdisziplinären Arbeitsgruppe analysiert.
Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund der aktuell
erhöhten Schadeninflation. Um möglichen Risiken
aus der vorherrschenden Inflation zu begegnen, werden die
Entwicklungen laufend durch eine gegründete
interdisziplinäre Arbeitsgruppe beobachtet und
analysiert. Dieses Vorgehen dient dazu, erforderliche
Maßnahmen frühzeitig abzuleiten und
Inflationsszenarien betrachten zu können. Indikator
für die Auskömmlichkeit der geforderten
Versicherungsprämien sind die Schadenquoten.
In der folgenden Grafik sind die Schadenquoten nach
Abzug der auf die Rückversicherer entfallenden Anteile
der letzten zehn Jahre für das Gesamtgeschäft
dargestellt.
Bilanzielle Schadenquoten für
eigene Rechnung*
* Bezogen auf das Gesamtgeschäft.
Schadenrückstellungen angemessen
dotiert
Das sog. Reserverisiko besteht darin, dass
zukünftige Auszahlungen für eingetretene
Schäden die dafür gebildeten Rückstellungen
übersteigen. Für noch nicht abgewickelte
Versicherungsfälle bilden wir vorsichtig bemessene
Rückstellungen. Ihre Abwicklung wird ständig
überwacht, und die dabei gewonnenen Erkenntnisse
fließen wiederum in die aktuellen
Bedarfsschätzungen ein.
In der nachfolgenden Grafik sind für die letzten
zehn Jahre die Abwicklungsergebnisse im Verhältnis zur
Eingangsschadenrückstellung dargestellt.
Zum Ausgleich jährlicher Schwankungen des
Schadenverlaufs werden darüber hinaus gesetzlich
vorgeschriebene Schwankungsrückstellungen gebildet.
Abwicklungsergebnisse im
Verhältnis zu den Eingangsschadenrückstellungen
für eigene Rechnung* %
* Bezogen auf das Gesamtgeschäft.
Rückversicherung zur Begrenzung
von Zeichnungsrisiken
Zur Begrenzung der eigenen Haftung gibt die
Provinzial Versicherung AG einen Teil der übernommenen
Risiken an Rückversicherer weiter. Um
Größenvorteile, Synergieeffekte und die
konzernweite Diversifikation der versicherungstechnischen
Risiken effizient zu nutzen, werden große Teile der
Rückversicherungsaktivitäten der Provinzial
Gesellschaften durch die Provinzial Holding AG und die
Provinzial Versicherung AG gebündelt.
Der am 1. Januar 2022 eingerichtete gruppeninterne
Naturkatastrophen-Schadenpool der öffentlichen
Versicherer federt die mögliche Schadenbelastung nach
einem regional konzentrierten, extremen
Naturgefahrenereignis ab. Hierdurch wird der bestehende
Rückversicherungsschutz gegen Elementarrisiken
erweitert. Im Falle eines extremen Elementarereignisses
profitiert die Provinzial von den
Rückversicherungsleistungen der anderen
öffentlichen Versicherer.
Risiken aus dem Ausfall von Forderungen
aus dem Versicherungsgeschäft
Forderungen im Versicherungsgeschäft ergeben
sich insbesondere aus Forderungen gegenüber
Versicherungsnehmern und Versicherungsvermittlern sowie
Rückversicherern. Die am 31. Dezember 2023 bestehenden
Forderungen (fällige Ansprüche) gegenüber
Versicherungsnehmern und Versicherungsvermittlern werden in
der folgenden Tabelle zusammengefasst dargestellt.
| Forderungen
gegenüber Versicherungsnehmern und
Versicherungsvermittlern |
|
31.12.2023 |
| Forderungen
gegenüber Versicherungsnehmern und
Versicherungsvermittlern |
Mio. EUR |
98,0 |
| davon älter als 90
Tage |
Mio. EUR |
62,9 |
| Durchschnittliche
Ausfallquote
* der letzten drei
Geschäftsjahre |
% |
0,2 |
* Bezogen auf die gebuchten Bruttobeiträge
im selbst abgeschlossenen Geschäft.
Potenziellen Forderungsausfallrisiken wird durch die
Bildung einer angemessenen Pauschalwertberichtigung
Rechnung getragen. Aufgrund der breiten Diversifikation von
Forderungen gegenüber Versicherungsnehmern und
Versicherungsvermittlern wird das Risiko unerwarteter
Verluste in diesem Bereich als vernachlässigbar gering
eingestuft. Jedoch könnte das Forderungsausfallrisiko
im Zuge einer schwachen konjunkturellen Entwicklung
zunehmen.
Aus unseren Rückversicherungsbeziehungen
resultierten am Bilanzstichtag Forderungen in Höhe von
insgesamt 800,6 Mio. Euro. Forderungsausfälle waren in
den letzten Jahren nicht zu verzeichnen. Aufgeteilt nach
externen Ratingklassen gliederte sich dieser
Forderungsbestand wie in der folgenden Tabelle dargestellt.
Forderungen
gegenüber
Rückversicherern |
31.12.2023
Mio. EUR |
Anteil
% |
| Ratingklasse
gemäß Standard & Poor's |
|
|
| AA |
69,4 |
8,7 |
| A |
297,5 |
37,2 |
| Not rated* |
433,7 |
54,2 |
| Gesamte Forderungen |
800,6 |
100,0 |
* Die unter "Not rated" aufgeführten
Forderungen betreffen fast ausschließlich die von den
öffentlichen Versicherern getragene VöV
Rückversicherung KöR bzw. die Provinzial Holding
AG. Die VöV Rückversicherung KöR
verfügt über ein Rating der Assekurata von A+.
Risiken aus Kapitalanlagen
Bei den Risiken im Kapitalanlagenbereich ist
hauptsächlich zwischen Markt-, Liquiditäts- und
Kreditrisiken zu unterscheiden.
Strenge Anlagevorgaben minimieren
Marktrisiken
Marktrisiken entstehen vor allem durch Zins-, Kurs-
und Währungsschwankungen. Hieraus kann ein dauerhafter
Wertverlust der Kapitalanlagen resultieren. Ziel unseres
Kapitalanlagemanagements ist eine Vermögensanlage,
deren Qualitätsstandards gewährleisten, dass
unter Berücksichtigung der Kapitalmarktrisiken und
definierter Risikolimite die Kapitalanlagen zur Bedeckung
der versicherungstechnischen Passiva ausreichen, sodass
alle vertraglichen Verpflichtungen gegenüber den
Versicherten jederzeit bedient werden können.
Gleichzeitig sollen die Kapitalerträge dazu beitragen,
den Unternehmenswert nachhaltig zu sichern und langfristig
zu steigern. Zu diesem Zweck investieren wir in
sorgfältig ausgewählte Anlagen unter Wahrung
angemessener Mischung und Streuung. Dem Sicherheitsaspekt
wird auch durch spezielle Sicherungsstrategien Rechnung
getragen.
Die Anlagen erfolgen vor allem in festverzinslichen
Wertpapieren sowie in Aktien, Immobilien und Beteiligungen.
Falls es bei entsprechenden Marktentwicklungen notwendig
ist, nutzen wir Termingeschäfte zu
Absicherungszwecken, z. B. zur Absicherung von
Fremdwährungsbeständen.
Regelmäßiges
Risikocontrolling
Das Marktrisikomanagement ist organisatorisch
vollständig vom Asset Management getrennt, das durch
die Provinzial Asset Management GmbH vorgenommen wird. Das
Marktrisikomanagement umfasst die laufende Beobachtung und
Steuerung von Risiken und Erträgen aus den
Kapitalanlagen und soll gewährleisten, dass die
Risiken aus Kapitalanlagen stets in Einklang mit der
Risikotragfähigkeit stehen. Sollte eine
Kapitalmarktsituation drohen, deren Risiken das festgelegte
Maximalniveau übersteigen, werden frühzeitig
Maßnahmen zur Wiederherstellung des Gleichgewichts
zwischen eingegangenem Risiko und Risikotragfähigkeit
ergriffen.
Ausführliche Szenarioanalysen
Einen Schwerpunkt bei der laufenden Risikobewertung
bilden Szenarioanalysen. Die Berechnungen werden einerseits
regelmäßig für den
standardmäßigen Risikomanagementprozess mit
fixierten Stressparametern eingesetzt. Andererseits werden
zusätzliche Risikoanalysen durchgeführt, um die
Risikotragfähigkeit in extremen Kapitalmarktszenarien
sicherstellen zu können.
Ausgewogenes Chance-Risiko-Profil
Die Kapitalanlageziele sollen durch eine klar
definierte Portfoliokonstruktion erreicht werden. Hierzu
wird ein systematischer Risikosteuerungsmechanismus
angewandt, der sowohl die Erreichbarkeit des
Zielergebnisses im Erwartungswert als auch die
Realisierbarkeit eines definierten Mindestergebnisses in
einem adversen Kapitalmarktumfeld laufend überwacht.
Auch im Jahr 2023 hat die Europäische
Zentralbank infolge der Inflationsentwicklung den Leitzins
zunächst weiter erhöht, gegen Ende des Jahres
jedoch auf weitere Zinsschritte verzichtet. Die Chancen und
Risiken des volatilen Marktumfelds werden laufend
überwacht. Bei der Portfoliozusammenstellung wird
dabei vor allem auf eine breite Diversifikation der
Risikoquellen sowie hohe Transparenz, Fungibilität und
Steuerbarkeit geachtet.
Vor dem Hintergrund des veränderten
Marktumfeldes hat der Vorstand im Herbst 2023 eine neue
strategische Asset Allocation beschlossen. Dabei wurde im
Wesentlichen der weitere moderate Aufbau von
Rentenbausteinen zulasten risikoreicherer Anlagen
verabschiedet.
Diversifizierte Aktieninvestments
Risiken aus Aktienanlagen resultieren für die
Provinzial Versicherung AG ausschließlich aus den
Aktien im Fondsbestand. Die Aktienbestände werden im
Wesentlichen in speziellen Zielfonds gehalten, die jeweils
spezifische Aktienkonzepte zur Erzielung von Kurs-,
Dividenden- und Selektionserträgen sowie zur
Vereinnahmung von Optionsprämien beinhalten. Der
Großteil der eingesetzten Aktienkonzepte weist durch
implementierte Sicherungsstrategien gegenüber reinen
Aktieninvestments in adversen Kapitalmarktphasen
defensivere Risikoprofile auf.
Am Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 betrug das
marktwertige Aktienexposure 17,2 %. Das Aktienrisiko wird
im Rahmen des Marktrisikomanagements regelmäßig
anhand definierter Stressszenarien überwacht, und
insbesondere die bilanzielle Stabilität der Konzepte
wird überprüft.
Private Markets
Zur Risikostreuung investiert die Provinzial
Versicherung AG einen Teil ihrer Anlagen in
Private-Market-Investments. Aus diesen Investments
können verschlechterte
Refinanzierungsmöglichkeiten und eingetrübte
Geschäftsaussichten als Folge negativer
wirtschaftlicher Gesamtentwicklungen zu
Ertragsausfällen bzw. Abschreibungen führen. Im
Rahmen des Marktrisikomanagements werden diese Risiken
ebenfalls regelmäßig anhand definierter
Stressszenarien überwacht.
Die Provinzial Versicherung AG war per Bilanzstichtag
31. Dezember 2023 mit einem Marktwert von 491,3 Mio. Euro
in Private Markets investiert. Dies entsprach 7,2 % der
gesamten Kapitalanlagen.
Inhabertitel mit gutem Rating
vermindern Kreditrisiken
Kreditrisiken umfassen neben dem Ausfall von
Schuldnern auch deren mögliche
Bonitätsverschlechterung und Marktwertverluste
aufgrund von Bewertungsabschlägen. Diese Risiken
begrenzen wir durch eine breite Streuung und eine
sorgfältige Auswahl der Emittenten unter Hinzuziehung
von Ratings anerkannter Agenturen sowie auf Basis eines
eigenen Ratingprozesses. So verfügten über 96 %
der verzinslichen Inhaberpapiere der Provinzial
Versicherung AG zum Bilanzstichtag über ein
Investmentgrade-Rating (Kategorien AAA bis BBB-).
Marktwertig waren 67 % der Zinsträger in
Unternehmensanleihen investiert, während 33 % auf
Pfandbriefe, Staatsanleihen und Anleihen mit
Gewährträgerhaftung sowie Hypotheken entfielen.
Daneben wurde ein geringer Anteil der Zinsträger
über Renten-Publikumsfonds gehalten.
Zur Überwachung des Rentenbestands haben wir
darüber hinaus einen Ausfall-Vermeidungsprozess
implementiert, der die Vereinnahmung der Risikoprämien
ermöglicht und gleichzeitig die negative Betroffenheit
aus Ratingherabstufungen und Kreditereignissen minimiert.
Neben der gezielten Analyse der Emittenten besteht ein
Emittenten-Limitsystem, das über alle Assetklassen und
Bilanzpositionen hinweg die Entstehung von Klumpenrisiken
laufend überwacht und verhindert.
| Zinsträger |
Marktwert
31.12.2023
Mio. EUR |
| Staatsanleihen /
Gewährträgerhaftung |
401,1 |
| Pfandbriefe |
736,9 |
| Hypotheken |
30,4 |
|
Unternehmensanleihen |
2.369,9 |
|
Renten-Publikumsfonds |
12,9 |
| Summe |
3.551,2 |
Anlageschwerpunkt Europa mindert
Währungsrisiko
Währungsrisiken begrenzen wir, indem wir unsere
Kapitalanlagen schwerpunktmäßig im Euroraum
tätigen und für das Fremdwährungsexposure
derivative Sicherungsinstrumente einsetzen. Das Management
möglicher Wechselkursverluste von Anlagen in
Fremdwährung wird durch ein monatliches Berichtswesen
über eingegangene Währungsrisiken
unterstützt.
Insgesamt betrug der Umfang der ungesicherten, in
Fremdwährung notierten Kapitalanlagen am Jahresultimo
2023 20,3 % des gesamten Marktwertbestands. Der
Großteil der ungesicherten
Fremdwährungsbestände entfällt auf
US-Dollar, britische Pfund und Schweizer Franken.
Immobilieninvestments bewirken weitere
Risikostreuung
Zur weiteren Risikodiversifikation hält die
Provinzial Versicherung AG einen Teil ihrer Anlagen in
Immobilien. Zum Bilanzstichtag war die Provinzial
Versicherung AG mit 476,9 Mio. Euro Marktwert bzw. 6,9 %
der Kapitalanlagen in breit diversifizierten und
hauptsächlich deutschen Immobilien engagiert. Die
Marktpreisrückgänge auf dem Immobilienmarkt im
Jahr 2023 hatten kaum Einfluss auf die Bewertungsreserven
der Provinzial Versicherung AG. Aufgrund der hohen Reserven
auf den Bestand an Immobilienbeteiligungen und
Immobilienfonds ist das bilanzielle Risiko für die
Provinzial Versicherung AG auch bei weiteren
Marktpreisrückgängen am Immobilienmarkt gering.
Liquiditätsrisiken gut
beherrschbar
Die Planung und Kontrolle der Liquiditätslage
erfolgt über ein konzerneinheitliches
Liquiditätsmanagement, das die planmäßigen
Ein- und Auszahlungen erfasst, um die jederzeitige
Zahlungsfähigkeit sicherzustellen. Das spezifische
Cashflow-Profil mit dem zeitlichen Auseinanderfallen von
Beitragsvereinnahmung und Leistungserbringung
berücksichtigen wir bereits im Rahmen der
Portfoliokonstruktion, indem wir ein separates
Liquiditätsportfolio dotieren, das durch Geldmittel
und Anleihen mit kurzen Restlaufzeiten die
Liquiditätserfordernisse bestmöglich abbildet.
Das Liquiditätsrisiko ist definiert als das
Risiko, dass Zahlungsverpflichtungen nicht termingerecht
oder nicht in voller Höhe bedient werden können.
Für die Provinzial Versicherung AG mit ihrem stabilen
Zahlungsstrom aus den Prämieneinnahmen resultiert das
Liquiditätsrisiko vor allem aus Schwankungen im
Schadenverlauf. Für hoch exponierte Sparten enthalten
unsere Rückversicherungsverträge deshalb
Klauseln, die eine schnelle Bereitstellung liquider Mittel
durch die Rückversicherer vorsehen. Zusätzlich
besteht die Möglichkeit, unvorhergesehenen
Liquiditätsbedarf im Konzernverbund auszugleichen.
Quantifizierung der Marktrisiken
über Stresstests
Marktrisiken beinhalten die Gefahr möglicher
Wertverluste der gehaltenen Kapitalanlagen aufgrund von
Veränderungen von Marktpreisen. Der Messung und dem
Controlling der gegebenen Marktrisiken kommt eine zentrale
Bedeutung zu. Zur Quantifizierung der Marktrisiken aus
Kapitalanlagen führen wir neben weiteren
Szenariorechnungen folgenden Stresstest durch:
| Stresstest |
31.12.2023
Mio. EUR |
| Zeitwert der Aktien und
der Aktien in Investmentfonds |
1.180,5 |
Wertverlust durch
10-prozentigen Kursverfall |
-118,0 |
Wertverlust durch
20-prozentigen Kursverfall |
-236,1 |
Zeitwert der
festverzinslichen
Wertpapiere und Ausleihungen |
3.551,2 |
| Wertverlust durch
Anstieg der Zinskurve um 1 Prozentpunkt |
-240,3 |
| Wertzuwachs durch
Rückgang der Zinskurve um 1 Prozentpunkt |
240,3 |
Ein Marktwertrückgang aufgrund eines
Zinsanstiegs hat lediglich unmittelbar bilanzielle
Konsequenzen für Titel, die im Umlaufvermögen
geführt und gemäß dem strengen
Niederstwertprinzip bewertet werden. In der Provinzial
Versicherung AG werden Zinsträger im Direktbestand
(589,5 Mio. Euro) sowie drei gemischte
Wertpapierspezialfonds (4.205,2 Mio. Euro) nach den
Bewertungsgrundsätzen des Anlagevermögens
bilanziert. In den vorgenannten gemischten
Wertpapierspezialfonds werden überwiegend
Zinsträger und sämtliche Aktien gehalten, sodass
sich die in der Tabelle dargestellten Wertverluste nicht
vollständig bilanziell niederschlagen würden.
Im Umlaufvermögen werden gemäß den
Vorschriften des strengen Niederstwertprinzips ein
Wertpapierspezialfonds mit kurz laufenden Anleihen und ein
alternativer Investmentfonds mit einem Volumen von
insgesamt 364,9 Mio. Euro geführt.
Risiken durch extreme
Kapitalmarktschwankungen
Der weiter anhaltende Krieg in der Ukraine, die sich
im Jahresverlauf abschwächende Inflation und der seit
Oktober herrschende Krieg im Nahen Osten waren
prägende Ereignisse im Jahr 2023. Die
Aktienmärkte zeigten sich davon weitestgehend
unbeeindruckt und entwickelten sich auf Jahressicht
deutlich positiv. Zusammen mit dem Zinsrückgang
führte dies zu einem Anstieg der Bewertungsreserven.
Der Kapitalmarktverlauf führte unter Einhaltung der
internen Risikovorgaben zu einer positiven Entwicklung der
Kapitalanlageergebnisse. Trotz aller Vorkehrungen lassen
sich negative Auswirkungen von extremen Ausschlägen
der Kapitalmärkte auch in der Zukunft nicht
vollständig ausschließen.
Operationelle Risiken
Unter operationellen Risiken verstehen wir die
Risiken von Verlusten aufgrund unzulänglicher oder
fehlgeschlagener interner Prozesse, aufgrund mitarbeiter-,
systembedingter oder aufgrund externer Vorfälle.
Hierunter fallen insbesondere auch Rechtsänderungs-
und Cyberrisiken. Zu den operationellen Risiken
gehören ebenso die Störung bzw. der Ausfall von
Gebäuden und technischen Systemen oder der
Informationstechnik. Auch Verstöße der
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gegen relevante Gesetze,
Vorschriften, Verordnungen, Richtlinien oder die Satzung
wie auch interne kriminelle Handlungen und
Bearbeitungsfehler werden hier erfasst.
Prozessrisiken
Im Rahmen des Notfallmanagements wurden vorbeugende
Maßnahmen erarbeitet, um die Arbeitsfähigkeit in
kritischen Prozessen und Abläufen auch in
Notfällen und Krisensituationen auf einem zuvor
festgelegten Mindestniveau (Notbetrieb) sicherzustellen und
eine schnelle Wiederherstellung des Normalbetriebs zu
ermöglichen.
Alle Verpflichtungsgeschäfte und
Zahlungsströme basieren auf der funktionsorientierten
Vergabe angemessener Entscheidungs- und
Zahlungsanweisungsvollmachten sowie Zugriffsberechtigungen
auf IT-Anwendungen und deren Daten. Im Rahmen der
Ablauforganisation regeln Arbeitsanweisungen sowie Prozess-
und Risikobeschreibungen das Verhalten der Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter sowie die Abwicklung von
Geschäftsvorfällen. Manuelle (organisatorische)
und maschinelle (programmierte) Kontrollen sind in die
Arbeitsabläufe eingebaute Sicherungsmaßnahmen.
Sie sollen Fehler und Manipulationen verhindern und die
Sicherheit erhöhen. Beispiele sind programmierte
Plausibilitätsprüfungen in den IT-Anwendungen,
Soll-Ist-Vergleiche und das durch entsprechende
Freigaberegelungen hinterlegte Vieraugenprinzip.
Unsere Führungskräfte sind angehalten, die
Wirksamkeit der Sicherungsmaßnahmen und Kontrollen zu
überwachen und beim erkennbaren Eintritt wesentlicher
Vorkommnisse die uRCF zu informieren.
IT-Risiken
Umfassende Zugangskontrollen und Schutzvorkehrungen
gewährleisten die Sicherheit der Datenhaltung, der
DV-Programme, der Netzverbindungen und des laufenden
Betriebs. Der Betrieb eines SIEM
(Security-Information-und-Event-Management) und eines rund
um die Uhr erreichbaren SOC (Security Operations Center)
verbessert neben der Überwachungsautomatisierung auch
die Reaktionsgeschwindigkeit bei potenziellen
Sicherheitsvorfällen.
Ein ordnungsgemäßes
Informationssicherheitsmanagementsystem (ISMS) ist durch
die Leitlinie zur Informationssicherheit und geeignete
organisatorische Maßnahmen gewährleistet sowie
nach ISO/IEC 27001 zertifiziert.
Neben der Etablierung und Weiterentwicklung
verbindlicher Vorgaben für Informationssicherheit und
Notfallmanagement sowie der Wahrnehmung von
Überwachungsaufgaben erfolgt auch die Einbindung der
zuständigen Organisationseinheiten in relevante
Vorgänge und Projekte. Weiterhin ist ein
Business-Continuity-Managementsystem (BCMS) etabliert und
nach ISO 22301 zertifiziert.
Die inhaltliche und organisatorische Ausgestaltung
des Informationssicherheitsmanagements und des
Notfallmanagements ist konzernweit vereinheitlicht.
Essenziell für den Versicherungsbetrieb ist die
Absicherung der Daten, Anwendungen, IT-Infrastrukturen und
Ausgliederungen. Eine Vielzahl von Maßnahmen bis hin
zum Betrieb eines SIEM
(Security-Informa-tion-und-Event-Management) verbessern die
Verhinderung von Sicherheitsvorfällen sowie Erkennung
und Reaktion auf sicherheitsrelevante Ereignisse.
Die Wirksamkeit dieser Maßnahmen wird u. a.
durch externe Expertinnen und Experten im Rahmen von
Pentests und Audits bestätigt. Eine kontinuierliche
Analyse und Bewertung der Risiko- und Bedrohungslage finden
fortlaufend statt, um angemessene Schutzmaßnahmen
weiterzuentwickeln.
Im Rahmen der Digitalisierung ergibt sich durch die
direkte Einbindung der Kundinnen und Kunden sowie
Interessentinnen und Interessenten in unsere Abläufe
im Zusammenhang mit einer zunehmend angespannten
Cyber-Bedrohungslage eine potenzielle Risikoerhöhung.
Zur Risikominimierung erfolgt im Projekt und Vorhaben
begleitend eine Risikoanalyse, um Datenschutz und
Informationssicherheit sowie die Erfüllung sonstiger
Anforderungen zu gewährleisten. Die Sicherheit wird in
der Entwicklung und im Betrieb durch entsprechende
technische, methodische und architektonische
Maßnahmen gewährleistet, z. B. durch
automatisierte Schwachstellenscans und
Schulungsmaßnahmen zur sicheren Softwareentwicklung.
Neue Verfahren und Technologien werden
regelmäßig vor ihrem Einsatz hinsichtlich der
Informationssicherheitsrisiken durch externe Expertinnen
und Experten überprüft.
Umgang mit aktuellen
IT-Risikoentwicklungen
Der Aufbau und die Einführung einer gemeinsamen
IT-Landschaft - von der Infrastruktur über
Entwicklungsplattformen bis hin zur Anwendungslandschaft -
stellen durch ihre hohe Veränderungsrate und
gleichzeitig wachsende regulatorische Anforderungen eine
potenzielle Risikoquelle für die nächsten Jahre
dar. Um diese zu managen, werden strenge Kriterien für
den Übergang in die neuen System- und
Anwendungslandschaften festgelegt.
Zur Absicherung der Einhaltung gesetzlicher und
regulatorischer Vorgaben, u. a. aus dem
IT-Sicherheitsgesetz und den
Versicherungsaufsichtsrechtlichen Anforderungen an die IT
(VAIT) aber auch in Bezug auf den Umgang mit neuen
regulatorischen Anforderungen wie EU-DORA oder dem European
AI Act, wurde für die IT-Organisation die
Hauptabteilung "IT Governance" als Instanz für
Informationssicherheit, Notfallmanagement, IT-Regulatorik
und IT-Prozessmanagement etabliert.
Als konsequente Fortführung des Projektes "VAIT
2.0" zur Sicherstellung der Umsetzung bestehender
Anforderungen aus VAIT wurde ein Folgeprojekt zur
Sicherstellung der Effizienz und Wirksamkeit unter
Beachtung neuer Anforderungen aus EU-DORA initiiert.
Durch einen einheitlichen Regelungsrahmen zur
IT-Governance ist das Steuerungssystem der IT in Bezug auf
die internen und externen Anforderungen zusammengefasst und
transparent. Durch die Bündelung dieser Funktionen
wird eine bestmögliche Vernetzung und das Heben von
Synergieeffekten im Vorgaben-, Audit- und Risikomanagement
unterstützt.
Die inhaltliche und organisatorische Ausgestaltung
von IT-Governance, Informationssicherheitsmanagement und
Notfallmanagement ist konzernweit vereinheitlicht.
Rechtliche Risiken
Rechtliche Risiken ergeben sich aus
Veränderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen, den
Vorgaben von Behörden, Änderungen der
obergerichtlichen Rechtsprechung und dem Inhalt
vertraglicher Regelungen.
Nachhaltigkeitsrisiken
Nachhaltiges Handeln und die Berücksichtigung
der drei ESG-Kriterien (ökologische, soziale und
Governance-Kriterien) stehen in allen Unternehmensbereichen
des Provinzial Konzerns im Fokus. Dies verdeutlichen
einerseits das Gremium des Nachhaltigkeitsboards auf
Gruppenebene, das die strategische Ausrichtung in den
wesentlichen Handlungsfeldern Kapitalanlage,
Digitalisierung, Versicherungsprodukte, Kundenbegeisterung,
Arbeitgeberattraktivität sowie Ressourcenschonung
vorantreibt, und andererseits die Integration von
Nachhaltigkeitsrisiken in die etablierten Risikoarten und
-prozesse durch das zentrale Risikomanagement.
Als Nachhaltigkeitsrisiken werden Ereignisse oder
Bedingungen aus den Bereichen Umwelt, Soziales oder
Unternehmensführung definiert, deren Eintreten
tatsächlich oder potenziell negative Auswirkungen auf
die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie auf die
Reputation des Provinzial Konzerns haben können.
Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Kontrolle und
Steuerung der physischen Klimarisiken, wie beispielsweise
Extremwetterereignisse, der transitorischen Risiken, wie
beispielsweise potenzielle Wertverluste von Kapitalanlagen
in CO
2-intensiven Branchen, sowie der
Reputationsrisiken durch klimaschädliches Handeln.
Aufgrund der globalen Erderwärmung ist
zukünftig sowohl mit häufigeren als auch mit
schwereren Überschwemmungsereignissen zu rechnen. Auch
die Anzahl und Intensität schwerer Sturm- und
Hagelereignisse wird voraussichtlich zunehmen. Dazu werden
die Risikobewertungsmodelle für die Schaden-und
Unfallversicherungsgesellschaften jeweils an die aktuellen
Rahmenbedingungen angepasst, sodass die Folgen des
Klimawandels in den Berechnungen des
versicherungstechnischen Risikos der Schaden-und
Unfallversicherer bestmöglich Berücksichtigung
finden.
Zusätzlich bilden die mit dem Klimawandel
verbundenen potenziellen Wertverluste der Kapitalanlage,
die sich durch die Transformation zu einer CO
2-neutralen Wirtschaft ergeben könnten,
eine große Herausforderung insbesondere für die
Lebensversicherungen des Konzerns. Das wesentliche Mittel,
um diesem entgegenzuwirken, ist die eigene
Dekarbonisierungsstrategie der Kapitalanlage. Der Beitritt
des Konzerns zur Net Zero Asset Owner Alliance (NZAOA)
untermauert dieses Vorhaben. Zudem hat sich der Konzern zu
den Principles for Responsible Investment (UN PRI)
verpflichtet.
Der Provinzial Konzern berücksichtigt diese
Risiken in der Geschäfts- und Risikostrategie und
integriert sie sukzessive in die etablierten Risikoarten
und -prozesse. Zudem werden Stress- und Szenarioanalysen im
Rahmen der unternehmenseigenen Solvabilitäts- und
Risikobeurteilung durchgeführt, um das Risiko des
Klimawandels zu quantifizieren und um die
Risikotragfähigkeit des Provinzial Konzerns zu jeder
Zeit sicherzustellen. Zusätzlich arbeiten
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Provinzial Konzerns
aktiv in entsprechenden Arbeitsgruppen des Gesamtverbands
der Deutschen Versicherungswirtschaft mit, die sich
intensiv mit diesen Problematiken beschäftigen.
Sonstige Risiken
Zu den sonstigen Risiken gehören vor allem
Reputationsrisiken, Risiken aus Pensionsrückstellungen
sowie geopolitische Risiken.
Reputationsrisiken
Zu den wesentlichen sonstigen Risiken gehört das
Reputationsrisiko. Das Reputationsrisiko ergibt sich aus
einer möglichen Beschädigung des Rufs infolge
einer negativen Wahrnehmung in der Öffentlichkeit.
Reputationsrisiken entstehen in der Regel im Zusammenhang
mit operationellen Risiken, können jedoch auch als
isolierte Einzelrisiken auftreten. Die Kontrolle und die
Entwicklung von Maßnahmen zur Vermeidung von
Reputationsrisiken erfolgt durch das Risikomanagement, die
Rechtsabteilung und die Konzernkommunikation, die sich
hierzu anlassbezogen austauschen.
Risiken aus
Pensionsrückstellungen
Nach den von erheblichen
Zinsänderungsaufwendungen geprägten Vorjahren
führte der seit Anfang des Jahres 2022 beobachtete
Zinsanstieg im Jahr 2023 erstmalig zu einem moderaten
Anstieg des Rechnungszinssatzes zur Bewertung der
Pensionsverpflichtungen, der sich aufgrund der
mehrjährigen Durchschnittsbildung in den Folgejahren
fortsetzen und dann zu spürbaren bilanziellen
Entlastungen führen kann. Bei einem neuerlichen
Zinsrückgang könnten sich künftig allerdings
auch weitere Zinsänderungsaufwendungen ergeben.
Außerdem könnte im Falle einer
nachhaltigen Zinswende mit länger anhaltenden
Inflationstendenzen und steigenden Tarifabschlüssen
eine spürbare Erhöhung des bei der Bewertung der
Pensionsrückstellungen zu berücksichtigenden
Gehalts- und Rententrends erforderlich werden und zu
entsprechenden Kostenbelastungen führen. In den Jahren
2022 und 2023 wurden bereits sukzessive Stärkungen
dieser Bewertungsparameter vorgenommen.
Geopolitische Risiken
Unter geopolitischen Risiken wird die ungewisse
Gefahr eines möglichen Verlusts durch das Handeln
politischer Akteure, durch politische Ereignisse oder sich
verändernde politische Bedingungen verstanden. Die
Bedrohung durch derartige Risiken hat deutlich zugenommen
und die deutsche Volkswirtschaft, die Kapitalmärkte
und damit auch die Versicherungswirtschaft vor
Herausforderungen gestellt. Der Abbruch politischer und
wirtschaftlicher Beziehungen infolge des russischen
Angriffskriegs auf die Ukraine, die Umkehr der
Energiepolitik des letzten Jahrzehnts, zunehmende
Handelsbarrieren und die weltweite Suche nach neuen
Partnerinnen und Partnern für dringend benötigte
Rohstoffe läuten eine Zeitenwende in der Geopolitik
ein.
Zusammenfassende Darstellung der
Risikolage
Das vorhandene Risikomanagementsystem
gewährleistet die rechtzeitige Identifikation,
Bewertung und Kontrolle der Risiken, die einen wesentlichen
Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
der Provinzial Versicherung AG haben könnten.
Die Provinzial Versicherung AG kann den
Verpflichtungen aus den bestehenden
Versicherungsverträgen selbst bei unterstellten
extremen Stressszenarien nachkommen.
Bestandsgefährdende Risiken zeichnen sich derzeit
nicht ab. Außergewöhnliche Entwicklungen im
Unternehmensumfeld durch die Veränderungen der
wirtschaftlichen und politischen Beziehungen infolge des
russischen Angriffskriegs auf die Ukraine, die zunehmenden
Handelsbarrieren sowie weiterhin Inflationssorgen
könnten die Risikolage jedoch stark
beeinträchtigen.
Bedeckung nach Solvency II
Die Solvenzkapitalanforderungen nach Solvency II
werden von der Provinzial Versicherung AG jederzeit
erfüllt. Die Solvenzquote liegt dauerhaft oberhalb der
aufsichtsrechtlich geforderten Quote von 100 %.
Die Veröffentlichung der Solvenzquote zum 31.
Dezember 2023 erfolgt innerhalb der gesetzlich vorgegebenen
Frist im Solvency and Financial Condition Report (SFCR).
Der SFCR ist nicht Bestandteil des Lageberichts und wird
durch die Abschlussprüfer nicht geprüft.
Chancenbericht
Chancenmanagement
Der demografische Wandel, die notwendige
Nachhaltigkeitswende sowie die Digitalisierung
verändern unser Umfeld genauso wie die
makroökonomischen Entwicklungen, z. B. das
inflationäre Umfeld. Diese Themen beeinflussen die
unternehmerischen Tätigkeiten und stellen
Herausforderungen dar, eröffnen aber auch neue
Chancen. Die Chancen zu nutzen, ist ein wesentlicher Faktor
für nachhaltiges Wachstum und die Steigerung der
Profitabilität. Hierbei dürfen die mit der
Nutzung von Chancen verbundenen Risiken nicht außer
Acht gelassen werden.
Die Nutzung von Chancen setzt zunächst einmal
die Identifikation der künftigen Handlungs- und
Wachstumsfelder voraus. Mit dem Innovationsmanagement
sollen innovative Produkt-, Dienstleistungs- sowie
Geschäftsideen systematisch generiert, bewertet und
erfolgreich implementiert werden. Im Provinzial Konzern ist
der Bereich Innovation deshalb auch organisatorisch fest
verankert und eng mit dem Digitalisierungs- und
Projektmanagement verknüpft.
Chancen für das laufende
Geschäftsjahr 2024
Im Prognosebericht geben wir einen Überblick
darüber, wie sich unser Geschäft unter den
genannten Rahmenbedingungen im laufenden Geschäftsjahr
2024 voraussichtlich entwickeln wird. Die Chancen, dass
sich unser Geschäft in den verbleibenden Monaten des
Geschäftsjahres besser entwickelt als prognostiziert,
sind auf diese kurze Sicht naturgemäß begrenzt.
So dürfte etwa eine positivere wirtschaftliche
Gesamtentwicklung unser Versicherungsgeschäft erst mit
einer gewissen zeitlichen Verzögerung beleben.
Allerdings könnte das versicherungstechnische
Ergebnis im laufenden Jahr trotz inflationsbedingter
Belastungen von einem günstigeren Schadenverlauf
profitieren. Auch ein gegenüber unseren
Prognoseannahmen besseres Ergebnis aus Kapitalanlagen
würde unmittelbar positiv auf das erwartete
Jahresergebnis wirken.
Mittel- und langfristige
Chancenpotenziale
Bei den mittel- und langfristigen Chancen handelt es
sich um externe oder interne Entwicklungspotenziale, die es
ermöglichen können, die Planziele der
nächsten Jahre zu übertreffen.
Chancen durch positive externe
Rahmenbedingungen
Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben Einfluss
auf unsere Geschäftstätigkeit sowie auf die
Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage. Sollten sich die
wirtschaftlichen Perspektiven für die Verbraucherinnen
und Verbraucher stabilisieren bzw. verbessern, könnten
hierdurch die Nachfrage nach Versicherungsprodukten und
damit unsere Beitragseinnahmen stärker steigen als
geplant. Zudem hätte eine günstigere als die in
der Planung angenommene Entwicklung der Inflationsrate
unmittelbar entlastende Wirkung auf die Höhe der
zukünftigen Schadenaufwendungen.
Chancen durch die Zusammenarbeit im
Konzernverbund
Im Provinzial Konzern kombinieren wir die Tradition
und Regionalität der Tochterunternehmen mit den
Marktchancen und der Leistungskraft eines großen
deutschen Versicherungskonzerns. Um die Position des
Konzerns im Markt weiter zu festigen, arbeiten wir
kontinuierlich daran, unsere Ressourcen zu bündeln,
IT-Systeme zu vereinheitlichen und Prozesse im Sinne
unserer Kundinnen und Kunden zu optimieren. Hierzu wurde im
Jahr 2023 im Bereich der Schaden- und Unfallversicherung u.
a. ein neues Kfz/Mobilitäts-System ausgewählt.
Dies deckt perspektivisch ein breites Produktangebot
für alle Provinzial Gesellschaften ab. Zudem wird es
mit diesem System möglich sein, alle Kundensegmente
und Vertriebswege zu bedienen.
Chancen durch Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter
Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind ein
entscheidender Faktor für den langfristigen Erfolg und
die Wettbewerbsfähigkeit des Provinzial Konzerns. Auch
angesichts des demografischen Wandels ist es wichtig, in
die Gewinnung, Bindung und Entwicklung von
Arbeitnehmerinnen und -nehmern zu investieren. Ziel der
Provinzial ist es, ein zukunftsfähiger und attraktiver
Arbeitgeber und Ausbildungsbetrieb in den Regionen zu
bleiben. Daher wurde für den Konzern eine
zeitgemäße langfristige Personalstrategie
erarbeitet, die fortlaufend weiterentwickelt wird. Hohe
Empfehlungsraten auf Arbeitgeber-Bewertungsplattformen wie
kununu bestätigen den bisherigen Erfolg der
Provinzial. Außerdem widmen wir uns in diesem
Zusammenhang der fortlaufenden Entwicklung einer
zukunftsweisenden Unternehmenskultur.
Chancen durch agile Arbeitswelten
Um im Wettbewerb vorne zu liegen, benötigt es
agile zukunftsorientierte Arbeitsmodelle. Wir sind daher
ständig bestrebt, moderne und effiziente Arbeitsweisen
zu etablieren. So finden agile Vorgehensweisen u. a. bei
Projekten Anwendung und schaffen durch eine schnelle
Reaktion auf unvorhergesehene Veränderungen einen
Wettbewerbsvorteil. Gleichzeitig entwickeln wir unter dem
Arbeitstitel "LevelUP" unsere Arbeitswelten kontinuierlich
weiter. Dies betrifft die Büroorganisation im
Unternehmen, aber auch die Zusammenarbeit im Homeoffice.
Auf diese Weise sichern wir langfristig die Effizienz
unserer Geschäftsprozesse und erhöhen die
Arbeitgeberattraktivität.
Chancen durch Digitalisierung
Die Digitalisierung betrifft sämtliche Bereiche
des Versicherungsgeschäfts und führt zu einer
großen Bandbreite an technologischen
Möglichkeiten für die Gesellschaft und die
Wirtschaft. Wir nutzen bereits die Möglichkeit,
Geschäftsprozesse durch digitale Technologien zu
unterstützen und zu optimieren. Gleichwohl ist die
Digitalisierung ein dynamischer Prozess, der immer wieder
neue Potenziale mit sich bringt. So ergeben sich
beispielsweise durch Künstliche Intelligenz neue
Dimensionen der Datennutzung, die es auszuschöpfen
gilt. Versicherer müssen daher eine agile und gut
ausgerüstete IT besitzen, um den digitalen Wandel
voranzubringen. Wir ergreifen diese Chance und investieren
laufend in Digitalisierungsprojekte. Daneben stärken
wir die digitalen Fähigkeiten unserer Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter. In Communities wie bspw. der ada-Community
erlernen sie neue Digital- und Zukunftskompetenzen und
erarbeiten innovative Lösungen für eine
digitalisierte Zukunft.
Chancen durch nachhaltiges Handeln
In der öffentlichen Wahrnehmung hat das Thema
Nachhaltigkeit deutlich an Bedeutung gewonnen. Auch unsere
Vertriebs- und Kooperationspartnerinnen und -partner
erwarten Fortschritt in Bezug auf eine nachhaltige
Transformation. Wir sehen in dieser Entwicklung die Chance,
uns weiterhin als verlässlicher Partner zu
positionieren, der Verantwortung für soziale und
gesellschaftliche Themen übernimmt. Überdies
lassen Kundinnen und Kunden Nachhaltigkeitsaspekte
zunehmend in ihre Kaufentscheidungen einfließen.
Dabei gewinnen nachhaltige Produkte vor allem in
jüngeren Altersgruppen an Bedeutung, die mitunter noch
wenig abgesichert sind. Auch um diese Marktpotenziale zu
heben, wurde das Nachhaltigkeitsmanagement fest in der
Organisationsstruktur des Provinzial Konzerns verankert. In
den sechs Handlungsfeldern Kapitalanlage,
Versicherungsprodukte, Kundenbegeisterung, Digitalisierung,
Ressourcenschonung und Arbeitgeberattraktivität werden
die Nachhaltigkeitsinitiativen des Konzerns vorangetrieben.
Konkrete Umsetzungsaspekte wurden im sog. GREENPRINT
schriftlich festgehalten. Ein wichtiger Meilenstein im Jahr
2023 war die Realisation eines nachhaltigen
Beschaffungsprozesses von Hardware, sodass zukünftig
mithilfe des X-Degree Compatibility Models der Klimaschutz
in den Einkaufsprozess einfließt.
Vertriebliche Wachstumschancen durch
veränderte Kundenbedürfnisse
Die Menschen in den Regionen sehen sich durch die
allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklungen zunehmend
Unsicherheiten von außen ausgesetzt. Sie entwickeln
dadurch ein erhöhtes Bedürfnis nach Schutz und
Sicherheit. Für unsere Vertriebspartnerinnen und
-partner ergibt sich aus dieser Situation die Chance, den
Menschen mit unseren vielfältigen
Absicherungsmöglichkeiten zur Seite zu stehen. Als
äußerst förderlich erweist sich dabei unser
Geschäftsmodell der Nähe und der Präsenz in
den Regionen. Es ist die Grundlage eines nachhaltigen und
engen Vertrauensverhältnisses zu unseren Kundinnen und
Kunden. Dies zeigt sich auch an einer Studie des
F.A.Z.-Instituts und ServiceValue, in der wir im Jahr 2023
die Top-Auszeichnung "Höchst vertrauenswürdiges
Unternehmen" erhielten.
Neben persönlichen Kontakten vor Ort gehört
die Nutzung digitaler Angebote für viele Menschen auch
beim Abschluss von Versicherungsprodukten zur
Normalität. Gewünscht ist ein hybrider Zugang zu
Versicherungsprodukten. Diese hybride Welt, in der
persönliche Kontakte und Digitales fließend
ineinander übergehen, ermöglicht unseren
Vertriebspartnerinnen und -partnern neue
Zugangsmöglichkeiten zu den Kundinnen und Kunden.
Daher setzen wir auf beides: den persönlichen Kontakt
vor Ort und digitale Angebote wie das Kundenportal
MeineProvinzial.
Prognosebericht
Gesamtwirtschaftliche und
branchenspezifische Rahmenbedingungen
Stagnation der Wirtschaftsleitung
Im laufenden Jahr 2024 wird sich die deutsche
Wirtschaft kaum erholen. So geht die Bundesregierung von
einem preisbereinigten Anstieg des Bruttoinlandsprodukts
von 0,2 % aus. Die Prognose ist aufgrund der
weltpolitischen Lage, aber auch der ungewissen Auswirkungen
der Geldpolitik auf die Nachfrage weiterhin mit hohen
Unsicherheiten behaftet. Die Inflationsrate wird im
laufenden Jahr voraussichtlich deutlich zurückgehen.
Dies führt zusammen mit dem Anstieg der
Arbeitseinkommen und der monetären Sozialleistungen zu
höheren Realeinkommen. Daher werden die privaten
Konsumausgaben moderat steigen. Der Außenhandel kann
dagegen kaum Wachstumsimpulse liefern.
Aufgrund der nachlassenden Inflation werden nach der
deutlichen Straffung der Geldpolitik seit dem Jahr 2022 im
laufenden Jahr stabile, ggf. sinkende Leitzinsen erwartet.
Die Aktienmärkte setzten zu Beginn des Jahres den
Aufwärtstrend fort. Geopolitische Krisen, wie
beispielsweise in der Ukraine oder im Nahen Osten,
könnten die Finanzmärkte aber erheblich belasten.
Marktentwicklung in der Schaden- und
Unfallversicherung
Für das laufende Jahr 2024 geht der
Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV)
davon aus, dass es trotz nachlassender Inflation zu einem
höheren Beitragswachstum als im Jahr 2023 kommt.
Ursächlich dafür sind auch Versicherungszweige,
in denen die bisherigen Beitragserhöhungen die
gestiegenen Schadenkosten nicht kompensieren konnten.
Die Beitragsentwicklung in der privaten
Sachversicherung wird weiterhin durch die Baupreis- und
Lohnkostenentwicklung geprägt, sodass der GDV in
diesem Geschäftszweig ein Beitragswachstum von 10,5 %
prognostiziert. In der Verbundenen
Wohngebäudeversicherung wird aufgrund der nötigen
Tarifanpassungen ein Anstieg von 13,0 % erwartet. Die
gebuchten Beiträge in der nicht-privaten
Sachversicherung werden voraussichtlich um 10,0 % steigen.
Trotz des intensiven Wettbewerbs in der
Kraftfahrtversicherung prognostiziert der GDV aufgrund der
hohen Transparenz bezüglich der gestiegenen Kosten und
des Drucks, die Rentabilität zu erhöhen, einen
Beitragsanstieg in Höhe von 10,0 %. In der Allgemeinen
Haftpflichtversicherung entfaltet die
Beitragsanpassungsmöglichkeit aus dem Jahr 2023 die
volle Wirkung, sodass die Beiträge um voraussichtlich
4,0 % steigen werden.
Insgesamt erwartet der GDV für die Schaden- und
Unfallversicherung im laufenden Jahr 2024 einen
Beitragszuwachs von 8,0 %.
Voraussichtliche
Geschäftsentwicklung 2024
Die globalen unsicheren wirtschaftlichen
Rahmenbedingungen erschweren die Prognose. Die
nachfolgenden Aussagen stehen unter dem Vorbehalt, dass die
Geschäftsentwicklung der Provinzial Versicherung AG im
weiteren Jahresverlauf nicht von
außergewöhnlichen Schadenereignissen sowie
negativen Entwicklungen an den Kapitalmärkten belastet
wird.
Beitragswachstum erwartet
Die Provinzial Versicherung AG plant im laufenden
Geschäftsjahr 2024 im selbst abgeschlossenen
Geschäft eine Steigerung der gebuchten
Bruttobeiträge um etwa 6,2 %. Ursächlich sind
weiterhin hohe inflationsgetriebene Indexanpassungen in der
Sachversicherung sowie Sanierungen im Geschäftsfeld
Wohnungsunternehmen. Darüber hinaus werden höhere
Beiträge in der Kraftfahrtversicherung aufgrund einer
Tarifanpassung erwartet. Die Beiträge im in
Rückdeckung übernommenen Geschäft werden
voraussichtlich deutlich zunehmen.
Erneut hohes versicherungstechnisches
Bruttoergebnis
Im laufenden Jahr 2024 werden sich die
Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle im
selbst abgeschlossenen Geschäft insbesondere in der
Sachversicherung und in der Unfallversicherung
gegenüber dem Berichtsjahr erhöhen.
Kumulereignisse werden mithilfe mathematischer
Simulationsmodelle geplant. Zudem wird von einem
inflationsbedingten Anstieg der Schadendurchschnitte
ausgegangen. Insbesondere die Prognose der
Inflationsauswirkungen ist jedoch mit hohen Unsicherheiten
behaftet.
Höhere Betriebskosten sowie die auch aufgrund
des Beitragswachstums steigenden Provisionen führen zu
einer Zunahme der Bruttoaufwendungen für den
Versicherungsbetrieb im selbst abgeschlossenen
Geschäft. Die bilanzielle Kostenquote wird sich
angesichts des Beitragswachstums dennoch verbessern. Unter
den genannten Annahmen wird sich die Combined Ratio
(Schaden-Kosten-Quote) im selbst abgeschlossenen
Geschäft auf etwa 90 % erhöhen.
Das versicherungstechnische Bruttoergebnis im selbst
abgeschlossenen Geschäft wird voraussichtlich im
Bereich von 300 bis 320 Mio. Euro liegen. Die
Rückversicherer werden daran wieder zu beteiligen
sein. Zugleich werden die Schwankungsrückstellungen
durch Zuführungen in Höhe von rund 70 Mio. Euro
sukzessive weiter aufgefüllt. Insgesamt wird ein
deutlich positives versicherungstechnisches Nettoergebnis
im selbst abgeschlossenen Geschäft prognostiziert. Im
in Rückdeckung übernommenen Geschäft wird
ein deutlich positives versicherungstechnisches
Bruttoergebnis erwartet. Ein Betrag in etwa gleicher
Größenordnung wird an die Rückversicherer
abgeführt, sodass sich ein ausgeglichenes
versicherungstechnisches Nettoergebnis vor Veränderung
der Schwankungsrückstellungen ergibt. Daher wird das
in Rückdeckung übernommene Geschäft
voraussichtlich mit einem leicht negativen
versicherungstechnischen Nettoergebnis in Höhe der
moderaten Dotierung der Schwankungsrückstellungen
schließen. Im Gesamtgeschäft wird folglich ein
positives versicherungstechnisches Nettoergebnis in der
Größenordnung von 50 bis 60 Mio. Euro erwartet.
Verbessertes Jahresergebnis
Das Kapitalanlageergebnis wird im Jahr 2024 deutlich
höher als im Berichtsjahr ausfallen, sodass eine
Nettoverzinsung der Kapitalanlagen von 3,3 % geplant wird.
Insgesamt erwartet die Provinzial Versicherung AG ein
Jahresergebnis in der Größenordnung von 240 bis
250 Mio. Euro.
Erklärung zur
Unternehmensführung
Angaben zum Frauenanteil
gemäß § 289f Abs. 4 in Verbindung mit Abs.
2 Nr. 4 HGB
Der Aufsichtsrat der Provinzial Versicherung AG hat
für den Frauenanteil im Aufsichtsrat und im Vorstand
Zielquoten festgelegt. Auch der Vorstand der Provinzial
Versicherung AG hat für den Frauenanteil auf der 1.
und 2. Führungsebene unterhalb des Vorstands
Zielquoten bestimmt. Die 1. Führungsebene umfasst alle
leitenden Angestellten, die 2. Führungsebene alle
Führungskräfte, die nicht gleichzeitig leitende
Angestellte sind. Im Rahmen der strategischen
Personalentwicklung werden insbesondere auch
Mitarbeiterinnen gezielt auf die Übernahme von
Führungsverantwortung vorbereitet.
Die Zielquoten per 15. Dezember 2025 sowie die
Ist-quoten per 31. Dezember 2023 sind der nachfolgenden
Tabelle zu entnehmen.
| Frauenquoten |
Istquote
31.12.2023 |
Zielquote
15.12.2025 |
|
% |
% |
| Aufsichtsrat |
45,0 |
40,0 |
| Vorstand |
16,7 |
33,3 |
| 1.
Führungsebene |
18,2 |
21,0 |
| 2.
Führungsebene |
31,2 |
32,0 |
Münster, den 22.
März 2024
Provinzial Versicherung Aktiengesellschaft Der
Vorstand
Dr. Wolfgang Breuer
Vorsitzender |
Patric Fedlmeier
Stellvertretender Vorsitzender |
Sabine Krummenerl |
| Guido Schaefers |
Dr. Ulrich Scholten |
Dr. Rainer Sommer |
Betriebene Versicherungszweige und
Versicherungsarten
Selbst abgeschlossenes
Versicherungsgeschäft
Unfallversicherung (Allgemeine Unfallversicherung,
Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr,
Kraftfahrt-Unfallversicherung)
Haftpflichtversicherung (Allgemeine
Haftpflichtversicherung, Luftfahrt-Haftpflichtversicherung)
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung
Sonstige Kraftfahrtversicherungen (Fahrzeugvoll-,
Fahrzeugteilversicherung)
Luftfahrtversicherung
Feuerversicherung (Feuer-Industrie-Versicherung,
Landwirtschaftliche Feuerversicherung, Sonstige
Feuerversicherung)
Einbruchdiebstahl- und Raubversicherung
Leitungswasserversicherung
Glasversicherung
Sturmversicherung
Verbundene Hausratversicherung
Verbundene Wohngebäudeversicherung
Technische Versicherungen
Transportversicherung
Kredit- und Kautionsversicherung
Versicherung zusätzlicher Gefahren zur Feuer-
bzw. Feuer-Betriebsunterbrechungs- versicherung (Extended
Coverage)
Betriebsunterbrechungsversicherung
Beistandsleistungsversicherung
Sonstige Schadenversicherung (Sonstige
Sachschadenversicherung, Sonstige
Vermögensschadenversicherung, Sonstige gemischte
Versicherung, Vertrauensschadenversicherung)
In Rückdeckung übernommenes
Versicherungsgeschäft
Krankenversicherung (Restschuldversicherung)
Unfallversicherung (Allgemeine Unfallversicherung,
Kraftfahrt-Unfallversicherung)
Haftpflichtversicherung (Allgemeine
Haftpflichtversicherung, Luftfahrt-Haftpflichtversicherung)
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung
Sonstige Kraftfahrtversicherungen (Fahrzeugvoll-,
Fahrzeugteilversicherung)
Luftfahrtversicherung
Feuerversicherung (Feuer-Industrie-Versicherung,
Landwirtschaftliche Feuerversicherung, Sonstige
Feuerversicherung)
Einbruchdiebstahl- und Raubversicherung
Leitungswasserversicherung
Glasversicherung
Sturmversicherung
Verbundene Hausratversicherung
Verbundene Wohngebäudeversicherung
Hagelversicherung
Technische Versicherungen
Transportversicherung
Kredit- und Kautionsversicherung
Versicherung zusätzlicher Gefahren zur Feuer-
bzw. Feuer-Betriebsunterbrechungs- versicherung (Extended
Coverage)
Betriebsunterbrechungsversicherung
Beistandsleistungsversicherung
Sonstige Schadenversicherung (Sonstige
Sachschadenversicherung, Sonstige
Vermögensschadenversicherung)
Bilanz zum 31. Dezember 2023
Aktiva
|
Anhang
Nr. |
2023
Tsd. EUR |
2023
Tsd. EUR |
2023
Tsd. EUR |
2022
Tsd. EUR |
| A. Immaterielle
Vermögensgegenstände |
1 |
|
|
|
|
I. Entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte
sowie Lizenzen an solchen Rechten und
Werten |
|
|
3.812 |
|
6.469 |
| II. Geschäfts- oder
Firmenwert |
|
|
11.631 |
|
13.292 |
|
|
|
|
15.442 |
19.761 |
| B. Kapitalanlagen |
1, 2 |
|
|
|
|
I. Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und
Bauten einschließlich der Bauten auf
fremden Grundstücken |
3 |
|
8.221 |
|
10.965 |
| II. Kapitalanlagen in
verbundenen Unternehmen und Beteiligungen |
|
|
|
|
|
| 1. Anteile an
verbundenen Unternehmen |
4 |
557.649 |
|
|
490.372 |
| 2. Ausleihungen an
verbundene Unternehmen |
|
125.000 |
|
|
125.000 |
| 3. Beteiligungen |
4 |
197.406 |
|
|
197.505 |
4. Ausleihungen an
Unternehmen, mit
denen ein Beteiligungsverhältnis
besteht |
|
- |
|
|
- |
|
|
|
880.055 |
|
812.876 |
| III. Sonstige
Kapitalanlagen |
|
|
|
|
|
1. Aktien, Anteile oder
Aktien an Investmentvermögen
und andere nicht festverzinsliche
Wertpapiere |
5 |
4.463.045 |
|
|
4.292.332 |
2.
Inhaberschuldverschreibungen
und andere festverzinsliche Wertpapiere |
|
293.615 |
|
|
370.923 |
3. Hypotheken-,
Grundschuld-
und Rentenschuldforderungen |
|
30.151 |
|
|
33.364 |
| 4. Sonstige
Ausleihungen |
6 |
214.238 |
|
|
224.531 |
| 5. Einlagen bei
Kreditinstituten |
|
151.500 |
|
|
65.400 |
| 6. Andere
Kapitalanlagen |
|
1.906 |
|
|
1.906 |
|
|
|
5.154.455 |
|
4.988.455 |
IV. Depotforderungen aus
dem in Rückdeckung
übernommenen
Versicherungsgeschäft |
|
|
125 |
|
255 |
|
|
|
|
6.042.857 |
5.812.552 |
I. Forderungen aus dem
selbst abgeschlossenen
Versicherungsgeschäft an: |
|
|
|
|
|
| 1.
Versicherungsnehmer |
|
85.143 |
|
|
79.057 |
| 2.
Versicherungsvermittler |
|
12.879 |
|
|
10.616 |
|
|
|
98.023 |
|
89.673 |
II.
Abrechnungsforderungen aus
dem Rückversicherungsgeschäft |
|
|
34.866 |
|
152.595 |
davon an verbundene
Unternehmen:
5.047 (42.054) Tsd. EUR |
|
|
|
|
|
davon an Unternehmen,
mit denen
ein Beteiligungsverhältnis besteht:
20.173 (40.146) Tsd. EUR |
|
|
|
|
|
| III. Sonstige
Forderungen |
|
|
170.776 |
|
116.276 |
davon an verbundene
Unternehmen:
105.479 (67.195) Tsd. EUR |
|
|
|
|
|
davon an Unternehmen,
mit denen
ein Beteiligungsverhältnis besteht:
32.786 (28.082) Tsd. EUR |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
303.664 |
358.544 |
| D. Sonstige
Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
|
| I. Sachanlagen und
Vorräte |
|
|
7.775 |
|
19.513 |
II. Laufende Guthaben
bei Kreditinstituten,
Schecks und Kassenbestand |
|
|
28.862 |
|
27.525 |
| III. Andere
Vermögensgegenstände |
|
|
416 |
|
343 |
|
|
|
|
37.053 |
47.381 |
| E.
Rechnungsabgrenzungsposten |
|
|
|
|
|
| I. Abgegrenzte Zinsen
und Mieten |
|
|
9.843 |
|
9.793 |
| II. Sonstige
Rechnungsabgrenzungsposten |
|
|
2.034 |
|
3.273 |
|
|
|
|
11.877 |
13.066 |
| F. Aktive latente
Steuern |
7 |
|
|
- |
- |
G. Aktiver
Unterschiedsbetrag aus der
Vermögensverrechnung |
8 |
|
|
471 |
352 |
| Summe Aktiva |
|
|
|
6.411.364 |
6.251.656 |
| Matthias Löb |
| Der Treuhänder |
| Passiva |
Anhang
Nr. |
2023
Tsd. EUR |
2023
Tsd. EUR |
2023
Tsd. EUR |
2022
Tsd. EUR |
| A. Eigenkapital |
|
|
|
|
|
| I. Eingefordertes
Kapital |
|
|
|
|
|
| Gezeichnetes
Kapital |
9 |
100.000 |
|
|
100.000 |
| abzüglich nicht
eingeforderter ausstehender Einlagen |
|
- |
|
|
- |
|
|
|
100.000 |
|
100.000 |
| II.
Kapitalrücklage |
10 |
|
882.509 |
|
882.509 |
| III.
Gewinnrücklagen |
|
|
|
|
|
| 1. Gesetzliche
Rücklage |
|
10.000 |
|
|
10.000 |
| 2. Andere
Gewinnrücklagen |
|
10.253 |
|
|
10.253 |
|
|
|
20.253 |
|
20.253 |
| IV. Bilanzgewinn |
|
|
- |
|
- |
|
|
|
|
1.002.762 |
1.002.762 |
| B.
Genussrechtskapital |
|
|
|
- |
- |
| C. Nachrangige
Verbindlichkeiten |
|
|
|
- |
- |
| D.
Versicherungstechnische Rückstellungen |
11 |
|
|
|
|
| I.
Beitragsüberträge |
|
|
|
|
|
| 1. Bruttobetrag |
|
460.460 |
|
|
427.933 |
2. davon ab: Anteil
für das in Rückdeckung
gegebene Versicherungsgeschäft |
|
30.067 |
|
|
44.974 |
|
|
|
430.392 |
|
382.958 |
| II.
Deckungsrückstellung |
|
|
|
|
|
| 1. Bruttobetrag |
|
43.121 |
|
|
43.747 |
2. davon ab: Anteil
für das in Rückdeckung
gegebene Versicherungsgeschäft |
|
- |
|
|
- |
|
|
|
43.121 |
|
43.747 |
III. Rückstellung
für noch nicht abgewickelte
Versicherungsfälle |
|
|
|
|
|
| 1. Bruttobetrag |
|
4.072.663 |
|
|
4.088.728 |
2. davon ab: Anteil
für das in Rückdeckung
gegebene Versicherungsgeschäft |
|
892.320 |
|
|
881.905 |
|
|
|
3.180.343 |
|
3.206.823 |
IV. Rückstellung
für erfolgsabhängige und
erfolgsunabhängige
Beitragsrückerstattung |
|
|
|
|
|
| 1. Bruttobetrag |
12 |
17.344 |
|
|
16.717 |
2. davon ab: Anteil
für das in Rückdeckung
gegebene Versicherungsgeschäft |
|
- |
|
|
- |
|
|
|
17.344 |
|
16.717 |
V.
Schwankungsrückstellung und ähnliche
Rückstellungen |
|
|
356.169 |
|
187.205 |
VI. Sonstige
versicherungstechnische
Rückstellungen |
|
|
|
|
|
| 1. Bruttobetrag |
|
20.112 |
|
|
9.267 |
2. davon ab: Anteil
für das in Rückdeckung
gegebene Versicherungsgeschäft |
|
33 |
|
|
-5.861 |
|
|
|
20.079 |
|
15.128 |
|
|
|
|
4.047.448 |
3.852.579 |
| E. Andere
Rückstellungen |
|
|
|
|
|
I. Rückstellungen
für Pensionen
und ähnliche Verpflichtungen |
13 |
|
826.665 |
|
844.442 |
| II.
Steuerrückstellungen |
|
|
2.694 |
|
2.694 |
| III. Sonstige
Rückstellungen |
14 |
|
91.968 |
|
89.339 |
|
|
|
|
921.327 |
936.474 |
F.
Depotverbindlichkeiten aus dem in Rückdeckung
gegebenen Versicherungsgeschäft |
|
|
|
- |
- |
| G. Andere
Verbindlichkeiten |
15 |
|
|
|
|
I. Verbindlichkeiten aus
dem selbst abgeschlossenen
Versicherungsgeschäft gegenüber: |
|
|
|
|
|
| 1.
Versicherungsnehmern |
|
138.944 |
|
|
149.917 |
| 2.
Versicherungsvermittlern |
|
23.008 |
|
|
19.804 |
davon gegenüber
verbundenen Unternehmen:
- (-) Tsd. EUR |
|
|
161.952 |
|
169.721 |
II.
Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem
Rückversicherungsgeschäft |
|
|
176.078 |
|
117.631 |
davon gegenüber
verbundenen Unternehmen:
172.365 (115.835) Tsd. EUR |
|
|
|
|
|
davon gegenüber
Unternehmen, mit denen
ein Beteiligungsverhältnis besteht:
- (-) Tsd. EUR |
|
|
|
|
|
| III. Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten |
|
|
- |
|
- |
| IV. Sonstige
Verbindlichkeiten |
|
|
101.705 |
|
172.484 |
davon gegenüber
verbundenen Unternehmen:
39.691 (113.246) Tsd. EUR |
|
|
|
|
|
davon gegenüber
Unternehmen, mit denen
ein Beteiligungsverhältnis besteht:
- (204) Tsd. EUR |
|
|
|
|
|
davon aus Steuern:
38.704 (35.584) Tsd. EUR |
|
|
|
|
|
davon im Rahmen der
sozialen Sicherheit:
- (170) Tsd. EUR |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
439.734 |
459.836 |
| H.
Rechnungsabgrenzungsposten |
|
|
|
94 |
5 |
| I. Passive latente
Steuern |
7 |
|
|
- |
- |
| Summe Passiva |
|
|
|
6.411.364 |
6.251.656 |
Ich bestätige hiermit entsprechend § 128
Abs. 5 VAG, dass die im Vermögensverzeichnis
aufgeführten Vermögensanlagen den gesetzlichen
und aufsichtsbehördlichen Anforderungen
gemäß angelegt und vorschriftsmäßig
sichergestellt sind.
Düsseldorf, den 22.
März 2024
Versicherungsmathematische Bestätigung für
die Unfall- und Haftpflichtversicherung gemäß
§ 2 Absatz 5 Nummer 1 der AktuarV:
Es wird bestätigt, dass die in der Bilanz unter
dem Posten D. II. 1. und D. III. 1 der Passiva eingestellte
Deckungsrückstellung unter Beachtung von § 341f
und § 341g HGB sowie unter Beachtung der auf Grund des
§ 88 Absatz 3 VAG erlassenen Rechtsverordnungen
berechnet worden ist.
Altbestand im Sinne des § 336 VAG ist nicht
vorhanden.
Düsseldorf, den 8.
März 2024
| Gerd Romund |
| Verantwortlicher
Aktuar |
Gewinn- und Verlustrechnung für
die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
|
Anhang
Nr. |
2023
Tsd. EUR |
2023
Tsd. EUR |
2023
Tsd. EUR |
2022
Tsd. EUR |
| I.
Versicherungstechnische Rechnung |
16 |
|
|
|
|
| 1. Verdiente
Beiträge für eigene Rechnung (f. e.
R.) |
|
|
|
|
|
| a) Gebuchte
Bruttobeiträge |
|
3.356.963 |
|
|
3.075.057 |
| b) Abgegebene
Rückversicherungsbeiträge |
|
-830.946 |
|
|
-711.065 |
|
|
|
2.526.017 |
|
2.363.992 |
| c) Veränderung der
Bruttobeitragsüberträge |
|
-32.527 |
|
|
-18.378 |
d) Veränderung des
Anteils der Rückversicherer
an den Bruttobeitragsüberträgen |
|
-8.205 |
|
|
-23.814 |
|
|
|
-40.732 |
|
-42.192 |
|
|
|
|
2.485.285 |
2.321.800 |
| 2. Technischer
Zinsertrag f. e. R. |
17 |
|
|
1.840 |
3.222 |
| 3. Sonstige
versicherungstechnische Erträge f. e. R. |
|
|
|
3.504 |
3.305 |
| 4. Aufwendungen für
Versicherungsfälle f. e. R. |
18 |
|
|
|
|
| a) Zahlungen für
Versicherungsfälle |
|
|
|
|
|
| aa) Bruttobetrag |
|
-2.142.054 |
|
|
-2.449.519 |
| bb) Anteil der
Rückversicherer |
|
434.495 |
|
|
557.330 |
|
|
|
-1.707.559 |
|
-1.892.190 |
b) Veränderung der
Rückstellung für noch
nicht abgewickelte Versicherungsfälle |
|
|
|
|
|
| aa) Bruttobetrag |
|
16.233 |
|
|
217.358 |
| bb) Anteil der
Rückversicherer |
|
10.416 |
|
|
-7.670 |
|
|
|
26.649 |
|
209.688 |
|
|
|
|
-1.680.910 |
-1.682.502 |
5. Veränderung der
übrigen versicherungs-
technischen Netto-Rückstellungen |
|
|
|
|
|
| a)
Netto-Deckungsrückstellung |
|
|
626 |
|
-262 |
| b) Sonstige
versicherungstechnische
Netto-Rückstellungen |
|
|
-11.669 |
|
5.185 |
|
|
|
|
-11.043 |
4.923 |
6. Aufwendungen für
erfolgsabhängige und
erfolgsunabhängige
Beitragsrückerstattungen f. e. R. |
19 |
|
|
-7.466 |
-7.366 |
| 7. Aufwendungen für
den Versicherungsbetrieb f. e. R. |
|
|
-832.967 |
|
-759.988 |
| a) Bruttoaufwendungen
für den Versicherungsbetrieb |
20 |
|
202.285 |
|
186.935 |
b) davon ab: erhaltene
Provisionen und Gewinnbeteiligungen
aus dem in Rückdeckung gegebenen
Versicherungsgeschäft |
|
|
|
-630.683 |
-573.052 |
| 8. Sonstige
versicherungstechnische Aufwendungen f. e. R. |
|
|
|
-38.118 |
-33.358 |
| 9. Zwischensumme |
|
|
|
122.409 |
36.972 |
10. Veränderung der
Schwankungsrückstellung
und ähnlicher Rückstellungen |
|
|
|
-168.963 |
-37.434 |
| 11.
Versicherungstechnisches Ergebnis f. e. R. |
|
|
|
-46.554 |
-462 |
| II.
Nichtversicherungstechnische Rechnung |
|
|
|
|
|
| 1. Erträge aus
Kapitalanlagen |
|
|
|
|
|
| a) Erträge aus
Beteiligungen |
|
49.602 |
|
|
15.662 |
davon aus verbundenen
Unternehmen:
41.530 (7.251) Tsd. EUR |
|
|
|
|
|
| b) Erträge aus
anderen Kapitalanlagen |
21 |
69.883 |
|
|
114.031 |
davon aus verbundenen
Unternehmen:
5.756 (5.759) Tsd. EUR |
|
|
|
|
|
| c) Erträge aus
Zuschreibungen |
|
489 |
|
|
239 |
| d) Gewinne aus dem
Abgang von Kapitalanlagen |
|
5.898 |
|
|
12.630 |
e) Erträge aus
Gewinngemeinschaften,
Gewinnabführungs- und
Teilgewinnabführungsverträgen |
|
4.606 |
|
|
3.861 |
|
|
|
130.478 |
|
146.423 |
| 2. Aufwendungen für
Kapitalanlagen |
|
|
|
|
|
a) Aufwendungen für
die Verwaltung von Kapitalanlagen,
Zinsaufwendungen und die Kapitalanlagen |
|
-14.070 |
|
|
-14.939 |
| b) Abschreibungen auf
Kapitalanlagen |
22 |
-11.235 |
|
|
-14.719 |
| c) Verluste aus dem
Abgang von Kapitalanlagen |
|
-22.805 |
|
|
-12.412 |
| d) Aufwendungen aus
Verlustübernahme |
|
- |
|
|
- |
|
|
|
-48.110 |
|
-42.070 |
|
|
|
82.369 |
|
104.353 |
| 3. Technischer
Zinsertrag |
|
|
-1.840 |
|
-3.222 |
|
|
|
|
80.529 |
101.131 |
| 4. Sonstige
Erträge |
23 |
|
344.544 |
|
271.411 |
| 5. Sonstige
Aufwendungen |
23 |
|
-347.019 |
|
-308.418 |
|
|
|
|
-2.475 |
-37.007 |
| 6. Ergebnis der normalen
Geschäftstätigkeit |
|
|
|
31.500 |
63.662 |
| 7.
Außerordentliche Erträge |
|
|
- |
|
- |
| 8.
Außerordentliche Aufwendungen |
|
|
- |
|
- |
| 9.
Außerordentliches Ergebnis |
|
|
|
- |
- |
| 10. Steuern vom
Einkommen und vom Ertrag |
24 |
|
-85 |
|
-62 |
| 11. Sonstige
Steuern |
|
|
-382 |
|
-1.612 |
|
|
|
|
-467 |
-1.674 |
| 12. Erträge aus der
Verlustübernahme |
|
|
|
- |
- |
13. Aufgrund einer
Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs-
oder Teilgewinnabführungsvertrags
abgeführte Gewinne |
|
|
|
-31.033 |
-61.988 |
| 14.
Jahresüberschuss |
|
|
|
- |
- |
| 15. Gewinnvortrag aus
dem Vorjahr |
|
|
|
- |
- |
| 16. Einstellungen in
Gewinnrücklagen |
|
|
|
|
|
| 17. Bilanzgewinn |
|
|
|
- |
- |
Anhang
Erläuterungen zum
Jahresabschluss
Allgemeine Grundlagen
Die Provinzial Versicherung Aktiengesellschaft mit
Sitz in 40591 Düsseldorf, Provinzialplatz 1, ist im
Handelsregister des Amtsgerichts Düsseldorf unter der
Handelsregisternummer HRB 41241 eingetragen.
Der Jahresabschluss wurde nach den Bestimmungen des
Handelsgesetzbuchs (HGB), des Aktiengesetzes (AktG), des
Gesetzes über die Beaufsichtigung der
Versicherungsunternehmen - Versicherungsaufsichtsgesetz
(VAG) - und der Verordnung über die Rechnungslegung
von Versicherungsunternehmen (RechVersV) erstellt.
Fremdwährungen wurden entsprechend § 256a
HGB zu den Kursen am Bilanzstichtag umgerechnet.
Die Zahlen des Jahresabschlusses sind auf volle
Tausend Euro (gerundet) ausgewiesen. Die Addition der
Einzelwerte kann daher von den Zwischen- und Endsummen um
Rundungsdifferenzen abweichen. Auch in den Tabellen im
Lagebericht, die die Daten des Jahresabschlusses auf einer
höher verdichteten Ebene darstellen, wurden die
Einzelwerte und Summen jeweils kaufmännisch auf- oder
abgerundet. Betragsangaben in Klammern beziehen sich auf
das Vorjahr.
Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden
Aktiva
Immaterielle Vermögensgegenstände wurden
mit den Anschaffungskosten abzüglich linearer
Abschreibungen, die planmäßig über die
betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von fünf Jahren
erfolgten, bewertet. Für die lineare Abschreibung des
Geschäfts- oder Firmenwerts, der aus den zum 31.
Dezember 2018 übernommenen
Restkreditversicherungsverträgen resultierte, wurde
entsprechend der angenommenen Vertragsdauer eine
wirtschaftliche Nutzungsdauer von zwölf Jahren
zugrunde gelegt.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und
Bauten einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken wurden mit den Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten, vermindert um plan- und ggf.
außerplanmäßige Abschreibungen
gemäß § 253 Abs. 3 HGB, bewertet.
Anteile an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen
sowie Ausleihungen an verbundene Unternehmen wurden mit den
Anschaffungskosten, ggf. vermindert um Abschreibungen
gemäß § 253 Abs. 3 HGB, bzw. mit dem auf
Dauer beizulegenden Wert bewertet.
Aktien, Anteile oder Aktien an
Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche
Wertpapiere, die dem Umlaufvermögen zugeordnet waren,
wurden zu Anschaffungskosten bzw. mit den niedrigeren
Börsenwerten zum Bilanzstichtag bewertet. Bei
ausländischen Wertpapieren wurden
Währungskursveränderungen, soweit sie einen
Abschreibungsbedarf ergaben, berücksichtigt. Aktien,
Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere
nicht festverzinsliche Wertpapiere, die nach § 341b
Abs. 2 HGB dazu bestimmt waren, dem Geschäftsbetrieb
dauerhaft zu dienen, wurden zu Anschaffungskosten bzw. mit
dem zum Bilanzstichtag beizulegenden Wert bewertet. Diese
Anteile an Investmentvermögen mit einem Buchwert von
4.056,8 Mio. Euro sowie einem Zeitwert von 4.219,4 Mio.
Euro enthielten Lasten in Höhe von 33,1 Mio. Euro.
Inhaberschuldverschreibungen und andere
festverzinsliche Wertpapiere, die nach § 341b Abs. 2
HGB dazu bestimmt waren, dem Geschäftsbetrieb
dauerhaft zu dienen, wurden zu Anschaffungskosten bzw. mit
dem zum Bilanzstichtag beizulegenden Wert bewertet. Diese
Inhaberschuldverschreibungen mit einem Buchwert von 293,6
Mio. Euro sowie einem Zeitwert von 260,7 Mio. Euro
enthielten stille Lasten in Höhe von 33,3 Mio. Euro.
Inhaberschuldverschreibungen im Anlagevermögen wurden
planmäßig linear amortisiert.
Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen
sowie Sonstige Ausleihungen wurden mit den
Anschaffungskosten abzüglich ggf. bis zum Stichtag zu
leistender Tilgungen, ggf. vermindert um Abschreibungen
gemäß § 253 Abs. 3 HGB, bewertet. Sofern
die Anschaffungskosten abweichend zum Nennwert waren,
wurden Hypotheken-, Grundschuld- und
Rentenschuldforderungen sowie Schuldscheindarlehen
gemäß § 341c Abs. 3 HGB
planmäßig nach der Effektivzinsmethode und
Namensschuldverschreibungen linear amortisiert.
Sofern die Gründe für in Vorjahren
vorgenommene Abschreibungen nicht mehr bestanden, wurden
Zuschreibungen gemäß § 253 Abs. 5 HGB
vorgenommen.
Einlagen bei Kreditinstituten, Andere Kapitalanlagen,
Depotforderungen aus dem in Rückdeckung
übernommenen Versicherungsgeschäft, Forderungen
aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft,
Abrechnungsforderungen aus dem
Rückversicherungsgeschäft und Sonstige
Forderungen wurden mit Nominalbeträgen bilanziert.
Einzel- und Pauschalwertberichtigungen wurden vorgenommen,
wenn es erforderlich war.
Sachanlagen wurden mit den Anschaffungskosten
abzüglich linearer Abschreibungen, die
planmäßig über die betriebsgewöhnliche
Nutzungsdauer erfolgten, bewertet. Geringwertige
Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis
einschließlich 250 Euro wurden im Jahr der
Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben,
Wirtschaftsgüter bis 1.000 Euro in einen Sammelposten
eingestellt und über fünf Jahre linear
abgeschrieben. Vorräte wurden mit den
Anschaffungskosten bewertet.
Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und
Kassenbestand, Andere Vermögensgegenstände,
Abgegrenzte Zinsen und Mieten und Sonstige
Rechnungsabgrenzungsposten wurden mit Nominalbeträgen
angesetzt.
Gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB sind
Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller
übrigen Gläubiger entzogen sind und die
ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus
Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren
langfristig fälligen Verpflichtungen dienen, mit
diesen Schulden zu verrechnen. Der die Verpflichtungen
übersteigende Betrag ist nach § 246 Abs. 2 Satz 3
HGB als Aktiver Unterschiedsbetrag aus der
Vermögensverrechnung auszuweisen. Dieser ergibt sich
aus der Differenz der Zeitwerte der zum Zweck der
Insolvenzsicherung von Altersteilzeitguthaben der
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter abgeschlossenen
Rückdeckungsversicherungen und den für diese
Verpflichtungen gebildeten Rückstellungen. Zudem
wurden die Rückstellungen für die Verpflichtungen
aus Langzeitguthaben sowie die Verpflichtungen aus den
Versorgungsregelungen ProME und PZG zur Entgeltumwandlung
mit dem Wertansatz für die zugehörigen
Rückdeckungsversicherungen verrechnet. Die aus den
Rückstellungen und den Rückdeckungsversicherungen
resultierenden Zinserträge und Zinsaufwendungen wurden
ebenfalls miteinander verrechnet.
Bei der Bewertung von rückgedeckten
Pensionsverpflichtungen wurde der IDW RH FAB 1.021
angewendet. Für die unter diesen
Rechnungslegungshinweis des Instituts der
Wirtschaftsprüfer (IDW) fallenden Verpflichtungen
wurden die Rückdeckungsansprüche
zahlungsstrombasiert mit dem notwendigen
Erfüllungsbetrag der korrespondierenden
Pensionsrückstellung ("Primat der Passivseite")
bewertet.
Passiva
Die Berechnung der Beitragsüberträge
erfolgte im Berichtsjahr für das selbst abgeschlossene
Versicherungsgeschäft grundsätzlich nach dem 1 /
360-System. Hiervon abweichend basierte die Berechnung in
der Bauleistungsversicherung auf dem 1 / 48-System. Bei
einigen Bauleistungsverträgen mit Einmalzahlungen
erfolgte die Aufteilung der Beitragsüberträge
gemäß zeitlich linear wachsendem Risiko. Die
Bruttobeitragsüberträge für das selbst
abgeschlossene Versicherungsgeschäft sind für
jeden Versicherungsvertrag - vor Abzug der nicht
übertragungsfähigen Teile gemäß
Schreiben des Bundesministers der Finanzen vom 30. April
1974 - einzeln berechnet worden. Für einen Teilbestand
der Kraftfahrt-Moped-Versicherungsverträge wurde bei
der Dotierung der Beitragsüberträge eine
Pauschalmethode angewandt. Die Rückstellung für
Beitragsüberträge für das in
Rückdeckung übernommene Geschäft wurde nach
den Aufgaben der abgebenden Versicherer ermittelt. Die
Ermittlung des Anteils der Rückversicherer erfolgte
unter Berücksichtigung der
Rückversicherungsverträge.
Die Deckungsrückstellung wurde für die
Unfallversicherung mit garantierter
Beitragsrückgewähr sowie für jede von der
Beitragszahlung freigestellte Kinder-Unfallversicherung
einzelvertraglich und prospektiv berechnet.
Die in der Rückstellung für noch nicht
abgewickelte Versicherungsfälle des selbst
abgeschlossenen Versicherungsgeschäfts enthaltenen
Beträge sind für jeden am Bilanzstichtag noch
nicht erledigten Schaden einzeln in Höhe des
voraussichtlichen Bedarfs ermittelt worden. Die
verrechneten Forderungen aus Regressen, Provenues und
Teilungsabkommen wurden ebenfalls anhand der einzelnen
Schadenfälle in Höhe der zweifelsfrei zu
erwartenden Zahlungseingänge ermittelt. Die
Rentendeckungsrückstellung wurde für jeden
Rentenfall einzeln, prospektiv und mit explizit
eingerechneten Kosten ermittelt. Für die noch
unbekannten Schäden wurde eine
Spätschadenrückstellung nach den Erfahrungen der
Vorjahre unter Berücksichtigung aktueller
Geschäftsentwicklungen gebildet. Die in der
Rückstellung enthaltenen Regulierungskosten sind
grundsätzlich entsprechend dem Schreiben des
Bundesministers der Finanzen vom 2. Februar 1973 ermittelt
worden; das Schadenereignis "Bernd" aus dem Jahr 2021 wurde
weiterhin gesondert berücksichtigt. Die
Rückstellung für noch nicht abgewickelte
Versicherungsfälle des in Rückdeckung
übernommenen Versicherungsgeschäfts wurde nach
den Aufgaben der abgebenden Versicherer gebucht. Soweit
keine Angaben vorlagen, wurden sie aufgrund von
Erfahrungswerten der Vergangenheit sowie aktueller
Geschäftsentwicklungen geschätzt. Der Anteil der
Rückversicherer wurde unter Berücksichtigung der
Rückversicherungsverträge bilanziert.
Die Rückstellung für
Beitragsrückerstattung wurde entsprechend den
vertraglichen Vereinbarungen bzw. der Satzung gebildet. Der
innerhalb der Rückstellung für
Beitragsrückerstattung ausgewiesene Fonds für
Schlussgewinnanteile der Unfallversicherung mit
garantierter Beitragsrückgewähr wurde
gemäß § 28 Abs. 9 RechVersV nach dem in
§ 28 Abs. 7 RechVersV beschriebenen Verfahren
einzelvertraglich und prospektiv mit einem Diskontsatz von
4,0 % berechnet. Die Rückstellung für
Beitragsrückerstattung des in Rückdeckung
übernommenen Versicherungsgeschäfts wurde nach
den Aufgaben der abgebenden Versicherer ermittelt. Der
Anteil der Rückversicherer wurde entsprechend den
vertraglichen Vereinbarungen abgesetzt.
Die Schwankungsrückstellung und die der
Schwankungsrückstellung ähnlichen
Rückstellungen wurden gemäß § 341h HGB
in Verbindung mit §§ 29, 30 RechVersV berechnet.
Sonstige versicherungstechnische
Rückstellungen
Die Stornorückstellung für
Beitragsausfälle wurde aufgrund von Erfahrungswerten
der Vergangenheit berechnet. Die Rückstellung für
drohende Verluste wurde in Höhe der zukünftig zu
erwartenden Verluste für unkündbare Verträge
gebildet, wenn die vereinbarten Beiträge sowie die
voraussichtlich zu erzielenden Kapitalerträge nicht
die prognostizierten Schaden- und Verwaltungsaufwendungen
decken können. Die Höhe der Rückstellung
für vertragliche Beitragsnachverrechnungen wurde
anhand des voraussichtlichen Beitragsgut habens ermittelt.
Die Rückstellung aufgrund der Verpflichtungen aus der
Mitgliedschaft im Verein Verkehrsopferhilfe e. V. wurde
gemäß der Aufgabe des Vereins gebildet.
Die Sonstigen versicherungstechnischen
Rückstellungen des in Rückdeckung
übernommenen Versicherungsgeschäfts wurden nach
den Aufgaben der abgebenden Versicherer ermittelt. Der
Anteil der Rückversicherer wurde entsprechend den
vertraglichen Vereinbarungen abgesetzt.
Die Bewertung der Rückstellungen für
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurde unter
Anwendung des international üblichen
Anwartschaftsbarwertverfahrens mittels der sog.
Projected-Unit-Credit-Methode (PUC-Methode) in Verbindung
mit § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB durchgeführt.
Für die biometrischen Wahrscheinlichkeiten wurden die
Heubeck-Richttafeln 2018 G zugrunde gelegt. Der mittlere
Gehaltstrend, der einen altersindividuellen Karrieretrend
beinhaltet, wurde insgesamt von 2,5 % auf 2,6 % angehoben.
Für den Rententrend wurde eine Erhöhung von 1,9 %
auf 2,0 % vorgenommen. Die Fluktuation wurde mit
durchschnittlich 1,5 % berücksichtigt.
Für die unter den IDW RH FAB 1.021 fallenden
rückgedeckten Pensionsverpflichtungen wurden die
Rückdeckungsansprüche zahlungsstrombasiert mit
dem notwendigen Erfüllungsbetrag der
korrespondierenden Pensionsrückstellung ("Primat der
Passivseite") bewertet.
Die Abzinsung erfolgte entsprechend dem im März
2016 geänderten § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit dem
von der Deutschen Bundesbank gemäß der
Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV)
veröffentlichten durchschnittlichen Zinssatz der
letzten zehn Jahre. Nach Maßgabe des § 253 Abs.
2 Satz 2 HGB wurde eine Restlaufzeit von 15 Jahren
angenommen. Die Bewertung zum 31. Dezember 2023 erfolgte zu
dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten
Zinssatz von 1,82 %. Die Änderungen des
Diskontierungszinssatzes wurden im Zinsergebnis
berücksichtigt.
Die Steuerrückstellungen wurden nach ihrer
voraussichtlichen Inanspruchnahme ermittelt.
Sonstige Rückstellungen
Die Bewertung der Rückstellungen für
Jubiläen und Langzeitguthaben wurde - analog zu den
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche
Verpflichtungen - nach der Projected-Unit-Credit-Methode
(PUC-Methode) in Verbindung mit den o. g.
versicherungsmathematischen Rechnungsgrundlagen
durchgeführt. Die Abzinsung erfolgte gemäß
§ 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit dem von der Deutschen
Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen
Zinssatz der letzten sieben Jahre. Die für die
Rückstellungen für Jubiläen und
Langzeitguthaben angenommene Restlaufzeit betrug 15 Jahre.
Für die Bewertung zum 31. Dezember 2023 wurde der von
der Deutschen Bundesbank veröffentlichte Zinssatz von
1,74 % zugrunde gelegt.
Für Altersteilzeitverpflichtungen wurde von dem
Wahlrecht, eine pauschale Restlaufzeit von 15 Jahren
anzunehmen, kein Gebrauch gemacht. Für die Bewertung
zum 31. Dezember 2023 wurde der Zinssatz entsprechend der
tatsächlichen Restlaufzeit von einem Jahr in Höhe
von 0,99 % zugrunde gelegt.
Die übrigen sonstigen Rückstellungen wurden
in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer
Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet.
Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als
einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB
mit dem der Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen
Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.
Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen
Versicherungsgeschäft, Abrechnungsverbindlichkeiten
aus dem Rückversicherungsgeschäft sowie Sonstige
Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag
angesetzt.
Der Rechnungsabgrenzungsposten wurde mit dem
Nominalbetrag angesetzt.
Erläuterungen zu den Aktiva
1 Entwicklung der Aktivposten A, B I
bis III
| Aktivposten A, B I bis
III |
Bilanzwerte
31.12.2022 |
Zugänge |
Umbuchungen |
Abgänge |
Zuschreibungen |
Abschreibungen |
|
Tsd. EUR |
Tsd. EUR |
Tsd. EUR |
Tsd. EUR |
Tsd. EUR |
Tsd. EUR |
A. Immaterielle
Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
|
|
1. Entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte
sowie Lizenzen an solchen Rechten und
Werten |
6.469 |
34 |
- |
1.489 |
- |
1.202 |
2. Geschäfts- oder
Firmenwert |
13.292 |
- |
- |
- |
- |
1.662 |
|
19.761 |
34 |
- |
1.489 |
- |
2.864 |
B. I. Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken |
10.965 |
- |
- |
2.030 |
- |
714 |
B. II. Kapitalanlagen in
verbundenen
Unternehmen und Beteiligungen |
|
|
|
|
|
|
| 1. Anteile an
verbundenen Unternehmen |
490.372 |
88.554 |
- |
12.762 |
271 |
8.785 |
| 2. Ausleihungen an
verbundene Unternehmen |
125.000 |
- |
- |
- |
- |
- |
| 3. Beteiligungen |
197.505 |
- |
- |
- |
8 |
107 |
4. Ausleihungen an
Unternehmen, mit denen
ein Beteiligungsverhältnis besteht |
- |
- |
- |
- |
- |
- |
|
812.876 |
88.554 |
- |
12.762 |
279 |
8.892 |
| B. III. Sonstige
Kapitalanlagen |
|
|
|
|
|
|
1. Aktien, Anteile oder
Aktien an Investmentvermögen
und andere nicht festverzinsliche
Wertpapiere |
4.292.332 |
349.603 |
- |
177.471 |
209 |
1.629 |
| 2.
Inhaberschuldverschreibungen und andere
festverzinsliche Wertpapiere |
370.923 |
176.764 |
- |
254.072 |
- |
- |
| 3. Hypotheken-,
Grundschuld- und Rentenschuldforderungen |
33.364 |
2.458 |
- |
5.671 |
- |
- |
| 4. Sonstige
Ausleihungen |
|
|
|
|
|
|
| a)
Namensschuldverschreibungen |
166.611 |
- |
- |
10.555 |
- |
- |
| b)
Schuldscheinforderungen und Darlehen |
57.494 |
6.141 |
- |
5.953 |
- |
- |
c) Darlehen und
Vorauszahlungen auf
Versicherungsscheine |
- |
- |
- |
- |
- |
- |
| d) Übrige
Ausleihungen |
426 |
157 |
- |
82 |
- |
- |
| 5. Einlagen bei
Kreditinst. |
65.400 |
86.100 |
- |
- |
- |
- |
| 6. Andere
Kapitalanlagen |
1.906 |
- |
- |
- |
- |
- |
|
4.988.455 |
621.224 |
- |
453.804 |
209 |
1.629 |
|
5.832.058 |
709.778 |
- |
471.144 |
489 |
13.006 |
| Aktivposten A, B I bis
III |
Bilanzwerte
31.12.2023 |
|
Tsd. EUR |
A. Immaterielle
Vermögensgegenstände |
|
1. Entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte
sowie Lizenzen an solchen Rechten und
Werten |
3.812 |
2. Geschäfts- oder
Firmenwert |
11.631 |
|
15.442 |
B. I. Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken |
8.221 |
| B. II. Kapitalanlagen in
verbundenen Unternehmen und Beteiligungen |
|
| 1. Anteile an
verbundenen Unternehmen |
557.649 |
| 2. Ausleihungen an
verbundene Unternehmen |
125.000 |
| 3. Beteiligungen |
197.406 |
4. Ausleihungen an
Unternehmen, mit denen
ein Beteiligungsverhältnis besteht |
- |
|
880.055 |
| B. III. Sonstige
Kapitalanlagen |
|
1. Aktien, Anteile oder
Aktien an Investmentvermögen
und andere nicht festverzinsliche
Wertpapiere |
4.463.045 |
| 2.
Inhaberschuldverschreibungen und andere
festverzinsliche Wertpapiere |
293.615 |
| 3. Hypotheken-,
Grundschuld- und Rentenschuldforderungen |
30.151 |
| 4. Sonstige
Ausleihungen |
|
| a)
Namensschuldverschreibungen |
156.055 |
| b)
Schuldscheinforderungen und Darlehen |
57.682 |
c) Darlehen und
Vorauszahlungen auf
Versicherungsscheine |
- |
| d) Übrige
Ausleihungen |
501 |
| 5. Einlagen bei
Kreditinst. |
151.500 |
| 6. Andere
Kapitalanlagen |
1.906 |
|
5.154.455 |
|
6.058.174 |
2 Kapitalanlagen
Angaben zum Zeitwert der Kapitalanlagen
gemäß § 54 RechVersV
|
Buchwert |
Zeitwert |
Bewertungs-
reserven |
|
31.12.2023 |
31.12.2023 |
31.12.2023 |
|
Tsd. EUR |
Tsd. EUR |
Tsd. EUR |
I. Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken |
8.221 |
151.581 |
143.360 |
| II. Kapitalanlagen in
verbundenen Unternehmen und Beteiligungen |
|
|
|
| 1. Anteile an
verbundenen Unternehmen |
557.649 |
1.052.230 |
494.581 |
| 2. Ausleihungen an
verbundene Unternehmen |
125.000 |
123.049 |
-1.951 |
| 3. Beteiligungen |
197.406 |
281.724 |
84.318 |
4. Ausleihungen an
Unternehmen,
mit denen ein Beteiligungsverhältnis
besteht |
- |
- |
- |
|
880.055 |
1.457.002 |
576.947 |
| III. Sonstige
Kapitalanlagen |
|
|
|
1. Aktien, Anteile oder
Aktien an Investmentvermögen und
andere nicht festverzinsliche Wertpapiere |
4.463.045 |
4.635.344 |
172.300 |
2.
Inhaberschuldverschreibungen und andere
festverzinsliche Wertpapiere |
293.615 |
260.694 |
-32.921 |
| 3. Hypotheken-,
Grundschuld- und Rentenschuldforderungen |
30.151 |
27.877 |
-2.274 |
| 4. Sonstige
Ausleihungen |
|
|
|
| a)
Namensschuldverschreibungen |
156.055 |
130.062 |
-25.993 |
| b)
Schuldscheinforderungen und Darlehen |
57.682 |
47.843 |
-9.839 |
| c) Darlehen und
Vorauszahlungen auf Versicherungsscheine |
- |
- |
- |
| d) Übrige
Ausleihungen |
501 |
501 |
- |
| 5. Einlagen bei
Kreditinstituten |
151.500 |
151.500 |
- |
| 6. Andere
Kapitalanlagen |
1.906 |
1.906 |
- |
|
5.154.455 |
5.255.728 |
101.273 |
IV. Depotforderungen aus
dem in Rückdeckung übernommenen
Versicherungsgeschäft |
125 |
125 |
- |
|
6.042.857 |
6.864.437 |
821.580 |
Bewertungsmethoden zur Ermittlung der
Zeitwerte
Die Zeitwerte der Grundstücke wurden
grundsätzlich nach dem Ertragswertverfahren ermittelt.
In Ausnahmefällen wurde zusätzlich das
Sachwertverfahren angewandt. Die Grundstücksbewertung
erfolgt jährlich.
Die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen
und Beteiligungen erfolgte in Abhängigkeit von dem
jeweils zugrunde liegenden Gesellschaftszweck nach dem
Net-Asset-Value-Verfahren, dem Ertragswertverfahren /
DCF-Verfahren, unter Ansatz des (anteiligen) Eigenkapitals
oder zu fortgeführten Anschaffungskosten. Sofern
angezeigt, wurde in Einzelfällen der Buchwert
angesetzt bzw. bei zeitnahem Erwerb als Zeitwert der
Kaufpreis verwendet. In Ausnahmefällen erfolgte ggf.
die Bewertung auf Basis des erwarteten
Rückzahlungswerts.
Die Zeitwerte der Ausleihungen an verbundene
Unternehmen, Hypotheken-, Grundschuld- und
Rentenschuldforderungen sowie Namensschuldverschreibungen
und Darlehen wurden anhand einer Barwertmethode unter
Heranziehung von Zinsstrukturkurven zur Festlegung des
Kalkulationszinssatzes ermittelt.
Für die Zeitwertermittlung der Aktien, Anteile
oder Aktien an Investmentvermögen und anderer nicht
festverzinslicher Wertpapiere wurde der Börsenkurs
bzw. Rücknahmepreis am Bilanzstichtag herangezogen.
Bei Inhaberschuldverschreibungen und anderen
festverzinslichen Wertpapieren wurden als Zeitwerte die
Kurse am Bilanzstichtag zugrunde gelegt. Waren für
einzelne Wertpapiere keine Börsenkurse vorhanden, so
wurde deren Zeitwert mittels finanzmathematischer
Bewertungsmethoden unter Heranziehung von
Zinsstrukturkurven ermittelt.
Die Zeitwerte der übrigen Ausleihungen, Einlagen
bei Kreditinstituten, anderen Kapitalanlagen und
Depotforderungen aus dem in Rückdeckung
übernommenen Versicherungsgeschäft entsprachen
den Buchwerten.
In die Überschussbeteiligung
einzubeziehende Kapitalanlagen
Zum 31. Dezember 2023 betrugen die Gesamtsumme der
fortgeführten Anschaffungskosten der in die
Überschussbeteiligung einzubeziehenden Kapitalanlagen
137.038 Tsd. Euro, die Gesamtsumme des beizulegenden
Zeitwerts selbiger Kapitalanlagen 91.675 Tsd. Euro und der
sich daraus ergebende Saldo -45.362 Tsd. Euro.
Angaben zu Finanzinstrumenten gemäß §
285 Nr. 18 HGB
|
Buchwert |
Beizulegender
Zeitwert |
|
31.12.2023 |
31.12.2023 |
|
Tsd. EUR |
Tsd. EUR |
| Ausleihungen an
verbundene Unternehmen |
125.000 |
123.049 |
| Beteiligungen |
10.000 |
8.888 |
| Aktien,
Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche
Wertpapiere |
1.986.802 |
1.953.725 |
|
Inhaberschuldverschreibungen |
225.094 |
191.769 |
| Hypotheken |
26.331 |
23.939 |
| Sonstige
Ausleihungen |
203.265 |
166.862 |
|
2.576.492 |
2.468.232 |
Gründe für das Unterlassen einer
Abschreibung gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB:
Bei den Ausleihungen an verbundene Unternehmen und
den Beteiligungen handelt es sich um vorübergehende
Wertminderungen. Aufgrund der Halteabsicht wurde auf
außerplanmäßige Abschreibungen verzichtet.
Da der dauerhaft beizulegende Wert bei den
Investmentanteilen über dem Zeitwert liegt und eine
Halteabsicht besteht, wurden
außerplanmäßige Abschreibungen vermieden.
Die unterlassenen Abschreibungen bei den
Inhaberschuldverschreibungen resultieren aus deren
Bewertung nach den für das Anlagevermögen
geltenden Vorschriften und der damit erklärten
Halteabsicht. Bis zur Fälligkeit wird mit einer
vollständigen Wertaufholung gerechnet.
Bei den Hypotheken und Sonstigen Ausleihungen wurden
keine außerplanmäßigen Abschreibungen
vorgenommen, weil beabsichtigt ist, diese Anlagen bis zu
ihrer Endfälligkeit zu halten, und von einer nicht
dauerhaften Wertminderung auszugehen ist.
Angaben für nicht zum Zeitwert
bilanzierte derivative Finanzinstrumente gemäß
§ 285 Nr. 19 HGB
Derivate Finanzinstrumente waren zum Bilanzstichtag
nicht im Direktbestand.
3 Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken
Unter der Position wurden u. a. die eigengenutzten
Verwaltungsgebäude und die Provinzial Akademie,
Münster, Provinzial-Allee 1 und 2, ausgewiesen. Sie
wurden auf einem Erbbaurechtsgrundstück mit 7.829
(10.544) Tsd. Euro bilanziert.
4 Kapitalanlagen in verbundenen
Unternehmen und Beteiligungen
Angaben gemäß § 285 Nr.
11 HGB
|
Anteil am
Kapital
% |
Eigenkapital
Tsd. EUR |
Ergebnis
Tsd. EUR |
Bilanzstichtag |
| Unmittelbare
Beteiligungen |
|
|
|
|
| ALBAG
Dienstleistungsgesellschaft für die
Wohnungswirtschaft mbH, Essen |
100,00 |
36.396 |
369 |
31.12.2022 |
| Halle 11 GmbH,
Düsseldorf |
100,00 |
20.232 |
1.342 |
31.10.2023 |
| Hamburger Feuerkasse
Versicherungs-AG, Hamburg |
100,00 |
67.657 |
2.281 |
31.12.2023 |
| Immobilien-Gamma GmbH
& Co. KG, Münster |
100,00 |
67 |
-5 |
31.10.2023 |
| PFB
Provinzial-Feuer-Baubetreuungs-GmbH,
Düsseldorf |
100,00 |
11.468 |
321 |
31.10.2023 |
| PR Equity GmbH,
Düsseldorf |
100,00 |
134.497 |
15.166 |
30.11.2023 |
| ProKB Provinzial
Rheinland Kapitalbeteiligungsgesellschaft mbH,
Düsseldorf |
100,00 |
7.102 |
462 |
31.10.2022 |
| ProSA-Feuer
Beteiligungsgesellschaft mbH, Münster |
100,00 |
116.163 |
10.534 |
31.10.2023 |
| ProTect Versicherung AG,
Düsseldorf |
100,00 |
20.000 |
- |
31.12.2022 |
| S-Direkt-Verwaltungs
GmbH & Co. KG, Düsseldorf |
100,00 |
37.046 |
2.463 |
31.12.2022 |
|
S-Direkt-Verwaltungs-GmbH, Düsseldorf |
100,00 |
84 |
3 |
31.12.2022 |
| proefa GmbH,
Düsseldorf |
95,00 |
94 |
-83 |
31.12.2022 |
| KALVA
Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH &
Co. OHG, Grünwald |
94,50 |
0 |
2.891 |
31.12.2023 |
| Lippische
Landesbrandversicherung AG, Detmold |
89,90 |
52.445 |
- |
31.12.2023 |
| M-Immobilien Objekt
Gerichtszentrum Koblenz GmbH & Co. KG,
Düsseldorf |
89,90 |
36.866 |
2.127 |
31.10.2023 |
| N-Immobilien Objekt
Tiefgarage Koblenz GmbH & Co. KG,
Düsseldorf |
89,90 |
10.100 |
502 |
31.10.2023 |
| P-Immobilien Objekt
Brühl GmbH & Co. KG, Düsseldorf |
89,90 |
617 |
24 |
31.10.2023 |
| Wohnungsbau und Treuhand
AG (gbt), Trier |
61,48 |
40.346 |
2.023 |
31.12.2022 |
| ProLip-Service GmbH,
Detmold |
51,00 |
1.100 |
151 |
30.09.2022 |
| ProImmo
Provinzial-Grundstücksverwaltungsgesellschaft
mbH, Münster |
50,00 |
96 |
9 |
31.12.2023 |
| codecentric AG,
Solingen |
45,02 |
22.571 |
3.116 |
31.12.2022 |
| INIZIO Internationaler
Immobilien Dachfonds Nummer Eins GmbH & Co. KG,
Düsseldorf |
42,70 |
72.674 |
1.823 |
31.12.2022 |
| INIZIO Internationaler
Immobilien Dachfonds Nummer Zwei GmbH & Co. KG,
Düsseldorf |
33,33 |
28.754 |
2.899 |
31.10.2023 |
| Office Capital Partners
GmbH, Düsseldorf |
31,94 |
81.222 |
237 |
31.10.2022 |
| VöV
Rückversicherung KöR, Berlin und
Düsseldorf |
19,36
1) |
85.816 |
2.107 |
31.12.2022 |
| VRP Venture Capital
Rheinland-Pfalz GmbH & Co. KG i. L., Mainz |
16,65 |
892 |
1.199 |
31.12.2022 |
| VRP Venture Capital
Rheinland-Pfalz Nr. 2 GmbH & Co. KG i. L.,
Mainz |
16,65 |
611 |
320 |
31.12.2022 |
NWAK GmbH
Versicherungsmakler Netzwerk Assekuranzkontor
GmbH Versicherungsmakler, Lübeck |
15,02 |
794 |
355 |
31.12.2022 |
| Handwerksbau Niederrhein
AG, Düsseldorf |
14,26 |
30.718 |
1.747 |
31.12.2022 |
| Lambda-Immobilien GmbH
& Co. KG, Münster |
10,10 |
99 |
-1 |
31.10.2023 |
Bauen für Menschen
GmbH, Köln
(vormals: Rheinische Beamten-Baugesellschaft
mbH, Köln) |
10,00 |
32.122 |
1.642 |
31.12.2022 |
| OEV Online-Dienste GmbH,
Düsseldorf |
9,81 |
2.719 |
-525 |
31.12.2022 |
| Litos Immobilien AG,
Pöcking |
8,65 |
87.273 |
1.810 |
31.12.2022 |
| COREplus Private Equity
Partners GmbH & Co. KG, Düsseldorf |
8,24 |
476 |
-37 |
31.03.2022 |
| Gummersbacher
Wohnungsbaugesellschaft mit beschränkter
Haftung, Gummersbach |
7,34 |
14.095 |
711 |
31.12.2022 |
| MEDIA TOWER Fixtures
GmbH, Hamburg |
6,00 |
98 |
-14 |
31.12.2022 |
| MEDIA TOWER GmbH,
Hamburg |
6,00 |
-17 |
-221 |
31.12.2021 |
| GWG-Gladbecker
Wohnungsbaugesellschaft mbH, Gladbeck |
5,17 |
9.109 |
1.351 |
31.12.2022 |
| Gemeinnützige
Wohnungsbaugesellschaft für die
Städte-Region Aachen GmbH, Würselen |
4,88 |
22.594 |
2.536 |
31.12.2022 |
| Vereinigte Bonner
Wohnungsbau AG, Bonn |
4,35 |
105.092 |
8.526 |
31.12.2022 |
| EBZ Service GmbH,
Bochum |
4,20 |
6.857 |
615 |
31.12.2022 |
| KTI
Kraftfahrzeugtechnisches Institut und
Karosseriewerkstätte GmbH & Co. KG,
Lohfelden |
3,63 |
822 |
248 |
31.12.2022 |
| Bauverein Wesel
Aktiengesellschaft, Wesel |
3,53 |
33.012 |
1.561 |
31.12.2022 |
| GEWOBAU
Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft mbH, Bad
Kreuznach |
2,96 |
28.820 |
1.210 |
31.12.2022 |
| Wohnbau Dinslaken GmbH,
Dinslaken |
2,55 |
46.603 |
9.304 |
31.12.2022 |
| Wohnstätte Krefeld
Wohnungs-Aktiengesellschaft, Krefeld |
1,61 |
93.708 |
9.483 |
31.12.2022 |
| GEWAG
Wohnungsaktiengesellschaft Remscheid, Remscheid |
1,45 |
70.210 |
5.247 |
31.12.2022 |
| GDV
Dienstleistungs-GmbH, Hamburg |
1,50
2) |
30.866 |
1.213 |
31.12.2022 |
WRW
Wohnungswirtschaftliche Treuhand Rheinland-Westfalen
Gesellschaft mit beschränkter Haftung,
Düsseldorf |
1,24 |
1.449.186 |
240.848 |
31.12.2020 |
Baugesellschaft Nettetal
Gemeinnütziges Wohnungsunternehmen
Aktiengesellschaft, Nettetal |
0,68 |
14.930 |
498 |
31.12.2022 |
| Mittelbare
Beteiligungen |
| Pöppinghaus &
Wenner Trocknungs-Service GmbH, Kerpen |
100,00 |
3.494 |
294 |
31.12.2022 |
| Sparkassen
DirektVersicherung AG, Düsseldorf |
100,00 |
15.079 |
- |
31.12.2022 |
| GRR AG,
Nürnberg |
29,76 |
101.939 |
6.196 |
31.05.2023 |
| Crown Premium Private
Equity VI GmbH & Co. geschlossene Investment KG,
Hamburg |
7,43 |
266.935 |
27.199 |
31.12.2022 |
| Crown Premium Private
Equity VIII Master S.C.S. SICAF-FIS, Luxemburg |
1,14 |
1.206.155 |
123.473 |
31.12.2022 |
1) Unmittelbare Beteiligungsquote 17,88 %.
2) Unmittelbare Beteiligungsquote 1,39 %.
Auf die Angabe von mittelbaren Beteiligungen wurde
gemäß § 286 Abs. 3 Nr. 1 HGB verzichtet,
wenn diese für die Darstellung der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung
waren.
5 Investmentvermögen
Angaben gemäß § 285 Nr.
26 HGB
| Name des
Investmentvermögens |
Herkunftsstaat |
Buchwert |
Zeitwert |
Bewertungsreserve |
Ausschüttung |
|
|
31.12.2023 |
31.12.2023 |
31.12.2023 |
2023 |
|
|
Tsd. EUR |
Tsd. EUR |
Tsd. EUR |
Tsd. EUR |
| Gemischte Fonds |
|
|
|
|
|
|
HI-WPV-Kernportfolio-1-Fonds |
Deutschland |
1.588.973 |
1.593.508 |
4.534 |
2.033 |
| HI-PRV-SAA-Fonds |
Deutschland |
1.254.948 |
1.237.764 |
-17.184 |
20.069 |
|
HI-WPV-Chancenportfolio-1-Fonds |
Deutschland |
1.203.809 |
1.373.921 |
170.112 |
- |
|
HI-Credit-Short-Duration-Fonds |
Deutschland |
182.545 |
184.153 |
1.608 |
- |
| Immobilienfonds |
|
|
|
|
|
| IntReal Parkhäuser
und Tiefgaragen |
Deutschland |
20.863 |
25.088 |
4.226 |
370 |
| Hedgefonds / Alternative
Fonds |
|
|
|
|
|
| HAL-PV-AI-Fonds
Inhaber-Anteile |
Deutschland |
177.049 |
180.722 |
3.673 |
2.900 |
Mit Ausnahme der Immobilienfonds können die hier
aufgeführten Fonds börsentäglich
zurückgegeben werden. Die Rückgaberechte des
Immobilienfonds entsprechen dem § 98 KAGB, d. h. jeder
Anleger hat das Recht, Anteilsscheine zurückzugeben.
Die Bewertungsmethoden werden im Anhang im Abschnitt
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erläutert. Die
aufgeführten Ausschüttungen wurden ertragswirksam
vereinnahmt.
6 Sonstige Ausleihungen
|
2023 |
2022 |
|
Tsd. EUR |
Tsd. EUR |
|
Namensschuldverschreibungen |
156.055 |
166.611 |
| Schuldscheinforderungen
und Darlehen |
57.682 |
57.494 |
| Darlehen und
Vorauszahlungen auf Versicherungsscheine |
- |
- |
| Übrige
Ausleihungen |
501 |
426 |
|
214.238 |
224.531 |
7 Latente Steuern
Es besteht eine steuerliche Organschaft mit der
Provinzial Holding AG. Die latenten Steuern sind dem
Organträger zuzuordnen. Insoweit sind keine Angaben
gemäß § 285 Satz 1 Nr. 29 HGB zu machen.
8 Aktiver Unterschiedsbetrag aus der
Vermögensverrechnung
Angaben gemäß § 285 Nr.
25 HGB
Gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB sind
Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller
übrigen Gläubiger entzogen sind und die
ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus
Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren
langfristig fälligen Verpflichtungen dienen, mit
diesen Schulden zu verrechnen. Der die Verpflichtungen
übersteigende Betrag ist nach § 246 Abs. 2 Satz 3
HGB als Aktiver Unterschiedsbetrag aus der
Vermögensverrechnung auszuweisen. Dieser ergibt sich
aus der Differenz der Zeitwerte von verpfändeten
Rückdeckungsversicherungen und den für die
zugehörigen Verpflichtungen gebildeten
Rückstellungen. Die betroffenen
Rückdeckungsversicherungen wurden konzernintern bei
der Provinzial NordWest Lebensversicherung AG und der
Provinzial Rheinland Lebensversicherung AG abgeschlossen.
|
Zeitwert der
Rückdeckungs-
versicherung |
Erfüllungsbetrag
der
Rückstellung |
Aktiver
Unterschiedsbetrag |
|
31.12.2023 |
31.12.2023 |
31.12.2023 |
|
Tsd. EUR |
Tsd. EUR |
Tsd. EUR |
| Verpflichtungen aus
Altersteilzeitguthaben |
1.053 |
583 |
471 |
| Verpflichtungen aus
Langzeitguthaben |
40.351 |
52.962 |
-1) |
| Verpflichtungen aus der
Versorgungsregelung PZG |
4.231 |
4.231 |
- |
| Verpflichtungen aus der
Versorgungsregelung ProME |
111 |
176 |
-
2) |
| Aktiver
Unterschiedsbetrag aus der
Vermögensverrechnung |
|
|
471 |
1) Da der Erfüllungsbetrag der
Rückstellung höher ausfällt als der Zeitwert
der Rückdeckungsversicherung, ist der Differenzbetrag
in Höhe von 12.611 Tsd. Euro unter den Sonstigen
Rückstellungen auszuweisen.
2) Da der Erfüllungsbetrag der
Rückstellung höher ausfällt als der Zeitwert
der Rückdeckungsversicherung, ist der Differenzbetrag
in Höhe von 64 Tsd. Euro unter den Rückstellungen
für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
auszuweisen.
Die aus den Rückstellungen und den
zugehörigen Rückdeckungsversicherungen
resultierenden Zinserträge und Zinsaufwendungen wurden
miteinander verrechnet.
|
Zinsertrag |
Zinsaufwand |
Verbleibender
Zinsertrag /
-aufwand
* |
|
31.12.2023 |
31.12.2023 |
31.12.2023 |
|
Tsd. EUR |
Tsd. EUR |
Tsd. EUR |
| Verpflichtungen aus
Altersteilzeitguthaben |
8 |
2 |
5 |
| Verpflichtungen aus
Langzeitguthaben |
1.613 |
731 |
882 |
| Verpflichtungen aus der
Versorgungsregelung PZG |
-25 |
-25 |
0 |
| Verpflichtungen aus der
Versorgungsregelung ProME |
2 |
3 |
-1 |
* Ein positiver Saldo stellt einen Zinsertrag,
ein negativer Saldo einen Zinsaufwand dar. Der jeweils
verbleibende Saldo wird in der Gewinn- und Verlustrechnung
unter Sonstige Erträge bzw. Sonstige Aufwendungen
ausgewiesen.
Erläuterungen zu den Passiva
9 Gezeichnetes Kapital
Das gezeichnete Kapital in Höhe von 100.000.002
(100.000.002) Euro ist eingeteilt in 100.000.002
(100.000.002) Namensstückaktien mit einem
rechnerischen Wert von 1 Euro. Die Aktien können nur
mit Zustimmung der Gesellschaft übertragen werden. Das
Recht auf Verbriefung ist ausgeschlossen. Die Aktien werden
von der Provinzial Holding AG gehalten. Die
Mehrheitsbeteiligung ist uns gemäß § 20
Abs. 4 AktG von der Provinzial Holding AG mitgeteilt
worden.
10 Kapitalrücklagen
|
2023
Tsd. EUR |
2022
Tsd. EUR |
| Stand am 1. Januar |
882.509 |
784.973 |
Sachkapitaleinlage im
Zuge der Übertragung der Beteiligungen an der
Hamburger Feuerkasse
Versicherungs-AG und der Lippischen
Landesbrandversicherung AG |
- |
97.536 |
| Stand am 31.
Dezember |
882.509 |
882.509 |
11 Versicherungstechnische
Rückstellungen
| Versicherungszweige |
Bruttorückstellungen
gesamt |
Rückstellung für noch nicht
abgewickelte Versicherungsfälle |
Schwankungsrückstellung und
ähnliche Rückstellungen |
|
2023 |
2022 |
2023 |
2022 |
2023 |
2022 |
|
Tsd. EUR |
Tsd. EUR |
Tsd. EUR |
Tsd. EUR |
Tsd. EUR |
Tsd. EUR |
| Unfallversicherung |
445.741 |
446.047 |
381.351 |
381.178 |
- |
- |
|
Haftpflichtversicherung |
869.920 |
849.286 |
814.265 |
795.778 |
80 |
47 |
|
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung |
1.170.596 |
1.116.142 |
1.163.739 |
1.109.532 |
- |
- |
| Sonstige
Kraftfahrtversicherungen |
120.076 |
91.884 |
106.584 |
88.980 |
- |
- |
| Feuer- und
Sachversicherungen |
1.896.367 |
1.878.430 |
1.372.554 |
1.544.706 |
232.449 |
73.707 |
| davon
Feuerversicherung |
227.767 |
212.431 |
189.453 |
178.855 |
14.670 |
12.456 |
davon Verbundene
Hausratversicherung |
94.097 |
89.831 |
46.189 |
45.227 |
- |
- |
davon Verbundene
Wohngebäudeversicherung |
1.075.561 |
1.042.287 |
797.479 |
897.745 |
113.052 |
- |
| davon Sonstige
Sachversicherung |
498.942 |
533.881 |
339.434 |
422.879 |
104.727 |
61.250 |
| Transport- und
Luftfahrtversicherung |
14.732 |
13.293 |
7.055 |
6.143 |
5.744 |
5.812 |
|
Beistandsleistungsversicherung |
2.208 |
2.287 |
2.096 |
2.057 |
- |
141 |
| Sonstige
Versicherungen |
101.930 |
86.746 |
87.601 |
72.041 |
9.732 |
10.763 |
| Selbst abgeschlossenes
Geschäft |
4.621.571 |
4.484.116 |
3.935.246 |
4.000.416 |
248.005 |
90.470 |
In Rückdeckung
übernommenes Geschäft |
348.298 |
289.481 |
137.418 |
88.312 |
108.164 |
96.735 |
| Gesamtes
Versicherungsgeschäft |
4.969.869 |
4.773.597 |
4.072.663 |
4.088.728 |
356.169 |
187.205 |
12 Rückstellung für
erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige
Beitragsrückerstattung
Diese Bilanzposition beinhaltet die entsprechend den
vertraglichen Vereinbarungen bzw. der Satzung zu bildende
Rückstellung für erfolgsabhängige und
erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung.
Die darin enthaltene vertragliche
Beitragsrückerstattung in der Unfallversicherung mit
garantierter Beitragsrückgewähr, die nach Art der
Lebensversicherung betrieben wird, entwickelte sich wie
folgt:
|
2023
Tsd. EUR |
2022
Tsd. EUR |
| Stand am 1. Januar |
1.492 |
1.585 |
| Entnahme im
Geschäftsjahr |
99 |
93 |
| Zuweisung aus dem
Überschuss des Geschäftsjahres |
- |
- |
| Stand am 31.
Dezember |
1.393 |
1.492 |
| Hiervon entfallen
auf |
|
|
| bereits festgelegte,
aber noch nicht zugeteilte laufende
Überschussanteile |
20 |
22 |
| bereits festgelegte,
aber noch nicht zugeteilte
Schlussüberschussanteile |
104 |
97 |
| den Fonds für
Schlussüberschussanteile (ohne vorstehende
Schlussüberschussanteile) |
1.156 |
1.298 |
| den ungebundenen Teil
der Rückstellung für
Beitragsrückerstattung |
113 |
75 |
Die Anteilssätze für die
Überschussbeteiligung in der Unfallversicherung mit
garantierter Beitragsrückgewähr werden im Anhang
unter den Sonstigen Angaben genannt und erläutert.
Die ebenfalls hier ausgewiesene Rückstellung
für Beitragsrückerstattung für die in Teilen
der Versicherungsbedingungen zur Allgemeinen
Unfallversicherung beschriebene Überschussbeteiligung
im Leistungsfall entwickelte sich folgendermaßen:
|
2023
Tsd. EUR |
2022
Tsd. EUR |
| Stand am 1. Januar |
968 |
428 |
| Entnahme im
Geschäftsjahr |
173 |
153 |
| Zuweisung aus dem
Überschuss des Geschäftsjahres |
- |
693 |
| Stand am 31.
Dezember |
795 |
968 |
| Hiervon entfallen
auf |
|
|
| bereits festgelegte,
aber noch nicht zugeteilte laufende
Überschussanteile |
189 |
173 |
| bereits festgelegte,
aber noch nicht zugeteilte
Schlussüberschussanteile |
- |
- |
| den Fonds für
Schlussüberschussanteile (ohne vorstehende
Schlussüberschussanteile) |
- |
- |
| den ungebundenen Teil
der Rückstellung für
Beitragsrückerstattung |
606 |
795 |
Die Renten in der
Kinder-Invaliditäts-Zusatzversicherung (KIZ) wurden
zum 1. Januar 2024 um 0,35 % erhöht. Die
überschussberechtigten Renten aus dem Produkt
Unfall-Rente (ab Bedingungswerk AUB Mai 2009) wurden zum 1.
Januar 2024 ebenfalls um 0,35 % erhöht.
13 Rückstellungen für
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Die Rückstellungen für Pensionen und
ähnliche Verpflichtungen betrugen im
Geschäftsjahr 826.665 (844.442) Tsd. Euro. Hierbei
handelt es sich insbesondere um die arbeitgeberfinanzierten
Pensionsverpflichtungen der ehemaligen Provinzial Rheinland
Versicherung AG sowie um die Verpflichtungen aus den
Versorgungsregelungen zur Entgeltumwandlung (VO 1999, ProME
und PZG) und die Pensionsverpflichtungen aus
Altersteilzeitvereinbarungen der ehemaligen
Westfälischen Provinzial Versicherung AG. Die
arbeitgeberfinanzierten Pensionsverpflichtungen der
ehemaligen Westfälischen Provinzial Versicherung AG
werden gemäß den geschlossenen
Schuldbeitrittserklärungen grundsätzlich bei der
Muttergesellschaft Provinzial Holding AG ausgewiesen. Im
Vergleich zu den von erheblichen
Zinsänderungsaufwendungen geprägten Vorjahren
führte der seit Anfang 2022 beobachtete Zinsanstieg im
Jahr 2023 erstmalig zu Erträgen aus der Erhöhung
des Rechnungszinses und trug dadurch insgesamt zu dem
Rückgang der Rückstellungen bei.
Angaben gemäß § 253
Abs. 6 HGB
Gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB wurde
mit dem durchschnittlichen Zinssatz der letzten zehn Jahre
abgezinst. Unter Anwendung des durchschnittlichen
Marktzinssatzes über sieben Jahre in Höhe von
1,74 (1,44) % wären die Rückstellungen für
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen um 9.633
(44.327) Tsd. Euro höher ausgefallen.
14 Sonstige Rückstellungen
|
2023
Tsd. EUR |
2022
Tsd. EUR |
| Rückstellung
für noch nicht abgerechnete Provisionen |
42.945 |
33.924 |
| Rückstellung
für Langzeitguthaben* |
12.611 |
9.653 |
| Rückstellungen
für Urlaubsansprüche und
Gleitzeitguthaben |
11.823 |
11.167 |
| Rückstellung
für Jubiläumszuwendungen |
11.085 |
11.239 |
| Rückstellung
für ausstehende Rechnungen |
3.815 |
9.966 |
| Rückstellungen
für Sonderzahlungen und Tantiemen |
2.461 |
3.854 |
| Rückstellung
für Jahresabschlusskosten |
1.795 |
1.887 |
| Rückstellung
für Ausgleichsansprüche gemäß
§ 89b HGB |
1.604 |
2.066 |
| Rückstellung
für Unterhalt und Instandsetzung
Verwaltungsgebäude |
1.424 |
1.424 |
| Rückstellungen
für Altersteilzeit* |
231 |
377 |
| Übrige
Rückstellungen |
2.174 |
3.781 |
|
91.968 |
89.339 |
* Gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 und
3 HGB wurden diese Rückstellungen mit den sie
bedeckenden Rückdeckungsversicherungen verrechnet.
Sofern die Zeitwerte der Rückdeckungsversicherungen
den Erfüllungsbetrag überstiegen, wurden die die
Rückstellungen übersteigenden Beträge auf
der Aktivseite unter der Bilanzposition Aktiver
Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung
ausgewiesen.
15 Andere Verbindlichkeiten
In dieser Position befinden sich Verbindlichkeiten in
Höhe von 216 (255) Tsd. Euro mit einer Restlaufzeit
von mehr als fünf Jahren. Sie betrafen
vollständig die Verbindlichkeiten aus dem selbst
abgeschlossenen Versicherungsgeschäft gegenüber
Versicherungsnehmern. Verbindlichkeiten, die durch
Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind,
bestanden nicht.
Erläuterungen zur Gewinn- und
Verlustrechnung
16 Versicherungstechnische
Rechnung
| Versicherungszweige |
Gebuchte
Bruttobeiträge |
Verdiente
Bruttobeiträge |
Verdiente
Nettobeiträge |
|
2023 |
2022 |
2023 |
2022 |
2023 |
2022 |
|
Tsd. EUR |
Tsd. EUR |
Tsd. EUR |
Tsd. EUR |
Tsd. EUR |
Tsd. EUR |
| Unfallversicherung |
177.292 |
174.634 |
176.828 |
174.246 |
175.954 |
173.256 |
|
Haftpflichtversicherung |
306.693 |
297.700 |
305.193 |
297.244 |
295.489 |
287.792 |
|
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung |
487.539 |
481.954 |
487.496 |
481.942 |
484.664 |
479.193 |
| Sonstige
Kraftfahrtversicherungen |
382.607 |
372.076 |
382.571 |
372.064 |
378.628 |
368.168 |
| Feuer- und
Sachversicherungen |
1.774.510 |
1.546.923 |
1.743.340 |
1.529.642 |
978.947 |
868.269 |
| davon
Feuerversicherung |
183.318 |
158.573 |
180.876 |
157.108 |
115.737 |
98.792 |
davon Verbundene
Hausratversicherung |
178.924 |
172.362 |
175.841 |
170.876 |
141.320 |
139.556 |
davon Verbundene
Wohngebäudeversicherung |
1.050.530 |
901.441 |
1.030.638 |
891.282 |
475.089 |
411.572 |
davon Sonstige
Sachversicherung |
361.737 |
314.547 |
355.985 |
310.376 |
246.801 |
218.350 |
| Transport- und
Luftfahrtversicherung |
11.260 |
10.060 |
10.657 |
9.682 |
10.051 |
8.909 |
|
Beistandsleistungsversicherung |
11.451 |
10.899 |
11.436 |
10.889 |
11.424 |
10.875 |
| Sonstige
Versicherungen |
40.760 |
36.063 |
40.135 |
35.549 |
23.020 |
20.555 |
| Selbst abgeschlossenes
Geschäft |
3.192.112 |
2.930.309 |
3.157.655 |
2.911.257 |
2.358.176 |
2.217.017 |
| In Rückdeckung
übernommenes Geschäft |
164.851 |
144.749 |
166.781 |
145.422 |
127.109 |
104.783 |
| Gesamtes
Versicherungsgeschäft |
3.356.963 |
3.075.057 |
3.324.436 |
3.056.679 |
2.485.285 |
2.321.800 |
| Versicherungszweige |
Bruttoaufwendungen
für Versicherungsfälle |
Bruttoaufwendungen für
den Versicherungsbetrieb |
Rückversicherungssaldo gemäß
§ 51 Abs. 4 Nr. 1. f) RechVersV* |
|
2023 |
2022 |
2023 |
2022 |
2023 |
2022 |
|
Tsd. EUR |
Tsd. EUR |
Tsd. EUR |
Tsd. EUR |
Tsd. EUR |
Tsd. EUR |
| Unfallversicherung |
56.595 |
70.842 |
50.394 |
47.876 |
-1.895 |
434 |
|
Haftpflichtversicherung |
143.537 |
124.526 |
103.533 |
96.254 |
-3.555 |
-2.831 |
|
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung |
446.426 |
367.997 |
89.559 |
79.310 |
11.571 |
1.270 |
| Sonstige
Kraftfahrtversicherungen |
360.061 |
326.197 |
78.218 |
78.482 |
-3.341 |
-4.803 |
| Feuer- und
Sachversicherungen |
956.210 |
1.225.586 |
428.682 |
381.446 |
-190.703 |
16.160 |
| davon
Feuerversicherung |
101.789 |
116.730 |
50.121 |
45.107 |
-20.527 |
-5.336 |
davon Verbundene
Hausratversicherung |
60.382 |
48.690 |
52.996 |
51.962 |
-20.065 |
-17.932 |
davon Verbundene
Wohngebäudeversicherung |
630.963 |
875.223 |
219.046 |
187.724 |
-104.765 |
39.423 |
davon Sonstige
Sachversicherung |
163.076 |
184.943 |
106.520 |
96.653 |
-45.346 |
5 |
| Transport- und
Luftfahrversicherung |
7.537 |
6.760 |
5.318 |
4.932 |
-71 |
-310 |
|
Beistandsleistungsversicherung |
7.002 |
5.261 |
3.395 |
3.661 |
-12 |
-14 |
| Sonstige
Versicherungen |
45.999 |
15.173 |
15.887 |
14.232 |
12.751 |
-7.373 |
| Selbst abgeschlossenes
Geschäft |
2.023.367 |
2.142.342 |
774.988 |
706.194 |
-175.255 |
2.534 |
In Rückdeckung
übernommenes
Geschäft |
102.454 |
89.819 |
57.979 |
53.793 |
-16.701 |
-818 |
| Gesamtes
Versicherungsgeschäft |
2.125.821 |
2.232.162 |
832.967 |
759.988 |
-191.956 |
1.716 |
* - = Ertrag der Rückversicherer.
| Versicherungszweige |
Versicherungstechnische Ergebnisse für
eigene Rechnung vor Veränderung
der Schwankungsrückstellung |
Veränderung der Schwankungsrückstellung
und ähnlicher Rückstellungen* |
Versicherungstechnische
Ergebnisse für eigene
Rechnung |
|
2023 |
2022 |
2023 |
2022 |
2023 |
2022 |
|
Tsd. EUR |
Tsd. EUR |
Tsd. EUR |
Tsd. EUR |
Tsd. EUR |
Tsd. EUR |
| Unfallversicherung |
70.239 |
58.015 |
- |
- |
70.239 |
58.015 |
|
Haftpflichtversicherung |
54.353 |
74.157 |
-33 |
-10 |
54.320 |
74.147 |
|
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung |
-39.459 |
33.567 |
- |
- |
-39.459 |
33.567 |
| Sonstige
Kraftfahrtversicherungen |
-70.205 |
-38.124 |
- |
0 |
-70.205 |
-38.124 |
| Feuer- und
Sachversicherungen |
133.270 |
-85.997 |
-158.743 |
-35.832 |
-25.472 |
-121.830 |
| davon
Feuerversicherung |
4.612 |
-13.156 |
-2.214 |
2.019 |
2.398 |
-11.137 |
davon Verbundene
Hausratversicherung |
38.224 |
48.621 |
- |
- |
38.224 |
48.621 |
davon Verbundene
Wohngebäudeversicherung |
48.862 |
-150.664 |
-113.052 |
0 |
-64.190 |
-150.664 |
davon Sonstige
Sachversicherung |
41.572 |
29.201 |
-43.477 |
-37.852 |
-1.905 |
-8.651 |
| Transport- und
Luftfahrtversicherung |
-2.264 |
-2.325 |
69 |
394 |
-2.195 |
-1.931 |
|
Beistandsleistungsversicherung |
1.065 |
1.991 |
141 |
-141 |
1.206 |
1.850 |
| Sonstige
Versicherungen |
-9.268 |
-1.052 |
1.032 |
-2.594 |
-8.236 |
-3.645 |
| Selbst abgeschlossenes
Geschäft |
137.732 |
40.233 |
-157.534 |
-38.183 |
-19.802 |
2.049 |
| In Rückdeckung
übernommenes Geschäft |
-15.323 |
-3.260 |
-11.429 |
749 |
-26.752 |
-2.512 |
| Gesamtes
Versicherungsgeschäft |
122.409 |
36.972 |
-168.963 |
-37.434 |
-46.554 |
-462 |
* - = Zuführung zur
Schwankungsrückstellung und ähnlichen
Rückstellungen.
17 Technischer Zinsertrag für
eigene Rechnung
In dieser Position ist die Zinszuführung zu den
Brutto-Rentendeckungsrückstellungen aus dem selbst
abgeschlossenen Unfall-, Haftpflicht- und
Kraftfahrzeug-Haftpflichtgeschäft enthalten. Der
technische Zinsertrag wurde hierfür mittels eines
Rechnungszinses aus dem abgezinsten Jahresendbestand der
Rückstellungen ermittelt. Dabei orientieren sich die
Rechnungszinsen an den Regelungen zum jeweiligen
Höchstrechnungszins gemäß
Deckungsrückstellungsverordnung.
Die Position für die
Kinder-Invaliditäts-Zusatzversicherung (KIZ) und die
Unfall-Rente (ab Bedingungswerk AUB Mai 2009) beinhaltet
außerdem den Zinsertrag des anteiligen
Sicherungsvermögens in Höhe von 0,13 %.
Zudem umfasst die Position die Erträge aus den
Kapitalanlagen des für die
Brutto-Beitragsdeckungsrückstellung für die
Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr
gebildeten Sicherungsvermögens. Der technische
Zinsertrag wurde mittels der für das
Sicherungsvermögen ausgewiesenen Rendite ermittelt.
18 Aufwendungen für
Versicherungsfälle für eigene Rechnung
Die Gewinne aus der Abwicklung der
Schadenrückstellung für
Vorjahresversicherungsfälle für eigene Rechnung
betrugen insgesamt 11,9 % der verdienten Beiträge
für eigene Rechnung. Sie sind hauptsächlich auf
die Unfall-, die Haftpflicht- sowie die Verbundene
Wohngebäudeversicherung zurückzuführen.
19 Aufwendungen für
erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige
Beitragsrückerstattungen für eigene Rechnung
|
2023 |
2022 |
|
Tsd. EUR |
Tsd. EUR |
|
erfolgsabhängig |
- |
693 |
|
erfolgsunabhängig |
7.466 |
6.673 |
|
7.466 |
7.366 |
20 Bruttoaufwendungen für den
Versicherungsbetrieb
|
2023 |
2022 |
|
Tsd. EUR |
Tsd. EUR |
|
Abschlussaufwendungen |
382.626 |
368.357 |
|
Verwaltungsaufwendungen |
450.342 |
391.631 |
|
832.967 |
759.988 |
21 Erträge aus anderen
Kapitalanlagen
|
2023 |
2022 |
|
Tsd. EUR |
Tsd. EUR |
Erträge aus
Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten
und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken |
13.533 |
10.035 |
| Erträge aus anderen
Kapitalanlagen |
56.350 |
103.996 |
|
69.883 |
114.031 |
22 Abschreibungen auf
Kapitalanlagen
|
2023 |
2022 |
|
Tsd. EUR |
Tsd. EUR |
| Abschreibungen auf
Kapitalanlagen |
11.235 |
14.719 |
| davon
außerplanmäßige Abschreibungen
gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB |
8.892 |
377 |
23 Sonstige Erträge und
Aufwendungen
|
2023 |
2022 |
|
Tsd. EUR |
Tsd. EUR |
| Sonstige
Erträge |
344.544 |
271.411 |
| davon Zinserträge
gemäß § 277 Abs. 5 HGB |
6.647 |
437 |
| davon Erträge aus
der Währungsumrechnung gemäß §
277 Abs. 5 HGB |
5 |
53 |
| Sonstige
Aufwendungen |
347.019 |
308.418 |
| davon Zinsaufwendungen
gemäß § 277 Abs. 5 HGB |
15.037 |
26.508 |
| davon Aufwendungen aus
der Währungsumrechnung gemäß §
277 Abs. 5 HGB |
- |
26 |
24 Steuern vom Einkommen und vom
Ertrag
Zwischen der Provinzial Versicherung AG und der
Provinzial Holding AG besteht eine ertragsteuerliche
Organschaft. Die Provinzial Holding AG führt als
Organträgerin die Ertragsteuern der Provinzial
Versicherung AG ab.
Angaben gemäß § 285 Nr.
30a HGB
Das Gesetz zur Umsetzung der Richtlinie (EU)
2022/2523 des Rates zur Gewährleistung einer globalen
Mindestbesteuerung für Unternehmensgruppen
(Mindeststeuergesetz) und weiterer Begleitmaßnahmen
trat nach Verkündung im Bundesgesetzblatt vom 27.
Dezember 2023 innerhalb des Berichtsjahres am 28. Dezember
2023 in Kraft und ist seit dem Jahr 2024 in Anwendung
befindlich.
Die Provinzial Holding AG hat als verantwortliches
Mutterunternehmen für den gesamten Provinzial Konzern
den Sachverhalt geprüft und dahingehend eine
Betroffenheitsanalyse vorgenommen. Die qualitative
Betroffenheitsanalyse hat ergeben, dass der Konzern von dem
Anwendungsbereich des § 1 MinStG umfasst wird, jedoch
keine wirtschaftliche Betroffenheit besteht, da die
Übergangsregelung bei untergeordneter internationaler
Tätigkeit nach § 83 MinStG für den
Provinzial Konzern greift und in Anspruch genommen wird.
Auch für die Provinzial Versicherung AG wird die
Übergangsregelung nach § 83 MinStG in Anspruch
genommen. Aus diesem Grund wird diese Kapitalgesellschaft
von der Mindeststeuer befreit, es ergibt sich kein
tatsächlicher Steueraufwand/-ertrag nach dem
Mindeststeuergesetz.
Für alle weiteren Handlungen wird die Provinzial
Holding AG als Verantwortliche für den gesamten
Provinzial Konzern tätig werden.
Sonstige Angaben
Angaben gemäß § 51 Abs.
4 Nr. 1. i) RechVersV
Anzahl der selbst
abgeschlossenen mindestens
einjährigen Schaden- und
Unfallversicherungsverträge |
2023 |
2022 |
| Versicherungszweige |
|
|
| Unfallversicherung |
523.982 |
526.899 |
|
Haftpflichtversicherung |
1.688.457 |
1.705.722 |
|
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung |
1.769.936 |
1.781.970 |
| Sonstige
Kraftfahrtversicherungen |
1.458.371 |
1.469.289 |
| Feuer- und
Sachversicherungen |
3.720.781 |
3.747.675 |
| davon
Feuerversicherung |
318.917 |
323.545 |
| davon Verbundene
Hausratversicherung |
999.970 |
1.017.434 |
| davon Verbundene
Wohngebäudeversicherung |
1.100.959 |
1.110.941 |
| davon Sonstige
Sachversicherung |
1.300.935 |
1.295.755 |
| Transport- und
Luftfahrtversicherung |
16.113 |
14.046 |
|
Beistandsleistungsversicherung |
823.883 |
825.918 |
| Sonstige
Versicherungen |
135.804 |
129.980 |
|
10.137.327 |
10.201.499 |
Angaben gemäß § 51 Abs.
5 RechVersV
| Provisionen und sonstige
Bezüge der Versicherungsvertreter,
Personalaufwendungen |
2023 |
2022 |
|
Tsd. EUR |
Tsd. EUR |
Provisionen jeglicher
Art der Versicherungsvertreter im Sinne des
§ 92 HGB für das selbst
abgeschlossene Versicherungsgeschäft |
443.020 |
389.635 |
| Sonstige Bezüge der
Versicherungsvertreter im Sinne des § 92
HGB |
11.082 |
10.120 |
| Löhne und
Gehälter |
277.070 |
247.768 |
| Soziale Abgaben und
Aufwendungen für Unterstützung |
45.809 |
41.786 |
| Aufwendungen für
Altersversorgung |
7.202 |
17.465 |
|
784.183 |
706.774 |
Angaben gemäß § 28 Abs.
8 Nr. 3 RechVersV in Verbindung mit § 28 Abs. 9
RechVersV Überschussbeteiligung für die
Unfallversicherung mit garantierter
Beitragsrückgewähr (UBR)
Alle Unfallversicherungen mit
Beitragsrückgewähr sind in der Bestandsgruppe UBR
zusammengefasst. Sie erhalten eine Gewinnbeteiligung auf
Grundlage der "Besonderen Bedingungen für die
Unfallversicherungen mit Beitragsrückgewähr" und
der "Grundlagen für die Überschussbeteiligung in
der Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr".
Danach erhalten beitragspflichtige UBR-Versicherungen einen
Grundanteil sowie einen Zinsanteil gutgeschrieben.
Die gutgeschriebenen Gewinnanteile werden verzinslich
angesammelt. Verträge, die die vertraglich vereinbarte
Beitragszahlungsdauer erfüllt haben, erhalten bei
Ablauf des Vertrags einen zusätzlichen
Schlussüberschussanteil. Im Fall des vorzeitigen Todes
werden die in der Rückstellung für
Beitragsrückerstattung finanzierten Mittel für
den Schlussgewinnanteil gezahlt.
Für die im Kalenderjahr 2024 beginnenden
Versicherungsjahre werden folgende
Überschussanteilssätze festgesetzt:
|
Grundanteil in % des
Jahresrückgewährbetrags |
Zinsüberschussanteil in % des
Deckungskapitals zum Ende
des Versicherungsjahres vor
dem Zuteilungstermin |
Schlussüberschussanteil in %
der erreichten Rückgewährsumme |
| Beitragspflichtige
Versicherungen |
- (-) |
0,0 % (0,0 %) |
3,50 % (3,90 %) |
| Tariflich beitragsfreie
Versicherungen |
- (-) |
0,0 % (0,0 %) |
3,50 % (3,90 %) |
| Beitragsfreie
Versicherungen |
- (-) |
0,0 % (0,0 %) |
- (-) |
Versicherungen mit dem
Überschussbeteiligungssystem "Verzinsliche Ansammlung"
erhalten neben der Verzinsung mit dem tariflichen
Rechnungszins einen zusätzlichen
Ansammlungsüberschussanteil auf das mit dem
Rechnungszins verzinste Vorjahresguthaben.
| Rechnungszins |
Ansammlungs-
überschussanteil |
| 2,75 % (2,75 %) |
0,0 % (0,0 %) |
Angaben gemäß § 251 HGB
und § 285 Nr. 3 bzw. Nr. 3a HGB
Aufgrund der Mitgliedschaft im Solidaritätspool
der öffentlichen Versicherer zur Deckung von
Terrorismusschäden ist die Provinzial Versicherung AG
verpflichtet, die für die Sicherstellung des
Pool-Schutzes erforderlichen Mittel, ihrem Pool-Anteil
entsprechend, bis zu einem Betrag von 52.473 (52.473) Tsd.
Euro zur Verfügung zu stellen.
Aus der Mitgliedschaft der Provinzial Versicherung AG
in der Pharma-Rückversicherungs-Gemeinschaft besteht
für den Fall, dass eines der übrigen Mitglieder
zahlungsunfähig wird, eine anteilige Bürgschaft.
Gleichartige Verpflichtungen bestehen aufgrund von
Verträgen mit dem Deutschen Luftpool. Der Deutsche
Luftpool, der seit dem 1. Januar 2004 die aktive
Risikozeichnung eingestellt und sich auf die Restabwicklung
der Altverträge konzentriert hatte, wurde zum 31.
Dezember 2022 aufgelöst. Aufgrund der gesetzlichen
Nachhaftungsfristen besteht bis zum 31. Dezember 2027
weiterhin eine gesamtschuldnerische Haftung.
Die arbeitgeberfinanzierten Pensions- und
Beihilfeverpflichtungen insbesondere für
Versorgungsberechtigte der ehemaligen Westfälischen
Provinzial Versicherung AG sowie die Verpflichtungen aus
dem Gesetz zu Artikel 131 GG sind durch eine
Schuldbeitrittserklärung mit
Erfüllungsübernahme auf die Provinzial Holding AG
übergegangen. Als schuldbeitretendes und
bilanzierendes Unternehmen hat sich die Provinzial Holding
AG verpflichtet, die Versorgungsleistungen zu
übernehmen. Für die Provinzial Versicherung AG
als ursprünglich verpflichtetes Unternehmen besteht
weiterhin eine Gewährleistungsverpflichtung. Zum 31.
Dezember 2023 belief sich diese Verpflichtung auf 911.132
(872.950) Tsd. Euro. Hingegen werden die
arbeitgeberfinanzierten Pensionsverpflichtungen
insbesondere für Versorgungsberechtigte der ehemaligen
Provinzial Rheinland Versicherung AG sowie die
Verpflichtungen aus dem Gesetz zu Artikel 131 GG in der
Provinzial Versicherung AG selbst bilanziert. Die seitens
der ehemaligen Provinzial Rheinland Versicherung AG
bestehenden Beihilfeverpflichtungen wurden 2002 von der
Provinzial Rheinland Holding AöR übernommen. Die
Provinzial Versicherung AG haftet für diese
Verpflichtungen, die einen Teil der in der Provinzial
Rheinland Holding AöR bilanzierten
Beihilfeverpflichtungen ausmachen, gesamtschuldnerisch in
Höhe von 150.736 (153.802) Tsd. Euro.
Die Provinzial Versicherung AG war im Berichtsjahr
Mitglied des Vereins Verkehrsopferhilfe e. V. Aufgrund
dieser Mitgliedschaft ist sie verpflichtet, dem Verein die
für die Durchführung der Vereinszwecke
erforderlichen Mittel zur Verfügung zu stellen, und
zwar entsprechend ihrem Anteil an den Beitragseinnahmen,
die die Mitgliedsunternehmen aus dem selbst abgeschlossenen
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherungsgeschäft jeweils
im vorletzten Kalenderjahr erzielt haben. Ferner war die
Provinzial Versicherung AG im Berichtsjahr Mitglied des
Vereins Deutsches Büro Grüne Karte e. V.
Die Provinzial Versicherung AG hat mit der ProTect
Versicherung einen Beherrschungs- und
Gewinnabführungsvertrag geschlossen. Ab dem 1. Januar
2024 besteht ebenfalls ein Beherrschungs- und
Gewinnabführungsvertrag mit der Sparkassen
DirektVersicherung AG. Mit der Hamburger Feuerkasse
Versicherungs-AG besteht ein Beherrschungsvertrag. Daraus
ergibt sich die Pflicht der Provinzial Versicherung AG,
eventuell auftretende Jahresfehlbeträge auszugleichen.
Gegenüber der ProSA-Feuer
Beteiligungsgesellschaft und der PR Equity GmbH bestanden
offene Zusagen über Kapitaleinzahlungen für
Investitionstätigkeiten in Höhe von 20.000
(8.000) Tsd. Euro. Die Provinzial Versicherung AG hat im
Berichtsjahr satzungsgemäß Anteile am
Stammkapital der VöV Rückversicherung KöR
gehalten. Die Anteile beliefen sich auf 2.325 (2.325) Tsd.
Euro. Stammkapitaleinzahlungen wurden bisher nicht
eingefordert. Weitere finanzielle Verpflichtungen bestanden
gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von
41.070 (37.420) Tsd. Euro. Gegenüber
Beteiligungsunternehmen bestanden keine weiteren
finanziellen Verpflichtungen. Im Vorjahr hatten sie 495
Tsd. Euro betragen.
Zudem bestanden Einzahlungsverpflichtungen in
Wertpapier- und Immobilienfonds bis zu einer Höhe von
305.051 (603.210) Tsd. Euro sowie sonstige finanzielle
Verpflichtungen in Höhe von 1.365 (341) Tsd. Euro aus
zugesagten, noch nicht ausgezahlten Hypothekendarlehen. Bei
den anderen Kapitalanlagen bestanden sonstige finanzielle
Verpflichtungen und Haftungssummen aus
Genossenschaftsanteilen in Höhe von 4 (4) Tsd. Euro.
Nach unserem aktuellen Kenntnisstand gehen wir auch
für die Zukunft davon aus, dass das Risiko der
Inanspruchnahme aus den aufgeführten
Haftungsverhältnissen wie in der Vergangenheit zu
keinem wesentlichen zusätzlichen Aufwand für die
Provinzial Versicherung AG führen wird.
Angaben gemäß § 285 Nr.
7 HGB
Im Geschäftsjahr 2023 waren bei der Provinzial
Versicherung AG durchschnittlich 3.651 (3.672)
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, von
denen 1.914 (1.935) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
über einen Doppelarbeitsvertrag auch bei der
Provinzial Rheinland Lebensversicherung AG angestellt sind.
Insgesamt entfielen auf den Innendienst 3.313 (3.321) und
auf den Außendienst 338 (351) Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter.
Angaben gemäß § 285 Nr.
9. a) HGB
Bezüge der Mitglieder des
Vorstands
Die nach den Vorgaben des § 285 Nr. 9. a) HGB
berechneten Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands
der Provinzial Versicherung AG betrugen 1.783 Tsd. Euro.
Bezüge für die Tätigkeit in verbundenen
Unternehmen sind in den Angaben nicht enthalten.
| Mitglieder des
Vorstands |
Gezahlte
fixe Bezüge |
Gezahlte
variable
Bezüge für
Vorjahre |
Sonstige
Bezüge
1) |
Gesamtbezüge |
Ansprüche auf
variable
Bezüge für das Geschäftsjahr
2) |
|
2023 |
2023 |
2023 |
2023 |
2023 |
|
Tsd. EUR |
Tsd. EUR |
Tsd. EUR |
Tsd. EUR |
Tsd. EUR |
| Dr. Wolfgang Breuer,
Vorsitzender |
184 |
52 |
64 |
300 |
78 |
| Patric Fedlmeier,
Stellvertretender Vorsitzender |
292 |
91 |
185 |
568 |
99 |
| Sabine Krummenerl |
327 |
96 |
225 |
648 |
111 |
| Guido Schaefers |
64 |
44 |
38 |
146 |
18 |
| Dr. Ulrich Scholten |
152 |
38 |
71 |
261 |
52 |
| Dr. Rainer Sommer (seit
1. Juni 2023) |
142 |
- |
51 |
192 |
36 |
| Summe |
1.161 |
320 |
634 |
2.116 |
395 |
1) Die sonstigen Bezüge umfassen
Dienstzeitaufwendungen in Höhe von 407 Tsd. Euro bzw.
Zahlungen zum Aufbau einer individuellen Altersversorgung
sowie sonstige Sachbezüge (z. B. aus der Nutzung von
Dienstfahrzeugen).
2) Hierbei handelt es sich um die Tantiemen
für das Geschäftsjahr 2023 aufgrund der
voraussichtlichen Zielerreichung im Jahr 2023 und unter der
Annahme, dass die Gruppensolvabilität in den Jahren
2024, 2025 und 2026 jeweils mindestens 120 % beträgt.
Bezüge der Mitglieder des
Aufsichtsrats
Die Gesamtbezüge der Mitglieder des
Aufsichtsrats für ihre Tätigkeit im Aufsichtsrat
der Provinzial Versicherung AG betrugen 234.000 Euro.
Bezüge für die Aufsichtsratstätigkeit in
verbundenen Unternehmen sind hierin nicht enthalten. Das
Vergütungssystem für die Aufsichtsräte
beinhaltet keine erfolgsbezogenen Komponenten.
| Mitglieder des
Aufsichtsrats |
Fixe
Bezüge
*
2023
EUR |
| Prof. Dr. Liane
Buchholz, Vorsitzende |
18.000 |
| Ansgar Pöppelmann,
Stellvertretender Vorsitzender |
16.500 |
| Sören
Börding |
12.000 |
| Götz Bormann |
12.000 |
| Dr. Martin Creutz |
9.000 |
| Eva Irrgang |
9.000 |
| Rainer Jahnke |
12.000 |
| Prof. Dr. Christoph
Landscheidt |
9.000 |
| Kristin Lange |
9.000 |
| Ulrike Lubek |
15.000 |
| Dr. Georg Lunemann |
12.000 |
| Mira Mende |
12.000 |
| Friederike
Michels-Funcke |
12.000 |
| Anke Paletta |
12.000 |
| Dr. Eckhard
Ruthemeyer |
13.500 |
| Frank Schischefsky |
9.000 |
| Manfred Schnur |
9.000 |
| Peter Scholten |
12.000 |
| Alexandra Skubella |
9.000 |
| Anne Wimmersberg |
12.000 |
| Gesamtbezüge |
234.000 |
* Nach beamtenrechtlichen Grundsätzen
werden die Bezüge einzelner
Anteilseignervertreterinnen und -vertreter im Aufsichtsrat
teilweise oder vollständig an den Dienstherrn im
Hauptamt abgeführt. Nach Beschluss des Deutschen
Gewerkschaftsbunds sind Arbeitnehmervertreterinnen und
-vertreter im Aufsichtsrat, die Mitglied einer Gewerkschaft
sind, ebenfalls dazu verpflichtet, ihre Vergütung
teilweise oder vollständig an die Gewerkschaft
abzuführen.
Angaben gemäß § 285 Nr.
9. b) HGB
Die Versorgungsbezüge der früheren
Mitglieder des Vorstands der Provinzial Versicherung AG und
ihrer Hinterbliebenen betrugen 1.661 Tsd. Euro. Die
Rückstellung für Pensionen und Anwartschaften auf
Pensionen früherer Mitglieder des Vorstands und ihrer
Hinterbliebenen hatte einen Bilanzwert von 26.397 Tsd.
Euro.
Angaben gemäß § 285 Nr.
9. c) HGB
Am Bilanzstichtag bestanden Darlehensforderungen
gegenüber Mitgliedern des Aufsichtsrats in Höhe
von 79 Tsd. Euro. Der durchschnittliche Zinssatz betrug 3,2
%. Rückzahlungen erfolgten im Jahr 2023 in Höhe
von 1 Tsd. Euro. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden
keine Darlehensforderungen erlassen.
Angaben gemäß § 285 Nr.
10 HGB
Die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats
sind in den Kapiteln Vorstand und Aufsichtsrat
aufgeführt. Diese Kapitel sind Bestandteil des
Anhangs.
Angaben gemäß § 285 Nr.
14 HGB
Die Provinzial Versicherung AG wird in den
Konzernabschluss der Provinzial Holding AG, Münster,
einbezogen. Der Konzernabschluss wird im
Unternehmensregister bekannt gemacht. Die Gesellschaft ist
somit gemäß § 291 Abs. 1 HGB von der
Aufstellung eines eigenen Konzernabschlusses und
Konzernlageberichts befreit.
Es besteht ein Beherrschungs- und
Gewinnabführungsvertrag mit der Provinzial Holding AG.
Angaben gemäß § 285 Nr.
17 HGB
Die Angaben zu dem vom Abschlussprüfer für
das Geschäftsjahr 2023 berechneten Gesamthonorar sind
in den Anhangangaben zum Konzernabschluss der Provinzial
Holding AG enthalten. Die dort berücksichtigten
Honorare für Abschlussprüfungsleistungen betrafen
die Prüfung des Jahresabschlusses sowie der
Solvabilitätsübersicht. Honorare für andere
Bestätigungs- und Bewertungsleistungen fielen für
weitere gesetzlich vorgeschriebene Prüfungen an.
Sonstige Leistungen wurden für projektbezogene
Beratungen erbracht.
Angaben gemäß § 285 Nr.
21 HGB
Geschäfte zu nicht marktüblichen
Bedingungen mit nahe stehenden Unternehmen und Personen,
die für die Beurteilung der Finanzlage wesentlich
sind, wurden im Berichtsjahr 2023 nicht getätigt.
Angaben gemäß § 285 Nr.
23 HGB
Bewertungseinheiten entsprechend § 254 HGB waren
am Bilanzstichtag nicht vorhanden.
Angaben gemäß § 285 Nr.
33 HGB - Nachtragsbericht
Zum 1. Januar 2024 schied die
S-Direkt-Verwaltungs-GmbH aus der S-Direkt-Verwaltungs-GmbH
& Co. KG aus. Die Provinzial Versicherung AG, die nach
dem Erwerb weiterer Anteile im Jahr 2023 sämtliche
Kommanditanteile hielt, übernahm das
Handelsgeschäft der Gesellschaft mit allen Aktiva und
Passiva im Wege der Anwachsung. Somit ist die Sparkassen
DirektVersicherung AG nun eine unmittelbare Beteiligung der
Provinzial Versicherung AG.
Münster, den 22.
März 2024
Provinzial Versicherung Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Dr. Wolfgang Breuer
Vorsitzender |
Patric Fedlmeier
Stellvertretender Vorsitzender |
Sabine Krummenerl |
| Guido Schaefers |
Dr. Ulrich Scholten |
Dr. Rainer Sommer |
Bestätigungsvermerk
des unabhängigen Abschlussprüfers
An die Provinzial Versicherung
Aktiengesellschaft, Düsseldorf
Vermerk über die Prüfung des
Jahresabschlusses und des Lageberichts
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Provinzial
Versicherung Aktiengesellschaft, Düsseldorf, -
bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr
vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang,
einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus
haben wir den Lagebericht der Provinzial Versicherung
Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1.
Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die
Erklärung zur Unternehmensführung nach §
289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in
Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht
inhaltlich geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― |
entspricht der beigefügte
Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den
deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und
vermittelt unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der
Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum
31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für
das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31.
Dezember 2023 und
|
| ― |
vermittelt der beigefügte
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der
Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen
steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem
Jahresabschluss, entspricht den deutschen
gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und
Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend
dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht
erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben
genannten Erklärung zur
Unternehmensführung.
|
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB
erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen
Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des
Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die
Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses
und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317
HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr.
537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom
Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere
Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen
ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks
weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen
unabhängig in Übereinstimmung mit den
europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen
und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere
sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung
mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus
erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2
Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen
Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO
erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns
erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet
sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile
zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Besonders wichtige
Prüfungssachverhalte in der Prüfung des
Jahresabschlusses
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind
solche Sachverhalte, die nach unserem
pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in
unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit
unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und
bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu
berücksichtigt; wir geben kein gesondertes
Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Aus unserer Sicht waren folgende Sachverhalte am
bedeutsamsten in unserer Prüfung:
| ― |
Bewertung der Kapitalanlagen
|
| ― |
Bewertung der
Schadenrückstellungen
|
Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen
Prüfungssachverhalte haben wir jeweils wie folgt
strukturiert:
1. Sachverhalt und Problemstellung
2. Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse
3. Verweis auf weitergehende Informationen
Nachfolgend stellen wir die besonders wichtigen
Prüfungssachverhalte dar:
- Bewertung der Kapitalanlagen
1. Im Jahresabschluss der Gesellschaft werden
Kapitalanlagen in der Bilanz in Höhe von T€
6.042.857 (94,3 % der Bilanzsumme) ausgewiesen. Die
handelsrechtliche Bewertung der einzelnen Kapitalanlagen
richtet sich nach den Anschaffungskosten und dem
niedrigeren beizulegenden Wert. Nach § 341b Abs. 2
Satz 1 HGB können gewisse Kapitalanlagen von
Versicherungsunternehmen, die dazu bestimmt sind, dauernd
dem Geschäftsbetrieb zu dienen, nach den für das
Anlagevermögen geltenden Vorschriften bewertet werden.
In diesem Fall werden außerplanmäßige
Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert nur
bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen
(gemildertes Niederstwertprinzip) und nur
vorübergehende Wertminderungen als stille Lasten in
Folgejahre vorgetragen.
Eine Bestimmung als dauernd dem Geschäftsbetrieb
dienend setzen eine Dauerhalteabsicht und -fähigkeit
für diese Kapitalanlagen voraus. Zur Ermittlung des
beizulegenden Werts wird - soweit vorhanden - der
Marktpreis der jeweiligen Kapitalanlage herangezogen. Bei
Kapitalanlagen, deren Bewertung nicht auf Basis von
Börsenpreisen oder sonstigen Marktpreisen erfolgt (wie
z.B. bei Immobilien, Kapitalanlagen in verbundenen
Unternehmen und Beteiligungen, Namensschuldverschreibungen
sowie Schuldscheinforderungen und Darlehen) besteht
aufgrund der Notwendigkeit der Verwendung von
Modellberechnungen ein erhöhtes Bewertungsrisiko. In
diesem Zusammenhang sind von den gesetzlichen Vertretern
Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen,
auch im Hinblick auf mögliche Auswirkungen der
makroökonomischen und geopolitischen Einflussfaktoren
einschließlich der Zinsentwicklung auf die Bewertung
der Kapitalanlagen zu treffen. Geringfügige
Änderungen dieser Annahmen sowie der verwendeten
Methoden können eine wesentliche Auswirkung auf die
Bewertung der Kapitalanlagen haben. Aufgrund der
betragsmäßig wesentlichen Bedeutung der
Kapitalanlagen für die Vermögens- und Ertragslage
der Gesellschaft, des Umfangs der in Folge des gemilderten
Niederstwertprinzips vorgetragenen stillen Lasten sowie der
Ermessensspielräume der gesetzlichen Vertreter und den
damit verbundenen Schätzunsicherheiten war die
Bewertung der Kapitalanlagen im Rahmen unserer Prüfung
von besonderer Bedeutung.
2. Im Rahmen unserer Prüfung haben wir in
Anbetracht der Bedeutung der Kapitalanlagen für das
Gesamtgeschäft der Gesellschaft gemeinsam mit unseren
internen Spezialisten für Kapitalanlagen, die von der
Gesellschaft verwendeten und die von den gesetzlichen
Vertretern getroffenen Annahmen beurteilt. Dabei haben wir
unter anderem unsere Bewertungsexpertise für
Kapitalanlagen, unser Branchenwissen
und unsere Branchenerfahrung zugrunde gelegt. Zudem
haben wir die Ausgestaltung und die Wirksamkeit der
eingerichteten Kontrollen der Gesellschaft zur Bewertung
der Kapitalanlagen und Erfassung des Ergebnisses aus
Kapitalanlagen gewürdigt. Hierauf aufbauend haben wir
weitere analytische Prüfungshandlungen und
Einzelfallprüfungshandlungen in Bezug auf die
Bewertung der Kapitalanlagen vorgenommen. In dem
Zusammenhang haben wir auch die Einschätzung der
gesetzlichen Vertreter hinsichtlich der Auswirkungen der
makroökonomischen und geopolitischen Einflussfaktoren
einschließlich der Zinsentwicklung auf die Bewertung
der Kapitalanlagen gewürdigt. Wir haben unter anderem
auch die zugrundeliegenden Wertansätze und deren
Werthaltigkeit anhand der zur Verfügung gestellten
Unterlagen nachvollzogen und die konsistente Anwendung der
Bewertungsmethoden und die Periodenabgrenzung
überprüft. Darüber hinaus haben wir von der
Gesellschaft erstellte sowie eingeholte Bewertungsgutachten
(einschließlich der angewendeten Bewertungsparameter
und getroffenen Annahmen) für Beteiligungen und
(indirekt gehaltene) Immobilien der Gesellschaft
gewürdigt. Auf Basis unserer Prüfungshandlungen
konnten wir uns davon überzeugen, dass die von den
gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen
und getroffenen Annahmen zur Bewertung der Kapitalanlagen
begründet und hinreichend dokumentiert sind.
3. Die Angaben der Gesellschaft zu den Kapitalanlagen
sind in den Abschnitten "Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden" sowie "Erläuterungen zur Bilanz"
des Anhangs enthalten.
- Bewertung der Schadenrückstellungen
1. Im Jahresabschluss der Gesellschaft werden unter
dem Bilanzposten "Rückstellung für noch nicht
abgewickelte Versicherungsfälle"
versicherungstechnische Rückstellungen (sog.
"Schadenrückstellungen") in Höhe von T€
4.072.663 brutto (63,5 % der Bilanzsumme) bzw. T€
3.180.343 netto (49,6 % der Bilanzsumme) ausgewiesen.
Versicherungsunternehmen haben versicherungstechnische
Rückstellungen insoweit zu bilden, wie dies nach
vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig
ist, um die dauernde Erfüllbarkeit der Verpflichtungen
aus den Versicherungsverträgen sicherzustellen. Die
Festlegung von Annahmen zur Bewertung der
versicherungstechnischen Rückstellungen erfordert von
den gesetzlichen Vertretern der Gesellschaft neben der
Berücksichtigung der handels- und aufsichtsrechtlichen
Anforderungen eine Einschätzung zukünftiger
Ereignisse und die Anwendung geeigneter Bewertungsmethoden.
Dies beinhaltet auch die erwarteten Auswirkungen der
makroökonomischen und geopolitischen Einflussfaktoren
einschließlich gestiegener Inflationsraten auf die
Bildung der Schadenrückstellungen in den betroffenen
Sparten. Den bei der Ermittlung der Höhe der
Schadenrückstellungen angewendeten Methoden sowie
Berechnungsparametern liegen Ermessensentscheidungen und
Annahmen der gesetzlichen Vertreter zugrunde.
Geringfügige Änderungen dieser Annahmen sowie der
verwendeten Methoden können eine wesentliche
Auswirkung auf die Bewertung der Schadenrückstellungen
haben. Aufgrund der betragsmäßig wesentlichen
Bedeutung dieser Rückstellungen für die
Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft sowie der
Ermessensspielräume der gesetzlichen Vertreter und den
damit verbundenen Schätzunsicherheiten war die
Bewertung der Schadenrückstellungen im Rahmen unserer
Prüfung von besonderer Bedeutung.
2. Im Rahmen unserer Prüfung haben wir in
Anbetracht der Bedeutung der Schadenrückstellungen
für das Gesamtgeschäft der Gesellschaft gemeinsam
mit unseren internen Bewertungsspezialisten die von der
Gesellschaft verwendeten Methoden und von den gesetzlichen
Vertretern getroffenen Annahmen beurteilt. Dabei haben wir
unter anderem unser Branchenwissen und unsere
Branchenerfahrung zugrunde gelegt sowie anerkannte Methoden
berücksichtigt. Zudem haben wir die Ausgestaltung und
die Wirksamkeit der eingerichteten Kontrollen der
Gesellschaft zur Ermittlung und Erfassung von
Schadenrückstellungen gewürdigt. Hierauf
aufbauend haben wir weitere analytische
Prüfungshandlungen und
Einzelfallprüfungshandlungen in Bezug auf die
Bewertung der Schadenrückstellungen vorgenommen. Wir
haben unter anderem auch die der Berechnung des
Erfüllungsbetrags zugrunde liegenden Daten mit den
Basisdokumenten abgestimmt. Damit einhergehend haben wir
die berechneten Ergebnisse der Gesellschaft zur Höhe
der Rückstellungen anhand der anzuwendenden
gesetzlichen Vorschriften nachvollzogen und die konsistente
Anwendung der Bewertungsmethoden und die
Periodenabgrenzungen über
prüft. In dem Zusammenhang haben wir auch die
Einschätzung der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich
der makroökonomischen und geopolitischen
Einflussfaktoren einschließlich gestiegener
Inflationsraten auf die betroffenen Sparten gewürdigt.
Auf Basis unserer Prüfungshandlungen konnten wir uns
davon überzeugen, dass die von den gesetzlichen
Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und
getroffenen Annahmen zur Bewertung der
Schadenrückstellungen begründet und hinreichend
dokumentiert sind.
3. Die Angaben der Gesellschaft zu den
Schadenrückstellungen sind in den Abschnitten
"Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" sowie
"Erläuterungen zur Bilanz" des Anhangs enthalten.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die
sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen
Informationen umfassen die Erklärung zur
Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB
(Angaben zur Frauenquote) als nicht inhaltlich
geprüften Bestandteil des Lageberichts.
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und
zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen
Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein
Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von
Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir
die Verantwortung, die oben genannten sonstigen
Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die
sonstigen Informationen
| ― |
wesentliche Unstimmigkeiten zum
Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften
Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der
Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
|
| ― |
anderweitig wesentlich falsch
dargestellt erscheinen.
|
Verantwortung der gesetzlichen
Vertreter und des Aufsichtsrats für den
Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich
für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den
deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen
wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der
Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die
gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen
Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den
deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen,
der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund
von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der
Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder
Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren
haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang
mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit,
sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus
sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts,
der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den
deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen
Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und
Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet
haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in
Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen
gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um
ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die
Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der
Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht,
den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk
zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO
unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| ― |
identifizieren und beurteilen
wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen
im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und
führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf
diese Risiken durch sowie erlangen
Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet
sind, um als Grundlage für unsere
Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus
dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher
als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende
wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt
werden, da dolose Handlungen kollusives
Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte
Unvollständigkeiten, irreführende
Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen
interner Kontrollen beinhalten können.
|
| ― |
gewinnen wir ein
Verständnis von dem für die Prüfung
des Jahresabschlusses relevanten internen
Kontrollsystem und den für die Prüfung des
Lageberichts relevanten Vorkehrungen und
Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu
planen, die unter den gegebenen Umständen
angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein
Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme
der Gesellschaft abzugeben.
|
| ― |
beurteilen wir die
Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern
angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die
Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern
dargestellten geschätzten Werte und damit
zusammenhängenden Angaben.
|
| ― |
ziehen wir Schlussfolgerungen
über die Angemessenheit des von den gesetzlichen
Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes
der Fortführung der Unternehmenstätigkeit
sowie, auf der Grundlage der erlangten
Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche
Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder
Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung
der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können.
Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine
wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir
verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die
dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im
Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese
Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges
Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen
unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis
zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten
Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse
oder Gegebenheiten können jedoch dazu
führen, dass die Gesellschaft ihre
Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen
kann.
|
| ― |
beurteilen wir Darstellung,
Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt
einschließlich der Angaben sowie ob der
Jahresabschluss die zugrunde liegenden
Geschäftsvorfälle und Ereignisse so
darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung
der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der
Gesellschaft vermittelt.
|
| ― |
beurteilen wir den Einklang des
Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine
Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild
von der Lage der Gesellschaft.
|
| ― |
führen wir
Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen
Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben
im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender
geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir
dabei insbesondere die den zukunftsorientierten
Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde
gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die
sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten
Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges
Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten
Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen
geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches
unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse
wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben
abweichen.
|
Wir erörtern mit den für die
Überwachung Verantwortlichen unter anderem den
geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie
bedeutsame Prüfungsfeststellungen,
einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im
internen Kontrollsystem, die wir während unserer
Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber den für die
Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab,
dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen
eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle
Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen
vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie
sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern
einschlägig, die zur Beseitigung von
Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen
Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den
für die Überwachung Verantwortlichen
erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der
Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen
Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die
besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir
beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk,
es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften
schließen die öffentliche Angabe des
Sachverhalts aus.
Sonstige gesetzliche und andere
rechtliche Anforderungen
Übrige Angaben gemäß
Artikel 10 EU-APrVO
Wir wurden von der Hauptversammlung am 17. Mai 2023
als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 11.
Dezember 2023 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind
ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2020 als
Abschlussprüfer der Provinzial Versicherung
Aktiengesellschaft, Düsseldorf, tätig.
Wir erklären, dass die in diesem
Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile
mit dem zusätzlichen Bericht an den
Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO
(Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
Verantwortliche
Wirtschaftsprüferin
Die für die Prüfung verantwortliche
Wirtschaftsprüferin ist Christine Keller.
Düsseldorf, den 9.
April 2024
PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
| Christine Keller |
Patrik Bensch |
|
Wirtschaftsprüferin |
Wirtschaftsprüfer |
Bericht des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat der Provinzial Versicherung
Aktiengesellschaft hat sich in vier ordentlichen Sitzungen
durch mündliche und schriftliche Vorstandsberichte und
im Rahmen der Quartalsberichterstattung über die
aktuelle Geschäftsentwicklung sowie alle wichtigen
Geschäftsvorgänge der Gesellschaft unterrichten
lassen und die Geschäftsführung des Vorstands
laufend überwacht. Ferner hat sich der Aufsichtsrat
über die beabsichtigte
Geschäftspolitik/Unternehmensplanung sowie über
die Grundlagen des Risikomanagements und die
Risikosituation informiert. Der Aufsichtsrat hat sich
intensiv mit den aufsichtsrechtlichen Solvenzvorgaben
(Solvency II) und deren Umsetzung im Unternehmen sowie mit
den jährlichen ORSA-Berichten befasst. Außerdem
wurden der Jahresbericht der Internen Revision sowie der
Compliance-Bericht zur Kenntnis genommen.
Im Zuge der zum 1. September 2020 vollzogenen Fusion
hat sich der Aufsichtsrat regelmäßig über
die Entwicklung der Fusionsumsetzung im Konzern vom
Vorstand berichten lassen. Daneben befasste sich der
Aufsichtsrat mit der Geschäftsverteilung und
Personalia im Vorstand.
Aufgrund der volatilen Entwicklungen der
Kapitalmärkte sowie der deutlich gestiegenen Inflation
hat sich der Aufsichtsrat über Berichte des Vorstands
zu den Auswirkungen auf die Provinzial
regelmäßig informiert.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben ferner -
entsprechend den Vorgaben der Versicherungsaufsicht - eine
jährliche Selbsteinschätzung über ihre
Kenntnisse in wichtigen Themenfeldern abgegeben. Eine
ausführliche Schulung der Aufsichtsratsmitglieder zu
der Entwicklung von Nachhaltigkeit in der
Versicherungswirtschaft sowie zur Risikosteuerung in der
Lebensversicherung wurde im März 2023 abgehalten.
Über die Arbeit des Prüfungs- und
Risikoausschusses wurde dem Aufsichtsrat berichtet. Im
Prüfungs- und Risikoausschuss und im Aufsichtsrat
wurden die Solvabilitätsübersicht für die
Provinzial Versicherung Aktiengesellschaft zum 31. Dezember
2023 sowie der diesbezügliche Bericht des
Abschlussprüfers behandelt.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben den vom
Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht
der Provinzial Versicherung Aktiengesellschaft für das
Geschäftsjahr 2023 rechtzeitig erhalten. Die
Abschlussunterlagen wurden im Prüfungs- und
Risikoausschuss am 14. Mai 2024 und in der Sitzung des
Aufsichtsrats am 23. Mai 2024 beraten. Die Beratung hat zu
keinen Einwendungen geführt.
Der Verantwortliche Aktuar hat an der Sitzung des
Aufsichtsrats über die Feststellung des
Jahresabschlusses teilgenommen und über die
wesentlichen Ergebnisse seines Erläuterungsberichts
zur versicherungsmathematischen Bestätigung berichtet.
Der Aufsichtsrat erhebt gegen den Bericht des
Verantwortlichen Aktuars keine Einwendungen.
Der Jahresabschluss und der Lagebericht der
Provinzial Versicherung Aktiengesellschaft für das
Geschäftsjahr 2023 sind von der PricewaterhouseCoopers
GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft
worden. Der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk
wurde erteilt. Der Prüfungsbericht wurde allen
Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zugeleitet.
An den Beratungen des Jahresabschlusses der
Provinzial Versicherung Aktiengesellschaft im Aufsichtsrat
sowie an der vorbereitenden Sitzung des Prüfungs- und
Risikoausschusses hat der Abschlussprüfer teilgenommen
und über die wesentlichen Ergebnisse seiner
Prüfung berichtet. Der Prüfungs- und
Risikoausschuss hat sich mit der Qualität der
Abschlussprüfung sowie mit den vom
Abschlussprüfer zusätzlich erbrachten Leistungen
befasst.
Der Aufsichtsrat erhebt gegen das Ergebnis der
Abschlussprüfung durch die PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft keine Einwendungen.
Bemerkungen zum Bericht des Abschlussprüfers sind
nicht zu machen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss
und den Lagebericht der Provinzial Versicherung
Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 am
23. Mai 2024 gebilligt. Der Jahresabschluss der Provinzial
Versicherung Aktiengesellschaft für das
Geschäftsjahr 2023 ist damit nach § 172 AktG
festgestellt.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre Leistungen
und ihren Einsatz im Geschäftsjahr 2023.
Düsseldorf, den 23. Mai
2024
Für den Aufsichtsrat
| Prof. Dr. Liane
Buchholz |
| Vorsitzende |
|