PAREXEL International GmbH

Spandauer Damm 130, 14050 Berlin, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 14341
Vorher
PARAXEL International GmbH
Eingetragen
27.7.2004
Branche
Forschung und Entwicklung im Bereich BiotechnologieHerstellung von pharmazeutischen Spezialitäten und sonstigen pharmazeutischen ErzeugnissenGroßhandel mit pharmazeutischen Erzeugnissen
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist Forschung und Entwicklung, insbesondere a) die Prüfung und Entwicklung von Substanzen, Methoden, Verfahren und Geräten, sowie die Ausbildung und Beratung im Bereich der experimentellen und klinischen Arzneimittelforschung, b) die klinische Entwicklung, Prüfung und Begutachtung von Lebens- und Arzneimitteln von kosmetischen Artikeln sowie die Vermittlung solcher Tätigkeiten, c) die analytisch chemische Forschung und Entwicklung pharmazeutisch und pharmakologisch relevanter Substanzen, d) die wissenschaftliche Analyse von Daten und ihre statistische Auswertung sowie die Beratung bei statistischen Datenverarbeitungsproblemen, im Inund Ausland.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Prokura
Mary Klotz Barnett
seit 4.6.2025
Prokura
Prokura
Matthias Lenk
seit 12.2.2024
Prokura
Sarah-Jane Daniels
seit 11.12.2023
Prokura
Anne Marie Meade
seit 11.12.2023
Prokura
Christian Dr. Wagener
seit 13.12.2022
Prokura
Philipp Dr. Warnebier
seit 23.2.2022
Prokura
Benjamin Park
seit 18.3.2021
Prokura
David Slack
seit 6.3.2020
Prokura
Jeannine Baumann
seit 6.3.2020
Prokura
Oliver Dr. Fuhrmann
seit 22.10.2019
Geschäftsführer
Richard Forrest
seit 18.9.2019
Prokura
Gregory Scott Rush
seit 18.9.2019
Prokura
Geschäftsführer
Peyton Howell
seit 15.6.2018
Prokura
Torsten Dr. Spencker
seit 19.6.2013
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
PAREXEL International Holding B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

PAREXEL International GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 173.867,91 661.159,86
II. Sachanlagen
1. Mietereinbauten 1.744.454,31 2.870.602,82
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.435.146,40 2.856.745,33
3. Anlagen im Bau 728.658,78 0,00
3.908.259,49 5.727.348,15
4.082.127,40 6.388.508,01
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Unfertige Leistungen 5.960.211,05 25.069.708,04
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -5.960.211,05 0,00 -25.069.708,04
0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 591.536,51 1.122.256,65
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 25.428.345,10 47.341.336,97
3. Sonstige Vermögensgegenstände 3.216.661,75 1.828.849,19
29.236.543,36 50.292.442,81
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 16.526.896,73 4.028.812,95
45.763.440,09 54.321.255,76
C. Rechnungsabgrenzungsposten 111.903,98 41.846,98
49.957.471,47 60.751.610,75

PASSIVA

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 271.000,00 271.000,00
II. Kapitalrücklage 16.116.643,04 16.116.643,04
III. Gewinnrücklage 31.955,74 31.955,74
16.419.598,78 16.419.598,78
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 550.266,00 585.542,00
2. Steuerrückstellungen 0,00 24,33
3. Sonstige Rückstellungen 9.507.837,14 8.162.818,96
10.058.103,14 8.748.385,29
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 999.260,06
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.023.351,37 2.647.670,46
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.931.324,49 8.027.266,27
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 13.862.902,24 20.369.634,55
5. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 2.108.340,04 1.158.837,61
6. Sonstige Verbindlichkeiten 2.553.851,41 2.369.722,65
davon aus Steuern ( 882.642,41 ) ( 1.353.534,49 )
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit ( 8.871,00 ) ( 164.788,48 )
23.479.769,55 35.572.391,60
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 11.235,08
49.957.471,47 60.751.610,75

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 199.923.616,12 178.488.056,17
2. Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -19.109.496,99 1.809.552,39
3. Sonstige betriebliche Erträge 1.224.560,96 2.834.784,95
- davon aus Währungsumrechnung ( 688.722,13 ) ( 1.219.260,79 )
4. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen -88.454.093,54 -80.043.626,20
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -53.125.093,61 -53.445.000,63
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -9.595.905,93 -9.593.699,22
- davon für Altersversorgung ( 142.455,84 ) -62.720.999,54 ( -156.772,80 )
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -3.331.170,80 -2.194.431,59
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -25.729.595,71 -36.513.813,62
- davon aus Währungsumrechnung ( -512.779,01 ) ( -656.794,68 )
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 480.083,77 74.266,07
- davon Erträge aus Abzinsung ( 12.744,73 ) ( 52.818,62 )
- davon aus verbundenen Unternehmen ( 439.993,61 ) ( 13.895,82 )
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -174.564,23 -257.250,71
- davon an verbundene Unternehmen ( -172.902,23 ) ( -257.250,71 )
10. Ergebnis nach Steuern 2.108.340,04 1.158.837,61
11. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abzuführender Gewinn -2.108.340,04 -1.158.837,61
12. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

Die Parexel International GmbH hat ihren Sitz in Berlin und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Charlottenburg (HRB 14341 B).

Der vorliegende Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften i. S. d. § 267 Abs. 3 HGB. Das Geschäftsjahr ist gleich dem Kalenderjahr 2023 und umfasst 12 Monate.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Die immateriellen Vermögensgegenstände beinhalten entgeltlich erworbene Software. Die Bewertung erfolgt zu den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 3 Jahren.

Bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Entfallen die Gründe für die Wertminderung in den Folgejahren, so erfolgt eine Zuschreibung bis maximal zur Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten.

Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, abzüglich planmäßiger Abschreibungen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen wurden unverändert zum Vorjahr nach der linearen Methode ermittelt.

Bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Entfallen die Gründe für die Wertminderung in den Folgejahren, so erfolgt eine Zuschreibung bis maximal zur Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten.

Selbstständig nutzbare, bewegliche Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten EUR 250, aber nicht EUR 1.000 übersteigen, werden ab dem Berichtsjahr in voller Höhe abgeschrieben. Die hierauf entfallenen Abschreibungen beliefen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 70 (Vj. TEUR 0).

Bis zum vorherigen Berichtsjahr wurden derartige Wirtschaftsgüter in einen Sammelposten eingestellt und ab dem Jahr der Anschaffung gleichmäßig mit jeweils 1/5 abgeschrieben (Poolabschreibung). . Die verbliebenen hierauf entfallenen Abschreibungen beliefen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 58 (Vj. TEUR 139).

Die Nutzungsdauer beträgt bei Mietereinbauten 15 Jahre bzw. bemisst sich bei einer kürzeren Laufzeit nach der Dauer des Mietvertrages. Bei Betriebs- und Geschäftsausstattung beträgt die Nutzungsdauer zwischen 5 und 10 Jahren.

Vorräte

Die in den Vorräten ausgewiesenen unfertigen Leistungen beinhalten die am Bilanzstichtag in Arbeit befindlichen Studien. Die zum Bilanzstichtag noch laufenden Studien werden zu Herstellungskosten bewertet. Diese beinhalten im Wesentlichen direkt zurechenbare Personalaufwendungen und bezogene Leistungen von Prüfärzten und Probanden.

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden gem. § 268 Abs. 5 HGB offen von den Vorräten auf der Aktivseite abgesetzt. Soweit die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen die Vorräte übersteigen, werden sie passivisch als erhaltene Anzahlungen ausgewiesen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt.

Für zweifelhafte Forderungen werden angemessene Einzelwertberichtigungen gebildet, uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben.

Die Bewertung der flüssigen Mittel erfolgt zum Nennwert.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen.

Rückstellungen

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Bewertung erfolgt nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (»projected unit credit method«). Für die Abzinsung wird, der von der Bundesbank veröffentlichte, durchschnittliche Marktzinssatz der letzten 10 Jahre berücksichtigt, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt.

Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen, werden mit den Pensionsverpflichtungen verrechnet. Die Bewertung der verrechneten Vermögensgegenstände erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Aufwendungen und Erträge aus der Abzinsung werden mit den Aufwendungen und Erträgen der verrechneten Vermögensgegenstände im Finanzergebnis saldiert.

Sonstige Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Künftige Preis- und Kostensteigerungen im Zeitpunkt der Erfüllung der Verpflichtung werden berücksichtigt.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden, mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden und von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsumrechnung

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden mit dem Kassakurs am Entstehungstag bewertet. Zum Bilanzstichtag werden Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit dem jeweiligen Monatsendkurs neu bewertet.

Latente Steuern

Auf Grund der ertragsteuerlichen Organschaft würden latente Steuern, sofern sie sich ergeben, beim Organträger angesetzt.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagenposten sind im separaten Anlagegitter dargestellt.

Neben den Mietereinbauten und dem Depot in Schönefeld werden unter den Sachanlagen insbesondere die EDV-Ausstattung, technische und medizinische Geräte sowie Büromöbel ausgewiesen.

Umlaufvermögen

Vorräte

Die Parexel Gruppe bilanziert ihren Jahresabschluss unterjährig nach US-GAAP. Aufbauend darauf werden die unfertigen Leistungen für das Unternehmen retrograd bewertet, d. h. auf die nach US-GAAP für nicht fertig gestellte Aufträge und unter Anwendung der "Percentage-of-Completion" Methode erfassten Umsatzerlöse wird ein Abschlag von 12 % (Vorjahr: 10 %) vorgenommen. Der Abschlag ergibt sich aus den im Geschäftsjahr realisierten Margen sowie angefallenen und nicht als Herstellungskosten aktivierbaren Finanzierungs-, Vertriebs- und Verwaltungskosten. Im Ergebnis erfolgt die Bewertung der unfertigen Leistungen mit der handelsrechtlichen Wertobergrenze.

Die mit den Vorräten verrechneten erhaltenen Anzahlungen belaufen sich auf TEUR 5.960 (Vj. TEUR 25.070).

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die ausgewiesenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Einzelrisiken sind durch entsprechende Wertberichtigungen berücksichtigt.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 25.428 (Vj. TEUR 47.341) sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig und enthalten Forderungen aus laufenden Verrechnungen und Dienstleistungen für andere Gesellschaften der Parexel-Gruppe sowie Forderungen aus auftragsbezogenen Leistungen.

Forderungen gegen Gesellschafter

Es bestehen zum Stichtag keine Forderungen gegen Gesellschafter (Vj.: TEUR 0).

Sonstige Vermögensgegenstände

Im Wesentlichen enthält dieser Posten Umsatzsteuererstattungsansprüche im Inland in Höhe von TEUR 2.209 (Vj. TEUR 1.377).

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Hardware-Supportleistungen.

Eigenkapital

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt unverändert EUR 271.000 und ist voll eingezahlt.

Aufgrund des mit der Muttergesellschaft Parexel International Holding Germany GmbH abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrages wurde im Berichtsjahr der Gewinn in Höhe von TEUR 2.108 (Vj. TEUR 1.159) abgeführt.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen betragen im Berichtsjahr TEUR 550 (Vj. TEUR 586).

Die Rückstellungen für Pensionen enthalten die Verpflichtungen gegenüber den Hinterbliebenen eines verstorbenen Anspruchsberechtigten.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde der 10-jährige durchschnittliche Marktzinssatz von 1,82 % verwendet, und für die Rentenverbindlichkeiten wurde eine Restlaufzeit von 15 Jahren angenommen. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 0,00 % und erwartete Rentensteigerungen mit 2,10 % berücksichtigt. Die Fluktuation wurde mit einer Rate von 0,00 % berücksichtigt.

Der Rückstellungsbetrag wäre bei der Anwendung eines 7-Jahres-Durchschnittzinses um TEUR 3 höher gewesen. Daher existiert für dieses Jahr eine Ausschüttungssperre in Höhe von TEUR 3 gem. §253 Abs. 6 Satz 1 HGB.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie betreffen insbesondere Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern (Urlaub, Überstunden, Boni), Fremdleistungen sowie nachlaufende Kosten in Bezug auf bereits abgeschlossene Studien. Im Einzelnen setzen sich die sonstigen Rückstellungen wie folgt zusammen:

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Ausstehender Urlaub 2.207 1.851
Mitarbeiterboni 2.127 2.172
Raumkosten 1.879 1.781
Fremdleistungen 1.167 462
Überstunden 1.077 978
Sonstige 955 718
Prüfungskosten Jahresabschluss 77 75
Rechts- und Beratungskosten 18 126
9.507 8.163

In Sonstige sind Rückstellungen für Gebäude und Telekommunikation enthalten.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten sämtlicher Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr kleiner als ein Jahr. Die Verbindlichkeiten sind nicht durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten aus laufenden Verrechnungen sowie Verbindlichkeiten aus auftragsbezogenen Leistungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin resultieren aus der Gewinnabführung.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten abzuführende Lohn- und Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag in Höhe von TEUR 883 (Vj. TEUR 1.354).

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Passive Rechnungsabgrenzungsposten liegen im Berichtsjahr nicht vor (Vj.: TEUR 11).

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Haftungsverhältnisse i. S. d. § 251 HGB bestehen nicht.

Die Gesellschaft ist mehrjährige Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen für Büro- und Klinikräume sowie Wirtschaftsgüter eingegangen. Die sich hieraus ergebenden sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen insgesamt Mio. EUR 6,9 (Vj. Mio. EUR 10,6). Der Rückgang ist hauptsächlich auf den geringeren Bestand an Mietverträgen zurückzuführen.

Weitere außerbilanzielle Geschäfte nach § 285 Nr. 3 HGB bestehen nicht.

ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Umsatzerlöse

Die ausgewiesenen Umsatzerlöse wurden mit der Durchführung von Studienprojekten für Dritte sowie für verbundene Unternehmen erzielt. Die Studien für Projekte Dritter waren im Vorjahr aufgrund von Rechnungsanpassungen für bereits abgeschlossene Projekte negativ. Die Umsatzerlöse stellen sich wie folgt dar:

2023 2022
TEUR TEUR
Studien Dritte 24.495 -461
Verbundene Unternehmen 175.428 178.949
199.923 178.488

Sonstige betriebliche Erträge

Dieser Posten setzt sich im Wesentlichen aus Erträgen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 689 (Vj. TEUR 1.219) und Erträgen aus der Weiterberechnung von Kosten für Gebäudedienstleistungen in Höhe von TEUR 387 (Vorjahr: TEUR 0) zusammen.

Im Vorjahr waren in dieser Position periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 962 und TEUR 334 aus Korrekturen enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ergibt sich im Wesentlichen auf der Verringerung der Summe der konzerninternen Verrechnungspreise (TEUR 12.699; Vj. TEUR 21.101).

Zinsergebnis

Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge in Höhe von TEUR 480 (Vj. TEUR 74) resultieren im Wesentlichen aus Abzinsungseffekt aus Instandhaltungsrückstellungen und aus Zinsen für das Cash-Pooling mit verbundenen Unternehmen.

Der Zinsaufwand begründet sich im Wesentlichen aus der Verzinsung von Beträgen aus dem Cash-Pooling mit verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 173. Im Vorjahr hat sich der Zinsaufwand aus der Verzinsung der abzuführenden Vorjahresgewinne zusammengesetzt (Vj.: TEUR 257).

Ertragsteuern

Aufgrund der ertragsteuerlichen Organschaft erfolgt die steuerliche Berücksichtigung des steuerpflichtigen Ergebnisses auf Ebene der Muttergesellschaft.

ERGÄNZENDE ANGABEN

Verbundene Unternehmen

Zum 31. Dezember 2023 ist die Parexel International Corporation mit Sitz in Delaware, USA, die oberste Muttergesellschaft und das oberste beherrschende Unternehmen des Unternehmens.

Der geprüfte konsolidierte Abschluss der Parexel International Corporation zum 31. Dezember 2023, der auch die Ergebnisse der Gesellschaft enthält, liegt vor:

Parexel International Corporation

1209 Orange Street,

Wilmington,

Delaware 19801,

USA.

Geschäftsführung

Der Geschäftsführung der Gesellschaft gehörten im Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 an:

 

Herr Michael F. Crowley, Chief Administrative Officer & General Counsel

 

Herr Dr. Oliver Fuhrmann; Executive Vice-President, Early Phase Development & Regional Head Europe of Clinical

Die Gesellschaft zahlte im Geschäftsjahr nur einer Person der Geschäftsführung entsprechende Bezüge. Daher wird die Angabe gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterlassen.

Angaben zu den Arbeitnehmern

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 durchschnittlich 679 Mitarbeiter (Vj. 834); diese waren ausschließlich Angestellte.

Abschlussprüfer Honorare § 285 (17) HGB

Das für das Geschäftsjahr abgerechnete Honorar des Abschlussprüfers betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen und beträgt TEUR 77.

Wesentliche Ereignisse nach Bilanzstichtag

Es waren keine weiteren wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag zu verzeichnen.

 

Berlin, 31. März 2024

Parexel International GmbH

Die Geschäftsführung

Dr. Oliver Fuhrmann

Michael F. Crowley

Bilanzposten Entwicklung der Anschaffungswerte
Anfangsbestand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Endstand 31.12.2023
TEUR TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.966 140 1.812 294
1.966 140 1.812 294
II. Sachanlagen
1. Mietereinbauten 21.657 0 18.069 3.588
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 24.723 657 21.949 3.432
3. Anlagen im Bau 0 729 0 729
46.380 1.386 40.018 7.749
Gesamt 48.346 1.526 41.830 8.043
Bilanzposten Entwicklung der Abschreibungen
Anfangsbestand 01.01.2023 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge Endstand 31.12.2023
TEUR TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.306 627 1.813 120
1.306 627 1.813 120
II. Sachanlagen
1. Mietereinbauten 18.786 1.009 17.952 1.843
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 21.866 1.695 21.564 1.997
3. Anlagen im Bau 0 0 0 0
40.652 2.704 39.516 3.840
Gesamt 41.958 3.331 41.329 3.960
Bilanzposten Restbuchwerte
Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 174 661
174 661
II. Sachanlagen
1. Mietereinbauten 1.745 2.871
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.435 2.857
3. Anlagen im Bau 729 0
3.908 5.728
Gesamt 4.082 6.389

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR 2023 BIS 31. DEZEMBER 2023

1. Allgemeine Rahmenbedingungen und Geschäftsentwicklung

Parexel International GmbH gehört zum weltweiten Verbund der Parexel International Corporation of Delaware, USA. Parexel International Corporation ist eines der größten pharmazeutischen Service- und Auftragsforschungsunternehmen weltweit und ist in mehr als 50 Ländern mit etwa 20.000 Mitarbeitern tätig.

Das Geschäftsfeld der Parexel Gruppe umfasst ein weites Spektrum von pharmazeutischen Dienstleistungen mit Schwerpunkt auf der unabhängigen pharmazeutischen Auftragsforschung. Daneben werden Beratungsleistungen im Zusammenhang mit der Entwicklung und Einführung von Medikamenten sowie im Rahmen der Vermarktung erbracht.

Die unabhängige pharmazeutische Auftragsforschung umfasst die Phasen I-III im Zyklus der Zulassung eines Medikamentes. Anwendungsbeobachtungen nach Zulassung und Markteinführung eines Produktes (Phase IV) werden ebenfalls angeboten. Parexel unterstützt pharmazeutische Unternehmen dabei, neue pharmazeutische Produkte zeit-, risiko- und kosteneffizient auf den Markt und zu den Patienten zu bringen.

Alle Geschäftsfelder der Parexel Gruppe sind in der Parexel International GmbH vertreten und werden unseren Kunden von Berlin aus angeboten.

Die von uns durchgeführten Studien und Projekte haben fast immer internationalen Charakter. Unsere Kunden vergeben überwiegend Studienverträge an eines der weltweiten Parexel Unternehmen unter der Maßgabe, dass das neue Produkt in mehreren Ländern erprobt werden soll. Das Unternehmen, welches den Vertrag hält, bedient sich dann der jeweiligen Parexel Unternehmen in den jeweils anderen Ländern.

Die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung hat im Jahr 2023 stagniert, was sich im Rückgang des Bruttoinlandsprodukts in Deutschland um 0,3 % ausdrückt.

Die Geschäftsentwicklung war allgemein positiv, bedingt durch einen moderaten Anstieg der Einnahmen sowie durch eine Verringerung der Ausgaben aufgrund der ab dem Jahr 2019 eingeleiteten und im Jahr 2023 abgeschlossenen Maßnahmen zur Kostensenkung.

2. Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage

2.1 Ertragslage

2023 2022 +/-
TEUR TEUR TEUR
Umsatzerlöse 199.923 178.488 21.436
Bestandsveränderung -19.109 1.810 -20.919
Gesamtleistung 180.814 180.298 517
Sonstige betriebliche Erträge 1.225 2.835 -1.610
Aufwand für bezogene Leistungen -88.454 -80.044 -8.410
Personalaufwand -62.721 -63.039 317
Abschreibungen -3.331 -2.194 -1.137
Sonstige betriebliche Aufwendungen -25.729 -36.514 10.784
Finanzergebnis 306 -183 489
Jahresergebnis vor Gewinnabführung 2.108 1.159 949

Aufgrund des mit der Muttergesellschaft Parexel International Holding Germany GmbH abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrages wird der Jahresgewinn in Höhe von TEUR 2.108 an die Muttergesellschaft abgeführt.

Die Umsatzerlöse erhöhten sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 12,0 % auf TEUR 199.923, die Gesamtleistung (Umsatzerlöse und Bestandsveränderung) erhöhte sich von TEUR 180.298 um 0,3 % auf TEUR 180.814. Der Anstieg der Umsatzerlöse ergibt sich durch die Fertigstellung von in den Vorjahren begonnenen Studien. Aufgrund von Laufzeiten über mehrere Jahre kann es stichtagsbedingt zu erheblichen Schwankungen in den Bestandveränderungen kommen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich von TEUR 2.835 auf TEUR 1.225 vermindert. Die Verminderung resultiert hauptsächlich aus der Verringerung der Erträge aus der Währungsumrechnung.

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen haben sich um 10,5 % von TEUR 80.044 auf TEUR 88.454 erhöht. Bei den Aufwendungen für bezogene Leistungen handelt es sich im Wesentlichen um Kosten für Ärzte, Krankenhäuser und Probanden, mit denen zur Durchführung von klinischen Studien zusammengearbeitet wird, sowie Kosten für Labor- und Logistikleistungen, Kosten für Ethikkommissionen und Übersetzungsdienste, Reisekosten und sonstige Studienmaterialien.

Die Personalaufwendungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 317 auf TEUR 62.721 verringert. Der Rückgang der Anzahl der beschäftigten Arbeitnehmer von durchschnittlich 834 auf 679 im Vergleich zum vorherigen Berichtsjahrwurde durch höhere Lohnzahlungen und eine gestiegene Urlaubsrückstellung erheblich kompensiert. Auch die Auszahlungen für Mitarbeiterumstrukturierungen kompensierten die Auswirkungen des Personalabbaus.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um TEUR 10.784 auf TEUR 25.729 verringert. Der Hauptgrund für die Verringerung waren die niedrigeren Aufwendungen für in Rechnung gestellte Kostenumlagen an die Gesellschaft.

Das positive Finanzergebnis ergibt sich aus Währungsumrechnungen sowie aus der Verzinsung des Cash-Poolings mit verbundenen Unternehmen.

Aufgrund der seit dem Jahr 2008/2009 bestehenden ertragsteuerlichen Organschaft mit der Parexel International Holding Germany GmbH als Organträger fallen Ertragsteuern auf Ebene der Muttergesellschaft an.

2.2. Vermögenslage

31.12.2023 31.12.2022 +/-
TEUR TEUR TEUR
Vermögen
Anlagevermögen 4.082 6.389 -2.307
Kurzfristige Forderungen 29.236 50.292 -21.056
Flüssige Mittel 16.527 4.029 12.498
Übrige Aktiva 112 42 70
49.957 60.752 -10.795
Kapital
Eigenkapital 16.420 16.420 0
Rückstellungen, Verbindlichkeiten und übrige Passiva 33.537 44.332 -10.795
49.957 60.752 -10.795

Die Vorräte enthalten laufende Studien, welche die Gesellschaft im Auftrag von Kunden bearbeitet und die von den Kunden für die Projektarbeit erhaltenen Anzahlungen. Der Bestand der von der Gesellschaft zum Geschäftsjahresende noch nicht beendeten Studien hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 19.109 (76,2 %) verringert. Gleichzeitig haben sich die erhaltenen Anzahlungen um TEUR 20.734 auf TEUR 6.983 im Fiskaljahr verringert. Nach Verrechnung der unfertigen Bestände mit den projektbezogenen Anzahlungen verbleibt insgesamt ein Überhang von erhaltenen Anzahlungen in Höhe von TEUR 1.023 (Vj. TEUR 2.647).

Die kurzfristigen Forderungen sind insgesamt gegenüber dem Vorjahr um TEUR 21.056 auf TEUR 29.236 gefallen. Der Rückgang ist hauptsächlich auf eine Verminderung der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR 25.428; Vj.: TEUR 47.341) zurückzuführen.

Aufgrund der Gewinnabführung des Organträgers blieb das Eigenkapital unverändert mit TEUR 16.420.

Die Rückstellungen sind insgesamt um TEUR 1.310 auf TEUR 10.058 gestiegen. Der Anstieg der Rückstellungen resultiert im Wesentlichen aus der Zuführung zu den Rückstellungen für Fremdleistungen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich um TEUR 184 erhöht. Die erhaltenen Anzahlungen auf Vorräte sind zurückgegangen (TEUR 1.023; Vj. TEUR 2.648).

Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter haben sich im Berichtszeitraum erhöht (TEUR 2.108; Vj. TEUR 1.159), die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR 13.863; Vj. TEUR 20.370) haben sich im Jahresverlauf verringert.

Insgesamt ist die Bilanzsumme im Geschäftsjahr von TEUR 60.752 auf TEUR 49.957 gefallen.

2.3. Finanzlage

Der Bestand an flüssigen Mitteln ist um TEUR 12.498 von TEUR 4.029 auf TEUR 16.526 im Berichtsjahr gestiegen. Die finanzielle Lage ist durch die Einbindung in den weltweiten Konzern der Parexel International Corporation weiterhin gefestigt. Die Gesellschaft war stets in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

2.4. Gesamtaussage

Zusammenfassend lässt sich zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sagen, dass die Gesellschaft finanziell solide ist und die Maßnahmen zur Verbesserung der wirtschaftlichen Lage Wirkung zeigen.

3. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

3.1. Chancenbericht

Wie in den Vorjahren profitiert das Unternehmen von der zunehmenden Auslagerung von klinischen Entwicklungsprojekten durch Pharmaunternehmen, sowie von den steigenden Ausgaben für Forschung und Entwicklung in der Pharmabranche. Sollte sich dieser Trend fortsetzen, ergeben sich darauf erhebliche Chancen für die Parexel- Gruppe. Durch die starke Einbindung der Parexel International GmbH in die Parexel- Gruppe hat das Unternehmen eine große Chance, an den Marktentwicklungen zu partizipieren.

3.2. Risikobericht

- MARKTRISIKO

Die Gesellschaft ist von den Forschungs- und Entwicklungsausgaben der Pharma- und Biotechnologieunternehmen abhängig. Das Geschäft der Gesellschaft kann beeinträchtigt werden, wenn es zu einem allgemeinen Rückgang der Branchenaktivitäten kommt oder wenn Kunden ihre Forschungsausgaben aus finanziellen Gründen oder aufgrund von Fusionen reduzieren.

- ÄNDERUNGEN DER STAATLICHEN VORSCHRIFTEN

Die Nichteinhaltung staatlicher Vorschriften könnte zur Beendigung laufender Projekte oder zur Disqualifizierung von Daten für die Einreichung bei Zulassungsbehörden führen. Wir überwachen die geltenden Vorschriften und halten sie ein, um das Risiko der Nichteinhaltung zu verringern.

- WÄHRUNGSRISIKO

Das Unternehmen ist im Rahmen von Transaktionen Währungsrisiken ausgesetzt, die sich aus Verkäufen und Einkäufen in anderen Währungen als seiner funktionalen Währung ergeben. Potenzielle Wechselkursrisiken werden überwacht und monatlich überprüft, und es werden geeignete Maßnahmen ergriffen, um offene Nettopositionen in Fremdwährungen zu verwalten.

- ANWERBUNG QUALIFIZIERTER MITARBEITER

Der Erfolg des Unternehmens hängt von seiner Fähigkeit ab, qualifizierte professionelle, wissenschaftliche und technische Mitarbeiter zu gewinnen und zu halten. Die Gesellschaft ist der Ansicht, dass ihr Markenname und ihre multinationale Präsenz, die internationale Versetzungen ermöglicht, ein Vorteil bei der Gewinnung von Mitarbeitern sind. Darüber hinaus ist das Unternehmen der Ansicht, dass die breite Palette an klinischen Studien, an denen es teilnimmt, es dem Unternehmen ermöglicht, klinischen Forschern ein breites Spektrum an Erfahrungen anzubieten.

- KREDITRISIKO

Die wichtigsten finanziellen Vermögenswerte der Gesellschaft sind Bankguthaben sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen.

Das Kreditrisiko der Gesellschaft ist in erster Linie auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen. Die in der Bilanz ausgewiesenen Beträge sind abzüglich der Wertberichtigungen für zweifelhafte Forderungen. Eine Wertberichtigung wird vorgenommen, wenn ein identifiziertes Verlustereignis vorliegt, das auf der Grundlage früherer Erfahrungen auf eine Minderung der Einbringlichkeit der Zahlungsströme hindeutet.

Das Kreditrisiko bei liquiden Mitteln ist begrenzt, da es sich bei den Kontrahenten um Banken mit hoher Kreditwürdigkeit handelt, die von internationalen Rating-Agenturen vergeben werden.

Das Unternehmen hat keine signifikante Konzentration des Kreditrisikos, da das Risiko auf eine große Anzahl von Geschäftspartnern und Kunden verteilt ist.

- UNTERNEHMENSFORTFÜHRUNGSRISIKO

Im Berichtszeitraum gab es keine Risiken für den Fortbestand des Unternehmens. Wir gehen vom Fortbestand des Unternehmens aus.

4. Prognosebericht

Erläuterungen zur zukünftigen Entwicklung der Gesellschaft

Die Parexel International GmbH tritt zunehmend als Dienstleister für andere Mitglieder der Parexel-Gruppe auf. Die Gesellschaft rechnet weiterhin mit einem Rückgang der Nachfrage nach klinischen Studien mit Sitz in Deutschland.

Aufgrund des Abschlusses von im Vorjahr noch nicht abgeschlossenen Studien konnte die Gesellschaft die Prognose des Vorjahresabschlusses übertreffen.

Trotz des Gegenwinds im makroökonomischen Umfeld durch steigende Kosten infolge der hohen weltweiten Inflation ist das Unternehmen gut positioniert, um als Dienstleister für die gesamte Parexel-Gruppe weiterhin positive Finanzergebnisse zu erzielen. Für das am 31. Dezember 2024 endende Geschäftsjahr erwarten wir daher ein Ergebnis auf dem Niveau des Vorjahres.

5. Erklärung der Unternehmensführung

Gemäß dem Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst erklärt die Parexel International GmbH, dass die folgenden vorgegebenen Ziele zur Erhöhung des Frauenanteils bis zum 31. Dezember 2023 erreicht wurden:

Geschäftsführerinnen: 0%

Führungsebene 1: 25%

Führungsebene 2: 25%

Es ist geplant, diese Ziele bis zum 31. Dezember 2024 beizubehalten.

 

Berlin, 31. März 2024

Parexel International GmbH

Die Geschäftsführung

Entgeltbericht

Anlage zum Lagebericht der Parexel International GmbH für das Geschäftsjahr 2023 Auskunftspflichten nach dem Entgelttransparenzgesetz

Nach seiner Verkündigung im Bundesgesetzblatt ist das Gesetz zur Förderung der Transparenz von Entgeltstrukturen zwischen Frauen und Männern (Entgelttransparenzgesetz - EntgTranspG) am 6. Juli 2017 in Kraft getreten. Mit diesem Gesetz soll die Lohngerechtigkeit zwischen den Geschlechtern gefördert werden. Als Folge müssen lageberichtspflichtige Unternehmen als Anlage zum Lagebericht einen Entgeltbericht beifügen. Der Bericht muss sowohl qualitative Angaben (§ 21 Abs. 1 EntgTranspG) als auch bestimmte quantitative Angaben (§ 21 Abs. 2 EntgTranspG) enthalten. Dazu im Einzelnen:

1. Qualitative Angaben (§ 21 Abs. 1 EntgTranspG)

In qualitativer Hinsicht sind Maßnahmen zur Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern und deren Wirkungen sowie ihre Maßnahmen zur Herstellung von Entgeltgleichheit für Frauen und Männer darzustellen. Werden überhaupt keine Maßnahmen auf den beiden genannten Gebieten durchgeführt, ist das explizit zu begründen.

Die Parexel International GmbH ("Parexel") hat im Berichtszeitraum vielfältige Maßnahmen zur Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern ergriffen. Für die Zukunft sind weitere Maßnahmen geplant. Anlass dafür war nicht die Einführung des EntgTranspG. Vielmehr ist die Entgeltgleichheit im Parexel-Konzern, deren Mutter die Parexel International Corporation ist, bereits seit jeher ein Anliegen. Maßnahmen werden deshalb nicht nur innerhalb von Parexel, sondern teilweise auch weltweit auf Konzernebene geplant und durchgeführt.

Parexel nutzt im Rahmen des Gesundheitsmanagements ein Employee Assistance Program durch den Anbieter Fürstenberg Institut. Alle Mitarbeiter haben die Möglichkeit, anonym Beratung zu Themenbereichen Beruf/Arbeitsplatz, aber auch Familie/Partnerschaft und Psyche/Gesundheit wahrzunehmen. Darüber hinaus bietet das Fürstenberg Institut den Mitarbeitern der Parexel Hilfestellung im Rahmen des Familienservice an wie beispielsweise Unterstützung bei Engpässen in der Kinderbetreuung oder Ferienprogramme. Familien, insbesondere auch berufstätige Frauen können auf diese Weise in jeder Lebenssituation Hilfsangebote wahrnehmen, die die Vereinbarkeit von Beruf und Familie unterstützen.

Unterstützt wird die Wiedereingliederung, insgesamt aber auch die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, durch verschiedene Bausteine agilen Arbeitens. Bei Parexel besteht abhängig vom konkreten Arbeitsplatz und den betrieblichen Erfordernissen die Möglichkeit zum Abschluss von Homeoffice-Vereinbarungen und damit die Alternative, teilweise von zu Hause zu arbeiten ( .. Flexible Work Arrangement"). Darüber hinaus bieten flexible Arbeitszeitmodelle, Stichwort Gleitzeit und Vertrauensarbeitszeit, aber auch flexible Teilzeitmodelle die Möglichkeit, die Arbeitsverpflichtung an die familiäre Situation anzupassen. Damit können Arbeitnehmer trotz Verpflichtungen bei der Kinderbetreuung oder der Angehörigenpflege in von ihnen selbstbestimmtem Umfang voll integriert bei Parexel am Berufsleben teilnehmen.

Parexel bezuschusst Mitarbeiter in Deutschland mit t einem steuerfreien Kindergartenzuschuss gegen Vorlage der entsprechenden Kostennachweise pro Kind und Monat.

Auf Konzernebene werden Frauen in Führungspositionen durch verschiedene Programme wie dem "Forum for Executive Women", das Leadership Programm "Women in Leadership" und das Program "Wisdom Circles" unterstützt. In diesem Rahmen finden bei Parexel regelmäßig entsprechende Workshops statt, die von Frauen in Führungspositionen global, selbstverständlich auch von Parexel in Deutschland besucht werden. Das Netzwerk Women in Leadership soll Frauen in ihrer beruflichen Weiterentwicklung unterstützen. Das Ziel besteht darin, Frauen auf der ganzen Welt dabei zu helfen, Führungspositionen einzunehmen, Leadership Skills zu entwickeln und wichtige Geschäftsbeziehungen aufzubauen.

Es gibt bei Parexel in Deutschland, aber auch auf internationaler Ebene ein Diversity, Equity & Inclusion Committee, welches auf höchster Ebene Priorität genießt und sich für Vielfalt und Inklusion am Arbeitsplatz einsetzt, um ein Umfeld sicherzustellen, in dem alle gleichermaßen geschätzt und respektiert werden, so selbstverständlich auch Frauen und Männer. In diesem Rahmen finden häufig Workshops, Weiterbildungs- und Diskussionsangebote (sog. Lunch & Learn oder Diversity Coffee) statt, beispielsweise auch zum Thema International Women's Day.

Bei Parexel Deutschland werden seit Inkrafttreten des Allgemeines Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) im Jahr 2006 alle Mitarbeiter im Rahmen eines entsprechenden Merkblatts im Umgang damit geschult und sensibilisiert. Auch diese Maßnahme soll durch die Sensibilisierung zum Thema Gleichbehandlung zur Gleichstellung von Frauen und Männern beitragen.

Bei Parexel besteht seit 2014 eine Betriebsvereinbarung zum Partnerschaftlichen Verhalten am Arbeitsplatz, welche u.a. auch Konfliktlösungsverfahren im Falle von Ungleichbehandlung oder Diskriminierung regelt und Mitarbeitern konkrete Handlungsoptionen und Hilfestellung bei jeder Art von Verstößen gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) gibt.

2. Quantitative Angaben (§ 21 Abs. 2 EntgTranspG)

Im Kalenderjahr 2023 waren bei Parexel insgesamt durchschnittlich 688 Arbeitnehmer beschäftigt. Davon waren 475 Frauen und 213 Männer.

Von diesen Arbeitnehmern arbeiteten insgesamt 236 in Teilzeit. Von den in Teilzeit arbeitenden sind 205 Frauen und 31 Männer.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die PAREXEL International GmbH:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der PAREXEL International GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der PAREXEL International GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die im Lagebericht enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 12. Juni 2024

Nexia GmbH Nexia GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Weyers, Wirtschaftsprüfer

Schulz, Wirtschaftsprüfer

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