Brook-Risse GmbH & Co. KG

42651 Solingen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Wuppertal HRA 20180
Vorher
Brook-Risse-Stiftung & Co. KG
Eingetragen
13.5.2004

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

Managementdaten für GmbH & Co. KG sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

Gesellschafterdaten für GmbH & Co. KG sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Beteiligungen

NameAnteil
2.33%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Brook-Risse GmbH & Co. KG

Solingen

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Konzern-Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Überblick über den Geschäftsverlauf

Nach den sehr erfolgreichen Jahren 2021 und 2022 war das Jahr 2023 geprägt von intensiven Preisveränderungen und sinkenden Nachfragen im Markt. Allerdings konnten viele neue Projekte in der Kundschaft umgesetzt werden. Durch eine enge und umfassende Betreuung unserer Kunden konnte sichergestellt werden, dass die Planvorgaben erfüllt, teilweise sogar übertroffen wurden. Die Versorgungslage am Markt war jederzeit beherrschbar.

1. Beschreibung der Geschäftstätigkeit

Die Geschäftstätigkeit der Brook-Risse GmbH & Co. KG umfasst vornehmlich den Großhandel mit Verpackungsmaterialien, hauptsächlich aus Papier, Karton und Pappen sowie den Vertrieb von Verpackungsfolien. Zusätzlich wird Verpackungsmaterial aus Papier, Pappen und Folien durch Schneiden und Umrollen im eigenen Verarbeitungsbetrieb konfektioniert.

2. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Durch den starken Anstieg von Energiekosten stieg die Inflation im Geschäftsjahr weiterhin stark an. Dies hatte weitreichende Folgen, besonders in der Tarifpolitik. Auf allen Ebenen stieg der Kostendruck entsprechend deutlich. Der Preisanstieg wurde jedoch auf der Marktseite durch eine nachlassende Nachfrage kompensiert. Warenverknappungen waren nicht zu verzeichnen.

3. Wesentliche Entwicklungen im abgelaufenen Geschäftsjahr

Die gute Auftragslage des Vorjahres schwächte sich im Laufe des Jahres zunehmend ab. Während jedoch in vielen Branchen Kurzarbeit angemeldet wurde, konnte die Unternehmensgruppe sich aufgrund des breiten Branchenmixes der Kundschaft behaupten. Aufgrund der umfassenden Vertriebs- und Einkauftätigkeiten stieg der prozentuale Deckungsbeitrag, wodurch die Umsatzrendite auf einem sehr erfreulichen Niveau verblieb.

Der Online-Shop und das B-2-B-Portal entwickelten sich weiterhin sehr erfreulich und ermöglichen damit den Zugang zu bisher wenig bearbeiteten und ganz neuen Zielgruppen. Dies stellt weiterhin einen wesentlichen Schritt in der Transformation und Diversifizierung der Unternehmensgruppe dar. Die Papier- und Folienverarbeitung in Solingen war das ganze Jahr über im Zweischichtbetrieb sehr gut ausgelastet.

Mit dem Betriebsrat wurde sehr konstruktiv und fair zusammengearbeitet. Wir bedanken uns sehr für diese Partnerschaft und bei unseren Mitarbeitern für die sehr gute Mitarbeit im Berichtsjahr.

B. Darstellung der Lage des Konzerns

1. Darstellung der Vermögenslage

In der folgenden Übersicht sind die Bilanzposten zum 31.12.2023 den Vorjahreswerten gegenübergestellt. Die wesentlichen Veränderungen der einzelnen Bilanzposten sind nachfolgend erläutert:

AKTIVA

Bilanz-Posten 31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR
Immaterielle VG 16,6 0,0 0,0 0,0 +16,6
Grundstücke/Bauten 9.454,0 27,7 9.879,0 24,7 -425,0
Anlagen/Maschinen 64,5 0,2 87,5 0,2 -23,0
Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.213,4 3,5 1.290,3 3,2 -76,9
geleistete Anzahlungen 253,7 0,7 0,0 0,0 +253,7
Finanzanlagen 404,0 1,2 602,3 1,5 -198,3
Langfristig gebundenes Vermögen 11.406,2 33,3 11.859,1 29,6 -452,9
Vorräte 10.922,5 31,9 13.636,3 34,0 -2.713,8
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.267,7 21,2 7.441,7 18,5 -174,0
Forderungen gegen Gesellschafter 109,5 0,3 331,3 0,8 -221,8
Sonstige Forderungen 943,6 2,8 920,5 2,3 +23,1
Liquide Mittel 3.358,3 9,8 5.659,3 14,1 -2.301,0
Aktive RAP 107,6 0,3 62,9 0,2 +44,7
Aktive latente Steuern 148,8 0,4 198,1 0,5 -49,3
Mittel-/kurzfristig gebundenes Vermögen 22.858,0 66,7 28.250,1 70,4 -5.392,1
Gesamtvermögen 34.264,2 100,0 40.109,2 100,0 -5.845,0

Das Sachanlagevermögen der Gesellschaft reduzierte sich erwartbar (-271 T€) hauptsächlich um die planmäßige Abschreibung, der Umfang der durchgeführten Investitionen bewegte sich im mehrjährigen Mittel und wurde hauptsächlich in Wirtschaftsgüter mit geringerer Nutzungsdauer vorgenommen. Im Berichtsjahr erfolgte im Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände ein geplanter Generationswechsel im Bereich der Software (+16,6 T€) ebenso wie gegen Ende des Jahres mit Sanierungsaktivitäten an Nebengebäuden in Solingen begonnen wurde, welche sich in den Anzahlungen widerspiegeln (+253,7 T€).

Nachfragekongruent wurde zum Jahresende die Beschaffungsdisposition etwas heruntergefahren. Der sich hierdurch darstellende Bestandsabbau konnte durch die Ausnutzung niedrigerer Beschaffungspreise noch verstärkt werden, wodurch sich das Vorratsvermögen um ca. 20 % gg. Vorjahr in der Stichtagsbetrachtung reduzierte (-2.713,8 T€).

Das Forderungsniveau bewegte sich im Bereich der Vorperiode ebenso die sonstigen Vermögensgegenstände.

Die zum Vorjahresstichtag bereits verfügbaren und im Aufbau befindlichen Liquiditätsreserven von über 5,6 Mio€ wurden planmäßig zur Volltilgung vorhandener Darlehen eingesetzt. Auch wenn sich hierdurch die liquiden Mittel zum Jahresende um mehr als 40% reduzierten, verfügt das Unternehmen nach wie vor auch ohne Inanspruchnahme von Fremdkapital über eine ausreichende Liquidität.

Vor allem durch die Optimierung des Vorratsvermögens und die Verwendung der liquiden Mittel, reduzierte sich das Gesamtvermögen der Gesellschaft um 14,6% (-5.845,0 T€) und notiert zum Bilanzstichtag bei rund 34.264,2 T€.

Bilanz-Posten 31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR
PASSIVA
Kapitalanteile 972,0 2,8 972,0 2,4 +0,0
Rücklagen 18.462,1 53,9 15.987,0 39,9 +2.475,1
Unterschiedsbetrag aus Kapitalkonsolidierung 4.047,9 11,8 4.047,9 10,1 +0,0
Nicht beherrschende Anteile 1.166,2 3,4 1.013,9 2,5 +152,3
Pensionsrückstellungen 1.849,5 5,4 1.702,8 4,2 +146,7
Langfristig verfügbares Kapital 26.497,7 77,3 23.723,6 59,1 +2.774,1
Steuerrückstellungen 901,3 2,6 1.848,8 4,6 -947,5
Sonstige Rückstellungen 1.012,2 3,1 1.141,8 2,9 -129,6
Verbindlichkeiten Kreditinstitute 102,0 0,3 6.875,7 17,1 -6.773,7
Verbindlichkeiten aus Lieferungen/Leistungen 3.847,8 11,2 3.830,8 9,6 +17,0
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 457,4 1,3 1.037,7 2,6 -580,3
Sonstige Verbindlichkeiten 1.445,8 4,2 1.650,8 4,1 -205,0
Mittel-/kurzfristig verfügbares Kapital 7.766,5 22,7 16.385,6 40,9 -8.619,1
Gesamtkapital 34.264,2 100,0 40.109,2 100,0 -5.845,0

Im Hinblick auf die planmäßig auslaufenden Zinsbindungen im Laufe des Jahres 2023 für die noch vorhandenen Darlehen aus der Erweiterungsinvestition am Standort Solingen, wurde aus dem Vorjahresgewinn ein Betrag von mehr als 2,3 Mio€ im Rahmen der Gewinnverwendung den Rücklagen zugeführt. Das langfristig verfügbare Kapital notierte um 2.774,1 T€ stärker (+11,7%) als im Vorjahr.

Die, bedingt durch das im Vorjahresvergleich niedrigere Jahresergebnis, in geringerer Höhe notwendigen Steuerrückstellungen (-947,5 T€) beeinflussten wiederum das mittel- und kurzfristige Kapital, wobei sich in diesem Bereich vor allem die bereits erwähnte Rückführung von Darlehen zum Ende der Zinsbindung bemerkbar machen (-6.773,7 T€); die gegenüber Kreditinstituten ausgewiesenen Verbindlichkeiten belaufen sich nunmehr noch auf ein Restdarlehen, welches im Folgejahr planmäßig zurückgeführt werden wird, ebenso, wie eine geringe Ausnutzung eines Kontokorrentrahmens bei einem Bankkonto zum Bilanzstichtag.

Es ist sehr erfreulich, dass somit bereits zehn Jahre nach dem Investitionszeitpunkt durch eine restriktive Ausschüttungspolitik einerseits und die Nutzung freier Liquidität aus ertragreichem Geschäft andererseits alle für die umfangreiche Erweiterung am Standort Solingen aufgenommenen Fremdmittel zurückgeführt werden konnten.

Trotz dieser umfangreichen Ablösung von Fremdmitteln konnten aufgrund ausreichender Liquidität alle Zahlungsverpflichtungen - soweit möglich - innerhalb der Skontofristen bedient werden.

Eine Eigenkapitalquote von 72 % zum Bilanzstichtag unterstreicht die große Unabhängigkeit und Flexibilität der Gesellschaft.

Neben den passivierten Verbindlichkeiten bestehen finanzielle Verpflichtungen aufgrund von Miet-, Leasing- oder Wartungsverträgen in Höhe von 2,4 Mio€.

Zur Analyse der Vermögenslage des Konzerns wurden die folgenden Vermögens- und Kapitalstrukturkennzahlen ermittelt.

Kennzahl Kennzahldefinition
Anlagenintensität = Anlagevermögen/Gesamtvermögen
Vorratsintensität = Vorratsvermögen/Gesamtvermögen
Forderungsintensität = Forderungen/Gesamtvermögen
Eigenkapitalquote = Eigenkapital/Gesamtkapital
Fremdkapitalquote = Fremdkapital/Gesamtkapital
Kennzahl 2023/% 2022/% 2021/% 2020/% 2019/%
Anlagenintensität 33,3 29,6 34,3 40,1 42,9
Vorratsintensität 31,9 34,0 34,5 24,3 22,9
Forderungsintensität 24,3 21,6 24,5 27,2 26,5
Eigenkapitalquote 71,9 54,9 54,3 52,8 50,6
Fremdkapitalquote 28,1 45,1 45,7 47,2 49,4

2. Darstellung der Ertragslage und des Geschäftsergebnisses

In der folgenden Übersicht sind die Erträge und Aufwendungen des Berichtsjahres aufbereitet und den Vorjahreswerten gegenübergestellt. Die wesentlichen Veränderungen der einzelnen GuV.-Posten sind nachfolgend erläutert:

G.u.V.-Posten 2023 2022 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR
Umsatzerlöse 95.474,5 109.263,5 -13.789,0
Bestandsveränderung FE/UFE -376,9 609,3 -986,2
Gesamtleistung 95.097,6 100,0 109.872,8 100,0 -14.775,2
Sonstige Erträge 279,9 0,3 140,6 0,1 +139,3
Materialaufwand 69.700,7 73,3 82.879,7 75,4 -13.179,0
Rohergebnis 25.676,8 27,0 27.133,7 24,7 -1.456,9
Personalaufwand 11.892,0 12,5 11.692,4 10,6 +199,6
Abschreibungen AV 699,0 0,7 706,7 0,6 -7,7
Sonstiger Aufwand 8.629,1 9,1 9.080,6 8,3 -451,5
Betriebsergebnis 4.456,7 4,7 5.654,0 5,2 -1.197,3
Sonstige Zinsen/Erträge Ausleihungen 91,8 0,1 108,1 0,1 -16,3
Zinsaufwendungen 245,7 0,3 176,7 0,2 +69,0
Finanzergebnis -153,9 -0,2 -68,6 -0,1 -85,3
Ertragsteuern 1.480,9 1,5 1.929,9 1,8 -449,0
Ergebnis nach Steuern 2.821,9 3,0 3.655,5 3,3 -833,6
Sonstige Steuern 71,7 0,1 71,7 0,1 +0,0
Jahresüberschuss 2.750,2 2,9 3.583,8 3,2 -833,6

Die durch Vorsorgegedanken und Versorgungssicherheit getriebene Nachfrage des Vorberichtsjahres, gepaart mit außergewöhnlich gestiegenen Preisniveaus in den unterschiedlichen Geschäftsfeldern wurde im Jahr 2023 nicht erreicht.

Konjunkturbedingte Nachfragerückgänge in verschiedenen Branchen, hervorgerufen durch Kostendruck und Unsicherheit auf den Absatzmärkten führten auch zu einem Volumeneffekt der Absatzbemühungen des Konzerns. Die Umsatzerlöse notierten um 12,6 % und damit 13,8 Mio€ schwächer als in dem außergewöhnlichen Jahr 2022. Durch eine vorausschauende Einkaufspolitik, die Ausnutzung von Liquiditätsspielräumen und flexible Nutzung von Logistikflächen gelang es dem Konzern einen gegenläufigen Preiseffekt zu erzielen und durch eine Ertragssteigerung um 2,4 Prozentpunkte das Rohergebnis lediglich um 5,4% schwächer zu gestalten.

Wenn sich auch der mittlerweile als langfristig einzuordnende Trend eines teureren Personaleinsatzes fortsetzte (+199,6 T€), konnten auf der Aufwandsseite vor allem die variablen Positionen zu einer Reduzierung der Aufwendungen um über 451 T€ beitragen.

Wenn auch um 21,2% schwächer im Vorjahresvergleich, kann das Betriebsergebnis in Höhe von 4.456,7 T€ als erfreulich stabil eingeordnet werden.

Die zeitweise unterjährige Nutzung von Kontokorrentlinien in einem mittlerweile wieder deutlich teurer notierenden Zinsumfeld führten zu höheren kurzfristigen Finanzierungskosten (+69,0 T€) und trugen hiermit zu einem Finanzergebnis bei, welches sich um knapp 85 T€ niedriger darstellt.

Erwartbar notieren die Steuerabgrenzungen im Geschäftsjahr mit 449,0 T€ etwas niedriger (-23,3%), führen aber dennoch zu einem stabilen Jahresüberschuss, der sich für das Geschäftsjahr mit 2.750,2 T€ darstellt.

Zur Analyse der Ertragslage des Konzerns wurden die folgenden Rentabilitätskennzahlen und Aufwandsstrukturkennzahlen ermittelt.

Kennzahl Kennzahldefinition
Rentabilität Gesamtleistung = Jahresergebnis/Gesamtleistung
Gesamtkapitalrentabilität = Jahresüberschuss vor Zinsen/Gesamtkapital
Personalquote v. Gesamtleistung = Personalaufwand/Gesamtleistung
Kennzahl 2023/% 2022/% 2021/% 2020/% 2019/%
Rentabilität Gesamtleistung 2,9 3,2 2,8 1,2 0,9
Gesamtkapitalrentabilität 8,5 9,1 8,0 3,6 2,9
Personalquote v. Gesamtleistung 12,5 10,6 11,0 12,1 12,0

3. Darstellung der Finanzlage

Die Kapitalflussrechnung ist als separater Bestandteil dem Konzernabschluss beigefügt.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit erhöhte sich von T€ 3.794 auf T€ 4.909. Der Konzern verfügte zum Bilanzstichtag über einen Finanzmittelbestand von T€ 3.358, was eine Minderung gegenüber dem Vorjahr von T€ 2.301 bedeutet.

Zur Analyse der Finanzlage wurden unter Berücksichtigung der Fristigkeit von Forderungen und Vermögensgegenständen die folgenden Deckungsgrade im Verhältnis zu den Verpflichtungen innerhalb eines Jahres ermittelt:

Kennzahl 2023/TEUR 2022/TEUR 2021/TEUR 2020/TEUR 2019/TEUR
Finanzmittelbestand 3.358 5.659 2.032 1.471 1.393
Kurzfristige Rückstellungen bis 1 Jahr 1.914 2.991 1.666 507 578
Kurzfristige Verbindlichkeiten bis 1 Jahr 5.853 9.987 8.983 7.708 7.750
Liquidität 1. Grades 0,43 0,44 0,19 0,18 0,17
Kurzfristige Forderungen bis 1 Jahr 8.306 8.680 8.648 8.650 8.427
Liquidität 2. Grades 1,50 1,10 1,00 1,23 1,18
Vorratsbestände 10.923 13.636 12.230 7.727 7.266
Liquidität 3. Grades 2,91 2,16 2,15 2,17 2,05

Die Liquiditätssituation des Konzerns ist positiv. Im Berichtszeitraum sind keine Liquiditätsengpässe eingetreten. Nach der Finanzplanung für das Geschäftsjahr 2024 sind keine Liquiditätsengpässe absehbar.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Geschäftsführung nutzt die folgenden finanziellen Leistungsindikatoren für die Planung und Steuerung des Unternehmens

• Umsatzrentabilität

• Jahresergebnis

• Eigenkapitalquote

Auf die Entwicklung der genannten Leistungsindikatoren wurde bereits eingegangen. Dabei wurden die prognostizierten Werte des Vorjahres übertroffen.

C. Darstellung der voraussichtlichen Entwicklung mit Hinweisen auf wesentliche Chancen der künftigen Entwicklung

1. Darstellung der voraussichtlichen Entwicklung

Durch die Einbehaltung von Gewinnen konnte die Eigenkapitalsituation des Konzerns und die damit verbundene Verfügbarkeit von Liquidität verbessert werden. Mit den vorhandenen Mitteln wurde zum Ende des zweiten Quartals das letzte verbliebende Darlehen des Neubaus in Solingen von 2014 abgelöst. Der Konzern strebt weiterhin an, eine Eigenkapitalquote von mehr als 40 % auszuweisen. Die Voraussetzungen für ein kontinuierliches Wachstum wurde durch eine nachhaltige Transformation zu einem datengetriebenen Geschäftsmodell geschaffen. So liegt ein Schwerpunkt bei der Schaffung von Ressourcen im IT-Bereich, sowie einer ständigen Weiterbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

2. Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2024

Die Voraussetzungen für das Geschäftsjahr 2024 sind im Wesentlichen geprägt durch die unsichere wirtschaftliche und auch politische Lage. Investitionen werden eher zurückgestellt. Die überbordende Bürokratie in Deutschland führt zu einer Abwanderung der Industrie und einer deutlich reduzierten Investitionstätigkeit ausländischer Gesellschaften in Deutschland. Auch muss erwartet werden, dass die hiesigen Automobilkonzerne die Energiewende weitestgehend gegenüber den asiatischen Autobauern verschlafen haben. Hingegen überstrapazieren die Gewerkschaften die Tarifverhandlungen mit maßlosen Forderungen. Vor diesem Hintergrund sind die Ergebnisprognosen für das Geschäftsjahr 2024 moderat niedriger positiv als das Ergebnis des Geschäftsjahres 2023, es wird ein Ergebnis des Durchschnitts der letzten fünf Jahre erwartet.

D. Risiken der voraussichtlichen Entwicklung

Auch im Berichtsjahr sind keine großen Abhängigkeiten zu Lieferanten oder Kunden entstanden. Zukünftige Risiken durch Abhängigkeiten werden hierdurch minimiert. Besonders durch die redundante Auslegung aller IT-Systeme können Abhängigkeits- und Ausfallgefahren reduziert werden. Durch Penetrations- und Stresstests wird die Abwehrfähigkeit der IT geprüft.

Durch ein umfassendes monatliches Planungs- und Berichtswesen wird sichergestellt, dass die Geschäftsführung über mögliche Risiken regelmäßig und zeitnah informiert wird und somit unmittelbar notwendige Gegenmaßnahmen ergriffen werden können.

Aufgrund der diversifizierten Kreditoren- und Debitorenstruktur ist eine erhöhte Abhängigkeit nicht zu verzeichnen.

Aus heutiger Sicht sind keine bestandsgefährdenden bzw. die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich beeinträchtigenden Risiken, erkennbar.

Die in der Öffentlichkeit vielfach sehr emotional geführte Diskussion zu den Themenfeldern Nachhaltigkeit und Klimawandel ebenso wie die anhaltende Ukrainesituation führen zu schwer vorhersehbaren Entwicklungen, die gerade auch im Bereich des Verpackungsgeschäfts Risiken bedeuten, aber auch wesentliche Chancen eröffnen. Festzustellen ist ein immer größerer Aufwand, welcher durch die Forderung nach unterschiedlichsten Zertifizierungen und Dokumentationen entsteht, der durchweg Kapazitäten im Konzern bindet. Durch regelmäßige kritische Reflektionen werden diese Entwicklungen ständig beobachtet und notwendige Maßnahmen ergriffen.

E. Sonstige Angaben

1. Risikomanagement und Finanzinstrumente

Im Rahmen der Risikosteuerung sollen Gefahren ausgeschlossen oder zumindest erheblich reduziert werden. Aufgrund des niedrigen Schuldenstandes erwartet der Konzern auch für das Jahr 2024 eine günstige Refinanzierungsmöglichkeit. Die Finanzierung der in der Vergangenheit getätigten Investitionen ist weitestgehend getilgt.

2. Forschung und Entwicklung

Durch eine eigene Produktmanagementabteilung werden regelmäßige Analysen des Beschaffungs- und des Absatzmarktes durchgeführt, wobei ein Fokus hier auch auf Produkteinführungen und Neuentwicklungen innerhalb der jeweiligen Geschäftsfelder gelegt wird.

Um auf spezielle Kundenwünsche zu reagieren, ist eine enge Zusammenarbeit mit Produzenten bei Neuentwicklungen unerlässlich. Eine eigene Forschungsabteilung wird nicht betrieben, da sich der Konzern hauptsächlich als Handelsunternehmen versteht. Jedoch gibt es vertragliche Vereinbarungen mit Verpackungsentwicklern, die dem Konzern hier zuarbeiten.

Agile Arbeitsgruppen entwickeln permanent IT-Strukturen, die nach Umsetzung die Transformation des Geschäftsmodells zu einem datengetriebenen Großhandel ermöglichen.

3. Zweigniederlassungen

Neben dem Hauptsitz in Solingen werden im Berichtsjahr sieben Niederlassungen in Deutschland unterhalten. Hierbei handelt es sich um die Niederlassungen in Hamburg, Hannover/Langenhagen, Berlin, Dresden, Stuttgart, Wiesbaden, Augsburg und ein Verkaufsbüro in Weil am Rhein.

 

Solingen, 04. Oktober 2024

Die Geschäftsführung

Dr. Gustav A. Lange

Dr. Georg Lange

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023
31.12.2022
T€
A. ANLAGEVERMÖGEN 11.406.208,38 11.859
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 16.629,71 0
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 16.629,71 0
II. Sachanlagen 10.985.540,77 11.257
1. Grundstücke und Bauten 9.453.916,12 9.879
2. Technische Anlagen und Maschinen 64.510,95 88
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.213.380,87 1.290
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 253.732,83 0
III. Finanzanlagen 404.037,90 602
1. Beteiligungen 1.025,00 0
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 151.166,67 151
3. Sonstige Ausleihungen 251.846,23 451
B. UMLAUFVERMÖGEN 22.601.606,41 27.989
I. Vorräte 10.922.548,04 13.636
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 82.759,72 109
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 10.839.788,32 13.527
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 8.320.709,11 8.694
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.267.685,85 7.442
2. Forderungen gegen Gesellschafter 109.447,65 331
3. Sonstige Vermögensgegenstände 943.575,61 921
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: € 14.350,69 (Vorjahr: T€ 15)
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 3.358.349,26 5.659
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 107.631,34 63
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 148.754,18 198
34.264.200,31 40.109

PASSIVA

31.12.2023
31.12.2022
T€
A. EIGENKAPITAL 20.600.282,22 17.973
I. Kapitalanteile 971.965,87 972
1. Komplementärin 0,00 0
2. Kommanditisten 971.965,87 972
II. Kapitalrücklagen 1.318.000,00 1.318
III. Gewinnrücklagen 17.144.091,18 14.669
1. Satzungsmäßige Rücklagen 3.339.581,10 3.174
2. Andere Gewinnrücklagen 13.804.510,08 11.495
IV. Nicht beherrschende Anteile 1.166.225,17 1.014
B. UNTERSCHIEDSBETRAG AUS KAPITALKONSOLIDIERUNG 4.047.954,29 4.048
C. RÜCKSTELLUNGEN 3.762.937,51 4.692
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.849.453,00 1.703
2. Steuerrückstellungen 901.259,00 1.847
3. Sonstige Rückstellungen 1.012.225,51 1.142
D. VERBINDLICHKEITEN 5.853.026,29 13.394
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 102.063,99 6.876
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 102.063,99 (Vorjahr: T€ 3.469)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: € 0,00 (Vorjahr: T€ 3.407)
- davon mit einer Restlaufzeit über fünf Jahre: € 0,00 (Vorjahr: T€ 1.941)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.847.842,98 3.831
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 3.847.842,98 (Vorjahr: T€ 3.831)
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 457.364,26 1.038
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 457.364,26 (Vorjahr: T€ 1.038)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.445.755,06 1.649
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 1.445.755,06 (Vorjahr: T€ 1.649)
- davon aus Steuern: € 579.427,67 (Vorjahr: T€ 832)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 25.872,83 (Vorjahr: T€ 20)
E. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 0,00 2
34.264.200,31 40.109

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

2023
EUR
2022
TEUR
1. Umsatzerlöse 95.474.510,64 109.263
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -376.861,05 609
95.097.649,59 109.872
3. Sonstige betriebliche Erträge 279.872,62 141
4. Materialaufwand -69.700.706,15 -82.879
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -68.641.948,42 -81.786
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.058.757,73 -1.093
25.676.816,06 27.134
5. Personalaufwand -11.892.048,23 -11.692
a) Löhne und Gehälter -9.901.460,24 -9.893
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.990.587,99 -1.799
- davon für Altersversorgung: € 219.718,13 (Vorjahr: T€ 80)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -698.971,18 -707
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -8.629.051,42 -9.081
- davon Aufwendungen nach Artikel 67 Absatz 1 EGHGB: € 12.228,00 (Vorjahr: T€ 12)
- davon aus Währungsumrechnung: € 1.974,63 (Vorjahr: T€ 6)
4.456.745,23 5.654
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 736,63 6
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 91.075,75 102
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -245.754,01 -177
- davon aus Aufzinsung: € 33.676,00 (Vorjahr: T€ 32)
-153.941,63 -69
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.480.903,01 -1.930
- davon Aufwendungen latente Steuern: € 49.363,37 (Vorjahr: T€ 128)
Ergebnis nach Steuern 2.821.900,59 3.655
12. Sonstige Steuern -71.652,15 -71
Konzernjahresüberschuss 2.750.248,44 3.584
Gezahlte Dividenden/bereits verteilte Gewinne -88.070,45 -698
Einstellung in die Rücklagen -2.475.140,67 -2.633
Gewinn nicht beherrschende Anteile -187.037,32 -253
Ergebnis nach Verwendungsrechnung, das dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist 0,00 0

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2023

I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM KONZERNABSCHLUSS UND KONZERNABSCHLUSSSTICHTAG

Angaben zur Identifikation des Mutterunternehmens

Firma: Brook-Risse GmbH & Co. KG

Sitz: Solingen

Registergericht: Amtsgericht Wuppertal, HRA 20180

Angaben zur Rechnungslegung

Der Konzernabschluss der Brook-Risse GmbH & Co. KG wurde nach den Vorschriften des HGB aufgestellt. Die Brook-Risse GmbH & Co. KG ist eine kleine Kapitalgesellschaft & Co. KG.

Die Gesellschaft richtet sich bei der Bilanzierung und der Bewertung nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB und nach den Vorschriften für Kapitalgesellschaften & Co. KG §§ 264 und 264 a ff. HGB. Darüber hinaus wurden die ergänzenden Vorschriften für die Erstellung von Konzernabschlüssen der §§ 290 ff. HGB beachtet sowie die Rechnungslegungsstandards des DRSC.

Die Brook-Risse GmbH & Co. KG hat erstmals auf den 31. Dezember 2008 wieder freiwillig einen Konzernabschluss aufgestellt und dementsprechend auf diesen Stichtag eine Erstkonsolidierung vorgenommen.

Geschäftsjahr des Konzerns ist das Kalenderjahr. Konzernabschlussstichtag ist der 31. Dezember 2023. Alle in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen haben den gleichen Abschlussstichtag. Grundlage für die Erstellung des Konzernabschlusses waren die Einzelabschlüsse der einbezogenen Unternehmen.

II. ANGABEN ZUM KONSOLIDIERUNGSKREIS

Folgende Gesellschaften werden im Konzernabschluss vollkonsolidiert einbezogen:

- Brook-Risse GmbH & Co. KG, Solingen (Mutterunternehmen)

- Brook-Risse Grundstücks GmbH & Co. KG, Solingen (Tochterunternehmen)

- Brangs + Heinrich GmbH, Solingen (Tochterunternehmen)

- Brangs + Heinrich SRL, Dison, Belgien (vormals Brangs + Heinrich BV, Brüssel, Belgien) (Enkelunternehmen)

- Brangs + Heinrich B.V., Utrecht, Niederlande (Enkelunternehmen)

Die passiven Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung betragen:

T€
Brook-Risse Grundstücks GmbH & Co. KG 0
Brangs + Heinrich GmbH 3.709
Brangs + Heinrich B.V. 118
Brangs + Heinrich SRL 221
4.048

Die passiven Unterschiedsbeträge beruhen im Wesentlichen darauf, dass insbesondere bei den Tochterunternehmen Gewinne seit dem Erwerbszeitpunkt dieser Beteiligungen thesauriert wurden (technischer passiver Unterschiedsbetrag).

Beteiligungsverhältnisse

Name der Gesellschaft Sitz Eigenkapital
T€
Beteiligungsquote
%
Ergebnis 2023
T€
Brook-Risse Grundstücks GmbH & Co. KG Solingen 1.979 100,0 58
Brangs + Heinrich GmbH Solingen 18.153 93,9 2.681
Brangs + Heinrich SRL *) Dison, Belgien 1.629 95,0 175
Brangs + Heinrich B.V. *) Utrecht, Niederlande 2.046 100,0 475

*) gehalten über Brangs + Heinrich GmbH

Der Anteil anderer Gesellschafter am Eigenkapital ist im Eigenkapitalspiegel ersichtlich.

III. ANGABEN ZU DEN KONSOLIDIERUNGSMETHODEN

Der Abschlussstichtag aller konsolidierten Unternehmen ist einheitlich der 31. Dezember 2023. Die Kapitalkonsolidierung wurde nach der Buchwertmethode durch Verrechnung der Beteiligungsbuchwerte mit dem anteiligen Eigenkapital der konsolidierten Unternehmen zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung vorgenommen.

Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden im Konzernabschluss eliminiert. Auf eine Eliminierung von Zwischengewinnen wurde gemäß § 304 Abs. 2 HGB verzichtet, da diese für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nur von untergeordneter Bedeutung ist.

IV. ANGABEN ZU DEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Für den Konzernabschluss der Brook-Risse GmbH & Co. KG finden die Rechnungslegungsvorschriften des HGB Anwendung.

Die Bewertung im Konzern erfolgt grundsätzlich nach einheitlichen Methoden. Nur in Fällen untergeordneter Bedeutung im Sinne des § 308 Abs. 2 S. 3 HGB gibt es Abweichungen.

Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen sind in Euro aufgestellt.

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu fortgeschriebenen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden linear entsprechend ihrer geschätzten Nutzungsdauer abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird linear, bewegliches Anlagevermögen mit einem Anschaffungsdatum vor dem 01.01.2011 grundsätzlich degressiv mit Übergang zur linearen Methode abgeschrieben, soweit dies zu höheren Abschreibungsbeträgen führt. Die Abschreibung des Sachanlagevermögens der niederländischen Konzerngesellschaft erfolgt ausschließlich linear. Die Nutzungsdauern werden in Anlehnung an steuerliche Vorschriften geschätzt.

Für Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen 250 € und 1.000 € wird ein Sammelposten gebildet, der über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren linear abgeschrieben wird.

Die Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Stichtagswert angesetzt.

Die Wertpapiere des Anlagevermögens und die Sonstigen Ausleihungen sind mit dem Nominalwert angesetzt.

Die Vorräte sind mit durchschnittlichen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt, soweit nicht Abwertungen auf den niedrigeren Stichtagswert erforderlich sind. Das Niederstwertprinzip wird beachtet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit Nominalwerten abzüglich angemessener Einzel- und Pauschalwertberichtigungen ausgewiesen.

Die flüssigen Mittel werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Rückstellungen für Pensionen werden nach dem Projected-Unit-Credit-Verfahren unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze auf Basis der Richttafeln 2018 G von Prof. Klaus Heubeck mit einem Zinsfuß von 1,82 % ermittelt. Aufgrund der Zusage von Festbeträgen wurden Lohn- und Gehaltssteigerungen mit 0,00 % p.a., Rentensteigerungen dagegen mit 6,12 % p.a. eingerechnet. Zum 01.01.2010 ergab sich aus der Neubewertung der Pensionsrückstellungen eine Unterdotierung von € 183.429,00. Das Wahlrecht des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB, die erforderliche Zuführung zu den Pensionsrückstellungen aufgrund dieser Unterdotierung auf maximal 15 Jahre zu verteilen, wird ausgeübt. Im Geschäftsjahr 2023 wurden dementsprechend € 12.228,00 den Pensionsrückstellungen zugeführt. Zum 31.12.2023 beträgt der noch nicht in der Bilanz ausgewiesene Betrag der Unterdeckung € 12.237,00.

Die Berechnungen für das Jahr 2023 erfolgten mit dem Rechnungszinsfuß auf Basis des durchschnittlichen Marktzinssatzes der letzten 10 Jahre (Hinweis auf § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB). Für 2023 beträgt der Rechnungszinsfuß damit nun 1,82 % gegenüber einem Rechnungszinsfuß auf Basis des durchschnittlichen Marktzinssatzes der letzten 7 Jahre in Höhe von 1,74 %. Hierdurch reduziert sich der Verpflichtungswert um € 21.092,00. In Höhe dieses Unterschiedsbetrages ergibt sich eine Ausschüttungssperre.

Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Ungewissen Verbindlichkeiten wird durch Rückstellungen hinreichend Rechnung getragen.

Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr werden gemäß § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

V. ANGABEN ZUR KONZERNBILANZ UND ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Anlagevermögen

Die Aufgliederung der Anlageposten und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 ist dem Anlagespiegel (Anlage zum Anhang) zu entnehmen.

Latente Steuern

Aus Unterschieden zwischen den handelsrechtlichen und den steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden bei einer Tochtergesellschaft wurde ein Posten für aktive latente Steuern in Höhe von € 235.000,00 zum 31.12.2023 gebildet. Die Berechnung wurde mit einem Steuersatz von 30 % vorgenommen.

Auf Konzernebene wurde ebenfalls ein Posten für aktive latente Steuern in Höhe von € -86.245,82 gebildet, um eine den tatsächlichen Verhältnissen der Muttergesellschaft besser entsprechende Höhe des Steueraufwandes zu vermitteln. Bei der Berechnung wurde ein durchschnittlicher Steuersatz von 35 % zugrunde gelegt.

§ 274 HGB
§306 HGB
Gesamt
Stand 01.01.2023 191.000,00 7.097,55 198.097,55
Zuführung 44.000,00 -93.343,37 -49.343,37
Stand 31.12.2023 235.000,00 -86.245,82 148.754,18

Die Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz gemäß § 274 HGB betreffen im Wesentlichen die Wertansätze der Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen, die Differenzen gemäß § 306 HGB resultieren aus Konsolidierungsmaßnahmen.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Personalaufwendungen, Aufwendungen für ausstehende Rechnungen und Abschlusskosten.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben mit ihren Gesamtbeträgen eine Restlaufzeit bis zu 1 Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von € 54.180,00 (Vorjahr: € 3.868.420,00) abgesichert durch Grundschulden (Grundstück: Solingen, Steinacker 12), der Sicherungsübereignung von zwei Maschinen sowie der Sicherungsübereignung der Warenvorräte in Solingen, Felder Straße 79. Die Verbindlichkeiten betreffen ausschließlich die durch den Erweiterungsbau am Standort Solingen verursachten Investitionen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verpflichtungen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus mehrjährigen Miet-, Leasing- und Wartungsverträgen in Höhe von rund Mio€ 2,4.

Zusammensetzung der Umsatzerlöse

Die Umsätze entfallen auf Konzernunternehmen nach Ländern:

%
Deutschland 87,6
Belgien 5,2
Niederlande 7,2
100,0

Nach Geschäftsfeldern verteilen sich die Umsätze folgendermaßen:

%
Verpackungen 67,5
Folienverpackungen 32,4
EDV-Zubehör 0,1
100,0

Ergebnis anderer Gesellschafter

Der anderen Gesellschaftern zustehende Anteil am Konzernjahresüberschuss beläuft sich auf € 187.037,32 (Vorjahr: T€ 254).

VI. SONSTIGE ANGABEN

Komplementärin

Komplementärin ist die Brook-Risse Verwaltungs GmbH, Solingen, mit einem gezeichneten Kapital von € 25.000,00.

Geschäftsführung

Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte die Geschäftsführung durch

- Herrn Rechtsanwalt Dr. Gustav A. Lange, Frankfurt am Main,

- Herrn Rechtsanwalt Dr. Georg Lange, Frankfurt am Main,

als Geschäftsführer der Komplementär-GmbH

Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt waren im Konzern beschäftigt:

2023 2022
Angestellte 108 110
Gewerbliche Arbeitnehmer 39 39
Auszubildende 11 12
Gesamt 158 161

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Konzerngeschäftsjahres

Als Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres im Sinne des § 314 Nr. 25 HGB sind die weiteren Auswirkungen der Inflationsdynamik und Tarifpolitik zu nennen. Nach derzeitigem Kenntnisstand sind die Auswirkungen auf Umsatz und Ergebnis der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2024 noch nicht abschließend beurteilbar. Im Übrigen verweisen wir auf unsere Lageberichterstattung unter "B.2" sowie unter "D.".

Gesamthonorar Konzernabschlussprüfer

Das Honorar des Konzernabschlussprüfers betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen in Höhe von T€ 9.

 

Solingen, 04. Oktober 2024

Die Geschäftsführung

Dr. Gustav A. Lange

Dr. Georg Lange

Anlage zum Anhang

Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.271.848,32 20.480,00 0,00 1.292.328,32
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke und Bauten 14.647.261,66 6.340,00 0,00 14.653.601,66
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.659.075,59 0,00 -7.265,46 1.651.810,13
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.098.180,26 163.795,17 -14.777,87 5.247.197,56
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 253.732,83 0,00 253.732,83
21.404.517,51 423.868,00 -22.043,33 21.806.342,18
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 1.025,00 0,00 1.025,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 151.166,67 0,00 0,00 151.166,67
3. Sonstige Ausleihungen 451.109,60 736,63 -200.000,00 251.846,23
602.276,27 1.761,63 -200.000,00 404.037,90
23.278.642,10 446.109,63 -222.043,33 23.502.708,40
Abschreibungen
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.271.589,61 4.109,00 0,00 1.275.698,61
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke und Bauten 4.768.405,54 431.280,00 0,00 5.199.685,54
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.571.620,13 22.944,00 -7.264,95 1.587.299,18
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.807.954,87 240.638,18 -14.776,36 4.033.816,69
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
10.147.980,54 694.862,18 -22.041,31 10.820.801,41
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
11.419.570,15 698.971,18 -22.041,31 12.096.500,02
Bilanzwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 16.629,71 258,71
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke und Bauten 9.453.916,12 9.878.856,12
2. Technische Anlagen und Maschinen 64.510,95 87.455,46
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.213.380,87 1.290.225,39
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 253.732,83 0,00
10.985.540,77 11.256.536,97
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 1.025,00 0,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 151.166,67 151.166,67
3. Sonstige Ausleihungen 251.846,23 451.109,60
404.037,90 602.276,27
11.406.208,38 11.859.071,95

Konzernkapitalflussrechnung

Einen Überblick über die Herkunft und Verwendung finanzieller Mittel ergibt die folgende Kapitalflussrechnung, gem. DRS 21.

2023
TEUR
Vorjahr
TEUR
Änderung
TEUR
1. Periodenergebnis (Konzernjahresüberschuss) 2.750 3.584 -834
2. Ab-/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 699 707 -8
3. Zu-/Abnahme von Rückstellungen 17 224 -207
4. Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -2 -3 1
5. Zu-/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva 3.101 -1.487 4.588
6. Zu-/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva -908 -598 -310
7. Zinsaufwendungen/Zinserträge 154 69 85
8. Ertragsteueraufwand/-ertrag 1.481 1.929 -448
9. Ertragsteuerzahlungen -2.383 -631 -1.752
10. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 4.909 3.794 1.115
11. Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 0 3 -3
12. Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -424 -231 -193
13. Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -20 0 -20
14. Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 200 0 200
15. Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen 0 -156 156
16. Erhaltene Zinsen 92 108 -16
17. Cashflow aus der Investitionstätigkeit -152 -276 124
18. Auszahlungen an Fremdgesellschafter -39 -112 73
19. Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten 0 1.007 -1.007
20. Auszahlungen aus der Tilgung von (Finanz-)Krediten -6.774 -609 -6.165
21. Gezahlte Zinsen -245 -177 -68
22. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -7.058 109 -7.167
23. Zahlungswirksame Änderungen des Finanzmittelfonds (Summe aus 10, 17 und 22) -2.301 3.627 -5.928
24. Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 5.659 2.032 3.627
25. Finanzmittelfonds am Ende der Periode 3.358 5.659 -2.301
Finanzmittelfonds:
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 3.358 5.659
kurzfristige Kredite 0 0
3.358 5.659

Konzerneigenkapitalspiegel

Einen Überblick über die Entwicklung des Eigenkapitals ergibt sich aus folgendem Eigenkapitalspiegel, der nach DRS-22 aufgestellt wurde.

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Kapitalanteile
Komplementärin
EUR
Kommanditisten
EUR
Summe
EUR
Stand 01.01.2023 0,00 971.965,87 971.965,87
Konzern-Jahresüberschuss 0,00 110.070,45 110.070,45
Gutschriften auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital 0,00 -88.070,45 -88.070,45
Einstellung in/Entnahme aus Rücklagen 0,00 -22.000,00 -22.000,00
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00 0,00
Stand 31.12.2023 0,00 971.965,87 971.965,87
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Rücklagen
Kapitalrücklage Gewinnrücklagen
EUR Gewinnrücklagen lt. Gesellschaftsvertrag
EUR
Sonstige Gewinnrücklagen
EUR
Summe
EUR
Stand 01.01.2023 1.318.000,00 3.174.261,20 11.494.689,31 14.668.950,51
Konzern-Jahresüberschuss 0,00 143.319,90 2.309.820,77 2.453.140,67
Gutschriften auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital 0,00 0,00 0,00 0,00
Einstellung in/Entnahme aus Rücklagen 0,00 22.000,00 0,00 22.000,00
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand 31.12.2023 1.318.000,00 3.339.581,10 13.804.510,08 17.144.091,18
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Rücklagen
Summe
EUR
Stand 01.01.2023 15.986.950,51
Konzern-Jahresüberschuss 2.453.140,67
Gutschriften auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital 0,00
Einstellung in/Entnahme aus Rücklagen 22.000,00
Sonstige Veränderungen 0,00
Stand 31.12.2023 18.462.091,18
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung
EUR
Gewinnvortrag
EUR
Summe
EUR
Stand 01.01.2023 0,00 0,00 16.958.916,38
Konzern-Jahresüberschuss 0,00 0,00 2.563.211,12
Gutschriften auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital 0,00 0,00 -88.070,45
Einstellung in/Entnahme aus Rücklagen 0,00 0,00 0,00
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00 0,00
Stand 31.12.2023 0,00 0,00 19.434.057,05
Nicht beherrschende Anteile Konzerneigenkapital
Nicht beherrschende Anteile vor Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung und Jahresergebnis
EUR
Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung
EUR
Summe
EUR
Summe
EUR
Stand 01.01.2023 1.013.919,78 0,00 1.013.919,78 17.972.836,16
Konzern-Jahresüberschuss 187.037,32 0,00 187.037,32 2.750.248,44
Gutschriften auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital 0,00 0,00 0,00 -88.070,45
Einstellung in/Entnahme aus Rücklagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Sonstige Veränderungen -34.731,93 0,00 -34.731,93 -34.731,93
Stand 31.12.2023 1.166.225,17 0,00 1.166.225,17 20.600.282,22

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2023

An die Brook-Risse GmbH & Co.KG, Solingen

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Brook-Risse GmbH & Co.KG, Solingen - bestehend aus Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, Konzerngewinn- und Verlustrechnung, Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Konzernkapitalflussrechnung und Konzerneigenkapitalspiegel - für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 geprüft.

Die Einbeziehung der Buchführung in die Abschlussprüfung nach § 317 Abs. 1 Satz 1 HGB sowie die Prüfung des Konzernlageberichts nach § 317 Abs. 2 HGB stellen zusätzliche gesetzliche Anforderungen dar, die über diejenigen der Internationalen Prüfungsstandards (ISA) hinausgehen.

Unsere nach § 317 HGB durchgeführte Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung Internationaler Prüfungsstandards (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende, geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der Internationalen Standards (ISA) durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Als Teil unserer Prüfung in Übereinstimmung mit ISA üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren uns eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt, einschließlich der Angaben, sowie ob der Konzernabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

• holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

• beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während der Prüfung feststellen.

 

Wiesbaden, 25. Oktober 2024

RW GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Günther, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

5 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.