Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 201343
Eingetragen
16.10.2012
Branche
Großhandel mit Eisenerzen, Eisen, Stahl, Eisen- und StahlhalbzeugGroßhandel mit NE-Erzen, NE-Metallen und NE-MetallhalbzeugTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Brennstoffen, Erzen, Metallen und technischen Chemikalien
Gegenstand
Handel mit Rohstoffen aller Art, insbesondere kohlehaltigen Produkten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (3)

Gesellschafter
Beta

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Schmidt Consulting GmbH
Germany
12.500 €
50.00%
MFF Holding Vermögensverwaltungs GmbH & Co. KG
Germany
6.250 €
25.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

CarboCom GmbH

Feldafing

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

CarboCom GmbH, Feldafing

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell

CarboCom vertreibt seit 2012 feste Brennstoffe sowie Aufkohlungsmittel und Schäumkohle auf Petrolkoksbasis. Beliefert werden Kunden im Bereich Stahl- und Gießereiindustrie, chemischer Industrie und anderen Branchen.

Gegenstand des Unternehmens ist der Ein- und Verkauf von Rohstoffen, während die Lagerung und Aufbereitung durch ein Partnerunternehmen erfolgt.

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Feldafing. Die Warenvorräte werden am Standort Castrop-Rauxel über einen Logistikpartnerunternehmen gelagert und vertrieben.

Durch eine enge Zusammenarbeit mit unseren Speditionspartnern wird eine zuverlässige Belieferung unserer Kunden sichergestellt.

1.2 Ziele und Strategien

Die in den vergangenen Jahren aufgebauten strategischen Lieferbeziehungen zu unseren Kunden und auch Lieferanten sind Grundlage für unsere nachhaltige Geschäftstätigkeit. Eine zuverlässige Belieferung der Kunden und effiziente Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten sind das primäre Ziel um auch in der Zukunft als verlässlicher Partner für Sekundärrohstoffe zu bestehen.

Eine flexible und schnelle Reaktion auf Kundenwünsche hinsichtlich technischer Spezifikation oder Terminvorgaben wird gemeinsam mit ausgewählten Vertragspartnern für Aufbereitung und Logistik realisiert.

1.3 Unternehmenssteuerung

Durch die schlanke Organisationstruktur ist gewährleistet, dass flexibel auf Veränderungen der Marktbedingungen reagiert werden kann, d. h. Risiken schnell erkannt und begrenzt sowie Chancen durch kurze Entscheidungswege zeitnah genutzt werden können.

Die relevanten Finanzkennzahlen des Unternehmens unterliegen einem permanenten Monitoring durch die Geschäftsführung.

2. Forschung und Entwicklung

Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten wurden wie im Vorjahr nur in geringem Umfang intern ausgeübt.

3. Wirtschaftsbericht

3.1 Gesamtwirtschaftlicher und branchenbezogener Rahmen

Insbesondere aufgrund der Krisen wie der Corona-Pandemie, dem Ukraine-Krieg, der daraus folgenden Energiekrise und der hohen Inflation sowie dem Fachkräftemangel und der anhaltenden Lieferengpässe ist die deutsche Wirtschaft in 2023 geschrumpft. Das preisbereinigte BIP sank um 0,3 % zum Vorjahr, die Zahl der Erwerbstätigen wuchs um 0,1 %. Belastet wurde die Wirtschaftsleistung vor allem durch gestiegene Energiekosten und Lieferkettenprobleme sowie den globalen Unsicherheiten auf den relevanten Märkten.

Der deutschlandweite Gesamtverbrauch fester Brennstoffe erhöhte sich in 2023 abermals aufgrund des vermehrten Einsatzes von Brennstoffen zur Energie- und Wärmeerzeugung, als Ersatz für die verminderten Gas- und Steinkohlelieferungen aus Russland.

3.2 Wirtschaftliche Lage der Gesellschaft

Aufgrund der drastisch erhöhten Weltmarktpreise für Koks und Kohle hat sich die Nachfrage nach Koksersatzbrennstoffen wie Petrolkoks stark erhöht. Ebenso stiegen die Verkaufspreise für die Sekundärprodukte, wenn auch in wesentlich moderaterem Maße, deutlich an.

Ergebnismindernd wirkten sich die stark gestiegenen energiepreisbedingten Lieferkosten aus, die nicht vollständig an die Kunden weitergegeben werden konnten.

3.3 Lage

Die finanzielle Lage des Unternehmens wird von uns als sehr gut beurteilt.

3.3.1 Ertragslage

Nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten zusammengefasst ergeben sich für 2023 im Vorjahresvergleich folgende Ertragskennzahlen:

FINANZKENNZAHLEN Ertragslage 2023 2022
Rohergebnis in T€ 5.612 8.687
EBIT in T€ 3.223 6.826
Cash-Flow Return on Investment in % 32,0 93,2

Der Umsatz ist im Geschäftsjahr 2023 um T€ 5.237 (- 28,0 %) gesunken. Der Materialaufwand sank unterproportional zum Umsatz in Höhe von T€ 2.178 (- 21,7%). Unter Berücksichtigung der sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von T€ 4,8 (Vj. T€ 20,3) beträgt das Rohergebnis im Berichtsjahr T€ 5.612 (Vj. T€ 8.687). Das Rohergebnis ist unter Berücksichtigung der Energiekrise und der gestiegenen Nachfrage nach Sekundärrohstoffen zu betrachten.

Der Personalaufwand ist bei einem im Vergleich zum Vorjahr gestiegenen Personalbestand und unter Berücksichtigung von Gehaltsanpassungen mit T€ 561 um T€ 304 (+ 118,3 %) höher als im Vorjahr (T€ 257).

Im Geschäftsjahr 2023 sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von T€ 1.824 zum Vorjahr (T€ 1.604) um T€ 220 (+ 13,7 %) gestiegen. Die Erhöhung ist im Wesentlichen auf die gestiegenen Kosten der Warenabgabe zurück zu führen.

Das EBIT beträgt T€ 3.223 und liegt damit um T€ 3.603 (-52,8 %) unter Vorjahr (T€ 6.826).

Unter Berücksichtigung der Ertragssteuern in Höhe von T€ 837 wurde im Berichtsjahr ein Jahresüberschuss in Höhe von T€ 2.386 erwirtschaftet (Vj. T€ 5.047).

3.3.2 Vermögenslage

Für die Vermögenslage ergeben sich folgende Kennzahlen im Vorjahresvergleich:

FINANZKENNZAHLEN Vermögenslage 31.12.2023 31.12.2022
Eigenkapitalquote (= Eigenkapital/Gesamtkapital) in % 74,4 % 74,4 %
Eigenkapitalrentabilität (Ergebnis / Ø Eigenkapital) in % 31,8 % 97,8 %
(Net) Working Capital *) in T€ 589 1.697
Investitionen in T€ 44 0
Bilanzsumme in T€ 10.960 9.238

*) kurzfristiges Vermögen (operativ) abzüglich kurzfristiger Schulden (operativ)

Die Vermögenslage der Gesellschaft ist unverändert sehr gut. Die Bilanzsumme ist mit T€ 10.960 um T€ 1.722 (+ 18,6 %) gegenüber dem Vorjahr (T€ 9.238) angestiegen. Das Anlagevermögen erhöhte sich durch Investitionen in Fahrzeuge auf T€ 41. Durch einen Anstieg der Warenvorräte für Sekundärrohstoffe erhöhten sich die Vorratsbestände um T€ 430 auf T€ 2.263 (Vj. T€ 1.833). Dagegen sind die Kundenforderungen um T€ 1.141 gegenüber dem Vorjahr deutlich auf T€ 1.016 gesunken. Die übrigen Aktiva sind um T€ 39 gestiegen. Die flüssigen Mittel belaufen sich am 31. Dezember 2023 auf T€ 7.526 (Vj. T€ 5.173).

Auf der Passivseite ist das Eigenkapital trotz einer Ausschüttung in Höhe von T€ 1.100 sowie durch das positive Jahresergebnis in Höhe von T€ 2.386 deutlich von T€ 6.870 am 31. Dezember 2022 auf T€ 8.156 zum 31. Dezember 2023 angestiegen. Aufgrund der ebenfalls gestiegenen Bilanzsumme blieb die Eigenkapitalquote konstant bei 74,4 %. Stichtagsbedingt verringerten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen auf T€ 430 (Vj. T€ 491) und die sonstigen Verbindlichkeiten auf T€ 13 (Vj. T€ 95) gegenüber dem Vorjahr. Die Rückstellungen stiegen um T€ 579 auf T€ 2.361.

3.3.3 Finanzlage

Die Mittelzu- und -abflüsse des Geschäftsjahres 2023 stellen sich wie folgt dar:

2023
T€
2022
T€
Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit 3.498 6.652
Cash-flow aus Investitionstätigkeit - 45 0
Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit - 1.100 - 2.630
Veränderung des Finanzmittelfonds 2.353 4.022

Der Cashflow i. e. S. (Jahresüberschuss zzgl. Abschreibungen) des Geschäftsjahres beträgt T€ 2.390 (Vj. T€ 5.047).

Der Gesellschaft stehen zum Bilanzstichtag flüssige Mittel in Höhe von T€ 7.526 (Vj. T€ 5.173) zur Verfügung. Eine Gefährdung der Liquidität der Gesellschaft ist derzeit nicht vorhanden. Die bestehenden Verbindlichkeiten werden stets innerhalb der Zahlungsfristen mit Skonti beglichen und die Finanzbuchhaltung ist darauf ausgerichtet, Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die Geschäftsleitung ist mit der stabilen Finanzlage des Unternehmens zufrieden.

3.4 Finanzielle Leistungsfaktoren

Zur internen Steuerung des Unternehmens zieht die Geschäftsführung die Kennzahlen Umsatzerlöse, Rohergebnis, EBIT und Cashflow Return on Investment heran.

Wie oben dargestellt lag das Rohergebnis im Geschäftsjahr 2023 mit T€ 5.612 (Vj. T€ 8.687) um T€ 3.075 deutlich unter dem sehr erfolgreichem Vorjahreswert. Das EBIT lag mit T€ 3.223 auf immer noch sehr hohem Niveau, wenngleich deutlich unter dem Vorjahreswert (Vj. T€ 6.826). Der Cash-Flow-Return on Investment liegt mit 32,0 % ebenfalls deutlich unter dem Wert des Vorjahres (93,2 %).

3.5 Gesamtaussage

Die Lage der Gesellschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr bezüglich der Ertragslage verschlechtert, ist aber tatsächlich immer noch als sehr gut zu bezeichnen. Das geplante positive Jahresergebnis für 2023 konnte realisiert werden.

Insgesamt hat sich das Unternehmen trotz schwieriger wirtschaftlicher globaler Rahmenbedingungen im Jahre 2023 sehr gut behauptet.

4. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

4.1 Prognosebericht

Für die deutsche Wirtschaft bestehen nach wie vor große Unsicherheiten: der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine und der wirtschaftlichen Folgen, die schwache Entwicklung der Weltwirtschaft, die anhaltend hohen Energie- und Verbraucherpreise, die Sicherstellung der Energieversorgung und der Fachkräftemangel sowie der Investitionsrückstau und die staatliche Bürokratie.

Nach der Konjunkturprognose der Deutschen Bundesbank wird für die deutsche Wirtschaft mit einem Bruttoinlandsprodukt (BIP) + 1,2 % im Jahr 2024 gerechnet. Für das Jahr 2023 wird eine Inflationsrate in Deutschland von über 3,0 % erwartet.

Die Wertschöpfungsketten stehen unter erheblichem Druck und es bleibt abzuwarten, welche Dynamiken sich herausbilden werden. Einige Sekundärrohstoffe könnten an Wert gewinnen, während andere voraussichtlich wieder vermehrt verfügbar sein werden und zu günstigeren Preisen zugekauft können werden. Die Logistikkosten dürften sich voraussichtlich auf ein normaleres Niveau einpendeln. Für das Jahr 2024 prognostizieren wir ein leicht verringertes Ergebnis im Vergleich zu 2023, jedoch ohne Anzeichen einer Verlustsituation. Die Prognose sieht einen geringeren Umsatz und ein niedrigeres EBIT vor. Aufgrund der aktuellen gesamtwirtschaftlichen Umstände ist die Unsicherheit für diese Prognose jedoch noch recht hoch.

4.2 Risikobericht

Die Chancen unserer Kunden liegen vor allem in der Spezialisierung auf hochwertige Nischenprodukte, wie beispielsweise qualitativ hochwertige, kohlenstoffarme Stahlsorten und Produkte für den Leichtbau und die Energieeffizienz. Der geringere Bedarf an Kohlenstoffprodukten birgt jedoch ein Risiko für uns. Weitere Risiken ergeben sich aus den massiven Überkapazitäten auf dem globalen Markt, insbesondere in China, was zu zunehmendem Protektionismus und Handelsrestriktionen führt. Wechselkursschwankungen aufgrund der Dollarnotierung der Rohstoffe stellen ebenfalls Risiken dar. Veränderungen der globalen Rohstoffpreise können das Unternehmensergebnis stark beeinflussen, wodurch nicht nur die Umsatzerlöse, sondern letztendlich auch das Ergebnis sinken können.

Risiken im Zusammenhang mit dem seit Februar 2022 bestehenden Krieg in der Ukraine resultieren zum einen aus der enormen Verteuerung der Energiepreise und den damit verbundenen Mehrkosten im Produktions- und Verwaltungsbereich und zum anderen ergeben sich in diesem Zusammenhang Risiken aus der möglichen Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage von Kunden aus energieintensiven Branchen, woraus sich wiederum ein rückläufiges Geschäftsvolumen und andererseits die Gefahr von Zahlungsausfällen ergeben kann. Wir versuchen diesen Entwicklungen durch eine angepasste Preis- und Einkaufspolitik und ein vorausschauendes Debitorenmanagement zu begegnen.

Darüber hinaus stellen potentielle Veränderungen im politischen, rechtlichen, gesellschaftlichen und dem konjunkturellen Umfeld außerdem Risiken für das unternehmerische Handeln dar.

Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

4.3 Chancenbericht

Kohlenstoffprodukte können nicht nur in der Gießerei- und Stahlindustrie, sondern auch in der chemischen und Bauindustrie, abgesetzt werden.

Durch die Expansion in neue geografische Märkte kann das Unternehmen sein Wachstumspotenzial steigern und neue Kunden gewinnen.

Eine verstärkte Ausrichtung auf nachhaltige Praktiken und umweltfreundliche Lösungen könnte nicht nur den Kundenzuspruch erhöhen, sondern auch die langfristige Rentabilität verbessern.

Eine verstärkte Kundenorientierung und die Bereitstellung herausragender Serviceleistungen könnten die Kundenbindung stärken und die Marktposition des Unternehmens festigen.

Die Optimierung interner Prozesse und die Senkung von Betriebskosten könnten dazu beitragen, die Rentabilität zu steigern und Ressourcen für andere Wachstumsinitiativen freizusetzen.

5. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Die CarboCom GmbH finanziert sich ausschließlich mit Eigenmitteln und benötigt seit Jahren keine Finanzierung von Kreditinstituten. Die Unternehmensleitung verfolgt eine konservative Risikopolitik mit dem Ziel, den Unternehmenserfolg gegen finanzielle Risiken jeglicher Art abzusichern. Um das Liquiditätsrisiko zu minimieren, wird für jedes wesentliche Handelsgeschäft ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge bietet. Bei erkennbaren Ausfall- und Bonitätsrisiken bei finanziellen Vermögenswerten werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Alle unserer Kunden sind kreditversichert und vor Abschluss eines neuen Kontraktes sowie vor Abschluss neuer Geschäftsbeziehungen wird stets die Bonität der Kunden überprüft. Das Unternehmen verfügt über ein Debitorenmanagement und ein effizientes Mahnwesen zur Minimierung von Ausfallrisiken.

Währungsrisiken bestehen aufgrund der internationalen Geschäftsbeziehungen vor allem im Einkaufsbereich, der zum Teil in US-Dollar abgewickelt wird. Die Risiken sind inzwischen wieder als gering einzustufen, da derzeit nicht mit größeren Währungsschwankungen zu rechnen und der Zeitraum zwischen Abschluss und Zahlung der Verträge überschaubar ist.

 

Feldafing, den 19. August 2024

CarboCom GmbH

gez. Vera Schmidt, Geschäftsführer

gez. Laura Fleck-Baumgartner, Geschäftsführer

gez. Maximilian Fleck, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 41.212,00
I. Sachanlagen 41.212,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 41.212,00
B. Umlaufvermögen 10.917.095,52 9.236.489,14
I. Vorräte 2.262.579,91 1.832.895,28
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.128.671,44 2.230.982,64
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 7.525.844,17 5.172.611,22
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.336,27 1.336,27
Aktiva 10.959.643,79 9.237.825,41

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 8.155.961,74 6.869.856,03
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 5.744.856,03 1.798.075,25
III. Jahresüberschuss 2.386.105,71 5.046.780,78
B. Rückstellungen 2.360.836,10 1.781.534,39
C. Verbindlichkeiten 442.845,95 586.434,99
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 442.845,95 586.434,99
Passiva 10.959.643,79 9.237.825,41

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 5.612.491,56 8.687.270,38
2. Personalaufwand 560.896,22 256.946,58
a) Löhne und Gehälter 497.186,41 218.435,50
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 63.709,81 38.511,08
davon für Altersversorgung 29.318,77 29.208,00
3. Abschreibungen 3.747,32
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.747,32
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.824.451,78 1.603.889,62
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 1.844,76 3.268,94
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 60,42
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 8.752,36
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 837.290,53 1.770.961,59
8. Ergebnis nach Steuern 2.386.105,71 5.046.780,65
9. sonstige Steuern -0,13
10. Jahresüberschuss 2.386.105,71 5.046.780,78

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

CarboCom GmbH, Feldafing

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Firma mit Sitz in Feldafing ist im Handelsregister B des Amtsgerichts München unter der Handelsregisternummer 201343 eingetragen.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne der §§ 264, 267 Abs. 2 HGB auf.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 wurde auf Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften, der Regelungen des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt.

Die Darstellungsstetigkeit hinsichtlich der Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung gegenüber dem Vorjahr ist gewahrt. Die gesetzlichen Postenbezeichnungen wurden - falls erforderlich - an den tatsächlichen Posteninhalt angepasst.

Größenabhängige Erleichterungen bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurden - sofern gesetzlich zulässig - überwiegend in Anspruch genommen.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Hinsichtlich der auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden ist die Stetigkeit gewahrt. Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte unverändert unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

Im Einzelnen kamen folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zur Anwendung:

Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgte zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung nutzungsbedingter planmäßiger Abschreibungen. Grundlage der planmäßigen Abschreibung ist die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes. Die beweglichen Anlagegüter werden linear abgeschrieben.

Davon abweichend werden geringwertige Vermögensgegenstände mit Einzelanschaffungs- oder Herstellungskosten von bis zu € 250,00 aus Vereinfachungsgründen direkt als Aufwand verrechnet. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Einzelanschaffungskosten von über € 250,00 und bis € 800,00 werden als Zugang zum Anlagevermögen erfasst und im jeweiligen Zugangsjahr vollständig abgeschrieben.

Die Warenvorräte wurden unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten zu Anschaffungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt (§ 253 Abs. 4 HGB).

Die Forderungen, sonstigen Vermögensgegenstände und aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Einzelwertberichtigungen waren nicht erforderlich.

Die Guthaben bei Kreditinstituten wurden ebenfalls grundsätzlich zu Nennwerten bilanziert. Fremdwährungsguthaben wurden zum Devisenkassakurs am Abschlussstichtag gem. § 256a Abs. 2 HGB bewertet.

Die Eigenkapitalpositionen sind mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die Rückstellungen beinhalten sämtliche erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 S. 2 HGB). Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Abschlussstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze laufzeitadäquat verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank monatlich bekannt gegeben werden.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Zur Fremdwährungsumrechnung ist festzustellen, dass die betroffenen Vermögensgegenstände und Schulden zum Zeitpunkt der Zugangsbewertung mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs umgerechnet werden. Die Folgebewertung der Vermögensgegenstände und Schulden in fremder Währung mit einer Restlaufzeit größer als ein Jahr erfolgt zum Abschlussstichtag unter Beachtung des Imparitätsprinzips, wonach Kursverluste aufwandswirksam und Kursgewinne nicht berücksichtigt werden.

IV. Angaben zur Bilanz

a) Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens nach den Bestimmungen des § 268 HGB ist aus dem nachfolgenden Anlagespiegel ersichtlich:

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge Abgänge-
EUR
kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0 44.959,32 3.747,32
Summe Sachanlagen 44.959,32 3.747,32
Summe Anlagevermögen 0 44.959,32 3.747,32
Abschreibungen Zuschreibungen- vom 01.01.2023 bis 31.12.2023
EUR
Buchwert 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.747,32 41.212,00
Summe Sachanlagen 3.747,32 41.212,00
Summe Anlagevermögen 3.747,32 41.212,00

b) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Restlaufzeiten der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stellen sich wie folgt dar:

Geschäftsjahr 31.12.2023 davon mit Restlaufzeit mehr als ein Jahr Vorjahr 31.12.2022 davon mit Restlaufzeit mehr als ein Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.016.17,79 € 0,00 € 2.157.379,11 € 0,00 €
Sonstige Vermögensgegenstände 112.497,65 € 0,00 € 73.603,53 € 0,00 €

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind antizipative Forderungen in Höhe von insgesamt € 21.682,50 (Vj. € 475,00) enthalten, die aus im Folgejahr abziehbaren Vorsteuerbeträgen resultieren.

c) Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

d) Eigenkapital

Das Stammkapital von € 25.000,00 ist mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die Bilanz wurde vor Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt. Vom Bilanzgewinn des Vorjahres in Höhe von € 6.844.856,03 wurden € 1.100.000,00 an die Gesellschafter ausgeschüttet. Der Restbetrag wurde auf neue Rechnung vorgetragen.

e) Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Tantiemen sowie Aufwendungen für die Rechnungslegung.

f) Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

Geschäftsjahr (Vorjahr)
davon Restlaufzeit bis 1 Jahr (Vorjahr)
davon Restlaufzeit über 1 Jahr bis 5 Jahre (Vorjahr)
davon Restlaufzeit mehr als 5 Jahre (Vorjahr)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 430.281,26 430.281,26 0,00 0,00
(491.003,21) (491.003,21) (0,00) (0,00)
Sonstige Verbindlichkeiten 12.564,69 12.564,69 0,00 0,00
(95.431,78) (95.431,78) (0,00) (0,00)
Gesamtsumme Verbindlichkeiten 442.845,95 442.845,95 0,00 0,00
(586.434,99) (586.434,99) (0,00) (0,00)

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern von € 11.624,35 (Vj. € 95.234,89) und im Rahmen der sozialen Sicherheit € 940,34 (Vj. € 0,00).

Zum Abschlussstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse im Sinne des § 268 Abs. 7 HGB.

V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von € 0,00 (Vj. € 4.826,93) enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von € 1.844,76 (Vj. € 3.268,94) enthalten.

VI. Sonstige Angaben

a) Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr war durchschnittlich 1 Arbeitnehmer (Angestellter) beschäftigt. Die Geschäftsführer und die Auszubildenden wurden nicht berücksichtigt (§ 285 Nr. 7 HGB).

b) Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres und bis heute wurden die Geschäfte des Unternehmens unverändert geführt durch:

- Frau Vera Schmidt, Bottrop, Kauffrau

- Frau Laura Fleck-Baumgartner, Seefeld, Kauffrau

- Herrn Maximilian Fleck, Feldafing, Kaufmann

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird auf der Grundlage von § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Sachverhalte im Sinne des § 285 Nr. 9c HGB lagen nicht vor.

c) Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.

d) Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von € 2.386.105,71 mit dem bestehenden Gewinnvortrag in Höhe von € 5.744.856,03 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Feldafing, den 19. August 2024

CarboCom GmbH

gez. Vera Schmidt, Geschäftsführerin

gez. Laura Fleck-Baumgartner, Geschäftsführerin

gez. Maximilian Fleck, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 19.08.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

CarboCom GmbH, Lennéstraße 1, 82340 Feldafing

Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHäNGIGEN ABSCHLUSSPRüFERS

An die CarboCom GmbH, Feldafing

Prüfungsurteil

Wir haben den Jahresabschluss der CarboCom GmbH, Feldafing, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der CarboCom GmbH, Feldafing, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Karlstadt, den 20. August 2024

Mainfränkische Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Alexander Mark, Wirtschaftsprüfer

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