Volksbank Backnang eG

Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart GnR 270021
Eingetragen
7.7.1902
Branche
Kreditinstitute des SparkassensektorsBeteiligungsgesellschaftenKreditinstitute mit Sonderaufgaben
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: die Durchführung von banküblichen und ergänzenden Geschäften sowie des Waren- und Dienstleistungsgeschäfts, insbesondere die Pflege des Spargedankens, vor allem durch Annahme von Einlagen; die Gewährung von Krediten aller Art; die Übernahme von Bürgschaften, Garantien und sonstigen Gewährleistungen sowie die Durchführung von Treuhandgeschäften; die Durchführung des Zahlungsverkehrs; die Durchführung des Auslandsgeschäfts einschließlich des An- und Verkaufs von Devisen und Sorten; die Vermögensberatung, Vermögensvermittlung und Vermögensverwaltung; der Erwerb und die Veräußerung sowie die Verwahrung und Verwaltung von Wertpapieren und anderen Vermögenswerten; die Vermittlung oder der Verkauf von Bausparverträgen, Versicherungen und Reisen; die Vermittlung , die Verwaltung, der Erwerb, die Bebauung und Errichtung, die Vermietung und Verpachtung sowie der Verkauf von Immobilien aller Art; der Handel mit sonstigen Waren und das Erbringen und die Vermittlung haushaltsnaher Dienstleistungen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Miroslav Starecevic
seit 5.10.2023
Vorstandsmitglied
Vorstandsmitglied
Jürgen Willi Schwab
seit 27.9.2016
Vorstandsmitglied
Dierk Mühlbacher
seit 27.1.2016
Prokura
Hartmut Leuze
seit 11.9.2006
Prokura
Harald Fritz
seit 11.9.2006
Prokura

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Volksbank Backnang eG

Backnang

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Gliederung des Lageberichts

A. Grundlagen der Geschäftstätigkeit

B. Geschäftsverlauf und Lage (Wirtschaftsbericht)

1. Rahmenbedingungen

2. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

3. Darstellung, Analyse und Beurteilung des Geschäftsverlaufs

4. Darstellung, Analyse und Beurteilung der wirtschaftlichen Lage

a) Ertragslage

b) Finanzlage

c) Vermögenslage

5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

C. Risiko- und Chancenbericht

D. Prognosebericht

A. Grundlagen der Geschäftstätigkeit

Die Kernaufgabe der Volksbank Backnang eG besteht darin, die wirtschaftliche Entwicklung unserer Mitglieder und Kunden zu fördern. Darin gründet auch die enge regionale Bindung an das Geschäftsgebiet im oberen Murrtal sowie der direkt angrenzenden Stadt- und Landkreise. Grundlage hierfür bildet unsere Genossenschaftliche Beratung, die sich an Werten wie Nähe, Vertrauen, Partnerschaftlichkeit und Mitgliederverpflichtung orientiert.

Unser Geschäftsmodell fokussiert sich auf das traditionelle Bankgeschäft mit Krediten und Einlagen sowie als Ergänzung zum Kundengeschäft und zur Liquiditäts-, Ertrags- und Risikosteuerung das Eigengeschäft. Dies bedeutet, dass wir die uns anvertrauten Kundeneinlagen weitgehend wieder in den Finanzkreislauf der Region einbringen. Die Volksbank Backnang eG nutzt darüber hinaus das Leistungsangebot innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe.

Die Volksbank Backnang eG ist mit 14 Geschäftsstellen, davon 6 Beratungszentren, sowie 9 Selbstbedienungsstellen im Geschäftsgebiet vertreten.

Zur Erfüllung von § 1 EinSiG i. V. m. § 1 Abs. 3d Satz 1 KWG gehört die Bank der BVR Institutssicherung (BVR-ISG-Sicherungssystem) an. Das BVR-ISG-Sicherungssystem ist eine Einrichtung der BVR Institutssicherung GmbH, Berlin (BVR-ISG), die als amtlich anerkanntes Einlagensicherungssystem gilt.

Daneben ist die Volksbank Backnang eG der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (BVR-SE) angeschlossen, die aus dem Garantiefonds und dem Garantieverbund besteht. Die BVR-SE ist als zusätzlicher, genossenschaftlicher Schutz parallel zum BVR-ISG-Sicherungssystem tätig.

Die Volksbank Backnang eG ist Mitglied im Baden-Württembergischen Genossenschaftsverband e.V. (BWGV), Karlsruhe, sowie im Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (BVR), Berlin.

B. Geschäftsverlauf und Lage (Wirtschaftsbericht)

1. Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Im Jahr 2023 beeinträchtigten die Spätfolgen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine und der Coronapandemie die konjunkturelle Entwicklung Deutschlands. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt sank gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,3 %. Die privaten Konsumausgaben gingen 2023 preisbereinigt um 0,8 % zurück. Hauptgrund war der kräftige Anstieg der Verbraucherpreise, der die Kaufkraft der Einkommen vieler Haushalte deutlich dämpfte. Der Staatskonsum verminderte sich ebenfalls mit dem Wegfall von pandemiebedingten Sonderausgaben um deutliche 1,7 %. Abnehmende Lieferengpässe, die eine sukzessive Abarbeitung der aufgestauten Auftragsbestände ermöglichten, stützten die Investitionen in Ausrüstungen wie Fahrzeuge und Maschinen (+3,0 %). Andererseits gaben die Bauinvestitionen um 2,1% nach. Neben dem zinsbedingten Nachfragerückgang belastete die nur langsam nachlassende Baupreisdynamik das Investitionsgeschehen. Maßgeblich für den Rückgang des Exportgeschäfts um 1,8 % war die im Jahresverlauf schwächer werdende weltwirtschaftliche Gangart. Da jedoch die Importe mit 3,0 % durch die schwache inländische Produktions- und Konsumentwicklung stärker sanken als die Exporte, lieferte der Außenhandel rechnerisch einen Wachstumsbeitrag von 0,6 Prozentpunkten. Die staatlichen Einnahmen expandierten 2023 mehr als die Ausgaben. Befördert wurde das Einnahmenwachstum vor allem durch steigende Sozialbeiträge und Gebührenanhebungen. Stärkste Treiber des Ausgabenwachstums waren Rentenerhöhungen, höhere Zinsaufwendungen sowie umfangreiche Mehrausgaben zur Abmilderung der Energiepreise. Die gesamtstaatliche Defizitquote sank leicht von 2,5 % im Vorjahr auf 2,0 % in 2023.

Trotz der allgemeinen Konjunkturschwäche blieb der Arbeitsmarkt in einer soliden Grundverfassung. Die Arbeitslosenquote befand sich mit 5,7 %, auch wegen der verstärkten Erfassung Geflüchteter, nur leicht über dem Stand von 2022 (5,3 %). Die Erwerbstätigenzahl stieg im Vorjahresvergleich um rund 300.000 auf einen neuen Rekordwert von gut 45,9 Millionen Menschen.

Im Jahresdurchschnitt lag die Inflationsrate bei 5,9 %, wobei die Monatswerte einen klar rückläufigen Trend zeigten. Verantwortlich für den Preisrückgang war in erster Linie der nachlassende Preisanstieg bei Energie. Bei Nahrungsmitteln hielt hingegen der hohe Preisauftrieb nahezu ungebremst an.

Die Notenbanken setzten ihre geldpolitischen Straffungen aus dem Vorjahr fort und erhöhten ihre Leitzinsen weiter. Im Zuge dieser Zinspolitik sanken die konjunkturellen Aussichten der Weltwirtschaft aufgrund der steigenden Finanzierungskosten. Auch die Entwicklung in der Volksrepublik China trug zur Konjunktureintrübung bei, da das dortige Wachstum durch eine Immobilienkrise und Nachwirkungen der strengen Nullcovidpolitik geschwächt wurde. Geopolitische Unsicherheiten wie der andauernde russische Angriffskrieg gegen die Ukraine oder der Nahostkonflikt belasteten die Konjunkturaussichten ebenfalls. Die Finanzmärkte entwickelten sich trotz dieser Belastungen jedoch eher positiv, wodurch Aktien- und Anleihekurse vor allem in der Jahresendrallye deutlich zulegten. Die US-Notenbank Fed beendete am 27. Juli 2023 ihren geldpolitischen Straffungskurs. Die Europäische Zentralbank erhöhte ihre Leitzinsen bis zum 20. September 2023 um weitere 200 Basispunkte. Parallel zu ihren Leitzinserhöhungen fuhr die EZB auch ihre Anleihekaufprogramme weiter zurück, um damit ihre restriktive Geldpolitik zu verstärken. Inflations- und Zinserwartungen sowie die tatsächlichen Entscheidungen der Notenbanken prägten die Anleihemärkte 2023 in Form hoher Volatilität. In der Spitze erreichte die zehnjährige Bundesanleihe am 28. September 2023 eine Rendite von 2,97 %. Im vierten Quartal und insbesondere zum Jahresende erholten sich die Kurse der Anleihen jedoch deutlich, wodurch die zugehörigen Renditen sanken. Die Anleihen folgten dabei den Erwartungen der Märkte an eine 2024 deutlich sinkende Inflation mit entsprechenden Leitzinssenkungen der Notenbanken. Die Aktienmärkte setzten zum Jahresauftakt die Erholung von Ende 2022 fort. Anschließend erschütterte jedoch die Krise der US-Regionalbanken und der Schweizer Großbank Credit Suisse die Finanzmärkte. Zum Jahresende verstärkte sich die Erholung aufgrund sinkender Inflationszahlen und damit verbundener Hoffnungen auf Leitzinssenkungen der Notenbanken. Der Deutsche Aktienindex DAX legte von Anfang November bis Jahresende um 13,1 % zu. Dadurch schloss er das Jahr mit 16.751,64 Punkten und auf Jahressicht um 20,3 % im Plus ab.

Alle vorstehenden Angaben wurden dem Rundschreiben des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. vom 24. Januar 2024 entnommen.

Regionale Entwicklung

Die Bilanzsumme der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Baden-Württemberg blieb zum Jahresende 2023 nahezu unverändert gegenüber dem Vorjahr bei 208,8 Mrd. EUR. Die Kundenforderungen stiegen um 2,7 % auf 136,4 Mrd. EUR und die Kundeneinlagen um 1,2 % auf 157,2 Mrd. EUR.

Alle vorstehenden Angaben sind der Entwicklungsübersicht zum 31. Dezember 2023 des Baden-Württembergischen Genossenschaftsverbandes e.V. entnommen.

Die wirtschaftliche Entwicklung im Rems-Murr-Kreis verläuft, wie in der gesamten Region Stuttgart, zäh. Die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen, die geopolitischen Spannungen sowie die vielfach wahrgenommene überbordende Bürokratie verlangen den Unternehmen viel ab. Die Inflationsrate ist zwar gesunken, doch gehen von der EZB zur weiteren Zinspolitik aktuell keine klaren Signale aus, was die Wirtschaft weiterhin durch Unsicherheit stark belastet. Eine fehlende Inlandsnachfrage wird derzeit als größtes Geschäftsrisiko von den Firmen genannt. Der Fachkräftemangel, die Arbeitskosten und die Energiekosten werden als große Risiken angesehen. Der Blick in die Zukunft ist im Moment getrübt. Zwar betrachten 37,1 % der Unternehmen ihre aktuelle Lage als gut, doch der Anteil der Unzufriedenen steigt auf fast 23 %. Alles in allem zeigt sich die Wirtschaft im Rems-Murr-Kreis dennoch erstaunlich stabil. Im Januar 2024 lag die Arbeitslosenquote im Rems-Murr-Kreis mit 4,1 % deutlich unter dem Bundesdurchschnitt.

Alle vorstehenden Angaben sind einer Sonderauswertung der IHK-Bezirkskammer Rems-Murr vom Januar 2024 entnommen.

2. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Über unsere strategische Eckwert- und Kapitalplanung steuern wir die Entwicklung unseres Institutes auf Grundlage von Kennzahlen und Limiten. Dabei verwenden wir die folgenden Leistungsindikatoren, die sich auch aus unserer Geschäfts- und Risikostrategie ableiten lassen und die wir mithilfe unseres internen Berichtswesens regelmäßig überwachen.

Als Leistungsindikator für die Rentabilität der Bank wird die Relation des Betriebsergebnisses vor Bewertung zur durchschnittlichen Bilanzsumme (nachfolgend: "BE vor Bewertung/dBS") festgelegt. Die Kennzahl BE vor Bewertung/dBS misst die Ertragskraft der Bank in Relation zum Geschäftsvolumen, gemessen als durchschnittliche Bilanzsumme.

Als Leistungsindikator für die Wirtschaftlichkeit/Effizienz oder Produktivität unseres Instituts wurde die Cost Income Ratio (nachfolgend: "CIR") bestimmt. Sie stellt das Verhältnis der Verwaltungsaufwendungen zum Zins- und Provisionsergebnis sowie dem Saldo der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen dar. Bei der Berechnung des Leistungsindikators CIR werden betriebswirtschaftlich außerordentliche Faktoren eliminiert. Der Leistungsindikator kann damit nicht aus der Gewinn- und Verlustrechnung abgeleitet werden. Sie sind dem Risikocontrolling der Bank entnommen.

Das Wachstum der bilanziellen Kundeneinlagen und -kredite definieren wir als Indikator für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit. Wir streben ein strategisches Wachstum von 3 % im Kundenkreditgeschäft und 2 % bei den Kundeneinlagen an. Wir stellen bei den Kundeneinlagen auf Passiva 2 und bei den Kundenkrediten auf die Buchkredite der Aktiva 4 ab.

Zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit der Bank durch nachhaltiges Wachstum werden im Kontext steigender Kapitalanforderungen angemessene Eigenmittel benötigt. Als Leistungsindikator für die Kapitalausstattung dient die aufsichtsrechtlich festgelegte Gesamtkapitalquote nach Art. 92 Abs. 2 CRR. Sie stellt das Verhältnis Eigenmittel zum Gesamtrisikobetrag nach Art. 92 Abs. 3 CRR dar.

Daneben sehen wir die Mitgliederquote als nichtfinanziellen Leistungsindikator an. Die Mitgliederquote definiert die Anzahl der Mitglieder im Verhältnis zu unseren Kunden.

Die Darstellung, Analyse und Beurteilung der einzelnen finanziellen Leistungsindikatoren erfolgt in den nächsten Abschnitten.

3. Darstellung, Analyse und Beurteilung des Geschäftsverlaufs

Die Entwicklung der von uns definierten finanziellen Leistungsindikatoren im Geschäftsjahr 2023 stellt sich wie folgt dar:

Unser Betriebsergebnis vor Bewertung erhöhte sich von 23,1 Mio. EUR auf 24,6 Mio. EUR. Die Rentabilitätskennzahl BE vor Bewertung/dBS stieg im Vorjahresvergleich von 0,92 % auf 0,97 %. Sie liegt damit signifikant über unserem Prognosewert von 0,70 %. Dies resultiert insbesondere aus dem nicht geplanten Anstieg beim Zinsüberschuss

Die CIR lag im Geschäftsjahr 2023 bei 58 % (Vorjahr 57 %), während wir im letztjährigen Lagebericht 64 % prognostiziert hatten. Der deutlich über dem Planansatz liegende Zinsüberschuss führte zur Verbesserung der Kennzahl.

Das Wachstum im Kundenkredit- bzw. im Einlagengeschäft lag mit 1,9 % bzw. 1,4 % unter der Wachstumsannahme von 3 % aus dem letztjährigen Lagebericht. Das prognostizierte Wachstum im Kundenkreditgeschäft konnte infolge der rückläufigen Nachfrage nach Wohnbaufinanzierungen und Investitionskrediten im Zusammenhang mit dem Anstieg des Zinsniveaus nicht erreicht werden, während im Kundeneinlagengeschäft die hohe Inflationsrate die Sparmöglichkeiten unserer Kunden einschränkte.

Die Gesamtkapitalquote stieg leicht auf 14,7 % (Vorjahr 14,6 %), während wir im letztjährigen Lagebericht eine Quote von 14,5 % prognostiziert hatten. Ursächlich für die Abweichung ist insbesondere das unter Plan gestiegene Kundenkreditgeschäft und somit der geringere Anstieg des Gesamtrisikobetrags.

Die Prognosen der Leistungsindikatoren für die Rentabilität und für die Wirtschaftlichkeit/Effizienz oder Produktivität konnten übertroffen werden.

Der nichtfinanzielle Leistungsindikator Mitgliederquote verblieb auf dem Vorjahresvergleich von 67 % und erfüllte daher unsere Erwartungen aus dem letztjährigen Lagebericht.

Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Bilanzsumme 2.428.374 2.446.769 -18.395 -0,8
Außerbilanzielle Geschäfte *) 240.984 341.239 -100.255 -29,4

*) Hierunter fallen die Posten unter dem Bilanzstrich 1 (Eventualverbindlichkeiten), 2 (Andere Verpflichtungen) und Derivatgeschäfte.

Der Anstieg bei den Kundenforderungen und -verbindlichkeiten konnte den Rückgang der Bilanzsumme durch die Rückzahlung der fälligen gezielten längerfristigen Refinanzierungsgeschäfte (GLRG-III) bei der Bundesbank nicht vollständig kompensieren.

Die außerbilanziellen Geschäfte reduzierten sich insbesondere durch den Rückgang bei den unwiderruflichen Kreditzusagen deutlich um 29,4 %.

Aktivgeschäft Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Kundenforderungen 1.765.372 1.732.927 32.444 1,9
Wertpapieranlagen 325.252 349.516 -24.264 -6,9
Forderungen an Kreditinstitute 235.984 261.766 -25.782 -9,8

Im Geschäftsjahr konnte das Kundenkreditgeschäft um 1,9 % ausgebaut werden. Der Schwerpunkt unseres Kreditgeschäftes im Bereich der Privatkunden liegt bei den Krediten für den Wohnungsbau, die rund 89 % ausmachen.

Die Kreditvergabe an Firmenkunden betraf schwerpunktmäßig Unternehmensfinanzierungen des regionalen Mittelstands. Größte Branche ist unverändert das Dienstleistungsgeschäft mit Schwerpunkt Wohnungsunternehmen.

Fällige Wertpapieranlagen und Einlagen bei Kreditinstituten wurden zur Rückzahlung der fälligen gezielten längerfristigen Refinanzierungsgeschäfte (GLRG-III) bei der Deutschen Bundesbank verwendet.

Passivgeschäft Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 319.435 386.872 -67.437 -17,4
Spareinlagen 288.273 260.804 27.469 10,5
andere Einlagen 1.540.270 1.543.193 -2.923 -0,2
verbriefte Verbindlichkeiten 12.187 6.072 6.115 100,7
Nachrangige Verbindlichkeiten 10.133 10.133 0 0,0

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verringerten sich durch die Rückzahlung der fälligen Tendergeschäfte bei der Deutschen Bundesbank.

Das gestiegene Zinsniveau führte zu höherer Nachfrage bei den Sondersparformen. Dadurch konnten die Spareinlagen um 10,5 % auf 288,3 Mio. EUR gesteigert werden. Auch bei den anderen Einlagen fanden spürbare Umschichtungen aus den täglich fälligen Einlagen in höher verzinsliche Termineinlagen statt. Die im Umlauf befindlichen verbrieften Verbindlichkeiten bestehen in voller Höhe aus der Einbringung an der Forderungsverbriefung "VR-Circle" des genossenschaftlichen Verbundes. Durch die Teilnahme an einer neuen Transaktion erhöhte sich der Bestand.

Dienstleistungsgeschäft Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Erträge aus Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäften 4.139 3.885 254 6,5
Vermittlungserträge 3.048 3.636 -589 -16,2
darunter
- Versicherungsgeschäft 1.004 1.224 -220 -18,0
- Immobiliengeschäft 658 780 -122 -15,6
- Bauspargeschäft 699 870 -171 -19,7
- Kreditgeschäft 582 633 -51 -8,1
Erträge aus Zahlungsverkehr 6.372 6.220 152 2,4

Positiv hat sich im vergangenen Jahr unser Wertpapiergeschäft mit Aktien, Anleihen und Fonds entwickelt. Dadurch erhöhten sich die Erträge aus dem Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäft um 6,5 % auf 4,1 Mio. EUR.

Die Vermittlungserträge gingen um 16,2 % auf 3,0 Mio. EUR zurück. Sowohl im Versicherungs-, Immobilien-, Bauspar- und Kreditgeschäft waren die Vermittlungserträge rückläufig. Bei den Immobilien war insbesondere die Nachfrage nach Neubauten verhalten.

Ein Schwerpunkt im Dienstleistungsgeschäft sind die Erträge aus dem Zahlungsverkehr, die um 2,4 % auf 6,4 Mio. EUR gesteigert werden konnten. Insbesondere ein stärkerer Karteneinsatz unserer Kunden hat zu dieser Entwicklung beigetragen.

4. Darstellung, Analyse und Beurteilung der wirtschaftlichen Lage

a) Ertragslage

Die wesentlichen Erfolgskomponenten der Genossenschaft haben sich im Vorjahresvergleich wie folgt entwickelt:

Erfolgskomponenten Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Zinsüberschuss 1) 42.088 34.247 7.841 22,9
Provisionsüberschuss 2) 13.824 13.799 25 0,2
Handelsergebnis 0 -2 1 -87,0
Verwaltungsaufwendungen 31.669 29.809 1.860 6,2
a) Personalaufwendungen 19.368 18.857 512 2,7
b) andere Verwaltungsaufwendungen 12.301 10.953 1.348 12,3
Betriebsergebnis vor Bewertung 3) 24.566 23.100 1.466 6,3
Bewertungsergebnis 4) -4.892 -8.212 3.320 -40,4
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 19.675 14.888 4.786 32,1
Steueraufwand 9.257 6.874 2.383 34,7
Einstellungen in den Fonds für allgemeine Bankrisiken 5.005 2.985 2.020 67,7
Jahresüberschuss 5.412 5.029 383 7,6

1) GuV-Posten 1 abzüglich GuV-Posten 2 zuzüglich GuV-Posten 3

2) GuV-Posten 5 abzüglich GuV-Posten 6

3) Saldo aus den GuV-Posten 1 bis 12

4) Saldo aus den GuV-Posten 13 bis 16

Der Zinsüberschuss erhöhte sich deutlich um 22,9 % auf 42,1 Mio. EUR. Die Volksbank Backnang eG profitierte dabei vom Anstieg des Zinsniveaus. Die Zinsspanne konnte gesteigert werden. Erwartet wurde ein leicht rückläufiger Zinsüberschuss. Beim Spezialfonds VBBK Nr. 1 wurde wie im Vorjahr auf eine Ausschüttung verzichtet.

Der Provisionsüberschuss konnte, wie geplant, stabil bei 13,8 Mio. EUR gehalten werden. Höheren Erträgen aus dem Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäft sowie dem Zahlungsverkehr standen geringere Vermittlungserträge gegenüber. Der Provisionsaufwand war durch gesunkene Aufwendungen für das Kreditvermittlungsgeschäft gekennzeichnet.

Die Verwaltungsaufwendungen haben sich um 1,9 Mio. EUR auf 31,7 Mio. EUR erhöht. Der Anstieg des Personalaufwands ist insbesondere auf gestiegene Aufwendungen für die Altersversorgung zurückzuführen. Die Planung sah einen gleichbleibenden Personalaufwand vor. Die anderen Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich insbesondere durch höhere Aufwendungen für die Rechenzentrale und für die Modernisierung der Bankräume sowie inflationsbedingte Kostensteigerungen und lagen damit über dem Planansatz.

Das Betriebsergebnis vor Bewertung beläuft sich auf 24,6 Mio. EUR. Das BE vor Bewertung/dBS hat sich insbesondere durch den gestiegenen Zinsüberschuss auf 0,97 % erhöht. Es liegt damit signifikant über dem Planansatz von 0,70 %.

Im Bewertungsergebnis ist die Risikovorsorge im Kreditgeschäft einschließlich einer Zuführung zu den Vorsorgereserven (§ 340f HGB) und das Bewertungsergebnis aus den Wertpapieranlagen enthalten. Durch die Stabilisierung des Zinsniveaus ergab sich aus der Bewertung der Wertpapiere ein positives Ergebnis. Auch dadurch war das Bewertungsergebnis günstiger als im Vorjahr.

Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit liegt über dem Niveau des Vorjahres.

Der Steueraufwand ist insbesondere durch das höhere Ergebnis sowie steuerlich nicht anerkannten Aufwendungen um 34,7 % auf 9,3 Mio. EUR angestiegen.

Zur Erhöhung des bilanziellen und aufsichtsrechtlichen Eigenkapitals erfolgt eine Einstellung in den Fonds für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB in Höhe von 5,0 Mio. EUR.

Der Jahresüberschuss ermöglicht die Ausschüttung einer Dividende von 4 % auf die Geschäftsguthaben unserer Mitglieder sowie eine Dotierung der Rücklagen von 4,0 Mio. EUR zur Stärkung des Eigenkapitals.

b) Finanzlage

Kapitalstruktur

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind gekennzeichnet durch Förderdarlehen und Namensschuldverschreibungen unserer Zentralbank.

Die Kundeneinlagen zeigen eine breite Streuung. Mit einem Anteil von 75,3 % der Bilanzsumme haben die Kundeneinlagen einen maßgeblichen Anteil an der Kapitalstruktur der Passiva. Es erfolgte im Zusammenhang mit dem gestiegenen Zinsniveau eine Umschichtung von den täglich fälligen Einlagen in Sondersparformen und Termingeldanlagen.

Investitionen

Wir verwirklichen mehrere Bauprojekte, in denen wir Wohnraum schaffen. In Auenwald wurde mit dem Bau eines Mehrfamilienhauses begonnen, an unseren Standorten in Murrhardt und Aspach sollen neben einem modernisierten Beratungszentrum zusätzlich zentrumsnahe Eigentumswohnungen entstehen.

Zur Stärkung des Klima- und Umweltschutzes wurden in der Wilhelm-Söhnle-Straße 2 in Murrhardt sechs Ladesäulen für E-Bikes aufgestellt. In der Milchstraße 6 in Sulzbach/Murr wurden sechs Ladesäulen für Elektroautos installiert.

Der digitale Marktplatz "vrnzt.de" wurde mit weiteren Leistungen ausgebaut. Mit dieser Online-Plattform vernetzen wir unsere Mitglieder und Kunden mit Handwerkern, dem Handel und Dienstleistern in der Region.

Die weiteren Investitionen wurden in die Modernisierung unserer IT-Systeme, die Ausstattung von Arbeitsplätzen sowie für die Digitalisierung von Systemen und Prozessen getätigt.

Liquidität

Die Geschäfts- und Refinanzierungsstruktur der Bank ist maßgeblich geprägt durch das Kundengeschäft als Basis der Liquiditätsausstattung. Durch unsere Refinanzierungsstruktur besteht eine weitgehende Unabhängigkeit von Entwicklungen am Geld- und Kapitalmarkt.

Die Zahlungsfähigkeit unseres Instituts war im abgelaufenen Geschäftsjahr nach Art, Höhe und Fristigkeit gegeben. Die monatlichen Meldungen der Liquidity Coverage Ratio (LCR) wiesen im Berichtszeitraum 2023 mindestens einen Wert von 126 auf. Die LCR lag damit über der aufsichtsrechtlichen Mindestquote von 100. Zum Bilanzstichtag lag die Stresskennzahl bei 152.

Bei Liquiditätsschwankungen kann die Bank auf hochliquide Aktiva und ausreichende Liquiditätsreserven auch in Form von Bankguthaben zurückgreifen. Durch die Einbindung in den genossenschaftlichen Liquiditätsverbund und die Refinanzierungsfazilitäten der EZB bestehen weitere Refinanzierungsmöglichkeiten.

Vor diesem Hintergrund ist die Fähigkeit der Kreditgenossenschaft zur Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen gesichert.

c) Vermögenslage

Die Eigenkapitalstruktur der Bank ist geprägt von Geschäftsguthaben der Mitglieder, den erwirtschafteten Rücklagen sowie dem Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB. Im Geschäftsjahr wurde das Eigenkapital durch Zuführung zu den Rücklagen und zum Fonds für allgemeine Bankrisiken gestärkt. Der Anteil des bilanziellen Eigenkapitals an der Bilanzsumme konnte leicht erhöht werden.

Nach den vertraglichen sowie satzungsmäßigen Regelungen erfüllen die angesetzten Kapitalinstrumente die Anforderungen der CRR zur Anrechnung als aufsichtsrechtlich anerkanntes Kern- und Ergänzungskapital.

Die relevanten Vorgaben des KWG sowie der CRR zum Eigenkapital wurden eingehalten.

Die Kapitalrendite gemäß § 26a Abs. 1 Satz 4 KWG beläuft sich auf 0,22 %.

Das bilanzielle Eigenkapital sowie die Eigenmittelausstattung und Kapitalquoten stellen sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt dar:

Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Eigenkapital laut Bilanz 1) 241.942 230.465 11.477 5,0
Eigenmittel (Art. 72 CRR) 248.488 239.803 8.685 3,6
Harte Kernkapitalquote 12,9 % 12,8 %
Kernkapitalquote 12,9 % 12,8 %
Gesamtkapitalquote 14,7 % 14,6 %

1) Hierzu rechnen die Passivposten 9 (Nachrangige Verbindlichkeiten), 11 (Fonds für allgemeine Bankrisiken) und 12 (Eigenkapital).

Die Zahl der Mitglieder verringerte sich im Berichtsjahr um 371 auf 44.914 Mitglieder; das Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder beträgt 36,0 Mio. EUR (Vorjahr 33,9 Mio. EUR).

Unser Kernkapital betrug 218,6 Mio. EUR. Die Gesamtkapitalquote stieg leicht auf 14,7 % im Vergleich zu 14,6 % im Vorjahr. Die Kapitalquoten bieten ausreichenden Freiraum für künftiges Wachstum entsprechend der strategischen Planung.

Kundenforderungen und Adressenausfallrisiken

Die Struktur der Aktiva ist geprägt von einem hohen Anteil an Kundenforderungen. Kredite an Privatkunden betrugen 51 % des Portfolios, während auf Firmenkunden 49 % entfielen. Die durch die Vertreterversammlung festgesetzten Kredithöchstgrenzen sowie die aufsichtsrechtlichen Regelungen wurden eingehalten. Unsere Kundenforderungen sind mit einem Anteil von 99,9 % mit einem VR-Rating geratet. 90,0 % der Kundenforderungen (Zusage oder höhere Inanspruchnahme) haben eine Ausfallwahrscheinlichkeit auf Jahressicht von < 4 %.

Die Forderungen an unsere Kunden haben wir zum Jahresende 2023 wieder entsprechend den handelsrechtlichen Vorgaben bewertet. Für erkennbare Risiken in den Kundenforderungen sind Einzelwertberichtigungen und -rückstellungen gebildet, während den latenten Risiken durch Abzug von Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen wird. Daneben bestehen für das allgemeine Kreditrisiko Vorsorgereserven nach § 340f HGB.

Wertpapieranlagen

Die Wertpapieranlagen der Genossenschaft entwickelten sich wie folgt:

Wertpapieranlagen Berichtsjahr 2022 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Anlagevermögen 219.959 183.228 36.731 20,0
Liquiditätsreserve 105.293 166.288 -60.996 -36,7

In den "Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere" (Aktivposten 5) sind zu 91 % festverzinsliche und zu 9 % variabel verzinsliche Wertpapiere enthalten. Davon entfallen 35,9 Mio. EUR auf öffentliche Emittenten, 189,7 Mio. EUR auf Kreditinstitute und 34,6 Mio. EUR auf Nichtbanken (jeweils ohne Berücksichtigung der Zinsabgrenzung). Die modifizierte Duration bei den festverzinslichen Wertpapieren beträgt 2,08. Alle Wertpapiere lauten auf Euro.

Die zur Kreditportfoliosteuerung im Rahmen der Forderungsverbriefung "VR-Circle" erworbenen Credit Linked Notes wurden wie im Vorjahr dem Anlagevermögen zugeordnet. Die darin eingebetteten Credit Default Swaps wurden als Kreditsicherheit behandelt.

Der Aktivposten 6 beinhaltet Anteile an dem Spezialfonds VBBK Nr. 1 (Spezial-AIF gem. § 284 KAGB) zur nachhaltigen Erzielung von laufenden Erträgen unter Nutzung von Korrelationseffekten zwischen einzelnen Anlagesegmenten. Dieser wird von der Union Investment Institutional GmbH verwaltet. Er beinhaltet insbesondere Immobilien- und Aktienfonds und ist der Liquiditätsreserve zugeordnet. Festverzinsliche Wertpapiere und Aktien dienen der Beimischung.

Bei den Anlagen wurde auf Ausgewogenheit zwischen guter Bonität im Investmentgrade-Bereich, Rentabilität und Liquidität geachtet. Entsprechend unserer Strategie zur Zinsbuchsteuerung wurde insbesondere in mittelfristigen Laufzeiten angelegt.

Vom gesamten Wertpapierbestand wurde ein Teilbetrag in Höhe von TEUR 142.703 nicht nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Abschreibungen auf diesen Teilbestand wurden in Höhe von TEUR 6.453 vermieden, die insoweit nicht als zukünftige Ertragspotenziale zur Verfügung stehen.

5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Insgesamt beurteilen wir die Geschäftsentwicklung und die wirtschaftliche Lage unseres Hauses im Vergleich zum Vorjahr und zu anderen ähnlich großen Kreditgenossenschaften zufriedenstellend, da wir das geplante BE vor Bewertung/dBS übertroffen haben. Ferner setzte sich das Wachstum des für die Bank wichtigsten Geschäftsbereichs, dem Geschäft mit Kunden überwiegend aus der Region, fort. Jedoch konnte angesichts der Rahmenbedingungen sowohl beim Kreditgeschäft als auch beim Einlagengeschäft die Erwartungen an das Wachstum aus der Eckwertplanung nicht vollständig erreicht werden.

Die Vermögenslage der Bank zeichnet sich unverändert durch eine angemessene Eigenkapitalausstattung aus, da die aufsichtsrechtlichen Anforderungen sowohl im Vorjahr als auch im Geschäftsjahr 2023 eingehalten wurden. Die Gesamtkapitalquote liegt deutlich über den gesetzlichen Anforderungen.

Für erkennbare und latente Risiken in den Kundenforderungen sind Einzel- und Pauschalwertberichtigungen gebildet. Daneben bestehen Vorsorgereserven nach § 340f HGB.

Finanzlage und Liquiditätsausstattung entsprechen den aufsichtsrechtlichen und betrieblichen Erfordernissen.

Das BE vor Bewertung/dBS liegt über unseren Erwartungen. Das gestiegene Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit ermöglicht eine Stärkung des Eigenkapitals.

C. Risiko- und Chancenbericht

Risikomanagementsystem und -prozess

Konsistent zu unserer Geschäfts- und Risikostrategie wurde eine Unternehmensplanung entwickelt, die eine langfristige und umfassende Begleitung unserer Mitglieder und Kunden im Hinblick auf Finanzierungswünsche, Vermögensanlagen und Dienstleistungen rund um den Zahlungsverkehr sicherstellt.

Mit Hilfe einer strategischen Eckwert- und Kapitalplanung für einen Zeitraum von 5 Jahren, steuern wir die Entwicklung unseres Instituts. Die Annahmen für die Markt- und Volumenentwicklungen erfolgen hierbei durch Experten auf Basis von Marktprognosen. Die abgeleiteten Ertrags- und Vermögenswirkungen werden anhand von Simulationsrechnungen mit Unterstützung der Steuerungssoftware VR-Control ermittelt.

Die Geschäfts- und Risikostrategie sowie die Teilstrategien werden im Rahmen des von uns festgelegten Strategieprozesses regelmäßig und ggf. anlassbezogen überprüft. Das von uns verwendete Strategiemodell zeigt den organisatorischen Rahmen für die Strategieüberprüfung und für die Vernetzung der strategischen und operativen Gesamtbanksteuerung auf.

Ziel unserer Risikostrategie ist nicht die Vermeidung von Risiken, sondern das bewusste Eingehen von Risiken unter Wahrung eines angemessenen Chancen-Risiko-Profils.

Wir haben ein System zur Früherkennung von Risiken implementiert. Vor dem Hintergrund wachsender Komplexität der Märkte im Bankgeschäft sehen wir dies als eine zentrale Aufgabe an. Der Bereich Controlling berichtet unmittelbar an den Vorstand. In diesem Rahmen ist ein Risikocontrolling- und Managementsystem mit entsprechenden Instrumenten eingerichtet, um bei Bedarf gegensteuernde Maßnahmen einleiten zu können.

Unsere Entscheidungsträger werden durch das interne Berichtsystem über die Geschäfts- und Risikoentwicklung frühzeitig informiert, um Maßnahmen zur Gegensteuerung ergreifen zu können.

Ziel des Risikomanagements unserer Bank ist es, Risiken, die den Erfolg wesentlich beeinflussen oder gar den Fortbestand gefährden können, frühzeitig zu erkennen sowie umfassend zu messen, zu überwachen und zu steuern. Integraler Bestandteil ist dabei die fortlaufende Sicherstellung der Risikotragfähigkeit. Die Planung und Steuerung der Risiken erfolgt auf Basis der Risiko- und Liquiditätstragfähigkeit der Bank unter Berücksichtigung der Geschäfts- und Risikostrategie.

Zur Bestimmung unserer Risikotragfähigkeit haben wir zum 1. Januar 2023 auf die normative und ökonomische Perspektive gemäß dem Leitfaden zur aufsichtlichen Beurteilung bankinterner Risikotragfähigkeitskonzepte der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht und der Bundesbank vom 24. Mai 2018 umgestellt.

Die Risikotragfähigkeit in der normativen Perspektive, die einen periodischen Steuerungskreis darstellt, zielt auf die Fortführung der operativen Geschäftstätigkeit ab. In der normativen Perspektive werden die Eigenmittelanforderungen (Kapitalbedarf) den regulatorischen Eigenmitteln gegenübergestellt. Die Risikotragfähigkeit ist demnach gegeben, sofern der ermittelte Kapitalbedarf die Einhaltung der Kapitalquoten bewirkt und sämtliche Strukturanforderungen hinsichtlich des Kapitals erfüllt werden. Die normative Perspektive bilden wir ausgehend von der Gesamtbankplanung über einen Zeithorizont von fünf Jahren ab. In dieser wird die Entwicklung des regulatorischen Kapitalbedarfs im Rahmen einer mehrjährigen Kapitalplanung bestimmt. Neben einem Planszenario werden mögliche abweichende Entwicklungen wie Bonitätsverschlechterungen im Kundenkreditgeschäft in einem adversen Szenario berücksichtigt. Darüber hinaus werden in der normativen Perspektive auch Stressbetrachtungen vorgenommen. Die Risikotragfähigkeit in der normativen Perspektive war auf Grundlage der verwendeten Verfahren gegeben. Die Mindestanforderungen an das Kapital waren auch unter Berücksichtigung des adversen Szenarios eingehalten.

Die Risikotragfähigkeit in der ökonomischen Perspektive zielt auf den Schutz der Gläubiger ab. Die ökonomische Risikotragfähigkeit ist demnach gegeben, wenn die barwertigen Risiken durch das Risikodeckungspotenzial laufend gedeckt sind. Auf Basis des ermittelten Risikodeckungspotenzials legen wir im Rahmen unseres Strategie- und Limitierungsprozesses einmal im Jahr unser Gesamtbankrisikolimit fest, welches unserem Risikoappetit entspricht. Ergänzend wird ein strategischer Puffer in Anrechnung gebracht. Ausgangspunkt bei der barwertigen Ermittlung des Risikodeckungspotenzials ist der Barwert (Marktwert) sämtlicher Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Die Ermittlung des Risikodeckungspotenzials erfolgt losgelöst von Rechnungslegungskonventionen und aufsichtlichen Eigenmittelanforderungen. Die Risikotragfähigkeit in der ökonomischen Perspektive war auf der Grundlage der verwendeten Verfahren und des vorhandenen Risikodeckungspotenzials gegeben. Zum Bilanzstichtag betrug das Risikodeckungspotenzial 339 Mio. EUR. Unter Berücksichtigung eines strategischen Puffers in Höhe von 135 Mio. EUR betrug das Gesamtbankrisikolimit 115 Mio. EUR. Die Auslastung des Gesamtbankrisikolimits betrug 80 %. Die vorstehenden Werte sind aufgrund der geänderten Konzeption nicht mit denen des Vorjahres vergleichbar.

Die Risikomessung für die in der ökonomischen Perspektive der Risikotragfähigkeit berücksichtigten Risikoklassen erfolgt mithilfe geeigneter Value-at-Risk (VaR)-Modelle mit einem Konfidenzniveau von 99,9 % mit einem rollierenden Risikobetrachtungshorizont von einem Jahr. Bei den Risikoklassen, für die kein statistisches Verlustverteilungsmodell verwendet wird, erfolgt eine expertenbasierte Risikoeinschätzung, die dem Ausmaß nach dem 99,9 %-Quantil entspricht. Die Risikoaggregation erfolgt ohne Berücksichtigung von Korrelationen zwischen den einzelnen Risikoarten additiv.

Die Ermittlung der Liquiditätstragfähigkeit erfolgt ebenfalls in einer normativen und einer ökonomischen Perspektive anhand von aufsichtsrechtlichen Liquiditätskennzahlen sowie einer Überwachung des Überlebenshorizonts.

In der normativen Perspektive wird das Ziel verfolgt, die aufsichtsrechtlichen Liquiditätsanforderungen einzuhalten. Dazu werden hochliquide Vermögenswerte den aufsichtsrechtlichen Nettomittelabflüssen gegenübergestellt. Für die Steuerung der normativen Liquiditätstragfähigkeit verwendet die Bank die aufsichtsrechtlich vorgegebene Kennzahl Liquidity Coverage Ratio (LCR). Das bankintern festgelegte Ambitionsniveau der LCR beträgt 120 %. Die Liquidity Coverage Ratio betrug zum Berichtsstichtag 152 %.

Zusätzlich wird die Net Stable Funding Ratio (NSFR) als normative Mindestgröße in der Banksteuerung berücksichtigt. Diese zeigt das Verhältnis von verfügbarer zur erforderlichen stabilen Refinanzierung auf. Die NSFR betrug zum Berichtsstichtag 119 %. Die erforderlichen aufsichtsrechtlichen Mindestgrößen wurden für beide Kennzahlen auf Grundlage der verwendeten Verfahren im gesamten Berichtsjahr eingehalten.

In der ökonomischen Perspektive werden neben der Plan-Liquiditätsablaufbilanz Stress-Liquiditätsablaufbilanzen vierteljährlich erstellt. Diese berücksichtigen die Liquiditätsauswirkungen von institutseigenen und marktweiten Ursachen sowie eine Kombination daraus. Wir haben einen Mindest-Überlebenshorizont von 6 Monaten für die Plan-Liquiditätsablaufbilanz sowie die Stress-Liquiditätsablaufbilanzen definiert; dieser wurde im Berichtszeitraum nicht unterschritten.

Risiken

Als Risiko definieren wir die negative Abweichung vom erwarteten Ergebnis bzw. Planwert aufgrund von Unsicherheit. Zur Beurteilung der Wesentlichkeit von möglichen Risiken verschaffen wir uns, einmal im Jahr im Rahmen der Risikoinventur sowie anlassbezogen, einen Überblick über die Risiken unserer Bank auf Gesamtinstitutsebene. Dabei werden auch übergreifende Risiken wie das Nachhaltigkeitsrisiko sowie Risikokonzentrationen in der Wesentlichkeitsbewertung der einzelnen Risikoklassen berücksichtigt.

Zum Abschlussstichtag werden das Kreditrisiko, das Marktrisiko, das operationelle Risiko sowie das Liquiditätsrisiko als wesentliche Risiken bewertet.

Für unsere Risikobeurteilung zum Abschlussstichtag legen wir konsistent zum Prognosezeitraum einen Zeitraum von einem Jahr zu Grunde, in dem auch das Vorliegen von bestandsgefährdenden Risiken beurteilt wird.

Bestandsgefährdende Risiken (wesentliche Risiken mit hohen Auswirkungen) liegen für den hier zugrunde gelegten Beurteilungszeitraum nicht vor.

Adressenausfallrisiken bzw. Kreditrisiko

Das Kreditrisiko beschreibt die Gefahr, dass Verluste oder entgangene Gewinne aufgrund des Ausfalls von Geschäftspartnern, der Ratingmigration und/oder der adressbezogenen Spreadveränderung entstehen. Es umfasst das Kreditrisiko im Kundengeschäft sowie im Eigengeschäft.

Das Kreditrisiko stufen wir als aufsichtsrechtlich wesentlich und betriebswirtschaftlich hoch ein. Auf Grundlage der Risikoinventur unseres Instituts kann das Risiko mit hoher Wahrscheinlichkeit eintreten und hat ein bedeutendes Schadenspotenzial mit entsprechend wesentlicher Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Zur Steuerung des Kreditrisikos setzen wir im Kundengeschäft Ratingsysteme zur Beurteilung der Bonität einzelner Engagements ein (im wesentlichen VR-Rating). Zur Bestimmung der Ausfallwahrscheinlichkeiten verwendet die Bank vorrangig die Verfahren der Genossenschaftlichen FinanzGruppe. Um die Spezifika der einzelnen Kundensegmente abbilden zu können, sind für unterschiedliche Kundensegmente separate Ratingverfahren im Einsatz. Mit Hilfe der Steuerungssoftware VR-Control können wir ungünstige Entwicklungen im Kreditportfolio rechtzeitig identifizieren und frühzeitig Maßnahmen einleiten.

Bei den Eigenanlagen nutzen wir für Wertpapiere die Ratinginformationen der DZ BANK AG auf Basis externer Ratingagenturen. Auch hier werden die Risikoentwicklungen im Rahmen von VR-Control über ein Portfoliomodell mit Hilfe der Monte-Carlo-Simulation überwacht. Turbulenzen an den Finanzmärkten begegnen wir durch eine breite Streuung der Eigenanlagen, Diversifikation in viele Anlageklassen und Beschränkung auf gute Bonitäten im Investmentgrade-Bereich.

Gemäß unseren Grundsätzen zur Risikosteuerung nehmen wir zur Absicherung von Kreditrisiken werthaltige Sicherheiten herein. Ratingnoten und Sicherheiten fließen in alle relevanten Kreditprozesse ein - von der Kreditvergabe bis zur Kreditüberwachung.

Neben der Steuerung von Kreditrisiken auf Kundenebene nehmen wir die Steuerung auch auf Portfolioebene vor. Zu diesem Zweck ist ein Limitsystem implementiert. Im Rahmen der Kreditrisikorisikosteuerung wird das Portfolio sowohl nach Bonitätsklassen, Größenklassen, Branchen, Sicherheiten und weiteren Risikotreibern sowie deren Entwicklung analysiert und die Einhaltung des Limitsystems überwacht. Zur Begrenzung der Einzelemittentenrisiken werden vom Vorstand kombinierte Kontrahenten- und Emittentenlimite ("Geschäftspartnerlimite") beschlossen. Vorstand und Aufsichtsrat werden quartalsweise über die Entwicklung des Portfolios sowie über die Auslastung der Einzel- und Strukturlimite informiert.

Daneben stellen die Mindestanforderungen an die Kreditvergabe risikobegrenzende Maßnahmen beim Einzelgeschäft dar. Kreditentscheidungen werden in Abhängigkeit vom Risikogehalt über unterschiedliche Kompetenzstufen getroffen. Die Bewertung der Kreditengagements und gegebenenfalls die Bildung einer Risikovorsorge erfolgen in Übereinstimmung mit den handelsrechtlichen Vorschriften. Als zentrales Kriterium für die Prüfung der akuten Ausfallrisiken wird die Nachhaltigkeit der Kapitaldienstfähigkeit herangezogen. Die Bank prüft die Bildung von Risikovorsorge bei Vorliegen von Frühwarnsignalen und Ausfallkriterien. Sanierungsbedürftige und notleidende Engagements werden in einem marktunabhängigen Bereich betreut bzw. überwacht.

Wir ermitteln vierteljährlich mit Hilfe des Kreditportfoliomodells für Kundengeschäfte (KPM-KG) barwertig unter VR-Control einen unerwarteten Verlust (Credit-Value-at-Risk) aus dem Kundenkreditgeschäft. Die Berechnung erfolgt auf Basis von Kreditrisikoprämien in einem mehrstufigen Verfahren, dem sowohl die modellierten Verluste auf Basis des LGD-Modells als auch Ausfallwahrscheinlichkeiten und Sektorparameter zugrunde liegen.

Auf dieser Basis ergibt sich zum 31. Dezember 2023 ein Credit-Value-at-Risk (CVaR) für die nächsten 12 Monate in Höhe von 16,0 Mio. Euro. Das entspricht einer Limitauslastung von 80 %.

Das Kreditrisiko bei Eigenanlagen wird im Rahmen der Risikotragfähigkeitskonzeption der Bank vierteljährlich mit Hilfe des Kreditportfoliomodells für Eigengeschäfte (KPM-EG) ermittelt. Grundlage der Berechnungen sind verschiedene Marktpartnersegmente, die differenzierte Spread- und Ratingmigrationen, Spreadverteilungen sowie Migrationsmatrizen aufweisen. Die Ermittlung des in der Risikomessung angesetzten unerwarteten Verlustes (Risikoszenario) basiert auf einer Haltedauer von 250 Tagen.

Für das Eigengeschäft ergibt sich auf dieser Basis zum 31. Dezember 2023 ein CVaR für die nächsten 12 Monate in Höhe von 11,7 Mio. Euro. Dies entspricht einer Limitauslastung von 59 %.

Marktpreisrisiken bzw. Marktrisiken

Das Marktrisiko beschreibt die Gefahr, dass aufgrund nachteiliger Veränderungen von Marktpreisen oder preisbeeinflussenden Parametern Verluste entstehen können. Marktrisiken umfassen Zins-, Aktien- und Währungsrisiken sowie sonstige Marktrisiken.

Das Marktrisiko stuft die Bank anhand der Risikoinventur als aufsichtsrechtlich wesentlich und betriebswirtschaftlich hoch ein, mit einer hohen Eintrittswahrscheinlichkeit und einem hohen potenziellen Schaden, der sich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage maßgeblich auswirken kann.

Im Rahmen der ökonomischen Risikomessung des Zinsrisikos berechnen wir vierteljährlich einen Value-at-Risk, der auf einem historischen Zeitraum basiert. Als Szenariotechnik verwenden wir eine Skalierung über eintägige Verbarwertungen mittels Resampling. Die Ermittlung erfolgt mit Hilfe des Moduls ZINSMANAGEMENT unter VR-Control.

Der damit zum 31. Dezember 2023 ermittelte Value-at-Risk beläuft sich auf 49,7 Mio. Euro mit einer Limitauslastung von 90 %.

Wir ermitteln vierteljährlich die Nettoreserven des Zinsbuchs im Rahmen der verlustfreien Bewertung gemäß IDW RS BFA 3. Unsere Berechnungen zeigen, dass das Zinsbuch zum 31. Dezember 2023 ausreichende Reserven aufweist.

Fondsrisiko

Die Risikomessung des Spezialfonds erfolgt separat in einer Kennzahl unter Berücksichtigung von Korrelationseffekten der im Fonds enthaltenen Assetklassen. Hierzu nutzen wir die Risikoinformationen der Fondsgesellschaft Union Investment. Der damit zum 31. Dezember 2023 ermittelte Value-at-Risk beläuft sich auf 7,4 Mio. Euro mit einer Limitauslastung von 74 %.

Liquiditätsrisiko

Unter dem Liquiditätsrisiko verstehen wir die Gefahr, den Zahlungsverpflichtungen nicht uneingeschränkt und fristgerecht nachzukommen bzw. Finanzmittel nur zu erhöhten Kosten beschaffen zu können. Risikotreiber sind insbesondere das Refinanzierungskosten- und Zahlungsunfähigkeitsrisiko.

Die Bank erachtet das Liquiditätsrisiko insgesamt als wesentlich im Sinne des Aufsichtsrechts und als betriebswirtschaftlich niedriges Risiko. Das Risiko tritt nach unserer Einschätzung mit lediglich geringer Wahrscheinlichkeit ein und zeichnet sich in Bezug auf die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage durch ein geringes Schadenspotenzial aus.

Zur Begrenzung von Abrufrisiken sind Strukturlimite implementiert.

Die Berücksichtigung des Refinanzierungskostenrisikos in der ökonomischen Perspektive erfolgt vierteljährlich unter Berücksichtigung historischer Schwankungen des Refinanzierungsspreads. Auf dieser Basis ist unser Risikolimit zum 31. Dezember 2023 zu 52 % ausgelastet.

Operationelles Risiko

Operationelle Risiken betreffen die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unzulänglichkeit oder des Versagens von internen Prozessen, Menschen oder Systemen oder infolge externer Ereignisse eintreten. Diese Definition schließt Rechtsrisiken ein.

Anhand der Risikoinventur stufen wir das operationelle Risiko als aufsichtsrechtlich wesentlich und betriebswirtschaftlich gering ein. Das Risiko hat eine geringe Eintrittswahrscheinlichkeit und ein geringes Schadenspotenzial.

Die Bank hat eine einheitliche Festlegung und Abgrenzung der operationellen Risiken zu den anderen betrachteten Risikokategorien vorgenommen und diese in den Organisationsrichtlinien fixiert und kommuniziert. Die Abgrenzung umfasst auch den Umgang mit nicht eindeutig zuordenbaren Schadensfällen, Beinaheverlusten und damit zusammenhängenden Ereignissen.

Wesentliche operationelle Risiken werden jährlich identifiziert und analysiert. Hierzu wird auf eine Schadensfalldatenbank zurückgegriffen, in die eingetretene Schäden eingestellt werden.

Für alle wesentlichen Schadensereignisse in Bezug auf bankinterne IT-Risiken besteht ein umfassender Versicherungsschutz. Betriebliche Notfallplanungen wurden insbesondere auf die Anforderungen aus dem lT-Bereich abgestimmt.

Rechtlichen Risiken begegnen wir durch die Verwendung der im Verbund entwickelten Formulare, die Inanspruchnahme juristischer Beratung im Fall von Rechtsstreitigkeiten und der funktionalen Trennung in die Bereiche "Markt" und "Marktunterstützung". Die interne Revision prüft regelmäßig die Systeme und Verfahren sowie die wichtigsten Abläufe. Um Risiken, die sich aus einer Nichteinhaltung rechtlicher Regelungen und Vorgaben ergeben können, entgegenzuwirken, ist eine Compliance-Funktion nach MaRisk eingerichtet.

Im Rahmen der ökonomischen Perspektive wird für die operationellen Risiken vierteljährlich ein Value-at-Risk (VaR) mit einem Konfidenzniveau von 99,9 % mit Hilfe eines Excel-Tools des genossenschaftlichen Finanzverbundes berechnet.

Das zum 31. Dezember 2023 ermittelte gesamte operationelle Risiko beläuft sich auf 5,2 Mio. Euro (Limitauslastung 74 %).

Weitere Risiken

Unter dieser Kategorie analysieren wir alle nicht bankspezifischen Risiken. Besondere Aufmerksamkeit widmen wir dabei potenziellen Beteiligungsrisiken, dem Immobilienrisiko sowie dem Strategischen Risiko und Geschäftsrisiko. Die Wesentlichkeit dieser Risiken überprüfen wir regelmäßig und anlassbezogen. Aktuell stufen wir alle sonstigen Risiken als unwesentlich ein.

Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

Im Rahmen einer dynamischen Zinsrisikosteuerung auf Gesamtbankebene (Aktiv-/Passiv-Steuerung) setzen wir zwei Zinsswaps und zwei Swaptions ein. Kontraktpartner ist die DZ BANK AG als unsere Zentralbank. Das daraus resultierende Marktpreisrisiko wird im Rahmen des allgemeinen Zinsänderungsrisikos berücksichtigt.

Währungsgeschäfte wurden vorwiegend im Kundeninteresse getätigt. Aus diesen Geschäften verbleiben keine offenen Positionen, da wir umgehend nach Annahme des Kundenauftrags Gegengeschäfte mit der DZ BANK AG abschließen.

Die ausgereichten Fremdwährungskredite an Kunden und die Devisentermingeschäfte zwischen Kunden und Bank werden über Gegengeschäfte mit der DZ BANK AG abgesichert. Diese Eigengeschäfte dienen der Bildung von Bewertungseinheiten i. S. v. § 254 HGB.

Gesamtbild der Risikolage

Auf Grundlage unserer Verfahren des Risikomanagements zur Ermittlung der Risiken sowie des Risikodeckungspotenzials ist die Risikotragfähigkeit in beiden Perspektiven (ökonomisch und normativ) unter den von uns simulierten Risiko- bzw. Plan- und Stressszenarien gegeben. Die internen Simulationen kommen darüber hinaus zum Ergebnis, dass die Liquidität sichergestellt und die Eigenmittelanforderungen erfüllt werden.

Zum 31. Dezember 2023 ist das Gesamtbankrisikolimit der Bank zu 80 % ausgelastet, der Anteil des Gesamtrisikos am gesamten Risikodeckungspotenzial beträgt 34 %.

Bestandsgefährdende Risiken sind nicht erkennbar.

Nach dem derzeitigen Planungsstand ist die Risikotragfähigkeit angesichts der laufenden Ertragskraft und der Vermögens-/Substanzsituation des Instituts auch im Berichtszeitraum 2024 gegeben. Die dargestellten Risiken werden die künftige Entwicklung unserer Bank nicht wesentlich beeinträchtigen.

Der Jahresverlauf 2023 war von Unsicherheiten auf Grund von hoher Inflation und geopolitischen Risiken gekennzeichnet, was zu Unsicherheiten am Zins- und Kapitalmarkt geführt hat. Die Gesamtbankrisikolimitauslastung bewegte sich im Jahresverlauf zwischen einem Auslastungsgrad von 76 % und 80 %.

Die bestehenden anhaltenden Unsicherheiten am Zins- und Kapitalmarkt sowie aus dem geopolitischen Umfeld und die hohe Inflation können sich auf die Risikolage der Bank auswirken. Kurzfristig gehen wir daher von einem zurückhaltenden Investitionsverhalten unserer Kunden und steigenden Ausfallwahrscheinlichkeiten im Kreditportfolio aus. Diese Auswirkungen sind in der Gesamtbankplanung durch ein höheres Kreditrisiko entsprechend berücksichtigt. Entsprechend planen wir, das Eigenkapital durch Thesaurierung aus dem laufenden Ergebnis weiter zu stärken.

Unter den von uns getroffenen Planannahmen ist die Risikotragfähigkeit für 2024 gegeben. Für den wachsenden Liquiditätsbedarf stehen verschiedene strategische Refinanzierungsinstrumente zur Verfügung, so dass wir nach unserer Planung davon ausgehen, dass die Liquiditätstragfähigkeit auch für 2024 gegeben ist.

Bei einer gegenüber dem Planszenario deutlich ungünstigeren gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, die wir im risikoartenübergreifenden, adversen Szenario simulieren, ergeben sich deutlich höhere Bewertungsaufwendungen für das Kundenkreditgeschäft und die Eigenanlagen. Wir gehen in dem Szenario von leicht fallenden Zinsen und einem damit niedrigeren Zinsergebnis sowie von erhöhten Aufwendungen für operationelle Risiken aus.

Das höchste Risiko für unseren Zinsüberschuss für das Jahr 2024 besteht bei steigenden Zinsen. In diesem Szenario liegt der Zinsüberschuss unter unserem Planwert. In diesem Szenario ergibt sich ein schlechteres Bewertungsergebnis. Chancen für den bilanziellen Zinsüberschuss ergeben sich bei fallenden Zinsen. Beim Eintritt unserer Stressszenarien, die einen schweren konjunkturellen Abschwung simulieren, würde sich die Gesamtkapitalquote deutlich verschlechtern. Die Gesamtkapitalanforderungen können jedoch eingehalten werden.

Den dargestellten Risiken stehen folgende Chancen gegenüber: Chancen für die geschäftliche Entwicklung und die Ertragslage bestehen bei einer gegenüber unseren Erwartungen günstigeren gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. In diesem Umfeld könnten die in unserer Planung berücksichtigten Bewertungsaufwendungen für das Kundenkreditgeschäft sowie der Eigenanlagen nicht in der prognostizierten Höhe erforderlich werden. Zudem könnte ein Wirtschaftswachstum über den unserer Prognose zugrundeliegenden Annahmen zu einer höheren Kreditnachfrage und Wachstum im Kredit- und Dienstleistungsgeschäft mit positiven Auswirkungen auf den Zins- und Provisionsüberschuss führen.

D. Prognosebericht

Für das Gesamtjahr 2024 erwartet die Bundesregierung gemäß dem am 21. Februar 2024 beschlossenen Jahreswirtschaftsbericht nur ein leichtes Wachstum von 0,2 % des Bruttoinlandsprodukts. Die Konjunkturaussichten in diesem Jahr sind immer noch geprägt vom russischen Angriffskrieg auf die Ukraine. Die deutsche Wirtschaft kommt langsamer darüber hinweg als gehofft. Die Folgen des Krieges sind das historisch niedrige Wachstum des Welthandels. Dies trifft die starke Exportwirtschaft in Deutschland besonders. Hinzu kommen Kaufkraftverluste durch die hohe Inflation und weniger Investitionen wegen der hohen Zinsen. Der Arbeitsmarkt zeigt sich der Prognose zufolge weiter robust. Aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen rechnen wir mit einem ähnlichen Anstieg der Wirtschaftsleistung in unserem Geschäftsgebiet.

Unsere Eckwertplanung basiert auf folgenden wesentlichen Annahmen:

Der Zinsüberschuss wird unter der Prämisse zu erwartender Leitzinssenkungen und eines leicht steigenden durchschnittlichen Geschäftsvolumens auf 38,0 Mio. EUR zurückgehen. Der Wettbewerb im Bankenbereich und die Veränderung der Geschäftsstruktur insbesondere auf der Einlagenseite führen wieder zu einem Rückgang der Zinsmargen.

Für das Jahr 2024 wird dabei ein Wachstum im Kundenkreditgeschäft von rund 3 % und bei den Kundeneinlagen von rund 10 Mio. EUR angenommen.

Daneben sehen wir einen leicht steigenden Provisionsüberschuss vor.

Beim Personalaufwand gehen wir für das Jahr 2024 von einer stabilen Entwicklung aus. Der regulären tariflichen Steigerung der Gehälter steht ein geplanter Rückgang der Mitarbeiterkapazitäten gegenüber.

Die Höhe der anderen Verwaltungsaufwendungen sollen im Jahr 2024 auf Basis detaillierter Budgets um 200 TEUR abnehmen. Es sind weitere Aufwendungen in die Modernisierung der Bankräume und in die Digitalisierung geplant. Zudem werden inflationsbedingte Kostensteigerungen erwartet.

Aus der Kapitalplanung für die Jahre 2024 bis 2028 ergeben sich für das geplante Wachstum im Kreditgeschäft unter der Prämisse von Rücklagenzuführungen und der Einwerbung von Geschäftsguthaben derzeit keine Erkenntnisse für zusätzlichen Kapitalbedarf. Dabei wurde angenommen, dass die aktuellen aufsichtsrechtlichen Anforderungen auch im Jahr 2024 und Folgeperioden gültig bleiben.

Vor dem Hintergrund der geschilderten Entwicklungen erwarten wir für 2024 gegenüber 2023:

Für die CIR gehen wir von einer Verschlechterung auf 61 % aus.

Für den Leistungsindikator BE vor Bewertung/dBS prognostizieren wir einen Rückgang auf 0,82 %.

Gegenüber dem abgelaufenen Geschäftsjahr sieht die Planung für 2024 einen leicht höheren Bewertungsaufwand für das Kreditgeschäft bei einem Bewertungsertrag aus dem Eigengeschäft in Höhe von TEUR 400 vor.

Die für 2024 geplante Gesamtkapitalquote soll mit 14,8 % im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023 nahezu unverändert bleiben.

Bei dem nichtfinanziellen Leistungsindikator Mitgliederquote erwarten wir eine stabile Entwicklung.

 

Backnang, 26. März 2024

Volksbank Backnang eG

Der Vorstand

Schwab

Dr. Matt

Starcevic

1. Jahresbilanz zum 31. Dezember 2023

Volksbank Backnang eG, Backnang

Genossenschaftsregisternummer 270021 beim Amtsgericht Stuttgart

Aktivseite

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Barreserve
a) Kassenbestand 15.239.004,02 17.946
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken 17.458.098,97 17.239
darunter: bei der Deutschen Bundesbank 17.458.098,97 (17.239)
c) Guthaben bei Postgiroämtern 0,00 32.697.102,99 0
2. Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind
a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen 0,00 0
darunter: bei der Deutschen Bundesbank refinanzierbar 0,00 (0)
b) Wechsel 0,00 0,00 0
3. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 160.535.464,39 197.326
b) andere Forderungen 75.448.240,66 235.983.705,05 64.440
4. Forderungen an Kunden 1.765.371.686,20 1.732.927
darunter:
durch Grundpfandrechte gesichert 427.246.449,43 (401.904)
Kommunalkredite 28.210.817,88 (33.488)
5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
a) Geldmarktpapiere
aa) von öffentlichen Emittenten 0,00 0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00 (0)
ab) von anderen Emittenten 0,00 0,00 0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00 (0)
b) Anleihen und Schuldverschreibungen
ba) von öffentlichen Emittenten 36.168.522,04 36.587
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 36.168.522,04 (36.587)
bb) von anderen Emittenten 225.829.183,83 261.997.705,87 255.219
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 174.232.028,02 (208.198)
c) eigene Schuldverschreibungen 0,00 261.997.705,87 0
Nennbetrag 0,00 (0)
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 63.254.047,87 57.711
6a. Handelsbestand 0,00 0
7. Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften
a) Beteiligungen 35.935.532,63 35.700
darunter:
an Kreditinstituten 966.823,33 (967)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)
an Wertpapierinstituten 0,00 (0)
b) Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 59.090,00 35.994.622,63 59
darunter:
bei Kreditgenossenschaften 14.250,00 (14)
bei Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)
bei Wertpapierinstituten 0,00 (0)
8. Anteile an verbundenen Unternehmen 500.000,00 500
darunter:
an Kreditinstituten 0,00 (0)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)
an Wertpapierinstituten 0,00 (0)
9. Treuhandvermögen 5.264.211,11 6.118
darunter: Treuhandkredite 5.264.211,11 (6.118)
10. Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand einschließlich Schuldverschreibungen aus deren Umtausch 0,00 0
11. Immaterielle Anlagewerte
a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 245.172,00 233
c) Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0
d) geleistete Anzahlungen 0,00 245.172,00 0
12. Sachanlagen 19.123.735,28 16.443
13. Sonstige Vermögensgegenstände 7.900.928,24 8.285
14. Rechnungsabgrenzungsposten 40.682,69 36
Summe der Aktiva 2.428.373.599,93 2.446.769

Passivseite

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 249.603,53 346
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 319.185.876,38 319.435.479,91 386.526
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) Spareinlagen
aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten 193.449.161,54 235.152
ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten 94.823.507,14 288.272.668,68 25.652
b) andere Verbindlichkeiten
ba) täglich fällig 1.179.991.253,12 1.418.505
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 360.278.496,91 1.540.269.750,03 1.828.542.418,71 124.688
3. Verbriefte Verbindlichkeiten
a) begebene Schuldverschreibungen 12.186.691,79 6.072
b) andere verbriefte Verbindlichkeiten 0,00 12.186.691,79 0
darunter:
Geldmarktpapiere 0,00 (0)
eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf 0,00 (0)
3a. Handelsbestand 0,00 0
4. Treuhandverbindlichkeiten 5.264.211,11 6.118
darunter: Treuhandkredite 5.264.211,11 (6.118)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 5.498.011,03 3.435
6. Rechnungsabgrenzungsposten 249.867,35 279
6a. Passive latente Steuern 0,00 0
7. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen u. ähnliche Verpflichtungen 1.393.962,74 1.088
b) Steuerrückstellungen 7.181.000,00 2.601
c) andere Rückstellungen 6.679.519,58 15.254.482,32 5.841
8. [gestrichen] 0,00 0
9. Nachrangige Verbindlichkeiten 10.132.509,72 10.133
10. Genussrechtskapital 0,00 0
darunter: vor Ablauf von zwei Jahren fällig 0,00 (0)
11. Fonds für allgemeine Bankrisiken 85.700.000,00 80.695
darunter: Sonderposten nach § 340e Abs. 4 HGB 0,00 (0)
12. Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital 36.964.950,00 34.878
b) Kapitalrücklage 0,00 0
c) Ergebnisrücklagen
ca) gesetzliche Rücklage 50.949.000,00 48.949
cb) andere Ergebnisrücklagen 52.780.000,00 103.729.000,00 50.780
d) Bilanzgewinn 5.415.977,99 146.109.927,99 5.031
Summe der Passiva 2.428.373.599,93 2.446.769
Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Eventualverbindlichkeiten
a) Eventualverbindlichkeiten aus weitergegebenen abgerechneten Wechseln 0,00 0
b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 46.231.742,21 41.175
c) Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 0,00 46.231.742,21 0
2. Andere Verpflichtungen
a) Rücknahmeverpflichtungen aus unechten Pensionsgeschäften 0,00 0
b) Platzierungs- u. Übernahmeverpflichtungen 0,00 0
c) Unwiderrufliche Kreditzusagen 105.747.910,95 105.747.910,95 196.575
darunter: Lieferverpflichtungen aus zinsbezogenen Termingeschäften 0,00 (0)

2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 54.466.757,53 35.479
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 4.538.875,28 59.005.632,81 2.224
darunter: in a) und b) angefallene negative Zinsen 0,00 (310)
2. Zinsaufwendungen 17.810.098,29 41.195.534,52 4.348
darunter: erhaltene negative Zinsen 23.354,47 (891)
3. Laufende Erträge aus
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 0,00 0
b) Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 892.144,79 891
c) Anteilen an verbundenen Unternehmen 0,00 892.144,79 0
4. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen 0,00 0
5. Provisionserträge 15.329.723,20 15.594
6. Provisionsaufwendungen 1.505.520,80 13.824.202,40 1.795
7. Nettoaufwand des Handelsbestands 204,88 2
8. Sonstige betriebliche Erträge 1.842.815,16 6.266
9. [gestrichen] 0,00 0
10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 15.826.387,20 15.682
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.542.102,80 19.368.490,00 3.175
darunter: für Altersversorgung 761.242,65 (384)
b) andere Verwaltungsaufwendungen 12.300.590,14 31.669.080,14 10.953
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 1.372.230,86 1.234
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen 146.984,89 167
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 4.779.280,10 7.704
14. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 0,00 -4.779.280,10 0
15. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere 112.392,78 508
16. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren 0,00 -112.392,78 0
17. Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,00 0
18. [gestrichen] 0,00 0
19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 19.674.523,22 14.888
20. Außerordentliche Erträge 0,00 0
21. Außerordentliche Aufwendungen 0,00 0
22. Außerordentliches Ergebnis 0,00 (0)
23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 9.177.207,09 6.797
darunter: latente Steuern 0,00 (0)
24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen 79.863,52 9.257.070,61 77
24a. Aufwendungen aus der Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken 5.005.000,00 2.985
25. Jahresüberschuss 5.412.452,61 5.029
26. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 3.525,38 2
5.415.977,99 5.031
27. Entnahmen aus Ergebnisrücklagen
a) aus der gesetzlichen Rücklage 0,00 0
b) aus anderen Ergebnisrücklagen 0,00 0,00 0
5.415.977,99 5.031
28. Einstellungen in Ergebnisrücklagen
a) in die gesetzliche Rücklage 0,00 0
b) in andere Ergebnisrücklagen 0,00 0,00 0
29. Bilanzgewinn 5.415.977,99 5.031

3. Anhang

A. Allgemeine Angaben

Die Volksbank Backnang eG mit Sitz in Backnang ist beim Amtsgericht Stuttgart unter der Genossenschaftsregisternummer 270021 eingetragen.

Der Jahresabschluss der Volksbank Backnang eG wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute und Wertpapierinstitute (RechKredV) aufgestellt. Gleichzeitig erfüllt der Jahresabschluss die Anforderungen des Genossenschaftsgesetzes (GenG) und der Satzung der Bank.

B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden

Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden entspricht den allgemeinen Bewertungsvorschriften der §§ 252 ff. HGB unter Berücksichtigung der für Kreditinstitute geltenden Sonderregelungen (§§ 340 ff. HGB).

Gemäß Art. 67 Einführungsgesetz zum Handelsgesetzbuch (EGHGB) wird die im Jahresabschluss 2010 angewandte Übergangsvorschrift des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) zur Beibehaltung der steuerrechtlichen Abschreibungen (§ 279 Abs. 2 i. V. m. § 254 Satz 1 HGB a. F.) nach Art. 67 Abs. 4 Satz 1 EGHGB entsprechend der Rechtslage vor Inkrafttreten des BilMoG fortgeführt.

Bei Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden angewandt:

Barreserve

Die auf EUR lautende Barreserve wurde mit dem Nennwert angesetzt. Die Bewertung der Sorten erfolgte zum Kassakurs am Bilanzstichtag.

Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden

Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden wurden mit dem Nennwert angesetzt, wobei der Unterschiedsbetrag zwischen dem höheren Nennwert und dem Auszahlungsbetrag - sofern Zinscharakter vorliegt - in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt wurde. Dieser Unterschiedsbetrag wird grundsätzlich planmäßig, und zwar zeitanteilig, aufgelöst.

Anteilige Zinsen, deren Fälligkeit nach dem Bilanzstichtag liegt, die aber am Bilanzstichtag bereits den Charakter von bankgeschäftlichen Forderungen oder Verbindlichkeiten haben, sind dem zugehörigen Aktiv- oder Passivposten der Bilanz zugeordnet.

Die bei den Forderungen an Kunden erkennbaren Bonitätsrisiken sind durch Bildung von Einzelwertberichtigungen abgedeckt.

Den latenten Risiken im Kreditgeschäft wurde durch die Bildung von Pauschalwertberichtigungen gemäß IDW RS BFA 7 Rechnung getragen. Die Ermittlung der Pauschalwertberichtigung erfolgt zum 31. Dezember 2023 über ein Expected-Credit-Loss-Modell, bei dem ein erwarteter Verlust über einen Betrachtungszeitraum von zwölf Monaten ohne Anrechnung von Bonitätsprämien (Bewertungsvereinfachungsverfahren) ermittelt wird. Die Berechnung des erwarteten Verlusts erfolgt unter Berücksichtigung der Ausfallwahrscheinlichkeit, der Verlustquote bei Ausfall sowie der erwarteten Kredithöhe zum Ausfallzeitpunkt für alle nicht akut ausfallgefährdeten Forderungen unter den Bilanzpositionen Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden ausgewiesenen Geschäften sowie für unter der Bilanz auszuweisende Eventualverpflichtungen und anderen Verpflichtungen (einschließlich unwiderruflicher Kreditzusagen). Außerdem wurden in die Berechnung auch widerrufliche Kreditzusagen einbezogen. Im Hinblick auf widerrufliche und unwiderrufliche Kreditzusagen sowie Eventualverpflichtungen erfolgt die bilanzielle Erfassung in Form einer Rückstellung.

Zusätzlich bestehen zur Sicherung gegen die besonderen Risiken des Geschäftszweigs Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB und ein Sonderposten für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB. Das Wahlrecht gemäß § 340f Abs. 3 HGB wurde in Anspruch genommen.

Wertpapiere

Die wie Umlaufvermögen behandelten festverzinslichen Wertpapiere, Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Dabei wurden die von den "Wertpapiermitteilungen" (WM Datenservice) bzw. von der genossenschaftlichen Zentralbank zur Verfügung gestellten Jahresschlusskurse herangezogen.

Die wie Anlagevermögen behandelten Wertpapiere werden nur bei einer voraussichtlichen dauernden Wertminderung auf ihren niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben (gemildertes Niederstwertprinzip). Anschaffungskosten über pari wurden linear über die Restlaufzeit bis zum niedrigeren Einlösungskurs abgeschrieben. Niedrigere Buchwerte aus dem Vorjahr wurden beibehalten.

Strukturierte Finanzinstrumente, die keine wesentlich erhöhten oder zusätzlichen (andersartigen) Risiken oder Chancen aufweisen, wurden als einheitlicher Vermögensgegenstand bzw. einheitliche Verbindlichkeit nach den allgemeinen Grundsätzen bilanziert und bewertet.

Strukturierte Finanzinstrumente, die nach dem strengen Niederstwertprinzip auf Basis einer Notierung auf einem aktiven Markt bewertet werden, wurden als einheitlicher Vermögensgegenstand bilanziert, auch wenn sie durch das eingebettete Derivat zusätzliche (andersartige) Risiken und Chancen aufweisen, weil die besonderen Risiken des strukturierten Finanzinstruments durch eine objektivierte Bewertung zutreffend dargestellt werden. Beim Kauf von Credit Linked Notes handelt es sich um eine Kombination aus dem Kauf einer Anleihe und dem gleichzeitigen Eingehen einer Position als Sicherungsgeber einer Credit Default Swaps hinsichtlich eines Referenzaktivums. Die Prämie dieses Kreditderivats ist regelmäßig im Zinskupon der Anleihe integriert.

Für die Credit Linked Notes der DZ BANK AG wurden die in Absprache mit den Verbänden von der DZ BANK AG gestellte Kurse verwendet.

Derivative Finanzinstrumente

Sicherungsnehmerpositionen in Credit Default Swaps aus VR-Circle Transaktionen (Instrument zur Steuerung von Adressrisiken bei Volks- und Raiffeisenbanken), die der Absicherung von Ausfallrisiken dienen, ohne zugleich einer Bewertungseinheit i. S. v. § 254 HGB zugeordnet zu sein, wurden als erhaltene Kreditsicherheiten bei der Ermittlung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen oder Rückstellungen für die abgesicherten Geschäfte berücksichtigt und nicht eigenständig bilanziert.

Sicherungsgeberpositionen in Credit Default Swaps aus VR-Circle Transaktionen (Instrument zur Steuerung von Adressrisiken bei Volks- und Raiffeisenbanken), mit denen ausschließlich Ausfallrisiken übertragen werden und bei denen beabsichtigt ist, sie bis zur Fälligkeit bzw. bis zum Eintritt des Kreditereignisses zu halten, wurden als gestellte Kreditsicherheiten nach den für das Bürgschafts- und Garantiekreditgeschäft entwickelten Grundsätzen behandelt. Bei ernsthaft drohender Inanspruchnahme werden Einzelrückstellungen in angemessener Höhe gebildet.

Dienen derivative Finanzinstrumente (Swap-, Termin-, Optionsgeschäfte) im Nichthandelsbestand der Absicherung von Vermögensgegenständen oder schwebenden Geschäften wurden Bewertungseinheiten gebildet, sofern hierfür die erforderlichen Voraussetzungen vorlagen. Die Bewertung dieser derivativen Finanzinstrumente erfolgte nach den Vorschriften von § 254 HGB. Zur bilanziellen Abbildung der wirksamen Teile der Bewertungseinheiten wurde die Einfrierungsmethode angewandt.

Die nachfolgende Tabelle weist für jede Art von Grundgeschäften das Volumen der in Bewertungseinheiten einbezogenen Grundgeschäfte aus:

Angaben zu Bewertungseinheiten gemäß § 285 Nr. 23a HGB

Grundgeschäfte Buchwerte/Volumina
(in EUR)
1. Vermögensgegenstände 2.740.038,0
2. schwebende Geschäfte 1.425.166,0
Summe 4.165.204,0

Bei den gebildeten Bewertungseinheiten handelt es sich um perfekte Micro-Hedges. Grundgeschäfte und Sicherungsinstrumente stimmen jeweils in allen relevanten Ausstattungsmerkmalen überein ("Critical Term Match"). Daher haben sich die gegenläufigen Wertänderungen in Bezug auf das abgesicherte Risiko am Bilanzstichtag vollständig ausgeglichen.

Aufgrund der übereinstimmenden relevanten Ausstattungsmerkmale erwarten wir auch künftig für die festgelegte Dauer der Sicherungsbeziehung einen vollständigen Ausgleich der gegenläufigen Wertänderungen in Bezug auf das abgesicherte Risiko.

Verlustfreie Bewertung der zinsbezogenen Geschäfte des Bankbuchs

Die zinsbezogenen Finanzinstrumente des Bankbuchs einschließlich der zur Steuerung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos (Aktiv/Passiv-Steuerung) abgeschlossenen Zinsderivate werden im Rahmen einer Gesamtbetrachtung aller Geschäfte nach Maßgabe von IDW RS BFA 3 n. F. verlustfrei bewertet. Hierzu werden die zinsinduzierten Barwerte den Buchwerten gegenübergestellt. Der sich daraus ergebende positive Differenzbetrag wird anschließend um den Barwert der direkt aus den Zinsprodukten des Bankbuchs resultierenden Gebühren- und Provisionserträge erhöht und um den Risikokostenbarwert und dem Bestandsverwaltungskostenbarwert vermindert.

Für einen danach eventuell verbleibenden Verlustüberhang wird eine Drohverlustrückstellung gebildet, die unter den anderen Rückstellungen ausgewiesen wird. Nach dem Ergebnis der Berechnungen zum 31. Dezember 2023 war keine Rückstellung zu bilden.

Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften sowie Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Beteiligungen und die Geschäftsguthaben bei Genossenschaften sowie die Anteile an verbundenen Unternehmen wurden grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.

Treuhandvermögen

Die Bewertung des Treuhandvermögens erfolgte zu den Anschaffungskosten bzw. zum Nennwert.

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen wurden zu den Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen wurden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer, die sich grundsätzlich an den von der Finanzverwaltung veröffentlichten Abschreibungstabellen orientiert, bei Gebäuden linear bzw. mit fallenden Staffelsätzen und beim beweglichen Sachanlagevermögen linear vorgenommen. Sofern dauerhafte Wertminderungen vorliegen, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Erhöhte Absetzungen für Abnutzung und Abschreibungen gemäß § 6b EStG für vor dem 1. Januar 2010 angeschaffte Sachanlagen wurden weitergeführt.

Die angeschafften geringwertigen Wirtschaftsgüter mit einem Netto-Einzelwert bis zu EUR 250 wurden in voller Höhe als andere Verwaltungsaufwendungen erfasst. Sie wurden in voller Höhe abgeschrieben, sofern die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut über EUR 250, aber nicht über EUR 800 lagen.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die Bewertung der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgte nach dem strengen Niederstwertprinzip.

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Die Unterschiedsbeträge zwischen dem Erfüllungsbetrag und dem niedrigeren Ausgabebetrag von Verbindlichkeiten wurden in den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt. Die Unterschiedsbeträge wurden planmäßig auf die Laufzeit der Verbindlichkeit verteilt.

Aktive latente Steuern

Zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen bestehen zeitliche oder quasi-permanente Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren abbauen. Ein Überhang an aktiven latenten Steuern wird bei einer Gesamtdifferenzbetrachtung in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt (vgl. Erläuterungen im Abschnitt D.).

Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Vermögensgegenstände, die die Voraussetzungen des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB erfüllen, wurden mit den Altersversorgungsverpflichtungen und vergleichbaren langfristigen Verpflichtungen verrechnet. Das Deckungsvermögen mit einem beizulegenden Zeitwert in Höhe von EUR 357.888 (Anschaffungskosten in Höhe von EUR 337.683) wurde mit dem Erfüllungsbetrag der Altersversorgungsverpflichtungen in Höhe von EUR 357.888 saldiert. Aufwendungen und Erträge in Höhe von EUR 77.904 wurden verrechnet.

Verbindlichkeiten

Die Passivierung der Verbindlichkeiten erfolgte zu dem jeweiligen Erfüllungsbetrag. Der Belastung aus Einlagen mit steigender Verzinsung und aus Zuschlägen sowie sonstigen über den Basiszins hinausgehenden Vorteilen für Einlagen wurde durch Rückstellungsbildung in angemessenem Umfang Rechnung getragen.

Treuhandverbindlichkeiten

Die Bewertung der Treuhandverbindlichkeiten erfolgte zum Erfüllungsbetrag, der mit dem Nennwert der Verpflichtung übereinstimmt.

Rückstellungen

Die Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem Rechnungszins der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) abgezinst.

Den Pensionsrückstellungen liegen versicherungsmathematische Berechnungen auf Basis der "Heubeck-Richttafeln 2018 G" zugrunde. Verpflichtungen aus Pensionsanwartschaften wurden mittels Anwartschaftsbarwertverfahren angesetzt. Laufende Rentenverpflichtungen und Altersversorgungsverpflichtungen gegenüber ausgeschiedenen Mitarbeitern sind mit dem Barwert bilanziert.

Für die Pensionsrückstellungen wurden erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen in Höhe von 2,00 % und eine Rentendynamik in Höhe von 2,00 % zugrunde gelegt.

Der bei der Abzinsung der Pensionsrückstellungen angewendete Zinssatz von 1,83 % wurde unter Inanspruchnahme der Vereinfachungsregel nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren festgelegt, dieser beruht auf einem Rechnungszinsfuß gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV).

Nach Maßgabe des IDW RH FAB 1.021 wurde für die Rückdeckungsversicherungsansprüche eine teilweise kongruente Bewertung auf Basis eines faktorbasierten Bewertungsverfahrens (Deckungskapitalverfahren) vorgenommen. Im Zuge der Anwendung des sogenannten Primats der Passivseite wurden die Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag der teilweise korrespondierenden Pensionsrückstellungen bewertet.

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt TEUR 6.

Die Altersteilzeitrückstellungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels Anwartschaftsbarwertverfahren mit einem Zinssatz von 1,76 % p.a. bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ermittelt. Als Rechnungsgrundlage werden die "Heubeck-Richttafeln 2018 G" zugrunde gelegt.

Die Bank hat ein Lebensarbeitszeitmodell für die Mitarbeiter in Form eines versicherungsgebundenen Zeitwertkontos eingeführt. Die Einbringungen in das Wertguthaben werden in eine Rückdeckungsversicherung eingezahlt. Entnahmen aus dem Wertguthaben werden durch Rückkäufe der Rückdeckungsversicherung finanziert. Das verpfändete Vermögen wird dabei als Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB qualifiziert und mit den entsprechenden Verpflichtungen verrechnet. Die Anschaffungskosten, der beizulegende Wert sowie der Erfüllungsbetrag zum 31. Dezember 2023 belaufen sich auf EUR 238.074. Die unter Beachtung des Niederstwertprinzips fortgeführten Anschaffungskosten entsprechen dem geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsvertrages.

Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen wurden mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre in Höhe von 1,76 % abgezinst.

Im Übrigen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften Rückstellungen in angemessener Höhe gebildet.

Währungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden mit dem Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtages umgerechnet. Für die Umrechnung noch nicht abgewickelter Termingeschäfte wurde der Terminkurs des Bilanzstichtages zugrunde gelegt.

Bei der Umrechnung von Devisentermingeschäften, die im Zusammenhang mit der Absicherung von zinstragenden Bilanzposten stehen, wurde der Terminkurs in seine beiden Komponenten (Kassakurs und Swapsatz) aufgespalten. Die vereinbarten Swapbeträge wurden zeitanteilig abgegrenzt und aufgrund ihres Zinscharakters als Zinsaufwand beziehungsweise Zinsertrag behandelt.

Die sich aus der Währungsumrechnung ergebenden Aufwendungen wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt.

Soweit die Restlaufzeit der auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenstände oder Verbindlichkeiten bis zu einem Jahr betrug oder die Anforderungen an eine besondere Deckung vorlagen, wurden Erträge aus der Währungsumrechnung in der Gewinn- und Verlustrechnung vereinnahmt.

Als besonders gedeckt wurden gegenläufige Fremdwährungspositionen angesehen, soweit sie sich betragsmäßig und hinsichtlich ihrer Fristigkeit entsprechen.

Die Ergebnisse aus der Währungsumrechnung wurden bei dem GuV-Posten berücksichtigt, bei dem die sonstigen Bewertungsergebnisse des umgerechneten Bilanzpostens oder Geschäfts ausgewiesen werden.

Angaben zur Behandlung von negativen Zinsen

Negative Zinsen auf finanzielle Verbindlichkeiten wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung bei den betreffenden Zinsaufwendungen in Abzug gebracht. Der Umfang negativer Zinsen bei den Zinsaufwendungen wird in Form eines Darunter-Vermerks in der Gewinn- und Verlustrechnung angegeben.

Im Falle von Zinsswaps werden die Zahlungsströme je Swapvertrag verrechnet und der verbleibende Saldo vorzeichengerecht als Zinsertrag bzw. -aufwand ausgewiesen.

Verwendung des Jahresergebnisses

Der Jahresabschluss wurde vor Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.

C. Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- / Herstellungskosten zu Beginn des Zugänge (a) Zuschreibungen (b) Umbuchungen (a) Abgänge (b) Anschaffungs- / Herstellungskosten am Ende des
Geschäftsjahres im Geschäftsjahr Geschäftsjahres
EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Anlagewerte
Entgeltlich erworbene Lizenzen an gewerblichen Schutzrechten (Software) 538.558 106.168 (a) 0 (a) 644.726
0 (b) 0 (b)
Sachanlagen
a) Grundstücke und Gebäude *) 36.817.846 3.935.024 (a) 0 (a) 39.529.291
0 (b) 1.223.580 (b)
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.283.352 890.375 (a) 0 (a) 10.104.836
0 (b) 68.891 (b)
Summe a 46.639.756 4.931.567 (a) 0 (a) 50.278.853
0 (b) 1.292.471 (b)

*) In den Zu- und Abgängen betreffen EUR 858.610 eine Umbuchung innerhalb der Grundstücke und Gebäude (von "im Bau befindlich" in "bebaute eigene Grundstücke").

Änderungen der gesamten Abschreibungen im Zusammenhang mit
Abschreibungen zu Beginn des Geschäftsjahres (gesamt)
EUR
Abschreibungen Geschäftsjahr (a) Zuschreibungen Geschäftsjahr (b)
EUR
Zugängen (a) Zuschreibungen (b)
EUR
Umbuchungen (a) Abgängen (b)
EUR
Abschreibungen am Ende des Geschäftsjahres (gesamt)
EUR
Buchwerte Bilanzstichtag
EUR
Immaterielle Anlagewerte
Entgeltlich erworbene Lizenzen an gewerblichen Schutzrechten (Software) 305.509 94.045 (a) 0 (a) 0 (a) 399.554 245.172
0 (b) 0 (b) 0 (b)
Sachanlagen
a) Grundstücke und Gebäude 22.811.831 535.209 (a) 0 (a) 0 (a) 22.989.768 16.539.522
0 (b) 0 (b) 357.272 (b)
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.846.537 742.977 (a) 0 (a) 0 (a) 7.520.623 2.584.213
0 (b) 0 (b) 68.891 (b)
Summe a 29.963.877 1.372.231 (a) 0 (a) 0 (a) 30.909.945 19.368.907
0 (b) 0 (b) 426.163 (b)
Anschaffungskosten zu Beginn des Geschäftsjahres
EUR
Veränderungen (saldiert)
EUR
Buchwerte am Bilanzstichtag
EUR
Wertpapiere des Anlagevermögens 182.519.267 35.787.391 218.306.658
Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 35.758.975 235.648 35.994.623
Anteile an verbundenen Unternehmen 500.000 0 500.000
Summe b 218.778.242 36.023.039 254.801.281
Summe a und b 265.417.998 274.170.188

D. Erläuterungen zur Bilanz

Forderungen an Kreditinstitute

In den Forderungen an Kreditinstitute (A 3) sind EUR 186.590.653 Forderungen an die genossenschaftliche Zentralbank enthalten.

Forderungen an Kunden

In den Forderungen an Kunden (A 4) sind EUR 55.814.627 Forderungen mit unbestimmter Laufzeit enthalten.

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

Von den in der Bilanz ausgewiesenen Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren (A 5) werden im auf den Bilanzstichtag folgenden Geschäftsjahr EUR 53.939.619 fällig.

Aufgliederung der in den Bilanzposten A 5 bis A 8 enthaltenen Wertpapiere

In folgenden Posten sind enthalten:

börsenfähig davon:
EUR börsennotiert
EUR
nicht börsennotiert
EUR
nicht mit dem Niederstwert bewertete börsenfähige Wertpapiere
EUR
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) 261.997.706 229.102.615 32.895.091 142.702.696
Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften (A 7) 4.090 4.090 0 0

Im Wertpapierjournal sind die nicht nach dem strengen Niederstwertprinzip bewerteten Wertpapiere des Anlagevermögens besonders gekennzeichnet.

Zu den Finanzanlagen gehörende Finanzinstrumente, die über ihrem beizulegenden Zeitwert ausgewiesen werden, bestehen in Form der Wertpapiere des Anlagevermögens mit einem Buchwert von EUR 142.702.696 und einem Zeitwert von EUR 136.249.809.

Außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB sind für marktpreisbezogene Wertveränderungen unterblieben, da Störungen der Zins- und Tilgungsleistungen bei den betreffenden Wertpapieren nach unserer derzeitigen Einschätzung nicht zu erwarten sind. Anzeichen für eine Bonitätsbeeinträchtigung des jeweiligen Emittenten oder andere dauernde Wertminderungen sind nicht erkennbar.

Forderungen an verbundene Unternehmen oder Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

In den Forderungen sowie in den Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere sind folgende Beträge enthalten, die auch Forderungen an verbundene Unternehmen oder Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind:

Forderungen an
verbundene Unternehmen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Forderungen an Kreditinstitute (A 3) 0 0 187.250.537 159.744.444
Forderungen an Kunden (A 4) 34.490.016 32.196.792 2.010.358 0
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) 0 0 36.281.368 39.873.930

Investmentvermögen mit einem Anteil von mehr als 10 Prozent

Im Bilanzposten "Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere" (A 6) sind folgende Anteile an Sondervermögen im Sinn des § 1 Abs. 10 KAGB oder Anlageaktien an Investmentaktiengesellschaften mit veränderlichem Kapital im Sinn der §§ 108 bis 123 KAGB oder vergleichbaren EU- bzw. sonstigen ausländischen Investmentvermögen mit Anteilsquoten von mehr als 10 % enthalten:

Anlageziel Nachhaltige Erzielung von laufenden Erträgen unter Nutzung von Korrelationseffekten zwischen einzelnen Anlagesegmenten Wert der Anteile (Zeitwert)
EUR
Differenz zum Buchwert (Reserve)
EUR
Erfolgte Ausschüttung für das Geschäftsjahr
EUR
1. VBBK Nr. 1 66.029.274 2.775.226 0

Beschränkungen in der täglichen Rückgabemöglichkeit bestehen nicht. Der Gesellschaft bleibt jedoch vorbehalten, die Rücknahme der Anteile auszusetzen, wenn außergewöhnliche Umstände vorliegen, die eine Aussetzung unter Berücksichtigung der Interessen der Anleger erforderlich erscheinen lassen.

Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen

Beteiligungen von nicht untergeordneter Bedeutung bestehen zum 31. Dezember 2023 wie folgt:

Anteil am Gesellschafts- Eigenkapital der Gesellschaft Ergebnis des letzten vorliegenden Jahresabschlusses
Name und Sitz kapital
%
Jahr TEUR Jahr TEUR
a) Levkas GmbH, Backnang 100,00 2022 370 2022 280
b) Murrtal Werte GmbH, Backnang 100,00 2022 2.452 2022 392
c) DZ BANK AG Deutsche Zentralgenossenschaftsbank, Frankfurt am Main 0,00 2022 10.638.000 2022 380.000
d) DZ Beteiligungs-GmbH & Co. KG Baden-Württemberg, Stuttgart 0,18 2023 3.209.879 2023 97.404
e) Zweite DZ Beteiligungs-GmbH & Co. KG Baden-Württemberg, Stuttgart 0,98 2023 2.496.063 2023 62.817

Mit den unter Buchstaben a) und b) genannten Unternehmen besteht ein Konzernverhältnis. Ein Konzernabschluss wurde nicht aufgestellt, weil aufgrund untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage (§ 296 Abs. 2 HGB) auf die Aufstellung verzichtet werden konnte.

Darüber hinaus bestehen weitere Beteiligungen im Sinne des § 271 Abs. 1 HGB, auf deren Angabe jedoch aufgrund der insgesamt untergeordneten Bedeutung verzichtet wurde.

Treuhandvermögen

Im Bilanzposten "Treuhandvermögen" (A 9) sind ausschließlich Kredite ausgewiesen, die im eigenen Namen für fremde Rechnung gehalten werden.

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Im Bilanzposten "Sachanlagen" (A 12) sind Grundstücke und Bauten, die wir im Rahmen eigener Tätigkeit nutzen, in Höhe von EUR 4.942.101 und Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von EUR 2.584.213 enthalten.

Sonstige Vermögensgegenstände

In dem Bilanzposten "Sonstige Vermögensgegenstände" (A 13) sind folgende wesentliche Einzelbeträge enthalten:

31.12.2023
EUR
Zum Verkauf bestimmte im Bau befindliche Immobilien 3.140.786
Provisionsansprüche 2.184.086
Steuererstattungsansprüche 961.023

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten (A 14) sind Unterschiedsbeträge zwischen dem Ausgabebetrag und dem höheren Erfüllungsbetrag von Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 26.488 (Vorjahr EUR 16.594) enthalten.

Soweit bei Kreditgewährungen der Nennbetrag der gewährten Kredite unter dem Auszahlungsbetrag lag, wurde der Unterschiedsbetrag in den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten (A 14) eingestellt. Der Unterschiedsbetrag belief sich am Bilanzstichtag auf EUR 14.195 (Vorjahr EUR 19.106).

Nachrangige Vermögensgegenstände

In den folgenden Posten sind Vermögensgegenstände, für die eine Nachrangklausel besteht, enthalten:

Posten/Unterposten Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
4 Forderung an Kunden 294.733 450.306
5 Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 3.500.000 500.000

Fremdwährungsposten

In den Vermögensgegenständen sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 15.253.220 enthalten.

Restlaufzeitenspiegel für Forderungen

Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen haben folgende Restlaufzeiten:

bis 3 Monate
EUR
mehr als 3 Monate bis ein Jahr
EUR
mehr als ein Jahr bis 5 Jahre
EUR
mehr als 5 Jahre
EUR
Andere Forderungen an Kreditinstitute (A 3b) (ohne Bausparguthaben) 14.198.129 8.393.965 51.000.000 0
Forderungen an Kunden (A 4) 69.101.433 139.485.779 495.142.675 1.005.639.965

Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert.

Restlaufzeitenspiegel für Verbindlichkeiten

Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:

bis 3 Monate
EUR
mehr als 3 Monate bis ein Jahr
EUR
mehr als ein Jahr bis 5 Jahre
EUR
mehr als 5 Jahre
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 1b) 6.997.649 20.879.136 101.093.557 189.744.774
Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten (P 2a ab) 104.484 56.098.040 38.620.984 0
Andere Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 2b bb) 118.124.366 96.519.296 57.702.435 85.309.846

Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) sind EUR 319.288.675 Verbindlichkeiten gegenüber der genossenschaftlichen Zentralbank enthalten.

Treuhandverbindlichkeiten

Im Bilanzposten "Treuhandverbindlichkeiten" (P 4) sind ausschließlich Refinanzierungsmittel für Kredite ausgewiesen, die im eigenen Namen für fremde Rechnung gehalten werden.

Sonstige Verbindlichkeiten

Im Bilanzposten "Sonstige Verbindlichkeiten" (P 5) sind folgende wesentliche Einzelbeträge enthalten:

31.12.2023
EUR
Erhaltene Kaufpreisraten aus dem Verkauf von im Bau befindlichen Immobilien 3.508.402
Zinsabschlagsteuer 778.387
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 606.926

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten (P 6) sind Disagiobeträge, die bei der Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden, im Gesamtbetrag von EUR 2.813 (Vorjahr EUR 3.965) enthalten.

Passive latente Steuern

Latente Steuern sind nicht bilanziert. Bei einer Gesamtdifferenzbetrachtung errechnet sich ein aktiver Überhang von latenten Steuern, der in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt wurde. Den passiven Steuerlatenzen insbesondere aus dem Aktivposten 12 "Sachanlagen" und dem Passivposten 7 "Rückstellungen" stehen höhere aktive Steuerlatenzen insbesondere aus den Aktivposten 4 "Forderungen an Kunden" und 6 "Aktien und andere festverzinsliche Wertpapiere" gegenüber.

Nachrangige Verbindlichkeiten

Im Geschäftsjahr fielen Aufwendungen für nachrangige Verbindlichkeiten (P 9) in Höhe von EUR 266.500 an.

Mittelaufnahmen, die 10 % des Gesamtbetrages der nachrangigen Verbindlichkeiten übersteigen, erfolgen zu folgenden Bedingungen:

Betrag Währung Zinssatz
in %
Fälligkeit
10.000.000 EUR 2,665 Juli 2031

Eine vorzeitige Rückzahlungsverpflichtung ist ausgeschlossen. Die Verbindlichkeiten sind im Falle des Insolvenzverfahrens oder der Liquidation der Bank erst nach Befriedigung aller nicht nachrangigen Gläubiger zurückzuzahlen. Eine Umwandlung in andere Eigenkapitalformen ist nicht möglich.

Die mit den Gläubigern der nachrangigen Verbindlichkeiten getroffenen Nachrangabreden erfüllen die Voraussetzungen für die Anerkennung als Eigenmittel gemäß Art. 63 CRR.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen oder Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

In den nachstehenden Verbindlichkeiten sind folgende Beträge enthalten, die auch Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen oder Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind:

Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) 0 0 319.288.675 308.166.427
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (P 2) 727.737 887.006 277 150
verbriefte Verbindlichkeiten (P 3) 0 0 12.186.692 6.071.821

Eigenkapital

Die unter dem Passivposten "Gezeichnetes Kapital" (P 12a) ausgewiesenen Geschäftsguthaben gliedern sich wie folgt:

EUR
Geschäftsguthaben
a) der verbleibenden Mitglieder 35.984.350
b) der ausscheidenden Mitglieder 834.850
c) aus gekündigten Geschäftsanteilen 145.750
Rückständige fällige Pflichteinzahlungen auf Geschäftsanteile EUR 50

Die Ergebnisrücklagen (P 12c) haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

Gesetzliche Rücklage
EUR
andere Ergebnisrücklagen
EUR
Stand 01.01.2023 48.949.000 50.780.000
Einstellungen
- aus Bilanzgewinn des Vorjahres 2.000.000 2.000.000
Stand 31.12.2023 50.949.000 52.780.000

Eventualverbindlichkeiten und andere Verpflichtungen

Die in den Posten 1b) und 2c) unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Verpflichtungen unterliegen den für alle Kreditverhältnisse geltenden Risikoidentifizierungs- und -steuerungsverfahren, die eine rechtzeitige Erkennung der Risiken gewährleisten.

Akute und latente Risiken einer Inanspruchnahme aus den unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Haftungsverhältnissen sind durch Rückstellungen gedeckt. Die in den Posten 1b) und 2c) der unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Verpflichtungen betreffen ausschließlich breit gestreute Bürgschafts- und Gewährleistungsverträge für Kunden bzw. offene Kreditzusagen gegenüber Kunden. Die Risiken wurden im Zuge einer Einzelbewertung der Bonität dieser Kunden beurteilt.

Die unter Posten 1b) unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Beträge zeigen nicht die zukünftig aus diesen Verträgen zu erwartenden tatsächlichen Zahlungsströme, da die überwiegende Anzahl der Eventualverbindlichkeiten nach unserer Einschätzung ohne Inanspruchnahme auslaufen werden.

Durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesicherte Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten

Von den Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten sind durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesichert:

Passivposten Gesamtbetrag der als Sicherheit übertragenen Vermögenswerte
in EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) 240.648.561

Fremdwährungsposten

In den Schulden sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 13.834.044 enthalten.

Termingeschäfte und derivative Finanzinstrumente

Zum Bilanzstichtag bestanden

- noch nicht abgewickelte Devisentermingeschäfte des Nichthandelsbestandes

- noch nicht abgewickelte Zinsswaps des Nichthandelsbestandes

Die zinsbezogenen Geschäfte wie Zinsswaps und Zinsswaption dienen ausschließlich der Absicherung gegen Zinsänderungsrisiken. Die Zinsderivate wurden ausschließlich als Sicherungsinstrumente im Rahmen der Steuerung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos im Bankbuch (Aktiv/Passiv-Steuerung) abgeschlossen.

Die währungsbezogenen Geschäfte entfallen in Höhe von TEUR 2.740 auf Geschäfte zur Sicherung von Wechselkursschwankungen und in Höhe von TEUR 1.425 auf Handelsgeschäfte im Kundeninteresse.

In der nachfolgenden Tabelle sind die nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Derivatgeschäfte des Nichthandelsbestands (einschließlich der in Bewertungseinheiten einbezogenen Derivate), die am Bilanzstichtag noch nicht abgewickelt waren, zusammengefasst. (§ 36 RechKredV bzw. § 285 Nr. 19 HGB). Neben der Gliederung nach Produktgruppen wird die Fälligkeitsstruktur auf Basis der Nominalbeträge dargestellt.

(Angaben in TEUR):

Nominalbetrag Restlaufzeit beizulegender Zeitwert
<= 1 Jahr 1-5 Jahre >5 Jahre Summe negativ positiv
Zinsbezogene Geschäfte
OTC-Produkte
- Zins-Swap (gleiche Währung) 0 0 78.000 78.000 0 7.611
- Zinsoptionen - Käufe 0 0 5.420 5.420 0 477
Währungsbezogene Geschäfte
OTC-Produkte
- Devisentermingeschäfte 4.523 1.062 0 5.585 65 0

Die für erworbene Optionsrechte des Nichthandelsbestands gezahlten Prämien (Buchwert EUR 185.083) wurden unter den sonstigen Vermögensgegenständen (A 13) ausgewiesen.

Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts erfolgte bei Zinsswap-Vereinbarungen durch Diskontierung der zukünftigen erwarteten Zahlungsströme auf den Abschlussstichtag.

Für die Bewertung von Optionen des Nichthandelsbestands wurden Optionspreismodelle (Black-Scholes) eingesetzt.

Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der Devisentermingeschäfte erfolgt mit dem Devisenterminkurs zum Bilanzstichtag.

E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Provisionserträge

Die Provisionserträge aus für Dritte erbrachte Dienstleistungen für Verwaltung und Vermittlung, insbesondere für die Vermittlung von Immobilien, Wertpapieren, Bausparverträgen, Versicherungen, Krediten und von Leasingverträgen nehmen in der Ertragsrechnung einen festen Bestandteil ein.

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen (GuV 8) sind folgende nicht unwesentliche Einzelbeträge enthalten:

Art EUR
Miet- und Pachterträge 900.508
Erträge aus dem Verkauf von Sachanlagen 443.596

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen mit EUR 27.057 (Vorjahr EUR 40.725) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen.

Periodenfremde Erträge bzw. Aufwendungen

In den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 243.482 und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 68.713 enthalten. Hiervon entfallen auf die Auflösung von Rückstellungen EUR 206.245 und auf Steuernachzahlungen EUR 67.534.

F. Sonstige Angaben

Vorstand und Aufsichtsrat

An die Mitglieder des Vorstands wurden Gesamtbezüge gewährt in Höhe von EUR 1.043.812. Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen EUR 123.000.

Die früheren Mitglieder des Vorstands bzw. deren Hinterbliebenen erhielten EUR 296.787.

Für frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebenen bestehen zum 31. Dezember 2023 Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR 648.605.

Die Forderungen an und Verpflichtungen aus eingegangenen Haftungsverhältnissen betrugen für Mitglieder des Vorstands EUR 1.471.970 und für Mitglieder des Aufsichtsrats EUR 4.393.498.

Ausschüttungsgesperrte Beträge

Der aus der Bewertung von Altersversorgungsverpflichtungen nach § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag beträgt EUR 6.178, diesem stehen ausreichend frei verfügbare Rücklagen gegenüber.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen in Form von Garantieverpflichtungen gegenüber der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (Garantieverbund) in Höhe von EUR 6.354.892.

Ferner besteht eine Beitragsgarantie gegenüber dem institutsbezogenen Sicherungssystem der BVR Institutssicherung GmbH. Diese betrifft Jahresbeiträge zum Erreichen der Zielausstattung bzw. Zahlungsverpflichtungen, Sonderbeiträge und Sonderzahlungen, falls die verfügbaren Finanzmittel nicht ausreichen, um die Einleger eines dem institutsbezogenen Sicherungssystem angehörigen CRR-Kreditinstituts im Entschädigungsfall zu entschädigen, sowie Auffüllungspflichten nach Deckungsmaßnahmen.

Personalstatistik

Die Zahl der 2023 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:

Vollzeitbeschäftigte Teilzeitbeschäftigte
Prokuristen 5 0
Sonstige kaufmännische Mitarbeiter 148 92
Gewerbliche Mitarbeiter 0 5
153 97

Außerdem wurden durchschnittlich 20 Auszubildende beschäftigt.

Mitgliederbewegung im Geschäftsjahr

Anzahl der Mitglieder Anzahl der Geschäftsanteile Haftsummen
EUR
Anfang 2023 45.285 677.914 0
Zugang 2023 862 63.187 0
Abgang 2023 1.233 21.413 0
Ende 2023 44.914 719.688 0
Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder haben sich im Geschäftsjahr vermehrt um EUR 2.088.650
Höhe des Geschäftsanteils EUR 50

Besondere Offenlegungspflichten

Gemäß Teil 8 der CRR (Art. 435 bis 455) offenzulegende Inhalte sind zum Teil im Lagebericht enthalten. Wir beabsichtigen, die weiteren Angaben in einem separaten Offenlegungsbericht zu machen und auf unserer Homepage zu veröffentlichen.

Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes

Der Name und die Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes lauten:

Baden-Württembergischer Genossenschaftsverband e. V.

Am Rüppurrer Schloss 40

76199 Karlsruhe

Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Mitglieder des Vorstands, ausgeübter Beruf

Beerkircher, Jürgen (bis 31.12.2023), Geschäftsleiter, Markt

Vorsitzender bis 31.12.2023

Schwab, Jürgen, Geschäftsleiter, Markt

Vorsitzender seit 01.01.2024

Matt, Dr. Wolfgang, Geschäftsleiter, Marktunterstützung

Starcevic, Miroslav (seit 01.10.2023), Geschäftsleiter, Markt

Mitglieder des Aufsichtsrats, ausgeübter Beruf

Barreuther, Rolf (bis 02.05.2023), Geschäftsführer, Geba Gesellschaft für Betriebsberatung mbH

Vorsitzender bis 02.05.2024

Söhnle, Nils (seit 02.05.2023), Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Unternehmensberater

Vorsitzender seit 09.05.2023

Benzinger-Kugler, Sylvia, Dipl.-Betriebswirtin (FH)

stellvertretende Vorsitzende seit 09.05.2023

Brucker, Carmen, selbstständiger Business Coach

Ferrari, Petra, Geschäftsführerin, Galileo Bildungshaus gGmbH

Gruber, Rainer, Geschäftsführer, Spedition Gruber GmbH & Co. KG

Hütter, Dorothea (bis 02.05.2023), Unternehmerin

Kühnle, Fritz Ulrich, Geschäftsführer, Kühnle GmbH

Kümmerlen, Sandra (seit 02.05.2023), Steuerberaterin, Kümmerlen + Partner

Link, Wolfgang (bis 02.05.2023), selbstständiger Rechtsanwalt

Räuchle, Maximilian, Geschäftsführer, Gebrüder Räuchle GmbH & Co. KG

Sczuka, Reinhold, Bürgermeister, Gemeinde Althütte

Tadday, Stephanie (seit 02.05.2023), Unternehmerin, Bäckerei Konditorei Nestel

Wiedmann, Rainer, Geschäftsführer, Wiedmann GmbH

stellvertretender Vorsitzender bis 09.05.2023

Vorschlag für die Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat vor, den Jahresüberschuss von EUR 5.412.452,61 - unter Einbeziehung eines Gewinnvortrages von EUR 3.525,38 (Bilanzgewinn von EUR 5.415.977,99) - wie folgt zu verwenden:

EUR
Ausschüttung einer Dividende von 4,00 % 1.410.415,09
Zuweisung zu den Ergebnisrücklagen
a) Gesetzliche Rücklage 2.000.000,00
b) Andere Ergebnisrücklagen 2.000.000,00
Vortrag auf neue Rechnung 5.562,90
5.415.977,99

 

Backnang, 21. März 2024

Volksbank Backnang eG

Der Vorstand

Schwab

Dr. Matt

Starcevic

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Volksbank Backnang eG, Backnang

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Volksbank Backnang eG, Backnang (im Folgenden "Genossenschaft") - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Genossenschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Genossenschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Genossenschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO i. V. m. §§ 55 Abs. 2, 38 Abs. 1a GenG, dass alle bei uns beschäftigten Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Nachfolgend stellen wir den aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:

a) Sachverhalt und Problemstellung

Die Forderungen an Kunden, saldiert mit den gebildeten Risikovorsorgen, belaufen sich auf 1.765,4 Mio. EUR. Dies entspricht 72,7 % der Bilanzsumme. Zudem bestehen Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 46,2 Mio. EUR und unwiderrufliche Kreditzusagen in Höhe von 105,7 Mio. EUR. Innerhalb des Postens nehmen die gewerblichen Kredite eine bedeutende Rolle ein.

Die Identifizierung und die Ermittlung von Einzelwertberichtigungen sowie die Bemessung von Rückstellungen für Eventualverbindlichkeiten und andere Verpflichtungen unterliegen wesentlichen Schätzungsunsicherheiten und Ermessensspielräumen. Das Risiko für den Jahresabschluss liegt darin, dass Wertberichtigungsbedarf nicht rechtzeitig identifiziert wird bzw. die Höhe der Wertberichtigung von der wirtschaftlichen Lage und Entwicklung der jeweiligen Kreditnehmer sowie von der Bewertung der Kreditsicherheiten beeinflusst wird. Daher ist die zutreffende Einzelbewertung der Kundenforderungen, insbesondere im gewerblichen Kreditgeschäft, für den Jahresabschluss und insbesondere die Ertragslage von entscheidender Bedeutung und stellt nach unserer Einschätzung einen besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar.

b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

Wir haben zunächst beurteilt, ob die für die Bewertung der Kundenforderungen relevanten Prozesse der Genossenschaft derart ausgestaltet sind, dass akute Risiken mit hinreichender Sicherheit rechtzeitig erkannt werden und gegebenenfalls eine Risikovorsorge in ausreichendem Umfang gebildet wird. Unsere Prüfungshandlungen umfassten die für die Bewertung der Kundenforderungen relevanten Bereiche und Prozesse.

In der Folge haben wir uns von der Funktionsfähigkeit der Regelungen bzw. Prozesse durch Prüfung in Stichproben überzeugt. Hierbei haben wir insbesondere auf die eingerichteten relevanten Kontrollen der Bank abgestellt.

Auf Basis der Erkenntnisse der Aufbau-, Prozess- und Funktionsprüfungen haben wir umfangreiche analytische Prüfungshandlungen durchgeführt, um Kreditengagements zu identifizieren, bei denen es Anhaltspunkte für ein akutes Ausfallrisiko gibt. Dabei wurde der Datenbestand der Bank im Hinblick auf vordefinierte Prüfkriterien ausgewertet. In diesem Zuge wurden neben den Ratingeinstufungen insbesondere die Gesamtzusage, die Höhe der ungesicherten Kreditteile bzw. der Credit Value-at-Risk sowie Bauträgerfinanzierungen berücksichtigt.

Aufbauend auf den vorstehend genannten verschiedenen Prüfungshandlungen haben wir bewusst ausgewählte Kreditengagements hinsichtlich der Notwendigkeit und - soweit erforderlich - der Angemessenheit einer Risikovorsorge einer Einzelfallprüfung unterzogen

c) Verweis auf weitergehende Informationen

Weitere Angaben der Bank zur Bilanzierung und Bewertung von Forderungen im Kreditgeschäft sind im Anhang im Abschnitt Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden enthalten.

Im Lagebericht sind Ausführungen zu den Kreditstrukturen sowie den Verfahren der Risikofrüherkennung enthalten.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter und der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich.

Die sonstigen Informationen umfassen:

- die übrigen Teile des Geschäftsberichts - ohne weitere Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses und Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Diese werden uns voraussichtlich nach dem Datum dieses Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellt.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

- wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

- anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter der Genossenschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Genossenschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Genossenschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Genossenschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit dem Aufsichtsrat unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber dem Aufsichtsrat eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihm alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit dem Aufsichtsrat erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir sind als zuständiger Prüfungsverband gesetzlicher Abschlussprüfer der Genossenschaft.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit unserer Berichterstattung an den Aufsichtsrat nach Artikel 11 EU-APrVO i. V. m. § 58 Abs. 3 GenG (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Bei uns beschäftigte Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, haben folgende Leistungen, die nicht im Jahresabschluss oder im Lagebericht der geprüften Genossenschaft angegeben wurden, zusätzlich zur Abschlussprüfung für die geprüfte Genossenschaft bzw. für die von dieser beherrschten Unternehmen erbracht:

- Sonstige separate Bestätigungsleistungen gegenüber der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht.

- Sonstige separate Bestätigungsleistungen im genossenschaftlichen Finanzverbund

- Prüfung des Depot- und Wertpapierdienstleistungsgeschäftes nach § 89 Abs. 1 Satz 1 und 2 WpHG

- Einreichung rechnungslegungsbezogener Informationen beim Betreiber des Unternehmensregisters

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Michael Heinle.

 

Stuttgart, 22. April 2024

Baden-Württembergischer Genossenschaftsverband e. V.

Michael Heinle, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates

2023 war ein Jahr, in dem wir Transformationsprozesse erlebt haben. Das zeigte sich zum Beispiel am veränderten Zinsumfeld, an der zunehmenden Digitalisierung vieler Lebens- und Arbeitsbereiche sowie an der Wende hin zu mehr erneuerbaren Energien. Um Veränderungen positiv anpacken zu können, braucht es Partner, denen man vertrauen kann.

Sicherheit zu vermitteln, ist ein wichtiges Ziel der Volksbank Backnang. Dabei liegt ihre Stärke in der konsequenten Ausrichtung auf die Region. Mit ihrem genossenschaftlichen Geschäftsmodell, der umfassenden Beratung in Finanzfragen und dem Mut, neue Chancen zu nutzen, sehen wir die Volksbank Backnang gut für die Zukunft aufgestellt.

Blicken wir nun im Einzelnen auf die Tätigkeit des Aufsichtsrats: Im Berichtszeitraum fanden eine konstituierende und acht ordentliche Aufsichtsratssitzungen sowie eine Strategiesitzung statt. Darüber hinaus tagte der Aufsichtsrat in drei Sitzungen des Prüfungsausschusses, einer Sitzung des Kreditausschusses und einer Sondersitzung. Über die durch den Aufsichtsrat zustimmungspflichtigen Kreditengagements wurde in den Aufsichtsratssitzungen sowie erforderlichenfalls im Umlaufverfahren beraten und entschieden. In der konstituierenden Sitzung am 9. Mai 2023 mit den neu gewählten Aufsichtsratsmitgliedern Sandra Kümmerlen, Nils Söhnle und Stephanie Tadday wurden Nils Söhnle als neuer Vorsitzender des Aufsichtsrats und Sylvia Benzinger-Kugler als stellvertretende Vorsitzende gewählt. Der Aufsichtsrat hat seine ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben erfüllt. Er nahm seine Überwachungsfunktion wahr und traf die in seinen Zuständigkeitsbereich fallenden Beschlüsse. Dies beinhaltete auch die Befassung mit der Prüfung nach § 53 des Genossenschaftsgesetzes.

Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers überwacht. Es wurde gewährleistet, dass beratende Tätigkeiten von prüfenden Tätigkeiten unterschieden werden und keine Beeinflussung der Prüfungstätigkeit besteht. Insbesondere beinhaltete die Überprüfung, dass keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen von Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, erbracht wurden. Bei zulässigen Nichtprüfungsleistungen lagen die erforderlichen Genehmigungen vor.

Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand in regelmäßigen Sitzungen zeitnah und umfassend über die Geschäftsentwicklung, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage insbesondere über die Rentabilität, die Risikolage sowie die Einhaltung der bankaufsichtlichen Anforderungen informiert. Zu allen Aspekten fand stets ein konstruktiver Dialog statt. Ferner hat sich der Aufsichtsrat mit der Geschäftsstrategie und der Risikostrategie, der strategischen Unternehmensplanung und der operativen Planung für das Berichtsjahr intensiv auseinandergesetzt. Weiter hat sich der Aufsichtsrat über besondere Vorgänge und Projekte von wesentlicher Bedeutung detailliert unterrichten lassen, diese mit dem Vorstand erörtert und Beschlüsse gefasst. Die Mitglieder des Aufsichtsrats - insbesondere der Vorsitzende und dessen Stellvertreterin - standen dem Vorstand auch außerhalb von Sitzungen zu Informations- und Beratungsgesprächen zur Verfügung.

Der vorliegende Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 mit Lagebericht wurde vom Baden-Württembergischen Genossenschaftsverband e. V. geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Über das Prüfungsergebnis wird in der Vertreterversammlung am 7. Mai 2024 berichtet, nachdem das Prüfungsergebnis bereits im Vorfeld dem Aufsichtsrat bekannt gegeben und ausführlich diskutiert worden ist.

Den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses - unter Einbeziehung des Gewinnvortrags - hat der Aufsichtsrat geprüft und für in Ordnung befunden. Der Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses - unter Einbeziehung des Gewinnvortrags - entspricht den Vorschriften von Gesetz und Satzung.

Der Aufsichtsrat empfiehlt der Vertreterversammlung, den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 festzustellen und die vorgeschlagene Verwendung des Jahresüberschusses zu beschließen.

Beim Rückblick auf das Jahr 2023 möchten wir außerdem dem langjährigen Aufsichtsratsvorsitzenden Rolf Barreuther und den weiteren ausgeschiedenen Aufsichtsratsmitgliedern Dorothea Hütter und Wolfgang Link einen besonderen Dank für ihr langjähriges Engagement sowie ihre eingebrachte Expertise im Aufsichtsrat aussprechen.

Am 22. März 2023 wurde Miroslav Starcevic vom Aufsichtsrat mit Wirkung ab dem 1. Oktober 2023 als weiteres Vorstandsmitglied bestellt. Herr Starcevic begann seine Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Volksbank Backnang im Jahr 1992 und war zuletzt als Leiter des Bereichs Vermögenskunden und Freie Berufe sowie seit 2019 als Generalbevollmächtigter tätig. Der Aufsichtsrat wünscht ihm bei der Ausübung seiner Vorstandstätigkeit viel Erfolg.

Jürgen Beerkircher verabschiedete sich am Jahresende nach 13 Jahren bei der Volksbank Backnang, davon fünf als Vorstandsvorsitzender, in den Ruhestand und übergab den Staffelstab an seinen Nachfolger Jürgen Schwab. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Beerkircher für seine sehr erfolgreiche Tätigkeit bei der Volksbank Backnang und für die konstruktive Zusammenarbeit und wünscht ihm für die Zukunft persönlich alles Gute. Herrn Schwab wünschen wir bei der Ausübung seiner Tätigkeit als Vorstandsvorsitzender weiterhin viel Erfolg.

Der Vorstand setzt sich demnach seit dem 1. Januar 2024 aus Jürgen Schwab (Vorstandsvorsitzender), Dr. Wolfgang Matt und Miroslav Starcevic zusammen.

Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Volksbank Backnang, die sich mit Engagement für Mitglieder, Kundinnen und Kunden einsetzen, großen Dank für das im Jahr 2023 Geleistete und Erreichte aus.

Zudem danken wir unseren Vertreterinnen und Vertretern für ihre Teilnahme an der Wahl zur Vertreterversammlung sowie den Mitgliedern des Beirats für ihr Interesse, für ihre eingebrachten Ideen und ihre Zeit. Den Mitgliedern, Kunden und Geschäftspartnern danken wir für ihr Vertrauen und ihre Treue zur Volksbank Backnang.

 

Backnang, im April 2024

Der Aufsichtsrat

Nils Söhnle, Vorsitzender

Anlage zum Jahresabschluss gemäß § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG zum 31. Dezember 2023 ("Länderspezifische Berichterstattung")

Die Volksbank Backnang eG hat keine Niederlassungen im Ausland. Sämtliche nachfolgende Angaben entstammen dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und beziehen sich ausschließlich auf ihre Geschäftstätigkeit als regional tätige Kreditgenossenschaft in der Bundesrepublik Deutschland. Die Tätigkeit der Volksbank Backnang eG besteht darin, Einlagen oder andere rückzahlbare Gelder von Privat- und Firmenkunden entgegenzunehmen und Kredite für eigene Rechnung zu gewähren.

Die Volksbank Backnang eG definiert den Umsatz aus der Summe folgender Komponenten der Gewinn- und Verlustrechnung nach HGB: Zinserträge, Zinsaufwendungen, laufende Erträge aus Aktien etc., Erträge aus Gewinngemeinschaften etc., Provisionserträge, Provisionsaufwendungen, Nettoertrag/-aufwand des Handelsbestands und sonstige betriebliche Erträge. Der Umsatz beträgt für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2023 TEUR 57.754.

Die Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger in Vollzeitäquivalenten beträgt 202,7.

Der Gewinn vor Steuern beträgt TEUR 19.675.

Die Steuern auf Gewinn betragen TEUR 9.177 und betreffen in Höhe von TEUR 7.209 das laufende Geschäftsjahr sowie in Höhe von TEUR 29 Vorjahre.

Die Volksbank Backnang eG hat im Geschäftsjahr keine öffentlichen Beihilfen erhalten.

Feststellung des Jahresabschlusses und Beschlussfassung über die Ergebnisverwendung

Die Vertreterversammlung vom 07.05.2024 hat den Jahresabschluss zum 31.12.2023 festgestellt und die Verwendung des Jahresüberschusses in Höhe von EUR 5.412.452,61 - unter Einbeziehung eines Gewinnvortrages in Höhe von EUR 3.525,38 - wie vom Vorstand vorgeschlagen beschlossen.

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