Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
VVR Wall GmbHLiquidiert
10117 Berlin, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Andreas Scholz seit 17.4.2008 | Geschäftsführer |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
VVR Wall GmbHBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014Bilanz zum 31. Dezember 2014Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014
Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2014(erweiterte Bruttodarstellung)
Anhang für das Geschäftsjahr 2014Allgemeine AusführungenDie VVR Wall GmbH ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach deutschem Recht und hat ihren Sitz in Berlin, Bundesrepublik Deutschland. Die Gesellschaft ist im Amtsgericht Charlottenburg unter der Nummer HRB 94624 B erfasst. Gegenstand der VVR Wall GmbH ist der Betrieb und die Vermarktung von Medien und Anlagen der Außenwerbung insbesondere im öffentlichen Straßenland, in Anlagen des öffentlichen Nahverkehrs, auf und in den Verkehrsmitteln. Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des JahresabschlussesGrundlagen der Rechnungslegung Die Gesellschaft erfüllt die Voraussetzungen einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Der Jahresabschluss wurde unter Berücksichtigung der Vorschriften des Handelsgesetzbuchs und der relevanten Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz erfolgte nach den Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften gemäß § 266 Abs. 2 und Abs. 3 HGB. Abweichend hiervon wurden im Anlagevermögen wegen der besseren Aussagefähigkeit die "Werbeanlagen" unter dem eigenen Bilanzposten "Stadtmöblierung" ausgewiesen. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Gemäß § 265 Abs. 5 HGB wurde der Posten Materialaufwand weiter untergliedert und um den Posten "Aufwendungen für Stadtmöblierung" erweitert. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Vermögens- und Schuldposten sind unter Beachtung der Vorschriften des HGB für Kapitalgesellschaften und der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung bewertet. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um die planmäßigen Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen wurden nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer für immaterielle Vermögensgegenstände und für Sachanlagen linear gerechnet. Für den Geschäfts- oder Firmenwert wurde von einer Nutzungsdauer von 13 Jahren ausgegangen, die auf der durchschnittlichen Laufzeit der übernommenen Verträge basiert. Die Anschaffungskosten umfassen auch die einzeln zuordenbaren Anschaffungsnebenkosten und nachträgliche Anschaffungskosten. Anschaffungspreisminderungen wurden abgesetzt. Abgänge wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um aufgelaufene Abschreibungen zum Zeitpunkt des Anlagenabgangs gebucht. Die Abgänge von Stadtmöblierung betreffen ausschließlich Abbauten von Einzelstandorten i. d. R. auf Grund von Tiefbaumaßnahmen. Abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- bzw. Herstellkosten bis zu EUR 150 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und gleichzeitig als Abgang behandelt. Für Anlagegüter mit einem Wert über EUR 150 und bis EUR 1.000 wird ein Sammelposten gebildet. Der Sammelposten wird über einen Zeitraum von 5 Jahren linear aufgelöst. Die Entwicklung des Anlagevermögens ist als Anlage zum Anhang dargestellt. Vorräte wurden zu Anschaffungskosten nach der Durchschnittskostenmethode bewertet. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer sowie geminderter Verwendbarkeit ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und gegen verbundene Unternehmen wurden zu Nennwerten angesetzt. Bestehende Einzelrisiken wurden durch Bildung von Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Zur Deckung des allgemeinen Ausfallrisikos wurde eine Pauschalabwertung von 1 % der um die einzelwertberichtigten Forderungen und die Umsatzsteuer gekürzten Debitoren vorgenommen. Der Ansatz der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgte grundsätzlich zu Nennwerten. Flüssige Mittel sind zu Nennwerten bilanziert. Bei den Rückstellungen ist den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen. Sie sind zum nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, soweit ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Sofern Rückstellungen eine Restlaufzeit von über einem Jahr aufweisen, werden sie entsprechend § 253 Abs. 2 HGB abgezinst. Die Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen werden im Falle einer Vertragsverlängerung beibehalten und es wird lediglich der noch zur Erfüllung notwendige Betrag während der neuen Vertragsrestlaufzeit aufgebaut. Sämtliche Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf Grund der gewerbe- und körperschaftsteuerlichen Organschaft mit der Wall AG werden etwaige aktive oder passive latente Steuern auf der Ebene des Organträgers ausgewiesen. Erläuterungen zur Bilanz1 Anlagevermögen Es wird auf den Anlagenspiegel (§ 268 Abs. 2 Satz 1 HGB) in der Anlage zum Anhang hingewiesen. 2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen setzen sich aus den in der nachfolgenden Tabelle dargestellten Positionen zusammen und betreffen Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 68.446 (i. Vj. TEUR 60.929).
3 Sonstige Rückstellungen Im Gesamtbetrag der sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 3.132 (i. Vj. TEUR 2.939) sind enthalten:
4 Verbindlichkeiten
5 Passive Rechnungsabgrenzungsposten Der passive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 87 resultiert wie im Vorjahr (TEUR 212) aus Umsatzabgrenzungen, deren Gegenleistung erst nach dem Abschlussstichtag erbracht wird. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung6 Umsatzerlöse Der Gesamtumsatz in Höhe von TEUR 37.550 ist wie im Vorjahr (TEUR 34.022) nur im Inland (Berlin) erwirtschaftet worden. 7 Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge in der nachfolgend dargestellten Höhe:
8 Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in der nachfolgend dargestellten Höhe:
9 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Hierin enthalten sind Zinserträge aus verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 79 (i. Vj. TEUR 59). 10 Zinsen und ähnliche Aufwendungen Hierin enthalten sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 67 (i. Vj. TEUR 55). 11 Auf Grund eines Gewinnabführungsvertrags übernommener Jahresfehlbetrag Am 3. Dezember 2008 hat die Gesellschaft mit Wirkung ab dem 1. Januar 2008 mit dem Alleingesellschafter einen Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen. Im Zuge dieses Vertrags wurde der komplette Jahresfehlbetrag vom Alleingesellschafter übernommen. Sonstige AngabenSonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen im Wesentlichen aus Mindestpachten mit einer mittelfristigen Laufzeit sowie aus vertraglich festgelegten Mindestzahlungen im Rahmen von konzerninternen Dienstleistungsverträgen und belaufen sich insgesamt auf TEUR 22.545, wovon TEUR 7.038 auf verbundene Unternehmen entfallen. Anzahl der Arbeitnehmer Im Jahresdurchschnitt wurden 4 Mitarbeiter beschäftigt. Die Aufgliederung nach Arbeitnehmergruppen zeigt die folgende Übersicht.
Mitglieder und Bezüge der Geschäftsführung
Auf die Nennung der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird unter Berufung auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Konzernzugehörigkeit Der Jahresabschluss der VVR Wall GmbH wird über ihre Gesellschafterin, der Wall AG, Berlin, in den IFRS-Konzernabschluss der JCDecaux S.A., Paris/Frankreich, zum 31. Dezember 2014 einbezogen. Der nach IFRS aufgestellte Konzernabschluss der JCDecaux S.A., Paris/Frankreich ist auf der Internetseite des Unternehmens verfügbar und wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.
Berlin, den 6. März 2015 Andreas Scholz Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014Grundlagen des KonzernsGeschäftsmodell Die VVR Wall GmbH ist mit Plakatwerbung auf Litfaßsäulen, Großflächen, City-Light-Postern (CLP) und Wartehallen sowie Werbung auf Bussen, U-Bahnen und Straßenbahnen in Berlin tätig. Die VVR Wall GmbH ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Wall AG mit Sitz in Berlin. Seit Ende 2009 ist die Wall AG Teil des JCDecaux Konzerns mit Sitz in Paris. Da das Geschäftsmodell der VVR Wall GmbH vollumfänglich dem Geschäftsmodell der Wall AG entspricht, erfolgte mit Beteiligungserwerb die Integration der Geschäftsaktivitäten der Gesellschaft in die der Wall AG. Vertrieb und Betrieb der Werbeflächen/-träger wurde durch Abschluss konzerninterner Vermarktungs- und Dienstleistungsverträge auf die Wall AG sowie auf die Die Draußenwerber GmbH, eine 100%ige Tochtergesellschaft der Wall AG, übertragen. Die Vermarktungsverträge regeln, dass diese Gesellschaften im eigenen Namen und auf Rechnung der VVR Wall GmbH die Vermarktung des Werbeflächenbestands der VVR Wall GmbH übernehmen und auch die Kundenforderungen eintreiben. Infolgedessen bestehen die Forderungen der VVR Wall GmbH aus den Umsätzen mit Werbeflächen gegen die vermarktenden Gesellschaften und nicht gegenüber Dritten. Die VVR Wall GmbH weist diese Umsätze als Außenumsätze aus. In den mit der Wall AG und der Die Draußenwerber GmbH abgeschlossenen Betriebsverträgen sind die Leistungen der Plakatierung, Reinigung und Wartung der Wartehallen und Werbeträger beauftragt. In einem weiteren Dienstleistungsvertrag wurde mit der Wall AG die Erbringung von Verwaltungs-Dienstleistungen geregelt. Hierzu zählen insbesondere das Rechnungs- und das Personalwesen. Weiterhin werden konzernintern Management- und Unterstützungsleistungen durch die Konzernmuttergesellschaft JCDecaux SA in Frankreich und die Wall AG an VVR Wall GmbH erbracht. Ziele und Strategien Unser übergeordnetes Ziel ist es unverändert, in Deutschland den Anteil der Außenwerbung am nationalen Gesamtwerbeaufkommen zu steigern. Laut Nielsen Media Research ist Out-of-Home in 2014 auf Bruttoebene mit +5,3% stärker gewachsen als der Gesamtmarkt (+4,1%) und hat damit den Marktanteil auf 5,5% verbessert, ein Beleg dafür, dass Außenwerbung von der eigenen fortlaufenden Qualitätsstrategie, der zunehmenden Fragmentierung anderer Mediengattungen wie auch der übergeordneten Trends weiterer Urbanisierung und zunehmender Mobilität profitiert. Durch die konsequente Verbesserung und Weiterentwicklung unseres Werbeflächenangebots mit Fokussierung auf Top-Innenstadtlagen im öffentlichen Raum, Digitalisierung von Werbeanlagen sowie Flexibilisierung unserer Buchungsangebote bis hin zur Einzelstellenselektion hinterleuchteter und digitaler Werbeflächen setzen wir Maßstäbe am Markt und schaffen die Voraussetzungen für die Erhöhung unseres Marktanteils. Hiervon profitiert auch die VVR Wall GmbH. Für die kontinuierliche Produktinnovation und Produktverbesserung kann die VVR Wall GmbH auf die F&E Abteilung der Wall AG zurückgreifen und betreibt deshalb keine eigene Forschung und Entwicklung. So hat die Gesellschaft 2014 in den Aufbau digitaler Werbevitrinen investiert, die von der Wall AG entwickelt und produziert wurden. Steuerungssystem Die Konzernzugehörigkeit der VVR Wall GmbH zur JCDecaux S.A. hat Einfluss auf das Steuerungssystem der VVR Wall GmbH. Der Konzern steuert die Geschäftsaktivitäten anhand IFRS basierter Kennziffern. Für das nationale Steuerungssystem der VVR Wall GmbH werden die HGB-basierten Kennziffern Nettowerbeerlöse, EBITDA (Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern) sowie Investitionsvolumen herangezogen, die sich nahezu identisch entwickeln wie die Konzernkennziffern. WirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die deutsche Wirtschaft hat insbesondere in der zweiten Jahreshälfte 2014 wieder deutlich mehr in Werbung investiert als zuvor. Die Bruttowerbespendings aller Medien lagen bei EUR 28,2 Mrd., das sind 4,1 % mehr als im Vorjahr. Out-of-Home wuchs um 5,3% und erzielt einen Marktanteil von 5,5% (Quelle: Nielsen Media Research). Die Marktanteile der Mediengattungen verschoben sich weiterhin zu Lasten von Print hin zu TV und Out-of-Home. Internet konnte den Marktanteil nicht weiter steigern. Mit rund 59 % haben die City Light Medien (CLP, CLS, CLB) weiterhin die Vorherrschaft im Plakatwerbemarkt. City Light Poster und Säulen, deren größter Anbieter die Wall AG mit bundesweit mehr als 48.000 Flächen ist, erreichten 2014 lt. Nielsen Media Research ein Bruttowachstum in Höhe von 4,4% im Vergleich zum Vorjahr. Der zunehmende inter- und intramediale Wettbewerb führte jedoch zu einer weiteren Öffnung der Brutto-Netto-Schere. Auf Nettoebene erwartet der ZAW für alle Mediengattungen einen Umsatzrückgang um rd. 0,6% gegenüber 2013 (Prognose Stand Dezember 2014). Geschäftsverlauf, finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Im Jahresverlauf konnte ein wesentlicher Weberechtsvertrag bis zum 31.12.2018 verlängert werden. Die Bilanzsumme per 31. Dezember 2014 erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 1,3 Mio auf EUR 104,1 Mio. Auf der Aktivseite stand einer Abnahme des Anlagevermögens um EUR 7,2 Mio eine Zunahme der Forderungen um EUR 8,6 Mio gegenüber. Der Buchwert der Immateriellen Vermögensgegenstände nahm im Wesentlichen aufgrund der planmäßigen Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwerts in Höhe von EUR 7,8 Mio p.a. auf EUR 31,1 Mio ab. Sachanlagen werden bei Zugängen von EUR 2,0 Mio aufgrund der Abschreibungen (EUR -1,3 Mio) mit EUR 3,5 Mio ausgewiesen. Der Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen auf EUR 69,6 Mio nach EUR 60,9 Mio im Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus dem erwirtschafteten operativen Cashflow des Jahres 2014, den die Gesellschaft im Rahmen eines abgeschlossenen Einlagenvertrags bei der Wall AG variabel verzinslich anlegt. Der Saldo des Einlagenkontos einschließlich laufender Forderungen aus Vermarktungsverträgen und umsatzsteuerlicher Organschaft erhöhte sich um EUR +10,1 Mio, dagegen steht ein Rückgang der Forderung aus Verlustausgleich (EUR -1,9 Mio). Aufgrund der Einführung des Cashpoolings mit der Wall AG weist die Gesellschaft keinen Bestand an flüssigen Mitteln aus (Vorjahr: TEUR 50). Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft ist durch Einbindung in den JCDecaux-Konzern sowie den hohen Bestand an hochliquiden Forderungen gegen verbundene Unternehmen gegeben. Das Eigenkapital belief sich zum Bilanzstichtag unverändert auf EUR 96,2 Mio, da der Jahresfehlbetrag aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags von der Muttergesellschaft übernommen wurde. Der Rückstellungsbestand erhöhte sich um EUR 0,2 Mio, der Anstieg betrifft nahezu ausschließlich Rückstellungen für Abbauverpflichtungen. Die Verbindlichkeiten belaufen sich auf EUR 4,7 Mio nach EUR 3,5 Mio im Vorjahr, der Anstieg betrifft ausschließlich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Umsatzerlöse der Gesellschaft bestehen im Wesentlichen aus Werbeentgelten, die aus der Vermarktung der Werbeflächen über die Vertriebsorganisation WallDecaux Premium Outdoor Sales für Rechnung der Gesellschaft generiert werden. Wesentliche Wettbewerber sind die Gesellschaften Ströer AG, AWK Außenwerbung GmbH und andere in der Außenwerbung tätige Unternehmen. Nachdem die Umsatzerlöse 2013 aufgrund des scharfen intramedialen Wettbewerbs um 4,4% sanken, erzielte die Gesellschaft in 2014 aufgrund des durch digitale Werbeträger weiter aufgewerteten Angebots, begleitet von einem seit August 2014 zunehmend freundlichen Marktumfeld, einen Umsatzzuwachs von 10,4% auf EUR 37,5 Mio. Der Prognosewert für 2014 wurde deutlich übertroffen. Der Materialaufwand erhöhte sich in Verbindung mit dem gestiegenen Umsatz um EUR 1,8 Mio mit Schwerpunkt in den umsatzabhängigen Pachten und den bezogenen Leistungen für die gestiegenen sonstigen Umsatzerlöse. Jedoch reduzierte sich die Materialaufwandsquote von 71,3% auf 69,5% im Zusammenhang mit gesunkenen Stromkosten und Rückbauaufwendungen; weiterhin stiegen die Pachten aufgrund eines geänderten Media-Mix in geringerem Maße als die Umsätze. Der Personalaufwand sank, ausgehend von dem mit Einmalaufwendungen belasteten Jahr 2013, um EUR 0,3 Mio auf EUR 0,2 Mio. Die bei der VVR noch beschäftigen Vertriebs- und Betriebsmitarbeiter werden im Rahmen einer Arbeitnehmerüberlassung an die Wall AG verliehen. Der Saldo aus sonstigen betrieblichen Aufwendungen und sonstigen betrieblichen Erträgen beläuft sich auf EUR 2,6 Mio nach EUR 2,4 Mio im Vorjahr. Ursächlich für den Anstieg waren im Wesentlichen höhere Konzernumlagen. Das EBITDA erreichte EUR 8,7 Mio nach EUR 6,9 Mio im Vorjahr. Die EBITDA-Marge belief sich auf 23,1% der Umsatzerlöse (Vorjahr: 20,3%). Im Finanzergebnis sind EUR 0,1 Mio Zinsertrag aus der verzinslichen Einlage enthalten, die durch Abzinsungsaufwendungen für die Rückbauverpflichtung nahezu kompensiert werden. Nach Berücksichtigung der Abschreibung auf den Geschäfts- oder Firmenwert von EUR 7,8 Mio und Abschreibungen des übrigen Anlagevermögens von EUR 1,4 Mio ergibt sich ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von EUR -0,5 Mio nach EUR -2,4 Mio im Vorjahr. Ertragssteuern und sonstige Steuern fielen nicht an. Der Jahresfehlbetrag vor Verlustübernahme aus Ergebnisabführungsvertrag betrug EUR -0,5 Mio nach EUR -2,4 Mio im Vorjahr. Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages gleicht die Wall AG diesen Jahresfehlbetrag aus. Die Liquidität war unterjährig zu jeder Zeit gesichert. Aus bestehenden Gestattungsverträgen gibt es keine offenen Investitionsverpflichtungen mehr. Aufgrund der Einführung des Cashpooling mit der Wall AG weist die Gesellschaft keine Bank- und Kassenbestände (Finanzmittelbestand) aus, dagegen haben sich die verzinslichen Forderungen gegen verbundene Unternehmen um EUR 7,1 Mio erhöht. Diese stellen den Großteil des Umlaufvermögens dar, sichern die Liquidität des Unternehmens und spiegeln den Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit in 2014 wieder. Der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit war durch Mittelabflüsse für Investitionen mit EUR 2,0 Mio negativ. Im Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit spiegeln sich die Zahlungen im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrages wieder (EUR 2,4 Mio). Gesamtaussage Die wirtschaftliche Entwicklung der VVR Wall GmbH war in 2014 außerordentlich positiv mit einem überproportionalem Umsatzanstieg, und einem hohen erzielten Free Cashflow. Zudem konnte ein wesentlicher Weberechtsvertrag bis zum 31.12.2018 verlängert werden. Nach dem Schluss des Geschäftsjahres waren keine Vorgänge von besonderer Bedeutung zu verzeichnen. Nachtragsbericht Nach dem Schluss des Geschäftsjahres waren keine Vorgänge von besonderer Bedeutung zu verzeichnen. Prognose-, Chancen- und RisikoberichtDas Chancen- und Risikomanagementsystem besteht aus einer systematischen Erfassung und Meldung wesentlicher Chancen und Risiken durch das Management der Wall AG mit turnusgemäßem Reporting die Geschäftsführung. Das Interne Kontrollsystem (IKS) basiert auf einem Handbuch der Konzernobergesellschaft, das für alle an die Wall AG und Die Draußenwerber GmbH ausgelagerten Kerngeschäftsprozesse Prozessabläufe und die erforderlichen Kontrollen beschreibt. Interne Kontrollen werden jährlich evaluiert und darüber hinaus turnusgemäß durch die Konzernrevision geprüft. Der Abschlussprüfer berichtet der Geschäftsführung über das Ergebnis seiner jährlichen Prüfung der beiden Systeme. Die Chancen und Risiken, die die künftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage maßgeblich beeinflussen können, werden nachfolgend dargestellt. Der bisherige Verlauf der Jahresgespräche mit Kunden und Mediaagenturen ermöglicht einen positiven Start ins Jahr 2015. Die VVR Wall GmbH setzt wie die übrigen Gesellschaften der Wall Gruppe ihren Kurs der Fokussierung auf Premium-Standorte fort, kombiniert mit flexiblen Buchungsmöglichkeiten auf innovativen Produkten, verbunden mit dem weiteren Ausbau des digitalen Werbenetzes. Diese Maßnahmen eröffnen uns Chancen für ein über der Marktentwicklung liegendes Wachstum der Umsatzerlöse und einer Steigerung des Marktanteils am deutschen Außenwerbemarkt. Chancen für weiteres Wachstum liegen außerdem in der Teilnahme an Ausschreibungen für Werberechte. Andererseits liegt ein Risiko in dem Auslaufen von eigenen Gestattungsverträgen. Insgesamt wird die Entwicklung der Gesellschaft in den nächsten Jahren insbesondere davon abhängen, wie es gelingen wird, im freien Wettbewerb den Vertragsbestand zu verlängern oder auszubauen. Durch die erfolgte Integration mit der Wall AG erzielte die Gesellschaft eine nachhaltige Verbesserung der Kostenstrukturen durch Nutzung von Synergien und damit auch eine Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit um kommunale Werberechtskonzessionen. Ein weiteres Risiko der Gesellschaft liegt in der Abhängigkeit der Umsatzentwicklung von der jeweiligen konjunkturellen Entwicklung, da im Fall sich eintrübender Wachstumsprognosen die Werbeausgaben reduziert werden. Zudem kann nicht ausgeschlossen werden, dass ein nationales Tabakwerbeverbot in absehbarer Zeit in Kraft gesetzt werden wird. Diesem als mittleres Risiko eingeschätztes Umsatzrisiko begegnen wir durch systematische Akquisition von neuen Werbeetats anderer Branchen. Das Finanzmanagement ist geprägt durch eine risikoaverse Anlage von kurzfristig zur Verfügung stehenden Finanzmitteln innerhalb des Konzernverbunds auf der Basis einer Cashflowplanung. Daher sind die Risiken und Chancen in diesem Bereich von geringer Bedeutung für unsere Gesellschaft. Bonitätsrisiken im Kundenstamm begegnen wir durch ein konsequentes Mahnwesen und die Steuerung von Zahlungsbedingungen in Abhängigkeit vom bisherigen Zahlungsverhalten des Kunden und aktuellen Bonitätsauskünften. Daher ist das Risiko in diesem Bereich als gering einzustufen. Grundsätzlich können durch die Komplexität der Regelungen des Steuerrechts auch Risiken im Rahmen von Betriebsprüfungen bestehen, sofern hierbei relevante Steuerthemen von den Finanzbehörden anders beurteilt werden als durch uns oder Finanzbehörden Sachverhalte zukünftig anders beurteilen als heute oder bisherige Verfahrensweisen angreifen. Wir minimieren das Risiko durch den ständigen Austausch mit externen Steuerspezialisten. Ausblick Zenith Optimedia prognostiziert für 2015 ein Wachstum des Gesamtwerbemarkts in Deutschland von 1,3% (Stand: Dez. 2014) bei einer weiteren Verschiebung der Marktanteile hin zu Internet, TV und Out-of-Home. Jedoch wird der inter- und intramediale Wettbewerb voraussichtlich weiter zunehmen. Aufgrund dieser Rahmenbedingungen und dem in 2014 geschaffenen erweiterten digitalen Angebot erwarten wir für das Jahr 2015 einen Anstieg der Nettowerbeerlöse zwischen 3 und 4% und eine entsprechende Verbesserung des EBITDA. Aus bestehenden Gestattungsverträgen bestehen keine Investitionsverpflichtungen mehr. Zusammenfassend sehen wir derzeit keine bestandsgefährdenden Risiken. Nach dem Schluss des Geschäftsjahres waren keine Vorgänge von besonderer Bedeutung zu verzeichnen.
Berlin, 6. März 2015 Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der VVR Wall GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Berlin, den 6. März 2015 KPMG
AG
Geisler, Wirtschaftsprüfer Meier, Wirtschaftsprüfer |
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