GOLDBECK Betonelemente Vöhringen GmbH
Selbe AdresseHerstellung von vorgefertigten Bauelementen und Gebäuden aus Beton, Zement oder Kalksandstein
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
![]() GOLDBECK Solar GmbHHirschbergJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2024 bis zum 31.12.2024Lagebericht 2024INHALTSVERZEICHNIS 1.1 Geschäftstätigkeit 1.2 Rahmenbedingungen 1.2.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung 1.2.2 Branchenentwicklung 1.2.3 Rechtliche und wirtschaftliche Einflussfaktoren 1.3 Darstellung des Geschäftsverlaufs 2.1 Vermögenslage 2.2 Finanzlage 2.3 Ertragslage 3.1 Darstellung der Risikofelder 3.1.1 Risiken aus der (gesamt-)wirtschaftlichen Entwicklung 3.1.2 Risiken aus dem markt- und branchenbedingten Umfeld 3.1.3 Produktrisiken 3.1.4 Währungsrisiken 3.1.5 Rohstoff- und Beschaffungsrisiken 3.1.6 Abhängigkeiten 3.1.7 Rechtliche Risiken 3.1.8 Finanzwirtschaftliche Risiken 3.1.9 Steuerrisiken 3.1.10 IT-Risiken / Sonstige operative Risiken 3.2 Risiken in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten 3.2.1 Risikomanagementziele 3.2.2 Risikomanagementmethoden 3.2.3 Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken, Risiken aus Zahlungsstromschwankungen 3.3 Chancen 4.1 Prognose 5.1 Forschung und Entwicklung 5.2 Zweigniederlassungen 1. GESCHÄFTS- UND RAHMENBEDINGUNGEN1.1 Geschäftstätigkeit Die GOLDBECK Solar GmbH („GOLDBECK SOLAR“) hat ihren Sitz in Hirschberg, Deutschland. GOLDBECK SOLAR ist ein familiengeführtes Unternehmen und ist spezialisiert auf die schlüsselfertige Errichtung gewerblicher Photovoltaik-Anlagen für die freie Fläche oder gewerbliche Dächer auf mittlerweile vier Kontinenten mit Schwerpunkt in Europa, sowie weiteren Standorten in Zentralasien, sowie Nord- und Südamerika. Die GOLDBECK SOLAR ist Teil der GOLDBECK SOLAR Gruppe, einer vertikal integrierten internationalen Unternehmensgruppe im Bereich Photovoltaik mit der Konzernmutter Joachim Goldbeck Holding GmbH, Hirschberg. Die Unternehmensaktivitäten der GOLDBECK SOLAR konzentrieren sich insbesondere auf den schlüsselfertigen Bau (Engineering, Procurement and Construction nachfolgend „EPC“) und die Wartung von Solarkraftwerken (Operation & Maintenance nachfolgend „O&M“). Die GOLDBECK SOLAR war im abgelaufenen Rumpfgeschäftsjahr 2024 in den Niederlanden im Segment der Photovoltaik-Großkraftwerke nach eigener Erfassung im Bereich EPC mit einem Marktanteil von einem Drittel Marktführer. Darüber hinaus ist die GOLDBECK SOLAR u. a. in den Märkten Deutschland, Österreich, Polen, Irland, UK, Chile, Spanien und Kanada aktiv. Partner, Kunden und Dienstleister werden vom Sitz der Gesellschaft aus betreut. Mit durchschnittlich 220 Mitarbeitern und den zwei Geschäftsführern Joachim Goldbeck und Tobias Schüssler ist die GOLDBECK SOLAR eine 98-prozentige Tochter der Joachim Goldbeck Holding GmbH, Hirschberg, die wiederum in 100-prozentigem Besitz des Gründers Joachim Goldbeck ist. Durch den Gesellschafterbeschluss vom 16. April 2024 wurde im Jahr 2024 das Geschäftsjahr auf ein kalendergleiches Jahr umgestellt, so dass für den Zeitraum vom 1. April bis zum 31. Dezember 2024 ein Rumpfgeschäftsjahr entstanden ist. Insofern ist die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahresabschluss, insbesondere hinsichtlich der Gewinn- und Verlustrechnung nur eingeschränkt gegeben. 1.2 Rahmenbedingungen 1.2.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Aufgrund der Bearbeitung regional unabhängiger Märkte ist GOLDBECK SOLAR weitgehend unabhängig von regional begrenzten konjunkturellen Schwächephasen. Zugleich trägt der Fokus von GOLDBECK SOLAR auf wirtschaftlich stabile OECD-Länder maßgeblich zur Begrenzung potenzieller Risiken bei. Das Jahr 2024 in Deutschland war geprägt von einer stagnierenden bzw. rückläufigen Wirtschaftsleistung in Höhe von rund -0,1 %. Die Inflation bewegte sich mit durchschnittlich 2,2 % auf einem mäßigen Niveau nahe der EZB-Zielmarke. In Folge der schwachen wirtschaftlichen Entwicklung erhöhte sich die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr leicht auf einen Jahresdurchschnitt von 6,0 %. Die Energiepreise stabilisierten sich in Richtung Vorkrisenniveau, lagen aber weiterhin über dem Durchschnitt der Vorjahre. Die Herausforderungen resultieren sowohl aus zyklischen Schwächephasen als auch langanhaltenden strukturellen Veränderungen (Demografie, Energiepolitik, Digitalisierung). Der Ausblick der diversen Prognoseinstitute bleibt vorsichtig optimistisch, doch eine Erholung hängt stark von Reformen, Nachfrage und globalem Umfeld ab. Für das Jahr 2025 erwartet der IWF, insbesondere belastet durch die Zollpolitik der USA, mittlerweile für Deutschland ein wirtschaftliches Nullwachstum. Anfang des Jahres lagen die Prognosen noch bei einem leichten Wachstum von 0,3 %. 1.2.2 Branchenentwicklung Die Branche verzeichnet in den Kernmärkten von GOLDBECK SOLAR weiterhin ein dynamisches Wachstum. Nach einer schwächeren Phase 2023 entwickelten sich die PV-Märkte in Nord- und Südamerika 2024 deutlich positiver. Kanada steht für ein kontinuierliches Wachstum, während Lateinamerika seine Aufholbewegung mit starken Wachstumsraten und steigender Stromanpassung fortsetzt. Im Vergleich zu Europa ist das Wachstum mittlerweile auf Augenhöhe, in manchen Segmenten sogar überdurchschnittlich - trotz anhaltender politischer Unsicherheiten. Der Preisrückgang bei Solarmodulen, der bereits 2023 eingesetzt hatte, setzte sich im Jahr 2024 spürbar fort und verstärkte sich durch Überkapazitäten sowie fallende Rohstoffpreise. Gleichzeitig normalisierten sich die Lieferketten, wozu vor allem höhere Lagerbestände bei Großhändlern beitrugen. Dies wirkte sich auch positiv auf die Lieferzeiten aus, die sich weiter verkürzten. Insgesamt war 2024 von rückläufigen Rohstoffkosten geprägt, insbesondere bei Gas und zahlreichen Metallen, was zu einer deutlichen Entlastung der Märkte führte. Auch der Ölpreis lag im Berichtsjahr leicht unter dem Vorjahresniveau, gleichzeitig sanken zudem die Strompreise in Europa weiter. Für viele Unternehmen und Haushalte brachte dies eine dringend benötigte Entlastung bei den Kosten. Das von der International Energy Agency prognostizierte Wachstum im Bereich der erneuerbaren Energien zeigt sich im Branchenwachstum und bei GOLDBECK SOLAR in der stetig wachsenden Auftragslage. Renewable electricity capacity additions by technology and segment ![]() International Energy Agency Renewables 2024: Analysis and forecast to 2030 1.2.3 Rechtliche und wirtschaftliche Einflussfaktoren Wie bereits dargestellt, sind insbesondere Preisänderungen und die Inflation große wirtschaftliche Einflussfaktoren. Hierzu stellen sich rechtliche Einflussfaktoren, welche eine potenziell markt-disruptive Rolle spielen, wie beispielsweise kurzfristig erhobene oder eingestellte staatliche Förderprogramme zu Investitionsförderungen von PV-Anlagen oder Stromeinspeisetarife. Aus diesem Grund operiert GOLDBECK SOLAR in mehreren und fast ausschließlich regulatorisch und rechtlich stabilen Märkten. Während die Höhe von staatlichen Förderszenarien weltweit abgenommen hat, steigt gleichermaßen der Anteil der Länder mit marktfreundlichen Rahmenbedingungen für die Anwendung und Einspeisung von Solarstrom. In vielen Märkten kann Solarstrom aufgrund sinkender Kosten bereits ohne Förderung wirtschaftlich erzeugt und verkauft werden, so dass die politische Abhängigkeit von Förderungen deutlich abgenommen hat. 1.3 Darstellung des Geschäftsverlaufs Der stabile Geschäftsverlauf mit einem stetig wachsenden Auftragseingang im Rumpfgeschäftsjahr 2024 dokumentiert die oben gemachten Ausführungen zur Wettbewerbs- und Marktstellung der GOLDBECK SOLAR in den wesentlichen Geschäftsfeldern. GOLDBECK SOLAR hat sich in die Lage versetzt, temporäre regionale Marktausfälle zu kompensieren. So hat auch die Verschiebung der Umsetzung bzw. Fertigstellung von Projekten das Geschäft nicht gefährdet. GOLDBECK SOLAR arbeitet weiter an einer kontinuierlichen Expansion. Des Weiteren ist die eigene Projektentwicklung plangemäß fortgeschritten und trägt bereits zu einer Auslastungsstabilisierung und vertieften Wertschöpfung bei. Als finanzielle Leistungsindikatoren zieht GOLDBECK SOLAR den Umsatz, die Gesamtleistung und das Ergebnis vor Steuern heran. Für das Rumpfgeschäftsjahr 2024 war im Vorjahr eine Umsatzsteigerung auf rund 163 Mio. EUR, eine Gesamtleistung von 241 Mio. EUR und ein Ergebnis vor Steuern im einstelligen Millionenbereich prognostiziert worden. Im Bereich der Umsatzerlöse konnte die Prognose aufgrund der stetig wachsenden Nachfrage und der gestiegenen Zahl fertiggestellter Projekte deutlich übertroffen werden. Der Umsatz lag bei 179 Mio. EUR. Auch die Gesamtleistung übertraf mit 250 Mio. EUR die ursprüngliche Erwartung. Das angestrebte Ergebnis vor Steuern im einstelligen Millionenbereich wurde mit einem tatsächlich erzielten Ergebnis von 0,6 Mio. EUR jedoch nicht erreicht - trotz insgesamt positiver Geschäftsentwicklung. Hauptursachen hierfür waren vor allem temporäre, sich auf Konzernebene neutralisierende Währungseffekte in Höhe eines mittleren einstelligen Millionenbetrags sowie wertberichtigte Forderungen von EUR 7,1 Mio. gegen eine Tochtergesellschaft im Zusammenhang mit dem Nordamerikageschäft in Kanada. Hinsichtlich nichtfinanzieller Leistungsindikatoren hat die GOLDBECK SOLAR Gruppe zum Zeitpunkt des Geschäftsjahresabschlusses eine Nachhaltigkeitsstrategie verabschiedet, die unter anderem CO2 Indikatoren sowie die sukzessive Umstellung des Fuhrparks auf elektrisch betriebene Fahrzeuge vorsieht. Die Umstellung der Fahrzeugflotte ist weiter vorangeschritten. Zudem wurde der Fokus verstärkt auf die Mitarbeiterzufriedenheit sowie die Weiterentwicklung der Führungskräfte gelegt. Basierend auf internen Umfragen wurden hierzu Programme mit externer Unterstützung aufgesetzt. Ziel ist es, die langfristige Mitarbeiterbindung an das Unternehmen weiter zu fördern. 2. LAGE DES UNTERNEHMENS2.1 Vermögenslage GOLDBECK SOLAR weist die folgende Bilanzstruktur aus. Mit einer Bilanzsumme von EUR 138,0 Mio. (Vorjahr: EUR 80,5 Mio.) bei einem Eigenkapital von EUR 0,0 Mio. ergibt sich eine gegenüber dem Vorjahr unveränderte Eigenkapitalquote von 0,0% sowie ein Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag von EUR 5,0 Mio. (Vorjahr: EUR 2,2 Mio.). Das Anlagevermögen beträgt zum Abschlussstichtag EUR 3,0 Mio. (Vorjahr: EUR 2,0 Mio.), wobei die Erhöhung aus der Aktivierung selbst erstellter immaterieller Vermögensgegenstände sowie zusätzlichen Investitionen in die Finanzanlagen resultiert. Das Umlaufvermögen in Höhe von EUR 129,7 Mio. (Vorjahr: EUR 75,6 Mio.) besteht größtenteils aus Vorräten (EUR 37,1 Mio.) und Forderungen (EUR 60,1 Mio.) sowie sonstigen Vermögensgegenständen (EUR 13,4 Mio.). Die liquiden Mittel zum Bilanzstichtag liegen mit EUR 19,1 Mio. merklich über Vorjahresniveau (Vorjahr: EUR 15,3 Mio.). Die sonstigen Rückstellungen betragen EUR 21,5 Mio. (Vorjahr: EUR 24,6 Mio.). Der Rückgang resultiert insbesondere auf reduzierte Rückstellungen für Nachlaufkosten und ausstehende Rechnungen. GOLDBECK SOLAR hat im Rumpfgeschäftsjahr 2024 konzerninterne Finanzierungen sowie Finanzierungen von nahestehenden Unternehmen (im Wesentlichen gegenüber der Joachim Goldbeck Holding GmbH) in Folge des gestiegenen Projektvolumens deutlich erhöht und weist zum Bilanzstichtag Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von EUR 77,4 Mio. (Vorjahr: EUR 28,8 Mio.) sowie aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 21,7 Mio. (Vorjahr: EUR 12,6 Mio.) aus. Außerdem bestehen sonstige Verbindlichkeiten, welche EUR 11,7 Mio. (Vorjahr: EUR 8,3 Mio.) betragen. 2.2 Finanzlage Die GOLDBECK SOLAR finanziert ihr Geschäft aus Eigenkapital und im Wesentlichen aus nachrangigen Gesellschafterdarlehen (zu vergünstigten Konditionen) sowie kurzfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten. Langfristige Bankverbindlichkeiten bestehen zum Bilanzstichtag nicht. Durch den operativen Cashflow im Zusammenspiel mit der Finanzierung über die Gesellschafterdarlehen war die Liquidität im Geschäftsjahr gesichert. Liquide Mittel werden über den Konzern gebündelt, so dass eine für die GOLDBECK SOLAR notwendige Flexibilität der Mittelallokation positiv ausgeprägt ist. 2.3 Ertragslage Die Erträge der GOLDBECK SOLAR speisen sich im Wesentlichen aus dem EPC-Geschäft. Darüber hinaus trägt der Bereich O&M durch die regelmäßigen Wartungs- und Reparatureinnahmen zum Ertrag bei. Aufgrund des Rumpfgeschäftsjahres und der damit verbundenen Verkürzung des Geschäftsjahres um drei Monate ist die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr nur eingeschränkt aussagekräftig. Unabhängig davon ist die Gesamtleistung im Rumpfgeschäftsjahr um EUR 24,0 Mio. auf EUR 250,3 Mio. gestiegen. Darin enthalten sind - wie üblich - schwankende Bestände an in Ausführung befindlichen Aufträgen in Höhe von EUR 70,9 Mio. Der Anstieg der Gesamtleistung ist im Wesentlichen auf das stetig wachsende Projektvolumen infolge der gut gefüllten Projektpipeline zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von EUR 3,6 Mio. sind im Rumpfgeschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr (EUR 2,6 Mio.) merklich gestiegen. Ursächlich für den Anstieg sind realisierte Erträge aus Währungseffekten von EUR 2,6 Mio. (Vorjahr: EUR 2,1 Mio.) sowie periodenfremde Erträge von EUR 0,3 Mio. (Vorjahr: EUR 0,2 Mio.). Zur Erzielung der Gesamtleistung sind im Rumpfgeschäftsjahr Materialaufwendungen in Höhe von EUR 207,5 Mio. angefallen. Dies entspricht einem Anteil von 82,9 % an der Gesamtleistung (Vorjahr: 88,0 %). Der Rückgang ist insbesondere auf deutlich gefallene Modulpreise, als wesentlicher Bestandteil der Projektkosten, zurückzuführen. Darüber hinaus erfolgte in bestimmten EPC-Projekten die Bereitstellung der Solarmodule durch den Auftraggeber. Aufgrund des erheblichen Kostenanteils der Module an den Gesamtprojektkosten führt dies zusätzlich zu einer geringeren Materialaufwandsquote. Aufgrund des angestrebten Wachstums ist die Anzahl der Mitarbeiter in der Gesellschaft auf 220 (Vorjahr: 187) angestiegen. Die Personalaufwendungen für das Rumpfgeschäftsjahr betragen EUR 14,8 Mio. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich auf EUR 32,1 Mio. (Vorjahr: EUR 36,5 Mio.) reduziert. Ursächlich für den Rückgang waren insbesondere geringere Wertberichtigungen auf Forderungen (gegenüber der Beteiligung an der kanadischen Tochtergesellschaft) in Höhe von EUR 7,1 Mio. (Vorjahr: EUR 14,7 Mio.). Darüber hinaus beinhalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Wesentlichen Währungsverluste in Höhe von EUR 9,8 Mio. (Vorjahr: EUR 5,7 Mio.) - die größtenteils auf konzerninterne Geschäftsvorfälle zurückzuführen sind und in den Tochtergesellschaften entsprechende Währungsgewinne zur Folge haben. Zudem sind Aufwendungen aus konzerninternen Verrechnungen in Höhe von EUR 4,4 Mio. (Vorjahr: EUR 6,1 Mio.) enthalten. Das Finanzergebnis hat sich im Vergleich zum Vorjahr um EUR 2,6 auf EUR 1,5 Mio. erhöht. Das Ergebnis vor Steuern beläuft sich auf EUR 0,6 Mio. und verbesserte sich damit gegenüber dem Vorjahr deutlich um EUR 25,8 Mio. Wesentliche Einflussfaktoren dieser positiven Entwicklung waren insbesondere der Anstieg der Gesamtleistung sowie Ergebnisbeiträge aus im Rumpfgeschäftsjahr abgeschlossenen Projekten. Darüber hinaus wirkten sich eine verbesserte Materialaufwandsquote und geringere sonstige betriebliche Aufwendungen positiv auf das Ergebnis aus. Belastend wirkten sich hingegen Sondereffekte auf das Ergebnis aus. Dies waren insbesondere konzerninterne Fremdwährungsverluste, die sich in Höhe eines mittleren einstelligen Millionenbetrags negativ im Ergebnis widerspiegeln, jedoch im Konzernabschluss eliminiert werden sowie wertberichtigte Forderungen gegenüber Tochtergesellschaften in Nordamerika in Höhe von EUR 7,1 Mio. Das Unternehmen konnte seine Ertragslage im Berichtszeitraum deutlich verbessern und die Stabilität seiner Geschäftsentwicklung stärken. Treiber dieser positiven Entwicklung waren insbesondere der Anstieg der Gesamtleistung, erfolgreiche Projektabschlüsse und Effizienzsteigerungen bei Material- und sonstigen Aufwendungen, während einmalige Sondereffekte das Ergebnis belasteten. Die Geschäftsführung erkennt die Fortschritte an, sieht jedoch noch ungenutztes Potenzial. Sie blickt optimistisch in die Zukunft und setzt auf Maßnahmen zur weiteren Steigerung der Profitabilität, zur Optimierung der Kostenstrukturen und zum Ausbau des internationalen Geschäfts. Zusätzlich diversifiziert GOLDBECK SOLAR regional innerhalb ihrer Kernregionen und zieht sich gezielt aus weniger attraktiven Nischenmärkten zurück, um Ressourcen auf besonders ertragreiche Projekte zu konzentrieren und die Marktposition nachhaltig zu stärken. 3. RISIKO- UND CHANCENBERICHT3.1 Darstellung der Risikofelder 3.1.1 Risiken aus der (gesamt-)wirtschaftlichen Entwicklung Durch ihre breite marktseitige Diversifikation ist GOLDBECK SOLAR vor existenzbedrohenden, landesspezifischen Wirtschaftsrisiken weitgehend geschützt. Nach mehreren Jahren wirtschaftlicher Krisen zeichnet sich inzwischen eine Normalisierung der globalen Lage ab. Die Weltwirtschaft zeigt sich trotz anhaltender Unsicherheiten insgesamt robust, wächst moderat um etwa 3,2 % und profitiert von einer sinkenden Inflation. Allerdings trüben Handelskonflikte, regionale Schwächephasen und erhebliche geopolitische Spannungen die weiteren Aussichten. Der stark wachsende Bedarf an CO2 -freier Energie infolge regulatorischer Vorgaben und ambitionierter Klimaziele spricht dafür, dass der Solarmarkt trotz Rezessionsrisiken weiter expandieren wird. Zusätzlich treiben hohe Strompreise und die durch geopolitische Konflikte verursachte Energieunsicherheit die Nachfrage nach Solarenergie weiter an. 3.1.2 Risiken aus dem markt- und branchenbedingten Umfeld Durch die marktseitige Diversifikation, erlangte Branchenstellung, nachgewiesene Ertrags- und Abwicklungsqualität von Einzelprojekten und der Größe der bestehenden und stetig fortentwickelten Projektpipeline ist GOLDBECK SOLAR keinen bestandsgefährdenden Markt- oder Branchenrisiken ausgesetzt. Darüber hinaus hat sich GOLDBECK SOLAR verstärkt auf einen weiteren Kundenkreis konzentriert und zahlreiche Projektchancen für institutionelle Großinvestoren im Bereich der Erneuerbaren Energien sowie Energieversorger platzieren und gewinnen können. Die GOLDBECK SOLAR muss immer wieder mit situativen Marktdynamiken rechnen und umgehen, wie sie es beispielsweise in Kanada durch ein vorübergehendes politisches Förder-Moratorium, belastende politische Statements und die Ankündigung eines neuen Strommarktdesigns erlebt hat. 3.1.3 Produktrisiken GOLDBECK SOLAR ist derzeit keinen konkreten, langfristigen Produktrisiken ausgesetzt. Die Qualitätssicherung erfolgt durch unabhängige Dritte, und in der Regel werden keine langfristigen Anschlussgarantien übernommen. Darüber hinaus bestehen Herstellergarantien sowie Haftungsregelungen für produktbedingte Mängel, sofern diese nicht auf unsachgemäße Handhabung oder physische Schäden während der Montage zurückzuführen sind. 3.1.4 Währungsrisiken Die GOLDBECK SOLAR unterliegt typischen Währungsrisiken des internationalen Projektgeschäfts, die sich in erster Linie aus dem Bezug von Gütern, insbesondere Solarmodulen, ergeben. Die Abwicklung des Einkaufs der Module erfolgt im Wesentlichen in USD oder in EUR. Zur Absicherung des Währungsrisikos wurden Absicherungsgeschäfte getätigt, die im Berichtszeitraum Währungsschwankungen positiv entgegenwirken konnten. Die Gesellschaft plant auch weiterhin entsprechende Währungsabsicherungen durchzuführen und teilweise währungsbasierte Preisgleitklauseln in die Kundenverträge aufzunehmen. 3.1.5 Rohstoff- und Beschaffungsrisiken Wo Beschaffungsrisiken identifiziert sind, werden diese durch langfristige Partnerschaften und Rahmenverträge mit einer limitierten Anzahl anerkannter und qualifizierter Dienstleister und Lieferanten entsprechend beherrschbar gemacht. Darüber hinaus verfolgt GOLDBECK SOLAR ein Dual Source Konzept in der Beschaffung wesentlicher Komponenten. Die größte Abhängigkeit der GOLDBECK SOLAR besteht bei der Kernkomponente „Solarmodul“, wobei ein Großteil des Weltmarktes in China produziert wird. Neben den bereits erwähnten langfristigen Partnerschaften kommt uns derzeit ein deutlicher Angebotsüberhang durch Überproduktionen der Modulhersteller zugute, welcher sich in sinkenden Modulpreisen widerspiegelt, wodurch die Modulbeschaffung derzeit frei von Störungen ist. Es werden situativ Preisgleitklauseln genutzt, um Einkaufspreisschwankungen abzufedern. Auch die Beschaffung weiterer Komponenten hat sich im Vergleich zu den Vorjahren weiter normalisiert. Die Transportkosten für Solarmodule sind im Jahr 2024 weltweit deutlich angestiegen, teils um mehr als 50 % gegenüber 2023. Hauptursachen dafür waren geopolitisch bedingte Umleitungen von Schifffahrtsrouten (z. B. über das Rote Meer) sowie eine anhaltend hohe Nachfrage. Allerdings konnten diese höheren Frachtkosten durch Überkapazitäten und den daraus resultierenden Preisdruck auf Seiten der Hersteller mehr als ausgeglichen werden, sodass die Gesamtpreise für Solarmodule dennoch gesunken sind. 3.1.6 Abhängigkeiten GOLDBECK SOLAR hat sich kunden- und lieferantenseitig breit aufgestellt, um Abhängigkeiten zu reduzieren. Es werden in aller Regel keine exklusiven Geschäftsbeziehungen eingegangen. 3.1.7 Rechtliche Risiken GOLDBECK SOLAR ist aktuell lediglich mittleren rechtlichen Risiken ausgesetzt, da geschlossene Verträge üblicherweise keine langfristigen zukünftigen Verpflichtungen oder Garantien inkludieren. GOLDBECK SOLAR wählt seine Partner darüber hinaus durch einen nachhaltigen Auswahlprozess sorgfältig aus und sorgt bei Bedarf für passende Absicherungskonzepte. 3.1.8 Finanzwirtschaftliche Risiken Durch die marktseitige Diversifikation, erlangte Branchenstellung, nachgewiesene Wirtschaftlichkeit und Zuverlässigkeit in der Abwicklung von Einzelprojekten und der Größe der bestehenden Projektpipeline in Verbindung mit einer hohen Eigenfinanzierungskraft ist GOLDBECK SOLAR keinen bestandsgefährdenden finanzwirtschaftlichen Risiken ausgesetzt. In einem für uns wesentlichen Bundesstaat in Kanada verunsicherte ein mittlerweile aufgehobenes Förder-Moratorium und verschiedene politische Aussagen wie oben dargestellt die Investoren, welche mit einer starken Zurückhaltung reagierten, bis sich Strompreise und Energiemarkt wieder erholen bzw. transparent darstellen. Zur Abwendung der bilanziellen Überschuldung wurde eine Rangrücktrittserklärung zwischen der Joachim Goldbeck Holding GmbH als Muttergesellschaft und der GOLDBECK SOLAR unterzeichnet. Die Vereinbarung regelt den qualifizierten Rangrücktritt der Joachim Goldbeck Holding GmbH hinsichtlich aller zum Bilanzstichtag existierenden, sowie aller zukünftigen Forderungen bis zum 30. Juni 2027 gegenüber der GOLDBECK SOLAR. 3.1.9 Steuerrisiken GOLDBECK SOLAR investiert und operiert international, weshalb unterschiedliche Steuersubjekte in verschiedenen Ländern innerhalb und außerhalb der EU entstehen. Daher kann die steuerliche Struktur zum Teil komplex werden. Änderungen der Steuersätze oder der steuerlichen Bemessungsgrundlage nach Markteintritten können die Profitabilität beeinflussen. GOLDBECK SOLAR senkt die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten steuerlicher Probleme durch eine steuerliche Due Diligence bei Markteintritten zu der im Ausland stets externe Berater mit lokalem Steuerwissen hinzugezogen werden. Im laufenden Geschäftsbetrieb werden Steuerrisiken durch das Vorhalten eigener Steuerexpertise in der Finanzabteilung reduziert Zur Erhöhung der Compliance wurden ergänzend Standards im Bereich Transfer Pricing entwickelt. Nachträgliche Änderungen der Besteuerung liegen dagegen außerhalb des Einflussbereichs des Unternehmens. 3.1.10 IT - Risiken / Sonstige operative Risiken GOLDBECK SOLAR ist keinen über die branchenüblichen hinausgehenden IT- oder operativen Risiken ausgesetzt. Sämtliche identifizierten Risiken bewegen sich im üblichen Rahmen und sind durch angemessene Maßnahmen abgesichert. 3.2 Risiken in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten 3.2.1 Risikomanagementziele Die Risikomanagementziele von GOLDBECK SOLAR orientieren sich an Transparenz, Stabilität und Langfristigkeit. 3.2.2 Risikomanagementmethoden GOLDBECK SOLAR orientiert sich hierbei an internationalen Standards und „Best Practices“. 3.2.3 Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken, Risiken aus Zahlungsstromschwankungen GOLDBECK SOLAR kann die geschäftsfeldtypischen Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen durch die starke marktseitige Diversifikation, erlangte Branchenstellung, fortlaufend ausgebaute strategische Partnerschaften, nachgewiesene Ertrags- und Entwicklungsqualität von Einzelprojekten, die Größe der bestehenden Projektpipeline und einer hohen Eigenfinanzierungskraft nachhaltig eingrenzen. 3.3 Chancen Chancen ergeben sich aus den unter 1.2.2 und 1.2.3 dargestellten Rahmenbedingungen und unserer zuvor schon genannten eigenen Branchenstellung und Finanzierungskraft. Die Branche entwickelt sich in unseren Kernmärkten resilient wachstumsstark. GOLDBECK SOLAR ist innerhalb dieser Markteinflüsse nach unserer Auffassung weiterhin stark positioniert. Das nachhaltige Wachstum der Solarbranche wird durch aktuelle Berichte der International Energy Agency erneut bestätigt und spiegelt sich auch in einer wachsenden globalen Projektpipeline wider. Dank nochmals gesunkener Stromgestehungskosten auf Basis von Photovoltaik können Solaranlagen in einer stetig wachsenden Zahl von Märkten bereits vollständig ohne staatliche Förderungen wirtschaftlich betrieben werden. Der erzeugte Solarstrom kann zu wettbewerbsfähigen Marktpreisen verkauft werden, wodurch die Abhängigkeit von politischen Förderregimen weiter abgenommen hat. Zusätzlich wirkt die anhaltende geopolitische Lage, inklusive weiterhin unsicherer Gas- und Ölversorgung infolge globaler Konflikte, katalysierend auf die Nachfrage nach erneuerbaren Energien. Daraus ergeben sich zusätzliche Chancen für GOLDBECK SOLAR, insbesondere in Hinblick auf Projekte, die die Energieunabhängigkeit und Versorgungssicherheit stärken sollen. In Summe führen die attraktiven Stromerzeugungskosten der Photovoltaik, ambitionierte Klimaziele zahlreicher Länder und der zunehmende Wunsch nach Energieautarkie weltweit zu einer hohen und weiter steigenden Nachfrage nach Solarstrom. Diese Entwicklung wird zudem durch Investitionen in Speichertechnologien und intelligente Netzinfrastruktur unterstützt, die eine flexible Nutzung von Solarstrom noch attraktiver machen. Mit ihrer starken Marktpräsenz auf vier Kontinenten und der konsequenten Ausrichtung auf Qualität und nachhaltige Projekte ist GOLDBECK SOLAR bestens aufgestellt, um als führender Akteur die weitere Transformation der Energiewirtschaft maßgeblich mitzugestalten und von den sich bietenden Chancen zu profitieren. 4. PROGNOSEBERICHT4.1 Prognose Die Märkte von GOLDBECK SOLAR weisen überwiegend ein stetiges Wachstum auf, das sich insbesondere in Europa weiter positiv auf die Geschäftsentwicklung von GOLDBECK SOLAR auswirken wird. Zusätzlich diversifiziert GOLDBECK SOLAR regional innerhalb ihrer Kernregionen, während andere Nischenmärkte desinvestiert werden. Die Solarbranche zeigt sich in den Kernmärkten stabil. Nach den starken Preisrückgängen der Vorjahre haben sich Modulpreise eingependelt, während sich Lieferketten weitgehend normalisiert haben. Rohstoffpreise und Wechselkurse zeigen sich allerdings nach wie vor volatil, zudem prägen geopolitische Spannungen und neue Handelszölle die Rahmenbedingungen. Höhere Wirkungsgrade und digitale Anwendungen machen Solaranlagen zunehmend effizienter und wirtschaftlicher. Trotz bestehender Herausforderungen ist die Umsetzung großer Projekte gut beherrschbar. Vor diesem Hintergrund erwarten wir eine positive Geschäftsentwicklung, getragen von einer starken Projektpipeline und einem hohen Auftragsbestand sowie der Bewältigung historischer Wachstumsherausforderungen. Wir rechnen für das Geschäftsjahr 2025 mit einer Prognose von rd. EUR 250 Mio. Umsatz und einer Gesamtleistung von über EUR 300 Mio. Aufgrund weiterhin hoher Auftragsbestände und der Anzahl der angearbeiteten Projekte gehen wir von einem wachsenden positiven Ergebnis im unteren zweistelligen Millionenbereich aus. Mit einem Ausblick für einen erwarteten weiteren positiven Trend in den Kalenderjahren 2026 und 2027. Der Charakter unseres Projektgeschäfts und die Umsatzrealisierung gemäß HGB bedingen bei längerfristigen Prognoseperioden gewisse Unschärfen in der Vorausschau. 5. SONSTIGE ANGABEN5.1 Forschung und Entwicklung GOLDBECK SOLAR entwickelt in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Institut für Wirtschaftsmathematik ein Werkzeug zur multikriteriellen Analyse von Solarparks. Damit werden die wirtschaftlichen Parameter unterschiedlicher Anlagenkonfigurationen transparent aufgezeigt und können projekt- und kundenspezifisch zur Identifizierung der am besten geeigneten Anlagenkonfiguration genutzt werden. Bei großen Anlagen können diese Optimierungen einen Unterschied von mehreren Millionen EUR Investitionsvolumen gegenüber konventionellen Planprozessen ausmachen. Die Akzeptanz von Solaranlagen ist für eine weitere Skalierung dieser Technologie unabdingbar. Ein Lösungsansatz ist die Solaranlage mit Agrarnutzung zu kombinieren. Hier werden technische Umsetzungsmöglichkeiten, sowie der Einfluss auf Boden und Pflanzenwachstum in Zusammenarbeit mit Forschungsinstituten untersucht. Weiterhin verstärkt die GOLDBECK SOLAR Gruppe ihre Aktivitäten zur Automatisierung von Montageschritten beim Bau von Freiflächenanlagen. Die Zielsetzung besteht in einer Steigerung der Effizienz mit Fokus auf Optimierung der (Bau-)Geschwindigkeit und Kosten über den Einsatz von Robotik. Darüber hinaus steigt die Anfrage von hybriden Anlagen aus Photovoltaik mit Batteriespeichersystemen (BESS). GOLDBECK SOLAR wird dieses Marktsegment mit ausgewählten Partnern und Lieferanten ausbauen. 5.2 Zweigniederlassungen Die GOLDBECK SOLAR unterhält keine Zweigniederlassungen.
Hirschberg, 13. August 2025 Joachim Goldbeck Tobias Roland Schüßler Bilanz zum 31. Dezember 2024Aktiva scroll
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. April 2024 bis 31. Dezember 2024scroll
Anhang für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. April 2024 bis 31. Dezember 2024Allgemeine AngabenDie GOLDBECK Solar GmbH, mit Sitz Goldbeckstraße 7, in 69493 Hirschberg, ist unter der Nummer HRB 433009 in das Handelsregister beim Amtsgericht Mannheim eingetragen. Der Abschluss der GOLDBECK Solar GmbH, Hirschberg, für den Zeitraum vom 01. April 2024 bis 31. Dezember 2024 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches unter Berücksichtigung des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2024 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt. Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Durch den Gesellschafterbeschluss vom 16.04.2024 wurde im Jahr 2024 das Geschäftsjahr auf ein kalendergleiches Jahr umgestellt, so dass für den Zeitraum vom 1. April bis zum 31. Dezember 2024 ein Rumpfgeschäftsjahr entstanden ist. Insofern ist die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahresabschluss, insbesondere hinsichtlich der Gewinn- und Verlustrechnung nur eingeschränkt gegeben. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenFür die Aufstellung des Jahresabschlusses sind die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Das Wahlrecht zum Ansatz von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen wurde in Anspruch genommen. Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände sind mit den angefallenen Herstellungskosten, auf Basis von angefallenen Einzelkosten, bewertet und werden über die voraussichtliche betriebliche Nutzungsdauer planmäßig, linear abgeschrieben. Dabei werden nur Kosten für die Entwicklung berücksichtigt. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei Jahren abgeschrieben. Eine Ausnahme bilden die EDV-Programme mit Anschaffungskosten unter EUR 250,00. Diese werden sofort in voller Höhe aufwandswirksam erfasst. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Anlagegüter werden linear abgeschrieben. Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von weniger als EUR 800,00 werden als geringwertige Wirtschaftsgüter zum Zeitpunkt der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Sammelposten aus Vorjahren werden über fünf Jahre abgeschrieben und am Ende der Laufzeit im Anlagenspiegel als Abgang erfasst. Bei den Finanzanlagen werden die Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Vorräte werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Soweit erforderlich, werden Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, durch Gängigkeitsabschläge berücksichtigt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind mit den durchschnittlichen Einstandspreisen oder dem niedrigeren beizulegenden Wert aktiviert. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungskosten und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten, Abschreibungen sowie angemessene Teile der allgemeinen Verwaltungskosten berücksichtigt werden. Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung werden nicht aktiviert. In allen Fällen wird verlustfrei bewertet, d. h. es werden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Erhaltene Anzahlungen, die im Zusammenhang mit den in Ausführung befindlichen Aufträgen stehen, werden maximal bis zur Höhe der Vorräte offen von diesen abgesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt und werden unter Berücksichtigung angemessener Abschläge für alle erkannten Risiken bewertet. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch einen pauschalen Abschlag Rechnung getragen. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Beim Ansatz der latenten Steuern werden, die sich aus den unterschiedlichen Wertansätzen in Handels- und Steuerbilanz ergebenen Differenzen mit einem Steuersatz von 28,0 % bewertet. Vom Wahlrecht der Verrechnung von aktiven und passiven latenten Steuern wird, sofern vorhanden, Gebrauch gemacht. Vom Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird kein Gebrauch gemacht, so dass sich kein Ausweis latenter Steuern in der Bilanz ergibt. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthalten nur Ausgaben vor dem Stichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Kapitalrücklage resultiert aus § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Die Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 298 Abs. 1 i.V.m. § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 298 Abs. 1 i.V.m. § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Passive Rechnungsabgrenzungsposten enthalten nur Einnahmen vor dem Stichtag, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen. Angaben zur BilanzAnlagevermögen Im Geschäftsjahr wurde ein Betrag in Höhe von TEUR 914 für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens aktiviert. Gemäß § 268 Abs. 8 HGB unterliegt dieser Betrag einer Ausschüttungssperre. Die Entwicklung des Anlagevermögens im Rumpfgeschäftsjahr 2024 ist in einem Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen (Anteilsbesitz), setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungsstruktur kann der nachfolgenden Aufstellung entnommen werden (in TEUR): scroll
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren ausschließlich aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Im Geschäftsjahr wurde gegenüber einer Tochtergesellschaft im Zusammenhang mit dem Kanada-Geschäft eine Wertberichtigung in Höhe von EUR 7,1 Mio. vorgenommen. Eigenkapital Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt TEUR 1.100. Zur Abwendung der bilanziellen Überschuldung wurde eine Rangrücktrittserklärung zwischen der Joachim Goldbeck Holding GmbH als Muttergesellschaft und der Goldbeck Solar GmbH unterzeichnet. Die Vereinbarung regelt den qualifizierten Rangrücktritt der Joachim Goldbeck Holding GmbH hinsichtlich aller zum Bilanzstichtag existierenden, sowie aller zukünftigen Forderungen bis zum 30. Juni 2027 gegenüber der GOLDBECK Solar GmbH. Steuerrückstellungen Die Steuerrückstellungen von insgesamt TEUR 5.279 (Vorjahr: TEUR 5.067) entfallen in Höhe von TEUR 3.386 auf das Rumpfgeschäftsjahr 2024. Der restliche Betrag betrifft Vorjahre. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen aus der Projektabwicklung (Nachlaufkosten TEUR 13.494 und Gewährleistungen TEUR 1.056), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen von TEUR 3.599 sowie Rückstellungen für rückständigen Urlaub, Gleitzeitguthaben und Tantiemen von insgesamt TEUR 1.246. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeitsstruktur kann der nachfolgenden Aufstellung entnommen werden (in TEUR): scroll
Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten u.a. TEUR 2.388 (Vorjahr: TEUR 8.307) Steuerverbindlichkeiten und TEUR 45 (Vorjahr: TEUR 21) Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten Der passive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 447 (Vorjahr: TEUR 1.172) resultiert im Wesentlichen aus abgegrenzten Leistungs- und Lieferverträgen aus dem Bereich O&M (Operations und Maintenance). Angaben zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Die Umsatzerlöse entfallen mit TEUR 125.364 (Vorjahr: TEUR 93.080) auf das Inland und mit TEUR 54.020 (Vorjahr: TEUR 131.405) auf das Ausland. TEUR 172.730 (Vorjahr: TEUR 216.523) resultieren aus dem Geschäftsbereich EPC (Engineering, Procurement und Construction) und TEUR 6.655 (Vorjahr: TEUR 7.963) aus dem Geschäftsbereich O&M. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Währungsgewinne in Höhe von TEUR 2.621 (Vorjahr: TEUR 2.126) enthalten. Es bestehen periodenfremde Erträge von TEUR 327 (Vorjahr: TEUR 199). Diese resultieren im Wesentlichen aus der zusätzlichen Aktivierung von Aufwendungen für einen selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenstand aus den Vorjahren. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen Aufwendungen aus der Währungsumrechnung betragen TEUR 9.847 (Vorjahr: TEUR 5.656). Diese entfallen im Wesentlichen auf nicht realisierte Verluste aus der Neubewertung von Fremdwährungsgeschäften innerhalb der Unternehmensgruppe zum Bilanzstichtag. Es bestehen periodenfremde Aufwendungen von TEUR 139 (Vorjahr: TEUR 140). Diese resultieren im Wesentlichen aus der Ausbuchung von Forderungen. Zinsergebnis Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten Zinsen an verbundene Unternehmen von TEUR 1.490 (Vorjahr: TEUR 3.513) davon an Gesellschafter TEUR 1.244 (Vorjahr: TEUR 3.123), sowie Zinserträge von verbundenen Unternehmen TEUR 2.949 (Vorjahr: TEUR 2.644). Steuern vom Einkommen und Ertrag Die Steuern vom Einkommen und Ertrag beinhalten die das Rumpfgeschäftsjahr betreffenden laufenden Ertragssteuern in Höhe von TEUR 3.417 (Vorjahr: TEUR 1.034). Sonstige AngabenHaftungsverhältnisse Zum Bilanzstichtag bestanden keine Bürgschaften oder vergleichbare Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 2.297 (Vorjahr: TEUR 1.083). Diese sind innerhalb der kommenden zwölf Monate zu leisten. Mitarbeiter Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten betrug 220 (Vorjahr: 187) Angestellte. Sonstige Angaben Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr beträgt TEUR 70 und entfällt ausschließlich auf die Abschlussprüfung. Die GOLDBECK Solar GmbH wird in den Konzernabschluss der Joachim Goldbeck Holding GmbH, Hirschberg, einbezogen, die zugleich den Konzern für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der durch die Joachim Goldbeck Holding GmbH aufgestellte und veröffentlichte Konzernabschluss und Lagebericht entfaltet befreiende Wirkung für die GOLDBECK Solar GmbH i.S.d. § 291 HGB. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Es wird vorgeschlagen den Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 2.827 auf neue Rechnung vorzutragen. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter Der Gesellschafter Joachim Goldbeck Holding GmbH gewährte Darlehen im Rumpfgeschäftsjahr mit nachfolgenden Konditionen: scroll
Die gewährten Darlehen wurden zu vergünstigten Konditionen an die GOLDBECK Solar GmbH vergeben. Nachtragsbericht Es sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag eingetreten. Geschäftsführer sind die Herren:
Die Gesellschaft wird von den beiden Geschäftsführern hauptberuflich geleitet. Gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird von der Angabe der Bezüge abgesehen.
Hirschberg, 13. August 2025 Joachim Goldbeck Tobias Roland Schüßler Anlagenspiegelscroll
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BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die GOLDBECK Solar GmbH, Hirschberg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der GOLDBECK Solar GmbH, Hirschberg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. April 2024 bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der GOLDBECK Solar GmbH für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. April 2024 bis zum 31. Dezember 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bielefeld, den 13. August 2025 PricewaterhouseCoopers GmbH Volker Voelcker, Wirtschaftsprüfer ppa. Svea Bickmann, Wirtschaftsprüferin ***** Der Jahresabschluss zum 31.12.2024 wurde am 13.08.2025 festgestellt. |
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