Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 433009
Eingetragen
8.8.2001
Branche
Herstellung von SolarwärmekollektorenHerstellung von Solarzellen und SolarmodulenGroßhandel mit Photovoltaikmodulen
Gegenstand
Die Beratung, Planung Installation und Instandhaltung von Solarkraftwerken .

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Toralf Eggert
seit 11.2.2026
Prokura
Alexander Hofheinz
seit 23.1.2024
Prokura
Stefan Leo Spork
seit 23.1.2024
Prokura
Dirk Holzrichter
seit 23.1.2024
Prokura
Thorsten Lerch
seit 23.1.2024
Prokura
Prokura
Christian Marx
seit 19.7.2021
Prokura
Maik Gruel
seit 19.7.2021
Prokura
Steffen Emmerich
seit 19.7.2021
Prokura
Geschäftsführer
Joachim Goldbeck
seit 10.11.2005
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
1.078.000 €
98.00%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

GOLDBECK Solar GmbH

Hirschberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2022 bis zum 31.03.2023

Lagebericht 2022/2023

INHALTSVERZEICHNIS

1.1 GESCHÄFTSTÄTIGKEIT

1.2 RAHMENBEDINGUNGEN

1.2.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

1.2.2 Branchenentwicklung

1.2.3 Rechtliche und wirtschaftliche Einflussfaktoren

1.3 DARSTELLUNG DES GESCHÄFTSVERLAUFS

2.1 VERMÖGENSLAGE

2.2 FINANZLAGE

2.3 ERTRAGSLAGE

3.1 DARSTELLUNG DER RISIKOFELDER

3.1.1 Risiken aus der (gesamt-)wirtschaftlichen Entwicklung

3.1.2 Risiken aus dem markt- und branchenbedingten Umfeld

3.1.3 Produktrisiken

3.1.4 Währungsrisiken

3.1.5 Rohstoff- und Beschaffungsrisiken

3.1.6 Abhängigkeiten

3.1.7 Rechtliche Risiken

3.1.8 Finanzwirtschaftliche Risiken

3.1.9 IT-Risiken / Sonstige operative Risiken

3.2 RISIKEN IN BEZUG AUF DIE VERWENDUNG VON FINANZINSTRUMENTEN

3.2.1 Risikomanagementziele

3.2.2 Risikomanagementmethoden

3.2.3 Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken, Risiken aus Zahlungsstromschwankungen

3.3 CHANCEN

4.1 PROGNOSE

5.1 FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

5.2 ZWEIGNIEDERLASSUNGEN

1. GESCHÄFTS- UND RAHMENBEDINGUNGEN

1.1 Geschäftstätigkeit

Die GOLDBECK SOLAR GmbH ("GOLDBECK SOLAR") hat ihren Sitz in Hirschberg, Deutschland. GOLDBECK SOLAR ist ein familiengeführtes Unternehmen und ist spezialisiert auf die schlüsselfertige Errichtung gewerblicher Photovoltaik-Anlagen für die freie Fläche oder gewerbliche Dächer in Europa, Zentralasien sowie Nord- und Südamerika.

Die GOLDBECK SOLAR ist Teil der GOLDBECK SOLAR Gruppe, einer vertikal integrierten internationalen Unternehmensgruppe im Bereich Photovoltaik mit der Konzernmutter Joachim Goldbeck Holding GmbH, Hirschberg.

Die Unternehmensaktivitäten der GOLDBECK SOLAR konzentrieren sich insbesondere auf den schlüsselfertigen Bau und die Wartung von Solarkraftwerken. Die GOLDBECK SOLAR war im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022/2023 in Deutschland und den Niederlanden im Bereich der Photovoltaik-Großkraftwerke ein bedeutender Anbieter, in den Niederlanden - nach eigener Erfassung - sogar Marktführer im Bereich Engineering, Procurement and Construction (EPC) mit einem Marktanteil von rd. 25,0% im Large Utility Scale. Darüber hinaus weitete die GOLDBECK SOLAR und ihre Tochtergesellschaften ihre Unternehmensaktivitäten sukzessive aus und ist ferner in den Märkten Österreich, Polen, Irland, UK, Chile, Spanien und Kanada aktiv.

Partner, Kunden und Dienstleister werden vom Sitz der Gesellschaft aus betreut. Mit durchschnittlich 150 Mitarbeitern und den drei Geschäftsführern Joachim Goldbeck, Tobias Schüssler und Michiel Vanhoutte ist die GOLDBECK SOLAR eine 98-prozentige Tochter der Joachim Goldbeck Holding GmbH GmbH, Hirschberg, die wiederum in 100-prozentigem Besitz des Gründers Joachim Goldbeck ist.

1.2 Rahmenbedingungen

1.2.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Aufgrund der Bearbeitung regional unabhängiger Märkte ist GOLDBECK SOLAR weitgehend unabhängig von regional begrenzten konjunkturellen Schwächephasen. Gleichzeitig erweist sich GOLDBECK SOLARs Fokus auf stabilitätsgeprägte OECD Länder als natürliche Risikobegrenzung.

Im Geschäftsjahr 2022/2023 belasteten die hohe Inflation, der Ukraine-Krieg, sowie die Folgen der Covid-19-Pandemie die Weltwirtschaft und spiegelten sich in den Prognosen für das BIP wieder. Der Kriegsausbruch war bereits am Ende des vorangegangenen Geschäftsjahres, doch markierte er einen Wendepunkt der zunächst positiven wirtschaftlichen Vorzeichen für 2022 für die gesamte EU, welchen Bundeskanzler Olaf Scholz als "Zeitenwende" bezeichnete. Infolgedessen stiegen Rohstoffpreise stark an und Märkte wurden verunsichert. Als Konsequenz stieg das BIP in Deutschland im Jahr 2022 nur um 1,9% im Vergleich zum Vorjahr, bei einer Inflationsrate von 7,9% und steigendem Zinsniveau. Im Verlauf des Geschäftsjahres 2022/2023 sind die Energiepreise zum Teil stark gestiegen.

Für das Jahr 2023 erwartet die OECD eine stagnierende Wirtschaft, wobei sich das Exportwachstum und die Lieferketten erholen sollen.

1.2.2 Branchenentwicklung

Die Branche entwickelt sich in GOLDBECK SOLARs Kernmärkten (Europa, Zentralasien, sowie Nord- und Südamerika) sehr wachstumsstark. Der zuvor stark lokal dominierte Wettbewerb hat sich weiter internationalisiert. GOLDBECK SOLAR ist innerhalb dieser Markteinflüsse nach unserer Auffassung stark positioniert. Dies wird unterstützt durch die Unabhängigkeit und Gesellschafterstruktur, welche direkte Reaktionen auf Marktveränderungen ermöglichen.

Der seit dem vierten Quartal 2020 zu beobachtende deutliche Preisanstieg der Solarmodule setzte sich im Geschäftsjahr weiter fort, verlangsamte sich jedoch zum Ende hin bzw. war wieder leicht rückläufig mit einer positiven Tendenz zur Stabilisierung. Seitdem ist eine Entspannung der Lieferketten insgesamt zu beobachten, wobei die Beschaffung einzelner Komponenten weiterhin gestört ist. Ursächlich hierfür war die hohe marktgetriebene Nachfrage, in Verbindung mit den Auswirkungen des Kriegsbeginns und Ausläufer der Covid-19-Pandemie. Der im Februar 2022 begonnene Krieg in der Ukraine hatte Auswirkungen auf Metall- und Energiepreise, sowie auf eine stark gestiegene Nachfrage nach erneuerbaren Energiequellen. GOLDBECK SOLAR nutzt verstärkt Preisgleitklauseln, um Einkaufspreisschwankungen abzufedern.

Die von der International Renewable Energy Agency prognostizierten Zubauraten der erneuerbaren Energien zeigen sich in der Branche und bei GOLDBECK SOLAR in starken Auftragseingängen.

World Energy Transitions Outlook 2023: 1.5°C Pathway Figure 2.3

1.2.3 Rechtliche und wirtschaftliche Einflussfaktoren

Wie bereits dargestellt, sind insbesondere Preissteigerungen große wirtschaftliche Einflussfaktoren. Hierzu stellen sich rechtliche Einflussfaktoren, welche eine potenziell markt-disruptive Rolle spielen, wie beispielsweise kurzfristig erhobene oder eingestellte staatliche Förderprogramme zu Investitionsförderungen von PV-Anlagen oder Stromeinspeisetarife. Aus diesem Grund operiert GOLDBECK SOLAR in mehreren und fast ausschließlich regulatorisch und rechtlich stabilen Märkten.

Während die Höhe von staatlichen Förderszenarien weltweit abgenommen hat, steigt gleichermaßen der Anteil der Länder mit positiven Konditionen für die Anwendung und Einspeisung von Solarstrom. Trotz des Preisanstiegs für Rohstoffe, kann durch Photovoltaik der Solarstrom in vielen Märkten bereits ohne Förderung wirtschaftlich erzeugt und verkauft werden, so dass die politische Abhängigkeit von Förderungen deutlich abgenommen hat. Aktuell liegt die Herausforderung in GOLDBECK SOLARs Kernmärkten in der Beherrschung der geografisch unterschiedlichen Auftragsabwicklungsprozesse.

1.3 Darstellung des Geschäftsverlaufs

Der stabile Geschäftsverlauf mit einem konstanten Auftragseingang im Geschäftsjahr 2022/2023 dokumentiert nachdrücklich die oben gemachten Ausführungen zur Wettbewerbs- und Marktstellung der GOLDBECK SOLAR in den wesentlichen Geschäftsfeldern.

GOLDBECK SOLAR hat sich in die Lage versetzt, temporäre regionale Marktausfälle zu kompensieren. So haben auch die deutlich gestiegenen Preise der Solarmodule, sowie Verschiebungen der Umsetzung von Projekten das Geschäft nicht gefährdet. GOLDBECK SOLAR ist erfolgreich in der kontinuierlichen Expansion und hat sich als EPC (Engineering, Procurement and Construction) - nach eigener Erfassung - marktführend in den Niederlanden mit einem Marktanteil von rd. 25,0% etabliert. Darüber hinaus konnten neue Märkte wie beispielsweise Österreich hinzugewonnen werden.

Des Weiteren ist die eigene Projektentwicklung plangemäß fortgeschritten und trägt bereits zu einer Auslastungsstabilisierung und vertieften Wertschöpfung bei.

Als finanzielle Leistungsindikatoren zieht GOLDBECK SOLAR den Umsatz, die Gesamtleistung und das Ergebnis vor Steuern heran. Im Vorjahr wurde für 2022/2023 eine Umsatzsteigerung auf rund EUR 205 Mio. und eine Gesamtleistung von EUR 215 Mio. bei einem EBT im mittleren einstelligen Millionenbereich prognostiziert. Diese Prognose konnte dank überdurchschnittlicher Nachfrage auf EUR 219 Mio. Umsatz, auf EUR 257 Mio. Gesamtleistung und ein herausragendes Ergebnis vor Steuern von EUR 12 Mio. übertroffen werden.

Mit Wirkung zum 09. September 2022 hat GOLDBECK SOLAR den nordamerikanischen PV-EPC-Zweig von GP JOULE und damit eine 100%ige Beteiligung an der GP JOULE PV International GmbH & Co. KG, Reußenköge übernommen und ist seither mittelbar alleiniger Gesellschafter der beiden nordamerikanischen Unternehmen GP JOULE PV Canada Corp., New Brunswick/Kanada und GP JOULE PV USA Inc., Delaware/USA. Mit dieser Akquisition baut GOLDBECK SOLAR seine Position auf dem nordamerikanischen Kontinent aus. Im Geschäftsjahr 2023/2024 wurden die Gesellschaften in GOLDBECK SOLAR Canada Corp. sowie GOLDBECK SOLAR USA Inc. umbenannt.

Hinsichtlich nichtfinanzieller Leistungsindikatoren erarbeitet GOLDBECK SOLAR zum Zeitpunkt des Geschäftsjahresabschlusses eine Nachhaltigkeitsstrategie die unter anderem die Indikatoren der CO 2 Intensität, sowie die sukzessive Umstellung des Fuhrparks auf elektrisch betriebene Fahrzeuge vorsieht.

2. LAGE DES UNTERNEHMENS

2.1 Vermögenslage

GOLDBECK SOLAR weist eine solide Bilanzstruktur aus. Mit einer Bilanzsumme von EUR 145,9 Mio. (Vorjahr: EUR 49,2 Mio.) bei einem Eigenkapital von EUR 20,4 Mio. (Vorjahr: EUR 11,3 Mio.) ergibt dies eine Eigenkapitalquote von 14,0% (Vorjahr: 23,0%). Der Rückgang der Eigenkapitalquote resultiert im Wesentlichen aus der gestiegenen Bilanzsumme in Folge der Aufnahme von Gesellschafterdarlehen. Zur Finanzierung des großen Wachstums des Projektgeschäfts (+295,6% im Vergleich zum Vorjahr).

Das Anlagevermögen beträgt zum Abschlussstichtag EUR 3,6 Mio. (Vorjahr: EUR 2,5 Mio.), wobei die Veränderung im Wesentlichen aus einem Zuwachs der Finanzanlagen resultiert.

Das Umlaufvermögen in Höhe von EUR 141,7 Mio. (Vorjahr: EUR 46,5 Mio.) besteht größtenteils aus Vorräten (EUR 40,2 Mio.) und Forderungen (EUR 94,9 Mio.) sowie sonstigen Vermögensgegenständen (EUR 0,6 Mio.). Die liquiden Mittel liegen mit EUR 6,0 Mio. unter Vorjahresniveau.

Die Sonstigen Rückstellungen betragen EUR 7,6 Mio.

GOLDBECK SOLAR hat im Geschäftsjahr 2022/2023 weitere konzerninterne Finanzierungen, sowie Finanzierungen von nahestehenden Unternehmen aufgenommen und weist zum Bilanzstichtag Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von EUR 83,7 Mio. (Vorjahr: EUR 13,7 Mio.) und aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 20,9 Mio. (Vorjahr: EUR 8,1 Mio.) aus. Außerdem bestehen sonstige Verbindlichkeiten, welche EUR 4,7 Mio. (Vorjahr: EUR 3,2 Mio.) betragen.

2.2 Finanzlage

Die GOLDBECK SOLAR finanziert ihr Geschäft aus Eigenkapital und im Wesentlichen aus Gesellschafterdarlehen (zu vergünstigten Konditionen) sowie kurzfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten. Langfristige Bankverbindlichkeiten bestehen zum Bilanzstichtag nicht.

Liquide Mittel werden über den Konzern gebündelt, so dass eine für die GOLDBECK SOLAR notwendige Flexibilität der Mittelallokation positiv ausgeprägt ist.

2.3 Ertragslage

Die Erträge der GOLDBECK SOLAR speisen sich im Wesentlichen durch die Deckungsbeiträge aus dem Bau von PV-Anlagen (EPC). Darüber hinaus tragen die regelmäßigen Wartungs- und Reparatureinnahmen (O&M-Service) zum Ertrag bei. Die Gesamtleistung ist um EUR 131,7 Mio. auf EUR 256,7 Mio. gestiegen. Hierin enthalten sind die wie üblich schwankenden Bestände an in Ausführung befindlicher Aufträge in Höhe von EUR 37,9 Mio. Die deutliche Steigerung der Gesamtleistung erklärt sich durch die Entwicklung des Marktes und der insgesamt signifikant gestiegenen Nachfrage nach PV-Anlagen.

Die Planbarkeit der zukünftigen Umsätze wird immer unter der stichtagsabhängigen Betrachtungsweise des HGB erschwert, weshalb die Bauleistung (realisierte Umsatzerlöse, plus Bestandsveränderungen inkl. pro rata Margenanteile) als weitere interne Steuerungs- und Planungsgröße herangezogen wird.

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von EUR 9,6 Mio. sind gegenüber dem Vorjahr (EUR 2,4 Mio.) merkbar angestiegen. Ein wesentlicher Posten ist insbesondere der realisierte Ertrag aus Währungseffekten aus abgeschlossenen Kurssicherungsgeschäften (EUR 5,6 Mio.).

Zur Erzielung der Bauleistung sind Materialaufwendungen in Höhe von EUR 230,1 Mio. angefallen. Dies entspricht einem Anteil von 89,6% der Bauleistung (Vorjahr: 90,5%).

Aufgrund des angestrebten Wachstums steigt die Anzahl der Mitarbeiter in der Gesellschaft und damit auch die Personalkosten weiter an. Die Personalaufwendungen betragen EUR 11,8 Mio.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind moderat auf EUR 11,2 Mio. (Vorjahr: EUR 8,8 Mio.) angestiegen. Ursächlich für den Anstieg waren unter anderem die realisierten Währungsverluste von EUR 2,0 Mio. (Vorjahr: EUR 1,0 Mio.).

Das Finanzergebnis verbessert sich im Vergleich zum Vorjahr geringfügig um TEUR 86 auf TEUR -266.

Das Ergebnis vor Steuern in Höhe von EUR 12,4 Mio. ist im Vergleich zum Vorjahr um EUR 9,4 Mio. deutlich gestiegen. Dies resultiert im Wesentlichen aus der sehr positiven Marktlage, der dadurch signifikant gestiegenen Gesamtleistung sowie dem sich wieder Richtung Normalniveau bei der Verfügbarkeit von Solarmodulen orientierenden Beschaffungsmarkt. Da sich die Lieferketten im Jahr 2023 als überwiegend stabil erweisen, sehen wir durch die weiterhin stark gewachsene Nachfrage nach PV positiv in die Zukunft.

3. RISIKO- UND CHANCENBERICHT

3.1 Darstellung der Risikofelder

3.1.1 Risiken aus der (gesamt-)wirtschaftlichen Entwicklung

Durch die marktseitige Diversifikation ist GOLDBECK SOLAR keinen bestandsgefährdenden landesspezifischen wirtschaftlichen Risiken ausgesetzt. Nachdem die Covid-19-Pandemie bei GOLDBECK SOLAR im vorigen Geschäftsjahr zu kurz- und mittelfristigen Verzögerungen in Projektumsetzungen geführt hat, insbesondere durch Reiseeinschränkungen und Verschiebungen von Lieferzeitpunkten von Materialien, waren die Auswirkungen in 2022/2023 von untergeordneter Bedeutung. Auch wegen der hohen Liquiditätsreserven ist GOLDBECK SOLAR derzeit keinen bestandsgefährdenden wirtschaftlichen Risiken ausgesetzt.

Der Krieg in der Ukraine hat die Nachfrage nach Solaranlagen und Strom aus Solaranlagen sprunghaft ansteigen lassen. Daraus resultierende Preissteigerungen von Komponenten sowie Dienstleistungen werden durch starkes Wachstum und höhere Verkaufspreise kompensiert. Lieferverzögerungen treten nur noch bei vereinzelten Komponenten auf.

Der rasant wachsende Bedarf an CO 2 freier Energie lässt erwarten, dass der Solarmarkt trotz einer drohenden Rezession weiter stark wachsen wird. Die stark angezogene Inflation erhöht die Kosten, die allerdings an die Kunden weitergegeben werden können.

3.1.2 Risiken aus dem markt- und branchenbedingten Umfeld

Durch die marktseitige Diversifikation, erlangte Branchenstellung, nachgewiesene Ertrags- und Abwicklungsqualität von Einzelprojekten und der Größe der bestehenden und stetig fortentwickelten Projektpipeline ist GOLDBECK SOLAR keinen bestandsgefährdenden Markt- oder Branchenrisiken ausgesetzt. Darüber hinaus hat sich GOLDBECK SOLAR verstärkt auf einen weiteren Kundenkreis konzentriert und zahlreiche Projektchancen für Institutionelle Großinvestoren im Bereich der Erneuerbaren Energien sowie Energieversorger platzieren und gewinnen können. In außereuropäischen Märkten traten keine nennenswerten überraschenden Sachverhalte auf.

3.1.3 Produktrisiken

GOLDBECK SOLAR ist aktuell keinen spezifischen und längerfristigen Produktrisiken ausgesetzt, nachdem die Qualitätsprüfung der Produkte durch unabhängige Dritte vorgenommen wird und in der Regel keine langfristigen Anschlussgarantien gegeben werden.

3.1.4 Währungsrisiken

Die GOLDBECK SOLAR unterliegt typischen Währungsrisiken des internationalen Projektgeschäfts, die sich in erster Linie aus dem Bezug von Gütern, insbesondere Solarmodulen, ergeben. Die Abwicklung des Einkaufs der Module erfolgt im Wesentlichen in USD oder in CNY. Zur Absicherung des Währungsrisikos wurden Absicherungsgeschäfte getätigt, die im Berichtszeitraum Währungsschwankungen positiv entgegenwirken konnten. Die Gesellschaft plant auch weiterhin entsprechende Währungsabsicherungen durchzuführen und teilweise währungsbasierte Preisgleitklauseln in die Kundenverträge aufzunehmen.

3.1.5 Rohstoff- und Beschaffungsrisiken

Wo Beschaffungsrisiken identifiziert sind, werden diese durch langfristige Partnerschaften und Rahmenverträge mit einer limitierten Anzahl anerkannter und qualifizierter Dienstleister/Lieferanten entsprechend beherrschbar gemacht und sich Produktions-Slots für die Projekte der GOLDBECK SOLAR sowie Übersee-Container für den Transport von China nach Europa gesichert. Darüber hinaus verfolgt GOLDBECK SOLAR ein Dual Source Konzept in der Beschaffung wesentlicher Komponenten. Die aktuellen Beschaffungsrisiken der GOLDBECK SOLAR betreffen hauptsächlich die Kernkomponente "Solarmodul". Der Großteil des Weltmarktes an Solarmodulen wird in China produziert. Wie im vergangenen Jahr spüren wir erhöhte Modulpreise, wobei deren Anstieg sich zuletzt verlangsamte. Auf die kurzfristigen Preisanstiege der Solarmodule sowie Logistikkosten wurde mit Preisgleitklauseln beim Verkauf neuer Projekte reagiert. Zudem werden Neuprojekte nur noch auf Basis angepasster Kostenstrukturen verkauft. Der Konflikt in der Ukraine verschärfte nochmals die Ressourcenknappheit, die sich in weiteren Preissteigerungen bei Rohstoffen und teilweise im Logistikbereich bemerkbar machte.

3.1.6 Abhängigkeiten

GOLDBECK SOLAR hat sich kunden- und lieferantenseitig breit aufgestellt, um Abhängigkeiten zu reduzieren. Es werden in aller Regel keine exklusiven Geschäftsbeziehungen eingegangen.

3.1.7 Rechtliche Risiken

GOLDBECK SOLAR ist aktuell lediglich mittleren rechtlichen Risiken ausgesetzt, da geschlossene Verträge üblicherweise keine langfristigen zukünftigen Verpflichtungen oder Garantien inkludieren. Zudem selektiert GOLDBECK SOLAR seine Partner mittels nachhaltigem Auswahlwahlprozess und unterhält wo nötig entsprechende Absicherungskonzepte.

3.1.8 Finanzwirtschaftliche Risiken

Durch die marktseitige Diversifikation, erlangte Branchenstellung, nachgewiesene Ertrags- und Abwicklungsqualität von Einzelprojekten und der Größe der bestehenden Projektpipeline sowie einer hohen Eigenfinanzierungskraft ist GOLDBECK SOLAR keinen bestandsgefährdenden finanzwirtschaftlichen Risiken ausgesetzt.

3.1.9 IT-Risiken / Sonstige operative Risiken

GOLDBECK SOLAR ist keinen spezifischen IT- oder operativen Risiken ausgesetzt, die nicht branchenüblich sind und damit im möglichen Rahmen abgesichert sind.

3.2 Risiken in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

3.2.1 Risikomanagementziele

GOLDBECK SOLARs Risikomanagementziele orientieren sich an Transparenz, Stabilität und Langfristigkeit.

3.2.2 Risikomanagementmethoden

GOLDBECK SOLAR orientiert sich hierbei an internationalen Standards und "Best Practices".

3.2.3 Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken, Risiken aus Zahlungsstromschwankungen

GOLDBECK SOLAR kann die geschäftsfeldtypischen Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen durch die starke marktseitige Diversifikation, erlangte Branchenstellung, fortlaufend ausgebaute strategische Partnerschaften, nachgewiesene Ertrags- und Entwicklungsqualität von Einzelprojekten, die Größe der bestehenden Projektpipeline und einer hohen Eigenfinanzierungskraft nachhaltig eingrenzen.

3.3 Chancen

Chancen ergeben sich aus den unter 1.2.2 und 1.2.3 dargestellten Rahmenbedingungen und unserer zuvor schon genannten eigenen Branchenstellung und Finanzierungskraft. Die Branche entwickelt sich in unseren Kernmärkten resilient wachstumsstark. GOLDBECK SOLAR ist innerhalb dieser Markteinflüsse nach unserer Auffassung stark positioniert. Das nachhaltige Branchenwachstum wird unter anderem auch durch die International Renewable Energy Agency erhoben und weiterhin bekräftigt. Durch gesunkene Stromerzeugungskosten auf Basis von Photovoltaik können solche Anlagen in vielen Märkten bereits ohne Förderung wirtschaftlich realisiert und deren erzeugter Strom zu marktüblichen Konditionen verkauft werden, so dass die politische Abhängigkeit deutlich abgenommen hat. Zusätzlich katalysierend auf die Nachfrage nach Solaranlagen und dem Strom aus Solaranalgen wirkt sich die in Folge des Ukraine-Kriegs entstandene Energiekrise aus, woraus weitere erhebliche Chancen für GOLDBECK SOLAR entstanden sind. In Summe bewirken die relativ günstigen Stromerzeugungskosten, ein verstärktes Ziel der Klimaneutralität sowie der Wunsch nach Energieunabhängigkeit global eine sehr starke Nachfrage. Begünstigt wird die Entwicklung durch den verstärkten Fokus der Energieautarkie und der Reduktion der Abhängigkeit vieler Staaten von Öl- und Gaslieferungen aus der russischen Föderation. Solar wird die zentrale Form der Energiegewinnung und mit ihrer marktprägenden Positionierung in einigen Märkten auf vier Kontinenten ist GOLDBECK SOLAR zukunftsfähig aufgestellt.

4. PROGNOSEBERICHT

4.1 Prognose

GOLDBECK SOLARs Märkte weisen ein ungebremstes Wachstum auf, das sich insbesondere in Europa und Südamerika weiter positiv auf die Geschäftsentwicklung von GOLDBECK SOLAR auswirken wird. Zusätzlich diversifiziert GOLDBECK SOLAR weiter regional innerhalb ihrer Kernregionen.

Die Modulpreise sind im Jahr 2022/2023 weiter angestiegen, zuletzt jedoch verlangsamt und befinden sich auf einem hohen Niveau. Des Weiteren beruhigen sich die Störungen der Lieferkette mehr und mehr. Demgegenüber unterliegen die Rohstoffpreise und Wechselkurse weiterhin teils hohen kurzfristigen Volatilitäten. Dies alles resultiert in Verbindung mit der gestiegenen Inflation in einer vorhanden aber bewältigbaren Herausforderung zur Umsetzung insbesondere großer Solarprojekte.

Wir gehen von einer weiterhin stark positiven Geschäftsentwicklung aus, die sich in einer attraktiven Projektpipeline und einem hohen Auftragsbestand widerspiegelt. Für das Geschäftsjahr 2023/2024 gehen wir von einem Umsatz in Höhe von EUR 200 Mio. und einer Gesamtleistung in Höhe von EUR 275 Mio. bei einem Ergebnis vor Steuern von rd. EUR 12 Mio. aus. Für das folgende Geschäftsjahr plant die Gesellschaft eine Umstellung des Geschäftsjahres auf das Kalenderjahr und dementsprechend eine 9 Monatsperiode als Rumpfgeschäftsjahr. Die Prognose hierfür sehen wir bei einem Umsatz in Höhe von EUR 175 Mio. bei rd. EUR 250 - 300 Mio. Gesamtleistung und einem Ergebnis von Steuern von rd. EUR 12 - 15 Mio. Der Charakter unseres Projektgeschäfts und die Umsatzrealisierung gemäß HGB bedingen bei längerfristigen Prognoseperioden gewisse Unschärfen in der Vorausschau.

5. SONSTIGE ANGABEN

5.1 Forschung und Entwicklung

GOLDBECK SOLAR entwickelt in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Institut für Wirtschaftsmathematik ein Werkzeug zur multikriteriellen Analyse von Solarparks. Damit werden die wirtschaftlichen Parameter unterschiedlicher Anlagenkonfigurationen transparent aufgezeigt und können projekt- und kundenspezifisch zur Identifizierung der best-geeignetsten Anlagenkonfiguration genutzt werden. Bei großen Anlagen können diese Optimierungen einen Unterschied von mehreren Millionen EUR Investitionsvolumen gegenüber konventionellen Planprozessen ausmachen.

Die Akzeptanz von Solaranlagen ist für eine weitere Skalierung dieser Technologie unabdingbar. Ein Lösungsansatz ist die Solaranlage mit Agrarnutzung zu kombinieren. Hier werden technische Umsetzungsmöglichkeiten, sowie der Einfluss auf Boden und Pflanzenwachstum in Zusammenarbeit mit Forschungsinstituten untersucht.

Darüber hinaus steigt die Anfrage von hybriden Anlagen aus Photovoltaik mit Batteriespeichersystemen (BESS). GOLDBCK SOLAR wird dieses Marktsegment mit ausgewählten Partnern und Lieferanten ausbauen.

5.2 Zweigniederlassungen

Die GOLDBECK SOLAR unterhält keine Zweigniederlassungen.

 

Hirschberg, 19. Oktober 2023

Joachim Goldbeck

Tobias Roland Schüssler

Michiel Vanhoutte

Bilanz zum 31. März 2023

Aktiva

31.03.2023
31.03.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 576.685,70 1.096.350,71
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 972.642,00 495.208,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 323.315,00 238.403,01
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.730.326,33 631.124,16
3.602.969,03 2.461.085,88
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 7.666.637,44 2.124.958,52
2. In Ausführung befindliche Bauaufträge für Fremde 100.055.912,27 62.143.679,60
3. Geleistete Anzahlungen 31.117.009,54 15.420.425,19
4. Erhaltene Anzahlungen -98.612.527,24 -58.926.270,48
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11.415.398,15 5.984.583,64
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 83.506.330,61 5.793.862,62
3. Sonstige Vermögensgegenstände 589.697,88 2.937.443,90
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 5.973.083,50 11.051.155,52
141.711.542,15 46.529.838,51
C. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten 617.189,88 232.343,66
145.931.701,06 49.223.268,05

Passiva

31.03.2023
31.03.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.100.000,00 1.100.000,00
II. Kapitalrücklage 2.800.000,00 2.800.000,00
III. Gewinnvortrag 7.443.901,62 5.582.207,99
IV. Jahresüberschuss 9.017.848,61 1.861.693,63
20.361.750,23 11.343.901,62
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 7.649.302,84 4.303.043,94
2. Sonstige Rückstellungen 7.606.000,00 7.552.000,00
15.255.302,84 11.855.043,94
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 20.911.756,60 8.107.962,11
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 83.692.941,17 13.721.274,92
3. Sonstige Verbindlichkeiten 4.717.146,80 3.179.730,56
109.321.844,57 25.008.967,59
D. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten 992.803,42 1.015.354,90
145.931.701,06 49.223.268,05

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. April 2022 bis 31. März 2023

01.04.2022- 31.03.2023
01.04.2021- 31.03.2022
1. Umsatzerlöse 218.788.882,26 80.078.451,23
2. Erhöhung des Bestands an in Ausführung befindlichen Bauaufträgen 37.912.232,67 44.932.409,81
3. Sonstige betriebliche Erträge 9.594.869,38 7.232.913,78
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 207.470.848,72 101.006.775,71
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 22.659.189,15 9.506.830,40
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 9.970.049,74 7.009.698,05
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.869.782,66 2.202.731,62
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 475.607,15 396.699,53
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 11.220.386,52 8.765.440,86
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.088.848,25 175.586,12
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.354.861,11 527.232,21
10. Ergebnis vor Steuern 12.364.107,51 3.003.952,56
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3.346.258,90 1.137.461,85
12. Ergebnis nach Steuern 9.017.848,61 1.866.490,71
13. Sonstige Steuern 0,00 4.797,08
14. Jahresüberschuss 9.017.848,61 1.861.693,63

Anhang für die Zeit vom 1. April 2022 bis 31. März 2023

Allgemeine Angaben

Die GOLDBECK Solar GmbH, mit Sitz Goldbeckstraße 7, in 69493 Hirschberg, ist unter der Nummer HRB 433009 in das Handelsregister beim Amtsgericht Mannheim eingetragen.

Der Abschluss der GOLDBECK Solar GmbH, Hirschberg, für den Zeitraum vom 01. April 2022 bis 31. März 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches unter Berücksichtigung des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag 31. März 2023 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt.

Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Das Wahlrecht zum Ansatz von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen wurde in Anspruch genommen. Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände sind mit den angefallenen Herstellungskosten, auf Basis von angefallenen Einzelkosten, bewertet und werden über die voraussichtliche betriebliche Nutzungsdauer planmäßig, linear abgeschrieben. Dabei werden nur Kosten für die Entwicklung berücksichtigt.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei Jahren abgeschrieben. Eine Ausnahme bilden die EDV-Programme mit Anschaffungskosten unter EUR 250,00; diese werden sofort in voller Höhe aufwandswirksam erfasst.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Anlagegüter werden linear abgeschrieben. Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von weniger als EUR 800,00 werden als geringwertige Wirtschaftsgüter zum Zeitpunkt der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Sammelposten aus Vorjahren werden über fünf Jahre abgeschrieben und am Ende der Laufzeit im Anlagenspiegel als Abgang erfasst.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten bewertet.

Vorräte werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Soweit erforderlich, werden Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, durch Gängigkeitsabschläge berücksichtigt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind mit den durchschnittlichen Einstandspreisen oder dem niedrigeren beizulegenden Wert aktiviert.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungskosten und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten, Abschreibungen sowie angemessene Teile der allgemeinen Verwaltungskosten berücksichtigt werden. Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung werden nicht aktiviert.

In allen Fällen wird verlustfrei bewertet, d.h. es werden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Erhaltene Anzahlungen, die im Zusammenhang mit den in Ausführung befindlichen Aufträgen stehen, werden maximal bis zur Höhe der Vorräte offen von diesen abgesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt und werden unter Berücksichtigung angemessener Abschläge für alle erkannten Risiken bewertet. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch einen pauschalen Abschlag Rechnung getragen.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Beim Ansatz der latenten Steuern werden, die sich aus den unterschiedlichen Wertansätzen in Handels- und Steuerbilanz ergebenen Differenzen mit einem Steuersatz von 28,0% bewertet. Vom Wahlrecht der Verrechnung von aktiven und passiven latenten Steuern wird, sofern vorhanden, Gebrauch gemacht. Vom Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird kein Gebrauch gemacht, so dass sich kein Ausweis latenter Steuern in der Bilanz ergibt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthalten nur Ausgaben vor dem Stichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Kapitalrücklage resultiert aus § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt.

Die Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 298 Abs. 1 i.V.m. § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 298 Abs. 1 i.V.m. § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten enthalten nur Einnahmen vor dem Stichtag, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen.

Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Jahr 2022/2023 ist in einem Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen (Anteilsbesitz), setzen sich wie folgt zusammen:

Gesellschaft Anteil am Kapital Abschlussstichtag Eigenkapital Ergebnis nach Steuern Währung
Goldbeck Solar Espana S.L., Madrid/Spanien 100% 31.12.2022 -85.671 -73.090 EUR
GOLDBECK Italia S.R.L., Bergamo/Italien 100% 31.12.2022 -24.006 -24.586 EUR
GOLDBECK Solar Ltd., Birmingham/England 100% 31.03.2021 -1.971.247 89.605 GBP
GOLDBECK Turkey Solar Enerjisi Sistemleri Ticeret Ltd. Sirketi, Istanbul/Türkei 100% 31.12.2021 -13.944.555 -5.083.088 TRY
GOLDBECK Solar Nederland B.V., Zuidbroek/Niederlande 100% 31.03.2022 149.569 -10.288 EUR
GOLDBECK SOLAR Polska Sp. z o.o., Komorniki/Polen 100% 31.12.2022 -7.732.537 -7.130.160 PLN
TOO PV Construction, Saran/Kasachstan 99% 31.12.2022 178.768 33.816 tsd. KZT
TOO SES Saran, Saran/Kasachstan 1% 31.12.2022 2.251.668 -2.166.347 tsd. KZT
TOO KazSolar 50, Saran/Kasachstan 1% 31.12.2022 2.383.832 -1.367.649 tsd. KZT
Zonnepark Services Nederland B.V., Utrecht/Niederlande 33,7% 31.12.2022 26.725 14.413 EUR
Goldbeck Solar (Thailand) Co., Ltd., Bangkok/Thailand 16% 31.03.2021 -617.667 2.115.337 THB
GP Joule PV International GmbH & Co. KG, Reußenköge/Deutschland 100% 31.12.2022 Hinweis * Hinweis * EUR

* zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung lagen diese Informationen noch nicht vor

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungsstruktur kann der nachfolgenden Aufstellung entnommen werden (in TEUR):

Forderungen Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
von 1 Jahr von 1 Jahr bis 5 Jahren von mehr als 5 Jahren
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11.415 11.415 0 0
im Vorjahr 5.985 5.985 0 0
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 83.506 83.506 0 0
im Vorjahr 5.794 5.794 0 0
Sonstige Vermögensgegenstände 590 590 0 0
im Vorjahr 2.937 2.937 0 0
Summen 95.511 95.511 0 0
im Vorjahr 14.716 14.716 0 0

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren ausschließlich aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr.

Latente Steuern

Unterschiedliche Wertansätze im Bereich der Sonstigen Rückstellungen würden zu aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 51 führen. Vom Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 1 HGB wurde kein Gebrauch gemacht und auf den Ansatz der aktiven latenten Steuern in der Bilanz verzichtet.

Eigenkapital

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt TEUR 1.100.

Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen von insgesamt TEUR 7.649 (Vorjahr: TEUR 4.303) entfallen in Höhe von TEUR 3.314 auf das Geschäftsjahr 2022/2023. Der restliche Betrag betrifft Vorjahre.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen aus der Projektabwicklung (Gewährleistungen, noch zu erbringende Leistungen), Rückstellungen für rückständigen Urlaub, Gleitzeitguthaben und Tantiemen.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeitsstruktur kann der nachfolgenden Aufstellung entnommen werden (in TEUR):

Verbindlichkeiten Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
von 1 Jahr von 1 Jahr bis 5 Jahren von mehr als 5 Jahren
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 20.912 20.912 0 0
im Vorjahr 8.108 8.108 0 0
Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen 83.693 9.899 73.794 0
im Vorjahr 13.721 13.721 0 0
- davon gegenüber Gesellschaftern 78.000 4.206 73.794 0
im Vorjahr 13.431 13.431 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 4.717 4.717 0 0
im Vorjahr 3.180 3.180 0 0
Summe 109.322 35.528 73.794 0
im Vorjahr 25.009 25.009 0 0

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten u.a. TEUR 4.748 (Vorjahr: TEUR 124) Steuerverbindlichkeiten und TEUR 17 (Vorjahr: TEUR 16) Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit.

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 993 (Vorjahr: TEUR 1.015) resultiert im Wesentlichen aus abgegrenzten Leistungs- und Lieferverträgen aus dem Bereich O&M (Operations und Maintenance).

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse entfallen mit TEUR 46.265 (Vorjahr: TEUR 31.218) auf das Inland und mit TEUR 172.524 (Vorjahr: TEUR 48.860) auf das Ausland. 211.173 TEUR (Vorjahr: TEUR 73.616) resultieren aus dem Geschäftsbereich EPC (Engineering, Procurement und Construction) und 7.616 TEUR (Vorjahr: TEUR 6.462) aus dem Geschäftsbereich O&M.

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Währungskursgewinne in Höhe von TEUR 5.569 (Vorjahr: TEUR 7.045) enthalten.

Es bestehen periodenfremde Erträge von TEUR 3.525 (Vorjahr: TEUR 0). Diese resultieren im Wesentlichen aus der Auflösung einer nicht mehr bestehenden Darlehensverbindlichkeit.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen Währungskursverluste betragen TEUR 2.049 (Vorjahr: TEUR 953).

Es bestehen periodenfremde Aufwendungen von TEUR 55 (Vorjahr: TEUR 46). Diese resultieren im Wesentlichen aus der Auflösung von verjährten Forderungen.

Zinsergebnis

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten Zinsen an verbundene Unternehmen von TEUR 1.124 (Vorjahr: TEUR 348) davon an Gesellschafter TEUR 1.048 (Vorjahr: TEUR 348), sowie Zinserträge von verbundenen Unternehmen TEUR 1.028 (Vorjahr: TEUR 52).

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden laufenden Ertragssteuern in Höhe von TEUR 3.346 (Vorjahr: TEUR 1.137).

Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Es bestanden zum Bilanzstichtag Bürgschaften für die Tochtergesellschaft GOLDBECK Solar Ltd. in Höhe von GBP 3,7 Mio., die zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses bereits erloschen sind.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 1.071 (Vorjahr: TEUR 1.099). Diese sind innerhalb der kommenden zwölf Monate zu leisten.

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten betrug 150 (Vorjahr: 132) Angestellte.

Sonstige Angaben

Auf die Angabe von Organbezügen wird unter der Inanspruchnahme des § 268 Abs. 4 HGB verzichtet.

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 50 und entfällt ausschließlich auf die Abschlussprüfung.

Die GOLDBECK Solar GmbH wird in den Konzernabschluss der Joachim Goldbeck Holding GmbH, Hirschberg einbezogen, die zugleich den Konzern für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der durch die Joachim Goldbeck Holding GmbH aufgestellte und veröffentlichte Konzernabschluss und Lagebericht entfaltet befreiende Wirkung für die GOLDBECK Solar GmbH i.S.d. § 291 HGB. Der Konzernabschluss ist im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

Es wird vorgeschlagen den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 9.018 auf neue Rechnung vorzutragen.

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter

Der Gesellschafter Joachim Goldbeck Holding GmbH gewährte Darlehen im Geschäftsjahr mit nachfolgenden Konditionen:

Darlehensstand 31.03.2023 73.794.447,79 EUR
Zinssatz 2%
Laufzeit mittelfristig
Sicherheiten keine

Die gewährten Darlehen wurden zu vergünstigten Konditionen an die GOLDBECK Solar GmbH vergeben.

Nachtragsbericht

Es sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag eingetreten.

Geschäftsführer sind die Herren

 

Joachim Goldbeck, Weinheim

 

Tobias Roland Schüssler, Viernheim

 

Michiel Vanhoutte, Grünstadt

 

Hirschberg, 19. Oktober 2023

Joachim Goldbeck

Tobias Roland Schüssler

Michiel Vanhoutte

Anlagenspiegel

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.04.2022
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen 31.03.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.096.350,71 260.285,00 0,01 -779.950,00 576.685,70
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.318.022,09 -31.877,98 0,00 779.950,00 2.066.094,11
2.414.372,80 228.407,02 0,01 0,00 2.642.779,81
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 795.114,32 289.881,13 64.010,85 0,00 1.020.984,60
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.984.725,64 1.099.202,17 0,00 0,00 3.083.927,81
5.194.212,76 1.617.490,32 64.010,86 0,00 6.747.692,22
Abschreibungen
01.04.2022
Zugänge
Abgänge
31.03.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 822.814,09 270.638,02 0,00 1.093.452,11
822.814,09 270.638,02 0,00 1.093.452,11
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 556.711,31 204.969,13 64.010,84 697.669,60
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.353.601,48 0,00 0,00 1.353.601,48
2.733.126,88 475.607,15 64.010,84 3.144.723,19
Buchwerte
31.03.2023
31.03.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 576.685,70 1.096.350,71
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 972.642,00 495.208,00
1.549.327,70 1.591.558,71
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 323.315,00 238.403,01
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.730.326,33 631.124,16
3.602.969,03 2.461.085,88

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die GOLDBECK Solar GmbH, Hirschberg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der GOLDBECK Solar GmbH, Hirschberg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis zum 31. März 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der GOLDBECK Solar GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis zum 31. März 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis zum 31. März 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bielefeld, den 20. Oktober 2023

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Volker Voelcker, Wirtschaftsprüfer

ppa. Svea Bickmann, Wirtschaftsprüferin

Der Jahresabschluss zum 31. März 2023 wurde am 25. Oktober 2023 festgestellt.

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