se.future GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Antje Patti seit 15.9.2025 | Prokura |
Phillip Mally seit 25.1.2021 | Geschäftsführer |
Marina Schöning seit 25.1.2021 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Marina Schöning | 33.39% |
Phillip Mally | 33.39% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
se.services GmbHSchulzendorfJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023se.services GmbH, SchulzendorfDas Jahr 2023 war für die se.services GmbH insgesamt sehr erfolgreich, wichtige strategische und wirtschaftliche Ziele konnten erfolgreich umgesetzt werden. Wirtschaftliches Umfeld Konjunkturelle Entwicklung in Deutschland Die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland im Jahr 2023 war geprägt von einer Reihe von Herausforderungen und einer allgemein schwachen Wirtschaftslage. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Deutschlands ist im Jahr 2023 um etwa 0,4% geschrumpft. Diese Entwicklung ist auf eine anhaltende Schwäche in fast allen Wirtschaftssektoren zurückzuführen. Besonders betroffen waren der Wohnungsbau und das verarbeitende Gewerbe, während der private Konsum sich im zweiten Halbjahr langsam erholte. Der sich in den Jahren 2021 und 2022 aufgrund von Materialengpässen und der Energiekrise entwickelnde Import-, Erzeuger- und Verbraucherpreisschock hat die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland direkt stark belastet. Zum Jahresanfang 2023 lagen die entsprechenden Preisindices um 34 Prozent, 47 Prozent und 15 Prozent über dem Niveau von Anfang 2020. Die Inflationsrate lag im Jahr 2023 bei etwa 6%, was leicht unter der Rate von 2022 lag. Trotz sinkender Energiepreise blieben die Kosten für viele Güter und Dienstleistungen hoch. Die Europäische Zentralbank setzte ihre geldpolitische Straffung fort, um die Inflation zu bekämpfen, was jedoch die Investitionstätigkeit weiter dämpfte. Die Zahl der Erwerbstätigen stieg leicht auf etwa 45,9 Millionen Personen, während die Arbeitslosenquote auf 5,7% anstieg. Dies zeigt eine leichte Verschlechterung im Vergleich zu den Vorjahren, bedingt durch die allgemeine konjunkturelle Schwäche. Der Auftragseingang im Bauhauptgewerbe in Deutschland zeigte im Jahr 2023 eine durchwachsene Entwicklung. Im Januar 2023 fiel der reale (preisbereinigte) Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahresmonat um 21%, was einem der größten Rückgänge seit Januar 2009 entspricht. Dieser Rückgang war besonders im Wohnungsbau mit einem Minus von 32,7% deutlich zu spüren. Im Laufe des Jahres erholte sich der Auftragseingang jedoch teilweise. Im Juli 2023 stieg der reale Auftragseingang im Vergleich zum Vormonat um 9,6% und im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,5%. Dieser Anstieg wurde durch Großaufträge im Tiefbau (+14,6%) unterstützt, während der Hochbau einen Rückgang von 9,4% verzeichnete. Dennoch blieben die Auftragseingänge in den ersten sieben Monaten des Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum real um 10,7% niedriger. Nach den Daten des Statistischen Bundesamtes erreichte der Umsatz im Bauhauptgewerbe insgesamt in allen Betrieben 2023 ca. 162,6 Mrd. €, nach 160,4 Mrd. € im Jahr 2022. Der Umsatz erhöhte sich damit nominal um 1,3 %, verlor aber real um 5,3 %. Die Preissteigerung für Bauleistungen im Bauhauptgewerbe lag 2023 bei 7,0 %. Der Wohnungsbau war stark rückläufig. Die hohen Finanzierungskosten und die weiterhin hohen Baukosten führten zu einem Nachfragerückgang. Die Baugenehmigungen sanken um 26,6%, und der Umsatz fiel real um 11,9%. Der Wirtschaftsbau zeigte eine zweigeteilte Entwicklung. Während der Wirtschaftstiefbau aufgrund von Großprojekten im Zusammenhang mit der Energie- und Mobilitätswende wuchs (Auftragsbestände +34,0%, Umsatz real +4,6%), litt der Wirtschaftshochbau unter der schwachen Konjunktur und den hohen Zinsen. Neubau-Genehmigungen für Büro- und Verwaltungsgebäude gingen um fast 20,0% zurück. Insgesamt wurde im öffentlichen Bau 2023 ein Gesamtumsatz von etwa 44,6 Milliarden Euro erreicht, was einen realen Rückgang von 1,0% im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Per November 2023 meldet das Statistische Bundesamt für das Bauhauptgewerbe einen Anstieg der Insolvenzen um 265 auf 1.280 Insolvenzen (+26,0%). Hintergrund bleibt einerseits der hohe Kostendruck und andererseits ein anziehender Wettbewerb um Aufträge, der auf die erzielbaren Baupreise drückt. Die deutliche Zunahme der Insolvenzen im Bauhauptgewerbe ist beachtlich. Sie erfolgt gleichwohl von einer niedrigen Basis aus und bewegt sich im Kontext anderer Branchen. Ursächlich für die Steigerungen im Bauhauptgewerbe sind steigende Kosten auf der Einkaufseite und ein wieder anziehender Preiswettbewerb um Aufträge. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass 2023 ein schwieriges Jahr für die deutsche Wirtschaft war, geprägt von einer Schrumpfung des Bruttoinlandsprodukts, hoher Inflation und einer angespannten Lage auf dem Arbeitsmarkt. Konjunktur Elektrohandwerk Im Jahr 2023 zeigte sich die konjunkturelle Lage im Elektrohandwerk in Deutschland insgesamt stabil. Die Branche profitierte insbesondere von der Energiewende, die als stabilisierender Faktor wirkte. Allerdings gab es auch leichte Eintrübungen im Vergleich zu den Vorjahren. Die Geschäftslage und die Auftrags- sowie Umsatzentwicklung der Elektrohandwerke waren weiterhin positiv, wenngleich leicht rückläufig im Vergleich zum Frühjahr 2023. Dies lag unter anderem an der psychologischen Wirkung der Baukrise, die die Stimmung innerhalb der Branche etwas drückte. Trotz dieser Einflüsse blieb die Branche robust, vor allem dank ihrer Diversifizierung und der Fokussierung auf Altbausanierungen. Diese machten im Herbst 2023 18,5% des Umsatzes aus, während Neubauvorhaben nur 12,9% beitrugen. Der Geschäftsklimaindex lag mit 80 Punkten weiterhin auf einem hohen Niveau, auch wenn er im Vergleich zum Frühjahr (83,6 Punkte) leicht gesunken war. 66,4% der befragten Betriebe beurteilten ihre gegenwärtige Geschäftslage als gut, was zwar weniger als im Frühjahr (71,0%), aber mehr als im Herbst 2022 (64,5%) war. Ein besorgniserregender Aspekt war der Rückgang der Auftragspolster und der offenen Stellen. Im Herbst 2023 konnten noch 53,3% der Betriebe auf Auftragspolster von mehr als zwei Monaten verweisen, während es im Frühjahr noch 59,3% waren. Auch die Anzahl der Betriebe mit offenen Stellen sank von 66,4% im Frühjahr auf 59,9% im Herbst 2023. Trotz dieser Herausforderungen zeigte sich die Elektrohandwerksbranche als widerstandsfähig und weiterhin wichtig für die deutsche Wirtschaft, insbesondere im Zusammenhang mit der Energiewende und der zunehmenden Elektrifizierung. Entgeltentwicklung Während im Kalenderjahr 2023 die Tarife des Entgelttarifvertrags der Elektro- und Informationstechnischen Handwerke Berlin/Brandenburg, die zwischen dem Landesinnungsverband und der IG Metall vereinbart wurden, eine Lohnsteigerung von 7,0% verzeichneten, stiegen die Tarife im Kalenderjahr 2024 um weitere 4,5% an. Der aktuelle Tarifvertrag gilt bis zum 31.12.2024. In den kommenden Jahren werden aufgrund der stark gestiegenen Verbraucherpreise weiter hohe Tarifabschlüsse erwartet. Geschäftsverlauf Die se.services GmbH blickt auf ein ereignisreiches und erfolgreiches Geschäftsjahr 2023 zurück. Der Gesellschaft ist es gelungen, sich weiter stabil im Baunebengewerbe-Markt zu behaupten und ihre Stellung trotz wirtschaftlicher Rezession in Deutschland weiter auszubauen. Die Nachfrage im Baunebengewerbe war 2023 durchwachsen, man merkte eine verhaltene Stimmung bei Investoren und den Preisdruck aufgrund von Projektbudgets, die unter denen vor den Preissteigerungszeiten lagen. Insbesondere in der zweiten Jahreshälfte wurde auch der Wettbewerbsdruck größer. Das Volumen der Rahmenverträge steigerte sich im Geschäftsjahr, ebenfalls nahmen die Wartungserlöse zu. Erhöhungen bei den Aufwendungen u.a. für Material und Personal konnten größtenteils über die Preisgestaltung neuer Angebote an die Kunden weitergegeben werden. Bei bestehenden Langzeitverträgen bestand diese Möglichkeit nicht vollumfänglich. Tätigkeitsschwerpunkte und Kernkompetenzen der se.services GmbH sind weiterhin Installationsarbeiten, Verlege- und Montagearbeiten, der Einbau von E-Komponenten, Energieschränke, Sensorik und Inbetriebnahmen. Die Auftraggeber- Struktur konnte aufgrund der starken Marktpräsenz in der Region Berlin Brandenburg weiter um zusätzliche Generalunternehmer und Investoren ergänzt werden, wodurch in Verbindung mit beständigen Kundenbeziehungen die Marktposition ausgebaut werden konnte. Die Personalentwicklung war auch 2023 ein Fokusthema der strategischen Unternehmensentwicklung, um somit unsere Erfolgsposition und Wettbewerbsstärke weiter auszubauen. Besonderer Fokus lag auch im Geschäftsjahr 2023 auf Schulungen der Mitarbeiter. Die Beschäftigtenanzahl inklusive Auszubildende und Geschäftsführung lag im Jahresdurchschnitt bei 137 Mitarbeitern. Besonders hervorzuheben ist die Anzahl von 24 Auszubildenden, das entspricht einer Ausbildungsquote von 17,5%. Das bestehende Qualitätsmanagementsystem wurde im September 2023 entsprechend der Norm DIN EN ISO 9001:2015 von der Zertifizierung Bau e.V. in einem Re-Zertifizierungsaudit begutachtet. Ziel der Begutachtung war die Prüfung der Konformität des Systems mit den Anforderungen der DIN EN ISO 9001:2015 sowie die Ermittlung von Verbesserungspotenzialen für den Geltungsbereich Planung, Ausführung und Wartung von Elektroanlagen bis 30kV, Automatisierungs- und NS-Schaltanlagen, Gefahrenmeldeanlagen sowie Solaranlagen. Im Ergebnis wurde festgestellt, dass das Managementsystem der se.services GmbH prozess- und zielorientiert aufgebaut ist, weiterentwickelt wurde und die Erfüllung gesetzlicher, vertraglicher und normativer Anforderungen sicherstellt. Ertragslage Das Rohergebnis stieg im Berichtsjahr um 822 T€ an im Vergleich zum Vorjahr. Ursächlich für diese Entwicklung war vor allem der Anstieg der Umsatzerlöse. Die erhöhten Aufwendungen für Material und Fremdleistungen konnten bei bestehenden Verträgen mit Preisbindungen nicht vollständig an die Kunden weitergegeben werden und kompensierten damit teilweise den Anstieg der Umsatzerlöse. Die Personalaufwendungen sind um 4,8% von rd. 6.225 T€ im Vorjahr auf 6.523 T€ im Berichtsjahr angestiegen. Dies resultiert einerseits aus den Tariferhöhungen sowie auch erfolgten Bonuszahlungen. Im Berichtsjahr gab es keine wesentlichen Investitionen in das Anlagevermögen, sodass sich die Abschreibungen um 7 T€ von 159 T€ auf 152 T€ reduziert haben. Auch die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Berichtsjahr angestiegen. Diese haben sich im Berichtsjahr geringfügig von 1.295 T€ auf 1.332 T€ erhöht. Hintergrund sind neben gestiegenen Energiekosten und Instandhaltungen für Fahrzeuge und Gebäude auch erhöhte Softwarelizenzkosten sowie Fortbildungskosten. Da der Anstieg der betrieblichen Erträge insgesamt höher ausgefallen ist als der Anstieg der Aufwendungen ist das Betriebsergebnis als Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im Vergleich zum Vorjahr auf 2.111 T€ (im Vorjahr 1.618 T€) gestiegen. Die Umsatzrentabilität ist eine wesentliche Effizienzkennzahl des Unternehmens. Auf Grund der Erhöhung des Vorsteuerergebnisses stiegen auch die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag von rd. 434 T€ im Vorjahr auf rd. 570 T€ im Berichtsjahr. Wesentliche Steuerungskennzahlen sind neben der EBIT-Marge, Personalintensität und Materialintensität, sowie die Gesamtleistung und der Betriebsaufwand pro Mitarbeiter und pro produktivem Mitarbeiter. Die EBIT-Marge konnte im Geschäftsjahr um 0,9% gesteigert werden, die Personalintensität um 4,3% gesenkt, dies spricht für einen Effizienzzuwachs im Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr. Die Materialintensität hat sich um 4,7% erhöht, bedingt durch Baumaterialpreissteigerungen und eine Erhöhung der Fremdleistungsquote. Finanzlage Die Finanzlage der se.services GmbH war im Geschäftsjahr 2023 stabil und gut. Es bestanden und bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die Gesellschaft konnte jederzeit ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen. Der verfügbare Zahlungsmittelbestand hat sich im Jahr 2023 von 1.378 T€ auf 2.069 T€ erhöht. Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet die Gesellschaft weiterhin eine stabile Finanzlage. Vermögenslage Die Bilanzsumme ist von 13.807 T€ um 2.159 T€ auf 15.966 T€ gestiegen. Das Anlagevermögen ist von 360 T€ zum Vorjahresbilanzstichtag auf 249 T€ zum Bilanzstichtag zurückgegangen, da neue Fahrzeuge geleast wurden und keine größeren Investitionen erfolgten. Die Vorräte stiegen im Vergleich zum Vorjahr 10.717 T€ auf 12.234 T€. Der Anstieg resultiert aus einigen länger im Bau befindlichen Großprojekten. Dem Anstieg der unfertigen Leistungen steht ein höherer Anstieg der erhaltenen Anzahlungen gegenüber. Sämtliche Anzahlungen basieren auf Abrechnungen nach gemeinsamen Leistungsstandsfeststellungen bzw. gemeinsam mit den Kunden geprüften Aufmaßen. Ursächlich für den überproportionalen Anstieg ist vor allem konsequentes Forderungsmanagement. Die Kapitalstruktur der Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag mit 2.500 T€ ein höheres Eigenkapital als im Vorjahr mit 2.123 T€ aus. Die Eigenkapitalquote im Berichtsjahr ist insgesamt als weiterhin stabil und gut zu bezeichnen. Die Passivseite der Bilanz wird dominiert von den erhaltenden Anzahlungen (11.382 T€). Das langfristig gebundene Vermögen der se.services GmbH ist vollständig durch Eigenkapital finanziert. Risiko- und Chancenbericht Die Chancen und Risiken des Unternehmens sind in einem Risikomanagementsystem in strategische und operative Chancen und Risiken klassifiziert und weiter untergliedert in die jeweils zu betrachtenden Einflussfaktoren (u.a. Geschäftsumfeld, Rechtsentwicklung, Personalumgebung, Einkaufsumgebung, IT-Umgebung). Mittels SWOT-Analyse wurden die relevantesten Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken für das Unternehmen herausgearbeitet. Auf Basis der Unternehmensstrategie der se.services GmbH und den Führungsprinzipien wird bei der Unternehmenssteuerung besonderer Wert auf die Nachhaltigkeit der Unternehmensentwicklung gelegt. Neben der Bewertung und Beherrschung von Risiken spielt die Wahrnehmung sich bietender Chancen eine bedeutende Rolle in Entscheidungsprozessen. In den letzten Jahren ist es der Geschäftsleitung gelungen, durch rechtzeitige Identifizierung und anschließende Bewertung der ermittelten Risiken Schaden vom Unternehmen fernzuhalten und Chancen zu nutzen. Durch die Diversifikation auf mehrere Geschäftsfelder und Kundengruppen besteht keine direkte Abhängigkeit von einzelnen Kunden, Branchen oder Techniken. Wegen des überwiegenden Projektcharakters der Geschäftstätigkeit spielt die Beherrschung von Projektrisiken eine bedeutende Rolle. Es bestehen Risikochecklisten mit Ableitung von geeigneten Maßnahmen für verschiedene Phasen der Bautätigkeit, um frühzeitige Gegensteuerung bei Abweichungen oder erkennbaren Risiken zu ermöglichen. Die größten identifizierbaren externen Risiken des Geschäftsjahres waren politische Unruhen und die Baukrise. Konsequente wöchentliche Recherche und Marktbeobachtungen, um, soweit möglich, frühzeitig Gegensteuerungsmaßnahmen einleiten zu können sowie der weitere Aufbau strategischer Geschäftsbeziehungen, tragen zur Minderung der Risiken bei. Auch Zahlungsausfallrisiken durch Kunden nahmen deutlich zu. Daher wurde ein verstärkter Fokus auf ein solides Mahnwesen, zeitnahe Abrechnung der erbrachten Leistungen, der Zahlungsausfallversicherung und weiterer Maßnahmen wie z.B. der Bonitätsprüfung schon in der Angebotsphase gelegt. Ein weiteres großes identifizierbares externes Risiko des Unternehmens ist die Fachkräfteentwicklung. Der Fachkräftemangel in der Bundesrepublik ist in technischen Berufen stark und es dauert lange entsprechende Stellen zu besetzen. Weiterhin sind die Erwartungen an den Arbeitsplatz, die Work-Life-Balance und die Vergütung gestiegen. Ambitionierte Klimaziele und die Energiewende erfordern, dass die Zahl der Fachkräfte in technischen Berufen besonders schnell steigen müssen. Gleichzeitig geben viele Unternehmen ihren Betrieb auf, einige geraten in wirtschaftliche Schwierigkeiten aufgrund der Baukrise. Für unser Unternehmen setzt dies gleichwohl Potentiale frei Fachkräfte zu akquirieren. Im Geschäftsjahr ist es uns gelungen sowohl in der Montage als auch in der Projektleitung spezialisierte neue Mitarbeiter zu finden und zu binden. Für die se.services GmbH ist die Personalentwicklung ein relevantes Risiko, dessen Bedeutung im Verlauf der letzten Jahre angestiegen ist. Die bestehende Qualifizierung der Mitarbeiter muss ausgebaut werden, um mit den sich stetig weiterentwickelnden Anforderungen des Marktes Schritt zu halten. Eine solide Lieferanten- Nachunternehmer- und Personaldienstleisterstruktur mit langjähriger Zusammenarbeit und Bewertung auf Eignung mindert das Beschaffungsrisiko ebenso wie die Weitergabe von fluktuierenden Rohstoffnotierungen an die Kunden. Zum großen Teil konnte dies neben zusätzlichen Maßnahmen auch garantieren, dass alle Baustellen ohne Beschaffungsprobleme bedient werden konnten. Die internen Beschaffungsprozesse werden weiterentwickelt und ganzheitlicher betrachtet. Das Risikomanagementsystem ist in das Qualitätsmanagementsystem integriert und nach DIN EN ISO 9001:2015 als geeignetes Instrument des Qualitätsmanagements zertifiziert. Prognosebericht Allgemeine Einschätzung Die multiplen Krisen bedingt durch die Folgen der Corona-Pandemie und den Ukraine-Krieg haben den Wirtschaftskreislauf teilweise lahmgelegt bzw. dessen Entwicklung negativ beeinflusst und lösten zu Beginn 2023 eine Rezession in Deutschland aus. Alle Branchen und Unternehmen bekommen den jetzt in vielen Volkswirtschaften eingetretenen Wohlstandsverlust mittelbar zu spüren. Die Prognosen für die wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2024 sind von mehreren Faktoren beeinflusst, darunter die globale Konjunktur, geopolitische Entwicklungen, Energiepreise und die Geldpolitik der Zentralbanken. Die Weltwirtschaft wird voraussichtlich ein moderates Wachstum erleben. Laut dem Internationalen Währungsfonds könnte das globale Wachstum etwa 3,1-3,2% betragen. Die Inflationsraten könnten weiterhin hoch bleiben, allerdings wird erwartet, dass sie sich im Vergleich zu den Höchstständen von 2022-2023 allmählich stabilisieren. Zentralbanken könnten ihre Zinspolitik anpassen, um die Inflation zu bekämpfen, was Einfluss auf Investitionen und Konsum haben könnte. Anhaltende geopolitische Spannungen, insbesondere in Europa (z.B. der Ukraine-Konflikt), könnten Unsicherheiten verursachen und das wirtschaftliche Vertrauen beeinträchtigen. Handelsspannungen zwischen großen Volkswirtschaften, wie den USA und China, könnten ebenfalls Auswirkungen auf die globale Wirtschaft haben. Die Energiepreise, insbesondere für Öl und Gas, könnten weiterhin volatil bleiben und sich auf Produktionskosten und Verbraucherpreise auswirken. Fortschritte in der Energiewende und Investitionen in erneuerbare Energien könnten mittelfristig zu einer Stabilisierung der Energiepreise beitragen. Fortschritte in Technologien wie Künstliche Intelligenz, Automatisierung und grüne Technologien könnten neue Wachstumschancen bieten. Investitionen in Infrastrukturprojekte und Digitalisierung könnten das Wirtschaftswachstum unterstützen. Derzeit spürt das Elektrohandwerk in der Region Berlin Brandenburg bei gewerblichen und öffentlichen Auftraggebern leichte Nachfragerückgänge im Neubau. Dem gegenüber macht sich eine Tendenz zu mehr Sanierungen bemerkbar. Insbesondere die Nachfrage im Bereich der Erneuerbaren Energien erhöhte sich aufgrund politischer Maßnahmen deutlich. Insgesamt sind die Aussichten für die Konjunktur 2024 von mehreren Unsicherheiten geprägt, jedoch gibt es auch Chancen für Wachstum und Stabilisierung. Unternehmensspezifische Einschätzung Aufgrund des breiten Leistungsportfolios in Projektgeschäften, Rahmenverträgen, Wartung und Service in Verbindung mit einer differenzierten Kundenstruktur aus gewerblichen Unternehmen, öffentlichen Auftraggebern und zunehmender Zusammenarbeit mit Generalunternehmern erwartet die Geschäftsführung der se.services GmbH, dass die gesamtwirtschaftliche Rezession im Unternehmen weitgehend abgefedert und überbrückt werden kann. Sowohl im Projektbereich als auch im Servicebereich ist ein weitgehender Auftragsvorlauf für das gesamte Geschäftsjahr gegeben. Die vertraglich vereinbarten und avisierten Projekte entsprechen annähernd den kalkulatorischen Erwartungen. Aufgrund der Baukrise und aktueller Tendenzen rechnen wir im aktuellen Geschäftsjahr mit einer leicht geringeren Gesamtleistung und etwas schwächeren Ertragslage und für 2025 mit einem Aufschwung. Mittelfristig betrachten wir unsere Geschäftsaussichten weiterhin sehr positiv und beabsichtigen unser Geschäft weiter auszubauen. Der Fokus wird dabei stark auf die interne Weiterentwicklung von Prozessen, Personal und der IT-Umgebung bzw. Digitalisierung gelegt. Wir erwarten, dass das Marktvolumen in unserer Region Berlin/Brandenburg durch den benötigten Wohn- und Gewerberaum und die damit verbundene Infrastruktur zukünftig weiterhin wachsen wird. Die Entwicklung der Branche sehen Analysten "positiv". Aufgrund der Technikvielfalt im Elektrobereich (Installation/Montage) sollte in der Zukunft der Fokus auf bestimmte Bereiche gerichtet und diese verstärkt ausgebaut werden: - Infrastrukturen und Erneuerbare Energien - Digitalisierung und Steuerungen sowie - Sicherheit. Künftig wird von der Regierung und der Branche der Fokus sehr auf die Digitalisierung und Energiewende gerichtet. So wurden im Geschäftsjahr bundesweit weiterhin Glasfasernetze ausgebaut und hohe Investitionen in Digitalisierungsmedien getätigt. Der Bereich des integralen Planens und Bauens mittels Building Information Management (BIM) gewinnt immer mehr an Bedeutung. Gleichzeitig wurden viele Fördermaßnahmen zur Erhöhung der Energieeffizienz umgesetzt. Zukünftig werden ambitionierte Klimaziele dafür sorgen, dass der Fachkräftebedarf weiter ansteigt, um die Energiewende zu beschleunigen. Um Marktanteile zu halten und auszubauen setzt sich das Management der se.services GmbH mit den bestehenden Themen auseinander und definiert diese Ansprüche für die Dienstleistungsbereiche als zukünftige Aufgaben. Die Bedeutung von Personalentwicklung nimmt immer mehr zu. Die se.services ist regional (südliches Brandenburg) einer der größten Arbeitgeber im Elektrohandwerk und will diese Position mindestens halten, plangemäß aber ausbauen. Das Arbeitsumfeld und der Markt werden immer agiler, diese Agilität und Denken in ganzheitlichen Prozessen möchten wir auch in unserem Unternehmen weiter wecken. Durch einen starken Fokus auf die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter, übertarifliche Benefits, ein mitarbeiterfreundliches Betriebsklima und Investitionen in die strategische Personalentwicklung sichern wir die Qualifizierung und Spezialisierung. Es soll für die Zukunft die Durchschnittsqualifikation und die Belegschaft ausgebaut werden, um die entsprechend ambitionierteren Projekte und Aufgaben annehmen und umsetzen zu können. Der Bereich Montage soll um einige spezialisierte Mitarbeiter ergänzt werden, zusätzlich muss aufgrund der Demographie des Unternehmens und der geburtenschwachen Jahrgänge die Attraktivität für junge Leute gesteigert werden. Fachkräfte, die in das Rentenleben eintreten, müssen kompensiert werden. Die Steigerung der Attraktivität erreichen wir unter anderem auch durch einen höheren Grad der Digitalisierung und Transparenz. Im Jahr 2023, ist eine Umstellung des ERP-Systems erfolgt. Ebenfalls wurden die zuvor in anderen Programmen ausgelagerten Bereiche der Buchhaltung und Personalabrechnung harmonisiert und in das neue ERP-System integriert. Es ist eine erhebliche Steigerung der Effizienz zu beobachten und es ist weiterhin möglich die Prozesse ganzheitlicher abzubilden und zu betrachten. Somit werden wir die Qualität unserer Dienstleistungen in strategischer und operativer Hinsicht mittel- und langfristig noch mehr erhöhen. Alle betrieblichen Kernprozesse der Angebotserstellung und Warenwirtschaft, Projektabwicklung, Rechnungslegung, Buchhaltung und Personalabrechnung erfolgen erfolgreich im neuen System. Zusammenfassend betrachten wir den Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr 2024 und darüber hinaus auf 2025 trotz der weiterwirkenden Auswirkungen der politischen Unruhen und der Baukrise nach jetzigem Kenntnisstand aufgrund des breiten Dienstleistungsportfolios sowie der positiven Strukturentwicklung in der Region im Flughafenumfeld und den damit verbundenen Zuwachs- und Ausbauvolumen sowie dem Rückstau bei Sanierungen und der Errichtung technischer Infrastruktur und Aus- und Weiterbildungsgebäuden weiterhin zuversichtlich. Der Lagebericht enthält Aussagen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der se.services GmbH sowie auf allgemeine wirtschaftliche Entwicklungen beziehen. Diese Aussagen stellen subjektive Einschätzungen dar, die wir auf Basis, der uns aktuell zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die zu Grunde liegenden Annahmen nicht eintreten oder andere Risiken wirksam werden, können die tatsächlichen Ergebnisse von den derzeitigen Prognosen abweichen.
Schulzendorf, den 7. Juni 2024 Phillip Mally, Geschäftsführer Marina Schöning, Geschäftsführerin BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023se.services GmbH, SchulzendorfI. Allgemeine Angaben zum JahresabschlussDie se.services GmbH hat ihren Sitz in Schulzendorf und ist beim Registergericht Cottbus unter der Registernummer HRB 10299 CB eingetragen. Der Jahresabschluss der se.services GmbH, Schulzendorf ist nach den für sie geltenden handelsrechtlichen Vorschriften gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt worden. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Absatz 2 HGB auf. Die Bilanz ist gemäß § 266 HGB gegliedert. Die Wertansätze der Bilanz zum 31. Dezember 2022 wurden unverändert übernommen. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gliederungsschema des Gesamtkostenverfahrens gemäß § 275 Absatz 2 HGB angewendet. Die Postenbezeichnungen wurden gem. § 265 Abs. 5 HGB an die Bedürfnisse der Gesellschaft angepasst. II. Angaben zu Bilanzierungs- und BewertungsmethodenIm Einzelnen wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet: Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von drei Jahren) bewertet. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen (Nutzungsdauer zwischen ein und 13 Jahren) angesetzt. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 800,00 € werden im Zugangsjahr entsprechend den steuerlichen Regelungen voll abgeschrieben. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Waren erfolgte grundsätzlich zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Die erfassten und nachgewiesenen in Ausführung befindlichen Bauaufträge wurden grundsätzlich mit den angefallenen Materialeinzelkosten einschließlich bezogener Leistungen, Materialgemeinkosten, den angefallenen Fertigungseinzelkosten, den notwendigen Fertigungsgemeinkosten und den Kosten des Werteverzehrs des Anlagevermögens sowie Teilen der Verwaltungsgemeinkosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zu Nennwerten ausgewiesen. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden Einzelrisiken soweit erkennbar durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1,5% auf die Netto-Forderungen mit Ausnahme der Forderungen gegen öffentliche Auftraggeber Rechnung getragen. Die liquiden Mittel wurden mit ihrem Bestand zum Nennwert in die Bilanz aufgenommen. Entsprechend einer periodengerechten Aufwands- und Erfolgszuordnung wurde ein aktiver Rechnungsabgrenzungsposten gebildet. Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet und berücksichtigen grds. alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Im Jahr 2019 erhaltene Investitionszuschüsse wurden in einen Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen eingestellt. Die ertragswirksame Auflösung erfolgt entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der geförderten Vermögensgegenstände. Erhaltene Anzahlungen wurden mit dem Erfüllungsbetrag entsprechend § 268 Abs. 5 HGB, als Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. III. Angaben zu Posten der BilanzDie Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagegegenstände ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. Die sonstigen Vermögensgegenstände (106.374,19 €), beinhalten u.a. Gutschriften von Lieferanten und Kautionszahlungen. Die liquiden Mittel beinhalten den Bargeldbestand der Geschäftskasse und die Guthaben bei der Berliner Volksbank und der Deutschen Bank. Die im Geschäftsjahr 2023 und Vorjahren für die Folgegeschäftsjahre geleisteten Zahlungen wurden als aktive Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt. Die Beträge werden im Zeitablauf aufwandswirksam verrechnet. Das gezeichnete Kapital ist unverändert in einer Höhe von 50.000,00 € bilanziert. Die Kapitalrücklage in Höhe von insgesamt 284.503,98 € resultiert aus einem Aufgeld (Agio) zu der am 19.12.2014 beschlossenen Kapitalerhöhung. Der Gewinnvortag zum 31.12.2023 (663.545,23 €) entsteht aus dem Bilanzgewinn des Vorjahres (1.788.155,18 €) abzüglich einer im Jahr 2023 erfolgten Gewinnausschüttung. Der Sonderposten für Investitionszuschüsse (16.989,04 €) wurde für einen im Geschäftsjahr 2019 vom Land Brandenburg gewährten Investitionszuschuss im Jahr 2019 gebildet. Die ertragswirksame Auflösung erfolgt analog der Nutzungsdauer der geförderten Wirtschaftsgüter und kompensiert damit deren anteilige Abschreibung. Die Steuerrückstellungen (154.372,00 €) beinhalten den voraussichtlichen Aufwand für die Gewerbesteuer und die Körperschaftsteuer des abgelaufenen Geschäftsjahrs. Die sonstigen Rückstellungen (454.300,00 €) beinhalten im Wesentlichen: - Nicht in Anspruch genommene Urlaubsansprüche und geleisteten Überstunden der Arbeitnehmer - Beiträge zur Berufsgenossenschaft 2023 - Abschlusserstellungs- und Prüfungskosten für das Geschäftsjahr 2023 - Nachlaufkosten bereits fertig gestellter und abgerechneter Bauaufträge - Gewährleistungsrisiken sowie damit verbundene Prozesskosten - Kosten der Aufbewahrung der Geschäftsunterlagen - Tantiemen an die Geschäftsführer und Mitarbeiter Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen wurden für die in Arbeit befindlichen Aufträge vereinnahmt und ohne die gesetzliche Umsatzsteuer ausgewiesen. Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeiten Spiegel dargestellt:
Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen sind in Höhe von 1.610.688,28 € mit Vorauszahlungsbürgschaften gesichert. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus der Lieferung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie sonstigen Materialien und Leistungen. Weitere Besicherungen bestehen nicht. Die bilanzierten Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht (17.449,41 €) bestehen gegenüber dem Gesellschafter, der Schulzendorfer Elektro GmbH (SEG) aus den Betriebskostenabrechnungen (2023) für die von der SEG angemieteten Geschäftsräume. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen noch abzuführende Löhne und Gehälter, Lohn- und Kirchensteuer und Altersvorsorgeaufwendungen sowie der Umsatzsteuer des abgelaufenen Geschäftsjahres. Die latenten Steuern entwickelten sich im Berichtsjahr wie folgt:
Zum Abschlussstichtag bestanden Haftungsverhältnisse in Form von Bürgschaften für mögliche Forderungen der Auftraggeber aus Gewährleistungsansprüchen in Höhe von 3.815.116,60 €. Das Risiko der Inanspruchnahme wird anhand der geringen Inanspruchnahme in der Vergangenheit als niedrig eingeschätzt. IV. Angaben zur Gewinn- und VerlustrechnungKeine Angaben erforderlich. V. Sonstige AngabenWährend des Geschäftsjahres wurden durchschnittlich beschäftigt (ohne zwei Geschäftsführer):
Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch die Geschäftsführer: Frau Marina Schöning, Dipl. Kauffr. (FH), Königs Wusterhausen OT Zernsdorf Herrn Phillip Mally, me. (HWK), Bestensee geführt. Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit und haben Alleinvertretungsbefugnis. Die Gesamtbezüge der Geschäftsführer werden unter Anwendung der Schutzklausel des § 286 Absatz 4 HGB nicht angegeben. Die Gesellschaft hat zum 31. Dezember 2023 finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von insgesamt T€ 307. Die Verpflichtungen zum Bilanzstichtag resultieren aus der Anmietung der Betriebsgebäude (T€ 215) von der Gesellschafterin Schulzendorfer Elektro GmbH sowie Mietverträge mit Dritten (T€ 12). Die restlichen T€ 80 resultieren aus Leasingverträgen gegenüber Dritten. Davon sind Verträge in Höhe von (T€ 12) kurzfristig kündbar. Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, bestehen nicht. Der Bilanzgewinn in Höhe von 2.165.714,70 € der sich aus dem Jahresüberschuss in Höhe von 1.502.169,47 € und dem Gewinnvortrag von 663.545,23 € ergibt, soll nach dem Vorschlag der Geschäftsführung in Höhe von 1.502.169,47 € an die Gesellschafter ausgeschüttet werden und in Höhe von 663.544,23 € auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Schulzendorf, den 7. Juni 2024 Phillip Mally, Geschäftsführer Marina Schöning, Geschäftsführerin sonstige Berichtsbestandteile
Schulzendorf, 07.06.2024 gez. Marina Schöning Phillip Mally Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 25.06.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die se.services GmbH, Schulzendorf Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der se.services GmbH, Schulzendorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der se.services GmbH, Schulzendorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, 7. Juni 2024 AIOS
GmbH
Matthias Giese, Wirtschaftsprüfer Dr. Astrid Keuchel, Vereidigte Buchprüferin |
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