ROMACO Pharmatechnik GmbH

Am Heegwald 11, 76227 Karlsruhe, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 110573
Eingetragen
28.9.1989
Branche
BeteiligungsgesellschaftenHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Die Herstellung, der Vertrieb sowie der Handel mit Verpackungsmaschinen sowie aller mittelbar und unmittelbar damit im Zusammenhang stehenden Geschäfte, soweit sie nicht einer besonderen Genehmigung bedürfen. Die Gesellschaft ist berechtigt, sich an anderen Unternehmen beliebiger Rechtsform zu beteiligen sowie Zweigniederlassungen im In- und Ausland zu errichten.

Historie

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Management

NameRolle
Jens Wolfgang Torkel
seit 22.1.2026
Geschäftsführer
Xiaoyan Li
seit 22.10.2024
Geschäftsführer
Rudolf Wieland
seit 22.10.2024
Prokura
Geschäftsführer
Ralph Augenstein
seit 14.7.2021
Prokura
Andreas Wolfangel
seit 8.7.2020
Prokura
Matthias Charpentier
seit 26.1.2015
Prokura
Dietmar Jenner
seit 6.10.2006
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Truking Asset Management (Changsha) LtdCHN
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Romaco Holding GmbH
Germany
13.000.000 DM
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Konzern- und Jahresabschlüsse

ROMACO Pharmatechnik GmbH

Karlsruhe

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.11.2016 bis zum 31.10.2017

Bilanz zum 31. Oktober 2017

Aktiva

31.10.2017 31.10.2016
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.216.687,17   1.008.907,27  
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 46.647,51   67.666,51  
3. Geschäfts- oder Firmenwert 280.820,00 2.544.154,68 302.364,00 1.378.937,78
II. Sachanlagen        
1. Technische Anlagen und Maschinen 623.155,50   1.010.466,50  
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 422.179,09   323.276,71  
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 1.045.334,59 308.448,32 1.642.191,53
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 36.260.723,10   39.260.723,10  
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 4.000.000,00 40.260.723,10 8.000.000,00 47.260.723,10
    43.850.212,37   50.281.852,41
B. Umlaufvermögen        
I. Vorräte        
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.868.169,70   2.936.506,86  
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 11.699.902,00   13.037.430,00  
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 0,00   28.922,67  
4. Geleistete Anzahlungen 19.455,57 14.587.527,27 226.678,12 16.229.537,65
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände        
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.749.697,39   3.058.629,27  
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 14.692.896,03   14.158.083,89  
3. Sonstige Vermögensgegenstände 686.879,51 19.129.472,93 400.231,16 17.616.944,32
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks   455.517,63   7.566.946,17
    34.172.517,83   41.413.428,14
C. Rechnungsabgrenzungsposten   81.210,65   32.695,97
D. Aktive latente Steuern   6.184.230,00   6.802.769,00
    84.288.170,85   98.530.745,52

Passiva

       
    31.10.2017   31.10.2016
    EUR   EUR
A. Eigenkapital        
I. Gezeichnetes Kapital   6.646.794,45   6.646.794,45
II. Kapitalrücklage   20.696.728,44   27.696.728,44
III. Verlustvortrag   -8.000.854,97   -6.882.171,51
IV. Jahresüberschuss (i. Vj. Jahresfehlbetrag)   29.154,94   -1.118.683,46
    19.371.822,86   26.342.667,92
B. Rückstellungen        
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen   800.998,00   811.070,00
2. Steuerrückstellungen   35.311,76   0,00
3. Sonstige Rückstellungen   3.959.651,31   4.204.464,98
    4.795.961,07   5.015.534,98
C. Verbindlichkeiten        
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten   22.593.681,52   22.470.553,97
2. Verbindlichkeiten aus Genussscheinen   1.000.000,00   1.000.000,00
3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen   9.918.242,80   13.552.949,29
4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen   3.602.821,13   4.134.264,51
5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen   22.150.574,58   25.542.729,69
6. Sonstige Verbindlichkeiten   701.865,42   472.045,16
    59.967.185,45   67.172.542,62
D. Rechnungsabgrenzungsposten   153.201,47   0,00
    84.288.170,85   98.530.745,52

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. November 2016 bis 31. Oktober 2017

2016/2017 2015/2016 n.F. 2015/2016 a.F.
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse   42.608.484,01   30.829.305,62   29.836.568,96
2. Verminderung (i. Vj. Erhöhung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen   -1.501.812,51   4.407.912,96   4.407.912,96
3. Andere aktivierte Eigenleistungen   663.665,16   943.928,14   943.928,14
4. Sonstige betriebliche Erträge   429.719,78   191.297,34   1.184.034,00
5. Materialaufwand            
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 16.227.359,97   14.016.444,38   14.016.444,38  
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.744.786,62 17.972.146,59 1.537.135,68 15.553.580,06 1.017.491,90 15.033.936,28
6. Personalaufwand            
a) Löhne und Gehälter 11.484.442,42   10.817.151,63   10.817.151,63  
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung            
-- davon für Altersversorgung EUR 18.010,69 (i. Vj. EUR 23.122,78) 2.052.110,37 13.536.552,79 1.949.779,45 12.766.931,08 1.949.779,45 12.766.931,08
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   449.126,24   314.336,34   314.336,34
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen   11.131.573,30   9.924.770,51   10.444.414,29
9. Erträge aus Ergebnisabführungsvertrag   8.114.758,20   4.578.542,63   4.578.542,63
10. Erträge aus Beteiligungen   20.849,78   2.502,61   2.502,61
11. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens   419.507,63   481.315,62   481.315,62
12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge   599.772,05   200.014,73   200.014,73
-- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 175.623,59 (i. Vj. EUR 197.280,38)            
13. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens   400.000,00   0,00   0,00
14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen   1.199.019,76   1.005.193,09   1.005.193,09
-- davon an verbundene Unternehmen EUR 32.872,38 (i. Vj. EUR 68.625,13)            
-- davon aus Aufzinsung EUR 29.980,00 (i. Vj. EUR 32.704,00)            
15. Aufwendungen aus Verlustübernahme   5.696.006,83   4.122.355,68   4.122.355,68
16. Ergebnis vor Steuern   970.518,59   -2.052.347,11   -2.052.347,11
17. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (i. Vj. Ertrag)   -616.888,65   940.213,15   940.213,15
18. Ergebnis nach Steuern   353.629,94   -1.112.133,96   -1.112.133,96
19. Sonstige Steuern   -324.475,00   -6.549,50   -6.549,50
20. Jahresüberschuss (i. Vj. Jahresfehlbetrag)   29.154,94   -1.118.683,46   -1.118.683,46

ROMACO Pharmatechnik GmbH, Karlsruhe
HRB 110573 Mannheim

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. November 2016 bis 31. Oktober 2017

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Erleichterungen gemäß § 286 Abs. 4 HGB sowie § 288 Abs. 2 S. 1 HGB wurden in Anspruch genommen.

Der Jahresabschluss zum 31. Oktober 2017 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches erstmalig in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) unter Beachtung der für mittelgroße Kapitalgesellschaften vorgeschriebenen Bilanzierungs-, Bewertungs- und Gliederungsgrundsätze aufgestellt. Aus der erstmaligen Anwendung des BilRUG ergeben sich Auswirkungen auf die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung sowie auf Angaben im Anhang.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden grundsätzlich gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten. Änderungen aufgrund der erstmaligen Anwendung des BilRUG wurden beachtet. Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die Gesellschaft macht von dem Aktivierungswahlrecht selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände Gebrauch. Hierbei handelt es sich um bisher angefallene Entwicklungskosten noch nicht fertiggestellter immaterieller Vermögensgegenstände, welche entsprechend ihrer Nutzungsdauer zwischen 5-8 Jahren abgeschrieben werden.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, soweit abnutzbar, entsprechend ihrer Nutzungsdauer zwischen 4-5 Jahren um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen nach Maßgabe der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer vermindert. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von EUR 410,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Wertaufholungen werden entsprechend dann vorgenommen, wenn die Gründe für die außerplanmäßigen Wertberichtigungen entfallen sind. Ausleihungen sind grundsätzlich zum Nennwert abgesetzt.

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- und Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips und unter Berücksichtigung der Verwertbarkeit am Bilanzstichtag angesetzt. Alle erkennbaren Risiken, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu den gleitenden Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Für bestimmte Vermögensgegenstände von nachrangiger Bedeutung wurde ein Festwert angesetzt.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf aktuellen Betriebsabrechnungen beruhen, zu Herstellungskosten bewertet. Neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten und Fertigungslöhnen werden auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Sondergemeinkosten der Fertigung und fertigungsbedingter Werteverzehrs des Anlagevermögens berücksichtigt. Fremdkapitalzinsen und Kosten der allgemeinen Verwaltung werden nicht aktiviert. Handelswaren wurden zu Anschaffungskosten bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Die Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern auf bestehende steuerliche Verlustvorträge erfolgt im Hinblick auf die zukünftige Steuerentlastung auf Basis einer Steuerplanung über einen Zeithorizont der nächsten fünf Jahre.

Die Rückstellungen für Pensionen werden nach dem Prognoseverfahren unter Verwendung der "Richttafeln 2005 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 3,74 % gemäß der Rückstellungsabzinsungsverord-nung und Daten der Deutschen Bundesbank (Stand: 30.09.2017). Der Unterschiedsbetrag aus der Anpassung des 7-jährigen auf den 10-jährigen Durchschnittszinssatz gem. § 253 Abs. 2 und 6 HGB beträgt TEUR 86. Erwartete Rentensteigerungen wurden mit 1,75 % p.a. berücksichtigt. Eine Fluktuation wurde nicht angesetzt, da es sich um bereits geschlossene Pensionspläne handelt."

Die Steuerrückstellung und die sonstigen Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag (inklusive etwaiger zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet.

Soweit Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet werden, kommen folgende Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zur Anwendung: Ökonomische Sicherungsbeziehungen werden durch die Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell nachvollzogen. Bei den derzeit bestehenden Fällen wird die sogenannte "Einfrierungsmethode" angewandt, bei der die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko nicht bilanziert werden. Die sich ausgleichenden positiven und negativen Wertänderungen werden daher nicht erfolgswirksam erfasst. Ineffektivitäten werden erfolgswirksam als Rückstellung erfasst. Die Ermittlung der Effektivität erfolgt prospektiv nach der Methode des "Critical Term Matches" und retrospektiv mit der "hypothethischen Derivatemethode".

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Der Firmenwert Me-dipac wird mit einer Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben, da den geschäfts-wertbildenden Faktoren, immateriellen Werten und Technologien eine entsprechende längere Nutzungsdauer beigemessen wird (Produktionstechnologie, Know-how).

Finanzanlagen

Die Zusammensetzung des Anteilsbesitzes ist der folgenden Übersicht zu entnehmen:

Währung Beteiligung Eigenkapital Ergebnis*
% in Mio. LW in Mio. LW
Inland        
Romaco Innojet GmbH, (vormals Romaco 1), Steinen EUR 100,0 2,5 -5,7*
Romaco Immobilienverwaltungs GmbH, Karlsruhe EUR 94,9 5,1 0,5*
DBG Maple Immobilienverwaltungs GmbH & Co. KG, Karlsruhe EUR 94,9 0,3 0
Romaco Kilian GmbH (vorm. Kilian Tableting GmbH), Köln EUR 100,0 18,6 7,7*
Ausland        
Romaco S.r.l., Bologna, Italien EUR 100,0 4,5** 0,7**
Romaco North America Inc., Hamilton NJ, USA USD 100,0 1,2** -0,2**
Romaco do Brazil Ltda, Sao Paulo, Brasilien BRL 100,0 -6,0** 0,75**
Romaco France SAS, Strasbourg, Frankreich EUR 100,0 0,3 -0,2
Romaco Russia, Moscow, Russland RUB 99,0 2,0** 1,2**

*Vor Ergebnisabführungen

**Vorjahreswerte

Die restlichen 5,1% der Anteile an der Romaco Immobilienverwaltungs GmbH werden von der DBG Maple Immobilienverwaltungs GmbH & Co KG, Karlsruhe, gehalten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.10.2017 31.10.16
TEUR TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.750 3.058
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (0) (0)
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 14.693 14.158
davon gegen Gesellschafter (430) (581)
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (0) (0)
Sonstige Vermögensgegenstände 687 400
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (115) (164)
  19.130 17.616

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus Cashpool (TEUR 2.785, i. Vj. TEUR 1.142), aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr (TEUR 793, i. Vj. TEUR 5.432), aus Ergebnisabführung (TEUR 8.115, i. Vj. TEUR 4.594) sowie sonstige Forderungen aus Kapitalrückzahlungen seitens einer Tochtergesellschaft (TEUR 3.000, i. Vj. TEUR 2.500).

Latente Steuern

Der Berechnung wurde unverändert zum Vorjahr ein Steuersatz von 15,8 % für Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag sowie 15,5% für Gewerbesteuer zugrunde gelegt.

Auf körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 11.463 (i. Vj. TEUR 10.775) und gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 5.863 (i. Vj. TEUR 5.603) wurden latente Steueransprüche berücksichtigt, sodass in Summe aktive latente Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von TEUR 2.722 (i. Vj. TEUR 2.573) angesetzt wurden.

Auf temporäre Differenzen zwischen handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen wurden TEUR 3.462 (i. Vj. TEUR 4.230) aktive latente Steuern angesetzt. Hiervon entfallen TEUR 282 (i. Vj. TEUR 296) auf die Romaco Immobilienverwaltungs-GmbH, auf die Kilian Tableting GmbH TEUR 3.452 (i. Vj. TEUR 3.527) sowie auf die Romaco Innojet GmbH TEUR 83 (i. Vj. TEUR 99), die handelsrechtlich aufgrund den bestehenden Organschaften bei der Organträgerin zu erfassen sind. Auf die ROMACO Pharmatechnik GmbH entfallen passive latente Steuern in Höhe von TEUR 355, die mit den aktiven latenten Steuern verrechnet wurden.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beläuft sich auf DM 13.000.000,00. Es ist zum amtlich festgelegten DM/Euro-Umrechnungskurs von 1,95583 DM/EUR umgerechnet und in Höhe von EUR 6.646.794,45 in der Bilanz angegeben. Eine Umstellung auf Euro ist bislang nicht erfolgt.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden TEUR 7.000 aus der Kapitalrücklage entnommen und an die Gesellschafterin zurückbezahlt.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Personalrückstellungen (Altersteilzeit, Urlaub, Boni, Weihnachtsgeld, Berufsgenossenschaft und Überstunden) in Höhe von TEUR 1.192 (i. Vj. TEUR 1.243), Rückstellungen für ausstehende Fracht-, Verpackungs- sowie Nachlaufkosten in Höhe von TEUR 625 (i. Vj. TEUR 566), Rückstellungen für Provisionen in Höhe von TEUR 1.269 (i. Vj. TEUR 984) sowie Rückstellungen für Gewährleistungsansprüche in Höhe von TEUR 410 (i. Vj. TEUR 377). Für ein eigebettetes Derivat im Konsortialkreditvertrag wurde eine Drohverlustrückstellung in Höhe von TEUR 320 (i. Vj. TEUR 798) gebildet.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im folgenden Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt:

Art der Verbindlichkeiten (in TEUR) Gesamt
Bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre Über 5 Jahre 31.10.17 31.10.16
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.571 15.023 0 22.594  
(Vorjahr) (3.204) (9.600) (9.667)   (22.471)
2. Verbindlichkeiten aus Genussscheinen 0 0 1.000 1.000  
(Vorjahr) (0) (0) (1.000)   (1.000)
3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 9.918 0 0 9.918  
(Vorjahr) (13.553) (0) (0)   (13.553)
4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.603 0 0 3.603  
(Vorjahr) (4.134) (0) (0)   (4.134)
5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 22.151 0 0 22.151  
(Vorjahr) (25.543) (0) (0)   (25.543)
6. Sonstige Verbindlichkeiten 702 0 0 702  
(Vorjahr) (472) (0) (0)   (472)
  43.945 15.023 1.000 59.968 (67.173)

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten aus Cashpool (TEUR 10.027, i. Vj. TEUR 14.495), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 702, i. Vj. TEUR 1.200), Verbindlichkeit aus Darlehensvereinbarung (TEUR 5.726, i. Vj. TEUR 5.726) sowie Verbindlichkeiten aus der Verlustübernahme der Romaco Innojet GmbH (TEUR 5.696, i. Vj. TEUR 4.122).

Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin bestehen in Höhe von TEUR 580, (i. Vj. TEUR 229).

Zur Sicherung aller gegenwärtigen und künftigen Ansprüche gegen die Kreditnehmer im Rahmen der Konsortialkreditfinanzierung aus oder im Zusammenhang mit den Finanzierungsdokumenten hat die Gesellschaft den Banken bzw. dem Sicherheitentreuhänder (Sparkasse Pforzheim Calw) folgende Sicherheiten gestellt:

1.

Verpfändung aller gegenwärtigen und zukünftigen Geschäftsanteile an der Romaco S.r.l., Bologna, Italien, der Kilian Tableting GmbH, Köln, der Romaco Innojet GmbH, Steinen, sowie der Romaco Immobilienverwaltungs GmbH, Karlsruhe. Der besicherte Buchwert beträgt TEUR 37.012 (i. Vj. TEUR 37.012);

2.

Verpfändung sämtlicher Konten der Gesellschaft. Der besicherte Buchwert beträgt TEUR 452 (i. Vj. TEUR 7.567);

3.

Sicherungsabtretung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Globalzession) einschließlich der Sicherungsabtretung aller Rechte und Ansprüche aus bestehenden oder zukünftigen Warenkreditversicherungen und sonstigen bestehenden oder zukünftigen Sicherungsrechten bezogen auf den Forderungsbestand. Der besicherte Buchwert beträgt TEUR 3.750 (i. Vj. TEUR 3.058);

4.

Kapitalbelassungs- und Rangrücktrittserklärung der Investoren und der Genussscheininhaber;

5.

Sicherungsübereignung des aktuellen und des zukünftigen Anlagevermögens sowie der Warenlager und Vorräte am Standort Karlsruhe. Der besicherte Buchwert beträgt TEUR 15.633 (i. Vj. TEUR 17.872);

6.

Verpfändung der immateriellen Vermögensgegenstände der Gesellschaft. Der besicherte Buchwert beträgt TEUR 2.544 (i. Vj. TEUR 1.379).

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

1.11.2016- 31.10.2017 1.11.2015- 31.10.2016
TEUR % TEUR %
- Inland        
Maschinenverkauf 260 1 253 1
Ersatzteil/Reparatur/Montage 1.944 5 1.988 6
  2.204 6 2.241 7
- Ausland        
Maschinenverkauf 28.750 67 16.615 54
Ersatzteil/Reparatur/Montage 9.800 23 10.974 36
  38.550 90 27.589 90
Sonstige Erlöse 1.864 4 1.006 3
./. Erlösschmälerung -10 0 -7 0
  1.854 4 999 3
  42.608 100 30.829 100

Infolge der erstmaligen Anwendung des BilRUG wurden sonstige betriebliche Erträge von TEUR 1.204 (i. Vj. TEUR 992) in die Umsatzerlöse umgegliedert.

Andere aktivierte Eigenleistungen

Die anderen aktivierten Eigenleistungen beinhalten im Wesentlichen Leistungen aus der Aktivierung von Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 664 (i. Vj. TEUR 455). Hierbei handelt es sich um selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände in der Entwicklungsphase.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus Kursgewinne von TEUR 2 (i. Vj. TEUR 26).

Materialaufwand

Aus der erstmaligen Anwendung des BilRUG wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr TEUR 730 (i. Vj. TEUR 520) von sonstige betriebliche Aufwendungen in den Materialaufwand umgegliedert.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Kursverluste von TEUR 46 (i. Vj. TEUR 33).

Erträge aus Ergebnisabführungsvertrag

Die Erträge aus Ergebnisabführungsvertrag in Höhe von TEUR 8.115 (i. Vj. TEUR 4.579) betreffen die Ergebnisübernahme der Romaco Immobilienverwal-tungs GmbH, Karlsruhe, sowie der Romaco Kilian GmbH, Köln, aufgrund bestehender Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge.

Erträge aus Beteiligungen

Die Erträge aus Beteiligungen in Höhe von TEUR 21 (i. Vj. TEUR 3) resultieren aus der Ergebniszuweisung der DBG Maple Immobilienverwaltungs GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main, an der die Gesellschaft zu 94,9 % beteiligt ist.

Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens

Die Erträge in Höhe von TEUR 420 (i. Vj. TEUR 481) resultieren aus der langfristigen Ausleihung an die Romaco S.r.l., Bologna, Italien, die mit 6 % p.a. verzinst werden.

Zinsertrag

In den Zinserträgen sind Erträge aus der Marktwertänderung eines Derivats in Höhe von TEUR 424 enthalten.

Aufwendungen aus Verlustübernahme

Die Aufwendungen aus Ergebnisabführungsvertrag in Höhe von TEUR 5.696 (i. Vj. TEUR 4.122) betreffen die Ergebnisübernahme von der Romaco Innojet GmbH, Steinen, aufgrund eines bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrags.

Steuern von Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten Aufwendungen aus der Veränderung der aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 619 (i. Vj. Ertrag TEUR 932) und der laufenden Steuervergütung in Höhe von TEUR 2 (i. Vj. TEUR 8).

Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen auf Basis der am 31. Oktober 2017 bestehenden nichtkündbaren Verträge ergeben wie folgt:

Fällig Miete für den Grundbesitz Sonstige Miet- und Leasingverträge Summe
TEUR TEUR TEUR
innerhalb eines Jahres 144 175 319
nach zwei, aber innerhalb vier Jahren 0 230 230
nach fünf Jahren 0 5 5
  144 410 554

Davon bestehen TEUR 125 gegenüber der Romaco Immobilienverwaltungs GmbH, Karlsruhe, die ein verbundenes Unternehmen darstellt.

Die Gesellschaft hat ein Grundstück mit Produktionshallen einschließlich Büro- und Sozialräumen sowie Parkplätzen in Karlsruhe-Durlach angemietet. Die Anmietung erfüllt den Zweck, Zahlungsabflüsse, die bei einem Erwerb sofort anfallen würden, in die Zukunft zu verlagern und zum anderen muss das Risiko des Werteverzehrs nicht getragen werden. Der Vertrag kann mit einer Frist von drei Monaten gekündigt werden. Der jährliche Mietzins beträgt TEUR 498.

Eventualverbindlichkeiten

Die ROMACO Pharmatechnik GmbH ist in den weltweit tätigen Romaco-Konzern eingebunden. Als solcher unterliegt die Romaco Gruppe zahlreichen unterschiedlichen Anforderungen aus lokalen Jurisdiktionen, die bei Nichteinhaltung zu etwaigen Bußgeldern führen können. Zum Bilanzstichtag und Tag der Aufstellung des Konzernabschlusses lagen keine konkreten Hinweise vor, die zu nicht nur geringfügigen Bußgeldern führen würden.

Finanzierung und derivative Finanzinstrumente

Seit dem 27. September 2016 besteht ein Konsortialkreditvertrag mit einem Bankenkonsortium, welcher der langfristigen Finanzierung der Romaco Gruppe dient.

Zum Bilanzstichtag betrug die Verbindlichkeit des Tilgungskredites (Geldmarktkredit) EUR 10,2 Mio. (nachfolgend "Kredit A") und der endfällige Geldmarktkredit EUR 7,4 Mio. (nachfolgend "Kredit B").

Daneben räumten die Konsorten zu den Bedingungen des Konsortialkreditvertrags der Romaco Gruppe drei bilaterale Linien in Höhe von zusammen EUR 28,5 Mio. (nachfolgend "Kredit C", "Kredit D" und "Kredit E") ein. Bei Kredit C handelt es sich um eine Kontokorrentlinie, bei Kredit D handelt es sich um eine Avalkreditlinie und bei Kredit E handelt es sich um eine Exportlinie.

Die variabel verzinslichen Verbindlichkeiten beinhalten einen sog. Zero-Floor-Cap. Dies bedeutet, dass die Euribor-Entwicklung nach unten auf 0,00% begrenzt ist. Der Zero-Floor-Cap wird als sog. eingebettetes Derivat separat von den variabel verzinslichen Verbindlichkeiten bewertet. Somit entspricht der beizulegende Zeitwert der variabel verzinslichen Verbindlichkeit dem Nominalbetrag abzüglich des beizulegenden Zeitwerts des eingebetteten Derivats.

Für die variabel verzinslichen Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von EUR 17,6 Mio. aus dem Konsortialkreditvertrag, welche unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen sind, wurden zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos ein Zinsswap (Höchstzinsvereinbarung mit einer Laufzeit bis 30. März 2020 und einer Cap-Rate 0,25 %) in Höhe von 50 % der Darlehenssumme abgeschlossen.

Die im Rahmen der Veräußerung der Romaco Gruppe entstandenen Kosten der Änderung des Konsortialkreditvertrages wurden direkt ergebniswirksam erfasst.

Einzelne Konzerngesellschaften haben Sicherheiten eingeräumt. Bei den eingeräumten Sicherheiten handelt es sich um Sicherungsrechte (Globalzession, Pfandrechte etc.) an sämtlichen wesentlichen Vermögenswerten, vor allem Anlagevermögen inklusive Immobilien, Vorräte, Forderungen, Bankguthaben sowie verbrieften Anteilen an Gesellschaften des Romaco-Konzerns.

Die beiden Genussscheine in Höhe von insgesamt EUR 1,0 Mio. bestehen unverändert. Im Rahmen einer Interkreditorenvereinbarung zwischen der ROMACO Pharmatechnik GmbH und dem Chancenkapitalfonds der Kreissparkasse Biberach sowie der ROMACO Pharmatechnik GmbH und der S.Kap Unternehmensbeteiligungs GmbH & Co. KG wurde die Nachrangigkeit des Genussrechtskapitals vereinbart. Die Laufzeit der beiden Genussscheine endet am 31. Dezember 2022. Die Genussscheininhaber erhalten als Gegenleistung für die Bereitstellung des Genussrechtskapitals eine feste, ergebnisunabhängige Vergütung von 7,50% p.a. bezogen auf den Nennbetrag. Daneben erhalten die Genussscheininhaber eine ergebnisabhängige Vergütung von 2,00% p.a. bezogen auf den Nennbetrag. Voraussetzung für den Anspruch auf die ergebnisabhängige Vergütung ist das Erreichen eines "Jahresüberschusses" im Sinne der Ge-nussscheinbedingungen. Ausgangspunkt für dessen Bestimmung ist der Konzernjahresüberschuss der Romaco Gruppe.

Bei Fälligkeit der Genussscheine erhalten die Genussscheininhaber eine Abfindung bestehend aus dem Nennbetrag der geleisteten Einlage und einer einmaligen pauschalen Wertzuwachsbeteiligung in Höhe von 10,00% des Nennbetrags. Diese pauschale Wertzuwachsbeteiligung wird dabei unabhängig davon geschuldet, ob bei der Emittentin tatsächlich ein Wertzuwachs eingetreten ist. Diese pauschale Beteiligung wird jedoch reduziert um die während der Laufzeit des Genussscheins bereits an die Genussscheininhaber geleisteten ergebnisabhängigen Vergütungen.

Die im Geschäftsjahr 2013 mit der Zurich Insurance plc abgeschlossene Vereinbarung einer Avalkreditlinie über 7,5 Mio. EUR, die im Geschäftsjahr 2014 auf 10 Mio. EUR ausgeweitet wurde, besteht weiterhin unverändert.

Geschäftsführung

Zu Geschäftsführern im Berichtsjahr waren bestellt:

 

Paulo Alexandre, CEO, Diplom-Wirtschaftsingenieur, Karlsruhe bis 31.12.2016

 

Carsten Strenger, CFO / COO, Diplom-Wirtschaftsingenieur, Karlsruhe

 

Dirk Bauernfeind, CEO, Diplom-Wirtschaftsingenieur, Bad Wurzach

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die beiden erstgenannten Geschäftsführer sind bei der Muttergesellschaft angestellt und beziehen kein Gehalt von der ROMACO Pharmatechnik GmbH.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, das Jahresergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

Direkter Bereich (Fertigung, Montage, Materialwirtschaft, Entwicklung) 122
Indirekter Bereich (Verwaltung, Vertrieb) 59
  181

Ausschüttungsgesperrte Beträge

Zum Stichtag existieren ausschüttungsgesperrte Beträge in Höhe von TEUR 8.487 (i. Vj. TEUR 7.884), die aus der Aktivierung latenter Steuern (TEUR 6.184), aus der Aktivierung von Entwicklungskosten (TEUR 2.217) und aus dem Unterschiedsbetrag zwischen dem sieben und zehnjährigen Pensionszins (TEUR 86) resultieren.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Die Gesellschafterversammlung hat am 11. Dezember 2017 Herrn Dirk Bauernfeind als Geschäftsführer abberufen und Herrn Paulo Alexandre, Wohnort Karlsruhe, mit Wirkung zum 01.01.2018 zum Geschäftsführer bestellt.

Die Gesellschafterversammlung hat am 12. Januar 2018 Herrn Paulo Alexandre als Geschäftsführer abberufen und Herrn Jörg Pieper, Wohnort Mannheim, mit sofortiger Wirkung zum Geschäftsführer bestellt.

Konzernverhältnisse

Die Gesellschaft gehört als Tochterunternehmen im Sinne des § 290 Abs. 2 HGB zum Konzern der Romaco Holding GmbH, Karlsruhe, in deren befreienden Konzernabschluss sie einbezogen wird. Diese stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Dieser Konzernabschluss wird gem. § 315a HGB nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt und im Bundesanzeiger in deutscher Sprache offengelegt. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich.

Den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen stellt die Truking Eu-rope GmbH, Karlsruhe auf. Dieser Konzernabschluss wird gem. § 315a HGB nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt und im Bundesanzeiger in deutscher Sprache offengelegt.

 

Karlsruhe, den 26. Januar 2018

Carsten Strenger

Jörg Pieper

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2016/2017

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.11.2016 Zugänge Abgänge 31.10.2017
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.008.907,27 1.207.779,90 0,00 2.216.687,17
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 165.109,06 0,00 26.648,47 138.460,59
3. Geschäfts- oder Firmenwert 323.000,00 0,00 0,00 323.000,00
  1.497.016,33 1.207.779,90 26.648,47 2.678.147,76
II. Sachanlagen        
1. Technische Anlagen und Maschinen 2.332.127,54 29.290,22 880.090,30 1.481.327,46
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.430.033,20 258.263,13 90.833,08 1.597.463,25
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 308.448,32 0,00 308.448,32 0,00
  4.070.609,06 287.553,35 1.279.371,70 3.078.790,71
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 39.260.723,10 400.000,00 3.000.000,00 36.660.723,10
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 8.000.000,00 0,00 4.000.000,00 4.000.000,00
  47.260.723,10 400.000,00 7.000.000,00 40.660.723,10
  52.828.348,49 1.895.333,25 8.306.020,17 46.417.661,57
Kumulierte Abschreibungen
1.11.2016 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge 31.10.2017
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 97.442,55 21.019,00 26.648,47 91.813,08
3. Geschäfts- oder Firmenwert 20.636,00 21.544,00 0,00 42.180,00
  118.078,55 42.563,00 26.648,47 133.993,08
II. Sachanlagen        
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.321.661,04 252.316,71 715.805,79 858.171,96
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.106.756,49 154.246,53 85.718,86 1.175.284,16
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  2.428.417,53 406.563,24 801.524,65 2.033.456,12
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 400.000,00 0,00 400.000,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
  0,00 400.000,00 0,00 400.000,00
  2.546.496,08 849.126,24 828.173,12 2.567.449,20
Buchwerte
31.10.2017 31.10.2016
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.216.687,17 1.008.907,27
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 46.647,51 67.666,51
3. Geschäfts- oder Firmenwert 280.820,00 302.364,00
  2.544.154,68 1.378.937,78
II. Sachanlagen    
1. Technische Anlagen und Maschinen 623.155,50 1.010.466,50
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 422.179,09 323.276,71
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 308.448,32
  1.045.334,59 1.642.191,53
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 36.260.723,10 39.260.723,10
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 4.000.000,00 8.000.000,00
  40.260.723,10 47.260.723,10
  43.850.212,37 50.281.852,41

Lagebericht Geschäftsjahr vom 01. November 2016 bis 31. Oktober 2017

der ROMACO Pharmatechnik GmbH, Karlsruhe

A. Grundlagen der Gesellschaft

1.

Allgemeines und Geschäftstätigkeit der Gesellschaft

2.

Forschung und Entwicklung

3.

Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

B. Wirtschaftsbericht

1.

Wirtschaftliches Umfeld und Branchenentwicklung

2.

Geschäftsverlauf

3.

Lage des Gesellschaft

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1.

Chancen- und Risikobericht

2.

Prognosebericht

A. Grundlagen der Gesellschaft

1. Allgemeines und Geschäftstätigkeit des Unternehmens

Die ROMACO Pharmatechnik GmbH, Karlsruhe (nachfolgend "ROMACO"), ist ein renommierter Anbieter von Verpackungsmaschinen im Bereich der pharmazeutischen und kosmetischen Industrie. Dabei konzentriert sich ROMACO auf das technisch anspruchsvolle mittlere Leistungssegment flexibler Maschinen, deren Nachfrage von dem weltweit starken Wachstum der Generika-Hersteller und Lohnverpacker profitiert.

Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung, der Vertrieb und der Handel mit Verpackungsmaschinen sowie aller mittelbar und unmittelbar damit im Zusammenhang stehenden Geschäfte. Die Gesellschaft ist berechtigt, sich an anderen Unternehmen beliebiger Rechtsform zu beteiligen sowie Zweigniederlassungen im In- und Ausland zu errichten.

Das Produktportfolio von ROMACO ist in die Produktbereiche "Noack" (Blisterverpackung), "Siebler" (Streifenverpackung) und "Bosspak" (Tablettenzählmaschinen) gegliedert, für die Neuanlagen im Erstausrüstungsgeschäft produziert werden sowie im Produktlebenszyklus im Customer Service Ersatzteile, Umbauten und sonstige Serviceleistungen erbracht werden.

Seit 2006 ist die Gesellschaft am Standort in Karlsruhe konzentriert. Die gemietete Liegenschaft im Gewerbegebiet direkt an der Autobahn A5 umfasst ca. 9.100 qm Produktions- und Bürofläche. ROMACO ist weltweit tätig und in mehr als 100 Ländern vertreten. Schwerpunktmäßig ist ROMACO im Ausland durch Vertreter präsent. Darüber hinaus hat ROMACO bzw. andere ROMACO Gesellschaften Sales- und Servicegesellschaften in einzelnen Ländern.

Die unmittelbare Muttergesellschaft von ROMACO ist die Romaco Holding GmbH, Karlsruhe, (nachfolgend "Romaco Holding"). Mit Wirkung von 01.07.2017 hat die Truking Europe GmbH, Karlsruhe, (nachfolgend "Truking") 75,1% der Anteile an der Romaco Holding GmbH erworben. ROMACO wird in den Konzernabschluss von Truking einbezogen, deren Gesellschaften im Maschinenbau der pharmazeutischen und kosmetischen Industrie tätig sind.

2. Forschung und Entwicklung

Eine intensive und nachhaltige Forschung und Entwicklung ist für ROMACO als Spezialanbieter von Verfahrens- und Verpackungstechnik eine unerlässliche Grundlage des zukünftigen Unternehmenserfolges. Neben der laufenden konstruktiven Optimierung der Maschinentypen wurden die Entwicklungen für das Erstausrüstungsgeschäft und den Customer Service fortgeführt.

In der Produktlinie "Noack" wurde im Neumaschinengeschäft auf der Branchenmesse Interpack im Mai 2017 der neu entwickelte Maschinentyp NBP 950 vorgestellt, der den bisherigen Maschinentyp N921 ablöst. Mit der Neuentwicklung wurden die Funktionen der Maschine in einem zeitgemäßen Design auf den aktuellen Stand der Technik gebracht und gleichzeitig das attraktive Preis-Leistungsverhältnis für die wichtige Zielgruppe der Lohnverpacker beibehalten.

Auf der Messe Interpack wurde in der Produktlinie "Siebler" der neu entwickelte Röhrchenfüller STF 120 für die Abfüllung von Brausetabletten in Röhrchen präsentiert. Im Geschäftsjahr 2015/16 hatte ROMACO die Technologie des Röhrchenfüllers von der Medipac AB, Hässleholm, Schweden übernommen und die Weiterentwicklung der Kernkomponenten der Maschine gestartet.

In der Entwicklung von Produkten für digitale Geschäftsmodelle wurde das Remote Service-Konzept weiter fortgeführt, das den web-basierten Zugriff auf Produktionsmaschinen in verschiedenen Ausbaustufen bis hin zu einer optischen Übertragung per Datenbrille ermöglicht. Darüber hinaus wird projektbezogen mit Forschungseinrichtungen zusammengearbeitet.

Für Forschung und Entwicklung wurden im Geschäftsjahr 1,9 Mio. EUR aufgewendet, was einer F+E Quote von 4,6% der Gesamtleistung entspricht. Davon wurden 1,2 Mio. EUR aktiviert. Insgesamt sehen wir uns mit unseren Produkten für die Zukunft sehr gut aufgestellt und auch gegenüber dem Wettbewerb gut gerüstet. ROMACO wird, wie in der Vergangenheit auch, die Produkte kontinuierlich und am Bedarf Ihrer Kunden orientiert weiterentwickeln.

3. Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

ROMACO verwendet grundsätzlich als finanzielle Leistungsindikatoren die Größen Auftragseingang und Umsatz gemäß den internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS) in Verbindung mit den Maßgaben der Konsortialfinanzierung im Konzern, ferner ein von Sondereffekten bereinigtes Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen ("operatives EBITDA"). Dies ist durch das Kennzahlensystem des Truking-Konzerns begründet, der den Konzernabschluss gemäß IFRS aufstellt. Organisatorisch trennt ROMACO das Neumaschinen- und das Servicegeschäft.

Im operativen EBITDA werden Sondereffekte bereinigt, die einmaligen Charakter haben bzw. nicht in der operativen Geschäftstätigkeit begründet sind. Somit soll ein nachhaltiges Ergebnis dargestellt werden, um die langfristige Entwicklung des Ergebnisses zu zeigen.

- in TEUR - 01.11.2016 - 31.10.2017 01.11.2015 31.10.2016
HGB EBITDA (Betriebsergebnis + Abschreibungen) -440 -1.880
+/- Abweichungen HGB zu IFRS 274 4.382
IFRS EBITDA -166 2.502
Einmalkosten Steuer 327 0
Einmalkosten Personal 121 33
nicht aktivierungsfähige R& D Kosten 82 224
Erträge aus einzelwertberichtigten Forderungen 0 -118
Einmalkosten sonstige Vertragsbeendigungen 0 74
operatives IFRS EBITDA 363 2.715

Die Kennzahlen orientieren sich an Zielgrößen, die vom Gesellschafter für die einzelnen Gesellschaften des Konzerns im Rahmen der Budgetierung des Geschäftsjahres festgelegt werden. Die laufende Verfolgung und Überprüfung erfolgt durch das interne Berichtswesen. Planabweichungen werden mit dem Management regelmäßig analysiert und im Falle von Abweichungen werden Maßnahmen zur Erreichung der Zielgrößen vereinbart.

B. Wirtschaftsbericht

1. Wirtschaftliches Umfeld und Branchenentwicklung

Der Internationale Währungsfonds (IWF) lässt, im Rahmen seiner alljährlich im Juli durchgeführten Aktualisierung, seine Wachstumsprognose für die Weltwirtschaft weitgehend unverändert. Nach der IWF-Prognose steigt in 2017 die Wirtschaftsleistung weltweit im Durchschnitt um 3,5%. Im Folgejahr rechnet der IWF wieder mit einer etwas stärkeren Dynamik in Höhe von 3,6%.

Für Deutschland erwartet der IWF in diesem und im kommenden Jahr ein etwas geringeres Wachstum als im Schnitt der Eurozone. Deutschland kann 2017 laut aktueller Prognose mit einer Steigerung der Wirtschaftsleistung um 1,8% und 2018 dann um weitere 1,6% rechnen. Für alle Euroländer setzt der IWF leicht höhere Raten von 1,9% (2017) und 1,7% (2018) an. Der IWF hob die Werte verglichen mit der letzten Prognose vom April leicht an. Grund für die verbesserten Aussichten seien Hinweise auf "mehr Schwung bei der Inlandsnachfrage als vorhergesehen".

Insgesamt ist das weltwirtschaftliche Wachstum nach Darstellung von IWF-Chefvolkswirt Maurice Obstfeld so breit wie noch nie im vergangenen Jahrzehnt. Auch der globale Handel ziehe an. Es gebe aber auch Unsicherheiten und Risiken. Das Wirtschaftswachstum sorge zwar dafür, dass die Arbeitslosigkeit zurückgehe. Doch "das Lohnplus bleibt schwach", sagte Obstfeld. Das verhindere nicht nur eine Verbesserung der Lebensstandards, sondern berge auch Risiken, dass sich soziale Spannungen verschlimmerten, die einige Wähler bereits in Richtung einer eher nach innen gerichteten Wirtschaftspolitik trieben.

In vielen Ländern haben die Wirtschaftsdaten 2017 positiv überrascht. Das gilt sowohl für Industrieländer als auch für einige Schwellen- und Entwicklungsländer. Der Wachstumsmotor in der Industrie ist - endlich! - angesprungen. Die Kapazitäten sind wieder vernünftig, ja zum Teil bereits überdurchschnittlich, ausgelastet. Und folglich sind die Unternehmer zuversichtlicher gestimmt und investieren mehr.

Der weltweite Maschinenumsatz steigt 2017 voraussichtlich um preisbereinigt 6%. Das ist deutlich mehr als vor Jahresfrist erwartet werden konnte. Aufwärtsrevisionen gab es bei vielen Ländern, allen voran China, dem wichtigsten Produktionsstandort im globalen Maschinenbau. Auch 2018 bleibt der Maschinenbau auf Wachstumskurs. Doch anders als es in früheren Aufschwüngen üblich war, dürfte es 2018 nicht gelingen, die Zunahme des Vorjahres zu toppen. Vielerorts nach wie vor bestehende Strukturprobleme, vor allem aber Unsicherheiten über die weitere politische und wirtschaftliche Entwicklung verhindern ein zunehmendes Wachstumstempo.

"Nach einer Stagnation des deutschen Außenhandels im Jahr 2016, zieht die Nachfrage aktuell wieder an", sagt Clemens, VDMA-Geschäftsführer des Fachverbandes Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen. "Wir könnten am Wendepunkt zum nächsten Aufschwung stehen. Angesichts der positiven Vorzeichen gehen wir davon aus, dass die Produktion 2017 um real 3 Prozent wächst".

Die fünftstärkste Branche im Maschinenbau, Nahrungsmittelmaschinen- und Verpackungsmaschinen, wird im Jahr 2017 aller Voraussicht nach erneut überdurchschnittlich wachsen. 2016 stieg die Maschinenproduktion um 2,4% auf 13,3 Mrd. Euro. Damit wuchs die Branche zwischen 2012 und 2016 um 15%, während der Maschinenbau im gleichen Zeitraum einen Zuwachs von 5 Prozent bei der Maschinenproduktion verzeichnete.

Im Juli 2017 stieg der Auftragseingang im Fachzweig Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen um real 12% über dem Vergleichswert des Vorjahres. Im Zeitraum Januar bis Juli lagen die Bestellungen um 5% über dem Vorjahresniveau. Für 2017 geht der VDMA Fachverband Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen von einem Produktionszuwachs in Höhe von 4% aus.

Der Markt sowohl der Verpackungsmaschinen als auch der Prozessanlagen ist stark fragmentiert. In keinem Segment, in dem die Romaco-Gruppe mit ihren Produktlinien vertreten ist, gibt es dominierende Anbieter. Eine objektive Einschätzung der Marktsituation liegt nicht vor.

Nach unserer Einschätzung bewegen wir uns mit unseren Produkten zumeist im vorderen Mittelfeld, wobei die Produktlinie "Siebler" als Marktführer wahrgenommen wird. Die wesentlichen Wettbewerber unserer Produkte kommen aus Deutschland und Italien. Lokale Anbieter aus den Wachstumsmärkten werden eher selten in den Verhandlungen angetroffen, wobei sich auch hier regionale Unterschiede ergeben. Nach wie vor stellt die hohe Dokumentationspflicht und die Beherrschung der "Good Manufacturing Practice" (GMP) eine erhebliche Eintrittsbarriere dar, wenn Waren für den internationalen Markt und hier insbesondere für den Export nach Europa oder Nordamerika produziert werden.

2. Geschäftsverlauf

Der Auftragseingang betrug im Geschäftsjahr 2016/17 unverändert 38,8 Mio. EUR. Die Erstanwendung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) mit dem geänderten Ausweis von Sonstigen betrieblichen Erträgen, die nun in den Umsatzerlösen gezeigt werden, führt auch zu einer rechnerischen Anpassung des Auftragseingangs. Im Auftragseingang des Vorjahres von 38,8 Mio. EUR ist ein BilRUG Effekt von 1,0 Mio. EUR enthalten. Das Neumaschinengeschäft erzielte dabei einen Wert von 24,2 Mio. EUR (Vorjahr: 25,2 Mio. EUR) und konnte die Erwartungen nicht erfüllen. Die Marke "Siebler" blieb deutlich unter der Planung des Auftragseingangs, da sich die Vergabe von Großprojekten verschoben hat, während die Marke "Noack" im Auftragseingang deutlich über dem Vorjahr lag. Der Service konnte dagegen mit 12,8 Mio. EUR (Vorjahr: 12,6 Mio. EUR) den Auftragseingang geringfügig steigern. Der sonstige Auftragseingang lag bei 1,9 Mio. EUR (Vorjahr 1,0 Mio. EUR). Das Ziel einer moderaten Steigerung des Auftragseingangs im Geschäftsjahr 2016/17 wurde nicht erreicht.

Der Umsatz nahm im Geschäftsjahr 2016/17 wie prognostiziert deutlich auf 42,6 Mio. EUR (Vorjahr: 30,8 Mio. EUR) zu. Der Vorjahreswert beinhaltet auch im Umsatz einen BilRUG Effekt von 1,0 Mio. EUR. Die Umsatzsteigerung kommt aus dem Neumaschinengeschäft, das durch die Abrechnung von Großprojekten einen Umsatz von 29,0 Mio. EUR erzielt hat (Vorjahr: 16,9 Mio. EUR). Durch die hohe Kapazitätsbindung im Neugeschäft stand dem Service weniger Kapazität zu Verfügung, weshalb sich der Umsatz im Service von 13,0 Mio. EUR im Vorjahreswert auf 11,7 Mio. EUR reduziert hat. Die sonstigen Umsätze, die im Wesentlichen Weiterbelastungen an andere konsolidierten Gesellschaften beinhalten, betrugen 1,9 Mio. EUR (Vorjahr 0,9 Mio. EUR).

Der Auftragsbestand lag infolge des hohen Umsatzes zum Stichtag 31.10.2017 mit 32,0 Mio. EUR um 3,7 Mio. EUR unter dem Wert des Vorjahres von 35,7 Mio. EUR. Dabei hat das Neumaschinengeschäft einen Auftragsbestand von 27,8 Mio. EUR (Vorjahr 32,6 Mio. EUR). Im Servicegeschäft liegt der Auftragsbestand stichtagsbedingt bei 4,2 Mio. EUR (Vorjahr 3,2 Mio. EUR).

Das bereinigte operative IFRS EBITDA konnte die prognostizierte deutliche Steigerung um über 10% nicht erreichen und liegt bei 363 TEUR (Vorjahr: 2.715 TEUR). Im Neumaschinengeschäft lagen die Margen von Aufträgen unter den Erwartungen der Planung und der Service wurde durch den geringeren Umsatz belastet.

Ein Schwerpunkt im Geschäftsjahr 2016/17 war weiterhin das Produktmanagement mit der Neuentwicklung der Maschinen, die im Mai 2017 auf der Messe Interpack vorgestellt wurden sowie deren anschließenden Markteinführung. In der zweiten Hälfte standen die Auswirkungen des Verkaufs der Romaco Holding und die daraus ergebenden strategischen Potentiale im Mittelpunkt.

Auch im Geschäftsjahr 2016/17 wurde die Ausbildung weiter gestärkt. Am Geschäftsjahresende waren 16 Auszubildende bzw. Studenten der Dualen Hochschule (Vorjahr: 10 Auszubildende) beschäftigt. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl lag bei 181 Mitarbeitern (Vorjahr: 175 Mitarbeiter).

3. Lage der Gesellschaft

Ertragslage

2016/17 2015/16 (BilRuG) Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse 42.608 102,0 30.829 85,2 11.779 38,2
Bestandsveränderungen -1.502 - 3,6 4.408 12,2 -5.910 >100
Aktivierte Eigenleistungen 664 1,6 944 2,6 -280 -29,7
Gesamtleistung 41.770 100,0 36.181 100,0 5.589 15,4
Materialaufwand -17.972 - 43,0 -15.554 - 43,0 -2.419 15,5
Rohergebnis 23.798 57,0 20.628 57,0 3.171 15,4
Sonstige betriebliche Erträge 430 1,0 191 0,5 238 >100
Personalaufwand -13.537 - 32,4 -12.767 - 35,3 -770 6,0
Abschreibungen -449 - 1,1 -314 - 0,9 -135 42,9
Sonstiger betrieblicher Aufwand -11.132 - 26,6 -9.925 - 27,4 -1.207 12,2
Betriebsergebnis -889 -2,1 -2.187 -6,0 1.298 59,3
Beteiligungsergebnis 2.040 4,9 459 1,3 1.581 >100
Zinsergebnis -180 - 0,4 -324 - 0,9 144 -44,5
Finanzergebnis 1.860 4,5 135 0,4 1.725 >100
Ergebnis vor Steuern 971 2,3 -2.052 - 5,7 3.023 >100
Ertragsteuern & Sonstige Steuern -941 - 2,3 934 2,6 -1.875 >100
Jahresergebnis 29 0,1 -1.119 - 3,1 1.148 >100

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016/17 ist die Gesamtleistung von ROMACO infolge der Umsatzsteigerung deutlich um 15,4% auf 41,8 Mio. EUR (Vorjahr 36,2 Mio. EUR) gestiegen. Im Vorjahrswert ist auch der BilRUG Effekt in Höhe von 1,0 Mio. EUR enthalten.

Die Materialquote betrug im Geschäftsjahr unverändert 43,0%. Im Vorjahreswert des Materialaufwands ist ein BilRUG Effekt von 0,5 Mio. EUR enthalten, bei dem Aufwand von sonstigen betrieblichen Aufwand in den Materialaufwand umgegliedert wurde. Das Rohergebnis stieg durch die höhere Gesamtleistung und beträgt 23,8 Mio. EUR (Vorjahr 20,6 Mio. EUR). Im Geschäftsjahr 2016/17 wurde Eigenleistungen in Höhe von 0,7 Mio. EUR für Entwicklungsprojekte und selbsterstellte Messemaschinen aktiviert (Vorjahr: 1,0 Mio. EUR).

In 2016/17 wurden sonstige Erträge in Höhe von 0,4 Mio. EUR (Vorjahr 0,2 Mio. EUR) gebucht und enthalten im Wesentlichen die Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 0,3 Mio. EUR. Durch BilRUG wurden im Vorjahreswert Sonstige betriebliche Erträge in Höhe von 1,0 Mio. EUR in die Umsatzerlöse umgegliedert.

Der Personalaufwand erhöhte sich von 12,8 Mio. EUR auf 13,5 Mio. EUR. Neben tariflichen Lohn-und Gehaltssteigerungen hat der höhere Personalbestand zu der Erhöhung beigetragen. Die Personalaufwandsquote hat sich im Geschäftsjahr aufgrund der gestiegenen Gesamtleistung von 35,3% im Vorjahr auf 32,4% reduziert.

Bei den Investitionen lag der Schwerpunkt im Geschäftsjahr 2016/17 unverändert auf den Produktentwicklungen und Messemaschinen. Die Abschreibungen haben sich auf 0,4 Mio. EUR erhöht (Vorjahr 0,3 Mio. EUR).

Der sonstige betriebliche Aufwand ist in 2016/17 mit 11,1 Mio. EUR um 12,2% gestiegen (Vorjahr 9,9 Mio. EUR), was aber unter der Steigerung der Gesamtleistung von 15,4% liegt. Der Vorjahreswert beinhaltet die Umgliederung von 0,5 Mio. EUR in den Materialaufwand infolge von BilRUG. Wesentliche Beträge in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind höhere Werbe-und Reisekosten in Höhe von 1,4 Mio. EUR (Vorjahr 1,0 Mio. EUR) infolge der Messe Interpack, umsatzabhängige Provisionen mit 2,4 Mio. EUR (Vorjahr: 2,0 Mio. EUR) und Weiterbelastungen im Verbundbereich von 1,8 Mio. EUR (Vorjahr 1,2 Mio. EUR). Fremdleistungen, externe Konstruktionskosten und Personalleasing sind in Höhe von 2,0 Mio. EUR (Vorjahr: 1,3 Mio. EUR) infolge der Steigerung der Gesamtleistung angefallen.

Das Beteiligungsergebnis von 2,0 Mio. EUR (Vorjahr 0,5 Mio. EUR) beinhaltet Erträge aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der Romaco Immobilienverwaltungs GmbH, Karlsruhe, in Höhe von 0,5 Mio. EUR (Vorjahr 0,5 Mio. EUR) sowie von 7,7 Mio. von der Romaco Kilian GmbH, Köln (Vorjahr 4,1 Mio. EUR). Für die Romaco Innojet GmbH, Steinen kam es zu einer Verlustübernahme in Höhe von 5,7 Mio. EUR (Verlustübernahme Vorjahr: 4,1 Mio. EUR) und bei der Romaco do Brazil Ltda., Brasilien wurde die unterjährige Kapitalzuführung von 0,4 Mio. EUR in gleicher Höhe abgewertet.

Im Zinsergebnis von 0,2 Mio. EUR (Vorjahr 0,3 Mio. EUR) fallen Zinsaufwendungen in Höhe von 1,2 Mio. EUR aus der Finanzierung von ROMACO an und beinhalten vor allem Zinsen aus dem Konsortialkredit sowie den Genussscheinen, aber auch Aufwendungen aus Zins-sicherungsgeschäften und Avalen. Die Zinserträge resultieren aus dem langfristen Darlehen mit der Romaco S.r.l., Bologna, Italien in Höhe von 0,4 Mio. EUR (Vorjahr 0,5 Mio. EUR), aus der Marktwertänderung eines im Vorjahr im Rahmen der Konsortialfinanzierung vereinbarten Derivats in Höhe von 0,4 Mio. EUR und aus Cash-Pool-Vereinbarungen im Verbundbereich in Höhe von 0,2 Mio. EUR (Vorjahr 0,2 Mio. EUR).

In den Steuern sind im Wesentlichen Aufwendungen aus der Veränderung von Latenten Steuern in Höhe von 0,6 Mio. EUR (Vorjahr Ertrag von 0,9 Mio. EUR) und ein sonstiger Steueraufwand von 0,3 Mio. EUR enthalten.

Die zuvor beschriebenen Effekte haben zu dem unbefriedigenden ausgeglichenen Jahresergebnis (Vorjahr: -1,1 Mio. EUR) geführt, das in der Planung angesichts der deutlichen Umsatzsteigerung höher prognostiziert war.

Vermögenslage

2016/17 2015/16 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
Aktiva            
Langfristig gebundenes Vermögen            
Immaterielle Vermögenswerte 2.544 3,0 1.379 1,4 1.165 84,5
Sachanlagen 1.045 1,2 1.642 1,7 -597 -36,3
Finanzanlagen 40.261 47,9 47.261 47,9 -7.000 -14,8
  43.850 52,1 50.282 51,0 -6.432 -12,8
kurzfristig gebundenes Vermögen            
Vorräte 14.588 17,3 16.230 16,5 -1.642 -10,1
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.750 4,4 3.059 3,1 691 22,6
Forderungen verbundene Unternehmen 14.693 17,5 14.158 14,4 535 3,8
Liquide Mittel 456 0,5 7.567 7,7 -7.111 -94,0
Sonstige Aktiva 6.952 8,2 7.236 7,3 -283 -3,9
  40.438 47,9 48.249 49,0 -7.811 -16,2
  84.288 100,0 98.531 100,0 -14.243 -14,5

Im langfristigen Vermögen erhöhten sich im Geschäftsjahr die immateriellen Vermögenswerte auf 2,5 Mio. EUR (Vorjahr: 1,4 Mio. EUR) während sich die Sachanlagen um 0,6 Mio. EUR auf 1,0 Mio. EUR (Vorjahr 1,6 Mio. EUR) reduziert haben. Die Erhöhung resultiert aus der Aktivierung von Entwicklungsleistungen. Die Sachanlagen haben sich neben der planmäßigen Abschreibung durch den Verkauf von Messemaschinen in Höhe von 0,2 Mio. EUR reduziert.

Der wesentlichste Bestandteil im langfristigen Vermögen sind mit 40,3 Mio. EUR die Finanzanlagen (Vorjahr 47,3 Mio. EUR). Die Reduzierung der Finanzanlagen erfolgte im Wesentlichen durch die partielle Tilgung eines Darlehens der Romaco S.r.l., Bologna, Italien in Höhe von 4,0 Mio. EUR und bei der Romaco Innojet GmbH, Steinen, wurden 3,0 Mio. EUR aus der Kapitalrücklage an die Gesellschafterin zurückgeführt und der Beteiligungswert entsprechend reduziert.

Die Vorräte haben sich in 2016/17 deutlich um 1,6 Mio. EUR von 16,2 Mio. EUR auf 14,6 Mio. EUR reduziert. Die RHB-Stoffe haben sich stichtagsbedingt um 0,1 Mio. EUR und die unfertigen Erzeugnisse infolge der Umsatzsteigerung um 1,3 Mio. EUR reduziert.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um 0,7 Mio. EUR auf 3,8 Mio. EUR gestiegen (Vorjahr: 3,1 Mio. EUR). Dies ist neben stichtagsbedingten Effekten im höheren Umsatz begründet. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betrugen zum 31.10.2017 14,7 Mio. EUR und lagen damit um 0,5 Mio. EUR über dem Vorjahreswert von 14,2 Mio. EUR. Der um 3,5 Mio. EUR höheren Forderung aus Ergebnisabführung gegenüber dem Vorjahreswert und höheren Forderungen aus dem Cash Pool in Höhe von 1,6 Mio. EUR steht eine geringere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 4,6 Mio. EUR gegenüber.

Die liquiden Mittel betrugen zum 31.10.2017 0,5 Mio. EUR (Vorjahr 7,6 Mio. EUR). Die liquiden Mittel enthalten den Saldo des Cash Pool Management-Systems von ROMACO, an dem die Cash Pool-Partner Romaco Holding GmbH, Karlsruhe, Romaco Immobilienverwaltungs-GmbH, Karlsruhe, Romaco Kilian GmbH, Köln, Romaco Innojet GmbH, Steinen, und Romaco S.r.l. Bologna, Italien, beteiligt sind. Die liquiden Mittel von ROMACO wurden durch eine Entnahme der Gesellschafter von 7,0 Mio. EUR aus der Kapitalrücklage reduziert.

Die sonstigen Aktiva sind zum Stichtag 31.10.2017 um 0,3 Mio. EUR auf 7,0 Mio. EUR (Vorjahr 7,2 Mio. EUR) gestiegen. Wesentlichste Positionen darin sind aktive latente Steuern in Höhe von 6,2 Mio. EUR (Vorjahr 6,8 Mio. EUR).

2016/17 2015/16 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
Passiva            
Eigenkapital 19.372 23,0 26.343 26,7 -6.971 -26,5
  19.372 23,0 26.343 26,7 -6.971 -26,5
Langfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen            
Pensionsrückstellungen 801 1,0 811 0,8 -10 -1,2
Sonstige langfristige Rückstellungen 85 0,1 29 0,0 56 >100
Langfristige Darlehen und Genussscheine 16.023 18,9 21.071 21,4 -5.048 -24,0
  16.909 20,0 21.911 22,2 -5.002 -22,8
kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen            
Rückstellungen 3.910 4,6 4.175 4,2 -265 -6,4
Kreditinstitute 7.571 9,0 2.400 2,4 5.171 >100
Erhaltene Anzahlungen 9.918 11,8 13.553 13,8 -3.635 -26,8
Lieferanten 3.603 4,3 4.134 4,2 -531 -12,9
Verbundene Unternehmen 22.151 26,3 25.543 26,0 -3.392 -13,3
Sonstige kurzfristige Passiva 855 1,0 472 0,5 383 81,1
  48.008 57,0 50.277 51,1 -2.270 -4,5
  84.288 100,0 98.531 100,0 -14.243 -14,5

Das Eigenkapital beträgt am Ende des Geschäftsjahres 2016/17 19,4 Mio. EUR (Vorjahr 26,3 Mio. EUR). Die Reduzierung erfolgte aufgrund der Entnahme der Gesellschafter in Höhe von 7,0 Mio. EUR aus der Kapitalrücklage. Die Eigenkapitalquote hat sich durch die deutlich geringere Bilanzsumme lediglich um 3,7% auf 23,0% reduziert (Vorjahr: 26,7%).

Die langfristigen Darlehen haben sich im Geschäftsjahr von 21,1 Mio. EUR zum 31.10.2016 im Wesentlichen durch die Tilgung auf 16,0 Mio. EUR reduziert.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen haben sich im Geschäftsjahr 2016/17 um 2,3 Mio. EUR auf 48,0 Mio. EUR verringert (Vorjahr 50,3 Mio. EUR). Eine wesentliche Position sind erhaltene Anzahlungen, die sich infolge des geringeren Auftragsbestands um 3,6 Mio. EUR auf 9,9 Mio. EUR reduziert haben. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten von 7,6 Mio. EUR gegenüber Kreditinstituten enthalten die in Anspruch genommene Kontokorrentlinie sowie die planmäßigen Tiligungsraten (Vorjahr 2,4 Mio. EUR). Daneben betrugen die Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten zum Geschäftsjahresende stichtagsbedingt 3,6 Mio. EUR (Vorjahr 4,1 Mio. EUR). Die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich von 25,5 Mio. EUR auf 22,2 Mio. EUR reduziert. Die Verbindlichkeiten im Verbundbereich beinhalten ein Darlehen von der Romaco Kilian GmbH in Höhe von 5,7 Mio. EUR (Vorjahr: 5,7 Mio. EUR). Darüber hinaus ist die Verbindlichkeit aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der Romaco Innojet GmbH mit der Verlustübernahme von 5,7 Mio. EUR sowie Cash Pool Verbindlichkeiten von 10,0 Mio. EUR (Vorjahr 14,5 Mio. EUR) enthalten.

Finanzlage

Im Geschäftsjahr 2016/17 wurde durch den Anstieg der Umsatzerlöse ein operativer Cash Flow von -1,6 Mio. EUR erwirtschaftet (Vorjahr -1,3 Mio. EUR). Der operative Cash Flow wird in einer vereinfachten Ermittlung aus dem Jahresergebnis zuzüglich Abschreibungen und Bereinigung um das Beteiligungsergebnis ermittelt. Die Zahlungsverpflichtungen konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit erfüllt werden.

Am 27. September 2016 wurde mit einem leicht veränderten Bankenkonsortium vorzeitig ein neuer Konsortialkreditvertrag geschlossen, der die bis dahin bestehende Finanzierung ersetzt hat und der langfristigen Finanzierung von ROMACO bis in das Jahr 2022 dient. Der Konsortialkreditvertrag wird auch nach dem Verkauf der 75,1% Anteile der Romaco Holding an Truking fortgeführt.

Dabei wurde ROMACO ein Tilgungskredit (Geldmarktkredit) über 14,5 Mio. EUR (nachfolgend "Kredit A") und ein endfälliger Geldmarktkredit in Höhe von 8,5 Mio. EUR (nachfolgend "Kredit B") eingeräumt. Für die variabel verzinslichen Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von 17,6 Mio. EUR aus dem Konsortialkreditvertrag wurden zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos ein Zinsswap (Höchstzinsvereinbarung mit einer Laufzeit bis 30. März 2020 und einer Cap-Rate 0,25 %) in Höhe von 50 % der Darlehenssumme abgeschlossen. Daneben räumten die Konsorten zu den Bedingungen des Konsortialkreditvertrags ROMACO drei bilaterale Linien in Höhe von zusammen 28,5 Mio. EUR (nachfolgend "Kredit C", "Kredit D" und "Kredit E") ein. Bei Kredit C handelt es sich um eine Kontokorrentlinie, bei Kredit D handelt es sich um eine Avalkreditlinie und bei Kredit E handelt es sich um eine Exportlinie. Der Konsortialkreditvertrag verpflichtet ROMACO, während der Laufzeit bestimmte Finanzkennzahlen einzuhalten. Bei den von einzelnen Konzerngesellschaften eingeräumten Sicherheiten handelt es sich um Sicherungsrechte (Globalzession, Pfandrechte etc.) an sämtlichen wesentlichen Vermögenswerten, vor allem Anlagevermögen inklusive Immobilien, Vorräte, Forderungen, Bankguthaben sowie verbrieften Anteilen an Gesellschaften von ROMACO.

Im Rahmen der Finanzierung bestehen zwei Genussscheine in Höhe von insgesamt 1,0 Mio. EUR. Dabei wurde im Rahmen einer Interkreditorenvereinbarung die Nachrangigkeit des Genussrechtskapitals vereinbart.

Die im Geschäftsjahr 2013 mit der Zurich Insurance plc abgeschlossene Vereinbarung einer Avalkreditlinie über 7,5 Mio. EUR, die im Geschäftsjahr 2014 auf 10 Mio. EUR ausgeweitet wurde, besteht weiterhin unverändert.

Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Das Berichtsjahr der ROMACO Pharmatechnik GmbH ist von der deutlichen Umsatzsteigerung geprägt, die zu dem besseren Betriebsergebnis geführt hat und auch das Beteiligungsergebnis hat sich signifikant verbessert. Gleichzeitig ist das Betriebsergebnis der ROMACO speziell im Neumaschinengeschäft weiter unbefriedigend. Die Bilanzsumme konnte im Geschäftsjahr deutlich reduziert werden. Die Fortführung des Konsortialkreditvertrages nach dem Verkauf von 75,1% der Anteile an der Romaco Holding zeigt das Vertrauen der finanzierenden Banken.

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Chancen- und Risikobericht

Risikomanagement

Die ROMACO Pharmatechnik GmbH erfasst regelmäßig externe und interne Risiken und bewertet diese nach ihrer potentiellen Auswirkung auf das laufende Geschäft. Die direkte Verantwortung für Früherkennung, Steuerung und Kommunikation liegt bei der Geschäftsführung, welche in der Ausübung der Aufgaben durch das Management unterstützt wird. ROMACO ist bestrebt, künftige Risikoentwicklungen möglichst frühzeitig zu erkennen, um geeignete Maßnahmen zur Absicherung des Ergebnisses ergreifen zu können. Ein umfangreiches monatliches Berichtswesen und eine regelmäßige Analyse von Kennzahlen aus dem Markt- und Unternehmensumfeld dienen zusammen mit einer Vorausschau für die zukünftige Geschäftsentwicklung als Frühwarnsystem. Die Kennzahlen werden zumeist monatlich, teilweise aber auch im wöchentlichen Rhythmus erfasst und analysiert.

Die Analyse umfasst dabei den gesamten Wertschöpfungsprozess von der Angebotserstellung über die Fertigung bis hin zum Zahlungseingang. Ein zentraler Punkt ist hierbei die Überwachung der Margen sowohl in der aggregierten Sicht, als auch auf der Ebene einzelner Projekte. Diese wird bereits in der Angebotsphase überwacht und im Rahmen eines internen Freigabesystems kontrolliert. Produktivitätskennzahlen begleiten den Prozess während der Abwicklung der Aufträge. Abschließend wird eine Nachkalkulation der Aufträge durchgeführt. Größere Projekte werden durch ein gezieltes Projektmanagement unterstützt.

Die Geschäftszahlen von ROMACO werden regelmäßig mit dem Beirat der Romaco Holding GmbH diskutiert und im Rahmen eines monatlichen Berichtswesens sowohl den Gesellschaftern als auch dem Bankenkonsortium zur Verfügung gestellt.

Chancen und Risiken

Chancen

Grundsätzlich kann ROMACO mit seinem Produktportfolio, das insbesondere die Pharmaindustrie sowie die Lebensmittelindustrie abdeckt, am globalen Wachstum der Weltbevölkerung partizipieren. Eine deutliche globale Konjunkturbelebung, aber auch regionales Wachstum in Schlüsselmärkten bietet die Möglichkeit für ein schnelleres Wachstum. Aus diesem Grund wird dem weltweiten Vertriebsnetz eine hohe Bedeutung zugemessen.

Insbesondere in China wird nach der Übernahme durch Truking, deren Muttergesellschaft in China beheimatet ist, eine intensivierte Marktbearbeitung aufgrund deren hohen Präsenz bei chinesischen Pharmaunternehmen angestrebt.

Zudem erwarten wir mittelfristig einen Wettbewerbsvorteil durch die hohe Integration unserer unterschiedlichen Marken. Auch die Geschwindigkeiten, mit der sich neue Entwicklungen im Markt etablieren werden, ermöglichen uns zukünftig weitere Chancen. Mittelfristig werden sich im Zuge der weiter fortschreitenden Digitalisierung neue Produkte und Geschäftsmodelle ergeben.

Marktrisiken

Die hohe Exportquote in fast alle Märkte der Welt mindert das Risiko von einzelnen lokalen Konjunkturschwankungen getroffen zu werden. Dennoch können größere lokale Krisen Auswirkungen auf das Geschäft hinterlassen. Grundsätzlich ist das Marktumfeld nach wie vor von einem hohen Wettbewerbsdruck gekennzeichnet. Trotzdem wird ein Fokus der nächsten Jahre in einer kontinuierlichen Optimierung sämtlicher operativen Prozesse liegen, um die Wettbewerbsposition weiter zu sichern.

Generell ist ROMACO der Konjunktur und den wechselnden Investitionsneigungen der Kunden ausgesetzt. Diese sind wiederum abhängig von der jeweiligen wirtschaftlichen Lage in den einzelnen Märkten der Kunden. In der Gesamtbetrachtung ist ROMACO überwiegend den Marktrisiken ausgesetzt. Hierzu zählen insbesondere konjunkturelle Schwankungen, der Zugang unserer Kunden zur Finanzierung ihrer Investitionen sowie die Abhängigkeit von wichtigen Kunden in der Pharma- und Kosmetikindustrie. Der Ausbau des nationalen und internationalen Servicegeschäftes trägt weiterhin zur Sicherung der Profitabilität bei.

Gleichzeitig sind damit Chancen verbunden, da Investitionsentscheidungen der Kunden für ROMACO vor allem bei Großprojekten oder eine überdurchschnittliche Hitrate zu einem Auftragseingang über dem Quartalsziel führen und die Beschäftigung sichern können.

Projektrisiken

ROMACO hat ein breites Kundenspektrum, das neben den pharmazeutischen Multinationals Kunden kleiner und mittlerer Größe umfasst. Diese bedienen wir mit Anlagen, die einen hohen Eigenanteil haben oder bei denen wir auf externe Komponenten zurückgreifen, mit denen wir eine langjährige positive Erfahrung sammeln konnten. In diesen Strukturen verfügt ROMACO über eine jahrzehntelange Erfahrung. Dies grenzt die Risiken deutlich ein. Gleichzeitig ergeben sich durch ein stringentes Projektmanagement Potentiale in der Auftragsentwicklung etwa durch ein konsequentes Claim Management.

Viele der Projekte in Schwellenländern und anderen aufstrebenden Pharmamärkten entstehen "auf der grünen Wiese", so dass das Investitionsvolumen oftmals erheblich ist - ebenso wie das Auftragsvolumen. Das Projektcontrolling wurde mit einer kontinuierlichen Berichterstattung an die Funktionsbereiche aufgebaut.

Risiken aus dem Einkauf

Bei den Rohstoffpreisen hat sich im letzten Jahr die Unsicherheit auf den globalen Märkten widergespiegelt. Die für die Romaco-Gruppe besonders relevante Preisnotierung für Aluminium beträgt aktuell knapp 2.200 USD je Tonne (Vorjahr 1.550 USD je Tonne) und damit etwa 40 % über der entsprechenden Notierung aus dem Vorjahr. Aufgrund der Verwendung von Aluminium u.a. in Maschinengestellen hat diese Preisentwicklung eine hohe Bedeutung für ROMACO.

Zudem üben die hohen Lohnabschlüsse der letzten Jahre in Deutschland Druck auf die Preise der lokalen Lieferanten aus. ROMACO versucht durch langfristige Rahmenvereinbarungen mit Lieferanten die Einkaufsrisiken zu minimieren und weitere kostengünstige Lieferanten aufzubauen.

Mitarbeiterrisiken

Für ROMACO als Technologie orientiertem Unternehmen ist eine gesunde Mischung aus erfahrenen Mitarbeitern und Neueinsteigern notwendig. Es ist eines unserer Ziele, als attraktiver Arbeitgeber anerkannt zu werden, um einen guten Zugang zu den enger werdenden Arbeitsmärkten zu erlangen, insbesondere auch um unsere Wachstumsstrategie umsetzen zu können. Der Weiterbildungsbedarf der Mitarbeitenden ist Bestandteil der Personalgespräche und eine kontinuierliche Förderung wird vom Unternehmen unterstützt. Der Auswahl von Mitarbeitern bei der Besetzung von Planstellen wird bei ROMACO eine hohe Bedeutung beigemessen, um einen qualifizierten Mitarbeiterpool zu haben.

Liquiditätsrisiken

Das Liquiditätsmanagement stellt sicher, dass ROMACO jederzeit seinen Zahlungsverpflichtungen nachkommen kann. Hierzu erfassen wir die Zahlungsströme aus dem operativen Geschäft und aus Finanzgeschäften in einer rollierenden Planung, die einen Horizont von 3 Monaten umfasst. Für ROMACO und den weiteren Gesellschaften des Cash Pools stehen zum Stichtag 31. Oktober 2017 liquide Mittel in Höhe von 0,5 Mio. EUR (Vorjahr 7,6 Mio. EUR) zur sofortigen Verfügung. Daneben bestehen zum Stichtag 31. Oktober 2017 ungenutzte Kreditlinien in Höhe von 2,9 Mio. EUR (Vorjahr 8,5 Mio. EUR). Die Kreditlinie zur Exportfinanzierung in Höhe von 10,0 Mio. EUR war zum 31.10.2017 nicht in Anspruch genommen. Avalkreditlinien in Höhe von 20,0 Mio. EUR stehen zur Verfügung.

Zinsrisiken

Aufgrund der größtenteils variablen Verzinsung der Kreditverbindlichkeiten aus der Konsortialfinanzierung unterliegt die Gesellschaft grundsätzlich einem Zinsänderungsrisiko. Durch den Abschluss eines geeigneten Zinssicherungsgeschäfts ("CAP") wurde dieses Risiko gemäß Finanzierungsvertrag reduziert. Dabei wird für einen Zeitraum von Februar 2017 bis März 2020 für einen Basisbetrag in Höhe von 8,2 Mio. EUR der Basis Satz 3-Monats-EURIBOR durch eine Höchstsatzvereinbarung mit einer CAP Rate von 0,250% p.a. gegen ein solches Risiko abgesichert. In der aktuellen Lage des Finanzmarktes ist zumindest kurzfristig nicht von einer für ROMACO negativen Zinsentwicklung, d.h. von rapide steigenden Marktzinsen auszugehen.

Finanzrisiken

Die Finanzierung von ROMACO ist durch den Konsortialfinanzierungsvertrag mit einer Laufzeit bis September 2022 langfristig gesichert. Die jährliche Tilgung von 2,4 Mio. EUR ist angemessen. Die Covenants wurden vertragsgemäß zum Jahresende berechnet. Die ermittelten Kennzahlen erfüllen die Vorgaben des Kreditvertrages.

Die überwiegende Mehrzahl der Aufträge wird in Euro abgerechnet. Einige Aufträge in die USA bzw. Großbritannien werden in US-Dollar bzw. Britischen Pfund abgerechnet.

Da ROMACO einen wesentlichen Teil der Umsatzerlöse im außereuropäischen Ausland bzw. auf neuen Märkten erwirtschaftet, besteht auch grundsätzlich das Risiko eines (teilweisen) Forderungsausfalls aufgrund schlechter Bonität und/oder Zahlungsmoral der Kunden. Dem wird durch den gezielten Einsatz von Anzahlungen, Zahlungen vor Lieferungen und Letter of Credits (L/C) entgegen gewirkt. Darüber hinausgehende Risiken werden durch entsprechende Rückstellungen erfasst.

Risiken aus Betriebsprüfungen

Die Gesellschaft ist Gegenstand regelmäßiger steuerlicher Betriebsprüfungen. Änderungen bei den steuerlichen Regelungen und sich durch die Betriebsprüfungen ergebende Anpassungen können zu höheren Steuerzahlungen führen.

Werthaltigkeit der Beteiligungen

Bei einer sich verschlechternden Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Tochtergesellschaften von ROMACO können sich Risiken hinsichtlich der Werthaltigkeit der Beteiligungen ergeben. Aufgrund jährlich durchgeführter Werthaltigkeitsüberprüfungen, die auch Substanzwertbetrachtungen einschließen, können wir ein solches Risiko zum aktuellen Zeitpunkt als nicht wesentlich betrachten.

Bestandsgefährdende Risiken

Bestandsgefährdende Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind derzeit nicht erkennbar.

Gesamtaussage zur Risikolage

Zum Aufstellungszeitpunkt sieht die Geschäftsführung für den Prognosezeitraum keine Risiken, die den Bestand der ROMACO Pharmatechnik GmbH einzeln oder in Summe gefährden könnten. Neben den grundsätzlichen Marktrisiken sind die Projekt- und damit einhergehend die Liquiditätsrisiken die bedeutendsten Risiken für die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft und erfordern die kontinuierliche Weiterentwicklung des Projektcontrollings.

2. Prognosebericht

Die OECD hat ihre Prognose für dieses und die kommenden Jahre deutlich angehoben. Die Industriestaaten-Organisation OECD hat ihre Prognose für das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes in diesem Jahr von 1,7 auf 2,2 Prozent, für 2018 von 2,0 auf 2,3 Prozent angehoben. 2019 werden 1,9 Prozent erwartet. "Die Konjunkturbelebung im Euroraum kurbelt Exporte und die Unternehmensinvestitionen an", erklärte die OECD. "Eine niedrige Arbeitslosigkeit und Lohnzuwächse stützen den privaten Konsum."

Weltweit wächst die Wirtschaft so stark wie seit sieben Jahren nicht mehr. In diesem Jahr dürfte das globale Bruttoinlandsprodukt um 3,6 Prozent zulegen, 2018 um 3,7 Prozent und 2019 erneut um 3,6 Prozent, heißt es. "Das globale Wirtschaftswachstum steigt", sagte OECD-Chefökonomin Catherine Mann.

Auch nach Ansicht der VDMA-Volkswirte wird sich der konjunkturelle Aufschwung des laufenden Jahres 2018 in dem bisherigen Tempo fortsetzen. Daher rechnet der VDMA auch im kommenden Jahr mit einem realen Produktionswachstum des Maschinen- und Anlagenbaus von 3 Prozent. Für das laufende Jahr hatte der Verband bereits im Juli seine Prognose auf real plus 3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr angehoben. "Wir sind hier auf einem sehr guten Weg. In den ersten sieben Monaten 2017 haben die Maschinen- und Anlagenbauer ein Produktionswachstum von 2,9 Prozent erreicht", sagt VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers. "Politische und wirtschaftliche Krisen sowie weiter notwendige Strukturreformen verhindern eine deutlichere wirtschaftliche Erholung in vielen Ländern. Daher wird das Wachstum 2018 keine stärkere Dynamik erreichen, es wird sich lediglich regional verschieben."

Im größten Absatzmarkt Deutschland stehen die Zeichen für 2018 auf Expansion. Die Kapazitäten in der Industrie sind inzwischen so stark ausgelastet, wie seit 2008 nicht mehr. Es mehren sich bei den Kunden die Klagen über Kapazitätsengpässe bei Maschinen und Anlagen. "Das sollte den dringend notwendigen Ausrüstungsinvestitionen endlich auf die Sprünge helfen", erläutert Wiechers.

Die Geschäftsführung geht in der Budgetierung von einer positiven Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2017/18 aus und strebt mit den neu entwickelten Maschinentypen ein deutliches Wachstum in Auftragseingang an. Der Umsatz wird mit einem höheren Anteil des Service auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2016/17 geplant. Das bereinigte EBITDA auf vergleichbarer Basis ohne Berücksichtigung von nicht-operativen Sondereinflüssen (insbesondere im Beteiligungsergebnis) soll sich deutlich erhöhen. Neben dem höheren Ergebnisbeitrag im Service werden bessere Margen im Neugeschäft erwartet. Diese Einschätzung beruht auf folgenden Gründen:

1.

Die weltweiten Konjunkturaussichten sind weiter positiv für den Maschinenbau, auch wenn sie weiter von einer Unsicherheit im politischen Umfeld begleitet sind.

2.

Bei der Umsetzung der Unternehmensstrategie partizipiert ROMACO von zunehmenden Synergien in der Gruppe mit einem weiter steigenden Geschäftsvolumen als Systemlieferant sowie von den Produktentwicklungen, die in 2017 auf den Markt gebracht wurden.

3.

Der Auftragsbestand zum 31.10.17 liegt mit 32,0 Mio. EUR weiter auf einem hohen Niveau und wird im laufenden Geschäftsjahr umsatzwirksam.

4.

Der Ausweitung der weltweiten Sales- und Serviceorganisation der Romaco-Gruppe hat die erste Phase des Aufbaus hinter sich und wird zur positiven Entwicklung der ROMACO beitragen.

Generell geht die Geschäftsführung aufgrund der geschilderten Rahmenbedingungen von einer nachhaltig positiven Entwicklung der Gesellschaft aus. Der Finanzierungsvertrag sichert das Wachstum von ROMACO in ausreichendem Umfang ab.

Gesamtaussage zum Prognosebericht

Prognosen sind immer Aussagen unter Unsicherheit. Wie deutlich die geplante positive Entwicklung ausfällt, hängt neben der Umsetzung der im Unternehmen geplanten Ziele davon ab, wie sich das gesamtwirtschaftliche Umfeld und die Branche entwickelt. Die Geschäftsleitung wird die Entwicklung und Zielerreichung im Rahmen des Monatsreporting und der regelmäßigen Vorschaurechnungen verfolgen und auf Veränderungen schnell und entschlossen reagieren.

 

Karlsruhe, 26. Januar 2018

Geschäftsführung

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der ROMACO Pharmatechnik GmbH, Karlsruhe, für das Geschäftsjahr vom 1. November 2016 bis 31. Oktober 2017 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Karlsruhe, den 2. Februar 2018

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