Romaco Holding GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jens Wolfgang Torkel seit 22.1.2026 | Geschäftsführer |
Xiaoyan Li seit 22.10.2024 | Geschäftsführer |
Rudolf Wieland seit 22.10.2024 | Prokura |
Jochen Wenzel Schmidt seit 4.6.2024 | Geschäftsführer |
Ralph Augenstein seit 14.7.2021 | Prokura |
Andreas Wolfangel seit 8.7.2020 | Prokura |
Matthias Charpentier seit 26.1.2015 | Prokura |
Dietmar Jenner seit 6.10.2006 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Truking Asset Management (Changsha) Ltd | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ROMACO Pharmatechnik GmbHKarlsruheJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.11.2016 bis zum 31.10.2017Bilanz zum 31. Oktober 2017Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. November 2016 bis 31. Oktober 2017
ROMACO Pharmatechnik GmbH, Karlsruhe
|
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| Währung | Beteiligung | Eigenkapital | Ergebnis* | |
| % | in Mio. LW | in Mio. LW | ||
| Inland | ||||
| Romaco Innojet GmbH, (vormals Romaco 1), Steinen | EUR | 100,0 | 2,5 | -5,7* |
| Romaco Immobilienverwaltungs GmbH, Karlsruhe | EUR | 94,9 | 5,1 | 0,5* |
| DBG Maple Immobilienverwaltungs GmbH & Co. KG, Karlsruhe | EUR | 94,9 | 0,3 | 0 |
| Romaco Kilian GmbH (vorm. Kilian Tableting GmbH), Köln | EUR | 100,0 | 18,6 | 7,7* |
| Ausland | ||||
| Romaco S.r.l., Bologna, Italien | EUR | 100,0 | 4,5** | 0,7** |
| Romaco North America Inc., Hamilton NJ, USA | USD | 100,0 | 1,2** | -0,2** |
| Romaco do Brazil Ltda, Sao Paulo, Brasilien | BRL | 100,0 | -6,0** | 0,75** |
| Romaco France SAS, Strasbourg, Frankreich | EUR | 100,0 | 0,3 | -0,2 |
| Romaco Russia, Moscow, Russland | RUB | 99,0 | 2,0** | 1,2** |
*Vor Ergebnisabführungen
**Vorjahreswerte
Die restlichen 5,1% der Anteile an der Romaco Immobilienverwaltungs GmbH werden von der DBG Maple Immobilienverwaltungs GmbH & Co KG, Karlsruhe, gehalten.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
| 31.10.2017 | 31.10.16 | |
| TEUR | TEUR | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 3.750 | 3.058 |
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr | (0) | (0) |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 14.693 | 14.158 |
| davon gegen Gesellschafter | (430) | (581) |
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr | (0) | (0) |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 687 | 400 |
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr | (115) | (164) |
| 19.130 | 17.616 |
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus Cashpool (TEUR 2.785, i. Vj. TEUR 1.142), aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr (TEUR 793, i. Vj. TEUR 5.432), aus Ergebnisabführung (TEUR 8.115, i. Vj. TEUR 4.594) sowie sonstige Forderungen aus Kapitalrückzahlungen seitens einer Tochtergesellschaft (TEUR 3.000, i. Vj. TEUR 2.500).
Latente Steuern
Der Berechnung wurde unverändert zum Vorjahr ein Steuersatz von 15,8 % für Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag sowie 15,5% für Gewerbesteuer zugrunde gelegt.
Auf körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 11.463 (i. Vj. TEUR 10.775) und gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 5.863 (i. Vj. TEUR 5.603) wurden latente Steueransprüche berücksichtigt, sodass in Summe aktive latente Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von TEUR 2.722 (i. Vj. TEUR 2.573) angesetzt wurden.
Auf temporäre Differenzen zwischen handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen wurden TEUR 3.462 (i. Vj. TEUR 4.230) aktive latente Steuern angesetzt. Hiervon entfallen TEUR 282 (i. Vj. TEUR 296) auf die Romaco Immobilienverwaltungs-GmbH, auf die Kilian Tableting GmbH TEUR 3.452 (i. Vj. TEUR 3.527) sowie auf die Romaco Innojet GmbH TEUR 83 (i. Vj. TEUR 99), die handelsrechtlich aufgrund den bestehenden Organschaften bei der Organträgerin zu erfassen sind. Auf die ROMACO Pharmatechnik GmbH entfallen passive latente Steuern in Höhe von TEUR 355, die mit den aktiven latenten Steuern verrechnet wurden.
Eigenkapital
Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beläuft sich auf DM 13.000.000,00. Es ist zum amtlich festgelegten DM/Euro-Umrechnungskurs von 1,95583 DM/EUR umgerechnet und in Höhe von EUR 6.646.794,45 in der Bilanz angegeben. Eine Umstellung auf Euro ist bislang nicht erfolgt.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden TEUR 7.000 aus der Kapitalrücklage entnommen und an die Gesellschafterin zurückbezahlt.
Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Personalrückstellungen (Altersteilzeit, Urlaub, Boni, Weihnachtsgeld, Berufsgenossenschaft und Überstunden) in Höhe von TEUR 1.192 (i. Vj. TEUR 1.243), Rückstellungen für ausstehende Fracht-, Verpackungs- sowie Nachlaufkosten in Höhe von TEUR 625 (i. Vj. TEUR 566), Rückstellungen für Provisionen in Höhe von TEUR 1.269 (i. Vj. TEUR 984) sowie Rückstellungen für Gewährleistungsansprüche in Höhe von TEUR 410 (i. Vj. TEUR 377). Für ein eigebettetes Derivat im Konsortialkreditvertrag wurde eine Drohverlustrückstellung in Höhe von TEUR 320 (i. Vj. TEUR 798) gebildet.
Verbindlichkeiten
Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im folgenden Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt:
| Art der Verbindlichkeiten (in TEUR) | Gesamt | ||||
| Bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | Über 5 Jahre | 31.10.17 | 31.10.16 | |
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 7.571 | 15.023 | 0 | 22.594 | |
| (Vorjahr) | (3.204) | (9.600) | (9.667) | (22.471) | |
| 2. Verbindlichkeiten aus Genussscheinen | 0 | 0 | 1.000 | 1.000 | |
| (Vorjahr) | (0) | (0) | (1.000) | (1.000) | |
| 3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 9.918 | 0 | 0 | 9.918 | |
| (Vorjahr) | (13.553) | (0) | (0) | (13.553) | |
| 4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 3.603 | 0 | 0 | 3.603 | |
| (Vorjahr) | (4.134) | (0) | (0) | (4.134) | |
| 5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 22.151 | 0 | 0 | 22.151 | |
| (Vorjahr) | (25.543) | (0) | (0) | (25.543) | |
| 6. Sonstige Verbindlichkeiten | 702 | 0 | 0 | 702 | |
| (Vorjahr) | (472) | (0) | (0) | (472) | |
| 43.945 | 15.023 | 1.000 | 59.968 | (67.173) | |
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten aus Cashpool (TEUR 10.027, i. Vj. TEUR 14.495), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 702, i. Vj. TEUR 1.200), Verbindlichkeit aus Darlehensvereinbarung (TEUR 5.726, i. Vj. TEUR 5.726) sowie Verbindlichkeiten aus der Verlustübernahme der Romaco Innojet GmbH (TEUR 5.696, i. Vj. TEUR 4.122).
Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin bestehen in Höhe von TEUR 580, (i. Vj. TEUR 229).
Zur Sicherung aller gegenwärtigen und künftigen Ansprüche gegen die Kreditnehmer im Rahmen der Konsortialkreditfinanzierung aus oder im Zusammenhang mit den Finanzierungsdokumenten hat die Gesellschaft den Banken bzw. dem Sicherheitentreuhänder (Sparkasse Pforzheim Calw) folgende Sicherheiten gestellt:
| 1. |
Verpfändung aller gegenwärtigen und zukünftigen Geschäftsanteile an der Romaco S.r.l., Bologna, Italien, der Kilian Tableting GmbH, Köln, der Romaco Innojet GmbH, Steinen, sowie der Romaco Immobilienverwaltungs GmbH, Karlsruhe. Der besicherte Buchwert beträgt TEUR 37.012 (i. Vj. TEUR 37.012); |
| 2. |
Verpfändung sämtlicher Konten der Gesellschaft. Der besicherte Buchwert beträgt TEUR 452 (i. Vj. TEUR 7.567); |
| 3. |
Sicherungsabtretung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Globalzession) einschließlich der Sicherungsabtretung aller Rechte und Ansprüche aus bestehenden oder zukünftigen Warenkreditversicherungen und sonstigen bestehenden oder zukünftigen Sicherungsrechten bezogen auf den Forderungsbestand. Der besicherte Buchwert beträgt TEUR 3.750 (i. Vj. TEUR 3.058); |
| 4. |
Kapitalbelassungs- und Rangrücktrittserklärung der Investoren und der Genussscheininhaber; |
| 5. |
Sicherungsübereignung des aktuellen und des zukünftigen Anlagevermögens sowie der Warenlager und Vorräte am Standort Karlsruhe. Der besicherte Buchwert beträgt TEUR 15.633 (i. Vj. TEUR 17.872); |
| 6. |
Verpfändung der immateriellen Vermögensgegenstände der Gesellschaft. Der besicherte Buchwert beträgt TEUR 2.544 (i. Vj. TEUR 1.379). |
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Umsatzerlöse
| 1.11.2016- 31.10.2017 | 1.11.2015- 31.10.2016 | |||
| TEUR | % | TEUR | % | |
| - Inland | ||||
| Maschinenverkauf | 260 | 1 | 253 | 1 |
| Ersatzteil/Reparatur/Montage | 1.944 | 5 | 1.988 | 6 |
| 2.204 | 6 | 2.241 | 7 | |
| - Ausland | ||||
| Maschinenverkauf | 28.750 | 67 | 16.615 | 54 |
| Ersatzteil/Reparatur/Montage | 9.800 | 23 | 10.974 | 36 |
| 38.550 | 90 | 27.589 | 90 | |
| Sonstige Erlöse | 1.864 | 4 | 1.006 | 3 |
| ./. Erlösschmälerung | -10 | 0 | -7 | 0 |
| 1.854 | 4 | 999 | 3 | |
| 42.608 | 100 | 30.829 | 100 | |
Infolge der erstmaligen Anwendung des BilRUG wurden sonstige betriebliche Erträge von TEUR 1.204 (i. Vj. TEUR 992) in die Umsatzerlöse umgegliedert.
Andere aktivierte Eigenleistungen
Die anderen aktivierten Eigenleistungen beinhalten im Wesentlichen Leistungen aus der Aktivierung von Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 664 (i. Vj. TEUR 455). Hierbei handelt es sich um selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände in der Entwicklungsphase.
Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus Kursgewinne von TEUR 2 (i. Vj. TEUR 26).
Materialaufwand
Aus der erstmaligen Anwendung des BilRUG wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr TEUR 730 (i. Vj. TEUR 520) von sonstige betriebliche Aufwendungen in den Materialaufwand umgegliedert.
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Kursverluste von TEUR 46 (i. Vj. TEUR 33).
Erträge aus Ergebnisabführungsvertrag
Die Erträge aus Ergebnisabführungsvertrag in Höhe von TEUR 8.115 (i. Vj. TEUR 4.579) betreffen die Ergebnisübernahme der Romaco Immobilienverwal-tungs GmbH, Karlsruhe, sowie der Romaco Kilian GmbH, Köln, aufgrund bestehender Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge.
Erträge aus Beteiligungen
Die Erträge aus Beteiligungen in Höhe von TEUR 21 (i. Vj. TEUR 3) resultieren aus der Ergebniszuweisung der DBG Maple Immobilienverwaltungs GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main, an der die Gesellschaft zu 94,9 % beteiligt ist.
Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
Die Erträge in Höhe von TEUR 420 (i. Vj. TEUR 481) resultieren aus der langfristigen Ausleihung an die Romaco S.r.l., Bologna, Italien, die mit 6 % p.a. verzinst werden.
Zinsertrag
In den Zinserträgen sind Erträge aus der Marktwertänderung eines Derivats in Höhe von TEUR 424 enthalten.
Aufwendungen aus Verlustübernahme
Die Aufwendungen aus Ergebnisabführungsvertrag in Höhe von TEUR 5.696 (i. Vj. TEUR 4.122) betreffen die Ergebnisübernahme von der Romaco Innojet GmbH, Steinen, aufgrund eines bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrags.
Steuern von Einkommen und vom Ertrag
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten Aufwendungen aus der Veränderung der aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 619 (i. Vj. Ertrag TEUR 932) und der laufenden Steuervergütung in Höhe von TEUR 2 (i. Vj. TEUR 8).
Sonstige Angaben
Sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen auf Basis der am 31. Oktober 2017 bestehenden nichtkündbaren Verträge ergeben wie folgt:
| Fällig | Miete für den Grundbesitz | Sonstige Miet- und Leasingverträge | Summe |
| TEUR | TEUR | TEUR | |
| innerhalb eines Jahres | 144 | 175 | 319 |
| nach zwei, aber innerhalb vier Jahren | 0 | 230 | 230 |
| nach fünf Jahren | 0 | 5 | 5 |
| 144 | 410 | 554 |
Davon bestehen TEUR 125 gegenüber der Romaco Immobilienverwaltungs GmbH, Karlsruhe, die ein verbundenes Unternehmen darstellt.
Die Gesellschaft hat ein Grundstück mit Produktionshallen einschließlich Büro- und Sozialräumen sowie Parkplätzen in Karlsruhe-Durlach angemietet. Die Anmietung erfüllt den Zweck, Zahlungsabflüsse, die bei einem Erwerb sofort anfallen würden, in die Zukunft zu verlagern und zum anderen muss das Risiko des Werteverzehrs nicht getragen werden. Der Vertrag kann mit einer Frist von drei Monaten gekündigt werden. Der jährliche Mietzins beträgt TEUR 498.
Eventualverbindlichkeiten
Die ROMACO Pharmatechnik GmbH ist in den weltweit tätigen Romaco-Konzern eingebunden. Als solcher unterliegt die Romaco Gruppe zahlreichen unterschiedlichen Anforderungen aus lokalen Jurisdiktionen, die bei Nichteinhaltung zu etwaigen Bußgeldern führen können. Zum Bilanzstichtag und Tag der Aufstellung des Konzernabschlusses lagen keine konkreten Hinweise vor, die zu nicht nur geringfügigen Bußgeldern führen würden.
Finanzierung und derivative Finanzinstrumente
Seit dem 27. September 2016 besteht ein Konsortialkreditvertrag mit einem Bankenkonsortium, welcher der langfristigen Finanzierung der Romaco Gruppe dient.
Zum Bilanzstichtag betrug die Verbindlichkeit des Tilgungskredites (Geldmarktkredit) EUR 10,2 Mio. (nachfolgend "Kredit A") und der endfällige Geldmarktkredit EUR 7,4 Mio. (nachfolgend "Kredit B").
Daneben räumten die Konsorten zu den Bedingungen des Konsortialkreditvertrags der Romaco Gruppe drei bilaterale Linien in Höhe von zusammen EUR 28,5 Mio. (nachfolgend "Kredit C", "Kredit D" und "Kredit E") ein. Bei Kredit C handelt es sich um eine Kontokorrentlinie, bei Kredit D handelt es sich um eine Avalkreditlinie und bei Kredit E handelt es sich um eine Exportlinie.
Die variabel verzinslichen Verbindlichkeiten beinhalten einen sog. Zero-Floor-Cap. Dies bedeutet, dass die Euribor-Entwicklung nach unten auf 0,00% begrenzt ist. Der Zero-Floor-Cap wird als sog. eingebettetes Derivat separat von den variabel verzinslichen Verbindlichkeiten bewertet. Somit entspricht der beizulegende Zeitwert der variabel verzinslichen Verbindlichkeit dem Nominalbetrag abzüglich des beizulegenden Zeitwerts des eingebetteten Derivats.
Für die variabel verzinslichen Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von EUR 17,6 Mio. aus dem Konsortialkreditvertrag, welche unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen sind, wurden zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos ein Zinsswap (Höchstzinsvereinbarung mit einer Laufzeit bis 30. März 2020 und einer Cap-Rate 0,25 %) in Höhe von 50 % der Darlehenssumme abgeschlossen.
Die im Rahmen der Veräußerung der Romaco Gruppe entstandenen Kosten der Änderung des Konsortialkreditvertrages wurden direkt ergebniswirksam erfasst.
Einzelne Konzerngesellschaften haben Sicherheiten eingeräumt. Bei den eingeräumten Sicherheiten handelt es sich um Sicherungsrechte (Globalzession, Pfandrechte etc.) an sämtlichen wesentlichen Vermögenswerten, vor allem Anlagevermögen inklusive Immobilien, Vorräte, Forderungen, Bankguthaben sowie verbrieften Anteilen an Gesellschaften des Romaco-Konzerns.
Die beiden Genussscheine in Höhe von insgesamt EUR 1,0 Mio. bestehen unverändert. Im Rahmen einer Interkreditorenvereinbarung zwischen der ROMACO Pharmatechnik GmbH und dem Chancenkapitalfonds der Kreissparkasse Biberach sowie der ROMACO Pharmatechnik GmbH und der S.Kap Unternehmensbeteiligungs GmbH & Co. KG wurde die Nachrangigkeit des Genussrechtskapitals vereinbart. Die Laufzeit der beiden Genussscheine endet am 31. Dezember 2022. Die Genussscheininhaber erhalten als Gegenleistung für die Bereitstellung des Genussrechtskapitals eine feste, ergebnisunabhängige Vergütung von 7,50% p.a. bezogen auf den Nennbetrag. Daneben erhalten die Genussscheininhaber eine ergebnisabhängige Vergütung von 2,00% p.a. bezogen auf den Nennbetrag. Voraussetzung für den Anspruch auf die ergebnisabhängige Vergütung ist das Erreichen eines "Jahresüberschusses" im Sinne der Ge-nussscheinbedingungen. Ausgangspunkt für dessen Bestimmung ist der Konzernjahresüberschuss der Romaco Gruppe.
Bei Fälligkeit der Genussscheine erhalten die Genussscheininhaber eine Abfindung bestehend aus dem Nennbetrag der geleisteten Einlage und einer einmaligen pauschalen Wertzuwachsbeteiligung in Höhe von 10,00% des Nennbetrags. Diese pauschale Wertzuwachsbeteiligung wird dabei unabhängig davon geschuldet, ob bei der Emittentin tatsächlich ein Wertzuwachs eingetreten ist. Diese pauschale Beteiligung wird jedoch reduziert um die während der Laufzeit des Genussscheins bereits an die Genussscheininhaber geleisteten ergebnisabhängigen Vergütungen.
Die im Geschäftsjahr 2013 mit der Zurich Insurance plc abgeschlossene Vereinbarung einer Avalkreditlinie über 7,5 Mio. EUR, die im Geschäftsjahr 2014 auf 10 Mio. EUR ausgeweitet wurde, besteht weiterhin unverändert.
Geschäftsführung
Zu Geschäftsführern im Berichtsjahr waren bestellt:
|
Paulo Alexandre, CEO, Diplom-Wirtschaftsingenieur, Karlsruhe bis 31.12.2016 |
|
|
Carsten Strenger, CFO / COO, Diplom-Wirtschaftsingenieur, Karlsruhe |
|
|
Dirk Bauernfeind, CEO, Diplom-Wirtschaftsingenieur, Bad Wurzach |
Gesamtbezüge der Geschäftsführung
Die beiden erstgenannten Geschäftsführer sind bei der Muttergesellschaft angestellt und beziehen kein Gehalt von der ROMACO Pharmatechnik GmbH.
Ergebnisverwendung
Die Geschäftsführung schlägt vor, das Jahresergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.
Mitarbeiter
Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
| Direkter Bereich (Fertigung, Montage, Materialwirtschaft, Entwicklung) | 122 |
| Indirekter Bereich (Verwaltung, Vertrieb) | 59 |
| 181 |
Ausschüttungsgesperrte Beträge
Zum Stichtag existieren ausschüttungsgesperrte Beträge in Höhe von TEUR 8.487 (i. Vj. TEUR 7.884), die aus der Aktivierung latenter Steuern (TEUR 6.184), aus der Aktivierung von Entwicklungskosten (TEUR 2.217) und aus dem Unterschiedsbetrag zwischen dem sieben und zehnjährigen Pensionszins (TEUR 86) resultieren.
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Die Gesellschafterversammlung hat am 11. Dezember 2017 Herrn Dirk Bauernfeind als Geschäftsführer abberufen und Herrn Paulo Alexandre, Wohnort Karlsruhe, mit Wirkung zum 01.01.2018 zum Geschäftsführer bestellt.
Die Gesellschafterversammlung hat am 12. Januar 2018 Herrn Paulo Alexandre als Geschäftsführer abberufen und Herrn Jörg Pieper, Wohnort Mannheim, mit sofortiger Wirkung zum Geschäftsführer bestellt.
Konzernverhältnisse
Die Gesellschaft gehört als Tochterunternehmen im Sinne des § 290 Abs. 2 HGB zum Konzern der Romaco Holding GmbH, Karlsruhe, in deren befreienden Konzernabschluss sie einbezogen wird. Diese stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Dieser Konzernabschluss wird gem. § 315a HGB nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt und im Bundesanzeiger in deutscher Sprache offengelegt. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich.
Den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen stellt die Truking Eu-rope GmbH, Karlsruhe auf. Dieser Konzernabschluss wird gem. § 315a HGB nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt und im Bundesanzeiger in deutscher Sprache offengelegt.
Karlsruhe, den 26. Januar 2018
Carsten Strenger
Jörg Pieper
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||
| 1.11.2016 | Zugänge | Abgänge | 31.10.2017 | |
| EUR | EUR | EUR | EUR | |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 1.008.907,27 | 1.207.779,90 | 0,00 | 2.216.687,17 |
| 2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 165.109,06 | 0,00 | 26.648,47 | 138.460,59 |
| 3. Geschäfts- oder Firmenwert | 323.000,00 | 0,00 | 0,00 | 323.000,00 |
| 1.497.016,33 | 1.207.779,90 | 26.648,47 | 2.678.147,76 | |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Technische Anlagen und Maschinen | 2.332.127,54 | 29.290,22 | 880.090,30 | 1.481.327,46 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.430.033,20 | 258.263,13 | 90.833,08 | 1.597.463,25 |
| 3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 308.448,32 | 0,00 | 308.448,32 | 0,00 |
| 4.070.609,06 | 287.553,35 | 1.279.371,70 | 3.078.790,71 | |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 39.260.723,10 | 400.000,00 | 3.000.000,00 | 36.660.723,10 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 8.000.000,00 | 0,00 | 4.000.000,00 | 4.000.000,00 |
| 47.260.723,10 | 400.000,00 | 7.000.000,00 | 40.660.723,10 | |
| 52.828.348,49 | 1.895.333,25 | 8.306.020,17 | 46.417.661,57 | |
| Kumulierte Abschreibungen | ||||
| 1.11.2016 | Abschreibungen des Geschäftsjahres | Abgänge | 31.10.2017 | |
| EUR | EUR | EUR | EUR | |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 97.442,55 | 21.019,00 | 26.648,47 | 91.813,08 |
| 3. Geschäfts- oder Firmenwert | 20.636,00 | 21.544,00 | 0,00 | 42.180,00 |
| 118.078,55 | 42.563,00 | 26.648,47 | 133.993,08 | |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Technische Anlagen und Maschinen | 1.321.661,04 | 252.316,71 | 715.805,79 | 858.171,96 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.106.756,49 | 154.246,53 | 85.718,86 | 1.175.284,16 |
| 3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 2.428.417,53 | 406.563,24 | 801.524,65 | 2.033.456,12 | |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 0,00 | 400.000,00 | 0,00 | 400.000,00 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 0,00 | 400.000,00 | 0,00 | 400.000,00 | |
| 2.546.496,08 | 849.126,24 | 828.173,12 | 2.567.449,20 | |
| Buchwerte | ||
| 31.10.2017 | 31.10.2016 | |
| EUR | EUR | |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 2.216.687,17 | 1.008.907,27 |
| 2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 46.647,51 | 67.666,51 |
| 3. Geschäfts- oder Firmenwert | 280.820,00 | 302.364,00 |
| 2.544.154,68 | 1.378.937,78 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Technische Anlagen und Maschinen | 623.155,50 | 1.010.466,50 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 422.179,09 | 323.276,71 |
| 3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,00 | 308.448,32 |
| 1.045.334,59 | 1.642.191,53 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 36.260.723,10 | 39.260.723,10 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 4.000.000,00 | 8.000.000,00 |
| 40.260.723,10 | 47.260.723,10 | |
| 43.850.212,37 | 50.281.852,41 | |
A. Grundlagen der Gesellschaft
| 1. |
Allgemeines und Geschäftstätigkeit der Gesellschaft |
| 2. |
Forschung und Entwicklung |
| 3. |
Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren |
B. Wirtschaftsbericht
| 1. |
Wirtschaftliches Umfeld und Branchenentwicklung |
| 2. |
Geschäftsverlauf |
| 3. |
Lage des Gesellschaft |
C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht
| 1. |
Chancen- und Risikobericht |
| 2. |
Prognosebericht |
A. Grundlagen der Gesellschaft
1. Allgemeines und Geschäftstätigkeit des Unternehmens
Die ROMACO Pharmatechnik GmbH, Karlsruhe (nachfolgend "ROMACO"), ist ein renommierter Anbieter von Verpackungsmaschinen im Bereich der pharmazeutischen und kosmetischen Industrie. Dabei konzentriert sich ROMACO auf das technisch anspruchsvolle mittlere Leistungssegment flexibler Maschinen, deren Nachfrage von dem weltweit starken Wachstum der Generika-Hersteller und Lohnverpacker profitiert.
Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung, der Vertrieb und der Handel mit Verpackungsmaschinen sowie aller mittelbar und unmittelbar damit im Zusammenhang stehenden Geschäfte. Die Gesellschaft ist berechtigt, sich an anderen Unternehmen beliebiger Rechtsform zu beteiligen sowie Zweigniederlassungen im In- und Ausland zu errichten.
Das Produktportfolio von ROMACO ist in die Produktbereiche "Noack" (Blisterverpackung), "Siebler" (Streifenverpackung) und "Bosspak" (Tablettenzählmaschinen) gegliedert, für die Neuanlagen im Erstausrüstungsgeschäft produziert werden sowie im Produktlebenszyklus im Customer Service Ersatzteile, Umbauten und sonstige Serviceleistungen erbracht werden.
Seit 2006 ist die Gesellschaft am Standort in Karlsruhe konzentriert. Die gemietete Liegenschaft im Gewerbegebiet direkt an der Autobahn A5 umfasst ca. 9.100 qm Produktions- und Bürofläche. ROMACO ist weltweit tätig und in mehr als 100 Ländern vertreten. Schwerpunktmäßig ist ROMACO im Ausland durch Vertreter präsent. Darüber hinaus hat ROMACO bzw. andere ROMACO Gesellschaften Sales- und Servicegesellschaften in einzelnen Ländern.
Die unmittelbare Muttergesellschaft von ROMACO ist die Romaco Holding GmbH, Karlsruhe, (nachfolgend "Romaco Holding"). Mit Wirkung von 01.07.2017 hat die Truking Europe GmbH, Karlsruhe, (nachfolgend "Truking") 75,1% der Anteile an der Romaco Holding GmbH erworben. ROMACO wird in den Konzernabschluss von Truking einbezogen, deren Gesellschaften im Maschinenbau der pharmazeutischen und kosmetischen Industrie tätig sind.
2. Forschung und Entwicklung
Eine intensive und nachhaltige Forschung und Entwicklung ist für ROMACO als Spezialanbieter von Verfahrens- und Verpackungstechnik eine unerlässliche Grundlage des zukünftigen Unternehmenserfolges. Neben der laufenden konstruktiven Optimierung der Maschinentypen wurden die Entwicklungen für das Erstausrüstungsgeschäft und den Customer Service fortgeführt.
In der Produktlinie "Noack" wurde im Neumaschinengeschäft auf der Branchenmesse Interpack im Mai 2017 der neu entwickelte Maschinentyp NBP 950 vorgestellt, der den bisherigen Maschinentyp N921 ablöst. Mit der Neuentwicklung wurden die Funktionen der Maschine in einem zeitgemäßen Design auf den aktuellen Stand der Technik gebracht und gleichzeitig das attraktive Preis-Leistungsverhältnis für die wichtige Zielgruppe der Lohnverpacker beibehalten.
Auf der Messe Interpack wurde in der Produktlinie "Siebler" der neu entwickelte Röhrchenfüller STF 120 für die Abfüllung von Brausetabletten in Röhrchen präsentiert. Im Geschäftsjahr 2015/16 hatte ROMACO die Technologie des Röhrchenfüllers von der Medipac AB, Hässleholm, Schweden übernommen und die Weiterentwicklung der Kernkomponenten der Maschine gestartet.
In der Entwicklung von Produkten für digitale Geschäftsmodelle wurde das Remote Service-Konzept weiter fortgeführt, das den web-basierten Zugriff auf Produktionsmaschinen in verschiedenen Ausbaustufen bis hin zu einer optischen Übertragung per Datenbrille ermöglicht. Darüber hinaus wird projektbezogen mit Forschungseinrichtungen zusammengearbeitet.
Für Forschung und Entwicklung wurden im Geschäftsjahr 1,9 Mio. EUR aufgewendet, was einer F+E Quote von 4,6% der Gesamtleistung entspricht. Davon wurden 1,2 Mio. EUR aktiviert. Insgesamt sehen wir uns mit unseren Produkten für die Zukunft sehr gut aufgestellt und auch gegenüber dem Wettbewerb gut gerüstet. ROMACO wird, wie in der Vergangenheit auch, die Produkte kontinuierlich und am Bedarf Ihrer Kunden orientiert weiterentwickeln.
3. Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren
ROMACO verwendet grundsätzlich als finanzielle Leistungsindikatoren die Größen Auftragseingang und Umsatz gemäß den internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS) in Verbindung mit den Maßgaben der Konsortialfinanzierung im Konzern, ferner ein von Sondereffekten bereinigtes Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen ("operatives EBITDA"). Dies ist durch das Kennzahlensystem des Truking-Konzerns begründet, der den Konzernabschluss gemäß IFRS aufstellt. Organisatorisch trennt ROMACO das Neumaschinen- und das Servicegeschäft.
Im operativen EBITDA werden Sondereffekte bereinigt, die einmaligen Charakter haben bzw. nicht in der operativen Geschäftstätigkeit begründet sind. Somit soll ein nachhaltiges Ergebnis dargestellt werden, um die langfristige Entwicklung des Ergebnisses zu zeigen.
| - in TEUR - | 01.11.2016 - 31.10.2017 | 01.11.2015 31.10.2016 |
| HGB EBITDA (Betriebsergebnis + Abschreibungen) | -440 | -1.880 |
| +/- Abweichungen HGB zu IFRS | 274 | 4.382 |
| IFRS EBITDA | -166 | 2.502 |
| Einmalkosten Steuer | 327 | 0 |
| Einmalkosten Personal | 121 | 33 |
| nicht aktivierungsfähige R& D Kosten | 82 | 224 |
| Erträge aus einzelwertberichtigten Forderungen | 0 | -118 |
| Einmalkosten sonstige Vertragsbeendigungen | 0 | 74 |
| operatives IFRS EBITDA | 363 | 2.715 |
Die Kennzahlen orientieren sich an Zielgrößen, die vom Gesellschafter für die einzelnen Gesellschaften des Konzerns im Rahmen der Budgetierung des Geschäftsjahres festgelegt werden. Die laufende Verfolgung und Überprüfung erfolgt durch das interne Berichtswesen. Planabweichungen werden mit dem Management regelmäßig analysiert und im Falle von Abweichungen werden Maßnahmen zur Erreichung der Zielgrößen vereinbart.
B. Wirtschaftsbericht
1. Wirtschaftliches Umfeld und Branchenentwicklung
Der Internationale Währungsfonds (IWF) lässt, im Rahmen seiner alljährlich im Juli durchgeführten Aktualisierung, seine Wachstumsprognose für die Weltwirtschaft weitgehend unverändert. Nach der IWF-Prognose steigt in 2017 die Wirtschaftsleistung weltweit im Durchschnitt um 3,5%. Im Folgejahr rechnet der IWF wieder mit einer etwas stärkeren Dynamik in Höhe von 3,6%.
Für Deutschland erwartet der IWF in diesem und im kommenden Jahr ein etwas geringeres Wachstum als im Schnitt der Eurozone. Deutschland kann 2017 laut aktueller Prognose mit einer Steigerung der Wirtschaftsleistung um 1,8% und 2018 dann um weitere 1,6% rechnen. Für alle Euroländer setzt der IWF leicht höhere Raten von 1,9% (2017) und 1,7% (2018) an. Der IWF hob die Werte verglichen mit der letzten Prognose vom April leicht an. Grund für die verbesserten Aussichten seien Hinweise auf "mehr Schwung bei der Inlandsnachfrage als vorhergesehen".
Insgesamt ist das weltwirtschaftliche Wachstum nach Darstellung von IWF-Chefvolkswirt Maurice Obstfeld so breit wie noch nie im vergangenen Jahrzehnt. Auch der globale Handel ziehe an. Es gebe aber auch Unsicherheiten und Risiken. Das Wirtschaftswachstum sorge zwar dafür, dass die Arbeitslosigkeit zurückgehe. Doch "das Lohnplus bleibt schwach", sagte Obstfeld. Das verhindere nicht nur eine Verbesserung der Lebensstandards, sondern berge auch Risiken, dass sich soziale Spannungen verschlimmerten, die einige Wähler bereits in Richtung einer eher nach innen gerichteten Wirtschaftspolitik trieben.
In vielen Ländern haben die Wirtschaftsdaten 2017 positiv überrascht. Das gilt sowohl für Industrieländer als auch für einige Schwellen- und Entwicklungsländer. Der Wachstumsmotor in der Industrie ist - endlich! - angesprungen. Die Kapazitäten sind wieder vernünftig, ja zum Teil bereits überdurchschnittlich, ausgelastet. Und folglich sind die Unternehmer zuversichtlicher gestimmt und investieren mehr.
Der weltweite Maschinenumsatz steigt 2017 voraussichtlich um preisbereinigt 6%. Das ist deutlich mehr als vor Jahresfrist erwartet werden konnte. Aufwärtsrevisionen gab es bei vielen Ländern, allen voran China, dem wichtigsten Produktionsstandort im globalen Maschinenbau. Auch 2018 bleibt der Maschinenbau auf Wachstumskurs. Doch anders als es in früheren Aufschwüngen üblich war, dürfte es 2018 nicht gelingen, die Zunahme des Vorjahres zu toppen. Vielerorts nach wie vor bestehende Strukturprobleme, vor allem aber Unsicherheiten über die weitere politische und wirtschaftliche Entwicklung verhindern ein zunehmendes Wachstumstempo.
"Nach einer Stagnation des deutschen Außenhandels im Jahr 2016, zieht die Nachfrage aktuell wieder an", sagt Clemens, VDMA-Geschäftsführer des Fachverbandes Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen. "Wir könnten am Wendepunkt zum nächsten Aufschwung stehen. Angesichts der positiven Vorzeichen gehen wir davon aus, dass die Produktion 2017 um real 3 Prozent wächst".
Die fünftstärkste Branche im Maschinenbau, Nahrungsmittelmaschinen- und Verpackungsmaschinen, wird im Jahr 2017 aller Voraussicht nach erneut überdurchschnittlich wachsen. 2016 stieg die Maschinenproduktion um 2,4% auf 13,3 Mrd. Euro. Damit wuchs die Branche zwischen 2012 und 2016 um 15%, während der Maschinenbau im gleichen Zeitraum einen Zuwachs von 5 Prozent bei der Maschinenproduktion verzeichnete.
Im Juli 2017 stieg der Auftragseingang im Fachzweig Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen um real 12% über dem Vergleichswert des Vorjahres. Im Zeitraum Januar bis Juli lagen die Bestellungen um 5% über dem Vorjahresniveau. Für 2017 geht der VDMA Fachverband Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen von einem Produktionszuwachs in Höhe von 4% aus.
Der Markt sowohl der Verpackungsmaschinen als auch der Prozessanlagen ist stark fragmentiert. In keinem Segment, in dem die Romaco-Gruppe mit ihren Produktlinien vertreten ist, gibt es dominierende Anbieter. Eine objektive Einschätzung der Marktsituation liegt nicht vor.
Nach unserer Einschätzung bewegen wir uns mit unseren Produkten zumeist im vorderen Mittelfeld, wobei die Produktlinie "Siebler" als Marktführer wahrgenommen wird. Die wesentlichen Wettbewerber unserer Produkte kommen aus Deutschland und Italien. Lokale Anbieter aus den Wachstumsmärkten werden eher selten in den Verhandlungen angetroffen, wobei sich auch hier regionale Unterschiede ergeben. Nach wie vor stellt die hohe Dokumentationspflicht und die Beherrschung der "Good Manufacturing Practice" (GMP) eine erhebliche Eintrittsbarriere dar, wenn Waren für den internationalen Markt und hier insbesondere für den Export nach Europa oder Nordamerika produziert werden.
2. Geschäftsverlauf
Der Auftragseingang betrug im Geschäftsjahr 2016/17 unverändert 38,8 Mio. EUR. Die Erstanwendung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) mit dem geänderten Ausweis von Sonstigen betrieblichen Erträgen, die nun in den Umsatzerlösen gezeigt werden, führt auch zu einer rechnerischen Anpassung des Auftragseingangs. Im Auftragseingang des Vorjahres von 38,8 Mio. EUR ist ein BilRUG Effekt von 1,0 Mio. EUR enthalten. Das Neumaschinengeschäft erzielte dabei einen Wert von 24,2 Mio. EUR (Vorjahr: 25,2 Mio. EUR) und konnte die Erwartungen nicht erfüllen. Die Marke "Siebler" blieb deutlich unter der Planung des Auftragseingangs, da sich die Vergabe von Großprojekten verschoben hat, während die Marke "Noack" im Auftragseingang deutlich über dem Vorjahr lag. Der Service konnte dagegen mit 12,8 Mio. EUR (Vorjahr: 12,6 Mio. EUR) den Auftragseingang geringfügig steigern. Der sonstige Auftragseingang lag bei 1,9 Mio. EUR (Vorjahr 1,0 Mio. EUR). Das Ziel einer moderaten Steigerung des Auftragseingangs im Geschäftsjahr 2016/17 wurde nicht erreicht.
Der Umsatz nahm im Geschäftsjahr 2016/17 wie prognostiziert deutlich auf 42,6 Mio. EUR (Vorjahr: 30,8 Mio. EUR) zu. Der Vorjahreswert beinhaltet auch im Umsatz einen BilRUG Effekt von 1,0 Mio. EUR. Die Umsatzsteigerung kommt aus dem Neumaschinengeschäft, das durch die Abrechnung von Großprojekten einen Umsatz von 29,0 Mio. EUR erzielt hat (Vorjahr: 16,9 Mio. EUR). Durch die hohe Kapazitätsbindung im Neugeschäft stand dem Service weniger Kapazität zu Verfügung, weshalb sich der Umsatz im Service von 13,0 Mio. EUR im Vorjahreswert auf 11,7 Mio. EUR reduziert hat. Die sonstigen Umsätze, die im Wesentlichen Weiterbelastungen an andere konsolidierten Gesellschaften beinhalten, betrugen 1,9 Mio. EUR (Vorjahr 0,9 Mio. EUR).
Der Auftragsbestand lag infolge des hohen Umsatzes zum Stichtag 31.10.2017 mit 32,0 Mio. EUR um 3,7 Mio. EUR unter dem Wert des Vorjahres von 35,7 Mio. EUR. Dabei hat das Neumaschinengeschäft einen Auftragsbestand von 27,8 Mio. EUR (Vorjahr 32,6 Mio. EUR). Im Servicegeschäft liegt der Auftragsbestand stichtagsbedingt bei 4,2 Mio. EUR (Vorjahr 3,2 Mio. EUR).
Das bereinigte operative IFRS EBITDA konnte die prognostizierte deutliche Steigerung um über 10% nicht erreichen und liegt bei 363 TEUR (Vorjahr: 2.715 TEUR). Im Neumaschinengeschäft lagen die Margen von Aufträgen unter den Erwartungen der Planung und der Service wurde durch den geringeren Umsatz belastet.
Ein Schwerpunkt im Geschäftsjahr 2016/17 war weiterhin das Produktmanagement mit der Neuentwicklung der Maschinen, die im Mai 2017 auf der Messe Interpack vorgestellt wurden sowie deren anschließenden Markteinführung. In der zweiten Hälfte standen die Auswirkungen des Verkaufs der Romaco Holding und die daraus ergebenden strategischen Potentiale im Mittelpunkt.
Auch im Geschäftsjahr 2016/17 wurde die Ausbildung weiter gestärkt. Am Geschäftsjahresende waren 16 Auszubildende bzw. Studenten der Dualen Hochschule (Vorjahr: 10 Auszubildende) beschäftigt. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl lag bei 181 Mitarbeitern (Vorjahr: 175 Mitarbeiter).
3. Lage der Gesellschaft
Ertragslage
| 2016/17 | 2015/16 (BilRuG) | Veränderung | ||||
| TEUR | % | TEUR | % | TEUR | % | |
| Umsatzerlöse | 42.608 | 102,0 | 30.829 | 85,2 | 11.779 | 38,2 |
| Bestandsveränderungen | -1.502 | - 3,6 | 4.408 | 12,2 | -5.910 | >100 |
| Aktivierte Eigenleistungen | 664 | 1,6 | 944 | 2,6 | -280 | -29,7 |
| Gesamtleistung | 41.770 | 100,0 | 36.181 | 100,0 | 5.589 | 15,4 |
| Materialaufwand | -17.972 | - 43,0 | -15.554 | - 43,0 | -2.419 | 15,5 |
| Rohergebnis | 23.798 | 57,0 | 20.628 | 57,0 | 3.171 | 15,4 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 430 | 1,0 | 191 | 0,5 | 238 | >100 |
| Personalaufwand | -13.537 | - 32,4 | -12.767 | - 35,3 | -770 | 6,0 |
| Abschreibungen | -449 | - 1,1 | -314 | - 0,9 | -135 | 42,9 |
| Sonstiger betrieblicher Aufwand | -11.132 | - 26,6 | -9.925 | - 27,4 | -1.207 | 12,2 |
| Betriebsergebnis | -889 | -2,1 | -2.187 | -6,0 | 1.298 | 59,3 |
| Beteiligungsergebnis | 2.040 | 4,9 | 459 | 1,3 | 1.581 | >100 |
| Zinsergebnis | -180 | - 0,4 | -324 | - 0,9 | 144 | -44,5 |
| Finanzergebnis | 1.860 | 4,5 | 135 | 0,4 | 1.725 | >100 |
| Ergebnis vor Steuern | 971 | 2,3 | -2.052 | - 5,7 | 3.023 | >100 |
| Ertragsteuern & Sonstige Steuern | -941 | - 2,3 | 934 | 2,6 | -1.875 | >100 |
| Jahresergebnis | 29 | 0,1 | -1.119 | - 3,1 | 1.148 | >100 |
Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016/17 ist die Gesamtleistung von ROMACO infolge der Umsatzsteigerung deutlich um 15,4% auf 41,8 Mio. EUR (Vorjahr 36,2 Mio. EUR) gestiegen. Im Vorjahrswert ist auch der BilRUG Effekt in Höhe von 1,0 Mio. EUR enthalten.
Die Materialquote betrug im Geschäftsjahr unverändert 43,0%. Im Vorjahreswert des Materialaufwands ist ein BilRUG Effekt von 0,5 Mio. EUR enthalten, bei dem Aufwand von sonstigen betrieblichen Aufwand in den Materialaufwand umgegliedert wurde. Das Rohergebnis stieg durch die höhere Gesamtleistung und beträgt 23,8 Mio. EUR (Vorjahr 20,6 Mio. EUR). Im Geschäftsjahr 2016/17 wurde Eigenleistungen in Höhe von 0,7 Mio. EUR für Entwicklungsprojekte und selbsterstellte Messemaschinen aktiviert (Vorjahr: 1,0 Mio. EUR).
In 2016/17 wurden sonstige Erträge in Höhe von 0,4 Mio. EUR (Vorjahr 0,2 Mio. EUR) gebucht und enthalten im Wesentlichen die Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 0,3 Mio. EUR. Durch BilRUG wurden im Vorjahreswert Sonstige betriebliche Erträge in Höhe von 1,0 Mio. EUR in die Umsatzerlöse umgegliedert.
Der Personalaufwand erhöhte sich von 12,8 Mio. EUR auf 13,5 Mio. EUR. Neben tariflichen Lohn-und Gehaltssteigerungen hat der höhere Personalbestand zu der Erhöhung beigetragen. Die Personalaufwandsquote hat sich im Geschäftsjahr aufgrund der gestiegenen Gesamtleistung von 35,3% im Vorjahr auf 32,4% reduziert.
Bei den Investitionen lag der Schwerpunkt im Geschäftsjahr 2016/17 unverändert auf den Produktentwicklungen und Messemaschinen. Die Abschreibungen haben sich auf 0,4 Mio. EUR erhöht (Vorjahr 0,3 Mio. EUR).
Der sonstige betriebliche Aufwand ist in 2016/17 mit 11,1 Mio. EUR um 12,2% gestiegen (Vorjahr 9,9 Mio. EUR), was aber unter der Steigerung der Gesamtleistung von 15,4% liegt. Der Vorjahreswert beinhaltet die Umgliederung von 0,5 Mio. EUR in den Materialaufwand infolge von BilRUG. Wesentliche Beträge in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind höhere Werbe-und Reisekosten in Höhe von 1,4 Mio. EUR (Vorjahr 1,0 Mio. EUR) infolge der Messe Interpack, umsatzabhängige Provisionen mit 2,4 Mio. EUR (Vorjahr: 2,0 Mio. EUR) und Weiterbelastungen im Verbundbereich von 1,8 Mio. EUR (Vorjahr 1,2 Mio. EUR). Fremdleistungen, externe Konstruktionskosten und Personalleasing sind in Höhe von 2,0 Mio. EUR (Vorjahr: 1,3 Mio. EUR) infolge der Steigerung der Gesamtleistung angefallen.
Das Beteiligungsergebnis von 2,0 Mio. EUR (Vorjahr 0,5 Mio. EUR) beinhaltet Erträge aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der Romaco Immobilienverwaltungs GmbH, Karlsruhe, in Höhe von 0,5 Mio. EUR (Vorjahr 0,5 Mio. EUR) sowie von 7,7 Mio. von der Romaco Kilian GmbH, Köln (Vorjahr 4,1 Mio. EUR). Für die Romaco Innojet GmbH, Steinen kam es zu einer Verlustübernahme in Höhe von 5,7 Mio. EUR (Verlustübernahme Vorjahr: 4,1 Mio. EUR) und bei der Romaco do Brazil Ltda., Brasilien wurde die unterjährige Kapitalzuführung von 0,4 Mio. EUR in gleicher Höhe abgewertet.
Im Zinsergebnis von 0,2 Mio. EUR (Vorjahr 0,3 Mio. EUR) fallen Zinsaufwendungen in Höhe von 1,2 Mio. EUR aus der Finanzierung von ROMACO an und beinhalten vor allem Zinsen aus dem Konsortialkredit sowie den Genussscheinen, aber auch Aufwendungen aus Zins-sicherungsgeschäften und Avalen. Die Zinserträge resultieren aus dem langfristen Darlehen mit der Romaco S.r.l., Bologna, Italien in Höhe von 0,4 Mio. EUR (Vorjahr 0,5 Mio. EUR), aus der Marktwertänderung eines im Vorjahr im Rahmen der Konsortialfinanzierung vereinbarten Derivats in Höhe von 0,4 Mio. EUR und aus Cash-Pool-Vereinbarungen im Verbundbereich in Höhe von 0,2 Mio. EUR (Vorjahr 0,2 Mio. EUR).
In den Steuern sind im Wesentlichen Aufwendungen aus der Veränderung von Latenten Steuern in Höhe von 0,6 Mio. EUR (Vorjahr Ertrag von 0,9 Mio. EUR) und ein sonstiger Steueraufwand von 0,3 Mio. EUR enthalten.
Die zuvor beschriebenen Effekte haben zu dem unbefriedigenden ausgeglichenen Jahresergebnis (Vorjahr: -1,1 Mio. EUR) geführt, das in der Planung angesichts der deutlichen Umsatzsteigerung höher prognostiziert war.
Vermögenslage
| 2016/17 | 2015/16 | Veränderung | ||||
| TEUR | % | TEUR | % | TEUR | % | |
| Aktiva | ||||||
| Langfristig gebundenes Vermögen | ||||||
| Immaterielle Vermögenswerte | 2.544 | 3,0 | 1.379 | 1,4 | 1.165 | 84,5 |
| Sachanlagen | 1.045 | 1,2 | 1.642 | 1,7 | -597 | -36,3 |
| Finanzanlagen | 40.261 | 47,9 | 47.261 | 47,9 | -7.000 | -14,8 |
| 43.850 | 52,1 | 50.282 | 51,0 | -6.432 | -12,8 | |
| kurzfristig gebundenes Vermögen | ||||||
| Vorräte | 14.588 | 17,3 | 16.230 | 16,5 | -1.642 | -10,1 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 3.750 | 4,4 | 3.059 | 3,1 | 691 | 22,6 |
| Forderungen verbundene Unternehmen | 14.693 | 17,5 | 14.158 | 14,4 | 535 | 3,8 |
| Liquide Mittel | 456 | 0,5 | 7.567 | 7,7 | -7.111 | -94,0 |
| Sonstige Aktiva | 6.952 | 8,2 | 7.236 | 7,3 | -283 | -3,9 |
| 40.438 | 47,9 | 48.249 | 49,0 | -7.811 | -16,2 | |
| 84.288 | 100,0 | 98.531 | 100,0 | -14.243 | -14,5 | |
Im langfristigen Vermögen erhöhten sich im Geschäftsjahr die immateriellen Vermögenswerte auf 2,5 Mio. EUR (Vorjahr: 1,4 Mio. EUR) während sich die Sachanlagen um 0,6 Mio. EUR auf 1,0 Mio. EUR (Vorjahr 1,6 Mio. EUR) reduziert haben. Die Erhöhung resultiert aus der Aktivierung von Entwicklungsleistungen. Die Sachanlagen haben sich neben der planmäßigen Abschreibung durch den Verkauf von Messemaschinen in Höhe von 0,2 Mio. EUR reduziert.
Der wesentlichste Bestandteil im langfristigen Vermögen sind mit 40,3 Mio. EUR die Finanzanlagen (Vorjahr 47,3 Mio. EUR). Die Reduzierung der Finanzanlagen erfolgte im Wesentlichen durch die partielle Tilgung eines Darlehens der Romaco S.r.l., Bologna, Italien in Höhe von 4,0 Mio. EUR und bei der Romaco Innojet GmbH, Steinen, wurden 3,0 Mio. EUR aus der Kapitalrücklage an die Gesellschafterin zurückgeführt und der Beteiligungswert entsprechend reduziert.
Die Vorräte haben sich in 2016/17 deutlich um 1,6 Mio. EUR von 16,2 Mio. EUR auf 14,6 Mio. EUR reduziert. Die RHB-Stoffe haben sich stichtagsbedingt um 0,1 Mio. EUR und die unfertigen Erzeugnisse infolge der Umsatzsteigerung um 1,3 Mio. EUR reduziert.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um 0,7 Mio. EUR auf 3,8 Mio. EUR gestiegen (Vorjahr: 3,1 Mio. EUR). Dies ist neben stichtagsbedingten Effekten im höheren Umsatz begründet. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betrugen zum 31.10.2017 14,7 Mio. EUR und lagen damit um 0,5 Mio. EUR über dem Vorjahreswert von 14,2 Mio. EUR. Der um 3,5 Mio. EUR höheren Forderung aus Ergebnisabführung gegenüber dem Vorjahreswert und höheren Forderungen aus dem Cash Pool in Höhe von 1,6 Mio. EUR steht eine geringere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 4,6 Mio. EUR gegenüber.
Die liquiden Mittel betrugen zum 31.10.2017 0,5 Mio. EUR (Vorjahr 7,6 Mio. EUR). Die liquiden Mittel enthalten den Saldo des Cash Pool Management-Systems von ROMACO, an dem die Cash Pool-Partner Romaco Holding GmbH, Karlsruhe, Romaco Immobilienverwaltungs-GmbH, Karlsruhe, Romaco Kilian GmbH, Köln, Romaco Innojet GmbH, Steinen, und Romaco S.r.l. Bologna, Italien, beteiligt sind. Die liquiden Mittel von ROMACO wurden durch eine Entnahme der Gesellschafter von 7,0 Mio. EUR aus der Kapitalrücklage reduziert.
Die sonstigen Aktiva sind zum Stichtag 31.10.2017 um 0,3 Mio. EUR auf 7,0 Mio. EUR (Vorjahr 7,2 Mio. EUR) gestiegen. Wesentlichste Positionen darin sind aktive latente Steuern in Höhe von 6,2 Mio. EUR (Vorjahr 6,8 Mio. EUR).
| 2016/17 | 2015/16 | Veränderung | ||||
| TEUR | % | TEUR | % | TEUR | % | |
| Passiva | ||||||
| Eigenkapital | 19.372 | 23,0 | 26.343 | 26,7 | -6.971 | -26,5 |
| 19.372 | 23,0 | 26.343 | 26,7 | -6.971 | -26,5 | |
| Langfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen | ||||||
| Pensionsrückstellungen | 801 | 1,0 | 811 | 0,8 | -10 | -1,2 |
| Sonstige langfristige Rückstellungen | 85 | 0,1 | 29 | 0,0 | 56 | >100 |
| Langfristige Darlehen und Genussscheine | 16.023 | 18,9 | 21.071 | 21,4 | -5.048 | -24,0 |
| 16.909 | 20,0 | 21.911 | 22,2 | -5.002 | -22,8 | |
| kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen | ||||||
| Rückstellungen | 3.910 | 4,6 | 4.175 | 4,2 | -265 | -6,4 |
| Kreditinstitute | 7.571 | 9,0 | 2.400 | 2,4 | 5.171 | >100 |
| Erhaltene Anzahlungen | 9.918 | 11,8 | 13.553 | 13,8 | -3.635 | -26,8 |
| Lieferanten | 3.603 | 4,3 | 4.134 | 4,2 | -531 | -12,9 |
| Verbundene Unternehmen | 22.151 | 26,3 | 25.543 | 26,0 | -3.392 | -13,3 |
| Sonstige kurzfristige Passiva | 855 | 1,0 | 472 | 0,5 | 383 | 81,1 |
| 48.008 | 57,0 | 50.277 | 51,1 | -2.270 | -4,5 | |
| 84.288 | 100,0 | 98.531 | 100,0 | -14.243 | -14,5 | |
Das Eigenkapital beträgt am Ende des Geschäftsjahres 2016/17 19,4 Mio. EUR (Vorjahr 26,3 Mio. EUR). Die Reduzierung erfolgte aufgrund der Entnahme der Gesellschafter in Höhe von 7,0 Mio. EUR aus der Kapitalrücklage. Die Eigenkapitalquote hat sich durch die deutlich geringere Bilanzsumme lediglich um 3,7% auf 23,0% reduziert (Vorjahr: 26,7%).
Die langfristigen Darlehen haben sich im Geschäftsjahr von 21,1 Mio. EUR zum 31.10.2016 im Wesentlichen durch die Tilgung auf 16,0 Mio. EUR reduziert.
Die kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen haben sich im Geschäftsjahr 2016/17 um 2,3 Mio. EUR auf 48,0 Mio. EUR verringert (Vorjahr 50,3 Mio. EUR). Eine wesentliche Position sind erhaltene Anzahlungen, die sich infolge des geringeren Auftragsbestands um 3,6 Mio. EUR auf 9,9 Mio. EUR reduziert haben. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten von 7,6 Mio. EUR gegenüber Kreditinstituten enthalten die in Anspruch genommene Kontokorrentlinie sowie die planmäßigen Tiligungsraten (Vorjahr 2,4 Mio. EUR). Daneben betrugen die Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten zum Geschäftsjahresende stichtagsbedingt 3,6 Mio. EUR (Vorjahr 4,1 Mio. EUR). Die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich von 25,5 Mio. EUR auf 22,2 Mio. EUR reduziert. Die Verbindlichkeiten im Verbundbereich beinhalten ein Darlehen von der Romaco Kilian GmbH in Höhe von 5,7 Mio. EUR (Vorjahr: 5,7 Mio. EUR). Darüber hinaus ist die Verbindlichkeit aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der Romaco Innojet GmbH mit der Verlustübernahme von 5,7 Mio. EUR sowie Cash Pool Verbindlichkeiten von 10,0 Mio. EUR (Vorjahr 14,5 Mio. EUR) enthalten.
Finanzlage
Im Geschäftsjahr 2016/17 wurde durch den Anstieg der Umsatzerlöse ein operativer Cash Flow von -1,6 Mio. EUR erwirtschaftet (Vorjahr -1,3 Mio. EUR). Der operative Cash Flow wird in einer vereinfachten Ermittlung aus dem Jahresergebnis zuzüglich Abschreibungen und Bereinigung um das Beteiligungsergebnis ermittelt. Die Zahlungsverpflichtungen konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit erfüllt werden.
Am 27. September 2016 wurde mit einem leicht veränderten Bankenkonsortium vorzeitig ein neuer Konsortialkreditvertrag geschlossen, der die bis dahin bestehende Finanzierung ersetzt hat und der langfristigen Finanzierung von ROMACO bis in das Jahr 2022 dient. Der Konsortialkreditvertrag wird auch nach dem Verkauf der 75,1% Anteile der Romaco Holding an Truking fortgeführt.
Dabei wurde ROMACO ein Tilgungskredit (Geldmarktkredit) über 14,5 Mio. EUR (nachfolgend "Kredit A") und ein endfälliger Geldmarktkredit in Höhe von 8,5 Mio. EUR (nachfolgend "Kredit B") eingeräumt. Für die variabel verzinslichen Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von 17,6 Mio. EUR aus dem Konsortialkreditvertrag wurden zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos ein Zinsswap (Höchstzinsvereinbarung mit einer Laufzeit bis 30. März 2020 und einer Cap-Rate 0,25 %) in Höhe von 50 % der Darlehenssumme abgeschlossen. Daneben räumten die Konsorten zu den Bedingungen des Konsortialkreditvertrags ROMACO drei bilaterale Linien in Höhe von zusammen 28,5 Mio. EUR (nachfolgend "Kredit C", "Kredit D" und "Kredit E") ein. Bei Kredit C handelt es sich um eine Kontokorrentlinie, bei Kredit D handelt es sich um eine Avalkreditlinie und bei Kredit E handelt es sich um eine Exportlinie. Der Konsortialkreditvertrag verpflichtet ROMACO, während der Laufzeit bestimmte Finanzkennzahlen einzuhalten. Bei den von einzelnen Konzerngesellschaften eingeräumten Sicherheiten handelt es sich um Sicherungsrechte (Globalzession, Pfandrechte etc.) an sämtlichen wesentlichen Vermögenswerten, vor allem Anlagevermögen inklusive Immobilien, Vorräte, Forderungen, Bankguthaben sowie verbrieften Anteilen an Gesellschaften von ROMACO.
Im Rahmen der Finanzierung bestehen zwei Genussscheine in Höhe von insgesamt 1,0 Mio. EUR. Dabei wurde im Rahmen einer Interkreditorenvereinbarung die Nachrangigkeit des Genussrechtskapitals vereinbart.
Die im Geschäftsjahr 2013 mit der Zurich Insurance plc abgeschlossene Vereinbarung einer Avalkreditlinie über 7,5 Mio. EUR, die im Geschäftsjahr 2014 auf 10 Mio. EUR ausgeweitet wurde, besteht weiterhin unverändert.
Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Das Berichtsjahr der ROMACO Pharmatechnik GmbH ist von der deutlichen Umsatzsteigerung geprägt, die zu dem besseren Betriebsergebnis geführt hat und auch das Beteiligungsergebnis hat sich signifikant verbessert. Gleichzeitig ist das Betriebsergebnis der ROMACO speziell im Neumaschinengeschäft weiter unbefriedigend. Die Bilanzsumme konnte im Geschäftsjahr deutlich reduziert werden. Die Fortführung des Konsortialkreditvertrages nach dem Verkauf von 75,1% der Anteile an der Romaco Holding zeigt das Vertrauen der finanzierenden Banken.
C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht
1. Chancen- und Risikobericht
Risikomanagement
Die ROMACO Pharmatechnik GmbH erfasst regelmäßig externe und interne Risiken und bewertet diese nach ihrer potentiellen Auswirkung auf das laufende Geschäft. Die direkte Verantwortung für Früherkennung, Steuerung und Kommunikation liegt bei der Geschäftsführung, welche in der Ausübung der Aufgaben durch das Management unterstützt wird. ROMACO ist bestrebt, künftige Risikoentwicklungen möglichst frühzeitig zu erkennen, um geeignete Maßnahmen zur Absicherung des Ergebnisses ergreifen zu können. Ein umfangreiches monatliches Berichtswesen und eine regelmäßige Analyse von Kennzahlen aus dem Markt- und Unternehmensumfeld dienen zusammen mit einer Vorausschau für die zukünftige Geschäftsentwicklung als Frühwarnsystem. Die Kennzahlen werden zumeist monatlich, teilweise aber auch im wöchentlichen Rhythmus erfasst und analysiert.
Die Analyse umfasst dabei den gesamten Wertschöpfungsprozess von der Angebotserstellung über die Fertigung bis hin zum Zahlungseingang. Ein zentraler Punkt ist hierbei die Überwachung der Margen sowohl in der aggregierten Sicht, als auch auf der Ebene einzelner Projekte. Diese wird bereits in der Angebotsphase überwacht und im Rahmen eines internen Freigabesystems kontrolliert. Produktivitätskennzahlen begleiten den Prozess während der Abwicklung der Aufträge. Abschließend wird eine Nachkalkulation der Aufträge durchgeführt. Größere Projekte werden durch ein gezieltes Projektmanagement unterstützt.
Die Geschäftszahlen von ROMACO werden regelmäßig mit dem Beirat der Romaco Holding GmbH diskutiert und im Rahmen eines monatlichen Berichtswesens sowohl den Gesellschaftern als auch dem Bankenkonsortium zur Verfügung gestellt.
Chancen und Risiken
Chancen
Grundsätzlich kann ROMACO mit seinem Produktportfolio, das insbesondere die Pharmaindustrie sowie die Lebensmittelindustrie abdeckt, am globalen Wachstum der Weltbevölkerung partizipieren. Eine deutliche globale Konjunkturbelebung, aber auch regionales Wachstum in Schlüsselmärkten bietet die Möglichkeit für ein schnelleres Wachstum. Aus diesem Grund wird dem weltweiten Vertriebsnetz eine hohe Bedeutung zugemessen.
Insbesondere in China wird nach der Übernahme durch Truking, deren Muttergesellschaft in China beheimatet ist, eine intensivierte Marktbearbeitung aufgrund deren hohen Präsenz bei chinesischen Pharmaunternehmen angestrebt.
Zudem erwarten wir mittelfristig einen Wettbewerbsvorteil durch die hohe Integration unserer unterschiedlichen Marken. Auch die Geschwindigkeiten, mit der sich neue Entwicklungen im Markt etablieren werden, ermöglichen uns zukünftig weitere Chancen. Mittelfristig werden sich im Zuge der weiter fortschreitenden Digitalisierung neue Produkte und Geschäftsmodelle ergeben.
Marktrisiken
Die hohe Exportquote in fast alle Märkte der Welt mindert das Risiko von einzelnen lokalen Konjunkturschwankungen getroffen zu werden. Dennoch können größere lokale Krisen Auswirkungen auf das Geschäft hinterlassen. Grundsätzlich ist das Marktumfeld nach wie vor von einem hohen Wettbewerbsdruck gekennzeichnet. Trotzdem wird ein Fokus der nächsten Jahre in einer kontinuierlichen Optimierung sämtlicher operativen Prozesse liegen, um die Wettbewerbsposition weiter zu sichern.
Generell ist ROMACO der Konjunktur und den wechselnden Investitionsneigungen der Kunden ausgesetzt. Diese sind wiederum abhängig von der jeweiligen wirtschaftlichen Lage in den einzelnen Märkten der Kunden. In der Gesamtbetrachtung ist ROMACO überwiegend den Marktrisiken ausgesetzt. Hierzu zählen insbesondere konjunkturelle Schwankungen, der Zugang unserer Kunden zur Finanzierung ihrer Investitionen sowie die Abhängigkeit von wichtigen Kunden in der Pharma- und Kosmetikindustrie. Der Ausbau des nationalen und internationalen Servicegeschäftes trägt weiterhin zur Sicherung der Profitabilität bei.
Gleichzeitig sind damit Chancen verbunden, da Investitionsentscheidungen der Kunden für ROMACO vor allem bei Großprojekten oder eine überdurchschnittliche Hitrate zu einem Auftragseingang über dem Quartalsziel führen und die Beschäftigung sichern können.
Projektrisiken
ROMACO hat ein breites Kundenspektrum, das neben den pharmazeutischen Multinationals Kunden kleiner und mittlerer Größe umfasst. Diese bedienen wir mit Anlagen, die einen hohen Eigenanteil haben oder bei denen wir auf externe Komponenten zurückgreifen, mit denen wir eine langjährige positive Erfahrung sammeln konnten. In diesen Strukturen verfügt ROMACO über eine jahrzehntelange Erfahrung. Dies grenzt die Risiken deutlich ein. Gleichzeitig ergeben sich durch ein stringentes Projektmanagement Potentiale in der Auftragsentwicklung etwa durch ein konsequentes Claim Management.
Viele der Projekte in Schwellenländern und anderen aufstrebenden Pharmamärkten entstehen "auf der grünen Wiese", so dass das Investitionsvolumen oftmals erheblich ist - ebenso wie das Auftragsvolumen. Das Projektcontrolling wurde mit einer kontinuierlichen Berichterstattung an die Funktionsbereiche aufgebaut.
Risiken aus dem Einkauf
Bei den Rohstoffpreisen hat sich im letzten Jahr die Unsicherheit auf den globalen Märkten widergespiegelt. Die für die Romaco-Gruppe besonders relevante Preisnotierung für Aluminium beträgt aktuell knapp 2.200 USD je Tonne (Vorjahr 1.550 USD je Tonne) und damit etwa 40 % über der entsprechenden Notierung aus dem Vorjahr. Aufgrund der Verwendung von Aluminium u.a. in Maschinengestellen hat diese Preisentwicklung eine hohe Bedeutung für ROMACO.
Zudem üben die hohen Lohnabschlüsse der letzten Jahre in Deutschland Druck auf die Preise der lokalen Lieferanten aus. ROMACO versucht durch langfristige Rahmenvereinbarungen mit Lieferanten die Einkaufsrisiken zu minimieren und weitere kostengünstige Lieferanten aufzubauen.
Mitarbeiterrisiken
Für ROMACO als Technologie orientiertem Unternehmen ist eine gesunde Mischung aus erfahrenen Mitarbeitern und Neueinsteigern notwendig. Es ist eines unserer Ziele, als attraktiver Arbeitgeber anerkannt zu werden, um einen guten Zugang zu den enger werdenden Arbeitsmärkten zu erlangen, insbesondere auch um unsere Wachstumsstrategie umsetzen zu können. Der Weiterbildungsbedarf der Mitarbeitenden ist Bestandteil der Personalgespräche und eine kontinuierliche Förderung wird vom Unternehmen unterstützt. Der Auswahl von Mitarbeitern bei der Besetzung von Planstellen wird bei ROMACO eine hohe Bedeutung beigemessen, um einen qualifizierten Mitarbeiterpool zu haben.
Liquiditätsrisiken
Das Liquiditätsmanagement stellt sicher, dass ROMACO jederzeit seinen Zahlungsverpflichtungen nachkommen kann. Hierzu erfassen wir die Zahlungsströme aus dem operativen Geschäft und aus Finanzgeschäften in einer rollierenden Planung, die einen Horizont von 3 Monaten umfasst. Für ROMACO und den weiteren Gesellschaften des Cash Pools stehen zum Stichtag 31. Oktober 2017 liquide Mittel in Höhe von 0,5 Mio. EUR (Vorjahr 7,6 Mio. EUR) zur sofortigen Verfügung. Daneben bestehen zum Stichtag 31. Oktober 2017 ungenutzte Kreditlinien in Höhe von 2,9 Mio. EUR (Vorjahr 8,5 Mio. EUR). Die Kreditlinie zur Exportfinanzierung in Höhe von 10,0 Mio. EUR war zum 31.10.2017 nicht in Anspruch genommen. Avalkreditlinien in Höhe von 20,0 Mio. EUR stehen zur Verfügung.
Zinsrisiken
Aufgrund der größtenteils variablen Verzinsung der Kreditverbindlichkeiten aus der Konsortialfinanzierung unterliegt die Gesellschaft grundsätzlich einem Zinsänderungsrisiko. Durch den Abschluss eines geeigneten Zinssicherungsgeschäfts ("CAP") wurde dieses Risiko gemäß Finanzierungsvertrag reduziert. Dabei wird für einen Zeitraum von Februar 2017 bis März 2020 für einen Basisbetrag in Höhe von 8,2 Mio. EUR der Basis Satz 3-Monats-EURIBOR durch eine Höchstsatzvereinbarung mit einer CAP Rate von 0,250% p.a. gegen ein solches Risiko abgesichert. In der aktuellen Lage des Finanzmarktes ist zumindest kurzfristig nicht von einer für ROMACO negativen Zinsentwicklung, d.h. von rapide steigenden Marktzinsen auszugehen.
Finanzrisiken
Die Finanzierung von ROMACO ist durch den Konsortialfinanzierungsvertrag mit einer Laufzeit bis September 2022 langfristig gesichert. Die jährliche Tilgung von 2,4 Mio. EUR ist angemessen. Die Covenants wurden vertragsgemäß zum Jahresende berechnet. Die ermittelten Kennzahlen erfüllen die Vorgaben des Kreditvertrages.
Die überwiegende Mehrzahl der Aufträge wird in Euro abgerechnet. Einige Aufträge in die USA bzw. Großbritannien werden in US-Dollar bzw. Britischen Pfund abgerechnet.
Da ROMACO einen wesentlichen Teil der Umsatzerlöse im außereuropäischen Ausland bzw. auf neuen Märkten erwirtschaftet, besteht auch grundsätzlich das Risiko eines (teilweisen) Forderungsausfalls aufgrund schlechter Bonität und/oder Zahlungsmoral der Kunden. Dem wird durch den gezielten Einsatz von Anzahlungen, Zahlungen vor Lieferungen und Letter of Credits (L/C) entgegen gewirkt. Darüber hinausgehende Risiken werden durch entsprechende Rückstellungen erfasst.
Risiken aus Betriebsprüfungen
Die Gesellschaft ist Gegenstand regelmäßiger steuerlicher Betriebsprüfungen. Änderungen bei den steuerlichen Regelungen und sich durch die Betriebsprüfungen ergebende Anpassungen können zu höheren Steuerzahlungen führen.
Werthaltigkeit der Beteiligungen
Bei einer sich verschlechternden Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Tochtergesellschaften von ROMACO können sich Risiken hinsichtlich der Werthaltigkeit der Beteiligungen ergeben. Aufgrund jährlich durchgeführter Werthaltigkeitsüberprüfungen, die auch Substanzwertbetrachtungen einschließen, können wir ein solches Risiko zum aktuellen Zeitpunkt als nicht wesentlich betrachten.
Bestandsgefährdende Risiken
Bestandsgefährdende Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind derzeit nicht erkennbar.
Gesamtaussage zur Risikolage
Zum Aufstellungszeitpunkt sieht die Geschäftsführung für den Prognosezeitraum keine Risiken, die den Bestand der ROMACO Pharmatechnik GmbH einzeln oder in Summe gefährden könnten. Neben den grundsätzlichen Marktrisiken sind die Projekt- und damit einhergehend die Liquiditätsrisiken die bedeutendsten Risiken für die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft und erfordern die kontinuierliche Weiterentwicklung des Projektcontrollings.
2. Prognosebericht
Die OECD hat ihre Prognose für dieses und die kommenden Jahre deutlich angehoben. Die Industriestaaten-Organisation OECD hat ihre Prognose für das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes in diesem Jahr von 1,7 auf 2,2 Prozent, für 2018 von 2,0 auf 2,3 Prozent angehoben. 2019 werden 1,9 Prozent erwartet. "Die Konjunkturbelebung im Euroraum kurbelt Exporte und die Unternehmensinvestitionen an", erklärte die OECD. "Eine niedrige Arbeitslosigkeit und Lohnzuwächse stützen den privaten Konsum."
Weltweit wächst die Wirtschaft so stark wie seit sieben Jahren nicht mehr. In diesem Jahr dürfte das globale Bruttoinlandsprodukt um 3,6 Prozent zulegen, 2018 um 3,7 Prozent und 2019 erneut um 3,6 Prozent, heißt es. "Das globale Wirtschaftswachstum steigt", sagte OECD-Chefökonomin Catherine Mann.
Auch nach Ansicht der VDMA-Volkswirte wird sich der konjunkturelle Aufschwung des laufenden Jahres 2018 in dem bisherigen Tempo fortsetzen. Daher rechnet der VDMA auch im kommenden Jahr mit einem realen Produktionswachstum des Maschinen- und Anlagenbaus von 3 Prozent. Für das laufende Jahr hatte der Verband bereits im Juli seine Prognose auf real plus 3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr angehoben. "Wir sind hier auf einem sehr guten Weg. In den ersten sieben Monaten 2017 haben die Maschinen- und Anlagenbauer ein Produktionswachstum von 2,9 Prozent erreicht", sagt VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers. "Politische und wirtschaftliche Krisen sowie weiter notwendige Strukturreformen verhindern eine deutlichere wirtschaftliche Erholung in vielen Ländern. Daher wird das Wachstum 2018 keine stärkere Dynamik erreichen, es wird sich lediglich regional verschieben."
Im größten Absatzmarkt Deutschland stehen die Zeichen für 2018 auf Expansion. Die Kapazitäten in der Industrie sind inzwischen so stark ausgelastet, wie seit 2008 nicht mehr. Es mehren sich bei den Kunden die Klagen über Kapazitätsengpässe bei Maschinen und Anlagen. "Das sollte den dringend notwendigen Ausrüstungsinvestitionen endlich auf die Sprünge helfen", erläutert Wiechers.
Die Geschäftsführung geht in der Budgetierung von einer positiven Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2017/18 aus und strebt mit den neu entwickelten Maschinentypen ein deutliches Wachstum in Auftragseingang an. Der Umsatz wird mit einem höheren Anteil des Service auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2016/17 geplant. Das bereinigte EBITDA auf vergleichbarer Basis ohne Berücksichtigung von nicht-operativen Sondereinflüssen (insbesondere im Beteiligungsergebnis) soll sich deutlich erhöhen. Neben dem höheren Ergebnisbeitrag im Service werden bessere Margen im Neugeschäft erwartet. Diese Einschätzung beruht auf folgenden Gründen:
| 1. |
Die weltweiten Konjunkturaussichten sind weiter positiv für den Maschinenbau, auch wenn sie weiter von einer Unsicherheit im politischen Umfeld begleitet sind. |
| 2. |
Bei der Umsetzung der Unternehmensstrategie partizipiert ROMACO von zunehmenden Synergien in der Gruppe mit einem weiter steigenden Geschäftsvolumen als Systemlieferant sowie von den Produktentwicklungen, die in 2017 auf den Markt gebracht wurden. |
| 3. |
Der Auftragsbestand zum 31.10.17 liegt mit 32,0 Mio. EUR weiter auf einem hohen Niveau und wird im laufenden Geschäftsjahr umsatzwirksam. |
| 4. |
Der Ausweitung der weltweiten Sales- und Serviceorganisation der Romaco-Gruppe hat die erste Phase des Aufbaus hinter sich und wird zur positiven Entwicklung der ROMACO beitragen. |
Generell geht die Geschäftsführung aufgrund der geschilderten Rahmenbedingungen von einer nachhaltig positiven Entwicklung der Gesellschaft aus. Der Finanzierungsvertrag sichert das Wachstum von ROMACO in ausreichendem Umfang ab.
Gesamtaussage zum Prognosebericht
Prognosen sind immer Aussagen unter Unsicherheit. Wie deutlich die geplante positive Entwicklung ausfällt, hängt neben der Umsetzung der im Unternehmen geplanten Ziele davon ab, wie sich das gesamtwirtschaftliche Umfeld und die Branche entwickelt. Die Geschäftsleitung wird die Entwicklung und Zielerreichung im Rahmen des Monatsreporting und der regelmäßigen Vorschaurechnungen verfolgen und auf Veränderungen schnell und entschlossen reagieren.
Karlsruhe, 26. Januar 2018
Geschäftsführung
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der ROMACO Pharmatechnik GmbH, Karlsruhe, für das Geschäftsjahr vom 1. November 2016 bis 31. Oktober 2017 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Karlsruhe, den 2. Februar 2018
KPMG
AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Schwebler, Wirtschaftsprüfer
Heinzel, Wirtschaftsprüfer
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