Dunlopillo GmbHLiquidiert

63755 Alzenau, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Aschaffenburg HRB 12242
Eingetragen
11.11.2002
Branche
Herstellung von MatratzenHerstellung von PolstermöbelnHerstellung von Schlaf-, Ess- und Wohnzimmermöbeln
Gegenstand
die Entwicklung, die Herstellung und der Vertrieb von Matratzen und Bett- und Schlafwaren jeder Art einschließlich entsprechender medizinischer Produkte

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Jowanka Napiorkowska
seit 4.11.2014
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Adova Group SASFRA
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Adova Group SAS
France
11.000.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Dunlopillo GmbH

Alzenau

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2013 bis zum 31.12.2013

Bilanz zum 31. Dezember 2013

Aktiva

31.12.2013 31.12.2012
EUR EUR TEUR TEUR
A. Anlagevermögen        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
entgeltlich erworbene Software   12.814,00   27
II. Sachanlagen        
1. Bauten auf fremden Grundstücken 4,00   -  
2. technische Anlagen und Maschinen 319.250,00   698  
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 498.966,05   769  
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 45.741,83 863.961,88 18 1.485
III. Finanzanlagen        
Anteile an verbundenen Unternehmen   8.652.608,36   8.653
    9.529.384,24   10.165
B. Umlaufvermögen        
1. Vorräte        
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 546.293,72   925  
2. unfertige Erzeugnisse 428.115,44   451  
3. fertige Erzeugnisse und Waren 1.493.302,90 2.467.712,06 1.708 3.084
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände        
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 913.186,60   520  
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 351.614,58   382  
3. sonstige Vermögensgegenstände 1.280.837,24 2.545.638,42 1.499 2.401
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten   895.606,19   663
    5.908.956,67   6.148
C. Rechnungsabgrenzungsposten   289.124,39   83
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag   2.777.963,51   3.802
    18.505.428,81   20.198

Passiva

       
  31.12.2013 31.12.2012
  EUR EUR TEUR TEUR
A. Eigenkapital        
I. Gezeichnetes Kapital   11.000.000,00   11.000
II. Kapitalrücklage   3.410.850,00   -
III. Verlustvortrag   -14.801.984,33   -8.340
IV. Jahresfehlbetrag   -2.386.829,18   -6.462
V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag   2.777.963,51   3.802
B. Rückstellungen        
1. Rückstellungen für Pensionen 5.546.964,00   5.198  
2. sonstige Rückstellungen 1.358.103,47 6.905.067,47 1.878 7.076
C. Verbindlichkeiten        
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -   5  
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.309.746,49   3.477  
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 7.757.413,10   8.873  
4. sonstige Verbindlichkeiten 533.201,75   767  
davon aus Steuern EUR 299.304,83 (Vj. TEUR 477)        
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR - (Vj. TEUR 4)   11.600.361,34 13.122  
    18.505.428,81   20.198

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2013

2013 2012
EUR EUR TEUR TEUR
1. Umsatzerlöse   36.265.931,05   36.529
2. Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen   -42.351,92   -947
3. sonstige betriebliche Erträge   986.662,85   1.093
    37.210.241,98   36.675
4. Materialaufwand        
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -26.228.263,91   -25.869  
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -309.351,95 -26.537.615,86 -1.386 -27.255
5. Personalaufwand        
a) Löhne und Gehälter -5.148.866,88   -6.059  
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -1.252.894,61   -1.280  
davon für Altersversorgung EUR 162.440,47 (Vj. TEUR 84)   -6.401.761,49   -7.339
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   -522.079,46   -621
7. sonstige betriebliche Aufwendungen   -6.605.817,35   -7.821
8. aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags erhaltene Gewinne 915.575,48   940  
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 10.500,61   9  
davon aus Abzinsung EUR 9.500,00 (Vj. TEUR -)        
10. Aufwendungen aus Verlustübernahme -73.933,66   -347  
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -475.334,43   -617  
davon aus Aufzinsung EUR 322.422,00 (Vj. TEUR 315)        
davon an verbundene Unternehmen EUR 65.214,95 (Vj. TEUR 205)        
12. Finanzergebnis   376.808,00   -15
13. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   -2.480.224,18   -6.376
14. außerordentliche Erträge 151.000,00   -  
15. außerordentliche Aufwendungen -57.605,00   -58  
16. außerordentliches Ergebnis   93.395,00   -58
17. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   -   -27
18. sonstige Steuern   -   -1
19. Jahresfehlbetrag   -2.386.829,18   -6.462

Anhang für das Geschäftsjahr 2013

I. Allgemeines

Der Jahresabschluss der Dunlopillo GmbH, Alzenau, (auch "Gesellschaft" oder "Dunlopillo") wurde unter Anwendung der Vorschriften für eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB aufgestellt. Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren angewandt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bewertung des Anlagevermögens erfolgte zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige und - soweit erforderlich - außerplanmäßige Abschreibungen.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden über drei Jahre linear abgeschrieben.

Die unter dem Posten Bauten auf fremden Grundstücken ausgewiesenen Mietereinbauten werden linear über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von fünf bis zehn Jahren abgeschrieben.

Die technischen Anlagen und Maschinen werden planmäßig über fünf bis zehn Jahre linear (im Zugangsjahr zeitanteilig) abgeschrieben.

Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung werden planmäßig über zwei bis zehn Jahre linear (im Zugangsjahr zeitanteilig) abgeschrieben.

Geringwertige Anlagegüter werden im Jahr des Zugangs sofort abgeschrieben und im Anlagenspiegel als Zugänge bei den Anschaffungskosten und den Abschreibungen gezeigt. Sie werden erst im Falle des Ausscheidens aus dem Betriebsvermögen als Abgang bei den Anschaffungskosten und den Abschreibungen im Anlagenspiegel ausgewiesen. Seit dem Veranlagungszeitraum 2008 erfolgt bei einem Nettowert der Einzelanschaffung bis EUR 150,00 der Sofortabzug, bei einem Wert von EUR 150,00 bis EUR 1.000,00 (netto) die Einstellung in einen Sammelposten, der auf fünf Jahre abgeschrieben wird.

Die Bewertung der Handelswaren und der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bzw. zu den niedrigeren Marktpreisen.

Grundlage für die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse zu handelsrechtlich aktivierungspflichtigen Herstellungskosten sind Einzelkalkulationen. Diese enthalten Materialkosten, variable Fertigungskosten, Sondereinzelkosten der Fertigung und anteilige Gemeinkosten sowie Abschreibungen entsprechend dem handelsrechtlichen Mindestumfang. Es werden Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Risiken aus überdurchschnittlicher Lagerdauer und geminderter Verwendbarkeit werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten abzüglich Wertberichtigungen für Einzelrisiken bewertet. Zusätzlich erfolgte eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die liquiden Mittel werden zum Nennbetrag angesetzt.

Die Berechnung der Rückstellungen für Pensionen erfolgte wie in 2012 unter Berücksichtigung von zukünftigen Rentenanpassungen nach der sog. Projected-Unit-Credit-Methode. Zur Ermittlung der Verpflichtungen zum Bilanzstichtag wurden die Sterbetafeln nach Prof. Dr. Klaus Heubeck (Richttafeln 2005 G) sowie der von der Deutschen Bundesbank ermittelte Abzinsungszinssatz von 4,88 % (Vj. 5,04 ')/0) zugrunde gelegt; Rentensteigerungen wurden wie im Vorjahr in Höhe von 1,75 % p. a. berücksichtigt. Weiterhin wurde wie im Vorjahr eine Fluktuation in Höhe von 4,50 % p. a. berücksichtigt.

Die Bilanzierung der sonstigen Rückstellungen erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages unter Berücksichtigung künftiger Preis- und Kostensteigerungen. Bei einer zugrunde liegenden Verpflichtung mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wird die entsprechende Rückstellung mit dem laufzeitadäquaten Zinssatz gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung (§ 253 Abs. 2 HGB) auf den Bilanzstichtag abgezinst. Sämtliche Rückstellungen wurden mit Ausnahme der Gewährleistungs-Rückstellung mittels Einzelbewertung bewertet - keine Gruppenbewertung nach der Durchschnittsmethode.

Verbindlichkeiten werden grundsätzlich zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag gemäß § 256a HGB bewertet.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Die Zusammensetzung des Anlagevermögens nach Anlageklassen ist im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Zusammenstellung des Anteilsbesitzes:

Anteil am Kapital Beteiligungsbuchwert 31.12.2013 Eigenkapital 31.12.2013 Jahresergebnis 2013 Letzter Jahresabschluss
% TEUR TEUR TEUR
Cauval Industries B.V., (vormals Dunlopillo Nederland B.V.) Nieuwegein/Niederlande 100,0 - -871 -7 31.12.2013
Dunlopillo Marketing GmbH, Alzenau *) 100,0 8.600 25   31.12.2013
Norval Interieur GmbH, (vormals Simmons GmbH) Alzenau *) 100,0 25 25 - 31.12.2013
Dunlopillo Sp. z.o.o., Lowyn/Polen 90,0 28 172 -5 31.12.2013

*) Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag.

Der Beteiligungsbuchwert an der Cauval Industries B.V. (vormals: Dunlopillo Nederland B.V.) wurde zum 31. Dezember 2006 aufgrund einer anhaltend unzureichenden Ertragslage und des zwischenzeitlich eingetretenen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrags vollständig wertberichtigt (TEUR 296).

Die Dunlopillo Marketing GmbH hat aufgrund des am 19. Dezember 2002 mit der Dunlopillo GmbH geschlossenen und am 21. Dezember 2004 geänderten Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages ihren Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2013 in Höhe von TEUR 916 an diese abgeführt.

Die Rechte an der Marke "Dunlopillo" wurden Ende 2001 durch die Dunlop TECH GmbH in die Dunlopillo Marketing GmbH eingelegt. Im Rahmen der Kaufpreisallokation aus der Übernahme des Geschäftsbereichs "DUNLOPILLO Schlafsysteme" von der Dunlop TECH GmbH im Jahr 2002 wurde ein Teil des Kaufpreises in Höhe von 11,0 Mio. EUR der Dunlopillo Marketing GmbH zugerechnet und die Beteiligung von TEUR 25 auf TEUR 11.000 aufgewertet. Der Wert der Marke wurde mit Hilfe einer gutachterlichen Stellungnahme zum 31. Dezember 2012 indikativ überprüft; hierbei ergab sich ein Beteiligungswert von TEUR 8.600.

Die Dunlopillo erwarb von der Norval Beteiligungs GmbH, Alzenau, mit Wirkung zum 29. August 2007 alle Anteile an der Norval Interieur GmbH, Alzenau, zu einem Kaufpreis von TEUR 3. Zur Stärkung des Eigenkapitals des Tochterunternehmens leistete die Dunlopillo während des Geschäftsjahres 2007 eine Einzahlung in die Kapitalrücklage der Norval Interieur GmbH in Höhe von TEUR 22. Die Dunlopillo hat aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages den Jahresfehlbetrag für das Geschäftsjahr 2013 in Höhe von TEUR 74 übernommen.

Die Dunlopillo Sp. z.o.o., Lowyn/Polen, wurde am 7. August 2008 im Wege einer Bargründung gegründet. Das Stammkapital beträgt 100.000,00 Sloty. Die Dunlopillo GmbH hält 90 % der Anteile, die restlichen 10 % hält die Dunlopillo Marketing GmbH. Der operative Geschäftsbetrieb wurde in 2009 aufgenommen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten im Wesentlichen solche Forderungen, die im Rahmen des Factoringvertrages nicht von der GE Capital Bank AG, Mainz, angekauft wurden. Hierzu zählen auch solche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die aufgrund zeitlicher Buchungsunterschiede noch nicht angekauft wurden.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben wie im Vorjahr allesamt eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände resultieren im Wesentlichen aus Forderungen gegen die GE Capital AG, Mainz, aus der Abtretung der Kundenforderungen im Rahmen des Factoringvertrages. Zum Bilanzstichtag beläuft sich dieser Forderungssaldo auf TEUR 2.845 (Vj. TEUR 3.576).

In 2013 wurden Verbindlichkeiten gegenüber der alleinigen Gesellschafterin in Höhe von TEUR 3.411 in die Kapitalrücklage eingelegt.

Aufgrund der gemäß den Regelungen des BilMoG geänderten Bewertung der Rückstellungen für Pensionen im Geschäftsjahr 2010 ergibt sich zum 1. Januar 2010 ein Zuführungsbetrag in Höhe von TEUR 864. Dieser Betrag wird mit 1/15tel (TEUR 58) pro Geschäftsjahr bis spätestens zum 31. Dezember 2024 zugeführt. Zum 31. Dezember 2013 ergibt sich ein Unterdeckungsbetrag in Höhe von TEUR 634.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Verpflichtungen aus Urlaub- und Zeitguthaben der Mitarbeiter sowie Prämien von TEUR 395, Berufsgenossenschaftsbeiträge von TEUR 70, Rückstellung für ausstehende Rechnungen und Abrechnungen TEUR 98, Rückstellungen für Dienstjubiläen von TEUR 347 sowie Gewährleistungen von TEUR 210.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben aufgrund vertraglicher Regelung eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Faktisch beträgt die Restlaufzeit aber zwischen zwei und fünf Jahren. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin, der Isara S.A., Lognes/ Frankreich, in Höhe von TEUR - (Vj. TEUR 256).

Alle übrigen Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 353 (Vj. TEUR 67), insbesondere aus der Auflösung von Wertberichtigungen (TEUR 263) und von Rückstellungen (TEUR 73).

Die außerordentlichen Aufwendungen beinhalten den Verteilungsbetrag (1/15-tel des zum Übergangsstichtag - 1. Januar 2010 - festgestellten Unterschiedsbetrags aufgrund der erstmaligen Anwendung des BilMoG) in Höhe von TEUR 58; die außerordentlichen Erträge von TEUR 151 enthalten einen zu Gunsten der Gesellschaft ausgesprochenen Forderungsverzicht eines verbundenen Unternehmens.

V. Sonstige Angaben

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte (§ 285 Satz 1 Nr. 3 HGB): In 2013 wurden, wie in Vorjahren, Inlandsforderungen aus Lieferungen und Leistungen über ein "echtes" Factoring verkauft, mit dem Zweck der Beschaffung liquider Mittel zur Finanzierung des operativen Geschäftsbetriebs. Hieraus ergeben sich ein höherer Ausweis liquider Mittel bzw. sonstiger Vermögensgegenstände und ein geringerer Ausweis an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen als ohne Factoring. Wesentlicher Vorteil ist, dass Liquiditätszuflüsse aus den betroffenen Umsätzen früher erfolgen als ohne Factoring. Ergebnisauswirkungen ergeben sich aus der Transaktion nur in geringem Umfang (Zinsen, Gebühren usw.). Das Factoringhöchstobligo ist mit TEUR 9.000 festgelegt. Zum 31. Dezember 2013 belief sich der Saldo der verkauften Kundenforderungen auf TEUR 4.458 (Vj. TEUR 5.719). Wesentliches Risiko ist, dass sich das Finanzierungsvolumen verringert, wenn und insoweit Umsatzrückgänge eintreten bzw. Forderungen durch den Factor nicht angekauft werden, insbesondere aufgrund von Bonitätseinstufungen.

Alle übrigen finanziellen Verpflichtungen beinhalten keinen unwahrscheinlichen Eintritt eines Ressourcenabflusses und werden daher unter § 285 S. 1 Nr. 3a HGB ausgewiesen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen (§ 285 Satz 1 Nr. 3a HGB): Aus Miet- und Leasingverträgen TEUR 2.293 (fällig in 2014) und TEUR 17.031 (fällig ab 2015); das Bestellobligo für Vorräte zum 31. Dezember 2013 beträgt TEUR 2.281. Gesamtbetrag damit TEUR 21.605.

Haftungsverhältnisse nach §§ 251, 268 Abs. 7, 285 Nr. 27 HGB (in voller Höhe gegenüber verbundenen Unternehmen und Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen - Gewährleistungen für fremde Verbindlichkeiten) bestehen aus Patronatserklärungen zu Gunsten bestimmter Lieferanten einer Tochtergesellschaft der Dunlopillo GmbH. Danach wird die Dunlopillo GmbH mit allen angemessenen Mitteln dafür sorgen, dass die Tochtergesellschaft finanziell in der Lage ist, die von ihr gegenüber bestimmten Lieferanten eingegangenen Verpflichtungen aus Lieferungen und Leistungen zu erfüllen. Weiterhin verpflichtet sich die Dunlopillo GmbH alle Forderungen dieser Lieferanten aus Lieferungen und Leistungen an die Tochtergesellschaft zu übernehmen und auszugleichen. Das Risiko einer Inanspruchnahme schätzen wir als gering ein; dies liegt in der geplanten Ergebnis- und Finanzentwicklung der Tochtergesellschaft begründet.

Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter (ohne Auszubildende und ohne Geschäftsführer):

2013 2012
Angestellte 59 59
Arbeiter 66 78
  125 137

In 2013 waren als Geschäftsführer bestellt:

Herr Gilles Silberman, Kaufmann, Paris/Frankreich,

Herr Dipl.-Kfm. Marcel Bender, delegierter Generaldirektor des CAUVAL-Konzerns sowie Geschäftsführer der Dunlopillo- und Nordica-Gruppe, Bad Vilbel,

Herr Gerald Malter, Geschäftsführer Vertrieb und Marketing bei der Dunlopillo GmbH, Brilon.

Im Geschäftsjahr 2013 hat nur ein Geschäftsführer von der Gesellschaft Bezüge erhalten.

Die Dunlopillo gilt als verbundenes Unternehmen gemäß § 271 Abs. 2 HGB und ist in den Konzernkreis der Cauval Industries S.A.S, Lognes/Frankreich, die für den größten Kreis von Unternehmen einen Konzernabschluss nach französischem Recht erstellt, einbezogen. Die Cauval Industries S.A.S. stellt einen Weltabschluss auf, der von dort bezogen werden kann. Die Isara S.A., Lognes/Frankreich, ist Mutterunternehmen für den kleinsten Kreis von Unternehmen. Sie stellt keinen eigenen Konzernabschluss auf.

Angabe nach § 293 Abs. 2 Nr. 3 HGB: Die Cauval Industries S.A.S, Lognes/Frankreich, stellt einen befreienden Konzernabschluss und -lagebericht auf. Es bestehen keine wesentlichen vom deutschen Recht abweichenden Bilanzierung-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden.

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag von EUR 2.386.829,18 mit dem zum 31. Dezember 2013 bestehenden Verlustvortrag von EUR 14.801.984,33 zu verrechnen und den sich ergebenden Bilanzverlust von EUR 17.188.813,51 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Alzenau, den 31. März 2014

Dunlopillo GmbH

Geschäftsführung

Dipl.-Kfm. Marcel Bender

Gilles Silberman

Gerald Malter

Entwicklung des Anlagevermögens
(Anlage zum Anhang)

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Vortrag 1.1.2013 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2013
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
entgeltlich erworbene Software 434.771,85 199,00 - 434.970,85
II. Sachanlagen        
1. Bauten auf fremden Grundstücken 23.570,06 - 18.904,02 4.666,04
2. technische Anlagen und Maschinen 3.883.508,65 4.485,63 1.311.196,69 2.576.797,59
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.339.440,94 108.780,83 97.050,85 3.351.170,92
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 18.239,65 27.696,18 - 45.935,83
  7.264.759,30 140.962,64 1.427.151,56 5.978.570,38
III. Finanzanlagen        
Anteile an verbundenen Unternehmen 11.349.156,36 - - 11.349.156,36
  19.048.687,51 141.161,64 1.427.151,56 17.762.697,59
Abschreibungen
Vortrag 1.1.2013 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge Stand 31.12.2013
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
entgeltlich erworbene Software 407.206,85 14.950,00 - 422.156,85
II. Sachanlagen        
1. Bauten auf fremden Grundstücken 23.564,06 - 18.902,02 4.662,04
2. technische Anlagen und Maschinen 3.185.145,65 136.098,63 1.063.696,69 2.257.547,59
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.570.381,89 370.836,83 89.013,85 2.852.204,87
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - 194,00 - 194,00
  5.779.091,60 507.129,46 1.171.612,56 5.114.608,50
III. Finanzanlagen        
Anteile an verbundenen Unternehmen 2.696.548,00 - - 2.696.548,00
  8.882.846,45 522.079,46 1.171.612,56 8.233.313,35
Buchwert
31.12.2013 31.12.2012
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
entgeltlich erworbene Software 12.814,00 27.565,00
II. Sachanlagen    
1. Bauten auf fremden Grundstücken 4,00 6,00
2. technische Anlagen und Maschinen 319.250,00 698.363,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 498.966,05 769.059,05
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 45.741,83 18.239,65
  863.961,88 1.485.667,70
III. Finanzanlagen    
Anteile an verbundenen Unternehmen 8.652.608,36 8.652.608,36
  9.529.384,24 10.165.841,06

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2013

1. Allgemeine Angaben zur Geschäftstätigkeit

Die Dunlopillo GmbH, Alzenau, (im Folgenden auch "Gesellschaft") entwickelt, produziert und vertreibt Matratzen, Rahmen und Weichwaren (Retail Geschäft).

2. Wirtschaftliche Entwicklung, konjunkturelles Umfeld

Die gesamtwirtschaftliche Leistung dürfte im Jahresschlussquartal 2013 recht kräftig gestiegen sein. Neben den weiterhin expansiven binnenwirtschaftlichen Impulsen vor allem vom privaten Konsum hat es vermehrt Anstöße von der Auslandsnachfrage gegeben. Die Industriekonjunktur erwies sich damit wieder als unterstützender Faktor für das Wirtschaftswachstum. So ist die industrielle Erzeugung im November wie erwartet kräftig gestiegen und hat die vorübergehende Schwäche vom Oktober mehr als ausgeglichen. Für das erste Vierteljahr 2014 zeichnet sich eine weitere Verstärkung des gesamtwirtschaftlichen Expansionstempos ab, da die Industriekonjunktur zunehmend Fahrt aufnehmen dürfte. Dies lassen nicht nur die laut ifo Institut seit Herbst stark verbesserten Export- und Produktionsaussichten erwarten, sondern steht auch im Einklang mit dem kräftigen Anstieg der Auftragseingänge, vor allem bei Vorleistungsgütern und in der Automobilindustrie. Den vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes zufolge hat das reale Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2013 um 0,4 % (kalenderbereinigt 0,5 %) zugenommen. Damit stieg die gesamtwirtschaftliche Leistung nach dem gedrückten Wachstum im Vorjahr von 0,7 % erneut nur schwach an. Dies hing mit fehlenden Impulsen von der Auslandsnachfrage im Zuge der andauernden Anpassungsprozesse im Euro-Raum sowie des verhaltenen Wachstums in wichtigen anderen Industrie- und Schwellenländern zusammen, wodurch auch die Investitionsbereitschaft der heimischen Unternehmen gedämpft wurde. (Quelle: Monatsbericht Januar 2014 der Deutschen Bundesbank).

Gemäß HDH / VDM Spitzenverbände der Deutschen Holz- und Möbelindustrie weist der deutsche Markt für Matratzen im Zeitraum von Januar bis Dezember 2013 einen starken Umsatzrückgang von ca. 12 % im Vergleich zu 2012 auf.

In diesem wirtschaftlichen Umfeld ist der Umsatz der Gesellschaft im aktuellen Geschäftsjahr leicht um rd. 1 % (Vj. 0,2 %) auf 36,3 Mio. EUR gesunken. Damit entwickelte sich Dunlopillo weitaus besser als der Markt. Die Gesellschaft erzielt 98 % (Vj. 96 %) ihres Umsatzes im Inland.

Einkaufskonditionen: Bei den Schaumkernen waren diese in den letzten Monaten des Jahres 2013 stabil. Für 2014 wird innerhalb einer Bandbreite von +/- 3 % Preisänderung gerechnet.

Bei den Flachfolien war eine ähnliche Entwicklung wie bei den Schaumkernen festzustellen. Hier wird aber für 2014 mit rückläufigen bis stabilen Preisen gerechnet. Bei den Chemikalien blieb die Preisentwicklung in 2013 auf stabilem Niveau - ohne signifikante Preissteigerungen. Zu Beginn des Jahres 2014 kündigten sich auf Grund von Engpässen verhaltene Korrekturen nach oben an, welche gegenwärtig eher leicht rückläufig sind. Die Preise der Chemikalien werden besonders durch die Weltkonjunktur und die Eurokrise beeinflusst. Unter dem Vorbehalt, dass keine unvorhersehbaren Ereignisse eintreten, wird für 2014 mit stabilen bis leicht steigenden Preisen gerechnet.

Insgesamt ist festzuhalten, dass in 2013 ein stabiles Einkaufspreisniveau galt. Für 2014 wird - wenn nicht ganz außergewöhnliche Ereignisse eintreten - nicht mit wesentlichen Preissteigerungen im Vergleich zum Berichtsjahr gerechnet.

Die Dunlopillo GmbH hat im Geschäftsjahr 2013 ein negatives operatives Ergebnis erzielt. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Verlustübernahme und außerordentlichen Posten beträgt TEUR - 1.942 und hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 3.480 verbessert.

Wegen des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags mit der Norval Interieur GmbH, Alzenau, musste deren Jahresfehlbetrag 2013 von TEUR 74 (Vj. TEUR 347) übernommen werden.

3. Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme (gemindert durch den nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von TEUR 2.778) reduzierte sich im Geschäftsjahr 2013 von 16,4 Mio. EUR auf 15,7 Mio. EUR.

Vermögensseitig hat sich die Reduzierung überwiegend im langfristigen Bereich ergeben, kapitalseitig ist das Fremdkapital im mittel- bis kurzfristigen Bereich vermindert, während sich das negative Eigenkapital, verursacht durch den im Vergleich zu 2012 geringeren Jahresfehlbetrag 2013 sowie die Zuführung in die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 3.411, entsprechend verbessert hat.

Die Anlagenintensität der Gesellschaft beträgt ca. 62 %. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass im Finanzanlagevermögen über die 100 %-ige Beteiligung an der Dunlopillo Marketing GmbH, Alzenau, Markenrechte - im Wesentlichen für "Dunlopillo" - in Höhe von 8,6 Mio. EUR (Vj. 8,6 Mio. EUR) aktiviert sind. Die Gesellschaft besitzt keinen eigenen Grundbesitz, sie übt ihre Geschäftstätigkeit in gemieteten Räumen aus.

Die negative Eigenkapitalquote ist vor allem auf Grund der Zuführung zur Kapitalrücklage mit 15 % (Vj. 19 %) gegenüber dem Vorjahr leicht verbessert.

Die Dunlopillo GmbH ist zum Bilanzstichtag bilanziell überschuldet. Durch eine durch die Muttergesellschaft abgegebene Patronatserklärung (zeitlich befristet bis zum 31. Dezember 2015) liegt keine Überschuldung im Sinne der InsO vor.

Die Pensions- und Jubiläumsrückstellungen betragen 32 % (Vj. 28 %) der Bilanzsumme. Das Pensionswerk ist geschlossen; pensionsberechtigt sind zum 31. Dezember 2013 insgesamt 216 Personen, davon 68 (Vj. 64) Leistungsempfänger. Aus den bestehenden Pensionszusagen ergeben sich zukünftige Liquiditätsbelastungen. Die Sollpensionsrückstellung nach BilMoG zum 31. Dezember 2013 beträgt 6,2 Mio. EUR.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.115 verringert. Ursächlich hierfür ist die Stärkung der Kapitalrücklage seitens des Gesellschafters durch Forderungsverzicht in Höhe von TEUR 3.411 sowie Darlehensaufnahmen durch den bestehenden Liquiditätsbedarf.

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2013 einen negativen Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR - 2.220 (Vj. TEUR - 2.414) erzielt. Der Cash Flow aus Investitionstätigkeit ist in 2013 positiv, im Vorjahr negativ, und beträgt 0,1 Mio. EUR (Vj. - 0,5 Mio. EUR), im Wesentlichen verursacht durch Investitionen in das Sachanlagevermögen. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ist wie im Vorjahr positiv und beträgt 2,3 Mio. EUR (Vj. 3,0 Mio. EUR), unter anderem verursacht durch Darlehensaufnahmen im Verbundbereich.

Wesentliche Finanzierungsquelle der Gesellschaft ist die Innenfinanzierung. Für 2014 ist weiterhin beabsichtigt, die Vorräte bedingt abzubauen und die Lieferantenziele wenn möglich zu verlängern.

4. Ertragslage

In 2013 wurde ein negatives Betriebsergebnis von 1,9 Mio. EUR (Vj. - 5,4 Mio. EUR) erzielt.

Die Verbesserung gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus ergebnisverbessernden Maßnahmen in 2013. Die Größe Betriebsleistung ist definiert als Umsatzerlöse zuzüglich Bestandsveränderungen.

Die Quote Personalaufwand zu Betriebsleistung hat sich von 20,6 % auf 17,7 % leicht vermindert. Der Personalabbau aufgrund des in 2011 beschlossenen Sozialplans hat sich auch in 2013 in den verminderten Personalkosten niedergeschlagen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von rd. 18 % (Vorjahr rd. 22 %) sind in 2012 insbesondere durch den Mehraufwand im Rahmen der Verlegung der Produktion nach Alzenau geprägt.

Es wurde ein Zinsergebnis von TEUR - 464 (Vj. TEUR - 608) erzielt. Das Zinsergebnis ist im Wesentlichen durch die Zinsbelastung der Darlehen im Verbundbereich verursacht.

Die Verlustübernahme der Norval Interieur GmbH beträgt TEUR 74 und das außerordentliche Ergebnis TEUR 93, wodurch sich ein Jahresfehlbetrag von TEUR 2.387 ergibt.

5. Forschung und Entwicklung

Die derzeitigen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der Dunlopillo GmbH sind im Wesentlichen auf die Weiterentwicklung von Formschaumprodukten konzentriert.

6. Produktion

Die Stepperei wurde in den Jahren 2009 und 2012 in die polnische Tochtergesellschaft verlagert. Hierzu wurden die entsprechenden maschinellen Anlagen veräußert.

7. Investitionen

Das Investitionsvolumen in Sachanlagen betrug im Geschäftsjahr 2013 ca. 0,1 Mio. EUR (Vj. 0,5 Mio. EUR) und verteilte sich gleichermaßen auf Produktivität verbessernde und erhaltende Maßnahmen.

8. Mitarbeiter

Die Mitarbeiterzahl betrug im Geschäftsjahr 2013 durchschnittlich 125 und verzeichnet im Vergleich zum Vorjahr (137 Mitarbeiter) einen Rückgang von ca. 9 %.

Tarifrunde 2013

Die Tarifpartner in der Kautschukindustrie haben im April 2013 eine neue Tarifvereinbarung geschlossen, die ab Mai 2013 Wirkung entfaltete. Danach wurden die Entgelte ab 1. Mai 2013 um 2,1 % und ab dem 1. Januar 2014 um weitere 1,1 % erhöht. Die Ausbildungsvergütungen wurden um EUR 40,00 erhöht. Die Laufzeit des neuen Tarifvertrages beträgt 14 Monate. Die erste Kündigungsmöglichkeit ist zum 30. Juni 2014 gegeben.

9. Risikoberichterstattung

Auf der Beschaffungsseite existiert für bestimmte Rohstoffe auf Grund nur weniger Anbieter hinsichtlich des Preises ein Anbietermarkt. Für das Geschäftsjahr 2014 und 2015 wird - wenn nicht ganz außergewöhnliche Ereignisse eintreten - nicht mit weiteren wesentlichen Preissteigerungen im Vergleich zum Berichtsjahr gerechnet.

Wesentliche Teile des Geschäftes werden mit Großkunden gemacht.

Die Gesellschaft unterliegt keinem direkten Währungsrisiko und hält keine derivativen Finanzinstrumente.

Dadurch, dass die Ausfallrisiken aus Absatzgeschäften überwiegend durch eine Delkredereversicherung abgedeckt werden, besteht keine Konzentration von Forderungsausfallrisiken. Das Forderungsausfallrisiko könnte sich erhöhen, wenn die Delkredereversicherung Kunden der Gesellschaft nicht mehr versichert oder deren Limits reduziert.

Das Geschäftsmodell der Gesellschaft birgt keine erkennbaren Umweltrisiken.

Für das Geschäftsjahr 2014 geht die Planung zwar von einem noch negativen aber deutlich verbesserten Ergebnis im Vergleich zu 2013 aus. Für das Geschäftsjahr 2015 wird ein ausgeglichenes Ergebnis angestrebt. Durch die von der Muttergesellschaft abgegebene Patronatserklärung sind in 2014 und eventuell in 2015 zu erwartende Mittelengpässe abgesichert.

Aus den bestehenden Pensionszusagen ergeben sich zukünftige Liquiditätsbelastungen, die - mangels dafür angesparter Vermögenswerte - aus dem operativen Cash-Flow finanziert werden müssen. Die Liquiditätsbelastungen werden mittelfristig ansteigen, da von insgesamt 216 Personen erst 68 (Vj. 64) Leistungsempfänger sind (Stand 31. Dezember 2013).

10. Chancenberichterstattung

Die Marke "Dunlopillo" weist beim Endverbraucher eine hohe Markenbekanntheit (> 60%) auf.

Aufgrund der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten hat die Gesellschaft die Chance, ihre Marktstellung in der Zukunft weiter auszubauen.

11. Wesentliche Vorgänge nach dem Bilanzstichtag

Es haben sich keine wesentlichen Vorgänge nach dem Bilanzstichtag ergeben.

12. Ausblick für das Geschäftsjahr 2014

Für das Geschäftsjahr 2014 ist geplant, über weitere Kosteneinsparungen und umfassende Sortimentswechsel die Ertragslage zu verbessern, flankiert von Maßnahmen zur Schärfung des Profils der Marke "Dunlopillo"; insbesondere der Absatz von Aerial-Produkten soll weiterhin gesteigert werden.

Die Geschäftsführung rechnet für das Geschäftsjahr 2014 aufgrund der Umsetzung der neuen Vertriebsstrategie zwar mit einer Verbesserung der geschäftlichen Entwicklung, aber noch nicht mit einem ausgeglichenen Ergebnis. Die Kosteneinsparungen aufgrund der Neuaufstellung von Produktion und Logistik werden im Geschäftsjahr 2014 vollständig greifen. Für das Geschäftsjahr 2015 weisen die Planungen ein ausgeglichenes Ergebnis aus.

 

Alzenau, den 29. März 2014

Dunlopillo GmbH

Geschäftsführung

Dipl.-Kfm. Marcel Bender

Gilles Silberman

Gerald Malter

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Dunlopillo GmbH, Alzenau, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2013 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir darauf hin, dass der Fortbestand der Gesellschaft bedroht ist, wenn nicht eine dauerhafte und wesentliche Verbesserung der Ertragslage erreicht wird, aus der Einzahlungsüberschüsse generiert werden können, die das finanzielle Gleichgewicht sicher stellen. Bis dies erreicht wird, ist die Gesellschaft auf externe Liquiditätshilfen angewiesen, die nur aus dem Verbundbereich realistisch sind.

 

Regensburg, den 16. Juni 2014

CM Treuhandgesellschaft Regensburg mbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Christgau, Wirtschaftsprüfer

Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; wir weisen insbesondere auf § 328 HGB hin.

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