Inoveo Immobilien GmbH & Co. KG
Selbe AdresseBauträger für Wohngebäude
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Frank Marker seit 3.7.2025 | Prokura |
Oliver Miehlich seit 28.5.2024 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Energy2day GmbHGräfelfingJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Lagebericht1. Allgemeine Angaben zum Unternehmen 1.1. Grundlagen des Unternehmens Die Energy2day GmbH beliefert als Energieversorgungsunternehmen vornehmlich Haushalte und Kleinverbraucher mit Strom und Erdgas zu transparenten und fairen Konditionen. 1.2. Geschäftsverlauf a) Allgemeine Marktentwicklung im Strom- und Erdgasmarkt Für die folgenden Ausführungen werden aktuell vorliegende Zahlen des Bundesverbands für Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) zum Bezugsjahr 2022 herangezogen (BDEW Jahresbericht: "Die Energieversorgung 2022). Verbrauchsentwicklung Der Erdgasverbrauch in Deutschland ist im Jahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr um 13,4% gesunken. Dies ist auf den anhaltenden Ukrainekrieg und die damit einhergehenden gesunkenen Lieferungen aus Russland zurückzuführen. Weiterhin haben die günstigen Witterungsverhältnisse sowie die konjunkturelle Eintrübung zu Einsparungen geführt. Nach dem relativ kühlen Jahr 2021 war 2022 gemeinsam mit 2018 das bislang wärmste Jahr in Deutschland mit einer Jahresmitteltemperatur von 10,5°C (1991 - 2022: 9,3°C). Bis auf April, September und Dezember lagen die Temperaturmittel der Monate teilweise deutlich über dem jeweiligen Monatsmittel der Referenzperiode 1991 - 2020. Dementsprechend gingen die Gradtagzahlen, die einen Anhaltspunkt für die benötigte Heizenergie liefern, 2022 gegenüber 2021 um knapp 12% zurück. Der Stromverbrauch für Haushalte ist um 3% zum Vorjahr gesunken. Ebenso wie beim Gasverbrauch haben sowohl die Konjunktur als auch ein hohes Preisniveau zum Rückgang des Verbrauchs geführt. Preisentwicklung Im Jahr 2022 sind die Strompreise für Haushaltskunden im Vergleich zum Vorjahr um knapp 25% auf durchschnittlich 40,07 ct/kWh angestiegen. Dies ist zurückzuführen auf die sehr stark gestiegenen Strompreise im Großhandel. Im Jahresdurchschnitt 2022 lagen die Terminmarktpreise drei bis vier Mal höher als im Vorjahr, im Spotmarkt für die kurzfristige Beschaffung um mehr als doppelt so hoch. Als Folge sind die Endkundenpreise sukzessive angestiegen. Trotz der Abschaffung der EEG-Umlage zum 01.07.2022, die zu einer spürbaren Entlastung der Endkundenpreise führte, konnten somit nicht die gestiegenen Kosten für Beschaffung kompensiert werden. Der durchschnittliche Gaspreis für Haushalte ist im Jahr 2022 stark angestiegen. Erdgasheizer in einem Einfamilienhaus bezahlten Ende 2022 trotz der auf 7% abgesenkten Mehrwertsteuer durchschnittlich 20,04 ct/kWh und damit fast das Dreifache des Vorjahrespreises. Hauptgrund dafür sind die deutlich gestiegenen Gaspreise im Großhandel infolge des russischen Angriffs auf die Ukraine. So haben sich die Gaspreise im Terminmarkt im Jahresmittel 2022 nahezu vervierfacht und im Kurzfristhandel fast verdreifacht. Entwicklung der Wechselbereitschaft Die Wechselbereitschaft ist sowohl im Strom- als auch im Gasbereich für Haushaltskunden weiterhin leicht angestiegen. Per Oktober 2022 haben laut BDEW: "Wechselverhalten im Energiemarkt 2022" 49,9% der Stromkunden und per August 2022 39,4% der Erdgaskunden bereits mindestens einmal den Anbieter gewechselt. Entwicklung der Marktliquidität (gehandeltes Börsenvolumen) Das Börsenvolumen des Stromhandels am Terminmarkt der EEX ist gemäß dem EEX-Group Volume Report für den deutschen Markt gegenüber 2021 um 14% gesunken. Die Marktliquidität am Erdgasmarkt ist sowohl am Spot- als auch am Terminmarkt gegenüber dem Vorjahr deutlich um 112% angestiegen. Im europäischen Spotmarkt beträgt der Anstieg 85% und im europäischen Terminmarkt beträgt der Anstieg 164%. b) Entwicklung des Geschäftsfeldes Strom und Erdgas bei der Energy2day Im Laufe des Kalenderjahres 2022 sind die Kundenzahlen erneut zurückgegangen. Zwar wurden durch den Wiedereinstieg in das CC-Neugeschäft plangemäß neue Kunden akquiriert, diese Neukundenakquisition konnte den erhöhten Kundenweggang (vor allem nach den umfangreichen Preisanpassungen und der Einführung eines neuen IT-Abrechnungssystems) nicht ganz kompensieren. Für 2023 kann dieser Trend fortgeschrieben werden. Umfangreiche Preisanpassungen aufgrund gestiegener Beschaffungskosten an den Strom- und Gasmärkten, nicht zuletzt in Folge des Kriegs in der Ukraine, haben aufgrund des damit verbundenen Sonderkündigungsrechts der Kunden zu einem gewissen, wenn auch überschaubaren Kundenschwund geführt. Darüber hinaus muss auch die Vertriebsleistung bis auf weiteres reduziert werden. Dies hängt mit der Einführung eines neues IT-Abrechnungssystems zusammen. c) Umsatzentwicklung Im Geschäftsjahr 2022 erhöhte sich der Umsatz vor Abzug von direkt mit dem Umsatz verbundenen Steuern von TEUR 129.758 auf TEUR 217.472. Die Umsatzerhöhung ist das Ergebnis mehrerer gegenläufiger Effekte. Die durch den Kundenabgang bedingten Umsatzschmälerungen werden durch die Umsatzsteigerungen infolge der umfangreich durchgeführten Preisanpassung deutlich überkompensiert. d) Investitionen Im Geschäftsjahr 2022 wurden Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von TEUR 644 vorgenommen. Es handelt sich dabei i. W. um Investitionen für das neue Betriebssystem Wilken, das ab dem Jahre 2022 angewendet wird. Dieser Erhöhung des Anlagevermögens stehen planmäßige Abschreibungen gegenüber. e) Personal- und Sozialwesen Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl im Geschäftsjahr 2022 betrug 21 Mitarbeiter. Die vornehmliche Abwicklung der Kundenverwaltung erfolgt über die MCE Service GmbH. f) Umweltschutz Umweltrisiken oder Schutzmaßnahmen sind in unserer Branche nicht erkennbar bzw. zu treffen. 1.3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 1.3.1 Vermögenslage Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum 31.12.2022 TEUR 17.352. Im Vorjahr betrug das Eigenkapital TEUR 41.280. Die Veränderung ergibt sich aus dem Gewinn 2022 abzüglich zweier Gewinnausschüttungen. Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt unverändert TEUR 1.000. 1.3.2 Finanzlage Die Bank- bzw. Kassenguthaben betragen zum 31.12.2022 TEUR 12.522 gegenüber TEUR 55.460 im Vorjahr. Die Finanzanlagen in Form von Sonstigen Ausleihungen haben sich von TEUR 18.916 im Vorjahr auf TEUR 0 verringert. Forderungen bestehen i.H. von TEUR 78.785. Im Vorjahr betrugen die Forderungen TEUR 6.270. Die Veränderung beträgt TEUR 72.515. Die zum 31.12.2022 gebildeten Rückstellungen betragen TEUR 34.465. Der Vorjahreswert der Rückstellungen betrug TEUR 6.697. Die Erhöhung ist wesentlich bedingt durch höhere Rückstellungen für Steuern und Netzkosten. Verbindlichkeiten bestehen zum 31.12.2022 i.H. von TEUR 39.701. Der Vorjahreswert betrug TEUR 33.246. Aufgrund des positiven Geschäftsverlaufes im Jahre 2022 konnte die Gesellschaft jederzeit ihren finanziellen Verpflichtungen nachkommen. Langfristige Forderungen bzw. Verbindlichkeiten bestehen zum 31.12.2022 wie auch im Vorjahr nicht. Die Gesellschaft hat zum 31.12.2022 keinerlei Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten. Zinsrisiken bestehen somit nicht. 1.3.3 Ertragslage Die Gesellschaft erwirtschaftete im Jahre 2022 einen Jahresüberschuss von TEUR 6.822. Im Vorjahr betrug der Jahresüberschuss TEUR 10.787. Die Umsatzerlöse erhöhten sich im Berichtszeitraum von TEUR 123.679 auf TEUR 210.961. Im Verlauf des Jahres 2021 wurden aufgrund der sich stark nach oben entwickelnden Preise auf den Beschaffungsmärkten deutliche Preiserhöhungen in mehreren Stufen bei den Bestandskunden vorgenommen. Diese notwendigen Preiserhöhungen haben ab Jahresende 2021 zu einem erhöhten Kundenabgang durch das einzuräumende Sonderkündigungsrecht geführt. Nach dem Kundenabgang waren bereits zu hohe Mengen für die Jahre 2022 und 2023 auf Termin eingedeckt. Da absehbar war, dass diese Kunden nicht durch kostendeckende Neukundenakquisitionen kompensiert werden konnten, wurde der überschüssige Teil der Terminmarktmengen zum Jahresende 2021 sowie auch im Jahre 2022 am Terminmarkt glattgestellt und hat zu einem außerordentlichen Sondererlös geführt. Bei weiteren Kundengruppen (nicht leistungsgemessene Gewerbekunden, online geworbene Kunden) konnten aufgrund bestehender Preisgarantien trotz Notwendigkeit keine Preiserhöhungen ausgesprochen werden. Dies hat die Ertragslage im Berichtsjahr belastet. Ohne den Einmaleffekt wäre das Ergebnis auch im Jahre 2022 aufgrund der sehr starken Preissteigerungen an den Beschaffungsmärkten sehr viel niedriger als üblich ausgefallen. In den Umsatzerlösen enthalten sind Erlöse aus Stromlieferungen (TEUR 159.309) sowie Erlöse aus der Lieferung von Gas (TEUR 49.354). Der Materialaufwand erhöhte sich von TEUR 102.357 auf TEUR 196.863. Diese Position setzt sich wesentlich aus dem Einkauf von Strom und Gas sowie den Netznutzungsentgelten zusammen. Die Erhöhung ist wesentlich bedingt durch die gestiegenen Beschaffungskosten. Der Personalaufwand beträgt TEUR 1.637. Im Vorjahr lagen die Personalaufwendungen bei TEUR 2.008. Die Erhöhung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen von TEUR 6.154 auf TEUR 6.961 beruht wesentlich auf der Erhöhung der Provisionen. Die Aufwendungen für Strom- und Gassteuer haben sich von TEUR 6.079 auf TEUR 6.510 erhöht. Das Ergebnis vor Ertragsteuern verminderte sich von TEUR 14.304 auf TEUR 9.255. Die Minderung ist wesentlich bedingt durch die gestiegenen Beschaffungskosten. Der Jahresüberschuss verminderte sich von TEUR 10.787 auf TEUR 6.822. 2. Chancen, Risiken und Prognosen 2.1. Bericht zur voraussichtlichen Entwicklung (Prognosebericht) mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken 2.1.1. Prognosebericht Die Umsätze haben sich im Jahr 2022 gegenüber 2021 von TEUR 123.679 auf TEUR 210.961 erhöht. Die Neukundenakquisition im CC-Kanal konnte die Abgänge im Bestandskundenbereich (v.a. durch Preisanpassungen) abmildern, aber nicht vollständig kompensieren. Die prognostizierten Umsätze wurden jedoch übertroffen, da die Erlöse infolge von Preisanpassungen deutlich anstiegen. Die Neukundenzahlen werden im Verlaufe des Jahres 2023 den Kundenabgang im Bestand zunächst weiterhin nicht kompensieren. Gegenmaßnahmen im Bereich Kundenbindung und Kundenrückgewinnung wurden eingeleitet, um den Churn möglichst flach zu halten. Für das Jahr 2023 sind planmäßig Umsätze (ohne Energiesteuern) auf einem Niveau von etwa TEUR 180.000 zu erwarten. Der Umsatzanstieg ist dabei vornehmlich auf die erhöhten Verkaufspreise in Folge von Preisanpassungen zurückzuführen. Das Ergebnisniveau für das Jahr 2023 wird sich dem Niveau von 2022 angleichen. 2.1.2 Risikobericht Im Rahmen des Risikocontrollings an die Entscheidungsträger, melden die Risikoverantwortlichen monatlich neu aufgetretene Risiken und den Änderungsbedarf bei der Bewertung bestehender Risiken. Auf dieser Grundlage werden Maßnahmen zur Risikobegrenzung und -steuerung entwickelt und umgesetzt. Dem Management der günstigen Strom- und Gasbeschaffung und intelligenter Kundenbindungsstrategien kommt eine entscheidende Bedeutung zu, wenn man sich dauerhaft im sehr wettbewerbsintensiven Energiemarkt erfolgreich etablieren will. Die Gesellschaft bezieht Strom und Gas von Drittgesellschaften die über ein eigenes Beschaffungsmanagement verfügen. Ein weiteres Risiko entsteht durch den Ausfall von Kundenforderungen. Hier wurde und wird durch eine entsprechende Optimierung von Bonitätsprüfungen vor Aufnahme der Belieferung und auch durch interne Maßnahmen während der Belieferung entgegengesteuert, um einem etwaigen Zahlungsausfall vorzubeugen. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten Im Bereich der Strom- und Gasbeschaffung besteht ein dem Rohstoffhandel grundsätzlich innewohnendes Preis- und Mengenrisiko. Diesem wird durch kurz-, mittel- und langfristige Beschaffungsstrategien sowie ein entsprechendes Risikomanagement entgegengewirkt, um das Preisrisiko zu reduzieren. Neben Spotmarktgeschäften werden dementsprechend auch Terminwarengeschäfte abgeschlossen, um das Preisrisiko zu reduzieren. Bestehende Absatzpositionen und beschaffungsseitige Terminwarengeschäfte werden zum 31. Dezember 2021 unter Anwendung des IDW RS ÖFA 3 "Besonderheiten der Bilanzierung von Energiebeschaffungs- und Energieabsatzverträgen in handelsrechtlichen Abschlüssen von Energieversorgungsunternehmen" abweichend vom Einzelbewertungsgrundsatz zu einem Portfolio zusammengefasst. Hierbei werden sämtliche schwebende Beschaffungsgeschäfte den Absatzgeschäften zugeordnet. Im Rahmen des Risikomanagements erfolgt die Steuerung des Portfolios anhand des Ziel-Deckungsgrades der abzusichernden Absatzgeschäfte an Endkunden durch beschaffungsseitige Terminwarengeschäfte. Die Höhe des Deckungsgrades wird an kurz- und langfristige Marktentwicklungen angepasst und laufend mit der Geschäftsleitung abgestimmt. Die Finanzinstrumente der Gesellschaft umfassen neben den Terminwarengeschäften im Wesentlichen Forderungen und Verbindlichkeiten. Die Gesellschaft verfügt über einen breit gefächerten Kundenstamm. Forderungsausfälle sind einkalkuliert. Zudem besteht mit einem Großteil der Kunden und Lieferanten eine langjährige Zusammenarbeit. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. 2.1.3 Chancenbericht Chancen ergeben sich insbesondere dadurch, dass durch besonders schlanke und effiziente Prozesse einerseits und durch innovative Produkte andererseits Vorteile gegenüber den Wettbewerbern geschaffen und gezielt ausgenutzt werden. Die Gesellschaft ist in ihrer Branche mittlerweile etabliert. Somit sollte sich die positive Entwicklung der Gesellschaft fortsetzen. 3. Sonstige Angaben 3.1 Forschungs- und Entwicklungsbericht Hier werden von der Gesellschaft keine Aktivitäten unternommen. 3.2 Nachtragsbericht Durch den Ukraine-Krieg haben die Strom- und Gaspreise an den Beschaffungsmärkten historische Höchststände erreicht. Die Gesellschaft ist mit ihren zu beschaffenden Mengen (immer bezogen auf ein Jahr mit normalen Witterungsbedingungen) preislich über Futures abgesichert. Sollten sich aufgrund von Witterungseinflüssen die Bedarfsmengen für den Kundenstamm erhöhen und diese am Spotmarkt nachbeschafft werden müssen, können sich aufgrund der dort bis auf weiteres sehr hohen Preise trotz höherer Umsätze Ergebniseinbußen ergeben. Dies deshalb, weil die nachbeschafften Mengen weit höhere Kosten verursachen könnten, als in der Preiskalkulation trotz der gebotenen Risikoaufschläge angesetzt. Auf diese Effekte könnte nur mit einer zeitverzögerten Preisanpassung reagiert werden, wodurch sich eine negative Ergebnisauswirkung nicht vollständig kompensieren lassen würde. 3.3. Zweigniederlassungen Es bestehen keine Zweigniederlassungen. Der Sitz der Gesellschaft ist Gräfelfing.
Gräfelfing, 15.08.2024 Die Geschäftsführung BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss der Firma Energy2day GmbH für das Wirtschaftsjahr vom 01.01.2022 bis 31.12.2022 wurde nach den Vorschriften des HGB aufgestellt. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen. Die Bilanz wurde gemäß § 266 HGB gegliedert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB erstellt. Die Energy2day GmbH ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 3 HGB. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Von dem Wahlrecht zur Aktivierung selbsterstellter immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurde kein Gebrauch gemacht. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden mit den um planmäßige Abschreibungen verminderten Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die Zugänge wurden zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten angesetzt. Bei der Folgebewertung wurden die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten des abnutzbaren Anlagevermögens vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen gemäß der voraussichtlichen Nutzungsdauer angesetzt. Bei der Bestimmung der Abschreibungsmethode wurde der tatsächliche Wertverzehr des Anlagevermögens beachtet. Die Abschreibungen erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Wertberichtigungen wurden in angemessenem Umfang vorgenommen. Bei der Bewertung wurden sämtliche erkennbaren Risiken berücksichtigt. Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr liegen nicht vor. Der Kassenbestand sowie die Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nennwert angesetzt. Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennbetrag angesetzt. Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages nach § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB angesetzt. Dabei wurden die voraussichtlichen Kostensteigerungen bis zum jeweiligen Erfüllungstag berücksichtigt. Soweit die Restlaufzeit der Rückstellung am Bilanzstichtag mehr als ein Jahr betrug, erfolgte die Abzinsung nach § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB. Die Steuerrückstellungen wurden in Höhe der voraussichtlich noch anfallenden Steuern gebildet. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Von den ausgewiesenen Verbindlichkeiten sind EUR 39.700.964,89 (Vj. EUR 33.246.332,75) innerhalb eines Jahres fällig. Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00). Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt EUR 0,00. Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden beibehalten werden. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Soweit der Kurs am Tage des Geschäftsvorfalles bei Forderungen darunter bzw. bei Verbindlichkeiten darüber lag, ist dieser angesetzt. Bestehende Absatz- und Beschaffungspositionen bilanziert die Gesellschaft abweichend vom Einzelbewertungsgrundsatz unter Anwendung des IDW RS ÖFA 3 "Besonderheiten der Bilanzierung von Energiebeschaffungs- und Energieabsatzverträgen in handelsrechtlichen Abschlüssen von Energieversorgungsunternehmen". Angaben zur Bilanz Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Von den gesamten Forderungen weisen EUR 0,00 (Vj. EUR 0,00) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr auf. Es bestehen keine Forderungen gegenüber Gesellschaftern. Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital von EUR 1.000.000,00 wurde mit dem Nennwert angesetzt. Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage in Höhe von EUR 950.000,00 wurde mit dem Nennwert angesetzt. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen entfallen i. W. auf die Abgrenzung der Netzbetreiberkosten saldiert mit den dafür geleisteten Anzahlungen. Die sonstigen Rückstellungen werden saldiert mit Abgrenzungsergebnissen aus der rollierenden Abrechnung mit den Gas- und Stromnetzbetreibern ausgewiesen und setzen sich im Wesentlichen wie folgt zusammen:
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen Die erhaltenen Anzahlungen von Kunden werden in der Bilanz mit den Forderungen aus der Abgrenzung der Energieabrechnungen saldiert und setzen sich wie folgt zusammen:
Haftungsverhältnisse Es bestanden Verpflichtungen aus Bürgschaften in Höhe von TEUR 5.076 (VJ. TEUR 5.076). Ansonsten bestanden am Bilanzstichtag keine weiteren Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen keine wesentlichen finanziellen Verpflichtungen. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Aufgliederung der Umsatzerlöse Die ausschließlich in Deutschland erzielten Umsatzerlöse setzen sich nach Segmenten wie folgt zusammen:
Sonstige Angaben Die Geschäftsführung wurde im Berichtszeitraum von Herrn Manfred Schwärzer, Kaufmann, wahrgenommen. Herr Schwärzer wurde im April 2024 als Geschäftsführer abberufen. In der Gesellschafterversammlung vom 29.04.2024 wurde Herr Oliver Miehlich, Kaufmann, zum Geschäftsführer bestellt. Im Wirtschaftsjahr 2022 waren durchschnittlich 21,25 Arbeitnehmer (19,25 Vollzeit und 2 Teilzeit) (Vorjahr: 19,75 Arbeitnehmer) angestellt. Im Berichtszeitraum war bis zum 09.08.2022 Herrn Wolfgang Harth, Diplom-Betriebswirt, Gesamtprokura gemeinsam mit einem Geschäftsführer oder einem anderen Prokuristen erteilt. Ab dem 06.12.2022 war Herrn Mario Lach, Kaufmann, Gesamtprokura gemeinsam mit einem Geschäftsführer oder einem anderen Prokuristen erteilt. Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Gesamthonorar beträgt TEUR 33 (Vorjahr TEUR 23). Davon entfallen TEUR 30 (Vorjahr TEUR 20) auf Abschlussprüfungsleistungen, TEUR 2 (Vorjahr TEUR 2) auf andere Bestätigungsleistungen und TEUR 1 (Vorjahr TEUR 1) auf sonstige Leistungen. Die Gesellschaft ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit Warenpreisrisiken ausgesetzt. Im Rahmen der Absicherung dieser Risiken werden derivative Finanzinstrumente mit externen Vertragspartnern abgeschlossen, um Marktpreise von Energielieferungen abzusichern, die zur Durchführung des operativen Geschäfts in den Folgejahren benötigt werden. Aus diesen Einkaufskontrakten bestehen Verpflichtungen mit einer Laufzeit bis Ende 2024 von TEUR 46.145. Der Marktwert der Stromfutures zum Bilanzstichtag beträgt TEUR -14.307. Dem stehen entsprechende Wertänderungen aus den in die Bewertungseinheit einbezogenen Grundgeschäften in gleicher Höhe gegenüber. Da nur ein Teil des zu erwartenden Einkaufsvolumens gesichert wurde, ist eine hohe Wahrscheinlichkeit der Effektivität der Sicherung gegeben. Die bilanzielle Abbildung dieses Macro-Hedges und der Grundgeschäfte erfolgt durch Anwendung der Einfrierungsmethode. Vorgänge von besonderer Bedeutung Im Jahresüberschuss 2022 ist ein außerordentlicher Erlös aus dem Verkauf von Stromfutures i.H. von TEUR 17.965 enthalten. Nach dem Schluss des Geschäftsjahrs traten keine Vorgänge von besonderer Bedeutung auf, über die zu berichten wäre. Vorschlag bzw. Beschluss zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresüberschuss beträgt Euro 6.821.942,48. Einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrags ergibt sich ein Betrag von Euro 15.402.422,13 der zu verwenden ist. Auf neue Rechnung werden Euro 15.402.422,13 vorgetragen.
sonstige BerichtsbestandteileUnterschrift der Geschäftsführung
Gräfelfing, 15. August 2024 gez. Oliver Miehlich Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 08.11.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkVERSAGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS An die Energy2day GmbH Erklärung der Nichtabgabe von Prüfungsurteilen Wir waren beauftragt, den Jahresabschluss der Energy2day GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - zu prüfen. Darüber hinaus waren wir beauftragt, den Lagebericht der Energy2day GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 zu prüfen. Wir geben keine Prüfungsurteile zu dem beigefügten Jahresabschluss und dem beigefügten Lagebericht ab. Aufgrund der Bedeutung des im Abschnitt "Grundlage für die Erklärung der Nichtabgabe von Prüfungsurteilen" beschriebenen Sachverhalts sind wir nicht in der Lage gewesen, ausreichende geeignete Prüfungsnachweise als Grundlage für Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu erlangen, und versagen daher den Bestätigungsvermerk. Grundlage für die Erklärung der Nichtabgabe von Prüfungsurteilen Im Wirtschaftsjahr 2022 erfolgte eine umfassende Softwareumstellung bei der Energy2day GmbH. Als Folge daraus konnten die Eröffnungsbilanzwerte aus dem Vorjahresabschluss nicht mehr ordnungsgemäß entwickelt werden. Des Weiteren ist in der Bilanz zum 31.12.2022 unter den sonstigen Verbindlichkeiten ein Betrag von 428 T€ erfasst, welcher sich aus der Datenmigration im Rahmen der Softwareumstellung ergeben hat. Die gesetzlichen Vertreter konnten entgegen § 320 HGB die für die Prüfung der Eröffnungsbilanzwerte und der sonstigen Verbindlichkeit von 428 T€ erforderlichen Aufklärungen und Nachweise nicht erbringen. Daher waren wir nicht in der Lage zu beurteilen, ob Anpassungen notwendig waren in Bezug auf die Eröffnungsbilanzwerte sowie die sonstigen Verbindlichkeiten im Jahresabschluss, einschließlich der zugehörigen Angaben. Dieser Sachverhalt hat umfassende Bedeutung auch für die Beurteilbarkeit der im Lagebericht erfolgten Darstellung des Geschäftsverlaufs einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage der Gesellschaft sowie der Darstellung der Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Es liegt in unserer Verantwortung, eine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchzuführen. Des Weiteren liegt es in unserer Verantwortung, einen Bestätigungsvermerk zu erteilen. Aufgrund des im Abschnitt "Grundlage für die Erklärung der Nichtabgabe von Prüfungsurteilen" beschriebenen Sachverhalts sind wir nicht in der Lage gewesen, ausreichende geeignete Prüfungsnachweise als Grundlage für Prüfungsurteile zu diesem Jahresabschluss und diesem Lagebericht zu erlangen. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.
Erding, 6. November 2024 R
& P Wirtschaftstreuhand GmbH
gez. Stefan Götz, Wirtschaftsprüfer |
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