Weckerle Verwaltungs GmbH
Selbe AdresseVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Franz Xaver GiIg seit 6.5.2015 | Prokura |
Thomas Weckerle seit 18.2.2003 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Wefa Holding S.A. | 76.00% |
| 24.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Weckerle GmbHWeilheimJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Bilanz zum 31.12.2022Weckerle GmbH, WeilheimAKTIVSEITE
PASSIVSEITE
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022Weckerle GmbH, Weilheim
ANHANG für das Geschäftsjahr 2022I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss der Weckerle GmbH, Weilheim, (Amtsgericht München, HRB 55959) wurde auf der Grundlage des Handelsgesetzbuches und der Vorschriften des GmbH-Gesetzes erstellt. Darstellung, Gliederung und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen, mit Ausnahme der Anpassung des Ausweises der erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen im Vorratsvermögen. Abweichend zum Vorjahr sind die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen im Vorratsvermögen unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen. Der Vorjahresausweis (EUR 3,8 Mio.) wurde entsprechend angepasst. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Gesellschaft weist nach § 267 Abs. 3 HGB die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft auf. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, werden für einzelne Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung vorgeschriebene "davon-Angaben" einheitlich im Anhang gemacht. Der Jahresabschluss ist unter dem Grundsatz der Unternehmensfortführung aufgestellt. Die Gesellschaft musste im Jahr 2021 einen Jahresfehlbetrag von EUR 2,1 Mio. sowie im Jahr 2022 einen Jahresfehlbetrag von EUR 4,5 Mio. bilanzieren. Sollten sich die gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen, insbesondere die Probleme im Bereich der Lieferketten und die Rohstoff- und Energiepreissteigerungen in eine heute nicht absehbare Richtung entwickeln, besteht das Risiko, dass sich dies unerwartet stark negativ auf die Geschäftstätigkeit und die wirtschaftliche Lage der Weckerle GmbH und der mit ihr verbundenen Unternehmen auswirkt und die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Weckerle GmbH hierdurch belastet wird. Es besteht dabei insbesondere das Risiko, dass die Werthaltigkeit der Ausleihungen und oder Forderungen gegen verbundene Unternehmen, welche zum 31. Dezember 2022 TEUR 4.517 bzw. TEUR 8.152 betragen, signifikant beeinträchtig wird. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierung und Bewertung wird nach den allgemeinen Bestimmungen der §§ 246 bis 256a HGB unter Berücksichtigung der ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 264 bis 278 HGB) und § 42 GmbHG vorgenommen. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Skonti bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Skonti bzw. mit den Herstellungskosten angesetzt und werden, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 3 bis 10 Jahren abgeschrieben. Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten EUR 800,00 nicht übersteigen, werden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben und im Anlagengitter als Abgang ausgewiesen. In die Herstellungskosten werden die Einzelkosten, angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Herstellung veranlasst ist, einbezogen. Fremdkapitalzinsen sind nicht in den Herstellungskosten enthalten. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Bei Entfallen des Abschreibungsgrundes erfolgt eine entsprechende Wertaufholung bis maximal zu den Anschaffungskosten. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips mit den Einkaufspreisen zuzüglich Einkaufsnebenkosten, gemindert um Skonti, Boni und Rabatte, bewertet. Fertige und unfertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB aktiviert. In die Herstellungskosten werden die Einzelkosten, angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen. Fremdkapitalzinsen sind nicht in den Herstellungskosten enthalten. Niedrigere realisierbare Preise am Bilanzstichtag werden durch Abschreibungen auf den niedrigsten Wert berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert aktiviert. Die Rechnungsabgrenzungen entsprechen den zeitanteiligen Vorleistungen. Latente Steuern werden für zeitliche, sich in der Zukunft voraussichtlich umkehrende Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Bilanzansätzen gebildet, soweit dies nach § 274 HGB zulässig ist. Neben den latenten Steuern aus zeitlichen Differenzen wurden auch aktive latente Steuern auf Verlustvorträge ermittelt, die innerhalb der nächsten fünf Jahre voraussichtlich zu einer Steuerentlastung führen. Der Bilanzansatz erfolgt saldiert, d.h. nach Verrechnung von aktiven und passiven latenten Steuern. Von dem Wahlrecht zum Ansatz des sich per Saldo insgesamt ergebenden aktiven latenten Steuerüberhangs nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wurde Gebrauch gemacht. Bei der Ermittlung der latenten Steuern wird ein Steuersatz von 29,125 % (betr. KSt, SolZ sowie GewSt) herangezogen. Das gezeichnete Kapital entspricht dem Gesellschaftsvertrag und der Eintragung in das Handelsregister. Für die Pensionsrückstellungen wurde die versicherungsmathematische Berechnung unter Anwendung der Barwertmethode vorgenommen. Als Rechnungszins wurde der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Jahre verwendet, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Dieser beträgt 1,78 %. Der sich aus der sieben- und zehnjährigen Durchschnittsbetrachtung ergebende Unterschiedsbetrag, welcher der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt TEUR 67 (Vorjahr: TEUR 106). Die angenommene Rentensteigerung beträgt 3,00 % p.a. Zudem wurden die Sterbetafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Eine Fluktuationswahrscheinlichkeit und ein Lohn- bzw. Gehaltstrend wurden nicht berücksichtigt, weil es sich um einen geschlossenen Bestand handelt, der sich in der Rentenphase befindet. Der in der Rückstellungsdotierung enthaltene Zinsanteil in Höhe von TEUR 25 wird im Zinsaufwand ausgewiesen. Die Effekte aus Änderungen des Abzinsungszinssatzes oder Zinseffekte einer geänderten Schätzung der Restlaufzeit werden im Personalaufwand ausgewiesen. Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Langfristige Rückstellungen lagen im Berichtszeitraum, ebenso wie im Vorjahr, nicht vor. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Erhaltene Anzahlungen werden mit dem Zahlungsbetrag angesetzt und als Verbindlichkeit ausgewiesen. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von maximal einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem niedrigeren bzw. höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Die Erfassung von Umsatzerlösen erfolgt, sobald die Waren geliefert worden sind bzw. der Gefahrenübergang auf den Kunden erfolgt ist. Umsatzerlöse werden nach Abzug von Rabatten und Skonti ausgewiesen. Sonstige betriebliche Erträge bzw. betriebliche Aufwendungen werden mit Erbringung bzw. Inanspruchnahme der Leistung oder zum Zeitpunkt ihrer Realisierung bzw. Verursachung als Ertrag bzw. Aufwand erfasst. Erforderlichenfalls werden Zahlungen abgegrenzt, um sie periodengerecht als Ertrag bzw. Aufwand zu erfassen. Zinsen sowie Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens werden zeitanteilig mit dem Betrag, der auf das Geschäftsjahr entfällt, als Aufwand bzw. Ertrag erfasst. III. Angaben zur Bilanz 1. Anlagevermögen Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens sind in dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagengitter dargestellt. Die Finanzanlagen erhöhten sich um den Kauf von Anteilen der WECKERLE MACHINES France SAS (Frankreich) von der WEFA Holding SA, Schweiz, in Höhe von TEUR 2,701 gleichzeitig reduziert um die Ausleihung an die WEFA Holding SA über TEUR 0,641. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 3.856 (Vorjahr: TEUR 3.488) und einen Forderungsverkauf in Höhe von TEUR 4.297 (Vorjahr: TEUR 4.297). Hierin enthalten sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 548). 3. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital von TEUR 150 wird zu 76 % von der WEFA Holding S.A., Le Locle, Schweiz, und zu 24 % von der PW Grundstücksverwaltungs GmbH & Co. KG, Weilheim, gehalten. Teile des grundsätzlich frei verfügbaren Eigenkapitals unterliegen der Ausschüttungssperre; der Gesamtbetrag nach §§ 253 Abs. 6, 268 Abs. 8 HGB beträgt TEUR 2.168 (Vorjahr: TEUR 1.827) und resultiert aus der Aktivierung latenter Steuern sowie den Pensionsrückstellungen. 4. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Restrukturierungskosten, ausstehende Personalkosten (Urlaub, Überstunden, Bonuszahlungen) und Garantieverpflichtungen gebildet. 5. Verbindlichkeiten Verbindlichkeitenspiegel:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 6.566 wurden von der Gesellschaft mittels Globalzession besichert; sämtliche gegenwärtigen und künftigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der Weckerle GmbH wurden abgetreten. Die Verbindlichkeiten enthalten im GJ "erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen" in Höhe von TEUR 7.412 welche im VJ (TEUR 3.782) auf der Aktivseite von den Vorräten abgesetzt ausgewiesen wurden. Des Weiteren wurde aus den Rückstellungen eine Verbindlichkeit gegenüber der HVB in Höhe von TEUR 689 aus einem offenen Rechtsstreit in Zusammenhang mit einem in Vorjahren abgerechneten Währungsswap die die Verbindlichkeiten umgegliedert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen wie im Vorjahr in voller Höhe Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern von TEUR 139 (Vorjahr: TEUR 133) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 14), sowie langfristige Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen von TEUR 1.427 (Vorjahr: TEUR 1.322). 6. Aktive latente Steuern Die aktiven latenten Steuern beruhen auf Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz bei den Forderungen und Ausleihungen (TEUR 1.023), bei Pensionsrückstellungen und mehreren sonstigen (TEUR 567) und aus körperschaftsteuerlichen und gewerbesteuerlichen Verlustvorträgen (TEUR 5.230 bzw. TEUR 6.159). Die passiven latenten Steuern beruhen auf Differenzen beim Anlagevermögen (TEUR 1) und den sonstigen Rückstellungen (TEUR 29). Die Bewertung erfolgte mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz von 29,125 % und führte per Saldo zu aktiven latenten Steuern von TEUR 2.101 (Vorjahr: TEUR 1.721). IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt auf:
2. Personalaufwand Die sozialen Abgaben enthalten Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 116 (Vorjahr: TEUR 86). 3. Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind folgende Erträge aus der Währungsumrechnung enthalten:
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten 2022 Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 451, die Corona-Überbrückungshilfe in Höhe von TEUR 631 sowie sonstige periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 5. Die sonstigen periodenfremden Erträge beziehen sich im Wesentlichen auf Erstattungen. Die Erträge aus der Corona-Überbrückungshilfe sind dabei als außergewöhnlich zu qualifizieren. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind folgende Aufwendungen aus der Währungsumrechnung enthalten:
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen für Restrukturierung in Höhe von TEUR 3.000 (Vorjahr: EUR 0) sowie aus der Wertberichtberichtigung bzw. Abschreibung von Forderungen in Höhe von TEUR 85 (Vorjahr: TEUR 512). 4. Finanzerträge Von den Erträgen aus Ausleihungen entfallen TEUR 264 (Vorjahr: TEUR 156) auf verbundene Unternehmen. Von den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen entfallen TEUR 58 (Vorjahr: TEUR 58) auf verbundene Unternehmen. 5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen In den Zinsaufwendungen sind Zinsen in Höhe von TEUR 25 (Vorjahr: TEUR 30) aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen ausgewiesen. 6. Honorar des Abschlussprüfers Auf die Angabe des vom Abschlussprüfer berechneten Gesamthonorars für im Geschäftsjahr erbrachte Leistungen nach § 285 Nr. 17 HGB wurde verzichtet, da die Gesellschaft in den Konzernabschluss der Weckerle Holding GmbH, Weilheim, einbezogen wird und die Angaben im Konzernanhang enthalten sind. 7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Erträge aus latenten Steuern in Höhe von TEUR 380 (Vorjahr: Erträge von TEUR 533) enthalten. V. Sonstige Pflichtangaben 1. Geschäftsführung
Bezüglich der Angaben gemäß § 285 Nr. 9 Buchst. a) und b) HGB machen wir von § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch. 2. Anzahl der Arbeitnehmer Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich 273 Mitarbeiter; davon waren 36 in Teilzeit angestellt. 3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen für die Betriebsgrundstücke und Gebäude in Höhe von TEUR 802 p.a. gegenüber der Gesellschafterin PW Grundstücksverwaltungs GmbH & Co. KG und in Höhe von rund TEUR 22 p.a. gegenüber Dritten. Die Mietverträge mit der PW Grundstücksverwaltung GmbH & Co. KG haben eine unbestimmte Laufzeit. Ferner bestehen nicht in der Bilanz enthaltene Leasinggeschäfte in Höhe von ca TEUR 213 p.a. Die Leasingverträge haben eine Laufzeit bis längstens 2026. Für die Erfüllung des Geschäftszwecks hat die Gesellschaft neben der Anmietung des betrieblich genutzten Grundvermögens diverse Leasingverträge über Betriebs- und Geschäftsausstattung, Fahrzeuge, Maschinen und EDV-Zubehör abgeschlossen. Bei den Leasingverträgen handelt es sich ausschließlich um Operating-Leasingverträge. Der Vorteil von Leasingverträgen gegenüber im Eigentum befindlichen, angeschafften Gegenständen liegt im konstanten Liquiditätsabfluss anstelle einer hohen Anfangsinvestition. Die Weckerle GmbH hat Forderungen in Höhe von TEUR 37 am Bilanzstichtag an eine Factoringgesellschaft veräußert. Das Factoring dient der Verbesserung der Liquiditätssituation und der Kapitalstruktur. Alle Forderungsausfallrisiken gehen auf die Factoringgesellschaft über. Weckerle behält zwecks Kundenpflege das Debitorenmanagement. 4. Haftungsverhältnisse Die Weckerle GmbH haftete gegenüber der activ factoring AG, München, als Gesamtschuldner aus einem zwischen der Weckerle GmbH, Weckerle Cosmetics GmbH, Premium Cosmetics GmbH, durodont GmbH und der activ factoring AG geschlossenen echten Factoringvertrag. Die Mithaftung umfasste die Kosten, Zinsen, Gebühren und die Veritätshaftung und galt bis zum 14. Dezember 2022. Zum Bilanzstichtag wurde keine Mithaftung in Anspruch genommen. Weiterhin hat die Weckerle GmbH eine Rangrücktrittserklärung in Höhe von TEUR 3.291 auf ein bestehendes Intercompany-Darlehen an die Schwestergesellschaft Weckerle Cosmetics GmbH abgegeben. Aufgrund der aktuellen Unternehmensplanung der Weckerle Cosmetics GmbH, der Premium Cosmetics GmbH und der durodont GmbH rechnet die Weckerle GmbH nicht mit einer Inanspruchnahme aus der Mithaftung. 5. Ergebnisverwendungsvorschlag Der Geschäftsführer schlägt vor, den sich aus dem Jahresfehlbetrag von TEUR -4.539 und dem Gewinnvortrag von TEUR 10.333 ergebenden Bilanzgewinn von TEUR 5.794 auf neue Rechnung vorzutragen (§ 29 Abs. 1 GmbHG). 6. Nachtragsbericht Die Weckerle GmbH ist von den Auswirkungen des Russland-Ukraine-Krieges insbesondere in Bezug auf die Verfügbarkeit und Preisgestaltung von Edelstahl und Aluminium sowie in Bezug auf stark gestiegene Energiekosten betroffen. Es wird versucht die erhöhten Rohstoffpreise an die Kunden weiterzugeben. Die Energiekosten sind durch Verträge mittelfristig abgesichert. Geschäftsbeziehungen zu ukrainischen Kunden und Lieferanten bestehen nicht bzw. nur im geringen Umfang. Hinsichtlich weiterer Erläuterungen verweisen wir auf unsere Ausführungen in den Abschnitten "Risikobericht" sowie "Chancen und Ausblick" des Lageberichts. Weitere berichtspflichtige Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag sind nicht eingetreten. 7. Konzernabschluss Die Gesellschaft ist mittelbar Tochterunternehmen der Weckerle Holding GmbH, Weilheim, und wird in deren Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 (kleinster und größter Kreis) einbezogen. Die Offenlegung des Konzernabschlusses erfolgt im Bundesanzeiger.
Weilheim, den 04. März 2024 Weckerle GmbH Thomas Weckerle, Geschäftsführer Anlagenspiegel zum 31.12.2022Weckerle GmbH
LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2022Geschäftstätigkeit und Organisationsstruktur Die Weckerle GmbH ist ein international tätiges Familienunternehmen, das bis Ende des Geschäftsjahres 2022 in die Geschäftsbereiche Machines und Cosmetics gegliedert ist. Im Geschäftsjahr 2023 erfolgten verschiedene Umstrukturierungsmaßnahmen, welche im nachfolgenden Abschnitt erläutert werden. Der Geschäftsbereich Cosmetics umfasst vor allem die kundenspezifische Entwicklung und Produktion dekorativer Kosmetikprodukte als Lohnhersteller im Auftrag namhafter Kosmetikkonzerne. Mit dem Geschäftsbereich Machines ist die Weckerle GmbH einer der führenden Anbieter mit jahrzehntelanger Erfahrung in der Herstellung von kundenspezifischen Abfüllmaschinen für Produkte der Kosmetik- und Lebensmittelindustrie. Forschung und Entwicklung Gut aus- und fortgebildete Mitarbeiter aus den Geschäftsbereichen Cosmetics und Machines arbeiten in der Forschung und Entwicklung kontinuierlich an der Neu- und Weiterentwicklung unserer Produkte und Prozesse. Wie auch in den vorangegangenen Jahren hat die Weckerle GmbH auch im abgelaufenen Geschäftsjahr in die Forschung & Entwicklung von Kosmetikprodukten und Abfüllmaschinen investiert. Im Geschäftsjahr 2022 wurden 6 Mitarbeiter im F&E-Bereich beschäftigt (4 Mitarbeiter bei Machines, 2 Mitarbeiter bei Cosmetics). Insgesamt hat die Weckerle GmbH im Geschäftsjahr 2022 EUR 0,8 Mio. in die Forschung und Entwicklung von Kosmetikprodukten und Abfüllmaschinen investiert. Wirtschaftsbericht (Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage) Geschäftsjahr 2022 Highlights Die im Geschäftsjahr 2021 begonnenen Umstrukturierungsmaßnahmen im Weckerle Konzern wurden im Geschäftsjahr 2022 um weitere Maßnahmen ergänzt. Die Anteile an der WECKERLE MACHINES France SAS (Frankreich) gehören seit dem 31.12.2022 zu 100 % der Weckerle GmbH (bisher: 50%). Damit ist das komplette Maschinen-Geschäft des Konzerns in der Weckerle GmbH und deren französischer Tochtergesellschaft gebündelt. Die WECKERLE MACHINES France SAS ist der Vertriebspartner der Weckerle GmbH für den französischen Markt. Bereits im Geschäftsjahr 2021 wurde die Kooperation zwischen der Weckerle Cosmetics GmbH (Eislingen) und dem Kosmetik-Bereich der Weckerle GmbH (Contract Manufacturing) vertieft, um Synergien und Kosteneffizienzen durch einheitliche Prozessabläufe zu erreichen. Hierzu übertrug die Weckerle GmbH zunächst das operative Management des Kosmetik-Werks in Peißenberg an die Weckerle Cosmetics GmbH in Eislingen. Ende des Geschäftsjahres 2022 wurde die Entscheidung getroffen, die operative Umsetzung dieses Schritts im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2023 zu vollziehen. Der Geschäftsbetrieb in Peißenberg wurde mittlerweile geschlossen und zur Weckerle Cosmetics GmbH nach Eislingen verlagert. Ein Teil der Mitarbeiter ging mit dem operativen Geschäftsbetrieb auf die Weckerle Cosmetics GmbH über, der andere Teil wurde entsprechend des ausgehandelten Interessenausgleiches und dem Sozialplan abgefunden, die Kosten hierfür belasten das Ergebnis der Weckerle GmbH im Geschäftsjahr 2022. Gesamtwirtschaftliches Umfeld und Branchenentwicklung
Der Umsatz mit Schönheitspflege- und Haushaltspflegeprodukten steigt 2022 auf EUR 30,9 Mrd. Doch die wirtschaftliche Lage der Unternehmen hat sich aufgrund des wirtschaftlichen Umfelds stark eingetrübt. Gutes Aussehen, gepflegte Kleidung und ein schönes Zuhause sind den Menschen in Deutschland auch in schwierigen Zeiten wichtig. Entsprechend deutlich fiel das Umsatzwachstum der Schönheitspflege- und Haushaltspflegeindustrie im Jahr 2022 aus. Der Wert der im In- und Ausland verkauften Kosmetika und der Wasch-, Pflege- und Reinigungsmittel stieg um 7,9 Prozent auf EUR 30,1 Mrd. - ein neuer Höchststand. Besonders kräftig legte der Exportumsatz zu, der ein Plus um 15,6 Prozent auf EUR 10,6 Mrd. erzielte. Die wirtschaftliche Lage der Unternehmen hat sich dennoch stark eingetrübt. Hauptgrund ist die Kostensteigerung bei Energie und Rohstoffen. Die überwiegend mittelständisch geprägte Branche steht inzwischen stark unter Druck. 1
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https://www.redspa.de/2022/12/beauty/aktuell/schoenheit-und-sauberkeit-bleiben-wichtig/
Sehnsucht nach normalem Leben Produkte der im Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel (IKW) organisierten Unternehmen bleiben ganz oben auf den Einkaufszetteln - auch wenn die Verbraucherinnen und Verbraucher unter dem Eindruck von Inflation und Zukunftssorgen generell weniger Lust am Einkaufen haben. Im Inland gaben Shopperinnen und Shopper für Körperpflege und Kosmetika EUR 14,3 Mrd. aus. Das sind 5,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Als Renner an den Ladenkassen erwiesen sich insbesondere Düfte (plus 33,8 Prozent) und Deos (plus 8,2 Prozent). Mascara, Lippenstift, Nagellack und alle anderen dekorativen Kosmetikprodukte schlagen mit 16 Prozent mehr Umsatz zu Buche. Ausreißer nach unten waren Seifen und Syndets mit minus 8 Prozent. Diese Produkte waren im ersten Pandemiejahr 2020 besonders stark nachgefragt und sind bislang offenbar noch nicht ganz verbraucht. 2 IKW-Vorsitzender Georg Held sagt: "Unterschiedliche Studien belegen, dass Schönheitspflege für die Menschen essenziell ist - gerade auch dann, wenn die Zeiten unsicherer werden. Nach zwei Corona-Jahren und den damit verbundenen Lockdowns haben die Menschen jetzt ein starkes Nachholbedürfnis im gesellschaftlichen Leben. Eine attraktive persönliche Ausstrahlung zählt wesentlich dazu." 3 Umsatz mit dekorativer Kosmetik in Deutschland in den Jahren 2004 bis 2022 (in Millionen Euro)
Der Umsatz mit dekorativer Kosmetik in Deutschland ist in den Jahren von 2004 bis einschließlich 2019 nahezu kontinuierlich gestiegen. In den letzten beiden Corona-Jahren 2020 und 2021 sind die Umsätze hingegen gesunken. Im Jahr 2022 sind sie wieder auf rund EUR 1,7 Mrd. gestiegen. Dekorative Kosmetik gehört zu den wichtigsten Teilsegmenten im Markt für Körper- und Schönheitspflegeprodukte. 4
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https://www.redspa.de/2022/12/beauty/aktuell/schoenheit-und-sauberkeit-bleiben-wichtig/
Der Markt für dekorative Kosmetik Die dekorative Kosmetik umfasst Produkte wie Lippenstift, Make-Up und Wimperntusche, die zur einmaligen Anwendung auf der Haut aufgetragen werden, mit dem Zweck innerhalb von kurzer Zeit sein Aussehen zu ändern. Weltweit beträgt das Marktvolumen im Jahr 2022 rund 87 Milliarden US-Dollar und wird für das Jahr 2025 auf rund 101 Milliarden US-Dollar geschätzt. Die Verbraucherpreise für dekorative Kosmetik in Deutschland entwickeln sich je nach Produkt unterschiedlich. So stieg der Preis für Lippenstifte zuletzt um 0,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr, während die Kosten für Nagellack um rund 1,9 Prozent anstiegen. 5 Konsumentinnen dekorativer Kosmetik in Deutschland Laut einer Umfrage zur Verwendung dekorativer Kosmetikartikel aus dem Jahr 2021 nutzen deutsche Frauen mit einem Anteil von rund 60 Prozent am häufigsten Wimperntusche, gefolgt von Make-up, Rouge und Puder mit 55 Prozent. Etwa 9,6 Millionen Frauen in Deutschland verwendeten Wimperntusche dabei täglich. 6 Umsatzentwicklung Lippenkosmetik innerhalb Dekorativer Kosmetik Weltweit
Im Jahr 2022 lag der Umsatz im weltweiten Markt für Dekorative Kosmetik bei rund EUR 83,2 Mrd. Den größten Anteil am Umsatz machten dabei mit rund EUR 25 Mrd. Kosmetikprodukte für den Teint aus. Besonders auffällig ist hier die Halbierung der Umsätze (EUR -8.2 Mrd.) im Lippenpflegebereich von 2019 auf 2020 mit einer auch nur leichten Steigerung (EUR + 1.3 Mrd.) im zweiten Corona Jahr 2021. Im Jahr 2022 konnte bereits wieder der Umsatz aus dem Jahr 2019 leicht übertroffen werden, für 2023 wird eine gute 10%ige Steigerung zum Vor-Corona-Umsatz auf EUR 18,7 Mrd. im Lippenpflege Segment prognostiziert. 7 Positionierung Weckerle im Wettbewerbsumfeld Wie im vorangegangenen Abschnitt dargestellt, hat der Markt für dekorative Kosmetikprodukte im Allgemeinen sowie der Markt für Lippenstifte im Besonderen in den beiden Corona-Jahren 2020 und 2021 signifikante Umsatzeinbußen hinnehmen müssen, seit dem Jahr 2022 sind wieder Umsatzsteigerungen zu verzeichnen. Die Geschäftszahlen der Weckerle GmbH und unsere Budgetplanungen für die Folgejahre folgen diesen Branchenentwicklungen.
5 https://
de.statista.com/statistik/daten/studie/5210/umfrage/umsatz-mit-dekorativer-kosmetik-seit-2004/.
Mit unserer neuen Maschinengeneration Multistick 3 bieten wir unseren Kunden eine hohe Flexibilität und Prozesssicherheit für die Entwicklung neuer Formulierungen und Produktdesigns, so dass der Nutzen für die Kunden erheblich gesteigert wird. Weckerle GmbH hat weiterhin eine gute Positionierung am Markt. Die Weckerle GmbH bündelt die Vorteile eines flexiblen mittelständischen Unternehmens mit denen eines international tätigen Konzerns. Langjährige Expertise im Contract Manufacturing und Maschinenbau sowie eine hohe und gleichbleibende Qualität und Flexibilität machen unser Unternehmen für die Ausarbeitung von innovativen Konzepten und kundenspezifischen Entwicklungen zu einem kompetenten Partner für national und global agierende Konzerne. Durch die auf Kundenanforderungen ausgerichtete Funktionalitäten im Maschinenbereich baut das Unternehmen sein Produktportfolio im gehobenen Preissegment weiter aus, bietet aber mit der Neuentwicklung einer kompakten Lippenstiftabfüllanlage auch eine Anlage in einem niedrigeren Preissegment an. Ertragslage Aufgrund der geringeren Nachfrage nach Kosmetikprodukten während der Corona-Pandemie lag der Umsatz mit EUR 30,938 Mio. nur geringfügig über dem Vorjahres-Niveau (2021: EUR 29,295 Mio.). In den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von EUR 1,576 Mio. sind im Berichtsjahr EUR 0,681 Mio. Erträge aus der staatlichen Überbrückungshilfe III enthalten. Der Materialaufwand blieb mit EUR 13,522 Mio. (Vorjahr: EUR 13,737 Mio.) unverändert. Im Verhältnis zum Umsatz ergaben sich im Geschäftsjahr 2022 keine wesentlichen Kostensteigerungen bei den Einsatzmaterialien. Aufgrund der Schließung des Standortes Peißenberg beruht die Erhöhung des Personalaufwandes auf EUR 14,590 Mio. (Vorjahr: EUR 13,309 Mio.) fast ausschließlich auf dem für Abfindungen gebuchten Aufwand in Höhe von EUR 1,184 Mio. Die Abschreibungen in Höhe von EUR 0,696 Mio. enthalten ausschließlich planmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen auf EUR 9,223 Mio. im Vergleich zum Vorjahr (EUR 6,799 Mio.) ist im Wesentlichen auf eine gebildete Rückstellung für Restrukturierungskosten in Höhe von EUR 3,0 Mio. zurückzuführen. Weiterhin bestehen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Wesentlichen aus Mieten mit EUR 1,197 Mio., Reise- und Bewirtungskosten mit EUR 0,906 Mio., Energie- und Reinigungskosten EUR 0,515 Mio. sowie Rechts- und Beratungskosten EUR 0,275 Mio. Das Finanzergebnis von per Saldo EUR 0,142 Mio. (Vorjahr: EUR -0,011 Mio.) enthält im Berichtsjahr Zinserträge aus Forderungen an verbundene Unternehmen mit EUR 0,322 Mio. und Zinsaufwendungen aus Bankverbindlichkeiten mit EUR -0,181 Mio. Das Ergebnis vor Steuern 2022 beträgt EUR -4,906 Mio. (Vorjahr: EUR -2,629 Mio.), liegt damit unter dem Vorjahreswert und ist im Wesentlichen von der Rückstellung für Restrukturierungskosten i. H. v. EUR 3,0 Mio. beeinflusst. Der Ertrag aus Ertragsteuern in Höhe von EUR 0,375 Mio. resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung der aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass die aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge innerhalb der nächsten fünf Jahre realisiert werden können. Das Jahresergebnis von EUR -4,539 Mio. liegt unter dem Vorjahr (Vorjahr: EUR -2,128 Mio.) und ist unverändert negativ. Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme hat sich von EUR 25,640 Mio. im Vorjahr auf EUR 34,783 Mio. zum 31. Dezember 2022 erhöht. Auf der Aktivseite erhöhten sich die Finanzanlagen um den Kauf von Anteilen der WECKERLE MACHINES France SAS (Frankreich) von der WEFA Holding SA, Schweiz, in Höhe von EUR 2,701 Mio. Gleichzeitig reduziert um die Ausleihung an die WEFA Holding SA über EUR 0,641 Mio. Der Bereich der Sachanlagen reduzierte sich um EUR 0,325 Mio. i.W. aufgrund von planmäßigen Abschreibungen. In den Vorräten EUR 6,182 Mio. (VJ EUR 2,107 Mio.) sind im VJ erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen EUR -3,782 Mio offen abgesetzt. Die erhaltenen Anzahlungen des lfd. Jahres EUR - 7.412 sind unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen. Auf der Passivseite hat sich das Eigenkapital bedingt durch den Jahresfehlbetrag 2022 um EUR 4,539 Mio. auf EUR 6,830 Mio. vermindert (Vj. EUR 11,369 Mio.). Die Bilanz zum 31. Dezember 2022 gliedert sich wie folgt:
Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von EUR 5,410 Mio. wurden im Wesentlichen für Restrukturierungskosten i. H. v. EUR 3,0 Mio. sowie ausstehende Personalkosten (Abfindungen, Urlaub, Überstunden, Boni) und Garantieverpflichtungen gebildet. Die Garantieverpflichtungen betreffen ausschließlich den Geschäftsbereich Machines und decken das Risiko ab, dass innerhalb der Gewährleistungsfrist beim Kunden Mängel an der Maschine auftreten. Die Kalkulation der Rückstellung wird jährlich aktualisiert. Die Höhe der Rückstellung wird bestimmt durch eine detaillierte technische Beurteilung des Sachverhalts und eine Abschätzung und Kalkulation der zu erwartenden Kosten. Sie enthält keinen pauschal ermittelten Anteil. Die Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von EUR 6,57 Mio. (VJ: EUR 6,4 Mio.). Hierin enthalten sind langfristige KfW-Darlehen in Höhe von EUR 2,7 Mio. (Vorjahr: EUR 3,0 Mio.), die beginnend ab September 2022 quartalsweise zurückgeführt werden. An Kontokorrentlinien stehen der Gesellschaft EUR 4,0 Mio. zur Verfügung, wovon zum Abschlussstichtag EUR 3,1 Mio. in Anspruch genommen sind. Des Weiteren wurde aus den Sonstigen Rückstellungen eine Verbindlichkeit gegenüber der HVB in Höhe von EUR 0,689 Mio. aus einem offenen Rechtsstreit in Zusammenhang mit einem in Vorjahren abgerechneten Währungsswap in die Verbindlichkeiten umgegliedert. Im Geschäftsjahr 2022 sind der Gesellschaft Corona-Überbrückungshilfen III plus und IV in Höhe von insgesamt EUR 0,6 Mio. zugeflossen, welche zusammen mit der spürbaren Verbesserung der Auftragslage im Geschäftsbereich Machines und den damit in Zusammenhang stehenden erhaltenen Anzahlungen zu einer merklichen Stabilisierung der Liquiditätslage geführt haben. Finanzlage Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beläuft sich auf EUR 2,9 Mio., im Wesentlichen gespeist aus der Erhöhung der Verbindlichkeiten. Der Cash-Flow aus Investitionstätigkeit mit EUR -2,1 Mio. setzt sich im Wesentlichen zusammen aus dem Kauf der Anteile der Weckerle MACHINES FRANCE S.A.S mit EUR -2,7 Mio. und Zinserträgen i. H. v. EUR 0,3 Mio. Der Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit mit EUR -0,6 Mio. setzt sich im Wesentlichen zusammen aus den quartalsweisen Tilgungsraten des Corona Darlehens sowie Zinsbelastungen. Mit der zur Verfügung stehenden Kreditlinie i. H. v. EUR 4,0 Mio. war die Liquidität im Geschäftsjahr 2022 gesichert. Finanzielle Leistungsindikatoren Das Unternehmen wird derzeit nach den folgenden finanziellen Leistungsindikatoren gesteuert:
Das für das Jahr 2022 geplante Ergebnis vor Steuern in Höhe von EUR +0,398 Mio. (Geschäftsfelder Machines und Cosmetics) konnte nicht erreicht werden. Die Hauptursache hierfür ist die geplante Standortverlagerung (rechtliche Trennung der beiden Geschäftsbereiche) die im Jahr 2022 noch nicht realisiert werden konnte. Der Geschäftsbereich Kosmetik hat im Geschäftsjahr 2022 mit EUR -5,0 Mio. zum Ergebnis beigetragen, dieser Verlustbereich entfällt künftig für die Weckerle GmbH. Die Gesamtrentabilität bleibt mit -15,01 % hinter den Erwartungen zurück. Die Materialquote liegt aufgrund eines veränderten Produktmixes um 2,9 % Punkte über Plan. Die Personalquote lag 8,9 % Punkte über Plan, insbesondere verursacht durch ein gemindertes Geschäftsvolumen im Geschäftsfeld Cosmetics; sowie die Neu- und Weiterentwicklung von Maschinen und Produkten. Aufgrund der geplanten Standortverlagerung gab es einen erhöhten Aufwand im administrativen Bereich. Seit April 2020 wurde in Abstimmung mit dem Betriebsrat Kurzarbeit eingeführt und bis Ende September 2022 fortgeführt. Die Vermögens-/ Ertrags- und Ergebnissituation stufen wir - unter Beachtung der vorgenannten Sondereffekte - insgesamt als stabil sein. Basierend auf den positiven Reaktionen von Kunden auf unsere neue Maschine, dem Auftragseingang, unseren Prozessen und dem Know-how unserer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen gehen wir davon aus, dass sich die Ergebnissituation weiter verbessern bzw. zukünftig positiv entwickeln wird. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Derzeit werden keine nichtfinanziellen Leistungsindikatoren zur Unternehmenssteuerung eingesetzt.
8 Ergebnis vor Steuern / Betriebliche Leistung
(= Umsatzerlöse +/-Bestandsveränderung + andere
aktivierte Eigenleistungen + sonstige betriebliche
Erträge).
Risikobericht, Chancen und Ausblick Risikobericht Die Weckerle GmbH versucht durch Risikomanagement Risiken frühzeitig zu identifizieren, zu analysieren und entgegenzusteuern und so zeitnah auf veränderte Rahmenbedingungen zu reagieren und Einflüsse von Risiken auf das Unternehmen zu begrenzen oder zu vermeiden. Die nachfolgend beschriebenen Risiko-Bereiche wurden nach möglichen Auswirkungen auf die Ertrags- und Finanzlage sowie nach Eintrittswahrscheinlichkeit absteigend sortiert. Demzufolge stufen wir die Risiken in Zusammenhang mit dem Russland-Ukraine-Krieg, den Energiekosten und die Störungen in der Supply-Chain am relevantesten ein, gefolgt von der Werthaltigkeit der Ausleihungen im Konzern. Die operativen technischen Risiken im Maschinenbau wären bei deren Eintritt zwar als äußerst relevant einzustufen, durch die beschriebenen Maßnahmen können wir diese Risiken aber gut kontrollieren. Bei der letzten Risikokategorie "Währungs-, Forderungsausfall- und Haftungsrisiken sehen wir nur eine geringe Eintrittswahrscheinlichkeit. a) Russland-Ukraine-Krieg, Energiekosten und Supply-Chain Als neue Risikokategorien sind der Russland-Ukraine-Krieg, die massive Erhöhung der Energiekosten sowie allgemeine Preissteigerungen aufgrund von Inflation anzuführen. Die wesentlichsten Auswirkungen sind für uns die Verschlechterung der Verfügbarkeit und die Erhöhung der Preise für Edelstahl und Aluminium, die gestiegenen Energiekosten sowie die allgemeine Teuerungsrate. Die Weckerle GmbH beliefert keine Kunden in der Ukraine und hat nur in geringem Umfang (Kabelsätze für Maschinen) mit dort ansässigen Lieferanten Geschäftskontakte. Somit ist von Kundenseite keine Störung unserer Geschäfte aufgrund des Russland-Ukraine-Krieges zu erwarten, wir sind allerdings mit langen Lieferzeiten bei Kabelsätzen konfrontiert. Bei chip-basierten Elektronik-Komponenten sind ebenfalls die Lieferketten (China) beeinträchtigt, mit dem Ergebnis langer Lieferzeiten. Wir begegnen diesen Themen mit Bevorratung von Standardprodukten und Aktivierung neuer Lieferanten. Die Beschaffungssituation von Aluminium hat sich aufgrund einer verbesserten Marksituation und der Aktivierung von verschiedenen Lieferanten für uns wieder entspannt. Unsere eigenen Energiekosten optimieren wir seit vielen Jahren mit einem Energieberater. Um unseren Bedarf zu sichern, haben wir im Jahr 2020 für Erdgas und Strom Lieferverträge bis 12/2024 bzw. 12/2025 abgeschlossen. b) Werthaltigkeit der Ausleihungen im Konzern Das Risiko in Bezug auf die Werthaltigkeit der Ausleihungen und Forderungen gegen verbundene Unternehmen wird zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses mit einer Ausnahme als gering eingestuft. Bei einem Unternehmen, gegenüber welchem auch eine Rangrücktrittserklärung in Höhe von EUR 3,3 Mio. besteht, beurteilen wir das Risiko als mittel. c) Operative Risiken Zu den operativen Risiken im Geschäftsbereich Machines gehören insbesondere unerwartete technische Probleme mit neuen Werkstoffen, Abfülltechniken oder neuen Technologien. Unsere Abfüllanlagen sind von hoher technischer Komplexität. Bei Störungen sind wir der Gefahr von Qualitätsproblemen am Endprodukt sowie Produktionssicherheits- und Arbeitssicherheitsrisiken ausgesetzt. Um diesen Risiken zu begegnen, wurde das Qualitätsmanagement ausgebaut und umfassende Vorgaben zur Qualitätssicherung, Produkt- und Arbeitssicherheit festgelegt. d) Währungs-, Forderungsausfall- und Haftungsrisiken Die Geschäfte des Unternehmens werden überwiegend in Euro abgewickelt. Währungsrisiken ist die Weckerle GmbH insbesondere dann ausgesetzt, wenn Forderungen und Verbindlichkeiten in einer anderen Währung bestehen bzw. absehbar entstehen werden. Zu den Fremdwährungsrisiken zählt insbesondere die Entwicklung des US-Dollars. Dieses Risiko sichert die Weckerle GmbH bei Bedarf durch Devisentermingeschäfte ab. Zum Bilanzstichtag sind keine offenen Finanzinstrumente zu berichten. Das Risiko des Forderungsausfalls wird durch die laufende Überwachung der Bonität und des Zahlungsverhaltens der Kunden reduziert. Da wir im Maschinenbau während der Projektlaufzeit mit Anzahlungsrechnungen arbeiten sehen wir das Risiko eines Forderungsausfalls als gering an. Die Weckerle GmbH haftet gegenüber der activ factoring AG als Gesamtschuldner aus einem Factoring-Vertrag zwischen der Weckerle Cosmetics GmbH, Premium Cosmetics GmbH, durodont GmbH, Weckerle GmbH und der activ factoring AG. Die Mithaftung umfasst die Kosten, Zinsen, Gebühren und die Veritätshaftung. Das Risiko aus dieser Mithaftung stufen wir materiell als sehr gering ein. Von der Factoring Gesellschaft werden ausschließlich Forderungen von Kosmetikkunden angekauft, die Forderungen im Bereich Maschinenbau mit Anzahlungsrechnungen sind nicht factoring-fähig. Wie unter den "Highlights des Geschäftsjahres 2022" bereits berichtet, wird sich die Weckerle GmbH vom Geschäftsbereich Kosmetik trennen, der Factoring-Vertrag mit der Weckerle GmbH wird zum 30.06.2023 beendet, die Mithaftung für Kosten, Zinsen, Gebühren und die Veritätshaftung entfällt ab diesem Zeitpunkt. Sollte sich eines der o.g. Risiken in eine heute nicht absehbare Richtung entwickeln, könnte sich dies auf die wirtschaftliche Lage der Gesellschaften des Weckerle-Konzerns nachteilig auswirken und auch die Werthaltigkeit der Ausleihungen und Forderungen gegen verbundene Unternehmen beeinträchtigen. Aus heutiger Perspektive sehen wir keine bestandsgefährdeten Risiken, vorausgesetzt, dass die eingeleiteten Sanierungs- und Restrukturierungsmaßnahmen planmäßig fortgeführt werden. Chancen Komplexer werdende Märkte bergen Risiken, aber auch vielfältige Chancen, die es zu nutzen gilt, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und langfristigen und nachhaltigen Erfolg zu sichern. a) Produkt Unser neues Produkt Multistick 3 bietet wie kein anderes Vergleichsprodukt am Markt unseren Kunden Flexibilität und Prozesssicherheit bei der Entwicklung neuer Formulierungen und Produktdesigns. Die Prozessparameter, die sehr niedrige Ausschussrate bei konstanter Produktionsgeschwindigkeit, sehr schnelle Farbwechsel und die Produktflexibilität sind herausragend und überzeugen Schlüsselkunden im Luxus-Segment. Sobald Kunden im Luxus-Segment neue Lippenstifte mit einzigartigen texturierten Oberflächen und/ oder Multi-Color-Lippenstifte launchen, erzielt dies normalerweise einen gewissen Domino-Effekt im High-End-Segment. Wir sehen sehr gute Absatzchancen für die nächsten Jahre mit dieser neuen Maschine. b) Mitarbeiter Der Erfolg der Weckerle GmbH hängt wie bei anderen Unternehmen von der Kompetenz und Motivation der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ab. Ziel der Personalpolitik ist es, durch ein attraktives Ausbildungsangebot kompetente und engagierte Mitarbeiter funktionsübergreifend durch entsprechende Anreizsysteme zu gewinnen und ihnen gute Zukunftsaussichten durch Weiterbildungsmöglichkeiten und eine offene Kommunikationskultur zu bieten. Um Fluktuation zu minimieren und die Mitarbeiterzufriedenheit zu erhöhen haben wir das strategische Projekt "Weckerle als attraktiver Arbeitgeber" gestartet, abteilungsübergreifend mit Kolleginnen und Kollegen aus allen Bereichen erarbeiten wir Richtlinien, Vorgehensweisen sowie Prioritätenlisten um Weckerle als Arbeitgeber langfristig attraktiv zu machen. c) Nachhaltigkeit Nachhaltiges Wirtschaften und die Schonung der Ressourcen stellen eine große Herausforderung dar. Weckerle trägt diesem Trend Rechnung und ist seit dem 1. Januar 2022 vollständig auf Strom aus erneuerbaren Energien (Ökostrom) umgestiegen. Damit leistet unser Unternehmen einen weiteren Schritt in Richtung Klimaneutralität und kann zur Reduzierung der CO 2 -Emissionen beitragen. Seit vielen Jahren nimmt Weckerle Machines am Carbon Disclosure Project (CDP) teil. Als Non-Profit-Organisation legt das CDP die Treibhausgasemissionen von Unternehmen offen, mit dem Ziel, den weltweiten CO 2 -Ausstoß zu reduzieren. Die Teilnahme an CDP hilft uns herauszufinden, wo wir unsere CO 2 -Emissionen reduzieren können, z.B. durch die Umstellung auf 100%-Ökostrom. Alle weiteren CO 2 -Emissionen unseres Unternehmens, die bisher nicht vermieden werden konnten, kompensieren wir durch die Unterstützung verschiedener Klimaschutzprojekte und dürfen uns daher als "klimaneutrales Unternehmen" bezeichnen. Im aktuellen CDP Score Report haben wir erstmals in einem 8-stufigen Bewertungssystem (A, -A, B, -B, C, -C, D, -D) das Rating B erreicht. d) Fokussierung auf Maschinenbau Die Weckerle GmbH wird sich künftig gemeinsam mit ihrer Tochtergesellschaft WECKERLE MACHINES France SAS ausschließlich mit der Entwicklung, Konzeption, dem Bau und Vertrieb von Abfüllmaschinen beschäftigen. Im Januar 2023 wurde gemeinsam mit dem Betriebsrat der Weckerle GmbH der Interessenausgleich und der Sozialplan zur Schließung des Standortes Peißenberg (Kosmetik) und dessen Verlagerung zu Weckerle Cosmetics GmbH (Eislingen) beschlossen und unterzeichnet. Somit sind bei der Weckerle GmbH und deren Tochtergesellschaft die Maschinenbau-Aktivitäten im Konzern konzentriert, bei der Weckerle Cosmetics GmbH (Eislingen) die Kosmetik-Aktivitäten (in Deutschland). Durch diese eindeutige organisatorische und rechtliche Trennung sollen sowohl in der Weckerle GmbH als auch in der Weckerle Cosmetics GmbH schlankere Strukturen geschaffen bzw. Synergie-Effekte generiert und damit die Profitabilität der beiden Unternehmen gesteigert werden. Prognose und Ausblick Für das Geschäftsjahr 2023 haben wir die finanziellen Leistungsindikatoren wie folgt budgetiert:
Im 1. Halbjahr 2023 wurde die Schließung des Geschäftsbereichs Cosmetics (Verlegung der Maschinen und Kundenaufträge zu Weckerle Cosmetics GmbH) vorgenommen. Die geplanten Maßnahmen wurden dem Betriebsrat bereits im Jahr 2022 dargestellt, mit ihm erörtert und verhandelt. Die entsprechende Rückstellung für Abfindungen belastet das Ergebnis des Geschäftsjahres 2022 mit EUR 0,9 Mio. Die Zustimmung des Betriebsrates erfolgte im Januar 2023. Es war ursprünglich geplant, dass der Abschluss der Maßnahmen kurzfristig im 1. Quartal 2023 erfolgen soll, aus diesem Grund wurde für den Geschäftsbereich Cosmetics in der Weckerle GmbH keine Planung für 2023 vorgenommen, sondern nur für Machines. Des Weiteren wurde in 2022 eine Rückstellung für die Standortverlagerung i. H. v. EUR 3,0 Mio. gebildet, diese beinhaltetet u.a. die Kosten für erhöhten Materialaufwand durch den Einkauf von Fertigwaren sowie Personalkosten ohne Wertschöpfung (aufgrund der Verlagerung von Produktionsmaschinen zu Weckerle Cosmetics GmbH), Rechts- und Beratungskosten für arbeitsrechtliche Fragestellungen. Die Planzahlen 2023 für den Geschäftsbereich Machines zeigen, dass wir den Umsatz mit +27 % gegenüber dem Vorjahr deutlich erhöhen und nach Verlagerung des Bereichs Cosmetics ein positives Ergebnis vor Steuern und eine positive Gesamtrentabilität (1 %) erzielen können. Gemäß vorliegendem Forecast für den Geschäftsbereich Machines werden wir die Planung 2023 nicht ganz erreichen. Die geplante Auslieferung einer Maschine im Dezember 2023 verschiebt sich nach Q1/2024. Der Materialeinsatz i. H. v. 33,9 % wurde aufgrund der aktuellen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen (z. B. Supply Chain, externe Fertigung) etwas höher angesetzt. In der Personalquote von 47,1 % sind Kosten für Zeitpersonal mit 1,9 % enthalten. Für das Geschäftsjahr 2023 sind Investitionen in Höhe von ca. EUR 2,0 Mio. geplant, davon ca. EUR 0,7 Mio. für drei Dreh-/Fräszentren und ca. EUR 0,2 Mio. für die Digitalisierung in Workflows, der restliche Betrag sind verschiedene Anlagegüter wie Hard- und Software sowie Büro- und Geschäftsausstattung. Wir verzeichnen weiterhin im Bereich Machines einen deutlichen Anstieg von Anfragen und Aufträgen. In den Geschäftsjahren 2022 und 2023 konnten wir einen Auftragseingang i. H. v. jeweils ca. EUR 21 Mio. verzeichnen. Aufgrund der positiven Auftragslage 2023 im Geschäftsbereich Machines erwarten wir eine stabile Entwicklung der Ertragslage ab 2024. Es entstehen keine weiteren Kosten für den ehemaligen Geschäftsbereich Cosmetics.
Weilheim, den 04. März 2024 Thomas Weckerle, Geschäftsführer "BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Weckerle GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss Weckerle GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Weckerle GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Ausführungen der gesetzlichen Vertreter im Anhang und Lagebericht. Dort ist ausgeführt, dass die Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 4,5 Mio. ausweist. Wie im Anhang und Lagebericht dargelegt, deutet diese Gegebenheit auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
München, den 04. März 2024 PKF
Industrie- und Verkehrstreuhand GmbH
Kempa, Wirtschaftsprüfer Sichting, Wirtschaftsprüfer |
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