Cramo AGLiquidiert

85622 Feldkirchen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 109409
Vorher
Theisen Baumaschinen AktiengesellschaftTHEISEN Baumaschinen AG
Eingetragen
25.4.1995
Branche
Vermietung von Baumaschinen und -gerätenHerstellung von Bau- und BaustoffmaschinenHerstellung von land- und forstwirtschaftlichen Maschinen
Gegenstand
Entwicklung und Herstellung von Baumaschinen, An- und Verkauf sowie Vermietung von Baumaschinen einschießlich Leasing und Erbringung von Dienstleistungen im Zusammenhang mit Baumaschinen, insbesondere Service- und Reparaturarbeiten.

Historie

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Management

NameRolle
Hartwig Finger
seit 9.7.2018
Vorstandsmitglied
Peter Weiser
seit 16.4.2013
Prokura
Anna Kiefer
seit 27.12.2012
Prokura
Silvia Holzner
seit 15.11.2012
Prokura
Thomas Wagner
seit 15.11.2012
Prokura

Konzern- und Jahresabschlüsse

Cramo AG

Feldkirchen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

Bilanz zum 31. Dezember 2018

Aktiva

31.12.2018 31.12.2017
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten   409.372,65   729.690,77
II. Sachanlagen        
1. Bauten auf fremden Grundstücken 1.127.164,51   1.293.953,42  
2. Vermietete Maschinen 54.885.285,28   58.470.822,83  
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.380.364,67   2.257.739,65  
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.100.771,82 59.493.586,28 63.925,62 62.086.441,52
III. Finanzanlagen        
Anteile an verbundenen Unternehmen   25.847.996,83   3.292.071,84
    85.750.955,76   66.108.204,13
B. Umlaufvermögen        
I. Vorräte        
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 311.241,89   331.731,51  
2. Waren 911.712,96 1.222.954,85 1.822.420,58 2.154.152,09
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände        
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.257.851,82   7.768.107,25  
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.405.123,80   172.250,31  
3. Sonstige Vermögensgegenstände 433.580,11 10.096.555,73 666.856,34 8.607.213,90
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten   97.083,37   66.562,57
    11.416.593,95   10.827.928,56
C. Rechnungsabgrenzungsposten   247.086,84   98.570,37
D. Aktive latente Steuern   6.126.050,00   4.429.697,00
    103.540.686,55   81.464.400,06

Passiva

       
    31.12.2018 31.12.2017
    EUR EUR
A. Eigenkapital      
I. Gezeichnetes Kapital   25.000.000,00 25.000.000,00
II. Kapitalrücklage   30.201.396,13 30.201.396,13
III. Gewinnrücklagen      
Gesetzliche Rücklage   104.944,25 104.944,25
IV. Bilanzverlust   -23.479.357,42 -21.807.648,62
    31.826.982,96 33.498.691,76
B. Sonderposten für Investitionszuwendungen zum Anlagevermögen   841.328,31 0,00
C. Rückstellungen      
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen   1.087.981,00 1.057.717,28
2. Sonstige Rückstellungen   2.622.434,89 1.951.539,06
    3.710.415,89 3.009.256,34
D. Verbindlichkeiten      
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen   2.675.783,91 5.432.280,68
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen   59.837.700,61 38.860.937,27
3. Sonstige Verbindlichkeiten   4.637.266,19 656.534,01
- davon aus Steuern EUR 764.325,34 (i. Vj. EUR 232.566,91) -      
    67.150.750,71 44.949.751,96
E. Rechnungsabgrenzungsposten   11.208,68 6.700,00
    103.540.686,55 81.464.400,06

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018

2018 2017
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse   67.942.811,43   71.867.314,47
2. Sonstige betriebliche Erträge   2.234.233,31   989.810,01
3. Materialaufwand        
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -16.216.585,50   -19.038.357,86  
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -17.697.955,97 -33.914.541,47 -17.984.161,01 -37.022.518,87
4. Personalaufwand        
a) Löhne und Gehälter -12.334.116,91   -11.556.555,96  
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.433.846,75 -14.767.963,66 -2.246.268,90 -13.802.824,86
- davon für Altersversorgung EUR 433,00 (i. Vj. EUR 0,00) -        
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   -11.467.567,33   -11.464.179,40
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen   -12.703.551,10   -10.146.986,56
- davon aus der Währungsumrechnung EUR 3.483,94 (i. Vj. EUR 740,31) -        
7. Erträge aus Beteiligungen   1.272.898,96   0,00
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge   43.063,77   34.258,24
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen   -1.426.404,51   -960.818,41
- davon an verbundene Unternehmen EUR 1.323 (i. Vj. EUR 887.199,20) -        
- davon Aufwendungen aus der Aufzinsung EUR 103.166,79 (i. Vj. EUR 70.112,16) -        
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   1.306.597,85   -122.539,42
- davon Aufwand aus der Veränderung bilanzierter aktiver latenter Steuern EUR 1.696.353,00 (i. Vj. EUR -38.598,00) -        
11. Ergebnis nach Steuern   -1.480.422,75   -628.484,80
12. Sonstige Steuern   -191.286,05   -184.008,34
13. Jahresfehlbetrag   -1.671.708,80   -812.493,14
14. Verlustvortrag   -21.807.648,62   -20.995.155,48
15. Bilanzverlust   -23.479.357,42   -21.807.648,62

Anhang für das Geschäftsjahr 2018

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Cramo AG mit Sitz in Feldkirchen ist im Amtsgericht München unter der Handelsregisternummer 109409 eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss der Cramo AG wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB in der Fassung des Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG und der Satzung aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gliederung der Bilanz entspricht § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Zum besseren Verständnis des Jahresabschlusses wurden die Sachanlagen um die Position "vermietete Maschinen" und die Passivseite um den Posten "Sonderposten für Investitionszuschüsse" ergänzt. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung folgt dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

1. Immaterielle Vermögensgegenstände

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert.

2. Sachanlagen

Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen.

Die Herstellungskosten für Bauten auf fremdem Grund und Boden werden abweichend davon linear auf die voraussichtliche Nutzungsdauer von 20 Jahren oder entsprechend der Restlaufzeit des Mietvertrages abgeschrieben.

Für die Bewertung der Wirtschaftsgüter finden seit 1. Januar 2014 die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze der CRAMO Group Anwendung. Alle bestehenden und neu angeschafften Anlagen werden im Einklang mit § 253 Abs. 3 HGB über die Dauer Ihrer Nutzungsmöglichkeiten im Unternehmen vollständig bis auf EUR 0,00 abgeschrieben. Die lineare Abschreibung über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer beträgt im Wesentlichen einen Zeitraum von drei bis zwölf Jahren.

Geringwertige Anlagegüter, die der Vermietung oder Werkstattausstattung dienen und mit einem Netto-Einzelwert von bis zu EUR 1.000,00 angeschafft wurden, sind im Jahr des Zugangs aktiviert und werden über ihre betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Die sonstigen geringwertigen Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für die sonstigen geringwertigen Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 wird das steuerliche Sammelpostenverfahren aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz angewandt. Der Sammelposten wird pauschalierend jeweils mit 20 Prozent p. a. im Zugangsjahr und in den vier darauffolgenden Jahren abgeschrieben.

3. Finanzanlagen

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen.

Die Werthaltigkeitsprüfung der Beteiligung Cramo GmbH & Co. KG, Wiener Neudorf, Österreich, wurde unter der Annahme vorgenommen, dass die Umsatzerlöse im Durchschnitt um 3,0 % zwischen den Jahren 2019 und 2023 ansteigen werden. Weiterhin wurde angenommen, dass sich die Nettoinvestitionen in das Anlagevermögen im Jahr 2019 auf EUR 2,5 Mio belaufen. Ferner wurde bei der Bewertung eine Discount Rate von 7,96 % berücksichtigt.

Die Werthaltigkeitsprüfung der Beteiligung KBS Infra GmbH, Mainz, wurde unter der Annahme vorgenommen, dass die Umsatzerlöse im Durchschnitt um 10 % zwischen den Jahren 2019 und 2022 ansteigen werden. Weiterhin wurde angenommen, dass sich die Nettoinvestitionen in das Anlagevermögen im Jahr 2019 auf EUR 9,2 Mio belaufen. Ferner wurde bei der Bewertung eine Discount Rate von 7,96 % berücksichtigt.

4. Vorräte

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

5. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich mit ihren Nennwerten aktiviert. Für das allgemeine Kreditrisiko im Forderungsbestand wurden angemessene Wertberichtigungen gebildet.

6. Liquide Mittel

Die liquiden Mittel werden mit den Nennwerten angesetzt.

7. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Auszahlungen vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

8. Latente Steuern

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden saldiert ausgewiesen.

9. Sonderposten aus Investitionszuschüssen in das Anlagevermögen

Der Sonderposten enthält Investitionszuschüsse eines großen Konzerns zur Ausführung eines öffentlichen Bauprojektes aufgrund der zeitlichen Teilüberlassung und Umbau einer Niederlassung des Unternehmens.

Der Sonderposten wird entsprechend den Abschreibungen auf die bezuschussten Anlagegüter aufgelöst.

10. Rückstellungen

Die Rückstellung für Pensionen wurde nach dem Teilwertverfahren unter Verwendung der Richttafeln 2018 G ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz (10-Jahres-Durchschnittszinssatzes) bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 3,21 % verwendet. Erwartete Rentensteigerungen wurden, soweit vorhanden, mit 2,0 % berücksichtigt.

Aufgrund der Änderung des anzusetzenden Zinssatzes von Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen von sieben (2,33 % p. a. (7-Jahres-Durchschnittszinssatzes)) auf zehn Jahre ergibt sich ein ausschüttungsgesperrter Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 S. 1 HGB von TEUR 76 (i. Vj. TEUR 75).

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften und sind jeweils in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt.

11. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

12. Passiven Rechnungsabgrenzungsposten

Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Abschluss-Stichtag sind.

13. Fremdwährungsumrechnung

Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgt unter Anwendung von § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag.

III. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen als auch die sonstigen Vermögensgegenstände sind bis auf Folgendes alle kurzfristig und innerhalb eines Jahres fällig.

In den sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 201 (i. Vj. TEUR 212) eine Laufzeit von mehr als einem Jahr.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 132 (i. Vj. TEUR 113) und sonstige Forderungen in Höhe von TEUR 0 (i. Vj. TEUR 60) enthalten.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 0 (i. Vj. TEUR 59) enthalten.

Die Restlaufzeiten gegenüber den verbundenen Unternehmen sind jeweils als kurzfristig anzusehen und innerhalb eines Jahres fällig.

3. Latente Steuern

Zum Bilanzstichtag bestehen unter Zugrundelegung eines Steuersatzes von 29,95 % aktive Steuerlatenzen aus Bewertungsunterschieden bei den Pensionsrückstellungen von TEUR 70 (i. Vj. TEUR 68), sowie aktive Steuerlatenzen aus körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträgen von TEUR 6.056 (i. Vj. TEUR 4.362).

4. Eigenkapital

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt TEUR 25.000 und ist in Tsd. 12.500 Inhaberaktien im Nennbetrag von jeweils EUR 2,00 unterteilt.

Die gesetzliche Rücklage besteht unverändert seit dem Vorjahr fort.

Es besteht zum 31. Dezember 2018 eine Ausschüttungssperre in Höhe von TEUR 6.126 (i. Vj. TEUR 4.430) aus der Aktivierung latenter Steuern.

5. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen gliedern sich wie folgt:

31.12.2018 31.12.2017
TEUR TEUR
Ausstehende Rechnungen 766 370
Prämien/Provisionen 619 372
Urlaubsansprüche 289 263
Boniansprüche 215 250
Berufsgenossenschaft/Schwerbehinderte 158 166
Sonstiges 575 531
Summe 2.622 1.952

Unter dem Posten "Sonstiges" sind Rückstellungen i. H. v. TEUR 485 (i. Vj. TEUR 521) ausgewiesen, die auf aktienbasierte Vergütungen zurückzuführen sind. Die Anzahl der Aktien beträgt in 2018 33.620 (i. Vj. 33.432) Stück.

6. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten, gegliedert nach Restlaufzeiten, setzen sich wie folgt zusammen:

Restlaufzeit
bis zu einem Jahr einem bis fünf Jahre ab fünf Jahre Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR
aus Lieferung und Leistungen 2.676 0 0 2.676
(Vorjahr) (5.432) (0) (0) (5.432)
gegenüber verbundenen Unternehmen 18.838 41.000 0 59.838
(Vorjahr) (12.861) (26.000) (0) (38.861)
Sonstige 2.960 1.677 0 4.637
(Vorjahr) (657) (0) (0) (657)
Summe Verbindlichkeiten 24.474 42.677 0 67.151
(Vorjahr) (18.950) (26.000) 0 (44.950)

Bei den Verbindlichkeiten bestehen die handelsüblichen Eigentumsvorbehalte der Lieferanten.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Darlehensverpflichtungen in Höhe von TEUR 55.000 (i. Vj. TEUR 36.000) sowie aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 145 (i. Vj. TEUR 103) enthalten.

Die Darlehensverbindlichkeiten bestehen in Höhe von TEUR 55.000 (i. Vj. TEUR 36.000) gegenüber der Gesellschafterin.

7. Haftungsverhältnisse und sonstige außerbilanzielle finanzielle Verpflichtungen

Bei den sonstigen außerbilanziellen finanziellen Verpflichtungen handelt es sich ausschließlich um Dauerschuldverhältnisse aus Miet- und Leasingverträgen, die zum Abschlussstichtag bestanden haben.

Aus der nachfolgenden Übersicht ergeben sich die Fälligkeiten für Mietverträge:

Verpflichtungen aus Raummieten Depots Verpflichtungen aus Operating Lease davon ggü. verbundenen Unternehmen
TEUR TEUR TEUR
2019 2.786 3.106 0
2020-2024 3.986 3.050 0
nach 2024 0 0 0
Summe 6.772 6.156 0

Weitere außerbilanzielle Geschäfte wie Factoring, unechte Pensionsgeschäfte und Sale-and-lease-back-Geschäfte lagen zum Abschlussstichtag nicht vor.

8. Geschäfte mit nahestehenden Personen

Im Geschäftsjahr 2018 bestanden keine Geschäfte mit nahestehenden Personen zu marktunüblichen Bedingungen.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

2018 2017
TEUR % TEUR %
Mieterlöse zzgl. Nebenumsätze 56.290 82,8 57.209 79,6
Erlösschmälerungen -5.523 -8,0 -5.175 -7,2
Verkaufserlöse für Baumaschinen 15.363 22,6 18.092 25,2
Verkaufserlöse Merchandise 1.044 1,5 1.181 1,6
Sonstige Umsatzerlöse 769 1,1 561 0,8
Summe 67.943 100,0 71.867 100,0

Die Umsätze werden im Wesentlichen in Deutschland erbracht.

Die sonstige Umsatzerlöse setzen sich im Wesentlichen aus den fakturierten Management Leistungen an die verbundenen Unternehmen TEUR 300 (i. Vj. TEUR 225), den Erstattungen für Schadensfälle TEUR 212 (i. Vj. TEUR 209) und den weiterberechneten Personalerlösen an die verbundenen Unternehmen TEUR 178 (i. Vj. TEUR 0).

2. Periodenfremde Aufwendungen und Erträge

Die periodenfremden Aufwendungen betragen TEUR 10 (i. Vj. TEUR 44) und betreffen Steuernachzahlungen TEUR 10 (i. Vj. TEUR 44).

Im Berichtszeitraum wurden keine periodenfremden Erträge (i. Vj. TEUR 0) vereinnahmt.

3. Außerplanmäßige Abschreibungen

In 2018 wurde eine außerplanmäßige Abschreibung i. H. v. TEUR 110 (i. Vj. TEUR 68) verbucht.

V. Sonstige Angaben

1. Gesellschaftsorgane

Zum Vorstand der Cramo AG ist bestellt:

Herr Dirk Schlitzkus, Jurist, Vorstandsvorsitzender, Aschheim (bis 14. Juni 2018)

Herr Hartwig Finger, MBA, Vorstand, Schönberg (ab 14. Juni 2018)

Unter Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstandes verzichtet.

Zum Aufsichtsrat sind bestellt:

Herr Leif Gustafsson, Stockholm/Schweden, Bauingenieur, Vorsitzender, CEO Cramo

Herr Aku Rumpunen, Espoo/Finland, B. of Science Economics and Geography, CFO Cramo

Herr Martin Holmgren, Stockholm/Schweden, B. of Science in Business Administration, Senior Vice President Fleet Management

Die Bezüge des Aufsichtsrats beliefen sich auf EUR 0,00.

2. Anzahl der Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigte durchschnittlich 293 Angestellte (i. Vj. 288 Angestellte).

2018 2017
Leitung (ohne Geschäftsführer) 6 5
Verwaltung 38 39
Vertrieb 249 244
Summe 293 288

3. Anteilsbesitz

Angaben zu Unternehmen, an denen die Gesellschaft Anteile von mehr als 20 % hält:

Unternehmen Art der Bet. Anteil am Kapital Eigenkapital zum 31.12.2018 Ergebnis 2018
% TEUR TEUR
KBS Infra GmbH, Mainz, Deutschland u 1 100 7.835 0 *
Cramo GmbH & Co. KG, Wiener Neudorf, Österreich u 1 100 5.129 1.932
Cramo GmbH, Wiener Neudorf, Österreich u 1 100 118 41
Cramo Kft., Budapest, Ungarn m 2 100 845 295
       

* lt. Jahresabschluss für Rumpfgeschäftsjahr 1. Mai bis 31. Dezember 2018
1 u = unmittelbare Beteiligung
2 m = mittelbare Beteiligung

4. Konzernzugehörigkeit und Konzernrechnungslegungspflicht

Der Abschluss der Cramo AG wird in den Konzernabschluss der obersten Konzernmuttergesellschaft Cramo Plc, Vantaa/Finnland, einbezogen. Die Cramo Plc ist an der finnischen Börse notiert und veröffentlicht auf der Homepage unter www. cramo.com ihren IFRS-Konzernabschluss. Zusätzlich wird der Konzernabschluss der Muttergesellschaft in deutscher Sprache in Deutschland offengelegt. Aufgrund dessen ist die CRAMO AG gemäß § 291 Abs. 2 des Handelsgesetzbuches von der Verpflichtung zur Erstellung, Prüfung und Offenlegung eines Konzernabschlusses befreit. In dem nach den IFRS aufgestellten befreienden Konzernabschluss der Cramo Plc sind keine Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden angewandt worden, die von den nach deutschem Recht maßgeblichen IFRS-Vorschriften (bei Anwendung des § 315 a Abs. 3 HGB), wie sie in der EU anzuwenden sind, abweichen. Der Konzernabschluss der Cramo Plc umfasst die Gewinn- und Verlustrechnung, die Bilanz, den Anhang und den Lagebericht; zusätzlich wurden eine Eigenkapitalveränderungs- und eine Kapitalflussrechnung erstellt.

5. Prüfungs- und Beratungsgebühren

Auf die Angabe des Gesamthonorars des Abschlussprüfers wird verzichtet, da die Gesellschaft in den Konzernabschluss der Cramo Plc, Vantaa/Finnland, einbezogen wird und die entsprechenden Angaben in deren Konzernanhang enthalten sind.

VI. Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Vorstand der Gesellschaft schlägt vor, den Jahresfehlbetrag i. H. v. EUR 1.671.708,80 auf neue Rechnung vorzutragen.

VII. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Die außerordentliche Hauptversammlung hat am 17. Juni 2019 den Plan zur Ausgliederung des Geschäftsbereichs Modular Space in Adapteo plc. genehmigt. Nach der Spaltung wird die Adapteo plc. eine neue unabhängige Unternehmensgruppe bilden. Sie wird die Position eines führenden nordeuropäischen Anbieters von modularen Raumlösungen einnehmen, der in Schweden, Finnland, Dänemark, Norwegen und Deutschland tätig ist. Das Geräteverleihgeschäft und die damit verbundenen Dienstleistungen bleiben in der bisherigen Cramo Gruppe. Die Spaltung wird unter anderem die Geschäftsstrukturen klären, die Möglichkeiten zur Optimierung der operativen Effizienz und Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit durch Spezialisierung erhöhen und damit die Voraussetzungen für die Schaffung von Shareholder Value stärken.

 

Feldkirchen, den 12. Juli 2019

Cramo AG

Vorstand

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2018

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2018 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2018
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.236.104,78 0,00 0,00 0,00 2.236.104,78
II. Sachanlagen          
1. Bauten auf fremden Grundstücken 5.229.741,03 132.497,34 61.393,24   5.300.845,13
2. Vermietete Maschinen 90.122.284,65 9.330.457,51 7.975.048,90 33.755,00 91.511.448,26
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.904.756,18 825.699,30 213.102,04   6.517.353,44
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 63.925,62 1.070.601,20 0,00 -33.755,00 1.100.771,82
  101.3. 20.707,48 11.359.255,35 8.249.544,18 0,00 104.430.418,65
III. Finanzanlagen          
Anteile an verbundenen Unternehmen 3.292.071,84 22.555.924,99 0,00 0,00 25.847.996,83
  106.848.884,10 33.915.180,34 8.249.544,18 0,00 132.514.520,26
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2018 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge 31.12.2018
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.506.414,01 320.318,12 0,00 1.826.732,13
II. Sachanlagen        
1. Bauten auf fremden Grundstücken 3.935.787,61 268.887,35 30.994,34 4.173.680,62
2. Vermietete Maschinen 31.651.461,82 10.191.542,24 5.216.841,08 36.626.162,98
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.647.016,53 686.819,62 196.847,38 4.136.988,77
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  39.234.265,96 11.147.249,21 5.444.682,80 44.936.832,37
III. Finanzanlagen        
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
  40.740.679,97 11.467.567,33 5.444.682,80 46.763.564,50
Buchwerte
31.12.2018 31.12.2017
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 409.372,65 729.690,77
II. Sachanlagen    
1. Bauten auf fremden Grundstücken 1.127.164,51 1.293.953,42
2. Vermietete Maschinen 54.885.285,28 58.470.822,83
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.380.364,67 2.257.739,65
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.100.771,82 63.925,62
  59.493.586,28 62.086.441,52
III. Finanzanlagen    
Anteile an verbundenen Unternehmen 25.847.996,83 3.292.071,84
  85.750.955,76 66.108.204,13

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018

A. Geschäft und Rahmenbedingungen

Rechtliche Struktur und Dienstleistungen

Die Cramo AG, Feldkirchen, ist einer der größten herstellerunabhängigen Baumaschinenvermieter und -händler Deutschlands. Mit 51 Stützpunkten in Deutschland (Stand 31. Dezember 2018), bietet die Cramo AG umfassende Dienstleistungen im Bereich der Vermietung und Verkauf von Baumaschinen, sowie der Vermietung von Baugeräten, Werkzeugen und Hebebühnen an. Im Wesentlichen wurde der Umsatz im Kernmarkt Deutschland erzielt.

Gesellschafterin der Cramo AG war im Geschäftsjahr 2018 die an der finnischen Börse notierte Konzernmutter Cramo Plc Vantaa/Finnland. Die Cramo AG ist in die Geschäftsprozesse der Cramo Plc integriert.

B. Branchenentwicklung und Geschäftsverlauf

Obwohl für das Jahr 2018 eigentlich eine nachlassende Dynamik erwartet wurde (2,5 % von BBI prognostiziert), lief die Konjunktur im vergangenen Jahr stattdessen auf Hochtouren (6,5 % - BBI Januar 2019).

Der Ausblick auf das Jahr 2018 ging von konstanten Umsatzerlösen aus. Während die Vermietumsätze annährend Vorjahresniveau erreichten, konnten die sehr guten Verkaufserlöse des Jahres 2017 nicht erreicht werden. Erwartungsgemäß zeigt sich durch die verbuchten Einmalkosten in Bezug auf die Übernahme der KBS Infra GmbH eine deutliche Verschlechterung des Jahresergebnisses 2018 im Vergleich zum Vorjahr.

Insgesamt sanken die Gesamterlöse auf EUR 67,9 Mio (-5,5 %). Die Kundenstruktur ist nach wie vor stark segmentiert und teilt sich auf in Bauunternehmen, Industrie, Handwerk, Garten- und Landschaftsbaubetriebe, Dienstleistungsgewerbe (Hausverwalter, Gebäudemanagement usw.) und Privatkundschaft.

Der Gesamtumsatz mit Fremden verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr auf EUR 67,2 Mio (-5,3 %), in diesem Zusammenhang hat sich der Materialaufwand bezogen auf die Betriebsleistung zum Vorjahresvergleich ebenfalls verringert.

Der Mietumsatz zzgl. Nebenumsätze nach Erlösschmälerungen (d. h. weiterberechnete Reparaturkosten, Reinigungskosten, Betankungen und Hilfsstoffe sowie weiterberechnete Transport- und Versicherungsleistungen, Merchandise Produkte und sonstige Leistungen) liegt mit EUR 52,6 Mio (-2,2 %) unter dem Vorjahresniveau.

Im Jahr 2018 wurde weiterhin ein geplanter Abverkauf von Gebrauchtmaschinen aus der Mietflotte durchgeführt und der Gesamtumsatz lag mit EUR 6,8 Mio (-28,8 %) unter dem Vorjahresniveau.

Dem Gegenüber lag im Bereich Verkauf Neumaschinen der Umsatz mit EUR 8,6 Mio auf Vorjahresniveau (+0,1 %).

C. Vermögens- Finanz und Ertragslage

Vermögenslage

Die Vermögenslage zeigt eine Erhöhung der Bilanzsumme von EUR 81,5 Mio auf EUR 103,5 Mio (+27,1 %). Die Veränderungen der Aktivseite resultieren im Wesentlichen aus der Erhöhung der Finanzanlagen (EUR +22,6 Mio) aufgrund des Erwerbes der KBS Infra GmbH und dem Anstieg der Kundenforderungen (EUR +0,5 Mio). Dem gegenüber steht eine Verringerung der Sachanlagen (EUR -2,6 Mio) und der Vorräte (EUR -0,9 Mio).

Zusammengefasst stellt sich die Vermögenslage wie folgt dar:

31.12.2018 31.12.2017
TEUR % TEUR %
Vermögen        
Immaterielle Vermögegenstände 409 0,4 730 0,9
Sachanlagen 59.494 57,4 62.086 76,2
Finanzanlagen 25.848 25,0 3.292 4,0
Übrige langfristige Aktiva 6.327 6,1 4.642 5,7
Mittel- und Langfristiges Vermögen 92.078 88,9 70.750 86,8
Vorräte 1.223 1,2 2.154 2,6
Kundenforderungen 8.258 7,9 7.768 9,5
Verbundforderungen 1.405 1,4 172 0,2
Übrige kurzfristige Aktiva 480 0,5 553 0,7
Liquide Mittel 97 0,1 67 0,2
Kurzfristiges Vermögen 11.463 11,1 10.714 13,2
Gesamtsumme 103.541 100,0 81.464 100,0

Beteiligungen

Die österreichische Gesellschaft, die Cramo GmbH & Co. KG, Wiener Neudorf, konnte erneut eine starke Verbesserung des Ergebnisses TEUR 1.932 (i. Vj. TEUR 1.475) im Geschäftsjahr 2018 erreichen, was hauptsächlich auf eine Erhöhung der Anzahl der Vermietgeräte zurückzuführen ist.

Die ungarische Gesellschaft, die Cramo Kft., Budapest, schloss das Geschäftsjahr 2018 wie bereits im Vorjahr mit einem erneut verbesserten Gewinn von TEUR 295 (i. Vj. TEUR 183).

31.12.2018 31.12.2017
TEUR % TEUR %
Kapital        
Gezeichnetes Kapital 25.000 24,1 25.000 30,7
Kapitalrücklage 30.201 29,2 30.201 37,1
Gewinnrücklage 105 0,1 105 0,1
Bilanzverlust -23.479 -22,7 -21.808 -26,8
Eigenkapital 31.827 30,7 33.499 41,1
Pensionsrückstellung 1.088 1,1 1.058 1,3
Verbundverbindlichkeiten 41.000 39,6 26.000 31,9
Mittel- und Langfristiges Fremdkapital 42.088 40,7 27.058 33,2
Kurzfristige Rückstellungen 2.622 2,5 1.952 2,4
Lieferantenverbindlichkeiten 2.676 2,6 5.432 6,7
Verbundverbindlichkeiten 18.838 18,2 12.861 15,8
Leasingverbindlichkeiten 0 0,0 0 0,0
Übrige kurzfristige Passiva 5.490 5,3 662 0,8
Kurzfristiges Fremdkapital 29.626 28,6 20.907 25,7
Gesamtsumme 103.541 100,0 81.464 100,0

Die Eigenkapitalquote beträgt zum 31. Dezember 2018 30,7 %.

Im Februar 2018 wurde ein "EUR 18 Mio Bullet" Darlehen zur Finanzierung des Erwerbes der KBS Infra GmbH zur Verfügung gestellt. Dadurch erhöhen sich die Verbundverbindlichkeiten.

Cramo AG war und ist auch weiterhin jederzeit in der Lage, den Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Finanzlage

Die Entwicklung des Cashflows stellt sich wie folgt dar:

2018 2017
TEUR TEUR
Jahresfehlbetrag -1.672 -812
Abschreibungen auf immaterielles Vermögen und Sachanlagen 11.468 11.464
Cashflow aus Veränderung von Vermögenswerten und Schulden -2.252 1.486
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 7.544 12.138
Cashflow aus Investitionstätigkeit -27.022 5.993
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 19.508 -18.260
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 67 196
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 97 67

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist positiv und beträgt EUR 7,5 Mio (i. Vj. EUR 12,1 Mio).

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit wurde im Wesentlichen durch den Erwerb der Anteile an KBS Infra GmbH negativ beeinflusst.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit von EUR 19,5 Mio ist insbesondere geprägt durch die Erhöhung von Darlehensverpflichtungen im Verbund.

Ertragslage

Im Einzelnen stellt sich die Entwicklung der Ertragslage wie folgt dar:

2018 2017
TEUR % TEUR %
Umsatz 67.943 100,0 71.867 100,0
Materialaufwand -33.915 -49,9 -37.023 -51,5
Rohertrag 34.028 50,1 34.844 48,5
Sonstige betriebliche Erträge 2.234 3,3 990 1,4
Personalaufwand -14.768 -21,7 -13.803 -19,2
Abschreibungen -11.468 -16,9 -11.464 -16,0
Übriger betrieblicher Aufwand -12.704 -18,7 -10.147 -14,1
Betriebsergebnis -2.867 -4,2 421 0,6
Finanzergebnis -110 -0,2 -927 -1,3
Steuern 1.115 1,6 -306 -0,4
Jahresergebnis -1.672 -2,5 -812 -1,1

Das Geschäftsjahr 2018 schließt mit einem Jahresergebnis von TEUR -1.672 nach TEUR -812 im Vorjahr. Dieses Jahresergebnis resultiert hauptsächlich aus Folgendem:

Die Minderung des Umsatzes ist hauptsächlich auf den Rückgang der Verkaufsumsätze EUR -2,7 Mio (-15,1 %) zurückzuführen, insbesondere im Bereich Gebrauchtmaschinen

Die Steigerung der sonstigen betrieblichen Erträge ist vor allem auf die Erträge aus der Auflösung von Pauschalwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen TEUR 950 (i. Vj. TEUR 114) zurückzuführen.

Die Minderung des Materialaufwands ist im Wesentlichen auf die Minderung der Gebrauchtmaschinenverkäufe EUR -2,8 Mio, sowie der weiteren Optimierung der Flottenfinanzierung im Bereich operational lease EUR -0,9 Mio zurückzuführen.

Trotz der Erhöhung des Anlagevermögens bleiben die Abschreibungen auf Vorjahresniveau, da die Zugänge im Wesentlichen das Finanzanlagevermögen betreffen. In 2018 wurde eine außerplanmäßige Abschreibung i. H. v. TEUR 110 (i. Vj. TEUR 68) verbucht.

Durch Anstieg des Personals und die weitere Verbesserung des personellen Know-hows in 2018 stiegen die Personalkosten geringfügig an TEUR 965.

Der Anstieg des übrigen betrieblichen Aufwands in 2018 im Vergleich zu 2017 resultiert hauptsächlich aus den angefallenen Erwerbskosten für die KBS Infra GmbH TEUR 863, der Beauftragung einer Unternehmensberatung TEUR 611 und dem Anstieg der von Group berechneten Dienstleistungsgebühren Service Charges TEUR 95.

Die Erhöhung der Finanzkosten ist im Wesentlichen auf den Anstieg des Zinsaufwands für Darlehen TEUR 436 zurückzuführen.

Insgesamt ist der Rückgang des Jahresergebnisses durch einmalige Erwerbskosten für die KBS Infra GmbH geprägt.

D. Risikomanagement

Risiken aus der konjunkturellen Entwicklung ergeben sich insbesondere aufgrund der Abhängigkeit zur Baubranche. Diesen Risiken wird durch die Verlagerung von Investitionen in neue Geschäftsfelder und Kundensegmente bewusst entgegengewirkt.

Durch den zunehmenden Trend der Kunden Investitionsgüter kurz und langfristig anzumieten, ergeben sich erhebliche Umsatzpotenziale.

Vor dem Hintergrund der gesetzlichen Regelungen prüft die Geschäftsführung fortlaufend die externen und internen Einflussfaktoren (z. B. Auftragsbestand in der Vermietung, Auslastung, Zahlungsverhalten, Liquiditätsstatus und Kostenentwicklung) und erwägt Chancen und Risiken für alle unternehmerisch relevanten Entscheidungen und Aktivitäten ab. Dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Managements obliegt es, diese Risiken frühzeitig zu erkennen, aktiv anzugehen und verantwortungsbewusst zu steuern. Gemäß dem Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) hat die Gesellschaft ein Risikomanagementsystem eingeführt, das in die Unternehmenssteuerung des Unternehmens integriert ist und sicherstellt, dass der Vorstand bestands- und entwicklungsgefährdende Risiken frühzeitig erkennt.

Die Wirksamkeit der zur Risikoüberwachung erforderlichen Prozesse und Kontrollinstrumente untersteht der laufenden Beobachtung durch den Vorstand und wird kontinuierlich fortentwickelt. Dies ist Grundlage und Ansatzpunkt für eine effektive Risikosteuerung und somit ein wichtiger Beitrag zur Absicherung einer positiven Unternehmensentwicklung.

Das Risikomanagement-System der Cramo AG umfasst auch die wesentlichen Risiken der von der Cramo AG beherrschten Tochtergesellschaften. Somit sind die Tochtergesellschaften in das Risikomanagement-System der Muttergesellschaft integriert. Dieses wiederum ist in das Risikomanagement-System der Cramo Plc eingegliedert.

Die Risiken bewegen sich insgesamt im branchenüblichen Rahmen. Rechtliche oder wirtschaftliche Bestandsgefährdungspotenziale sind derzeit nicht erkennbar. Als bedeutende Risiken des Konzerns in den jeweiligen Risikofeldern sind beispielhaft zu nennen:

Finanzielle Risiken

Beim Finanzmanagement verfolgt das Unternehmen das Ziel einer langfristigen Absicherung gegen sämtliche finanzielle Risiken.

Der mittel- und langfristige Erfolg der Gesellschaft hängt von der strategischen Richtung und dem Geschäftsmodell der Gesellschaft ab, sowie von ihrer Fähigkeit, die gewählte Strategie umzusetzen. Die Gesellschaft hat in 2014 ein IBS Enterprise Resource Planning System ("ERP"), das schon seit mehreren Jahren in anderen Cramo Ländern erfolgreich funktioniert und eingesetzt wird. Dieses ERP ist das integrierte Rechnungslegungssystem der Gesellschaft. Es bildet die Grundlage für ein externes und internes Berichterstattungssystem. Das System, zusammen mit einem Business Inteligence System ("CraBI"), dient dazu, Budgetabweichungen frühzeitig zu identifizieren, zu berichten, zu überwachen und aktiv zu steuern.

Im Jahr 2017 wurde die bisher genutzte Software zur Bearbeitung von Lieferantenrechnungen durch ein intelligentes Purchase-to-Pay System ("C-BUY") ersetzt. Diese Software, welche auch in anderen Cramo Ländern genutzt wird, deckt den kompletten Einkaufsprozess von der Bestellung bis zur Zahlung an den Lieferanten, fortschreitend automatisiert, ab.

Zur Minimierung von Ausfallsrisiken verfügt Cramo AG über ein effizientes Mahnwesen. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.

Besondere Risiken aus Wechselkursschwankungen bestehen nicht, da der Konzern überwiegend in Euro fakturiert.

Die finanzielle Situation der Cramo AG wird von der Muttergesellschaft Cramo Plc beeinflusst.

Marktrisiken

Konjunkturelle Schwankungen der gesamten Bauwirtschaft in Zentraleuropa beeinflussen das reine bedarfsbezogene Mietgeschäft nur teilweise, da die meisten Kunden aufgrund nicht vorhandener Finanzierungsmöglichkeiten gerade in schlechten konjunkturellen Zeiten auf Mietgeräte zurückgreifen.

Die Vermietsätze (Preise) werden vorrausichtlich in den nächsten Jahren weiter unter Druck bleiben.

Diebstahl- und Unterschlagungsrisiken der Mietflotte konnten in den letzten Jahren durch den Einbau elektronischer Maschinenüberwachungssysteme nahezu vollständig eliminiert werden. Hierdurch können die Maschinen jederzeit in ganz Europa exakt lokalisiert und kontrolliert werden.

Saisonale Wetterrisiken, die die Gesamtbauwirtschaft betreffen, haben eine wesentliche Auswirkung auf die Gesamtnachfrage im Bereich Vermietung wie auch im Verkauf. Diese Bedingungen sind jedoch für alle Wettbewerber identisch.

Betriebsrisiken

Gängige Betriebs- und Umweltrisiken sind durch entsprechende Versicherungen gedeckt.

E. Prognosebericht

Hinsichtlich der Umsatzerwartungen für das laufende Jahr 2019 äußerten sich die Händler und Vermieter von Baumaschinen und Baugeräten eher vorsichtig optimistisch. Entsprechend wird von einem erneuten Plus des Gesamtumsatzes in Höhe von etwa 2,5 % ausgegangen (bbi- Branchenkonjunktur-Bericht, Stand Januar 2019).

Die Vermietung der Maschinen und Geräte wird auch im Jahr 2019 das Kerngeschäft der Cramo AG sein. Die weitere Entwicklung des Geschäfts mit Arbeitsbühnen und Tools liegt dabei im Fokus.

Durch unsere Zugehörigkeit zur Cramo Group werden wir unsere Positionierung auf dem Markt weiterhin stärken. Die Nutzung der europaweiten Infrastruktur der Cramo Group und die damit verbundenen Synergien, sowie kontinuierliche Verbesserungen der internen Prozesse und Abläufe ermöglichen uns ein Potenzial für künftiges Wachstum. Während des Geschäftsjahres 2019 werden wir aus den vollzogenen Maßnahmen, wie z. B. die Verbesserung der Flotteneffektivität und Einführung eines in der Branche einzigartigen Kundenbindungsprogramms mit dem Leitsatz "For a great day at work" voll profitieren. Zudem sind wir davon überzeugt, dass der Dienstleistungs- und Maschinenmietmarkt auch langfristig weiterwachsen wird und Cramo AG als einer der großen herstellerunabhängigen Anbieter in Deutschland den Marktanteil weiter ausbauen wird.

F. Chancen und Ausblick

In den ersten Monaten des Geschäftsjahres 2019 sind die erzielten Umsatzerlöse aus Vermietgeschäft auf dem Vorjahresniveau. Für das ganze Jahr 2019 werden sowohl leicht steigende Umsätze als auch wegen der weiterhin steigenden Kosteneffizienz eine leichte Verbesserung des Jahresergebnisses 2019 im Vergleich zum Vorjahr erwartet.

G. Abhängigkeitsbericht

Entsprechend der gesetzlichen Vorschrift des § 312 AktG hat der Vorstand in einem gesonderten Abhängigkeitsbericht für das Geschäftsjahr 2018 die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen dargestellt und am Ende folgende, gesetzlich vorgeschriebene Erklärung abgegeben:

"Wir erklären, dass die Cramo AG nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen und die Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat und dadurch, dass die Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde, nicht benachteiligt wurde."

 

Feldkirchen, den 12. Juli 2019

Cramo AG

Vorstand

Bericht des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr vom 01.01.2018 - 31.12.2018

Cramo AG, Feldkirchen

Der Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr 2018 in vier gemeinsamen Sitzungen mit dem Vorstand über dessen Tätigkeit, den Gang der Geschäfte und die Lage der Aktiengesellschaft informiert.

Bei den durchgeführten Prüfungen haben sich keinerlei Beanstandungen ergeben.

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2018 ist durch KPMG AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, einer Jahresabschlussprüfung unterzogen worden - es ergaben sich keine Beanstandungen.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Vorschlag für die Verwendung des Jahresergebnisses 2018 geprüft und vom Bericht der KPMG AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, zustimmend Kenntnis genommen.

Er billigt den Jahresabschluss und schlägt vor, den Jahresabschluss 2018 festzustellen, dem Vorschlag zur Verwendung des Jahresergebnisses zuzustimmen und dem Vorstand für das Geschäftsjahr 2018 Entlastung zu erteilen.

 

Feldkirchen, den 13. November 2019

Cramo AG

Aufsichtsrat

Leif Gustafsson
CEO
Cramo Plc

Aku Rumpunen
CFO
Cramo Plc

Martin Holmgren
Senior Vice President Fleet Management
Cramo Plc

BESCHLUSS DER HAUPTVERSAMMLUNG

Cramo AG

Die unterzeichnende alleinige Gesellschafterin der obengenannten Gesellschaft beschließt hiermit unter Einhaltung der gesetzlichen und vertraglichen Fristen und Formvorschriften folgendes:

1.

Der vorliegende Jahresabschluss zum 31.12.2018 wird festgestellt.

2.

Der Jahresfehlbetrag 2018 in Höhe von EUR 1.671.708,80 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

3.

Der Geschäftsleitung wird für 2018 Entlastung erteilt.

 

Feldkirchen, den 13. November 2019

Leif Gustafsson
CEO
Cramo Plc

Aku Rumpunen
CFO
Cramo Plc

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Cramo AG, Feldkirchen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Cramo AG, Feldkirchen - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Cramo AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften‌‌ und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung‌‌‌ durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften‌‌ in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung‌ durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 12. Juli 2019

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Duschl, Wirtschaftsprüfer

Kaiser, Wirtschaftsprüfer

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