Stammdaten

Register
Amtsgericht Landshut HRB 4759
Vorher
Heraklith Verwaltungsgesellschaft mbH
Eingetragen
9.11.1998
Branche
Herstellung von Gipserzeugnissen für den BauEinbau von IsolierungenHerstellung von feuerfesten keramischen Werkstoffen und Waren
Gegenstand
Produktion und Vertrieb von mineralischen Dämmstoffen aller Art.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
André Kerle
seit 2.4.2026
Prokura
Maximilian Nötzel
seit 19.2.2025
Prokura
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Rico Neumann
seit 20.5.2020
Prokura
Geschäftsführer
Markus Elsperger
seit 16.12.2016
Prokura
Geschäftsführer
Michael Anthony Robson
seit 16.10.2013
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert3.24% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (3)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Knauf Insulation Holding GmbH
Germany
26.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Knauf Insulation GmbH

Simbach am Inn

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

Knauf Insulation GmbH, Simbach

Jahresabschluss 2023

1) Allgemeines

Die Knauf Insulation GmbH ist ein Unternehmen der weltweit tätigen Knauf Gruppe. Die Knauf Insulation GmbH produziert und vertreibt Dämmstoffe auf der Basis von Glas- und Steinwolle, insbesondere für den Hoch- und Industriebau sowie für industrielle Anwendungen. Ein weiteres Geschäftsfeld ist der Vertrieb von Holzwolle-Leichtbauplatten.

2) Branche und Gesamtwirtschaft

Das Jahr 2023 war geprägt von fortgesetzter Unsicherheit in der politischen Weltordnung. Diese globale Instabilität hat die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen beeinflusst und zu einer Reihe signifikanter wirtschaftlicher Entwicklungen geführt.

Die Wirtschaftsleistung, gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP), zeigte eine negative Entwicklung von -0,3 % im Vergleich zum Vorjahr. Dies deutet auf eine leichte Schrumpfung der Wirtschaftsaktivität hin, was teilweise auf die anhaltende politische Unsicherheit zurückgeführt werden kann. Die Arbeitslosenquote ist leicht von 3,1 % auf 3,3 % gestiegen. Dieser Anstieg ist zwar moderat, spiegelt jedoch die herausfordernden wirtschaftlichen Bedingungen wider, unter denen Unternehmen vorsichtiger bei der Einstellung neuer Mitarbeiter werden. Die Inflationsrate konnte von einem hohen Niveau von 7,9 % im Jahr 2022 auf 5,9 % im Jahr 2023 gesenkt werden. Diese Entwicklung ist positiv zu bewerten, da sie auf eine gewisse Stabilisierung der Preise hinweist, obwohl die Inflation weiterhin über dem wünschenswerten Niveau liegt.

Die Bundesregierung hat in Reaktion auf die wirtschaftlichen Herausforderungen die Fördergelder in allen Bereichen reduziert. Diese Maßnahme hat die Grundstimmung in der Wirtschaft negativ beeinflusst, da Unternehmen und Branchen nun mit weniger staatlicher Unterstützung rechnen müssen.

Der Geschäftsklimaindex, ein Indikator für die Wirtschaftsstimmung, ist von 90,1 im Jahr 2022 auf 86,3 im Jahr 2023 gefallen. Dieser Rückgang spiegelt die zunehmende Vorsicht der Unternehmen in einem unsicheren wirtschaftlichen Umfeld wider. Im Bauhauptgewerbe ist jedoch eine weitere Verschlechterung zu beobachten. Der Geschäftsklimaindex in diesem Sektor fiel von -19,4 im Jahr 2022 auf -33,7 im Jahr 2023. Eine Stabilisierung in diesem Bereich gab es nicht, und im Dezember wurde wieder ein neuer Tiefstand seit 2009 erreicht.

Wirtschaftliche Unsicherheit und politische Instabilität prägten 2023, was sich in verschiedenen wirtschaftlichen Indikatoren widerspiegelte. Während es Anzeichen einer Stabilisierung in bestimmten Bereichen gibt, bleibt die Gesamtstimmung vorsichtig. Die wirtschaftlichen Akteure und politischen Entscheidungsträger stehen weiterhin vor der Herausforderung, die Wirtschaft zu stabilisieren und gleichzeitig das Vertrauen in die politische und wirtschaftliche Zukunft zu stärken.

Das Jahr 2023 markierte auch eine fortgesetzte Herausforderung für die Bauwirtschaft in Deutschland. Bereits Ende 2022 zeichnete sich ein Rückgang in der Bauwirtschaftsleistung ab, ein Trend, der sich durch das gesamte Jahr 2023 fortsetzte, bevor eine Stabilisierung gegen Ende des Jahres festgestellt wurde. Die vorläufigen Prognosen deuten auf eine weitere Abkühlung im Jahr 2024 hin.

Im Jahresvergleich 2022 zu 2023 sank die Bauwirtschaftsleistung um 7,2 %. Für das Jahr 2024 wird eine zusätzliche Abkühlung um 3,5 % erwartet. Besonders betroffen von diesem Rückgang war der Neubausektor, während Renovierungsarbeiten weniger stark rückläufig waren. Der stärkste Rückgang wurde bei den Neubauten von Ein- und Zweifamilienhäusern verzeichnet. Die Zahl der Wohnbaugenehmigungen fiel dramatisch um 29,4 % auf 220.000 Einheiten, und die Fertigstellungsrate sank um 10,8 % auf 235.000 Einheiten.

Erstmals seit der Wirtschaftskrise 2009 gab es weniger Genehmigungen als Fertigstellungen. Dies stellt eine deutliche Verfehlung des von der Bundesregierung ausgerufenen Ziels dar, jährlich 400.000 neue Wohnungen zu schaffen. Im Sektor des Wirtschaftsbaus war der Rückgang etwas weniger drastisch. Hier fielen die Genehmigungen um 16,4 %, während der Rückgang bei den Fertigstellungen 7,6 % betrug.

Das Jahr 2023 stand im Zeichen signifikanter Herausforderungen für die deutsche Bauwirtschaft, mit besonderem Druck auf den Neubausektor und einem beispiellosen Rückgang bei Wohnbaugenehmigungen und -fertigstellungen. Die Trends signalisieren nicht nur eine Abkühlung der Branche, sondern auch eine ernsthafte Bedrohung für die Wohnungsbauziele der Bundesregierung

3) Darstellung des Geschäftsverlaufs und des Geschäftsergebnisses 2023

a) Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Vermögenslage

Im Geschäftsjahr fanden Zugänge im Anlagevermögen in Höhe von 40.867 TEUR statt. Die Abgänge zu Restbuchwerten bei Sachanlagen betrugen 190 TEUR. Die laufenden Abschreibungen betrugen 11.357 TEUR. Per Saldo hat sich der Buchwert des Anlagevermögens von 62.966 TEUR auf 91.984 TEUR erhöht.

Das Umlaufvermögen hat sich per Saldo um 3.684 TEUR erhöht und betrug am Jahresende 90.704 TEUR. Diese Erhöhung ergab sich im Wesentlichen aus gestiegenen sonstigen Vermögensgegenständen (+4.040 TEUR), sowie leicht rückläufigen an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (-545 TEUR).

Das Eigenkapital der Gesellschaft erhöht sich aufgrund des Jahresüberschusses um 43.558 TEUR auf 98.951 TEUR. Der Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen verringerte sich weiter um 142 TEUR auf 384 TEUR aufgrund der entsprechenden Auflösung verteilt über die Nutzungsdauer der bezuschussten Vermögensgegenstände. Die Verbindlichkeiten reduzieren sich um 15.054 TEUR auf 25.978 TEUR. Dies ist vor allem auf gesunkene Konzernverbindlichkeiten zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhen sich um 4.601 TEUR auf 15.254 TEUR.

Zusammenfassend ergibt sich daraus eine Erhöhung der Bilanzsumme um 32.817 TEUR auf 184.374 TEUR. Die Eigenkapitalquote beträgt 53,7% (2022: 36,5%).

Finanzlage

Die Gesellschaft ist in den Cash-Pool der Knauf International GmbH integriert, sodass die Finanzierung jederzeit sichergestellt ist. Es existieren keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen zum Bilanzstichtag 8,3 % (Vorjahr: 7,0 %) der Bilanzsumme und werden regelmäßig innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen beglichen.

Die Finanzlage ist zufriedenstellend. Die Liquidität 2. Grades beläuft sich auf 34,9 %.

Ertragslage

Die Umsatzerlöse des Unternehmens sind um -6,1 % von 375.896 TEUR auf 353.035 TEUR zurückgegangen. Die Umsatzerlöse gegenüber Dritten gingen um -6,0 %, die Umsatzerlöse gegenüber Gruppenunternehmen um -6,2 % zurück.

Der Materialaufwand ist um -8,9 % zum Vorjahr gesunken, hauptsächlich aufgrund von geringeren Kosten für Rohstoffe, Handelswaren und Energien.

Der Personalaufwand hat sich um 3,4 % im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Die Abschreibungen auf Sachanlagen reduzierten sich um -31,1 % auf 11.357 TEUR.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 8,8 % zum Vorjahr gestiegen. Diese Erhöhung resultiert hauptsächlich aus höheren Kosten für IT-Projekte, Konzernumlagen, Marketing und Instandhaltungsmaßnahmen.

Dies führte zu einem Betriebsergebnis von 55.843 TEUR gegenüber 56.720 TEUR im Vorjahr. Das Ergebnis vor Steuern reduziert sich um -17,6 % auf 61.691 TEUR. Das EBITDA hat sich um 6.011 TEUR auf 67.200 TEUR reduziert.

b) Forschung und Entwicklung

An den Standorten Bernburg und St. Egidien wurden eine Reihe von Projekten zur graduellen Optimierung des Produktportfolios in allen Segmenten durchgeführt. Im Bereich Flachdach und Hochbau konnten jeweils neue Produkte mit verbesserten Produkteigenschaften entwickelt und im Markt etabliert werden.

c) Produktion / Investitionen / Beschaffung

Die Gesellschaft unterhält Produktionsstätten in St. Egidien und Bernburg.

Die Produktionsleistung in St. Egidien ist um 13,9 % gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. Dies ist vor allem auf einen längeren Stillstand aufgrund eines Brandes zurückzuführen. Die Menge an der Weiterverarbeitungslinie für Wärmedämmverbundsysteme (WDVS) ist dementsprechend auch um -10,7 % gesunken. Die Leistung der Produktionslinien in St. Egidien wurde auf gleichbleibend hohem Niveau gehalten.

Die Produktionsleistung am Standort Bernburg ist um -24,8 % gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. Dies ist vor allem auf einen geplanten Stillstand zum Umbau und Modernisierung der Anlagen zurückzuführen. Die Leistung an den Produktionsanlagen konnte weiter auf hohem Niveau gehalten werden.

Investitionen in den Werken St. Egidien und Bernburg wurden vor allem zur weiteren Verbesserung der Produktionsleistung, Optimierung der Produktqualität, sowie für Nachhaltigkeitsprojekte getätigt.

Im Beschaffungsbereich kam es zu keinen Überraschungen. Die Versorgung mit den notwendigen Einsatzmaterialien war jederzeit gewährleistet. Die Einkaufspreise bei einigen Schlüsselmaterialien sowie bei Energien haben sich während des Geschäftsjahres 2023 wieder entspannt.

d) Personalbereich

Der Personalstand zum 31. Dezember 2023 betrug 422 Mitarbeiter (31.12.2022: 421 Mitarbeiter).

Im Jahr 2023 gab es folgende wesentliche Schwerpunkte der Personalarbeit:

1. GALLUP Mitarbeiterumfrage an den Standorten

Um noch besser zu verstehen, wie die Mitarbeiter/-innen über Ihren Arbeitsplatz und das Unternehmen denken, wurde mit dem unabhängigen Meinungsforschungsinstitut GALLUP eine kurze, anonyme Umfrage durchgeführt. Dies war Teil des Bestrebens, als Unternehmen und als Arbeitgeber noch besser zu werden. Aus den Verbesserungswünschen, die das Arbeitsumfeld betreffen, werden die notwendigen Maßnahmen abgeleitet und gezielt umgesetzt. Die Maßnahmenpläne wurden für jeden Bereich mit den Mitarbeitern/-innen aufbereitet und die Umsetzung derer nachverfolgt. Die nächste Umfrage ist für das Frühjahr 2024 geplant.

Die Anzahl der Auszubildenden betrug zum 31. Dezember 2023 9 Personen.

4) Bericht über die zukünftige Entwicklung sowie Chancen und Risiken

a) Ausblick auf Branche und Gesamtwirtschaft

Das Jahr 2024 bietet eine gemischte Perspektive für die deutsche Wirtschaft, mit einem vorsichtigen Optimismus für das Bruttoinlandsprodukt (BIP) und eine zurückhaltende Sicht auf die Bauwirtschaft. Wichtige wirtschaftliche Indikatoren und politische Entwicklungen deuten auf eine sich langsam stabilisierende Situation hin, die jedoch von verschiedenen Herausforderungen und Chancen geprägt ist, zum Beispiel die Stabilisierung der Inflationsrate im Jahr 2024.

Ein Wirtschaftswachstum des BIP von 0,5 % wird erwartet. Im Kontrast dazu stehen die Erwartungen für die Bauwirtschaft, die um 3,5 % sinken soll. Ein Hauptfaktor, der sowohl das Wirtschaftswachstum als auch die Bauwirtschaft beeinflusst, ist das hohe Zinsniveau bei Wohnungsbaukrediten, das sich zwischen 3,5 % und 4 % bewegt. Andererseits passen sich die rückläufigen Hauspreise, vor allem bei Bestandsimmobilien, an das höhere Zinsniveau an. Dies kann die Bauwirtschaft wieder stärken.

Für das Jahr 2024 wird ein Rückgang in der Bauwirtschaft im ersten Halbjahr und eine Stabilisierung im zweiten Halbjahr erwartet. Die Förderung für energetische Sanierungen bleibt ein zentraler Punkt der wirtschaftspolitischen Agenda, was die Nachhaltigkeit und Energieeffizienz in den Vordergrund rückt. Ein signifikanter Marktaufschwung wird durch die Zustimmung zur Energy Performance of Buildings Directive (EPBD) in der EU erwartet. Diese Richtlinie verpflichtet die EU-Staaten zur Sanierung öffentlicher Gebäude sowie von Gebäuden mit schlechter Energieeffizienz, insbesondere jenen der Energieklassen E, F und G. Diese Entwicklungen könnten langfristig zu einer Revitalisierung der Bauwirtschaft führen, insbesondere im Bereich der energetischen Sanierung.

Der Ausblick für 2024 ist geprägt von vorsichtigem Optimismus hinsichtlich des allgemeinen Wirtschaftswachstums, trotz der Herausforderungen, denen die Bauwirtschaft gegenübersteht. Die regulatorischen Veränderungen auf EU-Ebene und die fortgesetzten Förderungen im Bereich der energetischen Sanierung bieten jedoch langfristig Chancen für eine Erholung und positive Impulse innerhalb der Bauwirtschaft.

b) Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts

Die für 2023 erwartete Steigerung der Kundenumsätze konnte aufgrund der verhaltenen Marktnachfrage, sowie dem Engpass in der Produktverfügbarkeit nicht erreicht werden. Die Kundenumsätze sind entgegen der Erwartung um -8,6% gesunken. Eine Steigerung der Verkaufspreise sowie rückläufige Einkaufskosten konnten die Auswirkung auf das Betriebsergebnis abschwächen.

Nach den im Jahr 2023 deutlich gesunkenen Kundenumsätzen, wird für das Jahr 2024 nur noch ein leichter Rückgang um weitere -1,1 % erwartet. Weitere gruppenweite Projekte zur kontinuierlichen Verbesserung im Bereich der Kundensegmentierung, Preisgestaltung und Logistik werden im Jahr 2024 umgesetzt.

Optimierungen der Stein- und Glaswolle-Produktionsanlagen, konsequentes Lagerbestands- und Produktportfoliomanagement sowie weiterhin effektive Vertriebs- und Verwaltungsstruktur werden die Kostenposition der Knauf Insulation GmbH in einem herausfordernden Marktumfeld weiterhin verbessern und die Profitabilität nachhaltig sicherstellen. Wir erwarten für das Jahr 2024 einen leichten Rückgang im EBITDA von rund 1,0%.

Die Entwicklung der Wettbewerbsintensität, das bauwirtschaftliche Wachstum allgemein und die Ausgestaltung staatlicher Förderungsmaßnahmen zur thermischen Gebäudesanierung sind wesentliche Determinanten der zukünftigen Marktentwicklung, aus denen sich Chancen und Risiken ergeben. Darüber hinaus stellt auch die negative öffentliche Debatte zur Sicherheit und Wirksamkeit von Dämmstoffen ein Risiko für die zukünftige Geschäftsentwicklung dar, der die Knauf Insulation GmbH durch Öffentlichkeitsarbeit entgegenwirkt. Chancen ergeben sich aus der Verbesserung der Kundenorientierung im Bereich Produkte und Service.

Knauf Insulation verfügt über ein gruppenweites internes Kontrollsystem. Die Geschäftsführung der Knauf Insulation GmbH ist für die Einhaltung der gruppenweiten Vorgaben verantwortlich. Dadurch soll die richtige und vollständige Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sichergestellt werden. Dies wird einerseits mit Hilfe von Gruppenrichtlinien zu Bilanzierung und Kontierung sowie im Intranet archivierten Prozessdokumentationen umgesetzt und andererseits durch Prozesse und Funktionstrennung, die auch systemseitig im SAP umgesetzt sind, sichergestellt. Prozesse sowie Schreib- und Zugriffsrechte werden regelmäßig überprüft. In regelmäßigen Abständen prüft die Innenrevision die Einhaltung der Richtlinien. Jährlich wird eine Einschätzung zu den Risiken vorgenommen.

Es besteht für die Knauf Insulation GmbH ein zentrales Cash-Management und Cash Pooling. Dadurch wird das Liquiditätsrisiko soweit möglich minimiert. Sicherungsderivate werden keine eingesetzt.

Die Bereiche Personal und Finanzbuchhaltung sind im zentralen Shared Service Center der Knauf Gips KG integriert.

Da der Großteil der Umsätze und der Beschaffungen in Euro erfolgen, bestehen keine wesentlichen Wechselkursrisiken.

Die Knauf Insulation GmbH verfügt über ein umfassendes SAP-basiertes Forderungsmanagementsystem zur Minimierung von Ausfallrisiken. Darüber hinaus besteht eine Forderungsausfallversicherung, über die die überwiegende Mehrheit unserer Kundenforderungen versichert sind.

Aus derzeitiger Sicht sind keine Erkenntnisse gegeben, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, beziehungsweise die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage darstellen.

Die Geschäftsführung bewertet den Geschäftsverlauf für das Jahr 2023 als zufriedenstellend.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres haben sich nicht ereignet. Die Gesellschaft unterhält Niederlassungen in Bernburg, Sankt Egidien und Simbach am Inn.

 

Simbach (Inn), den 31. Mai 2024

Die Geschäftsführung

gez. Michael Huesmann

gez. Peter-Christian Schwartz

gez. David Charles Ducarme

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 91.984.402,23 62.966.102,02
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 61.530,00 93.824,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 61.530,00 93.824,00
II. Sachanlagen 91.882.872,23 62.530.284,52
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 24.671.158,98 20.299.927,98
2. technische Anlagen und Maschinen 59.413.722,00 27.114.780,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.971.326,00 1.784.367,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.826.665,25 13.331.209,54
III. Finanzanlagen 40.000,00 341.993,50
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 40.000,00 341.993,50
B. Umlaufvermögen 90.704.011,01 87.020.055,19
I. Vorräte 53.851.101,95 53.859.799,46
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 13.255.416,73 12.950.675,03
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 603.182,17 665.541,98
3. fertige Erzeugnisse und Waren 13.953.968,78 15.933.730,77
4. Emissionsrechte -26.038.534,27 -24.309.851,68
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 36.789.552,95 33.123.289,38
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.859.920,69 2.404.883,05
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 25.212.025,49 25.040.949,25
3. sonstige Vermögensgegenstände 9.717.606,77 5.677.457,08
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 63.356,11 36.966,35
C. Rechnungsabgrenzungsposten 6.473,25 12.583,03
D. Aktive latente Steuern 1.679.529,62 1.558.242,11
Bilanzsumme, Summe Aktiva 184.374.416,11 151.556.982,35

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 98.950.656,78 55.392.522,19
I. gezeichnetes Kapital 26.000,00 26.000,00
II. Kapitalrücklage 2.298.608,83 2.298.608,83
III. Gewinnvortrag 53.067.913,36 0,00
IV. Jahresüberschuss 43.558.134,59 53.067.913,36
B. Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen 384.440,00 525.911,00
C. Rückstellungen 59.061.781,87 54.498.901,89
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 172.907,00 160.769,00
2. Steuerrückstellungen 28.808.000,00 21.320.900,42
3. sonstige Rückstellungen 30.080.874,87 33.017.232,47
D. Verbindlichkeiten 25.977.537,46 41.032.173,67
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 15.253.996,74 10.653.371,64
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 9.344.143,30 29.345.304,10
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 35.736,80 5.847,36
4. sonstige Verbindlichkeiten 1.343.660,62 1.027.650,57
davon aus Steuern 341.110,69 22.151,16
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 105.182,46 133.765,62
E. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 107.473,60
Bilanzsumme, Summe Passiva 184.374.416,11 151.556.982,35

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 353.034.590,15 375.895.514,82
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -1.498.643,19 2.095.395,01
3. andere aktivierte Eigenleistungen 0,00 107.756,20
4. sonstige betriebliche Erträge 13.551.769,58 996.569,42
davon Erträge aus Währungsumrechnung 72.664,62 131.264,57
a) Erträge aus Auflösung des Sonderpostens mit Rücklageanteil 141.471,00 149.791,00
5. Materialaufwand 171.010.473,31 187.767.602,81
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 169.795.533,44 187.115.647,15
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.214.939,87 651.955,66
6. Personalaufwand 30.673.577,68 29.657.518,41
a) Löhne und Gehälter 25.878.917,45 25.029.074,90
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 4.794.660,23 4.628.443,51
davon für Altersversorgung 16.619,83 14.321,88
7. Abschreibungen 11.357.305,78 16.490.867,42
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 11.357.305,78 16.490.867,42
8. sonstige betriebliche Aufwendungen 96.203.513,74 88.459.426,29
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 214.498,12 369.670,51
9. auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags erhaltene Gewinne 6.306.979,57 17.887.046,32
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 605.133,37 266.217,27
davon aus Abzinsung 4.000,00 1.000,00
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.063.909,23 5.342,00
davon aus Abzinsung -1.758,00 5.342,00
12. Steuern vom Einkommen und Ertrag 18.132.915,15 21.799.828,75
a) Aufwand aus der Veränderung latenter Steuern -121.287,51 321.873,47
13. Ergebnis nach Steuern 43.558.134,59 53.067.913,36
Jahresüberschuss 43.558.134,59 53.067.913,36

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Knauf Insulation GmbH

A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Knauf Insulation GmbH ist ansässig in Simbach (Inn). Die Adresse des eingetragenen Firmensitzes lautet: Heraklithstraße 8, 84359 Simbach (Inn). Die Gesellschaft ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Landshut (HR B Reg.-Nr. 4759) eingetragen.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft im Sinne der §§ 264, 267 Abs. 3 HGB auf.

Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätzen nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 Abs. 1 Satz 2, 266 ff. HGB). Die Vorschriften des GmbHG wurden beachtet. Entgegen § 275 HGB werden sonstige Steuern unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

Im Interesse einer größeren Klarheit und Übersichtlichkeit sind die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke, ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder Anhang anzubringen sind, grundsätzlich im Anhang aufgeführt.

Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewendet.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Anlagevermögen

Die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, gegebenenfalls vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen wurden linear unter Zugrundelegung der geschätzten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ermittelt.

Geringwertige Wirtschaftsgüter im Sinne des § 6 Abs. 2 EStG werden im Jahr der Anschaffung jeweils voll abgeschrieben.

Umlaufvermögen

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Handelswaren erfolgt grundsätzlich zu durchschnittlichen Anschaffungskosten, gegebenenfalls zu den niedrigeren letzten Einstandspreisen. Zur Berücksichtigung der niedrigeren beizulegenden Werte am Abschlussstichtag, insbesondere infolge Nichtgängigkeit, werden Abschläge auf die vorgenannten Werte vorgenommen.

Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt zu den handelsrechtlichen Herstellkosten nach § 255 HGB oder zum niedrigeren beizulegenden Wert. Wertabschläge für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und der eingeschränkten Verwendbarkeit ergeben, wurden in ausreichendem Umfange vorgenommen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt.

Risiken sind durch angemessene Einzel- oder Pauschalabschreibungen berücksichtigt.

Emissionsberechtigungen

Die Emissionsberechtigungen wurden mit dem Zeitwert bewertet. Für die Verpflichtung zur Abgabe von Emissionsberechtigungen wurde zum Bilanzstichtag eine entsprechende Rückstellung gebildet.

Aktive latente Steuern

Latente Steuern werden auf temporäre Differenzen in den Bilanzansätzen der Handels- und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Temporäre Differenzen ergeben sich im Bereich des Anlagevermögens, der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, der Pensionsrückstellungen sowie der sonstigen Rückstellungen. Es wurde vom Wahlrecht Gebrauch gemacht, aktive und passive latente Steuern saldiert auszuweisen. Der zur Berechnung der latenten Steuern verwendete Ertragssteuersatz liegt bei 27 % und umfasst Körperschaftssteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer.

Passivposten

Das Gezeichnete Kapital wurde zum Nennwert bilanziert.

Die gewährten Investitionszuschüsse und -zulagen wurden passivisch in einen Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen eingestellt, der in Abhängigkeit der betriebsüblichen Nutzungsdauer der bezuschussten Wirtschaftsgüter aufgelöst wird.

Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden nach dem versicherungsmathematischen Bewertungsverfahren nach der Projected-Unit-Credit - Methode mit den Bewertungsparametern Zinssatz: 1,83 %, Gehaltstrend 3,5 %, angenommene Fluktuation 5 % und Rententrend 2,20 %, Sterbetafeln: Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck; gemäß versicherungsmathematischem Gutachten ermittelt und zum Teilwert angesetzt.

Der Zinssatz entspricht einem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre bei einer Restlaufzeit von 15 Jahren.

Im vorliegenden Jahresabschluss ergeben sich zum 31. Dezember 2023 Rückstellungen für Pensionen in Höhe von 173 TEUR. Diese liegen um 2 TEUR (Unterschiedsbetrag) unter dem Bewertungsansatz für Pensionsrückstellungen, der sich zum 31. Dezember 2023 bei Anwendung des Sieben-Jahres-Durchschnittszinssatzes ergeben hätte.

Im Übrigen werden Rückstellungen in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag erkennbaren Risiken für ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften abzudecken. Für langfristige Rückstellungen sind nach § 253 Abs. 2 HGB künftige Kostensteigerungen zu beachten. Auch werden sie mit einem von der Bundesbank bereitgestellten, zu ihrer Restlaufzeit entsprechenden, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind zu Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Währungsumrechnung

Die auf fremde Währungen lautenden Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten sind zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

C. Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Das Anlagevermögen hat sich im Geschäftsjahr 2023 im Einzelnen wie folgt entwickelt:

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.843.990,82 1.993,97 0,00
Geschäfts- oder Firmenwert 9.877.058,85 0,00 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 13.721.049,67 1.993,97 0,00
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 50.499.222,57 5.978.627,43 0,00
technische Anlagen und Maschinen 202.603.351,33 31.389.270,28 20.936.389,89
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.401.407,73 698.021,34 44.589,71
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 13.331.209,54 2.799.564,14 0,00
Summe Sachanlagen 272.835.191,17 40.865.483,19 20.980.979,60
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 2.373.911,00 0,00 2.333.911,00
Summe Finanzanlagen 2.373.911,00 0,00 2.333.911,00
Summe Anlagevermögen 288.930.151,84 40.867.477,16 23.314.890,60
Umbuchungen
Euro
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
Euro
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 3.845.984,79
Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 9.877.058,85
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 13.723.043,64
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 373.135,58 56.850.985,58
technische Anlagen und Maschinen 9.856.744,71 222.912.976,43
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 74.228,14 7.129.067,50
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -10.304.108,43 5.826.665,25
Summe Sachanlagen 0,00 292.719.694,76
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 40.000,00
Summe Finanzanlagen 0,00 40.000,00
Summe Anlagevermögen 0,00 306.482.738,40
kumulierte Abschreibungen 01.01.2023
Euro
Abschreibungen Geschäftsjahr
Euro
Abgänge
Euro
kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
Euro
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.750.166,82 34.287,97 0,00 3.784.454,79
Geschäfts- oder Firmenwert 9.877.058,85 0,00 0,00 9.877.058,85
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 13.627.225,67 34.287,97 0,00 13.661.513,64
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 30.199.294,59 1.980.532,01 0,00 32.179.826,60
technische Anlagen und Maschinen 175.488.571,33 8.774.450,99 20.763.767,89 163.499.254,43
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.617.040,73 568.034,81 27.334,04 5.157.741,50
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 210.304.906,65 11.323.017,81 20.791.101,93 200.836.822,53
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 2.031.917,96 0,00 2.031.917,96 0,00
Summe Finanzanlagen 2.031.917,96 0,00 2.031.917,96 0,00
Summe Anlagevermögen 225.964.050,28 11.357.305,78 22.823.019,89 214.498.336,17
Buchwert 31.12.2023
Euro
Buchwert 31.12.2022
Euro
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 61.530,00 93.824,00
Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 61.530,00 93.824,00
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 24.671.158,98 20.299.927,98
technische Anlagen und Maschinen 59.413.722,00 27.114.780,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.971.326,00 1.784.367,00
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.826.665,25 13.331.209,54
Summe Sachanlagen 91.882.872,23 62.530.284,52
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 40.000,00 341.993,50
Summe Finanzanlagen 40.000,00 341.993,50
Summe Anlagevermögen 91.984.402,23 62.966.102,02

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen im Wesentlichen aus Forderungen gegen die Climowool GmbH aus der Gewinnabführung für 2023 aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages in Höhe von TEUR 6.307 (Vorjahr: TEUR 17.887), Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 5.409 TEUR (Vorjahr: 6.666 TEUR), sonstigen Forderungen in Höhe von TEUR 682 (Vorjahr: TEUR 488), sowie Forderungen aus dem Cash-Pooling gegenüber der Cash-Pool-Führerin, der Knauf International GmbH, in Höhe von TEUR 12.814 (Vorjahr: TEUR 0).

Latente Steuern

Die latenten Steuersalden und deren Änderungen im Geschäftsjahr 2023 sind nachfolgend dargestellt:

2022
TEUR
Zugang *
TEUR
Verbrauch *
TEUR
2023
TEUR
Aktive latente Steuern 2.545 398 2.943
auf Verlustvorträge 0 0
Passive latente Steuern -986 -278 -1.264
Gesamt 1.559 -278 398 1.679

* Erfassung in dem Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag"

Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen wurden 12.418 TEUR (Vorjahr: 15.421 TEUR) für Kundenboni gebildet. Der Rest besteht im Wesentlichen aus Verpflichtungen für Leistungsbezüge, pauschalen Gewährleistungen, Abgaben von Emissionsberechtigungen, ausstehenden Rechnungen, Prämien für Dienstnehmer und sonstigen Personalverpflichtungen.

Die Gewährleistungsrückstellung umfasst Einzelreklamationen sowie einen pauschalierten Betrag, der in Höhe von 0,5 % des gewährleistungsbehafteten Umsatzes gegenüber Dritten des Berichtsjahres gebildet wird.

Verbindlichkeiten

Die Gliederung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten ergibt sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel.

Verbindlichkeiten
in €
Stand 31.12.2023 davon RLZ < 1 J Davon RLZ - 5 J Davon RLZ > 5 J besichert
TEUR
aus Lieferungen und Leistungen 15.253.996,74 15.253.996,74 0,00 0,00 *
gegenüber verbundenen Unternehmen 9.344.143,30 9.344.143,30 0,00 0,00 0,00
Gegenüber Unternehmen m. d. e. Beteiligungsverh. besteht 35.736,80 35.736,80 0,00 0,00 0,00
sonstige Verbindlichkeiten 1.343.660,62 1.343.660,62 0,00 0,00 0,00
Gesamt 25.977.537,46 25.977.537,46 0,00 0,00 0,00

RLZ = Restlaufzeit J = Jahr

* Hinsichtlich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen hauptsächlich aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 9.344 TEUR (Vorjahr: 4.132 TEUR).

Die in den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthaltenen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betragen 404 TEUR (Vorjahr 155 TEUR).

D. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse verringerten sich um 6,08 % auf 353.035 TEUR im Vergleich zum Vorjahr.

Aufgegliedert nach geographischen Absatzmärkten entfielen 298.221 TEUR (Vorjahr: 322.946 TEUR) der Umsatzerlöse auf das Inland und 54.813 TEUR (Vorjahr 51.831 TEUR) auf das Ausland.

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen ist ein Betrag aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse und -zulagen in Höhe von 141 TEUR (Vorjahr 150 TEUR) enthalten.

Die Erträge aus Fremdwährungsgeschäften summierten sich auf TEUR 73 (Vorjahr: TEUR 131).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind sonstige Steuern von TEUR 210 (Vorjahr: TEUR 196) enthalten.

Die Aufwendungen aus Fremdwährungsgeschäften summierten sich auf TEUR 214 (Vorjahr: TEUR 370).

Periodenfremde Erträge

Periodenfremde Erträge in Höhe von 3.816 TEUR (Vorjahr 508 TEUR) enthalten im Wesentlichen Erträge aus geleisteten Werbekostenzuschüssen und Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen.

Periodenfremde Aufwendungen

Die periodenfremden Aufwendungen beliefen sich auf TEUR 486 (Vorjahr: TEUR 304).

Zinsaufwendungen

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen beliefen sich auf TEUR 1.064 (Vorjahr: TEUR 5). Darin enthalten sind Aufwendungen aus Darlehenszinsen in Höhe von TEUR 1.018 (Vorjahr: TEUR 0), der Abzinsung von Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 5), aus der Abzinsung der sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR -3 (Vorjahr: TEUR 0) sowie Zinsaufwendungen aus dem Cash-Pool von TEUR 47 (Vorjahr: TEUR 0).

E. Sonstige Angaben

Ausschüttungssperre

Ausschüttungsgesperrte Beträge (§§ 253 Abs. 6, 268 Abs. 8 HGB n.F.)

Zum Abschlussstichtag unterliegen der Ausschüttungssperre:

TEUR TEUR
Rückstellungen für Pensionen (7-Jahres-Durchschnittszinssatz) 175
abzüglich Rückstellungen für Pensionen (10-Jahres-Durchschnittszinssatz) -173
zuzüglich aktiver latenter Steuern 0
Ausschüttungsgesperrter Teilbetrag I 2
Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens 0
abzüglich passiver latenter Steuern 0
Ausschüttungsgesperrter Teilbetrag II 0
Zeitwert der zu verrechnenden Vermögensgegenstände aus Altersversorgung 0
abzüglich Anschaffungs- oder Herstellungskosten der zu verrechnenden Vermögensgegenstände 0
abzüglich passiver latenter Steuern 0
Ausschüttungsgesperrter Teilbetrag III 0
Sonstige aktive latente Steuern 1.679
abzüglich sonstiger passiver latenter Steuern 0
Ausschüttungsgesperrter Teilbetrag IV 1.679
Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge 1.681

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 übersteigen die frei verfügbaren Rücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrags den Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge. Daher besteht keine Ausschüttungssperre in Bezug auf den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen belaufen sich auf 29.841 TEUR. Hierin sind 441 TEUR gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten.

Zusammensetzung:

Bestellobligo 8.308 TEUR
Mietleasing und Pachtverpflichtungen 21.533 TEUR
In TEUR 2023 Bis 1 Jahr Größer 1 Jahr Über 5 Jahre 2022
Mietvertrag für Immobilien 2.153 2.153 10.767 8.613 442
Sonstige Mieten (Property Pool, Palla Immobilien) 148 148 0 0 148
IT Leasing 1 35 404 0 1
Staplerleasing 689 398 580 0 818
KfZ-Leasing 392 388 474 0 406
Motogas-Tankstelle 1 1 1 0 0

Abschlussprüferhonorar

Von der Angabe des Abschlussprüferhonorars nach § 285 Nr. 17 HGB wurde unter Anwendung der Befreiungsvorschrift des § 285 Nr. 17 HGB letzter Satzteil abgesehen.

Sonstiges

Als Geschäftsführer waren bestellt:

Michael HUESMANN, kaufmännischer Geschäftsführer (Vorsitzender)

Peter-Christian SCHWARTZ, kaufmännischer Geschäftsführer

David Charles DUCARME, technischer Geschäftsführer

Von der Angabe der Bezüge der Geschäftsführung nach § 285 Nr. 9 HGB wird unter Anwendung der Schutzklausel § 286 Abs. 4 HGB abgesehen.

Personal

Der durchschnittliche Personalstand hat sich wie folgt entwickelt:

2023 2022
Lohnempfänger 269 269
Gehaltsempfänger 156 152
Gesamt 425 421

Anteile an verbundenen Unternehmen

Anteile an verbundenen Unternehmen Anteil
in %
Eigenkapital
in TEUR
Jahresergebnis
in TEUR
Climowool GmbH, Bernburg (Saale) 100 40,0 0

Einbeziehung in den Konzernabschluss

Der Jahresabschluss der Knauf Insulation GmbH, Heraklithstraße 8, D-84359 Simbach (Inn) wird in den Konzernabschluss der Gebr. Knauf KG, Iphofen, einbezogen.

Von der eigenen Verpflichtung zur Aufstellung eines Konzernabschlusses ist die Gesellschaft gemäß § 291 Abs. 1 HGB befreit, da beabsichtigt ist, den von der Gebr. Knauf KG, Iphofen aufgestellten Konzernabschluss im elektronischen Bundesanzeiger offenzulegen.

F. Nachtragsbericht

Nach Ablauf des Geschäftsjahres bis zur Aufstellung des Geschäftsberichts sind keine Ereignisse bekannt geworden, die für die Geschäftsentwicklung von wesentlicher Bedeutung sind und zu einer veränderten Beurteilung der Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage führen würden.

 

Simbach (Inn), 11. März 2024

Die Geschäftsführung

gez. Michael Huesmann

gez. Peter-Christian Schwartz

gez. David Charles Ducarme

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 21.10.2024 festgestellt.

1 BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Knauf Insulation GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Knauf Insulation GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Knauf Insulation GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für alle Kaufleute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften. Ferner vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für alle Kaufleute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Kehl, 31. Mai 2024

GHJ GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Rechtsberatungsgesellschaft

gez. Hans-Dieter Jundt, Wirtschaftsprüfer

gez. ppa. Markus Hohn, Wirtschaftsprüfer

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