WAFA Kunststofftechnik GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thomas Alfons Greiner seit 25.3.2020 | Geschäftsführer |
Markus Fröhlich seit 6.12.2019 | Geschäftsführer |
Felix Werthemann seit 29.12.2015 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 51.00% | |
Triga I AG | 41.00% |
Aetna Partners GmbH | 8.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
WAFA Germany GmbHAugsburgJahresabschluss zum 31. Dezember 2018Lagebericht1. Grundlagen des Unternehmens 1.1. Geschäftsmodell Fokus der WAFA Germany GmbH ist die industrielle Dekoration. Im Mittelpunkt stehen die Erfahrung im Spritzguss, der Oberflächenbeschichtung - hier insbesondere der Galvanik - und der Montage. Durch diese Verknüpfung mehrerer Fertigungsschritte haben wir die Möglichkeit, individuelle Lösungen für unsere Kunden, Differenzierungspotentiale und damit Wettbewerbsvorteile zu generieren. Absatzmärkte sind vor allem Deutschland und Europa. Der überwiegende Anteil des Umsatzes wird in die Automobilindustrie geliefert, woraus sich die Bedeutung dieses Industriezweigs für das Unternehmen ergibt. Trotz der Fokussierung auf den deutschen Absatzmarkt ist die WAFA Germany GmbH nicht ausschließlich von der Entwicklung dieses Wirtschaftsraums abhängig, sondern diversifiziert sich indirekt über die internationalen Absatzmärkte ihrer Kunden. 1.2. Forschung und Entwicklung Im Zentrum der Entwicklung steht das Bemühen um kontinuierliche Produkt- und Prozessinnovationen. So wurden z.B. in Zusammenarbeit mit Kunden aus der Automobilindustrie eine Versuchsgalvanik für die Industrialisierung von Cr (III) sowie neue Farbgebungen in der Galvanik entwickelt. Im Bereich der dekorativen Zierelemente spielen Wertigkeit und Individualisierung eine immer größere Rolle. Hier konnte die WAFA Germany GmbH sich nachhaltig positionieren und wichtige Marktanteile gewinnen. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die deutsche Wirtschaft befindet sich nach dem Jahreswirtschaftsbericht des BMWi in einem weiteren, wenn auch geringeren konjunkturellen Aufschwung als in den Vorjahren. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Jahr 2018 preisbereinigt um 1,4 Prozent gestiegen. Für das laufende Jahr 2019 erwartet die Bundesregierung angesichts des derzeitigen außenwirtschaftlichen Umfelds (vor allem Brexit und Handelsstreitigkeiten) eine weitere, jedoch abgeschwächte Expansion um 0,8 Prozent. Für 2020 sind bereits wieder 1,6 Prozent prognostiziert. Ansonsten entwickelten sich die für die WAFA Germany GmbH wichtigen deutschen Premiumhersteller im Automobilmarkt weiterhin positiv und konnten ihre Absatzzahlen weltweit steigern. Der aus der zunehmenden Globalisierung entstehende allgemeine Kostendruck war gleichzeitig weiter enorm hoch. 2.2. Geschäftsverlauf Der Geschäftsverlauf im Jahr 2018 war von einer Stabilisierung der Produktion und einer signifikanten Senkung der Ausschüsse geprägt. Der Jahresfehlbetrag im Geschäftsjahr 2018 konnte auf EUR 1,1 Mio. gegenüber einem Jahresfehlbetrag 2017 in Höhe von EUR 2,5 Mio. gesenkt werden. Seit 2016 konnten nachhaltige Produktionsaufträge in Höhe von über EUR 100 Mio. lifetime gewonnen werden. Auf Basis der bereits heute akquirierten Aufträge ist eine Umsatzsteigerung von ca. 63 % bis 2021 (Basis Umsatz 2018) geplant. Zusätzlich zu erwartende Akquisitionen im ersten Halbjahr 2019 hätten weitere positive Effekte für die Umsätze 2020 und Folgejahre. Besonders erfreulich ist die sehr positive Marktresonanz auf Produkte mit Sonderfarben, die wir 2018 in unserer Technikums-Anlage produziert haben. Im Geschäftsjahr 2018 fokussierte sich unsere Beschaffung weiterhin darauf, unsere Wettbewerbsfähigkeit durch die Kompensation der Materialpreisschwankungen zu verbessern. Die Erhöhung bei den Beschaffungskosten im Jahr 2018 konnte aber z.B. durch Optimierungsmaßnahmen an Werkzeugen und Prozessen in einem vertretbaren Rahmen gehalten werden. Nicht vermeidbare Preiserhöhungen konnten entweder an Kunden weitergegeben oder durch anderweitige Optimierungen - wie z.B. im Materialfluss - bei unseren Beschaffungsaktivitäten kompensiert werden. Die Zahl der festangestellten Mitarbeiter einschließlich der Auszubildenden belief sich im Jahresdurchschnitt auf 199, dies entspricht dem Durchschnitt des Vorjahres. Der Personalaufwand ist von EUR 8,2 Mio. im Vorjahr auf EUR 7,7 Mio. gesunken. Zum Bilanzstichtag waren insgesamt 25 Leiharbeiter beschäftigt. Im Geschäftsjahr wurden leistungsorientierte Lohn- bzw. Gehaltsanpassungen für Mitarbeiter auf individueller Basis vereinbart. 3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 3.1. Ertragslage Die Umsatzerlöse sind in 2018 auf Grund auslaufender Produktion einiger Serienteile im Vergleich zu 2017 um ca. 13 % gesunken. Der überwiegende Anteil der Umsatzerlöse wurde im Bereich Automotive mit deutschen Kunden erwirtschaftet. Die Auslandsumsätze belaufen sich auf TEUR 3.466 (Vorjahr: TEUR 5.232) und tragen wie im Vorjahr mit ca. 14 % zu den gesamten Umsatzerlösen bei. Das Rohergebnis der WAFA Germany GmbH lag im Geschäftsjahr 2018 bei TEUR 13.578 (Vorjahr: TEUR 13.271). Ungeplantem Aufwand aus Instandhaltung und Rechtsstreitigkeiten stand ein Sondereffekt aus dem Verkauf von Spanien gegenüber mit dem Gesamtergebnis, dass das Jahresergebnis 2018 mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 1,1 Mio. deutlich besser als erwartet ausfiel. Die Materialeinsatzquote (Materialaufwand im Verhältnis zu den Umsatzerlösen) ist 2018 von 54,3 % auf 53,9 % gesunken. Das Finanz- und Beteiligungsergebnis belief sich auf TEUR -246, gegenüber TEUR -34 im Vorjahr. 3.2 Finanz- und Vermögenslage Ziel des Finanzmanagements der WAFA Germany GmbH ist es, jederzeit die finanziellen Ressourcen für einen ordnungsgemäßen Geschäftsgang sicherzustellen. Ein Aufbau spekulativer Risikopositionen im Finanzbereich erfolgt nicht. Die WAFA Germany GmbH tätigt ihre Geschäfte ausschließlich in Euro. Die WAFA Germany GmbH war jederzeit in der Lage, den Finanzbedarf aus den laufenden Cash-Flow und den von den Gesellschaftern, Banken und Dritten zu Verfügung gestellten Darlehnsmittel termingerecht zu erfüllen.
Der Mittelabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 1.756 und aus Investitionstätigkeit (TUER 280) wurde i. W. durch den Zufluss von Gesellschafterdarlehen (TEUR 2.000) im Rahmen der Finanzierungstätigkeit finanziert.
Die Eigenkapitalunterdeckung wird durch die Gesellschafterdarlehen und Darlehen von Dritten finanziert, für die Rangrücktritte erklärt wurde. Zusätzlich konnte mit diesen Darlehen langfristiges Vermögen in Höhe von TEUR 1.823 finanziert werden. Die Bankdarlehen sind von dem Kreditinstitut bis auf Weiteres gewährt und werden deshalb mangels Fristigkeit dem kurzfristigen Kapital zugeordnet, auch wenn davon auszugehen ist, dass sie dem Unternehmen längerfristig zur Verfügung stehen.
Die langfristige Vermögensquote der Gesellschaft ist im Berichtsjahr 2018 um 3 Prozentpunkte gesunken. Das Gesamtvermögen ist um TEUR 836 auf TEUR 11.147 gestiegen. Der Anstieg resultiert vor allem aus dem kurzfristigen Bereich, insbesondere aus dem Aufbau der Vorräte (+ TEUR 575). 4. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage der Gesellschaft Während der vorangegangenen langen Insolvenzphase von 2 Jahren konnte die WAFA Kunststoff GmbH i.I. - das Unternehmen, aus dem die WAFA Germany GmbH in 2016 hervorgegangen ist - keine neuen Aufträge gewinnen. Dies führte bei der WAFA Germany GmbH in den Geschäftsjahren 2017 und 2018 zu deutlichen Umsatzrückgängen. Durch die Gewinnung von Neuaufträgen seit 2016 wird dieser Trend ab 2019 durchbrochen. Die Umsatzerwartung für die Folgejahre ist sehr gut. Ein zunehmender Wettbewerbsdruck führt dabei zu tendenziell sinkenden Margen. Den daraus resultierenden negativen Effekt auf die Profitabilität in gleichem Maß durch Kostenreduzierungen zu kompensieren, gelang in 2018. Um uns im Wettbewerbsumfeld auch zukünftig behaupten zu können, wurden auch im Jahr 2018 in Teilbereichen die komplette Produktion umstrukturiert und komplette Produktionsabläufe umgestellt bzw. optimiert. Daneben wurde im Jahr 2018 ein ehrgeiziger Investitionsplan weiter umgesetzt, um die zukünftigen Anforderungen an unsere Produktion bezüglich technischer Ausrüstung und Fertigungskapazität den Marktanforderungen anzupassen. Auch in diesem Zusammenhang entstanden Kosten, welche das Unternehmensergebnis im Jahr 2018 einmalig belastet haben. So haben wir in 2018 weitere Maschinen ertüchtigt und angeschafft, sowie beide Galvaniken erweitert. Insgesamt hat sich deshalb im Geschäftsjahr 2018 die Ergebnissituation deutlich verbessert. Auf Grund eines geplanten Jahresfehlbetrages hat sich der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag erhöht. An dieser Stelle ist allerdings nicht von einer insolvenzrechtlichen Überschuldung auszugehen, da die Gesellschafter und der Gesellschaft nahestehende Personen für Darlehen einen Rangrücktritt erklärt haben. Die aus dem Geschäftsbetrieb resultierenden Liquiditätslücken konnten durch die Erhöhung von Gesellschaftermitteln und Darlehen nahestehender Personen in Höhe von TEUR 2.000 finanziert werden. 5. Prognosebericht In Bezug auf derzeitige gesamtwirtschaftliche Konjunkturprognosen und ein geschätztes Wachstum des Bruttoinlandsproduktes von ca. 0,8 % für das Jahr 2019 (Quelle: Sachverständigenrat) gehen wir für das laufende Geschäftsjahr von stabilen und positiven wirtschaftlichen Rahmen- und Wachstumsbedingungen aus. Wir erwarten für das Jahr 2019 eine deutliche Steigerung des Umsatzes um ca. 16 % gegenüber dem Vorjahr. Aufgrund bereits erteilter Nominierungen und auf Basis der Planungen unserer wichtigen Kunden können wir davon ausgehen, dass sich auch in den Folgejahren deutlich höhere Umsätze realisieren lassen. Auch beim Ergebnis rechnen wir mit einer deutlichen Verbesserung gegenüber 2018. Für 2019 erwarten wir ein ausgeglichenes Jahresergebnis. Wir gehen in 2019 von einer deutlichen Entspannung der Liquiditätssituation aufgrund der bestehenden verbesserten Auftragssituation sowie aufgrund der zu Verfügung stehenden Kreditvereinbarungen mit Banken, Gesellschaftern und Dritten. Der weitere Ausblick ist positiv. Die Auftragspipeline erscheint langfristig gut gefüllt. Der im Jahr 2018 umgesetzte Investitionsplan sowie die durchgeführten Optimierungen insbesondere in der Produktion sollten sich im Jahr 2019 positiv auf die Ergebnissituation auswirken. Es wird weiter an einer Optimierung der Prozesslandschaft im Unternehmen gearbeitet werden. Im Regelungsausschuss der Europäischen Kommission fand am 15. Februar 2019 die Abstimmung über die Autorisierungsanträge statt, die für die weitere Nutzung von sechswertigen Chromverbindungen für die Verchromung von Kunststoffbauteilen von Bedeutung sind. Der Antrag, an dem die WAFA Germany GmbH beteiligt ist, hat eine weitere Zulassung bis September 2024 erhalten. Solle eine darüber hinausgehende Nutzung angestrebt werden, kann dies mittels eines weiteren Antrages genehmigt werden. Gesamtaussage Insgesamt betrachtet gehen wir aufgrund der bereits angedeuteten gesamtwirtschaftlichen Lage im Jahr 2019 von stabilen und positiven wirtschaftlichen Rahmen- und Wachstumsbedingungen aus. 6. Chancen‐ und Risikobericht Die aktuellen politischen Rahmenbedingungen bergen Risiken, welche auch kurzfristig wesentliche negative Auswirkungen auf die Geschäftserwartungen oder den Geschäftsverlauf haben können. Dazu gehören die weiterhin innerhalb der EU virulente Schuldenkrise, der BREXIT oder die amerikanische Handelspolitik. Daneben können die aktuellen Bedrohungen durch weltweit aktive Terrornetzwerke ebenfalls der weltweiten Entwicklung der Wirtschaft kurzfristige Dämpfer versetzen. 6.1. Risikobericht Die Gesellschaft hat für das Erkennen und Bewerten wesentlicher Risiken ein Risikomanagementsystem mit entsprechenden Risikofeldern und einem verdichteten Risikoreporting implementiert. Ziel ist es, Risiken frühzeitig erkennen, bewerten und handhaben zu können. Die Verlängerung der notwendigen Genehmigung für den Betrieb der Galvanikanlagen werden der Erwartung nach von der EU auch über die derzeitigen Zeiträume hinaus erteilt werden. Markt-/ Branchenspezifische Risiken Der Umsatzanteil von Kunden aus der Automobilindustrie ist weiter hoch. Hier bestehen Risiken insbesondere bei bilateralen Vertragsverhältnissen, bei denen die Marktmacht der großen Automobilhersteller zum Tragen kommt. Umweltrisiken Zur Vermeidung von Umweltrisiken unterliegt das Unternehmen strengen gesetzlichen Auflagen, deren Einhaltung regelmäßig überwacht wird. Ertragsorientierte Risiken Die Gefahr für unser Unternehmen aus dem ungebrochenen Markttrend, verstärkt aus Niedriglohnländern einkaufen zu wollen, besteht weiter. Diesem Trend setzen wir unsere Innovationskraft und unsere Serviceleistungen entgegen. Zu diesem Zweck haben wir 2017 eine zusätzliche Galvanikanlage am Standort Augsburg in Betrieb genommen, um Sonderfarben zu entwickeln und zu produzieren. Grundsätzliche Ertragsrisiken ergeben sich aus unvorhersehbaren politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen, welche sich nachhaltig negativ auf die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auswirken können. Beispielhaft können hier genannt werden Kriege, Zusammenbruch der Finanzmärkte, Epidemien usw. Die Planungen für den weiteren Geschäftsverlauf unterliegen damit immer einem großen Unsicherheitsfaktor. Das allgemeine Geschäftsrisiko ist entsprechend hoch. Aktuell ist eine stabile gesamtwirtschaftliche Lage zu konstatieren, der weitere Verlauf und die Nachhaltigkeit bleiben jedoch abzuwarten. Finanzwirtschaftliche Risiken Die Gesellschaft ist derzeit noch in hohem Maße von der Finanzierung durch die Gesellschafter und anderen Mittelgebern abhängig. Um Liquiditätsengpässen frühzeitig vorzubeugen, nutzt die Gesellschaft ein tägliches Monitoring sowie eine kurzfristige und langfristige Liquiditätsplanung zur Sicherstellung ausreichender Mittel. Durch die Rangrücktritte ist sichergestellt, dass die finanzielle Ausstattung erst abgezogen werden kann, wenn sich die Liquiditäts- und Ertragssituation der Gesellschaft stabilisiert hat. Aufgrund unserer Planung gehen wir davon aus, dass es bei der Liquidität in den kommenden 12 Monaten nicht zu Engpässen kommt. Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass wir zur Zeit keine bestandsgefährdenden Risiken erkennen können. 6.2. Chancenbericht Chancen werden sich auch weiterhin aus unserem Innovationsprozess ergeben, welcher als ein Schlüsselprozess für unser Unternehmen definiert worden ist. Insbesondere die Entwicklung und Markteinführung neuer Produkte werden die Zukunft des Unternehmens positiv beeinflussen. So haben wir bereits im Jahr 2018 begonnen, neue Farben im Bereich Chrom in die Produktion aufzunehmen. 7. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Ziel des Finanzmanagements der WAFA Germany GmbH ist es, jederzeit die finanziellen Ressourcen für einen ordnungsgemäßen Geschäftsgang sicherzustellen. Die Gesellschaft verfügt generell über einen solventen Kundenstamm durch DAX- und große mittelständische Unternehmen. Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Zudem besteht meist eine langjährige Zusammenarbeit. Die Bonität von Kunden wird zusätzlich überwacht. Zur Absicherung des Liquiditätsrisikos wird täglich ein Liquiditätsreporting erstellt sowie regelmäßig ein Liquiditätsplan mit Geldaus- und -eingängen gepflegt. In 2017 haben wir bei einigen Kunden mit Factoring begonnen. Neben der Gewährleistung von zeitnahen Geldeingängen zur Rechnungsstellung wird so ein Teil des Ausfallrisikos unserer Kundenforderungen an ein Factoringunternehmen übertragen. Die Bonität unserer Kunden überwachen wir mittels interner und externer Bewertung. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Maßnahmen ergriffen bzw. Berichtigungen vorgenommen. Das Unternehmen verfügt über ein adäquates Debitorenmanagement. Vor dem Eingehen neuer Geschäftsbeziehungen informieren wir uns stets über die Bonität zukünftiger Kunden.
Augsburg, den 26. April 2019 Die Geschäftsführung Martin Witte Christian Waitz BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangA Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss der WAFA Germany GmbH, Augsburg (AG Augsburg, HRB 30248), wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), des GmbH-Gesetzes sowie den Regelungen des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Bei der Gesellschaft handelt es sich nach den in § 267 Abs. 2 HGB angegebenen Größenklassen um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Von den größenabhängigen Erleichterungsvorschriften nach § 288 Abs. 2 HGB wird Gebrauch gemacht. Das Geschäftsjahr der Gesellschaft erstreckt sich vom 01. Januar 2018 bis 31. Dezember 2018. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. B Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierung und Bewertung erfolgt unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going Concern). Die WAFA Germany GmbH weist zum Berichtsjahresende einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TEUR 1.956 aus. Die bilanzielle Überschuldung ist durch Rangrücktritte auf Gesellschafterdarlehen und Darlehen von Dritten in Höhe von bis zu TEUR 3.641 abgedeckt. Die Finanzierung ist neben diesen Darlehen durch eine Patronatserklärung der Gesellschafterin gegenüber der Bank über TEUR 5.000 sichergestellt. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige bzw. außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der linearen Methode gemäß der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern werden grundsätzlich anhand der steuerlichen AfA-Tabellen ermittelt. Für die geringwertigen Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von EUR 250 bis EUR 1.000 wird entsprechend den steuerlichen Vorschriften (§ 6 Abs. 2a EStG) ein Sammelposten gebildet, der über die Laufzeit von 5 Jahren abgeschrieben wird. Wirtschaftsgüter unter EUR 250 werden in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst. Den Abschreibungen werden für die einzelnen Gruppen des Anlagevermögens in der Regel folgende Nutzungsdauern zu Grunde gelegt:
Die Herstellungskosten der aktivierten Eigenleistungen umfassen die angefallenen Fertigungseinzelkosten. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit dem durchschnittlichen Preis der letzten beiden Jahre angesetzt. Falls der letzte Einkaufspreis unter diesem Durchschnitt liegt, wird gemäß dem strengen Niederstwertprinzip der letzte Einkaufspreis herangezogen. Darüber hinaus werden Wertberichtigungen infolge verminderter Verwendbarkeit oder Veralterung durch einen Gängigkeitsabschlag vorgenommen. Für Reparaturmaterial und Ersatzteile wurde ein Festwert nach § 240 Abs. 3 HGB gebildet. Unfertige und fertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. In die Bewertung fließen neben den Material- und den Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemein- und Verwaltungsgemeinkosten ein. Die Ermittlung und Bewertung der Herstellungskosten erfolgte retrograd, soweit es sich nicht um Werkzeuge handelt. Wenn die geschätzten Herstellungskosten die erwarteten Erlöse aus den einzelnen Objekten überschreiten, wird dies durch Abschläge bzw. durch die Bildung von Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften berücksichtigt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt; erkennbare Einzelrisiken bei zweifelhaften Forderungen werden durch individuell ermittelte Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kredit- und Zinsrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Zuschreibungen auf Vermögensgegenstände des Anlage- und Umlaufvermögens werden erst vorgenommen, wenn der Grund für die ursprüngliche Wertminderung zweifelsfrei entfallen ist. Die Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Nominalwerten angesetzt. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf Aktivseite Ausgaben vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennbetrag angesetzt. Es entspricht dem Gesellschaftsvertrag und ist voll eingezahlt. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Rückstellungen für Gewährleistungen werden anhand über die Retourenquote des Geschäftsjahres aus den Umsatzerlösen hergeleitet. Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. C Erläuterung des Jahresabschlusses 1 Bilanz zum 31. Dezember 2018 Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel als Anlage zum Anhang dargestellt. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1 (Vj. TEUR 97) und keine Forderungen gegen Gesellschafter (Vj. TEUR 50). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind in Höhe von TEUR 69 (Vj. TEUR 31) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 1.978 (Vj. TEUR 1.645). Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind in voller Höhe (TEUR 925; Vj. TEUR 679) Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern. Von den Verbindlichkeiten haben TEUR 9.159 (i.Vj. TEUR 9.420) eine Restlaufzeit unter einem Jahr und TEUR 3.641 (i.Vj. TEUR 920) eine Restlaufzeit von mehr als einem, aber weniger als 5 Jahren. In Höhe von TEUR 4.571 (i.Vj. TEUR 4.424) sind die Verbindlichkeiten durch Sicherungsübereignungen und Globalzessionen besichert. 2 Gewinn- und Verlustrechnung 2018 Die Umsatzerlöse wurden zu ca. 86 % mit inländischen Kunden erzielt; die Auslandsumsätze belaufen sich auf TEUR 3.466 (Vorjahr: TEUR 5.232). In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus dem Verkauf eines verbundenen Unternehmens in Höhe von TEUR 860 enthalten. D Sonstige Angaben 1 Organe Als hauptberufliche Geschäftsführer der WAFA Germany GmbH sind bestellt: Herr Martin Witte, Kaufmann Herr Christian Waitz, Dipl. Wirtschaftsingenieur (ab 18.06.2018) Herr Jürgen Starosta, Dipl. Ing. (bis 18.06.2018) Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer entfällt unter Verweis auf die Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB. 2 Konzernzugehörigkeit Der Abschluss der Gesellschaft wird in den befreienden Konzernabschluss der Demmel Aktiengesellschaft (Amtsgericht Kempten, HRB 7632), Scheidegg im Allgäu, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt. 3 Mitarbeiter Im Geschäftsjahr 2018 waren durchschnittlich 191 (Vj.: 192) Mitarbeiter sowie 8 Auszubildende (Vj.: 7) beschäftigt. Der Personalstand unterteilt sich in 127 gewerbliche Mitarbeiter (Vj.: 128) und 64 Angestellte (Vj.: 64). 4 Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die finanziellen Verpflichtungen aus befristeten Miet- und Leasingverträgen, soweit noch nicht bilanziell berücksichtigt, betragen insgesamt TEUR 6.681 (Vorjahr: TEUR 7.549), davon sind im nächsten Jahr TEUR 1.444 (Vorjahr: TEUR 1.317) fällig. Zusätzlich gibt es unbefristete Mietverträge für die im nächsten Jahr TEUR 10 (Vorjahr: TEUR 42) fällig sind. 5 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Am 06.03.2019 wurde ein weiterer Bankkredit über Mio. 1 EUR abgeschlossen, was zu einer weiteren Entspannung der Liquiditätssituation führt.
Augsburg, den 26. April 2019 Die Geschäftsführung Martin Witte Christian Waitz Entwicklung des Anlagevermögens in der Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018
Feststellung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss zum 31.12.2018 wurde am 24.04.2019 festgestellt. Ergebnisverwendung Der Verlust wird vorgetragen. BestätigungsvermerkFür Zwecke der Offenlegung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2018 der WAFA Germany GmbH, Augsburg, wurde nachträglich von den Aufstellungserleichterungen sowie von den Offenlegungserleichterungen gemäß § 327 HGB Gebrauch gemacht. Wir weisen darauf hin, dass sich der erteilte Bestätigungsvermerk auf den vollständigen Jahresabschluss zum 31. Dezember 2018 der WAFA Germany GmbH, Augsburg, bezieht. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die WAFA Germany GmbH, AugsburgPRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Jahresabschluss der WAFA Germany GmbH, Augsburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der WAFA Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse · entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 und · vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus · identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. · gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. · beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. · ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. · beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. · beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. · führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, 26. April 2019 BDO
AG
Jürgen Zimmermann, Wirtschaftsprüfer Claudia Klafs, Wirtschaftsprüferin |
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Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen