Maximator Hydrogen GmbH
Petriblick 2, 99734 Nordhausen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Benjamin Tauche seit 9.2.2026 | Prokura |
Jörg Hattenbach seit 28.9.2023 | Geschäftsführer |
Mathias Kurras seit 9.7.2020 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (15)
| Name | Anteil |
|---|---|
M******* H*** M***** V**** G**** | 19.83% |
C*********** C***** G**** | 15.28% |
Dr. H********** G**** | 12.92% |
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
Normag Ventures GmbHEigenbeteiligung | 0.51% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
7 Gesellschafter
GmbH-Struktur
5 von 7 angezeigt
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Maximator Hydrogen GmbHNordhausenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht1. GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS Die Nationale Wasserstoffstrategie, die im Juni 2020 veröffentlicht wurde, unterstreicht die Schlüsselrolle von Wasserstoff in der Energiewende und bei der Reduktion von CO 2 -Emissionen. Viele Aspekte zur Ausgestaltung einer Wasserstoffwirtschaft wie etwa zu Erzeugung, Transport und Nutzung des grünen Wasserstoffs, zur Entwicklung von Netzwerken oder Finanzierungsfragen sind aktuell noch nicht final definiert. Unstrittig erscheint allerdings, dass weltweit Projekte und Initiativen gestartet sind, Potenzial- oder Machbarkeitsstudien durchgeführt werden und Strategien oder Roadmaps zum Aufbau einer weltweiten Wasserstoffwirtschaft realisiert werden. Aufgrund der Klimakrise und steigender CO 2 -Emissionen muss Mobilität neu überdacht werden. Für die Maximator Hydrogen ist Wasserstoff dabei der Schlüsselfaktor und zentrales Element auf dem Weg zu einer langfristig erfolgreichen Energiewende im Mobilitätsbereich. Wasserstoff bietet saubere Lösungen für eine ganze Bandbreite an Transportmitteln. Dafür entwickeln und liefert die Gesellschaft passende und zuverlässige Wasserstofftechnologien. Durch die Entwicklung von Wasserstofftankstellen und neuen Technologien wie Trailerbefüllstationen kann Maximator Hydrogen aktiv zu den globalen Klimaschutzzielen beitragen und helfen, die Erderwärmung zu begrenzen. Die Mission von Maximator Hydrogen ist es, Wasserstoff großflächig nutzbar zu machen und damit klimaneutrale Infrastrukturen zu fördern. Es ist das langfristige Ziel der Gesellschaft, im Jahr 2030 weltweit bis zu 4.000 Tankanlagen im Feld zu haben, die in höchster Verfügbarkeit und zur vollständigen Zufriedenheit aller Kunden betrieben werden. Das einzigartige Knowhow der Gesellschaft im Bereich der Wasserstofftechnologie beruht auf der jahrelangen Erfahrung ihrer Schwestergesellschaft Maximator GmbH, Nordhausen, die auf die Entwicklung und Produktion von Hochdruck-Kompressionstechnologien für gasförmige sowie flüssige Energieträger und Kraftstoffe spezialisiert ist. Um sich noch besser auf die Entwicklung und Produktion von innovativen und zukunftsfähigen Wasserstoff-Tankstellen fokussieren zu können, wurde im Februar 2019 die Maximator Hydrogen GmbH gegründet und in weiterer Folge der Bereich Wasserstoff-Tankstellen aus der Maximator GmbH herausgelöst und in diese Gesellschaft, die Maximator Hydrogen GmbH, überführt. Als Wasserstoff-Tankstelle bezeichnet die Gesellschaft das Gesamtsystem zum Tanken von Wasserstoff. Hinter diesem Begriff verbergen sich alle Module/Komponenten, die in ihrem Zusammenspiel für zufriedene Befüllvorgänge an der Zapfsäule sorgen. So dient das Modul MAX Storage zur Speicherung des Wasserstoffs, das Modul Max Chill sorgt für die Vorkühlung des Wasserstoffs. Das Modul Max Supply Panel ist der Wasserstoffanschlussschrank, das Modul Max ReCap ist das Trailerbefüllmodul und das Modul Max Dispenser gibt den Wasserstoff ab, sobald der Kunde den Tankvorgang startet. Das Herzstück aber bildet ein spezialisiertes Wasserstoff-Verdichter-System (Max Compression), das mit dem weltweit patentierten automatischen Dichtungswechsel-System Automatic Seal Exchange (ASX) ausgestattet ist. Maximator Hydrogen bietet derzeit ausschließlich komplette Wasserstoff-Tankstellen an, die individuell auf die Bedürfnisse ihrer Kunden zugeschnitten werden, wobei es egal ist, ob diese im Bus- oder LKW-Verkehr, bei Personenkraftwagen, Schiffen, Müllentsorgungs- oder Flurförderfahrzeuge zum Einsatz kommen. Von der Entwicklung und Produktion über die Beratung und Schulungsangebote bis hin zu Wartung und dem Customer Support für Endanwender: Die Gesellschaft liefert ein ganzheitliches Rundum-Paket, das auch vielfältige Service-Dienstleistungen umfasst. Um Tankstellen noch effizienter zu machen und damit die Akzeptanz von Wasserstoff als Antriebsform auf einer weiteren Ebene mitzugestalten, geht die Gesellschaft mit der Digitalisierung ihrer Technik noch einen Schritt weiter. Die Wasserstoff-Tankstellen der Maximator Hydrogen enthalten eine digitale Plattform, die umfangreiche Analysen, Informationen in Echtzeit oder auch Fehlerbehebungen ermöglicht. Maximator Hydrogen ist als Unternehmen der Schmidt, Kranz & Co.-Gruppe Teil eines größeren Wasserstofftechnologie-Netzwerks. Die Firmen agieren eigenständig am Markt, kooperieren aber bei gemeinsamen Projekten und können so auf die breite Erfahrung ihrer Partner aufbauen. Die Unternehmen der Gruppe bilden schon heute einen wesentlichen Teil der Wasserstoff-Wertschöpfungskette ab. Die Lösungen reichen von der Stromversorgung von Elektrolyseanlagen, Erzeugungsanlagen für grünen Wasserstoff, der Wasserstoff-Speicherung, dem Bau von Testständen für Tanksysteme bis zu Kompressor- und Betankungsanlagen, aufbauend auf zuverlässigen und leistungsfähigen Hochdruck-Komponenten, die ebenfalls im Konzern produziert werden. 2. STRUKTUR Am Stammsitz in Nordhausen, Thüringen, wurden im Geschäftsjahr 2023 mit durchschnittlich 179 Mitarbeitern, Wasserstoff-Tankstellen entwickelt, produziert und weltweit vertrieben. Der vertriebliche Schwerpunkt liegt derzeit auf Europa und den USA. Bedeutsame Fremdleistungen werden von einem Schwesterunternehmen in Österreich, das hochspezialisiertes Wasserstoff-Entwicklungsknowhow bereitstellt, erbracht. Derzeit erbringen drei Tochtergesellschaften Vertriebs- und Serviceleistungen für die Gesellschaft und ermöglichen dadurch eine Lokalisierung des Geschäftsmodells in Zielmärkten. Die Maximator Hydrogen Inc., USA, San Jose, wurde bereits 2019 gegründet. Die Maximator Hydrogene France SAS, Frankreich, Rantigny, wurde in 2023 und die Maximator Hydrogen Benelux B.V., Niederlande, Wateringen, im Jahr 2024 gegründet. Derzeit in der Planung für das zweite Halbjahr 2024 ist die Gründung einer weiteren Tochtergesellschaft in Italien. Ab 2025 plant das Unternehmen die Gründung weiterer Tochtergesellschaften. Mittels der Internationalisierung soll das Wachstum des Unternehmens beschleunigt werden. Weiterhin soll durch die Expansion in neue Märkte die Reichweite erhöht und neue Kunden gewonnen werden. Darüber hinaus ermöglicht der Zugang zu neuen Kunden und neuen Märkten auch neue Kundensegmente in verschiedenen Ländern zu erschließen, was zu erhöhten Absatzmöglichkeiten führen kann. Darüber hinaus ist angestrebt, Risiko zu diversifizieren und durch die Präsenz in mehreren Ländern Risiken zu streuen und weniger abhängig von einem einzelnen Markt zu sein. 3. STEUERUNGSSYSTEM Maximator Hydrogen verwendet finanzielle Leistungsindikatoren zur internen Steuerung des Unternehmens. Als wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren werden die Leistungssteigerung (%ualer Anstieg der Gesamtleistung [Umsatz zzgl. Bestandsveränderung, aktivierte Eigenleistungen und sonstige Erträge] gegenüber dem Vorjahr) sowie die Leistungsrentabilität (Jahresergebnis geteilt durch Gesamtleistung) herangezogen. Die im Geschäftsjahr 2023 erreichte Leistungssteigerung beträgt 91,8%. Ein Vorjahreswert dieser Kennzahl ist nicht aussagekräftig, da die Gesellschaft erst im Jahr 2022 begonnen hat, Umsätze zu erzielen. Die im Geschäftsjahr 2023 erreichte Leistungsrentabilität beträgt -13,6% (Vorjahr: -15,3%). Neben finanziellen Leistungsindikatoren werden aber auch nicht-finanzielle Leistungsindikatoren herangezogen. Hierbei spielt die vertankte Masse an Wasserstoff in Tonnen sowie die Anzahl der Betankungen im Geschäftsjahr eine zentrale Rolle. Beide Kennzahlen können ein Gradmesser für die Anzahl an Tankstellen sein, die ins Feld gebracht wurden, aber auch ein Gradmesser für die Zuverlässigkeit der ins Feld gebrachten Tankstellen.
4. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG Maximator Hydrogen sieht sich als Maschinenbauunternehmen, welches im Bereich der Wasserstoffwirtschaft tätig ist und durch die Kombination mechanischer, elektrischer und verfahrenstechnischer Ingenieurkompetenzen innovative Produkte entwickelt. Vor diesem Hintergrund spielen die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der Gesellschaft eine bedeutende Rolle. Sie sind der Motor für Innovationen und ermöglichen die Entwicklung neuer Produkte, Verfahren und Technologien, die langfristig zur Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens beitragen. In der nachfolgenden Übersicht werden wesentliche Entwicklungsprojekte der Gesellschaft dargestellt: • Architektur 2.0: Bereinigung der Architektur der Wasserstoff-Tankstellen, zur Definition universell einsetzbarer Komponenten aus einem Baukastenportfolio. • Ausbau der MaxCompression 2.0-Familie: Übernahme der MaxCompression 2.0-Produkte in die Konstruktionssysteme und Stücklisten in Nordhausen zur Erweiterung des Produktportfolios. • Fundamentbaukasten: Das Erzwingen von Arbeitsräumen erleichtert die Aufstellung von Dispensern, da Baufirmen häufig nicht in der Lage sind, Untergrund richtig herzustellen oder Rohre richtig zu verlegen. • Cooling Distribution: Hierdurch soll Kälte in großem Umfang schnell zur Verfügung gestellt werden, was zu wesentlich weniger Tankabbrüchen und einer erhöhten Tankgeschwindigkeit führt. • Dispenser 1.5 H70: Erweiterung des Produktportfolios durch einen 700 bar Dispensers für die Betankung von PKW. • Mobile Refueler: Erweiterung des Produktportfolios um einen 'Mobile Refueler', der Flurförderfahrzeuge oder sonstiges 'Off-Highway Equipment' betanken kann. Der Mobile Refueler lädt an einer stationären H2-Tankanlage und liefert dann direkt zum Fahrzeug. Im Bereich Forschung und Entwicklung wird die Gesellschaft durch ein Konzern-Partnerunternehmen in Wien unterstützt. In diesem Zusammenhang wurden im Jahr 2023 Fremdleistungen i. H. v. TEUR 2.585 in Anspruch genommen. Darüber hinaus wurde im Oktober 2023 eine interne Entwicklungsabteilung gegründet, die zum Jahresende drei Mitarbeitende umfasste und im Jahr 2024 weiter ausgebaut wird. Ziel ist es aus Nordhausen heraus auch komplexere Entwicklungsprojekte voranzutreiben, Produktionsabläufe zu optimieren und KVP-Prozesse im Entwicklungsbereich voranzutreiben. Dazu wurde ein gemeinsamer Entwicklungsprozess definiert und die Zusammenarbeit der beiden Entwicklungsabteilungen optimiert. Die Entwicklungsaktivitäten haben im Geschäftsjahr 2023 wichtige Meilensteine in diversen Projekten genommen: Neue Max Compression Designs wurden abgeschlossen. In einer überarbeiteten Version des Max Dispensers wurde das Plattformdesign abgeschlossen, sodass die einzelnen Dispenser-Varianten im Jahr 2024 in Produktion gehen und die Entwicklung für alle Varianten abgeschlossen werden konnte. Im Projekt Architektur 2.0 wurde ein wichtiger Meilenstein für die zukünftige Modularisierung gelegt, sodass im Jahr 2024 mit dem Bau des ersten auf Architektur 2.0 basierenden Supply Panels begonnen werden konnte. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden fünf Patente erteilt. Zudem konnte das Patentportfolio weiterentwickelt und drei neue Patente angemeldet werden. Diese Innovationen stärken die Wettbewerbsposition. 5. GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung verlief im Jahr 2023 insgesamt gedämpft und mit erheblichen regionalen Unterschieden. Während sich das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in den USA nach einem moderaten ersten Halbjahr im dritten Quartal deutlich beschleunigte, stagnierte das Bruttoinlandsprodukt in der Europäischen Union (EU) weitgehend. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung 2023 lässt sich wie folgt zusammenfassen: • Konjunkturelle Herausforderungen: Das Jahr 2023 war von Unsicherheiten und Herausforderungen geprägt. Die Wirtschaft kämpfte mit den Auswirkungen globaler Handelskonflikte und strukturellen Veränderungen. • Wachstum und Stagnation: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Dies war vor allem auf eine gedämpfte Inlandsnachfrage und eine gesunkene Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen zurückzuführen. • Inflation und Lohnentwicklung: Die Inflation nahm ab, was zu einer Entlastung für Verbraucher führte. Gleichzeitig beschleunigte sich der Anstieg der Lohneinkommen im Vergleich zum Vorjahr. • Digitalisierung und Nachhaltigkeit: Die Bundesregierung setzte verstärkt auf die Digitalisierung und Dekarbonisierung, um die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und nachhaltiges Wachstum zu fördern. • Fiskalische Resilienz: Die Rückkehr zu den regulären Obergrenzen der Schuldenbremse ab 2023 sollte die fiskalische Stabilität gewährleisten. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) Deutschlands sank im Jahr 2023 um 0,3. Der private Konsum nahm im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr ab. Die Ausrüstungsinvestitionen verzeichneten einen Anstieg von 3%. Die Bauinvestitionen sanken im Jahr 2023 preisbereinigt um 2,1 %. Die Exporte fielen um 1,8% und die Importe fielen um 3%. Der Außenbeitrag (Impuls) betrug insgesamt 0,6%. Die Erwerbstätigenzahl im Inland stieg um 0,7%. Die Arbeitslosenquote blieb stabil. Das Sachverständigengremium für Wirtschaft empfahl Maßnahmen zur Überwindung der Wachstumsschwäche, zur Modernisierung der Wirtschaft und zur Stärkung des Produktivitätswachstums. Branchenbezogene Rahmenbedingungen Aus der Sicht des Jahres 2024 lässt sich die volkswirtschaftliche Entwicklung der Wasserstoffwirtschaft im Jahr 2023 wie folgt zusammenfassen: Erzeugung von grünem Wasserstoff: Die Bedarfsprognosen für 2030 (95-130 TWh) und 2040 (290-440 TWh) bieten eine Entwicklungsperspektive. Das nationale Ausbauziel für Elektrolyseleistung wurde auf mindestens 10 GW bis 2030 erhöht. Kritisch ist jedoch, dass Maßnahmen weiterhin unter Haushaltsvorbehalt stehen und Fördermaßnahmen noch nicht ausreichend greifen. Eine Perspektive für die Jahre 2035 bis 2045 fehlt. Import: Die Importquote wird für 2030 auf 50-70 % (45-90 TWh) geschätzt. Dabei spielen auch Wasserstoffderivate eine entscheidende Rolle. Farben des Wasserstoffs: Grün bleibt der Fokus, aber für den Markthochlauf werden auch blauer, türkisfarbener und oranger Wasserstoff (aus Abfall- und Reststoffen) akzeptiert. Direkte finanzielle Förderung gilt vorrangig für grünen Wasserstoff, andere Farben werden auf der Anwendungsseite begrenzt gefördert. Standortwahl für Elektrolyseure: Elektrolyseure sollen größtenteils systemdienlich gebaut werden, um den Stromnetzausbau zu begrenzen. Dennoch sollte kein Standort kategorisch ausgeschlossen werden. Insgesamt strebt Deutschland eine Vorreiterrolle in der Wasserstoffwirtschaft an, indem es auf grünen Wasserstoff setzt und gleichzeitig Importe und verschiedene Wasserstofffarben berücksichtigt. 6. ERTRAGS-, VERMÖGENS- UND FINANZLAGE Ertragslage Der Klimawandel und seine Auswirkungen beschleunigen den Aufbau einer globalen Wasserstoffwirtschaft. In verschiedensten Ländern werden nationale Wasserstoffstrategien zum Aufbau einer Wasserstoff-Infrastruktur entwickelt und zudem in vielfältiger Art Fördergelder von der öffentlichen Hand bereitgestellt. Aufgrund ihrer technologischen Kompetenzen bietet die Maximator Hydrogen mit ihren Wasserstoff-Tankstellen ein attraktives Produktportfolio, das in zunehmendem Maße am Markt Nachfrage findet, was sich in steigenden Auftragsbeständen und Umsätzen widerspiegelt. Vor diesem Hintergrund ist die Gesellschaft hinsichtlich ihres innovativen Geschäftsmodells gut positioniert. Zum 31.12.2023 hatte die Maximator Hydrogen GmbH einen Auftragsbestand von rund € 98,8 Mio., der sich regional wie folgt aufteilte:
Die Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr 2023 ein deutliches Wachstum der Gesamtleistung gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 65.070 (Vorjahr: TEUR 33.925), wenngleich die ursprüngliche Planung nicht erreicht werden konnte. Diese fast 92%ige Erhöhung lässt sich durch drei Faktoren erklären. Auf der einen Seite sorgte der gestiegene Auftragsbestand und die sich daraus abgeleiteten Projekte, die im Geschäftsjahr bearbeitet wurden, dafür, dass die Bestände an unfertigen Erzeugnissen kräftig gewachsen sind. Dies führte schließlich zu einer Bestandserhöhung um TEUR 10.622. Auf der anderen Seite kam es zu einem kräftigen Ausbau der aktivierten Eigenleistungen auf TEUR 5.632 (Vorjahr: TEUR 1.356). Dies beinhaltete vor allem Testvorrichtungen, Prüfstationen sowie eine firmeneigene Betriebstankstelle. Der größte Effekt im Bereich der Gesamtleistung zeigt sich allerdings in den Sonstigen Betrieblichen Erträgen. Aufgrund kundenseitiger Vertragskündigung hat die Gesellschaft Erträge aus Schadenersatz in Höhe von TEUR 18.370 (Vorjahr TEUR 3.778) erhalten. Neben diesen Faktoren haben aber auch die originären Umsatzerlöse zu einem Anstieg der Gesamtleistung beigetragen. So erhöhten sich im Geschäftsjahr 2023 die Umsätze um knapp 6% von TEUR 28.505 auf TEUR 30.177 und setzten sich wie folgt zusammen:
Aufgrund des starken Anstiegs der Gesamtleistung stieg in Folge auch der Materialaufwand im Vergleich zum Vorjahr um ca. 70%. In absoluten Zahlen bedeutet das einen Anstieg des Materialaufwands von TEUR 20.769 auf TEUR 35.344. In diesen Materialien ist auch ein gestiegener Bedarf an Materialien zur Optimierung von bereits bestehenden Anlagen aufgrund von technischen Weiterentwicklungen, Kulanz und Gewährleistungsansprüchen enthalten. Der Anstieg der Personalkosten von TEUR 8.333 auf TEUR 12.505 ist insbesondere mit dem Wachstum der durchschnittlichen Mitarbeiteranzahl von 128 auf 179 Mitarbeiter zu begründen. Hinzu kommen vereinzelte arbeitsvertraglich vereinbarte Gehaltsanpassungen sowie tarifvertragliche Lohn- und Gehaltserhöhungen. Der Anstieg der Abschreibungen auf Anlagevermögen um rund 79% ist auf das Wachstum der Immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen zurückzuführen. Es erfolgten im Jahr 2023 diverse Erweiterungsinvestitionen im Bereich Grundstück, Gebäude, Geschäftsausstattung und technische Weiterentwicklung. Darüber hinaus sind Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens in Höhe von TEUR 3.524 (Vorjahr TEUR 1.580) angefallen. Das starke Wachstum des Unternehmens, technische Herausforderungen, mit denen die Gesellschaft konfrontiert war und die aus Ihrer derzeitigen Aufstellung als Sondermaschinenbauer abgeleitet werden können sowie der rasche Aufbau des Geschäftsbetriebs, der einen hohen Anstieg der Mitarbeiterzahlen zur Folge hatte, haben im Geschäftsjahr 2023 zu Reibungsverlusten geführt. Vor diesem Hintergrund musste deshalb in den Sonstige betriebliche Aufwendungen ein deutlicher Anstieg um TEUR 12.971 auf TEUR 19.350 im Geschäftsjahr (Vorjahr TEUR 6.379) verkraftet werden. Aufgrund zusätzlicher Finanzierungsbedarfe wurden Kredite bei Kreditinstituten und beim Mehrheitsgesellschafter aufgenommenen, die zu einem Wachstum der Zinsaufwendungen um TEUR 485 auf TEUR 868 geführt haben. Vermögenslage Im Jahr 2023 erhöhte sich die Bilanzsumme der Maximator Hydrogen von TEUR 32.024 auf TEUR 49.333 Dies entspricht einem Wachstum von über 54% und ist dem kräftigen Ausbau des Geschäftsbetriebes sowie der zunehmenden Durchdringung des Marktes geschuldet. Das Anlagevermögen erhöhte sich im Bereich der immateriellen Vermögenstände von TEUR 3.381 auf TEUR 4.983. Dies ist vor allem durch die Erhöhung des Geschäfts- oder Firmenwertes aus variabler Kaufpreiszahlungen um TEUR 1.441 auf TEUR 3.909 begründet. Im Bereich der Sachanlagen wurden im Jahr 2023 diverse Anzahlungen und Investitionen (TEUR 7.563) im Bereich Grundstücke und Bauten sowie Technische Anlagen und Maschinen getätigt. Dazu zählen die Fertigstellung des Bürogebäudes am neuen Standort Petriblick in Nordhausen sowie weitere Maßnahmen zur Einrichtung des Geschäftsbetriebes. Der Restbuchwert des Sachanlagevermögens hat sich um TEUR 4.706 auf TEUR 19.215 erhöht. Der leichte Anstieg der Finanzanlagen erklärte sich darin, dass der Kurs der Internationalisierung im Geschäftsjahr 2023 vorangetrieben wurde. Neben der Maximator Hydrogen Inc., die bereits seit einigen Jahren Bestand hat, wurde die MAXIMATOR Hydrogene France SAS, Rantigny, als weitere Vertriebs- und Servicegesellschaft gegründet. Auch im Geschäftsjahr 2024 wird die Gründung weiterer Gesellschaften angestrebt. Der Anstieg der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe von TEUR 13.606 auf TEUR 18.405 ist neben der Ausweitung der Geschäftstätigkeit auf Terminschiebungen bei einzelnen Projekten zurückzuführen, die sowohl kundenseitige als auch herstellerseitige Ursachen haben. Diese Entwicklung wurde noch durch diverse Rahmenverträge mit Lieferanten verstärkt, die schlussendlich zum Lageraufbau führten. Rasche Entwicklungszyklen und Fehlallokationen im Bestellverhalten machten demgegenüber die Bildung von Wertberichtigungen notwendig. Die Maximator Hydrogen ist im mittel- bis langfristigen Projektgeschäft tätig. Durch den gestiegenen Auftragsbestand und das Belegschaftswachstum konnten im Geschäftsjahr mehr Projekte be- bzw. angearbeitet werden als im Vorjahr. Hieraus ergibt sich ein deutlicher Anstieg der unfertigen Erzeugnisse um TEUR 11.378 auf TEUR 20.506. Entsprechend des gewachsenen Auftragsbestands ist das Bestellvolumen der Maximator Hydrogen im Jahr 2023 gestiegen. Dies führte zu einer Erhöhung der geleisteten Anzahlungen von TEUR 1.104 auf TEUR 2.166. Dem gegenüber stehen ebenfalls deutlich erhöhte erhaltene Anzahlungen von Kunden in Höhe von TEUR 34.812 (Vorjahr TEUR 30.594) Entgegen der Entwicklung der Vorräte haben sich die Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände um TEUR 5.141 reduziert, wovon TEUR 2.447 auf den Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entfallen und insbesondere aus einer Intensivierung des Mahnwesens zurückzuführen ist. Die Reduzierung der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen von TEUR 2.115 auf TEUR 24 resultiert aus einer hohen Zahlungsbereitschaft von Konzernunternehmen zum Jahresende. Auf der Passivseite haben sich insbesondere die Rückstellungen von TEUR 3.962 auf TEUR 14.310 deutlich erhöht. Diese Entwicklung ist insbesondere auf die Bildung von Rückstellungen für Drohverluste und Nachlaufkosten zurückzuführen. Zudem haben sich die Rückstellungen für Gewährleistungsansprüche, variable Kaufpreisverpflichtungen und ausstehende Rechnungen merklich erhöht. Darüber hinaus wurden Rückstellungen für drohende Verluste aus Verpflichtungen aus getätigten Bestellungen im Zusammenhang mit einer kundenseitigen Vertragskündigung gebildet. Diese Position ist aber durch gegenläufige Schadenersatzleistungen, die in den Sonstige betriebliche Erträgen enthalten sind, abgedeckt. Darüber hinaus sind die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sowie die sonstigen Verbindlichkeiten, vor allem aus erhaltenen Darlehensgewährungen, angestiegen. Finanzlage Die Gesellschaft weist zum 31.12.2023 auf der Aktivseite ihrer Bilanz einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TEUR 13.607 aus. In diesem Zusammenhang hat ein Gläubiger, zur Vermeidung der bilanziellen Überschuldung für Darlehen, welche zum Stichtag in Höhe von TEU 13.750 valutieren, Rangrücktrittserklärungen abgegeben und erklärt, dass seine Forderungen gegen die Gesellschaft im Rang gegenüber anderen Gläubigern zurücktreten. Der operative Cashflow im Geschäftsjahr 2023 beträgt TEUR -5.082 (Vorjahr TEUR - 19.001). Dieser setzt sich im Wesentlichen aus dem Jahresergebnis von TEUR - 8.825, dem Anstieg der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der unfertigen Erzeugnisse um TEUR 16.678, der Zunahme der Rückstellungen um TEUR 10.386 sowie der Verminderung des Forderungsbestand um TEUR 5.144 zusammen. Die Finanzierung der Gesellschaft wird zum einen von drei Kreditinstituten (Vorjahr zwei) über langfristige Bankkredite und Kreditlinien bereitgestellt. Zum Stichtag valutieren diese auf TEUR 13.474 (Vorjahr TEUR 11.000). Zum anderen werden der Gesellschaft Darlehen durch die jetzige Konzernmuttergesellschaft bereitgestellt, welche zum Stichtag mit TEUR 13.750 (Vorjahr TEUR 5.000) valutieren. Darüber hinaus finanziert sich die Gesellschaft aufgrund des teils langfristigen Projektgeschäftes über kundenseitige Anzahlungen. Zum Stichtag erhöhten sich die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen um TEUR 4.216 auf TEUR 34.812. Alle Arten von Finanzierungs-Konditionen sind marktgängig. Im Geschäftsjahr 2023 wurden umfangreiche Investitionen getätigt. Nachfolgend werden die bedeutendsten Investitionen dargestellt:
Künftig soll vor allem in die Erweiterung des Inbetriebnahmefeldes sowie in eine Betriebstankstelle investiert werden. Außerdem soll ein Hallenkran angeschafft werden. Die Finanzierung erfolgt aus Darlehen der Muttergesellschaft sowie aus laufenden Mitteln. Im Rahmen des aktuellen Geschäftsmodells ist die Gesellschaft als Unternehmen des Sondermaschinenbaus mit hohen Entwicklungsleistungen konfrontiert. Hinzu kommen kundenseitig zahlreiche Änderungswünsche in bereits laufenden Projekten. Vereinzelt führten zwar vertraglich zugesicherte, aber zeitlich nicht pünktliche gelieferte Vorleistungen dazu, dass Projekte nicht fristgerecht fortgeführt werden konnten. Darüber hinaus war die Gesellschaft als noch junges Unternehmen im Geschäftsjahr mit zahlreichen Optimierungen im Bereich Prozessmanagement konfrontiert. Die Summe dieser Themen führte dazu, dass in verschiedenen Projekten zeitliche Verzögerungen hingenommen werden mussten. Diese Situation hat das Eigenfinanzierungspotential der Gesellschaft erschwert, was zu vereinzelter Zahlungsschwäche führte, die aber immer beseitigt werden konnte. In solchen Situationen wurden zahlreiche Liquiditäts-schöpfende Maßnahmen ergriffen, insbesondere Absprachen mit Lieferanten sowie weitere Darlehensaufnahmen. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war aber jederzeit gesichert, da man immer auf die Finanzierungskraft der Konzernmuttergesellschaft zurückgreifen konnte. Die Geschäftsführung rechnet für die Folgejahre mit einer Verbesserung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und geht davon aus, fällige Verbindlichkeiten fristgerecht begleichen zu können. Gesamtaussage zur Geschäftsentwicklung Trotz Umsatzsteigerungen und hohen Erträgen aus Schadenersatz, die sich auf die Gesamtleistung positiv auswirkten, konnte der überproportionale Anstieg der Aufwendungen im Geschäftsjahr nicht kompensiert werden, was letztendlich zu einem Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR -8.825 (Vorjahr TEUR -5.186) führte. Die für 2023 geplante Leistungsrentabilität (6,7%) konnte folglich nicht erreicht werden. Vor dem Hintergrund des guten Auftragsbestandes, zahlreicher vielversprechender Vertriebsgelegenheiten sowie bereits umgesetzter Optimierungsmaßnahmen, wird die Entwicklung dennoch als insgesamt zufriedenstellend bewertet. 7. NACHTRAGSBERICHT Hinsichtlich Ereignisse nach dem Bilanzstichtag verweisen wir auf die Angaben im Anhang. 8. PROGNOSEBERICHT Aufgrund eines vielversprechenden Auftragsbestands sowie weiterer erwarteter Auftragseingänge rechnet die Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2024 mit weiter stark steigenden Umsätzen. Vor dem Hintergrund der Ist-Umsätze des ersten Halbjahres 2024 sowie den Erwartungen für das zweite Halbjahre 2024, die auf eingeplanten Projekten basieren, wird eine Steigerung der Gesamtleistung von über 20% auf rund EUR 80 Mio. erwartet. Aufgrund von Belastungen aus der Unternehmensgründungsphase, Kostenbelastungen durch hohe Entwicklungsaufwendungen, Aufwendungen aus dem Aufbau der Töchtergesellschaften, Markterschließungskosten und Belastungen aus Erfahrungsgewinnen und Optimierungspotenziale wird zwar mit einer deutlichen Verbesserung, aber dennoch immer noch mit einer negativen Gesamtleistungsrentabilität von etwa -6,0% gerechnet. Ab 2025 werden bei weiteren Steigerungen der Gesamtleistung von jährlich bis zu 26%% deutliche Ergebnisverbesserungen und einhergehend eine positive Gesamtleistungsrentabilität zwischen 0,6% und 6,0% erwartet. Die zunehmende Anzahl an zuverlässigen Tankstellen im Feld wird sich auch auf die vertankte Masse an Wasserstoff sowie die Anzahl der Betankungen im Geschäftsjahr 2024 positiv auswirken. Auf Basis der Istwerte des ersten Halbjahres 2024 wurde nachfolgend eine lineare Hochrechnung erstellt, die beide Werte in einem positiven Licht erscheinen lässt.
9. CHANCEN- UND RISIKOBERICHT Chancenbericht MARKTUMFELD Die Wasserstoffwirtschaft steht an der Schwelle zu einer revolutionären Entwicklung und die Marktchancen, insbesondere im Bereich der Wasserstoff-Tankstellen, sind vielversprechend. Mit dem zunehmenden Fokus auf nachhaltige Energiequellen und dem Ziel der Dekarbonisierung des Verkehrs, hat Wasserstoff das Potenzial, eine Schlüsselrolle in der globalen Energielandschaft zu spielen Als saubere Energiequelle bietet Wasserstoff enorme Möglichkeiten für eine Vielzahl von Anwendungen. Die Nachfrage nach grünem Wasserstoff, der mithilfe erneuerbarer Energien produziert wird, wächst kontinuierlich. Dieser Trend wird durch nationale und internationale Klimaschutzziele, wie das Pariser Abkommen, weiter verstärkt. Die Entwicklung von wasserstoffbetriebenen LKWs hat weitreichende Auswirkungen auf die Transportbranche und die Umwelt. Wasserstoff-LKWs können den CO 2 -Ausstoß im Güterverkehr erheblich reduzieren, da sie, wenn der Wasserstoff klimafreundlich mit Hilfe erneuerbarer Energien gewonnen wird, eine saubere Alternative zu Diesel-LKWs darstellen. Wasserstoffbetriebene Brennstoffzellen-Elektrofahrzeuge stoßen nur Wasserdampf aus und werden daher als wichtiger Bestandteil eines abgasfreien Produktportfolios angesehen. Diese Technologie ermöglicht eine effiziente Energieumwandlung und kann, abhängig von den Kosten und der Verfügbarkeit von Wasserstoff, wettbewerbsfähige Gesamtbetriebskosten bieten. Langfristig können Wasserstoff-LKWs zu Kosteneinsparungen führen, da sie weniger Wartung benötigen und die potenziellen Betriebskosten niedriger sind als bei herkömmlichen Fahrzeugen. Mit einer Reichweite, die mit Diesel-LKWs vergleichbar ist, und einer Betankungszeit von etwa 15 Minuten sind sie besonders attraktiv für den Langstreckentransport. Insgesamt unterstützt die Entwicklung von wasserstoffbetriebenen LKWs die Dekarbonisierung des Verkehrs und fördert eine nachhaltige und umweltfreundliche Zukunft. Sie bietet eine vielversprechende Lösung für die Herausforderungen der Transportbranche und hat das Potenzial, die Art und Weise, wie Güter transportiert werden, grundlegend zu verändern. Mehrere namhafte Automobilunternehmen, darunter Daimler Truck, Hyundai, Nikola und Toyota, sind aktiv in der Entwicklung von wasserstoffbetriebenen LKWs involviert. Die Infrastruktur für Wasserstofftankstellen wiederum ist ein entscheidender Faktor für die Akzeptanz und Verbreitung von Wasserstofffahrzeugen. Investitionen in diese Infrastruktur sind notwendig, um die Nutzung zu erleichtern und zu fördern. Derzeit investieren weltweit Unternehmen und Regierungen massiv in den Ausbau des Tankstellennetzes. Dieser Ausbau wird nicht nur die Verfügbarkeit von Wasserstoff für Verbraucher verbessern, sondern auch neue Geschäftsmodelle und Arbeitsplätze schaffen. Die Entwicklung von Wasserstoff-Tankstellen wird dabei eine zentrale Rolle spielen und wird die Marktdurchdringung von Wasserstoff als Energieträger beschleunigen, um die Vision einer kohlenstoffarmen Zukunft Wirklichkeit werden zu lassen. Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie in die Infrastruktur sind entscheidend, um die Effizienz von Wasserstoff-Tankstellen zu steigern und die Kosten für Endverbraucher zu senken. INITIATIVEN Erst vor kurzem wurden zwei bedeutende Initiativen gestartet, die die europäische Wasserstoffwirtschaft befördern werden: Die Europäische Kommission hat IPCEI Hy2Tech genehmigt. Dieses fördert die Forschung und Innovation sowie die erste gewerbliche Nutzung in der Wertschöpfungskette der Wasserstofftechnologie. Die Mitgliedstaaten werden bis zu 5,4 Milliarden Euro an öffentlichen Mitteln bereitstellen. Dadurch dürften zusätzliche private Investitionen im Umfang von 8,8 Milliarden Euro mobilisiert werden. Im Rahmen von IPCEI werden 35 Unternehmen, die in einem oder mehreren Mitgliedstaaten tätig sind, an 41 Vorhaben teilnehmen. IPCEI wird einen großen Teil der Wertschöpfungskette der Wasserstofftechnologie abdecken: i) Wasserstofferzeugung, ii) Brennstoffzellen, iii) Speicherung, Transport und Verteilung von Wasserstoff und iv) Anwendungen für Endverbraucher, insbesondere im Mobilitätssektor. Es soll den Weg für wichtige technologische Durchbrüche bereiten. Unter anderem soll es erstmals den Einsatz von auf Wasserstoff gestützte Verkehrstechnologien ermöglichen. Darüber hinaus wurde im Laufe des Geschäftsjahres 2024 ein weiterer zentraler Meilenstein für den Wasserstoffhochlauf in der Bundesrepublik Deutschland gemeldet. Die Fernleitungsnetzbetreiber haben ihren gemeinsamen Antrag für das Wasserstoff-Kernnetz bei der Bundesnetzagentur eingereicht. Sie legen damit ein deutschlandweites, ausbaufähiges, effizientes und schnell realisierbares Wasserstoffnetz zur Genehmigung vor. Das Kernnetz verbindet zentrale Verbrauchs- und Erzeugungsschwerpunkte sowie Speicher und Importzentren schrittweise bis zum Jahr 2032 miteinander. Das Kernnetz löst das Henne-Ei-Problem, indem die Infrastruktur zunächst auf der Basis eines gemeinsam mit der Politik erarbeiteten Szenarios entwickelt wurde und legt den Grundstein für den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft. Die Fernleitungsnetzbetreiber gehen damit in Vorleistung. Beide Initiativen zeigen nachhaltig, dass es für die Wasserstoffwirtschaft nicht mehr eine Frage ist, ob sie sich entwickelt, sondern, dass es nur noch eine Frage der Geschwindigkeit seiner Entwicklung sein wird. Die Maximator Hydrogen ist, als noch junges Unternehmen, gut positioniert an der rasanten Entwicklung dieser immer noch neuen Technologie zu partizipieren. Der aktuelle Auftragsbestand, wachsende Umsätze, die Fixkostendegressionseffekte mit sich bringen werden sowie zahlreiche vielversprechende vertriebliche Gelegenheiten unterstützt die Aussage, dass die Maximator Hydrogen im Geschäftsjahr 2024 ein besseres Ergebnis erzielen wird. Darüber hinaus zeichnet es sich ab, dass es nicht zuletzt auf Basis des bereits erzielten Auftragsbestandes der Wachstumskurs der Gesellschaft auch im Jahr 2025 fortgesetzt werden kann. Maximator Hydrogen hat die Maßnahmen ergriffen, die notwendig sind, um einen stabilen Unternehmensprozess zu gewährleisten und sich gut gewappnet den Herausforderungen der Zukunft stellen zu können. Es ist das erklärte Ziel des Unternehmens weiter kontinuierlich zu wachsen. Zusammenfassend bleibt festzustellen, dass Maximator Hydrogen strategisch an seiner konsequenten Ausrichtung als Hersteller von Wasserstoff-Tankstellen festhalten wird und seine Kapazitäten hinsichtlich Entwicklung und Produktion den herausfordernden Marktgegebenheiten anpassen wird. Es ist der Gesellschaft darüber hinaus ein großes Anliegen die hohen Innovationsraten beizubehalten und auch weiterhin stetig in die Weiterentwicklung ihrer Mitarbeiter zu investieren, denn sie sind das wichtigste Kapital, um als Unternehmen erfolgreich Zukunft zu gestalten. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Wasserstoffwirtschaft und insbesondere Wasserstoff-Tankstellen ein enormes Wachstumspotenzial bieten. Die Kombination aus politischer Unterstützung, technologischen Fortschritten und strategischen Investitionen positioniert Wasserstoff als einen Eckpfeiler der zukünftigen Energielandschaft und verspricht eine saubere, effiziente und nachhaltige Alternative zu fossilen Brennstoffen. Technologische Innovationen und sinkende Kosten für die Wasserstoffproduktion und -speicherung tragen dazu bei, dass Wasserstoff wettbewerbsfähiger wird. INNERBETRIEBLICHE ENTWICKLUNGSMÖGLICHKEITEN Die Maximator Hydrogen GmbH befindet sich derzeit in einer Phase des Übergangs vom Sondermaschinenbau zur Produktion von Kleinserien. Diese strategische Neuausrichtung wird durch die Notwendigkeit motiviert, den Anforderungen eines heterogenen Kundenstamms gerecht zu werden und gleichzeitig Ineffizienzen im Kostenbereich zu reduzieren, die durch die bisherige Ausrichtung entstanden sind. Der Übergang zur Kleinserienproduktion bietet vielfältige Chancen: • Skalierung der Geschäftsaktivitäten: Die Produktion von Kleinserien ermöglicht eine Skalierung der Geschäftsaktivitäten und kann zu einer Kostendegression führen. • Effizienzsteigerung durch Standardisierung: Durch die Standardisierung von Prozessen und Produkten können die Effizienz gesteigert und die Produktionskosten gesenkt werden. • Förderung von Innovationen: Der Übergang vom Sondermaschinenbau zur Kleinserienproduktion kann die Entwicklung neuer Technologien und Prozesse fördern. • Erhöhte Flexibilität und Wettbewerbsfähigkeit: Die Fähigkeit, sowohl Sondermaschinen als auch Kleinserien anbieten zu können, erhöht die Flexibilität und Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens. Vor diesem Hintergrund entwickelt die Maximator Hydrogen derzeit einen Modulbaukasten. Dieser soll es ermöglichen, die Individualität und Flexibilität der Produkte mit Effizienz und Kostendisziplin zu vereinen. Der Modulbaukasten wird aus verschiedenen, aber untereinander kompatiblen Modulen bestehen, die eine maßgeschneiderte Planung von Wasserstoff-Tankstellen ermöglichen. Jedes Modul ist eine in sich abgeschlossene Einheit, die jedoch mit anderen Modulen kompatibel ist. Zur Erreichung dieses Ziels werden beträchtliche Entwicklungsressourcen bereitgestellt. Die Gesellschaft sieht in dieser angepassten Aufstellung enormes Potenzial, das bestehende Geschäftsmodell zu optimieren, Kundenerwartungen zu übertreffen, weiteres Wachstum zu generieren und nachhaltige Profitabilität zu erreichen. Die zunehmende Zahl an Wasserstoff-Tankstellen im Markt eröffnet zusätzliche Potenziale, die durch den konsequenten Ausbau und die Weiterentwicklung des Servicegeschäfts weiter verstärkt werden sollen. Darüber hinaus wird der Fokus auch in Zukunft auf der kontinuierlichen Anpassung und Optimierung von Prozessen liegen, um auf Basis der Startup-Kultur des Unternehmens bestehende Potenziale zu heben und Kosten zu senken. Risikobericht GESCHäFTSRISIKEN Nachfolgend werden Risiken beschrieben, die erhebliche nachteilige Auswirkungen auf die Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie die Reputation der Gesellschaft haben können. Die Reihenfolge der dargestellten Risiken spiegelt die gegenwärtige Einschätzung des relativen Risikoausmaßes wider und bietet daher einen Anhaltspunkt für die derzeitige Bedeutung dieser Risiken für die Gesellschaft. Risiken mit einem höheren Risikoausmaß sind an den Anfang der Auflistung gestellt. Zusätzliche Risiken, die derzeit noch nicht bekannt sind oder als unwesentlich eingeschätzt werden, können die Geschäftsaktivitäten und Geschäftsziele der Gesellschaft ebenfalls negativ beeinflussen. Die Maximator Hydrogen hat neben einem professionellen Versicherungsmanagement ein umfassendes Management- und Controllingsystem aufgebaut, das die zielorientierte Steuerung von Risiken gewährleistet. Dennoch bringt unternehmerisches Handeln Risiken mit sich, die sich nicht völlig ausschalten lassen. Als wesentliche Risiken sind die Folgenden zu nennen: • Kapitalverfügbarkeitsrisiken: Die Maximator Hydrogen hat aufgrund ihrer Struktur keinen effizienten Zugang zur Refinanzierung am Kapitalmarkt und finanziert sich deshalb aus operativen Cashflows, Gesellschafterdarlehen und Bankenkrediten. In Wachstumsphasen besteht das Risiko, dass diese Form der Finanzierung zur ungenügenden Verfügbarkeit von Finanzierungsmitteln führt. Änderungen von Kundenwünschen in laufenden und künftigen Projekten können zudem die eindeutige Vorhersage von Zahlungseingängen und Zahlungsausgängen erschweren und damit zu deutlichen Abweichungen in der kurz- und mittelfristigen Finanzplanung führen. Um diesen Risiken zu begegnen, werden auf wöchentlicher Basis kurz- bis mittelfristige Liquiditätspläne sowie langfristige Budgets erstellt, die die unternehmensweite Nachfrage nach Finanzmitteln und die Möglichkeiten des Finanzierungsangebots kurz- und mittelfristig in Übereinstimmung bringen. • Prozessrisiken: Aufgrund der Tatsache, dass die Maximator Hydrogen noch ein sehr junges Unternehmen ist, könnten einige Teil-Prozessschritte noch nicht klar definiert, effizient ausgestaltet oder vollständig in Übereinstimmung mit den Geschäftsstrategien oder den Kundenwünschen sein. Dies könnte finanzielle, physische oder informationsbezogene Verluste verursachen. Um dem zu begegnen, wurden umfangreiche Prozessanalysen durchgeführt und Schwachstellen optimiert. Dieser kontinuierliche Verbesserungsprozess (KVP) trägt dazu bei, das Unternehmen stetig weiterzuentwickeln. • Strategische Risiken: Wasserstofftankstellen für den Verkehrssektor sind ein relativ neuer Markt innerhalb der stark wachsenden Wasserstoffwirtschaft. Es werden neue Technologien, Anwendungen und Verfahren entwickelt, und Kundenwünsche werden kontinuierlich neu definiert und angepasst. Zudem treten neue Marktteilnehmer auf. Eine unvollständige Berücksichtigung von Kundenwünschen und antizipierten Wettbewerberaktionen könnte mit Risiken verbunden sein. Um dem zu begegnen, werden kontinuierlich Marktentwicklungen sowie Kundenbedürfnisse geprüft, um zeitnah auf Veränderungen reagieren zu können. Dazu zählt der Aufbau von Informationskanälen, um relevante Signale der externen Unternehmensumwelt zu detektieren sowie die realitätsnahe Antizipation von Umweltentwicklungen und Diskontinuitäten. • Änderungen in den Bewilligungsbedingungen und der Förderlandschaft: Da die meisten Projekte, die von der Maximator Hydrogen bearbeitet werden, Zuschussprojekte sind, die von verschiedensten staatlichen Ebenen subventioniert werden, könnten Veränderungen in den Bewilligungsbedingungen und der Förderlandschaft Auswirkungen haben, die sich im Auftragseingang bemerkbar machen. Um dem zu begegnen, hat sich die Maximator strategisch dazu entschlossen eine Vielzahl von internationalen Märkten zu bedienen, um ein politisches Risiko durch eine Vielzahl von Ländern zu diversifizieren. • Projektabbrüche: Es besteht das Risiko, dass sich Kunden entscheiden, bereits laufende Projekte zu beenden. Der sich anschließende Prozess der Evaluierung, Anerkennung und Abrechnung bereits angefallener Kosten im Projekt kann vereinzelt zu hohen Verwaltungsaufwendungen führen und zudem die Planbarkeit von Finanzmitteln beeinträchtigen. • Qualitätsrisiken: Die Maximator Hydrogen ist derzeit noch im Sondermaschinenbau tätig. Zur Umsatzgenerierung sind anspruchsvolle technologische Herausforderungen zu bewältigen. Um dem Risiko nicht funktionstauglicher Produkte zu begegnen, wurden umfangreiche qualitätssichernde Entwicklungsmaßnahmen in Gang gesetzt. Darüber hinaus wird an der Entwicklung zum Kleinserienfertiger sowie einem modularisierten Produktprogramm gearbeitet, das komplexen Kundenanforderungen entsprechen kann. Weiterhin wurde ein professionelles EDV-gestütztes Anforderungsmanagement sowie umfangreiche Testverfahren eingeführt, die dazu führen, ausschließlich markttaugliche Produkte in die Märkte zu liefern. Qualitätssichernde Prozesse wurden installiert und Maßnahmen des Qualitätsmanagements aufgebaut. Das Unternehmen ist zudem DIN ISO 9001-2015 zertifiziert. • Beschaffungsrisiken: Vereinzelt bestehen bei diversen Materialarten noch Single-Source-Risiken, die aber mittelfristig aufgelöst werden. Es ist angestrebt, in den wichtigsten Materialarten auf mehrere Zulieferer zurückgreifen zu können. Auch die Verfügbarkeit von bestimmten Vorprodukten, wie z.B. spezialisierte Stahlsorten für individualisierte Artikel, könnte theoretisch risikobehaftet werden. Darüber hinaus könnten potenzielle Transportrisiken bei Lieferanten aus Übersee bestehen. Weiterhin könnten aus der Risikoanalyse im Rahmen der Umsetzung des Lieferketten-Sorgfaltspflichten-Gesetzes weitere Risiken sichtbar werden. Eine Evaluation wird derzeit auf Ebene der Konzern-Muttergesellschaft durchgeführt. • Risiken im Vorratsbereich: Durch die rasante Marktentwicklung und die damit verbundenen technologischen Veränderungen kann es im Vorratsbereich zu Überschuss und Obsoleszenz kommen. Diesem Risiko wird durch engmaschige standardisierte Kommunikation zwischen den verschiedensten Abteilungen des Unternehmens begegnet. • Bonitätsrisiken: Bonitätsrisiken, insbesondere im Exportbereich, können bei nicht abgedeckten Kundenforderungen entstehen. Diesem Risiko begegnet das Unternehmen durch vertragliche Vereinbarungen, die ausreichende Anzahlungen vorsehen. Zudem wurde ein professionelles Forderungsmanagement errichtet. • Risiken in Tochtergesellschaften: Um die Globalisierung aktiv zu gestalten hat die Maximator Hydrogen Tochtergesellschaften in USA, Frankreich und zuletzt in den Niederlanden gegründet. Weitere Landesgesellschaften sollen folgen. Diese Gesellschaften erbringen Vertriebs- und Serviceleistungen im Ausland und bergen ein begrenztes Risikopotential, das durch Maßnahmen der Governance und des Beteiligungscontrollings überwacht wird. • Wettbewerbsrisiken: Das Unternehmen muss als Marktführer wachsam das Aufkommen von neuen Wettbewerbern, insbesondere aus dem asiatischen Raum, im Blick behalten. • Konjunkturelle Abhängigkeiten: Abhängigkeiten von der konjunkturellen Entwicklung könnten zu einer Eintrübung des Auftragseingangs führen. • Betriebsunterbrechungsrisiko: Die Fähigkeit des Unternehmens, wichtige Operationen und Prozesse auch in Krisen- oder Engpassphasen auszuführen (z.B. bei Unfällen, Wetterereignissen, Streik, Sabotage oder Verlusten), wird durch eine Betriebsunterbrechungsversicherung abgesichert. • Sonstige finanzielle Risiken: Wechselkursschwankungen und Zinsänderungsrisiken können zu finanziellen Risken führen. Mögliche negative Auswirkungen werden von den Verantwortlichen der Funktionsbereiche Finanz- und Controlling engmaschig überwacht, um im Bedarfsfall rasch auf sich verändernde Umweltbedingungen reagieren zu können. Keines der oben genannten Risiken wird von uns als bestandsgefährdend erachtet. In allen Bereichen wurden dennoch umfangreiche Maßnahmen ergriffen, um bestehenden Risiken nicht nur vergangenheitsorientiert zu begegnen, sondern sie auch als Chance für betriebliche Verbesserungen zu begreifen.
Nordhausen, den 6. September 2024 Die Geschäftsführung Mathias Kurras Jörg Hattenbach Oliver Henle BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss der Firma Maximator Hydrogen GmbH mit Sitz in 99734 Nordhausen, eingetragen im Registergericht Jena HRB 515855, wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Die Firma Maximator Hydrogen GmbH ist im Geschäftsjahr 2023 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Der Grundsatz der Darstellungsstetigkeit wurde beachtet. Die Gesellschaft weist zum 31.12.2023 einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TEUR 13.607 aus. Zur Beseitigung der bilanziellen Überschuldung hat ein Gläubiger für Darlehen, welche zum Stichtag in Höhe von insgesamt TEUR 13.750 valutieren, Rangrücktrittserklärungen abgegeben und erklärt, dass seine Forderungen gegen die Gesellschaft im Rang gegenüber anderen Gläubigern zurücktreten. Die Geschäftsführung rechnet für die Folgejahre mit einer deutlichen Verbesserung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und geht davon aus, alle fälligen Verbindlichkeiten fristgerecht begleichen zu können. Auf der Grundlage der aktuellen Planung ist von der Fortführung der Gesellschaft auszugehen. Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die im Folgenden dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind im Vergleich zum Vorjahr unverändert angewandt worden. Die immateriellen Vermögensgegenstände, mit Ausnahme des Geschäfts- oder Firmenwertes, werden mit den Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten, vermindert um lineare Abschreibungen, bewertet. Die Nutzungsdauer beträgt 2 bis 5 Jahre. Der aus dem Erwerb des Geschäftsbereich Wasserstofftankstellen resultierende Geschäfts- oder Firmenwert wird in Höhe des verlässlich schätzbaren Teils des variablen Kaufpreises (3% vom Umsatz 2023 und geplanten Jahresumsatz 2024) aktiviert und über 20 Jahre linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauer wurde aufgrund der Langfristigkeit der Entwicklungszeiträume der Wasserstoffwirtschaft festgelegt und wie folgt begründet: Das Ziel mittels eines Vertrages, den menschengemachten globalen Temperaturanstieg durch den Treibhauseffekt auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen, haben fast alle Staaten der Erde auf der 21. UN-Klimakonferenz 2015 (COP 21) in Paris unterzeichnet. In der Konsequenz sind die Unterzeichnerstaaten verpflichtet, in ihren jeweiligen Ländern mittel- bis langfristige Maßnahmen zu ergreifen, um Treibhausgasemissionen drastisch zu begrenzen. Diese 'Defossilisierung' wird in weiten Bereichen durch grüne Elektrifizierung (Herstellung von Strom durch erneuerbare Energien) erreicht. Daneben bilden sich aber auch andere Energieträger, wie Wasserstoff, heraus, mit denen sich große Teile der Industrie und des Verkehrs klimafreundlich gestalten lassen. Zu einer erfolgreichen Entstehung der Wasserstoffwirtschaft muss aber Wasserstoff gegeben sein. Dabei müssen große Elektrolysekapazitäten aufgebaut werden und der darauffolgende Wasserstoff-Transport gesichert sein. Darüber hinaus muss eine Wasserstoff-Infrastruktur aufgebaut werden, um die Verfügbarkeit von Wasserstoff dort sicherzustellen, wo er gebraucht wird. Weiterhin müssen zur Etablierung von Wasserstoffanwendungen ganze Industriezweige umgebaut werden. Das gilt insbesondere für die Stahl- und die Chemieindustrie - aber auch für den gesamten Verkehrssektor. Schließlich müssen gute Rahmenbedingungen und eine passende Gesetzgebung erarbeitet werden. All dies lässt sich nur in einem langfristigen Kontext verwirklichen, sodass die festgelegte Nutzungsdauer des Firmenwertes als sachgerecht bewertet wird. Das Sachanlagevermögen wurde mit den Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten, vermindert um lineare Abschreibung, bewertet. Die Nutzungsdauer beträgt hier 1 bis 33 Jahre. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr ihres Zuganges, in Anlehnung an den § 6 Abs. 2 EStG, voll abgeschrieben. Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Bewertung des Vorratsvermögens erfolgt, unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips, zu Anschaffungskosten. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und die Handelswaren werden zu Anschaffungskosten (einschließlich Bezugsnebenkosten) bewertet. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten oder den letzten Anschaffungskosten, sofern diese niedriger sind (Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips), einschließlich der Nebenkosten bewertet. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten unter Berücksichtigung des geschätzten Fertigungsgrades gemäß § 255 Abs. 2 HGB bewertet. Dabei werden angemessene Teile der Materialgemeinkosten sowie der Fertigungsgemeinkosten einbezogen. Anteilige allgemeine Verwaltungskosten und Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Die Gängigkeit der Materialarten sowie eventuelle Lagerschäden werden durch entsprechende Abschläge berücksichtigt. Die verlustfreie Bewertung der unfertigen Erzeugnisse erfolgt auf Basis von Abschlägen für einzelne Aufträge durch Vergleich der bis zum Ende der Fertigung erwarteten Herstellungskosten mit den Erlösen. Die vorgenommenen Abwertungen basieren auf aktuellen Erkenntnissen und Schätzungen über die weitere Entwicklung der einzelnen Projekte. Abweichungen von diesen Schätzungen können zu entsprechenden Auswirkungen auf die künftige Ertragslage führen. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen wurden, aufgrund des Wahlrechts nach § 268 Abs. 5 S. 2 HGB, vollständig von den Vorräten abgesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert angesetzt. Zweifelhafte Forderungen werden einzelwertberichtigt. Darüber hinaus wurde bei den Forderungen dem allgemeinen Ausfallrisiko mit einem angemessenen Pauschalabschlag Rechnung getragen. Sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert angesetzt. Die liquiden Mittel sind zum Nennbetrag ausgewiesen. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten. Die Bewertung erfolgte jeweils in Höhe des Betrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (Erfüllungsbetrag). Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen wurden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorlagen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 HGB abgezinst. Rückstellungen für noch zu erwartende Nachlaufkosten für bereits ausgelieferte Anlagen basieren auf aktuellen Schätzungen über die Höhe der noch zu erbringenden Leistungen. Abweichungen von diesen Schätzungen können zu entsprechenden Auswirkungen auf die künftige Ertragslage führen. Den Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen liegen versicherungsmathematische Gutachten auf den 31.12.2023 zugrunde, die sich u.a. auf die handelsbilanzielle Bewertung beziehen. Die Verbindlichkeiten wurden mit Ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Für temporäre oder quasi-permanente Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden latente Steuern angesetzt. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit den Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen und werden nicht abgezinst. Ein Überhang aktiver latenter Steuern wird in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 S. 2 HGB nicht angesetzt. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. III. Erläuterungen zur Bilanz Die Aufgliederung des Anlagevermögens und dessen Entwicklung zeigt der dem Anhang beigefügte Anlagenspiegel. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen stellen gleichzeitig Forderungen aus Lieferungen und Leistungen dar. Die ausgewiesenen "sonstigen Vermögensgegenstände" betreffen insbesondere Vorschüsse, Forderung gegenüber Mitarbeitern, Mietsicherheiten, debitorische Kreditoren und Steuerforderungen. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von TEUR 68 (Vorjahr TEUR 50) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten (Vorjahreszahlen in Klammern)
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 3.000 durch Grundschulden besichert. Die erhaltenen Anzahlungen in Höhe von TEUR 34.812 enthalten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 2.941. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern resultieren aus Lieferungen und Leistungen bzw. laufender Verrechnung. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten zum Stichtag Verbindlichkeiten aus Darlehensgewährungen in Höhe von TEUR 13.750, für die der Darlehensgeber (nahestehende Person) einen Rangrücktritt erklärt hat. Die sonstigen Rückstellungen betreffen insbesondere (in TEUR):
IV. Sonstige finanzielle Verpflichtungen, Außerbilanzielle Verpflichtungen Aus mehrjährigen Miet- und Leasingverträgen besteht eine finanzielle Verpflichtung in Höhe von TEUR 266, hiervon sind innerhalb des nächsten Jahres TEUR 109 fällig. Des Weiteren bestehen zum Bilanzstichtag finanzielle Verpflichtungen aus noch offenen Bestellungen in Höhe von TEUR 33.554. Ferner bestehen finanzielle Verpflichtungen aus bedingten Kaufpreiszahlungen aus dem mit der Maximator GmbH, Nordhausen geschlossenen Unternehmenskauf und Übertragungsvertrag über den Erwerb des Geschäftsbereich Wasserstofftankstellen. Der variable Kaufpreis beträgt gestaffelt zwischen 1% und 3% der Umsatzerlöse über einen Bezugszeitraum von 10 Jahren, beginnend ab dem 1. Januar 2022. Eindeutige und verlässliche Vorhersagen zukünftiger Umsatzerlöse für die Jahre 2025 bis 2032 sind zum Abschlussstichtag nicht verfügbar. V. Haftungsverhältnisse Die Maximator Hydrogen GmbH hat gegenüber der Schmidt, Kranz & Co. GmbH sowie deren Tochtergesellschaften, zugunsten verschiedener Banken, die gesamtschuldnerische Haftung für Kreditlinien für Kontokorrentkredite, Terminkredite, Avalkredite, Kreditaufträge für Avalkredite und Darlehen gewährt. Die Inanspruchnahme dieser Kreditlinien durch die Maximator Hydrogen GmbH beträgt zum 31.12.2023 TEUR 13.750 (Vorjahr TEUR 5.000). Zum aktuellen Zeitpunkt liegen der Gesellschaft keine Informationen vor, die das Risiko der Inanspruchnahme aus den oben ausgewiesenen Haftungsverhältnissen als wahrscheinlich erscheinen lassen. VI. Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind sonstige betriebliche Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung in Höhe von TEUR 18.370 (Vorjahr TEUR 3.778) aus Schadensersatzansprüchen enthalten. Die Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens in Höhe von TEUR 3.524 stellen gleichzeitig Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung dar. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind folgende Positionen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung enthalten:
Die Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen betragen 1.322 TEUR. Aus Kurs- u. Währungsdifferenzen resultieren sonstige betriebliche Erträge in Höhe von TEUR 118 (Vorjahr TEUR 3) und sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 233 (Vorjahr TEUR 133). Es bestehen im aktuellen Geschäftsjahr keine Aufwendungen mehr aus Abzinsung (Vorjahr TEUR 1). Im Geschäftsjahr 2023 wurden Aufwendungen für betriebliche Altersversorgung und vermögenswirksame Leistungen in Höhe von TEUR 20 bezahlt. VII. Sonstige Angaben Mitarbeiter Die durchschnittliche Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer betrug im Geschäftsjahr 179 (Vorjahr 128). Geschäftsführung Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr 2023 Herr Dipl. Ing. Mathias Kurras, Nordhausen, Herr Dipl. Ing. Lothar Schäfer, Villmar (bis 30. März 2023), Herr Dipl. Betriebswirt Jörg Hattenbach, Andechs Erling (ab 1. September 2023) und Herr Dipl. Kfm. Oliver Henle, Bad Oeynhausen (ab 1. September 2023). Es wird von der Schutzklausel gem. § 286 (4) HGB Gebrauch gemacht und auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge verzichtet. Geschäfte mit nahestehenden Personen Mit nahestehenden Personen und Unternehmen sind Geschäfte nur zu marktüblichen Konditionen zustande gekommen. Beteiligungen Gemäß § 285 Nr. 11 HGB ist die Gesellschaft zum 31.12.2023 an folgenden Unternehmen beteiligt:
ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen. Ereignisse nach dem Stichtag Im Januar 2024 traten die Gesellschafter Herr Arno Fehler, Velbert und Herr Henning Willig, Bad Lauterberg ihre Anteile an die Schmidt, Kranz & Co. GmbH, Velbert ab. Durch die Veränderung in der Gesellschafterstruktur erfolgt ab dem Geschäftsjahr 2024 eine Vollkonsolidierung der Maximator Hydrogen GmbH im Konzernabschluss der Schmidt, Kranz & Co. GmbH, Velbert. Im April 2024 wurde eine weitere Tochtergesellschaft, die Maximator Hydrogen Benelux B. V. in Wateringen, Niederlande, gegründet. Die Gesellschaft hält daran einen Kapitalanteil von 90%. Im Geschäftsjahr 2024 wurden der Gesellschaft weitere Gesellschafterdarlehen zur Verfügung gestellt sowie die Laufzeit bestehender Darlehensverträge prolongiert. Darüber hinaus hat die Schmidt, Kranz & Co. GmbH eine verbindliche Liquiditätszusage zugunsten der Gesellschaft abgegeben sowie weitere Rangrücktritte zugesagt. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres, über die an dieser Stelle zu berichten wäre, haben sich nicht ereignet.
Nordhausen, den 6. September 2024 Die Geschäftsführung Mathias Kurras Jörg Hattenbach Oliver Henle sonstige BerichtsbestandteileAnlagespiegel Maximator Hydrogen GmbH
Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 11.10.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkAn die Maximator Hydrogen GmbH, Nordhausen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Maximator Hydrogen GmbH, Nordhausen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Maximator Hydrogen GmbH, Nordhausen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und desLageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, 6. September 2024 RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft Joerg Schoberth, Wirtschaftsprüfer Christoph Couhorn, Wirtschaftsprüfer |
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