Stammdaten

Register
Amtsgericht Bremen HRB 3844 BHV
Eingetragen
23.11.2005
Branche
Kreditinstitute des SparkassensektorsKreditinstitute mit SonderaufgabenBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Die Ausführung jeder Art von Bankgeschäften gem. § 1 Abs. 1 KWG und von Finanzdienstleistungen gem. § 1 Abs. 1a KWG. Ausgeschlossen ist das Betreiben der Geschäfte einer Kapitalanlagegesellschaft im Sinne von § 1 Abs. 1 Nr. 6 KWG.

Historie

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Management

NameRolle
Gerold Lehmann
seit 9.10.2007
Vorstandsmitglied
Gerhard Nimschik
seit 12.6.2007
Vorstandsmitglied

Konzern- und Jahresabschlüsse

Weserbank AG i.I.

Bremerhaven

Jahresabschluss zum 16. April 2012

Lagebericht
des Geschäftsjahres vom 17. April 2011 bis 16. April 2012

Entwicklung der Gesamtwirtschaft und Branche

Die Bank betreibt nach ihrer Schließung für den Kundenverkehr durch die BaFin am B. April 2008 kein aktives Geschäft mehr. Aufgrund der Abwicklung des Vermögens der Bank wird daher auf weitere Ausführungen verzichtet.

Geschäftsentwicklung und Vermögenslage

Als Folge der weltweiten Bankenkrise kam es im Jahre 2007 zum Stillstand im zentralen Geschäftsfeld der Bank, wodurch ein Verlust entstand. Infolge dessen wurde das für Kreditinstitute gesetzlich vorgeschriebene Mindesteigenkapital unterschritten, was die Schließung der Bank durch die Bankenaufsicht bedingte.

Mit dem Entzug der Bankerlaubnis musste das Portfolio an Wertpapierpensionsgeschäften vorzeitig exekutiert werden. Die dadurch entstehenden Verluste haben die Eigenmittel vollständig aufgebraucht, so dass der Vorstand die Aufsichtsbehörde über die Überschuldung der Bank informieren musste. Daraufhin stellte die BaFin den Insolvenzantrag für die Bank (§ 46b Absatz 1 Satz 4 KWG).

Das Vermögen der Bank wird seit Eröffnung des Insolvenzverfahrens am 16. April 2008 verwertet.

Bedingt durch die fortschreitende Verwertung des Vermögens verminderte sich das Geschäftsvolumen (Bilanzsumme zzgl. Wertberichtigungen und Avale) der Bank von TEUR 22.067 auf TEUR 20.719 (-6,1%, Vorjahr -2,9%). Die Bilanzsumme verringerte sich von TEUR 19.842 auf TEUR 19.094.

Das Volumen des Kreditgeschäfts mit Kunden ist um TEUR 1.369 bzw. 31,9% von TEUR 4.293 auf TEUR 2.924 gesunken.

Die ausstehenden Kredite wurden nur auf freiwilliger Basis bzw. im Rahmen der geltenden Vereinbarungen zurückgeführt, so dass als wesentlicher Vermögensposten neben den Bankguthaben weiterhin eine größere Zahl von Krediten an Unternehmen und Private Haushalte geführt wird.

Die Forderungen an Kreditinstitute erhöhten sich aufgrund der Zahlungseingänge aus der Verwertung des Vermögens von TEUR 17.493 auf TEUR 17.521.

Der Bestand an Wertpapieren besteht aus zwei festverzinslichen Anleihen mit einem Bilanzwert von TEUR 221. Aufgrund der Kursentwicklung waren Abschreibungen von TEUR 3 vorzunehmen.

Die übrigen Vermögensgegenstände wurden weitestgehend verwertet.

Bankengläubiger wurden bis auf ein durch Abtretung der Kreditforderung und ein Wertpapier besichertes Refinanzierungsdarlehen vollständig befriedigt.

Aufgrund der nahezu vollständigen Entschädigung der Anleger entfallen die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden fast ausschließlich auf solche gegenüber den Einlagensicherungseinrichtungen (TEUR 24.249).

Ansprüche aus Lieferungen oder Leistungen aller Art wurden seitens der Berechtigten zur Insolvenztabelle angemeldet und vom Insolvenzverwalter beurteilt. Für zur Insolvenztabelle angemeldete und vom Insolvenzverwalter anerkannte Forderungen sind Verbindlichkeiten passiviert worden (TEUR 1.179).

Liquiditätslage

Die Bank verfügt nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens über keine Refinanzierungslinien mehr.

Von den Meldepflichten zu den Liquiditätsanforderungen wurde die Bank seit Eröffnung des Insolvenzverfahrens freigestellt.

Ertragslage

Zinserträgen (vorwiegend aus dem Kundenkreditgeschäft) von TEUR 311 stehen Zinsaufwendungen von TEUR 1.015 gegenüber. Die Verbindlichkeiten gegenüber den Entschädigungseinrichtungen sind grundsätzlich verzinslich. Die Zinsforderungen (TEUR 3.583) stellen dabei nachrangige Insolvenzforderungen dar.

Sonstige betriebliche Erträge belaufen sich auf TEUR 5 und entfallen im Wesentlichen auf Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen den Aufwand aus dem Insolvenzverfahren (TEUR 502) und aus der Zuführung zu den Verbindlichkeiten aus Insolvenzforderungen, die zur Insolvenztabelle angemeldet und vom Insolvenzverwalter anerkannt wurden (TEUR 123).

Daneben prägen die Personal- und Verwaltungsaufwendungen sowie die Aufwendungen zur Risikovorsorge im Kreditgeschäft die Ertragslage.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach Schluss des Geschäftsjahres nicht ergeben.

Chancen- und Risikobericht

Risikosteuerungs- und -messinstrumente bestehen bei der Bank grundsätzlich nicht mehr. Wesentliche Risiken bestehen in der auskömmlichen Verwertung des Vermögens der Bank. Daneben wird das Adressenausfallrisiko im Kreditgeschäft durch die einzelfallbezogene laufende Überwachung der Kreditfälle begrenzt.

Prognosebericht

Aussagen zur Entwicklung der Bank in den nächsten beiden Jahren stellen Einschätzungen dar, die auf der Grundlage der zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts zur Verfügung stehenden Informationen getroffen werden. Prognosen sind naturgemäß mit Unsicherheiten behaftet. Treten die zugrundeliegenden Annahmen nicht ein, können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten abweichen.

Aufgrund der Abwicklung des Vermögens der Bank ist insgesamt mit einer Verringerung des Geschäftsvolumens und der Bilanzsumme zu rechnen.

Wir rechnen für die Zukunft nicht mit einer Verbesserung des Jahresergebnisses. Die Erhöhung des Jahresverlusts im Geschäftsjahr 2011/2012 im Vergleich zum Vorjahr ist insbesondere auf die Aufwendungen für das Insolvenzverfahren und die Erträge aus der Anpassung der Bewertung der anderen Rückstellung an die Vorschriften des BilMoG im Vorjahr zurückzuführen.

Erst mit der Rückführung der Kredite oder deren Ablösung durch Dritte ist eine Vermögensauskehrung an die Insolvenzgläubiger möglich.

Eine solche vorzeitige Rückführung ist derzeit nicht in Sicht.

 

Bremerhaven, 20. Juli 2012

Der Insolvenzverwalter

Dr. Klaus Pannen

Jahresbilanz zum 16. April 2012

AKTIVSEITE

16.04.2012 16.04.2011
EUR EUR TEUR
1. Barreserve        
Kassenbestand   22.408,26   18
      22.408,26 (18)
2. Forderungen an Kreditinstitute        
Täglich fällig     17.520.895,45 17.493
3. Forderungen an Kunden     1.299.167,06 2.068
darunter: durch Grundpfandrechte gesichert EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 31)        
4. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere        
Anleihen und Schuldverschreibungen von anderen Emittenten     220.810,92 223
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 0)        
5. Sachanlagen     12.135,00 12
6. Sonstige Vermögensgegenstände     99,14 0
7. Rechnungsabgrenzungsposten     18.050,37 28
Summe der Aktiva     19.093.566,20 19.842

PASSIVSEITE

       
      16.04.2012 16.04.2011
  EUR EUR EUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten        
a) Täglich fällig   0,00   0
b) Mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist   80.000,00   80
      80.000,00 (80)
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden        
a) Spareinlagen        
aa) Mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten 0,00     0
ab) Mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten 0,00     0
    0,00   (0)
b) Andere Verbindlichkeiten        
ba) Täglich fällig 24.275.828,76     24.274
bb) Mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 0,00     0
    24.275.828,76    
      24.275.828,76 (24.274)
3. Sonstige Verbindlichkeiten     1.223.872,78 1.066
4. Rückstellungen        
Andere Rückstellungen   3.812.000,00   2.803
      3.812.000,00  
5. Eigenkapital        
a) Gezeichnetes Kapital   8.245.500,00   8.246
b) Kapitalrücklage   899.299,43   899
c) Gewinnrücklagen        
ca) Gesetzliche Rücklage   5.539,99   6
cb) Andere Gewinnrücklagen   232.473,85   232
d) Bilanzverlust   -19.680.948,61   -17.764
      -10.298.135,34 (8.381)
Summe der Passiva     19.093.566,20 19.842
Eventualverbindlichkeiten        
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen     0,00 0

Gewinn- und Verlustrechnung
für die Zeit vom 17. April 2011 bis 16. April 2012

AUFWENDUNGEN

2011/2012 2010/2011
EUR EUR TEUR
1. Zinsaufwendungen   1.015.160,00 932
2. Provisionsaufwendungen   122,55 1
3. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen      
a) Personalaufwand      
aa) Löhne und Gehälter 198.997,23   197
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 60.149,34   58
darunter: für Altersversorgung EUR 19.144,25 (Vorjahr: TEUR 18)      
b) Andere Verwaltungsaufwendungen 196.149,98   324
    455.296,55 (579)
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen   625.387,37 401
5. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft   138.191,46 163
6. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere   0,00 0
7. Jahresfehlbetrag   -1.917.144,63 -1.037
Summe der Aufwendungen   317.013,30 1.039
1. Jahresfehlbetrag   -1.917.144,63 -1.037
2. Verlustvortrag aus dem Vorjahr   -17.763.803,98 -16.727
3. Bilanzverlust   -19.680.948,61 -17.764

ERTRÄGE

2011/2012 2010/2011
EUR EUR TEUR
1. Zinserträge aus      
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 306.077,20   380
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 4.801,79   28
    310.878,99 (408)
2. Provisionserträge   747,99 0
3. Sonstige betriebliche Erträge   5.386,32 332
4. Außerordentliche Erträge   0,00 299
Summe der Erträge   317.013,30 1.039

Anhang

1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2011/2012 der Weserbank AG i. I., Bremerhaven, ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (RechKredV) aufgestellt worden. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird in Kontenform dargestellt.

Der Jahresabschluss wurde zu Zerschlagungswerten aufgestellt, da am 16. April 2008 das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Weserbank AG, Bremerhaven, eröffnet wurde. Die Bewertung der Vermögenswerte und Schulden erfolgt unter Liquidationsgesichtspunkten.

Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden im Geschäftsjahr 2008/2009 durch außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert (Verkehrswert) abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter sind voll abgeschrieben.

Die Forderungen werden grundsätzlich mit dem Nennwert angesetzt. Den Risiken im Kreditgeschäft ist durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen sowie Pauschalwertberichtigungen in ausreichendem Umfang Rechnung getragen worden. Sie sind von den Buchbeständen abgesetzt.

Anleihen und Schuldverschreibungen werden gemäß den für Umlaufvermögen geltenden Vorschriften nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Im Geschäftsjahr 2011/2012 waren Abschreibungen von TEUR 3 vorzunehmen.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie wurden in der Höhe angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die Bewertung der Rückstellung für nachrangige Zinsforderungen der Entschädigungseinrichtungen der Banken erfolgte unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 4,06%. Kostensteigerungen waren nicht zu berücksichtigen.

Alle im Rahmen des Insolvenzverfahrens von den Berechtigten angemeldeten und vom Insolvenzverwalter anerkannten Ansprüche sind passiviert.

Von dem Wahlrecht nach § 11 Satz 3 RechKredV, anteilige Zinsen und ähnliche das Geschäftsjahr betreffende Beträge nicht in die Fristengliederung einzubeziehen, haben wir Gebrauch gemacht. Insofern stimmen die Bilanzbestände nicht mit den Endbeträgen laut Fristengliederung überein.

2. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Aktiva

2012 2011
TEUR TEUR
Forderungen an Kunden    
Restlaufzeit    
bis drei Monate 0 0
mehr als drei Monate bis 1 Jahr 0 0
mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre 0 0
über 5 Jahre 0 0
unbestimmte Restlaufzeit 1.299 2.068
Bilanzausweis 1.299 2.068

Mangels Fortschreibung der Restlaufzeiten in der Darlehensanwendung stehen der Bank keine verlässlichen Daten zur Verfügung. Im Zuge des laufenden Insolvenzverfahrens wurden bei den im Zeitpunkt der Eröffnung des Insolvenzverfahrens bestehenden Forderungen aus Kontokorrentkrediten weitestgehend Rückzahlungsvereinbarungen zunächst auf den 30. Juni 2011 geschlossen. Bestehende Darlehen mit fester Rückzahlungsvereinbarung werden seitens der Bank grundsätzlich entsprechend den bestehenden Vereinbarungen abgewickelt, wobei vorzeitige Rückführungen zulässig sind. Darüber hinaus wurden weitere individuelle Rückzahlungen vereinbart. Bei den noch bestehenden Kreditverhältnissen erfolgt eine Weiterführung wie bisher, wobei eine möglichst kurzfristige Ablösung angestrebt wird.

2012 2011
TEUR TEUR
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere    
von öffentlichen Emittenten 0 0
von anderen Emittenten 221 223
Bilanzausweis 221 223
davon    
börsenfähige und börsennotierte Anleihen und Schuldverschreibungen 221 223

Von den ausgewiesenen Beständen werden im kommenden Geschäftsjahr keine Beträge fällig.

Zur Sicherheit für Geldaufnahmen sind Wertpapiere im Nominalwert von TEUR 250 an Dritte verpfändet.

Sachanlagen

2012 2011
TEUR TEUR
Sachanlagen    
Bilanzausweis 12 12
davon    
Betriebs- und Geschäftsausstattung 12 12

Anlagenspiegel

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
17.4. Zugang Abgang 16.04.
2011 2012
TEUR TEUR TEUR TEUR
Anlagevermögen        
Sachanlagen 246 0 18 228
Abschreibungen
17.4. Zugang Abgang 16.04.
2011 2012
TEUR TEUR TEUR TEUR
Anlagevermögen        
Sachanlagen 234 0 18 216
Buchwerte
16.04. 16.4.
2012 2011
TEUR TEUR
Anlagevermögen    
Sachanlagen 12 12

Sonstige Vermögensgegenstände

Es werden keine wesentlichen Beträge ausgewiesen.

Passiva

2012 2011
TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten    
mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist    
Restlaufzeit    
bis drei Monate 0 0
mehr als drei Monate bis 1 Jahr 0 0
mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre 0 0
mehr als 5 Jahre 0 0
unbestimmte Restlaufzeit 80 80
  80 80

Für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden für zweckgebundene Darlehen in Höhe von TEUR 80 die entsprechenden Kundenforderungen abgetreten und zusätzlich nom. TEUR 250 festverzinsliche Wertpapiere verpfändet.

Sonstige Verbindlichkeiten

Sie betreffen im Wesentlichen den Betrag der Insolvenzforderungen, die bis zum Bilanzstichtag zur Insolvenztabelle angemeldet und vom Insolvenzverwalter anerkannt wurden. Sie haben eine unbestimmte Restlaufzeit.

Rückstellungen

Die Rückstellungen enthalten Kosten für mögliche Rechtsstreitigkeiten, die im Zusammenhang mit strittigen Gehaltsforderungen stehen. Hinsichtlich des Restrisikos der Inanspruchnahme aus den vom Insolvenzverwalter bestrittenen oder nicht zur Tabelle angemeldeten Forderungen wurde eine Rückstellung für ungewisse Verbindlichkeiten gebildet. Für die den Entschädigungseinrichtungen zustehenden nachrangigen Zinsforderungen wurde ebenfalls eine Rückstellung gebildet. Daneben wurden die Kosten für die Prüfung des Jahresabschlusses sowie Beratungstätigkeiten zurückgestellt.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft besteht aus 8.245.500 nennbetragslosen Aktien.

Im Geschäftsjahr wurde der Bilanzverlust des Vorjahres in Höhe von EUR 17.763.803,98 auf neue Rechnung vorgetragen.

Der Bilanzverlust erhöhte sich bis zum Bilanzstichtag um EUR 1.917.144,63. Aufgrund der Erhöhung des Bilanzverlustes ergibt sich eine Unterdeckung der Verbindlichkeiten durch Vermögenswerte in Höhe von EUR 10.298.135,34.

Termingeschäfte / Derivate

Währungsforderungen und -verbindlichkeiten sowie Währungstermingeschäfte bestehen nicht.

An Finanzderivaten bestehen keine offenen Geschäfte.

Gewinn- und Verlustrechnung

Zinsaufwendungen

Die Zinsaufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Aufzinsung von sonstigen Rückstellungen von TEUR 104.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Ausgewiesen wird der Aufwand aus dem Insolvenzverfahren (TEUR 502) und aus der Zuführung zu den Verbindlichkeiten aus Insolvenzforderungen, die zur Insolvenztabelle angemeldet und vom Insolvenzverwalter anerkannt wurden (TEUR 123, Vorjahr: TEUR 401).

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen fast ausschließlich Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen.

Außerordentliche Erträge

Die außerordentlichen Erträge enthalten erfolgswirksam vorgenommene Anpassungen aufgrund von Bewertungsänderungen durch das BilMoG bei den anderen Rückstellungen.

3. Sonstige Angaben

Die Leitung und Vertretung der Gesellschaft obliegt dem Insolvenzverwalter, Herrn Rechtsanwalt Dr. Pannen, Hamburg.

Die Vergütung des Insolvenzverwalters erfolgt nach der Insolvenzordnung.

Aufwendungen für Organe und Organkredite

Vergütungen an frühere Organmitglieder wurden nicht gewährt.

Am Bilanzstichtag waren früheren Organmitgliedern keine Vorschüsse und Kredite gewährt sowie keine Haftungsverhältnisse zugunsten dieser Personen eingegangen worden.

Die Anzahl der Mitarbeiter betrug im Jahresdurchschnitt fünf Vollzeit- und zwei Teilzeitkräfte.

Honorar des Abschlussprüfers

Die Aufwendungen für Leistungen des Abschlussprüfers setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 24
Andere Bestätigungsleistungen 0
Steuerberatungsleistungen 0
Sonstige Leistungen 2
  26

 

Bremerhaven, den 20. Juli 2012

Weserbank AG i.l.

gez. Dr. Klaus Pannen, als Insolvenzverwalter über das Vermögen

Weitere Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss zum 16. April 2012 wurde durch den Insolvenzverwalter am 16. April 2012 festgestellt.

Unter der Bedingung, dass der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2007 in der aufgestellten und von uns geprüften Form festgestellt wird, erteilen wir den nachstehenden Bestätigungsvermerk:

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Weserbank AG i.l., Bremerhaven, für das Geschäftsjahr vom 17. April 2011 bis 16. April 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz-und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Bremen, den 3. September 2012

FIDES Treuhand GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Graunke Wirtschaftsprüfer

Gez. Spanier Wirtschaftsprüfer

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