Stammdaten

Register
Amtsgericht Bad Oeynhausen HRB 16128
Vorher
Gebrüder Hetland GmbH
Eingetragen
28.3.1991
Branche
Gas-, Wasser-, Heizungs- sowie Lüftungs- und KlimainstallationDachdeckerei und BauspenglereiIngenieurbüros für Fachplanung von technischer Gebäudeausrüstung
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Planung, Ausführung und Betreuung von Sanitärinstallationen und Bauklempnerarbeiten, Dachdeckerarbeiten und Flachdachabdichtungen sowie aller damit im Zusammenhang stehender Arbeiten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Prokura
Alan Chechenov
seit 27.1.2021
Geschäftsführer
Wolfgang Rudolph
seit 20.8.2018
Prokura
Norbert Hetland
seit 20.8.2018
Geschäftsführer
Sarah Hetland
seit 20.8.2018
Prokura
Sonja Unruh
seit 20.8.2018
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Norbert Hetland
Bad Salzuflen
80.000 DM
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Hetland GmbH

Vlotho

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Hetland GmbH ist seit 2013 in den Gewerken Industriedachabdichtungen, Dachbegrünungen und Bauklempnerei tätig. Die Tätigkeitsschwerpunkte umfassen die Ausführung von klassischen Industriebedachungen sowie Sonderbauten wie Hochregallager und Kühllager, welche überwiegend in Deutschland, aber auch in Europa ausgeführt werden. Zudem führt die Hetland GmbH großflächige Dachsanierungen durch. Zu unseren Kunden zählen General-Bauunternehmungen und Baukonzerne sowie viele kleinere Baugesellschaften und einige Privatkunden, welche im gewerblichen Industriebau/Vermietung tätig sind. Wir verstehen uns als Nischenanbieter zwischen traditionellem Dachdeckerhandwerk und industriellen Aufträgen.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Deutschland ist im vergangenen Jahr in eine Rezession geraten: Im Jahr 2023 sank das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt um 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Nach der Corona-Krise und dem wirtschaftlichen Einbruch im Jahr 2020 hoffte die deutsche Wirtschaft auf eine Erholung in den folgenden Jahren. Doch der Krieg in der Ukraine, die steigenden Energiepreise und die Rekordinflation bremsten die wirtschaftliche Erholung, was im Jahr 2023 schließlich zu einer Rezession führte.

Stagnation des BIP in den ersten 3 Quartalen des Jahres 2023 und der vorstehend beschriebene Rückgang im vierten Quartal sind nach Beurteilung u.a. der Bundesbank das Ergebnis gestiegener Finanzierungskosten, was zur Zurückhaltung bei Investitionen und einer Dämpfung der Nachfrage nach Industriegütern und Bauleistungen geführt hat. Daneben beeinträchtigte die ungünstige Witterung im vierten Quartal die Bauaktivitäten.

Der reale (preisbereinigte) Auftragseingang im Bauhauptgewerbe ist im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 4,4 % gesunken. Dabei hat sich insbesondere im Oktober und November der Auftragseingang deutlich reduziert. Die Baugenehmigungen waren dabei bis auf Fabrik- und Werkstattgebäude rückläufig, dies galt auch für die in Vorjahren expansiven Genehmigungen bei den Handels- und Lagergebäuden (- 11,5%) und für Büro- und Verwaltungsgebäude (-18,2%). Das nominale (nicht preisbereinigte) Volumen des Auftragseingangs betrug 102,3 Milliarden Euro, was einem Anstieg von 3,3 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Diese unterschiedliche Entwicklung zwischen den realen und nominalen Werten ist auf die zu Jahresbeginn deutlich gestiegenen Baupreise zurückzuführen, die nach statistischen Auswertungen in 2023 um 7% gestiegen sind.

Die realen Umsätze des Bauhauptgewerbes im Wirtschaftsbau sind 2023 um 0,9% zurückgegangen, das gesamte deutsche Bauhauptgewerbe musste einen realen Umsatzrückgang von 5,2% hinnehmen.

Das Dachdeckerhandwerk erzielte gemäß den Verbandsveröffentlichungen im Jahr 2023 einen Gesamtumsatz von 12,89 Milliarden Euro. Dies entspricht einem nominalen Umsatzrückgang von 0,4 %. Preisbereinigt sank der Umsatz der Betriebe im Jahr 2023 um etwa 10 % gegenüber dem Vorjahr, was das dritte Jahr in Folge einen realen Rückgang darstellt (2021: ca. -9 %, 2022: ca. -6 %).

2. Geschäftsverlauf

Ein direkter Vergleich mit den vorstehenden Branchenentwicklungen ist aufgrund unserer Nischenausrichtung sowie der Projektlaufzeiten und Projektgrößen nur eingeschränkt möglich.

Im Geschäftsjahr 2023 verringerten sich die Umsatzerlöse um 11% und damit stärker als die Branchenzahlen. Viele unserer Projekte konnten aufgrund von Verzögerungen von Bauvorleitungen und Projektverschiebungen nicht mehr fertiggestellt werden. Die unterjährige Umsatzentwicklung ist abhängig von Auslastungen und Witterungseinflüssen stark schwankend mit deutlichen Anstiegen zur Mitte des Jahres sowie zum Jahresende. Dieser schwankende Verlauf zeigt sich zeitlich vorgelagert auch beim Anstieg der Betriebsleistung und aufgrund der Nichtfertigstellung zum Jahresende insbesondere am Bilanzstichtag.

Im Vergleich zum Vorjahr haben wir zwar weniger Projekte betreut und fertiggestellt, allerdings ist der Auftragswert je Projekt gestiegen.

Unsere Investitionen belaufen sich wie auch in 2022 auf etwas mehr als EUR 1 Mio.

Trotz der witterungsbedingten Beeinträchtigungen, zahlreichen Baustellenverschiebungen und des hohen Preisdrucks auf dem Markt sind wir mit der Geschäftsentwicklung zufrieden.

3. Lage

Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage spiegelt den skizzierten Geschäftsverlauf mit seinen Veränderungen im Laufe des Jahres wider.

a) Ertragslage

Mit dem realisierten Umsatz von EUR 29 Mio. haben wir unseren Planumsatz von EUR 43 Mio. deutlich verfehlt. Aufgrund von Projektüberhängen zum Jahreswechsel konnte bei einem Umsatzrückgang von 11% die Betriebsleistung des Geschäftsjahres um 12,1% auf TEUR 40.423 erhöht werden. Hinsichtlich der Betriebsleistung waren wir von ca. EUR 43 Mio. in der Vorjahresprognose ausgegangen. Unser Auftragseingang erreichte EUR 34 Mio., hier waren wir in der Planung von EUR 36 Mio. ausgegangen.

Der Materialaufwand ist aufgrund der hohen Einkaufspreise gestiegen, in Relation zur Betriebsleistung jedoch etwas unterproportional. Die Materialaufwandsquote hat sich folglich leicht um 0,9%-Punkte verbessert.

Der Personalaufwand ist im Vergleich zur Betriebsleistung (+ 12,1%) um 19% gestiegen. In absoluten Zahlen haben wir unserenPersonalaufwand um TEUR 1.709 erhöht, was auf eine Zunahme der Mitarbeiterzahl und erfolgter Gehaltsanpassungen sowie Sonderzahlungen zurückzuführen ist.

Der übrige Betriebsaufwand ist um TEUR 375 oder 10,4% gestiegen. Dieser Anstieg ist auf höhere Instandhaltungsaufwendungen, umsatzbedingt gestiegene Versicherungsprämien, höhere Kosten für Reisen und den Fuhrpark zurückzuführen.

Trotz der fast konstant gebliebenen sonstigen betrieblichen Erträge konnte das Betriebsergebnis um TEUR 133 auf TEUR 2.963 erhöht werden.

Periodenfremde Aufwendungen und Erträge im Saldo von - TEUR 195 (i. Vj. - TEUR 12) definieren wir hierbei als nicht dem Betriebsergebnis zugehörig.

Das Ergebnis vor Ertragsteuern ist aufgrund höherer periodenfremder Aufwendungen auf TEUR 2.712 leicht gesunken. Unseren Planwert von ca. TEUR 3.060 (10% über 2022) haben wir damit nicht erreicht, da die Einkaufspreise nicht so stark gesunken sind, wie wir angenommen hatten, und die Betriebsleistung hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist.

Nach Berücksichtigung des Ertragssteueraufwands ergibt sich ein Jahresüberschuss von TEUR 1.886.

b) Finanzlage

Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit hat sich in diesem Jahr deutlich verbessert. Dies ist auf Mittelzuflüsse aus dem Abbau der Forderungen und Vorräte zurückzuführen. Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit erhöhte sich auf TEUR 3.253 nach TEUR 1.955 in 2022.

Die Mittelabflüsse für Netto-Investitionen von TEUR 1.027 sowie der Kapitaldienst und die Gewinnausschüttung konnten aus dem operativen Cash-Flow bedient werden. Insgesamt verbesserten sich der Finanzmittel um TEUR 1.159.

c) Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 309 gesunken.

Dieser Rückgang ist auf die Reduzierung des kurzfristig gebundenen Vermögens bei den Forderungen und Vorräten im Vergleich zum Vorjahr zurückzuführen (- TEUR 1.279).

Gegenläufig hat sich die Erhöhung des Anlagevermögens um TEUR 479 sowie der liquiden Mittel (+ TEUR 539) ausgewirkt.

Unsere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen konnten wir im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 683 verringern, dabei war der Vorjahreswert durch umfangreiche Materialbevorratungen ausgeprägt hoch.

Das kurzfristige Fremdkapital in Höhe von TEUR 3.634 wird durch die aktuellen Liefer- und Leistungsforderungen sowie die Vorratsbestände in Höhe von TEUR 6.773 gedeckt. Die langfristigen Bankschulden wurden wie geplant zurückgezahlt.

Die Eigenkapitalquote ist trotz erfolgter Gewinnausschüttung bei leicht verringerter Bilanzsumme um 9,1%-Punkte auf 58,2% gestiegen.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Unsere Steuerungsparameter stellen der Auftragseingang, die Umsatzerlöse in Kombination mit der Betriebsleistung und das Ergebnis vor Steuern dar.

Wie vorstehend erläutert sind in 2023 diese Leistungsindikatoren aufgrund der veränderten Marktbedingungen (Nachfrage, Verkaufs- und Einkaufspreise) in ihrer absoluten Höhe nicht erreicht worden. Unsere Prognosen haben dabei insbesondere die schwächere Entwicklung im 2. Halbjahr nicht vorhergesehen.

5. Gesamtaussage

Nach einem anspruchsvollen Jahr sind die erzielten Leistungsindikatoren, insbesondere das Jahresergebnis vor Steuern zufriedenstellend für uns verlaufen. Trotz der angespannten Marktsituation und eines großen Preisdrucks konnten wir die Auslastung unserer Belegschaft konstant hochhalten. Basierend auf diesen Informationen bewerten wir unsere wirtschaftliche Lage zum Bilanzstichtag als positiv.

III. Prognosebericht

Nach Einschätzung verschiedener Wirtschaftsexperten zögert sich die erwartete langsame Belebung der Konjunktur im Zeitpunkt der Berichterstattung dieses Lageberichts weiter hinaus. Die Nachfrage nach Industrieprodukten ist weiter schwach, Investitionen in Ausrüstungen und Bauten sind rückläufig. Hinsichtlich der Entwicklung des realen BIP erwarten Wirtschaftsforscher nur einen Anstieg um die 0,3% für 2024.

Die Bauindustrie erwartet für 2024 einen weiteren Rückgang um 4%. Die Nachfrageschwäche im gewerblichen Hochbau hat zu einer Unterauslastung der in den letzten Jahren erweiterten Kapazitäten geführt. Diese Entwicklungen stellen die Unternehmen vor erhebliche betriebswirtschaftliche Herausforderungen. Im Wirtschaftshochbau erwartet der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes für 2024 einen realen Umsatz-Rückgang um 1 %. Für das Dachdeckerhandwerk prognostiziert der Verband Umsatzveränderungsraten zwischen +2 % und -2 % für 2024.

Im vierten Quartal 2023 war die Prognose der Hetland GmbH für 2024 eher verhalten. Die Nachfrage nach Großprojekten blieb zurückhaltend und der Wettbewerb war preisaggressiv. Die gedämpfte Nachfragesituation löste sich im ersten Quartal 2024 auf, sodass viele Projekte akquiriert werden konnte. Trotz der anfänglichen Unsicherheiten und der sinkenden Investitionsbereitschaft erwartet die Hetland GmbH einen stabilen Auftragseingang. Der aktuelle Auftragsbestand beläuft sich auf ca. 32,8 Mio. Euro, für das Gesamtjahr gehen wir von rd. EUR 36 Mio. aus, was einem Plus von 5% im Vergleich zu 2023 entsprechenden würde.

Unter Berücksichtigung dieses Auftragseingangs und der Projektüberhänge zum Jahreswechsel 2023 prognostizieren wir Umsatzerlöse von rund 52 Millionen Euro und eine Betriebsleistung von 38 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Steuern wird voraussichtlich aufgrund deutlich höherer Personalkosten um 30% zurückgehen.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Branchenbezogene Risiken

Eine durch die allgemeine konjunkturelle Entwicklung geringere Investitionsbereitschaft kann den Wettbewerb erheblich verschärfen und dazu führen, dass viele Handwerksbetriebe Schwierigkeiten haben, rentable Aufträge zu erhalten, was bei Unterauslastungen zu erhöhtem Wettbewerbs- und Preisdruck führt. In der Bauwirtschaft gibt es traditionell einen starken Wettbewerb und eine zunehmende Konzentrationstendenz. Dies könnte sich in der zweiten Jahreshälfte 2024 aufgrund eines erwarteten Anstiegs des Insolvenzrisikos in der Branche weiter verstärken.

Die stark volatilen Preisveränderungen seit Beginn des Ukraine-Konflikts haben sich im Verlaufe des Jahrs 2023 abgeschwächt. Allerdings waren wir für vor dem Preisanstieg vereinbarte Projekte aufgrund der Laufzeit der Bauprojekte teilweise noch im Änderungsrisiko. Man kann jedoch mittlerweile auf der Beschaffungsseite von einer Entspannung sprechen. Das mit der Verknappung entstandene Preisniveau bei Baumaterialien nimmt nach und nach ab, ist allerdings immer noch etwas höher als vor der Corona-Pandemie und des Ukraine Krieges, dies gilt insbesondere für Bitumen, Folien und Dämmmaterial. Bei einem verstärkten Preisdruck auf der Angebotsseite besteht das Risiko, dass die teilweise weiterhin hohen Beschaffungspreise nicht gänzlich weitergegeben werden können.

Ein weiteres bedeutendes Risiko ist der Fachkräftemangel in der Baubranche. Aufgrund der Abschwächung der Baukonjunktur hat sich dieses Risiko im Vergleich zum Vorjahr jedoch etwas verringert. Qualifiziertes Personal zu finden und langfristig zu binden ist aber weiterhin schwierig, was zu Engpässen bei der Projektdurchführung führen kann. Die Hetland GmbH setzt hier auf kontinuierliche Weiterbildungsprogramme und attraktive Arbeitsbedingungen.

Die fortschreitende Digitalisierung stellt sowohl eine Chance als auch ein Risiko dar. Die Hetland GmbH muss kontinuierlich in moderne IT-Infrastruktur und Cybersicherheit investieren, um sowohl betriebsintern als auch in der Kundenkommunikation auf dem neuesten Stand zu bleiben, was mit steigenden Ausgaben verbunden ist.

Die zunehmende Bedeutung von Umwelt- und Klimaschutzauflagen ist zudem zu beachten. Strengere gesetzliche Vorgaben und höhere Anforderungen an nachhaltiges Bauen erfordern zusätzliche Investitionen in umweltfreundliche Materialien und Technologien. Diese Veränderungen bringen nicht nur höhere Kosten mit sich, sondern verlangen auch eine kontinuierliche Anpassung unserer Bauprozesse und -strategien.

Da die eigentliche handwerkliche Tätigkeit kaum maschinell substituierbar ist, können Innovationen und Digitalisierung nur auf Prozessebene von überwiegend vor- und nachgelagerten Tätigkeiten stattfinden, so dass Produktivitätsgewinne in bedeutsamen Größenordnungen nicht möglich sein werden.

Schließlich können Extremwetterereignisse sowie unvorhersehbare Schlechtwetterperioden die Auftragsabwicklung massiv beeinträchtigen. Solche Wetterbedingungen können zu Verzögerungen und erhöhten Kosten der Projekte führen, da Bauarbeiten möglicherweise unterbrochen oder verschoben werden müssen. Die Hetland GmbH muss daher verstärkt auf flexible und wetterfeste Planungs- und Arbeitsmethoden setzen, um diesen Risiken entgegenzuwirken.

Ertragsorientierte Risiken

Als ertragsorientiertes Risiko beurteilen wir den oben beschriebenen Preisdruck. Der bisherige Qualitätswettbewerb kann hier zum Teil vom Preiswettbewerb abgelöst werden, was Erträge schmälern kann.

Wenn steigende oder weiterhin hohe Beschaffungspreise aufgrund des verstärkten Wettbewerbsdrucks nicht weitergegeben werden können, werden sich die Projektmargen verringern.

Qualifiziertes, gut ausgebildetes Personal wird zu steigenden Personalkosten und damit einer Reduzierung der Erträge führen.

Auch werden Anpassungen zur Einführung neuer digitaler Prozesse zu höheren Aufwendungen führen.

Zudem werden im Zuge von weiteren Organisationsoptimierungen zusätzliche Kosten für eine systemgestützte interne Auftragsbegleitung, das Auftragscontrolling sowie für die Qualitätskontrolle auf der Baustelle entstehen.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Trotz hoher Auftragsspitzen innerhalb eines Geschäftsjahres ist es uns möglich, das Unternehmen finanziell gut zu steuern und innerhalb des Kontokorrentrahmens zu bleiben. Wir haben unser Liquiditätsmanagement verbessert, insbesondere in Bezug auf die Verwaltung der Lieferantenverbindlichkeiten. Obwohl die Finanzierungsstruktur weiterhin starken Schwankungen unterliegt, sind wir zuversichtlich, dass wir diese Herausforderungen bewältigen können.

Da die Vorfinanzierung von Baumaterialien in der heutigen Marktsituation zur Norm geworden ist, spielt die Sicherstellung und Steuerung der Liquidität eine große Rolle und muss kontinuierlich beobachtet werden. Dank unserer bestehenden Finanzierungsstruktur ist die Hetland GmbH jederzeit in der Lage, Großprojekte vorzufinanzieren und dabei von Skontierungen zu profitieren.

2. Chancenbericht

Chancen aus dem regulatorischen Umfeld und Branchenveränderungen

Der angekündigte Bürokratieabbau bei Baugenehmigungen kann auch unser Geschäftsfeld positiv beeinflussen. Auch können Umsetzungsmaßnahmen zur Erreichung der Klimaschutzziele wie energetische Sanierungen und die Ausweitung von PV-Anlagen zu Aufträgen führen, da wir uns schon seit längerer Zeit mit dem Nischenbereich Dachsanierung einschließlich Vorbereitung der Dächer zur Aufnahme von PV-Anlagen befassen.

Chancen aufgrund von Kundenwünschen

Seit Beginn des Geschäftsjahres 2024 wurde die Dachbegrünung in das eigene Leistungsportfolio der Hetland GmbH aufgenommen. Durch den Zuwachs an Fachpersonal in diesem Bereich, können wir unseren Kundenstamm flexibler und kosteneffizienter bedienen. Angesichts des wachsenden Interesses an nachhaltigen Lösungen bieten Dachbegrünungen eine umweltfreundliche Option für unsere Kunden. Indem wir unsere Ressourcen und Fachkenntnisse gezielt für innovative Dachbegrünungslösungen einsetzen, können sich hierauf für uns Auftragschancen ergeben.

Unser bereits heute vorhandenes Fachwissen bei der Sanierung von Spezialbauten wie Rechenzentren ermöglicht es uns, unser Leistungsportfolio zu erweitern und neue Marktsegmente zu erschließen.

Dank einer gezielten technischen Beratung, Projektvorplanung und nachhaltigen Lieferanten-Partnerschaften können wir unseren Kundenstamm weiterhin bei der Umsetzung diverser Bauprojekte unterstützen und gleichzeitig unser Qualitätsrisiko verringern.

Eine große Stärke sowie auch Gelegenheit für die zukünftige Ausrichtung der Hetland GmbH ist die Fähigkeit, dem Kunden eine Systemlösung für das Dach anzubieten. Die Symbiose zwischen der nach Kundenbedürfnissen abgestimmten Flachdachabdichtung, Dachentwässerung und Dachbegrünung ermöglicht einen nahtlosen Bauablauf und die Dachlösung aus einer Hand. Dieses System soll auch in Zukunft durch wachsende Fachkompetenz und Interdisziplinarität gestärkt werden.

Übrige Geschäftschancen

Die Vielzahl an Lieferantenoptionen auf der Beschaffungsseite verschafft uns Flexibilität und ermöglicht uns, auf eine breite Auswahl an Lieferanten zurückzugreifen. Durch unsere langjährigen Einkaufsbeziehungen sind wir in der Lage, eventuellen Engpässen in der Materialbeschaffung proaktiv zu begegnen und eine reibungslose Projektabwicklung sicherzustellen. Zudem können sich durch den starken Wettbewerb Chancen für Einsparpotentiale im Materialeinkauf ergeben, die sich positiv auf die Ertragsseite des Unternehmens auswirken können.

Im Geschäftsjahr 2024 werden wir verstärkt in die Digitalisierung unserer Geschäftsprozesse investieren. Durch den Einsatz moderner Technologien und Automatisierung streben wir eine Steigerung der Effizienz und Produktivität in unserem Unternehmen an. Dies wird uns dabei unterstützen, Kosten zu reduzieren, schneller auf Kundenanfragen zu reagieren und insgesamt wettbewerbsfähiger zu werden. Zudem können wir inzwischen von Investitionen in technische Hilfsmittel zugunsten unserer eigenen Qualitätssicherung profitieren.

Diese identifizierten Chancen versetzen uns in eine optimistische Lage, unser Geschäftsjahr 2024 erfolgreich zu gestalten und unser Unternehmen weiterhin auf einem soliden und wettbewerbsfähigen Kurs zu halten.

3. Gesamtaussage

Basierend auf den aktuellen Informationen und unter Berücksichtigung der bestehenden Risiken erwarten wir ein solides Geschäftsjahr. Die Kapazitäten unseres Unternehmens sind bereits Ende Q2 2024 fast vollständig für das gesamte Jahr 2024 ausgelastet. Unser Hauptaugenmerk liegt daher auf einer effizienten und wirtschaftlichen Abwicklung der laufenden Projekte in einem herausfordernden Marktumfeld. Gleichzeitig bemühen wir uns, strategische Partnerschaften fortzuentwickeln, um eine nachhaltige Zukunft zu gewährleisten und interessante Projekte für das Geschäftsjahr 2025 frühzeitig zu akquirieren. Wir sind uns bewusst, dass die aktuelle volkswirtschaftliche Situation und die damit verbundene abnehmende Investitionsbereitschaft Herausforderungen darstellen können. Wir sind jedoch optimistisch, dass sich durch unser diversifiziertes Leistungsspektrum auch in den kommenden Jahren Chancen zum Wachstum ergeben werden.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Die im Unternehmen vorhandenen Instrumente dienen der Steuerung der Forderungen gegenüber Kunden, der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Wir haben einen solventen Kundenstamm, mit dem wir überwiegend langjährige Geschäftsbeziehungen pflegen. In den letzten Jahren konnten wir unseren Kundenstamm stets erweitern, sodass wir nicht von nur wenigen Auftraggebern abhängig sind.

Unser vorrangiges Ziel ist es, die Verbindlichkeiten innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen zu begleichen. Im kurzfristigen Bereich finanzieren wir uns hauptsächlich durch Kundenanzahlungen und Kreditlinien bei Banken.

Unser Finanz- und Risikomanagement hat zum Ziel, den Unternehmenserfolg vor finanziellen Risiken jeglicher Art zu schützen.

Wir verfolgen eine konservative Risikopolitik bei der Verwaltung unserer Finanzpositionen.

Wenn Ausfall- und Bonitätsrisiken bei finanziellen Vermögenswerten erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Um Ausfallrisiken zu minimieren, haben wir ein angemessenes Debitorenmanagement implementiert. Darüber hinaus haben wir eine Warenkreditversicherung abgeschlossen.

 

Vlotho, den 30. August 2024

Hetland GmbH

gez. Norbert Hetland

gez. Alan Chechenov

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 2.407.221,48 1.927.501,50
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 5.271,00 9.865,00
II. Sachanlagen 2.353.671,34 1.884.806,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 986.564,00 656.004,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.367.107,34 1.228.802,00
III. Finanzanlagen 48.279,14 32.830,50
B. Umlaufvermögen 7.870.500,93 8.703.244,38
I. Vorräte 2.994.633,83 3.448.291,96
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 19.120.905,71 7.818.293,42
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.917.474,49 4.834.537,56
1. Forderungen gegen Gesellschafter 669.016,56
2. sonstige Vermögensgegenstände 3.917.474,49 4.165.521,00
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 958.392,61 420.414,86
C. Rechnungsabgrenzungsposten 70.225,40 25.440,81
Aktiva 10.347.947,81 10.656.186,69

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 6.020.355,94 5.234.531,43
I. Gezeichnetes Kapital 40.903,35 40.903,35
II. Gewinnvortrag 4.093.628,08 3.279.647,33
III. Jahresüberschuss 1.885.824,51 1.913.980,75
B. Rückstellungen 1.823.596,27 2.234.166,78
C. Verbindlichkeiten 2.486.439,60 3.171.311,48
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 694.059,77 1.282.385,25
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 12.027,42
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.780.352,41 1.888.926,23
D. Rechnungsabgrenzungsposten 15.844,00 9.208,00
E. Passive latente Steuern 1.712,00 6.969,00
Passiva 10.347.947,81 10.656.186,69

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 17.747.207,47 15.501.048,09
2. Personalaufwand 10.695.630,06 8.986.544,81
a) Löhne und Gehälter 7.875.587,42 6.690.989,46
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.820.042,64 2.295.555,35
davon für Altersversorgung 101.541,40 99.949,15
3. Abschreibungen 505.335,94 381.941,87
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 505.335,94 381.941,87
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.762.751,07 3.305.695,92
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 13.219,87 16.841,64
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 72.843,13 51.857,78
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 826.000,79 867.283,88
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 5.257,00
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 6.969,00
8. Ergebnis nach Steuern 1.897.866,35 1.924.565,47
9. sonstige Steuern 12.041,84 10.584,72
10. Jahresüberschuss 1.885.824,51 1.913.980,75

Anhang

A. Allgemeine Angaben zum Unternehmen, zum Inhalt und zur Gliederung des Jahresabschlusses

Sitz der Gesellschaft ist Vlotho-Exter, Amtsgerichtsbezirk Bad Oeynhausen (HRB 16128).

Der vorliegende Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des deutschen Handelsrechts für Kapitalgesellschaften und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung aufgestellt.

Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 266 und 275 HGB, wobei für die Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren Anwendung findet.

Auf die Rechnungslegung der Gesellschaft finden die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB Anwendung.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Bewertungsvorschriften der §§ 252 - 256a HGB aufgestellt.

Im Einzelnen wurde die Bewertung wie folgt vorgenommen:

Anlagevermögen

Die immateriellen Vermögensgegenstände wie Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte werden zu Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig entsprechend ihrer voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer bzw. den Vorgaben der steuerlichen branchenspezifischen Abschreibungstabellen linear abgeschrieben.

Die Grundstücke, Gebäude und Außenanlagen sowie die technischen Anlagen und Maschinen und die anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen werden linear basierend auf den betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern bzw. den Vorgaben der steuerlichen branchenspezifischen Abschreibungstabellen vorgenommen. Seit dem Geschäftsjahr 2018 wird von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, geringwertige Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungskosten bis € 800 sofort abzuschreiben.

Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Einzelanschaffungskosten bis EUR 250,00 werden im Zugangsjahr in voller Höhe als Aufwand erfasst.

Sofern der beizulegende Wert von immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen zum Bilanzstichtag auf Grund einer dauernden Wertminderung unter dem Buchwert liegt, wird eine außerplanmäßige Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Finanzanlagen werden zum Nennwert oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Umlaufvermögen

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit den Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Die Bestände der unfertigen Leistungen werden mit den Herstellungskosten unter Berücksichtigung von Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessener Material- und Fertigungsgemeinkosten bilanziert. Sofern nötig, erfolgte eine Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind mit ihrem Nominalwert angesetzt. Bei erkennbaren Ausfallrisiken werden Einzelwertberichtigungen erfasst. Dem allgemeinen Kredit- und Skontorisiko wird durch eine pauschal ermittelte Wertberichtigung auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen Rechnung getragen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände (i. Vj. auch die Forderungen gegen Gesellschafter) sind mit ihren Nominalwerten angesetzt.

Die Schecks, der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bewertet.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung. Sie werden mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die langfristigen Rückstellungen werden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Abzinsungssatz entsprechend ihrer Laufzeit abgezinst.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Währungsumrechnung

Die Fakturierung erfolgt ausschließlich in Euro. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Verbindlichkeiten in fremder Währung werden zum Bilanzstichtag erfolgswirksam zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet, soweit deren Restlaufzeit ein Jahr oder weniger beträgt. Fremdwährungsverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit über einem Jahr bestehen nicht. Im Berichtsjahr entstanden Aufwendungen aus Währungsdifferenzen in Höhe von TEUR 0 (i.Vj. TEUR 3).

C. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Bilanz

Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens i.S. des § 284 Abs. 3 HGB ist in dem diesem Anhang beigefügten Anlagespiegel dargestellt.

Die im Vorjahr bilanzierten Forderungen gegen Gesellschafter (TEUR 669) resultierten aus Darlehensansprüchen nebst Zinsen sowie aus Bauleistungen. Das Darlehen ist besichert und wird mit 4% p.a. verzinst. Im Berichtsjahr wurden an das Organ einschließlich der kapitalisierten Zinsen TEUR 156 an Darlehen, Vorschüssen und Bauleistungen neu gewährt, Rückzahlungen erfolgten in Höhe von TEUR 810. Aufgrund der Tilgungen sowie für den Gesellschafter vereinahmte Zahlungen ergeben sich zum Stichtag kurzfristig fällige Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von TEUR 12.

Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert DM 80.000. Eine Umstellung auf EURO-Beträge ist noch nicht erfolgt.

Die Zusammensetzung, Restlaufzeiten und Sicherung der Verbindlichkeiten sind dem Verbindlichkeitenspiegel unter den ergänzenden Angaben zu diesem Anhang zu entnehmen.

Hinsichtlich des Ausweises der von Kunden erhaltenen Anzahlungen differenzieren wir projektbezogen zwischen Abschlagszahlungen und Vorauszahlungen. Nur insoweit den je Auftrag empfangenen Nettobeträgen (ohne Umsatzsteuer) mindestens gleich hohe unfertige Leistungen gegenüberstehen, haben wir diese Abschlagszahlungen offen von den aktivierten Vorräten abgesetzt. Darüber hinausgehende Beträge (Vorauszahlungen) sind als "Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen" passiviert.

Die sonstigen Rückstellungen umfassen insbesondere Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern (TEUR 745), Gewährleistungsrisiken (TEUR 229), Abgrenzungen für noch zu erbringende Leistungen (TEUR 92), Aufbewahrungs- und Jahresabschlusskosten (TEUR 65) und Verbindlichkeiten für noch zu erwartende Rechnungen (TEUR 110) sowie aufgrund möglicher Vertragsstrafen (TEUR 95).

Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter resultieren aus Finanztransaktionen.

Von den sonstigen Verbindlichkeiten bestehen EUR 413.819,69 (i. Vj. EUR 351.845,74) aufgrund von Steuerverpflichtungen und EUR 60.329,75 (i. Vj. EUR 50.419,71) aufgrund von Verpflichtungen im Rahmen der sozialen Sicherheit.

Die passiven latenten Steuern resultieren aus dem Ansatz voraussichtlicher Steuerbelastungen nachfolgender Geschäftsjahre aufgrund von steuerlich niedrigeren Wertansätzen im Anlagevermögen. Die latenten Steuern werden mit einem Körperschaftsteuersatz inklusive Solidaritätszuschlag von 15,825% sowie mit einem Gewerbesteuersatz von 15,05% bewertet.

Stand 1.1.2023 Veränderung Stand 31.12.2023
Aktive Latenzen 0,00 17.121,21 17.121,21
Passive Latenzen -22.573,00 - 92,00 - 22.665,00
Summe -22.573,00 - 17.029,21 - 5.543,79

2. Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse gliedern sich nach geographisch bestimmten Märkten wie folgt auf:

TEUR
Inland 28.093
Ausland 1.210

Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind die nachstehenden Erträge und Aufwendungen entstanden, die einem anderen Geschäftsjahr zuzurechnen sind und daher als periodenfremd beurteilt wurden:

TEUR
sonstige betriebliche Erträge
Herabsetzungen von Wertberichtigungen 1
Rückstellungsauflösung 108
Versicherungserstattungen 8
117
sonstige betriebliche Aufwendungen
Forderungsverluste u. Wertberichtigungen 268
Verluste aus Anlagenabgängen 42
310
Steuern vom Einkommen u. vom Ertrag (Ertrag) 5

D. Sonstige Angaben

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen beruhen auf vor dem Bilanzstichtag abgeschlossenen Mietverträgen über Gebäude, Werkzeuge und Fahrzeuge. Daneben bestehen vereinbarte Dienstleistungskontingente. In der Gesamtbetrachtung führen diese Verträge zu jährlichen Auszahlungen in Höhe von TEUR 326.

Bei den vorstehenden Miet- und Leasingverträgen mit einem jährlichen Verpflichtungsvolumen von TEUR 285 handelt es sich um Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken aus diesen Verträgen sind nicht zu erkennen.

Haftungsverhältnisse

Aus von Dritten gestellten Gewährleistungsbürgschaften bestehen Verpflichtungen in Höhe von TEUR 6.829. Die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme aus diesen Haftungsverhältnissen schätzen wir aufgrund der Erfahrungen der Vergangenheit zu Gewährleistungsfällen als gering ein.

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das Honorar des Abschlussprüfers resultiert ausschließlich aus Abschlussprüfungsleistungen und beträgt TEUR 30.

Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der insgesamt während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 150 (Vorjahr: 139). Davon sind 20 Gehaltsempfänger (Vorjahr 20) und 120 Lohnempfänger (Vorjahr 119). Außerdem werden 2 (Vorjahr: 2) Auszubildende beschäftigt.

Name des Geschäftsführers

Norbert Hetland, Heizungsbaumeister, Bad Salzuflen

Alan Chechenov, Kaufmann, Bad Salzuflen

Gesamtbezüge der tätigen Organmitglieder

Unter Inanspruchnahme des § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung - § 285 Nr. 9a HGB - verzichtet.

Nachtragsbericht

Insgesamt gehen wir derzeit trotz der tendenziell rückläufigen Branchenentwicklung aufgrund der vereinbarten Aufträge von keinen wesentlichen negativen Effekten im Hinblick auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage für 2024 aus.

Ergänzende Angaben zu den Verbindlichkeiten

a. Restlaufzeiten

davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2023
EUR
bis zu einem Jahr
EUR
über einem Jahr bis weniger als fünf Jahre
EUR
über fünf Jahre
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 694.059,77 141.701,80 197.203,57 355.154,40
Vorjahr 1.282.385,25 716.520,37 185.131,06 380.733,82
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 816.692,71 816.692,71 0,00 0,00
Vorjahr 325.148,80 325.148,80 0,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 298.372,12 298.372,12 0,00 0,00
Vorjahr 980.712,97 980.712,97 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 12.027,42 12.027,42 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 665.287,58 665.287,58 0,00 0,00
Vorjahr 583.064,46 583.064,46 0,00 0,00
Gesamt 2.486.439,60 1.934.081,63 197.203,57 355.154,40
Vorjahr 3.171.311,48 2.605.446,60 185.131,06 380.733,82

b. Sicherheiten des Berichtsjahres

31.12.2023 davon durch Grundpfandrechte und ähnliche Rechte gesichert
EUR EUR Art der Sicherheiten
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 694.059,77 471.329,56 1)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 816.692,71 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 298.372,12 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 12.027,42 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 665.287,58 0,00
2.486.439,60 471.329,56

1) Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in genannter Höhe durch Grundpfandrechte gesichert.

Entwicklung des Anlagevermögens

(Immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagen und Finanzanlagen)

Anschaffungskosten Abschreibungen Buchwert = AK = A = B Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Zuschreibungen
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten AK 66.795,62 0,00 0,00 0,00 66.795,62
A 56.930,62 4.594,00 0,00 0,00 61.524,62
B 9.865,00 0,00 0,00 5.271,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände AK 66.795,62 0,00 0,00 0,00 66.795,62
A 56.930,62 4.594,00 0,00 0,00 61.524,62
B 9.865,00 0,00 0,00 5.271,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken AK 660.505,03 0,00 0,00 0,00 660.505,03
A 4.501,03 10.803,00 0,00 0,00 15.304,03
B 656.004,00 0,00 0,00 645.201,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung AK 2.328.528,06 993.566,94 -163.623,77 0,00 3.158.471,23
A 1.099.726,06 489.938,94 -107.823,77 0,00 1.481.841,23
B 1.228.802,00 -55.800,00 0,00 1.676.630,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau AK 0,00 31.840,34 0,00 0,00 31.840,34
A 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
B 0,00 0,00 0,00 31.840,34
Summe Sachanlagen AK 2.989.033,09 1.025.407,28 -163.623,77 0,00 3.850.816,60
A 1.104.227,09 500.741,94 -107.823,77 0,00 1.497.145,26
B 1.884.806,00 -55.800,00 0,00 2.353.671,34
III. Finanzanlagen
1. Sonstige Ausleihungen AK 32.830,50 57.740,00 -42.291,36 0,00 48.279,14
A 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
B 32.830,50 -42.291,36 0,00 48.279,14
Summe Finanzanlagen AK 32.830,50 57.740,00 -42.291,36 0,00 48.279,14
A 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
B 32.830,50 -42.291,36 0,00 48.279,14
Summe Anlagevermögen AK 3.088.659,21 1.083.147,28 -205.915,13 0,00 3.965.891,36
A 1.161.157,71 505.335,94 -107.823,77 0,00 1.558.669,88
B 1.927.501,50 -98.091,36 0,00 2.407.221,48

 

Vlotho, den 30. August 2024

Hetland GmbH

vertreten durch die Geschäftsführung

gez. Norbert Hetland

gez. Alan Chechenov

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 20.09.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Vorstehender Jahresabschluss wurde unter Inanspruchnahme der gesetzlichen Erleichterungen bei der Offenlegung sowie den rechtmäßig nachgeholten Aufstellungserleichterungen aus dem vollständigen Jahresabschluss abgeleitet. Dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Hetland GmbH, Vlotho:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Hetland GmbH, Vlotho, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Hetland GmbH, Vlotho, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Minden, den 17. September 2024

ARTAG Allgemeine Revision & Treuhand Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Anja Ottensmeier, Wirtschaftsprüferin

gez. Stefan Schulte, Wirtschaftsprüfer

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