Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 43811
Eingetragen
18.12.1981
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenEinzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 t oder wenigerGroßhandel mit Kraftwagenteilen und -zubehör
Gegenstand
der Handel mit Kraftfahrzeugen sowie der Betrieb einer Kraftfahrzeugreparaturwerkstatt.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Claudia Ohrem
seit 8.8.2017
Prokura
Stefan Conrad
seit 12.11.2002
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
Stefan Conrad
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Stefan Conrad
Erftstadt
450.000 DM
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Gebr. Conrad GmbH

Erftstadt

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

A. Wirtschaftliche Lage

1. Weltwirtschaftliche Lage

Der Russland-Ukraine-Konflikt hat zu einer erhöhten Unsicherheit in Bezug auf die Entwicklung der Weltwirtschaft geführt und große Teile der westlichen Staatengemeinschaft dazu veranlasst, Russland mit Sanktionen zu belegen. Diese umfassen unter anderem ein weitreichendes Handelsembargo sowie den teilweisen Ausschluss Russlands vom globalen Finanzmarkt. Russland selbst hat in seiner Rolle als Energie-Exporteur Gaslieferungen nach Europa eingeschränkt. Die daraus resultierende Verknappung des Angebots führte insbesondere in 2022 zu steigenden Preisen an den Energie- und Rohstoffmärkten, die infolge der schwächer werdenden globalen Wirtschaftsdynamik im Berichtsjahr 2023 zwar rückläufig waren, aber zum Teil weiterhin auf einem vergleichsweise hohen Niveau liegen. Zudem birgt unter anderem die Lohnentwicklung an den überhitzten Arbeitsmärkten die Gefahr einer anhaltend hohen Inflation.

Nach dem Einbruch der globalen Wirtschaftsleistung im Jahr 2020 und der einsetzenden Erholung aufgrund von Basis- und Nachholeffekten in 2021 und der trotz des Russland-Ukraine-Konflikts weiteren Normalisierung der ökonomischen Aktivität in 2022 verzeichnete die Weltwirtschaft im Jahr 2023 insgesamt ein positives Wachstum von + 2,7 (+ 3,0) %. Auf nationaler Ebene war die Entwicklung einerseits davon abhängig, inwieweit der erhöhten Inflation durch die Notenbanken mit einer restriktiven Geldpolitik, im Wesentlichen durch steigende Zinsen, entgegengewirkt werden musste und so den privaten Konsum und die Investitionstätigkeit negativ beeinflusste. Andererseits war entscheidend, wie stark die Volkswirtschaften von den Folgen des Russland-Ukraine-Konflikts betroffen waren.

2. Deutschland

Deutschlands Wirtschaftsleistung registrierte im Berichtsjahr mit - 0,2 (+ 1,9) % eine negative Wachstumsrate. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum stieg die saisonbereinigte Arbeitslosenquote im Durchschnitt an. Nachdem die monatlichen Inflationsraten in 2022 historische Höchstwerte erreicht hatten, sanken sie seitdem im Jahresdurchschnitt, blieben aber verhältnismäßig hoch.

3. Der Automobilmarkt in Deutschland

Im Geschäftsjahr 2023 lag die Zahl der Pkw-Neuzulassungen in Deutschland mit 2,8 Mio. Einheiten (+ 7,3 %) spürbar über dem schwachen Niveau des Vorjahres. Engpässe und Störungen der globalen Lieferketten ließen nach, so dass sich die Fahrzeugverfügbarkeit verbesserte und Auftragsbestände aus dem Vorjahr abgearbeitet werden konnten. Die Pkw-Produktion erhöhte sich um 18,3 % auf 4,1 Mio. Fahrzeuge, die Pkw-Exporte wuchsen um 17,5 % auf 3,1 Mio. Einheiten.

B. Darstellung des Geschäftsverlaufs1. Umsatz- und Auftragsentwicklung des Unternehmens

Eine starke Marke ist die Basis für nachhaltigen Erfolg. Die Gebr. Conrad GmbH beabsichtigt daher, ihre Kunden emotional an das Haus zu binden und ihre Imageposition durch das attraktive Dienstleistungsangebot kontinuierlich zu verbessern.

Daher steht qualitatives Wachstum als strategisches Unternehmensziel im Vordergrund.

Dies wird durch effektive und effiziente Strukturen und Prozesse, ein konsequentes Investitionsmanagement sowie durch kontinuierliche Kostenoptimierungen umgesetzt. Daher verfolgt das Unternehmen das Ziel, die notwendigen Investitionen grundsätzlich aus dem selbst erwirtschafteten Cashflow zu decken.

Die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts ist ebenfalls ein zentrales strategisches Ziel des Unternehmens.

2. Beschaffung

Unsere Gesellschaft ist herstellergebunden und verkauft weiterhin die Produkte der Marken VW und Audi.

Das Vertragswerk gliedert sich in folgende Einzelverträge:

• Händlerverträge mit Volkswagen und Audi

(beinhaltet Regelungen zum Verkauf neuer Fahrzeuge)

• Servicepartnerverträge für Volkswagen, Volkswagen Nutzfahrzeuge, Audi, Skoda und SEAT.

(beinhaltet Regelungen zum Kundendienst-Geschäft nebst Originalteile-Vertrieb)

3. Investitionen

Im Jahre 2023 wurden die Investitionen in eine Luft-Wärmepumpe und zwei Brennstoffzellen für die Heizungsanlage und Stromversorgung abgeschlossen. Für das Jahr 2024 sind vier weitere Schnelllade-Stationen für E-Autos vorgesehen. Das Investitionsvolumen wird circa 100.000,00 € betragen.

4. Finanzierungsmaßnahmen und -vorhaben

Für das Jahr 2024 wird eine weitere Verbesserung des Eigenkapitalanteils durch Thesaurierung des prognostizierten Gewinns erwartet. Der Eigenkapitalanteil des Unternehmens beträgt zum 31.12.2023 46,9 %, unter ergänzender Berücksichtigung des Gesellschafterdarlehens 49,2 %.

5. Personal- und Sozialbereich

Wir haben am 31.12. des Berichtsjahres 49 Arbeitnehmer im Entgeltbezug, davon

im Alter von
bis 20 Jahre 4 Arbeitnehmer
21 bis 30 Jahre 4 Arbeitnehmer
31 bis 40 Jahre 9 Arbeitnehmer
41 bis 50 Jahre 10 Arbeitnehmer
51 bis 60 Jahre und älter 22 Arbeitnehmer

mit folgenden Qualifikationen

3 Auszubildende

1 Meister / Werkstattmeister

1 Serviceleiter

4 Kundenberater

4 Verkäufer

4 Lageristen

10 Kfz-Mechaniker

13 Büroangestellte

9 Hilfspersonal / Aushilfen beschäftigt.

Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt überwiegend 40 Stunden.

Wir schulen unsere Mitarbeiter überdurchschnittlich im Bereich Kundendienst, Werkstatt und Verwaltung und übernehmen die dafür anfallenden Kosten.

6. Umweltschutz

Die Beseitigung und Verwertung des Abfalls spielt im Werkstattbereich eine Rolle.

Firmen, die Papier und Pappe, Öle, gemischte Kunststoffe, Ölfilter, Luftfilter, Altreifen und Felgen entsorgen, erbringen einen entsprechenden ordnungsgemäßen Entsorgungsnachweis.

C. Darstellung der Lage

Für die Darstellung der Lage wird das langfristige Gesellschafterdarlehen als Eigenkapital betrachtet.

1. Vermögenslage

Die Vermögenslage wird durch folgende Kennziffern wiedergegeben:

2019 2020 2021 2022 2023
Anlagenintensität in % 49,7 48,8 56,6 49,9 54,4
Eigenkapitalanteil in % 23,8 24,0 36,6 40,4 49,2
Verschuldungsgrad in % 319,4 317,4 173,2 147,8 103,3

Das Gesamtvermögen der Gesellschaft besteht zum 31.12.2023 zu 54,4 % aus Anlagevermögen. Der aktuelle Buchwert beträgt T€ 4.384,0 (Vorjahr: T€ 4.069,1).

Der Eigenkapitalanteil (inkl. Gesellschafterdarlehen) beträgt aktuell 49,2 %. Unser Ziel ist es weiterhin, den Eigenkapitalanteil auf einem hohen Niveau zu halten.

Der Verschuldungsgrad (Fremdkapital zu Gesamtkapital) ist in den letzten fünf Jahren kontinuierlich gesunken.

2. Finanzlage

Zu der Finanz- und Liquiditätsstruktur werden folgende Kennziffern erläutert:

2019 2020 2021 2022 2023
Anlagendeckung in % 48,0 49,1 64,7 80,9 90,5
Liquiditätslage in % 87,2 84,8 95,2 110,8 122,1

Die Anlagendeckung gibt einen Hinweis, inwieweit das Anlagevermögen durch Eigenkapital gedeckt ist. Die Deckung durch Eigenkapital ist in den letzten fünf Jahren kontinuierlich gestiegen und liegt zum 31.12.2023 bei 90,5 %.

Die Liquiditätslage zeigt das Verhältnis aller kurzfristig realisierbarer Vermögenswerte einschließlich der Vorräte zu den kurzfristigen Verbindlichkeiten. Unsere Gesellschaft weist hier sehr gute Kennziffern aus.

3. Ertragslage

Die Entwicklung der Roherträge (Umsatzerlöse abzüglich Materialeinsatz) stellte sich wie folgt dar:

2019
T€
2020
T€
2021
T€
2022
T€
2023
T€
Rohertrag 4.221,8 4.296,0 5.261,5 5.214,8 5.136,1

Im Berichtsjahr wird ein Jahresüberschuss in Höhe von T€ 642,3 nach T€ 666,1 im Vorjahr ausgewiesen. Im folgenden Jahr wird auch mit einem positiven Ergebnis gerechnet.

D. Hinweise auf wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

1. Wesentliche Chancen der zukünftigen Entwicklung

Im Zuge der Megatrends Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Urbanisierung befindet sich die Automobilindustrie im Wandel. Mit digitalen Services für unsere Kunden werden zukünftig neue Geschäftsmodelle und Umsatzpotenziale erschlossen. Die konsequente Harmonisierung und Personalisierung der digitalen Kundenschnittstellen eröffnet die Chance, neuartige Kundenerlebnisse und Prozesse zu gestalten.

Die künftige positive Entwicklung unterliegt wesentlich den zukunftsgerichteten Strategien und Maßnahmen, die ein nachhaltiges und profitables Wachstum des Unternehmens sicherstellen sollen. Diese zielt auf eine kontinuierliche Verbesserung der Prozesse und Kostenstrukturen entlang der gesamten Wertschöpfungskette und somit auf die nachhaltige Optimierung der Produktivität ab.

Die Gebr. Conrad GmbH hat als oberstes Ziel die Reduzierung von fossilen Energieträgern auf ein absolutes Minimum. Dafür wurden bereits bis Mai 2024 nachstehende Maßnahmen umgesetzt:

- Elektrifizierung zu 70 Prozent des gesamten Fuhrparks (Vorführwagen, Vermietfahrzeuge und Mitarbeiterfahrzeuge),

- zwei Schnellladesäulen mit vier Ladepunkten mit einer Gesamtleistung von 400 kW,

- zehn Wallboxen mit einer Ladeleistung von jeweils 3,6 kW bis 22 kW,

- Luft-/Wärmepumpen als Ersatz der Gasthermen zur Beheizung der Gebäude,

- 99,75 kWp-Photovoltaikanlage zur Stromerzeugung,

- ab 01.08.2024 Bezug von grünem Strom vom Stromanbieter,

- komplette Umrüstung der Beleuchtung auf LED-Technologie,

- Forcierung des Verkaufs von Elektrofahrzeugen durch Überzeugungsarbeit an Interessenten.

Im Neuwagenverkauf hat hierbei für uns eine zentrale Rolle die konsequente Erneuerung und Erweiterung des Produktportfolios der Hersteller Volkswagen und Audi.

Im Jahre 2024 wird Volkswagen den Tiguan, Passat und ID.7 Tourer neu in den Markt einführen. Das Modell Golf erhält eine Produktaufwertung. Bei der Marke Audi wird 2024 der Q6, A6 und A5 neu eingeführt. Das Modell A3 erhält eine Produktaufwertung.

Im Gebrauchtwagenbereich wird weiterhin ein stringentes Bestandsmanagement eingesetzt, um eine akzeptable Lagerumschlagshäufigkeit zu erzielen. Ein Fokus zukünftiger Handlungen wird auf die Beibehaltung der rechtzeitigen Vermarktung von Leasingrückläufern gerichtet sein.

Zur Erhaltung der Kundenbindung und zusätzlicher Kundengewinnung besteht seit 2008 der "Conrad Club". Dieser Club ist in seiner Art und Ausführung ohne Vergleich und ist langfristig angelegt. Er gibt allen die bereits seit vielen Jahren im Hause eingeführten Service-Vorteilen einen Namen mit zusätzlicher Integration verschiedener Module mit Ausrichtung auf Lifestyle und Sponsoring-Aktivitäten. Die Zahlen des Clubs stabilisieren sich seit Jahren auf rund 1200 Mitglieder.

2. Wesentliche Risiken der zukünftigen Entwicklung

a) Branchenrisiken

In der Automobilindustrie ist eine Intensivierung des Wettbewerbs zum Beispiel in Form von verkaufsfördernden Maßnahmen spürbar. Grundsätzlich können die Preisgestaltung der direkten Wettbewerber sowie ein verstärkter Einsatz von Verkaufshilfen zu Preiserosionen oder steigenden Vermarktungskosten führen. Diese Branchenentwicklung würde sich auch auf die Firma Gebr. Conrad negativ auswirken und die Umsatz- sowie Ergebnisentwicklung entsprechend belasten.

b) Risiken aus der betrieblichen Tätigkeit

Aus der betrieblichen Tätigkeit ergeben sich eine Vielzahl an potenziellen Risiken, welche die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nachteilig beeinflussen können. Hierzu gehören folgenschwere Ereignisse wie Explosionen oder Großbrände, die sowohl Wirtschaftsgüter zerstören oder beschädigen können. Auch ein Ausfall der Energieversorgung oder technische Ausfälle, insbesondere infolge von EDV-Störungen, können wesentliche Störungen nach sich ziehen. Zwar bergen derartige Risiken hohe Schadenspotenziale, ihre Eintrittswahrscheinlichkeit gilt aber als relativ gering. Die Firma Gebr. Conrad begegnet diesen Risiken insbesondere durch Versicherungsverträge in ausreichendem Umfang und vorbeugende Maßnahmen wie Brandschutzeinrichtungen.

c) Personalrisiken

Eine zunehmend alternde und zugleich schrumpfende Bevölkerung in Deutschland stellt alle Unternehmen vor eine große Herausforderung. Die Firma Gebr. Conrad genießt dabei als attraktiver Arbeitgeber im intensiven Personalwettbewerb eine sehr gute Position. Darüber hinaus trägt ein breites Ausbildungsangebot zu einer gezielten Nachwuchssicherung im Unternehmen bei.

Dem Know-how-Verlust durch Fluktuation wird durch ein leistungsgerechtes und motivierendes Provisions- und Prämiensystem im Verkauf, Service und Werkstattbereich entgegengetreten.

Im Jahre 2014 wurde ein einheitliches Altersvorsorgekonzept für alle Mitarbeiter mit einer hohen gestaffelten Arbeitgeberbeteiligung eingeführt. Bis auf wenige Ausnahmen wurde dieses Konzept von allen Mitarbeitern angenommen.

d) Gesamteinschätzung der Risikosituation

Unter Beachtung aller derzeit bekannten Gegebenheiten und Fakten liegen jedoch keine speziellen Risiken vor, welche die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich und nachhaltig beeinträchtigen können oder gar den Fortbestand des Unternehmens in einem absehbaren Zeitraum gefährden.

E. Prognosebericht

1. Voraussichtliche Entwicklung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen

a) Gesamtwirtschaftliche Situation

Zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Berichtes besteht das Risiko, dass sich die derzeitigen Entwicklungen im Russland-Ukraine Konflikt nach wie vor negativ auf die globale Konjunktur, das Branchenwachstum und auf die Geschäftstätigkeit der Gebr. Conrad GmbH auswirken. Negative Einflüsse können sich aus einer Reduzierung der Nachfrage nach Fahrzeugen sowohl seitens unserer privaten wie geschäftlichen Kunden ergeben, aber auch aus Versorgungsengpässen in der Lieferkette, welche die Lieferfähigkeit unserer Vertragspartner Volkswagen und Audi beeinträchtigen.

b) Erwartete Ertragslage

Es wird durch die in allen Bereichen umgesetzten Maßnahmen der vergangenen Jahre ein positives Gesamtergebnis angestrebt.

c) Erwartete Finanzlage

Die positive Finanzlage wird sich durch die umfangreichen Maßnahmen zur Verbesserung der Liquidität stabilisieren.

Außerdem wurde das Controlling im Finanzbereich deutlich verbessert. Entsprechende Maßnahmen und Instrumente werden auch mit Hilfe eines externen Beratungsunternehmens regelmäßig überprüft.

d) Erwartete Entwicklung der Belegschaft

Die Zahl der Beschäftigten wird 2024 im Vergleich zum abgelaufenen Geschäftsjahr stabil bleiben. Verschiebungen im Aufgabenbereich einzelner Mitarbeiter werden zur Ausnutzung aller vorhandenen Ressourcen beitragen.

2. Gesamteinschätzung der erwarteten künftigen Entwicklung

Die Gebr. Conrad GmbH rechnet im Jahr 2024 mit sinkenden Umsätzen gegenüber 2023. Die bis zum Jahr 2023 vorhandene Preisstabilität im Neu- und Gebrauchtwagenbereich wird nicht mehr zu erzielen sein, sodass es nur zu einer durchschnittlichen Profitabilität des Unternehmens kommen wird.

 

Erftstadt, den 14. Juni 2024

gez. Stefan Conrad, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 4.384.062,92 4.069.170,81
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 28.523,00 44.940,00
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 28.523,00 44.940,00
II. Sachanlagen 4.355.539,92 4.024.230,81
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.478.792,22 2.304.023,22
2. technische Anlagen und Maschinen 104.774,00 89.781,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.401.232,00 1.483.078,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 370.741,70 147.348,59
B. Umlaufvermögen 3.646.441,11 4.052.662,13
I. Vorräte 2.669.986,76 2.733.319,96
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 725.605,43 736.698,61
1. sonstige Vermögensgegenstände 725.605,43 736.698,61
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 250.848,92 582.643,56
C. Rechnungsabgrenzungsposten 6.708,19 10.078,14
D. Aktive latente Steuern 27.090,00 27.390,00
Bilanzsumme, Summe Aktiva 8.064.302,22 8.159.301,08

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 3.779.580,62 3.134.234,29
I. gezeichnetes Kapital 230.081,35 230.081,35
II. Gewinnrücklagen 282.966,53 282.966,53
III. Gewinnvortrag 2.624.275,41 1.955.120,98
IV. Jahresüberschuss 642.257,33 666.065,43
B. Rückstellungen 982.558,39 1.112.690,96
C. Verbindlichkeiten 3.302.163,21 3.912.375,83
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.148.853,55 1.659.663,73
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 798.853,55 1.209.663,73
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 350.000,00 450.000,00
2. sonstige Verbindlichkeiten 2.153.309,66 2.252.712,10
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.153.309,66 2.252.712,10
Bilanzsumme, Summe Passiva 8.064.302,22 8.159.301,08

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 5.147.664,50 5.249.388,20
2. Personalaufwand 2.560.532,68 2.671.055,26
a) Löhne und Gehälter 2.131.277,21 2.209.110,60
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 429.255,47 461.944,66
davon für Altersversorgung 43.966,45 57.868,69
3. Abschreibungen 496.673,04 495.657,06
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 496.673,04 495.657,06
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 978.234,00 963.691,66
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3,07 0,00
davon aus Abzinsung 3,07 0,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 91.017,75 53.279,76
davon aus Abzinsung 16.847,59 14.189,83
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag 354.126,27 365.665,57
a) Ertrag aus der Veränderung latenter Steuern 0,00 3.089,00
b) Aufwand aus der Veränderung latenter Steuern 3.389,00 0,00
8. Ergebnis nach Steuern 667.083,83 700.038,89
9. sonstige Steuern 24.826,50 33.973,46
Jahresüberschuss 642.257,33 666.065,43

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften erstellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firma Gebr. Conrad GmbH
Firmensitz Erftstadt
Registereintrag Handelsregister
Registergericht Köln
Registernummer HRB 43811

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Sämtliche bilanzierungsfähigen Vermögensgegenstände und Schulden wurden gem. den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung sowie unter Beachtung der handels- und steuerrechtlichen Bilanzierungsvorschriften in der Bilanz zum 31.12.2023 erfasst.

Aktiva

Die einzelnen Gegenstände des Anlagevermögens wurden mit ihren Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten vermindert um die planmäßigen Abschreibungen aktiviert.

Auf der Grundlage der von der Finanzverwaltung veröffentlichten AfA-Tabellen wurde die Nutzungsdauer der einzelnen Wirtschaftsgüter bestimmt.

Die daraus abgeleiteten Abschreibungen werden nach der linearen, in Einzelfällen auch nach der degressiven Methode vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter wurden gemäß § 6 Abs. 2 EStG sofort abgeschrieben.

Das Vorratsvermögen wurde mit den Einstandspreisen bewertet. In Einzelfällen wurden Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag vorgenommen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden unter Abzug einer Pauschalwertberichtigung, sonstige Vermögensgegenstände mit dem Nominalwert bewertet.

Passiva

Die Pensionsrückstellung wurde mit dem Erfüllungsbetrag der Verpflichtung am Bilanzstichtag passiviert (§ 253 Abs. 1 und 2 HBG in der Fassung des BilMoG) und abgezinst.

Die übrigen Rückstellungen wurden nach einer vorsichtigen Schätzung der voraussichtlichen Erfüllungsbeträge gebildet und - sofern ihre Laufzeit größer ist als ein Jahr - abgezinst.

Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgte mit dem Erfüllungsbetrag.

Angaben zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagespiegel

Anschaffungskosten 01.01.2023
EUR
Zugang
EUR
Abgänge inkl. Umbuchungen
EUR
Abschreibungen (kumuliert)
EUR
Buchwert 31.12.2023
EUR
Buchwert 31.12.2022
EUR
Immaterielle Vermögenswerte
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 118.555,87 0,00 0,00 90.032,87 28.523,00 44.940,00
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.267.668,80 259.742,14 0,00 3.048.618,72 2.478.792,22 2.304.023,22
technische Anlagen und Maschinen 449.769,94 34.276,90 0,00 379.272,84 104.774,00 89.781,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.582.087,60 814.651,00 769.065,33 1.226.441,27 1.401.232,00 1.483.078,00
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 147.348,59 350.741,70 127.348,59 0,00 370.741,70 147.348,59
8.446.874,93 1.459.411,74 896.413,92 4.654.332,83 4.355.539,92 4.024.230,81
8.565.430,80 1.459.411,74 896.413,92 4.744.365,70 4.384.062,92 4.069.170,81
Abschreibungen (kumuliert zum 01.01.2023)
EUR
Zugänge (inkl. Umbuchungen) Abschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Abgänge bei den Abschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Abschreibungen (kumuliert zum 31.12.2023)
EUR
Immaterielle Vermögenswerte
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 73.615,87 16.417,00 0,00 90.032,87
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.963.645,58 84.973,14 0,00 3.048.618,72
technische Anlagen und Maschinen 359.988,94 19.283,90 0,00 379.272,84
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.099.009,60 375.999,00 248.567,33 1.226.441,27
4.422.644,12 480.256,04 248.567,33 4.654.332,83
4.496.259,99 496.673,04 248.567,33 4.744.365,70

Angaben zu Pensionsrückstellungen

Für die Pensionsrückstellungen wurden folgende Rechnungsgrundlagen verwendet:

Abzinsungssatz: 1,82 % p.a.
Gehaltstrend: 0,00 % p.a.
Rententrend: 0,00 % p.a.
Fluktuationswahrscheinlichkeit: 0,00 % p.a.
Bewertungsmethoden: projected unit credit method (PUC-Methode)
Deckungskapitalverfahren zur Berücksichtigung IDW RH FAB 1.021
Richttafeln: 2018 G von Klaus Heubeck

Angaben zu sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten Beträge für Jahresabschlussprüfungskosten, Steuererklärungskosten, Aufbewahrungsverpflichtungen, Urlaubsverpflichtungen, die Kosten einer zukünftigen Betriebsprüfung, die Tantieme des Geschäftsführers.

Verbindlichkeitenspiegel

Gesamt
EUR
Restlaufzeit bis ein Jahr
EUR
Restlaufzeit ein Jahr bis fünf Jahre
EUR
Restlaufzeit über fünf Jahre
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.148.853,55 798.853,55 400.000,00 0,00
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 112.625,25 112.625,25 0,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.515.275,71 1.515.275,71 0,00 0,00
sonstige Verbindlichkeiten 525.408,70 525.408,70 0,00 0,00
3.302.163,21 2.902.163,21 400,000,00 0,00

Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte besichert sind

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten EUR
Grundschulden 451.380,00
Sicherungsübereignung Ersatzteil- und Zubehörlager 697.473,55
1.148.853,55

Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Die Gebr. Conrad GmbH hat aus dem Abschluss von Leasingverträgen Rückkaufverpflichtungen mit einem Gesamtwert von EUR 20.316.842,88

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Gegenüber Herrn Stefan Conrad bestehen folgende Verbindlichkeiten:

Sonstige Verbindlichkeiten EUR
Stand 31.12.2023 186.276,03
Stand 31.12.2022 156.276,03

Verrechnung von Bilanzposten und Aufwendungen und Erträgen

Folgende Bilanzposten / Aufwendungen und Erträge wurden verrechnet:

Pensionsrückstellungen EUR
Rückstellung 720.886,00
Deckungskapital aus Rückdeckungsversicherung -88.813,00
Ausweis unter Pos. B. I. der Passiva 632.073,00
Aktive latente Steuer EUR
Aktive latente Steuer 152.022,00
Passive latente Steuer -124.932,00
Ausweis unter Pos. D der Aktiva 27.090,00
Zinsaufwand EUR
(neg.) Zinsertrag des Deckungsvermögens -518,00
Zinsaufwand der Pensionsrückstellung -16.329,59
Ausweis unter Pos. 8 der GuV -16.847,59

Sonstige Angaben

Organmitglieder

Geschäftsführer ist Herr Stefan Conrad, Kaufmann.

Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich 54 Mitarbeiter (ohne den Geschäftsführer und ohne die Auszubildenden):

Werkstatt 18
Verkauf 11
Verwaltung 15
Aushilfen 10
Gesamt 54

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Erftstadt, 14. Juni 2024

gez. Stefan Conrad, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 09.09.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

An die Gebr. Conrad GmbH, Erftstadt

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Gebr. Conrad GmbH, Erftstadt, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gebr. Conrad GmbH, Erftstadt, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hürth, 14. Juni 2024

Thesing• Peeters & Baumann Partnerschaft mbB Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. I. Peeters, Wirtschaftsprüferin

gez. H. Baumann, Wirtschaftsprüfer

Hinweis gem. § 328 Abs. 1a Satz 2 HGB:

Der Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den aufgestellten Jahresabschluss ohne Inanspruchnahme der Offenlegungserleichterungen.

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