Stammdaten

Register
Amtsgericht Nürnberg HRB 30093
Eingetragen
4.1.2005
Branche
Einzelhandel mit BüchernGroßhandel mit Büchern, Zeitschriften, Zeitungen sowie bespielten Ton- und BildträgernGroßhandel mit Textilien
Gegenstand
Der Groß- und Einzelhandel mit Büchern.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jan Scherberich
seit 3.3.2016
Geschäftsführer
Günther Thomas Seitz
seit 24.10.2013
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Burkart GmbH

Nürnberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 5.420,00 14.267,00
II. Sachanlagen 70.120,00 95.295,00
75.540,00 109.562,00
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte 3.416.952,23 3.215.796,65
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.879.770,80 4.267.104,15
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 518,66 930,44
8.297.241,69 7.483.831,24
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 6.122,61 6.806,66
8.378.904,30 7.600.199,90

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 200.000,00 200.000,00
II. Kapitalrücklage 197.422,72 197.422,72
III. Gewinnvortrag 4.091.614,79 3.701.535,13
IV. Jahresüberschuss 328.490,75 390.079,66
4.817.528,26 4.489.037,51
B. RÜCKSTELLUNGEN 1.140.931,01 1.500.041,32
C. VERBINDLICHKEITEN 2.420.445,03 1.611.121,07
davon Restlaufzeit von weniger als 1 Jahr: EUR 2.420.445,03 (Vorjahr: EUR 1.611.121,07)
8.378.904,30 7.600.199,90

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Rohergebnis 6.400.712,52 6.251.675,51
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -1.373.455,03 -1.246.382,53
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -268.673,70 -258.021,67
-1.642.128,73 -1.504.404,20
3. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögengegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -35.212,80 -44.319,56
4. sonstige betriebliche Aufwendungen -4.255.544,36 -4.119.292,75
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 49,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -4.713,66 -1.677,71
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 4.713,66 (Vorjahr: EUR 1.677,71)
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -133.190,22 -189.445,63
8. Ergebnis nach Steuern 329.922,75 392.584,66
9. sonstige Steuern -1.432,00 -2.505,00
10. Jahresüberschuss 328.490,75 390.079,66

Anhang 2023

I. Allgemeine Angaben

Die Burkart GmbH hat ihren Sitz in Nürnberg. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Nürnberg unter HRB 30093 eingetragen.

Der Jahresabschluss wird gem. §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie den ergänzenden Vorschriften des § 42 GmbHG aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter teilweiser Inanspruchnahme von größenabhängigen Erleichterungen.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagenwerte und Sachanlagevermögen wurden zu den Anschaffungskosten angesetzt und - sofern sie der Abnutzung unterlagen - um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Geringwertige Anlagengüter deren Wert EUR 250,00 aber nicht EUR 800,00 übersteigen werden in Anlehnung an § 6 Abs. 2 EStG im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben. Geringwertige Anlagengüter deren Wert EUR 250,00 nicht übersteigen werden im Jahr der Anschaffung sofort als Aufwand abgezogen.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten, sowie bei einzelnen Produktgruppen zu Durchschnittswerten (§240 (4) HGB) bzw. den niedrigeren beizulegenden Zeitwerten angesetzt.

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zu Nennwerten bilanziert. Risiken wurden durch Wertberichtigungen berücksichtigt.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurde für Ausgaben vor dem Bilanzstichtag gebildet, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellt. Der Ausweis erfolgt zum Nennwert.

Die Eigenkapitalpositionen sind zum Nennwert angesetzt.

Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages für alle erkennbaren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

III. Angaben zu Posten der Bilanz

Anlagevermögen

Für die Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf den Anlagespiegel in der Anlage zum Anhang.

IV. Angaben zu Posten der Bilanz für Veröffentlichung

Die Sachanlagen beinhalten zum 31.12.2023 andere Anlagen, Betriebs.- und Geschäftsausstattung in Höhe von € 70.120,00 (Vj. € 95.295,00).

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände beinhalten zum 31.12.2023 Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von € 332,746,26 (Vj € 224.801,74), die in vollem Umfang Forderungen gegen Gesellschafter betreffen.

Die Verbindlichkeiten beinhalten zum 31.12.2023 Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von € 284.599,96 (Vj € 139.773,05), hiervon € 18.936,54 (Vj. € 16.793,95) gegenüber Gesellschaftern, sowie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von € 196,23 (Vj. € 193,32).

V. Angaben zum Anteilsbesitz

Die VEMAG Verlags- und Medien Aktiengesellschaft, Köln stellt als Mutterunternehmen der Burkart GmbH den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Die Vermar GmbH, Berlin, stellt für den größten Kreis von Unternehmen den Konzernabschluss, in den die Gesellschaft einbezogen wird. Die Konzernabschlüsse und die Konzernlageberichte werden beim elektronischen Bundesanzeiger (www.bundesanzeiger.de) veröffentlicht.

VI. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen für die folgenden fünf Jahre beläuft sich auf T€ 1.882 davon für das Folgejahr T€ 412. Davon entfallen T€ 0 auf verbundene Unternehmen. Die Verpflichtungen resultieren deutlich überwiegend aus Miet- und Leasingverträgen.

Sonstige

Während des Geschäftsjahres 2023 waren durchschnittlich 35 Arbeitnehmer beschäftigt.

Geschäftsführer sind

Herr Thomas Seitz, Einzelhandelskaufmann

Herr Jan Scherberich, Verlagskaufmann

Die Angabe des Geschäftsführergehaltes unterbleibt nach § 286 Abs. 4 HGB.

Die Geschäftsführung schlägt vor, das Jahresergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Ereignisse von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Geschäftsjahres bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses sind nicht zu berichten

 

Nürnberg, den 29.03.2024

Thomas Seitz, Geschäftsführer

Jan Scherberich, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

(Anlagenspiegel)

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
Stand 01.01.2023 Zugänge Umbuchung Abgänge Stand 31.12.2023
Immaterielle Vermögensgegenstände 34.980,83 0,00 0,00 0,00 34.980,83
Sachanlagen 296.488,29 1.190,80 0,00 0,00 297.679,09
Insgesamt 331.469,12 1.190,80 0,00 0,00 332.659,92
Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Zugänge Umbuchung Abgänge Stand 31.12.2023
Immaterielle Vermögensgegenstände 20.713,83 8.847,00 0,00 0,00 29.560,83
Sachanlagen 201.193,29 26.365,80 0,00 0,00 227.559,09
Insgesamt 221.907,12 35.212,80 0,00 0,00 257.119,92
Buchwerte
Stand 31.12.2023 Stichtag Vorjahr
Immaterielle Vermögensgegenstände 5.420,00 14.267,00
Sachanlagen 70.120,00 95.295,00
Insgesamt 75.540,00 109.562,00

LAGEBERICHT 2023

der Burkart GmbH, Nürnberg

A. GRUNDLAGEN DES GESCHÄFTSMODELLS

Die Burkart GmbH, Nürnberg ist ein Buchgroßhändler und vertreibt in Deutschland Rest- und Sonderposten als Aktionsware und Taschenbuchbestseller, sowie ergänzende Kinder- und Sachbuchsortimente, als Rack-Jobber. Den Hauptvertriebskanal bilden die Filialnetze des Lebensmitteleinzelhandels (LEH), danach folgen die übrigen Absatzwege des stationären Einzelhandels.

1. Branchenentwicklung in Deutschland

Das bereinigte Bruttoinlandsprodukt (2015=100) lag 2023 0,3% unter dem des Vorjahres. Begründet ist diese Entwicklung in den übergreifend hohen Preisen, schwacher Nachfrage sowie steigenden Zinsen. Insgesamt liegt die deutsche Volkswirtschaft somit wieder 0,7% hinter dem Niveau vor Beginn der Pandemie 2019. 1 Ökonomen erwarten in diesem Jahr ein Wachstum um 0,2% 2.

Die Umsätze des deutschen Einzelhandels sanken 2023 real um 3,3% (2022 -0,7%). Auch der Non- Food Umsatz ging real um 3,1% zurück. Der Versandhandel ging im Vergleich mit den starken und von Corona geprägten Jahren 2020 und 2021 weiter zurück (real -3,9%) 3.

2023 war geprägt von steigenden Preisen und einer deutlichen Abnahme der Reallöhne. Die Fast Moving Consumer Goods erreichten im Jahr 2023 eine Summe von €197,6 Mrd. was eine Steigerung von 7,5% bedeutet. Die Vollsortimenter verloren einen Teil ihres Marktanteils und entwickelten sich von 29,0% auf 28,6%. Die Discounter dominieren weiterhin den Markt und konnten ihren Marktanteil im Vergleich zum Vorjahr von 36,8% auf 37,8% steigern. Ebenfalls positiv entwickelten sich die Drogeriemärkte mit einem Wachstum von ca. 0,2%-Punkten 4.

1 DeStatis: Pressemitteilung Nr. 019 vom 15. Januar 2024 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html (besucht 08.03.2024).
2 BmWi; Jahresprojektion 2024vom 21.02.2024 https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Artikel/Wirtschaft/Projektionen-der-Bundesregierung/projektionen-der-bundesregierung-jahresprojektion-2024.html (besucht 08.03.2024)
3 DeStatis: Pressemitteilung Nr. 041 vom 31. Januar 2024 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_041_45212.html (besucht 08.03.2024).
4 GfK Consumer Index Total Grocery 12/2023 https://www.gfk-cps.com/hubfs/EU%202023%20Files/Consumer%20lndex/CI_12_2023.pdf (besucht 08.03.2024).

Laut Börsenverein des Deutschen Buchhandels lag der Umsatz mit Büchern in den zentralen Vertriebswegen 2023 um 2,9% über dem des Jahres 2022. Der Absatz im gleichen Zeitraum ging allerdings um 1,9% zurück. Das Umsatzwachstum lässt sich somit lediglich auf die durchschnittliche Preissteigerung von 4,9% zurückführen. Der stationäre Buchhandel, welcher über die Coronajahre einen Rückgang des Umsatzes verzeichnete, konnte 2023 ein Umsatzwachstum von 2,8% (Absatz - 2,2%) verbuchen. Das deutlichste Umsatzwachstum verzeichnete die Belletristik, welche neben einer Umsatzsteigerung von 7,7% auch eine Absatzsteigerung von 1,2% erreichte. Einen Umsatzrückgang verzeichneten hingegen Ratgeber (-0,7 %) und Reisebücher (-1,7 %) 5. PwC prognostiziert für die kommenden Jahre bis 2027 einen durchschnittlichen Umsatzrückgang Consumer Books von 1,6%. 6

B. WIRTSCHAFTSBERICHT

1. Marktentwicklung

Das Einkaufsverhalten der Konsumenten hat sich seit Beginn des Ukraine-Kriegs deutlich verändert. Steigende Energiekosten und hohe Inflation haben insbesondere die große Masse der Konsumenten mit niedrigen bis mittleren Einkommen getroffen. Die von Burkart gelieferten Produkte zielen überwiegend auf genau diese Zielgruppe. Im Hauptabsatzmarkt, dem Lebensmittel-Discount, hat das zu einem deutlichen Rückgang des Nonfood-Aktionsgeschäfts geführt. Insbesondere Spontankaufprodukte, die man nicht wirklich braucht ("nice-to-have") wurden deutlich weniger gekauft. Diese Entwicklung war bis zum Beginn des Krieges nicht vorhersehbar, weshalb große Kunden sich mit hohen Volumina an Aktionsware bevorratet hatten. Wegen des gesunkenen Absatzes mussten viele Waren mehrfach veraktioniert werden. Die dafür benötigte Fläche wurde durch eine Halbierung der Aktionsanzahl bei nahezu allen Nonfood-Warengruppen geschaffen.

In der Umsatzentwicklung von Burkart, macht sich dies bei Einzelkunden bemerkbar. Insgesamt konnte jedoch der Umsatz im Berichtsjahr um 0,87 Mio. € oder 6,82 % gesteigert werden, insbesondere da wir relevante Aktionsaufträge von Kaufland erhalten haben, die in den Vorjahren vom Wettbewerber geliefert wurden. Die Entwicklung der Umsatzerlöse entspricht damit grundsätzlich den Erwartungen (Prognose) aus dem Vorjahr.

Auch im Berichtsjahr konnte wieder ein positives Jahresergebnis erwirtschaftet werden. Jedoch liegt dieses trotz gestiegener Umsatzerlöse geringfügig unter dem Niveau des Vorjahres. Verantwortlich hierfür sind allgemeine Kostensteigerungen, die nicht in vollem Umfang an die Kunden weitergegeben werden konnten. Dennoch liegt das Jahresergebnis über den Erwartungen (Prognose) aus dem Vorjahr.

5 Börsenverein: Buchmarkt 2023: Positive Umsatzbilanz in herausfordernden Zeiten vom 04.01.2024 https://www.boersenverein.de/boersenverein/aktuelles/detailseite/buchmarkt-2023-positive-umsatzbilanz-in-herausfordernden-zeiten/ (besucht 08.03.2024).
6 PWC; German Entertainment and Media Outlook 2023-2027 https://www.pwc.de/de/content/e96860df-edea-4c55-a082-1b65cd9dcdaf/pwc-studie-gemo-2023.pdf (besucht 08.03.2024).

2. Ertragsentwicklung

Die wesentlichen Komponenten der Gewinn- und Verlustrechnung sind:

Eine Steigerung der Umsatzerlöse (13,63 Mio. € ggü. Vj. 12,76 Mio. €)

die Steigerung des Materialaufwandes (7,28 Mio. € ggü. Vj. 6,57 Mio.€)

eine geringe Steigerung der sonstigen betriebl. Aufwendungen (4,26 Mio. € ggü. Vj. 4,12 Mio €)

Die Personalaufwendungen betrugen im Berichtsjahr 1,64 Mio. € (Vj. 1,50 Mio. €)

Der Rohertrag erhöht sich auf 6,35 Mio. € (VJ. 6,19 Mio. €), wohingegen die Rohertragsmarge auf 46,59 % gesunken ist (Vj. 48,51 %)

Das Unternehmensergebnis vor Steuern beläuft sich auf 0,46 Mio. € (Vj. 0,580 Mio. €). Das erzielte EBIT sinkt leicht von 0,58 Mio. € auf 0,47 Mio. €

Der Jahresüberschuss beträgt 0,33 Mio. € (Vj. 0,39 Mio. €)

3. Vermögens- UND FINANZLAGE

Die wesentlichen Komponenten der Bilanz sind:

Aufbau der Vorräte (3,42 Mio. € ggü. Vj. 3,21 Mio. €)

Erhöhung der Forderungen L+L (4,16 Mio. € ggü. Vj. 3,84 Mio. €)

Anstieg des Eigenkapitals (4,82 Mio. € ggü. Vj. 4,49 € Mio.)

Anstieg des Fremdkapitals (3,56 Mio. € ggü. Vj.-3,11 Mio. €)

Zum 31.12.2023 ergibt sich eine Bilanzsumme von 8,38 Mio.€ (Vj. 7,60 Mio. €).

Die Eigenkapitalquote sank geringfügig auf 57,52 % (Vj. 59,08 %), bedingt durch die gestiegene Bilanzsumme, wohingegen sich der Verschuldungsgrad auf 73,86 % (Vj. 69,27 %) erhöht hat.

Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Seit 2022 ist die Burkart GmbH in den Cash-Pool der VEMAG Verlags- und Medien AG eingebunden, so dass Liquiditätsspitzen durch Inanspruchnahme des Cash-Pools abgedeckt werden können. Der Finanzmittelfond (Forderungen gegen Cash-Pool Führer) beträgt zum Bilanzstichtag 0,33 Mio. € (Vj. 0,25 Mio. €).

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Risiko und Prognosebericht

Der für die Burkart GmbH relevante Wirtschaftraum Deutschland leidet noch immer unter den Folgen des Krieges in der Ukraine, den Unsicherheiten in der Energieversorgung und der weiterhin erhöhten Inflation. Seit Ende 2023 haben sich zudem die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten rund um den Krieg in Israel, Rebellenattacken auf den internationalen Schiffsverkehr im Roten Meer und die jüngsten Auseinandersetzungen zwischen dem Iran und Israel weiter verschärft. Die in den letzten Jahren deutlich gestiegenen Lebenshaltungskosten und geopolitischen Risiken dämpfen somit weiterhin das Konsumklima merklich und dies insbesondere bei Nice-to-Have-Produkten wie wie die Produkte der Burkart GmbH. Das Bestellverhalten unserer Großkunden, erfolgt analog zum Konsumentenverhalten.

Für das Jahr 2024 erwarten wir, die Umsätze nur marginal steigern zu können. Gleichzeitig ist nicht davon auszugehen, dass die Preise im Beschaffungsmarkt deutlich sinken. Das weiter hohe Remissionsvolumen bedingt, dass wir die Personal-Kapazitäten im Lager noch nicht signifikant reduzieren können. Daher gehen unsere aktuellen Prognosen für 2024 von einem vergleichbaren, positiven Ergebnis aus, wie im Jahr 2023.

2. Chancenbericht

Es gibt konkrete Gespräche und neue Anfragen von Filialisten, ob wir Märkte in unsere Betreuung als Rackjobber übernehmen können. Erste Testmärkte sind bereits eingerichtet und wir sind sehr zuversichtlich unseren Kundenkreis im Geschäftsbereich "Rackjobbing" erweitern zu können.

 

Nürnberg, 31.03.2024

Thomas Seitz

Jan Scherberich

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Burkart GmbH, Nürnberg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Burkart GmbH, Nürnberg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Burkart GmbH, Nürnberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, 5. Juli 2024

axis advisory + audit GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Prof. Dr. Jochen Axer, Wirtschaftsprüfer

Thomas Altenhofer, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

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