AIR LIQUIDE Electronics GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Industriegasen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Moritz Sebastian Guberan seit 27.11.2025 | Prokura |
Benjamin Wille seit 12.10.2022 | Prokura |
Julia Wendel seit 17.1.2022 | Prokura |
Annegret Doris Müller seit 11.7.2018 | Prokura |
Kelvin Stagg seit 11.7.2018 | Geschäftsführer |
Goran Baric seit 12.3.2014 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
MICHAEL PAGE INTERNATIONAL HOLDINGS LIMITED | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Page Contracting GmbHDüsseldorfJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtI. Grundlagen der Gesellschaft Unternehmensgegenstand Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der Page Contracting GmbH besteht in der Dienstleistung des Interim- und Projektmanagements. Es wird ausschließlich mit selbständigen, freien Mitarbeitern und Subunternehmern zusammengearbeitet. Im Unterschied zur Personalvermittlung im Wege der Zeitarbeit werden im Interimsmanagement keine eigenen Mitarbeiter an Kunden vermittelt, sondern selbständige, freiberufliche Spezialisten für einen zeitlich befristeten Einsatz an Kunden vermittelt bzw. durch die Michael Page Interim GmbH im Zuge der zu erbringenden Dienstleistungen eingesetzt. Unternehmensstruktur Die Page Contracting GmbH ist eine 100%-Tochtergesellschaft der Michael Page International (Deutschland) GmbH und Teil der internationalen Page Gruppe. Die oberste Muttergesellschaft ist die PageGroup Plc., Addlestone/Vereinigtes Königreich, in deren Konzernabschluss der Jahresabschluss einbezogen wird. Standorte Neben der Zentrale in Düsseldorf operiert die Gesellschaft derzeit an den Standorten Frankfurt am Main, München und Hamburg. Angaben zum Gendergesetz - Frauenquote: Die Frauenquote beträgt gesamt (ohne Unterscheidung der Positionen) für die Page Contracting GmbH 42% (Vorjahr 48%). Folgende Zielgrößen wurden festgelegt: • Eine Veränderung in der Geschäftsführung ist Stand heute in den nächsten Jahren nicht geplant. • Eine Erhöhung des Frauenanteils in den Führungsebenen ist um 10% geplant. Ein Aufsichtsrat ist nicht vorhanden. II. Wirtschaftsbericht 2.1 Konjunkturelle Lage in Deutschland Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % gegenüber dem Vorjahr gesunken. Kalenderbereinigt ging das BIP um 0,1 % zurück. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Zwar lag das BIP im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,7 % höher als vor der Corona-Pandemie im Jahr 2019. Allerdings kam die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die Energiekrise und geopolitische Spannungen verunsicherten Produzenten, Investoren sowie Konsumentinnen und Konsumenten. Der Welthandel verlor an Dynamik, mit negativen Folgen für die deutsche Exportwirtschaft. Die Energiepreise, die 2022 infolge des russischen Angriffs auf die Ukraine extrem gestiegen waren, stabilisierten sich auf hohem Niveau und belasteten insbesondere die Industrieproduktion. Steigende Zinsen verschlechterten die jahrelang günstigen Finanzierungsbedingungen, was besonders die Bauwirtschaft bremste. Insgesamt dämpften die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen die Konjunktur. Im Zuge dessen rutschte die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 ins Minus. Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Neben der Abschaltung der drei letzten deutschen Atomkraftwerke zum 15. April 2023 sank auch die Energieproduktion aus Braun- und Steinkohle. Dagegen wuchs die Energieerzeugung aus erneuerbaren Energien deutlich. Zudem wurde vermehrt Strom im Ausland eingekauft. Die bisher vorliegenden Außenhandelsdaten zeigen einen Anstieg der preisbereinigten Stromimporte im zweistelligen Prozentbereich bei gleichzeitig niedrigeren Stromexporten. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls, wenn gleich deutlich weniger, im Minus (-0,4 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte. (Quelle: Destatis / "Bruttoinlandsprodukt 2023 in Deutschland" vom 15. Januar 2024) 2.2 Branchenkonjunktur Durch die Nutzung von sozialen Netzwerken und intelligenten Programmen können die Branchenunternehmen Effizienzgewinne erzielen. Personalberatern gelingt es dadurch, mit deutlich geringerem Arbeitsaufwand als zuvor eine höhere Anzahl an Kandidaten zu identifizieren. Die Vermittlungsagenturen dürften künftig einen stärkeren Fokus auf die Suche nach Fachkräften legen. Zahlreiche Wirtschaftsbereiche haben mit einem Fachkräftemangel zu kämpfen und finden nur schwer qualifizierte Mitarbeiter, was der Branche Wachstumschancen bietet. Die Zahl der Stellenausschreibungen dürfte im Laufe des aktuellen Jahres weiter steigen. Während diese Entwicklung in Phasen des wirtschaftlichen Aufschwungs erwartbar ist, bedeutet sie in rezessiven beziehungsweise stagnierenden Zeiten, wie aktuell der Fall, dass sich der Arbeitsmarkt immer stärker von konjunkturellen Zyklen abkoppelt. Trotz wirtschaftlich schwieriger Lage ist der Personalmangel in den Unternehmen groß. Dies birgt Wachstumspotenzial für die Branche. Zugleich stoßen auch Personalvermittlungsunternehmen an ihre Grenzen bei der Suche nach geeigneten Kandidaten. Knapp ein Fünftel der Personalvermittler kann derzeit maximal 20 % ihrer Aufträge erfolgreich abschließen, während nur 16,7 % die meisten ihrer Aufträge erfolgreich abschließen können. Die schwierigen Erfolgsaussichten belasten wiederum die Kundenzufriedenheit. Die Branche der Vermittlung von Arbeitskräften weist eine sehr hohe Umsatzvolatilität auf. Dies erklärt sich zum großen Teil dadurch, dass das Wirtschaftswachstum in Deutschland die Nachfrage nach den Branchendienstleistungen stark beeinflusst. Verbessert sich die wirtschaftliche Gesamtsituation, steigt in der Regel auch die Nachfrage nach Arbeitskräften und Unternehmen engagieren Vermittlungsagenturen zur Anwerbung von Fachkräften und Spezialisten. Auch wenn bei zahlreichen Unternehmen ein hoher Bedarf an verschiedenen Fachkräften besteht und viele Probleme haben, geeignete Mitarbeiter zu finden, lohnt sich eine Besetzung der Stelle durch Personalvermittler aufgrund der Gebühren und Provisionen bislang nur selten. Die Branche ist nur in geringem Umfang internationalisiert. Zwar sind auch ausländische Unternehmen am deutschen Markt tätig, doch ist dieser von zahlreichen kleineren, heimischen Akteuren geprägt. So schätzt der Bundesverband Deutscher Unternehmensberater, dass ein Großteil der am Markt aktiven Unternehmen kleine, spezialisierte Vermittlungsagenturen sind, deren Wirkungskreis sich auf Deutschland beschränkt. Jedoch werden zahlreiche Vermittler auch international tätig, indem sie Kandidaten im Ausland ansprechen und Kontakt zu ihnen aufnehmen. Dafür ist keine Gründung einer Niederlassung im Ausland notwendig. Zu den größten ausländischen Akteuren am Markt gehören das Schweizer Unternehmen Egon Zehnder, der US-amerikanische Anbieter Korn Ferry und Hays aus dem Vereinigten Königreich. Das größte einheimische Unternehmen, Kienbaum und Partner, ist ebenfalls international tätig und betreibt Büros in den USA, Lateinamerika und Asien. Quelle: Branchenbericht von IBISWORLD Branchenreport N78.10 DE "Vermittlung von Arbeitskräften" aus Juni 2024 III. Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens Die Gesellschaft konnte die Umsätze im Vergleich zum Vorjahr deutlich steigern. Die erzielten Umsatzerlöse liegen um TEUR 20.536 über den Umsätzen des Vorjahres. Dies entspricht einer Steigerung von 11,0%. 1. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Vermögenslage Zum 31. Dezember 2023 ist das Gesamtvermögen gegenüber dem Vorjahr (TEUR 35.335) um TEUR 10.218 bzw. 28,9 % auf TEUR 45.552. gestiegen. Dies ist in Wesentlichen auf das Wachstum um +TEUR 9.278 der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen zurückzuführen. Die Passivseite setzt sich aus dem unveränderten Eigenkapital in Höhe von TEUR 100 und dem Fremdkapital in Höhe von TEUR 45.452 (Vorjahr: TEUR 35.234) zusammen. Das Fremdkapital besteht im Wesentlichen aus sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 4.370 (Vorjahr: TEUR 3.712), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 14.156 (Vorjahr: TEUR 11.429) sowie aus Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 25.807 (Vorjahr: TEUR 19.191). Finanzlage Unsere Finanzlage ist auf Grund der Einbindung in die Konzernstruktur der PageGroup als sehr stabil zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Der positive Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit (TEuro 13.149) und der positive Cash-Flow aus Investitionstätigkeit (TEuro 540) konnten den negativen Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit (TEuro -13.689) vollständig decken. Der negative Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit beinhaltet die Ergebnisabführung an die Michael Page International (Deutschland) GmbH in Höhe von TEuro 11.027. Die Gesellschaft nimmt seit 2018 an der Cashpool Finanzierung des Konzerns teil.Im Jahr 2023 ist die Cashpool Vereinbarung aktualisiert worden. Kreditlinien über die Michael Page-Gruppe wurden im Berichtsjahr nicht in Anspruch genommen. Sämtliche Verbindlichkeiten wurden stets innerhalb der Zahlungsziele beglichen. Als finanzielle Leistungsindikatoren ziehen wir für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatz pro Mitarbeiter und Cash Flow heran. Ertragslage Die Page Contracting GmbH konnte auch im Jahr 2023 ihren positiven Trend fortsetzen und verzeichnet gegenüber dem vorangegangenen Geschäftsjahr ein Umsatzwachstum von 11,0%. Es sind Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 207.873 erwirtschaftet worden. Der Materialaufwand resultiert ausschließlich aus den Aufwendungen für Freelancer (freiberufliche Spezialisten). Die Verwaltungskosten, bestehend aus Personalaufwand, Abschreibungen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen, sind um 13,9% gestiegen. Die Anzahl der beschäftigten Mitarbeiter ist von 190 im Geschäftsjahr 2022 auf 183 in 2023 gesunken. Um den Bedürfnissen unserer Kunden weiterhin auf einem herausragenden Qualitätsniveau begegnen zu können, wurden auch in 2023 interne Fortbildungsmaßnahmen durchgeführt. Das Ergebnis vor Gewinnabführung von TEUR 11.027 liegt über dem Wert des Vorjahres (TEUR 9.106). Der Umsatz pro Mitarbeiter betrug im Jahr 2024 TEUR 1.142 (Vorjahr: TEUR 986). Dies entspricht einem Wachstum um TEUR 156 pro Mitarbeiter. Dieses Wachstum resultiert aus einer Priorisierung von Projekten sowie den Verstärkten Einsatz von Freelancern. 2. Gesamtaussage zur Geschäftsentwicklung Die Gesamtbeurteilung des Geschäftsjahres 2023 ist sehr positiv. Es konnte ein Ergebnis in Höhe von TEUR 11.027 (vor Ergebnisabführung) erzielt werden. Die Vorjahresprognosen konnten erreicht und trotz der allgemeinen Unsicherheit aufgrund der konjunkturellen Lage und der geopolitischen Situation übertroffen werden. Gleichzeitig haben wir damit begonnen, Anpassungen in operativen Prozessen vorzunehmen, um eine stabile Geschäftsentwicklung sicherzustellen. IV. Chancen und Risiken Risikobericht Gesamtrisikomanagement Ziel der Unternehmenspolitik der Page Contracting GmbH ist bei gleichzeitiger Minimierung von Risiken eine Ausrichtung der Geschäftstätigkeit auf kontinuierliches, nachhaltiges und langfristiges Ertragswachstum. Das Risikomanagement ist geschäftsprozessbezogen organisiert und unterliegt der Gesamtverantwortung der Geschäftsleitung in Deutschland. Organisatorisch betrachtet werden sämtliche aus dem Rechnungswesen/Controlling der Michael Page-Gruppe resultierenden Erkenntnisse ausgewertet und in aufbereiteter Form an die Geschäftsleitung weitergeleitet. Risikoarten a) Liquiditätsrisiken Liquiditätsrisiken sind als gering einzustufen, da die Gesellschafterin, Michael Page International Holdings Ltd., London/Vereinigtes Königreich, der deutschen Michael Page-Gruppe, bestehend aus der Gesellschafterin, Michael Page International (Deutschland) GmbH, Page Personnel (Deutschland) GmbH, Page Personnel Service GmbH und Page Contracting GmbH, ausreichend freie Kreditlinien, die von außenstehenden Banken eingeräumt sind, zur Verfügung stellt. Im Geschäftsjahr 2023 hat die Page Contracting GmbH hiervon keinen Gebrauch gemacht. Die Überwachung der Ausnutzung dieser Kreditlinien bzw. die Beantragung neuer und Prolongation bestehender Kreditlinien wird von der Abteilung Controlling anhand des monatlich zu ermittelten und international zu berichtenden Cashflow Forecasts vorgenommen. Auswirkungen auf die Liquidität aufgrund von unplanmäßigen Entwicklungen bestehen bei der deutschen Michael Page-Gruppe, bedingt durch die Geschäftsstruktur, im Wesentlichen nur bei Zahlungsschwierigkeiten bzw. -unfähigkeit von Kunden. b) Operative Risiken Operative Risiken bestehen dahingehend, dass Kunden nicht innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele zahlen. Diese Risiken werden durch automatisiertes Mahnverfahren im Accounting gesteuert und abgefangen. Soweit die Einbringlichkeit von Forderungen gefährdet ist, werden gemäß den für die gesamte PageGroup weltweit geltenden Vorgaben Einzelwertberichtigungen gebildet. Rechtliche Risiken können zum einen aus der einzelvertraglichen Beziehung zu Kunden und externen Dienstleistern entstehen und sich zum anderen aus veränderten Rahmenbedingungen ergeben. Hinsichtlich der Beziehungen zu Kunden und externen Dienstleistern verwendet die Michael Page-Gruppe standardisierte und von externen Rechtsanwälten geprüfte Vertragsvorlagen. Veränderungen von Rahmenbedingungen werden umgehend hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit geprüft und ggfs. kurzfristig umgesetzt. Weitere Risiken bestehen insbesondere in den Bereichen Personal und IT. Maßgebliche Personalrisiken liegen in der erfolgreichen Mitarbeiterakquise und der langfristigen Mitarbeiterbindung an die Michael Page Interim GmbH. Unsere Mitarbeiter sowie deren in der Vergangenheit aufgebaute Kundenbeziehungen sind entscheidend für den langfristigen Unternehmenserfolg. Eine unerwünschte Abwanderung von Mitarbeitern könnte die Geschäftsentwicklung negativ beeinflussen. Die für die Page Contracting GmbH wesentlichen technischen Risiken bestehen hinsichtlich der Funktionsfähigkeit der eingesetzten EDV-Systeme. Aufgrund der Abhängigkeit von einem störungsfreien Betrieb des EDV-Einsatzes wird den möglichen Risiken durch detaillierte Pläne für Notfallsituationen und Back-Up-Systeme Rechnung getragen. Die Funktionsfähigkeit der EDV-Systeme und insbesondere die Notfalltests und die Datensicherung werden in regelmäßigen Abständen überprüft. Neben den aufgeführten Risiken und den allgemeinen Marktentwicklungsrisiken sehen wir keine weiteren wesentlichen Risiken für die Page Contracting GmbH in Deutschland. Chancenbericht Die Chancen für das Jahr 2024 bestehen im Wesentlichen im weiteren Ausbau der Sparte Interimsmanagement. Aufgrund des Mangels an Fachkräften und die damit wachsende Zeitspanne zur Überbrückung von vakanten Positionen wird die die Nachfrage nach Interimslösungen weiter steigern. Hierin sehen wir die Möglichkeit, den Bereich der Vermittlung von freiberuflichen Spezialisten an Kunden weiter ausbauen zu können. Wettbewerb Dem Wettbewerb am Markt, vor allem durch die zunehmende Konkurrenz der Anbieter in unserem Segment, werden wir weiterhin durch Erfahrung, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen. Kostenoptimierung Aufgrund der optimierten Prozesse im Zusammenhang mit der Errichtung einer zentralen Shared Service Center-Organisation in den Vorjahren rechnen wir mit nennenswerten Kosteneinsparungen in den Folgejahren. Digitalisierung/Prozessoptimierung Durch kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Tools streben wir eine kosten- und zeiteffiziente Abwicklung unserer Projekte an, was ebenfalls einen Benefit für den Kunden und den Interimer hat. 3. Prognosebericht Aus den bereits vorliegenden Zahlen des Geschäftsjahres 2024 können wir schließen, dass im Rahmen des operativen Geschäfts das Geschäftsjahr 2024 positiv verlaufen wird, auch wenn ein Rückgang der Umsatzerlöse im einstelligen Prozentbereich unter dem des Berichtsjahres prognostiziert werden. Mittel- bis langfristig wird erwartet, dass der Kandidaten- und Fachkräftemangel am deutschen Arbeitsmarkt einen positiven Effekt auf den Bereich Dienstleistungen durch Interim- und Projektmanagement haben wird. Da dieser Mangel den Zeitraum zur Wiederbesetzung von vakanten Positionen verlängert, werden Unternehmen häufiger auf eine Interimslösung zurückgreifen. Darüber hinaus versuchen Unternehmen, aufgrund der geringen Ressourcen und des teilweise fehlenden Spezialwissens bei temporären Projekten eine Überlastung der vorhandenen Belegschaft durch den Einsatz von Interimsmanagern abzufedern. Dieser Erwartung steht derzeit eine schwache, konjunkturelle Situation in Deutschland entgegen, die wesentlich durch Unsicherheiten aus Inflation, der geopolitischen Entwicklung und der nationale Wirtschaftspolitik getrieben ist. Die Personalentwicklung lässt sich bis zum heutigen Tage positiv bewerten. Durch weitere Rekrutierungsmaßnahmen soll dieser Trend weiter verfolgt werden. Die Page Contracting GmbH wird sich weiterhin auf ihre Kernkompetenzen, die Vermittlung freiberuflicher Spezialisten sowie die Erbringung entsprechender Dienstleistungen konzentrieren und diese weiter ausbauen. Daneben sind seit dem 31. Dezember 2023 keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, von denen ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögens- Finanz- und Ertragslage der Page Contracting GmbH erwartet wird.
Düsseldorf, den 16. Juli 2024 Page Contracting GmbH Die Geschäftsführung gez. Kelvin Stagg gez. Goran Baric BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang1. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die Page Contracting GmbH (vormals: Michael Page Interim GmbH) hat Ihren Sitz in Düsseldorf. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Düsseldorf unter HRB 64582 eingetragen. 2. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde auf der Grundlage des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des GmbHG erstellt. Bei der Aufstellung der Bilanz wurden die Gliederungsvorschriften der §§ 266 ff. HGB beachtet. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren § 275 Abs. 2 HGB gegliedert. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir "Davon-Vermerke" in diesem Anhang angegeben. Die Wertansätze sind aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 als Vortrag übernommen. Aufbau und Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entsprechen grundsätzlich dem Vorjahr. 3. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sowie Erläuterungen zur Bilanz Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Das Anlagevermögen wird zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen angesetzt. Bei Gegenständen, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden die Abschreibungen linear ermittelt. Die Abschreibungen bemessen sich dabei nach den voraussichtlichen Nutzungsdauern. Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel dargestellt, der Bestandteil dieses Anhangs ist. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Das mit einzelnen Forderungen verbundene Risiko wird durch Abschläge vom Nennwert berücksichtigt. Sämtliche Forderungen oder sonstige Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden mit den im Voraus bezahlten Beträgen angesetzt, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag sind. Das gezeichnete Kapital beträgt EUR 100.000,00. Die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Langfristige Rückstellungen, die abgezinst werden müssten, bestehen nicht. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen bereits bezogener Leistungen sowie personalbezogene Rückstellungen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten in ausländischer Währung existieren nicht. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten in Höhe von EUR 25.262.189,88 (Vorjahr EUR 18.653.593,82) Verpflichtungen gegenüber der Gesellschafterin Michael Page International (Deutschland) GmbH aus der umsatzsteuerlichen Organschaft, aus der Ergebnisabführung sowie Forderungen/ Verbindlichkeiten im Rahmen des Leistungsverkehrs. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von EUR 393.639,28 (Vorjahr: EUR 375.014,47) und Verbindlichkeiten aus sozialer Sicherheit in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 21.606,38). Sämtliche Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. 4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse gliedern sich nach den folgenden Bereichen auf:
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Sachbezugsbesteuerung EUR 293.364,64 (Vorjahr: EUR 288.083,75). Erträge aus der Währungsumrechnung werden in Höhe von EUR 23.968,75 (Vorjahr: EUR 74,70) ausgewiesen. Der Personalaufwand beinhaltet in Höhe von EUR 53.644,53 (Vorjahr: EUR 21.418,25) Aufwendungen für die Altersversorgung. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten als wesentlichen Posten konzerninterne Kostenweiterbelastungen in Höhe von TEUR 14.163, Aufwendungen aus Kfz- und Reisekosten TEUR 562 sowie sonstige Verwaltungskosten in Höhe von TEUR 879. Die Aufwendungen aus Währungsumrechnung betragen EUR 3.239,23 (Vorjahr: EUR 588,01). Im Geschäftsjahr sind keine Erträge oder Aufwendungen von außerordentlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung enthalten. Zudem sind keine periodenfremden Erträge und Aufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Die Zinserträge resultieren aus der Cash-Pool Vereinbarung mit der Michael Page International Deutschland GmbH, Düsseldorf. 5. Sonstige Angaben Mitarbeiter Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr im Durchschnitt 183 Arbeitnehmer (Vorjahr: 190 Arbeitnehmer) beschäftigt. Bei sämtlichen Mitarbeitern handelt es sich um Angestellte. Arbeiter oder gewerbliche Mitarbeiter werden nicht beschäftigt. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum 31. Dezember 2023 bestehen Verpflichtungen aus KFZ-Leasingverträgen sowie Mietverträgen in folgender Höhe:
Die KFZ-Leasingverträge haben eine Laufzeit von maximal drei Jahren. Das Mietverhältnis über Geschäftsräume unterliegt der gesetzlichen Kündigungsfrist. Geschäftsführung Der Geschäftsführung der Gesellschaft gehörten im Geschäftsjahr und bis zum Erstellungszeitpunkt an: • Herr Goran Baric (Senior Managing Director), Personalberater, Frankfurt am Main; • Herr Kelvin Stagg, Personalberater, Leatherhead, Vereinigtes Königreich Die Geschäftsführer sind jeweils einzelvertretungsbefugt mit der Befugnis im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen. Auf die Angabe der Gesamtbezüge gemäß § 285 Satz 1 Nr. 9 Buchstabea und b HGB wurde in Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Konzernverhältnisse Die PageGroup Plc., Addlestone/Vereinigtes Königreich, stellt einen Konzernabschluss nach den in der EU geltenden IFRS für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen auf, in den der Jahresabschluss der Gesellschaft einbezogen wird. Er wird beim öffentlichen Register der "Companies House" in London (Großbritannien) unter der Nummer 3310225 offengelegt. Zur Erstellung eines Konzernabschlusses war die Michael Page International (Deutschland) GmbH zum 31. Dezember 2023 nicht verpflichtet, da die PageGroup Plc., Addlestone/Vereinigtes Königreich, einen Konzernabschluss mit befreiender Wirkung erstellt (§ 291 HGB), der in deutscher Sprache offengelegt wird. Beteiligungsverhältnisse, Ergebnisabführungsvertrag Die Michael Page International (Deutschland) GmbH, Düsseldorf, besitzt eine 100%-Beteiligung an der Page Contracting GmbH (vormals: Michael Page Interim GmbH). Aufgrund des seit dem 20. Dezember 2010 bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag wird das Jahresergebnis an die alleinige Gesellschafterin Michael Page International (Deutschland) GmbH abgeführt. Ertrags- und umsatzsteuerrechtlich besteht eine Organschaft, in der die Michael Page International Deutschland GmbH als Organträgerin und die Page Contracting GmbH als Organgesellschaft geführt werden. Es sind im Sinne des § 285 Nr. 21 HGB keine Geschäfte zu nicht marktüblichen Bedingungen mit nahestehenden Unternehmen im Geschäftsjahr zustande gekommen. Abschlussprüferhonorar Das Honorar des Abschlussprüfers beläuft sich auf TEUR 16 und betrifft ausschließlich Prüfungsleistungen. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung i.S.d. § 285 Nr. 33 HGB, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, bestehen nicht.
Düsseldorf, 16. Juli 2024 Page Contracting GmbH Die Geschäftsführung gez. Kelvin Stagg gez. Goran Baric Anlagespiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 30.09.2024 festgestellt. BESTäTIGUNGSVERMERK DES UNABHäNGIGEN ABSCHLUSSPRüFERSAn die Page Contracting GmbH, Düsseldorf Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Page Contracting, Düsseldorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Page Contracting GmbH, Düsseldorf, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Die Prüfung des Jahresabschlusses haben wir unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote). Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen • wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Angaben im Lagebericht oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder • anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten zu dem Schluss gelangen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Essen, 16. Juli 2024 DR.
WASSERMANN AUDIT GMBH
Dr. Bernd Wassermann, Wirtschaftsprüfer Dr. Boris Heller, Wirtschaftsprüfer |
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