Stammdaten

Register
Amtsgericht Passau HRB 10051
Eingetragen
18.4.2017
Branche
Herstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungHerstellung von Nutzkraftwagen und NutzkraftwagenmotorenGroßhandel mit Werkzeugmaschinen
Gegenstand
Die Herstellung und der Vertrieb von Sandkernen für Klein- und Großbetriebe, insbesondere auch für die Automobilindustrie.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Udo Dr. Dinglreiter
seit 18.4.2017
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

50.00% identifiziert50.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
25.00%
25.00%

Ungelöste Beteiligungen (7)

NameAnteil
Werner Mösner Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH
15.69%
Sintokogio Ltd.JPN
9.96%
Werner Mösner Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH
9.34%
Mösner Beteiligungs eGDR 1
5.23%
Mösner Beteiligungs eGDR 2
4.18%

Gesellschafter
Beta

3 von 4 Anteilseignern sichtbar

Name
Ort
Anteil
R. Scheuchl GmbH
Germany
41.67%
Mössner Vermögens- und Beteiligungs-gesellschaft mbH
Germany
25.10%
Laempe Mössner Sinto GmbH
Germany
24.90%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

INACORE GmbH

Ortenburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS

1.1 GESCHÄFTSMODELL

Als mittelständisches Unternehmen fertigt die INACORE GmbH Sandkerne für die Produktion von Gussteilen. Mit innovativen Fertigungsverfahren und umweltfreundlichen Bindersystemen produziert und liefert das Unternehmen wichtige Komponenten für die Serienproduktion in die Gießereiindustrie. Neben klassischen Herstellungsmethoden setzt das Unternehmen auch3-D-Drucktechnologien ein. INACORE versteht sich als Vorreiter bei der "Kernfertigung 4.0" und setzt kompromisslos auf Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit.

In einem weiteren Bereich wartet, repariert und ändert das Unternehmen Werkzeugsysteme zur Herstellung von Sandkernen oder Gussteilen.

Im Sinne maximaler Kundenzufriedenheit sind Effizienz, Digitalisierung in den Produktionsprozessen und höchste Qualitätsstandards von besonderer Bedeutung.

Wir setzen auf maximale Liefertreue, die in der Versorgung in der Serienfertigung essenziell ist.

1.2 FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Primär ist die INACORE ein Produktionsunternehmen mit einem Versorgungsauftrag in der Serienproduktion. Um jederzeit ein effizientes und nachhaltiges Produktionssystem aufrecht erhalten zu können, investiert das Unternehmen einen großen Anteil in die Verbesserung der Produktionsabläufe und in neue Produktionstechnologien. Regelmäßig werden dazu Forschungs- und Entwicklungsprojekte durchgeführt.

Herausragend sind die Aktivitäten im Zusammenhang mit der Entwicklung eines 3-D-Druck-Prozess zur Fertigung von gedruckten Sandkernen zu nennen. Im Zuge immer komplexer werdender Gussteilstrukturen insbesondere im Umfeld der Elektromobilität ist hier ein nennenswerter Wachstumsmarkt zu erwarten.

Zukunftsweisende Entwicklungsarbeiten werden darüber hinaus bis heute im Bereich einer umweltfreundlichen Beschichtung von Bremsscheiben im Zuge der EU7-Verordnung durchgeführt. INACORE arbeitet in diesem Zusammenhang und vor dem Hintergrund der Transformationsprozesse in der Automobilindustrie an der Entwicklung eines neuen, innovativen und zukunftssicheren Geschäftsfeldes.

2 WIRTSCHAFTSBERICHT

2.1 GESAMTWIRTSCHAFTLICHE LAGE

Die Weltwirtschaft erlebte im Jahr 2023 mit +3,2% ein im Vergleich zum Vorjahr etwa konstantes Wachstum (Vorjahr: +3,5%). Die Aussichten zu Beginn des Jahres sind als positiv zu bewerten, die Wirtschaft rechnet mit einer Erholung des Weltmarktes.

In der Europäischen Union ergab sich mit einem Wachstum in Höhe von etwa 0,4% (Vorjahr: 3,5%) eine starke Abschwächung, welches jedoch insgesamt höher als erwartet ausfiel. Deutschland liegt mit einer Reduktion in Höhe von -0,3% (Vorjahr: 1,8%) unter dem EU-Durchschnitt.

Dagegen konnte die USA eine Wachstumssteigerung verzeichnen. Der Anstieg lag hier bei +2,5% (Vorjahr: +1,9%).

Die wirtschaftliche Entwicklung Chinas lag mit +5,2% (Vorjahr: +3,0%) deutlich über dem Vorjahreswert.

Vor allem in der Europäischen Union und Deutschland sind nach wie vor in weiten Bereichen der Industrie Engpässe bei den Lieferketten und die Folgen des anhaltenden Russlandkrieges dominierend.

2.2 GESCHÄFTSVERLAUF

Im Geschäftsfeld Kernfertigung produziert die INACORE Sandkerne mit anorganischen Bindersystemen. Diese werden überwiegend im klassischen Kernschießverfahren und zum Teil im hochinnovativen Kerndruckverfahren hergestellt. Wichtigste Kunden für die Produkte der INACORE sind die Automobilindustrie und deren Zulieferer.

Darüber hinaus betreibt das Unternehmen einen Werkzeugbau in dem Kernherstellungswerkzeuge gewartet, repariert und an geänderte Kerngeometrien angepasst werden.

Der Geschäftsverlauf des Jahres 2023 war nach wie vor beeinflusst von Auswirkungen des herrschenden Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine.

Während sich COVID durch anhaltend höhere Krankheitsquoten im Produktionsbereich auswirkte, kam es auf Grund des Krieges zu erheblichen Störungen in den Lieferketten der Automobilindustrie und damit verbunden zu Wochen mit verringerter oder eingestellter Produktion mit direkter Auswirkung auf die eng getaktete und auf die Kundenabrufe ausgerichtete Fertigung bei INACORE.

Ebenfalls Folge des Krieges und der verhängten Sanktionen gegen Russland waren zum Teil erhebliche Preissteigerungen bei Strom, Gas und sonstiger Energieträger. In enger Folge resultierten daraus in nennenswerter Höhe Kostensteigerungen in der Produktion, bei der Beschaffung von Rohmaterialien und beim Transport der Güter.

Trotz dieser Rahmenbedingungen verlief das Geschäftsjahr erfolgreich und im Ergebnis leicht über den Erwartungen.

Insbesondere konnten zusätzlich zu bestehenden Aufträgen neue und langlaufende Projekte mit Kernfertigung für neue Kunden und unter anderem im Bereich der Elektromobilität gewonnen werden.

2.2.1 ERTRAGSLAGE

Der fakturierte Jahresumsatz im Berichtsjahr ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.

Ursachen dafür liegen in der erfolgreichen Akquisition zusätzlicher Kunden mit langlaufenden Lieferverträgen.

Der Materialaufwand ist überproportional u.a. aufgrund der stark erhöhten Rohstoffpreise gestiegen. Der übrige Kostenblock, bestehend aus Personalaufwand und sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhte sich um 28,9 % bzw. 42,7 %.

Der Jahresüberschuss des Jahres 2023 liegt geringfügig unter dem Wert des Vorjahres und innerhalb des geplanten Korridors.

2.2.2 FINANZLAGE

Die Finanzlage wird generell als gut eingeschätzt. Das Unternehmen finanziert sich aus Eigen- und aus Fremdkapital.

Das Eigenkapital konnte im Zuge der Geschäftsentwicklung im Berichtsjahr gesteigert werden. Die Eigenkapitalquote beträgt am Ende des Berichtsjahres über 50% und ist damit deutlich oberhalb des Durchschnitts bei vergleichbaren Unternehmungen angesiedelt.

Das Unternehmen erfüllt alle Verpflichtungen aus der Fremdkapitalfinanzierung fristgerecht und ohne Auffälligkeiten.

Im Geschäftsjahr konnten Verbindlichkeiten planmäßig abgebaut werden.

2.2.3 VERMÖGENSLAGE

Das immaterielle Vermögen wurde im Berichtsjahr leicht gesteigert. Das Sachanlagevermögen ist auf Grund der, die Investitionen übersteigenden Abschreibungen, gesunken.

Das Vorratsvermögen ist aufgrund einer Bestandserhöhung des Lagers gestiegen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind stichtagsbezogen höher als im Vorjahr.

Das Gesamtvermögen setzt sich zu rd. 47 % aus Anlagevermögen und zu rd. 53 % aus Umlaufvermögen zusammen und verringerte sich um TEUR 718 bzw. um 4,6 %.

2.3 LEISTUNGSINDIKATOREN

Bei den Führungsgrößen liegt unser Fokus auf folgenden Indikatoren:

• Umsatzerlöse

• Betriebsergebnis

• EBITDA

Die Umsatzerlöse erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um rd. 17 %.

Das Betriebsergebnis ist um rd. 14,4 % auf TEUR 3.102 gesunken. Das EBITDA verringerte sich auf TEUR 4.934 gegenüber TEUR 6.213 im Vorjahr.

2.4 GESAMTAUSSAGE

Wir beurteilen unsere Ertragslage, unsere Finanzlage und unsere Vermögenslage als gut. Unsere Umsatzentwicklung und die Entwicklung des Jahresüberschusses entsprechen grundsätzlich den Erwartungen in einem sehr angespannten Marktumfeld.

Bei den oben genannten Leistungsindikatoren liegt das Unternehmen durchweg im oder über dem erwarteten Korridor.

Wir sind darauf ausgerichtet unsere Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist oder bei Vereinbarung von Skonto innerhalb der Skontofrist zu bezahlen.

Wir monitoren die Leistungsindikatoren der verschiedenen Geschäftsbereiche sehr detailliert. Trotz des veränderten Umsatzes konnten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen auf niedrigem Niveau gehalten werden.

Das Unternehmen verfügt stets über ausreichende Liquidität.

3 PROGNOSEBERICHT

Die INACORE GmbH fertigt in besonders nachhaltiger Form Sandkerne für die Gießereiindustrie. In einem weiteren Geschäftsfeld werden für die Kernfertigung benötigte Werkzeugsysteme gewartet, an neue Konturen angepasst oder repariert.

Im Zuge der laufenden Geschäftsentwicklung ist es gelungen neben bestehenden OEM-Kunden weitere Tier-1-Lieferanten der Automobilindustrie als Kunden mit langjährigen Lieferabkommen zu gewinnen. Die mit diesen Sandkernen produzierten Gussteile werden zu einem großen Anteil in der Elektromobilität benötigt, so dass mit den Akquisitionen ein wesentlicher Schritt in Richtung Transformation vollzogen werden konnte.

Die Automobilindustrie insgesamt wird stark beeinflusst durch weltwirtschaftliche Entwicklungen. Im Zuge der globalen Lieferkettenproblematik konnten auf Grund einer angepassten Vertriebspolitik maximale Jahresergebnisse jedoch bei teilweise reduzierten Absatzstückzahlen erzielt werden. Für Zulieferer, die insbesondere von hohen Auslastungsgraden abhängen, führte dies in vielen Fällen zu Ergebnisminderungen oder zu Verlusten. Trotz einiger zusätzlicher Wochen mit reduzierter oder gestoppter Produktion zum Jahresanfang konnten nennenswerte negative Auswirkungen auf das Ergebnis der INACORE abgewendet werden.

Auf Grund des Angriffskrieges Russlands gegen die Ukraine kam es im Laufe des Berichtsjahres zu Sanktionen der nahezu gesamten westlichen Welt gegen Russland mit erheblichen Auswirkungen bei den Energiekosten und in der direkten Folge bei den Beschaffungskosten von Rohmaterialien. Es wird erwartet, dass sich die Energiekosten insbesondere nach dem Winter 2022/2023 wieder etwas absenken, jedoch weiterhin auf hohem Niveau bleiben. Da die Kosten der Kernherstellung zu einem nennenswerten Anteil von den Strombezugskosten und von den Kosten für Rohmaterialien bestimmt werden, ist mit einem dauerhaft höherem Kostenniveau der Produkte zu rechnen. Verstärkt wird dies durch deutlich ansteigende Lohnkosten im Umfeld einer rasant ansteigenden Inflation.

Es wird in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld herausfordernd, die gestiegenen Kosten an die Kunden weiterzugeben.

In diesem Umfeld sind Prognosen durch ein höchstes Maß an Unsicherheit gekennzeichnet.

Die INACORE GmbH verfügt jedoch über einen hohen Auftragsbestand, so dass wir grundsätzlich von einer guten Prognose ausgehen. Wir erwarten für das Jahr 2024 in etwa gleichbleibende Umsatzerlöse bei einem jedoch vorsichtig um rd. 20 % geschätzten reduzierten Betriebsergebnis und EBITDA. Die vollkommen unsichere Situation bezüglich Lieferungen von Energie und Rohstoffen aus Russland auf Grund des Angriffskrieges gegen die Ukraine und der im Anschluss daran verhängten Sanktionen bei der gleich zeitig vorhandenen Abhängigkeit der deutschen und europäischen Wirtschaft von diesen Importen erlauben jedoch keinerlei seriöse Abschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung im Folgejahr.

Im Zuge weiterer Aktivitäten im Umfeld der Transformation beschäftigt sich die INACORE GmbH intensiv mit der Entwicklung einer Bremsscheibe, die den Anforderungen einer EU7-Verordnung zur Emission von Feinstaub aus Bremssystemen genügt. Basis der neu gestalteten Bremsscheibe ist die Aufbringung einer zweistufigen Hartmetallschicht auf den Reibkörper konventioneller Bremsscheiben. Im Erfolgsfall generiert das Unternehmen Aufträge in einem vollkommen neuen Geschäftsfeld und sichert dadurch vor dem Hintergrund der Transformation in der Gießereiindustrie die Zukunft ab.

4 CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

Aktuell zeichnen sich vier Risiko- und Chancenblöcke für den laufenden Geschäftsbetrieb ab:

• kriegsbedingte Risiken

• Risiken/Chancen auf Grund von Beschaffungsmarktengpässen

• Risiken/Chancen auf Grund von fehlendem Fachpersonal

• transformationsbedingte Risiken/Chancen

Kriegsbedingte Risiken beruhen auf dem von Russland begonnenen Angriffskrieg gegen die

Ukraine und dessen Auswirkungen auf die Wirtschaft. Infolge des Krieges verhängte Sanktionen gegen Russland führen zu Gegenreaktionen mit einer deutlichen Verknappung von Energie in Form von Kohle und Gas. Daraus resultieren hohe Preisanstiege, die Vorprodukte verteuern. Je nach Verlauf des Krieges und der weiteren Entwicklungen kann sich die Kostensituation für Energie und Rohmaterialien verstärken oder abschwächen. Nach aktuellen Entwicklungen haben sich jedoch die europäischen Staaten weitgehend auf die möglichen Auswirkungen vorbereitet und alternative Wege der Energiebeschaffung organisiert, so dass derzeit von einem moderateren Risiko ausgegangen wird. Zur weiteren Abmilderung der Risiken investiert die INACORE in eine nachhaltige und dezentrale Energieversorgung. Kriegsfolgen könnten sich in verstärktem Maß auch auf die weltweite Konjunktur mit direkter Auswirkung auf den Absatz unserer wichtigsten Kunden auswirken.

Risiken und Chancen auf Grund von Beschaffungsmarktengpässen beruhen auf der Abhängigkeit der eigenen Produktionsauslastung von der Fertigungsauslastung unserer Kunden. Infolge von Lieferengpässen bei Halbleitern werden weniger Fahrzeuge produziert. Dies wirkt sich kurzfristig auf die Abrufzahlen bei INACORE aus. Nach allgemeiner Einschätzung verbessert sich die Liefersituation bei Engpassbauteilen in der Automobilindustrie zunehmend, so dass im Vergleich zum Berichtsjahr eine Verbesserung erwartet wird. Die zunehmende Ausrichtung auf Wachstumsmodelle in der E-Mobilität stabilisieren die Fertigungsauslastung zusätzlich.

Die Fertigung von Sandkernen und die Bearbeitung entsprechender Werkzeugsysteme erfordern in hohem Maße qualifiziertes und gut ausgebildetes Fachpersonal.

Zur Akquisition von ausreichend vielen, gut qualifizierten Mitarbeitern beschäftigt sich INACORE intensiv mit den verschiedensten Methoden moderner Personalentwicklung. Darüber hinaus setzt das Unternehmen in wichtigen Bereichen auf die Ausbildung im eigenen Unternehmen oder im unternehmensnahen Umfeld.

Transformationsbedingte Risiken ergeben sich auf Grund des fulminanten Technologiewandels der Automobilindustrie weg vom Antrieb durch Verbrennungsmotor hin zum elektrischen Antrieb. Dadurch sind Unternehmen mit eingeschwungenen Lieferketten im Gießereibereich zum Vollzug eines Wandels der Geschäftsmodelle und der Produktportfolios gezwungen. Als Partner für die Kernfertigung ergeben sich in Folge dieses Technologiewandels jedoch auch erhebliche Chancen für das Unternehmen. So ist es im laufenden Geschäftsjahr bereits sehr erfolgreich gelungen, Projekte aus zukunftsträchtigen Technologiebereichen für das Unternehmen zu gewinnen.

Mit der erfolgreichen Entwicklung einer EU7-tauglichen Bremsscheibe gelingt die Eröffnung eines zusätzlichen und neuen Geschäftsfeldes.

Einschätzung:

Auf Grund der großen Unsicherheit im Zusammenhang mit dem Russland-Ukraine-Krieg sowie der oben näher genannten Risiken ist eine Abschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung derzeit unmöglich. Im Zuge einer sich verändernden Automobilbranche sind Neuakquisitionen bei Produkten für Wachstumsmodelle insbesondere in der E-Mobilität von großem Vorteil.

Kreative Methoden bei der Beschaffung sowie bei der Sicherung und Akquisition von Fachkräften unterstützen bei der Bewältigung der immensen Herausforderungen.

Vor dem Hintergrund der im Unternehmen vorhandenen Stärken und Kompetenzen und auf Grund der starken Bindung zwischen Unternehmen und Mitarbeitern sowie zwischen dem Unternehmen und den Kunden glauben wir jedoch weiterhin an eine stabile Geschäftsentwicklung.

 

Ortenburg, den 17. Mai 2024

gez.: Dr. Udo Dinglreiter, Geschäftsführer

gez.: Andreas Mössner, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 7.012.633,00 7.947.901,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 129.173,00 108.338,00
II. Sachanlagen 6.883.460,00 7.839.563,00
1. technische Anlagen und Maschinen 6.087.376,00 6.942.629,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 796.084,00 896.934,00
B. Umlaufvermögen 7.857.358,25 7.645.067,30
I. Vorräte 1.121.454,87 810.827,85
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.365.289,43 1.920.428,66
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 4.370.613,95 4.913.810,79
C. Rechnungsabgrenzungsposten 32.024,89 27.467,81
Summe Aktiva 14.902.016,14 15.620.436,11

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 7.791.092,39 7.102.019,20
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 2.160.000,00 2.160.000,00
III. Gewinnrücklagen 3.254.382,58 2.163.790,84
IV. Gewinnvortrag 62.636,62 26.749,01
V. Jahresüberschuss 2.289.073,19 2.726.479,35
B. Rückstellungen 1.529.803,34 1.012.264,81
C. Verbindlichkeiten 5.521.245,41 7.432.441,00
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.106.146,61 6.508.333,28
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.456.146,61 2.429.166,68
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 1.650.000,00 4.079.166,60
2. sonstige Verbindlichkeiten 1.415.098,80 924.107,72
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.415.098,80 924.107,72
D. Rechnungsabgrenzungsposten 59.875,00 73.711,10
Summe Passiva 14.902.016,14 15.620.436,11

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 14.630.998,98 13.449.384,19
2. Personalaufwand 5.066.205,35 3.931.694,85
a) Löhne und Gehälter 4.137.622,41 3.272.590,67
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 928.582,94 659.104,18
davon für Altersversorgung 6.877,00 6.354,00
3. Abschreibungen 1.747.655,10 2.588.699,89
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.747.655,10 2.588.699,89
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.715.565,22 3.304.969,12
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 87.036,19
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 65.411,08 92.288,91
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 831.474,10 804.981,35
8. Ergebnis nach Steuern 2.291.724,32 2.726.750,07
9. sonstige Steuern 2.651,13 270,72
10. Jahresüberschuss 2.289.073,19 2.726.479,35

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: INACORE GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Ortenburg
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Passau
Register-Nr.: HR B 10051

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde gem. § 266 Abs. 2 und 3 HGB sowie § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die einschlägigen Regelungen des GmbHG zu beachten.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die im Berichtsjahr erworbenen geringwertigen Wirtschaftsgüter bis EUR 800,- Einzelanschaffungskosten ab 01.01.2018 wurden sofort voll abgeschrieben und die Abschreibung in der Entwicklung des Anlagevermögens unter den Abschreibungen des Geschäftsjahres gezeigt.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände überwiegend linear vorgenommen. In den Fällen, in denen die Wirtschaftsgüter einer sehr hohen Auslastung unterliegen, die einen Einfluss auf die Abnutzung der Wirtschaftsgüter hat, wurde die Leistungsabschreibung beansprucht.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Die Anschaffungskosten werden dabei mit dem gewogenen Durchschnitt ermittelt.

Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Auszahlungen vor dem Bilanzstichtag, die als Aufwendungen für die Zeit danach zu erfassen sind.

Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nennbetrag ausgewiesen.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr und das Vorjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung ist das Gesamtkostenverfahren angewandt.

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird als Zugang zu den Abschreibungen ausgewiesen. Diese Beträge sind damit sowohl in der Geschäftsjahresabschreibung als auch in den historischen Anschaffungskosten enthalten.

Die gesamten auf die GWG entfallenden historischen Anschaffungskosten sowie die kumulierten Abschreibungen zu Beginn des Berichtsjahres betragen EUR 100.042,01. Zugänge zu den historischen Anschaffungskosten und den Abschreibungen gab es im Berichtsjahr in Höhe von EUR 30.226,87.

Die kumulierten Abschreibungen betrugen zum Beginn des Geschäftsjahres: EUR 12.119.645,35.

Die kumulierten Abschreibungen betrugen am Ende des Geschäftsjahres: EUR 13.719.460,38.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Die Gesellschaft nimmt die größenabhängige Erleichterung für mittelgroße Kapitalgesellschaften bei der Offenlegung gem. § 327 Nr. 2 HGB i.V.m. § 285 Nr. 12 HGB in Anspruch.

Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt EUR 8.000,00 (Vorjahr: EUR 8.000,00).

Betrag der mit Sicherungsrechten belegten Verbindlichkeiten

Die Gesellschaft nimmt die größenabhängige Erleichterung für mittelgroße Kapitalgesellschaften bei der Offenlegung gem. § 327 Nr. 2 HGB i.V.m. § 285 Nr. 2 HGB in Anspruch.

Angabe zu Restlaufzeitvermerken

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt 3.871.245,41 EUR (Vorjahr: 3.353.274,40 EUR).

Die Gesellschaft nimmt die größenabhängige Erleichterung für mittelgroße Kapitalgesellschaften bei der Offenlegung gem. § 327 Nr. 2 HGB i.V.m. § 285 Nr. 2 HGB in Anspruch.

Angaben zu Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf EUR 350.519,59 (Vorjahr: EUR 76.311,05). Es handelt sich um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Der Betrag der Forderungen gegenüber Gesellschafter beträgt EUR 179.087,50 (Vorjahr EUR 41.650,00). Es handelt sich um Forderungen aus Kostenweiterbelastungen.

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von EUR 1.059.435,43 (Vorjahr: EUR 494.500,42) sonstige finanzielle Verpflichtungen.

Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte: Mietzahlungen für das Gebäude, Leasingzahlungen für Drucker/ Kopierer, Brandschutzmeldeanlage sowie 7 Wartungs- (Hallentor, APPlus, Lüftungs-, Klima- Rauch- und Wärmeabzugsanlagen, Kopierer und Drucker) und 2 Dienstleistungsverträge (Reinigung und Arbeitssicherheit).

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 237.393,07 66.874,00 304.267,07
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 237.393,07 66.874,00 304.267,07
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 17.935.137,91 489.308,95 148.500,00 123.482,66 18.399.429,52
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.895.015,37 143.994,49 10.613,07 2.028.396,79
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 515.120,16 391.637,50 123.482,66- 0,00
Summe Sachanlagen 19.830.153,28 1.148.423,60 550.750,57 0,00 20.427.826,31
Summe Anlagevermögen 20.067.546,35 1.215.297,60 550.750,57 0,00 20.732.093,38
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 129.055,07 46.039,00 175.094,07
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 129.055,07 46.039,00 175.094,07
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 10.992.508,91 1.458.619,61 139.075,00 12.312.053,52
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 998.081,37 242.996,49 8.765,07 1.232.312,79
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 11.990.590,28 1.701.616,10 147.840,07 13.544.366,31
Summe Anlagevermögen 12.119.645,35 1.747.655,10 147.840,07 13.719.460,38
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 129.173,00 108.338,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 129.173,00 108.338,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 6.087.376,00 6.942.629,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 796.084,00 896.934,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 6.883.460,00 7.839.563,00
Summe Anlagevermögen 7.012.633,00 7.947.901,00

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl während der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 80
Angestellte 11
leitende Angestellte 3
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 94
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 89
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 5

Namen der Geschäftsführer

Geschäftsführer: Dr. Udo Dinglreiter ausgeübter Beruf: Dipl.-Ing.
Geschäftsführer: Andreas Mössner ausgeübter Beruf: Wirtschaftsingenieur

Angaben zu den Bezügen der Geschäftstführer

Die Gesellschaft nimmt die Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch.

Anwendung der Ausnahmeregelung nach § 286 Abs. 3 HGB

Auf die Aufstellung des Anteilsbesitzes wurde verzichtet, da diese Aufstellung nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung dem Unternehmen einen erheblichen Nachteil zufügen kann.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresüberschuss beträgt 2.289.073,19 Euro. Davon werden satzungsgemäß 915.629,28 Euro in die Gewinnrücklage eingestellt und 1.373.443,91 als Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorgetragen.

sonstige Berichtsbestandteile

 

Ortenburg, 17. Mai 2024

gez. Dr. Udo Dinglreiter

gez. Andreas Mössner

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 06.11.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die INACORE GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der INACORE GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der INACORE GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 10. Juli 2024

Brunnmeier & Becker GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez.: Claudia Becker, Wirtschaftsprüferin

gez.: Christoph Brunnmeier, Wirtschaftsprüfer

Hinweis:

Die INACORE GmbH hat von den Offenlegungserleichterungen des § 327 HGB Gebrauch gemacht.

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss.

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