Tagespflege Starkenburg GmbH
Selbe AdresseAmbulante Betreuungsdienste für ältere Menschen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sarah Christina Polsterer seit 29.12.2025 | Prokura |
Tobias Walper seit 29.12.2025 | Prokura |
Steffen Fink seit 17.10.2025 | Geschäftsführer |
Sandra Glaser seit 22.11.2024 | Geschäftsführer |
Markus Otto Krummen seit 22.11.2024 | Geschäftsführer |
Dominik Dr. Bartl seit 2.12.2020 | Prokura |
Richard Maximilian Hoffmann seit 14.12.2018 | Prokura |
Sandra Fritsch seit 14.12.2018 | Prokura |
Michael Dr. Jung seit 14.12.2018 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Intrum Group Operations AB | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Intrum Deutschland GmbHHeppenheim (Bergstraße)Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht 2023Grundlagen der Gesellschaft Die Intrum Deutschland GmbH, Heppenheim, ist ein Konzernunternehmen der Intrum AB (publ), Stockholm, Schweden. Alleiniger Gesellschafter der Intrum Deutschland GmbH ist die Intrum Holding Deutschland GmbH, Heppenheim, an der zu 100 % die Intrum Finanzholding Deutschland GmbH, Heppenheim, beteiligt ist. Die Intrum Deutschland GmbH bietet ihren Kunden Inkassodienstleistungen im In- und Ausland sowohl im Endkunden- als auch im Firmenkundengeschäft an. Der Branchenschwerpunkt liegt auf Forderungen aus dem Finanzdienstleistungsbereich sowie anderen transaktionsintensiven Branchen. Das Produktangebot umfasst hierbei den typischen Lebenszyklus einer Forderung, vom vorgerichtlichen und gerichtlichen Inkasso bis hin zur Langzeitüberwachung und dem Management von Insolvenzforderungen. Ein weiterer Schwerpunkt des Unternehmens ist die Bearbeitung von Konzerngesellschaften gehörenden Forderungsportfolios. Daneben hat sich die Intrum Deutschland GmbH in der Vergangenheit auch selbst im Bereich des Forderungskaufs engagiert. Dies wird nun im Rahmen der Konzernstruktur von der Intrum Holding Deutschland GmbH bzw. von ausländischen Portfolio-Gesellschaften wahrgenommen. Die Intrum Deutschland GmbH betreibt ihr Geschäft an zwei Standorten (Betriebsstätten), Heppenheim (Sitz des Unternehmens) und Essen. Mittelfristiges Ziel der Gesellschaft ist sich dauerhaft als einer der führenden, branchenübergreifend tätigen Anbieter im deutschen Inkassomarkt zu etablieren. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Weltwirtschaftliche Entwicklung Das Jahr 2023 war global von anhaltenden Unsicherheiten und einer nachlassenden Wachstumsdynamik geprägt. Nachwirkungen der COVID-19-Pandemie, gestörte Lieferketten sowie erhebliche Energie- und Rohstoffpreisanstiege führten in den Vorjahren zu einem starken Inflationsdruck, der im Berichtsjahr durch restriktive Geldpolitik bekämpft wurde. Die geopolitischen Spannungen, insbesondere der andauernde Krieg in der Ukraine, trugen zusätzlich zur wirtschaftlichen Verunsicherung bei. Laut dem Internationalen Währungsfonds (IWF) prognostizierte dieser in seinem World Economic Outlook vom Oktober 2023 ein globales Wirtschaftswachstum von 3,0 % für das Jahr 2023, was eine deutliche Abschwächung im Vergleich zum Wachstum von 3,5 % im Jahr 2022 darstellt. Diese Entwicklung spiegelt die globalen Anpassungsprozesse an die restriktivere Geldpolitik und strukturelle Verwerfungen wider. (Quelle: International Monetary Fund (IMF), "World Economic Outlook: Navigating Global Divergences", Oktober 2023) Entwicklung in der Europäischen Union Die europäische Wirtschaft zeigte sich 2023 als widerstandsfähig, jedoch mit einem insgesamt schwachen Wachstum. Nach Angaben von Eurostat belief sich das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in der Eurozone für das Gesamtjahr 2023 auf +0,4 % und in der gesamten Europäischen Union ebenfalls auf +0,4 %. Diese moderate Wachstumsdynamik war das Ergebnis mehrerer dämpfender Faktoren, darunter die anhaltenden Auswirkungen der Energiekrise, die restriktive Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) zur Inflationsbekämpfung und die notwendigen strukturellen Anpassungen, insbesondere bei den Lieferketten und der Energieversorgung. Trotz der schwachen Wirtschaftsleistung erwies sich der Arbeitsmarkt in der Eurozone als robust, was zur Stabilisierung der sozialen Lage beitrug und die negativen Effekte abfederte. (Quelle: Eurostat, Pressemitteilung "GDP stable and employment up by 0.3% in the euro area", 08. März 2024; Europäische Zentralbank, EZB-Jahresbericht 2023). Entwicklung in Deutschland Deutschland befand sich 2023 in einer Rezession. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 % (kalenderbereinigt: -0,1 %). Diese Entwicklung machte Deutschland zu einem der schwächsten Glieder innerhalb der Eurozone. Belastungsfaktoren waren vor allem die hohe Abhängigkeit von energieintensiven Industrien, die unter den hohen Energiekosten litten, sowie die schwächelnde globale Nachfrage, die die exportorientierte Wirtschaft des Landes beeinträchtigte. Hinzu kam ein anhaltender Strukturwandel in Schlüsselindustrien wie der Automobilbranche und Kaufkraftverluste der privaten Haushalte durch die hohe Inflation, die den privaten Konsum dämpften. Während das Verarbeitende Gewerbe mit einem Rückgang von -0,4 % stark unter den strukturellen Herausforderungen litt, stabilisierte der Dienstleistungssektor die Gesamtwirtschaft. Insbesondere der öffentliche Sektor und personenbezogene Dienstleistungen stützten die Beschäftigung und trugen zur gesamtwirtschaftlichen Resilienz bei. (Quellen: Statistisches Bundesamt (Destatis), Pressemitteilung Nr. 019, "Bruttoinlandsprodukt 2023 für Deutschland", 15. Januar 2024 und Deutsche Bundesbank, "Die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023", Monatsbericht Januar 2024. Entwicklung der wesentlichen Indikatoren für das Inkassogeschäft Arbeitsmarkt und Kaufkraft Im Jahresdurchschnitt 2023 erreichte die Zahl der Erwerbstätigen mit 45,9 Millionen Personen einen neuen Höchststand seit der Wiedervereinigung. Dieser Anstieg um 333.000 Personen (+0,7 %) gegenüber dem Vorjahr wurde hauptsächlich durch Zuwanderung und eine erhöhte Erwerbsbeteiligung getragen, insbesondere im Dienstleistungssektor. (Quelle: Destatis, Pressemitteilung 02.01.2024). Die Nominallöhne in Deutschland waren im Jahr 2023 um 6,0 % höher als im Vorjahr, die Reallöhne sind um 0,1% gestiegen. Die gestiegenen Nominallöhne sind unter anderem auf die Auszahlung von Inflationsausgleichsprämien und tariflich vereinbarte Lohnerhöhungen zurückzuführen. (Quelle: Destatis, Pressemitteilung 29.02.2024). Preisentwicklung Der Inflationsdruck in Deutschland war im Jahr 2023 weiterhin hoch. Die Verbraucherpreise stiegen im Jahresdurchschnitt um 5,9 %. Dies war der zweithöchste Wert seit der Wiedervereinigung, nur der Wert des Jahres 2022 lag noch höher. (Quelle: Destatis, Pressemitteilung 16.01.2024). Überschuldung und Insolvenzen Die Zahl überschuldeter Verbraucher ist im Jahr 2023 mit 8,15% annähernd stabil geblieben. (Quelle: SchuldnerAtlas Deutschland 2023, Nov. 2023). Im Jahr 2023 verzeichnete Deutschland einen Anstieg bei Unternehmens- und Verbraucherinsolvenzen. 18.100 Unternehmensinsolvenzen entsprechen einem Anstieg von 23% gegenüber dem Vorjahr. Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen blieb mit 66.200 Fällen nahezu konstant. Insgesamt wurden 109.200 Insolvenzverfahren registriert, ein Plus von 3,8 % im Vergleich zu 2022. (Quelle: Creditreform, Jahresstatistik Insolvenzen 2023 - https://www.creditreform.de/aktuelles-wissen/pressemeldungen-fachbeitraege/news-details/show/insolvenzen-in-deutschland-jahr-2023). Die Zahl der Zwangsversteigerungen in Deutschland ist im Jahr 2023 leicht gestiegen. Insgesamt wurden 12.332 Häuser, Wohnungen und Grundstücke versteigert, während es im Vorjahr noch 12.077 waren. Dies entspricht einem Anstieg der Zwangsversteigerungen um rund 2,1 %. (Quelle: Fachverlag Argetra / Handelsblatt 17.01.2024). Kreditvergabe Das Neugeschäft mit Wohnungsbaukrediten im Jahr 2023 ging aufgrund steigender Zinsen und unsicherer Wirtschaftslage deutlich zurück. Bei Unternehmenskrediten zeigt sich eine ähnliche Tendenz: Viele Unternehmen hielten sich mit Investitionen zurück aufgrund unsicherer Konjunkturaussichten. Die Banken reagierten mit einer zunehmend restriktiven Kreditvergabepolitik, um potenzielle Risiken zu minimieren. (Quelle: Deutsche Bundesbank, Monatsbericht 01/2024) Der effektive Jahreszinssatz für Konsumentenkredite an private Haushalte lag Ende 2023 bei durchschnittlich 8,7 % (Neugeschäft). Der Bestand an Konsumentenkrediten erreichte etwa 234 Mrd. €, bevor sich im vierten Quartal erste Rückgänge abzeichneten. (Quelle: Statista Research Department, Stand 01/2024); Statista - Statistiken zum Thema Kredit und Schulden 22.11.2024; Statista - Effektiver Jahreszinssatz für Konsumentenkredite (Neugeschäft) an private Haushalte in Deutschland von Januar 2016 bis September 2025) Das Gesamtvolumen der notleidenden Kredite in deutschen Banken wurde für Ende 2023 auf rund 35,3 Mrd. Euro geschätzt, wobei Experten bereits für 2024 einen deutlichen Anstieg prognostizierten. Bereits 2023 zeichnete sich ab, dass steigende Zinsen und wirtschaftliche Unsicherheiten zu höheren Ausfallraten führen würden, insbesondere im Bereich der gewerblichen Immobilienkredite (CRE) und der Kredite an kleine und mittlere Unternehmen (KMU). (Quelle: BKS, Jahrespublikation 2022/2023) Der deutsche "Buy Now, Pay Later" (BNPL)-Markt verzeichnete auch 2023 ein starkes Wachstum. Prognosen deuten auf ein anhaltendes Wachstum hin, mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von 9,81 % im Zeitraum 2025-2035. (Quelle: Market Research Future, Germany Buy Now Pay Later Market) Rechtliche Rahmenbedingungen: Das bedeutendste Ereignis für die Inkassobranche war die Verabschiedung des Kreditzweitmarktgesetzes (KrZwMG), das zum 30. Dezember 2023 in Kraft trat. Dieses Gesetz setzt die Richtlinie (EU) 2021/2167 um und etabliert ein Erlaubnisverfahren für sogenannte Kreditdienstleistungsinstitute. Für 2024 wurde eine Übergangsregelung geschaffen, die es Unternehmen ermöglicht, ihre Tätigkeit zunächst bis zum 29. Juni 2024 ohne die neue Erlaubnis fortzusetzen. BaFin und Bundesbank veröffentlichten entsprechende Leitfäden zum Verfahren. (Quelle: BaFin, Informationen zum Kreditzweitmarktgesetz, Dezember 2023) Ende 2023 liefen die Vorbereitungen für das Lizenzierungsverfahren der Intrum Deutschland GmbH an. Abgesehen von dieser bedeutsamen Neuregelung blieben die rechtlichen Vorgaben für Inkassounternehmen im Jahr 2023 weitgehend stabil. Allerdings kündigte sich mit der für 2025 geplanten Zentralisierung der Aufsicht über Inkassounternehmen beim Bundesamt für Justiz (BfJ) eine wesentliche Änderung ab. (Quelle: BDIU, Branchenberichte 2023) Geschäftsverlauf Operativer Geschäftsverlauf und Strategie Das Geschäftsjahr 2023 war geprägt von bedeutenden strategischen und operativen Fortschritten. Ein zentraler Meilenstein war der Gewinn eines Großauftrags im Bankenbereich, der die Marktposition der Intrum Deutschland GmbH im Finanzsektor nachhaltig stärkt. Im Zuge der Weiterentwicklung der gruppenseitigen Transformationsstrategie wurde parallel die IT- Strategie neu ausgerichtet. Ziel war es, die Applikationslandschaft gezielt zu harmonisieren und zugleich offen zu halten, um eine leistungsfähige Basis für eine zukunftssichere Systemarchitektur zu schaffen. Im Vertrieb spiegelten sich die Erfolge der in den Vorjahren etablierten Strukturen in einer spürbar gewachsenen Pipeline wider. Neben der Gewinnung neuer Mandate wurde der Fokus verstärkt auf den Ausbau des Geschäfts mit Bestandskunden gelegt. Dies führte zu mehreren Zusatzaufträgen, die das Vertrauen bestehender Mandanten widerspiegeln und die Stabilität der Ertragsbasis weiter erhöhen. Auf der Kostenseite stand die Umsetzung eines auf Synergien ausgerichteten Sparprogramms im Mittelpunkt, das gemeinsam mit den bereits in den Vorjahren initiierten Effizienzmaßnahmen zu einer nachhaltigen Stärkung der Kostenbasis beitrug. Gleichzeitig wurden vorbereitende Maßnahmen zur organisatorischen Konsolidierung innerhalb der Deutschlandorganisation eingeleitet, um Strukturen zu vereinheitlichen und die Steuerungsfähigkeit zu verbessern. Die im Vorjahr angestoßene verstärkte Vernetzung und Zusammenarbeit im Operations- und Analytics- Bereich zeigte im Berichtsjahr erste spürbare Effekte. Die daraus resultierenden Verbesserungen in der Prozesssteuerung und Effizienz wurden zunehmend in die produktiven Einheiten überführt und trugen zur Optimierung operativer Abläufe bei. Auch die gruppenweiten Effizienz- und Sparprogramme entfalteten 2023 weitere Wirkung und schufen zusätzliche Spielräume für profitables Wachstum. Finanzielle Entwicklung und Kennzahlen Die finanzielle Entwicklung des Unternehmens im Geschäftsjahr 2023 war durch ein moderates Umsatzwachstum, jedoch gleichzeitig durch eine deutliche Ergebnisbelastung gekennzeichnet. Mit Umsatzerlösen von 42.824 TEUR konnte das Vorjahresniveau leicht übertroffen werden. Trotz der positiven Umsatzentwicklung verschlechterte sich das Ergebnis erheblich, was sich im ausgewiesenen Jahresfehlbetrag von 10.908 TEUR gegenüber 6.268 TEUR im Vorjahr widerspiegelt. Die Ergebnisentwicklung resultiert im Wesentlichen aus einem deutlich gestiegenen Aufwandniveau, insbesondere im Bereich der sonstigen betrieblichen Aufwendungen und des Personalaufwands. Parallel zur wirtschaftlichen Entwicklung wuchs auch der Personalbestand weiter an. Die Anzahl der Mitarbeiter erhöhte sich zum Jahresende 2023 auf 386 Personen (348,5 FTE) gegenüber 405 Personen (369,4 FTE) im Vorjahr. Damit setzte sich der in den Vorjahren beobachtbare strukturelle Ausbau der operativen Kapazitäten fort. Im Durchschnitt waren im Geschäftsjahr 2023 rund 385 FTE beschäftigt und lagen damit spürbar über dem Durchschnitt des Vorjahres (376 FTE). Die Ausweitung der Belegschaft begleitete die operative Geschäftsentwicklung, führte jedoch gleichzeitig zu einem weiteren Anstieg der Personalaufwendungen auf 18.692 TEUR (Vorjahr: 17.437 TEUR). Trotz der höheren Beschäftigtenzahl blieb die Umsatzsteigerung hinter dem Personalwachstum zurück, sodass sich die Produktivität pro Mitarbeiter im Vergleich zum Vorjahr verringerte. Diese Entwicklung wirkte sich in Verbindung mit den ebenfalls gestiegenen betrieblichen Aufwendungen belastend auf das Jahresergebnis aus. Während der Kapazitätsaufbau grundsätzlich die Grundlage für zukünftiges Wachstum stärkt, zeigt das Geschäftsjahr 2023, dass die Skalierungseffekte noch nicht vollumfänglich realisiert werden konnten und die Kostenstruktur daher künftig stärker an die Ertragslage angepasst werden muss. Aufgrund des Zeitpunkts der Erstellung dieses Berichts ist keine separate Prognose für das Jahr 2022 erstellt worden, sodass hier auch keine Erfüllung nachgehalten werden kann. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Vermögenslage Die Vermögenslage der Gesellschaft hat sich im Geschäftsjahr 2023 wesentlich verändert und zeigt ein deutlich erweitertes Geschäftsvolumen. Die Bilanzsumme erhöhte sich zum 31. Dezember 2023 auf 57.087 TEUR nach 30.501 TEUR im Vorjahr. Der starke Zuwachs resultiert im Wesentlichen aus einem deutlichen Ausbau des Umlaufvermögens, insbesondere der konzerninternen Forderungsbestände, und reflektiert die Ausweitung der operativen Tätigkeit sowie die zunehmende Integration in den Unternehmensverbund. Das Anlagevermögen erhöhte sich moderat auf 872 TEUR (Vorjahr: 671 TEUR). Wesentliche Bestandteile sind immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von 274 TEUR (Vorjahr: 2 TEUR), die zum großen Teil aus aktivierten, entgeltlich erworbenen Rechten bestehen. Darüber hinaus beläuft sich der Buchwert der Sachanlagen auf 598 TEUR (Vorjahr: 669 TEUR). Der Anstieg im immateriellen Bereich sowie die weitgehend stabile Entwicklung der Sachanlagen spiegeln Investitionen in die technische und betriebliche Infrastruktur wider, die zur weiteren Geschäftsentwicklung erforderlich waren. Das Umlaufvermögen hat sich auf 41.540 TEUR erhöht (Vorjahr: 26.136 TEUR) und stellt damit den mit Abstand größten Vermögensposten dar. Besonders hervorzuheben ist der erhebliche Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen von 3.862 TEUR im Vorjahr auf nunmehr 21.185 TEUR im Wesentlichen bedingt durch das Cash Pool Guthaben. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich ebenfalls deutlich auf 3.888 TEUR (Vorjahr: 1.315 TEUR), was auf das gestiegene Geschäftsvolumen zurückzuführen ist. Die sonstigen Vermögensgegenstände bewegen sich mit 4.898 TEUR leicht unter dem Vorjahreswert. Der Bestand an liquiden Mitteln sank von 15.774 TEUR im Vorjahr auf 11.570 TEUR zum Bilanzstichtag, verbleibt jedoch auf einem komfortablen Niveau und gewährleistet weiterhin die kurzfristige Zahlungsfähigkeit. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten belaufen sich auf 111 TEUR und enthalten im Wesentlichen periodenübergreifende Aufwendungen. Darüber hinaus wurden erstmals aktive latente Steuern in Höhe von 40 TEUR angesetzt. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag erhöhte sich aufgrund des Jahresergebnisses erheblich auf 14.524 TEUR (Vorjahr: 3.615 TEUR), was Ausdruck der angespannten Ertragslage des Geschäftsjahres ist. Finanzlage Das Eigenkapital beträgt zum Bilanzstichtag -14.524 TEUR und hat sich gegenüber dem Vorjahresstand von -3.615 TEUR deutlich erhöht, wobei zu berücksichtigen ist, dass ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag gesondert ausgewiesen wird. Maßgeblich ist, dass die Gesellschaft weiterhin auf die finanzielle Unterstützung des Konzerns angewiesen ist. Die Rückstellungen erhöhten sich auf 4.584 TEUR (Vorjahr: 2.522 TEUR) und betreffen hauptsächlich sonstige Verpflichtungen aus dem operativen Geschäft. Die Verbindlichkeiten nahmen sehr deutlich auf insgesamt 52.456 TEUR zu (Vorjahr: 27.691 TEUR). Dies ist vor allem auf die intensivere konzerninterne Finanzierung zurückzuführen, da die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen mit 42.394 TEUR einen erheblichen Anteil ausmachen. Der Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenden Unternehmen resultiert im Wesentlichen aus Fremdgeldabrechnungen gegenüber der Gesellschafterin, Intrum Holding Deutschland GmbH. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich auf 1.159 TEUR (Vorjahr: 697 TEUR), während die sonstigen Verbindlichkeiten nunmehr 8.903 TEUR betragen und weiterhin einen substanziellen Anteil kurzfristiger Positionen beinhalten. Ertragslage Die Ertragslage der Gesellschaft blieb im Geschäftsjahr 2023 deutlich hinter den Erwartungen zurück und zeigt eine im Vergleich zum Vorjahr weitere Verschlechterung. Die Umsatzerlöse erhöhten sich zwar auf 42.824 TEUR (Vorjahr: 40.372 TEUR), was einem Wachstum von rund 6 % entspricht, jedoch konnte dieses Wachstum die erheblichen Kostensteigerungen nicht kompensieren. Die sonstigen betrieblichen Erträge beliefen sich auf 8 TEUR. Der Personalaufwand stieg gleichlaufend zu höheren durchschnittlichen FTE auf 18.692 TEUR, womit er rund 44 % der Umsatzerlöse ausmacht. Dieser Anstieg trägt maßgeblich zur Ergebnisbelastung bei. Die Abschreibungen gingen leicht auf 214 TEUR zurück. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich sehr deutlich auf 34.975 TEUR (Vorjahr: 28.052 TEUR), im Wesentlichen bedingt durch höhere Konzernumlagen. Das Finanzergebnis weist Zinsaufwendungen von 43 TEUR sowie Zins- und ähnliche Erträge von 415 TEUR aus. Das Steuerergebnis beläuft sich auf einen Aufwand von 232 TEUR. Insgesamt ergibt sich ein Jahresfehlbetrag von -10.908 TEUR, der das bereits belastete Ergebnisniveau des Vorjahres (-6.268 TEUR) deutlich unterschreitet. Die Ertragslage ist damit als kritisch einzustufen und erfordert sowohl strukturelle Maßnahmen als auch eine nachhaltige Optimierung der Kosten- und Leistungsprozesse. Gesamteinschätzung Die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft stellt sich im Geschäftsjahr 2023 insgesamt als herausfordernd dar. Während die Vermögenslage von einem deutlichen Ausbau des Geschäftsvolumens geprägt ist, zeigt sich die Finanzlage weiterhin stark abhängig von konzerninternen Finanzierungsstrukturen. Die Ertragslage bleibt kritisch und ist maßgeblich durch erhöhte Kosten und den daraus resultierenden erheblichen Jahresfehlbetrag belastet. Es werden keine das Ergebnis signifikant beeinflussenden außerbilanziellen Instrumente eingesetzt. Das Unternehmen least Firmenfahrzeuge und Sachausstattungen im normalen Geschäftsumfang. Die Intrum Deutschland GmbH unterliegt keinen wesentlichen Inflations- oder Wechselkurseinflüssen. Bis zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Jahresabschlusses haben sich keine wesentlichen Ereignisse ergeben, die die Vermögenslage zum 31.12.2023 nachträglich wesentlich verändern. Nachhaltigkeit / ESG-Aspekte Nachhaltigkeitsstrategie der Intrum Gruppe Die Intrum Deutschland GmbH ist in die Nachhaltigkeitsstrategie der Intrum Gruppe eingebunden, deren Mission „Leading the way to a sound economy“ verantwortungsvolles und faires Inkasso in den Mittelpunkt stellt. Schwerpunkte sind der respektvolle Umgang mit Schuldnerinnen und Schuldnern („ethical debt collection“) sowie die Förderung tragfähiger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen für Unternehmen und Verbraucher. Die Intrum Gruppe hat sich verpflichtet, bis 2030 Klimaneutralität zu erreichen und ihre CO2 -Emissionen schrittweise zu reduzieren. Deutscher Nachhaltigkeitskodex Zudem orientierte sich die Muttergesellschaft Intrum Holding Deutschland GmbH in den Jahren 2021 und 2022 am Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK). Aufgrund der weitgehenden inhaltlichen Überschneidungen mit den konzernweiten Sustainability Policies wurde die separate DNK-Berichterstattung ab dem Berichtsjahr 2023 nicht fortgeführt. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren und Zertifizierungen Neben den Finanzkennzahlen überwacht die Gesellschaft fortlaufend nichtfinanzielle Leistungsindikatoren, insbesondere die Ergebnisse von Klienten- und Kundenzufriedenheitsbefragungen. Ergänzend hält die Gesellschaft bestehende Zertifizierungen aufrecht, darunter die Qualitätsmanagement-Zertifizierung nach ISO 9001, die Umweltmanagement-Zertifizierung nach ISO 14001 sowie die Informationssicherheits-Zertifizierung nach ISO 27001. Diese Zertifizierungen tragen zugleich dazu bei, die Einhaltung hoher Standards nach außen zu dokumentieren und Reputationsrisiken vorzubeugen. Das Zertifikat „Faires Inkasso“ konnte im Geschäftsjahr 2023 nicht fortgeführt werden, da der TÜV Hessen das Zertifikatsprogramm insgesamt eingestellt hat. Dies geschah unabhängig von einzelnen Marktteilnehmern. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht Risikobericht Die Risikolage hat sich im Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich verändert; die identifizierten Hauptrisiken bestehen fort. Die Gesamtrisikolage wird in Bezug auf Eintrittswahrscheinlichkeit und potenziellen Einfluss weiterhin als gering eingestuft. Zusammenfassend wurde für 2023 festgestellt, dass keine den Unternehmensbestand gefährdenden Risiken vorliegen. Einzelrisiken im Geschäftsjahr IT-Risiken Die IT-bezogenen Risiken bleiben auch im Geschäftsjahr 2023 von wesentlicher Bedeutung. Die Konsolidierung der Applikationsinfrastruktur auf Gruppenebene wurde neu definiert, was aufgrund der Komplexität eine mittel- bis langfristige Initiative darstellt. Die Notwendigkeit, die Wettbewerbsfähigkeit in einem zunehmend digitalisierten Markt zu sichern, bleibt ein wesentliches strategisches Dauerrisiko. Aus der strategischen Partnerschaft mit einem externen IT-Dienstleister resultierende Abhängigkeits- und Projektrisiken werden lokal wie konzernweit eng überwacht. Makroökonomische und Wettbewerbsrisiken Das makroökonomische Umfeld eröffnet für das Inkassogeschäft eher Chancen als Risiken; besondere Marktrisiken sind derzeit nicht erkennbar. Der Effekt, dass Kaufkraftverluste durch hohe Inflation zu einer geringeren Realisierungsquote der Inkassoforderungen führen, wird nach wie vor als gering eingeschätzt. Die Gesellschaft sieht sich im Wettbewerb angemessen aufgestellt, um sowohl regulatorische Anforderungen als auch Marktentwicklungen sachgerecht zu bewältigen. Regulatorisches Risiko KrZwMG: Mit Inkrafttreten des Kreditzweitmarktgesetzes (KrZwMG) Ende 2023 ergeben sich neue regulatorische Anforderungen für 2024. Aufgrund bereits etablierter Gruppenrichtlinien und frühzeitig eingeleiteter Maßnahmen sieht sich die Intrum Deutschland GmbH gut vorbereitet, sodass die damit verbundenen Risiken als beherrscht eingestuft werden. Regulatorisches Risiko Musterfeststellungsklage Im Juni 2023 hat das Hanseatische OLG in einem Musterfeststellungsverfahren gegen ein anderes Inkassounternehmen entschieden, dass bestimmte Inkassokosten nicht erstattungsfähig seien. Gegen das Urteil wurde Revision beim BGH eingelegt. Intrum Deutschland GmbH hat präventiv seine Vertragsgestaltungen sowie operative Auswirkungen überprüft. Das Risiko wird als begrenzt eingeschätzt. Erst mit Urteil vom 19. Februar 2025 bestätigte der BGH die grundsätzliche Erstattungsfähigkeit auch bei Beauftragung konzernverbundener Inkassodienstleister. Umsetzungsrisiken Die lokale Umsetzung gruppenweiter Effizienz- und Sparprogramme sowie organisatorischer Konsolidierungen birgt operative Risiken, insbesondere im Hinblick auf Integration und Steuerung. Durch eine ganzheitlich abgewogene Herangehensweise zur Steuerung temporärer Mehrbelastungen oder vertretbarer Effizienzeinbußen sowie durch klare Verantwortlichkeiten und Projektstrukturen werden diese Risiken wirksam begrenzt. Personalrisiken Die Wettbewerbsfähigkeit und der Erfolg der Gesellschaft hängen maßgeblich vom Know-how und Engagement ihrer Mitarbeiter, insbesondere von Schlüsselpersonen in leitenden Funktionen und operativen Kernbereichen, ab. Das Risiko eines plötzlichen Verlusts dieser Kernpersonen wird durch proaktive Personalplanung und die Schaffung interner Redundanzen minimiert. Um die Kontinuität der Geschäftsprozesse sicherzustellen, wurden umfassende Vertretungsregelungen etabliert. Reputationsrisiken Die Reputation der Intrum Deutschland GmbH ist ein wesentlicher immaterieller Wert. Potenzielle Risiken ergeben sich insbesondere aus dem sensiblen Umgang mit Auftraggeber- und Schuldnerbeziehungen. Um diesen Risiken vorzubeugen, setzt die Gesellschaft auf hohe Qualitätsstandards, transparente Prozesse sowie die Aufrechterhaltung anerkannter Zertifizierungen. Ergänzend trägt die konzernweite Nachhaltigkeitsstrategie mit ihrem Schwerpunkt auf fairem und verantwortungsvollem Inkasso zur Risikobegrenzung bei. Vor diesem Hintergrund bewertet die Geschäftsleitung Reputationsrisiken als gering. Liquiditätsrisiken Liquiditätsrisiken werden als gering eingestuft. Die Intrum Deutschland GmbH zieht Forderungen im Auftrag ihrer Mandanten ein und leitet das Geld nach Abzug der Provision weiter. Konzernfinanzierungsrisiken Die strukturelle Einbindung in die Konzernfinanzierung über Patronatserklärung und gesamtschuldnerische Haftung begründet theoretische Risiken bei konzernweiten Finanzierungsproblemen. Das Risiko einer Inanspruchnahme als sehr gering bewertet. Risikomanagementsystem und Überwachung Intrum AB hat als börsennotiertes Unternehmen ein umfassendes Risikomanagementsystem etabliert, das auch auf lokaler Ebene durch entsprechende Vorkehrungen implementiert ist. Die quartalsweise durchgeführte Risikoinventur mit klar zugeordneten Verantwortlichkeiten („Risk Owner“) sowie unabhängiger Überprüfung durch die Second Line (Risk/Compliance) wurde im Berichtsjahr unverändert fortgeführt. Detaillierte Monatsabschlüsse mit Plan-Ist-Vergleichen ermöglichen der Gesellschaft das rechtzeitige Erkennen von finanziellen und operativen Risiken. Die Effizienz und Effektivität des operativen Geschäfts wird zusätzlich über entsprechende Berichte und Analysen von wesentlichen Leistungsindikatoren (Key Performance Indicators) überwacht und gesteuert. Alle operativen Risiken werden quartalsweise durch eine Risiko-Inventur (Risk Assessment & Compliance Audits) für alle deutschen Intrum-Gesellschaften identifiziert und deren Minimierung nachgehalten. Risiken werden in diesem System nach Eintrittswahrscheinlichkeit und Schwere der Auswirkung für das jeweilige Kalenderjahr klassifiziert. Dabei werden wesentliche Risiken („wesentlich“ ist dabei definiert worden als potenzielles Ertragsrisiko von mehr als 1,9 Mio. € mit einer mehr als mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit) identifiziert und Pläne zur Mitigation dieser Risiken verabschiedet. Alle identifizierten Risiken und Schwachstellen werden im Unternehmen und im Konzern nachgehalten und die Umsetzung von Verbesserungsmaßnahmen quartalsweise berichtet. Alle Risiken wurden zum 31.12.2023 bewertet, wobei die meisten Risiken innerhalb von 12 Monaten mitigiert werden können. Alle anderen bekannten Risiken aus dem gewöhnlichen Geschäftsverlauf sind entsprechend bilanziert und im Jahresabschluss ausgewiesen worden. Chancenbericht Trotz der anhaltenden gesamtwirtschaftlichen Herausforderungen erweist sich das Geschäftsmodell der Intrum Deutschland GmbH als widerstandsfähig. Das operative Geschäft wurde bislang nicht wesentlich beeinträchtigt; in einzelnen Geschäftssegmenten zeichnet sich ein erhöhtes Übergabevolumen an Inkassounternehmen ab, das zusätzliche Wachstumschancen eröffnet. Strategische Chancen ergeben sich aus der gruppenweiten Einbindung eines externen IT-Dienstleisters im Applikationsbereich, die bereits 2022 startete und im Jahr 2023 sukzessive ausgebaut wurde. Die laufenden Transformationsinitiativen der Gruppe - sowohl die Synergieprojekte im Operations- und Analytics-Bereich als auch Effizienz- und Sparprogramme - führen erwartungsgemäß zu strukturellen Verbesserungen, die die Kostenbasis nachhaltig stärken und zusätzliche Spielräume für profitables Wachstum schaffen. Im Vertrieb zeigen sich im Berichtsjahr weiterhin deutlich die Ergebnisse der in den Vorjahren initiierten Maßnahmen. Die vertrieblichen Errungenschaften spiegeln sich in einer spürbar gewachsenen Pipeline über alle Geschäftsbereiche hinweg wider. Die Erfolge im Vertrieb belegen die Wirksamkeit der etablierten Strukturen und Prozesse und bilden eine solide Grundlage für die weitere Geschäftsentwicklung. Insgesamt sind die identifizierten Chancen geeignet, die Wettbewerbsposition zu festigen und weiteres Wachstum zu ermöglichen. Auf Basis der zum Bilanzstichtag vorliegenden Informationen überwiegen die Chancen die Risiken. Prognosebericht Hinweis zum Berichtszeitpunkt und Prognosehorizont Die Jahresabschlüsse zum 31.12.2021, 31.12.2022, 31.12.2023 sowie zum 31.12.2024 wurden zeitgleich im Dezember 2025 aufgestellt. Dieses Dokument enthält Prognosen und Aussagen, die auf den zum Zeitpunkt der Erstellung im Dezember 2025 verfügbaren Informationen basieren. Daher beziehen sich die folgenden Aussagen sowohl auf bereits abgelaufene Zeiträume als auch auf das laufende Geschäftsjahr 2025. Eine Prognose für die Jahre 2021 bis 2024 entfällt, da die tatsächliche Geschäftsentwicklung bei Aufstellung des Abschlusses bereits bekannt war. Rekapitalisierungsprozess der Intrum AB Die oberste Konzerngesellschaft, die Intrum AB in Stockholm, hat am 18.10.2024 die Einleitung eines vorverhandelten Chapter-11-Verfahrens mitgeteilt, dessen formelle Einreichung am 15. November 2024 beim U.S. Bankruptcy Court (Southern District of Texas) erfolgte. Der Start dieses Verfahrens stellte einen weiteren Schritt bei der Umsetzung der Rekapitalisierungstransaktion dar und knüpfte an die bereits veröffentlichten Maßnahmen an. Dieses Verfahren bezog sich ausschließlich auf die Muttergesellschaft Intrum AB (Schweden). Am 31. Dezember 2024 bestätigte das zuständige U.S. Bankruptcy Court (Southern District of Texas) den vorverhandelten Restrukturierungsplan („pre-packaged Chapter 11 Plan“) der Intrum AB. Parallel dazu wurde in Schweden ein Reorganisationsverfahren durchgeführt, das am 15. April 2025 vom Stockholm District Court bestätigt wurde. Die Umsetzung beider Verfahren war Voraussetzung für die vollständige Rekapitalisierung der Intrum AB. Diese wurde am 24. Juli 2025 vollzogen. Mit dem anschließenden Final Decree des U.S. Bankruptcy Court vom 4. August 2025 wurde das Chapter-11-Verfahren offiziell abgeschlossen. Die Intrum Gesellschaften in Deutschland und in anderen Ländern waren hiervon nicht betroffen. (Quelle: Intrum AB, Recapitalisation Website, Stand: August 2025) Die Zahlungsfähigkeit und Geschäftstätigkeit der Intrum Deutschland GmbH war zu keinem Zeitpunkt beeinträchtigt. Gesamtwirtschaftliche Lage und positive Einschätzung Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen für das Inkassogeschäft in Deutschland werden nach Kenntnisstand zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Jahresabschlusses auch in den kommenden Jahren günstig bleiben. Wesentliche Einflussfaktoren sind das weiterhin hohe Niveau der Insolvenzverfahren, insbesondere der deutliche Anstieg bei Unternehmensinsolvenzen, sowie ein leicht erhöhtes Volumen an Zwangsversteigerungen. Hinzu kommt die Zunahme notleidender Kredite und die verstärkte Risikovorsorge der Banken. Diese Entwicklungen deuten auf einen anhaltend hohen Bedarf an professionellen Inkassodienstleistungen hin. Trotz Inflation und geopolitischer Unsicherheiten wird keine nachhaltige Verschlechterung der Realisierungsquoten erwartet. Vielmehr deuten ein steigendes Fallvolumen in einzelnen Segmenten und die anhaltend hohe Nachfrage nach professionellem Forderungsmanagement auf stabile bis wachsende Geschäftschancen hin. Die Vertriebspipeline ist gut gefüllt; die Intrum Deutschland GmbH nimmt regelmäßig an großen Ausschreibungen teil. Zusammen mit Verbesserungen in operativen Prozessen, effizienteren Arbeitsweisen und einer stabilisierten Kostenstruktur wird für die kommenden Jahre ein positiver Geschäftsverlauf prognostiziert. Die Effekte des konzernweiten Transformationsprogramms „becoming a company driven by technology“ werden die künftige Entwicklung auch weiterhin prägen. Leistungsindikatoren der Geschäftsjahre 2021 bis 2024 Die wichtigsten Leistungsindikatoren stellen sich für die einzelnen Jahre wie folgt dar:
Prognose für das Geschäftsjahr 2025 Für das Geschäftsjahr wurde auf Basis der bestehenden Mandate, der vertrieblichen Aktivitäten sowie Effizienzgewinnen damit geplant, dass die Umsatzerlöse im Bereich mit angekauften Portfolien deutlich ansteigen, während die Umsatzerlöse im Bereich mit treuhänderisch verwalteten Portfolien ungefähr gleich bleiben. In Summe wurde dementsprechend in den Budgetplanungen für 2025 ein Umsatzwachstum von 21% erwartet. Bis zur Erstellung des Berichts ist jedoch zu sehen, dass dieses Ziel nicht vollständig erreicht wird - vielmehr ist mit einem Umsatzwachstum von 6% zu rechnen. Basierend auf dem voraussichtlichen Umsatz für 2025 ist im Folgejahr 2026 eher mit einem gleichbleibenden Umsatz zu rechnen. Einerseits wurde die Kostenbasis im Jahr 2025 deutlich reduziert, andererseits enthält das Jahr Einmaleffekte, die wiederum die Kosten leicht erhöhen. Dementsprechend ist zu erwarten, dass die Kosten im Jahr 2025 etwas geringer liegen werden, als im Jahr 2024. Dies führt zu einer deutlichen Reduktion des Verlusts nach Steuern.
Heppenheim, 19. Dezember 2025 Steffen Fink, Geschäftsführer Markus Krummen, Geschäftsführer Sandra Glaser, Geschäftsführerin Bilanz zum 31.12.2023Intrum Deutschland GmbH, HeppenheimAKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2023 bis 31.12.2023Intrum Deutschland GmbH, Heppenheim
Anhang für das Geschäftsjahr 2023A. Grundlegende Angaben zum Unternehmen und zur Bilanzierung Der Jahresabschluss der Intrum Deutschland GmbH, Heppenheim (Amtsgericht Darmstadt, HRB 4709; im Folgenden „die Gesellschaft“), für das am 31. Dezember 2023 endende Geschäftsjahr wurde nach den Vorschriften gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB für große Kapitalgesellschaften sowie den Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Eine weitere Untergliederung der Posten wurde in der gesetzlich zulässigen Form vorgenommen. Die Gesellschaft ist ein Tochterunternehmen i. S. d. § 290 Abs. 2 HGB der Intrum Holding Deutschland GmbH, Heppenheim (im Folgenden „die Gesellschafterin“). Beide Gesellschaften gehören zur Intrum AB Gruppe. Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die Intrum AB (publ), Stockholm, Schweden (im Folgenden „Intrum AB“), an deren Sitz, Hesselmanstorg 14, Sickla, 105 24 Stockholm, der Konzernabschluss bezogen werden kann. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Grundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Der Jahresabschluss der Intrum Deutschland GmbH wurde auf der Grundlage des Grundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit nach § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB erstellt. Bedingt durch die bilanzielle Überschuldung der Gesellschaft hat die oberste Muttergesellschaft, Intrum AB, in 2019 eine in heutiger Form weiterhin gültige Bürgschaftserklärung abgegeben, welche die Liquidität und Zahlungsfähigkeit bei allen Verpflichtungen sichert. Aktiva Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, jeweils abzüglich linearer Abschreibungen (Nutzungsdauer drei Jahre), angesetzt. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Selbständig bewertbare und nutzbare Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 2.500 EUR werden grundsätzlich im Jahr des Zugangs in voller Höhe als Aufwand berücksichtigt. Die Abschreibungssätze entsprechen den handelsrechtlichen Vorschriften. Die Anlagegüter werden linear abgeschrieben. Die Forderungen sind zum Nominalwert bzw. zu Anschaffungskosten angesetzt. Die flüssigen Mittel sind zum Nominalbetrag angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden linear über die Laufzeit, entsprechend der den gebildeten Rechnungsabgrenzungsposten zugrunde liegenden Verträge verteilt. Passiva Die sonstigen Rückstellungen werden i. H. des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen i. H. der allgemeinen Inflationsrate berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden. Den in den sonstigen Rückstellungen enthaltenen Jubiläumsrückstellungen liegen versicherungsmathematische Gutachten der DVA Kasper Dienstleistungsgesellschaft für Versicherungsmathematik und betriebliche Altersversorgung mbH, Friedeburg zugrunde. Die Rückstellungen wurden unter Verwendung der „Projected Unit Credit Method“ ermittelt. Zugrunde gelegt wurden die Heubeck-Richttafeln 2018 G, der angenommene Zinsfuß beträgt 1,75 % und der Gehaltstrend 2,00 %. Die Rückstellung zur Archivierung von Geschäftsunterlagen hat eine Laufzeit von mehr als einem Jahr und wurde entsprechend abgezinst. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Soweit der Jahresabschluss Posten enthält, denen Beträge zugrunde liegen, die auf fremde Währung lauten oder ursprünglich lauteten, erfolgt die Währungsumrechnung zu den Tageskursen bei Entstehung. Soweit Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie gegenüber Kreditinstituten Fremdwährungsposten enthalten, werden diese zum Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet. Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden übernommen werden. C. Erläuterungen von Abschlussposten Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen resultiert im Wesentlichen aus Klientenabrechnungen der Deutschen Bank AG. Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen TEUR 125 (Vorjahr TEUR 125) auf Forderungen gegen die Gesellschafterin. Darüber hinaus beinhalten die Forderungen gegen verbundene Unternehmen Forderungen gegen die Intrum Information Services GmbH in Höhe von TEUR 1.471 (Vorjahr TEUR 1.484) sowie Forderungen aus dem Cash Pooling mit der Intrum AB in Höhe von TEUR 18.338 (Vorjahr TEUR 1.702). Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Erstattungsansprüche aus Kostenvorschüssen für Ermittlungs-, Gerichts- und Anwaltskosten in der Höhe von TEUR 3.790 (Vorjahr TEUR 3.842) nach Wertberichtigungen. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 110 (Vorjahr TEUR 78) resultieren aus geleisteten Ausgaben, die überwiegend Versicherungs- und Wartungsverträge für Folgeperioden betreffen. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag Die Gesellschaft weist einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TEUR 14.524 (Vorjahr TEUR 3.615) aus. In Anbetracht der bilanziellen Überschuldung der Gesellschaft hat die Konzernmutter Intrum AB, Stockholm/Schweden, eine Bürgschaftserklärung gegenüber der Gesellschaft abgegeben, in der sie sich verpflichtet, erforderlichenfalls der Gesellschaft liquide Mittel bereitzustellen, sodass diese ihre Zahlungsverpflichtungen jederzeit erfüllen kann sowie um insbesondere insolvenzrechtliche Tatbestände nach §§ 17-19 InsO zu vermeiden. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten mit TEUR 2.320 (Vorjahr TEUR 1.715) im Wesentlichen Personalrückstellungen. Hiervon entfallen TEUR 901 (Vorjahr TEUR 884) auf Jubiläumsgelder, TEUR 1.016 (Vorjahr TEUR 414) auf Mitarbeiterboni und TEUR 403 (Vorjahr TEUR 417) auf sonstige Personalkosten. Weitere TEUR 1.573 (Vorjahr TEUR 806) entfallen auf ausstehende Eingangsrechnungen. Zusätzlich wurde eine Restrukturierungsrückstellung in Höhe von TEUR 692 gebildet. Verbindlichkeiten
Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen TEUR 33.680 (Vorjahr TEUR 12.879) auf Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin. Weitere TEUR 3.920 (Vorjahr TEUR 1.588) entfallen auf die Intrum AB. Die sonstigen Verbindlichkeiten von TEUR 8.903 (Vorjahr TEUR 8.366) beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus noch an die Auftraggeber weiterzuleitenden Schuldnerzahlungen (Fremdgelder), sowie Überzahlungen und noch zu klärenden Schuldnerzahlungen. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 42.824 (Vorjahr TEUR 40.372) resultieren im Wesentlichen aus Inkassoerlösen aus dem Servicegeschäft für Dritte und Erlösen aus der Bearbeitung von Konzernportfolien, die im Auftrag der Intrum Debt Finance AG, Zug/Schweiz, Intrum Investment No 1 DAC, Dublin/Irland, sowie der Intrum Holding Deutschland GmbH, bearbeitet werden. Personalaufwand Der Personalaufwand beträgt TEUR 18.692 (Vorjahr 17.437). Der Anstieg der Personalaufwendungen ist im Zusammenhang mit dem Anstieg der Umsatzerlöse sowie einer höheren durchschnittlichen Mitarbeiteranzahl, anzusehen. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen Die Abschreibungen in Höhe von TEUR 214 (Vorjahr 271) betreffen im Wesentlichen EDV Soft- und Hardware sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 34.975 (Vorjahr TEUR 28.052) beinhalten Aufwendungen für bezogene Leistungen im Rahmen der operativen Inkassobearbeitung in Höhe von TEUR 10.944 (Vorjahr TEUR 10.698), Intercompany Aufwendungen sowie Konzernumlagen in Höhe von TEUR 13.346 (Vorjahr TEUR 9.114), Beratungskosten in Höhe von TEUR 4.020 (Vorjahr TEUR 4.083), IT-Aufwendungen in Höhe von TEUR 2.027 (Vorjahr TEUR 1.806), Gebäude und Leasingaufwendungen in Höhe von TEUR 1.550 (Vorjahr TEUR 1.492) sowie übrige Aufwendungen in Höhe von TEUR 3.088 (Vorjahr TEUR 860). Zinsergebnis Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 43 (Vorjahr TEUR 132) umfassen im Wesentlichen Zinsaufwendungen aus dem konzerninternen Cash Pooling von TEUR 19 und der Aufzinsung der Jubiläumsrückstellung in Höhe von TEUR 16. Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge in Höhe von TEUR 415 (Vorjahr TEUR 90) umfassen im Wesentlichen Zinserträge aus dem konzerninternen Cash Pooling in Höhe von TEUR 415. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von TEUR 232 (Vorjahr TEUR 837) enthalten Gewerbe- und Körperschaftsteuer in Höhe von TEUR 495 sowie Erträge aus der Auflösung von passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 263. D. Sonstige Angaben Anzahl der Mitarbeiter Die Anzahl der Mitarbeiter betrug im Jahresdurchschnitt 385 (Vorjahr 376), aufgeteilt in 115 (Vorjahr 113) Mitarbeiter und 270 (Vorjahr 263) Mitarbeiterinnen. Angaben zu den Mitgliedern der Geschäftsführung Mitglieder der Geschäftsführung sind:
Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung belaufen sich auf TEUR 423. Sonstige Angaben Honorare für die Abschluss- und Prüfungsleistungen fielen in Höhe von TEUR 60 (Vorjahr TEUR 60) an. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen gem. § 285 Nr. 3a HGB beträgt TEUR 927 und betrifft langfristige Miet- und Leasingverträge. Haftungsverhältnisse Zum Abschlussstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse der Gesellschaft. Besondere Vorgänge nach dem Schluss des Geschäftsjahres Am 31. Dezember 2024 bestätigte das US Bankruptcy Court for the Southern District of Texas den Chapter-11-Restrukturierungsplan der Intrum AB. Infolgedessen leitete die Intrum AB am 8. Januar 2025 ein schwedisches Reorganisationsverfahren ein, das noch am selben Tag vom Stockholmer Bezirksgericht genehmigt wurde. Zum 24.07.2025 wurde die Rekapitalisierung erfolgreich abgeschlossen. Im Weiteren verweisen wir auf die offizielle Pressemitteilungen der Intrum AB. Aufgrund der ab 2022 anhaltenden angespannten Kapitalsituation wurde im Dezember 2025 eine Kapitalerhöhung durch eine Einzahlung in die Kapitalrücklagen in Höhe von EUR 23 Mio. beantragt und durchgeführt. Ergänzende Informationen sind den Ausführungen im Lagebericht zu entnehmen.
Heppenheim, 19. Dezember 2025 Steffen Fink, Geschäftsführer Markus Krummen, Geschäftsführer Sandra Glaser, Geschäftsführerin ANLAGENSPIEGEL 2023Intrum Deutschland GmbH, Heppenheim
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Intrum Deutschland GmbH, Heppenheim Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Intrum Deutschland GmbH, Heppenheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Intrum Deutschland GmbH, Heppenheim, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 19. Dezember 2025 Deloitte GmbH Lutz Knop, Wirtschaftsprüfer Roland Greißl , Wirtschaftsprüfer Die Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 der Intrum Deutschland GmbH erfolgte am: 20. Dezember 2025 |
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