Outokumpu Nirosta Precision GmbHLiquidiert
58579 Schalksmühle, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Oliver Dr. Greven seit 25.9.2015 | Geschäftsführer |
Heiko Gerhard Friedrich Wilken seit 25.9.2015 | Geschäftsführer |
Manuela Solbrig seit 26.5.2014 | Prokura |
Klaus Drews seit 6.3.2014 | Prokura |
Michael Assmann seit 5.1.2004 | Prokura |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Outokumpu Nirosta Precision GmbHKrefeldJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014der Outokumpu Nirosta Precision GmbH1. Unternehmen und rechtliche Verhältnisse1.1. Unternehmen Die Outokumpu Nirosta Precision GmbH (Nirosta Precision), Krefeld, ist Teil des global agierenden Outokumpu-Konzerns, dem weltweiten Marktführer für Edelstahl Rostfrei. Die Führungsgesellschaft ist die Outokumpu Oyj mit Hauptsitz in Espoo, Finnland. Das Unternehmen ist an der NASDAQ OMX Helsinki notiert und beschäftigt mehr als 12.000 Mitarbeiter in über 40 Ländern. Outokumpu ist seit dem 01.09.2014 in fünf Business Areas (BA) gegliedert: Coil EMEA, Coil Americas, APAC, Long Products und Quarto Plate. Die Nirosta Precision gehört als Tochtergesellschaft der Outokumpu Nirosta GmbH (Nirosta) zur BA Coil EMEA (Europe, Middle East, Africa), der größten Business Area des Konzerns. Auch die Ferrochromaktivitäten sind in diese Business Area integriert. In den Produktionsstätten in Deutschland (u. a. Krefeld, Dillenburg und Dahlerbrück), Finnland, Schweden sowie in den Service Centern und im Vertrieb in der gesamten Region sind rd. 7.600 Mitarbeiter tätig. Die Nirosta Precision produziert nichtrostende Edelstahl-Flacherzeugnisse mit stark eingeschränkten Toleranzen und definierten Eigenschaften sowie einem weit gefächerten Programm von Güten, Abmessungen und Oberflächen. Die Produkte sind Werkstoffbasis für alltäglich vertraute Gegenstände, insbesondere aber für technisch hochanspruchsvolle und sensible Einsatzbereiche. Eine eigene, verbrauchernahe Absatzorganisation und umfangreiche Serviceleistungen fördern den engen Kontakt zum Kunden. Die Vielfalt des Leistungsangebotes ermöglicht Problemlösungen, die auch in Zukunft Wachstum und Fortschritt gewährleisten. Mit Wirkung zum 01.05.2013 wurden die rechtlichen Verhältnisse innerhalb der BA Coil EMEA neu geordnet. Outokumpu verfolgt hierbei eine Strategie der Zentralisierung von Aufgaben. Die BA Coil EMEA ist in diesem Fall grundsätzlich für alle strategischen Entscheidungen der BA zuständig und soll zudem grundsätzlich sämtliche Beziehungen zu Kunden und Lieferanten im Namen der in Deutschland ansässigen Outokumpu EMEA GmbH (EMEA) unterhalten. In diesem Zusammenhang wird die Nirosta Precision wie ein Lohnfertiger behandelt und erhält für ihre Tätigkeit entsprechende Gewinnaufschläge auf die Planverarbeitungskosten, deren Überschreitung durch die EMEA belastet bzw. deren Unterschreitung prämiert wird. Damit hat sich zugleich das Chancen- und Risikoprofil der Gesellschaft insgesamt signifikant geändert. Die sich aus dem Geschäftsumfeld ergebenden Chancen und Risiken wurden weitgehend auf die EMEA übertragen. Die Gesellschaft richtet sich nunmehr an dem Ziel aus, die Produkte kostengünstig, zeitgerecht und in der geforderten hohen Produktqualität herzustellen. Aufgrund ihrer Kundenstruktur nimmt die Nirosta Precision eine Sonderrolle innerhalb dieses Konstruktes ein. In diesem Zusammenhang ist sie Vertragspartnerin der EMEA in Bezug auf die folgenden Vereinbarungen: Framework Agreement zur Struktur der BA Coil EMEA Das Ziel dieser Rahmenvereinbarung ist die Bündelung einzelner Verträge zur Verlagerung der strategischen und wirtschaftlichen Kontrolle auf die EMEA. Die Vereinbarung umfasst im Fall der Nirosta Precision insbesondere das Sales Service Agreement. Da die Umsätze bzw. Aufwendungen weiterhin bei der Nirosta Precision anfallen, wird eine regelmäßige Abrechnung mit der EMEA durchgeführt mit dem Ziel, die Chancen und Risiken aus dem Geschäft auf die EMEA zu übertragen und die Nirosta Precision für ihre Tätigkeiten entsprechend zu vergüten. Sales Service Agreement Auf Basis dieser Vereinbarung übernimmt die EMEA mit Wirkung zum 01.05.2013 die strategische Verantwortung und Leitung der Vertriebstätigkeiten der Nirosta Precision. Die operative Organisation des Vertriebs verbleibt aufgrund der speziellen Anforderungen weiterhin bei der Nirosta Precision. Dadurch bedingt fallen die Vertriebskosten weiterhin bei der Nirosta Precision an, wofür die Gesellschaft von der EMEA eine festgelegte Vergütung auf die anfallenden Kosten erhält. 1.2. Gesellschaftsrechtliche Verhältnisse Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben sich keine Änderungen in den gesellschaftsrechtlichen Verhältnissen ergeben. Die Nirosta Precision ist weiterhin eine direkte Tochtergesellschaft der Nirosta. Zwischen der Nirosta und der Nirosta Precision besteht seit dem 01.10.2003 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit einer Laufzeit bis zum 30.09.2008. Er verlängert sich danach jeweils um ein Jahr, falls er nicht mit einer Frist von sechs Monaten gekündigt wird. Der Vertrag ist ungekündigt. 2. Geschäftsverlauf und Lage2.1. Branchenstruktur und Konjunktur Bedingt durch die vorgehaltene Anlagengeometrie ist Nirosta Precision fokussiert auf hochanspruchsvolle Anwendungen, hauptsächlich in Nischen mit einem hohen Bedarf an technischer Begleitung. Eine im Sommer 2012 durchgeführte Mittelfristplanung hat ergeben, dass langfristig der Absatz an "einfacheren" Produkten zurückgehen wird. Im Geschäftsjahr 2013 wurde die Überprüfung der Präzisionsbandstrategie durch Outokumpu angekündigt und entsprechend durchgeführt. Die im Jahr zuvor definierte Maßnahme zur Kapazitätsreduzierung um etwa 14 % wurde zunächst vertagt. In einer umfassenden Analyse wurde deutlich, dass das Dünnbandwerk im schwedischen Langshyttan, Kloster, zwar auch Teile des Präzisionsbandmarktes bedient, jedoch einen erheblichen Teil auch im klassischen Breitbandmarkt absetzt. Im Februar 2014 wurde die Schließung des schwedischen Dünnbandwerkes zum Ende des Geschäftsjahres 2014 angekündigt. Nach der Bekanntgabe der Schließung wurde in Dahlerbrück eine deutlich stärkere Anfragetätigkeit beobachtet. Der zu Nirosta Precision passende Teil des schwedischen Dünnbandgeschäftes wurde im Laufe des Geschäftsjahres 2014 auf das Werk Dahlerbrück übertragen. Durch diese Übertragung konnte die vorgehaltene Kapazität gefüllt werden. Die ursprünglich als notwendig erachtete Kapazitätsanpassung aufgrund von strukturellen Veränderungen brauchte in der Folge nicht umgesetzt zu werden. Die hierfür gebildete Rückstellung konnte aufgelöst werden. Der Markt für Präzisionsband aus Edelstahl ist durch eine besondere Volatilität geprägt. Die Preise für Edelstahl-Präzisionsband setzen sich aus dem Basispreis und einem sogenannten Legierungszuschlag zusammen. Insbesondere aus dem Legierungszuschlag resultieren schwankende Effektivpreise, was sich entsprechend auf die Auftragseingänge auswirkt. Das ganze Jahr über zeigte sich ein erheblicher Preisdruck. Ursache hierfür war insbesondere die hohe Verfügbarkeit von sehr preisgünstigem Vormaterial aus asiatischer Fertigung, das insbesondere von den südeuropäischen Unternehmen genutzt wurde. Outokumpu verfolgt in seiner Finanzstrategie u. a. die Verbesserung des Cash-Flows. In Folge dessen wurden alle Bestände auf ein notwendiges Minimum reduziert. 2.2. Geschäftliche Entwicklung der Gesellschaft Die für die Nirosta Precision maßgeblichen Schlüsselgrößen (Lieferperformance, Verarbeitungskosten, Qualität und Ausbringung) konnten insgesamt erfüllt werden. 2.2.1. Ertragslage Vor dem Hintergrund der Entscheidung zur Schließung des schwedischen Dünnband-werkes von Outokumpu im Februar 2014 konnte entgegen der in der Unternehmensplanung unterstellten Produktion von 63 t/Tag die gesamte zur Verfügung stehende Kapazität von 70 t/Tag genutzt werden. Der Auftragseingang lag im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 17.446 t um 1.802 t höher als im Geschäftsjahr 2013 (15.644 t). Die Reichweite des Auftragsbestandes konnte über das gesamte Geschäftsjahr stabil bei ca. 2,2 Monaten gehalten werden. Im Geschäftsjahr 2014 wurden 16.134 t und somit 826 t mehr versandt als im Vorjahr (15.308 t). Das Erlösniveau je versandter Tonne lag um rund 2,5 % unter dem des Vorjahres, was im Wesentlichen auf das niedrigere Preisniveau ehemaliger Kunden des schwedischen Werkes in Kloster zurückzuführen ist. Die Kosten für das bezogene Vormaterial entwickelten sich parallel zu den realisierten Umsätzen, so dass die Rohmarge je versandter Tonne weitgehend konstant blieb. Wie vorstehend erläutert, wird die Nirosta Precision im Rahmen des Framework Agreements wie ein Lohnfertiger behandelt und erhält für ihre Tätigkeit entsprechende Gewinnaufschläge. Diese lagen weitgehend auf Vorjahresniveau. Ferner verblieben gemäß dem zurzeit bestehenden Vertragswerk die sich gegenüber Plan ergebenen Kostenüberschreitungen beim Lohnfertiger. Aus dem Framework Agreement entstanden im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt Aufwendungen i.H.v. 3.551 T€ (i. Vj. Erträge i.H.v. 1.896 T€). Insbesondere die Einmaleffekte aus der Auflösung der Restrukturierungsrückstellung (+2.899 T€) und der Zuführung zur Rückstellung für Altersteilzeit (-556 T€) haben die Abrechnung maßgeblich beeinflusst. Unter Berücksichtigung der zuvor genannten Einmaleffekte und der Settlement-Abrechnung mit der EMEA konnte ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit i.H.v. 630 T€ (i. Vj. 2.027 T€) erzielt werden. 2.2.2. Vermögenslage
Die Bilanzsumme der Nirosta Precision ist gegenüber dem Vorjahr leicht (-2.354 T€) auf einen Wert von 32.001 T€ gesunken. Das Anlagevermögen weist einen moderaten Rückgang (-436 T€) auf, der auf die Abschreibungen des Geschäftsjahres bei lediglich geringfügigen Investitionen zurückzuführen ist. Die Verringerung des Umlaufvermögens resultiert hauptsächlich aus der Abnahme der Finanzforderungen (-5.857 T€) gegen die Outokumpu Oyj sowie gegen die Outokumpu Stainless Holding GmbH (Stainless Holding), Krefeld. Ferner sind mengenbedingt auch die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Abschlussstichtag (-3.146 T€) gesunken. Gegenläufig dazu wirkten sich die Vorräte aus, bei denen ein deutlicher Anstieg (+7.284 T€) zu verzeichnen ist, der im Wesentlichen mengeninduziert ist (+1.961 t). Zum einen ist dies durch Zukäufe von Vormaterial ex Tornio zu Zertifizierungszwecken beim Kunden begründet. Zum anderen wurde das für die ersten beiden Kalenderwochen des neuen Geschäftsjahres benötigte Vormaterial aufgrund des geplanten Stillstandes der Kaltwalzwerke der Nirosta bereits im Dezember beschafft. Darüber hinaus wurden angefallene Schrotte, bedingt durch den Stillstand der Stahlwerke im Dezember, nicht komplett abgefahren. Neben dem Mengenanstieg sind auch die Legierungszuschläge gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Von der im Geschäftsjahr 2013 gebildeten Restrukturierungsrückstellung (4.507 T€) konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr ein wesentlicher Teil (2.899 T€) ergebniswirksam aufgelöst werden, da eine Umsetzung der ursprünglich geplanten Maßnahmen von der Gesellschaft nicht weiter verfolgt wird. Unter Berücksichtigung von Inanspruchnahmen (635 T€) und Aufzinsungseffekten (50 T€) ergibt sich zum 31.12.2014 ein Stand von 1.023 T€, der unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen wird. Im Gegenzug wurde zum 31.12.2014 eine Rückstellung für Altersteilzeit (558 T€) in Anlehnung an die im Tarifvertrag vereinbarte Quote für Altersteilzeitverträge gebildet. Die übrigen Rückstellungen weisen im Vergleich zum Vorjahr lediglich geringfügige Veränderungen auf. Der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (+926 T€) sowie der sonstigen Verbindlichkeiten (+2.426 T€) wird durch die Verringerung der Finanzverbindlichkeiten (-4.009 T€) überkompensiert, wodurch die Verbindlichkeiten insgesamt leicht gesunken (-978 T€) sind. 2.2.3. Finanzlage Mit der Konzernobergesellschaft Outokumpu Oyj besteht eine Cash-Management-Vereinbarung zum Führen von Konzernfinanzkonten, über welche im Wesentlichen konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten der Nirosta Precision gegenüber anderen Konzernunternehmen buchungstechnisch abgewickelt werden. Darüber hinaus beinhaltet die Vereinbarung auch die Teilnahme an einer Cash-Pooling-Finanzierung. Die Nirosta Precision meldet dazu in festgelegten Intervallen ihren voraussichtlichen Kapitalbedarf an die Outokumpu Oyj. Die noch im Vorjahr zusätzlich existierende Cash-Management-Vereinbarung zwischen der Nirosta Precision und der Stainless Holding wurde im Berichtsjahr im Rahmen der Neustrukturierung aufgehoben. Die Gesellschaft erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen positiven Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 415 T€ (i. Vj. 5.925 T€). Der Cash-Flow aus Investitionstätigkeit beträgt im abgelaufenen Geschäftsjahr -368 T€ (i. Vj. -141 T€). Der Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit resultiert aus dem Zahlungsmittelabfluss aufgrund der Gewinnabführung des Vorjahresergebnisses in Höhe von -1.349 T€ durch die Muttergesellschaft. Der Nettofinanzsaldo verschlechterte sich zum 31.12.2014 auf 1.427 T€ (i. Vj. 2.730 T€) maßgeblich infolge der Abführung des Vorjahresergebnisses. 2.3. Produktion Im Geschäftsjahr lief der Betrieb weitgehend ohne außergewöhnliche Störungen. Einzig beim Anfahren nach dem Sommerstillstand kam es zu Verzögerungen bei der Inbetriebnahme von zwei Blankglühlinien. Das Produktionsspektrum hat sich 2014 gegenüber dem Vorjahr kaum verändert. Der Anteil an Federband betrug rund 34 % der Produktion. Auch die durchschnittliche Produktionsdicke blieb mit 0,42 mm gleich. Die durchschnittliche Breite änderte sich auf 146 mm. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden insgesamt 16.433 t produziert. Wie im gesamten Konzern wurde auch bei der Nirosta Precision besondere Aufmerksamkeit auf die Reduzierung der Bestände gelegt. Hier kam es aufgrund der geringen Lagerbestände zwischenzeitlich zu Engpässen. Auch bedingt durch diese temporäre Materialknappheit musste die Produktion in einigen Fällen dem verfügbaren Material angepasst werden. Hierdurch wurden auch Kennzahlen wie Lieferperformance und Produktivität beeinflusst. Besonders im zweiten Halbjahr kam es als Folge der Schließung des schwedischen Dünnbandwerkes zu einer Vielzahl von Versuchsaufträgen und Zertifizierungen der Fertigungswege nach ISO. Insgesamt wurde die in der Planung berücksichtigte Produktionsmenge übertroffen. Die Kunden stellen zunehmend höhere Anforderungen an die Flexibilität und Termintreue. Die Nirosta Precision bemüht sich daher intensiv um eine hohe Reaktionsfähigkeit der Produktion auf Kundenanforderungen. 2.4. Investitionen Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat es keine großen Investitionen in Neuanlagen gegeben. Angeschafft wurden jedoch zusätzliche Laborgerätschaften, um die qualitativ hochwertige Produktion des Unternehmens kompetenter zu begleiten. Gleichzeitig wurden zusätzliche Messgeräte für die betriebliche Begleitung der Produktion angeschafft. Derzeit wird die Übernahme von Anlagenteilen des zum Ende des Geschäftsjahres 2014 geschlossenen schwedischen Dünnbandwerkes geprüft. Das geringe Investitionsvolumen spiegelt auch die Aktionen zu den gruppenweiten Anstrengungen zur Verbesserung des Cash-Flows wider. 2.5. Umwelt In verschiedenen Prozessschritten werden wassergefährdende Stoffe wie beispielsweise Schwefelsäure, gelöschter Kalk und Walzöl eingesetzt. Die Anlagen werden regelmäßig geprüft, gewartet und bei Bedarf umgehend in Stand gesetzt. Der Verlauf der Volme ist durch eine Stützmauer an den Ufern entlang des Werksgeländes gesichert. Im Herbst erfolgte die Sanierung in Bereichen dieser Ufer-Stützmauer mit Wasserbausteinen in guter Kooperation mit der Unteren Wasserbehörde Lüdenscheid und dem Fischereiverband. So konnten Auswirkungen auf den Fischbestand vermieden werden. Die Nirosta Precision GmbH hat im Geschäftsjahr erfolgreich das Wiederholungsaudit gemäß ISO 50001 und 14001 durchgeführt. 3. Personalbericht3.1. Belegschaftsstand
3.2. Relevante Personalvereinbarungen In der Tarifrunde 2014 wurde zwischen den Tarifvertragsparteien eine Erhöhung um 2,3 % mit Wirkung zum 01.07.2014 festgelegt. Der bestehende Tarifvertrag über Altersteilzeit wurde in einigen Teilen neu gefasst. Zudem wurde ein Tarifvertrag über den Einsatz von Werkverträgen abgeschlossen. Die Vergütung bei der Nirosta Precision orientiert sich grundsätzlich an der tariflichen Entwicklung. Das Vergütungssystem der Gesellschaft differenziert zwischen tariflichen und außertariflichen Mitarbeitern. Im Bereich der leitenden Angestellten erfolgt die Vergütung über ein Entgeltmanagementsystem, dessen Basis ein Stellenwertsystem und ein daran gekoppeltes Zielvereinbarungssystem ist. Zu den freiwilligen betrieblichen Sozialleistungen gehören aktuell die betriebliche Altersversorgung, die Durchführung von Gesundheitsaktionen sowie die Belegschaftsverpflegung. Um eine Reformierung der seit vielen Jahren bestehenden Erfolgsprämie mit neuen leistungsbezogenen Komponenten zu ermöglichen, wurde seitens des Unternehmens die Erfolgsprämie zum 30.09.2014 gekündigt. Insbesondere die Stilllegung des Werkes in Kloster hat im Laufe des Jahres in allen Bereichen zu einer besonderen Arbeitssituation und -belastung geführt, der zum Teil durch Mehrarbeit und Veränderung von Arbeitsweisen entgegen gewirkt werden konnte. Hierzu wurden mit dem Betriebsrat entsprechende Grundsatzvereinbarungen abgeschlossen. Im Zusammenhang mit der Unternehmensplanung für 2015 wurden Gespräche mit dem Betriebsrat zur Entwicklung eines Zukunftssicherungskonzeptes aufgenommen. Wesentliche Bausteine waren die Kapazitätserhöhung von bislang 70 auf 80 Tagestonnen, die Entwicklung von Flexibilitätsmechanismen (z. B. Arbeitszeitkonten, temporäre Einsatzwechsel) sowie - zur Verbesserung der Altersstruktur - der Abschluss von Altersteilzeitverträgen über die tarifvertraglich vorgeschriebene Quote hinaus gehend. Die Verhandlungen zu diesem "Paket" wurden Mitte Dezember 2014 ohne Ergebnis abgebrochen, da der Forderungskatalog des Betriebsrates im Hinblick auf die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des Unternehmens zu umfangreich war. Im Ergebnis bedeutet dies eine unveränderte Produktion von 70 Tagestonnen für das Jahr 2015. Im Rahmen des Gesundheitsmanagements wurde mit dem Betriebsrat eine Betriebsvereinbarung zum Betrieblichen Eingliederungsmanagement (BEM) vereinbart. Auf dieser Grundlage hat das sog. BEM-Team im Sommer 2014 die Arbeit aufgenommen. Da die Umsetzung der im Geschäftsjahr 2013 geplanten Maßnahmen zur Verringerung der Kapazität von der Gesellschaft nicht weiter verfolgt wird, konnte ein wesentlicher Teil der Restrukturierungsrückstellung (2.899 T€) aufgelöst werden. 3.3. Personalentwicklung Ziel ist es weiterhin, die Fach- und Führungskräfte durch attraktive Programme an das Unternehmen zu binden. Hierzu wurde u. a. das "EMEA Management Development Program" entwickelt, das zu Beginn des Jahres 2015 eingeführt wird. 3.4. Aus- und Weiterbildung Im August 2014 wurden vier Auszubildende eingestellt. Hierzu wurde in Anlehnung an den Tarifvertrag eine Vereinbarung mit dem Betriebsrat bzgl. der Differenzierung nach bedarfsbezogener bzw. über Bedarf hinaus gehender Ausbildung abgeschlossen. Insgesamt werden aktuell bei der Gesellschaft zehn Auszubildende in vier Berufen geführt. Damit trägt das Unternehmen der demografischen Entwicklung sowie der gesellschaftspolitischen Verantwortung für die Region in hohem Maße Rechnung. Die in 2013 aufgesetzten Konzernvorgaben bzgl. der Einschränkung von Weiterbildungsmaßnahmen hatten auch 2014 ihre Gültigkeit. Keine Reduzierungen des Angebotes gab es bei sicherheitsrelevanten sowie obligatorischen Schulungen. 3.5. Ideenmanagement Im Geschäftsjahr 2014 wurden 51 Vorschläge zum Ideenmanagement eingereicht. Generell ist erkennbar, dass das Ideenmanagement aufgrund mangelnder Beteiligung der Mitarbeiter zunehmend an Bedeutung verliert. 3.6. Arbeitssicherheit Im April 2014 wurde eine interne Auditierung "Safety Audit" durchgeführt und mit Erfolg abgeschlossen. Ergänzend zu den bereits etablierten Arbeitsschutzaktivitäten werden seit Mai 2014 regelmäßige Gespräche zwischen Führungskräften und Mitarbeitern geführt, um gemeinsam potenzielle Gefährdungen aufzudecken. Im Fokus dabei stehen die Ausführung von Handlungen und die Verhaltensweisen der Durchführenden. In den sog. SBO-Gesprächen (Safety Behaviour Observation) wurden im Laufe des Jahres 2014 insgesamt 106 Gespräche geführt. Am 21.08.2014 ereignete sich bei der Nirosta Precision nach mehreren Jahren unfallfreier Zeit erstmals wieder ein meldepflichtiger Unfall. 4. Forschung und EntwicklungDurch die enge Ausrichtung der Unternehmensaktivitäten an den Anforderungen der Kunden und der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Produkte ist die Nirosta Precision für ihre Kunden ein kompetenter Ansprechpartner für alle Fragen zum Thema Präzisionsband aus RSH-Stählen. Sowohl die Verbreiterung der Anwendungsbasis, als auch potentielle Zukunftsanwendungen werden mit den Unternehmen des Konzerns, insbesondere der BA Coil EMEA, sowie mit den Kunden der Nirosta Precision diskutiert. Diese Gespräche versetzen die Gesellschaft in die Lage, die F&E-Bereiche mit wichtigen Impulsen zum Thema Anwendungs- und Produktentwicklungen zu versorgen. Die Umsetzung dieser Projekte erfolgt dann in enger Zusammenarbeit. Beispiele sind die markttechnische Entwicklung von Duplex sowie hochkorrosionsfester SMO-Güten. Beispielhaft für die Zusammenarbeit im Konzern sei hier auch der Zukunftsmarkt "alternative Antriebe", insbesondere der Brennstoffzellenantrieb, genannt. Gemeinsam mit der Business Line (BL) Nirosta und einem deutschen Automobilhersteller soll der Bereich PEM-Brennstoffzelle vorangetrieben werden. Der positive Ausgang dieses geförderten Projektes ist eine Voraussetzung für die Produktion von Brennstoffzellenautos. Pro Fahrzeug werden in diesem Fall etwa 40 kg Edelstahl der Dicke 0,1 mm verbaut sein. Das Engagement in solchen Projekten trägt u. a. dazu bei, den Know-How-Vorsprung des Unternehmens auch in Zukunft zu sichern. Ein wesentliches Qualitätsmerkmal für Präzisionsband ist das Projekt "Planlage". Hier entwickelt die Nirosta Precision als Teil eines Konsortiums gemeinsam mit der EU ein spezielles Verfahren zur Anlagensteuerung, mit dem sich eine intelligente Planlagenregelung realisieren lässt. 5. RisikomanagementAls international agierende Gesellschaft ist die Nirosta Precision im Rahmen ihrer gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Kreditrisiken, Liquiditätsrisiken sowie verschiedenen Marktrisiken ausgesetzt, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können. Obwohl die Risiken auf Grund des "Framework Agreements" wirtschaftlich durch die EMEA getragen werden, steuert die Gesellschaft das Geschäft und die damit verbundenen Risiken operativ mit den entsprechenden Instrumenten in enger Abstimmung mit der Leitung der BA Coil EMEA. Unternehmensziel ist es, die aus dem operativen Geschäft sowie den daraus resultierenden Finanzierungserfordernissen entstehenden Risiken durch Maßnahmen wie Forderungs- und Liquiditätsmanagement sowie den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten zu begrenzen. Derivative Finanzinstrumente werden dabei ausschließlich zur Absicherung von gebuchten und geplanten Transaktionen abgeschlossen. Reine Handelsgeschäfte sind untersagt. Der Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten unterliegt strengen internen Kontrollen, die im Rahmen festgelegter Prozesse und auf Basis von klaren Richtlinien erfolgen. Es werden vor allem außerhalb der Börse (d. h. OTC) gehandelte Devisentermingeschäfte sowie Warentermingeschäfte abgeschlossen. Im Folgenden wird auf die einzelnen Risiken im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten sowie deren Management eingegangen. Kreditrisiken Die Werthaltigkeit von Forderungen und anderen finanziellen Vermögenswerten kann beeinträchtigt werden, wenn Transaktionspartner ihren Verpflichtungen zur Bezahlung oder sonstigen Erfüllung nicht nachkommen. Zur Absicherung von Forderungsausfällen bestehen Kreditausfallversicherungen. Da die Gesellschaft mit ihren Kunden keine Master-Netting-Vereinbarungen abschließt, stellt der Gesamtbetrag der finanziellen Vermögenswerte das maximale Ausfallrisiko dar. Durch das Forderungsmanagement ist jedoch sichergestellt, dass kein erhöhtes Ausfallrisiko von Forderungen bei der Nirosta Precision zu verzeichnen ist. Für unsere Geschäftspartner haben wir bonitätsabhängige Kontrahentenlimite eingerichtet, die regelmäßig überwacht und gesteuert werden. Die Länderrisiken aus Warenlieferungen werden kontinuierlich beobachtet, methodisch bewertet und zentral gemanagt. Liquiditätsrisiken Das Liquiditätsrisiko, d. h. das Risiko, aufgrund einer mangelhaften Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln bestehende oder zukünftige Zahlungsverpflichtungen nicht erfüllen zu können, wird im Outokumpu-Konzern und für die Gesellschaft über die Outokumpu Holding Germany GmbH zentral gesteuert. Zur Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit werden liquide Mittel bereitgehalten, um konzernweit sämtliche geplanten Zahlungsverpflichtungen zur jeweiligen Fälligkeit erfüllen zu können. Im Geschäftsjahr hat die Gesellschaft zur Erhöhung ihrer Liquidität vom Instrument des Forderungsverkaufs (Factoring) Gebrauch gemacht. Im Rahmen der Factoring-Vereinbarung der Muttergesellschaft Nirosta kann die Nirosta Precision zusammen mit der Nirosta ein Forderungsvolumen von maximal 85,0 Mio. € andienen. Zum 31.12.2014 wurde hiervon seitens der Nirosta Precision ein Finanzierungsvolumen in Höhe von insgesamt 7 Mio. € ausgenutzt. Dies entspricht einem Nominalwert der Forderungen von 6 Mio. €. Bei den auf die Ankaufsgesellschaft übertragenen Forderungen handelt es sich um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die in Euro bestehen. Marktrisiken Das Marktrisiko besteht darin, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Zahlungsströme eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen der Marktpreise schwanken. Zu den Marktrisiken zählen das Währungsrisiko und das sonstige Preisrisiko (insbesondere das Rohstoffpreisrisiko). Währungsrisiken Da die Gesellschaft einen nicht unwesentlichen Anteil ihres Geschäfts außerhalb des Euroraums tätigt, können Währungsschwankungen das Ergebnis beeinflussen. Währungsrisiken aus Finanzinstrumenten bestehen bei Forderungen, Verbindlichkeiten, Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten, die nicht in der funktionalen Währung der Nirosta Precision bestehen. Das Währungsrisiko aus Finanzinstrumenten resultiert für die Gesellschaft im Wesentlichen aus GBP-Transaktionen. Die Währungsrisiken werden systematisch erfasst, analysiert und gesteuert. Der Umfang der Absicherung wird regelmäßig überprüft und im Rahmen einer Richtlinie festgelegt. Dabei wird das aus operativer Geschäftstätigkeit resultierende gebuchte Fremdwährungsexposure in der Regel in voller Höhe währungskursgesichert. Das in den nächsten 12 Monaten zu erwartende Fremdwährungsexposure aus geplanten Geschäften, das im Wesentlichen den Export betrifft, wird gemäß den abgestimmten Vorgaben gesichert. Die Absicherung der vertraglichen und geplanten Währungsrisiken erfolgt ausschließlich durch den Abschluss von Devisentermingeschäften. Gesamtbeurteilung der Risiken Die Einschätzung der Gesamtrisikosituation der Nirosta Precision ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Einzelrisiken. Aus heutiger Sicht zeichnen sich keine den Fortbestand der Gesellschaft gefährdenden Risiken, auch nicht in Verbindung mit anderen Risiken, ab. Die Überwachung und Kontrolle der wirtschaftlichen Risiken sowie die umfassende und regelmäßige Berichterstattung über die wirtschaftliche Entwicklung ist u. a. Aufgabe des Controllings. Die Managementberichte werden in Standortgesprächen, die jeweils im Abstand von 2 Monaten durchgeführt werden, mit den Führungskräften der Gesellschaft diskutiert, Maßnahmen zur weiteren Verbesserung beschlossen und ihre Umsetzung verfolgt und begleitet. Über die Berücksichtigung der aktuellen Vorschau können sich abzeichnende Risiken erkannt und entsprechende Abwehrstrategien eingeleitet werden. Zur Abdeckung möglicher Schadensfälle und Haftungsrisiken bestehen Versicherungen. 6. NachtragsberichtNach Ablauf des Geschäftsjahres sind keine weiteren Ereignisse eingetreten, die zu einer veränderten Darstellung der Lage der Gesellschaft führen. 7. Voraussichtliche Entwicklung mit wesentlichen Chancen und RisikenDie Gesellschaft plant auch für das Geschäftsjahr 2015 eine weitere Anpassung der Verarbeitungskosten und setzt damit den Weg einer konsequenten Kostenoptimierung fort. Ferner werden weitere Optimierungen in den Schlüsselgrößen Ausbringung, Qualität und Lieferperformance angestrebt. Unter Berücksichtigung der vertraglich vereinbarten Vergütung zwischen der Nirosta Precision und der EMEA wird für 2015 ein Ergebnis deutlich oberhalb des Vorjahresergebnisses erwartet. Zum einen zeichnen sich zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts keine wesentlichen Kostenüberschreitungen ab, zum anderen dürften sich aufgrund steigender Umsätze bzw. Aufwendungen aus der Übernahme von Kunden des schwedischen Dünnbandwerks höhere Gewinnzuschläge ergeben. Steuerliche Beurteilung des Übertragungsvorgangs Zum 01.05.2013 wurde die Nirosta Precision in die Neuausrichtung Konzepts der BA Coil EMEA einbezogen. In diesem Zusammenhang wurde seitens der Nirosta Precision kein Übergang von immateriellen Vermögenswerten festgestellt. Die Neuausrichtung wurde den deutschen und finnischen Finanzbehörden im Rahmen einer ersten Anhörung als Teil des angestrebten Advanced Pricing Agreement- (APA-) Verfahrens vorgestellt. Die abschließende Beurteilung dieses Vorganges seitens der Finanzbehörden stand zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts im März 2015 noch aus. Unternehmen Das Unternehmen verfolgt seit Jahren eine stark auf den Kunden fokussierte Verkaufstrategie. Es kommen immer wieder gezielt akquirierte Neukunden zur Nirosta Precision, was zu einer Optimierung der Kundenstruktur beiträgt. Der steigende Anteil an Zielkunden wird auch einen Beitrag zur relativen Preisstabilität der Nirosta Precision leisten. Als Folge der Schließung des schwedischen Dünnbandwerkes wurde einige Kunden selektiert und in das Kundenportfolio der Nirosta Precision übernommen. Bedingt durch das hier vorliegende niedrigere Preisniveau werden diese strategisch zu Präzisionsbandkunden entwickelt. Derzeit liegt der Auftragseingang oberhalb der zur Verfügung stehenden Kapazitäten. Gleichzeitig wird allerdings ein deutlicher Verfall des allgemeinen Preisniveaus beobachtet. Dies ist eine Folge erhöhter Kapazitäten am Markt, insbesondere aus Südeuropa. Gleichzeitig ist nach wie vor sehr preisgünstiges Vormaterial aus Importen am Markt verfügbar. Dieses wird insbesondere bei den südeuropäischen Wettbewerbern eingesetzt und generiert weitere Wettbewerbsvorteile. Das Unternehmen wird diese Beobachtung mit einer umfassenden Umfeldanalyse begleiten und daraus Maßnahmen zur weiteren Handlungsweise ableiten. Die Gesellschaft rechnet 2015 mit einem Präzisionsbandabsatz, der leicht oberhalb des Absatzes im Geschäftsjahr 2014 liegt. Diese Erhöhung ist auch auf die Übernahme ehemaliger Kunden des schwedischen Dünnbandwerkes zurückführen. Die Verarbeitungskosten der Nirosta Precision werden aufgrund der bisher noch nicht erfolgten Kapazitätsanpassung und einer veränderten Dickenstruktur im Absatz in etwa auf dem Niveau des Vorjahres liegen. Der vorstehende Ausblick der Versand- und Umsatzzahlen wird sich zwar noch im Geschäftsvolumen der Gesellschaft, jedoch nicht in der Ergebniskennzahl der Nirosta Precision als Lohnfertigungsunternehmen widerspiegeln. Diese wird vielmehr durch die vereinbarten Gewinnaufschläge wie auch die Zielerreichung der Planverarbeitungskosten beeinflusst, deren Überschreitung durch die EMEA belastet bzw. deren Unterschreitung prämiert wird. Im weiteren Sinne ist die Beurteilung von Chancen nicht losgelöst von der Beschäftigungs- und Ergebnissituation der BA Coil EMEA zu beurteilen. Im engeren Sinne ergeben sich für die Nirosta Precision als Lohnfertiger Chancen aus einer weiteren kosten- und energieeffizienteren Ausrichtung ihrer Geschäftsprozesse. Bei der Würdigung der Darstellung der zukünftigen Entwicklung ist zu berücksichtigen, dass tatsächliche Ergebnisse von den dargestellten Erwartungen abweichen können.
Krefeld, im März 2015 Jahresabschluss für das
Geschäftsjahr 2014
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| Anhang | 31.12.2013 | 31.12.2014 | |
| T€ | T€ | ||
| Anlagevermögen | |||
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 3 | 9 | 7 |
| Sachanlagen | 3 | 4.528 | 4.094 |
| 4.537 | 4.101 | ||
| Umlaufvermögen | |||
| Vorräte | 4 | 10.297 | 17.581 |
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 5 | 19.278 | 9.529 |
| Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 243 | 789 | |
| 29.818 | 27.899 | ||
| 34.355 | 32.001 | ||
| PASSIVA | |||
| Anhang | 31.12.2013 | 31.12.2014 | |
| T€ | T€ | ||
| Eigenkapital | |||
| Gezeichnetes Kapital | 6 | 1.000 | 1.000 |
| Kapitalrücklage | 5.200 | 5.200 | |
| Gewinnrücklagen | 7 | 473 | 473 |
| 6.673 | 6.673 | ||
| Rückstellungen | 8 | 14.568 | 13.192 |
| Verbindlichkeiten | 9 | 13.114 | 12.136 |
| 34.355 | 32.001 |
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2014
der Outokumpu Nirosta Precision GmbH, Krefeld
| Anhang | 2013 | 2014 | |
| T€ | T€ | ||
| Umsatzerlöse | 13 | 80.795 | 83.735 |
| Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | -1.222 | 2.057 | |
| Gesamtleistung | 79.573 | 85.792 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 14 | 3.220 | 5.108 |
| Materialaufwand | 15 | -62.401 | -67.855 |
| Personalaufwand | 16 | -14.543 | -14.309 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | -810 | -804 | |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 17 | -2.475 | -6.756 |
| Zinsergebnis | 18 | -537 | -546 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 2.027 | 630 | |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 19 | -678 | -365 |
| Jahresergebnis vor Gewinnabführungsvertrag | 1.349 | 265 | |
| Aufwendungen aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags | 22 | -1.349 | -265 |
| Jahresüberschuss | 0 | 0 |
Anhang für das Geschäftsjahr 2014
der Outokumpu Nirosta Precision GmbH
Die Outokumpu Nirosta Precision GmbH, Krefeld, ist mittelbar ein Tochterunternehmen der Outokumpu Oyj, Espoo, Finnland. Alleinige Gesellschafterin der Outokumpu Nirosta Precision GmbH ist die Outokumpu Nirosta GmbH, Krefeld. Der vorliegende Abschluss betrifft das Geschäftsjahr 2014.
Die Outokumpu Nirosta Precision GmbH wird ausschließlich in den befreienden Konzernabschluss der Outokumpu Oyj nach IFRS einbezogen, der im Bundesanzeiger veröffentlicht wird.
Zwischen der Outokumpu Nirosta Precision GmbH und der Outokumpu Nirosta GmbH besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag.
Mit Wirkung zum 1. Mai 2013 wurden die rechtlichen Verhältnisse mit Abschluss des "Framework Agreement" zur Struktur der Business Area Stainless EMEA (BA EMEA) innerhalb des Outokumpu-Konzerns (Outokumpu) neu geordnet.
Das Ziel dieser Rahmenvereinbarung ist die Bündelung einzelner Verträge zur Verlagerung der strategischen und wirtschaftlichen Kontrolle auf die Outokumpu EMEA GmbH und Outokumpu EMEA Oy. Die Verträge beinhalten insbesondere das "Sales Service Agreement". Outokumpu verfolgt hierbei die Strategie der Zentralisierung von Aufgaben. Die Outokumpu Nirosta Precision GmbH arbeitet zukünftig als Lohnfertigungsunternehmen innerhalb der BA EMEA. Aufgrund der Tatsache, dass die strategische Verantwortung bei der BA EMEA liegt, erhalten die operativen Gesellschaften eine Vergütung für die entstandenen Aufwendungen zuzüglich eines Gewinnaufschlags.
(1) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren. Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung sind in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung Posten zusammengefasst. Sie werden in diesem Anhang gesondert ausgewiesen.
Aufgrund der Darstellung der Werte in T€ können sich für vereinzelte Posten Rundungsdifferenzen u. a. zum Anlagengitter ergeben.
Die entgeltlich von Dritten erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend planmäßig linear abgeschrieben. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung pro rata temporis. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert.
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Abnutzbare Gegenstände werden planmäßig abgeschrieben. Soweit notwendig erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen.
Für planmäßige Abschreibungen werden überwiegend folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt: Betriebsvorrichtungen 10 - 25 Jahre, technische Anlagen und Maschinen 4 - 15 Jahre, andere Anlagen 3 - 25 Jahre sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 10 Jahre.
Die planmäßigen Abschreibungen des abnutzbaren beweglichen Sachanlagevermögens werden nach der linearen Methode vorgenommen. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung pro rata temporis. Geringwertige Anlagegüter, das sind Gegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis einschließlich 150 €, wurden bis zum Geschäftsjahr 2013 als Zugang erfasst und im gleichen Jahr ergebniswirksam abgeschrieben. Im Geschäftsjahr 2014 wurde die Vorgehensweise dahingehend umgestellt, dass eine direkte Erfassung im Aufwand erfolgt. Für Anlagenzugänge eines Geschäftsjahres, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten für das einzelne Anlagengut mehr als 150 €, aber nicht mehr als 1.000 € betragen, wird ein Sammelposten gebildet. Der jeweilige Sammelposten wird im Jahr der Bildung und in den folgenden vier Geschäftsjahren mit jeweils einem Fünftel ergebniswirksam aufgelöst.
Für bestimmte Werksgeräte und Reserveteile bestehen Festwerte in Höhe von 40 % der Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Reserveteile mit Einzelwerten bis einschließlich 205 € werden in den Vorräten ausgewiesen.
In den Vorräten werden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe mit den Anschaffungs- oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten bewertet. Unfertige und fertige Erzeugnisse werden mit Herstellungskosten bewertet, die neben den Material- und Fertigungseinzel-kosten auch angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen enthalten. Darüber hinaus werden in die Herstellungskosten zur Bewertung der Vorräte auch angemessene Teile der allgemeinen Verwaltungs- und Sozialkosten einbezogen. Fremdkapitalzinsen werden grundsätzlich nicht aktiviert. Ist der voraussichtliche Verkaufserlös abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten niedriger, wird dieser Wert angesetzt. Vertriebsrisiken und Risiken aus eingeschränkter Verwertbarkeit sind angemessen berücksichtigt.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nennwert angesetzt. Erkennbare Risiken sind durch entsprechende Bewertungsabschläge berücksichtigt; dem allgemeinen Ausfallrisiko wird durch Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen werden auf den Barwert abgezinst.
Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.
Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken sowie alle ungewissen Verpflichtungen. Sie wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.
Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Pensionsverpflichtungen sind nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (projected unit credit method) bewertet. Die Bewertung erfolgt auf Basis modifizierter "Richttafeln 2005 G" von Prof. Klaus Heubeck und unter Berücksichtigung einer durchschnittlichen Lohn- und Gehaltssteigerungsrate von 2,5 % (i. Vj. 2,5 %) und einer durchschnittlichen Rentensteigerungsrate von 1,5 % (i. Vj. 1,5 %).
Die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen erfolgt pauschal mit dem veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt; dabei wird der von der Deutschen Bundesbank für den 31. Oktober 2014 bekannt gegebene Zinssatz von Aon Hewitt GmbH auf den 31. Dezember 2014 prognostiziert. Hieraus ergibt sich für die Berechnung der Pensionsgutachten ein Zinssatz in Höhe von 4,54 % (im Vorjahr 4,90 %).
Für weitere Risiken oder Verpflichtungen im Personalbereich, wie beispielsweise für Restrukturierungsmaßnahmen, Altersteilzeit, Jubiläumszuwendungen, Jahressonderzahlungen und Urlaubsansprüche sowie für Absatz- und Beschaffungsrisiken werden Rückstellungen nach handelsrechtlichen Grundsätzen gebildet.
Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen), werden mit den betreffenden Verpflichtungen saldiert. Übersteigt der beizulegende Zeitwert der Vermögensgegenstände den Betrag der Schulden, erfolgt der Ausweis des übersteigenden Betrags auf der Aktivseite der Bilanz.
Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Bei Rentenverpflichtungen erfolgt der Ansatz mit dem Rentenbarwert. Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen werden nach dem Stand der jeweiligen Hauptschuld bewertet.
Latente Steuern werden beim Organträger, der Outokumpu Stainless Holding GmbH, Krefeld, berücksichtigt.
Es werden grundsätzlich derivative Finanzinstrumente eingesetzt, um Risiken aus Fremdwährungen entgegenzuwirken, die im Rahmen der laufenden Geschäftstätigkeit sowie im Rahmen von Investitions- und Finanztransaktionen entstehen können. Die Bilanzierung erfolgt nach den allgemeinen Bewertungsgrundsätzen.
(2) Währungsumrechnung
Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Fremdwährungspositionen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag unter Berücksichtigung des Realisations-, Imparitäts- und Anschaffungskostenprinzips umgerechnet. Fremdwährungspositionen mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag ohne Beachtung des Realisationsprinzips sowie des Anschaffungskostenprinzips umgerechnet.
(3) Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen
Die Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen ist im Einzelnen im nachfolgend wiedergegebenen Anlagenspiegel dargestellt.
Wesentliche Anlagenzugänge hat es im Geschäftsjahr nicht gegeben.
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | Abschreibungen | Buchwerte | ||||||
| 1.1.2014 | Zugänge | Abgänge | 31.12.2014 | Geschäftsjahr | aufgelaufen | 31.12.2013 | 31.12.2014 | |
| T€ | T€ | T€ | T€ | T€ | T€ | T€ | T€ | |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||||||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte mit Lizenzen an solchen Rechte und Werten | 65 | 1 | 0 | 66 | 4 | 59 | 9 | 7 |
| 65 | 1 | 0 | 66 | 4 | 59 | 9 | 7 | |
| II. Sachanlagen | ||||||||
| 1. Technische Anlagen und Maschinen | 11.054 | 18 | 0 | 11.072 | 534 | 10.425 | 1.163 | 647 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 7.062 | 311 | 200 | 7.173 | 266 | 3.764 | 3.365 | 3.409 |
| 3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau | 0 | 38 | 0 | 38 | 0 | 0 | 0 | 38 |
| 18.116 | 367 | 200 | 18.283 | 800 | 14.189 | 4.528 | 4.094 | |
| Gesamt | 18.181 | 368 | 200 | 18.349 | 804 | 14.248 | 4.537 | 4.101 |
(4) Vorräte
| T€ | 31.12.2013 | 31.12.2014 |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 3.474 | 8.333 |
| Unfertige Erzeugnisse | 2.596 | 4.000 |
| Fertige Erzeugnisse | 4.227 | 5.248 |
| Gesamt | 10.297 | 17.581 |
(5) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
| T€ | 31.12.2013 | 31.12.2014 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 5.539 | 2.393 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 13.522 | 6.157 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 217 | 979 |
| Gesamt | 19.278 | 9.529 |
Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen aus Forderungen aufgrund von konzerninternen Finanzierungsvorgängen mit der Outokumpu Oyj i.H.v. 4.820 T€ (i. Vj. 8.934 T€) und der Outokumpu Stainless Holding i.H.v. 0 T€ (i. Vj. 1.743 T€) sowie aus Umsatzsteuerforderungen i.H.v. 819 T€ (i. Vj. 0 T€) und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen i.H.v. 518 T€ (i. Vj. 2.845 T€).
Gegen die Gesellschafterin (Outokumpu Nirosta GmbH) bestehen Forderungen in Höhe von 1.149 T€ (i. Vj. 285 T€).
Die Outokumpu Nirosta Precision GmbH hat im Geschäftsjahr von der Möglichkeit des Forderungsverkaufs Gebrauch gemacht (siehe (10) "Sonstige finanzielle Verpflichtungen, Haftungsverhältnisse und außerbilanzielle Geschäfte").
(6) Gezeichnetes Kapital
Das gezeichnete Kapital (Stammkapital) beträgt am 31. Dezember 2014 unverändert 1.000 T€ und wird wie im Vorjahr zu 100 % von der Outokumpu Nirosta GmbH gehalten.
(7) Gewinnrücklagen
Bei den Gewinnrücklagen handelt es sich um andere Gewinnrücklagen aus der Erstanwendung der Bestimmungen des BilMoG.
(8) Rückstellungen
| T€ | 31.12.2013 | 31.12.2014 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 5.800 | 7.143 |
| Sonstige Rückstellungen | 8.768 | 6.049 |
| Gesamt | 14.568 | 13.192 |
Den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden im Geschäftsjahr 1.350 T€ (i. Vj. 521 T€) ergebniswirksam zugeführt.
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen i.H.v. 7.143 T€ wurden gem. § 246 (2) S. 2 HGB mit dem Zeitwert des Deckungsvermögens i.H.v. 44 T€ verrechnet. Das Deckungsvermögen betrifft ausschließlich Treuhandvermögen. Die fortgeführten Anschaffungskosten des Deckungsvermögens betragen 43 T€. Der aus dem Deckungsvermögen resultierende Ertrag i.H.v. weniger als 1 T€ wurde im Zinsergebnis verrechnet.
Der Gesamtertrag aus der Bewertung des Sicherungsvermögens zum beizulegenden Zeitwert beträgt unter 1 T€. Dem stehen freie Rücklagen in ausreichender Höhe gegenüber. Ein ausschüttungsgesperrter Betrag gem. § 268 Abs. 8 HGB ergibt sich somit nicht.
Sonstige Rückstellungen bestehen im Wesentlichen für Risiken aus Beschaffungs- und Absatzgeschäften sowie für Verpflichtungen aus dem Personalbereich, insbesondere für Restrukturierungsmaßnahmen, Jubiläumszuwendungen, Jahressonderzahlungen und Erfolgsbeteiligungen.
(9) Verbindlichkeiten
| T€ | 31.12.2013 | 31.12.2014 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 568 | 1.494 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 11.528 | 7.198 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 1.018 | 3.444 |
| Gesamt | 13.114 | 12.136 |
Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stammen aus konzerninternen Finanzierungsvorgängen i.H.v. 4.182 T€ (i. Vj. 1.338 T€) gegenüber der Outokumpu Oyj und i.H.v. 0 T€ (i. Vj. 6.853 T€) gegenüber der Outokumpu Stainless Holding GmbH, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen i.H.v. 2.386 T€ (i. Vj. 487 T€), Verbindlichkeiten aus Steuerumlagen i.H.v. 365 T€ (i. Vj. 726 T€), Verbindlichkeiten aus der Ergebnisabführung i.H.v. 265 T€ (i. Vj. 1.301 T€) sowie Umsatzsteuerverbindlichkeiten i.H.v. 0 T€ (i. Vj. 823 T€).
Von den genannten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen 2.842 T€ (i. Vj. 3.093 T€) gegenüber der Gesellschafterin.
Die Verbindlichkeiten aus dem Finanzverkehr werden mit dem im Outokumpu-Konzern geltenden Tagesgeldzinssatz abgerechnet.
Von den sonstigen Verbindlichkeiten entfallen 287 T€ (i. Vj. 272 T€) auf Steuern. Weitere 2 T€ (i. Vj. 1 T€) betreffen die soziale Sicherheit.
(10) Sonstige finanzielle Verpflichtungen, Haftungsverhältnisse und außerbilanzielle Geschäfte
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen werden in den folgenden Geschäftsjahren fällig:
| T€ | Gesamt | davon gegenüber verbundenen Unternehmen |
| 2015 | 1.181 | 1.181 |
| 2016 | 327 | 327 |
| 2017 | 42 | 42 |
| 2018 | 42 | 42 |
| 2019 | 42 | 42 |
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bis 2015 beinhalten im Wesentlichen einen beidseitig kündbaren Dienstleistungsvertrag mit der Muttergesellschaft.
Das Bestellobligo für Investitionsvorhaben hält sich im geschäftsüblichen Rahmen.
Im Rahmen der Re-Finanzierung der Outokumpu-Gruppe hat die Outokumpu Oyj als Obergesellschaft des Konzerns zum 28.02.2014 eine neue EUR 500-Millionen-Kreditlinie erhalten sowie eine existierende EUR 900-Millionen-Kreditlinie verlängern können. Durch die Ausgabe eines Bonds durch die Outokumpu Oyj im September 2014 i.H.v. EUR 250 Millionen konnte die neue Kreditlinie in entsprechendem Umfang zurückgeführt werden. Im Zuge der Stellung von Sicherheiten sind Gesellschaften der Outokumpu-Gruppe, so auch die Outokumpu Nirosta Precision GmbH, dem sog. Intercreditor-Agreement beigetreten, welches die Rechte und Pflichte der jeweiligen Sicherheitengeber als gruppeninterner Schuldner und Darlehensgeber regelt. Die Gesellschaft geht davon aus, dass die der gesamtschuldnerischen Haftung zugrunde liegenden Verpflichtungen vom Hauptschuldner erfüllt werden können und schätzt daher das Risiko einer Inanspruchnahme als nicht wahrscheinlich ein.
Außerbilanzielle Geschäfte resultieren aus dem Verkauf von Forderungen zu Finanzierungszwecken und zur Liquiditätssteigerung. Auf Basis des Vertrages erhält die Gesellschaft den Nominalwert der Forderungen abzüglich vereinbarter Abschläge für mögliche Boni- und Rabattkürzungen sowie Transaktionskosten und eine angemessene Ausfallreserve. Signifikante Risiken für die Finanzlage der Gesellschaft bestehen nicht.
(11) Derivative Finanzinstrumente
Zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken schließt die Gesellschaft Devisentermingeschäfte ab und zur Absicherung von Rohstoffmarktpreisrisiken werden Warentermingeschäfte eingesetzt. Ziel des Einsatzes von derivativen Finanzinstrumenten ist, in Bezug auf Ergebnis und Zahlungsmittelflüsse die Fluktuationen zu reduzieren, die sich aus Veränderungen von Wechselkursen und Marktpreisen ergeben. Ihr Einsatz erfolgt nach klar definierten Vorgaben und unterliegt strengen Kontrollen.
Das Nominalvolumen der zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken abgeschlossenen derivativen Termingeschäfte beläuft sich zum 31. Dezember 2014 auf 8.816 T€ (i. Vj. 8.596 T€) bei negativen beizulegenden Zeitwerten von 110 T€ (davon positive i.H.v. 6 T€ und negative Zeitwerte i.H.v. 116 T€). Das Nominalvolumen der zur Absicherung von Rohstoffmarktpreisrisiken beträgt 1.605 T€ bei einem positiven beizulegenden Zeitwert von 164 T€.
Die beizulegenden Zeitwerte werden mit marktüblichen Bewertungsmethoden unter Berücksichtigung der am Bewertungsstichtag vorliegenden Marktdaten (Marktwerte) ermittelt. Die Devisenkontrakte werden einzeln auf Basis des Austauschbetrages mit den aktuellen Marktterminkursen im Vergleich zu den vereinbarten Termin- bzw. Kontraktkursen bewertet. Die Marktterminkurse richten sich nach den Kassakursen unter Berücksichtigung von Terminauf- oder -abschlägen.
(12) Fremdwährungssicherung
Für die Fremdwährungsrisiken wurde mangels der Bildung von Bewertungseinheiten eine Drohverlustrückstellung i.H.v. 120 T€ gebildet, die bei Bildung von Bewertungseinheiten nicht entstanden wäre.
(13) Umsatzerlöse
Umsatzerlöse nach Bereichen
| T€ | 2013 | 2014 |
| Präzisionsband | 75.115 | 78.097 |
| Sonstige Umsätze | 5.680 | 5.638 |
| Gesamt | 80.795 | 83.735 |
| Umsatzerlöse nach Absatzgebieten | ||
| T€ | 2013 | 2014 |
| Deutschland | 55.491 | 54.814 |
| EU-Länder | 22.194 | 24.005 |
| Übrige Regionen | 3.110 | 4.916 |
| Gesamt | 80.795 | 83.735 |
(14) Sonstige betriebliche Erträge
Dieser Posten enthält periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen i.H.v. 4.524 T€ (i. Vj. 829 T€), Kursgewinne i.H.v. 425 T€ (i. Vj. 484 T€) sowie die vertraglich vereinbarte Kompensation für Dienstleistungen sowie eine damit verbundene Abrechnung mit der Outokumpu EMEA GmbH i.H.v. 0 T€ (i. Vj. 1.896 T€).
Die Erträge aus Währungsumrechnung betragen 378 T€ (i. Vj. 164 T€).
(15) Materialaufwand
| T€ | 2013 | 2014 |
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | 59.643 | 64.827 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 2.758 | 3.028 |
| Gesamt | 62.401 | 67.855 |
(16) Personalaufwand
| T€ | 2013 | 2014 |
| Löhne und Gehälter | 12.198 | 11.048 |
| Soziale Abgaben | 2.084 | 2.189 |
| Aufwendungen für Altersversorgung | 261 | 1.072 |
| Gesamt | 14.543 | 14.309 |
Mitarbeiter
| Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer | 2013 | 2014 |
| Arbeiter | 156 | 154 |
| Angestellte | 49 | 51 |
| Auszubildende | 10 | 8 |
| Gesamt | 215 | 213 |
(17) Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen insbesondere Verwaltungskosten in Höhe von 4.389 T€ (i. Vj. 794 T€), Vertriebskosten in Höhe von 712 T€ (i. Vj. 854 T€), Kursverluste in Höhe von 832 T€ (i. Vj. 290 T€) sowie Aufwendungen für die Datenverarbeitung in Höhe von 510 T€ (i. Vj. 491 T€). Von den Verwaltungskosten entfallen 3.551 T€ (i. Vj. 0 T€) auf die Abrechnung mit der Outokumpu EMEA GmbH im Rahmen des Framework Agreements.
Die Aufwendungen aus Währungsumrechnung betragen 450 T€ (i. Vj. 261 T€). Ferner enthält dieser Posten sonstige Steuern in Höhe von 24 T€ (i. Vj. 29 T€).
(18) Zinsergebnis
| T€ | 2013 | 2014 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 17 | 8 |
| (davon aus verbundenen Unternehmen) | (4) | (5) |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 554 | 554 |
| (davon an verbundene Unternehmen) | (137) | (110) |
| Gesamt | -537 | 546 |
Aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen sind Aufwendungen in Höhe von 380 T€ (i. Vj. 416 T€) in den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten.
(19) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Als Steuern vom Einkommen und vom Ertrag werden Körperschafts- und Gewerbesteuerumlagen ausgewiesen. Diese beliefen sich gegenüber der Muttergesellschaft Nirosta auf 365 T€ (i. Vj. 678 T€).
(20) Gesamthonorar der Abschlussprüfer
Das vom Abschlussprüfer der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2014 berechnete Gesamthonorar beträgt 40 T€ für Abschlussprüfungsleistungen.
(21) Mitglieder der Geschäftsführung
|
Dipl.-Ing. Mathias Bärwolf,
Bochum
|
|
|
Jörg Müller, Krefeld
(bis 30.04.2014)
|
Hinsichtlich der Angabe der Geschäftsführerbezüge wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht, da einer der im Geschäftsjahr tätigen Geschäftsführer seine Vergütung von der Muttergesellschaft erhielt.
(22) Vertragliche Ergebnisabführung
Aufgrund des am 17. September 2003 abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages wurde der Gewinn der Gesellschaft in Höhe von 265 T€ an die Outokumpu Nirosta GmbH abgeführt (i. Vj. 1.349 T€).
(23) Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen
Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhält die Gesellschaft Geschäftsbeziehungen zu zahlreichen Unternehmen, die als nahe stehende Unternehmen gelten. Gemäß § 285 Nr. 21 HGB sind Geschäfte mit und zwischen mittel- oder unmittelbar in 100-prozentigem Anteilsbesitz stehenden, in einen Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen von der Angabepflicht ausgenommen. Mit nahe stehenden Unternehmen und Personen wurden keine wesentlichen nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommenen Geschäfte getätigt.
Krefeld, den 18.03.2015
Outokumpu Nirosta Precision GmbH
Die Geschäftsführung
Bärwalf
Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am 26.05.2015.
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Outokumpu Nirosta Precision GmbH, Krefeld, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Düsseldorf, den 18. März 2015
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Düpjohann, Wirtschaftsprüfer
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