WH Logistik GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Helge Bruns seit 21.8.2025 | Geschäftsführer |
Boris Scholz seit 7.6.2023 | Geschäftsführer |
Oliver Hüttermann seit 6.5.2020 | Prokura |
Michael Helming seit 6.5.2020 | Prokura |
Frank Sievers seit 1.4.2015 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
FIEGE Parcel&More GmbHGrevenJahresabschluss zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023A. Grundlagen der GesellschaftA.1. Geschäftsmodell Die FIEGE Parcel&More GmbH wurde 2015 gegründet. Seitdem ist sie kontinuierlich gewachsen. Der Sitz der Gesellschaft ist Greven. Die Gesellschaft ist in die Konzern- und Organisationsstruktur der Fiege-Gruppe in Greven eingebunden. Sie ist ein Tochterunternehmen der Fiege Logistik Stiftung & Co. KG, Greven, und wird in die Konzernabschlüsse der Fiege Logistik Holding Stiftung & Co. KG, Greven (größter Konsolidierungskreis), und der Fiege SE, Greven (kleinster Konsolidierungskreis), einbezogen. Administrative Aufgaben der Gesellschaft werden zum Teil von der Muttergesellschaft übernommen. Die Geschäftstätigkeit der FIEGE Parcel&More GmbH erstreckt sich auf die Durchführung von gewerblichen Dienstleistungen, insbesondere KEP-Dienstleistungen. Das bedeutet, dass die Gesellschaft die Dienstleistungen (im Wesentlichen Warentransporte) für ihre Kunden organisiert und vermittelt. Für die Warentransporte werden z.B. externe Dienstleister beauftragt und die Kosten an die Kunden weiterbelastet. Im Jahr 2015 wurde zwischen der Fiege Logistik Stiftung & Co. KG als Verpächterin und der FIEGE Parcel&More GmbH ein Betriebspachtvertrag geschlossen. Des Weiteren besteht zwischen der Fiege Logistik Stiftung & Co. KG (Organträger) und FIEGE Parcel&More GmbH (Organgesellschaft) ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag sowie ein Organschaftsvertrag. B. Wirtschaftsbericht B.1. Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche Die Weltwirtschaft ist im Jahr 2023 weiterhin von den Herausforderungen der letzten Jahre geprägt und erholt sich nur langsam von den Folgen der Pandemie, dem Ukraine-Krieg und der hohen Inflation. Trotz der kriegsbedingten Störungen auf den Energie- und Lebensmittelmärkten und der Verschärfung der weltweiten monetären Bedingungen zur Bekämpfung der hohen Inflation hat sich die Weltwirtschaft zwar verlangsamt, ist aber nicht zum Stillstand gekommen. Die globale Wirtschaftstätigkeit hat die letzten Jahre ihren Tiefpunkt erreicht. Die Volkswirtschaften sind mit steigenden Preisen für Energie und Rohstoffe konfrontiert gewesen, was den Inflationsdruck weiter erhöht hat. [1] Im Verlauf des Jahres 2023 haben sich die negativen Einflüsse abgeschwächt, was zu einer Stabilisierung der globalen Wirtschaft geführt hat. Die Rohstoffpreise, insbesondere für Energie, sind deutlich gesunken, was zu einer Senkung der Inflation geführt hat. Dies wiederum hat zu einem Anstieg der Reallöhne und zu einer Reduzierung von Lieferengpässen geführt, die zuvor die wirtschaftliche Aktivität beeinträchtigt hatten. [2] Die Zentralbanken der Industrieländer haben die Zinssätze im Jahr 2022 und 2023 zunächst stark erhöht, zum letzten Quartal des Jahres 2023 wurden keine weiteren Erhöhungen vorgenommen. Eine vollständige Erholung in Richtung der vor Pandemie Zeit, scheint insbesondere in den Schwellen- und Entwicklungsländern noch weiter entfernt zu sein. Zentralbanken der Industrieländer sind bemüht, eine ausgewogene Geldpolitik zu schaffen, um sowohl die Preisstabilität als auch das Wirtschaftswachstum sicherzustellen. [3] Die Inflation hat sich hartnäckig gehalten, geht aber allmählich deutlich zurück. Die Inflationsrate weltweit liegt 2023 bei 6,88 %. [4] Im ersten Quartal des Jahres hatte die Weltwirtschaft deutlich an Fahrt aufgenommen, die globale Produktion war mit einer Erhöhung von 0,8 % auf dem höchsten Stand seit 2021. Im zweiten Quartal verlor sie wieder etwas an Schwung. Sowohl die Produktion in den Industrieländern als auch in den Schwellenländern nahm leicht ab. [5] Wie auch in den letzten Jahren sind insbesondere das verarbeitende Gewerbe, der internationale Warenhandel und die Rohstoffpreise erheblichen negativen Einflüssen ausgesetzt. Sowohl das verarbeitende Gewerbe als auch die Dienstleistungsbranche leiden unter der schwachen Nachfrage. [6] Die weltweite Produktion zeichnet zu Jahresbeginn 2023 einen Anstieg ab, verliert aber im Laufe des Jahres an Schwung. Das Wachstum liegt bei 3,1 % und mit 0,1 Prozentpunkten knapp unter dem Wert des Jahres 2022, jedoch über dem im Frühjahr prognostizierten Wert. [7] Trotz dieser positiven Entwicklung ergeben sich weiterhin globale Unsicherheiten in Bezug auf Handelskonflikte und geopolitische Spannungen. Zudem belasten die angespannten globalen Finanzbedingungen und die niedrige Nachfrage das Wachstum sowohl in den Schwellen- als auch in den Entwicklungsländern. [8] Insgesamt zeigt die wirtschaftliche Lage im Jahr 2023 eine umsichtige Politik, die auf die Bewältigung von Herausforderungen der letzten Jahre und gleichzeitig auf ein nachhaltiges und ausgewogenes Wirtschaftswachstum abzielte. [9] Im Euroraum spiegelt sich die globale wirtschaftliche Situation wider, die von einer allmählichen Erholung und einer gewissen Stabilisierung geprägt ist. Wie in anderen Teilen der Welt hatte der Euroraum mit den Herausforderungen der Pandemie, geopolitischen Spannungen und einer anhaltenden Inflationsdynamik zu kämpfen. Im zweiten Halbjahr 2023 verzeichnete die Wirtschaft des Euroraums einen Rückgang. Diese Entwicklung wurde durch eine verringerte Nachfrage aus dem Ausland und verschärfte Finanzierungsbedingungen verstärkt. Zwar gibt es Anzeichen für eine moderate Erholung, die jedoch von einer Reihe von Faktoren gedämpft wird. Die Rückkehr zu Wachstumsniveaus vor der Pandemie verläuft langsam, da die Region weiterhin mit den Auswirkungen von Preisvolatilität, einer gedämpften Nachfrage und geopolitischen Unsicherheiten konfrontiert ist. Die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) hat eine wichtige Rolle gespielt, um die Stabilität zu gewährleisten und das Wirtschaftswachstum zu unterstützen. Die Zinserhöhungen haben dazu beigetragen, die Inflation einzudämmen, haben aber auch die wirtschaftliche Aktivität vorübergehend gedämpft. [10] Die gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen sind ein wichtiger Bezugspunkt für die mittelfristigen Wachstumspotenziale der Kernmärkte von FIEGE, da die Kontraktlogistik stark mit dem gesamtwirtschaftlichen Wachstum verbunden ist. [11] Dem globalen Kontraktlogistikmarkt wird in den nächsten 5 Jahren (2022-2027) ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 4,1 % prognostiziert. Für das Jahr 2023 wird ein Wachstum von 3,8 % erwartet. Starker Treiber der Entwicklung ist der asiatisch-pazifische Markt, der sich in den letzten Jahren erholen konnte. Im Jahr 2023 erreicht der asiatisch-pazifische Kontraktlogistikmarkt ein Wachstum von 7,8 %, die Prognose für die nächsten 5 Jahre liegt bei durchschnittlich 6,9 %. Die Dynamik Asiens wird in erster Linie von der Erholung in China getragen. Der europäische Kontraktlogistikmarkt wird sich voraussichtlich leicht abschwächen und liegt laut Prognosen im Jahr 2023 bei 0,6 %. Für den Zeitraum 2022-2027 wird ein durchschnittliches Wachstum von 1,9 % erwartet. [12] In den letzten Jahren war das rasante Wachstum des E-Commerce-Sektors ein bedeutender Faktor für das Wachstumspotenzial im europäischen Kontraktlogistikmarkt. Seit dem Jahr 2022 ist ein Rückgang der E-Commerce-Geschäfte zu sehen. Der Anstieg, den der E-Commerce während der Pandemie und den damit einhergehenden Schließungen erlebte, hat mittlerweile nachgelassen. Die Bedeutung des Onlinehandels im Kontraktlogistikbereich nimmt jedoch nicht ab. Zwar zeigen die aktuellen, konjunkturbedingten Einflüsse Einbußen in den Umsätzen des E-Commerce Bereiches, jedoch zeigen die Prognosen, dass dieser Sektor auch in Zukunft eine wesentliche treibende Kraft sein wird. [13] B.2. Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr 2023 war wie auch im Geschäftsjahr 2022 im Wesentlichen geprägt durch die Folgen des Kriegs in der Ukraine sowie dessen Auswirkungen auf die Weltwirtschaft und die deutsche Wirtschaftslage. Die hohen Energiekosten haben sich besonders im Transportsektor und in den Produktionskosten der Kunden bemerkbar gemacht. Die daraus folgende hohe Inflation hat sich im Jahr 2023 auch spürbar auf das Konsumverhalten und somit auf die Gesamtauftragsmenge ausgewirkt. Die Geschäfte der FIEGE Parcel&More GmbH wurden von diesen Entwicklungen stark beeinflusst. Das Bestandsgeschäft schrumpfte im Jahr 2023 merklich, da die Kunden der FIEGE Parcel&More GmbH sowohl mit Lieferschwierigkeiten als auch mit nachlassender Nachfrage zu kämpfen hatten. Darüber hinaus ist das Bestandsgeschäftes durch Insolvenzen sowie durch den Verlust eines Teilbereichs eines Großkunden stark geschrumpft. Durch Neukundenakquise konnte diese Minderung aufgeholt, aber nicht ausgeglichen werden, sodass es der FIEGE Parcel&More GmbH nicht gelang, den Umsatz gegenüber dem Vorjahr zu steigern. Vielmehr schrumpften der Umsatz und die Erlössituation um ca. 4,3 %. Die FIEGE Parcel&More GmbH beauftragt für die an die Kunden weiterbelasteten Speditionsleistungen externe Partner (Paketcarrier). Deren erhöhte Energie- und Transportkosten konnten aufgrund vertraglicher Gestaltungen an die Kunden der FIEGE Parcel&More GmbH weitergegeben werden. Die in den Vorjahren begonnene Umsetzung der strategischen Weiterentwicklung des Geschäftsfeldes wurde im Jahr 2023 weiter vorangetrieben. Der Fokus liegt auf der Erweiterung der angebotenen Services und einer stärkeren Internationalisierung des Geschäftes. So wurden Vereinbarungen mit weiteren neuen lokalen Paketcarriern in den jeweiligen EU-Ländern geschlossen. Die Transporte zu den lokalen Paketcarriern werden durch die FIEGE Parcel&More GmbH organisiert, um eine möglichst hohe Auslastung der LKWs zu gewährleisten. Durch die Optimierung der Auslastung dieser Transporte, erwarten wir in den nächsten Jahren eine Verbesserung der Speditionsrendite. Eine weitere Entwicklung unserer Strategie ist der Auf- und Ausbau von IT-gestützten Systemen zur Auswertung der Sendungsstrukturen und höheren Prognosefähigkeit für die Kundschaft als zusätzlich anzubietende Dienstleistung ("Software-as-a-service"). Um die Umsetzung der Firmenstrategie zu unterstützen und verstärkt zu verfolgen hat die FIEGE Parcel&More GmbH im Jahr 2023 weiter hohe Ausgaben in den Ausbau von IT-Lösungen getätigt, welche sich ebenfalls auf das operative Ergebnis auswirkten. Aufgrund des höheren Anteils der Gesellschaft an den konzerninternen Kosten (Verteilungsschlüssel sind i. W. die Umsatzerlöse) und unerwartet hoher Wertberichtigungen von Forderungen (i. W. gegen ein verbundenes Unternehmen) liegt das erwirtschaftete Jahresergebnis (vor Ergebnisabführung) deutlich unter dem des Vorjahres. Unsere Umsatzprognose für 2023 von 110 Mio.€ haben wir um ca. 20,6 % verfehlt. Die Rückgänge bei den Bestandsgeschäften sind - wie bereits erwähnt - aufgrund der sehr schwierigen wirtschaftlichen Gesamtlage, Insolvenzen und Kundenverluste stärker ausgefallen als erwartet. Zudem konnte die Neugeschäftsgewinnung nicht in dem prognostizierten Umfang umgesetzt werden. Somit ist die Kompensation dieser Entwicklungen weitestgehend ausgeblieben. Die Overheadkosten sind im Geschäftsjahr 2023 bedingt durch höhere Umlagen aus dem Geschäftsbesorgungsvertrag mit der Fiege Logistik Holding Stiftung & Co. KG sowie aus dem Dienstleistungsvertrag (i. W. Dienstleistungen im IT-Bereich) mit der Fiege Logistik Stiftung & Co. KG stark angestiegen. Im Geschäftsjahr ergaben sich zudem höhere Personalkosten, da die Zahl der Mitarbeiter ebenfalls gestiegen ist. Aufgrund des Umsatzverlustes, Wertberichtigung von Forderungen gegenüber eines Fiege Joint-Ventures und der ebenfalls gestiegenen Overheadkosten konnte der prognostizierte EBIT von 3 Mio.€ nicht erreicht werden. Für das Jahr 2024 sind wir aufgrund der Verstärkung im Bereich der Kundenakquise, der Weiterentwicklung unserer neuen Strategie sowie der Erweiterungen unserer Services optimistisch, dass wir unsere ambitionierten Ziele der Neukundengewinnung erreichen können. Die Geschäftsentwicklung ist als schwierig zu bewerten. B.3. Lage der Gesellschaft B.3.1. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren Im Vergleich zum Vorjahr ergeben sich folgende finanzielle Leistungsindikatoren:
Aufgrund des negativen Ergebnisses ist eine Berechnung dieser Kennzahlen im Geschäftsjahr 2023 nicht sinnvoll möglich. Zur Beurteilung der Finanzlage wurde die nachstehende Kapitalflussrechnung auf der Grundlage des Finanzmittelfonds (= kurzfristig verfügbare liquide Mittel abzüglich jederzeit fälliger Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie anderer kurzfristiger Kreditaufnahmen, die zur Disposition der liquiden Mittel gehören) erstellt.
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds:
Im Jahr 2023 waren im Mittel 28 Mitarbeiter im Unternehmen beschäftigt, im Geschäftsjahr 2022 waren es 25. C. Ertragslage Die Umsatzerlöse betreffen im Wesentlichen Speditionserlöse. Sie liegen mit 87.341 T€ um 3.948 T€ (4,3 %) unter dem Vorjahresniveau. Der Materialaufwand beinhaltet im Wesentlichen Speditionskosten. Er ging entsprechend den Umsatzerlösen um 4.629 T€ (5,5 %) auf 80.068 T€ zurück. Aufgrund guter Preisverhandlungen konnte der Rohertrag von 6.584 T€ (7,2 %) auf 7.265 T€ (8,3 %) verbessert werden. Die Personalkosten stiegen vornehmlich aufgrund der gestiegenen Mitarbeiterzahl von 1.688 T€ um 429 T€ auf 2.117 T€. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 7.512 T€ (Vorjahr 3.850 T€) setzen sich wie folgt zusammen:
Die wesentlichen Kostensteigerungen liegen im Bereich der Betriebskosten bei den EDV-Kosten, welche hauptsächlich für die Umsetzung der neuen Strategien und der voranschreitenden Digitalisierung erforderlich sind. Bei den Verwaltungskosten erhöhten sich vornehmlich die Umlagen innerhalb der Fiege-Gruppe. Der deutlichste Anstieg ist bei den übrigen betrieblichen Aufwendungen zu verzeichnen. Diese Aufwendungen beinhalten fast ausschließlich die bereits erwähnten Wertberichtigungen gegenüber Kunden. Insgesamt ist der Betriebsaufwand um 73,9 % von 5.540 T€ auf 9.633 T€ gestiegen. Trotz des verbesserten Rohertrages ergibt sich, bedingt durch die Wertberichtigungen, ein Jahresfehlbetrag (vor Verlustübernahme) von -1.404 T€; im Vorjahr ergab sich ein Jahresüberschuss von 1.586 T€. D. Finanzlage D.1. Finanzmanagement Das Finanzmanagement der Fiege-Gruppe wird zentral durch die Fiege Logistik Holding Stiftung & Co. KG, Greven, gesteuert. Sie übernimmt die Aufgabe, für die Gesellschaften der Fiege-Gruppe eine stets ausreichende Deckung des Finanzbedarfs sicherzustellen. Die erforderlichen Informationen werden durch eine alle relevanten Gesellschaften erfassende, monatlich aktualisierte Liquiditätsplanung mit einem Planungshorizont von sechs Monaten sowie eine mehrjährige Finanzplanung erhoben. Die Liquiditätsbewegungen werden täglich überwacht. Die Gesellschaft hat mit ihrer Gesellschafterin, der Fiege Logistik Stiftung & Co. KG einen Poolingvertrag abgeschlossen. Die Gesellschaft finanziert sich somit aus dem eigenen Cashflow und über konzernverbundene Firmen. D.2. Kapitalstruktur Das Eigenkapital der FIEGE Parcel&More GmbH beträgt zum Bilanzstichtag 25 T€ und hat sich gegenüber dem Geschäftsjahr 2022 nicht verändert. Durch die erhöhte Bilanzsumme ist die Eigenkapitalquote von 0,2 % auf 0,1 % zurückgegangen. Die Rückstellungen haben sich insgesamt um 614 T€ auf 966 T€ vermindert. Die größten Posten beinhalten Rückstellungen für Speditionskosten 387 T€ (Vorjahr 1.126 T€), Rückstellungen für sonstige Kosten 146 T€ (Vorjahr 54 T€), Rückstellungen für Tantiemezahlungen 154 T€ (Vorjahr 151 T€) und Rückstellungen für Transportschäden 65 T€ (Vorjahr 52 T€). Die Verbindlichkeiten (inkl. erhaltener Anzahlungen) sind zum Bilanzstichtag gegenüber dem Vorjahr insgesamt um 6.109 T€ gestiegen. Im Ergebnis ergibt sich eine Fremdkapitalquote von 99,8 % gegenüber 99,7 % im Vorjahr. D.3. Investitionen Im Geschäftsjahr 2023 wurden Investitionen in Höhe von 3 T€ für Büroausstattung getätigt. D.4. Liquidität Der Liquiditätsgrad ist definiert als Differenz zwischen den kurzfristig realisierbaren Vermögenswerten und den kurzfristig fälligen Schuldposten.
Die Liquidität I. Grades (Teile des Umlaufvermögens abzüglich kurzfristiger Verbindlichkeiten) beträgt im aktuellen Jahr -8.023 T€ (Vorjahr: -1.090 T€). Die Liquidität II. Grades beträgt im aktuellen Jahr 24 T€ (Vorjahr: 24 T€). Aufgrund der angespannten allgemeinen wirtschaftlichen Lage wurden den Kunden kürzere Zahlungsziele gesetzt. Zudem wurde vermehrt mit Vorkasse (Anzahlungen) abgerechnet. Dadurch haben sich insbesondere die Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenläufig entwickelt. Dies spiegelt sich im Anstieg der Cash-Pooling- und Gesellschafterforderungen wider. Die Gesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. E. Vermögenslage Wesentliche Posten auf der Aktivseite der Bilanz sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit 6.914 T€ (10.113 T€) sowie die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (inkl. Forderungen gegen Gesellschafter) mit 9.957 T€ (1.559 T€). Auf der Passivseite sind die größten Posten die Rückstellungen mit 966 T€ (1.580 T€), die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit 15.664 T€ (8.709 T€) sowie die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen mit 495 T€ (684 T€). Das Anlagevermögen ist durch Eigenkapital gedeckt. Die Bilanzsumme beträgt 17.545 T€ (12.050 T€). Ursächlich für die Steigerung waren im Wesentlichen der Anstieg der Forderungen und der Verbindlichkeiten aus Lieferungen. Die Verbindlichkeiten haben eine Fristigkeit von weniger als einem Jahr. F. Prognose-, Chancen- und RisikoberichtF.1. Risikomanagementsystem Die Berichtsgesellschaft ist an das Fiege Group Risikomanagement System angebunden. Die Meldung der Risiken erfolgt quartalsweise von den Niederlassungen beziehungsweise Standorten und wird vom zentralen Risikomanagement analysiert und zu einem Gruppenbericht zusammengefasst, der dem Vorstand zur Verfügung gestellt wird. Die verantwortlichen Niederlassungs- beziehungsweise Standortleiter haben zunächst die Risiken zu identifizieren und einer Risikorelevanzklasse zuzuordnen. Danach sind die Eintrittswahrscheinlichkeit und die Auswirkung auf das Ergebnis abzuschätzen sowie Gegenmaßnahmen vorzuschlagen und so weit wie möglich einzuleiten. Im standardisierten Risikobericht werden diese Einschätzungen und Maßnahmen an das zentrale Risikomanagement berichtet. Wesentliche Risiken sind ad hoc von den verantwortlichen Managern direkt an den Vorstand und das zentrale Risikomanagement zu melden. Das Risikomanagementsystem wird in regelmäßigen Abständen von der Internen Revision geprüft. F.2. Risikobericht Die politische Lage in Russland und der Ukraine bietet weiterhin Grund zur Besorgnis. Die seit Ende Februar 2022 andauernden kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ukraine haben zwar bisher keine direkten Auswirkungen auf die Gesellschaft, sie sind bei einem Andauern des Krieges jedoch möglich. So können Einschränkungen in der Produktion unserer Kunden, welche deren Lieferfähigkeit negativ beeinflussen, Auswirkungen auf unsere Versandmengen haben. Die indirekten Auswirkungen des Ukraine-Krieges sind bereits spürbar aber nicht vollumfänglich absehbar. So beeinflussen z.B. die gestiegenen Energiepreise spürbar den Einkaufpreis von Frachtkapazitäten. Wie im letzten Jahr kommt es weiterhin zu zusätzlichen Aufschlägen, deren Entwicklung sich aktuell nicht vorhersagen lässt. Die FIEGE Parcel&More GmbH ist aktuell in der Lage, diese Aufschläge auch an die Kunden weiterzugeben. Dennoch bleibt hier ein Restrisiko, da durch die gestiegenen Kosten für die Kunden das Geschäftsumfeld schwieriger wird und hier höhere Preise aufgrund der immer noch hohen Inflation nicht überall an die Endkunden weitergegeben werden können. Mit einer negativen Änderung im Konsumverhalten ist zudem auf Grund der gestiegenen Inflation zu rechnen. Dies hätte auch Auswirkungen auf das angenommene Umsatzwachstum von 3,7 %. Der gute Branchenmix in unserer Kundenlandschaft reduziert das Risiko. Weiterhin besteht das Risiko, dass es durch die gestiegenen Kosten - vor allem im Energiebereich - zu Insolvenzen bei den Kunden der FIEGE Parcel&More GmbH kommen kann. Dies hätte ebenfalls Auswirkungen auf das angenommene Umsatzwachstum. Zudem erhöht sich dadurch das Risiko von Forderungsausfällen. Für die nicht wertberichtigten Forderungen gegenüber der heyconnect GmbH hat die Fiege SE eine Einstandsverpflichtungserklärung erteilt. Im Bereich IT besteht aktuell eine Abhängigkeit von unserem IT-Dienstleister im Bereich "Abrechnung". Der Support hat sich hier deutlich verbessert und es werden aktuell Maßnahmen getroffen, um die Abhängigkeit zu verringern, z.B. indem unsere Mitarbeiter deutlich mehr Tätigkeiten in Eigenverantwortung durchführen können. F.3. Chancenbericht Die Jahresmengen im Geschäftsbereich der FIEGE Parcel&More GmbH werden aufgrund der Betrachtung von Vorjahresmengen und der jeweiligen Prognosen der Kunden geplant. Diese Jahresmengen stehen im kausalen Zusammenhang zu etwaigen konjunkturellen Veränderungen im Euroraum und können sich somit sowohl positiv als auch negativ umsatzseitig auf unsere Unternehmung auswirken. Grundsätzlich steht die Kundenbindung durch besonderen Customer Care Service, intensive Key-Account-Betreuung, der Erweiterung der Leistungsangebote (z.B. Internationalisierung und maßgeschneiderte Multi Carrier Versandlösungen) sowie der Ausbau unserer IT-Produkte (SaaS) im Vordergrund. Hieraus rechnen wir uns besondere Chancen aus, dem Preisdruck Stand zu halten und im umkämpften Marktumfeld bestehen zu können. Durch die Bündelung der internationalen Paketmengen auf direkte Linienverkehre in andere europäische Länder erhofft sich die Gesellschaft weitere Synergieeffekte und deutliche Produktivitätssteigerungen. Dies trägt auch zur Einsparung von CO 2 -Emissionen während der gesamten Transportkette bei. Durch diese Maßnahmen stärken wir unsere Position gegenüber dem Wettbewerb. F.4. Prognosebericht Für das Jahr 2024 schaut die Geschäftsführung optimistisch in die Zukunft. Die im Q4/2023 erfolgreich durchgeführten Preisverhandlungen auf Carrier- und Kundenseite stellen die FIEGE Parcel&More GmbH gut auf, so dass Kundenverluste zunächst abgewendet werden konnten. Durch Ausweitung unserer Produktpalette sollen die Kundenbindung intensiviert und Neugeschäfte integriert werden. Der Fokus liegt aktuell auf der Internationalisierung des KEP-Geschäftes. Diverse Neugeschäfte starteten bereits im Jahr 2023, so dass wir von einer Umsatzerhöhung zu 2023 in diesem Bereich ausgehen. Im aktuellen Forecast für das Jahr 2024 wurden diverser Entwicklungen (Insolvenzen von Kunden, Mengenreduzierung, Verzögerungen in der Neukundenanbindung) bereits berücksichtigt, so dass im Ergebnis mit Umsatzerlösen in Höhe von 91 Mio.€ gerechnet wird; dies entspricht einem Anstieg von 3,7 % im Vergleich zu 2023. Durch die prognostizierte Umsatzerhöhung wird sich auch der Materialaufwand in ähnlichem Maße erhöhen. Zudem gehen wir davon aus, dass die im Geschäftsjahr 2024 durchgeführte Neuorganisation der Mitarbeiterressourcen im Konzern und Änderungen bei der Verteilung der Overheadkosten insgesamt zu einer Kostensenkung im Bereich der Personalkosten und der sonstigen betrieblichen Kosten führt. Im Ergebnis rechnen wir für das Jahr 2024 mit einem positiven EBIT in Höhe von 2,2 Mio.€. Einfluss auf das Ergebnis kann die weitere konjunkturelle Entwicklung sowie die weltwirtschaftliche Lage haben. Das Risiko von Kundenverlusten durch Wettbewerb oder Insolvenzen, Mengenrückgängen sowie einem verstärkten Preisdruck im Zuge einer weiteren Intensivierung des Wettbewerbes kann das Ergebnis ebenfalls beeinflussen. Aufgrund des breit gefächerten Branchenmix bei den Bestandskunden wird dieses Risiko eher niedrig eingeschätzt. G. Zweigniederlassungsbericht Im Handelsregister ist eine Zweigniederlassung in 28195 Bremen, Stavendamm 22, eingetragen.
Greven, den 10.04.2024 Felix Hettlage Boris Scholz [1] Vgl. Weltbank (2023): Global Economic Prospect, S. 3; EZB (2023): Wirtschaftsbericht 07, S.8. [2] Vgl. IfW Kiel (2023): Kieler Konjunkturbericht, Nr. 109, S. 6. [3] Vgl. RWI (2023): Konjunkturbericht, S.12; EZB (2023): Wirtschaftsbericht 07, S.3. [4] Vgl. https://de.statista.com/statistik/daten/studie/248024/umfrage/inflationsrate-weltweit/ [5] Vgl. IfW Kiel (2023): Kieler Konjunkturbericht, Nr.105, S.2-3. [6] Vgl. Ifo (2023): Schnelldienst Sonderausgabe Dezember, S.8, 22&23. [7] Vgl. IfW Kiel (2023): Kieler Konjunkturbericht, Nr. 109, S. 6. [8] Vgl. IfW Kiel (2023): Kieler Konjunkturbericht, Nr. 109, S. 6; Vgl. IfW Kiel (2023): Kieler Konjunkturbericht, Nr. 103, S. 3; Weltbank (2023): Global Economic Prospect, S. 3. [9] Vgl. IfW Kiel (2023): Kieler Konjunkturbericht, Nr. 109, S. 6. [10] Vgl. RWI (2023): Konjunkturbericht, S.10-12, 20-21; IfW Kiel (2023): Kieler Konjunkturbericht, Nr. 106, S.3-4; EZB (2023): Eurosystem staff macroeconmoic projections for the euro area, S.3-4. [11] Vgl. Ifo München (2023): ifo Konjunkturperspektiven, Nr. 12, S. 36. [12] Vgl. Transport Intelligence (2023): Global Contract Logistics 2023, S. 105ff. [13] Vgl. Robrecht (2022): Starker Rückgang im deutschen E-Commerce- die Entwicklung der Branche in 2022; Bulwiengesa (2023): Logistik und Immobilien 2023, S. 18 + 82. Bilanz zum 31.12.2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01.2023 - 31.12.2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben zum JahresabschlussDie FIEGE Parcel&More GmbH hat Ihren Sitz in Greven und ist beim Amtsgericht Steinfurt unter der Nummer HRB 10806 ins Handelsregister eingetragen. Die Gesellschaft stellt ihren Jahresabschluss unter Beachtung der für alle Kaufleute geltenden Vorschriften (§§ 238 bis 256a HGB) auf. Darüber hinaus wurden die Vorschriften des HGB für Kapitalgesellschaften (§§ 264 bis 288 HGB) sowie die Sondervorschriften des GmbH-Gesetzes beachtet. Die Gliederung der Bilanz entspricht § 266 HGB in Verbindung mit § 42 GmbHG, die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren des § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. II. Angaben zu Bilanzierungs- und BewertungsmethodenUnter den immateriellen Vermögensgegenständen ist EDV-Software ausgewiesen. Diese werden mit den Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Das Sachanlagevermögen wird linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nominalwert angesetzt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch die Bildung pauschaler Wertberichtigungen in Höhe von 1% Rechnung getragen. Des Weiteren wurden besonders risikobehaftete Forderungen in Höhe des als nicht werthaltig eingeschätzten Teils einzelwertberichtigt. Für den nicht einzelwertberichtigten Teil der Forderungen gegen die heyconnect GmbH liegt eine Einstandsverpflichtungserklärung der FIEGE SE vor. Die Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nominalwert angesetzt. Das gezeichnete Kapital wurde mit dem Nennbetrag angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Verbindlichkeiten wurden zu ihren Erfüllungsbeträgen passiviert. Sämtliche Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind zu Nominalwerten ausgewiesen. III. Angaben zu den einzelnen Posten der Bilanz1. Anlagevermögen Die Entwicklung der Posten des Anlagevermögens ist in dem nachfolgenden Anlagenspiegel dargestellt. siehe Anlage 2. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten Rückstellungen für
3. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten haben sämtlich eine Restlaufzeit von unter 1 Jahr. 4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen § 285 Nr. 3a HGB Zum 31. Dezember 2023 bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen aus abgeschlossenen Miet- und Leasingverträgen mit einem Gesamtbetrag von TEUR 1.001 (i. Vj.: TEUR 1.017) davon TEUR 724 gegenüber verbundenen Unternehmen. IV. Sonstige Angaben1. Personal Im Jahresdurchschnitt wurden Mitarbeiter in folgenden Gruppen beschäftigt:
2. Organe der Gesellschaft Als Geschäftsführer der Gesellschaft waren in 2023 bestellt: Herr Michael Röttcher, Puhlheim, Kaufmann, bis zum 19.01.2023, Herr Felix Hettlage, Münster, Kaufmann. Herr Boris Scholz, Münster, Managing Director BU Digital Services, seit dem 07.06.2023 3. Konzernverhältnisse Die Gesellschaft wird zum 31. Dezember 2023 in die Konzernabschlüsse der Fiege Logistik Holding Stiftung & Co. KG, Greven, (größter Konsolidierungskreis) und der Fiege SE, Greven, (kleinster Konsolidierungskreis) einbezogen. Der Konzernabschluss der Fiege Logistik Holding Stiftung & Co. KG, Greven, wird im elektronischen Unternehmensregister bekannt gemacht.
Greven, den 10.04.2024 Felix Hettlage Boris Scholz Wir weisen darauf hin, dass für die Offenlegung von zulässigen größenabhängigen Erleichterungsvorschriften und Ausweiswahlrechten Gebrauch gemacht wurde. Der vorstehende Jahresabschluss ist am 16.10.2024 festgestellt worden. Anlagenspiegel zum 31.12.2023
In dem beigefügten, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die FIEGE Parcel&More GmbH, Greven 1. Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der FIEGE Parcel&More GmbH, Greven - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der FIEGE Parcel&More GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. 2. Grundlage für das Prüfungsurteil Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. 3. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. 4. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Emsdetten, den 10.04.2024 Stolze
- Dr. Diers - Beermann GmbH
durch Dr. Fritz-Ulrich Diers, Wirtschaftsprüfer Dr. Philipp Diers, Wirtschaftsprüfer |
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