SH Beteiligungs GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Stefan Heilemann seit 29.5.2013 | Geschäftsführer |
Ekkehard Heilemann seit 17.7.2006 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Keunecke Feinkost GmbHBallenstedtJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht1) Grundlagen des Unternehmens Das Familienunternehmen produziert seit über 130 Jahres am Standort in Ballenstedt am Harz verschieden Lebensmittel in Gläsern, Dosen und Convenience-Schalen. Das derzeitige Sortiment erstreckt sich über verschiedene Fertiggerichte, Teilfertiggerichte, Soßen bis hin zu Wurstspezialitäten. Beliefert wird der gesamte Lebensmitteleinzelhandel (LEH) in Deutschland sowie andere Industriepartner. Der Vertrieb der eigenen Marken erfolgt über die eigenen Vertriebsmitarbeiter. Die Betreuung der Märkte des LEH erfolgt zum Teil durch eigenes Personal und durch Handelsagenturen mit denen das Unternehmen seit Jahren erfolgreich und eng zusammenarbeitet. Das Unternehmen ist nach IFS zertifiziert und besitzt einen hohen technologischen Ausrüstungsstand. Aufgrund der hohen Produktqualitäten, neuer Produktideen und des guten Preis-Leistungsverhältnisses konnte die Keunecke Feinkost GmbH ihren Marktanteil weiter festigen. Im Berichtszeitraum erhöhten sich die Umsatzerlöse zum Vorjahr erneut. Hauptgrund hierfür waren starke Kostenanstiege bei einer Vielzahl von Rohstoffen insbesondere im Bereich des Rohstoffs Schweinefleisch. 2) Allgemeine wirtschaftliche Lage Die allgemeine wirtschaftliche Lage in Deutschland im Jahr 2023 war von mehreren globalen und lokalen Herausforderungen geprägt, die sich auf das Wachstum und die wirtschaftliche Stabilität des Landes auswirkten. Einige der wichtigsten Faktoren, die die wirtschaftliche Landschaft in diesem Jahr beeinflussten, umfassen: 1. Inflation: Deutschland, wie auch viele andere Länder, erlebte eine hohe Inflationsrate, die teilweise auf die nachwirkenden Effekte der COVID-19-Pandemie, steigende Energiepreise, insbesondere aufgrund des Ukraine-Konflikts und der damit verbundenen Sanktionen gegen Russland, sowie Lieferkettenprobleme zurückzuführen war. Diese Inflation führte zu steigenden Lebenshaltungskosten und erhöhte den Druck auf Verbraucher und Unternehmen. "Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9 % gegenüber 2022 erhöht. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, fiel die Inflationsrate für 2023 damit geringer aus als im Jahr zuvor. Sie hatte im Jahr 2022 noch bei +6,9 % gelegen." 2. Energiekrise: Die Abhängigkeit von russischem Gas und die Suche nach alternativen Energiequellen waren zentrale Themen. Deutschland unternahm erhebliche Anstrengungen, um seine Energieversorgung zu diversifizieren, einschließlich der Beschleunigung der Energiewende hin zu erneuerbaren Energien und der Sicherung alternativer Gaslieferungen. 3. Wirtschaftswachstum: Das Wirtschaftswachstum in Deutschland war verhalten. Die Kombination aus hoher Inflation, Energieunsicherheit und globalen wirtschaftlichen Unsicherheiten dämpfte die Investitionen und den Konsum. Trotzdem gab es auch positive Signale, wie eine robuste Arbeitsmarktentwicklung und eine starke Exportleistung in bestimmten Sektoren. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Deutschlands ist im Jahr 2023 leicht um 0,3 % gesunken. 4. Arbeitsmarkt: Der Arbeitsmarkt zeigte sich relativ widerstandsfähig, mit niedrigen Arbeitslosenquoten und einer hohen Nachfrage nach Arbeitskräften in vielen Branchen. Die Fachkräfteknappheit blieb jedoch eine Herausforderung für das Wachstumspotenzial der Wirtschaft. Die Zahl der Beschäftigten liegt auf Rekordniveau. Im Jahr 2023 soll die Erwerbstätigkeit weiter auf etwa 45,9 Millionen steigen. Eine Ursache für die Beschäftigungszunahme im Jahr 2023 war die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte. Hinzu kam eine gesteigerte Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung. Diese beiden Wachstumsimpulse überwogen die dämpfenden Effekte des demografischen Wandels auf den Arbeitsmarkt, der mittelfristig zu einem deutlichen Rückgang der Bevölkerung im Erwerbsalter führen dürfte. 5. Finanzpolitik und Zentralbankpolitik: Die Europäische Zentralbank (EZB) reagierte auf die Inflation mit einer Anhebung der Zinssätze, was wiederum Auswirkungen auf Kredite und Investitionen hatte. Die deutsche Regierung setzte zudem verschiedene Maßnahmen ein, um die Auswirkungen der Energiekrise und der Inflation abzumildern, darunter Hilfspakete für Unternehmen und Verbraucher. 6. Digitalisierung und Nachhaltigkeit: Positiv hervorzuheben sind die Fortschritte in den Bereichen Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Deutschland investierte weiterhin in die digitale Infrastruktur und in grüne Technologien, was langfristig zur Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft beitragen soll. Insgesamt stand Deutschland 2023 vor erheblichen wirtschaftlichen Herausforderungen, konnte jedoch dank seiner robusten institutionellen Strukturen, einer starken industriellen Basis und strategischen Anpassungen einige dieser Herausforderungen bewältigen. Die langfristige wirtschaftliche Ausrichtung zielt darauf ab, die Energieunabhängigkeit zu erhöhen, die Digitalisierung voranzutreiben und die Nachhaltigkeit zu fördern, um ein stabiles Wachstum zu sichern. Deutsche Ernährungswirtschaft Die deutsche Ernährungswirtschaft und insbesondere die Sektoren der Wurst- und Conveniencehersteller standen im Jahr 2023 vor zahlreichen Herausforderungen, die durch die globale politische und wirtschaftliche Landschaft, einschließlich der anhaltenden Folgen des Ukraine-Kriegs und signifikanter Preissteigerungen, geprägt waren. Diese Einflüsse hatten direkte Auswirkungen auf Produktionskosten, Verbraucherpreise und letztendlich auf das Konsumverhalten. Preissteigerungen waren ein zentrales Thema im Jahr 2023, das durch den Krieg in der Ukraine, die damit verbundenen Energiepreiserhöhungen und generelle Inflationstendenzen angetrieben wurde. Die Preise stiegen kontinuierlich an, mit einem Spitzenwert von 22,3 Prozent im März.4 Diese Entwicklung verlangte von den Herstellern, insbesondere im Bereich Wurst- und Fleischprodukte, sowie im Convenience-Segment, strategische Preisgestaltungen und Kosteneffizienzmaßnahmen zu implementieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben und gleichzeitig die Produktqualität zu wahren. Im Wurstwarensegment zeigten sich merkliche Preissteigerungen, wobei vor allem Rotfleisch von höheren Preiserhöhungen betroffen war. Diese Situation spiegelt die allgemeinen Kostensteigerungen in der Fleischverarbeitungsindustrie wider, einschließlich höherer Ausgaben für Rohstoffe und Energie. Trotz der Preiserhöhungen blieb die Nachfrage bestehen, was die Wichtigkeit dieser Produktkategorie für den deutschen Markt unterstreicht. Der Bereich Convenience-Produkte wuchs im Jahr 2023 um 12 Prozent und übertraf damit das allgemeine Wachstum im FMCG-Bereich deutlich. 5 Dieses Wachstum verdeutlicht die anhaltende Verbrauchernachfrage nach Produkten, die eine schnelle und bequeme Zubereitung ermöglichen. Die Hersteller in diesem Segment mussten sich auf innovative Produktentwicklungen und eine effektive Marktstrategie konzentrieren, um den veränderten Verbraucherbedürfnissen gerecht zu werden und gleichzeitig auf die steigenden Kosten zu reagieren. Verbraucherverhalten und Marktstrategien Die Preisempfindlichkeit der Verbraucherinnen und Verbraucher nahm 2023 weiter zu, was sowohl Hersteller als auch Einzelhändler unter Druck setzte, Preissteigerungen sorgfältig zu navigieren. Die Ernährungsindustrie musste transparent kommunizieren und gleichzeitig die Produktqualität und den Verbrauchernutzen in den Vordergrund stellen, um die Loyalität und das Vertrauen der Kunden zu erhalten 3) Wirtschaftsbericht Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft a) Ertragslage Die Gesamtleistung des Unternehmens lag im Berichtszeitraum bei 26.400 TEUR und damit 1.084 TEUR über Vorjahresniveau. Der Materialaufwand erhöht sich gegenüber dem Vorjahr um 1.225 TEUR auf 19.902 TEUR. Die Materialaufwandsquote stieg auf 75,4%. Der Rohertrag sank um 142 TEUR auf 6.498 TEUR gegenüber dem Vorjahr. Auf Grund der erhöhten Materialkostenquote sank die Rohertragsquote von 26,6% (2022) auf jetzt 24,6%. Ein Ergebnis der steigenden Materialkosten, insbesondere beim Schweinefleisch. Im Jahr 2023 lag der Schlachtpreis pro kg Schweinefleisch im Mittel um 25% höher als zum Vorjahr. Der Personalaufwand sank 2023 auf 2.723 TEUR, im Vorjahreszeitraum betrug dieser 2.803 TEUR. Hier bewirkten einmalige Einspareffekte im Verwaltungsbereich ein Sinken des Aufwands, zukünftig wird mit weiter steigenden Personalkosten kalkuliert. Die Abschreibungen liegen bei 300 TEUR und somit leicht niedriger als zum Vorjahr mit 322 TEUR. Der sonstige betriebliche Aufwand betrug im Berichtszeitraum 2.977 TEUR, 132 TEUR über Vorjahr. Der Anstieg beruht auf höheren Werbekosten und Ausgangsfrachten. Das Betriebsergebnis in 2023 beträgt 513 TEUR. Das Jahresergebnis liegt bei 391 TEUR und damit 89 TEUR unter dem Vorjahr. Das neutrale Ergebnis betrug im Berichtsjahr 146 TEUR (Vorjahr 119 TEUR) Unter Berücksichtigung der Zinsaufwendungen von 129 TEUR (Vorjahr 95 TEUR) ergibt sich ein Finanzergebnis von -121 TEUR (Vorjahr -77 TEUR). b) Vermögens -und Finanzlage Die Bilanzsumme verringerte sich leicht um 87 TEUR von 9.026 TEUR auf 8.939 TEUR für das Jahr 2023. Auf der Aktivseite haben sich die langfristig gebundenen Mittel um 146 TEUR auf jetzt 2.697 TEUR erhöht. Die kurzfristig gebundenen Mittel verringerten sich um 233 TEUR und betragen insgesamt 6.243 TEUR im Berichtszeitraum. Auf der Passivseite stiegen die langfristig verfügbaren Mittel von 4.097 TEUR auf 4.354 TEUR in 2023. Die kurzfristig verfügbaren Mittel verringerten sich um 344 TEUR und betragen insgesamt 4.585 TEUR im Berichtszeitraum. Die Finanzlage des Unternehmens ist als stabil zu bezeichnen. Eine ausreichende Liquidität war und ist gewährleistet. Der Ausgleich von Rechnungen erfolgt unter Ausnutzung von Skonti. Die Zahlungsmoral der Kunden ist als gut zu bezeichnen. c) Mitarbeiter Die Gesellschaft beschäftigte am 31.12.2023 insgesamt 67 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Derzeit sind offene Stellen ausgeschrieben und konnten teilweise nicht besetzt werden. Wir danken hiermit allen unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die bewiesene Einsatzbereitschaft und die erbrachten Leistungen. 4) Prognosebericht, Chancen, Risiken Die Prognose über die Umsatzentwicklung im Folgegeschäftsjahr wird wie in den Vorjahren als wachsend angesehen, trotz teilweiser rückläufiger Marktzahlen im Konservenbereich. Auch in 2024 ist mit leicht steigenden Kosten zu rechnen, aber mit einer deutlich sinkenden Inflationsrate. Die Wirtschaftsprognosen für Deutschland im Jahr 2024 zeichnen ein gemischtes Bild. Laut dem Institut der deutschen Wirtschaft (IW) ist für das Jahr 2024 mit einer weiteren Rezession zu rechnen. Das IW prognostiziert einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,5 Prozent. Als Gründe für diese Entwicklung werden unter anderem die Haushaltskrise und eine insgesamt unsichere geopolitische Lage angeführt. Deutschland steht mit diesen negativen Aussichten im Vergleich zu anderen großen Ländern wie den USA, Frankreich und China, die Wachstum erwarten, relativ allein da. Wir selber gehen von einem leichten Umsatzwachstum aus und einer Stabilisierung der Absätze nach einem deutlichen Anstieg der Ladenverkaufspreise in 2023. Auch sind für das Jahr 2024 neue Artikel vorgesehen, welche, begleitet durch ein umfassendes Aktionsgeschäft, Absatz- und Umsatzimpulse ergeben werden. Hier sind neben Neu- und Weiterentwicklungen bei den eigenen Marken, auch neue Anfragen für Fremdmarken aus der Industrie sowie vom LEH. Des Weiteren wird es auch Produktentwicklungen im Bereich der vegetarischen Ernährung geben. Chancen Die Chancen des Unternehmens liegen neben den langjährigen Lieferbeziehungen zu unseren Kunden und der hohen Bekanntheit unserer Produkte und Marken beim Endverbraucher. Basis dabei bilden die im Einzelhandel breit aufgestellten Sortimente und Marken. Des Weiteren ist die wachsende Nachfrage nach regionalen Produkten ein wichtiger Wettbewerbsvorteil für unser Unternehmen. Dies wird bestätigt durch eine wachsende Nachfrage seitens unserer Kunden. Die Wettbewerbsfähigkeit, die Nachhaltigkeit gegenüber der Umwelt als auch das Image des Unternehmens wird durch die Inbetriebnahme einer Photovoltaik-Anlage am Betriebsstandort erhöht, welche sich durch komplexe sowie überlastete Genehmigungsverfahren deutlich verzögert hat und erst im Frühjahr 2024 in Betrieb genommen wird. Auch andere Investitionen in 2023 wurden getätigt, um effizienter mit Personal- und Energieressourcen umzugehen und damit die Risiken zu minimieren und Wachstumschancen für das Unternehmen zu generieren. Die interne Qualitätssicherung des Unternehmens überwacht konsequent alle Parameter zur Sicherung einer hohen und sicheren Produktqualität. Aus diesem Grund unterziehen wir uns der jährlichen Auditierung nach dem IFS-Standard. Risiken Das Risiko, dass notwendige Preisanpassungen aufgrund der hohen Marktkonzentration im Lebensmittelhandel in Deutschland nur verzögert weitergegeben werden können, bleibt bestehen. Dies kann zeitweise zu Ergebniseinbußen führen. Aktuell sind keine weiteren Risiken für das Unternehmen erkennbar. Die Bewältigung bestehender Herausforderung seitens des Marktes gelingt unserem Unternehmen seit Jahren erfolgreich. Fluktuierende Rohstoffpreise und Forderungen nach besseren Konditionen werden auch in Zukunft erwartet und durch geeignete Preisanpassungen ausgeglichen. Trotz steigender Energie- und Lebenshaltungskosten sowie einer momentan hohen gesellschaftlichen Unzufriedenheit bleibt die Nachfrage nach regionalen Produkten stabil. Die Geschäftsleitung ist optimistisch, dass regionale Erzeugnisse mit einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis, die nicht dem Premiumsegment angehören, weiterhin bei Konsumenten und im Handel an Beliebtheit gewinnen werden.
Ballenstedt, den 8. April 2024 gez. Ekkehard Heilemann, Geschäftsführer gez. Stefan Heilemann, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Keunecke Feinkost GmbH, Ballenstedt1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Der Jahresabschluss der Keunecke Feinkost GmbH, Ballenstedt, wird auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften sind die Regelungen des GmbH-Gesetzes sowie des Gesellschaftsvertrags zu beachten. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren angewandt. 2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Wert bis einschließlich 800,00 EUR werden in Anlehnung an § 6 Abs. 2 EStG im Jahr der Anschaffung sofort abgeschrieben. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zum Nennwert, zweifelhafte Forderungen mit dem wahrscheinlichen Wert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Eine Pauschalwertberichtigung auf Forderungen zur Abdeckung latenter Ausfallrisiken ist gebildet worden. Die übrigen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bewertet. Die Kassenbestände und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. Für Zahlungen, die Aufwand in Folgejahren darstellen, wird ein aktiver Rechnungsabgrenzungsposten gebildet. Für temporäre Abweichungen zwischen der Handels- und Steuerbilanz wurden in der Vergangeheit aktive latente Steuern angesetzt. Von diesem Wahlrecht gemäß § 274 Abs. I S. 2 HGB wurde im Berichtsjahr kein Gebrauch gemacht. Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag ausgewiesen. Es ist vollständig eingezahlt. Die Kapitalrücklage betrifft Einzahlungen bzw. Einlagen der Gesellschafter. Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Pensionsrückstellungen betragen 127.594,69 EUR. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Für Zahlungen, die Ertrag in Folgejahren darstellen, wird ein passiver Rechnungsabgrenzungsposten gebildet. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. 3. Angaben zur Bilanz Anlagenspiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.
* Die Buchwerte zum 31.12.2022 wurden an die Buchwerte in der Bilanz zum 31.12.2022 angepasst. Pensionsrückstellungen Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde das Anwartschaftsdeckungsverfahren angewendet. Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:
Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von 4.799,00 EUR. Angabe zu den Restlaufzeitvermerken und zu Sicherungsrechten Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt 857.497,00 EUR (Vorjahr: 1.158.617,00 EUR). Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt 2.412.685,77 EUR (Vorjahr: 2.062.191,58 EUR). Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen im Geschäftsjahr 2.412.685,77 EUR (Vorjahr: 2.389.620,60 EUR) Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 532.500,00 EUR (Vorjahr: 532.500,00 EUR). 4. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 67. Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch den Dipl.-Lebensmitteltechnologen Herrn Ekkehard Heilemann, Ballenstedt, sowie Herrn Dipl. Kaufmann (FH) Stefan Heilemann, Quedlinburg, geführt. Die Geschäftsführer sind alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Unterschrift der Geschäftsführung
Ballenstedt, 8. April 2024 gez. Ekkehard Heilemann, Geschäftsführer gez. Stefan Heilemann, Geschäftsführer sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 08.05.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEn ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Keunecke Feinkost GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Keunecke Feinkost GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Keunecke Feinkost GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/hgb-ja-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.
Bremen, 8. April 2024 SIEMER + PARTNER Partnerschaft mbB Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft gez. Dipl.-Oec. Buhlrich, Wirtschaftsprüfer gez. Dipl.Kfm. Siemer, Wirtschaftsprüfer |
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