Stammdaten

Register
Amtsgericht Bad Oeynhausen HRB 12201
Vorher
HD Nutzfahrzeughandel- und Vermietung GmbHHenri und Daniel Nutzfahrzeughandel und Vermietung GmbH
Eingetragen
27.5.2009
Branche
Vermietung von Baumaschinen und -gerätenGroßhandel mit Bergwerks-, Bau- und BaustoffmaschinenGroßhandel mit Werkzeugmaschinen
Gegenstand
Der Handel mit und die Vermietung von gebrauchten und neuen Nutzfahrzeugen sowie Baumaschinen als auch mit Ein- und Aufbauten für diese nebst weiterem Zubehör und deren Ein- und Ausbau.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Henri Omeragic
seit 5.12.2024
Geschäftsführer
Denis Omeragic
seit 30.9.2010
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Gütersloh
425.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Euromix MTP GmbH

Porta Westfalica

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlage des Unternehmens

Die Euromix MTP GmbH ist ein weltweit agierendes Vertriebs- und Engineering Unternehmen im Markt für Nutzfahrzeugaufbautechnik mit dem Schwerpunkt auf Beton- und Schüttgutaufbauten. Unsere Produktlösungen umfassen Betonpumpen, Fahrmischer, Kipper wie auch zugehörige Auflieger. Das Unternehmen betreibt sowohl die serienspezifische Vermarktung von Aufbauten, als auch von Gesamtfahrzeugen bzw. Komplettlösungen.

Die Ansprüche unserer Kunden stellen für uns stets den Maßstab unseres wirtschaftlichen Handels dar. Entsprechend stellen unsere praxisgerechten Produktlösungen, die Kundennähe, die hohe Reaktionsgeschwindigkeit wie auch die hohe Produktverfügbarkeit wesentliche Attribute zur Bedienung unserer weltweiten Kundschaft dar. Unsere Ingenieure arbeiten eng mit dem Vertrieb zusammen, um den Marktansprüchen unserer Kunden an unsere Produkte gerecht zu werden. In der Folge stimmen unsere Ingenieure die Produktspezifikationen mit unseren Lieferanten ab, um einen optimalen Marktfit zu erreichen.

Zu unseren wichtigsten Absatzmärkten gehören Osteuropa, Westeuropa, Nordafrika und der Nahe Osten. Die Auslieferung unserer Produktlösungen erfolgt unter Einhaltung hoher Qualitätsstandards aus unserem Betriebsstandort in Porta Westfalica, Nordrhein-Westfalen heraus. Die Gesellschaft unterhält keine Zweigniederlassungen.

2. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % geringer als im Jahr 2022. (destatis - Pressemitteilung vom 15. Januar 2024).

Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Hiervon war vor allem der Hochbau betroffen. Dagegen konnte die Produktion im Tiefbau und im Ausbaugewerbe gesteigert werden. Insgesamt erreichte das Baugewerbe 2023 preisbereinigt ein kleines Plus von 0,2 %. Die hohen Energiepreise und die immer noch eingeschränkte Verfügbarkeit von Vorprodukten bremsten auch die Wirtschaftsleistung im Verarbeitenden Gewerbe, die im Vorjahresvergleich kaum zunahm. Die Bauinvestitionen sanken im Jahr 2023 preisbereinigt um 2,1 %. Neben den hohen Baupreisen wirkten sich die spürbar gestiegenen Bauzinsen aus, die insbesondere den Wohnungsbau bremsten. Positive Signale kamen lediglich vom Ausbaugewerbe, was unter anderem an den stark nachgefragten energetischen Sanierungen gelegen haben dürfte. In Ausrüstungen - das sind vor allem Investitionen in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge - wurde dagegen preisbereinigt deutlich mehr investiert als im Jahr 2022 (+3,0 %). Dazu trug vor allem der Anstieg der gewerblichen Pkw-Neuzulassungen bei, der durch den bis August 2023 geltenden Umweltbonus für Elektroautos im Firmenwagenbereich verstärkt wurde. Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 machten sich auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar, der trotz sinkender Preise zurückging. Dabei sanken die Importe (preisbereinigt -3,0 %) kräftiger als die Exporte (preisbereinigt -1,8 %). Damit kam es im Saldo zu einem positiven Außenbeitrag, der das BIP stützte. (destatis - (Pressemitteilung vom 15. Januar 2024 - 019/24)

In Europa (EU, EFTA & UK) ist der Absatz von schweren Nutzfahrzeugen (Nutzfahrzeuge über 6 Tonnen) im vergangenen Jahr gegenüber dem Vorjahr um 16 Prozent auf knapp 392.800 Einheiten kräftig gewachsen. Von den fünf größten europäischen Einzelmärkten Light-Vehicle-Märkte in Amerika konnten Frankreich (+12 Prozent; 48.600 Einheiten), das Vereinigte Königreich (+12 Prozent; 45.400 Einheiten) und Italien (+13 Prozent; 28.000 Einheiten) positive Wachstumsraten verzeichnen. Der polnische Markt bleibt trotz eines Volumenrückgangs im Jahr 2023 der größte Markt Osteuropas (-1 Prozent; 32.800 Einheiten). Der deutsche Markt hingegen zog nach einem Dämpfer im Jahr 2022 im Vorjahr wieder deutlich an, erholte sich kräftig (+24 Prozent; 88.200 Einheiten) und bleibt damit der mit Abstand größte Einzelmarkt Europas. Der westeuropäische Teilmarkt (EU14, EFTA & UK) wuchs, u. a. gestützt durch das starke deutsche Ergebnis gegenüber dem Vorjahr um 18 Prozent und somit etwas stärker als der europäische Gesamtmarkt. Neben Deutschland, Frankreich, dem Vereinigten Königreich und Italien gehört auch Spanien zu den fünf größten Einzelmärkten in diesem Teilsegment. In Spanien wurden im vergangenen Jahr 27.800 schwere Nutzfahrzeuge abgesetzt und damit vergleichbar viele wie in Italien. Der spanische Markt ist im Jahr 2023 kräftig gewachsen. Insgesamt registrierten die Iberer rund 22 Prozent mehr schwere Nutzfahrzeuge als noch im Vorjahr. Mit einem Absatzvolumen von insgesamt 306.600 Einheiten erreichte der westeuropäische schwere Nutzfahrzeugmarkt erstmals wieder das Vorkrisenniveau von 2019. Damals wurden 306.500 Einheiten zugelassen und somit sogar minimal weniger als im Jahr 2023. (VDA - Schwerer Nutzfahrzeugmarkt Europa VDA).

3. Geschäftsverlauf

Die Euromix MTP GmbH konnte weiterhin aufgrund von Wettbewerbsvorteilen in der Kundenansprache, der Produktverfügbarkeit, der Markterweiterungsaktivitäten und des Ausbaues des Produktportfolios die gute Nachfrage im Bausektor ausschöpfen.

Der erreichte Umsatz im Geschäftsjahr 2023 kann weiter als auf hohem Niveau bezeichnet werden, wobei ein tendenziöser Nachfragerückgang im III. und IV. Quartal zu Umsatzminderung in Höhe von 11% im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen war.

Der Personalstamm stieg auf 42 Mitarbeiter an (Vorjahr 36 Mitarbeiter).

Aus dem vorgenannten ist ersichtlich, dass die gesetzten strategischen Prämissen (Ausweitung des Produktportfolios, Marktexpansion, Ausbau des Vertriebsnetzes) für das Geschäftsjahr 2023 weitreichend umgesetzt werden konnten. Der Geschäftsverlauf im Berichtsjahr konnte im Vergleich zum Vorjahr das Ergebnis deutlich übertreffen.

4. Ertragslage

Die Gesamtleistung reduzierte sich um 11%, wobei der Materialaufwand um 19% sank. Insbesondere aufgrund von deutlichen Preiserhöhungen konnte eine stark verbesserte Rohertragsquote festgestellt werden. Der für 2023 prognostizierte Umsatz von 79.250 TEUR, sowie der prognostizierte Jahresüberschuss von 7.564 TEUR konnte aufgrund von Nachfrageänderungen im IV. Quartal 2023 nicht erreicht werden. Dennoch zeigt sich die Geschäftsentwicklung auf einem hohen Niveau.

Bei den Personalaufwendungen ist ein Aufwandsanstieg von 30% im Vergleich zum Vorjahr festzustellen, wobei inflationsbedingte Lohnanpassungen maßgeblich hierzu führten.

Der Jahresüberschuss erhöhte sich im Geschäftsjahr 2023 um 37,5% auf 4.439TEUR gegenüber 3.228TEUR in 2022.

Der Zinssaldo (Zinserträge abzgl. Zinsaufwendungen) erhöhte sich aufgrund der Unternehmensexpansion um -462 TEUR auf -1.332TEUR. Auf Grundlage der expansiven Geschäftsentwicklung in 2023 konnte der Jahresüberschuss, trotz hoher Vertriebs- und Marketingaufwendungen, um 1.211 TEUR im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden.

5. Finanz- und Vermögenslage

Unser Liquiditäts- und Finanzierungsmanagementsystem fußt zum einen auf der vollständigen Begleichung der Forderungen vor der Auslieferung und zum anderen sind Verbindlichkeiten unter Ausnutzung eventueller Skontovorzüge zu begleichen. Im Geschäftsjahr 2023 konnten keine Forderungsausfälle festgestellt werden.

Das Eigenkapital hat sich infolge des Jahresüberschusses auf 9.459TEUR erhöht (Vorjahr 1.792 TEUR). Das Eigenkapital beträgt 15,8% der Bilanzsumme (Vorjahr 12,6%).

Die Eigenkapitalrendite betrug auf den Bilanzstichtag bezogen im Geschäftsjahr 46,9 %. Längerfristige Bank-Darlehen bestehen in Höhe von 4.022 TEUR, davon 3.791,9 TEUR mit einer Restlaufzeit größer als einem Jahr. Die übrigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten im Vorjahr betrafen kurzfristige Händlereinkaufsfinanzierungen. Die Lieferantenverbindlichkeiten haben sich mit 37.943TEUR (+14.020 TEUR gegenüber Vorjahr) erhöht. Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr beträgt 41.809TEUR (Vorjahr: 27.771TEUR).

Der Bestand an liquiden Mittel betrug zum Stichtag 2.939TEUR.

Insgesamt verfügt unser Unternehmen zusammen mit den freien Kontokorrentlinien über ausreichend finanzielle Mittel.

Zur Unternehmensexpansion wurde ein betriebliches Grundstück erworben, welches im Berichtsjahr als Zugang zum Anlagevermögen zu ersehen ist. Weiterhin wird in angemieteten Hallen gearbeitet, montiert und ausgestellt.

Es kam zu einer Bestandserhöhung im Vorratsvermögen um 12.601 TEUR im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr. Mit 44.040 TEUR bzw. 73,6% der Bilanzsumme (Vorjahr 31.439 TEUR bzw. 78,8 %) stellen die Vorräte die mit Abstand höchsten Posten auf der Aktivseite der Bilanz dar. Kundenforderungen spielen aufgrund branchenüblicher An- und Vorauszahlungen grundsätzlich nur eine untergeordnete Rolle.

Die Forderungen gegenüber Gesellschaftern erhöhten sich um 541 TEUR auf 965 TEUR. Sie betreffen überwiegend das Verrechnungskonto mit einem Einzelunternehmen des Gesellschafters.

Für Zwecke der Unternehmenssteuerung nutzen wir Kennzahlen. Hierbei analysieren wir regelmäßig den Auftragseingang, den Auftragsbestand, die Umsatzentwicklung, den Rohertrag nebst Materialquotenbetrachtung, das Vorsteuerergebnis und den Cash-Flow. Alle zuvor genannten Leistungsindikatoren haben sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessert. Insbesondere konnte ein Auftragsbestand in Höhe von 18 Mio. Euro in Geschäftsjahr 2024 übernommen werden.

Insgesamt beurteilen wir unsere wirtschaftliche Lage als stabil. Mit der positiven Geschäftsentwicklung, vor allem durch die laufenden Auftragseingänge und einem positiven Jahresergebnis, sind wir trotz einem schwierigen Marktumfeld (Corona Pandemie, Lieferengpässe, Ukraine Krieg) sehr zufrieden.

6. Chancen- und Risikobericht

Durch die Nähe zum Markt und die enge Zusammenarbeit mit den westlichen LKW-Herstellern erkennen wir frühzeitig Veränderungen und sind somit in der Lage, uns auf die zukünftigen Entwicklungen einzustellen. Im Folgenden werden Risiken beschrieben, die nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens- und Ertragslage des Unternehmens haben können.

Das Geschäftsumfeld wird weltweit durch die Rahmenbedingungen in vielen nationalen Volkswirtschaften beeinflusst. So wirken sich die geopolitischen Krisenherde, die Entwicklung der Öl- und Gaspreise bei ölexportierenden Volkswirtschaften, die Abhängigkeit von Rohstoffimporten bei steigenden Rohstoffpreisen und die relativ hohen, im Zuge der Corona-Pandemie nochmals beschleunigten Staatsverschuldungen in manchen Ländern nachteilig auf die Konjunktur sowie auf die Investitionen in Infrastrukturmaßnahmen aus. Hohe Schulden in einigen Wirtschaftssektoren und Ländern, Handelskonflikte mit drohenden Zöllen und inflationäre Tendenzen mit steigenden Zinsen als Gegenreaktion sind Risiken, die die wirtschaftliche Erholung bedrohen können. Auswirkungen aus dem vorliegenden Ukrainekonflikt und dem Israelkonflikt sind kaum vorhersehbar. Dazu kommen die allgemein als labil anzusehenden internationalen Lieferketten, die insbesondere die Versorgung unserer Märkte und Kunden mit LKW beeinträchtigen sowie unsere von Lieferanten bezogenen Bauteile verknappen. Als Folge davon können sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und auch der Absatz unserer Produkte in den betroffenen Märkten ändern und damit unmittelbaren Einfluss auf unser Ergebnis haben.

Aktuell wird weltweit eine zurückhaltende und rückläufige Nachfragesituation beobachtet. Die Konjunktur-Abwärtsrisiken aufgrund der Kriege in der Ukraine und in Israel und möglicherweise weiterer Krisenherde sind nicht zu unterschätzen. Das gilt umso mehr für den Fall, wenn sich der Ukraine-Krieg auf andere Länder ausweiten sollte. Ebenso muss den zunehmenden Wettbewerbsaktivitäten der chinesischen Anbieter im Nahen Osten und Afrika Beachtung geschenkt werden. Um dem Absatzrisiko zu begegnen, werden die Gesamtkonjunktur und die branchenspezifischen Absatzmärkte kontinuierlich und intensiv beobachtet. Weiterhin kann es durch Betriebsschließungen und/oder Sanktionen zu Unterbrechungen von Lieferketten kommen, was zum verzögerten Komponentenbezug führen kann. Mit unseren Lieferanten pflegen wir daher eine enge, langjährige und partnerschaftliche Beziehung. Um möglichen Engpässen oder Ausfällen zu begegnen, beobachten wir ergänzend den Beschaffungsmarkt. Dabei beobachten wir zuletzt und auch aktuell weiter steigende Preise sowie eine Verknappung, was Auswirkungen auf Liefertermine haben kann.

Chancen auf unseren Absatzmärkten ergeben sich immer wieder durch die Erweiterung unserer Vertriebs- und Absatzkanäle und vor allem mit der Produktverfügbarkeit, welche eine Marktbesonderheit darstellt. Vor allem nationale und internationale Kunden mit sofortigem Ersatzbedarf oder mit kurzfristig erhaltenen Bauprojekten sind hier die Zielgruppe. Eine Fokussierung auf bestehende Großprojekte soll zusätzlich den Absatz absichern. Wettbewerbsvorteile erwachsen auch aus den verlängerten Lieferzeiten unserer Marktbegleiter. Der Ausbau des Produktportfolios mit dem Produkt Betonpumpe wird weiterhin eine zusätzliche Expansionsstufe für unser Unternehmen bedeuten.

Produktrisiken begegnen wir mit einer effektiven Qualitätsüberwachung. Diese reduziert das Risiko einer Inanspruchnahme aus Haftung und vermindert Reputationsrisiken im Markt. Verbleibende Haftungsrisiken sind Versicherungen gegenübergestellt. Gleiches gilt für größere Schadensfälle in Bezug auf Produktionsrisiken und Angriffen auf die IT-Infrastruktur. Verstöße gegen gesetzliche Regelungen bergen neben einem erheblichen Reputationsverlust ein hohes Risiko an Strafzahlungen und Bußgeldern. Im Rahmen des Risikomanagements wird das Compliance-Regelwerk regelmäßig auf seine Wirksamkeit geprüft, weiterentwickelt und geschult.

Auf Grundlage der vorgenannten Überlegungen gehen wir davon aus, dass unser Unternehmen keinen bestandsgefährdenden Risiken ausgesetzt ist. Vielmehr sind wir in der Lage, auf Veränderungen am Markt adäquat reagieren zu können. Der stetige Austausch mit unseren Zielmärkten und Zielgruppen verbunden mit unserem partnerschaftlichen Dialog mit unseren Kunden und Lieferanten lässt nach wie vor gute Entwicklungschancen zu. In diesem Kontext sehen wir uns gut aufgestellt, um allen Herausforderungen erfolgreich zu begegnen und unsere geplanten Wachstumschancen umsetzen zu können.

7. Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2024 wird nach intensiver Prüfung der Kundenprojekte und einem konservativen Planungsansatz ein Gesamtumsatz von 46,5 Mio. Euro geplant, was einem Rückgang von ca. 19 % im Vergleich zum Vorjahr 2023 entspricht. Entsprechend der geplanten Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2024 wird mit einem vorläufigen Ergebnis in Höhe von 1,03 Mio. Euro geplant.

 

Porta Westfalica, den 20.11.2024

Euromix MTP GmbH

Geschäftsführer Denis Omeragic

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 2.226.297,05 773.251,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 74.627,00 89.486,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 74.627,00 89.486,00
II. Sachanlagen 2.151.570,05 683.665,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.080.418,05 14.543,00
2. technische Anlagen und Maschinen 135.139,00 136.078,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 936.013,00 533.044,00
III. Finanzanlagen 100,00 100,00
1. Genossenschaftsanteile 100,00 100,00
B. Umlaufvermögen 56.939.598,09 38.777.863,50
I. Vorräte 44.040.278,59 31.439.089,03
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 774.739,31 1.047.194,20
2. fertige Erzeugnisse und Waren 42.784.437,57 29.910.859,52
3. geleistete Anzahlungen 481.101,71 481.035,31
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 9.960.774,21 3.089.910,06
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.707.885,49 1.637.955,86
2. sonstige Vermögensgegenstände 3.252.888,72 1.451.954,20
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 965.670,68 424.407,13
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.938.545,29 4.248.864,41
C. Rechnungsabgrenzungsposten 690.538,96 294.136,70
davon Disagio 686.128,11 282.833,55
D. Aktive latente Steuern 21.821,92 27.328,25
Aktiva 59.878.256,02 39.872.579,45

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 9.462.380,57 5.019.956,53
I. Gezeichnetes Kapital 425.000,00 425.000,00
II. Bilanzgewinn 9.037.380,57 4.594.956,53
davon Gewinnvortrag 4.594.956,53 1.367.182,58
B. Rückstellungen 4.811.224,18 2.995.757,75
1. Steuerrückstellungen 4.059.391,90 2.249.276,24
2. sonstige Rückstellungen 751.832,28 746.481,51
C. Verbindlichkeiten 45.601.062,91 31.853.784,49
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.022.204,18 4.132.723,22
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 4.022.204,18 4.132.723,22
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 885.316,33 1.065.896,92
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 885.316,33 1.065.896,92
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 37.942.854,14 23.922.444,51
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 37.942.854,14 23.922.444,51
4. sonstige Verbindlichkeiten 2.750.688,26 2.732.719,84
davon aus Steuern 44.345,69 22.192,04
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.750.688,26 2.732.719,84
D. Passive latente Steuern 3.588,36 3.080,68
Passiva 59.878.256,02 39.872.579,45

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 57.360.775,52 64.442.160,87
2. sonstige betriebliche Erträge 778.923,10 129.213,66
3. Materialaufwand 42.497.894,47 52.430.634,46
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 41.085.856,53 50.732.180,67
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.412.037,94 1.698.453,79
4. Personalaufwand 2.385.822,87 1.831.875,72
a) Löhne und Gehälter 2.022.703,15 1.556.800,58
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 363.119,72 275.075,14
5. Abschreibungen 214.573,13 157.643,08
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 214.573,13 157.643,08
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.016.533,89 4.192.248,37
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 12.517,16
7. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 1,48 2,00
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 20.797,51 16.255,08
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.352.556,47 885.646,40
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.241.473,38 1.851.895,49
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 6.014,01 3.497,32
11. Ergebnis nach Steuern 4.451.643,40 3.237.688,09
12. sonstige Steuern 9.219,36 9.914,14
13. Jahresüberschuss 4.442.424,04 3.227.773,95
14. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 4.594.956,53 1.367.182,58
15. Bilanzgewinn 9.037.380,57 4.594.956,53

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Euromix MTP GmbH mit Sitz in Porta Westfalica ist beim Amtsgericht Bad Oeynhausen unter HRB 12201 eingetragen.

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften aufgestellt. Die Euromix MTP GmbH wendet die Rechnungslegungsvorschriften nach Handelsgesetzbuch und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes an. Von den größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB wurde teilweise Gebrauch gemacht.

Der Jahresabschluss vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Es wird von einer unverändert bestehenden Unternehmensfortführung ausgegangen. Entsprechend wurde die Bewertung nach § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB vorgenommen. Die Bewertung der Aktiva und Passiva trägt allen Risiken nach kaufmännischer Beurteilung Rechnung. Von der bisherigen Bilanzierungsmethodik wurde im vorliegenden Geschäftsjahr nicht abgewichen.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Der Zugang von geringwertigen Wirtschaftsgütern wurde gemäß § 6 Abs. 2 und 2a EStG abgeschrieben. Diese Behandlung deckt sich mit den betrieblichen Erfahrungen zur Nutzung der Wirtschaftsgüter.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen und den fertigen Erzeugnissen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwendbarkeit sowie anderen Gründen ergaben, wurden durch angemessene Abwertungen nach § 253 Abs. 2 HGB berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich mit Nennwerten bewertet. Risikobehaftete Forderungen wurden durch Bildung von angemessenen Einzelwertberichtigungen abgewertet; das allgemeine Kredit- und Ausfallrisiko zu Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch Pauschalwertberichtigungen in Höhe von 1 % des Forderungswertes berücksichtigt.

Einzelwertberichtigungen wurden nicht vorgenommen.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nennwert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Der Ansatz erfolgt ebenfalls mit Nennwert.

Die Rückstellung für Gewährleistung wurde mit einem einheitlichen Prozentsatz von 1 % auf den laufenden Jahresumsatz gebildet.

Die Rückstellungen sind für alle erkennbaren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet worden.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr (und das Vorjahr) betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres in dem abschließend dargestellten Anlagengitter enthalten. Der Wert der Forderungen gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 965.670,68 EUR (Vorjahr 424.407,13 EUR). Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 965.670,68 EUR (Vorjahr: 424.407,13 EUR), wobei die Laufzeit bis zum 31.12.2024 beschränkt ist und mit 3% verzinst wird. Es handelt sich bei der Forderung, um den Charakter eines Fälligkeitsdarlehns. Sämtliche Forderungen und sämtliche sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

In den Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten:

• Rückstellungen für Personalkosten (49.600,41 EUR; Vorjahr: 61.584,23EUR)

• Rückstellungen für Gewährleistungsansprüche (286.747,95 EUR; Vorjahr: 606.663,06 EUR)

• Rückstellungen für Prozesskosten / Sonstige (359.999,70 EUR; Vorjahr: 15.000,00 EUR)

• Rückstellungen für Abschluss und Prüfung (44.000,00 EUR; Vorjahr: 51.750,00 EUR)

Von den Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit:

Art der Verbindlichkeit zum Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit

31.12.2023
TEUR
bis 1 J.
TEUR
1 bis 5 J.
TEUR
größer 5 J.
TEUR
gegenüber Kreditinstituten 4.022,2 230,3 3.791,9 0,0
erhaltene Anzahlungen 885,3 885,3 0,0 0,0
aus Lieferungen und Leistungen 37.942,8 37.942,8 0,0 0,0
sonstige Verbindlichkeiten 2.750,6 2.750,6 0,0 0,0
Summe 45.600,9 41.809,0 3.791,9 0,0

Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 0,00 EUR.

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Sicherheitsübereignungen im Rahmen von Lieferantenkrediten oder ähnliche Rechte besichert sind, beträgt insgesamt 45.601.062,91 EUR (Vorjahr: 31.853.784,49 EUR) und betrifft im wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Sonstige Verbindlichkeiten werden mit 2.750.688,26 EUR (Vorjahr: 2.732.719,84EUR) ausgewiesen.

Zum Ende des Geschäftsjahrs bestehen ausschüttungsgesperrte Beträge in Höhe von insgesamt 57.104,80 EUR, die in voller Höhe auf aus dem Überhang der aktiven latenten Steuern herrühren.

Summe Diff. Aktiva 68.343,00 €
Summe Diff. Passiva - 11.238,20 €
57.104,80 €
Ermittlung relevanter Steuersatz:
Körperschaftsteuer (inkl. Solidaritätszuschlag) = 15,83%
Gewerbesteuer Hebesatz Porta Westfalica = 460%
Aktive latente Steuern = Summe Differenzen x Unternehmenssteuersatz
68.343,00 € x 15,83% KSt inkl. Soli= 10.818,70 €
68.343,00 € x 3,5% x 460% GewSt = 11.003,22 €
21.821,92 €
Passive latente Steuern = Summe Differenzen x Unternehmenssteuersatz
11.238,20 € x 15,83% KSt inkl. Soli= 1.779,01 €
11.238,20 € x 3,5% x 460% GewSt = 1.809,35 €
3.588,36 €

Sonstige Angaben

Für das Geschäftsjahr 2023 wird vom Abschlussprüfer ein Gesamthonorar in Höhe von TEUR 25 berechnet. Davon entfallen auf Abschlussprüfungsleistungen TEUR 25.

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 36 :

Anzahl der Beschäftigten Durchschnitt

Angestellte / Arbeiter - Inland 35,25
Teilzeitbeschäftige, auch wenn ihre Tätigkeit nur geringfügig ist - voll zu erfassen, nicht nur pro rata temporis 3,75
Aushilfskräft 3,00
Gesamt 42,00

Im Geschäftsjahr erfolgte die Geschäftsführung der Euromix MTP GmbH durch folgende Person:

Alleiniger Geschäftsführer: Denis Omeragic Ausgeübter Beruf: Kaufmann

Auf die Angabe der Gesamtbezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Der Geschäftsführer ist von den Beschränkungen den § 181 BGB befreit.

Nach Ablauf des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind. Sonstige finanzielle Verpflichtungen zu den vorliegenden Lieferantenverbindlichkeiten, welche von wesentlichem Interesse sind, liegen nicht vor. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie sowie des Ukraine-Kriegs stellen weiterhin Unsicherheitsfaktoren dar.

Im Übrigen verweisen wir auf unsere Ausführungen in unserem Lagebericht.

Der Bilanzgewinn wird auf neue Rechnung vorgetragen.

 

Porta Westfalica, den 20.11.2024

Euromix MTP GmbH

Geschäftsführer Denis Omeragic

Bericht des Aufsichtsrats

sonstige Berichtsbestandteile

 

Porta Westfalica den 20.11.2024

gez. Denis Omeragic

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 20.11.2024 festgestellt.

BESTäTIGUNGSVERMERK DES UNABHäNGIGEN ABSCHLUSSPRüFERS

An die Euromix MTP GmbH, Porta Westfalica

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Euromix MTP GmbH, Porta Westfalica, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Euromix MTP GmbH, Porta Westfalica, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Die Prüfung des Jahresabschlusses haben wir unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Löhne, den 21.11.2024

Zahlmann GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Daniel Brandhorst, Wirtschaftsprüfer

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