SAR
Elektronic GmbH
Dingolfing
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Lagebericht
A.
Grundlagen des Unternehmens
1. Geschäftsmodell
a. Unternehmensstruktur
Die SAR wurde 1985 vom heutigen Inhaber gegründet
und entwickelte sich - geprägt durch permanente
Diversifizierung und organisches Wachstum - zu einem
international agierenden Unternehmen. Der Hauptsitz befindet
sich in Dingolfing (Niederbayern). Zum Hauptsitz in
Deutschland gehören die Niederlassungen in Gunzenhausen
und Leipzig sowie Vertriebsbüros in Versmold und
Köln. Berücksichtigt man die Tochtergesellschaften
im In- und Ausland (Südafrika, USA, Slowenien, England,
Schweiz) so beschäftigt die Unternehmensgruppe weltweit
rund 700 Mitarbeiter.
b. Wesentliche Geschäftsfelder
Zum Kern-Know-How gehört die Entwicklung von
innovativen Automatisierungskonzepten in Verbindung mit
intelligenten Informationstechnologien sowie deren Umsetzung
und Anwendungsschulung. Die angebotenen Produkte und
Dienstleistungen sind vielfältig und unterteilen sich in
die Hauptgeschäftsfelder Automation, Prozess- und
Umwelttechnik, Prüf- und Messtechnik, IT-Services,
Kunststoff- und Oberflächensysteme sowie
Service-Robotik. Daneben bietet die SAR auch Trainings und
Schulungen an. Nicht nur Anwendungsschulungen gelieferter
Anlagen und Konzepte, sondern auch darüber hinaus im
gesamten Dienstleistungsumfeld der SAR hinsichtlich neuester
Entwicklungen und Standards. Das gesamte Spektrum wird
weltweit angeboten und geliefert.
c. Beschaffungsbereich
Mit einer möglichst exakten Materialbedarfsplanung
wird versucht eine hohe Verfügbarkeit zu erreichen.
Soweit praktikabel läuft die Beschaffung über den
Zentraleinkauf, der Mengen bündelt, Rahmenverträge
beansprucht und die Vorratshaltung optimiert. Lediglich in
Einzelfällen wird der Beschaffungsvorgang auf die
Projektabwicklung ausgelagert sofern der Standardprozess
aufgrund von Terminkonflikten an seine Grenzen
stößt.
d. Produktionsbereich
Die Rahmenbedingungen in der Projektabwicklung stellen
hohe Anforderungen an alle Mitarbeiter, die planen,
vorbereiten, abwickeln und indirekt unterstützen. Ein
hohes Maß an räumlicher und zeitlicher
Flexibilität in Verbindung mit Termindruck und engen
Zeitfenstern stellen regelmäßig große
Herausforderungen für Unternehmen und Mitarbeiter dar.
e. Absatzbereich
Die Umsatzentwicklung ist nicht auf ein
Geschäftsfeld bzw. eine Branche beschränkt.
Nachfrageveränderungen bzw. -schwankungen am Markt
lassen sich dadurch leichter kompensieren. Der flexible
Einsatz vorhandener Kapazitäten bedeutet
Unabhängigkeit und gesundes Reaktionsvermögen. Der
Auftragseingang zeigte sich robust und konnte das ordentliche
Niveau des Vorjahres (110 Mio. €) deutlich
übertreffen. Letztendlich standen rund 126 Mio. €
und damit ein Zuwachs von 14,5 % zu Buche. Wie in den Jahren
zuvor lieferten dabei alle Geschäftsfelder ihren
Beitrag. Der Anteil im Bereich E-Mobilität ist dabei
weiter kontinuierlich zunehmend.
f. Investitions- und Finanzbereich
Regelmäßige Ersatzinvestitionen wurden auch
in 2023 getätigt. Der durch den Brand verursachte
Schaden an bzw. in Gebäude II erforderte ausnahmsweise
einen etwas höheren Bedarf an Ersatzinvestitionen. Der
Bestand an Grundstücken und Gebäuden blieb nahezu
unverändert.
Im Bereich der Finanzanlagen ergab sich eine
Reduzierung um rund 0,3 Mio. €. Der größte
Posten entfällt dabei auf die vollständige
Rückzahlung einer Darlehensforderung gegen die IMA-TEC
GmbH in Höhe von 1,0 Mio. €. Das Darlehen,
ausgegeben an die Hartmannsdorf GmbH & Co. KG wird
planmäßig getilgt (0,15 Mio. €). Im Gegenzug
wurden die Anteile an der IMA-TEC GmbH auf 100,0 %
aufgestockt (0,83 Mio. €). Mit Gründung der KNEXT
GmbH erweitert sich zudem der Kreis der
Tochtergesellschaften.
Zum Zwecke der Auftragsfinanzierung sind
regelmäßig Anzahlungs- und
Gewährleistungsbürgschaften im Umlauf. Der zur
Verfügung stehende Aval-Rahmen durch die
Finanzierungspartner deckt das heutige Umsatzniveau ab und
beinhaltet weiterhin ausreichend Spielraum für
künftiges Wachstum.
g. Unternehmensverbindungen
Die verbundenen Unternehmen im In- und Ausland agieren
weitestgehend autark. Entsprechend untergeordnet ist der
Einfluss auf die operative Geschäftsentwicklung der
Gesellschaft.
h. Unternehmensstruktur
Die Unternehmensstruktur blieb im Vergleich zum Vorjahr
unverändert.
i. Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres
Besondere Vorgänge außerhalb der
gewöhnlichen Geschäftstätigkeit gibt es in
2023 nicht zu vermelden.
j. Zweigniederlassungen
Neben dem Hauptsitz in Dingolfing wird in Gunzenhausen
eine Zweigniederlassung betrieben. Diese bietet
Automatisierungskonzepte, insbesondere beim Einsatz von
Mehrachsrobotern rund um den Spritzgussprozess an. Sitz der
Niederlassung ist die Richard-Stücklen-Straße 15
in 91710 Gunzenhausen. Von der Gesamtleistung entfallen etwa
19,0 % auf die Zweigniederlassung. Eine zweite Niederlassung
wird in Leipzig unterhalten. Sitz der Niederlassung ist Im
Mittelfeld 2 in 04509 Leipzig/Krostitz, die rund 2,5 % von
der Gesamtleistung einnimmt.
2. Ziele und Strategien
Neben der kontinuierlichen Leistungsentwicklung ist
eine gesunde Branchenverteilung erklärtes Ziel. Insofern
sind die Bemühungen regelmäßig dahingehend
ausgerichtet ein möglichst ausgeglichenes
Verhältnis der einzelnen Geschäftsfelder zu
erreichen.
In der Energie- und Umwelttechnik genauso wie in der
E-Mobilität eröffnen sich regelmäßig
neue Themenfelder. Weiterhin sehr gute
Entwicklungsmöglichkeiten bieten sich aus unserer Sicht
in den Bereichen Digitalisierung und Standardisierung. Mit
Hilfe durchgängiger Konstruktions- und Simulationstools
können Fertigungslinien angeglichen sowie Aufbau- und
Inbetriebsetzungszeiten reduziert werden. Insbesondere
reduzierte Vorortzeiten beim Kunden führen zu einer
Effizienzsteigerung. Nach diesem Muster erarbeitete
Anlagenkonzepte finden als modulare Lösungen für
künftige, artverwandte Projekte Anwendung und
ermöglichen letztendlich eine zeit-/kostenoptimierte
Projektrealisierung. Viele aktuelle Projekte profitieren
bereits von diesem Ansatz.
Den Internationalisierungsprozess unserer
Industriekunden wollen wir durch weltweite Präsenz
weiterhin unterstützen und das Leistungsspektrum,
insbesondere auch das Schulungsangebot, verstärkt dort
anbieten wo es nachgefragt wird.
Kunden, die unterschiedliche Leistungsumfänge aus
dem Unternehmensverbund der SAR nachfragen, sollen eine
ganzheitliche Betreuung erfahren. Ziel ist der Zugang zum
gesamten Leistungsspektrum der SAR aus einer Hand.
Prozesse im Rahmen der Aufbau- / Ablauforganisation
bedürfen der regelmäßigen Anpassung und
Feinjustierung. Auf Grundlage einer einheitlichen und
integrierten Systemplattform wollen wir Prozesse vereinfachen
und beschleunigen, indem Abläufe integriert,
standardisiert und soweit möglich
firmenübergreifend vereinheitlicht werden. Die
Einhaltung allgemeingültiger Standards hinsichtlich
Umwelt- und auch Datenschutz spielen hierbei eine tragende
Rolle. Die Zertifizierungen ISO 14001 und auch TISAX sind
bereits umgesetzt.
3. Forschung und Entwicklung
Prinzipiell beinhaltet jedes neue Projekt
Entwicklungsarbeit. Durch die Bandbreite an
Geschäftsfeldern setzt man sich tagtäglich mit
neuesten Techniken und Standards auseinander und greift diese
Impulse für neue Lösungen auf. In Kooperation mit
einem assoziierten Unternehmen wird nach wie vor das Thema
Künstliche Intelligenz bearbeitet. Die bisherigen
Ergebnisse sind vielversprechend und stoßen bereits auf
großes Interesse unserer Kunden. Die hauseigene
IT-Abteilung entwickelt standardisierte
Lösungsansätze zum Thema MIS. Gesetzliche
Verordnungen verpflichten Betreiber kritischer
Infrastrukturen (z.B. Energieerzeuger, Kraftwerke) ihre
Anlagen bestmöglich vor Angriffen zu schützen. Die
Sparte Prozess- und Umwelttechnik entwickelt hierzu
Lösungen für die Prozesstechnik von
Kraftwerksbetreibern. Um der großen Nachfrage zu
begegnen werden frühzeitig Experten hierfür
ausgebildet. Mit der "O-Zelle" wird derzeit ein modernes
Produktionsverfahren entwickelt, dass flexibel und modular
einsetzbar ist. Ein Prototyp ist bereits in der
Inverter-Fertigung im Einsatz. Die Sparte K-Next entwickelt
robotergesteuerte Serviceleistungen für das Hotel- und
Gastgewerbe. Das vollautomatisierte Konzept "Future
Café" hat den Markteintritt vollzogen. Es handelt sich
um den ersten robotergesteuerten Coffeeshop Deutschlands,
welcher rund um die Uhr Getränkespezialitäten in
Premium-Qualität zubereitetet.
B.
Wirtschaftsbericht
1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die Weltwirtschaft stand auch in 2023 unter dem
Eindruck der geopolitischen Spannungslage, die
maßgeblich durch Russlands Krieg in der Ukraine
bestimmt wird. Sie wuchs im Vergleich zum Vorjahr deutlich
weniger dynamisch. Deutschland rutschte im Jahresverlauf
sogar in eine Rezession und entwickelte sich leicht
rückläufig. Ähnlich schwach verlief die
wirtschaftliche Entwicklung in den meisten Ländern West-
und Osteuropas, wo das Bruttoinlandsprodukt im Vergleich zum
Vorjahr nur leicht gewachsen ist. Die russische Wirtschaft
hingegen entwickelte sich entgegen dem allgemeinen Trend
leicht besser.
Der private Konsum zeigte sich in Deutschland wie in
West- und Osteuropa deutlich schwächer als im Vorjahr
und fiel damit als Wachstumstreiber nahezu aus. Dazu hat auch
die weiterhin hohe Inflation beigetragen. Diese hat ihren
Höhepunkt in der ersten Hälfte des
Geschäftsjahres überschritten. Zum Rückgang
hat zum einen der deutlich nachlassende Energiepreisanstieg
beigetragen, der in vielen Ländern auf
wirtschaftspolitische Maßnahmen
zurückzuführen ist. Zum anderen haben die
Zentralbanken fiskalpolitische Maßnahmen zur
Eindämmung der Inflation umgesetzt. Die EZB hat z.B. im
Zeitraum des Berichtsjahres 8 Zinserhöhungen
vorgenommen. Der positiven Wirkung bei der Bekämpfung
der Preissteigerung steht der Nachteil einer restriktiven
Geldpolitik gegenüber, dass von ihr in der Regel keine
Wachstumsimpulse ausgehen.
Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland
kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld
ins Stocken. Die nach wie vor hohen Preise auf allen
Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen
ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende
Zinsen und eine geringe Nachfrage aus dem In- und Ausland.
Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr
2023 nach Berechnungen des statistischen Bundesamtes um 0,3 %
niedriger als im Vorjahr. (Quelle: stat. Bundesamt)
2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen
Automobilindustrie (Quelle: BMWI/VDA)
Der Umsatz deutscher Automobilhersteller (inkl.
Anhänger und Ersatz-/Zubehörteilen) erhöhte
sich in 2023 um 11,5 % auf 564 Mrd. € (Vorjahr: 506 Mrd.
€) während die weltweite Produktion an Fahrzeugen
im selben Zeitraum lediglich um 7,8 % auf 14,1 Mio. Fahrzeuge
zunahm. Der Wegfall von Rabatten und regelmäßige
Preissteigerungen erklären die Diskrepanz. Der im Inland
produzierte Anteil beträgt rund 4,1 Mio. Fahrzeuge und
hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 18,1 % erhöht. Im
Ausland wurden 10,0 Mio. Fahrzeuge produziert - dies
entspricht einer Zunahme von 4,1 % im Vergleich zum Vorjahr.
Elektroindustrie (Quelle: ZVEI)
In 2023 betrug der Umsatz der deutschen
Elektroindustrie 237,9 Mrd. € und damit 6,0 % mehr als
im Vorjahr (224,5 Mrd. €). Der Auftragseingang ist
(preisbereinigt) um -1,9 % auf 108,2 Mrd. € gefallen
(Vorjahr: 110,3 Mrd. €).
3. Geschäftsverlauf
Die Geschäftsentwicklung in 2023 zeigte sich trotz
anspruchsvoller Rahmenbedingungen äußerst robust.
Eine komfortable Auftragslage und demzufolge eine
kontinuierliche Auslastung auf hohem Niveau prägten das
abgelaufene Wirtschaftsjahr. Alle Sparten trugen ausnahmslos
positiv zur Gesamtleistung in Höhe von 125,0 Mio. €
bei. Die Vorjahresleistung (112,8 Mio. €) konnte damit
deutlich übertroffen werden.
4. Ertrags-, Finanz und Vermögenslage
Ertragslage
Mit dem Leistungsanstieg einher geht auch eine
deutliche Zunahme des Rohertrags. Dieser beträgt 55,4
Mio. € und liegt damit deutlich über dem
Vorjahreswert (46,6 Mio. €). Entsprechend legt auch die
Rohertragsquote von 41,3 % auf 44,3 % zu. Wie im Vorjahr
(+33,8 Mio. €) hat auch in 2023 (28,1 Mio. €) der
Bestand an unfertigen Erzeugnissen nochmal spürbar
zugenommen. Margenanteile werden dadurch in das Jahr der
Schlussrechnung verschoben und erhöhen damit
zusätzlich, jedoch zeitversetzt das Leistungspotential
und damit auch den Rohertrag. Dieser Sachverhalt erklärt
größtenteils die vergleichsweise hohen Quoten
für Material und Fremdleistungen sowie umgekehrt eine
relativ niedrige Rohertragsquote. Dennoch bleibt
festzustellen, dass trotz Bestandsaufbau die
Materialaufwandsquote (Material und Fremdleistungen) von 58,7
% auf 55,7 % fällt. Ursächlich hierfür ist das
absolut gestiegene Schlussrechnungsaufkommen einerseits und
die zunehmende, relative Marge schlussgerechneter Projekte
andererseits. Zudem zeigt der Gesamtbestand laufender
Halbfertigprojekte trotz vorsichtiger und verlustfreier
Bestandsbewertung eine relative Aufwertung. Ein genauer Blick
auf die Materialaufwandsquote zeigt, dass der reine
Materialanteil mit 21,6 % (Vorjahr: 26,6 %) stark abnehmend,
der Fremdleistungsanteil mit 34,1 % (Vorjahr: 32,1 %) jedoch
weiter zunehmend ist. Diese Entwicklung deutet darauf hin,
dass sich die eigenen Kapazitäten auf Anschlag befinden
und vermehrt Leistungen entlang der Wertschöpfungskette
der SAR GmbH hinzugekauft wurden.
Die sonstigen betrieblichen Erträge sind stark
zunehmend und betragen rund 2,43 Mio. € (Vorjahr: 0,39
Mio. €). Als größter Posten schlagen dabei
Entschädigungszahlungen von Versicherungen (1,62 Mio.
€) in Zusammenhang mit dem Brandschaden im
Betriebsgebäude II zu Buche. Erträge aus
Währungsumrechnungen belaufen sich auf 0,52 Mio. €
und Erträge aus Auflösung von Rückstellungen
auf 0,17 Mio. €.
Die Personalaufwendungen belaufen sich auf 36,7 Mio.
€ und haben damit im Vergleich zum Vorjahr (33,8 Mio.
€) absolut gesehen um 2,9 Mio. € zugenommen.
Regelmäßige Lohn- und Gehaltsanpassungen tragen zu
kontinuierlich steigenden Personalkosten bei. Auch die
geleisteten Überstundenumfänge sind spürbar
zunehmend und liegen knapp 20,0 % über dem Niveau aus
dem Vorjahr. Relativ gesehen fällt jedoch die
Personalaufwandsquote leicht von 29,9 % auf 29,3 %. Der
erneute Leistungsanstieg erforderte zusätzlichen
Personalbedarf, der aber nur zum Teil über
Neueinstellungen und Überstundenkontingente gedeckt
werden konnte. In der Folge mussten vermehrt Fremdleistungen
zugekauft werden. Dies erklärt den weiteren Anstieg der
Fremdleistungsquote einerseits und damit einhergehend die
rückläufige Personalaufwandsquote andererseits.
Soweit realisierbar wird versucht mit regelmäßigen
Neueinstellungen nicht nur der natürlichen Fluktuation,
sondern auch dem zunehmenden Bedarf an Personalressourcen
Rechnung zu tragen. Nach wie vor bleibt es der Anspruch die
eigene Wertschöpfung weiter auszubauen um damit auch den
hohen Qualitätsanforderungen weiterhin zu jeder Zeit
gerecht zu werden.
Die Abschreibungen in Höhe von rund 820 T€
sind im Vergleich zum Vorjahr (ca. 750 T€) zunehmend. Im
2. Halbjahr wurden zwei Barista-Zellen aktiviert, was den
Anstieg im Wesentlichen erklärt. In den anderen
Bereichen des Anlagevermögens (BGA, Software, etc.) wird
stets auf regelmäßige Ersatzinvestitionen geachtet
und damit der Umfang der Abschreibungen nahezu konstant
gehalten.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben um ca.
0,7 Mio. € auf 7,0 Mio. € zugenommen (Vorjahr: 6,3
Mio. €). Die Quote bleibt dabei im Vergleich zum Vorjahr
unverändert bei 5,5 %. Trotz Leistungszuwachs sind die
variablen Kostenanteile nur marginal zunehmend.
Größere Abweichungen sind in den besonderen
betrieblichen Aufwendungen zu finden, die sich aber teilweise
wieder saldieren. Die Aufwendungen aus
Währungsumrechnungen legen deutlich zu und betragen 845
T€ (Vorjahr: 361 T€). Forderungskorrekturen
hingegen sind rückläufig und betragen ca. 322
T€ (Vorjahr: EWB in Höhe von 458 T€).
Erträge aus Beteiligungen und Geldanlagen betragen
rund 1.340 T€. Am stärksten schlagen hier
klassische Erträge aus Bankzinsen zu Buche. Diese
belaufen sich auf 751 T€ (Vorjahr: 98 T€).
Erträge aus dem Finanzanlagevermögen inklusive
Zuschreibungen betragen 555 T€ (Vorjahr: 389 T€).
Dem gegenüber stehen Aufwendungen für Avale und
Zinsen in Höhe von 178 T€ (Vorjahr: 208 T€).
Während im Vorjahr außerordentliche Abschreibungen
auf Finanzanlagen (-361 T€) das Finanzergebnis belastet
haben, konnte in 2023 zumindest ein Teil (190 T€) wieder
zugeschrieben werden.
Somit ergibt sich ein Ergebnis vor Steuern in Höhe
von rund 14,4 Mio. € (Vorjahr: 6,1 Mio. €). Der
Umsatzanteil an der Gesamtleistung und damit der Umfang an
Schlussrechnungen ist deutlich zunehmend. Insbesondere die
durchschnittlich realisierten Projektmargen konnten im
Vergleich zum Vorjahr stark verbessert werden und
beflügeln damit auch die Ergebnisentwicklung. Eine
stabile Gemeinkostenstruktur im Verhältnis zur
Leistungsentwicklung trägt im Übrigen zu einem sehr
guten Jahresergebnis bei.
Finanzlage
Wesentliche Finanzierungsinstrumente sind Eigenmittel,
Anzahlungen sowie damit in Verbindung stehende Aval-Linien.
Damit ist das Unternehmen insgesamt mit einem sehr
komfortablen Liquiditäts-bestand ausgestattet.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
wurden planmäßig getilgt. Derzeit existiert ein
Immobiliendarlehen zu feststehenden Konditionen mit einem
Restwert von 0,45 Mio. € für das
Geschäftsgebäude in Gunzenhausen.
Das Unternehmen steht dadurch nicht in
Abhängigkeit von veränderlichen Zins- und
Fälligkeitsstrukturen.
Die Rückstellungen haben sich von 5,4 Mio. €
im Vorjahr auf 6,2 Mio. € erhöht. Gestiegene
Nachlaufkosten für in Vorjahren schlussgerechnete
Projekte erfordern eine Anpassung der Rückstellung um
rund 0,6 Mio. €. Auch die Rückstellungen für
nicht genommenen Urlaub und Überstunden wurden um rund
0,4 Mio. € angehoben. Die restlichen Abweichungen
saldieren sich fast vollständig.
Der Bestand des kurzfristigen Fremdkapitals reduzierte
sich von 23,7 Mio. € im Vorjahr auf 21,5 Mio. €.
Die größte Abweichung entfällt dabei auf die
erhaltenen Anzahlungen (-2,5 Mio. €), obwohl der Umfang
an erhaltenen Anzahlungen insgesamt stark steigend ist.
Soweit den Anzahlungen eine entsprechende Projektleistung
(WIP) gegenübersteht erfolgt ein Aktivausweis als
Abzugsposten von den unfertigen Erzeugnissen. Das
heißt, der Großteil erhaltener Anzahlungen wird
also durch unfertige Leistungen neutralisiert. Ebenso
abnehmend sind die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen (-0,6 Mio. €). Zunehmend hingegen sind die
Rückstellungen (+0,85 Mio. € - siehe
Ausführungen oben).
In 2023 wurden Investitionen in immaterielle
Vermögensgegenstände und Sachanlagen in Höhe
von 2,2 Mio. € umgesetzt. Zusätzliche
Investitionsverpflichtungen egal welcher Art bestehen nicht.
Der Finanzmittelbestand zum Stichtag beträgt 59,6
Mio. € und ist damit im Vergleich zum Vorjahr (41,7 Mio.
€) stark zunehmend. Die Quote an erhaltenen Anzahlungen
in Relation zum Bestand an unfertigen Erzeugnissen wurde im
Vergleich zum Vorjahr, begünstigt durch ein positives
Zinsumfeld, aktiv nach oben gefahren. In Konsequenz
nähert sich die verfügbare Liquidität damit
einer eher realistischen Größenordnung an, weil
der größere Teil der unfertigen Erzeugnisse eben
nicht mehr durch Eigenmittel vorfinanziert wird.
Überdies trägt der positive Jahresüberschuss
zum Anstieg der Liquidität bei. Nennenswerte
Transaktionen im Bereich der Finanzanlagen führen
aufgrund sich insgesamt ausgleichender Salden zu keinem
Sondereffekt.
Aufgrund der anziehenden Leistung und damit auch dem
gestiegenen Bürgschaftsbedarf wurde die Aval-Linie von
31,0 Mio. € auf 33,0 Mio. € erhöht. Das
Auslastungsniveau der Gesamtlinie liegt im Jahresschnitt
etwas über 60,0 %. Die Tendenz zum Jahresende hin ist
leicht zunehmend. Dennoch ist Spielraum für Spitzen und
Wachstum gegeben.
Die Liquidität beeinträchtigende
Vorgänge aus dem Blickwinkel der SAR GmbH sind derzeit
nicht erkennbar. Die Anzahlungsbereitschaft der Kunden ist
nach wie vor ausreichend.
Besondere außerbilanzielle Verpflichtungen, die
nicht im Rahmen der normalen, monatlichen
Betriebsaufwendungen in Form von KFZ-Leasing- und
Gebäude-Mietaufwendungen Niederschlag finden, sind nicht
gegeben.
Vermögenslage
Die Sachanlagen erfuhren im Berichtszeitraum diverse
Aufwertungen. Die Differenzen zum Vorjahr ergeben sich somit
neben dem Abschreibungsvolumen aus diversen Investitionen-
bzw. Ersatzinvestitionen (siehe auch 1.f.) aber insbesondere
auch durch Aktivierung eigener Leistungen. Seit Mitte des
Jahres sind die ersten beiden Barista-Zellen in Betrieb.
Zeitgleich wurden die Anlagen aktiviert (rund 0,9 Mio.
€). Die Ersatzinvestitionen im Bereich BGA haben bedingt
durch den Brand in Gebäude II etwas zugenommen (+0,2
Mio. €). Zu guter Letzt führt der Baufortschritt
rund um das "Future Cafe" zu einem Zuwachs der Anlagen im Bau
(+0,6 Mio. €).
Die Finanzanlagen sind leicht rückläufig und
betragen 12,3 Mio. € (Vorjahr: 12,4 Mio. €). Die
Aufstockung der Anteile an der IMA-TEC GmbH (0,8 Mio. €)
sowie eine Zuschreibung auf Finanzanlagen (0,2 Mio. €)
erhöhen die Aktiva. Im Gegenzug bezahlte die IMA-TEC
(1,0 Mio. €) sowie die SAR LP (0,14 Mio. €) jeweils
ein Darlehen zurück. Damit saldieren sich die
größten Positionen weitestgehend.
Das Umlaufvermögen erhöhte sich von 88,3 Mio.
€ auf 95,0 Mio. €. Der gesamte Vorratsbestand
reduzierte sich dabei um 13,6 Mio. € obwohl der Bestand
im Bereich der fertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen
stark steigend ist. Gleichzeitig sind jedoch die erhaltenen
Anzahlungen (siehe oben) ebenfalls aber
überdurchschnittlich stark angewachsen. Durch den
Aktivausweis der Anzahlungen ergibt sich nach Saldierung eine
deutliche Verringerung des bilanziellen Vorratsbestands. Im
Gegenzug erhöhte sich der Finanzmittelbestand
spürbar um 17,9 Mio. €. Die Forderungen und
sonstigen Vermögensgegenstände legten um 2,3 Mio.
€ zu.
5. Finanzielle und nichtfinanzielle
Leistungsindikatoren Grundsätzlich war die
Geschäftstätigkeit der SAR GmbH bisher von
kontinuierlichem Wachstum geprägt. Ein gewisse
Schwankungsbreite ist hierbei zu berücksichtigen, die
größtenteils auf die Bestimmungen zum
Bestandsausweis unfertiger Erzeugnisse gemäß HGB
zurückzuführen ist. In den Jahren 2020 und 2021
musste zumindest die Leistungsentwicklung den ungeplanten
Einflüssen von außen ein Stück weit Rechnung
tragen. Bereits in 2022 konnte das Niveau vor Pandemiebeginn
übertroffen werden. Negative Auswirkungen auf die
Ergebnisrechnung blieben auch in den schwierigen Jahren
bislang aus. Im Verhältnis planmäßige bis
überdurchschnittliche Ergebnisse der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit sowie
Jahresüberschüsse zeugen insgesamt von einem
jederzeit kontrollierten Wachstum - kleinere
Konsolidierungsphasen eingeschlossen.
Die Auftragslage für das kommende
Geschäftsjahr ist als sehr gut zu bewerten. Rund 132
Mio. € Auftragsbestand (Vorjahr: 132 Mio. €) werden
in das neue Geschäftsjahr 2024 übernommen. Die
Vertriebsleistung zeigte sich in 2023 sehr erfreulich und
übertraf mit 127,0 Mio. € das Vorjahr (110,0 Mio.
€) deutlich. Trotz spürbar zunehmender
Leistungsumfänge konnte mit kontinuierlichen
Auftragseingängen im Jahresverlauf das Bestandsniveau
hochgehalten werden. Auf dem Papier ist grundsätzlich
Planungssicherheit für 2024 gegeben. Unsicherheiten
ergeben sich zweifelsohne mit Blick auf die derzeit
schwelenden, politischen Konflikte. Insofern bleibt das
generelle Geschäftsumfeld angespannt, auch wenn
zumindest kurzfristig keine negativen Auswirkungen auf die
Geschäftstätigkeiten der SAR GmbH erkennbar sind.
Ausschlaggebend für die erfolgreiche
Geschäftsentwicklung ist aus unserer Sicht zweifelsohne
ein hohes Maß an Kundenzufriedenheit. Ein permanenter
Abgleich mit den Qualitätsanforderungen unserer Kunden
führt zu Qualitätsstandards, die Maßstab
für interne wie externe Prozessabläufe sind.
Grundvoraussetzung für Qualität ist die
Mitarbeiterbeschaffung und -entwicklung. Um dem Mangel an
qualifizierten Fachkräften entgegen zu wirken wird viel
Wert auf die Präsenz an den regionalen Hochschulen
gelegt. Forschungsprojekte mit Hochschulen, das Angebot von
dualen Studiengängen, Praktika im In- und Ausland sowie
unterschiedlichen Bachelorarbeiten sind dabei wesentlicher
Teil unserer Aktivitäten.
C.
Zukunftsaussichten
1. Prognosen
In den vergangenen Jahren setzten pandemiebedingte
Unwägbarkeiten und staatliche Restriktionen der
Wirtschaft gewaltig zu. Zudem stellen unmittelbare und
mittelbare Auswirkungen des Ukrainekrieges die Märkte
vor neue Herausforderungen. Trotzdem konnte das Unternehmen
den Umfang seiner Geschäftstätigkeit auf hohem
Niveau behaupten. Nach einer kurzen Konsolidierungsphase
zeigte sich 2023, getrieben von einem hohen
Nachfragepotential äußerst robust und auch mit
Blick auf 2024 sehr gut ausgelastet. Der Schwerpunkt der
Aktivitäten liegt nach wie vor in der
Automobilindustrie. Die Branche hat sich in den vergangenen
Jahren sehr gut entwickelt und entsprechend investiert. Das
Voranschreiten der E-Mobilität stützt diesen Trend.
Die Fokussierung auf neue Märkte (Schwellenländer)
und andere Branchen darf trotz der guten Auftragslage nicht
ausgeblendet werden. Trotz erheblichem Potential am Markt
begrenzen zumindest im Moment die knappen Ressourcen die
realisierbaren Möglichkeiten.
Die prognostizierte Leistung für 2024 liegt bei
130,0 Mio. € und damit über dem Vorjahreswert von
123,0 Mio. €. Die Jahre 2022 und 2023 konnten in einem
anspruchsvollen Marktumfeld Zuwächse verbuchen. Bezogen
auf die Istleistung 2023 (125,0 Mio. €) wird der Plan
zwar moderat aber auf hohem Niveau um 4,0 % angehoben.
Das Planergebnis wurde mit 7,8 % vor Steuern (bezogen
auf die Gesamtleistung) gerechnet und ebenfalls vorsichtig
angesetzt. Die weiter steigende Inflation auf dem
Beschaffungsmarkt wurde in der Planungsrechnung bereits
berücksichtigt. Dieser Wert liegt also unter dem
erreichten Wert von 2023 (11,5 %). Damit soll auch nach wie
vor der gegebenen und auch wachsenden Risikostruktur im
Projektumfeld Rechnung getragen werden. Mit dem
gegenwärtigen Plan-Szenario wird Vollauslastung
angestrebt.
2. Risiken
Begleiterscheinungen im Projektgeschäft sind
Kalkulations-, Kredit- und Ausführungsrisiken, die es so
gut wie möglich zu kontrollieren gilt. Entsprechend ist
bereits vor Angebotserstellung die Kundenbonität zu
prüfen. Im Rahmen der Angebotserstellung werden
Plausibilitätsprüfungen durchgeführt und ab
einer bestimmten Auftragsgrößenordnung
Entscheidungsgremien gebildet, die festlegen ob am
Angebotsverfahren teilgenommen wird oder nicht. Ein
fundiertes Projektcontrolling informiert während der
Ausführungsphase tagesaktuell über wesentliche
Projektkennzahlen (Status, Kosten, Abrechnungsstand, Offene
Posten, Nachtragsumfang, usw.). Die Projektleiter sind
verpflichtet in regelmäßigen Abständen
kaufmännische Projektkontrollen durchzuführen und
zu bestätigen.
Ein großer Teil der Gesamtleistung wird nach wie
vor aus dem Automotive-Umfeld generiert. Die Bemühungen
sind darauf gerichtet das Produktportfolio zu
diversifizieren. Beispielhaft sei an der Stelle die Sparte
Prozess- und Umwelttechnik genannt, die sich in den letzten
Jahren erfolgreich entwickelt und am Markt behauptet hat.
Damit ist man durchaus in der Lage, Umsätze aus dem
Automotive-Sektor zu substituieren, wenngleich eine positive
Entwicklung der Automobilindustrie auch positiven Einfluss
auf die Geschäftsentwicklung der SAR nehmen kann.
Enge Margen und steigender Preisdruck erschweren nach
wie vor lohnende Projektabwicklung. Größere
Projektumfänge bedeuten höhere Ausführungs-
und Abwicklungsrisiken, die oft durch vorgegebene
Rahmenbudgets nicht mehr abgedeckt sind. In allen
Marktfeldern bedarf es einer sorgsamen Risikobetrachtung der
einzelnen Projektmöglichkeiten. Die Herausforderung
besteht darin sich ein Grundlastniveau zu erarbeiten und
darüber hinaus branchenübergreifend selektiven
Projektvertrieb zu forcieren.
Die derzeit sehr ordentliche Nachfrage füllt zwar
das Auftragsbuch, macht aber auch gleichzeitig den Mangel an
Personalressourcen deutlich. Während sich die
Materialverfügbarkeit weitgehend normalisiert hat,
kristallisiert sich mehr und mehr der "Fachkräftemangel"
als limitierender Faktor heraus. Auslastungsspitzen werden
durch Zukauf abgedeckt. Den eigenen Wertschöpfungsanteil
und damit auch das Qualitätsniveau hochhalten, ohne den
Aspekt der Wirtschaftlichkeit aus dem Auge zu verlieren.
Darin besteht die größte Herausforderung in den
kommenden Jahren.
3. Chancen
Der zunehmende Wettbewerb erfordert
Differenzierungspotential. Als Ansprechpartner für
komplexe Lösungen in einem breiten Spektrum verbunden
mit einem hohen Qualitätsanspruch werden wir konsequent
an unserem Geschäftsmodell festhalten. Permanente
Prozess- und Ablaufkontrollen stellen diesen Anspruch sicher.
Langjährige Erfahrung, Innovationsdynamik,
Zuverlässigkeit und nicht zuletzt die finanzielle
Stabilität sind wesentliche Eckpfeiler der
Unternehmensphilosophie, mit der wir uns gerne den
Herausforderungen der Zukunft stellen.
Durch die internationale Ausrichtung stehen die
Leistungen der Unternehmensgruppe weltweit zur
Verfügung. Damit trägt man der
Produktionsverlagerung nicht nur der deutschen
Automobilindustrie in weltweite Absatzmärkte Rechnung.
Zunehmende Bedeutung gewinnt die gemeinsame
Projektabwicklung im Gruppenverbund. Die Integration
unterschiedlicher Technologien sowie der Austausch
vorhandener Kapazitäten beinhalten Synergiepotential,
erhöhen die Flexibilität und stützen damit die
Gesamtauslastung.
Dem zunehmenden Personalmangel begegnet man seit Jahren
proaktiv und arbeitet sehr erfolgreich mit den regionalen
Hoch- und Technikerschulen zusammen. Die Aktivitäten
erstrecken sich dabei über eine Reihe von
Veranstaltungen wie Tag der offenen Tür, Projekttage,
Energietage, Gastvorträge, der Teilnahme an
Hochschulmessen sowie der Unterstützung des
Technologiezentrums Dingolfing. Nicht zuletzt aufgrund des
hohen sozialen Engagements hat sich das Unternehmen einen
sehr guten Ruf in der Region erarbeitet und kann sich
demzufolge über einen außerordentlichen Zulauf an
Auszubildenden, Studenten, Technikern und Ingenieuren
erfreuen.
Zusammenfassung Insgesamt hat sich das Unternehmen in
den vergangenen Jahren aus unserer Sicht eine hervorragende
Position erarbeitet. Kontrolliertes Wachstum führte zu
einer komfortablen Finanzausstattung und weitestgehender
finanzieller Unabhängigkeit. Das nach wie vor hohe
Auslastungsniveau lastet eigene Kapazitäten sehr gut
aus. Konjunkturelle Abschwächungen können weiter
durch die bedarfsorientierte Reduzierung von eingekauften
Fremdleistungen bis zu einem gewissen Grad kompensiert
werden. Vorhandene Synergien bieten zusätzliches
Rentabilitätspotential. Durch abteilungs- aber auch
firmenübergreifende Prozessverfeinerung und
-standardisierung werden diese Effekte nach und nach
freigesetzt. Vor diesem Hintergrund sehen wir uns sehr gut
gerüstet, die unter Punkt C.2. ausgeführten Risiken
im Speziellen sowie das geschäftsbegleitende
Risikopotential im Allgemeinen zu bewältigen. Insofern
sind Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens
gefährden könnten derzeit nicht erkennbar.
Dingolfing, im Dezember
2024
Geschäftsführung
Bilanz
Aktiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
22.456.194,59 |
21.093.151,86 |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
68.755,55 |
89.177,68 |
| 1.
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz-
und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten |
68.755,55 |
89.177,68 |
| II.
Sachanlagen |
10.123.309,02 |
8.563.735,35 |
| 1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und
Bauten einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken |
7.128.202,54 |
7.225.131,80 |
| 2.
technische Anlagen und Maschinen |
1.366.462,94 |
575.715,59 |
| 3.
andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
920.368,93 |
628.853,22 |
| 4.
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
708.274,61 |
134.034,74 |
| III.
Finanzanlagen |
12.264.130,02 |
12.440.238,83 |
| 1.
Anteile an verbundenen Unternehmen |
6.368.255,48 |
5.516.603,92 |
| 2.
Ausleihungen an verbundene Unternehmen |
646.960,37 |
1.789.828,67 |
| 3.
Beteiligungen |
200.023,98 |
200.023,98 |
| 4.
Wertpapiere des Anlagevermögens |
4.911.515,05 |
4.663.724,06 |
| 5.
sonstige Ausleihungen |
137.375,14 |
270.058,20 |
| B.
Umlaufvermögen |
94.951.164,14 |
88.287.364,90 |
| I.
Vorräte |
18.470.987,00 |
32.031.662,90 |
| 1.
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe |
686.747,29 |
683.789,58 |
| 2.
unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen |
113.927.273,32 |
85.877.876,18 |
| 3.
fertige Erzeugnisse und Waren |
1.902.466,07 |
1.546.827,45 |
| 4.
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen, offen
abgesetzt |
98.045.499,68 |
56.076.830,31 |
| II.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
16.914.467,55 |
14.577.358,90 |
| 1.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
12.041.144,20 |
10.274.239,05 |
| 2.
Forderungen gegen verbundene Unternehmen |
1.530.955,29 |
1.393.941,78 |
| 3.
sonstige Vermögensgegenstände |
3.342.368,06 |
2.909.178,07 |
| III.
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks |
59.565.709,59 |
41.678.343,10 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
697.214,43 |
566.437,73 |
| D.
Aktive latente Steuern |
258.456,93 |
249.813,15 |
| Bilanzsumme,
Summe Aktiva |
118.363.030,09 |
110.196.767,64 |
Passiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Eigenkapital |
96.088.027,06 |
85.480.870,39 |
| I.
gezeichnetes Kapital |
102.769,66 |
102.769,66 |
| II.
Bilanzgewinn |
95.985.257,40 |
85.378.100,73 |
| B.
Rückstellungen |
6.243.603,00 |
5.355.806,00 |
| 1.
Rückstellungen für Pensionen und
ähnliche Verpflichtungen |
655.231,00 |
613.456,00 |
| 2.
Steuerrückstellungen |
4.829,00 |
92.099,00 |
| 3.
sonstige Rückstellungen |
5.583.543,00 |
4.650.251,00 |
| C.
Verbindlichkeiten |
15.993.720,31 |
19.314.168,31 |
| 1.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
450.000,00 |
750.000,00 |
| 2.
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen |
3.514.588,24 |
5.985.999,66 |
| 3.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
6.153.344,13 |
6.728.831,06 |
| 4.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen |
766.389,45 |
876.492,59 |
| 5.
sonstige Verbindlichkeiten |
5.109.398,49 |
4.972.845,00 |
| davon
aus Steuern |
3.253.293,03 |
3.759.755,69 |
| davon
im Rahmen der sozialen Sicherheit |
22.261,80 |
17.147,48 |
| D.
Rechnungsabgrenzungsposten |
37.679,72 |
45.922,94 |
| Bilanzsumme,
Summe Passiva |
118.363.030,09 |
110.196.767,64 |
Gewinn- und Verlustrechnung
|
1.1.2023 - 31.12.2023
EUR |
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR |
| 1.
Umsatzerlöse |
96.129.382,01 |
78.968.224,85 |
| 2.
Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an
fertigen und unfertigen Erzeugnissen |
28.049.397,14 |
33.818.398,85 |
| 3.
andere aktivierte Eigenleistungen |
869.197,02 |
0,00 |
| 4.
sonstige betriebliche Erträge |
2.432.917,19 |
393.317,13 |
| 5.
Materialaufwand |
69.675.186,12 |
66.154.918,37 |
| a)
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren |
27.024.794,87 |
29.973.949,47 |
| b)
Aufwendungen für bezogene Leistungen |
42.650.391,25 |
36.180.968,90 |
| 6.
Personalaufwand |
36.697.941,43 |
33.768.156,25 |
| a)
Löhne und Gehälter |
30.820.280,05 |
28.323.638,30 |
| b)
soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung |
5.877.661,38 |
5.444.517,95 |
| davon
für Altersversorgung |
491.048,32 |
497.983,88 |
| 7.
Abschreibungen |
817.298,77 |
748.030,40 |
| a)
Abschreibungen auf immaterielle
Vermögensgegenstände des Anlagevermögens
und Sachanlagen |
817.298,77 |
748.030,40 |
| 8.
sonstige betriebliche Aufwendungen |
7.000.328,65 |
6.310.818,64 |
| 9.
Erträge aus Beteiligungen |
179.240,79 |
302.724,23 |
| davon
aus verbundenen Unternehmen |
179.240,79 |
302.724,23 |
| 10.
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen
des Finanzanlagevermögens |
375.502,07 |
86.465,05 |
| davon
aus verbundenen Unternehmen |
70.117,95 |
16.721,13 |
| 11.
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
751.374,90 |
98.003,38 |
| 12.
Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere
des Umlaufvermögens |
0,00 |
361.084,12 |
| 13.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
178.436,29 |
208.487,15 |
| davon
aus Abzinsung |
38.878,00 |
41.771,00 |
| 14.
Steuern vom Einkommen und Ertrag |
3.755.327,82 |
1.555.731,79 |
| a)
Ertrag aus der Veränderung latenter Steuern |
8.643,78 |
8.546,03 |
| 15.
Ergebnis nach Steuern |
10.662.492,04 |
4.559.906,77 |
| 16.
sonstige Steuern |
55.335,37 |
54.062,73 |
| Jahresüberschuss |
10.607.156,67 |
4.505.844,04 |
Anhang
A.
Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss
| Firma: |
SAR Elektronic GmbH |
| Sitz: |
Dingolfing |
| Registergericht: |
Amtsgericht Landshut |
| HRB: |
2022 |
Auf die Gesellschaft finden die für große
Kapitalgesellschaften i.S.d. § 267 Abs. 3 HGB geltenden
Regelungen und die ergänzenden Vorschriften des GmbHG
Anwendung.
Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des
Handelsgesetzbuches sowie den einschlägigen Vorschriften
des GmbHG und des Gesellschaftsvertrags aufgestellt.
Das Gliederungsschema ist im Vergleich zum Vorjahr
gleich geblieben.
B.
Wesentliche Bilanzierungs- und
Bewertungsgrundsätze
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden
gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten. Die
Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme
der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2
HGB).
Die
entgeltlich erworbenen immateriellen
Vermögensgegenstände des Anlagevermögens
werden zu Anschaffungskosten aktiviert und linear über
die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die
Abschreibung erfolgt im Zugangsjahr pro rata temporis. Selbst
erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens werden nicht aktiviert.
Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten bzw.
Herstellungskosten angesetzt, vermindert um
planmäßige Abschreibungen. Die Anschaffungskosten
werden unter Berücksichtigung von
Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungskostenminderungen
ermittelt.
Die planmäßigen
Abschreibungen werden auf der Grundlage der
betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer im Betrieb ermittelt.
Für die Zugänge wurde die lineare
Abschreibungsmethode verwendet. Die Abschreibung erfolgt im
Zugangsjahr pro rata temporis.
Von der Möglichkeit des sofortigen Abzugs der
geringwertigen Wirtschaftsgüter im Sinne des
§ 6 Abs. 2 EStG hat die Gesellschaft in vollem Umfang
Gebrauch gemacht.
Das
Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten
angesetzt. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung
wurden, soweit erforderlich, außerplanmäßige
Abschreibungen vorgenommen.
Die
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Handelswaren
werden zu Anschaffungskosten oder Herstellungskosten oder,
soweit erforderlich, zum niedrigeren beizulegenden Wert
angesetzt.
Die
unfertigen Leistungen sind entsprechend ihrem
Fertigstellungsgrad zu Einzelkosten zuzüglich
angemessener Teile an Material- sowie Fertigungsgemeinkosten
und Abschreibungen angesetzt. Des Weiteren entsprechen diese
Wertansätze auch den gemäß den
Grundsätzen der verlustfreien Bewertung nach der
retrograden Bewertungsmethode ermittelbaren
Wertansätzen.
Die
erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen werden mit dem
Rückzahlungsbetrag (ohne Umsatzsteuer) bewertet und
gemäß § 268 Abs. 5 HGB offen von dem Posten
Vorräte abgesetzt, soweit bereits erbrachte Leistungen
dagegen stehen. Erhaltene Anzahlungen ohne Gegenleistung
werden auf der Passivseite unter den Verbindlichkeiten
ausgewiesen.
Die
Forderungen und
sonstigen Vermögensgegenstände werden zum
Nennwert abzüglich erforderlicher
Einzelwertberichtigungen bewertet. Bei den Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen wurde zur Abdeckung des
allgemeinen Zins- und Kreditrisikos eine angemessene
Pauschalwertberichtigung von 1 % auf den
einzelwertberichtigten Netto-Forderungsbestand gebildet. Bei
der Bemessung der Einzelwertberichtigungen wurde
berücksichtigt, dass die Forderungen teilweise durch
eine Warenkreditversicherung abgesichert sind.
Der
Kassenbestand sowie
Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert
angesetzt.
Als
Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite
Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, sofern sie
Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag
darstellen. Auf der Passivseite werden Einnahmen vor dem
Bilanzstichtag ausgewiesen, sofern sie Ertrag für eine
bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Auflösung
der Posten erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.
Die
Pensionsrückstellungen für bestehende
unverfallbare Anwartschaften werden nach
versicherungsmathematischen Grundsätzen zum Teilwert
unter Zugrundelegung der Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus
Heubeck ermittelt. Als Abzinsungsfaktor wurde der dazu von
der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag ermittelte
durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre von
1,82 % angesetzt (im Vorjahr: 1,78 %). Der Rententrend wurde
bei einmaligen Kapitalleistungen mit einer Rate von 0 % und
bei lebenslang zu zahlenden Altersrenten mit 3 %
berücksichtigt. Gehaltssteigerungen und Fluktuation sind
nicht berücksichtigt.
Die
Steuerrückstellungen erfassen alle noch nicht
veranlagten Steuern.
Die
sonstigen Rückstellungen berücksichtigen
nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung alle
erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie
sind in Höhe des nach vernünftiger
kaufmännischer Beurteilung notwendigen
Erfüllungsbetrages angesetzt. Vorhandene langfristige
Rückstellungen werden entsprechend mit dem
durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre
abgezinst, künftige Preis- und Kostensteigerungen in
Höhe der Inflationsrate berücksichtigt. Die
Gewährleistungsrückstellungen werden pauschal mit
0,5 % vom rückstellungsbehafteten Umsatz, abzüglich
Fremdleistungen mit Rückgriffsrechten gegenüber
Dritten, vorgenommen.
Die
Verbindlichkeiten werden mit ihrem
Erfüllungsbetrag angesetzt.
Latente Steuern werden ab 2010 für temporäre
und quasi-permanente Unterschiede zwischen handelsrechtlichen
und steuerlichen Wertansätzen gemäß dem
Konzept der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode
("Liability Method") ermittelt. Die sich ergebenden
kumulierten Steuerbe- und Steuerentlastungen werden
miteinander verrechnet.
Auf
fremde Währung lautende
Vermögensgegenstände und Schulden werden
grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs am
Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von
mehr als einem Jahr werden dabei das Realisationsprinzip
(§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das
Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB)
berücksichtigt.
C.
Erläuterungen zur Bilanz
1. Anlagevermögen
Die Entwicklung der einzelnen Posten des
Anlagevermögens im Geschäftsjahr ist aus dem
Anlagenspiegel zu ersehen (§ 284 Abs. 3 HGB).
2. Angaben zum Anteilsbesitz
|
Beteiligung
%
|
Eigenkapital
31.12.2023
TEuro
|
Ergebnis
2023
TEuro
|
TECCAD Engineering GmbH,
Deutschland
|
63 %
|
4.796
|
223
|
Solarpark Hartmannsdorf
GmbH & Co. KG, Deutschland
|
100 %
|
10
|
179
|
Hartmannsdorf Verwaltungs
GmbH, Deutschland
|
100 %
|
25
|
0
|
IMA-TEC GmbH, Deutschland
|
100 %
|
265
|
-246
|
Autec Engineering GmbH,
Schweiz
|
60 %
|
608
|
25
|
SAR Automatizacija d.o.o.,
Slowenien
|
70 %
|
1.850
|
432
|
SAR Automation und
Prozesstechnik GmbH, Schweiz
|
90 %
|
609
|
25
|
SAR Management
Corporation, USA
|
100 %
|
5
|
0
|
SAR Technical Services
Proprietary Ltd., Südafrika
|
100 %
|
243
|
10
|
SAR UK Ltd.,
Großbritannien
|
100 %
|
1.833
|
318
|
SAR Austria GmbH,
Österreich
|
100 %
|
83
|
3
|
SAR Automation Kft.,
Ungarn
|
100 %
|
131
|
-7
|
KNEXT GmbH, Deutschland
|
90 %
|
4
|
-21
|
3. Vorräte
Hinsichtlich der Lieferungen von
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie der
Handelswaren bestehen die üblichen
Eigentumsvorbehalte.
Soweit bereits erbrachte Leistungen dagegen stehen,
wurden von den Vorräten im Berichtsjahr
erhaltene Anzahlungen in Höhe von TEuro 98.045
(Vj.: TEuro 56.077) offen abgesetzt.
4. Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
Art der Forderung
|
Gesamtbetrag
|
Mit einer Restlaufzeit von
|
|
|
bis 1 Jahr
|
1-5 Jahren
|
über 5 Jahre
|
|
TEuro
|
TEuro
|
TEuro
|
TEuro
|
Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen
|
12.041
|
12.041
|
0
|
0
|
Forderungen gg. verbundene
Unternehmen
|
1.531
|
1.531
|
0
|
0
|
Sonstige
Vermögensgegenstände
|
3.342
|
3.342
|
0
|
0
|
Gesamt
|
16.914
|
16.914
|
0
|
0
|
Vorjahr
|
14.577
|
14.572
|
5
|
0
|
Die
Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie noch nicht
ausbezahlte Gewinnanteile.
In den
sonstigen Vermögensgegenständen sind
Forderungen aus Steuererstattungsansprüchen in Höhe
von TEuro 3.113 (Vj.: TEuro 2.614), Forderungen
gegenüber Mitarbeitern in Höhe von TEuro 70 (Vj.
TEuro 34) sowie debitorische Kreditoren in Höhe von
TEuro 45 (Vj.: TEuro 186) enthalten.
5. Latente Steuern
Zum Bilanzstichtag errechneten sich
aktive latente Steuern aus abweichenden
Wertansätzen zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz bei
den Rückstellungen für Pensionen in Höhe von
insgesamt TEuro 258. Die Ermittlung der latenten Steuern
erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes von
aktuell 26,6 %.
Bilanzposition
|
Aktive latente Steuern
|
Passive latente Steuern
|
|
31.12.2023
|
31.12.2022
|
31.12.2023
|
31.12.2022
|
|
TEuro
|
TEuro
|
TEuro
|
TEuro
|
Rückstellungen
für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
|
258
|
250
|
0
|
0
|
Zwischensumme
|
258
|
250
|
0
|
0
|
Saldierung
|
0
|
0
|
0
|
0
|
Gesamt
|
258
|
250
|
0
|
0
|
6. Eigenkapital
Das
Stammkapital der Gesellschaft wurde noch nicht auf
Euro umgestellt und beträgt - unverändert zum
Vorjahr - DM 201.000,00.
|
2023
|
2022
|
Entwicklung des Bilanzgewinns
|
Euro
|
Euro
|
Gewinnvortrag aus Vorjahr
|
85.378.100,73
|
80.872.256,69
|
Ausschüttungen
|
0,00
|
0,00
|
Jahresüberschuss
|
10.607.156,67
|
4.505.844,04
|
Gesamt
|
95.985.257,40
|
85.378.100,73
|
Für die Ausschüttung gesperrt i.S.d. §
268 Abs. 8 HGB sind Beträge in Höhe von TEuro 258
aus der Aktivierung latenter Steuern.
Die Geschäftsführung schlägt vor, den
Jahresüberschuss in Höhe von EUR 10.607.156,67 auf
neue Rechnung vorzutragen.
7. Rückstellungen
Die
Pensionsrückstellungen sind durch
Rückdeckungsversicherungen gesichert, die
ausschließlich der Erfüllung der
Pensionsverpflichtungen dienen und dem Zugriff übriger
Gläubiger durch Abtretungserklärungen entzogen
sind. Die Aktivwerte dieser Versicherungen in Höhe von
TEuro 1.439 wurden nach den Vorschriften des
Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (§ 246 Abs. 2 Satz 2
HGB) im Geschäftsjahr mit den zugrunde liegenden
Verpflichtungen in Höhe von TEuro 2.094 verrechnet. Der
beizulegende Zeitwert entspricht den fortgeführten
Anschaffungskosten. Zudem resultiert aus der Abzinsung dieser
Rückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz
der vergangenen zehn statt sieben Jahre ein
Unterschiedsbetrag in Höhe von TEuro 23. Dieser
Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung,
zusätzlich zum bereits unter Nr. 6 genannten Betrag,
gesperrt.
Die
sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt
zusammen:
Sonstige Rückstellungen
|
2023
|
2022
|
|
TEuro
|
TEuro
|
Aufbewahrung der
Geschäftsunterlagen
|
26
|
26
|
Berufsgenossenschaft
|
212
|
193
|
Gewährleistung
|
345
|
378
|
Jahresabschlusserstellung
und Prüfung
|
50
|
54
|
Nachlaufkosten /
ausstehende Rechnungen
|
1.086
|
504
|
Personal
|
3.789
|
3.342
|
Sonstige ausstehende
Rechnungen
|
76
|
153
|
Gesamt
|
5.584
|
4.650
|
8. Verbindlichkeiten
Verbindlichkeitenspiegel
Art der Verbindlichkeit
|
Gesamtbetrag
|
bis zu
|
2 bis 5
|
über 5
|
zum 31.12.2023
|
2023
|
1 Jahr
|
Jahre
|
Jahre
|
|
TEuro
|
TEuro
|
TEuro
|
TEuro
|
gegenüber
Kreditinstituten
|
450
|
300
|
150
|
0
|
(Vorjahr)
|
(750)
|
(300)
|
(450)
|
(0)
|
erhaltene Anzahlungen
|
3.515
|
3.515
|
0
|
0
|
(Vorjahr)
|
(5.986)
|
(5.986)
|
(0)
|
(0)
|
aus Lieferungen und
Leistungen
|
6.153
|
6.153
|
0
|
0
|
(Vorjahr)
|
(6.729)
|
(6.729)
|
(0)
|
(0)
|
gegenüber verbundenen
Unternehmen
|
766
|
766
|
0
|
0
|
(Vorjahr)
|
(876)
|
(876)
|
(0)
|
(0)
|
sonstige Verbindlichkeiten
|
5.109
|
5.109
|
0
|
0
|
(Vorjahr)
|
(4.973)
|
(4.973)
|
(0)
|
(0)
|
Gesamt
|
15.994
|
15.844
|
150
|
0
|
(Vorjahr)
|
(19.314)
|
(18.864)
|
(450)
|
(0)
|
Die
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
(langfristig, Immobilien) sind in voller Höhe durch
Grundschulden gesichert.
Die
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen.
|
Anschaffungs-,
Herstellungskosten
|
Zugänge
|
davon FK-Zinsen
|
|
01.01.2023
|
|
|
|
Euro
|
Euro
|
Euro
|
Anlagevermögen
|
|
|
|
Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
|
1.484.702,84
|
30.531,31
|
0,00
|
Summe immaterielle
Vermögensgegenstände
|
2.264.702,84
|
30.531,31
|
0,00
|
Sachanlagen
|
|
|
|
Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken
|
11.497.340,21
|
137.846,40
|
0,00
|
technische Anlagen und
Maschinen
|
1.800.167,39
|
887.720,80
|
0,00
|
Andere Anlagen, Betriebs-
und Geschäftsausstattung
|
3.415.770,11
|
612.339,68
|
0,00
|
Geleistete Anzahlungen und
Anlagen im Bau
|
134.034,74
|
690.074,99
|
0,00
|
Summe Sachanlagen
|
16.847.312,45
|
2.327.981,87
|
0,00
|
Finanzanlagen
|
|
|
|
Anteile an verbundenen
Unternehmen
|
5.516.603,92
|
851.651,56
|
0,00
|
Ausleihungen an verbundene
Unternehmen
|
1.789.828,67
|
1.082.793,37
|
0,00
|
Beteiligungen
|
200.023,98
|
0,00
|
0,00
|
Wertpapiere des
Anlagevermögens
|
5.024.808,18
|
58.198,49
|
0,00
|
sonstige Ausleihungen
|
270.058,20
|
10.858,71
|
0,00
|
Summe Finanzanlagen
|
12.801.322,95
|
2.003.502,13
|
0,00
|
Summe Anlagevermögen
|
31.913.338,24
|
4.362.015,31
|
0,00
|
|
Abgänge
|
Umbuchungen
|
Anschaffungs-,
Herstellungskosten
|
|
|
|
31.12.2023
|
|
Euro
|
Euro
|
Euro
|
Anlagevermögen
|
|
|
|
Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
|
11.798,01
|
0,00
|
1.503.436,14
|
Summe immaterielle
Vermögensgegenstände
|
11.798,01
|
0,00
|
2.283.436,14
|
Sachanlagen
|
|
|
|
Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken
|
3.131,58
|
0,00
|
11.632.055,03
|
technische Anlagen und
Maschinen
|
0,00
|
54.569,06
|
2.742.457,25
|
Andere Anlagen, Betriebs-
und Geschäftsausstattung
|
715.594,86
|
61.266,06
|
3.373.780,99
|
Geleistete Anzahlungen und
Anlagen im Bau
|
0,00
|
-115.835,12
|
708.274,61
|
Summe Sachanlagen
|
718.726,44
|
0,00
|
18.456.567,88
|
Finanzanlagen
|
|
|
|
Anteile an verbundenen
Unternehmen
|
0,00
|
0,00
|
6.368.255,48
|
Ausleihungen an verbundene
Unternehmen
|
2.225.661,67
|
0,00
|
646.960,37
|
Beteiligungen
|
0,00
|
0,00
|
200.023,98
|
Wertpapiere des
Anlagevermögens
|
0,00
|
0,00
|
5.083.006,67
|
sonstige Ausleihungen
|
143.541,77
|
0,00
|
137.375,14
|
Summe Finanzanlagen
|
2.369.203,44
|
0,00
|
12.435.621,64
|
Summe Anlagevermögen
|
3.099.727,89
|
0,00
|
33.175.625,66
|
|
kumulierte Abschreibungen
|
Abschreibungen
|
Zugänge
|
|
01.01.2023
|
Geschäftsjahr
|
|
|
Euro
|
Euro
|
Euro
|
Anlagevermögen
|
|
|
|
Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
|
1.395.525,16
|
50.953,44
|
0,00
|
Summe immaterielle
Vermögensgegenstände
|
2.175.525,16
|
50.953,44
|
0,00
|
Sachanlagen
|
|
|
|
Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken
|
4.272.208,41
|
234.775,66
|
0,00
|
technische Anlagen und
Maschinen
|
1.224.451,80
|
151.542,51
|
0,00
|
Andere Anlagen, Betriebs-
und Geschäftsausstattung
|
2.786.916,89
|
380.027,16
|
0,00
|
Geleistete Anzahlungen und
Anlagen im Bau
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
Summe Sachanlagen
|
8.283.577,10
|
766.345,33
|
0,00
|
Finanzanlagen
|
|
|
|
Anteile an verbundenen
Unternehmen
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
Ausleihungen an verbundene
Unternehmen
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
Beteiligungen
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
Wertpapiere des
Anlagevermögens
|
361.084,12
|
0,00
|
0,00
|
sonstige Ausleihungen
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
Summe Finanzanlagen
|
361.084,12
|
0,00
|
0,00
|
Summe Anlagevermögen
|
10.820.186,38
|
817.298,77
|
0,00
|
|
Abgänge
|
Umbuchungen
|
kumulierte Abschreibungen
|
|
|
|
31.12.2023
|
|
Euro
|
Euro
|
Euro
|
Anlagevermögen
|
|
|
|
Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
|
11.798,01
|
0,00
|
1.434.680,59
|
Summe immaterielle
Vermögensgegenstände
|
11.798,01
|
0,00
|
2.214.680,59
|
Sachanlagen
|
|
|
|
Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken
|
3.131,58
|
0,00
|
4.503.852,49
|
technische Anlagen und
Maschinen
|
0,00
|
0,00
|
1.375.994,31
|
Andere Anlagen, Betriebs-
und Geschäftsausstattung
|
713.531,99
|
0,00
|
2.453.412,06
|
Geleistete Anzahlungen und
Anlagen im Bau
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
Summe Sachanlagen
|
716.663,57
|
0,00
|
8.333.258,86
|
Finanzanlagen
|
|
|
|
Anteile an verbundenen
Unternehmen
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
Ausleihungen an verbundene
Unternehmen
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
Beteiligungen
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
Wertpapiere des
Anlagevermögens
|
0,00
|
0,00
|
361.084,12
|
sonstige Ausleihungen
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
Summe Finanzanlagen
|
0,00
|
0,00
|
361.084,12
|
Summe Anlagevermögen
|
728.461,58
|
0,00
|
10.909.023,57
|
|
Zuschreibungen
|
Buchwert
|
Buchwert
|
|
Geschäftsjahr
|
31.12.2023
|
31.12.2022
|
|
Euro
|
Euro
|
Euro
|
Anlagevermögen
|
|
|
|
Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
|
0,00
|
68.755,55
|
89.177,68
|
Summe immaterielle
Vermögensgegenstände
|
0,00
|
68.755,55
|
89.177,68
|
Sachanlagen
|
|
|
|
Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken
|
0,00
|
7.128.202,54
|
7.225.131,80
|
technische Anlagen und
Maschinen
|
0,00
|
1.366.462,94
|
575.715,59
|
Andere Anlagen, Betriebs-
und Geschäftsausstattung
|
0,00
|
920.368,93
|
628.853,22
|
Geleistete Anzahlungen und
Anlagen im Bau
|
0,00
|
708.274,61
|
134.034,74
|
Summe Sachanlagen
|
0,00
|
10.123.309,02
|
8.563.735,35
|
Finanzanlagen
|
|
|
|
Anteile an verbundenen
Unternehmen
|
0,00
|
6.368.255,48
|
5.516.603,92
|
Ausleihungen an verbundene
Unternehmen
|
0,00
|
646.960,37
|
1.789.828,67
|
Beteiligungen
|
0,00
|
200.023,98
|
200.023,98
|
Wertpapiere des
Anlagevermögens
|
189.592,50
|
4.911.515,05
|
4.663.724,06
|
sonstige Ausleihungen
|
0,00
|
137.375,14
|
270.058,20
|
Summe Finanzanlagen
|
189.592,50
|
12.264.130,02
|
12.440.238,83
|
Summe Anlagevermögen
|
189.592,50
|
22.456.194,59
|
21.093.151,86
|
D.
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem
Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Auf die Aufgliederung der
Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen und
nach geographisch bestimmten Märkten wird entsprechend
der Ausnahmeregelung des § 286 Abs. 2 HGB verzichtet.
Die
sonstigen betrieblichen Erträge betreffen im
Wesentlichen Erträge aus Währungskursdifferenzen,
aus Versicherungsentschädigungen, aus der Auflösung
von Rückstellungen, Zuzahlungen der Mitarbeiter sowie
Erträge aus Weiterbelastungen von Kosten. Innerhalb der
sonstigen betrieblichen Erträge sind
außergewöhnliche Erträge in Höhe von
TEuro 1.618 enthalten. Sie stehen in Zusammenhang mit
Versicherungsentschädigungen aus dem Brandschaden eines
Betriebsgebäudes.
Die
sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen im
Wesentlichen Raumkosten, Versicherungen, Beiträge und
Abgaben, Fahrzeugkosten, Werbe- und Reisekosten sowie
Verwaltungs- und Vertriebsaufwendungen.
Zudem enthalten die sonstigen betrieblichen
Aufwendungen periodenfremde Aufwendungen aus
Anlageabgängen in Höhe von TEuro 2 sowie
Aufwendungen aus der Wertberichtigung und Abschreibung von
Forderungen in Höhe von TEuro 342.
Den im Berichtsjahr entstandenen
Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in
Höhe von TEuro 845 (Vj.: TEuro 361) stehen sonstige
betriebliche
Erträge aus der Währungsumrechnung in
Höhe von TEuro 525 (Vj.: TEuro 197) gegenüber.
Die
verrechneten Aufwendungen und Erträge betreffend das
Planvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB
betragen im Berichtsjahr:
Verrechnete Aufwendungen:
· Zinsaufwand TEuro 39
· Personalaufwand TEuro 0
Verrechnete Erträge:
· Zinsertrag TEuro 31
Die
Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten
außerdem Zinsaufwendungen gegenüber
Kreditinstituten für Darlehen und Avale.
E.
Sonstige Angaben
Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle
Verpflichtungen
Zum Bilanzstichtag bestehen die folgenden
Haftungsverhältnisse gemäß § 268 Abs. 7
i.V.m. § 251 HGB und sonstigen finanziellen
Verpflichtungen:
- Avale
|
TEuro
|
25.189
|
(davon für verbundene Unternehmen)
|
TEuro
|
(1.529)
|
- Leasingverträge
|
TEuro
|
724
|
- Mietverträge
Immobilien
|
TEuro
|
392
|
- Mietverträge
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
TEuro
|
30
|
Die nicht in der Bilanz erscheinenden Geschäfte
(§ 285 Nr. 3 HGB) betreffen ausschließlich in
Anspruch genommene Avalkreditlinien sowie Miet- und
Leasingverträge. Der Vorteil dieser Geschäfte
besteht im Wesentlichen darin, durch eine kürzere
Bilanzsumme positive Effekte auf die Eigenkapitalquote zu
nutzen und insbesondere durch die Inanspruchnahme von
Avalkreditlinien weniger Liquidität zu binden. Des
Weiteren kann auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ein
Teil der Neu-/ Ersatzinvestitionen risikoneutral finanziert
werden.
Es bestehen zum Bilanzstichtag mittelbare
Verpflichtungen aus einer rückgedeckten
Unterstützungskasse. Auf Grund der geplanten,
ausreichenden Deckung der künftigen
Versorgungsverpflichtungen aus der Unterstützungskasse
durch Rückdeckungsversicherungen und der
ordnungsgemäß erfolgten Beitragszahlungen ist von
einer bestehenden Unterdeckung zum Bilanzstichtag nicht
auszugehen.
Besondere Risiken und Chancen, die über allgemeine
Unternehmensrisiken hinausgehen, sind nicht bekannt,
insbesondere waren infolge sonstiger finanzieller
Verpflichtungen keine Rückstellungen zu bilden.
Die zugrunde liegenden Verpflichtungen können nach
unseren Erkenntnissen in allen Fällen erfüllt
werden; mit einer Inanspruchnahme ist nicht zu rechnen.
Geschäftsführung
Geschäftsführer der SAR Elektronic GmbH ist
Herr Konrad Sigl (Elektromeister), Niederviehbach.
Auf die Angabe gem. § 285 Nr. 9 Buchstabe a HGB
wird nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.
Durchschnittliche Mitarbeiterzahl
|
2023
|
2022
|
Gewerbliche Arbeitnehmer
|
127
|
126
|
Angestellte
|
303
|
276
|
Gesamt
|
430
|
402
|
Abschlussprüferhonorare
Das von dem
Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr
berechnete Gesamthonorar (§ 285 Nr. 17 HGB) setzt sich
wie folgt zusammen:
|
|
|
2023
|
2022
|
a)
|
Abschlussprüfungsleistungen
|
TEuro
|
31
|
30
|
b)
|
andere
Bestätigungsleistungen
|
TEuro
|
0
|
0
|
c)
|
Steuerberatungsleistungen
|
TEuro
|
10
|
16
|
d)
|
Sonstige Leistungen
|
TEuro
|
13
|
4
|
Konzernzugehörigkeit
Die SAR Elektronic GmbH ist ein Konzernunternehmen, das
gleichzeitig oberstes Mutterunternehmen ist. Von der
Verpflichtung zur Aufstellung eines Konzernabschlusses wurde
die Gesellschaft gem. § 290 Abs. 5 i.V.m. § 296
Abs. 2 HGB befreit.
sonstige Berichtsbestandteile
Dingolfing, den 6. Dezember
2024
gez.
Konrad Sigl (Geschäftsführer)
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 23.01.2025 festgestellt.
Bestätigungsvermerk
des unabhängigen Abschlussprüfers
An die SAR Elektronic GmbH, Dingolfing
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der SAR Elektronic GmbH -
bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr
vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem
Anhang, einschließlich der Darstellung der
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.
Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SAR
Elektronic GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar
2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
· entspricht der beigefügte Jahresabschluss
in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für
Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen
Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum
31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023
und
· vermittelt der beigefügte Lagebericht
insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser
Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht
den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB
erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen
Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des
Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und
des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB
unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen
Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt
"?Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts"
unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.
Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in
Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und
berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen
deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen
Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die
von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und
geeignet sind, um als Grundlage für unsere
Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht
zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den
Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für
die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen
für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen
Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und
dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner
sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die
internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den
deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung
und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben
sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern
einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie
dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der
insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft
vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem
Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen
Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der
zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner
sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die
Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als
notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines
Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden
deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und
um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen
mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung
gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den
deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu
erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss
und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung
der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können
aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und
werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise
erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt
die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und
Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen
von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
· identifizieren und beurteilen wir die Risiken
wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im
Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder
Irrtümern, planen und führen
Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken
durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die
ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für
unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus
dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das
Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche
falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose
Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen,
beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende
Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner
Kontrollen beinhalten können.
· gewinnen wir ein Verständnis von dem
für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten
internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des
Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um
Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen
Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel,
ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der
Gesellschaft abzugeben.
· beurteilen wir die Angemessenheit der von den
gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden
sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern
dargestellten geschätzten Werte und damit
zusammenhängenden Angaben.
· ziehen wir Schlussfolgerungen über die
Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern
angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung
der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der
erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche
Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder
Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir
zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit
besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk
auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im
Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben
unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu
modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der
Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks
erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse
oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass
die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr
fortführen kann.
· beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt
des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der
Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde
liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so
darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
· beurteilen wir den Einklang des Lageberichts
mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das
von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.
· führen wir Prüfungshandlungen zu den
von den gesetzlichen Vertretern dargestellten
zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis
ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen
wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben
von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen
Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der
zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein
eigenständiges Prüfungsurteil zu den
zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden
Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches
unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse
wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.
Wir erörtern mit den für die Überwachung
Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die
Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame
Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger
bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir
während unserer Prüfung feststellen.
Eggenfelden, den 23. Dezember
2024
consaris
AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft
Diplom-Betriebswirt
(FH)
Collin Späth
Wirtschaftsprüfer
Diplom-Volkswirt
Albert Schick
Wirtschaftsprüfer
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