Stammdaten

Register
Amtsgericht Landshut HRB 2022
Eingetragen
23.5.1985
Branche
Herstellung von Geräten der UnterhaltungselektronikHerstellung von elektronischen Bauelementen a. n. g.Herstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen Geräten
Gegenstand
Planung und Fertigung elektronischer Steuerungsanlagen, ferner von Elektroanlagen aller Art sowie Forschung und Entwicklung in der Elektroniktechnologie.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Josef Fischl
seit 4.1.2023
Prokura
Prokura
Josef Spinnler
seit 4.1.2023
Prokura
Peter Sudler
seit 29.12.2017
Prokura
Georg Dullinger
seit 22.2.2017
Prokura
Ferdinand Wenzl
seit 20.11.2012
Prokura
Michael Dr. Maurer
seit 20.11.2012
Prokura
Rupert Beisl
seit 20.11.2012
Prokura
Konrad Sigl
seit 5.11.2003
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Walperstetten 7, 84183 Niederviehbach
105.000 DM
52.24%
Süßkofener Str. 9, 84152 Mengkofen
105.000 DM
52.24%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SAR Elektronic GmbH

Dingolfing

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

A. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

a. Unternehmensstruktur
Die SAR wurde 1985 vom heutigen Inhaber gegründet und entwickelte sich - geprägt durch permanente Diversifizierung und organisches Wachstum - zu einem international agierenden Unternehmen. Der Hauptsitz befindet sich in Dingolfing (Niederbayern). Zum Hauptsitz in Deutschland gehören die Niederlassungen in Gunzenhausen und Leipzig sowie Vertriebsbüros in Versmold und Köln. Berücksichtigt man die Tochtergesellschaften im In- und Ausland (Südafrika, USA, Slowenien, England, Schweiz) so beschäftigt die Unternehmensgruppe weltweit rund 700 Mitarbeiter.

b. Wesentliche Geschäftsfelder
Zum Kern-Know-How gehört die Entwicklung von innovativen Automatisierungskonzepten in Verbindung mit intelligenten Informationstechnologien sowie deren Umsetzung und Anwendungsschulung. Die angebotenen Produkte und Dienstleistungen sind vielfältig und unterteilen sich in die Hauptgeschäftsfelder Automation, Prozess- und Umwelttechnik, Prüf- und Messtechnik, IT-Services, Kunststoff- und Oberflächensysteme sowie Service-Robotik. Daneben bietet die SAR auch Trainings und Schulungen an. Nicht nur Anwendungsschulungen gelieferter Anlagen und Konzepte, sondern auch darüber hinaus im gesamten Dienstleistungsumfeld der SAR hinsichtlich neuester Entwicklungen und Standards. Das gesamte Spektrum wird weltweit angeboten und geliefert.

c. Beschaffungsbereich
Mit einer möglichst exakten Materialbedarfsplanung wird versucht eine hohe Verfügbarkeit zu erreichen. Soweit praktikabel läuft die Beschaffung über den Zentraleinkauf, der Mengen bündelt, Rahmenverträge beansprucht und die Vorratshaltung optimiert. Lediglich in Einzelfällen wird der Beschaffungsvorgang auf die Projektabwicklung ausgelagert sofern der Standardprozess aufgrund von Terminkonflikten an seine Grenzen stößt.

d. Produktionsbereich
Die Rahmenbedingungen in der Projektabwicklung stellen hohe Anforderungen an alle Mitarbeiter, die planen, vorbereiten, abwickeln und indirekt unterstützen. Ein hohes Maß an räumlicher und zeitlicher Flexibilität in Verbindung mit Termindruck und engen Zeitfenstern stellen regelmäßig große Herausforderungen für Unternehmen und Mitarbeiter dar.

e. Absatzbereich
Die Umsatzentwicklung ist nicht auf ein Geschäftsfeld bzw. eine Branche beschränkt. Nachfrageveränderungen bzw. -schwankungen am Markt lassen sich dadurch leichter kompensieren. Der flexible Einsatz vorhandener Kapazitäten bedeutet Unabhängigkeit und gesundes Reaktionsvermögen. Der Auftragseingang zeigte sich robust und konnte das ordentliche Niveau des Vorjahres (110 Mio. €) deutlich übertreffen. Letztendlich standen rund 126 Mio. € und damit ein Zuwachs von 14,5 % zu Buche. Wie in den Jahren zuvor lieferten dabei alle Geschäftsfelder ihren Beitrag. Der Anteil im Bereich E-Mobilität ist dabei weiter kontinuierlich zunehmend.

f. Investitions- und Finanzbereich
Regelmäßige Ersatzinvestitionen wurden auch in 2023 getätigt. Der durch den Brand verursachte Schaden an bzw. in Gebäude II erforderte ausnahmsweise einen etwas höheren Bedarf an Ersatzinvestitionen. Der Bestand an Grundstücken und Gebäuden blieb nahezu unverändert.
Im Bereich der Finanzanlagen ergab sich eine Reduzierung um rund 0,3 Mio. €. Der größte Posten entfällt dabei auf die vollständige Rückzahlung einer Darlehensforderung gegen die IMA-TEC GmbH in Höhe von 1,0 Mio. €. Das Darlehen, ausgegeben an die Hartmannsdorf GmbH & Co. KG wird planmäßig getilgt (0,15 Mio. €). Im Gegenzug wurden die Anteile an der IMA-TEC GmbH auf 100,0 % aufgestockt (0,83 Mio. €). Mit Gründung der KNEXT GmbH erweitert sich zudem der Kreis der Tochtergesellschaften.
Zum Zwecke der Auftragsfinanzierung sind regelmäßig Anzahlungs- und Gewährleistungsbürgschaften im Umlauf. Der zur Verfügung stehende Aval-Rahmen durch die Finanzierungspartner deckt das heutige Umsatzniveau ab und beinhaltet weiterhin ausreichend Spielraum für künftiges Wachstum.

g. Unternehmensverbindungen
Die verbundenen Unternehmen im In- und Ausland agieren weitestgehend autark. Entsprechend untergeordnet ist der Einfluss auf die operative Geschäftsentwicklung der Gesellschaft.

h. Unternehmensstruktur
Die Unternehmensstruktur blieb im Vergleich zum Vorjahr unverändert.

i. Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres
Besondere Vorgänge außerhalb der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit gibt es in 2023 nicht zu vermelden.

j. Zweigniederlassungen
Neben dem Hauptsitz in Dingolfing wird in Gunzenhausen eine Zweigniederlassung betrieben. Diese bietet Automatisierungskonzepte, insbesondere beim Einsatz von Mehrachsrobotern rund um den Spritzgussprozess an. Sitz der Niederlassung ist die Richard-Stücklen-Straße 15 in 91710 Gunzenhausen. Von der Gesamtleistung entfallen etwa 19,0 % auf die Zweigniederlassung. Eine zweite Niederlassung wird in Leipzig unterhalten. Sitz der Niederlassung ist Im Mittelfeld 2 in 04509 Leipzig/Krostitz, die rund 2,5 % von der Gesamtleistung einnimmt.

2. Ziele und Strategien
Neben der kontinuierlichen Leistungsentwicklung ist eine gesunde Branchenverteilung erklärtes Ziel. Insofern sind die Bemühungen regelmäßig dahingehend ausgerichtet ein möglichst ausgeglichenes Verhältnis der einzelnen Geschäftsfelder zu erreichen.
In der Energie- und Umwelttechnik genauso wie in der E-Mobilität eröffnen sich regelmäßig neue Themenfelder. Weiterhin sehr gute Entwicklungsmöglichkeiten bieten sich aus unserer Sicht in den Bereichen Digitalisierung und Standardisierung. Mit Hilfe durchgängiger Konstruktions- und Simulationstools können Fertigungslinien angeglichen sowie Aufbau- und Inbetriebsetzungszeiten reduziert werden. Insbesondere reduzierte Vorortzeiten beim Kunden führen zu einer Effizienzsteigerung. Nach diesem Muster erarbeitete Anlagenkonzepte finden als modulare Lösungen für künftige, artverwandte Projekte Anwendung und ermöglichen letztendlich eine zeit-/kostenoptimierte Projektrealisierung. Viele aktuelle Projekte profitieren bereits von diesem Ansatz.
Den Internationalisierungsprozess unserer Industriekunden wollen wir durch weltweite Präsenz weiterhin unterstützen und das Leistungsspektrum, insbesondere auch das Schulungsangebot, verstärkt dort anbieten wo es nachgefragt wird.
Kunden, die unterschiedliche Leistungsumfänge aus dem Unternehmensverbund der SAR nachfragen, sollen eine ganzheitliche Betreuung erfahren. Ziel ist der Zugang zum gesamten Leistungsspektrum der SAR aus einer Hand.
Prozesse im Rahmen der Aufbau- / Ablauforganisation bedürfen der regelmäßigen Anpassung und Feinjustierung. Auf Grundlage einer einheitlichen und integrierten Systemplattform wollen wir Prozesse vereinfachen und beschleunigen, indem Abläufe integriert, standardisiert und soweit möglich firmenübergreifend vereinheitlicht werden. Die Einhaltung allgemeingültiger Standards hinsichtlich Umwelt- und auch Datenschutz spielen hierbei eine tragende Rolle. Die Zertifizierungen ISO 14001 und auch TISAX sind bereits umgesetzt.

3. Forschung und Entwicklung
Prinzipiell beinhaltet jedes neue Projekt Entwicklungsarbeit. Durch die Bandbreite an Geschäftsfeldern setzt man sich tagtäglich mit neuesten Techniken und Standards auseinander und greift diese Impulse für neue Lösungen auf. In Kooperation mit einem assoziierten Unternehmen wird nach wie vor das Thema Künstliche Intelligenz bearbeitet. Die bisherigen Ergebnisse sind vielversprechend und stoßen bereits auf großes Interesse unserer Kunden. Die hauseigene IT-Abteilung entwickelt standardisierte Lösungsansätze zum Thema MIS. Gesetzliche Verordnungen verpflichten Betreiber kritischer Infrastrukturen (z.B. Energieerzeuger, Kraftwerke) ihre Anlagen bestmöglich vor Angriffen zu schützen. Die Sparte Prozess- und Umwelttechnik entwickelt hierzu Lösungen für die Prozesstechnik von Kraftwerksbetreibern. Um der großen Nachfrage zu begegnen werden frühzeitig Experten hierfür ausgebildet. Mit der "O-Zelle" wird derzeit ein modernes Produktionsverfahren entwickelt, dass flexibel und modular einsetzbar ist. Ein Prototyp ist bereits in der Inverter-Fertigung im Einsatz. Die Sparte K-Next entwickelt robotergesteuerte Serviceleistungen für das Hotel- und Gastgewerbe. Das vollautomatisierte Konzept "Future Café" hat den Markteintritt vollzogen. Es handelt sich um den ersten robotergesteuerten Coffeeshop Deutschlands, welcher rund um die Uhr Getränkespezialitäten in Premium-Qualität zubereitetet.

B. Wirtschaftsbericht
1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die Weltwirtschaft stand auch in 2023 unter dem Eindruck der geopolitischen Spannungslage, die maßgeblich durch Russlands Krieg in der Ukraine bestimmt wird. Sie wuchs im Vergleich zum Vorjahr deutlich weniger dynamisch. Deutschland rutschte im Jahresverlauf sogar in eine Rezession und entwickelte sich leicht rückläufig. Ähnlich schwach verlief die wirtschaftliche Entwicklung in den meisten Ländern West- und Osteuropas, wo das Bruttoinlandsprodukt im Vergleich zum Vorjahr nur leicht gewachsen ist. Die russische Wirtschaft hingegen entwickelte sich entgegen dem allgemeinen Trend leicht besser.
Der private Konsum zeigte sich in Deutschland wie in West- und Osteuropa deutlich schwächer als im Vorjahr und fiel damit als Wachstumstreiber nahezu aus. Dazu hat auch die weiterhin hohe Inflation beigetragen. Diese hat ihren Höhepunkt in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres überschritten. Zum Rückgang hat zum einen der deutlich nachlassende Energiepreisanstieg beigetragen, der in vielen Ländern auf wirtschaftspolitische Maßnahmen zurückzuführen ist. Zum anderen haben die Zentralbanken fiskalpolitische Maßnahmen zur Eindämmung der Inflation umgesetzt. Die EZB hat z.B. im Zeitraum des Berichtsjahres 8 Zinserhöhungen vorgenommen. Der positiven Wirkung bei der Bekämpfung der Preissteigerung steht der Nachteil einer restriktiven Geldpolitik gegenüber, dass von ihr in der Regel keine Wachstumsimpulse ausgehen.
Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringe Nachfrage aus dem In- und Ausland. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach Berechnungen des statistischen Bundesamtes um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. (Quelle: stat. Bundesamt)

2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen
Automobilindustrie (Quelle: BMWI/VDA)
Der Umsatz deutscher Automobilhersteller (inkl. Anhänger und Ersatz-/Zubehörteilen) erhöhte sich in 2023 um 11,5 % auf 564 Mrd. € (Vorjahr: 506 Mrd. €) während die weltweite Produktion an Fahrzeugen im selben Zeitraum lediglich um 7,8 % auf 14,1 Mio. Fahrzeuge zunahm. Der Wegfall von Rabatten und regelmäßige Preissteigerungen erklären die Diskrepanz. Der im Inland produzierte Anteil beträgt rund 4,1 Mio. Fahrzeuge und hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 18,1 % erhöht. Im Ausland wurden 10,0 Mio. Fahrzeuge produziert - dies entspricht einer Zunahme von 4,1 % im Vergleich zum Vorjahr.

Elektroindustrie (Quelle: ZVEI)
In 2023 betrug der Umsatz der deutschen Elektroindustrie 237,9 Mrd. € und damit 6,0 % mehr als im Vorjahr (224,5 Mrd. €). Der Auftragseingang ist (preisbereinigt) um -1,9 % auf 108,2 Mrd. € gefallen (Vorjahr: 110,3 Mrd. €).

3. Geschäftsverlauf
Die Geschäftsentwicklung in 2023 zeigte sich trotz anspruchsvoller Rahmenbedingungen äußerst robust. Eine komfortable Auftragslage und demzufolge eine kontinuierliche Auslastung auf hohem Niveau prägten das abgelaufene Wirtschaftsjahr. Alle Sparten trugen ausnahmslos positiv zur Gesamtleistung in Höhe von 125,0 Mio. € bei. Die Vorjahresleistung (112,8 Mio. €) konnte damit deutlich übertroffen werden.

4. Ertrags-, Finanz und Vermögenslage

Ertragslage
Mit dem Leistungsanstieg einher geht auch eine deutliche Zunahme des Rohertrags. Dieser beträgt 55,4 Mio. € und liegt damit deutlich über dem Vorjahreswert (46,6 Mio. €). Entsprechend legt auch die Rohertragsquote von 41,3 % auf 44,3 % zu. Wie im Vorjahr (+33,8 Mio. €) hat auch in 2023 (28,1 Mio. €) der Bestand an unfertigen Erzeugnissen nochmal spürbar zugenommen. Margenanteile werden dadurch in das Jahr der Schlussrechnung verschoben und erhöhen damit zusätzlich, jedoch zeitversetzt das Leistungspotential und damit auch den Rohertrag. Dieser Sachverhalt erklärt größtenteils die vergleichsweise hohen Quoten für Material und Fremdleistungen sowie umgekehrt eine relativ niedrige Rohertragsquote. Dennoch bleibt festzustellen, dass trotz Bestandsaufbau die Materialaufwandsquote (Material und Fremdleistungen) von 58,7 % auf 55,7 % fällt. Ursächlich hierfür ist das absolut gestiegene Schlussrechnungsaufkommen einerseits und die zunehmende, relative Marge schlussgerechneter Projekte andererseits. Zudem zeigt der Gesamtbestand laufender Halbfertigprojekte trotz vorsichtiger und verlustfreier Bestandsbewertung eine relative Aufwertung. Ein genauer Blick auf die Materialaufwandsquote zeigt, dass der reine Materialanteil mit 21,6 % (Vorjahr: 26,6 %) stark abnehmend, der Fremdleistungsanteil mit 34,1 % (Vorjahr: 32,1 %) jedoch weiter zunehmend ist. Diese Entwicklung deutet darauf hin, dass sich die eigenen Kapazitäten auf Anschlag befinden und vermehrt Leistungen entlang der Wertschöpfungskette der SAR GmbH hinzugekauft wurden.
Die sonstigen betrieblichen Erträge sind stark zunehmend und betragen rund 2,43 Mio. € (Vorjahr: 0,39 Mio. €). Als größter Posten schlagen dabei Entschädigungszahlungen von Versicherungen (1,62 Mio. €) in Zusammenhang mit dem Brandschaden im Betriebsgebäude II zu Buche. Erträge aus Währungsumrechnungen belaufen sich auf 0,52 Mio. € und Erträge aus Auflösung von Rückstellungen auf 0,17 Mio. €.
Die Personalaufwendungen belaufen sich auf 36,7 Mio. € und haben damit im Vergleich zum Vorjahr (33,8 Mio. €) absolut gesehen um 2,9 Mio. € zugenommen. Regelmäßige Lohn- und Gehaltsanpassungen tragen zu kontinuierlich steigenden Personalkosten bei. Auch die geleisteten Überstundenumfänge sind spürbar zunehmend und liegen knapp 20,0 % über dem Niveau aus dem Vorjahr. Relativ gesehen fällt jedoch die Personalaufwandsquote leicht von 29,9 % auf 29,3 %. Der erneute Leistungsanstieg erforderte zusätzlichen Personalbedarf, der aber nur zum Teil über Neueinstellungen und Überstundenkontingente gedeckt werden konnte. In der Folge mussten vermehrt Fremdleistungen zugekauft werden. Dies erklärt den weiteren Anstieg der Fremdleistungsquote einerseits und damit einhergehend die rückläufige Personalaufwandsquote andererseits. Soweit realisierbar wird versucht mit regelmäßigen Neueinstellungen nicht nur der natürlichen Fluktuation, sondern auch dem zunehmenden Bedarf an Personalressourcen Rechnung zu tragen. Nach wie vor bleibt es der Anspruch die eigene Wertschöpfung weiter auszubauen um damit auch den hohen Qualitätsanforderungen weiterhin zu jeder Zeit gerecht zu werden.
Die Abschreibungen in Höhe von rund 820 T€ sind im Vergleich zum Vorjahr (ca. 750 T€) zunehmend. Im 2. Halbjahr wurden zwei Barista-Zellen aktiviert, was den Anstieg im Wesentlichen erklärt. In den anderen Bereichen des Anlagevermögens (BGA, Software, etc.) wird stets auf regelmäßige Ersatzinvestitionen geachtet und damit der Umfang der Abschreibungen nahezu konstant gehalten.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben um ca. 0,7 Mio. € auf 7,0 Mio. € zugenommen (Vorjahr: 6,3 Mio. €). Die Quote bleibt dabei im Vergleich zum Vorjahr unverändert bei 5,5 %. Trotz Leistungszuwachs sind die variablen Kostenanteile nur marginal zunehmend. Größere Abweichungen sind in den besonderen betrieblichen Aufwendungen zu finden, die sich aber teilweise wieder saldieren. Die Aufwendungen aus Währungsumrechnungen legen deutlich zu und betragen 845 T€ (Vorjahr: 361 T€). Forderungskorrekturen hingegen sind rückläufig und betragen ca. 322 T€ (Vorjahr: EWB in Höhe von 458 T€).
Erträge aus Beteiligungen und Geldanlagen betragen rund 1.340 T€. Am stärksten schlagen hier klassische Erträge aus Bankzinsen zu Buche. Diese belaufen sich auf 751 T€ (Vorjahr: 98 T€). Erträge aus dem Finanzanlagevermögen inklusive Zuschreibungen betragen 555 T€ (Vorjahr: 389 T€). Dem gegenüber stehen Aufwendungen für Avale und Zinsen in Höhe von 178 T€ (Vorjahr: 208 T€). Während im Vorjahr außerordentliche Abschreibungen auf Finanzanlagen (-361 T€) das Finanzergebnis belastet haben, konnte in 2023 zumindest ein Teil (190 T€) wieder zugeschrieben werden.
Somit ergibt sich ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von rund 14,4 Mio. € (Vorjahr: 6,1 Mio. €). Der Umsatzanteil an der Gesamtleistung und damit der Umfang an Schlussrechnungen ist deutlich zunehmend. Insbesondere die durchschnittlich realisierten Projektmargen konnten im Vergleich zum Vorjahr stark verbessert werden und beflügeln damit auch die Ergebnisentwicklung. Eine stabile Gemeinkostenstruktur im Verhältnis zur Leistungsentwicklung trägt im Übrigen zu einem sehr guten Jahresergebnis bei.

Finanzlage
Wesentliche Finanzierungsinstrumente sind Eigenmittel, Anzahlungen sowie damit in Verbindung stehende Aval-Linien. Damit ist das Unternehmen insgesamt mit einem sehr komfortablen Liquiditäts-bestand ausgestattet.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden planmäßig getilgt. Derzeit existiert ein Immobiliendarlehen zu feststehenden Konditionen mit einem Restwert von 0,45 Mio. € für das Geschäftsgebäude in Gunzenhausen.
Das Unternehmen steht dadurch nicht in Abhängigkeit von veränderlichen Zins- und Fälligkeitsstrukturen.
Die Rückstellungen haben sich von 5,4 Mio. € im Vorjahr auf 6,2 Mio. € erhöht. Gestiegene Nachlaufkosten für in Vorjahren schlussgerechnete Projekte erfordern eine Anpassung der Rückstellung um rund 0,6 Mio. €. Auch die Rückstellungen für nicht genommenen Urlaub und Überstunden wurden um rund 0,4 Mio. € angehoben. Die restlichen Abweichungen saldieren sich fast vollständig.
Der Bestand des kurzfristigen Fremdkapitals reduzierte sich von 23,7 Mio. € im Vorjahr auf 21,5 Mio. €. Die größte Abweichung entfällt dabei auf die erhaltenen Anzahlungen (-2,5 Mio. €), obwohl der Umfang an erhaltenen Anzahlungen insgesamt stark steigend ist. Soweit den Anzahlungen eine entsprechende Projektleistung (WIP) gegenübersteht erfolgt ein Aktivausweis als Abzugsposten von den unfertigen Erzeugnissen. Das heißt, der Großteil erhaltener Anzahlungen wird also durch unfertige Leistungen neutralisiert. Ebenso abnehmend sind die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (-0,6 Mio. €). Zunehmend hingegen sind die Rückstellungen (+0,85 Mio. € - siehe Ausführungen oben).
In 2023 wurden Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen in Höhe von 2,2 Mio. € umgesetzt. Zusätzliche Investitionsverpflichtungen egal welcher Art bestehen nicht.
Der Finanzmittelbestand zum Stichtag beträgt 59,6 Mio. € und ist damit im Vergleich zum Vorjahr (41,7 Mio. €) stark zunehmend. Die Quote an erhaltenen Anzahlungen in Relation zum Bestand an unfertigen Erzeugnissen wurde im Vergleich zum Vorjahr, begünstigt durch ein positives Zinsumfeld, aktiv nach oben gefahren. In Konsequenz nähert sich die verfügbare Liquidität damit einer eher realistischen Größenordnung an, weil der größere Teil der unfertigen Erzeugnisse eben nicht mehr durch Eigenmittel vorfinanziert wird. Überdies trägt der positive Jahresüberschuss zum Anstieg der Liquidität bei. Nennenswerte Transaktionen im Bereich der Finanzanlagen führen aufgrund sich insgesamt ausgleichender Salden zu keinem Sondereffekt.
Aufgrund der anziehenden Leistung und damit auch dem gestiegenen Bürgschaftsbedarf wurde die Aval-Linie von 31,0 Mio. € auf 33,0 Mio. € erhöht. Das Auslastungsniveau der Gesamtlinie liegt im Jahresschnitt etwas über 60,0 %. Die Tendenz zum Jahresende hin ist leicht zunehmend. Dennoch ist Spielraum für Spitzen und Wachstum gegeben.
Die Liquidität beeinträchtigende Vorgänge aus dem Blickwinkel der SAR GmbH sind derzeit nicht erkennbar. Die Anzahlungsbereitschaft der Kunden ist nach wie vor ausreichend.
Besondere außerbilanzielle Verpflichtungen, die nicht im Rahmen der normalen, monatlichen Betriebsaufwendungen in Form von KFZ-Leasing- und Gebäude-Mietaufwendungen Niederschlag finden, sind nicht gegeben.

Vermögenslage
Die Sachanlagen erfuhren im Berichtszeitraum diverse Aufwertungen. Die Differenzen zum Vorjahr ergeben sich somit neben dem Abschreibungsvolumen aus diversen Investitionen- bzw. Ersatzinvestitionen (siehe auch 1.f.) aber insbesondere auch durch Aktivierung eigener Leistungen. Seit Mitte des Jahres sind die ersten beiden Barista-Zellen in Betrieb. Zeitgleich wurden die Anlagen aktiviert (rund 0,9 Mio. €). Die Ersatzinvestitionen im Bereich BGA haben bedingt durch den Brand in Gebäude II etwas zugenommen (+0,2 Mio. €). Zu guter Letzt führt der Baufortschritt rund um das "Future Cafe" zu einem Zuwachs der Anlagen im Bau (+0,6 Mio. €).
Die Finanzanlagen sind leicht rückläufig und betragen 12,3 Mio. € (Vorjahr: 12,4 Mio. €). Die Aufstockung der Anteile an der IMA-TEC GmbH (0,8 Mio. €) sowie eine Zuschreibung auf Finanzanlagen (0,2 Mio. €) erhöhen die Aktiva. Im Gegenzug bezahlte die IMA-TEC (1,0 Mio. €) sowie die SAR LP (0,14 Mio. €) jeweils ein Darlehen zurück. Damit saldieren sich die größten Positionen weitestgehend.
Das Umlaufvermögen erhöhte sich von 88,3 Mio. € auf 95,0 Mio. €. Der gesamte Vorratsbestand reduzierte sich dabei um 13,6 Mio. € obwohl der Bestand im Bereich der fertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen stark steigend ist. Gleichzeitig sind jedoch die erhaltenen Anzahlungen (siehe oben) ebenfalls aber überdurchschnittlich stark angewachsen. Durch den Aktivausweis der Anzahlungen ergibt sich nach Saldierung eine deutliche Verringerung des bilanziellen Vorratsbestands. Im Gegenzug erhöhte sich der Finanzmittelbestand spürbar um 17,9 Mio. €. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände legten um 2,3 Mio. € zu.

5. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Grundsätzlich war die Geschäftstätigkeit der SAR GmbH bisher von kontinuierlichem Wachstum geprägt. Ein gewisse Schwankungsbreite ist hierbei zu berücksichtigen, die größtenteils auf die Bestimmungen zum Bestandsausweis unfertiger Erzeugnisse gemäß HGB zurückzuführen ist. In den Jahren 2020 und 2021 musste zumindest die Leistungsentwicklung den ungeplanten Einflüssen von außen ein Stück weit Rechnung tragen. Bereits in 2022 konnte das Niveau vor Pandemiebeginn übertroffen werden. Negative Auswirkungen auf die Ergebnisrechnung blieben auch in den schwierigen Jahren bislang aus. Im Verhältnis planmäßige bis überdurchschnittliche Ergebnisse der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit sowie Jahresüberschüsse zeugen insgesamt von einem jederzeit kontrollierten Wachstum - kleinere Konsolidierungsphasen eingeschlossen.
Die Auftragslage für das kommende Geschäftsjahr ist als sehr gut zu bewerten. Rund 132 Mio. € Auftragsbestand (Vorjahr: 132 Mio. €) werden in das neue Geschäftsjahr 2024 übernommen. Die Vertriebsleistung zeigte sich in 2023 sehr erfreulich und übertraf mit 127,0 Mio. € das Vorjahr (110,0 Mio. €) deutlich. Trotz spürbar zunehmender Leistungsumfänge konnte mit kontinuierlichen Auftragseingängen im Jahresverlauf das Bestandsniveau hochgehalten werden. Auf dem Papier ist grundsätzlich Planungssicherheit für 2024 gegeben. Unsicherheiten ergeben sich zweifelsohne mit Blick auf die derzeit schwelenden, politischen Konflikte. Insofern bleibt das generelle Geschäftsumfeld angespannt, auch wenn zumindest kurzfristig keine negativen Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeiten der SAR GmbH erkennbar sind.
Ausschlaggebend für die erfolgreiche Geschäftsentwicklung ist aus unserer Sicht zweifelsohne ein hohes Maß an Kundenzufriedenheit. Ein permanenter Abgleich mit den Qualitätsanforderungen unserer Kunden führt zu Qualitätsstandards, die Maßstab für interne wie externe Prozessabläufe sind.
Grundvoraussetzung für Qualität ist die Mitarbeiterbeschaffung und -entwicklung. Um dem Mangel an qualifizierten Fachkräften entgegen zu wirken wird viel Wert auf die Präsenz an den regionalen Hochschulen gelegt. Forschungsprojekte mit Hochschulen, das Angebot von dualen Studiengängen, Praktika im In- und Ausland sowie unterschiedlichen Bachelorarbeiten sind dabei wesentlicher Teil unserer Aktivitäten.

C. Zukunftsaussichten
1. Prognosen
In den vergangenen Jahren setzten pandemiebedingte Unwägbarkeiten und staatliche Restriktionen der Wirtschaft gewaltig zu. Zudem stellen unmittelbare und mittelbare Auswirkungen des Ukrainekrieges die Märkte vor neue Herausforderungen. Trotzdem konnte das Unternehmen den Umfang seiner Geschäftstätigkeit auf hohem Niveau behaupten. Nach einer kurzen Konsolidierungsphase zeigte sich 2023, getrieben von einem hohen Nachfragepotential äußerst robust und auch mit Blick auf 2024 sehr gut ausgelastet. Der Schwerpunkt der Aktivitäten liegt nach wie vor in der Automobilindustrie. Die Branche hat sich in den vergangenen Jahren sehr gut entwickelt und entsprechend investiert. Das Voranschreiten der E-Mobilität stützt diesen Trend. Die Fokussierung auf neue Märkte (Schwellenländer) und andere Branchen darf trotz der guten Auftragslage nicht ausgeblendet werden. Trotz erheblichem Potential am Markt begrenzen zumindest im Moment die knappen Ressourcen die realisierbaren Möglichkeiten.
Die prognostizierte Leistung für 2024 liegt bei 130,0 Mio. € und damit über dem Vorjahreswert von 123,0 Mio. €. Die Jahre 2022 und 2023 konnten in einem anspruchsvollen Marktumfeld Zuwächse verbuchen. Bezogen auf die Istleistung 2023 (125,0 Mio. €) wird der Plan zwar moderat aber auf hohem Niveau um 4,0 % angehoben.
Das Planergebnis wurde mit 7,8 % vor Steuern (bezogen auf die Gesamtleistung) gerechnet und ebenfalls vorsichtig angesetzt. Die weiter steigende Inflation auf dem Beschaffungsmarkt wurde in der Planungsrechnung bereits berücksichtigt. Dieser Wert liegt also unter dem erreichten Wert von 2023 (11,5 %). Damit soll auch nach wie vor der gegebenen und auch wachsenden Risikostruktur im Projektumfeld Rechnung getragen werden. Mit dem gegenwärtigen Plan-Szenario wird Vollauslastung angestrebt.

2. Risiken
Begleiterscheinungen im Projektgeschäft sind Kalkulations-, Kredit- und Ausführungsrisiken, die es so gut wie möglich zu kontrollieren gilt. Entsprechend ist bereits vor Angebotserstellung die Kundenbonität zu prüfen. Im Rahmen der Angebotserstellung werden Plausibilitätsprüfungen durchgeführt und ab einer bestimmten Auftragsgrößenordnung Entscheidungsgremien gebildet, die festlegen ob am Angebotsverfahren teilgenommen wird oder nicht. Ein fundiertes Projektcontrolling informiert während der Ausführungsphase tagesaktuell über wesentliche Projektkennzahlen (Status, Kosten, Abrechnungsstand, Offene Posten, Nachtragsumfang, usw.). Die Projektleiter sind verpflichtet in regelmäßigen Abständen kaufmännische Projektkontrollen durchzuführen und zu bestätigen.
Ein großer Teil der Gesamtleistung wird nach wie vor aus dem Automotive-Umfeld generiert. Die Bemühungen sind darauf gerichtet das Produktportfolio zu diversifizieren. Beispielhaft sei an der Stelle die Sparte Prozess- und Umwelttechnik genannt, die sich in den letzten Jahren erfolgreich entwickelt und am Markt behauptet hat. Damit ist man durchaus in der Lage, Umsätze aus dem Automotive-Sektor zu substituieren, wenngleich eine positive Entwicklung der Automobilindustrie auch positiven Einfluss auf die Geschäftsentwicklung der SAR nehmen kann.

Enge Margen und steigender Preisdruck erschweren nach wie vor lohnende Projektabwicklung. Größere Projektumfänge bedeuten höhere Ausführungs- und Abwicklungsrisiken, die oft durch vorgegebene Rahmenbudgets nicht mehr abgedeckt sind. In allen Marktfeldern bedarf es einer sorgsamen Risikobetrachtung der einzelnen Projektmöglichkeiten. Die Herausforderung besteht darin sich ein Grundlastniveau zu erarbeiten und darüber hinaus branchenübergreifend selektiven Projektvertrieb zu forcieren.
Die derzeit sehr ordentliche Nachfrage füllt zwar das Auftragsbuch, macht aber auch gleichzeitig den Mangel an Personalressourcen deutlich. Während sich die Materialverfügbarkeit weitgehend normalisiert hat, kristallisiert sich mehr und mehr der "Fachkräftemangel" als limitierender Faktor heraus. Auslastungsspitzen werden durch Zukauf abgedeckt. Den eigenen Wertschöpfungsanteil und damit auch das Qualitätsniveau hochhalten, ohne den Aspekt der Wirtschaftlichkeit aus dem Auge zu verlieren. Darin besteht die größte Herausforderung in den kommenden Jahren.

3. Chancen
Der zunehmende Wettbewerb erfordert Differenzierungspotential. Als Ansprechpartner für komplexe Lösungen in einem breiten Spektrum verbunden mit einem hohen Qualitätsanspruch werden wir konsequent an unserem Geschäftsmodell festhalten. Permanente Prozess- und Ablaufkontrollen stellen diesen Anspruch sicher. Langjährige Erfahrung, Innovationsdynamik, Zuverlässigkeit und nicht zuletzt die finanzielle Stabilität sind wesentliche Eckpfeiler der Unternehmensphilosophie, mit der wir uns gerne den Herausforderungen der Zukunft stellen.
Durch die internationale Ausrichtung stehen die Leistungen der Unternehmensgruppe weltweit zur Verfügung. Damit trägt man der Produktionsverlagerung nicht nur der deutschen Automobilindustrie in weltweite Absatzmärkte Rechnung.
Zunehmende Bedeutung gewinnt die gemeinsame Projektabwicklung im Gruppenverbund. Die Integration unterschiedlicher Technologien sowie der Austausch vorhandener Kapazitäten beinhalten Synergiepotential, erhöhen die Flexibilität und stützen damit die Gesamtauslastung.
Dem zunehmenden Personalmangel begegnet man seit Jahren proaktiv und arbeitet sehr erfolgreich mit den regionalen Hoch- und Technikerschulen zusammen. Die Aktivitäten erstrecken sich dabei über eine Reihe von Veranstaltungen wie Tag der offenen Tür, Projekttage, Energietage, Gastvorträge, der Teilnahme an Hochschulmessen sowie der Unterstützung des Technologiezentrums Dingolfing. Nicht zuletzt aufgrund des hohen sozialen Engagements hat sich das Unternehmen einen sehr guten Ruf in der Region erarbeitet und kann sich demzufolge über einen außerordentlichen Zulauf an Auszubildenden, Studenten, Technikern und Ingenieuren erfreuen.

Zusammenfassung Insgesamt hat sich das Unternehmen in den vergangenen Jahren aus unserer Sicht eine hervorragende Position erarbeitet. Kontrolliertes Wachstum führte zu einer komfortablen Finanzausstattung und weitestgehender finanzieller Unabhängigkeit. Das nach wie vor hohe Auslastungsniveau lastet eigene Kapazitäten sehr gut aus. Konjunkturelle Abschwächungen können weiter durch die bedarfsorientierte Reduzierung von eingekauften Fremdleistungen bis zu einem gewissen Grad kompensiert werden. Vorhandene Synergien bieten zusätzliches Rentabilitätspotential. Durch abteilungs- aber auch firmenübergreifende Prozessverfeinerung und -standardisierung werden diese Effekte nach und nach freigesetzt. Vor diesem Hintergrund sehen wir uns sehr gut gerüstet, die unter Punkt C.2. ausgeführten Risiken im Speziellen sowie das geschäftsbegleitende Risikopotential im Allgemeinen zu bewältigen. Insofern sind Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten derzeit nicht erkennbar.

 

Dingolfing, im Dezember 2024

Geschäftsführung

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 22.456.194,59 21.093.151,86
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 68.755,55 89.177,68
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 68.755,55 89.177,68
II. Sachanlagen 10.123.309,02 8.563.735,35
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.128.202,54 7.225.131,80
2. technische Anlagen und Maschinen 1.366.462,94 575.715,59
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 920.368,93 628.853,22
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 708.274,61 134.034,74
III. Finanzanlagen 12.264.130,02 12.440.238,83
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 6.368.255,48 5.516.603,92
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 646.960,37 1.789.828,67
3. Beteiligungen 200.023,98 200.023,98
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 4.911.515,05 4.663.724,06
5. sonstige Ausleihungen 137.375,14 270.058,20
B. Umlaufvermögen 94.951.164,14 88.287.364,90
I. Vorräte 18.470.987,00 32.031.662,90
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 686.747,29 683.789,58
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 113.927.273,32 85.877.876,18
3. fertige Erzeugnisse und Waren 1.902.466,07 1.546.827,45
4. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen, offen abgesetzt 98.045.499,68 56.076.830,31
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 16.914.467,55 14.577.358,90
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 12.041.144,20 10.274.239,05
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.530.955,29 1.393.941,78
3. sonstige Vermögensgegenstände 3.342.368,06 2.909.178,07
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 59.565.709,59 41.678.343,10
C. Rechnungsabgrenzungsposten 697.214,43 566.437,73
D. Aktive latente Steuern 258.456,93 249.813,15
Bilanzsumme, Summe Aktiva 118.363.030,09 110.196.767,64

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 96.088.027,06 85.480.870,39
I. gezeichnetes Kapital 102.769,66 102.769,66
II. Bilanzgewinn 95.985.257,40 85.378.100,73
B. Rückstellungen 6.243.603,00 5.355.806,00
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 655.231,00 613.456,00
2. Steuerrückstellungen 4.829,00 92.099,00
3. sonstige Rückstellungen 5.583.543,00 4.650.251,00
C. Verbindlichkeiten 15.993.720,31 19.314.168,31
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 450.000,00 750.000,00
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 3.514.588,24 5.985.999,66
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.153.344,13 6.728.831,06
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 766.389,45 876.492,59
5. sonstige Verbindlichkeiten 5.109.398,49 4.972.845,00
davon aus Steuern 3.253.293,03 3.759.755,69
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 22.261,80 17.147,48
D. Rechnungsabgrenzungsposten 37.679,72 45.922,94
Bilanzsumme, Summe Passiva 118.363.030,09 110.196.767,64

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 96.129.382,01 78.968.224,85
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 28.049.397,14 33.818.398,85
3. andere aktivierte Eigenleistungen 869.197,02 0,00
4. sonstige betriebliche Erträge 2.432.917,19 393.317,13
5. Materialaufwand 69.675.186,12 66.154.918,37
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 27.024.794,87 29.973.949,47
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 42.650.391,25 36.180.968,90
6. Personalaufwand 36.697.941,43 33.768.156,25
a) Löhne und Gehälter 30.820.280,05 28.323.638,30
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 5.877.661,38 5.444.517,95
davon für Altersversorgung 491.048,32 497.983,88
7. Abschreibungen 817.298,77 748.030,40
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 817.298,77 748.030,40
8. sonstige betriebliche Aufwendungen 7.000.328,65 6.310.818,64
9. Erträge aus Beteiligungen 179.240,79 302.724,23
davon aus verbundenen Unternehmen 179.240,79 302.724,23
10. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 375.502,07 86.465,05
davon aus verbundenen Unternehmen 70.117,95 16.721,13
11. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 751.374,90 98.003,38
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00 361.084,12
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 178.436,29 208.487,15
davon aus Abzinsung 38.878,00 41.771,00
14. Steuern vom Einkommen und Ertrag 3.755.327,82 1.555.731,79
a) Ertrag aus der Veränderung latenter Steuern 8.643,78 8.546,03
15. Ergebnis nach Steuern 10.662.492,04 4.559.906,77
16. sonstige Steuern 55.335,37 54.062,73
Jahresüberschuss 10.607.156,67 4.505.844,04

Anhang

A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Firma: SAR Elektronic GmbH
Sitz: Dingolfing
Registergericht: Amtsgericht Landshut
HRB: 2022

Auf die Gesellschaft finden die für große Kapitalgesellschaften i.S.d. § 267 Abs. 3 HGB geltenden Regelungen und die ergänzenden Vorschriften des GmbHG Anwendung.

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrags aufgestellt.

Das Gliederungsschema ist im Vergleich zum Vorjahr gleich geblieben.

B. Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Abschreibung erfolgt im Zugangsjahr pro rata temporis. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden nicht aktiviert.

Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten angesetzt, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Die Anschaffungskosten werden unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungskostenminderungen ermittelt.

Die planmäßigen Abschreibungen werden auf der Grundlage der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer im Betrieb ermittelt. Für die Zugänge wurde die lineare Abschreibungsmethode verwendet. Die Abschreibung erfolgt im Zugangsjahr pro rata temporis.

Von der Möglichkeit des sofortigen Abzugs der geringwertigen Wirtschaftsgüter im Sinne des § 6 Abs. 2 EStG hat die Gesellschaft in vollem Umfang Gebrauch gemacht.

Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten angesetzt. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung wurden, soweit erforderlich, außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Handelswaren werden zu Anschaffungskosten oder Herstellungskosten oder, soweit erforderlich, zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die unfertigen Leistungen sind entsprechend ihrem Fertigstellungsgrad zu Einzelkosten zuzüglich angemessener Teile an Material- sowie Fertigungsgemeinkosten und Abschreibungen angesetzt. Des Weiteren entsprechen diese Wertansätze auch den gemäß den Grundsätzen der verlustfreien Bewertung nach der retrograden Bewertungsmethode ermittelbaren Wertansätzen.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen werden mit dem Rückzahlungsbetrag (ohne Umsatzsteuer) bewertet und gemäß § 268 Abs. 5 HGB offen von dem Posten Vorräte abgesetzt, soweit bereits erbrachte Leistungen dagegen stehen. Erhaltene Anzahlungen ohne Gegenleistung werden auf der Passivseite unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert abzüglich erforderlicher Einzelwertberichtigungen bewertet. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde zur Abdeckung des allgemeinen Zins- und Kreditrisikos eine angemessene Pauschalwertberichtigung von 1 % auf den einzelwertberichtigten Netto-Forderungsbestand gebildet. Bei der Bemessung der Einzelwertberichtigungen wurde berücksichtigt, dass die Forderungen teilweise durch eine Warenkreditversicherung abgesichert sind.

Der Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Auf der Passivseite werden Einnahmen vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, sofern sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Auflösung der Posten erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

Die Pensionsrückstellungen für bestehende unverfallbare Anwartschaften werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen zum Teilwert unter Zugrundelegung der Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Als Abzinsungsfaktor wurde der dazu von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre von 1,82 % angesetzt (im Vorjahr: 1,78 %). Der Rententrend wurde bei einmaligen Kapitalleistungen mit einer Rate von 0 % und bei lebenslang zu zahlenden Altersrenten mit 3 % berücksichtigt. Gehaltssteigerungen und Fluktuation sind nicht berücksichtigt.

Die Steuerrückstellungen erfassen alle noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Vorhandene langfristige Rückstellungen werden entsprechend mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre abgezinst, künftige Preis- und Kostensteigerungen in Höhe der Inflationsrate berücksichtigt. Die Gewährleistungsrückstellungen werden pauschal mit 0,5 % vom rückstellungsbehafteten Umsatz, abzüglich Fremdleistungen mit Rückgriffsrechten gegenüber Dritten, vorgenommen.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern werden ab 2010 für temporäre und quasi-permanente Unterschiede zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen gemäß dem Konzept der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode ("Liability Method") ermittelt. Die sich ergebenden kumulierten Steuerbe- und Steuerentlastungen werden miteinander verrechnet.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Schulden werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) berücksichtigt.

C. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ist aus dem Anlagenspiegel zu ersehen (§ 284 Abs. 3 HGB).

2. Angaben zum Anteilsbesitz




Beteiligung
%
Eigenkapital 31.12.2023
TEuro
Ergebnis 2023
TEuro
TECCAD Engineering GmbH, Deutschland
63 %
4.796
223
Solarpark Hartmannsdorf GmbH & Co. KG, Deutschland
100 %
10
179
Hartmannsdorf Verwaltungs GmbH, Deutschland
100 %
25
0
IMA-TEC GmbH, Deutschland
100 %
265
-246
Autec Engineering GmbH, Schweiz
60 %
608
25
SAR Automatizacija d.o.o., Slowenien
70 %
1.850
432
SAR Automation und Prozesstechnik GmbH, Schweiz
90 %
609
25
SAR Management Corporation, USA
100 %
5
0
SAR Technical Services Proprietary Ltd., Südafrika
100 %
243
10
SAR UK Ltd.,
Großbritannien
100 %
1.833
318
SAR Austria GmbH, Österreich
100 %
83
3
SAR Automation Kft., Ungarn
100 %
131
-7
KNEXT GmbH, Deutschland
90 %
4
-21

3. Vorräte

Hinsichtlich der Lieferungen von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie der Handelswaren bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte.

Soweit bereits erbrachte Leistungen dagegen stehen, wurden von den Vorräten im Berichtsjahr erhaltene Anzahlungen in Höhe von TEuro 98.045 (Vj.: TEuro 56.077) offen abgesetzt.

4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Art der Forderung
Gesamtbetrag
Mit einer Restlaufzeit von


bis 1 Jahr
1-5 Jahren
über 5 Jahre

TEuro
TEuro
TEuro
TEuro
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
12.041
12.041
0
0
Forderungen gg. verbundene Unternehmen
1.531
1.531
0
0
Sonstige Vermögensgegenstände
3.342
3.342
0
0
Gesamt
16.914
16.914
0
0
Vorjahr
14.577
14.572
5
0


Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie noch nicht ausbezahlte Gewinnanteile.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen aus Steuererstattungsansprüchen in Höhe von TEuro 3.113 (Vj.: TEuro 2.614), Forderungen gegenüber Mitarbeitern in Höhe von TEuro 70 (Vj. TEuro 34) sowie debitorische Kreditoren in Höhe von TEuro 45 (Vj.: TEuro 186) enthalten.

5. Latente Steuern

Zum Bilanzstichtag errechneten sich aktive latente Steuern aus abweichenden Wertansätzen zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz bei den Rückstellungen für Pensionen in Höhe von insgesamt TEuro 258. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes von aktuell 26,6 %.

Bilanzposition
Aktive latente Steuern
Passive latente Steuern
31.12.2023
31.12.2022
31.12.2023
31.12.2022

TEuro
TEuro
TEuro
TEuro
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
258
250
0
0
Zwischensumme
258
250
0
0
Saldierung
0
0
0
0
Gesamt
258
250
0
0

6. Eigenkapital

Das Stammkapital der Gesellschaft wurde noch nicht auf Euro umgestellt und beträgt - unverändert zum Vorjahr - DM 201.000,00.


2023
2022
Entwicklung des Bilanzgewinns
Euro
Euro
Gewinnvortrag aus Vorjahr
85.378.100,73
80.872.256,69
Ausschüttungen
0,00
0,00
Jahresüberschuss
10.607.156,67
4.505.844,04
Gesamt
95.985.257,40
85.378.100,73


Für die Ausschüttung gesperrt i.S.d. § 268 Abs. 8 HGB sind Beträge in Höhe von TEuro 258 aus der Aktivierung latenter Steuern.

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 10.607.156,67 auf neue Rechnung vorzutragen.

7. Rückstellungen

Die Pensionsrückstellungen sind durch Rückdeckungsversicherungen gesichert, die ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen dienen und dem Zugriff übriger Gläubiger durch Abtretungserklärungen entzogen sind. Die Aktivwerte dieser Versicherungen in Höhe von TEuro 1.439 wurden nach den Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (§ 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) im Geschäftsjahr mit den zugrunde liegenden Verpflichtungen in Höhe von TEuro 2.094 verrechnet. Der beizulegende Zeitwert entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten. Zudem resultiert aus der Abzinsung dieser Rückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn statt sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEuro 23. Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung, zusätzlich zum bereits unter Nr. 6 genannten Betrag, gesperrt.

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

Sonstige Rückstellungen
2023
2022

TEuro
TEuro
Aufbewahrung der Geschäftsunterlagen
26
26
Berufsgenossenschaft
212
193
Gewährleistung
345
378
Jahresabschlusserstellung und Prüfung
50
54
Nachlaufkosten / ausstehende Rechnungen
1.086
504
Personal
3.789
3.342
Sonstige ausstehende Rechnungen
76
153
Gesamt
5.584
4.650


8. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeitenspiegel

Art der Verbindlichkeit
Gesamtbetrag
bis zu
2 bis 5
über 5
zum 31.12.2023
2023
1 Jahr
Jahre
Jahre

TEuro
TEuro
TEuro
TEuro
gegenüber Kreditinstituten
450
300
150
0
(Vorjahr)
(750)
(300)
(450)
(0)
erhaltene Anzahlungen
3.515
3.515
0
0
(Vorjahr)
(5.986)
(5.986)
(0)
(0)
aus Lieferungen und Leistungen
6.153
6.153
0
0
(Vorjahr)
(6.729)
(6.729)
(0)
(0)
gegenüber verbundenen Unternehmen
766
766
0
0
(Vorjahr)
(876)
(876)
(0)
(0)
sonstige Verbindlichkeiten
5.109
5.109
0
0
(Vorjahr)
(4.973)
(4.973)
(0)
(0)
Gesamt
15.994
15.844
150
0
(Vorjahr)
(19.314)
(18.864)
(450)
(0)


Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (langfristig, Immobilien) sind in voller Höhe durch Grundschulden gesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.


Anschaffungs-,
Herstellungskosten
Zugänge
davon FK-Zinsen

01.01.2023



Euro
Euro
Euro
Anlagevermögen



Immaterielle Vermögensgegenstände



entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
1.484.702,84
30.531,31
0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände
2.264.702,84
30.531,31
0,00
Sachanlagen



Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
11.497.340,21
137.846,40
0,00
technische Anlagen und Maschinen
1.800.167,39
887.720,80
0,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
3.415.770,11
612.339,68
0,00
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
134.034,74
690.074,99
0,00
Summe Sachanlagen
16.847.312,45
2.327.981,87
0,00
Finanzanlagen



Anteile an verbundenen Unternehmen
5.516.603,92
851.651,56
0,00
Ausleihungen an verbundene Unternehmen
1.789.828,67
1.082.793,37
0,00
Beteiligungen
200.023,98
0,00
0,00
Wertpapiere des Anlagevermögens
5.024.808,18
58.198,49
0,00
sonstige Ausleihungen
270.058,20
10.858,71
0,00
Summe Finanzanlagen
12.801.322,95
2.003.502,13
0,00
Summe Anlagevermögen
31.913.338,24
4.362.015,31
0,00

Abgänge
Umbuchungen
Anschaffungs-,
Herstellungskosten



31.12.2023

Euro
Euro
Euro
Anlagevermögen



Immaterielle Vermögensgegenstände



entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
11.798,01
0,00
1.503.436,14
Summe immaterielle Vermögensgegenstände
11.798,01
0,00
2.283.436,14
Sachanlagen



Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
3.131,58
0,00
11.632.055,03
technische Anlagen und Maschinen
0,00
54.569,06
2.742.457,25
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
715.594,86
61.266,06
3.373.780,99
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
0,00
-115.835,12
708.274,61
Summe Sachanlagen
718.726,44
0,00
18.456.567,88
Finanzanlagen



Anteile an verbundenen Unternehmen
0,00
0,00
6.368.255,48
Ausleihungen an verbundene Unternehmen
2.225.661,67
0,00
646.960,37
Beteiligungen
0,00
0,00
200.023,98
Wertpapiere des Anlagevermögens
0,00
0,00
5.083.006,67
sonstige Ausleihungen
143.541,77
0,00
137.375,14
Summe Finanzanlagen
2.369.203,44
0,00
12.435.621,64
Summe Anlagevermögen
3.099.727,89
0,00
33.175.625,66

kumulierte Abschreibungen
Abschreibungen
Zugänge

01.01.2023
Geschäftsjahr


Euro
Euro
Euro
Anlagevermögen



Immaterielle Vermögensgegenstände



entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
1.395.525,16
50.953,44
0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände
2.175.525,16
50.953,44
0,00
Sachanlagen



Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
4.272.208,41
234.775,66
0,00
technische Anlagen und Maschinen
1.224.451,80
151.542,51
0,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
2.786.916,89
380.027,16
0,00
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
0,00
0,00
0,00
Summe Sachanlagen
8.283.577,10
766.345,33
0,00
Finanzanlagen



Anteile an verbundenen Unternehmen
0,00
0,00
0,00
Ausleihungen an verbundene Unternehmen
0,00
0,00
0,00
Beteiligungen
0,00
0,00
0,00
Wertpapiere des Anlagevermögens
361.084,12
0,00
0,00
sonstige Ausleihungen
0,00
0,00
0,00
Summe Finanzanlagen
361.084,12
0,00
0,00
Summe Anlagevermögen
10.820.186,38
817.298,77
0,00

Abgänge
Umbuchungen
kumulierte Abschreibungen



31.12.2023

Euro
Euro
Euro
Anlagevermögen



Immaterielle Vermögensgegenstände



entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
11.798,01
0,00
1.434.680,59
Summe immaterielle Vermögensgegenstände
11.798,01
0,00
2.214.680,59
Sachanlagen



Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
3.131,58
0,00
4.503.852,49
technische Anlagen und Maschinen
0,00
0,00
1.375.994,31
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
713.531,99
0,00
2.453.412,06
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
0,00
0,00
0,00
Summe Sachanlagen
716.663,57
0,00
8.333.258,86
Finanzanlagen



Anteile an verbundenen Unternehmen
0,00
0,00
0,00
Ausleihungen an verbundene Unternehmen
0,00
0,00
0,00
Beteiligungen
0,00
0,00
0,00
Wertpapiere des Anlagevermögens
0,00
0,00
361.084,12
sonstige Ausleihungen
0,00
0,00
0,00
Summe Finanzanlagen
0,00
0,00
361.084,12
Summe Anlagevermögen
728.461,58
0,00
10.909.023,57

Zuschreibungen
Buchwert
Buchwert

Geschäftsjahr
31.12.2023
31.12.2022

Euro
Euro
Euro
Anlagevermögen



Immaterielle Vermögensgegenstände



entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
0,00
68.755,55
89.177,68
Summe immaterielle Vermögensgegenstände
0,00
68.755,55
89.177,68
Sachanlagen



Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
0,00
7.128.202,54
7.225.131,80
technische Anlagen und Maschinen
0,00
1.366.462,94
575.715,59
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
0,00
920.368,93
628.853,22
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
0,00
708.274,61
134.034,74
Summe Sachanlagen
0,00
10.123.309,02
8.563.735,35
Finanzanlagen



Anteile an verbundenen Unternehmen
0,00
6.368.255,48
5.516.603,92
Ausleihungen an verbundene Unternehmen
0,00
646.960,37
1.789.828,67
Beteiligungen
0,00
200.023,98
200.023,98
Wertpapiere des Anlagevermögens
189.592,50
4.911.515,05
4.663.724,06
sonstige Ausleihungen
0,00
137.375,14
270.058,20
Summe Finanzanlagen
189.592,50
12.264.130,02
12.440.238,83
Summe Anlagevermögen
189.592,50
22.456.194,59
21.093.151,86


D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Auf die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen und nach geographisch bestimmten Märkten wird entsprechend der Ausnahmeregelung des § 286 Abs. 2 HGB verzichtet.

Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen im Wesentlichen Erträge aus Währungskursdifferenzen, aus Versicherungsentschädigungen, aus der Auflösung von Rückstellungen, Zuzahlungen der Mitarbeiter sowie Erträge aus Weiterbelastungen von Kosten. Innerhalb der sonstigen betrieblichen Erträge sind außergewöhnliche Erträge in Höhe von TEuro 1.618 enthalten. Sie stehen in Zusammenhang mit Versicherungsentschädigungen aus dem Brandschaden eines Betriebsgebäudes.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen im Wesentlichen Raumkosten, Versicherungen, Beiträge und Abgaben, Fahrzeugkosten, Werbe- und Reisekosten sowie Verwaltungs- und Vertriebsaufwendungen.

Zudem enthalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen periodenfremde Aufwendungen aus Anlageabgängen in Höhe von TEuro 2 sowie Aufwendungen aus der Wertberichtigung und Abschreibung von Forderungen in Höhe von TEuro 342.

Den im Berichtsjahr entstandenen Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEuro 845 (Vj.: TEuro 361) stehen sonstige betriebliche Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEuro 525 (Vj.: TEuro 197) gegenüber.

Die verrechneten Aufwendungen und Erträge betreffend das Planvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB betragen im Berichtsjahr:

Verrechnete Aufwendungen:

· Zinsaufwand TEuro 39
· Personalaufwand TEuro 0
Verrechnete Erträge:
· Zinsertrag TEuro 31

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten außerdem Zinsaufwendungen gegenüber Kreditinstituten für Darlehen und Avale.

E. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen die folgenden Haftungsverhältnisse gemäß § 268 Abs. 7 i.V.m. § 251 HGB und sonstigen finanziellen Verpflichtungen:

- Avale
TEuro
25.189
(davon für verbundene Unternehmen)
TEuro
(1.529)
- Leasingverträge
TEuro
724
- Mietverträge Immobilien
TEuro
392
- Mietverträge Betriebs- und Geschäftsausstattung
TEuro
30


Die nicht in der Bilanz erscheinenden Geschäfte (§ 285 Nr. 3 HGB) betreffen ausschließlich in Anspruch genommene Avalkreditlinien sowie Miet- und Leasingverträge. Der Vorteil dieser Geschäfte besteht im Wesentlichen darin, durch eine kürzere Bilanzsumme positive Effekte auf die Eigenkapitalquote zu nutzen und insbesondere durch die Inanspruchnahme von Avalkreditlinien weniger Liquidität zu binden. Des Weiteren kann auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ein Teil der Neu-/ Ersatzinvestitionen risikoneutral finanziert werden.

Es bestehen zum Bilanzstichtag mittelbare Verpflichtungen aus einer rückgedeckten Unterstützungskasse. Auf Grund der geplanten, ausreichenden Deckung der künftigen Versorgungsverpflichtungen aus der Unterstützungskasse durch Rückdeckungsversicherungen und der ordnungsgemäß erfolgten Beitragszahlungen ist von einer bestehenden Unterdeckung zum Bilanzstichtag nicht auszugehen.

Besondere Risiken und Chancen, die über allgemeine Unternehmensrisiken hinausgehen, sind nicht bekannt, insbesondere waren infolge sonstiger finanzieller Verpflichtungen keine Rückstellungen zu bilden.

Die zugrunde liegenden Verpflichtungen können nach unseren Erkenntnissen in allen Fällen erfüllt werden; mit einer Inanspruchnahme ist nicht zu rechnen.

Geschäftsführung

Geschäftsführer der SAR Elektronic GmbH ist Herr Konrad Sigl (Elektromeister), Niederviehbach.

Auf die Angabe gem. § 285 Nr. 9 Buchstabe a HGB wird nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Durchschnittliche Mitarbeiterzahl


2023
2022
Gewerbliche Arbeitnehmer
127
126
Angestellte
303
276
Gesamt
430
402



Abschlussprüferhonorare

Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar (§ 285 Nr. 17 HGB) setzt sich wie folgt zusammen:




2023
2022
a)
Abschlussprüfungsleistungen
TEuro
31
30
b)
andere Bestätigungsleistungen
TEuro
0
0
c)
Steuerberatungsleistungen
TEuro
10
16
d)
Sonstige Leistungen
TEuro
13
4



Konzernzugehörigkeit

Die SAR Elektronic GmbH ist ein Konzernunternehmen, das gleichzeitig oberstes Mutterunternehmen ist. Von der Verpflichtung zur Aufstellung eines Konzernabschlusses wurde die Gesellschaft gem. § 290 Abs. 5 i.V.m. § 296 Abs. 2 HGB befreit.

sonstige Berichtsbestandteile

 

Dingolfing, den 6. Dezember 2024

gez. Konrad Sigl (Geschäftsführer)


Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 23.01.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers


An die SAR Elektronic GmbH, Dingolfing

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der SAR Elektronic GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SAR Elektronic GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

· entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 und

· vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "?Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deut­schen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungs­mäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buch­führung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnis­sen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Überein­stimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche fal­sche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffe­nen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

· identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungs­handlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausrei­chend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen bein­halten können.

· gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

· beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

· ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

· beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der An­gaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

· beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

· führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Eggenfelden, den 23. Dezember 2024

consaris AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Diplom-Betriebswirt (FH)
Collin Späth
Wirtschaftsprüfer

Diplom-Volkswirt
Albert Schick
Wirtschaftsprüfer

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