Kieselmann GmbH + Co. Holding KG
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Julius Christian Heim seit 26.6.2025 | Prokura |
Caroline Dohle seit 5.1.2021 | Geschäftsführer |
Stefan Ottmann seit 10.1.2020 | Prokura |
Klaus Dohle seit 14.8.2006 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Kieselmann GmbHKnittlingenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtI. Grundlagen des Unternehmens1. Geschäftsmodell des Unternehmens Gegenstand der Kieselmann GmbH ist die Herstellung und der Vertrieb von Edelstahlarmaturen und -fittings für die Getränke-, Nahrungsmittel- und Pharmaindustrie sowie der Handel mit Edelstahlrohren. 2. Forschung und Entwicklung Gegenstand unserer Entwicklungstätigkeit ist die Weiterentwicklung und Erweiterung unseres bestehenden Produktsortiments. Der wichtigste Pfeiler unserer Innovationskraft ist unser Team hoch-qualifizierter Mitarbeiter. Insgesamt sind im Jahr 2023, sieben Mitarbeiter (Vorjahr: 7) direkt mit Forschung und Entwicklung betraut. Für den Bereich Forschung und Entwicklung haben wir im Geschäftsjahr direkt T€ 763 aufgewendet. II. Wirtschaftsbericht1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Marktsituation ist in den letzten Jahren durch eine deutliche Ausweitung des Angebotes - insbesondere durch ausländische Anbieter - gekennzeichnet. Wir begegnen dieser Entwicklung durch innovative Produkte, ein hohes Maß an Qualität und verstärkten Serviceaktivitäten. Mit dem Angriff durch Russland auf die Ukraine ist seit dem 24. Februar 2022 ein großer Schatten über der Wirtschaft. 2. Geschäftsverlauf Wir können - trotz der ungünstigen allgemeinen Voraussetzungen - einmal mehr auf ein durchaus erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken. Anhaltende Investitionszurückhaltung aufgrund hoher Inflation und deutlich gestiegenen Zinsen sowie Nachwirkungen der Lieferkettenunterbrechungen gepaart mit den durch den Krieg ausgelösten massiven Materialpreiserhöhungen und der einhergehenden Energiekrise haben das Management permanent gefordert. Insgesamt hatten wir durch schnelles Agieren vergleichsweise geringe Auswirkungen auf die Prozesse. Das Nachfrageverhalten war über das gesamte Geschäftsjahr vergleichbar zum Vorjahr. Der durchschnittliche Edelstahlpreis lag für das Geschäftsjahr etwa auf dem Vorjahresniveau. Somit wurde der Teuerungszuschlag mit leichten Abschlägen fortgeführt. Die Umsatzerlöse sind im Geschäftsjahr 2023 um T€ 4.060 auf T€ 64.758 zurückgegangen; die Materialquote hat sich um 2,0%-Punkte verbessert. Die Personalkosten sind - bei geringem Abbau der Mitarbeiterzahl - marginal zurückgegangen. Der Personalaufwand hat sich in Summe um T€ 333 reduziert. Die sonstigen Aufwendungen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit haben sich gegenüber dem Vorjahr nur marginal um T€ 20 verringert. Das Zins- und Finanzergebnis ist mit T€ 2.460 gegenüber dem Vorjahr T€ 2.479 nahezu unverändert. Das Betriebsergebnis (EBIT) ist gegenüber dem Vorjahr um T€ 1.305 gesunken. 3. Lage Die Lage des Unternehmens ist aus unserer Sicht nach wie vor gut. a) Ertragslage Unsere wesentlichen Ergebnisquellen stellen unsere eigengefertigten Produkte dar. Ergänzt um diverse Handelsware wird unsere Sortimentspolitik für den Kunden optimal abgerundet. Unsere Aufwendungen im Materialbereich haben quotal um 2,0% reduziert. Dies ist teilweise durch einen veränderten Produktmix und vordergründig leichten Rückgang der durchschnittlichen Edelstahlpreise als auch sonstiger Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren gegenüber dem Vorjahr begründet. Die Personalkosten sind im Geschäftsjahr nicht durch Einmalzahlung der Inflationsausgleichsprämie belastet, da diese im Vorjahr und im Folgejahr enthalten sind bzw. sein werden. Die Personalquote liegt mit 29,3% um 1,8%-Punkte über dem Vorjahresniveau, da die Betriebsleistung um T€ 5.658 zurückgegangen ist. Unsere Beschäftigungslage ist dennoch als absolut gut zu bezeichnen. Das Betriebsergebnis hat sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 1.305 verschlechtert. Grund hierfür war vor allem der Umsatzrückgang im Berichtjahr. b) Finanzlage Unsere Finanzlage ist als stabil zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Unser Eigenkapital wurde weiter um T€ 4.151 aufgebaut wobei die Eigenkapitalquote auf 85,1% (VJ: 81,6%) zunimmt. Die Kapitalstruktur hat sich durch die um T€ 2.132 gestiegenen Bilanzsumme nur marginal verändert. Stützpfeiler der stabilen Finanzlage ist die Konsolidierungspolitik, aufgrund derer wir erwirtschaftete Ergebnisse im Unternehmen belassen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten machen 5,7% (VJ: 6,3%) der Bilanzsumme aus. Zwecks Finanzierung unserer Absatzgeschäfte bedienen wir uns der vorhandenen Liquidität. Eingeräumten Kreditlinien unserer Banken wurden nicht in Anspruch genommen, dienen allerdings vorsorglich als Liquiditätspuffer. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 3,5% (VJ: 4,1%) der Bilanzsumme. Sämtliche Verbindlichkeiten werden, wenn es die Zahlungsbedingungen vorsehen unter Abzug von Skonto, stets innerhalb der Zahlungsziele beglichen. Unsere Investitionstätigkeiten im Maschinenbereich aus dem laufenden Geschäftsjahr und dem Vorjahr - bei welchen die Anzahlungen aus dem laufenden Cashflow finanziert werden - sind zum Jahreswechsel in den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Die Maschinen selbst werden typischerweise geleast. Für die Zukunft sind aus Platzgründen eher Ersatzinvestitionen mit Kapazitätserweiterungscharakter denn Neuinvestitionen geplant. Die kurzfristigen Forderungen und die Bankbestände übersteigen die kurzfristigen Verbindlichkeiten. Die Liquiditätslage hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um T€ 2.231 verbessert. Das Guthaben bei Kreditinstituten zum Stichtag beträgt T€ 4.053. c) Vermögenslage Die Vermögenslage ist insbesondere durch den Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um T€ 1.514 und dem Anstieg der flüssigen Mittel auf insgesamt T€ 4.053 (VJ: T€ 1.822) gekennzeichnet. Auf der Passivseite ist im Wesentlichen die Abnahme der Rückstellungen um T€ 1.367 zu verzeichnen. Das Anlagevermögen ist vollständig durch Eigenkapital gedeckt. Die Vermögenslage unserer Gesellschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr kaum verändert. Die Struktur unseres kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und unserer Verbindlichkeiten wollen wir stabil halten. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatz pro Mitarbeiter und Umsatzrendite heran. Der Umsatz pro Mitarbeiter beträgt im Geschäftsjahr T€ 233,8 (VJ: T€ 244,0). Dies ist im Wesentlichen dem Umsatzrückgang geschuldet. Bei den Mitarbeitern sind zwei Geschäftsführer mitgezählt. Die Umsatzrendite berechnen wir mit dem EBT im Verhältnis zu den Umsatzerlösen. Im Geschäftsjahr betrug die Umsatzrendite 8,2% gegenüber 9,7% im Vorjahr. III. PrognoseberichtUm die positive Entwicklung des Unternehmens zu unterstützen, werden wir weiterhin in Zukunft die Kundenakquise durch Nutzung unserer Konzernstrukturen forcieren. Wir werden wieder Messeauftritte als zusätzliches Akquise-Instrument einplanen. Wir beurteilen die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens trotz der schwierigen Rahmenbedingungen positiv. Das Unternehmen sieht weiterhin einen besonderen Wettbewerbsvorteil in dem hohen Qualitätsstandard seiner Produkte, der hohen Produktverfügbarkeit, der Flexibilität in der Produktion aufgrund eines modernen Maschinenparks, den geplanten Neuentwicklungen, einer soliden Grundauslastung über Innenumsätze sowie in der technischen und fachlichen Qualifikation seiner Mitarbeiter und nicht zuletzt in dem breiten Produktsortiment. In unserer Planung gehen wir von einem Umsatz auf Vorjahresniveau aus. Insgesamt erwarten wir - bei weiter steigenden Einstandspreisen - einen Jahresüberschuss etwas unter dem Niveau des Geschäftsjahres. Wir werden auch zukünftig im Prognosezeitraum immer in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen. IV. Chancen- und Risikobericht1. Risikobericht Branchenspezifische Risiken Sollten sich durch weitere Zinserhöhungen und anhaltende Unsicherheit hinsichtlich der Energiepreise die Konjunktur abschwächen, kann dies die wirtschaftliche Situation unserer Kunden und damit die Nachfrage nach unseren Produkten negativ beeinflussen. Daraus können für uns vereinzelt Umsatz- und Ergebnisrisiken entstehen. Insgesamt kommen verhalten positive Signale aus den verschiedenen Prognosen seitens der Wirtschaftsweisen oder auch sonstigen Umfrageindizes. Der anhaltende Konflikt zwischen der Ukraine und Russland könnte weitere Auswirkungen auf unser Geschäft haben. Ertragsorientierte Risiken Die Wettbewerbsrisiken sind aufgrund der ausländischen Mitbewerber in der Branche unverändert. Die Risiken von Lieferengpässen auf der Rohmaterialseite sind zu vernachlässigen. Absehbare Preiserhöhungen im Edelstahl begegnen wir durch den Abschluss von Rahmenverträgen - Warentermingeschäfte lehnen wir ab. Finanzwirtschaftliche Risiken Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Die Liquiditätslage ist zufriedenstellend; es werden Maßnahmen eingeleitet um den Lagerbestand wieder den verbesserten Lieferketten anzupassen. Mitarbeiter Der wichtigste Teil unserer Innovationskraft ist unser Team hochqualifizierter Mitarbeiter. Für die Entwicklung unseres Unternehmens sind qualifizierte Mitarbeiter ein entscheidender Erfolgsfaktor. Wir haben eine strukturierte Personalplanung und -qualifizierung um unsere Mitarbeiter ihren Fähigkeiten entsprechend einzusetzen, fortzubilden und an unser Unternehmen zu binden. Aufgrund der demographischen Entwicklung wird der Wettbewerb um hochqualifizierte Mitarbeiter trotz vieler Anstrengungen eine Herausforderung für die Zukunft bleiben. Wir werden alles daran setzen unsere Stammbelegschaft zu halten. Qualität Die Produkte der Kieselmann GmbH unterliegen einer ständigen Qualitätskontrolle. Die Verlängerung der Zertifizierung nach DIN ISO 9001 findet entsprechend den Vorgaben regelmäßig statt. Umweltschutz Die Kieselmann-Gruppe achtet auf die geltenden Umweltschutzvorschriften und auf eine umweltgerechte Entsorgung entstehender Abfallprodukte. 2. Chancenbericht Das Unternehmen sieht weiterhin einen besonderen Wettbewerbsvorteil in dem hohen Qualitätsstandard seiner Produkte, der hohen Produktverfügbarkeit, der Flexibilität in der Produktion aufgrund eines modernen Maschinenparks, den geplanten Neuentwicklungen, einer soliden Grundauslastung über Innenumsätze sowie in der technischen und fachlichen Qualifikation seiner Mitarbeiter und nicht zuletzt in dem breiten Produktsortiment. Ebenfalls sind Vertriebssynergien aus den Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis und den verbundenen Unternehmen zu erwarten. 3. Gesamtaussage Hauptrisiko ist weiterhin die Inflation flankiert mit gestiegenen Zinsen und die Energiekrise und die ungewissen Folgen für unsere Kunden bzw. deren Endkunden hinsichtlich Investitionszurückhaltung. Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir weiterhin in einem schwierigen Wettbewerbsumfeld, steigenden Rohstoffpreisen und dem stagnierenden Preisniveau. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken aber gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar. V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von FinanzinstrumentenZu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Zudem besteht eine Warenkreditversicherung. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden. Zur Absicherung des Liquiditätsrisikos erstellen wir einen Liquiditätsplan, welcher einen laufenden Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend aus dem laufenden Cashflow. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. VI. Bericht über ZweigniederlassungenZweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.
Knittlingen, 16. Februar 2024 Kieselmann GmbH Klaus Dohle, Geschäftsführer Caroline Pötzl, Geschäftsführerin BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangKieselmann GmbH, KnittlingenRegistergericht Mannheim, HRB 510231 Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung aufgestellt. Die Gesellschaft ist nach den Kriterien des § 267 Abs. 3 HGB eine große Kapitalgesellschaft. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) gegliedert. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Vermögensgegenstände werden linear abgeschrieben. Die Abschreibungen wurden unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 3 - 8 Jahren verrechnet. Zugänge an beweglichen Anlagegütern werden im Jahr der Neuanschaffung oder Herstellung pro rata temporis abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 1.000,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. mit den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt; Anteile in ausländischer Währung werden mit dem Einstandskurs bewertet. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren erfolgt zu Durchschnittspreisen bzw. niedrigeren Wiederbeschaffungskosten; die der Gesellschaft zustehenden Lieferantenrabatte und -skonti wurden bei der Ermittlung der Nettopreise abgesetzt. Nicht gängige Teile wurden mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Unfertige und fertige Erzeugnisse werden mit den angefallenen Einzelkosten zuzüglich eines Materialgemeinkostenzuschlags und angemessener notwendiger Fertigungsgemeinkosten sowie den Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist angesetzt. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert unter Berücksichtigung des erkennbaren Ausfallrisikos bewertet. Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde durch eine pauschale Wertberichtigung Rechnung getragen. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nominalwerten angesetzt. Die Rechnungsabgrenzungsposten betreffen im Wesentlichen die Abgrenzung von Versicherungsbeiträgen. Die Pensionsrückstellung wurde für handelsrechtliche Zwecke unter Berücksichtigung eines Zinssatzes von 1,82 % gemäß § 253 Abs. 1 HGB nach der Projected Unit Credit Method (PUC-Methode) unter Zugrundelegung der Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Renten-, Gehalts und Karrieretrend wurden mit 0,00 % berücksichtigt. Die Pensionsverpflichtungen sind durch eine verpfändete Rückdeckungsversicherung abgesichert. Die Bewertung der Rückdeckungsversicherung erfolgt zum Zeitwert des Deckungsvermögens. Deckungsvermögen und Pensionsverpflichtung werden in der Bilanz verrechnet. Bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen wird § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB angewendet. Hiernach werden die Pensionsrückstellungen mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre (bisher sieben Jahre) abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 10 Jahren ergibt. Dieser Zinssatz beträgt 1,82 %. Die Bewertung der nicht-versicherungsgebundenen, kongruent rückgedeckten Altersversorgungszusage erfolgt unter Beachtung des IDW Rechnungslegungshinweis: "Handelsrechtliche Bewertung von Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen aus rückgedeckten Direktzusagen (IDW RH FAB 1.021)". Dieser präzisiert die Grundsätze für die kongruente Bewertung von rückgedeckten Altersversorgungszusagen in der Handelsbilanz. Zur Identifikation der Finanzierungs- und Erdienungskongruenz der rückgedeckten Altersversorgungszusage kommt ein faktorbasiertes Bewertungsverfahren (Deckungskapitalverfahren) zum Einsatz. Die Bewertung erfolgt nach der sog. "Aktivprimat"-Methode. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr sowie Kassenbestände und Bankguthaben in Fremdwährung werden zum Euro-Referenzkurs, veröffentlicht von der Deutschen Bundesbank am Bilanzstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von über einem Jahr erfolgt die Umrechnung bei den Forderungen mit dem Briefkurs am Entstehungstag oder zum niedrigeren Euro-Referenzkurs, veröffentlicht von der Deutschen Bundesbank am Bilanzstichtag und bei den Verbindlichkeiten mit dem Geldkurs am Entstehungstag oder zum höheren Euro-Referenzkurs, veröffentlicht von der Deutschen Bundesbank. Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Im Falle einer Steuerentlastung würde vom entsprechenden Aktivierungswahlrecht kein Gebrauch gemacht werden. Im Geschäftsjahr ergab sich insgesamt eine - gemäß dem Wahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht bilanzierte - aktive latente Steuer. Schätzungen und Beurteilungen Im Jahresabschluss werden teilweise Schätzungen und Beurteilungen vorgenommen, welche die bilanzierten Vermögensgegenstände und Schulden, die Angaben zu Eventualverbindlichkeiten am Stichtag und die ausgewiesenen Erträge und Aufwendungen für die Berichtsperiode betreffen. Alle Schätzungen und Beurteilungen werden kontinuierlich überprüft und gegebenenfalls angepasst. Wesentliche Sachverhalte, die von solchen Schätzungen und Beurteilungen betroffen sind, betreffen die Bewertung des Anlagevermögens, der Forderungen sowie der Rückstellungen. Die Schätzungs- und Beurteilungsmethoden wurden stetig gegenüber dem Vorjahr angewandt. Angaben und Erläuterungen zu den Posten der Bilanz Anlagevermögen Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind in Höhe von TEUR 3.665 (i. Vj. TEUR 3.683) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 3 (i. Vj. TEUR 0). In den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind Kontokorrentdarlehen einschließlich Zinsforderungen und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 10 (i. Vj. TEUR 19) enthalten. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind in Höhe von TEUR 250 (i. Vj. TEUR 237) antizipative Aktivwerte aus Rückdeckungsversicherungen enthalten. Diese haben eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Die übrigen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Pensionsrückstellungen decken die Versorgungsverpflichtungen ab. Die angelegten Vermögenswerte (Rückdeckungsversicherung) dienen ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtung und sind dem Zugriff der übrigen Gläubiger entzogen. In der Bilanz zum 31. Dezember 2023 wird der der Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtungen (TEUR 1.460) mit dem Zeitwert des Deckungsvermögens (= Anschaffungskosten) in Höhe von TEUR 1.710 saldiert. Der Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 250 wird in den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Sonstige Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 207 (i. Vj. TEUR 1). Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 76 (i. Vj. TEUR 41). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Globalzession der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen besichert. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Haftungsverhältnisse
Bürgschaften, Gewährleistungen und die Bestellung von Sicherheiten für Verbindlichkeiten betreffen die Besicherung von Bar- und Avalkrediten verbundener Unternehmen bei Banken. Auf Grundlage der Ergebnisplanungen sowie der guten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der betreffenden Gesellschaften wird mit keiner Inanspruchnahme aus oben angegebenen Haftungsverhältnissen gerechnet. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus dem Pachtvertrag bestehen in voller Höhe gegenüber verbundenen Unternehmen. Der Pachtvertrag ist unbefristet, die Mindestlaufzeit beträgt zwei Jahre. Darüber hinaus bestehen weitere Mietverpflichtungen in Höhe von TEUR 238 p.a. (i. Vj. TEUR 209) zum Stichtag. Die Leasing- und Mietverträge führen zu einer Verbesserung der Liquiditätssituation. Angaben und Erläuterungen zu den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse
Periodenfremdes Ergebnis und sonstige Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Das Jahresergebnis enthält periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 225 (i. Vj. TEUR 419), die aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von TEUR 102 (i. Vj. TEUR 0), Erträgen aus Rückdeckungsversicherung in Höhe von TEUR 13 (i. Vj. TEUR 237), aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 85 (i. Vj. TEUR 85), aus Versicherungsentschädigungen in Höhe von TEUR 24 (i. Vj. TEUR 44) sowie aus Buchgewinnen aus Anlagenabgang in Höhe von TEUR 0 (i. Vj. TEUR 1) resultieren. Im Jahresergebnis sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 22 (i. Vj. TEUR 24) und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 196 (i. Vj. TEUR 146) enthalten. Diese enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungsdifferenzen. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 0 (i. Vj. TEUR 32) aus Forderungsverlusten sowie Aufwendungen aus Wertberichtigungen zu Forderungen in Höhe von TEUR 3 (i. Vj. TEUR 0) enthalten. Die Erträge aus Beteiligungen betreffen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 2.142 (i. Vj. TEUR 1.729). In den Abschreibungen auf Finanzanlagen sind außerplanmäßige Abschreibungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 1.000 (i. Vj. TEUR 0) und außerplanmäßige Abschreibungen auf Minderheitsbeteiligungen in Höhe von TEUR 0 (i. Vj. TEUR 240) enthalten. Die Zinsaufwendungen aus Pensionsverpflichtungen betragen im Geschäftsjahr 2023 TEUR 51 (i. Vj. TEUR 54). Diese sind in Höhe von TEUR 60 (i. Vj. TEUR 63) mit den entsprechenden Zinserträgen aus der Rückdeckungsversicherung saldiert. Die Angabe zur Aufschlüsselung des Gesamthonorars des Abschlussprüfers nach Tätigkeitsgebieten nach § 285 Nr. 17 HGB unterbleibt, da die Gesellschaft in den befreienden Konzernabschluss der Kieselmann Verwaltungsgesellschaft mbH einbezogen wird. In den Steuern vom Einkommen und Ertrag sind periodenfremde Steuererstattungen in Höhe von TEUR 94 (i. Vj. TEUR 71) enthalten. Sonstige Angaben Latente Steuern Passive latente Steuern auf die handels- und steuerrechtlich voneinander abweichenden Wertansätze von Beteiligungen an Kapitalgesellschaften und der Folgebewertung von Fremdwährungsposten mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr werden mit den aktiven latenten Steuern auf die handels- und steuerrechtlich voneinander abweichenden Wertansätze der Pensionsrückstellung und weiterer Personalrückstellungen verrechnet. Insgesamt werden die passiven latenten Steuern durch aktive Steuerlatenzen überkompensiert. Über den Saldierungsbereich hinausgehende aktive Steuerlatenzen werden in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragssteuersatzes der Gesellschaft von aktuell 30%. Der kombinierte Ertragssteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Organe der Gesellschaft Die Geschäftsführung der Gesellschaft im Berichtsjahr: - Herr Dipl.-Ing. Klaus Dohle, Geschäftsführer, Bretten - Frau M. A. Caroline Pötzl, Geschäftsführerin, Bretten Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Bezüglich der Angabe der Gesamtbezüge für die Mitglieder des Geschäftsführungsorgans wird von der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Arbeitnehmer Zusammensetzung der durchschnittlichen Zahl der Arbeitnehmer während des Geschäftsjahres
Daneben beschäftigte die Gesellschaft im Geschäftsjahr 30 Auszubildende (i. Vj. 31). Anteilsbesitz
1 Die Angaben betreffen das Geschäftsjahr 2022. 2 Es liegen zum Bilanzstichtag keine Daten vor. Konzernzugehörigkeit Die Kieselmann GmbH, Knittlingen, wird in den Konzernabschluss der Kieselmann Verwaltungsgesellschaft mbH, Knittlingen, einbezogen. Die Kieselmann Verwaltungsgesellschaft mbH stellt den Konzernabschluss für den größten Konsolidierungskreis und damit einen für die Kieselmann GmbH bzw. für die Kieselmann GmbH + Co. Holding KG befreienden Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach § 291 HGB auf. Der Konzernabschluss wird beim Unternehmensregister eingereicht. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 4.151.023,79 gemeinsam mit dem Gewinnvortrag in Höhe von EUR 52.665.515,07 auf neue Rechnung vorzutragen.
Knittlingen, den 16. Februar 2024 Kieselmann GmbH, Knittlingen Die Geschäftsführung gez. Dipl.-Ing. Klaus Dohle, Geschäftsführung gez. Caroline Pötzl, M. A. Geschäftsführung Anlagespiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 07.03.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Kieselmann GmbH, Knittlingen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Kieselmann GmbH, Knittlingen - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie den Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Kieselmann GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögenschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Darstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 16. Februar 2024 RWT
Crowe GmbH
gez. Siegbert Dierberger, Wirtschaftsprüfer gez. Armin Zeiler, Wirtschaftsprüfer |
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