Stammdaten

Register
Amtsgericht Limburg a. d. Lahn HRB 2631
Vorher
IBR Estrich- und Putzarbeiten Gesellschaft mit beschränkter HaftungIBR BAU/ESTRICH/PUTZ GmbH
Eingetragen
30.8.1993
Branche
Herstellung von Gipserzeugnissen für den BauHerstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenSpezialisierte Bautätigkeiten im Tiefbau
Gegenstand
Der Zweck der Gesellschaft ist die Ausführung von Estricharbeiten aller Art, Innenputz- und Außenputzarbeiten, Erbringung von allen Arbeiten im Zusammenhang mit Wärmedämmverbundsystemen, Trockenbau aller Art, Isolierungen aller Art, Bodenbeläge aller Art, Beschichtungen aller Art, Malerarbeiten innen und außen aller Art, Gerüstbauarbeiten aller Art. Weiterhin Verkauf und Vermietung von Baumaschinen aller Art.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Temur Ibrahimogullari
seit 26.2.2003
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

17.93% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Temur Ibrahimogullari
Dornburg
162.500 €
65.00%
Mustafa Ibrahimogullari
Dornburg
87.500 €
35.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

IBR Bau GmbH

Dornburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Lagebericht

Grundlagen der Gesellschaft

1. Geschäftsmodell der Gesellschaft

Unsere Gesellschaft wurde am 13. Oktober 1992 von Temur Ibrahimogullari gegründet. Innerhalb kürzester Zeit konnte ein hoher Bekanntheitsgrad in der Region erworben werden, so dass bedingt durch stetig wachsende Auftragslage und Mitarbeiteranzahl bereits seit 1994 auch Bruder Mustafa Ibrahimogullari mit in die Geschäftsführung eingetreten ist.

Wir sind im Baugewerbe tätig und betreuen unsere Kunden in allen Bauphasen. Unsere Schwerpunkte liegen im Bereich der Bodenarbeiten (Industrie-, Sicht- und normaler Estrich sowie andere Bodenbeläge und Beschichtungen), der Wandarbeiten (Innen- und Außenputz, Wärmedämmung), des Trockenbaus sowie der Maler- und Gerüstbauarbeiten aller Art.

Zu unseren Kunden zählen u.a. Bundesländer, Gemeinden, Städte sowie gewerbliche Unternehmer und Privatkunden.

2. Forschung und Entwicklung

Forschung und Entwicklung ist in der Branche unüblich und wird von unserer Gesellschaft nicht betrieben.

Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

In der Pressekonferenz vom 25. Februar 2021 hat Tim Lorenz, Vizepräsident Wirtschaft des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie (HDB), bei der Vorstellung des aktuellen Zahlenbildes der veröffentlichten Konjunkturindikatoren über die Entwicklung der Baubranche in 2020 berichtet. Demnach hat es die Baubranche in 2020 trotz der Corona-Krise geschafft ihre Umsätze zu erhöhen und sich damit einmal mehr als Stütze der Gesamtwirtschaft gezeigt.

Die Betriebe des Bauhauptgewerbes haben in 2020 einen baugewerblichen Umsatz von 143 Mrd. Euro erwirtschaftet, was eine Steigerung von 5,9 % gegenüber dem Vorjahr darstellt. Aufgrund der 2020 niedrigen Preissteigerung, zu der die Umsatzsteuersenkung sowie die gesunkenen Materialpreise beigetragen haben, sei real immer noch ein Zuwachs von 4,5 % geblieben.

Am besten habe der Wohnungsbau mit einem Umsatzplus (über alle Betriebe) von nominal 10,5 % im Gesamtjahr 2020 abgeschnitten. Die Corona-Krise hätte keine signifikanten negativen Auswirkungen auf die nach wie vor hohe Nachfrage nach Wohnraum gehabt. Demgegenüber konnte sich der Wirtschaftsbau von der Unsicherheit der Investoren nicht freimachen, der Umsatz lag lediglich um nominal 1,2 % über dem Vorjahresniveau. Im Wirtschaftshochbau war sogar ein Rückgang um 2,9 % zu verzeichnen.

Um die zusätzliche Produktion zu stemmen, haben die Betriebe - trotz erhöhter Kurzarbeit - ihren Personalbestand um 22.500 bzw. 2,6 % auf 893.000 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 2020 aufgestockt. Damit hat die Branche seit dem Tiefpunkt im Jahr 2009 mehr als 188.000 neue Stellen geschaffen und die Bauunternehmen haben somit - trotz der zunehmenden Unsicherheit - ihre Kapazitäten weiter erhöht, beschrieb Lorenz die Arbeitsmarktsituation am Bau.

2. Geschäftsverlauf

Die Gesamtleistung (definiert als Umsatz zuzüglich Bestandsveränderung bei den Teilfertigen Arbeiten) ist im Vergleich zum Vorjahr um 1,0 % gesunken. Im Geschäftsjahr wurde gleichwohl ein deutlich positives Jahresergebnis erzielt.

3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Ertragslage

Dem Rückgang der Gesamtleistung steht ein noch stärkerer Rückgang des Materialaufwands gegenüber, so dass sich der Rohgewinn (als Ergebnis aus Umsatzerlösen zzgl. Bestandsveränderung abzgl. Materialaufwendungen) mit T€ 4.761,6 im Jahresvergleich um rund T€ 320,6 verbessert hat (VJ: T€ 4.440,9).

Die sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Geschäftsjahr (T€ 218,3) gegenüber dem Vorjahr (T€ 211,6) geringfügig gestiegen.

Der Personalaufwand ist im Geschäftsjahr um rund T€ 60,9 bzw. 2,2 % auf T€ 2.832,4 gestiegen.

Die Abschreibungen sind im Berichtsjahr von T€ 206,3 auf T€ 178,9 zurückgegangen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Jahresvergleich um T€ 73,1 auf T€ 1.667,1 zurückgegangen. Ursächlich hierfür ist neben dem Rückgang der Webe- und Reisekosten insbesondere auch die Reduzierung der Rechts- und Beratungskosten.

Die Zinserträge sind von T€ 2,0 auf T€ 2,8 gestiegen. Der Zinsaufwand hat sich mit T€ 47,7 im Vorjahresgleich nahezu unverändert (VJ: T€ 48,2).

Das positive Betriebsergebnis (Ergebnis vor Steuern und Zinsen) betrug im Geschäftsjahr T€ 301,4 und ist damit gegenüber dem Vorjahr von T€ 80,7 um rund T€ 220,8 gestiegen.

Der Jahresüberschuss beträgt T€ 167,9 und stellt somit gegenüber dem Vorjahresergebnis (T€ 1,3) eine Erhöhung dar.

Finanzlage

Die Abschreibungen liegen über der Höhe der Investitionen in Maschinen und technische Anlagen, sodass insgesamt betrachtet das Anlagevermögen geringfügig unter Vorjahresniveau liegt.

Die Eigenkapitalquote ist wegen des Jahresüberschusses sowie der geringeren Bilanzsumme auf 26,7 % (Vj. 25,6 %) gestiegen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind um T€ 123,1 auf T€ 1.030,2 zurückgegangen.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist mit T€ 4.697 am Bilanzstichtag gegenüber dem Vorjahr (T€ 4.627) gestiegen.

Das Anlagevermögen ist von T€ 2.102 auf T€ 1.988 reduziert, da die Abschreibungen höher als der Wert der Neuinvestitionen waren.

Der Vorratsbestand ist aufgrund von Bestandsveränderungen insbesondere bei den Teilfertigen Arbeiten um T€ 124 bzw. 22 % auf T€ 680 gesunken.

Der Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist gegenüber dem Vorjahr um T€ -11,2 auf T€ 1.218,5 gestiegen.

Die Rückstellungen haben sich in ihrer Gesamtsumme gegenüber dem Vorjahr um rund T€ 7,8 erhöht. Maßgeblich hierfür ist der Anstieg der Steuerrückstellungen (T€ 22,0) sowie der Rückgang bei den sonstigen Rückstellungen (T€ 14,1).

Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsidikatoren liegt unser Fokus auf:

• gesamtleistung pro Mitarbeiter,

• gesamtleistungsrendite undCash-Flow.

Bei der Zahl der Mitarbeiter wird abweichend von § 167 Abs. 5 HGB vom vierten Teil der summierten quartalsweisen Mitarbeiterzahlen inklusive der Geschäftsführer ausgegangen. Die Gesamtleistungsrendite berechnen wir mit dem EBIT im Verhältnis zu der Gesamtleistungen, den Cash-Flow aus Vereinfachungsgründen als Jahresergebnis zuzüglich Abschreibungen.

Die Gesamtleistung pro Mitarbeiter beträgt T€ 185,8 und ist damit gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert geblieben

Die Gesamtrendite ist mit 0,7 % positiv, hat sich gegenüber dem Vorjahr (2,7 %) jedoch verschlechtert. Der Cash-Flow des Jahres ist negativ (T€ 125,2; VJ: ./. T€ 288,5).

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Situation

Im Geschäftsjahr 2020 hat die Gesellschaft ein positives Jahresergebnis erzielt. Die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft wird weiterhin als zufriedenstellend eingeschätzt.

Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosebericht

Im Geschäftsjahr 2021 wurde ein Jahresfehlbetrag von T€ 118,8 erwirtschaftet. Für das bereits abgeschlossene Geschäftsjahr 2022 ist - vorbehaltlich der finalen Bewertung der Teilfertigen Arbeiten sowie einzelner Rückstellungspositionen - mit einem vergleichbaren Jahresergebnis wie im Berichtsjahr 2020 zu rechnen.

Das laufende Geschäftsjahr 2023 ist für die Baubranche durch deutlich gestiegene Bauzinsen und damit einhergehend einem zurückhaltenden Investitionsverhalten insbesondere im Privatkundenbereich gekennzeichnet. Aufgrund langjähriger vertrauensvoller Kundenbeziehungen im Gewerbebereich sowie einer professionellen Vertriebsstruktur besteht ungeachtet dessen weiterhin ein gutes Polster an Auftragsbeständen. Es wird daher unverändert mit einer positiven Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in 2023 und mit einem positiven Ergebnis auf Vorjahresniveau gerechnet.

Die bisherige Geschäftsverlauf in 2023 rechtfertigt diese zuversichtliche Zukunftsprognose

2. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag lagen nicht vor.

Chancen- und Risikobericht

Hinsichtlich des Wettbewerbs am Markt sieht sich die Gesellschaft gut aufgestellt, nicht nur aufgrund der hohen Anzahl an qualifizierten Mitarbeitern sowie einem umfangreichen Netzwerk an Subunternehmern, mit denen ein jahreslanges und vertrauensvolles Miteinander herrscht und das eine hohes Maß an Flexibilität gewährleistet.

Hinsichtlich des Wettbewerbs am Markt sieht sich die Gesellschaft gut aufgestellt, nicht nur aufgrund der hohen Anzahl an qualifizierten Mitarbeitern sowie einem umfangreichen Netzwerk an Subunternehmern, mit denen ein jahreslanges und vertrauensvolles Miteinander herrscht und das eine hohes Maß an Flexibilität gewährleistet.

Risiken können sich auch aus der Abwanderung bzw. Abwerbung qualifizierter Mitarbeiter ergeben. Die Kündigung qualifizierter Mitarbeiter im Bereich des Vertriebs oder Bauleitung könnten Umsatzeinbrüche zur Folge habe. Da nahezu sämtliche Mitarbeiter in gehobener Position entweder Familienangehörige oder bereits langjährig im Betrieb tätig sind, wird dieses Risiko derzeit als gering eingestuft.

Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko und zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit wird ein fortlaufender Liquiditätsplan erstellt, der permanent an aktuelle Änderungen angepasst wird und als Basis für die Geldmitteldisposition dient.

Spezifische Risiken, die die zukünftige Entwicklung unserer Gesellschaft in wesentlichem Umfang nachhaltig beeinflussen könnten, sind jedoch nicht ersichtlich.

 

Dornburg-Frickhofen, den 21. Juli 2023

gez. Temur Ibrahimogullari

gez. Mustafa Ibrahimogullari

Bilanz

Aktiva

31.12.2020
EUR
31.12.2019
EUR
A. Anlagevermögen 1.988.224,06 2.101.549,06
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 3.406,00 5.817,00
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 3.406,00 5.817,00
II. Sachanlagen 1.984.818,06 2.095.732,06
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.688.850,06 1.751.735,06
2. technische Anlagen und Maschinen 120.453,00 105.314,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 175.515,00 238.683,00
B. Umlaufvermögen 2.661.958,30 2.485.482,06
I. Vorräte 787.445,16 690.628,33
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen, offen abgesetzt 6.101.378,09 8.793.736,74
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.679.772,39 1.703.060,61
1. sonstige Vermögensgegenstände 1.679.772,39 1.703.060,61
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 194.740,75 91.793,12
C. Rechnungsabgrenzungsposten 47.192,43 40.068,77
Bilanzsumme, Summe Aktiva 4.697.374,79 4.627.099,89

Passiva

31.12.2020
EUR
31.12.2019
EUR
A. Eigenkapital 1.254.514,60 1.186.588,43
I. gezeichnetes Kapital 51.200,00 51.200,00
II. Gewinnvortrag 1.035.388,43 1.134.120,86
III. Jahresüberschuss 167.926,17 1.267,57
B. Rückstellungen 308.610,70 300.768,80
C. Verbindlichkeiten 3.134.249,49 3.139.742,66
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.030.169,57 1.153.273,22
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 55.518,26 55.518,26
3. sonstige Verbindlichkeiten 2.048.561,66 1.930.951,18
Bilanzsumme, Summe Passiva 4.697.374,79 4.627.099,89

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2020 - 31.12.2020
EUR
1.1.2019 - 31.12.2019
EUR
1. Rohergebnis 4.979.833,32 4.652.525,79
2. Personalaufwand 2.832.416,24 2.771.532,77
a) Löhne und Gehälter 2.114.740,51 2.217.275,15
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 717.675,73 554.257,62
davon für Altersversorgung 278.880,17 237.538,29
3. Abschreibungen 178.864,41 206.262,53
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 178.864,41 206.262,53
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.667.126,10 1.594.066,08
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.836,18 2.002,40
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 47.680,21 48.160,79
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag 79.091,17 18.406,75
8. Ergebnis nach Steuern 177.491,37 16.099,27
9. sonstige Steuern 9.565,20 14.831,70
Jahresüberschuss 167.926,17 1.267,57

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften & Co. aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt.

Größenabhängige Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB wurden teilweise in Anspruch genommen. Die Erleichterungen des § 276 HGB werden im Rahmen der Offenlegung in Anspruch genommen.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: IBR Bau GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Dornburg
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Limburg
Register-Nr.: HRB2631

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten trägt allen erkennbaren Risiken nach den Grundsätzen vorsichtiger kaufmännischen Beurteilung Rechnung. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich beibehalten. Die Bilanzierung erfolgt nach dem Going-concern-Prinzip.

Die Bilanzierung der immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen.

Bei Vorliegen voraussichtlich dauerhafter Wertminderungen erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen. Grundlage der planmäßigen Abschreibung ist die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes (§ 253 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 3 HGB).

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis € 800,00 wurden aus Vereinfachungsgründen entsprechend § 6 Abs 2a EStG im Erwerbsjahr voll abgeschrieben.

Folgende Nutzungsdauern werden Abschreibungen zugrunde gelegt:

Vermögensgegenstand Nutzungsdauer
Software 3 Jahre
Gebäude 25 - 33 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 5 - 20 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 13 Jahre

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe ist zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips vorgenommen worden.

Die Bewertung der in Bau befindlichen Bauaufträge erfolgt zu Herstellungskosten unter Einbeziehung von notwendigen Anteilen der Gemeinkosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips.

Die Bewertung der fertigen Erzeugnisse und Waren erfolgt zu Anschaffungs-/Herstellungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen wurden offen von den Vorräten abgesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Den in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen allgemeinen Ausfallrisiken wird durch Bildung angemessen dotierter Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.

Die flüssigen Mittel werden mit den Nennbeträgen bilanziert.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag.

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Forderung und sonstige Vermögensgegenstände

Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben grundsätzlich eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Die Einzelwertberichtigungen in Höhe von € 447.179,41 (Vorjahr:€ 90.088,96) wurden auf Forderungen gebildet, deren Einbringlichkeit aufgrund des Alters oder eines laufenden Insolvenzverfahrens nicht bzw. nicht in vollständiger Höhe zu erwarten ist.

Dem allgemeinen Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von € 19.129,00 (Vorjahr: € 12.006,00) Rechnung getragen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie bereits im Vorjahr, eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Gegenüber den Gesellschafter-Geschäftsführern bestehen sofort fällig unverzinsliche Forderungen in Höhe von TEUR 70,0 (Vorjahr: 0,0)

Eigenkapital

Als gezeichnetes Kapital ist das Stammkapital in der festgesetzten Höhe ausgewiesen.

Die sonstigen Rückstellungen wurden u. a. für Aufbewahrung (€ 16.500,00), Personalkosten (€ 77.500,00), Urlaub (€ 47.972,68) Gewährleistung (€ 79.157,00), Jahresabschlusskosten (€ 41.000,00), Klageverfahren (€ 17.500,00) und sonstige ungewisse Verbindlichkeiten (€ 7.000,00) gebildet.

Verbindlichkeiten

Angabe zu Restlaufzeitvermerken

Art der Verbindlichkeit zum Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
T€ bis zu 1 Jahr
T€
2 - 5 Jahre
T€
mehr als 5 Jahre
T€
Vorjahr Vorjahr Vorjahr Vorjahr
gegenüber Kreditinstituten 1.030,17 169,71 504,75 355,00
1.153,27 186,82 511,77 454,69
aus Lieferungen und Leistungen 1.137,40 1.137,40 0,00 0,00
1.449,30 1.449,30 0,00 0,00
gegenüber verbundene Unternehmen 55,52 55,52 0,00 0,00
55,52 55,52 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 911,16 911,16 0,00 0,00
481,65 481,65 0,00 0,00
davon gegenüber Gesellschaftern 416,67 416,67 0,00 0,00
159,03 159,03 0,00 0,00
Gesamt 3.134,25 2.273,79 504,75 355,00
3.139,74 2.173,29 511,77 454,69

Alle Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundpfandrechte (Grundschulden), Bürgschaften des Gesellschafters und Sicherungsübereignungen von finanzierten Anlagegütern gesichert.

Gegenüber den Gesellschaftern bestehen die nachfolgenden Rechte und Pflichten:

Sachverhalte Betrag
Euro
Verbindlichkeiten Temur Ibrahimogullari 211.855,24
Verbindlichkeiten Mustafa Ibrahimogullari 204.819,36

Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von T€ 265,1. Von diesem Gesamtbetrag sind Verpflichtungen in Höhe von T€ 89,9 innerhalb eines Jahres und T€ 175,2 zwischen einem und fünf Jahren nach dem Bilanzstichtag fällig.

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB

Neben den sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen Bürgschaften in Gesamthöhe von 1.000 TEuro.

Aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten schätzen wir die Inanspruchnahmewahrscheinlichkeit der vorgenannten Haftungsverhältnisse als gering ein.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt 2020 wurden 73 Mitarbeiter beschäftigt, davon 13 in der Verwaltung und 60 gewerbliche Arbeitnehmer (ohne Geschäftsführer und ohne Auszubildende).

Name der Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Temur Ibrahimogullari Haupt-Geschäftsführer
Mustafa Ibrahimogullari technischer Kaufmann

Die Geschäftsführer sind jeweils einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Auf die Angabe der Gesamtbezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Ereignisse nach dem Stichtag

Vorgänge, die für die Beurteilung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft von besonderer Bedeutung wären, sind nach dem 31. Dezember 2020 nicht eingetreten.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss beträgt € 167.926,17 und wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Dornburg-Frickhofen, den 21. Juli 2023

gez. Temur Ibrahimogullari

gez. Mustafa Ibrahimogullari

Anlagespiegel

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2020
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 22.233,50
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 22.233,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.047.348,61
2. technische Anlagen und Maschinen 211.436,98 44.110,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 937.536,85 80.258,41 123.300,83
Summe Sachanlagen 3.196.322,44 124.368,41 123.300,83
Summe Anlagevermögen 3.218.555,94 124.368,41 123.300,83
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2020
EUR
kumulierte Abschreibung 01.01.2020
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 22.233,50 16.416,50
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 22.233,50 16.416,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.047.348,61 295.613,55
2. technische Anlagen und Maschinen 255.546,98 106.122,98
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 894.494,43 698.853,85
Summe Sachanlagen 3.197.390,02 1.100.590,38
Summe Anlagevermögen 3.219.623,52 1.117.006,88
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen/Zuschreibung
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2020
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.411,00 18.827,50
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 2.411,00 18.827,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 62.885,00 358.498,55
2. technische Anlagen und Maschinen 28.971,00 135.093,98
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 84.597,41 64.471,83 718.979,43
Summe Sachanlagen 176.453,41 64.471,83 1.212.571,96
Summe Anlagevermögen 178.864,41 64.471,83 1.231.399,46
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2020
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2019
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.406,00 5.817,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 3.406,00 5.817,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.688.850,06 1.751.735,06
2. technische Anlagen und Maschinen 120.453,00 105.314,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 175.515,00 238.683,00
Summe Sachanlagen 1.984.818,06 2.095.732,06
Summe Anlagevermögen 1.988.224,06 2.101.549,06

sonstige Berichtsbestandteile

 

Dornburg-Frickhofen, den 21. Juli 2023

gez. Temur Ibrahimogullari

gez. Mustafa Ibrahimogullari

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 21.07.2023 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

An die IBR Bau GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der IBR Bau GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der IBR Bau GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Linden, 21.07.2023

BINGMANN PartG mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Florian Bingmann, Wirtschaftsprüfer

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