GETI WILBA Holding GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Kai Holger Brandes seit 12.12.2024 | Geschäftsführer |
Felix-Ernst Neukamp seit 29.5.2018 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
CMP GOF III Holding S.á.r.l. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
CMP Food Holding GmbHMünchenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023CMP Food Holding GmbH, MünchenI. Grundlagen des Konzerns A. Geschäftsmodell des Konzerns Die CMP Food Holding GmbH, München ("CMPFH" oder "CMP Food-Gruppe") ist als Spezialist für veredelte Produkte im Tiefkühlsegment in den zwei Geschäftsfeldern Huhnfleisch (mit der Gesellschaft GETI WILBA GmbH) und Fertiggerichte (mit den Gesellschaften UNIQFOOD GmbH und UNIQFOOD Produktions GmbH) tätig. Neben einem kleinen Markengeschäft mit "GETI WILBA" versteht sich die CMP Food-Gruppe in erster Linie als Produzent für die Industrie- und Großverbraucher, sowie als Hersteller von Eigenmarken der Heimdienste und des Lebensmitteleinzelhandels. Insbesondere für den Bereich Huhnfleisch besteht ein wesentlicher Erfolgsfaktor in der möglichst weitgehenden Abdeckung der Wertschöpfungskette. Das Mutterunternehmen der CMP Food-Gruppe (100%-Anteil) ist die CMP GOF III Holding S.á.r.l ("CMP GOF") mit Sitz in Luxemburg. Die CMP GOF und nahestehende Unternehmen haben der CMP Food Holding finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt, um per 15. Juni 2020 im Zuge eines Asset-Deals alle wesentlichen Aktiva von der insolventen Geti Wilba GmbH & Co. KG zu erwerben. Die operative Tätigkeit der CMP Food-Gruppe hat somit am 15. Juni 2020 begonnen. Des Weiteren stellte der Gesellschafter weitere finanzielle Mittel im Jahr 2021 zur Verfügung, um per 2. August 2021 im Zuge eines Share-Deals die Geschäftsanteile der apetito convenience AG & Co. KG (heute: UNIQFOOD GmbH) zu erwerben. In Geschäftsjahr 2023 sind somit erstmals Vergleiche mit dem Vorjahr strukturell möglich, wenngleich auch aufgrund der externen Einflussfaktoren nur bedingt aussagekräftig. B. Zweigniederlassungen Der Register-Sitz des Konzerns befindet sich in München, die operativen Standorte sind in Bremervörde, in Cuxhaven-Altenwalde und in Hilter am Teutoburger Wald. C. Ziele und Strategien Die wesentlichen Ziele und Strategien umfassen die Entwicklung eines attraktiven Produktsortiments sowie einer effizienten und qualitativ hochwertigen Produktion um die Profitabilitätsanforderungen des Gesellschafters sowie die Sicherstellung der Arbeitsplätze zu gewährleisten. Des Weiteren sollen Verbesserungen im Bereich der Arbeitssicherheit, der Lieferkette und beim Energieverbrauch im Rahmen unseres Energiemanagementsystems erreicht werden. Die Finanzstrategie zielt insbesondere darauf ab, die strategische und operative Handlungsfähigkeit zu gewährleisten. Hierfür hat der Gesellschafter auch im Berichtsjahr 2023 die notwendigen finanziellen Mittel zur Verfügung gestellt. D. Forschung und Entwicklung Gegenstand unserer Entwicklungstätigkeit ist die innovative und in Teilen technologische Neu- und Weiterentwicklung von Tiefkühlprodukten, sowohl im Bereich veredelter Huhnfleischprodukte als auch im Bereich Fertiggerichte. Der wichtigste Pfeiler unserer Innovationskraft sind die Mitarbeiter. Die Entwicklungstätigkeit im Jahr 2023 ist im marktüblichen Umfang vorgenommen worden. Insbesondere hat sich der Konzern mit Entwicklungen im Bereich der pflanzenbasierten Proteine beschäftigt. Diese konnten im Vorjahr erstmals den Kunden angeboten werden und wurden im Berichtsjahr 2023 weiter verbessert und den Kundenbedürfnissen angepasst. Darüber hinaus arbeitet die Gruppe im Bereich der Fertiggerichte gemeinsam mit den Kunden an einer stetigen Weiterentwicklung des Produktportfolios, wobei hier neben klassischen Gerichten auch vegetarische und vegane Produkte jedes Jahr einen größeren Stellenwert einnehmen. Zudem wird - gemeinsam mit Verpackungslieferanten - an nachhaltigeren Verpackungslösungen gearbeitet und diese auf die konkreten Anwendungsfälle des Konzerns adaptiert. II. Wirtschaftsbericht A. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die deutsche Wirtschaft hat sich im Jahr 2023 aufgrund des krisengeprägten Umfelds im Vergleich zu 2022 negativ entwickelt. Nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamts ist das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesunken. Die konjunkturelle Entwicklung in 2023 war geprägt von den Auswirkungen des Ukraine-Kriegs, insbesondere den Energiekostensteigerungen sowie allgemeinen Inflationsauswirkungen sowie einem schwierigeren Finanzierungsumfeld durch das gestiegene Zinsniveau sowie einer geringeren Nachfrage aus dem Ausland. Die Inflationsrate entwickelte sich in 2023 mit einem Anstieg von 5,9 % zwar im Vergleich zum Vorjahreszeitraum rückläufig (2022: 7,9 %), jedoch weiterhin deutlich über dem Zielniveau der Zentralbank sowie über dem Niveau der Vorjahre. Neben den Preisanstiegen von Energie wirkten sich in 2023 insbesondere Preissteigerungen bei Nahrungsmittel aus. Die Produktion im verarbeitenden Gewerbe sank im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr nochmals um 1,5 % und lag damit weiterhin deutlich unterhalb des Vor-Corona-Jahres 2019. Auch hier spielten insbes. die Energiekosten eine Rolle, aber auch vereinzelt Material- und Lieferengpässe. In der Nahrungsmittelindustrie wirkten sich ebenfalls weiterhin die Folgen des Krieges und der Inflationsfolgen aus. Der Konsum in Deutschland für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke entwickelte sich in den einzelnen Produktgruppen stark unterschiedlich, wobei die Haushalte in 2023 aufgrund der o.g. Preisentwicklung dafür 4,6 % mehr ausgeben mussten. Das Segment der tiefgekühlten Fertiggerichte, in welcher die Konzerngesellschaften UNIQFOOD GmbH und UNIQFOOD Produktions GmbH tätig sind, ist in Deutschland in den letzten Jahren gewachsen. Im Jahr 2023 ist das Segment im Umsatz deutlich um 18 % gewachsen, jedoch ohne Preisbereinigung, was mengenmäßig auf einen Rückgang schließen lässt. Hier ist die Annahme, dass es aufgrund der enormen Preissteigerungen der letzten Jahre auch in 2023 zu einem veränderten Käuferverhalten gekommen ist. Ein wichtiger Trend ist eine Verschiebung der Umsätze von Markenprodukten hin zu den Eigenmarken der LEH-Kunden. Hiervon profitiert die CMP Food-Gruppe als Private-Label-Produzent. Die Versorgungssicherheit ist ein primäres Ziel der Handelskunden, Systeme und Prozesse von Herstellern sind auf weiteres Wachstum auszurichten. Die Konzerngesellschaft GETI WILBA GmbH ist insbesondere im Teilsegment der Huhnfleischprodukte aus Legehennen aktiv, der nur einen geringen Anteil (ca. 4 %) vom gesamten Geflügelfleischmarkt ausmacht. Im Jahr 2023 lag der Bestand an Hennenhaltungsplätzen in Deutschland bei 52,6 Mio. Plätzen und somit ca. 1,3 % oberhalb des Vorjahrs. Der durchschnittliche Bestand an Legehennen betrug 44,4 Mio. Tiere und lag damit in etwa auf dem Niveau des Vorjahres (2022: 44,2 Mio.). Auf Niedersachsen entfallen davon mit durchschnittlich 17,1 Mio. Tieren ca. 38 % und damit gleich viel wie im Vorjahr. Insgesamt lässt sich somit festhalten, dass nach den negativen Marktdaten in den Vorjahren, für 2023 sowohl die in den Beschaffungsmärkten als auch die in den Absatzmärkten in 2023 vorherrschende Entwicklung als neutral bis positiv einzuschätzen ist. B. Geschäftsverlauf Nachdem die Jahre 2020 bis 2022 extrem von externen Einflüssen geprägt waren (Coronapandemie und Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine), war der Geschäftsverlauf des Berichtsjahres 2023 von einer Beruhigung der Märkte und einer Stabilisierung der Einflussgrößen geprägt. Die Umsätze des Konzerns entwickelten sich in den beiden Geschäftsbereichen unterschiedlich, da die Kostensteigerungen nicht überall an die Kunden weitergegeben werden konnten. Im Jahr 2023 erwirtschaftete die CMP Food-Gruppe einen Umsatz in Höhe von EUR 215,9 Mio. gegenüber EUR 199,6 Mio. im Vorjahr. Die Ertragslage stellt sich wie folgt dar.
C. Lage 1. Ertragslage Die Ertragslage hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessert. Die bereits im Vorjahr eingeleiteten internen Verbesserungsmaßnahmen konnten weiter umgesetzt werden und zeigten Wirkung. Zudem stabilisierten sich - nach den großen Verwerfungen in 2022 - die Rohstoff- und Energiemärkte, wenn auch auf einem höheren Niveau. Dies konnte jedoch zu wesentlichen Teilen an die Kunden weitergegeben werden. Die beiden Geschäftsbereiche haben sich dabei jedoch weiterhin unterschiedlich entwickelt. Während die UNIQFOOD GmbH in Hilter das Geschäftsjahr 2023 erneut mit einem positiven Ergebnis abschließen konnte, waren die GETI WILBA GmbH und die UNIQFOOD Produktions GmbH in Bremervörde deutlich stärker von den externen Effekten betroffen, so dass die Ertragslage insgesamt als nicht zufriedenstellend bewertet werden kann. Der Umsatz hat sich in den einzelnen Vertriebskanälen unterschiedlich entwickelt. Durch das diversifizierte Kundenportfolio bestand zu keinem Zeitpunkt eine Abhängigkeit zu einzelnen Unternehmen. Die Gesamtleistung beträgt EUR 214,5 Mio. gegenüber EUR 200,0 Mio. im Vorjahr und der Rohertrag beläuft sich auf EUR 75,8 Mio. (2022: EUR 59,9 Mio.). Die Rohertragsquote beträgt 35,3 % (2022: 30,0 %). Die Verbesserung um 5,3 %-Punkte ist dabei die das Ergebnis, dass es im Geschäftsjahr 2023 in zahlreichen Bereichen gelungen ist, die gestiegenen Einkaufspreise für Rohstoffe und Energie in entsprechende Verkaufspreiserhöhungen umzusetzen. Zudem ist es in einigen Einkaufsbereichen zu einer Normalisierung der Einkaufspreise im Vergleich zu 2022 gekommen. Die Personalaufwendungen summieren sich auf EUR 42,5 Mio. (2022: EUR 39,7 Mio.) bei einer Quote von 19,8 % (2022: 19,8 %) und liegen damit auf gleichem Niveau wie im Vorjahr. Unter Berücksichtigung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen und der sonstigen Steuern beträgt das betriebswirtschaftliche EBITDA EUR 6,2 Mio. (2022: EUR -3,9 Mio.) bei einer Quote von 2,9 % (2021: -1,9 %), wobei hier die Konzerngesellschaft UNIQFOOD GmbH ein positives EBITDA beisteuerte. Die Abschreibungen betragen EUR 3,3 Mio. (2022: EUR 3,2 Mio.) und liegen damit etwa auf gleicher Höhe wie im Vorjahr. Durch ein negatives Finanzergebnis in Höhe von EUR 2,4 Mio. (2022: EUR 1,7 Mio.) und Ertragsteuern in Höhe von EUR 2,1 Mio. (2022: EUR 0,2 Mio.) ergibt sich ein Jahresergebnis in Höhe von EUR -1,6 Mio. gegenüber von EUR -8,9 Mio. im Vorjahr. Insoweit konnte das Budget für das Jahr 2023 operativ erreicht werden, im Jahresergebnis nach Steuern wurde es leicht verfehlt. 2. Vermögens- und Finanzlage Die Positionen der Vermögens- und Finanzlage haben sich wie nachfolgend dargestellt entwickelt: Das immaterielle Anlagevermögen beträgt unter Berücksichtigung der Abschreibungen und Zugänge EUR 1,0 Mio. (2022: EUR 1,2 Mio.). Die Investitionen in das Sachanlagevermögen betragen EUR 5,3 Mio. (2022: EUR 2,2 Mio.). Wesentliche Investitionen wurden in Maschinen und Anlagen für die Produktion in Höhe von ca. EUR 4,4 Mio. (2022: EUR 0,9 Mio.) getätigt. Den Sachinvestitionen stehen Abschreibungen von EUR 3,1 Mio. (2022: EUR 3,1 Mio.) gegenüber, so dass das Sachanlagevermögen zum Bilanzstichtag EUR 16,9 Mio. (2022: EUR 15,3 Mio.) beträgt. Der Netto-Cashflow aus der Investitionstätigkeit beträgt EUR -5,5 Mio. Die Finanzierung der Investitionen erfolgte in Teilen aus der Zuführung von Rücklagen sowie bestehender Liquidität durch die operativen Ergebnisse. Der Wert der Beteiligung an der Österreichischen Suppenhennenverarbeitungs AG ist unter Berücksichtigung der anteiligen Ergebnisse aus der Equity-Konsolidierung gestiegen und beträgt nun EUR 0,7 Mio. (2022: EUR 0,5 Mio.). Insgesamt beläuft sich das Anlagevermögen auf EUR 18,6 Mio. (2022: EUR 17,0 Mio.) bei einer Anlagenquote von 30 % (2022: 29 %). Die Vorräte schwanken im Zeitablauf aufgrund der zum Teil nur saisonalen Verfügbarkeit von wesentlichen Rohwaren sowie des nicht gleichmäßig über das Jahr verteilten Umsatzes. Zum Jahresende liegt der Vorratsbestand bei EUR 28,2 Mio. (2022: EUR 30,6 Mio.). Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 4,0 Mio. (2022: EUR 3,3 Mio.) betreffen in Höhe von EUR 0,8 Mio. (2022: EUR 1,1 Mio.) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von EUR 3,2 Mio. (2022: EUR 2,3 Mio.) die sonstigen Vermögensgegenstände. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten insbesondere Energiesteuerforderungen, sonstige Steuerforderungen und debitorische Kreditoren. Die flüssigen Mittel betragen EUR 10,9 Mio. (2022: EUR 6,6 Mio.). Die flüssigen Mittel betreffen in Höhe von EUR 3,5 Mio. (2022: EUR 3,5 Mio.) Sicherheitseinbehalte, die nicht jederzeit verfügbar sind. Insgesamt ergibt sich eine Bilanzsumme von EUR 61,7 Mio. (2022: EUR 57,6 Mio.). Die Zuführung von Kapitalrücklagen nach § 272 Abs. Nr. 4 HGB in Höhe von EUR 2,5 Mio. führt trotz des Jahresergebnisses von EUR -1,6 Mio. zu einem Eigenkapital von EUR 6,5 Mio. (2022: EUR 5,6 Mio.). Die Eigenkapitalquote beträgt 10,5 % und entwickelt sich im Vergleich zum Vorjahr positiv (2022: 9,8 %). Die Rückstellungen betragen EUR 16,7 Mio. (2022: EUR 12,7 Mio.). Dabei entfallen EUR 5,5 Mio. auf Rückstellungen für Pensionen bei der UNIQFOOD GmbH (2022: EUR 5,6 Mio.). Die Verbindlichkeiten belaufen sich auf insgesamt EUR 37,9 Mio. (2022: EUR 38,3 Mio.) und betreffen im Wesentlichen in Höhe von EUR 14,9 Mio. (2022: EUR 13,5 Mio.) Lieferungen und Leistungen, EUR 21,3 Mio. (2022: EUR 19,8 Mio.), Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, i.W. aus bestehenden Gesellschafterdarlehen sowie sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 1,5 Mio. (2022: EUR 4,7 Mio.). Die Laufzeiten sind dem Konzernhang zu entnehmen. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt EUR 8,4 Mio. (2022: EUR -3,3 Mio.) und die gesamte Veränderung des Finanzmittelfonds EUR 4,3 Mio. Im Weiteren verweisen wir auf die Kapitalflussrechnung. Die Konzerngesellschaften waren insgesamt im Geschäftsjahr 2023 stets in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen bei Fälligkeit nachzugehen. D. Finanzielle Leistungsindikatoren Zur internen Steuerung des Konzerns betrachten wir insbesondere die Rendite der Gesamtleistung und das Working Capital. Die Rendite der Gesamtleistung berechnet sich aus dem EBITDA im Verhältnis zur Gesamtleistung, das Working Capital aus der Summe von Vorräten und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Rendite der Gesamtleistung beträgt 2,9 % (Vorjahr -1,9 %). Ursächlich für die Verbesserung ist die operative Ergebnisverbesserung in der größten Konzerngesellschaft UNIQFOOD, während die anderen beiden Gesellschaften nicht zu einer Verbesserung beitrugen. Das Working Capital beträgt EUR 14,0 Mio. (2022: EUR 18,1 Mio.). E. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Im Rahmen unseres zertifizierten Energiemanagementsystems gemäß ISO 50001 versucht die CMP Food-Gruppe durch gezielte Investitionen die Energieeffizienz unserer Produktionsprozesse kontinuierlich und nachhaltig zu steigern. Darüber hinaus wird in der Zusammenarbeit mit Energieeffizienzberatern stetig an einer Verringerung der produktionsbedingten Emissionen gearbeitet. Die Bemühungen führten bspw. zur Reduzierung des Gesamtenergieverbrauchs bei der UNIQFOOD GmbH um 7 % und bei der GETI WILBA GmbH um 10 %. In der größten Einzelgesellschaft wird der Produktionsstandort bereits mit Ökostrom betrieben. Um einen weiteren Beitrag zur Nachhaltigkeit zu leisten, wurde an einem anderen Standort eine Wärmerückgewinnungsanlage in 2024 installiert, die zu Gaseinsparungen von ca. 35 % führt. Qualität und Produktionssicherheit haben bei der CMP Food-Gruppe höchste Priorität. Entsprechend wurden unsere Werke erneut nach IFS zertifiziert und haben die Audits an allen Standorten positiv abgeschlossen. Die Mitarbeiterzahlen im Konzern, gemessen in FTE, verliefen stabil mit einem Wachstum von 1,5 %, wobei die Frauenquote um 4 % angestiegen ist. Die Fluktuationsrate lag mit max. 25 % in den Einzelunternehmen des Konzerns unter dem bundesdeutschen Durchschnitt von 33 %. Die Gruppe nimmt weiterhin ihre regionale Verantwortung an den Standorten wahr, sowohl als einer der größten Arbeitgeber der Region Bremervörde als auch am Standort Hilter. Im Jahresdurchschnitt waren 26 Auszubildende in kaufmännischen und technischen Berufen in der Gruppe beschäftigt. F. Gesamtaussage Nach den Herausforderungen der Coronapandemie in den Jahren 2020 und 2021 und dem Krieg in der Ukraine seit 2022 und den damit verbundenen, massiven Auswirkungen auf Rohstoff- und Energiepreise, hat sich der Geschäftsverlauf im Geschäftsjahr 2023 deutlich normalisiert. Auch wenn noch nicht alle Konzerngesellschaften ihre gesetzten Ziele erreichen konnten, entwickelte sich das Ergebnis des Konzerns positiv. Mit einem EBITDA iHv. EUR 6,2 Mio. konnte das Ergebnis des Vorjahres deutlich gesteigert werden, so dass der Verlauf 2023 in Summe als zufriedenstellend zu bezeichnen ist. Glücklicherweise zeichnet sich aktuell für das Jahr 2024 eine weitere Verbesserung ab. Die Vermögens- und Finanzlage konnte insbesondere durch ein verstärktes Augenmerk auf das Vorratsvermögen sowie durch die Erhöhung der Kapitalrücklage verbessert werden, so dass sich der Bestand an liquiden Mittel zum Jahresende auf EUR 10,9 Mio. (2022: EUR 6,6 Mio.) beläuft. Wesentliche Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestanden zum Bilanzstichtag nicht. Vor diesem Hintergrund ist die Entwicklung der Vermögens- und Finanzlage insgesamt positiv zu bewerten. III. Prognose-, Chancen und Risikobericht A. Prognosebericht Die beiden relevanten Geschäftsbereiche des Konzerns entwickeln sich hinsichtlich ihres Ergebnisses unterschiedlich. Im Bereich der Fertiggerichte können grundsätzlich ausreichende Margen erzielt und Preissteigerungen entsprechend sukzessive an den Kunden weitergegeben werden. Der Bereich Huhnfleisch ist im Berichtszeitraum diesbezüglich mit schwachen und mitunter negativen Margen konfrontiert, sodass für diesen Geschäftsbereich ein ertragsorientiertes Risiko aufgrund einer im Wesentlichen anhaltende margenbedingte Verlustsituation vorliegt. Die veränderten Rahmenbedingungen durch den Ende Februar 2022 von Russland begonnenen Ukrainekonflikt werden sich - wenn auch etwas abgeschwächt - auch weiterhin auf die Geschäftsjahre 2024 und fortfolgende Jahre auswirken. So ist zu erwarten, dass sich das Umsatzniveau, aufgrund deutlich gestiegenen Rohstoff- und Energiekosten und der daraus resultierenden Preissteigerung im Jahr 2023, in allen Bereichen (Lebensmitteleinzelhandels, Industriegeschäft, Heimdienst, Großverbraucher) erhöhen wird. Des Weiteren führt die stark steigende Inflation zu Veränderungen im Käuferverhalten der Endkunden. Diese externen Effekte haben im Jahr 2023 die internen Verbesserungsmaßnahmen beeinflusst. Die internen Reorganisationsmaßnahmen sind jedoch abgeschlossen, so dass für das Geschäftsjahr 2024 damit gerechnet wird, dass sich die eingeführten Verbesserungen und Kostensenkungsmaßnahmen weiter fortschreiben und in den Ergebnissen sichtbar werden. Des Weiteren ist geplant, sukzessive Investitionen durchzuführen, die zu einer Qualitäts- und Kostenoptimierung und Effizienzsteigerung in den Folgejahren führen. Insgesamt sind zu Beginn des Geschäftsjahr 2024 Investitionen i.H.v. EUR 8,9 Mio. in das Anlagevermögen budgetiert worden. Die Finanzierung soll zum Teil durch mittel- bis langfristige Bankfinanzierungen sowie in Teilen aus dem Cash-Flow erfolgen. Entsprechende Gespräche mit Finanzierern sind aufgenommen. Infolge dieser beschriebenen Maßnahmen und geänderten Rahmenbedingungen, ist zu Beginn des Geschäftsjahrs 2024 für das Geschäftsjahr 2024 ein Umsatz von ca. EUR 242 Mio. bei einer Umsatzrendite (EBITDA) von 3,7 % sowie ein Konzernjahresüberschuss von ca. EUR 1,2 Mio. budgetiert worden. Zudem wird trotz weiterer Preiserhöhungen ein leicht reduziertes Net Working Capital von ca. EUR 20,4 Mio. antizipiert. Aus heutiger Sicht ist festzuhalten, dass zwar der Umsatz des Jahres 2024 mit EUR 216 Mio. etwas unterhalb des budgetierten Wertes lag, was jedoch auf geringere Preissteigerungen als erwartet zurückzuführen ist. Das EBITDA-Ziel des Budgets 2024 wurde für die CMP Food-Gruppe bzgl. der Umsatzrendite mit 3,0 % annährend erreicht. Das geplante Konzernjahresergebnis von EUR 1,2 Mio. konnte aufgrund eines höheren Steueraufwands in einer Konzerngesellschaft nicht den Zielwert erreichen. Für das Geschäftsjahr 2025 wird ein Umsatz von ca. EUR 219 Mio. bei einer Umsatzrendite (EBITDA) von 5 % sowie ein Konzernjahresüberschuss von ca. EUR 0,3 Mio. budgetiert. B. Risikobericht 1. Branchenspezifische Risiken Im Geschäftsbereich Huhnfleisch sind die Preise im Berichtsjahr 2023 nach wie vor hoch. Vor dem Hintergrund der deutlich steigenden Preise für Futtermittel und Energie wurde auch für das Jahr 2024 weiterhin mit hohen Preisen gerechnet. Als Letztes sei erwähnt, dass auch die jährlich stattfindende Vogelgrippesaison Auswirkungen auf die Angebotsverfügbarkeit haben kann. Im Geschäftsbereich Fertiggerichtebereich bleibt es weiterhin stets eine große Herausforderung, die steigenden Rohstoff- und sonstige Kostensteigerungen an die großen Kunden im Lebensmitteleinzelhandel weiterzugeben. Trotz der weiter steigenden Qualitätsansprüche und der zunehmenden Bereitschaft der Verbraucher, für gute Ernährung mehr Geld auszugeben, sind Preisanpassungen gegenüber den führenden Unternehmen des deutschen Lebensmitteleinzelhandels für mittelständische Unternehmen nur schwer durchsetzbar. 2. Ertragsorientierte Risiken Sollten die zuletzt deutlich gestiegenen Lebendhühnerpreise und die zahlreichen Rohstoffe im Bereich der Fertiggerichte sowie die Energiekosten weiterhin ansteigen, könnte dies zu geringeren Ergebnissen führen, da die Weitergabe der Beschaffungskosten an die Kunden erfahrungsgemäß nur zeitverzögert möglich ist. Diese Erfahrung wurde in 2022 und im Berichtsjahr 2023 deutlich. Der Bereich Huhnfleisch ist diesbezüglich mit schwachen und mitunter negativen Margen konfrontiert, sodass für diesen Geschäftsbereich ein ertragsorientiertes Risiko aufgrund einer im Wesentlichen anhaltende margenbedingte Verlustsituation sowie einer umfangreichen und kostenintensiven personellen Reorganisation vorliegt. Für den Geschäftsbereich Huhnfleisch besteht bei der GETI WILBA GmbH für das Jahr 2023 eine Bestandsgefährdung aufgrund einer negativen Ergebnissituation. Durch die positive Entwicklung des Geschäftsbereichs Fertiggerichte über die UNIQFOOD-Gruppe wird die vorab beschriebene negative Ergebnissituation des Geschäftsbereichs Huhnfleisch kompensiert, sodass für den Konzern von einer Entwicklungsbeeinträchtigung ausgegangen werden kann. Durch den Ukrainekrieg ist weiterhin mit hohen Energiekosten, insbes. für Strom und Gas zu rechnen, was zu erhöhten Aufwendungen führen wird. Zudem ist weiterhin eine Unsicherheit im Markt, ob zumindest das heutige Preisniveau stabil gehalten werden kann. Diesem wird mit Maßnahmen der Energieeffizienz weiter begegnet werden. 3. Finanzwirtschaftliche Risiken Aktuell sind die Geschäftsbereiche der CMP Food-Gruppe mit einigen Banken bezüglich der Finanzierung des Working Capitals und von Investitionsmaßnahmen im Gespräch. Sollten diese Finanzierungsgespräche nicht oder nur verzögert zum Abschluss gebracht werden können, könnten die geplanten Investitionen sowie die Finanzierung des Working Capitals voraussichtlich nur verzögert bzw. in geringerem Umfang oder aber durch eine zur Verfügungstellung von zusätzlichen Mitteln aus dem Kreis der verbundenen Unternehmen durchgeführt werden. Zum Abschlussstichtag bestanden liquide Mittel in Höhe von rund EUR 10,9 Mio. Für die Liquiditätslage sind derzeit keine Engpässe auf Konzernebene zu erwarten. Die Tochtergesellschaft, GETI WILBA GmbH, beschreibt in ihrem Anhang und Lagebericht eine Bestandsgefährdung. Die Geschäftsführung arbeitet in Zusammenarbeit mit der Tochtergesellschaft an einer positiven Entwicklung, ist jedoch auch auf Negativ-Szenarien vorbereitet und sieht explizit keine bestandsgefährdenden Auswirkungen auf den Konzern. Hierzu wird auf den Anhang verwiesen. Potenzielle Währungsrisiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft beeinflussen könnten, sind im laufenden Geschäftsjahr nur in geringem Umfang geplant und werden gegebenenfalls durch Termingeschäfte abgesichert. Ausfallrisiken von Forderungen wird durch den Einsatz von Sicherungsgeschäften begegnet. C. Chancenbericht Im Bereich Huhnfleisch deckt die CMP Food-Gruppe die gesamte Wertschöpfungskette von der Rohware bis zum Fertiggericht ab und hat dadurch Wettbewerbsvorteile in Bezug auf Qualität, Kosten und Verfügbarkeit. Bei der Beschaffung wird mittel- bis langfristig mit einer Stabilisierung oder gar einer Reduzierung der Einkaufspreise, insbesondere für Lebendhühner gerechnet. Des Weiteren wurden Sortimentsbereinigungen, sowie Kostensenkungs- und Investitionsmaßnahmen geplant, welche zu verbesserten Ergebnissen führen sollten. Zudem ist für das Jahr 2024 der Abschluss der konzerninternen Reorganisationsmaßnahmen geplant, was auch zu einer weiteren Verbesserung des Geschäfts und der Ertragskraft führen sollte. Darüber hinaus werden für die Konzerngesellschaft GETI WILBA strategische Partnerschaften und Gründungen von Kooperationen zur Gewinnung von Synergien und zur Stärkung der Markposition entwickelt. Auf der Absatzseite erwarten wir weiterhin eine verstärkte Nachfrage nach Huhnfleisch deutschen bzw. europäischen Ursprungs. Der direkte Zugang zu einem großen Teil der deutschen, aber auch zu ausreichenden Mengen europäischer Legehühner, ermöglicht die Marktstellung weiter ausbauen zu können. Zusätzlich bestehen, aufgrund der weltweit hohen Nachfrage nach Geflügelproteinen, gute Chancen im Ausland zu wachsen. Die erfolgreiche IFS Zertifizierung des Werkes Cuxhaven vereinfacht es, diese Möglichkeiten wahrzunehmen. Im Bereich Fertiggerichte wird im Segment der Eigenmarken weiterhin eine führende Position hinsichtlich Umsatz, Qualität und Kosten angestrebt. Durch eine verstärkte Zusammenarbeit der beiden Werke und Nutzung der vorhandenen Potentiale soll dieses Segment in den nächsten Jahren weiter ausgebaut werden. Dafür wurde Ende des Geschäftsjahres die Gesellschaft UNIQFOOD Produktions GmbH in die UNIQFOOD GmbH eingebracht. Seit Ende 2023 werden die Gesellschaften einheitlich geführt. Zielgerichtete Investitionen, Entwicklung von neuen Produkten und Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz sind weitere Chancen die Ergebnisse nochmals zu verbessern. D. Gesamtaussage Durch unsere strategisch fokussierte Ausrichtung auf die zwei Geschäftsbereiche Huhnfleisch und Fertiggerichte sieht sich die CMP Food-Gruppe auch für die Zukunft gut aufgestellt. Die größten Effekte des Ukraine-Kriegs konnten im Geschäftsjahr 2023 verarbeitet werden, das Geschäftsjahr 2024 konnte ebenfalls operativ positiv abgeschlossen werden. Für das Folgejahr 2025 wird für den Fertiggerichtebereich mit einer weiteren Verbesserung der Ergebnis- und Liquiditäts-Situation der CMP Food-Gruppe gerechnet. Bedingt durch die aktuelle Entwicklung im Geschäftsbereich Huhnfleisch liegt für den Konzern eine entwicklungsbeeinträchtigende Tatsache vor, dem die Geschäftsführung mit entsprechenden Maßnahmen begegnen wird. Ein über den Huhnfleisch-Bereich hinausgehendes Risiko auf den Konzern besteht explizit nicht.
Bremervörde, den 26. Juni 2025 Die Geschäftsführung gez. Kai H. Brandes BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Kapitalflussrechnung nach DRS 21
Eigenkapitalspiegel
Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023CMP Food Holding GmbH, München1. Allgemeine Angaben und Erläuterungen Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den gem. § 264 Abs. 1 HGB für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt. Die CMP Food Holding GmbH, München, ist beim Registergericht München unter der Handelsregisternummer HRB 240958 eingetragen. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Kapitalflussrechnung wird nach dem "Deutscher Rechnungslegungs Standard Nr. 21" (DRS 21) und der Eigenkapitalspiegel nach dem "Deutscher Rechnungslegungs Standard Nr. 22" (DRS 22) aufgestellt. Für die Ausführungen zu entwicklungsbeeinträchtigenden Tatsachen verweisen wir auf das Kapitel 6 des Anhangs. 2. Konsolidierungskreis und Abschlussstichtag In den Konzernabschluss wurden alle Unternehmen einbezogen, auf die die CMP Food Holding GmbH ("CMPFH" oder "CMP Food-Gruppe") herrschenden Einfluss hat. Die CMP Food Holding GmbH ist in keinen Konzernabschluss als Tochterunternehmen eingebunden. Für alle in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen einschließlich des assoziierten Unternehmens ist der 31. Dezember 2023 Abschlussstichtag. Der Konsolidierungskreis setzt sich wie folgt zusammen:
3. Konsolidierungsgrundsätze Die Erstkonsolidierung der GETI WILBA GmbH erfolgte zum 1. Januar 2020 und die der UNIQFOOD Produktions GmbH zum 15. Juni 2020. Die UNIQFOOD GmbH wurde zum 3. Juni 2021, die hansa Tiefkühlmenü GmbH und die Menü-Variant GmbH erstmalig zum 31. Dezember 2021 konsolidiert. Die Kapitalkonsolidierung erfolgte nach der Neubewertungsmethode nach § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB. Nach Neubewertung der Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ergaben sich nach Verrechnung des Unterschiedsbetrages verbleibende Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von TEUR 442, die über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren linear abgeschrieben werden. Die Beteiligung an der Österreichischen Suppenhennenverarbeitungs AG (ÖSV) wird in der Konzernbilanz mit dem Buchwert gemäß § 312 Abs. 1 Satz 1 HGB nach der Equity-Methode einbezogen. Der Wertansatz wird auf den Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung des assoziierten Unternehmens zum 15. Juni 2020 ermittelt. Der Erwerb der Anteile an der ÖSV erfolgte im Rahmen des oben genannten Asset-Deals von der Geti Wilba GmbH & Co. KG. Stille Lasten sind bei der ÖSV nicht identifiziert worden, so dass der bei der erstmaligen Einbeziehung entstandene passive Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 504 als sog. Lucky Buy zu betrachten ist und demgemäß eher Eigenkapitalcharakter aufweist. Der passive Unterschiedsbetrag wird über 10 Jahre linear aufgelöst und orientiert sich an der gewichteten durchschnittlichen Restnutzungsdauer der erworbenen abnutzbaren Vermögensgegenstände. Im Jahr 2023 erfolgte eine zeitanteilige Abschreibung in Höhe von TEUR 50. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des assoziierten Unternehmens entsprechen im Wesentlichen denen des Mutterunternehmens. Umsätze, Aufwendungen und Erträge, Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Unternehmen werden eliminiert. Die Zwischenergebnisse aus den Umsätzen zwischen der GETI WILBA GmbH und der UNIQFOOD Produktions GmbH sowie der UNIQFOOD GmbH werden eliminiert. Die hansa Tiefkühlmenü GmbH und die Menü-Variant GmbH haben in 2023 keine Zwischenergebnisse ausgewiesen, die konsolidiert werden müssten. Auf die Eliminierung der sonstigen Zwischenergebnisse wird gemäß § 304 Abs. 2 HGB verzichtet, da diese von untergeordneter Bedeutung sind. 4. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, Währungsumrechnung Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten - und soweit ihre Nutzung zeitlich begrenzt ist - vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer bewertet und linear abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Anlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Das Ansatzwahlrecht für selbstgeschaffene immaterielle VG wurde nicht in Anspruch genommen. Die Zugänge an geringwertigen Wirtschaftsgütern werden in Anlehnung an § 6 Abs. 2 EStG voll abgeschrieben. Dauerhaften Wertminderungen, auch eines Geschäfts- oder Firmenwerts, wird durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Die Anschaffungskosten der nach der Equity-Methode einbezogenen assoziierten Unternehmen werden jährlich entsprechend dem gehaltenen Kapitalanteil um die Eigenkapitalveränderungen erhöht bzw. vermindert. Auf die Anpassung der abweichenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Abschluss des assoziierten Unternehmens wird nach § 312 Abs. 5 Satz 1 HGB verzichtet. Das Ergebnis aus der Änderung des Equity-Werts wird in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nach Kürzung um Ertragsteuern ausgewiesen. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren erfolgt gemäß den Grundsätzen der Einzelbewertung mit dem gleitenden Durchschnittspreis unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Bei eingeschränkter Verwertbarkeit oder, sofern andere außerordentliche Gründe für eine niedrigere Bewertung vorliegen, wird dem Vorsichtsprinzip entsprechend ein angemessener Bewertungsabschlag vorgenommen. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB. Hierbei werden die Einzelkosten, die variablen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie angemessene Teile der allgemeinen Verwaltungskosten in die Berechnung einbezogen. Zusätzlich werden die fixen Material- und Fertigungsgemeinkosten berücksichtigt. Sofern die dem Grundsatz der verlustfreien Bewertung entsprechenden vom Verkaufspreis abgeleiteten Reinerlöse niedriger sind als die Herstellungskosten, sind die niedrigeren Werte angesetzt. Sofern Bestandsrisiken aus längerer Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit bestehen, wird ein angemessener Bewertungsabschlag vorgenommen. Für die unter den Vorräten ausgewiesenen Werkstattmaterialien wird ein Festwert gemäß § 240 Abs. 4 HGB angesetzt. Die Festwertinventur erfolgte im Rahmen der Inventur für den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2020. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Neben erforderlichen Einzelwertberichtigungen werden auch Pauschalwertberichtigungen zu Forderungen zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos gebildet. Forderungen in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Die liquiden Mittel wurden zu Nennwerten angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Das Eigenkapital und dessen Entwicklung sind aus dem Eigenkapitalspiegel zu entnehmen. Das gezeichnete Kapital ist vollständig eingezahlt. Die ausgewiesene Kapitalrücklage rührt aus Einzahlungen gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB her. Der Bemessung der Rückstellung für Pensionen liegen die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde. Diese wurden unter Ansatz eines Zinsfußes von 1,82 % und einer Rentendynamik von 2,0 % nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt. Der Zinssatz entspricht dem von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre bei einer Restlaufzeit der Pensionsverpflichtungen von 15 Jahren. Es wurden keine Lohn- und Gehaltssteigerungen berücksichtigt sowie keine Fluktuation unterstellt. Unter Ansatz des 7-Jahresdurchschnittszinssatzes von 1,74 % ergibt sich ein Unterschiedsbetrag von TEUR 54. Der Bemessung der Rückstellung für Jubiläen liegen die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde. Diese wurden nach der Methode der laufenden Einmalprämien (PUC-Methode) unter Anwendung eines Zinssatzes von 1,74 % (7-Jahresdurchschnitt) und einer Dynamik von 3,0 % nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt. Bei der Berechnung wurden folgende nach Betriebszugehörigkeit gestaffelte Fluktuationsabschläge berücksichtigt:
Bei der UNIQFOOD GmbH wurde ein Fluktuationsabschlag von 10 % berücksichtigt. Die Bemessung der sonstigen Rückstellungen erfolgt in der gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 und § 249 Abs. 1 HGB zulässigen Höhe. Sie umfassen alle nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erkennbaren Risiken. Die Rückstellungen sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Latente Steuern werden auf Unterschiede in den Bilanzansätzen von Handels- und Steuerbilanz - sofern sich diese Unterschiede in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen - sowie auf unsere Konsolidierungsbuchungen gem. § 306 HGB ermittelt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgte auf Basis der Steuersätze, die voraussichtlich anwendbar sein werden, wenn die Schulden beglichen bzw. der Anspruch realisiert wird. Hierbei werden die Steuersätze und Steuervorschriften zugrunde gelegt, die zum Abschlussstichtag gelten oder in Kürze gelten werden. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgte auf der Basis unternehmensindividueller Steuersätze. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs am Tage des Geschäftsvorfalls bewertet. Verluste aus Kursänderungen am Bilanzstichtag wurden berücksichtigt, bei kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten auch Gewinne. 5. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung a) Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Zum Bilanzstichtag stehen aktivierte Markenrechte in Höhe von TEUR 234 (i.Vj. TEUR 279) zu Buche. Folgende Nutzungsdauer sind den Abschreibungen der einzelnen Anlagegruppen hauptsächlich zugrunde gelegt worden:
Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem diesem Anhang (Anlage zum Anhang) beigefügten Anlagenspiegel. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks Die Guthaben bei Kreditinstituten betrugen zum Bilanzstichtag TEUR 10.858 (i.Vj. TEUR 6.606) und sind in Höhe von TEUR 3.497 (i.Vj. TEUR 3.545) im Rahmen eines Factoringvertrages bis zum Zahlungseingang der verkauften Forderungen zur Auszahlung gesperrt. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert TEUR 25 und ist vollständig eingezahlt. Im Laufe des Jahres wurden insgesamt TEUR 2.500 (i.Vj. TEUR 3.000) der Kapitalrücklage zugeführt, so dass diese sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 15.475 beläuft. Zusammen mit dem Bilanzverlust von TEUR 8.991 ergibt sich ein Eigenkapital von TEUR 6.509 (i.Vj. TEUR 5.638). In dem Bilanzverlust ist ein Verlustvortrag von TEUR 7.362 enthalten. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen insbesondere Aufwendungen für Personal (TEUR 2.981; i.Vj. TEUR 2.892); ausstehende Rechnungen (TEUR 2.329; i.Vj. TEUR 1.856), Rückvergütungen (TEUR 1.148; i.Vj. TEUR 878), mögliche Rückzahlungsverpflichtungen (TEUR 920; i.Vj. TEUR 0), unterlassene Instandhaltungen (TEUR 223; i.Vj. TEUR 141), Prüfungs- und Beratungskosten (TEUR 260; i.Vj. TEUR 217) sowie drohende Verluste (TEUR 86; i.Vj. TEUR 324). Verbindlichkeiten Die Zusammensetzung der Verbindlichkeiten ergibt sich unter Berücksichtigung der Restlaufzeiten wie folgt:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betreffen in Höhe von TEUR 21.258 (i.Vj. TEUR 19.798) mittelfristige Darlehensverbindlichkeiten sowie die daraus resultierenden Zinsen. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 697 (i.Vj. TEUR 312) sowie besicherte Verbindlichkeiten aus Mietkaufverträgen in Höhe von TEUR 545 (i.Vj. TEUR 427) enthalten. Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen sowie auf Bewertungsunterschiede, die durch Konsolidierungsmaßnahmen entstehen, angesetzt. Die latenten Steuern werden mit einem Steuersatz von 29,0 % bewertet. Aktive latente Steuern resultieren aus unterschiedlichen Wertansätzen in der Steuer- und Handelsbilanz in Bezug auf Pensionsrückstellungen TEUR 690 und sonstigen Rückstellungen TEUR 65, Jubiläumsrückstellungen TEUR 8, Drohverlustrückstellungen TEUR 25 und Abfindungen TEUR 22. Passive latente Steuern resultieren im Wesentlichen aus unterschiedlichen Wertansätzen in der Steuer- und Handelsbilanz in Bezug auf Sachanlagevermögen TEUR 1.511, auf immaterielle Vermögensgegenstände TEUR 24 und Vorräte TEUR 9. Im Rahmen der Zwischenergebniseliminierung der Vorräte wurden TEUR 106 aktive latente Steuern gebildet. Außerbilanzielle Geschäfte / Sonstige finanzielle Verpflichtungen Im Konzern ist mit Wirkung zum 1. Dezember 2021 ein Mietvertrag über die genutzten Betriebsgrundstücke und Gebäude mit der CMP German Properties GmbH abgeschlossen worden. Dieser Vertrag ist auf unbestimmte Zeit geschlossen. Eine ordentliche Kündigung kann erstmals zum 31. Dezember 2025 erfolgen. Der Mietzins bis zum 31. Dezember 2025 beträgt insgesamt TEUR 1.560 (i.Vj. TEUR 2.379) für die kommenden 2 Jahre. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 belaufen sich die übrigen nicht bilanzierten finanziellen Verpflichtungen aus laufenden Leasingverträgen auf TEUR 807 (i.Vj. TEUR 1.542) und aus abgeschlossenen Miet- und Wartungsverträgen auf insgesamt TEUR 2.974 (i.Vj. TEUR 1.975). Insgesamt sind TEUR 1.554 (i.Vj. TEUR 2.148) - davon TEUR 780 (i.Vj. TEUR 780) im Zusammenhang mit Immobilien-Mietverträgen - innerhalb eines Jahres fällig. Der Konzern nimmt an einem Factoring-Programm teil, welches in Form des stillen Factorings praktiziert wird. Das Programm hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2024 und eine grundsätzliche Volumenhöhe von TEUR 25.000. Der Rahmen wird zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 24.305 ausgeschöpft (i.Vj. TEUR 25.000). Mit diesem Programm werden die Liquidität und der Finanzmittelfond gestärkt sowie die Finanzierungskanäle erweitert. Das Risiko von Forderungsausfällen wird zudem vom Faktor übernommen, weshalb die Forderungen nicht mehr bei der Gesellschaft bilanziert werden. In diesem Zusammenhang verwaltet die Gesellschaft Gelder des Faktors treuhänderisch auf Konten bei Kreditinstituten. Zum Stichtag war ein Guthaben in Höhe von TEUR 0 (i.Vj. TEUR 0) auf den treuhänderisch verwalteten Konten vorhanden. Sollten Guthaben vorhanden sein werden diese allerdings nicht in der Bilanz der Gesellschaft ausgewiesen. Zur Absicherung des Factoring-Geschäfts sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gemäß o.g. Bestimmungen an den Faktor abgetreten sowie ein Bankkonto auf fremde Rechnung verpfändet worden. Die UNIQFOOD Produktions GmbH sowie die GETI WILBA GmbH haften zudem in Höhe von bis zu TEUR 5.600 für Verbindlichkeiten der CMP German Properties GmbH. Das Risiko der Inanspruchnahme dieser Ausfallbürgschaft wird aufgrund des 3. Ranges der Sicherheit als gering angesehen. b) Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse verteilen sich auf folgende Bereiche:
Periodenfremde Erträge und Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremden Erträge in Höhe von TEUR 478 (i.Vj. TEUR 148) enthalten. Zudem sind außerordentliche Erträge im Geschäftsjahr 2023 in Höhe von TEUR 870 (Vorjahr: TEUR 840) aus dem Restrukturierungsprozess nach der Insolvenz bei der GETI WILBA GmbH entstanden. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 127 (i.Vj. TEUR 198). Zinserträge/ Zinsaufwendungen Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten Zinsen an Gesellschafter von TEUR 1.460 (i.Vj. TEUR 1.440). Die Zinsaufwendungen entfallen in Höhe von TEUR 103 (i.Vj. TEUR 111) auf die Aufzinsung langfristiger Rückstellungen. Steuern vom Einkommen und Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belaufen sich auf TEUR 2.054 (i.Vj. TEUR 181). Hierin sind Erträge i.H.v. TEUR 323 (i.Vj. TEUR 148) aus der Auflösung latenter Steuern enthalten. 6. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer
ErgebnisverwendungsvorschlagDer Jahresüberschuss der Konzernmutter, der CMP FOOD Holding GmbH, von TEUR 9.503 soll auf den bestehenden Verlustvortrag i.H.v. TEUR 9.889 hinzugerechnet und auf neue Rechnung vorgetragen werden. Mitglieder der Geschäftsführung Die Geschäftsführung erfolgt durch die Geschäftsführer, die Herren Andreas Schulig, CFO; Berlin - vom 27. April 2020 bis zum 17. Mai 2022 und seit dem 3. August 2022 bis zum 12. Dezember 2024 Thomas Müller, Zeven - vom 21. Juni 2022 bis zum 24. Januar 2024 Kai Brandes, Berlin - seit dem 12. Dezember 2024 Alle Geschäftsführer sind nur gemeinschaftlich vertretungsberechtigt mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft mit sich als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen. Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt er die Gesellschaft allein. Mitglieder des Beirats Die Gesellschaft hat mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 2. Juni 2020 einen Beirat eingerichtet. Der Beirat setzt sich wie folgt zusammen: Michael Müller, Vorsitzender, Heilbronn; vom 9. Mai 2022 bis zum 30. November 2024 Michael Ulrich, Dreieich; vom 11. Juni 2022 bis zum 30. November 2024 Kai Brandes, Geschäftsführer der CMP Capital Management-Partners- GmbH, Berlin; vom 2. Juni 2020 bis zum 30. November 2024 Im Geschäftsjahr 2023 wurden inkl. Nebenkosten insgesamt TEUR 108 (i.Vj. TEUR 95) an Beiratsvergütungen aufgewandt. Von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB in Verbindung mit § 285 Nr. 9 a HGB wurde für die Geschäftsführer der Konzernmuttergesellschaft, der CMP Food Holding GmbH, München, sowie für die Beiratsmitglieder Gebrauch gemacht. Abschlussprüferhonorar Für das Geschäftsjahr 2023 wurde vom Abschlussprüfer ein Gesamthonorar in Höhe von TEUR 228 (i.V.j. TEUR 214) berechnet. Davon entfallen auf Abschlussprüfungsleistungen TEUR 136 (i.V.j. TEUR 136), auf sonstige Leistungen TEUR 52 (i.V.j. TEUR 54) und auf Steuerberatungsleistungen TEUR 40 (i.V.j. TEUR 25). Konzernzugehörigkeit Die CMP Food Holding GmbH erstellt den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister veröffentlicht. Ergebnisverwendung
Angaben zu ausgegebenen Genussscheinen und ähnlichen Rechte auf Gewinnbezug Die GETI WILBA GmbH und die UNIQFOOD Produktions GmbH haben im Geschäftsjahr 2022 jeweils einen Besserungsschein auf einen Forderungsverzicht in Höhe von TEUR 7.600 bzw. TEUR 2.300 ausgegeben. Zeitliche Beschränkungen der Besserungsabreden bestehen nicht. Die Besserungsabreden sind jeweils auf einen Höchstbetrag p.a. beschränkt und leben in einem künftigen vollen Geschäftsjahr insoweit wieder auf, als dass ein im Rahmen der Besserungsabreden definiertes EBT überschritten wird. Nachtragsbericht Zwischen Bilanzstichtag und Aufstellung des Konzernabschlusses sind folgende wertbegründenden Geschäftsvorfälle von besonderer Bedeutung eingetreten, die sich wesentlich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken:
Entwicklungsbeeinträchtigende Tatsachen Die Geschäftsführung weist darauf hin, dass das für den Bereich Huhnfleisch zuständige Tochterunternehmern, die GETI WILBA GmbH, München, zum Zeitpunkt des Unterschriftsdatums des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2023 sowie für den Lagebericht 2023 eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fähigkeit zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit vorliegt (Bestandsgefährdendes Risiko). Die Gründe hierfür sind im Wesentlichen, dass eine anhaltende margenbedingte Verlustsituation vorliegt sowie eine umfangreiche und kostenintensive personelle Reorganisation durchgeführt wird, sodass der Fortbestand der GETI WILBA GmbH, München, gefährdet sein kann. Die Geschäftsführung der GETI WILBA GmbH plant, den o.g. Gründen für die wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fähigkeit zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit wie folgt zu begegnen: Um die finanzielle und operative Stabilität von GETI WILBA zu gewährleisten, wurden bereits verschiedene Maßnahmen eingeleitet:
Aus Sicht des Konzerns, der CMP Food Holding GmbH, ist die kontinuierliche Überwachung und Anpassung der Strategien relevant, sodass der Konzern flexibel auf Marktveränderungen reagieren kann und die Ergebnis- und Liquiditätssituation der CMP-Food-Gruppe sich weiter verbessert.Durch die positive Entwicklung des Geschäftsbereichs Fertiggerichte über die UNIQFOOD-Gruppe wird die vorab beschriebene negative Ergebnissituation des Geschäftsbereichs Huhnfleisch kompensiert, sodass für den Konzern von einer Entwicklungsbeeinträchtigung ausgegangen werden kann.
Bremervörde, den 26. Juni 2025 Die Geschäftsführung gez. Kai H. Brandes Der Konzernabschluss der CMP Food Holding GmbH, München, zum 31.12.2023 ist am 30. Juni 2025 gebilligt worden.
BestätigungsvermerkZu dem vollständigen Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 und dem Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2023 der CMP Food Holding GmbH, München, haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers An die CMP Food Holding GmbH, München Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der CMP Food Holding GmbH, München, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der CMP Food Holding GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung der CMP Food Holding GmbH, München, feststellen.
Wuppertal, den 26. Mai 2025 Buth
& Hermanns Partnerschaft mbB
gez. Michael Hermanns, Wirtschaftsprüfer gez. i.V. Constantin Frenking, Wirtschaftsprüfer |
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